Me.337 40. Jahrgang Ausgabe A Nr. 167 Bezugspreis: Bir ben Monat Sult 80 000 972. Donaus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet fowie Desterreich und Lucemburg 38 000 m., für das übrige Ausland 43 000 M. Poftbezugspreis freibleiben d. Bostbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Estland, Finnland, Frant reich, Holland, Lettland, Luxemburg, Defterreich, Schweden, Schweiz, Tschechoslowakei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntags. bellage Boll und Beit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich ameimal, Gonntags und Montags einmal " Telegramm- Adrese: Sozialbemotrat Berlin" Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 1200 Mark Anzeigenpreis: Die efxfpaltige Nonpareillezaile Zoftet 7000 M. Reklamezeile 35 000. Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Bort 2400.( zulässig zwei fett. gedruckte Borte), jedes weitere Bort 1200 M. 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Nur Illusionisten konnten erwarten, daß der erste Borstoß zur Erreichung wertbeständiger Löhne sofort Die fächsische Regierung läßt durch ihre Nachrichtenstelle folgende| Berantwortlichkeit gegenüber der Deffentlichkeit tänne er nicht an. eine allgemeine Sicherung der Arbeiterschaft gegen die Entanwertung ihres Lohnes bringen würde. Gleichwohl wurde beauffehenerregende Mitteilungen verbreiten: Die fächsische Regierung behält sich vor, gegebenenfalls weitere reits in den erſten Tarifen Grundlegendes erreicht. Noch bis Die fächsische Regierung behält sich vor, gegebenenfalls weitere por furzem mar es Sitte vieler Unternehmer und weiter Kreise bekannt- or für die Beurteilung der Schuldfrage wesentliche Tatsachen bekannt des Bürgertums, auf die zahllosen Lohn ,, erhöhungen" hinzuzugeben, sobald das der Stand des Berfahrens gestatten wird. weisen, welche die Arbeiterschaft in mühevollem Kampfe um ihr Recht auf das nackte Leben durchgesezt hatte. Es waren Diese sachlich nüchterne Darstellung enthält so schwere aber teine Erhöhungen des Lohnes; einwandfrei steht heute Anschuldigungen gegen den Bräsidenten des Staatsgerichts- feft, daß die Kauftraft des Lohnes in demselben Verhältnis hofs zum Schutz der Republik und damit auch gegen das gefunten ist wie die Papiermark sant, und daß die HeraufReichsjustizministerium, daß wir erwarten müssen, Herr Dr. numerierung der Löhne feineswegs gleichbedeutend mar Heinze werde bald und ausführlich sich über diese Vorwürfe mit der Besserung der Lebenshaltung. Noch vor wenigen äußern. Er ist ja sonst sehr schweigsam und hat sich bis heute Wochen predigte man tauben Ohren, wenn man das außer noch nicht geäußert zu der in Berliner Blättern mitgeteilten halb der organisierten Arbeiterschaft öffentlich aussprach. feltsamen Tatsache, daß die Arten der Sache Roßbach Heute spricht man von Lohnerhöhungen faum mehr, nur noch oft zwischen Berlin und Leipzig hin- und herwandern und von der Anpassung der Löhne an die Geldent= dann oft sehr lange im Reichsjustizministerium wertung. Auch Unternehmer und Bürgerliche müssen zuI a gern. Infolgedessen schleppt fich der Roßbach- Prozeß geben, daß die Preise der Entlohnung der Arbeitskraft meit hin, wie der Prozeß gegen den Schriftsteller Dehme. Erst voraufeilen; fie müssen zugeben, daß es noch lange feine aus den Meldungen über die Wiederverhaftung der Roß- Lohnerhöhung ist, wenn man anstatt 1000 m., für die man bach- Leute mit dem Parchimer Feme Mord hat man fich einmal ein Pfund Butter faufen fonnte, heute 10 000 m. erfahren, daß mit Ausnahme Roßbachs alle seine Mitbeschul- für eine Arbeitsstunde erhält und sich dafür noch nicht ein digten still aus der Untersuchungshaft entlassen waren. Was Fünftel Pfund Butter kaufen fann. Es mag an sich unbefie natürlich alsbald ausnutzten, um den Parchimer Mördern jede gewünschte Hilfe angedeihen zu lassen. Man versucht in der Deffentlichkeit, die Schuld an der Entweichung Ehrhardts den Beamten des Leipziger Unter fuchungsgefängnisjes in die Schuhe zu schieben. Die mit der amtlichen Untersuchung betrauten sächsischen Behörden tonnten bisher und können auch heute noch nicht der Deffentlichkeit das hier. über vorhandene Material unterbreiten, weil der Fortgang der Ermittelungen nicht gestört werden darf. Der Deffentlichkeit nicht länger vorenthalten werden sollen jedoch folgende Tatsachen. Die Untersuchung gegen Ehrhardt wurde nicht von sächsischen Beamten, sondern von Beamten des Reichsgerichts ge führt. Als der Untersuchungsrichter des Staatsgerichtshofs zum Schutz der Republik Reichsgerichtsrat Dr. Met die Ehrhardtsche Boruntersuchung übernahm, ordnete er die strenge Ueber machung des Berkehrs Ehrhardts mit der Außenwelt an. Die an Ehrhardt gerichteten Sendungen( Lebensmittel, Zeitungen, Bücher usw.) wurden im Staatsgerichtshof genau untersucht, she fie an das Gefängnis zur Aushändigung an Ehrhardt weiter gegeben wurden. Den Briefwechsel Ehrhardts hat Dr. Me ftets ausschließlich perfönlich überwacht. Besuche bei Ehrhardt find nur in sehr beschränktem Umfange und ständig nur unter Aufsicht bes Untersuchungsrichters Dr. Mez selbst, mitunter auch eines Bureaubeamten des Staatsgerichtshofs zugelassen worden. # Die Anklagen der sächsischen Regierung gegen den Präfi denten des Staatsgerichtshofs find so schwerwiegender Natur, daß das Reichsjustizministerium schleunigst der Deffentlichkeit mitteilen muß, was daran nach seiner Meinung Wahres ift. Wenn wirklich den Verwandten Ehrhardts die unglaubliche Freiheit im Berkehr mit einem Untersuchungsgefangenen gewährt morden ist, trotzdem sich Karl Ehrhardt seiner Beziehungen zu Cuno und Heinze rühmte, dann wäre das ein Skandal, der selbst vor den Staatsgerichtshof gehörte. Die Untersuchung gegen Roßbach. Vernehmung des Generals v. Seeckt. Die Behandlung Ehrhardts wurde wesentlich anders, als am 15. März 1923 die Boruntersuchung gefchloffen und Ehrhardt damit ber Berfügung des Borfigenden des Staatsgerichtshofs zum Schuße der Republik, des Senatspräsidenten beim Reichsgericht Dr. Schmidt, unterstellt wurde. Zwar hat Dr. Schmidt auf An regung des Untersuchungsrichters Dr. Metz und des Oberreichs. enwalts formell die Fortdauer der von Dr. Meß getroffenen Sicherungsmaßnahmen angeordnet. Tatsächlich find jedoch diefe Sicherungsmaßnahmen vom Präsidenten Dr. Schmidt nicht mehr in genügendem Maße eingehalten worden. Der Briefwechsel Ehr. hardts wurde nicht vom Präsidenten Dr. Schmidt, sondern in dessen Auftrage allgemein lediglich von einem Bureaubeamten überwacht. Besuche bei Ehrhardt wurden in erweitertem Umfange Wie die BS.- Korrespondenz von gut unterrichteter Seite er gestattet. Durch allgemeine Berfügung Dr. Schmidts vom 19. März fährt, ist die Untersuchung gegen Roßbach im großen 1923 wurde die Erteilung der Sprecherlaubnis in zweifelsfreien und ganzen beendet, olyne jedoch bisher offiziell abgeschloffen zu fein. Fällen unbegreiflicherweise allgemein einem Bureaubeamten des Reichsgerichts übertragen. Eine Reihe von Besuchen bei Ehrhardt Es fehlt nämlich bisher noch immer die Entscheidung über eine etwaige Bernehmung des Chefs der Heeresleitung, bat Dr. Schmidt ohne die selbstverständliche 3uziehung Generals D. Seedt, über die Wahrnehmungen, die ihm hinsicht einer Aufsichtsperson erlaubt. So haben Frau Ehrlich der Tätigkeit Roßbachs bekannt geworden sind. Ueber die even hardt Ende Juni 1923 und Ehrhardts Better, Karl Ehrhardt tuelle Notwendigkeit seiner Bernehmung wird der Untersuchungs. aus Hamburg, etwa adhyt Tage vor der Entweichung, je an einem richter beim Staatsgerichtshof. Dr. Richter, dem Reichswehrminister, Tage vormittags und nachmittags stundenlang fcbald dieser von seinem Urlaub zurüdgefehrt ist, Bortrag halten. mit Ehrhardt im Gefängnis ohne die geringste Ueberwachung ver- Dr. Geßler hat dann zu entscheiden, ob General v. Seedt von feiner handelt. Dies geschah, obwohl ein Brieffchreiber in einem beim Staatsgerichtshof zur Kontrolle vorgelegten Briefe an Ehrhardt Amtsverschwiegenheit in Sachen Rosbach zu entbinden ist. Auf jeden Anfang Juli 1923 von einem bevorstehenden für Ehrhardt erfreu- Fall kann man jetzt damit rechnen, daß noch im Laufe des kommen den Monats die Untersuchung abgeschlossen und eine Entscheidung lichen Ereigniffe(!) gesprochen hatte. barüber getroffen wird, ob auf Grund des Untersuchungsergebnisses die Erhebung der Anklage gegen Roßbach erfolgt. deutend erscheinen, aber doch ist die Tatsache wichtig, daß die Beweisgründe der Arbeiterschaft in ihrem Eristenzkampfe heute zu Beweisgründen der Allgemeinheit geworden sind, und daß fein Schiedsspruch, fein Unternehmer und fein bürgerlicher Phantast ohne meiteres mehr von Lohnerhöhungen" reden kann. Die Forderung der Arbeiterschaft auf gerechte Entlohnung der Arbeitskraft erhält so ein erhöhtes moralisches Gewicht. Das soll man nicht unterschätzen. Aber der Kampf um den wertbeständigen Lohn, der sich erst in den Anfangsstadien befindet, wird selbst nach seiner Beendigung erst der Auftakt sein zu dem Kampfe gegen die Wirtschaft des finnlosen Betruges, der allgemein in der Zeit der Geldentwertung eingeriffen ist. Schon wieder zeigt das Barometer auf Sturm. Der Dollar ist an der gestrigen Börse von 218 000 auf 284 000 gestiegen, hat also fast den fiebzigtausendfachen Borkriegsststand erflommen. Aber nicht diese Kurssteigerung, wie wir fie in ähnlichem Verhältnis fchon oft genug erlebt haben, ist das Symptom, sondern die ll mstände sind es, unter denen sie zustande kam. Mit untauglichen Mitteln hat die Reichsbant einen verzweifelten Kampf gegen diese neue Divifenhauffe gefämpft. Untauglich waren die Mittel deshalb, weil eine vollkommene Desorganifation unserer Geldwirtschaft nicht dadurch allein geheilt werden fann, daß man einigen ehrlichen Räufern und einem großen Troß von Spekulanten täglich ein Dugend Millionen Goldmark oder noch mehr an Devisen überläßt, ohne damit die Nachfrage zu befriedigen. So unhaltbar find die Verhältnisse geworden, daß wir jetzt einen traurigen 3 witter haben aus der Devisenbewirtschaftung, welche die SozialEhrhardt selbst hat einem seiner Berteidiger gegenüber einer demokratie feit langem gefordert hat und einen freien Devisenverkehr, an dem sich trotz aller Formvorschriften die feits sein Erstaunen, andererseits seine Befriedigung über spekulativen Treibereien austaben. Die Reichsbank hat Diese ihm von Dr. Schmidt eingeräumten unerwarteten und ihm ärgsten Ausschreitungen dadurch vorzubeugen versucht, daß die Flucht ermöglichenden Bergünstigungen ausgesprochen. Dabei Deutsche Erklärung in London. sie den Banten auferlegte, nur solche Devisenenkäufe für iit Karl Ehrhardt( Hamburg) ein Mann, der über große London, 20. Jull.( WIB.) Heute morgen ist noch ein of- ihre Kunden vorzunehmen, deren Gegenwart in Papiermark Geldmittel verfügt, gute Beziehungen zu Ehrhardts Freunden unterhält und sich ganz offen seiner Verbindungen mit dem Reichs. fizielles Telegramm aus Berlin eingetroffen, worin wiederholt auch wirklich vorhanden war., Andernfalls drohte sie mit erklärt wird, daß teine deutsche Regierung vom paffiven Wider- Kreditsperre. Das ist für das Reichsbankdirektorium, dessen fanzler Cuno und dem Reichsjuffizminister Dr. Heinze rühmt! stand ohne gewiffe Garantien abgehen könne. Es wird erklärt, Burückhaltung gegenüber den Privatinteressenten schon seit Dem Bureaubeamten des Staatsgerichtshofs, der Karl es sei auch durchaus unrichtig, daß Deutschland Großbritannien er- Jahren äußerst befremdlich und schärffter Kritit ausgesetzt Ehrhardt ins Gefängnis zu Ehrhardt begleitet hat, hat Präsident fucht habe, die französische Regierung zu veranlaffen, irgendeine be- war, immerhin schon eine Leistung. Aber was nutzt die Dr. Schmidt ausdrücklich untersagt, der Unterredung beizuwohnen. fondere Artion zu unternehmen. Es besteht Grund zur Annahme, Drohung der Kreditfperre, wenn die verfehlte FinanzEine Untersuchung Karl Ehrhardts und der sonstigen Personen, die das Deutschland bereit sein würde, bei der Erreichung einer Formel politit des Reiches dem Geldmarkt wöchentlich mehrere Ehrhardt ohne Zeugen besuchen durften, daraufhin, welche Gegen mitzuwirken, vorausgesetzt, daß die Zurädziehung der Billionen neue Zahlungsmittel zuführt und wenn die stände sie etwa Ehrhardt mitbrachten, ist nie erfolgt. Diese Besucher Franzosen allmählich, 3. B. in drei Etappen, stattfinden würde, Kreditpolitit der Reichsbank gegenüber den Privaten fonnten also nicht nur mit Ehrhardt Fluchtpläne bis in alle Einzel- in welchem Falle Deutschland einwandfreie Garantien geben würde. es noch immer möglich macht, an der Entwertung des Geldes beiten besprechen, sondern ihm auch die erforderlichen Hilfsmittel zuerst sollte Frankreich die 3ivilverwaltung im Ruhrgebiet ungeheuerlich zu verdienen? Für eine Bewirtschaftung der Devisen fehlen die zwei Den geschilderien Berfehr Ehrhardts mit der Außenwelt fonnte wieder zulassen und die ausgewiesenen Deutschen ins Ruhrgebiet wieder zurüdlassen. Eine von den zahlreichen An- unumgänglichen Boraussegungen, nämlich: daß man auch die Gefängnisverwaltung nicht verhindern. Denn nach den gefez regungen find unformell gemacht worden, es wird daher wieder- wirklich alle Erlöse aus der deutschen Wareneinfuhr erfaßt, lichen Vorschriften war hierfür allein die Anordnung des Präfiben- bolt, bak teine neuen Vorschläge gemacht worden sind, die Deutsch- und daß man diesen Erlös in die Hände aller derjenigen ten Dr. Schmidt maßgebend. Die Gefängnisverwaltung mußte alfo land als eine Antwort auf seine letzte Jote betrachte. bringt, welche sie im Interesse der deutschen Bolkswirtschaft biefen außergewöhnlichen und höchst bebentlichen Berkehr bulden. zur Lebensmittel- und Rohstoffeinfuhr verwerten. Zu einer Die Verantwortung für die Folgen dieses Berkehrs Ehrhardts mit Antwortentwurf und Mantelnote fertig gestellt. solchen Bewirtschaftung der Devisen hat man sich nicht aufder Außenwelt trägt allein der nur dem Reichsjuffizminister unterschwingen fönnen. Niemand weiß, auf einen wie hohen stellte Vorsitzende des Staatsgerichtshofs zum Schuße der Republik. Condon, 20. Juli.( WTB.) Das Reutersche Bureau erfährt, Prozentjak seines Bedarfes er bei der Zuteilung der Devisen Bräsident Dr. Schmidt hat in den letzten Tagen einem Be- daß der Entwurf der Antwort an Deutschland und die Mantel- rechnen fann. Die Unsicherheit ist allgemein, und sie entquftragten der fächfifchen Regierung gegenüber, der ihn nach der note an die Allierten nunmehr vom Kabinett fertiggestellt faltet sich in einer wüsten Spekulation am freien Markt, wo Entweichung Chrhardts um Auskunft über den Inhalt seiner Maß- worden sind und sobald wie möglich nach Paris, Brüffel, Rom und jeder zu erraffen fucht, was ihm bei der Zuteilung verweigert nahmen zur Sicherung der ungestörten Fortdauer der Untersuchungs. Tokio und zur Information nach Washington gefandi werden. Man murde haft Ehrhardts ersuchte, unter Berufung cuf seine Etellung als hält es für möglich, daß die Note bereits morgen in Händen Es ist deshalb kein Wunder, daß die angedrohte KreditSenatspräsident des Reichsgerichts und als Vorsitzender des Staats- der franzöfifchen Regierung sein wird. sperre nur einen geringen Erfolg zeitigen fann, menn gerichtshofs zum Schuße der Republik erklärt, er schulde nieman es überhaupt als einen Erfolg" ansehen darf, daß der mandem Rechenschaft über seine Maßnahmen, er sei nur Oppositionsfieg in Ceffland. Im lettifchen Parlament wurde der Dollar an einem einzigen Tage ,, nur" um ein Drittel seines sich selbst und dem Reichsjustizminister verantwortlich, Haushalt des Unterrichtsministers mit 48 gegen 41 Stimmen ab- früheren Standes in die Höhe gegangen ist. Aber auch er ließe sich keine Borschriften machen, er mache, was er wolle. Eine gelehnt, dagegen stimmten auch die nationalen Minderheiten. fonft ist der Erfolg sehr fragwürdig, denn auch, wenn die zur Flucht in die Hand spielen. 11 Kaufaufträge der Devisenlukeressenlen auf zwei Fünftel des Standes vom Donnerstag zurückgegangen find, so heißt das immer noch, daß an einem Tage für rund vier Billionen Papiermark Devisen verlangt worden sind, und man kann sich leicht ausrechnen, daß der Ansturm gegen die Mark wieder anschwellen wird, sobald Reich und Reichsbank durch die liebe» volle Pflege der Notenpresse die Flucht vor der Mark ge- fördert haben. Die Tatenlosigkeit, mit der man vor der Forderung nach der allgemeinen Einführung der Goldrechnung bei der Steuer- zablung des Besitzes und bei der Kreditgewährung der Reichs- dank zurückschreckt, der Verzicht auf einen scharfen Druck gegen die Spekulation durch die Einführung von Goldkanten, das zögernde Vorgehen der Reichsregierung in der Frage der wertbeständigen Löhne, wo sie trotz der zum Himmel schreienden Not erst die Forderungen der Arbeiter- schaft abwartete, ehe sie überhaupt sich zu den jetzt endlich auf- gestellten Richtlinien entschloß— alle diese Zeichen lasten den untrüglichen Schluß zu, daß der neue Wirrwarr am Devisen- markt und die neue Entwertung der Mark sich in ihrer ganzen Schärfe gegen die Arbeiterschaft wenden wird, wenn diese sich nicht selbst ihrer Haut wehrt und mit besonders zielbewußter Entschlossenheit zu Werke geht. Mehr als je gilt es, die Macht der Organisationen zu stärken, mehr als je, sich nicht von windigen Parolen oder gar wüsten Provokationen beirren zu lasten. Nie war das moralische Gewicht der Arbeiterschaft so stark wie jetzt, wo sie mit dem Kampfe um den ehrlicben Lohn den Kampf gegen die Betrugswirt- schaft führt. Schon vor Monaten hat die Sozialdemokratie ihre Forderung zur Währung?- und Wirtschaftspolitik for- muliert. Die Richtigkeit ihrer Austastung ist bestätigt worden durch das Urteil der großen Ausfchüste des Dorläuftgen Reichswirtschaftsrates, das seinerseits die Notwendigkeit der Goldstenern. Goldkredite und wertbeständigen Löhne betont bat. Auch das ist ein Zeichen dafür, daß die Autorität der sozialdemokratischen Forderungen gegenüber der Allgemein- beit, von der noch große Teile in Verkennung ihres wahren Interesses sich vor ku�em gegen die Anregungen der Partei wandten, mit jedem Tage wächst. Die deutsche Arbeiterschaft ist nicht gewillt, eine Periode der Zeitgeschichte, in der die Sachwertbesitzer riesenhafte Reiibtiimer austchichteten. damit zu beenden, daß Deutschland ähnlich wie Oesterreich der Ausbeutung des internationalen Bank- und Industriekapitals preisgegeben wird. Die Blutsauger, die an der Verarmung und Entkräfwng des deutschen Volkes verdienten, spüren, daß das Ende der Be- trugswirtschaft naht, und wehren sich dagegen mit verzweifel- ter Erbitterung. Darum gilt jetzt mehr als je die Forderung: Hinein in die Organisationen! Es wirü weiter gewurstelt. Tie Kreditsperre abgesagt. Anläßlich der Drohung der Reichsbank, sie werde der Privatwirtschaft die Kredite sperren, wenn die Devisennoch- frage nicht eingeschränkt würde, fand gestern eine längere Besprechung zwischen einer Abordnung der Berliner Groß- danken, bestehend aus den Bankdirektoren Dr. Mssler (Diskonto-Gesellschaft), Nathan(Dresdner Bank) und Rein- Hardt(Mitteldeutsche Kreditbank) mit dem Rcichsbankpräsi- deuten Häven st ein statt. Wie der„Deutsche Handels- dienst" erfährt, ist man in Bankkreisen der Meinung, daß die starken Anforderungen von Devisen am Donnerstag tatsächlich zu einem großen Teil hätten unterbleiben können, wenn die Auftraggeber, die zum Teil über aus- reichende Rohstoffe usw. verfügen, mehr Rücksicht auf die Gesamtinteressen der Wirtschaft nehmen würden. Von den Großbanken wurde die Erklärung abgegeben, daß man alles aufbieten wolle, um die Devisenpolitik der Reichsbank zu fördern.(Warum haben die Banken nicht früher danach gehandelt? D. Red.) Insbesondere soll künftig das Prinzip der Bardeckung erteilter Devisenaufträge strengstens Seim üeutsthen Kinöervater. lk Kopenhagen, Mitte Saft. In gehender Sommerhitze hoben wir die Strecke von Berlin nach Kopenhagen zurückgeieist. Die kurze Seefahrt auf der Fährstrecke zwischen Warnemünde und Gsedser brachte nur eine geringe Abkühlung. Auch die SV deutschen Kinder, die in einem be- sonderen Abteil ihrer Ferienheimat entgegenstrebten, seufzten unter der unerträglichen Schwüle. Aber die Freude über erwartete Herr- lichkeiten ließ ihnen trotzdem die Fahrt leicht erscheinen. Denn sie sind ja„chske Ferieborne", wie es drüben unterm Danebrog so schön heißt. Si« kommen aus engen Häusern und Küchen, in denen Schmalhans das'Heft in Händen hat und Frau Sorge täglicher Gast ist. Und sie fahren einem Lande entgegen, wo wenigstens die Milch noch reichlich fließt, die Freundschaft enge Bande um pflegende Eltern und gepflegte Kinder schlingt, wo die Begriffe sich wandeln und das kindliche Heimweh erst dann zum Ausdruck kommt, wenn die Kinder wieder in die Heimat fallen. Dann packt si« das Weh, das sie rückwärts in die dänische Fremde ziehen möchte, wo ihnen an Güte und Menschenliebe so Vieles und Unersetzliche» geboten wurde und an körperstärkenden Nahrungsmitteln nicht minder. Abends am Hauptbahuhof in Kopenhagen. Der Strom der Fremden entsteigt dem Zug und eilt die Treppen hinan, die zur Sperre führen. Aber auf dem Bohnsteig schon und wieder dort oben, wo ganz wie in Deutschland der Dahnsteigschastner die Fahr- karten okmimnU, spielen sich Szenen ab, die unvergeßlich bleiben. Die Pflegeeltern sind erschienen, um ihre kleinen Gäste abzuholen. Nur zum Teil waren es diesmal Neulinge. Die Mehrzahl aus diesem Transport ging schon zum zweiten oder dritten Male nach Dänemark. Sie waren wieder eingeladen oder wieder gefordert, weil die dänischen Eltern an ihren deustchen kleinen Gästen Gefallen gefunden hatten und gerade diese selben aufs neue in pflegliche Sorge nehmen wollten. Und die Kleinen— von sechs bis sechzehn— sind gern gekommen: Aus Königshütte in Oberschlesien, aus dem Erzgebirge, aus Hamburg, aus Barmen, aus Berlin nicht zu ver- gesten. Jedes trägt um den Hals eine Erkennungsmarke mit zwei Aufschriften: die eigene heimatliche Adresse und die der dänischen Pflegeeltern! Für den Fall, daß sich irgendein Zweifel ergeben sollte. Aber wir sahen keinen solchen Zweifel. Wohl aber fanden wir eine überströmende Freud« am Ausgang. Di« dänischen Mütter packten ihre Gäste und drückten st« teilweise mit einem Ungestüm an die Brust, daß selbst einem im Tageskompfe hartgesottenen Sün- der«eich ums Herz werden wollt«. Und die kleinen Gäste schmiegten sich mit einer Inbrunst an ihre alten Freunde, als ob sie auch nach noch so langer Fahrt sich doch ganz wohlig und heimisch fänden---- „Kindervater" Nielsen hatte einige Vertreter der Presse ein- geladen, einen solchen Transport nach Dänemark zu begleiten und im Anschluß daran sich selbst von dem Ergehen der deutschen Kinder zu überzeuM«, denen er seit Jahren in rührend aufopfernder Weste durchgeführk wetten. Dfe ReäjsÜcmk stcherke fljrerfefis reiflichere Zuteilungen für gewisse lebenswichtige Industrien zu. Gegenüber denjenigen Firmen, die vorsätzlich die Devisenpolitik der Reichsbank zu durchkreuzen suchen, sollen scharfe Mittel, insbesondere Ausschließung vom Reichsbank- giroverkehr und Ablehnung der Diskontierung von Wechseln in Anwendung koinmen. Man war sich darüber einig, daß gewisse Industriezweige noch auf lange Zeit ausreichend mit Rohstoffen versorgt seien, und daß auch im gegenwärtigen Moment kein Anlaß zu großen Getreidekäufen im Auslande bestehe. Die Befürchtungen, die man an die starken Re- Portierungen knüpfte, feien deshalb größtenteils über- trieben. Es wutte zwischen den Großbanken und der Reichs- bankleitung eine vollständige Einigung hinsichtlich des weite- ren Zusammenarbeitens erzielt. Daraus geht hervor, daß die.allgemeine Kreditsperre zu- nächst abgesagt ist und daß eine grundlegende Aenderung der Kreditpolitik der Reichsbant vorerst nicht zu erwarten steht. Es wird also fortgewurstelt, man verdient nach Her- zenslust weiter an der Geldentwertung. Einen treffenden Kommentar zu der gütlichen Beilegung de» Konflikts bringt der von der Reichsbank hochgeschätzte „Lokal-Anzeiger" in seiner gestrigen Nachtausgabe. In fetten Lettern steht da zu lesen„Die Neuregelung der De- visenpolitik und dicht darunter?„Dollar in New York". Herr Hubenstein aber hofft aus die Hilfe der Danken bei der Stützung der Mark!_ 57 1/2 tausenüfache Großhanüelspreise. Die auf den Stichtag de» 17. Jufl errechnete Grohhandelsindex- ziffer des Statsttstchen Reichsamts weist mit 57 478(1913— 1) eine Erhöhung um 18 v. H. gegenüber der Vorwoche auf. während gleich- zeitig der Dollarkurs in Berlin um 17 v. H. stieg und die Dollar- Parität de» New Porker Markkurses unverändert blieb. Im einzelnen stiegen: Lebensmittel um 15 v. H. auf 50017, Jndustriestoffe um 23 v. H. auf 71428, Inlandswaren um 18 v. H. auf 54 573. Einfuhrwaren um 18 0. H. auf 72 000. Di« für den 10. Oull noch festzusetzende Erhöhung der(Esten- presse hat hierbei kein« Berücksichtigung erfahren. Die Teuerung ist in der 3. Juliwoche witter um 28,4 Proz. gestiegen.._ Teuerungsunruhen in öreslau. Breslau, 20. Juli.(Eigener Drahtbericht.) Ja den Nachmittags- und frühen Abendstunden kam es hier zu schweren Plünderungen der Detailgeschäfte in allen größeren Geschäftsstraßen. Die Plünde- rungen gingen ziemlich organisiert vor sich, indem Stoß- trupps d!« Stadt systematisch durchzogen und die einzelnen Geschäft« vollständig d«moli«rten und ausräuberten. Di« Polizei blieb völlig machtlos, zum Teil nicht ohne Schuld ihrer wenig über- legten Leitung. Der Polizeipräsident war leider heut« gerade auf Urlaub. Die Stimmung der breiten Masten ist gegenwärtig besonders verzweifelt, da in Breslau Metallarbeiter, Holzarbeiter und Trans- portarbeiter in großen Streiks stehen, die zum Teil den Eharokter von Verzweiflungsstreiks angenommen haben, wenn auch die Ge- werkschaften in dieser Bewegung die Führung behielten. Einen Anhaltspunkt für die Urheber der Plünderungen gibt die Tatsache, daß die Ausschreitungen zum Teil ausgesprochenen a n t i s e m i- tischen Charakter annahmen, indem dl« Geschäft« jüdischer Namens- träger vorzugsweise geplündert wurden, während ander« teilweise übergangen worden sind. In den Abendstunden ist die Ruhe wieder hergestellt worden, nachdem Hunderte von Geschäften voll- ständig zerstört worden sind. Ganz scheinen die Plünderungen noch nicht abgeschlossen zu sein. Entlastend auf dl« Stimmung Auffrischung au Körper und Geist zu schaffen sucht. Es war uns ein Erlebnis tiefster Art, die Fürsorg« und die Freud« über ste gleichzeitig zu sehen. Zwar nur einen Ausschnitt aus dem großen Hilfswerk konnten wir persönlich zu Besicht bekommen, denn die deutschen Kinder— gegenwärtig 42001— sind über ganz Däne- mark verteilt, und wir sahen nur Kopenhagen und sein« nähere Um- gebimg. Aber schon dort wird unglaublich Vieles geleistet an per- sönlichen Opfern, an Müh«, an Zeit und Geld, um den Kindern und damit der Menschheit«in Gutes zu tun. Nicht jedem und nicht zur Genüge stt bekannt, daß durch Vermittlung der„Deutschen Kinder- hilf« in Dänemark" schon vor Beginn dieser Ferien nicht w«- niger als 42100 deutsche Kinder auf Wochen oder Mo- nat« hier oerpflegt wurden, daß Millionen dänischer Kronen von den Mitgliedern der Gewerkschaften, von Sozialdemokraten aufgebracht werden, um die Kosten der Reis« und der Unterbringung zu de- streiten. Ebenso wenig ist bekannt, daß diese Kinderhilfe, deren Leiter unser Genosse I. P. Nielsen und denen Haupttassierer Genosse S v e n d s e n ist, auch in Deutschland selbst«ine groß« Zahl deutscher Kinder untergebracht hat und auf ihre Kosten ver- pflegt. Der dänische Staat hat einen Bruchteil der von den Ar- heitern in gesonderten Beiträgen aufgebrachten Summen al» Zu- schuß bewilligt. Er stellt außerdem Heime und Anstalten danken». werterweise zur Verfügung, um da, Werk der freiwilligen Liebes- tätigkeit zu unterstützen._ Die lkrmorüung Jrotij JerüinanSs. Der serbische Profestor und Politiker Stanoje S t a n 0 j e vi c behandelt da» Ereignis de» Peter- und Paul-Tags 1914 in einer vom Genossen Hermann Wendel übersetzten Schrift, die soeben in der Frankfurter Societätsdruckerel erschienen ist. Di« interessante Schrift ist weit mehr, als ihr Name verspricht. Si« stellt In objektiver Weise die Entwicklung des Verhältnisses zwischen den Machthabern Oester» reich-Ungarns und Serbiens dar und zeigt, wie der Gegensatz zwi- schen dem ausstrebenden und sich nach nationaler Einheit und Freiheit sehnenden Serbenvolk und dem Habsburgerstaat, dessen Glieder aus-, einanderstrebten, schließlich zum Zusammenstoß führen mußte. Dies um so mehr, als die Regierenden in Wien und Budapest, einschiieß» (ich der Heeresleitung, im Bewußtsein der serbischen Gefahr und in dem Angstgefühl der eigenen Unsicherhell nicht nur den Druck auf die österreichisch-ungarischen Südslowen Immer mehr steigerten, sondern auch wiederholt zur Vernichtung des Serbenstaate« schreiten wollten; so nach jener absolutistischen Annexion Bosnien-Herzegowinas 1908, die in Serbien ungeheure Erregung hervorrief, so auch nach dem zweiten Balkankrieg, als Serbien seinen Bundesgenossen von gestern, den Habsburg nun gegen Serbien hetzte, Bulgarien, niedergeworfen hatte. Damals kündigte Wien in Rom sogar seine Absicht an, freilich nur, um sich eine Ablehnung zu holen. Diese schwarzqelbe Poll- tik, die außerdem durch Verbot der serbischen Vieheinsuhr den eigenen Agrariern zu Gefallen, ihrem Volk das Fleisch enorm verteuerte, nur um Serbien gesügig, nein trostlos zu machen, hatte freilich nur den ersten Erfolg, daß der serbisch« Konsuiu sich von der öster- reichlschen Industrie ab- und der reichsdeutschen zuwandte. Noch bi» würde nur ein Nachgebe» der SfrMkgeSer te der tzrosfen Lahn. bewegung Breslaus bringen. In den frühen Nachtstunden brachen die Teuerungsunruhen in mehreren Stadtteilen von neuem aus. Zur Stunde— 10 Uhr abends— wird noch in verschiedenen Straßen von der Polizei ge- schössen. Die Erregung in der Stadt ist ungeheuer, der Schaden geht bereits in die Milliarden. Es sind neben großen Geschäften auch kleine Läden, die nicht einmal einen einzigen Angestellten be- schäftigten, geplündert worden. In anderen ist es zu sinnlosen Demolierungen gekommen, ohne daß selbst Nahrungsmittel weggenommen wurden. Es ist nicht mehr zu bezweifeln, daß die Unruhen wohl organisiert waren, auch ist nicht zu leugnen, daß ein Teil der Arbeitslosen und Jugendlichen mitgemacht hat, doch liegt die eigentliche Urheberschsft offenbar in antisemitisch rechtsradikalen Kreisen. Nach einer WTB.-Meldung Hot die Polizei schtfcsjlich von der Waffe Gebrauch machen müssen. Wie es mit der Einsicht der Unternehmer steht, zeigt folgende Meldung: Metallarbeiteraussperrung in Schlefleo. Breslau, 20. Juli.(MTB.) Der„Schlesifchen Zeitung" zu- folge beantwortete der Verband der schlesifchen Metallindustriellen den Streik der Arbeiterschaft mitderAu-spcrrung bzw. E n t- lassung sämtlicher Belegfchaften. Nur die begonnenen Arbeiten und gewisse Notstandearbeiten werden verrichtet. Die Aussperrung erstreckt sich auch auf die Betrieb« der Ortsgruppen Breslau und Ratibvr, die vollständig ruhen. Räumung eines Ruhrgebietftreifens. Elberfeld. 20. Zuli.(Eigener Drahihericht.) Die Iran- zofe« haben endlich ihre langgehcgle Absicht, ihre Truppen mehr in dem Gebiet nördlich der Ruhr zu konzentriere«, durchgeführt und den Südrand des besetzten Gebleies bis zum linken Ruhrufer geräumt. Dadurch find die Orte, die am linken Ruhrufer liegen. u. a. die Stadt Hattingen, die durch die ganze Lefetzungszeit einer der wichtigsten Stützungspuntte der Irauzofeu war. wieser unbesetztes Gebiet geworden. Der Landrat von Hattingen teilt mit. daß Personen- und Lastkrastwagen wieder wie früher ohne französischen Auswei» oerkehren können. Die Werke haben ihre Arbeit wieder ausgenommen, u. a. wurde wieder mit der kohlenlicserung noch den Jndustrieorteu im uube�etzien Rheinland begonnen. Münster. 20. Zuli. sWTB.) Der Sommandeur der stan. zöfischen 30. Znsouieriedivision hat angeordnet, daß aus jede Per- jon, die sich auf der Linie zwischen Westhofen und Volmarstein einen Silometer südlich der Ruhr in der Nachtzeit zwischen 9 Uho abends und 4 Uhr morgen» zeigt,»hu« Aurof geschossen wird. Die Verdrängung der nichtrheinischen Beamten. Paris. 20. Juli.(MTB.) Havas berichtet aus Koblenz, daß die Rheinlandkommission Einspruch erhoben habe gegen die Ernennung eines als Land rat fungierenden deutschen Be. amten mit der Begründung, daß die Ernennung nicht ordnungs. mäßig und ohne Zustimmung der Kommission erfolgt sei; des» gleichen gegen die Einstellung einer Lehrerin und den Amts- antritt eines Bürgermeister« und von vier deutschen Steuerbeamten. All- Welt weiß länast, daß die Verdrängung der nicht aus dem Rheinland stammenden Beamten den Rhein st aat oorbe- reiten soll; aber die Rheinländer selbst wollen ihn am wenigsten. Pari». 20. Infi.(WTB.) Havo, berichtet aus Ksblenz, in, Anschluß an eine Entscheidung der Rheinlandkommission seien«ine Anzahl von deutschen Beamten, die von belgischen Kriegs- geruhten verurteilt worden st'en in das Gefängnis von Ver- vltts eingeliefert worden. Der Essener Rechtsanwalt Dr. Grimm, der übrigens bei keinem'der Verurteilten Verieihizer gewesen sei, habe um ihre Zurückführung nach einem Gefängnis im besetzten Gebiet nachgesucht. Die Rheinlandkommission habe im Einoernehmen mit General Degoutte und dem belgischen General Rucquoy beschlossen, auf diese» Ersuchen keine Antwort zu erteilen. kurz vor dem Weltkrieg dacht« in Serbien wie in Deutschland kein Mensch an einen Krieg zwischen beiden, und wir in Deutschland wissen so selbst, wie selbstmörderisch die Berliner Hundstagspolllik von 1914 gewesen ist, die das Schicksal de« Reiches an jenen leben- den Leichnam Oesterreich-Ungarn schmiedete. Die Ermordung Franz Ferdinands, die schließlich den lauernden Weltkrieg entzündet«, bleibt darum ein furchtbar tragisches Ereignis— denn weggeräumt wurde da von Serben gerade der Habsburger, der ew Erzfeind der mad- jarischen Hcrrenkaste war, unter deren Druck Millionen Südslawcn seufzten und dessen Plan ja die Ersetzung des österreichisch-ungarischen Dualismus durch den österreichijch-maojarisch-südslawischen Zstialis- nius gewesen ist. Freilich hätte auch dieses System die unausge- sprochene, aber unzerstörbare Staatsidee der T f ck e ch« n nicht be- friedigen können, wie denn die einzige Möglichkeit ver Erhaltung des Völkerstaats um die Donau, wenn überhaupt, so nur als Bund freier Völker möglich gewesen wäre, wie ihn die Sozialdemokratie vor ihrem nationalen Zerfall, in ihrem Brünner Programm gefordert hatte— In Fortspinnung der besten Idee des Jahres 1848. Vorbei! Zu der Mordtat von Serajewo selbst erfährt man, daß ste keines« weg- von der ganz öffenllichen nationalen Wiederaufbauorganisation der„Narvdna Obrana" veranlaßt war, sondern daß allenfalls der Geheimbund aus der Zeit der Ermordung König Alexanders und seiner Frau, die.�je-tinjenje iU smrt*(Einigung oder Tod) ihr- Hand im Spiele hatte, besonders ihr aktivster Leller, der Oberst Dimitrijevic. Er selbst jedoch, der rastlose Verschwörer, wurde 1917 wegen Verdachts der Verbindung mit dem Feind und Vor- bereitung eines Attentats auf den damaltgen serbi- schen Thronfolger, jetzigen König Alexander, an der Salo- nikifront erschossen. Wir aber wollen dem serbischen Volk, dem wir zur endlich er- rungenen Einigkeit und Freiheit dauernden Frieden und den Segen ruhiger Entwicklung wünschen, zurufen, seine Leiden unter Fremd- h-rrschaft, türkischer wie österreichlsch-un-arischer, nicht zu vergessen, euch setzt nicht, wo das Serbenvolk selbst über andersnational« Minderheiten, vor allem über Deutsche, herrscht! r. d. Staatliche Einführung des Schulsilm, in Aronkreich. Der fran- zösisch« Unterrichtsmmister hat einen Aufruf an die Oeffentlichkeit eriaslrn und die Freigebigkeit des Mäzenatentums angerufen, um den Ankauf von Schulfilmen für den Unterricht zu ermöglichen. Für die Schulfilmfabrikation ist«in« erhebliche Steuerermäßigung vorgesehen, wenn«» sich um wirklich pädagogisch« Film« Handell. Dies« pädagogischen Film«, die in«rzteherische und beleh- ren de zerfallen, sollen in dreifacher Zusammenarbeit der Lehrer, der Filmfachleut« und der Operateur« her- gestellt werden, wobei die einzelnen Gruppen die Elemente de» Films, die Anordnung des Stoffes und die präzis« Technik zu be- stimmen haben. Di« Schulfllme sollen im Prinzip die Ergän- zung der Lehrbücher bilden und den Schülern da» Material in anschaulicher, leichtverständlicher Weile erläutern. Um die not- wendigen Projektioncapparate anzuschaffen, bat das Kultusminists- rium den Finanzminister verständigt, daß in Frankreich zukünstig der Schulfilm als«in wichtiger Faktor in der Erneuerung des kul- turellen und nationalen Lebens zu betrachten ist. Es ist dies der erste Fall, daß«in Staat offiziell für die Ein- führung des pädagogischen Films eintritt. Wilhelms Landesverrat. Der Prinz von Preußen verrät seinen Vater beim Zaren In einem Wiener Blatte werden neue Briefe Wilhelms II. verBffentlicht, die er als Prinz an den russischen 3aren geschrieben hat. Die geschwägige Art dieses Gottesgnadenmannes hat Deutschland glücklich in Grund und Boden regiert und uns den herrlichen Zeiten" entgegengeführt, die wir jetzt durchleben müffen. Einer Dieser Briefe er ist datiert vom 19. Juni 1884- enthält so unver antwortliche Wiedergabe von politischen Geheimnissen, daß Wilhelm von einem bayerischen Boltsgericht sicher zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt worden wäre, wenn es folche Gerichte damals schon gegeben und der preußische Bring ihnen unterstanden hätte. Der Prinz Wilhelm, damals 25 Jahre alt, war als Vertreter des deutschen Kaiserhofes zu einer Hochzeit nach Petersburg tommandiert worden. Als er zurückgekehrt war, hatte er eine Unterredung mit seinem Vater, dem Kronprinzen und späteren Raiser Friedrich II. Ueber diese Unterhaltung berichtet er prompt brief lich dem Zaren: finn schon in der Biege lag ober erst später fam. Güdlicherweife find aber die Zeiten vorüber. Es hat niemand anders dem monarchischen System den Todesstoß verfeßt, als Wilhelm, der letzte der teutschen Kaiser. Die bayerische Verfassungs, reform". Zweidrittelmehrheit stark zweifelhaft. Der Rechtsblock gegen Schweyer. lebe: Die britischen Dokumente. Condon, 20. Jufi.( Eca.) Bei den Beratungen der englijchen Minister über die verschiedenen Noten an die Alliierten und an Deutschland handelt es sich um vier Dokumente: 4. ein erflärendes Memorandum, das den affiierten Boffchaftern als Aid memoire dienen soll. In den franzöfifchen Londoner Kreisen wird behauptet, daß die Bemühungen Deutschlands, als Gegenleistung für die Einstellung des paffioen Widerstandes die Räumung des Ruhrgebietes zu erlangen, von der englischen Regierung abgewiesen worden seien. Eine ähnliche Inhaltsangabe der englischen Dokumente wird von dem Londoner Berichterstatter des Temps" gemeldet. * Offenbar mit Bezug auf die Pressemeldungen, deren Niederschlag das obenerwähnte Telegramm bildet, verbreitet das offiziöse Reutersche Bureau nachstehende Richtigstellung: 1. ein Antwortprojett an Deutschland, in dem die prinzipielle Bereitwilligteit erklärt wird, die deutsche Zahlungsfähigkeit durch Sachverständige prüfen zu lassen, in dem München, 20. Juli.( Eig. Drahtb.) Im Landtagsausschuß be- weiter die Einstellung des passiven widerstandes vergann heute die Beratung über den Gefeßentwurf der Regierung betr. langt wird, und das schließlich das deutsche Angebot produktiver Boltsbegehren und Boltsentscheid. Da dieser Entwurf eine Ber- Garantien, die noch näher festzusetzen find, annimmt; fassungsänderung darstellt, muß er eine 3 weidrittelmehr. 2. ein Begleitbrief an Frankreich und Belgien, in dem anheit erhalten. Das dürfte aber nach dem heutigen Auftatt fa um gefragt wird, ob nach dem Aufhören des deutschen passiven Widerder Fall sein. Demokraten und Bauernbund, die sich früher an den ftandes die Befehung des Ruhrgebietes unsichtbar gemacht Gesetzentwurf gebunden hatten, haben sich inzwischen aus innen werden würde, und in dem gleichzeitig der Wunsch ausgesprochen politischen und außenpolitischen Gründen die Sache anders über wird, die gemeinsame Front der Alliierten wiederherzustellen legt und verlangen, daß die Beratung bis zum Herbst zurüd und der schließlich Frankreich, Italien und Belgien die Annulliegestellt wird. Der Führer der Demokraten mußte außerdem rung ihrer Schulden gegenüber England unter gewissen Bemitzuteilen, daß gewisse vaterländische Berbände ultimativ von dingungen anbietet; Was ich im Nachstehenden schreibe, ist nur für Sie allein der Regierung verlangt hätten, daß die Frage ieht sofort erledigr 3. ein Brief an die Bereinigten Staaten, in dem bestimmt, denn ich erachte es als meine Pflicht, Ihnen gegen werden müsse. Zu diesen Verbänden zählt auch der Bund Bayern es als außerordentlich wünschenswert bezeichnet wird, wenn über vor allem mit jener Freimütigkeit zu handeln, die und Reich", dessen Vorsitzender Kahr bekanntlich der Haupt- Amerifa sich unter den augenblicklichen Verhältnissen den Alliierten zwischen Freunden bestehen muß. Meine Eltern empanwärter auf den Staatspräsidenten ist. Auf diese demo- anschlöffe; pfingen mich sehr fühl, vor allem meine Mutter, die alles, fratische Enthüllung wußte Minister Schweŋer lediglich zu er was in ihrer Macht stand, getan hatte, um meine Reise zu ver- widern, daß ihm von einem solchen Ultimatum nichts befannt hindern. Aber noch mehr als das. Ich hörte heute sehr be= unruhigende Dinge von meinem Vater. Bir sprachen über sei. Der Antrag auf Zurückstellung des Gefeßzentwurfes wurde zwar die Garnison von Petersburg, über militärische Angelegenheiten abgelehnt, so daß am Sonnabend die Beratung beginnt. Das wird usm., ferner über verschiedene politische Persönlichkeiten und auch aber vergebliche Arbeit sein, denn die dafür notwendige Zweibrittelüber den Fürsten von Bulgarien, über den ich die Bemerkung mehrheit wird die Vorlage nicht erreichen. machte, daß er gegenwärtig in Rußland ziemlich unbeliebt sei. Da brach mein Bater plötzlich in einen Wutanfall aus, schimpfte in geradezu unglaublicher Weise über die russische Regie- München, 20. Juli.( Eigener Drahtbericht.) Die vereinigten rung und die infame Art, in der sie diesen ausgezeichneten Baterländischen Verbände haben beim Ministerpräsidenten wider Fürsten behandelte. Mein Vater überschüttete dann die das Vorgehen der Polizei gegen die Hakenkreuzle: am letzten Regierung mit der Beschuldigung der Lüge, des Hoch Sonnabend protestiert. Dabei liefen fie auch Sturm gegen den Derrats, furz, ich suche vergeblich nach Worten, den a ß aus Reffortminister Dr. Schwener, der für sie in vielem gegen links zudrücken, mit dem er sie so schwarz als möglich zu malen suchte. zu nach sichtig und gegen rechts zu scharf vorgeht! Ich bemühte mich vergeblich, alle diese Angriffe abzuwehren und diesen Empfang bei Knilling haben die Berbände eine vollkommen zu beweisen, daß das Urteil, das ich mir über die Sache gebildet tendenziöse Mitteilung ausgestreut, wonach der Ministerpräsident habe, ein ganz anderes sei, und daß ich es nicht zulassen tönnte, daß sozusagen vor der Abordnung fapituliert hätte. In Wirklichkeit hat er Sie und Ihre Regierung als Lügner hinstelle. Als Antwort er aber feinen Reffortminister in jeder Weise gedeckt und lediglich schimpfte er mich selbst einen Russophilen und behauptete, daß man eine Untersuchung der ganzen Angelegenheit zugesagt. Darauf zog mir dort den Kopf verdreht habe, und weiß Gott was noch. die Abordnung wieder ab. Nachdem nun aber Schwener in der Alles zusammengenommen, mein teurer Better, hat der Fürst von Donnerstagsigung des Landtages noch einmal seine blaue Bolizei Bulgarien mit ehrlichen und unehrlichen Mitteln meine Mutter, vollständig in Schutz genommen und alle Schuld an dem Zusam selbstverständlich auch meinen Bater in die Tasche menstoß auf Hitler gewälzt hat, sind die Vaterländischen Vergesteckt. Die Sendung des Prinzen von Wales war erfolgreich bände in neue Wut verseßt und wollen erneut beim Minister und führte weiter zu außerordentlichen Erfolgen, durch die sich die präsidenten vorstellig werden. In Regierungfreifen ist man über Damit wird den Franzosen die Wurst etwas höher gehängt: die Berbindung meiner Mutter und der Königin von England noch dieses Auftreten der unter Kahr stehenden Berbände menig enger fnüpfen wird. Aber diese Engländer haben zufälligerwelje erbaut, und es ist noch nicht befchloffene Sache, ob ein Emp- englische Regierung läßt durchblicken, daß sie über die Schulden. mich vergeffen, und ich schwöre Ihnen, mein teurer Better, daß ich fang überhaupt stattfindet. Es ist allerdings schwer zu glauben, ftreichung eventuell mit fich reden ließe, aber erst wenn die von ihr alles, was ich nur vermag, für Sie fun will, und daß ich alle daß es zu irgendeiner Kraftprobe zwischen der legalen Regierung erstrebte Konferenz. zustande kommt. meine Gelübde halten werde. Aber es wird viel Zeit fosten und und der„ vaterländischen" Nebenregierung tommt; vielmehr ist an- London, 20. Juli.( Eẞ.)„ Daily Mail" teilt mit, daß die will langsam vollendet werben. Ich bitte Sie, teinem Menzunehmen, daß nach furzem Geplantel Snilling wieder vollständig englische Regierung für die Beantwortung ihrer Note feine fchen gegenüber dieser Nachrichten Erwähnung zu tun. Sie unter die Fittiche derer, die ihn eigentlich zum Ministerpräsidenten Frist sezen, aber auf einer möglichst baldigen Beantwortung befind ausschließlich für Sie bestimmt, für Ihre Danach gemacht haben, zurückflüchtet. Ob Schwener dabei schließlich stehen werde, um dem englischen Parlament vor seiner Bertagung achtung, denn es ist unmöglich, im Augenblick etwas zu tun. Er über Bord muß, ist eine andere Frage. Anfang August noch Gelegenheit zur Debatte über den Antwortift zu haberfüllt. Der Stahlhelmrummel. entwurf zu geben.„ Daily Expreß" teilt mit, daß der deutsche München, 20. Juli.( Eigener Drahtbericht.) In einer välfischen Botschafter Dr. Sthamer am Donnerstag im Foreign Office bas Bersammlung beglückwünschte der Oberst a. D. v. Intander Memorandum über die deutschen Garantien und Pfänder Ehrhardt zu seiner Flucht und sagte:„ Wir freuen uns, daß diese überreicht habe, deffen Ausarbeitung vom„ Daily Telegraph" Befreiung gelungen ist. Wir danken denen, die dazu geholfen angekündigt worden fel. Die Lloyd- George- Liberalen werden anhaben und wir hoffen, daß dieses Beispiel Wiederholung fäßlich der Besprechung des Budgets des Außenministers am findet. Aus dem lärmenden Beifall fielen die Rufe: Roßbach, Graf Arco." Den Staatsgerichtshof nannte er die Vereinigung Donnerstag im Unterhaus eine Debatte über die Reparations- und von Schergen eines Staatswesens, das Ehrhardt selbst mitgerettet Ruhrfrage zu eröffnen versuchen. habe. Dann verlangte Xylander, die deutsche Regierung solle es London, 20. Juli.( WTB.) Das Reutersche Bureau erfährt aus endlich billigen, daß man jeden Franzosen und Belgier, den man autoritativen Kreifen, daß es nicht zutrifft, daß irgendwelche neuen in Deutschland erwischt, totschlägt. Und weil er schon am Tot Borschläge von deutscher Seite gemacht worden sind. fchlagen waz, sprach er auch gleich von der inneren Reinigung, die beutsche Botschafter Lord Curzon vor einigen Tagen besuchte, wurde es vollzogen werden müsse an der Sozialdemafrafie; handle sich dabei ja nur um ein paar Führer, voran Severing, lediglich die allgemeine Lage erörtert.( Was nun folgt, scheint nicht bann würden die Millionen verführter Arbeiter ganz von selbst Reuter, sondern WTB. zu schreiben. Red.) Deutschlands Stellung, mie sie in der letzten Note dargelegt wurde, bleibt unveränvölkisch werden. Für all das wurde Enlander von einer Truppe militärisch dert, bis eine Antwort eintrifft. Es ist bekannt, daß Deutschland Die durchaus bereit ist, zu verhandeln; es kann aber den passiven uniformierter Stahlhelmleute durch den Saal getragen. Truppe in der Xylander- Bersammlung führte sich außerordentlich Widerstand nicht aufgeben ohne Garantie, daß Frankreich auf. Ihre fich zurückziehen wird und bevor es weiß, zu welchem Zeitfelbft selten fanatische Art und Weise. ... Das schreibt, wie gesagt, ein Prinz, der zur Thronfolge berufen war, an einen fremden Souverän! Benn ein gewöhnlicher Sterblicher im monarchistischen Staate derart intime Dinge einer fremden Macht mitteilte, würde er wegen Landesverrats vor Gericht gezogen sein und diverse Jahre Zuchthaus auf sein Straffonto buchen müssen. Wilhelm aber, den sein Bater als unreif bezeichnete, wurde von Gottes Gnaden Monarch, Deutscher Kaiser und König von Preußen. Als solcher hieit er schillernde Reden von dem geschliffenen Säbel, vom trodenen Pulver, von Deutschen, die den Staub von ihren Pantoffeln schütteln sollten, und ähnlichen schönen Dingen. Das deutsche Bürgertum froch vor dieser herrlichen Schöpfung auf dem Bauche. lind Wilhelm forrespondierte als Kaiser in der gleich naiv- verbreche. rischen Art weiter mit seinem Better den Zaren, bis der seine Rofalen nach Ostpreußen schickte! Und es gibt heute noch brave Deutsche, die ein System wieder herbeisehnen, in dem so hochbegnadete Gesellen, wie der letzte Wilhelm durch Erstgeburtsrecht die Führung des Staates ausüben dürfen, ganz gleich, ob ihm der WahnGoya vor der Inquifition. Aus dem Nachlaß des großen ſpani- platter he unaufhörlichen Zwischenrufe bewiesen eine Das Ziel und die Mittel. fchen Malers und Radierers Go ya sind fürzlich einige unbekannte Schriftftüde ans Licht gekommen, die den Künstler in einem Konflikt mit der gefürchteten spanischen Inquisition zeigen. Aus den Papieren geht hervor, daß am 5. November 1814 auf Grund einer Ueber die fünftige Gewerkschaftspolitik der Kommunisten teilt geheimen Untersuchung durch das heilige Tribunal die Strafverfol gung Goyas beantragt wurde, und zwar boten den Anlaß zwei der die Zentrale der KPD. in dem Rundschreiben Nr. 19 vom berühmtesten Bilder des Meisters, die befleidete und die un- 12. Juni 1923 den Bezirksleitungen und Gewerkschaftsfunktionären betleidete Maja, Porträts einer schönen Spanierin, die man u. a. folgendes mit: unter den höchsten Damen des Madrider Hofes suchte. Diese Bilder werden als„ un moralische und verabscheuungswür. dige Werke" bezeichnet. Tatsächlich aber scheint die Inquifition weniger diese beiden Gemälde im Auge gehabt zu haben, vielmehr wollte man den Satiriter und Revolutionär Gona treffen, dessen große Radierungsfolgen eine flammende Anklage gegen die firchlichen, politischen und sozialen Verhältnisse seiner Epoche bilden. Am 16. März 1815 erhielt Bona die Borladung des Inquisitions. gerichtes, persönlich vor dem Tribunal zu erscheinen und zu erklären, ob die Bilder wirklich von ihm stammten, aus welchen Gründen und auf weffen Rechnung er fie angefertigt habe. Der Maler wußte ganz genau, was diefe Bortabung bedeutete, nämlich Berhaftung, jahrelange Einferferung und vielleicht sogar den Tod. Er zog es daher vor, die Flucht zu ergreifen und wandte sich nach Bordeaux, wo er die letzten 13 Jahre seines Lebens verbracht hat. Die beiden Bilder, deren Beschlagnahme drohte, waren glücklicherweise vorher in Sicherheit gebracht worden, so daß sie heute im Madrider Prado Museum bewundert werden fönnen. Unser Berhältnis zur Oppofifion. London, 20. Juli.( WEB.) Reuter erfährt von zuständiger Seite, daß die meisten meldungen, die wieder über die brifischen Borschläge veröffentlicht worden sind, reine Mutmaßungen darstellen. Zum Beispiel ist teine Rede von Vorschlägen bezüglich der Annullierung der Schuld an Großbritannien. Die Frage der inferallierten Schulden ist feine Angelegenheit, die in einer Antwort an Deutschland zu behandeln wäre. Sie ist ein Gegenstand für eine konferenz, und im gegenwärtigen Augenblid werden Bemühungen ins Wert gesetzt, um festzustellen, wie eine Konferenz zustande gebracht werden kann. - punft dies der Fall sein wird. Als der Ein Eisenbahnattentäter verhaftet. Frankfurt a. M., 20. Juli.( Franff. 3ig.") Die Landauer Polizei verhaftete laut Landauer Anzeiger" am Sonnabend einen angeblichen Studenten namens Will Mayer aus Rülzheim ( Pfalz) wegen eines Fahrraddiebstahls. Der Berhaftete legte ein Geständnis ab, daß er verschiedene Eisenbahnattentate, so auf der In diesem Kampf um die Umstellung der Gewerkschaften zu Strede Wörth- Jockgrim ausgeführt habe und zwar allein Organisationen des Klaffenkampfes ist es nicht gleichgültig, wie imd aus eigenem Antrieb. Woher er die Sprengstoffe hatte, will die große Maffe der deutschen Arbeiter, die parteilos ist, sich zu uns verhält. Von allen Fraktionen muß versucht werden, mit er nicht fagen. Das Blatt bemerkt dazu, daß Mayer ein bereits ihnen in ein engeres Verhältnis zu fommen. Zu den vorbestrafte: und von verschiedenen Polizeibehörden wegen Dieb. Sigungen unserer Fraktionen sollen und müssen auch solche Kol- ftahls gesuchter Mensch sei. Ob seine Selbstbezichtigungen richtig legen hinzugezogen werden, die zwar nicht in unserer Partei or find, muß erst noch nachgeprüft werden. Borerst ist er der fran ganisiert find, aber zur reformistischen Gewerkschaftstaftit in Op- 3ösischen Gendarmerie übergeben worden.(?) Die Landauer Polizei untersteht nicht Severing, sondern pofition stehen, um mit ihnen gemeinsam alle einzuschlagenden Schritte und Maßnahmen zu beraten. Boraussetzung ist Schweŋer. jedoch, daß sich unsere Frattionen felbft Mar find über die por zuschlagenden nächsten Schritte, die auf Grund der Verhältnisse in den einzelnen Orten und Industrien verfchie den sein werden. * Speyer, 20. Juli.( Mib.) Die Franzosen verhafteten ben Oberregierungsrat Stähler, der nach der Ausweisung des Regierungspräsidenten und verschiedener Regierungsdirefforen das Es handelt sich also einfach darum, die politisch Indifferenten Regierungspräsidium führte. Es verlautet, daß die Verhaftung und die sogenannten oppositionellen Elemente vor den Partei- mit der Ablehnung der Forderung in Berbindung steht, daß die magen der Kommunisten zu spannen. Den Wagen di- französischen Bahnschußpatrouillen von deutschen Genrigiert Moskau. Die Masse der Unzufriedenen und wer wollte barmen und Polizeibeamten begleitet werden sollen. Der„ Krater Muffolini". In der letzten Sigung der Akademie wohl zufrieden sein!-foll als Zugvieh benutzt werden. Als ZugGioënia zu Catania wurde nach den wissenschaftlichen Vorträgen vieh und, wie jetzt bei den Wahlen zum Verbandstag der Metalldes Abends, deren Thema dem jüngsten Ausbruch des Aetna arbeiter, als Stimmvieh. Von einer grundsäglichen Po gewidmet war, aus der Bersammlung der Antrag gestellt, einen titik fann man ja dabei absehen. Die kann auf Grund der Ber. ber bei der letzten Eruption entstandenen neuen hältnisse in den einzelnen Orten und Industrien verschieden Rrater nach dem König, einen anderen nach dem Minister. präsidenten zu benennen. Der Antrag wurde einstimmig an fein", wie es in dem Rundschreiben heißt. genommen, und so gibt es nunmehr auf dem Aetna einen Monte Bittorio Emanuele" und Monte Mussolini". Der Brauch, die Folgen verheerender Naturereignisse mit den Namen nationalistischer Butsch- Bolitiker zu fennzeichnen, verdient Mach. ahmung. Besonders die Geographie Deutschlands fönnte dadurch manche stimmungsvolle Note bekommen und zugleich der politischen Auftlärung dienstbar gemacht werden. Emanuel Segenbarth, der Dresdener Tiermaler, ist im Alter von 55 Jahren gestorben. Er war ein Schüler Heinrich Bügels und feit 20 Jahren Biofeffor an der Dresdener Afademie. Mehrere ftaatliche Galerien( München, Dresden, Brag) befizen Berte von ihm. Das Hausarbeiterlohngesetz. Am 1. Juli ist das Heimarbeiterlohngefeß in Kraft getreten. Das Gefes stellt eine wesentliche Verbesserung des Hausarbeitsgefeßes von 1911 dar. Die schon 1911 eingeführten Fachausschüsse erhalten das Recht der Lohnfeftfeßung, der soge Bei den Eisenbahnern geht man Hand in Hand mit zweifelhaften nannten Entgeltregelung. Cie treten somit bei ArbeitsOrganisatiönchen und selbst mit Unorganisierten. In Rheinland und streitigkeiten der Heimarbeiter an die Stelle der Schlich= Westfalen verbrüdert man sich mit Unionisten und Syndikalisten. tungsausschüsse. Das Entgeltregelungsverfahren darf nur Bei den Wahlen zum Verbandstag der Berliner Metallarbeiter ver eingeleitet werden, wenn die gezahlten Entgelte offenbar unbündet man sich mit der Ledebour- Gruppe, Alle Mittel und jede Geulänglig und eine Verständigung zur Herbeiführung zulänglicher Entgelte nicht erzielt werden konnte. Nach Einleitung ſellſchaft sind den kommunisten recht, vorausgefeßt sie können hoffen, bes Berfahrens foll aber in erster Linie die freie farifliche mit einer solchen Politit des Kuhhandels und der Roßtäuschung die Bereinbarung gefördert werden. Eine Lohnfeftfehung durch Arbeiter untereinander zu spalten und über die zur Ohnmacht ver- den Fachausschuß foll nur dann eintreten, wenn alle anderen urteilten Arbeiter zu herrschen. Für eine solche Politit kann der Mittel zur Besserung der Zustände versagen. Der Aufgabenkreis ehrliche Arbeiter nur Berachtung haben. der Fachausschüsse wird dadurch erweitert, daß fie außer den allein arbeitenden Personen auch die ihnen wirtschaftlich sehr nahestehenden Hausgewerbetreibenden und Zwischenmeister erfaffen. Weiter ist die Möglichkeit zentraler Lohnfeft= fegung durch einen vorübergehend zu bildenden Gesamtfa ausschuß ins Auge gefaßt, um Abwanderungen einer Hausindustrie, für die Löhne festgesetzt werden sollen, in ein Konkurrenzgebiet mit niedrigeren oder ungeregelten Löhnen zu verhindern. Diese Bestimmung ist als notwendiger Schutz für die Heimarbeiter ganz besonders zu begrüßen. Jaurès Ueberreste ins Pantheon? Die Liga für Menschenrechte Ein ruistiches Lesebuch für Revolutionskunde. In Moskau er fchien der er it e Zeit eines„ evolutionsgeschichtlichen gese hat an den Ministerpräsidenten Poincaré eine Resolution gerichtet, butes", welches als Leitfaden für Revolutionstunde zum in der die Ueberführung der sterblichen Ueberreste von Jaurès Sulgebrauch bestimmt ist. Dieser erite Band umfaßt die Zeit von ins Pantheen gefordert wird. 1860 bis 1870 fowie 1980 bis 1903, b. i. bis zur Gründung der boliche- In Sofia hat am Mittwoch der Prozeß gegen die Mitglieder des riftischen Fraktion der Sozialdemokratischen Partei, und enthält zusammenbängende Darstellungen, Biographien, rebolutionäre Proklamationen und Kabinetts Stambollisti uim. begonnen. Im ganzen find anderes dokumentarisches Material aus der Revolutionsgeschichte Rußlands. 1600 Personen angeflagt Metallarbeiter! Geht zur Urwahl! Wählt Liste A wahlen zu den Verbandstagen ein neues übleres moment weil es nicht möglich ist, den Anforderungen der Kran. Gewerkschaftsbewegung gekommen, das zu der Frage führt, ob ein Mitglied der Kommufen auch nur annähernd gerecht zu werden. 27 Politik der Ohnmacht. niftischen Partei Verbandstagsdelegierter fein fann. Er fann gewiß In einer Reihe anderer Krantenanstalten sind wiederholt dazu gewählt werden, solange er Mitglied des Verbandes ist. Er Batienten abgewiesen worden, bei denen die Aerzte fann jedoch, moralisch betrachtet, als Kommunist nicht Be die Aufnahme in das Krankenhaus als sehr dringend be mertschafts- bzm. Verbandstagsdelegierter sein. Will er sich im Rahmen der gewerkschaftlichen Grundsätze halten, zeichnet haben. Ein warnendes Beispiel für deutsche Arbeiter. ,, Erweiterung der Kampffront" und Einheitsfront" find fein Mandat nach best m Wissen und können ausüben, dann ver- Geradezu skandalös find die Verhältnisse in den Hospită. Die beliebtesten Parolen unserer Kommunisten. Wenn man stößt er gegen die Weisungen seiner Partei, die ihn deswegen lern. Die dort befindlichen, an unheilbaren Krankheiten Beidenden jie hört, find alle Gewerkschaftsführer Berräter", weil sie zur Rechenschaft zieht. Folgt er aber diesen Weisungen, weil er( Krebs u. dgl.) sind jeder Pflege bar, so daß fie feit Lagen durch, nicht jede Woche mindestens einen Generalstreit ausrufen und sich der KP D.- 3entrale starter verpflichtet fühlt als näßt und beschmut liegen, ein efelerregender Geruch ver weil sie, wenn in einem Berufe gestreift wird, diesen Streit seiner Gewerkschaft, dann fann er mit den Auflagen diefer Bartei breitet wird, der faum zu ertragen ist. Trogdem meigert sich nicht weitertreiben". Wie es nun mit dieser Weitertreibung unmöglich sein Mandat zum Verbandstag im gewerkschaftlichen ber Magistrat, das ausgesperrte Berfonal einzu. Sinne ausüben. Die Gewerkschaften tönnen sich teiner Bardes Kampfes und mit der Einheitsfront der Kommunisten tei, am wenigften aber der kommunistischen Bartei unter- ftellen, bevor nicht die Schlichtungsinstanzen gesprochen haben. bestelt ist, wollen wir einmal an einem Beispiel aufzeigen. ftellen, die die Gemertschaften ihren Parteiinter. Bezeichnend ist übrigens, daß der Magistrat seine Maßnahme, die Bekanntlich waren die französischen Gewerkschaften vor effen unterordnen und sie sich dienstbar machen will. Teilung( lies Beseitigung) des Achtstundentages, angeblich auf dem Kriege der Tummelplatz fyndikalistischer Experimente und Kommunistische Delegierte werden fyftematisch darauf aus einen Beschluß des Etats ausschusses stüßt, während in Wirk. damit numerisch wie auch wirtschaftlich sehr schwach. Bei lichkeit der Etat abgelehnt ist, so daß berartige Beschlüsse Ausbruch des Krieges zählten fie noch nicht 400 000 Mitglieüberhaupt nicht bestehen. der. Während des Krieges erfolgte eine Umstellung. Dadurch und durch die große unzufriedenheit, die die striegs: Achtung, Betriebsfunktionäre! Die Löhne der Gemeindearbeiter. Für die dritte bzw. vierte Juliwoche sind folgende Löhne für die Gemeindearbeiter Berlins gültig: Ingelernte Arbeiter: über 18 bis zum vollendeten 21. Lebensjahre 14 704 m. b3m. 17 971 m., über 21 bis zum vollendeten 24. Lebensjahre 16 606 m. bzm. 20 296 M., über 24 Jahre 17 299 m. bam. 21 143 M. Angelernte Arbeiter: über 18 bis zum vollendeten 21. Lebensjahre 15 039 m. bzw. 18 379 m., über Berband, unter ihre Herrschaft zu bringen. Sie wollten gehen, die Gemertschaften unter bas Joch ihrer 21 bis zum vollendeten 24. Lebensjahre 16 985 m. bzw. 20 758 M., denn auch gleich zeigen, daß ihre Kampftaftit eine ganz andere, Bartei zu bringen, also eine Tätigkeit entfalten, die mit der über 24 Jahre 17 693 m. bzw. 21 623 m. Handwerker: über natürlich rabitatere als die der Reformisten ist. Aus ganzen Existenz der Gewerkschaften, mit ihren Aufgaben und Zielen 18 bis zum vollendeten 21. Lebensjahre 15 699 m. bzw. 19 185 M., einem geringfügigen Grunde, der Maßregelung eines Ge- abfolut unvereinbar ist. Je mehr die KPD.- Zentrale die Einheits über 21 bis zum pollendeten 24. Lebensjahre 17 730. bzw. 21 669 werkschaftsfunktionärs, entwickelte sich zunächst ein lokaler front der Gewerkschaften untergräbt, um so lauter ruft sie nach Mart, über 24 Jahre 18 469 m. bzm. 22 571 M. Jugendliche: Gisenbahnerstreit, den die kommunistische Gewerkschaftsleitung der Einheitsfront" in ihrer Partei. Die fommunistischen 14 Jahre 3460 m. bzw. 4229 M., 15 Jahre 5190 m. bzw. 6333., benuzte, um den Kampf weiterzutreiben". Sie proflamierte Gemertschaftsmitglieder werden eben deshalb ihren Kandidaten zur 16 Jahre. 7785 m. b3m. 9514 m., 17 Jahre 10 379 m. bzw. 12 685 m. den Generalstreit der Eisenbahner. Wahl verhelfen. Für alle nichttommunistischen Gewert. Minderermerbsfähige: über 18 bis zum vollendeten 21. Leils aus falsch verstandener Solidarität, teils infolge angehörenden und ihr nahestehenden Gewerkschaftsgenossen 24. Lebensjahre 13 285 m. bzw. 16 238 m., über 24 Jahre 13 839 M. Leils aus falsch verstandener Solidarität, teils infolge daftsmitglieder jedoch, insbesondere für alle politisch der BSPD. Lebensjahre 11 963 M. bzw. 14 378 m., über 21 bis zum vollendeten 2. der noch herumsputenden syndikalistischen Tradition ließ sich muß bei jeder Delegiertenwahl, insbesondere auch bei bzw. 16 914 m. die Leitung des französischen Gewerkschaftsbundes dazu her der Urwahl der Delegierten zum Metallarbeiter- Verbandstage die Ungelernte Arbeiterinnen: über 18 bis zum poffbei, den allgemeinen Generalstreit zu proflamieren. Die un- Barole als felbstverständlich geften: Reine Stimme den endeten 21. Lebensjahre 10 293 m. bzw. 12 580 m., über 21 bis zum ausbleibliche Folge war, daß die Niederlage der Eisenbahner tommunistischen Kandidaten; fein Beiseitestehen, teine vollendeten 24. Lebensjahre 11 625 m. bzw. 14 208 m., über 24 Jahre zur Niederlage der gesamten Gewerkschaften wurde. Die Stimmenthaltung; jede Stimme den auf dem Boden der 12 109 m. bzw. 14 800 m. Angelernte Arbeiterinnen: Mitglieder verließen fluchtartig die Organisationen und die Amsterdamer Gewerkschaftsinternationale stehenden Kandidaten der über 18 bis zum vollendeten 21. Lebensjahre 10 528 m. bzw. 12 866 Mart, über 21 bis zum vollendeten 24. Lebensjahre 11 890 M. bzw. Regierung löfte den Gemertschaftsbund auf. Es trat eine SPD.- Fraffion! 14 531 m., über 24 Jahre 12 385 m. bzw. 15 136 M. Qualifi. Beriode wirtschaftlicher und politischer Reaktion ein, die noch Die Zöhne der russischen Metallarbeiter. zierte Arbeiterinnen: über 18 bis zum vollendeten 21. Leheute nicht überwunden ist. Wer aber glaubt, daß die französischen Kommunisten sich August Enderle meilt in Mostou und belehrt die deutschen bensjahre 10 989 m. bzw. 13 430 m., über 21 bis zum vollendeten verpflichtet hielten, infolge des Solidaritätsbeweises der Re- Arbeiter mit rofigen Schilderungen der Lage der Arbeiter in Ruß- 24. Lebensjahre 12 411. bzw. 15 168 m., über 24 Jahre 12 929 m. formisten mit diesen in einer Einheitsfront zusammenzustehen, land. In der Roten Fahne" vom 28. Juni lejen wir in Fettbrud: bzw. 15 800 02. Jugendliche: 14 Jahre 2179 m. bzw. 2664 M., Nach den einzelnen Industrien beträgt der Arbeitslohn gegen. 15 Jahre 3269 M. bzw. 3996 m., 16 Jahre 4904 m. bzm. 5994 m., der vergißt eben, daß die Kommunisten aller Länder feine märtig: in der Metallindustrie 68 Proz in der Textilindustrie 17 Jahre 6539 m. bzm. 7992 m. Mindererwerbsfähige: eigene Bolitit machen dürfen, sondern den Anweisungen aus 67 Broz. des Vorfriegslohnes ufm. über 18 bis zum vollendeten 21. Lebensjahre 7411 m. bzm. 9057 M., Mostou unbedingt zu folgen haben. Und diese Anweisung Wir bekommen eben die Nummern des Moskauer Gemert- über 21 bis zum vollendeten 24. Lebensjahre 8370 m. bzw. 10 230 m., lautete damals wie heute: Spaltung der Gemert- schaftsblattes„ Trud" mit dem Bericht über den Berbandstag über 24 Jahre 8719 m. bzm. 10 656 M. Reinigungs- und schaften und der Partei. Nach dem Generalstreit im ber metallarbeiter, der hier vom 16. bis 21. Jurri getagt Scheuerfrauen: über 18 bis zum vollendeten 21. Lebensjahre Mai 1920 ging die Hege gegen die Gewerkschaftsführer und hat und u. a. von Enderle und Walcher begrüßt wurde. Der 9064 m. bzw. 11 322 M., über 21 bis zum vollendeten 24. Lebens die Untergrabung der gewerkschaftlichen Organisationen mit Bericht des Verbandsvorstandes wurde von deffen Borfizenden jabre 10 463 m. b3m. 12 787 m., über 24 Jahre 10 898 m. bzw. verzehnfachtem Eifer weiter. Schließlich, als sich die Kommu- epfe erstattet. Ueber die Höhe des Arbeitslohnes heißt es da: 13 320 M. Frauen- und Kinderbeihilfe 1440 m. bzw. 1760 m. Da bis zum Wochenschluß die neuen Löhne nicht verrechnet mer. ,, Der vom Verband erreichte Bohn beträgt durchschnittlich in der nisten start genug glaubten, zogen sie die letzte Konsequenz ganzen Republit 54,2 Pro 3. des Lohnes des Jahres 1913(„ Trud" den können, kommen umgehend die nachstehenden Vorschüsse zur Ausund spalteten die gesamte Gemertschafts bebom 19. Juni)." wegung Frankreichs. Seit Januar 1921 gibt es in Frank- Aber schon am 20. Juni druckt der„ Trud" eine Berichti. reich zwei Gemertschaftszentralen. Ein Jahr darauf wurde gung ab: In den Bericht hätten sich Druckfehler eingeschlichen, auch die Partei gespalten. in der Wirklichkeit betrage der Reallohn des Metallarbeiters im ersten Quartal 1923 lediglich 36,5 Proz. des Bortriegslohnes, im März d. I. 39 Proz. leiden unter den Massen auslösten, nahmen die Gewerkschaften Die Betriebe, für welche heute Vorwärtsagitation" annach dem Kriege in Frankreich einen großen Aufschwung. Im erften Vierteljahr 1920 zählten fie etwa 2 Millionen Mitglie- gesetzt ist( Metallbetriebe, Eisenbahner, Reichsdruckerei und der. Gleichzeitig aber hatten sich die von Włoskau inspirierter Straßenbahn), müffen bestimmt belegt werden. Kein Exemplar und subventionierten Zellenbauer vermehrt und es war ihnen darf in der Spedition liegen bleiben. gelungen, eine der größten Gewerkschaften, den Eisenbahner" Einen Tag später wird über den Bericht über Arbeitslohn referiert: Der Berichterstatter Gurewitsch jagt: referiert: Der Berichterstatter Gure witsch sagt: ,, Der mittlere Lohn des Metallarbeiters hat am Ende des Jahres 1922" 33 Bro3. des( realen) Borkriegslohies erreicht, im ersten Quartal 1923 37-38 Proz." zahlung: 18-21 Jahre: Männliche 270 000 m., Weibliche 165 000 m., 21-24 Jahre: 285 000 m. bam. 175 000 m., über 24 Jahre: 300 000 Mart bzm. 185 000 m., 14 Jahre: 60 000 m., bzw. 35 000 m., 15 Jahre: 90 000 m. bzw. 55 000 m., 16 Jahre: 135 000 m. bzw. 80 000., 17 Jahre: 180 000 m. bzm. 110 000 m. Mindererwerbsfähige: 18-21 Jahre: 210 000 m. bam. 130 000 Mart, 21-24 Jahre: 225 000 m. bam. 140 000 m., über 24 Jahre: 240 000 m. bzw. 150 000 m. Nachdem die Kommunisten aber nicht mehr ihren 3er ftörungstampf gegen die Verräter" führen tönnen, führen fie nun einen heftigen Krieg gegeneinander. Es gibt in dem Einheitsgewertschaftsbund", wie er sich selbst nennt, mehrere Richtungen. Die eine Richtung ist die unbedingte Unterwer Borschuß für Frau und Kind je 30 000 m. fung unter Moskau, die zweite ziert sich ein wenig und macht Vorbehalte, die dritte schließlich ist syndikalistisch. Und nun ging Und Enderle hört es alles( ob er es auch versteht?) und schreibt Wertbeständige Gehälter in der chemischen Industrie. das Bellenbauen der drei Richtungen gegeneinander los. unbesorgt, daß der ruffische Metallarbeiter 68 Broz. des realen Bor- Am Mittwoch und Donnerstag fanden Verhandlungen über die Bald siegte die eine Richtung, bald die andere. Gegenwärtig friegslohnes verdiene! Bielleicht ist der Druckfehler in der Roten Einführung. wertbeständiger Gehälter für die Angestellten heben die unbedingten Moskauer das Heft in den Händen. Fahne" paffiert, wo man natürlich auch weiß, daß der Vortrieber Gemischen Industrie statt. Es wurde schließlich eine Damit sind die anderen aber nicht zufrieden. Eine der we- lohn der russischen Metallarbeiter weit unter dem der deutschen Metallarbeiter war. nigen Organisationen, die über einige tausend Mitglieder verfügt und dem fommunistischen Gewerkschaftsbund angeschlossen ist, der Bauarbeiter- Berband, ist syndikalistisch. Er hat offen die Fahne der Rebellion gegen Moskau erhoben und Das Zentralschlichtungsamt für das Buchdrudgewerbe hat die Löhne für die beiden fommenden Lohnperioden vom 21. Juli bis droht mit Austritt. Der alte Gewerkschaftsbund hatte nach anderthalbjähriger 27. Juli und vom 28. Juli bis 3. Auguft festgelegt. Der spätestens Der alte Gewertschaftsbund hatte nach anderthalbjähriger Donnerstag nächster Woche zusammentretenden Kommiffion liegt es Juni als Vorauszahlung für Juli auszuzahlen. mühseliger Organisationsarbeit wieder etwa 600 000 Mitglie- ob, fich über einen Maßstab zu einigen, nach dem sich nach Ablauf der von den einstigen 2 Millionen vereinigt. Die Kommu- der jegt geregelten beiden Lohnperioden die weitere Lohnbemeſſung nisten dürften bestenfalls 100,000 Mitglieder zählen. Wie auf Grund einer wertbeständigen Lohntlaufel lange diese„ Herrlichfeit" noch dauern mag, ist freilich eine zu regeln hätte. Die neuen Buchdruckerlöhne. engere paritätische Kommission gewählt, die am kommenden Dienstag zusammentritt, um die Grundlage für die wertbeständigen Löhne auszuarbeiten. Jedoch haben sich die Unternehmer bisher noch nicht verpflichtet, die wertbeständigen Löhne bereits für Juli in Kraft zu segen. Andererseits haben sich die Unternehmer verpflichtet, bis spätestens 24. Juli das doppelte Bruttogehalt vom Das Rundschreiben der Metallindustriellen. Bom Hauptvorstand des Deutschen Metallarbeiterverbandes Frage. Jedenfalls hat die französische Arbeiterschaft fie mit Die Spißenlöhne werden vom 21. bis 27. Juli um 60 Broz. wird uns aus Stuttgart telegraphiert: Bezüglich Rundschreiben Oppenheimer. Ueber das Abkommen ihrer Ohnmacht bezahlen müssen. Diese Ohnmacht der franzö- und vom 28. Juli bis 3. Auguft um 80 Broz. erhöht. Es wird fifchen Arbeiterbewegung hat aber auch die deutsche Arbeiter dringend empfohlen, diefe Löhne in der im letzten Schiebsspruch fest in der Berliner Metallindustrie ist unsere Darlegung, betreffend schaft zu fühlen bekommen. Der Weitertreibung des gelegten Form zu zahlen mit der Maßgabe, daß etwa% des Tarif- Wertbeständigkeit und Inderberechnung, richtig und entspricht lohnes in einer auf volle Fünfzigtausend M. nach unten abgerundeten dem veröffentlichten Wortlaut der Vereinbarung. Rampfes in Frankreich im Mai 1920 danken wir es, daß Summe am Dienstag der Woche als Abschlagszahlung Siehe auch Lohnerhöhung ab 16. Juli. Eilbrief mit näherer Dardie französische Regierung die Ruhrbefeßung wagen fonnte. zu leisten sind. Metallarbeiterwah!! Die BSPD.- Propagandaleiter aller Bezirke und die Mitglieder des Fraktionsvorstandes treffen sich am Sonntag früh 8 Uhr im Cofal von Spiegel, Aderffraße 1. Der Fraffionsvorstand. Cohnregelung in der Berliner Metallindustrie. Durch Nach. berhandlungen mit dem Verband Berliner Metallindustrieller wurde vereinbart, daß für die Lohnwoche vom 20. bis 29. Juli fein gleitender Umrechnungsfaftor in Anwendung gebracht wird, sondern alle Affordpreise mit dem gleichen Umrechnungsfaktor von Metalfartell: Urich. 1,36 erhöht werden. Nach diesem Schiedsspruch betragen die Mindestwochenlöhne legung ist unterwegs. für Berlin in der Lohnwoche vom 21. bis 27. Juli: Klaffe C( über Kommunisten als Verbandstagsdelegierte? 24 Jahre) verheiratet 941 000 m., ledig 903 000 m.; Klaffe B( 21 Die Wahl der Delegierten zu den Verbandstagen der Gewert bis 24 Jahre) verheiratet 894 000, ledig 858 000 m.; Staffe A( 19 schaften ist an feine andere Bedingung gefnüpft als die der Mit- bis 21 Jahre) verheiratet 823 000 m., lebig 790 000 m.; Neugliedschaft, höchstens die einer bestimmten Mitgliedschaftsdauer. ausgelernte 677 000 m. Für die Lohnmoche vom 28. Juli bis Eine jede Gewerkschaft setzt dabei ohne weiteres voraus, daß die 3. Auguft Klaffe C 1 058 000 refp. 1 016 000 M.; Klasse B 1005 000 Mitglieder nur solche Kollegen und Kolleginnen als refp. 965 000 m.; Klaffe A 926 000 refp. 889 000 M.; NeuDelegierte in Borschlag brirgen, die es fich besonders angelegen ausgelernte 762 000. fein lassen, die Sache ihres Verbandes und damit bie feiner Mitglieder im Rahmen der Verbandsfagungen zu vertreten. Die Aussperrung in den Krankenanstalten. So sehr es zu begrüßen ist, wenn als Delegierte Personen gewählt Bom Gemeinde- und Staatsarbeiterverband wird uns ge. merben, die nicht von vornherein mit allem einverstanden sind, schrieben: fondern sich auf Grund langjähriger praktischer Mitarbeit in der Organisation in manchen Dingen eine eigene Meinung ge- Faft durch die gesamte Breffe ist in den letzten Tagen die irr. Angestellte der Kunst- und Bauschloffereien und Geldschrankbilbet haben und diese bei der Generalbebatte über den Geschäfts. tümliche Rofiz gegangen, daß die Differenzen zwischen Magistrat bericht, in der Diskussion über die besonderen Referate oder bei der und dem Krantenpflegepersonal beigelegt seien. Richtig ist, daß der fabriken! Bei den gestrigen Verhandlungen wurde eine weitere Abichlagszahlung in Höhe von 100 ro3. des Juni Brutto. Beratung der Anträge zur Geltung zu bringen, so wenig erfreulich Magistrat sich dazu bequemt hat, die noch im Dienst befindlichen Gebalts, zahlbar ab Sonnabend, den 21., vereinbart. Die Ver ist es, wenn etliche Querföpfe fich auf dem Berbandstage be- Personen im ungeteilten Achtstundendienst zu beschäftigen, handlung über das endgültige Juli- Gebalt ist am Donnerstag. den mertbar machen und ihm seine kostbare Zeit stehlen. Die Wahl während die Entlassenen ihr volles Gehalt ausgezahlt be- 26. Juli, und bitten wir, über weitere Nachrichten die Arbeiterpresse folcher Delegierten fonnte nicht immer vermieden werden, und die tommen. zu berfolgen. 3d., Butab, DWV. Berbandstage mußten sich damit abfinden, so gut oder schlecht és Die bürgerliche Breffe versucht die Deffentlichkeit insofern zu Achtung, Chirurgiemechanit! Die gestrigen Lobnverhandlungen ging. Es ist eine alte Erfahrung, daß irgendein Mörgler oder Demagoge, der in den Bersammlungen jebwede Maß- düpieren, als sie die Behauptung aufstellt, daß die Patienten in Baben fich aerialagen. Die Stommiffion hat deshalb ben nahme der Berbandsleitung und jebwebe Berbandseinrichtung feiner Weise durch den Ausfall des Personals zu leiden haben. Wir Iitungsausfuß angerufen. Die Verfammlung der heruntermacht, bei Urteilsunfähigen als tüchtiger stellen demgegenüber feft, daß beispielsweise im Rudolf- Bir- Bertrauensmänner und Betriebsräte am Dienstag, den 24. Jali, Kerl gilt und deshalb alle Aussichten hat, gewählt zu werden. cho w Krantenha use an eine geordnete Strantenpflege gar tann aus diesem Grunde nicht stattfinden. Die nächste BekanntAber auch hierbei handelte es sich um Personen, die aus irgend nicht zu denken ist. Das Badehaus ist infolge Personalmangels machung zur Veriammlung findet durch die Presse statt. jägerei u. dgl. in den Bortergrund traten, sich jedoch formell im geschlossen worden. Hunderten von Patienten wird die Be Berantwortlich für Politit: Victor Schiff, Berlin: Birtschaft: Artur Gaternus, Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner, Berlin; Feuilleton: handlung verweigert, und zwar unter der vollkommen Friedrichshagen; Rahmen der Berfassung der Organisation bewegten. Berlin- Wilmersdorf: Anzeigen:- Th. Glode, Berlin. Seit der Errichtung einer Filiale der bolfchemistischen Zentrale irreführenden Behauptung, daß das Bersonal im Streit stehe. Dr. John Schikowski, Charlottenburg: Lotales und Sonstiges: Frig Karstädt, in Moskau in Deutschland aber, feit ihrer erfolgreichen Bellen. Der dirigierende Arzt der dermatologischen Abteilung hat sich be- Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruteret und Verlagsauftalt Paul Singer u. Co., Berlin SB. 68, Zindenstraße&. Gierzu 1 Bellage. bauerei innerhalb der Gewerkschaftskörper, ift in die Delegierten- schwerdeführend an das Medizinalamt der Stadt Berfin gewandt, und Berlagsanstalt Paul Singer. Co., BET Nr. 337 40. Jahrgang Beilage des Vorwärts Arbeiterschutz in den Betrieben. Sonnabend, 21. Juli 1923 bung, die in einen mittelalterlich anmutenden Lederhelm eingelassen find. In jedem Betriebe ist das notwendige Verbandsmaterial Dorrätig zu halten. Verlehte, deren Wunde nicht durch einen Berband geschützt ist, sollen die Arbeit unterbrechen. Gegen diese sehr berechtigte Forderung wird aus mancherlei Gründen oft verstoßen. den bekannten Tiraden arbeiterfeindlicher Blätter zu halten ist, die Das Außerachtlassen dieser Borschrift beweist nur zu oft, was don über den„ mangelnden Arbeitswillen der Arbeiterschaft" nicht genug flagen fönnen. Hier wie auch bei Erkrankungen ist es meist so, bag der Arbeiter sich erst dann frank meldet, wenn er geradezu liegen bleibt und der richtige Zeitpunkt für eine Heilung bereits berpaẞt ist. Wohlfahrt als Plage. 99 In der Jugendzeit des modernen Kapitalismus entstanden jene schließende Kleidung tragen. Immer noch haben sich solche vor häßlichen Fabriken mit ihren niedrigen, von Staub und Lärm er- beugenden Maßnahmen als der beste Gefahrenschutz erwiesen. Arfüllten Arbeitsräumen, die bis zum heutigen Tage noch nicht gänzlich beiterinnen insbesondere' sollten Schuhmüßen tragen, die das Haar verschwunden, noch in vielen Röpfen das Grauen vor jeglicher völlig abschließen und so verhindern, daß es etwa mit einer öligen Fabrit erweden. Soziale Rücksichten kannte man damals noch schmerzhaften Verlegungen der Kopfhaut Anlaß geben kann. Man Welle in Berührung kommt und von ihr mitgerissen, zu recht weniger als heute. Frauen und Kinder wurden gezwungen, in erlebt es aber zuweilen, daß hübsche Mädchen um des„ guten Ausbiesen, jeder Hygiene Hohn sprechenden Räumen bis zu 18 und auch sehens" willen mit solchen Schuhhauben nur teilweise das Haar be20 Stunden am Tage zu schaffen, ja es gab Aerzte, die eine solche decken und so den Zweck der Hauben illusorisch machen. Bei der Viele Firmen sind bekannt wegen ihrer Wohlfahrtseinrichtun Arbeitszeit als durchaus nicht gesundheitsschädlich bezeichneten. Arbeit mit ähenden Säuren sollen die Gefäße, die hier zur Verwen gen". Oft genug hat die Arbeiterschaft diese Wohlfahrt als Blage Soziale Reformer, wie beispielsweise ein Robert Owen, erregten dung gelangen, fo geformt sein, daß ein leberfließen des Inhalts empfunden, weil sie ein Mittel sein sollen, den Arbeiter„ wirtschafts wohl Aufsehen, zuweilen auch Anerkennmg, mehr aber noch wurden vermieden wird. Die Arbeiter aber sollten nie ohne geeignete friedlich zu machen und ihn an seiner gewerkschaftlichen Betätigung fie verlacht und verspottet, mit Mißtrauen betrachtet und bekämpft. Fabriken liefern hierzu eine den Rumpf und die Oberschenkel be- Arbeiter für einen in einer reiglosen Gegend liegenden Betrieb herSchutzkleidung mit diesen gefährlichen Stoffen arbeiten. Einige zu hindern. Vielfach wurden solche Einrichtungen geschaffen, um Wenn es auch heute noch viele Betriebe, insbesondere die sogenann- deckende Lederschürze, Gummihandschuhe mit langen Stulpen, sowie beizylocken und zu fesseln. Insbesondere haben es die Unternehmer ten fleinen Quetschen" gibt, bei denen in hygienischer und sozialer fäurefefte Gamaschen und Holzschuhe. Das Auge wird durch eine sich sehr angelegen sein lassen, für ihre Angestellten besondere WohlHinsicht sehr viel zu münschen übrig bleibt, so hat fich dennoch die allseitig abschließende Brille geschützt. In ganz ähnlicher fahrtseinrichtungen zu schaffen, um in ihnen den Korpsgeist" im Grundeinstellung in bezug auf den Schutz der Arbeiter geändert. Weise fann fich der Schweißer schüßen, nut Interesse des Unternehmertums zu stärken. Da gibt es Regel-, daß an Allerdings werden auch heute noch nicht soziale Einrichtungen in die Stelle der Gummihandschuhe solche aus Asbest treten. Ruder- und auch Segelflubs und Geselligkeitsvereine, es werden den Betrieben aus reiner Liebe zur Arbeiterschaft geschaffen. Für Gegen die ultravioletten Strahlen des Flammenbogens bei der elel. Fachkurse veranstaltet, man gewährt den Angestellten ausreichenden den fapitalistischen Unternehmer, der auf Profit eingestellt ist, kommt trischen Schweißung gibt es Augenschuhgläser von besonderer Fär- und schmackhaften Mittagstisch und anderes mehr. Wenn das alles geschähe ohne Rücksicht auf die politische Gesinnung und die gewerfdie Wirtschaft in erster Linie, in weitem Abstande erst folgt die schaftliche Zugehörigkeit der von dieser Wohlfahrt Betroffenen, dann Sozialpolitik und wenn der Unternehmer an den Arbeiter denkt, tönnte niemand etwas gegen sie einwenden. bentt er sicherlich immer zuerst an seine Arbeitstraft. Was vom Betrieb gefordert wird. Ein Minimum fozialer und hygienischer Verpflichtungen ist heute jebem Unternehmer gefeßlich auferlegt. Das Gesetz fordert von ihm, daß er seinen Betrieb so einrichtet, daß die Arbeiter gegen die Gefährdung ihres Lebens und ihrer Gesundheit soweit geschütt find, als es die Art des Betriebes gestattet. Die Arbeitsräume sollen hinlänglich mit Licht und Luft versehen sein und der entstehende Staub und Abfall foll rechtzeitig entfernt werden. In jedem Betrieb sollen die Berhaltungsmaßregeln für die Arbeiter ausgehängt und beachtet werden, die für eine gefahrlose Abwicklung der Arbeit nötig find. Schädliche Dünfte oder Gase müssen durch mechanische Ab( augungsvorrichtungen abgesaugt werden. Ferner ist für gut erleuchtete Umtleideräume und ausreichende Waschgelegenheit zu forgen, wobei eine Waschstelle auf fünf Personen gerechnet wird. Bei besonders schmuhiger Arbeit sollen den Arbeitern nach Schluß ber Arbeitszeit Braufebäder zur Verfügung stehen. Schließlich sollen für die Arbeiter, die den Betrieb nicht während der Mittagspause verlaffen, Speijeräume mit Tischen und Singelegenheiten sowie Borrichtungen zum Wärmen von Speisen vorhanden sein. Neben diesen allgemeinen Maßnahmen wird in gefundheitlicher Hinsicht verlangt, daß der Gesundheitszustand der Arbeiter bei ihrer Einstellung und bei ihrer Tätigkeit berücksichtigt werde. In staubigen Betrieben dürfen beispielsweise Arbeiter, die an Atmungsbeschwerden leiden, nicht eingestellt werden, mit Hautkrankheiten Behaftete dürfen nicht mit äzenden Stoffen arbeiten. Fernerhin foll die Ueberanstrengung einzelner Körperteile vermieden werden, auch soll die Arbeiterschaft gegen die Einwirkung starker Hize und Kälte forie erheblicher Temperaturschwankungen, sehr trodener und sehr feuchter Luft gefchüht werden. Alle diese Maßnahmen erscheinen so felbstverständlich, daß der Umstand, daß sie erst gesetzlich festgelegt merden mußten, einen Schluß auf den Zustand der Betriebe in früherer Zeit zuläßt. Im übrigen sind sie schließlich so allgemein gehalten, daß ihrer Erfüllung recht weite Grenzen gesezt sind. Dft genug hat die Arbeiterschaft um diese einfachen Forderungen harte Rampfe führen müssen. Wetteraussichten für Sonntag. NW N. SWS NO SO GU Sturm. Regen und Veränderlich Schon Wind Gewitter 3020 329 3220 10-10 0. 10 10 * Die Unternehmer, die fich früher mit aller Kraft gegen die einfachsten Arbeiterschutzvorschriften mehrten, haben heute gerade den fozialen und hygienischen Verhältnissen besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Viele haben erkannt, daß der gesunde und ausgereifte Arbeiter Besseres zu leisten vermag als seine Brüter in vergangenen Jahrzehnten. Wenn auch diese geistige Umstellung noch nicht allge. mein ist, so fann die Arbeiterschaft das bisher Erreichte doch als einen Erfolg ihrer Organisationen buchen, die zunächst mit allen ihren fozialen Forderungen auf schrofffte Ablehnung stießen, sich aber immer wieder unermüdlich für das geistige und leibliche Wohl ihrer Mitglieder einfegten. Diese Erkenntnis ist einer der vielen Gründe, die die Arbeiterschaft veranlassen muß, auch in schweren Zeiten ihren Verbänden Treue zu bewahren. Rund um den Straussee. Mehrere Der Straussee und Strausberg, die Stadt am Straus", find das Ziel unserer heutigen Wanderung. Bon den Fernbahnhöfen der Stadtbahn fahren wir zum Ostbahnhof Straus Zu Beginn dieser Woche herrschte im größten Teile Deutsch- berg. Wir wandern neben der Bahn gen Oft, überschreiten die lands ungewöhnlich starke Hitze und wurde auch durch leichte Chaussee nach Strausberg und tommen zum Bilz, einer fleinen Gewitterregen, die in der Nacht zum Sonnabend an verschiedenen Schutzhütte von pilzartiger Form. Von hier haben wir einen präch Stellen West- und Mitteldeutschlands herniedergingen, nur sehr tigen Ausblid über die sich nach Süd erftredende Niederung, die wenig gemildert. Nachdem sich am Sonntag vormittag der Himmel ben verlandeten nördlichen Teil des Stienisfees bildet. wieder anfgeklärt hatte, stiegen die Temperaturen neuerdings an vielen Orten bis auf 35 Grad C. Nachmittags und in der Nacht inselartige Erhebungen liegen in dieser feuchten Niederung. Hierzwischen Island und den Faröer gelegenen großen Tiefdruck- habe geflüchtet sein, wenn Kriegsnöte das Land heimsuchten. Bom zum Sonntag aber traten, während der südöstliche Teil eines her sollen in früheren Zeiten die Bewohner Strausbergs mit ihrer gebietes von der südlichen Nordsee nach Dänemark vordrang, in Bilz wandern wir nordwestlich zum Annatal, das vom StienißDeutschland zahlreichere Gewitter und stärkere Regengüsse ein. oder Bäderfließ durchflossen wird. Dabei drehten sich die Winde größtenteils nach Südwest oder West, jedoch nicht von backen her, sondern ist auf das niederdeutsche Wort Der Name Bäderfließ rührt wuchsen vorübergehend zu Sturm und führten eine bedeutendere Bäfe, Beeke= Bächlein zurückzuführen. Das Fließ entwässert das Abkühlung herbei. In den folgenden Tagen wiederholten sich die Gewitterregen in den meisten Gegenden noch mehrmals und Seengebiet um Strausberg zum Stienissee. Die Geen und das erst nachdem sich das Tief nordostwärts entfernt hatte, ließen Fließ find als tiefe Rinne in die Hochfläche des Barnim eingefentt. die Niederschläge um Mitte der Woche wesentlich nach. Die Ab- Die Schmelzwasser des Inlandeises haben diefe Rinne bei ihrem kühlung nahm im Norden von einem Tage zum andern langsam zu. Abfluß zum Urstromtal ausgewaschen. Sie läßt sich vom Stienisee Zahlreiche Unfälle sind auf dem Felde der Arbeit durch mangel. Seit Mittwoch überschritten daselbst auch die Mittagstemperaturen durch die Rüdersdorfer Gewässer, Ralffee, Flatenfee, Dämerizfee hafte oder völlig fehlende Schuhvorrichtungen an Maschinen bzw. nicht mehr bedeutend 20 Grad C₂ wogegen in Süd- und Mittel- bis zur Spree verfolgen. An der Schlagmühle vorüber, die burch die ungeeignete Kleidung der an ihnen Arbeitenden hervor- deutschland noch an vielen Orten 25, stellenweise sogar 30 Grad C. iegt nur noch Gasthaus ist, tommen wir zum Forsthaus gerufen worden. Erst fürzlich wurde wieder ein Betriebsunfall ge ein neues kräftiges Tiefdruckgebiet vom Atlantischen Ozean nach Schlag. In der Nähe des Forsthauses stehen sehr starte Tannen meldet, bei dem ein Lehrling von der Transmission erfaßt und dem Europäischen Nordmeer gelangt, von wo es mit mäßiger Ge- und alte, fnorrige Eichen. Die stärkste von ihnen steht südlich der herumgeschleudert wurde, bis er tot zu Boden fiel. Nach den Vor- schwindigkeit weiter ostwärts vorzudringen scheint, während das Fließbrüde, dort, wo der Weg nach Garzau gen Oft von der schriften des Verbandes der Berufsgenossenschaften sollen innerhalb auf dem Biscayschen Meer gelegene Hoch sich ebenfalls verstärkt Hennidendorfer Straße abzweigt. Ihr Stamm ift unten ausge einer Höhe von 1,80 Metern im Verkehrsbereich und über den Ar- und den größten Teil Südwest- und Mitteleuropas in seinen Be- mauert und hat in 1 Meter Höhe über dem Boden 4½ Meter beitsstätten freilaufende und gefahrdrohende Triebwerke, mie Bellen, reich mit aufgenommen hat. Bei ziemlich frischen west- Umfang. Beim Forsthaus Schlag überschreiten wir das Fließ und Räder, Riemen, Seile und dergleichen verkleidet und abgeschlossen lichen Winden haben wir daher für Sonnabend und fommen zum Herrensee, der von einem ziemlich breiten SchilfSonntag zwar zeitweilige Aufheiterung, jedoch überwerden. Moderne Werkzeugmaschinen mit elektrischem Einzel- wiegend bewölkten Himmel und öfters leichte Regen- gürtel umgeben ist. Hier sollen noch Sumpfschildkröten und Fischantrieb erfüllen meist die an sie nach dieser Richtung gestellten An-| tälle zu erwarten. Dabel dürfte die Temperatur nicht ottern vorkommen. Wir wandern zur Seegermühle und forderungen zur Unfallverhütung vorbildlich. Die Arbeiter und unbedeutend schwanken, sich aber im Durchschnitt weiter nach Strausberg, dem alten Struceberghe. Die Stadt Arbeiterinnen, die an Maschinen beschäftigt sind, sollen eng an- wenig ändern. I liegt am Ostufer des Strausfees; fie befigt noch Refte der alten 43) Schutz vor der Maschine. Als die Wasser fielen. Bon Otto Rung. erreicht wurden. Zwischen Donnerstag und Freitag morgen ist wie ein Hahn. ,, Staal!" rief er auf dänisch und leerte sein| trollierte die Ablieferung, mein Herr. Auf der Dänischen Champagnerglas. Werft!" Er blinzelte vergnügt. Hundertfünfzigtausend Rubel." An einem Tisch für sich saß say Michailoff. Er winkte Gude zu. Er hatte einen Schluckauf und zeigte betrunken mit Jezt erinnerte er sich genau des Abends in Archangelst, dem Daumen nach hinten, wo die Fremden von den Gesandt als Isay Michailoff schleppend und trunken über seine zu- mit Flüchtlingen saßen, die Perlenfolliers und Zigarettenschaften und die Delegierten des Roten Kreuzes im Gespräch fammen mit Andreas Pauli verübten feinen Kniffe berichtete: Phosphorblau leuchteten die elektrischen Lampen im Sta- etuis mit Jumelen sogar ein Diadem aus Brillanten und sino des Klubhauses. Türen flapperten, die Eisestälte von Saphiren feilboten; es waren, so wurde erzählt, die Ge braußen fuhr in Strahlen herein durch die Hize, die von den schenke eines Großfürsten an eine Diva vom Ballett. Jetzt gewaltigen Raminen ausströmte. Neue Leute famen mit den lag sie in der Neva nach einer Tournee von Mann zu Mann legten Bulletins, ein Panzerzug mit englischem Militär war in der Kaserne der Roten und traf ihren Großfürften wohl in der Nacht zuvor eingetroffen: die erste Botschaft vom Bor- unter dem Eise mit abgeriffenen Epauletten und Kopf: stoß der Roten nach Norden. Jezt saßen die ernsthaften eng„ Staal!" lischen Chefs rauchend, von ihrem Bridge in Anspruch genommen, an ihrem Tisch und lauschten nur ein wenig zu demonstrativ phlegmatisch den verfrorenen, atemlosen Dr. donnanzen, die kamen, eine Meldung flüsterten und hinausTiefen. Im hinteren Saal, hinter halbgeschlossenen Portieren, flang es von Rubeln und Jetons, dort spielten die ersten Flüchtlingsscharen. Der nächste Trupp, der fam, war weniger ted. Die Leute hingen über eine alte Zeitung, die Stirnen dicht aneinander, bleich, überwacht, zitternd nervös nach der Reise, die fie, in Viehwagen gestopft, an den Trittbrettern hängend oder in Klumpen an ein Bentilrohr auf dem Wagenbach geflammert, zurückgelegt hatten. fonnte ein paar dänische Ausdrücke:„ Staal!“ und„ Smuffe Michailoff hob Gude sein Glas entgegen: Staal!" Er Bige!" und Jeg elfte dig!" Er war in Dänemark gewesen Köbenhavn jeg elfte' dig!" Er stieß auf. Sein Bart saß in dünnen schwarzen Botteln auf den unfauberen grauen Wangen bis fast hinauf zu. den entzündeten Augen. ,, Direttor Bauli" sagte er und trant aus. ,, Staal! Das war ein Mann, ein guter Christ! Aber er hat mich angeführt!" Er schwieg. Seine Brauen verzogen sich, die breite Nase schnaufte. Aber der Direktor führte mich an!" sagte er müde. Gude blickte auf. Der Russe nickte. Er führte mich an. Er nahm die Hälfte. Für dreihunderttausend Rubel quittierte ich. Die Summe bezahlte die Dänische Werft, um den Auftrag zu be kommen, verstehen Sie. Bon meiner Regierung." Er schüttelte traurig den Kopf. Aber mir gab der Direktor nur die Hälfte!" ,, Wirklich?" fragte Gude umgläubig. " Nur die Hälfte!" versicherte Michailoff. Natürlich meine Quittung für die ganze Summe geben. Aber ich bemußte der gute Herr Andreas Pauli der Dänischen Werft tam nur die Hälfte! Ja, mein Herr, nicht eine Kopele mehr! Einen Scheck auf hundertfünfzigtausend Rubel, das war alles, was ich bekam. Und die mußte ich noch dazu hinterher mit meinem Abteilungschef teilen!" ,, Aber Direktor Bauli erhielt also die andere Hälfte von Er wäre drüben gewesen, um ein paar Eisbrecher zu dem Salair als seinen Anteil?" hatte Gude gefragt. holen, erzählte er: die waren von seiner Regierung bestellt Der Russe schlug mit der Faust auf den Tisch. Säße gewesen. Unter dem Zaren!- er spuckte in einem langen er hier vielleicht und löge! Er hätte den Beweis schriftlich! Strahl auf den Parkettboden bei der Dänischen Werft Er suchte in einer ungeheuren Brieftasche mit Monogramm ,, Datstaja pjerf," schluckste er D- a- n- i- sche Werft." und fand einen Feßen Papier. Glauben Sie, daß ich mir Er tupfte sich mit allen zehn Fingern auf seine meinfledige von dem Halunken den Streich spielen ließ, ohne nicht Hemdbruft. Ich, Ifan Michailoff, bin Oberingenieur beim wenigstens eine Quittung von ihm zu bekommen!"- Wo Bau der Murman- und Sorofflajabuchtbahn!" für hielte Gude ihn! Und gesetzt, der Abteilungschef hätte gehört, daß die von der Werft bezahlte Summe doppelt so groß war! Michailoff grinste: ber den Chef habe ich num boch reingelegt!" sagte er und streckte einen Finger gegen Gudes Nafe aus. Ich gab ihm nur fünfzig und sagte, daß das die Tare in Ihrem hochgeschäßten Lande wäre, mein Herr! Aber lesen Sie nur! Er schob Gude Andreas Baulis Quittung hin. Stand da vielleicht nicht: Empfangen Retour auf das Safair für Surveyance hundertfünfzigtausend Rubel und unterschrieben Andreas Pauli!" Ifan Michailoff Schnappte den Papierfeken und steckte ihn in seine Brieftasche. Er tastele nach seinem Glase: Din Staal, min Staal! Hundertfünfzigtausend!" seufzte er und stieß auf. ( Fortegung folgt.) Es flang, als zählte er Geldscheine. Hundertfünfzigtaufend Rubel!" rief er schleppend. 3ar- Rubel, Brüderchen. Sie waren ihre Valuta wert damals! Nicht wie jetzt Zigarettenpapier!" In der Nähe saß eine Gesellschaft, die etwas übermütiger mar und Champagner trant. Es waren die Fremdenkolonien, die gerade noch zur rechten Zeit entfommen und nun vorläufig hier gefirandet waren. Sie stießen an und lachten und prahlten in allen Sprachen, auf Holländisch, Deutsch und Standinavisch Sie zeigten einander ihre Beute, die sie auf dem Diebesmartt hinter den Biwats der roten Truppen in Petrograd ein paar Tage nach Plünderung und Megelei gefauft hatten. Einer von ihnen flüsterte von einer Rifte mit Bilder aus den Balästen der Großfürsten, ja aus der Eremitage felbst, wie es hieß, die für ein paar Bündel Tausend- ,, Na," sagte er ,,, bei uns in Rußland ist es ja immer rubelscheine von einer taumelnben Batrouille getauft und Brauch gewesen, wenn wir einer Firma eine Order von der mun unter einem fremden Gesandschaftssiegel auf dem Wege Regierung verfchafften: 3manzig Prozent von der Rauf nach Kopenhagen waren. Bei einem Bertauf in England summe! Aber das gilt also auch in Ihrem Lande. Staal! pder New York mar der Besizer seiner Million sicher. Ich war Surveyor während des Baues," fuhr er fort, Er war dichaljig und untersetzt, hatte einen Kopf so rotund hielt mich zwei Monate in Kopenhagen auf. Ich fon Befestigung, auch Ueberbleibsel der aften Stadttore find noch vor- 1 legt" aufzuführen. Interessant war auch die Angabe des Berteidigers, 12,25 Uhr, als fetter Zug über die Stadtbahngleffe. Die weiteren handen. Die Marienkirche geht bis in das 13. Jahrhundert zurück. daß in die Zweizimmerwohnung eine allein noch bis zum Betriebsfchluß verkehrenden Stadtbahnzüge beider Der obere Teil des Turmes mußte vor einiger Zeit abgetragen stehende Dame eingewiesen worden sei, die einige Zeit vorher Richtungen werden über die Ferngleise 1 und 2 geleitet und die merden. Die nähere und weitere Umgebung Strausbergs ist reich eine Einzimmerwohnung erhalten hatte. In diese Einzimmer. Zwischenbahnhöfe Savignyplak, Tiergarten, Bellevue, Lehrter an vorgeschichtlichen Spuren. Wir verlassen Strausberg in nörd wohnung sei dann eine fünftöpfige Familie eingewiefen Stadtbahnhof, Börse und Jannowißbrücke vom Stadtbahnverkehr licher Richtung durch das Wriezener Tor. Nach 4 Stunde wenden worden. Den Beamten des Wohnungsamtes sei bezeichnenderweise ausgeschaltet. wir uns an der Wegkreuzung nach links, zum Nordende des Straus durch Verfügung verboten worden, mit ihm, dem Verteidiger, überfees. Wir folgen nun dem Weg, der sich auf dem Westufer un- haupt zu verfehren, weil er mehrfach Beschwerden über das WohUnsere Arbeiterfamariter. mittelbar am See hinzieht. Der See ist nahezu 4 Kilometer lang nungsamt in die Bresse gebracht habe. Der Verteidiger bat, dem und etwa 400 bis 500 Meter breit. Brächtiger Kiefernhochwald Angeklagten seine Berzweiflung zugute zu halten und ihn freizu Große Uebung in Erfner. Eröffnung einer Unfallwache. erstreckt sich bis dicht an den See; der Uferrand ist mit Laubgebüsch sprechen. Das Gericht nahm an, daß das Schreiben an sich in Fast jeder hat schon Gelegenheit gehabt, das ftille und uneigenbedeckt. Bom jenseitigen Ufer grüßt die Stadt am Straus". Wir Wahrnehmung berechtigter Interessen geschrieben müßige Wirken des Arbeiterfamariters fennen bzw. schäßen zu lernen. wandern zum Südende des Sees. Hier steigt der Marienberg sei, in der Form aber habe der Angeklagte sich, gleichgültig, wie das Ist er doch immer, wo es auch sein mag, zur Stelle, helfend auf, eine vereinzelt liegende, meithin fichtbare Ruppe, die fich ohnungsamt sich ihm gegenüber verhalten habe, formeller einzufpringen, um dem Berlegten oder plöglich Erkrankten un= 93,5 Meter über den Meeresspiegel oder 26,5 Meter über den Beleidigungen schuldig gemacht. Das Gericht hielt das Ver- entgeltlich die erste Hilfe angedeihen zu lassen. Um der Straussee hebt. Wir können nun entweder auf der Chauffee zum halten des Wohnungsamtes, die Eingaben und Beschwerden ohne Deffentlichkeit, die Interesse an dem Samariterwesen hat, die EinBahnhof Strausberg zurückwandern oder mit der Straßenbahn Antwort zu lassen, nicht für ganz einwandfrei. Der Angeklagte mar richtung und das Können des Arbeiterfamariters zu zeigen, verdorthin fahren.( Weglänge 21 Kilometer; die Straßenbahnfahrt zu der Annahme berechtigt, daß seine Beschwerde zurückgehalten anstaltet der erste Bezirk Berlin und Umgegend am 29. Juli, nachverkürzt um 4 Rilometer.) werde. Ein Mißbrauch der Dienstgewalt durch den Affeffor Starte mittags 2 Uhr, in Erfner auf dem Schulplak eine große hielt das Gericht jedoch nicht für nachgewiesen. Das Gericht hat lebung, verbunden mit finematographischer Aufnahme. Die bem Angeklagten aber seine gereizte Stimmung zugute gehalten und Reichs- und Gemeindebehörden, insbesondere das Rettungsamt und eine Geldstrafe von 50 000 M. für ausreichend betrachtet. das Gesundheitsamt sowie die Herren Aerzte sind hiermit ganz be fonders eingeladen. Eintrittsgeld wird nicht erhoben werden. Die Kolonne hat in Neukölln, Dammweg, Ede Sonnen Allee, eine Unfall mache errichtet; dieselbe ist jeden Sonntag von morgens 9 Uhr bis 10 Uhr abends geöffnet. Behandlung für jedermann frei. Wir entsprechen hiermit dem Wunsch der Neuköllner Einwohnerschaft. Schöneberg bildete. Ein Veteran der Presse. Gegen die Uebertreter der Polizeistunde. Die wichtigsten Bestimmungen. die Schrippe 1300 Redakteur Robert Grunwald, der Senior der Berliner Journalisten, vollendet heute sein 70. Lebensjahr. Auf den Pressetribünen der Parlamente, mit denen er feit einem halben Jahrhundert durch seine Berufstätigkeit vertraut ist, schäßt man ihn allgemein als einen fenntnis- und erfahrungsreichen Kollegen. Aus den Ausführungsbestimmungen zu der Verordnung über Nach dem Abiturienteneramen in seiner Baterstadt Danzig studierte die Polizeistunde vom 9. Juli verdienen folgende Bestimmungen beer in Berlin Philosophie und Philologie und widmete fich dann Bedingung enthalten, daß in jedem der zugelassenen Räume alle Gefondere Beachtung. Die Ronzessionsurtunden müssen die der Journalistenlaufbahn. Seit langem ist er jetzt Leiter der ehe- tränke, für welche die Erlaubnis erteilt ist, zum Ausschank zu bringen Das markenfreie Brot 30 000 mals Oldenbergschen Barlamentsforrespondenz, die vor mehreren sind. Wo die Konzeffionierung von Räumen dem öffentlichen Inter- In vollen Strömen ergießt sich der ganze Segen der Jahren in den Besitz des Vereins Deutscher Beitungsverleger über effe widerspricht, wird die Erlaubnis versagt. Die Polizeiämter freten Wirtschaft über die Verbraucher. Das Markenbrot ging. Auch den Lefern des Vorwärts" ist sein langjähriges jour- werden in Zweifelsfällen vor Abgabe ihres Gutachtens das zuständige tommt in der nächsten Woche auf 11 000 m., der Preis für markennalistisches Wirken zugute gekommen. Drei Jahrzehnte hindurch haben Wohnungsamt hören. Die verschärften Bestimmungen freies Brot ist aber schon längst darüber hinaus. Jest tommt die sie aus seinen für den Vorwärts geschriebenen Sizungsberichten über die Anforderungen an die Bersönlichkeit des Bewerbers gelten Mitteilung, daß vom nächsten Montag ab das martenfreie über die Stadtverordnetenfizungen, deren Mufter- für die Zurücknahme einer bereits bestehenden Erlaubnis. Das Not- Brot 30000, die Schrippe 1300 m. foften sollen. Natürgültigkeit in Journalistenkreisen anerkannt ist, reiche Belehrung geje gibt der Polizeibehörde die Möglichkeit der Schließung lich gehen alle anderen Sorten freies Gebäck in die Höhe. Die Don Gastwirtschaften und anderen Räumen, die zu gesetz- Preise klingen phantastisch, sind aber lediglich eine Folge der geschöpft. Der greife Jubilar erfüllt in unverminderter geistiger widrigen Zweden verwendet werden, und der Beschlagnahme fatastrophalen Entwicklung am freien Produkten Frische die schweren Pflichten seines verantwortungsvollen Berufes. der Räume. marft, wo gestern ein Pfund Weizenmehl im Großhandel bereits Es kommen bei der Beschlagnahme der Räume zwei Fälle in 11-13 000 M., ein Pfund Roggenmehl 9500-10 500 m. tostete. Der Kampf um die Wohnung. Betracht, und zwar bei Räumlichkeiten, die für den Schankbetrieb Dabei ist der Berteuerung des Mehls noch tein Ende abzusehen, bestimmt sind, die Schließung der Räume megen Nichtvorhandenseins nachdem gestern der Dollar in einem fühnem Sprunge von 218 000 Seltsame Pragis eines Wohnungsamtes. einer Konzeffion und die vorläufige Schließung eines Schantbetriebes auf 284 000 2. in die Höhe gegangen ift. Die bürgerliche ReichsSeinem Merger über das rigorose Vorgehen des Wohnungsamtes wegen Unzuverlässigkeit des Schantwirtes. Andere Räumlichkeiten, tagsmehrheit hat es fertig bekommen, die frete Brotgetreidewirt. Schöneberg hatte der Banfangestellte Mar Marohl in einem sechs in benen entgegen den bestehenden Vorschriften oder ohne die erschaft in den nächsten Monaten allgemein durchzusehen. Die Ver Seiten langen Schreiben Ausdrud gegeben, das den Gegenstand einer Blücksspiele geduldet, Tanzvorführungen veranstaltet oder das Lanzen ungeheuerlich. Das schlimmste aber ist, daß man fich fast aller Beleidigungsflage gegen ihn vor dem Schöffengericht gestattet werden, verfallen der Beschlagnahme. Zeitweilige Mittel zur Beherrschung des Brotpreises ent. Schließung des Lotals fommt jeht, nachdem das Notgesetz die äußert hat. Die fünftliche Berbilligung des Brotes wird bald auf Der Angeklagte, ein schwer Kriegsverletzter, hatte im Jahre 1921 Materie geregelt und der Polizei eine Handhabe gegen unzuverlässige einen ganz fleinen Teil des Volkes beschränkt bleiben. Um so mehr geheiratet und war beim Wohnungsamt Tiergarten in die Woh- Wirte gegeben hat, als Strafmaßnahme nicht mehr in Frage. Die ist zu fordern, daß man durch wertbeständige Löhne einen nungsliste eingetragen worden. Im vorigen Jahre gelang es ihm, Polizeiämter können daher neben Bestrafung und sogenannter Ausgleich für die wahnsinnige Berteuerung des Lemit seiner Frau in die Zweizimmerwohnung des Kapellmeisters Bolizeistunden herabsehung nur die vorher näher dargelegten Zwangs- bens bedarfes findet. Breußler in Schöneberg einzuziehen. Preußler fuhr auf mehrere maßnahmen ergreifen, sofern sie nicht in leichteren Fällen eine BerMonate in ein Engagement nach Riga und wollte die Wohnung nur warnung als ausreichende Berwaltungsmaßnahme ansehen. Gefentert und ertranten. Borgestern morgen wurde die Leiche noch als Untermieter mit dem Angeklagten als Hauptmieter bewohnen. bes 19jährigen Hausdieners Mar Ebert aus der Schulstraße 50 Ebert war Ein dahingehender Antrag wurde vom Wohnungsamt abgewiesen, Aushebung eines Nachtlotals. Nachts gegen 1 Uhr bemerkte an der Ostfeite bes Plögen jees gelandet. liche Anmeldung genehmigt. Auf eine Anfrage, ob er dauernd in der Haus Tauenienstraße 19 einließen. Die Beamten gingen Unentgeltliche Lebensmittel stellten Potsdamer Geschäftsleute Wohnung geduldet werden würde, hatte Marohi teine bestimmte mit hinein und stellten in der Wohnung eines Frl. Mand einen dem Magistrat zur Linderung der Rot für die StadtAuskunft bekommen. Er rechnete aber bestimmt darauf, daß man nacht betrieb feft. Mit Unterstützung von vier uniformierten ihm die Unterkunft laffen würde, und hatte darauf die Wohnung, die Beamten des nächsten Bolizeireviers wurden 20 Personen, die es früher als Lagerraum eines Kriegslieferanten verwendet worden war und die daher fast unbewohnbar war, Doll. fich bei Sekt und anderen guten Dingen wohl sein ließen, festgestellt. ständig instand setzen lassen. Diese Geschichte hatte ihm viel Geld Mehrere Flaschen Sekt und ein größerer Boften Zigaretten find be gefoftet. Marohl mar nun sehr erstaunt, als er im Februar eine schlagnahmt worden. Verfügung erhielt, daß er die Wohnung zwangsweise räumen müsse. Hiergegen erhob er durch seinen Rechtsbeistand, Rechtsanwalt Holz, Beschwerde, erhielt aber feine Antwort. Nach 14 Tagen begab er Ein schweres Verbrechen, das schon übr 1 Jahr zurückliegt, sich selbst zum Wohnungsamt, und hier wurde ihm von dem De- wird jetzt seine Sühne finden. In der Nacht zum 27. April v. 3. zernenten des Wohnungsamtes, Affeffor Starte, erklärt, daß er traf der 26 Jahre alte Schloffer Artur Thieme in einer Schant in 24 Stunden auf die Straße gesezt werden würde, wirtschaft in der Badstraße 9 einen alten Bekannten, den 28 Jahre menn er nicht die Wohnung fofort freiwillig räume. Es wurde ihm alten Buchbinder Georg Friedrich wieder. Die beiden gerieten Typhusepidemie in hannoverschen Dörfern. In den Dörfern aber eine Frist von 4 Wochen gewährt, wenn er einen Revers in einen Wortwechsel, und alsbald zog Thieme, ein wegen Dieb- Alfeld( Leine) breitet sich die seit Anfang Juli dort auftretende unterschreibe, daß er nach dieser Zeit ausziehen und feine Bestahls und schweren Einbruchs schon wiederholt bestrafter Mensch, Typhusepidemie in beängstigender Weise weiter aus. In schwerde zurückziehen werde. Notgedrungen unterschrieb einen Revolver und schoß Friedrich ohne weiteres pielen Fällen find ganze Familien erfrantt. Marsht diese Verpflichtung. Er wandte sich dann aber in einem nieder, so daß er auf der Stelle starb. Mit dem Revolver in der 16 Todesfälle vorgekommen. Das öffentliche Baden In der Stadt Alfeld selbst ist die Schreiben an den Vorsitzenden der Bezirksversammlung Prof. Lassen Hand hielt er sich dann den Wirt und die Gäste vom Leibe, gewann ist verboten worden. mit der Bitte, ihm durch die Bezirksversammlung Schuß gegen die jo ben Ausgang und verschwand. Seitdem wurde der Berbrecher Seuche im Rückgang begriffen. Willfür des Assessors Starte zu gewähren. In dem Schreiben machte vergeblich gesucht. Gestern endlich trafen ihn Bolizeibeamte in er dem Dezernenten den Vorwurf der Erpressung, Vergewaltigung, einer Schantwirtschaft in der Prinzenstraße und nahmen ihn fest. Unterschlagung und Zurüdhaltung von Beschwerden, schmuzigen Er versuchte noch, sich mit einem falschen Namen herauszureden, Schitanen. Dieses Schreiben war nun der Anlaß zu der jezigen wurde aber durchschaut, erkannt und der Kriminalpolizei übergeben. Gerichtsverhandlung. Wo er sich überall versteckt gehalten hat, bedarf noch der Aufklärung. * am bagegen wurde der Einzug Marohls als Untermieter durch polizet eine Streife der Kriminalpolizei, wie Schlepper Baffanten in das 14. b. M. bei einer Bootsfahrt getentert und ertrunten. Rechtsanwalt Dr. Nomad geißelte sehr scharf das Berhalten des Wohnungsamts Schöneberg, das in seiner Art der Behandlung von Beschwerden und der Aufnötigung von Zurücknahme der Beb schwerden durch Androhung einer vierundzwanzigstündigen Räu mungsfrist einzig dasteht. Dem Wohnungsamt Schöneberg fomme es darauf an, in der Statistik möglichst viele Wohnungen als beBist Du Sozialdemokrat? Haft du nicht immer sozialdemokratisch gewählt? Warft du nicht in jeder sozialdemokratischen Versammlung? Galt es dir bisher nicht immer als selbstverständlich, daß jeder Arbeitende und die Sozialdemokratie zusammengehören? Und trotzdem bist du nicht Mitglied der Partei? Trogdem zögerst du, deinen Eintritt zu erklären und regelmäßig deine Beiträge für den Kampffonds zu bezahlen? Das mußt du sofort nachholen, indem du den nachstehenden Bettel ausfüllst. Es gilt für jeden Parteigenoffen, neue Mitglieder gu werben. Also: Zögere nicht! Aufnahmefchein. Siermit erkläre ich meinen Eintritt in die Bereinigte Sozialdemokratische Partei( Bezirk Berlin, Abtlg. An Beiträgen entrichte ich: Eintritte gelb 600 M.,. beiträge männlich zu 600, weiblich zu 200 M., Summa, ben. Vor und Zuname: geb. am zu Beruf:. Wohnung: Gewerkschaftl. Drganisation: wo beschäftigt: Wochen M. 1928. In den Betrieben kann dieser Schein den bekannten Vertrauensleuten der BSBD. mit dem Auftrag der fofortigen Erledigung übergeben werden, Verhaflung eines Mörders. Ein unnötiger Zwischenfall. armen zur Verfügung. Sie sollen heute zur Berteilung gelangen. Außerdem hat die Stadt Potsdam einen Bosten Rindfleisch zu einem Drittel des Tagespreises erstanden. Das Fleisch soll neben anderen Artikeln der Lebensmittelbranche demnächst an die Kleinrentner zur Ausgabe tommen.. Bezirksbildungsausschuß Groß- Berlin. Am Freitag, den 27. Juli, abends 7 Uhr, im 8entral heater, Alte Jakobitraße, Die Räuber von Schiller unter Mitwirtung allererster Schauspieler( Taube, Granach, George, Leifow, Twardowski). Karten zum Preise von 8500 m. pro Stud zu haben im Bureau des Bezirksbildungsausschusses, Lindenstr. 3, 2. Hof 2 Tr., Zimmer 8. Aus der Partei. Jugendveranstaltungen. Bis jetzt find Sozialdemokratie und Regierung in Thüringen. Unter diesem Titel hat der Bezirksvorstand der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei Groß- Thüringens eine Broschüre herausgegeben. Sie soll Ein großes Polizeiaufgebot war gestern nachmittag zum als Agitationsmittel dienen gegenüber der verheyen Brunnenplag entfandt worden, um ein öffentliches unentgeltliches den Agitation der Kommunisten. Die KPD. hat in den Bolfskonzert des rühmlich befannben meinedeschen Männer letzten Woche die Arbeiten der Thüringer sozialistischen Regierung gefangvereins zu verhindern. Als die Sänger erschienen, sowie die Tätigkeit der Thüringer sozialdemokratischen Landtagswurde ihnen von Schupobeamten mitgeteilt, daß die Abhaltung fraktion in ihrer Presse und in Bersammlungen in einer ganz verdes Konzerts verboten sei, jedoch konnten sie eine Berlogenen Weise dargestellt. Gegen diese falschen Darstellungen bringt fügung darüber nicht vorzeigen. Das Borgehen der Polizei mußte die Broschüre des Bezirtsvorstandes ausgezeichnetes Abwehrin diesem Falle um so mehr Befremden erregen, als dem Borsigen- material, dessen fleißige Benutzung den Genossen empfohlen wird. den des Gesangvereins auf seine rechtzeitige Anmeldung des ge= planten Konzertes einmal vom Bezirksamt Wedding unter bem 17. Juli die Benutzung des Brunnenplages zur Abhaltung eines Konzertes genehmigt wurde, während das Polizeiamt Wedding unter dem gleichen Datum mitgeteilt hatte, baß das Ersuchen, ein öffentliches Konzert abhalten zu können, zur weiteren Berfügung an die Abteilung II in der Magazin Beit vom 17. bis zum 20. dem Chor die Mitteilung hätte zugehen Straße 3/5 abgegeben sei. Man hätte annehmen dürfen. daß in der fönnen, wie die Bolizei fich zur Abhaltung dieser Beranstaltung ftells. Es hätte sich alsdann die Mobilmachung eines großen Bolizeiaufgebotes als völlig überflüssig erwiesen. Die Sänger begaben sich in ein Lokal in der Uferstraße und veranstalteten bort im geichy.offenen Raum bei geöffneten Fenstern das Konzert. Ein Schupobeamter forberte den Wirt zum Schließen der Fenster auf, was diefer jedoch ablehnte. Nach Beendigung der Gesangsvorträge erschien mastwagen ein größeres Polizeiaufgebot, um die zahlreiche Zuhörerschaft, die fich inzwischen angesammelt hatte, zu zerstreuen. Es fand jedoch keine Arbeit mehr und mußte unverrichteter Dinge wieder mit seinem Lastkraftwagen davonfahren. Wenn Arbeitenfänger in uneigennügiger Weise ihre Kunst der Bevölkerung Berlins zur Verfügung stellen, sollte man auf der anderen Seite bei den Polizeibehörden ein etwas prompteres Arbeiten erwarten dürfen. Größtes Entgegenkommen erscheint m d'esem Falle durchaus angebracht. Vielleicht genügt diese Mahnung, um in der Butunft solche völlig unnötigen Zwischenfälle au vrm iben. Der Berbebezirk Oberspree veranstaltet heute, Sonnabend, den 21. Juli, und morgen, Sonntag, den 22. Jull in Niederschöneweide einen Jugendtag Beute abend findet um 8% Uhr im Kyffhäuser die Begrüßung der auswärtigen Gäfte statt. Nachdem beteiligen fich alle am Fadelzug durch Nieder- und Oberschöneweide. Am Sonntag vor mittag im Bobal Ryffhäuser, Berliner Straße, findet eine Feierstunde ftatt, bestehend aus Mufit, Gefang, Rezitationen, Festrede und Aufführung des Spieles Der Bergfried". Nachmittags 2½ Uhr, in der Redner Genosse Sainstraße große öffentliche Jugendkundgebung. Lösche- Magdeburg. Nachdem gemeinsamer Abmarsch nach der Rönigs heide zum Waldfeft. Wir bitten die Jugendgenoffen, rege an der Vev anstaltung teilzunehmen. Achtung! Jugendliche Metallarbeiter und arbeiterinnen fowie alle Behrlinge müffen sich am 22. und 28. Juli an der stattfindenden Urwahl für den Berbandstag bes DMB. beteiligen. Wahlberechtigt find alle Mitglieder, soweit fie nicht 6 Wochen mit ihren Beiträgen im Ridstand find. Jugendgenossen, wählt bie Liste der Amsterdamer Richtung, beginnend mit dem Namen Emil Albrecht. Heute, Sonnabend, den 21. Juli: Marienborf. Wanderung. Treffpunkt 5% Uhr am Bahnhof Martendorf.. Riederschönhausen. Werbebezirtstreffahrt. Treffpunkt 6 Uhr Friedensplag. Stealauer Biertel. Wanderung nach Sangeleberg- Magfee. Treffpunkt 6 Uhr Rordoften. Elternwanderung nach ErtnerBahnhof Stralau- Rummelsburg. Lödnig. Treffpunkt 6½ Uhr Aleranderplas, Berolina. Prenzlauer Vorstadt. Wanderung Petersdorfer See. Treffpunkt 5% Uhr Aleganderplez, Berolina, Reinidenborf Oft. Elternwanderung nach Birkenwerder. Treffpunkt Sonntag, 9 Uhr, Bahnhof Schönhola. Rosenthaler Vorstadt. Wanderung Groß- Besten. Steglig. Wanberung Belzig- wiefenburg reffpunkt 7 Uhr Jugendheim. Tempelhof. Wanderung Rabenstein. Steffpunkt 5% Uhr Bahnhof Steglig. Strausberg- Gamengrund. Treffpunkt 6 Uhr Bahnhof Tempelhof. Nächtliche Sperrung des Stadtbahnverkehrs. In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag, den 21. zum 22. b. M. werden wegen Ausführung umfangreicher Arbeiten an der Unterführung ber Luisenstraße zwischen den Bahnhöfen Friedrichstraße und Lehrter Stadtbahnhof Bilmersdorf. Wanderung Bernau- Uegdorf. Treffpunkt 6% Uhr Stathaus. Die Stadtbahngleise awischen den Bahnhöfen Charlottenburg und Morgen, Sonntag, den 22. Juli: Schlesischer Bahnhof an der Baustelle von 12% Uhr nachts ab für Buchholz, Wanderung Gorinsee. Treffpunkt 8 Uhr Kirche. New- Lichten die Stadtbahnzüge beiber Richtungen gesperrt. Als letzter Zug in der Richtung nach dem Schlesischen Bahnhof( Gleis 3) Stralau- Rummelsburch ber märkischen Schweiz. Treffpunkt 6 Uhr Bahnhof Moabit. Wanderung nach Bapenberge. Treffpunkt verkehrt der Zug 2947 nach Lichtenberg Lehrter Stadtbahnhof 5% Uhr Bahnhof Butligstraße. Steglig. Wanderung nach Teupig- Groß in der Richtung nach Charlottenburg( Gleis 4) nach Faltenhagener See Treffpunkt 12 Uhr am See, Röris. Treffpunkt 6 Uhr Bahnhof Steglig. ab 12,26 Uhr Werbeairt Beften. Treffahrt Friedenau, Treffpunkt verkehrt der Zug 2668 nach Potsdam- Bahnhof Friedrichstraße ab aur Treffahrt des Werbebesirts 5% Ubr Bahnhof Friedenau. Die VSPD.- Metallarbeiter zum Verbandstag und zum letzten Streif. geftändniffe verweigerten. Das eine tönnt ihr versichert sein, daß Dieser paffive und aktive Widerstand des Reichsbankdirektoriums die Kommunisten, falls sie die Mehrheit in der Streifleitung gehabt ist bereits zu einer afuten Gefahr geworden, und die Krisis hat hätten, diesen Erfolg als ungeheuren Sieg in alle Welt eine bisher unerreichte Höhe erflommen. Die ausreichende Devisenhinauspofaunt hätten. Die Kollegen sollen sich nicht irreführen beschaffung ist lebensnotwendig; Devisen sind auf Schleichwegen lassen, sondern dafür sorgen, daß das Geschrei de: Kommunisten dadurch unterdrückt wird, daß alle ihre Stimme für die Liste A abgeben. Die Berliner Weetallarbeiter sollten nicht verkennen, daß sie mit ihrem Streit nicht nur zu erhalten, nur nicht bei der Reichsbank. So kommt die Forderung der Schlüsselindustrien ganz von selbst, an die weiterverarbeitende Industrie als Devisenbesitzerin auch in Devisen derkaufen zu dürfen. Das bedeutet in der Folgewirtung die Beseitigung der bahnbrechend waren für ihre Organisation, sondern daß an ihrem Erfolg alle Arbeiter Deutschlands in mart auch als Zahlungsmittel, nachdem sie als Wertgleicher Weise ihren Anteil haben. Das ist um so messer längst ausgeschaltet ist. Vorerft müßte allerdings die Devisenhöher zu bewerten, als feststeht, daß der BBMI. die leitende ordnung beseitigt werden. Das Verhaften der Reichsbank hat soiche Unternehmerorganisation ist in der Vereinigung deut- Bestrebungen mächtig gefördert, und es besteht die größte Gefahr, scher Arbeitgeberverbände. daß durch Ausnahmebewilligungen der Anfang zur Beseitigung der Bum zweiten Bunft der Tagesordnung führt der Bersamm: Devisenordnung gemacht wird. fungsleiter aus, daß in dem bevorstehenden Wahlkampf zum Ver- Nicht Abbau, sondern Ausbau der Devisenordnung bandstag außer dem Geschrei über den angeblich verlorenen und ihre Ergänzung durch eine wirksamere AußenStreif( 1) die Kollegen damit zu rechnen haben, daß noch gana handelstontrolle ift dringend erforderlich. Was nüzt es, andere Berleumdungen auftauchen werden. Man wird auch wieder dasselbe Spiel aufziehen mit den Metallarbeitern wie wenn durch die Repartierung ein Dollarturs gehalten wird, der mit der sogenannten Bereinigung der beiden Internationalen von 40 000 bis 70 000 Bumfte unter der New Yorker Notierung liegt? Bei diesem Zustande liefert fein Deviseninhaber etwas ab, menn den Transportarbeitern. Zur Steuer der Wahrheit möchten wir heute schon hinweisen nicht stärkster Druck ausgeübt wird. Dazu bedürfen wir einer Ausauf das Berhältnis des russischen Metallarbeiterverbandes zum dehnung der Außenhandelskontrolle; die Beseitigung, mindestens Internationalen Metallarbeiterbund. Bei der Neugründung des aber eine erhebliche Einschränkung der Freilisten; Kontrolle Internationalen Metallarbeiterbundes wurden alle Metallarbeiter des Devisenanfalls, besonders aber eine Kontrolle dar= organisationen aufgefordert, die restierenden Beiträge nachzuzahlen, über, daß die Devisen auch eingehen und nicht im denn auf dieser Grundlage sei die Fortsetzung des Bundes und Auslande deponiert werden; alle Devisen müssen einer feiner Mitgliedschaft möglich. Dem find alle nachgekommen, nur die Russen nicht. Trotzdem reden sie den Arbeitern Sentrale zugeführt, und die Einfuhr muß beschränkt werden auf die vor, daß sie noch dem Bund angehören. Immer haben die Russen Lebensnotwendigtetten. Ohne fräftige Eingriffe, die auch vor der mittel gefunden, dem Anschluß aus dem Wege zu Reichsbant nicht haltmachen, werden die augenblicklichen Gefahren geben, aber das ist die kommunifäsche Unverschämtheit. Bei zur Ratastrophe fir die deutsche Wirtschaft und eine Repartierung allen Veranstaltungen wünschen sie ihre Bertreter zu haben, damit ohne die notwendigen Boraussetzungen kann dieselbe schließlich noch fie ihre Propagandareben für die Moskauer an den Mann bringen beschleunigen. H. Schließtedt. In einer überfüllten Versammlung in den Sophiensälen nahmen die Metallarbeiter unserer Richtung zur obigen Tagesordnung Stellung. Unter regfter Aufmerksamkeit der Bersammlungsteil nehmer schilderte Kollege 3ippel Ursache, Verlauf und Ende des Streits. Eingehend wies er darauf hin, daß durch die immer mehr um sich greifende Berelendung der Arbeiterklasse sich auch unserer Kollegen eine ungeheure Erregung über die ungenügenden Zuge ständnisse des VBMI. bemächtigt hatte. Die Folge davon war die einmütige Ablehnung des Schiedsspruches vom 3. Juli. In der am Sonntag gewählten Streifleitung waren alle Groß, Mittel und Kleinbetriebe vertreten. Sie fetten sich zusammen aus dem MetallKartell und dieser gewählten Kommiffion. Insgesamt waren von 43 Mitgliedern 9 Mann im Angestelltenverhältnis der dem Metallfartell angehörenden Organisationen. Als nun die Streifleitung in ihrer ersten Sigung Stellung nahm, herrschte nach furzer unwesent ficher Diskussion Uebereinstimmung, daß die vorgeschlagene Taktik des Borstandes und der Verwaltung als richtig anerkannt wurde. Das Bestreben einzelner Mitglieder, die der RBD. ange hören, ging fogar dahin, die von ihnen vertretenen Betriebe heraus zunehmen. Niemand von der Streitleitung hatte damit gerechnet, daß von vornherein mit einer derartig großen Zahl von Streifenden der Kampf sofort begonnen wird. Um so überraschter waren wir, daß schon am anderen Tage zwei Anträge tamen, die Stampffront zu verbreitern. Dazu lag gar kein Anlaß vor, denn was wir mit unserer Taffit erreichen wollten, haffen wir erreicht. Als nun am Sonnabend von verschiedenen Stellen, u. a. auch von seiten des Reichsarbeitsministeriums, Verhandlungen zur Bei legung der Differenzen gewünscht wurden, herrschte wieder Uebereinstimmung der gesamten Streitleitung, daß dieser Verhandlungsweg beschritten wird. Wenn man nun auch schon vorher denjenigen Kollegen, die wild herausgelaufen waren, zugute hält, daß fie in der ersten Erregung gehandelt haben, tam dieses nicht mehr in Frage, als jedermann wußte, daß am Montag die Ber- Detsverwaltung und auch des Vorstandes in Sachen der Ausschluß- um sich. Jeht wird bekannt, daß die A EG. in ihrem Konzern die Eine große Rolle wird auf dem Berbandstag die Haftung der Die Goldrechnung in der Privatwirtschaft greift immer mehr handlungen beginnen. Daß Betriebe noch in diesem Stadium her verfahren gegen Kommunisten spielen. Sagen wir, was ift. Golbuchführung allgemein eingerichtet hat. Der ganze Beausgingen, bedeutete eine ungeheure Berschlechterung der Position unserer Berhandlungsführer. Die Berhandlungs. Im Metalfarbeiterverband iſt uns jeder, unbefümmert feiner trieb ist so auf die Goldrechnung umgestellt worden. Nachdem die Menn aber einzelne Preise in Gold festgelegt wurden, wird jetzt auch die Kalkuzusammen aus Vertretern beider Richtungen. Auch im Reichs glauben, durch ihre kommunistische Gesinnung einen Freibrief iation in Gold aufgestellt. Der Zeitpunkt ist also nicht mehr fern, arbeitsministerium herrschte bis zum Schlusse der Verhandlungen au besigen, in der gewerkschaftlichen Organisation tun und lassen wo auch die Arbeitskraft in irgendeiner Weise mit Goldmart geUebereinstimmung, da das Ergebnis als Erfolg zu besu tönnen, was ihnen beliebt, fo irren sie sich. Das Statut macht meffen werden muß, eine Forderung, die jetzt durch die Einführung zeichnen und unseren Kollegen zu empfehlen fet. Wenn außer derartige Unterschiebe nicht, und ihm hat sich jeder unterzu- von wertbeständigen Löhnen in einer Reihe von Tarifen sich ihrer den Kommunisten auch unsere eigenen Beute das Ergebnis als Wir haben damit zu rechnen, daß von der BD. alles mager bezeichneten, so vertennen wir dabei nur das eine, daß am Markflurz und Konjunktur. Mit jedem neuen Marksturz erhält Tage der Berhandlungen teine Arbeitergruppe in Berfin vorhanden aufgeboten wird, um den Sieg der Lifte B zu erzwingen. war, die höhere Löhre hatte. Aber auch aus dem Reiche besagten Deshalb ist es notwendig, daß alle unfere Kollegen ihren bie in ihren Grundfesten morsche Wirtschaft der Beldentwertung alle Meldungen, daß entweder die Verhandlungen schwebten ann stehen und sich am Wahltage relos zur Vereinen Beitschenbieb, der sie wieder eine Weile lang vorwärtstreibt. So hat auch der letzte Martsturz eine Verbesserung der Mdustriellen oder aber Ergebnisse zu verzeichnen waren, die weit unter den fügung stellen. Das Zentralwahlbureau ist bei Spiegel, Aderstr. 1. Telephon: Beschäftigung herbeigeführt. Waren im Mai noch 51 Proz. der Bea Ergebnissen lagen, die wir erzielten. Erst nach her trat in Ertriebe, die an das Reichsarbeitsblatt berichteten, schlecht beschäftigt, scheinung, daß sowohl andere Verwaltungsstellen als auch Organi so waren es im Juni nur noch 43 Proz. Die Besserung ist also unfationen in der Lage waren, an Hand des vorliegenden Ergebnisses verkennbar. Bei forgfältiger Beobachtung zeigt sich aber, daß sie für die Berliner Metallarbeiter höhere Löhne abzuschließen. Aber im Verhältnis zu dem rapider Marksturz außerordentlich gering ist. außer diesem Ergebnis der Lohnhöhe hatten wir außerdem durch den Baren doch im Juni 1922, wo sich die Mart erst noch allmählich Streit erreicht, daß wenigstens jest anerkannt wurde, bah in oerschlechterte, mur 10 Proz. der Betriebe schlecht beschäftigt, während Zukunft es heute nach der Befferung noch 43 Proz. find. Daraus geht heroor, daß von einer Verschlechterung der Währung eine bauernbe Berbefferung der Arbeitsloge nicht zu erwarten ist. Zwar geht die Arbeitslosigkeit zeitweilig etwas zurüd, auf der anderen Seite aber wird die Kauffraft bes Bohnes entwertet und der industrielle Waren abfah bleibt hinter dem normalen Zustand immer mehr zurüd, so daß die Bereiendung der breiten Massen durch die Mark. entwertung noch weiter gefteigert wird. tönnen. orduren. Norden 2736. Wirtschaft Die Reichsbank repartiert. Berwirklichung nähert. feine weiteren Senfungen des Reallohnes eintreten sollen. Wir haben mit Absicht darum gefämpft, daß unfer Der Devisenbedarf der deutschen Wirtschaft ift gegeben Inder, den wir selbst errechnet hatten, der zufünftigen durch die notwendige Einfuhr von Lebensmitteln und Rohstoffen, Lohnberechnung zugrunde gelegt wird. Dugende von Malen weil Deutschland weder die einen ausreichend produziert, noch die hat Urich in den Funktionärförperfchaften über diesen Inder berichtet und nie widerspruch gefunden, bis jetzt auf einmal unfere anderen in genügender Menge befißt. Die deutsche Industrie ist Kollegen nach dem Reichsinder schreien. Wir haben weiterhin heute mehr denn je auf Beredelung einzustellen, um aus dem Vererreicht, daß der Sohn in voller Höhe nicht erst nach acht lauf der veredelten Rohstoffe die erforderlichen Devisen zu erhalten. Es bestehen Borschriften der Außenhandelsstellen, daß aus dem Konjumvereine als Preisregulatoren. Tagen gezahlt wird, sondern bereits am Montag% aus. Gewisse tommunistische gezahlt werden. Wenn die Kollegen das jetzt mit einer Hand Export anfallende Devisen mindestens zu 30 bis 40 Pro3. an Genossenschaftler, die in diesem Fall allerdings den gedankenlosesten bewegung abtun wollen, so zeugt das davon, daß sie nicht mehr in der die Reichsbant abzuliefern find, falls die Exporteure nicht barstellen, bestreiten von Zeit zu Zeit zur Freude des Händlertums und ungenossenschaftlichsten Teil der organisierten Verbraucherschaft Lage sind, objektiv nadzuprüfen, welche ungeheure Errungenschaft nachweislich über die ihnen verbleibenden 60 bis 70 Broz. hinaus die pretsregulierende Wirkung der tonsumgenossenschaftlichen Lätigdas namentlich dem VBMI. gegenüber bedeutet. Es tritt allerdings die ganz merkwürdige Erscheinung zutage, daß unsere Koi- zur eigenen Rohstoffeinfuhr verbrauchen. Es ist also von vorn- teit, obwohl die Bragis täglich zahlreiche Beispiele für diese Wirkung fegen auf jedes Geschrei, welches die Kommunisten anstimmen und berein eine fehr geringe Menge der anfallenden Devisen, liefert. Zurzeit erörtert man in Berlin und Umgegend die Brot Dabei wird nach der Konsumgenossenschaftlicher welches angeftimmt wird, nicht um unserer Bewegung, sondern bie ber Reichsbant zugeführt werden, vorausgefeßt, daß die Devisen preife lebhaft. dem Parteiinteresse zu dienen, hereinfallen und nicht den überhaupt nach Deutschland gelangen und nicht im Ausland vor Rundschau" festgestellt, daß in Rathenow die Bäcker erklären, Mut haben, ihre eigene Meinung durchzusehen. etwaigem Zugriff einer deutschen Regierung gefichert werden. fie müßten den Brotpreis so niedrig halten, weil der Konfumverein Zu dem Rundschreiben, melches der BBMI. herausgegeben hat Warum aber gestattet man unterschiedslos allen Exporteuren, feine eigene Kaltulation mache, und weil die Bäder sich einfach und welches von der„ Roten Fahne" im Gegensah zu dem Flugblatt auch den Händlern, die feine Rohstoffe importieren, den überwiegen- biefem Preise des Konsumo ereins anschließen müßten, gebracht wurde, wolle er bemerken, daß die 3iffer 1 des Kund den Teil der Devisen zu behalten? Die augenblickliche Devisennot burg( Havol) wird dazu geschrieben, baß die Raftulation des Konmenn sie ihre Kundschaft nicht verlieren wollten. Aus Brandenschreibens aufgehoben wird durch die 3iffer 2, wo es aus findet bereits hierin eine teilweise Erflärung. fumvereins in der Regel niedriger fei als die ber Bäcker und daß die drücklich heißt: Grundlage für die fünftigen Ber. handlungen ist eine private paritätische Preis- Zurzeit versucht sich die Reichsbank in einer erneuten Stützungs- Brotpreisfeftfehung in gemeinschaftlicher Sigung des Magistrats, der feststellung. Es herrscht auch lebereinstimmung, baß affion mit den gleichen unzulänglichen Mitteln wie bisher und Bäder und des Konfumvereins zumeist nach der niedrigeren Be vielleicht noch die Liste des Deutschen Metallarbeiterverbandes errepartiert, d. h. fie teilt die Devisen im Verhältnis ber ange rechnung des Konfumvereins erfolge. meitert merten muß. Wir haben seitens des Direktors Dr. Rött- forderten Summe zu. Wir befinden uns dadurch bereits in einer gen von Siemens mehreremal auf das bestimmteste versichert be- außerordentlich fritischen Situation, nicht zuletzt durch die tommen, daß die Unternehmer Schuld der Reichsbanfleitung. an der Wertbeständigkeit der Löhne nicht rüffeln wollen, In den ersten Julitagen konnte die Reichsbank 40 Proz. der so daß nur noch im Laufe der Zeit festgestellt werden muß, ob der angeforderten Devisen zuteilen, und in der Folge sant die Ziffer angezogene gewählte Index allen Anforderungen genügt. Es trifft bis auf 3 Broz, zuletzt auf 4 Proz. Die Reichsbant steht einem auch weiterhin zu, daß sich die Löhne nicht automatisch mit der Wahnsinn von Devisenanforderung" gegenüber und Preissteigerung erhöhen, was nicht ein Fehler ist, sondern 3- fann sich das nicht erklären. Und es ist doch kein Wunder, sondern gunsten der Arbeiter ausschlägt. Die amtliche Breisfteigerung ist mit 33 ro3. ermittelt worden, während wir in der eine alltägliche Erscheinung bei jeder verhältnismäßigen Verteilung, Lage waren, bei den legten Berhandlungen 36 Broz zu bekommen. daß ber einzelne seinen Bedarf überfordert, um bei der Repartie Daß wir gemäß dem 4. Punkt der Vereinbarung tein Interesse rung möglichst nahe an seinen wirklichen Bedarf zu kommen. So haben, der Deffentlichkeit gegenüber mitzuteilen, wann die Breije mußte die Zuteilungsquote immer weiter finten zum Schaben des festgestellt werden und welche Lebensmittel die Grundlage bilden, lebensnotwendigen Devisenbedarfs, der, wenigstens teilweise unter sollte doch jeder als selbstverständlich ansehen. Zu Ziffer 8 wäre zu Kontrolle ftehend, nicht überfordern kann. bemerken, daß wir erreicht haben, daß feinerlei Maßrege Die Reichsbantdirektion hat in solchem Falle nur den Lapidar I ungen eingetreten find, bis auf ganz winzige Splitter von solchen fah: Wir haben teine Devisen und fönnen nicht mehr zu Betrieben, die herausgegangen find, als das Berhandlungsergebnis teilen. Aber gute Ratschläge erteilt sie wenigstens dahingehend, im bereits vorlag. Wir können feststellen, daß von 130 000 Streifenden audy alle wieder eingestellt wurden. Das ist ein Erfolg, Ausland langfristige Strebite aufzunehmen. Solche sind aber nur ber alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt, benn ein Kampf, zu haben gegen Berpfändung deutscher Werke. Es ist doch faum der so geringe Opfer forberte, fteht einzig in der Geschichte anzunehmen, daß sich die Reichsbant der Konsequenz ihrer Ratder Lohnbewegungen überhaupt da. Die Kollegen möchten im schläge nicht bewußt ist; will sie wirklich eine solche Entwicklung übrigen das eine nicht verfennen: Unsere Kollegen find in den Kampf fördern? gegangen mit hoher Begeisterung, fie haben geftanden wie ein Mann bis zum Schluß, sie haben geschlossen die Arbeit wieber aufgenommen, nicht gebrochenen Mutes, fondern gestärkt und in dem Bewußtsein, daß auch sie jederzeit in der Zukunft in der Lage auch find, Der Reichsbant ist bekannt, daß man überall in Deutschland Devisen haben fann. Wer das notwendige Kleingeld hat und fich darauf verfteht, besorgt sich Devisen. Nur die Reichsbant hat und - will feine. Ohne die notwendigen Devisen gibt es aber feine falls es notwendig ist, den Kampf wieder aufzunehmen. Rohstoffeinfuhr, und als Folge Einschränkung und Stillegung der Zusammenbruch. Hilf- und lleber die Tattit werden wir nicht in der Deffentlichkeit Produktion, Arbeitslosigkeit sprechen, weil wir nicht dumm genug dazu sind. Sie wird be. ratlos sieht das Reichsbankdirektorium zu, wie die Wirtschaft stimmt auf Grund der Sachlege und Kenninis der Dinge, die nur immer schneller dem Abgrunde zueilt, und es ist ihm doch ein Teil naturgemäß von denjenigen Kollegen erkannt werden können, die der Wirtschaftsführung anvertraut. an der Spige einer derartigen Organisation stehen. Bertrauen Im Januar, gleich nach Beginn der französisch- belgischen Ruhrgegen Bertrauen! Es darf nicht wieder in Erscheinung attion, haben wir das Reichswirtschaftsministerium auf die Notfreten, daß während des Rampfes einzelne Kollegen glauhen, daß der DMV. hazu da ist, einen politischen General.wendigkeit hingewiesen, den Devisenumlauf in Deutschland zu orgaftreit zu inszenieren. Das lehnen wir grundsäglich nifieren durch Schaffung, einer Devisenzentrale bei der ab und unsere Kollegen sollten erkennen, daß der DMV, eine Reichsbant, weil wir es volkswirtschaftlich für falsch hielten, den Organisation ist zur Erreichung wirtschaftlicher Bor- Schlüffelindustrien die notwendigen Devisen für Rohstoffe zu sichern teile für unsere Mitglieder, und nicht der Prügel. durch Genehmigung der Ausfuhr von Rohprodukten und Halbfabrikaten fnabe, der sich von kommunistischen Parolenschmie. Die Fertigindustrie und die Exporteure haben der den auf eine Bahn treiben läßt, die unbedingt in das Berber Wirtschaft die Devisen zu bringen, die über die Reichsbant geleitet, ben der Metallarbeiter führen muß. dem Rohstoffeinkauf nußbar zu machen sind. " In der Diskussion sprechen die Kollegen Rögler, Schipper Was aber fagte die Reichsbankfeitung zu dieser Forderung? und Adolf Cohen. Cohen meist insbesondere darauf hin, daß wir haben nicht genügend Personal, um diese er die Ortsverwaltung zu ihrem Erfolg beglückwünschen könne, denn es darf nicht verkannt werden, daß erst mit dem Beit- rganisation zu schaffen." Unterstrichen wurde diese punkt des Lohnabschlusses für die Berliner Metallarbeiter es im Stellung noch am 12. Juli:„ Wir werden das auch in 3u. ganzen Reiche überhaupt möglich war, eine Bresche zu legen funft ablehnen, und die Organisierung der gegen alle diejenigen Unternehmerorganisationen, die weitere 8uDevisenableferung ist weit genug getrieben" Devisenturfe. Unferer geftligen Rurstafel eft noch nachzutuagen: 1 finn. Mart 7780% G., 7819% B.; 100 öfterr. Kronen 399 G., 401 B.; 1 ungarische Krone 29,92 8, 30,08 18.; 1 jugoslawischer Dinar 3052 G., 3068 B. Der Vorwärts" Er ist das einzige große, zweimal täglich erscheinende Organ der Bereinigten Sozialdemokratischen Partet Deutschlands. unterrichtet seine Leser ausführlich über alle wichtigen Ereigniffe auf politischem, tulturellem, wirtschaftlichem und gewertschaftlichem Gebiete. Der Borwärts" behandelt alle diese Dinge von der Warte sozialistischer Weltanschauung. Er will die Millionen schaffender Menschen zusammenfassen zu einem großen, festgeschlossenen Bund, der den kapitalistischen Tenbenzen der bisherigen Gesellschaft die Schöpferkraft des Sozialismus gegenüberstellt. Jeder Arbeiter und jeder Angestellte handelt daher im eigenen Interesse, wenn er dem Vorwärts" nicht nur selbst a Is Leser treu bleibt, sondern auch ihm dauernd neue Freunde zuführt. Man fülle folgenden Zettel aus und gebe ihn an den Bertrauensmann oder jende ihn an die Haupterpedition des Borwärts", SM. 68, Lindenstr. 3: Ich abonniere den„ Borwärts" mit der illustrierten Sonntagsbeilage, Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbellage „ Heimwelt" und der 14tägig erscheinenden illustrierten Beilage Siedlung und Kleingarten" in Groß- Berlin täglich zweimal frei ins Haus. Name Wohnung: Straße Nr. porn Hof Quergeb.- Seitenfl. Tr. links- rechts bet Groß- Berliner Parteinachrichten. Bezirksvorstand. Hente abend, 6 Uhr, pünktlich, wichtige Sigang im Jugendheim, Lindenstr. 3. * 5. Streis. Griebrichshain. Heute, Sonnabend, nachm. 5 Uhr, Gommerfest im Ronzerthaus Friedrichshain, Am Friedrichshain 16/23. Ronzert, Turnspiele, Reigentänze, Rino, Tanz. Die Kaffeeküche ist von 8 b ab geöffnet. Arbeitslose haben gegen Vorzeigung von Mitgliedsbuch und Arbeitslofentarte freien Eintritt. Mitglieder der Soz. Arbeiterjugend zahlen die Sälfte. Die nicht verkauften Karten müffen bis 3% Uhr im Lokal beim Genossen Ginther abgegeben werden. Morgen, Sonntag, den 22. Juli: 10. Abt. Früh 8 ur treffen fich fämtliche Metallarbetter bef Gurgmann, Stettiner Str. 11. 24. und 25. Abt. Die Selfer zu den Metallarbeitermahlen treffen führ bei Rösner, 3mman, ueltirchstr. 25. 28. st. Die Genossen werden ersucht, fich zur Urwahl der Metallarbetter reftlos zur Berfügung zu fiellen. Treffpunkt 9 Uhr in Billardsimmer det 36. Abt. Sonntag, von 10 bis 2 Uhr, und Montag, von 12 bis 8 the, Wahl arbeit für die Urwahl des Du im total Bittschuk, Petersburger Straße 5. Das Erscheinen aller Genoffen ift Pflicht. 2. Abt. Die Wahlhelfer zur Metallarbeiter- Delegiertenwahl treffen sich sweds Einteilung frith 9½ Uhr bet Bogler, Mittenwalder Straße 16. 45. 6. 9 Uhr Treffpunkt bei Sebestreft, Reichenberger Straße 124. 56. und 57, bt. Charlottenburg. Gemeinsames Wald- und Wiesenfest an ber Erholungsstätte Eichbamp. Abikarfch mit Mufit mittags 12% Uhr vom Batal Arndt, Kantstr. 51. Feftrede Gen. Nietisch. Raffeegefier ist mit zubringen. 108. Abt. Röpenid. Die Funktionäre treffen fich um he bet Schlag, Rieger Str. 6, aur Entgegennahme wichtiger Mitteilungen. Büttner, Schwedter St. 23. Wahlleiter ift Gen. Knopf. DUFTIC 1. Treptow, Connlag, Ben Juff, wormings, wab Montes, ben 28. Sull( zur Wahlzeit), müssen fämtliche Genoffinnen und Genoffen, nicht murr Metallarbeiter, aur Einteilung der Wahlarbeit im Lokal von Dettinger, Arejholz- Ede Elfenstraße, erscheinen. 15. bt. Lichtenberg. Genoffen, die dem Deutschen Metallarbeiterverband angehören, werden gebeten, Sonntag früh, 9 Uhr, im Restaurant Siete, Möllendorf Ede Rittergutstraße, zu erfcheinen. Partelbuch mitbringen. Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation 133. bt. Buchhols. Unfer Genoffe Bähring ist am Mittwoch, ben 11. Jult, an Serafchlag beim Baben ums Leben gekommen. Einäscherung am Sonnabend, den 21. Juli, abends 7 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße. Arbeitersport. Fußball am Sonntag. 10. Auguſt b. 9, an Genoffen Linke, Nowawes, Goetheftr. 34, zu richten. 26 11. August übernimmt nach wie vor Genosse Klose die Berichterstattung für den Borwärts". Für telephonische Berichte für Sonntags lautet ab 11. Auguft die Telephonnummer Südring 175.( Lindisch.) Fußballberichte sind für die Zeit vom 22. Jufi bis zum Fußballklub Germanis, Beißenfee, fpielt am Sontag auf dem BerthaSportplag, Langhansstraße, gegen, Berliner Sportverein 1922 von nach mittags 2 Uhr ab mit der 1. Jugend-, 2. und 1 Männermannschaft. Am vergangenen Sonntag hatte Germania die Sportvereinigung Friedrichshagen mit 2 Mannschaften zu Gast. Während die 2. Mannschaften unentschieden mit 2: 2 fpielten, mußte fich die 1. Mannschaft Germanias mit 2: 3 als der geflogen Bekennen.- Bum 29. Suff Witten wir noch um Melbung frießethe Gegner mit einer Jugend und L. und 2 Männermannschaft. Stralau I gegen Arb. Surav. Arnstadt i. Thür. Das Spiel beginnt am Sonntag um 5 Uhr auf dem Sportplag Goßlerstr. 48. Mariendorfer Sportflub. Snfolge Schließung des bisherigen Bereins lokals durch den Wirt sind wir gezwungen, das Lokal von Rael Lindisch, Berlin- Mariendorf, Königstraße 44 Ede Rathausstraße, aufzusuchen. Telephon Südring 175. Buschriften an Richard Hanisch, Berlin- Mariendorf, Großbeerenstr. 114. F.- 6. Sansa. Sonnabend, den 28. Juft, abends 7 Uhr, im Bereinslotal glieder ist Pflicht. Generalversammlung. Wichtige Tagesordnung. Erscheinen sämtlicher MitArbeitersporttartell, 6. Bezirk. Am Montag, den 23. Juli, 7% Uhr, findet eine außerordentliche Kartellfigung im Jugendheim Alte Jakobfte, 136, v. L ftatt. Die Vertreter müssen pünktlich erscheinen, da um 8 Uhr die Saustite geschlossen wird. Alle Kartellvereine müssen vertreten sein. Samimmer, 6. Bezirt, 1. Kreis. Montag, den 23. Juli, Mühlenfte.( Ede Brommystraße, 7½ Uhr, lehte. wichtige Besprechung und Arbeitseinteilung zum Bundesfeft. Alle Kampfrichter, techn, Leiter, Ordner, Beitnehmer, Uhren mitbringen, Bistenführer und Quartiermacher müssen zur Stelle fein Ausgabe der Eintrittstarten und Funktionärtarten. Genoffen, teiner darf fehlen! Vorträge, Vereine und Versammlungen. Arbeitez- Samariter- Rolonne Berlin Straße 20 L Am Sonntag, den 29. Juli, findet in Ertner die diesjährige e. B., Geschäftsstelle Schönholzer Bezirkslibung statt. Die Mitglieder werden schon jezt darauf hingewiesen, sich zahlreich zu beteiligen. Treffpunkt 12 Uhr mitbags Bahnhof Ertner. Nachzügler treffen fich 1 Uhr Erfner, Schulplag. 11-19. TV3NT REICHENBERGER AUGUST LUCCA LIKOR 1925 KÖSTLICH Vertretung und Lager für Groß- Berlin: M. Schlewinsky, Berlin- Wilmersdorf, Babelsberger Str. 48. Telephon: Amt Pfalzburg 9942, 9943 Alleinverkauf für Hotels, Kaffees usw. für Groß- Berlin: Max Gruban& F. C. Souchay, Berlin NO. 18. Fernsprecher: Amt Alexander 4306, Amt Königstadt 2258. Theater, Lichtspiele usw. 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Die Einäscherung findet Sonnabend, ben 21, Jult, abends 7 Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, ftatt. Unser Rollege, der Schmied Anton Weber Dieffenbach ift am 14. Juli gestorben. ftraße 25 Die Beerdigung findet Sonnabend, ben 21. Jult, nadm. 3, Uhr, von der Betchenhalle des St. Michaelttechhofes in Neukölln, Hermannstraße, aus( tatt Chre ihrem Undenten! Rege Beteiligung erwartet 30/15 Die Ortsverwaltung. Spezial.Behandl. our for Ischias Linmachen lefftet Süßftoff allerbeste Dienste. Cr og seld obne Rebengefchmad, bequem zu verwenden, big und befömmach. Eine H- Dadung, entfpribi ber Süßfraft von 1 Dfunb 3nder. Erhältlich in Rolonialwaren, Drogen banblungen und Apothefen, raft au, les Berlin, den 18. Jult 1923. Der Borftand. Arthur Scholem, Borsigender. 14/18 Alfred Extröm, Schriftführer. Verkäufe Kaufgesuche 132 000 Ratsuchende! Bereinigung ber Rechtsfreunde: nur Friedrichstraße 127. Klavier, guterhaltenes, sucht Boigt, Anerkannte Prozeßabteilung. 9–7. Neukölln, Ganderstr. 30. 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