Abendausgabe Nr. 368 40. Jahrgang Ausgabe B Nr. 184 Bezugsbedingungen und Anzeigenpreife Find in ber Margenausgabe angegeben Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Däuhoff 202-295 Tel.- Hoceffe: Sozialdemokrat Berlin Vorwärts Berliner Volksblatt Preis 3000 Mark Mittwoch 8. August 1923 Berlag und Anzeigenabteilung Geschäftszeit 9-5 Uhr Berleger: Dorwärts- Berlag Gmb. Berlin SW. 68, Lindenstraße 3 Ferafprecher: Dönhoff 2506-2507 Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Sowjetstern und Hakenkreuz. Kommunistisches Werben um völkische Offiziere. Kommunisten und Deutschvöltische sind jet offiziell beziehen. Allgemeine Methode und Richtung der Propaganda die-| unabhängig erhalten haben. Die Sowjetregierung habe ein im Bunde. Lange genug haben sie sich damit begnügt, fich felbe mie bei A. Jn feinem Zusammenhang zu bringen mit der Bersailles unterzeichnet, teine Armee entwaffnet, gegenseitig heimlich die Bälle zuzuwerfen: die Kommunisten berelis gefchehenen Propaganda unter Soldaten, die ganz andere tein Ruhrgebiet widerstandslos besegen rüsteten nicht etwa zum Bürgerkrieg, sondern lediglich zur Ab. 3wede und Inhalt hat. Spezieller Zweck bei B: allgemeine Be- lassen, wie das die verschiedenen fapitalistischen Regierungen wehr des Faschismus. Und die Nationalsozialisten bewaffneten arbeitung der Offiziersmasse, organisierte Erzeugung einer Deutschlands zugelassen hätten. Deshalb seien die fich nicht etwa zur Ausübung ihrer Gemaltherrschaft, sondern günstigen Stimmung, wodurch 1. auf die höheren Per lediglich zur Abwehr der fommunistischen Diktatur. Aber das fonen, mit denen direkt von uns verhandelt wird, ein Druck von Spiel wurde ihnen auf die Dauer langweilig: jetzt ist das der niederen Masse ausgeübt wird; 2. womöglich bereits bestehende Bündnis gegen die demokratische Republik zwischen Kom militärische Organisationen ohne ausgesprochen faschistischen, aber munisten und Nationalsozialisten offiziell geschlossen. mit nationalem antifranzösischen Charakter, wie Kommunisten durch und durch national, während das Kapital, von dem die Offiziere sich bisher haben mißbrauchen lassen, nicht national sei. Der Faschismus arbeite für den amerikanischen Kapitalisten Henry Ford, den deutschen Organisation für aktive Sabotage im Ruhrrevier Kapitalisten Hugo Stinnes und für Poincaré, wie die Herren Fuchs und Machaus gezeigt hätten. Die deutschen gewonnen werden. Andererseits wird durch diese Arbeit die Mög- Rommunisten aber seien genau so national mie fidhteit gemindert, daß nach Eroberung der Macht durch unsere die russischen Kommunisten. Sie hätten den BerPartei wir ohne militärischen Fachapparat bleiben, wohl aber die sailler Vertrag nicht unterzeichnet und arbeiteten für den gesamte Offiziersmaffe zur bayerischen oder anderen Vendée abwandert, überhaupt gegen uns ist. Mit Karl Radeks Schlageter- Rede fing es an.. Sie war feine Entgleisung, sondern die erste Enthüllung ber neuen Barole. Seitdem haut die" Rote Fahne" täglich in dieselbe Kerbe. Man tann aus jeder beliebigen Nummer folche Säße greifen wie: Die Hoffnungen auf England find zufammengebrochen. Die Sozialdemokratie wünscht die Rapi tulation. Bon welcher Seite erhoffen die ehrfich natio. nalgesinnten Kreise Deutschlands bie Rettung ber nationalen Ehre?" In öffentlichen Bolfsver fammlungen verbrüdert man sich ungeniert. In Jena begeht und Ehren fül: später versprechen, überhaupt Arthur Dinter die Sünde wider das Blut", daß er bei Raz und Rosi Wolffstein die Retter Deutschlands sucht. In Stuttgart läßt sich Herr Remmele von den National- jedoch nur nicht plump. sozialisten bescheinigen, er habe geredet wie einer der Unseren". Und der Graf Reventlom arbeitet an der Roten Fahne" mit. persönlichen Einwirfung anwenden, so hohe militärische Posten In diesem Zusammenhang neben der politischen alle Mittel der Das Geheimnis der Schwenkung der Kommunisten, die gestern die allein ehrlichen Internationalisten waren und heute mit den Bölkischen um die Weite Nationalisten sein wollen, läßt sich leicht enthüllen. Es ist enthalten in dem nachstehen ben Arbeitsplan für die Gewinnung von Offizieren, ben uns ein günstiger Wind aus der fommunistischen Zen trale zugemeht hat: Plan der Arbeit. A. Anknüpfung direkter Verbindungen. B. Propaganda in Wort und Schrift. auf Ehrgeiz spekulieren, nationalen Befreiungskrieg gegen Frankreich die revolutionäre Arbeiterschaft deutsche Offiziere, die mehr Schulter an Schulter mit Rußland. Für diesen Kampf braucht als einmal ihre militärische Tüchtigkeit der Welt bewiesen haben". Cuno sei fein reeller Feind Frankreichs. Wenn einmal ein Pfaffe vom römischen Bapst ihn besuche, kippe er um. Cuno fönne Deutschland nicht bewaffnen, Cuno bringe nicht das russische Bündnis. Nur wir- und mit eurer Mitarbeit können die Bewaffnung des Boltes durchführen". ,, Nur wir können Poincaré schlagen." Endziel der Sache. Minimum: Die Beteiligung einer großen Anzahl rein national eingestellter Militärpersonen und Organisationen im tommenden Bürgertrieg auf faschistischer Seite zu verhindern. Marimum: Diese Berfonen und Organisationen im Bürgerfrieg für uns auszumußen, auch später bei der Berteidigung Das ganze flingt wie ein Märchen aus dem Tollhaus und der eroberten Staatsmacht. Wenn nicht mehr nötig abschleben! ist doch schließlich nicht verrückter als die vorlegte Parole der Entmeder ganz, mas wohl nicht notwendig sein wird, vielmehr zum Kommunisten, die Arbeiter- und Bauern regierung, die alle Teil, nämlich auf militärische Fachposten, von uns Lebensmittel beschlagnahmen wird. Heute mag das ganze treng tontrolliert nach ruffischen Erfahrungen, Gefahr, nedische Spiel ernsthaften Männern als findische Spielerei erdaß es umgefehrt fommt, baß wir abgeschoten werden, ist ganz scheinen; morgen fann es blutiger Ernst sein. Wir wissen minimal, da die obere politische Leitung, die Initiative fowie vor nicht, wozu in den nächsten Monaten bittere außenpolitische allem das gesamte Material, nämlich bie militärisch organisierte Notwendigkeit die deutsche Republik noch zwingen fann. Dann Arbeiterschaft in jedem Falle die ganze Zeit bei uns bleiben. fönnen unter der nationalistischen Flagge Hakenkreuzler und Anderenfalls, wenn diese Bedingungen nicht verwirklicht werden Sowjetsternler gemeinfam gegen die Republik putschen, beide tönnen, die ganze Sache einstellen." in der Hoffnung, den Bartner nach errungenem Siege abzu3u A norläufig versuchen, mit einigen höheren Offi. Der Plan bedarf feines Kommentars. Die Kommunisten schieben". Auf diesen Butschtag rüsten Deutschvöltische und gieren, die durch ihre nationalistische Gesinnung bekannt sind, Kommunisten. jeboch nicht zu fafchistischen Organisationen gehören, in unmitiel. wollen burch nationalistische Verkleidung und Einfühlung die bare Berührung zu tommen, also mit Männern in der Art, Leftow Difizierstreife für den Bürgerfrieg neutralisieren oder wp- Und das saubere Blänchen ist nicht einmal neu. Genau so Borbeds, der neuerlich eine Beteiligung an Kommunistenbekämpfung möglich für fich gewinnen. Begründung und zugleich Propa haben die beiden ( Innere Front") wegen der nationalen Einstellung der SPD, ab- ganda dieser neuen Idee finden wir auch in einem Aufsatzin den Monaten vor dem Kapp- Putsch gelehnt hat. Berbindung ist zu erreichen, nicht burch birette in gleichen Kreisen herrührt, die mit der Durchführung des Urgetechtelmechtelt. Und als Kapp und Lüttwiz in Berlin einGin. entwurf Wir und der deutsche Offiziersstand", der aus den labungen seitens der Partei, sondern durch Borfchieben van Berfonen, bie nicht unmittelbar in der Parteitätigkeit stehen beitsplans betraut waren. Er geht davon aus, daß der un 30gen, erschien das leider viel zu rasch vergessene Flugblatt und möglichst selbst militärischen Rang haben. Wenn die überbrückbare Gegensatz zwischen dem preußischen Beutnant der Kommunistischen Zentrale:„ Arbeiter und Genossen, bleibt Berbindungen erreicht und Besprechungen ermöglicht, mit ben und dem Kommunisten eine Illusion sein. Der Offiziers in den Fabriken, beteiligt euch nicht am Generalstreif; es lohnt ft and an fich fei fein Rlaffengegner des Prole nicht für die Republik ber Ebert und Moske, der Bauer und tariats. Wie vielen Offizieren ginge es heute fchlechter Scheidemann. Laßt Kapp und Lüttwig regieren! Je schärfer nicht als offizielle Vertreter der Partei, als den Metallarbeitern! Seiner sozialen Lage nach gehöre fondern als der Partei naheftehende private, aber interessierte ber Offizier automatisch zum Hand- und Stopfproletariat. Die militärdiktatur, desto näher die faziale Revolution." Damals haben die deutschen Arbeiter den Schwindel Bersonen verhandeln. Größte Borsicht unb genaueste ustunft Was sie von den Kommunist en trenne, sei nur der über die Besprechungspartner. Inhalt der Berhandlung Berdacht, daß diese antinational seien. Nichts aber durchschaut und Kapp- Lüttwitz famt Radek zum Teufel geAuseinandersehung über die Möglichteit einer fei falscher als diese Bhrafe. Schon vor siebzig Jahren hätten fchickt. Jetzt soll das Spiel noch einmal geschickter versucht gemeinsamen politischen, bann eventuell auch Marg und Engels die Parole der Berteidigung prattifden Blattform. Dabei von unserer Seite die aus der Nation durch das fiegreithe Proletariat geprägt. Das parteitheoretischen Einstellungen kommenden Differenzpunkte mög- ruffifche Bolt fei noch nie so unabhängig und mächtig gegen lichst umgehen, beiderseitig annehmbare Bunkte möglichst betonen: das Ausland aufgetreten wie heute unter der SowjetregieRampf gegen Boincaré unb gegen die mitte in rung. Jeder zariftische General merde den deutschen Offizieren Deutschland! Der Ton bei den Besprechungen höchst höfbestätigen, daß die Kommunisten die ruffische Nation frei und lich( mit Exzellenz anreben usw.) und liebenswürdig. Keine Margzitate einschieben. Ueberhaupt möglichst wenig partet. programmatisch auftreten, desto mehr persönliche Kompl mente, jedoch nicht einschmeicheln, vollkommen unabhängig und fraftbewußt bleiben. Bei den Besprechungen wiederum die Bort führerschaft unfererseits möglichst vorgeschobenen Personen mit militärischem Rang überlassen. Leuten Bon der Gegenfeite vollkommene Diskretion verlangen. werden. Exzellenz anreden". Nach dem„ Arbeitsplan" ,, Arbeitsplan" ist augenscheinlich schon längere Zeit gearbeitet worden. In der Bereinigung internationaler Verlagsanstalten", einer fommunistischen Verfagszentrale, ist dieser Tage unter dem fnalligen Titel Dollar 6,5 Millionen. Slaget er eine Broschüre erschienen, die die AusBerbrecherisches Treiben der Spekulanten. einanbersetzungen zwischen Radet- Frölich mit dem Grafen Reventlom und dem ebenso völkischen Möller van den Brud zusammenstellt. Der Auffah Reventlows aus dem„ Reichsmart" vom 30. Juni d. 3. leuchtet hinter die Kulissen. Er versichert schon damals: „ Außerdem dürften überall unter der Hand WerDie afaftrophenhauffe am Devisenmarkt danert an. Die Situation verwirrt sich von Tag zu Tag mehr. Man ist sich über Ebenso von unserer Seite. Die Frage ist nicht in Zentralbie neuen Währungspläne der Regierung bis jeht vollständig im un- bungen im Gange fein, um vötfische Clemente im fizungen zu erörtern, soll überhaupt nur einigen, menn nicht bloß einer Berson befannt sein. Desto notwendiger volltom flaren. Im Devisenfrei vertebr ändern sich die kurie Rabetfchen Sinne au gewinnen. Es handelt sich nicht um mene Harmonie zwischen direkten Berhandlungen und offizieller on Minute zu Minute. Der Kurs für den Dollar feste eine bebeutungslose Rebe, sondern um einen politischen Plan, der Barteitätigkeit. Bei Notwendigkeit Aufrufe und Artikel in der mit 4 millionen ein, Gegen Mittag hörte man einen Kurs von Beachtung verdient, Dem Versuche, ihn zu verwirklichen, werden Bresse, jedoch kein Bort darin über stattgefundene Anknüpfung 6 bis 6% millionen. Die Feiffehung der amtlichen Kurse wir bald genug überall begegnen, wo völkische Deutsche ar oder Notwendigkeit einer solchen. 3ögerte fich etwas hinaus. Um 1 Uhr war das Pfund mit 22 mil- beiten," Zu B: Indirekte Anknüpfung durch Propaganda. Be fionen bel einer Zprozentigen Juteilung festgefeht. Holland bei Auf diesen Artitel Reventloms hat Baul Frölich geanttrifft weniger wichtige Berfonen als vielmehr Bearbeitung der sprozentiger Zufellung 1 900 000. Im freien Handel hörte man je wortet, und zwar ganz im Stile des Arbeitsplanes und gauzen Offiziersmaffe. fpezielle Flugfchriften, vielleicht eine fleine Broschüre, Effektenmarkt paßt sich der Aufwärtsbewegung nicht vollständig an, err Graf und Graf Reventlom" in diesem Mittel der schriftlichen Bearbeitung: doch für das Pfund bereits einen- Kurs bis zu 30 Millionen. Der nach der Regel Erzellenz.anreben". Nicht weniger als ein halbes Dugend mal finden wir die Anrede Beitungsartikel und Notizen, gesamte Einstellung der Partei. doch waren immerhin sehr beträchtliche Kurssteigerungen auf fast" Klassenfampf" artikel. Und die Höflichkeit der Form wird Mittel ber mündlichen Propaganda: spezielle Bersammlungen, ferner Propaganda durch gewonnene Offiziere in Militärfreifen, allen Gebieten zu verzeichnen. Charakteristisch ist, daß so gut wie unterstrichen durch die Versicherung: Wer ohne Ranfüne feineswegs nur Reichsmehr und Sipo Offiziere, gar tein Material auf den Markt kommt. Die Mehrzahl der Kurse ein Stud Begs mit uns marschieren fann, der fondern vor allem frühere Armeeoffiziere im Arbeitsrabius ein ist gestrichen. wird uns bereit finden!" o Die neuen Steuergesetze. naten aus. Reiches mur in demselben Tempo fortgehen, dann würden wir| Umsatzsteuerbeträge von 300 000 m. fomie unter Feilassung der am 31. Auguſt bei einer schwebenden Schuld von 150 Billionen Konsumgenossenschaften und des Einzelhandels. 4. Während der Dauer der Ruhraktion Erhebung einer Die politische Debatte, die heute im Reichstag durch eine angelangt sein. Die Steigerung wird aber wahrscheinlich Rede des Reichstanzlers und des Reichsfinanz- größer sein. Denn im Juni stieg der Dollar nur von 75 000 Steuer von allen Unternehmungen in Industrie, Handel und miniſters eingeleitet wird, knüpft an die Steuervorlagen an, die auf 150 000, aber im Juli von 150 000 auf 1 100 000. Der Banken in der Höhe der auf die Betriebe entfallenden Lohnvon der Regierung vorgelegt worden sind. Damit ist bereits Steigerung um das Doppelte im Juni folgte eine Steigerung fte u er. Abgabe des Gegenwerts eines Doppelzentners äußerlich erkennbar, daß die ungeheure Berrüttung unseres um mehr als das Siebenfache. Bei den Reichsfinanzen wirft Roggen pro Heftar land- oder forstwirtschaftlich benutzten gesamten politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens jetzt sich das immer erst im vollen Umfange in den folgenden Mo- Bodens unter Freilassung der Kleinbetriebe. auch von der Reichsregierung als die Folge der von der Sozial- stehen ungeheuer gesteigerte Papiermartausgaben gegenüber. verspätete Zahlung und sofortige Ablieferung der Lohnsteuer Den gleichbleibenden Parpiermarteinnahmen Außerdem verlangt die Sozialdemokratie Sicherung gegen demokratie seit Jahren auf das heftigste bekämpften Finanz- In der ersten Augustwoche muß also mit einem Defizit ge- bzw. der Verbrauchssteuern. politik der bürgerlichen Parteien angesehen wird. Jezt, an rechnet werden, das von 200 Billionen faum wesentlich entgesichts der Katastrophe, will mit einemmal niemand mehr Diese Borschläge der Sozialdemokratie gingen von dem schuld daran sein, daß die Steuern seit Jahren in entwerteter nicht gelingt, den Dollarstand wesentlich zu fenten. Eine Be- stäbe auf verschiedenen Wegen die Steuerbeträge zu erheben, schuld daran sein, daß die Steuern seit Jahren in entwerteter fernt sein dürfte, und wesentlich darüber hinausgeht, wenn es Gedanken aus, unter Benutzung der vohandenen SteuermaßMart und sehr verspätet gezahlt werden, daß zu Beginn des Ruhrkrieges troh stark gestiegener Ausgaben die Ginkommen- ftätigung finden diese Berechnungen, wenn man statt in Papier die zur Deckung der Reichsausgaben notwendig sind. Will steuer und die Körperschaftssteuer abgebaut worden sind, und mark in Gold umrechnet. Das monatliche Defizit des Reichs: man, statt auf den von der Sozialdemokratie vorgeschlagenen daß jeder sozialdemokratische Versuch, den Ruhrkrieg durch haushalts beträgt rund 250 Millionen Goldmart. Das sind bei drei Grundlagen aufzubauen- nämlich der Zwangsanleihe, daß jeder sozialdemokratische Versuch, den Ruhrkrieg durch einem Dollarstande von 4 Millionen rund 250 Billionen Papier- der Einkommen- und Körperschaftssteuer und der Umsatzsteuer Steuern zu finanzieren, den heftigsten Widerstand fand. Das macht es notwendig, daran zu erinnern, daß für den höhung und die Wertbeständigkeit der Tarife von Eisenbahn Körperschaftssteuer, so ist, wenn derselbe Betrag erzielt wird, Das macht es notwendig, daran zu erinnern, daß für den mar?. Selbst wenn ein Teil dieses Betrages durch die Er nur die eine Grundlage nehmen, die Einkommen- und Abbau der Besizsteuern bei Beratung des fälschlich und Post aufgebracht werden sollen, besteht immer noch die darüber zu reden. In dieser Beziehung sind die Vorschläge der Geldentwertungsgesetz genannten Steuerentwertungsgesetes Notwendigkeit, den Rest von rund 200 Billionen Regierung brauchbar, sofern es gelingt, den Multiplialle bürgerlichen Parteien verantwortlich durch Steuern und Anleihen aufzubringen. tator für die Vorauszahlungen fo erheblich heraufzu= find. Alle vertraten damals die Meinung, der Ruhrkrieg er: Das ist die Aufgabe, vor der Regierung und Reichstag jezt je zen, daß er in vollem Umfange der Geldentwertung ents fordere teine besonderen finanziellen Anstrengungen. Es sei stehen. Sie müssen fie lösen, sonst wird der Abgrund uns alle spricht, und Einkommen- und Körperschaftssteuer damit voll möglich, ihn durch die Notenpresse zu finanzieren. Erst bei verschlingen und Poincaré die größten Triumphe feiern, festen und gesicherten außenpolitischen Verhältnissen könnten aufgewertet werden. Der große Mangel der Regierungsvorwir positive Steuergesetzgebung betreiben. Solange wir feinen Wie will die Regierung dieses Ziel erschläge besteht aber vor allem in der Tatsache, daß sie nur an festen Boden unter den Füßen hätten, bestände die dringendste reichen? Sie hat dem Reichstage folgende Gefeßentwürfe den August denken und teine neuen Steuerquellen Aufgabe in der Erheltung der Substanz der Wirtschaft. Was vorgelegt: eröffnen, die laufend fließen und Sicherheit dafür aus den Staatsfinanzen werde, sei eine Frage von unterge- 1. Das Gefeß über die Ehöhung der Vorauszahlungen auf gewähren, daß nicht nur im August, sondern auch in den ordneter Bedeutung. Unter dem Beifall aller bürgerlichen die Einkommen- und Körperschaftssteuer, folgenden Monaten das Defizit durch Steuern beseitigt wird. Parteien tobte damals Helfferich gegen die Sozialdemokratie 2. das Gesetz über die Erhebung eines Opfers für Rhein Aus diesem Grunde müssen die Vorschläge der Regierung erwegen ihrer„ fapitalzerstörenden" Steuerpolitit. Und das, ob- und Ruhr, gänzt werden durch die sozialdemokratischen Forderungen wohl die Sozialdemokratie nichts anderes wollte, als eine ge3. das Steuerzinsgesetz, unter Bunft 4. Bon allen Unternehmungen in Handel, rechte Belastung des Besitzes zum Schutze der Reichsfinanzen 4. Abänderung einzelner Verbrauchssteuergesetze. Industrie und Banten muß ein Mehrfaches der von den und der Währung vor weiterem Berfall. Heute gibt es faum Das Gesetz zur Erhöhung der Vorauszahlungen auf die Dauer der Ruhraktion entrichtet werden. Von der Landwirtschaft, einen verständigen und verantwortungsbewußten Menschen, Einkommen und Körperschaftssteuer sieht vor, die in den letzten Jahren Steuern in nennenswertem Maße Das Gesetz zur Erhöhung der Vorauszahlungen auf die Arbeitern dieser Betriebe gezahlten Lohnsteuer während der der nicht bedauert, daß damals Kurzsichtigkeit und Egoismus daß die Borauszahlung am 15. August, für die der Reichstag überhaupt nicht zu zahlen brauchte, die eine überaus günstige einen traurigen Sieg davontrugen über die Steuernotwendig bei der Einkommensteuer das 25fache beschlossen hatte, auf das Ernte hat, muß eine Abgabe in Höhe des Gegenwertes von feiten und das Staatsintereffe. Der gegen die Reichsfinanzen 100fache erhöht wird und für die Körperschaftssteuer anstatt einem Doppelzentner Roggen pro Heftar verlangt werden. gerichtete Schlag richtete die Stüßungsaktion für die Mart zu des 35fachen auf das 140fache. Nach dem Gesetz über das Beide Borschläge der Sozialdemokratie find leicht zu verwirkgrunde und besiegelte so den seit dieser Zeit erfolgten unauf- Ruhropfer sollen am 25. August, am 5. Oktober und am 5. Ja lichen und durchaus berechtigt. Sie haben ferner den ungehörlichen Niedergang der Währung und der Wirtschaft. Wenn nuar 1924 das Dopelte der erhöhten Vorauszahlung für Ein- lichen und durchaus berechtigt. Sie haben ferner den ungeirgendwo, so hat hier das Wort Berechtigung: Was man von tommensteuer und Rörperschaftssteuer als Ruhropfer gezahlt heuren Borteil, daß sie laufend fließen, schnell eingehen und der Minute ausgeschlagen, gibt feine Emigkeit zurüd. So stehen wir gegenwärtig vor einer ungeheuren der am 1. September geltenden Kraftfahrzeugsteuer entrichten. Des Reichshaushalts dadurch gedeckt wird. werden. Außerdem sollen Kraftfahrzeugbesitzer bas 50fache so ergiebig gestaltet werden können, daß der ungedeckte Teil fchweren Aufgabe. Was zu Beginn der Ruhrattion Der Ertrag dieser Steuer wird gefchägt für das Aufkommen Wegen. Ein Abhandeln von diesen Forderungen fann es Das ist aber nur möglich auf den vorstehend dargelegten verhältnismäßig leicht durchzuführen gewesen wäre, ist jetzt im Auguft bzw. Anfang September: bei der Einkommensteuer nicht geben, weil dadurch das ganze Ziel, die Stillegung der Wegen. Ein Abhandeln von diesen Forderungen kann es ungeheuer schwer. Was damals den Zusammenbruch der auf 15 Billionen, bei der Körperschaftssteuer auf 9 Billionen Reichsfinanzen und der Mark verhindert hätte und außen- und bei der Kraftfahrzeugsteuer auf 5 Billionen, insgesamt Notenpresse, gefährdet wird. Die bürgerlichen Fraktionen, politisch den Anstoß zur Wendung hätte bringen fönnen, fann also auf 29 Billionen. Nun ist neuerdings geplant, die fich diesen Forderungen entgegenstellen wollen, müssen heute bestenfalls den Markverfall aufhalten und wird außen- diese Säge zu verdreifachen, so daß mit einem Gesamtein sich flar darüber sein, daß sie nicht nur sehr ernste parlamenpolitisch erst in Monaten günstige Wirkungen äußern fönnen. gang von 87 Billionen im August bzw. Anfang Sep- tarische und innerpolitische Auseinandersetzungen heraufTrotzdem ist es auch jetzt noch nicht zu spät. Noch kann tember zu rechnen wäre. Wir halten die Schäßung für zu beschwören, sondern daß sie, wenn sie im gegenwärtigen der unaufhaltsame Sturz in den Abgrund vermieden werden. optimistisch. Aber selbst wenn diese Beträge in vollem Umfange Augenblick alle Anstregungen zur Rettung vor der Katastrophe Aber das erfordert eiferne Energie, rüdsichtsloses eingehen würden, reichen sie nicht aus, um die Ausgaben zu scheitern lassen, die Papiermarkempfänger und PapiermarkHandeln und größte Kraftanipannung.. Wird decken und die Notenpresse stillzulegen. Dieses Ziel wird auch befizer in eine Katastrophenftimmung hineintreiben und undie Regierung diese Eigenschaften aufbringen, werden vor allem nicht erhöht durch die Erhöhung der Verbrauchssteuern, so der absehbare Gefahren heraufbeschwören. die bürgerlichen Parteien den Mut zeigen, denen, die des Biersteuer, der Zuckersteuer, der Salzsteuer und der ZündSteuerzahlens entwöhnt worden sind, klarzumachen, daß nun warensteuer. Auch die beschleunigte Einziehung dieser Steuern das in Jahren Versäumte in Tagen nachgeholt werden sowie die Verschärfung der Zuschläge bei verspäteter Zahlung muß? werden nicht so große Beträge bringen, daß man diese Steuervorlagen der Regierung für ausreichend ansehen kann. Das zu erreichende Ziel ist klar: die Notenpresse muß ftillgelegt werden. Ohne das gibt es feine Rettung, ja nicht einmal Milderung. Unzulänglichkeit ist da her von vornherein zur Ergebnislosigkeit verurteilt. Was zur Stillegung der Notenpresse erforderlich ist, das zeigen folgende Zahlen: Am 31. Dezember betrug die schwebende Schuld des Reiches 1,8 Billionen, am 31. Januar 2,7, am 28. Februar 4,6, am 31. März 8,3, am 30. April 10,1, am 31. mai 12,9, am 30. Juni 24,9 und am 31. Juli 60,8. Also: in feinem Monat ist die schwebende Schuld so schnell gestiegen wie im Juli. Hier beträgt die Steigerung das 3meieinhalbfache. Würde im August die Steigerung der schwebenden Schuld des Die Frauenabteile. Bon Walter Dach, Holle a. S. Berehrtes Fräulein! Für Ihren ausführlichen und interessanten Reisebrief dante ich Ihnen. Ich stimme Ihnen zu: Wie bist du doch so schön, o du weite, weite Welt! bitte, Nur in einem stimme ich nicht zu: Ihr feuchtfröhlicher Borwurf an die Männer und damit an mich, wir wüßten die Frauenabteile nicht zu würdigen. Es ist Ihnen passiert, daß männliche MitMitreifende dreimal in das Allerheiligste gedrungen sind. Verehr tefte drei Männer sind doch nicht alle Männer! Und. verehrtestes Fräulein haben Sie wirklich feine größeren Sorgen, als die überholten Frauenabteile zu halten? Sie als Sozia. listin! Ich sehe Sie lächeln: dieser dumme Mensch bringt seine fozialistischen Gedanken überall hinein. Doch mit Berlaub: lesen Sie meiter und steden Sie diesen Brief nicht gleich in Ihr Handtäſchen. Ich muß Ihnen meine Ansicht zu der Frage( jawohl: Frage!) der Frauenabteile mitteilen. die Vorschläge der Reichsregierung weit hinaus. Die SozialDie Finanzforderungen der Sozialdemokratie gehen über demokratie forderte: 1. Berdreifachte Erhebung der nach dem Brotversorgungsgefeß valorisierten 3wangsanleihe, 2. verdreifachte Erhebung der valorisierten Boraus zahlungen der Éintommensteuer und Körperschaftssteuer, 3. verdreifachte Erhebung der am 31. Juli fälligen Borauszahlung auf die Umsatzsteuer unter Freilaffung der ich sehen, der so tolpatschig ist und einer werdenden Mutter nicht den Platz anbietet. Und mit dem Rauchen? Wir haben ja Raucherund Nichtraucherabteile, die durchaus feine Scheidung nur für uns Männer find, da bekanntlich(!!) auch die Frauen in zunehmendem Maße dem Nikotin frönen. Und denten Sie weiter an die Eisenbahnraubüberfälle. Wollen Sie durch finsteren Hochwald stundenlang allein im Frauenabteil siben? Na, also! Berehrtes Fräulein, bleiben wir bei unserem schönen Grundfah der Gleichheit. Wir kommen damit am weitesten. Die Frauen Der zichten auf Extradinge oder Verhätschelungen( wie Sie wollen), und wir Männer machen uns mit ihnen dafür start, daß den Frauen die Errungenschaften erhalten bleiben. Für Ihre Ferien alles Gute und für die Rückreise den Wunsch, daß, Sie meine Gedanken propagieren und die Frauenabteile leer. halten, damit die Eisenbahndirektionen die Ueberflüffigkeit einsehen. Seien Sie herzlich gegrüßt von Ihrem Freunde. Einschränkung des Personenverkehrs. bahn für die Beförderung ber lebenswichtigsten Die Notwendigkeit, in der nächsten Zeit alle Kräfte der EisenGüter, besonders der Ernte, einzusehen, wird, wie amtlich mittehrs führen müssen. Der Reichsverkehrsminister hat daher die geteilt wird, zu Einschränkungen des Personenver. Führung von Sonderzügen zu ermäßigten Preisen grundsätzlich untersagt. Weitere Einschränkungen werden nach Maßgabe der Bertehrslage folgen. Die Bemühungen des Reichsverkehrsministers fönnen unterstützt, und es fönnen läftigere Maßnahmen verhütet werden, wenn sich in der Deffentlichkeit der Gedanke durchringt, daß die Zeit nicht dazu angetan ist, Feste zu feiern und Lurusfahrten zu unternehmen. Auch Versammlungen zu wissenschaftlichen und ähnlichen Zweden sollten auf bessere Zeiten verschoben werden. Goya vor der Inquifition. Aus dem Nachlaß des großen spanifchen Malers und Radierers Goya sind fürzlich einige unbekannte Sdriftftüde ans Licht gekommen, die den fühnen Schöpfer der " Proverbios" in einem Konflitt mit der gefürchteten spanischen In5. November 1814 auf Grund einer geheimen Untersuchung durch quifition zeigen. Die Franff. 3tg." teilt daraus mit, daß am das heilige Tribunal die Strafverfolgung Goyas beantragt wurde, und zwar boten den Anlaß zwei der berühmtesten Bilder des Meisters, die befleidete und die unbefleidete Maja, Porträts einer schönen Spanierin, die man unter den höchsten Damen des Madrider Hofs fuchte. Diese Bilder werden als unmoralische und verab Inquisition weniger diese beiden Gemälde im Auge gehabt zu haben, fcheuungswürdige Werte" bezeichnet. Tatsächlich aber scheint die in denen Frauenschönheit mit verführerischer Kraft dargestellt ist; pielmehr wollte man den Satiriker und Revolutionär Gona treffen, beffen große Radierungsfolgen eine flammende Anklage gegen die firchlichen, politischen und sozialen Verhältnisse seiner Epoche bilden. Am 16. März 1815 erhielt Gona die Vorladung des Inquisitionsgerichtes, persönlich vor dem Tribunal zu erscheinen und zu erflären, ob die Bilder wirklich von ihm stammten, aus welchen Gründen er sie gemalt habe und auf messen Rechnung er fie angefertigt habe. Der Maler wußte ganz genau, was diese Borladung bedeutete, nämlich Verhaftung, jahrelange Einterferung und vielleicht sogar den Tod, Er zog es daher vor, die Flucht zu ergreifen, und wandte sich nach Bordeaug, wo er die letzten 13 Jahre feines Lebens verbracht hat. Die beiden Bilder, deren Beschlagnahme drohte, waren glücklicherweise vorher in Sicherheit gebracht worden, so daß sie heute im Madrider Prado- Museum bewundert werden fönnen. Die Einstein- Theorie bestätigt. Nach Parifer Meldungen haben die Ergebnisse der Expeditionen zur Beobachtung der Sonnenfinsternis 1922 Einsteins Lehre von der Ablenkung der Lichtstrahlen burch die Sonne beträftigt. Wenn man fich in ein Bild verliebt.„ Dies Bildnis ist be zaubernd schön!" ruft der Bring in der Zauberflöte", als die Liebe fein Herz ergreift, und diese Liebe auf den ersten Blid, wenn er Die Frauenabteile unserer heutigen deutschen Reichseisenbahn auch nur auf ein Bild fällt, hat sich auch in der Wirklichkeit oft er verdanken ihr Dasein der damaligen Stellung der Frau im mon- eignet. Berühmte Kunstwerte erhalten durch solche Geschichten einen archistischen Staate. Die Frau war dem Manne nicht gleichberech- besonderen dämonischen Zauber. Auch in unserer nüchternen tigt. Sie war nicht gerade nur eine„ Gebärmaschine", wie im aus. Gegenwart tommt es noch vor, daß sich jemand in ein Bild vergesprochenen Männerstaabe, war aber bei weitem nicht das, was fie Zeitungen. Der erste war die Geschichte eines Mädchen, die nach liebt. Zwei solcher Fälle gingen fürzlich durch die amerikanischen moralisch- rechtlich hätte fein müssen. Ueberall verhätschelt und ver. Amerifa fuhr, um dort einen Mann zu heiraten, dessen Bild ihr tätschelt, das zarte Geschlecht betitelt, richtete man ihr auch auf der einen ungeheuren Einbrud gemacht hatte. Sie war aber von dem Eisenbahn besondere Abteile ein. Es wurde ihr stets vor Augen Original jo enttäuscht, daß fie unverehelicht wieder zurückfuhr. Die geführt: Du bist nur eine Frau! andere Erzählung berichtet von einem vornehmen Franzosen, der Mit dem halbabsolutistischen Männer- Deutschland ist es seit 1918 fich sterblich in ein Gemälde verliebte, auf dem eine schöne Bäuerin Potsdamer Kunstsommer. In der Internationalen Ausstellung für vorbei. Die Frau hat die gefehliche Möglichkeit, fogar Reichspräsi- bargestellt war. Er forschte dem Urbild nach und fand, daß es fein Molat und Glasmalerei in der Drangerie Sanssouci findet jeden Mittwoch frisches Landmädchen, sondern ein Morell war. Die Schöne wirkte und Sonnabendnachmittag um 4 Uhr eine Führung durch Dr. A. Hof dent zu werden. Wir haben die volle Gleichberechtigung der Ge- aber auch in eleganter Toilette so bezaubernd auf ihn, daß er sie flatt. Vielen Befuchern wird eine infubiung in die Herstellung des schlechter. Ich weiß, daß Sie, gerade Sie, verehrtes Fräulein, eine heiratete. Die Zahl der Männer, die sich täglich in die Photo- Materials, die Technik der Verarbeitung und die künstlerische Verwendung glühende Anhängerin dieser These find. Nun aber auch Hand aufs graphien von hübschen Frauen in den illustrierten Blättern verHerz- was sich früher allgemein als Berpäppelung auswirkte, tann lieben, ist Legion," schreibt Carles McEvoy in einer englischen Zeit- Der deutsche Konful in Florenz teilt mit, daß deutsche Künstler in allen Freier Eintritt für deutsche Künstler in italienischen Museen. heute ganz gut als Bevorzugung angesehen werden Wie kommen schrift. ,, und ebenso ist es umgekehrt. Jeber Mann und jede Frau italienischen Museen freien Eintritt haben, wenn fie die Mitgliedsbescheinigung Sie dazu, als gleichverpflichteter und gleichberechtigter Steuerzahler hat ein bestimmtes teal von Schönheit; es iſt jenes gemiffe ihres wirtschaftlichen Verbandes oder anderer Künstlerverbände vorweisen, und Staatsbürger eine Extrawurst in Form der Frauenabteile zu Etwas", das man nicht näher bestimmen kann, das sich vielleicht in der auch gefagt sein muß, daß der Betreffende in seinem Heimatsort verlangen? Haben Sie schon irgend etwas von Männerabteifen ge- mundes usw., ausdrückt. Man verliebt sich natrlich nicht in das in einer besonderen Zeichnung der Brauen, in einer Linie des als Künstler bekannt ist. hört? Nanu! Mit dem Männerstaat ist's aus. Schön. Entwickeln Bild, sondern in das Wesen, das man in dem Bitte dargestellt wir uns jetzt zum Beiberstaat?( In der Geschichte alles schon da- glaubt. Die Photographie ist allerdings eine sehr trügerische Ber gewesen.) Berehrteste so sehr ich Freund der freiheitlichen Frauen- mittlerin der Liebe. Im Kunstwert ist das Seelische ausgedrüdt, bewegung bin, so sehr ich für die Gleichberechtigung eintrete aber was in der Photographie nur sehr felten gelingt. Mit der Aehndas mache ich nicht mit. Nein, das mache ich auf keinen Fall mit! lichkeit ist es ja bei allen Bildern ziemlich schlecht bestellt, und geIch sehe Sie nach Ausflüchten ringen. Sie werden mir ant- rate die verschönernde Wirkung der Photographie ruft am häufigsten Liebe hervor und nachher Enttäuschung. Deshalb verliebe man sich morten:... und eine hochschwangere Frau? Ach, liebes Fräulein, ruhig in Bilder, soviel man mag, aber man begnüge sich mit dem diese Gesegnete hat noch lange teine Gewähr, Siggelegenheit im idealen Schein und suche nicht die Berwirklichung des Ideals, was Frauenabteil zu bekommen und im übrigen, den Mann möchte in der Liebe besonders schwer ist...." -willkommen sein. biets, fortgelegt. Bratoslav v. Jagitsch, der hervorragendste Bertreter der slawischen Bhilologie, ist in Wien im 86. Lebensjahr gestorben. Als Profeffor an der Biener Universität und Herausgeber der Enzyklopädie der flawischen Philo Logie hat er für die Erforschung der slawischen Sprachen Hervorragendes geleistet und das Berk seines Lehrers Miklofich, des Begründers dieses GeDie burnigen Türken. Die türkische Regierung bat fich auf das Verbot des Weintrinfens besonnen, das der Prophet allen seinen Anhängern vorschrieb und ein strenges„ trodenes" Regime beschlossen. Mit dem 1. Auguft sollte dieses türkische Alkoholverbot in straft treten. Die Trennung bom Altohol fällt ihnen aber so schwer, daß sie vorläufig das Berbot noch um einen vollen Monat hinausgeschoben haben. Die Arbeiten des Reichstags. Beschlüffe des Aelteftenrats.- Morgen politische Aussprache. abfinden laffen, wodurch die Rentenabholung, die QuittungsstempeDie Einziehung der Fernsprechgebühren. lung, die damit verbundenen Wege ufw. erspart würden. Der Das bisherige Verfahren der Einziehung der Fernsprechgebühren Abfindungsbetrag stellt sich für ihn auf ganze 600 M. ist in Berlin für die Reichspostverwaltung sehr kostspielig und um-( sechshundert Mart), wofür man heute gerade noch Der Aeltestenrat des Reichstags hat heute vor der ständlich geworden. Es erfordert ein großes Einziehungs- und äußerte fich nicht zu dem Vorschlag, dem Rentenempfänger nur eine Gemmel faufen kann. Die Berufsgenossenschaft Blenarsizung beschlossen, nach der heutigen Rede des Reichs Verwaltungspersonal. Auch für die Fernsprechteilnehmer ist das einen eisernen Sechser zu schicken. Aber sie hatte die Freundlichkeit, finanzministers Dr. Hermes die sämtlichen Steuervorlagen jetzige Verfahren unbequem, weil die verschiedenen Gebühren nicht ihrem Abfindungsvorschlag den Hinweis anzuhängen, daß der an den Ausschuß zu überweisen, jedoch morgen die in einer Rechnung zusammengefaßt und gleichzeitig eingezogen Rentenempfänger nach der Abfindung auch dann feinen Anfprudy politische Aussprache im Anschluß an die Erklärungen werden können; es müssen daber größere Beträge fängere Zeit an die Berufsgenossenschaft mehr habe, wenn die Unfallfolgen fich des Reichstanzlers, die der Rede des Finanzministers voran zur Zahlung bereit gehalten werden, weil die Einziehungstage perfchlimmern sollten. Wir empfehlen auch anderen Empfängern gehen werden, stattfinden zu lassen. Die Ausschußberatungen wechseln. Die Einziehung der Fernsprechgebühren soll deshalb fleiner und fleinster Unfallrenten, diesen Hinweis zu beachten und fallen so beschleunigt werden, daß mit der zweiten der geändert werden. Für die Erhebung und Berrechnung ist ein be- ich es fehr zu überlegen, ob sie sich abfinden laffSteuervorlagen im Plenum spätestens Anfang fonderes Fernsprechrechnungsamt, Berlin O 27, Magazinstr. 8-11, nächster bieten. o che begonnen werden kann. Wieder Verkehrssperre. $ mollen. " Eintagestreik des Einzelhandels. Der eingerichtet worden. Dem Teilnehmer wird monatlich eine Rechnung über seine Fernfprechgebühren durch die Post gebührenfrei zugestellt. Denjenigen Teilnehmern, bei denen im Laufe eines Die Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels, Berlin W 8, Bon heute Abend ab auf 8 Tage. Monats größere Beträge für Ferngespräche aufkommen, werden bittet zur Aufklärung des Publikums" um Veröffentlichung folgender noch besondere Rechnungen zugefertigt, sobald die Gespräche eine Buschrift: Paris, 8. Auguft.( WTB.) Nach einer Havasmeldung aus gewisse Höhe erreicht haben. Es wird den Teilnehmern überlassen, am " Der Schluß der Berliner Einzelhandelsgeschäfte für den Berkauf Koblenz hat die Rheinlandkommission im Einvernehmen mit dem innerhalb einer Frist von acht Tagen die Beträge entweder bar Berlegung der Jr.teressen der Verbraucher herbeiführen. Donnerstag, den 9. August, soll naturgemäß teine General Degoutte beschlossen, wegen des Bombenwurfes auf die oder durch Banksched am Schalter eines beliebigen Bostamts des Lebensmittelhandel franzöfifchen Jäger in Düsseldorf den Tag- und Nachtverkehr zwischen Berliner Bezirks unter Vorlegung der Rechnung einzuzahlen oder drücklich freigegeben. ift aus diesem Grunde 3. B. aus= dem befehten und dem nicht besetzten Deutschland von der Nacht vom auf das Postschecktonto Nr. 151 000 des Fernsprechrechnungsamts zu auf die täglich wachsende große Not des Einzelhandels lenken, der auf Das gemeinsame Vorgehen soll vielmehr die Aufmerksamkeit der Deffentlichkeit und der Regierung 8. zum 9. August, 12 Uhr mitternachts an, auf acht Tage zu ver- überweisen. Bei der Einzahlung wird auf der Rechnung eine der einen Seite seinen Lieferanten gegenüber alle Verpflichtungen nur Ludwigshafen, 8. Auguft.( Mtb.) Wie das Bürgermeisteramt Empfangsbescheinigung erteilt. Der Abschnitt für das Fernsprechrech noch auf Grundlage fremder Währungen erfüllen muß, auf der andeLudwigshafen mitteilt, verbietet die Interalliierte, Rheinland- nungsamt wird von dem Schalterbeamten abgetrennt. Bei Zahlungen ren durch die kleinliche Anwendung misverstandener Wucher- und fommission wegen des Attentats auf die Besatzungstruppen in Düssel- aber müssen unbedingt Anschlußamt, Anschlußnummer und Buchungs- legten Betriebsmittel zur Fortführung des Geschäfts zu erhalten. Diese im Bostichedwege braucht die Rechnung nicht vorgelegt zu werden, wohl Preisschilderverordnungen und Devisenvorschriften gehindert ist, seine dorf allen Personen deutscher Nationalität den Verkehr bei Tag und Nacht zwischen dem besezten und dem un nummer auf dem Abschnitt der Bahlkarte oder der Ueberweisung Sicherung liegt aber gerade im Interesse der Berbraucher, ohne die befeßten Gebiet auf die Dauer von acht Tagen Das angegeben sein. Nach Eingang der Zahlung werden den Zeil die Versorgung mit allen notwendigen Bedarfsartikeln für die nächste Beit auf das höchste gefährdet ist.“ Verbot tritt in der Nacht vom 8. auf den 9. August um Mitternacht nehmern die Gebührenzettel und sonstigen Rechnungsbelege fostenfrei Was hier so vorsichtig mit Schluß für den Verkauf" und„ ge= zugestellt werden. Anträge auf Gebührenerstattung sind schriftlich meinsames Vorgehen" umschrieben wird, fann mit dem gut bekannten Die neue Verkehrssperre, die die französische Besatzung richten. Um das Einziehungsverfahren zu vereinfachen, mußte die fommen überflüssig. Daß der Einzelhandel zurzeit infolge Die neue Verkehrssperre, die die französische Besatzung unter Beifügung von Belegen an das Fernsprechrechnungsamt zu Worte Streif bezeichnet werden. Und dieser Streitist poll anläßlich des letzten Düsseldorfer Vorfalls über das gesamte Boftverwaltung die bisher auf Antrag des Teilnehmers zulässige ber rasenden Geldentwertung mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen belegte Gebiet verhängt, ist eine neue ungeheure Bedrückung Abbuchung der Gebühren im Bostichedwege für das Ortsnetz Berlin hat, meiß man. Die Einzelhändler haben in all den Jahren mit am der ganzen der Täter in diesem Falle sofort verhaftet werden konnte, also aufheben, zumal die den Teilnehmern bei dem neuen Einziehungsdie schöne Theorie der Solidarhaft wegen Nichtaufklärung in berfahren auferlegte Leistung gegenüber den der Postverwaltung diesem Falle ganz hinfällig ist. Auch die Kürze der Borberei. durch die Abbuchung entstehenden Schwierigkeiten verschwindend tung die Sperre foll heute abend in Kraft treten soll gering ist. offenbar die Wirkung dieser friedlichen" Maßnahme verfchärfen. Wenn in Paris und Brüssel gleichzeitig verlautbart mird, daß der paffive Widerstand zum Erliegen komme, so merkt man deutlich genug, daß man dieses Erliegen mit allen Mitteln herbeizuführen wünscht. Dazu muß jetzt auch das Düsseldorfer Handgranatenattentat herhalten. Die Wirkung diefer brutalen Knebelungsmaßnahme wird freilich eine um gefehrte sein. Sie wird den Abwehrwillen gegen diefe militaristischen Unterdrückungsmethoden stärken. in Kraft. Weitere Verhaftungen in Düsseldorf. Düsseldorf, 8. Auguft.( TU.) Außer Raabe, der am Samstag in Düsseldorf die Handgranate warf, ist noch sein Vater und sein Bruder verhaftet worden. Unstimmigkeiten im englischen Kabinett. London, 8. Auguft.( WIB.) Reuter erfährt, daß die für heute anberaumt gewefene kabinettsfißung auf morgen, Donnerstag, verschoben worden ist. Der diplomatische Mitarbeiter der„ Bestminster Gazette" glaubt, doß der neue Aufschub der Veröffentlichung der britischen Noten von den franzosenfreundlichen ertrem- tonservativen Diehards verursacht worden sei. Es werde flar, daß Baldwin, wenn er sich den Vorteil zunuze machen wolle, der ihm aus der Beröffentlichung der britischen Noten erwachsen würde, von seinen eigenen Diehhards matt gesetzt werden würde. Der diplomatische Korrespondent des„ Daily Telegraph" meldet, dah die Minister sich heute über den nächsten Schritt Großbritanniens in der europäischen Krise besprechen werden, daß aber cire Bollsigung des Rabinets erst morgen oder Freitag abgehalten werden wird. Dies könnte als ein Zeichen für die zweifellos vorhandenen Neue ungeheure Brotpreissteigerungen. ihrer Breffe am fautesten gegen die Sozialdemokratie und Gemeinlautesten in das große Horn vom freien Handel" getutet, haben in wirtschaft, gegen Genossenschaften und Kommunalwirtschaft geschimpti. Heute liegen fie unter ihrem eigenen Schlitten. Ist aber die Not des Einzelhandels groß; so ist die Not des Volfes unermeßlich. Was aber würde der Einzelhandel und seine Presse sagen, wenn auch das Volk in diesen schweren Wochen und Tagen Schluß" gemacht und gestreift hätte? llebrigens legt der Verband Berliner Kaufleute der Kolonialwarenbranche Wert darauf mitzuteilen, daß er seine Mitglieber ersucht habe, ihr Geschäft offenzuhalten. Der 3wedverband der Bädermeister Groß- Berlins teilt mit: Die faft hundertprozentige Mehlpreissteigerung macht eine fofortige Erhöhung der Brotpreise notwendig. Es fostet ab Donnerstag, den 9. August, ein Brot 160 000 M., eine Schrippe 7500 M., Armenspende durch Laubenkolonisten. alle anderen Gebädforten werden um 50 Proz. erhöht. Seitens der Bäckermeister wird diese ungeheuerliche Brotpreis- Baubenkolonisten des Bezirks angeregt worden, von der diesjährigen Vom Wohlfahrtsamt Treptom mar bei den sehr zahlreichen erhöhung die vierte in den letzten sieben Tagen damit be= gründet, daß die Mehlpreise eine nahezu schwindelnde Höhe er- Ernte den bedürftigsten Familien und Alleinstehenden eine Spende reicht haben. Gestern noch foftete ein Doppelzentner Weizenmehl zukommen zu lassen. In hoch anzuerkennender Weise haben sich über 20 Millionen. 17,5 Millionen, heute früh erforderte dasselbe Quantum bereits fast alle Kolonien hierzu sofort bereiterklärt. Die große LaubenBrotpreis dem Mehlpreise auch noch nicht entspricht, daß der letzt: Es sind etwa 400 der Bedürftigften ausgesucht und auf die einDie Bäckermeister betonen, daß der jetzige folonie am Heidekampweg hat sogar noch eine Million bar geftiftet. gültige Breis von 90 000 m. für ein martenfreies Brot beruhte auf seinen gebefreudigen Kolonien verteilt worden. Am nächsten Sonneinem Mehlpreis von 9,2 Millionen Mart. Die ungeheuerliche tag, den 12. Auguft, werden sie zu bestimmter Stunde mit Körben, Steigerung für Brot und sonstiges Gebäd ist zum Teil darauf Säcken und Wägelchen anrücken, um heimzuholen, was die Kleinzurückzuführen, daß man im Bäderei und im Mühlengewerbe gartenpächter von ihrem Wenigen herzlich gern geben, und dabei jetzt ebenfalls an die Goldmart heranzukommen sucht. Das geht so wird wohl auch noch mancher Behntausender abfallen. Dieses löbweit, daß ein großer Teil der Mühlen sich bereits liche Beispiel, das die jest riesig in Anspruch genommenen Wohlmeigert, auf anderer Basis zu verkaufen, und fahrtsämter etwas entlastet, sollte allgemein Nachahmung finden. damit vielen Beziehern, namentlich den Kleinbädern, den Einkauf Durch die amtliche Mitwirkung hat man ja die Gewähr, daß nichts pon Brotmehl fast unmöglich macht. in unrechte Hände kommt. Um das Kind? Das Ende einer Chetragödie in einer Autodroschke. Eine dunkle Tragödie endete in der vergangenen Nacht in der Pappel- Allee auf offener Straße mit dem Tode eines fleinen Kindes und dem Selbstmordversuch eines Mannes. Abends gegen 10% Uhr nahmen zwei Herren und eine Dame mit einem kleinen Kinde in der Danziger Straße eine dort haltende Kraftdroschte zu einer Fahrt nach der Binzstr. 36-37 an. Man fuhr aber nicht der ursprünglichen Weisung entsprechend gleich dorthin, sondern besuchte noch mehrere Schantwirtschaften, während der Chauffeur Meinungsverfchiedenheiten innerhalb des Minifteriums jedesmal draußen hielt. Um 1 Uhr nachts stieg ein Herr in der Schliemannstraße aus. Das Paar mit dem kleinen Kinde fuhr jetzt weiter. angesehen werden. Baldwin und Lord Curzon handelten Vor dem Hause Bappel- Allee 76 ließ der Herr plöglich halten und zmeifellos richtig, wenn sie den sich zuweilen widersprechenden Rat- ftieg aus. Nach einem heftigen Streit mit der Dame, schlägen Gehör gewährten. Aber es ſei Aufgabe des Premier den Mann vergeblich gebeten hatte, ihr wenig die ebenfalls den Wagen verließ, lief diese davon, nachdem sie ministers und des Etaatssekretärs des Aeußern, die gegenwärtige itens das Kind zu geben. Gleich darauf fiel ein Schuß, und Politik des Landes fest zu bestimmen und darauf zu bestehen, daß mehrere Personen, die hinzufamen, fanden den Mann und das Kind fie von ihren Kollegen angenommen werde. Es fönne nicht in in ihrem Blute schwimmend vor. Man brachte beide nach der Ret Frage kommen, daß in der Ruhrangelegenheit der extremen tungsmache in der Winzstraße. Hier konnte der Arzt nur noch festGruppe der Unentwegten nach gegeben werde, d. h. derjenigen, ftellen, daß das Kind tot war. Ein Herzschuß hatte feinem Leben welche vorschlüge, daß Großbritannien sich Belgien und Frankreich ein Ende gemacht. Der Mann war durch einen Schuß in die linke bei der Forderung nach bedingungsloser Einstellung des paffiven nach dem Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. In den KleiderSchläfe schwer verwundet, lebte aber noch. Er wurde besinnungslos Widerstandes durch Deutschland anschließen solle. Der Korrespondent führt weiter aus, er höre, daß die Unter- taschen des Mannes fand man Bapiere, die auf einen 26 Jahre alten, aus Berlin gebürtigen Johannes Röhler aus der Bin 3 redung, die Lord Robert Cecil am Sonnabend mit dem Präfi- ftraße 36-37 lauten. Das Kind heißt Hildegard und ist etwa über Denten Millezard hatte, zu feiner Entwicklung im Sinne einer 1 Jahr alt. Ein anderes Schriftstück deutet auf eine schwebende CheAnnäherung zwischen der britischen und der franzöfifchen Auf- fcheidung hin. Es ist eine Vorladung zu einer Verhandlung Köhler fajfung geführt habe. Unter diesen Umständen herrsche in den maß gegen Köhler. Die Frau, die vor der Katastrophe davonlief, ist noch gebendsten Kreisen der Eindruck, daß die Grenze britischer nicht wieder ermittelt. Wahrscheinlich aber ist es die Ehefrau des 3ugeftändnisse an den franzöfifchen Standpunkt jetzt er. Röhler. reicht fet. Moskaus Profeft wegen der Rotowski- Ablehnung. Reuter meldet aus Mostau, das Kommissariat für auswärtige Anges legenheiten habe eine Note an die britische Mission gefandt und dagegen protestiert, daß das Foreign Office sich weigere, Stalowsti als Nachfolger Kraisins anzuerkennen. 7. August 8. August Räufer Berkäufer Käufer ( Geld-)( Brief-)( Geld-) Kurs Kurs Kurs Verkäufer ( Brief-) Kurs 1 holländisch. Gulden 1895250.- 1904750.- 1296750.- 1803250.Haarschneiden 50 000 Mark. Es hört sich gefährlich an, ist für sehr viele eine große Ausgabe und ist dennoch nicht viel. Ein Pfund Birnen foftet schon mehr. Das Billigste beim Barbier ist noch Bartschneiden mit 6000 m. und Rasieren mit 9000 m.. Die Untosten der Barbiere sind besonders hoch in der Wäsche, die immer sauber sein soll, um die Kundschaft nicht zu vergraulen. Auch die Preise für Kosmetika und Seife find enorm hoch. Noch vor Weihnachten werden wir wohl unsere überflüssigen Haare nur für einen Hunderttausender loswerden. Unter der Not der Zeit sind piele Väter und Mütter dazu übergegangen, zum mindesten den Rindern die Haare selber zu schneiden. Beim vierten Einbruch auf derselben Stelle ertappt und festgenommen wurde ein 46 Jahre alter Bäcker Paul Schulze aus der Neuen Jakobstraße. Bei der Genossenschaftsbäckerei in der Urbanworden. Der Geschäftsführer legte sich nun auf die Lauer, verfolgte straße 70 war schon dreimal eingebrochen und jedesmal Mehl gestohlen den Dieb, der wieder 60 Pfund Mehl mitgenommen hatte, und ließ ihn am Hermannplatz von Beamten der Schutzpolizei festnehmen. Es war Schulze, der dann auch einräumte, schon dreimal zur Nachtzeit die Bäckerei mit einem Nachschlüssel besucht zu haben. Er behauptete, daß er aus Not gehanedelt habe. und viele Jahre in der Berliner Stadtverordnetenversammlung faß, Rechtsanwalt Oscar Caffel, der früher im Preußischen Landtag ist gestorben. Als er aus der Stadtverordnetenversammlung im Jahre 1921 ausschied, war er ihr dienstälteftes Mitglied; seit 1888 hatte er ihr ununterbrochen angehört. Die alte Stadtverordnetenversammlung, in der er ein Führer der Liberalen mar, machte ihn 1913 zum Ehrenbürger der Stadt Berlin. Cassel war seit Jahren schwer leidend und mußte infolge der Zuderfrankheit noch als ein Siebenziger die Amputation eines Beines über sich ergehen lassn. Er hat ein Alter von 74 Jahren erreicht. Beginn der Fliegertagung in der Rhön. Am Freitag begann, mie vorausgesehen, bei schönem Wetter der Borwettbewerb des Bierten Rhön- Segelflugwettbewerbes 3. bis 31. Auguft mit einigen Brobeflügen neu montierter Maschinen, darunter der erst sieb= zehnjährige Schüler T. Riedel, der bereits am ersten Rhön- Segelflugmettbewerb teilnahm. Leider herrschte seit mittags 11,30 Uhr starker Regen und Nebel. Das Feit der filbernen Hochzeit beging heute das Ehepaar Robert Bro B, Stralauer Allee 17 b. Genosse Groß ist seit März 1914Redakteur der Zeitschrift„ Der Fachgenosse" des Zentralverbandes der Glasarbeiter Deutschlands. Wetter für morgen. Die Fopperei m kleinen Unfallrenten. In Nr. 365 meldeten wir, daß ein Gefehentwurf vorbereitet wird, der die Ansprüche auch der Empfänger fleiner Unfallrenten neu regeln soll. Die Aufbesserung der Renten, die infolge der fort schreitenden Geldentwertung nötig geworden war, hat sich bisher nicht auch auf die Unfallrenten unter 33% Pro3. erstreckt. In zwischen ist bei vielen Unfallrenten das Mißverhältnis ihres von pornherein nur färglich gewesenen Betrages zu den längst ins Riesenhafte und Ungeheuerliche gesteigerten Lebensunterhaltungsfoften so toll geworden, daß auf die Empfänger dieser Renten die Auszahlung solcher Beträge nur noch wie eine alberne Fopperei wirken kann. Was soll man dazu sagen, daß z. B. ein Zimmermann, der früher durch einen Unfall eine Beeinträchtigung der 1 argentin. Bapier- Bejo 1596000.- 1604000.- 1047375.- 1052625. Berlin u. Umgegend. Etwas fühler, zeitweise helter, jedoch überrechten Hand erfitt und seitdem gehn Prozent Unfallrente wiegend bewölft, mit leichten Regenfällen und mäßigen westlichen bis nord215460.- 216546.- 149625. 150375.- erhält noch jetzt mit monatlich 6,95 m.( sechs Mark und westlichen Binden. 778050. 781950.- 528675. 531325.- 95 Pfennig) sich abspeisen lassen muß! Vor einigen Wochen 881790.- 886210.- 598500. 601500.- fchrieb er an die in Frage kommende Berufsgenossenschaft und 1276800.- 1283200.- 872812.50 877187.50 fegte ihr auseinande:, daß unter den jezigen Geldverhältnissen 91228.- man doch keinem Menschen mehr den lächerlichen Betrag von 6,95 Mart als Rente zahlen kann. Er schlug vor, ihm nur fünf Anforderungen vergriffen. Die Beitragsmarten für Auguft sind durch die plöglichen großen Sobald neue Marten eingetroffen 141645.- 142355.- Pfennig auszuzahlen; für den Sechser könne er dann 14 962500.- 15037500.- ein Bielfaches des ihm zukommenden Renten. find, wird es an dieser Stelle mitgeteilt werden. 1847850-4872150.- 3291750.- 3308250.- betrages bei jedem Münzenauffäufer eintau189525.- 190475.- fchen. Den Rest in Höhe von 6,90 m. wollte er gern der Berufs. 486212.- 336656. 338344. genossenschaft überlassen, damit sie für gehabte Mühe eine kleine 867825.- 872175.- 592515.- 595485.Bergütung erhielte. Die Berwaltungskosten, die ihr aus der dauern. 1 belgischer Frank 1 norwegische Krone. 1 dänische Krone. 1 schwedische Strone 1 finnische Mark 1 javanischer Yen. 1 italienische Lire 1 Bfund Sterling 1 Dollar. 1 französischer Frant. 1 brasilianischer Milreis 1 Schweizer Frank. 1 spanische Beseta 100 öiterr. Stronen( gest.) 134662.- 135338.2394000.- 2406000, 207480.- 208520. 21 945000.- 22055000275310.- 276690. 483788.90772. 1596000.- 1604000.673312.50 676687.50 462840.- 465160.- den Weiterführung einer solchen Zwergrente entstehen, find freilich 4688.- 4712. durch die Spende von 6,90 m. noch lange nicht abgegolten. Die 99750.- 1002500.- dürften jetzt wohl das Tausendfache und mehr betragen. Auf den 187.- 188.47 Brief des Zimmermanns antwortete die Berufsgenossenschaft, bei 29925.- 30075.- nur 10 Prog. Rente sei nach den gefeßlichen Bestimmungen feine 52180.- 34912.50 85087,50 3ulage möglich. Er fönne fich mit einer entsprechenden Summe 6982.50 7017.50 1 tichechische Krone. 149625. 150375.1 ungarische Krone. 24937. 1 bulgarische Lewa 1 jugoslawischer Dinar. 44887.51870.25063. 45113. Groß- Berliner Parteinachrichten. J. A.: Alex Pagels. Jugendveranstaltungen. Achtung, Abteilungsvorfigenbe! Scute. Mittwoch, non 4 bis 7 Uhr, im Jugendheim, Lindenstraße 3. Berkauf von Fadeln zur Verfaffungsfeier. Per Stüd 15 000.--. Schwarzrotgoldenes Band 1 Meter 24.000. · Gewerkschaftsbewegung Kurzarbeiter und Arbeitsvermittlung. Ein Kurzarbeiter schreibt uns: Die Kurzarbeiter müßten bei cintretender Arbeitslosigkeit bei der Arbeitsvermittlung insofern bevorzugt werden, als ihnen bei nur dreitägiger arbeit in der Woche bei der Arbeitslasenmeldung auf dem Arbeitsnachweis ein Biertel der Kurzarbeit angerechnet wird, so daß einem halbtagarbeiter nach vier Wochen eine Woche anzurechnen ist. folgenden Generalversammlungen, zu übertreiben. Auf je 150 bis| rungen, bie die Fraktion an die Regierung Cuno gerichtet hat, betonte 500 Mitglieder soll ein Delegierter fommen, so daß die bevorstehende aber, daß die in dem bekannten Fraktionsbeschluß niedergelegten Generalversammlung mit etwa 220 Delegierten bei etwa 90 000 Richtlinien bis zur letzten Konsequenz durchgeführt werden müssen. Mitgliedern zu rechnen hat. Die in der cbgelehnten Resolution erhobenen Forderungen wurden Da die Kosten für einen Berbandstag mit etwa 220 Teilnehmern den Münchene: Bertretern im Reichstag als Anregung übergeben nicht gering find, hat der Hauptvorstand den Mitgliedern die Fragen mit dem Wunsch, wenn die politijche Lage es verlangt, im Sinne aur Urabftimmung unterbreitet, ob ein großer Berbandstag mit dieser Anregungen zu wirken. Ferner sprach die Versammlung drei Extrabeiträgen", oder aber ein leiner Berbandstag aus, daß die Münchener Parteiorganisation mit den Sondermit einem Extrabeitrag abgehalten werden soll. Der fleine" Ber- bestrebungen, wie sie in Weimar zutage getreten find, nichts gebandstag würde statt 220 nur etwa 40 bis 50 Delegierte umfassen. mein haben will, sondern vertrauensvoll hinter der Reichstags. Die Urabstimmung erfolgt in der Zeit vom 19. bis 25. August. frattion steht. Die Unfallrente. „ Ich arbeite z. B. schon über ein halbes Jahr verfürzt und möchte mir gerne andere Beschäftigung durch den Arbeitsnachweis Die Darmstädter Parteiorganisation nahm ebenfalls zu ber Haltung der Reichstagsfrattion gegenüber dem Kabinett Cuno suchen. Ich fann nicht freiwillig" aufhören, da ich dann feine UnterAus Spremberg wird uns folgender Fall berichtet: Stellung. Die oppofitionelle Resolution Queffel, bie er ftügung erhalte. Wenn man den Kurzarbeitern diese Vergünstigung las berufsgenoffenfchaft festgelegte Unfallrente im fühlen der breiten Boltsmassen am besten entsprechen, wenn auch Frau Bitwe in W., 55 Jahre alt, bezieht eine von der flärt, daß die Forderungen der Minderheit den Wünschen und Gezugestände, fönnte ich mich wenigstens nach einjähriger Kurzarbeit auf dem Arbeitsnachweis melben und ohne lange Wartezeit auf Ber- Jahresbetrage von 82,20 Marl Weil unter 88% Broz. bie ernsten Beweggründe der Fraktionsmehrheit zu würdigen seien, mittlung einer anderen Stellung rechnen. Man könnte diese Bererwerbsbeschränkt. erhält fie feine Zulage. Um den allmonatlich wieder wurde mit 93 gegen 46 Stimmen angenommen. Damit war die günstigung auch auf die Berheirateten beschränken. fehrenden Placereien mit der Abholung des Monatsbetrages von von dem Genoffen Dr. David beantragte Resolution abgelehnt, Eine Bergünstigung" wäre es in Wirklichkeit nicht. Denn nach der Bost zu entgehen, hat die Witwe bei der Glasberufsgenossen die uneingeschränkt die Haltung der Mehrheit der Fraktion billigt. längerer Kurzarbeit folgt ohnehin die Entlassung. Der Kurzarbeiterschaft den Antrag auf Sapitalabfindung gestellt. Diese Auch eine vermittelnde Resolution fiel ift dann weit übler daran als diejenigen Arbeitslosen, die bis zu ficherungsamts auteil werden.(§ 616 RBD.). Innerlich widerobltat" fann ihr aber erst nach Anhörung des zuständigen Ver ihrer Entlassung voll gearbeitet haben. Es wäre nur eine Wieder firebend hat das Bersicherungsamt die Zustimmung gegeben, weil titel Deutsch- republikanisches Drgan für die La- Blata- Staaten" in Die Neue Deutsche Zeitung" in Buenos- Aires hat ihren Untergutmachung". Der Buschuß für Kurzarbeiter hat in dieser Zeit rafender Geldentwertung nicht mehr viel Wert. Und bevor man das es im Wunsche der Frau lag. Was erhält sie nun für eine Sozialistisches Organ" ufw. geändert; fie dient allen fozialistischen Rapitalabfindungsumme? Geld bekommt, hat es feinen Nennwert zu neun Zehnteln verloren. des Reichstanzlers vom 21. Dezember 1912 fann fie dos 6,40 fache auch den Kommunisten. In der neuesten Nummer finden wir auch die dort das Trennende vermeiden, wie uns fcheint, Nach der Bekanntmachung Richtungen Es ist zwedmäßig, derartige Anregungen in Form eines be der obengenannten Jahresrente von 82.20 M. gründeten Antrages an die Ortsverwaltung feiner wie = 526,08 m. erhalten. Die Anregung eines Neueingewanderten, Arbeiterfurfe für Spanisch Organisation zu richten. Die Ortsverwaltung ist am ehesten in ie die Berufsgenossenschaft mitteilte, ist diefer Betrag jeboch einzurichten, die Kurse im Deutschen Bereinshaus fänne man nicht der Lage, folche Wünsche ihrer Mitglieder auf ihre Berechtigung und infolge der jest herrschenden Teuerung auf 15000 m. erbesuchen, weil dort eine Gipsbüste mit schwarzweißroter Durchführbarkeit hin zu prüfen, um bann entweder in Berbindungg worden. Ein Brot auf Marten toftet augenblidlich Fahne shehe. mit den übrigen örtlichen Gewerkschaften durch die Berliner Gemert 16 000 Mart in Berlin. In Spremberg hoffentlich nur schaftskommission oder aber durch einen entsprechenden Antrag an die Hauptverwaltung eine Stellungnahme des Bundesausschusses des UDGB. herbeizuführen. Nur dann finden solche Wünsche die gehörige Beachtung. 4 höht 1500. Die Werkmeister der Schuhindustrie. In Burg bei Magdeburg hielt der Werkmeisterverband ber Schuhindustrie, dem die technischen Angestellten der Schuh- und Der Streit um die Besatzungszulage. Schäfteindustrie nahezu vollzählig angehören, vom 28. bis 30. Juli feinen Verbandstag ab. Der Geschäftsbericht, vem Berbandsvor In einer Kleinen Anfrage einiger Landtagsabgeordneten wurde fizenden John und dem Geschäftsführer Pfeiffer erstattet, ergab an einen Beschluß des Landtags vom 24. November v. 3. erinnert, ein erfreuliches Bild von der organisatorischen Arbeit im Laufe des nach dem die vom Reiche nicht getragenen 20 Broz. der Befagungs letzten Jahres. Die Mitgliederzahl hat sich durch Zugang zulage auf die Staatstaffe übernommen werden sollten. Im von 1508 Mitgliedern auf 3779 erhöht. Die Zahl der BeHinblick auf die finanzielle Notlage der Gemeinden wurde das zirksvereine beträgt 76; neu gegründet wurden 16. Für 70 ber Staatsministerium gefragt, mann der bisher noch nicht ausgeführte 76. Bezirksvereine wurden die Gehälter tariflich geregelt. Antrag zur Ausführung gelangen würde. Wie der Amtliche Preußische Den Bericht des Verbandsausschusses erstattete Fehl. Wesentliche Breffebienft mitteilt, beantwortet der Finanzminister die Anfrage Beanstandungen oder Beschwerden gegen die Geschäftsleitung und folgendermaßen: den Borstand lagen nicht vor. Gegenstand der Diskussion war insNachdem bereits mehrfach Anlaß genommen worden ist, das besondere die Frage der Wertbeständigkeit des EinReich zur Uebernahme der bisher von ihm nicht getragenen 20 Proz. tom mens. Die Beiträge sowohl als auch die Unterder Besatzungszulage zu veranlassen, der Herr Reichsminister der stühungsfäße wurden durch ein besonderes System wertbe. Finanzen sich jedoch bisher geweigert hat, diesem Ansuchen zu entständig gemacht. Der neue Borstand wird gebildet aus Johnfprechen, ist seitens des Staatsministeriums unterm 9. Juni Lößniz erfter, Bauer- Offenbach zweiter Borsigender, Schürmanndieses Jahres in dem Reichsrat der Entwurf eines Gefeßes ein Wermelskirchen und Höpfner- Pirmasens Schriftführer. Borfizender gebracht worden, in dem die Erstattung der Wirtschaftsbeihilfen( Be- des Berbandsausschusses blieb Fehl- Kornwestheim. Als Ort des fabungszulagen) durch das Reich in vollem Umfange vorgesehen nächsten Berbandstages wurde Kornwestheim bei Stuttgart ist. Der Reichsrat hat in seiner Sigung vom 28. Juni d. J. dem gewählt. Gefeßentwurfe zugestimmt. Im Reichstag ist das Gefes bisher noch nicht verabschiebet." Aussperrung in der Marmorbranche. In dieser Branche wurden bisher stets die Löhne der Bauarbeiter anerkannt, ielfach segar darüber hinaus gezahlt. Die Verhandlungen über den Lohn für die Woche vom 30. Juli bis 4. August scheiterten daran, daß die Unternehmer nicht mehr als 53 000 M. Spitzenlohn zahlen wollen. Die Arbeiter der einzelnen Betriebe verhandelten nunmehr mit ihren Firmen. Da auch diefe Berhandlungen ergebnis. los blieben, tam es in zwei der größten Betriebe zur Arbeitsein stellung. Die Unternehmer drohten mit der Aussperrung sämtlicher Arbeiter für den Fall, daß die Streifenden die Arbeit nicht bei 53 000 Mark Spihenlohn wieder aufnehmen. Die Streifenben lehnten dies ab, morauf die Unternehmer am Sonnabend die gesamte Arbeiterfchaft der Marmorbranche ausfperrten. Wertbeständige Arbeitgeberbeiträge. Wirtschaft Die Lebenshaltung im Durchschnitt des Juli. Die Reichsinderziffer für die Lebenshaltungstosten( Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung und Befleidung) stellt sich nach den Berechnungen des Statistischen Reichs amts für den Durchschnitt des Monats Juli auf 37 651 gegenüber 7650 im Durchschnitt des Bormonats( 1913/14 gleich 1); bie Steigerung beträgt fomit 392,2 Proz Die Lebenshaltungstoften ohne die Bekleidung sind auf das 33 300fache, die Ernährungsfosten allein auf das 46 510fache, die Bekleidungstoften auf das 66 488fache der Borkriegszeit geftiegen. Ende Juli( 30.) hatten die Gesamtlebenshaltungskosten, wie bereits veröffentlicht, schon das 71 476fache der Borfriegszeit erreicht. Schwierigkeiten der russischen Getreideausfuhr. Zwischen Deutschland und Rußland besteht bekanntlich ein Bertrag auf Lieferung von russischem Getreide, der für die deutsche Getreide versorgung von große: Wichtigkeit ist. Troh der grundsätzlichen Bereitschaft der ruffischen Regierung, Getreide zu liefern, sind bei AEG. Henningsdorf. Die Streifleitung teilt uns mit, daß heute dem Erport noch mancherlei Schwierigkeiten zu überwinden. Eine früh beschlossen wurde, die Arbeit morgen Donnerstag früh von der in Mostau foeben abgehaltenen Konferenz des Börsenwieder aufzunehmen. handels gefaßte Resolution bezeichnet die Aussichten des russischen Erklärung. Die„ Rote Fahne" brachte am 4. Auguft einen Bericht treibe als günstig unter der Borauslegung, daß die niedrigen Ge Getreideerportes troß der ungünstigen Weltmartttonjunttur für Be über die Bersammlung der Berliner Baudelegierten vom 2. Auguft treibe preise im Inlande feine wesentliche Erhöhung In diesem Bericht wird u. a. die Behauptung aufgestellt, ich habe erfahren und das Getreide durch die füblichen ,, zu den Ueberschußauf die Forderung einer Betriebsdelegation nach zweimaliger Lohngebieten näheren Häfen geleitet werde. Gleichzeitig verlangt die auszahlung erflärt: Sweimal Lohn zahlen ist Unsinn; es würde Resolution die Einhaltung des bei der probeweisen FrühjahrsausDadurch nur erreicht, daß die Bauarbeiter dann zweimal in der Woche fuhr durchgeführten hohen Qualitätsniveaus bes Exportgetreides besoffen find." durch ein strenges Standardsystem fomie die Verminderung der Diese Behauptung ist einem zusammenhängenden Gespräch ent- zahlreichen Untoften des Getreidehandels, vor allem der Gewerbenommen und wird mir als Berson nun angedichtet. Es wird damit steuer und der Tarife der Eisenbahn und der Binnenschiffahrt, nur der Zwed verfolgt, die Mitglieder gegen ihre Führer aufzuheben. welche, in Gold umgerechnet, befonders für fürzere Streden A. Faltenberg.. wesentlich höher als vor dem Kriege seien. In der Debatte wurde 3m Lugau- Delsniger Kohlenrevier ist die alte Streifleitung ab. u. a. darauf hingewiesen, daß der Zustand des Marientanalgefeßt und eine neue gewählt worden. Diese hat die früher aufge. Enftems die Zufuhr von größeren Getreidemengen nach Beters stellten Forderungen erhöht. Sie verlangt eine einmalige Wirt burg auf dem Wasserwege erschwere. Die Herablegung der Um Schaftsbeihilfe in Höhe von 4 Millionen, für Berheiratete ohne Rin. fassteuer ist vom Finanzfommiffariat bereits in Aussicht gestellt. ber 4,5 millionen und für Berheiratete mit Kindern 5 Millionen Im Anschluß an die Börsenhandelstonferenz fand eine außer Mart. ordentliche Tagung ber Tariftonferenz beim BerkehrsRazi Rindtröm A. G., Seibelberger Str. 75. Arbeitsaufnahme morgen, fommiffariat statt, die als begutachtende Instanz für Bertehstariffragen fungiert. Die Bertreter der staatlichen Organe für Ge treibehandel und Getreideausfuhr machten geltend, daß die verschiedenen Transport. und Steuerumtosten beim Transport nach Hamburg 57 bis 62 Prozent des Wertes des Getreides betragen bis zum 5. August zum Berliner Brieffurs vom 31. Juli. Dabei und die Selbstfosten über die Hamburger Getreidepreise Dom wird auf den Beschluß hingewiesen, demzufolge diejenigen, die 1. Juli steigern. Die Bertreter der genannten Organe verlangten ben angeforderten Betrag nicht bis zum 15. Auguft gezahlt haben, Die Funktionäre des Sozialdemokratischen Bereins mün daher eine Herabfegung bèr Tarife für Getreidetransporte, und verpflichtet sind, einen Zuschlag von 20 Broz, also 60 Schweizer chen beschäftigten sich mit der fritischen Lage der Regierung Cuno zwar um 25 Prozent im Eisenbahntransport. Franken, zu entrichten. Bei Zahlung nach dem 5. bzw. 15. August und mit der Haltung, die die Sozialdemokratie dieser Regierung Berkehrstommiffariats wiesen demgegenüber auf die Möglichkeit Wir sehen: Hier herrscht Ordnung! Bei den Gewerkschaften tagsabgeordnete Genoffin Bfuelf. deren Ausführungen nom den Staat und die lokalen Behörden sowie der von den Handels. gegenüber einzunehmen habe. Das Referat erstattete die Reichs- hin, die Unkosten durch Kürzung der Besteuerung durch wäre es" Lerror". Die Serren Arbeitgeber faufen in Edelvaluten Genoffen Unterleitner noch ergänzt wurden. Sie gaben Be. vertretungen im Auslande erhobenen Gebühren herabzufeßen und ein, vertaufen zu entsprechenden Breifen, zahlen wertbeständige richt über die Tätigkeit der Reichstagsfrattion und über die an erklärten, das Finanzfommiffariat habe sich geweigert, die FehlMitgliedsbeiträge, alles als ganz selbstverständlich. Ebenso selbst. Cuno zu stellenden Forderungen. Beide verurteilten in scharfen beträge bes Transportwefens durch weitere Zuschüsse u decken. verständlich" aber speisen fie die Arbeitnehmer nach wie vor mit Worten die Weimarer Sonderfonferenz. Eine nicht sehr starte Daraufhin wurde eine Herabsehung der Tarife mit StimmenPapiermartlöhnen ab. Minderheit verlangte in einer Refolution, daß die Forderungen mehrheit abgelehnt. Das Außenhandelstommissariat hat den AnDie Arbeitnehmer follten sich das merken, aber auch bezüglich der Reichstagsfraktion flarer und eindeutiger präzisiert werden auf von 3 Millionen Getreidefäden für den Transport von Exber Beitragsleistungen ihre Organisationen die nötige müßten, als dies bisher geschehen sei. Gefordert müsse werden: portgetreide im Auslande angeregt, ba infolge des Zustandes des Schlußfolgerung ziehen, d. h. wenigstens die Papiermark 1. Mobilisierung von einem Drittel des deutschen Sachwerte- agenpartes der Eisenbahnen ein Teil des Exportgetreides nur in beiträge pünktlich zahlen. vermögens für Zwecke des Staates, 2. eine bindende amtliche Säden transportiert werden könne. Berurteilung der Sabotageatte im Ruhrgebiet und Verantwortlich für Bolitik: Victor Schiff, Berlin; Wirtschaft: Artur Saternus, 3. sofortiges Ersuchen Deutschlands um Aufnahme in den Friedrichshagen; Gewerkschaftsbewegung: Friebrich Gktorn, Berlin; Feuilleton: Bölferbund. R.$. Döscher, Wilmersdorf; Lotales und Sonstiges: Balter Trojan, Zehlendorf: Die große Mehrheit der Funktionäre stellte sich nicht auf den Berlag: Bormärts- Berlag O. m. b. S., Berlin. Drud: Vorwärts- Buchdruckerei Anzeigen: h. Glode, Berlin, Boden dieser Resolution, sondern billigte im allgemeinen die Forde- und Verlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin SW. 68, Lindenstraße 3. Nach dem Wertzeugbund in Remscheid, dessen Dollar. beiträge wir in Mr. 348 des„ Borwärts" mitteilten, fönnen wir heute die Bereinigung der deutschen Samt. und Seidenmarengeschäfte E. B, Berlin, vorstellen. Sie er fuchte ihre Mitglieder unterm 26. Juli um umgehende Ueberwei- Donnerstag, vormittags 7 hr. fung des Mitgliedsbeitrages für August, September und Ottober 1923 im Betrage von 50 Sweizer Franken, zahlbar in Mart, ist der Kurs des Zahlungstages maßgebend". Urabstimmung der Glasarbeiter. Die Generalversammlung des Berbandes in Beißmasser hat troß der Warnung des Hauptvorstandes beschlossen, das demokratische Brinzip, bezüglich der Vertretung der Berbandsmitglieder auf den Allgem. Ortskrankenkasse Berlin- Lichterfelds. Allgemeine Oriskrankenkasse für den VerwalDurch die Berordnung des Reichsarbeitstungsbezirk XI Berlin- Schöneberg- Friedenau. minifters vom 31. Juli 1923 ift die höchst grenze des Grundlohnes ab 6. Auguft 1923 Betauntmachung. auf 240 000 02. für den Kalendertag beranf Durch Berordnung p. 31. Juli 1923 treten gefekt morden. Demzufolge gelten ab mit Birtung vom 6. August 1928 folgende 6. Auguft 1923 folgende Grundlohnstufen Bohnstufen, Brunblöhne und Beiträge in Grundlöhne und Beiträge: Kraft Lohn GrundStufe den Kalendertag lohn Beitrag ftufe auf b. Ralenbertg. v. John Beitrag 205 R 1260 bis 24000 18000 1620 II über 24 000- 48000 36000 3240 Entgelt auf 902. Arbeitsentgelt Grund Tägl M. 97. 02 A Lehrlinge ohne Entgelt 180.0 bis 24000 18000 902. 1200 1800 A Behrl. ohne Entgelt II. b. 24000 48000 86000 3600 20 48000-72000 60000 5400 TII. 48000 72000 60000 6000 " " 72000-96000 " 84000 7560 IV. 72000 96000 84000 8400 " 1 96 000-120000 108000 9720 96000 120000 108000 10800 " 12 " 120000-144 000 132000 11880 VI. 120000 144000 132000 13200 " VII " 144000 165000 156000 15600 VIII " " VIII IX. 168000 192000 180000 18000 IX 192000 216000 204000-20400 " D 21 X. 216000 144000-168 000 156000 14040 168 000-192000 180000 16 200 192000-216000 204 000 18860 216000 240 000 21600 240000 24000 Sweds Einschägung der Berficherten in Die Barleiftungen nach den neuen Grund- die neuen Lohnftufen fordern wir die Ar löhnen treten am 3. September 1923 in beitgeber hiermit auf, die zur Berechnung Kraft. der Beiträge erforderlichen Lohnangaben Die Herren Arbeitgeber werden hierdurch binnen einer Woche bei der Kasse zu aufgefordert, die für die Klaffeneinteilung machen. erforderlichen Ummeldungen innerhalb der Unjere Bekanntmachung vom 1. Auguft gefeglichen Frist einzureichen. 1923 wird hinsichtlich der für die Zeit vom Die am 2. Auguſt 1923 bekanntgegebene 18. Auguft 1923 ab feftaefesten Lohnftufen, Lehnstufeneinteilung für die Beit vom Grundlöhne und Beiträge hiermit aufgehoben. 13 August 1923 ab wird, ba ungültig, hierdurch aufgehoben. Berlin- Lichterfelbe, ben 6. August 1923. Der Borstand. 6. Tillad, Borsigender. Der Vorstand. A. Schuldt, Bors. Friz Sens, Schriftf. gestiegen im Preise sind Ungeheuer le Lebensmittel u. Be8. Saneberg, darisartikel. Kleine Anzeigen billig! Schriftführer. sind immer noch Aus der Partei. Der Arbeiterrat. Stellungnahme der Parteiorganisationen. 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