MbenSausgabe Nr. 312> 40. Fahrgang Ausgabe g Nr. 156 Btzilg«b«dingvngen und Anzeigenpreise sind in der Morgknausgab« angegeben RndatNoa: STD. 68, Cinbenitcobe 3 Serasprecher: vöahoss 292— 295 ScL'lUitcffe: Sozialdemotra» Berlin Devlinev VolKsblakt preis 400 Mark IreKag ö. Juli ms Bering und Anz eig enableilunz: GeschSstszeit S-Z Uhr Verleger: vorwörls-veclag GmbH. Berlin STD. 68, Lindenllrnhe 3 Zernsprecher: VSnhoff 2506 2502 �entralorgan cler Vereinigten 8o2ia1clemoKratif«�en Partei Deuttcklancis Kampfbeginn in öer Metallindustrie. � SlfSSSTf1!; "'' frhrtffftrhrr �fhpr hn& mrrffrhnffftrfit Die StreMeitung des Denkschen Meiallarbeiterverbandes teili mit: Die Streikleitung hat beschlossen, daß am v. ZuN folgende De- triebe In den Streik zu treten haben: Zlriadne, Ambi-Konzern, Aktumulatorenfobrit Oberschöneweide. Aga-Lichtenberg, Mix u. Geneft, Gehrmann u. Co.. Anhaltische Maschinenfabrik. vorsigwalder Metallwerke, Dorsig. Verlin-Karlsruher Jnduslriewerke, Tassirer u. Co.. V ergmann, Seestr., Deutsch« Kabel- Industrie. Kabelwerk Lichtenberg, Telephonwerke Stock-Lichtenberg. Deutsche Eisengießer ei-Vrilz, glohr, Chausseestr., Härtung-Lichten- berg. Härtung, WIclesfstr., Gebr. Israel, Zachmann-Dorstgwolde. Iaroslaw-Weißensee. Iürst-Adlershos, Knorr-Lcemse Berlin und Oberspree. Loewe, Lorenz. Dr. Paul Meyer, Lynarstr. und Dronl- heimer Str., Kabelwerke Neukölln. Neue Mesflngwerke, NiKoliz, Orensteln u. Koppel, pinkus, Raboma. Roza, Riewe, Cmil Stein, Dichazcek, Stock-Motorpflug. Berlin und Oberschönweide, Sustkazis, Schuchardt, Neukölln, Schuchardt, Rungestr., Siemenskoazern, Siemens-Lichkenberg, Armin Tenner, Werner, Lützowstr., wolsf, Lette u. Zacoby, Aink-Rassinerie, Zwietusch. Kulecki u. Böhm, Der- ewigte Isolatoren werke.» weiter Hot die Streikleitung beschlosten, daß Notstands. arbeiten auszuführen sind, lleber die Art der Notstand»- arbeilen ist der Streikleitung Mitteilung zu machen. In Streitfällen entscheidet die Streikleitung. Schwerkrieg». beschädigte im Sinne des Gesetzes brauchen flch am Streik nicht zu beteiligen. Monteure, welche fich außerhalb Berstn» auf Montage befinden, dürfen nur durch die Streikleitung zurück- beordert werden. Die Streikleitung. Urich. Damit hat der Kampf in der Berliner Metallindustrie be- gönnen. Kein einsichtiger Mensch wird der Organisations- leitung das Zeugnis versagen, alles getan zu haben, um diesen Kampf mit allen seinen Auswirkungen und möglichen Folgen zu vermeiden. Sie hat das getan im Bewußtsein der Schwere ihrer Verantwortung gegenüber chren Mitgliedern, gegenüber der Oeffentlichkeit und im Hinblick auf die wirtschaftliche Er- schütterung, die ein derartiger Streit mit sich bringen muß. Sie ist auch weiter bestrebt— die vorstehenden Maßnahmen lassen dies erkennen—, den Kampf, soweit seine erfolgreiche Durchführung es zuläßt, zu lokalisieren. Sie hat alle diese Maßnahmen getroffen, obwohl sie sich bewußt ist, daß sie sich dadurch den Angrifsen aus den Reihen ihrer eigenen Mitglieder aussetzt. Tatsächlich wird nicht nur von den Kommunisten in der unverantwortlichsten Weise gegen die Organisationsleitung gehetzt— von dieser Seite wundert man sich ja über nichts mehr—, auch von Mitgliedern, die den Kommunisten durch- aus fernstehen, wird der Organisationsleitung der Vorwurf des Bremsens und der Verschleppung gemacht. Wir möchten deshalb doppelt davor warnen, sich durch großspurige Redereien unverantwortlicher Elemente beein- slusten zu lassen. Die Metallarbeiter Berlins kämpfen einen sehr harten Kampf. Sie haben es mit einem Gegner zu tun, der nicht allein wirtschaftlich sehr stark ist, sondern der auch die Führung hat in dem Widerstande der Unternehmer gegen den ehrlichen Lohn. In diesem Kampfe ist unbe- dingt« und eiserne Disziplin die Voraus» setzung des Erfolges. Für die Arbeiterschaft handelt es sich n i ch t u m e i n e M a ch t f r a g e. Sie will nur dem fortgesetzten Himmel' schreienden Lohnbetrug ein Ende machen. Sie will, daß der Lohn, der tariflich vereinbart wird, auch wirklich gezahlt wird. Sie will nicht mehr das Opfer der Markentwertung sein, auf deren Kosten sich die Reichen noch mehr bereichern. Wer wird den Arbeitern in diesem Bestreben seine Sympathie und tat- kräftige Solidarität verweigern können! In anderen Ländern ist die Vereinbarung mit einer wertbeständigen Lohnklausel längst üblich. Auch die Unter- nehmer haben in ihren Lieferungsverträgen in irgendeiner Form wertbeständige Preisklauseln. Ist es nicht ein uner- härter Skandal, wenn sie ihren Arbeitern verweigern, was sie für sich selbst ohne weiteres in Anspruch nehmen und damit zugleich die Arbeiter betrügen?! In Deutschland gibt es bereits Unternehmer, die in irgend einer Form die Wertbeständigkeit der Löhne anerkennen. Wir haben in dieser Beziehung vor einigen Tagen die Bestimmun- gen eines Reichstarifs der Bekleidungsindustrie angeführt. In unserer heutigen Nummer finden die Leser etwas Aehn liches aus dem Bankgewerbe für ganz Deutschland. Auch die Unternehmer des Berliner Einzelhandels haben sich grund- sätzlich bereit erklärt, eine derartige Lohnklausel in den abzu- schließenden Bertrag auszunehmen. Bei einigem guten Willen geht es also auf gütlichem Wege, der außerdem den Vorteil hat. für die Zukunft das Element der fortgesetzten Unruhe auszuschalten. Es muß also auch in der Berliner Metall industrie gehen. Noch immer verhanülungen. Die Verhandlungen des R e i ch s k a n z l e r s mit dem Nuntius Pacelli sind bisher noch nicht abgeschlossen! viel- mehr findet auch heute noch eine Besprechung statt. Bis zum Abschluß der Verhandlungen wird über die Besprechung selbst und ihr Ergebnis strengstes Stillschweigen bewahrt. Der papft warnt vor Repressalien. Vorftellungeu in Paris und Brüssel. Rom. 6. Zuli.(HJIB.) Aus die Nachricht von strengen Maßnahmen der französischen und belgischen Regierung in den besetzten Gebieten wegen des Attentat» vom 30. Zun! hat die Kurie die Nuntiaturen in Part» und Brüssel telegraphisch an- gewiesen, bei der sranzösischen und belgischen Regierung Bor- 'stellnngen zu erheben und mitzuteilen, der Papst erwarte. daß keine Maßregeln ergriffen würden, die zu noch stärkerer Erbitterung der Gemüter mit entsprechenden schmerzliche« Aolgen führe« würde. Englanü will nicht länger warten. London. 6. Juli.(WTB.) Der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" spricht die Hoffnung aus, daß die Uebersendung der schriftlichen sranzösischen Antwort auf Curzons Memorandum spätesten» Ende dieser Woche vollzogen werde: denn die britisch« Regierung könne» die öffent- liche Erklärung über ihre Politik nicht gut länger als bis zur ersten Hälft« der nächsten Woche aufschieben. Der Korrespondent erfährt, daß gegenwärtig ein lebhafter Meinungsaustausch zwischen Paris und Brüssel im Gange sei. Nicht nur das belgisch« Kabinett, sondern auch der Führer der Liberalen Partei. Hymans, hege den Wunsch, daß zwischen Großbritannien und Frankreich die engsten und freundschaftlichen Beziehungen erhallen blieben. In Belgien sei man sehr besorgt über die Möglichkeit, daß die Einsetzung einer internationalen Sachverständigenkommission zur Abschätzung der deutschen Zahlungsfähigkeit das Ergebnis einer notgedrungenen Sonderaktton der britischen Regierung sein könne. Der Gedanke der Einsetzung einer solchen Sachver- ständigen-Kommisston hob« gewiste Derwandffchaft mit der Auf- fastung, welche die belgische Regierung und ihre Vertretung in der Reparationskommission vor einem Jahre bei der Zusammenkunft der internationalen Bonkiers in Paris vertreten hätten. Belgien könne sich bei der Ruhrunternehmung nicht von Frankreich trennen, würde aber die geschäftlichen Grundsätze, die es bis vor kurzer Zeit unterstützt habe, nur widerwillig verleugnen. Auch sei Belgien ebenso besorgt über das Sinken seines Wechselkurses, wie es Italien über da» Sinken der Lire sej. Der Korrespondent spricht die Bermutung au», daß Poincarc gleichzeitig mit seiner Antwort Erkundigungen über die Erwartungen Großbritanniens bezüglich der deuffchen R« parationszahlungen und der interalliierten Schulden an England einziehen werde. Die von B a l d w i n im Unterhaus abgegeben« Erklärung, in der betont wurde, daß das Januarangebot Englands abgelehnt und England daher frei sei, in dieser Sache so zu handeln, wie e, ihm am zweckmäßigsten erscheine, habe in alliierten Kreisen große Be- wegung hervorgerufen und auch in manchen britischen Kreisen überrascht. Diese Bersteisung der amtlicheu Haltung fei wohl teilweise darauf zurückzuführen, daß die R u h r b e setzung nach brllischer Ausfassung Deutschland, Zah- lungsfähigkeit vermindert habe, und daher unvermeidlich dazu führen müsse, die Gesamtsumme der Entschädigungen unter den im Januar von dem britischen Sachverständigen aufgestellten Betrag zu vermindern und somit Großbritanniens Anteil von 22 Prozent herabzusetzen. Man sei vielleicht der Ansicht, daß Groß- britannien berechtigt sai, für den Verlust, der ihm durch andere zugefügt sei, ein« Entschädigung zu suchen und seine Januarforde- rungen an die Alliierten zu erhöhen. London, 6. Juli.(MTB.) Reuter erfährt, daß die englisch- französischen Besprechungen über die Reparationsfrage möglicher- weife Ende dieser oder Anfang nächster Woche wieder aufgenommen werden würden. Man erwarte, daß dann die französische Regierung die von Curzon gewünscht« schriftlich« Antwort übersandt haben werde. Bisher lägen keine Anzeichen über den Charakter der französischen Antwort vor, wenn auch die französisch« Haltung in der Frag« der Einstellungdes passiven Widerstandes und der Räumung des Rührgebietss ungefähr bekannt sei. Im südslawischen Parlament sind acht deutsche Abgeordnete in die O p p o s i t i o n getreten, wodurch die Regierung P a s i t s ch in eine schwierige Situation geraten ist. Abwärts, abwärts...! Die Börse stand heute völlig unter dem Einfluß des scharfen Rückganges der deutschen Mark an den gestrigen Auslandsbörsen. Der Devisenverkehr, dessen Ver- lauf nach der ersten Börsenstunde sich kaum richtig übersehen ließ, liegen außerordentliche Kaufaufträge besonders aus den Provinzplätzen vor. Auf dem Effekten markte entwickelte sich wieder eine stürmische Aufwärtsbewegung, bei der Bankaktien, Balutapapiere und Schiffswerte die Führung hatten. Die Streikgefahr wurde von der Börse nicht sonder- lich beachtet. Man steht völlig unter dem Eindruck des un- aufhaltsamen Verfalls der deutschen Mark und läßt dabei alle Richtungen und politischen Momente völlig außer acht. So wurde auch den Verhandlungen zwischen Reichskanzler und dem päpstlichen Nuntius von der Börse keine besondere Bedeutung beigemessen. Der Berliner Metallarbeiterstreik ist ein rein w i r t- s ch a f t l i ch e r Kamps. Aber daß wirtschaftliche Kämpfe von solchem Umfang nicht ohne politische Bedeutung sind, bedarf kauin eines näheren Nachweises. Der verbrecherische Angriff des französischen Militans- mus auf das Ruhrgebiet hat Europa in neue Ver- wirrung gestürzt und seine wirtschaftliche Gesundung ver- hindert. Seit die Regierung Poincar6 einsehen mußte, daß die Besetzung das Ruhrgebiet nicht zum produktiven Pfand machen kann, kennt sie nur ein Ziel, durch eine Taktik der Abschnürung und Zermürbung den wirtschaftlichen und da- durch auch den politischen Niederbruch Deutschlands herbei- zuführen. Die englische Opposition gegen dieses Unternehmen hat bisher nur den einen Erfolg gehabt, die Hartnäckigkeit des Angreifers in der Verfolgung seiner Ziele zu steigern. Frank- reich sucht an der Ruhr den Sieg über England. Auf der anderen Seite trifft die Regierung Enno der schwere Vorwurf, daß sie so gut wie alles zu tun unter- lassen hat, um die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit Deutsch- lands in diesem großen 5�amps zu festigen. Statt rechtzeitig energische Maßregeln zu ergreifen, um ein Hinabsinken der Mark ins Bodenlose zu verhindern, hat sie in der Notenpresse das Allheilmittel erblickt. Kein Mensch wird behaupten, daß es in dieser Zeit möglich gewesen wäre, ein Sinken der Mark überhaupt zu verhindern. Wenn es nur gelang, die Fall- gcschwindigkeit zu verringern und die Bewegung einiger- inaßen gleichförmig zu gestalten, so war das Erreichbare schon erreicht. Da die dazu geeigneten Mittel nicht ange- wendet wurden, erlebten wir in ständig steigendem Maße jene krampfartigen Zuckungen der Volks- !o i r t f ci? a f t, die für die Spekulationen einen Goldregen, für die Industrie Erportkonjunktur mit Riesengewinnen, für die Massen des arbeitenden Volkes aber ein plötzliches fast völliges Versiegen ihrer Existenzmöglichkeiten bedeuteten. Es versteht sich von selbst, daß solche wirtschaftlichen Er? schütterungen zur Quelle sozialer Unruhe werden müssen. Was will die Arbeiterschaft? Sie weiß sehr genau, daß ibr unter den gegebenen Verhältnissen kein sorgenloses und freudenreiches Dasein blühen kann, wie es heute trotz alledem einer kleinen Minderheit beschieden ist. Wonach sie sich sehnt und wonach sie strebt, das sind einigermaßen g e- sicherte Lebensverhältnisse, sei es auch im Rahmen einer noch so bescheidenen Existenz. Sie ist es müde, im Lauf einer Woche oder eines halben Monats sich wieder entgleiten zu lassen, was sie in zähen Verhandlungen oder harten Kämpfen gewonnen hat und was dennoch nicht viel mehr ist als ein Stück Brot. Daher ihr Drang, die Löhne soweit hochzubringen, daß sie auch bei dem leicht voraus- zusehenden weiteren Sinken der Mark nicht allzu rasch wieder unter die Hungerarenze hinabstürzt, daher auch ihr Streben, endlich zu einem Abkommen zu gelangen, das ihr wenigstens das Existenzminimum sicherstellt: das Verlangen nach dem wertbeständigen Lohn. Die gegenwärtige Bewegung, die im Augenblick im Berliner Metallarbeiter st r�ik kulminiert, darf daher nicht mit äußerlich ähnlichen Bewegungen in normalen Zeiten ohne weiteres gleichgesetzt werden. Sie entspringt ebenso außerordentlichen Ursachen, wie sie außerordentliche Wirkungen zeitigen kann, wenn sie fortschreitet und weiter greift. Schwerste Verantwortung würden diejenigen auf sich laden, die, auf ihre eigene gesicherte Stellung pochend, eine soziale Kraftprobe riskieren wollten. Auf der anderen Seite ist es klar, daß eine Bewegung von so elementarer Natur nicht einfach durch gütliches Zu- reden zum Stillstand und zum Zurückfluten gebracht werden kann. Die Unternehmerlegende von den sozialdemokratischen Streithetzern und den gewerkschaftlichen Streikvereinen klingt nur noch wie ein Märchen aus alter Zeit. Die politische wie die geweikschaftliche Arbeiterbewegung haben im äußeren Daseinskampf unseres Volkes ein solches Maß von Verant- wortungsgefühl gezeigt, daß derartige Verleumdungen an ihnen abprallen. Abgesehen von ein paar unverbesserlichen Narren hat niemand ein Interesse und eine Freude daran, wenn die deutsche Wirtscl'aft unter den gegenwärtigen Umständen ge- fährlichen Erschütterungen ausgesetzt wird. Wäre auf der anderen Seite ein gleiches Maß von Verantwortungsbewußtsein vor- Händen, dann wären dem deutschen Volk die schweren Folgen erspart geblieben, die ihm aus der gegenwärtigen sozialen Unruhe entstehen müssen. Da nun aber der Kampf entbrannt ist, entbrennen mußte, bleibt mir eins übrig: ihn ebenso besonnen wie c n t- schloffen durchzuführen. An der Regierung liegt es, ihn durch schärfsten Druck ouf das einsichtslose Unter- nehmertum so rasch wie möglich zu Ende zu bringen. Auf diese Weise kann noch zum Segen gewendet werden, was zum Unheil entstanden ist. Wir verlangen Entgegenkommen an die notwendigen und berechtigten nächsten Forderungen der Arbeiter. Wir verlangen darüber hinaus durchgreifende Maßnahmen, die den Reallohn gegen ein immer neues Hinabgleiten sichern und die die Möglichkeit schaffen, wirtschaftstörende Kämpfe zu vermeiden. Die Erfüllung dieser Forderungen liegt nicht nur im Interesse der notleidenden Massen, sie liegt auch im Interesse der Volksgemeinschaft selbst, der da- durch die notwendige Widerstandsfähigkeit gegen den An- griff von außen wiedergegeben weichen soll. Die Pariser Strategen der wirtschaftlichen Zerstörung blicken gespannt auf Berlin. An der Regierung und an den Unternehmern liegt es, ihre Hoffnungen zu enttäuschen und durch gerechtes Entgegenkommen den Arbeitsfrieden wieder- herzustellen. Mögen sie sich dessen bewußt sein, was von den Entschlüssen abhängt, die sie in den nächsten Stunden und Tagen fassen werden. Reichsverräter. -ier neue Justizskaudal in Bayern. Die bayerische Regierung hat, wie wir bereits meldeten, die.Fränkische Tagespost" und den„Fränkischen Bolksfrrund" verboten. Das Verbot erfolgte auf Grund der ZZ 1, 6 und 7 der Nowerordnung. In der Begründung des Verbots des „Fränkischen Volksfreundes" wird gesagt, nach§ 1 der Not- Verordnung werde bestraft ein Deutscher, der vorsätzlich während der in Friedenszeiten erfolgten Besetzung deutschen Gebietes durch eine fremde Macht dieser Macht Vor- s ch u b l e i st e t. Es heißt dann weiter wortlich: „Der„Frank. Volksfreund" enthält in der Nr. 147 vom 2. Juli 1923 auf der ersten Seite einen Artikel„Von vaterländischen Mobil- machungsvorarbeiten im Aschaffenburger Bezirk", der ohne Zweifel den Tatbestand des(j 1 erfüllt, da er den in deutsches Gebiet«rn- gebrochenen fremden Mächten einen erwünschten vorwand zur wei- leren Bedrückung Deutschlands zu geben geeignet ist." Dem„Fränkischen Bolksfreund" wird also der Vorwurf des vorsätzlichen Landesverrats gemacht, eines Deliktes, für das ein einwöchentliches Verbot eine außer- ordentlich milde Strafe wäre. Um keinen Zweifel an dem Tatbestand aufkommen zu lassen, veröffentlichen wir den inkriminierten Artikel zunächst im Wortlaut. Er besagt: „Von„vaterländischen" Mobilmachungsoorarbeiten im Afchaffen- burger Bezirk weiß unser Frankfurter Parteiorgan, die„V o l k s st i m m e", genaue Einzelheiten zu berichten. Es wird das Muster eines vollständigen Stammrolleuformulars wiedergegeben, das außer den Personalien Rubriken für alle Waffen, die der einzelne mitbringen kann, für Fahrräder, für be- sonder« Ausbildung und Verwendbarkeit usw. enthält. In dem Be- gleitschreiben wird unterschieden zwischen Angehörigen und Nichtangchörigen„vaterländischer" Bereine. Besonders interessant ist§ 6 des Begleitschreibens: „Es ist erwünscht, daß jeder Angehörige sich möglichst selbst a u s r ü st e t und kriegsbrauchbar bekleidet, überzählige kriegs- brauchbare Ausrüstungs- und Bekleidungsstücke. Waffen und anderes mitbringt. Alle diese Gegenstände werden von der Militärbehörde abgeschäht, angekauft und zur Ausrüstung anderer Freiwilliger verwendet. Ebenso sollen alle iu einer Gemeinde vor- handcnen kriegsbrauchbaren Waffen and Ausrüstungsaegenstände erfaßt, den Beobachtungsgruppen zur Verwendung und zum An- kauf zugeführt werden. Diese Vertrauensleute haben ihr Augenmerk auf die Sammlung dieser Gegenstände zu richten." Militärischer Leiter des Unternehmens sst ein Oberstleutnant O e r t l, der in Heigenbrücken seine republikanische Pension verzehrt, früher die Einwohnerwehren kommandiert und bei ihrer Auflösung nur den„unsicheren Kantonisten" das Gewehr ab- genommen hat. Bei der Ausbildung der Mannschaften spielt der aus dem Frankfurter Waffenschiebungsprozeß bekannte Hauptmann Lettenmeyer aus Uschaffenburg eine Rolle. Führer der nationalbolschewistischen Sturmtrupps in Aschaffenburg sind die Wachtmeister F e n n i n g und R e I s e n b a ch l>on.der Landespolizei, und eine Reihe weiterer Mitglieder der Landespolizei werden als Angehörige der„Sturmtrupps" namentlich aufgezählt. Außer diesen Aschaffenburger„Beobachtungs- gruppen" und in Verbindung mit ihnen sollen in der dortigen Gegend ähnliche Organssationen aus anderen Orten r e g e l- mäßig exerzieren: darunter wird auch ein Toursstenklub ..Freiwild" aus Frankfurt a. M. mit namentlicher Aufzählung seiner Mitglieder erwähnt. Die Uebungen dieser Ortsgruppen finden regelmäßig im Spessart statt. Der Aschaffenburger Bezirksamtmann, Ober- regierungsrat Groß, ist feinerzett unter Nennung der Namen auf Kinöer vor öer Fabrik. Von Kurt Klä der. Vor der Fabrik stehen Kinder. Jungen und Mädchen. Dicht gedrängt. Ihre großen Augen starren auf das wuchtige Tor. Longsam wird es geöffnet. Die Augen der Kinder dringen hinein. Eilen über den dunklen Torweg, über den großen Hof, und wo«in« Tür oder ein Gang in den Hof einmündet, bleiben sie erwartend stehen. Sie find nicht ungeduldig, wie Kinder sonst sind, stampfen nicht auf. Still stehen sie an ihrem Platz. Nur die Kleinen drängen sich manchmal vor. Durch die Mittagsstille schrillt die Pfeife. Di« kleinen, müden Gestalten heben sich. Di« Augen leuchten heller. Da strömen die ersten Menschen au» den Türen und Gängen. Sie fluten über den großen Hof. Stürzen aus dem Tor, wie Ge- fangen«. Erst in der Hell« des Tages atmen sie auf und gehen langsam weiter. Die Kinder aber stehen starr. Ihre weit aufgerissenen Augen blicken ängstlich in die Menge. „Vater!" stammeln die Kleinsten. Aber nur fremde Augen blicken mit aufwallendem Lächeln in ihr Gesicht. Do finden sich die ersten Blick«. Aus dem Strom der flutenden Menschen drängt sich ein Bater. Glücklich. „Junge!"— will sein Herz jubeln. Aber er kann nur traurig in das blasse Gesicht sehen, und dann nimmt er die kleine Hand, die sich ihm entgegenstreckt und geht mit ihm weiter. Da kommt eine Mutter. Auf ihr liegt die Qual der Fabrik, wie ein« drückend« Last. Sie geht gebückt. Ihre Augen irren traurig noch dem Licht. Da hängen zwei von den Kleinsten an ihrem Kleid, blicken sie an, stammeln die Wort«:„Mutter--" Ihr Körper strafft sich. Ihre Augen werden heller. Die beiden Kinder auf dem Arm schreitet sie dahin, wie durch«ine Gasse. Di« Sonn« legt ihren hellsten Schein um ihre Stirn, aber die Blässe ihres Gesichtes kann sie nicht wegwischen. Die letzten kommen. Nur ein kleiner Jung« steht am Tor, mit roten Wangen— lachenden Augen. Nun kommt auch sein Vater— longsam, müde. Jubelnd springt er ihm entgegen. Aber der Alt« sieht nicht die lachenden Augen, sieht nur das Grau des Tores, das sich über die roten Wangen des Jungen legt. Hart faßt er nach seinem Arm und reißt ihn mit sich in das Helle. Dort schaut er ihn lange an. Dann streicht er mit den zitternden 5)iinden über die roten Wangen, als müsse er den grauen Hauch das T»r«s fortwischen. dieses hochverräterische Treiben aufmerksam gemacht worden. Der Erfolg war, wie bekannt, das Verbot der Aschaffenburger „V o l k s z e i t u n g". Groß trägt für die unerhörten Zustände, die sich herausgebildet haben, die Verantwortung. Was sagt derChefderunterfränkischenRegierung zu diesen Dingen, von denen er doch zweifellos Kenntnis haben muß? Wie weit soll sich der Saustall noch entwickeln? Die jüngsten Enthüllungen über das Treiben der Mörderpartei sollten doch eigentlich genügen, um auch die harmlosesten Gemüter erkennen zu lassen, wohin der Weg geht und was das Ziel der„vaterländischen" und nationalbolschewistischen Verbrecherorganisationen ist. Wenn wir schon soweit sind, daß nicht bloß oberste Zivilbehörden, sondern auch militärische Stellen— die einen durch Duldung, die anderen durch direkte Förderung der umstürzlerischen Putschvor- bereitungen— unter dem Vorwande der„Einheitsfront" gegen die äußeren Bedränger den„Kampf gegen den inneren Feind" vor- bereiten helfen, dann werden auch die„Novemberverbrecher" wissen, was sie zu tun haben." Aus dem Artikel spricht eine tiefe Sorge um die Ruhe und Sicherheit der deut schen Republik. Er deckt Zustände auf, die mit der Sicherheit der Republik nicht zu vereinbaren sind und gegen die im gesamten Deut- schen Reich außerhalb Bayerns energisch angekämpft wird. In diesem Fall von einer vorsätzlichen Vorschubleistung an eine fremde Macht zu sprechen, sst eine Rechtsauffassung, die der deutschen Rechtsprechung den letzten Rest von Ansehen nehmen muß und die einer Macht wie Frankreich die denkbar besten Argumente für ihre Gewaltjustiz geben muß. Aber nehmen wir selbst an, es handle sich bei dem Ar- tikel zwar nicht um eine vorsätzliche, aber doch tatsächliche Vorschubleistung. Dann ergäbe sich folgender Sachverhalt: das Sachmaterial, dessen Veröffentlichung allein als Borschub- leistung bezeichnet werden könnte, ist zum erstenmal von der „Frankfurter Volk«stimme" und später auch vom „Vorwärts", vom„Sozialdemokratischen Par- lamentsdienst" und von einer großen Anzahl sozial- demokratischer Organe imDeutschenReich wiedergegeben worden. Ja, wir haben Grund zu der Annahme, daß es auch an das Ausland weitergegeben worden ist. Läge also Vorschubleistung, läge Landesverrat vor, dann müßte gegen alle diese Verbreiter des Materials eingeschritten werden, wenn sich die Reichs- und Landesbehörden nicht der Begünstigung des Landesverrats schuldig machen wollten. Das ist bisher nicht der Fall und wird bestimmt nicht der Fall sein. Das heißt, die bayerische Regierung steht mit ihrer Rechtsauffassung allein, sie stellt sich außerhalb des reichsdeutschen Rechtsempfindens. Wie liegen denn die Dinge? Aus dem Material geht her- vor, daß Teile der Bevölkerung im Bezirk Aschaffenburg be- waffnet, militärisch ausgerüstet und militärisch organisiert sind. Es geht aus ihm hervor, daß Zivil- und Militärbe- Hörden des Bezirkes dieses Treiben begünstigen. Hier ist die Rechtsloge ganz eindeutig. Entweder rüstet Deutsch- land insgeheim zum Krieg, dann wäre das eine Angelegenheit des Reiches und gegen die Weiter- träger des verräterischen Materials müßte mit den schwersten Strafen eingeschritten werden, oder aber Deutschland hält sich an seine Verträge gebunden. Dann muß gegen die bewaffneten Militärorganisationen und ihre Begünstiger auf Grund der Reich s g« setze vorgegangen werden ohne Ansehung der Person. Hierüber zu entscheiden ist Reichs- und nicht Landessache, so daß das Vorgehen der bayerischen Regierung auf jeden Fall einen grobenUeber- griff auf die Rechte des Reiches darstellt. Deutschland rüstet nicht zum Krieg. Private Militärorganisationen sind verboten, wie es selbst die äußerste Rechte mit ihrer Folgerung nach strengster Unterdrückung etwaiger kommunistischer Kampsverbände zugibt. Die be- waffneten vaterländischen Vereine können also nach dem be- stehenden Recht auch nur aufgefaßt werden als verbotene Putschorganisationen, und auch hier stellt sich die bayerische Regierung außerhalb des Reichs- „Du nicht---, du nicht--- ,* stammelt er. Der Jung« schaut erschrocken in das Gesicht des Bater». Aber das ist schon wieder müde geworden und verschlossen. Langsam wandern sie heim. Die Zukunft der großen Volksoper. Roch immer finden in der „großen" Presse Erörterungen darüber statt, ob die Staatsoper in dem von der Volksbühne uyd dem Staat wiedererbauten Kroll einziehen und dort für die Volksbühne Aufführungen veranstalten wird. Die von Lange entsachte Bewegung kann sich nicht so schnell darüber beruhigen, daß in Preußen noch Vertrage gelten und nimmt ihre Auflucht zu den museumswürdigsten Manchestertheorien. Di« kleinen Hergötter des Feuilletons haben nur die eine Phrase aus der Nationalökonomie behatten: was der Staat tut. ist übel und wollen die organische Entwicklung zur Zusammenfassung der Theaterbetriebe, die da? Sozialisierungsgesetz regeln wollte, aufhalten oder demolieren.(Wenn die Rotter desgleichen tun, ist es freilich natürliche Entwicklung.) Es ist nicht abzusehen, was für die Lolksoper, deren auch von uns anerkannte Leistungen nochgerade unerträglich aufgebauscht wer- den, dabei herauskommen soll. Solange wir keine Möglichkeit ge, meindsicher oder stattlicher Eingriffe in die Privottheaterverhältnisse haben, kann leider für die vielgerühmte Privatinitiative solcher In- stitute wie der Bolksoper von oben her nicht allzuviel geschehen. So, lange im Namen der gleichen Privatinitiative Rotter und Genossen Theater in ihre Hände bringen können, dürfen sich Verfechter libe- roler Wirtschaftstendenzen nicht beschweren, daß der ein« den an- dern auffrißt. Immerhin will der Staat tun, was er kann. Aus dem Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung wird uns mitgeteilt: Im Sinne des Landtagsbefchlusses finden zurzeit Vevhaudlungen zwffchen Vertretern des Kultusministeriums und der „Großen Volksoper" statt, die zum Ziel« haben, die Existenz der Bolksoper vom Herbst 1924 an sicherzustellen, wobei sowohl die Frag« eines anderen Hauses, als auch eine etwaige Annäherung an die Staatsinstitute erwogen wird. Es ist zu hoffen, daß die Ver- Handlungen im Laufe des Sommers erfolgreich zu Ende geführt lverden können. Das Steglitzer Schloßpark-Thealer gab Blumenthals und Kadelburgs„Weißes Röhl" aus den heute märchenhaft erscheinenden Zeiten, wo das Valutaelend die Grenzen nach dem Auslände noch nicht mit Brettern vernagelt hatte. Allerhand Er- innerungen wurden wach. Der Aufwand an Gesst und an Erfln- düng in dem Stückchen, das bei feinem Erscheinen cor etwa drei Jahrzehnten einen solchen sensationellen Bühnenerfolg erzielte, cst nicht gerade überwältigend, aber die launige Vcrwcrnung des Hotei- und Reisemilieus, ein paar bühnengeschickte, hier und da auch liebens- würdige Einfälle verfehlen noch immer ihre Wirkung nicht.— Karl Mars choll brachte die Mischung von vergrätzter Nervositär und trocken spaßendem Humor in der Figur des ewig lamentierenden Giesecke, der die Alpen nach Berliner Werlmatzstäben zu leicht be- findet, mit glücklicher Drolleri« heraus. Das Ensemble, unter Felix rechts, wenn sie diese Oraanisakwnen nicht nur begünfilgt, sondern den publizfftischen Kampf gegen sie als Landesverrat bekämpft. Was nützt es, wenn die bayerische Regierung im Fall Fechenbach einen verschleierten Rückzug antritt, um im selben Atemzuge einer W i l l k ü r j u st i z das Tor zu öffnen, die dem Fechenbach-Urteil in nichts nachsteht. Angesichts dieser Sachlage können wir nur den Ruf des „Fränkischen Volkssteundes" aufnehmen: die„Novemberverbrecher" werden wissen, was sie zu tun haben!_ Diätenpolitik. Am Mittwoch war bekanntlich im Reichstag ein volksparteisicher Antrag eingebracht worden, dm sozialdemokratischen Vorschlag, am Donnerstag in die erste Beratung über Aufhebung des Ausnahme- zustandes in Bayern einzutreten, an den Rechtsausschuß zu ver- weisen. Der Antrag wurde zwar in namentlicher Abstimmung an- genommen, trat aber nicht in Kraft, well die sozialdemokratische Fraktion geschlossen den Saal verließ und dadurch die Beschlußun- fähigkeit des Hauses herbeiführte. Die„Kreuz-Ztg." jammerte darauf über das Versagen der bürgerlichen Mehrheit, sie stellte aber gleichzeitig hocherfreut fest, daß durch den vollsparteilichen Antrag, nach dem das Fehlen von 311 Abgeordneten festgestellt wurde, 10834 000 M. an Diäten„erspart" wurdm. In der Donnerstagsttzung stellte Präsident Löbe fest, daß die ganze Abstimmung am Mittwoch ungültig gewesen sei, da über dm voltspartellichen Antrag, nachdem ihm widersprochen worden war, überhaupt nicht namenllich abgestimmt werden durfte. Die „Deutsche Tageszeitung" bringt den Geschmack auf, über diese Fest- stcllung folgendes zu schreiben: „Wie ein Löwe kämpfte em Genosse um die Diäten, die den Sozialdemokraten zu entgehen drohten, weil sie gestern an der namenllichen Abstimmung nicht teilgmommen hatten. Der Fechter ging siegreich aus dem Streit hervor, und die sozialistische Fraktion wird beruhigter in die bald beginnendm Sommerferien fahren, für die sie sich noch ein ganz annehmbares Taschengeld gerettet hat." Man muß tatsächlich auf dem geistigen Niveau der deusschnatlo- nalen Presse angelangt sein, um diese Formen des polittfchen Kampfes mitmachen zu könnm. Daß sich die„führenden" Organe dieser Presse hierbei gegenseitig ins Gesicht schlagen, ist ihnen gleich- gültig, wenn sie nur eine Gelegenheit finden, die verhaßten Sozial- demokraten anpöbeln zu können. Ziskus als tzolzverkaufer. Iii» wird zu dieser Frage geschrieben: Die Holzverkaufsbedin- gungen des preußischm Forstfiskus sind für den Fiskus noch un- günstiger als sie im geftrigm Leitartikel geschildert wurden, da auch die Zahlung des halben Betrages erst a m 2 0. Tage nach Ertei- lung des Zuschlages zu leisten ist und erst mit diesem Tag« die Stundungsstist beginnt. Wäre beispielsweise der Zuschlag am 1. Juni bei einem Dollarstande von 74 500 erfolgt, so war die Teil- zahlung zu leisten bei einem Dollarstande von 130 000! Die Baisse- Spekulation in Mark mit HUfe öffentlicher Gelder läßt sich in der Zeit der Debatten über wertbeständig« Staatseinnahmen wirklich kaum erfolgreicher organisieren als durch die Stundungsbedingungen des preußischen Fiskus._ Paaschs redivivus. Im alten Reichstag war der nationalliberale Abg. Paaschs berühmt wegen seiner zahlreichen Beziehungen zur Wirtschaft. Cr verfügt« über die größte Zahl von Auffichtsratsposten. Im neuen Reichstag sst es der demokratisch« Abg. Dr. Fischer- Köln, der in dem Fahrwasser Paasches schwimmt, es aber bereits weiter gebracht hat als der vielbeschäftigte Paasch«. Herr Dr. Fischer ist jetzt Aufsichtsratsoorsitzender einer Teerprodukten- und Dachpappen- abrik g«w«rden, die mit den Ruetgerswerken in Verbindung steht. Er verfügt demnach jetzt über 38 solcher Posten. Zweifellos ist Dr. Fischer für solche Posten sehr geeignet, denn seine Tätigkeit im Steuer- ausschuß des Reichstages ist kaum sehr verschieden von der im Aus- -chtsrat großer Jndustrieunternehmungen. W r a s k e s Regie, griff slott und munter ineinander. Ganz mensch- lich natürlich mutete Karl F r i e d a u, glückstrahlender alter Ge- lehrter, an, bei dem es immer nur jeden vierten Sommer zu einem Ausftug langt und der doch— bei größter Sparsamkeit— die Reijekunst als wahrer Virtuos betreibt; desgleichen Irma T h ö- ring in der Rolle ihres«ingeschüchterten lispelnden Töchterlcins, aus der die lange angosiaute weiblich« Beredsamdeit nach glücklich vollzogener Verlobung um so unaufhaltsamer hervorbricht. Das Publikum folgt« in denkbar animierter Stimmung. ckr. Obst und Zähne. Das Obstessen ist em vorzügliches Mittel zur Erhaltung der Zähne. Es ist längst bekannt, daß Leute, die regel- mäßig Obst und Gemüse genießen, in der Regel prächtige, glänzend weiße Zähne haben und selten an Zahnschmerzen leiden. So be- richten ausnahmslos fast alle Naturforscher, daß gerade die Men-i schen südlicher Länder die schönsten Gebisse aufweisen Und daß Zahn- erkrankungen, wie z. B. Zahnstein, Fäule, Brüchigkeit u. dgl. bei diesen Völkern zur größten Seltenheit gehören. Und das ist verständlich, denn gerade die südlichsten Menschenrassen sind vorwiegend Obst- und Gemüseesser. In den Früchten hat die Natur eine Menge frischer, schwellender Lebenskraft unter der Einwirkung der Sonne aufgespeichert, und diese kommt den Obstessern zugute. Beim Kauen des Obstes kommen diese» sowie die von ihm abgespallene Frucht- säure mit allen, auch den hintersten Zähnen in Berührung. Wäh- rend die fleischigen Teile des Apfels oder der Birne dos Amt des „Scheuerns" übernehme und dies in äußerst milder und doch gründ- licher Weile besorgen, dringt die Fruchlsäur« m die feinsten Lücken und Zwischenräume und zerstört hier alle Fäulniserreger, die in den ttMten Fällen Ansteckunngspnzen willkommenen Wucherimgsboden aHeben. Die Fruchffäure löst aber auch jene grieselartigen Absonderungen, die sich häusig am Rande des Zahnfleisches vorfinden, die Bildunng des Zahnsteins verursachen und dadurch zu schmerzhasten Erkrankungen Veranlassung geben. Dabei ist noch ganz besonders hervorzuheben, daß die Obstsäure für den Schmelz der Zähne im- schädlich ist, daß aber die in den Früchten vorhandenen Nährsalz« für den Aufbau der Zähne von größter Bedeutung find. Die Berliner Akademie für är,tltch.s»zialeS Bersorgungs. weien, die über vorlresilich ausgestaltet« Laboratorien und Sammlungen verfügt, sollte urlprünglich in eine Reichjanstalt jür medizinisch« Arbeits- sorichmig umgewandelt werden. Ta die ungünstige Finanzlage de» Reiches diesen Zlusbau nicht gestattet, so hat man nunmehr die Akademie dem NeichSgesundhcitZamt angegliedert, und aus diese Weise können die vor- trefflichen Einrichtungen weiter nutzbar gemacht werden. (fiy mulikwissen schaftlicher Kongreh wird als Nachsolger der vor dem Kriege von der Internationalen Wusikgesellschasl abgehaltenen Kon- gresse von der Deutschen Musikgcsellschaft veranstaltet. Die Vertreter der Vraktiichen Musik, der Musikwisseuschast und benachbarter Zweig« vereinen sich zu gemeinsamer Arbeit aus dem Ersten deutschen Kongreß für Rusil- wissenilvast, der in Leipzig vom IS.— 20. Oktober 1923 unter dem Vorsitz von Pros. Heimann kUbert tagen soll. Im Ranbeimer staatlichen Kortheater finde« jetzt, nachdem der Ausbau des bisherigen Konzertsaal» vollendet ist, auch Opern aus- sührungen statt, die vom Ensemble der Frankfurter Oper zusammen mit dem Nauheimcr Kurorchester veranstaltet werden. Die Erössuungs- Vorstellung, der der hessische Staatspräsident beiwohnte, brachte Wagn�rZ .Meistersinger'. Sich selbst kaltgestellt. Der Preußische Minister des Innern bestätigt in seiner Antwort auf eine von bürgerlichen Abgeordneten gestellte, Kleine Anfrage", daß sämtliche bürgerliche Stadtverordnete in Eisleben ihre Wahlaufträge niedergelegt haben und daß seitdem die Stadtverordnetenversammlung nur aus sozialistischen und kom munistischen Mitgliedern besteht. Da jedoch die Stadtverordnetenversammlung beschlußfähig geblieben und daher berechtigt und verpflichtet ist, die Geschäfte weiterzuführen, so liegt ein Grund zur Auflösung nicht vor. Die bürgerlichen Stadtverordneten wollten besonders schlau sein, haben sich aber lediglich selbst talt gestellt. Buddelmeer. Plötzlich tauchte er, ein wenig verbredt und demoralisiert frei lich, wieder auf, er, dem weder Wohnungsamt noch Gewerbegericht feinen Standplak streitig machten, nämlich er, der Friedensenger auf der Siegessäule des Belle- Alliance- Plages. Und auf den Flächen zu seinen Füßen, die sonst mit Brettern umzäunt waren und wo man wirklich die Welt vernagelt hatte, breitet sich jetzt eine Sandwüste aus, ein Buddelmeer. Einst formten die Zuderbäder schöne weiße Engel aus Tragant und setzten sie auf teuere Torten. Diese zucerigen Engel verschwan den aus den Schaufenstern und die blassen Kinder von heute, die, den ähnlichen Friedensengel über sich, in dem Sand des wieder erstandenen Blazes ihre Sandtorten und-fuchen backen, haben sie ficht gekommen, wenn nicht ein Verwandter, dem durch einen Zufall die Bermählten vorgestellt wurden, auf den ersten Blid gesagt hätte: Das ist ja mein Stiefbruder Gustav Kolbe!" Der Berhaftete gestand erst nach langem Leugnen und verfiel dann in schwere Krämpfe, so daß die Bernehmung abgebrochen werden nach ihrer glaubhaften Angabe von den Fälschungen des Mannes, dem mußte. Die Ehefrau will die Nichtigkeit der Ehe beantragen, da sie das Alter nicht vor Torheit schütte, nicht das geringste gewußt hat. Räuber im D- Jug. Fischzüge bei Gedränge und Lärm. Ungewöhnlich reiche Beute machten internationale D- Zugdle auf dem Anhalter Bahnhof. In einem Abteil 2. Klasse des Beamtenrecht der Sozialversicherung. nach Holland fahrenden Zuges hatten der Vertreter einer Zigarettenfabrik Plaz genommen. Er hatte seinen Koffer, der u. a. einen Im Reichsarbeitsministerium fanden vor wenigen Tagen Be. nicht mehr tennen gelernt. Sonne und Sand, wie jauchzen die Scheck über 14822 holländische Gulden enthielt, in das sprechungen der Organisationen über eine Klärung und Renderung Großstadtfinder auf. Das kleine Stückchen Wüstenet, es wird für sie Gepäcnez gelegt und war dann für einen Augenblick auf den Gang des Dienstrechts der Angestellten der Sozialversiche zum Paradies. Sie spielen und spielen, den warmen Sand durch hinausgetreben, um nach einem Bekannten zu sehen. Kaum hatte rungsträger statt. Der Zentralverband der Angestellten legte ihre Finger gleiten lassend. Alte Mütterchen und Bäterchen, Hof- er das Abteil verlassen, als in diesem ein Gedränge und Lärm an Hand umfangreichen Materials die Unhaltbarkeit des bestehenden bewohner, Hinterhäuster umstehen die frohe Schar, oder hocken entstand. Er konnte nur hören, daß man einen Dieb auf frischer Rechtszustandes dar. Eine praktische Lösung sei nur so möglich, wenn auf ein paar aufgeschichteten Zementplatten. Auch die verwelkten Tat ertappt habe. Selbst sein Abteil aufsuchen fonnte er infolge die Angestellten der Versicherungsträger unzweideutig als Ange Gesichter der Alten sind erhellt, das macht die Sonne, die Sonne und des Gedränges nicht. Erst als einige Personen, darunter auch Frauen stellte auf Privatdienstvertrag erklärt werden, und daß der Anblick freudiger Kinder. Eine Mutter, stolz und besorgt, hält mußte er zu seiner größten Ueberraschung feststellen, daß sein das Abteil verlassen hatten, fonnte er seinen Plaz einnehmen, Jezt das neuere Arbeitsrecht, vor allem das Betriebsrätegeleb ein elendes Erdenwürmchen an sich gedrückt, breitet auf der Erde offer aus dem Gepädnet verfchwunden war. Der und die Tarifverordnung, auf sie in uneingeschränktem Maße Anwendung findet. Demgegenüber forderten die zahlreich erschie- zwei zerschliffene, dünne Decken aus und legt das Kindchen darauf, ganze Lärm und das Gedränge waren von der Bande internationaler nenen Bertreter der kleinen Fachverbände die Anerkennung der Be- in die Sonne, in den Sand. Eine huſtende Frau sammelt ein paar Taschendiebe künstlich hervorgerufen worden. Als er sich jezt nach amteneigenschaft. Die Förderung nach der Beamteneigenschaft vertrocknete Grashalme, etliche Holzsplitter und ein Stückchen Borte, feinen vermeintlichen Reisebegleitern umsehen wollte, waren diese hat nicht die geringste Aussicht auf Berwirklichung. Die Berfiche das ein, sonst fürsorglich geschüßter Baum einbüßte. Da schreit ein mit der reichen Beute verschwunden. Der Guldenfcheck ist von rungsträger wenden sich dagegen, weil damit eine weitere Einschrän- blaffer Junge Achtung" und ein kleiner Dreitäsehoch tut taum die der Filiale in Dresden der Darmstädter und Nationalbank auf eine fung ihres Selbstverwaltungsrechts verbunden wäre. Die Mehrheit Zähne voneinander und flüstert„ Laubfrosch", dabei sieht er ängstlich Taschendiebe wieder im Auto omnibus E. Einem Herrn aus Rotterdamsche Bantvereinigung ausgestellt. Reiche Beute machten der Angestellten der Versicherungsträger, die freigewerkschaftlich Rölln, der hier geschäftlich zu tun hatte, wurde die Brieftasche geOrganisierten, lehnen die Forderung ab, weil fie auf das Recht der nach dem Grünen, der sein Fahrrad durch den Sand schiebt. Und ich denke, ach, welch' hochbeglücktes Land würde Deutsch- ftohlen, die außer einen Personalausweis auf den Namen Heinrich eigenen Gefeggebung durch den Tarifvertrag nicht verzichten will. Die freien Gewerkschaften werden sich mit allem Nach land sein, wenn die Besitzenden immer ein solch starkes Bewußtsein Gellert echte Berlen, Smaragden u. a. Edelsteine im Werte von druck dafür einfeßen, daß alle veralteten Gefeßesbestimmungen be- von Mein und Dein hätten, wie die arme Frau, die Abfälle sammelt. mehreren Millionen Mart enthielt. Auf der Straßenbahn seitigt, und daß den Angestellten der Versicherungsträger das Tarifwurde einem Herrn in der Nähe des Bahnhofs Tiergarten die und Betriebsräterecht ohne jede Einschränkung zugesprochen wird. goldene Uhr mit Schweizer Wert im Werte von etwa 10 Millionen Vor dem Urteil im Köhn- Prozeß. Mart gestohlen. Ein Glasermeister aus der Mohstraße büßte auf der Untergrundbahn nach dem 300 seine doppelkapselige Herrenuhr mit Glashütter Wert im Werte von 6 Millionen Mark ein. Auf dem Bahnhof Gesundbrunnen wurde einem Lokomotivführer die Uhr gestohlen. Auf die Wiederbeschaffung der gestohlenen Sachen find ebenfalls hohe Belohnungen ausgesetzt. „ Vaterländische" Porträts aus Bayern. Gebrüder Berger. = Zu der von uns bereits gemeldeten Berhaftung der Gebrüder Berger in dem Fememord an Baur wird uns von unserem Münchener Berichterstatter noch gemeldet: Es handelt sich um die Brüder Berger, geborene Deutschböhmen, die im Hochperratsprozeß Fuchs- Machhaus eine Rolle gespielt haben. Hans Berger gehört bekanntlich zu den Angeklagten wegen Beihilfe zum Hochverrat. Beide Brüder find Gründungsmitglieder und Hauptange hörige des Blücher Bundes und entwickelten als solche eine große Aktivität. Hans Berger, der älteste der beiden Brüder, ist der Leiter und militärische Führer der Kreisstelle München des Bundes und war nach den Ergebnissen des Prozesses einer der Haupttreiber für ein baldiges Losschlagen. Deshalb stand er auch bei Machhaus in besonderer Gunst. Die Verhaftung der beiden Brüder in der Mordsache Baur tommt überraschend, da die bisher bekanntgewordenen Zusammenhänge innerhalb der Münchener na tionalaktiven Feme nach dieser Richtung bisher nicht die geringsten Anhaltspunkte gegeben hatten. Ermas auffallend war allerdings die Sympathie für Berger, die aus den Aussagen des PriDatdozenten" Dr. Ruge zum Vorschein fam. Die Plaidoyers der Berteidiger. απ Nach faft vierwöchentlicher Dauer geht der Köhn- Prozeß seinem Ende entgegen. Heute morgen erhielten die Verteidiger das Wort. RA. Dr. Tarnowski führte aus: Während Klante der Gründer der Wettfonzerne ist, war Röhn das geistige Haupt. Er hat sich in ein System verrannt, wollte ein Neg über ganz Deutschland ziehen und glaubte, fich und seine Mitmenschen glüdlich machen zu fönnen. Einschränkung in den Beelitzer Heilstätten? Köhn ist Optimist und Phantast. Er beschäftigte sich mit Die furchtbare Not des Landes wirkt sich von Tag zu Tag Theosophie, Oftultismus und allem möglichen anderen. In seinem in immer schlimmeren Maße aus. Der Unterbezirtstag für Wettkonzern fühlte er sich als König. Seine tragische Schuld ist, daß Brandenburg- Westhavelland- Bauch- Belzig hat sich mit den er nie einen Gedanken zu Ende gedacht hat. In diesen Momenten Belizer Heilstätten beschäftigt. Es stehen dort große Berist das psychologische Rätsel Köhns zu suchen, und daraus ergibt sich, daß Köhn fein Betrüger war." RA. Dr. Pindar:„ Wenn man der änderungen bevor. Nicht weniger als der Hälfte der Aerzte Persönlichkeit Köhns gerecht werden will, muß man die ungewöhn zum 15. Oftober gefündigt worden. Wie verlautet, fehlt es und einem großen Teil des Personals ist zum 1. bezw. liche Zeit und den abnormen Geistes zustand berüdsicht der Landesversicherungsanstalt Berlin gen. Ein hysterischer Phantast war erfüllt von einer Wahnidee. Er mitteln, die Heilstätten als solche in vollem Umfange weiter ausreichenden rührte die Maffentrommel, und eine fast noch nie dagewesene Maffen bestehen zu lassen. Es ist geplant, die Abteilung für fuggeſtion ließ die Millionen in feine Kaffen strömen. RA. Bahn Lungenfrante jenseits der Bahn den tommmben Winter über macht ſich, nachdem sich dieselbe Kammer im Fall Klante festgelegt zu fließen. Das Sanatorium diesseits der Bahn beab= des Siegers gefprochen. Köhn unterscheide fich aber ganz erheblich Doch sollen neben nerventranten Frauen und Kindern fernerhin hat, feine Illufionen. Der Staatsanwalt habe ja auch mit der Miene fichtigt man dagegen in der bisherigen Weife offen zu halten. von dem großsprecherischen Klante. Man könne die Bersönlichkeit auch solche Lungenleidenden Aufnahme finden, die keinerlei AnRöhns nicht unter einen Baragraphen bringen und ihn nicht als einen auch solche Lungenleidenden Aufnahme finden, die feinerlei Angewöhnlichen Betrüger betrachten. Röhn habe im besten Glauben stedungsgefahr bilden. gehandelt und ſei unter der Bucht der Walter Stolzing. Zahlen zusammengebrochen. R. A. Dr. Steppe spricht seine Ber. wunderung darüber aus, daß man den Angetlagten Reufen der ein Wenn man vaterländische Porträts aus Bayern zeichnet, fach aus dem großen Heer der Angestellten herausgegriffen worden darf man einen gewissen Joseph Stolzing nicht vergeffen. ist alle Schuld zuschiebe. Während die Sachverständigen andere Ae Reichstagspräsident Genoffe cöbe sprach gestern at end im Herr Stolzing ift Retateur des rabauantisemitischen Böltischen Beobachters" und ständiger Münchener Mitarbeiter der " Deutschen Zeitung". Er gebärdet sich höchst national und ist Spezialist in der Bekämpfung des marristischen Terrors". Daß Jofeph Stolzing auch im Ausland für Deutschland zu werben weiß, mag ein Auszug aus einem Artikel zeigen, der vor kurzem in einem deutschösterreichischen Blatt erschien. Es heißt da: Was nun? Der stille Widerstand im Ruhrgebiet. geht weiter; Eisenbahndämme und Brüden fliegen in die Luft, Franzofen und Belgier werten faltgemacht. Hätten wir in Berlin Angeklagten aus dem Heer der Bertreter herausgegriffen seien. Das über die Finanzen zugab, daß felbst der Abg. Stresemann erklärt W eine nationalbewußte Regierung, dann würde sie eine zielbewußt arbeitende Germania irredenta großzügig orga nisieren und den Kleinfrieg auch mit bewaffneten Banden er. öffnen. Die franzöfifchen und belgischen Soldaten haben ohnehin das Gefühl, in einer Hölle zu leben, deren ganze Schreden jeden Augenblid losbrechen tönnen, und wenn einmal die Gewehre lostnallen follten, dann möchten wir sehen, wie es das wälsche Bad mit der Angst zu tun befäme. großen gestellte als Drahtzieher, als Vertraute und als Edpfeiler bezeichneten, habe der Angeklagte auf Röhn teinen Einfluß gehabt, und sei von den Sachverständigen und auch von Staatsanwalt als der Bertrauenswürdigste bezeichnet worden. Sein Kaffenbuch war die ein zige Daje in der Buchführung. R. A. Dr. Ahrens wendet sich gegen die Höhe der Strafanträge des Generalvertreters, und fönne man den Dolus nicht nachweisen. Sie hätten genau mit derselben Sicherheit auf Köhn vertraut, wie die Einzahler. Bostsekretär und höhere Beamte hätten sich um die Vertreterschaft bemüht und wollten fogar ihre Stellung aufgeben. Es sei unverständlich, daß die beiden sei nur auf das Bestreben des Kontursverwalters Schubert zurüdzuführen, der geradezu wie ein Detektiv gearbeitet habe. Das Urteil ist erst in den späten Nachmittagsstunden zu erwarten. Die Hochbahn erhöht. Der Fünfhunderttausender. Es ist zu hoffen, daß das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen ist Bevor zu bergleichen einschneidenden Maßnahmen mit unberechenbaren Folgen geschritten wird, sollen alle Möglichkeiten zur Sanierung gründlich erwogen werden. Bittoria- Garten( Wilmersdorf) vor ca. 2500 Zuhörern über die Bolitische Lage" Bon den schweren Erschütterungen ausgehend, denen Deutschland heute ausgefeßt iſt, ſtreifte ber schaft des Reiches und geißelte in scharfen Worten die SteuerRedner an Hand eines großen Zahlen- Materials die Finanzwirt. Sabotage der Industrie und Landwirtschaft. Er zeigte das große Steuerunrecht gegenüber den arbeitenden Klassen, die heute allein 90 Proz. der Einkommensteuer aufbringen müssen. In der Distuffton sprachen neben einem Bolts parteiler mehrere Rommunisten. Während ersterer nach längeren Ausführungen habe, daß die Industrie Steuer- Sabotage treibe, ergingen sich bie Kommunisten in fattfam bekannten Phrasen. In einem Schlußworte rechnete Genosse Löbe mit den Rediern gebührend ab. Ein Niederbarnimer Mietertag findet am Sonntag, den 8. Juli, bormittags 9, Uhr, im Gesellschaftshaus von Modisch zu Bernau statt. Eingeladen find sämtliche Mietervereine des Streises Niederbarnim. Da leider nicht alle Adressen der Bertrauensleute richtig waren, und ver Intereffenten an dieser Stelle zum Besuch eingeladen. Organisations. schiebentlich Bostsendungen als umbestellbar zurüdtamen, werden die nachweis ist mitzubringen. Wetter für morgen. Berlin und Umgegend. Troden und überwiegend heiter, warm bei größtenteils schwachen öftlichen bis nordöstlichen Winden. Groß- Berliner Parteinachrichten. Für den Kampffonds der BSPD. wurden von der 54. Abteilung ( Charlottenburg) 40 000 m. gesammelt und von Gen. H. Damm an bie Bezirkskaffe abgeführt. J. A.: Aler Pagels. Streis, Brenzlauer Berg. Sonntag, den 8. Juli, Sommerfest in der Braueret Friedrichshain unter Mitwirtung einer Rünstlerfapelle, des Gesangvereins Brenzlauer Berg", des Turnvereins Fichte und ber Arbeiterjugend. Kaffeetochen. Eintrittstarten im Borverkauf 1000 M., Rinder frei. Anfang 4 Uhr. Bei ungünstiger Witterung im Saale. 4. Die Hochbahngesellschaft wird am Montag, den 9. Juli, ihre Fahrpreise erhöhen und zwar in folgender Weise: Bis zum 5. Bahnhof 900 m., für die ganze Strede 1200 m. in der dritten Aber Cuno fit in Berlin als Gefangener des Klaffe, bis zum 5. Bahnhof 1200 m., für die ganze Strede 1500 m. Marrismus. Es ist ein Bild der Fleisch und Bein geworde in der zweiten Klaffe. Blods zu zehn Karten foften bis zum nen passiven Resistenz", die sich nicht zu einer Politit der Tat 5. Bahnhof 8000 m., für die ganze Strede 10 800 m. in der dritten aufzuschwingen vermag, weil es die schwarzrotgelben Klaffe, bis zum 5 Bahnhof 10 800 m., für die ganze Strede 13 500 m. Oberbonzen nicht erlauben." Fürwahr, Herr Stolzing ist tein Fechenbach! Aber es ist viel in der zweiten Klaffe. Wochenfarten zu zwölf Fahrten für leicht nicht ganz uninteressant, einmal in die Bergangenheit die ganze Strede fosten 11 200 m. in der dritten Klasse, 14 000 m. dieses deutschvölkischen Helden hineinzuleuchten. Es gab eine Zeit, in der zweiten Klasse. in der er dem deutschfeindlichen österreichischen Politiker Graf Thun seine Unterſtügung angedeihen ließ. Damals Es ist erreicht; die deutsche Finanztatastrophe hat ihn aus der hieß In bereits Stolzing. er der Mitte der neunziger Taufe gehoben, den Fünfhunderttausender, den Schein, der eine glatte Jahre, als er noch Joseph Czerny aus Böhmen hieß, war er an halbe Million in Bapier repräsentiert. In den nächsten Tagen Dem Antisemitenblättchen„ Deutsches Bolts werden die neuen Noten in den Verkehr gebracht werden. Sie sind recht" tätig. Als er mit der Leitung dieses Organs in Differenzen 95 x 170 millimeter groß und auf weißem Bapier gebrudt. geriet, wandte er sich an das„ Kleine Journal" des Juben Leip- Auf der Vorderseite befindet sich rechts ein 40 millimeter breiter, ziger, um dort Enthüllungen" über die Zustände bei den nur mit einem länglichen grünen Linienmuster belegter Schaurand, Antisemiterichen anzubringen. Die Folge davon war eine Tracht der bei der Durchsicht das von den Banknoten zu 500 m. her be- 141. Brügel mit der Huntepeitsche und einige Drohungen, die den tannte Wasserzeichen( dunkel und hell umrandete Kordel mit der 500 und dem Buchstaben M) zeigt. Das Druckbild der waderen Czerny- Stolzing veranlaßten, den Berein zur Ab- Borderseite wird von einem grünlichen Sierrand eingefaßt. wehr des Antisemitismus mit einer Zuschrift zu be- Die Mitte des negartigen, braunrot und grünen Unterdrucks zeigt glücken, in der es hieß: ein mehrfarbiges, reichverarbeitetes Linienmuster in etrunder Form, das an den Seiten zwei einander zugefehrte männliche Kopfbildniffe in graugrüner Farbe umschließt. Auf der Rüdseite befindet sich links eine 40 Millimeter breite, unbedruckte Fläche mit blauer Stoffauflage und purpurroten Fasern. Das von einem schmalen ZierIndexgehälter im Bankgewerbe. rand eingefaßte Druckbild zeigt in einem graugrünen nach außen Wie der Allgemeine Berband der Bantangestellten mitteilt, in rotbraunen Strahlen verlaufenden, negartigen Irisgrunde ben ist gestern im Reichsarbeitsministerium zwischen den Tarifparteien Reichsadler in den Farben gelbbraun bis dunkelolivgrün spielend. des Bankgewerbes eine freie Bereinbarung über die Julibezüge Oben und unten in der Mitte steht die rotbraune Reihenbezeichnung und Nummer. Durch den Kampf ums Dafein gezwungen, hatte ich im Juli d. 3. die Stellung eines Rebatteurs beim Deut fchen Boltsrecht angenommen, b. h. ich war mehr als Rorrettor denn als Redakteur beschäftigt. Reichstagsabgeordneter Dr. Boedel hatte mich engagiert, und es war ihm auch bekannt, daß ich mich pon jeber antisemitischen Bartei losgesagt hatte. Ich erklärte thm, was er mir auch bestätigen mird, zu wiederholten Malen, tein Antisemit zu sein. Auch Boded wußte es, und menn er mir jetzt das Epitheton eines Judas Iscariot bei legt, fo ift das lächerlich. Denn wie fonnte ich durch die Beröffentlichung jenes Artikels im Kleinen Journal" einen Berrat an der Antisemitischen Partei begehen, der ich meder als Bar teimitglied noch meiner Gesinnung nach angehöre." Run, heute ist dieser Herr Joseph Czerny- Stolzing„ vaterländisch gesinnt, Redakteur des„ Böltischen Beobachters" und Mitarbeiter der Deutschen Zeitung". Die Bölfischen wissen offenbar, woher fie ihr benfchenmaterial zu nehmen haben. 21 Stinnes in offen Gaffen. Nach einer Meldung des Daily Telegraph aus Lobz haben Vertreter von Stinnes über den Anfauf von Lertilfabriten verhandelt. Auch plane Stinnes die Grün dung einer Bant in Lodz. Amneffie in Aegypten. Reuter meldet aus Kairo: Anläßlich der Aufhebung des Belagerungszustandes wurden 300 politische Gefangene- begnabigt Ferner werden demnächst 4 weitere Serien der Reichsbant note au 20 000 mart vom 20. Februar 1923 ausgegeben, bei denen für das Wasserzeichen des Papiers weitere Muster verwendet sind. Die Farbe des Papiers ist in jedem Falle weiß. Abt., Rosenthal. Die heutige Funktionärkigung findet bei Schmidt, Bindenallee 43, ftatt, nicht bei Fritsche. Jungfozialisten, Gruppe Schöneberg. Heute abend 8 Uhr Rinderhort", Feurigftr. 35, Mitgliederversammlung. Erscheinen Pflicht. Gewerkschaftsbewegung der Bankangestellten zustande gekommen. Danach soll eine vor aussichtliche Leuerung für Juli in Höhe von 37,5 Prozent durch fünffache Maibezüge abgegolten werden. Für den Fall, daß die Teuerung mehr als 37,5 Prozent ausmacht, gemessen an der letzten Wocheninderziffer des Monats Juli gegenüber der letzten Juniwoche, so ist diese erhöhte Teuerung durch Nachzahlung abzugelten. Dieses Abkommen bedeutet, daß im Bantgewerbe eine Verbindung zwischen den Bezügen und dem Inder hergestellt ist. Eine Beamten- Internationale. Heirat unter falschem Namen. Schutzpolizisten verhafteten in seiner Laube der Treptower Rolonie Immergrün in der Bouchéstraße den 56jährigen Photo: graphen Gustav Rolbe, der im polizeilichen Fahndungsblatt feit September 1919 wegen Urkundenfälschung und Unterschlagung gesucht wurde. Er war damals in einem Warenhause in Harburg ( Elbe) tätig und fälschte einen Scheck über 5000 m. auf den Namen des Geschäftsinhabers. Ein Kollege sollte den Scheck einlösen, wurde 3. Juli 1923 Bertreter der gewerkschaftlichen Beamtenverbände aus Wir wir bereits turz berichtet haben, tagten in Wien am 2. und aber dabei abgefaßt. Rolbe flüchtete nach Hamburg, fälschte seinen Frankreich, Holland, Desterreich, Tschechoslowakei und Deutschland, Taufschein auf den Namen i oburg", tam später nach Berlin um die Vorbereitungen zur Gründung einer allgemeinen Be und heiratete unter dem falschen Namen eine jezt 34jährige Magda amten Internationale zu treffen. Sämtliche Bertreter der lene C. Der Schwindel wäre wohl noch lange nicht an das Tages- in Frage kommenden Gewerkschaften erklärten sich für die sofortige Ronstituierung der Beamten- Internationale, vorbehaltlich der Zus ftimmung ihrer Borstände. Unmittelbar nach ihrer Zustimmungsvertreten sind: für Deutschland: Falkenberg; Holland: Noordhof erklärung erfolgte die Konstituierung des Vollzugsausschusses, in dem Desterreich: Janidi; Frankreich: Laurent. Die Tschechoslowakei fann in den Bollzugsausschuß je einen Vertreter deutscher und schechischer Sprache mit beratender Stimme entfenden. Folgende Entschließung wurde angenommen: ,, Die eingehende Erörterung der Grundlagen für eine internationale Organisation öffentlicher Beamten, Angestellten und Lehrer hat ergeben, daß die Vertreter der unterzeichneten Verbände auf dem Boden unbedingter und tatkräftigster Solidar tät aller um Lohn und Gehalt Arbeitenden im Sinne der geltenden internationalen gewertschaftlichen Grundsäge stehen. Die Konferenz stellt feft, daß die Errichtung der wirtschaft lichen, fozialen und fittlichen Ziele der Arbeitenden aller Länder nur im Kampf gegen bie internationalen fapitalistischen Macht faktoren möglich ist und erkennt in der Schaffung einer internationalen Organisation offentlicher Beamten, Angestellten und Lehrer eine der wirksamsten Waffen in diesem Kampfe." Diese Entschließung ist unterzeichnet: Allgemeiner Deutscher Beamtenbund, Berlin; Bund der öffentlichen Angestellten Dester reichs, Wien; Freie Lehre gewerkschaft Desterreichs; Verband der Bundessicherheitserebutive der Republik Defterreichs, Wien; Gemertschaft der Unternehmerangestellten der Stadt Wien; Zentral- Nederl. Ambtenaarsbond, Amsterdam; Confédération internationale des syndicats des Fonctionnaires, Paris; Svaz obecnich zenskych a statnich zrizencu, Prag; Verband der öffentlichen Angestellten, Reichenberg. Als Gäfte wohnten der Tagung bei ein Bertreter des Inter nationalen Arbeitsamtes in Genf und der Sekretär der Internationale des Post, Telegraphen- und Telephonpersonals. Eine Klaffe für fich. brüderes schlimmster Art gegenüber ben Kollegen, die nicht in ber Aus gewerkschaftlichen Kreifen schreibt man uns: In der Lage sind, Offizierspensionen zu beziehen. Auch aus einer großen Saumfeligkeit des Reichsfinanzministeriums erörtert. Man tut wirtschaftlich irgendwie nüßlich zu betätigen suchen. Es ist jeden Morgen- Ausgabe des„ Borwärts com 4. Juli wurde die tekannte Auskunfttei erhalten wir ähnliche Klagen. Es ist nichts dagegen einzuwenden, daß ehemalige Offiziere fich dem Reichsfinanzministerium Unrecht, wenn man behauptet, daß es eine Verschleppungstaftif auf alle Gebiete ausdehnt. In anderen falls weit beffer, fie arbeiten irgendwie, als daß sie sich von der Fällen, wenn es sich nicht um Arbeiter und Angestellte handelt, Reaktion als Bravi gegen die Republik aushalten laffen. Aber menn sie den lobenswerten Wunsch haben, zu arbeiten dann sollen wird prompter gearbeitet. So ist im Reichspensionsamt von dem Präsidenten Herrn fie fich auch in Reih und Glied mit dem Heer der Arbeitenden von Jacobi in ganz furzer Zeit erreicht worden, daß eine stellen und nicht zu Lohnbrüdern und Gelben werden. Anzahl ehemaliger Offiziere, die sich in dem Etat der Das müßte ihnen schon der einfachste Ehrbegriff verbieten. Angestellten der Gruppen 6 bis 10 befinden, nach ihrem früheren militärischen Dienstgrad das heißt, mach den Gruppen 10 bis 12 befoldet und dazu eigens mit Sondervertrag angestellt werden. Lohnvereinbarungen der Metallformer. Die Metallformer und Berufsgenossen waren am Donnerstag Wenn man berücksichtigt, daß andere Anggestellte, die die zahlreich in Dörings Lokal versammelt, um den Bericht über die gleiche Tätigkeit ausüben, zum größten Teil in Gruppe 6 bis 7 legten Lohnverhandlungen mit dem Verein der Gießereitesizer_enteingruppiert sind, fann man ermessen, welch ungeheuren Schaden berichtet, daß in der Verhandlung am Dienstag folgendes Zugegenzunehmen. Bom Branchenleiter Bredow wurde hierüber das Reich erleidet durch die Bezahlung von Angestellten nach ihrem geständnis von den Arbeitgebern für die Woche vom 2. bis 7. Juli früheren militärischen Dienstgrad. Man sieht hieraus, daß es dem erreicht worden sei: Auf die Lohntlassen 1 bis 3 werden Zulagen in Reichsfinanzministerium bei ehemaligen Offizieren lange nicht so Höhe von 2630 m, 2610 m. und 2590 m. pro Stunde gewährt, schwer fällt, eine ungerechte und dem Reich schädigende Finanz- so daß sich die Löhne hiernach auf 10 100, 10 000 und 9990 m. politif zu treiben und ein Präsident des Reichspensionsamts eher stellen. Die Affordpreise sollen um 35 Broz. erhöht werden. eine Forderung einer besonderen Klasse" Mennschen durchdrückt, Außerdem wird eine einmalige Wirtschaftsbeihilfe für als es einer organisierten republikanischen Arbeiter und An- die besagte Woche bewilligt in Höhe von 6500 m. täglich. Diese gestelltenschaft möglich ist. Beihilfe soll auch dann gezahlt werden, wenn in den Tagen nicht Soweit die Zuschrift, der wir eben deshalb Raum geben, weil polle acht Stunden gearbeitet wird. Jugendliche erhalten eine ent. die Rlagen über die Entlohnung ehemaliger Offiziere uns auch sprechende prozentuale Erhöhung der Tariflöhne. Nachdem von andern Seiten zugehen. Allerdings, soweit es sich um ehes Bredom noch einige Fragen, die sich auf Einzelheiten bezogen, malige Offiziere handelt, die in Privatbetrieben beschäftigt beantwortet hatte, stimmte die Versammlung dem Angebot der find, gehen die Klagen dahin, daß diese ehemaligen Offiziere, bis Arbeitgeber zu. Hierauf wurden andere Brancheangelegenheiten hinauf zum General, die ihre volle Pension beziehen, sich als crledigt. Lohndrücker betätigen. Die erste Sigung des Bollzugsausschusses, die unmittelbar nach Schluß der Tagung stattfand, beschloß, die nächste Sigung des Ere- So werden viele ehemalige Offiziere als Aufsichtspersonen Berantwortlich für Politik und Wirtschaft: Bittor Schiff. Berlin: Gewerkschaftstutiofomitees in der ersten Hälfte des Monats Ottober 1923 in Inns- beim Notenbrud verwendet! Sie bekommen dafür feinen bewegung: 3. Steiner, Berlin; Feuilleton: R. G. Döfcher, Berlin- Wilmersdorf; Sonstiges: Fris Karstädt, Berlin- Wilmersdorf; Anzeigen: brud abzuhalten. Zum vorläufigen Sefretär der Internationale Lohn, sondern eine Aufwandsentschädigung“, für die weder Lokales und Th. Glocke, Berlin. wurde der Obmann des Bundes der öffentlichen Angestellten, Ja- Steuern noch Kranten, und Invalidenbeiträge abgezogen werden. Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. H., Berlin. Drud: Borwärts- Buchbruceret nidi, in Wien bestellt. Diese Steuerhinterziehung geht Hand in Hand mit einer Lohn- und Berlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin S. 68, Lindenstraße 3. Preiswertes Angebot! Engl. LederManchesterArbeitsGestreifte Zwel feste Preise! Hosen Zähne 8000 u. 10000 M. Knaben- Stoff- u. Waseh- Anzüge auch einzelne Knaben- Hosen München- Gladb.Hosen- Zentrale NW. 87, Beusselstr. 39, Blauer Laden, am Ringbahnhof Beusselstr. Fahrgeldvergütung Bettwäsche Greifen Sie zu! ufw. ujw. 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