Mr. 113. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monat= lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste L für 1891 unter Nr. 6469, Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Nochmals die Emfer Depelthe. " Zur Steuer der Wahrheit" veröffentlicht Herr 3. Graf von Roon in der„ Kreuz- Zeitung"( Abendnummer des gestrigen Tages) Nachstehendes: Die letzten Mittheilungen aus dem Leben meines feligen Vaters, des weiland Kriegsministers Grafen Albrecht v. Roon, welche die Deutsche Revue"( im Maiheste) veröffentlicht hat, find leider von einigen Blättern zu Invektiven gegen Se. Durch laucht den Fürsten Bismarck gemißbraucht worden, indem tendenziös zerstückelte Auszüge aus den publizirten Schriftstücken u. f. w. gebracht wurden u. s. w. Das Sinnloseste und Widerwärtigste an solchen Angriffen Teistete der sozialdemokratische Vorwärts"( Nr. 103) mit Bezug auf die S. 149 des Revue- Auffazes erwähnte Emser Depesche. Dem entgegenzutreten glaube ich verpflichtet zur Richtig stellung zu sein, da ich in der Lage bin, die nachstehenden ganz authentischen Mittheilungen über den Hergang machen zu können: 1. Die erwähnte Emfer Depesche vom 13. Juli 1870 war in Ems redigirt; sie war von dem Hochseligen Großen Kaiser an den damaligen Bundeskanzler Grafen v. Bismarck gerichtet, zugleich mit der Allerhöchsten Ermächtigung, den Tert nach Ermessen ganz oder theilweise zu veröffentlichen. 2. Graf Bismarck empfing die Depesche, während er mit meinem Vater und General v. Moltke( allein mit diesen beiden) bei Tische saß; in ihrer Gegenwart hat Graf Bismard das, was unwesentlich oder zur Publikation nicht geeignet erschien, gestrichen. Den Rest ließ er, ohne irgend einen Busah gemacht zu haben, sogleich veröffentlichen. Die ge= fürzte Fassung hatte er vorher seinen Gästen vorgelesen und beide damit einverstanden gefunden. 3. Das Staatsministerium( welches dabei ressortmäßig nicht mitzuwirken hatte) erhielt von der Depesche sowie von der abgekürzten Fassung erst nach erfolgter Publikation Kenntniß. Nach Obigem ist auch die von der Deutschen Revue" ( Seite 149) gegebene Darstellung zu berichtigen. Krobnih, den 14. Mai 1891. W. Graf v. Roon. Zur Steuer der Wahrheit" haben wir zu bemerken, daß diese Erklärung in Bezug auf die Punkte, um welche es sich handelt, gar nichts widerlegt und gar nichts feststellt. Herr W. Graf von Roon fann, was er als ganz authentisch" bezeichnet, nur vom Hörensagen kennen er ist so wenig dabei gewesen" wie wir. Sonntag, den 17. Mai 1891. Expedition: Benth- Straße 3. Ob der König von Preußen noch eine zweite sich" Benedetti bei der Antwort, die er vom König erDepesche, neben derjenigen seines Adjutanten Radziwill halten. Der Zwischenfall ist erledigt. von Ems an das Ministerium geschickt hat, wissen wir Nach der von Bismarck, redigirten" sogenannten nicht- es ist auch gleichgiltig. Jedenfalls war die„ Emser Depesche" muß jeder Leser vermuthen, daß der Radziwill'sche Depesche im Auftrag und mit Kenntniß und französische Gesandte sich irgend eine Ungebührlichkeit Billigung des Königs verfaßt, der, wenn er auch noch gegen den König von Preußen schuldig gemacht habe, und eine besondere Depesche abgeschickt haben sollte, ihr hat der König von Preußen den Gesandten Frankreichs, unmöglich einen anderen Inhalt gegeben indem er sich weigerte, ihn zu empfangen, in einer Weise behandelt, die nach den Gebräuchen des Völkerhaben kann. rechts die Kriegserklärung der franzö sischen Regierung zur Folge haben mußte.*) Und nun laffen wir die beiden Depeschen folgen. Die von Bismarck redigirte" sogen.„ Emfer Depesche" Yautet: oder der So steht die Sache und kein Vertuschungs- und kein Fälschungsversuch kann etwas daran ändern. Und ist dem Mann, der am 11. Mai 1878, noch ehe er Ems, 13. Juli 1870. Nachdem die Nachrichten von der Entsagung des Erbprinzen von Hohenzollern der Kaiserlich über das Hödel'sche Attentat etwas Anderes wußte, als französischen Regierung von der Königlich spanischen amtlich mitgetheilt worden sind, hat der französische Botschafter in daß ein Schuß auf den deutschen Kaiser abgefeuert worden, Ems an Se. Majestät den König noch die Forderung gestellt, sofort in die Wilhelmstraße telegraphirte: Ausnahmeihn zu autorisiren, daß er nach Paris telegraphire, daß Se. gesetz gegen die Sozialdemokraten!",- und der Majestät der König sich für alle Zukunft verpflichte, niemals hinterher eingestanden hat, daß er die Reichstagsaufwieder seine Zustimmung zu geben, wenn die Hohenzollern auf ihre Kandidatur wieder zurückommen sollten. Se. Majestätösung des Jahres 1878, mit obligatem Sozialistender König hat es darauf abgelehnt, den franzöfifchen Bot schrecken, und obligater Sozialistenhazz nöthig hatte, um sich schafter nochmals zu empfangen und demselben durch den die feindliche Reichstags majorität und Adjutanten vom Dienst sagen lassen, daß Se. Majestät dem feindlichen Kollegen in der Regierung Botschafter nichts weiter mitzutheilen habe." vom Hals zu schaffen- ist diesem Mann Und die wirkliche Emser Depesche etwa nicht zuzutrauen, daß er die sog.„ Emser Depesche" offizielle Bericht des Fürsten Radziwill lautet: der Wahrheit zuwider, so redigirt" , redigirt" hat, wie sie Graf Benedetti( der morgens eine Unterredung mit dem redigirt" ist in der vollbewußten Absicht, die Franzosen, König gehabt hatte, infolge deren der Flügeladjutant zu dem die notorisch nicht zum Krieg vorbereitet waren, also französischen Geschäftsträger geschickt wurde, um ihm mitzu- auch den Krieg nicht wünschen konnten, zu einer theilen, daß der Fürst von Hohenzollern dem König die Ab- Rriegserklärung zu zwingen? lehnung seines Sohnes schriftlich bestätigt habe) äußerte, er hätte nach seiner Unterredung mit dem König eine neue Tepesche von Herrn v. Grammont erhalten, in der er beauffragt würde, eine neue Unterredung nachzusuchen, damit der durch zu vertheidigen, daß er das traurige Taschenspieler- KunstKönig 1. die Verzichtleistung des Prinzen approbire, 2. die stückchen" wiederholt, die redigirte" Emfer Depesche mit Versicherung ertheile, daß auch in Zukunft diese Kandidatur der Radziwill'schen zu verwechseln. Er schreibt: nicht wieder aufgenommen werden würde. Der König schickte sodann seinen Adjutanten nochmals zu Benedetti, um diesem die ausdrückliche Approbation der Verzichtleistung zu überbringen, bezüglich des zweiten Punktes berief sich der König auf das, was er morgens Benedetti gesagt habe. Trotzdem verlangte Benedetti eine abermalige Unterredung." Der Bericht Radziwills fährt fort: Hierauf ließ Seine Majestät den Grafen Benedetti durch mich zum dritten Male nach Tisch, etwa um 6 Uhr, erwidern, Seine Majestät müsse es entschieden ablehnen, in Betreff der bindenden Erklärungen für die Zukunft sich in weitere Diskussionen einzulassen. Was er heute Morgen gesagt, wäre sein letztes Wort in dieser Sache und er könne sich lediglich darauf berufen. Hierauf erklärte Benedetti, fich seinerseits bei dieser Erklärung beruhigen zu wollen." Wer die fettgedruckten Stellen in beiden Schrift- Zuflucht nehmen! zu Der heutige Reichsbote" sucht die" Emser Depesche" da " " Die Emfer Depesche behauptet gar nicht, daß der König den Gesandten brüst abgewiesen habe, sondern sagt nur, er habe Benedetti durch den Flügeladjutant melden lassen, daß er bei seiner am Morgen des Tages abgegebenen Erklärung bleiben müsse, und ihm keine Eröffnung mehr zu machen habe. Und das entspricht voll den historischen Thatsachen, wie alle Berichte, vor Allem der Radziwill'sche beweisen. Mehr sagt auch die Depesche nicht. Allerdings sagt sie mehr, nämlich daß der König den Gesandten nicht mehr empfangen könne." Falsch- und von ihm selbst in 2. widerlegt ist die Behauptung 1., daß die Depesche in Ems redigirt worden sei. Fürst Bismarck hat, wie der Verfasser der Erklärung selber erzählt, die Redaktion in Berlin vorgenommen, denn auch„ Kürzungen" und" Streichungen" find„ redaktionelle" Arbeit. Wir werden indeß sehen, stücken vergleicht, sieht sofort den himmelweiten Unter- Deutschland 3" reden läßt, daß doch selber das Opfer der daß die redaktionelle" Arbeit noch etwas weiter ge- schied. gangen ist. " 1 Feuilleton. Nachdruck verboten.) ( 62 Und das ist's gerade, woraufes antommt. Wie muß es um eine Sache bestellt sein, deren Vertheidiger solch' plumpen Mitteln der Täuschung und Fälschung ihre Daß der Reichsbote" von einer schweren Schuld Emfer Depesche" geworden ist, sei nebenbei zur Charakteristik R. d.„ V." In der Radziwill'schen Depesche, beruhigt bieser Gesellschaft erwähnt. „ Dja beim Wein und der Fiedel! Hören Sie Wehklage die Arme gen Himmel streckten, oder zusammennur, wie er schon wieder stampft," entgegnete Herr Zengerl gekrümmt am Wege hockten. Mancher Bursche suchte sein ironisch, und deutete nach dem Hause." Den Fasching haben Mädchen zu erschrecken, indem er es plötzlich anstieß und sie begraben: den alten Adam hätten sie begraben sollen." auf die Geister deutete, die der Mond aus Sträuchern, Bäumen Die Falkner von St. Vigil. Was, ist denn der Aschermittwoch schon angebrochen, und Felsblöcken schuf. Auch Jerg versuchte es mit Liſei daß Ihr eine Bußpredigt haltet?" scherzte Planta. Euch und Afra, aber beide waren mit ihren eigenen Gedanken Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol macht das Zeitunglesen melancholisch. Lebtet Ihr wie ich zu beschäftigt, um ihm viel Aufmerksamkeit zu schenken, Liſei von Robert Sa, weichel. im freien Feld und grünen Wald, so würdet Ihr immer dachte an Wolf. Wie war die Lust und das Lärmen in Und jetzt als das Feuer der Fackeln wieder hoch auf nur das Nächste scharf ins Auge fassen. Was schiert mich der Sennhütte von Tamers so schaal gewesen ohne ihn! loderte, sprang der Bursche, der die tyroler Fahne trug, indem Deutschland? Ich bin ein Tyroler und will ein Tyroler Um so tiefer nun ihr Sehnen nach ihm, da sie ungestört er diese um sich wirbeln ließ, über die Brände. Der Reigen bleiben. Jetzt aber ist das Nächste, daß wir dem Fasching seiner gedenken konnte, denn Afra sprach kein Wort. stockte und die Musik brach ab; dann aber erscholl mit ein letztes Glas weihen." Diese wiegte sich noch in Ambros' Arme im Tanze, einer Begeisterung, die unbeschreiblich war, der Ruf, und Er zog den Landrichter mit sich in das Haus, wo, wie fühlte seinen heißen Athem an ihren Wangen und immer wieder von Neuem:" Hoch Tyrol! Hoch Dester er sich ausdrückte, das Halali gestampft wurde. Der schalt sich eine Närrin mit allen ihren Herzenskämpfen. Kehraus war im vollen Gange, oder richtiger, im vollen Ambros lenkte stumm das schwerfällige Gespann des Der Landrichter und der Oberförster, die zuschauend Rasen, als ob nun erst die rechte Luft anfinge, und er raste Müllers. Die Unterstimmung gelangte in ihm mehr und außerhalb des Kreises standen, blickten einander bedeutungs- fort, ein Knäuel zuckender Leiber in einer dichten Staub- mehr zur Herrschaft. Afra's Bemerkung über Stasi kam wolke, aus der heisere Schreie und wildes Lachen brachen, ihm wieder in den Sinn und nährte seinen Verdruß. Es " Das geht nun alles auf ein Kerbholz," sagte nach bis der Klarinettist keinen Athem mehr hatte und Geiger schien ihm das richtige Wort zu sein, daß Staft zimperlich und Bassist kraftlos die Arme sinken ließen. war. Sie wußte fich nicht in die Menschen und das Leben reich!" voll an. einer Weile der Landrichter. " Mögen sie es meinetwegen in Bruneck erfahren," ver- Dann war es, als ob der wilde Jäger durch den Forst zu schicken und nahm alles zu schwer und zu splitterrichtersezte der Oberförster.„ Wir erleben's noch, daß der Ruf jagte. Allmälig verstummte jedoch das Schreien, Lachen, lich. Das Blut stieg ihm zu Kopfe, wie er sich vorstellte, durch alle Thäler schallt." Singen, Peitschenknallen; die kalte Nachtluft dämpfte die daß die Leute wohl gar gelacht hätten, als sein Versuch, Herr Hengerl schüttelte den Kopf, und dem Zuge lang- Aufregung und man hörte nichts als das melancholisch ein mit ihr zu tanzen, mißlang. Ja, wenn Afra seine Frau fam folgend, der sich wieder, jetzt eilig und ungeordnet, nach tönige Klingen der Schellen und gelegentlich ein Schnauben wäre! Es wehte ihn wie ein warmer Hauch an, wie ein dem Hause zurückbegab, sagte er:„ Die Befreiung lönnte der Pferde, wann diese vor den phantastischen Gestalten Duft, und dann ruckte er den Gäulen plötzlich in die nur gelingen, wenn ganz Deutschland sich erhöbe. Aber wo scheuten, mit denen das ungewisse Mondlicht die Bruscia be- Bügel. War er eingeschlafen gewesen und hatte ge= ist Deutschland? Wir sind Tyroler, Desterreicher, Bayern, völferte. Der Mond ist ein unheimlicher Zauberer, und träumt? Er wußte es nicht. Eben hörte er den Müller Preußen; aber Deutsche sind wir nicht." von den Mädchen und Frauen schmiegten manche sich sagen, daß er sich oft wundere, wie gut sie das alles " Ihr ſehet wieder einmal gar zu schwarz, alter ängstlich an die Männer an oder zogen die Tücher über die könne, da sie doch als blutarme Gitsche feine Gelegenheit Freund," warf der Oberförster ein. Der Geist des Volkes Augen, um die Gespenster in den weißen Gewändern nicht gehabt habe, es zu lernen. Warum besaß denn Staft nichts ist gut." zu sehen, die dort im Dickicht lauerten, hier in stummer von Afra's Geschicklichkeiten? knüpfte Ambros daran bei Politische Lebersicht. Berlin, 16. Mai. Wir lesen in einem Telegramm der ,, Bossischen Zeitung" aus Schlesien, d. d. 15. Mai: Dies sind Früchte einer Zollpolitik, der jede Volksthümlichdiese Personen auch entschädigt werden können und werden, = -W Knie. Das schwerverwundete Mädchen dürfte kaum kein Jota. Es muß also heißen: Nicht blos ein Knigge mit dem Leben davonkommen. für Herrn Richter, sondern auch ein Bischen Wahrheitsliebe. Während die Zeitungsredakteure sich anschicken, die feit fehlt. So traurig dies Ereigniß auch ist, so wenig in dem vom österreichischen Generalkonsulat erstatteten Be Ueber die Landagitation der Sozialdemokratie ist üblichen Pfingstartikel zu schreiben und jeder nach eine gute Folge wird das beklagenswerthe Greigniß haben: richt über die wirthschaftliche Lage Deutschlands u. A. zu seiner Weise etwas Pfingstgeist über die Leser zu bie Erbitterung gegen die Zollpolitik wird gesteigert, dem lesen:" Ohne Zweifel dürfte diese Propaganda in jenen ergießen erhalten wir heute, am Tage vor Pfingsten, Wolfe wird zum Bewußtsein gebracht werden, daß, je früher Gegenden, wo es keinen selbständigen Kleinbesiz giebt, auf eine Nachricht, welche uns mit fast verblüffender Deutlich die Interessenpolitik zu Gunsten der Junker fällt, desto fruchtbareren Boden fallen, als anderswo." Und die Kleinkeit die Natur des Pfingstgeist es offenbart, der in bauern, mit denen der Großgrundbesiz gründlich aufräumt, gewiffen Kreisen herrscht und der über das deutsche Volt besser es für das deutsche Volk ist. die er proletarisirt und deklassirt, fallen dem Sozialismus ausgegossen werden soll. Zwischen der italienischen, deutschen und gleichfalls zu, so schmerzlich dies die Herren vom f. t. Ge österreichischen Regierung sind, wie das Bureau neralfonsulat berühren mag, und so große Hoffnungen fic Herold aus Rom erfahren haben will, behuss Abschlusses auf die Kampfvereine gegen die Arbeiterpartei, z. B. in der In einem Breßprozeß gegen den Redakteur des sozial eines gegenseitigen Handelsvertrages auf Grundlage Lausis, sezen. Die Agrarier predigen bekanntlich den demokratischen Proletariers aus dem Eulengebirge" Baginsti der Wiener Abmachungen vertrauliche Vorverhandlungen geistigen" Rampf mit dem Dreschflegel. in Langenbielau wegen Beleidigung des Pastors Miethe aus eröffnet worden. Politische Fragen sind vorläufig aus Peilau begründete das Reichenbacher Schöffengericht die Ver In einem Aufsatz des Wiener, Handelsurtheilung zu einer sechsmonatlichen Gefängnißstrafe u. a. mit geschlossen. Desterreich- Ungarn und das Deutsche Reich beüber den internationalen Bergder neuerdings an alle Gerichte ergangenen Auf- ginnen am 23. d. M. in Wien die Vertragsverhandlungen Museum 3" arbeiter Kongres in Paris, welcher sich durch unforderung, die volle Strenge des Gesetzes mit der Schweiz. walten zu lassen, wo es sich um Verhöhnung befangene Auffassung und sozialpolitische Klarheit auszeichnet, und Verspottung des Glaubens, sowie um Die ungeheuerliche Entscheidung des Reichsgerichts, heißt es: Wir dürften Zustimmung finden, wenn wir die Rohheiten gegen Träger religiöser Aemter daß auch der Korrektor für den Inhalt einer Druck gesetzliche Einführung der Achtstundenschicht ebenso für ein handele. Baginski wurde sofort verhaftet. Die Beleidigung schrift verantwortlich sei, wird selbst von der„ Norddeutschen Gebot der Wienschlichkeit, wie für eine vom Standpunkt des Pastors bestand darin, daß er in dem Blatte erzählt hatte, Allgemeinen Zeitung" mit Kopfschütteln betrachtet. Bu des Staatsinteresses gebotene Nothwendigkeit erklären. Selbst der Pastor habe in einer Ansprache an die Arbeiter des einem kräftigen, ehrlichen Tadel kann ein solches Eunuchen- wer die Einführung des Achtstundentages für die gesammte Gnadenfreier Fabrikbesizers Zimmermann die Sozialdemo- blatt sich natürlich nicht aufschwingen, es wird aber doch Arbeiterschaft als eine Utopie betrachtet und die große kraten Blutsauger und... genannt, während der letztere durch das betreffende Erkenntniß ziemlich bedenklich an die kulturelle Bedeutung der gekürzten Arbeitszeit in Abrebe Es ist also an die Gerichte eine Aufforderung er: Schraube ohne Ende gemahnt" und wagt es sogar, von ſtellt, wird die Berechtigung der Bestrebungen der BergEs ist also an die Gerichte eine Aufforderung er einer„ Unzulänglichkeit" unserer Preßgesetzgebung zu reden. arbeiter auf Erreichung der Achtstundenſchicht anerkennen gangen, die volle Strenge des Gesetzes" in allen wegen Das Reichsgericht kann sich zu diesem moralischen Sieg" müssen. Die gefährliche, aufreibende Arbeit des BergSchmähung" oder„ Verhöhnung" der Religion und Geistlichkeit anhängig gemachten Prozessen walten zu lassen. beglückwünschen. mannes darf nicht ihre Regelung durch den Arbeitsvertrag finden, an deffen Freiheit heute kaum Jemand mehr glaubt. Wie verträgt sich eine solche Aufforderung, die nur von Kein Knigge für Herrn Eugen Richter, sondern Es ist oft genug darauf hingewiesen worden, daß die der Regierung ausgegangen sein kann, mit der ver- nur ein wenig Wahrheitsliebe. Aus unserer geftrigen überlange Arbeit, das Häufen von Ueberschichten faffungsmäßigen Unabhängigkeit der Richter? Notiz, worin wir, ohne auf den Thatbestand einzugehen, die die schrecklichsten Katastrophen herbeigeführt hat. Man Daß an Verwaltungsbeamte( die Polizei unanständige Schimpferei Richter's gegen Genoffen Grillen hat leicht dann von eigenem Verschulden und leicht u. s. w.) von der vorgesetzten Behörde eine Aufforderung" berger zurückgewiesen, schließt heute die Freifinnige Beitung", finnigem Gebahren der Berunglückten zu reden, die zehn zur Anwendung der vollen Strenge des Gesetzes" gerichtet der Vorwärts" wa ge nicht, für die Wahrheit der Dars bis zwölf und mehr Stunden tief unten im Innern der wurde, das wäre verständlich, aber Gerichte sind doch stellung jenes Artikels in der Fränk. Tagespost" einzu- Erde, unter hoher Temperatur und großer Nässe, in unbeteine Polizei und eine derartige Aufforderung" vertreten. Ganz im Gegentheil; wir haben jenen Artikel nach quemer Lage und schlechter Atmosphäre schaffen müssen, trägt sich schlechterdings nicht mit der Unabhängigkeit", gelesen und dabei gefunden, daß Herr Richter den Streit- und deren Körper und Geist in gleichem Maße an Elastiwelche den Richtern in allen Kulturstaaten verliehen worden punkt-um in der von ihm beliebten Ausdrucksweise zu zität verliert. Der„ Leichtsinn" und das„ Verschulden" find ist, um die Justiz vor den Strömungen der bleiben wieder einmal" in einer durch und durch ver- einmal nur durch Kürzung der Arbeitszeit zu vermeiden." augenblicklich herrschenden Politik zu be- logenen" Weise dargestellt hat. In der Freifinnigen Diese ausgezeichneten Darlegungen können mehreren Offiwahren. Beitung" heißt es: ziösen und Offiziellen zur Beachtung empfohlen werden. Wir möchten die deutsche von einem Reichs- oder Re gierungsamt ressortirende Zeitschrift, etwa das löbliche Handels- Archiv", sehen, das so schriebe, wie das vom . t. Handelsmuseum herausgegebene österreichische Blatt! 2 Ausdruck nicht gebraucht war." " Und noch auffälliger erscheint das Vorgehen, wenn wir bedenken, daß es ein Gebiet berührt, welches eine liberale, von dem Geist moderner Weltanschauung erfüllte Regierung prinzipiell zu vermeiden pflegt: das Gebiet des Glaubens. Die Fränt. Tagespost" schreibt: Herr Caprivi habe erflärt, die jeßige Regierung werde in derselben Weise wie bisher auch für geheime Fonds den Welfenfonds benußen. Dazu hätten die freisinnigen Redner Rickert und Richter geschwiegen" 2c. Kein Wort davon ist wahr; in jenem Artikel ist ausdrücklich konstatirt, daß sowohl Rickert wie Richter gegen diese Verwendung sich ausgelassen haben. In dem heutigen Ministerrathe unterzeichnete der Präfident Carnot die Dekrete, durch welche eine Anzahl der anläßlich der Vorfälle vom 1. Mai verurtheilten Personen begnadigt wird. Es gab eine Zeit, wo man vermeinte, durch strenge Strafen Glauben erzwingen zu können, wo kein Glaube war, und Einrichtungen und Persönlichkeiten Achtung erzwingen zu können, für die keine Achtung mehr vorhanden war. Allein es will uns doch bedünken, in sämmtlichen Kultur- wie darum, was Herr Caprivi über die künftige Verwendung Aber dar um dreht sich der Streit gar nicht, so wenig ländern sollte man sich durch die Erfahrung gründlichst des Welfenfonds gesagt hat und was Herr Richter davon Der Arbeitsausschuß des französischen Senats davon überzeugt haben, daß ein solches Verfahren in die gehört oder darunter verstanden haben will. Die„ Fränkische trat mit 5 gegen 4 Stimmen dem Kammerbeschluß zu GunNeuzeit nicht mehr paßt, und daß es seinen Zweck mit Tagespost" geißelte einfach das Verhalten des Herrn Richter, ſten des zehnstündigen Arbeitstages für Frauen Nothwendigkeit verfehlen muß, und dem Glauben, den Ein- daß er bei der Debatte im Landtage kein Wort über die und jugendliche Arbeiter bei. richtungen und den Persönlichkeiten, denen man beifpringen gravirenden Einzelheiten in der gesetzwidrigen will, nur zum Nachtheile gereichen kann und geeignet ist, Verwendung des Welfenfonds geäußert, z. B. den Fall italienische Regierung den Studiofus Körner, einen blut Wie uns aus Rom mitgetheilt wird, will die ihnen vollends den Boden zu entziehen. Bötticher, die Dotation des Polizei- Direktors Krüger 2c., armen Jüngling, der den Theilnehmern am Pariser und während derselbe Herr Richter in der Freis. 8tg.", auf der Salle'schen Kongreß noch in Erinnerung sein dürfte, nicht Tivoli- Versammlung, in seiner Broschüre sogar behauptet ausweisen, sondern als Anarchisten" vor Gericht stellen. hatte, daß neben alledem sogar die Antisemiten- Bewegung Der Aburtheilung sieht der junge Mann in strenger Unteraus dem Welfenfonds gespeist und die Sozialdemokratie suchungshaft entgegen. Das Kunststückchen, Körner zum Neurode, 14. Mai. In der Nacht gegen 2 Uhr fam eine damit großgepäppelt worden sei. In seiner Broschüre heißt Anarchisten zu stempeln, ist charakteristisch für die italienische Anzahl Personen, mit Mehl versehen, von Schönau in Böhmen, es S. 25 fogar: Als der geheime Fonds des Herrn Polizeiregierung. Körner ist uns persönlich und durch Briefe als um nach ihrer Heimath Hausdorf, hiesigen Kreises, zu gehen. v. Schweitzer überdrüssig geworden war, verschwand er bei Sozialdemokrat bekannt, er ist als solcher ein entschiedener Da die diesbezüglichen Vorschriften über das zollfrei in den der Sozialdemokratie." Niemand weiß aber besser, denn Herr Gegner des Anarchismus, was ihn natürlich nicht verhindert Grenzbezirk einzuführende Quantum von 3 Rilo pro Tag und Haushalt jedoch sehr oft umgangen werden, muß die Zoll- Richter, daß diese Behauptung durch und durch haben muß, mit Anarchisten hie und da zu verkehren, da er behörde eine ganz bedeutende Aufmerksamkeit entfalten. Der verlogen" ist. Wollte Herr Richter hier für sich den eine wissenschaftliche Arbeit über die italienische ArbeiterGrenzaufseher in dem fraglichen Bezirk rief deshalb die daher guten Glauben beanspruchen, so hätte er höchstens sagen bewegung vorbereitete. Wir hoffen, daß die italienischen tommenden Leute beiderlei Geschlechts an, stehen zu bleiben, dürfen:„ Nach dem Herr v. Schweizer bei der Sozial- Gerichte sich nicht zu willigen Helfershelfern der verfolgungs um zur Kontrolle schreiten zu können. Statt diesem Ruf Folge demokratie unmöglich geworden, wurde der Geheimfonds süchtigen Polizei ihres Landes hergeben. zu leisten, wollten dieselben sich jedoch eiligst entfernen; nach seiner überdrüssig." wiederholtem Anruf gab der Beamte Feuer und verwundete An der böhmischen Grenze hat in diesen Tagen die Brotvertheuerungs- Politik blutige Opfer gefordert. Die " Schles. Volksztg." bringt folgenden Bericht: " " hierbei ein erwachsenes Mädchen schwer Man sieht also, wer gelogen hat, und welches Blatt Von dem Stand der Dinge in Belgien kann durch einen Schuß in die Hüfte, einen jungen wieder einmal einen durch und durch verlogenen Artikel" man sich nach den einlaufenden Telegrammen nicht unterMann leichter durch die Weichtheile und gebracht hat. Daran ändert alle journalistische Falschmünzerei- richten. Sie stürmen massenhaft, wolkenbruchartig auf uns einen älteren durch einen Schuß durch beide und werde sie von Herrn Richter noch so kunstgerecht geübtein, wimmeln jedoch von offenbarem Unsinn und Widersich an, und den dunklen Faden weiter spinnend, fragte er der Bahn, und der Alte sagte:" Ihr werdet nicht noch bis großen Opfern erkauft, so war er allein Schuld, und er fich, welche Eigenschaften Stast besaße, daß er sie durchaus zur Mühl' mitfahren und dann zu Fuß das Ende wieder schämte sich. habe heirathen müssen? Wenn der Kopf zu rechnen be- zurückgehen wollen. Geruhsame Nacht denn und kommt gut" Ja, damals war es Sommer!" murmelte er. ginnt, steht das Herz am Rande des Bankrotts. Was nach Haus." Wir haben seitdem Schweres zu tragen gehabt," sagte konnte Stafi gegen das ungeheure Opfer, das er für ihren Man nahm einen raschen Abschied von einander, in sie mit ihrer sanften Stimme. Jeder für sich und Beide Besitz gebracht hatte, in die Schale werfen? Was? Was? welchen aus den inzwischen vorüberfahrenden Schlitten zusammen, aber-" Er hätte vor Jngrimm die ganze Welt zerschlagen mögen. Grüße hineingerufen wurden. Stafi reichte der schönen Stafi zollte dem Müller nur eine scheinbare Aufmerk- Müllerin, die zu ihrem Manne in den Schlitten stieg, scheu in das Gesicht geschaut, so würde er gesehen haben, daß Sie brach ab und er merkte es nicht. Sätte er ihr jamkeit. Der Aufbruch von den Sennhütten war für sie und hastig die Hand. Es kostete sie eine Ueberwindung. Sie lächelte. eine Erlösung gewesen; allein der Gedanke, daß Ambros Jerg fuhr Lisei nach dem Klosterhofe und Ambros und daran gedacht, daß auch sie Aber er wagte es nicht. Er hatte nic sie nicht mehr liebe, daß Afra ihm wohl mehr gälte als fie, Stafi gingen zu Fuß nach Hause. Stafi ging hinter hatte, und nun war es ihm, als ob er eine schwere sie ihre Opfer gebracht der mitten im Feste wie ein Gespenst vor ihr aufgestiegen, ihrem Manne her. Der Mond stand in Wolken, die ihren Last bergan trüge. Doch was nüßte es, daran zu war ihr gefolgt. Es war das einer von jenen Gedanken, Schatten über die Schneefläche der Mur warfen; gen Norden denken? hinter denen etwas so Fürchterliches lauert, daß man sie aber trafen seine Strahlen hell die Spizen der Berge und nicht auszudenken wagt und sich gewaltsam von ihnen ab- ließen den Mosesbart des Piz Peres wie funkelnd Silber zulöschen. Sie waren Beide zum Unglück aneinander ge Mit dieser Erkenntniß war das Geschehene nicht aus zuwenden sucht. In dem Entsetzen, das sie beschleichen wollte, herabwallen. Nach einer Weile, als der Weg aus der Murkettet, und er hob trozig die Stirn. griff Stasi nach allem, was ihre Wahrnehmungen Lügen zu fluft sich aufwärts zu winden begann, farte Stafi die herab strafen vermochte. Die Feierlichkeit der Nacht, in der das hängende Linke ihres Mannes. Er wollte sie ihr mit einer blöcken angekommen, und Stafi hielt Ambros, der weiter Mittlerweile waren sie droben bei den mächtigen Fel Lustige Zurufen von Schlitten zu Schlitten, das Auflachen mehr unwillkürlichen als absichtlichen Bewegung entziehen; gehen wollte, zurück. Sie war vom Steigen etwas außer und Singen allmählich verstummte, machte auch fie ruhiger aber sie hielt sie mit faufter Gewalt fest und ihr zärtlich Athem gekommen. Er blieb stehen, sah die im Mondlicht und das Mondlicht, das alles sänftigend umhauchte, beschwich bittender Blick beschämte ihn. tigte ihr wundes Gemüth. Es war ja unmöglich, daß die Gedenkt Dir's noch, wann wir diesen Weg zum ersten noch was sagen wollen." weiß schimmernden Steine an und sagte:" Du hast vorhin mächtige Liebe zu ihr, welche Ambros vermocht hatte, ihr Male Hand in Hand wie jest gegangen sind, Brosi?" fragte alles zum Opfer zu bringen, so plößlich erloschen sein sollte. fie nach einigen Schritten leise. " Ja, Brosi", versetzte sie und versteckte ihr Gesicht hinter Und war denn in der letzten Zeit nicht viel auf Der schöne Sommer- Sonntagsmorgen, als er Stafi seinem arm. Aber ich sag's Dir lieber zu Haus, wo uns ihn eingestürmt, um sein gereiztes und oft unfreundliches unter den damals so würzig duftenden Tannen zum ersten Steiner fieht und hört. Wesen zu erklären und somit zu entschuldigen? Afra Male geküßt hatte, während in den Zweigen über ihnen die Und wer hört und sieht uns denn hier?" fragte er mochte viel schöner, geschickter und klüger als sie Vögel fröhlich fangen, ward ihm plöglich gegenwärtig. Er ungeduldig, sein, sie hatte es ja stets anerkannt; aber in einem Punkte wandte finster das Gesicht weg. Warum erinnerte sie ihn Sie schwieg, wie unschlüssig. Daun legte sie ihm die mußte die schöne Müllerin ihr den Vorrang einräumen, daran? Wollte sie ihm Vorwürfe machen? War es nicht rechte Hand auf die Schulter, hob sich auf die Fußspißen selbst wenn es denkbar gewesen wäre, daß eine verheirathete genug, daß er sich eben selbst auf der Fahrt wegen seiner und brachte ihren Mund dicht an sein Ohr. Aber es Frau ihre Neigung auf den Mann einer Anderen zu werfen Leberhaftung bitter angefallen hatte? dauerte wohl eine Sekunde bevor ein Wort über ihre Lippen im Stande wäre. So wie sie vermochte Keine Ambros zu fam. Es waren wenige Worte, die sie ihm leise wie ein Lieben. Hauch zuflüsterte. ver Da wartet der Jerg auf uns," unterbrach der alte Arigaya das Schweigen, in das auch er zuletzt funken war. Sie hatten die mur erreicht, die einst St. Vigil zer tört. Jerg war aus der Reihe der Schlitten gefahren und hielt seitwärts. Ambros bog nach ihm hin, ebenfalls aus " Aber Stafi war weit davon entfernt, ihm Vorwürfe zu machen. Sie brang nicht einmal auf eine Antwort, sondern umspannte mit ihrer kleinen, von der Arbeit gehärteten Hand Wie ein Blik wandte er sich zu ihr und starrte sie an die feinige nur fester. Er empfand den Druck auf seinem Ein Schwindel faßte ihn. Sie stand mit gesenkten Lidern Herzen und begann schwerer zu athmen. Was war aus vor ihm und ihre Wangen glühten im Mondlicht wie zwet ihm geworden, daß er, der sonst so trotzig die Verant rothe Rosen. wortung für sein Thun auf sich zu nehmen pflegte, unterwegs Stafi angeklagt hatte? Hatte er Stafi's Befig mit zul Stafi," stammelte er. Herr Gott, ist's wahr?" Sie schlug die braunen Augen mit einemi holdver Sprüchen, und bilden in ihrer Gesammtheit ein Chaos, in reproduzirt, hätte der russische Konsul, bei welchem der] Genosse Drachholz stellte den Antrag, einen sozialdemokratis dem auch die nüchternste Kritik sich nicht zurechtfinden kann. Barewitsch und sein Gefolge gespeist hatten, die fremden schen Wahlverein zu gründen. Der Antrag fand allgemeinen. Einer der tüchtigsten Genossen in Belgien hat uns geschrieben: Gäste in halbem Inkognito noch nach einem Theehause" Beifall. So sehen wir guten Muthes in die Zukunft. Glaubt nichts, was in den Zeitungen( Bordell) geführt, um den Reisenden die Einrichtung steht. Beurtheilt die Dinge nicht nach Euerem die zückte. Wollte das Unter" 1 Arbeiterbewegung. deutschen Maßstab und seid überzeugt, daß wir einer solchen Anstalt zu zeigen. Einige Stammkunden des unferer Pflicht uns bewußt und entschlossen sind, sie Hauses schienen aber den Besuch als eine Störung aufzu zu thun. Obgleich der Streik früher ausgebrochen ist, fassen und zogen schiefe Mienen zu dem gebieterischen Dortmund, 16. Mai. Die Polizei verhaftete gestern, wie als wir wollten, so ist die Lage doch günstig. Wir haben Auftreten der Europäer. Es entstand eine gegenseitige Erdie Sympathien der Bevölkerung, und die bitterung, und als der Barewitsch im Mißmuthe seinen Degen die Rheinisch- Westfälische Zeitung" meldet, den Bergarbeiter Regierung wird schließlich nachgeben müssen." entblößte, fielen die Japaner über die fremden Gäste her. Siegel aus Dorstfeld bei seiner Anivesenheit im Gelsenkirchener Wir erfahren weiter, daß die Streits nicht so regel Diese Version, welche auf Wahrheit beruhen soll, erscheint Bentralbureau des sozialdemokratischen Verbandes deutscher und planlos sind, wie es nach den Zeitungsdepeschen den der Pariser" Post" wahrscheinlicher als eine andere Ge- Bergleute. Anschein hat. Die verschiedenen Arbeitergruppen und schichte mit einem Bettler, der sich im Garten des Konsulats Aus Gelsenkirchen werden immerfort noch neue VerArbeiterorganisationen lösen einander im Streifen an den Zarewitsch heranmachte und seine Waffe gegen ihn haftungen gemeldet. Go wurde am 15. b. Mts. früh der ab, so so daß keine sich völlig erschöpft und bekannte Kaiserdelegirte" Siegel im Bureau des Verbandes Bewegung doch im Fluß bleibt. Bestätigt sich diese Nachricht, dann wäre der Großfürst deutscher Bergleute verhaftet. Warum diese Verhaftung erfolgte, nehmerthum tiese Tattik vereiteln, so müßte es alle Thronfolger fast auf dem Ehrenfelde der geschlechtlichen ist zur Zeit nicht bekannt. Dieselbe wurde übrigens mit einem Arbeiter aussperren, und das wäre thatsächlich Lüfte, im Bordell, eines Todes gestorben, der einer gewissen gewaltigen Aufgebot von Polizeimacht inszenirt. Zwei Gender allgemeine Ausstand, der durch Arbeiter Aehnlichkeit mit den mysteriösen Todesfällen des öfter- darmen bewachten von Außen das Gebäude, in dem si... das Initiative noch nicht möglich ist, den aber die belgische reichischen und belgischen Thronfolgers nicht entbehrt Verbandsbureau befindet, während drei behelmte Gesetzeswächter in das Bureau eindrangen und von dort Bourgeoisie bei der außerordentlichen industriellen Enthätte. Siegel aus dem Kreise seiner Kollegen herausholten. wickelung des Landes nicht acht Tage lang ausEine ganze Anzahl Bergleute befindet sich Herr Schneidt sendet uns heute von Neutem eine Be feit Wochen hinter Schloß und Riegel, so auch der Berginann So sind in der That die Aussichten der Arbeiter viel richtigung" auf die Erklärung Grillenbergers zu, deren vor weiterstreifen beschuldigt ist. Interessant ist auch, daß die FreiBauer aus Weitmar, welcher der indirekten" Aufforderung zum besser, als es zu Anfang der Streitbewegung den Anschein schriftsmäßige" Aufnahme er auf Grund des Proßgesetzes Weiterstreifen beschuldigt ist. Interessant ist auch, daß die Freilassung Bauer's gegen eine Raution von 5000 M. deshalb vom verlangt. Eine Berufung auf das Preßgesez ist nur dann Gericht abgelehnt ist, weil Bauer nicht vermögend ist und Unter dem Vorsitz des Abgeordneten M. Abraham angebracht, wenn die Berichtigung" den Bedingungen ent- die Raution von einem Anderen gestellt würde. Damit wäre also fand in den letzten Tagen in Cardiff eine Versammlung von spricht, die das Gesetz auferlegt. Das ist nun nicht der flipp und klar ausgesprochen, daß die Freilassung gegen Kaution Vertretern der Berg leute in Südwales und Monmouth- Fall beider Schneidt'schen Berichtigung“, die nicht eine That nur ein Privilegium für reiche Angeschuldigte sei, um den selben shire statt, welche sich ausschließlich mit der Erörterung der Sache berichtigt, sondern nur aus Schlußfolgerungen besteht, die Unannehmlichkeiten der Untersuchungshaft zu erspares. Es shire statt, welche sich ausschließlich mit der Erörterung der die uns und unsere Leser ganz gleichgiltig sein können. ist doch ein wahrer Segen, daß wir in einem Rechtsstaat Achtstundenfrage beschäftigte. Der Vorschlag, die Agitation für die Achtstundenbill fortzusehen, begegnete lebhafter Wir sind also zur Aufnahme nicht verpflichtet und Herr wohnen. Opposition seitens des Vertreters der Grubenbesizer, David Schneidt kann schon sehr zufrieden sein, wenn wir aus Morgan. Derselbe bemühte sich, zu beweisen, daß die Mehr feiner Berichtigung die eine Wermuthung hier heit der Zechen in Südwales und Monmouthshire nach Infrafttreten der Bill überhaupt nicht mehr als 6 von 24 Stun den in Betrieb sein würden, konnte jedoch nicht verhindern, daß der Antrag schließlich mit 87 gegen 27 Stimmen anhalten könnte. hatte. genommen wurde. theilen, " bereits Die Gotha, 17. Mai. Ronstituirende Versammlung mit- bes Zentralverbandes der Maurer und vers wandten Berufsgenossen Deutschlands. daß sich ein Manuskript von ihm,„ Ein Traum", noch Verhandlungen begannen am 15. Mai, Morgens 8 Uhr. Auf Antrag wurde das Bureau des Kongresses auch für diese Verin den Händen Grillenbergers befinden muß". fie uns berührt, hiermit für erledigt. Im Uebrigen betrachten wir die Angelegenheit, soweit sammlung angenommen. Red. d. Vorwärts". Korrespondenzen und Parteinachrichten. Im Laufe der Verhandlungen wurden folgende hauptsächliche Beschlüsse herbeigeführt: Es wird pro Mitglied ein Eintrittsgeld von 50 Pf. und ein wöchentlicher Beitrag von 10 Pf. erhoben, sowie in den Monaten Mai bis mit Oktober ein Extrabeitrag, je nach den örtlichen Lohnverhältnissen, pon 20, 40, 60, 80 und 100 Pf. gezahlt. Von den Beiträgen verbleiben am Orte 30 pet. zur Be streitung der lokalen Ausgaben, 70 pet. werden der Verbands tasse überwiesen. Die Ministerkrise in Schweden ist noch nicht erledigt; man scheint in den Regierungskreisen wegen der energischen Haltung Norwegens den Kopf verloren zu haben, was aus dem Umftande hervorgeht, daß der schwedische Reichs tag gestern ohne die übliche Thronrede geschlossen wurde.Unterstüßungen werden gewährt an Mitglieder und in be Anscheinend wegen der großen Finanzsch wie" Flensburg, 12. Mai. Dunkelmänner werden die Sozial- sonderen Fällen auch an Nichtmitglieder, welche sich auf Wanderrigkeiten hat in Portugal eine Miniſterkrise stattge- demofraten in einem dichterischen Nachruf zum 30. April 1891 schaft befinden, infolge ihrer Thätigkeit für den Verband oder funden, welche durch das Demissionsbegehren des Finanz-( dem Stichwahltage im 19. hannoverschen Reichstagswahlkreise) infolge Arbeitseinstellung oder Aussperrung zc. arbeitslos geministers veranlaßt wurde. Ein neues Ministerium ist ge- in den Flensb. Nachr." genannt. Damit Jeber die Geistes- worden sind. bildet. Ob es von langer Dauer sein wird, dürfte Nie- arbeit des mit A. H. Feddersen unterzeichneten Gedichtchens zur Der Grundstein ist Verbandsorgan und wird den Mitgliedern mand bei der Unsicherheit aller politischen Verhältnisse in Berherrlichung des Fürsten Bismarck beurtheilen kann, lassen wir unentgeltlich geliefert. dasselbe hier folgen: Der Sitz des Vorstandes wird nach Hamburg und der des Portugal behaupten wollen. Ausschusses nach Berlin gelegt. In Corfu scheint die Ruhe wieder vollkommen hergestellt zu sein, Betreffs des Angriffes auf den Zarewitsch bemerkt der„ Daily Telegraph", dessen Chefredakteur soeben von einem längeren Aufenthalt in Japan zurückgekehrt ist, daß die japanischen Polizisten eine sehr pflichtgetreue, zuverLässige Körperschaft seien, die unmöglich einen Mordanfall begingen, wenn sie nicht wahnsinnig, oder berauscht, oder ausnahmsweise durch russische Nihilisten bestochen seien. Vielleicht habe der Zarewitsch unwissentlich die religiöse Etiquette verletzt und dadurch den Fanatismus der Stu Sentensette Soschii herausgefordert, welche den Vicomte Mori mordeten, weil er den Vorhang des Heiligenschreins mit dem Stocke lüftete und den Tempel mit Schuhen betrat. Vielleicht auch war der Fanatismus der Buddhisten gereizt durch die übereifrige russisch- orthodoxe Propaganda in Japan und die pomphafte Eröffnung einer orthodoxen Kirche in Tokio im vorigen April durch Bischof Nikolai, besonders weil der Gottesdienst in japanischer Sprache gehalten wird und die angestellten Geistlichen bekehrte Japaner seien. " 1 Dies schrieb Frau Klio( Geschichtsmuse) heut in ihre Tafeln Mit spißem Griffel unauslöschlich nieder: Im Jahre achtzehnhunderteinundneunzig Versagten Deutsche Deutschlands größtem Sohne, Deß' mächt'ger Geist das deutsche Reich gegründet, Im Kampf der Wahl mit einem dunklen Manne, Dem nichts das Reich und der dem Reich auch nichts ist, Ihr Ja! und gaben's jenem Dunkelmanne Im Jahre achtzehnhunderteinundneunzig.. Fürwahr, so schrieb Frau Klio unauslöschlich! Die Mitwelt sieht's erstaunt, die Feinde lachen, Germania liest es und verhüllt ihr Haupt." Stralfund. Rasch und kräftig entwickelt sich die Sozialdemokratie hier in Pommern. Ist die Agitation wegen der Landbevölkerung fehr schwierig, so haben wir doch seit Kurzem recht stattliche Siege zu verzeichnen. Nachdem die hiesigen Kapitalisten und Reptilienblätter jahrelang schamlose Verleumdungen über die Biele der Sozialdemokratie verbreitet hatten, sahen fich die Genossen veranlaßt, ein eigenes Blatt zu gründen. Das Blatt er scheint auch seit dem 1. April und nimmt einen recht erfreulichen aufschwung. Auch durch den glänzenden Verlauf der Maifeier, welche wir wegen der Lokalfrage am 2. Mai begingen und an der sich wohl an 400 Personen betheiligten, haben wir wieder viele Anhänger gesunden; selbst unter den Frauen macht sich eine starte Bewegung zu unsern Gunsten kund. Nach in Paris eingetroffenen privaten Nachrichten aus Rioto wäre der Barewitsch nicht allein verwundet worden. Zwei Personen seines Gefolges hätten ebenfalls ziemlich Am 10. Mai hielten wir eine sehr gut besuchte öffentliche schwere Verlegungen davongetragen. Dem vorliegenden Be- Versammlung ab, in welcher Redakteur H. Drachholz einstimmig richte zufolge, den die Pariser, Post" unter allem Vorbehalte zum Vertrauensmann gewählt wurde. schämten Lächeln zu ihm auf, warf ihre Arme um seinen Hals und drückte ihr Gesicht an seine Brust. " Juch! Juch!" klang es über das Thal hin, und Ambros nahm seine Frau auf beide Arme und trug sie wie ein Kind die Hecke entlang." Juch! Juch!" Stafi schmiegte sich dicht an ihn und schaute durch Freudenthränen zu ihm auf. bis an das Ufer vordrang, erschreckte ihn das unheimliche Lachen eines Käuzleins. Dummer Vogel, und wenn Du der Satan selbst wärst, mich erschreckst nicht," rief er nachher giftig. Er nahm von der Erde einen Stein auf und schleuderte ihn uch der Stelle, woher der Schrei des Raubvogels gekommen war, in das Gezweig. " In den Vorstand werden gewählt von 89 Anwesenden: Dammann als Vorsitzender.. Stannig als dessen Stellvertreter Wilbrandt als Kassirer mit 85 Stimmen, 76 09 83 OP Bülow als dessen Stellvertreter Meyer als Schriftführer 47 " 75 · # fämmtlich aus Hamburg. Als Revisoren werden gewählt: Bömelburg, Hamburg; Beeck, Altona, und Weniger, Harburg. Die Wahl der Ausschußmitglieder wird von der Zahlstelle Berlin vollzogen. Ferner wird beschlossen, den demnächst stattfindenden Gewerkschaftskongreß durch 3 Delegirte zu beschicken und werden hierzu gewählt die Vorsitzenden des Vorstandes und des Ausschusses, sowie Paul, Hannover. Den Kollegen im Königreich Sachsen wird betreffs der Bea schickung des Gewerkschaftskongresses freie Hand gelaffen. Hierauf ward die Versammlung durch den Vorsitzenden, nach dem die Versammelten die Arbeiter- Marseillaise gesungen hatten, geschlossen. Breslau, 16. Mai. Die„ Breslauer Zeitung" meldet aus Oberschlesien, auf den Lipiner Zinkwerken und der Klarhütte hätten 500 Arbeiter die Arbeit niedergelegt. Brüffel, 16. Mai. Gestern Abend hielten die Ausständigen mehrere Meetings ab. Nach dem Schlusse derselben zogen einzelne Arbeiterhaufen durch die Stadt, und machten auf dem Börsenplage und in der Nähe der Börse Halt, wo sie schließlich von der Polizei zerstreut wurden. war alles. Da ist mir der Schreck in die Glieder gefahren, daß ich mich hab' hinsehen müssen." Als ob's da noch ein Fragen gebraucht hätte, was fie wollten." rief der Klosterbauer in das Murmeln und Murren, das sich unter den Zuhörern erhob. Vefa hatte nur noch wenig zu berichten. Nachdem der Doktor Ostler seine Untersuchung beendet, hätte der GerichtsJerg und Lisei vernahmen den Jauchzer, aber an Am folgenden Morgen erfuhr man nach der Messe, diener die Landjäger fortgeschickt. Später wäre dann der Ambros dachten Beide nicht. Jerg meinte, es wäre Giner, die einer von den beiden Adjunkten des Dechanten gelejen, ihrem geistlichen Herrn eigentlich fehle, hätte sie von dem Doktor mit dem Gerichtsboten wieder weggefahren. Was der des Guten zu viel gethan hätte und scherzte über eine Neuigkeit. Doktor nicht herausbekommen können. Er hätte ihr nur die Fastnachtsschmerzen hinter der Stirn, wenn morgen der Während man in den Sennhütten von Tamers den Fasching aufgetragen, denselben rechtschaffen zu pflegen. Pfarrer das Aschenkreuz darauf malen würde. Peitschen fröhlich begangen, war es dunke'te bereits in der knallend fuhr er auf den Klosterhof, wo Alles im tiefen Schlafe Pfarre der Arzt aus Brunned erschienen, ohne von Herrn herumsprach, machte die Aschermittwochs Stimmung der Die Mittheilung, die sich auf dem Kirchhofe bald Lag. Lifei ging nach dem Pferdestall und rief laut den toltenbecher gerufen worden zu sein. Er wäre von dem Beute nur noch trüber und man fragte sich besorgt, Namen eines Rechtes hinein. Darauf fehrte sie zu Jerg Kreishauptmann von Hofstetten geschickt, um den Gesund- wie es werden sollte, wenn Herr Moltenbecher das zurück, dankte ihm für das Vergnügen, das er ihr gemacht heitszustand des geistlichen Herrn zu untersuchen, hätte er und wünschte ihm gute Nacht. Er hielt sie bei der Hand sich ausgewiesen. So berichtete Vefa dem Klosterbauer laut Stimmung lauschte man um so begieriger dem GeZeitliche seguete a In dieser trüben und gedrückten fest und sagte: Nein, so gehen wir nicht auseinander. genug, um auch von den in der Nähe Stehenden vernominen flüfter von den nächtlichen Vorgängen in Bruscia. HauptDu bist mir noch was schuldig." zu werden und bald hatte sich um Beide ein dichter Kreisächlich legte man Gewicht darauf, daß das Banner Tyrols Was denn?" fragte sie verwundert. Er antwortete nicht sogleich, tenn der Knecht, den sie gerufen, lam schlaftrunten aus dem Stalle und nahm das Gefährt in Empfang. " Nein, mein Schlittenrecht lasse ich sie nicht nehmen," fuhr Jerg darauf fort. Ich frieg einen Kuß von Dir." Ach, laß doch den Spaß," versette sie mit einem Achselzucken. Wir kennen einander ja von klein auf." gebildet. durch das Feuer gefeit worden wäre. meinte der Klosterbauer und sah sich im Kreise um. Das mag dann wohl so die bayerische Mod' sein," Jerg, der dem Klosterbauer und Lifei auf dem Heimwege eine Strecke das Geleit gab, nannte das NarrensWeil der Herr Pfarr nicht zum Termin gekommen possen und der Alte pflichtete ihm bei. Diesem behagte es wäre, sagte der Doktor," fuhr Vefa fort. Und wenn das viel mehr zu hören, wie wacker sich sein Apfelschimmel bei die Wod' bei den Bayerischen ist, was" hat der grobe, der Fahrt gehalten hätte, und Jerg lobte das Pferd nach rothnäsige Mensch damit zu schaffen, der neulich dem Herrn Kräften. Um so weniger dürfte sie ihm den Kuß verweigern, Pfarrer die Vorladung gebracht hat? Der war auch dabei Ter Bub' hat Verstand," äußerte der Klosterbauer bestand er auf seinem Rechte. und hat mich immer angeschaut mit seinen Schnapsaugen zu seiner Tochter, als Jerg fie verlassen hatte und nach einer " Ich soll wohl glauben, daß Dir Wunder was daran wie ein Bafilist so giftig, und hat immer in seinen Weile feste er hinzu:" Die Hörner hat er sich jest abliegt fragte sie.„ Geh, geh, ich bin ein altes Madl. Schnurrbart geschnoben. Das ist mein ärztlicher Beistand, gelaufen. Ja, ja, der wird sein Väterliches nicht wie ein Gute Nacht!" hat der Doktor gesagt, der Doktor Ditler, Ihr kennt ihn Narr für ein hübsches Gesicht wegwerfen." Geld und Gut allein machen auch nicht glücklich," beSie entzog ihm kräftig die Hand und wandte sich dem ja, und hat gelacht und mein Herr Pfarrer hat auch geHause zu. lacht, aber wie der Heiland vor dem Landpfleger. Und antwortete Lisei den auf ihren Bruder gerichteten Stich " Ich schenk' ihn Dir doch nicht," rief er ihr nach und dann ist die Magd gelommen und hat mich abgerufen aus fauft. machte sich auf den Heimweg. Er war zufrieden mit sich, der Krankenstube. Sie hat Wasser holen wollen, aber da ( Fortsetzung folgt.) daß er seine Werbung um Lisei so geschickt eingefädelt hatte. haben zwei Landjäger innen an der Hausthür gestanden und Es konnte gar nichts schaden, wenn sie ihn für etwas haben sie nicht hinausgelassen. Mein himmlischer Herrgott, verliebt hielt. Als er bei Monthan über den Bach gegangen was hat denn das zu bedeuten? frug ich fie, aber sie wußten way und durch die Waldspige kam, die von der Bergflanke nichts. Sie sollten Keinen hinaus noch herein lassen; das Theater. Sonntag, den 17. Mat. Opernhaus. Undine. Montag: Tannhäuser und Der Sängerkrieg. Dienstag: Der Trompeter von Sättingen. Schauspielhaus. Das Räthchen von Heilbronn. Montag: Der Kaufmann von Venedig. Dienstag: Roderich Heller. Leffing- Theater. Derby. Montag: Der Probepfeil.. Dienstag: Die Augen der Liebe, Berliner Theater. Hamlet. Montag: Goldfische. Dienstag: Kean. Deutsches Theater. Faust's Tod. Montag: Die Welt, in der man fich langweilt. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Manon. Montag: Dieselbe Vorstellung. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Wallner Theater. Miß Helyett. Montag: Dieselbe Vorstellung. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Rebenz- Theater. Dr. Jojo. Montag: Dieselbe Vorstellung. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance Theater. Tricoche und Cacolet. Montag: Dieselbe Vorstellung. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Thonins Theater. Schuhe. Drei Paar Montag: Der Millionenbauer, Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Adam und Era. Montag: Diefelbe Vorstellung. Osten- Theater. Mitosch. Montag: Drei Tage aus dem Leben eines Spielers. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Kaufurann's Variété. Große Spe zialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Borstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenBorstellung. Berliner Hippodrom. Am Kurfürstendamm. Station Zoologischer Garten. Größter Vergnügungs- Park der Residenz. Am 1. und 2. Pfingst- Feiertage: Früh- Konzert von 6 Uhr Morgens ab, ausgeführt von der Kapelle des 1. Garde- Ulanen- Reg. in Uniform, Dazu Vorführung von Sam. Lockhards, 6 dress. Riesen- Elephanten. Entree zu allen Plätzen 30 Pfennige. An den 3 Pfingst- Feiertagen je 2 grosse Vorstellungen ( um 4 Uhr und 7 Uhr). Röm. Konkurrenz- Wettfahren zwischen 1 Dame und 2 Herren. Amerikan. Preis- Hindernißlaufen, ausgeführt von 20 Amateuren. Große Postillon- Wettfahrt, ausgeführt von 3 Herren, auf je 4 Pferden stehend. Sam. Lockhards, 6 dress. Riesen- Elephanten. Steeple- Chase, Wettrennen, Ponny- Rennen. Auftr. des grossen Künstler- Personals. Jm großartig neu angelegten Parke während und nach der Vorstellung: Grosse Doppel- Konzerte. Bark- Entree 30 Pfa., inklusive der Sippodrom- Vorstellung 50 Pig. Refervirte Plätze 1 nnd 2 Mr. Rogen von 3-5 Mk. Vorverkauf im Invalidendant und Saisonkarten für die Park- Konzerte à 6 Mark. Nene Welt. Bilobrauerei, Haſenhaide. Pfingsten: 7492 Am 1. u. 2. Feiertag: Früh- Konzert. am 2. Feiertag: Früh- Ball. 1., 2. u. 3. Fefttag, Nachmittags von 4 Uhr ab: Konzert. Spezialitäten. Monstre- Feuerwerk. Mr. Geretti in feinen wunderbaren Produktionen Miss Blanche, auf dem 40 Fuß hohen Schwungseil. Drahtseilkünstlerin. Miss Adele, Pyramidenfünstlerin. Geschw. Eberhardy, Luftpotpourri. Die berühmte Marnik- Gasch- Truppe, Akrobaten, Pantomimen zc. im riesengroßen Am 2. und 3. Festtag: Ballingen Bal champêtre. Entree: Früh- Konzert 25 Pf. Nachm. 30 Pf. Kinder frei. Mittwoch: 1. Kinderfest. Donnerstag: Konzert und Spezialitäten. Hasenhaide Th. Keller's Hofjäger Bergmannstr.- Ecke. Am 1., 2. n. 3. Pfingstfeiertag Morgens: Am 2. u. 3. Feiertage: Gr. Früh- Doppel- Konzert. Im großen Saale 7529 Nachmittags: Grosses Militär- Konzert. Ball. Marionetten- Theater. Volksbeluftigungen aller Art. Siehe Näheres in demi gestrigen Inserat und an den Anschlagsäulen. Anfang früh 5 Uhr, Nachm. 4 Uhr. Entree je 15 Pf., im Vorverkauf 10 Pf. Mittwoch, 20. Mai: 1. Kiuderfest mit Gratis- Verloosung. A. Froelich. Neue Walhalla. Sommer- Theater, Hafenhaide. 1., 2., u. 3. Feiertag: Früh- Konzert Früh- Borstellg. 11. An den Nachmittagen: Gr. Festvorstellg. Achtung! Schumacher!!! Am 2. Pfingstfeiertage: Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Ausflug nach Johannisthal. Besonders erwähnenswerth: die Zulu- Treffpunkt früh 7 Uhr bei der Brücke Rönige" Ardel u. West, mit ihrer Panam Schlesischen Bahnhofe. Treffpunkt tomime Meyer in Afrika", und Mons. für Nachzügler Restaur. Senftleben. Jos. Loisset mit seinen dress. Störchen, Zahlreiche Betheiligung, aber auch Gänsen, Pudel 2c. im Storch- Zirkus. pünktliches Erscheinen erwartet Entree 30 Pf., Parquet 50 Pf., Sperr: 272/12 Die Agitationskommission. 1. u. 2. Feiertag: Anfang des Früh- Arbeiter- Sängerbund Konzerts 4 Uhr, der Theater- Vorstellung 5 Uhr früh. 3. Feiertag: Anfang des Früh- Konzerts 8 Uhr, der TheaterBorstellung 81/2 Uhr. An den Nach mittagen: Gr. Fest- Borstellg. Anfang d. Ronzerts 4 Uhr, der Vorstellg. 5 Uhr. Haltestelle d. Pferdebahn Schloßplay- ind. Rigdorf und Rathhaus- Fichtestraße. Konzert- Park Berlins und Umgegend. Sonntag, den 24. Mai, Vormittags 91/2 Uhr: Ausschußfhung Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Abrechnung vom Liederabend. 3. Wahl Bratweilige Bierhallen Actien- Brauerei Friedrichshain. Charlottenburg, Zegeter Weg des Bundesdirigenten. 4. Verſchiedeness Täglich: Grosses Concert ausgeführt von der Kapelle des MusikDirektor H. Sanftleben New unter Mitwirkung des Opernfängers u. Konzertmalers Signor Travieki aus Rom. Empfehle zugleich meinen Frühstücksund reichhaltigen Mittagstisch, sowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Versammlungen. 659 L F. Sodtke. Gtablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Patzenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Passage- Panopticum. Unter den Linden 22/23, Knabe ACTIEN- BRAUERE FRIEDRICHSHAIN Königsthor. Sonntag, den 17. Mai 1891( 1. Pfingsttag), Morgens 5 Uhr: Grosses Früh- Konzert. Nachmittags 4½ Uhr: Grosses Militär- Konzert, Arnold. Montag, den 18. Mai 1891( 2. Pfingsttag), Morgens 5 Uhr: Grosses Früh- Konzert. Nachmittags 41/2 hr: Grosses Militär- Konzert, Arnold. Am 1. und 2. Pfingstfeiertag; 105/10 Vorstand. NB. Hierdurch zur Kenntniß, daß die Grabgefänge zur Ausgabe gelangen. Grosses Frühkonzert. Gbenfalls findet in dieser Sigung seitens An allen drei Feiertagen, von Nach mittags 4 Uhr an: Konzert- und Künstlervorstellung, wozu er7548 gebenst einladet Richard Ibold, Restaurateur. Etablissement der Verguügungskommiffion, die Ausgabe von Billets zum Sommerfest statt. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 17. d. ts., Abends 7 Uhr: Versammlung Dienstag, den 19. Mai 1891, Nachmittags 5 Uhr: Ostbahn- Park, bei Geefeld, Grenabierſtraße 9tr. 33. Grosses Vokal- und Instrumental- Konzert. Berliner Vereinigung des Märkischen Sängerbundes, Direktion: Herr Emil Müller und die Kapelle des 3. Garde- Regiments zu Fuss, Dirigent: Herr C. Arnold. Restaurant zum„ Bukunftsstaat" Adolph Scholz, Herrmann Imbs, 71. Rüdersdorfer- Straße 71. 1. u. 2. Pfingstfeiertag: Vortrag des Herrn Dr. Völkel über Unsere Pfingsten". Nachdem: Gefellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Damen und Herren, haben Zus Grosses Frühkonzert tritt. Nachmittags im Garten bei Seeunter gütiger Mitwirkung des Gesang- feldt: Gr. Familien- Kaffeekochen. vereins Frohsinn". Anfang früh 5 Uhr.- Entree 20 Pig. Große öffentliche Versammlung mit Frauen 1. u. 2. Pfingstfeiertag: Kastanien- Allee Nr. 35.( Bis 12 Uhr Nachts geöffnet). Arbeiterliteratur infl. ,, Gazeta Robotnicza" liegt aus. 382 L Ballonfahrt des Luftschiffers Herrn An der Verbindungsbahn. Treptow. Köpnicker Landstrasse. Ausschank der Berliner Bok- Brauerei. Am 1. u. 2. Pfingstfeiertag Grosses Militär- Früh- Konzert. von 4 Uhr ab: #f. Lagerbier 0,4 liter 15 Pf. Kaffeeküche. W. Jacob. Ernst Syring mit seinem neu erbauten am Dienstag, den 19. Mai, Ab. 6 Uhr, Ballon ,, Helgoland".[ 858b in der Nordd. Brauerei", Chauffeestr. 1., 2. u. 3. Pfingstfeiertag, Nachm. 4 Uhr; Tagesordnung: Auftreten der altrenommirten Leipziger über:" Die Bartholomäusnacht oder Grosses Konzert. Konzert- und Quartett- Sänger. Im Saal: Grosser Ball. Am 1. und 2. Pfingstfeiertag: Kinder 10 Pf. Am 3. Pfingstfeiertag: Entree 20 Pf. Kinder 10 Pf. mit 2 Köpfen. Treptow. 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Feiertag: Gr. Früh- Konzert bier und Bairisch Bier. Ausschank von vorzüglichem Weiss11. Vorstellung. Am 2. Feiertag: Frühtanz, Pf. WrangelSaison- Theater, Strasse 9 1. Bortrag des Genossen Hennig, Lehrer an der Arbeiter- Bildungsschule, die Pariser Bluthochzeit". 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes und Fragen. Der Ueberschuß der Tellersammlung wird zum Besten der Arbeiter- Bildungs schule verwendet. 866b Der Einberufer: N. Unger, Refselstr. 20. Strasse Genoen Berlins, Sonntag: Das tägliche Brot. Vorher: Joujou. Montag u. Dienstag: Dieselbe speziell des 2. n. 4. Wahlkreises, Borstellung. An den Feiertagen um sowie von Rixdorf, welche einen 7 Uhr: Früh Vorstellung: Joujou. recht angenehmen Pfingstabend verleben wollen, werden zu dem heute Sonntag, !! Viktoria- Park!! 8 Regelbahnen! 8 Kegelbahnen! den 17. Mai, vom Arbeiter- Gesangverein Männerchor St. Urban"( Mitglied des Arbeit- Sängerbundes) vers anstalteten 156/12 Gneisenaustr. 67 und Blücherstr. 31. Am 1. u. 2. Pfingstfeiertag, v. 5 Uhr ab: Frühkonzert. Nachmittags von 4 Uhr ab: Konzert und Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Raffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. Entree 15 Pf., im Vorverkauf 10 Pf. Um gütigen Besuch bittet 7252 F. Sitzenstock. 3um Pfingstfeste. Lieder- Abend im Gesellschaftshause Hasenhaide 57 ( betreffendes Lokal steht auf der Liste) ganz ergebenst eingeladen. Nachdem: Konzert und Tanz. Anfang 5 Uhr. Billets fiehe red. Theil. Achtung! Die Kollegen des Vereins gewerblicher Hilfsarbeiter, welche gewillt find, am 2. Feiertag am Frühschoppen theilzunehmen, mögen sich einfinden Schwedterstr. 44, früh 7 Uhr. 157/15 Genossen und Genossinnen beim Genoffen Otto Thierbach, empfehle ich meinen in voller Blüthe stehenden Garten mit 2 Kegelbahnen. Für musikal. Unterhaltung ist gesorgt. 6982 Empfehle allen Freunden und Gen. neu renovirtes Weiß- und Otto Thierbach, Bairisch- Bierlokal. An allen drei Schivedterstr. 44. Allen Freunden und Genossen 7512 empfehle mein Weiß- und BairischKonzert I Bierlohal, Speisen in bekannter Güte; Feiertagen großer Frühschoppen. Lenz, Neue Königſtr. 16. Achtung! Kein Laden. an den Pfingstfeiertagen von 4 Uhr auch ist ein Vereinszimmer zu vergeben. Nur eigene Fabritation, 25 Zigarren Anfang Morgens 5 Uhr. Entree Stempelfabrik dat F. Müller, Neue Maassenstr. 2, 1 art. Garantie rein amerikanische Kaffeeküche ist geöffnet. u. Ball. Anfang 4 Uhr. Helm. Peters. Bahnhof.[ 325 L] Saal findet Tanz statt. Zwei Regelbahnen stehen zur Verfügung. Joh. Gnadt, Brunnenstr. 38. hinter dem Botanischen Garten. Nachmittags Gr. Konzert, Fest- Borstell. Invalidenstr. 126, gegenüb. Stettiner 687 L [ 325 L] E. Wünsche. Bither- Unterr. u. Lager Dresdenerstr. 98. Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. H. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Hierzu zwei Beilagen. Ve jün Wi Dea ein Be au bi fü fte de he üt di en ni ſte fin fi G tr be if V 21 d: fo d t e 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 113. Sonntag, den 17. Mai 1891. legten, da konfiszirten fie von Rechts wegen, wenn sie Bauern geld und die Zollprofite einheimſen, da konfisziren Nachklänge zu den preußischen austaufen, da tonfisziren fie, wenn ſie das Schnapssteuer- TrinkEinkommensteuer- Debatten. Wenn Sie 8. Jahrg. Die Maifeier. = Aus Neuhaldensleben wird uns verspätet berichtet, daß daselbst die Maifeier von 300 Perfenen begangen wurde. Die Resolution wurde einstimmig angenommen. Ein schon bewilligtes Tanzkränzchen wurde noch in letzter Stunde von der Polizei verboten. Ju Crimmitschau wurde das Fest von 2000 Theilnehmern gefezes verboten. In Posen feierten 300 Personen, Polen und Deutsche. Der Verein„ Gleichheit" unternahm einen Ausflug. Ueber die Maifeier sind uns noch Berichte zugegangen aus: Kurz und gut, das Herrenhaus verwarf die 4 pCt., Herr Iserlohn( 500 Theilnehmer. Rothe Fahne auf dem höchsten Mit Ach und Krach, nach vielen Reden und nach zahlreicheren Miquel, der prattische Staatsmann", war damit einverstanden Berge bei Iserlohn); Mehlis( 500 Th.); Lauenburg a./E. Verhandlungen hinter den Koulissen der beiden Häuser ist das wie schon vorher im anderen Hause,' die Vorlage ging an dieses( 300 Th.); Duisburg( 200 Th.); Zerbst; Ladenburg jüngste Kind Miquel'scher Finanzpolitik endlich legitimirt worden. zurück, und das Abgeordnetenhaus stellte seine alte Vorlage a./N.( 70 Th.); Hohen Neuendorf( 600 h.); Reichen( 1000 Th.); Konstanz Wir haben das neue Gefeß, das in nicht zu langer Zeit an Stelle wieder her, es hielt an den 4 pct. fest. Die Rechte trat energisch ba ch- Mylau- Metsch fau Bünde Aus zwei Gründen: sie ist lüstern danach, und( 300 Th.); ( 200 Th.); Goslar( 100 Th.); des heutigen treten wird. Es ist nicht unsere Aufgabe, nochmals dafür ein. eine Kritik der Steuerreform zu liefern; dies ist bereits zur rechten das ist das Hauptmotiv, daß die Grund- und Gebäudestener nach Pirmasens( 300 Th.); Gießen( 300 Th.) und LudwigZeit ausführlich geschehen. ihren Plänen überwiesen werden soll, sie will durch die Ein- stadt in Oberfranken( 100 Th.). Nur einzelne Momente sind es, auf die noch nachträglich fommensteuer so viel Geld wie möglich aufschatzen. Ferner des In Harburg war das Fest( Konzert und Ball) von aufmertfam gemacht werden soll, weil sie zur Charakteristik der halb, weil die 4 Prozent ein Zugeständniß an die Massen find, 7000 Personen besucht. Die Resolution wurde einstimmig an bürgerlichen Parteien dienlich sind. Unsere Leser wissen, was das nicht länger verweigert werden konnte. Die Ungerechtigkeit für eine Rolle das Herrenhaus, die Organisation der rückständig der Besteuerung wäre sonst zu grell, zu offenkundig gewesen. Die ften feudalistischen Ideen, im Staatsleben spielt. Es ist im Laufe Deutschfreisinnigen, die Richter, die Rickert, benutzen mit VerDer letzten Jahrzehnte zu herzerfrischender Bedeutungslosigkeit gnügen die Gelegenheit, ihrem fapitalistischen Ziele zu fröhnen, herabgefunken, und der Mangel des öffentlichen Interesses gegen- fie ftimmten für die Vorschläge des Herrenhauses, für drei über den Verhandlungen dieser Körperschaft ist ein Symptom für Prozent. die Werthschäzung, welche dem Herrenhause zu Theil wird. Dem Der Mann, der Alles beweisen kann, Gneist von Schierenergischen Willen der Regierung widersteht das Herrenhaus städt, die Perle der Staatsrechtslehrer, spielte den elegisch andes Geldsacks und redete eine nicht; dafür bürgt schon seine Zusammensetzung. Dem Rönig gehauchten Vertheidiger des ſteht die Berufung der Mitglieder zu: Fürsten, Grafen u. f. w. feiner entfehlichen Reden, rhetorisches Morphium. Die Naivität, gefeiert. Die Resolution wurde einstimmig angenommen. Zapfensind der Kern des preußischen Oberhauses. Von 264 Mitgliedern mit welcher dieser professorale Jubelgreis seine abgenügte fireich und Umzug wurden auf Grund des sächsischen Vereinsfind 196 auf Lebenszeit berufen, von diesen 3 Vertreter der Waare hausirt, ist verblüffend. Er flagte beweglich: Stifter, 8 Vertreter der Provinzialverbände der Grafen, 10 Ver Die Jdee der Egalité, welche unsere arbeitenden Klassen ertreter adliger Familienverbände, 83 Vertreter des alten und befestigten Grundbesitzes, 2 Vertreter erblicher Landesämter. Es griffen hat, dieser Gleichheitsteufel hatte nun auch einen Theil der besigenden Klassen beim Schopf genommen ist das Junkerthum in seiner vollen Glorie, das in diesem Hause bei uns eine aufsteigende Einkommensteuer einführen, so stellen vorherrscht. Sie die Millionen unserer fleinen Steuerzahler mit ihren nächsten Verfassungsgemäß hatte das Herrenhaus die vom Abgeord- Interessen gegenüber in verfänglichster Weise den Zehntausenden netenhaus ihm zugegangene Einkommensteuer- Vorlage zu erörtern der besitzenden Klassen. Wie schnell die kleinen Leute sich die und seine Beschlüsse zu fassen. Es war freilich laut und ein- Tragweite unserer Beschlüsse in dieser Beziehung tlar gemacht Denjenigen Personen gegenüber, welche bei Gericht dringlich genug darüber geklagt worden, daß man die edlen Lords haben. Sie sehen sich gegenüber dem nun sich eröffnenden Ideale, ihren Austritt aus der Landestirche anmelden, beobachtet die so sehr vernachlässige und anstatt ihnen die wichtigen Gesetz- Die Steuern möglichst weit als Einkommensteuer zu erheben; fie Berliner Geistlichkeit ein recht verschiedenartiges Verfahren. entwürfe zuerst zur Berhandlung zu überlassen, statt dessen fönnen sehr leicht erwägen, wenn die wechselnden Bedürfnisse des Während im Anfange der Bewegung, die auf Austritt aus der vom Abgeordnetenhause abgeänderten Borlagen über Staates etwas höher, etwas niedriger sind, nun dann ist es Landeskirche gerichtet war, die Berliner Stadtmission in den weise. Die Herrenhäusler waren so um die LandgemeindeOrdnung, um das Volksschul- Gesetz, um die Einkommen- und natürlich, daß wir, wie es in Amerika und der Schweiz der Fall" Kampf der Geister" gerufen und zur Bekehrung der Ungläubigen Gewerbesteuer gekommen, die als Erstlinge auf dem Altar des ist, von 4 auf 8, 10, 20 pet. gehen. Das können die Reichen und Wiedergewinnung der verlorenen Schafe aufgeboten wurde, Gewerbesteuer gekommen, die als Erstlinge auf dem Altar des Hauses der Abgeordneten dargebracht wurden, sie mußten vorlieb sehr leicht zahlen! Die Millionen kleiner Zahler aber fühlen sich scheint man inzwischen mit diesem System gebrochen und mit dabei außer dem Schuß; unsere Degressivsteuer macht ihnen anderen Versuchen mehrfach gewechselt zu haben. Vor einiger nehmen mit der Hundesteuer. Die Pẞille war bitter, aber sie teine Bange mehr. Wenn die höheren Klassen 8 pet. und mehr Beit wurde uns ein Fall mitgetheilt, in welchem es zwischen der wurde gehorsam heruntergeschluckt. bezahlen, so glauben sie, werden sie 2 oder 1/2 pet. in ihrer Frau eines Handwerkers, der seinen Austritt aus der LandesStufe aufbringen können. An solche Steigerungen sind wir ja firche angemeldet hatte, und einem Geistlichen seines Parochialschon durch unsere Kommunalsteuer- Buschläge gewöhnt. Und dazu sprengels zu einer lebhaften und ungemüthlichen Auseinandersetzung noch ein Vortheil. Die Steuerzahler erreichen damit auch ihr gekommen war. Damals also waren schon die Boten der StadtJdeal eines wechselnden Staatseintommens im Budget, und ge- mission nicht mehr in Thätigkeit bei dem Bekehrungswerk. winnen damit den wachsenden parlamentarischen Einfluß durch die Heute geht uns eine andere, auf eine gleiche Angelegenheit beallmälig erhöhten und zuweilen erniedrigten Säße der Ein- zügliche Mittheilung zu: Der Töpfer M. hierselbst hatte seinen kommensteuer. Was sollen denn nun die besitzenden Klassen Austritt aus der Landeskirche angemeldet. Er erhielt vor einigen thun gegenüber dem Strom der Interessen, der sie so bedrängt? Tagen folgenden Brief: Wie sehr bereits die kleinen Steuerzahler ihr Interesse verstehen, zeigt Ihnen die heutige Presse, die in einem paar Wochen begriffen hat, worum es sich handelt. Der Besitz im Ganzen arbeitet sich denn wohl durch diese Verhältnisse, sowie er wieder solidarisch wird und wieder einfieht, wir müssen zusammenhalten, weil wir zusammen mißhandelt werden." die Um so mehr hatten die„ Edelsten und Besten" in höchster Potenz, der Blüthenextrakt der Aristokratie, an dem endlich zu ihnen gekommenen Einkommensteuer- Entwurf zu mäkeln und auszusetzen. Vor Allem, und das ist bezeichnend für die noble Gefinnung, schlugen sie ein heftiges Lamento an über die mit Mühe und Noth in dem Abgeordnetenhause durchgesetzte Besteuerung der höchsten Einkommen mit vier Prozent. Man weiß, daß von einer bestimmten Höhe des Einkommens an die drei Prozent nach und nach bis zu dem Höchstmaß von vier Prozent steigen sollen, eine bei den Millionären und sonstigen Kapitalsmagnaten, sei es des Grundbesitzes, sei es des mobilen Besizes, viel zu niedrige Steuer ,, last". Wir haben schon während der Debatten nach gewiefen, wie ungenügend diese Art der Besteuerung, ist, und ein tonfervativer Sozialpolitiker, Adolph Wagner, eine Autorität auf dem Gebiete der Finanz- und Steuerpolitit, hat kürzlich im„ Archiv für soziale Gesetzgebung und Statistit" ber Heranziehung großer Einkommen mit 7-8 pet. das Wort gesprochen. Lokales. Berlin, 9. Mai 1891. Infolge der Anmeldung Ihres Kirchenaustritts bitte ich Sie ganz ergebenst, mich freundlichst am Freitag, den 15. Mai, früh 8-9 Uhr in meiner Wohnung, Templinerstraße 18, part. besuchen zu wollen. Gott zum Gruß und Segen! Wachsmann, Archidiakonus von Zion, Dr. phil." Diese Form der Bekehrung ist also zum dritten Male eine andere, eine Terminsvorladung, wenn auch in freundlichen Worten. Daß sie mehr wirken wird, als die früheren Belehrungsversuche, müssen wir bezweifeln. Die Einzigen, die erfolgreich bekehrt werden könnten und müßten, sind unserer Meinung nach Daß die sozialdemokratische Kritik der Steuergesetzgebung dem Herrn Gneist und Genoffen fatal geworden ist, dünkt uns allein schon ein Erfolg zu sein. Daß wir aber seit vielen Jahren die Steuerreform fordern, das ist der tiefen Einsicht und hohen Weisheit des Gneistischen Genius unbewußt geblieben. Wofür die Herren Pastoren. auch ist er ein großer Staatsrechtslehrer? Das Herrenhaus harmonirte nun durchaus mit den Repräsentanten der rheinisch- westfälischen Bourgeoisie, die im Abgeordneten hause mit Nägeln und Zähnen sich gegen die 4 pet. gewehrt und Der Schmerzensschrei der bisher zum Schaden des Gemeindie entfeßlichsten Wirkungen dieser Neuerung in schwefelgelbhöllischer Beleuchtung gezeigt hatten. Der Wortführer der Fabrit- wesens viel zu leicht befteuerten Großbürger schließt, ein würdiges 16. d. M., eröffnet worden. Es sind dies die Anstalten an der feudalität, v. Eynern, fand die eifrigsten Bundesgenossen in den Finale, die Steuerdebatten: Schulenburg, Brühl, in den erlauchten gefürsteten, gräflichen Chorführern des Großgrundbesitzes. Die Ritter hinter den hohen Schornsteinen und die Ritter hinter den Gutsmauern, die Herren der Gruben und die Herren der Kartoffeläcker, die Meister des Dampfhammers und die Meister des Destillirhelms, die neugebadenen Adligen mit dem Kommerzienrathstitel und die fobald es sich um das Palladium des filtlichen Staats, das uradligen Erbfüchenmeister, sie waren ein Herz und eine Seele, Eigenthum, handelte. Emphatisch rief ein Herrenhäusler aus:" Diese Besteuerung ist progressiv, sie bedeutet die Konfistation des Vermögens. Vier Prozent von der Rente dem Staat, der die Rentengewinnung schüßt und fördert, eine Beschlagnahme des Vermögens, welch üppiges Spiel junterlicher Phantasie! Als die Junker Bauern Sonntagsplauderei. Schluß die Reibeteule ablecen " Wir müssen zusammenhalten, weil wir mißhandelt werden." Das ist eine Unwahrheit, so weit es die Bourgeois angeht. Gine blutige Wahrheit aber ist es für das Proletariat. Und wir halten zusammen! Und der Knalleffekt, mit dem das neueste Zwischenspiel: die Vorlage zum zweiten Male an dasselbe zurückging, erflärten 3 oder 4 pet." abschloß, war des Herrenhauses würdig. Als die würdigen Stüßen des Feudalismus, daß sie das Gesetz auch mit 4 pet. annähmen, troz aller Einwände." Gehorsam ist des Christen Schmuc". Sie unterwarfen sich löblich und nun hat die liebe Seele Ruh'. man hätte vielleicht Städtische Sonntagsruhe. Die städtischen Schwimm- und Bade- Anstalten auf der Ober- und Unterspree sind gestern, am Schillings, Waisen-, Schleusen-, Moabiter-, Leffingsbrücke und am Nordhafen. Es sind dies Bade- Anstalten für das Proletariat und es ist wohl anzunehmen, daß dieselben vorzugsweise, wenn nicht ausschließlich von Proletariern beiderlei Geschlechts benutt werden, da für die„ besseren" Gesellschaftstlassen ja private BadeAnstalten bestehen, in denen die Badepreise allerdings höhere find, schaft sich im Bade erquicken können und nicht Gefahr laufen, in als in den städtischen" Anstalten, die dafür aber den Vorzug gemischte" Gesellschaft zu gerathen. Daß das Badebedürfniß der arbeitenden Bevölkerung Berlins ein eminent großes ist, bedarf feiner weiteren Darlegung, und bei der großen Kopfzahl der arbeitenden Bevölkerung sind die vorhandenen 14 städtischen Bassins eher noch zu wenig, als genügend, um so mehr, als bei der noch so vielfach herrschenden lang ausgedehnten Arbeitszeit den muß wirklich als eine That bezeichnet werden. Noch vor Pfingsten eine Sargausstellung zu veranstalten. Die ver einigen Jahren machte man in Berlin den geschmackvollen einigten Todtengräber haben für die Feiertage wenigstens R. C, Maien hat man in die Stadt gefahren, und Versuch, sich bei dem Korso mit jungen Tauben zu be- einen Wallfahrtsort, und sie mögen sich an dem Anblick der hoffentlich findet sich in der Ausjeder hoffnungsvolle Spree- Athener piept an einen Ralmus. werfen, und es soll für die zartbesaiteten Damen ein Todtenkisten erfreuen In den Spinden hängen frisch gestärkte Waschkleider und amüsanter Anblick gewesen sein, wie die armen Thier- ftellung Alles, was ein Todtengräber- Herz erfreuen kann: in gut gesinnten bürgerlichen Familien wird Kuchen ge- chen unter den Hufen der Pferde oder den Rädern von dem Nasenquetscher, in dem diejenigen begraben backen: das Mädchen für Alles rührt den Teig ein, Mama der Wagen elendiglich ums Leben kamen. Nun, glücklicher werden, die am Wege sterben, bis zu dem progigen schüttet mit wichtiger Miene die theuren Ingredienzien Weise verfeinern sich die Sitten etwas und man begnügt Eisensarg mit Zinkeinsatz, in welchem der den ewigen dazu, der jüngste Knabe nascht heimlich und darf zum sich jetzt damit, daß man sich gegenseitig mit Blumen be- Schlaf schläft, der die Mittel dazu hat und der es sich Ehre, wem Ehre ge- wirft. Es mögen unter den Herrschaften nicht wenige ge- leisten kann. Und wenn dann noch gratis Leichenreden bühret. Und der Kutscher schmückt sein Rößlein mit wesen sein, die sich im gewöhnlichen Leben ganz andere vertheilt werden, in denen nach der Schablone die Tugenden frischem Grün, ja, gegen alle Gesetze der Naturgeschichte Dinge an den Kopf werfen. Unglücklicher Weise reicht unser Reicher gepriesen und die Laster Armer verdammt, wo die sahen wir, daß man auch einem Hunde den Maultorb mit beschränkter Unterthanenverstand nicht aus, um so hohe Ge- ewige Seligkeit versprochen oder die immerwährenden frischen Maien ausgestattet hatte, obgleich der Köter sich nüsse zu begreifen, und wenn die Herren eine Fuchsheye Höllenqualen angedroht werden, so hat man Alles, was man gar nicht zu den Begetariern rechnet. Aber die Krone des imitirten, so geschah es wohl deshalb, um sich auch in der sich zu Pfingsten wünschen kann, und die Herren Aussteller Pfingstfestes ist das Frühkonzert; wer des Morgens gegen Einbildung an einer Jagd auf Rothwild zu ergötzen. Jeder werden so viel verdienen, daß sie schon bei Lebzeiten ihr 5 Uhr bereits mit dem Genuß von geistreichen Getränken be- nach seinem Geschmack, und man darf froh sein, daß sich da eigenes Fell ver- trinken können. In unserer inneren Potitik machen sich die ersten Anginnt, kann sicher sein, daß er des Nachmittags allen Blagen draußen kein rothes Wild vorfand fänge der Hundstage bemerkbar. Nicht etwa, daß absolute des irdischen Daseins entrückt ist. Und der Kremser, diese sonst noch ganz anders applaudirt. Arche aus vergangener Zeit, weil Bimmer Männlein und Aber unter dem Pfingsttrubel vergißt man das Ruhe herrschte o nein, dazu lassen es die Herren Lieute Fräulein paarweise zuſammensitzen müssen, führt Hunderte Wichtigste-man vergißt sogar, daß wir in einer Zeit der nants nicht kommen, die hin und wieder die Schärfe hinaus in die freie Natur, und die materiell gesinnten In- Ausstellungen leben. Kein Mensch will sein Licht unter ihrer Schiverter an lumpigen Zivilisten erproben. Man fassen schauen nach unten und überzeugen fich, ob das einen Scheffel stellen, und wenn die Herren Fleiſchermeister, schlägt Jemand nieder, wischt den blutigen Säbel an den Fäßchen auch noch sicher in den eisernen Klammern baumelt wie wir an einer anderen Stelle unseres Blattes registriren, Rockschößen des Wehrlosen ab, und rechnet auf dem Beifall und ob es auch gehörig von den Sonnenstrahlen durch ihre Ausstellung planen, so kann es Niemand den Sarg- der Kreuz- Zeitung", der ja denn auch in vollem Maße gegewärmt wird. Und draußen im Walde verzehrt man die Fabrikanten verdenken, wenn sie den Lebenden zeigen, wie spendet wird. Bon wirklicher Ehre verstehen nur die Leute mit Recht so beliebten Stullen, von denen die Butter ins man sich später einmal standesgemäß begraben lassen kann. Etwas, die am Rock einen rothen Kragen tragen, und der Zeitungspapier geschmolzen ist. Aber Alles geht gut, wenn Ein Sprichwort besagt zwar, daß der Tod alle Menschen christliche Grundsatz, daß man nach einer erhaltenen Ohrnur der Himmel ein gnädiges Gesicht macht. Lächelt die gleich macht aber das ist ein Sprichwort, welches zu den feige auch sofort das andere, Ohr präsentiren soll, hat für Sonne, so ist Pfingsten wirklich das liebliche Fest, regnet es erlogendsten gehört, die von uns Menschenkindern ersonnnen richtige Kavaliere feinen Werth. Wer dem Tod in das Gerade im Tode zeigen sich unsere Standes- Angesicht schauen kann" singt Schiller, aber er versteht aber Strippen, so hört man nur Heulen und Zähneklappern, find. und verregnete Pfingstkleider sind der kläglichste Anblick, und Klassen- Unterschiede am Allerdeutlichsten, und daher von der Sache auch nichts: denn bei solchen Gelegenheiten mag denn auch wohl die Ausstellung der Sargfabrikanten muß man zu Zweien sein, dann ist es leichter, einen Einden der moderne Mensch genießen kann. Das Fest wurde eingeläutet, wie man gestern in allen tommen. Ein anständiges Begräbniß gehört natürlich auch zelnen zu verhanen, und die kriegerischen Lorbeeren werden bürgerlichen Zeitungen lesen konnte, dadurch, daß die obersten zum menschlichen Leben, aber nur der kann ein solches ge- nicht durch die Aussicht verbittert, daß man vielleicht selbst und allerobersten Zehntausend einen sogenannten Blumen- nießen, der sich für baares Geld den ganzen Pomp und Siebe kriegen kann. forso veranstalteten. Es soll bei dieser Gelegenheit draußen Lurus unferes Zeitalters leisten kann. in Westend hoch hergegangen sein, und das Unternehmen Immerhin ist es eine Liebenswürdigkeit, gerade zit " und " Arbeitern wohl nur in den Abendstunden Gelegenheit gegeben ist, I Sozialdemokratische Milch. Im Milchgeschäft von Frau[ amt niedergelegt worden wären. Kein einziges Geschäftshaus is ein erfrischendes Bad zu nehmen und dadurch die gewünschte R. in der M.straße erschien seit einiger Zeit jeden Morgen ein darauf reingefallen, der Schwindler dagegen, als er auf dem Erholung durch die Ueberfüllung der Anstalten start beeinträchtigt würdig aussehender Herr, um sein Glas Milch zu trinken. Kürz- Postamt nach dem Eintreffen von Geld für ihn fragte, dort fest wird. Unendlich vielen wird es überhaupt nur Sonntags möglich fragte er, auf eine rothe Azalee deutend:" Ihre Gesinnung genommen worden. lich sein, eine Bade- Anstalt zu besuchen, und da auch Sonntags ist doch nicht etwa, wie Ge die Farbe dieser Blume?" Vormittags noch vielfach gearbeitet wird, auch nur Sonntags wiß! Finden Sie etwas dabei?" Da wurde dem würdigen Der Technifer Ernst Otto Redies, welcher nach WitNachmittags. Um so mehr ist es zu verwundern, daß auch in Manne plöglich die Milch der frommen Dentart in gährend theilung der hiesigen Kriminalpolizei unter dem Namen v. Redey diesem Jahre wieder die städtischen Bade- Anstalten um 12 Uhr Drachengift verwandelt", und er rief:„ Dann danke ich für Ihre und Graf Redey in der Kirchbachstraße 10 ein leeres Zimmer als Mittags gefchloffen werden. Es fällt dies um so mehr ins Ge- Milch! Ich hasse die Sozialdemokraten!" Und ich danke Bureau gemiethet hatte und verschiedene Schwindeleien verübte, wicht, als, da beide Geschlechter für sich baden, die Vormittags- für Ihren Besuch; denn ich hasse die Mucker!" lautete die schlag- hält sich seit etwa Mitte v. m. verborgen und entzieht sich so stunden getheilt werden und so den Männern und Frauen an fertige Antwort. Seitdem soll der Herr seinen Morgentrunk bei seiner Bestrafung. Es ist daher von der Staatsanwaltschaft beSonn- und Festtagen Vormittags nur einige Stunden die Bade- einem christlich- sozialen Milchhändler einnehmen, der nur weiße schlossen worden, den Herrn Grafen" steckbrieflich zu verfolgen. Anstalten zur Benutzung und Verfügung stehen. Der Verein der Azaleen in seinem Laden duldet. Schwimm- und Bademeister tritt zwar energisch für eine SonnEin Musketier als Einbrecher. Der Musketier Stolzen tagsruhe ein, und es ist ihnen eine solche bei ihrer zweifellos Im Schoße der Freien Vereinigung selbständiger berg, der im November v. J. von seinem Truppentheil desertirt langen und angestrengten Thätigkeit auch nur zu gönnen. Jeden- Fleischermeister Berlins und Umgegend ist ein großartiges war und hier, wie in Leipzig und Halle mit dem inzwischen durch falls ist es aber nicht der richtige Weg, der in den städtischen Projett ausgeheckt worden, nämlich das Projeft einer großen Selbstmord geendeten Georg Stanislewsti eine Reihe von EinBade- Anstalten eingeschlagen wird, um dem Badepersonal eine Schlächterei- Ausstellung, welche im März nächsten Jahres in bruchsdiebstählen verübt hat, ist geständig, u. A. Ende November Sonntagsruhe zu verschaffen, indem die Bade- Anstalten an Berlin abgehalten werden soll. Natürlich darf hierbei die um oder Anfang Dezember v. J. Sonntags Abends in einer Straße, Sonn- und Festtagen um 12 Uhr Mittags geschlossen werden das Schlächlergewerbe so hoch verdiente löbliche Schlächter- nahe am Alexanderplat, in einer verschlossen gewesenen Parterredadurch vielen Badebedürftigen die Gelegenheit zum innung nicht fehlen und so werden denn zwischen beiden Ver- wohnung aus einem verfchloffenen Schreibtisch 60 M. in Gold Baden genommen wird. Die fogenannte" Sonntagsruhe" einigungen und sonstigen Fachorganisationen Berathungen über und einen Hundertmarkschein entwendet zu haben. Der unbesollte doch vielmehr für die Beamten durch eine entsprechende die Ausführung dieses großartigen Gedankens gepflogen. Aus- tannte Bestohlene kann sich im Zimmer Nr. 37 des PolizeipräsidialDiensteintheilung zu erreichen gesucht werden und wäre es neben gestellt soll Alles werden, was zur Schlächterei gehört. Als gebäudes melden. sächlich, ob die freie Zeit der Angestellten gerade auf einen Sonn- passende Ausstellungsobjekte würden zu empfehlen ſein einige tag fällt, oder auf einen Wochentag. Man sollte berücksichtigen, bickbäuchige. Innungsmeister, einige ausgemergelte Schlächter: Aufklärung gesunden zu haben. Es ist festgestellt worden, daß Die Blutthat in der Rheinsbergerstraße scheint ihre daß dem Arbeiter nur der Sonntag und dieser vielfach auch gefellen, etliche blutjaugenden Stellenvermittler, genannt Komnur theilweise zur freien Verfügung steht. Durch den sonn missionäre, die obligaten„ Knochenbeilagen" zu dem halben Pfunde Gyner als 16 jähriger Lehrbursche von einem Gerüst eines Neuund festtäglichen Schluß der städtischen Bade- Anstalten um Mit Fleisch der Arbeiterfamilien u. dgl. m. Das würde sicher baues aus dem zweiten Stock auf das Straßenpflaster gestürzt ist tag 12 Uhr werden Viele veranlaßt, in die Umgebung Berlins Effet machen und die Fortschritte der Schlächterei treffend und an den Folgen dieses Unfalls lange Zeit darnieder gelegen hat. Allem Anschein nach hat das Gehirn des Verunglückten hinaus zu wandern und an Orten ihr Badebedürfniß zu befrie- illustriren. digen, die theils zum Baden ungeeignet, theils mit Gefahren verdurch den Sturz gelitten; denn von dieser Zeit an datirt das bunden find. Leider wird aber auf die Bedürfnisse der Arbeiter gestern in Spandau. Nahe der Weichbildgrenze der Stadt, auf Topfer hat öfter an Wahnvorstellungen gelitten und quälte u. A. Die Kunde von einem Franenmorde verbreitete sich eigenartige scheue Benehmen des E., das allgemein auffiel. Der schaft sehr wenig Rücksicht genommen. Vor Kurzem behandelten schaft sehr wenig Rücksicht genommen. Vor kurzem behandelten der Feldmark des Dorfes Staaten, unweit der Hamburger Chauffee, auch seine Braut durch wüthende Eifersucht; in einem solchen wir die Beschränkung der Besuchszeit der Museen an Sonn- und ist auf freiem Felde in einer Furche die Leiche einer etwa Anfall hat E. dann wohl auch die Müller getödtet. Sehr aufFesttagen, wodurch der größte Theil der arbeitenden Bevölkerung 30 Jahre alten Frau gefunden worden. Der Amtsvorsteher von fällig erscheint aber bei diesem Morde, daß das Portemonnaie von dem Kunstgenusse ausgeschlossen wird. Aehnlich ist es mit Spandau Land und eine Kommission des Spandauer Amtsgerichts des Grner, in dem sich sein gesammter Wochenlohn befand, sowie der städtischen Sonntagsruhe in den Bade- Anstalten. Die arbeis begaben sich alsbald nach dem Fundorte und stellten den That der Hausschlüssel spurlos verschwunden sind. Die Obduktion des tende Bevölkerung könnte wohl mehr Berücksichtigung fordern! bestand fest. Das Gesicht war vollständig blau unterlaufen, die Mörders im Schauhauſe hat zu einem Resultat bezüglich des Die bürgerlichen Frauenrechtlerinnen beschäftigen sich kleidung war in Unordnung, das Kopfhaar zerzaust. Nach den geistigen Gesundheitszustandes des E. nicht geführt. jetzt auch mit der Lösung der sozialen Frage." Kürzlich feierte vorgefundenen Spuren ist der Körper bis zur Fundstelle erst die Frauengruppe" des Allgemeinen deutschen Schulvereins" eine Strecke geschleift worden. Die Ermordete ist eine von ihrem Polizeibericht. Am 14. d. M. Nachmittags wurde ein im Konzerthaus ihr Stiftungsfest. Bei der Gelegenheit hielt ein Manne getrennt lebende Frau Scherbarth; sie wohnte in Staaten Maurermeister in seiner Wohnung in der Tegelerstraße erhängt Vor dem Hause Friedrichstraße 111 fiel am Fräulein Hedwig Engel einen Vortrag, in welchem fie fich und arbeitete in der Spandauer Munitionsfabrit. Seit Montag, vorgefunden. äußerte, der Verein sei nicht nur ein patriotischer, sondern auch den 11. d. M., ist sie Abends von der Arbeitsstätte nicht heim- 15. d. M. Vormittags ein Droschkentutscher während der Fahrt ein fozialer. Die letztere Behauptung begründete die ehrfame gekehrt, und seit diesem Tage wurde sie vermißt. An jenem vom Bock und erlitt anscheinend schwere innere Verlegungen, so deutsche Jungfrau damit, daß sie als ein erstrebenswerthes Ziel bend ist auch die That wohl verübt worden. Ueber den muth- daß er nach der Charitee gebracht werden mußte. Vereins" eine Hebung des Nationalitätsgefühls der maßlichen Mörder verlautet bisher noch nichts. Zur Feststellung Hause Potsdamerstraße 119 fiel Mittags ein Rollkutscher von Deutschen im Ausland und vor allen Dingen in den deutschen der unmittelbaren Todesursache ist die Leiche gestern obduzirt seinem Wagen und gerieth unter die Räder desselben. Er erfitt Rolonien" hinstellte. Betreffs des Auswanderungswesens, oder worden. Die Staatsanwaltschaft am Landgericht II ist von dem hierbei eine so schwere Quetschung des Oberschenkels, daß seine Ueberführung nach dem Elisabeth Krankenhause erforderlich vielmehr der„ nationalen" Rolonisation empfahl sie unter jubeln Vorfall benachrichtigt worden. dem Beifall der anwesenden deutschen Frauen, Jungfrauen und wurde. Nachmittags stürzte ein Kutscher auf dem Stettiner der deutschen nationalgesinnten Männer die Gründung großer Bahnhof war in den letzten Tagen das Gerücht verbreitet, ein wagen und brach das Genick, so daß der Tod sofort eintrat. Von der Lokomotive zermalmt. Auf dem Anhalter Güter- Bahnhofe beim Berladen von Sandsteinen von einem RollKreditbanken mit deutschem Kapital in den deutschen Kolonien also in Angra Pequena, in Kamerun und den anderen ähnlichen Lokomotive überfahren und getödtet worden. Die von uns des der Trunkenheit gegen einen Pferdebahnwagen, wurde niederStationsassistent sei in der Nähe von Lichterfelde von einer Ein Arbeiter lief Abends vor dem Hause Gitschinerstraße 2 in Fiebergegenden Afrikas. Dadurch könnte nach Ansicht der Bourgeois- Emanzipirten die soziale Frage" gelöst werden, indem halb angestellten Nachforschungen haben ergeben, daß dieser Un- gestoßen und erlitt dadurch anscheinend innere Verlegungen, Bourgeois- Emanzipirten die soziale Frage" gelöst werden, indem glücksfall sich am 14. b. M.( Donnerstag) auf der Station Burg- welche seine Ueberführung nach dem Krankenhause am Urban erauch die Sozialreformlerin nach Peters'schem Rezept meinte, die d. auch die Sozialreformlerin nach Peters'schem Rezept meinte, die Stemniz, furz vor Bitterfeld, ereignet hat und daß der von der forderlich machten. Zu derselben Zeit wurde vor dem Hauſe Auswanderung sei als ein Faktor der Lösung der sozialen Frage Lokomotive Erfaßte noch nicht Assistent, sondern der vor dem Philippstraße 4 die Leiche eines neugeborenen Kindes aufzu betrachten." Der neu erfundene" Nationalheld, der grrr- oße Gramen stehende Diätar Koch ist, dessen Bruder als Beamter gefunden. Am 15. d. M. fanden drei Brände statt. Afritaforscher Karl Peters, müßte Ehrenmitglied der Frauen auf dem hiesigen Anhalter Bahnhof fungirt, woraus sich vielleicht gruppe des Allgemeinen deutschen Schulvereins" werden. Wunderfame Blüthen treibt doch die Müßigkeit und Langeweile beklagenswerthe Ereigniß ist die Untersuchung eingeleitet. auch die rasche Verbreitung obigen Gerüchtes erklärt. Ueber das unserer überreizten Bourgeoisie! des " = Vor dem Gerichts- Beitung. Die Benutzung der Schnellzüge im Berliner Vorort Verkehr ist den Inhabern der für gewöhnliche Personenzüge gelöften Fahrkarten untersagt. Auf der Rückseite der Letzteren befindet sich ein darauf bezüglicher gedruckter Vermert, welcher jedoch meistens übersehen wird, ebenso wie die auf den Bahnhofs Plakaten enthaltene Ausnahme- Bestimmung, wonach Inhaber folcher Fahrkarten auch die Schnellzüge in der 2. oder 3. Wagen klasse benutzen dürfen, wenn der ganze bezw. der halbe Betrag der 4. Klasse am Schalter nachgezahlt wird. Dieſe Beſtimmungen find leider nur denjenigen Fahrgästen bekannt, welche aus der Erfahrung eine Lehre ziehen mußten, wenn ihnen der Schaffner Ein anständiger" Spitzbube. Ein seltsamer und genüg des fertigen Schnellzuges das Einsteigen in denselben unter Hin- famer Dieb war es, der vorgestern in der Straßburgerstraße 60 Det foll nu' n lieblichet Fest find! Na ich danke, un weis auf den gedruckten Vermerk untersagte. Sehr häufig, be- einen Einbruch verübt hat. Der unbekannte Flatterjahrer hatte wenn't so tommen dhut, wie det wohl kommen dhun kennte, denn sonders im Spandauer Vorortsverkehr, so schreibt die die auf dem Boden des betreffenden Hauses befindliche Wasch- hacken se Genen zu't Pfingst est noch'n Stopp ab. Mir soll't recht Charlottenburger Gem. 3tg.", tann Aeußerungen füche erbrochen, in der sich eine große Menge Wäsche befand; er find, aber Jerechtigkeit is det nich." Mit einem solchen Sermon des Ingrimmes über unnützen Zeitverlust von Seiten fuchte sich aus dem reichen Vorrath je zwei Bettdecken und Kopf- betrat ein recht gutmüthiger und wohlhabender Mann, der ber enttäuschten solcherart fikengebliebenen" Fahrgäste tissenbezüge, sowie zwei Laken heraus, eignete sich aber sonderbarer Schlächter May Lustig, die Anklagebank der 90. Abtheilung am wahrnehmen. Es bleibt diesen Bedauernswerthen nichts weise nur die schlechtesten und sehlerhaftesten Sachen an, wäh- Amtsgericht I. Na," meinte der Präsident, beruhigen Sie sich weiter übrig, als den nächsten Personen- oder Arbeiterzug zu rend er gute Stücke der massenhaft daliegenden Wäsche wieder nur, es handelt sich um einen dummen Streich, den Sie jeden erwarten, während der Schnellzug abgeht mit den zumeist leeren fürsorglich zusammenfaltete und sauber in einen Wäscheforb legte. falls in der Trunkenheit begangen haben". Angekl.:„ Herr PräWagen 3. Klasse. Bei einem grundsäglich auf Schnellverkehr ein- andere zufällig in der Waschküche lagernde werthvollere Gegen- fendent, ick kann mir árgern, det det scheene Pfingstjest nur so ver gerichteten großartigen und gewinnbringenden Betriebe, wie der stände ließ der Dieb gleichfalls liegen; troß alledem recherchirt borben werden muß, det soll' n Fest sind! Herr Jerichtshof, bet Berliner Stadtbahn- und Borortverkehr sich darstellt, müffen solche die Kriminalpolizei nach dem genügsamen" Spitzbuben. einschränkenden Bestimmungen befremdend wirken. Uebrigens is ja jerade, als ob Gener' ne Leberwurscht mit Cormoisinverjnügt fann der Spandauer Schnellzug als solcher für die ganze FahrUeberfahren wurde vorgestern Nachmittag auf der Char- recht sind". Präs.: Ihre Vergleiche lassen Sie nur, die hinten. Sind färben dhut, det sie de rechte Farbe friegen dhut. Na, mich kann det strecke überhaupt nicht gelten, denn mit der vorgeschriebenen lottenburger Chaussee in der Nähe des Stadtbahnbogens Thier- Sie schuldig oder nicht?" Angeti.: So schuldig wie' n neujeborenet Schnellzugs Geschwindigkeit darf derselbe erst hinter dem garten" ein fünfjähriger, bisher unbekannt gebliebener Snabe. Ralb, det teenen Menschen nischt" jedhan hat un doch jeschlachtet Spandauer Bock- Etablissement bei der Einmündung in die alten Durch die vom Blumentorso zurückkehrenden Wagen war die wird. So'n Kalb, Herr Präsendent, bin id ooch!" Vors.:„ Nun Hauptgeleise der Hamburger Bahn zu fahren beginnen. Mithin Chauffee überfüllt, der Kleine gerieth deshalb bald unter eine werden Sie nur nicht sentimental, wir wollen nur Ihre Schuld den fleinsten Theil der 2 Meilen weiten Strede bis Spandau Droschte und wurde dabei so schwer verlegt, daß er in bewußt- oder Unschulb feststellen." Angefl.: Na, geehrter Herr, wenn also etwa 4 Rilometer von dem Treffpunkt bis Spandau-fährt losem Zustande nach dem Charlottenburger Krankenhause geschafft Sie det eenjal is, denn möchte ich Ihnen boch jietigst jebeten man erst in einem richtigen Schnellzuge und auch nicht immer. werden mußte. Ein geringes Entgegenkommen feitens der Bahnverwaltung durch haben, dann stellen Sie doch man lieber meine Unschuld fest, det Aufhebung der oben bezeichneten Bestimmungen wäre im Ein trauriger Anblick bot sich gestern Vormittag den wer mich schon deshalb liever, det ick Pfingsten det Frühkonzert Interesse des Publikums sehr zu wünschen, zumal thatsächlich die Paffanten in der Bischofstraße dar. Vor dem Hause 22 war ein mitmachen kann. Det dhue id nämlich alle Jahre, un id jloobe Wagen 3. Klaffe der Spandauer Schnellzüge ohnehin sehr lelten dem Arbeiterstande angehörender 80 jähriger Mann bewußtlos zu mich inbilden zu kennen, det' n Pfingsten ohne Friehkonzert überbenugt werden. zu haupt jar teene Pfingsten nich ist. Herr Präsendent, det is ja sammengebrochen und verfiel bald darauf in Krämpfe. Wiitleidige trugen den Kranken nach einem Hausflur, verständigten das zu jerade, als ob Sie' n Hammel schlachten un det Vieh hätte keene Ein würdiger" Träger der Kultur und Bildung. ständige Polizeirevier, durch welches der anscheinend innerlich Lungen nich." Vors:" Ich habe Ihnen schon einmal gesagt, Eine hiesige Zeitung meldet einen anfänglich ganz erstaunlich schwer Verlegte nach der Charitee überführt wurde. Sie sollen ihre fachmännischen Vergleiche unterlassen. Kommen erscheinenden Fall, daß nämlich ein Student der Wledizin seinen Sie doch nun endlich zur Sache." Angell.:" Ja, wenn det' ne eigenen Namen nicht schreiben könne und meint im vornherein dazu, Der Schauplatz eines großen Tumults war gestern, Bor- Sache wäre! Det is aber jar teene Sache nich, det id daß dies wohl Jeder bezweifeln dürfte. Bei Darlegung des mittags gegen 10 Uhr, die Königsstraße. Von der Kurfürsten zu sonne Sachen kommen dhue." Bors.: Sie sollen an Thatbestandes kann es aber feinen, der einigermaßen unsere brücke her fam eine Anzahl eleganter Traber. Am Rathhause einem Märzabend ziemlich spät durch den Thiergarten Bildungsverhältnisse innerhalb der Bourgeoisie kennt, Wunder wurde plößlich der zweite Traber scheu, sprang aus der Heihe gekommen sein und sich auf eine Bank gefeßt haben." Angell.: und raste davon; doch nur bis zur Klosterstraße ging die wilde" Na det is doch woll keen Verbrechen!" Bors.:„ Daraus macht mittag vor dem Hause Potsdamerstr. 29 ein Stutscher Der Auf eine entsetzliche Weise verunglückte am Freitag NachSpeditionsfirma Marzillier u. Komp. Derselbe hatte das Unglück, beim Schleudern des Wagens während der Fahrt herab- Festrede gehalten wird, welche die heutigen gesellschaftlichen Zu Die Frage, ob ein Arbeiterfest, in dessen Verlauf eine zustürzen. An der bezeichneten Stelle wurde eine Pflasterstände geißelt, als eine Versammlung zu betrachten und reparatur ausgeführt, und der Kutscher lentte um diese herum. bemgemäß polizeilich anzumelden ist, wird in der nächsten Zeit In diesem Augenblick verlor er den Halt, stürzte herab und fam gerichtlich entschieden werden. Es ist nämlich gegen einen Redner unter die Räder des schweren Wagens, die ihm das linte Bein das Strafverfahren wegen Uebertretung des Vereinsgefeßes einvollständig zermalmten. Der Schiververlegte wurde nach dem geleitet worden, weil derfelbe am 2. Mai in Keller's Festfälen, Elisabeth- Krankenhause gebracht. bei dem Maifest der Kupferschmiede, eine Festrede gehalten hat, ohne daß polizeiliche Ueberwachung stattgefunden hat. nehmen. M " " " " " Infolge Verhängung einer Polizeiftrafe gegen den in Frage Fahrt, hier stürzte das Pferd und kam mit den Fußen quer über Ihnen ja auch Niemand einen Vorwurf, aber nach kurzer Zeit tommenden Herrn Studiofus der Medizin natürlich wegen die Geleise der Perdebahn zu liegen. In diesem Augenblick fuhr soll sich ein Bekannter von Ihnen auf dieselbe Bank gejezt groben Unsugs hat derselbe Widerspruch gegen das Straf- ein Wagen der Linie Pankow- Nathhaus vorüber. Der Kutscher haben, Angell.:„ Na, det is doch woll ooch feen Verbrechen, mandat erhoben. Bei der Protokollirung der Widerspruchs- fonnte den in schneller Gangart befindlichen Wagen nicht mehr wenn Müller jich neben mir sehen dhut. Da brauchen Se Genen begründung soll nun auch schließlich die Namensunterschrift des zum Halten bringen, und so ging er über die beiden Hinter doch nich drum inzulochen." Bors.:" Ich verbitte mir ein für Studenten verlangt werden. Die Germania", der wir diese füße des kostbaren Thieres hinveg und zermalmte dieselben alle Wale, daß Sie mich unterbrechen. Sie sollen nun Ihrem Notiz entnehmen, schreibt hierüber: vouständig. Ein unbeschreibliches Durcheinander folgte in der Freunde, der ebenso, wie Sie, etwas angeheitert war, die Uhr „ Aber nicht in Buchstaben, nein, nur in Form von drei so überaus belebten Straße dieser beklagenswerthen Szene. Bu- entwendet haben". Angell.:„ Na, wie ich det nu wieder finde, Aber nicht in Buchstaben, nein, nur in Form von drei Kreuzen war felbige( bie Unterschrift) zu erlangen, weil nächst bedurfte es des energischen Dazwischentretens einiger Ver- ict foll' ne Uhr fortgeklemmt haben, un derweilen is det jerade " Bruder Studio", der durchaus nüchtern und vernünftig be- nünftiger, um den unschuldigen Kutscher vor der ausgeregten, det kondrährite Jegentheil. Jet' ne Uhr, det wird ja immer verfunden wurde, infolge ausschweifendsten Bechens seine Hand nicht hatte sich sodann an der Unglücksstätte eine solche Burg von in de Tasche, und jor Jeld fann man'n Deibel tanzen sehen, da schnell zu Hunderten angewachsenen Wenge zu schüßen. Bald richter. Nee, Herr Präsendent, ich habe Jott Lov noch Musikanten mehr in voller Gewalt hatte. So befindet sich in den Gerichts- Wagen aller Art aufgethürmt, daß, um Ordnung zu schaffen, braucht man teene Uhren nich zu räubern." Borf.:„ Es ist atten das Protokoll, dessen drei Kreuze atteflirt sind: Eigenes zwei Polizei- Offiziere mit ihren Mannschaften erscheinen musten. ja richtig, daß Sie jedenfalls nicht aus Noth gehandelt haben, Handzeichen des Studirenden der Medizin X. Y." Uber selbst dann noch währte es eine geraume Zeit, ehe der Ber- aber, wie ich schon bemerkte, Sie waren Beide etwas an Einen schönen Begriff bekommt man da von unserer tehr in die alten Bahnen geleitet war. Das arme Thier hatte geheitert, und da tönnen Sie sich ja vielleicht einen unüberlegten akademischen Jugend," der Hoffnung unserer Bourgeoisie, welche man in die stillere Klosterstraße geschleppt, wo es von dem tele- Scherz gemacht haben." Angell.:„ Nee, det is nich an dem, dereinst berufen sein soll, die Jugend zu erziehen"," Recht" zu graphisch herbeigerujenen Aodeder getöotet und dann fortgeschafft scherzen dhue ich nie." Vors. Nun haben Sie aber doch eine sprechen und vor Allem Vaterland, Thron und Altar" zu recht bedentliche Komödie aufgeführt. Sie haben, als Sie Ihrem schüßen." Wir würden es ja nicht wagen, ob dieses einen Falles gleich den Stab über die ganze Klasse zu brechen, aber wir Ein 18 jähriger Schwindler ist der bei einer hiesigen geschlagen und immer gerujen:„ Mörder, Diebe! Mörder, Befannten die Uhr entwendet hatten, plöglich einen großen Lärm haben schon oft und auch erst in letzter Zeit mehrfach uns Bank angestellte Kaufmannslehrling A. Er schrieb an verschiedene Diebe!" Warum haben Sie das gethan?" Angell.:„ Seh'n Se gezwungen gesehen, so Manches aus diesen Kreifen zu veröffent Firmen anonyme Briefe, in denen er sich erbot, den Häusern woll, Herr Präsendent, det ich unschuldig bin? Wie ic fo'n fichen, bas schon nicht mehr schön war, so daß wir unbedenklich einen wesentlichen Dienst zu leisten und sie vor Schaden zu be- Bisten mit Wüller'n uf de Bank gesessen habe, meent der uf auch diesen einzelnen Fall als bezeichnend, als typisch für den wahren, indem er den Nachweis lie ere, daß ein Geschäftsfande eenmal: Lujlig, meent er, id ilobe det fängt an, so'n Bisten Geist, der unsere akademische Jugend" beherrscht, hinstellen faul" sei, die Namen werde er aber erst nennen, sobald ihm schummerig zu werden, wir wollen man bei Muttern jeh unter einer angegebenen Chiffre 20 bis 50 m. auf einem Post- Schnuppen holen wir uns so schonst. Na, wie er det jejagt fönnen be- wurde. pat, da will er nach der Uhr sehen, un, der Deibel soll mir von hoher Bedeutung ist die Häufigkeit der Epilepsie in den ver- Jebemat. Schüler des Friedrichs- Waisenhauses, Montag, Oranienfir. 34. holen, die olle Kartoffel is futsch. Ich denke der Affe schiedenen Schulinspektions- Bezirken. Es tamen auf 10 000 Schul- Berein ehem. Schüler ber 4. Gemeindeschule am Montag Damen- Situng. laust Müllern, so falsch wird der, un nu springt er finder mich an die Stehle un schreit: " De Uhr jiebst raus, oder ". " " " " 3 Bezirke: " • 13,3 14,5 7,8 . 16,3 14,7 " " 1 " Bergnügungsverein, Freundestreue", 9% Uhr, im Restaurant Gerth, Sigung Reichstrone", Bergnügungs- Verein Brinzenstraße 106. Epileptiker Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, im Bittoria- Ballsalon, Perlebergerstr. 13. Gäste willkommen. Bergnügungsverein Fidelio", Montag Abends 9 Uhr int 13,3 Damen und Herren als ic mache Dir falt." Na, Herr Präsendent, ich bin ja nu Die Laufik und der Bezirk Pirna Restaurant zum Reichsgarten", Oranienftr. 108. 9,7 Gäfte willkommen. Bergnügungstlub" Mephisto", Montag Abend eejentlich nich ängstlich, aber wie id Müllern so falsch sehe, na Die Bezirke Dresden II, Meißen, Döbeln 8% Uhr bei Wolff, Brunnenstr. 85a. Vergnügungsverein" belweiß 2" id friege' n Schreckt, det mich det Herz jedenfalls durch die Stiefeln der Leipziger Ebene und der Bez. Großenhain Bergnügungsjeben Montag im Restaurant Reichsgarten, Drantenstr. 108. jerutscht wäre, wenn ick da nich meine Sohlen unter gehabt Rochlik, Chemnik II, Glauchau und Zwickau Berein Amicitia", Sigung Sonntags um 8 Uhr im Bereinshaus, BergnügnngsWilhelmstr. 118. Damen und Herren willkommen. hädde. Idk weeß nur nich, ob Miller plöglich verrückt is, oder Die Bezirke Dippoldiswalde, Freiberg und Chemnitz I. verein Annita" von 8 bis 10 Uhr bet Roth, Montag Abend ob er von Profeschon Straßenraiber is un mir ausplündern will. Die 3 Bezirke des oberen Erzgebirges. Naunynstr. 31. Blumentefe", Worf. E. Wuthe. Theater- Werein Jd reiße nu aus wie frisches Schafleder, un Müller immer hinter Vogtlandes Sigung mit Damen Sonntag Nachmittag 4 Uhr im Dresdener Garten", Privat- Theatergesellschaft, off= mich her de Uhr jiebst raus, oder Dir soll der Deibel holen". In Rotelmann's" Zeitschrift für Schulgesundheitspflege" wird Dresdenerstraße 45. Gäste wiltommen. Na, Herr Präfendent, wie ich so'n Sticke jeloofen bin, da kommt mit Recht darauf hingewiesen, daß die industriellen Benung", Sonntag, Abends 8 Uhr, bei Krebs, Ohmgaffe 2. Gäſte, Damen und Herren, willkommen. Privattheater- Gesellschaft Augusta Bictoria", meine Besinnung wieder, un id fange mir an zu scharniren, det zirke, mögen sie nun im Tieflande oder im höheren Gebirge oder Sonntag 3 Uhr im Bittoria- Saal, Perlebergerstr. 18. Gäfte wiltommen. ick for Müllern ausfneisen dhue, ick drehe mir also rum un sage: in mittlerer Höhenlage sich befinden, zahlreichere Epileptische Pollack- Club Eintracht", bet Gustav Schulze, Wienerftr. 68. Gäfte willtommen. Klub Befelligfeit", Sigung Sonntags 6% Uhr bei Schmidt, Nord" Sonntag NachWat willste? Ich wer Dich det zeigen." Un det mir Müller aufweisen, als die vorwiegend landwirthschaftlichen Distrikte." Gefelliger Bergnügungsverein Wrangelstr. 141. nich for dumm verkaufen soll, schreie ick nu: Mörder, Diebe!" Der Industrialismus zerrüttet Leib und Geist der Arbeiterklasse, mittag 4 ühr bei Rade, Müllerstr. 161. Gäste, Herren und Damen, willNu tneift Müller aus. Mit eemal kommen da' n paar Schuh- er schafft Generationen, die Dank dem gräulichen Elend das tommen. die Nervenleiden als Erbschaft der tapis Bund der geselligen Arbeiter- Vereine Serlins und Umgegend. leite, un denen sagt Müller, idk hädde ihm de Uhr jestohlen un Siechthum, 5 Uhr, bei Stehmann, Hoffnung Sonntag: Theater- Gesellschaft BeMelchiorstr. 15. Montag: Theatergesellschaft, Ataste", 9 Uhr bei wollte nu dhun, als wenn er der Dieb is. Na' t es jut, wir talistischen Wirthschaft mit auf die Welt bringen. Verein ,, Weiße Wolte", 9 Uhr bei Becker, jondeln nu alle nach de Wache." Präs.:" Nun, auf der Wache trachtet man die größeren, über 15 000 Einwohnerzählenden Stermann, Melchiorftr. 15. Bergnügungsverein, Fibello", 9 Uhr im Reichsgarten, 9 Uhr, bei Maiglöckchen" Oranienstr 108. Vergnügungsverein ist doch aber Müllers Uhr in Ihrer Tasche gefunden worden, Städte, so findet man, daß auf 10 000 Kinder Schulkinder Strelizerstr. 16. Theaterverein Wend, Köslinerstr. 17. Camilla", bei Schröder, Manund Sie haben doch selbst zugegeben, daß die Uhr, welche Sie in trafen in: Theaterverein" teuffelstr. 9. Stern", 9 Uhr bei Granz, Zempelhofer 12,6 Epileptiler. Angefl.: Herr Präder Tasche trugen, Müllers Uhr war." Ufer 15. Nachher Tanz. Gäste willkommen. sendent, det is ja richtig, aber meine Uhr fehlte doch ooch." Bräs.:„ Das geht uns doch nichts an. Erklären Sie uns gefälligit, wie Mullers Uhr in Ihre Tasche kommt, wenn Sie sie nicht genommen haben!" Angell.:„ Det kann ick, Herr Gerichtshor. Wir müssen woll uf de Bank von de Uhren jesprochen Herr Prä denn, und fte jegenseitig anjeſehen haben, fendent, wie det später sich herausgestellt hat, is in Müllern seine Tasche meine Uhr jewesen, un Müller wees ooch janz jut, det ich ihm nicht bestohlen habe. Er wird det dem Jerichtshof ooch erzählen!" Der Angeklagte hatte Recht. Müller gab felbst zu, daß eine Verwechselung stattgefunden hatte, und daß Jeder den Andern für einen Dieb gehalten. Nur weil er, Müller, zuerst der Polizei gesagt hatte, er fei der Bestohlene, war Lustig zuerst durchsucht worden, wobei sich das corqus delicti fand. Die Aufklärung der sonderbaren Räubergeschichte erregte große Heiterkeit. Lustig wurde natürlich sofort freigesprochen. Nun warf er sich stolz in die Brust und sagte: " Herr Jerichtshof, nu mechte ick bloß noch beantragen, det meine Unschuld in det Intellijenz- Blatt bekannt jemacht wird, det et Doch Jeder lesen fann." Dieser Antrag mußte natürlich abge lehnt werden, und der Angeklagte verließ den Saal, indem er dem Herrn Jerichtshof" freundlich zublinzelte und sagte:„ Na, denn nicht for unjut, denn wünsche ich den hohen Herrn Jerichtshof ' n verjniegstes Pfingsten." Leipzig . • Dresden. Zwickau 16,4 " 18,1 0 • " Plauen 18,8 Werdau 19,8 Reichenbach 25,4 25,7 " 26,9 . D " • 31,6 " Chemnit Krimmitschau Zittau Diese erschütternden Ziffern sprechen für sich selbst. Wann wird diese Schuld abgetragen, die die Gesellschaft beim Proletariat aufgehäuft hat? Die Arbeiterklasse hat die Pflicht, energisch au mahnen und ihr Recht durchzusetzen. Es ist Gefahr im Verzuge. Reg.- Tons Schiffe 583 532 257 darunter Dampfer 305 365 448 gegen 1889 587 464 782 272 314 630 1888 501 384 310 230 237 327 " 1887 496 360 569 211 " 1886 488 341 393 201 " 217 594 205 710 Lese- und Diskutirklubs. Dienstag. Her wegh", Abends 8% Uhr, im Lokale von Otto Binte, Forsterftr 45. Gäste willkommen. Proletarter", Safenclever", Abends ( Pankow), bei Borchardt, Schulzenstraße 28. Gäste willkommen. " 8% Uhr, im Restaurant Schols, Kastanien Allee 35. Agitationsverein Lassalle", bei Drügemüller, Wienerstr. 31. Spinoza", Abends 8% Uhr, bei Brandftahl, Oppelnerstr. 29. Gäfte haben Zutritt. Lese- und Distutir- Klub für Männer und Frauen, Johannes Wedde", Abends 9 Uhr, im Lokale von G. Lange, Manteuffelstraße 60. Männer und Frauen als Gäste willtommen. " " " " Gefang ArbeiterGefangverein Ge= " Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends Arbeiter- Gesangverein s uhr, uebungsstunde, Aufnahme von Mitgliedern. Morgenroth", Charlottenburg, Bismarckstr. 89, Restaurant. Gefangverein Borwarts", Friedrichsfelde bei Momber. bei Seife. verein unverzagt", Moabit, Perlebergerftr. 28, Restaurant. Steineiche"( Böttcher), Lichtenbergerstraße 21 fangverein Norddeutsche Schleife", Restaurant Ratfer Franz Grenadierplay 7. Gesangverein Allegro", Staligerstraße 142 bet Greiser. Arbeiter- Gefangverein Olympia", bei Schneider, Adalbertstr. 8. Die Fortschritte der Schiffsbautechnik, welche den Gesangverein Kreuzberg" Lichterfelderstraße Nr. 7-8 bet Winter. Moabiter Männergesangverein Dampf und das Eiſen an Stelle des Segels und des Holzes Gefangverein" Fidelitas", Aderjtraße 13 bet Kummer. Gesangverein, seßt, lassen sich aus den Mittheilungen erkennen. welche über Siebertafel", Wilhelmshavnerstr. 28 bei Brosch. Bruderhers" bei Birto, Straußbergerstr. 8. Männergefangverein Gefango erein die Hamburger Rhederei in amtlichen Konsulat berichten gemacht armonia", Abends 9 Uhr Flottwellstraße 5 bei Bartels. werden. Der Bestand der Hamburgischen Kauffahrteiflotte betrug" Schildhorn", Usedomstr. 83, bei Miete, Abends 9 Uhr. Waldtapelle" in Friedrichshagen, Restaurant Blant, Friedrichstraße, Abends 9 Uhr. Ihn'scher Gesangverein, umor", bei Birt, Straußam 31. Dezember 1890: bergerstraße 3. Gesangverein, Cyboly" Urbanstr. 188, Ecke BlücherReg.- Tons straße bet Bollandt.- Gesangverein Freundschaft" bei Oswald Ber Gefangverein, offnung" Deutsch- Wilmersdorf, liner, Brunnenstr. 114. Gefangverein Waldtapelle' Restaurant Gräß, Brandenburgischestr. Männerchor, Süd: in der Berliner Bockbrauerei, Abends 8%-10% hr. Dst", Röpnickerstr. 191 bei Foge. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Musttverein ,, Edelweiß" 9 Uhr im Restaurant Müller, Mariannenstraße 46. Gäste willkommen. Abends 9 Uhr, Straße 16. Gefangverein„ Anacreon", Abends von 9-11 Uhr, bei Keßner, AnnenGesangverein Ludwig'scher Männerchor, Quartett- Berein, Wedding Theater- und Vergnügungsverein im Restaurant Boppe, Lindenstraße 106. Vulcania", in Meißner's Restaurant, Gartenstr. 162. Gäste, Damen tagt Neue Sochstraße 48, bet Gundlach. und Herren, wilkommen. Theaterklub elmerbing", Abends 9 Uhr, in Hanf's Restaurant, Tempelhofer Ufer 13, Ecke der Großbeerenstraße. Privat- Theaterverein Georgina", Abends 9 Uhr, bei Meißner, Gartenstraße 162. Gäste willkommen. Bergnügungs- und Theaterverein, om e o", Verein Nordlicht", Abends 8-11 Uhr, bet S. Sperling, Görligerstr. 37. Bergnügungs- Verein Fidele Neue Mitglieder werden aufgenommen. Brüder", Abends 9 Uhr bei Berndt, Perlebergerstr. 17. Gäfte willkommen., Geselliger Berein ,, Brüderschaft", Abends 9% Uhr, Wilsnackerstr. 63. Verein ehmaliger 87er, Abends 9 Uhr, im Königstadt- Kasino, HolzmarktStraße 72. Rauchklub Rosenblätter", Abends 8½ Uhr, bet LeoRauchklub. poldt, Yort und Mannsteinstraßen- Ede. Gäfte willfommen. humoristische Pfeifenbrüder", Abends 8 Uhr, bei Suder, KlofterRauchflub straße 63. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willtommen. Borfig", Borsigstr. 27 bei Jentsch. Gefelliger Verein Climbim", Herren als Gäste Abends 9 Uhr bet George, Großgörschenstraße 16. willkommen. Vergnügungsverein Reichstro ne" Abends 9 Uhr, im Vittoria- Ballsalon, Perlebergerstraße 13. Vergnügungsverein Glüc auf" Abends 8% Uhr im Restaurant Blant, Schönleinstraße 1. Gäste willtommen. Geselliger Bergnügungsverein, Amicitia", Abends 9 Uhr, Reichs= Bergnügungsverein im Lofal von Marowski, Barnimjtr. 47. trone", Sigung Abends 9 Uhr, Berlebergerfir. 13, im Bittoria Salon. Gäste willkommen. Männer- Gefangverein ,, Dessau", Abends 9 Uhr, bek Niemann, Görligerstr. 42. Gäste willkommen. Die Zahl der Dampfer nimmt stetig zu und ihr Rauminhalt, ihre Ladungsfähigkeit desgleichen. Im Jahre 1886 hatte ein Dampfer rund 1023 Register- Tons, im Jahre 1890 rund Der Großbetrieb ist die allein existenzUnter den 1145 englischen Arbeitseinstellungen des Abends suhr, bet Säger, Grüner Weg 29. Gäste willkommen.- BergnügungsVon diesen wurden beseitigt durch Einigung erfolgreich theilweise erfolgreich ohne Erfolg unbestimmbar 476 368 207 94 714 Schiedsgericht 48 Unterwerfung der Arbeiter 141 Einstellung neuer Arbeiter 49 Theilweise Unterwerfung und Einstellung neuer Arbeiter 20 Unterwerfung und Einigung 36 Einigung nebst Einstellung neuer Arbeiter Bankeroit der Firmen 40 1 Die Chaussee, welche Berlin mit Neu- Weißensee ver bindet, war im September vor. J. fast allabendlich der Schauplay wüster Auftritte. Es hatte sich eine Rotte junger Leute zusammengefunden, die den Weg so unsicher machten, daß zu energischen Maßregeln geschritten werden mußte, um dem Unfug zu steuern. Am Abend des 28. September hatten sich die Weißenseer 1214 Register- Tons. Beamten mit einer Anzahl Berliner Schußleute unter Führung fähige Betriebsform auch zur See. eines Polizeilieutenants vereinigt, um eine möglichst umfassende Säuberung jener Gegend vorzunehmen. Die Berliner Beamten hatten an der Grenze des Weichbildes, an der Verindungs- Jahres 1889 waren Gegen 11 Uhr begaven Aufstellung genommen. bahn Aufstellung und noch sich der Amtsdiener Lippert aus Weißenfee zwei andere Beamte auf den Weg nach Berlin. Sie gingen in Zivil, um den Eindruck heimkehrender Bürger zu machen. Die am Wege liegenden Tanzlokale begannen sich zu entleeren und bald ging der Unfug los. Harmlose Personen wurden angerempelt, daß sie in die Gräben stürzten, eine in einer Droschte figende Frau erhielt ohne jede Veranlassung einen Hieb mit dem Stock und eine ganze Rotte Leute umringten einen nach Berlin zurüdkehrenden leeren Arbeitswagen, indem sie von dem Führer verlangten, er solle sie mitnehmen. In diesem Augenblick famen die hinzu, welche Leute zum die Weißenseer Beamten Sofort fiel man über bie Weitergehen aufforderten. Beamten her, diese zogen aber ihre Stöcke und es seyte Die Zahl der bei den Streifs Betheiligten betrug 344 840; hüben wie drüben tüchtige Schläge. Von einem gerade vorüberfahrenden Pferdebahnwagen sprangen etwa zwölf Personen ab, die Durchschnittsdauer der einzelnen Streits war 18 Tage. welche den Beamten zur Hilfe eilten und nun ergriffen die Britisches. In der englischen Baumwollen- Industrie Strolche die Flucht. Amtsdiener Lippert verfolgte die fliehende treffen nach den neuesten amtlichen Ermittelungen auf je Menge, die sich ab und zu staute, um den Kampf wieder aufzutreffen nach den neuesten amtlichen Ermittelungen auf je nehmen. Besonders ein Mann, der später als ein gewisser Baul Hein festgestellt wurde, zeichnete sich dabei als Rädelsführer aus; er zog seinen Rock aus, warf denselben einem zu der Gesellschaft gehörenden Mädchen zu und machte immer wieder gegen die Beamten Front, wobei er seine Freunde durch Hufe In der Leinen- Industrie sind die betreffenden Verhältniß wie:„ Drauf auf die Hunde!" anzufeuern bestrebt war. Zippert, zahlen 17,2, 10,5, 55,4, 16,9; in der Jute- Industrie 15,1, 18,8, der aus mehreren Kopfwunden blutete, schlug die Gegner 5,88, 12,3. aber immer weiter zurück, bis diese von den Berliner Schußleuten in Empfang genommen wurden. Es wurden über zwanzig Verhaftungen vorgenommen, wie es bei derartigen tumultuarischen Vorgängen aber stets der Fall zu sein pflegt, fonnten nur wenige überjührt werden, sich thätlich an dem Krawall betheiligt zu haben. Die meisten tamen mit einem Strafmandat davon. Zu den auf der That Ergriffenen gehörten aber der vorerwähnte Hein und ein gewisser Hermann Przybille, welche gestern vor der 89. Abtheilung des Schöffengerichts standen. Der Gerichtshof glaubte diesen Fall dazu angethan, um ein Erempel zu statuiren, Hein wurde zu einem Jahre und Przybille zu fechs Monaten Gefängniß verurtheilt, auch die fofortige Verhaftung beider Angeklagten verfügt. Soziale Uebersicht. In der Weltfabrik" von 2. Löwe( Martinicenfelde) haben am Freitag wegen einer Maßregel, die einer Lohnreduktion gleich fam, 40 Schlosser die Arbeit niedergelegt. Wir kommen auf den Vorgang noch zurück. Lüttich, 15. Mai. Nach einer neuerlichen Erklärung der Bergwerksdirektoren des Lütticher Beckens werden diejenigen Berg Leute, die bis zum nächsten Dienstag nicht ange ahren sind, bis zum 15. Juni nicht zur Arbeit angenommen. Die Situation bessert sich zusehends. Im Ganzen sind jezt noch 300 Mann ausständig. # 100 Arbeiter 22,5 Männer, 16,7 Knaben, 44,4 Frauen, 16,4 Mädchen. Versammlungen. Achtung! Schuhmacher! Am 2. Pfingstfeiertage: Ausflug nach Johanisthat. Treffpunkt frübh 7 Uhr an der Stadtbahnbrüde am Schlesischen Bahnbof: Treffpunkt für Nachzügler: Restauration Senftleben( Johannisthal). Bahlreiche Betheiligung aber auch pünktliches Erscheinen wird erwartet. Verein der Rutscher zu Berlin v. 3. 1876. Dienstag, den 19. Mat, 3. Feiertag: Versammlung und Auflagetag bet Lammers, Kommandantenfiraße 72. Interessante wichtige Tagesordnung, weshalb recht zahlreiches Er scheinen der Witglieder erwünscht ist. Nach Erledigung des Geschäftlichen: Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 17. Mai, Vormittags 16 uhr, Rofenthalerjir. 38: Festvortrag des Herrn Dr. Böltel; Bülowstr. 37-40: Fen vortrag des Herrn Dr. W.lle. Montag, den 18. Mat, Bormittags 10 Uhr, Rosenthalerstr. 38: Festvortrag des Herrn Th. Prengel; Chauffeeſtr. 58: Fest Gemüthliches Bersammensein. vortrag des Herrn Dr. Böltet. er " Dermildytes. 3 Hamburg, 14. Mai. Das leichtsinnige Umgehen mit Schieße waffen hat gestern Abend auf dem Meßberg wieder ein Menschen leben als Opfer gefordert. In dem Hause Nr. 27 hat lints im Parterre der 29jährige Schuhmacher Karl Leist seine Werkstelle, während rechts sich die Gaststube der Wirthin Stelle befindet. Die Letztere hat fünf Kinder, darunter einen sechszehnjährigen Sohn, Namens Gustav, welchem vor Kurzem eine FlaubertBüchse geschenkt worden ist, mit der allerlei Unfug trieb und Razen und Spaßen schoß. Auch gestern Abend Der hantirte mit gefährlichen Gaststube in ber Die Thür zum Waffe in Gegenwart mehrerer Schiffer. Rorridor stand offen, so daß man direkt in die geöffnete Werkstelle des Schuhmachers Leist, wo dieser lettere mit einem Gefellen saß, sehen konnte. Der junge Stelle soll nun mehrfach zum Scherz die Büchse auf die beiden Schuhmacher angelegt haben und dann ausgerufen haben, daß er sich selbst umbringen wolle, worauf der Schuhmacher Leist lachend erwidert hat: Das würde er wohl bleiben lassen, denn er sei keinen Schuß Pulver werth." Plötzlich rief der junge Stelle:" Nun paß auf, nun gehts los!" und gleich darauf schoß der Unglückliche los, und die Kugel traf den bedauernswerthen Schuhmachermeister direkt in den Rücken. Leist rief aus:" D Gott, Gustav, was hast Du gemacht?" und fiel dann von seiner Schusterbant sofort toot zu Boden. " Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin). Montag, den 18. Mai Ein Mord aus Eifersucht macht in Bremen großes Auf( 2. Feiertag): Ausflug mit Damen nach dem Grunewald. Treffpunkt: Alexanderplay am Springbrunnen früh 7% Uhr. Die Nachbar- Filialen Rirdorf, Char- sehen. Der 81 Jahre alte Ingenieur Seefe aus Berlin, welcher lottenburg und parban werben bieran theilnehmen. Freunde des wereins, in Bremen beim Straßenbau beschäftigt ist, hatte sich in den besonders die Mitglieder der Zentral- Krantentaffe find hierzu beachzügler tönnen sich bis 10 Uhr Vormittags im Spandauer eingeladen letzten Tagen der vorigen Woche mit der Tochter eines Bremer finden. " Serache, Stal.ßerfir. 132. Abends. Play 7. Stedertafel der Bauunternehmers verlobt. Die Verlobungskarten waren am Angesichts des bevorstehenden Wechsels im Eisenbahn- Ministerium Sonntag zur Versendung gekommen, und Mittwoch Abend wurde hat der Berliner Verein für E.fenbahnreform Bonentarif" beschlossen, eine allgemeine öffentliche Bolts- Bersaumlung am Sonntag, den 24. What, dem jungen Brautpaare auf Veranlassung von Freunden und mittage 11 Uhr, im Wintergarten bes Bentralhotels zu veranstalten mit Bekannten eine Nachtmusik gebracht, bei der es im Hause des der Tagesordnung: Die Forderungen des Publitums an den tünstigen Schwiegervaters an herzlichen und freudigen Szenen neuen Gisenbahnmininer. Den einleitenden Vortrag zu halten hat nicht fehlte. Geese war bereits früher mit der aus Wormditt ge Serr Dr. Eduard Engel fich bereit erfläut. Männerchor St. Urban. 1. Pfingufe.ertag: Großer Arbeiter- Steder bürtigen 26jährigen Gouvernante Martha Rosalie Zipper verlobt abend und ganz im Gesellschaftshause Hafenhaide 57. Billets für 30 f. find gewesen, hatte aber das Verhältniß gelöst, da dieselbe Charakterzu haben bei Fröhlich, Naunynjraße 43: Stuntmann, Reichenberger und Wanteuffelstraßen- Ecte; Lausch, Wasserthorstr. 9; Hahn, Re.chenberger- und eigenschaften zeigte, die es ihm unmöglich machten, sie zu heiRom, 15. Mai. Der Weberstreit in Como dauert fort. Liegnigerstr.- Ecke; Moster, Hitterstr. 97; Melzer, Reichenbergerjr. 154; rathen. Am Dienstag traf die Zipper auf die Kunde von der neuen Verlobung ihres frühren Bräutigams in Bremen ein und Zur Bäckersklaverei. In der Halle'schen Nervenpoliklinik Vergnügungsverein„ Gioconda" tagt bei Liebig, Köpnickerstr. 121a, wußte sich am Mittwoch Morgen Eingang in die Wohnung des wurde fürzlich ein fünfzehnjähriger, nicht erblich belasteter arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Montag, Abends Ingenieurs an der Fuldastraße zu verschaffen. Derselbe lag noch Bäckerlehrling vorgestellt, der an hysterischer Beugekontraktur des Uhr: Uebungsunde. Aufnahme neuer Mitglieder- Gefangverein" Gene- zu Bett und wollte von der Zipper nichts wissen. Sie zog darauf Ringfingers litt. Ler vorstellende Arzte sagte, nach der Münch. feIber" Restaurant Trieichmann, Jüdenstraße 55. Mediz. Wochenschrist" u. A.:" Der Knabe ist gerade in den Maler und verwandten Berufsgenossen bei Berg, Kaiser- Franz- Grenadier- einen fechsläufigen Revolver und feuerte vier Schüsse auf Seefe ab, Gesangverein Wyrthenblätter, alte Schönhauserjuaße 42, welcher alsbald seinen Geist aufgab. Eine Kugel hatte ihm das Herz Bubertätsjahren, einer für die Entstehung der Hysterie außer bei Reimann. Gesangverein ar monte", Meyerbeerjr. 9 bei Dornblatt. Durchbohrt, eine zweite war ihm in die Stirn und eine dritte ordentlich günstigen Zeitperiode. Er kommt, wie er uns erzählt, wänner- Gesangve.einte berlui", Bitungstraße 11 bet ger in den Hinterkopf gejahren. Der vierte Schuß ist fehlgegangen. Nachts nur zirka drei Stunden ins Bett und fann sich tagsüber Arbeiter- Gesangverein Vorwärts"( Südoμ) bei Ziemer, Cuvry: Auffallend ist bei dem ganzen Vorgange, daß die Nachbarn und nur ein paar Stunden hinlegen das ist für ein so jugendliches fraße 16. Gefangverein ,, yra", Charlottenburg, Rofinensir. 3 bei Grischon selbst die Bewohner des Unterhauses nichts von dem Abfeuern Gesangverein Norddeutsches Doppelvon 8 bis 10 Uhr. Individium viel zu wenig Schlaf!" Die Bädermeister Der Waffe gehört haben. Nach dem Morde wandte sich die Zipper fehren sich nicht an diese Schädlichkeiten, sondern exploitiren die Quartett" Grüner Weg 20 bei Gold. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Lübeck'scher Turnverein am nach der Wohnung der zweiten Braut Seese's, wo sie von ihrer zarte Jugend rücksichtslos, bis ihnen die Gesetzgebung das Sonntag, Abends von 6-8 Uhr, 2. Lehrlingsabtheilung; am Montag, Abends That Mittheilung machte. Sie scheint auch noch ein Attentat Berliner Turngenossenschaft" von 8-10 Uhr, Männerabtheilung. Handwerk legen wird. 1. Behrlings- Abtheilung turnt Montag von 8-10% Uhr Pant str. 9-10 im auf die Braut geplant zu haben, es fehlte ihr jedoch die Kraft Turnverein sten", Lehrlingsabtheilung, Montag zur Ausführung. Die Verhaftung erfolgte bald darauf. Epileptische Schulkinder. Auf Anordnung der fächsischen Beffing- Gymnasium. Don 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. Homburg, 14. Mai. Ueber einen Mordverfuch und Selbsts Rauchtlub, Arcona", Montag, Abends 8%-10% Uhr bei 8iplinsti, Regierung ist eine Bählung der epileptischen Schulkinder in den Rauchttub, weiße Bolte", Montag, abends mord) berichtet der Taunusbote wie folgt: Heute Vormittag öffentlichen Volksschulen, den Verein- und Stiftungsschulen und Reichenbergerstr. 71. von 9-11 Uhr, Strelizerstr. 16, bei Becker. Rauchtlub Deutscher 9 Uhr erschien der früher in der Sandelmühlschen Farbenfabrik den Privatschulen, die den Charakter öffentlicher Volksschulen Michel Montag Abend von 8-10% uhr bei Schöneburg, Grüner Weg 9. tragen, am 2. Dezember 1889 vorgenommen worden. Das Er- Rauchflub, Freiheit", jeben Montag um 9 Uhr bei Wuttte, Friedrichsberger beschäftigte Heizer und Ausseher Hirschenkrämer in einem Hause des Glockensteinwegs und bestürmte die dort wohnende Wittwe gebnis ist ein sehr betrübendes. Auf 677 Kinder kommt 1 epi- ftraße Bereinanderluft", Gigung: Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, GrünauerLeptisches Kind. Oder anders ausgedrückt auf 10 000 Kinder Straße 14 bei Rach. Werein der Oberlaufis er", Montag, Abend s uhr Kl. mit Heirathsanträgen. Da er bereits verheirathet sein soll, tommen 14,8 Epileptifer, und zwar 14,9 Knaben, 14,6 Mädchen. im Resaurant Hedwig, Rosenthalerfir. 45.- Briebris- Berein", so wies bie Wittwe ihn, wie schon früher, ab.. zog nun einen . -ww Moewes). Gesangverein, Geselligrett 2", Zemter. verspürt. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Briefkaffen der Redaktion. großen Meißel hervor und ftach und schlug auf die Frau ein, die| Backbordseite des Fahrzeuges ein Geräusch gleich dem einer| Blutüberströmt niederfant. Auf das Hilfegeschrei eilten verschiedene heftigen Brandung gehört ward. Fast gleichzeitig fing Leute herbei, die in der Nähe arbeiteten. H. drohte mit gezücktem die See an, Blafen zu werfen und zu kochen, wie ein Meffer, Jeden todtzustechen, der sich ihm in den Weg stelle. Als mächtiger Kessel. Das aufbrodelnde Wasser erreichte eine er nun versuchte, durch das Parterre- Fenster die Erde zu er- Höhe, wie die des Quarterdecks. Kronstadt, 15. Mai. In Siebenbürgen fand heute ein Erbs Es konnte kein be reichen, verfekte ihm ein Mann mit einer Hacke einen Hieb, stimmter Stoß gefühlt werden; aber das Schiff hörte, beben in der Richtung von Norden nach Süden statt. sodaß er zusammenbrach. Vorher hatte H. jedoch eine Flüssigkeit nachdem es in das erregte Wasser eingetreten war, nicht mehr ein ziemlich starkes Erdbeben statt; auch in Jaffy wurde dasselbe Bukarest, 16. Mai. Gestern Nachmittag 2 Uhr fand hier zu sich genommen, da er, wie er sich ausgedrückt haben soll, ge- auf zu zittern und zu beben, bis das Kochen nachließ. Ungefähr meinsam mit der Angefallenen sterben wollte. Die Polizeibehörde nach Verlauf einer Stunde war es wieder ruhig. Dann folgte erschien bald an Ort und Stelle und nahm den Thatbestand auf. eine zweite ähnliche Erregung. Ein gurgelnder Ton war diesKurze Zeit darauf gab der Thäter seinen Geist auf. Er wurde mal alles, was wahrgenommen werden konnte; das Wasser erbehufs Sezirung in das Friedhofhaus verbracht. Die Wittwe schien mit Schaum bedeckt; wegen der Dunkelheit war es untam in das Krankenhaus; man hofft, sie am Leben zu erhalten. möglich festzustellen, ob es auch schlammig war. Am nächsten A. D. Falls Sie keine bestimmten Zahlungsfristen vereins. Solingen, 14. Mai. Sehr trübe Erfahrungen haben die Tage hatten das Wetter und das Wasser ihren gewöhnlichen Bu- bart haben, so ist der Lieferant in seinem Rechte.- Der RechtsAuswanderer machen müssen, welche von einem Agenten für eine 8 Uhr in 30 47 n. Br. und 420 3 w. 2. stand wieder angenommen. Das Schiff befand sich Abends anwalt scheint den Auftrag erhalten zu haben, Sie zunächst wegen Stahlwaaren- Fabrik in Nordamerifa mit Zusicherung glänzender Die Gegend der Zahlung zu erinnern, in diesem Falle brauchen Sie ihm seine den St. Paul Felsen bis zu den Inseln Löhne angeworben wurden. Als die Arbeiter mit ihren Familien- Winde und einschließlich derselben sind den ErdDon unter Kostenrechnung nicht zu vergüten. J. N. 10. Sie brauchen als Vormund dem Gerichte nur angehörigen, wohl 80-100 Köpfe start, an den Ort ihrer besonders häufig ausgesetzt wie Berichte ähnlich auf dessen Verlangen Bericht zu erstatten. Wahrscheinlich haben Bestimmung antameu, sahen sie sich hinters Licht geführt, vorstehenden zur Genüge beweisen. mit den hohen Löhnen war es nichts, die Fabrik war Oftober und November vorigen Jahres wurde eine Reihe von das Gericht keine Berichterstattung. vorstehenden zur Genüge beweisen. Im September, Sie für Ihr Mündel kein Vermögen zu verwalten, dann verlangt noch unfertig, und die Arbeitskontrakte fanden, wenn sie über- Stößen beim amerikanischen Hydrographic Office gemeldet, von haupt vorlagen, keine Anerkenntniß bei den Gerichten. Die herein denen der heftigste am 6. Oktober in Barbados, sowie in der gefallenen armen Auswanderer wurden dadurch in bittere Noth verseßt, fie mußten zum Theil ihre Habfeligkeiten versetzen und ganzen Gegend zwischen Demerara und Martinique empfunden verkaufen, um ihr Leben fristen zu können, und andere Be Bart P. J. Chartelon", Kapt. Crosbic, in ungefähr 8° 45' n. Br. ward. Am. 20. November wurde an, Bord der amerikanischen schäftigungen ergreifen; viele nähren sich als Haustnechte, Stiefel- und 400 28 m. 2g. ein sehr heftiger Stoß gespürt. Die See uns ein: putzer, Hand, Feld- und Fabritarbeiter. Die Briefe, die sie hier verwandelte sich in einen siedenden Refsel, in dessen Umfang die hersenden, sind voller bitterer Klagen. Wassermassen kochend und schäumend wild durcheinander geworfen würden, während auf dem Schiffe eine knirschende Empfindung wahrgenommen ward, als wenn das Fahrzeug über ein Riff hinainge. " Unterseeisches Erdbeben. Kapitän Petersen von der schwedischen Bark Eleanore" berichtet über ein unterseeisches Erdbeben, welches am 13. März dieses Jahres zwischen 7 und 8 Uhr Abends in der vulkanischen Gegend des atlantischen Ozeans, westwärts von den St. Paul- Felsen beobachtet ward. Das Schiff steuerte Nordwest und machte ungefähr drei Knoten Fahrt bei leichtem östlichen Winde und ruhiger See, als an der dem beben dem N Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Auf nachstehende Berlin SW., Beuthstraße 3. Neue Erscheinungen auf dem Gebiete der sozialistischen Literatur gestatten wir uns die Parteigenossen aufmerksam zu machen und halten wir uns zur Lieferung derselben bestens empfohlen: Geschichte der Kommune von 1871 Von Lissagaray. Zweite, vom Verfasser durchgesehene Auflage. 466 Seiten. 8. Preis eleg. brosch. 2,50 Mt., eleg. geb. 3 Mt. Das Werk bildet den zehnten Band der Internationalen Bibliothek und wird in der vorliegenden neuen Form sich des ungetheilten Beifalls erfreuen. Zwanzig Jahre sind seit jenen denkwürdigen Pariser Tagen verflossen, die Erinnerung an fie ist lebendig geblieben bei allen Denen, die jene Zeit mit durchlebt haben. Der inzwischen herangewachsenen Generation sei das Buch dringend zur Anschaffung empfohlen; es ist für sie von Bedeutung, zu erfahren, wie diese große Bewegung entstanden ist, welche Elemente sie gebildet, welche Leidenschaften bei ihr mitgespielt, welche Rolle die doktrinären Republikaner und die Bourgeois gespielt, mit wie viel oder wie wenig Fähigkeit die Aufständischen die öffentliche Gewalt gehandhabt, welchen Muth sie in Kampf und welche Grausamkeit die Sieger gezeigt haben. Möge das Buch, das bei seinem ersten Erscheinen, 1878, der Gegenstand der Besprechungen fo vieler Vertreter des deutschen Sozialismus war, der neuen Generation zeigen, für welch große Sache Paris sich erhoben und bis zum Zod gelitten hat. Der Kaufmann und die Sozialdemokratie. Von Albert Auerbach. 鹹 3 Bogen gr. 8. Preis broshirt 50 Pfennig. E Inhalts- Uebersicht: 1. Die Lage des selbständigen Kleinkaufmanns. 2. Die Lage der kaufmännischen Arbeiter: a) Gehilfen, b) Gehilfinnen, c) Lehrlinge. 3. Die Forderungen an die Gesetzgebung im Interesse der taufmännischen Angestellten. 4. Der Kaufmannsstand und die Parteien. Die mit großer Sachkenntniß geschriebene Broschüre füllt eine oft bemerkte Lücke der sozialiftischen Literatur aus und dürfte geeignet sein, in kaufmännischen Kreisen für den Sozialismus Propaganda zu machen. Wir empfehlen deshalb den Parteigenossen, sich die Verbreitung der Broschüre angelegen sein zu lassen. In Bachen Brentano contra Marx wegen angeblicher Geschichtsfälschung. Geschichtserzählung und Dokumente. Von Friedrich Engels. 4½ Bog. gr. 8. Preis eleg. brosch. 1 Mk. Brentano versucht es seit zwei Dezennien, anonym und nichtanonym, das Ansehen von Mary dadurch zu schädigen, daß er ihn eines falschen Zitats beschuldigt. Engels weist an der Hand der Dokumente das Grundlose der Brentano'schen Verdächtigungen nach und giebt im Uebrigen ein in turzen Bügen entworfenes Bild der englischen Zustände im Anfang der sechsziger Jahre, das, an und für sich lehrreich, eine wichtige Stüße für die so sehr angefochtene Auffassung von Mary wird, wie sie in der Inauguraladresse der Internat. Arbeiter- Affoziation von 1864 zur Geltung fommt. Hochflut. Sozialistische Beitgedichte. 6. Auflage. 80. Preis 20 Pf. Staketen und Leugtfugeln. Truhnachtigall. Geschleudert in der Nacht des Sozialistengesetzes von S. Kokosky. Preis broschirt 20 Pf. " Bon Karl Henckell. Preis elegant broschirt 1,50 M., elegant gebunden 2 M. Die vorstehenden poetischen Erscheinungen unserer Literatur werden bei den Parteigenossen die beifälligste Aufnahme finden. Sie spiegeln, was besonders bei Hochflut" und" Raketen" der Fall ist, getreu unsere Zeit wieder, und namentlich letzteres dürfte wegen seines satyrischen Inhalts ansprechen. Das in Karl Hendell's Trahnachtigall" enthaltene Maifestspiel Glühende Gipfel" wird bei der nächst jährigen Maifeier ersprießliche Dienste leisten. Wiederverkäufern gewähren wir Rabatt. Freunden und Genossen theile ich hierdurch mit, daß ich mien Briefkaffen der Expedition. Für den Maifonds gingen ferner folgende Beiträge bei Pfeifenklub Angra- Pequena, bestehend aus Droschkenkutschern 10,-. J. Fahnkow, Staligerstr. 6 9,-. Tischlerei von Reichel, Prenzlauerstr. 15 7,-. Buchdruckerei Hildebrand 1,50. Summa 27,50. Bereits quittirt 781,-. Summa 808,50. Für die Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands( Hamburg) gingen ferner ein: Von den Tischlern der Spiegelrahmen- Fabrik von Bölling u. Hirsch, Gr. Frankfurterstr. 44 15,-. Möbelfabrik C. Pohl, Oranienstraße 13,45 M. Filz- und Seidenhut58/18 Fabrik be hö an al fie G fe D h to ge ge de th fr fe fo 10 10 H Reelles, billiges Fabrikat. St Adolf Ernst, Barnimstr. 17, Hof.. Hüte mit Kontroll- Marke. Genossen des Nordens! J. Fränkel, Chausseestr. 52, ( vis á vis dem Eisteller) 876b empfiehlt Strohhüte, Fizhüte mit Kontrollmarte am billigsten, sow. Sonn- u. Regenschirme, Mützen. Schuhmacher- Bedarfs- Artikel H. Bierbach, Französische Straße Nr. 63. Werkzeuge, sämmtliche Zuthaten zur Schuhmacherei. Anfertigung von Zum Eichfätchen. Empfehle mein Weiß- und Bairisch Bierlokal Holzmarktstr. 4a. 856b H. Diskowski. Allen Freunden und Gen. empfehle mein Weiß- und Bairisch- Bierlokal 859b J. Niedrig, Naunynstr. 23. Eröffne heute( 1. 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Der Nöthigung und Körperverlegung beschuldigt, befanden sich die Wittwe 3ippel und deren Vetter, Eine öffentliche Kellnerversammlung fand Freitag Nachts der Sattler Hermann Hoffmann auf der Anklagebank. unter dem Vorsitz des Kollegen Jacob statt. An Stelle des am Die erste Angeklagte besitzt in der Linienstraße in der Nähe des Erscheinen behinderten Genossen Zubeil hielt Genosse Otto Klein Hamburg. Einen Beweis für die Nothwendigkeit der Ver- Rosenthaler Thores ein Restaurant, welches am Abende des ihnen zunächst einen Vortrag. 28. Oftober v. J. von dem Zimmermeister Dr. besucht wurde. Angesichts der Bestrebungen der Großkapitalisten liege auch befferung der deutschen Seemanns- Ordnung, so schreibt das wirthing und Kellnerin kamen dem etwas angeheiterten Gast in den Arbeitern die Pflicht ob, sich zu vereinigen. Auch die Kellner " Echo", hat wiederum der Kapitän des zur Kosmoslinie ge- der freundlichsten Weise entgegen und es bedurfte nur geringer hätten diese Verpflichtung, leider aber ließen sie hierin noch viel hörenden Dampfers„ Isis" gegeben. Genannter Dampfer lag Ueberredung, am Charfreitag im Hafen von Port- Stanley( Faltlands- Insel, Weins zu bewegen. denselben zum Bestellen einer Flasche zu wünschen übrig, es herrsche bei ihnen unter den Kollegen noch als es dem Kapitän mit einigen Offizieren und Passagieren einDa sich außer der Wirthin und ein sehr großer Indifferentismus, der jedoch durch unausgesetzte der Kellnerin auch der zweite Angeklagte an dem Aufklärungsversuche beseitigt werden müsse. Redner geht in fiel, auf die Jagd zu gehen. Ein Watrose erhielt hierauf die Trinken betheiligte, so war die Flasche im Handumdrehen geleert. feinem längeren Referat sodann zuerst die Lage der arbeitenden Ordre, ein Boot klar zu machen, um die Herren ans Land zu Es folgte die zweite und die dritte Flasche, dann kam der Gast Klasse im Allgemeinen durch und zieht dann die Verhältnisse in fezen; selbiger sollte alsdann für den Tag im Boot verbleiben. aber zu der vernünftigen Einsicht, daß es nur darauf abgesehen Kellnerberuf mit allen ihren schweren Mißständen in den Bereich Der Matrose erlaubte sich hierauf die Frage, ob denn ein derartig war, ihn zu schröpfen; er zahlte das bis dahin Genoffene und feiner Betrachtungen. Lebhafter Beifall lohnte den Redner. hoher Festtag nicht wenigstens ein Ruhetag für die Leute sein erklärte, weitere Bahlung nicht leiſten zu wollen. Er hatte aber Die Diskussion nahm einen ziemlich unangenehm- unruhigen tönne, umſomehr, als sie die voraufgehenden Tage doch sehr an die Rechnung ohne die Wirthin gemacht, denn diese verlangte Verlauf. Es waren einige Gegner anwesend, von denen einzelne gestrengt gearbeitet hätten. Für diese bescheidene und jedenfalls mit aller Entschiedenheit, daß er noch zwei Flaschen Wein zahlen sich auch zum Wort meldeten, welche aber so haltloses Geschwätz gerechte Frage wurde er zunächst von den Offizieren mit Schimpf- folle, die sie soeben auf den Tisch gesezt. Der Gast weigerte sich zu Tage förderten, daß es nicht der Mühe lohnt, diese Ausfühwörtern, wie: fauler Lump! freches Gesindel 2c. abgefertigt; alsdann wurde ihm gesagt, er solle doch, wenn er keine Lust zu der mit der Begründung, daß er die beiden Flaschen nicht bestellt rungen wiederzugeben. Dafür bemühten sie sich aber aus Leibesihm aufgetragenen Arbeit habe, dieselbe verweigern. Der Ma habe, die Wirthin wollte diesen Ginwand aber nicht gelten fräften, sich durch unausgesetzte Ruheſtörungen bemerkbar zu trofe erwiderte darauf, das würde er nicht thun, denn er wisse lassen und als Dr. seinen Hut auffezte, um sich zu entfernen, machen, so daß es nur mit schwerer Mühe gelang, die Radaufam es zu einer wüsten Szene. Die beiden Angeklagten macher in Schach zu halten. Die Kollegen Polter, Burmeister, sehr gut, was eine Dienstverweigerung der deutschen Seemanns- vertraten ihm den Weg, worauf Dr. einen Stuhl ergriff, um Kuhle, Thiele, Hoppe und der Referent im Schlußwort gingen ordnung nach sich ziehe, worauf ihm zur Antwort wurde, er sich mit Gewalt Bahn zu brechen. Der Angeklagte Hoffmann mit diesen„ Kollegen" auch dementsprechend ins Gericht. Kollege folle sich so etwas auch nicht einfallen lassen, und wenn er heute entriß ihm den Stuhl und beide Angeklagte fielen mit Schlägen Ebert wies im Laufe der Diskussion auf die haarsträubenden absolut einen Feiertag haben wolle, so würden sie ihm auf der über den Gast her. Als dieser am Boden lag, versuchten die Mißverhältnisse hinsichtlich der im Gastwirthsgewerbe beſchäftigten Reise dafür büßen lassen. Später wurde er alsdann abgelöst. Angeklagten, ihn den Ueberzieher auszuziehen und in dieser be- weiblichen Arbeitskräfte hin. Bemerkt sei noch, daß der Kapitän es verbot, wenn die Leute am drohlichen Lage erklärte der Ueberwundene, daß er es vorziehe, Folgende Resolution erlangte eine Annahme: Sonntag ihr Zeug waschen wollten, weil das der Heiligkeit des zu zahlen. Er that es und machte dann der Polizei Anzeige. " Die heute Nacht um 1 Uhr in den Arminhallen tagende Tages widerspreche. Also für die Reinlichkeit ihrer selbst darf nachdem der Sachverhalt wie vorstehend durch die Beweisauf- öffentliche Kellnerversammlung erklärt sich mit den Ausführungen wegen der Heiligkeit des Sonntags den Leuten es nicht gestattet werden, ihr Zeug zu waschen, aber für das Vergnügen der nahme feſtgeſtellt worden war, beantragte der Staatsanwalt des Referenten Otto Klein einverstanden und wird die Tendenzen die Angeklagten eine Gefängnißstrafe von zwei der Arbeiterbewegung nach jeder Richtung hin vertreten." Herren ist der Charfreitag nicht zu heilig, um die Leute in Dienſt on a ten. Der Gerichtshof ging bei der Gemeingefährlich- Zum zweiten Punkt der Tagesordnung, betreffend die Lohna feit, die in der Handlungsweise der Angeklagten liege, noch über frage, äußerten sich von verschiedenen Rednern hierüber: Kollege den Antrag hinaus, indem das Erkenntniß auf je drei Polter, daß schon zwei Versammlungen den Lohntarif berathen Monate Gefängniß lautete. und beschlossen hätten, daß es jetzt zu Pfingsten, wo die denkbar günstigste Gelegenheit geboten sei, gelte, denselben zur Durchführung zu bringen, obgleich man nicht verkennen dürfe, daß es sehr schwer halten werde. Auch hinsichtlich der Stellenwucherei durch das berüchtigte Kommissionsunwesen müsse energisch vorgegangen werden.( Beifall.) Kollege Ebert erwähnte verschiedene unsaubere Manipulationen gewisser größerer Lokal- Inhaber, welche dadurch sich von der Auszahlung des für die Feiertage festgestellten Lohnsatzes von 5 M. pro Tag zu drücken suchen. Hierzu sprachen noch die Kollegen Kuhle, Kolmer, Pöttinger, Hoppe, Schumann und wurde hierauf folgende Resolution angenommen: Die heute in den Arminhallen versammelten Kellner verpflichten fich, so weit es angängig ist, den schon angenommenen Lohntarif hochzuhalten, jedoch nicht unter 5 M. zu arbeiten." Schluß der Bersammlung um 1/24 Úhr Nachts. zu stellen. Und eine Weigerung würde harte Strafen nach sich ziehen. Hier könnte doch jedenfalls mit Leichtigkeit Remedur ge schaffen und den Herren die Willkür untersagt werden. * Ottensen, 12. Mai. Preßprozeß. In der Klagesache des Schlächtermeisters Mogensen in Kiel gegen den Redakteur der Nordd. Volks- Zeitung", Gustav Stengele, erkannte heute das Altonaer Landgericht als Berufungsinstanz unter Aufhebung des Schöffengerichtlichen Urtheils auf eine Geldstrafe von 100 Mark. Mogensen hatte wegen Beleidigung und Geschäftsschädigung getlagt und in erster Instanz den Erfolg gehabt, daß Stengele zu 10 Tagen Gefängniß und 1000 Mark Buße( au Mogensen zu zahlen) verurtheilt wurde. Mogensen bekommt nun die 1000 M. nicht und Stengele braucht die zehn Tage nicht abzusitzen. Dagegen sind dem p. p. Mogensen die gesammten Kosten der Berufung auferlegt. gegen Wunder anzusehen, daß der Beamte keine schweren Verlegungen erlitt. Das eine Pferd des Angeklagten kam bei dem Zusammenstoße auch zu Falle, es raffte sich aber auf und im Galopp raste der Angeklagte weiter. Der Schuhmann blieb blutend und mit vollständig zerrissenen Kleidern auf dem Pflaster liegen, zum Glück ist er mit geringeren Verlegungen davongekommen. Das Staatsanwalt beantragte gegen ihn sechs Wochen Haft und sechs Monate Gefängniß, der Gerichtshof erkannte auf vier Wochen Haft und vier Monate Gefängniß. " " " Die Vereinigung der Drechsler Deutschlands( Ortsverwaltung Berlin III) hielt eine Mitgliederversammlung am 11. d. ab. Da die Versammlung nur schwach besucht war, stellte der Vorsitzende den Antrag, den 1. und 2. Punkt von der Tagesordnung abzufeßen. Der Antrag wurde angenommen. Zu Verschiedenem wurde ein Artikel aus Nr. 17 der Fachzeitung, über die Gewerkschaftsverbände verlesen. Auf Anregung des Vorfizzenden gab Herr Mattutat einige interessante Aufschlüsse über die Arbeiter- Bildungsschule. Da weiter nichts vorlag, erfolgte Schluß der Versammlung und zu gleicher Zeit die Auflösung der Ortsverwaltung zu Gunsten des beschlossenen Zusammenschlusses sämmtlicher Ortsverwaltungen Berlins. Eine tolle Fahrt hat der Kutscher Johann Schulz aus geführt, der gestern wegen Fahrübertretung, Verurfachung eines Auflaufs, Körperverlegung und Widerstandes gegen die Staatsgewalt vor der III. Straffammer des Landgerichts I stand. Am Abend des 12. November v. J. hatte der Angeklagte Jemand aus dem Keller'schen Restaurant in der Köpnickerstraße zu holen. Er hatte den Weg durch die Neanderstraße zu nehmen und fuhr dabei in einer so unvernünftig schnellen Gangart, daß verschiedene ihm entgegenkommende Fuhrwerke gefährdet wurden und mehrere Fußgänger sich nur durch schnelles bei Seite springen vor dem Ueberfahrenwerden retten konnten. Auch beim Einbiegen in die Köpenickerstraße mäßigte der Angeflagte die schnelle Gangart nicht. Den Wint eines Schußmannes ließ der Angeklagte außer Acht Unna, 18. Mai. Die hier bestehende Zahlstelle des deutschen und fuhr erst langsam, als er das Keller'sche Restaurant erreicht Bergarbeiter- Verbandes wollte am vergangenen Sonntag in ihrem hatte. Der Schuhmann, der ihm gefolgt war, forderte ihn zum Die Berliner Portiers und Berufsgenossen hielten Vereinslokale beim Wirth Friedrichs eine Mitgliederversammlung Halten auf, da er seine Persönlichkeit feststellen wolle, der Angeklagte am 11. d. M. eine öffentliche Versammlung ab. Nach zirka abhalten, wozu es durch das mehr als pöbelhafte Betragen erwiderte durch Hohnlachen. Jetzt suchte der Beamte die Pferde dreistündiger Berathung wurden die von der Kommission enteiner Anzahl Bechenbeamter leider nicht kommen sollte. am Zügel zu fassen, der Kutscher wußte dies aber dadurch zu worfenen Statuten mit einigen Abänderungen einstimmig angeDas Stattfinden der Mitgliederversammlung wird schon vereiteln, daß er fortwährend in einem engen Kreise herumfuhr nommen, und man schritt sofort zur Konstituirung des Vereins. feit einiger Zeit nicht mehr öffentlich bekannt gemacht und den Wagen sich um sich selbst drehen. ließ. Plöglich hieb Es wurde ein provisorischer Vorstand eingesetzt, bestehend aus und so war auch Die gestrige Bersammlung nicht der Angeklagte auf seine Pferde ein und fuhr wieder den Weg, den Herren Renthaler, Schäfer und Schuldt. Der Verein trägt annonzirt. Nichtsdestoweniger war das Lokal schon vor der fest- den er gekommen, zurück. Es gelang dem Schuhmann noch, aufs den Namen Freie Vereinigung der Portiers und gesetzten Zeit bis auf den letzten Platz gefüllt. Dieser gute Be- Trittbrett zu springen und sich mit beiden Händen an dem Ver- Berufsgenossen Berlins und Umgegend". Als such der Versammlung erklärt sich aus der Thatsache, daß der deck der Equipage haltend, machte er eine Fahrt mit, die auf Fachorgan wurde Die Einigkeit" und außerdem der Nachmittagsschicht des Schacht 2 gesagt worden war: Man Leben und Tod ging. In gestrecktem Galopp fuhr der Angeklagte Vorwärts" als Publikationsorgan vom Kollegen Wiaslerny möge nicht anfahren, sondern zu Friedrichs gehen, bort gebe es durch die Köpnicker- und Neanderstraße, wobei er sich mit dem vorgeschlagen und einstimmmig angenommen. Nachdem noch von Freibier."( Ob diese Aeußerung von einem Beamten oder sonst Wagen so dicht an der Bordschwelle hielt, daß der Schuhmann von den einem Kollegen zum einmüthigen Zusammenhalten aufgefordert Jemanden gemacht worden ist, konnten wir bisher nicht in Er Laternenpfählen gestreift wurde. Seine Absicht, sich auf diese Weise wurde, theilte der Vorsitzende, Kollege Renthaler, mit, daß die fahrung bringen.) zu welchem Zwecke das geschah, erhellt wohl des unliebsamen Begleiters zu entledigen, gelang ihm aber nicht, nächste Versammlung bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75, am daraus, daß die Betriebsführer der beiden Schächte der Zeche der Beamte hielt sich trampshaft fest. Da bog der Angeklagte 25. d. M. stattfindet. Königsborn, Winter und Lattau, mit etwa 12 bis 15 Steigern in die Michaelkirchstraße ein und hier fuhr er so dicht an einer ebenfalls erschienen waren. Von den Mitgliedern der Zahlstelle dort haltenden Droschke vorbei, daß der Schuhmann von der hatten sich erst etwa 15 Mann eingefunden, als der Krach bereits felben erfaßt und zu Boden geschleudert wurde. Es ist als ein losging. Der Bevollmächtigte Gerlach forderte die Beamten auf, das Lokal zu verlassen, weil sie mit der Zahlstelle nichts zu thun hätten. Raum hatte Gerlach diese Aufforderung ergehen lassen, als einer der Beamten rief:" Schmeißt den Kerl durch's Fenster!" Dieses schien das verabredete Zeichen zum Angriff zu sein, denn von allen Seiten stürzten sich die Steiger auf Gerlach und auf die, wie schon bemerkt, schwach vertretenen Mitglieder der Bahlstelle und hieben mit sogen. Hampelmännern auf dieselben ein. Daß diefer Ueberfall geplant war, geht auch noch aus dem Umstande hervor, daß sich auch der Vorsitzende des Kriegervereins, Werkmeister Vine von der Salzsaline, ein schon bejahrter Mann, Posamentenbranche. In der am 12. Mai stattgehabten eingefunden hatte und an der Schlägerei betheiligte. Obwohl Bersammlung der Freien Vereinigung der Posamentenarbeiter die Beamten bewaffnet waren, so würden sie trotzdem den Kürzeren gezogen haben, hätten es die Mitglieder der Zahlstelle auf und Arbeiterinnen hielt Genosse Feldmann einen sehr interessanten Vortrag über das Thema: Die Gewinnbetheiligung der Arbeiter. einen ernstlichen Widerstand ankommen lassen wollen. So beEr wies in demselben überzeugend nach, wie da, wo die Arbeiter gnügten sie sich damit, sich so lange ihrer Haut zu wehren, bis In der letzten Generalversammlung des Vereins zur sie den Ausgang erreicht, um sich ein Jeder nach seiner Woh- Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Berlins seitens der Arbeitgeber mit diesem System beglückt würden, es nung zu begeben. Daß die von harter Arbeit gestählte Fauft und Umgegend erstattete der Vorsitzende, Kollege Hoffmann, Be- forrumpirend auf die ersteren einwirke; wie dadurch die dem des Bergmanns, wo sie hinschlägt, auch fühlbare Spuren zurück- richt über die Thätigkeit des Vereins im letzten Halbjahr. Wir Menschen anhaftenden schlechten Eigenschaften, der Eigennut, die Täßt, f. mußte so mancher der Herren Beamten Gewinnsucht u.. w. geweckt werden und das Solidaritätsgefühl erfahren entnehmen dem Bericht folgende Angaben: In der Zeit vom vollständig unterdrückt wird. An verschiedenen Beispielen zeigte Eine Anzahl von etwa 50 Bergleuten, die mit den Beamten ge- 1. Oftober 1890 bis 31. März 1891 find 311 Kollegen zugereist; Genosse Feldmann, daß bei den unter einem solchen Syſtem betommen waren, betheiligten sich mit einigen Ausnahmen nicht davon waren 244 organisirt. Im Arbeitsnachweis haben sich in an der Schlägerei. Wohnung Gerlachs und versuchte das Haus zu demoliren, nahm tragen lassen. In derselben Zeit waren 38 Arbeitgeber mit 213 Vortheil, für die Allgemeinheit aber sehr zum Nachtheil sei, als Abends zog das rohe Gesindel nach der der Zeit vom 1. Oktober bis Ende Dezember 317 Arbeitslose ein- fchäftigten Arbeitern sich die Quantität der Arbeit erhöht, was 213 wohl den betreffenden Arbeitern und ihrem Arbeitgeber zum aber von weiteren Exzessen Abstand, als alle Fensterscheiben ein Gefellen eingezeichnet. Bom 1. Januar bis 31. März waren 361 dadurch die Arbeitsgelegenheit wiederum für Viele vermindert waren 261 geworfen waren. Ein großer Stein, welcher in das Schlaf- als arbeitslos eingezeichnet; hiervon waren 321 Vereinsmitglieder. zimmer Gerlachs flog, hätte um ein Haar eines der dort Von den zuletzt Angeführten haben sich 192 ordnungsgemäß ab- würde. Wo überhaupt ein derartiges System eingeführt sei, schlafenden Kinder getroffen. Zwei Steiger, die sich an dem gemeldet, und nur von diesen kann die Zeit der Arbeits- dürfte es weniger im Interesse der Arbeiter, als in dem der Fenstereinwerfen betheiligt haben, sind von einwandsfreien losigkeit Unternehmer geschehen sein; die ersteren hätten daher alle Ursache, festgestellt werden. Dieselbe betrug insgesammt folchen Projekten immer mit Mißtrauen zu begegnen. An den Beugen bestimmt erkannt worden. Die Rohheiten sind um so 4194 Tage; die Tängste Beit der Arbeitslosigkeit des bemerkenswerther, als hieraus der sichere Schluß gezogen werden Einzelnen betrug 70 Tage die kürzeste einen Tag. Vortrag schloß sich eine anregende Diskussion. Die Versammlung tann, daß es gewisse Leute mit aller Gewalt auf einen Bürger- Hierauf erstattete der Kassirer Bericht. Nachdem die Revisoren und Arbeiterinnen und beschloß, mit dem 1. Juli den Anschluß nahm hierauf Stellung zu dem Verband der Posamentenarbeiter frieg abgesehen haben. Wenn die Sozialdemokratie solche Erzeffe die Richtigkeit der Abrechnung bestätigt hatten, wurde ihm an denselben herbeizuführen. Fernerhin wurde beschlossen, am verübt hätte, so würde sicher sofort verstärkte Polizeimacht, Decharge ertheilt. wenn nicht gar Militär requirirt worden sein. Der Telegraph 1. Feiertag früh einen Familienausflug nach Erkner- Fangschleuse Die Neuwahl des Vorstandes ergab folgendes Resultat: zu unternehmen. Treffpunkt: Fangschleuse. hätte von einem Aufstandsversuch der Sozialdemokraten zu ers. Hoffmann, erster, Rapputhan jun., zweiter Vorsitzender; R. zählen gewußt, so aber versucht man die Sache todt zu schweigen. Hagen, Schriftführer; N. Topf, erster, Bath, zweiter Kassirer; Wir erhalten folgendes Schreiben: Es haben in letzter Breslau, den 15. Mai. Die gestrige Nummer der Schles. Dertner und Krüger, Beisiger; A. Karthun, E. Reuschel und Beit Gefangvereine, welche dem Arbeiter- Sängerbund nicht angehören, versucht, unter dieser Firma Billette zu Vergnügungen Bolkswacht" wurde wegen eines Artikels„ Der deutsche" Kaiser" O. Splitt, Revisoren. Las vom Vorstand ausgearbeitete Reglement zum Arbeits- zu vertreiben. So unter anderen der Verein Deutsche Schleife", nachweis wurde mit einigen Aencerungen angenommen. Be- welcher in Weimann's Voltsgarten, Gesundbrunnen, schwerden gegen die Führung des Arbeitsnachweises sind an den zum Frühkonzert an den Feiertagen fonzertirt. Um nun den Schriftführer, zur Zeit: R. Hagen, Forsterstraße 6, v. 3 Tr. vielen Anfragen, welche an den unterzeichneten Vorstand ge zu richten. langten, zu genügen, sei hiermit berichtet, daß der betreffende Rechtsschutz in einer Unfallfache gewährt. Unter Verschiedenes wurde einem Neuenhagener Kollegen Verein nicht zum Arbeiter- Sängerbund gehört. Auch sollte es Die Diskussion jedem zielbewußten Arbeiter bekannt sein, daß Weimann's Volkshierüber förderte verschiedene Wlißstände in der dortigen Dienfabrit garten nicht auf der Lokalliste verzeichnet. Bereine, welche zum sowie bei der Fabrik- Strankenkasse zu Tage. Ein Antrag der Arbeiter- Sängerbund gehören, halten prinzipiell überhaupt keine Neuenhagener Kollegen, daselbst eine Wanderunterstützung für Vergnügungen zc. in derartigen Lokalen ab. Der Vorstand des organisirte durchreisende Kollegen zu gewähren, mußte abgelehnt Arbeiter- Sängerbundes. werden, da schon hier an der Hauptstelle die Ausgaben hierfür fortwährend steigen und bei der jetzigen schlechten Geschäftslage Einen bemerkenswerthen Beitrag zu den Unannehmlich selbst im Sommer immer noch steigen werden. Ferner wurde die keiten, die einem Gaste beim Besuche gewiffer Kneipen mit Entschädigung des ersten Kassirers von 40 auf 75 Mark erhöht. Damenbedienung begegnen tönnen, lieferte eine Verhandlung, Zum Schluß fritisirte der Vorsitzende noch die Zustände einer welche gestern vor der dritten Strastammer des Landgerichts I Ofenfabrik in Nieder- Schönhausen. fonfiszirt. * Dresden, 15. Mai. Das am vorigen Sonntag in DresdenNeustadt verbreitete Flugblatt wurde polizeilich beschlagnahmt. Auch wurde der Verleger des Blattes, Seidel, verhaftet, bei dem Druder Kluge wurde unter Leitung eines Amtsrichters Haus fuchung abgehalten und die Geschäftsbücher beschlagnahmt; Kluge wird sich dem Gerichte stellen. Gerichts- Beitung. Versammlungen. Achtung! Habel's Brauerei- Ausschank und Garten, Bergmannftr. 57. Dienstag, den 19. Mai( 3. Feiertag): Genossen vom Often des 4. Berliner Großes Frühlings- Feft Reichstags- Wahlkreises! Montag, den 18. Mai 1891( 2. Pfingstfeiertag): Großes Früh- Konzert, Vokal- und Instrumental- Konzert im Viktoria- Park, Frankfurter Allee. unter gütiger Mitwirkung der Arbeiter- Gesangvereine Hoffnung( Friedrichsberg) und Karthaus'scher Gesangverein( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes.) Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in den Gesammträumen des Etablissements statt. In beiden Sälen: Früh- Tanz. Die Kaffeeküche ist von 4 Uhr an geöffnet. E Anfang 5 Uhr. Entree 25 Pf., im Vorverkauf 20 Pf. Zu zahlreichem Besuch werden sämmtliche Genossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises hiermit freundlichst eingeladen. Billets find an der Kasse, sowie in allen bekannten Sokalen des Dftens zu haben. Achtung! Achtung! 331/7 Verein der Arbeiterinnen an Buch- u. Steindrudschnellpressen. Am 2. Pfingstfeiertag von 5 Uhr ab: Gemüthliches Beisammensein und Tanz bei Gründel, Dresdenerstr. 116. 741 2 Der Vorstand: E. Jendritza. Deffentl. Versammlung der Löpfer Berlins und Umgegend Dienstag, den 19. Mai( 3. Feiertag), Vormittags 9½ Uhr, int Joël's Salon, Andreasstraße 21. Zages Ordnung: 316/12 1. Vortrag des Herrn Peus über: Die Interessengegenfäße der heutigen Gesellschaft. 2. Bericht von der letzten Bauhandwerker- Konferenz. 3. Gewerkschaftliches. Um zahlreiches Erscheinen der Kollegen ersucht Carl Thieme. Gauverein Berliner Bildhauer. Die Feier des 10 jährigen Bestehens des Unterstützungsvereins der Bildhauer Deutschlands und zu Ehren der Anwesenden Delegirten findet am Dienstag, den 19. Mai( 3. Pfingstfeiertag), im Concerthaus Sanssouci", Kottbuserstrasse 4a, statt. Anfang 5 Uhr. Das Fest wird in kommersähnlicher Form für Damen und Herren gefeiert. Der Charakter des Festes ist: Ausgrabungen, Assyrisch- babylonische Streifzüge durch die alte Welt. " Billets( im Charakter des Festes) werden gegen Rückgabe der möglichst frühzeitig gelösten Billet- Quittung" am Eingang verabfolgt. Billet- Quittungen à 50 Pf. find im Vereinslokal, Prinzenstr. 87, und beim Kollegen D. Kühling, Oranienstr. 204, 3 Tr., zu haben. Das Komitee. Große öffentliche Versammlung zu Gunsten der 373/2 Allgemeinen Arbeiter- Bildungs- Schule am Mittwoch, den 20. Mai, Abends 8% Uhr, im Feenpalast, St. Wolfgang- und Burgstraßen- Ecke. Tages- Ordnung: 1. Die Geschichte als Lehrmeisterin. Referent: Reichstags- Abgeordneter Wilhelm Liebknecht. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Mitglieder der Arbeiter- Bildungs- Schule haben an der Kontrolle das Quittungsbuch vorzuzeigen. Für Gäste wird ein Entree von 20 Pf. erhoben. Auch werden die Mitglieder ersucht, die Beiträge pünktlich zu entrichten. 108/18 Der Einberufer. Arbeiter- Bildungs- Schule. Wegen der Feiertage fällt der Unterricht schon am Sonnabend, den 16. Mat, aus und beginnt erst wieder am Donnerstag, den 21. Mai. Dafür findet am Mittwoch, den 20. Mai, eine große Versammlung aller Mitglieder statt. Lokal und Tagesordnung werden noch bekannt gemacht. Wir bitten, Gelder nur an unseren Kassirer Herrn Gumpel, Barnim# traße 42, einsenden zu wollen. [ 103/17] Der Vorstand. Freireligiöse Gemeinde. Vier Festvorträge 834b am Sonntag, 17. Mai, Vormittags 10 Uhr, Rosenthalerstaße 38: Herr Dr. Väikel- Magdeburg und Bülowtraße 37/40( Königshof): Herr Dr. Bruno Wille. Am Montag, 18. Mai, Vorm. 10 Uhr, der Schneider u. Schneiderinnen Berlins bestehend in Großem Garten- Konzert, ausgeführt von der Kapelle des Herrn Musikdirektors Schonert, unter persönlicher Leitung des Dirigenten. Kinderspiele und Fackelpolonaise. Großes Tanzkränzchen. Anfang des Konzerts 4 Uhr; des Tanzes 6 Uhr. Arrangirt von der Agitations- Kommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins zum Besten des zu gründenden Arbeitsnachweises u. Auskunfts- Bureaus. Billets à 30 Pf. sind zu haben: Krausenstr. 11 bei Bilm; Annenstr. 9 bei Prot; Grenadierstr. 38 bei Seefeldt; Wilfchte( Bigarrenladen), Junkerstr. u. Kazbachstr. 1; Taeterow, Mauerstr. 9; Schulze, Seydelstr. 24; Kulick, Blumenstr. 67a, Hof Portal 2, 3 Tr. Montag, den 18. Mai( 2. Pfingstfeiertag), im Moabiter Schühenhaus( Plöhensee): 276/8 Grosses Früh- Concert unter Mitwirkung des Gesangvereins der Steinmeke, Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes. Arrangirt von den Mitgliedern der Gentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler n. s. w. 717L ( E. H. Hamburg) Filiale Berlin D. Anfang 6 Uhr. Billets sind auf den Zahlstellen zu haben. Das Comitee. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 3. Soeben erschien in unserem Verlage: Gesetz, betreffend die Gewerbe- Gerichte. Mit Erläuterungen, gemeinverständlicher Darlegung des Inhalts des Gesetzes und ausführlichem Sachregister. Cartonnirt mit Leinwandrücken Preis 50 Pfennig. ( In Parthien billiger.) Mit der Veranstaltung dieser Ausgabe des die Arbeiterwelt in ganz besonderem Maße interessirenden Gesetzes, das am 1. April d. J. in Kraft getreten ist, hoffen wir derselben einen Dienst zu erweisen. Bei der Wichtigkeit, die die Gewerbegerichte bei Streitigkeiten zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber befizen, glauben wir die Anschaffung des Buches jedem Parteigenossen empfehlen zu müssen. Format, Druck und sonstige Ausstattung laffen nichts zu wünschen übrig, sie sind bem praktischen Gebrauch angepaßt. Jm Druck befindet sich und erscheint in 8-10 Tagen: Gewerbe- Ordnung für das Deutsche Reich. Mit den Ausführungs- Bestimmungen, Erläuterungen und ausführlichem Sachregifter, unter Berücksichtigung aller seit der Emanation stattgefundenen Abänderungen derselben bearbeitet. Der Preis wird Mk. 1,- nicht übersteigen. Stutz' Stutz' Photographie- Atelier Berlin, Landsbergerstraße 82. Hamburg. 12 Vint-, 501L Spezialität: wirklid, Kabinetbild zusammen Mk. 4,50. Ein 1/2 Meter gr. Bild 10 M. an. 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