Nr.327 40. Jahrgang Ausgabe A nr. 162 Bezugspreis: Für den Monat Juli 30 000. 9. voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet sowie Oesterreich und Luremburg 38 000 M., für das übrige Ausland 43 000 M. Postbezugspreis freibleiben d. Bostbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Estland, Finnland, Frant reich, Holland, Lettland. Luxemburg, Desterreich, Schweden, Schwetz Tschechoslowakei und Ungarn. Der ,, Borwärts" mit der Sonntags. beilage Bolt und Zeit", der Unter haltungsbeilage..Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erscheint mochentäglich zweimal, Gonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin Sonntagsausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 1500 Mark Anzeigenpreis: Die einfpaltige Ronpareilzeile toftet 7000 M. Reklamezeile 35 000 M. ,, Kleine Anzeigen" das fettgedrud re Wort 2400 W.( zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 1200 M. Stellengesuche das erste Wort 1200 M., jedes weitere Wort 800. Worte über 15 Buchstaben zählen file zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Zeile 1500 M. Anzeigen für die nächste Mummer müssen bis 4½ Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW.68, Lindenstraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Dönhoff 292–295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Sonntag, den 15. Juli 1923 Drei neue Todesurteile. Paris, 14. Juli.( WIB.) Nach einer Havasmeldung aus Aachen hat das Kriegsgericht in Aachen drei Deutsche, die in der Meldung ohne nähere Angaben als Saboteure bezeichnet werden, zum Tode verurteilt. Ihre Namen find Graf Keller, Cudwig Schulh und Plingender. Ein vierter Angeflagter namens Lorbeer ist zu lebenslänglicher 3 wangsarbeit verurteilt worden. * Die Sonne der Völkerversöhnung". Wattenscheid, 14. Juli.( TU.) Um den Bedarf für den französischen Nationalfeiertag zu beden, beschlagnahmten die Franzosen auf den nach Effen führenden Landstraßen mehrere heute mit Salutschießen der bei Linden stehenden Batterie und Lastautos mit Bierladungen. Der Nationalfeiertag wurde einem Flugblattbombardement aus den Lüften eingeleitet. Abgeworfen wurden Hunderttausende von fleinen Flugblättern mit der Titelüberschrift 3um 14. Juli 1923", die Frantreich als„ Sonne der Völkerpersöhnung" bildlich dar stellen. Erst sprengen, dann verraten. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Postscheckkonto: Berlin 375 36- Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depofitentasse Lindenstraße 3 Bürgerkrieg und Politik. Gestern hat hier der sächsische Polizeioberst Genosse Dr. Schüßinger das Problem des Bürgerkrieges von der militärischen Seite her beleuchtet. Von den Feststellun= gen feiner leidenschaftslosen militärwissenschaftlichen Betrachtung werden unseren Lesern zwei besonders aufgefallen fein: erstens seine Bewertung der Reichswehr, die immersen, dann aber das überaus scharfe Urteil, das er über die hin etwas optimistischer ist als sonst in republikanischen KreiFähigkeit der Arbeiterschaft abgibt, aus eigener Kraft brauchbare Organisationen des Abwehrkampfs aufzustellen. Dieses Anmerkung des WTB.: An hiesiger amtlicher Stelle liegen Urteil mag durch die Erfahrungen in den kommunistischen Nachrichten über diese neuen Bluturteile und über die den Aufstandsbewegungen mitbeeinflußt sein, deren JämmerlichBerurteilten zur Last gelegten Handlungen nicht vor. So feit der militärischen Führung allerdings jeder Beschreibung wenig wie in den früheren Fällen steht aber auch diesmal, spottet. Von der sozialdemokratischen Arbeiterschaft mögen in wie von vornherein betont werden muß, den fremden Mili tärgerichten bei ihrer angemaßten Tätigkeit Recht und Gesetz zum Lode verurteilte Saffe aus dem Gefängnis ein Gnaden- gen zu erwarten fein. Troßdem liegt in dem harten Urteil Mainz, 14. Juli.( Mtb.) zu der gestrigen Meldung, daß der einem ihr aufgezwungenen Abwehrkampf viel bessere Leistunzur Seite. Die Warnungen vor einer Ueberspannung des Bogens haben die Organe der Einbruchsmächte erneut in den geſuch an die französische Regierung gerichtet habe, worin er fenfa Schüßingers eine berechtigte und wertvolle Warnung vor jeder tionelle Enthüllungen über die Geheimorganisationen Oberland" Ueberschätzung der eigenen Kraft. Wind geschlagen. Sie legen es ersichtlich darauf an, daß ihre und Hanseatisches Freikorps" gemacht habe, ist noch zu bemerken, Indes ist ein Bürgerkrieg genau so wie der Krieg nach Maßregeln zu noch stärkerer Erbitterung der bedrückten Be- daß Gaffe, wie das„ Echo du Rhin" schon seinerzeit in dem Bericht außen, nicht bloß eine militärische, sondern auch eine polivölkerung führen. Auch diese neuen 12 Kriegsgericht derartige angebliche Ent weil Henter verfallen erflärt worden gehören zu dem faltblütig hüllungen gemacht hat; u. a., daß sich außer in Frankfurt auch in durchgeführten System, durch das die Bevölkerung endgültig Augsburg ein Bureau befinde, das die Sabotagcafte im be- feine Politik miserabel war. Der Kapp- Butsch, der in Berlin in ihrem Widerstand zerbrochen werden soll, bevor eine Lö festen Gebiet organifiere und von dem sozialdemokratischen(!) militärisch vollkommen geglückt war, scheiterte rasch an seiner Schon durch diese Ent- hilflosen politischen Führung. Umgekehrt hat sich die bürgerfung des Konfliktes herbeigeführt werden fann. Die Be- Führer Dr. Frant geleitet merde. völkerung ist darauf vorbereitet, daß gerade in der nächsten hüllungen mirb zur Genüge charakterisiert, welche Ansprüche aufliche Revolution von 1848 frog ihrer militärischen Niederlage ahrheit die Enthüllungen Gasses machen. Zeit durch verstärkte Drangfalierung die poli- Die Mannheimer Bolfsstimme"( fo3.) bemerkt hierzu: Es liegt lichen Entwicklung entsprachen. Käme es in Deutschland zu in vielem durchgesezt, weil ihre Ziele dem Zug der gesellschafttischen Ziele der französischen Regierung erzwungen werden die Vermutung nahe, daß Saffe geglaubt haben mochte, sein Leben einem Bürgerkrieg, so wäre das politische Element für seinen follen. Sie wird auch diesen Bersuchen gegenüber ihre alte zu retten, wenn er den Franzosen möglichst fenfationelle Ent- Ausgang wichtiger als das militärische. und jetzt doppelt wirffame Standhaftigkeit beweisen und fich hüllungen in Aussicht ftelle, mögen sie nun wahr oder erdichtet fein. Die Sozialdemokratie hat keine ziele, auch durch gehäufte Terrorafte nicht von ihrem hel Da aber immerhin die Gefahr vorliege, daß die Franzosen den Andenhaften Widerstand abbringen lassen. gaben Saffes Glauben schenten, hält es die Boltsstimme" für die die sie im Bürgerkrieg erreichen kann. Denn Pflicht der deutschen Polizeibehörden, ohne Berzug den. Be- mit Gewalt fönnen nur Staatsformen umgestürzt, nicht hauptungen Saffes nachzugeben, insbesondere auch in Mann- Wirtschafts- und Gesellschaftsordnungen geändert werden. heim, mo nach den. Angaben Gaffes ebenfalls Sprengfolonnen ge- Bur republikanisch- demokratischen Staatsform steht die Sobildet werden sollen. zialdemokratie im Verhältnis des Verteidigers, nicht des Angreifers. Sozialistische Ziele können nur erreicht werden durch Eroberung der politischen Macht in der Demofratie und durch planvollen organisatorischen Aufbau. sind nunmehr von den fremden Kriegsgerichten als dem lung Berhandlung mitgeteilt hat, bereits in der Berhandtische Angelegenheit. Deutschland ist trog ungeheurer miliDie organisierte Qual. Itier, 13. Juli.( WTB.) In Zewen bei Trier wurden am 11. d. m. 32 Eisenbahner mit Familien unerwartet zum Zweck der Ruhrzwischenfall in Paris. Ausweisung in den Bergstraßen zusammengetrieben. Drei Paris, 14. Juli( Havas.) Vor dem Gebäude eines Pariser Stunden mußten fie in glühender Hige unbeweglich stehen Abendblattes, das eine Sammlung für die französischen Truppen im und durften nichtsprechen. Sie wurden von Maroffanern Ruhrgebiet veranstaltet hatte und dem gestern abend von Mannbewacht. Wenn jemand sprach, wurde er von dem leitenden Offi- schaften aus dem Ruhrbezirk eine Danteskundgebung dargebracht 3ier mit der Reitpeitsche in rohester Weise mißhandelt. Andere wurde, fam es hierbei zu Zwischenfällen. Der GeschäftsEinwohner aus dem Dorfe wurden gezwungen Wagen heranzu- führer der kommunistischen Humanité" versuchte dem die Soldaten schaffen und die Möbel der Ausgewiesenen aus den Häusern zu führenden Hauptmann die Orden von der Brust zu reißen. Er holen. Leute, die sich weigerten, wurden mit Gewehrkolben Die Berhafteten find vorläufig wieder freigelassen worden, haben holen. Leute, die sich weigerten, wurden mit Gewehrkolben murbe mit zwei anderen Angestellten der" Humanité" verhaftet. schwer mißhandelt. Die Leute tamen um 12½ Uhr in Trier an sich aber nächsten Donnerstag vor dem Strafgericht unter der Dort wurden sie in glühender Hige bis 7% Uhr in Auswanderer- Anklage der tätlichen Beleidigung eines Vertreters der öffentlichen 3ügen eingefchlossen und durften tein wasser holen. Gewalt zu verantworten. Ehrhardts Flucht. Amilich wird mitgeteilt: Die Nachricht von der Flucht Ehrhardts ift fofort durch Funtentelegramm an alle in Betracht tommenden Polizeibehörden weitergegeben werden. • Englisch- tschechoslowakischer Vertrag. Das sind Tatsachen, deren Erkenntnis sich langsam auch in tommunistischen Kreisen durchzusehen beginnt. Leider wird trotzdem von n Kommunisten noch immer eine militä= ristische Hurrastimmung gepflegt, die von den Rechtsnützt wird. Im Gegensaß zu den Kommunisten sind sie klug politifern des Bürgerkriegs schlau zu ihren Gunsten ausgewollen, denn wer als Angreifer im Bürgerkrieg erscheint, der genug, im Bürgerkrieg nicht als der Angreifer erscheinen zu mobilisiert gewaltige Kräfte gegen sich selber. Kreise die Möglichkeit einer baldigen Veränderung der Lage zuEs liegt im Interesse der Arbeiterschaft, die Schuld gunsten eines Kompromiffes zwischen Regierung und an der etwaigen Entfesselung eines Bürgerkriegs restlos und Popolari nicht. Die Katholiken würden ihre Unverföhnlichkeit für alle Augen deutlich auf die Rechtsputschisten fallen zu gegen einige Abänderungen der jetzigen Lage aufgeben, wonach der laffen. Gelingt das, dann ist der Bürgerkrieg, wenn er den Mehrheit drei Fünftel ftatt zwei Drittel der Size zufämen. Da noch ausbricht, schon zur Hälfte gegen seine Urheber entDie Flucht Ehrhardts ist, soweit sich bisher beurteilen läßt, zum nach Ansicht der Regierung die Debatte einen vorwiegend politischen schieden. mindesten durch Fahrlässigteit des Gefängnisperio Charafter angenommen hat, hält die Regierung eine Erneue- Der Bürgerkrieg ist ein Kampf politischer Paronals begünstigt worden. Gegenüber der in einzelnen Blättern auf- rung des Vertrauenspotums für angebracht. Die Blätter le n. Wer den Sieg an seine Fahne fesseln will, muß seine gestellten Behauptung, daß Ehrhardt sich im Reichsgerichtsgefängnis glauben, Mussolini würde seine Erklärungen so abfassen, daß dem Parole so gestalten, daß sie auf möglichst breite befunden habe, ist festzustellen, daß das Reichsgericht ein eigenes grundsäglichen Botum über die Wahlreform die große politische Be- Massen der bewaffneten wie der unbewaffneten StaatsGefängnis nicht besitzt. Die in Leipzig befindlichen Untersuchungs- deutung einer Kundgebung für oder gegen die Mitarbeit an der bürger eine starke Zugkraft ausübt. Darum ist es die ungefangenen des Reichsgerichts und des Staatsgerichtshofes zum Regierung zukommt. Im Giolittianischen Lager herrscht glücklichste Politik, Parolen auszugeben, die unklar und Schuhe der Republik werden vielmehr in dem fächsischen Landes- über die Stellungnahme zur Wahlreform noch einige Unstimmigkeit. widerspruchsvoll sind und bestenfalls nur bei einer Minderheit gefängnis in Leipzig untergebracht. Auch Ehrhardt befand sich dort Giolitti legt sich große Zurückhaltung auf und erklärt, er werde als Anklang finden. Wenn die Kommunisten in einen Bürgerin Haft und unterstand damit ausschließlich der Ueberwachung Präsident der Prüfungskommission für die Wahlreform stimmen. frieg mit solchen Parolen dazwischenfahren, können sie das durchsächsische Beamte. entsetzlichste Unheil anrichten. Denn wenn im Krieg und im Der vereinzelt erhobene Vorwurf, daß das Verfahren gegen Bürgerkrieg, nicht wie im friedlichen Wahlkampf, die Zahl Ehrhardt ohne Grund verzögert worden sei, entbehrt jeder allein noch nicht entscheidend ist, so bleibt sie doch ein außerBerechtigung. Die Aften gegen Ehrhardt find nach Abschluß der Prag, 14. Jull.( WTB.) Wie das Tschechoslow. Correfpon- ordentlich wichtiger Faktor. vom Untersuchungsrichter geführten Ermittelungen in den ersten den- Bureau aus London erfährt, fette Minister Beneich gestern Im Bürgerkrieg wie im Krieg ist der Bundesgenosse Tagen des April an den Sachbearbeiter der Reichsanwaltschaft ge- feine polififchen Besprechungen im britischen Außenministerium fort. besser als der Neutrale, der Neutrale besser als der Feind. langt. Bon diesem ist das außergewöhnlich umfangreiche Akten. Es handelte sich vor allem um Fragen, die sich auf die english- Bo alles auf eine Entscheidung gestellt ist, da ist es unsinnig, material fofort in Bearbeitung genommen und die Anklage- tschechoslowakischen Handelsinteressen beziehen. Helfer abzustoßen oder sie gar ins feindliche Lager hinüberIchrift am 28. April 1923 fertiggestellt worden. Nach Prüfung Heute morgen wurde von Curzon und Benesch der britisch- zujagen. Die sozialdemokratische Arbeiterschaft muß daher be= durch den Mitberichterstatter und den Obereichsanwalt ist die An- tiedostowatische Handelsvertrag unterzeichnet, der flagefchrift von letzterem am 5. mai 1923 unterzeichnet und sodann auch für die britischen kolonien Geltung hat. Morgen bedem Staatsgerichtshof zum Schutze der Republik eingereicht worden. gibt sich Minister Benesch nach Paris. Dem Berteidiger der Angeklagten wurde zur Erklärung auf die Antlagefchrift eine Zeit von vier Wochen gewährt, die gleiche Zeit, die der Reichsanwaltschaft zu Gebote gestanden hatte. Am Tage des Ablaufs der Frift beantragte die Verteidigung deren Verlängerung. Der Borfihende des Staatsgerichtshofs hat darauf den urfprünglich für den 10. Juli in Aussicht genommenen Termin auf den 23. Jull d. 3. anberaumt. Von einer Berzögerung des Verfahrens fann bei dieser Sachlage feine Rede sein. Amerika spürt Europas Ruin. reit fein, zur Verteidigung der Republit Hilfe auch aus solchen Kreisen anzunehmen, die nicht um des Sozialismus und der Arbeitersache willen für die Republif fämpfen. Spätere Auseinandersetzungen mit geistigen Waffen bleiben vorbehalten. Alles zu seiner Zeit! Paris, 14. Juli.( WEB.) Nach einer Meldung des hiesigen New Bort Herald" aus Washington wird von Nationalötonomen im Krieg und Bürgerkrieg ist der bewaffnete Mann Im geistigen Kampf gilt der Kluge mehr als der Dumme, und Statistikern, die das landwirtschaftliche Departement zum Stu- wichtiger als der unbewaffnete. Aber der Mann mit dem dium der wirtschaftlichen Verhältnisse nach Europa geschickt hat, be- Gemehr in der Hand macht es allein auch nicht, er richtet, daß die ausländische Nachfrage nach Erzeugniffen der ameri- muß Glied einer militärisch leistungsfähigen tanischen Landwirtschaft bedeutend geringer fei als vor Organisation sein. Darum ist es von größter Wichtigeinem Jahre. Jufolge der Ruhrbefehung und der Lage am Balfan feit, bewaffnete Verbände möglichst geschlossen unter erprobter fei die auftraft Europas geschwächt. Die Produktion Führung auf die eigene Seite zu bringen. ReichswehrverRom, 14. Jul.( EP.) Die allgemeine politische Lage und die habe fich wahrscheinlich in England, Frankreich, Belgien und fogar bände, die den guten Willen zeigen, die Verfassung gegen einen Debatte der Kammer über die Wahlreform bifbeten den Ge- in Deutschland gehoben. Auch dadurch werde sich die Nachfrage nach gewaltsamen Angriff von rechts zu schüßen, dürfen daher nicht genfiand einer Unterredung des Königs mit Mussolini. Bäh- landwirtschaftlichen Erzeugnissen der Bereinigten Staaten im Herbst durch voreiliges Mißtrauen zurückgestoßen werden. rend die Regierungs- und Oppofitionspreffe hartnädig ihren gegen verringern. Das Ergebnis werde ein Weizenpreis von weniger als Gegen den gewaltsamen Angriff von rechts muß die fäglichen Standpunkt verfechten, verhehlen sich einige politische 1 Dollar pro Bushel sein. Konzentration aller republikanischen Wahlreform in Jtalien? Kräfte, der bewaffneten wie der unbewaffneten, die Lesung sein! Wir dürfen mit der Tatsache rechnen, daß die Gefahr. die ein Rechtsputsch in der gegenwärtigen außenpolitischen Situation für das Reich und die Reichseinheit bedeutet, weit über die Kreise der Sozialdemokratie hinaus erkannt wird. Auch bürgerliche Elemente würden von starker Erbitterung gegen die Angreifer erfaßt werden und den Ab- Mehrkampf mit mehr oder weniger Energie unterstützen. Diese Stimmung weitester Volkskreise wirkt ebenso auf die Angriffslust der Putschisten hemmend, wie sie für die Ver- teidiger der Republik ermutigend ist. Es kommt also alles darauf an, den Kopf klar zu behalten. das allein mögliche Ziel— das der Abwehr und Unter- drückung eines bürgerkriegerischen Angriffs möglichst schon im Keime— fest ins Auge zu fassen und das Machen von Dumm- heiten den anderen zu überlassen. Dann wird es gelingen, entweder den Bürgerkrieg ganz zu vermeiden oder aber die- jenigen, die ihn trotzdem entfachen, mit blutigen Köpfen heim- zuschicken. Allerdings muß man sich auch darüber klar fein, daß ein zweiter gewaltsamer Angriff aus die Republik nach seiner Niederwerfung einer ganz anderen, gründlicheren Nachbehandlung unterzogen werden müßte, als seinerzeit der Kapp-Putsch. . Für die Sozialdemokratie kann es sich in einem Bürger» krieg um nichts ayderes handeln als darum, gegen Gewalt m i t Gewalt, aber auch mit politischer Klugheit, den Boden zu verteidigen, auf dem sie die großen friedlichen Schlachten der Zukunft zu schlagen geenkt: den Boden der demokratischen Republik. Denn nur hier können die arbeitenden Mafien vpr neuer, schwerer Knechtschaft ge- schützt, nur hier kann der Sieg des Sozialismus geistig erar- beitet und erstritten werden und nirgends sonst! Verfahren gegen üie JXott Sahne'. Gegen die„Rote Fahne" ist, wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, sofort nach Erscheinen des Artikels„A n d ie Partei" vom 12. Juli ein st r a f r e ch t- iiches Verfahren eingeleitet worden. Offizierkorps gegen„Rote Fahite". Der erst kürzlich im Zirkus-Busch-Prozeß unter Anklage stehende verantwortliche Redakteur der„Roten Fahne", E t e i n i ck«, hatte sich gestern erneut vor dem Schöffengericht Berlin- Mitte zu verantworten, diesmal wegen Beleidigung der Offiziere der Reichswehr. Am 24. März d. I. hatte die„Rote Fahne" in einem„Presseball— Offiziere in Uniform" über- schriebenen Feuilleton u. a. ausgeführt:«Die vor dem Faschismus schlotternden Knie des Prefieoiertel» werden nicht umhin können, vor dem Glanz der Uniformträger der Republik, die sich ISIS feige in das letzte Hundeloch verkrochen haben, etwas strammer zu stehen." Wegen dieser Aeußerung hatte der Reich»wehrminister Strafantrag gestellt. Die Klage wurde aus§ ISS StGB,(formale Beleidigung) erhoben. In der gestrigen Verhandlung be- kämpfte der Berteidiger des Angeklagten, Justizrat Dr. Viktor F r ä n k l, diese Klageerhebung, da es sich um die Behauptung einer Tatsache handele und infolgedessen die Klage aus§ ISS erhoben werden müsse, die dem Angeklagten den Antritt des Wahrheits- beweisss ermögliche. Steint cke selbst erklärte, daß Reichswehr- minister Gehler, der frühere Oberbürgermeister von Nürnberg, vor den Staatsgerichtshof gehöre, well er mit dem Strafontrag das Offizierkorps der Repub'ik unsterblich blamiert habe, denn es fei be- kannt, daß, ebenso wie der oberste Kriegsherr und General Luden- dorff ins Ausland geflohen wärm, Kronprinz Rupprecht 1913 in der Kommandantur Brüssel händeringend um Schutz gegen seine eigenen bayerischen Soldaten gebeten habe. Der Staatsanwalt be- antragte zwei Monate Gefängnis wegen formaler Beleidi- gung, das Gericht erkannte jedoch nur auf eine Geldstrafe von 80 0 000 M.st mit der Begründung, daß sich zwar ein Teil" der Offiziere 1913 zurückgezogen habe, daß aber die„Rote Fahne" be- mußt das Offizierkorps der damals noch gar nicht bestehenden Reichswehr habe beleidigen wollen. Cw alter?öiot an seinen Sohn. Abgefangen von Hans Klabautermann. Lieber Arthurl So, nun bin ich wieder in dem Jdiotenhaus gelandet, in das mich deine Mutter vor Iahren gesteckt hat und aus dem mich die Aerzte entlassen haben, als sie sahen, daß ich mehr Grips im Schädel Hab« als st« selber. Du brauchst keine Angst um mich zu haben, ich fühle mich hier sehr wohl, hier hören mir die Menschen wenigstens zu, wenn ich meine Ansichten äußere. Dem Himmel sei Dank, daß ich so alt geworden bin! Jetzt hat sich endlich herausgestellt, wie recht ich immer hatte mit meiner Quatschidee. Ich habe immer gesagt: Fortschritt ist Quatsch, �»illsation ist Quatsch, alle« ist Quatsch. Das hat deine Mutter nie verstanden und mich damals ins Jdiotenhaus ge- bracht. Jetzt find ein paar Jahre vergangen. Du wirst mir recht geben. Also, paß auf!„Dampfschiff, Eisenbahn und Telegraph— fabelhafte Errungenschaften der Technik", sagen die Leute. Ich sag«: Quatsch!„Es gibt keine Landesgrenzen mehr. Dampfkraft und Elektrizität fliegen drüber weg." Wo, mein Sohn? Merkst du was davon? Gewiß, ein paar Prietzel flitzen über die Grenzen rüber, die meisten aber kommen au» ihrem Loch ihr Lebtag nicht raus.' Im übrigen sehen sich heute die-Böller genau so scheel und mißtrauisch an wie immer. Was so'nf richtiger Patriot ist, der fühlt sich nochmal so edel, wenn er sich ganz ab- schließt und die andern mit Haß angeifert. Eisenbahn und Telegraph sind überflüssig. Eine simple Karre genügt. Ein ander Beispiel: Was haben sie für ein Geschrei gemacht mit ihrer Seuchenbetämp- fung, Schutzpockenimpsung und was weiß ich! Am schönsten ist es mit dem Säuglingsschutz. Erst hindert man die Babys mit allerlei Mätzchen und oerzwickten Methoden, wenn so'n arme» kluges Wurm in Ruhe sterben will.' Nachher werden die Kinderchen in der Schule mit allerlei Krimskrams gequält, der keinen Hund hi-nterm Ofen vorlockt. Und wenn sie dann richtig zu leben anfangen wollen, dann stukt man sie in den Krieg und macht sie nach den allerneusten ErrungensciMfien der Kultur endgültig tot. Der Krieg wird für ein Unglück gehalten, aber doch für eine segensreich« Einrichtung, in der die Tugenden erst richtig zur Geltung kommen. Wa» immer und in dem Krieg großartig klappt, ist die Organisation der Lüge. In dieser Tugend seiern alle Beteiligten wahre Orgien. Leder weiß, daß im Krieg einer unterliegen muh. Jeder weiß das, so lange er noch kämpft. Ist der Krieg zu Ende, dann haben beide gesiegt. Eigenllich gesiegt hat der Besiegt«. Dies» Beispiele w«rd«n dir hoffentlich genügen, lieber Arthur. Ich kann bloß das ein« sagen: Wenn ich der liebe Gott wäre, diesem Iammergeschöpf Mensch würde ich ein vereinfachtes Gehirn einsetzen. Hammelhirn vielleicht. Wahrscheinlich würde es dann vernünftig auf der Welt werden. Na, du wirst endlich wissen wollen, wie ich wieder ins Idioten- haus gekommen bin. Das war so: die Kamurte,, die mir das Woh- nungsamt als Wohnung angewiesen hat, ist«in ausgebauter Boden- Ein geistreicher Kommunist. ES ist ein Belgier. Seit«inigen Tagen findet vor dem Schwurgericht in Brüssel ein Prozeß statt, der wegen angeblichen Komplott» gegen die Sicherheit de» belgischen Staates gegen sechzehn„führende" Mitglieder der belgischen Kommunistischen Partei angestrengt worden ist. Di« Klage ist nach dem Muster des seinerzeit von der ftanzöst- schen Regierung gegen Cachin und Genossen eingeleiteten Versahrens erhoben worden, während aber insolge de» Mehrheitsvotums des französischen Senat» die anti- kommunistische Aktion Polncare» ws Wasser fiel, ist der Pro- zeß gegen die belgischen Kommunisten tatsächlich zur Durchführung gelangt. Letzten Endes wird er lediglich für die Kommunistisch« Par. tei Belgien» eine Reklame sein, deren sie dringend bedarf, denn nach den eigenen Statistiken der Dritten Internationale zählte zur Jahreswende die belgische Kommunistepartel kaum 800 Mit- g lieber, also ungefähr im Durchschnitt soviel wie eine einzige Abtellung unserer Berliner sozialdemokratischen Organisation.... Die Angeklagten selbst machen kein Hehl daraus, daß sie in diesem Prozeß die größte Reklame für ihre„Partei" erblicken. Als der Vorsitzende«inen der zwei Hauptangeklagten, van Over- st r a e t e n, fragte, welche Propagandamtttel seine Partei im Auge habe, antwortete dieser kaltlächelnd:„Zum Beispiel die- s e n P r o z e ßl" Aber noch witziger und schlagfertiger ist der an» dere Hauptangeklagte I a q u e m o t te, der bei seinem Verhör durch geistreiche Antworten stets die Lacher auf feiner Seite hatte, obwohl er in dem Vorsitzenden einen in dieser Hinsicht fast ebenbürtigen Partner hatte. Als es sich um die Frage des kommunistischen Parteiprogramms und insbesondere der Vermögensbeschlagnahme drehte, be» teuerte Iacquemotte, daß die kleinen Vermögen nach den Absichten der Kommunisten frei von der Konfiskation bleiben sollten. Worauf der Vorsitzende: „Hoffentlich werden Sie auch m i ch unter die kleinen Vermögen rechnen.... Aber sagen Sie mal. warum haben Sie in Ihrem Programm keine obere Grenze der Konsiskationssteihell angegeben?" Worauf Iacquemotte:„Das weide ich Ihnen gleich sagen: weil wir eben nicht wissen töuuen. wie hoch der belgisch« Franken flehen wird in dem Augenblick, in dem wir die Revolution machen!" Als de» weiteren die Statuten der Drlltsn International« unter den belastenden Dokumenten zur Verlesung gebrocht wurden, be. merkte Iacquemotte, daß diese.staatsgefährlichen Geheimdokumente" von jeder Buchhandlung zu beziehen seien. Der Vorsitzende ober lenkte schnell das Verhör auf das Programm der belgischen Kam- munistenpartei ab, da, auf der Rückseite des Mitgliedsausweises der Parteimitglieder gedruckt steht, und fragte, ob auch dies überall zu beziehen sei. Worauf Iacquemotte:„Gewiß, von jedem, der Mit- glied der Partei werdm will." Vorsitzender:„Und würde auch I ch den Ausweis erhalten?" Iacquemotte:„Freilich, nur müßten Sie 80 Eenstmes Ein- trittsgebühr zahlen." Vorsitzender:„Schön, aber Ihre Statuten sehen vor, daß ein jeder erst nach einer sechsmonatigen Probezeit die volle Mitgliedschaft erwirbt. Müßte auch ich sechs Monate Probezeit durchmachen?" Iacquemotte:„Und ob! Zu Ihrem Fall ganz besonders!" Wlr hoffen im Interesse des Rechtes— denn diese Klage beruht womöglich auf noch schwächeren Füßen, al» das vom französischen Senat niedergeschlagene Verfahren gegen Cachin—, daß dieser gemütliche Prozeß mit einem Freispruch der Angeklagten enden wird. Im übrigen sind im Gegensatz zu den ledernen Fanatikern und den großmäuligen Minderbegabten die witzigen Menschen in der Kommunistischen Internationale so selten, daß es geradezu ein Ver- gnügen ist, diese belgische Ausnahme zu verzeichnen. Da« sächsische Gesamtministerium hat den früheren Minister- Präsidenten B u ck vom 1. August ab zum KreiSbauptmann für Dresden und den Vorsitzenden und Geschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsausschusses Dresden, Richard Tempel, zum Vorfitzenden der Landesversicherungsanstalt Sachsen« ernannt. verschlag im fünften Stock. Zum Dank für die Schaffung dieser komfortablen Hundehütte hat der Mann, der sie hat aufbauen lassen. eine Siebenzimmerwohnung am Kurfürstendamm bekommen. Den ganzen Tag brütet auf diesem Murks von Wohnung die Sonne, so daß sich mein Fettvorrat dünne macht. Im Topf schwabbert Mar- garmesuppe mit Schmalz und Palmin. Mir klebt jeder Fetzen am Leibe. Deshalb raus aus dem Backofen ins Frei«! Du kannst dir denken, daß ich bei mir oben nackelicht rumlaufe. Irrsinnig wäre ich mir vorgekommen, wenn ich mir, um meine Haut abzukühlen, nun. einen Anzug auf den klebrigen Körper gehängt hätte. Ich setze mir also den Strohhut auf und ziehe los. Kaum bin ich hundert Schritte gewandert, da tut sich was auf der Straße. Die Weiber gucken interessiert, tun aber so, als wären sie blind, die Kinder, die auch kein natürliche» Empfinden mehr haben, johlen und die Männer schämen sich, weil sie erstaunt sind, daß ich ebenso aussehe wie sie selbst. Endlich kommt ein Schupomann. Höflich sanft und behutsam ver- staut er mich in«ine geschlossene Droschke— es war schwer genug, «ine aufzutreiben.„Nicht wahr", sage ich,„Sie halten mich für irrsinnig? Glauben Sie mir, ich will Sie nicht beleidigen, ich möchte nur eine Feststellung machen: S t e sind verrücktl Ihr Gesicht steht aus wie ein Bratappel. Ihr Zeug müfft vor Schweiß. Nun sagen Sie bloß, bei der Hitze stülpen sie sich noch«inen dicken Ledertopp auf den schwitzigen Schädel! Warum knöpfen Sie nicht wenigstens Ihre Wintersachen auf? Das wagen Sie nicht und halten sich für vernünftig!" Iy diesem Moment kam ein Reichswehrsoldat durch die pralle Sonne. Dieser Mann hatte ebenfalls für Sibirien geeignete Wollsachen auf dem Leib. Auf dem Kopf hatte«r«inen Stahl- Helm. In der Stadt. Im Hochsommer. Es ist kühl hier im Jdiotenhaus und deshalb gefällt'» mir ganz gut. Kalte Bäder bekomme ich auch, bloß nicht, wenn ich will, son- dem, wenn die Aerzte wollen. Ra, es kann nicht jeder so geachtet sein, wie Korvettenkapitän Ehrhardt. Mit uns muß man schärser umgehn als mit Putschisten. Da» fit klar. Dafür sind wir eben Idioten. Herzlichen Gruß! Dein Vater. „Mein Freund— der Lakai."(Theaker am Rollendorfplaß.) Nach einer Woche tropischer Mühsal befällt uns unstillbar« Sehn- sucht in» Freie. Viel lieber möchten wir nach Wannsee oder Trep- to«, al» in den heißen Theatersaal. Bringt es der Theaterdirettor fertig, trotzdem und noch dazu am Sonnabendabend fein Publikum in Stimmung zu versetzen, dann ist da» schon allerhand. Also— „Mein Freund— der Lakai" geht den bereits bekannten Weg zum neuen Operettenstil— und gleich nach den ersten Takten ist das Publikum in bester Laune. Walter S ch ü t t hat den Schwant mit einer erfreuend munteren Musik von prickelnder Rhythmik versehen. Leben steckt drin, launig« Duette, graziöse Tänze, in denen wieder der Shimmy dominiert, würzen den ulkigen Text. Wil�l Steinberg, dem Gesangsdichter, ist nicht immer was Reue» eingefallen.„Alles geht noch mal so glatt, wenn Die Drotabgabe. Amllich wird mitgeteilt: Durch das Gesetz zur Sicherung der Brotoersorgung im Wirt- schaftsjahr 1923/24 vom 23. Juni 1923 fällt die öffentliche Brot- Versorgung mit dem 13. September 1923 fort. Um dem bedürftigen Tell der Bevölkerung den Bezug von Brot auch weiterhin zu er, leichtern, sollen die besitzenden Klassen eine Abgabe vom Der- mögen entrichten, die in zwei Teilbeträgen am 1. August 1923 und am 2. Januar 1924 zu zahlen ist. Diese Abgabe soll grund- sätzlich in einem Vielfachen der Zwangsanleihe bestehen. Den Aus- ganspunkt bildet dabei das Sechsfache, also für jede Teilabgabe das Dreifache her Zwangsanleihe. Wenn sich jedoch der durchschnittliche Preis für Märkischen Roggen in der Zeit vom 1. bis 13. Juli 1923 höher oder niedriger stellt als auf 120 000 M. für den Zentner, so ist für die erste Ttllabgabe statt des Dreifachen ein entsprechend höheres oder niedrigeres der Zwangsanleihe als Abgabe zu ent- richten. Das gleich« gilt für die zweite Teilabgabe, wenn der durch- schnittliche Roggenpreis in der Zeit vom 1. bis 18. Dezember 1923 höher oder niedriger ist als 120 000 M. für den Zentner. Der Multiplikator für die erste Teilabgabe wird in den nächsten Tagen bekanntgegeben werden. Bei der Berechnung der Abgabe ist grundsätzlich von dem zur Zwangsanleihe angegebenen Vermögen auszugehen. Der Pflich- tige darf jedoch aus diesem Vermögen städtische Mietsgrundstücke, inländische festverzinsliche Wertpapier«, inländische Hypothekenforde. rungen sowie sonstige reine Martforderungen ausscheiden. In diesem Fall« ist für die Berechnung der Abgab« nicht der tatsächlich zu zeichnende Zwangsonleihebetrag, sondern der Betrag, der nach Ab- setzung der ausscheidenden Vermögensgegenstände an Zwangsanleihe zu erheben sein würde, zugrunde zu legen. Dabei M der Pstyhtige bei der Zahlung der Abgab« dem Finanzamt schriftlich darzulegen, welche Vermögensgegenstände er für die Berechnung der Abgabe von dem zwangsanleihepflichtigen Vermögen ausgeschieden hat. Der Pflichtige erhält über die Höhe der Abgabe keinen Descheid. Er hat sich vielmehr die Abgabe selbst zu berechnen, und zwar an Hand des ihm seinerzeit mit dem VermögenssteuererNSrungsvordruck übersandten Zwangsanleihetarifs, der auch in den Räumen der Finanzämter angeschlagen wird. Di« erste Teilabgabe Ist unauf- gefordert bis zum 1. August 1923 einzuzahlen. Die Zeitungspapierpreife. Reichswirtschaftsministerium und Papierfabrikanten. An Hand einer offiziösen Mitteilung konnten wir vorgestern melden, daß dos Reichswirtschaftsministerium mit Wirkung vom 18. Juli den Höchstpreis für das Kilogramm Zeitungsdruck- papier auf 7600 M. festgesetzt hat und daß dieser neue Preis im Juli nur erhöht werdm sollt«, wenn Kohlenprejs-, Fracht, oder Lohnerhöhungen erfolgen. Run habm aber die Druckpapierfobriten ihrerseits bereits mit Wirkung vom 9. Juli ein« Heraufsetzung des Papierpreises auf 7910 M. angekündigt. Danach hat es den Anschein, daß ds« Druckpapierfabriken bei der Regelung des Druck- papierpreises eigenmächtig vorgegangen sind, obwohl sie dabei an die Zustimmung des Reichswirffchaftsminifters gebunden sind. Dagegen muß Protest erhoben werdm. Ohnehin leiden die Zeitungen unter der Papierverteuerung auf das schwerste. Auch die amtliche Festsetzung des Preises für die zweite Iulihälfte bringt bereits den S800vfachen Borkriegsprets. Die Wirkungen der Preispolitik der Druckpapierfabriken müssen aber noch ver- heerender werdm, wenn diese, ohne von dem Reichswirsschasts- Ministerium dazu ermächtigt zu sein, Preisforderungen gegenüber ihren Abnehmern erheben; auf die Behörden wird damit ein un- gerechtfertigter Druck ausgeübt, den Zeitungsverlegern aber jede Kalkulation unmöglich gemacht. Die Papierunternehmer scheinen sich vor einem Einschreiten des Reichswirtschaftsministerium» sehr sicher zu fühlen, wenn sie sich derartige Praktiken leisten. Dennoch ist im Interesse der Erhaltung der Presse zu fordern, daß gegen ihre An- maßung vorgegangen wird. man ein« Freundin hat," sowas habm wir schon mal gehört. Da- für werden ober ein paar andere Texte ihren Weg machen, wie z. B.„Wenn ein Neines Frauchen wich steht die ganze Erde still". Auf den Irchalt kommt es ja nicht an. Immerhin ist der Text merkwürdigerweis« vernünftiger und witziger, als wir sonst ge- wohnt sind. Verwechslungen zwischm Herrn und Kammerdiener, zwischen der Gnädigen und der Zose geben die erwünschte Ge- legenheit zu Verwicklungen, die durch ihr« Munterkeit und ihren Uebermut reizen. Die Vorstellung war sorgfältig vorbereitet, alles Kappte wie am Schnürchen. Auch die Darsteller konntm sich sehen lassen. Vor allen andern Fritz Schulz mit seiner Nied- lichen schnuppigen Komik als Lakai, der mit Vergnügen und Frech- heit dm Herrn spielt. Von dm Damen war L o Ethos f al» fesche Darietesängerin famos anzuschaum und Kät« Iungherr als knusprige Zose war drastisch komisch und dabei anmutig und lieb. Dgr. „Kusinchen". In dem Operettengcwitter dieser Woche polterte gestern auch durch das ausgedörrte Kleine Theater der leere Donner eines musikalischen Schmants.„Kusinchen" steuert nach einem wenigbetleideten Borleben in die traditionell« Posseneh«. Zwischendurch spielt der Prinz von Petunien eine idiotische Rolle. Hurra, die paralytische Operette ist da! Di« Autoren tun bald närrisch, bald nuscheln sie im Ferkelkoben herum. Beides ist aber verboten, wenn es ohne Witz geschieht. Adolf Wohlauer machte zu der schmerzlichen Angelegenheit eine walzerische und poltende Musik mit einem schwachen Schuß von Gepräge. Gelungen ist ihm ein Tango im zweiten Akt. Der Reoisseur Willi Kauf- mann schlägt als Darsteller einen unaufdringlichen Gassenjungen- ton an, Mio Hellmuth und T i l l y Feiner singen und tanzen recht hübsch und verlieren dm obligaten Strumpfsalat, Carl Geppert nur in der Maske tomisch. Alle Mitwirkenden taten einem schrecklich leid. Ein paar Leute lächelten. Dieses Lächeln war wohl ein Hitzschlagsymptom.— l-. Der Roman eines antiken Meisterwerke». Einige Marmor- stück«, die auf einem Feld bei Sinnessa bei Neapel, der Stätte einer antiken Griechenkoloni«. ausgegraben wurden, sind der Gegen- stand eines langwierigen Prozesses.gewesen, der jetzt entschieden wurde. Die Stucke schienen von keinem großen Wert zu sein, und der Eigentümer des Feldes verkaufte sie für 100 Lire. Sie waren bereits auf dem Weg« zu dem Käufer, als der Direktor der italienischen Altertümer, Prof. Spinazzola, sie zur Prüfung zurück- fordert«. Nach dem italienischen Gesetz des Zwangsankaufes von Kunstwerken erwarb er die Fragments für 1000 Lire. Di« Trümmer wurden nun gereinigt und zusammengesetzt, worauf sie dm Torso einer wundervollen Benus statu« bildeten, die von der Hand des P ra x i t« l« s herrühren soll. Die Statue ist heute«ine» der wertvollsten Besitztümer des Neapeler Nattonalmufeums und mehrer« Millionen Lire wert. Der Eigentümer der Fundstätte ver- klagte nun die Regierung auf Auszahlung der Hälsts des Wertes, gewann auch bei zwei Instanzen, verlor aber vor dem obersten Ge- richtehof seinen Prozeß. „Robert Blum«, ein Drama aus der 1818er Revolution von Ott» E r n lt H e s I c. wird vonderFreienDolksbühne in Köln»ur Feier des deutschen versassungStazeS a« 11. August uraujgesthrt werden. ß Wertbeständige Löhne im Sergbau? Di« Vorverhandlungen zur Schaffung wertbeständiger Bergarbeiterlöhne im Laufe der letzten Woche hoben dazu geführt, daß die Unternehmer prinzipiell dem wertbeständigen Lohn zustimmten. Ein Grund, der neben anderen die Unter- nehmer bewog, im Prinzip ja zu sagen, besteht darin, daß die ewi- gen Schwankungen und Veränderungen in der Lohnrcgelung es mit sich bringen, daß dauernd Hunderte von Unternehmervertretern unterwegs fein müssen, und daß diesem unhaltbaren Zustand durch eine gewisse Ordnung und Stetigkeit in der Lohnfrage ein Ende ge- macht werden soll. Der Beginn der Hauptverhandlungen im Reichs- arbeitsministerium ist für Montag vorgesehen. Es ist aber fraglich, ob das Ruhrreoier schon am Montag vertreten sein kann, weil erst am Sonntag nacht die Sperre aufgehoben wirtL Sicherlich aber werden die Vertreter des Ruhrgebiets am Dienstög in Berlin sein, wenn die andere Kommission der Lohnverhandlungen zusammen- tritt, an welcher auch der Sozialpolitische Ausschuß des Reichs- kahlenrats teilnehmen wird.. Diese Kommission soll zunächst ver- schieden« grundlegende Fragen über die Art der zu schaffenden Lohn, und Preiskurve regeln, da bekanntlich die Produk- tionsverhältnisse in den verschiedenen Kohlenrevieren stark vonein- ander abweichen. Di« Verhandlungen sind diesmal von besonderer Bedeutung, weil der wertbeständige Bergarbeiterlohn vorbildlich und maßgebend für die übrigen Löhne werden dürfte. Es besteht die große Gefahr, daß der wertbeständige Lohn von den Bergbauunternehmern und der Eisen- und Stahlindustrie zu neuen übertriebenen Preisforderungen benutzt wird. Wir verlangen von der Reichsregierung, genau wie die preußische Land- tagsfraktion der Deutschen Volkspartei, daß diesmal die Gelegenheit benutzt wird, den Auswüchsen des Syndikats-, Kartells, und Mono- polwesens durch Verstärkung des Einflusses des Staates wirksam ent- gcgenzutreten. Gegen üie Mißbrauche im Metallhanüel. Preußische AusführungSbestimmungen. Bei der Veröffentlichung der Gesetz« über den Verkehr mit un- edlen Metallen und über den Verkehr mit Edelmetallen, Edelsteinen und Perlen vom 11. Juni d. I. wurden Ausführungsbestimmungen angekündigt, die nunmehr gemeinsam durch den Handelsminister und den Minister des Innern erlassen werden. Di« Gesetz« nebst ihren Ausführungsbestimmungen enthalten«in« Reihe von Vorschriften, die für die Praxis der Strafgerichte und der Staatsan- w a l t f ch a f t« n von großer Bedeutung sind. Folgend« sind die wesentlichen Bestimmungen: Wer mit Altmetall, Edelmetall, Edelsteinen oder Perlen Handel treiben will, bedarf der Erlaubnis. Die» gilt auch für Personen, die den Handel bereit- vor dem Inkrafttreten der Gesetze fIS. Juni d. I.) betrieben haben. Di« Fortsetzung de, Handel» über den 14. Juni hinaus ist unerlaubt: nur soweit er bereits am 31. De- zember 1922 betrieben wurde, darf er bis zur Entscheidung fortgesetzt iverden, wenn bis zum 14. Juli d. I. Antrag auf Erteilung der Erlaubnis gestellt ist. Di« Erlaubnis zum Kleinhandel mit Gegenständen der bezeich- neten Art kann versagt werden, wenn ein Bedürfnis nicht nach- gewiesen ist. Di« Erlaubnis ist zu versagen, wenn die An- nähme gerechtfertigt ist, daß der Antragsteller die für den Gewerbe- betrieb erforderliche Sachkenntnis und Zuverlässigkeit nicht besitzt. Es ist verboten, Gegenstände der in Frage kommenden Art von Minderjährigen zu erwerben. Von allen sonstigen Ver- öußerern muß sich der Erwerber einen amtlichen Ausweis über ihre Person vorlegen lassen.— Di« erworbenen Gegenstände dürfen bei unedlen Metallen vor Ablauf von drei Tagen, bei Edel- metallen. Edelsteinen und Perlen vor Ablauf von fünf Tagen nicht iveiter veräußert oder verändert werden. Der Handel mit Edel- metallen usw. im Umherziehen, an öffentlichen Orten und von Haus zu Haus ist verboten. Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen beider Gesetze sowie ihrer Ausführungsbestimmungen haben Strafe— bei vor- sätzlichem Handel stets Gefängnis und Geldstrafe—> unter Umständen auch Einziehung der Warenvorräte und der Seschästseinrichtung zur Folg«. Wer beim Betrieb eines Gewerbe» der in Frag« kommenden Art«inen Gegenstand aus unedlem Metall, Edelmetall usw., von dem er au» Fahrlässigkeit nicht erkannt hat, daß er mittel, einer strafbaren Handlung erlangt ist, verheim- licht, ankauft, zum Pfand« nimmt oder sonst an sich bringt oder zu seinem Absatz bei anderen mitwirkt, wird mit Gefängnis bis zu einem Jahr und mit Geldstrafe oder mit einer dieser Strafen be- straft.— Wer einen Diebstahl an einem Gegenstand au» Metall begeht, der zum össentlichen Nutzen dient oder öffenllich ausgestellt ist, wird wegen schweren Diebstahls bestraft. Das gleiche gilt für den Diebstahl an einem Gegenstand au» u n e d l e m Metall, der den Teil eines Gebäudes bildet oder in einem Gebäude zu dessen Einrichtung angebracht ist, sowie an Maschinenbestandteilen und sonstigen Betriebsmitteln au» unedlem Metall, deren Wegnahm« die Fortführung des Betriebe» erheblich gefährdet. Neben diesen Zuwiderhandlungen sollen all« Fäll« von Hehlerei im Metallhondel mit Nachdruck verfolgt werden. Di« Erweiterung des Begriffs des schweren Diebstahl» soll es«rmög- lichen, Metalldiebstähle, die für die Allgemeinheit oder für den Gewerbebetrieb besonders schädlich und gefährlich sind, schärfer zu fassen. Bei der Prüfung der Angemessenheit bedingter Strafaussetzung wird darauf Bedacht zu nehmen sein, ob diese Maßnahm« mit einer wirksamen Bekämpfung der vorerwähnten Mißstände vereinbar ist. Beide Gesetze beruhen auf dem Grundgedanken, die Reini- gung des Metallhandel» von den zahlreichen unzuver« lässigen Elementen durchzuführen und die für die Gesamtheit der Volkswirtschaft bedenklichen Erscheinungen vor allem durch Ein» schräntung der Absatzgelegenheiten zu bekämpfen. Di« Justiz- behörden sollen auf schleunig« Durchführung der verfahren ein- schließlich der Strafvollstreckung besonderen Wert legen. � Laienmedizin'. Genosse Dr. Norbert Marx schreibt uns: Auf meinen Arükel„Laienmedizin' in Nr. SOS find zahl- reiche Zuschriften eingegangen, auf die ich mit kurzen Worten er- widern will. Ich muh nochmals vorausschicken, daß ich mich n i ch t zum Anwalt d�r Schulm-dizin machen will. Ein Ein- sender behauptet, die Biochemie sei kein« Laienmedizin, er schreibt ober einig« Zeilen weiter:„Innerhalb dieser Vereine beraten nur Laien, nur au» Menschenliebe'_ waz ich gar nicht bezweifelt habe. Rein Sachliches gegen meinen Ar- titel hat kein. Einsender gebrachl, man hat mir nur empfohlen, mich mit Biochemie zu beschäftigen. Den Wert einer ..wissenschaftlichen' Hellbewegung mit der Zahl ihrer Anhänger zu beweisen, ist ein etwas unkritisches Beginnen. Daß die Schul- Medizin auch ihre Fehler macht, soll keineswegs bezweifelt werden, auf sie gilt vielmehr auch heute noch der Ausspruch Voltaires: „Ihre Erfolg« bescheint die Sonne, ihre Mißerfolg« bedeckt die Erde'. Auf den Wert oder Unwert der Salvarsanbehandlung kann hier nicht näher eingegangen werden, doch ist zu bemerken, daß in dem Gesetz zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten von einem Zwang zur Behandlung mit Quecksilber und Salvarsan nicht die Rede ist. Es können aber Personen, die verdächtig sind, ihre Krankheit weiter zu verbreiten, gezwungen werden, bis zum Ver- schwinden der offevkundigen Erscheinungen im Krankenhaus zu verbleiben. Mein Artikel hatte nur den Zweck, die Arbeiterschaft vor der Selbstbehandlung unklarer Erkrank un- gen zu warnen, und ein objektiver Leser wird auch Nicht, anderes herausgelesen haben. Ernste Beachtung aber verdient die Zuschrift eines Parteigenossen, der mich an die häufig un z u l ä n g- liehe und unsoziale Behandlung der Kassen- fronten erinnert und schreibt, daß dadurch viele Arbeiter der Laienbehandlung zugeführt werden. Ein« Besserung der bestehen- den VerhältniKe, für die besonders wir sozialistischen Amte eintreten. ist nur von einer Verstaatlichung de» gesamten Heilwesen» zu erwarten, durch die die Krankheit de» Mit- menschen nicht mehr zum Gegenstand de» Profit» und Natzens gemacht wird._ - Die.Teutsche Gesellschaft für Gcwerbebygiene- bat in ihrer letzten AibeitSanSschustsibunfl beschlossen, ihre erste Jahreshauptversammlung !>?.? k. b t« m b e r dieses Jahres in Aürzburgzu veranstalten. In Ausstcht genommen sind u. a. Vorträge von Gehetmrat Prof. K. B. Lebmann- Wti>t»b»ea über„ltzabrit staub und fein» Bedeutung fft« d i« best, d er Arbeiter'. RegicrungSrat Dr. Engel vom Nc�SgesundheitSamt:„©lauBcinalntunq und Tuberlusose« bei S m V' u na-._ In Kürze wird van per Geiellichast da«.3«» t r a l. blatl für Gewerbehygiene' neu herausgegeben werden. Vergebung de» Skeichenberger Vtadttheater». Vom Stadtrat in Reichenberg fBvhmen) wird uns mitgeteilt, daß da« dortige Stadt- theater aus die Dauer von drei Jahren neu vergeben wird. Gesuche sind bis zum 15. vüinuft beim Stadtrat in Reichenbcrg einzubringen, der aus Verlangen die Vcrgcbungsbcdlngnisse bekanntgibt. Ein Kind erkunll-M useum in Kiclv. Die Kiewer Zwesi, stelle des VolkidildungSkonimissariat« errichtet in Kiew ein Museum für Kindertun st. daSu» August der Oessentlichkeit übergeben werden soll. In der ganzen Ukraine werden zu diesem Zweck von Kindern her- rührende Erzeugnisse der Kunstfertigkeit, insbesondere Handzeich- »uaasn. iisamBUtt das Turnfest in München. Verprügelte Deutschvöltische.— Die Führer kneife« aus! München. 14. Juli.(Eig. Drahtbericht.) Di« Hakenkreuzlsc wollen da» Turnfest beherrschen! Zu diesem Zweck hat Hitler u. a. seit einigen Tagen auf großen Plakaten sein persönliches Auf- treten in zwei Versammlungen im Zirkus Krone angekündigt, in denen auch die Führer der völkischen Bewegung in Oesterreich und in der Tschechoslowakei auf die völkischen Turner losgelassen werden sollen. Die erste Versammlung fand am Samstag vormittag statt. Es sprachen Esser, Hitler und Knirsch aus Böhmen, deren Einzug in die Manege von einer Im Stechschrltt und mit Fahnen und Standarten aufziehenden schwarzblusig uniformier, ten Roßbach-Trup'pe begleitet war. Alle drei Redner de- schlmpftne und verleumdeten in ungewöhnlich scharfen und höhnischen Ausdrücken die Regierung und die Parlamente, deren Mitglieder Hiller als Reoolutionshuren bezeichnete. Die Staatsform mußte sich den Titel Schandrepublit gefallen lassen. Auch Esser legt« sich nicht die geringste Zurückhaltung auf. llnter Bei- sallsgebrüll verkündete er die Befreiung Ehrhardts in Leipzig und überschüttele dabei den Stoatsgerichtshos mit Hohn und Spott. Ganz München müsse die nächsten Tage im Zeichen de» Hakenkreuze» stehen, und da» Turnfest müsse ein Markstein in der Geschichte der völkischen Bewegung werden. Um die Mittagsstunde verließen die Führer im Auto die Stätte ihrer demagogischen Triumph«, nachdem Hitler am Schluß die Masse noch onseuerte mit der Mitteilung, daß vier Fünftel der Münchener Bevölkerung hinter ihm stünden und daß seine Partei allein in München 23 000 Mitglieder zähle. Die uniformierten Hakenkreuzler und Roßbach- L e«.t« bildeten nun unter dem Kommando des Stechschrittleutnants L u d o w i c i— des gleichen Bürschlein», der kürzlich wegen Er- stürmung des Hotels Grünwald vom Bolksgericht München mit seinen anderen Kumpanen freigesprochen wurde— einen Zug, um mit wehenden Fahnen ins Stadtinnere zu ziehen. Der Wacht- meister eine» an Ort und Stelle befindlichen kleinen Polizeiauf- gebots suchte die Leute von ihrem Treiben abzubringen und drang darauf, die Parteisahne«inzurollen. Vergeblich! Der Zug setzt« sich in Bewegung. Voran«Ine Hakenkreuzfahn« und völkische Turner. in der Mitte dl« uniformierten Roßbach-Leut« mit ihren Standarten und weiterei, Fahnen. Nach kaum 300 Metern Marschkolonne trat ihm im Torbogen des Derkehrsministeriums ein starte» Schutz- mannsaufgebot zu Pferde und zu Fuß entgegen und machte, da die Spitze des Zuges Widerstand leistete, alsbald von der blanken Waffe und dem Kommißprüg«! Gebrauch. Da der Widerstand der den Polizeimannschasten an Zahl vielfach über- legenen Menge immer heftiger wurde, ging die Polizei mit aller Schärfe vor. Die berittenen Polizisten sprengten mitten in dl« Zugkolonn« hinein; die Mannschaften zu Fuß gebrauchten ihre Hieb- wasfe mit der ganzen ihnen zur Verfügung stehenden Kraft. Der heftigste Widerstand konzentrierte sich um die Fahnen, die aber bald in den Besitz der Polizei gelangten. Innerhalb drei Viertel Stunden(zwischen 12 und 1 Uhr) mar dieser erst« Ver- such der Hokentreuzler. alz alleinige Herrscher in München aufzu- treten, durch das Eingreifen der Polizei vereitelt. Die eigentlich schuldigen Drahtzieher der Demonstration sind dl« Redner in der vorangehenden Versammlung, die mit großen Worten davon sprachen, dl« wahren Führer müßten sich an die Spitz« der Bewegung stellen, nachher aber im Auto da» Weit« suchten. Nur der Sudetendeutsche Knirsch nahm an der Demonstration aktiv Anteil, indem er die Leute mehrmals ausforderte, dem Verbote der Polizei entgegen die Fahnen aufgerollt zu tragen. Der eigentlich« Urheber der Demonstration Ist der sattsam bekannte Christian Weber von der Münchener Parteileitung der Ralionalsozialisten. der dl« anfängllch zaudernden Leute ausforderte, ste sollten nur marschieren, während er selbst den Zug auf einem Kraftrad begleitete. Bei dem Zusammen- stoß mit der Polizei war von dem tapferen Weber keine Spur mehr zu sehen. Für Montag vormittag hat Hitler zu einer neuen größeren Demonstration aufgerufen. Lebensmittelwucher in der Grünungszelle. ZRunchen, 14. Juli.(Eig. Drahtbericht.) Infolge des riesigen Fremdenzustroms nahm die Teuerung in München während der letzten Tage ungeheure Folge» an. Ein großer Teil der Ge» schäftswelt setzt die Preise in skrupelloser und verbrecherischer Prosit- gier täglich, ja stündlich in die Höh«. Von Sonnabend ab kostet z. V. ein Kilo Fleisch 100000 M.. ein Liter Milch 3000 M..«in Liter»ier 9000 bis ISOOO M., eine Weißwurst 10000 M. Am Sonnabend vormittag beschäftigt« sich der Finanzausschuß de» Land» tag es mit diesen Vorgängen. Von nahezu allen Seite« wurden heftige Vorwürfe gegen da» Landwlrtschaftsmini- sterium erhoben, da es nach keiner Richtung hin Vorsorge ge- iroffen habe. Genosse Endres machte darauf aufmerksam, daß die G ä r u n g unter der Arbeiterschaft in den Betrieben einen außer, ordentlichen Grad erreicht habe und vor allem die Eisenbahner, von denen man in diesen Tagen ein« nahezu übermenschliche Ar- beitsleistung verlangt, in bedenklicher Erregung seien. Wenn in den nächsten Tagen von der Regierung kein« energischen Maßnahmen getroffen werbm. so sei e» wohrscheialich»»möglich. Unruhen zu owweiden. i Der Ministerrat wird am Montag zu dieser Sachlage Stellung nihwen. Der Bezirksvorstand Oberbayern- Schwaben der So- zioldemotratischen Partei hat am Freitag über die Ernährungs. katastrophe beraten. Um die drohende Gefahr zu bannen, schlägt er folgende sofort zu ergreisende Maßnahmen vor: Beschlagnahm« de» noch vorhandenen Getreide«, Erfassung des Schlachtviehes, der Milch, der Hülsenfrücht«, de, frischen Gemüses und der bei den Produzenten und Großhändlern lagernden Vorräte an Fett und Eiern, ferner Regelung der Brennstoffversorgung durch die Ge- Menden, die ebenfalls die Bekleidung der minderbemittelten Be- vdikerung vornehmen sollten und schließlich noch amtliche Fest» stellunz der Produktionskosten._ Schieösfpruch in Gberschlesien. Entscheidung über die deutsche Schule in Rybnik. Veulhen. 14. Juli.(MTB.) Der Präsident der gemischten Kommission für Oberschlesien, Bundesrat C a l o n d c r, fällt« seine erste Entscheidung in einer deutsch-polnischen Streitsache. Es handelt sich um die S chulver h äl in i s se für die Minderheit in der in Ost-Oberschlesien gelegenen Kreisstadt Rybnik. Die Entscheidung de» Präsidenten spricht sich unzweideutig zugunsten des be- schwerdesührenden deutschen Schulvereins aus und weist den vorläufigen Entscheid des polnischen Minderhmtsamis als irrig zurück. Ln den Ausführungen Calonders wird dos Verhalten d�r Rybniker Ortsbehörden gegenüber der deutschen Minderheitsschule mißbilligt. Die Behörden werden verpflichtet, für die von ihnen ausgehobeneSchul« entweder das frühere Gebäude wieder- her zurichten oder ihr andere gleichwertige Räume zu geben. Grunüfätze für Gefangenenbehanülung. Di« Bundesstaaten hatten im Jahr« 1897 vorläufige Grundsätze für den Vollzug von Freiheitsstrafen vereinbart. Jetzt, nach 26 Jahren, sind die Landesregierungen über endgültige Grundsätze einig geworden. Aus der Menge der Bestimmungen können nur einige der wichtigsten mitgeteilt werden. Strafanstaltsbeiräte können auch außerhalb des Beamtenkörpers gebildet werden. Die Ge. fangen«» sind e r n st, g e r« ch t und menschlich zu behandeln. Ihr Ehrgefühl ist zu schonen und zu stärken. Rauchen. Kauen und Schnupfen kann während der arbeitsfreien Zeit gestattet werden. Der Genuß geistiger Getränke ist nicht erlaubt. Frauen sind möglichst auch in hauswirtfchastlichen Arbeiten auszubilden. Kopf-undBarthaar dürfen gegen den Willen des Gefangenen nur aus Gründen der Reinlichkeit und Schicklichkeit geändert werden. Die Gefangenen dürfen in bestimmten Zeitabständen Besuche empfangen. Die Unterhaltung muß überwacht werden, ist aber schonend auszuüben. Die tägliche Arbeitszeit beträgt im Zuchthaus in der Regel nicht mehr als zehn, im Gefängnis nicht mehr als neun Stunden._ Erst verschleppen— önnn ablehnen. Frankreichs Haltung zu Baldwins Vorschlag« Part». 14. Juli.(MTB.) Wie das„Journal' mitteilt, hat gestern der Ministerrat beschlossen, der britischen Aktion zur vollkommenen Entwicklung Zeit zu lassen, damit man alsdann in voller Kenntnis handeln könne. Es sei, so schreibt der Außen- Politiker des Blattes, zwar verlockends sofort die Offensiv« zu ergreifen, da das zu erwartende englische Dokument leicht von v o r n h.« r e i n zu widerlegen wäre. Man wolle aber in Ruhe den englischen Entwurf abwarten, da es dann möglich wäre, daß er die wesentlichen Direktiven der franko-belgischen Politik a n n e hni e, so die Notwendigkeit einer vorherigen deutschen Kapitü» l a t i o n. Wenn der Entwurf ferner erkläre, daß die Ruhrbesetzung bis zur vollkommenen Regelung der Reparationsfrag« fort- gesetzt werde, und wenn er als das Minimum der Zahlungen das annehme, worauf ssch Belgien und Frankreich festgelegt hätten, so könne man in den Verhandlungen fortfahren. Im gegenteiligen Falle aber werde Frankreich sich nicht zu einer diplomatischen Aktion verstehen, die schon von vornherein zur Unfruchtbar- keit verurteilt sei. Frankreich Hab« eine starke Stellung. Es werd« warten, bis England ihm den Beweis für die Richtigkeit seiner Methode gebracht haben werde. „Cre Nouvelle' will wissen, daß der gestrige Kabinettsrat es nicht abgelehnt habe, sich mit einer gemeinsamen Antwort an Deutschland zu befassen. England suche«inen Schiedsspruch des Völkerbunds, wie man jetzt in Paris anzunehmen scheine. Der Schlüssel der künftigen Politik in der Reparationsfrage liege also nicht in Parts, London oder Brüssel, sondern in Genf. Nur kein Sachverständigenurteil! pari». 14. Juli.(MTB.) In bezug auf die Reuter-Meldung. in der von einer internationalen Sachverständigenkonferenz die Rede ist, bemerkt der„Mail n", wenn da» der Hauptzweck sein solle, so sei«a weder Frankreich noch Belgien möglich, jemals diesem internationalen Tribunal die Entscheidung über ihr« nationalen Interessen anzuvertrauen. Amerikanische Presse über Baldsvins Rede. New York. 14. Juli.(WTB.) Die Rede des englischen Pre. mieministers, die von der gesamten Press« ,in Wortlaut veröffentlicht wird, hat hier großen Eindruck gemacht. Di« meisten der hier vor- liegenden nordameritanischen Zeitungen billigen den Standpunkt Baldwins und teilen die Ansicht, welche die„Washington P o st' wie folgt zusammenfaßt:„Ein eigensinnige, Festhalten Frankreich, an seiner gegenwärtigen Politik und an seiner gegenwärtigen Handlungsweise würde angesichts des von England zum Ausdruck gebrachten Stand- Punktes Unheil bedeuten.'—„New Park Times' befürchtet, daß die Hereinziehung der alliierten Schulden die Lösung des Reoarationsproblems erschwert, bezeichnet aber im übrigen die Rede Baldwins als ausgezeichnet.—„Nero Port World' nennt die Red« immerhin einen Fortschritt. Eine hiervon abweichende Meinung äußert nur„New Bork Tribüne", nämlich, daß England kein Recht habe, Sonderabmachungen zu treffen, weil da» die Entente zerstörren und den Friedensvertrag zunichte machen würde.--»New Bork American' schreibt, die CrklSruug Valdwin, bringe da» moralische Gefühl der ziviltfleclea Welt zum Ausdruck. England habe recht, sowohl von seinem eigenen Standpunkt, wie von dem der Welt und Amerika.—„Evenirig World' hält die Er- klärung, daß die Alliierten vor der Besetzung des Ruhrgebists mehr an Reparationen erhalten haben als nachher für besonders wich- tig und meint, die französisch« Regierung könnte diesen Angaben nur entgegentreten, wenn sie in der Lage sei, sie durch Tatsachen zu widerlegen.»Eoening Mail' sagt, di« bevorstehend» britische Note sei offenbar nicht nur bestimmt, Deutschland, sondern auch Frankreich und Europa zu retlcn. Die» sei ein Plan, in dem Amerika eine hervorragende Rolle spielen könnt«»mb sollt», dm« nirgend» wünsche man mehr als w Amerika, de» Gefahr neu» krteyrtscher Verwicklungen vermiede» zu sehen. Gewerkschaftsbewegung industrieller, einer Arbeitgeberorganisation, die durch thr Nene Löhne in der Lederwarenbranche. provokatorisches Gebaren in ihrer Lohnpolitit schon zu scharfen Differenzen in der Provinz Anlaß gegeben hat. Der die Verhand- die Woche vom 6. bis 12. Juli ein genereller Zuschlag von Auf alle zurzeit gezahlten Zeit- und Akkordlöhne erfolgt für Internationales Arbeiterbildungswesen. lungen führende Syndikus, Herr Dr. Hillenbrand, hat es unter Be- 28 Proz. Der Lohn erhöht sich dadurch auf 13 500 M., Hilfs rufung auf angeblichen Zeitmangel verstanden, die Lohnverarbeiter erhalten 12 285 M. und Stepperinnen 9180 M. Der Lohn Bom Internationalen Gewerkschaftsbund wird uns geschrieben: handlungen für die vergangene Woche bis zum geftrigen Sonnabend der Lehrlinge beträgt pro Woche im 1. Jahr 60 750 M., im 2. Jahr Der im August 1922 in Brüssel abgehaltene Internationale hinauszuschieben, wohl in der Hoffnung, daß durch den Zeitverlust 74 250 M., im 5. Halbjahr 94 500 M. und im 6. Halbjahr 101 250 M. Arbeiterbildungstongreß hat den Internationalen Gewerkschafts- fein lächerliches Angebot von 13 500 m. in der Spize für den hochbund eingeladen, bei der internationalen Zusammenfassung der qualifizierten Facharbeiter über 23 Jahre angenommen wird. Diese Arbeiterbildungsbewegung mitzuwirken. Der JGB. hat den zu Hoffnung dürfte sich aber als trügerisch erweisen; erreicht hat Dr. Die nächste Plenarversammlung der Berliner Gewerkschaftsfolge eine Arbeiterbildungsabteilung errichtet. Diese Hillenbrand damit nur, daß es der Organisation der Arbeit fommission und des AfA.- Bundes ist Mittwoch abend 6½ Uhr im fammelt die Arbeiterbildung betreffendes Informationsmaterial und nehmer unmöglich gemacht worden ist, die gefeßlichen Gewerkschaftshaus, Saal I. Dr. Kochowski referiert über das gibt dieses an die verschiedenen Bildungszentralen weiter. Gelegent.| Schlichtungsinstanzen anzurufen. Um aber der Organisation nicht Thema: Der wertbeständige Lohn. Die Delegierten müssen lich des Hamburger Kongresses wurde dann von den Bertretern den Vorwurf machen zu lassen, sie hätte nicht jede Verhandlungs- pünktlich erscheinen und die Einladung samt der Delegiertens von Bildungsorganisationen verschiedener Länder die Bildung eines möglichkeit ausgenugt, haben die Vertrauensleute in den farte als Legitimation mitbringen. provisorischen Komitees vorgeschlagen. Dieses soll die einzelnen Betrieben von der Lohnfommission den Auftrag Der ortsübliche Berliner Tagelohn wurde vom Oberversicherungs vö igen Maßnahmen für die Einberufung einer wirklich repräfen erhalten, im Berlauf des Montags zu versuchen, mit den amt für den Bezirk der Stadtgemeinde ab 15. Juli wie folgt festgefeht: tetiven Internationalen Konferenz aller Arbeiterbildungs- Ergani einzelnen Arbeitgebern durch direkte Berhand. Für männliche Personen: über 21 Jahre 42000 m., von sationen treffen, beim Wert der Vereinheitlichung der Arbeiter- lungen eine Einigung zu erzielen. Am Montagabend 16 bis 21 Jahren 30 000 m., von 14 bis 16 Jahren 24 000 M.; für bildungsbewegung mitzuwirken und die Möglichkeit der Gründung werden die Kollegen in einer Versammlung die Berichte über die weibliche Personen: über 21 Jahre 30 000 m., von 16 bis eines Internationalen Fonds für die Arbeiterbildung in E- wagung Situation in den einzelnen Betrieben entgegennehmen. Sollte auch 21 Jahren 24 000 m., von 14 bis 16 Jahren 18 000 m. ziehen. Die Schaffung eines solchen Fonds ist dringend nötig, um dadurch eine Verständigung nicht möglich sein, würde am Dienstag den Austausch von Studenten und Professoren er der Streit unvermeidbar sein. Die Ortsverwaltung. leichtern und internationale Sommerschulen errichten zu fönnen. Ferner sollen auf diese Weise die Arbeiterschulen und Studienzirtel in Ländern mit schlechter Baluta mit den nötigen Zeitschriften, Büchern und andern Publikationen versorgt werden. Endlich soll durch diesen Fonds die Herausgabe einer internationalen Arbeiterbildungszeitschrift sowie die Errichtung einer Internationalen Arbeiter hochschule ermöglicht und die Arbeiterbildungsbewegung im allgemeinen unterstützt werden. Das provisorische Komitee setzt sich aus Jauniaus, dem Sekretär der Belgischen Arbeiterbildungszentrale, E. Reinhard, dem Sekretär der schweizerischen Zentrale, und zwei weitern mit gliedern zusammen, die einerseits vom englischen Gewerkschaftsfongreß und anderseits von den deutschen Abteilungen angewiesen werden sollen. Genosse J. W. Brown vom JGB. wurde zum Sekretär des Komitees gewählt. Der JGB. befaßt sich zurzeit mit der Organisierung von Sommerschulen in Linz, Brühl und Schönbrunn. 1. Sommerschule für Erwachsene Echloß Schönbrunn, Wien, nom 11. bis 25. August; Kursusleiter: Dr. Mar Winter. 2. Sommerschule auf Schloß Brühl, zwischen Köln und Bonn, vom 4. bis 18. August; Kursusleiter: Dr. Carl Gebhardt, 3. Arbeiterjugendsommerschule auf Schloß Ting tei Gera ( Thüringen), Deutschland, vom 26. Juli bis 9. Auguft; Genoffe Lohnbewegung der Tövfer. Tag. Die Ortsverwaltung. Schuhmacherlöhne. Die Mindeststundenlöhne der Schäftemacher betragen für die Woche vom 9. bis 14. Juli 13 500 m. für männliche Arbeiter und 10 800 m. für weibliche Arbeiter; vom 16. bis 21. Juli 16 500 M. für männliche Arbeiter und 13 200 m für weibliche Arbeiter; für qualifizierte Arbeiter bis 10 Proz. Bu fchlag. Die Mindestſtundenlöhne der Maßschuhmacher betragen für die Zeit vom 9. bis 14. Juli 13 500 m. für männliche Zeitlohnarbeiter und als Affordbasis für neue Arbeiten und 13 480 ML. für weibliche Zeitlohnarbeiter. Holzarbeiter! Laut Beschluß der letzten Generalversammlung hatten die arbeitenden Kollegen 10 Proz. ihres Einkommens für die streifenden Kollegen abzuführen. Die Verteilung dieser Beträge geschieht laut Beschluß der Verwaltung wie folgt: Alle Mitglieder, In der außerordentlichen Mitgliederversamlung der Fachgruppe die länger als sechs Lage am Streit beteiligt waren, erder Töpfer des Baugewerksbundes am 13. Juli bei Petsch, Lands- halten ab 7. Streittag einen Zuschuß von 3000 m. pro berger Straße gab Brüdmann one Bericht über die Verhandlungen Die Auszahlung des Geldes erfolgt ab Montag, mit den Unternehmern am 12. Juli. Das Angebot der Unternehmer und zwar melden sich am Montag die Betriebe mit den Num. befriedigte in feiner Weise, weshalb die Fachgruppenleitung sich ver- mern 1 bis 150 nachmittags von 4 bis 26 Uhr, Dienstag anlaßt jah, den Bersammlungsbeschluß vom 9. Juli, durchzuführen. die Betriebe Don 151 bis 300 und Mittwoch alle Die Berhandlung beim Schlichtungsausschuß Groß- Berlin am übrigen Betriebe. Jeder Bertrauensmann hat seine bisherige 13. Juli hatte folgendes Ergebnis: ab 1. bis 7. Juli 13 000, vom Auszahlungsliste mitzubringen, ohne diefelbe erfolgt teine Zahlung. 8. bis 14. Juli 17 000 und vom 15. bis 21. Juli 20 000 M. Die Erflärung über Annahme oder Ablehnung hat bis Dienstag mittag zu erfolgen. Die Fachgruppenleitung empfiehlt der Versammlung diesen Spruch anzunehmen. Weiter wünscht sie die Vollmacht von der Bersammlung falls die Unternehmer den Schiedsspruch ablehnen, mit denjenigen unter nehmern zu verhandeln, die den Schiedsspruch unterschriftlich anerkennen wollen. Die Entscheidung in solchen Fällen steht nur der Fachgruppenleitung zu. Etwaige Abkommen zwischen Rollegen und Unternehmern find nicht zuläffig. Rollege Remnis und noch einige Disfuffionsredner traten für den Borfchlag der Fachgruppenleitung ein. Ein Teil der Redner hatte Be denken, in einen partiellen Streit einzutreten. Nachdem zum allAuf der in Hamburg im Monat Mai abgehaltenen inoffiziellen gemeinen Streit aufgerufen ist, müsse man dabei beharren. Der Konferenz von Vertretern der Arbeiterbildungsbewegung wurde Borfchlag der Fachgruppenleitung wurde gegen eine ferner dem Wunsche Ausdruck gegeben, der JGB. möge den Aus- erhebliche Minderheit angenommen. Zur Information für die tausch von Informationen in die Hand nehmen. Diese Mitteilungen Streitenden teilte Brückmann mit, daß immer mehrere Befind ein Schritt in dieser Richtung. Angesichts der vielen Faftoren, zirfe zu einem zusammengelegt werden. Ein jeder Kollege, der die die unsere Wirksamkeit zurzeit beschränken, hauptsächlich angesichts Arbeit niedergelegt hat, muß sich sofort an den zuständigen Bezirk der allgemeinen wirtschaftlichen Depression und der schlechten in die Streitliste eintragen lassen. Das MitgliedsWechselkurse in verschiedenen Ländern, ist es unmöglich, auf diesem buch ist abzugeben, die Kollegen haben zu kontrollieren, wo Streit. Gebiete zu Beginn Großes zu leisten. Deffenungeachtet hoffen wir, arbeit verrichtet wird und es sofort der Streitleitung, Engelufer 24, daß diese Mitteilungen den Organisationen in den verschiedenen Zimmer 58, zu melden. Die Fachgruppenleitung. Ländern nügen und diese den größtmöglichsten Gebrauch davon machen werden. Zu diesem Zweck ist es auch absolut notwendig, daß die Bildungsorganisationen der verschiedenen Länder dem SGB. regelmäßig Tätigkeitsberichte einsenden. Wird dies getan, so fann unfangreiches Material gesammeit und Meses dem nächsten Internationalen Kongreß der Arbeiterbildungsorganis fationen unterbreitet werden. Der JGB. nimmt auch gerne Kommentore, Kritiken und Vorschläge entgegen und hofft auf die rege Mitarbeit der Arbeitererziehungsorganisationen der gemertschaft. lichen, sozialistischen und genossenschaftlichen Bewegung aller Läu der. Mitteilungen find an J. W. Brown, JGB., Bondelstraat, Amsterdam, zu richten. Müller. Beilegung des Bauarbeiterstreiks. Tarifabschluß im Einzelhandel. Preßluft- Werte Oberschöneweide. Infolge versuchter Maßregelung von 35 Arbeitern geht der Streif in voller Schärfe meiter. Die Direktion hat froß des Eingreifens des Verbandes Berliner Metallindustrieller die Rücknahme der Maßregelungen abgelehnt. awischen den beteiligten Organisationen der selbständigen Friseure Die Löhne im Friseurgewerbe find durch Verhandlungen und dem Arbeitnehmerverband des Friseurgewerbes mit Wirkung vom 16. Juli um 94 Broz. erhöht worden. Tarife sind gegen Vorlegung des Verbandsbuches im Bureau, Engelufer 24, Bim mer 59, zu haben. Telephonische Auskunft wird nicht gegeben. Die Differenzen zwischen der Bodbrauerei", Fidicinstraße, und dem Zentralverband der Hotel-, Restaurant- und Café- Angestellten Der Demobilmachungskommissar hatte, nachdem die Ber- find beigelegt. Die Sperre ist aufgehoben. handlungen mit den Handelshilfsarbeitern gescheitert maren, Die Urabstimmung der Hamburger Hafenarbeiter. Der Vor beide Parteien zu einer ernueten Berhandlung geladen. fchlag des Unparteiischen des Reichsarbeitsministeriums, den Lohn Die Arbeitgebervertreter machten ihre weiteren Bugestände für die Woche vom 16.- 21. Juli um 80 Proz. und für die Woche Woche der Tarifabschluß zustande kommt. niffe davon abhängig, daß auch für die britte Juli vom 22.- 28. Juli um 125 Broz. zu erhöhen, ergab eine Mehrheit für Nach vierstündiger die Ablehnung des Vorschlags, doch wird die Arbeit, da eine Dreis Berhandlung gelang es Gewerberat Körner den von der Arbeit piertelmehrheit für den Streit nicht erreicht wurde, nehmerseite gemachten letzten Borschlag auch bei den Arbeitgebern fortgefeßt. durchzusehen. Die Spigenlöhne betragen von 1. bis 7. Juli Die Zahl der Arbeitslojen in Deusschösterreich ist weiter zurüd. 480 000 M., Dom 8. bis 14. Juli 530 000 m., vom 15. bis 21. Juli 620 000 M. Die Tarifverträge fönnen Ende der Woche gegen Bor- gegangen. Sie beträgt augenblicklich 92 000 gegenüber dem Höchst zeigung des Mitgliedsbuches beim Deutschen Verkehrsbunde, Ge- ftande von 167 000 im Februar d. 3. werkschaftshaus, Zimmer 26, abgeholt werden. Nochmals: Unverantivortliches Treiben. Zu dieser Notiz in Nr. 317 des Borwärts" sei bemerkt, daß das Schreiben an die Streifleitung des Deutschen Metallarbeiter Verbandes nicht von dem Angestelltenrat, sondern von den Funktionären der Angestellten der AEG.- Transformatorenfabrit fam. Das Schreiben selbst hat der Betriebsangestelltenrat der AGG. gemißbilligt, wovon wir in Nr. 320 des„ Borwärts" Notiz nahmen. Da die Arbeiterschaft bereits am 6. Juli in den Streit eingetreten war, ohne Anordnung oder Zustimmung der Streiffeitung, handelte es sich für uns lediglich darum, die Mißachtung der gewerkschaftlichen Disziplin zu rügen. Die Mitglieder des Baugewerksbundes haben dem Vergleichsvorschlag des Reichsarbeitsministers augestimmt. Die Arbeitgeber haben demselben ebenfalls zugestimmt. Mithin erfolgt die Arbeitsaufnahme morgen, Montog. Auch für die Fachgruppe der Fliesenleger. Sollten von Außenseitern irgendwelche andere Parolen ausgegeben werden, so sind diese zuridauto eisen. Der Borstand des Baugewerkbundes. J. A.: Emil Thöns. 1 Achtung, Zimmerer! Die gestrige Zahlstellenversammlung hat nach reger Diskussion den Bergleichsvorschlag des Arbeitsministers angenommen. Der Stundenlohn beträgt ab 28, Juni bis 4. Juli 8800 M., ab 5. Juli bis 14. Juli 12 500 m., ab 15. Juli bis 17. Juli 17 200 m. und ab 18. Juli bis 25. Juli 19 000 m. Die Löhne der anderen Arbeitsfategorien erhöhen sich um das jeweils Hierzu wird uns noch mitgeteilt, daß von der etwa 2650 Köpfe gleiche Berhältnis. Die hiernach rückständigen Löhne find spätestens zählenden Belegschaft nur etwa 55 Proz. freigemertschaftlich organiam nächsten Zahltage zur Auszahlung zu bringen. Somit wird fiert sind. Der Betrieb sei ein Eldorado für alle Arten kommumorgen, Montag, auf allen Bau- und Arbeits- nistischer, syndikalistischer, anarchosozialistischer und unorganisierter stellen die Arbeit wieder aufgenommen. Maß- Phrasenhelden. In der Mittwochversammlung hatten die Funktioregelungen finden nicht statt. Falls sich dennoch Differenzen aus näre Rechenschaft darüber zu geben, ob sie in der Funktionärverdieser Bewegung ergeben sollten, sind diese sofort dem Bureau zu sammlung am Dienstag für den Streit gestimmt hatten. Befehls Der Borstand. gemäß traten die Funktionäre nicht in Reihen rechts um" auf der Bühne an, um zu versichern, daß fie für den Streit geftimmt haben. Wer ein Wort gegen den wilden Streit riskiert hätte, wäre mundtot gemacht worden." melden. Bersammlung aller BSPD.- Metallarbeiter Donnerstag, ben 19. Juli, abends 7 Uhr, in den Sophien- Sälen, SophienStraße 17-18. 1. Stellungnahme zum Berbandstag. Referent Rollege Rista. 2. Die gebren des legten Streits. Referent Rollege ist Pflicht. Mitgliedsbücher der Bartei und Gewerkschaft legitimieren. Urich. Das Erscheinen fämtlicher Metallarbeiter, die ber BGB 9. angehören, Der Fraktionsvorstand. 3. A.: Friz Thiele. Zentralverband ber Schuhmacher. Montag abend 7 Uhr Bezirksversamm Tung des Bezirks Westen und Güdwesten bei August Rüdert, Steinmehstr. 36a; Branchenversammlung der Ballschuhmacher nachmittags 5 Uhr, Residenzfäle, Landsberger Str. 31. Rentralverband der Steinarbeiter. Montag 6½ Uhr im Gewerkschaftshaus ( großer Saal) Bersammlung aller Branchen, Die Ortsverwaltung. Achtung, Firma Stolzenberg u. Co., Reinidendorf. Die freigemertschaftich Organisierten müffen am Montag vormittag 10 Uhr zur StreifversammTung ihre Mitgliedsbücher zweds Streitunterstügung mitbringen. Die Streitleitung. Donnerstag Unterfommission Schöneberg- Friedenau. Mittwoch abend 7 Uhr im Lokal Wilhelmshof, Ebersstr. 80 1, Versammlung sämtlicher Gewerkschaftsfunktionäre. Wertbeständige Löhne, Reparation und Steuerfragen". Referent Rollege Bista. Distuffion. Um bestimmtes und pünktliches Erscheinen wird gebeten. Solzarbeiter- Einseger. Die Branchenversammlung am ( 19. Juli) findet nicht um 7 Uhr, sondern um 5 Uhr im Berbandshaus, Sammelliften für Propaganda der Liste A find umgehend beim Rollegen Lanendorf, Gabener Str. 24, in Empfang zu nehmen bzw. abzurechnen. Rungestr. 30, statt. Streif in den Kupferschmiedereien? Trogdem der Kampf in der gesamten Berliner Metallindustrie Berantwortlich für Politik: Victor Schiff, Berlin: Wirtschaft: Artur Saternus, 3. Steiner, Gewerkschaftsbewegung: Berlin; Feuilleton: erst vor einigen Tagen beendet worden ist, drohen in der fleinen Unter solchen Umständen ist es schließlich kein Wunder, wenn Friedrichshagen; Gruppe der Kupferschmiedereien und Apparatebauanstalten ebenfalls auch die Funktionäre der Angestellten mehr der„ Stimmung" folgen Dr. John Schilowski, Charlottenburg: Lokales und Sonstiges: Frig Karstädt, schwere Auseinandersehungen. Die in dieser Gruppe als der Stimme der Bernunft und den gewerkschaftlichen Grund: Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Druck: Borwärts- Buchdru.derei Berlin- Wilmersdorf; Anzeigen: Th. Glode, Berlin. bestehenden Mittel- und Kleinbetriebe stehen unter der geistigen" fägen. Allein es ist verkehrt. Die notwendige gewerkschaftliche und Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin SW. 68, Lindenstraße 3. Leitung des Verbandes Brandenburgischer Metall- Schulung kann durch die stärksten Phrasen nicht erseht werden. Dierzu 2 Beilagen. Billiger Verkauf in der KVG 1 300 000 980 000 850 000 gute Stoffe 3 Herrenanzüge prima Qualität, gute Verarbeit 780 000 Herrenhosen schwarz Tuch.. Herr.- Bauchanzüge of 120000970 000 Damenröcke gestr.. Herren- Sportanzüge • • 34 500 190 000 Damenkleider Voile.......... 136 000 360 000 Kinderkleider je nach Größe von 40 000 bis 88 000 23 500 Knaben- Waschanzüge Gr. 0.55200 1,61200 2/67200 3/74500 55 000 6/93600 7/99009 8/108000 9/115000 10/123000 11/130000 12/138000 850 000 Damenröcke Leinen Burschenanzüge. 520 000 350 000| Damenröcke Wollstoff Herrenmäntel moderne Machaut Stoffe 250 000 Damenkleider gestr. 740000 632000 440000 360 000 Frauenschürzen 3600 51800 46300 44500 40000 25 700 Herrenhosen gestreift 225 000 140 000 120 000 Damenkleider Frotté 290 000 Mädchen- Schürzen 1 200 000 850 000 650 000 390 000 133 000 • 31800 . von 10 000 Mk. an Scheuertücher 3600 Damenstrümpfe 6500 Decken..... 48000 Herrenstiefel. Damenstiefel Mengenabgabe vorbehalten! 99 530 000 460 000 325 000| Damen- Halbschuhe..... 383 000 265 000| Kinderstiefel 260 000 245 000 242 000 Weiße Damen- Halbschuhe.... 65 000 Weiße Burschenstiefel Rohleder.... 255 000 schwarz. Kleider- Vertrieb 6.m G.m. b. H. .275 000 27/30 170 000 31/35 175 000 110 000 .. 25/26 37 500 27/30 45 000 31/35 52 000 Mengenabgabe vorbehalten! 1. Hauptgeschäft: Kommandantenstraße 80-81 2. Verkaufsstelle: Osten, Warschauer Straße 33 3. Verkaufsstelle: Lichtenberg, Frankf. Allee 82 4. Verkaufsstelle: Neukölln, Berliner Str. 47-48 5. Verkaufsstelle: Norden, Müllerstraße 181 Nr. 327 40. Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts Aus Rosa Luxemburgs Briefen. Demnächst erscheinen in der E. Laubschen Verlagsbuchhandlung G. m. b. 5., Berlin C54, Rosa Lugem burgs Briefe an Karl und Luise Rautsty". Mit Genehmigung des Verlages fönnen wir schon heute unseren Lesern einige charakteristische Proben aus der interessanten Sammlung geben, deren eingehende Würdigung wir uns bis zum Erscheinen des Buches vorbehalten. In einem Briefe vom 13. Juli 1900, den Rosa Luxemburg an das auf Rügen weilende Ehepaar Kautsky richtet, findet sich folgende Stelle, die die seltsame Art fennzeichnet, in der bei ihr Natur empfinden und Weltanschauungsfragen zusammen flossen. Also reden wir von Thalatta". heißt es dort. Apropos, denten Sie, dort, während es an Ihren Füßen ewig rauscht, an jene hübsche Sage vom griechischen blinden Sänger, der mit seiner Lyra am Ufer der See spielte und ihr Rauschen für das Gemurmel des Volkes hielt, und, wie er nach dem beendeten schönsten Liede feinen Beifall der Menge hörte, über ihren Undant bitter flagte und im bitteren Unmut die Lyra weit von sich warf, damit sie zerschellt, sie aber von der Meereswoge aufgefangen und von ihr in liebevollem Schaukeln immer weiter getragen wurde? Denken Sie baran? Und haben Sie dort Illusionen, als röche die ganze See nach frisch gebackenem Kuchen, eine gebadene Fata Morgana, wie jener Fischer auf Helgoland sie spürte, bei dem unser Liebling wohnte? Mich dünkt, es muß bei der See das überwältigendste Gefühl das der eigenen Nichtigkeit sein, nämlich bei dem Ewigen, Unwandelbaren, erhaben Gleichgültigen des Meeres. Ich hatte dieses Gefühl beim Anblick des Rheinfalls in der Schweiz, und sein unaufhörliches Getöse, das nicht eine Sefunde still steht, Tag und Nacht währt, Jahrhunderte überdauert, erfüllte mich mit graufigem, vernichtendem Gefühl. Ich kam ganz niedergeschmettert nach Hause, und jedesmal, auch jetzt, wenn ich vorbeifahre und aus dem Waggonfenster des Zuges das furchtbare Schauspiel, den sprißenden Gischt, die weiße fochende Wasserhöhle sehe und das betäubende Getöse höre, schnürt sich mir das Herz zusammen, und in mir sagt etwas: dort ist der Feind. Sie staunen? Freilich ist es der Feind der menschlichen Eitelkeit, die sich sonst als etwas dünft und so plötzlich in Nichts zufammenbricht. Aehnlich wirkt übrigens eine Weltauffassung, bei der es von allen Begebenheiten heißt, wie bei Ben Atiba: es war immer so", es wird schon von selbst gehen" und dgl. und der Mensch mit seinem Wollen, Können, Wissen so überflüssig erscheint... Deshalb hasse ich eine solche Philosophie, mon cher Charlemagne*), und bleibe dabei, daß man sich lieber in den Rheinfall stürzen und in ihm wie eine Nußschale untergehen muß, als ihn mit meisem Ropfniden weiter rauschen zu lassen, wie er zu unserer Urväter Zeit rauscht und auch uns rauschen wird." Ein Stimmungsbild aus dem 3 widauer Gefängnis, in dem sie als Majestätsbeleidigerin im Oktober 1904 Aufenthalt nehmen mußte, gibt ein undatierter Brief, in den folgende melancholisch nachdenkliche Jugenderinnerung eingeflochten ist: Jetzt ist Abend, und ein weiches Lüftchen weht von oben durch meine Fensterlufe in die Zelle, bewegt leicht meinen grünen Lampenschirm und blättert leise in dem aufgeschlagenen Schiller. Draußen am Gefängnis vorbei wird ein Pferd langsam nach Hause geführt, und seine Huse schlagen ruhig und rhythmisch in der nächtlichen Stille auf dem Pflaster. Aus der Ferne faum vernehmbar die launischen Töne einer Mundharmonika, auf der irgendein Schufter. junge vorbeifchlendernd einen Walzer" puftet". Mir summt im Ropfe eine Strophe, die ich irgendwo neulich gelesen habe:„ Eingebettet zwischen Wipfeln wo liegt dein fleiner stiller Garten, die Rosen und die Nelken lang schon auf dein Liebchen warten, eingebettet zwischen Wipfeln liegt dein fleiner Garten". Ich verstehe gar nicht den Sinn dieser Worte, weiß auch nicht, ob *) Scherzname für Karl Kautsky. Halligschatten. Bon Hans Friedr. Blund. .. Elsbe Eteen schüttelte hartnäckig den Kopf und sah den langen Halligbauer flehend an. Komm in drei Tagen wieder, Nieß, dann ist mein Vater hier, dann können wir alles besprechen." Der andere blickte vor sich hin. 3ft' ne lange Weile, drei Tage. Wer weiß, ob dann nicht schon Eisgang ist, du kennst doch das Watt!" Das Mädchen lächelte froh. Wird feinen Frost geben, Nieß, tch weiß es bestimmt. Aber du mußt zurüd, es wird Zeit, und der Nebel fommt mit der Flut." Sonntag, 15. Juli 1923 Zur Einigung in der Metallindustrie. Um allerhand falschen Darstellungen über den Verlauf des Rampfes in der Metallindustrie entgegenzutreten, gibt uns Genosse Urich von der Berliner Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbeiterverbandes folgende Schilderung: fie überhaupt einen Sinn haben, aber sie wiegen mich, zusammen gerade daher, weil es ein so startes Erlebnis für mich war. Bor mit dem Lufthauch, der mir wie liebtosend über das Haar streicht, zwei Jahren das weißt Du gar nicht hatte ich einen anderen in eine seltsame Stimmung. Dieses Lüftchen, das verräterische, es Rappel: in Südende pacte mich die Leidenschaft für Pflanzen; ich lockt mich schon wieder in die Ferne ich weiß felbft nicht, wohin. fing an zu sammeln, zu preffen und zu botanifieren. Vier Monate Das Leben spielt mit mir ewiges Haschen. Mir scheint es immer, lang machte ich buchstäblich nichts anderes, als im Feld schlendern daß es nicht in mir, nicht dort ist, wo ich bin, sondern irgendwo weit. oder zu Hause zu ordnen und zu bestimmen, was ich von den StreifDamals zu Hause schlich ich mich in der frühesten Morgenstunde zügen mitbrachte. Jetzt befize ich zwölf vollbepackte Pflanzenhefte ans Fenster es war ja streng verboten, vor dem Vater aufzu- und orientiere mich sehr gut in der„ heimischen Flora", z. B. im stehen- öffnete es leise und spähte hinaus in den großen Hof. hiesigen Lazaretthof, wo ein paar Sträucher und üppiges Untraut Da war freilich nicht viel zu sehen. Alles schlief noch, eine Kage zur Freude der Hühner und der meinen gedeihen. So muß ich strich auf weichen Sohlen über den Hof, ein paar Spazzen balgten immer etwas haben, was mich mit Haut und Haar verschlingt, so sich mit frechem Gezwitscher, und der lange Antoni in seinem furzen wenig fich das für eine ernste Person ziemt, von der man- zu Schafpelz, den er Sommer und Winter trug, stand an der Pumpe, ihrem Bech immer etwas Gescheites erwartet. Auch Du, Liebste, beide Hände und Kinn auf den Stiel seines Besens gestützt, tiefes willst nichts von meinem Glück im Winkel" hören und haft dafür Nachdenken im verschlafenen ungewaschenen Gesicht. Dieser Antoni nur Spott. Aber ich muß doch jemanden haben, der mir war nämlich ein Mensch von höheren Neigungen. Jeden Abend nach) glaubt, daß ich nur aus Bersehen im Strudel der Weltgeschichte Torschluß saß er im Hausflur auf seiner Schlafbant und buchstabierte herumfreifle, eigentlich aber zum Gänsehüten geboren bin." laut im Zwielicht der Laterne die offiziellen Bolizeinachrichten", daß es sich im ganzen Hause wie eine dumpfe Litanei anhörte. Und dabei leitete ihn nur das reine Interesse für Literatur, denn er verstand tein Wort und liebte nur die Buchstaben an und für sich. Trotzdem war er nicht leicht zu befriedigen. Und als ich ihm einmal auf seine Bitte um Lektüre Lubbocks Anfänge der Zivilisation" gab, die ich gerade als mein erstes„ ernstes" Buch mit heißer Mühe durchgenommen hatte, da retournierte er es mir nach zwei Tagen mit der Erklärung, das Buch sei„ nichts wert". Ich meinerseits bin erst mehrere Jahre dahintergekommen, wie recht Antoni hatte. Also Antoni stand immer erst einige Zeit in tiefes Grübeln versenkt, aus dem er unvermittelt zu einem erschütternden, frachenden, weithallenden Gähnen ausholte und dieses befreiende Gähnen bedeutete jedesmal: nun geht es an die Arbeit. Ich höre jetzt noch den schlürfenden flatschenden Ton, womit Antoni seinen naffen schiefgedrückten Besen über die Pflastersteine führte und dabei immer ästhetisch am Rande sorgfältig zierliche, ebenmäßige Bogen beschrieb, die sich wie eine Brüsseler Spizenborte ausnehmen mochten. Sein Hoffehren, das war ein Dichten. Und das war auch der schönste Augenblid, bevor noch das öde, lärmende, klopfende, hämmernde Leben der großen Mietsfaserne erwachte. Es lag eine weihevolle Stille der Morgen. stunde über der Trivialität des Pflasters, oben in den Fensterscheiben glizerte das Frühgold der jungen Sonne, und ganz oben schwammen rosig angehauchte duftige Wölflein, bevor sie im grauen Großstedthimmel zerflossen. Damals glaubte ich fest, daß das „ Leben", das richtige" Leben, irgendwo weit ist, dort über de Därfer hinweg. Seitdem reise ich ihm nach. Aber es versteckt sich immer hinter irgendwelche Dächer. Am Ende war alles ein frevelhaftes Spiel mit mir, und das wirkliche Leben ist gerade dort im ofe geblieben, wo wir mit Antoni die Anfänge der Zivilisation" zum ersten Male lasen?" " Aus dem Beginn des zweiten Kriegsjahres stammt ein Brief vom 18. Oftober 1915, geschrieben im Berliner Frauengefang nis in der Barnimstraße und an Luise Kautsky gerichtet. In ihm findet sich ein Geständnis, das über Rosa Luxemburgs intimeres Seelenleben und ihre privaten Neigungen interessante Aufschlüsse gibt. Wie fand ich rührend und wie macht mich stolz, daß Du meinen Schmöter*) mit Intereffe lieft! Aber lachen mußte ich, daß Du Dich verwahrst, ich soll mit Dir nicht darüber disputieren wollen. Glaubst Du denn, ich habe das Buch noch im geringsten im Sinne? Das war damals wie ein Rausch, als ich es schrieb, ich schwöre Dir, daß es von Anfang bis Ende die erste Niederschrift ist, die ich ungelesen in Drud gab, so hatte es mich gepact. Genau wie vor sechs Jahren das Malen, wo ich von morgens bis abends nichts machte als vom Malen träumen. Dann aber war das Buch fertig und erledigt und verschwand mir völlig aus dem Sinn; ich las jetzt extra den Teil nach, den Du angabst, um zu sehen, was Dir dort gefallen fonnte; ganz fremd tam es mir vor. Das tommt wohl *) Die Affumulation", erschienen 1913. Die " Der Schiedsspruch mit 6500 m. wurde abgelehnt. Funktionärversammlung beauftragte mich, folgende Forderungen in den Vordergrund zu stellen: 1. einen höheren Lohn, 2. eine Wertbeständigkeit des Lohnes herbeizuführen, 3. eine zweimalige Lohnzahlung, 4. die Berringerung der Spanne zwischen der Klaffe I bis V durchzuführen. Mit diesen Forderungen gingen die Metallarbeiter in den Streit. Schon am 3. Juli erhoben die Kommunisten den Vorwurf, Urich habe, anstatt die Forderungen auf Erhöhung des RealLöhnen aufgestellt. In Wirklichkeit habe ich alle von den Funktiolohnes zu stellen, die Forderung des DGB. nach wertbeständigen nären aufgestellten Forderungen fonsequent vertreten. Es wurde dann ein Schiedsspruch gefällt, der einen Stundenlohn von 9000 m. brachte und für die Zeit vom 24. Juni bis einschließlich 1. Juli eine Vorschußzahlung von 30 000 und 40 000 m. Darüber mußte auf Anordnung der Borstände eine Ur abstim fationsleitung die Obleute der Vertrauensleute sowie die Borfizenmung vorgenommen werden. Am Sonntag hatte die Organiden der Betriebs- und Arbeiterräte zu einer gemeinsamen Versammlung zusammenberufen, und aus diesen Kreisen eine Streif. leitung gewählt. Schon am nächsten Tag wurde das Gerücht verbreitet, die Mehrzahl der Zentralstreifleitungsmitglieder seien Angestellte der Organisation. Die Zentralstreitbeitung bestand aus 43 Mann, davon waren 10 Angestellte der einzelnen Organisationen, die dem Metalltartell angehören. Am Donnerstag wurde die Tattit des Rampfes besprochen und gerade Kollegen aus den Betrieben schränkten den Vorschlag der Organisationsleitung in bezug auf Eröffnung des Kampfes ein. Nur ein einziger Kollege hatte Bedenken, stellte sie aber damm zurüd. So tam eine einmütige Auffassung über die Führung des Kampfes zustande. Am nächsten Tag wurden die verschiedensten Anträge gestellt, so Generalstreit, Demonstration, Aufhebung des Bea mütige Auffassung erzielt, daß für Sonnabend die Kampfbasis nicht lagerungszustandes. Nach kurzer Diskussion wurde erneut eine ein= erweitert werden solle. Am Sonnabendabend lag eine Einladung des Borsitzenden des Kaufmanns- und Gewerbegerichts somie des Herrn Reichsarbeitsministers vor. Erneut beschloß die Zentralstreitleitung einmütig, die angebotenen Verhandlungen nicht auszuschlagen. Ich wurde beauftragt, der Einladung des Herrn Reichsarbeitsministers Folge zu leisten. Die gifche Folge dieses einstimmigen Beschlusses war, daß der Kampf für Montag nicht erweitert wurde. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: entweder man verhandelt oder die Kampfbafis wird erweitert. Nachdem der erstere Weg gewählt worden war, fonnte nach Auffassung der Streifleitung eine Verschärfung des Kampfes nicht eintreten. Am Sonntag wurden natürlich) in der von dem fommunistischen Fünfzehnerausschuß einberufenen Betriebsräteversammlung, die Der gerechnet, wie lang die Zeit noch wäre, bis er heimtam, hatte heim- Nieß Broders blieb wieder stehen und horchte. Ein Wind war lich über die andern gelacht und hatte an das Mädchen gedacht, das aufgekommen, fuhr ihm frostig um die Schläfen und stöhnte ganz auf ihn warten wollte, lange endlose Jahre. Und nun war Elsbe leise über den braunen Sand, als rollte er eine schwere Last vor Steen wieder die Zögernde, die ihn heimsandte mit der Hoffnung sich hin. Was trug er denn? Den Nebel, natürlich den Nebel. auf morgen. Aber Nieß Broders wollte nicht mehr warten, nicht Wo tam der her, woher tam all die diesige Luft, all die Feuchte, einen einzigen Tag darüber hinaus. Unluftig ging der junge Bauer die undurchsichtig in rötlichem Rauch über dem Watt lag. der neuen Hallig zu, die irgendwo geradeaus aus der diesigen Kim| junge Bauer sah sich um und wollte seinen Weg nach dem Stand mung auftauchen mußte. Einmal versuchte er ein Lied zu pfeifen, der Sonne suchen. Die lag wie eine große gelbe Kugel mitten in so wie er es draußen gelernt hatte, aber es erstarb vor der drückenden der grauseidenen Luft und warf einen brennenden Rand über ein gelben Weite, die keinen Laut zu dulden und sich gegen seine Art zu paar spize Wolfentürme, die unter ihr am Himmel schwebten, wehren schien. ohne Grund und Ursprung. Nieß Broders fuhr unruhig aus seinen Gedanken auf. Ihm Da begann Nieß Broders plötzlich rascher zu laufen, als wäre war, als wäre der Feuerball gläsern geworden, als schiene das irgend etwas um ihn, das ihn fangen wollte. Aber seine Glieder Der junge Bauer sah unruhig über die endlose graue Beite, die Licht wie durch graue Scheiben und mürfe einen trüben Schein santen schwer ein in den nassen Boden, sein Atem ging feuchend fich vom Rand der Hallig bis tief unter die Ferne recte. Dann lachte übers Watt. Aber es war wohl Einbildung, die Sonne stand und stoßend, wie in tiefem Schreck. Dann, nach nicht langer Zeit, er wie verlegen über sich selbst. hab' leinen rechten Mut, Elsbe, brennendrot über der alten Hallig, oder über dem Nebel, der auf stand er vor einem breiten Priel. War wohl das Söderloch. Aber ist so sonderbar, wie die Angst über einen kommen kann. Das ist, ihr lag. er fonnte es durchwaten, da wo es sonst seinen Weg freuzte. Und feitdem ich dich lieb habe." Der Bauer schüttelte unsicher den Kopf, sein Blick flog über die als der Bauer jetzt ins Waffer stieg, schien es reißend und voll von Ferne. Wie kam es, daß der Dunst so braun und strähnig aussah, Untiefen. Er lief eine Weile am Rand zurück, dann packte ihn als wäre er weiter gefrochen, über die Hallig hinaus ins Watt? noch einmal eine unsinnige Angst; er wollte hindurch maten, geriet Er spähte wieder geradeaus nach dem jungen Land, das vorne bis an die Hüften hinein, kehrte um, versuchte einen Arm abzuaufsteigen mußte, fand es nicht und überlegte, ob er nicht besser schneiden und stand jäh mitten in einem Wall von dichtem gelben zurückkehrte. Aber dann schämte er sich vor dem Mädchen und vor dem, was sie zu ihm gesagt hatte. Er schob die Hände in die Taschen und stapfte weiter. Was war's doch? Sie sei bei ihm mit all ihren Gedanken. Dann sei er gefeit vorm Watt. Hatte er das nötig? Unsinn! Das Mädchen wiegte leise den Kopf. In drei Tagen kommst bu zu Bater!" Sie drängte fich plötzlich an ihn wie in wunderlicher Angst; aber jetzt geh', es wird Zeit, du!" Ueber dem grünen Rand der Insel breitete sich das Wait aus, braun und endlos. Der Westwind fuhr stöhnend vom Meer, das fern unter der Kimmung lauerte, zauste in Elsbe Steens Haar und schlang dem Burschen ein paar lange Strähnen über die Stirn. „ Siehst du, ich halt' dich fest, du", lachte das Mädchen ,,, ich bent an dich, wo du auch bist, Nieß Broders. Dann wird das Watt frei vor dir, sagen die Leute, dann bist du gefelt!" Der junge Bursche versuchte zu lachen, wiegte den Kopf und jah dankbar in die großen grauen Augen, mit denen sein Mädchen ihn anblickte. Dann schlang er den langen Arm um ihren Hals, füßte fie und stapfte langsam zum Rand. Nebel. Die Sonne brannte irgendwo dunkelrot und brandig, so wie Flammen und Rauch lecken. Dann sant sie hinter eine Wolkenbant. Der Nebel wurde braun und feuchttalt, wogte und ringelte fich sputhaft und unfaßlich. Was hatte der alte Steen doch gesagt, damals als er zu den Da erkannte Nieß Broders, daß er den Weg verloren hatte, Soldaten mußte? Ach der würd' schon nicht nein sagen, wenn Nieß daß er zu spät aufgebrochen war um seines Mädchens willen. Und Broders fam, der wußt' schon, wer er war. War er Elsbe nicht wie in finnlosem Vorwurf schrie er gellend auf über das Watt. Der Bauer fühlte plötzlich all fein treu geblieben, jahrelang? Der Bauer erschraf über seine eigene Stimme, kam zur Bejunges Hoffen so froh und start, als hätte jemand zu ihm gesprochen, fimmung, und versuchte sich zurechtzufinden. Aber er hatte Zeit nerirgend ein Unsichtbarer, der mit ihm ging und mit ihm froh war. foren, fam an riesigen Tümpeln vorbei und stieß auf Briele, die Unsicher sah er sich um. Es schien als wäre er nicht allein, er nicht mehr durchwaten konnte. Da blieb er noch einmal stehen, irgendwo, ferne an der Kimmung, schien ein anderer zu wandern, dachte an das Mädchen, das vergeblich warten würde nach drei ein wunderlicher großer Mensch. Ob ihm jemand entgegenging? Tagen, sah sich selbst erstiden in der steigenden Flut, und schrie Oder der andere war wohl näher, war das nicht Elsbe Steen? auf wie ein Tier, in unsäglicher Berzweiflung. Unsinn! Oder waren es Eisbes Gedanken, die ihm folgten? Der junge Bauer blieb stehen und schaute sich um, ob er auf dem richtigen Bege war. Er suchte nach seinen Fußstapfen, fuchte nach der neuen Hallig, die vor ihm liegen mußte und konnte sie nicht finden. Nur eine graue Wand lag nach dem Meere zu, als hätten hundert riesige Kräfte sie in einem Augenblick aufgebaut. und über den Lachen lagen ein paar graue Feßen, als schwelte irgendwo ein Dampf von verlöschenden unterirdischen Bränden. Drei Lage! Nieß Broders schüttelte erzürnt den Kopf. Er war Nieß Broders richtete sich plötzlich auf. Wie eine Angst war rascher geworden, als die anderen, die die Tage nahmen, wie Gott es über ihn gekommen, wie ein Grauen, das langsam vom Scheitel fie ihnen schenkte, gleichförmig und ewig. Er war Jahre draußen ge- bis zu den Behen troch. Woher famen die Nebel? Wie lange war wesen, hatte gelernt zu fordern, und auf sich selbst zu pochen, und er gelaufen mit all seinen Gedanken und Wünschen? Hatte er hatte doch die ganze Zeit seine Liebe zu Elsbe Steen wie eine tiefe denn geträumt. daß er sich nicht zurechtfand? Aber er war ja auf Hoffnung getragen, mie etwas Gewaltiges, das fommen müßte, wenn dem richtigen Wege, war er das nicht? Natürlich. wie sollte er heimkehrte Und wenn die anderen zu ihren Mädchen in der er wohl abirren, cr fannte ihn doch von all den heimlichen Gängen Stadt gingen, zu den kleinen, zierlichen mit den bunten Hüten und zu Elsbe. Und die Fußstapfen drüben, das waren doch seine, Den lustigen Augen, hatte der Halligbauer daheim gesessen und hatte gleich mußte der Priel tommen, Der Schlic glänzte gelb und feucht unter der Sonnenglut. Der Himmel war graublau und die Luft lag wie flimmernde Bänder weit über der braunen Einöde. Mitunter wurde der Boden weich und fchwammig, dann fant Nieß Broders bis zu den Knöcheln ein, ftapfte schwer und ruderte mit den Armen, als könnte das ihm helfen. Ein paar Lachen famen, mit geriffelten Sandflächen, die aussahen, als hätten die unterirdischen mit zierlichen Pflügen den Boden gefurcht. Der junge Bauer sah sich noch einmal um. Ueber der alten Hallig lag ein Dunst, als hätte jemand einen braunen Schleier um fie herumgelegt, aber ganz dünn und zierlich, so daß man kaum den Anfang und das Ende sehen konnte. Der alte Biehbrunnen, der so dicht am Rande stand, daß man ihn weithin scharf über das Land fehen fonnte, ragte undeutlich aus der wiegenden Luft. Ein Fremder stand irgendwo im Nebel, grau und verschwommen. Nieß Broders brüllte zu ihm hinüber, rannte auf ihn zu und persuchte ihn anzurufen. Aber der wich wie ein Sput, schien sich im Nebel zu miegen, und ließ sich nicht erreichen. Der Bauer blieb atemlos stehen, fah mit stieren Augen hinüber und begriff nicht, marum der andere nicht auf ihn wartete. Er schrie noch einmal hinüber, schwamm durch den Briel, flehte ihn an in seiner Not, und fonnte es doch nicht glauben, daß es ein Mensch sei, der ihn narrte Bis ihm noch einmal einfiel, was Elsbe Steen zuletzt gesprochen hatte. Da war ihm plöglich, als hätte sie gewußt, was tommen würde, als wäre sie ausgezogen, um ihm zu helfen. Oder als wäre es ihr Bille, der ihm folgte und ihm die Heimkehr weisen wollte. Nieß Broders überfam eine feltsame Zufriedenheit mitten in feiner Irrsal. Er begann an Elsbe Steen zu glauben wie ein Kind an eine wunderliche Macht, die es in jedem Rätsel, in jeder unverständlichen Bewegung sieht. Wie unter einem Zwang folgte er dem Schatten und es düntie ihm etwas Lebendes, das an den Sand diente. Arbeitersport. Fußballturniere. e. b. Am heutigen Sonntag findet in Neukölln auf dem Fortuna- Sportplak, Kaiser- Friedrich- Straße Ede Herzbergplag, ein von Rüftig- Vorwärts veran 1 Uhr: Reichsvg. ehem. Kriegsgef. Neukölln- B. F. Ring 1910. 2.20 Uhr: Berolina- Neukölln- Concordia- Baumschulenweg. 3.40 Uhr: Rüftig- Borwärts I- Lichtenberg, Abt. III. nötigen Spriten erteilt. In der Montagausgabe der„ Rofen Fahne"| mistischen Gewerkschaftsbureaukratie erfauft ift, troh der uner- 1 bingt einen guten Abschluß findend. Darin find die Amerikaner Gemüts. Nr. 27 murden dann Anträge veröffentlicht, die der Zentralstreif- hörten Manöver und Lügen der Urich und Konsorten". Die Leute menichen. leitung überhaupt nicht vorgelegen haben. Es mußte Stimmung der Roten Fahne" müßten schon so freundlich sein, mir auch nur Die Bühnenschau, eine Tänzerin, eine Sängerin und ein Bermand gemacht werden gegen die Gewerkschaftsbureaukratie". eine einzige Lüge nachzuweisen oder sonst eine Handlung, die mit lungstünstler, fand freudigste, dankbarste Anerkennung, die sie auch vers Am Montag wurde eine Kommission zum Polizeipräsidenten den Grundsägen der Organisation nicht in Einklang zu bringen ist. geschickt, die über die Vorgänge in der Boltastraße sowie über die Ich vertrete die Auffassung, daß moralische Lumpen, Lügner und Aufhebung des Belagerungszustandes konferieren sollte. Der Be Berbrecher nicht dazu berufen sind, in führender Stellung in der vollmächtigte des Kupferschmiedeverbandes, Schober, gab einen Arbeiterbewegung tätig zu sein. Die Rote Fahne" muß also den Bericht von der Verhandlung, der die Verhandlungskommission Beweis für ihre Behauptungen erbringen. Tut sie das nicht, so wird befriedigte. Im Arbeitsministerium begannen die Berhand- sie sich in der Oeffentlichkeit selber richten. lungen am gleichen Tage. Alle Organisationen hatten Vertreter Was hatten die Kommunisten noch für Forderungen, die sie entsandt. Es wurde aus dieser großen Verhandlungskommission gegenüber dem Einigungsvorschlag vertraten? Die Aufhebung des staltetes Fußballturnier statt. Die gemeldeten Mannschaften treten wie folgt an: cine fleine Kommission gewählt, die die Verhandlungen zu führen hatte. In dieser Kommission befanden sich die Kollegen Dißmann, Strauch, Bittorf, Hein und ich. Bei verschiedenen Bunften traten mir mit der großen Verhandlungsfommission in Verbindung, weil wir die Verantwortung nicht allein tragen fonnten. Als wir bei dem Ergebnis von 12 500 m. und zweimaliger Lohnzahlung sowie der Berechnung des Inder angelangt waren, erstatteten wir erneut Bericht. Besonders die Kollegen, beren Presse uns beschimpft und begeifert von früh bis spät, betrachteten das Ergebnis als einen Erfolg. Erneut hatte ich das Vergnügen festzustellen, daß die Verhandlungskommiffion einstimmig der Auffassung war, den Kollegen das Ergebnis zur Annahme zu empfehlen. An unsere Freunde und Leser! 5 Uhr: Borussia- Reinickendorf- Lichtenbg. Sp. Brandenburg 02. Die Zwischen- und Endrunde findet am Sonntag, den 22. Juli, statt. Das Turnier findet aus Anlaß der 10ährigen Mitgliedschaft zur MSB. statt. Fahr verbindungen: Straßenbahnen 95, 98, 65, 89, 22, 155, P; Stadtbahn bis Kaiser. Friedrich- Straße. Bum 25. Stiftungsfest bes A. 2. B. Froh- Frei, Lichterfelde, veranstaltet die ein am Bartfriedhof, ein Propagandaspiel gegen Vorwärts- Leipzig. Das Stärke. verhältnis beider Mannschaften neigt zwar mehr zu Borwäris, doch hat sich Froh- Frei in legter Zeit bedeutend verstärkt. Ein sehr interessanter Kampf Fußballabteilung diefes Bereins am Sonntag auf ihrem Blag in gichterfelde, Die in unserer Mitteilung vom 29. Juni über die vorläufige Festsetzung des Juli- Abonnementspreises angekündigte weitere ganz abnorme Steigerung des Papierpreises ist leider getreten. Die Papierfabrikanten haben den Preis für 1 Kilogramm Bapier auf 7400 M.- das ist das 37 000fache des Friedenspreisesit au erwarten. festgesetzt, und zwar nur für die erste Hälfte des Juli. Kohlenpreisund Frachtkostenerhöhung sollen zu Lasten der Verleger gehen. Bom 15. Juli ab foll der Preis nach dem Dollarkurs, " Die 1. Sportabt. der Fr. 2. Wilmersdorf empfängt am heutigen Sonntag der 1. Mannschaften 6 Uhr. um Freundschaftsspiel die Fr. T. Stegliß. Anfang der 2. Mannschaften 4 Uhr, am Der Sp. CL. Zurich 02 feiert ben Sonntag, 15. Juli, fein 21. Stiftungsfest, verbunden mit Spezialitätenvorstellung und Bereinswett. fämpfen gegen Libertas- Charlottenburg und Nordost. Anfang 4 Uhr bei Wanzlit, Am Treptower Bart 27. Sport. Was geschah aber am Abend? Nachdem den einzelnen Kollegen wieder die nötigen Sprizen erteilt worden waren, gab einer derselben, der noch eine Stunde zuvor das Ergebnis als Erfolg prins, bie Grflärung ab, die Opposition fönne nicht dafür 23 gegen 7 Stimmen wurde beschlossen, den Kollegen der inzwischen um 36 000 Punkte gestiegen ist, berechnet werden. die Annahme zu empfehlen. Auf Wunsch wurde festgestellt, wieviel Auch der Drudpreis ist infolge der gestiegenen Materialpreise Angestellte in der Sigung anwesend find: es waren sieben. und der notwendigen Steigerung der Löhne ab 7. Juli d. I. um In der Funktionärversammlung habe ich die einzelnen Phasen der Verhandlungen geschildert und bin gemäß dem Beschlusse der 70 Broz. erhöht worden. Das allein bedeutet für den Vorwärts" Rennen zu Strausberg am Sonnabend, den 14. Juli. Streifleitung für Annahme des Einigungsvorschlages einge- für Juli eine treten. Auch nicht ein einziger Rebner fonnte den Mehrausgabe von 160 Millionen Mart. 1. Rennen. 1. Priorin( Brandes), 2. Laerte( Staudinger), 2. Saba ( Leimkohl). Toto: 10:10. 3 liefen, Erfolg bezüglich der Wertbeständigkeit der Löhne und der zweimaligen Lohnzahlung wie auch bezüglich der Erhöhung des Real- Angesichts der unaufhaltsamen weiteren Preissteigerung aller 2. Rennen. 1. Gardemaß( Bismark), 2. Sham Dich( B. Müller), Zoto: 14: 10. Plaz: 11, 14: 10. Ferner lohnes durch diesen Einigungsvorschlag aus der Welt schaffen. Also Materialien und Bedarfsartikel ist eine weitere Erhöhung des Drud- 3. Erdroje( Unterholzner). liefen: Grasmüde( gef. und nachgeritten), Lebensfonne( angeh.). auch die Opposition war gezwungen, diesen Erfolg anzuerkennen. preises sehr wahrscheinlich. Ferner ist bereits eine 50prozentige 3. Rennen. 1. Galopp( Jentsch), 2. Tuba( Balfe), 3. Silberbazen Rur der Stundenlohn in Höhe von 12 500 m. schien ihr für eine Rohlenpreiserhöhung eingetreten, die naturgemäß preiserhöhend( asper). Toto: 20: 10. Plat: 15, 39, 19: 10. Ferner liesen: Mundderartige Regelung zu niedrig. Der Kollege Wegmann, der auf Papier, Strom, Licht usw. wirkt. Gehalts- und Lohnfchent, Weibsteufel, Kadewitt, Rebbuhn, Pomona. Spizenkandidat der Oppositionsliste im DMV. zum Kasseler Berbandstag, vertrat genau die Auffassung wie die„ Berbrecher",„ Mame- erhöhungen erfordern bei der weiterschreitenden Entwertung 17:10. en. der Mart wesentliche Beträge. Wir sind deshalb gezwungen, mie lucken", Berräter",„ Gewerkschaftsbureaufraten vom Schlage Urich und Dißmann". Auch dieser Spitzenkandidat empfahl die An- wir bereits angekündigt hatten, nahme des Einigungsvorschlages. für Juli 8000 M. nachzuerheben. Die Kommunisten versuchen nun in der Roben Fahne" die Berechnungsgrundlage, die der Deutsche Metallarbeiterverband zur zu je 4000 m. gezahlt werden kann, bei Borlegung der Quittung Wir bitten, dem Zeitungsboten diesen Betrag, der in zwei Raten Errechnung der fünftigen Löhne aufgestellt hat, herunterzureißen. Müffen nicht neben Fleisch, Spec, Butter, Kohle und Roggen bei entrichten zu wollen. Daß das Verständnis für die Notwendigkeit der Berechnung auch Mehl, Eier und sonstige Lebensmittel mit be- der Erhaltung unserer Presse auch unter Opfern in weitesten Kreisen rücksichtigt werden? Aber auch hier heißt es: Alles das, was die unserer Freunde und Parteigenossen in hohem Maße besteht, zeigt Organisation macht, ist verfehrt und taugt nichts; nur das, uns die fortgesetzte mas die Kommunisten machen, ist gut. Welche Berechnung hat die Rote Fahne" über die Steigerung der Lebenshaltungstosten angestellt? Zunahme unserer Abonnentenziffer auch im Monat Juli. Wir werden selbstverständlich nach wie vor bei der Festsegung des Bezugspreises die größtmöglichste Rücksicht auf die wirtschaftliche Lage unserer Leserschaft nehmen. Berlag und Redaktion des„ Borwärts". * An unsere Postabonnenten! Belagerungszustandes für Berlin. Weiter wurde kein Antrag von ihnen gestellt. Am 13. Juli gibt sie eine Steigerung für die Zeit vom 6. bis 12. Juli von 22 Broz., für die Zeit vom 25. Juni bis 1. Juli eine Steigerung von 21 Proz. und vom 3. bis 5. Juli eine Steigerung von 43,6 Proz., also insgesamt für die Zeit vom 25. Juni bis 12. Juli eine Steigerung von 86,6 Prog. Die Steigerung des Lohn es in der Berliner Metallindustrie beträgt für die gleiche Zeit rund 93 ẞroz. ohne die sozialen Zulagen. Dennoch beschimpfte man mich, meil ich bei den 42 Bedarfsgegenständen reben Sped, Fleisch, guter Butter, Kabeljau und Weißbrot auch Der letzten Nummer von Bolt und Zeit" haben wir eine 3ahlMehl und Haferfloden mit zugrunde gelegt habe. Wenn farte zwecks Einsendung der Nachzahlung in Höhe von aber die fommunistischen Phrasen zur Berechnung gemacht würden, 9000 M. beigefügt. Der tatsächliche Bezugspreis ist jetzt endgültig dann würden sicher schon längst alle Arbeiter der Berliner Metall- auf 30 000 m. für den Monat Juli festgesetzt worden, so daß die industrie verhungert sein. Was legen denn die Kommunisten bei ihren Berechnun- Bostabonnenten nach Abzug der beim Postamt gezahlten 21 000 M. gen der Lebensmittel zugrunde? Neben Eier, Butter, Graupen und noch 9000 m. an uns direkt einzusenden haben. Wir bitten, diesen Vorwärts"-Verlag. Grieß haben sie Marmelade, Gerstentaffee und Raffeeersah uff. Aber Betrag uns schnellstens zuzuschicken. die Hezze wird luftig weiter getrieben; es muß ja die notwendige Stimmung geschaffen werden zur Wahl der Delegier ten zum Verbandstag des DMV. Sie wollen sich als die wahren Oppositionellen und die wahren Beschützer der Arbeiterschaft zeigen. Sie folgen dabei lediglich der Parole, daß alles heruntergeriffen werden muß, um eine Bogromstimmung zu schaffen gegen die Führer und die einzelnen Organisationen. So ist in einem Artikel der Roten Fahne" vom 13. Juli folgendes zu lesen:" Die Berliner Scharfmacher sind mit ihrem Sieg höchst unzufrieden, sehen sie doch, daß er mit der vernichtenden Niederlage der reforrändern entlang lief, forgfältig vor den Schlickmulden auswich, und mie ein Mensch vor ihm herstapfte, wenn er durch das weiche Watt gehen mußte. Eine sonderbare Scheu und ein Vertrauen erfüllten ihn. Einmal war es, als sehe er deutlich, daß es Elsbe Steen sei, die vor ihm herlief. Er wollte zornig sein, und glaubte, daß sie sich über ihn luftig machte. Dann schien der Sput zu schwinden, tam wieder und führte ihn, wohl eine Stunde lang. Die Flut freifte über die Watten, rieselte durch die Mulden, in denen der Sand wie erstarrte. kleine Wellen stand, spielte um seine Knöchel und trug schmale Gischtstreifen wie graues Geäder. Zuweilen verlor er den Fremben, aber Nieß Broders martete im felsenfesten Vertrauen, rief durch den Nebel nach seinem Mädchen und folgte wieder, als der graue Gefelle zurückkam. So schritt er wohl zwei Stunden durch die steigende Flut. Dann, nach einer langen Zeit, als feine Glieder schon wieder schwer waren, hob sich der Boden und eine abschüssige dunkle Wand froch aus dem Grau. Da wußte er, daß er gerettet war, daß der Fremde ihn heimgeführt hatte. Aber der Bauer wunderte sich faum, ihm schien alles fo selbstverständlich wie in einem Traum. Nur eine schwere, törperliche Schwäche fam über ihn, als hätte sein Lebenswille bisher die Furcht gebändigt. Er fühlte, wie ein falter Schweiß seinen Körper bedeckte und merkte, daß sein Gang taumelnd war, daß er im Laufen stolperte, daß er Mühe hatte, das letzte Ende zu bewältigen. Als Nieß Broders langsam Surch das Gras schritt, hatte er den Fremden verloren. Er fühlte noch die Schwere in den Gliedern, versuchte die Herrschaft über sich selbst wiederzugewinnen und schaute doch mit unsicherem Blick um sich, wo der andere sei. Ob das alles mit rechten Dingen zuging? Oder ob Elsbe Steen Sprüche wußte? Der Bauer fühlte eine dumpfe Last auf der Stirn wie eine Lähmung. Dann sah er eine Frauengestalt, die flar aus dem Nebel auftauchte, sah sein Mädchen, das ängstlich und froh auf ihn zukam und ihm zumintte. Ich hab' solche Angst um dich gehabt, die Flut tam so früh." Ihre Augen glänzten hell, als weinte sie heimlich vor Freude. Wie bist du nur zurückgekommen, Nieß?" Dem war, als erwachte er aus einer tiefen Betäubung. Wie ein Sput, der förperlich ward, erschien ihm das Mädchen. " Du, du hast du mich nicht geholt?" stotterte er. Elsbe Steen blickte ihn erstaunt an und schüttelte den Kopf. Dann sah der Bauer auf einmal wieder die graue Gestalt im Nebel, die ihn geführt hatte, aber entfernter, undeutlicher. " Da, der da stiek er hervor. Das Mädchen sah sich erschreckt um und lehnte sich ängstlich an ihn. Da waren es zwei, die drüben standen und dicht beieinander waren. Unser Schatten, Nieß, unser Nebelschatten!" Ein verhaltener Jubel lag in ihrer Stimme. Mein Schatten?" Die Arbeiterschaft hat den Kampf geschlossen abge= brochen und sie weiß genau, daß sie die Hände nicht in den Schoß legen darf, sondern sich nach wie vor fampfbereit zu halten hat. Ber. schlechterungen, die ihr vielleicht angeboten werben, wird sie sich nicht bedingungslos fügen. Die Berliner Metallarbeiter und ihre Dganisation gehen gefchloffen und gestärkt aus dem Kampf hervor und werden den Kampf weiterführen um eine weitere Erhöhung des Reallohnes. So ist in furzen Zügen der Kampf dargestellt! Kollegen, ruft in den Betrieben Mitgliederversammlungen ein, damit wir uns über den geführten Kampf unterhalten tönnen denn für uns gilt aussprechen, was ist! Durch Wahrheit zum Sieg!" und jenen Heuchlern und Pharisäern die Maske vom Gesicht reißen, Filmschau. Die Filme der Woche. Das Schicksal ciner Williardärstochter" erzählt der Autor und Regisseur Mar Neufeld im Primus- Bala ft. Seitdem ich diese Geschichte tenne, tun mir sogar die Milliardarstöchter leid, mit denen ich sonst nicht gerade Mitleid hatte. Aber wenn sich eine unglückliche amerika nische Multipimillionärin in einen so bewußt fitschigen Film ftellen läßt, dort die langweiligsten und unmöglichsten Dinge erleben, wenn sie sich im umgebung den Berlinern zeigen muß, dann kann sie einem auch leib tun, Rahmen einer ganz abgespielten Kopie und in photographisch miserabler diese Mater Dollaroja. Der Film ist Wiener Fabrikat; von einer erschüt ternden technischen Unbeholfenheit, bat aber, um gerecht zu sein, gewisse friminalistische Spannungsreize. Vorher sieht man eine ganz nette Leinwandplauderei fiber das& i. In eine Flut wild und sinnlos durcheinander gerüttelter Begebenheiten führt das amerikanische Raubtier und Sensationsdrama Die verlorene Stadt". Die Begebenheiten eritieren nicht um ihrer selbst willen, sie sind zu schmächtig im Format gerieten, als daß sie allein zu seffeln verinöchten. nur Borwand für aufdringlich unterstrichene Sensationen, die doch wieder Dicie Art Amerikanismus läßt fühl. Sie sagt nichts, bildlich nicht und nicht den Nerven, deren bedenkenlose Aufrüttelung man sich im film immerhin gefallen ließe, wenn es nur eine Aufrüttelung wäre. Die ameritanischen Stinolöwen, die sich allerdings raubtierbaster benehmen als unsere europäischen Film- 2öwengroßpapas, freffen die schöne, vielgeprüfte Juanita ansen, die Heldin dieses Dramas, das man im U.-.- Tauenbienpala it fab, glüdlicherweise nicht auf. So hat fie Gelegenheiten, noch etliche Abenteuer mit hungrigen Krokodilen zu bestehen und fündigt weitere Teile, Fortsetzungen ihrer Erlebnisse an. Der Sommer ist lang.. a- x. Das goldene Haar", ein Detektiv- und Sittenfilm zugleich, wurde in den Richard Oswald Lightspielen uraufgeführt. Der Bankdirektor, der seine Beliebte ermordet, schneidet ihr das goldene Haar ab, das ihm zum Verräter wird und aus dem er sich, ein paar Minuten gelegt, was anerkannt werden muß. Gichgrün führte die Regie und spielte bor feiner Hinrichtung, eine Schlinge dreht. Der ganze Film ist klar an. bie Hauptrolle. Irgendwelche Besonderheiten fielen ihm nicht ein, doch verstand es, fich davor zu hüten, unnötige Verwirrung bineinzuarbeiten. Bicha mar großartig als Buchhalter, der ganz in der Welt der Zahlen lebt und nachher, als er zum Mitwisser wird, sein Talent zum Erpresser entbedt. Die weiblichen Hauptdarsteller waren nicht erfreulich anzusehen. e. b. Mit Stanley im dunkelsten Afrika", dessen erste Afte etwas vom Kampf gegen den Sllavenhandel übermitteln, fam in der Schauburg Ihr graute vor seinen entsetzten Augen, mit abergläubischer aur Uraufführung. Dieser große amerikanische Film mit soundsoviel Atten Scheu drängte fie ihn weiter. Alle zehn Jahre einmal fommt erit von Spannung durchfiebert. Die Lorraine und der Walsh vollbringen über die Insel, sagen die Leute. Es bringt Glüd, wenn Brautleute undertaten an Schlauheit, Mut und Kraft, weil sie nun einmal ameritanische Filmschauspieler sind. Die Bilder find teilweise koloriert, nur ein fich zusammen iehen. Komm, Nieß, mach mich nicht bange." zelne Teile eines Bildes sind mit Farbe versehen. Viel Schreden, viel Aber der Bauer taumelte plöglich, blickte sie verstört an in un- Brauen und manche Aufregung wird das Publikum in den folgenden fäglichem Schreck, schloß die Augen, als fürchtete er, zufammenzu- Teilen noch erleben müssen, aber es faun beruhigt sein, es handelt sich um brechen. Es bringt Glüd, tomm, Nieß, mach mich nicht bange!" einen amerikanischen Film, wirkungssicher in seiner Spannung und unbel 1. Giroflee( Hr. Freese), 2. Poet( b. Herder). Toto: 5. Rennen. 1. Jlberstedt( Krüger), 2. Lilienstein( Saager), 3. Rarr ( Torte). Zoto: 39: 10. Plaz: 22, 23: 10. Feiner liejen: Dagobert, St. Martin. 6. Rennen. 1. Gimado( Breege), 2. Tuto( Beer), 3. Fanal( Austel). 3. Stiltinte( Edler). Toto: 24: 10. Play: 15, 18: 10. Ferner lief: Pan Demon. 7. Rennen. 1. Tor di Quinto( Bismark), 2 hiltrud( Einfinger), Zoto: 18:10. Plat: 13, 16: 10. Ferner liefen: Hildegard, Candia( angeh.), Schönheit. Briefkasten der Redaktion. A. B. Einer Legitimationskarte bedürfen Sie auf alle Fälle. Nehmen Sie den Ankauf von Waren ohne eine solche vor, so haben Sie Bestrafung zu gewärtigen. C.$. 20. Es ist möglich), aber nicht anzunehmen. . 100. Für die Sausangestellte ist auch fernerhin feine Einkommensteuer zu bleibt nur die Sinterlegung übrig. entrichten. P. R. 38. Wenn die Annahme des Geldes verweigert wird, so $. 8. 92. Rur Zahlung der sämtlichen Rosten ist die Rasse nicht verpflichtet. Berben Sie aber bei ihr vorstellig, und versuchen Sie, fie zur Uebernahme der Roften zu bewegen. G. S. Maggebend ist die Friedhofsordnung, die uns aber nicht bekannt ist. Lassen Sie fich fie vorlegen.$. 2. 10. Die Ehrengaben Berlins aus Anlaß einer golde nen oder diamantenen Hochzeit werden nicht mehr gewährt, die staatlichen wer den dagegen weiter gezahlt. Anträge auf Gewährung der staatlichen Ehren.. 99. 1. Rentengaben find an das Polizeipräsidium Berlin zu richten. empfänger find von der Entrichtung einer Wohnungsbauabgabe befreit, wenn maßnahmen zur Unterstüßung der Rentenempfänger" beziehen. 2. Der n und folange fie eine Unterstützung auf Grund des Gefeßes über Notstands. trag auf Befreiung ist an das Bezirksamt( Fürsorgestelle) zu richten. 3. Es währung eines Ruschusses haben Sie nicht. Es kann aber derjenige, der Ihre ist ein besonderer Antrag erforderlich. D. B. 100. Einen Anspruch auf Ge. Wohnung übernimmt, an Sie eine vorher zu vereinbarende Summe Geldes zahlen. Sehen Sie sich mit dem Wohnungsamt in Verbindung. 1, 3a. 2. Gollte der Wirt bie Crlaubnis verweigern, so müssen Sie das Mieteinigungsamt anrufen. Dieses fann die Zustimmung zur Untervermietung Witwe 30. erteilen. Oftharz. 1. Die Kinder find verpflichtet, am Religionsunterricht folange teilzunehmen, bis sie von ihm befreit sind. Die Befreiung tritt nuc auf Antrag ein. 2. Eine derartige Regelung fann dort getroffen worden sein. 3. Nur soweit es sich um Veranstaltungen der Schule handelt. 4. Der Schulporstand. 5. Die Kirche kann nicht zur Zahlung herangezogen werden. Dampfer LEVIATHAN 59956 Br.- Reg.- Tonnen Der modernste, grösste und luxuriöseste Ozeandampfer Die höchsten Leistungen von Wissenschaft, Kapitalkraft und Erfindungsgeist finden in diesem Wunderschiff ihre Verkörpe rung. Unvergleichliche Bequemlichkeiten in allen Klassen Erste Reise nach New York am 17. Juli 1923 dann 7. August, 28. August usw., alle drei Wochen von Southampton- Cherbourg. Alles Nähere durch die untenstehenden Adressen Regelmässige Verbindung von Bremen über Southampton, Cherbourg nach New York durch die prachtvollen amerikanischen Regierungsdampfer NÄCHSTE ABFAHRTENI America President Roosevelt. President Fillmore President Harding President Arthur George Washington. 18. Juli 25. Juli 26. Juli 22. August 29. August 30. August 1. August 8. August 15. August 12. September 5. September 19. September Abfahrt von Southampton und Cherbourg I Tag später Prosp. u. 64 seit. illustr. Führer d. d. Verein. Staaten" Nr. 83 kostenfrei Vorteilhafte Gelegenheit für Güterbeförderung UNITED STATES LINES Berlin W 8, Unter den Linden 1 NW 40, Invalidenstraße 93 Berlin W 9, Budapester Str. 5 W 8, Unter den Linden 22 General- Vertretung: Norddeutscher Lloyd, Bremen Deutscher Metallarbeiterverband Verwaltungsstelle Berlin Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Werkzeugmacher Richard Magill am 12. Juli gestorben ist. Die Beerdigung findet am MonDeutscher Metallarbeiter- Berband Verwaltungsstelle Berlin N 54, Linienftr. 83/85 Geschäftszeit von vorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. Tel.: Amt Norben 833, 834, 835, 836 unb 6593-6595. tag, den 16. Jult, nachmittags 4 Uhr, Achtung! Weißmetall Achtung! Achtung! Silberschmiede Achtung! Don der Leichenhalle des ElisabethKirchhofes, Prinzen- Allee, aus statt. Unser Kollege, der Arbeiter Paul Fuhrmann ist am 13. Juli gestorben. Die Beerdigung findet am Montag, den 16. Juli, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen MichaelisKirchhofes in Neukölln, Mariendorfer Weg, aus statt. Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Montag, den 16. Juli, nachmittags Dienstag, ben 17. Juli, abends 42 Uhr, bei Reckling, Wafferthorftr. 71 6 Uhr, im„ Dresdener Garten", der Dresdener Straße 45 Wichtige Sihung Branchenversammlung Vertrauensleute Betriebsräte. und Dienstag, den 17. Juli, abends 7 2hr, aller in den Silberwarenfabriken beschäftigten Kolleginnen und Kollegen. bei Sachse, Linbower Str. 26( am Bahn Tagesordnung: 1. Bericht der Berhof Wedding) Vertrauensmänner- Konferenz des 15. Bezirks. handlungskommiffion. 2. Diskussion. Mittwoch, ben 18. Juli. abends Tagesordnung wird dort bekannt- 6 he, in der Böhow- Branerei, Gemeinnütziger Obstbau- u. Heimstättenverein gegeben. Jeber Betrieb muß vertreten fein. Landsberger Str. Hermann Engel 85, 86, 87 Großer Aussteuer- und Reiseausrüstungs- Verkauf. „ Frei- Land”, Eing, G. m.). H. Mancheberg i. M. Achtung! Weibliche Bertrauensleute Branchenversammlung Außerordentlich billiger Verkauf in Reise- und Sportmänteln, Staub- und Außerordentliche Generalversammlung Sonntag, den 29. Juli 1923, vormittags 82 Uhr, im Lokal Hohenzollern" am Dienstag, ben 17. Juli, abends 6 Uhr, im Berbandshause Linienstraße 83/85 ( Sigungsfaal), Konferenz und Baus, Geldschrank Möbelschlosser. agesordnung: 1. Bericht der Tariftommission. 2. Branchenangelegenheiten. Die Bertrauensleute treffen fich Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Bahnhof Dahmsdorf- lincheberg. Tagesordnung: Verbandsangelegen- um 5 Uhr in demselben Lokal. Tagesordnung: 1. Bericht des Bor- heiten und Verschiedenes. Standes. 2. Entlastung des Vorstandes 3. Anträge. 4. Verschiedenes und Par zellenvergebung. Anträge sind spätestens sechs Tage vor caußerordentlichen Generalvetsammlung beim Borstand einzureichen. der 109/1 Der Vorstand W. Größler. A. Müller. Joh. Otto. ISOLA ISOLA STAHLGLAS .D.R.P. hält 24 Stunden heiß- 3 Tage kalt Springt nicht Bricht nicht! Man hat jahrelang freude daran ISOLA GES RUDOLSTADT TH Außerdem wie bisher in altbekannter Güte ISOLA Leichtglasflaschen Speisenträger Kannen Marken- Zigaretten: Achtung! Urwahl. Achtung! Sonntag, den 22. Juli, von vormittags 10 Uhr bis nachmittags 2 Uhr, und am Montag, den 23. Juli, von mittags 12 Uhr bis abends 8 Uhr: Wahl der Delegierten zum Verbandstag in Kaffel. Die Stimmenabgabe erfolgt an beiden Tagen zu den oben angegebenen Zeiten in nachfolgenden Lokalen: Zentrum: 1. Summel, Sophienstraße 5. Norden: Hennigsdorf: 59. Restaurant Pfefferberg. Hohenschönhausent 2 Berbandshaus, Linienstraße 83,85, 60. Marquardt, Berliner Str. 85. Bimmer 14. 3. Dams, Schlegelstraße 9. 4. Walb, Pflugitraße 5. 5. Rietschmann, Aderstraße 122 6. Leuschner, Ackerstraße 110. 7. Regenberg, Gartenstraße 75. 8. Klinge, Gellerstraße 14. 9. Zimmer, Fehmarnstraße 6. 10. Barleben, Burgsdorf, Ede Willbe nowstraße. 11 Sentel, Utrechter, Ede Turiner Str. 12. Raß, Magstraße 12. 13. Sängerheim, Webbingstraße 9. 14. Elgt, Gerichtstraße 74. 15. Wende, Roloniestraße 147. 16. Fritsch, Drontheimer Straße 4. 17. Knapp, Grünthaler Straße 6. 18. Krüger, Hussitenstraße 33. 19. Carus, Boltastraße 37. 20. Döhling, Brunnenstraße 79. 21. Büffner, Schwedter Straße 23/24. 22. Bogdanowik. Gaudyftraße 16, Ede Sonnenburger Straße. Nordosten: Garbaty, Hal- 23. Späth, Georgenkirchstraße 65. Kalkberge: 61. Reffinger, Am Markt. Karlshorst: 62. Zieg, Trestowallee. Lichtenberg: 65. Seipfe, Kronprinzenitraße 47. 64. Fiedler, Gonntagstraße 36, am Bahnhof Rummelsburg. 65. Tempel, Gudrunftraße 7, am Bahnhof Lichtenberg- Friedrichsfelde. 66. Zur Edelfanne, Herzbergstr. 23. Lichterfelde- West: 67. Censty, Hindenburgdamm 55. Mariendorf: 68. Reanich, Chauffee-, Ede Kurfürstenstr. Marienfelde: 69. Anauer, am Bahnhof Martenfelbe. Neukölln: 70. 3beal- Kafino, Weichselstr. 8. 71. Ralfer, Bobbinstr. 58. 72. Rusty, Hermann, Ede Beinestraße. 73. Rognat- Quelle, Hermannstr. 159. am Bahnhof. 74. Rüdheim, Berge, Ede Lahnstraße. paus, Ronstantin 24. Kujawski, Greifswalder Straße 191. 75. Prüßel, Brufendorfer, Ecke Teupiger Karmitry, Osten: Horamilos. Manoli, Murati gibt ab unter 25. Bahr, Stralauer Allee 47. ages Arno Geßner, Großhandig. 27. Rofin, Gubener Straße 19. Labatwaren 26. Bilzeder, Blumenstraße 84. Werftituate 21. Telephon: Moabit 2114 28. Köhler, Matternstraße 14. prets: Ständiges Lager von über 150 Standuhren in allen Holz- und Stilarten Schriftl. Garantie Büro- u. Ladenuhren Wand- u.Küchenuhr. Stopp- u. Autouhren Glash. Lange- Uhren 14 Karat Gold- Armband- Uhren sowie Herren- Uhren Gold. Trauringe Juwelen, Silberkästen nach Gewicht Alpaka- Bestecke Karl Wutke Uhrmachermeister Javalidenstr.16 Ecke Gartenstraße ( Stett. Bhf.) Gegr. 1900 + Geschlechtskranke+ Behandlung von Syphilis, Hautausschlägen, Bunden. Harnröhrenleiden, starte Ausflüffe, auch wo alles verfagte, wurden Taufende burch Phorofanos das neue deutsche Reichs Batent, furzfristig geheilt. Biele Danksagungen und Dankschreiben. Gewissenhafte ärztl. Leitung. Phorosanos Heilanstalten, BotsdamerStr. 109, naheStegligerStr. Brunnenstr. 191, nahe Rosenthaler Bl. Getrennt für Herren und Dame. Sprechzeit täglich 10-7, Gonnt. 9-12 Südosten: 29. Reinte, Grünauer Straße 17. 30. Siedentopf, Mustauer Straße 85. 31. Schilling, Rungestraße 30. 32. Benoit, Adalbertstraße 4. 33. Gewertschaftshaus, Engelufer 24/25 34. Braffer, Michaeltirchstraße 29 a. Süden: 35. Winter, Ritterstraße 117. 36. Blentie, Boppstraße 1. Südwesten: 37. Spörer, Gneisenauftraße 30. 38. Topp, Alte Jakobstraße 1. 39. Rathmann, Wilhelmstraße 118. Westen: 40. Wiemers, Bülowstraße 58. Nordwesten: 41. Dehlschläger, Berlichingenstraße 5. 42. Sturz, Huttenstraße 7 43 Raifer, Gogłowskystraße 34. 44. Arüger, Butligstraße 15. Adlershof: 45. Raul, Selbigstraße, am Marktplay. Alt- Landsberg- Süd: 46. Krätel, Bernauer Straße 4. Baumschulenweg: 47. Gerhard, Baumschulenstraße: Charlottenburg: 48. Rebel, Salzufer, Ede Englische Str. 49. Beter, Nehringstr. 23. 50. Müller, Osnabrüder Str. 27. 51. Thunad, Wielandstr. 4. 52. Werner, Wallstr. 96. Cöpenick: 53. Schulz, Bahnhofstr. 84. Elchwalde: 54. Lindner, Bahnhof, Ede Grünauer Straße. Erkner: 55. Handke, Berliner Str. 4. Fredersdorf u. Umg. 56. Zibell, Am Babnhof Fredersdorf. Friedrichshagen: 57. Hoppe, Friedrichstr. 121. Grünau: Straße. Niederschöneweide: 76. Schöps, Gritnauer Str. 8. Oberschöneweide: 77. 3mberg, Wilhelminenhofstr. 31. Pankow: 78. Bater, Mühlenstr. 12. Reinickendorf- Ost: 79. Roffath, Provinzstr. 61. Reinickendorf- West: 80. Buller, Eichbornstr. 49, 81. Boltshaus, Scharnweberstr. 163. 82. Webing, Berliner Str. 111. Rosenthai: 83. Feind, Am Bahnhof. Schöneberg: 84. Schulz. Reichertstraße 4. 85 Rofenthal, Ebersstr. 66. Seegefeld: 86. Hamann, Bahnübergang. Siemensstadt: 87. Sundheim, Nonnendammallee, Ede Märkischer Steig. Spandau: 88. Wind, Bichelsdorfer Straße 5. 89. Kohlschmidt, Reuendorfer Straße 87. 90. Türkisches Zelt, Bismarckstr. 11. 91. Germania- Sale, Strefowplag 13. 92. Dornröse. Staaken: Steglitz: 93. Hente, Flensburger Straße 7. Tegel: 04. Lehnhardt, Berliner Straße 84. Teltow; 95. Renes Gefellschaftshaus, Berliner Straße 16. Tempelhof: 96. Bürgergarten, Berliner Straße, am Bahnhof 97. Reimer, Ordensmeister- Ecke Molttestraße. Treptow: 98. Rother, Riefholaftr. 35. Welßensee: 99. Prälaten, Lehder Str. 122. 100. 3u ben zwei Linden", Berliner Affee 177. Wildau: 101. 3m Rafino. Wittenau: 58. Franz, Röpenicker, Ede Bahmer Str. 102. Schulz, Am Bahnhof. Es ist unbedingte Pflicht der Kollegen und Kolleginnen, fich restlos an der Wahl zu beteiligen. Wahlberechtigt ist jedes Mitglied, welches mit seinen Beiträgen nicht über sechs Wochen im Rückstande ist. Die Ortsverwaltung. Soeben ist erschienen! DIE KOMMUNISTISCHE INTERNATIONALE Nr. 26 Verlag Carl Hoym Nachf. Louis Cahnbley Hamburg& Alpakamänteln, Reise- und Sportkostümen, Sportröcken, Dirndlkleidern, wollenen Sport and Strandjacken. in allen moderneu Streifen 165 000, 125000 m. Weiße u. farbige Voile- u. Frottékleider in schönen modernen Mustern 223 000, 157 500 M. 270 000 ML. 986 000 m. Reinwollene Cheviotkostüme 595000 M. Frottéröcke Alpakamäntel Lodenmäntel.... und vielen Farben Ganz besonders billige Einkaufsgelegenheiten in Serren, Damen- n. Kinderbadeanzügen, Trikotanzügen für Schwimmfport, Rudersport, Turnsport, Rad- u. Rennsport für Herren, Damen u. Kinder. Entzüdende Frottier Bademäntel, Frottier Laten, Frottier- Handtücher. Weiße Waschblusen aus prima Voll- Voile 235 000,-, 185 000,-, 125 000, Jumper aus Kunstseide $ Wollene gestrickte jumper 350 000,-, 195 000,-, 125 000, Wollene, gestrickte Kleider, erstklassige Qualitäten und 950 000,-, 495 000, entzückende Formen. 375 000,-, 295 000,-, 245 000,- Wollene gestrickte Kostüme... 950 000, Damentaghemden aus gutem Renforcé mit Stickerei Untertaillen mit Stickerei.... Damenbeinkleider mit Hohlsaum und 65000, 28 000, Einsatzhemden aus Trikot 97 000,-, 78 000,-, Mako- und makofarbige Hemden und Hosen 69 000, 65 000,- 62 000, Langetten........... 56 000, 49 500,- Bunte Perkal- und Zephir- Oberhemden 50 285 000,-, 215 000,-. 185 000,-, 85 000,- Herrensocken, wollgemischt und Baum950, Damenhemdhoso wolle 15 500,-, 4850, Damenstrümpfe schwarz und braun.. 21 500,- Kindersweater verschiedener Größen von 13000,- an Wasch- Musselin- Mädchen- Kleider 2 Schals, Knaben- Waschanzüge Madrasgarnitur, hang, 20000, 420000, 390000,- Halbstores, Etamine 210 000,-, 105 000,-, 72000, Etamine- Garnituren Schals, 1 Quer Einsatz und Motiven.. 563000, 490 000, 310000.- Bettdecken, bettig 570 000,-, 390 60,-, 270 000, Erbstul und Etamine, Große Auswahl von Teppichen feinster Qualitäten! Cohntartell für die Gemeindebetriebe Dienstag, den 17. Juli, abends 6 Uhr, im großen Saal des Gewerkschaftshauses, Engelufer 24/25: Allgemeine Funktionär- Bersammlung. Tagesordnung: Bericht über den Stand der Verhandlungen über den wertbeständigen Lohn. Referenten: Ernst Scharlau, Karl Polenske. Zutritt zur Versammlung haben die Mitglieber des Lohntartells, sowie die Funktionäre des Lohnkartells, soweit sie in Staatsbetrieben beschäftigt sind. Eintritt nur gegen Vorweis der Funktionärkarte und des Mitgliedsausweises. Dienstag, den 17. Juli 1923, nachmittags 1 2hr. im Berbandshause Berlin, Johannisstr. 14/15: Sigung d. großen Tariffommission Berband der Gemeinde- und Staatsarbeiter Deutscher Berkehrsbund Deutscher Metallarbeiter- Berband Verband der Gärtner und Gärtnereiarbeiter Bilanz der Genoffenfchaft Frei Cand pee 31. DeAttiva Raffa- Konto Bant- Konto Konto- Korrent- R Bauten- Ronto Effetten- Konto Jnventar- Konto Ford. an Genossen Barzellen- Konto Waren- Konto Beteiligungs Ronto b.Malbg.Siedl.- G. b. Bau- u. Betrieb bo. Gew. u. Berluft- St. 3ember 1922 Passiva M. 1021,44 Geschäftsanteil- St.. 102 108,95 58 723,08 Ronto- Rorrent- R.. Sausanteil- Konto Reservefonds- Kont. 977 448,34 222 953, 1987,50 Stiftungsfonds R. 15 325, 95 611,34 252 604,20 3 020,50 1 500, 140 000, 15 200, 408 527,86 2188 872,26 Darlehns Konto II I Reg.Frankf.a.D. do. 1 Erwerbsl.- Fürs. Π Bettausstattungen Aussteuern sehr preiswert! Fabrik Bettfedern- Lustig Aufpassen! Man iret sich- Lustig nur 864 065,01 Sekikorke Weinkorke 345 058,55 3 060, 836,75 Stannlol 63 743- Zelluloid Gundvierris Die Kern- Ledersohle der Firma ,, Notende" hält bis zur Jahreswende! Fachmännische, sauberste, haltbarste und billigste Besohlung aller Fußbekleidung. Aufträge eventl. binnen 24 Stunden. 80 000,-Filmabfälle Gummiabsätze und-sohlen in prima Qualität. 70 000, 350 000, 10 000, 300 000, Do. Konto pro Diverse Rüdstellungs to 2 188 872,26 Der Mitgliederbestand war am 1. Januar 1922: 253, ausgetreten 56, eingetreten 11; Bestand am Schluß des Jahres: 208. Die Geschäftsanteile haben sich im Laufe des Jahres um 27000 M. erniedrigt. Die Hausanteile haben sich im Laufe des Jahres um 159 270,94 M. erniedrigt. 109/2 Altinciall kauft Nelke Belle- Alliance- Straße 95 MarkenSämtliche Schuhbedarfsartikel in großer Auswahl. Schuhartikel- Vertrieb und Lederhandlung„ Notende Neukölln, Hermannstr. 211 Ecke Ziethenstraße. Geschlechtskranke! Spezialarzt Dr. Dammanns Heilanstalten Schnellkur der Gonorrhoe nach Po izeiarzt Dr. Dreuw: Die Gesamthaftſumme der Mitglieber betrug am 31. De Zigaretten Haute, Geschlechts, Frauenleiden. sember 1922 124 800 90. Müncheberg, den 31. Dezember 1922. Gemeinnüßiger Obstbau- und Heimstättenverein Frei- Land". Eing. Gen. m. b. S. Mancheberg i. m. Der Borstand:$. Größler, A. Müller, Joh. Otto. Aus dem Inhalt: Ruhr und Hamburg von KARL RADEK/ Sie und wir im Kampfe gegen den Krieg von A. LOSOWSKI/ Der internationale sozialdemokratische Einigungskongreẞ in Hamburg von PAUL FROLICH/ DieNiederlage des bürgerlichen Deutschlands im Ruhrkampf von E. PAWLOWSKI/ Grundsätzliche Fragen des Ruhrkampfes von THALHEIMER, NEURATH, SOMMER/ Kapitalistische Offensive und proletarische Defensive in Japan von SEN KATAYAMA/ Arbeiterklassenbildung in England von MACMANUS/ Resultate des XII. Kongresses der KPR. von N. BUCHARIN/ Die Offensive des Kapitals von Z LEDER/ Weiter Beiträge von VITALI, TRANMAEL, JAROS LAWSKI, BORODIN, NEURATH, MACMANUS Bibliographie Jllustrationen Grundpreis 2 M. 132 Seiten billigst bei Herschdörfer der Syphilis auch ohne Einspritz. Rosenthaler Str. 50. Potsdamer Str.123B, Königstr.56/ 57 9-12, 4-7, Sonnt. 10-12. Ungeheuer gestiegen im Preise sind Spezial. dartsartikel. Kleine Anzeigen billig! alle Lebensmittel u. Be- Behandi. im Vorwärts sind immer noch nur für ges. gesch Ischias in Hüften, Gesäß a. Bein i. 15 T. beseit. Invalidenstr. 106. 9-11, 4-6. Jacoby. Drum prüfe, wer sich ewig bindet! Als Selbsthersteller liefere ich in Qualität und Preis einzig dastehend Trauringe 1 Ring Dukatengold v. M. 330000 an 1 Ring 585 gestempelt v. M. 220000 an 1 Ring 333 gestempelt v. M. 140000 an Einfache Ringe 25000 Mk. N, H.Wiese, Juwelier Berlin N. Artilleriestr. 30 Berlin W. Passauer Str.12 Bitte auf Hausnummer achten. Ausführliche Preisliste nach außerhalb gegen Rückporto. Anfragen u. Bestellungen ohne Rückporto können nicht erledigt werden. Garantieschein für gesetzlichen Goldinhalt Telegr.- Adr.: Trauringkanone Berlin. Kani ohne Sorge- bel Korge Kauf ohne Sorge- bei Korge Schilfleinen- Anzüge, Sport- und Reise- Bekleidung! Es kommen gewaltige Preissteigerungen! Denkbar grösste Auswahl! Außerordentlich solide Preise! Echt bayerische Loden- u. Sportbekleidung! Loden- Anzüge, Mäntel, Pelerinen, Straßen- und Sport- Anzüge, Sportbreeches, Schilfleinen- Anzüge, Khaki- Waschanzüge, Strandanzüge, elegante Wasch- Strandanzüge, imit. Bastseiden- Anzüge, einzelne Wasch- u. LüsterJacketts ausserordentlich preiswert! Wäscheabteilung! Eleg. Damen wäsche, Tischw., Küchenwäsche, Handtücher. Badeanzüge, Bademäntel, Badekappen Oberhemden, grüne Wanderhemden in vielen Austühr. Damen- Sportbekleidung! Lodenkostüme, Regenmäntel, elegante Reisemäntel in vielen Ausführungen, Dirndlkleider, reizende Münchener Originalmodelle. Entzückende Sport- Oberhemdblusen! in vielen Ausführungen. Damenbreeches, Sporthüte, Mützen! Herren- Artikel, Hüte, Mützen! Krawatten, Hosenträger, Handschuhe, Regen- und Sonnenschirme, entzückende neue Modelle, elegante Spazier- u. solide Wanderstöcke! Wander- und Sportstiefel! in allen Ausführungen, denkbar größies Lager, Straßenstiefel, Ledersandalen. Koffer, Reiseeffekten, Rucksäcke! Stutzen, Wickelgamaschen u. s. f. Sämtliche Artikel für Wander-, Ruder-, Segel-, Fußball-, Box-, Hockey-, Tennis- und Autosport! IG Besichtigung ohne Kaufzwang gern gestattet! Arthur Korge, Berlin SW 2848 Wilhelmstrasse 107, Ecke Anhaltstrasse, Nähe Anhalter Bahnhof- 4 Etagen Verkaufsräume Fernspr. Zentrum 935- Geschäftszeit 9-7 Uhr. Kauf ohne Sorge bei Korge Kaul ohne Serge- bei Korge Jedes Wort 1200 M. Das fettgedruckte Wort 2400M.( zulässig 2 fettgedruckte Worte). Stellengesuche das erste Wort( fettgedruckt) 1200 M., jedes weitere Wort 800 M. Worte, die mehr als 15 Buchstaben haben, zählen für zwei Worte Verkäufe allen an, Kleine Anzeigen · umtausch. für die nächste bis 41/2 Uhr nachm. Anzeigen Nummer müssen in der Haupt- Expedition des Vorwärts, Berlin SW 68, Lindenstraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Arbeitsmarkt Stellenangebote utomobil- und Motorenfchloffer Emaillierer auf Fahrradrahmen, schwarz und farbig, zum fofortigen Antritt gesucht. Langjährige Erfahrungen selbständig arbeitend. von Berliner Autoverlangt. Ludwig Nelson, Fahrradbau, mobilfabrit per fofort gesucht. Lebenslauf Schöneberg, Abazienstraße 28. und Zeugnisabschriften sind einzureichen unters. Z. 330 an Rudolf Moffe, Fennstr.1 Stenotypistin, jüngere, mit Englisch, Stenographie, fofort fucht Mohindra, Borstellung Dresdener Straße 85 III. bis 11 vormittags. Metallbetten, Chaiselongues 200 000.- Papiergewebe, Backleinwand auft Schallplatten, Rilo 30 000.- BlattenRoRöpenickerstraße 183a, Batentmatraßen, Bolsterauflagen, Pappel- Allee 12. Rinderdrahtbett. Meide, August mintenerstraße 4. Roßhaare, Altgummi, Belluloidab Schallplatten, überbiete jeden TagesNähmaschinen. Gelegenheitskäufe wenig ftraße 32a, Quergebäude fälle, Metalle, Gäde, Photoplatten fauft gebrauchter Maschinen mit Garantie Sochelegante Schlafzimmer in reicher Straße 22, Langestraße 34, Fliedernur bei Fischer, Potsdamerstraße 103. Auswahl zu foliden Preisen verkauft Sorn, Grüner Weg 24. Königstadt 6367. pseis. Ankaufszentralen, LandsbergerNollendorf 8682. Schlafzimmer- Spezialfabrit Sans Sentel, Briefmarken- Sammlungen, Einzel- straße 13, Schönhauferallee 50,$ of I. marken, Restbestände, gesammelte Ta- Fahrradankauf, höchstzahlend, Git Nähmaschinen, neue, gebrauchte, Adler, Burgstraße 27, Bureauhaus Börse. tauft höchstzahlend Bohr, fchinerstraße 78. Korbwaren, Kinderwagen, Holzklapp gespoft, Phönig, Singerbobbin. Rastorn, Rottmöbel taufen Sie bei den Bertaufsstellen Besselstraße 20. buferdamm 6, vorn hochparterre. Elettromaterial, Leitungsdrähte, Glüh. der Rorbmöbelfabrik Stamm zu Origi Settforte, Weinkorte tauft Ostrowski, lampen tauft Swinemünderstraße 26. Lederwaren. Damen Handtaschen, nalfabrikpreisen: Krausenstr. 70, GritBrief, Geldscheintaschen, Aftenmappen, nerweg 8, Wörtherstr. 41, Brunnen- Philippstraße 20. Reisetoffer in Autozubehör Ausführungen straße 69, Wiglebenstr. 32, Barbarossa Brismenfernglas, Photoapparate fauft zu außerordentlich billigen Preisen. straße 28. Werner, Brandenburgstraße 4, Soch. Oranienstraße 207, Laden. HochbahnZündkerzen, Glühbirnen kauft Rösler, Möbel( Zahlungserleichterung), tom- bahnstation Brinzenstraße. station Oranienstraße. Seimarbeiterinnen, tüchtige, auf Friedrichsgracht 5-6. plette Bimmer. Einzelmöbel, MetallFrauenhaar, ausgefämmtes, tauft, Leder-, Phantasie- und Regenhüte suchen Teppiche, prachtvolle Muster, verkauft betten Wenger, Marfiliusstr. 8( Alegan- auch eine Boften, zu höchsten Tagesderplag). preisen, Auffäufer großer Verdienft, Werkzeuge u. Maschinen gegen hohen Lohn und dauernder Befchäftigung Mertés u. Co., Linden. Einzelmöbel, ganze Einrichtungen, Saarhandlung Bengisch, Bibauerstr. 4 D. 106/ 5* Motor, Schellad, Beim, Tischlerwert. ftraße 35. Bolstermöbel, Spiegellager, Küchenmöbel Rein Laden. Möbelhaus preiswert. Kamerling, Bukmacherinnen file Leder- und Raftanienallee 56. Graupapageien, Grünpapageien, zahle zeug, Tischlereimaschinen auft Ernst, Bhantafiehüte finden in und außer dem 20 000.über jedes Söchstgebot, Ra- Oranienftr. 166, III. Möbel- Lechner, Brunnenstraße 7, offe- narienhähne,-weibchen höchstzahlend. Kugellager, Spiralbohrer, Gewinde. Sause lohnende Beschäftigung bei Siegriert Speisezimmer, Tieregporthaus, Strausbergerftoaße 13. bohrer, Sägeblätter, Schrauben tauft frieb u. Mag Auerbach, Krausenstr. 31/32. Röpenickerstraße 98 III. Arbeitszeit 8-5. Servenzimmer, Rlubgarnituren, Rorb Alerander 3313. Dezimalwagen, Tafelwagen, Gewichte möbel, Küchen usw. Große Auswahl, Kugellager, Autozubehör Lauft höchft. preiswert. Auswahl. Wagner, Röpe- Besuch lohnend. Schürzen Zuschneiderin per fofort geMetorbpreise zahle fitr Felbftecher 08, nickerstraße nur 71, Sof. Metallbetten, Kinderbetten, Doppel- Brismengläser, Photoapparate, Jagd zahlend Pila, Reinickendorferstraße 93. sucht. Miller u. Friedlaender, Berlin, Nägel, Holzschrauben, Maschinen Beuthstraße 4. Pfaff, Phönig, Naumann, Schnell- betten, Messing- Bettstellen, Chaiselon- gemehre. Miller, Berlin, Jahnstraße 1. schrauben tauft Elshola, Friedrichsnäher, Knopfloch Sohlfaum, Singer gues, Rütchen billig. Spezialhaus, nur Anzutreffen 3-7. Phantasiefedern- Arbeiterinnen, geübte, ftid, Kurbelmaschinen, Schneidermaschi 63, Auguststraße 63. gracht 1. nen. Schlag, Neukölln, Bergstr. 129. verlangen fofort L. u. 6. Sirschfeld. Ritterstraße 45. Ruschneiderin, ftrebfame, billig Stein, Antlamerstr. 20. Feberhandwagen, Leiterwagen, Rollfarren, Einzelteile. Fabrit, Dresdener ftraße 55. Nähmaschinen- Gelegenheitstäufe, wenig gebrauchte. Holzknecht, Alegandrinenftraße 56. Bekleidung ** Schlafzimmer, Musikinstrumente Leibhaus Friedrichstraße 2( Sallesches ten. Rabenstein, Münafte. 10. Charlottenstr. 74/75. 31375 * Augellager, Autozubehör kauft Golubew, Schönhauser Allee 127. Bolz Rägel, Maschinenschrauben, 31326 31336 Bedeutendes nordwestdeutsches Werk sucht titchtige Juftierer und Feinmechaniker die nachweisl.gründliche Erfahrung im Galvanometerbau befizen und Wert auf Lebensstellung 192/5 legen. Zeugniffe und Gehaltsansprüche nebit Lichtbild find einzusenden unter R. 822 an Annoncenerp. Carl Ludewig, Hannover, Georgspalast. Untermeister 36/2 Gesucht nach der Schweiz Vorwärts- Austrägerinnen Elettromaterial, Leitungsdrähte, Dy31345 namodrähte, Glühlampen tauft Beteranenstraße 6. jüngere Mauserpistolen mit Holzbaften, andere Rraft, für Bettwäsche und Damenwäsche Flügel, Pianos, ftändig Gelegenhei: Pistolen, Jagdgewehre, Brismenfeld- schrauben kauft Arause. Wichertstr. 10. fucht August J. Schulz, Markgrafenftecher, Zielfernrohre, 0.8- Gläser, Feld. Kugellager, Boschzündkerzen, Magnete, straße 87. 3136b für Automobilbau Tor) verkauft elegante Herrenanzüge, Pianos preiswert. Klaviermacher grau. Ueberbiete jedes Gebot. Kirstein, Bergaser tauft Mechanische Werkstatt, Covercoats, Schlüpfer, Gummimäntel, gint, Brunnenstraße 35. Linienstraße 50. * Gartenplag 5. Bettwäsche- Näherinnen, Rraftbetrieb, Sosen, Sportpelze, Gehpelze, KagenRal. 7,63, Bifier Spiralbohrer, Mauserpistolen, Nägel, Schrauben, mehrere perfette, einfach und Garnie- pon Pleinerem Wert Berlins mögl. sofort jaden, Sealmäntel, Kreuzfüchse, Grau- Grammophone, elegante Schrankappafühle, Blaufüchse, Wölfe zu enorm billi rate, billigste Gelegenheiten. 8wigers, 1000, mit Anschlagbaften, aahle 700 000.- Schraubenstöde kauft Bingender, Reue rung, Stundenlohn 7000.-, fucht August in gut bezahlte Stellung gefucht. Kurze 3. Schulz, Markgrafenstraße 87. 31356 Offerten unter SW 329 an Rudolf Mosse, gen Breisen. Reine Lombardware. Fennstraße 1. Mart, ohne Raften 30 000.- weniger. Sochstraße 17. Nägel, Maschinenschrauben, Holz. Bersuch macht fing!.. Leihhaus" Brun- Bequeme Teilzahlung. Sprechmaschi- Paul Nest, Baumschulenweg, Riefholznenstraße 5. Firma ochten! Täglich nen, Schallplatten, 8upf- und Streich- ftraße 269. Tel. Oberschöneweide 3222. Schrauben tauft Wodtke, Amsterdamer Spulenbrähte, Baumwolldrähte, ftraße 21. großer Berkauf maßmäßig hergestellter instrumente. Gontardstraße 1, an der Emaillebrähte, Seidendrähte Anzüge, Paletots, Schlüpfer, Cutaways, Rönigstraße. höchste Kugellager tauft höchftzahlend ElbinRöpenider gerstraße 9( Ringbahnhof Landsberger. Sofen. Riesen- Auswahl. Belzwaren: Christionat", Grammophone, Schallplatten, alte und sahlend. allee). Gehpelze, Sportpelze, Kreuzfüchse, 8ie- neueste Schlager, durch reparierte Werte, Straße 39( schrägüber Adalbertstraße). gen, in großer Auswahl, konkurrenzlos Solstonarme, Blattenteller billig. Ber- Bahngebiße bis 3 500 000.- Platinab- Solzschrauben, Maschinenschraubent, billig! Reine Lombardware. * leihung, Tausch, Reparaturen grindlich.fälle, Gilberbruch, Quecksilber, Quedfilber, Alt- Nägel, Feilen, Spiralbohrer, Geminde Kontroll- KassenBerleihe Gefellfthafts- Anzüge Aschheim, An- und Verkauf. 20jährige Erfahrung. metalle. ( nahe bohrer, Schmirgelleinen bauft Frucht Neue Schönhauserstr. 12. Grammophon- Pietsch, Streligerstraße 47. Adalbertstraße), Goldschmelze Chriftio- ftraße 31, Keller rechts. nat". Fahrtvergütung! Spiralbohrer, Feilen, Rugellager, 50 Prozent billiger taufen Sie Sealmäntel, Belzjacken, Belztragen, Sport Garten:: Laube:: Balkon Metallichmelze, Neanderstraße 35( nur Reibahlen, Gewindebohrer, Schmirgel- zum sofortigen Antritt in gute Dauerpelze, Gehpelze bei Goldmann, Aleganim Laden), tauft Zahngebisse, Platin leinen tauft Henschel, Pantstr. 90. stellung. Nur gut empfohlene, unverheiratete, in allen an National- und drinenstraße 44 II, Ede Rommandanten- Gummischläuche aus Restposten ver- abfälle, Goldfachen, Gilbersachen. Qued ſtraße. tauft preiswert Goern, Neuenburger- filber, fämtliche Metalle. Ankerkassen vorkommenden Reparaftraße 38. 30646 Kreuzfüchse, Wolfsiege, PrachtegemtSilberschmelze Chriffionat, Röpenidez. turen durchaus gewandte und perfekte, plare, fänttliche Belzarten, spottbillige Abeffinierpumpen, Erfagteile, Leih- Kraße 20a( gegenüber Manteuffelstraße), an selbständiges Arbeiten gewöhnte, Bumpenfabrit, tauft Bahngebiffe, Platinabfälle, Sommerpreise. Anzüge, Gummimäntel, erdbohrer allerbilligst. Berlis School. Fremde Sprachen. Leip- fleißige, zuverlässige und ehrliche Leute Neukölln, Nedarstr. 2 Baletots bekannt billig. Reine Lom- Gartenstraße 78. * Schmuckfachen, Glühftrumpfafche, Qued 1429 aiger Straße 128a, Ede Wilhelmstraße, können berücksichtigt werden. Schriftl. hardware. Leihhaus Sofenthaler Tor, Saundraht, Spanndraht, fämtliches filber, fämtliche Metalle. Einzel und Siegfriedstr. 28/29 Tauenzienstraße 19a. Linienſtr. 203/204, Ede Rosenthalerstraße. Jaunmaterial weiter unter Tagespreis. Offerten mit Zeugnisabschriften, Refe- Reinickendorf- Off, Provinzstr. 56 für Brismengläfer, Fern Rlaffenunterricht. Eintritt jederzeit. gläfer 08, fämtliche optischen Artikel Prospekt frei. renzen, Photo, Ansprüche an Gebrüder Teilzahlung für Herrengarderobe, Palisadenstraße 99. Höchstpreise. Schneider, Oranien Damengarderobe, Regenmäntel. Rulante Overmann, Kontroll- Kassen- Spez.- Haus Schöneberg, Belziger Str. 27 b* Stenographie 9500.-, Buchführung ftraße 138. Morigplah 9099, 1187. 9800.-, Schreibmaschine. Holles Brivat- in Zürich, Pelikanstr 18. Zur Kau' leuten. Bedingungen. Berliner Kredithaus, Oranienstraße 158. * Ranfet jegt Belzwaren auf TeilzahJungen zu Ladenpreisen. Bei kleiner 500 000.Köpeniderstraße 39 . . Unterricht 75/ 1* Elektromaterial, Leitungsdrähte, Lizen, schule, Potsdamerstraße 116a. Kaufgesuche Meßinstrumente, Glühlampen, Tele phone, 8ähler, Elektromotoren tauft Mechaniker AutomatenRaufmännische Privatschule von Lud wig Rösner, Inhaber Ernst Rösner, Neue Promenade 3, Börsebahnhof. Aus8eltbildung für den taufmännischen Beruf. Eages-, Abendlehrgänge: Genographie einrichter Prismenferngläser 08, Feldstecher. Anzahlung können Sie sich Ihre Belze photoapparate, Mikrostope, Brillanten Nofter, Brückenstraße 15a. für den Winter, auch Jaden, noch zu lauft ertzentrale Bellealliancestr. 97. Gädecinkauf, Emballage, Zwirn, jezigen Preisen sichern. Die Preissteige pläne. Rettner, Neukölln, Fuldaftr. 25. rung in der Saison ist unausbleiblich. Sädeantauf Gollwowstr. 9. Strohfäde verkäuflich. Maschineschreiben, Deutsch, Schreiben, Belzwarenfabrik Kallis, Tile- Warden- Sädeeintanf, Nähgarn. SwinemünderBillarbbälle, Elfenbein, tauft Dinger. Buchführung, Redhmen, Korrespondenz, perfekte, fürOffenberg- Str. 14, nahe Bahnhof Tiergarten. ftraße 7. Humboldt 489. Prinzenftr. 75. Englisch, Französisch. Anmeldungen bacher- u. AcmeMoabit 7622-23. Prismenfelbstecher, befonders Reiß, Höchftzablenb fauft Rabel, Ligen, iederzeit. Vierspindel- AutoAuf Teilzahlung. Sommeranzüge, Goerz Photoapparate tauft höchftzahlend Kupferdrähte, Wachsdrähte, Spulen maten, suchen Sommerpaletots, Cutaways. Maßver. Frant, Blücherstr. 56. Morigpl. 141 63. brähte, Motoren, Glühlampen fomic arbeitung. Großes Lager. Bequeme, Elet. Klavier, guterhaltenes, sucht Boigt, sämtliches Installationsmaterial diskrete Ratenzahlung. Leifer Gottlieb, Neukölln, Sanderstr. 30. Für Klavier- trizitäts- Werkstätte, Neukölln, Rottbufer Rollendorfstraße 22a, Nahe Nollendorf- nachweis zahle 200 000. Telephon: Damm 96. Morigplag 163 68. plaz. Geöffnet 9-12, 3-7. straße 105, Nettelbeckplatz. Neukölln 4392. Gewerblich. Get Verschiedenes Erdmann& Groß, Ritterstr. 11. Treibriemenankauf. Sempe, Grüner denfiügel, II( birelt Schleicher Bahn: Metallbildhauer allerorts. feint Bertrauensvolle Auskunft, langjährige Pistolen, Felbftecher, Fotos höchftzah Erfahrung. Frau Erdmann, ärztlich ge Belzwaren 50 Prozent herabgefekt! Pianos tauft Rarfiol, Dresdener. Tenb. Rofe, Gollnowstr. 16. * prüft, Stralauer Plag 8-9, linter Gei Areuzfüchse, Wölfe, Weißfüchse, Belzstraße 54. Morigplag 128 45. mäntel, Razenjacken, Sportpelze, Gehhof). Auch Sonntags. Pianos, Flügel Perferteppiche, Brüden Weg 86. pelze, ferner Serrenanzüge, Schlüpfer, tüchtigen, zum Bau Erfah Gewissenhafte Untersuchung. von HeizkörperRaufe Mauserpistolen, 7,63, mit AnRostüme, Mäntel verkauft Leihhaus, höchfte Tagespreife. Bianohaus Serer, vertleidungen Morigplag 58a. Reine Lombardware. Ballasstraße 9. Surfürft 9104. Ichlagfaften, fowie andere automatijdje rene Hebamme Edel. Bülowftr. 62. Jagdwaffen, Leuchtpistolen, Felleinkauf. 8iegen, 8idel; Ranin, Biftolen, Bertrauensvolle Auskunft, gemiffen- nach Hannover ge Kreuzfüchse 65 000.- Wolfzicge 225 000.Schafwolle, Gummimäntel, Anzüge, Roßhaare, Maulwürfe, Brismengläser, Feldgraue 08, Alemit, haft Frau Ehm, Hebamme a. D., Star- sucht. Derselbe muß ganz besonders gut Belzwaren, fpottbillige Sommerpreise. Ralbfelle. Woldenburgerstraße 2. Alegan- Lehninerstr. 2, Ede Safenheide. 8-12 garderstraße 75( Schönhauser Allee). Detektivbureau und 5-8. Staschel, Chauffee. auf die Herstellung Neuwaren. Leihhaus Reinidendorfer- ber 1857. Händler Extrapreise. Geigen, Celli, auch zerbrochene, für Schallplatten, alte, zerbrochene, tauft ftraße 77. Fernsprecher Norden 7886. größerer Ornamente Belzhaus Warschauerstraße 7. Ge- Export, höchstzahlend. Pfalzburg 9851. au höchstem Tagespreis. Ringewald, Beobachtungen, Ermittlungen. Auskünfte eingearbeitet Bunächst schriftl. AnBerliner Straße 160. Wilmersdorf, Schreinerftr. 57, Sof parterre. Iegenheitsfäufe. Riesenauswahl. Spottgebote an Bapierhandlung. preife. Antaufsstelle, Fahrräber, Feldgläser, Bertrauensvolle Auskunft Frauen, Sommerpreise. Damenpelzwaren, Blanes, Flügel tauft zu höchsten Photoapparate, Muffinftrumente, jebe Mädchen, langjährige Erfahrung, ärzt. Paul Sachse, Reinidendorf, Barba. Bertfache. Hermannstraße 18, Rebziora. lich geprilft. Wolff. Wiener Straße 20, Serrenpelzwaren, Riefenauswahl, Neu- Tagespreifen Bianomagazin. Residensste. 72. maren. Allerhöchste Rabattabzülge. Belz- roffaplag 2. Stollendorf 5397. Rahng bike, Rahn 25 000.- aufwärts, brittes Portal, II. marenwegner, Potsdamerstraße 43. Fahrradantauf, höchstzahlend, Dres Gold, Gilberbruch, tauft Rahnpvaris. Stietssachen vertritt früherer Bordenerstraße 120. Diorigplag 3730. Sallmannstraße 12. fizender des Mietseinigungsamts, schwie. Möbeleinkanf. Teppiche, ganze Wirt Waffen- Ankauf aller Art sowie Fern- rigite Fälle. Lothringer Str. 47, Nürn schaften, Einzelmöbel, Nachläffe, Federaläfer, Pistolen, Geweihe au höchften berger Straße 8. Nähmaschinen höchstzahlend. Breifen. Waffen- Loesche, Berlin, An betten, Die Beleidigung gegen Seren Schulz König, Elsasserstraße 19. Norden 749. ber Spandauer Brilde 11( am Bahnhof Antiamerstraße 37, nehme ich utit größSettlorte, Weintorte, Stanniol tauft Börse). Wäschenäherinnen erhalten für NeuIm großen Möbelfeller, wenig miete, Brand, Linienftr. 201a( Rosenthalertor). Rosenzweig, daher preiswert. Schlafzimmer, Wohn Mauserpistolen, große, mit Holzan- meik 25 000.- pro Silo. zimmer, Ritchen, auch Einzelmöbel. stedfutteral, Jagdwaffen aller Art, Marfusstraße 5. Königstadt 7837. Möbel Metallbetten, Rorbmöbel und Klappsportwagen billig. Ball, Große Frantfurterstraße 47. Alerander 3186. WeinSchriftliche Garantie, Zahlungs- Erleich- Brismenfelbflecher, feldgraue 08 ufw. be. Schallplatten- Ankauf Ich überbiete Reubold, Schaz, Brunnenstraße 160. zahlt ftets höher wie jede Konturcenz. jeden Tagespreis. Adytung, Eingang Antiamerstraße.* Preußner, Neukölln, Tellstr. 11, L meisterstvaße 2 terung. tem Bedauern zurück. Gensch. Gelaverkehr finden im Vorwärts +63 tellenangebote Beste Beachtung Sofort Gelb, Ratenrüdzahlung, burch Bügner, Große Frontfurterstraße 14. werden sofort eingestellt Berlin, Bastianstr. 7 " Greifenhagener Str. 22 Immanuelfirchstr. 24 Laufizer Plaz 14/15 Petersburger Platz 4 Wattstr. 9 Wilhelmshavener Str. 48 In der Industriestadt Herne( rund 70 000 Einwohner) soll die durch Wahl des jezigen Inhabers in ein anderes Amt freigewordene Stelle eines besoldeten Beigeordneten besetzt werden. Gehalt Gruppe XIII der staatlichen Befoldungsordnung( Ortsklasse A). Die Wahl erfolgt auf die Dauer von 12 Jahren. Ruhegehaltsberechtigung und Hinterbliebenenversorgung regelt sich nach der Städteordnung. Anrechnung auswärtiger Dienstzeit vorbehalten. Jm Berwaltungsdienst erfahrene oder Bewerber mit der Befähigung für den höheren Justiz oder Berwaltungsdienst wollen ihr Bewerbungsgesuch mit Lebenslauf bis spätestens 15. Angust 1923 an den Magiftrat der Stadt Herne einreichen. Persönliche Borstellung nur auf Wunsch. Herne, den 3. Juli 1923. Der Stadtverordnetenvorsteher: Vogel. 192/12 Elektro- Großfirma sucht per sofort: Teilkonstrukteure Zeichner jüngere Kaufleute und mit Sprachkenntnissen Stenotypistinnen mit Sprachkenntnissen 134/9 Dauerstellung, gutes Einkommen Gefl. Angebote mit Lebenslauf und Zeugnisabschriften unter B. 206 an Gerstmanns Annoncen Bureau, Berlin W 9, Potsdamer Str. 4 Nr. 327*40. Jahrgang 1. Seilage des vorwärts 4 Sonntag, 15. Jnli 1923 Wer hat noch ein eigenes Oett! Eine Frage ans der Itot der Zeit. In den Lüden am westlichen Kurfiirstendamm stehen hiat» den Fensterscheiben prunkvolle, geschnitzte, von KünstlerhaG Genosse an dieser Stelle erzählte. Mit seiner Mutter war er für wenige Tage zur Erholung in Pommerns Gefilde gefahren und hatte beim Waldspaziergong eine Verbotstafel übersehen. Plötzlick stand, wie aus dem Boden gewachsen, im feudalen Iagddreß der Herr des Woldes vor ihnen.„Was lMen Sie auf meinem Grund ein zögerndes Behagen lag in ihrem Gang. Das Kleid schmiegte sich demütiger als zuvor um ihre Knie. Andreas Pauli sprach von seinen Bilderkäufen. Er sähe sich nicht für einen Mäzen an. Lustig blinzelte er Gude zu. Niemand könnte ihn für einen Philantropen ansehen! Nicht wahr? Aber die Kunst wäre ihm auch nicht eine Handelsware! Er hätte in großem Stil gekauft, das wäre richtig: und er wüßte, was ein Bild wert wäre. Seine Augen begannen leicht zu schwimmen: Er kaufte aus Liebe Air Sache selbst. Zur Kunst als Idee, wenn man wollte: Jedes Bild au seinen Wänden liebte er wie einen teuren und vertrauten Freund. Er nannte flüchtig einen jüngeren Künstler, dessen Name während der Kriegshausse Klang hatte. Gud« sah, wie Gerdas Blick sich plötzlich, eigentümlich schimmernd, hob. Eine Blutwelle ging über ihre Wangen und verschwand. Nein, von ihm hatte Pauli nichts kaufen wollen! Er hielt Gerdas Augen fest. Das ihm angebotene Bild hatte ihn im ersten Augenblick geblendet. Das Modell war ein Mädchen von seltener Feinheit, leicht hingehaucht wie der Meeresschaum, der auf den Sand rollte, auf dem sie nach dem Bade ausgestreckt ruhte; das Haar war gelöst, der Körper leuchtete golden von Sonne.'— Andreas Pauli schüttelte barsch den Kopf.„Aber etwas an diesem Bilde," sagte er,„stieß mich ob, schreckte mich: eine eigene rohe Intimität, ein zynischer Egoismus in der Art, wie er sein Modell sah!" Jetzt blickte er Gerda nicht mehr an. Ihre Brust bewegte sich langsam. Der Name des Malers war Gude wohlbekannt: daß er in jenem Sommer die berühmte Malerkolonie an der Nordseeküste geleitet hatte, wußte er schon. Was Gerda ihm wohl in jenen Tagen gewesen sein mochte? Er spürte einen Stachel in seinem Gemüt. Er fühlte ihre Nähe betäubend und heiß, ahnte die Luft um sie— von Secwasser und Brise und den Blumen hier zu ihren Füßen. Kapitän Stark hatte sich erhoben und war ein paar Schritte über das Deck geschlendert. Jetzt wandte er sich um, er betrachtete Gerda, seine Nasenflügel vibrierten leicht. Gude kam es vor, als hätte sein eigener Rausch in einem Nu die Nerven des Schwagers erreicht, als würden sie beide in dem- selben magnetischen Feld gehalten. Pauli sprach von modernen Malern. Der Kubismus, er- klärte er, lief« in den Neuklassizismus aus, in die durch den § waltigen Geist pnserer Zeit geläuterte Antike. Er sprach hlich, zuweilen auch scherzhaft, unterbrach sich selbst mit itzen und stünnischem Gelächter, jonglierte und gaukelte mit allen technischen Ausdrücken:„Ob es wohl nur Zufall ist. daß der große Geist de« alten Klassizismus Winkelmann hieß, als wäre er ein Vorläufer des kubistischen Rufes nach viereckigen Formen!"(Fortsetzung folgt.) j Der Raubmord in Schöneberg. Der Täter noch unbekannt. Witzel, der Mirabeau. anti Babert 3 Pten ugenblidita fereste asumber bem Ramen ble blombe Frieber befannt if, seriaffer meinem Walbe heraus ber ist doch nicht für solche Leute mie und fich nach Berlin begeben. Hier lebte man zunächst in Saus und Was einer nicht war und doch werden wollte. Sie!" Mutter und Sohn entschuldigten sich sehr höflich und baten, Braus, besuchte Schlemmerlotale und Tanzdielen. Als das Geld Sie doch nicht mit Rrethi und Plethi zu vergleichen. Hui, wie er da zu Ende war, fuhr die blonde Friedel nach Königsberg zurüd. Als ein Nachtömmling des berühmten Grafen Mirabeau aufbraufte und mit der unvermeidlichen Reitpeitsche schlenkerte! Die Spicker felbft legte sich nun wieder auf Betrügereien und gab vor, aus der franzöfifchen Revolution wollte ein Angeklagter gelten, der Ruhe des jungen Genossen verhütete Schlimmes. Und noch ein daß er große Geschäfte zu tätigen habe, machte auch auf den Namen fich gestern vor der 2. Straffammer des Landgerichts I wegen feines Baters Bestellungen in Warengeschäften und vor allen Dingen Urfundenfälschung zu verantworten hatte. Bis zu seinem anderes ging mir durch den Sinn. Von der Laubenkolonie im engagierte er Kellner und Geschäftsführer für große 34. Lebensjahr hatte der Angeklagte unter dem bescheidenen Namen Berliner Osten zu dem Besitztum derer von Raehne am Schwielow- Restaurants, Kaffees und Kabaretts, die er angeb eines Emil Bigel, feines Berufes Monteur, und als Sohn eines see mar fein weiter Gedankenflug. Was wohl der junge Saehne lich gründen wollte. Dabei ließ er sich dann Kautionen aus Berginaliden in Helbra dahingelebt. Plöglich war er mit der Bes getan hätte, wenn auf seiner Klitsche irgendwer einen entflohenen händigen und, wo er es befoinmen tonte, sogar in Baluta. Sein hauptung aufgetreten, daß er der Sohn eines Grafen Singvogel wieder einfangen wollte? Dem wäre es auf Dhrfeigen Auftreten war immer favaliermäßig. Einmal hatte er in einem efetto Riquetti von Mirabeau und dessen Ehefrau und vielleicht auch auf eine blaue Bohne zwischen die Knochen nicht Luxushotel ein Verlobungsdiner bestellt, zu dem 60 Personen ein- Marguerite geb. de Recine sei und in Wirklichkeit Graf Riquetti angekommen. geladen waren, nur der Bräutigam, nämlich der Angeflagte, erschien Paul v. Mirabeau heiße. Er behauptete, daß er gleich nach seiner nicht. Das Schöffengericht hatte Leo Spieter zu einem Jahr Geburt in Paris zu den Eheleuten Wizel in Blege gegeben Gefängnis verurteilt, R.-A. Dr. Karl Löwenthal hielt den und als deren Gohn ausgegeben worden sei. Erst im Jahre 1921 Angeklagten für seine Straftaten nicht voll verantwortlich und berief habe seine Pflegefamefter, die mirkliche Tochter der Eheleute Wizzeí, fich auf das Gutachten des Gerichtsärztes Dr. Ludwig Hirsch, der ihm seine vom Standesamt in Paris ausgestellte GeburtsurSpieter als schwachsinnig und geistig minderwertig erklärt hat. Das funde übergeben. Diese Geburtsurkunde hätte die Mutter des Gericht verwarf zwar die Berufung, rechnete dem Angeklagten aber Mädchens, also feine Pflegemutter ihr vor langen Jahren, als sie sechs Monate Untersuchungshaft an und gab ihm für schmer frant war und sich dem Tode nahe fühlte, mit der Weisung ben Rest der Strafe eine dreijährige Bewährungsfrist übergeben, fie ihrem vermeintlichen Bruder bei dessen 21. Lebensgegen eine Geldbuße von fünf Millionen Mart jahr auszuhändigen. Die Schwester habe das aber erst jetzt getan. Mit der Geburtsurkunde war der Angeklagte zu einem Notar in Berlin gegangen und hatte einen Notariatsaft aufnehmen lassen, mit dem er dann eine Berichtigung des Standesamtsregisters in Helbra beantragte. Das Standesamt hatte die Echtheit der Geburtsurfunde bezweifelt, und zwar mit gutem Grimde. Sie mar nämlich in durchaus fehlerhaftem Franöfif geschrieben und es befand sich darin die deutsche Namensbezeichnung„ Graf" Mirabeau Die Folge mar eine Antlage megen Urkundenfälschung. Aus welchen Gründen der Angeklagte diefe Fälschung unternommen hatte, blieb in Dunkel gehüllt. Er selbst beftritt entschieden, daß er irgendeinen Heiratsschwindel damit beabfichtigte und blieb auch vor Gericht in seiner Rolle als Graf Mirabeau. Der Schreibfachverständige Langenbruch bezeichnete die Urfunde als eine plumpe Fälschung. Schon mit bloßem Auge ergäbe fidh, daß sie von der hand des Angeklagten felbft gefchrieben fei. Die Straffammer verurteilte Graf Mirabeau" wegen Urfundenfälschung zu 8 Monaten Gefängnis. 2 Die Arbeit der Wucherpolizei. Unsere illuftrierte Bellage Bolt und Zeit" lonnte infolge der außergewöhnlichen Size nicht in dem sonst üblichen flaren Drud hergestellt werden. Die Size wirkt auf die bei der Herstellung der Kupferzylinder verwendeten Chemikalien zerfegend ein. Darunter bat naturgemäß das Aussehen von Bolt und geit" gelitten; wir bnffen jedoch durch besonders getroffene Maßnahmen den Hauptübelstand beheben und so die nächste Ausgabe wieber wesentlich beffer herausbringen zu können. OP Die Entdeckung des neuen Rapitalverbrechens, deffen Opfer der 36 Jahre alte Börsenmatter Hans Gerhard Friedmann geworden ist, hat die Kriminalpolizei vor eine harte Aufgabe geftellt. Friedmann bewohnte in der Vorbergstraße 2 im ersten Stod allein brei Zimmer mit Küche. Er war als sehr gemissenhafter Mann bekannt. Schlüssel zu der Wohnung bejaßen nur er und seine PrivatDie neuen Straßenbahn- Fahrpreise. sekretärin. Vor einigen Tagen ging der Hund Friedmanns ein, nachdem er furze Zeit frant gewesen war. Es ist nicht ausgeschlossen, Die neue Fahrpreiserhöhung bei der Straßenbahn, über die daß der Tod des Hundes künstlich herbeigeführt bereits berichtet wurde, bringt folgende Einzelheiten: worden ist, um das Verbrechen vorzubereiten und feine Einzelfahrscheine für Erwachsene 3000 M. Im Bereich der BorAusführung zu sichern. Als die Sekretärin gestern vormittag um ortbahnen( vormals Spandauer, Köpenider Straßenbahn, Teltower 10 Uhr nach dem Geschäft fam, fand sie den Brieffaften noch nicht Kreisbahnen mit Grunewaldbahn 2500 M. Für Kinder von 6 bis mie sonst geleert. Sie dachte fich zunächst nichts dabei und trat 14 Jahren, ferner( auf Berechtigungsschein) für Lehrlinge und arglos ein. In dem Augenblid läutete der Fernsprecher. Sie er- Schüler non 14 bis 17 Jahren und für unbemittelte Studenten, so ledigte das Gespräch und ging dann, nachdem sie ihren Hut abgelegt wie( auf Ausweis des Bezirksfürsorge- oder Wohlfahrtsamtes) für hatte, in das Kontor, das durch einen Türvorhang von dem vor- Kriegsbeschädigte und im Gehen schwer behinderte Personen allge deren Wohnzimmer getrennt ist. Als sie nichts hörte, schlug fie mein 1500 m. Die Einfommengrenze für den Bezug von Bered diefen Borhang zurüd und fah nun Friedmann in einer tigungsscheinen für Lehrlinge und Schüler beträgt 3 600 000 Blutla che daliegen. Der Gerichtsarzt Prof. Dr. Strauch besichtigte jährlich( einschließlich Naturalbezüge), die Ausfertigungsgebühr die Leiche und stellte ausgedehnte Würgemale am hais und 600 m. Teilfiredenfahrschein( versuchsweise), auf den Linien 9, 16, am Geficht fest. Die andere Berlegung rührt nicht von einem Stich 116 für die durch Aushang in den Wagen befanntgegebenen Streden oder Schuß her, sondern wie der Gerichtsarzt erkannte, von einem 2500 m. Fahrten darüber hinaus fosten 3000 m. Umsteigefahrfräftigen Fauftschlag auf die Nase und deren Umgebung, mie es scheine auch im Wechselverkehr mit der Hochbahn 4500 m, im Be scheint von einem schweren Faustschlag, der auch zur Folge hatte, reich der vorbenannten Borortbahnen 3000 m. Bochentarien baß etwas Blut aus Nase und Mund auf den Teppich floß. Die 30 000 m., im Binnenverkehr der Vorortbahnen 25 000 M. MonatsFeststellungen der Mordkommission ergaben, daß das Türschloß, als farten eine Linie 180 000 m, drei Linien 240 000 m., alle Linien die Sekretärin öffnete, wie gewöhnlich eingeschnappt war. Erbrochen 480 000 M, im Binnenverkehr der Borortbahnen: eine Linie war in der Wohnung fein einziges Behältnis. Das Verbrechen ist 120 000 m., für den Bereich einer der Vorortbahnen 150 000 m. wahrscheinlich schon am Freitag abend zwifchen 5 und 8 Uhr Schülermonatstarten 60 000 21. Im Anschlußbetriebe mit der Bahn verübt worden. Darauf läßt auch der Umstand schließen, daß eine Spandau- Hennigsdorf( Linie 120) tritt eine entsprechende Tarif große Menge Schriftstüde, darunter Preisverzeichnisse, Schlußscheine erhöhung ein. Tarifaushang im Wagen. u. dgl. noch ungeordnet auf dem Tische lagen, während Friedmann Bezirksbildungsausschuß Groß- Berlin. Sonnabend, ben 11. Auguft, fonft alles bis 8 Uhr abends zu erledigen pflegte. Geraubt abends 6 Uhr, in der Neuen Welt, Hafenbeide 108/114: Berfaffangs. wurden alle Anzüge des Ermordeten, mindestens 10, feier. Starten à 2500 M. in Bureau des Bezirksbildungsausschusses, 2 Sommerüberzieher, ein grauer und ein schwarzer, ferner 2 meiche Große Beschlagnahmungen von Warenvorräten. Lindenstr. 3, 2. Hof, 2. Tr., 8immer 8, und bei den BildungsausschußDie Dbleute der Streise werden nochmals wahrscheinlich graue Hüte mit dem Zeichen H. F., alle Wäsche, Im nergangenen Monat sind bei der Abteilung W( Bucher- mitgliedern der Abteilungen. Fünf große eft. darunter etwa 2 Duhend Oberhemden, eine goldene Armbanduhr, abteilung) des Bolizeipräsidiums Berlin insgesamt 2132 Strafbringend gebeten, fofort die Karten abzuholen. eine schwere goldene Uhr mit Sprungdedel und dem Zeichen E. F., fachen wegen Bergehens gegen notwirtschaftliche Bestimmungen ongerie im Winter 1923/24. Der Grundpreis pro Abonnement- beZeichnungslisten legen aus im Burean und bei den dem Namenszuge des Vaters des Ermordeten, eine goldene Uhr zur Bearbeitung gekommen, und zwar wegen Höchstpreis trägt 5000 fette, ein 10 Zentimeter langes und 8 Zentimeter silbernes Biga- überschreitung, Preiswuchers und Rettenhandels Bildungsausschußmitgliedern der Abteilungen. Fragebogen find sofort ein. rettenetui mit Klappdeckel, ein schwerer goldener Ring mit ge- 1325, megen nichtauspreifung 292, wegen unerlaubten schliffenem dunklen Stein, eine foftbare Krawattennadel, eine Maha- Sandels 193, megen sonstiger Vergehen( gegen Ein- und Ausfuhr goniftanduhr, die in einer Nische gestanden hatte und ein der Gefre- bestimmungen, gegen Vorschriften über äußere Kennzeichnung von tärin gehöriger filaseidener Damenschirm mit weißem Kolbengriff. Waren, gegen Rationierungsbestimmungen) 322 Fälle. An die Wie viel an barem Gelde dem Mörder in die Hände gefallen Staatsanwaltschaften wurden 1317 Sachen abgegeben. Handelsver ift, tann nicht genau festgestellt werden. Die Mordkommission nahm bote erfolgten 28, davon 14 wegen wirtschaftlicher Bergehen, 5 megen sofort die Ermittlungen nach allen Richtungen auf, fand aber bis Metallhehlerei und 9 megen Unzuverlässigkeit von Edelmetall. jetzt noch teine Spur, die den Verdacht auf irgend eine Person händlern. In 203 Fällen wurde gegen unzuverlässige Gewerbehätte( enten fönnen. treibende eine Berwarnung ausgesprochen und die Untersagung des Handels angedroht. Bon der Handelserlaubnisstelle wurde auf 13. Großzer Dachstuhlbrand in Halensee. Grund der Berordnung über den Handel mit Lebens- und Futtermitteln vom 10. Februar 1923 in 176 Fällen die Erlaubnis zum Wegen eines gewaltigen Dachstuhlbrandes wurde am Sommabend nachmittag die Berliner Feuerwehr nach der Nestor. Ede Großhandel versagt, in 4 Fällen beschränkt und in 19 Fällen zurüd- 2. genommen, meil Bedenken volfswirtschaftlicher Art bestanden oder Johann Georg- Straße in Halensee alarmiert Als der erste Löschzug dort aus Wilmersdorf eintraf, stand bereits der ein poifswirtschaftliches Bedürfnis nicht mehr vorlag. Den Marti- 3. Dachstuhl des modernen Edhauses in In Flammen, daß sofort„ Mittelfeuer an die Wehren ge- unerlaubten Hanbels, 1 megen Rettenhandels, 35 wegen Berstöße 18. for usdehnung Fehlens von Preisaushängen, 91 megen Breistreiberei, 26 megen meldet werden mußte, worauf noch mehrere Züge ausrüdten. Die gegen die Maß- und Gewichtsordnung. In viein Fällen wurde Hize und dichte Rauchschmaden, die jede Uebersicht erschwerten, er die Einziehung der beschlagnahmten Waren und 17. Rreis. Dienstag, den 17. Juli, 7 Uhr, Sigung des Beamtenwerbeausichuffes. wiesen sich als sehr hinderlich. Diesem Umstand ist es zuzuschreiben, der fehlerhaften Maße und Gewichte vom Marktgericht angeordnet. daß die Flammen, genährt von dem Inhalt der Bodenverschläge, mitzubringen. Beschlagnahmt wurden u. a. Fleisch für 17 458 000., anfänglich noch an Ausdehnung gewannen. Hell und weithin Bieh für 68 366 000 m., Startoffeln für 17 410 250 M., Gemüse für fichtbar züngelte das Feuer an mehreren Stellen empor. Mit 317 000 M., Butter für 4 145 600 M., Eier für 916 700 m., Möbel mehreren Motorfpriten mußte längere Zeit dauernd tüchtig gelöscht für 210 000 m., Holz für 250 000 M., Weizenmehl, Weizengries, werden. Die Feuerwehr hatte bei der fengenden Glut keinen leichten Startoffelmehl für 13 000 000 M., Stoffe für 30 265 000 M. und Stand. Trotzdem gelang es, die Flammen nach und nach zu löschen Tabatwaren für 3 000 000 m. und auf den Dachstuhl zu beschränten, der vollständig nieberbrannte, " Kohlenoxydgasvergiftungen. Es Bon Beamten der Abteilung W des Polizeipräsidiums wurde in der Nacht zum Freitag am Bahnhof Alexanderplat erneut gegen die wilden Eierhändler vorgegangen. wurden rund 60 Schod Eier im Gesamtwerte von et ma Ein Arbeiter fot.- Mehrere Feuerwehrleute ertranft. 10 Millionen Mart vorerst sichergestellt und dann Der Ruf Menschenleben in Gefahr!" alarmierte am Sonn- unter Aufsicht der Polizei zu einem Durchschnittspreis von 3000 M. abend mittag die Berliner Feuerwehr nach dem Vittoria pro Stüd in der Zentralmarkthalle an Verbraucher verkauft. Ein Luise Play. Dort schwebten mehrere Arbeiter infolge von An- größerer Teil der sichergestellten Eier wurde zu einem noch billigeren fammlung von Kohlenorydgasen in einem Žentral Breife an ein Waisenhaus abgegeben. Diejenigen Geschäftsleute, heizungsteller in allergrößter Gefahr. Ein Arbeiter tonnte die an Erzeuger oder an Händler übermäßige Preise für nur gerettet werden, während der zweite bereits tot war. Ferner Gier bezahlen, laufen Gefahr, daß ihnen die Borräte be Preistreiberei zu gewärtigen haben. x 5 zusenden. Jubiläen. Am Montag, den 16. b. M., begeht ber in Arbeiterfängerfreifen bekannte Genoffe Richard Hein, Bergstr. 19, mit seiner Gattin bas Fest der filbernen Hochzeit. Fast ebenso lange ift der Jubilar Barteimitglied und noch länger Abonnent des Borwärts. Genoffe Mar& rüger, Manteuffelfir. 103, ift im Juli 25 Jahre Abonnent des Vorwärts". APP Groß- Berliner Parteinachrichten. Rreis Tempelhof- Marienborf. Die Ferienspiele finden flott: Montags Blanschwiefe, Mittwochs Kanalmieje, Freitags Mariendprt, Sunplag. Steffountt, 2 Uhr in Tempelhof, Friedrich- Wilhelm, Ede Berliner Straße, und Dorf, Ede Berliner Straße. in den Arminius.Sollen, Bremer Str. 73. Bortrag des Genossen Albinus. Erscheinen aller Funktionäre Pflicht. Rreis Ziergarten. Montag, den 16. Juli, 7½ Uhr, Kreisfunktionärkonferenz fchuffes an bekannter Stelle. Kreis Wedding. Monteg, den 16. Jult, 6 Uhr, Gigung des Bildungsaus Streis Tempelhof Marienbort. Dienstag, ben 17. Suli, 1½ Uhr, außerordent 10. Preis Rehlenbart. Montag, ben 16. Sult, 7½ Uhr, im Lokal Michten, 5. Behlendorf, Botsdamer Str. 25, Gigung des Kreisvorstandes. fiche Frattionsftigung im Rathaus Mariendorf, 8immer 26. bei Sirfch, Bürgerheimftr. 92. Erscheinen aller Abteilungsmerbeaussaußmitglieber erforderlich. Die Sammellisten für den Freien Beamten" find reis Friedrichshain, Sonnabend, den 21. Juli, in der Brauerei Friedrichs. hain, Am Friedrichshain 16-23, Sommerfest. Ronzert, Männercöre, Surnfpiele. Die Raffeetliche ist von 3 Uhr ab geöffnet. Beginy 5 Uhr. Mittwoch, den 18. Juli, 8 Uhr, bei Rofin, Gubener Str. 19, Sigung des Rreisbildungsausschusses. Morgen, Montag, den 16. Jufi: 8. Abt. Die Sammelliften für die Ferienwanderung milffen fofort( Route) beim Genossen Thannheuser, Steinmegftr. 44, abgerechnet werden. 16. bt. 7% Uhr bei Regenberg, Gartenstr. 75, Bersammlung aller tommunal tätigen Genofen und Genoffinnen. Bortrag des Genossen Stadt Blazschid. 41. t. 7 Uhr Sigung aller Mieterräte bei Schult, Mariendorfer Str. 5. gangfozialisten. Diejenigen Gruppen, die nach Erlangen noch zum Nürnberger Jugendbag mollen, müffen fich aweds Quartierbeschaffung fofort beim Sauptnorfand oder Berliner Borstand der Arbeiterjugend anmelden. Gruppe Gibost und Sichtenberg: Bünktlich T½ Uhr in der Gemeindeschule, Glogauer Str. 14-16, Vortrag des Genoffen Rauch üher Der historische Materialisntus". Mitglieber ber Partei und Arbeiterjugend find eingelaben. Für Gruppe Lichtenberg fällt am Dienstag die Veranstaltung aus. Frauenveranstaltungen am Montag, den 16. Juli: 40. 6. 7 Uhr in Lobat Bagenhofer, Belle Alliance- Str. 47. Theme: ,, Die Sungerkatastrophe". Referent Genosse Dr. Mofes, M. d. N. erkrankten bei den Rettungsarbeiten 14 Feuerwehrleute, hlagnahmt werden und sie außerdem noch eine Anzeige wegen 84. t. 2antwig. 1½ Uhr in der Gemeindeschule 1, Schulstraße. 11. von denen drei im Krankenhaus Aufnahme fanden und die übrigen nach ihrer Wohnung entlaffen werden mußten. Ueber den bedauer- 550 000 Papiermark für ein Zwanzigmartffäd. Der Anlauf von 28. Itchen Unfall wird berichtet: Gold für das Reich durch die Reichsbant und Poft erfolgt Im Hause Vittoria Luife- Play 11 befindet sich eine Zentral- vom 16. d. M. ab bis auf weiteres unverändert zum Breife bon heizung mit drei Reffeln. Zwei waren reparaturbedürftig, der 550000 m. für ein 8manzigmartfüd, 275000 M. Für ausländische Goldmünzen drifte wurde angeheizt, während sich der tödlich verunglückte Ar. für ein 8ehnmartstud. beiter innerhalb des einen Ressels befand. Der Schorn- werden entsprechende Preise gezahlt. Der Antauf von Reichsstein war voller Gafe. Die Some drückte diese Gase in die Kessel filbermünzen durch die Reichsbank und Post erfolgt bis auf und den Kellerraum, der besonders auf ebener Erde start mit weiteres unverändert zum 11000 fachen Betrage des Nennwertes Gasen gefüllt war. Als die mit Draege- Sauerstoffapparaten aus- Gemeinschaft proletarischer Freidenker, Am Dienstag, den gerüsteten Feuerwehrleute in den Keller eindrangen, brachen sie 17. Juli, abends 7, Uhr, findet in der Schule, Niederwallstraße 12, ein infolge der enormen Hize und der Gasentwicklung zusammen. Es Vortrag des Genossen Prof. M. Abramovitsch über klaffenlampi, Kultur. wurde nun mit zwei Schlauchleitungen frische Luft in den Keller rambi ftatt. gepumpt, so daß es schließlich gelang, die beiden Arbeiter den Lebensmittelpreise des Tages. * Fische ziemlich 1. * 6. Mittwoch, den 18. Juli, 7 Uhr, bei Büttner, Schwester Str. 23. Engere Borstaubsfigung. Die von den Besirtsführern bestimmten Genoffen ( als Ordner) miffen pünktlich erscheinen. Kinderveranstaltungen. Srets. Arbeitsgemeinschaft der Rinderfreunde: 8u den Ferienspielen bes 11. Streifes in Sehlendorf- Mitte tönnen bis auf weiteres Revanmeldungen night angenommen werden. Areis Mitte Kindergruppe Norden: Jeben Donnerstag, nachnittags 3 Uhr, Spielen aller Rinder auf dem Grügmacher". Treffpunkt 2% Uhr Mittel portal der Schupo- Raserne, Chauffeeftraße. Die Genoffinnen und Genossen werden ersucht, ihre Kinder zahlreich dorthin zu schiden. Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation 25. bt. Am 8. Juft nersbach der Genoffe Otto Baftian, Cotheniusstr. 16. Die Cinäscherung findet Montag, den 16. Juli, nachmittags 3%. Uhr, im Krematoriian Baumschulenweg, statt. 86. bt. Marienborf. Der auf der Eisenbahn tödlich verunglidte Sohn im Krematorium Gerichtstraße eingeäichert. einen tot aus dem Heizkessel und den anderen betäubt liegend herauszuholen. Letzterer erholte sich nach Biederbelebungs- Zufuhr: Fleisch ausreichend, Geschäft flau. versuchen. Dieser Unfall, in Berbindung mit mehreren anderen ausreichend, Geschäft mäßig. Obst und Gemüse reichlich, Ge- unseres Genoffen Baul Weber wird Montag, den 16. d. M., mittags 12½ Unt, ähnlichen, über die wir in der letzten Zeit berichteten, veranlassen schäft flott. zu der ernsten Mahnung, bei der herrschenden Hiße in allen Heizungshäusern die größte Borsicht malten zu Iassen. Ben den ertranften 14 Beamten der Feuerwehr schwebt zum Glück feiner in Lebensgefahr. Es besteht die Ausficht, bald wieder vollständig hergestellt zu sehen. Hochftapler aus Sport. Jugendveranstaltungen. Morgen, Montag, den 16. Juli: Friebenau: Jugendheim Offenbacher Str. 5a, Bortrag: Märkische Bolts. Straleuer Biertel: Jugendheim Gemeindeschule Raglerfte. 8, Dis fusionsabend: Das Jugendwohlfahrtsgeseh". Am Sonnabend galten in der Zentralmarkthalle folgende Kleinhandelspreise: Rindfleisch 38 000-50 000 M.. Schweinefleisch 35 000-45000 M. Kalbfleisch 40 000-55 000 M. Hammelfleisch 40 000-45 000 M. Geräucherter Schinken 66 000 M. und Speck 60 000-68 000 M. Schell- fagen". fisch 5000-12000 M. Kabeljau 12 000-18 000 M. Dorsch 3000 bis 7000 M. Seelachs T000--16 000 M. Flundern 6000-9000 M. Rotzungon Als ein psychologisches Rätsel erscheint der Kaufmann 6000-15000 M. In Eis: Schleie 12000-17.000 M. Hechte 12 000 bis Vorträge, Vereine und Versammlungen. Les Spiefer, der sich wegen zahlreicher Betrügereien vor der 18 000 M. Aale 25 000-30 000 M. Zander 25 000-46 000 M. Barsche Berein der Freidenfer für Feuerbestattung, E. B., Ortsgruppe Ripenid 4. Straffammer des Landgerichts I in der Berufung zu verantworten 8000-15000 M. Bleie 8000-15000 M. Plätzen 5000--12 000 M. Gänse 40 000 42 000 M. Enten 40 000-41 000 M. Hühner 28 000-32 000 M. Mantag, den 16. Juli, abends 7 Uhr, im 2otal Stadtpart, Bahnhofstr. 1, hatte. Trotzdem er von seiner Familie in jeder Weise unterstüßt Naturbutter 40 000-42 000 M. Margarine 22 000-34 000 M. Schweine- Mitgliederversammlung. Wichtige Tagesordnung. Weizenmehl 10 000-14 000 M. murde, ist Spieker wiederholt mit den Strafgefeßen in Konflikt ge- schmalz 33 000-36 000 M. Graupen Reis 9500-14000 M. Erbsen 11 000-13 000 M. fommen. Ein unwiderstehlicher Wandertrieb hat ihn aus 10 000-11 000 M. feinem väterlichen Hause immer wieder fortgeführt. In der Ab- Weiße Bohnen 13 000 M. Haferffocken 10 000-11 000 M. Neue Kartoffeln Blumenkohl 4000-10 000 M. Welẞkohl Das feit 1894 bestehende Damenkonfektionsgeschäft M. Mojcas, Landsberger wesenheit hat er dann alle möglichen Betrügereien verübt, bei denen 3400-3800 M. das Pfund. Spinat 2000-2500 M. traße 50, cine Treppe, hat sich entschloffen, feinem Stamnipublikum vom 16. Juli ab auf die hetannt billigen Preise noch 10 000 m. vom vorgedruckten es fich aber immer um fleinere Beträge handelte. Die Familie 3630 M. Kohlrabi 5000-8500 M. die Mandel. Grüne Bohnen 8500 M. Grüne Gurkeu Etikettpreis bei Borzeigung des in der heutigen Nummer erschienenen Inserates hatte ich ale Mühe gegeben, den verlorenen Sohn an das elterliche Haus zu fesseln und schließlich hatte der Bater sogar ihn zum Mit- 4000-4500 M. Tomaten 10000-11000 M. Pfefferlinge 9000-10000 M. inhaber des großen Detailgeschäftes gemacht. Eines Tages mar Leo Steinpilze 9000-10000 M. Kochbirnen 6000 M Kirschen 3000Spiefer wieder verschwunden. Er hatte seine Heimatstadt 8000 M. Erdbeeren 7000-12000 M. Johannisbeeren 7500-8000 M. Königsberg in Begleitung einer jungen Dame, die in Lebefreifen Blaubeeren 10 000-11 000 M. Zitronen 200 bis 2000 M. das Stück Spargel 10 000-12 000 M. 12 000-15 000 M. das Stück. Mohrrüben 2000-7000 M. Zwiebeln. au pergitten. 2 Geschäftliche Mitteilungen. 2Better bis Montag mittag. Zeitweise heiter. veränderlich, zahl reich e leichte Gewitterregen und Abkühlung, häufige vorherrschend südwest. liche. Binde, Wirtschaft Der Reichsindex für die Lebenshaltung. ( 1913/14= 1) Durchschnitt Mai. 20. Juni. 27. 4. Juli 11. " Steigerung in der lehten Woche B 41737 * 31051 47714 @ 4 BP TOP 3816 57976 46 206 60834 gelegen, er murbe zwar im Ausland mit Mart immer noch teurer bezahlt als im Inland, aber die gewaltige Differenz zwischen den beiden Kurfen für die Mark mar mesentlich geringer geworden. Berichte stammen und aus den Tagen der falten und regnerischen Witterung, welche den Monat Mai und Juni beherrschten und welche die Entwicklung der Pflanzen verzögerte. Inzwischen hat die warme Dieser Erfolg, der übrigens ohne die für Deutschland günstige Witterung eingesetzt und die Aussicht auf einen guten Fruchtansatz Wirkung der Rede Baldwins kaum zustande gekommen wäre, wesentlich gefördert. Wenn die Anzeichen nicht trügen und die Ernie trotz ihrer Verzögerung gut hereinkommt, wird auf sehr große droht über die Grundfragen, von denen aus das Devisen- Erträge zu rechnen sein. Die Hoffnung, daß dadurch der Brotproblem zu betrachten ist, hinwegzutäuschen. Man berät jezt über preis sich günstiger gestaltet, ist jedoch damit nicht gegeben; zum 9 272 den Ausfall der Devisennotierungen an denjenigen Wochentagen, mindesten ist sie vorläufig durch den Währungsverfall zerstört und 11 785 an denen feine Effektenbörse stattfindet. Gestern sind bereits die dadurch, daß die Agrarier nach Wegfall der Getreideumlage mit ver16 180 Rotierungen unvermutet ausgefallen. Sowohl die Drosselung der stärktem Nachdruck Dollarpreise für sich verlangen und durchsetzen 21 511 Nachfrage als mie die Einschränkung der Devisennotierungen ändert werden. an den Vorauslegungen der Kursbildung nichts. Solange 32,9 v. H. die Notenpresse meiter wütet und das Vertrauen in eine Besserung Vereinigten Staaten, feitdem fie ein Gläubigerland geworden sind, Die amerikanische Hochtonjunktur. Bekanntlich besteht in den 44prozentige Steigerung der Großhandelspreise. der Währung untergräbt, solange das Interesse der Be ein beträchtlicher Geldüberfluß und außerdem infolge der Einfizenden an der Verschlechterung der Mart anhält, weil Löhne, schränkungen der Einwanderung Arbeitermangel. In der KrisenDaß mit der neuen gewaltigen Berteuerung der Lebenshaltung Steuern und Schulden in Papiermark berechnet und gezahlt, die zeit von 1922 waren 24 Millionen Arbeiter beschäftigt, in der Hochbie Teuerungswelle noch längst nicht zu Ende ist, zeigt die Be Barenpreise aber in Gold berechnet und auch oft bezahlt werden, konjunktur im laufenden Jahr 28% Millionen, also um eine halbe wegung der Großhandelspreise, die den Kleinhandelspreisen voraus folange bestehen die gegen die Mart gerichteten Kräfte der nur auf Million weniger als 1920. Die Produktion war aber in aueilen pflegen. Die allgemeine Unsicherheit der Marktlage führte Eigenvorteil bedachten Brivatmirschaft gegen die zu schwach ver- diesem Jahr viel höher als 1920; es mrden nie geahnte Refordhier in der zweiten Juliwoche zu außerordentlichen Preissteigetretenen Interessen der Wirtschaft des Bolksganzen fort. Golange Ziffern in der Automobil, in der Stahl- und Eiſenindustrie und in rungen, namentlich auf den Produktenmärkten, die in Verbindung merden die Maßnahmen, die man am Denisenmarkt felbft trifft, und Lastautos in den ersten fünf Monaten des Jahres 1923 größer Baugewerbe erreicht. So war z. B. die Produktion von Personenmit der weiteren Erhöhung der Kohlen- und Eisenpreise das all- nur halbe Maßnahmen bleiben. Es ist bezeichnend, daß man vor als im ganzen Jahre 1921. Die Erzeugung von 22 lebenswichtigen gemeine Preisniveau in der geit vom 8. bis 10. Juli von dem einer neuen Distonterhöhung wieder einmal zurüdschredte, obwohl Brodukten war in der ersten Hälfte 1923 um 100 Proz. größer als 88 828fachen des Friedensstandes auf das 48 644fache oder um 44% diese schon seit langem notwendig ist. Es ist auch bezeichnend, daß 1921. Geit Januar 1923 betrug die Erhöhung 44 Proz. Die für das hoben. man die Ausfuhrabgaben in Gold berechnet, daß man aber gegen Baugewerbe benötigten Brodukte seit Januar 1922 haben eine ProGleichzeitig ftiegen von den Hauptgruppen bie bie allgemeine Einführung der Goldrechnung zum Nachteil buftionssteigerung von 59 Proz. erfahren( siehe Federal Reserve 2ebensmittel von dem 29597fachen auf das 43658face ob. um 47% der Besitzenden sich noch immer sträubt und die im Reichswirt Board Bulletin für 1923). Die Zustände haben eine bedeutende Industriestoffe 89% fchaftsministerium dazu erörterten Vorschläge durch die in solchen Steigerung der Reallöhne mit sich gebracht. Die LohnJnland swaren 49% Fällen immer willfährige Stinnes- Bresse bekämpfen läßt. Die Bor- erhöhungen konnten sich beinahe voll auswirken, da die Preise inEinfuhrwaren 27% fchläge des Reichswirtschaftsrates, welche die Frage der Goldsteuern, den letzten zwei Monaten finfen fonnten. Dadurch ist die Kauffolge der Maffenproduktion ziemlich beständig bleiben, ja fogar in Während also die Einfuhrwaren entsprechend der langfameren Goldkredite und wertbeständigen Löhne in umfassender Weise be fraft der Bevölkerung enorm gewachsen. Auf der anderen beDollarsteigerung nur um etwas mehr als ein Biertel gestiegen find, handeln und ihrer Lösung näherbringen, werden hier flärend Seite erlaubte die Geldflüssigkeit die Erteilung von riesigen Bestelhaben die Inlandswaren mit einer Breissteigerung von fast ber mirten. Die Vertreter der Wirtschaft stehen hier gegen die fungen seitens der Eisenbahnen welche 1922/23 1½ Milliarden Hälfte die Spanne.zwischen Inlands- und Belt Fachminifter und Fachbeamten, welche fich den aus dem Sturz der Dollar zu investieren vermochten. Aus diesen beiden Tatsachen er maritpreisen wesentlich vermindert. Mart ermachfenen Broblemen gegenüber allzu paffin verhalten gab fich die ganz merkwürdige Erscheinung, daß die amerikanische haben. Produktion gegenwärtig ausschließlich der Versorgung des Inneren Marties dient, Der Export ist trop der HochReihe von Schöffengerichten hat festgestellt, daß fein Bertauf" während der schärfften Wirtschaftskrise. Dagegen stieg die Einfuhr 3ft die Warenabgabe der Konfumvereine ein Bertauf? Eine tonjumftur nicht größer geworden als in den letzten zwei Jahren bzw. Rauf" stattfindet, wenn eine Konsumgenossenschaft Bedarfs- von Rohstoffen, welche in den Vereinigten Staaten verarbeitet wurguter an ihre Genossen abgibt. Dieser Rechtsprechung hat sich den, in einem ungeheuren Maße. Die Vereinigten Staaten neuerdings wieder ein Gericht angeschloffen, nämlich das Schöffen hatten in den ersten fünf Monaten des Jahres 1920 einen Ausgericht erdingen, das durch Urteil vom 14. Juni 1923 fuhrüberschuß von 910 mill. Dollar, 1921 938 Millionen, ( 2 C 230/22) feftftellte, daß in der Bedarfsgüterabgabe seitens einer 1922 272 Millionen; 1923 dagegen ergab sich in derselben Periode Konsumgenossenschaft ein Verkauf nicht erblickt werden tann. Das ein Einfuhr überschuß von 137 Millionen Dollar. Eine völlig Urteil, bas sich mit einer Straffache wegen Höchstpreisüberschrei- ungeahnte Wendung im amerikanischen Außenhandel. dem war zu berücksichtigen, daß der Angeklagte als Geschäftsführer lifchen Industriellen sind einstweilen sehr erfreut über diese Enttung befaßt, führt zu der erwähnten Frage folgendes aus: 3u März bringt ein jeber Monat einen Einfuhrüberschuß. Die engder Broduttivgenossenschaft für ein Mindergewicht nicht verant midlung, da die amerikanische Industrie ihnen vorläufig feine Konwortlich gemacht werden kann, da sich strafbar gegebenenfalls nur furrenz im Weltmarkt bereitet, und haben nur Angst, ob dieser Zu der Hersteller des Brotes macht, zudem aber von einem stand nicht in Zukunft umschlagen werde. Würde die Lohnpolitik eigentlichen Berkaufen in diesem Falle nicht die durch Bestimmung von Minimallöhnen die Kauftraft der Bevölke Rede sein fann, da die Genossenschaft lediglich das Brot inner- rung weiter auf die Höhe halten, so könnten die europäischen Induhalb ihres Mitgliederkreises nerteilt und ein etwaiger lleber ftrien noch lange von der heftigen amerikanischen Konkurrenz bechuß wieder den Genossen zugute tommt." In nächster Zeit wird freit sein. Darüber erfährt man jedoch nichts und wird auch bei der fich ein höheres Gericht, nämlich das Oberlandesgericht Jena, mit Beschaffenheit des amerikanischen Kapitalismus faum etwas ervereine unter den Begriff des Raufes gebracht werden darf. der Frage zu befaffen haben, ob die Bedarfsgüterabgabe der Konfum- fahren. Auffaffung, daß Genossenschaften nicht verlaufen, sondern lediglich Ware an ihre Mitglieder verteilen, entspricht bem genossenschaft lichen Grünbgebanten, der an Stelle des fapitalistischen Handels die organisierte Berteilung und gegebenenfalls Eigen produktion der von den Mitgliedern benötigten Waren fetzen mill. Devisenkurse und Devisenpolitik. Der Reichsbant ift es durch die rücksichtslose Abbroffelung der Nachfrage nach fremden Devisen in Berlin gelungen, einen neuen Sturz der Mart aufzuhalten. Sie ftellte der immer stürmischer wer denden Forderung nach fremden Zahlungsmitteln, mit deren Anwachsen auch die Zurudhaltung der Devisenbefizer bei der Abgabe zunahm, nur einen geringen Brozentsaz aus den eigenen Be ständen zur Verfügung und bewirkte so, daß an der Berliner Börse ein amtlicher Devisenfurs zustande tam, der für die Wirtschaft felbft fast bedeutungslos war. Denn niemand, fein Importeur und fein Industrieller fonnte darauf rechnen, die von ihm verlangten Devisenbeträge tatsächlich zu dem amtlichen Kurs zu erhalten. Immerhin schloß dieses Borgehen aus, daß fich die Spekulation auf dem Rücken des Reiches in Berlin ungehemmt austoben tonnte; so murden zuerst die Aufträge des Auslands, die an den Berliner Markt tamen, ausgeschaltet. Die Bekämpfung der spekulativen Borstöße gegen die Mark nahin noch strengere Formen an, als die Reichsbant nur noch an folche Banten Devisen abgab, welche ihre Auftraggeber namhaft machten. Alle diese technischen Mittel brohten zu versagen. Im Ausland murde bereits der Dollar um 100 000 m höher mit Papiermart bezahlt als in Berlin. Diese starte Spannung zwischen einem Inlandsfurs der Mart, der fast nur auf dem Papier stand, und einem Auslandskurs, der wesentlich höher war und die deutsche Spekulation immerhin zeitweilig vor gemagten Operationen abschredte, bedrohte die Wirtschaft mit schweren Gefahren. Der Metallhandel 3 B stellte feine Börsennotierungen ein, weil die Preise bei ihrer großen Abhängig teit vom Weltmarktpreis einwandfrei nicht zu ermitteln waren, P PP Die Starte Herauffehung der Margarinepreise. Die Grundpreise für Margarine im Großhandelsverkehr sind, wie die„ Eca" aus Köln meldet, für die billigste Sorte auf 32600 m. und für die besten Marken auf 44 800 m. festgesetzt morden. menn ein gültiger Maßstab für den Auslandsmert der Mart fehlte. Ernteaussichten. Nach den Saatenstandsberichten im Deutschen Gegen Ende der Woche jedoch ging die Spanne zwischen Auslands. Reiche von Anfang Juli d. 3. find die Aussichten der Getreidefurs und Inlandskurs für fremde Devisen zurüd, weil die Marlernte als außerordentlich günftig zu bezeichnen. Der Stand der nerfäufe im Ausland nachließen. Die Reichsbant schien recht zu Saaten mar mit einer Meffung von 2,5 bei Winterweizen und 2,6 behalten. Der Dollar war in Berlin nur von 175 600 auf 187 000 bei interroggen wesentlich über dem Durchschnitt. Die Eine für die beste Raomalt Rochvorschrift, die jeder Hausfrau die Zubereitung. von Raomalt auf die einfachste und dabei schmackhaftefte Weise ermöglicht. Die Rochvorschrift tann auch in fnappen, launigen Bersen verfaßt werden. Für die nächstbesten zehn Einsendungen seßen wir Trostpreise von je 3 Pfund Raomalt oder Biomalz aus. Unsere Entscheidung, der sich jeder Einfender unterwirft, ist auf alle Fälle Hühneraugen beseitigt sicher das Radikalmittel Lebewohl Hornhaut and Fußsohle verschwindet durch Lebewohl- Ballen- Scheiben. In Drog. u. Apoth. Man verl. ausdrückl. ,, Lebewohl, TUCKMAR Frauenhaar WELTRUFI QUALITAT Gold. Jubiläumsmed. Berlin 21 Goldene Medaille Mannheim 21 Großes Goldenes Ehrenkreaz München 1922 Für gute Ware zahle ich p. Kilo M. 150.000 für graue ein Drittel. Alexanderstr. 87a, I. Etage, F. R. Müller, an der Kaiserstraße. Za baben in d. einschl. Geschäft. Billige Seifen v.12 Fabriken Schokolade sehr preisw.! Sarotti Stollwerck Mauxion Kant u. a. Marken Selfenfabrik Dircksenstr. 20, Bhf. Alexanderpl. Wanzen Motten, Läuse samt Brut kann jed. Laie in 3 Std. durch apparateloses Linksol selbst radikal beseitigen. Erhältl. in all. Drogerlen. Generalvertreter und ständiges Lager: Ernst Hasse& Co., Berlin N, PrinzEugen- Str. 29. Star Damen- und Herren- Stoffe billig! Eisen& Diamant Kaiserstr. 4 Andreasstr. 13 Jogal Gicht Geit hervorragend bewährt bei: Grippe Herenschuß Nervenschmerzen. Rheuma Ischias Togal fillt die Schmerzen und scheidet die Harnsäure aus: Ausgezeichnet bet Schlaflosigkeit. In allen Apotheken erhältlich. Best. 64,3% Acid. acet. salic., 0406%, Chinin. 12,6% Lithium, ad 100 Amylum. für Herren- u. Damen- Bekleidung beste Fabrikate, große Auswahl, Verkauf meterweise Stoffe G. m. Koch& Seeland b. H. Gertraudtenstraße 20-21.. Million Mark zahlen wir endgültig. Einsendungen auf Postkarten, ausreichend frantiert, bis zum 15. August 1923 mit der Aufschrift:„ KaomaltWettbewerb" erbeten an die unterzeichnete Firma Was ist Raomalt? Ein sich rasch einbürgerndes neues, töftliches Frühstücksgetränk. Edelstes Malz und Ralao sind feine Bestandteile. Feiner Duft und seltener Wohlgeschmack. Borzüge: Leichte Verdaulichkeit, geringer 3uckerzufas, turze Rochzeit, mäßiger Preis. Wer sich für den ganzen Tag eine solide und behagliche Nahrungsunterlage verschaffen will, nehme zum FrühstücRaomalt. Kaufen Sie jetzt Pelze Vorwärts- Inserate verbürgen Erfolg! Zahlungserleichterung! abuco Leipziger Str. 58 Der beste Fabrikdirektor Von F. Rubiner Aus dem Inhalt: Die Hochschule der Revolution/ Vom Schlosser zum Fabrikdirektor/ Ein Lebenslauf/ Ein Fanatiker der Arbeit/ Ein Bergwerksdirektor/ Die Munitionswerkstätte der Roten Armee/ Im Zentrum der russ. Textilindustrie/ Eine Direktorin/ Ein Organisator Auf Grund eines Preisausschreibens und eigener Studien wird in dieser Schrift ein neuer Typus des russischen Menschen, der erfolgreiche Fakrikdirektor geschildert 62 Seiten und 8 Zeichnungen/ Grundpreis 60 Pfennig Verlag Carl Hoym Nachf. Louis Cahnbley, Hamburg 8 Marken- Zigaretten Schweizer Stumpen und Zigarren aller Art in großer Auswahl. gibt billigst ab Gabardine, Kammgarne, Adolf Nagel Tuche, Affenhaut, Flausche, Hermannplatz 6 Plüsche, Kleider- Samete, Anzug- u. Paletotstoffe. Quittungs- Marken Paul Karle Seif 40 Jahren Spezialität Conrad Müller, 0. 34, Warschauer Straße 79 Schkeuditz- Leipzig. Brillanten Zahngebisse Platin, Gold-, Silber- Bruch. Juwelen lauft H. Schneider& Sohn Jnb: Erwin Schneider Goldwarenfabrif Französische Str. 15, vorn 2 3c., an der Friedrichstr. Trauringe direkt ab Fabrik an Private Massiv 75 000 Gold Schneider, Sobn Französ. Str. 15 a.d. Friedrichstr Raomalt ist überall zu haben. Wo noch nicht vorrätig, kann es durch den Geschäftsinhaber schnellstens besorgt werden. Wer aber der Kräftigung und Auffrischung bedarf, durch Seberanstrengung nervös und heruntergekommen ist, wessen Aussehen schlecht ist, der nehme das Kräftigungsmittel Biomalz. Für eine Biomalz- Kräftigungs- und Auffrischungskur braucht man 8-10 Dosen. Auch für Wöchnerinnen und alternde Personen geeignet. Blutarme und Bleichsüchtige nehmen Biomals mit Eisen. Gebr. Patermann, Teltow- Berlin 10. Bettwäsches Diese Woche außerordentlich günstige Angebote! Deckbettbezüge Bettlaken. Inletts. 128000 82000 189000 Wäsebestoffe, Daunendecken, Tischwäsche, Frottierwäsche, Oberschlaglaken, Damast und Handtücher Fabrikpreise! Fabrikpreise Reelle fachmännische Bedienung Alteste Spezial Bettwäschefabrik Gräfestraße 39( Hasenheide) Brunnenstr. 10( Rosenthaler Pl.) Spandau, Potsdamer Straße 20 AnkaufsMarkenzigaretten noch zu günstigen Preisen Koenigsberger Kochstr. 33 RAURINGE in jed. Größe u. Qualität, stets vorrät., nur bill. Preisberechn M. Dinse, Juwelier Lichtenberg, Frankf. Allee 202 Nähe Bahnh. Lichtenb.- Friedrichsf | Teleph. Lichtenberg 3322 Abtellung MAX BUSSE Gegründet 1878 Brunnentraße 18* An der Invalidenstraße Ankauf und Verwertung von Brillanten Gold-, Silber-, Platinbruch Bad Elster Eisen-, Mineral- und Moorbad. Radium- Bäder und Einatmungshalle. Trinkkuren, Glaubersalzquelle, neuzeitl. Inhalatorium, med.- mech. Institut, neues Theater( Lustspiel, Schauspiel). 500 m ü. d. M., vor Winden geschützt, inmitten ausgedehnter Waldungen, an der Linie Leipzig-( Dresden-) Plauen- Eger. hilft Badeschriften und Auskunft durch die Badedirektion, in dem Deutschen Verkehrsbureau Berlin Potsdamer Bahnhof, sowie in allen Theater, Lichtspiele usw. Staatstheater Volksbühne Schauspiel haus Uhr: La Traviata Tägl. 7% Uhr: Sommerspielzeit Hopfenraths Erben 7½ Uhr: Die 2 Gilbert- Operetten- Schlager 8 Uhr Neues Operettentheater Komische Oper Täglich Gauklerkönig Katia, Lessing- Th. Urania Die Freier Sommerspielzeit! Allabendlich 8 Uhr Alt- Berlin Berliner Deutsches Th. Liebesstreik Bockbrauerei Schreib 7 Uhr: Pottasch u. Perlmutter Kammerspiele 712 Uhr: Die Luxusfran Gr. Schauspielhaus Die 71 Uhr: Reichshallen.Th Allabend!.7/ 2 Uhr Belle- AllianceEcke Fidicinstraße. Jeden Dienstag, Stettiner Sänger Freitag, Sonntag Mitternacht in der Gemälde Erstklass. Kabarett Galerie Anfang 8 Uhr DönhoffBrett'l Rechen Zoolog.Garten Maschinen Täglich Frühlingsfee WINIEN Gr.Konzert Theater i. d. KöniggrätzerStr. Sebr Kerr: Varieté- Spielplan Aquarium einitschke Geschichten des Rauchen gestattet! Kapellm. Kreisler I. Teil Berliner Theater 7.30 U.: Mädi Deutsch.Opernhaus Abends 71 Uhr: Der Günstling der Zarin Friedr.- Wilhelmst. Th. C. v. Möllendorff in 8 Die blonde Ratte Theater d. Westens ( Große Volksoper) BU.:Dreimäderlhaus Intimes Theater 8: Diplomat im Dienst D. blaue Pyjama etc. Lustspielhaus Letzte Vorstellung 8. Die blaue Hawaii Metropol- Theater 7%: Die Schönste der Frauen Vorverk. ununterbr. Nenes Theat. a. Zoo Täglich 8 Uhr: Der Leibkutscher des Fridericus Rex Neues Volkstheater 7 Uhr: Metropol Variete Frauenhaare Behrenstr. 54 8 Uhr Gastspiele des Russ.- deutschen Theatere Masken Theater am Kottbus. Tor Täglich 7'/ 2 Ubr EliteSänger Nenes Juli- Progr ... Besetzt Primus Potsdamer Str. 19 Palas Ecke Margaretenstr. Uraufführung: Das Schicksal einer Milliardärstochter Drama in 6 Akten Beginn 7 und 9, Vater n. Sohn Sonnt. 5,7 u. 9 U. Renaissance- Theat. 8 Uhr: Kampf der Geschlechter Schiller- Th.Charl. 8U: Süße Susi Thalia- Theater 71% Uhr: Die Bacchantin Th. a. Nollendorfpl. 734 Uhr: Mein Freundder Lakal 8 Wallner- Th. 8 Des Königs Nachbarin Residenz- Th. Tägl. 8 Uhr: Die Entlassung BU: Trianon- Th. Ida Wüst in Lady Windermeres Fächer Kleines Th. Kusinchen Musikal. Schwank Contral Theater Heute geschlossen Mont. 6: Premiere Die Räuber Granach, George. Theater des Ostens ( Rose Theater) 7814 Uhr. Li oder Lu Deut. Künstler- Th. tauft z. höchft.Breifen Haarhandlung Kaiser- Wilhelm- Straße 39 Gendelstr 3 POB LUNA PARK Ab 2 Uhr voller Betrieb, Feuerwerk Vien- Berlin Unterhaltungs- Varieté Jagersit 634 Uhr 8 Uhr Das größte Nachmittag Kabarett Das neue sensationelle Varieté Programm Große Bier- Abteilung dmirals Varieté Berlins 800 bestes Programm Rennen zu Grunewald Sonntag, den 15. Juli, nachm. 3 Uhr ,, URANIA" Taubenstr. 48/49 Mittwoch, 18. Jull und Donnerstag, 19. Juli: Filmvorträge des bekannten Vortragsredners Obering. Dietr. W. Dreyer, Hannover Thema Der Ozeanfilm 10/8 Mit Schnellzug u. Ozeandampfer von Berlin über Bremen nach New York Kartenvorverkauf: Urania- Kasse u. Werth. Breitbart im ULAP Heute ermäßigte Preise Entree 6000 Mark Kinder die Hälfte 1923 JAHRESS Jonly Spord HRESSCHAU DRESDEN 17. MAI/ 30SEPT Ausstellung der deutschen Industrie] Spielzeug- Sportgerät Ueber 100 Veranstaltungen aus allen Gebieten des Spiels und Sports Gegenüber der Ausstellung: Das neue Dresdner Stadion Metallbetten Stahlmatratz., Kinderbetten dir. an Priv. Kat.30A frei. Eisenmöbelfabr. Suhl Thür. ROYAL MAILLINE Säcke Die Königl. Englische Postdampfer- Linie Gegründet 1839 Regelmäß. beschleunigter Post-, Passagier- und Fracht dampferdienst Die Tagen HAMBURG- NEW YORK Tugendprinzessin Musik v. Kurt Zorlig ( Adalbert, Seidl, Bois, Lind) Richard Oswald Lichtspiele RASSE 16 Der sensationelle Erfolg! Das goldene Haar Kriminal- Sittenschaustück in 6 Akten Außerdem: Harold Lloyd in 66 ..ER" will 5000 Dollar verdienen 50, 715 u. 9 Uhr P.- D. ,, Ohio" 25. Jull 29. August P.- D. ,, Orbita" 1. August 5. Septbr. P.-D. Orca" 8, August 19. Sepfbr. P.-D. Orduna" 22. Aug. 26. Septbr. Fahrpreise HAMBURG- SOUTHAMPTON: I. Klasse 5, Kajüte u. II. Klasse 23.10 s. BRASILIEN- LA PLATA von Southampton und Cherbourg P.- D. ,, Avon" P.-D. Almanzora" 27. Juli 15. August Anschlußdampfer von Hamburg Nähere Auskunft erteilen: a. m. b. H. ROYAL MAIL LINE: m: HAMBURG BERLIN Alsterdamm 39 Unter den Linden 17-18 sowie für Passage: Brasch& Rothenstein, Berlin Unter den Linden 71 Aenderungen vorbehalten Beu eröffnet! die Tänzerin HAMBURG- AMERIKA LINIE UNITED AMERICAN LINES Nach NORD-, ZENTRAL- UND SÜDAMERIKA AFRIKA, OSTASIEN USW. Billige Beförderung über deutsche und ausländische Häfen. Her vorragende III. Klasse mit Speise und Rauchsaal. Erstklassige Salon und Kajütendampfer. Etwa wöchentliche Abfahrten von HAMBURG NACH NEW YORK Elsenbahnfahrkarton zu Schalterpreisen. Zu, sammenstellb. Fahrschein hefte für das In- und Ausland Schlafwagenplätze Bettkarten für deutsche und für internationale Schlafwagen Reisegepäckversicherung ohne Zeitverlust zu giln stigen Bedingungen, auch für Übersee Luftverkehr Rundflüge, Reklameffuge, Briefu. Paketbeförderung Auskünfte und Drucksachen durch HAMBURG- AMERIKA LINIE Hamburg und deren Vertreter int BERLIN W 8, Unt. d. Linden 8 Potsdamer Platz 3 und Leipziger Str.( Kaufhaus Tietz). Frachtauskünfte erteilt das Schiffsfrachtenkontor G m.b.H. BERLIN W 8, Unt d. Linden 8. Nen eröffnet! Tonndorf.„ Feinkost" Eingang und Verkauf Unter den Linden 44 Preiswerte Lebensmittel in reichhaltiger Auswahl! Spezialitäten aus den allseitig gerühmten Küchen der Tennberf Betriebe b. Arno Tonndorf aller Art, auch zerriffene, aus Jute u. Bapiergewebe. Badleinen, Embalage usw. taufen jeb. Poften. Offert. an Gebr. Abisch, Säckegroßhandlung, Berlin, Choriner Straße 84. Sel: Norden 10964, 109 65. Kernseife, Toiletteseife, Seifenpulver Die billigste Bezugsquelle für Händler und Bieberverfäufer. Loewenstamm, Oranienftr. 14 ( am Heinrichsplag). bef Herzleiden( Terrainkuren), Nervenleiden, Gicht, Rheumatismus, Blutarmut, Bleichsucht Frauenkrankheiten, allgem. Schwächezuständen, Verdauungsstörungen, Nieren-, Leber- u. Zuckerkrankheiten, Fettleibigkeit, Lähmungen. Große Erfolge in der Nachbehandlung von Verletzungen. Hellwasserversand. Vertretungen des Mitteleuropäischen Reisebureaus( MER). Ratsweinfeller Pachter Julius Schwent Schöneberg Tägl Konzert SOMMERTERRASSE Regieweine festgesetlen 1ST zu festgesetzten Stadtfellerei Preisen der Große sehenswerte Möbel- Ausstellung Speisezimmer, Herrenzimmer, Schlafzimmer, Wohnzimmer, Wohnsalons, Dielen, Küchen, Binzel- Möbel, Klubfeffel, Garnituren in Beber, Cord, Velours, Gobelin x. ENORM GROSSE AUSWAHL. Kulante Bedingungen. Vortellhatte Preise. M. Schlewinsky se Berlin C, Dircksenstraße 31, am Bahnh. Alexanderplatz, Ecke Königsgraben, an d. Zentral- Markthalle Kinderwagen Korbmöbel Korbwaren Liegestühle Metall Bettstellen Alle Kinder fahrzeuge Kindermöbel 1873-50. 1923 METZNER Ausverkaufs- Geschäftszeit 9-1 and 3-7 Uhr Gegründet 1894 Engros- Lager Eine Treppe Andreasstr. 23 Brunnenstr. 95 Beuffelstr. 67 Leipziger Straße 54-55 Neukölln: Bergstr. 183 Spandau: Charlottenstr. 24a Möbel Export- Lager Bar oder Teilzabl. Billige Preise! Saison- Ausverkaufen, an der 10000 Speisezim., Herrenz. Einzelne Möbel worzeigen d. Inserats 16. bis 20. VII. Enkeltpreis abgezogen vom vorgedruckten Kosten!. Lagerung Covercoat Gabardine EolienneMäntel • Donegal Schiopter- Tuch Wickelmäntel- Alpacca El Kostüme Möbel- Cohn 275000 325000 550000 750000 990000 1115 000 Gr. Frankfurt. Str. 58 Winter- Konfektion jetzt noch billig. Seal- Plüsch- Biberettmäntel, Katzenjacken, Uister, Affenhautmänter Fil: Badstr. 47/48 Münchener Herren- u. Damen- Lodenmäntel Min. v. Bahnh. Gesundbr Spezialität: Extra- Welten u.- Längen für grosse u. starkeFiguren M. Mosczytz, Landsberger Str. 59 am Alexanderplatz, Treppe, Berlin C. Sonnabends u. Sonntags geschlossen Ausverkaufs- Geschäftszeit 9-1 und 3-7 Uhr Waschseife billigfte Bezugsquelle flirhändler u. Biederperläufer Blumen. Straße 44. Nie wiederkehrend! Preise steigen! Prachtvolle Ulster. 372000 685 000 720000| Herrliche Jumper.. 72500 Wondervolle Eskimo- und Ramagée- Mäntel 1250 000 Reizende Strickjacken 210000 Prima Herren- Gummimantel.... 750 000 840 000 Fesche Röcke.... 132500 Entzückende Gabardinemäntel, mode und blau... 1185 000 Wundervolle Tricotinkostüme, mode und blau la Astrachanmäntel auf prima Futter.... Noch 1950 000 1625 000 reichhaltiges Lager in prima Seal- Electricmänteln, Fohlen-, Katzen-, Kanin- und Zickeljacken, Plüsch-, Flausch- und Tuchmanteln zu äußerst billigen Preisen!! Simon Westmann Damenkonfektion und Trauermagazin 1. Geschäft: Berlin W8, Mohrenstr. 37a 2. Geschäft: Berlin NO, Gr. Frankfurter Str.115 5 Minuten v. Alexanderplatz 5 Zigaretten Salem Garbaty, Josettl, Problem, Fabian, Phänomen und andere führenden Marken. Meisenberg Nachil Grüner Weg 85 ( Andreasplatz) Wir kaufen auch kleine Posten ausgekämmte Frauenhaare einwandfreie Ware, und zahlen heute M. 150 000 für graue ein Drittel. für das kg Haarverwertung A.-G., Belle- Alliance- P1.121 Gewinn- Auszug der 22./248. Preuß.- Süddeutschen Klassen- Lollerie 1. Klasse 2. Teg 11. Juli 1923 Ohne Gewähr Nachdruck verboten A. Gewinne zu 10 Millionen bis 40 000 Mark Die Nummern, bei denen nichts bemerkt, erhiellen den Gewinn von 40 000 Mark. 1513 9413( 80000) 513 10413 12913 16413( 60000) 18713( 60000) 813 19618 21013 213( 60000) 24413 613 28813( 6000) 29213 32313 33913 34313( 60000) 913 42118 43313 44313( 100000) 913( 60000) 54213( 60000) 55713 58813 160000) 59713 62113 63913 64213( 80000) 66713 ( 60000) 68313( 600000) 71313 74113 78213 81713 83213 ( 80000) 84813 86013( 80000) 913( 60000) 88213( 60000) 94213( 80000) 313( 60000) 8118 101013 107413 112313 ( 3 Mill.) 113513 114013 116213 117613( 60000) 124313 135713( 80000) 13.213( 60000) 138413. 139813 147813 148113( 60000) 151613 152413 159313 913 102013( 168113 173313( 60000) 175313 179513 183713( 60000) 18/413 185413 13013( 60000) 195113 196213( 60000) 19.13( 60000) 204213 206913 207118 211413 212013 618 ( 60000) 229313 613 225613 226013 227813( 60) 22 231013( 60000) 232113( 60000) 235115( 60000) 240243 249413 200013 274513( 250000) 275113 313 278213 280213 285313( 60000) 287713( 60000) 288213 294213 300113 ( 60000) 301713 309613 311313 312713( 60000) 913( 60000) 313013( 2 Mill.) 413( 60000) 319513 320213 321113 828018 829118( 106.60, 330813( 60000) 835713( 60000) 336718 337113 340513 841513 346813( 60000) 813 913 $ 48913 9351013 354518( 60000) 356213( 60000) 357113 358513( 60000) 361613( 100000) 302413 368613( 60000) 369213 370213 400713( 60000) 401713 403213 404113 ( 60000) 406918 411813 412213 413113 313 413 418813 420513( 100000) 423813 424313( 60000) 429913 435018 ( 60000) 438613( 1 Mill.)