Nr. 45. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post Bettungs: Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Jnsertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnunb Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Wir haben es herrlich weit gebracht. Freitag, den 22. Februar 1895. Wenn es ein Ruhmes- und Ehrentitel ist, Ben Atiba mit seinem langweiligen: Alles schon dagewesen", Lügen Wie waltet der Reichstag seines Amtes? Was thut zu strafen, dann ist das Deutsche Reich mit Ruhm und mit er, um seine so unfagbar verantwortliche Aufgabe zu erEhren bedeckt. Das Echauspiel, welches es jetzt der Welt füllen? Sucht er die schwache Kraft zu ergänzen, die am darbietet, ist etwas Einziges, etwas Beispielloses noch Steuerruder nud auf der Kommandobrücke ihre Unzulänglich niemals ist Gleiches oder Aehnliches dagewesen. feit zur Schau stellt? Greift er selbst kräftig zu, damit Wir haben eine Regierung, wie es, so lange die dieser traurige Bidzackkurs, der das Deutsche Reich zum Menschen Regierungen haben, noch keine gegeben hat. Wer Gespött der Welt gemacht hat, endlich einmal aufhöre, und tennt nicht das Reimlein: Plan und Licht komme in die wilde Wirrniß und das fimmerische Dunkel? Mit nichten! Und noch ein anderes Bild. Expedition: SW. 19, 33enth- Straße 3. " Reichstag hat das Amt, dafür zu sorgen, daß die Männer| Bübereien und Barbareien wie Raub, Diebstahl und am Steuerruder und auf der Kommandobrücke ihre Pflicht Mord im Großen blasphemisch unter Anrufung Gottes thun, und daß das Schiff mit seiner lebendigen Fracht und des Christenthums verübt und verherrlicht. Zweifellos von 50 Millionen Menschen vor Schaden bewahrt und heil ist es in gewissen Kreisen Mode, mit dem Munde die Ordnung in den Hafen gebracht werde. für ein unverlegliches Palladium der Zivilisation zu erklären, und durch Handlungen die Grundlagen der ganzen staatlichen Ordnung, das vornehmste Gesetz, welches der verfassungsmäßige Urquell aller Gefeßlichkeit im Deuschen Reiche ist, wir meinen das allgemeine Wahlrecht, planmäßig zu beschimpfen und zu untergraben. Zweifellos ist es in gewissen Kreisen Mode, die Sitte mit Worten in den Himmel zu erheben, und im Leben und Wirken durch Ehebruch, Maitressenwirthschaft, freche Selbstüberhebung über Auf dem Dache sitzt ein Greis, die Mitmenschen, schamlose Rauf- und Händelsucht( DuellDer sich nicht zu helfen weiß?" und Messerheldenthum), und unmoralischsten InteressenDer Fibelvers soll das Bild höchster Hilflosigkeit vor Statt einen Willen zu bekunden, statt cine Kraft zu be- fultus freventlich mit Füßen zu treten. Doch diesen Augen führen. Und gewiß ist's ein mitleiderweckender thätigen, statt fühn die Hand auszustrecken zur Rettung Umstürzlern von Religion, Ordnung und Sitte soll Anblick: ein alter, ungelenker, gebrechlicher Mann, der verrichtet der Reichstag au sich den japanischen Bauchschnitt, feine Fessel und soll kein Knebel angelegt werden im durch irgend einen Zufall auf das Tach gekommen ist, und tödtet sich zwar nicht körperlich, aber politisch, indem er Gegentheil, sie sind es, zu deren Schuh und Gunsten nicht weiß, wie er wieder herunterkommen soll, ohne Hals sich Fesseln um die Hände legt und einen Knebel in den die Umsturzvorlage bestimmt ist, so daß das in Arbeit beund Beine zu brechen. Aber so mitleiderweckend der Mund steckt, auf daß er seine noch nie gebrauchte- findliche Umsturzgesetz thatsächlich bedeutet: Gesetz zum Anblick auch sein mag, tragisch ist die Sache nicht. Kraft ja nicht mißbrauche! Das Maulkorbgefeß, welches Schuhe der Umstürzler und zur VorDer Mann gefährdet niemanden als sich selbst, und auch der deutsche Reichstag sich selbst am vorigen Sonnabend bereitung des Umsturze 3. In dem tugendreichen, diese Gefahr ist nicht sehr groß, denn wir haben Leute die gegeben, hat seinesgleichen nicht in der Geschichte aller von welscher Hinterlist und Doppelzüngigkeit sich mit Ekel abKlettern tönnen, und die Feuerwehr wird den Zeiten. wendenden leutschen" Deutschland ist es nämlich fromme bedauernswerthen Greis, der sich nicht zu helfen Ben Akiba, hänge Dich! Das ist noch nicht das Gewohnheit, den Sinn der Wörter auf den Kopf zu stellen, weiß, bald aus seiner ungemüthlichen Lage befreit gewesen! wie man zum Exempel den Arbeit geber schutz und Arund wieder auf festen Boden gebracht haben. Allein beiter tru: Arbeiterschuh getauft hat. man denke sich diesen Greis am Steuerruder eines mit Sich selbst Fesseln an die Hände legen und einen Dieser löblichen Regel entsprechend betitelt man UmsturzWogen und Winden kämpfenden Ozeandampfers, der Knebel in den Mund stecken, das ist diesem Reichstag noch gesetz ein Gesetz, das die Feinde jener Umstürzler vogelBolldampf voraus" in die schwarze Nacht hineinschießt! nicht genug. Er will auch, auf Wunsch der Personen am frei machen soll. Und um diesen Greis ein Dutzend oder ein halb Dugend Steuer und auf der Kommandobrücke, Jedem, der des Ver- In der Sprache des von den umstürzlerischen Ideen Personen, die sich ebenso wenig zu helfen wissen, wie er, brechens schuldig ist, nicht an die Allweisheit und Allgüte der Umsturzgesetzler noch nicht angekränkelten gemeinen dieselbe Rath- und Planlosigkeit auf der Stirn tragen der Personen am Steuer und auf der Kommandobrücke zu Volkes heißt das Heuchelei. Und kann, wer und wir haben ein Bild unserer Regierung. glauben, einen Strick um die Hände legen und einen die Sprache des gemeinen Volks spricht, und wer denkt und Wir haben im Laufe des letzten Jahrhunderts in den Knebel in den Mund stecken. Seit zwei Monaten fühlt wie das gemeine Volt, sich eine ärgere Heuchelei verschiedenen Staaten Europa's, und namentlich in den dreht dieser Reichstag im Schweiße seines Angesichts denken, als dieses Umsturzgeseh"? Man jehe zu: deutschen, gar viele unfähige Regierungen gehabt eine Re- an dem Stricke des Umsturzgesetzes, das den 50 Millionen Das Umsturzgesetz soll Verbrechen" vorbeugen, von gierung wie sie jetzt an der Spize Deutschlands, Männer, Menschen an Bord der Reichsgaleere die Möglichkeit nehmen denen, unter allen Kulturländern der Erde, Deutschland deren können, den besten Willen vorausgesetzt, in solch' soll, zur Wohlfahrt und zur Rettung des Schiffes und der allein frei geblieben ist. Sieht das nicht aus wie eine schreiendem Widerspruch mit der Schwere ihrer Aufgabe Menschen an Bord selbständig etwas zu thun. Wenn das Prämie auf das Verbrechen? steht, haben wir noch niemals an der Spize eines großen nicht geschähe sagt man uns das heißt wenn das Das Umsturzgesetz nennt sich ein gemeinrechtliches Gesetz Etaatswesens gesehen. Und die Reichsgaleere, die von ihnen Bolt nicht verhindert würde, von seinen Händen und seiner und es stürzt das gemeine Recht um, weil es ausdrücklich befehligt und gesteuert oder richtiger nicht befehligt Bunge Gebrauch zu machen, werde alles im Staat und in blos gegen eine bestimmte Partei angewendet werden soll. und nicht gesteuert wird hat hunderttausend Mal mehr der Gesellschaft umgestürzt" werden. Das Umsturzgesetz ist ein verkapptes Ausnahmegesetz, Menschen au Bord, als einer der Dampfer- Kolosse, die den Und wie sind die Leute, die so reden und die sich Vor- zehnmal schlimmer als ein ehrliches Ausnahmegesetz, denn Ozean durchfurchen; und das Fahrwasser, in dem sich kämpfer der Religion, Ordnung und Sitte" durch diese seine Verkappung zwingt es die Richter, dem ihr Kurs zu bewegen hat, ist weit, weit gefährlicher als das nennen, allwelche drei schönen Dinger ganz besonders ersten Grundsatz der Rechtspflege: Du sollst ohne des Dzcaus mit seinen Orkanen, Eisbergen und Klippen. in Umsturz"-Nöthen sich befinden sollen wie sind sie zu Ansehen der Person richten! ins Gesicht zu Fünfzig Millionen Menschen an Bord und diese diesen ihren Umsturz"-Aengsten gekommen? Hat in schlagen, und setzt die Willkür von Rechtswegen auf den Männer am Steuer und auf der Kommandobrücke Ben Deutschland sich in dem Volke irgend eine besondere Richterstuhl. Atiba, Du bist ein Schlechtschwäger, das ist noch nicht da gewesen. Ein anderes Bild. Wir haben nicht blos eine Reichs. regierung, wir haben auch einen Reich 3 tag. Und dieser " " " " Neigung zum Umstürzen" kundgethau? Nun, je nachdem. Und nicht genug mit diesem Umsturz der Justiz und Es giebt verschiedene Arten von Volk allerhand Volk. des Rechts. Das Umsturzgesetz ist auch ein schmähliches In gewissen Kreisen ist es zweifellos Mode, die Re- Attentat auf den gesunden Menschenverstand. Alle die ligion" frech zu verhöhnen, indem man die infamsten Verbrechen, die es angeblich treffen soll, sind entweder blos der Hauptstadt werden sie sicher nicht sorgen. Bedenkt" Ich bedauere es lebhaft," sagte der General,„ daß auch, daß unsere Soldaten meist junge unerfahrene Burschen die Herren ihre Absicht nicht werden ausführen können. Ich find, die ich zum Angriff nicht geeignet halte, aber wohl für werde es mir aber zur Ehre aurechnen, wenn Sie bei uns [ Nachdruck verboten.] eine geschickte Vertheidigung." bleiben und die Waffen mit uns tragen wollen.." Feuilleton. 19 Im selben Augenblick meldete die Wache draußen die Ankunft einer Patrouille, die ein Dugend unbekannter Leute Skizzen aus dem südamerikanischen Hinterlande. aufgegriffen hatte. Ein Blatt südamerikanischer Geschichte. Führt sie herein," befahl Caballero. • General, wir sind Fremde, keine Paraguayer " Das sehe ich wohl.. thut mir aber leid.. ich mag Sie nicht eigentlich dazu zwingen, bei uns als Soldaten zu bleiben; aber ich fann Sie ebensowenig wieder nach Ajuncion Der Patrouillenführer berichtete, wie sie die be- hineinlassen. Sie würden Nachricht hinein bringen, wo wir treffenden in einem Hohlwege angetroffen und gefangen uns befinden und vielleicht noch anderes mehr. Bedenken Sie genommen hätten, als sie eben im Begriffe gewesen waren, sich also. Wer nicht bei uns eintreten will, den muß ich nach Birebebun hineinzureiten. Sie wären sämmtlich auf bier behalten, und da wir uns natürlich nicht viel guten Pferden beritten gewesen. Es waren keine Paraguayer, damit aufhalten können, Sie genau zu bewachen, als es sondern Fremde verschiedener Nationalitäten. nöthig wäre, so werden wir Sie in den Lasso legen müssen." " Was ich vorschlagen wollte, General, ist das folgende. Ihr wißt, daß es rund um Asuncion weder Mais noch Bataten, noch Maniok oder Vieh giebt, sondern daß der ganze Lebensunterhalt für die Bewohner und die Truppen von ziemlich weiter Entfernung zugeführt werden muß. Haben sich die Leute zur Wehr gesezt?" fragte der Mein Plan ist der, daß wir uns der zwei Straßen bes General, nachdem er sie kurz gemustert hatte. Auf diese Nachricht erklärten sich sämmtliche außer dem mächtigen, auf der man nach Asuncion hineinkommt, einmal" Durchaus nicht; sie kamen ruhig des Weges geritten Deutschen sofort bereit, als Soldaten dienen zu wollen. der Eisenbahn, und dann des Weges nach San Lorenzo, und machten weder Anstalt sich zu widersetzen, noch zeigten" Nun," sprach der General lächelnd, wir verstehen und daß wir so die Stadt regelrecht aushungern. Der sie Absicht durchzugehen," sagte der Patrouillenführer auf uns ja... und diesen Herrn möge man dann in den Karreteeweg und die Eisenbahn find leicht zu halten, und die Frage. Sissi Lasso legen." wir können uns eine feste Stellung aussuchen, wie sie uns Wer seid Ihr?" Auf einen Wink knüpften zwei Soldaten dem gerade paßt. Wir wären dann in einem großen Vortheil, Wir sind Asuncener Fleischer, General," sagte der Deutschen seine Beine in der Gegend der Fußknöchel wenn man sich in Asuncion entschließen sollte, uns in unserer Wortführer, ein Deutscher, und wir kommen in durchaus in einen rindsledernen Lasso und banden draußen das Stellung anzugreifen. Laßt die Regierung nicht mehr im feiner feindlichen Absicht. Wir sind von Asuncion so weit eine Ende an das Fenstergitter des Hauses an, das andere stande sein, den Soldaten acht Tage lang hintereinander hierher geritten, um Vieh zu kaufen Das Vieh wird knapp an einen nahen Apfelsinenbaum, nachdem sie den Lasso so Fleisch zu geben, so fangen diese an zu meutern." in Asuncion, da sich seit einigen Wochen nicht recht jemand stramm gezogen, wie eine Violinsaite. Die übrigen Perhineintraut aus dem Kamp. Selbst die Weiber, die sonst sonen führte man zu dem Soldatentrupp auf dem MarktGeflügel und Maniot zu Markt bringen, kommen nicht play. Herr Mathias Schröder, so hieß der deutsche mehr hinein. sie sagen, sie hätten Furcht vor der Fleischer, betrachtete bedächtig seine unnatürliche Lage, in Revolution. Darum haben wir uns selbst aufgemacht, um der er sich befand und erklärte schließlich, nach Ablauf einer Vieh aufzutreiben zum Schlachten." Stunde, daß er es denn doch lieber sehen würde, wenn er Durchsucht die Leute...." ein Revolutionssoldat wäre, als daß er länger im Lasso liegen wollte. Auf diese Erklärung hin that man ihm denn auch seinen Willen und machte ihn zum Lanzenreiter, wie ' man es schon mit seinen Begleitern gethan hatte. " Ihr vergeßt aber dabei die brasilianische Besatzung, die ja proviantiren muß." " Das habe ich schon bedacht. Aber die Brasilianer beziehen den größten Theil ihres Bedarfs von unten zu Schiff, damit die Herren Kommissäre ihrer Regierung möglichst hohe Preise stellen und recht viel dabei verdienen können; läßt man doch sogar aus diesem Grunde das Schlachtvieh Man fand nichts Verdächtiges, nur ziemlich viel Geld für sie zu Schiff tomme aus Corrientes. Und für das bei ihnen, was mit ihrer Angabe, Vieh kaufen zu wollen, übrige müßten wir sie eben respektiren. Für den Bedarf übereinstimmte. in der Einbildung vorhanden, oder sie sind durch dass Morgen ist Fortsetzung der Debatte. Ueber das Schicksal! Minister das Herz. Ja, ja, mir aus der Seele gesprochen, bestehende Gesez schon mit weit schwereren der Vorlage gehen die Urtheile sehr auseinander. Die Ent- erklärte er. Das Theater hat aufgehört, eine Stätte zur Strafen belegt, als in anderen Ländern. scheidung liegt, wie in fast allen Fragen, beim Zentrum, Pflege historischer Erinnerungen zu sein( nach An der Hand einer sehr guten Schrift:" Antisemitis- von dem besonders die Bayern sich für die Annahme Art der schönen Stücke des Hohenzollern- Barden Wildenmus und Strafrechtspflege", und gestützt auf weiteres Material engagiren sollen. Für diese Richtung wird Dr. Schädler bruch). Und dann klagte er erbärmlich über das unwerden wir demnächst im im einzelnen den Nachweis sprechen. verständige Ober- Verwaltungsgericht, das die verständigen vollkommen überflüssig ist. 〃 " liefern, daß die Umsturzvorlage für die Rechtsprechung Zur Disziplin des deutschen Neichstages und Polizeilichen Verbote von Hauptmann's Webern" und der Aber die Urheber dieses juristischen und politischen preußischen Abgeordnetenhauses gegen Bundesgleichen aufrührerischen Stücken wieder aufgehoben hätte. Monstrums, dessen amtliche Begründung" sich auf Hans taths- Mitglieder und Minister erinnert die Aber er hoffte, daß so etwas nicht wieder vorkäme, und Blum'sche Zitate stützt, müssen doch einen Zweck haben?" Boff. 3tg." an zwei Präzedenzfälle. Der erste ereignete er habe deswegen mit seinen heutigen Ausführungen den Behörden eine Direktive geben wollen.- Das ist doch Gewiß, den haben sie. Und der Zweck iſt, ähnlich wie 1878: Derr von Bodum- Dolffs, der sich beiläufig in abhängiger eine wahrhaft erfrischende Auffassung der legendenhaften sich im preußischen Abgeordnetenhause am 11. Mai 1863. Behörden eine Direktive geben wollen. die Aufmerksamkeit des Volkes von den eigentlichen Absichten!" der Urheber wegzulenten und mit der rothflimmernden Wolke Stellung befand, er war Oberregierungsrath, führte den unabhängigkeit der preußischen Gerichte!" Dann erzählte derselbe Herr Minister noch einiges über Vorsitz im Abgeordnetenhause. Der Kriegsminister v. Roon des Sozialistenschrecks die Sturmkolonnen zum erhielt das Wort und warf einzelnen Abgeordneten, wie feine„ Berliner Korrespondenz“. Er gab mannhaft zu, daß Generalangriff auf die Taschen des deutschen Voltes zu umhüllen. Neue Steuern, neue von Unruh und von Sybel, ganz unberechtigte An- fie langweilig sei; aber, meinte er, um geistreich zu sein, wäre sie auch nicht gegründet worden, sondern um die Lügen der Liebesgaben und neue Milliarden für Militär und Marine! maßung" vor: bösen Zeitungen über die Bizepräsident v. Bodum Dolffs: Ich muß den Herrn Das ist das Ziel der Machthaber des Tages; und der Kriegsminister unterbrechen. gute Regierung zu widerlegen. Auch bekämen Zweck der Umsturzvorlage ist, dieses Ziel zu verschleiern, Kriegsminister v. Roon: Ich bitte mich nicht zu unter die sogenannten offiziösen" Zeitungen nur noch hier und und, wenn einmal das Volk die Wahrheit erkennt, es so da etwas zugewiesen; im übrigen würde das Geschäft vom gefesselt und gefnebelt zu haben, daß es keinen erfolgreichen Vizepräsident v. Bodum Dolffs( unter Schellen mit Reichs- Anzeiger" und der Berliner Korrespondenz" allein Widerstand mehr zu leisten vermag. der Glocke): Ich habe zu sprechen, und ich unterbreche den Herrn besorgt.-Ist das nicht der reine unlautere Wettbewerb" Kriegsminister. der guten Norddeutschen" 2c. gegenüber? ich habe das Wort und werde es nicht fortgeben.( Glocke des Kriegsminister v. Roon: Ich muß um Verzeihung bitten, Bräsidenten.) Ich habe das Wort, das steht mir nach der Verfassung zu, und feine Schelle und fein Winten und keine Unterbrechung....( Glocke des Präsidenten. Ruf:" 3ur Ordnung" und Schweigen" und große Unruhe.) Im Augenblick, wo die Reichs- Galeere, von Sturm und Wogen gepeitscht, ohne eine feste Hand am Steuer, ohne einen festen Willen auf der Kommandobrücke dahinschlenkert und rollt die Masse des Volkes an Bord fesseln und knebeln wollen, so daß sie sich selbst und dem Gemeinwesen nicht helfen kann laß Dich begraben Ben Atiba, das ist noch nicht dagewesen! Nein das ist noch nicht dagewesen! Le mort saisit le vif. Das Todte will das Lebende packen, das faule Fleisch faßt nach dem gesunden. Zum Glück hat das Lebende Lebenskraft, das Todte zurückzustoßen, und das gesunde Fleisch wird das Gift des faulen von sich feru halten. Das Umsturzgesetz kann den Fäulnißprozeß nicht zum Stehen bringen, nur ihn beschleunigen. Das Schicksal muß fich vollziehen. Es verfaule das Faule! brechen. " = " m " Nächste Sigung ist Freitag Vormittag. Etat des Kultusministeriums. 3.9- iſt Freitag Bormittag. Nachwahl zum Landtage. Bei der heute im 2. Wahl= bezirke( Nagnit- Pillfallen) foes Regierungsbezirkes Gumbinnen ſtattgehabten Landtags- Ersatzwahl wurden insgesammt 273 Stimmen abgegeben. Davon erhielt Landrath Dr. Schnaubert Pilltallen( f) 234 und Gutsbesitzer Gottschalt- Sauerwalde( f.) 39 Stimmen. Ersterer ist mithin gewählt. Bizepräsident v. Bodum Dolffs: Wenn ich den Herrn in printerbrecher Dolffs: Wenn Kriegsminister zu unterbrechen habe, so hat er zu schweigen ( Stimmen rechts Oh! Oh! Lebhaftes Bravo! links) und zu dem Ende bediene ich mich der Glocke, und wenn der Herr Minister. Konservative gegen die Tabaksteuer- Vorlage. Eine dem nicht Folge geben sollte, so verlange ich jetzt, mir meinen von dem konservativen Verein in Bünde am 17. d. M. einHut zu bringen. Kriegsminister v. Roon: Ich habe gar nichts dagegen, berufene Versammlung von 4000„ tönigstreuen Männern", wenn der Herr Präsident seinen Hut( viele Stimmen lints: überwiegend Arbeiter und Landwirthe der Grafschaft RavensSchweigen") sich bringen lassen will; ich muß aber bemerken... berg, richtet die dringende Bitte an die konser( Große Ünruhe und laute Zurufe von links.) Meine Herren, vative Reichstags- Fraktion, der Tabak350 Stimmen sind lauter als eine. Ich verlange mein tonftitutionelles Recht. Ich kann sprechen nach der Verfassung, fabrikatsteuer Vorlage die Zustimmung zu wenn ich will, und es hat niemand das Recht, mich zu unter- versagen. " Politische Weberlicht. brechen. Berlin, 21. Februar. Aus dem Reichstage. Etwas besonders Bemerkenswerthes hat der heutige erste Tag der Tabaksteuer- Debatte nicht gebracht. lundi Wie sollte es auch anders sein. Seit Bismarck das geflügelte Wort gesprochen hat:" Der Tabat muß mehr bluten", haben wir in jeder Legislaturperiode den mehr oder minder von Erfolg begleiteten Versuch gehabt, den Tabak höher zu besteuern und die Debatte über dieses Thema gehört deshalb längst zu dem eisernen Bestande" der Parlamentarier. Unfer Redner wies besonders auf die traurige Lage der Tabatarbeiter hin, deren Lage durch die Steuererhöhung noch verschlechtert werden soll. " Vizepräsident v. Bodum Dolffs( unter wiederholten Zeichen mit der Glocke): Jch unterbreche den Herrn Kriegsminister. Wenn der Präsident spricht, so hat hier jeder zu schweigen, und jeder, der hier im Hause ist, sei es hier unten, sei es auf den Tribünen, er hat dem Präsidenten Folge zu geben, und wenn hier wirklich etwas vorgekommen wäre, was gegen die Ordnung meine fein, daß zu rügen. Ich habe das nicht gethan, denn der Herr Borredner( v. Sybel) hat sich in seinem Rechte befunden.( Bravo! links. Bischen rechts.) Jezt ertheile ich dem Herrn Kriegsminister das Wort. Das Umsturzgesetz wird entweder garnicht oder nur mit Hilfe einer konservativ- Klerikalen Mehrheit zu stande kommen, so schreibt der Hamburgische Correspondent". Wir registriren diese Prophezeihung, ohne ein Urtheil über ihren Werth abzugeben. Die wahren Umstürzler. Aus Berlin schreibt man der" Rheinischen Ztg."! " Weß das Herz voll ist, deß fließt der Mund über." Die Wahrheit dieser Worte hatte der Schreiber dieser Zeilen am Freitag Abend in einem Weinrestaurant in der Leipzigerstraße Gelegenheit gründlich zu beobachten. Kriegsminister v. Roon: Ich muß bemerken, daß ich wiederholt protestire gegen das Recht, welches der Herr Präsi Saßen da in jenem Restaurant sechs konservative Abgeordnete dent der königlichen Regierung gegenüber nimmt. Ich meine, des Reichs vor einem großen Spiegel unter Palmen und ließen die Befugniß des Herrn Präsidenten geht, wie schon bei einer sich gut sein. Nachdem sie schon manchen Schoppen gestochen früheren Gelegenheit gesagt worden ist, bis an diesen Tisch und hatten, löften sich ihre Zungen gar prächtig und laut schallten nicht weiter!( Hestiger Widerspruch links, und Bischen ihre Worte durch das Lokal. Einer war es ganz besonders, der rechts. Große Unruhe. Der Bizepräsident von Bockum- Dolffs sich hören ließ; einer, der im Mansfelder Gebiet eine große Rolle bedeckt sein Haupt, und alle Mitglieder erheben sich, lints unter spielt und zu jenen zählt, welcher in Nickelreden, sobald die Silberlebhaftem Bravo!) währung in Frage kam, stets besonders groß" war. Er war der Held des Abends und gegen die seinem geistigen" Auge vorschwebenden Sozialdemokraten tämpfte er so higig an, daß seine Nase noch umstürzlerischer gefärbt erschien, als gewöhnlich. Eben batte im Gifer des Gefechts einer der sechs Herren eine Bes merkung über die Sozialdemokraten fallen laffen, als der roth angehauchte Ritter St. Georg polternd drein schrie:„ Ach was! Wenn die Kerls wüßten, daß sie die Macht hätten, so würden sie heute losschlagen- aber noch haben wir die Macht Besonders leicht hat es sich heute der Finanzsekretär des Reiches, Graf v. Posadowsky, gemacht, der zwar alle Gründe der vorjährigen Debatte über die Steuererhöhung vorbrachte, sich aber geradezu ängstlich hütete, auch nur einen einzigen neuen Gedanken auf das Tapet zu bringen. Von den Rednern aus dem Hause sprachen die Abgeordneten Clemm( Ludwigshafen) und Graf Holstein für Bizepräsident v. Bodum Dolff3: Das heißt, die Sigung die Vorlage. Ersterer that besonders entrüstet, daß die ist für eine Stunde vertagt, meine Herren. Tabaffabrikanten fich ihrer Haut wehren, da sie sich doch o Da das Abgeordnetenhaus dem Ministerium nicht die leicht helfen können, wenn sie die Zigarren etwas kleiner geforderte Genugthuung gewährte, streikten die Minister und machen; letzterer aber rührte die patriotische Lärmtrommel, die Auflösung des Hauses war die Folge. da das Vaterland Geld brauche. Der edle Graf bedauerte Eine ähnliche Szene hat sich im Reichstage, so fährt auch, daß man nicht auf die Biersteuer zurückkomme. die Bossische Zeitung" fort, noch nicht abgespielt. Wohl Gegen die Vorlage tamen heute die Abgeordneten aber ist es vorgekommen, daß der Präsident einem Mit- und noch siten unsere Köpfe fester, als ihre( sic!), die lieber heute wie Müller( Fulda), Frese( Bremen), Förster( Greiz) und gliede des Bundesraths mittelbar einen Ordnungsruf er- denen fallen sollten!" Entsetzt über diese Zimmermann noch zum Wort. theilte. Der Vertreter des Fürstenthums Lippe erlaubte sich morgen am 14. Mai 1873 maßlose Angriffe gegen einen Abgeord Offenheit des rothangehauchten Kollegen, der gar zu leb neten. Darauf erhob sich der Präsident Simson und haft geworden war, suchten ihn seine Zechgenossen zu beruhigen und machten ihn darauf aufmerksam, daß auch andere Leute seine erklärte mit starker Betonung, daß er solche Aeußerungen, Worte hören könnten, worauf er fühniglich meinte:" Das wenn sie von einem Mitgliede des Reichstages gegen ein dürfen sie hören! Jebt gebts ihnen doch an Sie sehen General," fuhr Nicanor Godoy fort, als anderes ausgesprochen wären, mit einem ausdrücklichen den Kragen, denn Dr. Lieber hat mir gesagt, man die neuen Rekruten entfernt hatte, daß mir die Um- Ordnungsrufe geahndet hätte. Als der Abgeordnete von daß fie( follte wohl heißen: das Zentrum) Mann für stände bereits recht geben. Obwohl in Asuncion eben erst Hoverbeck einen solchen Ordnungsruf verlangte, da der Prä- Mann für uns stimmen würden!" Uns amüfirte das Gerücht läuft, daß wir die Revolution anfangen wollen, sident Herr im Hause sei und seine Disziplinargewalt bis diese Offenheit der Herren, denn sie zeigte, was sie wünschten. beginnt es dort schon knapp zu werden. an die Wände seines Hauses reichen müssen, erklärte Am liebsten wäre es ihnen, wenn die Sozialdemokraten sich zu Probirkörpern für die kleinkalibrigen Flinten hergeben wollten. Bei ihren Berathungen hatten die Revolutionäre, und Simson: in ihren beiderseitigen Plänen sowohl Godoy als Caballero Dem eigentlichen Ordnungsruf fann meines Erachtens Im Wein ist Wahrheit. Die lustigen Becher plauderten ihre niemand unterliegen, der nicht an der Wahl des Prä- Herzensmeinung aus und haben die Wahrheit gesagt. Die einen Faktor ganz außer acht gelassen, nämlich, ob es fidenten sich betheiligt hat oder doch sich hätte betheiligen deutsche Sozialdemokratie thuts aber zu dem Uebrigen und freut ganz ausgeschlossen war, daß das brasilianische Besagungs- tönnen, das heißt niemand, der nicht ein Mitglied heer in den Kampf attiv eingreifen könne. Alle dachten, des Hauses ist. Wenn in anderen volksvertretenden daß dieses bei einem Kampfe sich unbetheiligt halten würde, Versammlungen, wie der preußischen, Mitglieder der und dazu war es nach dem Uebereinkommen, das man Regierung zugleich Mitglieder der Volksvertretung fein nach dem Kriege mit der brasilianischen Regierung getroffen können und es sind, so unterliegen sie, wie ich annehme, dem hatte, auch verpflichtet. Es sollte danach eine einfach zu- Ordnungsruf des Präsidenten genau so wie andere Mit wartende Stellung einnehmen solange, bis sich die Verhältnisse glieder.". Ein Mitglied des Bundesrathes tönne aber nach in Paraguay geklärt hätten, und nirgendswo handelnd ein- der Verfassung nicht zugleich Mitglied des Reichstages sein, und deshalb bleibe ihm um die ihm gestellte und gegen jedermann greifen, es sei denn, daß es selber angegriffen würde. durchzuführende Aufgabe der Aufrechterhaltung der Ordnung zu Auf dieser Basis stand bei seinen Ueberlegungen auch der lösen, nichts übrig, als erforderlich, enfalls denselben Gedanken in Wie reimt sich ein soziales Königthum mit der UmsturzGeneral Caballero, und er mochte vorlage? Wir sind zwar nicht adelig, denken aber logisch von seinem zwei verschiedenen Formen auszusprechen." Standpunkt aus recht haben, wenn er es vorzog Asuncion selbst anzugreifen, da man dann die Entscheidung in jedem wurden die Vorlage betreffend die Abänderung des Statuts für Bundesrath. In der heutigen Sigung des Bundesraths und können dies deshalb nicht zusammenreimen. Zum Fall Becker. Das Generalfommando des Falle beschleunigte. Und es war bei einem derartigen Zu- das Archäologische Institut, sowie die Vorlage betreffend den 11. Armeekorps in Kassel versendet auf grund des§ 11 sammentreffen ebenso denkbar, daß die Rothen stegen würden Entwurf eines Gesetzes betreffend die kaiserlichen Schußtruppen des Preßgesezes mit Bezugnahme auf die auch in unserem wie das Gegentheil; denn die Regierungstruppen waren für Südwest Afrika und für Kamerun den zuständigen Aus zwar etwas besser bewaffnet, man besaß sogar drei Kanonen; schüssen überwiesen. Bezüglich der Vorlagen vom 22. Dezember aber im übrigen waren sie ebensowenig feuerfest und gedrillt, vorigen Jahres und vom 28. Januar und 9. Februar dieses wie die Truppen der Aufständischen. Der Plan Caballeros Jahres betreffend den Erlaß des Bollzuschlages für russische wurde auch, dank dem Ansehen, das der General besaß, Gerste wurde dem Ausschußantrage gemäß die Zustimmung er schließlich angenommen und beschlossen, in wenigen Tagen theilt. mehr wenn sich, aufs neue bestätigt erhalten zu haben, daß viele ihrer Gegner, die jetzt ein Gesetz gegen den Umfturz machen helfen, am liebsten einen blutigen Umsturs herbeiführen würden ja wenn die Sozialdemokratie dumm genug wäre, ihrem Wunsche zu entsprechen." Der deutsche Adelstag erklärte, daß das Königthum aus einem ständischen zu einem sozialen werden müsse um mit voller Energie in den Kampf für Religion, Sitte und Ordnung einzutreten. Blatte erschienenen Artikel mit der Spigmarke:„ Es geht auch ohne Umsturzgesetz" bezw." Zur Verurtheilung unseres auch ohne Umsturzgesez" bezw." Zur Verurtheilung unseres Genossen H. Becker" folgende Berichtigung: " Der vormalige Kanonier H. Becker ist nicht unschuldig, angetreten ist, disziplinarisch mit 3 Tagen mittleren Arrest be= sondern weil er mit der Zigarre im Munde zum Kaffee- Empfangen schon nach Asuncion zu marschiren und die Stadt im Im Abgeordnetenhaufe gab es heute eine heitere straft worden, und feine Verurtheilung zu 3 Jahren Gefängniß Straßenkampf zu nehmen. Dabei wurde es als zweck Debatte. Herr v. Köller äußerte sich über die Kunst. ist nicht wegen der Kritik des Beschwerberechts erfolgt, sondern dienlicher angesehen, nicht den bequemeren Weg längs der Ob Herr v. Köller mehr von der Kunst versteht, wie sein wegen einer Reihe von Aeußerungen, durch welche er sich in Eisenbahn einzuschlagen, auf dem man die Hauptstadt in landwirthschaftlicher Kollege der kürzlich bei einem gröblichster Weise gegen§ 102 Militär- Str.- G. vergangen hat. zwei Tagen erreichen konnte, da unter Umständen, wenn die Abendmahl den berühmten Direktor der Berliner Kunst- Der kommandirende General: Wittich." Die zahlreichen in die Geheimnisse des Militär- StrafRegierung ihnen ihre Truppen auf natürlich diesem Wege akademie, Auton v. Werner, mit der verblüffenden entgegensandte, fie gegen ihre Absicht zu einem Gefecht auf Frage: Malen Sie auch?" überraschte, ob Herr prozeßverfahrens nicht eingeweihten deutschen Reichsbürger werden die Anwendung des höchsten Strafmaßes in diesem versteht, von der Kunst freiem Felde genöthigt werden konnten. Sie beschlossen statt v. Röller noch tönnen. Aber Falle nicht begreifen. dessen den beschwerlichen, östlich davon verlaufenden Waldweg haben wir leider nicht erfahren zu nehmen, der auf dem Kordillerenzug durch Wälder über An- darauf kommt es ja auch schließlich gar nicht an. Der Wie fich die Zeiten doch ändern. Herr Dr. Lieber höhen versteckt hinführt, um zum Schlusse kurz vor Asuncion auf Mann ist preußischer Minister des Innern, und als solcher gilt heute als der Führer des rechten Flügels seiner Partei, dem sogenannten Campo Grande auszulaufen. Ein Angriff redet er ebenso wie über Umsturz und Sozialdemo- obwohl noch bei Gelegenheit der letzten Militär- Vorlage dort war leichter abzuweisen und nur wenige Soldaten fratieso auch über die Kunst. Ob er etwas davon ver gerade dieser Herr es gewesen sein soll, der die Herren brauchten sich auf diesen verschlungenen Waldzikaden in ein steht, ist Nebensache; auch wollen wir gern anerkennen, daß Graf Ballestrem und Freiherr von Huene wegen ihrer Gefecht einzulassen, wenn wirklich, was beinahe undenkbar seine heutigen kunstpolitischen Ansichten noch salomonische Liebäugelei mit der Regierung aus dem parlamentarischen war, die Weißen ihnen hier entgegenkommen sollten. Selbst Weisheitssprüche waren, gegenüber seinen früheren sozial- Leben hinausgedrängelt hat. Heute antichambrirt Herr Dr. Lieber bei Hofe und soll er sich schwer geärgert in diesem Falle hatte man es zudem nicht mit der ganzen politischen. Macht der Regierung zu thun, da diese ihre Stadt nicht Die Anregung gab der Zentrumsmann Heereman, haben, daß er bei seinem letzten Dortsein übersehen und von allen Truppen entblößen fonnte, während die Rothen der die Regierung aufforderte, das Auge schärfer auf der Graf Hoensbroech bevorzugt wurde. ihre ganze Macht vereinigt hielten. die Kunsttempel zu richten, in denen jetzt Religion Angesichts dieser neuesten Neigungen des vielgenannten ¡ und Sitte wie nie zuvor verhöhnt würden. Das löste dem Zentrumsführers ist es vielleicht von Interesse, au eine ( Fortsetzung folgt.) Aeußerung desselben Herrn zu erinnern, welche beweist, daß| Folgen haben wird, wie 1618 der aristokratische Menschenwurf, I unheimlich zu Muthe ist. In diefer geheimen Ordre heißt es er früher seine Blicke in sehr entgegengesetter Richtung der bekanntlich den Anfang des dreißigjährigen Krieges bildete. richtete. Es war am 8. Mai 1878, wo Herr Dr. Lieber im Reichstag bei Gelegenheit der Abwehr eines Angriffes belgischen Sozialisten auf nächsten Sonntag, den Einen außerordentlichen Kongres haben die des Herrn v. Helldorf sich äußerte wie folgt: 24. Februar nach Brüssel berufen. Wenn er( Herr v. Helldorf) uns aber in dieser unserer Thäigkeit das Motiv des Kokettirens mit der Sozialdemokratie neuerdings unterschiebt, so ist ja die Phrase von der Verbrüderung der schwarzen und rothen Internationale" eine längst abgedroschene; sie ist, wenn sie hier erneuert wird, offenbar nur Verlegenheitsbehelf und ganz sicher auch ohne jede Erwiderung ein Schlag ins Wasser; und schließlich stehe ich auch nicht an, zu erklären: wenn ich die Wahl treffen müßte, ob mit dem Ab= geordneten Most tokettiren oder mit dem Herrn Abgeordneten von Helldorf, ich entschiede mich immer noch lieber für das erste, als für das lehte." Der stenographische Bericht verzeichnet an dieser Stelle , Große Heiterfeit. Bravo! im Zentrum". = Der agrarische Staatsrath. Die Regierung hat es mit der Berufung des vielgenannten Staatsrathes nicht allzu eilig. Die Nordd. Allg. Ztg." schreibt heute Abend: Die königliche Staatsregierung beabsichtigt, den Staatsrath zur Berathung über die agrarischen Fragen so bald wie möglich zu berufen. Die hierzu nothwendigen unerläßlichen Vorbereitungen werden allerdings kaum gestatten, daß der Staatsrath vor dem 11. März wird versammelt werden können. Die Fragen, mit denen der Kongreß sich beschäftigen wird, sind: 1. Das geplante reaktionäre( dem preußischen nach geahmte) Gemeindegesek; 2. die Arbeiterpartei und die Annegionen; 3. die Annexion des Kongostaates; und 4. die Haltung der Arbeiter gegenüber der Regierung. Zum Lütticher Anarchistenprozek. Der„ Köln. Btg." wird aus Lüttich geschrieben: er er -daß t. a.:„ Ich beauftrage Sie, die strengsten und energischfien Maßhintertreiben. Jede Versammlung von Oppositionellen ist unbedingt regeln zu ergreifen, um die Abhaltung von Versammlungen und die Absendung von Petitionen an den Fürsten seitens der Opposition zu auseinanderzujagen. Insbesondere müssen Sie auf die Anhänger Stambulow's und Radoslawow's ein wachsames Auge halten. Kontrolliren Sie auch strenge die Haltung der Offiziere, unter welchen sich viele der Regierung abgeneigte Personen befinden und benachrichtigen Sie mich sofort telegraphisch, falls Ihnen ein Offizier verdächtig vorkommt." Es scheint fast, als ob die Negierung besorgen würde, daß Stambulow und Radoslawow zum zweiten Male mit Hilfe eines Theiles der Armee einen antirussischen Putsch durchführen könnten. In Egypten ist man der englischen Vormundschaft gründlich müde. Die nationale" Bewegung, die 1882 von den unter der Regierung des demokratischen" Glad= Justizminister Begerem besuchte vorgestern mit dem Direktor Engländern der belgischen Sicherheitspolizei de Latour das hiesige Gefäng- stone im Blut erstickt wurde, scheint wieder aufleben zu wollen. niß, in welchem die verurtheilten sieben deutschen Anarchisten der Natürlich werden die auf Englands dominirende Stellung in Auch ich bin Bauer! hat der erste Ey Kanzler dem Entscheidung über das von ihnen eingereichte Revisionsgesuch Egypten eifersüchtigen Franzosen nicht darauf bedacht sein, die Bund der Landwirthe sagen lassen. Vor 20 Jahren, als barren. Der Minister begab sich in die Zellen von Weftkamp Schwierigkeiten der Engländer zu vermindern. der Betreffende noch nicht Er war, rief er im Reichstage und Müller, die bekanntlich zu lebenslänglichem Zuchthaus vereinmal aus: Auch ich bin Schnapsbrenner! urtheilt sind. West kamp betheuerte wiederholt seine UnDie voraussichtlichen Folgen des chinesischBeide denkwürdigen Worte werden hoffentlich nicht in dem schuld und erklärte, das Erkenntniß habe ihn so erschüttert, japanischen Krieges. Der amerikanische General und Album fehlen, das die Ramsch Bürgerbriefe, hübsch ein- daß er zu feiner Arbeit mehr fähig sei. Müller zeigte sich Politiker Lew Wallace, ein Kenner der asiatischen gleichgiltig, wie er denn überhaupt einen sonderbaren Wechsel Verhältnisse, schreibt im„ Shanghai Mercury": gebunden, enthalten soll.. der Gesinnung bekundet. Nach seiner Verurtheilung schrieb Die Japaner werden unzweifelhaft die Chinesen schlagen, so er an seine Mutter, zu der stets eine große Bärt weit als es ihnen gestattet werden wird zu gehen. Aber wenn die lichkeit bekundet sein Vater ist während der Gerichts- Chinesen geschlagen sind, was wird dann geschehen? China wird verhandlung gestorben-, russischen Baron habe verleiten lassen und zum die Diplomatie es nicht retten wird, daß es sich durchkämpfen sich durch den erfahren, daß man es nicht länger stillsigen lassen wird, daß eigenen Verderben zudem die Echuld der übrigen Angeklagten muß, und es wird dann anfangen moderne Ideen anzunehmen. auf sich genommen habe. Müller hat wegen seiner gerichtlichen Darin liegt für den Handel eine Bedrohung der Aussagen große Angst vor der Rache der Lütticher Anarchisten weft I i den Welt. China wird seine Wiedergeburt nicht auf und behauptet, wenn er je aus dem Gefängniß käme, seines das militärische Gebiet beschränken. Es wird ein Fattor Lebens keine Stunde mehr sicher zu fein. Einiges Geld, das im Welthandel werden. Wenn Kalifornien gefunden er durch Arbeit im Gefängnisse verdiente, hat er seine Mutter hat, daß der Chinese, der für 1 Doll.( 4 M.) Tagelohn arbeitete, gesandt. ein gefährlicher Konkurrent war, was wird die übrige Welt erEs wird ferner aus Lüttich telegraphirt: leben, wenn der Chinese in seiner Heimath für 5-10 Cents Ter Präsident des Assissenhoses hat gestern eine Aufforderung( 20-40 Pfg.) Tagelohn arbeitet? Man nehme an, erlaffen, wonach Jagolfowsky, alias Baron Ungern- Sternberg, daß infolge des jezigen Krieges die Chinesen sich gein Petersburg, Cornelissen, Journalist in Amsterdam und Bliegen, nöthigt sehen, Fabrikation zu treiben, wie Journalist in Maastricht, aufgefordert werden, binnen acht Tagen übrigen Nationen der Welt mit ihnen tonfurriren? Kann vor dem Assissenhof in Lüttich zu erscheinen, um sich über die Amerika, ja kann selbst das übervölferte Europa mit seinen ihnen zur Last gelegten Verbrechen zu verantworten. Da vor niedrigen Löhnen damit überhaupt noch konturriren? Wir sprechen aussichtlich feiner derselben erscheinen wird, soll die Verurtheilung ichon jetzt von Ueberproduktion: wie wird es erst sein, wenn in contumaciam erfolgen und die Verhandlung ohne Geschworene China, bis jetzt ein großer Markt für die Einfuhr, selbst ein stattfinden. großer Produzent wird? Die Agrarier unter sich. Eine bemerkenswerthe Aeußerung ist dem konservativen Abgeordneten v. Podbielski, der bekanntlich zur Zeit gegen den russischen Handelsvertrag gestimmt hat, da derselbe den Untergang der deutschen Landwirthschaft herbeiführe, auf der Ha u pt versammlung der Vereinigung deutscher Schweinezüchter am Donnerstag entschlüpft. Der foufervative Herr gestand offen ein, daß er die Ueberschüsse bei seiner Schweinezucht im letzten Jahre nur dadurch er reicht habe, daß es ihm möglich war, die infolge des Handelsvertrages im Preise gesunkene russische Gerste billig zu kaufen. Wenn auch die Verträge im nationalen Interesse 3n verwerfen feien, so solle man doch die Verhältnisse aus nuten und nicht die vom Auslande angebotene billige Gerste von der Hand weisen. Erhöhung des Gemüse und Sauerkraut- Bolles fordert der eben in Neuß a. Rh. tagende Kongreß der Sauerkraut Fabrikanten.Der GeneralGiolitti. Aus Rom wird telegraphirt: Die Blätter beschäftigen sich mit der Rückkehr Giolitti's. Die Oppositionsorgane sprechen die Ansicht aus, Crispi werde es nicht wagen, Giolitti verhaften und verurtheilen zu lassen. In parlamentarischen Kreisen erwartet man dagegen die Verhaftung des früheren Kabinetschefs." können die And China und Japan liegen heute die folgenden Mel Die Kreuzzeitung", der wir diesen Auszug entlehnen, rühmt sich, schon wiederholt auf die in der Zukunft drohende Konkurrenz Chinas hingewiesen zu haben." Das hindert aber nicht, daß die nämliche Kreuzzeitung" nach der letzten Etatsrede Liebknecht's, in welcher derselbe auf diese Verschiebung des Weltmarktes hingewiesen hatte, Der Prozeß gegen Saverio Merlino. Aus Florenz in das blöde Gelächter einstimmte, mit welchem die be schreibt man uns unterm 19. Februar: Gestern begann treffende Voraussage von der Reichstagsmajorität aufhier der Prozeß gegen den bekannten Anarchisten, genommen wurde. Advokaten Saverio Merlino aus Neapel. Er ist der Der Zentralverband deutscher Judustrieller hielt am Sohn eines Gerichtsraths, der Bruder eines Staatsanwalts. bungen vor: Mittwoch hier in Berlin eine Zusammenkunft, auf der auch über Geit 1876 ist er für den Anarchismus thätig. Der Schwur die Arbeiterbewegung gesprochen wurde. Tientsin, 21. Februar. Ein kaiserlicher Befehl vom sekretär des Verbandes, Herr Bueck, führte aus, daß die gerichtssaal war dicht gefüllt. Aus der Anklageschrift ist 19. d. M. giebt bekannt, daß Jaotai Kung und der General augenblickliche Ruhe in der Lohnbewegung zurückzuführen sei ersichtlich, daß Merlino mehrerer Preßvergehen beschuldigt Vechihicao von dem Kriegsrathe zu Gefängniß bis zum Herbst auf die allgemeine wirthschaftliche Lage, welche Aussicht auf wird, die in zwei Artikeln enthalten sein sollen, welche in verurtheilt wurden; alsdann sollen sie wegen des Verlustes von Erfolg den Agitatoren nicht eröffne. Wenn die sozial der in Prato( Provinz Florenz) erscheinenden Tribuna Port Arthur hingerichtet werden. demokratische Bewegung in den letzten Jahren so bedeutenden dell' operaio" und in einer in Brüssel gedruckten und von meldet: Am 17. Febinar machten die Chinesen einen Angriff auf Hiroshima, 21. Februar. Eine amtliche Depesche Umfang angenommen habe, so sei dies mit auf Rechnung Domanico ins Italienische übersetzten Flugschrift erschienen Kamotfcheng in der Mandschurei und wurden mit Hinterlassung der Förderung zu ſehen, welche die sozialistischen Ideen sind. Wegen dieser Verbrechen" wurde Merlino im von 30 Todten zurückgeschlagen. Die Japaner hatten keine Vervon den Vertretern der Wissenschaft und Geistlichkeit erfahren haben und noch erfahren. In dem Bestreben, das Rontumazialverfahren zu sieben Jahren Gefängniß verurtheilt. lufte. Nach Aussage Gefangener war eine Truppe von 8000 FußWohl der arbeitenden Klassen zu fördern, sei die Industrie mit Merlino wies nach, daß der inkriminirte Artikel aus der soldaten und 100 Reitern mit 8 Geschüßen unter dem Oberbefehl diesen Herren einig, wenn auch nicht in allen Punkten mit den Flugschrift abgedruckt wurde; er konstatirte daher, daß er des General Schiung von Liaujang zum Angriff auf Kumotscheng Mitteln, die vorgeschlagen werden; vor allem aber stelle sich das wegen eines einzigen Verbrechens" zweimal angeklagt sei. abgeschickt worden; den Angriff am 17. d. Mits. hatte die aus Tempo, welches sie eingeschlagen wissen wollen, als unheilvoll Der andere Artikel, sagte er, sei ohne sein Wissen aus der 1000 Wann Infanterie und 30 Reitern bestehende Worhut ausfür unser ganzes Erwerbsleben heraus. Redner behandelte so von ihm in Newyork geleiteten ,, Voce degli oppressi" ab Aus Huitscheng vom 17. d. M. ist folgende Depesche des Gedann die Bedenten gegen die Bestrebungen auf Verleihung gedruckt worden; er könne also weder wegen der Flugschrift, nerals der Kavallerie Kastura eingegangen: Die Stellung des der Korporationsrechte an die Arbeiterorganisationen, noch wegen der Artikel in Italien verurtheilt werden. Feindes bei Niutschuang ist unverändert; die feindlichen Truppen die Arbeiterausschüsse und Arbeiterkammern. Ein geeignetes Mittel gegen die Arbeitslosigkeit sei die Dann giebt er, unter lebhaften Unterbrechungen seitens des bei Liaujang beginnen vorzurücken. Errichtung des Arbeitsnachweises und würde diese überall zu Präsidenten, eine Erklärung seiner Theorien. Auf den Ausfördern sein. Allein auch hier sehe man, wie die Sozialdemokratie gang des Prozesses ist man sehr gespannt. Merlino wird sich dieses Nachweises zu bemächtigen glaube, um die Arbeitgeber von den Anwälten Pucci, Di Fazio und Muratori und unter ihr Joch zu spannen. Ein bedauerliches Beispiel hierfür von dem sozialistischen Abgeordneten Professor Ferri verbiete der Arbeitsnachweis der Brauer, die schon jetzt nicht mehr theidigt. Herren im eigenen Hause seien. Die Sozialdemokratie habe " geführt. Hiroshima, 20. Febrar. Eine amtliche Depesche meldet: Die gesammte japanische Flotte ist Sonntag in den Hafen von Weihaiwei eingelaufen. Die Forts, alle Torpedolager, zehn Japanern übergeben. Das chinesische Schiff„ Kuangtfchi" wurde, chinesische Kriegsschiffe und die gesammte Garnison wurde den nachdem es abgerüstet war, den Chinesen zum Transport der bereits über 3000 Arbeitsnachweisstellen, die sie in großartiger nicht zur Auflösung des Parlaments entschließen können. beantragte neue Kriegskredit beträgt nicht 10 Millionen, sondern Das englische Ministerium hat sich noch immer Leiche es Admirals Ting nach Tschifn übergeben. Weise zur Propaganda ihrer Bestrebungen ausnute. Tokio, 20. Februar. Der bei dem japanischen Landtage Genug! Wir fennen die Weise, wir fennen den Text, wir Ueber die Verhandlungen des letzten Ministerraths wird 100 millionen Yen. Falls derselbe vom Landtage bewilligt fennen auch den Verfasser. Der Verfasser ist Herr v. Stumm, zwar das stritteste Geheimniß beobachtet, allein, wenn die wird, belaufen sich damit die gesammten bisherigen Kriegsund man sieht hier wieder einmal, daß Herr v. Stumm nicht Herren Rosebery und Genossen es als unmöglich erkannt auslagen auf 250 Millionen Yen. nur in seinem Namen spricht, wenn er seine berüchtigten Reden im Reichstag hält, wie böswillige Menschen von ihm be hätten, mit einer Majorität von 8 Mann fortzuregieren, haupten. Die Herren dann müßten wir dies jetzt doch wissen. Liberalen wollen offenbar ihre Galgenfrist aufs äußerste Parteinachrichten. Das Ende der Spätzle und Austernfreund- Geschichte. verlängern und inzwischen Stimmenfang treiben. Daß ein Das Reichsgericht verwarf die Revision der Redakteure der Rabinet sich so feig vor der Auflösung gedrückt" hat, ist fund- Rügen- Franzburg! Unsere Bewegung in dem Wahlkreise Achtung, Parteigenossen aus dem Wahlkreise Stral Westdeutschen Zeitung", Kleser und Bimmermann, welche am in England noch nicht vorgekommen. Kein Wunder, Stralsund- Rügen- Franzburg ist eine verhältnißmäßig schwache. 20. November 1894 vom Kölner Gerichtshofe wegen Beleidigung des Staatssekretärs Frhr. v. Marschall verurtheilt worden waren; daß die Verachtung für die Liberalen fortwährend im ebenso wurde die vom Staatsanwalt in der gleichen Angelegen: Steigen ist. heit eingelegte Revision verworfen. Die Landbevölkerung ist in einer zu abhängigen Lage. Die ganze Agitation ruht auf den Schultern einiger weniger Genoffen in Ruhestörungen an der Petersburger Universität. Nach Stralsund, der einzigen größeren Stadt in dem Kreise. Aber auch Ein deren Bewegung ist infolge der zu geringen Geldmittel eine einer Depesche der Agence Havas" aus Petersburg haben an äußerst beschränkte. Wollen wir unsere Anhängerschaft in dem Demokrat Präsident eines deutschen Parlaments. Die württembergische Kammer der benen es zu einem Zusammenstoß zwischen der Polizei und den Wir können das infolge unserer vielfachen Beziehungen und Ver der dortigen Universität ernfie Ruheftörungen stattgefunden, bei Kreise vermehren, so gilt es von hier aus helfend einzugreifen. Abgeordneten wählte Payer mit 52 demokratischen, Studirenden tam; es wurden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen bindungen, die wir nach dort unterhalten, wir müssen das, weil sozialdemokratischen und Zentrum- Stimmen zum Präsidenten; und die Ruhe später wieder hergestellt. die politische Konstellation eine Reichstags- Auflösung als nicht die freie Vereinigung, welche fämmtliche Nichtdemokraten und nicht dem Zentrum angehörige Abgeordnete gebildet jeht aber ganz bedenklich. Schon vor Tagen drangen allerlei Prinz Ferdinand in Nöthen. In Bulgarien friselt es unwahrscheinlich erscheinen läßt. Nachdem in der am vergangenen Sonntag stattgehabten Vorhaben, besteht aus 38 Mitgliedern. unkontrollirbare Erzählungen in die Oeffentlichkeit, Für ft Ferbesprechung eine erfreuliche Uebereinstimmung bezüglich der NothDie Nationalliberalen in Württemberg haben feit ihrer din and befinde sich auf der Flucht ins Ausland und der wendigkeit der Gründung eines Agitationsvereins für Stralsundgleichen, Erzählungen, die sich nachher als nicht forrett Rügen- Franzburg zu tage getreten ist, ersuche ich alle Landsleute Wahlniederlage entschieden Pech. Wie ja schon berichtet, wurden bis jetzt zwei Wahlen deutschparteilicher Abgeordneter angefochten herausstellten, von denen man aber auch niemals erfährt, aus aus dem genannten Wahlkreise, sich in der zu Sonntag, den welchen thatsächlichen Vorgängen heraus sie sich etwa 24. d. M., abends 5 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, zum und als dritter im Bunde soll der deutschparteiliche Fabrikant erklären. Jedenfalls find folche Gerüchte ein Zwecke der Bereinsgründung anberaumten Versammlung zahlreich Krauß figuriren. Die Wahl desselben, der in der Stichwahl mit fehr Zeichen für die dem„ Fürsten" wenig 45 Stimmen mehr über die Volkspartei im Bezirk Reutlingen- Bolksstimmung und dafür, daß überall das höchst unsichere der geneigte einzufinden bezw. für zahlreichen Besuch derselben zu agitiren. D. Bieth, Rammlerstr. 26, 3 Tr. Amt fiegte, foll von letterer angefochten werden, weil in Pfullingen( wo die Fabrit des Herrn Krauß stebt), junge Leute Sage empfunden wird. Besonders ist es die beständig schwanfende Haltung des Fürsten, ob die bisherige Sta mbulow'sche unter 25 Jahren in der Wählerliste gestanden haben. Unabhängigkeitspolitik fortgesetzt, oder ob Bulgarien gewiffer Milde Sitten. Ein Telegramm aus Prag vom heutigen maßen unter russische Oberhoheit gestellt werden soll, wie es Tage befagt: 3antow will. Der bulgarische Korrespondent der Boff. Zeitung" charakterisirt die Verhältnisse unterm 17. d. M. folAus der Mitte eines Truppe von etwa 25 Gewerbeschülern heraus wurde gestern Nacht ein schwerer Gegenstand gendermaßen: gegen die Fenster der Adels- Ressource geschleudert; derselbe Die Lage spißt sich mit jedem Tage mehr zu, und das Ultiprallte an dem Fensterrahmen ab. Ein zweites Wurfgeschoß, matum Bantow's, daß in dem Vorschlage gipfelt, daß die aus das sich als ein zugefeiltes Bruchstück einer Zbürwärtige Politik Bulgariens in die Hände Rußlands gelegt flinte herausstellte, drang in ein Zimmer, in welchem sich der werden soll, wird den Prinzen von Roburg bald nöthigen, sich Statthalter mit mehreren Herren befand. nach Rechts oder Links zu entscheiden. Die Agitation der oppoWie zahm doch die Menschen geworden sind! Im Jahre des fitionellen Parteien wird zusehends immer heftiger und maßHerrn 1895 werfen Plebejer von unten nach oben eine alte Thürklinte loser, so daß das Ministerium Stoilow faum noch lange mit den durchs Fenster, um politisch zu demonstriren; und vor 277 Jahren normalen Mitteln auskommen dürfte. Zunächst dürfte man es im Jahre des Herrn 1618 warfen die Herren Aristokraten mit dem Belagerungszustand und dann mit der Militärdiktatur in demselben Prag von oben nach unten durchs Fenster drei versuchen. Stock hoch auch zwei ganze lebendige kaiserliche Sendboten Ein vertrauliches 3irtular Stoilow's an die Kreisum politisch zu demonftriren. Wir wollen hoffen, daß der Thür vorsteher, das durch ein oppositionelles Blatt ans Tageslicht betlinkenwurf der 25 Prager Gewerbeschüler nicht so schlimme fördert wurde, verräth deutlich, daß es der Regierung ganz #M Die Wahlagitation im Kreise Eschwege WizenhausenSchmalkalden wird jetzt mit großer Lebhaftigkeit geführt. Alle Parteien rüsten sich zum letzten Ansturm. Am nächsten Sonntag findet seitens unserer Partei die letzte Flugblattvertheilung statt. In einer Auflage von 50 000 Gremplaren soll dasselbe über das ganze Land verbreitet werden. Unser Genosse MattutatBerlin hält sich noch immer im Kreise auf, um den Kandidaten der Sozialdemokratie zu unterstüßen. * Wahlkreis- Konferenz. In Wilst er fand am 17. Februar eine Wahlkreis- Konferenz für den 5. schleswig- Holsteinschen Wahltreis statt. Anwesend waren 19 Delegirte aus 12 verschiedenen Ortschaften, Lienau- Neumünster als Delegirter der Agitationsto mmission. Der Vertrauensmann G. Kellermann erstattete Bericht und hob hervor, daß das finanzielle Ergebniß ein besseres wäre als das des Vorjahres. Die Einnahme betrage 1704,95 M., die Ausgabe 1411,40 M., gegen das Vorjahr eine Mehreinnahme von zirka 500 M. Flugblätter wurden 10 000, die„ Nordwacht" 20 000, der Kalender in 8000 Exemplaren vertheilt. Die Soziale teberlicht. " rungen, aber wir sind uns auch bewußt, daß wir uns vorzubereiten haben für fünftige Kämpfe; unsere Devise wird immer fein: Proletarier aller Länder vereinigt Euch! Reinen Salt, bis dies große Ziel erreicht! Für uns giebt es keine Grenzen; wir grüßen Euch als unsere Brüder. Grenzen; wir grüßen Euch als unsere Brüder. Mit brüderlichem Gruß! Schleswig- Holsteinische Volkszeitung" hat 621, die„ Nordwacht" 224 Abonnenten, ohne die Postabonnenten; außerdem wurden jedes Mal 841 Exemplare vom ,, Wahren Jakob" und 119 vom„ Süddeutschen Postillon" verkauft. Aus den Berichten Die Zentralaustalt für Arbeitsnachweis in Mannheim der einzelnen Delegirten ist zu entnehmen, daß überall die hat laut Jahresbericht seit ihrer Gründung bis zum 31. De Lokale zur Abhaltung von Versammlungen nicht zu haben sind. sember 1894( 17 Monate) im ganzen 13 471 Bermittelungsgesuche Insbesondere hat in Lägerdorf seit Jahren keine Volksverfamm- befriedigt und zwar 5806 Arbeitgeber und 7656 Arbeitnehmer. Der Sekretär: M. Bossat. lung stattfinden können. Die wirthschaftliche Abhängigkeit der on letzteren waren es 5937 männliche und 1921 weibliche PerAuflösung von Vereinsversammlungen wegen der Arbeiter ist dort so start, daß sie einen wirksamen Boykott nicht sonen. Nach auswärts gingen hiervon 1309 Arbeitnehmer, meist durchführen können, um die Lokale zu erhalten. Ueber Organi- Handwerker und Arbeiter, deren Einstellung brieflich vermittelt famosen Polizeistunde scheint in nächster Nähe von Berlin zu fation und Agitation hielt Genoffe Martitke. Hamburg einen wurde. Letzteres ist eine Folge der Veröffentlichung des Arbeits- einer stehenden Rubrik werden zu sollen. Nachdem bereits im furzen Vortrag. Der Antrag, auch in diesem Jahr den Bolts- marktes in mehreren auswärtigen Zeitungen. Die Zahl sämmt vorigen Jahre in Steglit eine Generalversammlung des kalender" wieder zur Vertheilung zu bringen, wurde angenommen. licher thatsächlichen Vermittelungen dürfte demnach aus oben er- dortigen Arbeiter- Bildungsvereins aus demselben Grunde aufAls Kandidat des Wahlkreises wurde Genosse Martifte wieder wähnten Gründen mindestens 16 000 sein. Die eingeschriebenen gelöst, der betreffende Gendarm aber infolge ergangener Beaufgestellt. Als Vorort wurde Jehoe, als Vertrauensmann Nachfragen von Arbeitnehmern sind 24 118. schwerde„ rektifizirt" worden war, sind in Rixdorf zwei VerDem Gastwirth des Kreises Genosse Kellermann- Jhehoe wieder gewählt. Arbeiterentlassungen. Auf Zeche Vereinigte Sellerbeck" fammlungen wiederum aufgelöst worden. Auf Antrag der Genossen in Kellinghusen findet dort die wurden weitere Arbeiterentlassungen vorgenommen. Auf Schacht Kummer, Berlinerstr. 136, der während des Bierboykotts sein nächste Konferens statt." " Carnall" ist 38 und auf Schacht„ Müller" 12 Mann gekündigt Lokal zu Versammlungen hergab, wurde die Polizeistunde worden. Die Zeche Friederike" hat den Betrieb der Briquett- auf 10 Uhr beschränkt. Am vergangenen Dienstag tagte in diesem Arbeitern_gekündigt. fabrit eingestellt und mehreren Arbeitern gekündigt. Das Lokal eine Versammlung der Maler, Filiale Rigdorf. Kaum war Kohlensyndikat zu Essen hat vor kurzem 50 Schreiber entlassen. es 10 Uhr, da erhob sich der überwachende Gendarm mit den Worten:„ Ich bin Güttner und löse die Versammlung auf!" Der Vorstand des Verbandes evangelischer Arbeiter Aehnlich erging es am Mittwoch dem Verein" Vorwärts", der vereine von Rheinland und Westfalen verhandelte in seiner seine regelrechte Mitgliederversammlung abhielt. Kurz vor der letzten Sitzung in Dortmund über die Stellungnahme Eröffnung theilte nun der Gendarm bereits dem Vorsitzenden zum Gewerkverein christlicher Bergarbeiter. mit, daß um 10 Uhr die Versammlung zu Ende sein müsse, da Es wurde beschlossen, an dem früheren Beschlusse festzuhalten, er beauftragt sei, dieselbe im entgegengesetzten Falle aufzulösen. der dahin ging, daß die evangelischen Arbeitervereine sich dem Vom Vorsitzenden und Referenten Jahn auf das ungeſehliche Affordarbeit in Parteigeschäften. In der letzten Ver- Verein gegenüber neutral verhalten und es den einzelnen Mit dieser Handlungsweise aufmerksam gemacht, löste dennoch der betr. fammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins zu München gliedern überlassen, ob sie beitreten wollen oder nicht. Es wurde Beamte bald nach 10 Uhr, während des Referats, wiederum diese wurde die Anfrage gestellt: Wie verhält sich der Verein gegen- dabei dem Bedauern Ausdruck gegeben, daß hervorragende Führer Vereinsversammlung unter Bezugnahme auf die Polizeistunde über dem Parteitagsbeschluß, daß in Parteigeschäften die Afford-( Lic. Weber, M.- Gladbach) diesen Beschluß nicht achten und für auf. Beschwerde wird natürlich eingelegt werden. arbeit abgeschafft werden soll." Dieser Anregung folgt eine den Gewerkverein agitatorisch eintreten.(!)- Der evangelische äußerst lebhafte Diskussion, in der einstimmig der Wunsch nach Arbeiterverein Elberfeld fordert in einem Antrage an den VorAbschaffung der Akkordarbeit laut wurde, von den Genossen stand, daß derselbe sich für den Befähigungsnachweis der HandReghäuser, Kiefer, Anders und Göscht die großen, in der Her- werker, für obligatorische Innungen zc. ausspricht. Der Vorstand stellungsweise der M. Post" beruhenden technischen Schwierig beschloß, der Sache näher zu treten. teiten, die der Abschaffung entgegenstehen, und die Unmöglichkeit, dies jetzt sofort zu thun, betont wurden. Zum Schluß fand ein Antrag des Genoffen Schlegel, wonach die Abschaffung der Affordarbeit in der M. Post" angestrebt werden soll, AnZum badischen Parteistreit nahm eine Versammlung des Wahlvereins Bulach Stellung durch folgende Resolution: Die Bulacher Genossen erklären den Streit Dr. Rüdt contra Dreesbach als einen persönlichen und fordern die Parteipreffe im Intereffe der Partei auf, den Streit bis zum nächsten badischen Arbeitertag einzustellen, welcher über diese Angelegenheit endgiltig entscheiden wird. nahme. " " Der Rechenschaftsbericht der Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands, den wir zum theil( Rassenbericht) schon wiedergegeben, erstreckt sich auf die Zeit vom 1. März 1892 bis 31. Dezember 1894. In einem zweiten Kapitel Nahrungsmittelfälschungen. Das chemische Untersuchungs- legt die Generalfommission Rechenschaft ab über die von ihr beamt in Breslau hat im verflossenen Berichtsjahre Unter- triebene Agitation. Ihr Hauptaugenmerk war gerichtet suchungen von gehacktem Fleisch vorgenommen und gefunden, daß einmal auf die oſtelbischen Provinzen, zweitens auf die Arbeiter sehr häufig ein Präparat, das zur Konservirung dienen soll, zu blätter verbreitet. Dieser Verbreitung folgte eine Agitationstour der Nahrungsmittelbranche. In Ostpreußen wurden 60 000 Fluggesetzt wird. Dasselbe besteht hauptsächlich aus reinem Natriumsulfit und etwa 25 pet. Echwefligfaureanhydrid. Sehr häufig des Genossen Eckstein. Für Ostpreußen wurde in Königsberg, für Gleiches Recht für Alle. In Plauen i. V. fand vor indessen sehen die Fleischer mehr von dem Konservirungsmittel Westpreußen in Danzig eine Agitationskommission gebildet. einigen Tagen eine zahlreich besuchte Versammlung tonserzu, bisweilen solche Mengen, daß der Geschmack merklich be- Die erstere arrangirte vom Mai bis Dezember 1893 in den vervativer Vertrauensmänner aus dem 18. Wahltreise einträchtigt wird. Aeußerlich fällt so behandeltes Fleisch schon schiedensten Städten Ostpreußens 40 Gewerkschaftsversammlungen. Zwickau und dem Vogtlande statt, zu der sich auch die durch seine lebhaft rothe Färbung auf, meist ist auch ohne Am 1. April 1893, von wo an die Königsberger AgitationsVorsitzenden des Landesvereins, die Herren Generalkonsul weiteres die schweflige Säure durch den Geruch zu erkennen. fommission ihre Thätigkeit entfaltet, zählte man in Ostpreußen Dr. Schober und Generallieutenant 3. D. v. Nostit, eingefunden Nach ärztlichem Gutachten ist schon gehacktes Fleisch, das mehr im ganzen nur 1280 organisirte Arbeiter, am 1. Januar 1895 hatten. In der dreistündigen Verhandlung wurden die politischen als 0,01 pct. fchweflige Säure enthält, als gesundheitswaren 1790 organisirt. Wenn dieses Wachsthum auch das VerVerhältnisse in den betreffenden Wahlkreisen ausführlich schädlich anzusehen ist. Es sind daher wiederholt Be- dienst der umfangreichen Agitation der Generalfommiffion sein mag, erörtert, Vorschläge zur Begründung neuer konservativer strafungen erfolgt. Auch Wurstwaaren sind nach dem Bericht so beweist die im Verhältniß zur aufgewandten Agitationsarbeit Vereine gemacht und beschlossen, eine energische Agitation des Chemischen Untersuchungsamtes in mehreren Fällen be- doch nur gering zu nennende Zunahme, wie ungeheuer viel Arbeit zur Förderung der konservativen Bestrebungen ins Wert anstandet worden, weil sie in fa uliger Zersegung be- noch in den Städten unter den Industrie- Arbeitern zu thun ist. zu setzen. Das konservative" Vaterland" freut sich, daß griffen waren. Wichtig bezüglich der Wurstwaaren überhaupt Der Agitationskommission von Königsberg wurden im alles so schön glatt abgegangen und hofft, daß von diesem Tage ist eine Entscheidung des Reichsgerichts, die wie folgt lautet: ganzen 3650 M., der von Danzig 670 M. zur Verfügung ge= an( 9. Februar) sich ein neuer Aufschwung der konservativen Enthält die Wurst Mehlzusatz, so ist sie als gefälscht an- stellt und zum größten Theil zur Agitation verwandt. Mehrere Partei im Vogtlande herleiten wird." Uns befremdet nur, be: zusehen." Danach ist jeder Mehlzusatz bei der Wurstbereitung, Agitationstouren durch Ostpreußen wurden auch vom Vorsitzenden merkt hierzu unser 3 wickauer Parteiorgan, daß sich die Ver- selbst der geringste, auch nur als Bindemittel verwendet, ver- der Generalkommission selbst unternommen. Im Auftrage der trauensmänner auch aus dem 18. Reichstagswahlkreise( Zwickau) boten. Generalfommission wurden außerdem zwei Agitationstouren im zahlreich eingefunden hatten. Freilich, die konservative Partei Die Neberwachungs- Kommission der organisirten Ar- westlichen Deutschland und in Niederschlesien gemacht. Es wurden hat man im Wahlkreise nicht aufgelöst wie die sozialdemokratische, beiterschaft in Winterthur betreffend Fabrikgesetz und Haftpflicht hier 12 Versammlungen abgehalten, die 198 M. fosteten, in Westderen Vertrauensmänner man als regelmäßige Verbindung" im hat nach ihrem soeben erstatteten Thätigkeitsbericht in den deutschland fanden 19 Versammlungen statt, welche 300. Kosten Sinne des Vereinsgefeßes erklärte. Die fonservativen Vertrauens- Jahren 1893/94 126 Fälle von Uebertretungen behandelt; davon verursachten. männer fommen auch bei Gelegenheiten, wie zu Zeiten der entfielen 77 Fälle auf das Fabrikgesez, 18 auf das Haftpflichtſteht in Aussicht, sobald eine genügende Zahl von Buschriften Eine lebhaftere Agitation unter den industriellen Arbeiterinnen Wahl, vor der Wahl u. f. w. zusammen, während anderer- gefeß, 17 Fälle betrafen Schutzvorrichtungen, 5 Krantentasse und steht in Aussicht, sobald eine genügende Bahl von Buschriften feits die ,, regelmäßige Vereinigung fozialdemokratischer 9 verschiedene Uebelstände. Die Kommission hat diese sämmt eingelaufen sein wird. Vertrauensmänner bei regelmäßig wiederkehrenden Ereignisfen" lichen Fälle in 45 Sigungen behandelt. Besonders lebhaft wurde die Agitation unter den Arbeitern durch nichts bewiesen war. Fest steht dort wie hier, nur die Bergarbeiterrififo. Ueber das von uns bereits mitgetheilte hier durch Verbreitung von 70000 Flugblättern eingeleitet. Die der Nahrungsmittel- Industrie betrieben. Die Agitation wurde bleibende Institution der Vertrauensmänner, das" System", das Grubenunglück auf der Königin Louise- Grube bei 3 abrze Borarbeiten zur mündlichen Agitation waren sehr umfang übrigens die Konservativen erst nach der sozialdemokratischen werden dem hiesigen Lokal- Anzeiger" noch folgende Einzelheiten reich. Es wurden 14 Agitationsbezirke gebildet. Abgehalten Schablone bei fich eingeführt haben. Außerdem das Zusammengemeldet: wurden: 88 Bäcker, treten dieser Vertrauensmänner dort wie hier bei gewissen Ge12 Brauer, 14 Schlächter- und Auf der genannten Grube wollten ein Steiger und 95 7 Konditorenversammlungen. Außerdem fanden legenheiten. Unter diesen Umständen und weil die Konservativen mehrere Bergleute unter Benutzung von Masken und elektrischem alf nach dem gleichen Recht für Alle" auch nicht einen Deut vor Licht in ein abgedämmtes Feld vordringen, welches nach Mit mittel- Industrie statt. gemeine Versammlungen der Arbeiter der Nahrung den Sozialdemokraten voraus haben, sind wir auf die Antwort theilung eines Fachmannes früher gebrannt haben mußte und Wenn auch die Zahl der durch gespannt, welche die Kreishauptmannschaft Zwickau als Ober- wo Buist diese Agitation direkt gewonnenen Arbeiter feine große behörde auf die eingereichte Beschwerde unseres Zwickauer Ge- sich schlechte Luft und Gase angesammelt hatten. Der Zu- ist( es meldeten sich bei der Agitation 1616 Personen zur Aufnoffen Schmidt gegen das Verbot der sozialdemokratischen Partei zu diesem abgedämmten Felde wurde durch eine nahme in die Verbände), so wurde doch eine Anregung zur Dr eiserne, hermetisch schließende schließende Thür abgesperrt. Diese ertheilen wird. Thür wurde geöffnet, und die Männer drangen, mit Masken versehen, in dieses Feld. Von den Masken aus gehen Schläuche an einen zurückliegenden Apparat, durch welchen den Trägern frische Luft zugeführt wird. Auf irgend eine Weise soll nun die Thür zugefallen sein die Schläuche wurden geklemmt, und die vordringenden Männer bekamen keine Luft. In der Angst, zu ersticken, zerriffen die Leute die Schläuche und eilten auf die Thür zu. Nunmehr entstand eine Explosion. Die Berg leute warfen sich nach erfolgter Explosion sofort zu Boden und suchten, auf dem Bauche friechend, sich nach einem Bremsberge hinzuschleppen. Die Zahl der verunglückten Berglente beträgt acht, darunter ein Steiger. Sämmtliche Leute sind im Knapp schafts- Lazareth zu Zabrze aufgenommen worden. Bei den Verunglückten ist gegenwärtig eine Lebensgefahr ausgeschlossen. Die gereinigte" Feuerwehr von Mittweida, die nach der aufgelösten sozialistisch vergifteten" ins Leben gerufen wurde, scheint sehr an Mitgliedermangel zu leiden, denn, wie die„ Sächs. Arb. 3tg." mittheilt, macht schon jetzt das Kommando bekannt, daß Mannschaften gesucht werden. Schließlich sind sie froh, wenn die Sozialisten wieder kommen. Das dürfte allerdings schwerlich geschehen. * Die österreichische Preßfreiheit" treibt merkwürdige Blüthen. Die italienische Uebersetzung des Bebel'schen Buches Die Frau und der Sozialismus" ist in Triest verboten worden. Die Wiener Arbeiterzeitung" bemerkt dazu:" Die Frau" von Bebel ist ein Buch, das heute in 80 000-90 000 Exemplaren verbreitet ist und in Wien in jeder Auslage zum Verkauf ausgestellt wird. Es ist daher selbstverständlich, daß wenigstens ein Gericht in Defterreich von den vielen, welche über Preßfreiheit zu wachen haben, es verboten hat. Die sozialistische Literatur wird durch diese Verbote auf besondere Weise geehrt." gang eiserne, Gewerkschaftliches. Prinzen str. 31, ist gesperrt. Der Zuzug ist fernzuhalten. Achtung, Metallschleifer! Die Werkstatt von Hönice, Achtung, Gewerkschaften in Schöneberg! Zu der am Sonntag, den 24. Februar, stattfindenden öffentlichen Gewerkfchaftsversammlung, in welcher über die Gewerkschaftskommission verhandelt werden soll, werden die Gewerkschaften ersucht, recht zahlreich zu erscheinen, hauptsächlich aber diejenigen, welche bis dahin noch nicht Stellung zu dieser Kommission genommen haben. Siehe näheres Inserat. Todtenliste der Partei. Am 15. Februar starb im Krankenhause zu Biebrich Genosse Karl Margane( Tischler) im Alter von 24 Jahren an der Schwindsucht. Obwohl noch jung, lernte er die Schäden unserer heutigen Gesellschaftsordnung früh erkennen und trat mit Eifer und Opfermuth für die Verwirt lichung der sozialistischen Idee ein. Bei der Beerdigung, die am Sonntag stattfand, fanden sich auch Genossen von Mainz und Wiesbaden ein, um durch Niederlegen von Kränzen aufs Grab Die streifenden Bandwirker der Firma Frowein in dem in so jungen Jahren dahingeschiedenen Kämpfer die letzte Elberfeld haben das Gewerbegericht als Einigungsamt anEhre zu erweisen. Die Biebricher Genossen werden ihm ein gerufen, um damit zu beweisen, daß sie nichts versäumen treues Andenken bewahren. wollen, was zur Einigung führen kann. Alle Sendungen sind Am Dienstag, den 19. d. M., wurde der Genosse Schriftseher an Karl Schmidt, Schreinerstraße 28, zu senden. Ewald Engler zu Schwiebus zur letzten Ruhe gebracht. Derselbe starb an der Proletarierkrankheit im Alter von 31 Jahren. Bahlreiche Genoffen gaben ihm das letzte Geleit. Es widmeten ihm Kränze der A.-B.-V., der A.- Gesangv. und die deutsche Holzarbeiter Bahlstelle. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. ganisation unter diese Arbeiter getragen, die von Nußen für die weitere Bewegung unter denselben ist. Die Ausgaben für die mündliche Agitation unter den Arbeitern der NahrungsmittelIndustrie stellten sich wie folgt: Fahrgeld 1242,85 M., Diäten 3388,90 m., Annoncen und Drudsachen 1510,17 M., zusammen 6141,92 M. Hierin sind die Ausgaben für das Flugblatt nicht mit eingerechnet. noch je 300 m. zur Agitation zur Verfügung gestellt, der süddeutsche Dem Schlächter- und dem Müllerverband wurden Müllerverband erhielt außerdem 700 Mart zur Aufnahme einer Statistik. Ferner wurden noch mit Geldmitteln zur Agitation unterstützt: die Barbiere mit 400 M., Bureauangestellte 300 m., Fabritarbeiter 200 M., Handlungsgehilfen 175 M., Kellner ( Dresden) 60 M., Seiler 300 M., Zapezirer 400 m. Die Bemühungen der Generalfommission, die Agitation unter den Zieglern in Fluß zu bringen, waren von wenig Erfolg begleitet. Der Verband der Ziegler löste sich bald wieder auf. Eine größere Agitationstour unternahm der Vorsitzende der Kommission im Ruhrrevier, um die dortigen Bergleute zur Organisation heranzuziehen; es wurden in diesem Gebiet 17 Bergs arbeiter- Versammlungen abgehalten. -Aus dieser furzen Schilderung ergiebt sich, daß die Generalfommission auf dem Gebiete der Agitation redlich bemüht war, ihren Pflichten nachzukommen. Soweit diese Bemühungen nicht von Erfolg begleitet waren, dürfte kaum den betreffenden Personen, als vielmehr den allgemeinen politischen und wirthschaftlichen Verhältnissen die Schuld beizumessen sein, welche gerade gegenwärtig der Neubildung und Vergrößerung von Gewerk fchaftsorganisationen nur wenig günstig sind. Depeschen. Wolff's Telegraphen- Bureau. Marseille, 21. februar. Die aus Tonkin mit der Post eingetroffenen Blätter melden, die Seeräuber hätten am 30. Dezember v. J. einen Proviantzug, welcher von 22 Tirailleurs und einem Sergeanten begleitet wurde, angegriffen und 13 Mann der Begleitung getödtet, 8 verwundet; die Seeräuber entflohen mit ihrer Beute. Eine Truppenkolonne hob am 11. Januar die von den Seeräubern nach der chinesischen Grenze zu befehte Stellung von Langbai auf; hierbei wurden 8 Offiziere verwundet, sowie 9 Soldaten getödtet, 23 zumeist eingeborene tschang fich nach Japan begiebt, um wegen des Friedens Tientfiu, 21. Februar. Es gilt jest als sicher, daß Liungabschlusses zu unterhandeln. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Nochmals wird dringend ersucht, den Zuzug nach hier fernzuhalten. Differenzen sind ausgebrochen zwischen den Bergleuten und den Inhabern der Grube Marihaye bei Lüttich. Der Streik der Bergleute auf der Grube Lüderich" bei Unter- Eschbach ist nach 4 tägiger Dauer beendet. Die Zahl der Ausständigen betrug 350. Die Ursache des Streiks bildete das - Die Agitation auf dem Lande wird sehr oft verlangen des Direktors, anstatt der bisherigen achtstündigen von untergeordneten Polizeiorganen in der Weise gestört, daß sie, Schicht die 91/2 stündige einzuführen. Die Rhein. 3tg." theilt ohne irgend ein Recht dazu zu haben, Flugblätter u. s. w. wieder mit, daß die Löhne auf dieser Grube als ganz außerordentlich Soldaten verwundet. einsammeln. In dieser Weise hat sich auch der Polizeiſergeant niedrig bekannt sind. Der Durchschnittslohn beträgt dreiEngel in Pinneberg um den Staat verdient gemacht, indem undzwanzig Mark monatlich, nur die tüchtigeren es bringen derselbe in verschiedenen Gastwirthschaften die an die Gastwirthe Sauer auf 40 bis 45 Mart monatlich. vertheilten Flugschriften einsammelte, worauf dann Anklage Die Direktion hatte einen Widerstand der Arbeiter jedenfalls nicht ( Depeschen- Bureau Herold.) wegen öffentlichen Verbreitens von Flugschriften gegen den Ver- erwartet, ihr Schrecken äußerte sich in der bekannten Weise durch Paris, 21. Februar. Libre Parole" bringt heute folgende trauensmann, Genossen Preuß, erhoben wurde. In der am Rufen nach der Polizei. Hoffentlich haben die Bergleute aus Mittheilung, für welche sie die Aufmerksamkeit des KriegsFreitag stattgefundenen Schöffengerichtsverhandlung wurde durch dem Streit die Lehre gezogen, daß es für sie nothwendig ist, sich minifters erwartet: Ginem Vertrage des früheren KriegsZeugen bestätigt, daß der Angeklagte in den betreffenden Gast zu organisiren, um in Zukunft gegen derartige Angriffe des ministers mit einem Industriellen in Maubeuge gemäß transwirthschaften feine Flugschriften vertheilt hatte, worauf toften- Unternehmerthums gewappnet zu sein. portirt der lettere zahlreiche französische Gewehre nach Belgien. lose Freisprechung erfolgte. Die Ordnungsstüßen hatten diesmal Der Streik der Brüsseler Glaceeleder- Arbeiter ist zu Von dort werden die Waffen über Antwerpen nach Hamburg entschieden Pech. gunsten der Arbeiter beendet. Das Komitee ersucht uns um Ver- gebracht und dann nach Madagaskar geschafft, wo die in Frank- Eine Untersuchung auf grund der§§ 114 öffentlich ung eines Schreibens, das in möglichst getreuer Ueber- reich gefertigten Gewehre von den Howas gegen die Franzosen und 130 des R. St.-G. B. ist gegen Genosse Dietrich, segung folgenden Wortlaut hat: Dank unseren deutschen geführt werden. Bürgerausschuß- Mitglied in Stuttgart, eingeleitet worden. Das Brüdern für ihre petuniäre und moralische Unterstügung, die sie Rom, 21. Februar. Giolitti ist in Begleitung zahlreicher Bergehen soll Genosse Dietrich in einer öffentlichen Versammlung uns haben zu theil werden lassen. Wir werden das nicht vers Freunde und seines Vertheidigers Galimberti bei Cavour einin Ulm am 27. Januar begangen haben, und wurde schon eine geffen. Aus allen Ländern sind uns Sympathie- Erklärungen und getroffen, wo ihm die Bürger einen herzlichen Empfang bereiteten. Anzahl Zeugen vor dem Ulmer Amtsgericht vernommen. Unterstützungen zugegangen. Wohl haben wir einen Steg er- Giolitti ist von Detektivs streng überwacht. B Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 45. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Freitag, den 22. Februar 1895. 12. Jahrg. Denn die Die Aufhebung der Feldkontrolle hat die Einführung der diesmalige Vorlage sich von der vorjährigen Fabrikatsteuer zur Vorbedingung. Sie fann nur aufgehoben sehr günstig unterscheidet, auch gegen das Steuerwerden, wenn an ihre Stelle die Kontrolle des Rohtabaks und gesetz von 1879 große Fortschritte aufweist. Der Pflanzer ist der Fabrikate tritt. Wer die Aufhebung der Feldkontrolle will, nicht mehr gezwungen, seinen Tabak bis zu einem be43. Sigung vom 21. Februar 1895, 1 Uhr. muß für die Fabrikatfiener stimmen. Es ist doch auch ein großer stimmten Moment zu verkaufen; darin liegt für ihn ein sehr Am Bundesrathstische: Graf v. Posadow 3ty. Vortheil, wenn die Kontrolle soweit vom Pflanzer abrückt. Schon großer Vortheil. Den Zoll von 40 M. halte ich aber wegen Auf der Tagesordnung steht die erste Berathung des aus diesem Grunde haben die Pflanzer das dringende Interesse, feiner Geringfügigkeit für sehr bedenklich, bleibt es dabei, so Zabatsteuer Gesezes. für diese Form der Steuer einzutreten. Die Zigarrenfabrikanten ist dem inländischen Tabakbauer nicht geholfen. Staatssekretär Graf Posadowsky: Die Vorlage hat eine haben gegen die Ermäßigung der Steuer auf Rohtabak, die billigen überseeischen Tabake find es gerade, welche dem wesentliche Veränderung gegenüber dem vorjährigen Entwurf er- ebenfalls im Interesse der Pflanzer vorgesehen ist, ein deutschen Tabatbauer die schlimmste Konkurrenz machen. Dazu fahren. Es ist eine höhere Heranziehung der fremden Fabrikate gewendet, daß das Rauchen von Pfeifentabat zunehmen gehört Domingo, der in Hamburg mit 17 M. verkauft wird. durch erhöhten Voll vorgesehen, die Kontrollvorschriften für die würde. Die Erfahrungen in den Monopolländern sprechen Der deutsche Tabak kostet mindestens 20 M., mit den Unkosten Tabakshändler find fortgefallen, indem man sie lediglich ver- dagegen. Von der Einheitssteuer, wie Amerika sie jetzt hat, und dem Verdienst des Händlers mindestens 30 M. Billiger pflichtet hat, über die von ihnen bezogenen Fabrikate und die nachdem die Werthsteuer dort aufgehoben ist, haben wir abgesehen. noch ist der Virginier, der 6 bis 8 Pf. per Pfund, verzollt 26 darüber ausgestellten Fakturen eine Liste zu führen. Eine Die Verhältnisse Amerikas sind mit den unsrigen nicht ver- bis 28 Pf. tostet. Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, mit diesen Erhöhung der Reichseinnahmen ist nothwendig. Der Ueber- gleichbar. Die Einheitssteuer ist nichts weiter als eine Gewichts- Produkten im Auslande zu konfurriren. Eine Zollerhöhung muß schuß für für 1894/95, der in den Etat für 1396/97 fteuer. Die Einheitssteuer Amerikas ist auch nicht niedriger als also stattfinden, wenn das Gesetz den Tabakbauern annehmbar einzustellen ist, wird sich nur auf etwa 312 Millionen belaufen, die Werthsteuer, welche für die billigen Zigarren eingeführt werden gemacht werden soll. Die theuersten Havannazigarren sollten 11 Millionen weniger als der in den Etat des Jahres 1895/96 foll. Wir sind davon ausgegangen, daß eine Werthsteuer von höher verzollt werden als die billigeren; hierüber wird die Komeinzustellende Ueberschuß. Es ist gar nicht vorauszusetzen, daß 9 M. pro Mille Zigarren erhoben werden soll. In Amerika be- mission sich näher zu unterhalten haben. Daß Arbeiter. die diesjährige Ersparniß bei der Militärverwaltung eine trägt die Einheitssteuer 12,60. M. Die Enheitsbelastung der entlassungen in so großem Maaße statt. dauernde sein wird; die niedrigen Getreidepreise werden nicht amerikanischen Bigarren ist ebenso hoch, wie die durchschnittliche finden werden, wie die Fabrikanten be= anhalten. Im Etat für 1896/97 wird ein Mehrbedarf von zirka zukünftige Belastung Der billigeren Zigarren bei uns. haupten, glaube glaube ich nicht. Im Jahre 1879 20 Millionen zu erwarten sein. Durch die Beschlüsse der Budget- Die Haupteinwände gegen die Fabrikatsteuer sind der Konsum- sind die gleichen Prophezeiungen auch nicht eingetroffen. tommission ist die Spannung zwischen Matrikularbeiträgen und rückgang mit seinen sozialen Folgen und die Härte der Kontrolle. Der große deutsche Tabakverein hat in seiner Eingabe an den Ueberweisungen von 33 auf 19 Millionen herabgemindert. Ob Ein Konsumrückgang durch die Tabaksteuergesetzgebung von 1879 Reichstag ausgeführt, daß die Tabakindustrie schon jetzt im Unterdiese Beschlüsse die Genehmigung des Plenums finden, ist noch läßt sich ja statistisch nachweisen; stellt man aber 1881 und 1891 gang begriffen sei. Bewiesen ist diese Behauptung aber nicht. zweifelhaft; aber selbst, wenn es geschieht, wird unter der Vor- gegenüber, so ergiebt sich eine Steigerung des Konsums. Ich gebe Es sind neue Fabriken errichtet worden und von Arbeiterausfegung, daß 1896/97 diefelbe Spannung wie 1895/96 vor- auf diese Berechnungen nicht sehr viel, weil man die Inlandpro- entlassungen in irgend größerem Umfange hat man nichts gehört. handen ist, ein Mehrbedarf von 39 Millionen vorhanden sein. duktion nicht kennt, da man nicht genau weiß, was auf der Die vorausgesagte Entlassung von 30 000 Arbeitern wird eben: Alljährlich steigen die Ausgaben des Etats um ca. 4 pet. Auch Fläche, die besteuert wurde, gewachsen ist. Das eine aber steht falls zwar behauptet, aber nicht im mindesten wahrscheinlich ge= mit der größten Sparsamkeit ist daran nichts zu ändern. Also fest, daß die Zollerhöhung von 1879 nicht so sehr auf den Konsum ge- macht. Die 34 Millionen, welche die Vorlage fordert, sollen doch ein Minderüberschuß von 11 Millionen, Fortfall der Ersparung wirkt haben kann, weil ein so erheblicher Rückgang der Preise statt- nicht durch die Industrie gespart werden, sondern der Konsument an den Heeresausgaben von 9 Millionen, Bestehenbleiben der fand, daß die Zollerhöhung völlig ausgeglichen wurde. Niemand soll sie darauf legen; von der Nothwendigkeit dieser Ersparniß Spannung von 19 Millionen und die natürliche Vermehrung der kann wissen, was das deutsche Bolt für seinen Tabat ausgeben durch die Entlassung so vieler tausende von Arbeitern Ausgaben um 32 Millionen; soll der Etat also fernerhin will und ausgiebt; eine derartige Berechnung, die à tout prix fann also feine Rede sein. Auch sonst sind die balanciren, so bedarf der Etat zur Balancirung neuer Mittel, eine Erhöhung der Tabakbelastung abweisen soll, ist für Deutsch- Fabrikanten weit das Ziel hinausgeschossen. Die und die Forderung von 32 Millionen zu diesem Zwecke aus der land völlig imaginär. Seit 1879 80 hat der brave Deutsche Fabrikanten von Bünde in Westfalen haben an den OberTabatsteuer ist teine Uebertreibung. Die Presse hat von einem jährlich 7,50 m. pro Kopf für seinen Biergenuß ausgegeben. präsidenten der Provinz direkt eine Vorstellung gerichtet, worin tünstlichen Defizit gesprochen; wir sollten es auf neue Steuern auf Nun hat das Bier noch einen ethischen Werth im Kampfe gegen fie drohen, ihre gesammten 20 000 Arbeiter zu entlassen, wenn Vorrath abgesehen haben. Aber selbst von oppofitioneller Seite ist den Branntwein, der dem Tabakgenuß nicht beiwohnt. Der die Vorlage angenommen wird. Dasselbe hat ein Fabrikant der anerkannt worden, daß der Etat mit bügerlicher Sparsamkeit Branntwein ist trotz der Belastung mit dem dreifachen des Werthes Pfalz gethan. Solche Art der Agitation halte ich für unveraufgestellt ist, und daß die Reichs- Finanzverwaltung den Wunsch seit 1887/88 im Durchschnitt der letzten Jahre gegenüber dem der antwortlich und muß als Arbeitgeber dagegen protestiren. Einem gehabt hat, den Bedarf an neuen Mitteln zu beschränken. Durch Periode vorher nur um 22 pet. zurückgegangen; wenn man aber Antrage auf Kommissionsberathung fann ich nur beitreten. anderweite Veranschlagung der Einnahmen find etwa 8 Millionen 1887/88 felbft außer betracht läßt, hat der Rückgang nur 9pSt. betragen. Abg. Frese( irs. Vg.): Ich behaupte, der Tabak ist mehr und bei den Heeresausgaben ist eine Minderausgabe von Der Tabak soll nur mit 25 pet. belastet werden und da spricht nicht im eminentem Sinne ein Luxusartikel, 6 Millionen in den Etat eingestellt worden, und zwar ohne man von ungeheurem Konsumrückgang von 40 pt. wie es der Herr Staatssekretär als seine Auffassung hinstellt. Anregung seitens des Reichstages, sodaß dadurch die Spannung und von 80000 brotlos werdenden Arbeitern! Soll er durchaus mehr Mittel aufbringen, so meinen die Fabris um 14% Millionen verringert worden ist. Die Einnahmen des Solche Behauptungen halte ich für geradezu frivol und für eine fanten, es ginge noch eher auf dem Wege der gleichmäßigen vorigen Jahres stellen sich ja nun im allgemeinen günstig. un verantwortliche Hehe der Arbeiter gegen Erhöhung von Steuer und Zoll. Daß bloß die Fabrikatsteuer Der Rückschluß auf die Erhöhung der Einnahmen auch für die verbündeten Regierungen! Die Grundbelastung übrig bleibe, erklärt der Schahsekretär auch damit, daß das 1896/97 ist aber hinfällig, denn eine Steigerung bis zur des Tabats in Frankreich, Desterreich und Ungarn ist viel größer Monopol im Reichstage feine Annahme finden würde. Daraus Deckung des Mehrbedarfs ist in keinem Falle zu erwarten. als bei uns und dennoch ist eine ganz namhafte Steigerung des scheint beinahe eine geheime Schwärmerei für das Aus der Tabaksteuer haben wir den Betrag von 32 Millionen Konsums pro Kopf in diesen drei Ländern eingetreten. Diesen Monopol zu sprechen. Die Exemplifikationen auf Amerika erbeten. Wird die Vorlage Gesez, so find so umfangreiche Aus- statistisch erhärteten Thatsachen gegenüber fallen die Behauptungen sind nicht beweiskräftig für die Vorlage. Die 5 Pfennig- Bigarre führungsbestimmungen nöthig, daß garnicht daran zu denken ist, der Interessenten gänzlich in sich zusammen. Nach der jeßigen muß dem deutschen Raucher erhalten bleiben; denn sie hängt daß sie wirksam wird vor dem 1. Juli d. J. Dieses Jahr über- Konstruktion des Gesetzes sollen die billigen Rauchtabake aufs engste mit seinem ganzen Budget zusammen. Der weisen wir den Einzelstaaten 5 Millionen, während in den letzten und die billigen Zigarren noch billiger, noch weniger steuerlich Schahsekretär spricht von einer Hetze der Arbeiter gegen Jahren die Ueberweisungssumme 48 Millionen jährlich betrug. belastet werden. Die ganze Bekämpfung der Vorlage beschränkt die Regierung. Hat er damit die große Versammlung in Wir brauchen neue Mittel; der Reichstag hat die moich auf den Kampf der 5 Pfg. Bigarre gegen die verbündeten Bünde gemeint, welche Herr v. Hammerstein berufen hatte, ralische Verpflichtung, nachdem er die Militär Regierungen( Heiterkeit), die etwa 1/2 Pfg. theurer werden soll. und in der sogar Pastoren auftraten, die sich bereit erklärten, vorlage bewilligt hat, auch den Ausfall zu Was die Kontrolle betrifft, so wird uns entgegengehalten, die bedrohten Tabatarbeiter in großen Schaaren nach Berlin zu decken. Die Linke hat uns auf Reichs- Einkommensteuer und auf wir hätten sie möglichst leicht gemacht, um das Gesez durchführen, um fie der Regierung als leibhaftige Opfer der Vorlage Erbschaftssteuer verwiesen. Die staatsrechtlichen Bedenken gegen zubringen, andererseits wird eine vollkommene Unerträglichkeit vorzuführen?( Heiterkeit links.) Der Tabakbau in Süddeutschdie erstere sind in der vorigen Session schlagend dargelegt worden. der Kontrollvorschriften behauptet. Ich glaube weder das eine land hat im vergangenen Jahre zugenommen und wird nach Gleichwerthige Bedenken liegen gegen eine Erbschaftssteuer nicht noch das andere. Das Gesetz sieht ausdrücklich vor, daß auch in meinen Nachrichten noch weiter zunehmen. Wird nun nach vor; aber schon 1875 hat sich Uebereinstimmung darüber ergeben, der Buchführung für. die tleinen Betriebe, die ohnehin Herrn Glemm ein höherer Schutzzoll eingeführt, so ist eine daß eine solche Steuer progressiv sein müßte und das durch pauschalirt werden sollen, eine Erleichterung eintreten Ueberproduktion die unausbleibliche Folge, und namentlich der schlagende Bedenten gegen diese Steuer war, daß, so lange wir soll. Die Kontrolle dieser kleinen Betriebe wird also badische Tabakbauer ist um nichts gebessert. Die Vorlage spricht von tein einheitliches deutsches Erbrecht haben, die Erbmasse nach der eine Schädigung derselben nicht zur Folge haben. der Steuer auf den fabrikmäßigen Preis"; was ist fabrikmäßiger Verschiedenheit des Verwandtschaftsgrades einer verschiedenen Weshalb gerade die Tabathändler in ihrem Betriebe weniger Preis? Die Ertragsberechnung in der Vorlagehalte ich für zu hoch. In Besteuerung unterliegen müßte, woraus sich wieder ganz be- unter eine Steuerkontrolle gestellt werden sollen, ist nicht abzu den ersten Jahren wird der Konsum besonders des ausländischen sondere Ungerechtigkeiten ergeben würden. Die Erbschafts- sehen. Daß die Interessenten sich dagegen wehren, ist nur Tabats ganz erheblich zurückgehen, auch bei der Fabrikatsteuer; steuer würde auch in diesem Hause teine Mehr natürlich; aber steuern und sterben muß man überall. Die 10 p& t. dürfte der Rückgang mindestens betragen. Die Vorschrift heit finden. Was bleibt also übrig, um dem Reich die fehlenden Kontrolle der Kleinhändler soll volkommen fortfallen bis auf der Rücksendung der Faktura durch den Abnehmer an den FaMittel zu beschaffen? Man verwies uns auch noch auf& uyus eine einfache Buchkontolle. Die Händler haben doch gewiß schon brikanten ist in der Praxis jedem privaten Abnehmer gegenüber steuern. Es sind da ziemlich phantastische Projekte vor- heute in irgend einer Form immer den Eingang der Waare be- einfach unausführbar. Wie will man es anstellen, sie zur Rückgeschlagen worden. Die Erörterung darüber hat gezeigt, daß in scheinigt und die Richtigkeit der Fakturen anerkannt. Wer sendung anzuhalten? Das kommt auf die bekannte Geschichte der praktischen Ausführung dieser Projekte allgemeinste Abneigung meint, das Reich brauche teine neuen Mittel oder wer die vom Jochen hinaus, der ausgeschickt wurde, den Hafer zu au tage tritt. Die ultima ratio einer Reichs bisherige Matrikularwirthschaft weiter gehen lassen will, der holen. Daß die Preisfestsetzung für die Zigarren unter steuer bleibt immer das Bier und der Tabat. wird sich für die Vorlage nicht interessiren. Wer sich aber der Fabrikatsteuer sehr schwierig sein wird, steht fest. Wird Der Tabat ist ein reiner Lurusartikel, das Bier dessen bewußt ist, daß eine gefeßgebende Versammlung, die die die 5 Pfennig Zigarre plößlich qualitätsärmer, aum theil, insofern es nicht in mäßigem Umfange genoffen Militärvorlage und die Ausfälle an Zöllen durch die Handels- wird das Publikum sie energisch zurückweisen; die Zigarre, die wird.( Heiterkeit.) Ein Hauptgrund dafür, daß wir die Ver- verträge bewilligte, die Verpflichtungen zum Ersatz bat, wer sich an ihre Stelle bei den Rauchern tritt, würde aber der Regierung mehrung der Einnahmen vorgeschlagen haben, liegt in der der Bedeutung der Finanzreform bewußt ist, wird einem Gefeße feine Steuer einbringen. Die Regierung wollte voriges Jahr Finanzreform, in dem Bedürfniß, Einnahmen und Ausgaben wie dieses, in der abgeschwächten Form, wie es vorliegt, feine nicht gelten laffen, daß 160 000 Arbeiter in der Tabaksindustrie aut balanciren und die Etats der Einzelstaaten auf Buftimmung geben müssen. Die verbündeten Regierungen sind beschäftigt seien, jetzt hat sie sich dazu verstanden, die Zahl eine feste Grundlage zu stellen. Stellten wir das Bier bereit, über alle Einzelheiten des Gesetzes mit sich sprechen zu 150 000 gelten zu lassen. Daß die Frage der Entlassung nicht voran, so würden wir nur erreichen, daß Süddeutschland laffen.( Beifall rechts.) so leicht genommen werden kann, wie die Vorredner es thun, eine Erhöhung seiner Matrikularbeiträge zahlt als Aequivalent Abg. Müller- Fulda( 3.): Die Militärvorlage ist seinerzeit bedarf keines Beweises, wenn man im Auge behält, was in für die Erhöhung der Brausteuer in Norddeutschland. In bewilligt worden mit Hilfe der deutschen Reformpartei. Dieser Westfalen ausgeführt und angedroht worden ist. Keine InBayern werden an Brausteuer 5 M, in Württemberg 4 M., in Partei ist von der Regierung die fefte 3 usage gegeben dustrie ist so lange beunruhigt und herumgehegt Baden 2,50 M. pro Kopf erhoben. Lehnen wir im Reiche die worden, daß sie die Lasten nicht den schwachen worden, wie die Tabaksindustrie. Wo soll es überVerpflichtung ab, die Mittel für die Militärvorlage zu decken, Schultern aufbürden wolle. Wix haben im haupt mit der Umwälzung unserer gewerblichen Verhältnisse hin? so heißt das nichts anderes, als die Last für dieselbe auf die vorigen Jahr die Börsensteuer mitbewilligt, welche zur Da fommt man mit Kündigung des argentinischen HandelsSchultern der Einzelstaaten abzuschieben. Ich halte bis auf Deckung der Kosten der Militärvorlage mit bestimmt war. vertrages, im Hintergrunde steht der Antrag Kaniz, hier will weiteres diesen Weg für ungangbar. Zunächst giebt es ja Die anderen Vorlagen, welche damals vorgelegt worden sind, man einer Industrie eine schwere unbequeme Belastung auferlegen. Intransigenten, welche den Tabak unter keinen Umständen höher entsprachen jener Zusage nicht und mußten deshalb von uns ab- Geben Sie endlich der schwer bedrängten Tabaksindustrie die belasten wollen. Diese wissen ganz genau, daß bei dem jezigen gelehnt werden. Darunter befand sich auch die Tabakfabrikat: Ruhe wieder! Ich hoffe, der Reichstag wird diesem Rufe folgen Steuersystem fie vor jeder Erhöhung geschützt sind. Aber steuer- Vorlage. Die diesjährige Vorlage ist bei und die Vorlage einfach ablehnen.( Beifall links.) unter den Interessenten der Tabakindustrie giebt es weitem besser, als die vorige; sie mildert die Abg. Graf Holstein( dt.): Meine Freunde stehen auch versöhnlichere Gemüther, welche im unbewachten Augen- schlimmsten Bestimmungen der vorjährigen ab. in der großen Mehrheit der Vorlage freundlich blic erklären, der Tabat tönnte mehr tragen gegen Die Erhöhung des Bolles werden wir ohne Bedenken annehmen. gegenüber, obwohl sie sie nicht in allen der starken Belastung anderer Verbrauchsartikel. Die wirthschaftlichen Bedenken gegen die sonstigen Bestimmungen Puntten werden annehmen tönnen. Wenn man die Diese Herren verweisen uns auf einen höheren Boll, parallel der Vorlage werden wir in der Kommission Gelegenheit nehmen Schilderung lieft, wie die Tabatarbeiter sich die Folgen dieses Gesetzes mit der Erhöhung der Inlandsteuer. Damit würde aber der näher darzulegen.( Die Einzelausführungen des Redners denken, muß man allerdings stuzzig werden, ob man die Interinländische Tabat noch ungerechter als bisher belastet werden, werden auf der Tribüne nicht verständlich.) Die Beeffen dieser Arbeiterklasse mit gutem Gewiffen hintenansehen und der inländische Zabatbau wahrscheinlich zum Er- fürchtung, daß eine ansehnliche Zahl von fann. Aber Geld müssen wir haben, das ist klar. Weshalb liegen kommen. Weiter ist vorgeschlagen ein Staffelzoll; aber abat- und Zigarrenarbeitern brotlos werden sind wir nicht auf das Bier gekommen? Ich weiß es nicht. auch dieser Weg ist technisch ungangbar. Gine solche Staffelung würde, sei nicht zerstreut. Auch die gewählte Wir sind schon nahe daran gewesen, eine solche Steuer zu bedes Bolles soll nach den Sachverständigen allenfalls nur für Form der Besteuerung sei sehr anfechtbar. Die Noth kommen. Der Staatssekretär des Reichsschayamts und der Stengel möglich sein. Schließlich hat man die Kontingentirung wendigkeit der Vorlage sei auch nicht nach bayerische Minister waren seinerzeit vollständig einig über die oder das gänzliche Verbot des inländischen Tabakbaues gewiesen. Die Hauptsache sei Sparsamkeit und Biersteuer; da verschwand fie plöglich in der Versenkung. Nun und die Erhöhung des Bolles auf 125 Mart vorgeschlagen. nicht Bewilligung neuer Ausgaben, gewissermaßen ins blaue freue ich mich, daß heute zum ersten Male Die Kontingentirung wäre allerdings ein ganz neuer hinein, und die Stellung immer neuer Ansprüche, für die Deckung wieder vom Bundesrathstische das Wort Bier über M der V dann Weg. Das Verbot würde uns in dieselbe Lage bringen nicht vorhanden sei. Wo bleiben die Abänderungen des Post- überhaupt gefallen ist.( Heiterkeit.) Ich denke dabei wie beim Monopol, wir müßten von dem Ertrage eine tarifs für Zeitungen, welche sehr leicht einige Millionen bringen natürlich nur an die feineren Biere. Daß der Konsum des sehr erhebliche Summe zur Entschädigung herausgeben. Mit der könnten? Bei der Menge von indiretten Steuern, die schon auf Bieres durch eine Steuer verringert werden wird, glaube ich Erhöhung des Bolles wächst die Gefahr des Schmuggels, dem dem Volke lasteten, müsse man gegen eine weitere Benicht, dafür kenne ich die Deutschen zu gut; sie werden pro patria Deutschland nicht so gesichert gegenübersteht wie England. Auch I a st ung schwachen Schultern Bedenken noch eins mehr trinken.( Große Heiterkeit.) Wir müssen mit dieser Weg würde zu einem praktischen Resultat nicht führen. haben, zumal diese schwachen Schultern auch die eigentliche den Reichsschulden aufräumen.( Beifall rechts.) Es bleibt also nur übrig das Monopol oder die Fabrikatsteuer. Militärlast tragen müßten. Die niederzusehende Kom- Abg. Förster- Reuß( Soz.): Nachdem gegen die vorjährige Das Monopol würde in diesem Hause eine mission solle aus der Vorlage das Gute herausschälen, Tabaksteuer sämmtliche interessirten Handelskammern Mehrheit nicht finden. Andere Staaten denken darüber die Erhöhung des Zolles, die Erleichterung der Feldkontrolle. Petitionen mit einer Million Unterschriften sich erklärt haben, ist Die Schweiz ist im Begriff, es einzuführen. So Auf einen ganz und gar ablehnenden Standes eigentlich wunderbar, daß die Regierung uns wieder mit bleibt also nichts übrig als die Fabrikat: punkt stellen wir uns der Vorlage gegenüber einer Fabrikatsteuer kommt. Allerdings sind die Steuersätze steuer; will man höhere Erträge aus dem Tabat nicht. herabgemindert worden, aber in den Motiven wird diese Herabanders. und haben, fo so führt tein anderer Weg nach Rüßnacht. Abg. Clemm- Ludwigshafen( natl.) findet ebenfalls, daß die minderung an die Vorausseßung geknüpft, daß der steuer * # fistalische Zweck erreicht werden wird. Er wird aber nicht er- richtig! bei den Sozialdemokraten.) Man sagt den Leuten immer, 1 liberalen Abg. Frante( giltig) und des Antisemiten König. reicht werden, denn der Konsumückgang wird sich nicht in so fie sollten sich nach der Decke strecken und auf die Verhältnisse Witten( ungiltig) und beschloß dann, die Wahl des elsässischen geringfügigem Umfange vollziehen, wie die Motive annehmen. Rücksicht nehmen, aber hier wird darauf keine Rücksicht ge- Abgeordneten Colbus( Referent Abg. Fischer) vorläufig zu Der Schatzsekretära hat auf die Monopolländer hin nommen. Der Reichskanzler sagt, der Reichstag habe die beanstanden und über die in zwei Protesten eingegangenen Bes gewiesen, 100 ebenfalls der Konsum nicht zurück Militärvorlage angenommen, die Lasten auf sich genommen, schwerden amtliche Erhebungen zu veranstalten. Der von unseren gegangen sei trotz einer Steigerung der Preise. Es und habe jetzt die Verpflichtung, die Mittel herbei zu schaffen. Genossen aus dem betreffenden Kreise( Saargemünd- Forbach) handelt sich aber hier um ganz unähnliche Begriffe. Die Meine Partei hat die Vorlage nicht bewilligt, und auch daher eingesandte Protest liefert eine treffende Illustration zu der ganze Art und Form der Fabrikation ist eine durchaus ver- jetzt nicht für die Mittel zu sorgen. Diftaturdebatte, die letzter Tage im Reichstage stattgefunden hat. schiedene. In den Monopolländern ist der Fiskus zugleich Der Schatzsekretär hat gegen die Reichs Eintommen- Entgegen den klaren Bestimmungen des Wahlgesetzes wurden in einer Unternehmer. Ein Luxus ist der Tabat feineswegs in dem Um- steuer staatsrechtliche Bedenken. Wiegen denn aber die staats ganzen Reihe von Orten am Sonntag oder am Abend vor dem Wahlfange, wie der Schabsetretär es behauptet. Unbedingt zum Leben rechtlichen Bedenken schwerer als die bösen Wirkungen der Tabak- tage die Verbreiter von sozialdemokratischen Stimmzetteln und Fing und zur Gesundheit nothwendig ist der Tabat ebenso wenig wie steuer auf die Arbeiter und kleinen Fabrikanten? Mir scheint blättern von den Gendarmen kurzerhand verhaftet, gefesselt eine ganze Reihe anderer Gegenstände. Aber ein Artikel, der die Tabatsteuer unter beiden Uebeln das größere zu sein. Der und bis zu 15 Kilometer weit nach dem nächsten von so weiten Streifen der Bevölkerung gebraucht wird, kann Reichstag soll einfach erklären, er glaube die Wirkung der Tabat- Bezirksorte transportirt. Dort wurden ihnen doch wohl nicht als ein Luxusartitel angesehen werden. Steuer verantworten zu können. Entscheidet sich der Reichstag aber Stimmzettel und Flugblätter abgenommen, sie selber aber entDer Tabak steht auf einer Linie wie der Kaffee. Wenn wirklich für die Vorlage, so werden die, welche sie annehmen weder kurz darauf wieder entlassen, oder auch bis zu 24 Stunden der Staatssekretär davon spricht, daß der Tabak sich nicht und das Odium dafür auf sich nehmen, später, wenn die Folgen eingefocht. Das Resultat war denn natürlich das, daß mangels erheblich vertheuern würde, so ist das doch nicht ohne weiteres eintreten, nicht sagen können, sie hätten nicht geglaubt, daß die von Stimmzetteln und Agitation in mehr als 50 Orten überzu unterschreiben; wir können doch gesetzlich niemand zwingen, Steuer eine solche Wirkung auf die Arbeiter und kleinen Existenzen haupt keine sozialdemokratischen Stimmen abgegeben werden eine Zigarre zu rauchen, deren Qualität ihm nicht mehr zusagt. haben werde, denn es ist ihnen von den Vertretern keiner In- fonnten. Der gewählte Pfarrer Colbus hatte dadurch eine Und die Steuererhöhung muß doch in der Qualität des Produkts bustrie gesagt worden. Der Schazsekretär wird sagen, diese Majorität von 645 Stimmen erhalten. Die angestellte Unterzum Ausdruck kommen. Man führt immer die triviale Redens- Herren vertreten das einseitige Interesse der Industrie, aber der suchung soll nach Beschluß der Wahlprüfungskommission auch art ins Feld: Geraucht wird immer! Gewiß. Aber es ist ein Schatzsekretär vertritt das ebenso einseitige steuerfistalische Intereffe. bahin ausgedehnt werden, ob etwa von seiten der Kreisdirektion Unterschied, ob der Raucher den Tabak in der bisherigen Die Vorlage ist die letzte Etappe zum Monopol eine Verfügung erlassen worden sei, die für die Gendarmen der Qualität rauchen fann oder nicht. Die Zahl derjenigen, welche Die Regierung macht damit allerdings ein außerordentlich gutes Anlaß zu diesen summarischen Diktaturverfahren war. partout eine Bigarre rauchen, ob sie theuer ist oder nicht, ist doch Geschäft. Wenn diese Vorlage die Arbeiter und im Verhältniß zur Gesammtheit der Konsumenten eine vertleinen Gristenzen zu tausenden ruinirt hat, In der Justizgesetz- Rommission wurde am Donnerflag schwindend kleine, sodaß man keineswegs annehmen kann, braucht die Regierung beim Monopol nur noch der Einführung der Berufung gegen Straflammers daß ein Konsumrückgang nicht stattfinden wird. Ich gebe zu, einen Bruchtheil der Fabrikanten abzulösen. Urtheile in erster Lesung zugestimmt. Der Abgeordnete daß es eine Unmöglichkeit ist, unter der gegenwärtigen Form der Aber der Reichstag wird hoffentlich seine Hand nicht dazu bieten. Spahn hatte beantragt, daß für die Berufung ebenfalls die Besteuerung, eine größere Einnahme herauszubekommen. Darum Ich empfehle Ihnen furzer Hand die Ablehnung der Vorlage. andgerichte zuständig sein sollen und demgemäß eine ent hat sich ja eben die Regierung nach einem andern Steuersystem,( Beifall bei den Sozialdemokraten.) sprechende Ergänzung des§ 59 des Gerichtsverfassungs- Gesetzes der Fabrikatsteuer, umgefehen. Aber gerade die elastische Abg. Zimmermann( deutsche Reformpartei): Wir können vorgeschlagen, während die Regierungsvorlage die Zuständigkeit Form dieser Steuer mahut zur Vorsicht. Es wird hier unser Befremden nicht unterdrüden, daß wir mit dieser so ent- für die Berufung den Ober- Landesgerichten überweisen nicht mehr das Material besteuert, sondern auch der Arbeitslohn fchieden im vorigen Jahre zurückgewiesenen Vorlage überrascht will. Spahn machte für seinen Antrag namentlich geltend, daß und der Unternehmergewinn, und das ist etwas ganz Neues. worden sind. Die Vorlage hat sich nicht gebeffert. Da auch die Kosten bei dem höheren Gericht sehr hoch würden und andere Nur so kann man aus dem Tabak mehr herausholen als bisher. das Wort„ Biere" gefallen ist, so möchte ich mich da- Schwierigkeiten entständen, bei der oft weiten Entfernung Der Schatsekretär hat uns in der vorigen Session gesagt, die gegen gen verwahren, daß jetzt die Biersteuer' auf der des Oberlandesgerichts von den zugehörigen Landgerichten. Auch vorgeschlagene Form der Besteuerung würde die Bildfläche erscheint. Um so mehr muß es überraschen, wenn die werde das Verfahren sorgfältiger sein können bei den Landgerichten. Tabatpflanzer von besonderem Vortheil sein. Ich weiß Anregung aus dem hohen Hause selbst kommt. Ich weiß Anregung aus dem hohen Hause selbst kommt. Der Reichs- Um zu verhindern, daß die Richter der ersten Instanz einen Einnicht, wie weit das der Fall ist. Wenn die deutsche schatsekretär hat uns die moralische Verpflichtung zugeschoben, fluß hätten, könnte bestimmt werden, daß die Berufung bei einem Bigarre noch rauchbar sein und einen bescheidenen Genuß für die Kosten der Militärvorlage zu sorgen, die wir bewilligt anderen Landgerichte verhandelt werde. Bollmar betonte, daß gewähren soll, so muß sie mit amerikanischen Tabat verarbeitet haben. Das ist geschehen durch die Börsensteuer, die man noch obgleich unsere Fraktion die Berufung an sich für gut halte, die werden. Eine Zigarre aus reinem deutschen Tabat stellt keinen etwas schärfer hätte ausgestalten tönnen. selbe doch nicht so wichtig sei, daß man nur um ihretwillen auf Genuß mehr dar.( Heiterkeit.) 1879 war die Bollerhöhung im Den Ausfall, den die Handelsverträge gebracht haben, weitere oder gar bereits vorhandene Prozeßgarantien verzichten Konsumrückgang in sehr augenfälligerweise zum Ausdruck ge- gehen uns auch nichts an, weil wir gegen die Handelsverträge wolle. Die Regierungsvertreter hielten daran fest, daß die tommen. Es sind damals alle möglichen Mittel angewendet gestimmt haben, während die damaligen Stüßen der Regierung, Oberlandesgerichte für die Berufung zuständig sein sollen. worden, um den Geschmack der Raucher irre zu führen, zugleich die Sozialdemokraten, dafür gestimmt haben. Der Vertreter der preußischen Justizverwaltung machte dabei ein aber wurde minderwerthiger amerikanischer Tabak mit verwendet, Graf Caprivi wollte die Steuern nicht auf die interessantes Geständniß. Er bemerkte nämlich: die Kosten seien um einen Ausgleich herbeizuführen. Herr Clemm sprach von dem schwächeren Schultern und nicht auf die allerdings ein wesentlicher Punkt. Es frage sich, ob die allbilligen amerikanischen Tabaten zum Beweise, daß eine 3oll- Landwirthschaft legen; er hat dies im Namen der gemeinen Kulturintereffen es gestatteten, für einen erhöhung nothwendig sei Ich bitte Sie, sich diesen Tabak an- verbündeten Regierungen gethan.' Stellen Sie sich noch auf den speziellen Zweig der Verwaltung größere Kosten zu bewilligen. zusehen, zu rauchen ist er nicht, es kann einem da etwas damaligen Standpunkt? Wenn man andere Steuern wie die Der preußische Finanzminister habe sich aus diesem Uebles passiren.( Heiterkeit.) Luxussteuern nicht bringen will, warum geht man dann nicht Grunde nur schwer entschließen können, der Vorlage zuzustimmen! Der Schatsekretär hat behauptet, daß sich die 5. Pfennig- auf die Wehrsteuer zurück? Warum nimmt man nicht den Die fonservativen und nationalliberalen Gegner der BeBigarre um/ Pf. vertheuern würde. Das wird aber nicht der Antrag Kanig an, der dem Reiche sofort reichliche Mittel ge- rufung gaben ihren Widerstand auf; nur der Abgeordnete Fall sein; denn da man 1/2 Pf. nicht bezahlen kann, wird man währt?( Sehr richtig! rechts). Die Reichs- Einkommen Schröder von der freisinnigen Vereinigung bleibt auf 6 Pf. bezahlen müssen. Sie fönnen unmöglich die Beobachtung steuer ist durchführbar und sie wird kommen, weil sie seiner entschiedenen Gegnerschaft bestehen, und zwar auf gemacht haben, daß man sich so sehr darum reißt, Steuern zu fommen muß. grund seiner unzweifelhaft richtigen Ansicht, Daß das bezahlen. Der Mann, der sich sonst in der Woche 1/2 Duzend Die großen Zabatfabriken werden die beste Rechtsmittel nicht im stande sei, wirksame ProzeßBigarren für 30 Pf. getauft hat, wird fünftig nur Steuer aushalten, die tleineren werden den garantien zu ersetzen; man solle diese letteren zweckentsprechend daffelbe ausgeben und und eine Bigarre weniger rauchen. Schaden zu erleiden haben. Man besorgt un erweitern, dann sei jedes Rechtsmittel entbehrlich. Darum, daß ein Konsumrückgang eintreten wird, tommen Sie bewußt die Geschäfte des Großtapitalismus, Nach längerer Debatte wurde dann der Antrag Spahn nicht herum.( Sehr richtig! links.) Da ist die sozialpolitische indem man die Massen belastet. Es ist ein Unrecht, zu§ 59 mit 18 gegen 3 Stimmen abgelehnt und die Wirkung der Vorlage. Je höher der Prozentfab hinaufgeschraubt eine so gut entwickelte Industrie fortwährend zu beunruhigen Regierungsvorlage zu§ 123 mit 19 gegen 1 Stimme an wird, desto enger wird der Kreis der Konsumenten. Die fleinen und die Arbeiter, die sich hauptsächlich aus den schwächeren genommen. Fabrikanten werden ruinirt werden und der Rest der Fabrikanten Elementen zusammenseßen, zu benachtheiligen. Für die Zoll- Ohne Debatte wurde dann der§ 136, der die Zuständigkeit wird der Regierung das Monopol auf dem Präsentirteller erhöhung auf ausländische Fabrikate treten wir ein. Nach den des Reichsgerichts bestimmt, mit den durch die vorhergehenden bringen. Das Wort: Der Tabat fann mehr Erfahrungen des vorigen Jahres glauben wir nicht, daß aus der Beschlüsse nöthigen Aenderungen des Absages einstimmig anbluten, hat sich soweit gesteigert, daß dieser Ader Kommissionsberathung etwas herauskommen wird. Wir werden genommen. In§ 124 soll eine Bestimmung nach Iaß fein Bluten" mehr, sondern ein Verbluten" bedeutet. unfererseits gegen eine Kommissionsberathung der Regierungs- Vorlage aufgenommen werden, welche Auch ich bin einer von den kleinen Fabrikanten, von denen der stimmen. Uebelstande, der durch die weite Entfernung Schaßsekretär meinte, daß man mit ihnen sich würde verständigen Um 3/4 Uhr wird die weitere Berathung bis Freitag einzelner Landgerichte von dem Ober- Landesgerichte eintreten tann, fönnen. Das ist menschlich sehr schön, aber es wird nichts nuzen. 1 Uhr vertagt. abhelfen soll. Zu diesem Zwecke soll durch Anordnung der Die Konkurrenz zwingt die Fabrikanten dazu, trotz der neuen Art Landes- Justizverwaltung für ein oder mehrere Landgerichte eines der Bersteuerung ungefähr ein gleiches Produkt zu liefern, und Bezirkes ein Straffenat aus Mitgliedern des Ober- Landesgerichts so werden diese das Mehr der Steuer hauptsächlich vom Arbeitslohns oder der Landesgerichte gebildet werden können, denen in dem nehmen. Man soll an den Verpackungsarten sparen. Diese sind aber Bezirk die gesammte Thätigkeit in der Berufungsinstanz überohnehin schon so billig, daß an ihnen nichts mehr zu sparen ist. Die sozialdemokratische Fraktion beschloß in ihrer letzten tragen wird,( sogenannte detachirte Straffenate). Es wurden und wenn es möglich wäre, würden die Arbeiter, welche sie her- Sigung gelegentlich der zweiten Lesung des Militär Etats verschiedene Abänderungsanträge für diese Bestimmung vorstellen, darunter zu leiden haben. Aus Amerifa kommen die folgende Resolution einzubringen: geschlagen und wurde deshalb die Beschlußfassung hierüber verschiedensten Sorten von Tabat auf unsern Markt, verschieden Der Reichstag wolle beschließen, die verbündeten Regierungen vertagt. im Preis nach der Qualität und dem Ausfall der Ernte. Eine Preisschwantung jedoch in dem Sinne, wie bei andern Artikeln, zu ersuchen: Dem Reichstage einen Gesezentwurf vorzuZollvorlage- Kommission. In der Sigung am 21. d. M. besteht bei Tabat nicht. Die fleinen Existenzen werden wirth beschäftigte sich die Kommission in erster Linie mit der Resolution schaftlich einfach ruinirt. Der Fabrikantenverein, dem die großen Stumm, in welcher die Regierung aufgefordert wird, für Quebracho Unternehmer angehören, ist sich darüber ganz klar. Der Verein Außer von Stumm wurde der Antrag von dem nationalliberalen holz und andere Gerbstoffe einen wirksamen Zollschuß einzuführen. schätzt die Zahl der beschäftigungslos werdenden Arbeiter auf 30-35 000. Der Abgeordnete Frese tommt noch auf angebahnt wird." Abgeordneten Dresler, welcher den Wahlkreis Siegen vertritt, und 17 000, wahrscheinlich aber wird die Zahl über die dem antisemitischen Abg. Hirschel vertheidigt. Gegen den Antrag Annahme des Fabrikantenvereins noch hinausgehen weil die Die Kommission zur Berathung eines Gesetzentwurfs betr. sprachen die Abgg. Wurm, Möller- Dortmund und Siegle. Es wurde Steuer gerade in eine Beit der wirthschaftlichen Depression die Abänderung der Gewerbe- Ordnung( Wandergewerbe) hervorgehoben, daß der projektirte Boll eine ganze Industrie mit fällt.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten!) Jeder, der tagte am Mittwoch Abend. Von den Abgeordneten Schmidt mehreren tausend Arbeitern ruiniren werde. Der Abg. Siegle mit Tabatfabrikaten handelt, wird bestätigen, daß in Zeiten, wo und Reißhaus( Soz.) sind mehrere Anträge eingebracht, die theilte u. a. mit, daß nach einer ihm verbürgt zugegangenen die große Mehrheit der Bevölkerung häufig ohne Arbeit ist, zu das Verhältniß der Bühnenangehörigen zu den Schauspiel- Unter. Mittheilung das Leder zu den Seffeln im Sigungssaale des Reichs nächst an dem Rauchbedürfniß abgeknappft wird. Die Tabat- nehmern regeln sollen. tags mit Quebracho gegerbt sei, was wohl gegen die Richtigkeit industrie merkt sofort, wenn solche Zustände vorhanden sind. Der Abg. Holleuffer( fonf.) schlägt vor, diese Anträge der Behauptung spreche, die Quebracho- Gerbung tauge nichts. Das Zentrum ist geneigt, in einer Kommission das Gute aus vorläufig zurückzustellen, da den Kommissionsmitgliedern doch Die Vertreter der Regierung verhielten sich schweigend. Die Der Vorlage herauszuschälen. Ich bedauere das sehr. Was soll meist die Verhältnisse der Schauspieler zu unbekannt sind und Resolution, in welcher ein bestimmter Bolsaß noch nicht vordenn da noch herausgeschält werden? Wird dadurch das Er man zunächst warten müßte, ob nicht die Fachpresse sich mit geschlagen ist, wurde mit 12 gegen 8 Stimmen angenommen. gebniß der Steuer geringer, so erklärt die Regierung das Gesetz diesen Vorschlägen beschäftigen würde. Auch ist der Abgeordnete Die Anträge Hammacher und Salisch, nach welchen der Bundeseinfach für unannehmbar, oder wollen Sie( zum Zentrum) Bürklin, Theaterintendant in Karlsruhe, verhindert, gegen- rath die Ermächtigung empfängt, Kampfzölle gegen Spanien eindas Ergebniß etwa noch noch weiter hinausschrauben? Es wärtig an den Sigungen der Kommission theil zu nehmen. zuführen, wurden mit 12 gegen 7 Stimmen angenommen. wird nach keiner Seite etwas Brauchbares aus der Vorlage Die Antragsteller haben gegen diesen Vorschlag nichts ein. Die zweite Lesung der Zollvorlage findet im Plenum vorauszu machen sein. Die Arbeiter der Tabakindustrie, die schon ein zuwenden und wird somit die Angelegenheit vertagt. Die sichtlich nächsten Montag statt. ganzes Jahr hindurch in der Schwebe gehalten werden, müssen Berathung wendet sich sodann dem Abänderungsantrag des§ 33 endlich einmal wissen, woran sie sind, und deshalb muß sich das zu. Hiernach sollen auch die Konsum- und anderen Vereine, die Die Budgetkommiffion des Reichstages erledigte in der Haus einfach dafür entscheiden, daß die Vorlage wegen ihrer für den Kreis ihrer Mitglieder einem Handel mit Branntwein Sigung am Donnerstag das Ordinarium des Marineetats. AbSozialpolitischen Folgen umannehmbar ist. Die Nationalliberalen und Spiritus betreiben, für diesen Betrieb eine Konzession nach gestrichen wurde eine Summe von 800 000 M. an den Indiensthaben im vorigen Jahre die Vorlage mit schwerem Herzen" suchen, bei der auch die Bedürfnißfrage erwogen werden soll. stellungen der Flotte. Da andererseits die Verpflegung auf dem abgelehnt. Das kann man den Herren aufs Wort glauben, denn Die Einführung dieser Bestimmung steht im Belieben der Landes- Lande sich durch diese Abstriche um 72 000 D. erhöht, so fie sind nicht gewohnt, der Regierung etwas abzuschlagen. Aber der regierungen. Von den Abgeordneten aus dem Zentrum wird verringert sich in Wirklichkeit das Ordinarium des Marinedamalige Redner dieser Partei, Herr Bassermann, sagte auch, zunächst beantragt diese Bestimmung generell für das Gtats durch den Abstrich nur um 728 000. Immerhin daß es mit der fortgesetzten Vermehrung der indirekten ganze Reich zu erlassen. Sodann werden vo11 der umfaßt auch nach diesem Abstrich die Erweiterung ber Steuern seine Grenze haben müsse. Unsere Tabakindustrie gleichen Seite Vorschläge gemacht, die den Begriff Indienststellung Mehrausgaben gegen das Vorjahr im Betrage Borbehalten wurde die bat eine so große Ausdehnung gewonnen, weil sie in und anderen Vereine" bestimmter faffen sollen. Man be. von ungefähr 2 Millionen Mark. den Stand gesetzt ist, der Geschmacksrichtung, die beim Tabat fürchtet, daß unter Umständen in der vorgeschlagenen Fassung Beschlußfassung über eine Position von 1800 000 m. betreffend eine außerordentliche Rolle spielt, Rechnung zu tragen. In auch die katholischen Gesellenvereine und ähnliche Institute von Umänderungen an den alten großen Banzerschiffen, Deutschland", wenigen Tagen werden wir darüber berathen, wie man dem dieser Bestimmung getroffen werden. Engels( fons.) will eine König Wilhelm" und" Friedrich dem Großen" bis zur Berathung Mittelstande, dem kleinen Handwerker helfen könne. Die heutige gefügt haben: wenn vorwiegend der Kleinhandel mit Brannt des Extraordinariums. Der Abstrich an den Indienststellungen Vorlage wird nothwendig nach tausenden zählende kleine mein und Spiritus betrieben wird. Die Regierungsvorlage sowie wurde einstimmig beschlossen. Existenzen einfach vernichten.( Sehr richtig! links.) Die auch die Anträge werden von den Abgg. Schneider( freis.) Im weiteren Verlauf der Berathungen tamen die großen Hilfe der Gesetzgebung für den Mittelstand ist außer und Reißhaus( Soz.) entschieden bekämpft. Der letzte Kosten zur Sprache, welche die neuen Schießübungen ordentlich problematisch, die Vernichtung der mittleren ebner befürchtet, daß man Don dieser Befugniß zu der Marine verursachen. Abgeordneter Richter Existenzen durch diese Vorlage ist es nicht. Wie soll nächst gegenüber denjenigen Konsum- Vereinen Gebrauch regte an, gegenüber diesen nothwendigen Mehrkosten auf man das im Lande verstehen? Und wie stimmt die machen wird, die unter fozialdemokratischer Berwal der anderen Seite das unnüße Salutschießen einsoziale Fürsorge für die Arbeiter mit dieser steuerfistalischen tung stehen. Besonders für die sächsische Behörde würde es zuschränken. Staatssekretär Hollmann suchte dasselbe Wiaßregel? Freiherr v. Stumm ist ja in seinem souveränen Ur- eine sehr willkommene Handhabe sein, die Geschäftsthätigkeit zu vertheidigen unter Berufung auf internationale Gebräuche. theil in der Sache fertig. Er sagt, es sei eine Wohlthat für die solcher Vereine zu erschweren. Die Offizier- und Beamtenvereine Außerdem würde zu den Salutschüssen das alte minderwerthige Leute, aus den dumpfen Tabatsfabriken herauszukommen, der haben nichts zu befürchten, bei ihnen würde die Behörde die Be- Bulver noch verwandt. Abgeordneter Richter meinte, daß Landwirthschaft mangele es an Arbeitskräften, da würden die dürfnißfrage nicht verneinen, wohl aber haben die Arbeiter, die zunächst das Ueberinaß von Salutschießen innerhalb der deutschen Leute gesundere Arbeit finden. So kann über diese Dinge nur sich zusammenthun, um sich billige Konsumartikel zu verschaffen, Flotte abzuschaffen sei. Je mehr altes Bulver aufgebraucht sprechen, wer sie so fennt, wie Frhr. v. Stumm. Schon jetzt alles zu erwarten. Die weitere Debatte wird hier ab würde zum Salutschießen, desto weniger bleibe davon übrig für find ja viele Arbeiter beschäftigungslos, und durch diese Bor- gebrochen und die nächste Sigung auf Donnerstag Abend an- Gefechtsübungen. Das neue rauchschwache Pulver aber erheischt lage wird die Zahl der Arbeitslosen und die beraumt. die zehnfachen Kosten. Auf Anregung aus der Kommission macht Summe des Elends noch vermehrt. Staatssekretär Hollmann über die Brieftaubenstationen der Marine Mittheilungen. Dieselben bestehen für die Nordsee und für die Ostsee. Es werden Brieftauben gezüchtet, um Nachrichten Parlamentarisches. legen, durch welchen die Erziehung der Jugend zur Wehrhaftigkeit und die Umwandlung der jetzigen Heeres organisation in eine Miliz- Wehrordnung Meine Partei hält es nicht für wünschenswerth und noth Die Wahlprüfungs- Kommission genehmigte in ihrer wendig, die Vorlage an eine Kommission zu verweisen.( Sehr Sigung am Donnerstag die Berichte über die Wahlen des nationaldem * # : von den Schiffen auf offener See, von den Feuerschiffen und den Außenstationen, auch von Helgoland nach den Kriegshäfen gelangen zu lassen. Die Tauben in Wilhelmshaven sind eingetheilt in Flüge für den Westen, Norden und Osten und werden den Kriegsschiffen mitgegeben, um alsdann je nach der Schulung der Tauben aus näherer oder weiterer Entfernung aufgelaffen zu werden. Außerdem werden Privatvereinen Preise gezahlt, sofern dieselben durch ihre Brieftaubenzucht die Marine unterstützen. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, den 21. Februar 1895, nach m. 5 Uhr. S So steht es nicht, daß es ein Vortheil für die Vororte ist, daß! Stadtv. Deter bebauert, daß etwas weiteres aus den deren Bewohner in Berlin arbeiten. Die ungeheure Bertheuerung Ausschußberathungen nicht herausgekommen ist, will aber auch von Grund und Boden hat die Bevölkerung aus Berlin heraus- das gebotene afzeptiren, wenn er zunächst nicht mehr erhalten gedrängt; mit ihrer Arbeitskraft und Thätigkeit heben sie aber kann. Die Leistungsfähigkeit der städtischen Werke könne thatden Wohlstand Berline. Es ist, wenn die Anschauung des sächlich bis zu 120 Millionen Kubikmeter hinaufgebracht werden, Magistrats zum Durchbruch gelangt, beinahe ein Glück, ohne daß besondere Bauten oder Anlagen nöthig seien. Nach daß die letzte Entscheidung andere Faktoren in der dem Ausbau der Retortenhäuser tönnten 700 000-750 000 RubikHand haben. Aus dem Standpunkt der finanziellen Interessen meter täglich erzeugt werden. Die Hoffnung, daß man noch Berlins darf die Frage nicht betrachtet werden. Gegenüber der einmal zum Einheitspreis gelangen werde, will Redner nicht Sterilität des Magistrats halte ich es wirklich für ein Glück, aufgeben. In der neuen Deputation für die Gaswerke habe man daß das Einverleibungsgesetz der preußische Landtag macht. seinen Anträgen seitens des Magistrats leider feine Förderung ( Hört, hört!) Der Magistrat will nur das allernothwendigste angedeihen lassen. einverleiben und sucht nebenbei noch die finanziell fräftigeren Stadtrath Marggraff befireitet letteres. Die GasOrte aus, die anderen läßt er hübsch draußen.( Heiterkeit.) Ja, deputation habe fast genau dasselbe beschlossen, wie der Ausschuß, er nimmt auch von den einzelnen Orten die steuerkräftigsten nämlich das technische Gas mit 331/3 pCt. Rabatt ab= Der Stadtv. Degmeier, der der Versammlung seit 1878 Theile, zerreißt die Gemeinden und überläßt den größeren zulassen. Auch sonst sei Herrn Deter durchaus entununterbrochen angehört hat, ist verstorben. Sein Andenten wird steuerschwächeren Theil, der die größten Lasten trägt, seinem gegengekommen worden. Es handle sich zunächst um um eine in der üblichen Weise geehrt. Schicksal. Hält er wirklich eine solche Regelung für möglich? Mit schleunige Hebung der Gasproduktion, um die Sicherstellung der Zur Verhandlung steht zunächst die Vorlage betr. die Ein Recht vermißt man in den Vororten die Anwendung der großen Zukunft unserer Gaswerke. Er hoffe, daß zum 1. April das gemeindung von Vororten, wozu der Magiftrat Gesichtspunkte seitens des Magistrats. Der Zuwachs an zahlreichen neue Verfahren bezüglich der Abgabe des Kraftgases mit dem inzwischen das erforderte statistische und sonstige Material zum leiblich eingerichteten Gemeinden hat doch so viel Werth, daß billigeren Preise zur Durchführung gelangen werde. Beschwerden größeren Theil der Versammlung zugänglich gemacht hat. Die Vororte nicht nöthig haben, sich vom Magistrat als Bettler über mangelndes Entgegenkommen der Verwaltung der GasStadtv. Dr. Preuß hält bei der noch wenig vorgeschrittenen behandeln zu lassen.( Widerspruch und Lachen.) Bis jetzt haben werke, werde er nach Möglichkeit abhelfen, wenn solche BeKlärung der Frage eine Generaldiskussion für nothwendig, bevor erfreulicher Weise alle Redner die Magistratsvorlage schwerden an die Zentralstelle geleitet werden. man die Vorlage einem Ausschuß überweist. Berlin bilde mit als nicht ausreichend bezeichnet. Gine so willkür= feinen sogenannten Vororten längst einen einzigen Gesammtförper, Ii che 3ufallsgrenze wie die Ringbahn, ohne allen und es sei ein Anachronismus, daß Berlin nicht auch organisatorisch inneren Zusammenhang mit Stadt und Umgebung fönnen wir bereits ein solcher set. Die Einverleibungen hätten immer des nicht gelten lassen. Wir müssen entweder die Gemeinden nehmen, Unter Annahme dieses Amendements wird der AusschußAnstoßes von oben bedurft, so auch die von 1860/61, gegen die sich der wie sie sind, oder sie draußen lassen. Die Befürchtung, daß aus antrag genehmigt, nachdem der Referent Scheiding dem Magistrat ebenfalls gesträubt hatte, die aber heute sicher nie- der Infommunalisirung sofort ungeheure Kosten erwachsen würden, Stadtv. Deter für seine ganz außerordentlichen Bemühungen um mand mehr ungeschehen wünschen könne. Die Versuche, den find gehörig übertrieben. Daß sofort nach der Ginverleibung in die Förderung der Angelegenheit unter dem Beifall der VerSchwierigkeiten, in welche die Vororte gekommen seien, auf jedem Vororte alle Einrichtungen, deren Berlin sich erfreut, gesammlung seinen Daut ausgesprochen. anderem Wege als durch Inkommunalisirung abzuhelfen, seien troffen werden müssen, davon ist gar keine Rede. Wir werden Schluß 81/2 Uhr. bisher fehlgeschlagen und würden weiter fehlschlagen, da der die neuen Mitbürger einfach darauf verweisen, daß es auch in Riese Berlin stets die Zweckgemeinden, die man etwa bilden Berlin Jahrzehnte und Jahrzehnte gedauert hat, bis die Perikönnte, erdrücken würde. Die Vorlage gehe nun, wenn pherie die Einrichtungen erhielt, welche das Zentrum längst besaß. auch widerwillig und gedrängt, auf diese Gefichts Was in bezug auf Versorgung mit Gas, Wasser u. s. w. schon punkte ein, wenn sie auch noch zahlreiche unnatür- vorhanden ist, erleichtert ja nur die Einverleibung. Den Antrag brunnen, Kleiner Volksgarten. Ferner die in Rummels In die Lokalliste sind noch einzutragen: Seidel, Gesund liche Zerschneidungen von Vororten, wie die Lichten- Hentig lehne ich ab, weil wir nicht gut über den Kopf des Mo- burg belegenen Lokale von Bowinkel, Hauptstraße 83 und Müller, bergs in Aussicht nehme. Es sei ja nun auch thatsächlich gistrats hinweg Anträge annehmen können, zu denen er sich vor: Neue Prinz Albertstraße 70. Gesperrt find in Rummel@ burg: nicht nothwendig, gleich den ganzen Schwamm" zu nehmen, läufig ablehnend erklärt. Ich unterstüße den Antrag auf Aus Gafé Bellevue, Hauptstraße 2, Brüste, Hauptstraße 23, Walter, aber es müsse ein Generalplan aufgestellt werden, der nach und schußberathung in der Hoffnung, daß der Ausschuß mehr als die Hauptstraße 87, Weigel, Türrschmidtstraße 45, Wagner's Ruh, in nach zur Ausführung gelange. Die schlimmste Seite der Sache Deputatiou leisten wird, da ihm das Bleigewicht des Magistrats der Köpenicker Haide. sei der Kostenpuntt. Von 3-460 Millionen sei die Rede ge- fehlt. Er muß aber die Vollmacht haben, mit seinen Vorschlägen wesen. Sollte sich nicht diese Summe vergrößern oder verkleinern auch über die Magistratsvorlage hinausgehen zu dürfen, sonst Im Auftrage der Lokalkommission: laffen je nach dem für die Einverleibung in Aussicht zu nehmenden tönnten wir ruhig zu der Vorlage in des, Magistrats schon heute Karl Scholz, Wrangelstr. 82. Zeitraum? Man brauche ja nicht so stürmisch in den Vororten Nein sagen. mit allen kommunalen Einrichtungen vorzugehen, deren Berlin sich erfreue. Hoffentlich würden sich diese Gesichtspunkte im Ausschuß zur Geltung bringen. # weiter isolirt wird. Stadtv. üben will auch eine Leuchtflamme beim Kochapparat in der Küche zu dem ermäßigten Preise von 10 Pf. gewährt wiffen. Tokales: Bon der grauenhaften Höhe des gegenwärtigen Elends Stadtv. Cassel: Ich kann mich der Befürchtung tros entwirft eine hiesige Korrespondenz die folgende Schilderung; alledem nicht entschlagen, daß die Einverleibung den Berliner In recht schroffem Gegensatz zu der vor furzem gemachten MitSteuerzahlern schwere Lasten in Zukunft auferlegen wird. theilung von dem in Berlin vorhandenen Geldüberfluß und der Stadtv. Hentig bittet die Versammlung, heute endlich zu Niemand kann sagen, geschweige beweisen, daß der Verlauf der erheblichen Vermehrung der Spareinlagen bei den hiesigen Spare einem bestimmten Beschluß zu kommen und beantragt den Be- Dinge 1860 und 1861 fich jest wiederholen wird, wo kassen steht die traurige Thatsache, daß gegenwärtig die Berliner schlüssen der gemischten Deputation vom 15. März 1893 au- die Einverleibung in viel größerem Maße geplant wird. Ist Leihhäufer eine ganz ungewöhnlich bedentliche Frequenz aufzustimmen, welche die Einverleibungsfrage besser gelöst habe als die Einverleibung erfolgt, dann wird die Bescheidenheit weisen. Ja, der Andrang zu diesen Instituten ist jetzt, vor die heutige Vorlage and ebenfalls jede Veränderung der bestehen der Bewohner der neu angegliederten Vororte verschwunden allem seitens der ärmeren Bevölkerung, so start, daß die Leihden Verwaltungsorganisation ausschließe. Die polizeilichen und ſein, alle werden fie bann auch elektrisches Licht, hausbefizer, wenigstens die privaten, auf die ihnen gebrachten Berfanitären Zustände, die wirthschaftlichen und sozialen Krankenhäuser u. s. w. verlangen, denn sie sind dann auch alle fahstücke nur noch ganz geringe Beträge herleihen und viele sogar Verhältnisse seien in den Vororten geradezu unhaltbar. Berliner Bürger und zwar ein bevorzugtes Billenviertel. Ich lediglich noch werthvolle Schmuckgegenstände, ganz neue gute Die Ringbahn und Die Wasserscheidengrenze reichten bin für die Einverleibung nur, weil ich in den fauren Apfel Wäsche und dergl., als Pfänder annehmen. Mit Kleidungsstücken, beide nicht aus; das Richtige habe der Beschluß beißen muß. Den Norden werden wir aber in der That nicht selbst den theuersten und sehr gut erhaltenen, müssen die Geldvon 1893 getroffen, sämmtliche an Berlin stoßende Vor- ausschließen können; ob dort noch unbebautes Terrain liegt, fann doch bedürftigen zumeist von einem Leihhause zum andern ziehen, ehe orte mit ihrem ganzen Gebiet einzuverleiben. Je länger die nicht entscheidend sein. Der Norden muß verkümmern, wenn er ste endlich eines finden, dessen Befizer in seinen bereits vollgeSache hinausgeschoben werde, desto wilder wuchere die Bau- und durch die Verschiebung des Berliner Zentrums nach Westen noch psropften Kleiderräumen für einige Stücke mehr noch Playz hat, Terrainspekulation in den Vororten empor. und der sich daher mit vieler Mühe erweichen läßt, für Sachen Stadtv. Spinola: Es handelt sich nur noch um den Stadtv. Rast spricht sich auch für eine größere Gin- von etwa 80 bis 100 Mart Werth ganze 6 bis 8 Mark oder im Umfang der Einverleibung, und da sage ich: Wenn schon, denn verleibung aus. Im Norden Berlins, in dem zu Berlin ge- günstigsten Falle 10 Mart herzugeben. Das reicht einige Tage schon! Die Einverleibung im großen Stile ist das einzig anhörigen Gesundbrunnen, brennen noch in Menge Petroleum- aus. Und dann ist bei der infolge des andauernden strengen gemessene; es muß ein Groß Berlin geschaffen werden. Die laternen; dort ist noch heute die Gasbeleuchtung nicht durch Winters herrschenden, namentlich die Bauhandwerker hart be Magistratsvorlage ist nicht akzeptabel; dazu sind die Rixdorfer geführt. Mit den kostspieligen Einrichtungen in den ein- drückenden, gegenwärtigen großen Arbeitslosigkeit dieselbe Noth und Schöneberger doch wahrhaftig nicht dumm genug, sich einfach zuverleibenden Bororten werde es also wohl noch gute Wege im Hause, wie vorher. In dieser Lage befinden sich zur Beit halbiren zu lassen!( Heiterkeit.) Falsch ist es auch, den Norden haben. tausende von Familien, die immer wieder mit einem Stück nach ganz draußen zu lassen und den Westen noch hypertrophischer und Stadtv. Dr. Langerhans: Ich bin stets für eine ge dem andern die Leihhäuser aufsuchen müssen, so daß diese dickbäuchiger anschwellen zu lassen.( Zustimmung.) ringere Gingemeindung eingetreten, weil Tegeler, Treptower und jest zeitweilig von Geldbedürftigen im wahren Sinne des Wortes Oberbürgermeister Belle: Selten ist eine große tief Weißenfeeer feine gemeinsamen Interessen und kein Gefühl für belagert sind. einschneidende Maßregel mit weniger allgemeiner Freude einander haben werden, weil es sich dann um ein homogenes begrüßt worden als diese. In einer Versammlung der Stadtgebilde nicht mehr handeln würde. Die Be Vorortinteressenten im Januar ist ausgesprochen worden, daß es merkungen des Stadtverordneten Ginger wegen der hy den einzelnen Bororten gar nicht so ganz besonders darauf an- gienischen und wirthschaftlichen Rücksichten sind unzutreffend. tommt, einverleibt zu werden. Ganz ablehnend hat sich auch Die Vororte verdanken, was sie sind, ganz allein der Charlottenburg verhalten; Charlottenburg sei bloß milchende Stadt Berlin. Es ist ungerecht zu behaupten, daß wir blos die Kuh für Berlin, hieß es in der dortigen Stadtverordneten- Ber- reichsten Vororte einverleiben wollen; wir nehmen die ärmsten ſammlung.( Heiterkeit.) Wir haben ein Gesetz von 1889, welches Bororte, wie Borhagen und Nummelsburg, willig auf. Ist noch die Berliner Sicherheitspolizei auf gewiffe Theile der Umgebung aus eine einheitliche Verwaltung, ist noch kommunales Leben in einem audehnen gestattet; man begreift nicht, warum von dieser Befugniß Groß- Berlin möglich? Ich sage nein. Als Bettler betrachten wir fein Gebrauch gemacht wird. Die Freunde der großen Einverleibung die Vororte nicht. Ich sehe von den finanziellen Berechnungen laffen die Frage nach den Armenlaften lints liegen. Die Vororte überhaupt ganz ab. Aber eine Provinz kann ich nicht als eine flagen über die Kreisabgaben, für die sie nichts haben. Erlangen Gemeinde ansehen. Und wird man einem Groß- Berlin für unvorhergesehene Fälle immer einen genügenden Vorrath die Vororte Stadtrechte, so fallen die Kreisabgaben fort. Berlin die tommunale Selbständigkeit lassen, lassen thut bereits ganz erhebliches für die Vororte. Wir liefern Gas tönnen? Wir werden unfehlbar einen Spreepräfetten Schnee in Reserve halten. und Wasser für eine Reihe von Vororten, Theile von Schöneberg mit oberster Polizeigewalt erhalten. In unsern und Charlottenburg partizipiren an der Kanalisation; in den Wohlfahrtseinrichtungen, im Schulwesen müssen wir zurückstädtischen Schulen siken hunderte von Kindern der Vororte. Die bleiben, wenn alle unsere Mittel von der Ginverleibung aufgezehrt Gemeindeschulen werden diesen für 10 M. jährlich geöffnet. Auch die werden. Lassen Sie uns vorsichtig sein, lassen wir's beim Un Krankenhäuser stehen den Vororten offen; gegen einen sehr erläßlichen!( Beifall.) mäßigen Satz machen sie davon einen umfangreichen Ge- Darauf geht die Vorlage an einen Ausschuß von 15 Mit brauch. Sind die Herren aus den Vororten erst bei uns, dann gliedern. Aus Schlorrudorf. Von einer faifertreuen Leistung, die alles bisher auf diesem Gebiete dagewesene übertrumpfen dürfte, erzählt die" Bolts- 3tg." das folgende: " Die Charlottenburger Stadtverwaltung hatte einmal den Schnee von jener Chaussee wegräumen laffen, die Berlin direkt mit Charlottenburg verbindet. Als die Räumungsarbeit glücklich vollzogen war, äußerte Kaiser Wilhelm II. den Wunsch, auf jener Strecke Schlitten zu fahren und die bestürzten Stadtväter beeilten sich, ben weggefahrenen Schnee wieder dahin zurückbringen zu wünschte Schlittenbahn nicht vermisse." lassen, wo er hergenommen war, damit der Monarch die er Seit dieser Zeit soll die Charlottenburger Stadtverwaltung Zu einer wahren Kalamität wächst sich nachgerade bie Eigenthümlichkeit unserer königlichen Equipagen aus, rücksichtslos mit einer wahrhaft rasenden Schnelligkeit durch die Straßen zu jagen und nicht einmal an den Straßenkreuzungen das Tempo zu mäßigen. Unsere Polizei, die jeden Schlächtermagen, der auch nur annähernd so schnell eine Straßenecke passiren würde, sofort beim Kragen nimmt, beschränkt sich dem gegenüber darauf, die werden fie von uns nehmen, was sie nur immer erlangen Es folgt die Vorlage betr. die 2angen' sche Schwebe anderen Wagen, die sicher fast immer wichtigere gesellschafttönnen.( Lebhafte Zustimmung.) Wenn wir schon einverleiben, bahn. liche Funktionen zu verrichten haben, zum Halten zu veranlassen sollen die Herren draußen ihre Realsteuern so lange erhöhen, Der Magiftrat schlägt vor, die Herstellung der Bahn als und dann vor der betreffenden Equipage stramm zu stehen. bis sie ihre Gebäude und Einrichtungen auf Berliner Versuch dem Geh. Kommerzicnrath Langen zu übertragen, der Am Sonntag Abend gegen 1/9 Uhr tam es infolge solchen Stand gebracht haben.( Sehr richtig!) Jm Norden haben wir fie Ende 1898 auf seine Kosten wieder beseitigen soll, wenn kein Jagens einer föniglichen Equipage oder war es, wir sind schon einverleibt. Auf dem Berliner Zerrain zwischen Viehhof und Vertrag über den Fortbestand zu stande gekommen sein sollte. hierin nicht ganz fachverständig, nur eine hochadlige? an der Humboldthain tönnen noch 800 000 Menschen wohnen. Bleiben Oberbürgermeister Belle: Die Deputation und der Magi- Ecke der Wilhelm- und Leipzigerstraße zu einem Zusammenstoß Sie bei dem Plane des Magistrats!( Beifall.) firat hatten geglaubt, es handle sich bei der mit dem Geh. Rath mit einer Fahrpreisanzeiger- Droschte. Eine erste Equipage der Stadtv. Singer: Es ist dem Ober- Bürgermeister doch Langen vereinbarten Trace um einen Versuch, den der Magistrat genannten Art hatte, ohne Schaden zu thun, die betreffende Ede nicht ganz gelungen, die Angriffe gegen die Haltung des in der Person bis Ende 1898 zeitlich begrenzt hat. Ein Schreiben im Zuge der Wilhelmstraße paffirt; eine zweite, unmittelbar in Magistrats zurückzuweisen und seine Vorlage zu vertheidigen. des Herrn Langen ergiebt, daß wir uns im Irrthum befunden gleichem, rasenden Tempo folgende stieß dagegen, nachdem sie Die ganze Haltung des Magistrats in der Frage erinnert wirt haben; er lehnt es ab, auf die ungerechte" Bedingung einzu- noch gerade knapp an einem Pferdebahnwagen vorbei gekommen, lich sehr an den Wahlspruch der alten österreichischen Landwehr: gehen, daß die Bahn event. zu diesem Zeitpunkt auf seine Roften mit der daneben fahrenden Droschte zusammen, deren Führer Jmmer langsam voran! Die Protokolle der gemischten wieder beseitigt werden müsse und will von dem Ausdruck Ver- durch den Pferdebahnwagen gehindert gewesen, die Equipage Deputation geben denen recht, die über die ungemeine fuchsstrecke" nichts wissen. Unter diesem Gesichtspunkte ist die und den Halt! rufenden Schußmann rechtzeitig zu bemerken. Langsamteit lagen, mit der der Magistrat die nochmalige Erörterung der Vorlage in der gemischten Deputation Der Droschte wurde, trotz des schleunigen Zurück und Seitwärts. Angelegenheit behandelt hat. Im Magistrat jedenfalls zweckmäßig. werfens des Pferdes von seiten des Droschkentutschers, ein Scheerbaum zerbrochen; eine halbe Sekunde Zeitunterschied und ein größeres Unglück wäre unvermeidlich gewesen! Selbstverständlich fuhr die betreffende Equipage, ohne sich darum zu kümmern, was für Unheil sie angerichtet, in gleichem Tempo weiter. Daß derartige und schlimmere Unglücksfälle nicht tagtäglich durch das geschilderte Verhalten dieser Equipagen veranlaßt werden, ist geradezu als ein Wunder zu bezeichnen. Wir fragen nun: gedenkt die hohe Belizei sich auch weiter auf das oben beschriebene Berhalten dem gegenüber zu beschränken, bis erst Bürgerleben dadurch umgekommen find? Oder würde auch das nicht genügen, und muß erst einmal ein Infaffe einer solchen Equipage dadurch zu Schaden gekommen sein, ehe die Polizei die Fahrregeln, deren Beachtung fie von anderen Fuhrwerken verlangt, auch auf jene Equipagen ausdehnt? " und theilweise auch in der Versammlung Die Stadtv. Dinse und Rosenow, welche die Zurückherrscht ein Widerwille gegen bie Ein verweisung beantragt haben, verzichten auf das Wort. verleibung überhaupt. Diesen Standpunkt bedauere Stadtv. Bogtherr: Wir sind stets Gegner der Vergebung ich sehr, gebe ihm aber vor einem ganz unzulässigen solcher Unternehmungen an Private gewesen, sondern geben der Kompromiß den Vorzug, durch welches man den Freunden Herstellung in Regie der Gemeinde den Vorzug. Vom Standpunkte der Ginverleibung, nur um fie los zu werden, ein ganz des reinen Geschäftsmannes ist die Erklärung des Herrn Langen fleines Stückchen entgegenkommt. Den gleichen Standpunkt durchaus begreiflich. Der Sache selbst sind wir im Interesse der nahm heute auch der Ober- Bürgermeister ein. Was Berlin für Stadt sehr geneigt gewesen. Wenn 111011 der Magistrat die Vororte bereits gethan hat und noch thut, scheint mir gerade in die Vorlage diese Bedingung hineinarbeitete, die sich wie ein den Gedanken der Einverleibung zu unterstützen. Es handelt sich indirektes Hemmniß ausnimmt, so hat er vielleicht nicht mit der hier auch nicht darum, Wohlthaten aufzudrängen. Wir stehen ganzen Geneigtheit, die man auch beim Magistrat voraussehen nicht davor, den Charlottenburgern, Rigdorfern 2c. einen Gefallen follte, die Angelegenheit gefördert; und war das nicht seine Abzu thun. Nach unseren Interessen haben wir zu ent- ficht, so ist es jedenfalls die Wirkung gewesen. scheiben, und diese verlangen gebieterisch die Ein- Stadtv. Cassel widerspricht dieser Auffassung, er hofft, verleibung aus ötonomischen und hygienischen man werde auch jetzt noch zu einem ersprießlichen Resultate Doch halt! wir haben etwas richtig zu stellen. In dem oben Gründen. Ein großer Theil der Einwohner der Bororte gelangen. erwähnten Falle hat sich die Polizei in Gestalt des an der be= hantirt täglich im Berliner Weichbilde, sie wohnen draußen, Die Vorlage geht an eine gemischte Deputation zurück. treffenden Stelle postirten Schußmannes ja nicht auf das bearbeiten hier, verfehren in der Stadt und bringen Der Ausschuß für die Angelegenheit betreffend die Her ab- fchriebene Verhalten beschränkt. Nachdem das Unglück passirt, uns alle aus ungesunden Verhältnissen entstehenden Gefahren fegung der Gaspreise hat sich in seiner letzten that fie ja etwas weiteres. Eie langte ihr Notizbuch heraus, nach Berlin hinein. Alle unfere hygienischen Einrichtungen sind Sigung auf den Antrag geeinigt, daß vom 1. April 1895 um den Droschkenkutscher aufzuschreiben. Glücklicherweise pro nihilo, so lange hierin nicht Wandel geschaffen wird. Die ab für Kraftgas eine Ermäßigung von 12,8 auf 10 hatten eine ganze Reihe von Privatpersonen das VorEpidemien sind demokratisch genug, um nicht vor den Thoren Pfennige eintreten, der Preis von 16 Pf. für Leuchtgas aber fommniß beobachtet und gaben dem Kutscher bereitwilligst ihre Berlins Halt zu machen; wir können uns davor nur schützen, bestehen bleiben soll. Der frühere Beschluß auf Einführung eines Adresse, um, wenn nöthig, seine Unschuld zu bezeugen Und wenn wir unsere Einrichtungen auf die Vororte übertragen. Einheitspreises von 18 Pf. ist fallen gelaffen worden. Stadtv. noch ein weiteres scheint infolge jenes Zusammenstoßes geschehen Auch aus ökonomischen Erwägungen ist die Einverleibung nöthig. Scheiding referirt. zu sein. Vorgestern Mittag wenigstens sahen wir an der bes treffenden Ecke nicht nur wie am Sonntag Abend einen Schuhmann zu Fuß ftationirt, sondern einen Schuhmann zu Fuß und einen zu Pferde. Jezt können die betreffenden Equipagen also ungefährdet auch diese Straßenkreuzung durchjagen. " In der Angelegenheit der verhafteten Gräfin Per- wegen gewerbsmäßigen Glückspiels mit einem Jahr Ges poucher bemüht sich 3. 3. der Vertheidiger, Rechtsanwalt fängniß und 500 M. Geldstrafe zu bestrafen. Das Urtheil Dr. Schwindt, eine Haftentlassung gegen Bürgschaft zu er- lautete auf drei Monate Gefängniß, wovon zwei Monate wirfen. Er ist auf telegraphischem Wege von dem z. 3. im durch die Untersuchungshaft für verbüßt erachtet wurden. Pahl Ein Edelster und Bester der Nation" annoncirt in Orient auf einer Vergnügungsreise weilenden Grafen P. er wurde freigesprochen, Simoni aus der Haft entlassen. der Vossischen Zeitung":" Adoption. Vornehmer, älterer mächtigt worden, eine Bürgschaft in jeder beliebigen Höhe anzu- Eine unnöthige Sistirung zur Wache hat für den Ravalier von uraltem Adel wäre eventuell geneigt, sehr reicher bieten. Die Verhaftete, die mit Entschiedenheit bestreitet, ihre Maurer Schaudin unangenehme Folgen gehabt, wie in der VerDame feinen Namen zu geben. Strengste Diskretion. Offerten Gidespflicht verletzt zu haben, bleibt dabei, daß sie mit dem handlung, die gestern vor dem Schöffengericht stattfand, zur u. s. w." Kürzlich suchte ein„ talentvoller christlicher Herr" durch Grafen P., mit welchem sie vor Jahren gemeinschaftlich in Sprache fam. Vor einem Neubau stand an einem Oktobertage Annonce einen„ edeldenkenden Edelmann", um sich von ihm gegen Amerika weilte, rechtmäßig verheirathet sei. An den Ver- des vorigen Jahres der Maurer Zippel. Er war hinbestellt größere Entschädigung adoptiren und sich dadurch einen be- theidiger wird die Aufgabe herantreten, diesen Punkt voll- worden, da man ihm Arbeit in Aussicht gestellt hatte. Ein ftimmten Beruf zugänglich machen zu lassen. Sollte das nicht ständig aufzuklären, da er für die Verhaftete von strafrecht- Schuhmann mochte wohl befürchten, daß Zippel es auf irgend ' was für den Kavalier von uraltem Adel" sein? Ob Herr licher Bedeutung werden könnte. Die Verhaftete wird be- eine Ausschreitung abgesehen habe und forderte ihn deshalb auf, oder Dame, das ist doch egal, wenn das Adoptivkind nur kanntlich beschuldigt, wider besseres Wissen den ihr nach sich zu entfernen. Als Zippel sich weigerte unter der Bemerkung, ordentlich zahlt, gesagten vertraulichen Umgang mit einem Dr. med. 2. aus daß er befugt sei, die Baustelle zu betreten, wollte der Schutzeinem Ort bei Eberswalde abgeschworen zu haben. Steht die mann ihn zur Wache führen. In diesem Augenblick trat der Verhaftete in einem ehelichen Verhältniß zu dem Grafen P., so Maurer Schaudin hinzu und machte dem Schuhmann bemerklich, würde event. der§ 157 St.-G.-B. gegen sie Plaz greifen, wo- daß er im stande sei, über die Persönlichkeit des Zippel genaue nach die Strafe für Meineid auf die Hälfte bis ein Viertel zu Auskunft zu geben, die Sistirung sei somit nicht nöthig. Der ermäßigen ist, wenn die Angaben der Wahrheit gegen den Be- Beamte bestand trotzdem darauf, daß 3ippel ihm zur folgen solle. treffenden selbst eine Verfolgung wegen eines Verbrechens oder Wache Schaudin und ein zweiter Vergehens nach sich ziehen konnte. Thatsache ist übrigens, daß Maurer waren über das Benehmen des Beamten empört, die Verhaftete während ihres Sommeraufenthalts in Eberswalde sie begleiteten den Zippel zur Wache und verlangten, ebenfalls ihren Mädchennamen Pohl geführt hat. Ihr angeblicher Ehe- zu Protokoll vernommen zu werden. Nach der Aussage des mann soll nach den Meldungen des Berichterstatters ein in Schußmannes haben die Maurer dort immer durcheinander geSchlesien reich begüterter Herr sein, der nach Beendigung einer sprochen, so daß ihre Vernehmung nicht möglich war. Die drei jugendlichen Sturm- und Drangperiode durch den Tod seines Maurer sollten deshalb in die Sistirzelle gebracht werden. Während Baters in den Besiz großer Güterkomplexe gelangt ist." zwei von ihnen sich fügten, wollte Schaudin feine Folge leisten, Rache ist füß! Es wird berichtet: Bei der letzten Reichstagswahl war in einem vor den Thoren Berlins belegenen Kreise der sozialdemokratische Kandidat Sieger geblieben. Seinem unterTegenen Gegner war bei dem Erscheinen in einem kleinen Orte von Anhängern der Sozialdemokratie selbstverständlich gebührend heimgeleuchtet worden. Im Laufe des jetzigen Winters erkannte nun der durchgefallene Kandidat unter den Leuten, die in der schlechten Arbeitszeit Beschäftigung in seinem großen Betriebe nachsuchten, auch solche, die ihm damals ihr Mißfallen fundgegeben hatten. Auf ihr Gesuch um Arbeit wurde ihnen die Antwort: Damals bei der Wahl habt Ihr mir etwas gepfiffen, jetzt pfeife ich auf Euch. Laßt Euch von dem Arbeit geben, den Ihr damals gewählt habt." noch Man sieht, wie recht die Arbeiter thaten, als sie einem Ein frecher Straßeuraub ist in den Vormittagsstunden er weigerte fich, seine Taschen ihres Inhalts zu entleeren. Zwei solchen Rüpel bei der Wahl den Stuhl vor die Thüre setten. des gestrigen Tages von einem leider unergriffen gebliebenen Schußleute wendeten nun Gewalt an, fie drückten Schaudin zu Wenn es wieder zur Wahl kommt, wird das arbeitende Bolt Strolch gegen ein 7jähriges Mädchen namens Martha Blum in Boden und legten ihm Hand- und Fußschellen an. Wegen des hoffentlich noch manche seiner Feinde mit fröhlichem Pfiff zum der Tieckstraße in Szene gesetzt worden. Das Kind befand sich hierbei geleisteten Widerstandes erhielt Schaudin dann eine AnDurchfall verhelfen. auf dem Wege zu einem Kaufmann um Einkäufe zu machen, flage. Er behauptete im Termine, daß die Beamten ihn beim Aus einem Nacht- Café. Entfehliche Vorgänge haben sich als ein halbwüchsiger Bursche das Mädchen anhielt und ihm die Anlegen der Fesseln gemißhandelt und ihn mit Füßen getreten am Donnerstag Morgen gegen 4 Uhr in dem in der Zimmer Geldsumme, die es in der Hand trug entriß. Auf die Hilferufe hätten. Nach dem ärztlichen Attest, welches der Angeklagte sich straße belegenen„ Café Polonia" abgespielt. Dies ist ein Lokal, des Mädchens machten sich mehrere Passanten an eine Ver- hatte ausstellen lassen, hatte er eine Menge Schrammen im Ge in dem die Bedienung von zarter Hand die einkehrenden Gäste folgung des Straßenräubers, jedoch gelang es leider nicht, den- ficht und an den Waden blaue Flecke gehabt, welche nicht, wie nach Möglichkeit zu rupfen sucht. Um die bezeichnete Stunde felben zu ergreifen. Derselbe war nach der Novalisstraße zu ent- die Schuhleute meinten, von den Fesseln herrühren konnten. Der wurden Hausbewohner durch gellende Hilferufe aus dem Schlafe flohen und in einem der dortigen Häuser verschwunden. Staatsanwalt hielt wegen des bewiesenen Widerstandes eine gestört, und ein Herr Meyer gewahrte auf dem Hofe Verhaftet wurde dieser Tage ein ebenso ehrbarer wie Geldstrafe von 30 M. für angemessen, der Gerichtshof bezeichnete unter dem Schein des vom Lokal ausströmenden wohlhabender Schlächtermeister in der M.straße. Der brave das Verhalten des Schuhmannes aber als rigoros und Lichtes ein Mädchen, das sich in einer Blutlache Mann steht mit einem Fleischdiebstahl in Verbindung, den sein die Sistirung des Zippel für unnöthig. Schaudin sei deshalb wälzte. Er rief halb angekleidet von der Straße Schlächtergeselle H. an dem Eigenthum des Engrosschlächters nur zu einer Geldstrafe von 6 m. verurtheilt worden. einen Schuhmann, einen Droschtenkutscher und andere Stonzte begangen hat. Dieb und Hehler befinden sich in Unter- Die Schwere, mit der deutsche Richter Arbeiter zu bestrafen Personen herbei. Das auf dem Hofe liegende Mädchen suchungshaft. wissen, die im wirthschaftlichen Interessentampf einmal ein Wort war die etwa 26 Jahre alte Kellnerin Becker, die in dem WirthsBeim Zubereiten von Fischen zog sich die in der zuviel sagen, ist bekannt. Ein neuer Beleg für die heutigen Tags hause thätig war, und der die Schlagader am Halse durchstochen Reinickendorferstr. 12c wohnende Frau des Gürtlers Nothnagel übliche berufsrichterliche Auffassung von dem entehrenden Berwar. Sie war, wie sich später herausstellte, aus einem Fenster eine leichte Verlegung an der linken Hand zu, der sie jedoch gehen der Erpressung und Nöthigung wurde gestern in einer Andes Lokals herausgesprungen und auf dem Hose zusammen- teine Bedeutung beilegte. Bereits nach ganz furzer Beit stellte flage gegen die Maurergesellen Schulz und Wägener erbracht, gebrochen. Der inzwischen am Thatorte erschienene Heilgehilfe Werner von der Sanitätswache nahm sich der schwerverletzten sich eine hochgradige Blutvergiftung ein, die durch" Fischgift" die sich vor der achten Strafkammer am Landgericht I zu verantKellnerin an, und die übrige Hilfe stieg unter Vorantritt des hervorgerufen innerhalb 24 Stunden, am Dienstag Abend den worten hatten. Dem„ Erpressungsprozeß" lag folgender Thatbestand zu grunde. Der Restaurateur Schönberg ließ durch den Droschtenkutschers durch ein Fenster in das Schantlokal. Die Tob der 30jährigen Frau herbeiführte. Maurermeister Kohlmet einen Bau aufführen und gab nach alter Räume wurden abgesucht, und man holte hinter einem Vorhange Ueberfahren wurde am Donnerstag Nachmittag 42 Uhr Sitte nach Vollendung des ersten Stockwerks den Arbeitern ein den 21 Jahre alten Bäckergesellen Tanner hervor, der aus ein alter Guitarrenspieler, als er den Alexanderplatz in der Nähe Prenzlau am Abend vorher hier eingetroffen sein will und sich der Neuen Königstraße überschreiten wollte. Das Gefährt, eine Fäßchen Bier zum Besten. Es war boykottirtes Bier der Unionsbrauerei. Der Maurerpolier beruhigte jedoch angeblich auf der Auswanderungsreise nach Amerika befindet. Droschke, verlegte den Unglücklichen derart, daß er schleunigst in den Bauherrn darüber, daß es den Arbeitern dennoch schmecken Er hatte in Berlin den Abschied von der Heimath feiern wollen ein Krankenhaus geschafft wurde. würde. Einzelne sollen auch das Bier getrunken haben, andere und war auf seiner Wanderung am Mittwoch Abend um 7 Uhr Polizeibericht. Am 20. d. M. mittags geriethen in einem dagegen wiesen es zurück und gossen es unter nicht mißzuverin das„ Café Polonia" gerathen. Seine mit 320 M. gespidte Hause in der Pappel- Allee die Kleider eines mit Kochen bestehenden Worten auf den Hof. Der ausführende Maurer Börse bot sowohl der Wirthin, als auch den Kellnerinnen schäftigten neunjährigen Mädchens in Brand. Das Kind wurde meister sah darin eine Beleidigung" des Bauherrn und entließ die Aussicht auf ein gutes Geschäft. Der Bäckergeselle so schwer verlegt, daß seine Ueberführung nach dem Kranken- den betreffenden Theil der Arbeiter. Am nächsten Tage suchte wurde daher außerordentlich standesgemäß behandelt, bis hause erforderlich wurde. An der Bärwaldbrücke fiel ein Schulz in einer Unterredung mit dem Bauherrn Schönberg diesen -An der erreichte Zweck erreicht war, und Wein und Sekt in Strömen Mann beim Besteigen eines in der Fahrt befindlichen Pferde zu bewegen, die entlassenen Arbeiter wieder einzustellen, widrigenfloß. Das Bechgelage hatte bis gegen 4 Uhr gedauert, als die bahnwagens hin und zog sich eine erhebliche Verlegung am falls die Fertigstellung des Baues verzögert werden sollte. Wie Baarschaft des Auswanderers auf 20 M. zusammengeschmolzen Kopfe zu. Nachmittags wurde im Landwehrkanal, am Garten- der Bauherr seinerzeit dem Maurermeister mitgetheilt hatte, foll war. Die Bedienung wollte aber auch noch den letzten Goldfuchs Ufer, die bereits start verweste Leiche einer Frau an- dabei auch das Wort gefallen sein:„ Sie würden sonst die einheimſen, Tanner widersetzte sich und es tam zu Uneinigkeiten, geschwemmt. In der Burgstraße fiel eine Frau infolge Macht der Sozialdemokratie kennen lernen!" Der Zeuge Schöndie alsbald in Thätlichkeiten ausarteten. Hierbei erhielt zunächst eines Fehltritts hin und wurde durch einen gerade vorüber berg giebt zu, daß die Unterredung einen erregten die Wirthin Anna Beuter mit einer Weinflasche einen Schlag fahrenden Pferdebahnwagen eine Strecke weit mitgeschleift. Sie Charakter gehabt habe und versicherte, daß er großen über das Gesicht, ohne daß indeß eine schwere Ver- erlitt hierbei anscheinend schwere innere Verlegungen. In der Schaden gehabt haben würde, wenn der Bau liegen geblieben legung entstand. Dann brachte Tanner mittelst eines Nacht zum 21. d. M. wurde in einer Schankwirthschaft in der wäre. Der Angeklagte Schulz und sein Begleiter bei Tischmeffers, das er in dem Lokal gefunden hatte, Zimmerstraße eine Kellnerin von einem Gaste durch einige jener Unterredung versicherten übereinstimmend, daß nur der Kellnerin Becker den lebensgefährlichen Stich in Messerstiche schwer verleßt. Im Laufe des Tages fanden vier von Bitten, aber nicht von Drohungen die Rede geden Hals bei. Der Stoß war ein so heftiger, daß die Brände statt, darunter einer in der Hartgummifabrit von Döbler, wesen sei. Die Wiedereinstellung der entlassenen Arbeiter wurde Klinge abbrach. Während die Polizei die schwerverwundete Hochstr. 20a, durch den ein Theil des Fabrikgebäudes, mehrere abgelehnt, und nun suchte Wägener auf einen trotzdem weiter Kellnerin nach der Unfallstation I in der Wilhelmstraße brachte Maschinen und ein Theil der Vorräthe vernichtet wurden. arbeitenden Maurer einzuwirken, indem er ihm sagte:„ er folle sich was schämen, und verdiente eigentlich einen Dentzettel." Der Staatsanwalt erblickte hierin nicht nur ein Vergehen gegen § 153 der Gewerbe- Ordnung, sondern auch gegen§ 240 St.-G.-B. ( versuchte Nöthigung), und beantragte gegen Schuls sechs Monate, gegen Wägener vier Monate Gefängniß. Rechtsanwalt Rak bestritt das Vorhandensein einer strafbaren Handlung und hielt es für unzulässig, neben der Strafbestimmung des§ 153 der Gewerbe- Ordnung auch noch den§ 240 des Strafgesetzbuches heranzuziehen. Der Gerichtshof war der Ansicht des Staatsanwalts und verurtheilte die Angeklagten wegen der gethanen Aeußerungen zu je drei Monaten Gefängniß. Witterungsübersicht vom 21. Februar 1895. Station e11. und auch die Wirthin sicherstellte, warfen sich die in das Wirthshaus eingetretenen Personen auf den Bäckergesellen und richteten ihn unter Zuhilfenahme von Flaschen derart zu, daß auch ihm von dem Heilgehilfen Werner ein Verband angelegt werden mußte, bevor die Polizei ihn nach der Wache abführte. Die Birthin Tonnte nach der polizeilichen Feststellung des That bestandes wieder entlassen werden. Das Lokal, das durch umherliegende Scherben von Flaschen und Fensterscherben, durch das start geflossene Blut und durch fonftige Trümmer einen wüsten Anblick bot, ist zunächst Swinemünde. geschlossen worden. Der Zustand der Kellnerin hat sich gegen Hamburg Mittag auf der Unfallstation gebessert, so daß nach ärztlicher Berlin Ansicht trotz des ungeheuren Blutverlustes eine unmittelbare Wiesbaden. Gefahr für das Leben nicht besteht. Eine Verschlimmerung ist München Barometer ftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung MSM 760 763 • NM 763 768 767 SW . 767 t 757 NO 754 771 NW 770 • NO . 769 • " NO nur noch dann zu befürchten, wenn das zu dem Stoß gebrauchte Wien Meffer schmutzig gewesen ist. Die Becker dürfte noch am Nach Haparanda mittage vernommen werden. Ein flares Bild über die Ent- Petersburg wickelung des Kampfes läßt sich noch nicht geben. Die That Cork. Tanner's erscheint im Hinblick auf die an ihm vorgenommene Aberdin. Paris Ausplünderung in einem milderen Lichte. Windstärke ( Stala 1-12) 342 226236L Wetter Dunst bedeckt Schnee bedeckt wolkenlos Temperatur ( nach Celsius 50.40 R.)! 1 0 0 -13 3 -11 Schnee halb bedeckt wolkig wolkenlos 8 B bedeckt bedeckt Berliner Wetterbureau. Literarisches. Kunst und Wissenschaft. Gerichts- Bettung. 6 Der ehemalige Kämmerer Lehmann aus Eberswalde ist wegen der in Höhe von 55 000 m. an der dortigen Stadttasse begangenen Unterschlagungen von dem Schwurgericht in Prenzlau zu fünf Jahren Zuchthaus, sechsjährigem Ehrverlust und Tragung fämmtlicher Rosten verurtheilt worden. Das Urtheil im Pariser Erpressungsprozeß wurde am 4 Donnerstag verkündet. De Clercq wurde zu 15 Monaten Gefängniß und 200 Frts. Geldstrafe, Girard zu 2 Jahren Gefängniß und 1000 Frts. Geldstrafe, Heftler ebenfalls zu 2 Jahren Gefängniß und 1000 Frts. Geldstrafe verurtheilt; Trocard wurde freigesprochen, ebenso Canivet. Dreyfus wurde zu 1 Jahr Ge fängniß und 500 Frts. Geldstrafe verurtheilt, Bortalis in contumaciam zu 5 Jahren und 3000 Franks Geldstrafe, Blazowsky in contumaciam zu 2 Jahren Gefängniß und 200 Frts. Geldstrafe. Vermischtes. dieser Tage gestorben ist, hat sein ganzes Vermögen von Der berühmte Kinderarzt Canini in Livorno, welcher 2 300 000 Lire für ein Kinderspital vermacht, in welchem arme, an Diphtheritis erkrankte Kinder unentgeltlich mit Behring'schemi Heilserum behandelt werden sollen. Eisenbahn- Unglück in Rußland. Aus Petersburg wird vom Donnerstag berichtet: Nach einer Depesche der„ Nowoje Wremja" aus Tambow stieß in der Nacht zum 17. d. M. ein aus Roslow abgelassener Schnellzug bei der Station Drjasgi ( Woronesher Linie) auf einen Güterzug. Drei Wagen des Schnells zuges und sieben Wagen des Güterzuges wurden zertrümmert, fieben Personen getödtet. Auch dieser Vorgang drängt wieder zu der Frage, warum die Polizei in ihrer Eigenschaft als unparteiische Schüterin der Wetter Prognose für Freitag, 22. Februar 1895. Sittlichkeit den Fleischbörsen, Rupfanstalten und ähnlichen Beitweise aufklärendes, vorwiegend trübes Wetter mit geFörderstätten der Unzucht bis in die späte Nacht hinein Kon- ringen Niederschlägen und mäßigen nordwestlichen Winden, Beffion giebt, während sie von Wirthen anständiger Arbeiterlokale Temperatur wenig verändert. bereits um 11 Uhr Feierabend fordert. Bislang ist diese schon oft von uns gestellte Frage noch nicht beantwortet worden. Wie wäre es jetzt mit einer Rechtfertigung in der Berliner Rorrespondenz", Herr Polizeiminister v. Röller? Der wahre Jacob. Auch die neueste Nummer zeichnet sich Zu dem Vorfall im Café Polonia wird noch gemeldet, durch reichen Bilderschmuck und trefflichen Text aus. Wir erdaß Wilhelm Tannert aus Ober- Erdmannsdorf bei Lauban wähnen besonders, daß die Nummer auch das gut getroffene stammt. Er tam am 19. d. M., wie er in seiner Vernehmung Portrait und eine furze Biographie von Ehren- Reuß enthält. ausgefagt hat, nach Berlin, um über Hamburg auszuwandern. Gestern Abend um 7 Uhr führte ihn sein Unstern in die ,, AnimirEneipe", wo er mit den beiden Kellnerinnen und der Wirthin zwei Flaschen Rothwein zu je 7,50 M. und elf Flaschen Sekt Richard Wagner's" Tannhäuser" soll nunmehr endgiltig zu je 15 M. trant. Er zahlte 200 M. und schlief Anfang April in der großen Oper zu Paris aufgeführt werden. dann ein. Als er erwachte, fand er in feiner Geldtasche, deren Inhalt aus 320 M. bestanden hatte, nur noch ein Zwanzigmarkstück vor. Tannert nahm an, daß man ihn bestohlen habe, wurde fehr aufgebracht und schlug der Wirthin mit einer Bierflasche auf den Kopf. Dann wollte er Der Hörder Thomas- Schlacken- Prozeß kam dieser Tage fich entfernen, fand das Lokal aber verschlossen. Als die Kellnerin vor dem Reichsgericht zur Verhandlung. Die Revision des Hedwig Becker ihm laut schreiend entgegentrat, weil sie wohl Staatsanwalts gegen die Freisprechung des Ingenieurs Massenez glaubte, daß er ihr noch Geld schuldig sei, ergriff er ein auf in Hörde wurde aber durch Urtheilsspruch vom 20. Februar einem Tische liegendes Messer und stieß es dem Mädchen in den verworfen. Hals unmittelbar neben der Schlagader. Dann wollte er fliehen, Eine Anklage wegen gewerbsmäßigen Glücksspiels wurde aber von Personen, die sich inzwischen angesammelt hatten, wurde gestern vor der 8. Strafkammer am Landgericht I gegen angehalten und überwältigt. den Kaufmann Georg Simoni und den Handelsmann HerDer Extrablatt- Schwindel treibt wieder neue Blüthen. mann Pahl verhandelt. Ersterer hatte sich außerdem noch Die von dem Bäcker Wilhelm Tannert, der zweifellos betrunken wegen zweier ihm zur Last gelegten Betrugsfälle zu verantworten. gewesen ist und über seine gänzliche Ausplünderung mit Recht Die Angeklagten sollen auf der Rückfahrt von Rennplätzen im erregt war, begangene Körperverlegung wurde am Donnerstag Eisenbahntoupee, sowie in den hiesigen Restaurationen von linge zu uns fommen oder bringen Sie den Vorfall in einer Nachmittag gegen 3 Uhr dem Publikum unter dem Titel Mord Laurigen und Dieffenbach die ihnen zur Last gelegten Vergehen Gewerkschaftsversammlung vor. in der Zimmerstraße" in einem aus einer Druckerei der Friedrich- begangen haben. Die Beweisaufnahme fiel derart zu gunsten der R. 1859. Adressen von Aerzten veröffentlichen wir nicht straße hervorgegangenen Extrablatt dargeboten. Die angeblich von den Rechtsanwälten Dr. Friedmann und Dr. Coßmann ver- im Briefkasten. Sehen Sie den Adreßkalender nach. ermordete Kellnerin Hedwig Becker ist bereits auf der Unfall- tretenen Angeklagten aus, daß nur ein kleiner Theil der geladenen Musterwerkstatt. Budgetkommission: Singer, Bebel und station von der Kriminalpolizei vernommen worden und befand Zeugen vernommen wurde. Der Staatsanwalt ließ die Antlage Meister. Umsturskommission: Auer, Bebel und Frohme. Komfich auch am Donnerstag Nachmittag in einem durchaus nicht wegen Betruges gegen Simoni, sowie wegen gewerbsmäßigen mission für die Gewerbenovelle: Reißhaus und Schmidt( Berlin). lebensgefährlichen Zustande. Glücksspiels gegen Pahl fallen und beantragte, nur den ersteren Kommission für die Berufszählung: Schoenlant. Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Bahl anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll, O. M. 20. Wenden Sie sich ans Polizeirevier. O. H. E. Das können wir nicht genau wissen. Wahrscheinlich bleiben Sie militärfrei. Lemke. Für Sie gilt dieselbe Antwort. W. Sch., Auguststraße. Lassen Sie entweder die LehrVerantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 45. Parlamentsberichte. Abgeordneteuhaus. 25. Sigung vom 21. Februar, 11 Uhr. Am Ministertische: v. Köller und Kommissarien. Freitag, den 22. Februar 1895. 12. Jahrg. sich zu ereifern, wenn es sich um die Verhinderung der Ver- Abg. v. Plettenberg( t), Knebel( natl.) und Kirsch( 3.) höhnung von Sitte und Religion handelt. Ein Gerichtsurtheil einige Bedenken geltend gemacht hatten, einer Kommission von fann fritisirt werden; war Herr Rickert nicht über das Urtheil 7 Mitgliedern überwiesen. im Falle Leist auch sehr entrüstet? Auf dem Gebiete Schluß 3½ Uhr. Nächste Sigung Freitag 11 Uhr.( Etat des des Rechtsschutzes können wir der Regierung nicht nachgeben; Kultusministeriums.) bei der Handhabung der Polizei muß ein gewiffer Spielraum Die zweite Berathung des Staatsbaushalts Etats für gegeben fein. Soll das Zentrum ſein Distrauen aufgeben. Erster Deutscher Bäcker- Kongrek. 1895/96 wird fortgesetzt beim Etat des Ministeriums des Innern. empfiehlt Beim Kapitel Polizeiverwaltung in Berlin Abg. Graf Douglas zur Verhinderung der Ausbreitung von Seuchen eine schärfere polizeiliche Kontrolle der sogenannten Haltekinder und die Einführung schärferer hygienischer Maß regeln hinsichtlich der Trinkhallen und der öffentlichen Bedürfniß anitalten, desgleichen zur Beseitigung des Staubes auf öffentlichen Promenaden. Besonders nothwendig sei die Einführung von abwaschbaren Fußdecken in den öffentlichen Fuhrwerken, Droschten u. s. w. " dann sollte Graf Limburg die Reste des Kulturkampfes bes seitigen, z. B. die aufgehobenen Verfassungsartikel wieder her- Die Gefahr, daß durch die reservirte Haltung der Regierung, stellen. Von dem Minifter erwarten wir ein energisches Vor- unterstützt von der strupellosen Hetze der Meistervereinigungen, gehen zum Schuße der religiösen Auffassungen des Volkes. die versprochene Regelung der Arbeitszeit im Bäckergewerbe wieder Abg. v. Bedlitz( ft): Wir sind mit dem Minister in bezug auf unbestimmte Zeit hinausgeschoben werde, hatte die Berliner auf die Zulassung von Stücken wie die Weber" vollständig Agitationskommission der Bäckerei- Arbeiter veranlaßt, einen alleinverstanden. Wenn man sich die Szenen bei Aufführung gemeinen deutschen Bäckertag nach der Reichshauptstadt, wie es der Weber" vergegenwärtigt, dann muß man sagen, daß die in dem diesbezüglichen Aufrufe hieß, einzuberufen. Die Anregung lokalen Verhältnisse die Aufführung in Berlin fiel auf fruchtbaren Boden; in zahlreichen öffentlichen Versamms nicht gestatten, daß das Ober- Verwaltungsgericht von lungen erklärte man fich damit einverstanden, energischen falschen Voraussetzungen ausgegangen ist. Protest gegen die Verschleppung einer so wichtigen Materie zu Abg. Graf Limburg- Stirum( f.): Wir wollen die Gerichts- erheben. höfe nicht antasten, aber wir wollen ihnen auch nicht eine größere Am 20. Februar wurden die Verhandlungen im Lokal_von Rompetenz zuschreiben, als sie haben. Sollen etwa wegen des Buste, Grenadierstraße, eröffnet. Vertreten sind durch 30 Dele einen Urtheils die Weber" überall aufgeführt werden dürfen? girte folgende Städte: Leipzig, Kiel, Berlin, Bremen, OldenWo blieben da die Rechte der Krone und der burg, Hamburg, München, Magdeburg, Straßburg, Dresden, Minister? Hannover Linden, Lübeck, Altona, Gera, Frankfurt a. M., Münster, Wilhelmshaven, Mannheim, Harburg, Flensburg, Wiesbaden, Stuttgart, Offenbach, Brandenburg, Rostock und Krimmitschau. Insgesammt haben ca. 14 000 Bäckereiarbeiter Delegirte entsandt. Die Tagesordnung umfaßt folgende Punkte: 1. Situationsberichte. 2. Maximal- Arbeitszeit. 3. Stellen- Vermittelungswesen. 4. Organisation. 5. Fachpresse. 6. Diverse Anträge. Abg. Sobrecht( natl.): Wir sind mit der zweiten Erklärung des Ministers einverstanden; von der ersten hatte ich auch den Eindruck, als wenn eine Kritik an dem Ober- Verwaltungsgerichte geübt werden sollte. Ich halte dieses Gericht für die größte Errungenschaft der letzten Jahrzehnte und möchte daffelbe in feiner Weise angegriffen sehen.( Zustimmung lints.) 0 Abg. Langerhans erkennt an, daß durch das Aufwirbeln von Staub in den Straßen und auf öffentlichen Pläzen nament lich infolge des Tragens von Damen- Schleppkleidern eine Menge von Bakterien und sonstigen Krankheitserregern verbreitet wird. Biel gefährlicher aber noch sei das Eindringen und Einschleppen von Staub und Schmutz in die Wohnungen. Mit Gewalt lasse fich hier aber nicht vorgehen. Außerdem habe es fich gezeigt, daß anfangs in den Zeitungen angepriesene hygienische Maßregeln sich nachher als unwirksam erwiesen haben. Das beste prophylaktische Mittel sei immer noch die Reinlichkeit und in dieser Beziehung würde es in der that ein großer Fortschritt sein, wenn an stelle der bisherigen Decken in den Droschten 2c. Abg. Rickert( dfr. Vg.): Gegen Tingeltangel u. f. w. sollte abwaschbare Decken, wie Linoleum, eingeführt würden, welche man einschreiten, aber die Besucher sind meist nicht Arbeiter, Die Erörterung des ersten Punktes ergab ein trübes! Bild der durchaus nicht kostspieliger seien, als die bisherigen Decken. Die sondern gehören anderen Woltstlassen an.( Buruf: wirthschaftlichen Misère. Den Reigen eröffnete Geyers Kontrolle über die Pflege der Haltekinder würde von den Juden.) Ein Theil der Debatte gehört in den Reichstag, wo wir uns Leipzig. Der Redner erwähnt, daß durch die Veröffentlichung Waisenämtern bereits bis zur Einsegnung und darüber hinaus mit dem Schuß von Religion u. f. w. zu befassen haben. der Bebel'schen Broschüre die Bewegung gegen die schreienden geführt. Herrn Hobrecht danke ich für seine Bemerkungen. Die Kritit Mißstände im Bäckergewerbe in Fluß gekommen ist. Die Geheimer Rath Lindig bemerkt, daß der Minister des Innern des Ministers hat heute ebenso wenig Werth organisirten Bäcker haben statistische Erhebungen noch in mit dem Minister des Kultus die Fragen in sorgfältige Erledi- für mich, wie früher, als er noch Abgeordneter letter Zeit veranstaltet, die besonders das Treiben gung nehmen würde. war. Er ist derselbe geblieben. Was würden Sie der Junungshelden insoweit largelegt haben, daß die Abg. Arendt wünscht im Intereffe des öffentlichen Dienstes dazu fagen, wenn ein Justizminister ein Urtheil des Kammer Sonntagsarbeit in hohem Maße kultivirt wird. Nicht selten und der öffentlichen Sicherheit eine telephonische Vergerichts in dieser Weise kritisiren wollte.( Zuruf rechts: Ge- zahlen die großmächtigen Jnnungsmeister noch weniger als ben bindung der Polizeireviere unter einander und mit schieht alle Tage!) Herr v. Schelling hat auf das peinlichste Minimalfaß, den sie durch Innungsbeschluß festgesezt haben. dem Polizeipräsidium. vermieden, sich in die Justiz einzumischen. Der Minister sollte Aus Riel wird berichtet, daß in einem Fünftel der Betriebe Minister v. Köller: Das Polizeipräsidium besitzt eine etwas vorsichtiger sein, denn auch nur die Möglichkeit einer mehr als sechzehnstündige Arbeitszeit herrscht. Die Polizei verbot eigene Telegraphenlinie mit den sämmtlichen Polizeibureaus und ministeriellen Einwirkung schwäche das Ansehen des Ober- das Betreten der Arbeitsräume auf Betreiben der Meister, als er sei der Meinung, daß diese telegraphische Verbindung dem Verwaltungsgerichts. man statistische Erhebungen machen wollte. Wochenlöhne sind Bedürfniß genüge. Gleichwohl werde er Veranlassung nehmen, Minister v. Köller: Den Rathschlägen des Herrn Rickert 5-14 M.; die Genossenschaftsbäckerei zahlt die höchsten Löhne. Der dem Polizeipräsidium die Anregung des Abg. Arendt zur Prüfung werde ich niemals folgen. Ich habe das Urtheil nicht fritisirt; Redner flagt, daß die harmoniefreundlichen Gefellenvereinigungen vorzulegen. sondern nur bemerkt, daß es sich um einen einzelnen Fall handelt, im Norden, die sog. Brüderschaften, die Agitation sehr erschweren, Abg. Haufen( ft.) macht darauf aufmerksam, daß in Berlin der nunmehr erledigt ist. An den Gründen habe ich feine Kritit Sehr schlechte Schlafräume sind nach dem Bericht des Delegirten öffentliche und Privatfuhrwerke oft so schnell fahren, daß Gefahr geübt, sondern tie Hoffnung ausgesprochen, daß nach den ge- Liefcher in Hamburg. Die Innungen waren aufs höchste für die Paffanten entsteht. Redner erinnert an die Abgg. machten Erfahrungen das Urtheil anders ausfallen würde, wenn erbost, als die Sanitätspolizei nach der Cholera- Epidemie die von Gerlach, von Manteuffel und von Fürth, die Geh. Räthe die Polizeibehörden das Verbot an anderen Stellen aussprechen. Arbeitsräume inspizirte. Das Genossenschaftswesen, betont der Lüders, Haase und Wehrenpfennig, sowie Professor Curtius, die Ich habe damit den Behörden nur eine Direktive geben Delegirte, hat die Organisationsbestrebungen in feiner Weise gedurch schnelles Fahren verunglückt sind. Redner bittet den Mi- wollen, und das ist mein gutes Recht, von fördert. Heilmeyer München führt aus, daß die nister, für Berlin ähnliche Verfügungen gegen schnelles Fahren zu dem ich Gebrauch machen werde, selbst auf die Gefahr Bäckerei an dem Orte in den Händen der kleinen Meister liegt, erlaffen, wie sie in anderen Städten schon bestehen. hin, die Liebe des Abgeordneten Rickert zu verlieren.( 3u- der Großbetrieb ist sehr wenig vertreten; das erschwert die Abg. v. Kröcher( t.): Keine Stadt hat eine so gute Straßen- ftimmung rechts.) Agitation ungemein. Selbstverständlich blüht dort die Lehrlings. polizei wie Berlin; die Bemängelungen Hansen's seien grundlos. Beim Kapitel Landgendarmerie verlangt züchterei. Organisirt sind 250 Kollegen. Der Magdeburger Die verunglückten Herren gingen in politische Gedanken vertieft Abg. Graf Strachwin( 3.) ein schärferes Einschreiten gegen Delegirte macht Mittheilung, in welcher unverfrorenen Art die auf der Straße; an ihrem Unglück feien die Kutscher unschuldig. die von sogenannten geschlossenen Gesellschaften Innungsmeister die Agitation gegen den drohenden Maximals Auf eine Anregung des Abg. Träger( dfr. Bp.), den veranstalteten Vergnügungen, die schließlich zu öffentlichen Arbeitstag betrieben haben. Man hat die Gefellen in die Ver Bureau Assistenten des Einwohner- Melte- Amtes das Aufrücken ausarten. jammlungen gelockt, und dort durch Freibier die richtige Stimmung in die Stellen der Polizeisekretäre zu ermöglichen, bemerkt Bei den allgemeinen Ausgaben find für ge erzielt, in welcher eine Petition gegen den Marimal Arbeitstag Geheimer Rath Lindig, daß an diese Assistenten, die eine beime Ausgaben statt 120 000. 80 000 m. mehr, unterschrieben wurde.( Pfui!) Löhne sind sehr niedrig, die nur mechanische Thätigkeit haben, geringere Anforderungen als also 200 000 m. ausgeworfen. Arbeitszeit ist im Durchschnitt 15-16 Stunden. Ueber die Bers an die Polizeisekretäre gestellt werden. Aber besonders tüchtige hältnisse in Straßburg berichtete Huber. Dort herrschen Assistenten fönnten doch in die Sekretärstellen kommen. in vielen Bäckereien ausnahmsweise mißliche Zustände bezüglich der Reinlichkeit. Das Backwasser wird benutzt, nachdem die Hände event. sogar Wäsche darin gereinigt ist.( Hört, hört!) Auch Dresden hat, wie Reichart hervorhebt, durch die Vers öffentlichung der Mißstände in der Arbeiterpresse die besten Erfolge erzielt. Most Berlin weist auf die große Bahl derjenigen hin, die in Berlin ständig arbeitslos find. Bwei Junnugen betreiben die Ausbeutung der Arbeitskräfte. So uneinig sie sonst sind, so giebt doch keiner der anderen in puncto Arbeiterfeindlichkeit" etwas nach. Da man selbst in der Umgegend Berlins nicht einmal mehr Lehrlinge auftreiben kann, so werden dieselben aus entfernten Gegenden bezogen förmlich # Abg. Wallbrecht( ntl.) tritt für die hannoverschen Polizei beamten ein. Abg. v. Heeremann( 3.) bittet den Minister, schärfer gegen theatralische Darstellungen einzuschreiten, welche Gitte und Religion verhöhnen, wie es früher nicht geschehen ist. Das Theater ist zu einer Stätte der Unfitte und Unzucht heruntergesunken und hat damit auch den Geschmack des Publikums verschlechtert. " = $ Abg. Hermes( frf. Vp.) erklärt sich gegen eine Erhöhung des Titels und gegen den Titel felbst, der vom Zentrum und den Freifinnigen stets bekämpft fei. Gegen die Stimmen der Freifinnigen wird die Erhöhung Bei den Ausgaben für die Polizeiverwaltungen genehmigt. in den Provinzen erklärt auf eine Anregung des Abg. Herold Beim Kapitel: für Wohlthätigteitszwede beder Minister des Innern v. Köller, daß Polizeibehörden bei ihren mängelt Abg. Arendt( ft.) den niedrigen Betrag der Fonds, der Bauten natürlich allen polizeilichen Vorschriften wie jeder Privates begreiflich mache, daß bei solchen Unglüdsfällen wie auf mann unterliegen. Helgoland, in Eisleben und Schneidemühl der Fonds versage, so daß man schließlich zu einer Lotterie habe greifen müssen. Redner empfiehlt eine reichlichere Dotirung der Fonds aus einer Vermehrung der Loose der Klassenlotterie und bittet um Genehmigung des Scherl'schen Sparsystems. Bei dem Fonds für unvorhergesehene Ausgekauft. In Bremen hat man, wie der Delegirte versichert, gaben spricht Abg. Arendt( ft.) seine Freude über die Gründung miserable Arbeits- und Schlafräume; ein Drittel aller Kranten Minister v. Köller dankt für die Anregung des Vorredners. der Berliner Korrespondenz" aus; es sei etwas leidet an der Bäckerkrankheit, der Krähe. Eine ganze Reihe von Er ist auch der Ansicht, daß die Theater seit einigen Jahrzehnten besser geworden. Allein troß der Erklärung des Ministers besteht Delegirten erhebt lebhafte Klage über den Druck der Innungsnicht mehr eine Bildungsstätte, eine Stätte zur noch allgemein die Ansicht, daß auch die Nordd. Allgem. 8tg." meister gegen die organisirten Arbeiter; die Ausbeutung überPflege historischer Grinnerungen sind. In der und die Berliner Pol. Nachr." offiziöse Blätter seien. In den steigt an einzelnen Orten alle Vorstellungen. Aus Altona Residenz vor allem find Theater entstanden, die zunächst recht letzten Tagen hat die erstere Gelegenheit genommen, Aeußerungen wird z. B. berichtet, daß 4/5 aller Betriebe ohne Gesellen viel verdienen wollen, selbst auf die Gefahr hin, die Moral des der Regierung und der Parteien zu gloffiren. Es sollte erklärt arbeiten. Als die Behörde auf Drängen der Gesellen Revision Boltes zu ruiniren.( Buruf des Abg. Graf Strach wig: Wie werden, daß diese Aeußerungen nicht amtlichen Ursprungs sind. anstellte, kam die Auswucherung der aus Bayern und Schlesien die meisten neueren Schriftsteller!) Das ist Minister v. Köller: Die Preßverhältnisse im bezogenen Lehrlinge ans Tageslicht. An vielen Orten haben die richtig.( Widerspruch des Abgeordneten Rickert.) Der Reich und in Preußen bedürfen einer gewissen Aufmert- Meister schwarze Listen der Gesellen aufgestellt, die in solcher moralische Sinn des Volkes geht verloren.( Abgeordneter famkeit. Schon mancher wird auf den Gedanken ge: Weise die Schäden im Gewerbe aufdecten. 18-19 Stunden Rickert: Sehr richtig, infolge der Interessenwirthschaft.) fommen sein, was alles gedruckt werden fann. Man Arbeitszeit herrschen in Münster; der Lohn ist 2,50 Mart Aber es gelingt nicht immer, den richtigen Willen durchzu- kann beinahe sagen, daß das in den Zeitungen Gedruckte im Durchschnitt. Jn Süddeutschland liegen die Verhältnisse, wie fegen, weil das Ober Verwaltungsgericht die nur mit der größten Vorsicht aufgenommen werden kann. aus allen Berichten hervorgeht, noch wesentlich ungünstiger. Zwei polizeilichen Verfügungen aufhebt, z. B. bezüglich Namentlich liegt die Gefahr darin, daß in den Kreisen der kleinen Mann schlafen in einem Bett das ist die Regel, sagt ein der Weber". Aber das gilt nur für den einzelnen Fall. Ich Leute, wo wenig gelesen wird, Dinge verbreitet werden, die der Delegirter, in dasselbe Bett legt sich der Hausbiener, bin deshalb der Polizeiverwaltung, welche Schreiber nicht verantworten fann. Der Regierung werden Ab- wenn diese aufstehen. Es gehört nicht zu den Seltens fürzlich die Weber wiederum verboten hat, besichten unterstellt, die sie hat, oder gehabt haben oder aufgegeben beiten, daß von Sonnabend Abend bis Sonntag um 3-4 Uhr fonders dankbar. Ich kann nur bitten, folche Standal haben soll. Ein Widerspruch dagegen ist schwer möglich und nachmittags gearbeitet wird; dann schickt der fromme Meister fälle hier vorzubringen und die Regierung bei ihren Maßregeln wenn es gelingt, dann wird er auch noch angezweifelt. Deshalb die todtmüden Lehrlinge noch in die Kirche. Eine 18-20stündige zu unterstützen.( Beifall.) ist es mein Bestreben gewesen, in der Berliner Korrespondenz" Arbeitszeit ist überhaupt an der Tagesordnung. Die Organi Abg. Graf Limburg- Stirum( f.) erklärt sein Einverständniß ein Organ zur Verfügung zu haben, welches Richtigstellungen fation liegt in den füddeutschen Städten zumeist sehr darnieder, mit dem Minister, bittet aber das Zentrum, das Miß bringt. Sie wird jedem Zeitungsunternehmer zur Verfügung eine rühmliche Ausnahme macht Offenbach, daß prozentual trauen der Regierung gegenüber fallen zu lassen und ihr gestellt. Dafür follien alle Parteien der Regierung dankbar am stärksten organisirt ist. Die Berichterstattung nahm eine größere Machtvollkommenheiten zu gewähren, und sein. Ein solches Unternehmen ist nicht leicht auf eine gewiffe ziemliche Beit in Anspruch. Danach kam man zum Hauptpunkt zwar nicht blos auf diesem Gebiete. Höhe zu bringen, da es nicht den Parteien zu Munde redet. der Tagesordnung: Magimalarbeitstag. Abg. Rickert( dfr. Vg.): Ich muß Protest dagegen einlegen, Daß ich nur Undant, Hohn und Spott ernten würde, Der Referent Pfeiffer Berlin schildert an der daß der Minister das Urtheil des höchsten Gerichts wußte ich im voraus. Ich wollte, die Schaffung der Berliner Hand eines reichen Materials, wie wenig die Befürchtungen der tritifirt hat und einer Polizeibehörde ob ge- Korrespondenz" wäre nicht nöthig geworden, dann wäre es ein Meister, daß das ganze Gewerbe bei einer Verkürzung der Arbeitsspendet hat, die gegen das Urtheil gehandelt hat. Das Zeichen der Gesundung der Presse gewesen. Leider muß fie seit auf 12 Stunden vernichtet werde, begründet sind. In Breslau find subvensive Tendenzen. Die Umsturzbewegung noch manche Dementis bringen. Langweilig mag das florirt eine Konsumbäckerei bei achtstündiger Arbeitszeit. wird durch die allgemeine Interessenwirthschaft in vielen Kreisen Blatt fein, aber es war eine Nothwendigkeit, um auch an Man dürfe einen freien Arbeiter" doch logischerweise nicht gefördert.( Buftimmung links. Widerspruch rechts.) die kleinen Blätter objektive Parlamentsberichte zu bringen. hinter einen Strafgefangenen zurückseßen, der eine zehn Minister von Köller: Möge Herr Rickert in seinen Kreisen Man muß aber nicht zu viel verlangen; es tönnen nicht alle tündige Arbeitszeit innehalten muß. Die große Zahl der ständig die Interessenwirthschaft beseitigen und der Regierung die albernen Nachrichten dementirt werden, sondern nur solche, an Beschäftigungslosen im Bäckergewerbe, deren Zahl man gering ihr nahestehenden Kreise überlassen.( Zustimmung.) Ich habe deren Berichtigung die Regierung ein Intereffe hat. Gegenüber gerechnet auf 30 000 veranschlagen müffe, sollte dahin drängen, nicht das Urtheil fritisirt, sondern nur gesagt, daß daffelbe nur dem offiziösen Preßunwesen ist das Blatt sehr einen gefeßlichen Eingriff so bald als möglich vorzunehmen. für den einzelnen Fall gilt, und ich hoffe, daß das Gericht dem- nüglich; es betommen auch andere Blätter Nach dem Geschrei der Innungsmeister, die in überwiegender nächst anders urtheilen wird. Nur für Berlin und Breslau ist hin und wieder Nachrichten, denen sie den Zahl nur durch die schamloseste Ausbeutung der jugendaus lokalen Gründen die Aufführung gestattet worden. Mantel des Offiziösen umbängen. Andere lichen Arbeitskraft der sogenannten„ Lehrlinge" ein behäbiges Meine Bemerkungen mögen unangenehm fein, offiziöse und offizielle Blätter als den Reichs. Leben führen, könne eine Regierung," die Hilfe bringen wolle, aber es muß Ernst gemacht werden mit dem Anzeiger" und die Berliner Korresponden 3" unmöglich fragen. Leider sei die Behandlung dieser Frage durch Schuh der heiligsten Güter der Nation, folange giebt es nicht.( Beifall.) Die lettere soll der Lüge und den Bundesrath nicht so, wie man es erwarten könnte. Auf wir die Gewalt noch hinter uns haben, ob das unwahrheit entgegentreten und wird hoffentlich ihren Beruf nicht eine Anregung des Abg. Molkenbuhr habe Herr v. Bötticher Herrn Rickert gefällt oder nicht. Ihre Kritik, Herr Nickert, verfehlen. am 11. Februar im Reichstage. ein Spezialgesetz in ist mir nicht mehr werth, als die Kritik der ganzen Presse. Der Neft des Etats wird ohne Debatte genehmigt. Aussicht gestellt. In den Kreisen der organisirten Bäcker ( Beifall rechts.) Der Gesetzentwurf, betreffend die Fischerei der Ufereigen befürchtet man, daß nochmals umständliche Enqueten Abg. v. Heereman( 3.): Herr Rickert hat doch keinen Grund, thümer an den Privatflüssen der Rheinproving, wird, nachdem die und dergleichen veranstaltet werden, wodurch stch die " 311 = " wie und Freie Vereinigung der Händler und Händlerinnen Berlins und Lösung der Frage vielleicht bis ins nächste Jahrhundert ver- Vorschlage, vorläufig noch eine abwartende Stellung einzunehmen, bekundete und es allen in der Hutbranche Beschäftigten zur zögere. Eehr richtig.) Weil man so lange doch auf keinen Fall schloß der Referent feinen mit Aufmerksamkeit verfolgten Bor- Pflicht gemacht wurde, sich der gewerkschaftlichen Organisation warten könne, befürwortete der Referent einen Beschluß, der die trag. In der hierauf folgenden Diskussion, die fachlich und dem anzuschließen. Wie bekannt gegeben wurde, hat der Filial Hilfe der Arbeiterschaft anruft, wenn die Bäcker genöthigt find, Ernfte des Themas entsprechend geführt wurde, betheiligten sich vorstand beschlossen, Fabrikversammlungen zu veranstalten. Nachselbständig in dieser Angelegenheit vorzugehen. die Kollegen Reinke- der gegen den Streit ist Jakobei, dem der Delegirte zur Gewerkschaftskommission sodann seinen Mit bezug auf die Nothwendigkeit einer schleunigen geseh- Schweizer, Böhm, Märker, Wentker und Mark, die sich sämmtlich Bericht erstattet hatte, fand Neuwahl deffelben statt und wurde lichen Festlegung einer Maximal grenze stimmten alle Distuffions für ein Vorgehen, wie es der Hauptvorstand beabsichtigt, aufchte mit diesem Amt betraut. redner dem Referenten rückhaltlos zu, nur darin, ob es zweck- anssprachen. Der Antrag: Die Versammlung begrüßt den Vor- Fünfte Generalversammlung des Verbandes der Bäcker mäßig ist, durch Selbsthilfe oder durch Streit die Einführung zu schlag des Vorstandes sympathisch und wird denselben auf dem und Berufsgenossen Deutschlands. Am 18. und 19. Februar beschleunigen, gingen die Meinungen auseinander. Mit herben Provinzialtage zum endgiltigen Abschluß bringen wurde am tagten in Berlin, Grenadierstr. 33, die Vertreter der BäckerWorten wiesen mehrere Redner darauf hin, daß sie angesichts Schlusse der Diskussion gegen vier Stimmen angenommen. organisation. Aus 16 Städten sind Delegirte anwesend; im der Art, mit der die Sozialpolitiker der Regierung eine so Unter Verschiedenen wurden die Werkstellen Lehmann in Auftrage der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands überaus wichtige Frage behandela, das Vertrauen zur Regierung der Mauerstraße und die Firma Belefeld erwähnt. Ersterer ver- wohnt Genoffe Demuth- Hamburg den Verhandlungen bei. gänzlich eingebüßt haben. Scholz- Berlin betonte, daß die bietet das Rauchen und letztere verfteigt sich sogar soweit, den In seinem Geschäftsbericht streifte der Vorsitzende Vorstellungen, welche die Arbeiter bisher an die maßgebenden Arbeitern zu befehlen, ihren Wochenlohn am Montag Abend von Pfeiffer die Agitation, welche durch die Generalkommission Kreise gerichtet hätten faft gar feinen Eindruck haben. 7 bis 8 Uhr abzuholen. Mit dem Wunsche, diese Angelegen- vor furzem in der Nahrungsmittel- Industrie veranstaltet ist. Der Man werde jetzt endlich müde, nur für den Papier- heiten wie die Ausarbeitung eines Affordtarifs für die fünftige Erfolg entspricht nicht ganz den gehegten Erwartungen. Ein forb arbeiten. Es sei beschämend daß das ful Lohnbewegung dem Vertrauensmann zur Erledigung zu über geplanter Verband der Angehörigen dieser verschiedenen Branchen tivirte Deutschland fich von anderen Ländern überholen weisen, erreichte die Versammlung ihr Ende. ist nicht zu stande gekommen, da sich die Fleischer und Brauer Laffe. Von einem Kampfe im gegenwärtigen gegenwärtigen Moment Die Forderungen, welche die Gehilfenschaft an die nicht angeschlossen haben. In dem Kassenbericht, den der Tönne teine Rede sein, die Organisation bedürfe der weiteren Arbeitgeber im Barbier- und Friseurgewerbe zu stellen Haupttafsirer Schwanherz erstattet, sind mit dem Kassenbestand von Ausdehnung, ehe man mit Aussicht auf Erfolg einen solchen be- beabsichtigt, begründete der Referent Meyer in der Ver- 560,91 M. feit Ende Mai 1893 1867,81 M. eingenommen; man fortgesetzt die Mißstände in der Presse und in den Ver- rung von der Misère, unter der das Personal in den Barbier- gegenwärtig 553,59 M. Er gab eine eingehende Schilde die Ausgabe beträgt 1814,22 M.; der Kassenbestand ist Die Organisation umfaßt gegen fammlungen bespreche, werde langsam aber sicher zum Ziele geschäften zu leiden hat. Aus hygienischen und sittlichen Gründen 800 Mitglieder. Dem Vorstand wurde nach längerer führen. An der weiteren Debatte, an welcher die Vertreter von sei zunächst die Verkürzung der Arbeitszeit ins Auge zu fassen, lebhafter Diskussion Decharge ertheilt. Bei dem Punkt Berathung Leipzig, Dresden, München, Offenbach, Hamburg u. a. theil des weiteren Anerkennung des Gehilfen- Arbeitsnachweises zc. Zur der Anträge liegt als erfter ein Antrag Berlin vor, die Zennahmen, betheiligten sich auch die von der Reichskommission im Beschlußfassung wurde nachstehende Resolution vorgelegt: Die tralisation aufzulösen und zur lokalen Organisationsform zurückDelegirten Reinhardt Dresden und Most- Berlin. thun, damit die von der Gehilfenschaft aufgestellten Forderungen, die Stimme des Berliner Bertreters wurde derfelbe abgelehnt. vorigen Jahre als Vertrauenspersonen der Bäcker vernommenen Versammlung beauftragt die Agitationskommission, Schritte zu zukehren. Dieser Antrag fand keine Sympathie; mit allen gegen Einstimmig wurde nachstehender Beschluß gefaßt, der schleunigft 1. Feftfehung einer Geschäftszeit von morgens 7 bis abends Lange Debatten entstehen bei dem Punkt Presse". an die zuständigen Stellen abgesandt werden soll: 9 Uhr, 2. Freigabe eines halben Tages pro Woche von 1 Ubr Organ" Die deutsche Bäcker- 3tg." war bisher Eigenthum des " In Erwägung, daß der Bericht der Reichskommission für ab, 3. Anerkennung des von den Gehilfen verwalteten Arbeits- Vorfizenden Pfeiffer; die Filiale Hamburg beantragte, das Blatt Arbeiterſtatiſtik an den hohen Bundesrath des Deutschen Reiches nachweises und 4. Anerkennung der Kontroll Karte( Le zum Verbandsorgan zu machen; von anderer Seite wird ge= betreffend die Arbeitsverhältniffe im Bäckergewerbe ein fo trübes, gitimation ähnlich die der Kellner) den Berliner Arbeitgebern wünscht, gemeinsam mit den Müllern oder mit den Konditoren aber allzuwahres Bild entrollt hat, welches durch die Situations- übermittelt werden." Die Redner in der Diskussion stimmten ein Fachorgan herauszugeben. Angenommen wurde der berichte auf dem 5. Deutschen Bäckerkongreß durchaus bestätigt fast durchgängig dieser Willenserklärung zu. Einige felbständige Antrag Hamburg. Das neue Statut wurde mit geringen Abwird, spricht derselbe fein Befremden darüber aus, daß der hohe Barbiere, die das Wort nahmen, hielten die aufgestellten Forde änderungen genehmigt. Der Vorstand ist berechtigt, nothwendige Bundesrath bis jetzt noch nicht von der ihm laut§ 120 Abs. 3 rungen für sehr mäßige. Sel big betonte, daß deren Interesse Bestimmungen noch in das Statut aufzunehmen. Der Sitz des der R.-G.-D. zustehenden Befugniß Gebrauch gemacht hat, um an der Berkürzung der Arbeitszeit fast ebenso groß sei, wie das Verbandes wurde nach Hamburg verlegt, der des Ausschusses die Beschlüsse der Reichskommission zur Durchführung zu bringen. Der Gehilfen. Gründel, von der Freien Bereinigung selbst nach übeck. Zum Vorsitzenden wurde AIImann- Ham In fernerer Erwägung: da durch die Erklärung des Bundes- fländiger Barbiere", und ein Vertreter der„ Altdeutschen Junung" burg gewählt, dem auch die Redaktion des Fachblattes überrathsvertreters im Reichstage, daß die Verhältnisse der Bäckerei äußerten sich in ähnlichem Sinne. Die Redner führten aus, daß tragen wurde. Am 19. Februar, abends nach 10 Uhr, wurde die Arbeiter durch Spezialgefeß geregelt werden sollen, die endgültige der hauptsächlichste Widerstand jedenfalls von der Wollschläger Generalversammlung geschlossen. Erledigung dieser brennenden Frage nach Ansicht des Kongresses schen Innung gemacht werde. Zur Charakterisirung dieses Herrn in weite gerne gerückt ist Köpenick. Fordern die Frauen das Wahlrecht?" lautete richtet der Rongreß an., bemerkte Genoffe Millarg, genüge es, darauf hinzuweisen, das Thema, über welches am 12. Februar cr. Frau Ihrer den hohen Bundesrath daz Ersuchen, den daß derselbe gleichfalls gegen den Antrag, die Sohnzahlung im großen Saal des Kaiserhofs vor etwa 400 Personen referirte. 3wölfftundentag im Bädergewerbe bis zum generell am Freitag einzuführen( der von den Arbeitnehmern Die Referentin legte in 12ftündiger Rede, vom öfteren Beifall 1. April dieses Jahres gesetzlich in fraft treten bem Ausschuß des Gewerbegerichts vorgelegt wurde), geftimmt unterbrochen, flar, daß Mann wie Frau gleichberechtige gu laffen." 10 zu habe; trozdem gerade das Barbiergewerbe doch einen erheblichen Staatsbürger, Das Stellen vermittelungswesen, welches im Vortheil davon habe, wenn die Arbeiter statt am Sonnabend diesem Grunde Steuerzahler sind, schon aus die Frauen das Wahlrecht Wahlrecht verlangen Bäckereigewerbe einen so abstoßenden Charakter hat, fand fritische schon am Freitag in den Besitz ihres Lohnes gelangen und ihre tönnten und müßten. Die indirekten Steuern drücken Beleuchtung feitens verschiedener Redner. In Berlin sind zirka Bedürfnisse befriedigen fönnen.( Sehr richtig Die Resolution am schwersten auf die Schultern der Arbeiterklasse. Auch fönnen, brez ohne 40 diefer Seelenverkäufer thätig; die Dresdener Innung hat in fand einstimmige Annahme. In die Agitationskommission wurden mit den jetzt bestehenden Wahlrecht sieht es traurig aus, und einem Jahre 1885,25 M. aus den Taschen der Arbeitslosen auf vier Mitglieder zum Ersatz für ausgetretene gewählt. wird dasselbe immer mehr den Arbeitern durch die Produktionsdiese Weise herausgezogen. Der Kongreß beschloß, die Kollegen allerorts aufzufordern, mit allen Kräften dafür thätig zu hallen eine Versaminlung aller Werkstatt- Vertrauensleute der der Armenunterstüßung, wenn auch nur bei einem Krankheitsfall Metallarbeiter. Am 14. Februar cr. fand in den Armin verhältnisse entzogen, indem sie in Noth und Elend gerathen, von sein, daß die Arbeitsvermittelung in die Hände der Arbeiter ge- Berliner Metallindustrie statt, zu der ca. 800 Kollegen erschienen des Kindes Gebrauch machen. Nachdem die Referentin zum langt. Die Debatte über Punkt Organisation wurde durch waren. Der Zweck der Versammlung war, ein Stimmungsbild Schluß das Vereins- und Versammlungsrecht fritisirte, gelangte, Scholz Berlin eingeleitet. Der Redner macht die Mit- von den einzelnen Werkstätten zu erhalten über eine eventuelle da sich in der Diskussion niemand zum Worte meldete, die bereits theilung, daß sich seine Mandatgeber auf lokaler Grundlage daß an eine allgemeine Arbeitsruhe am 1. Mai d. J. in der Annahme. Da das Verlangen des Polizeibeamten, die VerſanimArbeitsruhe am 1. Mai. Kollege Mäther führte zunächst aus, in den Berliner Versammlungen angenommene Resolution zur organisiren wollen, da man auf andere Weise voraussichtlich Metallindustrie wohl nicht zu denken sei, möglich sei eine solche lung um 10 Uhr zu schließen, nicht befolgt wurde, löfte derselbe feinen Erfolg erzielen könne. Aus der weiteren Distuffion geht in diesem Jahre vielleicht nur in einzelnen Werkstätten und die Versammlung auf. hervor, daß in mehreren deutschen Städten: Dresden, München, Branchen, in denen die Mehrzahl der Kollegen organisirt sei So wollen die Metalldrücker dieses Jahr den 1. Mai durch ftehen. Reichstags- Abgeordneter Legien, der Vertreter der General Arbeitsruhe feiern. Diesen Standpunkt der Drücker vertreten und jeden Freitag nach dem 15., bei Lorenz, Hoppenstr. 47, abends 8 Uhr. fommission, ging auf die verschiedenen Einwände, die gegen die die Kollegen Litfin und Bentralisation gemacht wurden, ausführlich ein. Er betonte, daß Heb. Nach diesen Rednern die Unregelmäßigkeiten im alten Zentralvorstande feinen Grund den 500 Drückern gehören 428 dem Berliner und 14 dem sind vier Fünftel sämmtlicher Drücker organisirt. Von bilden, die Form der Organisation zu ändern. Bei der fleinen Deutschen Metallarbeiter Verbande an. Zahl der im Gewerbe organisirten Personen sei An Zuzug von aus fet eine wärts fei nicht zu denken, nur wenige deutsche Städte kämen in weitere Schwächung der Organisation auf jeden Fall zu ver- betracht, so Nürnberg und Leipzig. Aber auch von dort sei nur meiden. Die von Scholz gestellte Resolution betreffend Lokal- geringe Konkurrenz zu erwarten. Hinzu käme noch, daß sämmt organisation wurde mit 19 gegen 7 Stimmen abgelehnt.- Ueber liche Drücker mit eigenem Werkzeug arbeiten und daß zu ihrer die Gestaltung des neuen& a ch organ 3 referirte der Vor- Arbeit eine gewisse Runfifertigkeit gehöre. So fühle die Branche fizende Almann. Für die außerhalb der Zentralisation stehenden der Drücker sich fräftig genug, in eine Bewegung einzutreten Kollegen, so wurde beschlossen, soll das Blatt für 75 Pfennig und könne es wohl wagen, den 1. Mai durch Arbeitsruhe zu pro Quartal abgegeben werden. Als Preßkommission fungirt feiern. Sämmtliche übrigen Redner berichten, daß an eine der Ausschuß in Lübeck. Arbeitsruhe in ihren Werkstätten nicht zu denken sei, ein großer Zur Berathung standen nunmehr Anträge aus der Mitte Theil ist auch gegen den Standpunkt der Drücker. Um Schluß der Bersammlung. Auf Anregung von Jöst- Offenbach wird eine macht Rollege Mäther noch darauf aufmerksam, daß am Kommiffion eingesetzt, an welche die feinerzeit in Altenburg ge- 3. März cr. eine große öffentliche Metallarbeiter- Bersammlung wählte Kommission das vorhandene Material ausliefern soll. im Feenpalast stattfindet, die zum 1. Mai Stellung nehmen soll. Der Sitz derselben wird nach Offenbach verlegt. Die Agitation besorgt im übrigen der Zentralvorstand des Verbandes. Die Organisationsfrage behandelte am 18. d. Mts. in Beschlossen wurde im weiteren, die Bäcker allerorts einer öffentlichen Versammlung aller in der Hutbranche aufzufordern, über die am 1. April in fraft treten beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Hut verein Moabit, Savelbergerſtr. 31.- Frete Stebertafel, Große den Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung zu wachen und macher Meschte aus Altenburg in einem ausführlichen Bor Frankfurter ftr. 74 bet Breuer. Nordwacht, Müllerstr. 7, bei Reichert. Arbeiter= die Uebergriffe der Meister den betheiligten Faktoren zu melden. trage. In demselben veranschaulichte der Referent die Noth-& rete Sänger, Schmargendorf, Warnemünderstr. b. Friedrich. Gefangv. Sängertrets( Weißensee), Röltestr. 188 bei Play.- Loreley, Desgleichen sprach man den Wunsch aus, daß die örtlichen Ge- wendigkeit, den Unterstüßungsverein deutscher Hutmacher mehr Grünthalerfir. 4 bet Sämmerling.-& u stige Gänger, Botsbam, Branwerkschaftskartelle die Bäcker in ihren Organisationsbestrebungen als bisher zur Kampfesorganisation zu entwickeln und die reinen denburger Kommunitation 16 bei Glafer. Bieber'fcher Männer= wirksam unterstüßen. Eine Debatte über das Genossenschafts- Unterstügungszweige, welche der Staat bereits dem Vereine abhor, Rofenthalerfir. 57 bei Wernau. Böhmert's Gasthaus. Orante, Weißenfee, Königs Chauffee 19. wesen, die jedoch feine Beschlüsse zeitigte, bildete den letzten Ber- genommen habe, mehr außerhalb des Vereins zu stellen. Die Johanni, Rüdersdorferstr. 45, Geſellſchaftshaus Oftend. Sängerverein handlungsgegenstand des Kongresses, der am 21. d. M., abends, Kranken- und Invaliditäts- Unterstügung des Vereins, welche in Sorgenfrei, Admiralfir. 18c, Märkischer Hof. Sangesfreund, früheren Jahren dem Vereine gute Dienste leisteten, hätten sich Dragonerfir. Kamlowsty. fein Ende erreichte. Gesangverein Wacht 19 Wörtherstraße Nr. heute überlebt und seien für den Verein ein hemmender Ballast, Drchefterfterverein Stralauer Siebertafel, Rummelsburg, HauptGefang und von dem sich dieser nach Möglichkeit zu entlasten hätte. Er ftraße 83 bet Bowinkel( Gefang).- Gefangverein reu und bet Reben. dachte fich dies dergestalt, daß die Organisation alle in der Hut- Ginigtett, Mirdorf, Pring Sandjernstraße Nr. 58 branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen zu umfassen Mertens.- Gefangverein der Metallarbeiter( D), Blumenftr. 46. Gefangverein Frohsinn Rummelsburg, Göthestraße, Ede Kantstraße, bei Die organisirten Maler Berlins hielten am 12. Februar habe, die Zugehörigkeit zu den Unterstützungszweigen aber morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarcftr. 74 bet Krause.& in= bei Röllig, Neue Friedrichstraße, eine Bersammlung ab, in in das Belieben eines jeden Vereinsmitgliedes zu stellen sei, diese tracht 3, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bei Dibal. Rosenthaler welcher der Aufruf des Hauptvorstandes in Nr. 1 des Vereins- selber unabhängig vom Verein weiter zu bestehen hätten. Größere gund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Anzeigers" zur Diskussion gestellt wurde. Der Vorsitzende Aufmerksamkeit wünschte der Referent der Arbeitslosen- Unter- alle Buschriften find au fenden an B. Gent, Abalbertstr. 95. Freitag: ber Bereinigung, Wilhelm Schweizer, Der die stüßung dagegen zuzuwenden. Für das beste hielt der Referent tattlub Kairo, Abends 8 Uhr bei Flid, Siméonftr. 23. Diskussion durch einen längeren Vortrag einleitete, begrüßte es, allerdings die Neugründung einer allgemeinen Organisation Ge- wedding. Abends 8% Uhr, bet Schafer, Steue Hochstraße 49. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Quartettverein Privatdaß die Angelegenheit in einer tombinirten Bersammlung und lernter und Ungelernter unter Ausscheidung aller Unterstützungs- theaterverein Grescendo, Abends 9 Uhr, bet Schulz, Bunbuferftr. 35. nicht in den Filialversammlungen, wo es nicht unwahrscheinlich zweige. Diefer Gedanke finde aber seiner Erfahrung nach unter Vergnügungsverein husnelda, Freitag, Abends 8½ Uhr, bet Zubeil, ift, daß sich die eine für und die andere gegen den Aufruf er der Kollegenschaft keinen Anklang. Für nothwendig hielt der 9-11 uhr. Uebungsfiunde Große Frankfurterfir. 133 bei Gold. Lindenstraße 106. Musikverein Hoffnung( D ft) Freitags Abends von Tambour zur Erledigung steht. Durch die heutige wirthschaftliche Vortragende auch eine Herabsehung der jetzt bestehenden Rarenz verein rei- weg, Freitag, uebungsstunde bei W. Raddaß, Elfafferstr. 11. Lage, so führte der Redner aus, sind wir gezwungen, felbft im zeit für Unterstützungen und die Einfügung einer niedrigeren turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung Sommer zu feiern, und können während der Arbeitszeit auch Beitragsstufe für männliche und weibliche Mitglieder, welchen Leffing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. Zurnverein Gesundbrunnen nicht annähernd soviel verdienen, um auch nur das geringste entsprechend Unterstübungen zu zahlen seien, da dies die wirth bte 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Turnzurückzulegen. Unser Statut bestimmt als Zweck der Vereinigung schaftlichen Verhältnisse bedingten. Auch sprach sich der Referent balle des Leffing- Gymnasiums, Pantsir. 9-10.- Kraft und Artistenin seinem§ 1 Erzielung möglichst günstiger Lohn und für obligatorische Einführung bezw. unentgeltliche Verabfolgung Waldemarfir. 42. Turnverein Germania( Mitglieb des deutschen Wr flub Berolina jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bet Grüßner, Arbeitsbedingungen. Der Hauptvorstand fühlt sich berufen, des Fachorgans, Der Korrespondent", ant die Vereins beiter- Turnerbundes) turnt Dienstags und Freitags Abends von 8-10% ubr etwas für die Besserung der Lage der Kollegen zu thun, und hat mitglieder aus. Redner betonte, betonte, daß er als Vor- Ackerfir. 67. Turnverein Fichte( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes dieses sogenannte Agitations Programm in Vorschlag gebracht. ftandsmitglied lediglich seine persönliche Meinung Die zweite Männer- Abtheilung turnt jeden Dienstag und zum Freitag Abends von 8-10 Uhr in der St aligerfir. 5/56. Kraft- Turnverein Denjenigen Kollegen, welche gegen den Streit sind, und erst alles Ausdruck gebracht habe. Die Lofalorganisationen feien be ofinung übt jeden Freitag Abend von 9-11 Uhr bei Schuhmacher, organisiren wollen, um dann unverhofft loszuschlagen, entgegnet reit, dem Vereine beizutreten, sofern ihnen dies ermöglicht werde Pücklerstr. 49. Bitherflub Waldrose, Abends 9 Uhr, ManteuffelRedner, daß wenn alle organisnt sind, wir feinen Streit nöthig durch Einfügung niedrigerer Beitragsstufen. Redner verkannte bei Kaiser, Martusstraße 8. firaße s6, Parterre: Restaurant. Verein Grüne Zanne, Abends 9 Uhr, haben. Es erscheint ihm zweckmäßiger, diesen Kampf mit nicht die Schwierigkeit, die Arbeiterinnen zu organisiren, aber Stattlub Schnitt, Abends 9 Uhr, bet Trittelwig, Faltensteinftr. 7. Vernunft vorzubereiten, als eine Hurrabversammlung abzuwarten auch nicht die zwingende Nothwendigkeit hierzu, da die weib Tanzlehrer- Verein Soltbarität, Arminhallen, Kommandantenstr. 20. und auf Beschluß derselben zu streifen. Wenn ferner gesagt lichen Arbeitskräfte die männlichen in der Hutbranche bereits Gruber, Mariendorferstr. 5. Lese- und Diskutirklube. Freitag. Karl Marx, Abends 8 Uhr, Westen, bet H. Werner, Bülowstr. 69. wird, wir wissen ja nicht, wie die Konjunktur ist, und die Meister überwiegen. Hiermit sei schon zu lange gewartet worden. Redner English Conversational Club Shakespeare. Meeting every fönnen sich schon vorbereiten, so ist es doch Sache der Kollegen hielt ein schnelles und energisches Vorgehen im eigensten Lebens- Friday at 9 p. m. at Beherns Restaurant, Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloeh. Guests are welcome. in jeder Stadt, sich die günstigste Beit in dem betreffenden Jahre intereffe für geboten. Der Generalversammlung liege die Pflicht Club Unele Sam. 9 o'clock p. m. Munzstr. 17. Washington's ( 1896) auszuwählen oder aber den Streit auf ein anderes Jahr ob, eine den heutigen Verhältnissen angepaßte Organisation zu birthday celebration. Guests welcome. zu verlegen. Die Erfahrung lehrt uns, daß gerade diejenigen schaffen. Die Ausführungen des Referenten wurden mit Beifall die meisten Streitbrecher stellen, welche am wenigsten arbeitslos von den zahlreich Versammelten entgegen genommen. Ueber find. Ferner ist es in unserem Gewerbe ein Unding, fertige den Vortrag entspann fich eine animirte Diskussion, Arbeit auf Lager zu halten. Daß die Meister. Furcht haben und in welcher theils der Standpunkt vertreten wurde, wiffen, daß wir den Kampf aufnehmen, beweißt der Umstand, daß daß der Unterstützungsverein in feiner jetzigen Form ohne die Malerinuung in Berlin für 1896 eine Preissteigerung ihrer Ar- Erhöhung der Beiträge und Herabsehung der Leistungen beiten in Aussicht stellt. Sollten wider Erwarten sich die Kollegen in nicht zu halten sei, andererseits wurde hervorgehoben, daß man Deutschland gegen den Streit aussprechen, so wären wir ge- die vorhandenen Invaliden nicht im Stiche Tassen könne und zwungen, um ten Mitgliedern etwas zu bieten, unsere Statuten dürfe. Zur Annahme gelangte schließlich eine Resolution, in zu ändern und einen Unterstüßungsverein zu gründen. Mit dem welcher die Versammlung ihr Einverständniß mit dem Referenten tlärt Versammlungen. " Augustin. Langestraße bei Tempel. Geselliger Verein Anna Marie. Sonnabend bei Roll, Adalbertstraße 21: Gesellschaftsabend. Tanz und Vorträge. Anfang 8 Uhr. Waldemarfir. 14: Deutsch( Literatur.) Bei allen Unterrichtsfächern werden Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 7% 8% Uhr: Lektüre 8%-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerfraße 179a und Südost- Schule, neue Theilnehmer, Tamen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender talender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Freitag. Ad. Neumann, Pafewalferstraße 3. Alle Aenberungen im Bereinsuebungsfiunde Abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Golfer Manteuffelſty. a bet Mobett Ratser fcher Männer chor, Schönhauser allee 28, bet stelle.- Arbeiter- Befangverein Mord, Staffanten, le 11, bet Arbeiter- Gefangverein Spandau in Spandau, Neunmeisterftr. 5, bei state. Gangesbrüber Moabit, Perlebergerstr. 28 bet F. Herrmerschmidt. - Buchbinder Männerchor, Holzmarttftr. 3, bei Deter. Vereinte Gesangrer. Maiglöden I, Lindowerstr. 26 b. Eachs.- Gemüthlichteit, Neue Friedrichstr. 44, b. Röllig. De utfche Stedertafel, Blumenftr. 38, b. Wiebemann.- Typographia, Gefango. Bert. Buchdrucker u. Schriftgießer, münderftr. 35 bet Hübner. Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Gesango. Lorbeerzweig. Swinebet Jakob. Gesangverein Rheingold, Büschingstr. 7, Sänger chor der Maler, Annenstr. 9 bei Albert Prog. Gefangverein Melobia, Rigdorf, Bergfir. 142 bei Schimkäſe, grise Naunynstraße 86 bet Fris gubeil. Brandenburger Männere Gesangverein in Brandenburg a. S., Mengerts Boltsgarten, Bergstraße. Gesangverein Freya II( gem. Chor), Rigdorf, Hermannstraße 140, bet Daniel Böttcher. Apollo, Grünftr. 21 bet Sommer. Gesang auf I, Nr. 82 bet Vorstadt, Bernauerstr. 47. Deutschlands.) bet 1 Geselligteit, Hennigsdorf, bei Schmidt. Eingel anfene Druckschriften. er Sozialdemokrat, Sentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Bartei Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthstraße 2). Bu beziehen durch alle Zeitungsspediteure. Das Abonnement beträgt durch die Post oder in Berlin durch die Zeitungsspediteure pro Quartal 1,20 M. Kreitzband 1,80 M. Die Nr. 8 vom 21. Februar hat folgenden Inhalt: Wochenschau. Der Bütticher Anarchisten- Prozeß. Die Autoritäten auf dem Lande. Soziales Königthum in Sparta. Parteinachrichten. Wie man uns behandelt. Todtenliste. Literarisches. Aus dem Reichstage. Brief aus England. fächsischen Vergmanns- Verbandes. Gewerkschaftliches. Die Auflösung bes Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung SA Theater, Freitag, 22. Februar. Opernhaus. Lohengrin. Schauspielhaus. König Ottokars Glück und Ende. Deutsches Theater. Der Kaufmann von Venedig. Berliner Theater. Die Kinder der Exzellenz. Leffing Theater. Aus Berlin W. Renes Theater. Unsere Backfische. Der selige Toupinel. Residenz- Theater. Fernand's Ehefontrakt. Theater Unter den Linden. Probekuß. Der Schiller Theater. Der Schwabenstreich. Bellealliance Theater. Mädchen. Verliebte Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Obersteiger. Adolph Ernst- Theater. Ein fideles Korps. Gesindeball. Central- Theater. Unsere Rentiers. National Theater. Brücke. Die lebende Alexanderplat- Theater. Maria Stuart. Reichshallentheater. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Adolph Ernst- Theater Passage- Panopticum. Freie Volksbühne. Auftreten der ersten Pirouetteu. Courbette- Tänzerin Englands vom Prince of Wales- Theater in London. Ein fideles Corps. Große Gesangsposse mit Tanz. Nach dem englischen Original ,, A Gaiety Girl" von Jones Sidney, frei bearbeitet von Eduard Jacobson und Jean Kren. Vorher: Gendeball. Schwant in 1 Aft von Ed. Jacobson und Jean Kren. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. " Sanssouci" Rottbuserstraße 4a. Jeden Donnerstag u. Sonntag: Grosse Soirée der Stettiner Sänger Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pfg. ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader.) Vorverkauf 40 Pf.( siehe Platate.) Schiller- Theater. Durchweg neues Programm. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Freitag, den 22. Februar, abends 8 Uhr: Der Schwabenstreich. Sonnabend, 23. Februar, nachmittags 3 Uhr: Schüler Vorstellung. Abds. 8 Uhr: Der Schwabenstreid. Prinz Friedrich von Homburg. Abonnementshefte werden täglich von 11-1 and 6-8 Uhr ausgegeben. Freitag: Viktoria- Brauerei. Es sind an unserer Raffe sogenannte grüne Vorzugsbillets" mit 15 Pf. Nachzahlung präsentirt worden; wir weisen darauf hin, daß derartige Gewaltsmittel zu unseren Soireen feine Giltigkeit haben. Bu gleicher Zeit benußen wir die Gelegenheit, das geehrte Publikum dahin aufzu flären, daß alle anderen unsere Firma, Annoncen und Plakate National- Theater. nachäffenden Geſellſchaften mit Große Frankfurterstraße 132. Sensationelle Novität! Gastspiel der amerikanischen Gesellschaft William Calder ( Direktion H. Verstraete u. G. M. Polini). Die lebende Brücke. ( The span of Life.) Großes Sensationsschauspiel mit Mufit Bildern), rationen und Koſtümen, nach bem Gng lischen von Sutton Vane, übersetzt von B.Schwab. Dirigent: Adolph Wiedecke. Elektr. Beleuchtungseffekte v. Lakowsky. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 61/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend Nachm. 4 Uhr: 500 Schüler- Vorstellung. Vorführung von Nebelbildern wissenschaftlichen Inhalts. Central- Theater uns, b. b. mit den altbekannten h. Stettiner Sängern durchaus nichts zu thun haben! Parodie- Theater Madame Sans- Gêne. Oranien- Straße 52( am Morigpl.). Vorher: Das Riesen- Kind mit den 24 Fingern. Sonntag, den 24. Februar 1895: los mi V. Abtheilung( National- Theater): Kein Hüfung. Die nächste Vorstellung der 3. Abtheilung im Lessing- Theater" findet am Sonntag, den 3. März, statt. 300/8 Oeffentlicher Vortrag ( nur für Damen) am Sonnabend, den 23. Februar, abends 82 Uhr, im Saale der Aktien- Brauerei ,, Moabit", Thurmstraße 26. Kaufmann's Serr Otto Grundmann, prati. Staturheilkundiger, über: Variété, Beispielloser Erfolg! Es braucht kein Kindererziehung. Der Schlaf. Traum. Geburt, Leben und das Sterben. Entree 10 Pf. Jede Frau sollte diesem Vortrag beiwohnen. 1758b Große öffentliche Versammlung Black- Pattider an Holzbearbeitungs- Maschinen und auf Holzplätzen zu sein. Naucke als White- Patti ist auch nicht schlecht. Und noch 16 Glanznummern! In Vorbereitung: beschäftigten Arbeiter am Sonntag, den 24. Februar 1895, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Wilke, Andreasstraße 26. Tages Ordnung: W 1. Vortrag. Referent: Reichstags Abgeordneter Reisshaus. 2. Disfuffion. 3. Wahl der Revisoren. 4. Berschiedenes. 147/5 NB. Die Kollegen von Friedrichsberg und Umgegend werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Zahl- und Lese- Abende jeden Montag vor dem 1. und 15. im Lokale des Herrn E. Heine, Friedrich- Karlstr. 11 stattfinden. Ferner findet eine öffentliche Versammlung am 3. Mär im Lokale des Herrn Fuchs, Dorfstr. 3 in Lichtenberg statt. Näheres wird noch bekannt gemacht. Der Vertrauensmann. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Kneip- Genies Bezirks- Versammlung. von Emil Naucke und Arthur Fränkel. Castan's Panoptikum. Noch nie dagewesen! Die Riesen des dunkeln Erdiheils: Die Dinka, 40 Männer, Frauen u. Kinder. Das scheckige Mädchen Marietta. Grand Café Unfallverhütung. Weihnachts- Ausstellung Bum Schluß: Heimath. Feen- Pataft Burgstr. 22, neben der Börse. RiesenAlte Jakobstraße Nr. 30. Februar- Programm. Emil Thomas a. 6. Novität! Zum 2. Male: Novität! Unsere Rentiers. Große Bosse mit Gesang und Tanz in 4 Atten von Wilhelm Mannstädt und Julius Freund. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Montag: Unsere Rentiers. Die für heute Sonntag, den 17. b. M. angekündigte Nachmittags- Vorstellung Ein Liebes- Drama, oder: Der Brand auf der Taubenburg. Das unruhige Haus um Mitternacht. Mar und Morik Bubenstreiche. Die von O, diese Berliner! findet nächſten Wunder- Elephanten. Sonntag, den 24. d. M. statt und werden bereits gelöste Billets an der Verlaufsstelle umgetauscht. Nur noch kurze Zeit. Circus Renz Carlstrasse. Freitag, den 22, Februar 1895, abends 71/2 Uhr: James Capelli. Miss Tanisan. Wilhelm Fröbel. Mary Myra Maa. Anita& Jul. Schaffeur. Große Komiter Vorstellung. Truppe Largards ete. Humor! Witz! Laune! Auftreten sämmtlicher Klowns und des August" Mr. Lavater Lee in ihren wirkungsvollsten Entrees. Außerdem: Das Aportirpferd Mohr, hierauf: Prinz Karneval und sein Gefolge, vorgeführt von Herrn R. Renz. Das Schulpferd Beautiful. Hierauf irländ. Anfang: Wochentags 71 Uhr. Sonntag: Konzert 6 Uhr, Vorstellung 7 Uhr. Urania In RohTabaken und Utensilien für Cigarren- Fabrikanten !! billigster Einkauf!! W. Hermann Müller Berlin Alexanderstr. 22. Streng reelle Bedienung. Creditgewährung nach Uebereinkunft!! Ein Jeder mache den Versuch. Gelegenheitskauf für Brautleute: Im Möbelspeicher Neue Königstr. 59, vorn I., sollen über 100 Wirthschaftseinrichtungen, Eurze Moabit: Sonntag, den 24. Februar, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Lange, Stromstraße 28. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Entscheidungen des Gewerbegerichts." Referent: W. Wach. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Parquetbodenleger. Sonntag, vorm. 10 Uhr, bei Schöning, Stallschreiberstr. 29: Versammlung. Tagesordnung: 1. Das Zwischenmeistersystem bei den Bodenlegern. Referent: Th. Glocke. 2. Distussion. лобално щ Neue Mitglieder werden aufgenommen. Bahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Heute Abend 8% Uhr, bei Cohn, Benth- Straße Nr. 20-22 ( Eingang Beuthstr. 20): Sizung der Ortsverwaltung und der Werkstatt- KontrollKommission mit Hinzuziehung der Beitragsammler. Dienstag, den 26. Februar, abends 8½ Uhr, bei Cohn, Außerordentliche General- Versammlung. Genossenschafts- Bäckerei f. Berlin u. Umgegend Beuthstr. 20( großer Saal): ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht). Am Donnerstag, den 7. März 1895, abends 8 Uhr, im Saale der Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Außerordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung. 2. Statutenänderung. 3. Wahl des Vorstandes und Aufsichtsraths. 4. Beschlußfassung über Mitgliedschaft. 5. Beschlußfassung über Drucklegung der Bilang und des Geschäftsberichts. 6. Verschiedenes. Rothe Mitgliedskarte legitimirt. 88| 15 Der Vorstand: L. Freytag. H. Grashold. Deutscher Metallarbeiter- Verband ( Rixdorf). Sonntag, den 24. Februar, vormittags 10% Uhr, im Saale des Herrn Kummer, Berlinerstraße 136: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Paul Jahn- Berlin über Die Zukunft der Gewerkschaften. 2. Diskussion. 3. Wahl der Delegirten zur GeneralVersammlung. 179/14 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Achtung! Beit verliehen gewesene u. neue Möbel Sonntag, 24. Februar, abends 6 Uhr, im Lokale des Herrn Buske spottbillig verkauft werden. Ganze Einrichtungen 100, 150, 200-1000 M. ( früher Seefeldt), Grenadierstraße 33: Theilzahlung gestattet. Beamten one Gr. öffentl. Versammlung für Männer u. Frauen. spinden, Kommoden 12, Sophas 15 M., Bettstellen mit Sprungfeder- Matratzen Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen A. Hoffmann( früher in Zeit):" Individuelle 18, Nußbaum- Kleiderfpinden 30, Stühle Freiheit oder Kadavergehorfam." 2. Diskussion. Nach der Versammlung: 3 Mart, hochfeine Muschelkeiderspinden 40, Plüschgarnituren 60 Mart, Herrenschreibtische, Damenschreibtische 30, Cylinderbureaus, Schreibsekretäre 15 Tanz- Kränzchen verbunden mit verschiedenen Vorträgen ernsten und heiteren Inhalts veranstaltet vom Springpferd Blitz, geritten von Frau Anstalt für volksthümliche Mart, Garderobenspinden, Baneel- Berein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins. Hengst in der hohen Schule geritten von Herrn E. Renz. Tjo Ni En. ( Beim Jahreswechsel in Peking.) Neue Musit- Einlagen. Morgen Sonnabend: Auf vielseitiges Verlangen: Wiederholung der ParadeVorstellung, wie solche Donnerstag, den 7. Februar stattfand. GalaSet- Akt. Auf, auf zur fröhlichen Jagd! Sonntag, den 24. Februar: Zwei Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr: ( ermäßigte Preife). Die lustigen Heidelberger. Abends 71/2 Uhr: Tjo Ni En. Fr. Renz, Rommissionsrath. sophas 75, Buffets, Trumeaus 65 Am Landes- Ausstellungspark Betten, Coulissentische, alles spottNaturkunde. 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Februar cr., traße 64a, 2 filberne RemontoirZages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Urabstimmung über den Ort des nächsten SteinarbeiterUhren ausgespielt, wozu Freunde und Kongresses und Anträge zu demselben. 3. Verschiedenes. Genossen ergebenst einladet.[ 17556 Die Kollegen werden ersucht zahlreich zu erscheinen. 2. Ahlmann. 227/14 Der Vertrauensmann: J. Buchmann, Willibald Alexisstr. 39. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Sonnabend, den 23. Februar, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Wernau, Rosenthalerstraße Nr. 57: Versammlung. Tages Ordnung: Carl Scholz, Wrangelstraße 32. Statt jeder befonderen Meldung. Die glückliche Geburt eines gesunden Jungen zeigen hocherfreut Glaferri, Spiegel und Bildereinrahmung. Dugo Bernſtein und Frau, Rompl. gerahmte Bilder von Lassalle, Mary, Safenclever u. a. in fauberster[ 1754b] geb. Liebert. Ausführung. Sinnsprüche, Büsten, Photographien in Rabinet und Visites. Berlin, 20. Februar 1895. Große Auswahl von Stahl- u. Kupferstichen, Delgemälden u. Delbruckbildern. Verband aller in der Metall1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Beitragsammlers für den Den Genoffen in VI. Wahlkreise zur Kenntniß, daß der Zeitungsspediteur industrie beschäftigt. Arbeiter Genosse Mars, Kaftanien- Allee 96, eine Filiale meiner Artikel übernommen hat.( Besonders zu empfehlen: Der 1. Mai.) Norden. 4. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Verein der Former. 2045 Am Sonnabend, den 23. Februar, abends 9 Uhr, findet im VereinsLokal Gipsstraße 3, ein Gemüthliches Beisammensein der Mitglieder( ohne Damen) als Erfaß für das ausfallende Stiftungsfest statt. Für Musik und Vorträge ist gesorgt. Die Mitgliedstarte legitimirt. Auch werden Beiträge entgegen genommen. Entree frei. Achtung! Der Vorstand. J. A.: Alb. Mewes. Zimmerer. 1761b Achtung! Sonntag, den 24. Februar 1895, vormittags 102 Uhr: im Restaurant Zubeil, Lindenstraße 106: Bezirks- Versammlung für den Süden und Westen des Verbandes deutscher Zimmerlente( Lokalverband Berlin). Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Silberschmidt über: Die Ursachen der ArbeitsTo figkeit in der heutigen Gesellschaftsordnung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. 290/15 Künstl. Zähne 2 M. Vollst, schmerzl. Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Reparat. sofort. Theilzahlung. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 8-7 Uhr. Carl Mampe Berlin N Halb und Halb Ueberall zu haben! Mampemik Pomeranzen Feinste Likörmischung Champagnerflasche Mark1,25 Carl Mampe Berlin, Veteranensfr.24. [ 26116 Berlins und Umgegend. Todes- Anzeige. Am Montag, den 18. Februar, vers starb unser Mitglied, der Metalldreher Martin Welzeb. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 23. M., nachmittags 4 Uhr von der Leichenhalle der Charitee aus, nach dem Chariteekirchhof( Müllerstraße) statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet 193/12 Der Vorstand. Danksagung. Für die liebevolle Theilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau Therese, geb. Schmidt, sowie für die außerordentlich reichen Kranzspenden, sage ich allen Freunden und Bekannten hiermit meinen besten Dank.[ 17596 Franz Schmalowsky, Elsenstr. 8. Sargmagazin und Beerdigungs- Comptoir von Kosin, Verein zur Wahrung der Interessen der Gaft- u. Schankwirthe Brenn- und Politur- Spiritus, Prima Sprit verläufern u. Gewerbe- auf schriftl. Auſford, ſofort. Grſcheinen. Berlins und Umgegend. Freitag, den 22. Februar, nachm. 5 Uhr, beim Kollegen Hoffmann, Oranienstraße 180: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Zubeil über: Die Umänderung der Gewerbe- Ordnung und die Petitionen der Gastwirths- Verbände Deutschlands. 2. Distussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen zu erscheinen. Gäste haben Zutritt. 130/16 Cöpenick. Der Vorstand. Arbeiter- Gesangverein Morgenroth" ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Groker Masken- Ball 129/9 am Sonnabend, den 23. Februar, im Saale der Herrn Klein( Stadttheater). Entree für Herren 50 Pf. Damien 25 Pf. Schulpflichtige Kinder haben keinen Zutritt. Der Vorstand. treibenden zu sehr billigen Preifen Hermann Meyer& Cie., Berlin, Brunnenstr. 39. Rum anerkannt gut, Literflasche à 1,10, 1,60, 2,10, bei 5 Flaschen à 10 Pf. billiger. Echt Stonsdorfer Likör à Liter 1,20, 5 Liter 5,50, 10 Liter 10, Jngber- Likör, magenstärkend, Literflasche à 1,10, 160, 2,-. Himbeer-, Kirsch-, Johannisbeersaft, vorzügl., Literflasche à 1,30. Ungarwein, med. füß, 1/2 Ausbruch à Literflasche M. 2,10. Eugen Neumann& Co., Belle- Allianceplay 6a, Neue Friedrichstr. 81, Oranienſtr. 8, Benthinerstr. 29. Potsdam, Waisenstr. 27. 323M* Festfäle im Industrie- Gebäude 16052* Beuthstraße Nr. 20-21 ( Verein junger Raufleute). 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