Nr. 277 40.Jahrgang Ausgabe Anr. 137 Bezugspreis: Für den Monat Juni 7600 2. voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet sowie Oesterreich und Luxemburg 9600 M., für das übrige Ausland 11 600 M. Bostbezugspreis freibleiben d. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Estland, Finnland, Frank. reich, Holland, Lettland, Luxemburg, Defterreich, Schweden, Schweiz, Tschechoslowatei und Ungarn. Der ,, Borwärts" mit der Sonntags. beilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage ,, Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: » Sozialdemokrat Berlin Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 300 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareiltageile toftet 2500 M. Reflamezeile 12 500. ,, Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 800 M.( zuläffig zwei fettgedruckte Worte), jedes meitere Wort 400 M. 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" Die Schwierigkeiten, die sich während der zweiten Lesung des Entwurfs eines Beamtenrätegefeßes( jetzt BeamtenverStambulijski„ auf der Flucht erschossen"? tretungsgeset") bei der Auslegung und gesezmäßigen Abgroßer Spannung erwartete Debatte über die innere Politik der grenzung des Mitbestimmungsrechts im 23. AusRegierung. Als erster Redner interpellierte Abg. barnegareŋ London, 15. Juni.( Eca.) Nach einer Reuter- Meldung aus schuß des Reichstags ergaben, sind zwar durch das unmittel ( Bloc national) die Regierung darüber, welche Haltung fie im Sofia wurde Stambulijiti, als er versuchte, den Truppen bare Eingreifen des federführenden Reichsministeriums des Kampfe zwischen dem Block der Linken und dem nationalen Block die ihn verhafteten, zu entfliehen, durch einen Schuß getötet. Innern zunächst äußerlich überwunden, aber feineswegs einzunehmen gedente. Er ging von dem Gerücht aus, daß in Condon, 15. Juni.( Eca.) Ueber die Gefangennahme und den grundsäglich ausgeräumt worden. Am Schluß der zweiten Deutschland eine Erhebung zu erwarten fei. Frankreich fönne sich dann auf die Linksparteien nicht verlassen, da diese gegen die Tob Stambulijftis teilt das Reuter- Bureau folgendes mit: Lesung- Ende April 1923- war folgender Zustand geRuhrbefehung seien und nur daran dächten, die Regierung zu stür- Stambulinsti wurde gestern früh um 7 Uhr in der Ortschaft Galat geben: Die Bürgerliche Arbeitsgemeinschaft war aus der Fühzen, um das Ruhrgebiet zu räumen. barnegaren schloß mit der gefangen genommen. Er erklärte dem Kommandanten der rung in die Opposition hinübergeglitten und überließ den nach Aufforderung an die Regierung, fich wieder auf die Mehrheit vom Truppen, er sei bereit, sich zu ergeben. Um 3 Uhr nachmittags dem Abmarsch der Demokraten aus der Minderheit zur Mehrwurde Stambulijski in einem Auto nach Dabar- Bazarbschef gebracht. heit gewordenen Linksparteien die Fortführung des Kampfes BTB. berichtet von dieser Rede noch folgende Ausführungen: Hier wurde er von der Menge beschimpft, die ihn zu lynchen um die Verbesserung des Gesetzes. Inzwischen hat der Barum gehe man nicht gegen die Polititer vor, die, wenn sie versuchte. Stambulijski wurde alsdann nach Zlawobiza zurüd. Reichsrat zu den Ergebnissen der zweiten Lesung Stellung zur Macht emporstiegen, nichts Eiligeres zu tun hatten, als das gebracht, um Zwischenfälle zu vermeiden. Auf dem Wege dorthin genommen und sämtliche Beschlüsse abgelehnt. Damit ist Wert der Regierung zu zerstören? Der Feldzug, der im ganzen Lande gegen den nationalen Blod geführt werde, dürfe nicht ge- wurde das Auto von Bewaffneten angegriffen. Es gelang die gegenfäßliche Auffassung zwischen Länderregierungen und duldet werden. Alles, was an Schlechtem geschehe, werde dem dabei Stambulijffi zu entfliehen(?). Es wurde sofort Befehl Reichskabinett offenbar geworden. Nun hat die Reichsregienationalen Blod zugeschoben. Wenn Deutschland nicht bezahle, so gegeben, ihn zu verfolgen und nach Sofia zu bringen. Bei der rung das Wort. Nach Zeitungsmeldungen wird der Reichsfei das der Fehler des nationalen Blods. Der Ministerpräsident Verfolgung tam es zu einem Feuergefecht, bei dem er gefanzler nach Rückkehr von seiner Reise ins befeßte Gebiet sowerde vielleicht in einigen Monaten den Burgfrieden gebrauchen. tötet wurde. wohl mit den Führern der Linksparteien als auch den ParteiDie Ruhrbesehung, die er durchgeführt habe, sei das wichtigste Ereignis feit dem Abschluß des Friedensvertrags von Bersailles. garische Telegraphen- Agentur bestätigt. Die Todesnachricht wird spät nachts durch die bul- führern der bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft zum Zwede der Der Oberst, der Klärung eine Besprechung abhalten. Das Ergebnis dieser Der Präsident der Republik habe in Straßburg eine Rede gehalten, die Verfolgung des gestürzten Ministerpräsidenten auf- Aussprache wird darüber entscheiden, ob die Verhandlungen in der er zur Einigung mahnte. Zu gleicher Zeit habe aber über den Gesetzentwurf fortgeführt werden oder ob die ReichsBriand eine Rampfrede gehalten. Seine Rede sei weittragender, genommen hatte, hatte furz zuvor erflärt, er garanda er von der bedrohlichen roten Belle gesprochen habe. Dagegen tier mit seinem eigenen Kopfe dafür, daß er Stam- regierung gezwungen wird, ihre Vorlage zurückzuziehen. müsse der Ministerpräsident eine große Mehrheit vereinigen und bulijffi lebendig oder tot" den neuen Machthabern Auch das geringste Maß politischer Einsicht sollte genügen, das Wert fortsehen, das er vor zehn Jahren zum Segen des Lan- übergeben würde. An die„ Erschießung auf der Flucht" um erkennen zu lassen, daß die Zurückziehung der Borlage bes begonnen habe. Die Mehrheit vom 16. November 1919 per mird natürlich niemand glauben, es tann nicht einmal dieser gerade infolge der augenblicklichen politischen Hochspannung lange einen Führer. Poincaré müffe erflären, ob er dieser Führer furze Prozeß mit der Ballan- Psychologie erklärt werden, denn die übelsten Auswirkungen nach sich ziehen müßte. fein wolle. Nach ähnlichen Ausführungen des Abg. Bellet ergreift mi- wir wissen, daß altpreußische Offiziere, die fich zweifellos für Die Beamtenschaft wird nicht verstehen, daß ihr in demselben nisterpräsident Boincaré das Wort. Seine Rede liegt jedoch bei hochzivilisierte Menschen halten und über die füdosteuro- Augenblic, in dem sie im Abwehrkampf an Ruhr und Rhein päische Roheit nie genug entrüften fönnten, mit gefangenen, Schulter an Schulter mit den übrigen Arbeitnehmerschichten wehrlosen Gegnern im Bürgertriege zumindest ebenso barba- das höchste Maß vaterländischer Aufopferung leistet, der berisch verfahren sind: Pflugt- Hartung, Vogel, die Marburger scheidenste Fortschritt in der Richtung einer rechtlich fundierten Studenten von Mechterstädt und noch manch andere Euro- Demokratisierung der Verwaltung verweigert wird. Was Aus Brüssel wird dem„ Soz. Parlamentsdienst" gemeldet: päer" hätten ebensogut Produkte bulgarischer, türkischer oder man auf gegnerischer Seite von der Verwirklichung des BeEs ist heute noch nicht zu übersehen, wie die neue Regierung fudanefischer Erziehung sein können. amtenrätegebankens glaubt befürchten zu sollen, muß notbeschaffen sein wird. Daß die Liberalen und Sozialisten Allerdings ist Stambulijsti nicht gerade der Mann ge- wendige Folgewirkung der schroffen Ablehnung eines verfich gegenwärtig zu einer Koalition zusammenschließen und die Re- wesen, der auf eine humane Behandlung besonderen Anspruch fassungsmäßig gewährleisteten Rechts( Art. 130 RV.) sein: gierung übernehmen, ist bei der Gegensäglichkeit der Anschauungen erheben konnte, da er, solange er an der Macht war, seine die innere Kraft und letzten Endes auch das Ansehen der beider Parteien in der Frage der Ruhrbesetzung und der Repa Gegner nicht weniger rücksichtslos behandelte. Unter feinem Staatsgewalt wird gemindert, wenn das Bertrauen der Berationsfrage ziemlich ausgeschlossen. Ein liberal tatho- diktatorischen Regime saßen fast alle Minister früherer Regie- amten in die staatliche Führung enttäuscht wird. Lifches Roalitionsfabinett erscheint auch nicht recht möglich, da rungen im Gefängnis, auch sind nicht wenige politische Morde Den Beamten drängt sich die Frage auf, ob denn die für eben ein solches Kabinett die Zügel der Regierung hat fallen lassen. an unbequemen Gegnern feines Kabinetts begangen wor- die Staatsleitung verantwortlichen Kreise immer noch nicht Die flämische Rechte wird schwerlich zur sofortigen Wiederholung den. Wiederum aber hatte Stambulijski die Entschuldigung, erkannt haben, daß Rentabilität des Staatsbetriebes und Bedes Experimentes eines Bündnisses mit den Liberalen zu bewegen daß er selbst unter Radoslavom als Haupt der ruffenfreund- triebsführung bzw. Staatsverwaltung in innerlicher Avfein, nachdem die Liberalen die Erfüllung des brennendsten lichen Bauernpartei zu lebenslänglicher Kerferstrafe verurteilt Wunsches der Flamen vereitelt haben. Die wallonische Rechte wird und erst beim Zusammenbruch im Herbst 1918 befreit moraber durch die Rücksicht auf die Erhaltung der Parteieinheit davon den war. abgehalten werden, allein mit den Liberalen eine Roalition einzuEchluß des Blattes noch nicht vor. Die belgische Regierungskrise. gehen. Es bleiben hiernach nur zwei Möglichkeiten. Ent weder beruft der König ein Geschäftsministerium, obwohl ein solches politisches Gewächs in Belgien bisher nicht bekannt, und da das Band von 1884 bis 1914 eine fatholische Parlamentsmehr. heit hatte, auch nicht notwendig war. Zur Bildung eines solchen Kabinetts wäre Theunis der richtige Mann, da er, wenn er auch der katholischen Partei angehörte, doch als Barteipolitiker niemals hervorgetreten ist. Die andere Möglichkeit wäre, daß die in der Repräsentantenkammer und im Senat ziffernmäßig stärkste Partei, die klerikale Rechte, die Regierung übernimmt und sie als Minderheit folange fortführt, bis ein feindliches Mehrheitsvotum fie zur Auflösung der Kammer nötigt. Die Meldungen häufen fich, nach denen der Gegen aufstand der Bauernpartei im vollen Gange sei. Daß Kämpfe zwischen den Orangegardisten" Stambulijftis und Truppen der neuen Machthaber stattfinden, wird jezt auch in Sofia zugegeben. Indessen sind besonders alarmierende MelDungen, die aus Belgrad stammen, mit äußerster Vorsicht zu betrachten, denn Serbien steht den neuen bulgarischen Männern äußerst mißtrauisch gegenüber und würde es gern sehen, wenn der nachbarliche Erbfeind" im Bürgerkrieg zu grunde ginge. Verdoppelung der Lebenshaltungskosten. hängigkeit zueinander stehen. Keine Sparsamkeitstommission wird durch noch so berechtigte Abstriche an dem Ausgabenetat einer Berwaltung das Ergebnis erzielen, das erreicht wird, wenn durch Minderung der im überholten System begründeten Reibungsflächen eine natürliche Steigerung der Arbeitsintensität entsteht. Zur Gewinnung dieses Biels ist zweierlei nötig: einmal die bessere Einstellung führender Verwaltungsstellen auf die seelische Struktur des Personals und zum anderen die leberwindung politischer Rüdständigkeiten, weil sie dem Erkennen der staatlichen Notwendigteit einer fortschrittlichen Entwicklung der Verwaltungsmethoden hindernd im Wege stehen. Daß zu diesen Rückständigkeiten auch parteipolitischer Egoismus zählt, braucht nicht besonders betont zu werden. Gerade die weit in die zweite Lesung des Entwurfs eines Von der 2. Mai bis zur 2. Juni- Woche. Beamtenrätegefezes reichende Führung der Bürgerlichen ArBorerst aus der weiteren Verschlechterung des äußeren Mart. beitsgemeinschaft hat den schlüssigen Beweis geliefert, daß in Immer schärferer Druck. mertes resultierend, hat sich nach den Berechnungen der Industrie- jenen Kreisen auch nicht die mindeste Neigung besteht, ein Elberfeld, 15. Juni.( Eig. Drahtbericht.) Die franzöfifche Be- und Handelszeitung in der vergangenen Woche vom 8. bis zum Beamtenrätegesetz zu schaffen, das sich wenigstens in seinen fagung hat am Freitag vormittag die Bahnhöfe in Langen 15. Juni eine abermalige, recht wesentliche Berteuerung Grundzügen den eindeutig formulierten Forderungen der Bedreer, Gelsenkirchen, Battenscheid sowie den Not- des allgemeinen Lebenshaltungsaufwandes vollzogen, die diesmal amtenorganisationen anpaßt. Daß die betreffenden Abgeord bahnhof Herne und sämtliche Bochumer und Dortmunder neben der Steigerung der Nahrungsmittelpreise vornehmlich durch neten in ihrer Mehrheit den Schichten des Beamtentums an Bahnhöfe( Hörde, Dortmund- Berschiebebahnhof, Dortmund die besonders starke Erhöhung der Brennstoffpreise, des Gaspreises, gehören, denen die vorrevolutionäre Initiative zu den heutiHauptbahnhof) befeht. Der Personen und Güterverkehr der Verkehrstarife und eine weitere Berteuerung einiger wichtiger gen Forderungen der Beamten zu danken ist, bedeutet eine ruht auf jämtlichen Bahnhöfen, so daß nunmehr das Ruhrgebiet häuslicher Gebrauchsartikel hervorgerufen wurde. Der Gesamtinder Tragit in sich. Sie berührt ebenso schmerzlich wie die Tatsache, auf dem Eisenbahnwege nicht mehr zu erreichen ist. Durch die neue ftieg vom 5894fachen auf das 6740 fa che der Borfriegsbalis, somit daß ihre eigenen Organisationen es nicht vermocht haben, fien Maßnahmen der Besazungsbehörden ist vor allem die Lebens um 14,4 Broz. Im Vergleich zu der zweiten Maiwoche( 5. bis sie von der Notwendigkeit zeitgemäßer, d. h. das Interesse mittelversorgung und die Versorgung der Großstädte mit 11. Mai), in der die Teuerungsmeßziffer der Industrie- und der Gesamtheit fördernder Einstellung zu überzeugen. GegenMilch äußerst gefährdet. Hinzu tommt, daß der verstärkte Straßenbahnverfehr laut Anordnung der Rheinlandfom- Handelszeitung" noch das 3474fache betragen hatte, hat sich somit über den gewerkschaftlich denkenden Beamten sind die Bermiffion zum Teil bereits jetzt unterbunden und auf die nor eine Berteuerung um 94 Proz. innerhalb von vier treter der Arbeitsgemeinschaft einigermaßen in die Zwickmale Ausdehnung, wie sie in ruhigen Zeiten bestand, zurückgeführt och en vollzogen. mühle geraten. Sie vertrauen auf die politische Konjunktur, die ihren Bestrebungen gewiß nicht ungünstig ist, und verfuchen, sich zu entlasten, indem sie auch jetzt immer noch man darf schon sagen wider befferes Wissen- den sozialistifchen Mitgliedern des preußischen Kabinetts die grundsätzliche Ablehnung des Mitbestimmungsrechts in die Schuhe schieben und ihnen unterstellen, daß sie auch heute noch die Trennung zwischen Hoheits- und Betriebsbeamten erstrebten. Aber das alles sind ja ausgefallene Sachen, die nach der Bekanntgabe der im Reichskabinett mit dem Preußentabinett gemeinsam gefaßten Beschlüsse längst abgetan sein sollten. Die letzte Möglichkeit, z. B. das Märchen von der Abficht der Trennung zwiwird. Diese Maßnahmen werden als Absicht gedeutet, die Kapitu. Der Zentrumsabgeordnete Herold, der im Reichstag und im lation zu erzwingen. In der Tat ist die Abwehrkraft der Preußischen Landtag den Wahlkreis Westfalen- Nord vertritt, begeht Bevölkerung durch die restlose Unterbindung des Eisenbahnverkehrs am 16. Juni ein feltenes parlamentarisches Jubiläum. Heute vor im Ruhrgebiet und die Verminderung des Verkehrs auf den Straßen- 25 Jahren zog er in den Reichstag ein. Zugleich ist er seit 18689 bahnen auf die härteste Probe gestellt. Es ist deshalb in diesem Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses, so daß er sein Augenblick vor allem notwendig, daß endlich den Dynamit doppeltes 25jähriges parlamentarisches Jubiläum feiern fann. attentaten, wie überhaupt jeder Propaganda zum aftiven Dr. v. Bilinski, der oftmals habsburgischer und dann auch Widerstand, ein Ende gemacht wird. Neuerdings gehen die Bolens Finanzminister war, ist in hohem Alter gestorben. Mit Franzosen dazu über, die in der Nähe gesprengter Gleife bzw. Berchtold zusammen hatte er großen Anteil an der Entfesselung des Brüden wohnenden Deutschen zu Ausbesserungs- Weltfrieges, diftierte aber als Vertreter Polens die Friedensver. arbeiten zu zwingen. träge von Bersailles und St. Germain mit.. schsn Hoheits- und Vetriebsbeamten weiterzuvsrbreiten, würde 'erschwindsn, wenn die Bestimmung, daß die sogenannten politischen Beamten nicht unter das Gesetz fallen, auf alle in Gruppe XIII und sogar in XII stehenden Beamten Anwen- dung fände. Auch der geradezu mit sadistischem Eifer von einem Vertreter der Deutschen Volkspartei immer wieder unternommene Versuch, die Stellung des für den Gesetzent- wurf verantwortlichen Beamten des Reichsminisieriums des Innern zu erschüttern, beleuchtet blitzartig die Gründe, mit denen die nach außen stets als die besorgtesten Verteidiger der Beamtenintcresjen auftretenden parteipolitischen Instanzen dm Kampf weiter zu führen gedenken. Viel wichtiger aber als der Streit um Einzelfragen ist die Beantwortung der Frage, ob die Beschlußfassung des Reichs- kabinetts eine für die Beamtenschaft annehmbare Grundlage zur Weiterbildung des Rechts ist, das im Beamten- rätegefetz feinen Niederschlag finden soll. Denn darauf kommt es doch wohl an erster Stelle an, festzustellen, ob überhaupt ine Plattform vorhanden ist, von der aus eine Etappen- e n t w i 6 l u n g möglich ist, und nicht darauf, ob Regierung, Partei oder Gewerkschaft Recht behalten. Auch die Beamten- schaft hat ein Interesse an der sachlichen Austragung der be- stehenden Meinungsunterschiede: sie wird allerdings überlegen müssen, wieweit sie in der Lage ist, sich in diesen meistens unter der Oberfläche geführten Kampf der Msinungen einzu- schalten. In dem augenblicklichen Stadium wird sich mit Ver- sammlungstaktik nicht allzuviel erreichen lassen, viel wertvoller für die Umstellung der bisherigen Praxis der dem Zustande- kommen des Veamtenrätegejetzes widerstrebenden Regierungs- stellen und politischen Kreise ist die Erbringung des Nachweises von den Beamtenorganisationen, daß die Beamtenschaft bereit und befähigt ist, den Weg der Entwicklung in der Be- amtenrätefrage zu beschreiten. Auch die Parteivertreter, die geneigt sind, Uebereinstimmung der„überwiegenden Menge der Beamtenschaft" mit ihrer eigenen Parteimeinung festzustellen, um dieses Scheinargument nach Bedarf zu agitato- rifchen Zwecken ausnutzen zu können, sind ja wohl inzwischen durch die harte Wirklichkeit eines Besseren belehrt worden. Wenn es wahr wäre, daß„die überwiegende Menge" der Be- amten für eine Verwässerung eigener Forderungen zu haben sei, dann hätte nicht— um nur ein Beispiel herauszugreifen — in einer stark besuchten Dresdener Versammlung der Deutschen Volkspartei den Vertretern der bürgerlichen Parteien, insbesondere aber dem Redner des Abends als einem der Väter der größten Hindernisse für das Zustandekommen des Beamtenrätegesetzes die„schärfste Mißbilligung" ausgesprochen werden können. Vielen Beamten ist inzwischen klar geworden, daß sie gewerkschaftliche Forderungen nur mit Hilfe politischer Kräfte durchzusetzen vermögen. Vielleicht erinnert sich mancher in ihren Reihen seiner eigenen Wahllättgkeit im Juni 1920 und bekennt sich mitschuldig an der durch den Ausfall der damaligen Reichstagswahlcn herbeigeführten Verschiebung der Kräfte in der Politik. Jetzt erst erhall er die Quittung für seine an der Wahlurne bewiesene Kurzsichttgkeit. Johann Gottfried Seume hat das Wort geprägt:„Wenn sich nur niemand fürchtete, zu sagen, was die Sache ist, so würden alle Sachen besser gehen." Fürchten sich nicht auch heute gerade in der Politik die Beamten immer noch viel zu sehr,„zu sagen, was die Sache ist"? Wenn die Beamten erst einmal gelernt haben. nicht nur fteiheitlich zu denken, sondern auch in diesem Sinne zu handeln, müssen auch die Regierungen sagen,„was die Sache ist". Irgendein„Beamtenvertretungsgesetz" wird kommen müssen, wenn die Forderung der Festigung der deutschen Re- publik nicht Phrase bleiben soll. Oder glaubt man ernsthast, daß sich das Recht der Mitbestimmung dort auf die Dauer ausschalten läßt, wo sich die dringendste Notwendigkeit ergibt, aus dem scheinrepublikanischen Leerlauf einen Leben spenden- den Organismus zu gestalten: in den Staatsämtern und Staatsbetrieben? Nach der Meinung eines deutschnationalsn Abgeordneten ist es„durchaus nicht wünschenswert", daß der Zinöerlohn. Von Karl Fischer. Aus einem Haus einer eleganten Straße am Tiergarten tritt eine Dame. Auf den steinernen Treppenstufen, die von dem Haus auf die Straße führen, zieht sie einen weißen Handschuh auf die Hand, während sie den Schirm mit dem goldenen Knauf nonchalant unter den Arm schiebt. Dabei verliert sie den zweiten Handschuh. Doch achtlos genug merkt sie es nicht und eilt über den Damm. Lang ausgestreckt liegt der Handschuh auf dem Bürgersteig, hart am Rand, nach der Häuserreihe zu. Ein glänzend weißer Handschuh. Er strahlt in jungfräulicher Keuschheit und Unberührcheit. Die vier weihen Knöpfchen leuchten wie Tautropfen auf frisch gefallenem Schnee. Auf dem Rücken liegt er, unbeholfen, hilflos. Er lacht die Vorübergehenden an, verführerisch, herausfordernd. Aber die Passanten eilen vorbei voll großstädtischer Geschäftig- keit und Nervosität. Sie achten seiner nicht: zehn, zwanzig, dreißig hasten vorüber. Arbeiter kommen die Straß« entlang. Einer von ihnen sieht Handschuh und hebt ihn auf. .Mensch,'n feinet Dingl" �Zu dem jehört ne janz Feine!" „Wird moll ooch so sind!" sagt der Dritte.' Da wirft der Erste ihn wieder fort. Jetzt fällt der Handschuh auf den Bauch. Die Fingerspitzen haben sich etwas gekrümmt, und es sieht aus, als wollte«in großer, plumper, weißer Frosch mühsam den Straßenrand erklimmen und die steinerne Treppe hinauf in die Wohnung klettern. Und wieder eilen Menschen vorbei: zwanzig, dreißig, fünfzig, aber sie sehen ihn nicht. Aber dann erregt er die Aufmerksamkeit zweier Dienstmädchen, und das eine Mädchen hebt den 5?andschuh auf. „Kiek ma Iuste, fein, wa? Zu mein neuet weißes Kleid." „Ach man bloß eener, was soll der dirl" Bums, fällt der Handschuh wieder auf die Erde. Aber diesmal mit solcher Wucht, daß er ganz in sich zusammensinkt, als habe er durch die Gewalt des Sturzes und das heftige Aufschlagen auf das Pflaster das Kreuz gebrochen. Ein leiser Wind geht, krischt in den Handschuh und richtet den Daumen auf, daß er sich scharf von dem großen weißen Fleck ab- hebt und in die Luft sticht, als wollt« er sagen: Nehmt mich doch auf und laßt mich nicht unter den Füßen zertreten in Schmutz und Schande. Doch keiner sieht es. Da sinkt der Daumen wieder um. Das Köpfchen wird ihm so schwer, und das Kreuz tut ihm weh. Aus dem Bankgeschäft, zwei Häuser von dem Handschuh, tritt «ine Dam«, und neben ihr geht ihr kleines Töchterchen. Entwurf des Bsamtenrätegesttzes den Geist der Weimarer Verfassung atmet. Die Beamten verstehen diese Aeußerung recht, wenn sie aus ihr entnehmen, daß sich die ehemaligen Pächter des Obrigkeitsstaates zurücksehnen in die Zeiten selbst- herrlicher Befehlsgewalt. Hoffentlich verstehen sie auch aus dieser Kundgebung die richtigen Folgerungen zu ziehen. Und wenn die Buveaukratie von heute heimlich oder vor aller Oeffentlichkeit demselben Ziele der Sabotierung der Weimarer Verfassung nachstrebt, dann muß ihr das Handwerk gelegt werden, gar nicht einmal allein um der Beamten willen, son- dern weil die neue Zeit die verantwortliche Mitarbeit auch des in die unterste Besoldungsgruppe eingereihten Beamten im Staatsbetriebe— genau wie in der Privatwirtschaft— gebieterisch fordert. Wie oft muß noch gesagt werden, daß des- halb noch nicht die„gleichen Rechte" dem Beamten wie dem Arbeiter zugestanden werden müssen. Aber nicht m i n d e- renRechtes darf der Beamte gegenüber dem Arbeiter sein. Wenn auch die regierungsseittg vorgebrachten formalen Gründe gegen die Einrichtung von Schlichtungsaus- sch ü s s en(angebliche Ausschaltung der Ministerverantwort- lichkeit und Beschränkung des Budgetrechts der Parlamente) bis zur Stunde grundsätzlich aufrech-terhalten werden, so läßt sich für den Fall der endlichen Verabschiedung des viel um- strittenen Gesetzentwurfs aus der schon seit 1921 im Reichs- innenministerium erfolgten Wandlung der Grundauffassung dennoch die Hoffnung schöpfen, daß die Anwendung der Be- stimmungen des Rätegesetzes im Laufe der Zeit zur Beseiti- gung der vorstehend gekennzeichneten Einwände führen kann. Jedenfalls wird sich die Beamtenschaft entscheiden müssen, ob sie es vorzieht, mit bescheidenen Anfängen in die erfolg- reiche Handhabung des Mitbestimmungsrechts hineinzuwachsen oder ob sie wegen Ablehnung ihrer aus der Zeit der politischen Umwälzung geborenen Forderungen den Kampf um ihr gutes Recht noch einmal aufzunehmen gedenkt. Mag die Enftchei- dung bei den Beamten ausfallen, wie sie will, ausschlaggebend für den Erfolg bleibt in jedem Falle die nüchterne Abschätzung der gewerkschaftlichen Kräfte in der Beamtenbewegung. Der �unpolitische" preußenbunü. Am Mittwochabend entrüstete sich die„Kreuzzeitttng" dar- über, daß wir gegen die beabsichtigte Beteiligung von Reichs- wehrsoldaten an der Gründungsfeier des„Preußenbundes" in Potsdam mit Entschiedenheit protestiert hatten. Sie bezeich- nete die Veranstaltung als eine„rein interne, z u g le i ch u n- politische Feier". Indessen hatte unser Einspruch den Er- folg, daß das Reichswehrministerium den Angehörigen der Reichswehr den Besuch dieser Veranstaltung untersagte. Letz- ter hat inzwischen vorgestern stattgefunden, inwieweit das Ver- bot des Reichswehrministeriums befolgt wurde, entzieht sich unserer Kenntnis. Wer nun wisien will, wie eine„unpolitische Feier" aus- sieht, der lese den Bericht derselben„Kreuzzeitung" vom Frei- tag abend nach. Daß„Ihre Königlichen Hoheiten der Prinz Eitel Friedrich sowie Prinz und Prinzessin Oskar von Preußen" nicht fehlten, sei nur nebenbei erwähnt, denn nebensächlich. Der Hauptredner des Abends, Graf Westarp, führte u. a. aus: Zum Preuhengeiste aber gehört auch der soviel gescholtene Militarismus, in Wahrheit das preußisch« Heer. Wir lasten es uns nicht nehmen, dies« Erinnerungen als Heiligtum unseren Kindern zu überliefern, Erinnerungen, die die Duell« unserer Kraft auch für die Zukunft sind. Solange wir die Freiheit nicht haben, solange gibt es kein anderes Ideal für uns, dem wir nachstreben dürfen, als Befreiung.(Stürmischer Bei- fall.) preußischer Geist ist auch monarchisch. Darum gilt es für uns, das Volk wieder wert und würdig zu machen iür das preußische Königtum und deutsche Kaisertum der Hohenzollern. �Anhaltender Beifall.) Graf Westarp schloß unter vielfachen Beifallskundgebungen mit der alten Preuhenlosung: vorwärts mit Göll für König und Vaterland— für Kaiser und Reich! Die Herrschaften wußten schon, warum sie durch freien Die Mutter entdeckt diese» weiße Etwas auf der Straße, und im Vorbeigehen berührt sie den Handschuh mit der Spitze ihres Regenschirms. Nun hat auch das Töchterchen den Handschuh bemerkt und will ihn nach Art neugieriger Kinder aufheben. „Pfuil Martha! Lstß das, wer weiß, wem der gehört!" Doch nach«in paar Sekunden sagt sie: „Na ja, Marthchen, heb ihn auf und steck ihn schnell in die Tasche, damit es keiner sieht." Als das Kind den Handschuh aufgenommen, meint die Mutter: „Weißt du, Martha, du hast gestern den«inen weißen Handschuh von Fräulein rerbracht, welcher war's denn?" „Der linke, Mama!" „Und der, den du gefunden hast?" „Auch«in linker, Mama!" „Das ist ja sehr schön! Hoffentlich paßt er Fräulein. Es waren gerade solche, von denen du«inen verbracht hast. Die sind jetzt so entsetzlich teuer. Du gibst ihr nachher den Handschuh und sagst, du hast ihn im Kinderzimmer gefunden. Hörst du, Martha?" „Ja, Mama!" Farben erzeugen de Bakterien. Als ein geschätzter Maler einmal gefragt wurde, womit er seine Farben mische, antwortete er kurz: „Mit Gehirn". Die Bedeutung dieser Antwort war vollkommen klar: denn der Maler braucht« sein Gehirn dazu, um die richtige Zu- stnnmensetzung herauszubringen. Aber auch dieser Künstler hat schwerlich vorausgesehen, daß das menschlich« Gehirn einmal dazu kommen würde, Farben tatsächlich durch die Wirkung lebender Wesen entstehen zu lasten. Die meisten Malerfarben sind noch heute der leblosen Natur, also den Mineralstosien entlehnt, obgleich das Studium der organischen Chemie schon Tausende von Farbstossen aus dem Kohlenteer gezogen und zur Verfügung gestellt hat. Außer- dem gibt es aber noch wirklich lebendige Farben, deren Entwicklung unmittelbar an die Tätigkeit von Lebewesen gebunden ist, und zwar an die dar winzigsten Organismen, die wir kennen, der Bakterien Gewisse Arten der Spaltpilz« erzeugen Farben, sehr schöne sogar, und man nennt sie daher auch in der Wissenschaft Farb«n«rzeug-r oder Chromogen«. Man kennt Batterien, die in einer geeigneten Umgebung fast alle Schattierungen zu entwickeln vermögend So können z. B. die Farben eines Sonnenunterganges durch eine Kultur des„Xlicrococcus prodigiosus" auf einem Hinlergrund von gekoch- ten Kartoffeln gezüchtet werden. Das genannte klein« Lebeweisn erzeugt heile, rote Farben und hat zweifellos den gewaltsamen Tod manches Menschen verschuldet, der in krütheren Zeiten wegen Zau- berei unter dem Verdacht bestraft worden ist, die blutroten Flecken herbeigehext zu haben, die gelegentlich aus verschiedenen Nahrung». stosten gesunden wurden. Fernerbin gibt es unter den Dokterlen Lieseranten für die Farben einer Mvndscheinlandschalt oder für vre einer Abend- oder Morgendämmerung. Ein reifes Getreidefeld er- hält fein« Farben durch das Wachstum des„�licrococcus aurantia- cus" oder gewisser Bakterien, die unter dem Namen der Sarcina bekannt sind. Und wer wüßte heute noch nicht, daß das tief« Blau des natürlichen Indigo ein« Folge der Lebenstättgkeit von Bakterien Eintritt die Reichswehrsoldaten in Massen zu dieser Feier locken wollten. Eine Frage an das Reichswchrministerium: Hätten die Rcichswehrbehörden v o n f i ch a u s eingegriffen und das Be- teiligungsverbot erlassen, wenn nicht der„Vorwärts" Lärm geschlagön hätte?? Und eine Frage an die„Kreuzzeitung": Wie sieht erst eine politische Veranstaltung deutschnational-konservativer Vereine aus, wenn das als„unpolitisch" firmiert?! Heheimrüftungen— tabu! München, 15. Juni. Heute am letzten Tag der Beweisaufnahme wurde zunächst Dr. Bernhuber vernommen, in dessen Kassenschrank die französischen Gelder des Fuchs und Machhaus aufgehoben wurden: im ganzen etwa 60 bis 65 Millionen Mark und sechs verschlossene Geldpakete, deren Inhalt dem Zeugen nicht bekannt ist. Als letzter Zeuge wurde dann Dr. Arnold Rüge vernommen, der auf Antrag der Verteidi- gung zur Entlastung des Fuchs und vor allem zur Belastung der vier Hauptzeugen geladen war. Seine Aussagen und Darstellungen wirkten aber gerade im entgegengesetzten Sinne. Fuchs und Machhaus stellte er das Zeugnis aus, daß sie in seinem Sinn absolut keine Landesverräter seien, da sie seines Wistens die französischen Gelder nur für nationale Zwecke genommen und ausgegeben hätten. Im übrigen stehe er auch heute noch auf dem Standpunkt, daß man dem Feind zuerst das Geld und dann das Leben nehmen müste. Andererseits fiel der Zeuge um so kräftiger und mit geradezu pathologischem Haste über�die vier Be- lastungszeugen her, vor allem über den Zeugen Schäfer, den er nur den„blonden Pascha im Bund Blücher" nannte. Rüge ver- breitete sich'ganz offenherzig über die internen Vorgänge und die kleinlichen Eifersüchteleien in den national-aktivistischcn Kreisen, wobei er immer wieder von sich als dem einzigen polit!- schen Kopf sprach, der vorhanden gewesen sei, weshalb sich alles an seine Rockschöße gehängt habe. Bei späterer Gelegenheit wird au* diese Dinge und die Person Ruges noch zurückzukommen sein. Auch ihm untersagte das Gericht, über alle irgendwie Militär i- schen Dinge in diesen Verbänden zu sprechen. Dasselbe geschah, als der Zeuge von dem in München organisierten Handgrana- ten-Attentat auf die Synagoge in Frankfurt erzählen wollte, eine Angelegenheit, die die Staatsanwaltschaft Frankfutt beschäftigt. Zum eigentlichen Prozeßthema wußte der Angeklagte nur wenig Positives zu sagen. Er hatte, wie er selbst angab, stets das Gefühl, daß Schäfer und Kanter ihn absichtlich von der Sache f e r n z u- halten bestrebt waren. Der morgigd Tag ist sitzungsfrei. Für Montag vormittag hat der Statsanwalt noch nachträglich heute zwei Zeugen geladen, die beide den Angeklagten Munt belasten sollen. Für Montag nach- mittag ist der Bcgin der Plaidoyers festgesetzt. Eine öentfcbe Seschweröenote. Den Regierungen in London, Madrid, Rom, Washington, Moskau, dem Haag, Bern, Kopenhagen, Kristiania, Stockholm, Riga und Warschau— warum nicht in Prag?— ist ein« deutsche Note überreicht worden, die die letzten Represtalien der frantobelgischen Besatzung im Ruhrgebiet gegen Unbeteiligte auszählt und sagt: Alles die- geschieht zur gleichen Zeit, wo die französische Re- gierung fordett, daß die Bevölkerung den passiven Wider- st and aufgibt und wo sie von der Erfüllung dieser Forde- rung den Beginn der Verhandlungen abhängig macht, die allein zur Lösung des gegenwärtigen Konflikts führen können. Das französische Vorgehen machr all« Bemühungen der deutschen Re- fierung, beruhigend aus die Bevölkerung einzuwirken, i l l u- orisch. Als Anlage wird die eidliche Zeugenaussage eines Dortmunders über schwere Mihhandluaen Wehrloser und über die Erschießung mehrerer Straßenpassanten durch die Franzosen hinzugefügt. Schwere Verurteilung eines Zechendirektors. Das Kriegsgericht in Werden verhandelte gegen Direktor Kellermann von der Gute-Hoffnungshütte, weil er die Kohlen- und Kokslieierung trotz ausdrücklichen Befehls nicht wieder aufgc- nommen hat. Er berief sich auf das Lieserungsverbot des Reichs- kohlenkommisto.r« und darauf, daß die Arbeiter bei Lieferung in den Streik getreten wären. Der Betriebsrotsoorsitzend« Weidlich bestätigte dies. Kellermann wurde zu 5 Iahren Gefängnis und 17S TNilliarden Mark Geldstrafe oerurteilt. ist, die somit der Provinz Bengalen allein ein« jährliche Einnahme von mehr als 3 Milfionen Pfund Sterling verschafft! Die deutsche Sprache in amerikanischen Schulen. Die in Iowa. Nebraska, Ohio und 18 anderen Bundesstaaten der Union erlasse- neu Gesetz«, nach denen es verboten ist, die Schüler von öffentlichen, privaten oder Gemeindeschuten in deutscher und anderen fremden Sprachen zu unterrichten, sind durch Entscheidung des Obersten Staatsgerichtshofs der Vereinigten Staaten ausgehoben worden. Zum Erlaß dieler Gesetze gab die während des Krieges gemachte Wahrnehmung Anlaß, daß in vielen Schulen der Westftaaten in den Klassenzimmern das Deutsche die Unigangssprache bildete, und daß dadurch die Gefahr herausbeschworen würde, daß das Deutsche die angelsächsisch« Kultur oerdrängen könnte. Auch im Staatsgerichts- hos verrieten einige Richter diese Anschauung und wollten deshalb die Gesetze beibehalten misten. Die Mehrheit entschied indesten da- bin. daß die amerikanisch« Dersassiing den Schülern das Recht ver- bürg«, ihre Bildung durch die Erlernung fremder Sprachen zu ver- vollstündiaen. Es bestehe auch keine Gefahr, daß die Kenntnis einer anderen Sprache als der englischen irgendwie Schaden stiften könne. Amundsens Depots. Das Transportschiff„Fram", das nacy Spitzbergen abgefahren ist, um Kapitän Roald Amundsen bei seinem Versuch, von Wainwright in Alasoa nach dem Nordpol zu stiegen, unterstützen soll, führt Schlitten, Skier, Gewehre. Signalapparate und Nahrungsmittel an Bord. Das Schiki soll die nötigen Gegen- stände heranbringen, um 5 Depots einzurichten, die von dem Rands des Eises im Norden von Spitzbergen nach dem Pol hm angelegt werden. Jedes Depot soll Nahrungsmittel für 3 Wochen ern- haften, die versiegelt in starten kupfernen Kästen liegen, damit die Polarbären nicht dazu können. In der Advent-Bai wird die„Fram" Flugzeug« und Flieger an Bord nehmen. Sie wird dann den Führe: der Expedition bei der Auswahl einer geeigneten Flugbasis unter- stützen. Internationale Sommerschule. Die internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit wird auch in diesem Sommer einen Lese- kurs als Sammerschule einrichten, und zwar in der Zeit vom IS. bis L2. August in Podebray in de? Tschechoslowakei(Padebray ist ein Badeort, eine gute Stunde östlich von Prag gelegen). Den Gegen- stand der Darträge und Besprechungen soll die Frage des„Sozialen Friedens" bilden. Am Vormittag finden dazu Vorträge über Wirt- schaftliche und soziale Probleme statt: nachmittags und abends werben künstlerische, erzieherische und ethisch« Fragen behandelt. Man hofft eine Anzahl von Freistellen schaffen zu können für Hörer aus verarmten Ländern. Der Preis ist im übrigen für valvta. schwache Länder auf 300 tschechische Kranen festgesetzt. Für dielen Preis können bis zu 50 Hörer zugelassen werden. Die vorjährige Sammerschule wurde in Salzburg abgehalten. Sie zählte«wo 360 Hörer und behandelte internationale Erziehung-fragen. Keste der Schule Hellerau finden auch in diesem Jahre fiatt. Die ersten beiden Abende sollen die unmittelbare Arbeit, die au! dem«e- biete der Kärverbüduna, der Musit und rhylbmischen Evmnastil zeigen. Die folgenden beiden Abende bringen die Tanzdichtung. T o t-» t a n,« von Valerie Ztratina und das Tanzspicl.Der hol, geschnitzte Prinz' von B�Ia Dartök. AufführungStage find der 36. Juni und 1. Juli: serncr 7., 8., It., 15. Juli. Polenputsch in Danzig? Abg. Ziegler( Dem.): Das Reichsversorgungsgesetz ist schon vor einer Reihe von Jahren erlassen worden; inzwischen hat sich die Wie wir von wohlinformierter Seite erfahren, ist der polnische Notwendigkeit von Abänderungen ergeben. Die Ausschußberatung General Zelijowski, der seinerzeit Wilna durch militärischen Ueberfall an Polen brachte, zurzeit in Danzig, und es bestehe Grund zu der Annahme, daß Zelijowski Danzig ein ähnliches Schicksal bereiten wolle, wie seinerzeit Wilna, zumal der neue polnische Außenminister Seyda lehthin im Sejm ziemlich scharf über Danzig gesprochen hat. Er würde es da zwar nur mit dem Bölkerbund, aber mit einem englischen Gouverneur zu tun haben. wendet. Aufruf der polnischen Sozialisten. Die zentrale Erefutive der Sozialistischen Partei Bolens erließ am 12. Juni anläßlich des Systemwechsels in Polen einen Aufruf an das arbeitende Bolt, der sich scharf gegen die neue Regierung In einem Geheimvertrage- heißt es dort u. a. haben die Regierungsparteien beschlossen, den Achtstundentag durch die sogenannte„ Arbeitsfreiheit" zu ersetzen, die Krankenkassen zu vernichten, die Streits in der Landwirtschaft, im Bergbau, bei den Eisenbahnen, Stadtbahnen, in den Elektrizitätsanlagen, Basanstalten, Bäckereien usw. mit schwerem Kerter zu bestrafen. Arbeitervolf! Die Bolnische Sozialistische Partei hat ihre starte Front gegen die neue Regierung gerichtet. Ueber fünf Jahre haben wir bei der Errichtung des polnischen Staates aftio mitgewirkt. Wir haben unser Baterland in der Stunde des boliche gewirkt. Wir haben unser Vaterland in der Stunde des boliche wistischen Einbruches verteidigt; wir werden es auch jetzt verteidigen, mo eine Ueberflutung des Landes durch die internationale Reaktion droht. Wie immer in schweren Stunden, so steht auch jetzt der polnische Sozialismus auf der Wacht. Gegen die Regierung der Reaktion, gegen die Verschwörungen der einheimischen Faschisten, gegen die Anschläge auf die Rechte, auf die Errungenschaften, auf die ganze Zukunft der Arbeiterbewegung schafft mit uns eine gewaltige Mauer, an der der Ansturm des Schiebertums und der Reaktion scheitern wird." Folgen der Sprengattentate. Wirtschaft Industriebilanzen. war so eingehend und sorgfältig, wie nur wenige Gesetze in diesem Hause beraten werden. Auch roir haben leider einsehen müssen, daß Ausschußberatung fann sich aber, auch nach der Ansicht der Kriegs- die Aktionäre nagen am Hungertuch. Nehmen wir ein praktisches fich zurzeit nicht alle Wünsche erfüllen lassen. Das Ergebnis der Die Not unserer Industrie schreit bekanntlich zum Himmel und beschädigtenorganisationen, sehen lassen; wir wollen deshalb davon Beispiel. Die Stahl- und Walzwerte Hennigsdorf absehen, weitergehende Wünsche zu vertreten. Wir wollen nur A.-G. gehört zum A.-E.-G. Konzern. Ihre Immobilien und dafür sorgen, daß das Gefeh möglichst schnell in Kraft treten kann. Mobilien sind die folgenden: Abg. Berthelé( Komm.) befürwortet Anträge, die über die Ausschußbeschlüsse zugunsten der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen erheblich hinausgehen. Damit schließt die allgemeine Aussprache. der Der Grundbesig der Gesellschaft beträgt rund 146 Heftar, darunter ca. 81 Heftar Siedelungsgelände, auf dem die Gesellschaft Wohnhäuser für Angestellte und Arbeiter errichtet( z. 3t. etwa 270 Unter Ablehnung der Pommunistischen Aende Wohnungen). rungsanträge wird die Borlage in der Ausschußfaffung mit 5 ha. Sämtliche Grundstücke liegen in Hennigsdorf nördlich von Die Wertstätten bedecken eine Fläche von rund geringen Aenderungen angenommen. Die Abfindunassumme Berlin, unmittelbar am Berlin- Stettiner Großschiffahrtsweg. wird durch die Annahme eines Antrages der bürgerlichen Parteien von 180 000 auf 420 000 m. erhöht. Die Anlagen bestehen gegenwärtig aus einem Stahlwert mit drei Siemens- Martin- Defen und drei Elektroöfen, einer BlockIn der gleich darauf vorgenommenen britten Beratung werden die Beschlüsse der zweiten Beratung bestätigt. Bor und einer Stahlformgießerei, einer mit den neuesten Maschinen ausmunisten müßten nach Ablehnung ihrer Anträge gegen die einem Gewicht von 35 Tons und einer Fabrik für den Bau von Schlußabstimmung erflärt Abg. Berthelé( Komm.), die Rom- gerüsteten Bearbeitungswerkstatt für Stahlformgußstüde bis zu Vorlage stimmen, die den Rentenraub verewige. Lokomotiv, Tender und Wagenradiägen; diese Anlagen sind vol Es folgt die zweite Lesung des Gefeßentwurfs zur Abänderung lendet und seit dem 1. Oftober 1921 in Betrieb genommen. Ein des Gefehes über die Versorgung der Angehörigen des Blatinen- und Feinblechwalzwert für Normalien und QualitätsReich sheeres und der Marine fomie ihrer Hinterbliebenen. Die Vorlage soll die Zulagen zu den llebergangsgebührnissen bei bleche iſt in Auftrag gegeben und in Ausstellung begriffen. Ein Richterteilung des Zivildienstscheines der Geldentwertung entsprechend eigenes Kraftwerk, ausreichend für die Versorgung der gesamten erhöhen. Nach den Ausschußbeschlüssen foll die Zulage jährlich den Anlagen, ist vorhanden. doppelten Monatsbetrag des zuletzt zuständigen rubegehaltsfähigen Dienſteinkommens betragen. Außerdem sind Teuerungszuschläge zu gewähren und als einmalige Uebergangsbeihilfe der doppelte Monatsbetrag des zuletzt zuständigen ruhegehaltsfähigen Dienſteinfommens. Abg. Meier- 3widau( Soz.) befürwortet einen Antrag auf Gemährung von Vorschüssen auf die Uebergangsgebührniffe; der Regierungsvertreter v. 5) agenau erklärt sich aber gegen den Antrag, weil er finanziell bedenklich und undurchführbar sei. Nachdem sich auch Abg. v. Schoch( Dnat. Bp.) gegen den Antrag ausgesprochen hat, wird der Antrag zurüdgezogen. Die Borlage wird unter Ablehnung eines Abänderungsantrages Bud juhn( Dnat. Bp.) in der Ausschußfaffung in zweiter und dritter Lejung angenommen. Es werden rund 1500 Arbeiter beschäftigt. mit 5,9 Min. Mark In der jüngsten Bilanz stehen zu Buche: Grundstücke Waldbestand Gebäude Maschinen Balzwerke( Baukonto) Defen. Eisenbahnanlagen Werkzeuge Utensilien Modelle " 0,6 IP P 10,7 " 18,9 6,8 " 9 3,4 " " 1,7 " einer Mart " " Es ist nichts dagegen einzuwenden, daß industrielle UnterEin vom Abg. Morath( Dnat. Vp.) eingebrachter Gefehentwurf nehmungen ihre Sachwerte niedrig au Buche stehen haben und stille Karlsruhe, den 15. Juni.( TU.) Die badische Regierung hat bezug auf die Berechnung der Benfionen der aus Aufrückungsstellen nehmungspolitik, die die Produktion für Strifenzeiten widerstandswegen Aenderung des Pensionsergänzungsgefeges in Reserve aufhäufen, die Arbeitnehmer wissen eine solche Unternach Bekanntwerden der Schienensprengung bei Windschläg in scheidenden Beamten wird gemäß dem Antrage des Beamtenaus- fähig macht, wohl zu fcägen. Man soll nur bei derlei Bilanzen einer Sitzung sich dahin ausgesprochen, daß derartige Anschläge schusses abgelehnt. lediglich zur Folge hätten, daß der an sich schon leitenden Be= Nächste Sigung Sonnabend 1 Uhr( leinere or part werden müsse. nicht damit kommen, daß ausgerechnet an den hohen Löhnen gevölkerung von den Franzosen weitere Bebrüdungen lagen; 3nferatensteuer; Bekämpfung der Geauferlegt werden. Gegen mehrere Personen, die im Berdacht stehen, schlechtstrantheiten; Heimarbeiterschuhgeseb: fich gegen das Sprengstoffgefeß vergangen zu haben, ift die straf- Shantstättengefeg). rechtliche Untersuchung im Gange. Der Reichsregierung ist Bericht erstattet worden. Münster i. W., 15. Juni.( Eig. Drahtbericht.) Die in den lezten Tagen und heute hier eingegangenen Nachrichten aus dem Einbruchsgebiet laffen einen zunehmenden Drud der französischen Druckfehler. In dem gestrigen Artikel des Gen. Lipinski muß es am Schluß heißen: Jugendliche von 17 Jahren, nicht 12 Jahren. Die Kriegsbeschädigtenrente. Der Reichstag erledigte gestern in drei Lefungen eine Nobelle zum eben erst beschloffenen Einführungsgefeß zum Knappschaftsgefeß, in der die Konsequenz gezogen wird aus dem früheren Beschluß, Betriebe der Steine und Erden soweit fie nicht unterirdisch betrieben werden, vom Knappschaftsgeseh zu befreien. Diese Konsequenz war in der früheren Beratung überJehen worden. Schluß nach 8 Uhr. Leinerts Antwort. Der Haushalt des Landtags. burner A. G. Eine bescheidene Bilanz veröffentlicht jetzt die Möbelfabrit Grundstück, Gebäude, Maidinen, Werkzeuge, Inventar und Effekten stehen mit je einer Mark zu Buche. An Vorräten sind 2,5 Millionen Mark ausgewiesen, also etwa 1 Holz für eine Kücheneinrichtung! Die Rheinische Glettrizitäts- und Klein bahnen A. 3. bewertet ihr Elektrizitätswerk in der Bilanz mit 10,4 Millionen, ihre beiden Heberlandzentralen mit zusammen 8,5 Millionen M. Seim& Co., A.-G., für Blechindustrie buchen gebäude in Geeftemünde und Bremerhaven mit je einer Mart. Die Geestemünder Bant A. G. bilanziert ihre BankIm Geschäftsbericht der Attumulatorenfabrit 2. G. Besatzung gegen die Bevölkerung, einerseits unter dem Borwand Staatsschuldenverwaltung darauf aufmerksam, daß bei Im Landtag machte Gen. Meier- Berlin beim Haushalt der von Sanktionen für die jüngsten Attentate gegen manchen Beamten der Staatsschuldenverwaltung die Nebenbeschäfti- rechnet bilanzmäßig Grundstücke und Gebäude mit 3,3 Millionen M., Die Dptit und Feinmechanit A. G. Heidelberg französische Besatzungsangehörige in Dortmund, Recklinghausen und Herne durch strenge Bertehrssperre und verschärfte gung bald größer sei als ihre eigentliche Tätigkeit im Amt. Eine Maschinen, Fabriteinrichtung und Werkzeuge mit zusammen Baßkontrolle, andererseits durch heraufbeschwörung von genaue Nachprüfung werde bedenkliche Ziffern über diese unfautere fünf Papiermart. Schwierigteiten in der Zufuhr von Lebensmitteln infolge der erwünscht. Der Haushalt wird angenommen und nach Er- Grundstüde und Gebäude, Maschinen, Werkzeuge, Utensilien, FuhrRonkurrenz gegen die Erwerbslofen zutage fördern und sei also sehr heutigen Massenbesetzung der Bahnhöfe zwischen Dortmund- Bochum, ledigung einiger rückständiger Positionen des Justizhaushalts folgt part, Lithographiesteine, elektrische Lichtanlage und Luftdruckanlage erfennen. Daß in der Unterbindung der Lebensmittelzufuhr fran die Beratung des Haushalts des Landtags. Die Kommu- mit je einer Mart. zösischerseits System liegt, erhellt aus einer Aeußerung des Drts- nisten betrachteten die Beratung dieses Haushalts als gute Gelegentommandanten von Herne, der, auf die eintretende Hungersnot hin- heit, gegen den Präsidenten des Landtags, Gen. Leinert, fräftig in Rheinbrohl am Rhein verbucht Grundstücke mit 0,7, Gebäude mit Die A. G. für Berzinkerei und Eisentonstruktion gewiesen, nachdrüdlichst erklärte, das wolle er gerade. In Redling loszuziehen. Der Kommunist Pied wußte wahre Schauermären 0,3 Millionen Mart, Maschinen, elektrische Anlage, Eisenbahnanschluß, hausen ist heute nachmittag die Beerdigung des erschoffenen Kauf über die brutale Parteilichkeit des Präsidenten zu erzählen. Er for Berzinkereianlage, Geräte, Werkzeuge, Utensilien, Fuhrwerke stehen manns Möller ruhig und ohne Zwischenfälle verlaufen, so daß die derte deshalb unter Heiterkeit des Hauses die Abseßung des Gen. mit je zwei Mart in der Bilanz. Franzosen teine Gelegenheit zum Eingreifen hatten. In Borhalle Leinert. Nach diesem bloßen Theaterdonner tamen dann einige haben die Franzosen zwischen den Schienen Sprengpatronen fommunistische Giftpfeile: Der Präsident des Landings, ein Sozialgefunden. Sanktionen sind zu erwarten. demofrat, so versichert der Kommunist, erweist sich gegenüber Den Lohn-, Gehalts- und anderen Forderungen( leberführung ins Be- magen am Rhein, verbucht Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Die Bereinigte Braumade- und Basalt A. G., Reamtenverhältnis) der Arbeiter und Angestellten des Landtags ais Brechwertsanlagen, Bahnanlagen, Betriebsinventar, taltherziger Reaktionär! Der Sozialdemokrat denkt nur an sich, Fahrzeuge und Verwaltungsinventar mit je einer Mark. Aus dem Werkzeuge, füllt sich die eigenen Taschen, bewohnt in Berlin und in Hannover Betriebsgewinn wurden dabei 1922 auf diese Objekte rund 14,0 Milliogleich zwei Dienstwohnungen mit zusammen 30 3immern, und so nen Mart abgeschrieben, um sie bilanzmäßig auf einer Mark zu erweiter, der im Landtag wohlbekannten Bommunistischen Grazie. halten. Mit anderen Worten heißt das, daß allein die Reparaturen Nachdem Gen. Brecour Herrn Bied den Kopf wieder etwas jener Sachwerte 14,0 Millionen Mart beansprucht haben. zurechtgesetzt hatte, nachdem der Demotrat höpfer Aschoff feine Lieblingswünsche zur Zusammendrängung der parlamentarischen gesetzbuches aufgestellt. Sie sind ein Beweis dafür, daß die BilanzDie Bilanzen werden streng nach den Borschriften des HandelsArbeit vorgetragen und Dr. v. Campe( D. Bp.) sowie der Ben bestimmungen des Gesetzes heute nur noch Museumswert haben trumsmann Bruft gegenüber den Kommunisten die Mäßigung, bürften. zurückhaltung und Langmut des Präsidenten Leinert betont hatten, ging Gen. Leinert selbst daran, mit Ernst, Humor und Satire die in Berlin- Hagen heißt es zu der derzeit üblichen Bilanzgebarung der mit dem Wort so fdynell fertige Jugend auf den kommunistischen Aktiengesellschaften ganz offen: Bänken über den wahren Sachverhalt in der Lage der Arbeiter und Es folgt die zweite Beratung der Novellen zum Reichs. Angestellten des Preußischen Landtags zu unterrichten. Der Finanzoersorgungsgefet, Altersrentnergefeß, Kriegsminister hat sich dagegen ausgesprochen, daß die Angestellten in das perfonenfchäbengeset und Offizierpenfionsgefeh Beamtenverhältnis übergeführt werden und der Landtag hat sich in Berbindung mit einem Antrag Berthelé( Romm.), wonach die Ber. grundfählich für den Abbau des Beamtenapparates ausgesprochen. forgungsgebührnisse der Kriegsopfer durch Herauffehung der Teue. Da die freiwerdenden Stellen mit Militäranwärtern besegt werden rungszulage fofort um das Siebenfache der Märzbezüge zu erhöhen müssen, fäme das Ganze auf eine Bermehrung der Beam. seien. Der Ausschuß hat an der Vorlage noch Aenderungen bedeutet aber keineswegs eine finanzielle oder sonstige Benachteili tenstellen hinaus. Das Nichtüberführen ins Beamtenverhältms gunsten der Berechtigten vorgenommen und den Antrag Berthelé abgelehnt. gung, nicht in der Pensionsfrage und Bersorgung, noch in der LohnAbg. Karsten( Soz.): Wir müssen alles tun, um den Kriegs. frage. Die Arbeiter und Angestellten im Landtage sind nicht schlechopfern Hilfe zu bringen; aber wir müssen auch der finanziellen ter baran als die Beamten. Da aber die Beamten nicht zu gerin Notlage des Reiches Rechnung tragen. Wir freuen uns, daß die geren Diensten herangezogen werben fönnen, würde die BeamtenBezüge der Kriegsbeschädigten haben erhöht werden können und vermehrung in den Fällen, wo es gilt, die Weiterbeschäftigung zu daß namentlich die proletarischen Frauen den übrigen gleichgestellt sichern, nur zu Schwierigkeiten und zur Verschwendung führen. worden find. Erfreulich ist, daß die Kürzung der Bersorgung durch Gen. Leinert brachte dann eine Reihe von Ziffern über die Löhne andere Renten endlich beseitigt ist; es hat lange gebauert, bis sich die bes Küchenpersonals und der Kellner, die vom Detonom, nicht vom Regierung in diesem Bunft hat erweichen lassen. Die Parteien Bräsidenten, bezahlt werden, aus denen hervorgeht, daß von einer haben sich über die Vorlage verständigt, wir fönnen uns aber mit befonderen Benachteiligung im Rahmen der allgemeinen ber Regelung der Abfindungsfrage nicht einverstanden erklären. ohnentwidlung schwerlich gesprochen werden kann. So er versammlung der A.-G. für Schriftgießerei und MaschinenIntereffengemeinschaft großer Schriftgießereien. Die GeneralBir müssen es ablehnen, daß die zwanzigprozentigen Renten halten die Kellner des Landtags 3. B. pro Woche 229 000 m.( Lebh. bau in Offenbach a. M. hat nunmehr Aftien mit der Berthold. zwangsweise durch einmalige Abfindung beseitigt werden sollen. Sört, hört!) Gen. Leinert zerstörte dann noch das beliebte Agitations. Meilinglinien A.-G. in Berlin getauscht. Damit ist in der Dazu ist auch die Höhe der Abfindung ungenügend. Die Abfindung märchen der Kommunisten, der Präsident habe in Berlin und in Branche der Buchdruckmaterialien ein beachtenswerter Spezialbarf also nur freiwillig erfolgen, oder die Abfindungssumme Hannover( als Oberbürgermeister) zwei Dienstwohnungen von zu- tonzern geschaffen worden. Die Berthold- A.- G., in deren Vorstand mühte auch mit der Geldentwertung steigen. Es ist auch nicht sicher, fammen 30 3immern. Leinert befikt in Hannover überhaupt teine überdies auch Kommerzienrat R. Büren stein sigt, hat Tochterdaß die Abgefundenen mit der Abfindungssumme richtig zu wirt. Dienstwohnung. Wenn Sie mir aber fagte Gen. Beinert zum betriebe und Unternehmungen in Stuttgart, Leipzig( Interessenschaften verstehen. Wir können höchstens zugestehen, daß die Muß- Schluß zu den Kommunisten vorschrift für die Abfindung in eine Kannvorschrift umgewandelt wenn Sie über das Auto des Landtagspräsidenten so viel zu reden der ruffichen Betriebe ist noch nicht entschieden. Die nunmehrige mein Einkommen vorrechnen und gemeinschaft mit Klinkhardt), Petersburg und Moskau. Das Schicksal wird. Bir müssen den Kriegsbeschädigten wenigstens die wirt haben, warum beschäftigen Sie sich dann nicht mit den Extrazügen Schweftergesellschaft ist als Schriftgießerei Sud belannigeworden, schaftlichen Nöte erleichtern, da wir ihnen die seelischen Qualen des der Trohti, Tichitscherin und wie Ihre Parteifreunde alle ihr erster Herr war der Zeitungs- und Buchdruckmaterial- König heißen, die in den ersten Hotels der europäischen Sud. Abg. Hofmann- Ludwigshafen( 3.): Nicht alle Wünsche der Großstädte Wohnung nehmen. Das läge für Sie doch viel Kriensopferverbände fonnten erfüllt werden. Die Regierung steht 950 Milliarden vor, die Berbände forderten über 2 Billionen. Der den Kommunisten.) Der Kurs wurde mit 105 000 Ausschuß ging bis auf 1½ Billionen. Ich gebe zu, daß die Organi Der Haushalt des Landtags wird hierauf in 2. Lesung hinzurechnen, wenn die Gesamteinnahmen der Aktionäre kontrolliert festgestellt. Ihn muß man zur jüngsten Dividende von 200 Broz. fationen nicht mit der Neuerung zufrieden sind, meil eine starte angenommen und es folat die Beratung der dauernden Aus- werden. Es entfallen also auf jede Attie 2000 M. Dividende und Abwanderung aus ihren Reihen stattfinden wird. Bir im Reichs. gaben für die Bolizei. Nach langwierigen Ausschußverhandlun- 1 050 000 m. Bezugsrecht! Wenn man die Dividende, wie es tag müssen uns aber von anderen Motiven leiten laffen.( Beifall gen war es gelungen, in den Fragen der Besoldungsordnung und immer gemacht wird, für sich allein in Gold umgerechnet, ergeben Eingruppierung der Polizeibeamten ein Einverständnis unter den fich 8 Goldpfennige. Dazu kommen aber noch rund 43 GoldParteien mit der Staatsregierung zu erzielen. Bei der Aufstellung mart Bezugsrecht! des Etats für 1924 foll der Schaffung einer einheitlichen Polizeiorganisation Rechnung getragen werden. Kriensopfers nicht abnehmen fönnen. im Zentrum.) Abg. Budjuhn( Dnat. Vp.): Es handelt sich um eine Ehrenpflicht des Reiches. Die Novelle trägt zwar den Reim befferer Versorgung in fich, aber viele Hoffnungen bleiben unerfüllt. Abg. Streiter( Dnat. p.): Wir haben im Ausschuß den Standpunkt vertreten, daß die Wünsche der Kriegsbeschädigten bis an die äußerste Grenze des Möglichen erfüllt werden müffen. Wenn das nicht vollkommen geschehen ist, so liegt das nicht an einem Richt wollen, sondern an einem Nichtkönnen. Alle faufmännischen Zusammenstellungen über Bestellungseingänge und getätigte Umfäße, über Gehalts- und Lohnzahlungen, über Unfosten und Investierungen, in Papiermart ausgedrückt, sind für die Beurteilung merilos. Bilanzen, in denen gleichartige Dinge aus Gold, Silber, Kupfer, Eisen und Sand, ohne Rücksicht auf ihren inneren Wert, lediglich der Zahl nach, wie Aepfel und Birnen zusammengestellt werden, zeigen nicht nur vollständig verzerrte Bilder, sondern find direkt irreführend, da bei Ersatz von nur wenigen Stüden aus Gold durch folche aus Sand, also Substanzverringerung, leicht die tausendfache Menge zu erzielen ist, die bei der Addition als Ueberschuß erscheint und als Gewinn ausgewiesen wird, der nicht vorhanden ist und an dessen Stelle bei Bilanzierung zu Goldwerten Berluste treten würden, die nach dem Handelsgesetzbuch die Konkursanmeldung erfordern." Steuerbehörde ernst genommen! Deswegen wird die Papiermarkbilang auch nur noch von der näher.( Broke Heiterkeit im Hause und verlegenes Edyweigen bei für die jungen Aftien gehandelt. Heute wurde das Bezugsrecht der Berthold Meifinglinien A.-G. Devisenturfe. Unserer gestrigen Kurstafel ist noch nachzutragen: Nachdem sich der Kommunist Kilian gegen die teilweise mon- 1 finnische Mart 2892,50 Geld, 2907,50 Brief; 100 österr. Kronen archistisch eingestellte Schuhpolizei und besonders gegen ihre Haltung( abgeft.) 150,22 Gelb, 150,98 Brief; 1 tschechische Krone 3172 Geld, im Ruhrgebiet während des Aufruhrs der Kommunisten gewandt 3188 Brief; 1 ungarische Krone 11,72 Gelb, 11,78 Brief; 1 bulgarische hatte, vertagte sich das Haus zur Weiterberatung auf Sonnabend, Lewa 1321,50 Gelb, 1328,60 Brief; 1 jugoslawischer Dinar 1172 Geld, 11 Uhr. 1178 Brief. Gewerkschaftsbewegung Fortschreitende klärung. Der rasende Zusammenbruch der Mart, dem die Regierung mit gelassener Ruhe zufieht, hat in allen Kreisen die Ueberzeugung auf dämmern lassen, daß es mit unserem bisherigen System der Entlohnung in Papiermart, das ein diretter Anreiz zur Spetulation auf die Martentwertung ist, nicht mehr meitergehen darf. Nicht allein die bürgerliche Linkspreffe beschäftigt sich eingehend und im allgemeinen sympathisch mit der Frage der Einführung wertbeständiger Löhne. Sogar in der volksparteilichen Beit" nimmt ein Vertreter des deutschnationalen HandlungsgehilfenBerbandes Hermann Auerbach das Wort, um gegenüber dem bekannten Unternehmersyndikus Dr. Meissinger eine Reform der Lohnpolitik zu vertreten. Herr Auerbach ist sich freilich noch nicht recht klar, was eigentlich gemacht werden muß. Aber daß es so nicht mehr weitergehen tann, sieht auch er ein. So schreibt er unter anderem: In der gewaltigen Spanne zinischen Preisstand und Lohnhöhe liegen auch die Gründe für das Verlangen der Arbeitnehmerschaft nach Goldlöhnen und Goldgehältern. Selbst bei Berücksichtigung deffen, daß die Weltmarktpreise etwa 50 Proz. gegenüber der Borkriegszeit höher legen, ist bisher noch feine Aufklärung darüber geschaffen worden, wo die gewaltigen Summen zwischen Preissteigerung und Lohnhöhe verbleiben." Wenn Herr Auerbach, statt Mitglied des DHV. zu sein, dem 382. angehören würde, dann wäre er über diese Frage, die ja egentlich feine Frage mehr ist, längst aufgeflärt. lehnt es aber ab, deren Forderung nach vorheriger lofer Beendigung des Streits anzunehmen. * bebingungs- Janstaltung fernzu bleiben. Die Baubelegiertenberfammlung des Baugetvertsbundes findet, wie bereits im Bersammlungsanzeiger bekanntgemacht, am 25. Juni, nachmittags 5 Uhr, in den Residenz- Festfälen, Berlin, Landsberger Str. 81, statt, wozu alle. unsere Baudelegierten eingeladen find. Der Borstand. Genoffe Georg Schmidt, M. d. R. und Borsitzender des Deutschen Landarbeiterverbandes, schreibt uns: Die„ Rote Fahne" vom Donnerstag berichtet in der bei ihr be. tannten verlogenen Weise über den Landarbeiterstreit in Schlesien. Sie schreibt, ich sei nach Schlesien gefahren, um dort Pogromstimmung gegen die Arbeiter zu machen und sei schuld daran, daß ein angeblich kommunistischer Landarbeiter verprügelt wurde. Mit dem üblichen Refrain, daß den Gewerkschaftsbureaufraten feine Mittel zu schmußig seien, um die Kämpfe der Arbeiter für bessere Lebensbedingungen abzuwürgen, schloß die Notiz. Ich stelle fest, daß ich zu der Zeit, als dieser Schmuk in der Roten Fahne" gebrudt wurde, nach Breslau gefahren bin und am 13. Juni abends 10 Uhr in Breslau eintraf, um an einer Konferenz der Angestellten des Landarbeiterverbandes teilzunehmen. Bin heute mit dem Frühzug wieder nach Berlin gefahren. Ich hatte während dieses Streits leider feine Gelegenheit, mit schlesischen Bandarbeitern direkt in Berührung zu kommen. Die Verleumdung der„ Roten Fahne" ist damit als eine solche gekennzeichnet. Drohender Streit im Textilgroßhandel. Neue Lohnsätze des Reichstarifs der Schuhindustrie. 20 400 Broz. plus 1088 m. pro geleistete Arbeitsstunde erhöht.. Mit Wirkung ab 16. Juni 1923 wird die Teuerungszulage auf Für Heimarbeiter beträgt die Teuerungszulage 25 350 Proz über 21 Jahre 4368 m., für weibliche 3276 M. Die Mindestſtundenlöhne betragen somit für männliche Arbeiter Vorstehende Lohnabkommen sind im Verbandsbureau, Engela ufer 24, gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches erhältlich. Die Löhne in der Schoß- und Reparaturbranche. Ab 18. Juni betragen die Mindest stunden löhne für männliche Zeitlohn arbeiter und als Attorbbasis für neue Arbeiten 3100 m., für weibliche Zeitlohnarbeiter und als Attordbasis für Reparaturen 3000 M., für männliche Zeitlohnarbeiter in mechanischen Betrieben und als Akkordbasis für orthopädische Arbeiten 3410 m. Neue Lohnverhandlungen finden am 23. Juni statt. Neue Löhne der Schornsteinfegergesellen. Die Lohnverhandlungen der Berliner Schornsteinfegergesellen haben folgendes Ergeb nis gezeitigt: Bom 4. Juni bis 16. Juni 140 000 m., vom 18. Juni bis 30. Juni 170 000 m. Wochenlohn. Die Lohnregelung für den zweiten Gesellen steht noch aus. der Ballschuhmacher, nachm. 5½ Uhr, Residensfäle, Landsberger Str. 31. Zentralverband der Schuhmacher. Montag, den 18. Juni, Versammlung Stepperei und Borrichterei in und außer dem Hause für die Hausschuhinduſtrie, nachm. 5 Uhr, Köpenider tSr. 127. Versammlung der Betriebsräte der Sabrit- und Handwerksbetriebe links ber Spree bis Softbufer Brüde, nabe Converhandlung. 2. Vortrag des Koll. Suth. 5 Uhr, im Saal 3 des Gewertschaftshauses, Engelufer 24. 1. Bericht über die Dienstag, den 19. Juni: Bersammlung der Reise- und Kamelbaarschuh- Wender und-Wenderinnen, Brandfohlennablerinnen, Bolstersohlenfleberinnen und Einleister, abends 6 Uhr, im Saal 3 des Gewerkschaftshauses, Engelufer 24.- Bersammlung der Betriebsa. Eine am Donnerstag in den Sophiensälen tagende, äußerst start besuchte Versammlung der in Deutschen Verkehrsbund' organisierten Handelshilfsarbeiter des Textilgroßhandels nahm Stellung zu dem von den Arbeitgebern gemachten Borschlägen betreffend Erhöhung der Löhne für die zweite Hälfte des Juni. Nachdem der Branchenberater in großen Zügen die Entwicklung der Löhne im TextilgroßEbenso verworren wie der Bertreter des DHB. ist die Rote handel im Zusammenhang der anderen Branchen des HandelsFahne". Sie druckte die Rundgebung des AfA- Bundes ab und gewerbes und unter Hinweis der tatsächlichen Breissteigerung der hängt einen ebenso langen wie verworrenen Kommentar daran. Sie Bedarfsartikel beleuchtet hatte, machte er der Versammlung Mitteibefindet sich in einer Zwickmühle. Politisch ist sie interessiert, daß lung von dem Ergebnis der letzten Verhandlung, das darin bestand, die Berelendung der Arbeiterschaft weiter geht, denn nur so fann daß die Arbeitgeber nach vierstündiger Verhandlung sich bereit erihr Weizen blühen. Aber ihre Anhängerschaft verlangt etwas Sub- flärten, die Löhne für die zweite Hälfte des Juni um 75 Proz. zu räte ber Fabrit- und Handwerksbetriebe rechts der Spree von Norden hi ftantielleres als die üblichen kommunistischen Parolen. So windet erhöhen. Nach äußerst stürmischer Aussprache, in der sämtliche Red- erandervlak, nadm. 5 Uhr, Rosenthaler Hof, Rosenthaler Straße 11/12. sich die„ Rote Fahne" jämmerlich zwischen Wenn und Aber hin und ner unter großer Zustimmung der Versammlung den Vorschlag der 1. Bericht über die Lohnberhandlung. 2. Bortrag des Koll. Huth. her. Und sie schließt mit dem Hinweis auf die Arbeiterregierung", Arbeitgeber ablehnten, wurde ein Antrag angenommen, welcher be die allein die Wertbeständigkeit der Löhne sichern könne. Sie benft sagt, eine Wirtschaftsbeihilfe von 300 000 m. und außerdem eine Erdabei natürlich an eine fommunistische Regierung, wie sie in höhung der letztgezahlten Tariflöhne um 100 Proz. zu fordern. Sowjetrußland besteht. Nirgends aber sind die Löhne der Arbeiter Die Lohnkommission wird beauftragt, sofort Schritte zu unternehmen, so entwertet worden, als gerade in Sowjetrußland. Für um bis zum Sonnabend abend ein zufriedenstellendes Resultat zu dieses Heimittel bedanten sich die deutschen Arbeiter bestens. erzielen. Sollte dies wider Erwarten nicht der Fall sein, sollen schärfere wirtschaftliche Mittel angewandt werden, um die durchaus berechtigten Wünsche der Arbeitnehmer zu erreichen. Die Kollegen jationsleitung ftrift zu beachten. werden ersucht, die notwendig werdenden Maßnahmen der Organi Vom Landarbeiterstreik in Schlesien. Protest der Polizeibeamten. Jugendveranstaltungen. Heute, Sonnabend, den 16. Juni: Konferens der Drouer sur Sonnenwende und der Abteilungsleiter statt. Es Hente abend 7 hr findet im Jugendheim E. 68, Lindenstr. 3, eine ist notwendig, dan alle Abteilungen vertreten sind. Karlshorst. Seute abend 8 Uhr findet bei Belau, Möbelstraße, ein Elternabend, bestehend aus Rezitation, Mufit, Vollstanz und Ansprache, statt. Gäste herzlich willkommen. Steglių II. Nachtwanderung nach Bernau- Hellfee. Treffpunkt 8 Uhr abends Stettiner Bahnhof. Morgen, Sonntag, den 17. Juni: Halen Friedrichshagen: Lödnitzwanderung. Treffpunkt 6½ Uhr, Sabre. Treffpunkt 6½ Uhr Bahnhof. fee: Wanderung Berneuchen- Bernau. Moabit: Wanderung Bernau- Liepnibfee. Treffpunkt 6 Uhr, Stroms, Ede Turmstraße. Nieberschönhausen: Wanderung Birkenwerder- Belten. TreffReinidendorf- Dst: Wanderung Müggelberge. puntt 6 Uhr Friedensplay. Rosenthaler Borstadt: Wande Treffpunkt 7 Ubr Bahnhof Gesundbrunnen. rung Ertner- Lödnik. Treffpunkt 6 Uhr Bahnhof Börse. Steglit 1: Wanderung Neubabelsberg- Hirtengraben. Treffpunkt 7 Uhr Bahnhof Steglitz. Vorträge, Vereine und Versammlungen. Heimattrene. Oberschlesier. Sonntag, den 17. Juni, im Tegeler Walde Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Norden IIL Treffpunkt: See, Ede Antwerpener Straße( bei der Kapernaumfirche), nachmittags 1 Uhr. Ahmarsch 2 ubr. Nach der Bersammlung gefelliges Belsammensein. Spiele und Wettlauf für Kinder usw. Bei ungünstiger Witterung Bersammlung nachmittags 2 Uhr im Lokal von Sachfe, Lindower Str. 26. Wie uns aus Breslau gedrahtet wird, dauert der Landarbeiterstreit in Schlesien unvermindert an. Rund 90 000 Arbeiter ftreifen. Das ist der größte organisierte Streit, der jemals in der Landwirtschaft zu verzeichnen war. Obwohl die Verbands leitung von Anfang an erklärt hat, daß sie nicht in der Lage ist, Am Donnerstag abend fand im Saalbau Friedrichshain eine die Streifgelder zu zahlen, ist von einem Abbröckeln des Streits Bersammlung der gesamten Polizeibeamtenschaft Groß- Berlins statt, nichts zu bemerken. Die Fütterung und Pflege des Viehs und an der mehrere tausend Bolizeibeamte teilnahmen. Die Aussprache das Melken der Kühe wird von den Streifenden besorgt. Wie des Abends richtete sich besonders auf die Neuregelung der lange aber diese Notstandsarbeiten noch ausgeführt werden, ist im Grundgehälter und die letzte Leuerungsaktion. Die hauptAugenblid schmer zu ermessen. Die Arbeiterschaft ist über die sächlich für die unteren Gruppen wieder wenig befriedigende Lösung Hartnäckigkeit der Arbeitgeber, ihren Forderungen gerecht zu mer. wurde aus der Versammlung beraus aufs schärffte fritifiert und den, so erbittert, daß das Berlangen nach einer Berschärfung führte zur Annahme einer Resolution, welche den Verband auf des Streifs immer mehr Antlang findet. Viele Arbeitgeber find fordert, mit allen Mitteln gegen diese unjoziale Maßnahme der Fereit, den Arbeitern entgegenzukommen, aber die Zentralleitung neuen Besoldung Front zu machen. Die Diskussionsreener zeigten des Arbeitgeberverbandes hindert sie daran. Wie wenig die sich mit den Ausführungen der beiden Referenten des Abends, Löhne der Landarbeiter der rasenden Geldentwertung gefolgt find, Dr. Waldmann( DBB.) und Generalsekretär Schrader, eingeht daraus hervor, daß z. B. im März 1922 der Umlagepreis für verstanden. Die Mitglieder des Reichstages, unsere Genossen einen Zentner Roggen dem Lohn von 46 Stunden entsprach, wäh- Schulz und König unterstützten die Ausführungen der Rerend er jetzt dem Ertrag von 145 Arbeitsstunden gleich ist. Der ferenten und versprachen, die Polizeibeamten in ihrem Kampf zu Barlohn des größten Teils der Arbeiter ist so gering, daß er nicht unterstützen. ainmal ausreicht, um die Deputatsteuer und die Sozial. abgaben entrichten zu können. Die Folge ist, daß erhebliche Teile des Deputats verfauft werden müssen. Während der deutsch- Durch einen im gewerkschaftlichen Teil der Roten Fahne" vom nationale Zentralverband der Landarbeiter", der im Streitgebiet Freitag, den 15. Juni, gebrachten Hinweis ruft der Baudelegierte über zirka 8000 Mitglieder verfügt, Berrat übt, versuchen die Engel von der Firma Held u. Franke zu Sonnabend, den 16. Juni, Kommunisten, bisher allerdings ohne Erfolg, die Bewegung poli. eine Baudelegiertenbersammlung ein. Wir möchten an dieser tisch auszunügen. Die Industriearbeiterschaft ,, foweit fie freige Stelle darauf hinweisen, daß diese Baudelegiertenversammlung mertschaftlich organisiert ist, imterstützt die Landarbeiter nicht nur mit dem Baugewertsbund nichts gemein hat und Berantwortlich für Politik und Wirtschaft: Viktor Schiff, Berlin: Gewerkschafts. moralisch, sondern auch finanziell. Die Gewerkschaften werden in nur dazu dienen soll, neues Mißtrauen gegen die Zeitung bewegung: 3. Steiner, Berlin;& euilleton: e.§. düfer, Berlin- ilmersdorf: diesen Tagen bei den Behörden vorstellig werden und sie auf den des Baugetvertsbundes zu säen und legten Endes die Ge Ernst der Lage hinweisen. Die Verbandsleitung der Landarbeiter fchloffenheit der Bauarbeiter erneut zu zerstören. Wir Berlag: Borwärts- Berlag 6. m. b. S., Berlin. Druck: Borwärts.Buchbruderet ift natürlich jederzeit bereit, mit den Arbeitgebern zu verhandeln, ersuchen die Baudelegierten unseres Bundes, biefer Ber- und Berlagsanstalt Paul Singer u. Co Berlin SW. 68, Lindenſtraße 3. Bad Elster Achtung, Bandelegierte Groß- Berlins! Eisen-, Mineral- und Moorbad. Radium- Bäder und Einatmungshalle. Trinkkuren, Glaubersalzquelle, neuzeitl. Inhalatorium, med.- mech. Institut, neues Theater( Lustspiel, Schauspiel). 500 m ü. d. M., vor Winden geschützt, inmitten ausgedehnter Waldungen, an der Linie Leipzig-( Dresden-) Plauen- Eger.. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, bormittags 11 Uhr, im Leffingmufeunt, Brüderstr. 13, Bortrag des Herrn Dr. M. Brie: Beer Gynt von Ibsen. Gäste willkommen. Bereinigung der Freunde von Religion nnd Bölkerfrieden. Sonntag, den 17. Juni, Ausflug nach Bichelsberge am Stößenfee. Treffpunkt 10 Uhr am Bahnhof Charlottenburg( Stuttgarter Blat). Profetarisches Kulturkartell Wedding". Montag, den 18. Jumi, 48 Ube abends, im Jugendheim Schönstedtstr. 1 V, Bollversammlung. Tagesordnung wird in der Sitzung belanntgegeben. Alle Organisationen müssen bertreten fein. Berein der Feidenker für Feuerbestattung E. B. 18. Bezirt. Dienstag, den 19. Juni, abends 7% Uhr, große öffentliche Bersammlung im Reſtaurant „ Albrechtshof", Weißenfee, Parkstr. 16. Filmbortrag über Feuerbestattung. Referent: Dr. Hompl. Lokales hilft Badeschriften und Auskunft durch die Badedirektion, in dem Deutschen Verkehrsbureau Berlin Potsdamer Bahnhof, sowie in allen 6. BTS Verehrte Hausfrau! Bitte, überzeugen Sie sich: = Quieta= 216. gibt guten Kaffee! Volksbühne Deutsch. Opernhaus 7 Uhr: 71 Boccaccio Web' dem, der ligt Friedr.- Wilhelmst. Th. Sommerspielzeit! Tägl. 8 Uhr: Lessing- Th. Die blonde Ratte Allabendlich& Uhr: Groß. Volksoper Liebesstreik imTheat. d.Westens Theater 1. d. 8 U.: Julius Cäsar 3 Uhr bei kleinen Preisen: Th. Glocke, Berlin. Sieran 1 Beilage. bei Herzleiden( Terrainkuren), Nervenleiden, Gicht, Rheumatismus, Blutarmut, Bleichsucht, Frauenkrankheiten, allgem. Schwächezuständen, Verdauungsstörungen, Nieren-, Leber- u. Zuckerkrankheiten, Fettleibigkeit, Lähmungen. Große Erfolge in der Nachbehandlung von Verletzungen. Heilwasserversand. Vertretungen des Mitteleuropäischen Reisebureaus( MER). Die 2 Gilbert- Operetten- Schlager Komische Oper Täglich 8 Uhr Neues Operettentheater B. Nr. 12 St. A. L. 23 gew. Anl. Der Schmiedemeister Karl Behm hat die nachträgliche Geneh migung zur Errich tung des auf dem Grundstücke Berlin Reinickendorf, Prodie Tänzerin pingite. 123, bereits in Gauklerkönig Ka Katja, Hosen Der Herr Senator Deut. Künstler- Th. Admirals- Varieté Königgrätz. Str. Intimes Theater 8: Die 712 8: Der wunderl.Ge- Diplomat im Dienst ugendschichten II. Teil D. blaue Pyjama etc. prinzessin Kreisl. Eekfenster Lustspielhaus Musik Kurt Zorlig 8 Uhr: ( Adalbert, Seidl, Berliner Th. DiehlaueHawaii Bois, Kurthy) 7.30 U: Mädi Metropol- Theater Groß- Berlin() 74: Die Schönste Tägl. 8 Uhr: der Vorverk. ununterbr.,& ine Gefallene Gr. Schauspielhaus Vorverk. ununterbr. Die Bacchantin Neues Theat. a. Zoo 8 Uhr: Vorstellung Gartensaal Täglich 8 Uhr: Casino- Theater Der Leibkutscher 8 U. Die Schlager- Posse& U Deutsches Th. des Fridericus Rex Heiraten mußte! 71 Uhr: Neues Volkstheater Die Frühlingsfee Vater und Sohn Relchshallen.Th U.: Kammerspiele Uhr: Kampf der Renaissance- Theat. 71½ Ubr: 8 Geschlechter Theater, Lichtspiele usw. Der Faun Schiller- Th. Charl Opernhaus 7 Uhr: Kleines Th. Kleines Th. Pesidenz- Th. Tägl. 8 Uhr: Tägl. 8 Uhr: Rigoletto Das blonde Gift Die Entlassung Schauspielhaus su Trianon- Th. 7 Uhr: Walzer Komödie Berliner Frater Käthchen vonHeilbronn Musik von Léhar Kastanien- Allee 7-9. v. Rutkay Täglich: Theater des Ostens WINTERTEN Die schöne Liselott ( Rose- Theater) Operette in 3 Akten Dazu: Das große 71/ U.: Trompeter Varieté- Spielplan! von Säkkingen Rauchen gestattet: Varieté- Programm 8 U: Süße Susi Täglich 8 Uhr: U Central- Theater Thalia- Theater Die dumme Liebe Operette- Musik Die rot. Katze von Vikt. Hollaender Th. a. Nollendorfpl. Tägl. 7% Uhr: SCALA Die schöne Rivalin 7%, Wallner- Th.7 8 Uhr: Internat. Der sensationellste Varieté Operettenerfolg! Sonnt. 380 z halb. Preis.d.voll.Prog. Des Königs Nachbarin Urania Berlins 800 bestes Programm LUNA PARK Ab 3 Uhr voller Betrieb, Feuerwerk Rennen zu Strausberg Sonnabend, 16. Juni nachm. 3 Uhr Elgene Fabrik Allabendl.72/ 2 Uhr. Ein Fünf- Uhr- Tes bei Schieber Maxe DonhoftBrett'l Anf.7% U Theater am Kottbus. Tor Täglich 7/2 Uhr IUC EliteSänger U. a.: Die letzte Rose Quittungs- Marken Self 40 Jahren Spezialität Conrad Müller, Holland, Land u. Leute schkeuditz- Leipzig. 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Juli 1923, vormit tags 9 Uhr, ebenda felbst, ein Termin an beraumt, zu dem der Unternehmer sowie die Bidersprechenden unter der Eröffnung geladen werden, daß auch bei ihrem Aus bleiben mit der Er örterung der Einwen bungen vorgegangen wird. Berlin, 11 Juni 1923 Der Stadtausschuh Abt. I, Schneider Ne. 277 ♦ 4$. Jahrgang / �OS?tDÖ!rt0 eonnabcn», 16. Jml 1«2J wanüerziele. Verginspettion führt nach rechts ein Tunnel durch den Berg in den Tiefbau, der jetzt aufgelassen ist. Seitdem der Abbau eingestellt wurde, Hot sich das Wasser angesammelt und bildet einen gewaltigen See, der den gesamten Tagebau einnimmt: er ist bis über 30 Meter tief. Die hellen Äalkfslsen der User geben diesem künstlich entstan- denen See den Eindruck eines„Gebirgssees". Wir wandern rechts um den See herum bis zur Brücke am Ende des Tiefbaus, chier steigen wir nach oben und wandern nun die Straße rechts hinab zum Kesselsee. Links vom See folgen wir der Friedrichstraße bis zur neuen Brücke über den Kalkgraben. Hier steigen wir zum Ufer des Grabens hinab, der sich alsbald zum Kalksee erweitert. Der schmale Uferpfad zieht sich unmittelbar neben dem See hin, be- gleitet von den steil aufsteigenden bewaldeten Uferhängen. Der Kalksee erstreckt sich in einer Rinne, in der nördlich der Stienitzs« liegt, und die sich nach Süden durch den Flakense« zur Spree fort- setzt. Wir haben hier eine jener Rinnen, in denen die eiszeitlichen Schmelzwasser zum Urstromtal abflößen. Bei Woltersdorfer Schleuse erheben sich links die Kranichsberge Ivb Meter über dem Meeresspiegel oder 71 Meter über den Kalksee. Sie bilden den Südrand der Barnim- hochfläch«, die hier von dem Urstromtal begrenzt wird. Von dem Aussichtsturm haben wir«ine schöne Fernsicht. Als völlige Ebene dehnt sich die bewaldete Talsohle vor uns aus. Am Ufer des Flakcnsees und der L ö ck n i tz wandern wir noch Erkner. Unser Weg führt uns durch den Ort zum Bahnhof zurück.(Weg- läng« LO Kilometer.) Wetteraussichten für Sonntag. � so Seit Beginn dieser'Woche drangen rasch hintereinander mehrere sehr kräftige atlantische Tiefdruckgebiete nach den skandinavischen Ländern und von dort nach Nordrußland vor. Dazwischen breitote sich jedesmal ein westlich vom Biskayischen Meere befindliches umfangreiches Hochdruckgebiet über Südwest- und Mitteleuropa aus. wurde jedoch bald wieder nach dem Ozean zurückgetrieben. In Norddeutechland herrschte bewölkter Himmel überall bedeutend vor. Täglich fanden in den meisten Gegenden wiederholte Regenfälle statt, die besonders an der Küste stellen- weise sehr ergiebig waren. Während am Sonntag die Temperaturen an vielen Orten 20 Gr. Celsius überschritten, trat in der Nacht zum Montag im Nordwesten eine beträchtliche Abkühlung einj die sich mit starken westlichen W'vden im Laufe des Tages weiter nach Osten fortpflanzte und in den folgenden Tagen überall zunahm. Dagegen blieb das Wetter in Süddeutschland bis gegen Mitte der Woche größtenteils trocken, warm und ziemlieh heiter, worauf es auch dort kühler wurde und etwas Regen fleh Jetzt ist eins der nordwestlichen Tiefdruckgebiete nach Lüdschweden gelangt und scheint langsam nach Rußland fortzuziehen, worauf das westliche Hoch wieder ostwärts vorrücken dürfte. Jedoch naht vom Ozean schon ein neues Tief heran. Wir haben daher für Sonnabend etwas wiirmcrcs, nnfangs rahigerca, ziemlich heiteres Wetter zu erwarten; nachmittags dürfte aber die Bcwüiknng wieder zunehmen nnd gegen Abend Regen eintreten, der bei frischen Westwinden mit kurzen Unterbrechnngen voraussichtlich etwa bis Sonntag; mittag anhalten wird. Dann wird sich wohl der Himmel abermals mehr und mehr auf klären, die Temperatur jedoch wieder merklich sinken. wirtschaftliche Vernunft. Stillegung des Gaswerks Hermsdorf.— 8 Milliarden Kabelgewinn. Bedeutende Erfparnisie werden in zunehmendem Maße dank der Zusammenlegung Groß-Berlins auf wirtschaftlichem Ge- biete gemacht. So hat jetzt die W e r k s d e p u t a t i o n der Still- legung des Gaswerkes Dermsdorf zugestimmt. Die Erzeugung von etwa 9000 Kubikmeter Gas als Höchstleistung kann ohne weseni- liche Kosten von dem Tegeler Gaswerk übernommen werden. Die Interessen der dortigen Bevölkerung an der Belieferung mit Koks sollen besonders berücksichtigt werden. Durch einen Vertrag mit der Südwest-Elektrizitäts-A.-G. können Kabel im Werte von acht Milliarden erspart werden. Die Südwest-Elektrizitäts- werke hatten Anschlußstellen in Neukölln, während auf der andoren Seite die Städtischen Elektrizitätswerk« Speisestellen der Straßen- bahn unmittelbar neben dem Gebäude der Südwest-Elektrizitäts- werke mit Strom versorgten. Durch eine vernünftige Abmachung zwischen beiden Werken konnten die ganz unnötig langen Kabel- leitungen befreit und die bedeutenden Ersparnisse erzielt werden. Die Möglichkeiten zu Ersparnisien sind bei den Städtischen Werken noch long« nicht erschöpft und speziell be: den Gaswerken kann mit Bestimmtheit damit gerechnet werden, daß es in nicht allzu ferner Zeit gelingen wird, denSchlüffelderKoh lenk laufe! von zurzeit 0,4 auf mindestens 0,3 herabzusetzen. Schon setzt wird die Kohlenklausel von den Gaswerken nicht vollständig ous- genutzt._ Neue Brikett- und Kokspreise. Da? Koblenamt teilt mit': Infolge der ab IS. d. M. einge« tretenen Erhöbungen der Zechenpreise ist eine entsprechende Herauf- setzmig der KleinverkaufSprets« für Briketts und Koks erforderlich geworden. Die Brikettpreise stellen sich mit Wirkung vom 16. d. M., die K o k s p r e i s e mit Wirkung vom 18. d. M. je Zentner wie folgt: Briketts ab Lager 16 020 M.. frei Keller 16 710 M.. GaSkokS 81 820 SD?. f32110M): fuSrenweiic Lieferung: Briketts 16 020 M.(16S90 M.). GaSkoks 31320 M. (32010 MA__ Die dreimal verkaufte Wohnung. Auch ein Beikrag zur Bot unserer Zeif. Eine Wohnung dreimal verkauft hotte der Schlosier Pgul Hahmann und seine Ehefrau aus der Elisabethstraße 13. chahmann hatte inseriert, daß er seine Wohnung gegen Baukosten- Zuschuß abgehen würde. Es meldeten sich mehrere Inter- essenten, mit denen er auch handelseinig wurde und die ihm den Kaufpreis, der zwischen 1- und 1 Million betrug, bar auszahlten. Den Leuten hatte er erzählt, daß er auf dem Lande ein Haus ge- erbt habe, das er beziehen wolle. SBevor er jedoch einziehen könne, feien noch größere Reparaturen notwendig und das Geld für die Wohnung wolle er als Baukostenzuschuß benutzen. An einem be- stimmten Tage räumte er auch die Wohnung, angeblich brachte er die Möbel auf einen Speicher, in Wirklichkeit aber machte er ste zu Geld, um mit dem Erlös daraus und den erschwindelten Bau- kostenzuschüssen das Weite zu suchen. Kaum hatte er die Wohnung geräumt, als auch schon die erste istartei erschien, um von ihr Besitz zu nehmen. Als sie mit dem Einrichten beschäftigt war, erschien auch schon die zweite Partei, um ebenfalls die nach langem Suchen gefundene Wohnung zu beziehen. Während sich beide isiarteien noch um die Wohnmig stritten, erschien eine dritte Partei, um ebenfalls von der Wohnung Besitz zu nehmen. Alle drei waren im Besitz eines Kaufvertrages� und so ergab sich dann, daß sie einem Sckiwindlerpaar in die Hände gefallen waren. Hahmann und Frau baben es fertig gebracht, das ganze erschwindelte Geld in wenigen Tagen durchzübringen. Als es zur Neig« ging, fuhren sie nach Berlin zurück, um bei Ber- wandten in der Waffertorstraße ein Unterkommen zu suchen. Beamte der Kriminalpolizei waren dem Ehepaar jedoch schon auf die Spur gekommen, und sie nahmen es bei der Ankunft auf dem Bahnbof fest. Die Eheleute wurden dem Untersuchungsrichter wegen Betruges zugeführt und erhielten so Freiouartier, während die drei Wohnungskäuser, bis auf die erste Partei, die am schnellsten zur Stelle war. immer noch ohne Obdach sind. Ueber die Weiter- benutzung der Wohnung, entscheidet jetzt noch das Wohnungsamt. Aomeldvugen für die Beanspruchung der Neuköllner Zugend- Herberge in klein-köri»(.Fontunebansch sind nicht direkt an die Herberge, sondern nur an das Bureau der Ortsgruppe des Ver- bandes der deutschen Jugendherbergen, Neukölln, Rathaus, Zimmer 268, zu richten. Sonntägliche Der Hohe Golm. Der Fernzug führt vom Anhalter Bahnhof in anderthalbftün- diger Fahrt nach Luckenwalde. Vom Bahnhof wandern wir durch die Bahnhof- und Wilhelmstroße und über den Haag zum Marktplatz. Hier erhebt sich die St. Iolxinniskirche mit freistehendem Glockenturm, dem Rest einer alten Burg. Auf der gen »Südost führenden Straße veriasien wir die Stadt. Die Chaussee geht durch die von der Ruthe und dem Königsgraben durchflosiene Niederung und durch Nadelwald nach Iänickendorf und weiter in der Nähe des Waldrandes über H o l b e ck nach Stülpe. Am Fuß des Nardhangs des niederen Flämings geht es weiter. Das Tal jer Ruthe scheidet den gesamten Landrücken des Fläming in den hohen Fläming westlich und in den niederen Fläming östlich. Links der Straße erstreckt sich die weite Ebene des Glogau-Baruther Urstromtals. In der Kirche von Stülpe befindet sich der schöne Altarschrein ans der Wallfahrtskapelle, die früher auf dem Hohen Golm stand. Bon der Kirche in Stülpe wenden wir uns zunächst südlich und folgen dem breiten Weg links zum Dorf hinaus. Nach 2V Minuten wenden wir uns bei der Wegteilung rechts, in allmäh- sicher Steigung durch den Wald. Nach weiteren 20 Minuten stehen wir am Fuß des Hohen Golm, an einer Wegkreuzung. Nun wandern wir auf dem nach Süden führenden Wege, zuletzt rechts ab, steil empor, zum Gipfel des Berges, besten Bermesfungsgerüst wir schon von unten sahen. Der Hohe Golm erhebt sich 178 Meter über dem Meeresspiegel oder 126 Meter über dem Urstromtal; er ist die höchst« Kuppe des niederen Fläming. Die hervorragende Lage des Berges macht ihn zu einem Wahrzeichen, für die Gegend. Die »sage hat auch um ihn ihre zarten Fäden gesponnen. Etwas ab- seits von dem Gerüst liegen im Gebüsch versteckt die Mauer reste der alten Wallfahrtskapell«. Sie wurde 1433 gestiftet, und ein Jahr- hundert hindurch, bis zur Refor.maiion, wallfahrten die Pilger aus weiter Ferne zu ihr. Von der Hütte etwas westlich bietet sich eine prächtig« Aussicht über die Höhen und auf die Dörser in der Riede- rung. Wir steigen wieder hinab zur Wegkreuzung am Fuß des Berges und wandern halbrechts nach L y n o w. Die Straße führt weiter zwischen Tal und Höhenzug über Schöbendorf und Paplitz nach Baruth. Don dem an der Chaustee gelegenen 120 Meter hohen Frauenberg haben wir eine schöne Aussicht über das Tal und zurück zum Hohen Golm. Baruth liegt auf dem Südrand des Urstromtals, unmittelbar am Fuß des Flämings, besten Beih« dicht bei der Stadt ansteigen. An der zweitürmigen Se- bastiankirche, deren Ansang bis auf 1346 zurückgeht, und am Schloß vorüber kommen wir zum Bahnhof. Mit den Zügen der Dresdener Bahn gelangen wir zum Anhalter Bahnhof zurück.(Weglänge 33 Kilometer; von Luckenwalde nach Stülpe kann die Kleinbahn benützt werden, wodurch die Fußwanderung um 13 Kilometer ge- kürzt wird.) Runü um üeu Kalkfee. Ein landsthastlich überaus schönes und erdgeschichtlich sehr lehrreiches Gebiet siegt im Osten der Reichshauptstadt, nördlich des steundsichen Erkner. Die zahlreichen Seen und die von prächtigem Kiefernwald bestandenen Berge locken an schönen Sonntagen un- zählige- Scharen von Ausflüglern nach hier. Von einem der Bahn- Höfe der Stadtbahn fahren wir bis Erkner. Bom Bahnhof wen- den wir uns sogleich nach links und wandern auf der durch den Wald führenden Chaustee noch Woltersdorf. Am Anfang des Ortes, bei dem Chausteehaus, sehen wir links der Straße gewaltige Sand- und Kiesgruben. Der Berg, in den sie hineingehen, ist der E i ch b e r g. Er bildet«ine B i n n e n d ü n e, die am Ende der Eiszeit aus den Sonden zusammengeweht wurde, die die Sohle des Urstromtals bedecken. Der Boden war zu jener Zeit noch ohne Pflanzenwuchs, die eiszeitlichen Schmelzwässer hatten sich soeben verlaufen, und so hatte der Wind auf der weiten Ebene leichtes Spiel mit dem Sande. Die unier dem Dünensand auftretenden Sand- und Kieslagcrungen der Eiszeit werden in den Gruben aus- gebeutet. Wir sehen sehr gut, w:« sich der Heller gefärbte Dünensand von den grauen eiszeitlichen Bildungen unter ihm abhebt. Die in diesen Schichten mitunter gefundenen Uebsrreste vom Mammut, Rhinozeros u. a. zeigen, daß diese Tiere einst hier gelebt haben. Wir wandern in bisheriger Richtung weiter durch Woltersdorf, das bereits in Urkunden von 1375 erwähnt wird, und kommen am B a u e r s e e vorüber, der rechts in einer Talmulde liegt. Bei der Kolonie Stolp überschreiten wir das Verbindungsfließ der Stienitzgewäster mit dem Kalksee, der sich rechts in einer Gelände- falle erstreckt, und kommen bald darauf, hdnter der Brücke links abbiegend, noch Kaltberge-Rüdersdorf. In der Nähe der »> Als die Wasser fielen. - Bon Otto Bung. „Ermanne dich nun*, sagte ich zu Kapitän Högelund, und dann saßen wir eine Weile gemütlich zusammen, bis die Uhr vier oder fünf war. Ich ging natürlich in die anderen Stuben, um mich um- zusehen. Der Kapitän stellte sich vor die Speisezimmertür. „Da kommst du nicht hinein*, sagte er und machte sich klar zum Gefecht. Ich schüttelte den Kopf über ihn.„Schämst du dich nicht, dazustehen und dich vor einem alten Freunde zu genieren*. sagte ich und schob ihn beiseite. Und Kapitän Högelund ist ein sehr großer und starker Mann. Und ganz richtig, wie ich erwartet hatte: Die Renaissancemöbel mit Büfett und Stand- uhr waren weg. Ma nsah noch die dunklen Flecke an der Wand, wo sie gestanden hatten.„Die Schandslecke!* sagte Kapitän chögelund. Und die ganze Zeit machte es Ssis! Das war der Dampf, der aus der lecken Heizung herausfuhr. „Ssfsl Die ganze Zeit, aus allen Ecken. So!* Rustad hatte sich erhoben und hockte in einer Ecke der Kajüte nieder, wobei er zwischen den Zähnen hervorzischte:„Ssss...!* Er kroch in eine ander« Ecke.„Ssis! So! Der Dampf!* sagte er. „Der ganze Hochdruck von Koks zu Kriegskonjunkturpreifen schoß heraus! Ssis! Ins große Vakuum heraus, die ganze Hausse— Pst!— Ssis!" Der Norweger verzog sich in eine andere Ecke, hockte nieder und zischte. Plötzsich erhob er sich und schlug mit der flachen Hand auf den Tisch.„Das rinnende Blut eines verblutenden Heims!" sagte er düster und schüttelte den Kopf, daß ihm die lange gelbe Stirnlocke über die Augen fiel. „Kapitän Högelund", fuhr er fort,„hatte sich vor die offene Tür des großen Salons gestellt. Ich mußte ihn wieder beiseite schieben. Ihn fror in seinem Nachthemd, aber er war ja Seemann und hielt aus.\ „Hör!* sagte er zu mir,„du weißt ja gut, warum ich nicht rvill, daß du in meinen Salon hineingehst." Und ich wußte es!„Ja", rief ich.„Ja. ich weiß es! Weil meine drei Bilder weg sind!* Und ganz richtig: Auf der Tapete waren drei dunkelgrüne Blamagen; der Gerichtsooll- zieher war dagewesen und hatte meine Seestücke geHoll! „Du hast doch nichts davon verstanden, Högelund", sagte ich, um ihn zu trösten.„Ach nein*, antwortete der arme Kerl, „ich habe viele Wellen in meinem Leben gesehen, aber nie solche wie deine!* „Wieviel bist du schuldig?* fragte ich der Ordnung wegen. „Genau zweihundertundfüiifzigtausend dänische Kronen*, sagte er,„für die Aktien, die ich bei der Kapitalserweiterung von „Bjarne" zeichnen mußte. Andreas Pauli hatte damals ge- sagt, daß bei den Dividenden, die„Bjarne* einbrachte, nie von einer Einzahlung die Rede sein würde.* „Zweihundertundfünfzigtausend Kronen! Gut,* sagte ich, „dann sind deine Kreditoren gedeckt und du dazu. In drei Jahren sind meine Seestücke das Doppelte wert!* Na, dann ließen wir uns mit unserem Grog im Mädchen- zimmer nieder. Im Küchenschrank fanden wir einen alten Holsteiner Käse. Den stellten wir vor uns und stießen mit ihm an. Er war sehr alt und klug, der Käse, er war noch jung gewesen, lange bevor die drei Veen entstanden, er hatte Hausse sowohl wie Baisie gesehen. Prost. Alter! sagten wir zu ihm, und hinterher aßen wir ihn ohne Brot auf. Ich ging hin- unter und kaufte Kaffee von einem Kellner im Erdgeschoß, und dann spielten wir eine Pattie Poker um Streichhölzer. Kapi- tän Högelund wurde wieder ganz der Alte und versprach, auszustehen und sich von jetzt an wieder jeden Tag zu rasieren. Wir hielten aus, bis es so sechs, sieben Uhr war. Dann zog der Kapitän sein einziges Paar Hosen an, sonst schonte er sie, indem er zu Bett läge, sagte er, und wir gingen zur Freihafen- mole, um die aufliegenden Dampfer zu zählen. Wir zählten, bis wir hoch in die Tausende kamen. Der Kapitän sah überall Dampfer, wohl tausend Stück mehr als ich. Da lagen sie, so- wohl Frejr und Nestor— wie Maryland, die Högelund ge- führt hatte. Totenstill, mit erloschenen Laternen. Wie drei Reihen Leichen! Kapitän Högelund vergoß Tränen.„Ich glaube, ich gehe zum Gaswerkshasen, dann habe ich alles ge- sehen.* Aber das wurde mir zuviel. So ließ ich ihn gehen. Seitdem habe ich ihn nicht gesehen. Als ich heute morgen kam, war er nicht zu Hause!* Herr Rustad erhob sich und knöpfte seinen Mantel zu. „Ja, nun danke ich Ihnen für den gemütlichen Abend, Herr Gude. Und gute Nacht." Er blieb doch stehen.„Als ich hinkam, war niemand zu Hause,* sagte er,„als die junge Dame, die ich hier cm Bord brachte.* Plötzlich wandte er sich drohend um: „Haben Sie etwas einzuwenden, Herr Gude?* „Nicht das Geringste!" versicherte Gude mit einem Lächeln. Der Norweger schenkte sich wieder ein und setzte sich.„Die junge Dame saß aus der Heizung," sagte er.„Ich ging ohne weiteres hinein, die Tür schließt nicht. Sie saß in einer rot- seidenen Bluse und grünem Rock da. Sie ist selbst dunkel, das Haar hat eine Nuance von Purpur, von echtem Purpur, ver- stehen Sie, lila ungefähr in allen Schattierungen. Verteufelt chöne Farben! Sie erzählte, daß sie Gerda hieße. Gleich als sie mich sah, wußte sie, wer ich war. Sie sei mit dem ältesten der Zwillinge befreundet, sagte sie— welcher von ihnen das ist, weiß ich nicht—, und jetzt hätte sie nicht Haus noch Heim. Sie ist krank gewesen und mußte ausziehen, und alles, was ihr gehört. Hot sie versetzt. Da ging sie zu den Zwillingen, aber die waren selbst in Not und gingen vor zwei Tagen zu einem guten Freunde, der Rat wußte. Sie kamen nicht wieder. Auch den Kapitän hatte sie nicht gesehen.* „Schön!" sagte ich.„Der gute Freund bin ich." Und ich wußte, daß die Zwillmge mich gemeint hatten; aber in den beiden Tagen, wo sie mich gesucht hatten, war ich nicht zu finden gewesen. „Nehmen Sie Ihre Sachen, gnädiges Fräulein," sagte ich. „Hier in dieser Ruine eines einmal wohlhabenden Heims können Sie nicht bleiben. Sie sind krank und brauchen frische Lust und gute Verpflegung. Lasien Sie mich vorläufig dafür sorgen. Außer, daß ich Künstler bin," sagte ich,„bin ich auch Schiffsreeder. Und solange Sie Lust dazu haben, können Sie an Bord meines Schiffes wohnen." Rustad verbeugte sich leicht vor Gude.„Ich hatte voll- kommen vergessen, daß Sie hier an Bord wohnten. Und dabei hatte ich Sie doch selbst in der Kajüte, wo Sie jetzt sitzen, untergebracht." „Was hatten Sie?" Gude sah, ein wenig müde, auf. „Unterbewußt! Ja! Rahm Sie mit meiner Pfote hier und setzte Sie an Bord. Das war das Schicksal, werden Sie sagen. Aber wer ist der Diener des Schicksals? Ich!" Sein Zeigefinger schrieb Kreise in die Luft. „Sie und ich! Glauben Sie, daß wir beide bloß hier in der Kajüte eines alten Kastens in Ryhavn sitzen und Whisky trinken!" Er schüttelte langsam den mächtigen Kopf. (Fottsetzung folgt.) Die Zukunft der höheren Schulen. 8ur Sonnenwende! In verbesserter Neuauflage erscheint in den Der Stadtverordnetenausschuß zur Vorberatung der nächsten Tagen im Urbeiterjugend- Verlag, Berlin SW 68, Lindenstr. 3, das Jugendspiel von Kurt geilbut Sonnenwende, ein Spiel Magistratsvoriage über die Planwirtschaft bei den höheren für die arbeitende Jugend". 20 Seiten, Grundpreis 0,30 m. Lehranstalten hat gestern abend nach vier Sizungen seine Beratungen mal Teuerungszahl des Verlags( Juni 2500). Aufführungsrecht bei Ab beendet. Es wurde beschlossen: 1. Den Rest des humanistischen Teils nahme von 10 Heften. Bestellungen durch alle Buchhandlungen oder direkt des Ralinischen Gymnasiums mit dem Berlinischen Gym- vom Verlag. nasium zum Grauen Kloster zu vereinigen. 2. Die Be= Millioneneinbruch auf Schloß Breitenstein. gabtenschulen aus dem Rönigstädtischen Gymnasium und der Kaempf- Realschule nach dem Köllnischen Gymnasium in der Insel- Unausgefekt folgen sich jetzt die Einbrüche auf den Schlössern straße 3/5 zu verlegen. 3. Humboldt. und Friedrich saltaðliger Grundbefizer, wobei es die Verbrecher natürlich auf das Gymnasium werden unter einer gemeinsamen Leitung zu wertvolle Familienfilber und alten unersetzlichen Familienschmuck jammen und in das Schulgebäude Gartenstr. 125 untergebracht. abgesehen haben. Ein solcher Einbruch, bei dem die Diebe für 4. Abgelehnt wird die Verlegung der Friedrich- Werderfchen Ober- 35 Millionen Mart Beute machten, fand foeben auf dem Schloß realschule nach dem Schulgebäude in der Albrechtstr. 26/27. Der Breitenstein in der Neumark des Herrn von Aberfrohn Magistrat wird ersucht, der Stadtverordnetenversammlung baldigst statt. Die Diebe stahlen wertvolles Silberzeug, Kleidungs- und eine Vorlage zu unterbreiten über eine anderweitige Benutzung des Wäscheftüde, lettere mit dem Zeichen G. W., im Betrage von Schulgebäudes Albrechtstr. 26/27, und zwar in Anlehnung an die 35 Millionen Mart. Nach Feststellungen der Polizeibehörden sind vem Oberstadtschulrat Paulsen in einem großzügigen Plane be an der Tat drei Männer beteiligt, von denen der eine sich beim treffend die Berlegung verschiedener Schulen in Betracht gezogenen Bertrümmern der Fensterscheibe erheblich verlegt haben muß. Am Möglichkeiten. Hierdurch würde die Taubstummenschule in die Latort wurde ein mit Blut durchtränktes Tuch gefunden, das die Schulräume Albrechtstr. 26/27 und die Friedrich- Werdersche Ober- 3eichen W. L. trägt. Allem Anschein nach handelt es sich hier wieder realschule in die vom Sophien- Gymnasium in der Weinmeisterstraße um Berliner Einbrecher, die ihre reiche Beute sofort nach Berlin benutzten Räume verlegt werden. Sophien- Gymnasium tommt in geschafft haben, um sie hier abzustoßen. Auf die Wiederbeschaffung die neuen Räume in der Mandelstraße, die am 1. Ottober voll- des gestohlenen Gutes sowie die Ergreifung der Täter ist eine hohe endet find. Belohnung ausgesetzt. 3weddienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei, Dienststelle B. I. 2, im Zimmer 51/52 entgegen. 2750 M. für ein Markenbrot. Groß- Berliner Parteinachrichten. Bezirksvorstand. Mit Rücksicht auf die durch die fortschreitende Gelbentwertung hervorgerufene Verteuerung der wichtigsten Rohmaterialien für die Brotherstellung( Salz, Hefe, Streumebl, Kohle), die Erhöhung der Breise für Strom und Gas, sowie die Steigerung der Gesellen löhne hat sich, wie das Ernährungsamt der Stadt Berlin mitteilt, Die Sihung des Bezirksvorstandes findet heute abend 6 Uhr im der Magistrat genötigt gefehen, vom 18. Juni d. J. ab den Höchst- Konferenzzimmer der Vorwärts"-Redaktion, Lindenstr. 3, 4. Hof, preis für das Marten Großbrot auf 2750 m. und für 4 Treppen, statt. bie Martenschrippe auf 90 M. Heraufzusehen. Das Wuchergericht an der Arbeit. Das Buchergericht des 255. Polizeireviers hat gestern wegen Nichtauspreifung der Waren den 31 Jahre alten Händler Richard Naujocs in Lichtenberg, Oderstraße 25, zu 30 000 m. und den 40 Jahre alten Möbelhändler Mag Rudolf in Lichtenberg, Gryphius straße 17, zu 50 000 m. Geldstrafe verurteilt. Eine neue Borwärts"-Ausgabestelle in Wilmersdorf, Ludwigs. Kirchplay 9, Stfl. IV, ist bei dem Genoffen Buhle mit dem heutigen Tage errichtet worden. Bostbezieher und andere Leser des " Borwärts", die in dem von Hohenzollerdamm, Pfalzburger, Lietzenburger Xantener, Eisenzahn und Osnabrücker Straße umgrenzten Stadtteil wohnen, erhalten vom heutigen Lage den Vorwärts" durch Boten in das Haus. Bestellungen sind zu richten an obengenannten Genossen oder die Haupterpedition des Vorwärts", Lindenstraße 3. 13. Kreis. Tempelhof, Mariendorf, Marienfelbe und Lichtenrade. Sonn tag, ben 17. Junt, vormittags 9 Uhr, Sigung der Bildungstommiffion für alle bier Orte bei Streiter, Mariendorf, Chauffeeftr. 27, Ede Kurfürstenstraße. fchiedenes. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zum Sommerfest am 29. Jult, 2. Ver Heute, Sonnabend, den 16. Juni: Treffpunkt 5% Uhr Bahnhof Wilmersdorf- Friedenau. Jungfozialisten, Gruppe Friedenau. Wanderung nach Werber- Stolpinsee. Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation 19. Abt. Die Einäscherung unferes Genoffen Schriftfeber Berthold Korchian fand Donnerstag, den 13. Juni, 7 übr, im Krematorium Gerichtüraße statt. 95. Abt. Neukölln. Am 14. Mai verstarb unser Genosse Frisch, Handieryftraße 52. Ehre seinem Andenken. Arbeitersport. Sportfest im Bezirk Wedding. Das Bezirksamt Wedding, Abteilung Leibesübungen, veranstaltet am Sonntag, ben 17. Juni 1923, nachmittags 3 Uhr im Moabiter Schüßenhaus am Nordufer( Fahrt Friedhofsschändungen. Vom Jüdischen Friedhof in der verbindung Stadtbahnhof Beuzelstraße, mit Straßenbahn 14, 15, 42) Lothringer Straße in Weißensee wurden in der vergangenen Nacht fommen Mannschaftswehrfämpfe von Vereinen des Arbeiter. ein großes Sport- und Propagandafest. Bur Vorführung zwei Bronzetüren im Gewicht von etwa 2 8entnern gestohlen. In derselben Nacht statteten Diebe auch dem Friedhof Bereinen ist eine sorgfältige Auswahl der Kämpfe getroffen worden, Athletenbundes im Heben, Ringen und Boxen. Von den der Kaiser Wilhelm Gedächtnis Gemeinde am so daß unter allen Umständen auf guten Sport zu rechnen ist. Ein Fürstenbrunner Weg einen Besuch ab. Sie stablen von den Gräbern der Eltern des Ministerialdirigenten Dr. Abegg wertvolle Jenzer( Berliner Sportvereinigung Nord- West) gegen Weftphal Herausforderungsbogtampf( Halbschwergewicht) Don Bronzeberzierungen. In beiden Fällen konnten die Täter nicht( Eberswalde) bildet den Höhepunkt des Programms. In diesem Kampfe stehen sich zwei Gegner gegenüber, die ihrem Rufe nach den besten Berufsborern ihrer Klasse im Kömmen nichts nachgeben. Der Eintrittspreis beträgt 1000 mt. Karten an der Kasse und im Bezirksjugendamt, Christianiastraße 73, 3immer 38, erhältlich. Der Ueberschuß wird zum Besten der Jugendpflege im Bezirk Wedding verwendet. ermittelt werden. Der Notfchrei einer Unglüdlichen. Am legten Sonntag wurde der Kommissionär Ernst Käding aus Friedenau, Rubensstr. 20, auf der Kreuzung der Uhland- und Wichmannstraße von einer Kraftbroschte überfahren und so schwer verlegt, daß er am nächsten Tage in einem Krantenbause ber starb. Seine Witwe, die mit wirtschaftlicher Not zu tämpfen hat und dazu noch schwer trant ist, bittet die Zeugen des Vorfalles sich bei ihr oder bei dem Portier des Hotels Fürstenhof zu melden. 150 000 m. Einäfcherungsgebühr. Der Ausschuß für das Barkund Bestattungswesen hat die Einäscherungsgebühr vom 20. Juni 1923 ab auf 150 000 m. erhöht. Arbeiter- Sport- Werbewoche in Lichtenberg. Eine von ben bürgerlichen Sportorganisationen Lichtenbergs in Aussiást ge nommene Sport- Werbewoche" vom 17. bis 24. Juni veranlaßte die proletarischen Sportvereine Lichtenbergs, zur gleichen Zeit eine Arbeiterparteien ihre Mitwirtung und volle Unterstügung zugefagt Arbeiter- Sport- Werbewoche" zu veranstalten. Nachdem die drei haben, dürfte die Werbewoche ein machtvoller Appell an die noch in den bürgerlichen neutralen" Bereinen weilenben Arbeiter werden. Unterstüßt die durch Plakataushang und Flugblätter betanntgegebenen Veranstaltungen in weitgehendstem Maße. Rüdkehr Neuköllner Kinder aus Böhm.- Ceipa. Bezirksamt Renkölln teilt mit: Die am 5. Mai d. J. nach Böhm.- Leipa verschickten Kinder fehren am Montag, den 18. Juni, aurud und treffen nachm. 5,10 Uhr auf dem Anhalter Bahnhof ein. Die Eltern werben um Abholung der Kinder ben 17. Junt. 1. Abt.: Gorinfee 5 unb 12 Uhr Biloroftr. 58. 3. bt.: Söl bom Bahnhof gebeten. Nachuntersuchung der Kinder am Freitag, den 22. Juni, nachmittags 1, Uhr, im Rathaus, Zimmer 162. Versteigerung von Mobiliar Kunstgewerbe Gemälde alter und neuer Meister, Perser u. andere Teppiche, Gold- u. Silbersachen usw. Ausstellung: Sonnabend, den 16, von 10-7 Uhr Sonntag, den 17, von 10-2 Uhr Versteigerung: Montag, den 18. von 10 Uhr ab Katalog auf Wunsch kostenfrei! EUGEN REIZ Kunst Auktions- Haus Berlin SW 68, Kochstr. 6-7. Wanzen Verkäufe Nähmaschinen. Gelegenheitskäufe wenig gebrauchter Maschinen mit Garantie nur bei Fischer, Potsdamerstraße 103. Nollendorf 8682. Werneuchen 12 Uhr, jeden Donnerstag, abends 6 Uhr nach der Jungfernbeide. 8. Abt.: Siethener See früh 5 Uhr, Arminiusplay, 12 Uhr Teltow, Waldfir. 8. 10. Abt.: Stöniblee 5 Uhr. 9. Abt.: Safrowsee 6 und 12 Uhr Schulstr. 114. Friedrichshagen 7 und 12 Uhr Comeniusplay., 11. Abt.: 16. und 17. je 5 Uhr Crossinsee, Utrechter Str. 9. Jugendabteilung: 18. Budowo, Märkische Schweiz 6 Uhr abends Landsberger Allee, Ede Elbinger Straße. Ortsgruppe Neukölln: Ferienwanderfahrt nach Thüringen 4 Uhr Neue Welt. Bade- und Ablochtone Grunewald( Großes Fenster) 7 Uhr, Jugendabteilung: 5 Uhr Herzbergplay. Ortsgruppe Mariendorf: Zeltoto 1 Uhr. Ortsgruppe Lichtenberg: Beuthener See 6 Uhr, Jungstr. 10. Ortsgruppe Reinickendorf: 16. 28 Uhr abends Legel, Eichborn, Ede Scharnweberstraße; 17. 12 Uhr Fallenberg Bahnhof Schönholz. Ortsgruppe Oberschöneweide: Freienwalde 6 Uhr, Salfenberg 1 Uhr, Siemensstraße 6. Ortsgruppe Schöneberg: Kloster Lehnin 5 Uhr, Großes Fenſter 1 Uhr, Martin- Luther- Str. 69. Ortsgruppe Baumschulenweg: 16. Rauensche Berge, Scharmügelfee& Uhr nachmittags, Sonntag Störissee 7 Uhr Bahnhof. Drie. Drts gruppe Pankow: Tiefensee 6 Uhr, 1 Uhr Saltenberg, Mühlenstr. 12. Orte gruppe Charlottenburg: Krampnisfee 7 und 12 Uhr Galvaniſte. 13. gruppe Wilmersdorf: Müggelfee, Schön- Mulve 5 Uhr Denkmal Aue. Achtung! Werbeplakate betreffs Ar Dienstag, abends 6 Uhr Start für Groß- Berlin. beiterpresse mitführen. Enbsiel Tempelhofer Feld. Langstreckenfahrt Witts to fal Arbeiter- Turner- Bund. Montag, den 18. Juni, Kreisstzung 28 Uhr, Schule Weinmeisterstraße. Tagesordnung: Selbständigmeing der Evarten." Mannschaftsringtampf Siegfried 09", Berlin, gegen Eiche", Eberswalde. In dem Mannschaftsringkampf am Sonntag, den 10. Juni, im Charlotten burger Boltspart fiegte„ Siegfried 09" gegen Eiche", Eberswalde, mit 8% 3% Punkten. Die vorausgegangenen Borlämpfe zeigten auch hier die Siegfriedlente als Gieger. Die guten Leistungen der Kreismeister- Heberiege des portflubs" Siegfried 09" verbollständigten bas programm Turn- und Sportverein Fichte". Satzteilnehmer von Pfingsten! Sonnabend. den 16. Juni, nachmittags 3 Uhr, Zusammenkunft alter in der Geschäftsstelle, Köpenider Str. 108. Um Arb.- Turn- und Sportbund I. 1. Bez. und„ Fichte". Sonntag, den 17. Juni, Generalprobe zum Kinderturn und Sportfest Nowates. Die Abteilungen müssen bis 10 Uhr auf dem Fichteplay Trebtoto eintreffen. Jede Abteilung bersiebt sich mit gemahlenem Kaffee zum Kochen. Um 10 Uhr Sizung der Kinderturnwarte. Alles, was mit nach Nowawes fährt, muß am Sonntag antreten. Ausgabe sämtlichen Materials, Generalprobe Erwachsene Eintrittsgeld 300 M. Werbespiele der Arbeiter- Fußballvereine Lichtenberg. Am Sonntag, den 17. Juni, finden auf den Städtischen Spielplägen an der Wagnerstraße große Fußball- Werbespiele unter den Lichterberger Arbeiter- Sportvereinen statt. 1½ Ube spielt. C. Sparta" gegen„ Britannia". Svarta bat jich von der schweren Niederlage gegen Nordista gut erbolt. In stärkster Aufstellung wird Sparta antreten, um Britannia den Weg zum Sieg zu verlegen. Fr. Tur. Bi. I hat Brandenburg 02 aum Gegner. Beide Vereine haben gute Spielstärke. Das letzte Spiel des Nachmittags tragen Lichtenberg II und Hertha 22 aus. Schwimmer. Den Groß- Berliner Vereinen zur Kenntnis, daß am Sonntag das Schwimmfeft in Wilban wegen ungünstiger Witterung ausfällt, und auf einen anderen Sonntag verlegt wird. Näheres wird noch bekanntgegeben. Arbeiter- Abstinenten- Bund, Abt. Mitte. Heute, Sonnabend, Aussprache abend im Heim, Steinstr. 35. Gäste gern gefehen. Sport. Rennen zu Grunewald am Freitag, den 15. Juni. 1. Rennen. 1. Immelmann( Lüder), 2. Hegeret( A. Stolpe). Toto: 11:10. 2 liefen. 2. Rennen. 1. Contrahent( Lüder), 2. Ceres( Kränzlein), 3. Blücher ( K. Schuller). Toto: 36:10. plag: 16, 12:10. Ferner liefen: Fehlerlos, Notopfer. 8. Nennett. 1. Augur( b. Herder), 2. Tristan( b. d. Rede), 3. Malacara( S. b. Westerhagen). Toto: 17:10. Blaz: 13, 16:10. Ferner lief: Jogull. 4. Stennen. 1. Magelone( Bismark), 2. Giroflee( Edler), 3. Gid ( Dybr). Toto: 38:10. Blaz: 19, 30:10. Ferner liefen: Alertch, Corona. 5. Rennen. 1. Duertreiber( v. Fallenbahn), 2. Robert( v. Bottlen berg), 8. Pan Demon( v. b. Nede). Zoto: 15: 10. Blak: 11, 12: 10. Ferner lief: Eris. 6. Rennen. 1. Teifi( Bismark), 2. Livland( Edler), 8. Helmtraute 7. Rennen. 1. Falada( v. Falkenhayn), 2. Denar( v. Bottlenberg), 3. Vergangenheit( v. Belzer). Toto: 20:10. Blag: 16, 23: 10. Ferner ( Steim). Toto: 17:10. Blab: 11, 12: 10. Ferner lief: Baleria. liefen: Kribbel Krabbel, Gandolfo, Landflucht. ter Landauer's hofpflaste Bester Magenstarker Landauer& Macholl, Heilbronn Fabrik feiner Liköre Arbeiter- Nadfahrer- Bund Solidarität", Berlin. Fahrten für Sonntag, gerner Gee, Dubroto 6 Uhr Laufiber play. 4. Abt.: Sonnabend, den 16., 7 br Germania- Brauerei, Frankfurter Allee 313. 5. Abt.: Werbeinfee früb Vertreter: Carl Kast, Potsdam, Bismarckstr. 3. Fernspr.: Amt Potsdam Nr. 366. 4 Uhr, Gorinfee 12 Uhr, Bandsberger Play. 6. Abt.: Werbellinfee früh 4 Uhr, Schönwalde, 6 und 12 Ube openhagener Str. 26. 7. Abt.: Freiwalde 5 Uhr, Carl Gaddum, Berlin- Wilmersdorf, Hohenzollerndamm 183. Fern sprecher: Amt Pfalzburg Nr. 6813. 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