" Nr.285 40.Jahrgang Ausgabe A fr. 141 Bezugspreis: Für den Monat Juni 9100 92. Doraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet fowie Oesterreich und Luxemburg 11100 M., für das übrige Ausland 13 100 M. Bostbezugspreis freibleiben d. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Estland, Finnland, Frank. reich, Holland, Lettland, Lugemburg, Desterreich, Schweden, Schweiz, Tschechoslowakei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntags. beilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erfcheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin" Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 400 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezeile Loftet 8000 M. Reklamezeile 15 000 m. ,, Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 1000 M.( zulässig zwei fett. gedruckte Worte), jedes weitere Wort 500 M. 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Die Deffentlichkeit aber braucht nicht so lange denten der„ Frankfurter Zeitung" heißt es, daß die englische geneigt, dann sofort die militärische Besehung einzuschränken und Zeit, um fich ein Urteil über die Dinge zu bilden, die dieser Politik in der europäischen Frage schon lange nicht so flar Verhandlungen zu beginnen. Brozeß schauerlich enthüllt hat. Db Fuchs und die übrigen gewesen sei mie in diesem Augenblid. Die lebten telegraphi- Deckt sich der hier gekennzeichnete Standpunkt mit dem kleinen Schächer auf der Anklagebant nach dem Antrag des schen Meldungen aus London bestätigen diese Auffassung. der französischen Regierung, fo find die gestern von uns er Staatsanwalts zu langfristigen Zuchthausstrafen verurteilt Das Ziel der englischen Politik geht offensichtlich dahin, sa ch örterten Auslaffungen des Pariser Temps" verständlich. werden oder nicht, kann höchstens für die Einschätzung der soliche Verhandlungen auf der Grundlage der deut- lleber die Mängel der Ausführungen des offiziösen französi genannten Volksgerichte noch Interesse haben, von politischem schen Vorschläge, zugleich aber auch unter Berücksichtigung schen Organs haben wir uns bereits geäußert. Zu derselben Belang ist es nicht. des belgischen Planes der Jahreszahlungen und des eng Frage schreibt der Sozialdemokratische Parlamentsdienst": Hochwichtig aber find- politisch betrachtet die durch lischen Januarplanes, herbeizuführen. Die Hauptschwierigkeit Ist Frankreich, wie der„ Temps" behauptet, tatsächlich davon vierzehntägige Verhandlung gebrachten Aufklärungen und besteht gegenwärtig darin, in der Frage des passiven durchbrungen, daß eine Kapitulation Deutschlands nicht in seinem Enthüllungen. Man kann vielleicht zunächst darüber staunen, Widerstandes eine Mittellinie zwischen dem französischen Interesse legt, dann könnte ihm doch nichts angenehmer sein als daß die in Wirklichkeit Bayern beherrschende Clique der und dem deutschen Standpunkt zu finden. Hierzu liegt folgen in eine fachliche und aufrichtige Erörterung eines Baffenstill. vaterländischen" Verbände diese Bloßlegung des nationalen der Situationsbericht des Pariser Berichterstatters ber ftandes auf Gegenseitigteit einzutreten. Der„ Temps" Moraftes geduldet hat, den eine dreijährige Reaktionszeit in als maßgebendes Organ der französischen Oeffentlichkeit könnte fich an unaufgeklärten Verbrechen. Ueber der Ermordung des als maßgebendes Organ der französischen Deffentlichkeit könnte fich Bayern hat heranfaulen laffen. München ist doch sonst reich Man wünsche in Paris den Zeitpunkt einer Zufammentunft insofern ein Verdienst um den Frieden in Europa erwerben, wenn zwischen Boincaré und Baldwin schneller herbeizuführen. er auf unsere Formulierungen über den Waffenstillstand Klipp und Mordes, über der Beseitigung wohl eines Dugend Personen, Genoffen Gareis, über der Botbereitung des ErzbergerMan sei der Ansicht, daß alles beseitigt werden müßte, was die Her flar antwortet und damit in der Tat den Beweis liefert, daß die der völkischen Feme zum Opfer fielen- es sei nur erstellung eines Einvernehmens mit Großbritannien verzögere. Der Frankreich die Berständigung will. Eine Verständigung tann nicht innert an die Namen Baur und Hörnlein-, liegt noch heute französische Franten falle. In den besten Banttreifen sei über den Weg eines Dittats erfolgen, sondern ergibt sich nur durch ein ungelüfteter Schleier.- Wenn hier etwas ans Tageslicht ftets angenommen worden, daß die Franzosen wohl in ber Bage Abmachungen auf Gegenseitigkeit, die erträglich sind und dann auch fam, so mußten besondere Gründe vorliegen. wären, den Franken bis Mitte Juli vor Schwankungen zu bewahren, innegehalten werden. Soweit die Frage des passiven wider. daß er aber nach dieser Zeit außer Kontrolle geraten würde, wenn standes in Betracht kommt, haben wir die Möglichkeit der Lösung teine Regelung in Aussicht stehe. Das Fallen des Franken in den in Karen Formulierungen gehalten, die sowohl der einen wie der letzten Tagen scheine darauf hinzuwmeifen, daß diefer fritische Augen anderen Seite Zugeständnisse bringt und damit im wahren Sinne Slid vielleicht früher tommen werde, als erwartet worden sei. Weiter des Wortes auf eine Berständigung hinauslaufen." sei es flar geworden, was sich auch immer in Belgien ereigne, die französische Regierung nicht länger auf bie por be halflofe Unterstügung Belgiens rechnen tönne. Die Ruhrpotiit wie sie sich feither entwidelt habe, fei von den bel gischen Ministern im Januar niemals in Aussicht genommen worden, und es sei nach ihrer Ansicht wesentlich, daß irgendwelche Ergebnisse gezeitigt würden. Die belgische Forderung fönne in Frankreich nicht unberücksichtigt gelaffen werden. Nichts habe die Franzosen seit dem Waffenstillstand so sehr berührt, wie die Möglichkeit der Abson. derung Belgiens. Ein weiterer wichtiger Fattor fei das wachsende Gefühl in Frankreich, daß ein neuer Bruch mit Paris, 20. Juni.( Ec.) Der belgische Botschafter Baron Baiffter Großbritannien nicht wieder gut zu machen fein tönnte. d'Hestron erschien heut morgen am Quai d'Orsay, um in erster In demselben Bericht wird weiter die Frage des passiven dieser Gelegenheit fand ein Gedankenaustausch mit den Vertretern Linte an einer Stzung der Botschaftertonferenz teilzunehmen. Bei nicht mehr große Truppenmassen an der Ruhr zu unterhalten, mündliche Mitteilungen über die auf ben englischen Fragebogen Widerstandes behandelt. Poincaré halte es jetzt für möglich, des französischen Auswärtigen Amtes statt, wobei der Botschafter sondern sich mit einem kleinen Besagungsforps zu begnügen. mündliche Mitteilungen über die auf den englischen Fragebogen Diese neue französische Auffassung in der Ruhrbesehung werde nach London gesandte Antwort der belgischen Regierung machte. Diese neue französische Auffassung in der Ruhrbefehung werde Eine Abschrift des Wortlautes der belgischen Antwort ist der wahrscheinlich die Möglichkeit in sich schließen, aus der gegenwärtigen Sadgaffe herauszufommen. Wenn Deutschland franzöfifchen Regierung anscheinend nicht übergeben worden. sich bereit zeigen werde, den passiven Widerstand aufzugeben, werde auch Frankreich bereit sein, seine Truppen aus der Ruhr zurückzuziehen und alles zu vermeiden, was fih gegenwärtig einer normalen Produktion entgegensete. Diese Auffassung des Pariser Times"-Rorrespondenten wird bestätigt durch folgende Auslassung des Echo de Paris": " Boincaré habe ein ziemlich umfangreiches Programm vorbe reitet, das nicht weniger als zehn Bunfte enthielt. Dieses Brogramin sei auf belgischen Wunsch start zusammengestrichen worden. Frankreich ist jetzt damit einverstanden, daß der passive Bider stand als aufgegeben betrachtet werden soll, wenn die Reichs regierung ihre Berordnungen und Inftruftionen für die OrgaHier liegt in der Tat der Schwerpunkt der gegenwärtigen Situation. Nichts tönnte die Klärung, die in London und Brüssel angestrebt wird, so sehr fördern und einen Ausweg aus der Sadgasse weisen, als eine flare, ungmetdeutige Stellungnahme der französischen Regierung zu der Frage eines Waffenstillstandes, der die berechtigten Interessen der beiden Kontrahenten berücksichtigen würde. Belgiens Antwort abgesandt. Noch keine Lösung der belgischen Kabinettskrise. Brüffel, 20. Juni.( EE.) Die Regierungsfrise hat auch heute noch teine Lösung gefunden. Der König fette seine Besprechungen mit den Parteiführern heute ebenfalls fort. Es heißt jetzt, daß wahrscheinlich ein Geschäftsministerium unter der abermaligen Leitung von Theunis gebildet werden würde, deffen vornehmste Aufgabe die Lösung der Reparationsfrage und des Militärproblems, das mit der Ruhrbefeßung eng zusammenhängt, wäre. Zur Sprachen frage liegt offenbar noch teine Stellungnahme irgendeiner parteilichen Seite vor. Im allgemeinen werden die Aussichten auf eine baldige Lösung der Krisis sehr pessimistisch beurteilt. gestellt, der am Donnerstag die Billigung des Bundesausschusses finden dürfte. Diese Gründe find tiefe Bertlüftungen im Lager der völfifchen Putschisten selber, die fich ja, wie der Prozeß vielfach gezeigt hat, in ständiger Mordbereitschaft mit dem schußfertigen Revolver in der Gefäßtasche gegenüberstanden. Das Bort fige Rolle in dem Sinne, daß jeder dieser Helden, sobald er ,, umlegen" spielt in dem Sprachschat jener Kreise eine gewalsich mit einem anderen entzwelt hatte, darauf drang, daß der andere umgelegt" wurde. Bei der moralischen Qualität dieser Führer ist es an sich tein Wunder, daß maßloser Ehrgeiz, angeborenes Intrigantentum, frankhaftes Mißtrauen einzelner fortwährend folche Spaltungen schufen. Aber darüber hinaus zeichnet sich ein prinzipieller Gegensatz zweier Richtungen ab: die eine, bie bayerisch separa tistische, ist nur von bayerischen Interessen beherrscht. Ihr Ziel ist ein von Deutschland losgerissenes, selbständiges Bayern, allenfalls vergrößert um die deutschösterreichischen und findet bei Frankreich. Diese Richtung ist nur die Nachbarländer, also ein binnenländischer Kleinstaat, der naturgemäß Anlehnung an eine Großmacht braucht und sie sucht feindlichen bayerischen Separatismus. Die andere Richtung gradlinige Fortsetzung des niemals ganz erloschenen reichsfeindlichen bayerischen Separatismus. Die andere Richtung Bayern nur als Mittel zum Zweck, Bayern soll das Zentrum dagegen, großenteils von Nichtbayern geführt, betrachtet einer Gegenrevolution in ganz Deutschland bilden, von Bayern aus foll die nationale Diftatur" über das Reich, mit dem Diktator Ludendorff an der Spize, errichtet werden. 3wischen beiden Richtungen tobt der Kampf. Fuchs und Machhaus haben der ersten, der bayerischpartitularistischen Richtung angehört. Sie wollten dem Kronprinzen Rupprecht auf den Thron verhelfen, die nationale Diftatur in Bayern errichten und sich im übrigen von dem„ bolfchemistisch verseuchten Norden" absperren. An diesen Plänen hatte die andere Partei, der es auf ein einheitlich reaktionäres Deutschland antam, naturgemäß fein Interesse. Im Gegenteil, fie mußte diese Pläne als störend empfinden. Deshalb ließ fie der Ausdruck aus der Verbrechersprache ist hier wohl berechtigt die Separatisten ,, hochgehen", nachdem sie ihnen scheinbar die Hand gereicht und sie nach Weise echter Provofateurspizel durch Zusage von hilfsbereiter Unterstützung in ihrem Treiben ermutigt und bis zur äußersten Kühnheit ge= bracht hatte. Tagung des Parteiausschusses. Am Mittwoch trat der Parteiausschuß zur Besprechung Auch die Beratungen über eine neue Stüßungsaktion der verschiedener Fragen in Berlin zusammen. Er beschloß auf Mart werden fortgesetzt. Die Forderungen der So- Freilich ,,, hochgegangen" find mur ein paar unbedeutende Borschlag des Parteivorstandes, den Parteitag nicht mehr zialdemokratie zur Hemmung des Marksturzes an die und heillos fompromittierte Figuranten dritter Ordnung. in diesem Jahre abzuhalten, sondern ihn auf Anfang nächsten Regierung haben ihren Eindruck nicht verfehlt. Schon hat sich Fuchs, Machhaus und der Rechtsrat Kühles waren durch ihre Jahres zu verschieben und als Auftakt für die im Juni das Kabinett veranlaßt gesehen, die Erhöhung eines Not intimen Beziehungen zu dem französischen Agenten Richert stattfindenden Reichstagswahlen gelten zu lassen. Bis zuschlages auf die Ausfuhrabgabe und eine Kürzung der und die direkte Annahme französischer Unterstügungsgelder dahin dürfte voraussichtlich auch die Programmtom Freilisten anzukündigen. Im wesentlichen handelt es sich bei heillos kompromittiert, mochten sie die Folgen ihrer unvormission ihre Arbeiten abgefchloffen haben, so daß sich der den übrigen Beratungen darum, ob und wie es möglich ist, fichtigkeit ausbaden! Deswegen find aber durchaus nicht alle, Parteitag dann mit den neuen Statuten und dem neuen eine Einschränkung des Devisenverkehrs vorzunehmen. Die die fich heute mit sittlicher Entrüstung von diesen entlarvten Programm der vereinigten Bartei befaffen fann. Außer der Neuauflage einer Dollaranleihe ist vorläufig nicht beab- Schurken abwenden, untadelige Ehrenmänner. O nein! Um Besprechung einiger organisatorischer Fragen beschäftigte sich fichtigt. Die speziellen Beratungen über diesen Bunft haben nur einen Zug zu nennen: die„ nationalen" Führer, die Fuchs, der Parteiausschuß am Nachmittag mit der politischen Lage. den Zwed, Bersäumtes nachzuholen. Bekanntlich verpflichteten Machhaus und Kühles nachher verrieten, haben sich nicht im Hermann Müller hielt das einleitende Referat zur Außen sich die Banten, von der Dollaranleihe 50 Millionen Gold- mindesten besonnen, das an sie weitergeleitete Franzosengeld und Innenpolitik. Der Parteiausschuß stellte sich ein mütig mart zu übernehmen, die jedoch bisher nur zu einem ganz für den Ausbau ihrer Berbände zu verwenden. Die fläg hinter die Dom Parteivorstand und der geringen Teil eingezahlt sind. Die Regierung, versucht deshalb liche Ausrede des Kapitänleutnants Rautter, daß man diese Reichstagsfrattion eingenommene Haltung jeßt, ben restlichen Betrag von 45 Millionen Goldmart fofort franzöfifchen Gelder als„ Beutegelder" betrachtet habe zu den schwebenden politischen Fragen. zu erhalten. Ausrede, die übrigens von der Deutschen Zeitung" nachdrüdlich gebilligt wird, zeigt nur, daß in jenen Kreisen, die so gern von deutscher Ehre und deutschem Heldengeist reden, auch für schmutzigste Geldtransaktionen das moralische Mäntelchen gefunden wird. Dringliche Beratungen. Der deutsche Botschafter in Rom ist vom Auswärtigen Amt beauftragt worden, anläßlich der Aetnatatastrophe der Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund hatte am italienischen Regierung das Beileid des Reichspräsidenten und der Mittwoch eine Besprechung mit der Regierung über die Ein- Reichsregierung sowie die warme Anteilnahme des deutschen Volkes führung der wertbeständigen Löhne. Am Freitag werden auszusprechen. fämtliche Spikenorganisationen der Gewerkschaften zusammen- Der Prozeß gegen Tillefsen und Genoffen wegen verfuchber Be treten, um den Verfuch zur Ausarbeitung eines einheitlichen freiung des Oberleutnants zur See Boldt und Dittmar aus dem Vorschlages zu machen. Der AfA- Bund hat bereits einen Leipziger Untersuchungsgefängnis ist endgültig auf den 10. Juli vor Borschlag unter Beteiligung von Sachverständigen fertig. Idem Leipziger Schöffengericht anberaumt worden. eine Doch diese Schmußerei mögen die nationalen Helden mit ihrem Gewissen ausmachen. Hier handelt es sich um die wichtigere Frage, wer hinter Fuchs und Machhaus gestanden hat und sich, ohne sich selbst so weit vorzuwagen, ihre Vermittlungsdienste an Richert gern hat gefallen lassen. Denn so verrückt waren auch die Fuchs, Machhaus und Kühles nicht, um auf ihre unbedeutenden Namen hin einen Butsch zu wagen. Sie fühlten sich der Unterstüßung maßgebender Kreise im Ernstfall sicher, fie rechneten mit aller Bestimmtheit auf Männer wie Boehner, Kahr und Epp. Warum? Wenn die Verhandlung auf diese Dinge fam, wurde sie zwar meist sorgfältig abgebremst, aber fie gab doch einige Fingerzeige. Der Oberamtmann Frid, der Leiter der politischen Abteilung in der Münchener Polizeidirektion, sagte an einem der letzten Berhandlungstage aus, daß Fuchs ihn am 26. Februar aufgesucht und mit verblüffender Offenheit" ihm seine Pläne bis ins tleinste Detail offenbart hätte. So sprach Fuchs von sofortigem Losschlagen, von der beabsichtigten Einfeßung eines Regentschaftsrats usw. usw. Und was tat der politische Leiter der Münchener Bolizei daraufhin? Ließ er den Mann, der fich selber eines hochverräterischen Vorhabens bezichtigte, auf der Stelle verhaften? Nichts davon! Herr Frid nahm diese Dinge zur Kenntnis, etwa wie man die Ankündigung eines Tanzvergnügens zur Kenntnis nimmt, und beschließt seine Beugenaussage mit dem harmlosen Saz: Seitdem habe ich Fuchs nicht mehr wiedergesehen." Prächtig für einen Leiter der politischen Bolizei! Dieses Eingeständnis ist werfvoll, weil es die Wurzeln Losschlagen nicht nur redete, fondern wie auch unter den Augen der Polizei und Behörden solche Mobilmachungen aufdeckt, aus denen die deutschen Reaktionäre, die noch heute und Konzentrationen ständig vor sich gingen. An diesen zu ihr ,, Gott erhalte uns Poincaré!" brüllen, ihre Kraft faugen. ständen hat der Prozeß nicht das Mindeste geändert. Die Es wäre noch wertvoller, wenn es den Beginn eines geisti= Kreise, die den Fuchs und Konsorten in den Arm fielen, taten gen Wandlungsprozesses in Frankreich dokumendies nicht, weil sie Gegner des Putsches überhaupt waren, tieren würde, der dahin führte, daß die französische Politik sondern nur, weil sie diesen, den separatistischen, jene Bahnen verließe, die nur zum gemeinsamen Ruin Putsch nicht wollten. Sie haben den kompromittierlichen, Deutschlands und Frankreichs und zu neuen Kriegsgefahren allzu offen von Frankreich finanzierten und begünstigten führen müssen. Butsch nur verhindert, um ihren eigenen Butsch zu fördern. Das muß unter allen Umständen im Auge behalten werden. Die der Republik von Bayern drohende Gefahr ist um nichts geringer geworden. Solange das Reich die Dinge in Bayern treiben läßt, wird sie auch nicht geringer werden. Wer aus dem Fuchs- Machhaus- Prozeß in erster Linie zu lernen hat, ist die Reichsregierung. Solange fie freilich paffiv bleibt, muß die Arbeiterschaft um so wachsamer sein. Der Fuchs Machhaus- Prozeß ist nicht nur eine moralische Lehre, die zeigt, welche Subjette in den nationalistischen Verschwörerfreifen gedeihen, welche Berkommenheit in dieser Atmosphäre von Geheimbündelei und Konspiration großgezogen wird. Der Brozeß ist weit mehr noch ein Warnungssignal, das allen Republikanern zuruft: Seid auf der Hut! * Kommunistische Spiegelfechterei. Die gestrige Sigung des Reichstages bot zum Schluß der Beratungen ein sehr betrübliches Bild. Bei der Beratung des Gefeßes zur Sicherung der Brotversorgung glaubten die Kommunisten ihre Liebe zur Einheitsfront durch unflätigste Angriffe auf die Sozialdemokratie beweisen zu müssen. Es handelt sich in erster Linie um die Aufbringung der Mittel für die fünftige Brotverbilligung für Bedürf tige. Ursprünglich hat die Regierung dafür die einmalige Erhöhung der Zwangsanleihe in einfacher Höhe vorgesehen. Aber das ist nur einer. Wie steht es mit der Behauptung Die Sozialdemokratie verlangte sofort Sicherheit das des Fuchs, daß der General v. Moehl, bis vor kurzem Leiter für, daß der Gesamtbetrag, der für die Verbilligungszwede der Münchener Reichswehr, in seine Pläne eingeweiht geerforderlich ist, durch die Zwangsanleihe aufgebracht wird. wesen sei und sie gebilligt habe? Wie mit der Berufung des In außerordentlich langwierigen Auseinandersetzungen mit Fuchs auf seine freundschaftlichen Beziehungen zu dem frühe München, 20. Juni.( Eig. Drahtb.) Der letzte und 14. Ber- den bürgerlichen Parteien, bei denen immer wieder Abstriche ren, sattsam befannten Münchener Polizeidirektor Boehner? Wie mit seiner Behauptung, daß der jetzige Leiter der handlungstag im Fuchsprozeß brachte noch die Berteidigungs. zu machen versucht worden waren, gelang es, sie im Prinzip Münchener Reichswehr, General v. Lossom, fich anfangs reben für die Angeklagten Munt, Berger und Guter- auch durchzusetzen. Dieses Gesetz ist somit zweifellos eine Ber ablehnend, später aber zustimmend verhalten habe? Darüber mann. Munt wird von seinem Rechtsanwalt als ein Mann von befferung gegenüber dem Regierungsvorschlage und eine hat der Prozeß feine Klärung gebracht. Muß noch daran durchaus nationaler Gesinnung geschildert, der nichts gewußt habe Sicherung des Reiches sowie der Bedürftigen. Trotzdem machen die Kommunisten der Sozialdemokratie erinnert werden, daß mancher von den Leuten, die jetzt ent- von den tatsächlichen Plänen des Fuchs und Machhaus und ihren rüftet von Fuchs und Machhaus abrüden, selber zu Zeiten ben franzöfifchen Beziehungen. Er fei lediglich als ein Opfer feiner wegen dieser Kompromisse heftige Vorwürfe. Aus diesem Gedanken einer bayerischen Abtrennung vom Reich mit oder Freundschaft mit Dr. Kühles zu bezeichnen. Die vom Staatsanwalt Grunde sah sich die Sozialdemokratie gezwungen, von der ohne Anlehnung an Frankreich propagiert hat, so ber Bor- beantragte Strafe fei als exorbitant und ungerecht zu bezeichnen. Tribüne des Reichstags herab durch Genossen Herz Mitfigende des Rationalen Ordnungsblods", Herr Dr. Tafel, Aus tatsächlichen und rechtlichen Gründen müsse er Freisprechung be- teilung darüber zu machen, daß der kommunistische Vertreter fo Herr Sanitätsrat Bittinger, der Nachfolger Escherichs antragen. Der Verteidiger Bergers gibt ein Bild der politischen bei den Ausschußverhandlungen den Vorschlag gemacht hatte, in der Führung der Einwohnerwehren, so der in Bayern Hochspannung im Januar und Februar, aus der heraus Benger be die Zwangsanleihe in vierfacher Höhe zu erheben, während mächtige Dr. Heim, den jezt freilich seine separatistischen urteilt werden müsse. Eine Putschabsicht hätte bei seinem Mandanten gleichzeitig die Sozialdemokratie die Erhebung des zehnfachen Gefinnungsgenoffen jüngeren Datums auf der Regensburger nicht bestanden. Der Berteidiger des Gutermann, der fatifam be. Betrages beantragt hatte. Genoffe Herz stellte ferner fest, daß fannte Justizrat Rohl, hält eine recht radikale politische Rede der fommunistische Abänderungsantrag, der dem Plenum Man jah ganz genau in diesem Prozeß, wie welt die unb wagt, den Separatisten und phantastischen Breußenfresser Dorlag, aufgebaut sei auf den sozialdemokratischen Antrag. deutschnationalistische Seite den Kampf gegen die Separatisten Dr. Kühles als einen durchaus vaterländisch gesinnten Mann zu be. Da dieser Gedanke aber in dem neuformulierten Antrag mitführen wollte. Die Männer, auf deren Hilfe man unweiger zeichnen Den vier Hauptzeugen wirft er vor, daß sie den obersten enthalten ist, war der Vorwurf des Kommunisten nach jeder lich angewiesen ist, um Bayern als Reaktionsherd zu fonjer- Offiziersgrundfa Treue gegen die Kameraden"( Machhaus, Berger Richtung hin unbegründet. vieren, mußten unter allen Umständen aus dem Spiele blei- und Gutermann waren befanntlich Offiziere) nicht gehalten hätten. ben. Nirgends aber trat dies deutlicher hervor als dann, wenn 2lls felbstverständlich beantragt auch er für seinen Mandanten Freiüber Fuchs die Spitze des bayerischen Separatismus in Er- fprechung. Damit war die Verhandlung geschlossen. Die llr. scheinung trat: der Kronprinz Rupprecht. Mag teilspertündung erfolgt am 9. Juli 9 Uhr vorm. dieser Wittelsbacher auch mit seinen an Bayern gefetteten dynastischen Hausintereffen der echtpreußischen Offiziersflique in München als arges Hindernis ihrer Pläne erscheinen er ist und bleibt Bertreter des monarchischen Gedankens, der auch im Separatismus nicht kompromittiert werden durfte. Donaubrücke abfehlen wollten! 1 Die Wurzeln des Militarismus. In der deutschen und französischen sozialistischen Presse Hier liegen die dunkelſten Puntte des Prozesses. Man erit fortgesetzt darauf hingewiesen worden, daß niemand in so fährt, daß Kronprinz Rupprecht das von Rechtsrat Kühles hohem Maße die nationalistisch- militaristischen Strömungen entworfene und von biefem vor seinem Selbstmord vernichtete in Deutschland gefördert hat, wie die reaktionäre Bolitit Expofe über den Butsch in Empfang genommen hat. Man Frankreichs. Diese Erkenntnis beginnt endlich auch in die erfährt, daß Fuchs von dem Herrn v. Cramer- Klett, dem Ab- bürgerlichen Kreise Frankreichs einzubringen. Im großjutanten des Kronprinzen, mehrere Millionen Marf erhalten bürgerlichen Journal des Débats" vom 13. Juni macht der hat. Man erfährt schließlich, daß Fuchs et 3ufammen Auslandsredakteur 2. Gauvain, einer ber ältesten und treffen zwischen dem französischen Agenten bekanntesten französischen Journalisten, folgendes Einge Richert und dem Kronprinzen Rupprecht hat ständnis: vermitteln wollen, daß der Kronprinz dann freilich im entScheldenden Moment sich zurüdzog und Richert durch Cramer Klett abfpelfen feß. Aber wie war ein solches Arrangement überhaupt möglich? Ms der Verteidiger des Fuchs damit droht, den Kronprinzen Rupprecht als Zeugen laden zu laffen, fällt der Borhang über diese Dinge. Aber wir haben boch genug gesehen. Nicht genug, um alles zu wissen, aber genug, um gewarnt zu sein. Wir haben gesehen, mit welcher Ingeniertheit man in der Gesamt heit der nationalistischen Kreise Münchens von Mobilmachung der Berbände, Ronzentration von Streitfräften, Terminen zum Schwedische Studien. daran erkennen, wie sie ihre Hunde erziehen. So zeigt auch das gestrige Verhalten der Kommunisten, daß sie aus Brinzip unwahr sind und daß sie nur die Absicht haben, die Sozialdemokratie in ihrem Kampfe um die Siche rung der Lebenshaltung der Arbeiterklasse zu hindern, weil es ihnen sonst an dem nötigen Agitationsmaterial fehlt. Erhöhung des Lohnabzuges. Auf Antrag der Sozialdemokratie wurde im Steuerausschuß des Reichstages gegen die Stimmen der bürgerlichen Ver treter mit Ausnahme eines Zentrumsvertreters folgende Erhöhung der Abzüge von der Lohnsteuer beschlossen: 6000 r. 1440 240 1. für den Steuerpflichtigen und für seine zu seiner Haushaltung zählende Ehefrau monatlich je. wöchentlich je täglich je 2. Fir jebes zur Haushaltung des Steuerpflichtigen zählende minderjährige Kind monatlich je. 8. für Berbeloften wöchentlich je täglich je • monatlich wöchentlich täglich. 40 000. 9.600 1600" 50 000 12 000 2000 Um Deutschlanb vor bem 6 partatismus zu retten umb feine Nachbarn vor der Ansteckung durch diese Geißel zu schützen, haben die Alliierten alle Elemente des deutschen Militarismus unterflüht, den sie doch zu zerstören geschworen hatten. Anstatt Kurt Eisner in Bayern zu unterstützen, haben sie die Monarchisten begünffigt, die davon fräumten, ein neues Deutschland unter der Das Berhalten der bürgerlichen Parteien im Steuerfrone der Wittelsbacher zu gründen. Die Bestrebungen der demo- ausschuß ist insofern charakteristisch, als sie zur gleichen Zeit, tratischen Massen haben fle entmutigt, dadurch, daß sie sich wo der Versuch gemacht wird, die Steuerlast der Besitzenden über fie luftig machten. Sie haben die Deutschen, die große Intelli- zu vermindern, die infolge der Geldentwertung unbedingt genz befaßen, guten Glaubens waren und die wirklich den Versailler notwendige Milderung für die Gehalts- und Lohnempfänger Bertrag durchführen wollten, hinmorden lassen...." ablehnen. Die Erhöhung der Abzüge tritt am 1. Juli in Kraft. Bon Saßnih nach Trelleborg sind nur vier Stunden. Aber ach! Meere verbinden, Baluten trennen. Ein Besuch in einer der vorerwähnten Anstalten, wo die pielen Handtücher sind, foftet allein fchon 20 Dere, gleich 6800 Mart nach dem legten mir bekannt geworbenen Wechselkurs. Wie heute Dollar und Krone stehen, weiß ich nicht. St. Aus der Geschichte der Aetna- Ausbrüche. Europas mächtigster und höchster Bultan ist zugleich auch unter Gotenburg, 19. Juni. Schon ta der Schule haben wir erfahren, daß die Bälter ber den feuerfpeienden Bergen unseres Erdteils der tätigste. Sein fittlichen Erneuerung durch den Krieg bedürfen, um nicht zu er Swillingsbruder, der Besuv, der sich bei seinen glüdlicherweise felteneren Eruptionen drohend und majestätisch genug ausnimmt und Schlaffen und zu entarten. Man fann sich danach leicht vorstellen, deffen schwere Ausbrüche nicht minder fatastrophal als die des Aetna zu welchem Grade der Verkommenheit die Schweden herabgefunken sind. Unfähig, die richtige Lehre anzunehmen, halten fie noch immer Bom deutschen Schulwesen in Rußland. Der 12. Kongreß der wirken, ist neben diesem doch nur ein Knirps; denn das Aetnamassiv an ber verkehrten Meinung fest, der tägliche fleißige Gebrauch von Rommumistischen Partei Rußlands bat türzlich in einer Resolution it reichlich dreißigmal fo groß wie das des Bultans von Neapel. ben neu aufkommenden großrussischen Chauvinismus verurteilt und Der Stromboli auf der gleichnamigen liparischen Insel ist noch Baffer und Seife set bekömmlicher als alle 30 Jahre ein Stahlbad. die Forderung aufgestellt, daß den nationalen Minder winziger, wenngleich er niemals auch nur für einen einzigen Tag zur Was dem deutschen Auge bei Besichtigung der schwedischen Land- heiten zur Entfaltung ihrer kulturellen Eigenart Ruhe tommt. Aber der Besuv war, wie man weiß, bis zum Jahre schaft zunächst auffällt, ist das gänzliche Abhandensein von Stachel mehr Gelegenheit gegeben werden solle. Nunmehr hat der 79 n. Chr. ein für erloschen geltender Bulkan, und erst der furchtbare Ausbruch, deffen Klassische Schilderung wir dem jüngsten Plinius braht. Es gibt, teils dieserhalb, teils außerdem, auch beine zer Rationalitätenrat beim„ Narfompros" angeordnet, daß die bestehenden verdanken, und dem die Städte Herculanum und Pompeji zum Opfer rissenen Hosen. Auf dem Lande tommen einem die Hunde freundlich deutschen Schulen auch wirklich als solche eingerichtet werden, fielen, zeigte den Römern, daß sie sich an den Abhängen eines wedelnd entgegen und wollen spielen. Man kann die Menschen mit deutscher Unterrichtssprache und mit besonderer Betonung der Bulkans ihre üppigen Landhäuser und Luftstätten gebaut hatten. deutschen Eigenart und Kultur. Außerdem sollen vom nächsten Schul- Doch die außerordentliche Fruchtbarkeit und die landschaftlichen Reize Schon in Berlin, auf dem Stettiner Bahnhof, fing es an. Ich jahr ab drei neu größere deutsche Boltsschulen in Mostau, Petersburg bes Besuvs sowohl wie bes einagebiets ließen bald nach jeder und Marrstadt ins Leben gerufen werden. Die Schüler werden auf wollte noch elligft mein Gepäck versichern laffen, als ich einen schwe Grund des neuen Schulgesetzes in verschiedene Kaffen eingeteilt: Ratastrophe alle Sorgen und Bedenken wieder zurücktreten, und so dischen Freund traf. Wo wollen Sie hin?" „ Mein Gepäd ver- Rinder von Angehörigen der Roden Armee und von Invaliden sind ist auch heute der weite Abhang des Aetnategels von mehr als fichern. Unnötig, in Schweden wird Ihnen nichts gestohlen schulgeldfrei, Kinder von Staatsbeamten zahlen entsprechend dem 400 000 Menschen dicht bewohnt. Allein aus hiftorischer Zeit kennt man rund 40 fatastro werden." Und wahrhaftig. In diesem Märchenland stellt man Monatsgehalt ihrer Eltern, zur dritten Klaffe gehören die Kinder nachts im Hotel noch die Schuhe vor die Tür, und in den Toiletten von Angehörigen der freien Wirtschaft, die das höchste Schulgeld ent phale Eruptionen, barunter 11 Ausbrüche aus der Zeit vor stehen Körbe mit frischen Handtüchern. Eigentlich muß man sich richten müffen. Ein Teil der Schulkosten soll auch bei den deutschen Chrifti Geburt, unter denen die von 477 und 121 nach den geschichtwundern, daß diese Leute Gäste aus füdlicheren Kulturländern ein- Schulen vom Staat getragen werden. Zur Ausbildung und Bervoll. lichen Ueberlieferungen am größten waren. Aus dem ersten nachladen, ohne zu fürchten, daß ihnen alles versaut und geflaut wird. Behörde im Juni und Juli b. 3. in Moskau, Petersburg und Saratow man darf annehmen, daß diese auch zu jener Zeit nicht gefehlt haben Pommnung der Lehrerschaft werden gemäß Beschluß der gleichen christlichen Jahrtausend fehlt es an zuverlässigen Aufzeichnungen, aber Unverständlich auch, warum sie es tun. Denn fie fagen niemals, Sommerkurse für deutsche Behrer veranstaltet, und zwar mit folgen- und daß nur der um die Mitte des ersten nachchriftlichen Jahrdaß fie eine großartige Nation fine. Gie nennen sich ein fleines den Arbeitsplänen: Uebersicht der Geschichte der deutschen Literatur taufends erfolgte Untergang der römischen Kultur die Ursache fft, Boll, das von den anderen außerordentlich viel gelernt hätte, be- und der deutschen Sprache, Naturfunde, Heimatfunde, Mathematit, menn wir aus jenen Zeitläuften von großen Aetnaausbrüchen nichts sonders auch von den Deutschen. Schließlich haben sie doch auch Bhyfit und Chemie, ferner deutsche Literaturfprache der Gegenwart wiffen. Einer der gewaltigsten Ausbrüche des Mittelalters war der vom 4. Februar 1169, mit dem ein furchtbares Erdbeben verbunden unter ihren noch nicht sechs Millionen Boltsgenossen ihre Erfinder, mit Uebungen. war. Es zerstörte fast ganz Sizilien und Calabrien; in Catania Gelehrten, Künstler und Dichter. Und die Gotenburger Ju- Ein Rosengarten im Gefängnis. An einer Stätte, an der man blieb fein Stein auf dem anderen und die Ratastrophe muß von der biläumsausstellung, zu der noch die Regierung Branting es am weigften vermuten möchte, nämlich in dem größten 3ucht gleichen Furchtbarkeit gewesen sein wie die, der am 23. Dezember die Einladungen bruden ließ, tann sich sehen lassen. Man ertennt aus der Vereinigten Staaten, dem Sing Sing 1908 Messina zum Opfer fiel. Die überlebenden Bürger von mit Erstaunen, wieviel großartige und schöne Dinge es gibt, die Gefängnis, wird jetzt ein wundervoller Rosengarten errichtet. Catania mußten sich mit Mühe einen Weg durch den Afchenregen nicht in Deutschland fabriziert werden, aber die Schweden können Der bis in alle Einzelheiten gehende Plan für diesen Garten wird und durch die glühenden Steine bahnen, die der Aetna auswarf. Damit nichts anfangen. Es fehlt der Berliner Kommerzienrat, der in der Gartenschönheit" mitgeteilt. Der Grundriß zeigt ein Rechted 3methundert Jahre später, 1329, wurde Catania von neuem verdie Dinge ins rechte Licht seht und dem Zuhörer zu verstehen gibt: von etwas mehr als 20 mal 50 Metern, in dessen Mitte eine Fontäne wüftet; bann vergingen aber zwei Jahrhunderte ohne jede größere steht, um die Kieswege herumführen. Die Rosen find an den Rän Ratastrophe, und an den Abhängen des Aetna entstanden die meisten Wie stehen wir da! dern in fleinen Rechtecken und an der einen Seite in einem Halb. Ortschaften und Siedlungen, die bis zum heutigen Tage blühen. Man trifft hier viele Beute, die eine ungewohnte, aber wohl- rund zusammengefaßt, während die große, rafenbedeckte Mittelfläche Reicher an furchtbaren Ausbrüchen als irgend ein anderes war das flingende deutsche Mundart sprechen. Später erfährt man, daß es einige besonders schöne Rofengruppen zeigt. Der Plan verdankt 17. Jahrhundert; von 1603 bis 1620 war der Berg fast in be Schweden sind. Ueber Berlin und München, Kiel und Freiburg fann feine Entstehung und Ausführung einigen Angestellten des Ge- ständiger Tätigteit, aber alle diefe Katastrophen bedeuteten nichts man mit ihnen reden, als ob fie Deutsche wären mit aller Inti- fängnisses, und die Pflanzung wird unter der Leitung eines befann gegen das Erdbeben und den Ausbruch von 1669. Am mität und Offenheit. Sie fennen unsere Fehler, aber auch unsere ten amerikanischen Rosenzüchters ausgeführt. Bei der Auswahl der 11. März dieses Jahres bildete sich oberhalb Nivolosi ein riesiger Spalt; Borzilge, und schäßen sie. Wie oft habe ich sie sagen gehört:„ Euren Rosen wurde man von dem Gedanken geleitet, eine möglichst üppige aus Schlade und Afche entstanden bamals die beiden Monti Rofft, Militarismus fonnten wir nicht leiden, aber wir lieben das deutsche Blüte während der ganzen Rosenzeit zu erreichen. Jeder, der auch und die Bavamaffen, 4300 meter breit, wälzten sich fübwärts gegen Bolt." Sie sagen das ohne Bhrase und Bose, mit schlichter Selbst nur einmal eine große Strafanstalt besucht hat," bemerkt dazu der Catania, brückten die Stadtmauern ein und flossen durch den Westen Volt." Sie sagen das ohne Phrase und Bose, mit schlichter Selbst- Herausgeber des amerikanischen Rosenjahrbuches, famm fich eine der Stadt ins Meer, wo sie einen Teil des Hafens ausfüllten und verständlichkeit. Ja, die Schweden find wunderbare Leute, und ihr Borstellung von dem wirklich ungeheuren Gegensatz machen, der die Rüfte weit vorschoben. 12 Städte und Dörfer waren ganz oder Band ist eine andere Welt, weit, weis draußen: im fernen More, zwischen der landläufigen Gefängnisftimmung und der frohen Bot teilweise, 6 andere durch die Erdbeben zerstört. Im 18. Jahrhundert annahbar euren Schritten.." schaft besteht, die biefer Rosenflor den Unglücklichen perflinden wird." gab es 3, im 19. Jahrhundert 15 Berberben bringende Ausbrüche. Hilfe für die Ausgewiesenen. Dreifache Erhöhung der Renten. Im Ausschuß für Sozialpolitik sowie im Hauptausschuß gelang es der Sozialdemokratischen Fraktion, die Säße der heute veröffent lichten Berordnung über die Erhöhung der Renten aus der Invaliden- und Angestelltenversicherung um das Drei fache zu erhöhen. 26 1. Juli erhöht sich bie monatliche Rente für Empfänger einer Invaliden- oder Altersrente von 120 000 auf 360 000 Mart, einer Witwen- oder Witwerrente von 108 000 auf 324 000 Mart, einer Waisenrente von 60 000 auf 180 000 m. Die Unfallrenten werden in ihrer jezigen Gestaltung um das Doppelte erhöht. Das Dortmunder Blutbad. am Mittwoch von den fünf Hochöfen der Phönigwerte! Bei dieser Gelegenheit sei mit aller Deutlichkeit gefagt, daß es drei stillgelegt worden, so daß nur noch zwei in Betrieb find.[ häufig den Eindruck macht, daß einige der bürgerlichen Boincaré hat sich am Dienstag im Senat entgegen der radikal. In Gelsenkirchen haben sich die Verhältnisse erneut Mitglieder des Ausschusses sich nicht als Wahrer des allgefozialistischen Oppofition für die Aufrechterhaltung der diplomatischen zugefpigt. Bekanntlich sollte hier in diesen Tagen die sogenannte meinen Interesses, die der Devisenspekulation entgegenzuwirken Beziehungen zum Vatikan eingefeht. Er begründete seinen Stand rotweiße Sicherheitswehr durch eine blaue Polizei lation, die gegen das deutsche Boll gerichtet ist, fühlen. Wenn haben, sondern als Verteidiger der Devisenfpetuhaben, fondern als Verteidiger der Devifenfpetu. puntt u. a. damit, daß der Bischof Raymond, der der Besatzungs- ersetzt werden. Die Sicherheitswehr, die sich zum größten Teil die Herren an dieser Methode festhalten, so dürfte die Notwendigkeit armee am Rhein beigeordnet war, dem Abgesandten des Papstes, aus Kommunisten und Unionisten zusammensetzt, weigert sich jedoch, vorliegen, ein solches Verhalten an Hand aller bisher vorliegenden Tefta, die Ungeheuerlichkeit der deutschen Lügen" bewiesen hat. ihren Dienst zu quittieren, so daß die Stadtverwaltung fich ge Unterlagen mit aller Entschiedenheit zu kritisieren. Wir sind weit davon entfernt, alles, was über Gewalt und zwungen fehen wird, die Entlohnung der Wehrmitglieder einzustellen. Schandtaten der Franzosen im Ruhrrevier aus nicht immer einwandfreien Quellen der deutschen Presse berichtet wurde, für bare Münze zu nehmen. Aber selbst wenn nur die Hälfte dieser Be hauptungen auf voller Wahrheit beruhte, so wäre das schlimm Eine Verordnung des Reichspräsidenten. genug für den Ruf der französischen Armee, und Herr Poincaré hätte jedenfalls fein Recht, von den ungeheuerlichen deutschen Berordnung des Reichspräsidenten über die vorläufige Lügen" zu reden. Die Vorfälle in Recklinghausen, Banne und der unterbringung Ausgewiesener. Die Franzosen und gleichen waren feine Lügen, sondern sie sind vielmehr durch ein- Belgier fahren täglich fort, aufrechte deutsche Männer mit ihren wandfreie Zeugen beobachtet und bestätigt worden, und die Kar Frauen und Kindern uas dem befehten Gebiet zu vertreiben, weil sie samstags- Tragödie in Essen läßt sich nicht aus der Welt sich weigern, die vertragswidrige Ausbeutung des Rheinlandes und schaffen, am allerwenigften durch das Werdener Kriegsgerichtsurteil. Des Ruhrgebietes durch die französisch- belgischen Organe zu unterPoincaré wird sicherlich auch behaupten wollen, die deutschen ftüßen. Die Zahl der seit dem Ruhreinbruch aus dem besetzten Gebiet Berichte über die Niedermezelung friedlicher Passanten in Dort- ausgewiesenen Personen beläuft sich schon jetzt auf mehr als 50 000 mund als Repressalie für die Erschießung zweier französischer Feld- Köpfe. Täglich kommen Hunderte hinzu. Es ist eine Ehrenpflicht des webel feien ungeheuerliche deutsche Lügen". gesamten deutschen Bolles, für eine angemessene Unterkunft dieser Bertriebenen zu sorgen. Schon bisher haben sich in allen Teilen Deutschlands Behörden, Vereine und Private in anerkennenswerter Hilfsbereitschaft mit Erfolg um die Unterbringung bemüht. Der Reichspräsident hat nummehr eine auf Artitel 48 der Reichsverfassung geftüßte Berordnung vom 14. Juni 1923 e faffen, durch welche die vorläufige Unterbringung Aus Es wurden Batrouillen bamit beauftragt, die Bergewiefener auf eine gesegliche Grundlage gestellt fehrssperre durchzuführen. Unsere Patrouille hat vierzig Bassanten wird. In dieser Berordnung wird die Pflicht zur Unterbringung der verhaftet( nur die männlichen) und es ging dies ohne Bruta. Berdrängten den Gemeinden auferlegt. Diese haben alle Borfehrum Ittäten vor sich. Wir zerstreuten die Ansammlungen, indem gen für die Unterbringung zu treffen. Sie fönnn ihrerseits für wir in die Luft schossen. Aber das gleiche geschah nicht bei den Zwede der Unterbringung Räume jeder Art in Anspruch nehmen. anderen Patrouillen. Jene, die mindestens aus 40 Mann be- Ausgewiesene mit Familie sollen womöglich in Kur- und Badeorten standen, verhafteten alle Paffanten ohne Unterschied, schossen in oder auf dem Lande untergebracht werden. die Menge hinein, um die Leute zu zerstreuen, und haben sich wie die Wilden befragen. Indessen veröffentlicht die Humanité" vom 17. Juni einen Brief franzöfifcher Soldaten aus Dortmund, aus dem hervorgeht, daß die Berichte der deutschen Bresse über die Schreckensnacht in Dortmund, die auch zum Gegenstand einer deut schen Protestnote gemacht wurden, alles andere als über. trieben waren. Darin heißt es: Die Leute, die gefangengenommen waren, wurden bei ihrer Ankunft mit Schlägen trattiert. Wir haben einen armen Teufel gesehen, der von zwei Soldaten festgehalten wurde und von einem Sergeanten mit Fußtritten und Kolben schlägen traftiert wurde. Die Berteilung der Ausgewiesenen auf die einzelnen Gemeinden erfolgt auf Antrag der Fürsorgeorgane durch die ordentlichen Verwaltungsbehörden. Die Wünsche der Ausgewiesenen werden hierbei nach Möglichkeit berücksichtigt. In Orten, wo Berpflegung zu an gemessenen Preisen nicht zu erhalten ist, fönnen die Berwaltungsbehörden den Gemeinden auch die Verpflichtung auferlegen, die Verpflegung der Ausgewiesenen sicher zu stellen. Die Gemeinden fönnen nötigenfalls von Dritten entsprechende Leistungen anfordern. Die Verordnung regelt bann noch die Frage der Bergütung für die gewährten Leistungen und sonstige Einzelheiten, Gie hebt ferner nachdrücklich hervor, daß die Bestimmung des Artikels 5 des Not gefehes vom 24. Februar 1923, wonach die Ausgewiesenen auf Wohnungszuteilung vor allen übrigen Personen Anspruch haben, Kurz und gut, man zählte heute morgen fieben Tote, aufrecht erhalten wird. Die Verordnung tritt fofort in Kraft. und die Bevölkerung befindet sich in großer Erregung. tönnten sich die schlimmsten Dinge entwideln. Wir wollen, daß diese barbarischen Methoden, die wir verurteilen und die uns entehren, in Frankreich bekannt werden." Es gibt aber auch Schlimmeres: der Ceutnant E.( beffen Namen die Redaktion der Humanité" dem Kriegsminister zur Berfügung stellt. Red. d. B.") hat einen Zivilisten, der zu fliehen versuchte, mit einem Revolverfchuß niedergeknallt. Zwei Ziviliffen, die ruhig ihres Weges gingen, wurden erschossen. Es wird be hauptet, daß der Feldwebel B... einen Gefangenen aus einer Gruppe herausgegriffen und ihn mit einem Revolverschuß niebergemacht hat. Us Bekanntlich war übrigens nach deutscher Darstellung den meisten Dortmunder Opfern die plößlich verfügte Bertehrssperre gar nicht bekannt. Die Verhaftung Hauensteins. Der Amtliche Preußische Pressedienst schreibt: Kleine Vorlagen im Staatsrat. Der Preußische Staatsrat erledigte in feiner Sigung am Mitt woch eine große Zahl tieinerer Vorlagen. U. a. wurde einem Ge sebentwurf zugestimmt, der den weiteren Ausbau der Waffer träfte im Main zur Gewinnung elektrischen Stroms bezweckt. Weiter wurde einem Gefeßentwurf über die endgültige Abgren 3ung der Provinzen Ober- und Niederschlesien zugestimmt. Angenommen wurde ferner eine Vorlage betreffend die eine Aktiengesellschaft. Für die Stromversorgung im Uebertragung der staatlichen Elettrizitätsanlagen an Beferquell und Maingebiet foll in Staffel eine Aktiengesellschaft gegründet werden, an der sich der Staat mit einem Betrage von 300 Millionen Mart beteiligt. Die staatliche Anlage in Dörverden soll der Aktiengesellschaft Großfraftwerd Hannover. übereignet werden. Schließlich wurde auch ein Gefeßentwurf über die Unterhaltung und Erweiterung des Stettiner Hafens angenommen. Eine Anzahl Wünsche bezüglich Mietpreisberechnung und bergleichen wurden in Anträgen niedergelegt und angenommen. Wirtschaft Großorganisation der Elektrizitätswirtschaft. die Mitteldeutsche Elektrizitätswirtschaft recht interessante Ent. Auf dem Mitteldeutschen Wirtschaftstag in Dessau wurden über widlungsdaten gegeben. Aus den vielen Einzelunternehmungen im mitteldeutschen Wirtschaftsbezirt, wie sie die primitive Art und die bescheidenen Mittel der ersten elektrischen Bersorgungstechnik ent. stehen ließen und deren Zahl sich auf 140 belief, sind mit dem Fort schritt der Technit eine Reihe von größeren Gebilden entstanden, um die fich allmählich eine weitere Gruppierung herausbildete. So sind beispielsweise die elektrischen Unternehmungen der Deutschen Continental Gasgesellschaft in Dessau, die Landes. elektrizität in Halle, die Ueberlandzentrale Südharz in Bleicherode Der Minister des Innern, Severing, hat burch preßgefeß und die Landkraftwerte Ruffwig in Leipzig gewissermaßen zu einer fiche Berichtigungen vor einigen Tagen in einigen rechtsgerichteten höheren technisch- wirtschaftlichen Entwicklungsstufe geworden. Aus Zeitungen festgestellt, daß er nicht, wie dort behauptet worden war, diesen heraus hat sich dann der Gedante der Elettrogroßwirtschaft Anweisung zur Wiederverhaftung Hauensteins für den Fall gegeben Bahn gebrochen, der in der Elektrizitätswert Sachsen. habe, daß er von der Elberfelder Polizei freigelassen würde. Der Anhalt 2.-G. in Halle, dem Unternehmen, in dem sich die Proving, Abgeordnete Schlange- Schöningen hat unter Berufung auf der Anhaltische Staat und die Reichsinteressen zusammen mit der eine Notiz des Borwärts" vom 20. d. M. diese Feststellung des größten Privatinteressentin an der Elettrizitätsversorgung MittelMinisters als unwahr bezeichnen zu können geglaubt. In der be- deutschlands vereinigten, verwirklicht ist. Gespannte Lage. treffenden Borwärts"-Rotiz wurde ein Erfuchen des Bolizei. Bu gleicher Beit hat aber auch der BraunkohlenbergElberfeld, 20. Junt.( Gig Drahtb.) Die Lage im Ruhrgebiet Präsidiums Berlin wiebergegeben, Hauenstein für den Fall der bau in Erkenntnis der industriellen Möglichkeit feinerseits das Bro läßt viel zu wünschen übrig. Nach wie vor legt der Berkehr richterlichen Freilaffung für die Abteilung la des Polizeipräsidiums blem der Elektrizitätsversorgung in Angriff genommen. Frühzeitig auf den Hauptstreden brad, so daß die Beförderung ber Berlin in Haft zu behalten. Der Abgeordnete Schlange irrt jedoch, ist eine Reihe selbständiger Kraftwerke, die Vorläufer der heutigen Lebensmittel durch Autokolonnen und Fuhrwerte erfolgen wenn er annimmt, daß dieses Ersuchen in Zusammenhang stehe mit Großtraftwerke, an den Gewinnungsstätten der Rohle entstanden, muß. Vereinzelt haben die Franzofen die Bahnhöfe wieder freigegeben, aber fie in einem solchen Zustande hinterlassen, der eine Benutzung ausschließt. Im übrigen sind die Eisenbahnschienen auf gerissen, so daß ein Verkehr nicht möglich ist. In hörde find Diefer Soldatenbrief beweist übrigens, wie verkehrt es ist, alle Angehörige der Befagungsarmee in einen Topf zu werfen. Er zeigt aber auch andererseits, wo bie ungeheuerlichen Lügner, von denen Boincaré am Dienstag im Senat fprach, zu suchen sind. die den wirtschaftlichen Gedanken zur Geltung brachten, daß es zweckmäßiger sein muß, ft att koble Elektrizität zu transportieren. Bon führenden Wirtschaftlern und Verwaltungsbeamten ist dann die Verbindung zwischen den im Gebiet vorhan denen Großerzeugungsstätten und den hierzu erforderlichen wirt. fchaftlichen Gebilden neue Form und Gestalt gegeben. Durch neue verbrauchern öffentlicher, privater und industrieller Art einerseits Formung und Umgestaltung der Beziehungen zwischen den Großund den Großwerfen andererseits ist in der„ Efag"( Elektrizitätsmert Sachsen- Anhalt A.-B.) eine neue Organisation geschaffen worden. Nunmehr ist die Möglichkeit vorhanden, nach großen Gefichts. puntten aus den Kraftwerken Mitteldeutschlands Energiewirtschaft zu treiben, wobei die großen Braunkohlenzentralen der Elektrowerke in Bichornewiß, der Grube Leopold bei Bitterfeld, der Gewerkschaft ben Sabotageaften, die zur Verhaftung Hauensteins in Elberfeld geführt haben. Denselben Irrtum begeht auch die„ Deutsche Lages zeitung", die sich seine Behauptungen abermals zu eigen macht. Es handelte sich vielmehr um eine ganz andere Angelegenheit, die mit der oben erwähnten nichts zu tun hatte und über die auch der Minister des Innern und seine Behörde nicht unterrichtet waren. Was die Geldabnübung foftet. Unser Gelb ist Jo minderwertig Das Polizeipräsidium Berlim geworden, daß man sich die Frage vorlegen muß, ob nicht viele der bereits seit dem Februar 1923 Hauensteins ha ba fuchte nämlich fleineren Scheine, mit denen wir heute zahlen, mehr Geld foften, als haft zu werben, weil gegen ihn ein polizei sie wert sind. Da das Papiergeld dem Bahn der Zeit" besonders liches Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes start unterworfen ist, so müssen sich bei uns gewaltige Mengen von Papiergelb abnüßen, die sicher einen riesigen Betrag in Bapiermart gegen die Berordnung vom 24. al 1921( Auf. darstellen. In anderen Ländern, die sich auch noch im glücklichen stellung verbotener militärischer militärischer Berbände) Besitz von Hartgeld befinden, verschlingt die Gelbabnüßung noch ich webte. größere Berbe. Genaue Ziffern gibt darüber für England R. G. Martin in einem Londoner Blatt. Die Banknoten, die in Die Untersuchung über die Markstüßung. Concordia bei Nachterstedt, der Braunschweigischen Kohlenwerfe bei England, weil fie schmutzig geworden sind, aus dem Berkehr gezogen werden, belaufen fich wöchentlich auf etwa 5 Millionen Pfund Das Rundschreiben des Zentralverbandes der Banken. Harbte, des mit dem Michelkonzern in Berbindung stehenden KraftSterling. Dabei ist allerdings zu bemerken, daß der Engländer fehr Die Sigung des Untersuchungsausschusses über die wertes Groß- Stanna, der Sentrale der Leipziger Landfraftwerke bei Die Sigung des Untersuchungsausschusses über die hohe Anforderungen an die Reinlichkeit des Papiergelbes stellt und war tftüßung begann am Mittwoch mit einer Geschäftsordnungs- Rullwitz, des Kraftwerkes der Chemischen Fabrik Budau bei Gröbers daß schon Scheine aus dem Berfehr verfchwinden, die bei uns noch debatte. Die Abgeordneten Dauch( D. Bp.) und Hellferich durch ein leistungsfähiges Sohooftnet mit modernen Umlange umlaufen würden. Beim Hartgeld treten durch die Abnüßung( Qnatt.) beschwerten sich über mangelnde Objektivität bei der Beipannwerten in Berbindung zu tommen. Berlufte an Metall ein, bie, wenn es sich um Gold und Silber han richterstattung der bürgerlichen Presse. Abg. Lange- Heger. Bedauerlich ist nur, daß Bater Staat, der an der Elektrizitätsdelt, sehr beträchtlich sind. Im Jahre 1919 wurden englische Silber. m ann( 3tr.) ersuchte die Mitglieder des Ausschusses, wegen der erzeugung und am Berbrauch start intereffiert ist, wenn er eine münzen im Werte von 142 279 Pfund Sterling eingezogen; der Ber Berichterstattung der Breffe nicht nervös zu werden. Genoffe Blühlampe, einen Schalter, Maschinen oder elektrische Lokomotiven lust an Metall, den sie erlitten hatten, betrug mehr als 12 680 Pfund Schmidt fügte hinzu, daß die Presse das Recht habe, zu den Dar braucht, immer wieder zur AEG, oder zu S u. H., Sch. gehen muß. Sterling. Gilbermünzen verlieren während ihrer Bebenszeit etwa legungen im Ausschuß fritisch Stellung zu nehmen. Das fet auch Er befigt weber eigene Produktionsstätten dieser Art noch ist er an 8 Broz. von ihrem Gewicht. Ein Gelehrter hat ausgerechnet, daß das gute Recht der sozialdemokratischen Zeitungen. eine Münze, die dauernd im Verkehr gelassen würde, erst nach Die beiden Beugen Dr. Bernstein( oom Zentralverband der jenen Privatunternehmen beteiligt. Dabei hat er, wenn er will, 8000 Jahren vollständig abgenutzt wäre. Bei Gold sind die Verluste, Banten) und Direktor Gleimius( von der Devisenprüfungsstelle) die Möglichkeit, beides zu erreichen. ble durch Abnügung entstehen, natürlich am bedeutendsten. Bon wurden vereidigt. Direktor Gleimius erflärte, das Rund1892 bis 1917 wurden englische Goldmünzen im Werte von 76 775 000 fchreiben des Zentralverbandes der Banten habe zweifellos zu Pfund Sterling wegen Abnüßung aus dem Berkehr genommen. Der einer Berzögerung der Beantwortung der Anfrage Eiferne Berichtigungen. Der Sozialdemokratische Barla Gewichtsverluft belief fich auf einen Wert von 982 929 Pfund Ster- Difenprüfungsstelle durch die Banken geführt, Der Zentralverbandmentsdienst schreibt: Otto Wolff, der größte Konkurrent Stinnes', ling. Dabei hatte aber jede einzeine Münze nicht viel mehr an hätte die Verpflichtung gehabt, die Devisenprüfungsstelle von seinem beter von Stimmes zu entwickeln. Wie die Firma Stinnes entgegen der Abgabe von Scheindementis sich zum Nach Gewicht verloren, als der Wert von 2 Pence beträgt. Schritte zu unterrichten. Dr. Bernstein erklärte, die Absicht der Ver: ber Wahrheit im April beftritt, daß fie außerhalb ber Börje 100 000 Erhöhte Bühgefahr in Deutschland. Eine Statistit hat ermittelt, Bögerung habe dem Zentralverband ferngelegen. bag in 43 Jahren in Preußen 6521 Berfonen vom Bli Barlamentsdienst" und Vorwäris" fest, daß diefer lediglich berichtet trieben habe. Sie stellt fest, daß weber sie noch ihre Teilhaber aus Genoffe her stellte an Hanb der Aeußerungen des Sos. Dito Wolffs', baß fie Mißbrauch mit einem Kredit des Reiches ge Pfund Sterling zu faufen versucht hat, so bestreitet jest bie Firma getötet wurden. Dies entspricht einem Jahresdurchschnitt von habe, daß der Zentralverband ein Rundschreiben versandt habe mit 150 Bligopfern. In Bändern, die näher zum Meer liegen, wie der Aufforderung, mit der Beantwertung der Anfrage der Des der Ruhrhilfe noch irgendeiner ähnlichen Organisation irgendwelche Frankreich, Belgien, Holland, treten Gemitter feltener auf und die Difenprüfungsstelle zurückhaltend zu sein. Das sei eine Tatsachen Kredite beantragt noch erhalten heben". Sahl der Bligopfer ist viel fleiner. In Deutschland sind am meisten meldung, die durch den Wortlaut des Rundschreibens des Ben 3m Untersuchungsausschuß des Reichstages hat der Bertreter ber die norddeutschen Provinzen von der Bliggefahr bedroht, weniger bie tralverbandes voll bestätigt fei. Die Absicht der Berzögerung durch Reichsregierung mitgeteilt, daß brei Firmen, die dem Konzern Otto Dieses Dementi widerspricht in jeder Beziehung der Wahrheit. mitteldeutschen und am wenigften die füddeutschen. Im allgemeinen bas Rundschreiben läßt sich felbstverständlich niemals nachweifen. Bolff angehören, aus der Gewerblichen Hilfstaffe Kredite hat man für Deutschland eine Zunahme der Blizgefahr in Daß das Rundschreiben eine Erich werung der Nachprüfung der im Betrage von vier Milliarden Mart zur Lohnzahlung empfangen ben legten Jahren festgestellt. Die Ursachen dieser Erscheinung find Devisengeschäfte der Banken zur Folge gehabt habe, bestätigt auf Be- haben, die zum Teil für andere Zwede Verwendung fanden. Unnicht ganz geflärt. Ein Teil der Forscher nimmt die fortschreitende fragung von Gen. Herz Direftor Gleimius ausdrücklich. Efeftrisierung unseres Verkehrs- und Betriebswesens als Ursache an, während ein anderer Teil die starte Rauchenthior ergab nichts Neues zu den konkreten Borgängen am und vor fich zu einer Auskunft bereit erflärt, falls sie nicht den Vorwurf auf Auch die Bernehmung des Hamburger Großbantiers Dr. Melgesichts dieses wahrheitswidrigen Dementis der Firma Otto Wolff widlung der Industrieanlagen als Förderer der Bliggefahr dem 18. April, da der Zeuge zu dieser Zeit verreift war. Seine allge sich laden will, daß sie mitschuldig ist an der von den brei Firmen aber erscheint es uns notwendig, daß die Regierung fich nun öffent ansieht. meinen Darstellungen bestätigten, daß für die schnellen Kursstürze am 18. April und in den letzten Tagen wirtschaftliche Notes Wolff- Konzerns verübten Schädigung von Krebitinftitutionen Das Erelutivlomitee ber des Reiches. autonomen Republik Abgiften bereitet auf Staatskosten eine Gesamtausgabe en digteiten nicht porlagen. Am Schluß der Ver. der Werte von Karl Marg in firgifischer Sprache vor, die im Laufe eines nehmung dieses Zeugen wurde vom Abg. Da uch( D. Vp.) die Frage Devisenturfe. Unserer geftrigen Rurstafel find noch folgende Jahres vollständig vorliegen soll. aufgeworfen, ob es ungewöhnlich sei, daß Devisen außerhalb der Notierungen nachzutragen: 1 finnische Mart 3411, Gefd, 3429, Die erste Leipziger Brivatbosentin. An der Universität Leipzig Börje gekauft werden. Melchior verneinte das. Als darauf Dauch Brief; 1 spanische Befeta 18 603- Gelb, 18 897,50 Brief; 100 österr. bat sich Fräulein Charlotte Kraufe für indische Philologie und ver Feststellungen machen wollte, daß der Handelsredakteur Defer von Kronen 176,55 Gelb, 177,45 Brief; 1 tschechische Strone 3720,50 Geld, gleichende Sprachwissenschaft habilitiert. der Frankfurter Beitung" mit seinen Behauptungen gegen Ginnes 8739,50 Brief; 1 ungarische Krone 13,96 Gelb, 14,04 Brief; 1 bul. Einen Sans- Paasche Abend veranstaltet Ernst Friedrich heute sich im Unrecht befände, erhoben die sozialdemokratischen Mitglieder garische Lema 1596,- Geld, 1604,- Brief; 1 jugoslawischer Dinar Abend 7 1, Uhr im neuen Heim der Arbeiter Kunstausstellung gegen diefe tendenziöse und mit den Tatsachen in Widerspruch 1421, Gelb, 1429, Brief. Bolennoten wurden zwischen 106 und Barochialir. 29. Lstehende Feststellung Einspruch. 112 gehandelt Karl Marx in ftraififcher Sprache. Gewerkschaftsbewegung Konfusion. flehen in einem Erziehungsverhältnis und nicht in einem Arbeitsnerhältnis," jagten die Unternehmer, und haben daher in einem Tarifvertrag nichts zu suchen." Es war ihnen nur unbequem, daß der Af Bund bezüglich der Bezahlung, Arbeitszeit und des Urlaubs der Lehrlinge ein Wörtchen mitzureden hatte. Die Rote Fahne", die die Einheitsfront dadurch herstellt, baß Herr Paeth, der Vorsitzende der Vereinigten Verbände der sie den Gewerkschaften täglich Verrat, Volksbetrug und ähnliche Berliner Holzindustrie, ließ tein Mittel unversucht, um zu seinem Liebenswürdigkeiten an den Kopf wirft, vergist natürlich auch den Biele zu gelangen. War es ihm geglüdt, die Lehrlinge aus dem Borwärts" nicht. Zunächst sprach sie vom Schwindel" der wert mit dem Deutschen Holzarbeiterverbande abgeschlossenen Tarifvertrag beständigen Löhne. Nun hat sie unsere Ronfufion" entdeckt. Reden auszuschalten, so glaubte er, mit den Angestelltenorganisationen ein noch leichteres Spiel zu haben. Das war ein Irrtum. wir also einmal über Konfusion. Was fordert die ,, Rote Fahne" in der Lohnfrage? Am 7. Junt Schlichtungsausschuß Groß- Berlin fällte nach langen Berschrieb sie, daß die Kommunisten den Gewerkschaften gewiß feine Schwierigkeiten machen würden, wenn diese die Klaufel der gleitenden Lohnskala mit den Unternehmern vereinbaren. Das nächste Ziel müsse aber das Existenzminimum sein. Der Arbeiter müsse sich für seinen Lohn ebensoviel wie vor dem Kriege faufen fönnen. " Das war zwar reichlich unflar, zumal niemand die gleitende Lohnstala verlangt hat, die etwas anderes ist als wertbeständige Löhne, aber wir haben gelernt, gegenüber der„ Roten Fahne" in puncto Klarheit nicht sehr anspruchsvoll zu sein. Seitdem hat sich der Standpunkt der„ Roten Fahne" geändert. Die wertbeständigen Löhne wurden eine Art Riefenbetrug, ein, freches Täuschungsmanöver zur vorläufigen Rettung der Cuno- Regierung und zur Vorbereitung der großen Koalition". Das ist zwar etwas viel auf einmal, es stand aber noch mehr dort. Arbeitgeber 5500 M. und für die Boche vom 24. bis 30. Juni 6500 M. zahlen. Die Frauen- und Kinderzulage follte um 100 Broz. erhöht werden. Im weiteren Verlaufe der Verhandlungen konnte noch eine andere Verständigung erzielt werden. Die Arbeitgeber erflärten sich nämlich damit einverstanden, nur noch wöchentliche Lohnregelungen vorzunehmen. Die Funktionäre haben jezt zu entscheiden, ob sie das Lohnabfommen für die Zeit vom 18. bis 24. Juni annehmen oder ablehnen wollen. Nach einer regen Aussprache und nach einem Schlußwort Urichs Eine starte nahmen darauf die Funktionäre das Abkommen an. Der Minorität stimmte dagegen. Folgende Lohnsäge gelten vom 18. bis 24. Juni: männliche Arbeiter über 21 Jahre: Klasse I 5500 M., Klasse II 5340 Mt., Klaffe III 5200 m., Klaffe IV 5020 m., Klaffe V 4850 M. Stundenlohn; männliche Arbeiter von 18 bis 21 Jahren: Klasse I 4680 M., Klasse II 4540 M., Klasse III 4400 M., Klasse IV 4260 M., Klasse V 4130 m. Der feste Stundenzuschlag beträgt: Klajje I 2400 M., Klasse II 2330 M., Klaffe III 2270 m., Klaffe IV 2195 M., Klasse V 2115 m. Jugendliche Arbeiter von 14 bis 15 Jahren 980 m., 15 bis 16 Jahren 1380 m., 16 bis 17 Jahren 1770 m., 17 bis 18 Jahren 2130 M. Stundenlohn. Jugendliche Arbeiterinnen von 14 bis 15 Jahren 950 m., 15 bis 16 Jahren 1240 M., 16 bis 17 Jahren 1600 M., 17 bis 18 Jahren 1970. Stundenlohn. Arbeiterinnen von 18 bis 21 Jahren 3160 m. Stundenlohn, über 21 Jahre 3710 M. Stundenlohn. Der feste Stundenzuschlag beträgt 1615 m. Löhne der Hausangestellten. Am Montag hat der Schlichtungsausschuß Groß- Berlin die Löhne der Hausangestellten in Geschäfts- und Industriehäusern wie folgt geregelt: handlungen einen Schiedsspruch zugunsten der Angestellten, und der Demobilmachungskommissar erklärte ihn für verbindlich. In den Gründen für die Verbindlichkeitserklärung heißt es u. a.: „ Der Standpunkt des Arbeitgeberverbandes, daß der besondere Charakter des Lehrvertrages eine tarifliche Regelung der Lehrlingsgehälter ausschließe, tann als berechtigt nicht anerkannt werden. Auch der Lehrling leistet im Betriebe taufmännische Arbeiten für die im allgemeinen ein Entgelt zugebilligt wird. Bei der Festlegung der Höhe dieses Entgeltes wird zwar zu berücksichtigen fein, daß ein Lehrling erst in der Ausbildung begriffen ist, und daß auch dem Arbeitgeber durch diese Ausbildung Lasten und Verpflichtungen auferlegt werden. Für die Frage der Festsetzung des Entgeltes werden andererseits aber auch die Arbeitsbedingungen, unter denen der Lehrling tätig ist, nicht ohne entscheidenden Einfluß sein. Die Gehaltsfrage der Lehrlinge ist daher auch eine Frage des Arbeitsverhältnisses. Bei der Regelung des Arbeitsverhältnisses in Streitfällen durch Schiedsspruch mitzuwirken, ist Aufgabe des Schlichfungsausschusses. Die Möglichkeit einer Verbindlichkeitserklärung eines zur Schlich= Mit Wirkung vom 16. Juni werden folgende Wochenlöhne tung derartiger Streitfälle ergangenen Schiedsspruches ergibt fich festgesetzt: Hausmeister 245 000 M., Bächter, Fahrstuhlführer, Gegenwärtig wird aber in Deutschland nicht einmal fo aus§ 28 der Verordnung vom 12. Februar 1920, der im§ 1 Abs. 2 Hauswarte und Fabritpförtner 225 000 M., Hausauffeber 210 000 m., viel produziert, als der Friedensbedarf der Be- die Lehrlinge ausdrüdlich als Arbeitnehmer im Sofreiniger, Hilisarbeiter und Fahrstuhlführerinnen 200 000 m., polferung ausmacht, geschweige denn, daß lleberproduktion Sinne der Verordnung bezeichnet. hergestellt wird, das zur Zahlung ber Reparationen Die Verbindlichkeitserklärung des Schiedsspruches vom 13. Fe- Niederdruckheizer 245 000 M., Hochdruckheizer, Maschinisten, Schloffer notwendig ist. Will unter solchen Umständen der Kapitalis: bruar, soweit er die Berlängerung des alten Manteltarifvertrages und Heizungsmonteure 270 000 M., Reinemachefrauen pro Stunde mus bestehen und Gewinne machen, dann muß er den Lohn der bis zum 31. Dezember 1923 vorsieht, auszusprechen, erscheint im Die neuen Lohnregelungen find ab Freitag im Bureau des Arbeiter ständig nach unten brüden. Der deutsche Arbeiter wird vorliegenden Falle geboten." also gezwungen, zu arbeiten erst für die Kriegsrepara In der tariflofen Zeit versuchte der Arbeitgeberverband, die Deutschen Portierverbandes( Sektion VII des Deutichen Verkehrser tionen, dann für die Ernährung einer breiten Barasitenschicht Gehaltsfrage für die Angestellten in der Weise zu regeln, daß er bundes). Berlin W 62, Bayreuther Str. 81, gegen Borzeigung des und für einen hohen Unternehmergewinn, was übrig bleibt, ist für feinen Mitgliedern durch Rundschreiben empfahl, einseitig von ihm Mitgliedsbuches zu haben. Der Schiebsspruch vom 6. Juni, welcher ihm die Löhne für die erfte Hälfte des Monats Juni regelt, ist am festgesetzte Gehälter zu zahlen. Danach sollte z. B. im Monat Mai feinen eigenen Bedarf. Höchftfalle 303 000 m., ein Kunstgewerbezeichner der Gruppe II ein qualifizierter faufmännischer Angestellter der Gruppe II im 16. Juni verbindlich erklärt worden. 383 883 m. und ein Wertmeister I. Klasse im höchftfalle 433 333 m. erhalten. Im übigen wandelte sich das geforderte Existenzminimum in den Borkriegslohn. Alles andere ist natürlich auch Schwindet, Boltsbetrug usw. Zunächst müsse mindestens der Vorfriegslohn durchgefeht werden. In ihrer Nummer vom 14. Juni schrieb die ,, Rote Fahne" jedoch selbst: Wir werfen der„ Roten Fahne" nicht vor, daß sie den Arbeitern etwas vorschwindelt, wenn sie ihnen erzählt, der Vorkriegslohn fei das Minimum, das sie zunächst fordern müfen. Aber wie fann fie ihre übrigens unbewiesene Behauptung, die gegenwärtige Pro duktion Deutschlands reiche zur Deckung des Friedensbedarfs nicht aus, in Uebereinstimmung bringen mit dem geforderten Minimum der Vorkriegslöhne? Wie kann sie das insbesondere tun, wenn sie felbft hinzufügt, daß außerdem erst die Reparationen gededt werden müßten, ehe die deutsche Bevölkerung nach Abzug des Unternehmergewinns für sich arbeiten fann? Im übrigen hat die Rote Fahne" uns noch nicht das Geheimnis perraten, wie sie sich die Erreichung und vor allem die Aufrechterhaltung des Vorfriegslohns vorstellt. Sie lehnt als Schwindel ab eine Lohnklausel, die während der Dauer eines Tarif vertrags die Wertbeständigkeit der vereinbarten Löhne sichern soll. Sie hat errechnet, der Vorkriegslohn betrage jekt 400 000 Papiermart. Das wäre also eine Teuerungszahl von 12 500, die die Rote Fahne" zugrunde legt. Diese Teuerungszahl stimmt ungefähr überein mit ber, wenn man einen Durchschnitt zieht zwischen Kleinhandelspreisen und Goldzollaufgeld oder Klein- und Großhandelspreisen. Aber morgen? Morgen wird die Rechnung doch wieder durch neue Preisstürze über den Haufen geworfen? Die Rote Fahne" wird uns erwidern, daß sie dann eben auf Grund des Teuerungsfaftors andere Mindestforderungen stellen wird. Schön. Also auch sie operiert mit einem Teuerungsfaktor. Ist das nun Schwindel oder Konfusion? Der Unterschied ist nur der, daß wir verlangen, ein solcher Teuerungsfaktor foll felbft tätig wirten, in den Larifen festgelegt werden, das erreichte Lohnminimum wertbeständig während der Tarifdauer erhalben bleiben. Die Arbeiterschaft soll wieder etwas festen Boden bekommen, auf dem sie um höhere Löhne zu kämpfen vermag. Den Angestellten glauben die Holzindustriellen alles bieten zu fönnen. Da in den einzelnen Betrieben der Holzindustrie nur wenige Angestellte tätig sind, so ließ deren Zusammenhalt bisher sehr zu wünschen übrig. Das machten sich die Arbeitgeber zunuze. Obwohl man sich bei den für die Erzeugnisse der Holzindustrie geforderten Breifen leicht einen Begriff von dem un geheuren Profit der Herren machen fann, zahlten sie zum Teil noch nicht einmal die obengenannten Gehälter. 2600 M. Neue Löhne in der Lederwaren- Industrie. Die Lohnverhandlungen am Dienstag endeten mit dem Ergebnis, daß für die 8.- Juni- Woche der Lohn um 75 Pro 3. und für die 4- Juni- Woche um 95 Pro erhöht wurde. Diese Prozenterhöhungen kommen auf alle zurzeit gezahlten tatsäch lichen Alford- und Reitlöhne. Der Lohn eines Facharbeiters stellt fic demnach auf 5950 m.( 6630 M.), eines Hilfsarbeiters auf 5414.50 m.( 6033.30 M.), einer Hilfsarbeiterin auf 4046 m. ( 4508.30 m.). Der Wochenlohn der Lehrlinge beträgt im 1. Jahre 26775 M.( 29835 M.), im 2. Jahre 32725 M.( 36465 M.) im Die Angestellten der Holzindustrie müssen sich 5. Halbjahr 41650 m.( 46710 M.) und im 6. Halbjahr 44625 m. endlich aufraffen! Der AfA Bund ist im Begriff, den( 49725 M.) Abschluß eines Gehaltstarifes durchzusehen. Die Forderungen für Für die im Sattlerverband organisierten 2inoleumleger den Monat Juni sind eingereicht. Sollten die Arbeitgeber nicht wurden vereinbart bom 11. bis 18. Juni 4200 M., vom 14. bis mehr Entgegenkommen zeigen als bisher, fo wird der Kampf ent- 21. Juni 5800 m. und vom 22. bis 30. Juni 7500 M., Teppich brennen. Die Angestellten werden dann um ihr nactes Leben stopferinnen erhalten für dieselbe Zeit 3525 M., 5005 M. und fämpfen müssen. Wollen Sie diesen Kampf fiegreich bestehen, müssen 6475 M fie fich in den freien Angestellten- Organisationen, die dem AfA- Bund angehören, feft zusammenschließen. Es sind dies: = der Zentralverband der Angestellten, der Deutsche Wertmeisterverband und der Bund der technischen Angestellten und Beamben. Nur ein geschlossenes Borgehen verbürgt ben Sieg! Die Metallarbeiterfunktionäre zum Lohnabkommen. Als die Funktionäre des Deutschen Metallarbeiterverbandes auf der letzten Funktionärversammlung dem Lohnabtommen, der einen Spizenstundenlohn von 4000 m. brachte, ihre Zustimmung gaben, beauftragten fie die Verhandlungskommission, sofort erneut mit dem Die Rote Fahne aber will, wenn wir sie recht verstehen, die BBMI. in Verhandlungen zu treten. Gestern abend waren nun die Arbeiterschaft in der Illusion erhalten, daß sie etwas erreichen fann, Funktionäre im Saalbau Friedrichshain versammelt, um zu dem wenn sie von Woche zu Woche um eine größere Bahl papierener neuen Ergebnis Stellung zu nehmen. Ulrich berichtete über den Mullen kämpft. Und auch das auf Grund eines Teuerungsfattors!-Berhandlungsgang. Er führte einleitend aus, daß schon am 14. Juni der BBMI. von dem Beschluß der Funktionäre unterrichtet wurde. flärten, während der Laufzeit des Vertrages eine Zulage gewähren Am 18. Juni fanden die Verhandlungen statt. Die Arbeitgeber erzu wollen. Unsere Forderung lautete auf 10 000 M. Spigenstunden lohn. Das darauf erfolgte Angebot der Unternehmer von 12 Broz. erklärte die Verhandlungsfommission für nicht diskutabel. Ein neues Angebot folgte. Für die Woche vom 18. bis 24. Juni wollten die Neuer Manteltarif für die Angestellten der Holzindustrie. Die reaktionären Arbeitgeber der Berliner Holzindustrie hatten Ende vorigen Jahres den Angestellten- Tarifvertrag gekündigt. Ein neuer Bertrag sollte entweder überhaupt nicht abgeschlossen werden, oder aber nur unter Ausschluß der Lehrlinge. Lehrlinge Deutsch. Opernhaus Urania Theater, Lichtspiele usw. Tosca Alt- Berlin Opernhaus 7 Uhr: Volksbühne 71 Uhr: 7% Uhr: Friedr.- Wilhelmst. Th. Reichshallen Th Tägl. 8 Uhr: Die blonde Ratte Der goldene Hahn Der Zerrissene Groß. Volksoper Schauspielhaus Lessing- Th. Die Fledermaus 72 Uhr: Sommerspielzeit! im Theat. d.Westens U.: Peer Gynt Allabendlich 8 Uhr intimes Theater 8: Theater i. d. Liebesstreik Königgrätz. Str. Gr. Schauspielhaus 8: Die wunderl. 8 Uhr: Geschichten des Die Bacchantin Kapellm. Kreisler I. Teil Deutsches Th. Berliner Th. 712 Uhr: 7.30 U: Mädi Die Frühlingsfee Diplomat im Dienst D. blaue Pyjama etc. Lustspielhaus 8 Uhr: Die blanelawaii Metropol- Theater Die Schönste der Frauen Vorverk. ununterbr. SU: Trianon- Th. Kammerspiele Neues Theat. a. Zoo Walzer Komödie 72 Uhr: Täglich 8 Uhr: v.Rutkay Der Faun Der Lelbkutscher Musik von Léhar Residenz- Th. Deut. Künstler- Th. des Fridericus Rex Tägl. 8 Uhr: Die 7/2 Neues Volkstheater Die Entlassung ugend- Vater und Sohn 8 prinzessin Renaissance- Theat. Kleines Th. Musik v. Kurt Zorlig 8 Uhr: Kampf der Ida Wüst in Geschlechter ( Adalbert, Seldi, Das verlorene Amulett Bois, Kürthy) Schiller- Th. Charl. & U: Central- Theater Berliner Praters u: Süße Susi Die dumme Liebe Kastanien- Allee 7-9. Thalia- Theater Operette Täglich: Täglich 8 Uhr: Musik von Vikt. Hollaender Die schöne Liselott pie rot. Katze Theater des Ostens Operette in 3 Akten ( Rose- Theater) Dazu: Das große Th.a. Nollendorfpl. Tägl. 7%, U. Trompeter Varieté- Programm Tag. 74 Uhr: von Sükkingen SCALA 8. Internat. Uhr: Varieté Theater am Die schöne Rivalin Kottbus. 7, Wallner- Th.74, Des Königs Nachbarin Tor Täglich 7/2 Thi fr. Elite- Groß- Berlin( em) Sänger Tägl. 8 Uhr: U. a.: Die Gestorte Flitterwochen letzte Rose Vorstellung Gartensaal Allabend!.7/ 2 Uhr Steffiner Sänger Ein Fünf- Uhr- Tee bei Schieber Maxe DonhoffBrett'l Anf.7% 0 forverney Das Nordree- Paradier Direkte Schnellzugs- und Dampferverbindungen Norddeich- Norderney Seewege über Bremen/ Bremerhaven od. Hamburg/ Cuxhaven u. 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Juni für Metallschleifer und Galvaniseure 4500 m., für Strazer 8925 M., für Arbeiter über 21 Jahre 3750 M., bon 20-21 Jahren 2950 M, bon 19-20 Jahren 2900 M., bon 18-19 Jahren 2870 M., Gal baniseurinnen 2820 M., Straßerinnen, 8aponiererinnen, Ladiererinnen 2750 M., Arbeiterinnen über 21 Jahre 2700 M., von 18 bis 21 Jahren 2300 M., Jugendliche: Männliche von 14-15 Jahren 710 M., von 15-16 Jahren 1000 m., von 16-17 Jahren 1290 M., bon 17-18 Jahren 1550 M., Weibliche 690, 900, 1160, 1430 M. Die Alfordzulage beträgt 1100 m. umgerechnet in Prozenten auf den Durchschnittsattordverdienst. Bei der in dieser Woche stattfindenden Lohnzahlung sollen erhalten Borschuß auf die kommende Lohnerhöhung: Schleifer und Galvaniseure 50.000 m., alle übrigen Arbeiter 40 000 M., Frauen 30 000 M., Jugendliche 20 000 M., Lehrlinge 10 000 m. bewegung: 3. Steiner, Berlin; Feuilleton:&. H. Töscher, Berlin- Wilmersdorf; Berantwortlich für Politik und Wirtschaft: Bittor Schiff, Berlin; Gewerkschafts. Botales und Sonstiges: Fris Karstädt, Berlin- Wilmersdorf; Anzeigen: Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruerei Hierzu eine Beilage und Unterhaltungsbeilage Heimwelt. und Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin SB. 68. vindenstraße 3. Casino- Theater 80. Die Schlager- Posse 8U Heiraten mußte! Th. Glode, Berlin. chokolade Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin H 54, Linienstraße 83/85. sehr preisw.! Geschäftszeit vorm. 9Uhr bis nachm.4 Uhr. Telephon: Amt Norden 833 bis 836 und 6592 bis 6595. Seute, Donnerstag, ben 21. Jani, Sarotti Stollwerck Marken- Zigaretten Kat Marken naum. 5 Uhr, im Lotal Stargarder Str. 3 Schweizer Stumpen und Zigarren gibt billigst ab billig! Branchenversammlung der Feilenarbeiter. Bersammlung bekanntgegeben. Adolf Nagel Eisen& Diamantis Sagesordnung wird in der Hermannplatz 6 Kaiserstr. 4 Andreasstr. 13 Wagen- und Karofferiearbeiter Freitag, den 22. Juni, nachmiffags dmirals Varieté 4½ Uhr, im Berbandshaus( ArbeitsBerlins lofenfaal), Linienftraße 83/85 Vollversammlung 800 bestes Programm alter in den Wagen- n. Karosserie. Rennen zu Strausberg fabriken beschäftigten Kolleginnen und Kollegen. Tagesordnung: 1. Bericht über unfere Lohnverhandlungen. 2. Dis. tuffion. Donnerstag, 21.Juni greitag, den 22. Juni, nachmittags nachm. 3 Uhr Wichtig für Sackaufkäufer! Neue und gebrauchte Sade, auch Emballage, tauft höchstzahlend Sackhandlung Metzger Reue Schönhauser Straße 12 Telephon: Amt Norden Nr. 8962 -BrillantenGold, Silber-( Bruch) Platio, Zahngebisse, Zahn 500-10000, Münzen. Doublee, Alpaka, Blattgold, Kristalle, Queck silber, Photoapparate. Feldstecher. Silberlot kauft Kurt Kehlert Berlin, Lothringer Straße 34 5 he, in den Residenz- Festfälen", Landsberger Straße 31 Branchenversammlung der Emaillierer und verwandten Berufe. Tagesordnung: 1. Bericht über unsere Bohnverhandlungen. 2. Branchen angelegenheiten und Verschiebenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Das Erscheinen aller Rollegen ist Bflicht. Sonnabend, ben 23. Juni. abends 7 ühe, im Lolal von Neumann, Gubener Straße 45 Branchenversammlung der Autogen. n. Elektroschweiker fowie schweikerinnen. Tagesordnung: 1. Bortrag: Die Entlaffung von Arbeitnehmern nach dem Betriebsrätegefes und den Demobil machungsbeftimmungen" Ref.: Rollege R. Waglawczyt. 2. Brandjenangelegen heiten und Berschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Das Erscheinen aller ift Pflicht. Ungeheuer gestiegen im Preise sind Die mittlere Verwaltungs alle Lebensmittel u. Bedarisartikel. Kleine Anzeigen fitung findet morgen, Freitag, nicht statt. im Vorwärts sind immer noch billig! 1894 Die Ortsverwaltung. Nr. 2S5 ♦ 4H.Fahrgaag Seilage öes Vorwärts Vonnerstag, Sl.�oui 1923 Das Gleichgewicht im Serlmer Haushalt! Praktische Arbeit der sozialdemokratischen Fraktion« Das unmöglich Erscheinende ist nun doch möglich geworden: Der Berliner Etat balanciert nach dem Stande vom 1. Äpril 1923! Der Ausgleich ist gelungen, obgleich das 28-Milliarden-Defizit des Magistratsentwurfs durch die Einschränkung des Umsatzsteueranteils, die noch den Beratungen des Landessteuergesetzes im Reichstag zu erwarten ist, um weitere 10 Milliarden noch kurz vor Toresschluß erhöht worden war. Nicht auf allen Seiten des Hauses und nicht auf allen Seiten des Magistrats war man von der Notwendigkeit des Ausgleichs überzeugt. Es gab Kreise, die auch heute noch in dieser bittersten Not, die unerbittlich Wahrheit und Offenheit ver- langt, dafür plädierten, dem Haushaltsplan der größten Kommune der deutschen Republik mit den Mitteln der Schmink- und Frisier- technik bestimmte auf Außenwirkung berechnete Züge auszusetzen. Die einen glaubten, durch einen absichtlich unausgeglichenen Etat dem Reich und den Ländern die Not der Städte besonders ausdrucks- voll vor Augen führen zu können. Die anderen erwarteten wieder von einem auf Bluff balancierten Haushalt besonders vorteilhaste Wirtungen für den Kredit Berlins. Beide Anschauungen hat die Sozialdemokratie auf das entschiedenste bekämpft. Die Augen» b l i ck s n o t der Stadt ist so groß und das für den Kredit ausschlog- gebende Sachvermögen andererseits so gewaltig, daß eine Politik der Verschleierung nach der einen oder der anderen Seit« hier nur Schaden anrichten könnt«. Mehr als je zuvor gilt es heute, zu sehen, was ist, tmi) offen zu zeigen, was ist. Das Sparprinzip. Daß an dem auf dem Sparprinzip schlechthin aufgebauten Haushaltsplan wesentliche Ersparnisse durch Verminderung der Ausgaben nicht mehr zu erreichen sein würden, war von vornherein klar, weder auf sozialem noch auf kulturellem Gebiet kann eine Sladt. die ihrer verantwortoug bewußt ist. in dieser Zeit der Not die Ihr gestellten Ausgaben noch stärker als bisher einschränken. Wohl aber erschien es uns möglich, den Derwaltungsapparat noch mehr als bisher zu vereinfachen. Ein« Stadt in Not kann sich den Luxus eines leer laufenden Verwalrungsmechanismus schlechter- dings nicht leisten. Die Sozialdemokratie konzentrierte darum ihre Kraft darauf, hier durch einen plonmähigea Abbau des Beamten- apparaks. durch Streichung überzähliger Beamtenstellen Ersparnisse zu erzielen, und es gelang, auf diesem Wege die Ausgo bensei te um drei Milliarden zu entlasten. Der Rest des Defizits in höhe von 32 Milliarden mußte durch Erhöhung der Einnahmen gedeckt werden. Bei den bürgerlichen Parteien bestand das Bestreben, diese Summe möglichst gleichmäßig auf Steuern und Werksüberfchusfe zu verteilen. Ein dahingehender deutschnationaler Antrag war bereits zu Anfang der Beratungen angenommen worden. Hiergegen richtete sich der fchörffte Kampf unserer Partei: Denn eine so crHe bliche Steigerung der Werksüberfchüsie müßte not» gedrungen eine über das Maß des wlrtschastllch Notwendigen hin- ausgehende Erhöhung der Tonse sät Gas, Wasser und Elektrizität nach sich ziehen und damit die breiten Massen der arbeitenden Be. völkerung bis zur Unerträglichkeit belasten. Die Sozialdemokratie verlangte demgegenüber, daß die Lasten des Defizits im wesentlichen aus die wirtschaskllch stärksten Schultern gelegt würden und daß dies im Rahmen der bestehenden gesetzlichen Verhältnisse durch eine kräftige Besteuerung der großen Gewerbebetriebe erreicht werden müsse. Die Lohnsummensteuer. Eine fchcmatische Steigerung de» Prozentsatzes der Gewerbe- steuer kam allein nicht in Frage. Denn einmal wird ein« dadurch scheinbar bewirkt« Vermehrung der Einnahmen mit der wachsenden Goldentwertung nur allzuschnell illusorisch, und sodann würde dies infolge der gesetzlich verlangten Relation eine gleichmäßige Erhöhung der Grundsteuer zur Folge haben, die von den Mietern zurzeit nicht ertragen werden kann. Bei dieser Sachlage entschied sich unsere Partei für die Einführung einer einprvzentigen Lohnsummen- steuer, d« das angestrebte Ziel erreicht, ohne die erwähnten Gefahren nach sich zu ziehen. Di« Bedenken, die gegen die Lohnsummensteuer erhoben werden, sind bekannt. Di« Unternehmer. schoft wird geneigt sein, bei Tarifverhandlungen den einprozentigen Abzug irgendwie in Anrechnimg zu bringen. Dies zu verhindern, ist eine Frage gewerkschafiNcher«rast und Taktik. Daneben de» günstigt ein« Steuer auf den Gesamtlohn der Arbeitnehmers chaft natürlich in gewissem Sinne die sozial rückständigsten Betriebe und gibt bei den Gehältern der höchstbezahlten Angestellten dieselben Umgehungsmöglichkeiten wie die Einkommensteuer. Eine Arbeiter- parte, ist oerpflichtet, alle diese Bedenke« ernstlich zu würdigen. Wir sind ja aber leider nicht in der Lage, noch freiem Ermessen die uns günstig erscheinende Steuersorm auszusuchen, sondern sind ge- zwungen, zwischen mehreren Uebeln das kleinste zu wählen. Und die Frage steht für uns einfach so, ob wir darauf verzichten wollen, die einzige zurzeit mögliche Form einer Besitzsteuer auszubauen imd dafür dee Belastung der breiten Massen durch höhere Gaspreise usw. in den Kauf nehmen wollen, oder ob wir die Lohnsummcnsteuer trotz der gegen sie zu erhebenden Bedenken einführen wollen. Oesterreich, und Wien im besonderen hat sich seit langem für das letz.ere ent- schieden— die Lohnsummensteuer ist dort sc�ar auf VA Proz. ge- steigert—, Altona, Magdeburg, Hannover und andere Städte sind gefolgt. Auch in Berlin hat unsere Partei in der gegenwärtigen Zwangslage einstimmig dieselbe Entscheidung gefällt. Di« bürg«- lichen Parteien wehrten sich mit Händen und Füßen gegen eine solche Belastung der Großbetriebe. Alle bekannten Gründe, vom Zusammenbruch des Gewerbe, bis zur Abwälzung auf die Per- brauch«, wurden je nach Bedarf ins Feld geführt. Sie hielten höchstens acht Milliarden für das Gewerbe tragbor, während zwölf Milliarden auf die Akrksüberschüsse gelegt werden sollten. Di« Sozialdemokratie forderte demgegenüb« zwölf Milliarden aus der Gewerbe- und Lohnfummenfteu« und eine Höchstbelastung von sechs Milliarden sür die W«k«, weil diese Summ« ohne Tarif- erhöhungen h«allsgewirtschaftet w«den könnte, und drohte in all« Form mit dem Abbruch d« V«handlungen und der Ablehnung des Etats, wenn die Bürgerlichen auf ihren Ford«ungen bestehen sollten. Erst so gelang es, die Rechtsparteien zum Nachgeben zu zwingen und ein Kompromiß zustande zu bringen, da» ganz dicht an d« Grenze d« sozialdemokratischeu Zarterimgeu Regt; 11,1 Milliarden auf Besigsleuern, 7 Milliarden auf d>« Werks- Überschüsse. Oer Rest öes Defizits wird gedeckt durch ein« Erhöhung d« Schätzung des Anteils aus d« Einkonunensteu« um sechs Milliarden, durch ein« Verdoppelung der Hundesteuer fvi« Milliarden), eine Steigerung d« Abgabe d« Güter um ein« Milliarde und eine Verdoppelung des gemeinen Wertes d« Grundstück«, wodurch die Grundsteu« um drei Milliarden erhöht wird. 5)te Finanzverwaltung verlangte ursprünglich eine Vervierfachimg und zuletzt eine Verdreifachung der Grundsteu«. Beides glaubt unsere Partei ablehnen zu müssen, weil die Grundsteu« für bebaute Grundstücke auf die Miet» ab- gewälzt wird. Hier müssen wir so vorsichtig wie irgendmögllch vor- gehen, zumal, wenn die Balancierung de» Neck», wie es sich tat- sächlich gezeigt hat, auch ohnedies«reichbar ist. m Die Sozialdemokratie hat alle Ursache, das erzielte Ergebais mit aufrichtiger Genugtuung zu begrüße«. Es ist gelungen, das Gleichgewicht im Haushalt herzustellen, ohne die Massen der Verbraucher durch Erhöhung d« Kohlenklaufel od« durch eine stärk«« Ausnutzung als bisher aufs uev« belasten zu müssen. Di« Genugtuung wäre ab« nur halb, wenn da» mühselig hergestellt« Gleichgewicht für den 1. April durch die inzwischen eingetreten« Geldentwertung bereits Wied« üb« den Haufen geworfen wäre. D« für die Zukunft wichtigste Beschluß war dah« die auf unfern Antrag erfolgte Einführung«in« Geld- entwertuagsklausel in die starren Gemeindesteuern. Erst dadurch, daß die verspätete Zahlung von Gewerbesteuern, Hunde- steuern usw. kein« Dortelle für den Steuerpflichtigen mehr bringt, sondern w vollwertigem, also«höhtem Geld« zu«folgen hat, erst dadurch, daß die Einnahmen in Papiermart künftig automatisch mit den Ausgaben steigen, ist d« Haushalt d« Reichshauptstadt auch für die Zukunft gesichert. Berlin geht hier endlich einmal voran, und«s ist bezeichnend für die Parteien, die sich so gern« als die Schütz« städtischer Finanzen und sein« gesamten Wirtschaft aufspielen, daß dief« Beschluß gegen die Stimmen d« Deutschnationalen und d« Volts partei gefaßt werden mußte. An d« Sozialdemokratie ist es, das D«halten d« bürgerlichen Parteien und der Kommunisten, die auch hi« bei d« Balancierung des Haushalt» ihr« schwache Kraft in d« Opposition «schöpfen, den Massen bta schaffenden Volkes in Berlin zum Bewußtsein zu bringen. Richard Lohmann. Er kann so tmö auch anders! Ein fast unglaubliches Stück demagogisch« Derschlererungsku..,. leistet sich Herr Paul Michaelis im.Berlin« Tageblatt", der mit d« Mens des besorgten Stadtrat«? üb« die„Mehrbelastung d« Berlin« Bürg« um rund 32 Milliarden" jamm«t- Die Hunde- steu«„macht bedenklich", die Grundsteu« ist noch„härter", an dre Gewerbesteuer knüpfen sich die.schw«sten Bedenken", die Geld- entwertungsklausel ist„kaum tragbar". Er verschweigt dabei nur das eine, daß seine Partei und uns«es Wissens er selber allen diesen bedenklichen Dingen im Hauptausschuß zugestimmt hat. Und wenn Herr Michaelis dann am Nachmittag desselben Tages, an dem diese Abstimmungen stattgefunden haben, eigen- händig schreibt:„Deshalb sind ab« die Parteien noch nicht genötigt, sich diesem Borschlag anzuschließen", so kann man nur sagen: Höh« geht's nimm«! Daß He« Michaelis auch die 7 Milliarden Werks- Überschüsse kurz«hand als„künftige Tariferhöhungen" bucht, obgleich dies ausdrücklich abgelehnt ist, paßt zu dem Gesamtbilde, das sich hi« bietet. Die demokratische Partei sollte sich ab« klar darüber sein, daß auf diese Weife Politik schlechterdings nicht gemacht werden kann. Ein« Partei, die im selben Augenblick Ja und Rem sagt, die nicht den Mut aufbringt, die von ihr selbst als nötig«kannten allgemeinen Lasten vor d« Oeffentlichkeit und in ihr« Presse vertreten, schaltet sich selbst als politischer Faktor aus. Die demokratische Partei hat es in d« Hand, sich vor diesem Schicksal zu bewahren. Die Sozialdemokratie wird sich jedenfalls durch keine SchaukelpoWk irgendein« bürgerlichen Partei von ihr« klaren politischen Linie abdrängen lassen. Der Schlüssel. Nicht vom Hausschlüssel soll die Red« fem, obgleich auch der heutigen Tages ein Wertobjekt darstellt, so daß sein Verlust schwer am Geldbeutel empfunden wird. New— der Schlüssel, der uns hier beschäftigt, ist ideell« Natur, er fft nicht„greifbar", sondern nur ein Produkt der Verstandestätigteit. Ob ihn deshalb die klugen Buchhändler wohl aufgebracht haben? Jedenfalls fft er durch st« dem Volke am meisten ewgeprägt worden. Was war das in der ersten Zeit d« schamhaften Teuerung für ein mühseliges Rechnen mit den Teuerungszuschlägen— da gab es solch« des Herstellers, dann des Grossisten und zuletzt d« Ladenaufschlag! Endlich war ab« das Ei des Kolumbus gesundem man gab dem Verkäufer ein- fach den„Schlüssel". Um beim Buchhändler zu bleiben: das Buch hatte früher 2 Mark gekostet— der Schlüssel lautet— sagen wir mal 3000— folglich sind für das schmächtige 2-Mark-Heft jetzt 6000 Mark zn zahlen. Die einfachst« Sache von der Well! Di« Zentral- instanz dekretiert: der Schlüssel fft heut« 3000— morgen 3500— übermorgen 4000— schnellstens prägt sich diese Zahl dem Gehirn «in, da gibt es kem Umrechnen, kein Umschreiben— wirklich das El des Kolumbus. Gibt ew Antiquar einen Katalog heraus, so setzt er fürsorglich an Ke Spitze: ändert sich in der Folg« der Schlüssel, so ist die Grundzahl mit dem neuen Werte zu multiplizieren. Arm- selige Toren die Naiven, denen ein solch« Katalog in die Hand fällt und die beim Durchblättern auf die von früher vertrauten Zahlen von 1— 10 etwa stoßen— ihr habt eben nicht den Schlüssel beachtet, d« ollew erst die Tür zu den angezeigten Schätzen öffnet. Und macht die Eisenbahn es nicht ebenso? Sie verkündet: die Fahrpreise werden verdoppelt— nun rechnet euch den Preis für euve Fahrkarte Berlin— Neuruppin— bisher 940 M.— selber aus. Daß d« Schlüsselbund immer gröh« wird, größer werden muß, leuchtet ein, denn nichts ist für das Gewissen bequemer, als solchem Machtwort des großen Unbekannten zu folgern Der Bauer, der für seinen Roggen, sew Rind, sewe Milch und Eier den Weltpreis fordert und(leid«!) erhält, hat unstreitig den größten Schlüssel. Er wird auf der von der späteren Weltgeschichte veranstalteten Schlüsselausstellung den ersten Preis davontragen. Daß dieser Preis mit dem Fluche von Millionen belastet ist, wird ihm nicht viel Kopflchmerzen machen.... 17] Als die Wasser fielen. von Otto Rtmg. In diesem Augenblick kam Helmuth zum vorschew und begann Gude kritsch zu betrachten. Es war gerade eine Pause, und die Stimme des Knaben, die rauh und tief wie die eines Erwachsenen war» tönte mit einer verblüffenden Autorität. „Warum," sagte er,„hat Herr Gude alle Bücher und Bilanzen von der Dänischen Werst in seiner Kajüte unten?" Der Bater streichelte dem Knaben die Backe. Herr Gude wäre vom Minister ernannt worden, um alle Bllanzen durch- zusehen, erklärte er väterlich. Deshalb dürste er die Bücher in seiner Kajüte haben. Und wenn er damit fertig wäre, wollte er versuchen, die Werst wieder flott zu machen, so daß ihre Schiffe wieder fahren könnten. „Krieg' ich dann ein Pony?" fragte der Junge.„Wie die beiden dort!" Er zeigte hin. Auf dem Kai hielt«in kleines, weißlackiertes Fahrzeug, das mit zwei kleinen seidenmähnigen Pferden bespannt war. Der Knabe kannte den Wagen mit den beiden Küchenjungen von der Straße her.„Na, gibt es endlich Mittagessen?" grunzte er und rieb sich den Magen. Das Fahrzeug war jetzt durch den Segeltuchvorhang ver- borgen, und Gude fand es politisch am richtigsten, über die Landungsbrücke hinaus zum Wagen zu gehen. „Ich hoffe, Sie werden vorlieb nehmen." sagte er, als er zurückkam,„der Wagen hatte nicht Gedecke genug mtt. er kommt aber in einer Biertesstunde wieder. Edith Hilst mir vielleicht, den Tisch m meinem Arbeitsraum zu decken. Es wird sicher zu kühl sein, um hier an Deck zu essen." Offenbar hatte Helmuth die beiden Küchenjungen achtern an Bord gehen sehen, aber er sagte nichts, betrachtete Gude nur mit einem spöttischen Ausdruck um seinen verkniffenen kleinen Mund. Eine verlegene Pause war entstanden. Nur Paust schien sie zu genießen. Er saß mit einem gutmütigen Lächeln um die Augen da und schien mit den festgepflanzten bresten Stiefel- absätzen den Dorn des Schweigens so tief hineinzudrücken, daß es geradezu peinlich wirkte. Maud Martens hatte sich der Zellwand genähert, wandte sich aber gleich wieder um und betrachtete Gude mit einer Spur von Skepsis im Blick. Später, beim Essen in der Kajüte, kam sie auf ihren Plan zliriid. ihn hier an Lord mtt ihren Freundinnen zu besuchen: „Mehrere von ihnen haben Sie noch gar nicht gesehen, viel- leicht werden Sie auch Gefallen an einer finden. Vera Borg kann viel für Sie in ihrem Blatte tun. Nächste Woche einmal? Würde Ihnen Donnerstag passen?" Doch jetzt unterbrach Andreas Paust sie.„Ist es mir als Aeltestem und Vernünftigstem gestattet, zu protestieren?" sagte er.„Als Direktor der Dänischen Werst muß ich verbieten, daß der Mann, der wiederaufrichten soll, was gefallen ist, irgendeiner Versuchung zu Wasser oder zu Lande ausgefetzt wird! Herr Gude will Arbeitsruhe haben, nicht wahr? Dürfen wir das verhindern? Na, was meinst du, Billy?" „Schön," lachte Maud Martens,„dann begnüge ich mich damit, allein zu kommen!" Sie hob ihr Glas und trank Gude zu, indem sie ihm über den Rand einen felffam berauschten Bstck zuwarf: die Pupille wurde fast purpurn vom Wieder- schem des Weines gefärbt. Er erinnerte sich, wie sie sich vor- bin. zitternd wie eine Nein« trifchgrüne Eidechse, in ihrem Pelz an ihn gelehnt hatte. Hitze und Unruhe durchwogten sein Blut. Erst ein wenig später trank er ihr zu, indem er mtt einer höflichen Verbeugung unterstrich, daß er nur sein« Pflicht als Wirt erfüllte. „Ich hoffe," sagt« sie da,„daß Sie die Dänische Werst wirtlich wieder auf die Beine bringen können, so daß unsere Tantteme ebenso fein wird wie voriges Jahr. Papa sitzt, wie Sie wissen, im Auffichtsrat, und ich bin selbst Aktionärin. Zu tausend gekauft," lachte sie.„Jetzt stehen die Aktten neun— sie fügte hinzu:„und drei Viertel!" Gegen seinen Knöchel spürte Gude einen seidenweichen Druck: ihren Fuß. der sich augenbstckstch wieder fortzog. Sie sah ihn plötzlich� mit dunkeln Augen an, die in den Schatten der rußschwarzen Wimpern und Brauen vermummt waren. Die Luft kam ihm in der niedrigen Kajüte erstickend schwer vor. Der Duft von Wein und Parfüm legte sich ihm aus die Brust. Wie aus der Ferne kam Paulis Stimme, dumpf. rollend, zu ihm. Durch die Stimme, dachte Gude, hat er ge- siegt; mit der hat er von seinem Schulkatheder geherrscht, bis sie geübt genug war. um eine Generalversammlung in gewaltigem Respekt zu halten. Die Stärke seiner Kommandos ist seine mächtige Kehle. Gude beobachtete, daß Paust nicht trank, aber oft das Glas mtt einer Bewegung zum Munde hob, als leerte er es bis zum Grunde. Jetzt erzähste er von seiner armen Gesellschaft„Bjarne" und beklagte Kapstän Höaelunds unabwendbaren Ruin.„Er ist außer Landes gereistr sagte er,„hat Verantwortung und alles im Stich gelassen, aber es spricht vieles für sewe Ent- schuldigung. Er war Seemann und an Land nicht am rechten Platze! Vor einem guten Monat," sagte er,„kamen seine beiden jungen Töchter und baten mich um Hilfe. Es sind Zwilstnge, zwei niedliche Nein« Mädchen. In Pelzwert und Pariser Hüten," fuhr er fori,„aber hungrig, so hungrig, daß ich sie bewahe nicht satt bekommen hätte, obwohl ich mewe Speise- tammer ganz leerte." Er fügte hinzu:„Viel war es ja nicht: ich lebe für gewöhnstch sehr spartanisch. Das bin ich von meiner Kindheit nur allzu sehr gewohnt! Ja, also für die Zwillinge setzte lch das Fremdenzimmer wstand. Da schliefen sie. Als ich am nächsten Tage eine Stunde mit dem Frühstück auf sie geroartet hatte, ließ ich das Mädchen hei ihnen anklopfen. Aber sie waren weg, alle beide! Meriwürdig, nicht wahr? Sie hatten doch gesagt, daß sie zu mir, als ihrem einzigen Freunde auf der ganzen Well kämen!" Plötzlich vermißte er den Sohn und wurde unruhig. Gude ging an Deck, und da faß Helmuth, mtt Ellbogen und Knien festgehakt, oben w den Wanten. Auch die anderen kamen jetzt an Deck. Der Junge macht« eine unhöfliche Hand- bewegung gegen sie. Ewe Leine riß unter ihm, und er be- gann zu heulen. Er konnte nicht herunterklettern. Schsteßllch stteg Gude hinauf und holte ihn. Als er kam, trat ihm der Junge, augenscheinlich mit Absicht, auf die Fwger. Er wich beleidigt den Umarmungen seines Vaters aus und ging den anderen voran in die Kajüte, um seinen Nachttsch zu bekommen. „Ich habe einundzwanzig Spargel gegessen," erklärte er etwas später,„und fünf Schneeballe!" Gude bstckt« unruhig auf, er hatte keinerlei Erinnerung daran, was er selbst ge- gessen hatte. Maud Martens Schulter war der seinigen jetzt nahe. Sie wandte ihm ihr Antlitz zu, ihr Bstck war ver- schleieri, violett von Träumen.. Plötzlich sprach der Knabe wieder. „Warum, fragte er,„ißt die Dame, die Herr Gude achtern hat. nicht mit bei Tisch?" Alle sahen auf. und er ftchr fori:„Ihr meint vielleicht, ich hätte sie nicht oben vom Mast sehen können! Sie hatte eine rote Bluse und einen grünen Rock an, und sie saß vor einer offenen Kajütentür und ah das- selbe Essen wie wir! Und ich wüßte nicht, warum ich den Mund halte» sollte, mtm das, was ich sage, Wort für Wort wahr ist!"(Fortsetzung folgt.) Die Kartoffelkontrolle der Wucherpolizei. das Geschäft um zur Fortbildungsschule zu gehen, obwohl er wußte, daß der Unterricht an diesem Tage ausfiel. Unterdessen erhielt ein Die unerfreulichen Vorgänge auf dem Berliner Kartoffelmarkt anderer vom Geschäft angestellter junger Mann den Auftrag, 24 Milaben, wie mitgeteilt, der Bucherpofizei Veranlassung gegeben, eine lionen Marf von einer Filiale abzuholen und nach dem Hauptgeschäft besondere Streife einzurichten, die die Läger der Kartoffel zu bringen. Hiervon wußte der Lehrling. Er fauerte dem jungen großhamblungen einer Kontrolle unterziehen soll, um etwa zurüd Mann auf und sagte ihm, daß der Unterricht in der Schule ausgehaltene Borrate festzustellen. Des weiteren sind die Polizeireviere gefallen sei und er statt seiner das Geld abholen sollte. Dieser händigte angewiefen worden, darauf zu achten, daß etwa noch vorhandene ihm auch ahmungslos das Geld aus. Hinz steckte das Gefd dann in fleinere Borräte unbedingt zu alten Breifen verfauft seine Tasche und flüchtete. Als das Ausbleiben des Geldes auffiel und nicht plöglich als„ Auslandsfartoffeln" feilgeboten werden. Bei und man nach dem Lehrling forschte, stellte sich heraus, daß er seine der Preisbildung für wirkliche Auslandsfrühtartoffeln efterfiche Wohnung gar nicht erst aufgesucht hatte, sondern gleich tommt ein Eingreifen der Bucherpolizei faum in Frage, da diese geflüchtet war. Nach allen von ihm getroffenen Borbereitungen hat Bare, die heute von den Händlern nur in fleinen Mengen eingeführt ber junge Mann sich schon längere Zeit mit dem Plane der Unterwerden fann, unter den jetzigen Berhältnissen vom Dollarstand ab. fchlagung getragen und auch Freunden gegenüber geäußert, daß er hängig ist. Die bisherigen Kontrollen der Wucherabteilung des ins Ausland gehen wolle. Er wird mit den 24 Millionen Papiermart, Bolizeipräfidiums, die noch nicht endgültig abgeschlossen sind, haben gleidh etma 160 Dollar, nicht weit tommen. nach der Mitteilung einer Lotalforrespondenz ergeben, daß alle in Berlin eingegangenen Kartoffelfendungen vorschriftsmäßig ihren Weg vom Großhandel an den Kleinhandel genommen baben. Dieser hat die Kartoffeln sämtlich an die Konsumenten, teilwiefe auch an Kleinrentner und für 3wede der Bottsspeisung, abgegeben. Die gegenwärtige Martilage bürfte demnach auf tnappe Zufuhren aus dem Inlande zurückzuführen sein. Nennenswerte Be( tände an alten Kartoffeln blirfte in Berlin wohl niemand erwartet haben. Auffällig ist nur, wie bereits gestern ausgeführt, die Tat fache, daß mit dem Gintreffen der ersten neuen Kartoffeln die Einfuhr der alten Kartoffein wie abgestoppt war. Gine Kontrolle auf dem flachen Lande würde wohl andere Ergebniffe zeitigen. Die Großhändlerschaft hat natürlich gar fein Intereffe baren, fich fonderlich um die Einfuhr der alten Kartoffein zu bemühen, folange mit den neuen bessere Geschäfte zu machen find. private Aufforderung zur Wasserplanscherei. und Beet und Partner als wundervoll eraft und sicher arbeitende Equilbristen. Ein seltener gefehenes Genre zeigt Fred Scarlett in feinem Hochflug- Seilalt, hoch oben führt er die wagehalsigsten Produktionen Krids. Wahrhaft burleft und neu in seiner Art ist der Dienstmann Nr. 17. aus. Als fomischer Jongleur erfreut A. W. Nepp durch überraschende Szene der Spyras. Josef Golemann führt seine Hunde in der hohen Schule der Pferdebreffur vor, ein weißer Pudel macht den Clown, ein anderer bewährt sich als Spikentänzer. An musikalischen Genüssen werden geboten: das Kontrabaßipiel Luis Winsels, das besonders in der Fantasie über Das treue deutsche Herz tiefen Eindruck macht, wirklich virtuose Stunfipfeiferin Lea Manti. Farbenfroh, lustig und echt varietemäßig ist das Haas eye- Ballett. die Im Wintergarten werden zwei große Nummern" aufgezogen, die außergewöhnliches Intereſſe erweden. Man glaubt gemeinhin, daß das fet. Der Zauberer Carmelli überrascht derart, daß man selber platt ist. Gebiet der Bauberei vollkommen abgegraft und erledigt, sozusagen platt Er ist laum zu übertreffen. Der schneidige Rolschuhläufer Blant vers mag feiner eleganten Figur die unglaublichsten grotesten Stellungen ab augetvinnen, so daß der alte Rollschuhalt ganz neue Wirkungen erzielt und höchst ergötlich wirit. Paul Göbel, Stomiler aus Sachsen, versteht es in seiner gemütlichen Art fröhlichen harmlosen Spaß zu machen. Er loct Bor einiger Zeit veröffentlichten wir die Beschwerde eines Be- einen tatsächlich für Minuten aus der fristen Gegenwart hinweg. Aber die ziehers aus Lichtenrade über die merkwürdigen Braftifen, die die Raffles im Parkett verstehen feinen Spaß, wenn er den alten üblen SlaAktiengesellschaft Charlottenburger fernenhofton drollig verultt. Kafernenhofton gehört bei ihnen zum Patriotis. mus. Raffie im Partett versteht aus eine Dagmar Nielsen nicht, Wasser und Industriemerte, Berlin- Schöneberg, hinsichtlich der Berechnung von Wassermindest verbie bis in den lekten Nerv Tänzerin ist und die Tanzstüde aus dem Peer Gynt mit hinreißendem Temperament tanzt. Der spanisch- mezitanische brauch anwenden. Die genannte Gesellschaft berechnet nämlich Zamalt ora tom uden bringt neben Traditionellem einen den Abnehmern, ganz gleich ob fie pro Quartal nur 1 Rubikmeter schmissigen Gauchotanz. Die 5 Cincinnati- Jongleure, die kleinoder 15 Rubikmeter verbrauchen, jedes mal den Sah pon familie mit ihrem vorzüglichen Rustatt, der Exzentrilalt Gert und 30 Rubitmeter, erhebt also von den Konsumenten mehr als sie rase und die temos Gorm, erfreulich bekannt, sind wieder im liefert. Die private Gesellschaft denkt auch gar nicht daran, von intergarten eingefehrt. Alhambra- Varieté am Doripplat bringt in seinem Juni- Programm ihren Maßnahmen abzugehen. Ein anderer Leser teilt uns jett folgenden Fall mit. Er wohnt zusammen mit seiner Wirtin. Beide als Hauptattraktion den unseffelbaren, Ausbrecherkönig Martin Haushalte haben 13 Rubikmeter Wasser verbraucht, was nach dem ihm, fich in einigen Minuten aus einer mit zugenähten ermellöchern, Szeni Durch seine außerordentliche Straft und Gewandtheit gelang es Sak zu je 210 m. zufammen 2730 M. gemacht hätte. Bezahlt aber Striden und Lederriemen verschnürten Zwangsjade zu befreien. Auch mußten 30 Rubitmeter werden( d. h. 17 Kubikmeter unverbrauchtes feine übrigen Trids zeigten Unglaubliches. Er ist ein unübertrefflicher Baffer) mit 6300 M. Damit aber nicht genug, erhob die private Meister seines Faces. Außer dem beliebten Grotesitomifer Mälzer 700 Berbrechen gegen das feimende Leben. Gesellschaft noch einen Grirabetrag von 6000 M., so daß die beiden feien noch die Holborns in ihren Reifenfünften, die drei Harrys, moderne Ein Großstadtbib, bas aber in ursächlichem Zusammenhang leinen Haushalte für Wasser allein 12 000 m. be- trobaten, der mufitalische Komiter Nante Ult erwähnt. Den Schluß bildeten mit der graufamen Seiten not steht, entrollte eine Berzahlen mußten, davon mehr als 9000. für are, die nicht die drei komischen Jongleure Sardinis, die reichlichen Beifall ernteten. handlung, die vor dem Schwurgericht des Landgerichts I gegen den geliefert worden ist. Die Gesellschaft aber beruft fich feelenApothefer. Bobolz, den Heilgehilfen Hubert Meider und vier mit ruhig auf ihre Paragraphen und schreibt: aogeflagte Frauen wegen fahrlässiger Tötung und Verbrechen geçen bas teimende Leben begann. WP Um den§ 218 StGB. DON Der Weg der Aetna- Lava. Aberglauben angesichts der Todesgefahr. In Beantwortung Ihrer Zuschrift vom 21. d. M. teilen wir ergebenst mit, daß die Berechnung des Waffers nach§ 3 des Tarifs erfolgt, wonach als Mindestiah auch bei feinem Ber- Das allmähliche, aber unaufhörliche Borrücken des Lavastromes Der Angeflagte eider, der sich seit Ende vorigen Jahres in brauch vierteljährlich 30 Rubikmeter zu berechnen sind. Die von den Abhängen des Aetna bietet ein schreckliches Schauspiel Unterfachungshaft befindet, ist geständig, in etwa 700 EinzelGründe, die feinerzeit die Einführung einer Mindeſtentnahme be- der Zerstörung. Der feurige Strom hat jeht eine Breite von fällen swangere frauen gegen Entgelt die Frucht bingten, find heute in verstärktem Maße wirksam. Die Verpflich etwa 400 Metern und eine Höhe von etwa 8 Metern erreicht. Er abgetrieben zu haben. Meiber war geprüfter Seilgehilfe bei einer tung zur Zahlung eines Bauschalbetrages für den bedingnungs- legt in der Stunde ungefähr 20 Meter zurüd, und der flüssige Tell linfallfelle in ber Brunnenstraße und wohnte bei einem Chirurgen gemäß zu leiftenden Bierteljahresbetrag ergibt sich aus§ 21 der der Lava reißt alles mit sich, so daß die sich vorwärtswälzende Dr. Neuhäuser in der Neuen Hochstraße 24, der dort eine umfang den Grundstüdseigentümern anerkannten Masse an vielen Stellen 20 Meter hoch ist. Der Lavastrom reiche Kaffenfiunde abhielt. In dem gleichen Hause befindet sich Lieferungsbedingungen. Bei den steigenden Preisen tommt in einem weiten Halbkreise, die Ballone genannte Niederung eine Apothefe, int ber Bobolz tätig war. Wanbten sich schwangere bleibt die Borausbezahlung, da für deren Berechnung immer die hernieder, in der Richtung auf Caftiglione, dessen Bahnhof bereits Frauen und Mädchen um Hilfe an Bobolz, so versuchte er es zuRechnung des verflossenen Bierteljahres zugrunde gelegt wird, er zerstört wurde. Der Strom drängt sich auf der nach Linguagloffa nächst mit einer Tablettenbehandlung. Wenn diese aber nicht half, heblich hinter dem tatsächlich zu zahlenden Betrage zurüd. führenden Landstraße weiter. Manchmal glaubt man, die Lapa ſet führte ar bie Ballentin" dem Angatlagten Meiber zur Bornahme Das ist eine so rücksichtslose Behandlung der fleinen Ronju- zum Stillftand gekommen, aber plöglich friecht die feurige Masse eines specativen Eingriffs zu. Meiber gab sich den Leuten gegen menten, daß die städtischen wie die Aufsichtsbehörben auf feinen wieder vorwärts, nur um so ungestümer. Weite Eichen und fiber als Arzt aus und ließ sich Herr Doktor" anreden. Bei feinen Fall länger untätig zusehen dürfen. Infolge der Martentwertung Buchenwälder sowie ausgedehnte Haselnuß- und ManManipulationen benugte er die Instrumente des abwesenden wird man mit erheblichen Erhöhungen der Tarife rechnen müssen, delanlagen sind verschwunden. Alle Felder des StädtDr. Neuhäuser, die er erst später in Sobalösung ausgekocht haben und dann werden die Konsumenten noch mehr als bisher ausgepowert chens Linguaglossa sind nunmehr verschüttet. Mitten im Unglüc will.m 5. November 1922 ftarb im Krankenhaus in Kaltberge werden. Im übrigen tönnten die Bertreter der absoluten Brivat find die beiden Bevölkerungen von Linguagloffa und Castiglione die 18jährige Arbeiterin Margarete Rahn aus Tasdorf. Als Urwirtschaft fache wurde eine Fehlgeburt und im Zusammenhang damit wirtschaft an diesem Beispiel einmal beweisen, wie der Privatbetrieb einer a bergläubischen Ueberlieferung wegen mitein- nach ihrer Meinung Sparwirtschaft" treiben tönnte. In ander in Streit geraten. Die Bewohner von Linguagloffa eine eitrige Bauchfellentzündung festgestellt. Bor ihrem Tobe hatte die Nahn ihrem behandelnden Arzt erzählt, daß Wirklichkeit nämlich ist es eine indirette Aufforderung zu recht haben den Hirtenstab ihrer Schutzpatrone unter Psalmen. fie in Berlin in der Nähe des Bahnhofs Wedding bei einem Arat großem Wasserverbrauch, zur zwedlosen Wasserplanfcherei. Fort gefang dem Lavaftrom entgegengetragen, indem sie mit solchen Verschwenderpratiten! glauben, dem Bavaftrom dadurch Einhalt gebieten zu können. Die gemefen fei, und daß diefer gegen Zahlung von 1500 m. bei ihr Bewohner von Castiglione befürchteten aber, daß die Lava durch einen operativen Eingriff vorgenommen habe. Die Untersuchung bes Falles führte zur Aufbeckung des Treibens der Angeflagten das angerufene Wunder gegen ihr Gebiet geleitet werde und zogen Bobolz und Melder. Melder will anfänglich von Bobolz verführt daher gegen Linguagloffa, um den Hirtenstab dem Heiligen jenes Städtchens zu entfernen, wobei die Bewohner miteinander in worden sein, bann aber von den zu ihm kommenden Frauen gezwungen warben fein, weiter in feiner Tätigkeit fortzufahren, weil Streit gerieten. Die Polizei mußte den Streit beenden. In biefe ihm brobben, ihn anzuzeigen, wenn er nicht auch bei ihnen Catania find Tausende von Flüchtlingen aus dem betroffenen einen Eingriff vornehme. Zu der Verhandlung haben die RechtsGebiet eingetroffen. anwälte Dr. Fall, Dr. Fraedrich, Dr. Pincus, Dr. Weinberg, Dr. Herbert Fuchs und Dr. Anderssen eine Reihe medizinischer Sachverständiger gelaben. Die Berhandlung selbst wird unter Ausschluß der Deffentlichkeit geführt. Neue Erhöhung der Straßenbahntarife. Als Beauftragter eines Witwenfomitees tritt ein Schwindler auf, der armen Bitwen durch Diebstahl das Legie abnimmt. Er erscheint, um bie Witwenrente angeblich einer Regulierung zu unterziehen und friehlt dabei Schmudsachen usw. In einem Falle nahm er einer Witwe bei der Borlegung ihrer Witwenpapiere das Sedbuch weg. Mit diesem Schedbuch machte er dann Waren einläufe aller Art. Die Scheds unterzeichnete er dann mit dem Namen Franz Bornemann. Mitteilungen über diesen Scheckfälscher und Betrüger werden im gimmer 107 des Polizeipräsidiums ent gegengenommen. Jm Prozeß gegen die undantbaren Freunde des Herrn Nest, Reffe des Herrn Boincaré, bejahten die Geschworenen die Frage nach versuchtent einfachen Diebstahl. Das Urteil lautete gegen Meinede auf 4 Monate, gegen Stern auf 5 Monate Gefängnis, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt angefeben wurden. Die Berurteilten wurden fofort ans der Saft entlaffen. 216 25. Juni 1000 Mart, ab 2. Juli 1500 Mart. Die neuen Gehalts- und Lohnerhöhungen bringen der Straßen bahn eine tägliche Mehrausgabe von 300 millionen Mart, bie unverzüglich gedeckt werden müssen. An und für sich würde diese neue Belastung eine fofortige Berdoppelung des augenblicklichen Unstatthafte Wohnungsverkäufe. Das Bezirkswohnungsamt Straßenbahntarifes erfordern. Die Verwaltung der Straßenbahn Lichtenberg warnt eindringlich vor dem Beziehen von Wohnungen, hat sich jedoch entschloffen, aus Verkehrsrücksichten zunächst in zwei die nicht ordnungsmäßig durch das Wohnungsamt zugewiesen sind. Etappen vorzugeben. Sie wird in der am Freitag stattfindenden In einem Falle ist von einem inzwischen nach Amerita ausgewanderSigung der Berlehrsbeputation eine Erhöhung des Straßenbahnten Wohnungsinhaber unter Umgehung des Wohnungstarifes von 600 auf 1000 Mart ab Montag, den 25. Juni, unda mtes eine Wohnung vertauft und dafür ein auch für für Montag, den 2. Juli, eine abermalige Herauffehung des Fahr heutige Verhältnisse sehr erheblicher Betrag gezahlt worden. Solche preises auf 1500 mart beantragen. Es ist aber schon jet frag- Wohnungsfäufe sind unstatthaft. Die durch Auswanderung lich, eb biefe zwelte Erhöhung noch ausreichen wird, da für den freiwerdenden Wohnräume müssen dem zuständigen Bezirts1. Juli im Hinblid auf die Erhöhung der Gütertarife und die Ber teuerung ber Softentransporte neue gewaltige Strompreiserhöhungen und Materiafoerteuerungen zu erwarten sind. wohnungsamt vorbehaltlos zur Verfügung gestellt werden. Es er folgte daher auch nach Bekanntwerden des Falles sofort die Beschlagnahme der Wohnräume, die in türzester Frist geräumt werden müssen. Den Verkauf rüdgängig zu machen war in diesem, wie in allen gleichgearteten Fällen, nicht möglich, weil der Verkäufer der Wohnräume inzwischen ausgewandert und nicht mehr erreichbar war. Jugendveranstaltungen. Hente, Donnerstag, den 21. Juni: Friebenau. Sugendheim Offenbacher Str. 5a, Bortoag: Geistige Strö mungen der Gegenwart". Neulöln I. Jugendheim Münchener Str. 52, Bor bedstraße, Lefeabend. trag: Sonnenwende. Neukölln IV. Jugendheim Bum Bärwinkel", Stein Niederschöneweide. Jugendheim Schule Berliner Str. 31, Diskussionsabend:„ Faschismus. Rorben. Jugendheim Schule Butbuser Straße 3, Bortrag: Die Kirche und bie Bissenschaft". Staaten. Jugendheim Bahnhofftr. 31, Lefenbend. Webbing. Jugendheim Ruheplasstr. 5-6, 1. Stod, Bortrag: Bebensreform". Werbebezirk Oftbahn. 7 Uhr Funktionär tonferens. Morgen, Freitag, findet im Jugendheim, S. 68, Lindenftr. 8, ber Berbauf der Fadeln, 1500 m. bas Stüd, zur Sonnenwende noch ein mal ftatt. Arbeitersport. Kinder- Werbesportfeste am 24. Juni. Am nächsten Sonntag finden in Groß- Berlin und in der ProAm 21. b. M. fritt, wie bereits furz mitgeteilt, für den Bereich vinz Brandenburg eine Anzahl Spiel- und Sportfeste für Kinder der Berliner Straßenbahn ein neuer Gesamtfahrplan in statt. Etwa 40000 Kinder werden auf grünem Rafer Spiele Kraft. Diefer fieht eine Bertürzung der Fahrzeiten, und Turnen, Wettläufe, Boltstänze und sonstige interessante und also eine Beschleunigung der Reisegefchwindigkeit um durchschnittlich nügliche Sachen zeigen. Teilweise finden auch große im züge pier Minuten auf die Stunde vor. Gleichzeitig treten folgende Aenderungen ein: Die Linie 69, Südwestforfo- Gudrunstraße, ift der 100. Kinderzug aus Deutschland in der Schweiz eingetroffen. frischer Luft demonstrieren, was Turnwarte und Borturner sie mit Deutsche Kinderzüge nach der Schweiz. In den letzten Tagen mit Mufit statt, um die Eltern und noch nicht turnenden Kinder heranzuholen. Sehntausende froher Kinder werden traußen in wird bis Friedrichsfelde, Kirche, die Linie 70, Mariendorf- Ring Der Bug brachte 525 bentie erbolungsbedürftige viel Geduld und Mühe gelehrt haben. Aber mas find 40 000 Rinder bahnhof Frankfurter Allee, bis Lichtenberg, Gudrunstraße, Der erientinder, die von Basel und Schaffhausen auf die ber in der Millionenstadt? Sehen wir auf den Straßen nicht überall längert. Auf den Linien 4, Oftweftring, und 9, Ostring, wird der fchiedenen Freipläge bei Schweizer Familien verteilt wurden. Die die bleichfüchtigen und engbrüftigen Rinder, die nicht oder nur sehr längert. Auf den Linien 4, Ostwestring, und 9, Ostring, wird der Ferienfinder, die von Basel und Schaffhausen auf die ber viel Geduld und Mühe gelehrt haben. Aber was find 40 000 Kinder Fahrabstand, jetzt 15 Minuten, auf 10 Minuten und auf der Linie Kinder genießen bei diesen Familien die Wohltat eines Ferien- felten ihren nadten Rörper in Licht, Luft und Sonne tauchen, die 153, Bahnhof Steglth- Bahnhof Lichterfelde- Weft, von 20 auf aufenthalts bon acht Wochen. Ein nächster Transport deutscher 15 Minuten verdichtet. Die Linie 37, Uferstraße- Kreuzberg, ver fehrt als Einfeglinie 36E. Der neue Fahrplan der einzelnen Linien Rinder ist auf Ende Juni vorgefehen. In der Zeit von 1919 bis nicht baden und schwimmen gehen und die nur das bißchen Schulturnen fennen, dem die Freude und Freiwilligkeit fehlt? Sind nicht ist auf den Aushängen in den Wagen ersichtlich. Mit demselben Mai 1923 find rund 104 000 tinder frember Staaten zu foften- viele Eltern noch der Meinung, daß das Turnen, Spielen im Freien Lage gelangt ein neues Fahrplanbuch zur Ausgabe. Das freiem Ferienaufenthalt in die Schweiz gebracht worden. und Wandern der Jugendlichen und Rinder ein entbehrlicher Lurus Buch erscheint in dartenform, in Taschenformat, zusammenlegbar. Bezirksbildungsausschuh Groß- Berlin. Die Streife werden geft? Freilich, die sporttreibende Jugend braucht einiges mehr an Es enthält auf der einen Geite einen Gesamtverkehrsplan der Ber- beten, umgehend alle laufenden Beträge abzurechnen und die Fragebogen Kleidung, und durch den geförderten Stoffwechsel stellt sich auch finer Straßenbahn mit Angabe der Nummern oder Buchstaben der einzusenden. Ste Abonnements für ble fünf großen& eftonserte turchroeg ein etwas größerer Appetit ein. Aber wer bei den Kinim Winter 1923/24 find herausgegeben. 1. Ronzert: Alte und neue jenigen Linien, die durch die einzelnen Straßenzüge perfehren. Der Chorwerte, Domchor unter Leitung von Herrn Brofessor Nüdel am bern hier spart, muß es nachher mit hohen Zinsen zum Arzt tragen, Plan with von den Schaffnern der mit entsprechenden Plakaten Sonntag, den 21. Oftober 1923, nadm. 3% Uhr, in der Garnisontirche, ganz abgesehen davon, daß frante und schwache Kinder das Faausgerüsteten Wagen zu dem niedrigen Preise von 100 Mart ab- 2. Sonzert: Kammermusit, Bläservereinigung der Staatsoper. Leitung milienglüc stören und eine Laft für die Eltern find. Darum ergeht gegeben Herr Brofeffor Flemming, am Mittwoch, den 21. November 1923( Bußtag), an alle Eltern und Erzieher der Ruf, zu den Kindersportfesten mit nachmittags 3%, br, im großen Saal der Philharmonie 3. Stonert: ihren Kindern zu erscheinen und tann überall den Appell meiter. Die gefährlichen Ecken. Beihnachtliche Mufit, Madrigalbereinigung des staatlichen Inflituts für Am Sonntag vormittag wurde der 46 Jahre alte ruffische Rauf den 26. Dezember 1928, nahm. 8%, Uhr, in der Garnisontiraje 4. Ro ngert: Kirchen- und Soulmufit, Lettung Herr Profeffor Karl Thiel, am Mittwoch, zuverbreiten: Knaben und Mädchen, tommt zum Turnen, Schwimmen, Wandern! mann Lichesnatoff am Kurfürstendamm Ede der Joerte von Franz Schubert mit dem Philharmonischen Drchester unter achimsthaler Straße von einem Auto überfahren. Leitung des Herrn Rapellmeisters Gustab Brecher am Sonntag, den Mit einem Rippenbruch, Kopf- und Rückenverlegungen schaffte man 20. Januar 1924, nahm. 3, 1hr, im großen Saal der Philharmonie. Tente von Fichte, Nowames, Botsdam usw. stellen das Tambourkorps zum Ben Berunglüten nach dem Krankenhause Westend. Am Dienstag 5. Sonzert: Auferstehungs Sinfonie von Gustav Mahler mit dem Fellange in Nowames. Sonnabend abend beginnen die Borkämpfe und diverse abend winde der Händler Otto Feier aus Lichtenberg auf der Bruno Balter am Sonntag, den 16. März 1924, nadm. 3%, or, im großen tämple, Dreilampi. Mittags 12% Uhr Entreten zum Fesaug. Nachdem großes Philharmonischen Orchester unter Leitung des Herrn Generalinusifdirektors turnerische Borführungen im Steubabelsberger Bart. Gonntag vormittag Mett Kreuzung Joachimsthaler Straße- Kurfürstendamm, also an der Saal der Philharmonie. Der Grundpreis für Abonnenten beträgt für Sportfeft. felben Ede von einer Kraftbroschte überfahren. Man fchaffte den alle fünf Stonzerte 5000 M. Beichnungslisten liegen aus im Bureau des Berunglückten nach der Rettungsstelle 7, wo der Arzt einen Unter- Bezirtsbildungsausschusses Lindenstr. 3, 2. Hof, 2 r., Bimmer 8/9, und bei schentelbruch feststellte und ihm den ersten Verband anlegte. An den Bildungsausschußmitgliedern der Abteilungen. ber genannten Ede, sowohl wie an der Ede Kurfürstendamm und Rantstraße ist es zu gewissen Tages- bzw. Abendstunden kaum noch möglich, ohne Lebensgefahr den Damm zu überschreiten. TM Die verführerischen Millionen. " Jubiläum. Am 22. b. M. feiert Genoffe Artur Sommerfeld, Bilmersdorf, Kurfürstendamm 97/98, mit seiner Gaitin das Fest der Silberhochzeit. Berliner Varietés. Nach Unterschlagung von 24 Millionen flüchtig geworden ist der In der Skala ist das Juniprogramm von gewoonter Reichhaltigkeit 18 Jahre alte Handlungslehrling Bruno Hinz, der bei seinen Eltern und Qualität. Die gymnastischen Stünfte sind erstklassig vertreten: Die in der Invalidenstraße wohnte und bei einer Lebensmittelgroßhand- 2 Barbers find in ihren Darbietungen am dreifachen Red ebenso her lung in der Potsdamer Straße beschäftigt war, Hing verließ gestern I vorragend wie Gerhard Mohr als Springer( über 30 Berjonen hinweg Die Hauptveranstaltungen: 1. unb 3. Bezirk( Fichte usw.): Rinberfportfeft in Nowawes. Die Spiel. Freie Turnerfchaft Groß- Berlin. Treffpunkt 1 Uhr mitbags Görliger Bahnhof. Feftzug mit Muſik nach Bahnhof Treptow, dort schließen sich andere Ab teilungen an. Weitermarsch nach Baumschulenweg zum Sportplatz in der Riefholstraße gegenüber dem Krematorium. Straßenstafettenlauf der Anaben und abchen. Spiele, Sport, Bollstänge, Pyramiden, Geräteturnen auf dem Sportplay. 4. Bezitt. Rindersportfest in Groß- Lichterfelbe, Treffpunkt 12 Uhr Händel. plah. Turnbeginn 2 Uhr. Gübgruppe hat bas Sportfest in Trebbin, ferner in 8offen und Ereuenbriegen. 5. Bezirk hält das Sportfest einen Sonntag später ab, und zwar auf dem Röpenider Sportplag. Wetter bis Freitag mittag. Risl, überwiegend betölt, im öft lichen Küstengebiete ziemlich starte, sonit schwache Regenfälle, später etwas auftlarend bei mäßigen nordwestlichen Binden. Eine Abfuhr für die deutschnationalen Hezer. Abg. Heilmann- Berlin( S03.): Die Schlageterdebatte im Landtag. Der Landtag fehte gestern die Aussprache über den Staats- lift unierschrieben von drei Ohrenzeugen, die bereit sind, mit ihrem jeden Augenblick wieder zum Kriege führen fönnte. Mas der A haushalt fort. Die Abgg. Stieler( 3.) und Riedel( Dem.) wenden Eid dafür einzustehen.( Buruf rechts.) Wenn Sie es gerade genau Baeder in dieser Beziehung gestern gesagt hat, ist allerding sich gegen die Verhehungsversuche der Deutschnationalen. Abg. wissen wollen, von wem der Bericht stammt nun, er stammt von eine sehr gefährliche Einstellung. Ich gebe Herr Schlange( Dnat.) wiederholt die Vorwürfe gegen Gevering. zwei Beamten des Berliner Polizeipräsidiums.( hört, hört! links.) Baecker durchaus zu, daß Frankreich nicht sowohl Reparationen als Was fachlich gegen die Tätigkeit des Ministers Severing vorgetragen Geparationen will, aber womit verdeckt denn Herr Boincaré feine wurde, ist positiv gleich Null. Es ist richtig: der Kampf ums Ruhr- imperialistischen Absichten? Er begründet seine Haltung doch mi revier ist eine Art neuer Krieg. Nun fagen die Deutschnationalen, dem Kriege, der angeblich von Deutschland drohen joll. Serru wir follten uns nicht denselben Illusionen hingeben wie 1918. Ich Schlange stimme ich darin zu, daß die Lage zurzeit ähnlich is weiß nicht, mer 1918 Julufionen hatte. Es ist nicht wahr, daß wir als Ende 1918, und es ist deswegen auch erwünscht, wenn man 1918 die Waffen aus der Hand gelegt haben. Sie sind uns aus der alles unterläßt, was geeignet ist, dem Belle eine falsche Darstellung Hand gefallen. Wir haben die Abrüstung, die eine der Bedingungen von unserer derzeitigen Situation zu geben, daß man nicht Schritte des Waffenstillstandes war, erst unterzeichnet, als bei Herrn Erz- der Regierung in irreführender Weise bespricht und meite Boltstreise berger damit zu einem falschen Urteil über die unter den gegebenen Umftänden notwendige Regierungspolitit verleitet. Herr Baeder hat an Oberflefien erinnert und sein Schicksal als die Folge einer nachgiebigen Bolin bezeichnet. Demgegenüber erinnere ich daran, daß diese nachgiebige Politit am 28. September 1918 begonnen hat, Abg. Schlange hat erklärt, der Kampf gegen Severing werde von ben Deutschnationalen absolut fachlich geführt. In welcher Weise diefer Rampf geführt wurde, einige Beispiele: Für alles, was irgendwie in Preußen- Deutschland unangenehmes passiert, wird in der ganzen deutschnationalen Bresse Herr Severing verantwortlich gemacht. Der Herr Justizminister hat einen Erlaß herausgegeben, wie fünftig den Beamten, die feine Schreibvergütung beziehen, von der Justizverwaltung das Schreibpapier zu berechnen fei. Es gibt in ganz Deutschland fein deutschnationales Blatt, das diesen Erlaß des Herrn Justizministers nicht erstens dem Herrn Innenminister zugeschrieben und zweitens diefen Erlaß für einen Bucher erlaß und den Herrn Minister Severing für einen Bucherer erklärt hat. Die ganze deutschmnationale Presse hat dieselbe schöne Erzählung gebracht, wie Herr Severing wegen dieses Eriasses des Herrn Ministers Am Zehnhoff vor das Buchergericht gestellt, wie er sich mit den törichtesten Redensarten herauszureden sucht, aber vom Buchergericht zu strenger Strafe verurteilt wird. Rein fachlich, Herr Schlange!( Sehr gut! fints.) das Telegramm Hindenburgs einlief: Unterzeichnen Sie um jeben Preis den Waffenffithstand, auch wenn von den härtesten Bedingungen nichts zu mildern ist denn jedes weitere Stämpfen ist ausfichtslos und wäre nuglofes Opfern deutscher Leben."( Zurufe rechts: Und die Revolution?) Nun, das Telegramm Ludendorffs: Oberste Heeresleitung fann auf Waffenstillstand auch nicht mehr 24 Stunden warten, sonst droht militärische katastrophe größer als Seban." Nun war dieses Telegramm etwa nach der Revolution oder nicht 6 Wochen vor der Revolution abgeschickt worden?( Sehr wahr! fints.) Wir hatten im Oktober und November 1918 teine Illusionen. Wir haben uns nicht freiwillig auf die Bersprechungen Wilsons ver. lassen. Als wir total verloren waren, da haben wir nach den Bersprechungen Wilfons als nach dem legten Strohhalm ohne viel Glauben und Bertrauen gegriffen. Und worauf fommt es hente an? Es gibt feinen Menschen in Deutschland, der nicht wüßte, daß die deutsche Polizei aus dem Ruhrgebiet ver trieben ist. Es ist deshalb flar, daß für das Ruhrgebiet alles das nicht gelten fonnte, was wir über die normale Staatswirtschaft gefagt haben, nämlich, daß der Staat start genug sein müffe, um Unruhen zu unterbrüden. Das wußten die Herren Deutschnationalen natürlich ebenjogut wie wir. is aber die Unruhen im Ruhrrevier ausbrachen, hieß es in der ganzen deutschnationalen Preffe: Gelsenkirchen- Herr Severing, das ist Ihr Bert! Eln Daß wir zu Berhandlungen fommen, ohne den passiven widerstand rein fachlicher Kampf!( Sehr gut! bei den Goz.) vorher aufgeben zu müssen.( Sehr richtig! bei den Soz.) Das Herr Schlange hat heute gesagt: Ein theoretisch sozial fönnen wir heute. Ob wir es in sechs Monaten noch fönnen, weiß demokratischer, prattisch aber nationaler Mann fein Mensch.( Sehr wahr!) Darum billigen wir die Bolitit der wäre den Deutschnationalen ebenso lieb, sogar noch lieber als ein Reichsregierung, die durch ihre letzte Note den Weg zu Berhandbürgerlicher Feigling. Wenn Herr Schlange eine Spur von An- lungen freigemacht hat. Die Deutschnationalen betrachten dieses standsgefühl hätte, so würde er sich schämen, den Gegenfah theoretisch Freimachen des Weges als ein Abgleiten des Reichsfanzlers. Thren fozialdemokratisch praktisch national zu fonftruieren. Eine der ist der Kern des passiven Widerstandes das finnlose Attentat.( Sehr artige Gemeinheit, uns die nationale Gesinnung abzusprechen, war richtig! tints.) later ben Sabotageaften find auch solche, über die felbst im preußischen Dreiflassenparlament nicht da.( Stürmisches man im Ruhrrevier hätte fachen mögen, wenn die Sache nicht so Bravo! bei den Soz. Entrüftung rechts. Glode des Bräsidenten.) traurig wäre. Unvernünftige Bursehen haben unter Einsatz ihres Ich muß aber bitten, diefen Ausdrud flipp und flar zurückzunehmen Lebens fogenannte tote Gdienen gesprengt, d. h. Schienen, über ( Lachen rechts), damit dieses Mißverständnis nicht aachher rein bie feit 5 Monaten fein Zug mehr gerollt ist. Nur mit gutem fachlich" weiterverbreitet wird.( Bravo! links. Ruf rechts: Crifpient) Billen fann man einem Bolt nicht nügen. Mit dem besten Willen Wenn Herr Schlange fich mit meinem Parteigenoffen Crifpien be- fann man den größten Schaden anrichten. Die Deutschnationalen schäftigt hätte, so würde ich dazu etwas sagen. Er hat aber nicht berufen fich gern auf den alten preußischen Geist. In dem Drama Don Criſpien gesprochen. des Brinzen Friedrich von Homburg" wird der Prinz von Ramps Ich habe noch ein Beispiel für den„ rein fachlichen" Kampf der lust fortgerissen und erringt einen glänzenden Sieg. Trotzdem wird Deutschnationalen gegen Gevering. Ich habe da eine Rede vor mir, er hernach vors Kriegsgericht gestellt und zum Tode verurteilt, mett die vor einigen Lagen in Stettin gehalten und in der ẞommer- er den Befehlen nicht gehorcht hat. So hoch stellte das alte Breußen fchen Tagespo ft" abgebrudt wurde. In dieser Rede heißt es: tum Ordnung und Disziplin. Der preußische Geist der Herren Bei der Einheitsfront, wie manche Parteien fie auffaffen, Baeder und Schlange von heute, das ist der Geist der belgischen steigt mir ein übler Geschmad in den Mund, eine üble Er- Frankfireurs.( Lebhafte Zustimmung links.) Wir wollen den innerung an den Burgfrieden des Krieges. Jeder Lag unter der Kampf im Ruhrrevier als organisierten Kampf.( Buruf rechts: Zur gegenwärtigen Staatsform mache ihn mehr und entschlossener zum Beit des Prinzen von Homburg repräsentierte der Große Kurfürst Monarchisten; denn diese Staatsform fei nichts weiter als eine den Staat und nicht Herr Severing! Stürmische Hefterkeit im Regierung Kerenstis, der die bolfchewiftische Revolution ganzen Haufe.) Also unter dem Großen Kurfürften mußte man unmittelbar folgen werde... Herr Severing hat alle diejenigen ben Staatsgesetzen folgen, unter Herrn Severing braucht man es Berbände verboten, die im Ruhrrevier auch der französische General nicht, so lehcen die Bädagogen der Deutschnationalen Volkspartel. Degoutte verboten hat. Herr Severing frümmt den Kom( Seiterfeit.) Nur so tönnen wir ihn zu einem hoffentlich glückmunisten tein jaar, genau so wie General De goutte den Rom lichen Ende führen. munisten fein Haar frünnte. Als die Beerdigung von Schlageter war, dessen Blutantiage zum Himmel schreit, und ber eines Tages ganz gewis, so wahr die Beltgeschichte das Weltgericht ist, gerächt werden wird, als diese Feier war und nun fommt eine längere Ausführung, hat Herr Severing verboten, feinen Garg mit der schwarzweißroten Fahne zu bedecken. " als Hindenburg und Ludendorff telegraphisch vom Reichskanzler den Bedenken des Reichstanzlers erwiderten, daß der Waffenstillstand sofortigen Waffenstillstand verlangten und auf die telegraphischen gleichwohl angeboten werden müffe. Es ist falsch, geschichtlich irreaufbau arbeiten, wenn es so hingestellt wird, als ob es damals im führend und undantbar gegen die, die legten Endes doch am WiederBelieben der Regierung lag, eine wehrhafte oder eine nachgiebige Politik zu treiben. fucht, das, was die jeßige Reichsregierung in der gegebenen Situation Es ist ein Unrecht gegen das Bolf, wenn man jetzt wieder verim Intereffe des Bolles tut und tun muß, in Parallele zu stellen mit bem, was man damols zu ungerecht als nachgibige Politik bezeichnet hat. Die Wirtung fönnte sein, daß Folgen wie 1918 eintreten, aber in noch viel schlimmerem Maße. Darum bedaure ich auch das ganze Treiben und die Agitation gegen die Maßnahmen des Ministers Severing. In Presse und Versammlungen. So liegt es auch in der heutigen Situation. Den Minister des Innern trifft feine Schuld daran, daß der Mann dort im Westen den Franzosen in die Hände gefallen ist. Ich hoffe, daß nunmehr diefer Vorwurf nicht mehr wiederholt werden wird, und ich hätte erwartet, daß der deutschnationale Redner nach dem Minifter die Gelegenheit zu einer solchen Erklärung genommen hätte. Seit Wochen wurde in der deutschnationalen Presse Severing zum Reden, zu flaren Erflärungen aufgefordert, was er in diesen Dingen getan oder nicht getan habe. Nachdem nun der Minister geredet hat, erklärt Herr Schlange, der Minister hätte besser geschwiegen.( Burufe rechts.) Daß Ihnen feine Ausführungen nicht genehm waren, glaube ich, aber der Minister war von Ihnen gegaungen worden, in dieser Weise zu reben, und wir sind ihm zu Dant verpflichtet, daß er feine Berfon hinter das Interesse des Landes und des Boltes zurückgestellt und nicht alles gesagt hat, was er hätte fagen fönnen. Ich halte deswegen für erforderlich, hier zu erklären, daß, die von Innenminister nach rechts und nach links getroffenen Maßnahmen sich auf der Linie der Regierungspolitit bewegen, die von der großen Mehrheit dieses Hauses gebilligt morden ist und auf Grund deren die jetzige Regierung bestellt morden ist. Die Staatsregierung hat deswegen auch diese Maßnahmen gebilligt und steht hinter dem Innenminister. ( Lebhafter Beifall.) Ich begrüße daher auch die Erklärung des bg. Pinferneil für die Koalitionsparteien, daß auch sie hinter der Regierung stehen. Nach weiteren Ausführungen der Abgg. Obuch( Unabh.) und Dalem( Komm.) erklärt Abg. Frau Voigt( D. Bp.), sie habe mit ihrer Bemerkung über die dänische Hilfstätigkeit nicht das Liebeswerk des fozialdemokratischen Abgeordneten Nielsen Ropenhagen treffen wollen, dem sie ihren wärmsten Dant ausspredje. Weiterberatung: Donnerstag 12 Uhr. Groß- Berliner Parteinachrichten. Rebner beschäftigt sich mit dem Borfall in der Kommunistischen Bartei und fährt dann fort: Eine Gefahr für die Ruhrfront be steht: es ist die wachsende Not. Sie ist für die Ruhrfront gefährlich. Bis jetzt find gegen die Ruhrfront zwei Dolch töhe geführt worden. Der erste Dolchstoß war, daß Rapitalisten bie Dollarschaganweisungen nicht gezeichnet haben. Der zweite be stand darin, daß man die Stügungsaffion der Mart zusammenbrechen ließ. Der dritte darin, daß Industrie und Landwirtschaft endlich der Geist der Reichsverfassung vor allem in in der Reparationsfrage Bedingungen stellten. Es ist Zeit, daß 2. Kreis. Tiergarten. Freitag, den 22. Juni, 6 Uhr engere Kreisvorstandssitung unferem Wirtschaftsleben mehr zur Geltung fommt, vor 5. allem der Geist jenes Gazes, daß das Eigentum im Dienste der Allgemeinheit stehen soll. Auch die Deutsche Boltspartei sollte in der Frage der Hohenzollernabfindung wie in so vielen anderen Fragen sich entschlossen mit beiden Füßen auf den Boden der Reichsverfassung stellen, und mehr als das: sich von 6. Kreis. Kreuzberg. Freitag, den 22. Juni, 7 Uhr, wichtige Kreisfunktionär. dem Geist der neuen Reichsverfassung durchbringen lassen. Die Stunde ist da, wo Klarheit geschaffen werden muß.( Beifall bei den Soz. und in der Mitte.) Dr. Pinferneil( D. Bp):„ Nach Bertauf der Aussprache, insbesondere nach den Aufklärungen, die sie gebracht hat, stehen meine polifischen Freunde und, wie ich hinzufehen darf, auch die anderen im einzeinen, die die Maßnahmen dieses oder jenes Minifters je nady dem Parteistandpunkt gefunden haben, die große Koalifion, wie wir fie gefchaffen haben, auch für die Zukunft die Grundlage der Regierung in Preußen bleiben muß. Die Koalitionsparteien stehen deshalb hinter diefer Regierung." Ministerpräsident Braun: bei Krüger, Puttligste. 10. Bon& Uhr ab daselbst erweiterte Kreisvor standsking. Streis. Febrichshain. Achtung, Mieterente ber VSPD. Freitag, den 22. Juni, 7 Uhr, im Schmidis Gefellschaftshaus, Fruchtstraße 36a, Bersamm Tung fämtlicher Mieterräte. 1. Bortreg Das neue Mieterschutzgeset Ref. Gen. Felgentreu. 2. Diskussion. Die Abteilungsobleute der Mieterräte werden gebeten, für guten Besuch au agitieren. Interessierte Ge noffen find eingeladen. Mitgliedsbuch legitimiert. tonferenz bei Rabe, Fichteftr. 29. Gamiliche im Kreis wohnenden Abge. ordneten sowie sonstige Inhaber von Mandaten müssen durch die AbteiYungen eingeladen werden. Ausweis mitbringen. 14. Reeis. Rentöln. Freitag, den 22. Juni, 7% Uhr, Bersammlung aller Mitglieder des 14. Rreifes im Rarlsgarten", Rarlsgartenstraße. Tagesarbnung: 1. Die. Tätigkeit der Reichstagsfrattion". Ref. Dr. Löwenstein, M. d. R. 2. Dission. 3. Geschäfts- und Kaffenbericht des Kreisvors standes und Raffenbericht der Bildungstommission. Reichs, Starts. und Kommunalbeamte und Lehrer Freitag, den 22. Juni, pünktlich 7 Une, Mitgliederversammlung in der Aula der Mädchen- Mittelschule, Donaus firaße 122( linter Filgelbau). Ref. Gen. Händler. Thema: Berufs beamtentum und Dittatur der Großindustrie im Reich, Staat und der Besielsbeamtenausschuk( Berbeunterausschuß). Freitag nachmittag 15 Rommune". im Jugendheim, Lindenstr. 8, Gigung. Heute, Donnerstag, den 21. Juni: 37. Abt. Rommunale Rommission. 7 Uhr Gigung bei Jerasch, Ebertyftr. 10. 98. Abt. Neukölln. 7 Uhr Funktionärversammlung bei Stein, Juliusstr. 22, Mitgliedsbuch vorzeigen. Ede Benbestraße. Der Herr, der diese Rede gehalten hat, ist der Abgeordnete Schlange- Schöningen. ( Stürmisches Hört, hört! lints. Große Unruhe im ganzen Hause.) Wenn im Ruhrrevier irgendein Aufstand ausbricht, der nur ausbrechen fann, weil die Franzosen unsere Bolizei pertrieben haben, dann richten die Deutschnationalen ihre Angriffe nicht gegen den Landesfeind, sondern gegen den preußischen Minister des Innern. ( Sehr richtig!) Wenn die Franzofen Schlageter morden, dann richten die Deutschnationalen ihre Anflagen nicht gegen diefen franzöfifchen Mord, sondern sie suchen einen Schuldigen im eigenen Lande. Sie suchen einen Berräter in den Reihen der deutschen Ar beiterflaffe( Bfuirufe fints.), und fie glauben, diesen Berräter im Herrn Minister Severing zu finden. Wie wurde das fonstruiert? Angeblich foll Schlageter auf Grund eines Steckbriefes des Bürger meifters von Raifersmerth verhaftet worden sein. Die deutschnatio nale Presse schrieb darauf: Ein Herrn Severing unterstellter Bekoalitionsparteien auf dem Standpunkt, daß froh mancher fritt amter. Ich frage Sie: Inwiefern fann Herr Gevering dafür ver atwortlich sein, wenn irgendein Beamter der Selbstverwaltung nehmen wir an, es wäre der Fall Landesverrat übt. Hat er ihn gewählt? Ronnte er vorher wissen, daß der Bürgermeister von Raiserswerth, wenn er etwas Unrechtes getan hat, es tum würde? Es fommt nur darauf an, Herrn Severing etwas am Zeuge zu fliden.( Sehr richtig!) Wie finnies! Der Bürgermeister von Kaifersmerth, ob er nun deutschnational ist oder nicht, steht uns Es dürfte wohl kaum ein Bolt in der Welt geben, das sich in ficherlich ganz fern. Denn soviel werden alle die Herren bestätigen: einer gleichen Situation wie jetzt das deutsche, in einer Situation, cine fozialdemokratische Mehrheit, die den Bürgermeister gewählt wo der Gegner jeben Augenblick droht, ihm seine Selbständigkeit hat, gibt es in Raiserswerth nicht. Nun geht es dann weiter. In zu vernichten, vor den Ohren des Gegners mit derartigen partei der ganzen deutschnationalen und deutschvolfischen Breffe erscheinen politischen Auseinanderlegungen befaßt.( Sehr richtig!) Wir find tagelang dide Schlagzeilen: Rache für Schlageter. Und nach dieser nun aber einmal in Deutschland und müssen uns mit diesen BerBorbereitung erscheint dann die Meldung, did aufgemacht: Severing hältnissen abfinden und auch dazu Stellung nehmen. Ich folge ift es, der Schlageters Befreiung verhindert hat.( hört, hört!) Alle gleichwohl dem ersten Redner der Deutschnationalen darin nicht, daß diefe Tatsachen sind vom ersten bis zum letzten Wort erfunden. Da ich auf die Frage der Lösung des Reparationsproblems mit, daß Schlageter in die Hände der Franzosen fiel, hat Herr eingehe. Diese befindet sich jetzt in einem Stadium, das uns allen Severing genau foviel zu tun, wie der Mann im Mond. Das wissen die Verpflichtung auferlegt, uns der weitgehendsten die Herren auf der Rechten ja auch ganz genau. Sie machen fich 3urudhaltung zu befleißigen. Dieses Problem ist zum Besten 3. Deshalb unferes Bolles und unseres Baterlandes nicht durch ein Uebermaß einer unwahrhaftigen Aufhehung zum Mord fchuldig. Don Temperament zu lösen, sondern nur durch weitgehende 6. Das Zentralorgan der Deutschvölkischen, das„ Deutsche Selbstbeherrschung und durch fast übermenschliche so. Tageblatt", schrieb in Fettdruck: Gevering wolle den paffiven Selbstüberwindung. mitbringen. Die Erkenntnis, daß die Selbständigkeit des Deutschen Reichesse. Widerstand aufgeben, die Sozialdemokratie baue ab; die Sozial- und des deutschen Bolles nur aufrechterhalten werden kann, wenn demokratie sei im Begriff, das Ruhrrevier zu verraten; Landes- und Boltsverrat fei im Gange. Und dann steht, ganz besonders hervor. von unserem Bolte Opfer in bisher unerhörtem Maße 136. gebracht werden, ist noch nicht in dem notwendigen Maße in jenen gehoben und Herr Genering treibt eine Bolitt, die zu jebem Boltstreifen vorhanden, die noch in der Lage fine, Opfer zu bringen. Bolfsperrat geradezu ermutigt.( hört, hört! finks.) Das sind Ein großer Teil des Boltes, der nahe am Hungerlede ist, ist dazu die Deutschvölkischen, nun die Deutschnationalen. Bor mir liegt ein Bericht über eine am 15. Juni 1923 abgehaltene nicht mehr in der Lage. Die zwei Millionen, die im Kriege für das Bersammlung der Ortsgruppe Brenzlauer Tor der Deutsch- wo es sich darum handelt, im legten Stadium das Baterland zu Baterland ihr Leben hingegeben haben, fönnen verlangen, daß jetzt, nationalen Boltspartei. Die Rede hielt der Hauptgeschäftsführer zetten, die Bebenden sich nicht an den Besitz flammern und dadurch des Landesverbandes Groß- Berlin, Stadtverordneter Kube. In vielleicht das Baterland vollends zugrunde richten. Ich stelle mich dieser Rede sprach Kube über die Erschießung Schlageters und führte deshalb auf den Boden der Erklärung, die der Führer der Deutschen dazu aus, daß die Schuld an der Ermordung Schlageters durch die Bolkspartei im Reichstage, err Dr. Stresemann, fürzlich Franzosen der Minister Severing trüge und deshalb vor Gericht abgegeben hat: gestellt werden müffe.( Bfuirufe lints.) Bei der Erwähnung der Berfon des Ministers Severing bemächtigte sich der Bersammlung eine starke Erregung. Es wurden vielfache Zwischenrufe: Totschlagen!" laut, worauf der Redner Kube erwiderte: Nein, ermorden wollen wir ihn nicht, das würde zu schnell gehen. Aber vielleicht tommt die Zeit, wo wir ihn vor ein nationales Gericht stellen, und dann soll ihn die Strafe treffen. Dieser Bericht Leben und Sterben hängt nicht davon ab, ob wir eine Milliarde mehr oder weniger Reparation zahlen, wohl aber davon, ob Rhein und Rühr deutsch bleiben. ( Sehr richtig!) Entweder opfert der Besiz, damit das Reich underfehrt bleibt, oder der Besitz bleibt unversehrt, dann wird das Reich geopfert. 132. Abt. Blankenburg. 8 Uhr zahlabend bei Alug, Dorfstraße, Bortrag Junasosialisten. Gruppe Friedrichshain. 7 Uhr bei Mitschte, Beibenweg 64, der Genoffin Kreffe. Die Frauen sind dazu besonders eingeladen. 3. Stteraturabend. Gruppe Pentow. T½ Uhr Jugendheim Breite Straße 32, Bortrag des Genossen Oppenheimer über: Ansäge proleta. rischer Stultur in der Jugendbewegung". Gruppe Silben. 18 Uhr im Saal der Juristischen Sprechstunde, Lindenstr. 3, Aussprache über das Sofceismar- Heft. Gruppe Tempelhof. 7% Uhr Neue Straße, Ede ruffiaftraße, Vortrag des Genoffen Mödel. Morgen, Freitag, den 22. Juni: t. 7% Gisung der Bezirksführer, Betriebsvertrauensleute fonte fämtlicher Funktionäre bei Emil Krüger, Engelufer 23. Die Bezirks. führerbilcher find mitzubringen. Swineminder Str. 11. t. 7½ Uhr Sigung fämtlicher Funktionäre beim Genoffen Dobrohlaw, st. 7 Uhr wichtige Funktionärkonferenz bei Mahnkopf, Carmen- Sylva Straße 123. Armbinden, Zeitungsquittung, Partei- und Gewerkschaftsbuch fame Funktionärtonferenz. b 37. Abt. Charlottenburg. 7 Uht bei sterf, Stantstr. 62, gemein b. Reinickendorf- Oft. 7½ Uhr im Jugendheim Seebad, Residenzstr. 49, Junaidien. Gruppe Morben. 75 hr Mitgliederversammlung in her Funktionärßigung. Rateoftube des Ledigenheims, Schönstedtstr. 1. Gruppe 8 Uhr im Rinderhort Feurigstraße. Bortrag von Dr. Friedländer: Reichsverfassung". Sonnabend, den 23. Juni, Treffpunkt zur Gonne wendfeier abends 7 Uhr auf dem Göneberger Bahnhof. Vorträge, Vereine und Versammlungen. Stevolution". Alle Vorträge finden jeden Donnerstag in der Schule NiederBerband Bollsgefunbheit. Bortrag des Genoffen Müller: Gefchichte der mallstraße 12, abends 48 Uhr, statt. Connenwende Sonnabend, den 23. Juni Landheim Müggelheim an der Krampe. Gäste willkommen. Arbeiter Abstinenten- Wund. 23./24. Juni Sonnenwendfeier am Gruben fee. Abfahrt 4 und 8 Uhr vom Görliger Bahnhof nach Scharmülhelsee. Briefkasten der Redaktion. 2. St. 135. 1. 8u empfehlen: Jungheim, Wie der deutsche Reichstag arEs hat auch wenig Zwed, jekt Reden zu halten, die die Welt beitet. Carl Senmanns Berlag; Meißner, Das neue Staatsrecht. Reimar Hobbing. Bu beziehen durch die Borwärtsbuchhandlung. 2. Arbeiter- Athletenglauben machen fönnten, Deutschland treibe eine Bolitit, welche I bund: R. Brüller, Neukölln, Raiser- Friedrich- Straße 77 IV. bis um 6 r. Das Brotversorgungsgesetz im Reichstag. Ein Kompromißantrag angenommen. Vertagung auf den 2. Juli. Abg. Käppler( Soz.): Der Reichstag, ber gestern um 2 Uhr wieder zusammentrat, geleitet worden. Die Reichsregierung hofft, im Laufe der 5 Broz nach oben oder unten ab, erhöht oder verringert sich die griebigte zunächst fleinere Borlagen und nahm dann das Landes nächsten Woche der Deffentlichkeit eine Methode der Lohnfeft. darauf folgende Teilabgabe in dem Verhältnis diefer Abweichung, fteuergefeß in dritter Befung gegen die Stimmen der Kommunisten sehung vorschlagen zu können, die den berechtigten Wünschen der und zwar unter Abrundung des Zu- oder Abgangs auf volle Zwanan. Die Gefeßentwürfe über wertbeständige Hypotheken und über Arbeitnehmer innerhalb der uns zu Gebote stehenden wirtschaft zigftel für jedes Zwangzigstel der Abweichung. Reichen infolge unvorhergesehenen Anwachsens der Zahl der die Ausgabe wertbeständiger Schuldverschreibungen auf den In- lichen Möglichkeiten und innerpolitischen Lage dienen wird. haber werden in zweiter und dritter Beratung ohne Erörterung Das vorliegende Gefeh über die Brotoerbilligung Bedürftigen die erzielten Mittel nicht aus, so ist die Aufbringung gemäß den Ausschußbeschlüssen angenommen. Darauf wird auf ist ein starker Beweis für den Lebenswillen des deutschen Boltes. der weiteren Mittel aus einer Belastung des Besizes durch Gesetz Borschlag des Präsidenten die Sigung, bevor das Haus in die Be- Es will einmal eine fräftigere Entwicklung unserer Eigenerzeugung zu regeln. ratung des Brotoersorgungsgefeßes eintritt, um 4 Uhr bis 5 Uhr hervorrufen und zweitens dem sozialen Ausgleich dienen. Nur da unterbrochen. mit fönnen wir unserem Bolt eine tragfähige Grundlage für die Unfere Bedenten gegen das Gefeh sind noch nicht ganz be Infolge der in der Bause gepflogenen Berhandlungen unter den 3ufunft schaffen. Die Ausschußbeschlüsse unterscheiden sich nicht Parteien über einen neuen Kompromisoorfchlag zum unerheblich von der Regierungsvorlage, während die Bor. feitigt, aber nach den Erklärungen des Ministers können wir uns Brotoerforgungsgesetz verzögert sich die Wiederaufnahme der Sigung lage bis auf weiteres die Martenbrotverteilung fort damit einverstanden erklären. Die Reserve muß möglichst feßen wollte, ift das Ende der Martenbrotverteilung in einem be- burch Auslandsgetreide beschafft werden. Erfreulich ist Bur zweiten Beratung steht das Gesetz über ftimmbaren Zeitpunkt vorgesehen, für den 15. September oder die Erklärung des Ministers, daß die Berbilligung zwei 15. Oftober, obwohl die Borlage in mancher Hinsicht mehr Möglich. Fünftel betragen soll. Es ist flar, daß die Landwirtschaft feiten offen ließ, stellt die Regierung sich doch auf den Boden der durch den Brotpreis ganz gewaltige Gewinne gemacht hat. Es ist im Wirtschaftsjahr 1823/24. Nach den Beschlüssen des Bolts. Ausschußbeschlüsse. Danach fann von einer Getreidereferve daher berechtigt, daß der Besitz die Kosten der Verbilligung tragen wirt haftlichen Ausschusses wird die Reichsregierung in der Höhe der Regierungsvorlage nicht mehr die Rebe fein. Eine muß. Die Löhne find weit hinter der Preissteigerung zurüdgeblieermächtigt zur Sicherstellung der Versorgung bis zu einer Million Tonnen Reserve wird für die verbleibenden Aufgaben ge- ben, und das muß wieder eingeholt werden durch finanztechnische Million Tonnen Brotgetreide( Regierungsvorlage: nügen. Unzweifelhaft fonnten die in der Reichstagsentschließung und steuerliche Maßnahmen. Wir werden dem Kompromiß zu3½ Millionen Tonnen). Die Verwaltungsabteilung der Reichs- vom 12. April vorgesehenen Lieferungsverträge unter Umständen ftimmen. getrelheftelle ist spätestens mit dem 31. Dezember aufzulösen. Die zu einer Berteuerung dienen. Die Regierung stellt sich infolge. öffentliche Brotverforgung fällt mit dem 15. September 1923 fort. deffen auf den Standpunkt des Ausschusses, der von diefem Syftem Die Reichsregierung fann fie mit Zustimmung des Reichsrats ganz abgegangen ist. Es waren gegeneinander abzuwägen die größte ober teilweise bis zum 15. Oftober 1923 fortseßen. Zur Erleichterung Sicherheit der Lieferung durch Lieferungsverträge und die wirtder Versorgung der bedürftigen Teile der Bevölkerung find Geld- fchaftlichen Vorteile des freten Kaufs. Der Ausschuß hat fich für beträge bereitzustellen; dazu wird als einmalige 2bgabe das Sechs- die letzteren entschieden. Bon eben so großer Bedeutung ist fache der Zwangsanleihe erhoben, unter Befreiung der Grundstüde, feffverzinslichen Wertpapiere, Hypotheken und Martforderungen. die Sicherung der Brotversorgung Abg. Schiele( Dnatl.) gibt namens seiner Partei die Erklärung ab, daß diefe dem Kompromiß schweren Herzens zustimme, obwohl thre Wünsche nicht erfüllt seien. Abg. Leufhäußer( D. Bp.) erflärte, daß auch seine Partei dem Rompromiß zustimmen werde im Intereffe des möglichst einmütigen Zustandekommens des Gesetzes, obwohl die Bedenken seiner Fraktion nicht völlig beseitigt seien. Abg. Dr. Heim( Bayer. Bp.) erklärt die Zustimmung seiner Bartei zum Rompromiß troß großer Bedenten. Reichsfinanzminister Dr. Hermes: In Fällen, wo die Er. bebung der Abgabe eine Härte darstellen würde, soll von ber Ermächtigung der Reichsabgabenordnung Gebrauch gemacht werden. Anträge auf Berücksichtigung in solchem Fall sollen von den Landesfinanzämtern in beschleunigtem Verfahren erledigt wer den, die ich anweisen werde, mit Berständnis für die wirtschaftliche Lage schleunigst zu prüfen und zu entscheiden. Abg. Hendemann( Romm.): Die Vertreter der Sozialdemokratie haben alles aufgegeben, was Jahrzehnte hindurch Gemeingut der fozialistischen Ueberzeugung gewesen ist. Wir werden gegen die Borlage und gegen das Kompromiß stimmen.( Beifall bei den Romm.) die Frage der Fürsorge für die Bedürftigen Darunter find zu verstehen die bedürftigen Kriegsbeschädigten und Die Abgabe ist bis zum 1. Auguft 1923 umaufgefordert zu zahlen, Kriegshinterbliebenen, die Sozialrentner, Kleinrentner, Armengeldfür Zahlungen nach dem 1. Auguft erfolgt ein Zuschlag in Höhe des empfänger, die Empfänger von Erwerbslosenunterstügung und die Goldzollaufgeldes.( Die in der Borlage vorgesehene Ermächtigung finderreichen Familien. Das Ausmaß der Unterstügung ist so geder Reichsregierung zur Erfaffung von 1 Millionen Tonnen Gedacht, daß im Durchschnitt etwa zwei Fünftel Berbilligung eintritt, treide durch Umlage, soweit die freie Lieferung nicht bis zum nicht fo, daß jeder einzelne Anspruch gerade auf diese zwei Fünftel 15. Juni 1923 gefchert sein sollte, hat der Ausschuß gestrichen.) hat, well das nicht praktisch durchzuführen wäre, fondern, daß die Der Ausschuß schlägt ferner folgende Entschließung vor: Die Regierung verpflichtet ist, in dem bezeichneten Rahmen durchschnitt. Reichsregierung zu ersuchen, wirtsame Maßnahmen zu ergreifen, lich die Unterstützung zu halten. Für die Aufbringung der nötigenfalls dem Reichstag neue, die geftenden Borschriften ergän mittel war der Weg durch die Reichstagsentschließung gewiefen. zende Gesetzvorschläge zu machen, die geeignet sind, die Berfchie. Aus der neuen Geldentwertung ergab sich die besondere Wichtigkeit bung von Lebens und Futtermitteln, namentlich einer Baforisation des Betrages in dem Sinne, daß Don Getreide, Bieb- Rauhfutter, ins Ausland zu verhindern. nicht eine bestimmte Summe der Erhebung zugrundegelegt werden sollte, die nicht vorherzusehen ist, sondern, daß bei der Zahlung an zwei Terminen ein Betrag aufgebracht wird, der sich auf den Abg. Dr. Hertz( Soz.): Dem Borrebner gegenüber bemerke ich, Roggenpreis aufbaut, ausgehend von einem bestimmten daß es ein großer Vorzug des Gesetzes ist, daß die Lasten ledig. Schlüffel, als welcher das Sechsfache des Zwangsanleihebetrages fich aus dem Besiz herausgeholt werden, und daß nach der gewählt ist mit der Einschränkung, daß festverzinsliche Wertpapiere, Erklärung des Ministers auch die Erwerbslofen an der Hypothefen, Hausbesitz und sonstige auf Mart autende Forderungen Brotverbilligung teilnehmen sollen. Die Annahme der kommunisti der Vervielfachung nicht unterworfen werden. Dieses System der schen Anträge im Ausschuß wäre eine Niederlage der Arbeiter geBalorisation genügt nur, wenn die jetzt angenommene Zahl der Be- wesen. Während die Sozialdemokraten das Zehnfache der Zwangsdürftigen nicht überschritten wird. Die Zahl ist mit einem hin- anleihe forderten, haben die Kommunisten nur das Bierfache beanreichenden Spielraum angenommen, es besteht also die Aussicht, fragt.( hört, hört!) Der kommunistische Vertreter hat übrigens im daß mit diesen Mitteln die soziale Aufgabe des Gesetzes erfüllt Ausschuß für den§ 6 über die Zwangsanleihe in der Ausschuß. werden fann. Es mußte aber auch für den anderen Fall vorgefaffung gestimmt.( Heiterfeit.) sorgt werben, und das ist durch einen Antrag geschehen, der dem Haufe noch vorgelegt werden wird, und der vorfieht, daß, Ernährungsminister Dr. Luther: Der Sturz, den die Mart durch Börsenvorgänge in den letzten Wochen erlitten hat, ist auch in den tatsächlichen Berhältniffen nicht hinreichend begründet( Sehr richtig), insbesondere gibt die außenpolitische Lage dazu feinen Anlaß. Die Aufnahme, bie unfer Memorandum gefunden hat, gibt keinerlei Grund zu einer folchen Abwärtsbewegung. Gegen den Währungsverfall hat die Meichsregierung neue Maßnahmen eingeleitet. In eingehenden Besprechungen, die der Reichstanzler mit Sachverständigen und in Besprechungen, die der Reichswirtschaftsminister jetzt eben mit Sachverständigen aller Kreise abhält, find die Wege erörtert worden, um der über das berechtigte Maß hinausgehenden Entwertung der Mart entgegenzuwirken. Der erste Erfolg ist sichtbar. Das Notgesetz vom Februar d. J. gibt der Reichsregierung die Möglichkeit, soweit neben wenn die Zahl der zu Unterstühenden anwächst, börsentechnischen Maßnahmen Rechtsvorschriften erforderfind, diese zu erlaffen. Dem Anlage und Sparbedürfnis des die weiteren Mittel wieder in Anknüpfung an die Reichstagsent Birtschafters wie des fleinen Mannes möglichst die Wege zu öffnen, unter ist der Besitz im weitesten Umfange zu verstehen. Es wird schließung unter Belastung des Besizes aufgebracht werden. Dar wird ein besonders wichtiges Glied in der Kette unserer Maßnahmen für diesen hoffentlich nicht eintretenden Fall Sache der Regierung fein. Daneben bleibt das Problem, wie der Entwertung des und des Hauses fein, die richtige Art der Belastung zu finden. Nach Geldes im Lohn und Gehaltswesen Einhalt getan bem Gesetz wird demnächst die Reichsgetreideftelle in der werden kann, eine dringende Aufgabe dieser Wochen. Zur Lohnfrage fann ich mitteilen, daß der Reichsarbeitsminister es für unbedingt bisherigen Form zu egiftieren aufhören: fie muß aber notwendig hält, die Arbeitseinkommen in schnellerer und befferer als Geschäftsabteilung erhalten bleiben, um die Verwaltung der Getreide reserve durchzuführen. Beise einer sprunghaft fich entwidelnden Preisbewegung anzupassen. abteilung findet fie ein Ende. Ms Berwaltungs Ueber die Maßnahmen, die hierzu ergriffen werden sollen, haben bereits Berhandlungen mit den Spizenverbänden der Arbeitgeber und Arbeitnehmer stattgefunden, die zurzeit fortgefeht werden. Die Borschläge, die in der Deffentlichkeit über die Wertbeständigkeit des Arbeitseinkommens gemacht worden sind, werden seitens der Beteiligten unter der Reichsregierung auf ihre wirtschaftlichen Auswirkungen hin geprüft. Die Verbesserung der Lebenshaltung, die der Reichsarbeitsminifter am 7. Juni in Aussicht stellte, ist inzwischen in die Wege Berliner Elektriker- Genossenschaft E. G. m. b. H. Zigaretten Berlin- Lichtenberg. Rittergutstr. 24 Tel.: Lichtenberg 247 Garbaty, Josetti, Salam, Bilanz am 31. Dezember 1922 Aktiva Inventar- Konto Material- Konto Kassa- Konto Bank- Kosto Postscheck- Kt Konto- Kor.- Kt: Forderungen. Kautionen. M. 11 871, Passiva Gesch.- Ant.- Kt. 207 782,30 Reservef.- Kt. 55 642,52 270 188,23 9 239,95 792 817,70 2 600, Begon, Arbeiten 1 608 154, 108/13 Zinsen- Konto Darlehns- Kt. Betriebs schuld Konto- Kor- Kt: Waren schulden à conto- Zahlg. Gewinn M. 20 058, 15 406,25 536,80 109 340, 62 914, 755 555,64 1868 651,45 125 773,55 Eingegangen ist inzwischen ein Kompromißantrag aller Parteien, Abg. Koenen( Komm.) erklärt die Mitteilungen des Borrebners über die Ausschußverhandlungen für unrichtig. Die Borlage wird in ihren Einzelbestimmungen unter Ableh nung tommunistischer Anträge, sonst nach den Ausschußbeschlüſſen anleihebestimmungen) aber nach dem Kompromisantrag in zweiter und dritter Lesung angenommen.§6( 3wangs Die Entschließung des Ausschusses wird angenommen. tag, den 2. Juli, nachmittags 3 Uhr an, mit der Tagesordnung: Die nächste Sigung beraumt Bräsident Löbe auf Mon Kleine Borlagen und Interpellation über die bayerischen Volks gerichte. Abg. v. Gräfe( Deutschvöll. Freiheitsp.) beantragt, morgen melterzutagen, um Erklärungen der Regierung über die auswärtige Bolitit entgegenzunehmen. Abg. Müller- Franten( Soz.) wendet sich gegen den Antrag. mit Ausnahme der Kommunisten, wonach die Abgabe des Sechs. Die Sozialdemokraten behielten sich aber vor, auch in der Verfachen der 8 wangsanleihe je zur Hälfte am 1. August 1923| tagungszeit die Zusammenberufung des Hauses zu fordern, wenn und am 2. Januar 1924 fällig ist. Weicht der durchschnittlich amt- die Bage es nötig mache. liche Preis für märkischen Roggen an der Berliner Börse in der Zeit vom 1 bis 15. Jult 1923 umd vom 1. bis 15. Dezember 1923 von dem Satze von 120 000 m. für den Zentner um mehr als Bekleidung Be Problem, Fabian, Phänomen Belshaus Warschauerstraße 7. und andere führenden Marken. Legenheitstufe. Riefenauswahl. Spott Meisenberg Nachfl., preife. Grüner Weg 85 ( Andreasplatz) KrausePianos, Blaufüchse, Wölfe zu enorm billi zur 2 958 235,70 Ansbacher Str. 1, Ecke Kurfürstenstraße 2958 235,70 Mitgliederbestand am 31. Dezember 1921: 36. Mitgliederbestand am 31. Dezember 1922: 36. Belzwaren: Klaviermacher Bianos preiswert. Lint, Brunnenstraße 85. Fahrräder Kaufgesuche Der Antrag v. Gräfe wird gegen die Stimmen der Deutsch volfischen Freiheitspartei und der Kommunisten abgelehnt. Schluß gegen 9 Uhr. tauft Rabel, Ligen, Mietssachen vertritt früherer Bor Böchstzahlend Rupferdrähte, Wachsdrähte, Spulen- figender bes Mietseinigungsamts, schwie. drähte, Motoren, Glühlampen fowie tigste Fälle. Lothringer Str. 47, Nürn fämtliches Installationsmaterial Clet berger Straße 8. trizitäts- Werkstätte, Reutölln, Rottbufer Dammt 96. Morigplag 163 68. Felbftecher, felbgraue, 08, Brismengläser, Photoapparate, bauft Haller, Eichendorffstraße fiebzehn, Stettiner Bahnhof. Arbeitsmarkt Stellenangebote Damenfahrräder, Herrenfahrräder. Leibhaus Friebrichstraße 2( Sallesches Riefenauswahl. Schlawe, BeinmeifterTor) verlauft elegante Herrenanzüge, ftrage vier. Covercoats, Schlüpfer, Gummimäntel, Sofen, Sportpelae, Gehpelse, Ragen. jaden, Sealmäntel, Rreuzfüchse, GrauFrauenhaar, 100 Gramm 5000 Mart, Kupferbender, gelernter, junger, gegen Breifen. Reine Lombardware. Bianos fauft Karfiol, Dresbener- größere Boften mehr, fauft haargeschäft fucht. 8u erfragen Loos, Modernstr. 76. 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