Nr.33140.Jahrgang Ausgabe A nr. 164 Bezugspreis: Für ben Monat Sult 30 000 902. Doraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar. und Memelgebiet fowie Desterreich und Luxemburg 38 000 m., file das übrige Ausland 43 000 M. Postbezugspreis freibleiben d. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Estland, Finnland, Frank. reich, Holland, Lettland, Luxemburg, Defterreich, Schweden, Schweiz, Tschechoslowatei und Ungarn. Der Borwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und geit", der Unter haltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten erscheint wochentäglich zweimal, Gonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Morgenausgabe thing stogenomi Vorwärts Berliner Dolksblaff 1200 Mark Anzeigenpreis: Die einfpaltige Nonpareillegeile Loftet 7000 M. Reklamezeile 33 000 m. Kleine Anzeigen das fettgedruckte Wort 2400 M.( zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 1200 M. 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Die Reichszentrale für Heimatdienst, der wir neben nach Recht und Billigkeit manchen überflüssigen Publikationen auch einige wertvolle den Memoiren des ehemaligen Premierministers Asquith ver- festgefeßt." Frankreich und Stalten haben Deutschland aufgefordert, Schriften verdanken, hat soeben eine Denkschrift veröffentlicht, öffentlicht der„ Temps" einige auf die Juli- und Augufttage 1914 in Ausführung dieses Baragraphen ihnen zuder zu liefern. Die im Zentralverlag G. m. b. H. zu Berlin erschienen ist unter bezügliche Stellen, in denen Asquith den Eintritt Englands in Deutschland hat geantwortet, daß der Zucker nicht unter diese dem Titel:„ Die Entwicklung der Reparations= den Krieg mit der Verlegung der belgischen Neutralität Kategorie beweglicher Güter und Waren falle. Da es sich um die frage". Der erste Saz der Schrift, die eine Fülle wertvolles burch Deutschland begründet. Der„ Temps" nimmt die Beröffent- Auslegungsfrage einer Bestimmung des Teiles 8 handelt, ist die vor- und für den politisch Intereffierten geradezu unentbehrliches lichung zum Anlaß, um die Kehrseite der Darstellung zu zeigen und herige Anhörung deutscher Delegierter geboten. Deutschland be material enthält, lautet wie folgt:„ Auf den folgenden Blättern sagt: Wenn die belgische Neutralität nicht verletzt worden wäre, hauptet, daß es wird in kalendermäßiger Aufzeichnung der Gang der politiwürde England nicht in den Krieg eingetreten sein. Mit besonderer schen und wirtschaftlichen Ereignisse seit dem militärischen Schärfe entwickelt das halbamtliche Blatt noch einmal seine alte sei, die vorgesehenen Lieferungen auszuführen. Der Temps" meint, Busammenbruch Deutschlands dargestellt. Eine sachliche AnThese von dem verspäteten Eingreifen Englands, das die Reparationskommission werde den deutschen Sachverständigen einanderreihung von geschichtlichen Tatsachen, ohne ein Wort Mit einer solchen Durch eine rechtzeitige flare Stellungnahme in der Lage gewesen nicht gestatten, diese Einwendung zu erheben. Es verbleibe der Erläuterung und des Kommentars. alsdann noch die Frage des Auslegungsrechts der Reparations. wäre, den Krieg zu verhindern. Der Temps" tommt zu tommiffion, diese sei nach Anhörung der deutschen Bertreter sou- fachlich- kalendermäßigen Aufzeichnung könnte man sich freudig dem Schluß, England handle in Europa nur dann, wenn ein perä n. Indessen habe der Oberste Rat am 13. August 1921 be- einverstanden erklären, denn die Saucen, in denen uns offiziell englisches Interesse ihm unmittelbar auf dem Spiel zu stimmt, daß im Falle von Meinungsverschiedenheiten zwischen den und offiziös zusammengestellte Tatsachen oft überreicht werden, stehen scheine und nur in dem Maße, als diese Interessen sein Ein- Delegierten der Reparationsfommission über die Interpretation des find den meisten Politikern ohnedies zuwider. greifen erforderten. Wenn man von England verlange, früher zu Abschnittes 8 die Frage nach einer Verständigung unter den Alliierintervenieren oder Verständnis dafür, daß die Geschüße, die Belgrad ten einem Schiedsgericht unterbreitet werden fönne. Der beschossen, auch später England beschießen würden, daß Deutschland, Schiedsrichter muß alsdann einstimmig von allen Delegierten be nachdem es sich an den Franzosen vergriffen, auch später England zeichnet ober, falls eine Einigung nicht zustande kommt, vom Bölfer angreifen werde, so verlange man von den Engländern eine Bor- bundrat ernannt werden. Der Schiedsspruch des Schiedsrichters soll alle interessierten Parteien verpflichten. City of taster Job Poincarés Erfolg. sorglichkeit, die ihrem Instinkt widerstrebe. 3 Amerika bleibt abseits und untätig. 10. New York, 17. Juli.( WTB.- Funkspruch.) Journal of Com4 Leider sind die zusammengestellten Tatsachen, gegen die im übrigen nicht der geringste Einwand erhoben werden soll, nicht vollständig. Statt aller weiteren Betrachtungen mögen zwei fehlende gewichtige Tatsachen hier angeführt werden. In der Denkschrift heißt es: 27. September 1918. Rede Wilsons in New York... Alle internationalen Abmachungen müssen vollinhaltlich der übrigen Welt mitgeteilt werden. 5. Oftober 1918. Deutsche Note an Wilson: Annahme der 14 Punkte; Bitte um Friedensverhandlungen. 28. September 1918. Die Oberste Heeresleitung Im Juli 1914 habe England die Fortschritte des russischen Einflusses auf dem Balkan gefürchtet und an einer Verständigung mit Deutschland und der Aufteilung des Drients und der Kolonien mitgearbeitet; im Juli 1923 fürchte England das Wachsen des französischen Einflusses am Rhein und träume von Hat sich denn zwischen dem 27. September und dem 5. Oteinem widerspruchsvollen Arrangement, mit dessen Hilfe Deutsch- merce" erfährt aus Washington: Die Stellung Poincarés gegen tober 1918 wirklich gar nichts ereignet, das unter allen Umland durch seine eigene Erholung den Aufschwung der englischen die Einsetzung einer internationalen Kommiffion zur Festsetzung der ftänden hätte verzeichnet werden müssen? Wie kam es denn, Ausfuhr begünstigen fönne, frotzdem es durch diefelbe Erholung Reparationszahlungen Deutschlands habe den Sinn, daß die Aus- daß am 5. Oktober Präsident Wilson von Berlin aus um wieder ein gefährlicher Konkurrent werde. Das bezeichneten viele fichten auf die Teilnahme Amerikas an der Regelung nunmehr fast Frieden gebeten wurde? Gerade das ist auffälligerweise in englische Geschäftsleute als praktische Politif. Wenn man sie auf- völlig in den Hintergrund treten sollen. Es sei ein- für allemal der Dentschrift vergessen worden. Deshalb soll es hier zu Nutz fordere, mit Frankreich zu gehen, um Deutschland nach den Regeln darauf hingewiesen worden, daß, wenn nicht durch die Note Bald- und Frommen aller, die historische Tatsachen von größter Bedes Versailler Vertrages zum Zahlen zu bringen, tue man allen wins eine Einigung der Allierten zustande komme, Amerika fort- deutung nicht verwischen lassen wollen, nachgetragen werden: thren Direktiven Gewalt an. Die Geschichte der letzten drei fahren werde, beiseite zu stehen. In Regierungsfreisen vermöge man Jahre sei daher nur eine Aufzählung von Berstößen gegen den einen Nugen für die Vereinigten Staaten darin zu erblicken,( Hindenburg- Ludendorff) fordert vom Reichskanzler die soFriedensverrtag. Was habe es für einen 3wed, diese Lehren der baß sie dem Reparationsproblem näherträten, bevor ihre mit fortige Herausgabe eines Friedensangebots an Erfahrung zu bestreiten? Sie müßten den Franzosen in Fleisch wirkung praktischen Erfolg haben könne. Angesichts des Gegensages bie Entente. 29. September 1918. Der Reichskanzler Prinz Mar von und Blut übergehen und sie veranlassen, eine andere kom zwischen Frankreich und seinen Alliierten in der Ruhrpolitik verbination zu suchen, um zu ihrem Geld zu kommen. Der mögen die Regierungsfreise nicht zu glauben, daß unter den gegen Baden, der mit der Bildung einer neuen, auf demokratischer Basis wärtigen Umständen irgend etwas für die Sache gewonnen zu errichtenden Regierung beschäftigt war, läßt den Bertreter der Temps" verlangt von Frankreich eigene Ideen. du maReichsregierung bei der Obersten Heeresleitung, Freiherrn von Die Behandlung der belgischen Neutralität und Unabhängigkeit werden könne. Baldwins Note in Vorbereitung. im jezigen Augenblid sucht der„ Temps" zu rechtfertigen, da die Lerßner, telegraphisch und telephonisch anweisen, Hindenburg und London, 17. Juli.( Reuter.) Die Borbereitung der britischen Ludendorff wegen des überraschenden Schreies nach Frieden sofort großen Tage des Jahres 1914 in acht Tagen sich zum neuntenmal jähren. Die eigentliche Absicht, die diesem alleinstehenden Presse- Antwort an Deutschland und der begleitenden Mantelnote an die zur Rede zu stellen. manöver zugrundeliegt, erhellt aus den mitgeteilten Aeußerungen Alliierten beschäftigt noch immer die britischen Sachverständigen. des Londoner Berichterstatters im„ Echo de Paris" über die kri- Es verlautet, daß die Mantelnote darlegen wird, aus welchem tische Lage Belgiens, das nach seiner Darstellung vor der Grund die britische Regierung glaubt, daß die deutsche Note eine Wahl stehe zwischen England und Frankreich. Beträftigt wird diese Antwort verdiene, und im allgemeinen auseinandersetzen wird, Auffassung durch den Leitartikel im Journal des Débats", in dem welche Schritte zur Lösung des Reparationsproblems für nötig gees heißt, es bestehe Grund zu der Annahme, daß auch Belgien die halten werden. Die Mantelnote wird an die französische, belgische, britische Kombination, die Frankreich ablehne, froß der verzweifelten italienische und japanische Regierung gleichzeitig mit dem Entwurf Anstrengung Curzons, Belgien von Frankreich zu trennen, nicht der Antwort an Deutschland gesandt werden. zulassen werde. Von dem Ausgang der gegenwärtigen Krise England zu Konzeffionen bereit aber nicht einseitig. hänge geradezu die Unabhängigfeit Belgiens ab. Wenn London, 17. Juli.( EP.)" Daily News" teilen mit, daß der das Brüsseler Kabinett heute dem Berliner und Londoner Druck nachgebe und Frankreich allein laffe, so sebe es sich ähnlichen Ge- englische Antwortsentwurf kurz, das Begleitschreiben aber lang sein werden und im einzelnen den Antwortsentwurf begründe. Sollte die Auflösungsarbeit der englisch- Wenn die Alliierten bereit seien, Konzessionen zu machen, belgischen Allianz von Erfolg sein, so trage sie alle Kennzeichen des werde sich die englische Regierung bereiterklären, den Entwurf unter Konkurrenzneides an sich. England würde dann feststellen, Umständen abzu ändern. Eine Abänderung sei bezüglich des daß es trotz Berschwindens der Kriegsflut politisch den Krieg ver- passiven widerstandes und her Ernennung einer Sachverständigentommission möglich. fahren wie 1914 aus. loren habe. Die Rede Smuts. 1. Oftober 1918( vormittags). Freiherr von Lerßner telegraphiert an den Reichskanzler aus dem Großen Hauptquartier: ,, General Ludendorff erklärte mir, daß unser Angebot von Bern aus fofort nach Washington weitergehen müsse. 48 Stunden fönne die Armee nicht warten. Er bäte Eure Exzellenz dringendst, alles zu tun, damit das Angebot auf aller= schnellste Weise durchkäme. Ich wies deutlich darauf hin, daß der Feind trotz aller Bc= schleunigung faum vor Ablauf einer Woche antworten werde. Der General betonte, daß alles darauf ankäme, daß das Angebot bis spätestens Mittwoch nacht oder Donnerstag früh in den Händen der Entente sein müsse und bittet Eure Exzellenz, alle Hebel dafür in Bewegung zu seßen. Er glaube, daß zur Beschleunigung vielleicht die Note von der schweizerischen Regierung durch Funkspruch von Nauen mit Schweizer Chiffre gegeben werden könne." 1. Oftober 1918( mittags 1,20 Uhr) telegraphieren HinderWenn bis heute abend 7 bis 8 Uhr Sicherheit vorhanden ist, daß Prinz Mag von Baden die Regierung bildet, so bin burg- Ludendorff an den Bizekanzler v. Bayer: Selbst wenn die Vorwürfe des„ Temps" gegen Englands Rolle Pietermaritzburg, 17. Juli.( Reuter.) Smuts sagte in seiner ich mit dem Aufschub bis morgen einverstanden. Sollte dain den kritischen Julitagen von 1914 berechtigt wären, so bleibt es nichtsdestoweniger eine grobe Geschmadlofigteit diefes offi- Rede u. a. noch, Baldwin habe seinerzeit mit dem Abschluß der gegen die Bildung der Regierung irgendwie zweifelhaft sein, fo ziöfen Bariser Blattes, wenn es heute derartige Anklagen gegen Schuldenfundierungsverhandlungen mit Amerika einen ausgezeichhalte ich die Erklärung an die fremden Regieein Bolt erhebt, durch das es von einer vernichtenden Niederlage neten Anfang zu seiner jezigen Tätigkeit gemacht. Er begreiferungen heute nacht für geboten." 3. Ottober 1918 telegraphiert Prinz Mag, der inzwischen im Weltkriege gerettet wurde. Und es ist auch sehr zweifelhaft, die Lage und sage den Bölkern Europas, daß der Friebe wieder offiziell Reichskanzler geworden war und die neue Regierung geob gerade diese Art von Argumentation auf Belgien den er hergestellt werden müffe. Er, Smuts, hoffe, daß diese Bemühungen bildet hatte, an die Oberfte Heeresleitung: und die Bemühungen derjenigen, welche Baldwin innerhalb und Bevor ich mich über die Einleitung der von der Obersten außerhalb des britischen Reiches unterstüßen, so start sein werden, Heeresleitung gewünschten Friedensaktion schlüffig mache, beehre ich daß schließlich die Kräfte des Friedens die noch immer fich regenden mich, Eure Exzellenz um Stellungnahme zu folgenden Fragen zu Kräfte des Krieges übertreffen und überwältigen. bitten: strebten Eindruck machen wird. Reparationszucker verlangt. Die Kr Die Krise in der katholischen Volkspartei. Anrufung der Reparationskommission.f Paris, 17. Juli.( Eca.) Die Reparationsfommission wird, wie der Temps" mitteilt, morgen deutsche Sachverständige anhören und zwar zu der Frage, ob Deutschland verpflichtet ist, auf Reparations. Rom, 17. Juli.( EP.) Ueber die Tragweite und die Folgen tonto 3 ud er an Stelle der Sachlieferungen zu liefern, die in einem Paragraphen 19b, Anlage 2, 3eile 8, vorgesehen sind, der infolge ber rise innerhalb der Boltspartei bewahren deren Führer einer Entscheidung der alliierten Regierungen am 5. Mai 1921 in große Zurückhaltung. Meda erflärte, die katholische Rammerden Friedensvertrag aufgenommen wurde und folgender- gruppe habe durch ihre Stimmenthaltung das Land gerettet. maßen lautet:„ Die Zahlungen in Gold oder gleichen Werten, die Der aus der Gruppe ausgestoßene Abgeordnete Cavazzoni gab als Anzahlung auf die festgestellten Ersatzansprüche der alliierten der Ansicht Ausdruck, daß die Krise der Volkspartei sich nach Schluß und assoziierten Mächte zu leisten sind, fönnen jederzeit von der der Kammer weiter entwidein werde. Das Barteisekretariat Kommission in Form von beweglichen und unbeweglichen Gütern, hat die Zusammenberufung des Nationalrates beschlossen, um die Baren, Unternehmungen, Rechten und Konzessionen in deutschem und außerdeutschem Gebiet, Schiffen, Obligationen, Aftien oder orgenommenen Ausstoßungen und die Haltung der Gruppe bei der Bertpapieren aller Art oder deutschen oder ausländischen Gelbforten Abstimmung vor der letzten Instanz entscheiden zu laffen. Durch angenommen werden; ihr entsprechender Goldwert wird von der den Austritt einiger weiterer Abgeordneter ist eine weitere Rommission selbst 13ersplitterung eingetreten. 1. Wie lange fann die Armee den Feind noch jenseits der deutschen Grenze halten? 2. Muß die Oberste Heeresleitung einen militärischen Zusammenbruch erwarten und bejahendenfalls in welcher Zeit? Würde der Zusammenbruch das Ende unserer militärischen Widerstandskraft bedeuten? 3. Ist die militärische Lage so fritisch, daß sofort eine Aktion mit dem Ziel Waffenstilstand und Friede eingeleitet werden muß? 4. Für den Fall, daß die Frage zu 3 bejaht wird, ist die Oberste Heeresleitung fich bewußt, daß die Einleitung einer Friedensaktion unter dem Druck der militärischen Zwangslage zum Berluft deutscher Kolonien und deutschen Gebietes, namentlich Clsaß- Lothringens und rein polnischer Kreise der öftlichen Provinzen führen kann? 5. Ist die Oberste Heeresleitung mit Absendung des anliegenden Rotenentwurfes einverstanden?" 3. Oftober 1918( am felben Tage) telegraphieren Hindenburg Ludendorff an den Reichskanzler Prinzen Mag zurück: Die Oberste Heeresleitung bleibt auf ihrer am Sonntag, den 28. September d. I., gestellten Forderung der sofortigen Herausgabe des Friedensangebots an unsere Feinde bestehen. Infolge des Zusammenbruchs der mazedonischen Front, der dadurch notwendig gewordenen Schwächung unserer Westreserven und infolge der Unmöglichkeit, die in den Schlachten der lezten Tage eingetretenen jehr er heblichen Verluste zu ergänzen, besteht nach menschlichem Ermessen keine Aussicht mehr, dem Feinde den Frieden auf zuzwingen. Der Gegner seinerseits führt ständig neue, frische Reserven in die Schlacht. Noch steht das deutsche Heer festgefügt und wehrt siegreich alle| Angriffe ab. Die Lage verschärft sich aber täglich und tann die Oberste Heeresleitung zu schwerwiegenden Entschlüssen zwingen. Leben." Unter diesen Umständen ist es geboten, den Kampf abzubrechen, um dem deutschen Volke und seinen Verbündeten nuglose Opfer zu ersparen. Jeder verfäumte Tag kostet Taufenden von Soldaten das Dieser fürchterlichen Angst- und Notschreie wegen, die die Generale Hindenburg und Zubendorff Tag für Tag ausstießen, mußte Prinz Mag am 5. Ottober die Note an Wilson richten. Warum aber wird in der„ kalendermäßig" zusammengestellten Denkschrift alles unterdrückt, was sich zwischen dem 29. September und dem 5. Oktober abgespielt hat? Wir wissen es nicht. Aber das wissen wir genau, daß mit dem Abdruck der von uns oben angeführten Tatsachen die heimtückische Verleumdung von dem Dolchftoß glänzend ad absurdum geführt worden wäre. In der Denkschrift fehlt noch ein fehr wichtiges Datum; es wird nämlich der Tag schämig übergangen, an dem auf die Frage Erzbergers, ob er die furchtbaren Waffenstillstandsbedingungen tatsächlich unterzeichnen solle, General Hindenburg telegraphisch geantwortet hat: Kommunisten und Faschisten. Wer will den Bürgerkrieg? Deutschvölkische Tilleulenspiegelei. " langfe, weil sie sonst, obwohl das angeblich von hinten erdolchte deutsche Heer noch festgefügt" stehe, zu schwerwiegenden Entschlüffen" gezwungen werden fönnte.( Rapitulation!) Der Vorwärts" als Justizmörder. 2. Daß infolge dieser nervösen Hilferufe das festgefügte Heer Die Deutschvölfischen sind seit jeher groß in der Kunst tatsächlich tampfunfähig gemacht wurde. 3. Daß gewesen, sich als unschuldig Verfolgte hinzustellen. Neuerdings die Waffenstillstandsbedingungen( Herausgabe und Zerstörung hat es ihnen der Erlaß des preußischen Innenministers angeder Waffen usw.) auf Befehl Hindenburgs unterzeichnet tan, demzufolge die Deutschvölkische Freiheitss worden sind! partei bei fommenden Wahlen in Preußen teine BeVon alledem soll dem deutschen Volt offenbar möglichst rücksichtigung finden wird. Das sei ein Bruch des Arwenig bekannt werden, weil sonst der der Republit gemein- titels 125 der Reichsverfassung, der Wahlfreiheit und Wahlgefährliche Sput der aktiven" Phantasten, die jetzt wieder geheimnis gewährleiste. Die Herren um Graefe, Wulle und heldenhaft mit den Zungen raffeln, im Handumdrehen er- Henning scheinen absolut farbenblind zu sein. Sonst müßten sie ledigt wäre. wissen, daß eine Deutschvölkische Freiheitspartei in Preußen nicht existiert und daß die ehemalige Freiheitspartei nach der vom Reichsgericht als zu recht bestehend erklärten Auffassung des preußischen Innenministers feine eigentliche Partei, sondern nur Deckmantel und Sammelbecken für verbotene Organisationen gewesen ist. Sollten sich Die Auffäße, die hier über das Thema des Bürger- elfo bei einer Wahl Stimmzettel mit dem Kennwort Deutschfriegs veröffentlicht wurden, haben in der Bresse lebhafte völkische Freiheitspartei" vorfinden, so müßte das als ein Auseinandersetzungen hervorgerufen. Sachliche Momente de plazierter Aprilscherz angesehen werden. von irgendwelcher Bedeutung sind aber dabei nicht zutage ge- Aber die Deutschvölkischen sind sich sehr wohl bewußt, daß freten, fondern die äußerste inte nie bie äunette Rote die unrichtige Auffassung nicht auf Seiten des haben fich darauf beschränkt, die Ausführungen des Bor Innenministers, sondern auf ihrer Seite liegt. Das zeigt ein wärts" nach ihren eigenen parteipolitischen Bedürfnissen zu langes klageschreiben des Herrn von Graefe= verfälschen und zu verdrehen. Eine Diskussion aber, die fich Golde bee an den Reichskanzler, des recht beweglich nach darin erschöpfen müßte, zum Zweck der Richtigstellung schon einer Aufhebung des Verbots der Freiheitspartei rust. Was Gejagtes zu wiederholen, ist wenig reizvoll. wird da alles in Bewegung gefegt, um die Morenwäsche vorzunehmen! Die Freiheitspartei sei unschuldig, Roßbach sei unschuldig( den soeben noch das Reichswehrministerium auf das schlimmste blosstellt!), die Untersuchung gegen Roßbach habe nicht das geringste Belastungsargument zutage gefördert, linksradikale Kampforganisationen und Banden schlachteten deutschvölkische Arbeiter und Jungmannen in armen Freiheitsparteilern für Ungemach passiert! Aber der viehischer Weise ab. Es ist wirklich staunenswert, was den viehischer Weise ab. Es ist wirklich staunenswert, was den Gipfel ist es doch, was der Borwärts" für dunkle MachiGipfel ist es doch, was der Vorwärts" für dunkle Machinationen in die Wege leitet. Man höre und staune: des preußischen Auch in Blättern der Mittelparteien, so in der volksparteilichen Beit", ift dem ,, Borwärts" vorgeworfen worden, er male den Teufel an die Wand. Ja, wenn es das Was führen die Generale Hindenburg und Ludendorff sicherste Mittel zur Verhinderung unerwünschter Ereignisse Ende September und Anfang Oktober 1918 als Gründe für wäre, daß man über sie nicht schreibt, dann brauchte ja nur den bevorstehenden Zusammenbruch an? Man lese das obige die Bresse ihr Erscheinen einzustellen, und wir lebten jofort Telegramm genau nach: Zusammenbruch der mazedonischen in der glücklichsten aller Welten. Leider zwingt die rechtsFront, die Berlufte des eigenen Heeres und die wachsende radikale Verschwörerpropaganda durch ihre zunehmende lebermacht der Feinde!!! Die" Revolution", die Folge des Frechheit dazu, gewisse Eventualitäten, die fein vernünftiger Zusammenbruchs, fand erst am 9. November, also 6 Wochen Mensch wollen kann, in den Bereich der Erwägungen zu nach den Hilfeschreien der Generale statt. Sie wird heute als ziehen. Dieser Zwang ist um so stärker, als bei den sozialdemodie Ursache des Zusammenbruchs hingestellt. fratischen Massen nicht das Bertrauen besteht und nach „ Diese Untersuchung( gegen Roßbach, Anm. d. Red.) hat sich Lage der Dinge auch nicht bestehen kann, daß man den Schuh dank der geradezu fiebcrhaften Anstrengungen des Herrn Severing der Republik ruhig der Reichsregierung überlassen und seiner Organe, durch willkürliche Haussuchungen, durch Hineindürfe. ziehen von Vorgängen in Magdeburg, Parchim usw., die schon mit Tiefbedauerlich ist, daß die kommunistische Bresse durch Herrn Roßbach direkt nichts, noch weniger aber mit der Freiheitsihr blödsinniges Maulaufreißen der reaktionären Presse täg- partei zu tun hatten(!), monatelang hinausgezogen und wird 10. November 1918. Großes Hauptquartier. In den Waffen- lich neuen Stoff für den Vorwand bietet, die Bürgerkriegsgefahr jedesmal, wenn sie vor dem Abschluß steht, durch neue stillstandsbedingungen muß versucht werden, Erleichterungen in fomme gar nicht von rechts, sondern von links. Dieses Ge- Agitationsmanöver des Borwärts" in einer Weise neu verfolgenden Punkten zu erbringen: 1. Berlängerung der Räumungs- haben ist um so verwerflicher, als es lediglich agitatorischen 3ögert, die sich gegenüber dem seit fünf Monaten unschuldig im frift auf zwei Monate, wobei die Hauptzeit auf die Räumung der 3weden dient, hinter denen gar feine weitere Absicht steht. Gefängnis fizenden Herrn Roßbach zum Justiz mord gegenüber Rheinproving, der Pfalz und Hessens fällt. Sonst Zusammenbruch Die Kommunisten wissen ganz genau, daß ein gewalt- der in ihren verfassungsmäßigen Rechten vergewaltigten Freiheitsdes Heeres, weil technische Ausführung absolut unmöglich. 2. Durch samer Borstoß, den sie heute unternehmen würden, gar nicht partei zum politischen, Standal ersten Ranges aus marsch rechten Heeresflügels durch Maßtrichtzipfel. 3. Wegfall anders enden fönnte als mit ihrem vollständigen Untergang. wächst." neutraler Zone aus Ordnungsgründen, zum mindesten Verminde Wenn sie die Dinge so darstellen, als könnten und wollten fie Angesichts derart unsinniger Behauptungen, die der rung auf 10 Kilometer. 4. Ehrenvolle Kapitulation Oftafritas. nächstens die Sowjetfahne über Berlin und ganz Deutschland Vorwärts" auf sich beruhen lassen kann, die aber die 5. Erhebliche Berringerung des abzugebenden Eisenbahnmaterials, aufpflanzen, so ist das ein hohles renommistisches Gerede, das Rechtsorgane des Reiches auf das schimpflichste sonst schwerste Gefährdung der Wirtschaft. Belassung des Personals von denen, die es verüben, am wenigsten ernst genommen verdächtigen, muß man sich fragen, was die Reichsgemäß A 7 nur in fleinem Umfange möglich, nähere Abmachungen wird. Der Schaden, der durch solches Geschwätz ange- regierung zu tun gedenkt, um die Freiheitsparteiler, die hierüber nötig. 6. Lastkraftwagen im Heer nur 19 000, davon richtet wird, läßt sich aber gar nicht ermessen denn wehe, fich ihr in immer aufdringlicherer Weise nähern, von sich ab50 Broz. betriebsfertig, vorhanden. Abgabe in der geforderten Höhe wenn in naiven Gemütern dadurch Illusionen geweckt wer- zuschütteln. Das Schreiben des Hern v. Graefe ist, wie das würde völligen Zusammenbruch der Heeresversorgung bedeuten. den, die vor der Wirklichkeit nicht standhalten! bereits von uns zitierte Schreiben des Herrn Wulle, an 7. Jagd und Bombenflugzeuge nur 1700 vorhanden. 8. Bei einfeitiger Kriegsgefangenenabgabe müssen wenigstens Bereinbarungen über Kriegsgefangenenbehandlung bestehen bleiben. 9. Blockade für Lebensmittel öffnen; zur Regelung der Verpflegungsfrage find Rommiffare unterwegs. Gelingt Durchführung diefer Punkte nicht, so wäre trotzdem abzuschließen. Gegen Ablehnung Bunfte 1, 4, 5, 6, 8, 9 wäre flammender Protest unter Berufung auf Wilson zu erheben. Bitte Entschluß Regierung in diesem Sinne schleunigft herbeizuführen. Hindenburg." Es ergibt sich aus den in der Denkschrift nicht verzeichneten Daten also: 1. daß die Heeresführung schon im September 1918 sofortigen Frieden und Waffenstillstand verDer Unterschied. Stizze von Ernst Preczang. " Der Kommunismus scheint jeßt seine einzige Aufgabe Reichstanzler Cuno gerichtet. Beide Schreiben werdarin zu erblicken, dem Faschismus die Parole den von der Freiheitspartei in der Deffentlichkeit tolportiert, zu liefern, die er für den Bürgerkrieg braucht. Brat- und find geeignet, das Ansehen des Reiches, der Reichsregietische Bekämpfung des Faschismus muß also verbunden sein rung und der reichsdeutschen Rechtsinstanzen auf das emp mit dem Schutz der Arbeitermassen vor der fommunistischen findlichste zu schmälern. Eine Antwort, und zwar eine Berdummungsarbeit und rastloser sozialdemokratischer Auf- öffentliche Antwort von der Reichsregierung ist also flärung. Durch Lügen und Aufschneidereien, wie sie bei den unbedingt notwendig, wenn sie sich nicht selbst den absurdesten Kommunisten üblich sind, kann man die Massen nur ins Berdächtigungen aussehen will. Berderben führen, nicht sie für kommende Kämpfe schulen, wie es notwendig ist. * Minister Severing wird gegen das Deutsche Tages Wenn wir die Zuversicht haben, daß es den arbeitenden blatt" Strafantrag wegen Berleumdung stellen, weil es gegen ihn Maffen in Deutschland gelingen wird, mit dem Faschismus in einem Artikel den Vorwurf erhoben hat, er bereite mit Unterfertig zu werden, so ist es nicht wegen der Kommunisten, stützung der Kommunisten in Preußen, Thüringen und Sachsen den sondern trop der Kommunisten. Bürgerkrieg vor. „ Ein allzu bescheidener junger Mann," sagte Syerr Krusius zu seiner Frau und Tochter, als er wieder am Lande war. Dort hinterm Schilf verschwindet er. Ich hoffe, Elfe, daß du ihn nicht so ohne weiteres entwischen läßt." Inzwischen beeilte sich Leopold, in seinen Arbeitsanzug zu tom men. Man fonnte nicht wissen... schließlich drehten sie ihm noch die Rettungsmedaille an. Er warf eben seinen Rucksack über den Rücken und trat aus tem Gebüsch- da standen sie vor ihm: Vater, Mutter, Tochter. Erstaunt und fast erschroden beäugten sie ihn. Herr Krufius faßte sich zuerst: Liebe Effe, dein Lebensretter, Herr Härtel." Sie reichte ihm zögernd und errötend die Hand:„ Ich weiß nicht, wie ich Ihnen danken soll." Auch die Mama gab die Patsche:„ Wie sollen wir Ihnen „ Bar nicht," lachte der.„ Es war wirklich kein Kunststück." Herr Krusius war mit seiner Brieftasche beschäftigt. " Guten Abend!" Ein schroffer Abschiedsgruß des Schloffergefellen. " Merkwürdig." Krusius blidte nachdenklich hinter ihm her. Krusius blickte nachdenklich hinter ihm her. Nackt sah der Mensch ganz anständig aus!" wenigstens eine Stunde in einem schattigen Zimmer schläft, wird dadurch gegen viele Schädigungen gefeit. Wie die Eltern ihre Kinder schlafen lassen sollen, so dürfen fie fie andererseits nicht zum Essen zwingen. Wenn das Kind an heißen Tagen feinen Appetit hat, so braucht man sich darüber nicht zu beunruhigen, denn die Natur, die viel flüger ist als die Menschen, weiß, daß der Mensch in der Hige weniger Nahrung braucht. Ebenso leitet der Instinkt das Kind richtig, wenn es mehr Flüssigkeit haben will. tann doch nicht gut sein, daß das Kind so viel Waffer trinkt", denkt die Mutter. Es ist aber trotzdem gut, und sie lasse es ruhig trinker. Es Das Flugzeug in der Hochfeefischerei. Man braucht sich heute nicht mehr zu wundern, wenn sich eines Tages die Fischer nicht mehr an Bord ihrer Boote, sondern an Bord eines Flugzeuges oder eines lenkbaren Luftschiffes begeben werden, um ihrem Beruf nachzugehen. Das Flugzeug als Helfer der Fischer ist die neueste Etappe auf dem Siegeszug des Aeroplans. In Amerika hat man bereits daran gedacht, für die Zwecke der Hochseefifcherei einen besonderen Luftdienst zu organi fieren. Schon vor zwei Jahren hatte ein kanadischer Flieger den Fischern von Neufundland wertvolle Dienste geleistet, und erst fürzlich glückte einem englischen Flieger auf dem Kanal die Auffindung eines großen Heringsschwarms. Unter allen Methoden der Aufklärung zur See für den Fischfang ist die mit Hilfe des Flugzeugs die weitaus beste. Bermöge feiner großen Schnelligkeit fann der Aeroplan in verhältnismäßig schneller Beit ein weitgedehntes Fischereigebiet aufklären, und wenn zwischen dem Apparat und den Fischereibooten ein Verständigungsmittel besteht, so können feine Informationen mit gleicher Schnelligkeit den Fischern übermittelt werden. Leopold Härtel, der Schlossergeselle, hatte einen heißen Tag hinter sich. Er war bei dreißig Grad im Schatten sozusagen in allen landwirtschaftlichen Maschinen auf dem Gutshofe herumgetrochen, hatte gehämmert, gefeilt, gelötet und nebenbei die Schmiere mit seinem Anzug abgewischt, was sich nicht immer vermeiden läßt. Nun, auf dem Nachhausewege tam er sich selbst etwas verschwizt und dreckig vor, und er begrüßte deshalb mit Freuden den See, der sich hinter dem Dorfe ausbreitet. Diefer See war zwar eigentlich die Batedomäne der Sommerfrischler, die das Dorf bevölkerten, und auch jetzt sah er ihr buntes Häuflein auf der Wiese lagern und sich im Wosser herumtummeln, aber der Teich war groß genug, um auch noch einem„ Außenseiter" Plak zu geben. Schilf- danken, Herr Härtel?" dickichte und Gebüsche verwehrten überdies einen freien Ueberblick. Darum befann sich Leupold Härtel feinen Augenblick, wich von der Straße ab, fuchte sich eine gehörige Strauchbeckung, warf die Klei der von sich und tauchte mit Behagen in der ersten Schilfdichtung unter. Wer Seife hat, wäscht sich mit Seife. Wer so unvorbereitet Du wolltest ihn doch zu einer Flasche Wein einladen," spottete ins Wasser kommt wie Leopold nimmt Sand, Morast, Kraut. Ja, die Madame. er scheuerte sich, bis er blinkte, dann schrie er Juhu!" und schwamm in den See hinaus. Er schwamm auf dem Bauch, legte sich auf die Seite, paddelte auf dem Rücken und achtete nicht der übrigen Welt. Und war darum nicht wenig verwundert, plöglich ein Aechzen, Das Kind in der Hihe.„ Die Hize scheint dem Kinde Stöhnen, Gurgeln und Hilferufen in seiner Nähe zu hören. Richtig, gar nichts zu machen", sagen die Mütter wohl verwundert, Die Erkundung der Gewässer von Bord eines Flugzeuges aus da fochten ein paar Arme und Beine verzweifelt mit der großen wenn sie sehen, wie die Kleinen ruhig in den brütenden Sonnen- ist nicht einmal sonderlich schwierig. Man hat oft genug festgestellt, Feuchtigkeit, und ein schwarzer Mädchenkopf pruftete bald unter, strahlen spielen, während die Erwachsenen sich in den Schatten ge- daß das menschliche Auge ohne Mühe durch verhältnismäßig tiefes bald über dem Wasser. Leopold kam gerade noch zurecht, ihn ganz flüchtet haben. Aber tatsächlich macht" die Hize dem Kinde sehr und flares Waffer hindurchsehen kann. Es ist also leicht, sich vom vor dem Versinken zu bewahren. Er pacte das Mädchen mit der viel, und man tut sehr unrecht, die Kinder nicht ebenfalls im Schatten Apparat aus ein Bild darüber zu machen, was die Wasser beherzu halten. Segt man ein Kind start der Hize aus, so schädigt man bergen, und beispielsweise eine Klippe von einem Sandberg, ein Linken und ruderte mit der Rechten dem Lande zu. Dort liefen bamit feine Lebenstraft und schafft die Ursache für ein Algenfeld von einem Laichplatz von Fischen zu unterscheiden. In sie aufgeregt durcheinander, schrien, fuchtelten mit den Händen, und schlechtes Befinden in den späteren Monaten. diesen Dingen leistet des menschliche Auge jogar bessere Dienste als die Verwegenjten wateten dem Retter entgegen. Kinder werden allerdings felten vom Hitfchlag oder Sonnenstich be- der photographische Apparat, da es ungleicy empfindlicher auf Als er genügend festen Grund erreicht hatte, stellte er das fallen, weil ihre Herzen gesund und die anderen Organe noch un- Farben reagiert. Die Fischpläße sind aber gerade durch ihre Mädchen auf die Beine; es schwankte noch und blickte verwirrt um- geschädigt sind. Aber sie leiden doch sehr unter der Hize, indem die verschiedenen Färbungen fenntlich. So zeigt beispielsher, stammeite unflare Dankesworte, aber dann fand es der Stützen übertriebene Inanspruchnahme des Körpers bei hoher Temperatur weise eine rötliche 3one den Bug eines Tunfischschwarms und genug, die es in die Arme der Mutter geleiteten. Das war Leopold eine Schwächung herbeiführt. Das Kind, besonders das Stadt ein öliger Fleck einen Heringszug an, während im Wasser in tind, wird sowieso schon während der heißen Monate entfräftet, bestimmten Zwischenräumen aufbligende Lichter die Anwesenheit von nicht unlieb, weil er, wie gesagt, ganz unvorbereitet ins Wasser ge- verliert an Widerstandsfähigkeit und greift die Reserven an, die Sardinen verraten. Man kann zu diesem Zweck jeden Aerogangen war. Er drehte also wieder um ihm helfen sollten, etwaige Krankheiten, die in den Wintermonaten plan, jedes Wasserflugzeug oder auch ein lentbares Luftschiff verGestatten Sie," eine Beuchende Stimme meldete sich hinter lauern, glücklich zu überstehen. Je mehr sich die Lufttemperatur der wenden, ohne daß es einer besonderen Herrichtung bedarf. Das ihm, ich bin der Bater der jungen Dame und danke Shnen von Körpertemperatur nähert, desto schwerer wird es dem Organismus, Flugzeug nimmt nur einen Piloten, den Beobachter und den Appa ganzem Herzen. Krusius ist mein Name. Direktor Krufius sich diesen ungewöhnlichen Verhältnissen anzupassen. Die Wärme rat für die Nachrichtenübermittlung an Bord. Härtel." Leopold zog sich langsam weiter zurück. Die Sache regulierung, die der Körper vornimmt, wird in Zeiten großer Hige gestört, und das ist eine Gefahr für das Kind. Deshalb ist in dem 200 Jabre feit der Vereinigung der drei bis dahin getrennt ge Kulturhistorische Ausstellung in Königsberg. Im Jahre 1924, ist nicht der Rede wert." „ Doch, doch, für mich doch. Sie müssen es meiner Tochter schon und im Schatten zu halten. Auch für genügend Schlaf muß städtischen Gemeinwesen vergangen sein werden und in dem zugleich der es unbedingt notwendig, es möglichst wenig der Sonne auszusehen weienen Städte Altstadt, Loebenicht und Seneiphof zu einem erlauben, Ihnen nachher persönlich zu danken. Ich erlaube mir, bei den kleinen gerade in dieser Zeit gesorgt werden. Mangel an 200. Geburtstag Rants begangen wird, beabsichtigt die Stadt Sie zu einem Glase Wein einzuladen." Schlaf ist einer der wichtigsten Fattoren, die in der Hiße zur Ent- Königsberg eine fulturhistorische Ausstellung zu veranstalten, die die Ent träftung des findlichen Körpers führen. Ein Kind, das am Tage| widlung Königsbergs auf allen Gebieten veranschaulichen soll. Danke, danke." Leopold lachte und schwamm schon. " # Reichswehrblock Roßbach. Die Untersuchung über den Reichswehrblod Roßbach" in Magdeburg hat, wie vom Reichswehrministe rium mitgeteilt wird, zu folgendem Ergebnis geführt: bedauerlich ist es, daß hierbei Turngäste, die an dem parteipolitischen Umzuge teilnahmen, zu Schaden gekommen sind. lebertriebenen Gerüchten gegenüber sei festgestellt, daß es weder ernstlich Verletzte, noch gar Tote gegeben hat. Die festgenommenen Personen sind noch am gleichen Tage wieder entlassen worden. Unwahr ist, daß fremde Jode des angefagte Be Zum Tode des Genossen Strobel. J Wirtschaft 63 Prozent Kohlenpreiserhöhung. Amtlich wird gemeldet: Im März versuchte Roßbach Einfluß auf tie Magdeburger Bolizei eingesetzt war. Unwahr ist auch, daß die Schuhmannschaft Im Anschluß an die am Montag im Reichsarbeitsministerium Reichswehr zu gewinnen; er mußte eine Besprechung mit mit blanter Waffe auf den Zug gewartet habe. Dagegen richtig, 3 Offizieren und mehreren Unteroffizieren und Mannschaften daß die Polizei erst dann von der Waffe Gebrauch machte, als getroffenen Lohnvereinbarungen, die vom 17. bis 22. Juli sine herbeizuführen, bei der aber die Offiziere feine Annäherungsversuche wiederholte Aufforderungen zur Einstellung des verbotenen Um- Lohnerhöhung um 40 Proz. und vom 23. bis. 31. Juli eine weitsre das ist um 82 Broz. gegenüber dem Lohn vor dom scharf abwiesen, ihren Vorgesehten davon Meldung zuges und zur Entfernung der Parteifahre in wüster Be- um 30 Proz. machten und den Unteroffizieren und Mannschaften jede fernere fimpfung abgelehnt worden waren und durch den gewalt. 17. Juli vorfehen, berieten Reichsfohlenverband und großer AusBeziehung zu Roßbach verboten. Sein einziger Erfolg war, daß tätigen Widerstand ein Polizeibeamter erheblich verschuß des Reichsfohlenrats über entsprechende Kohlenpreiserhöhuneiner seiner persönlichen Freunde, der 19jährige Kraftfahret legt wurde. Im übrigen wird die ganze Angelegenheit dem gen. Es wurde festgestellt, daß die bisherigen Netto gruben= preise des Bergbaus, insbesondere im unbesetzten Gebiet, somehl Miehl, insgeheim zur Verbreitung„ völkischen Geistes" im Heere Gerichte übergeben. teneichswehr blod Roßbach" gründete, dem er auch eine Eine für Dienstag mittag wieder angesagte Versammlung gegenüber 1913 als gegenüber März April dieses Jahres erheblich ehme" anschloß. Der„ Block" umfaßte noch 4 Kraftfahrer Hitlers wurde abermals verboten und der Zirkus polizeilich bejezt. weniger geftiegen sind, als der Durchschnitt der sonstigen Industriestoffe. Die Anträge der Syndikate lauteten auf Erhöhung der Preise und einen Oberfähnrich, ihn weiter auszubreiten, ist Riehl nicht zu Zwischenfällen ist es nicht gekommen. nach den vorstehend angegebenen Prozentfäßen der Lohnerhöhung. geg! üdt; der„ Blod" blieb eine auf 6 Personen beschränkte, völlig Es wurde indessen beschlossen, die Preiserhöhung für die erste einflußlose politische Spielerei. Die örtlichen Befehlsstellen der Beriode nur mit 32 Pro3.( statt 40 Broz.) zu bemessen und erst ab Reichswehr, die noch feine gefeßliche Handhabe zum Einschreiten Wie wir bereits berichteten, ist in Mannheim am letzten Sonn- 23. Juli den vollen Lohnsteigerungsprozentsaz von 82 Proz. auch gegen Roßbach besaßen, die aber die nationalsozialistische Bewegung nach seinem ersten Auftreten in Magdeburg mit besonderem Nach- abend Gen. Georg Strobel, badischer Landtagsabgeordneter und auf die Preise anzuwenden. Außerdem wurde beschlossen, die für die drud verfolgten, waren bereits auf Riehl aufmerksam Borsigender der batischen Parteiorganisation, gestorben. Strobel beiden Perioden berechneten Preise in einem einheitlichen Mifch. geworden; er war zur fristlosen Entlassung eingegeben war am 16. Mai 1883 in Windsbach in Bayern geboren und hat an prcise, der dann vom 17. bis 31. Juli gilt, umzurechnen und nur worden, als er von der Polizei festgenommen wurde und die ihm der Bolksschule seiner Heimat und an der Fortbildungsschule in diesen Preis zu veröffentlichen, um nicht durch zu rasch aufeinander. durch Einbruch entwendeten Eagungen des Reichswehrblods" in Nürnberg erstes Wissen erworben. Er ergriff den Bäderberuf folgende Preisänderungen den Kohlengeschäftsverkehr zu erschweren mehreren Zeitungen erschienen. Es ist in höchstem Grade bedauer- und zeigte sich in seiner gewertschaftlichen Tätigkeit so tüchtig, daß er und Unruhe in die Verbraucherschaft zu tragen. Die hiernach auf lich, daß diese ihr Material nicht den militärischen Behörden mit- fchon 22jährig als Beamter in den Bäckerverband berufen wurde. diefer Grundlage fast einstimmig gefaßten Beschlüsse führten teilten, sondern zunächst es ungeprüft in sensationeller Aufbauschung Bier Jahre später wurde er Parteisekretär in Mannheim, in allen Revieren zu Preis erhöhungen um 63 Pro3. mit veröffentlichten; so wurde der Gang der militärischen Untersuchungen und hier bewährte er sich so, daß er 1919 als Nachfolger von Geiß Wirkung vom 17. Juli bis 31. Juli. Der Beitrag für die Bergerichwert und verlangsamt und die Deffentlichkeit ungerechtfertigt das Amt eines Vorsitzenden des Bezirksvorstandes antreten konnte. arbeiterheimstätten wurde von 6750 auf 11 230 m. pro Tonne erIn der Mannheimer Stadtverordnetenversammlung und im badischen höht. Die neuen Brennstoffverkaufspreise stellen sich demnach für schwer beunruhigt. Gegen Riehl und die übrigen Blodmitglieder ist Landtag hatte er durch rastlose sachliche Arbeit hohes Ansehen er- rheinisch- westfälische Fettfördertohle auf 1 361 000, für mittelAnzeige megen Geheimbündelei erstattet; diejenigen, worben. Es sind vier Momente," sagt die Heidelberger Bolts- deutsche und ostelbische Braunfohlenbritetts auf 733 000, denen Unwürdigkeitshandlungen nachgewiesen wurden, tarunter zeitung"," die Strobels Bedeutung am martantesten hervortreten für oftelbische Rohtohle auf 213 000, für mittelbeutsche Rohtohle auf Riehl, sind entlassen worden. Riehl ist in Leipzig in haft. lassen: eine hervorragende pinchologische Einfühlung in die 225 000, für niederschlesischen Gießereitots auf 2 062 000, für niederDie Untersuchung hat also ergeben, daß die Angaben des Massen und elementar- taktisches Geschick, was ihn zum glänzenden schlesischen Brechtofs auf 2 031 000, für oberschlesische Stückfohle auf Borwärts" durchaus mit den Tatsachen übereinstimmten. Berfammiungsleiter und Borsigenden prädestiniert sein ließ: eine 1172 000 und für oberschlesischen Stüdfots auf 1868 000 m. pro Wenn das Reichswehrministerium glaubt, daß es besser ge- oftmals faft frappierende, nüchtern flare Beurteilung Tonne. wesen wäre, das Material geheim zu halten, so sind wir der Dinge, die ihn zu einem hervorragenden Realpolitiker mach- Die Kohlenpreispolitik droht zu Verhältnissen zu führen, die auf durchaus anderer Meinung. Wir sind vielmehr der Ansicht, ten; die abfagende Haltung sowohl gegenüber allen nichtssagenden die Dauer unerträglich sind. Der Kohlenpreis steht jest gemessen an daß die Veröffentlichung wesentlich dazu beigetragen hat, die Redereien und hohlen Tiraden wie gegenüber schmeichelnder Selbst der rheinisch- westfälischen Fettförderkohle auf dem 116 000* Angelegenheit zu klären und sie rasch den zuständigen In- beweihräucherung, die ihm bei Sturm und Ebbe den richtigen Maß- fachen Borfriegsstand, hat sich also erheblich stärker erhöht, ftanzen zuzuführen. Wir hoffen, daß das weitere Berfahren stab für eine pofitive Politit frei von leeren Gesten finden ließen; als selbst der Preis des Dollars an den ausländischen Börsenplägen. sich vor allem mit der geheimbündlerischen Tätig in warm schlagentes Herz für alle Bedrängteen und Der Hinweis darauf, daß die Nettopreise, das sind die Preise ohne feit Roßbachs befassen wird, der bekanntlich wie alle Unterdrückten, das ihm die beste Eignung zum Führer der um Be- Kohlensteuer, weniger gestiegen sind als andere Rohstoffpreise, ist Freiheitsparteiler die Stirne hat, sich als das verfolgte Un- freiung aus den Ketten des Kapitalismus fämpfenden sozialdemokra deshalb keine Begründung, weil seit der Kohlensperre im Ruhrgebiet schuldslamm zu gebärden. tischen Arbeiterbewegung gab. So ist der früh Verstorbene, wissens- fast alle industriellen Rohstoffe mit Hilfe ausländischer Kohlen und erfahrungsreiche Mann des Volkes" im besten Sinne des hergestellt werden müssen, während bei der Gewinnung der inlän Wortes mit Amt und Jahren gewissermaßen über sich selbst hin- difchen Kohle der längst nicht im Verhältnis zur Valuta gestiegene ausgewachsen, hat seinen Nachfahren im fämpfenden Proletariat Sohn preisfentend wirken mußte. Mit dem Hinweis auf den an feinem persönlichen Lebensweg und an feinem allgemeinen Wert niedrigeren Rettopreis soll denn wohl auch ein neuer Vorstoß zur den Weg für die Zukunft gewiesen." 26schaffung der Kohlensteuer eingeleitet werden, der erst dann gerechtfertigt wäre, wenn die Bergarbeiter Weltmarkt. löhne erhielten. " Strobel erlag, faum 40jährig, einem schweren Herzleiden. Die Einäscherung der Leiche des verstorbenen Genossen hat Dienstag nachmittag in Mannheim stattgefunden. Krise in Oldenburg. Nette Hüter der Republik! Ehrfurcht dem Hause Wittelsbach, die Revolution 1918 ein strafrechtliches Verbrechen! München, 17. Juli.( Eig. Drahtb.) Sm bayerischen Landtage wurde am Dienstag die sozialdemokratische Interpellation über den Hochverratsprozeß Fuchs- Machhans verhandelt. Die InterpellaDie starke Ueberteuerung der Kohlenpreise mird tion wurde begründet von dem Genossen Sänger, der den Boden auf die verarbeitende Industrie, die ihr zugestimmt hat, von großem der bayerischen Separationsbestrebungen in jenem Beschlusse der Einfluß sein. Mit dem Hinweis auf die Kohlenpreise wird man 58 bayerischen Abgeordneten im Jahre 1870 erblickt, nach dem im allerwärts Preiserhöhungen vornehmen, die den Verbraucher be Oldenburg, 17. Juli.( Eigener Drahtbericht.) Der Oldenburgische fasten. Die deutsch- französischen Kriege Bayern Neutralität zu beobachten hätte. verantwortlichen Stellen haben angekündigt, Genosse Sänger wertete dann die außenpolitische Seite des Prozesses Landtag trat am Dienstag zusammen, um die Wahl der Regierung daß fie die Unterlagen für seine Preisbemessung demnächst verund richtete an den Minister des Innern, der die Interpellation vorzunehmen. Infolge Obstruktion der Sozialdemo öffentlichen werden. Dann wird es an der Zeit sein, sich mit der später beantwortete, eine Reihe von Fragen auf Grund des Prozeß- fratie und der Demokraten, die sich gegen die vom 3en- Kohlenpreispolitik grundfäßlich auseinanderzufeßen. Schon jetzt aber ergebnisses. Vor allem die Frage nach den Hintermännern trum erfehnte große Koalition wehren, konnte die Wahl nicht läßt sich sagen, daß eine derartige Ueberteuerung des michtigsten des Fuchs und Machhaus, nach der Rolle, die Kahr, Pöhner, Frid, erfolgen. Die fozialdemokratische Fraktion stellte deshalb den Rohstoffes für die breiten Massen unerträglich werden wird, wenn Möhl und Rupprecht Wittelbach in diesem Zusammenhange spielen. Antrag, den Landtag bis zum 14. Auguit zu vertagen und dann nicht die allgemeine Einführung wertbeständiger Löhne die Außerdem fragte er, was die bayerische Staatsgewalt in den Jahren die Wahl der Regierung vorzunehmen. Diefer Antrag wurde ab- automatische Anpassung des Arbeitslohnes an die steigende Teuerung getan habe, in denen ihr die Spionagetätigteit des Richert bekannt gelehnt. Die Parteien werden inzwischen versuchen, sich über die möglich macht. Regierungsbildung zu einigen. mar. Die belgische Dienstpflicht. Zu einem heftigen Zusammenstoß mit der rechten Seite tommt es, als Genosse Sänger davon spricht, daß das Zusammenwirken der Baterländischen Berbände mit französi Brüffel, 17. Juli.( WTB.) Die Kammer nahm mit 86 gegen schem Judasgeld bezahlt werde. Hier greift auch der Prä- 76 Stimmen bei 5 Stimmenthaltungen den Regierungsvorschlag an, fident ein und behauptet, es sei seine Pflicht, bayerische Staatsbürger monach die Dienstpflicht bei der Infanterie auf 3 mölf Monate, bei vor diesen Beleidigungen in Schuß zu nehmen. Mit fühlem Lächeln den anderen Truppengattungen auf dreizehn Monate festgesetzt wird. stellt hierauf Genoffe Sänger feft: Es ist jedenfalls etwas durchaus Neues in diesem Hause, daß der Präsideent sich zum Sachwalter der Geheimorganisation Blücher" und der Geheimorganisation C" aufwirft. Am Strafausmaß Lebensmittelknappheit infolge falscher Devisenpolitik. Die tnappe 3uteilung der wichtigsten Devisen, die die Reichsbant seit einigen Wochen vorzunehmen gezwungen ist, hat sich bereits auf die Lebensmittelversorgung ausgewirkt. Es ist der standalöse Zustand eingetreten, daß der deutsche Importeur, im Gegenfatz zu den Exporteuren, die in vielen Fällen in echt patriotischer Weise auf ihren Devisen sizen bleiben, nicht über genügend aus= tändische Zahlungsmittel verfügt, um den notwendigsten Bedarf an Schluß in Lausanne.Importware bezahlen zu können. Die Folge ist eine Bermin Causanne, 17. Juli.( WTB.) Die offizielle Bollfizung der derung der Importgüter und ein Anziehen der fritisiert der Redner dann, daß Fuchs nur 12 Jahre Zuchthaus be- Lausanner Konferenz, die von 5 Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends Preise für Importartikel. Besonders unangenehm macht fommen habe, während der degenerierte Adlige Ceoprechting, der dauerte, endete mit einer vollen Bestätigung der gestern sich der Mangel an Devisen im altbesetzten Rheinland und im Ruhrnicht halb so weit tam in feinem Hochverrat wie Fuchs, lebensläng erzielten Einigung. Damit sind die Arbeiten der Konferenz offiziell bezirk bemerkbar, wo die Lebensmitteltecke im allgemeinen durch lich ins Zuchthaus geschickt wurde. Genoffe Sänger schloß mit fol- abgeschlossen und der Frieden im Orient ift virtuell ge die Repressalien sehr knapp geworden ist, und wo man infolge des genden direkt an der Minister Schweyer gerichteten Worten: So- fich ert. Die Unterzeichnung des Friedensvertrages findet am Devisenmangels Fette, Kartoffeln, Gemüse usw. aus Holland und lange Sie das Sammelsurium dieser Geheimorganisation dulden, 24. Juli in Lausanne statt. Rußland wurde eingeladen, inner Italien nicht annähernd in dem Maße einführen kann, wie der Befolange Sie Waffen dulden anderswo als in den Händen der dazu halb von drei Wochen des Meerengenabkommen in Konstantinopel darf es verlangt. bestimmten Organe, solange werden wir in Bayern mit hochver zu unterschreiben. Wie wir erfahren, haben in Berlin zwischen den in Frage kom. räterischen Unternehmen à la Fuchs- Machhaus dauernd zu rechnen Racheinander tagten die drei Komitees, aus denen sich die Ron- menden Regierungsstellen und den Händler- und Verbraucherorganiferenz zusammenfeßte, das politische, was wirtschaftliche und das fationen bereits entsprechende Verhandlungen stattgefunden. Es Hierauf ergriff Minister Schweyer das Wort. Er legte Wert Finanzkomitee, wobei die verschiedenen Delegierten die vorgesehenen wurde eine grundsägliche Einigung dahin erzielt, daß der für die barauf, vor allem die außenpolitische Seite des Prozesses zu wür- grundsäglichen Erklärungen abgaben. Die Delegierten beglück- Boltsernährung wichtigste Devisenbedarf an einer Berliner Stelle digen. Das Vorgehen der Sozialdemokratie nannte er eine partei- wünschten sich zum Abschluß des Friedens und sprachen die Hoff- einheitlich zusammengefaßt und bevorzugt be. politische Ausschlachtung. Er zolle auch heute noch dem Hause nung aus, daß die Durchführung des Friedensvertrages, die noch handelt werden soll. Auf die westdeutschen Importeure soll beWittelsbach Ehrfurcht und müsse feststellen, daß der ehemalige Kron- viele schwere und ernste Aufgaben stelle, von allen Seiten ernsthaft fonders Rücksicht genommen werden. Ueber die Einzelheiten wird prinz mit der Sache absolut nichts zu tun habe. Infolge eines angestrebt werde. noch im Reichsernährungsministerium verhandelt. Zwischenrufes machte er die Bemerkung, daß auch die Revolution von 1918 ein Hochverrat war, der nicht nur ein moralisches, fondern auch ein strafrechtliches Verbrechen gewesen sei. Wenn man dieses Berbrechen nicht verfolge, jo liege das lediglich an den dazu fehlenden Machtmitteln. Im übrigen stützt sich der Minister, ohne auf die Fragen des Interpellanten näher einzugehen, auf die vom Gericht gegebenen Urteilsbegründungen. haben. Damit ist die Interpellation geschlossen, nachdem durch eine Abstimmung für eine Aussprache ber Interpellation eine Mehrheit im Landtage nicht zu finden war. Der Führer der Demokraten nannte diese Tattit der Regierungsmehrheit eine unerhörte Povotation des Parlaments. Benesch ist zufrieden. " die Angleichung öffentlicher Gebührensätze an den Lebenshaltungsindeg. Immer weiter breitet sich die Golbrechnung auch im ReichsPrag, 17. Juli.( Eigener Drahtbericht.) Die Prager Breffe", haushalt aus. Durch Verordnung des Reichswirtschaftsministers vom Regierungsorgan, veröffentlicht in ihrer Dienstagausgabe eine linter- 14. Juli 1923 ist bestimmt worden, daß die Eich gebühren vom redung ihres Pariser Vertreters mit dem Außenminister Dr. ersten Montag eines jeden Monats ab mit der vom Statistischen Benesch. Er erklärte auf Grund feiner Besprechungen in London Reichsamt zuleht veröffentlichten, auf volle Taufend nach unten abgerundeten wöchentlichen Reichsinderziffer für Lebensund Paris, daß die politische Lage auf ihn in jeder Beziehung einen haltungsfoften( einschließlich Bekleidung) zu vervielfachen sind. Die günstigen Eindruck gemacht habe. Es bestehe die Hoffnung, daß Berordnung tritt am 1. August 1928 in Straft. Ebenso wird der das Reparationsproblem bis zum Herbst geregelt fein werde. Reichswirtschaftsminister im Reichsministerialblatt" und im„ Reichsneuen beweglichen Gebührentarif für Troß der Verschiedenheit der englischen und französischen Ansichten anzeiger" einen über die Lösung dieser Frage brauche man nicht pessimistisch zu sein. Musterungsverhandlungen der Seemannsämter Außerdem äußerte fich Benesch über die Handelsvertragsverhand mit Wirkung vom 23. d. m. veröffentlichen. Dieser Tarif paßt sich Münchener Polizei gegen Nationalsozialisten. lungen zwischen England und der Tschechoslowakei, die günstig be- ebenfalls der Reichsinderziffer an. Werden während des Aufenthalts München, 17. Juli,( Eig. Drahtb.). Infolge der schweren Bor. endet worden feien. Auch über das ungarische Problem fei mit der eines Schiffes im Zuständigkeitsbereich eines Geeamtes mehrere würfe der rechtsstehenden Bresse gegen die Polizei, die am Sonn- englischen Regierung ein uebereinkommen erzielt worden. Ferner Amtsgeschäfte vorgenommen, so ist für die Berechnung der Gebühren für sämtliche Amtsgeschäfte diejenige Inderziffer maßgebend, abend den Hitler- Garden und den von ihnen verführten Turnern mit habe er mit den maßgebenden alliierten Staatsmännern über die die Anwendung finden würde, wenn das leßle Amtsgeschäft allein Gewalt entgegengetreten ist, wurde am Dienstag eine amtliche Einräumung eines Sizes im Bölterbundrat für die Kleine Entente norgenommen wäre. In gleicher Weise werden die Gebühren Mitteilung ausgegeben, in der es heißt: Die erhebende vater- Fühlung genommen und in dieser Beziehung zusagen erhalten. Die für die Schiffsvermessung vom 1. August 1923 ab der ländische Kundegebung des Turnfestes, die tatsächlich vom Geist Einzelheiten über diese Frage würden auf der Konferenz in Sinaia veränderlichen Geldverhältnissen in der Art nach dem Reichsinder vollster Einmütigkeit getragen war, mußte vor Störungen parteipolitischer Art bewahrt werden. Das ist im allge= meinen gelungen. Wenn es trotzdem am 14. Juli nach der nationalsozialistischen Versammlung im Birtus Krone zu einem bedauerlichen New York, 17. Juli.( EP.) In St. Paul im Staate Minne- Gelb, 6536.50 Brief, 1'ungarife Strone 24,93 Geld, 25,07 Brief, Zusammenstoß getomemn ist, so trifft dafür die Verantworjota ist bei der Senatserfahwahl der sozialistische Kandidat tung jene Männer, die, wie schon so oft, auch hier wieder ihre Magnos Johnson gewählt worden. Der republikanische Regie 2854 Geld, 2366 Brief. Bartelanhänger und Sturmtrupps zum Ungehorsam gegen bie rungstandibat Gouverneur Preus ist mit großer Mehr Belcke und die behörblichen Anordnungen veranlaßt haben Zief heit geilagen worden, geregelt werden. Ein sozialistischer USA.- Senator. angepaßt werden. Devisenkurse. Unserer gestrigen Kurstafel ist noch nachzutragen: 1 finn. Mart 5985,- Geld, 6015,- Brief, 100 österr. Kronen( abgestempelt) 311,22 Gelb, 312,78 Brief, 1 tschechische Serone 6508,50 1 bulgarische Lewa 1995 Geld, 2005 Brief, 1 jugoslawischer Dinar Ein neuer Freihafeu wurde am Dienstag in Flensburg feierlich eröffnet, Gewerkschaftsbewegung Die Richtlinien für wertbeständige Löhne. 18. Juli hervor, das von der Ablehnung des Schiedsspruches nichts enthält und sich gegen Sonderabmadjungen mit der Gesellenorganisation wendet. Wer mit den Gesellen Vereinbarungen trifft, handelt gegen das Verbandsstatut und macht sich strafbar. Dem Generalstreit der Gefellen wird voraussichtlich durch eine Jm Reichsarbeitsministerium fand gestern eine Besprechung Aussperrung entgegengewirkt werden. Wo bis dahin von den der Richtlinien statt, die das Reichsarbeitsministerium den Gesellen gearbeitet wird, ist vorläufig der Lohnfah von 15 000 m. Schlichtungsausschüssen und den Demobilmachungsstellen pro Stunde zu zahlen. Für Fertigstellung angefangener und Ausführung dringlicher Arbeiten wird die Kollegenschaft hiermit zur ur Regelung der Wertbeständigkeit der Löhne zu unterbreiten ge- gegenseitigen Hilfeleistung aufgefordert. Die Stunde ist ernst! Un denkt. Die Arbeitnehmer aller Nichtungen begründeten im einzelnen bedingtes Zusammenhalten und ftrifte Befolgung unserer Beschlüsse gre Stellungnahme zu den Vorschlägen. Das Reichsarbeits- und Weisungen, die den Kollegen laufend zur Rennntis gebracht * inisterium erklärte, daß heute erst noch die Aeußerungen werden, ist ihr Gebot! Der Vorstand: Reinhold Kohkohl, Vorsitzender." Der Unternehmer eingeholt werden müssen und dann sofort Die Anweisung an die Schlichtungsstellen erfolgen soll. Die Internationale der Fabrikarbeiter. In Wien wurde am Montag der zweite internationale Kongreß der Vereinigung der Fabritarbeiterverbände eröffnet. Bertreten find elf Organisationen, und zwar aus Belgien, Holland, Deutschland, Desterreich, Tschechoslowakei, Dänemark, Normegen, Schweden, das Internationale Sekretariat in Amsterdam, der Internationale Gewerkschaftsbund in Amsterdam( Sekretär Fimmen) und das Internationale Arbeitsamt in Genf. Der zweite Präsident, Reichstagsabgeordneter Bren führte den Borsiz. Er verwies auf die Vorgänge im Ruhrgebiet, die gewiß nicht die Billigung der belgischen und französischen Arbeiterschaft fänden. Die deutschen Arbeiter wünschten, daß im Ruhrgebiet bald Friede geschlossen werde auf den Grundlagen, für die die deutschen Bergarbeiter und Eisenbahner gefämpft hätten. Die Sprengung von Brücken und Eisenbahnen verurteilten die deutschen Arbeiter aufs schärfste. Sie wollten eine ehrliche Vereinbarung. Fassin( Belgien) hob hervor, daß durch die Kämpfe im Ruhrgebiet nur der Völferhaß verstärkt werde. Die belgischen Arbeiter hätten sofort gegen die Ruhrbesezung preteftiert. Der Sekretär Fimmen bezeichnete die Weltlage des Proletariats als denkbar schlecht und gefährlich. Das Proletariat werde nur dann sein Ziel erreichen, wenn alle Gegensäge überbrückt werden und Sozialisten und Kommunisten sich zusammenfänden. Die Bersammlung beschloß, zwei Bertreter des Allrussischen Verbandes als Zuhörer zum Kongreß zuzulassen. Sodann wurde der Tätigteitsbericht erstattet. An unsere Postabonnenten D er tatsächliche Bezugspreis für den Monat Juli ist endgültig auf M. 30 000 festgesetzt worden. Die Post hat als Bezugspreis für Juli insgesamt 21 000 M.( 14000 M. und 7000 M.) erhoben. Die Differenz zwischen dem bei der Post bis jetzt gezahlten 21 000 M. und dem wirklichen Bezugspreis von 30000 M. 9000 M. ist an den Verlag direkt zu zahlen. Zu diesem Zweck hatten wir der letzten Nummer von Volk und Zeit eine Zahlkarte beigefügt und bitten, mittels derselben den Betrag der Nachzahlung schnellstens einzuschicken. = Vorwärts- Verlag G. m. b. H. Nunmehr hat die Fachgruppe der Töpfer im Baugewerksbund die Verbindlichkeitserklärung des Schiedsspruches beim Der Streit wird Demotilma hungskommissar beantragt. weitergeführt. Die Fachgruppenleitung hat durch Versamm lungsbeschluß Bollmacht erhalten, mit denjenigen Firmen, die den Schiedsspruch anerkennen, einen schriftlichen Vertrag abzuschließen. Die ohne Ausweis zur Berechtigung der Arbeit durch die Fachgruppenleitung angetroffenen Dfenseßer find als Streitbrecher anzusehen. Die Erlaubnis zur Aufnahme der Arbeit bei Firmen, die den Schiedsspruch anerkennen, erteilt nur die Fachgruppenleitung. J. A.: Brüdmann. Die Buchbinderei- Werkmeister im Streif. Am 28. Juni wurde beim Schlichtungsausschuß Groß- Berlin für die Buchbinderei- Wertmeister ein Schiedsspruch mit der Maßgabe gefällt, daß zu den Mai- Behältern für den Monat Juni ein Zuschlag von 160 Broz. gezahlt wird. Die Erklärungsfrist Nene Löhne im Böttchergewerbe. wurde auf den 2. Juli festgesetzt. Trotz der außerordent lich schlechten Entlohnung, die die Buchbinderei- Werk- Nachdem die Verhandlungen mit der Vereinigung der Großmeister fchen in den vorhergehenden Monaten erfahren haben, Berliner Arbeitgeber im Böttchergewerbe sich zerschlagen haben, wagten es die Arbeitgeber, diesen Schiedsspruch abzufällte der Schlichtungsausschuß Groß- Berlin in seiner lehnen. Die Verhandlungen vor dem Demobilmachungs- gestrigen Eizung unter Borsiz des Herrn Gewerberats Körner fommissar verliefen ergebnislos; es fonnte zu feiner Verständigung folgenden Schiedsspruch: Die Stundenlöhne für Böttcher betommen. Die Geschäftsstelle Berlin des Deutschen Wertmeister- tragen vom 14. bis 20. Juli 17 000 M., für Hilfsarbeiter 16 000 M., verbandes hoffte aber trok allebem, daß es noch möglich sei, eine vom 21. bis 27. Juli 21 000 M. für Böttcher und 19 500 m. für Einigung herbeizuführen. Allein alle Bemühungen waren ver Hilfsarbeiter. Die Arbeitnehmer im Böttchergewerbe werden heute gebens, und so blieb den Werfmeistern der Buchbindereien nichts nachmittag 5 Uhr im Gewerkschaftshaus zu dem Schiedsspruch anderes übrig, als zur Selbsthilfe zu greifen. Am Montag Stellung nehmen. wurde beschlossen, am Dienstag früh 9 Uhr die Arbeit in den Betrieben einmütig niederzulegen. Bestreift werden zurzeit nur die Großbetriebe. Sollten wider Erwarten die Arbeitgeber noch nicht zum Einlenten bereit sein, müßte der Deutsche Wertmeisterverband sich weitere Maßnahmen vorbehalten. Bir ersuchen die in Frage kommenden Betriebe, jedwede Streitarbeit zu verweigern und sehen die Solidarität aller Beteiligten voraus. Deutscher Wertmeisterverband,' Geschäftsstelle Berlin. Berichtigung des Genossen Urich. Auf einen Artikel mit der Ueberschrift ,, Lügner Urich" in Nr. 162 der Roten Fahne" vom 17. Juni sandte Genosse Ulrich dem Blatte folgende Berichtigung, um deren Abdruck wir ebenfalls erfucht werden. In diesem Artikel wird nachzuweisen versucht, daß ich missentlich falsche Behauptungen aufgestellt habe in bezug auf die Berechnung des Inder in der Roten Fahne". Ich lege Gewicht darauf, jede Berdrehung von vornherein wieder ins richtige Licht Zum Kampf in den städtischen Krankenhäusern. zu rüden. Es wird behauptet, es sei eine Lüge, daß die„ Rote Der unterzeichnete Verband, Filiale Groß- Berlin, schreibt: Fahne" in der Zeit vom 3. bis 5. Juli eine Steigerung der Lebens" Der Magistrat Berlin hat die im Gesundheitswesen haltungsfoften von 86,6 Proz. verrechnet habe. Kein Wort steht in beschäftigten fonen ausgesperrt. Er hat sich dadurch eines meinem Artikel, welcher in der Sonntagnummer des Vorwärts" glatten Tarifbruchs schuldig gemacht. Nunmehr ist der Magistrat veröffentlicht worden ist, davon, daß vom 3. bis 5. Juli eine Steigeframpfhaft bemüht, andere Arbeitnehmer für den Krantenpflege- rung eingetreten sei von 86,6 Proz. Ich will zur besseren Drienberuf anzustellen. Wir weisen darauf hin, daß die Annahme folcher tierung die einzelnen Nummern der Roten Fahne" angeben, weil Arbeit mit der Verrichtung por Streitbrecherarbeit ich annehmen muß, daß der voreilige Artikelschreiber seine Zeitung gleich zu erachten ist. Wir bitten daher, nor Annahme solcher nicht gelesen hat. Arbeit sich bei dem Verbande der Gemeinde- und Staats arbeiter, Berlin N. 24, Johannisstr. 14/15, zu informieren." Lohnbewegung der Töpfer. Die Lohnbewegung ist in ein neues Stadium getreten. Der Schiedsspruch des Schlichtungsausschusses ist von den Unternehmern abgelehnt worden. Man droht mit einer allgemeinen Aussperrung der Ofenfeger nicht nur für Berlin, sondern für die ganze Provinz Brandenburg. Dies geht einem Rundschreiben der Unternehmer Dom aus Theater, Lichtspiele usw. Staatstheater Volksbühne Schauspiel haus Tagl. 7% Uhr: Sommerspielzeit. Hopfenraths Erben 8 Uhr: Die Freier Lessing- Th. Sommerspielzeit! Lustspiel mit Musik Allabendlich 8 Uhr Deutsches Th. Liebesstreik 7 Uhr: Schneider Wibbel Deutsch.Opernhaus Kammerspiele Abends 7% Uhr 712 Uhr: " In Nr. 150 wird eine Steigerung von 21 Proz " 159 152 " PP : 22 43,6 " " angegeben, olio in der Zeit vom 25. Juni bis 12. Juni insgesamt 86,6 Proz. Es ist unwahr, wenn in dem Artikel der Roten Fahne" Nr. 162 gesagt wird, es wurde geschrieben und errechnet, daß die Steigerung vom 29. Juni bis 5. Juli stattgefunden habe. Ich glaube ja gerne, daß es die Medakteure manchmal anefelt, das zu lesen, mas in ihrem eigenen Organ steht, aber es nuht ja nichts; wenn man Behauptungen aufstellen mill, muß man sich vorher LAX Ausschneiden! Central- Theater Aufheben! in der Alten Jakobstraße 30/32 Einmalige Extra- Vergünstigung für die Leser des ,, Vorwärts" Tgl. 7, Uhr Die Räuber Tel. 7%, Uhr ( Taube, Granach, George, Leiko, Twardowski) Unsere Les er zahlen für alle Plätze nur/ des Kassenpreises! Gültig für die Zeit vom 18. bis 31. Juli für 1 bis 4 Personen 8 U. Kleines Th. Der Günstling der Zarin Kusinchen Die Luxusfrau Torbe V. Westens Musik v. Wohlaue ( Große Volksoper) genau orientieren. Ich muß aber doch Gewicht darauf legen, daß menn man mich als Lügner beschimpft- auch dann dafür den Beweis anzutreten hat. Da die Rote Fahne" das nicht tut, will ich ihr sagen, was sie in ihrer Nr. 155 vom 8. Juli 1923 schreibt über Steigerung der Lebenshaltungskosten. " In der Woche vom 29. Juni bis 5. Juli 1923 betrug... usw. zusammen 919 668 Mr.", eine prozentuale Steigerung wird dort nicht angegeben. Ich nehme gern zur Kenntnis, daß in dem Inder der„ Roten Fahne" Graupen und Grieß nicht enthalten sind, es ist aber unwahr, wenn behauptet wird, daß kein Kaffee.Er. at angeführt sei. Es wäre sehr gut, wenn der Artikelschreiber die Beitung genauer studiert hätte. Es ist nicht damit getan, daß man jemand der Lüge bezichtigt, sondern der Beweis muß dafür an getreten werden. Also heraus mit der Sprache. Ich warte auf Die Beweise. Urich." Zum Hochseefischerstreik. Heute soll im Reichsarbeitsministerium erneut versucht werden, den jetzt bald vier Monate dauernden Streit beizulegen, Schon vier Einigungsversuche sind bis jetzt gescheitert. Bekanntlich hatten sich die Hochseefischer dagegen gewehrt, daß vom Netto- Auktionserlös vor Berechnung der Prozente für den Kapitän 20 Proz. und für die anderen Mitglieder der Besayung 10 Proz. zur Deckung der außerordentlichen Unkosten für die Verwendung englischer Kohlen abgezogen werden sollten. Deshalb wird bei den Verhandlungen neben der allgemeinen Lohnregelung u. a. abermals der Versuch gemacht werden, mehr deutsche Kohlen für die Hochseefischer zu beschaffen. Der Reichsausschuß der deutschen Betriebsräte teilt uns mit, daß bis zum 17. Juli noch kein Antwortschreiben des BundesDorstandes des ADGB. auf sein Offenes Schreiben“ an denselben eingegangen sei. Wir haben die Antwort auf das„ Offene Schreiben" dem vom Borstande des ADGB. herausgegebenen Gemertschaftlichen Nachrichtendienst" entnommen. Achtung, BSPD.- Metallarbeiter- Funktionäre! Die Flugblätter zur Delegiertenwahl für den Berbandstag müssen heute restlos abgeholt werden und spätestens am Donnerstag verteilt werden. 3..:. Solz. 6. Lorenz, H.-G., Tempelhof. Seute nachmittag, 4.15 Uhr, Verfammlung aller BSPD.- Rolleginnen und Kollegen bei Bod, Tempel hof, Raiser- Wilhelm-, Ede Moltkestraße. Sehr wichtige Tagesordnung. Ausweise mitbringen. Der Fraktionsvorstand. Die Mitglieder der freien Gewerkschaften und des AfA- Bundes im Verwaltungsbezirt Spandau werden hierdurch zu der heute abend, 7½ Uhr, in den Germaniasälen, Gtresowplag, stattfindenden geschlossenen mit. ,, Was ist wertbeständiger Lohn?" gliederversammlung eingeladen. Ref.: Roll. G. Leo. Ohne Mitgliedsbuch fein Sutrift. Bezirkskommission Spandau der Gewerkschaftskommission Berlin.. Afa- Unterkartell. Cattler, Tapezierer und Portefeuiller! Morgen, Donnerstag, 7 Uhr, t Gewerkschaftshaus, Engelufer 24/25, Generalversammlung. Bericht von den Sohnverhandlungen und Bortrag. Eintritt nur gegen Legitimation, VerDeutscher Solzarbeiterverband, Mufitinstrumentenarbeiter! Donnerstag, 5 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain, Branchenversammlung. Bericht von der Lohnverhandlung beim Demobilmachungskommiffar. Ohne Mitgliedsbuch fein 8utritt. Die Branchenleitung. bandsbuch oder Karte. Morgen, Berantwortlich für Politik: Bictor Schiff, Berlin; Wirtschaft: Artar Gaternus, 3. Steiner, Berlin; Feuilleton: Friedrichshagen; Gewerkschaftsbewegung: Dr. John Schikowski, Charlottenburg; Lokales und Sonstiges: Friz Karstädt, Berlin- Wilmersdorf; Anzeigen: Th. Gloe, Berlin. Berlag: Borwäris- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdru tere und Berlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin SW. 68, Lindenstraße 3. Sterau 1 Beilage. Ginalität mitscheidet denn nur sie zeigt die glänzenden Eigenschaften der Continental- Absätze und Sohlen. Nahezu unbegrenzte Haltbarkeit, dabei bedeutend billiger als Leder. Leichter, federnder Gang, daher Schonung der Nerven. 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Der junge Mann wollte sich einmal wemgsteas ein kleines Stück von der Welt ansehen, machte sich vor vier Wochen auf die Wanderschaft und kam vor acht Tagen über Flens- bürg und Hamburg nach Berlin. Hier war er bald so weil, daß er im Asyl für Obdachlose übernachten mußte. Drei Nächte hielt er es dort auch aus. Dann zog er es vor, Unter den Linden vor einem großen Neubau ein« neue Schlafstelle auf einem Sandhausen zu beziehen. Hier gefiel es ihm schon besser als in der stickigen Lusi des Obdachs. Aber dennoch packte ihn das Heimweh. 5)in und her sann er, wie er wohl nach Frankfurt a. M. zurückkommen könnte, aber er fand keinen Weg, sich das erforderliche Reisegeld zu verschossen. Da sah er vor dem Hause Unter den Linden 2 einen schönen großen Mercedes-Wagen stehen. Weil er als Spezialschlosser auch wenigstens eine kleine Ahnung vom Steuern eines Autos zu haben glaubte, kurbelte er an, schwang sich auf den Sitz und fuhr los. Zunächst wollt« er einmal seinen Asylfreunden noch den kostbaren Wagen zeigen und sich bei ihnen etwas genauer nach dem Reiseweg erkundigen. Also steuerte er auf die Fröbelstraße zu. Bis zur Schönhauser Alle« ging auch alles gut. Dort aber fuhr er an der Eecks der Tresckowstraße einen Laternenpfahl glatt um. Der schwer« Pfahl schlug gegen«inen Leitungsmast der Straßenbahn und hätte auch diesen beinah« noch umgerissen. Der junge Grätzer de- kam einen Schreck und bog rasch nach der andern Seite aus. Da rannte er aber gegen einen Baum. Auch dieser siel um, und die Karosserie des schönen Wagens ging in Trüm- m er. Jetzt verlor der junge„Chauffeur" vollends die Gewalt über die Steuerung. Aber der Wagen rannte weiter, zunächst noch gegen einen Brunnen und dann in der Prenzlauer Allee an der Ecke der Fröbelstraße, dicht vor dem Ziel, gegen die Mauer des Siechenhauses. Jetzt war es aus. Nicht nur die Karosserie war verdorben, sondern nun auch der ganze Wagen. Grätzer ließ dos Steuer los, sprang ab und her sucht« zu verschwin. den. Die Straßengängsr, die die tolle Fahrt gesehen hatten, waren euch schon in hellen Haufen zusammengelaufen, und der Unglücks- fahrer hoffte im Gedränge untertauchen zu können. Dos gelang ihm aber nicht. Man nahm ihn fest und führte ihn dem Leiter des Dezernats für Automobildiebstähls im Polizeipräsidium vor. Damit hatte die kurze, aber ereignisreiche Autofahrt ihr Ende erreicht. Der Srotpreis. Eine Darstellung des Ernährungsamte». Zurzeit werden Behauptungen mehrfach verbreitet, nach denen zwischen den Brotprcisen in Berlin einerseits und den benachbarten Landkreisen sowie Potsdam andererseits ein nicht unerheblicher Ab- stand bestehe. Aus dieser Tatsache ist gefolgert worden, daß ein wesentlicher Grund der Verteuerung in Berlin in dem komplizierten Berliner Verwaltungsapparat liege. Das Ernährungsamt der Stadt Berlin bemerkt dazu folgendes: Die Tatsache, daß das Brot in den benachbarten Landkreisen und in Potsdam billiger ist als in Berlin, besteht, wenn auch die Unterschieds nicht überall gleich und zum Teil nicht sehr erheblich sind: in großen Gemeinden der Kreise(z. B. Nowawes) ist das Brot teurer, als in den rein ländlichen Bezirken. Un- richtig ist es aber jedenfalls, wenn die Schuld in der Verteuerung im wesentlichen dem Umfange des Berliner Verwaltungsapparates zugeschrieben wird. Ein Vergleich z. B. zwischen dem Kreise Tellow und Berlin ergibt für die laufende Woche, daß im Kreise das Mehl nur um S Proz. billiger an die Bäcker abgegeben wird, als in Berlin. Deshalb arbeitst aber die Kreisverwaltung noch nicht um 6 Proz. billiger als die Berliner Verwaltung: denn in dem Berliner Ab- gabepreis sind auch die Kosten der Mehlverteiler und d i e Gebühr für das Zurollen enthalten. Aber selbst die da- nach verbleibende nicht erhebliche Ueberhöhung der reinen Vermal- tungskosten Berlins gegenüber denen der Nachbarkreise findet eine ausreichende Erklärung in der Tatsache, daß die Kreis« nicht, wie Berlin, gezwungen sind, alles Mehl über Lager gehen zu lassen, sondern, daß ihre Bäcker das Mehl entweder unmittelbar von der Mühle oder aber vom Bahnhof der Eingangsstation abholen können, während Berlin bekanntlich zur Versorgung seiner Millionenbevölke- rung dauernd erheblich« Mehllager unterhalten muß. Spielt somit der Unterschied der Verwaltungskosten, der hiernach ausreichend sachlich begründet ist, im Brotpreis nur eine untergeordnete Rolle, so stellen sich andererseits in Berlin andere sehr wichtige Faktoren des Brotpreises ganz erheblich höher, als in den beiden Nachbartreijen und in Potsdam. So beträgt z.B. der Lohn in der laufenden Woche in Berlin 620 wv M., im Kreise Teltow 500 000 M. und in Potsdam 490 000 M. Diese Dif- ferenz überträgt sich naturgemäß auf eine Reihe weiterer Positionen der Brotpreiskalkulation, wobei ferner zu bedenken ist, daß in den ländlichen Bezirken so gut wie gor keine Verkaufskosten entstehen, die in Berlin eine beachtliche Rolle spielen. Auch die Sachkosten sind in Berlin durchweg erheblich höher, so daß z. B. infolge des höheren Berliner Kohlenpreises Unterschiede von mehreren hundert Mark je Brot entstehen. Uebrigens ist damit zu rechnen, daß sich die Unterschiede bei den bevorstehenden sehr starken Preiserhöhungen des Brotes allmählich verringern werden, wie denn überhaupt die Unterschied- selbst zum Teil darauf zurückzuführen sind, daß die Berliner Verwaltung unter dem Druck der Verhältnisse genötigt ist, die fortschreitende Markcntwertung jeweils alsbald im Brotpreis zum Ausdruck zu bringen, während in den einfacheren ländlichen Verhältnisien die Wirkungen der Veränderungen der Wirtschasts- iage in langsamerem Tempo sich bemerkbar machen. Merzte und Krankenkassen. Dom Vorsitzenden des Verbandes der Krankenkassen, unserem Genossen Stadtrat A h r e n s, erhalten wir auf die Zuschrift des Genossen Dr. Zadel folgende Erwiderung: Das Honorar für die Kassenärzte ist allmonatlich gemäß der Markentwertung durch den Reichsarbeitsminister festegesetzt worden. und zwar das letztemal am 10. Juli für die Zeit vom 1. bis 15. Juli. Für die zweite Hälfte des Monats Juli wird die Höh« des Honorars am Ende dieses Monats im Reichsarbeitsministerium festgelegt werden. Es liegt also nicht an der schlechten Einsicht der Parteigenossen in den Kasscnvorständen, wenn das Honorar nicht höher ist, sondern an der Tatsache, daß das Schiedsgericht im Reichsarbeitsmini st«rium keine höheren Sätze bewilligen konnte, weil höhere Sätze eben von den Kranken- lassen nicht getragen werden können. Die Schilderung des Genossen Dr. Zadel, daß als Honorar für die Behandlung eines Kassen- Mitgliedes während eines vollen Monats insgesamt etwa 18 000 M. gezahlt werden, ist völlig abwegig, da er ganz vergessen hat zu sogen, daß d i e Fälle, in denen der Arzt ein Mitglied einen ganzen Monat lang behandelt, die sellensten sind, während die meisten Monatsgutscheine von den Mitgliedern nur ein- bis höchstens zweimal im Monat benutzt werden. Wir erinnern nur an die vielen Fälle der Verschreibung von Brillen, Bruchbändern, Bädern und ähnlichen Dingen, wo die Mitglieder nur einmal zum Arzt gehen und dafür auch die 18 000 Mark gezahlt werden müssen.. Außerdem dauert«ine Behandlung in der Sprechstunde des Kassenarztes nicht länger als durchschnittlich 7 bis 8 Minuten. Die Kassenmitglieder wissen davon ein Lied zu singen und auch von der anderen Tatsache, daß leider die Aerzte die Besuche, die Genosse Dr. Zadel schildert, zum größten Teil bei Kaisenmitgliedern unterlassen. Dafür wird bei Bettlägerigkeit sofo.rt Krankenhaus verordnet. Bei der Zahlung im Pau- schale ist es eben nicht zu vermeiden, daß langwierige und bequeme Fälle gleichmäßig bezahlt werden. Nach dem Schiedsspruch vom 10. Juli haben die Kassen zu zahlen für die e r st« n zwei Wochen im Juli 2437,60 M. pro Kassennütglied, gleichgültig, ob dasselbe krank oder gesund ist. Das ergibt einen Gesamtbetrag für die Berliner Kassen von Über VA Milliarden! Mark für zwei Wochen. Wenn sich darin die gesamten Berliner Aerzte, etwa 3300, zu teilen hatten, so ergäbe tias pro Arzt die Summe von etwas über 1 Million Mark für die ersten 14 Tage des Juli. Wir behaupten nicht, daß dieses Einkommen für einen Arzt ausreichend ist. Auf der andern Seite haben wir aber immer festgestellt, daß die Kasten- Mitglieder nicht verpflichtet werden können, 3300 Aerzt« in Groß- Berlin standesgemäß zu ernähren. Die Krankenkassen sind nicht verantwortlich dafür zu machen, daß Berlin 2000 Aerzte zu viel hat. Sobald wir in Berlin nur 1200 biK 1300 Aerzte zur Kassenpraxis zuzulasten hätten, ein« Zahl, die auch nach Ansicht einer großen Zahl Aerzt« völlig ge- nügen würde, käme auf den einzelnen Arzt ein Einkommen nach obiger Berechnung von über 3 Millionen Mark für die ersten zwei Wochen des Juli, ein Einkommen, das sich um so mehr sehen lassen kann, als der Arzt ja privat noch dazu verdient. Di« Krankenkassen sind nicht daran schuld, daß alle Jahre 500 bis 600 Aerzte sich in Berlin zur Praxis niederlassen, die dann nach dem Rezept der sogenannten„Freien Arztwahl", die gar keine ist, bei den Kassen ihr Einkommen haben wollen. Die Sozialversicherung wird allmählich aus einer Wohltat wie sie fein sollte, zu einer Plage für die Versicherten, und die Kassenmitgliedcr werden«s sich überlegen müssen, ob sie in der Lage sind, noch höhere Beitragslasten auf sich zu nehmen, mn die Ausgaben zu decken, die in der Hauptsache durch die ärztliche Versorgung und die hohen Naturalleistungen ins ungemessene steigen. Wir brauchen nur daran zu erinnern, daß der tägliche Verpflegungssatz in den städtischen Krankenhäusern schon 40 000 M., in den gemeinnützigen Anstalten über 65 000 M. bettägt. Auch die Parteigenossen in den Borständen haben keine Freude an einem Aerztestreit, da ganz selbstverständlicherweis« hauptsächlich die Kassenmitglieder die Leid- tragenden bei Ausbruch des Kampfes sein werden. Vom Rechtsstandpunkt aus betrachtet, sind die Aerzt« an den bestehenden Vertrag gebunden. Derselbe ist zwischen den bestehen. den Kaffenverbänden(Orts-, Betriebs- und Jnnungskasten) und der Wirtschaftlichen Abteilung am 1. März 1921 aus fünf Jahr- ge- schlössen, und sieht vor, daß m Streitsalle«in Schiedsgericht über die Höh« des Honorars entscheidet. Der Vorstand des Aerzte- Vereins und die Kasten waren sich bisher darin einig, daß di« Entscheidung des Schiedsgerichts für beide Teile rechtsverbindlich ist, da die Fassung„das Schiedsgericht entscheidet", eine andere Auslegung unmöglich macht. Wenn sich die Aerzte jetzt der Eni. scheidung des Schiedsgerichts nicht unterwerfen wollen, so würde ein Vertragsbruch vorliegen, der es den Kasten unmöglich mach«n würde, di« freie Arztwahl weiter beizubehalten und der für den größten Teil der Aerzte von den schwersten Folgen begleitet sein dürft«._ Der Morö In öer Prenzlauer Mee aufgeklärt. Der Täler geständig. Nach fast achttägigem hartnäckigen Leugnen hat der Platzmeister Samuel Levysohn aus der Lothringer Str. 66, der am Donnerstag voriger Woche die Ehefrau Fanny des Alteisen- Händlers F ö r st« r aus der Hiddenföer Str. g auf dem Lagerplatz an der Ecke der Prenzlauer Allee von der Ahlbecker Straße durch sieben schwere Beilhiebe auf den Kopf tötete und dann dos Dienst- mädchen der Ermordeten in deren Wohnung mit einer Drahtschlinge zu erdrosseln versucht«, jetzt endlich«in Geständnis abgelegt. Er hat endlich zugegeben, daß er Frau Förster erschlagen habe— wie er sagt, hatte er sich darüber geärgert, daß die Frau chm wegen einer einig« Tage vorher von ihm begangenen Unter- s ch l a g u n g heftige Vorwürfe macht« und drohte, ihren: Mann« die Veruntreuung mitzuteilen. In der Wut fiel er über sie her und schlug solange auf sie ein, bis sie tot war. Um nun die einzige Zeugin, die ihm gefährlich werden konnte, zu beseitigen, ging er nach der Wohnung, um auch die Hausange st ellte umzu- bringen. Er durchwühlte dann all« Behältnisse, aber nur, wie er sagt, um nach einem Schriftstück zu suchen, noch einem Brief«, den, wie er befürchtet«, Frau Förster wegen seiner Unterschlagungen an ihren Wann richten wollte. Geraubt hat er, wie der mittler- weile von seiner Reis« zurückgekehrt« Ehemann der Ermordeten festgestellt hat, in der Tat nicht das geringste. Nach dem V-r- brechen ging der Täter weg, um sich«in Alibi zu verschaffen. Zu diesem Zwecke erdichtete er auch einen Uberfall auf einen Haus- flur in der Antonstraße und ließ sich auf einer Rettungswache einig« unbedeutende Hautabschürfungen verbinden. Mittags rief> r endlich durch den Fernsprecher auf dem Lagerplatz an, wurde persönlich dort hinbestellt und bei seinem Eintreffen gleich festgenommen. Nach dem Geständnis brach der Verhaftet«, der bisher so sicher auf- getreten war, vollständig zusammen. Er lonnl« nicht weiter ver- nommen werden. Nachdem er sich beruhigt und erholt hat, wird er im Laufe des heutigen Mittwochs noch einmai eingehend und endgültig verhört worden. * Der Raubmord in Schöneberg beschäftigt die Morduntersuchungs- kommission unausgesetzt weiter. Es ist zwar noch nicht gelungen, di« Persönlichkeit des Töters festzustellen, aber es sind doch bereits bestimmte Spuren gefunden, die nun weiter verfolgt iverden müssen. Die Leiche des Ermordeten wurde gestern nachmittag von dem Gerichtsarzt Profesiox Dr. Strauch obduziert. Das Ergebnis bestätigte die ersten Festsiellungen des Gerichtsarztes am Tatort: die Todesursache ist Erwürgen. Am Hals« sowohl wie im Innern zeigten sich die Merkmale des Erwürgungstodes. 40] Als die Wasser fielen. Von Okko Rung. .Ianke!" sagte Gude. Ich habe schon für einen Dampfer gesorgt. Wir fahren um 9 Uhr vom Zollboden ab, wo ich Sie bitte, sich einzufinden." m �... Pauli hatte den Kopf mit emem Ruck erhoben...schwieg ober. Kurz darauf sagte er:„Ich ha oe Ihren Bericht über die Dänische Werft bei Steensen gesehen. Es ist eme R,esenarbeit für Sie gewesen, alle Einzelheiten zu sammeln. Er lächelte jungenhaft:„Das Material war sicher mcht w der besten Ordnung. Wir sahen die Dinge in der Dai.lschen Werft m großen Zügen, mit Kleinigkeiten gaben mir uns nicht ab Ich versichere Ihnen, Eude: Ihre vortresfl. che Darstellung hat mich vieles gelehrt, zu dessen St�mm ich selbst nie Zelt ge- funden habe. Ich bin Ihnen auch wahrlich dankbar! „Keine Ursache!" warf Gude hw-'-Sie haben übrigens wohl gesehen, daß der Bericht nicht vollständig war._, Pauli nickte jovial:„Unsere armen russischen Kontrakte haben Sie löblicherweise ruhen lassen/ „Ja." sagte Gude trocken.„Die verschiedenen dunklen Punkte darin habe ich vorläufig ganz draußen ge-asten. „Run ja." Paule hustete.„Die Kaufsumme ist ia nie bezahlt worden. Die Revolution kam dazwischen. Das kostete die Werft zweieinhalb Millionen. Aber ich� vermute, daß alle Beilagen, die das Geschäft betreffen, fehlen. .-Leider ja!" sagte Eude.„Die Boschewiki besetzten ja nach dem Einrücken die Bureaus der Murmanbahn. Emen Teil der Ingenieure erschossen sie." Schilt sah hastig auf. _."Mit mehreren von ihnen war ich gut bekannt, fuhr Gude fort.„Die Abrechnungen und Papiere der Bahn blie- ben in Archangelsk." Er fügte hinzu:„Auf jeden Fall teil- weife.* Pauli blickte ihn immer noch an, dann wandte er sich lächelnd und kopfschüttelnd an Gerda.„Ja." beklagte er.„da schreiben sicher zetzt die Bolschcwiki Proklamationen hinten auf die Rechnungen der Werft, und die roten Gardisten wohnen in unseren armen Transportbooten mitsamt ihren nationalisierten Weicern!" Es entstand eine Pause. Gerda war in Gedanken ge- fallen. Eude sah, wie ihre Züge sich verdüsterten, müde und traurig starrte sie vor sich hin. Sicher dachte sie jetzt an ihr schweres Schicksal•»- an chre ganze unsichere Zukunft. Plötzlich schien ihr etwas einzufallen, das sie vergessen hatte. „Hören Sie." sagte sie,„ich bin ängstlich geworden, hier an Bord zu wohnen. Als ich heute morgen fort war, ist jemand in meiner Kajüte gewesen. Meine Tür war mit einem Dietrich geöffnet und die Sachen auf meinem Tisch waren umgestellt." Pauli sprang sofort auf.„Hab ich nicht immer geahnt, welche Gefahr Sie hier laufen? Wollen Sie mir erlauben, den Tatort einmal anzusehen?" Sie erlaubte ihnen allen dreien, die Kajüte zu unter- suchen, in der sie schlief. Die befand sich unter Deck. Es stan- den ein Diwan und ein paar von den roten Plüschsesseln darin. Hinter einem Wachstuchvorhang in der Ecke befand sich das Bad. „Sehen Siel' rief Gerda aufgebracht und zeigte auf die vordere Scheidewand der Kammer. Das Paneel trug Spuren eines stumpfen Instruments, eine Leiste war ungefähr abge- brachen. Sie zeigte ihnen ein Stück Stahl:„Das lag in meiner Koje, als ich nach Hause kam. Es ist ein Schrauben- zieher." „Ein Stemmeisen!" berichtigte Pauli. „Und alle meine Bilder," rief Gerda,„haben sie durch- einander geworfen. Sehen Sie selbst!" Sie wies auf ein Dutzend Bilder, die über Koje, Diwan und Fußboden ver- streut waren.„Ich ließ alles, wie es war," erklärte sie. „Aber am liebsten möchte ich doch, daß die Polizei käme." Pauli nahm nachlässig eins von Gerdas Bildern und hielt es mit ausgestreckten Armen von sich. Plötzlich wandte «r sich an Gerda:„Haben Sie das gemahlt?" Sie nickte stumm. m Gude beobachtete Pauli. Der hatte ein anderes Brld genommen und ein eigenes resolutes Lächeln erschien um seinen Mund, sein Blick streifte Gude. „Darf ich die Bilder mit hinauf ins Licht nehmen?" fragte er Gerda. Auf dem Deck legte er sie eins nach dem anderen flach vor. seine Füße. „Sieh mal an!" sagte er und nickte. Atemlos folgte Gerda seinem Ausdruck. Pauli wandte sich' um. Wieder trafen seine Augen Gude. Er lächelte:„Aber, gnädiges Fräulein, Sie können ja malen'" � Er betrachtete, beurteilte sie augenscheinlich: die billige Bluse trug hie und da Pinselspuren, in ihren Augen lag ein unsicherer Schimmer, um ihren Mund ein verängstigter Zug. Eude hatte diese Bilder noch nicht gesehen, es waren kraftlose, tastende Versuche. Vielleicht gaben sie eine Ahnung davon, was die Malende gedacht und gestählt, aber bei weiteni nicht erreicht hatte.— „Sagen Sie mir, gnädiges Fräulein," fragte Pauli,„ver- kaufen Sie Ihre Bilder?" Sie stand stumm da, doch ihre Augen funkelten. Pauli hatte ein Bild gewählt. Und warum, dachte Gude, gerade das allerbanalste, das unverzagteste in seinem billigen Effekt? „Ich möchte dieses Bild besitzen," sagte Pauli.„Und ich zahle Ihnen jeden Preis." Er lachte.„Vielleicht ziehen Sie es vor, daß ich Ihnen meinen Preis mache. Ich kenne besser als Sie den Wert von Bildern. Ich rechne mit Zu- kunftsaussichten. Der Künstler soll seinen Anteil an der Stei- gerung haben! Sind wir einig?" Sie stand da, den Ellbogen auf den Rand der Luke ge- stützt. Ein leises Zittern durchfuhr stoßweise ihre Schultern. Pauli wählte noch ein Bild:„Ich will Ihnen sieben- hundert für das kleine, neunhundert für das große Bild geben. Sie sind mir doch nicht böse, daß ich mein Gebot in Gegenwart anderer mache? Seine Arbeit zu verkaufen, ist eine ehrliche Sache für jedermann. Darf ich die Bilder mit- nehmen, wenn ich gehe?" Gerdas Lippen zitterten, sie konnte kein Wort hervor- bringen, aber ihre Augenlider nickten ein Ja. „Schön," sagte Pauli kurz und zog ein Scheckbuch sowie einen Füllfederhalter heraus. Er füllte den Scheck auf dem Knie aus und reichte ihn Gerda, die ihn schlaff in der Hand hängen ließ. Gude hatte die Bankverbindung der Dänischen Werft auf dem Scheck gesehen und wußte, daß er wie alles, was Pauli auf fein überzogenes Konto zog, honoriert werden würde. Pauli wollte Gerdas letzte Arbeiten sehen. Er wies mit Verständnis auf ein paar Fehler hin: diesem Bilde fehlte Wärme, jenes war zu blaß. Ein bißchen kräftiges Rot auf den sonnenbeschienenen Dächern würde wirken.„Aber machen Sie es fertig, dann werden wir sehen!" Gerda hatte sich auf einen Flaggenkasten gesetzt, wahr- sclieinlich zitterten ihr die Knie noch. Kurz daraus kam der Wogen mit dem Mittagessen. Die beiden meißaekleideten Köche servieren. ,.?n Zuttmst," rief sie dem kleinen Negerjungen zu,„wünsche ich tiig ich die Rechnung zu erhalten!" � ,,, (Fortsetzung folgt.) Die liebestolle Kellnerin. Eltern aus Zehdenid hierher gezogen sein soll. An der Bade=] Die brennende Brüde. Am Dienstag nachmittag gerief, vers anstalt Tegel wurde die Leiche eines etwa 25 Jahre alten mutlich durch Funkenflug aus einem Schleppdampfer, die alte Mannes aus dem Waffer gezogen und beschlagnahmt. Am Frei- hölzerne Notbrüde im Zuge der Albrechtstraße, nahe der bad Müggelfee zog man die Leiche eines etwa 40 Jahre alten Weidendamer Brücke über die Spree in Brand. Als der 1. Lösch Mannes heraus und schaffte fie nach Friedrichshagen. zug an der Brandstelle ankam, brannten dort Balfen und Breiter, die, von der Hiße ausgetrocknet, den Flammen reiche Nahrung boten. Es gelang indes, die Flammen schnell zu löschen und damit die Gefahr zu beseitigen. Die neuen Kohlenpreise. Ein Sittenbild allertrübster Art aus den Tiefen der mensch lichen Gesellschaft entrollte eine Verhandlung, die die Schöffen abteilung Berlin- Mitte beschäftigte. Angeflagt wegen schweren Diebstahls war der 21jährige Maschinenarbeiter Anton m. und wegen Begünstigung dessen 20jähriger Bruder Rudolf M. Die Bestohlene war die Kellnerin L. Die nicht mehr in der frühesten Jugendblüte stehende L. war in einem Lokal im Zentrum der Stadt Infolge der am 17. Juli eingetretenen Erhöhung der Zechentätig, dessen Besucher sich vorwiegend aus dunklen Eriftenzen, be- preise ist eine entsprechende herauffezung der Klein sonders aber aus pervers veranlagten Leuten zusammensetzte. 3u vertaufspreise für Briletts erforderlich geworden. den Stammgästen gehörte auch der jugendliche Rudolf M., ein außer Diefer beträgt mit Wirkung vom 18. Juli ab für Küchen und ordentlich hübscher Junge von zartem, fast mädchenhaftem Aussehen. Dfenbrand je Bentner ab Lager 58 300 m., frei Seller Die Kellnerin war bald in Liebe zu ihm entbrannt, gab ihm nicht 60 900 M., bet fuhrenweiser Lieferung 58 300 m. ab Lager und nur unentgeltlich Speise und Trant, sondern machte frei Steller 60 500 M. ihm auch reiche Geldgeschente, wofür er fie allerdings nach Geschäftsschluß in ihre Wohnung begleiten mußte. Der junge Mann, Die Schrippe 1000 m. Die unaufhaltsame Preis der wenig Neigung zum weiblichen Geschlecht in sich hat, fand an steigerung auf dem freien Mehlmarit, an dem weißes dem ihm zugemuteten Liebesdienst wenig Gefallen und schickte nach Mehl um mehr als 300 000 m. an einem Tage gestiegen ist, einiger Zeit seinen gerade aus der Provinz zugereisten" normalen" Roggenmehl um mehr als 150 000 m., awingt die Bäder, ab Bruder als Stellvertreter hin. Dieser erschien eines Tages nach Donnerstag, den 19. Juli, eine Erhöhung des markenfreien Geeinem solchen Besuch mit einem ganzen Balet Kleidungs- bäde vorzunehmen. stüden, einem seidenen Balltostüm, Damen= unterwäsche und mehreren hunderttausend Mart. Da sich der Bruder seit der Zeit bei der Kellnerin nicht mehr sehen ließ, erstattete diese Anzeige und behauptete, daß fie bestohlen worden sei. Die Folge war, daß beide Brüder auf der Straße verhaftet und ins Untersuchungsgefängnis gebracht wurden. In der Berhandlung beftritten die beiden Angeklagten jede Schuld. R.-A. Dr. Th. Ahrens stellte unter Beweis, daß die Kellnerin zu wiederholten Malen jungen Burschen für ihre Begleitung nach Haus er hebliche Geldgeschente gemacht habe. Die Kellnerin selbst beftritt als Zeugin entschieden die Darstellung der Angeklagten. Die von der Berteidigung geladenen Zeugen bestätigten aber die Angaben der Angeklagten in vollem Umfange. Das Gericht folgte auf Grund dieser Beweisaufnahme dem Antrage der Verteidigung und fam zu einer Freisprechung beider Angeklagten, die sofort aus der Haft entlassen wurden. Im Waffer verfunken.oits d aus Das Baden fordert alle Tage neue Opfer. So ertrant bei Cöpenid ein Mann namens 3immermann der Neuen Bahnhofstraße in Lichtenberg. Beim Baden in der Spree bei Hirschgarten verunglückte der Arbeiter Billy P. Beide Toten wurden nach der Leichenhalle in Friedrichs hagen gebracht. Im Freibad Grünau wurde die Leiche einer weiblichen Berson gelandet. Bei Rauchfangswerder ertrank der 32 Jahre alte Buchbinder Rudolf Holzine cht aus der Stallschreiberstraße 27. Die Leiche ist noch nicht gefunden morden. Die 17jährige Herta Berg aus der Doffeftraße in Lichtenberg ist in der Spree nahe dem Grundstück der AEG. in Köpenid ertrunken. Die Leiche konnte durch Mitglieder des Schwimmflubs" Vorwärts" geborgen werden. Im and mehrfanal am Hafenplag ertrant der neunjährige Schüler Erich Welle, der erst vor einigen Tagen mit seinen In der Straffache| gegen den Schuh Berliner Juwelen- Verwertungs- Haus macher Paul Schade in Berlin- Rofenthal, Hauptstr. 100, geb. am 14 April 1872 in Bormlig, wegen über mäßiger Preisfteige rung hat das BucherErna Masuch Handelsgerichtlich eingetr. Firma Ankauf von Juwelen, Perlen, Smaragden, ühren, Gold- und Silberbruch gericht des Landge- Lützow 2760 richts III in Berlin in Der Sigung vom 3. 7. Potsdamer Str. 118 6. Groß- Berliner Parteinachrichten. Kreis. Kreuzberg. Donnerstag, den 19. Juli, bei Reim, Urbanftr. 29, wichtige Sigung des Gaalichuzes. Alle Abteilungen müssen vertreten fein. 14. Kreis. Reutölln. Donnerstag, den 19. Juli, 7½ Uhr, erweiterbe Bor#standssigung an bekannter Stelle. Heute, Mittwoch, den 18. Juli: 95. Abt. Neukölln. Bezirkskassierer! Bon 7 bis 9 Uhr bei Grieger, LeffingEde Ropfstraße, Abrechnung. Jungsozialisten. Gruppe, Friedenau. Achtung! Die Quranstaltungen finden weiteres bei Schulz, Wiesbadener. Ede Laubacher Str. ftatt. Mittwoch, 7% Uhr, Arbeitsgemeinschaft bortfelbft. Morgen, Donnerstag, den 19. Juli: 1. bt. 7% Uhr bei Dietrich, Linienftr. 122, Funktionärfigung. Abt. Kommunale Kommiffion! ½ Uhr, Gigung bei Jerafch, Ebertsftraße 10. 132. Abt. Blantenburg. 8 Uhr, Lokal Klug, Dorfstraße, Sablabend und Mitgliederversammlung. Bortrag. Es foftet ab Donnerstag ein marten freies Brot 23000 Mart, eine markenfreie Schrippe 1000. 37. Ein Kindesmord? Gegenüber dem Grundstüd Schiffbauerbamm 19 zog man gestern vormittag die Leiche eines neu geborenen Kindes aus der Spree und brachte sie zur Fest ftellung der Todesurfache nach dem Schauhauſe. Die Feuerwehr auf dem Bienenfang. Vorgestern nachmittag fegte sich auf einem Balton des Hauses Triftstraße 43 ein Bienenschwarm feft. Da es allen Bemühungen der Hausbewohner nicht gelang, den Schwarm zu vertreiben, alarmierte man die Feuerwehr, die den unangenehmen Besuch einfing. Lebensmittelpreise des Tages. Zufuhr: Fleisch ausreichend, Geschäft flau. Fische reichend, Geschäft rege. Obst und Gemüse reichlich, Geschäft flott. aus* 83. Abt. Lichterfelde. Freitag, den 20. d. M., 7½ Uhr, Fuuktionärkonferenz bei Kraft, Heinersdorfer Str. 17, Ede Kaiserstvaße. Ferner werden die Bezirksführer ersucht, ihre Mitglieder zur Teilnahme an dem für nächsten Sonntag, den 22. D. M. befchloffenen Familienausflug nach Seehof mäglichst persönlich und sofort einzuladen. Treffpuntt 2 Uhr an der Biefen bause. Gäste willkommen. Arbeitersport. 1. Sport- Abteilung Fr. T. Wilmersdorf weist nnochmals auf das ant 22. b. M. stattfindende Fußball- Turnier hin, aus Anlaß des 15jährigen Bestehens des Vereins. In Anbetracht der teilnehmenden Bereine find inter effante Spiele zu erwarten. Meldungen nur 1. Mannschaften his Dienstag, den 17. Juli, an Sportsgenosse Paul Bluhm, Charlottenburg, Fritschestraße 41. 8u der am Dienstag, den 17. Juli, angefekten Sizung hat feber teilnehmende Berein einen Vertreter zu entfenden, Sportplag, 9 Uhr. 1. Kreis, 4. Bezirk. Freie Turnerschaft Fricdenau sucht für Jugendmann schaft spielträftige Gegner in Hardball auf eigenem oder fremdem Blag. An fragen an B. Karl, Friedenau, Stubenrauchstraße 27. Surn und Sportverein Fichte", Berlin. Sportabteilung Soresta. Wichtige Bersammlung am Donnerstag, den 19. Juli in der Fichte- Diele, Treptow, abends 6½ Uhr. Wetter bis Donnerstag mittag. Ein wenig fühler, zeitweise Am Dienstag galten in der Zentralmarkthalle folgende Kleinhandelspreise: Rindfleisch 35 000-42 000 M., ohne Knochen 43 000-46 000 M. Schweinefleisch 45 000-55 000 M. Kalbfleisch 50 000-56 000 M. Hammelfleisch 43 000-50 000 M. Liesen 45 000-47 000 M. Rindertalg 32 000-38 000 M. Schellfisch 5500-7000 M. Kabeljau 10 000-14 000 M. aufflarend, jedoch überwiegend bewölkt mit wiederholten Regenfällen bei Seelachs 8000 M. Dorsch 5000-6500 M. In Eis: Schleie 14 000 bis frischen westlichen Binden. 17 000 M. Hechte 12 000-13 000 M. Hechte 21 000-26 000 M. Aale 36 000 bis Schleie 18 000-23 000 M. Aale 21 000-25000 M. Lebende 40 000 M. Naturbutter 49 000-54 000 M. Margarine 23 000-26 500 M. Hautausschlag offene Füße Schweineschmalz 35 000-38 000 M. Weizenmehl 12 000-15 000 M. ( Krampfadern) Neue Kartoffeln 3300-3600 M. das Pfund. Kohlrabi 5500-8500 N. die auch veraltete Wunden, heilt die milde und wohltuende Mandel. Blumenkohl 5000-12 000 M. der Kopf. 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