Abendausgabe Nr. 348 40. Jahrgang Ausgabe B Nr. 174 Preis 1000 Mark 27. Juli 1923 = Vorwärts= Bezugsbedingungen und Anzeigenpreise find in ber Morgenausgabe angegeben Rebaffion: SW. 68, Cindenstraße 3 Bernsprecher: Dönhoff 282-295 Tel- Moreffe: Sozialbemotrat Berlin Berliner Volksblatt Berlag und Anzeigenabteiluxs Geschäftszeit 9-5 Uhr Lindenstraße a Berleger: Borwärts- Berlag Gmbs) Berlin S. 68, Fernsprecher: Dönhoff 2508-2807 Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutfchlands Die Lebensmittelnot in Berlin. 4 Die Arife auf dem Lebensmittelmartt ist die Devisenturs feft, als sie tatsächlich Devisen zugeteilt erhalten. In große unheimliche Tatsache, die seit einigen Tagen alle folgedessen erfährt der Kaufmann den Preis der getauften Ware anderen Sorgen zurückgedrängt hat und das öffentliche Leben viel später als er die Ware hat, und die Ware fann inzwischen nicht Berlins, ganz Deutschlands beherrscht. War die Masse der verkauft werden. Auf der anderen Seite droht der Staatsanwalt arbeitenden Bevölkerung gegen die Teu er ung schon einiger- wegen der Zurückhaltung von Gegenständen des täglichen Bedarfs. maßen abgeftumpft, nahm sie das Steigen der Preise schon heute, nachdem der Rurs dauernd in die Höhe geht, sind die Ein mit einem gewissen Fatalismus hin, wenn nur die Löhne heitsfurfe für Devisen nicht mehr zu halten. Selbst einigermaßen folgten; hatte man fich damit schon abgefunden, wenn die Arbeitslosigkeit, die für diesen Fall angekündigt wird, doch daß an Neuanschaffung von Kleidern und Wäsche für abseh- tommen sollte, fei das eine geringere Gefahr, denn die Not der bare Zeit gar nicht zu denken war und wollte man sich Arbeitslosen könne durch Erwerbslosenunterstützung wenigstens zum damit vorerst begnügen, wenn nur das Notwendigste zur Be Teil behoben werden. Wenn aber die Versorgung mit Nahrungsfriedigung des leiblichen Bedürfnisses für den nächsten Tag mitteln unmöglich ist, so steht gesichert war, so sieht man sich jetzt vor eine neue, noch fchlimmere Situation gestellt, die die Nerven aufs Neue aufpeitscht. Denn selbst das Notwendigste, das zur Erhaltung des Lebens unentbehrlich ist, beginnt zu mangeln, und die Frage beginnt alle Gemüter zu beschäftigen: Bas werden mir morgen zu essen haben? das Gespenst des Hungers vor der Tür, hervorgerufen durch die falsche Devisenpolitik und die von ihr herbeigeführte Preispolitik. Biel Zeit zur Abhilfe bleibt nicht mehr, wenn die Regierung nicht eingreift, fo bleibt nichts anderes übrig, als fich felbft zu helfen.( Burufe: Schließen.) Wir verlangen unbedingt vollkommene Beseitigung der Wuchergesetzgebung. Die Buchergerichte sollten dorthin, wo eine tatsächliche Ausnutzung der Notlage anderer vorliegt.( Buruf: Landwirtschaft.) Bir müssen unter allen Umständen das Papier als Wertmesser befeifigen Da Fleisch, Butter und Eier längst für die breiten Maffen Lurus geworden find, bilden Kartoffeln und Fett die Grundlagen der Volfsernährung. Gerade hier hat ein atem raubendes Stoden der Zufuhren eingesetzt. Man erklärt die Kartoffeltnappheit aus der Berspätung der neuen Ernte, die cuf die ungünstige Witterung des Frühjahres zurückzuführen fei. Das mag stimmen, aber das ungünstige Better war und eine Goldgrundlage haben. Es müffe erlaubt werden, die Preise schließlich eine allgemein bemerkte Erscheinung, feine Folgen ebenso wie beim übrigen Handel und der Industrie in Auslandsließen sich voraussehen und konnten durch vorsorgliche Bor- währung festzustellen, mit der Maßnahme, daß in Papiermart geratswirtschaft gelindert werden. Sie zu treiben, fehlt aber in zahlt wird. Die Betriebe dürfen wir nicht von heute auf morgen der freien" Wirtschaft jede Möglichkeit. Bon einer ordnenden schließen, sondern wir müssen den gefeßlichen Beg der Kündigung Hand in der Lebensmittelversorgung ist nichts mehr zu fühlen. beschreiten, um die Arbeitszeit auf die Hälfte 3" Das während des Kriegs beliebte Streden" der Borräte, das ftreden. Gewähren von dürftigem Ersay, wenn ein Nahrungsmittel aufgebraucht war, schuf gewiß feinen Idealzustand, aber es gab der Bevölkerung doch die Hoffnung, daß schließlich immer noch etwas da sein merde, das auf den Tisch gebracht mer Den tönnte. 17 Die Ausführungen wurden im allgemeinen bestätigt durch eine Rede des Direktors Köhler von der E. D. R. Er verwies auf eine Reihe von Fällen, aus denen hervorgeht, daß infolge der Devisen auteilung beim Einkauf von Lebensmitteln feine Devisen beschafft werden konnten. In einem Falle lagerte das Mehl bereits bei den Auch jetzt blidt ein großer Teil der Maffen- und gerade Händlern, ohne daß fie mußten, was es foftete. Es wird berichtet, ber vernünftigste und politisch gebildetfte erwartend und die Säger feien leer. Sie haben keine ausländischen 3ah fordert nach den 3entralstellen der staatlichen fungsmittel und nicht genügend Betriebsfapital in Papiermart, um Verwaltung Man erwartet von ihnen Maßnahmen, Ware zu faufen. die das Schlimmste verhüten. Ist diese Erwartung berechtigt, Die Disfuffion brachte weitere Proteste, insbesondere gegen rder find wir dem agrarisch- bürgerlichen Ideal der freien die Bucherverordnung. Zwischendurch schilderte Kommu Wirtschaft" schon so nahe gefommen, daß es nur noch als die nift 2amius, der fich als Bertreter der Verbraucher aufspielte, Brivatangelegnheit jedes Eineinen betrachtet wird, ob er zu die Notlage der Kleingewerbetreibenden, und verlangte, daß die effen hat oder nicht? Dann würde es sich bald herausstellen, Raufleute die Berbraucher in Bersammlungen und Aufrufen über daß ein moderner Industriestaat mit seinen großstädtischen ihre Notlage aufklären sollten. Die Kaufleute sollten den Explosiv. Bevölkerungsmassen auf der Basis einer folden Theorie nicht stoff, der sich in den Massen angesammelt habe und der fish feßt zu existieren imftande ist! gegen fie wende, mit gegen die Großfapitalisten lenken. Der Berliner Magistrat hat beschlossen, sich zum Reichsfanzler zu begeben, ihn auf die Notlage der Bevölkerung aufmerksam zu machen und ihn um Abhilfe zu ersuchen. Als Antwort erwarten wir feine billigen Redensarten, sondern die Ankündigung von wirksamen Maßnahmen zur raschen Besse rung einer Lage, die mit jedem Tage unhaltbarer wird. In müfter Demagogie gegen die Regierung ergeht sich der Birtschaftsparteiler Holzammer, der für alles die Wuchergerichte verantwortlich machte; er behauptete, daß die Regierung den Mittelstand absichtlich zugrunde richte und daß fie fogar jetzt ein Schantgefeß zur Proletarisierung des Mittelstandes schaffe. Er drohte mit dem Steuerstreit und der Schließung der Geschäfte. Mit besonderem Nachdrud setzte fich Rikinger vom Tertil einzelhandel dafür ein, daß die Kaufleute nur noch zum Tagespreis verkaufen Wohltat oder Recht? Beamte und Arbeiter in der Krankenversicherung. Bon Gustav Hoch- Hanau. mit rüdwirtender Kraft vom 1. Januar dieses Jahres ab durch Notstandsbeihilfen für Beamte in Krantheitsfällen find einen Erlaß der Reichsregierung und im Anschluß daran durch einen solchen der preußischen Regierung verfügt worden. In der Reichsversicherung sind mit Ausnahme der Beamten bes Reichs, der Länder und der Gemeinden im allgemeinen die versichert, die gegen Lohn oder Gehalt im Dienste anderer beschäftigt sind. Da viele Beamte in ebenso schwierigen wirtfchaftlichen Verhältnissen sind, wie die Arbeiter und Angeftellten, so war schon seit jeher der Ausschluß der Beamten von der Reichsversicherung eine schwere Schädigung der unteren und mittleren Beamten. Die Sozialdemokraten haben denn sicherung in angemessener Weise auf die Beauch immer wieder gefordert, daß die Krantenveramten ausgedehnt werde. Krantenversicherung haben unsere Genoffen im Reichstage Bei den legten Aenderungen der Bestimmungen über die einen derartigen Antrag wiederholt eingebracht; er wurde aber nicht angenommen, weil sich die bürgerlichen Parteien dem Borschlage der Regierung anschloffen, für die Beamten eine besondere Krantenfürsorge außerhalb der Reichsversicherung durchzuführen. Die jetzt vorliegenden Errungen diese Gelegenheit benutzt haben, um zunächst für die laffe über die Notstandsbeihilfen zeigen aber, daß die RegieBeamten bedeutende Verschlechterungen gegenüber der rungen diese Gelegenheit benutzt haben, um Reichsversicherung festzulegen, gegen die wir uns in der Reichsversicherung bishe mit einem gewissen Erfolg gewehrt haben. Sind sie aber erst bei den Beamten eingebürgert, dann wird es sehr bald heißen: was für die Beamten recht ist, muß die Arbeiter und Angestellten allen Grund, schon jetzt gegen für die Arbeiter und Angestellten billig sein. Daher haben auch diese Verschlechterungen Einspruch zu erheben. Erlaffen heißt auf teinem Rechtsanspruch der BeDie Notstandsbeihilfen sollen wie es ausdrücklich in den amten beruhen; fie hängen vielmehr von dem pflichtgemäßen Ermeffen der Borgesetzten ab, find also ein gnädiges Geschent. Dadurch sollen die Notstandsbeihilfen auf die Beamten be= schränkt werden, die die Krankheitstoften nicht aus ihrem eigenen Vermögen und Einkommen und auch nicht gut mit Hilfe ihrer Angehörigen bestreiten fönnen: eine Begrenzung, die bisher nur bei der Armenunterstützung üblich und rüchtigt war. be Gefeßgebung einen Teil der Rosten den Arbeitern und AngeAls die Reichsversicherung eingeführt wurde, legte die ftellten auf: das wurde damit begründet, daß ihnen dafür von jetzt ab ein Recht's anspruch auf die Leistungen der Krankenversicherung zusteht und sie von der schmählichen und unvermeidlich zu ungerechtigkeiten führenden Auswahl der„ Bedürftigen" befreit werden. Jetzt wird den Arbeitern und Angestellten mehr und mehr zugemutet, zu dem früheren, schon damals unhaltbar gewordenen Zustand zurückzukehren und für die Leistungen der Reichsversicherung wieder die Beschrän fung auf die Bedürftigen" einzuführen. Das ist bisher im wesentlichen nur bei einem Teile derjenigen Zulagen zu den Renten geschehen, die durch Entwertung der Papiermart notUnfallrenten taucht diese Forderung immer wieder auf. wendig geworden sind. Aber auch bei den eigentlichen Für die Regelleistungen der Krankenversicherung hat sie aber noch niemand zu stellen gewagt: um so auffallender ist es, vorangegangen find. daß damit die Regierungen ausgerechnet bei den Beaniten Ein Unterschied besteht freilich zwischen der Krankenver" P Der Appell an die Reichsregierung. Entsprechend den Beschlüssen der gestrigen Stadtverordnetenverfammlung und den Beratungen des Magistrats, der schon seit meh. reren Tagen sich mit ter tatastrophalen wirtschaftlichen follten. Er verlangte entschieden, daß die Regierung wieder einen Lage und ihrer Auswirkung für die Berliner Bevölkerung befaßt einheitlichen Rechnungsfattor in Gold schaffen solle, um die Ralfu hat, sind heute vormittag im Magifirat die nötigen Borbereitungen lation des Handels zu ermöglichen. getroffen worden, um bei den zuständigen Reichsbehörden in letzter Stunde vorstellig zu werden. Da Oberbürgermeister 58 sich in Zwangsmaßnahmen der Devisenpolitit wendet, ferner gegen die Eine Resolution, welche sich mit großer Schärfe gegen die Urlaub befindet, wird Bürgermeister Ritter die Führung einseitige Intereffenpolifit der Kartelle und Konventionen und gegen der allerdings noch zu wählenden Kommission, die sich voraussichtlich die Buchergeschgebung wurde einstimmig angenommen. Die Rejo- ficherung und den Notstandsbeihilfen an Beamte, der als nicht nur aus Magistratsmitgliedern, sondern auch aus führen fufion fordert außerdem, daß dem kleinhandel gestattet sein foll, Rechtfertigung der Beschränkung auf Bedürftige" angeführt ben Berfönliteiten der einzelnen Frattionen feine Preise in fremder Währung aufzustellen, aber in Papiermatt wird. Zu den Notstandsbeihilfen zahlen die Beamten teine zufammensehen wird, übernehmen. Bevor die Abordnung den Reichsfenzler aufsucht, soll noch eine Aussprache mit dem Reichs. zahlen zu lassen, und droht mit der Kündigung der Angestellten zweds Beiträge; die Kosten werden ganz vom Reich und den Ländern Reichs- Einführung wie das Gehalt der Beamten. Aber auf das Geernährungsminister stattfinden, in der besonders auf die Einführung der halben Arbeitszeit, menn nicht noch in legter Stunde bezahlt Notwendigkeit einer gesicherten Bersorgung der Bevölkerung mit ein anderer Weg zur Erhaltung des Betriebskapitals des Klein- halt hat ja ber Beamte selbstverständlich einen RechtsStartoffeln, Brot und Fleisch hingewiesen werden dürfte. Ob die handels gefunden werde. Es wird schließlich die Einführung von anspruch, weil er es durch seine Arbeit für das Reich oder das Kommiffion heute noch mit sämtlichen in Frage fommenden Stellen Goldfonfen und eine Goldrechnung als Boraussetzung für den Neu- Land verdient hat. Genau so verhält es sich mit den Notstandsbeihilfen, die die Beamten ebenfalls nur auf Grund thres zu verhandeln in der Lage sein wird, steht dahin, doch dürfte unter aufbau der Wirtschaft gefordert. allen Umständen eine Aussprache mit dem Reichstanzler Dienstverhältnisses beziehen. Gehört doch die Deckung der erfolgen. Zeitungsverbote. Die Wochenschrift Heimatland" ist wegen anderen notwendigen Ausgaben, für die die Beamten ihr GeKrankheitskosten genau so zum Lebensunterhalt wie die eines Artitels Neubayerische Zivilfourage" bis einschließlich 5. August berboten worden. Der Artikel behandelte ben viel halt bekommen. Und ebenso felbstverständlich wie vom Gehalt besprochenen Zusammenstoß mit der Polizei gelegentlich bes beut- weber das Einkommen des Beamten aus Privatvermögen noch fchen Turnfeftes. das Einkommen oder Bermögen seiner Angehörigen abgezogen werden, muß das auch bei der Krankenfürsorge ausgeschlossen sein. Dollar 600 000 bis 900 000. Wie aber, menn der Beamte ein so hohes Gehalt hat, daß er daraus auch die Krankheitskosten bestreiten fann und muß? Die Forderungen des Kleinhandels. Im Großen Saale bes, Lehrervereinshauses fand Donnerstag abend eine stark besuchte Versammlung des Berbandes Deut. Iger Waren und Raufhäuser statt, die sich mit der durch Die Devisenhauffe und Marentnappheit entstandenen Notlage befaßte. Direktor Bach führte aus: Wir befinden uns in einem schweren Berzweiflungstampf, der durch den Friedensvertrag hervorgerufen, durch die Ruhrbefeßung verschärft und durch die Maßnahmen der flen Schwantungen. Die heute mittag aus dem Auslande besteht die Krankenversicherungspflicht nur für die Angestellten Die deutsche Mart unterliegt an den Auslandsbörsen heftig- Diefe Frage ist bei den Angestellten bereits beantwortet. Hier Regierung nicht gemilbert wurde. Wie bei Kriegsbeginn find wir vorliegenden Marffurfe differierten, am Dollar gemeffen, 3 wi- bis zu einem bestimmten Gintommen. Danach nicht auf die schweren Basten vorbereitet gewesen, die der Ruhrkampf ichen 600000 und 900000. Besonders start ist der Drud auf ließe es sich rechtfertigen, wenn der Rechtsanspruch auf die bringen mußte. Unfer Wirtschaftsleben gleicht heute einem brodeln die Mart in Condon, wo die Franzosen große Bestände geraubten Sonderleistungen bei Krankheiten nur den Beamten mit einem den Herenteffel, in den jeder hineingezogen wird, der nicht wurzelfest deutschen Papiergeldes auf den Markt werfen. Jufolge diefer über den unbedingt notwendigen Betrag nicht hinausgehenund widerstandsfähig genug ist. widersprechenden Kursmeldungen fah sich heute die Reichsbant den Gehalt zugestanden, die höchften Beamten davon ausge Der Kleinhandel ist heute zermürbt. nicht imffande, ohne weiteres neue notierungen vor- fchloffen wären. Das wäre ein flares Rechtsverhältnis, die Die finanzpolitischen Maßnahmen der Regierung haben den Einzel- 3unehmen. Man notierte im amtlichen Berkehr die gleichen Sonderleistungen wären fein Almofen, sondern ein durch die handel zu Baria gemacht und ihn von allen Erleichterungen aus kurie wie gefern. Auch die Repartierungen hielten sich im Dienstleistung verdientes Entgelt. genommen, die anderen Erwerbsgruppen gewährt wurden. Es ist gefirigen Rahmen. Die Effettenbörje zeigt im Hinblick auf die weiihm heute unmöglich, die Läger auffüllen zu können. tere Berschärfung der Geldknappheit und die innerpolitische Die Lieferanten ftellen ben Papiermartpreis nur insoweit nach dem Spannung allgemeine Zurüidhaltung Die Sonderleistungen sollen nicht die gesamten Krankheitstoften ersehen, sondern, je nach der wirtschaftlichen Lage bes bedürftigen" Beamten, nur einen Teilbetrag, ber Rheinau bei Mannheim befeht. Mannheim, 27. Jufi.( WEB.) Heute früh 6 Uhr erschienen fich aus folgender Rechnung ergibt: Zunächst ist von den Austrag die Macht fehlt, so heißt das im fommunistischen Kosten in allen Fällen ein Zehnfel des Monatsdiensteintom- Sprachgebrauch„ Leisetreten"," Bremsen" und Arbeitervermens abzuziehen. Von dem, was dann noch bleibt, kann bis rat". Die KPD.- Führer fönnen darum ihren Rückzug auf zu 60 Broz. als Notstandsbeihilfe gewährt werden. Danach eine alte sozialdemokratische Erkenntnis nicht anders vollziehen ein französischer Offizier und 20 Mann auf der Polizeiwache von muß selbst der bedürftigste" Beamte in allen Krankheits als unter wüsteftem Geschimpf auf die Sozialdemokratie. Rheinau und erklärten, daß Rheinau befeht sei. Die dort fällen einen großen Teil der Kosten, fast die Hälfte, aus Aber das kann uns gleichgültig sein, wenn nur am Sonntag Anwesenden würden sofort von den Franzosen vertrieben. Bisher eigener Tasche bezahlen; oft genug wird der Beamte jede gewiffenlose Gefährdung von Menschenleben und die war die Befehung des Mannheimer Bororts Rheinau noch nicht sogar mehr als die Hälfte tragen müssen. daraus drohende Schädigung der Arbeiterbewegung vermie. effettio, nur ein Teil des Rheinauer Hafens war besetzt. Jetzt ist Einen ähnlichen, freilich lange nicht so weit gehenden den wird. Nicht was die Kommunisten reden, ist heute das auch der Ort selbst in die Befehung einbezogen worden. Borschlag haben die Berbände der Krankenkassenleitungen in Entscheidende, sondern das, was sie tun. Au die Behörden bezug auf die Krankenversicherung gemacht. Aber der Vor- sollten sich sagen, daß es auf ein paar große Töne mehr oder schlag follte nur als eine ganz vorübergehende Notwehr in weniger nicht antommt, sondern auf das tatsächliche Verhal folchen Fällen in Betracht kommen, wenn etwa eine Kasse ten, das auf beiden Seiten von der Vernunft und dem die über alles Maß gesteigerten Ausgaben an die Aerzte und Wunsch Zusammenstöße zu vermeiden, geleitet sein muß. Und im Leitartikel: Mannheim, 27. Juli.( Mtb.) Die heute morgen erfolgte Aus= behnung der Befehung auf den Mannheimer Borort Rheinau ist aller Wahrscheinlichkeit nach darauf zurückzuführen, daß in der letzten Zeit die deutschen Polizeibeamten in Rheinau deutsche Arbeiter, die im besetzten Rheinauer Hafengebiet in die Dienste der Franzosen getreten waren, bei ihrer Rückkehr ins unbesetzte Gebiet verhaftet haben. Diese Ansicht wird dadurch bestätigt, daß die Franzosen die Polizeimache in Rheinau besetzten und die deutschen Beamten vertrieben haben. Die bisher in Rheinau statio. gesiedelt. Eine Störung des Eisenbahnverkehrs MannheimKarlsruhe durch die Franzosen ist bis jetzt noch nicht erfolgt. niette, beutſche Bolizei ist nach dem Borort Redardu über * Apothefer nicht tragen fann. Trotzdem haben alle Parteien Wie wenig die Redensarten der Rommunisten ernst zu im Einverständnis mit den Vertretern des Reichsarbeitsmini- nehmen sind, lehrt ein Blick auf die„ Rote Fahne". Da lieft fteriums den Borschlag zurückgewiesen, weil dadurch, ie man im vorerwähnten Aufruf: je schlechter der Bersicherte gestellt ist, er um so weniger seinen Teil an den Koften auf sich nehmen fann und auf die Hilfe So steht gegen die Arbeiterklaffe eine Front von Bets des Arztes oder die Beschaffung von Heilmitteln verzichten bis Bulle; Don Ludendorff bis Gevering. muß, selbst wenn er sich und seine Familie dadurch schwer schädigt. Jetzt aber haben die Regierungen diese schwere Das Berbot der Demonstration am Antifaschistentag zeigt ber Ludwigshafen, 27. Juli.( Mib.) Die vier Chemite: und Schädigung, die soeben der Reichstag in bezug auf die Arbeiter und Angestellten zu rüdgewiesen hat, den Be- breiteften Deffentlichkeit, daß man männiglich die Hosen Doll Sngenieure der Badischen Anilin. und Sodafabrik, die seit der amten gegenüber durchgeführt. is de sim hat.( Wer ist„ man"? Der Verfasser heißt Brandler. Red. Besetzung des Oppauer Wertes dort festgehalten wurden, sind aus b. V.) Vor dem Massenaufmarsch, der friedlich die Kraft und den der Haft entlaffen worden. Dagegen befinden sich die drei Willen der Massen zeigen sell, sich nicht weiter niederfnüppeln zu stellvertretenden Direktoren D. Kraus, Dr. Mehner und Dr. laffen, haben die Politikanten von Bulle bis Breitscheid Scharff noch immer in haft. Gegen sie ist bekanntlich ein eine Höllenangft. friegsgerichtliches Berfahren eingeleitet worden, weil sie sich weigerBaßt ein solches Vorgehen der Regierungen noch in die jezige Beit? Wie muß es auf die Beamten wirken. die fich als vollberechtigte Staatsbürger fühlen und so behandelt fein, nicht aber non dem ,, Wohlwollen" ihrer Borgesetzten abhängen mollen? Sollen es ferner die Arbeiter und Angestellten sich gefallen lassen, daß Verschlechterungen, die gegen fie im Reichstage nicht durchgegangen sind, durch eine einseitige Berordnung der Regierungen zunächst gegen die Beamten festgelegt werden? Daher dürfen wir uns mit jenen Erlassen nicht zufrieden geben, vielmehr müssen wir darauf bestehen, daß sowohl für die Beamten als auch für die Arbeiter und Angestellten die Krantenfürsorge in einer, unserer Zeit angemessenen Weise geregelt wird. Der Antifaschistentag". Berzicht der KPD. auf Demonftrationen im Freien. sid Die Zentrale der KPD. veröffentlicht einen Aufruf, in bem sie ihre Anhänger auffordert, überall dort, wo Demonftrationen unter freiem Himmel verboten find, Bersamm lungen in geschlossenen Räumen abzuhalten. Bird diese Parole befolgt und werden von der anderen Seite Brovokationen rermieden, so darf man hoffen, daß der tommende Sonntag unblutig verlaufen wird. Der Entschluß der Zentrale wird mit folgenden Er wägungen begründet: Daß die Kommunisten in dieser bitterernsten Zeit noch Lust zu solchen Späßen haben, das zeigt doch nur die Kindlichfeit ihres Gemüts! Die Begünstiger Ehrhardts. Zehn neue Verhaftungen. Eine Hochburg der Ehrhardt- Bewegung. Berhaftung des Freiherrn v. b. Bussche und seiner Gattin erfährt Zu der im Zusammenhang mit der Flucht Ehrhardts erfolgten die Korrespondenz B. S. von unterrichteter Seite noch folgende intereffante Einzelheiten: ten, den Franzosen beim Abtransport der Farbenvorräte behilflich zu sein. Die fächsische Regierung wehrt sich. Ein Schreiben an die Reichsregierung. Dresden, 27. Juli.( TU.) Die Nachrichtenstelle in der Staatsfanzlei schreibt: Die fächfiiche Regierung hat unterm 25. Juli an die Reichsregierung folgendes Schreiben gerichtet: Ceipzig, 27. Juli.( TU.) Wegen Berdachts, die Flucht Die Reichsregierung hat am 18. b. M. durch die Bresse eine Ehrhardts begünstigt zu haben, find in den letzten Tagen Erklärung veröffentlicht, in der sie zu den Möglichkeiten eines 10 Verhaffungen von der Kriminalpolizei vorgenommen wor- Bürgerkrieges Stellung nimmt. Am Schluß diefer Erden. Die Verfahren leitet Reichsgerichtsrat Neumann als Antläger. flärung heißt es, daß die Reichsregierung bemüht ist, mit den Dr. Richter fungiert als Untersuchungsrichter. Landesregierungen von Sachsen und Thüringen im Intereffe der ruhigen Entwidelung unserer inneren Verhältnisse ein EinDernehmen zu pflegen, ift befannt. Sie würde es auch in dieser lassen. Diese Erklärung hat hier außerordentlich über. Beziehung nicht an pflichtgemäßer ernster Aufmerksamkeit fehlen rascht. Die Deffentlichkeit muß fich angesichts der sonderbaren Formulierung fragen: Warum legt die Reichsregierung so besonNach den bisherigen Feststellungen scheint der politischen Boli- deren Wert auf die Feststellung, daß fie bemüht sei, mit Sachsen und zei mit dieser Aftion in Gernrode ein besonders großer Schlag Thüringen ein Einvernehmen zu pflegen und daß fie es in dieser gegen die Geheimbündler gelungen zu sein. Wenn nicht alle An- Reziehung nicht an ernster Aufmerksamkeit fehlen lassen werde? Die Kommunistische Partei hat nicht nötig, zu beweisen, daß deichen trügen, dann hat man es in der Villa des Freiherrn Soll damit gesagt sein, daß die sächsische und thüringische Regierung fie tämpfen kann, dann, wenn der Kampf unvermeidlich geworden. d. Bussche mit einer och burg der Ehrhardt Beme einer besonderen Oberaufsicht bedürfte? Soll in dieser ist. Aber sie ist zu start, als daß fie fich in einen Kampf hinein- aung in Mitteldeutschland zu tun. Unter Führung eines befannten Beziehung behauptet werden, in Sachsen hätten die inneren Verhäitfreiben lassen müßte, der heute eine Niederlage, ein Zurüdwerfen Spezialisten der Abteilung IA des Berliner Polizeipräsidiums nisse derartige Formen angenommen, daß von Sachsen aus ein find seit dem gestrigen Mittwoch eine Reihe von Kriminalbeamten Bürgerkrieg drohe? Die Reidsregierung hat in verschiedenen Damit beschäftigt, die feit der Verhaftung des Ehepaares polizeilich Rundschreiben mit Recht darauf hingewiesen, daß es Sache der geschlossenen Wohnräume auf das gründlichste zu durchsuchen, da Länder sei, für die Ordnung im Innern zu sorgen. man noch mit weiteren interessanten Funden rechnet, die Aufschlüsse über die Tätigkeit der Anhänger Ehrhardts geben fönnen. Freiherr sie werde es in Sachsen und Thüringen im Interesse der ruhigen Benn die Reichsregierung in ihrer Erklärung vom 18. Juli sagt, v. d. Bussche hat in dem einen Jahr, das er jegt in der von ihm Entwidlung unserer inneren Verhältnisse nicht an pflichtgemäßer gemieteten Billa des Rentiers Deidemann in Gernrode zugebracht ernster Aufmerksamkeit fehlen laffen, so fann dies bedeuten, daß hat, in der dortigen Bürgerschaft feinerlei Verkehr gepflegt und nach Auffassung der Reidsregierung die fächsische und thüringische sich von allen geselligen Veranstaltungen der fleinen Start ziemlich Regierung in diefer Beziehung nicht die pflichtgemäße ernste Aufzurückgehalten. Dafür hat er aber außerordentlich oft Bemerksamkeit angewandt hätten und daß gerade von Sachsen und fuch von auswärts empfangen, öfters mehrere Herren zu Thüringen aus die Gefahr eines Bürgerkrieges drohe. Die fächsische gleich, die mitunter mehrere Tage in der Villa weilten, ohne fich Regierung darf die Reichsregierung um eine Erklärung auf der Bolizei anzumelden. Man nimmt an, daß es sich bei diesen barüber bitten, ob dies der Sinn ihrer Erklärung ist, gegeBesuchen um verabredete Rufammenfünfte der Ehrhardt- Anhänger gehandelt hat. Ueber die weiteren Ermittlungen in Gernrode wird im Interesse der Untersuchung Stillschweigen bewahrt. der Arbeiterklasse bedeuten würde. 3eit jegt erst heranreift. Die Kommunistische Partei gibt ihren Feinden keine Gelegen. beit, unter der Arbeiterschaft ein Blutbad anzurichten. Sie läßt fich nicht Rampfziele aufzwingen, für die die Die Zentrale macht sehr viel bombastische Redensarten, um ihren Anhängern wieder ein wenig Berständnis für die realen Machtverhältnisse beizubringen. Die Arbeit wäre weniger schwer, wenn sie nicht bisher alles getan hätte, um dieses Verständnis von ihnen fernzuhalten. Darum ist sie auch genötigt, ermutigend zu erklären: Das Ausweichen vor dem entscheidenden Machtkampf mit der bewaffneten Staatsgewalt und den bewaffneten Faschisten in dem Zeitpunkt, wo wir noch nicht alle Borbereitungen zum Siege in diesem Kampf getroffen haben, ist nur die Vorbedingung zum baldigen siegreichen Kampf. Benn Sozialdemokraten die Lehre verkünden, daß man fich nicht in Machtkämpfe einlassen soll, zu deren erfolgreichen landschaftlicher Schönheit sind. Wer jemals auf dem Scholpiner Leuchtturm oder auf dem fagenumwobenen Revetol am Gardener Gee war, wird diese Ausblicke nie vergessen. Zu der im Fall Ehrhardt in Berlin erfolgten neuen Berhaftung, bei der es sich um eine Frau handelt, erfahren wir, daß die Berhaftete inzwischen nach Leipzig übergeführt worden ist. gend liegen hinter den bis zu 60 Metern ansteigenden Wanderdünen, Ein hinterpommersches Kabelstädtchen. die ebenso wie die Haffgewässer hinter den Dünen, wie das an Bekanntlich ist der äußerste Osten der Provinz Pommern seit Masuren erinnernde herrlich bewaldete obere Lebagebiet und die 1919 Grenzland gegen Polen geworden und zugleich bildet die wasserumgebenen Berge an den Binnenseen reich an eigenartiger Gegend von Leba und Lauenburg jetzt den äußersten Nordosten des zusammenhängenden deutschen Gebietes. Nicht weit von hier liegt auch das poínisch gewordene Pommerellen, der sog. polnische Korridor. In diesem Stüd Pommerns, von dem hier die Rede ift, fließt in mächtigem Bogen der Küstenfluß Leba der Ostsee zu. Auch er ist in seinem Oberlauf polnisch geworden. Nachdem er unterhalb der alten Deutschordenstadt Lauenburg das weite, während unterhalb der alten Deutschordenstadt Lauenburg das weite, während des Krieges von den gefangenen Russen teilweise kultivierte Bebamoor durchflossen hat, ergießt er seine moorig- schwarzen Fluten in den Lebasee, eine der vielen, in der Ferne so gut wie unbekannten Haffbildungen hinter den gewaltigen Sanddünen der hinterpommer schen Küste. Doch wo die Leba diesen mächtigen Binnensee verläßt, der durch großartige Wanderdünen von der offenen See getrennt ift, liegt am Ausfluß des Sees das Städtchen Leba, Pommerns östlichster Badeort. benenfalls, mas sonst der Sinn dieses Teils ihrer Erklärung ist und mas sie zu einer derartigen Stellungnahme gegen die sächsische Regierung veranlaßt hat. Für den Fall, daß die Reichsregierung behaupten will, von Sachsen drohe die Gefahr eines Bürgerkrieges, darf die sächsische Regierung um Mitteilung der Tatsachen bitten, auf die die Reichsregierung eine solche Annahme stüzt." nehmen der amerikanischen Hausfrau ihre Sorgen ab, teilen ihr icon in aller Herrgottsfrühe, wenn fie im Bett tie Hörer an die Ohren nimmt, mit, wie die heutigen Preise für Nahrungsmittel sind. Den Kindern werden zu bestimmter Zeit, besonders beim Schlafengehen, Märchen erzählt. An den Straßenecken ercheinen während der Rennen und anderer Sport! ämpfe Kraftwagen, aus deren Berded aus dem Schalltrichter tes LoutSprechers die Ergebnisse ertönen. Natürlich suchen die Gesellschaften fich auch in der Darbietung fünstlerischer und wissenschaftlicher BroHeinrich Wölfflin, der Münchene: Kunstgelehrte, wird von Gelehrten werden zu diesem Zweck verpflichtet. Sogar die technischen gramme zu übertreffen. Die besten Rünftler und hervorragendsten seinem Lehramt zurüdtreten. Damit verliert die Hochschulen find schon dazu übergegangen, ihre Vorträge drahtdeutsche Gelehrtenmelt denjenigen, der unter ihren Kunsthistorikern los zu verbreiten. Neben dem katheber steht ein Aufnahmeaparat über allem Zweifel heute der fünstlerischste Kopf ift. In Basel als in Gestalt eines einfachen Schalltrichters, so daß der, der verhindert Nachfolge: Jakob Burchardts, dann in Berlin auf dem Lehr ist, im Kolleg zu erscheinen, body wenigstens als Hörer an dem Unterstuble Hermann Grimms, endlich in München seit 1912 hat Wölff richt teilnehmen kann. in nicht nur in feiner Wissenschaft schulbildend gemirkt. Mit seinen meit reifen muß, um die Sonntagspredigt zu hören, kann Der einsame Farmer, der sonst stundenSchriften und nicht weniger mit seiner einprägsamen Rede hat er tiefe zu Hause genießen, er erhält täglich auch eine Wettervor. weitere Kreise in fünstlerischen Fragen führend beeinflussen können. hersage und Mitteilungen über Neuigkeiten. In New York keineswegs. im Sinne einer einseitigen Runstanschauung, wie befinden sich bereits 1600000 drahtlose Empfangs. denn zwar in Rom im Kreise der deutsch- römischen Künstler ent apparate in den Händen des Bublifums, so daß jeder dritte fcheidende Anregung empfangen hatte, und seinerzeit der berufene Einwohner der Riefenstadt an d'efes gewaltige Uebermittlungs. Iung gewesen war, aber für alles Lebendige und Schöpferische Sprecher der unvergessenen Berliner Marées us ftelnetz angefchloffen ist. cin feines Organ befizt. " find in den Sälen der Novembergruppe neue Bilder, Architektur Auf der Großen Berliner Kunstausstellung am Lehrter Bahnhof zeichnungen und farbige Modelle der holländischen Künstler Paul Mondrian, ban Reusden, Byvoet und Duiter ausgestellt. Es war im Hochsommer 1920, als der Rabeldampfer Randulf Hansen" den Hafen von Leba verließ, um, begleitet von einem Die Reffungsmedaille". Man schreibt ums: Es war schon vor Torpedoboote, den südlichen Abschnitt des ersten Ostpreußen- Sein jeziges Ausscheiden aus dem Dienst der Universität be- dem Ferienbeginn. Jeden Morgen begegnete ich einem Schüler von tabels zu verlegen, das bei Leba beginnt und bei dem Fischer- gründet Wölfflin mit dem Wunsche, fich ganz literarischem Schaffen etwa 17 bis 18 Jahren, deffen Rod ein Gardestern mit einem dorfe Lenkitten der Samlandfüfte endet und Ostpreußen unter Auss in der Schweiz, der Heimat seiner Familie, zu widmen. Wölfflins fhmarzweißroten Feld zgierte. Mißbegierig, wie ich nun schluß des polnischen Korridors mit dem Mutterlande verbindet. literarisches Werf, so bedeutsam es ist, hat noch feinen großen einmal bin, fragte ich den jungen Herrn", was das für ein Orden Inzwischen ist( 1922) zwischen denselben Orten das zweite Dft Umfang, und die wichtigsten Pläne, zumal allgemein ästhetischer sei. Eine Rettungsmedaille mar die Antwort. preußentabel verlegt worden, mit seiner 172,2- Rilometer- Länge ein Art, hat er seit Jahren zurückstellen müssen. So dürften wir nun ? Ja, unter diesem 3eichen werden wir menig länger als das erste. Durch beide geht ununterbrochen eine wenigstens auf deren Vollendung hoffen. fiegen!" Stolz erhobenen Hauptes feßte er seinen Weg in die Flut von Telegrammen und Drahtgesprächen hin und her, so daß Was in Amerika alles gefunkt wird. Eingehende Angaben über Schule fort. die Verbreitung des drahtlosen Berkehrs in Ame. Ob es dem Herrn Schuldirettor auch befannt ist, wie von das kleine Fischerstädtchen Leba, das nur etwa 2000 Einwohner rita madt Dr. Albert Neuburger in einem Aufsatz von„ Reclams feinen Zöglingen dieser Schmud getragen wird? Und was fagt der zählt, heute an einer verkehrstechnisch und politisch hochwichtigen universum". In der neuen Welt vergnügt man sich bereits überall republikanische Minister Herr Boeliz dazu? Etappe liegt. 1370 gründete der deutsche Ritterorden 4 Kilometer Samit, denn jeder hat das Recht, sich einen drahtlosen Apparat anzuwestlich von Leba den Ort Lebamünde, der 1570 durch eine Sturm- legen, wenn er nur innerhalb der freigegebenen Wellenlängen bleibt. flut zerstört wurde. Aber schon zwei Jahre später legten die Leba- Gesellschaften, die sich täglich vermehren, forgen dafür, daß die vermünder das heutige Städtchen Leba an, das lange Jahrhunderte schiedensten Arten der Unterhaltung in die Welt gefunft werden, hindurch nur Ostsee- und Binnenfischerei betrieben hat, sich aber und es sind in den lekten Monaten nicht weniger als 600 folcher vor dem Kriege ebenso wie Stolpmünde zu einem Seebad ent- Stationen fre gegeben worden. Die Leistungsfähigkeit dieser Stationen schwankt innerhalb weiter Grenzen. Mande fönnen fich nur Dicht bei Leba rauschen die Schilfwälder des 20 Kilometer langen auf engem Umkreis verständlich machen, während die Maschinen anderer so Bedeutendes leiften, daß die von ihnen verbreiteten fchloffen. und bis zu 8 Kilometer breiten Lebasees, der von abertausend Kunstgenüsse fogar an der Westküste Europas aufgefangen werwilden Enten und Tauchern bevölkert ist und dessen Fluten von den fönnen. So ist die Luft Ameritas ständig von einem Meer 3. August an vorläufig auf 10 Abende im Lessing Theater. Die III. Studie des Moskauer Künstlertheaters gastiert vom den Segelbooten der Lebafischer durchkreuzt werden. Eine schmale elektrischer Wellen erfüllt, deren Eristenz man erst bemerkt, menn Als erste Vorftellung geht Brinzeffin Turandot in Szene. Nehrung scheidet das Binnenwasser von der Ostsee, und diese Reh- man den kleinen tragbaren oder an der Wand hängenden Aufnahme- Der Borverlauf beginnt in allen Theaterfassen, auch im Reffing Theater, rung ist eine einzige Kette gewaltiger Wanderdünen, die an wilder apparat auf die Wellenlänge einer bestimmten Gesellschaft einstellt am 25. Juli. Einsamkeit denen der Kurischen Nehrung nichts nachgeben. Von und die Hörer an die Ohren legt. Es gibt Gesellschaften, die von ihrer Höhe grüßt der berühmte Scholpiner Zeuchtturm weit in die früh um 10 Uhr morgens bis zum nächsten Morgen um 6 Uhr ununterbrochen Tanzmusif in die Welt See hinaus, während östlich von Leba der Stilomer Leuchtturm die hinausfunfen, damit man zu jeder Tageszeit tie nötige BeDüneneinfamfeit unterbricht. Beba und die Fischerdörfer dieser Ge- gleitung für Shimmy und Fortroft hat. Andere Gesellschaften midelte. Die nächste Führung in der Abgunsammlung antiker Stuly. turen der Univerfitat( Eingang Dorotheenstraße, geöffnet Sonntag 10-1, Montag 10-1, Donnerstag 4-7) findet am Donnerstag, den 2. August, 5 Uhr, statt. Sonntag, den 29. Juli, bleibt die Sammlung geDer Verfaffer des Deutschen Tatdenkens", der in Zehlendorf lebende, aus Hamburg gebürtige Schriftiteller Billy Schlüter, begeht am 28 Juli feinen 50. Geburtstag. Schlüter ist mit einer Reihe philosophischer und ethischer Schriften an die Defientlichkeit getreten, Sein belanntestes Bert ift fein 1919 erschienenes, Deutsches Zatdenten. Baldwin gegen die Ruhrbefehung. Condon, 27. Juli.( WTB.) Premierminister Baldwin ging zu bekämpfen, sei die Regelung der Reparationsfra ge mit den Deutschen.( Beifall.) eine Besetzung in der Art, wie sie gegenwärtig im Ruhrgebiet in Kraft jei, habe dieselbe Wirkung auf den internationalen Handel, wie wenn man die Klinge feines Taschenmessers in ein Uhrwerk hineinstede. Im Tohuwabohu. " Er wurde nun verhaftet und entpuppte fich als ein 48 Jahre alter Raufmann Kurt Hemmieb, der während der Kriegszeit LebensReinem rechtlich Denfenden gefällt die heutige Welt. Nur Nach- mittelschwindel betrieb. Schon einmal festgenommen, wurde er im gestern abend in einer Rede in Glasgow auf die Abhängigkeit friegsgewinnler, Schieber, Futterkrippler und Konsorten haben an April dieses Jahres von der Staatsnwaltschaft irrtümlich entEnglands von seinem industriellen System ein und fagte, die Hoff- ihr ein Wohlgefallen. Die sogenannten Reichen haben sich mit lassen und nahm sofort sein Schwindeltreiben wieder auf. Er benung, die man sich bei Beendigung des Krieges gemacht habe, hätte Raffinement und Gewissensmanko, mit Gelegenheitsglück und fah keine Wohnung und hatte seine Sachen auf einem Bahnhof in fis nicht erfüllt. Der erste Schriff, der gemacht werden müffe, um die Ellbogenfreiheit gefund gemacht auf Rosten der nach unten Ge- fchah, sein Hemd wechseln oder brauchte er sonst etwas, so ging er Berwahrung gegeben. Mußte er einmal, mas nicht allzu oft geDesorganisation der ausländischen Märkte drückten und der Allgemeinheit. Sie sehen noch immer ihr einziges nach dem Bahnhof und holte es sich. Lebensideal im Schedbuch und der dicken Marie", in Autos und Aufklärung feines Treibens nimmt die Dienststelle B. I. 13 entgegen. Weitere Mitteilungen zur Billen, in neuer Kluft, Schampus und Fettfucht. Sie können sich mit all ihrem zusammengeschobenen Papiergeld doch eins nicht Der neue Eisenbahntarif. faufen: die Herzens- und Verstandesbildung. Bergebene LebensBom 1. Auguft ab werden die Eisenbahnfahrpreise in der 3. un müh, darüber noch viel zu reden! Zeitgenossen sind es, die leider 4. Klasse um etwa 250 Broz., in der 1. und 2. Klasse um 300 Prez. ertragen merden müssen. In Zeitläufen, wie den unserigen, hat erhöht, so daß fich folgende Einheitsfäße für das Rilometer ergeben: Der internationale Handel sei ein äußerst feiner Mechanis. feineswegs an allen unerfreulichen Erscheinungen eines folchen aus 500 M., in der 4. Klasse 330 M. übertriebene Moralhuberei feinen großen Zmed, wenn man auch in der 1. Klasse 3200 m., in der 2. Klasse 1600 M., in der 3. Klasse mus. Die Menschen lernten jetzt für einen riesigen Preis die Grund- der Ordnung gerückten Lebens mit Achselzuden und stoischem Gleichlehren des Wirtschaftslebens und Wechselverkehrs kennen. Infolge mut vorübergehen soll. Wir leben zu rasch und kennen zu wenig D- 3ügen betragen: in der 1. Zone( bis 75 Kilometer) 1. Klasse Die Schnellzugzuschläge für die Benutzung von des Standes der Wechselkurse jei es immer schwieriger, finan- von unverfälschter Geschichte. Der weife Rabbi Ben Atiba hat wieder 64 000 m., 2. Klajje 32 000 m., 3. Klasse 10 000 m., in der 2. Zone zielle Abmachungen mit dem Ausland zu treffen und den inter- einmal recht: es ist alles schon dagewesen! In der Welt wiederholt( bis 150 Kilometer) 1. Klaffe 128 000 m., 2. Klasse 64 000 m., nationalen Handel in Gang zu halten. Großbritannien habe sich nach großen Umwälzungen im Schoße der Völker das Schauspiel 3. Klasse 20 000 m., in der 3. Zone( über 150 Kilometer) 1. Klasse bisher von der Verwirrung in Europa nicht gelitten, es fange des Teuerungswahnsinns und der Geldentwertung immer wieder. 192 000 m., 2. Klasse 95 000 m., 3. Klaffe 30 000 m. Plazkazten, aber an, jeht darunter zu leiden. Wenn die gegenwärtige Lage Begleiterscheinungen waren fast naturgemäß immer das Sinten der päischen Reisebureaus ausgegeben werden oder von außerhalb dort die in den Zugangsstationen für alle D- 3üge von den Mitteleuronicht geändert werde, so werde bald die Zeit kommen, wo Mittel- Moral, die Sucht nach Reichtum auf Kosten anderer und ein tolles bestellt werden können: 1. klasse 24 000 M., 2. Klasse 12 000 m., europa für die Einfuhrgüter feine Zahlung mehr leisten könne. Sidhausleben weiter Boltstreise mit dem Motto: nach uns die Sint- 3, Klaffe 4000. Das Ergebnis würde ein immer weiter fiut! Nach den Schilderungen zeitgenössischer Ueberlieferungen muß fortschreitender Zusammenbruch des internationalen Handels der Sittenverfall in früheren Zeiten noch viel schlimmer gemesen Gepäd beträgt 128 R. für 10 Kilogramm und ein Kilometer, die Eine Bahnsteigtarte foftet 3000 M., der Einheitsfazz für mit diesen Ländern sein. Länder wie England, die vom Ausfuhr- fein als heute, und alle Berichte stimmen wie ein Treppenwitz der Mindestfracyt 9000 m. An der viertägigen Gültigkeit handel abhängig feien, würden die größte Cast zu tragen haben. Weltgeschichte darin überein, daß in solchen Zeiten gerade Frant- der gewöhnlichen Fahrtarten wird nichts geändert; Außerdem würde es keine Reparationen geben, folange feine reich in der Kultur am meisten zurüdging. Es gab auch damals Fahrkarten, die am 31. Juli gekauft sind, gelten zur Fahrt noch bis finanzielle Stabilität erreicht sei. Auf die Dauer werde wohl Ruß- immer genug geistig und fittlich unverrückbar hochstehende Menschen, Rundreisehefte gelten zwar über den 1. August hinaus, jezum 3. August, jedoch muß die Reise bis Mitternacht beendet sein.land dasjenige Land sein, das die deutsche Ausfuhr zum größten die gegenüber dem wildesten Chaos sich in die Rolle der Weltver doch muß, gleichgültig, ob das Heft im Juni oder im Juli gekauft Teil absorbieren werde, vorausgesetzt, daß man solche Ausfuhr über- befferer hineinlebten. Ihre warnende Stimme verhalte wie die des und die Reise bereits vor dem 1. Juli angetreten wurde, für Reisehaupt erwarten könne. Welchen Erfolg der erste Schritt zur Regelung Predigers in der Wüste. Nie fand sich ein starker Mann, der die streden, die nach dem 3. August, nachts 12 Uhr, zurückgelegt werden, des Reparationsproblems haben fönne, fönne er nicht jagen, er taumelnde Menschheit vom Uebel erlöfte. Es mußte immer erst der Fahrpreisunterschied nachgezahlt werden, und zwar muß vor fönne nur wiederholt darauf hinweisen, daß die Regierung teine wieder ein neues gründlich umwälzendes Ereignis eintreten, das Antritt der Reise oder Weiterreise bei einer Ausgabestelle des Anstrengungen unterlassen werde, um eine Regelung tann ganz von felbft luftreinigend wie ein Gewitter wirfte. In Mitteleuropäischen Reisebureaus oder einer größeren Fahrkartenzustande zu bringen. Sie habe aber nicht die Macht, allein zu jedem dieser weltgeschichtlichen Abschnitte war auch der Gegenjas foster für im Juni getaufte M.- E.- R.- Scheinhefte in der ersten und cusgabe ein Ergänzungsschein gelöst werden; dieser Fahrschei zwischen alt und jung unverkennbar. Wie fann man von einer zweiten Klasse das Fünfzehnfache, in der dritten und vierten Klaffe Jugend, der schulpflichtigen wie der schulentlassenen, die mitten im das Neunfache des ursprünglich bezahlten Preises, für die im Juli Auch Belgien verlangt die Kapitulation. Tohumabohu groß murde und Schönes und Edles faum fennen getauften Syefte der 1. und 2. Klasse das Dreifache, in der 3. und Paris, 27. Juli.( WTB.) Die Agentur Havas veröffentlicht lernte, geläutertere Anschauungen und Triebe verlangen als von den 4. Klaffe das Doppelte des ursprünglich bezahlten Preises. Die Beeine note, in der es heißt: Die franzöfifche und die belgische Re- Erwachsenen! Sie verdient unser Mitleid, unsere Nachsicht, unfer nutzung einer niedrigeren Klaffe ist nur gegen Lösung eines ganz gierung haben den Meinungsaustausch über die legte britische Re- porsichtiges zielbewußtes Lenten und Leiten wieder zu der sittlichen neuen Fahrscheins zuläffig; für die nicht benutzten M.- E.- R.- Fahrparationsnote beendet. Die beiden Kabinette find vollkommen Höhe des Lebens, nicht auf Schritt und Tritt eine Entrüstung, die scheine Nichtbenugung bescheinigen lassen!) fann Erstattungsan einig, aufs neue zu bestätigen, daß eine Berhandlung mit dem Sisyphusarbeit ist und sich erschöpft in anödendem Schimpfen. trag gestellt werden. Jugend hat keine Tugend. Hättet ihr älteren nicht vielleicht, wahr scheinlich fogar, ganz das gleiche getan in gleichen Zeiben? Es gibt nur nach Einstellung des paffiven Widerstandes Menschen, die feine zehn Worte reden oder schreiben können, ohne ins Auge gefaßt, und daß die Räumung des Ruhrgebietes nur ihre Mitmenschen zu gängeln oder zu bevormtunden. Was der Kluge erfolgen fann, wenn Deutschland genügend Zahlungen überfieht, wenn es ihm nicht wichtig genug erscheint, ift dem cholerigeleistet hat. Dieselbe Gleichheit der Ansichten ist in Paris und schen Kritikaster eine Quelle ewiger Selbstverärgerung. Nichts ist lichen Dingen geplagt und von aller Welt als Mädchen für alles" Die Berliner Feuerwehr, schon reichlich mit allen mögBrüssel hinsichtlich der Folge, die dem britischen Vorschlag gegeben verkehrter und nutzloser. Man denke an die Brunnerei. werden soll, erzielt worden. Augenblicklich ist nur noch erforderlich, Brunner wollte, war im Rern wohl gut. Was täglich in Anspruch genommen, wird seit längerer Zeit Nacht für Sein Fehler aber war, acht in böswilliger Weise alarmiert, ohne daß es ge= den Tert der Antworten Frankreichs und Belgiens festzulegen, Es fich in ein Splitterrichtertum zu verbohren, den psychologischen Zu- lingt, der Täter habhaft zu werden und ihnen das Handwerk zu scheint jedoch sicher zu sein, daß jedes der beiden Kabinette für sich fammenhang zu verkennen, die Ursachen der Entwickelung zu unter- zwischen 1 und 2 Uhr nach der Mirbachstraße 62 im Osten von legen. In der vergangenen Nacht mußten mehrere Löschzüge eine Antwort erteilt, in der sie ähnliche Gedanten ausführen, schäzen und mit Kapuzinaden alle Welt über einen Sittlichkeitsleisten Berlin und nach der Ede der Grunewald- und Eisenacher Straße die jedoch nicht in den gleichen Wortlaut gehalten sind. Die Tatsache, schlagen zu wollen. daß die französische und die belgische Regierung getrennt ant Beltverbefferer beschieden, die wie ein Meteor aufleuchten und an Vorher war die Behr schon böswillig nach der Ecke der SchillerSo war ihm das Schicksal so vieler anderer in Schöneberg ausrüden. Es lagen böswillige Alarmierungen vor. worten, barf fich selbst zugrunde gehen. Ein gepeinigtes Bolt, das in meiten und Wilmersdorfer Straße in Charlottenburg alarmiert worden. nicht als Anzeichen einer Meinungsverschiedenheit Schichten den fittlichen Halt vorübergehend verliert, verträgt plumpe In der Nacht zum Mittwoch mar fie böswillig nach der Rigaer airsgelegt werden. Die beiden Kabinette glauben taflädlich, daß fie Schulmeisterei am allerwenigsten. Das Rad der Zeit dreht sich un- Straße 91 und Dandelmannstr. 43 gerufen worden, ferner nach der phne lingelegenheiten sich eine gewiffe Attionsfreiheit hemmbar. Gein Bauf bringt, wie die Geschichte lehrt, die Mensch Greifswalder Straße 33 und anderen Stellen. Dieser„ Sport" ist bewahren fönnen, wie es übrigens das normale Spiel der helt oft ebenso schnell wieder zur Vernunft, wie er sie zur Under denn den Beamten der Feuerwehr wird dadurch die nächtliche Rühe nichts weiter als eine bodenlose und feige Gemeinheit, Allianzen mit sich bringt, da gewisse Seiten der Probleme, die er nunft und zum Sinnentaumel verleitet hat. Gesunde Kritik nimmt geraubt und die Stadt in ganz empfindlicher Weise geschädigt. Jeder örtert werden, Frankreich und Belgien nicht in gleicher Weise inter- niemand übel. Und wer das schöne Talent befigt, seine gemein Alarm fostet eine Menge Geld. Dazu kommt, daß die Feuereffieren, wie beispielsweise die interalliierten Schulden, nüßigen Wünsche mit der ähenden Lauge des Spottes und der Satire ficherheit von Berlin leidet, meil tie ausgerückten Löschta ja bekanntlich der Friedensvertrag von Versailles Belgien seine zu übergießen, anstatt zu schimpfen, hat die Lacher und meist auch züge bei böswilligen Alarmen stets nach der Ursache und dem Täter Kriegsschuld erlaffen hat. Poincaré hat den Antwortentwurf den Erfolg auf seiner Seite. forschen müssen, was Zeit erfordert. Während dieser Zeit sind sie für Frankreich fertiggestellt, Jaspar die Antwort für Belgien. natürlich ihrer eigentlichen Aufgabe entzogen, wodurch fehr leicht Die beiden Minister haben ihre Terte ausgetauscht und ebenso bei Bränden und Unfällen Verzögerungen entstehen können. Bemerkungen, die sie glauben formulieren zu müssen. Wegen eines gefährlichen Brandes wurde die Wehr nach der Ede der Riefholzstraße gerufen, wo ein Kohlenplay in Kohlenplay zu beschränken. Flammen ftand. Es gelang, das Feuer einzudämmen und auf den enifcheiden. Deutschen Reiche Weil er russisch verstand. Das Pech der internationalen Taschendiebe. handlung vor dem Schöffengericht Mitte gegen die drei internatioEinen Aufsehen erregenden Berlauf nahm vorgestern eine Bernalen D- Bugtaschendiebe, den Reisenden Jacob Thaler, den Schuhmacher Joseph Horen und den Fleischer Fedor Lipski, alle drei aus Nach der Havas- Note wird wahrscheinlich der endgültige WortTaut der beiden Noten am Samstag fertiggestellt und am Montag in Londgn überreicht werden. Poincaré begibt sich heute vormittag für drei Tage auf seinen Landsik. Es ist immer noch davon die Rede, daß Poincaré, Theunis und Jaspar im Laufe Kiew und Obeffa stammend. der fommenden Woche eine Zusammenkunft haben werden. Die Fahrpreise für die im Auguft verkehrenden Feriensonderzuge merden gegen die ursprünglich angegebenen Preise verzehn facht; alle Sonderzug- Rückfahrkarten jedoch ohne Nachzahlung. Böswillige Alarmierungen der Feuerwehr. Die Fünfmillionenbanknote. Die Reichsbant bringt jetzt das Kleingeld der nächsten 3utunft Reichsban? noten zu Fünfmillionen nach der Plantagenstraße 40 auf dem Wedding gerufen, wo in Die Berliner Feuerwehr wurde wegen eines großen Brandes der letzten Nacht der Da ch stuhl des Borderhauses, das von zahl London, 27. Juli.( BTB.) Der diplomatische Berichterstatter einem japanischen Studenten eine schwarze Brieftasche aus Krokodil nach mehrstündiger Tätigkeit, der Flammen, die an dem Inhalt der Die Angeklagten wurden beschuldigt, im D- Bug Warschau- Paris 6. Rompagnie rüdte mit mehreren Löschzügen aus, und es gelang reichen Parteien bewohnt wird, in großer Ausdehnung brannte. Die tes„ Daily Telegraph" warnt davor, zuviel Wesens davon zu leder mit Inhalt und in einem anderen D- 3ug einem Schriftsteller vielen Bodenverschläge reiche Nahrung gefunden hatten, auf den Dachmachen, daß Belgien und Frankreich getrennte Antworten aus Wiesbaden eine Brieftasche mit 50 000 m. und 150 000 Fr. fenden. Er meint, die belgische Auffassung unterscheide sich von der entwendet zu haben. Am schwersten lag der dritte Fall, bei dem Stuhl und das vierte Geschoß, das durch Waffer gelitten hat, zu befranzösischen mehr im Maß als im Wesen. In der Frage des am 15. September im Berlin- Barschauer D- Bug einem Raufmann fchränken. Der Schaden ist erheblich. Die Ursache konnte noch passiven Widerstandes bestehe Brüssel vielleicht weniger Glenste aus Bremen eine goldene Uhr entwendet wurde. Flenske brandes wurden 2 Züge der Neuköllner Feuerwehr nach einer nicht ermittelt werden. Wegen eines gefährlichen Benzineifrig darauf, daß England, ihn verurteilen solle, und sei vielleicht faß im Abteil Thaler gegenüber und wurde von diesem wiederholt Autogarage in der Berliner Straße 15 gerufen. Nachdem mit mehnach der Zeit gefragt. Als dann Flenske den Speisewagen auf geneigter als Franfrnich, Angaben über das Befehungsregime nach fuchen wollte, brängte sich Thaler im Gange an Flenste heran, reren Schlauchleitungen längere Zeit Wasser gegeben war, gelang es, einer deutschen Rapitulation zu machen sowie über die Bedeutung während Horen sich von hinten an ihn heranmachte. Als bann die Gefahr zu beseitigen. des Ausdrucks„ fortschreitende Räumung", doch werde Brüssel fünf Minuten später Flenste nach seiner Uhr sehen wollte, war diese rielleicht in einer separaten Note oder in diplomatischen Besprechun zu feinent Erstaunen verschwunden. Es handelte sich um eine pon Großbritannien auffordern, die bedingungslose Rapi.hwergoldene 1hr im Werte von 10 millionen Mart. Da Thaler durch sein Benehmen Flenste verdächtig nortulation Deutschlands zu fordern. Ueber die Unproduktivität der probuftinen Bfänder" gekommen mar, ſo ſtellte er ihn und forderte die Herausgabe der Mart heraus, die in den nächsten Tagen zur Ausgabe gelangen fei sich Belgien flar, dennoch würde es sich wohl darauf beschränken, Uhr. Thaler bestritt zunächst, die Uhr zu haben, flüsterte aber follen. Die Note ist auf weißem Papier gedruckt und 80 maí 190 die französische These über den Umfang und die Dauer solcher Flenske russisch und hörte, daß Thaler dem Horen sagte, er folle fich cus amei fich freuzenden Bändern bestehndes Wasserzeichen. Das Soren etwas auf ruffisch zu. Zu seinem Bech verstand jedoch Millimeter groß. Sie zeigt an der finden kante in der Durchsicht ein fünder zu mildern, um dadurch eine Grundlage für eine gemein von Lipsti die Uhr geben lassen. Schließlich erklärte Thaler dem eine Band ist durch dunkle Linien begrenzt und enthält die helle fame interallierte Bolitik herzustellen. In der Frage der Sach- Bestohlenen, daß er die Uhr auf der Erde gefunden und auf die Biffer 5000", während das andere zwischen hellen Linien in dunkler verständigen tommiffion feien die Meinungsverschieden Toilette getragen habe. Als man fich dorthin begab, wurde die Uhr Schrift das Wort„ Mart" trägt. Die Wirkung dieses Wafferzeichens Feiten zwischen Belgien und Frankreich ausgesprochener. Für den auch hinter dem Klosett gefunden. In der vorgeftrigen Verhandlung wird dadurch erhöht, daß diejer Papierstreifen grünlich gefärbt iſt Augenblic merde jedoch versucht werden, die unwesentlicheren Diffe. beftritten die drei Angeklagten den Diebstahl. Thaler blieb dabei, und orangerste eingebettete Fasern enthält. Die Wertangabe ist in renzen im Hintergrund zu halten. Im allgemeinen tönne man die Uhr gefunden und auf die Toilette getragen zu haben. Horen, fräftigen gotischen Buchstaben hergestellt. Die gleiche Schriftart ist fagen, daß die Alliierten eine provisorische Lösung nicht als sehr fuchie den wilden Mann" zu spielen. Als er jah, daß das Gericht unterschriftzeile verwendet. Rechts und links von den Unterschriften der schon zweimal wegen ähnlichen Diebstählen vorbestraft ift, ver für das Wort Reichsbanknote", für die Tagesangabe und für die bringend anzusehen scheinen, so lange Deutschland richt fapi- nicht darauf einging, finger plöglich an zu schreien und befindet sich je ein Stempel. An der rechten Seite steht quer die tuliert habe oder zusammengebrochen sei. gab dem neben ihm fizenden Mitangeflagten Thaler einen fürchter- Strafandrohung, links neben dem Wasserzeichen in roter Farbe die Nollet taucht wieder auf. lichen Schlag ins Gesicht. Er zog sich dann den Rod aus, biß fich Reihenbezeichnung und Nummer. Die Note ist nur einseitig bedruckt in die Hände und raufte sich die Haare aus. Die Justizwachtmeister und zeigt eine von oben nach unten gehende Riffelung des Papiers. ( BTB.) Ministerpräsident Poincaré mußten erst Hilfe herbeiholen, damit der Angeflagte überwältigt empfing gestern den Vorsitzenden der Interalliierten Kontrollkommis- werden konnte. Das Gericht fam in den beiden ersten Fällen zu Gewitter, das gestern morgen sich über Berlin entlud, durchschlug Ein Großstadthaus vom Blitz durchschlagen. Bei dem heftigen fion in Deutschland General Nollet, der nach dem„ Petit Parisien" einer Freisprechung und verurteilte in dem Fall Flenske Horen zu ein Blig das Haus Kastanienallee 13/14 vom Dach bis ihn über die Schwierigkeiten, die die Kommission bei der drei Jahren Zuchthaus, Thaler und Lipski zu eineinhalb Jahren zum Keller die sämtlichen vier Stoffwerke, zum Glüd ohne zu Ausübung ihres Mandates in Deutschland finde, unterrichtet habe. Buchthaus. Es wurde auch auf Stellung unter Bolizeiaufsicht er zünden. Trotzdem ist erheblicher Sachschaden entstanden, indem Die Interallierte Kontrollkommission sei faft in die Unmöglich- fannt. Den Angeklagten wurden sechs Monate auf die Unter- Mobilien und Immobilien zertrümmert wurden. In der Badstraße feit versetzt worden, die Ausführung der militärischen Klauseln fuchungshaft angerechnet. des Friedensvertrages von Versailles zu gewährleisten. brang bas Regenwasser in den Keller der Dresdener Bank, Badstraße 34/36, in dem alles überschwemmt wurde. Paris, 27. Juli. " Der Mann mit den großen Plänen. Wetter für morgen. Berlin und Umgegend. Zeitweise beiter, jedoch fühl und sehr uns beständig, mit weiteren Regenschauern und frischen westlichen bis nordwest lichen Binden. Bei Berliner Rechtsanwälten und großen Gesellschaften sprach Die belgischen Kommunisten freigesprochen. in her legten Zeit ein Mann vor, der große Bläne hatte. Wie er erzählte, hatte er bedeutende Unternehmungen zu verkaufen, oder Brüffel, 27. Juli.( EP.) Der Prozeß gegen die 15 belgi- fuchte sie auch. Besonders Bergwerke, aber auch Ziegeleien und schen Kommunisten, die des Anschlages gegen die Sicherheit Betriebe anderer Art. Der Mann entwickelte mit großer Rede des Staates angeklagt waren, ist am Donnerstag abend vor dem gewandtheit seine Bläne, die aber alle noch nicht soweit waren, daß Schwurgericht von Brabant zu Ende gegangen. Alle Angeklagten es zu einem Abschluß hätte kommen fönnen. Darauf kam es ihm find freigesprochen und die fofortige Freilaffung angeordnet man ihn allein ließ, und dann verjowand er mit einer Schreib: 18. aber auch gar nicht an. Denn er suchte nur eine Gelegenheit, daß maschine, einem leberzieher oder was ihm sonst noch zur hand lag. Die Ausweispapiere, die er in den Kleidungsstüden fand, benußte er als Legitimation beim Bertauf der gestohlenn Maschinen. worden. Eine beffere Reflame für die gänzlich unbedeutende fommuni ftifche Partei Belgiens als diefer Prozeß war gar nicht bentbar. Groß- Berliner Parteinachrichten. reis Zempelhaf, Marienhof, Marienfelbe, Zichtenrade. Der Jeftausschuß, die Sommerfest treffen fich Sonntag früh 8 Uhr im Birkenwäldchen Tempelhof. Da die Marien dorfer Genossen in der Dienstagiigung nicht anwesend waren, werden die Beairtsführer ersucht, je zwei Genoffen zu belegieren. Fahnen und Ausschmüdungsgegenstände sind mitzubringen. Gewerkschaftsbewegung Wirtschaft! ihre Mitglieder immer wieder mahnen müssen, doch ja einen Stut.] denlohn als Wochenbeitrag zu zahlen, erheben die Arbeitgeber mertbeständige Beiträge, um den Lohntämpfen der Arbeiter, die sie durch ihr Verhalten notwendig machen, finanziell gut gerüftet begegnen zu fönnen. Wirtschaft Die neuen Kohlenpreise. Es hat feinen Sinn, uns darüber zu entrüsten. Wir müssen Infolge der bereits mitgeteilten gestrigen Beschlüsse der Organe daraus fazen. Die Forderung nach wertbeständigen ber Rohlenwirtschaft stellen fich ab 27. Juli die Kohlenpreise 2öhnen barf nicht nur feinbar und halb erfüllt werden, sondern wie folgt: fie muß pollauf durchgeführt werden. Ein rabiater Unternehmer. Rheinisch- westfälische Fettförderfohle 2 083 000 m. Mitteldeutsche und oftelbische Braunfohlenbriteits 1 124 000 Dr. Dftelbische Rohfohle 332 000 m. Die Sohnfämpfe fcheinen zur Sisyphusarbeit geworden afein. Der Arbeiter fommt aus seiner Bersammlung, in der er sem neuesten Lohrabkommen zugeftimmt hat, in der Erwartung, für die laufende Lohnmodje über die größten Schwierigkeiten Da wir durchaus nicht in der Lage" find, unfere Berbandsbeis wieder einmal hinwegzukommen. Er bringt ein paar Scheina träge in Auslandswährung zu zahlen, müffen wir schon in deutscher mehr nach Hause und glaubt tann, daß ihm seine Frau wieder Bapiermart zahlen, entsprechend unferen mertbeständigen Papier. Mitteldeutsche Rohtohle 347 000 m. einmot elit tüdden leifch Dorfegen fönne oder doch fonit marfföhmen, Die Gemertfchaftsmitglieber müssen ihre Niederschlesischer Gießereifofs 3 200 000 Dt. sin halbwegs annehmbar: s Mittagejjen. Er sieht sich immer Beiträge regelmäßig und rechtzeitig in jeder Boche in volle: Höhe Niederschlesischer Brechfots 3169 000 m. wieder enttäuft. Lisgt etwa die Schuld gar an feiner bes Stundenlohnes zahlen, um ihre Organisationen tampffähig zu erhalten. Oberschlesische Stüdfohle 1793 000 m. Frau? Bill fie etwa sparen am Effen, um ein längst notmenOberschlesischer Stüdfots 2 861 000 m. je Tonne. diges Wäschestüd anzuschaffen ober was fant? Der Ehemanne. meint, er habe nun doch wirklich genug Geld für den Haushalt Kartellfagespreife auf Dollarbafis. Bährend die Kartelle bisher hergegeben. Seine Frau belehrt ihn, daß für die lumpigen Im Berliner Besten, in Wilmersdorf, Babelsber wenigstens für einige Tage feste Preise aufstellten, gehen die LeiSheine nichts zu haben" fei, daß bie Margarine von früh ger Straße 2, befindet sich die Fabrit feiner Barfümerien und tungsdrahtfabrikanten dazu fiber, für ifolierte Zeitungsdrähte Tages. bis nachmittags wieder um soundsoviel gestiegen, an Schmalz oder Chemische Berte Schmittner u. Co. Diese feine Firma zahit preife auf Dollarbafis zu errechnen, und zwar nimmt man ale Sped nicht mehr zu denten sei. Daß außerdem die 2äben leer ihren Arbeiterinnen nur zwei Drittel des sonst in der Bar Grundlage nicht den Berliner, fondern den Netwhorler Marllure! find, daß sie um fünf Bfund Kartoffeln stundenlang an- fümerieindustrie vereinbarten Tariflohnes. Als die Arbeite Die Preisbewegung dreht sich also bereits terart zu überschlagen, stehen muß und schließlich doch noch feine bekommt, daß die rinnen sich erlaubten, die tarifliche Bezahlung zu bean- daß die fapitalistischen Intereffenverbände ihre eigene Tradition Frauen den Gemüsemagen, die aus der Martihalle tommen, spruchen, wurden fie furzerhand auf das Straßenpflaster preisgeben und nur nach der Marlbewertung des Auslandes ihre geworfen. Die Organisation der Arbeitnehmer fuchte durch Breise täglich ändern. aufpassen und ihnen nagehen, um nur irgend etwas auf den Tisch telephonischen Anruf bei der Firma eine Berständigung zu zu bekommen. Der Preis spielt feine Rolle; alles fchimpft erreichen. Die Antwort lautete: Man felle es schriftlich erledigen. Großhandelspreise um weitere 38 v.. auf das 79 462 fade der VorDie erneute ffarte Aufwärtsbewegung des Dollarfuries hat die über die Preise und bezahlt sie und man muß nur froh fein, um nicht unnük Zeit zu verlieren, begab sich der Organisations friegszeit gefteigert. Die Einfuhrwaren allein sind um 60 d. H. irgendein paar Lebensmittel zu erwischen. Demonftrationen haben vertreter persönlich zur Berhandlung. feinen 3wed. Allein die Frauen find fegt tagtäglich zu Im Bureau war der Inhaber nicht anwesend, wurde aber von auf das 115188 fache, die hauptsächlich im Inland erzeugten Bareir Bebensmittelbemonftrationen gezwungen, The cinem Angestellten gerufen. Nachdem der Organisationsvertreter um 83 v. 5. auf das 72317 face geftiegen. Die Lebensmittel stehen müssen anstehen, um für ihre Handvoll der verfhiedensten fich in höflicher Form mit Familiennamen und Nennung der Dr. im Durchschnitt auf dem 71 597 fachen, die Industrieftoffe auf dem 94 166 fachen der Vorfriegszeit. In dem gleichen Zeitraum vom 17. Papierscheine, unter denen sie sich schon nicht mehr ausfennen, etwas ganiſation vorstellte und um Aussprache zur Beilegung der Diffe auf den 24. Juli ist der Dollarturs von 218 000 auf 414 000 7, renzen bat, erachtete es der betreffende Herr nicht für notwendig, alio um 90. b. H., gestiegen. Damit ist das Geldniveau der Großhandelspreise von dem ungewöhnlich hohen Stand von 111 v. H. am 17. Juli auf 81 v.. am 24. Juli abgefunken. zu erhalten. Liegt abfichtliche Sabotage der Agrarier vor, um bas Bolt mit aller Gewalt zur Bergmeiflung zu treiben? Handelt es fich nur um ein Manöver, die Preise ins Ungemessene hoc zutreiben? Solde und ähnliche Fragen brängen fich auf, und die einzige Antwort bleibt die leere Einholetasche und der michr als frugal bestellte Mittagstisch. So geht es nicht meiter! Der inurrende magen wird burch alle vernünftigen Ermigungen nicht befriedigt. Ber arbeitet, muß mindestens zu effen haben. Hat er das nicht mehr, dann hört alles auf. Schafft Lebensmittel berbei, zu Breifen, die der Arbeiter be. zahlen kann. Und zwar fo rajch wie mögli! Schiedsspruch für die Speditionsangestellten. fich gleichfalls vorzustellen. Als dann der Vertreter zu der Differenz sprechen wollte, forderte der Herr, daß der Bertreter fchleunigst mache, daß er die Räume perlaffe. Dem Bumiche wurde Rechnung getragen, da das Bureau durch zwei Stufen vom Hofe zu erreichen ist. Der In haber folgte dem Bertreter und forderte abermals zum schnellen Berlassen auf, mibrigenfalls werde er den Beweis erbringen, daß er persönlich bereit fei, die schnellere Beförderung vorzunehmen. Er machte Bann den Bersuch, handgreiflich zu werden. Der Einwand, baß er fidh mäßigen möge und daß fein flegelhaftes Be tragen die Organisation zwinge, die Differenzen an Gerichtsstelle auszutragen, fomie die Angelegenheit ber breiten Deffent. lichteit befanntzugeben, trogdem die Organisation Wert barauf lege, im wirtschaftsfriedlichen Sinne zu wirken, brachte ihn in rafende ut. Der Organisationsvertreter hotte bereits bis auf zwei bis drei Schritte burch eine längere Durchfahrt das eiserne Tor erreicht, als ber starte Mann" mit dem Wachhund an der Rette In einer überfüllten Versammlung der Speditionsangestellten, im donellen Tempo nachgeeift fem und dann den Hund gegen in der Hunderte von Angestellen stehen mußten, berichtete mener ihn hegte. Durch das plögliche Umdrehen des Berfolgten wurde vom Zentralverband der Angestellten über die Berhandlungen vorins Bein und riß ihm buchstäblich die Beinkleider größeres Unheil verhütet. Der Hund biß den Berfolgten dem Schlichtungsausschus. Der Schiedsfpruch von 425 Brozent wurde von ter Angestelltenschaft auf Empfehlung des Dom Leibe. Nachdem erlaubte sich der Herr noch die gröb. Referenten hin angenommen. Gleichzeitig wurde beschlossen, lichsten Beleidigungen, indem er die Tätigkeit der Gewert eine Urabstimmung vorzunehmen für den Fall, daß der fchaftsvertreter gegen die Arbeiterinnenausbeutung als hegerisch Botalverein Berliner Spediteure den Schiedsspruch und als Faulenzerarbeit bezeichnete. Bon Augenzeugen wurde die Bokalverein Berliner Spediteure den Schiedsspruch ablehnen sollte. Für diesen Fall ist die Angestelltenschaft fest ent. Supo angerufen. Der Hängel und Raufluftige wurde als der Inhaber der Firma Kort Sdmittner festgestellt. schloffen, den Kampf um die volle Erreichung des Schiedsspruches aufzunehmen. Es liegt also am Lofalverein, ob der Wirtschaftsfriebe im Speditionsgewerbe erhalten bleiben soll oder nicht. Die Angestelltenschaft des Speditionsgewerbes versammelt sich am Sonnabend 8 Uhr in Haverlands Festsälen, Neue Friedrichstr. 35, um fich, je nach dem Berhalten des Lotalvereins, schlüffig zu werden. Dollarbeiträge der Arbeitgeber. Die belgische Reparationsfohle ein Geschent an. die Großfapitalifien. Das belgische Zentralblatt der Metallarbeiter,„ Le Métallurgifte", behandelt in feiner Julinummer die Frage der. Berteilung der Reparations tohle, die von Deutschland vor der Ruhrbesetzung an Belgien geliefert wurde. Der Staat erhielt durch die Berwertung der deutschen Kohle zugunsten des Reparations. fontos nur geringe Beträge, dagegen erhielt eine bevorzugte Gruppe der Schwerindustriellen ein Riesengeschent. Die Regierung hat zuerst ein Kohleneint eingerichtet und baneben funktionierte noch eine Zentralftelle der Industriellen, der das Monopol des Antaufs und der Berteilung der Reparationsfohle eingeräumt war. Der Präsident diefes Bureaus ist der Vorsitzende des größten fchwerindustriellen Konzerns von Belgien. Das Rohlenamt hat die Kohlenpreise festgesetzt, die industrielle Zentralstelle fonnte aber mit der Zeit das Amt einfach ausschalten; es wurde aufgelöst und die Rohle wurde 37 bis 52 Brozent unter dem vom Staat zerns und des Bureaus geliefert. Ein einträgliches Geschäft, das festgesetzten Preis an die Mitglieder des oben erwähnten Konden letzteren im vorigen Jahre 160 Millionen Franken einbrachte! Le Métallurgifte" schließt eine Betrachtungen mit den Worten: Dlan glaubt für das Baterland zu fämpfen und man fämpft für den Stahltruft!" Daß Frankreich die Reparations tohle in gleicher Beife an feine Großfapitalisten verschenfte, ist bekannt. Die Durchführung der Goldrechenwährung in Rußland. Der Oberste Boltswirtschaftsrat hat die Leitungen jämtlicher Trusts angewiesen, ihre Voranschlag- Bilanzen in Tscherwonez, d. h. Goldrechenwährung( 1 Ticherwonez= 10 Goldrubel), nach dem Kurje der Mostauer Börse, aufzustellen. Die ganze laufende Buchführung der Trusts, die Kaffenbücher, die Eintragungen ber materiellen Wertbestände u. dergl, müffen in Tschermonegrechnung erfolgen. Somit ist die Goldrechenwährung durch diese Verfügung des Oberften Bolfswirtschaftsrates auch bei der ruffischen Staatsinduftre eingeführt. Friedrichshagen: Gewerkschaftsbewegung: J. Steinez, Berlin: Feuilleton: Glode, Berlin. Die Streifpoft en find in gleicher Weise bedroht worden. Arbeiterinnen! Meidet dieses Arbeiter eldorado. Besonders die Eltern her Jugendlichen feien zur Borsicht ermahnt, ihre Kinder diesem Fabritanten zur Ausbeutung in die Hände zu geben. Dak berartige rohe Entgleisungen heute noch paffieren, follte man nicht für möglich halten.. Straf. und Entschädigungsansprüche werden geltend gemacht. Der Regulator", das Organ des Gewerfpereins der H.- D.- der Rohnwoche vom 22. Juli bis 28. Juli 23 000 m. pro Stunde. Der Grundlohn für die Herrenmaß- Branche Berlins beträgt in Metallarbeiter, veröffentlicht ein Rundschreiben des Wertzeug. bundes in Remicheid, morach dieser Bund bereits am 18. Juni Die Staffelungen betragen diesmal ftatt 100 500 m., mithin beträgt Berantwortlich für Bolitik: Bictor Schiff, Berlin; Wirtschaft: Artur Sateruns, beschloffen hat, die Beiträge in eine wertbeständige Form zu faffen. der Stundenlohn in ber III. Selaife 22 500 M. und in der IV. Alaffe Dr, John Schiltewett, Charlottenburg; Lotales und Conftiges: ing mabus, Ab 1. Juni wird pro 50 Arbeiter ein Dollar bzw. pro Arbeiter 22 000 m. Beitlohn in allen Klassen: 28 000 M. Die prozentualen Berlag: Borwärts- Berlag 6. m. b.§., Berlin, Drud: Borwärts- Buchdru terci 2 Cents als monatlicher Beitrag an den Bund erhoben. Firman Suichläge bleiben wie bisher. Deutscher Bekleidungsarbeiterverband. mit einem bis fünf Arbeitern zahlen mindestens 10 Cents, mit 6 Bis 10 Arbeitern mindestens 20 Cents. Firmen, die feine Dollar befizen, fönnen den Beitrag auf der Bafis des Dollar umgerednet in wurden durch Tarifabschluß für Juli in der Weise geregelt, daß irgendeiner anderen hochwertigen Batuta zahlen. Firmen, die auf die im Juni gezahlten Gehälter ein Aufichlag bon 375 Bro. burchaus nicht in der Lage find, ben Betrag in Auslands. erfolgt.( Abdrud der Gehaltssäge beim 3.3.A., Belle- Alliance- Str.7/ 10. währung abzuführen, fönen diefen umgerechnet zum Kurse des 3ah. Tungstages gegebenenfalls in deutscher Mart einzah Jen. Mit Rücksicht auf die leberweisungsgebühren werden die Mitglieder gebeten, tleinere Beträge mindestens für 3 bis 6 Monate im voraus auf das Ronto des Bertzeugbundes einzuzahlen. Trog des Rotgesetzes vom 8. Mai 1923( Maßnahmen gegen die Balutaspekulation) wird also bei einem Inlandsgeschäft Sahlung in ausländischer Währung gefordert, Die Gehälter der Angestellten des Kolonialwaren- kleinhandels Die Löhne der Hamburger Hafenarbeiter in der Reit vom 29. Juli bis 11. Auguft wurden durch einen Spruch des Schlichtungs. ausichufies vom 23. Juli festgefeßt. Für die erfte Woche im Auguſt wird der bisherige Wochenlohn von 1 820 000 m. um 150 000. pro Sait, also um 900 000 m. erhöht. In der zweiten Lobnwoche erfolgt eine weitere Erhöhung umm 125 000 m., bas sind 750 000 m. möchentlich. Es ergeben sich sodann Wochenlöhne bon 2 200 000 refp. und Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin S. 68. Sindenfirage 3. Bären- Stiefel preiswert und erstklassig zum Wandern für die Berge fürs Auto fürs Motorrad für die Jagd zum Reiten sowie Haterlschuhe Hans Baby Spezialhaus Berlin C. 19 f. Spor stiefel Spittelmarkt 7( vor der Brücke) und Kommandantenstraße 87 Verlangen Sie illustr. Preisliste Die Arbeitgeber, die die Forderung nach Bolblöhnen als un. 2970 000 M. erhörte und unerfüllbare Zumutung zurudweisen, fönnen Dollar. In Lübeck sind die Arbeiter des Hohofenwerkes in den Aus- Miederlass.- München, Sonnenstr. 16, Breslau, Chlauer Str. 19. Braunlage( art). Schierke( Harz). Krummbeiträge für ihre Organisation zahlen. Während die Gemertschaften I stand getreten. Rur Rotstandsarbeiten werden verrichtet. Zwei feste Preisel Zähne 8000 u. 10000 M. Friedenskautschukplatte einbegriffen. Teilzahlung gestattet. Weitgehende 3 Jahre schriftliche Garantie. Goldarbeiten Kronen( Brackenzähne ohne Garmenplatte) v.15000 M.. Persönl. fachmäanische Munduntersuchung u. Kostenanschlag gratis. Ueber 20 000 Gebisse zur vollen Zufriedenheit geliefert. Zahnziehen mit Betäubung bei Bestellung gratis. Hatvant, Danziger Str. 1( Hochbahn Danziger Str.) Ecke Schönhauser Allee. Außerdem 10 Prozent Extra- Rabatt Damen- und Herren- Stoffel aller Art in großer Auswahl. Gabardine, Kammgarne, Tuche, Affenhaut, Flausche, Plüsche, Kleider- Samete, Anzug u. Paletotstoffe. Paul Karle O. 34, Warschauer Straße 79 Anzüge Paletots losen ferti und nach Maß Gammalmäntel Korsette Verkauf Willst du preiswert Hosen kaufen, mußt zu Kosen- Anders laufen. 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