Nr.403 40.Jahrgang Ausgabe A nr. 201 Bezugspreis: Für die zweite Hälfte August 500000 M.voraus zahlbar.Unter Kreuzband für die zweite Hälfte August für Deutschland, Danzig, Gaar- und Utemelgebiet sowie Desterreich und Luxemburg 600 000 M., für das übrige Ausland 650 000. Boftbezugspreis freibleibenb. Der ,, Borwärts" mit der Sonntags beilage ,, Bolt und geit", der Unter. haltungsbeilage ,, Seimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 80000 Mark Anzeigenpreis: Die einfpaltige Nonpareillezeile loftet 350000 Mt. Reklamezetle 1800 000 02. Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Bort 120 000 M.( zulässig zwet fettgedruckte Worte), fedes weitere Wort 60 000 902. Stellengesuche Das erste Wort 60 000., jedes weitere Wort 45 000. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familienanzeigen für Abonnenten Beile 40 000 9. 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Die Stügungsaktion ist also schon wieder in vollem Gange, Zu einem wesentlichen Teil ist die Devisenhausse auch wenn auch nicht mit dem gleichen Erfolge mie in der letzten durch einen fünstlich gesteigerten WareneinAmtszeit der Regierung Cuno, die es an Energie gegen die fuhrbedarf herbeigeführt. Die Kohlenpreise liegen über Devisenspekulation allzusehr fehlen ließ. Die neue Erhöhung den Weltmarktpreisen, auch die Preise anderer Waren sind des Dollarturses und die gleichzeitig einsetzende stürmische derart über das Weltmarktpreisniveau hinausgegangen, daß Attienhausse ist ein schlagender Beweis gegen die angeb= es fich troh der niedrigen deutschen Löhne lohnt, diese Waren liche Unfähigkeit der führenden Wirtschaftskreise, die aus dem Ausland einzuführen. Zu verlangen ist, daß hier Ruhrsteuern zu zahlen. Geld für spekulative Zwecke das Reichswirtschaftsministerium entschieden eingreift, um die steht ausreichend zur Verfügung, wenn es aber ans Steuer- Interessenten zu veranlaffen, auf ihre Uebergewinne zu zahlen geht, droht man mit Betriebsstillegungen und führt sie verzichten und dadurch insbesondere die Kohlenpreise zu jenten. auch in großem Umfange durch. Das ist der Ruhrkampf der Sonst müssen die Derisenkurse infolge der WarenpreissteigeProzentpatrioten! rung weiter in die Höhe gehen. Notwendig ist auch eine straffe Beschränkung der Einfuhr, welche die Entfaltung diefes künstlich heraufbeschworenen Degisenbedarfs verhindert. Es muß alles mit großer Beschleunigung geschehen, was der Die Mark in New York. Die Devisenkäufe, welche das ganze Volf mit weiterer unerhörter Teuerung bedrohen, gehen nach wie vor in erster Linie zurück auf das besette Gebiet. lleber Köln, wo die Kontrolle des Devisenverkehrs infolge der Besetzung nur Dollarfurstreiberei entgegenzuwirken geeignet ist. unzulänglich funktioniert, werden große Kaufaufträge von Firmen des besetzten Gebietes erteilt und zum Teil direkt nach) Amsterdam weitergeleitet. Das ist ein unhaltbarer Zustand. Wenn es nicht gelingt, die Kontrolle des Devisenverkehrs in wirksamer Weise auch im Rheinland und im Ruhrgebiet durch zuführen, so muß man endlich einmal die Kredite, die Diesen Kreisen vom Reiche erteilt werden, auf das schärffte beschränken und sie in einer Weise erteilen, die das Interesse dieser Leute an der Entwertung der Mark nimmt. Zu seinen übrigen Opfern fann sich das deutsche Volt nicht den Lurus von Besatzungsgewinnern leisten. Auch die gestrige Kursgestaltung der Mark im Ausland bestätigt, daß die Borstöße der Spekulation gegen die Mart hauptsächlich von inländischen Interessenten erfolgen. Nach dem Schlußkurs der New Yorker Börse ergab sich dort eine Barität von 7,14 Millionen Mark für den Dollar gegen mehr als 8 Millionen, die man im Berliner Freiverfehr bereits für den Dollar nannte. Die Tätigkeit der Devisenschieber. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Postscheckkonto: Berlin 375 36 Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depositentasse Lindenstraße 3 Beamtenfrage und Politik. Von Albert Falkenberg. Die allgemeine politische Lage drängt wie zur Aufrollung so mancher längst aktuell gewordener, bisher aber immer wieder vorsichtig umschiffter Probleme nun auch zur Lösung der Beamtenfrage. Niemand kann zur Stunde wissen, ob und in welchem Umfange es der neuen Regierung gelingen wird, die ihr gestellten Aufgaben zu bewältigen. Wenn die Schichten der schaffenden Arbeit sich nicht mitichuldig machen wollen an möglichen Fehlschlägen, dann müssen sie noch in dieser Stunde alle Energien aus ihren Kreisen zur Stügung der neuen Regierung mobilisieren. Das gilt nicht nur allgemein für die gewerkschaftlich organisierte Arbeiterschaft, sondern im besonderen Maße auch für die Beamtenschaft. Sie hat sich auf Grund einer jahrhundertelangen Erziehung in dem und durch den Obrigkeitsstaat gewiß nicht in jedem Falle fähig erwiesen, berufliche Forderungen im Lichte der Allgemeinpolitik zu sehen bzw. ihre Lösung im Sinne staatspolitischer Notwendigkeiten zu verfolgen. Im ganzen aber darf festgestellt werden, daß namentlich unter der Einwirkung der politischen Vorgänge der Nachkriegszeit die deutsche Beamtenfchaft angefangen hat, ihre Berufspolitik in die Linie der Großpolitik einzuordnen und eine Praxis zu betreiben, die der Deffentlichkeit den eminent politischen Charafter der Beamtenfrage vor Augen zu rücken geeignet ist. Die Möglichkeit folchen Erfolges der Berufspolitik der Beamten darf schon deswegen nicht gering eingeschäßt werden, meil, wenn sie Wirklichkeit wird, die Meinungsumstellung der nichtbeamteten Deffentlichkeit in der Frage der politischen Bewertung des Beamtentums die Beamtenpolitit voraussicht lich erfolgreicher gestalten würde. Die sehr oft in Nichtbeamtenfreisen beliebte oberflächliche Beurteilung der Stellung des Beamten im und zum Staate ist wenig geeignet, eine innere Annäherung beider Lager vorzubereiten. Sie fann nur erreicht werden, wenn zunächst einmal auf beiden Die Vorgänge am Devisenmarkt zeigen auch erneut, wie notwendig die Schaffung eines Devisenfonds zur Die Devisenbeschaffungsstelle weist darauf hin, daß Stützung der Mark ist, dessen Durchführung jezt erfolgt und ihr in den letzten Tagen verschiedene Fälle zur Kenntnis gekommen Seiten die politische Lage als realer Maßstab für die Beurnatürlich von den Interessenten mit allen Mitteln bekämpft sind, in denen Banken zahlreiche Einzelposten von Reichsmart- teilung beamtenpolitischer Maßnahmen Geltung gewinnt. Auf wird. Bricht die Mark gänzlich zusammen, so ist es auch um beträgen bis zum Gegenwert von 10 Pfund Sterling gleichzeitig an der Grundlage einer derart der Wirklichkeit angepakten die deutsche Wirtschaft geschehen. Die Beschaffung der zur einem Tage zugunsten der gleichen Auslandsadresse Praris wird sich nicht nur die grundlegende Verständigung Markstügung notwendigen Devisen ist für das Reich und da zur Versendung gebracht haben. Hiermit ist unzweideutig unter über die Beamtenfrage im ganzen, sondern auch über Teilmit auch für die Industrie geradezu zu einer Lebens Ausnutzung der formalen Freigrenze für Kleinüberweisungen eine fragen erreichen lassen, wie fie u. a. bezüglich der viertelfrage geworden. Das sollten sich auch diejenigen Industrie- Umgebung des Martverkaufsverbots beabsichtigt und verwirklicht. jährlichen Gehaltszahlung und des Beamten treise gesagt sein lassen, die jetzt die Notverordnung bekämpfen Die Devisenbeschaffungsstelle wird derartige ihr zur Kenntnis abbaus zurzeit lebhaft diskutiert werden. oder fie zu umgehen versuchen. Wird der Notverordnung nicht fommende Umgehungsversuche unnachsichtlich zur strafrechtFolge geleistet, so werden wir von der Regierung verlangen lichen Verantwortung ziehen. Ermordung einer italienischen Kommission. liarben für Reparationen nach sich ziehen würde. Eine derartige Summe merde seit langem in zuständigen Finanzfreifen Englands als vollkommen außer Frage stehend angesehen. An der Grenze Albaniens. Sozialistische Kritik an der belgischen Note. " 1 Ebensowenig wie geleugnet merden kann, daß, um nur diese Frage herauszugreifen, die Bierteljahrszahlung der Beamtengehälter in dieser Zeit finanzpolitischen Chaos nicht nur für die Geldwirtschaft des Staates eine schwere Belastung darstellt, ebensowenig darf verkannt werden, daß jeder unter Umgehung der den Beamten für eine gesicherte Daseinsführung verfassungsmäßig und gefeßlich zugestandenen Garantien von seiten des Parlamentarismus in dieser Frage Paris, 29. Auguft.( Eca.) Aus Athen wird gemeldet, daß General Tellini, der Vorsitzende der Interalliierten Kommission zur Festsetzung der alliierien Grenzen und Führer der italienischen Delegierten in dieser Kommission, sowie Major Scortie und Leutnant Paris, 29. Auguft.( WTB.) Das Gewerkschaftsblatt Peuple" errungene Sieg eine fchwere Erschütterung des Vertrauens Conati, beides italienische Mitglieder derselben Kommission, von schreibt, man fönne es den Belgiern nicht übelnehmen, daß sie einen der Beamten in das berufsmäßig von ihnen zu vertretende Unbekannten auf der Landstraße von Jannina nach Santi Quaranta, versöhnlichen Schritt zu unternehmen versuchten und ihren Wunsch Regierungssystem bedeuten würde, deren Auswirkungen fich in der Nähe der albanischen Grenze, gestern früh überfallen und er zeigten, Frankreich und England einander näher zu bringen. Man momente gegenüber der republikanischen Staatsform bemertunter Umständen in einer Steigerung negativer Gefühlsmordet wurden. Auch der Chauffeur des Autos, in dem die Dele- müsse aber daran zweifeln, ob dieser Schritt in der Art, wie er bar machen könnten. Realpolitiker haben mit Tatsachen zu gierten faßen, sowie der Dragoman der Kommission wurden getötet. getan und unter den Umständen, unter denen er unternommen Die griechischen Behörden haben sofort energische Maßnahmen ein- worden sei, große Aussicht auf Erfolg habe. Um nußbringende Berechnen, d. h. sie dürfen an ihnen nicht mit einer Handbewe geleitet, um die Ergreifung der Schuldigen zu beschleunigen. Der Sprechungen abzuhalten, sei ein Mindestmaß vorheriger Verständigung vorübergehen. Kein ernsthafter Politiker aber wird beLeiter der politischen Abteilung des Außenministeriums hat fich gung und eine gemeinschaftliche Grundlage der Unterhaltung not- haupten wollen, daß ausgerechnet die Einstellung der Beamten im Namen des Außenministers zu dem italienischen Gesandten be- wendig. Auch müsse selbstverständlich der aufrichtige und tatsäch zur Republik bedeutungslos fei. Die Spuren schrecken. geben, um ihm das Bedauern der griechischen Regierung auszu- liche Wunsch vorhanden sein, zu einer Bereinbarung zu kommen. feit von Regierung und Parlament bei der Lösung der Frage Diese Andeutung mag genügen, um die Verantwortlichdrücken und zu versichern, daß die schärfsten Maßnahmen gegen die Einzig und allein die Zahlungsunfähigkeit Deutschlands der Aufhebung viertelfährlicher Gehaltszahlung zu beleuchten. gestatte eine endgültige Begrenzung der deutschen Verpflichtungen. Nicht weniger Verantwortung tragen die Vertreter der BeDie Logik wolle also, daß Unterhaltungen mit Deutschland zum min- amtenschaft, die mit den amtlichen Instanzen die Diskussion desten die Unterhaltungen unter den Alliierten vervollständigten. Der über diese Frage zu führen haben. Sie fönnen nicht nur vergesunde Menschenverstand weise darauf hin, daß man anderenfalls langen, daß ihnen die Gegenseite mit überzeugenden Gründen immer weiter in eine Sackgasse komme. Poincaré habe gegen die mer weiter in eine Sadgasse tomme. Poincaré habe gegen bie Schuldigen eingeleitet wurden. richtige Methode sein Beto eingelegt, und seine belgischen Kollegen die unbedingte Notwendigkeit der Erfüllung ihrer Forderung hätten es nicht gewagt, einen Schritt in dieser Richtung zu unter- nachweist, sondern auch, daß ihre eigenen Gründe in Redh nehmen. Das sei bedauerlich. Sollmanns Staatssekretär. Englischer Pessimismus. " Die Lage noch immer unklar." Condon, 29. Juli.( WTB.) Reuter" erfährt, der allgemeine Findrud, der in zuständigen, jedoch nicht offiziellen Streifen heute norherrsche, sei, daß die belgische Note die Frage nicht sehr be. trächtlich gefördert habe. Tatsächlich sei man Jer Ansicht, daß die Lage ungefähr ebenso unflar sei, wie vor dem Notenaustausch zwischen England und seinen Alliierten. Das Ruhr- Als Staatssekretär im Reichsministerium des Innern ist der problem, das in England allgemein als der Angelpunkt der gesamten Geheime Regierungsrat im Reichsjustizministerium 3 weigert in Frage angesehen werde, sei sicher einer Lösung nicht nähergebrecht Aussicht genommen. 1: orden. Mit Bedauern werde festgestellt, daß in der belgischen Der neue Staatssekretär gehört feiner bestimmten politischen Note der britische Borschlag einer internationalen Rommission zur Bartei an, ist aber im Gegensatz zu seinem Amtsvorgänger, dem Festsetzung der Zahlungsfähigkeit Deutschlands nicht erwähnt werde. Freiherrn v. Welser, unbedingter Republikaner. Er war einer Man fet der Ansicht, daß eine Erklärung der Alliierten, welche der Mitarbeiter an der Weimarer Verfassung und gilt als der beste Summe fie von Deutschland erhalten möchten, mirklich vollkommen Renner der jetzigen Reichsverfassung. Unter den von ihm verfaßten wertlos fei, und daß die gesamte Reparationsfrage vom Standpunft juristischen Kommentaren ist vor allem der zum Gesez zum der höchsten Zahlungsfähigkeit betrachtet werden müsse. Schuße der Republik hervorzuheben. Nach einer Prüfung der finanziellen Seite der belgischen Note sehe man, daß die Ngte den Zahlungsplan vom Mat 1921 zwar beträchtlich vermindere, der die Verpflichtung Deutschlands auf 132 herigen Kabinetts mit großen Mehrheiten gemählt worden, ausgeBei der irischen Generalwahl find alle Mitglieder des bis. Milliarden Goldmart festseßte, daß aber die Annahme des belgi- nommen im Süden der Insel, wo der Generalstab der Rebellen eine schen Borschlags immer noch die Bezahlung von ungefähr 80 mil- rege Tätigkeit entfaltete. nung gestellt und sie selber als die Anwälte der Beamtenschaft zur Verteidigung eines jener wohlerworbenen Rechte gemertet werden, die im Artikel 129 der Reichsverfassung ihre Sicherung gefunden haben. Nur Objektivität kann hier die Ents scheidung herbeizuführen. Sie zu gewinnen, ist nicht leicht. Der Weg zu ihr führt über die Erkenntnis, daß mehr denn je in Zeiten der Not des Vaterlandes der einzelne Berufs= stand der Gesamtheit zu opfern hat, vorausgefeßt, daß ihr mit diesem Opfer auch wirklich gedient wird. Das zu untersuchen, ist Sache der zuständigen Stellen- Regierung, Barlament und Gewerkschaften. Geschähe es nicht, dann möchte vielleicht zuerst auf feiten der Sieger" der Erfolg in dem ernst zu nehmenden Kampfe mit dem Ausruf: Tant de bruit pour une omelette! quittiert werden. Wenn schon der Kampf um die Vierteljahrszahlung der fchen Wirtschaft geführt werden muß, dann sollte von den Beamtengehälter zur Herbeiführung der Gesundung der deutMännern der neuen Regierung aber auch erkannt werden, daß zur Lösung der ihnen pom deutschen Bolle gestellten " " Gegen die Dolchstößler. Hauptaufgabe die Gesundung des Beamten för bisherigen beamtenpolitischen Methoden der Bergangenheit] pers im Sinne der demokratisch- republikanischen Staats- angehören sollten, und daß die grundlegende Lösung der Beauffassung gehört, und daß mit dieser Gesundung" nur durch amtenfrage nicht durch gelegentliche Konzessionen an die Be- Wir wiesen bereits gestern den Versuch der Deutschen beschleunigte Verabschiedung des Entwurfs amten erreicht werden kann, sondern allein durch Verwirt- Tageszeitung" und der ihr gleichgesinnten Presse zurück, aus eines Beamtenrätegeseges begonnen werden kann. lichung der aus der Neubewertung der Stellung des Beamten- Anlaß des von uns wiedergegebenen Berichts Thom Shaws Wer Menschen für die Republik gewinnen will, fann dies tums im Boltsstaat zu ziehenden Konsequenzen. 3 um die Dolchstoßlegende erneut in Gang zu bringen. Recht nur von innen her erreichen. Durch Zusicherung wertbestän- anderen und diese Seite des Problems ist vielleicht die energisch wendet sich nun auch die demokratische Berliner diger Gehälter allein, läßt sich kein Beamter republikfreudiger bedeutungsvollere- muß von den Beamten als Grundlage Volkszeitung" gegen dieses strupellose Treiben der deutschstimmen. Er fordert der Zeitentwicklung angepaßte Garan- ihrer beamtenpolitischen Bragis die Erfenninis gefordert wer nationalen Katastrophenpolitiker: tien für die Möglichkeit der Mitbestimmung über sein Dienst- den, daß es zur Erreichung ihrer berufspolitischen Ziele viel Die Deutsche Tageszeitung" fann sich starke Worte und histo verhältnis durch ein Beamtenrätegesetz mit Mitbestimmungs- weniger auf die beamten politische als auf die beamten- rische Reminiszenzen sparen. Im Ruhrrevier wird nicht 1918 ge recht und Schlichtungsausschüssen. politische Vertretung ihrer Forderungen anfommt. spielt. Die sozialistische Arbeiterschaft hat ihre Gefühle den Ottu Bas aber ist bisher geschehen, um die eigentlich selbstverAllerdings noch mehr als auf Programme tommt es auf pationsmächten gegenüber in feiner Weise geändert. Was Tom ständliche Erfüllung dieser Staatsnotwendigkeit im Boltsstaat zielflares politisches Handeln an. Man fann nicht, wie es am Shaw als Quinteffenz der Meinungen aus dem Wefien bringt, ist zu erreichen? Alle, die darum wissen, was nicht geschehen 26. Mai 1923 in einer Beratung der Frage des Dienstverhält teine Rapitulationsformel, sondern der ehrliche Ver= ist, werden auf diese Frage mit einem tiefen verständnisvollen nisses der Angestellten bei den Versicherungsträgern im Reichs- fuch, mit dem Gegner endlich zur Aussprache zu kommen. Denn Schweigen antworten. Die Hoffenden aber stellen an die neue arbeitsministerium von dem Vertreter einer Beamtenspißen- wie anders soll der Konflikt einmal gelöst werden als auf dem Regierung die dringliche Frage: was nun? Die Beratungen organisation geschehen ist, einmal seine Bereitwilligkeit zur Berhandlungswege? Solange die„ Deutsche Tageszeitung" des Rätegesehentwurfs fönnen mit Schluß der zweiten Lesung Mithilfe an dem erforderlichen Abbau des Beamtenförpers" teine andere Methode nennen kann, fehlt ihr auch die Berechtigung, im 23. Ausschuß des Reichstages als„ totgelaufen" abgetan erklären und hinterher in einem Aufruf zur Existenzerhaltung fich über den zu beklagen, der zuerst ein wirklich präzisiertes Prowerden. Die Zusaminensetzung des Reichstages hat sich auch der eigenen Organisation den Mitgliedern graulich zu machen gramm aufstellt. Deutscherseits wird doch gerade Herrn Poincaré mit der Neubildung der Regierung nicht geändert. Es stände mit dem Blane der Regierung", nach dem nicht weniger immer vorgeworfen, daß er sich in Allgemeinheiten ergehe und also zu erwarten, daß nach Wiederaufnahme der Beratungen als 400 000 Beamte abgebaut werden sollen". Wer mit solchen höchstens das sage, was er nicht wolle, aber seine positiven Pläne an irgendeiner Wendung des Beratungsweges ein abermaliger Methoden arbeitet, tann nicht erwarten, politisch ernst ge- verdeckt halte. Ist es nötig, daß wir ihn in diesem falschen diplo= Leerlauf festgestellt werden müßte, der leicht zu einer Zurück- nommen zu werden. Der Beamtenabbau tommt, darüber ist matischen Spiel unterstützen? Es scheint uns fein Manto zu sein, ziehung bes Entwurfs feitens der Reichsregierung führen allmählich auch der Beamte in der fernsten Provingstadt unter offen zu sagen, was Deutschland will, feine Meuchelung oder Deffkönnte. Dahin darf es nicht kommen. Es muß ein Ausweg richtet worden. Wer in der Beamtenschaft den Glauben weckt, nung der Ruhrfront, sondern energische politische Untervon innen her, vom Dreiundzwanziger- Ausschuß selber gefun- der Abbau sei grundsätzlich zu hindern, bewegt sich entweder stüßung. Und gerade daran hat es bisher bei uns gefehlt." den, werden. Er sollte antragsgemäß die nochmalige leber- felbft in falschen Vorstellungen oder predigt diesen Glauben Es wäre naiv zu erwarten, daß die Rechtspresse, die auf prüfung des Inhalts des vorliegenden Gesezentwurfes durch wider besseres Wissen, um agitatorisch damit zu wirken. Wer politischem wie auf wirtschaftlichem Gebiet stets nur das Chaos vielleicht je einen Vertreter der sieben Reichstagsfraktionen die politische Lage sieht, wie sie ist, muß den Mut aufbringen, gefördert, jetzt eine Politit unterstüßen würden, die die fordern. Wenn auch einige unvoreingenommen an die Materie sich auch in der Deffentlichkeit zu seiner Meinung zu bekennen. Lösung der Ruhrkrise auf dem Wege der Verständigung anherantretende Mitglieder des Reichsrats in eine Nachprüfung Was die Beamten in dieser Frage verlangen müssen, ist die strebt. Was man aber von ihr fordern darf, ist, daß sie in feiner in bezug auf das Beamtenrätegesetz gefaßten Beschlüsse Mitbestimmung der Art des Abbaues und diesen schicksalsschweren Tagen durch ihr infames Treiben nicht eintreten und beide Gremien die Angleichung der ihrerseits nicht zuletzt überhaupt erst einmal die 3 uziehung zu den noch die Lage erschwert, in der sich Reich und Volk befinden. erzielten Ergebnisse erreichen würden, dann ließe sich aufs neue Verhandlungen. Wir haben den dringenden Wunsch, Die Herstellung einer Grundlage erhoffen, auf der sich die Ver- die neue Regierung davon zu überzeugen, daß nur durch abschiedung des Entwurfes im Plenum des Reichstages vor- rechtzeitige Beteiligung der Beamtenvertretung es aussichtlich ohne besondere Schwierigkeiten bewerkstelligen gelingen fann, die Frage des Beamtenabbaues in einer alle Tieße. Seiten befriedigenden Weise zu lösen. Würde das nicht geWie die Berliner BS.- Korrespondenz mitteilt, ist das Verfahren Die Beamten erwarten sehnlichst die Einlösung der ihnen schehen, dann dürfte eine besonders günstige Gelegenheit zur in der Verfassung bzgl. Schaffung einer gesetzlichen Beamten Weiterführung der grundsäglichen Lösung der Beamtenfrage gegen Roßbach in der Angelegenheit des sogenannten„ Reichswehrblod Roßbach" in Magdeburg jetzt vom Oberreichsanwalt Ebermeyer pertretung gegebenen Zusage, die Reichsregierung aber würde verpaßt werden. wieder eingestellt worden, da sich eine Beteiligung Roßbachs durch die Förderung positiven Handelns in der Frage des an jenen Vorgängen in Magdeburg nicht hat nachweisen lassen. Beamtenvertretungsgesetzes nicht nur einer berufspolitischen Die Veröffentlichungen des Vorwärts" über den ReichswehrForderung der Beamten zur Erfüllung verhelfen, sondern mit ihrer Verwirklichung endlich die Möglichkeit des Beginns einer Die am Dienstag im Reichsfinanzministerium ftalt: blod Roßbach" erregten feinerzeit großes Aufsehen, besonders die großzügigen und systematisch durchzuführenden Demotra gefundene Besprechung über die Neuregelung der Borausbezahlung Tatsache, daß der schon damals in Untersuchungshaft betisierung der Berwaltung schaffen. In einer vom bei den Beamtengehältern, an der der Reisfinanzminister findliche Roßbach von der Leipziger Gefangenenanstalt aus diesen Vorstande des Allgemeinen Deutschen Beamten Anerkennung der Auffassung, daß die vierteljährliche Vorauszah- Roßbach selbst hat diese Mitteilungen allerdings energisch bestritten und die Spitzenorganisationen teilnahmen, führte zu der Reichswehrblod geleitet und Tagesbefehle herausgegeben habe. bundes am 22. August 1923 unter einmütiger Zustimmung der lung in Fortfall tommen muß und fünftighin höchstens eine mound jede Beteiligung an dem Magdeburger Unternehmen von sich Bertreter aller angeschlossenen Verbände angenommenen und natliche Borauszahlung erfolgen fann. Der Reichsfinanz gewiesen. Die Einstellung dieses Verfahrens wird zwar die in Nr. 391 des„ Borwärts" vom 23. August bereits veröffent minifter betonte, daß die Beamtenschaft im Interesse der finanziellen übrigen gegen Reßbach schwebenden Geheimbundsverfahren nicht lichten Entschließung wird ein wesentliches Hindernis für die Gesundung des Reiches dieses Opfer bringen müsse. Der Bertreter berühren. Aber wenn man dem Freischärfer schon in diesem Falle, Durchführung" der vom ADB. geforderten wirtschaftspolitischen der höheren Beamten fonnte sich mit dem Vorschlag nur schwer in dem eine Anzahl Urkunden und Depeschen von ihm vorliegen. Maßnahmen auch in dem bisherigen Verhalten der Verwal- befreunden, während die übrigen Beamtenvertreter ihre Bereit tungsbureaukratie" erblickt und deshalb die endliche Verwirt- willigkeit zu dem Berzicht erklärten, allerdings unter der Boraus. Schon nichts nachweisen" tann, so besteht die Bermutung, daß auch lichung der Demokratisierung der Verwaltung im Sinne der fegung, daß auch von den anderen Bevölkerungsschichten endlich die anderen im Sande verlaufen. Wenn sich Herr Roßbach nicht Verfassung" gefordert, damit die Kräfte der auf dem Boden einmal sichtbare Opfer gebracht werden. Bevor die entsprechende inzwischen selbst verlaufen" haben sollte. der Republik stehenden Beamten zu verantwortlicher Mitarbeit sprache mit den Spikenorganisationen stattfinden. Zunächst wird formation, der sich als Beauftragter des„ Chefs" Roßbach ausgab, Gesezesorlage an den Reichstag geht, wird noch eine Aus* Gegen den Kraftfahrer Riehl von der Magdeburger Reichswehr frei werden". In dem Augenblick, in dem diese Forderung fich das Reichskabinett selbst noch mit der Angelegenheit befassen. ist die Voruntersuchung wegen Geheimbündelei inzwischen abge verwirklicht wird, ist zwar noch nicht die Republik gerettet, Die Neuregelung soll ab 1. Oftober in Kraft treten. fchloffen. Sollte das Verfahren nicht aber auch noch eingestellt wohl aber eine Garantie mehr dafür gegeben, daß mit der geistigen Umstellung weiter Teile der Berwaltungsbureaukratie die republikanische Praxis an Boden gewinnt. Schon diese furzen Ausführungen zeigen, in welch starkem Maße die Lösung der Beamtenfrage von der augenblicklichen Monatliche Beamtengehälter. Reichspoftminister Dr. Höfle. Amtlich wird mitgeteilt: Der Reichspräsident hat das Mitglied politischen Lage beeinflußt wird, und daß letztere mit der des Reichstages Dr. Höfle zum Reichspostminister ernannt. ersteren durch innere Zusammenhänge verbunden ist. Darum ist zweierlei nötig. Einmal müssen die maßgeblichen Stellen werden? „ Reichswehrblock Roßbach". Roßbach außer Verfolgung. v: sunetal " Kalle Pressechef? Nach der Eca soll sich bestätigen, daß der Geheime Regierungsrat Kalle zum Leiter der Reichspressestelle ernannt werden soll. Die Bestätigung dieser Nachricht würde uns um so mehr in Erstaunen sehen, als dem Reichstanzier bekannt ist, daß die Schaffung einer sozialistenreinen Pressestelle unter der Lei Partei das stärkste Mißbehagen auslösen müßte. Der deutsche Boffchaffer Sthamer reiste gestern abend von tung eines Majors a. D. in der sozialdemokratischen Presse und in der Regierung und in den Parlamenten erkennen, daß die London nach Berlin ab. Bauhaus- Woche Weimar. Von Adolf Behne. ästhetische Armseligkeit ist die Folge dieser Einstellung, sondern eine Verbindung von Wahrheit und Schönheit, die modernen Sinnen entspricht. Beinlichste Oefonomie der Mittel, aber auch sublimster Reiz der Mittel, Prägnanz, Friede und Frische. von Lichtrefieren. Der Schluß der Bauhauswoche waren zwei Kon zerte unter Hermann Scherchens Leitung. Wir wiederholen: Das Bauhaus fordert in mancher Hinsicht zur Kritik heraus. Doch fann diese nicht beeinträchtigen die Dant Wie überall in den deutschen Residenzen gab es auch in Weimar Daß eine staatliche Kunstschule diese prinzipielle Stellung ein- barfeit, die wir seiner unerhört fühnen und schwierigen Arbeit zollen. eine Kunstakademie und eine Kunstgewerbeschule, jene für die hohe, nimmt, ist im höchsten Maße erfreulich. Daß das Bauhaus noch Wir wünschen den Fortgang dieser Arbeit, durchaus vertrauend auf diese für die angewandte Kunst. Die Kunstgewerbeschule hatte zu- längst nicht fonsequent in dieser Haltung ist, fann in dieser Aus- den Ernst und die Zähigkeit ihres Leiters. Noch spürt man Afalezt Henry van de Belde in einem modernen Sinne geleitet, ftellung nicht gut beftritten werden. Gerade das Haus am Horn demie und Kunstgewerbe, die alten Refforts, durch die Arbeit hind. h. er hatte sein möglichstes getan, um den Betrieb von einem Beigt ein Schwanken und Umbiegen, das oft verdrießt, ein Nach- durch. Das wahre Bauhaus wird die nächste Ausstellung zeigen. Zeichentischbetrieb in einen Wertstättenbetrieb umzustellen. Da er geben doch wieder an das Dekorative, das scharfen Widerspruch aber in Belgien geboren wurde, vertrieben ihn die Weimarer bei wedt, ebenso wie die Verzettelung der Kräfte auf bloße AusKriegsausbruch aus Deutschland. Seine Schule stand 1918 ver- schmückungsarbeit( Schlemmers Flur). Trotzdem: Hier ist ein neuer stehung von Zwillingen erbliche Anlagen mitbeteiligt sind, ist be Bererbung von Zwillingen durch den Mann. Daß bei der Ente waist. Und verwaist stand bei Kriegsende auch die Kunstakademie und fühner Versuch vier Jahre unter größten äußeren und inneren tannt. Doch ist der Erbgang im einzelnen noch nicht flargestellt. durch den Tod ihres Direktors Mackensen. Schwierigkeiten durchgehalten worden. Ich wüßte nicht, wo in Berschiedene Gelehrte vertraten die Ansicht, daß nur die Frau die Für die Kunstgewerbeschule wollte man in Weimar den jungen Europa, Rußland ausgenommen, ein zweiter diefer Art gewagt Anlage zur Bererbung besige und nicht der Mann. Nun ist man Berliner Architekten Walter Gropius haben. Gropius hatte worden wäre. Die vier Jahre haben manche innere Wandlung gein Alfeld an der Leine eine ausgezeichnete Fabrit in Glas und Eisen bracht, und vielleicht leidet die Ausstellung darunter, daß sie in aber in letzter Zeit, wie Abrecht Peiper in der„ Klinischen Wochengebaut, 1914 das Bureaugebäude auf der Kölner Werkbundaus einem Zeitpunkt erfolgt, da sich das Bauhaus eben von einem ro- daß die Geschwister von Zwillingsmüttern ebenso wie die von Zwil schrift" mitteilt, zu einem anderen Ergebnis gekommen. Man fand, stellung gezeigt und war im Vorstand des Werkbundes eine nach mantischen Kult des Handwerks umzustellen beginnt zu einer vorvorn brängende Kraft. Er war als Beamter faum sehr bequem, urteilslojen Bejahung der Technik und der Industrie, hierbei aber, lingsvätern um ein Mehrfaches häufiger Zwillinge erzeugten, als eigentlich der Erwartung entsprach. Damit ist eine lebertragung denn er hatte Ideen und große Ziele. Es gelang ihm 1919, die wie der Vortrag von Gropius über Kunst und Industrie, eigentlich der Erwartung entsprach. Damit ist eine Uebertragung thüringische Regierung für den fühnen Plan einer ganz neu fich eine neue Einheit" bewies, zu einer vollen Klarheit noch wird diese Tatsache durch einen Stammbaum beleuchtet, bei dem es durch das männliche Geschlecht erwiesen. Ungewöhnlich treffend aufbauenden Kunstunterweisung zu gewinnen, deren Boraussetzung nicht gelangte. Am weitesten voran in der Umstellung scheint mir sich um eine Mutter handelt, die zuerst einen Mann heiratete, der die Bereinigung von Akademie und Kunstgewerbeschule war. Gros die Goldschmiedewerkstatt unter dem technischen Meister Slugti, ein Zwillingsfind war. Sie gebar von ihm neunmal hinterein pius' Programm war die Abwendung gleicherweise vom Atades dessen Ringe und Anhänger in der Form noch konventionell find, ander Swillinge. Dann heiratete die Frau, in deren Familie feine mischen wie vom Kunstgewerblichen. Er ließ Akademie und Kunst- aber auf einem neuen konstruktiven Brinzip beruhen, das die Form gewerbeschule untergehen in einem Bauhaus". bald genug erneuern wird. Eine Parallele von der Kunstgewerbe- willingsgeburten vorgekommen waren, einen Mann, in dessen Dieses Bauhaus arbeitet nun vier Jahre. As Lehrer wirken schule Halle: Kannen und Löpfe aus der Werkstatt Weinands, Familie ebenfalls Zwillinge nicht erblich waren, und gebar von ihm Die Anlage zu Zwillingen ist also hier neben Gropius Feininger, Kandinski, Schlemmer, Moholy- Nagy, die ganz rein aus den Funktionen des Fassens, Greifens, Gießens sechs einzelne Kinder. Muche, Gerhard Mards, Klee, Adolf Meyer. Diese als sogenannte usw. zu absolut einfachen und schönen Formen typischen Charafters zweifel.os durch das männliche Geschlecht weitergegeben worden. Fotmmeister". Neben ihnen stehen die technischen entwickelt sind, die als Massenware in der Form gepreßt werden Ozeangebirge. Eine bemerkenswerte Entdeckung ist im füblichen Meister" der Tischlerei, Stein- und Holzbildhauerei, der Töpferei, tönnen. Demgegenüber ist der Betrieb des Bauhauses noch viel Atlantischen Ozean gemacht worden. Als die Eastern Telegraph Weberei, Druckerei, Wandmalerei, der Glaswerkstatt und der zu snobistisch, auch dort, wo er primitiv- archaistisch sein will. Company das Kaptabel im Jahre 1899 legte, wurde die Route Bühnenwerkstatt. Mehr noch als bei van de Velde wird aller Mit feinem Bortrage eröffnete Gropius die Bauhaus- Woche, zwischen St. Helena und Kapstadt durch Lotungen unterfucht. Das Nachdruck auf die Arbeit in den Werkstätten gelegt. eine Reihe von Vorträgen, Konzerten und Aufführun- Rabet wird jetzt repariert, und das Schiff, das die Arbeiten vollAm 15. Auguft( bis Ende September) eröffnete das Bauhaus gen, die die ersten Ausstellungstage begleiteten. Nicht alle Ein- bringt, fand an einer Stelle, wo die Karte eine Tiefe von 5,5 Kilo. eine Ausstellung von Arbeiten der Lehrer und brücke dieser Woche waren start. Doch hatte das Ganze Intensität, meter zeigte, daß der Meeresboden sich bis zu 1,4 Kilometer unter Schüler( im Landesmuseum), eine Ausstellung der Werk Fülle und eine gewisse Festlichkeit. Unter den Vorträgen( Gropius, der Oberfläche gehoben hatte. Das Bett des südlichen Atlantischen stätten und eine Darstellung des allgemeinen Lehr- Kandinsky, Oud) war der J. J. P. Ouds der menschlich und fünft- Ozeans besteht aus einer Reihe von Gebirgen, die in den Inseln ganges auf der Basis des Ittenschen Elementarunterrichts( im lerisch reifste.( Beneidenswertes Holland, in dem Führer der jungen St. Helena und Ascension über die Meeresoberfläche emporragen. Bauhaus), eine Darstellung dekorativer Probeft üde( eben- Architektengeneration wie Oud und Greve die Bauämter großer Die Beobachtung zeigt nun, daß eine fürzliche vulkanische Erscheidort und im Werkstättenhaus), eine Ausstellung Internatio. Kommunen leiten.... Rotterdam und Haag.) Das Triadischenung unter Wasser ein neues Gebirge hat entstehen lassen. naler Baukunst( im Bauhaus) und es zeigt am Horn ein neu Ballett zeigte Ostar Schlemmer als einen unerhört begebautes und wohnfertig eingerichtetes Einfamilien- Wohn- gabten Meister in der Beherrschung aller Bühnenmittel. Es dürfte haus als gemeinsame praktische Arbeit aller Werkstätten. Die anderen Objekte treten an Wichtigkeit hinter dem Wohnhaus zurück, denn die letzten Absichten eines Bauhauses können sich hier am ehesten dokumentieren. Welches sind die letzten Absichten des Bauhauses? Gestaltung einer jeden Sache aus ihren elementaren Gegeben heiten unter strikter Ablehnung aller schmückenden, verschönenden, unnotwendigen, unsachlichen Bestandteile. Ist eine Sache aus ihren Materialien und zwar aus den für sie besten Materialien! wirklich geformt, so weist die Strenge und Reinheit ihrer Geftalt jedes Ornament, jede äußere Butat ab. Schon van de Belde pries die neutrale Schönheit der Maschine, und Adolf Loos geißelte das Verbrechen des Ornaments. Nicht Puritanismus und Im Deutschen Opernhans find vom 1. bis 15. September mehrera Baftspiele von Nichard Schubert, Alfred Piccaver- Wien, Bera Schwarz, Claire Dug, Cahier und Baßmore vorgesehen. Als erste Novität unter der musikalischen Leitung Leo Blechs und der Regie des Oberregisseurs Dr. Pauly Bela Bartof,„ Der Mantel" von Puccini und„ Das Nusch- Nuschi" von Paul ift ein Ginalterabend in Borbereitung mit Herzog Blaubarts Burg" von Hindemith. da in Deutschland feinen zweiten Könner dieses Ranges geben. Sein mechanisches Spiel am Rabarettabend wiederholte den Beweis. Die Fülle köstlicher technischer Einfälle, die sublime Sicher heit des Geschmacks, die Präzision der Arbeit sind unvergleichlich, und der Eindruck wäre fünstlerisch rein und groß, wenn nicht eine gewiffe funstgewerbliche Befangenheit ihn störbe. Es ist aber zu bedenken, daß das Ballett eine Arbeit von 1912 ist. Wahrscheinlich 31. Mai im Schiller- Theater zur Aufführung gelangte, vom 1. Sept. an würde Schlemmer heute freier von Aesthetik und Stil die gewagtesten allabendlich in Szene. Dinge verwirklichen. Ein großes Varieté follte ihm diese Möglich. Im Berliner Theater gebt die Dperette Süße Sust", die seit dem feit geben, mit guten Tänzern und neuer Musit. Der Kabarettabel gelegt worden. Es beginnt bei Nodaway in der Nähe von New Zwischen Frankreich und Amerika ist ein neues transatlantisches abend der Schüler im Jenaer Stadttheater, einem Um. Dort und gebt dann über Neuschottland und die Azoren nach Le Havre. bau von Gropius und Meyer, begann vielversprechend mit einem Durch dieses Kabel fönnen in der Minute 1200 Worte übermittelt werden; grotesten Tanz mechanisierter Menschen und einem reizvollen Spiel es ist damit das leistungsfähigfte aller Stabel. Die baperisthe Nebenregierung. München, 23. August.(Eig. Drahtbericht.) Die bayerische Re- gierung hat sich einem neuen Diktat der Vaterländischen Verbände gebeugt. Es galt, den leitenden Posten der in Nürnberg neu errichteten staatlichen Polizeidirektion zu besetzen, für den der Minister des Innern im Einvernehmen mit der Regierung von Mittelfranken bereits«in« geeignete Persönlichkeit in Aussicht hatte. Da legten sich die Vaterländisckien Verbände ins Zeug und v«r> langten die Bestallung des bisherigen Staatskommissars Gareis zum Polizeidirektor, weil nur dieser angeblich das Vertrauen der Nürnberger Bevölkerung genieße. Diesem Wunsch ist der Minister- xat widerstandslos nachgekommen. Am 1. Oktober wird als Polizei- direktor von Nürnberg ein Mann amtieren, mit dessen bisheriger Tätigkeit nur die geschworenen Feinde der Republik und der republi- konischen Verfassung zufrieden sind. Im übrigen ist auch die l>ayc- rische Regierung seit langem davon unterrichtet, daß die über- wiegende Mehrheit der Nllrnbe»g-Fürther Bevölkerung, darunter insbesondere die Arbeiterschaft, in cherrn Gareis keineswegs den Schützer unparteiischen Rechts und oer» fassungsmäßiger Ordnung erblicken. Wenn sie aber trog- dem den Vaterländischen Verbänden entsprechen zu müssen glaubte, so ist das nur«in neuer Beweis dafür, daß in Bayern nicht die durch den Landtag bestimmte Regierung die Leitung des Staates in chänden hält, sondern die bekannte Nebenre gierung jener Kreise und Organisationen, die dem heutigen Staat in er- bitterter Feindschaft gegenüberstehen. Opposition öer christlichen Arbeiter. München, 29. August.(Eig. Drahtbericht.) Der Bayerischen Volkspartei und der von ihr getragenen Regierung ist in ihren «igencn Kreisen ein Kritiker entstanden, wie ihn bisher schärfer nicht einmal eine sozialdemokratische Einstellung hervorgebracht hat: die christlich organisierte Arbeiterschaft. Ihr Organ, das„Nackrichtenblatt der christlichen Gewerkschaften Muncliens", befaßt sich in seiner letzten Nummer mit den Ergebnissen des baye. rischcn Ministerrats vom 17. August, der bekanntlich scharf gegen die neire Rcichsregierung Stellung genommen und zugleich schwere Bc- denken gegen die neue Steuergesetzgebung ausgesprochen hat, weil diese angeblich den Besitz zerstöre. Dieses Blatt schreibt: „Man muß sich an den Kopf fühlen und fragen, ob denn Mün- ihen noch in Deutschland liegt. Das Deutsch« Reich kämpft auf Leben und Tod um seine Existenz, die deutsche Währung ist durch die Steuerscheu der besitzenden Kreise zerrüttet, ja bald vernichtet... Und da führt die bayerische Staatsregierung gegen ein« Steuer- gesetzgebuna. die vom Reichstag mit Einschluß der Baye- rischen Volkspartei beschlossen worden war, einen Dolch- stoß von hinten und ermuntert geradezu die Steuerschieber, auch diese Steuern wiederum nicht zu zahlen. Wem will man denn ge- fallen mit einer derartigen bayerischen Regierungsweisheit? Dem werktätigen Volk« sicher nicht, sondern lediglich den Vierteln, die, aus Haß gegen den Volksstaat, Berlin einem modernen Babel gleich- stellen, die Reichsminister als unfähige Trottel oder gewissenlose Lumpen hinstellen und auf den Trümmern der deutschen Republik die alte Herrschaft wieder aufrichten wollen. In Wirklichkeit dient man mit einer derartigen Politik den Franzosen. Die christliche Acbeikerschafl hat alle Ursache, aufmerksamen Auges die bayerische Politik zu oeriolgen: damit die Feinde des Dolksstaates und der Arbeikerschas! nicht restlos die Herrschaft an sich reißen. Unser Heil llegt nicht in der Zertrümmerung, sondern i n der Einheitlichkeit der deutschen Kräfte. Der Feind stcht an der Ruhr, am Rhein und in der Pfalz, nicht nörd- lich des Mains, wie manch« Leute mit Vorliebe hinzustellen pflegen. Möge die bayerisch« Regierung mit ihrer heutigen Politik mal einen gnädiaen Richter finden/ Di« christlichen Gewerkschaften Münchens und Bayerns, die nahezu einig« Hunderttausende Mitglieder zählen, stehen unter Führung des Abg. Funke von der Bayerische» Volkspartei. Funke tst«in wegen seiner Umsicht und Objektioität in weiten Kreisen ge- schätzt«? Mann, dem es natürlich bisher nicht gelingen konnte, inner- halb der Partei zur Geltung zu kommen. Der wiedergegeben« Artikel, für den er die moralische Verantwortung trägt, ist sicher als Marnungs- und Kampfruf aufzufassen. Es ist anzunehmen, daß er bedeutende Rückwirkungen haben wird. verbot üer SeÜanfeiern. Eine Verfügung der sächsischen Regierung. Dresden, 29. August.(Eigener Drahtbericht.) Die sächsische Regierung hat alle Veranstaltungen, die die rechtsradikalen Organisationen für den auf den nächsten Sonntag fallenden „Sedantcg" planten, verboten. Unter das Verbot fallen sowohl Kundgebungen unter freiem Himmel als„Feiern" in ge- schlosfenen Räumen. Das Verbot wird mit den Umtrieben be> gründet, die die deutschvölkischen Hitler. Anhänger nicht nur für München, sondern für das ganze Reich für den 2. September planen. » Der preußisch« Minister des Innern weift in einer Verfügung an die Staats, und Kommunalbehörden erneut darauf hin, daß zur Beseitigung der monarchistischen Hoheitszeichen auf den Amtsschildern nicht nur die Entfernung der früheren Adler-Insignien, die Krone, Zepter und Reichsapfel genügt, sondern der frühere Adler restlos zu beseitigen und durch den fliegen- den schwarzen Adler der Republik zu�ersetzen ist. Ebenso soll das frühere preußische Wappen der Monarchie mit den beiden Männergestalten entfernt werden. »Sowjetmethoöen in Deuts�lanü". In unserer Morgenausgab« vom 18. August veröffentlichten mir die Zuschrift eines alten Genossen. Mitglied des Zentralverbandes der Zimmerer, der gezwungen den von den Kommunisten ausgerufenen„Generalstreik" mitmacht«, am Diens- tag, den 14. August, wieder zur Arbeit zurückkehrte und deshalb mir noch anderen Arbeitskollegen von den kommunistisch verhetzten Zimmerern am folgenden Tage gewaltsam von der Bau- stelle entfernt und seiner Arbeitsstelle beraubt wurde. Bei den Auseinandcrsctzun�n mit den kommunistischen„Kameraden" erklärten diese, der 4Wrstand der Berliner Ortsoerwaltung der Zimmerer habe den Rat gegeben, mit den„Streikbrechern" Tabula rasa zu machen. Der Vorstand der Ortsoerwaltung Berlin des Zimmereroerdan. des— unterzeichnet Repfchlägsr— sendet uns nun ein lange» Schreiben, in dem er bestreitet, einen derartigen Beschluß ge- faßt zu haben. Es sei auch unwahr, wie in unserer Zuschrift an- gedeutet war, daß der Arbeits Vermittler des Verbandes Mitglied des Vorstandes sei und auch bisher seine Freunde„paritätisch" bevorzugte: Es sei weiter unwahr, daß die Opposition unserer Bevsomm- lungen dadurch verstummt ist, weil die„ehrlichen Sozis" nicht in jeder Versammlung Leib und Leben riskieren wollen. Wahr ist vielmehr, daß die Versammlungen der Zimmerer, solange ein kommunistischer Vorstands(unter Repschläger) bsstcht, noch parla- mentorischem Brauch geführt und««leitet werden und keine Der- saminlung einen unregelmäßigen Verlauf genommen?)at. In dieser wundersamen Art„berichtigt" der Berliner Zimmercrvorstand noch allerhand Dinge, die in der Zuschrift gar nicht Ke&cucptet wurden. Nur eines berichtigt der tommunistrsch« Vor- stand nicht, nämlich die Tatsache der gewaltsamen Cnt- fernung von de; Baustelle durch kommunistisch ver- hetzte Arbeitskollegen! Und darauf allein kommt es an. Wenn der kommunistische Ortsoorstand der Zimmerer nachträglich den Versuch macht, die Verantwortung für diese Terrorakte abzulehnen, so wird er damit niemanden überzeugen können. Hat der gleiche Vorstand nicht in einer Resolution beschließen lassen,„daß der Sarapf nicht ausgelragm wird in Parlamenten und mit geistigen Massen".(Siehe„Vorwärts" Nr. 3S7 vom 2. August.) Wenn in derselben Resolution gegen unsere Genossen in der nieder- trächligsten Weise gchetzt wird, wenn sogar in den feierlich beschlösse- non„Berichtigung" diese Hetze ganz unverschämt fortgesetzt wird. dann müßte der kommunistische Vorstand der Berliner Zimmerer sehr naiv sein, wenn er sich über die praktische Auswirkung seiner Hetze gegenüber den sozialdemokratisch orientierten Mitgliedern ver- wundert stellt. Wertbeständige Anleihe des Deutschen Reiches Sie sichert dem Einzelnen Kapital und Zins entsprechend dem jeweiligen Stande des Dollars. Keine Börsenumsatzstener- keine Erbfchastssteuer für das selbstgezeichnete Stück. Beste Anlage auch für kleine Beträge. Zufammenftöße im Ruhrgebiet. Recklinghansen. 29. August.(Eigener Drahtbericht.) Am Dienstag kam es in Herne zu blutigen Zusammen» stoßen. Der Betriebsinspektor der Zeche„Friedrich der Große" war von Arbeitern, die er zur Arbeit aufgefordert hatte, mit einer Eisen stanze schwer mißhandelt worden. Die Beamten traten deshalb in einen Proteststreik. Als die Direk- tion die Entlassung der Arbeiter anordnete, die den Betriebsinspektor mißhandeil hatten, legt« die Belegschaft zum Teil den Betrieb still und löschte die Feuer. Sämtliche Anlagen wurden von den streiken- den Arbeitern besetzt. Slrbeitswillige wurden durch kommunistische Elemente zurückgehalten. Als Polizei anrückt«, wehrten sich die Streitendkn. Es erfolgten Zusammenstöße mit proletarischen Hundertschaften, die, in Schützenlinie ausgeschwärmt, zum Angriff auf die Polizei vorgingen. Getötet wurde ein Mann, vier Personen erhielten schwere Verletzungen. Kommerzienrat Jalk. Das Oberprästdium Münster verbreitete am Mittwoch eine Dar» stellung über den merkwürdigen Zwischenfall des Kommerzienrats Falk', den die französische Besatzung als ihren Schützling rechtzeitig vor der deutschen Schutzhaft bewahrt und in eigene Schutzhaft ge- nommen hat. Di« amtliche Darstelluno soll die Fahrlässigkeit, die sich Oberpräsident G r o n o w s k i zwecsellos in diesem Falle zu- schulden kommen ließ, bemänteln; sie bestätigt jedoch voll und ganz unsere Darstellung. Trotz aller Schritte der Elbersetder Behörden konnte sich das Obervräsidium nicht zu der unbedingt gebotenen Schutzhaft entschließen; die schwerwiegenden Akten des Polizeiprä- sidiums Elberfeld über Falk erschienen dem Oberpräsidium zu „dürftig". So war es Falk ein Leichtes, auf die über ihn verhängte und für Münster bestimmte Aufenthaltsbeschränkung zu pfeifen und sich ins besetzte Gebiet nach Lünen zu begeben, um sich dort der französischen Schutzhaft anzuvertrauen, just an dem Tage, da die Eiberjelder Staat-auwallschaft endgültig Haftbefehl beantragt hatte. Tags darauf, als der Vogel entflogen war. erging auch der.r i ck, t e r- liche Haftbefehl, aber die Bedenken des Oberpräsidiums hatten obgesiegt. Gewerkschaftsführer verhaftet. Mainz. 28. August.(MTB.) heute morgen wurde der Dorsihende der sreien Sewerkschailen in Mainz, Stadtverordneter und MitgNed des Neichswirtschastsraics Wilhelm Thoma-, von de» Besahungsorganen verhaftet. Der Grund der Bcrhaflung ist nicht bekannt. » Münster i. w., 29. August.(Eigener Drahtbericht.) In Dort- wund ist, wie erst jetzt bekanntgeworden, am 22. August nachmittags auf dem Weftfalenplatz die Tochter Irene des Cismbahnarbeitsrs Morcit von einem französischen Offizier umgeritten worden. Sic erlag noch an demselben Tage ihren Verletzungen. Uebcr Bochum ist seit gestern mittag angeblich wegen Belästigung eines an getrunkenen französischen Offiziers als Sanktion die Einstellung des gesamten Straßenbahnvertchrs mit Ausnahme der Strecken von Herne und Hattingen verfügt worden. Weitere Sanktionen sind angekündigt. Lluf der Bahnstation Hommerstein bei Vohwinkel wurden im Laufe des gestrigen Tages etwa S 0 Pe r- sonen, die im Besitz eines englischen Geleitscheines waren, von den Franzosen festgenommen, schwer mißhandelt und nach mehrstündiger Haft in das unbesetzte Gebiet abgeschoben. Die Pässe wurden zerrissen. Das Zollamt in Vohwinkel ist gestern von den Franzosen besetzt worden. Der Zollinspektor Schmidt und 4 weitere Beamte wurden festgenommen. Roch einmal der Prozeß Oehme. Zu seinem im gestrigen Morgett» blott veröfsentlichten Auslassunzen über den Prozeß Oehme schreibt uns Genosse Breuer:„Der Urteilsbegründung Hab« ich nicht mehr beiwohnen können. Sie wurde mir telephonisch über- mittelt. Hierbei ist ein Irrtum unterlaufen. Eine Verurteilung Oehmes wegen der Mitteilung von Unstimmigkeiten im Reichskabinett bei Einleitung der Ruhrpolitik ist n i ch t erfolgt. Das ist zu begrüßen. Verurteilt wurde Oehme nur wegen zweier Ve- richte über die Vorbereitung bewaffneten Wider» st a n d e s durch„Paterländischs Organisationen" und den Hinweis, daß dies« Absichten verantwortlichen Stellen bekannt seien und von ihnen gebilligt würden. Danach ist also die gesamte An- klage, soweit sie auf dem Gutachten des Auswärtigen Amts beruht, vom Gericht preisgegeben worden. Im übrigen muß noch festgestellt werden, daß von den zirka 1000 Berichten, die vorlagen, 45 inkriminiert worden waren. Von dieser hat der Oberreichsanwalt 4 für strafbar gehalten und dos Gericht nur 2 für strafwürdig erkannt. Dieser Maßstab ist kennzeichnend für die unökcmomische DeHandlung, die das ganze Verfahren durch die ihm zugrunde liegenden Gut- achten erfahren hat." Das neue japanische Kabinett. Admiral Graf Gombei Fama- moti ist mit der Neubildung des Kabinetts als Nachfolger des ver- storbenev Grafen Kalo beauftragt worden. Diese Ernennung be- deutet einen vollständigen Wechsel der Politik des javanischen Ka- binetts, da der neue Ministerpräsident ein Vertreter des alten pri- vilegierten Adels ist. Ehrharüts Fluchthelfer. In Berlin ist Ende voriger Woche bekanntlich ein« neue Ver- Haftung im Zusammenhang mit der Flucht des Kapitäns Ehrhardt aus dem Leipziger ilutecluchungsgefängms erfolgt. Es handelt sich dabei um den Bruder des feit Ehrhardts Flucht verschwundenen Massow o. Prince, Hasso v. Prince, der auf Grund eines vom Untersuchungsrichter des Staalsgerichtshofes erlassenen Steckbriefs festgenommen wurde, weil er ebenso wie sein Bruder im Verdacht der Vegünstigung des Fluchtunternehmens stcht. Prince soll nunmehr unverzüglich von Berlin nach der Leipziger Gefangenenanstalt übergeführt werden, in der bekanntlich auch die übrigen bisher verhafteten Helfer Ehrhardts untergebracht sind. Wirtschaft Der Neichsmüex für die Lebenshaltung. (1913/14--- 1) Durchschnitt Mai...... 3 816 Juni 7 650 Zuli...... 37 651 4. Zu»......... 16 180 II........... 21511 16........... 28 892 23........... 39330 30............ 71 470 6. August..."..... 149 531 13.„........ 436 935 20.„........ 753 733 27........... 1 183 434 Steigerung gegen die Vorwoche 57 Proz. .» Heber die Ermittelung der Indexziffer verössentncht das S t a» tistisch« Reichsamt nach der Kritik, welche die Festsetzung der Indexzahl für die letzte Woche gefunden hat, folgende Mitteilungen: „Die Steigerung ist auf Grund der Preisnachwcisung von 24 Städten errechnet worden. Für die vorige Woche hatte sich, in- folge des Anschlusses an den nur 1 4 t ä g i g vorliegenden Index für den erweiterten Kreis von 71 Gemeinden, ein anderer Teuerungssotz(72,5 Proz.) ergeben, als der aus dem einfachen Mittel in den Wochenbericht-Städten errechnete(54 Proz.). Diesmal kommt eine solche Ungleichung nicht in Frage, da eine neue Teue» rungszahl aus den 71 Gemeinden nicht vorliegt. Sonstige Presssmeldungen über die letzte amtliche Indexziffer sind unrichtig." Dazu ist zu bemerken: Für die Festsetzung der Arbeitslöhne ist, nachdem der neue Index bekannt wurde, die Abweichung der Index- zahl in der vorigen Woche von geringem Belang. Wo die Tarif« in der letzten Woche nur eins Steigerung von 54 Proz. berücksichtigt haben, also die uns als maßgcbliij) bezeichnete Zahl 6 7 2 7 7 9 ver» wendet haben, wird in dieser Woche die Spannung zwischen dieser und der neuen Meßzisfer berücksichtigt werden müssen. Sie beträgt• 7 5,9 Proz. Durch die Erklärung des Statistischen Reichsamts wird der Widerspruch nicht aus der Welt geschafft, der immer wieder sich ein« stellen muß, w�in man zwei verschieden große Kreise von Gemein« den mit verschiedenen Teuerungsgraden abwechselnd berücksichtigt. Es kommt bei der Reichsindexzisier darauf an, daß sie einfach und unanfechtbar ist. Das wird ober nicht der Fall sein, wenn man keinen festen Kreis von Gemeinden zugrunde legt, lvtit den Unklarheiten bei der Veröffentlichung der vorletzten' Indexziffer bat das Statistische Reichsamt der Arbeiterschaft einen schlechten Dienst getan und der Propaganda gegen wertbestän- dige Löhne sehr geHolsen. Wenn die Berücksichtigung von 71 Gemeinden nicht in jeder Woche durchführbar ist, sollte man den ver. kleineren Kreis von 24 Städten nach Möglichkeit s o wählen, daß derart großeDifferenzen, wie in der vorletzten Woche, nicht vorkommen können. Dos Statistische Reichsamt wird doch schließlich von der Volksgesamtheit nicht nur dafür unterhalten, daß es eindringliche Studien über die angebliche Notlage der höheren Be- amten und ander« Statistiken von recht akademischem Werte ausarbeitet. Devisenkurse. Die amtlichen Mittelkurse für die Hauptdevisen waren, wie aus dem Kurszettel in dem größten Teil unserer gestrigen Zlbendausgabe bereits hervorging: Dollar 7,5 Millionen, Pfund Sterling 34 Millionen! 1 holländischer Gulden 2,94 Millionen. Im übrigen ist der Kurstafel noch nachzutragen: 1 schwedische Krone 1 995 000 Geld, 2 005 000 Brief: 1 finnische Mark 203 475 Geld, 210 525 Brief: 100 österreichische Kronen 10 573 Geld, 10 627 Brief; 1 tschechische Krone 219 450 Geld, 220 550 Brief; 1 ungarische Krone 418,95 Geld, 421,05 Brief; 1 bulgarische Lewa 77 805 Gxld, 78 195 Brief: 1 jugoslawischer Dinar 77 805 Geld, 78195 Briest Die höchste Zeit ist es für jeden, der es bisher versäumt hat, ein Abonnement auf den„Vorwärts" aufzugeben. Der„Vorwärts" unterrichtet ihn über alle politischen und wirtschaftlichen Vorgänge, er hat einen umfangreichen lokalen Berichterstatterdienst und ein aus- gezeichnetes Feuilleton. Der„Vorwärts" ist das Sprachrohr der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und besonders der'Berliner sozialistischen Arbeiterwelt. Deshalb behandelt er alle Fragen vom Standpunkt der sozialistischen Weltanschauung. Besonders eingehend, unterrichtet er die Leser über die gewerkschaftlichen Bewegungen. Auch dem Arbeitersport und der Jugendbewegung gehört sein Interesse. Seine Unterhaltungsbeilagen„Hcimwelt" und„Volk und Zeit" (diese reich illustriert) erfreuen sich allseitiger Beliebtheit. Jeder handelt im eigenen Interesse, wenn er zum Monats« schluß einen neuen Leser wirbt für den „Vorwärts*. Nachstehender Bestellzettel ist auszufüllen und an die Hauptgeschäftsstelle des„Vorwärts", Berlin SW. 68, Linden- strahe 3, einzusenden.(In Orten außerhalb Groß-Berlins ist der„Vorwärts" bei der Post zu bestellen.) / Ich abonniere den„Vorwärts" mit der illustrierten> � Sonntagsbeilage„Volk und Zeit", der Unterhallunssbellage i £„Heimwelt" und der 14tögig erscheinenden illustrierten Bei- 5 � läge„Siedlung und Kleingarten" in Groß-Berlin< 4 täglich zweimal frei ins Haus. 5 < Name-....... j..1' ii n.... 5 Wohnung:— 1 ...__........... Straße Nr.- vorn Hof— Quergeb.— Scitcnfl.—'ir. links— rechts bei Gewerkschaftsbewegung müssen spätestens Donnerstag, nachmittags 4 Uhr, in den Geschäfts- Jm Butterkleinhandel sind am Dienstag mit dem Berein Ber räumen des Zentralverbandes der Angestellten, Berlin S. 61, finer Butterfaufleute für August das 18fache Juligehalt vereinbart Belle- Alliance- Str. 7/10, Fachgruppe Metall, abgeliefert werden. An worden. Tarifvertrag im Zentralverband der Angestellten, Berlin ber Urabstimmung haben alle Angestellten ohne Rücksicht auf die SW. 61, Belle- Alliance- Str. 7/10, erhältlich. Kommunistische Phantasien. Drganisationszugehörigkeit teilzunehmen. Die Robe Fahne" hat einen neuen Schurfenstreich der Die Mitteilungen über die Abstimmungsergebnisse aus den ein der Stundenlohn für Ofenfeger 1 Million Mart; bei Affordarbeit Neue Töpferlöhne. Für die Zeit vom 23. bis 29. August beträgt Gewerkschaftsbureaukratie" entdeckt und möchte wieder| Belnen Betrieben müssen folgende Angaben enthalten: 1. Die Gesamt der dementsprechende Teuerungszuschlag. Träger auf Bauten er einmal vor Entrüftung auf dem Kopf stehen. Nur gut, daß sie das zahl der in den Betrieben beschäftigten Angestellten einschließlich der halten den Stundenlohn der Gesellen. Für jungendliche Hilfsarbeiter angeblich vertrauliche" Rundschreiben des Arbeitsminifteriums, Beurlaubten, Erfrankten usw., 2. Zahl der abgegebenen Stimmen, Beurlaubten, Erkrankten usw., 2. Zahl der abgegebenen Stimmen, gelten die bestehenden Richtlinien. das es ihr angetan hat, im Wortlaut abtruckt. Wären die Draht- 3. davon für den Streit, 4. davon für die Annahme, 5. ungültig. zieher der„ Roten Fahne" halbwegs vernünftige Menschen, so würben sie, wenn ihnen ein solches Schreiben zu Gesicht kommt, es zu nächst einmal ruhig durchlesen und den Inhalt sachlich prüfen. Aber wenn sie dieses täten, hätten sie ja teine Möglichkeit, Schurkenstreiche der Gewerkschaften zu konstruieren, und sie fönnten dann nicht den Arbeitern den Kopf verteilen. Um was handelt es sich? Ein Rundschreiben des Arbeitsministeriums macht die amtlichen Zentralstellen darauf aufmerksam, nicht unmittelbar mit den Bertretern örtlicher Gewerkschafts- und Arbeiterorganisationen, ohne zugleich mit den Vertretern der Gewerschaftszentralen zu verhandeln. Es wird weiter gebeten, sofern unangemeldete Abordnungen vorsprechen, möglichst ben Ursprung der Reisemittel festzustellen. " Das ist natürlich ein„ Schurkenstreich". Es ist viel richtiger, menn ganz mild und ohne jede Kontrolle Abordnungen für sich verhandeln. Dann weiß die verantwortliche Gewerkschaftsinstanz nicht, was im einzelnen Fall vereinbart ist, und es wäre Gewähr geboten, daß einmal so, ein andermal anders, von ganz verschiedenen Grundsäger aus eine Sache, die allgemeine Fragen betrifft, geregelt wird. Eine Einheitlichkeit in der Regelung der Beschwerden der Arbeiter, der Lösung von Fragen der produktiven Erwerbslosenfürsorge, der Regelung der Unterstüßungsfragen usw. ist natürlich Unsinn. Wozu Die Fragestellung bei der Urabstimmung lautet: Annahme oder Cohnbewegung der Glaser. Am 28. d. M. fanden Verhandlungen Streit". Stimmzettel mit anderen Bemerkungen find ungültig. vor dem Schlichtungsausschuß statt zur Regelung der Löhne für die Die Urabstimmung wird in Uebereinstimmung mit dem Gewerkschafts- Bauglafer für die Zeit vom 17. bis 23. und 24. bis 29. Auguft. Der bund der Angestellten und dem Gesamtverband Deutscher Angestellten mit den Stimmen der Arbeitgebervertreter gefällte Schiedsspruch gewerkschaften durchgeführt. Die Auszahlung der Stimmen erfolgt lautete für die erste Woche auf 560 000 m., für die zweite Woche auf am Donnerstag, nachmittags 5 Uhr, gemeinsam durch das Af 825 000 m. pro Stunde. Die Tariffommission fonnte diesen SchiedsMetallfartell mit Vertretern des Gd. und Gedag in den Räumen spruch nicht annehmen und überläßt dies der Versammlung, die heute, des ZDA., Belle- Alliance- Str. 7/10. Donnerstag 7 Uhr, im Deutschen Hof, Luckauer Str. 15, stattfindet. Zutritt nur gegen Mitgliedsbuch. Af A. Metallfarte[[ gez. Günther. Kaspar. Rothe. Konflikt im Großhandel. Die Arbeitgeber im Tertil, Samt und Seidenwaren-, Baum woll, Leinen- und Kleiderstoff- Großhandel hatten ihren Angestellten bis zum gestrigen Tage nur das 4% fache Juligehalt ausgezahlt. Infolgedessen ist die Notlage der Angestellten eine außerordentlich große. Die erregte Stimmung der Angestellten, die sich bereits in einer Flut von Entschließungen in Betriebsversammlungen Luft gemacht hatte, Einheitlichkeit? Nach der„ Roten Fahne" ist es viel besser, daß Generalversammlung der Betriebsräte jeber Betrieb im Lande die Lösung. derartiger Fragen für sich be= treibt. Wenn die Gewerkschaften im Interesse der Gesamtheit darauf dringen, daß eine Einheitlichkeit gewahrt wird und daß Fürsorge getroffen wird, daß nicht bald so, bald anders ein und dieselbe Frage entschieden wird, wenn sie verlangen, im Interesse der Gesandtheit an der Lösung bestimmter Fragen teilzunehmen, dann ist es natürlich„ Saurferei". Wenn, wie es oft vorkommt, Betriebsräte, mit Mitteln der Unternehmer ausge stattet, von diesen Unternehmern auf die Reise geschickt werden, um die Zentralstellen zu beftürmen und zu verlangen, daß Maßnahmen der Außenhandelskontrolle, der Ausfuhrabgaben usw. im Gegenjaz zu den auch von den Kommunisten vertretenen Grundfähen geregelt werden, so findet das die Rote Fahne" ganz in Ordnung. Wenn sich die Gewerkschaften dagegen menden, so ist es felbstverständlich„ Schurterei". Oder wenn, wie in einem anderen Fail festgestellt wurde, Arbeitslosenvertreter von der fommunistischen Zentrale nach Berlin tommandiert wurden, um mit den amtlichen Zentralstellen zu verhandeln und am anderen Tage dabei betroffen wurden, wie sie auf der Rückreise im ganzen D- 3ug in der tläg lichsten Weife bettelten, nicht etwa als zielbewußt Fordernde, sondern mit den übelsten Bettlermanieren, so haben die Gewerkschaften vielleicht doch ein flein wenig recht, sich gegen der artige Auswüchse, die die Sache der Arbeitslosen in Mißkredit bringen, zu wenden. Aber Schurken find die Gewerkschaftsvertreter doch! Denn fie beschwerten sich angeblich darüber, daß von den amtlichen Zentralstellen den wilden Deputationen weitergehende Zusicherungen gemacht feien, als den Spitenorganisationen bei deren Bezhandlungen. Die Rote Fahne" fälscht hierbei nur ein wenig, indem fie den Text ändert, der in Wirklichkeit heißt: als sie den Spizenorganisationen befannt waren". Ist es nicht eine große Gemeinheit von den Gewerkschaftsvertretern, wenn sie auch wiffen möchten, was im einzelnen Fall verhandelt und vereinbart ift, damit man ein gleiches auch für andere Arbeiterkategorien anmenden tann? Die Generalversammlung der Freigewerkschaftlichen Betriebsrätezentrale findet statt in Aliems Festfälen, Hafenheide 13/15, am Montag, den 3. September, abends 6 Uhr Tagesordnung: 1. Steuerfabotage- Betriebsstillegungen. 2. Freie Aussprache. Die Delegiertenkarte der FBR3. und das Verbandsbuch find am Saaleingang vorzuzeigen. Wir bitten um bestimmtes und pünktliches Erscheinen. Der Bollzugsrat der FBR3. Achtung, Betriebsräte der Banknotendendezeien! Heute nachmittag 5 Uhr im Lotal Hennig, Alegandrinenstr. 44, Sigung der Betriebsräte und Funktionäre der Banknotendruckereien. Aeußerst wichtige Tages. ordnung. Bertreter des ADGB. und der AfA werden hiermit eingeladen, ebenso die graphischen Organisationen. Achtung, VSPS. vom Siemens- Konzern! Freitag nachmittag 4 Uhr wichtige Versammlung aller Mitglieder der BSPD. im Lokal Marsand, Elemensstadt( Heidekrug). Bortrag des Genossen Dr. Levi, M. d. R. Heute Deutscher Holzarbeiterverband. Vergolder und Rahmenmacher. cbend 7 Uhr Vertrauensmännerversammlung bei kvah, Adalbertstr. 21. Jeder Betrieb muß vertreten fein. Die Ortsverwaltung. Deutscher Verkehrsbund. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Delegierte zur örtlichen Generalversammlung! Heute abend 7 Uhr Fortsegung der General. versammlung im Gaal 4 des Gewerkschaftshauses. Mitgliedsbuch und Dele. giertenkarte legitimieren. Erscheinen dringend erforderlich. Die Bezirksverwaltung. Verband der Buchbinder und Papierverarbeiter. Die Vierteljahresgeneral. großen Saale des Gewertschaftshauses, Engelufer 24-25, statt. versammlung findet am Mittwoch, den 5. September, nachmittags 5 Uhr, im Die Ortsverwaltung. Jugendveranstaltungen. Heute, Donnerstag, den 30. August: Güdwesten. Elternabend im Jugendheim Lindenstr. 3. Alle Eltern und Parteigenossen sind eingeladen. Lan? wig. Jugendheim Gemeindeschule Schul. straße, Diskussionsabend: Bandervogel und wir". Reukölln II. Heute abend in der Aula der Knabenmittelschule Donauftr. 120, Busch- Abend. Rentölln IV. Sugendheim Lobal Rum Bärwinkel", Discussionsabend: Unsere sportliche Betätigung". Norden. Jugendheim Gemeindeschule But bufer Straße 3-5, Vortrag: Jungsozialisten und wir". Senefelder Biertel. Jugendheim Badeanstalt Oberberger Str. 87, Bortrag:„ Pazifismus". * Die Zeichnungen für die Theatervorstellungen auf die Abonnementstiften für ist gestern gelegentlich der Verhandlungen im Arbeitgeberverband zu stärkerem Ausbruch gelangt. Während die Tariffommission mit den Arbeitgebern verhandelte, erschienen Hunderte von Angestellten in 6 Theatervorstellungen im Neuen Theater cm 300, beginnenb in Ottober, find mission den Arbeitgebern die Stimmung der Angestellten zum Aus- 150 000 Marz. den Geschäftsräumen des Arbeitgeberverbandes, die durch eine Kom- in allen Abteilungen zu vollziehen. Grundpreis für alle Veranstaltungen drud bringen wollten. Die Angestellten verharrten in und vor dem Lotal bis zum Ende der Berhandlungen. # Arbeitersport. Die Arbeitgeber waren wohl durch diesen Massenbesuch in einige Erregung versetzt worden, die sie aber nicht hinderte, den Angestellten Bezirte 1, 2, 21 und 23) findet vom 9. bis 15. Geptember statt. Sonntag, den Eine Agitationswoche des Arbeiter- Nadfahrer- Bandes Solidarität"( Gau 9, für den Monat Auguft das zehnfache Juligehalt anzu 9. September, Stafettenfahrt durch Groß- Berlin. Strede für jede Mannschaft bieten! Diefes Angebot löfte bei der Tariffommission stürmische( 4 Personen) 9 bis 10 Kilometer. Bedingung ist, daß jede Mannschaft ge= fchloffen am Riel anlangt. Einzelne Fahrer am Ziel schalten aus. 90? e! Empörung aus, die auch in fräftigen Worten der Verhandlungs- bungen bis einschließlich 2. September an den Gauwanderfahrwart Otto führer zum Ausdruck gelangte. Der Schlichtungsausschuß Groß- Santel, Neukölln, Lichtenrader Straße 31. Weiteres folgt. Freitag, den Berlin ist nunmehr angerufen und wird den Arbeitgebern, die jahre 31. August, abends 7 Uhr, Generalversammlung der Ortsgruppe Schwedter lang enorme Verdienste einheimften und ihre Preise auf Goldmart- Straße 23-24 M. C. B. Am Donnerstag, den 30. Auguft, 7 Uhr, Technikersihung bei basis gestellt haben, während sie Bapiermarkgehälter zahlen, flar- Apig, Martgrcfendamm 2. Mannschaftsaufstellung zum Spiel Mostau- Berlin. machen müssen, daß so mit den Interessen der Angestellten nicht ge- Platatausgabe für Vereine ab Freitag, den 31. August, bei den Bezirks spielt werden darf. Sollte der Schlichtungsausschuß eine annehm- funktionären Schulze, Schröder und Zeuste. Zurn- und Sportverein Fichte" Berlin. Donnerstag, den 30. August, bare Lösung der Gehaltsfrage für den Monat Auguft auf meribe- Fortfegung der Generalversammlung Fichte- Diele, Treptow, abends 7 Uhr. ständiger Grundlage nicht finden, dann werden die Angestellten zu Wir erworten vollzähliges Erscheinen. Athletil- Sport- Club, e. V. Beichtathletik- Hockey Handball Rudern. weiteren Maßnahmen innerhalb der Betriebe greifen. Das Baro- Männer, Frauen-, Jugend- Abteilung. Seben Dienstag und Dannerstag Leight meter steht auf Sturm. Mögen die Arbeitgeber rechtzeitig erkennen, athletit und Sandballtraining auf dem Fichteplay, Baumschulenweg, Eischdaß der Ausbruch des Unwetters nur verhütet werden kann durch busch- Allee; jeben Freitag Hoden- Training Goßlerstr. 48. Bertreter der HockeyAbteilung: Walter Breet, Baumschulenweg, Baumschulenftr. 84-85. Geschäftsvernünftiges Einlenken. stelle: Alfred Behrends, Berlin 9. 87, ginzendorfstr. 7. Die Rote Fahne" ist bei ihrem Angriff gegen die Gemertschaftsleiter durchaus tonsequent. Ihr paßt eine systematische Bearbeittung der die Gesamtarbeiterschaft berührenden Fragen nicht in das Konzept; sie sieht es viel lieber, daß jede fleine Gruppe ihr eigenes Süppchen braut und sich den In der Textilindustrie haben sich die gleichen Dinge abgespielt. Teufel darum schert, was aus den übrigen wird. Die Gemert- Daran ist zu erkennen, daß die Arbeitgeber nach einheitlichen sofort angerufen worden. schaften haben darüber natürlich eine etwas andere Meinung. Richtlinien arbeiten. Auch hier ist der Schlichtungsausschuß Vorträge, Vereine und Versammlungen. Für diese ihre Meinung sind sie nach der Roten Fahne" Echurfen. Die Welt malt sich merkwürdig im Kopfe der Leute der diversen roten Fahnen. Angestellte der Metallindustrie! Der Einzelhandel lehnt den Reichsindex ab. Die Verhandlungen mit der Einzelhandelsgemeinschaft über Abschluß eines neuen Lohnvertrages für Handelshilfsarbeiter find In den vor dem Reichsarbeitsministerium am Montag, den am Montag gescheitert. Die Forderungen der Handelshilfsarbeiter 27. August, stattgefundenen Schiedsgerichtsverhandlungen ist ein beliefen sich auf 25 Prozent Erhöhung des Grundlohnes, außerdem Schiedsspruch nicht zustande gekommen. Die Arbeitgeber waren Anerkennung des Reichsinder für die Woche vom 25. bis 31. 8. 23. bereit, für den gesamten August einschließlich der bereits geleisteten Die Arbeitgeber lehnten nicht nur die Erhöhung des Grundlohnes Defadenzahlungen das rund 17fache Juligehalt zu bewilligen, wäh- ab, sondern weigerten sich auch, den Reichsinder anzuerkennen und rend von den Angestelltenorganisationen für die letzte Auguftdefade erklärten, ihren Mitgliedern Anweisung zu geben, für die Woche 25 Juligehälter, für den gesamten August rund 30 Juligehälter ge- 25 Millionen auszuzablen. Die Arbeitnehmervertreter erklärten fordert waren. Die unparteiischen Borsigenden schlugen als end- darauf, daß fie den Schlichtungsausschuß zur Entscheidung anrufen gültiges Auguftgehalt das 20fache Juligehalt vor. Dieser Borschlag werden; Verhandlungen finden heute statt. wurde von den Arbeitgebern als zu hoch, von den Angestelltenorgani fationen als zu niedrig abgelehnt. Es findet deshalb am Donnerstag, den 30. August, in allen Betrieben der Berliner Metallindustrie auch Nicht- BBMJ.- Betriebe eine Urabstimmung über die Annahme oder Ablehnung des Unternehmerangebots von 17 Juligehältern für den gesamten August statt. Die Abstimmungsresultate Theater, Lichtspiele usw. Gr. Schauspielhaus Volksbühne 8 Uhr: Tägl. 8 Uhr: Sommernachtstraum Der Gperaball Theater i. d. Lessing Theater Königgrätzer Straße Heute u. morgen 8: 8 Uhr: Der Strom AbSonnab.allab.72: Leopoldine Berband Bollsgesundheit. Vortrag des Naturheilkundigen Gen. Erwin Breitisch. Thema: Lebenschemie und Phyfit". Vorträge finden jeden Donnerstag abend 48 hr in der Schule Riederwallsircße 12 ftatt. Freie Aus. sprache. Gäste willkommen. lung am 31. August, abends 7½ Uhr, im 2nzeum Greifswalder Straße 25. Mietezveiband, Gau Berlin, 4. Berwaltungsbezirt. Mieterratsvollversamm. Tagesordnung: 1. Bericht des Borstandes. 2. Septembermiete und Werktarife. Ausweis: Mieterkarte. Der Arbeiter- Schachverein, bt. Sübwefien tagt feden Freitag 7 Uhr Bacrwaldstraße 38, Ede Bergmannstraße( Edrestaurant). Gäste, auch Anfänger, herzlichst willkommen. Wetter bis Freitag mittag. Mäßig warm, größtenteils bewölkt und im Westen zahlreiche, stellenweiſe ſtarfe, im Dsten mehr vereinzelte, meiit geringe Regenfälle, bei frischen südlichen Winden. Später zeitweise austlarend und etwas kühler. Berantwortlich für Politik: Richard Bernstein, Berlin- Wilmersdorf; Wirtschaft: Jm Schokoladenfleinhandel ist mit dem Reichsverband ein wert- Artur Saternus, Friedrichshagen; Gewerkschaftsbewegung: Friebrich Eztorn, beständiger Tarifvertrag für die Monate Auguft und September auf Berlin; Feuilleton: K. S. Töfker, Wilmersdorf; Lotales und Sonstiges: Grund von Friedensgehältern mal Lebenshaltungsmultiplikator ver- Berlag: Vorwärts- Verlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Vorwärts Buchdruderei Frig Kerstädt, Wilmersdorf; Anzeigen: Th. Glode, Berlin. einbart worden. Der Tarifvertrag ist im Zentralverband der und Verlagsanstalt Baul Ginger ut. Co., Berlin S. 68. Lindenstraße 3. Angestellten, Berlin SW. 61, Belle- Alliance- Str. 7/10, erhältlich. Sierzu eine Beilage und Unterhaltungsbeilage ,, Heimwelt". Berliner Buch: Neues Operetten- Theater Verein Berliner Buch 7/2 Katja Emmy Browser bruder u. Schriftgleßer Deutscher Metallarbeiter- Berband Katja Emay restaur von d. Volksoper Wien als LUNA PARK Ab 3 Uhr voller Betrieb, Feuerwerk Kreislers I. Teil Wie es euch gefällt 7 U.: Trianon- Th.s: Residenz- Th. 8U: Kleines Th. Eugen Burg in: Ida Wüst, Bruno Kastner in: Berliner Th. Ladine Konstantin in: Casanovas Sohn Der gute Ruf 7.30 U.: Mädi Klarissas halbes Herz Theater des Ostens Deutsch Opernhaus Casino- Theater U.: Die Dame 7: Der Freischütz& U. Die 8 U. Große Volksoper neuen Reichen im Theat d.Westens 8 U: DerTroubadour ReichshallenTheater Intimes Theater 8: Tägl. 72 U Diplomat im Dienst D. blaue Pyjama etc. Stett. Sänger. Metropol- Theater Letzte Vorstellung. 8 U.: Die Schönste der Frauen Neues Theat. a. Zoo 8 Uhr: Leibkutscher des Fridericus Rex Renaissance- Theat 8 Uhr: Die Juden Schiller- Th. Charl. Th. a. Kottb. Tor Täglich 7'/ 2 Uhr ELITESänger Das brillante August Programm U.a.:,,Zwischen zwei Feuern" 8 Uhr: Süße Susi SCALA Th. a. Mollendortpl. 7: Mein Freund - der Lakal 8 Wallner- Th. 8 DieLuxusfrau Ab Sonnab. tägl. 8U.: Die tolle Lola 8 Uhr: internat. Varieté Sonnt. 380 z halb. Preis.d.voll.Prog mit der Maske KrausePianos zur Miete WINTO BRIEN Deutscher Metallarbeiterverband Verwaltungsstelle Berlin Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Max Beer Gaubystr. 15 Der Beitrag beträgt für die Woche Verwaltungsstelle Berlin N 54, Linienftr. 83/85 unfer Kollege, der Uhrmacher vom 2. bis 8. September 1923 Geschäftszeit von vorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. für Bollmitglieder 1500 000 W., 835, 836 und 6593-6595. Tel.: Amt Norden 833, 834, für Mitglieder, die nicht der In Freitag, den 31. Mugait, nachmittags( 1. September alle Beiträge, bie länger denn validenfajje angehören, 1 375 000 9.4 Uhr, in der Schulanta, Baniftraße, drei Wochen reftieren, mit dem am Er für Gewertschaftsmitglieder Ede Böttgerstraße 1125 000 W., fürInvalidenkassenhebungstage geltenden Beitragsfag aut entrichten. Da mit Sonntag, Septbr., mitglieber(§ 6a ber Sagungen) Branchenversammlung ein neuer enbeitrag en 2. Sept in Kraft tritt, 385 000 W.; für die Lehrlings- aller in der Geldichrankindustrie wollen wir unseren Kollegen die Möglichabteilung 10 000 m. beschäftigten Arbeitnehmer. teit geben, bis dahin alle restierenden Bei Bollarbeiter zahlen außer Tagesordnung: 1. Bericht von den weil von diesem Zeitpunkt ab die Marken träge zu den alten Eägen zu begleichen, dem einen Extrabeitrag von Lohnverhandlungen. 2. Stellungnahme mit niedrigen Werten wie 350 000 t. aus dazu. 3. Branchenangelegenheiten. dem Verkehr gezogen werden. Um allen Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. unferen Stollegen die Zahlung zu ermöglichen, werden deshalb in allen Zahlstellen Freitag, den 31. Angust, abends von Donnerstag an bis Sonnabendabend Uhr, im Verbandshause( Arbeits- 8 Uhr bie Beiträge entgegengenommen. lofensaal), Linienstraße 83/85 Für die Bezirkstassierer gilt diefes als Benachrichtigung. 500 000., die in die Nubrif „ Eintrittsgeld" einzufragen find. Der Vorstand. Ortskrankenkasse für das Varieté- Spielplan auvergewerbe zu Berlin Branchenversammlung Die totale befinden sich: Rauchen gestattet! Laut Beschluß des Borstandes gelten für die Beitragswoche vom 30. Auguft bis Tagesordnung: 1. Bericht von den Osten, Blume, Alt- Borhagen 56. 5. Geptember 1923 folgend Lohnstufen, Lohnverhandlungen. 2. Stellungnahme NW, Kleinert, Levegowitraße 21. Grundlöhne und Beiträge: Lohn nferate im Borwärts Edke Kurfürstenstraße fichern Erfolg! tufe Ansbacher Str. 1, Goldgelbe OrientZigaretten dicke Formate, oh. m. G. Nur heute 8-4 Uhr. Nur an Wiederverkäufer: 18. Bb. 14 Min., 25 T. Bd. 18 Mia ( Doppelformat) Gutlicht 3igarettenfabrik Köpenicker Straße 7a. der Bau und Möbelschloffer. Tagesverdienst Mr. 1 bis einschl. 380 000 Grundlohn Mr. 285 000 Tägl Beitrag AN. dazu. 3. Branchenangelegenheiten. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt! 2 760 000 3 4 570 000 1 140 000 960 000 1520 000 1 350 000 38 475 64 800 10 über am 27. Auguft gestorben ist. Chre feinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 20. Auguft. nadm. 2 Uhr, von der Neuen Halle in Beißensee aus statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Ohne Hosen geht's auch diesen Winter nicht! Daher sparen Sie viel Geld und kaufen Sie noch heute HOSEN BesteQual.z.billigsten Preisen! Teilzahlung gestattet Norden, Glicije, Kopenhagener Straße 74. Leuschner, Aderstraße 110. Spandau, Berbandsbureau, Molttestraße 7. München- Gladbacher Hosenzentrale Laufenerstr. 5. Oberschöneweide, 1928 Aufruf an unfere Mitglieder! Sauptbureau, Linienfic 83/85, Simmer 2 u 3. Bom Montag, den 3. Septbr., ab find Neukölln, Berliner Str. 18/19, E. Reuterstr. Bin.0, Küstriner Pl. 10, 1 Min. v. Schles. Bhf. Wie wir bereits in ber legten Wochen- rileständige Beiträge mit dem laufenden Frankfurter Hosenlager Aires 190 91 125 beilage bekanntgegeben haben, sind ab| Wochenbeitrag zu bezahlen. 1900 000 1710 000 115 425 2 280 000 2 100 000 141 750 Die Ortsverwaltung. 2 660 000 2 490 000 168 075 Deffenttige Betanntmachung Deffentliche Belanntmachung 3 040 000 2 850 000 192 375 3420 000 3 240 000 218 700 Gegen den Schlächtermeister Max Gaw direkt a. Bhf. Lichtenbg.- Friedrichsf. Zahngebiffe fauft und zahlt ftets höchste Preise Friz Bocksch, Juwelier 3 420 000 3 800 000 256 500 Hck aus Borgsdorf bei Birtenwerder, rich Studinski aus Berlin, Bevern- Gold-, Silber-, Platin- Bruch, Brillanten Gegen den Sandlungsgehilfen HeinAuf die erhöhten Barleistungen besteht vom 30. Mai 1923( 196. M. Bentralviehhof 15. August 1923( 196 M. 8entralviehhof Rodewaldallee 6, ist durch Strafbefehl straße 4, ift durch Strafbefehl Dom Anspruch vom 24. Geptember 1923 an. Die Raffenbetträge find an jedem Gonn- C. 14/23) wegen Preistreiberet, unerlaubten C. 48/23) wegen Breistreiberei eine Geldabend fällig und zahlbar, worauf aus. Sandel und Rettenhandel eine Geldstrafe ftrafe von 15 Millionen Mark, im Nichtvon 2 Millionen Mart im Nichtbei- beitreibungsfalle eine Gefängnisstrafe von brücklich hingewiesen wird. treibungstalle eine Gefängnisstrafe von 100 Tagen festgesett 200 Tagen festgefegt. Der Vorstand der Ortsirantentaffe für das Maurergewerbe zu Berlin Emil Thöns R. Freund Borfizenber Schriftführer Der Strafbefehl ist rechtskräftig. Berlin, den 22. Auguft 1923. Der Strafbefehl ist rechtsträftig. Berlin, ben 24. August 1923. Kleine Frankfurter Straße 1. gestiegen im Preise sind Ungeheuer le Lebensmittel u. BeAmtsgericht Berlin- Mitte, Abt. 196 Amtsgericht Berlin- Mitte, Abt. 196 im Vorwärts sind immer noch billig! nr.403 ❖ 40. Fahrgang g-i-llLH II immmmi.'jmuimmm Seilage öes vorwärts Vonnerstag, 50. August 102Z Der Jüngling mit öen Devisen. Coupegespräche sind manchmal sehr lehrreich. Fahren zwei Freunde oder gar nur Bekannte zusammen, so enthüllen sie M't einem lobenswerten Freimut ihr« geheimsten Gedanken. Bekanntlich hat dieses Schnxitzenmüssen. dos„Nichtdichthaltenkönnen" von Gc- Heimnissen, in der Politik oft genug Schaden gestiftet, andererseits aber auch Nutzen gebracht. So brüstcte sich neulich ein junger Mensch, der kaum dos wahlfähige Alter erreicht haben dürfte, zu seinem Freunde, der noch jünger war, mit seinen erfolgreichen De» Visenspekulationen, die, wie«in dem letzteren gezeigter Bankausweis lehrte, in die Millionen Papiermart gingen. Gibt dieses Borkomm- nis nicht zu denken, in einer Zeit, wo der Finanzminister bestrebt ist, alle Devisen für das Staatswohl mobil zu machen? Laufen nicht Tausende solcher Jüngling« und älteren Personen umher, die ohne einen Schein von Berechtigung sich mit Devisenspekulation befassen? Und bleiben diese nicht frei von dem gesetzlich prokla- mierten Zwange der Offenbarung des Devisenbesitzes? Lauter Fragen, die nicht so obenhin mit einem Achselzucken abgetan werden sollten. Wäre es nicht möglich, von jedem deutschen Mann und jeder deutschen Frau— ach ja, die Madonnas spekulieren auch schon heftig— eine Erklärung einzufordern? Gewissermaßen sie an die Wahlurne bringen, in die sie ihre Erklärung hineinwerfen. Auch die Primaner nicht zu vergessen, die ja auch oft im Besitz reichen Taschengeldes sind. Ernste Zeiten erfordern ungewöhnliche Maß- nahmen, und so ungewöhnlich wäre ein solcher Devisenwahltag ja im Grunde nicht. Jeder Aufbau einer finanziellen Leistung auf einer vorhergegangenen Steuerleistung begrenzt von vornherein den Kreis der in Frage kommenden Personen(Brotsteuer— Devisen- abgäbe). Dem stets mit Emphase gelobten Sparsinn wird ja durch die Gegenleistung: Hergabe von Dollaranleih« usw., Rechnung ge- kragen: und das spekulative Element soll beseitigt werden. Eigent- lich gehörte dem„Jüngling mit den Devisen" ja etwas anderes zu- gemessen— eine exemplarische Strafe für sein Beginnen, den Staat, die Gesamtheit des Boltes, und sonnt sich selbst zu schädigen—, aber seien wir großmütig, wie es ja auch der Gesetzgeber ist, wenn große Ziele winken. Coupegespräche können manchmal lehrreich fem: man muß nur die richtige Nutzanwendung daraus ziehen. Dle neuen Eisenbahnfahrprelse. Schlüsselzahl S00 000. Die Schlüsselzahl für die erste Septemberhälfte zur Berechnung der Personenfahrpreis« ist auf 6 0 0 0 0 0 festgesetzt. Die Grund» preis«, die in der 3. und 4. Klasse genau den Vorkriegssätzen entsprechen, für die 2. und 1. Klasse jedoch stark erhöht wurden, be- tragen: Für 1 Kilometer im Personen- oder Eilzug(sogen.„Ein- heitssätze") in der 4. Klasse 2.2 Pf., 3. Klasse 3.3 Pf.. 2. Klasse S,S Pf., 1. Klasse 19,8 Pf. Die sich hieraus ergebenden Grundpreise werden bis 10 M. auf 10 Pf., über 10 bis 40 M. auf 20 Pf. und darüber hinaus auf volle Mark abgerundet und dcmn mit der Schlüsselzahl vervielfacht. Die Mindestfahrpreise betragen in den vier Klassen: 1,80, 0,90, 0,30 bzw. 0,20 M. Di« S ch n e l l- zugszuschläge betragen in der 1. Zone(bis 75 Kiliometer) 1. Klasse 3 M.. 2. Klasse 1,50 M.. 3. Klasse 0,50 M.; in der 2. Zone (über 75 bis 150 Kilometer) 1. Klasse 3 M., 2. Klasse 3 M.. 3. Klasse 1 M. und in der 3. Zone(über 150 Kilometers 1. Klasse 9 M., 2. Klasse 4,50 M., 8. Klasse 1,50 M. Die Zuschläge für?O.Züge (die voraussichtlich erst wieder im Sommer verkehren) betragen für lange Strecken(Berlin-München oder-Köln) 1. Klasse 20 M., 2. Klasse 10 M., für kurze Strecken(Berlin-Hamburg) 1. Klasse 10 M., 2. Klasse 5 M. Reisegepäck: Für je 10 Kilometer auf 1 Kilometer 0,85 M.: Mindestftacht 0,60 M. Platzkarten für O-Züge(viertägiger Borverkauf in allen MER.-Bureaus): 1. Klasse 1,60 M., 2. Klasse 0.80 M., 3. Klasse 0,25 M. B a h n st e i g k a r t e: 0,20 M. Bettkarten ür Schlafwagen: 1. bis 3. Klasse werden zunächst nicbt nach Grundpreisen berechnet. Aus diesen Grund- preisen, die unverändert bleiben sollen, ergeben sich durch Vervielfachung mit der Schlüsselzahl die jeweils gültigen Fahr- preise-, die Schlüsselzahl soll, je nach den Schwankungen des Geld- wertes, alle Halb monate oder jeden Monat neu fest- gesetzt werden. Bemerkenswert bei den neuen Grundpreisen ist das veränderte Berhälwis der Klassen untereinander:(Friedens- satz: 2:3:4,5:6), das heute so aussieht: 2:3:9:18. d. h. die zweite Klasse kostet das Dreifache der dritten(früher das Ändert- Halbfache), die erste Klaffe das Doppelte der zweiten, das Sechsfache der dritten und das Neunfache der vierten, während früher die erste Klasse nur das Dreifache der vierten betrug. » Weitere Einschränkung des Personenverkehrs. Halbamtlich wird mitgeteilt: Die Rückwirkung der Ruhrbesetzung und die Beförderung der lebenswichtigen Güter, besonders der Ernte, zwin- gen die Eisenbahn, zur Bewältigung des Güterver- k e h r s alle Kräfte auf das äußerste anzuspannen. Diese Not- wendigkeit zwingen ihrerseits zu Einschränkungen des Personen- Verkehrs, dessen Anschwellen unmittelbar auf den Güterverkehr ein- wirkt und zu einem erheblichen Teil auf wirtschaftlich nutzlose Fahrten zurückzuführen ist. Um die zahlreichen den Güterver- kehr störenden Sonderzüge zu festlichen Beran- staltungen aufs äußerste einzuschränken, blieb nichts übrig, als die Genehmigung von sogenannten Gesellschaftssonderzügen(Sonder- züge zu ermäßigtem Fahrpreis) vorübergehend den zuständigen Be- Hörden überhaupt zu untersagen. Ein bestialisches Räuberstück. Clne Schwerkranke überfallen und mißbraucht. Ein ungeheuerliches Verbrechen, das in der Kriminalgeschichte Berlins einzig dasteht, ist in der Nacht zum Mittwoch in einem Pensionat am Nürnberger Platz verübt worden. Hier wohnte im ersten Stock eine ausländische Dame,!»e schwer leidend ist und zu ihrer Pflege auch di« Nacht über eine Krankenschwester bei sich hat. Di« beiden Frauen haben zwei Zimmer, die abgesondert nebeneinander liegen. In der fraglichen Nacht wurde di« Schwester, die ebenso wie ihre Patientin im Schlafe lag, geweckt. Beim Schein des Nachtlichtes sah sie zu ilTrem Schrecken einen elegant gekleideten Mann vor sich stehen, der ihr eine Pistole vor die Augen hielt. Der nächtliche Gast, der auf Strümpfen ging, forderte sie auf, sich ruhig zu ver. halten und ihre Schmucksachen herauszugeben, was die Geängstigte auch tat. Dann befahl ihr der Eindringling, das Bett zu ver- lassen und sich in einem im Zimmer befindlichen. Kleider- schrank zu oerfügen, den er zuschloß. Jetzt band sich der Ver- brecher ein« schwarze Maske vor, trat an das Bett der in- zwischen erwachten Patientin, richtete seine Pistole auf sie und verlangte auch von ihr alle Schmucksachen. Immer die Pistole in der rechten Hand, packte er alles, Schmucksachen und Klei- dungs stücke, in zwei Koffer, siel dann über die wehrlose Krank« her und vergewaltigte sie. Darauf ließ er die beiden Koffer an einem Strick vom Balkon hinunter, rief seinen unten stehenden Gefährten zw sie möchten mit der Beute schon gehen, er selbst bleibe noch etwas oben, um.die Weiber in Schach zu halten", wenn sie etwa Miene machen sollten, Lärm zu schlagen. In der Tat blieb er auch noch und forderte nun auch die Patientin auf, sich zu erheben und auszustehen. Auch sie sperrt« er zu der Schwester in den Kleiderschrank. Vor Angst blieben die beiden Frauen noch etwa eine Stunde.im Schrank. Als sie sich endlich hinauswogten, war der Verbrecher verschwunden. Die lieber« fallenen setzten nun die Zimmerklingeln in Bewegung, und die Hausgenossen benachrichtigten die Polizei. Die Kriminalpolizei erschien sofort am Tatort und nahm die erforderlichen Nochfor- schungen auf. Für die Ermittlung und Ergreifung des Verbrechers und die Wiederbeschaffung des geraubten Gutes ist eine Belohnung von 50 Millionen Mark ausgesetzt. Mitteilungen nlmmr Kriminalkommissar Werneburg im Zunmer 79 des Polizeipräsi- diums entgegen. Die geraubten Koffer, ein Hulkoffer mit dem Zeichen A. B. und ein flacher Koffer, der M. L. gezeichnet ist, ent- halten bares Geld, Schmucksachen, Kleidungsstücke, Stoffe und Pelzsachen, darunter«inen Hermelinkragen. Der Räuber ist ein Mann in den mittleren Jahren. Er trug einen eleganten Sport- anzug._ Ein neuer Sportplatz in Weihensee. Unter zahlreicher Beteiligung fand am Sonntag nachmittag in Weißensee die Einweihung eines Spiel- und Sportplatzes statt. In den Mittagsstunden sammelten sich die Schulen und Vereine in der Spitze der Prenzlauer Promenade, um unter Vorantritt einer Straßenbahnerkapelle zu dem am Faulen See gelegenen Sportplatz zu marschieren. Oberbürgermeister B ö ß begrüßte die Erschienenen und hob in seinen Ausführungen hervor, daß die Schaffung dieses Platzes nur im neuen Berlin durchgeführt wer- den konnte. Darauf übergab Bürgermeister P fa n n k u ch dem zuständigen Dezernenten, Stadtrat Fischer, das Gelände, Der neue Platz präsentierte sich den Besuchern noch unvollendet. Zwar ist er soweit fertig, daß die Sportler ihn benutzen können, doch ist das zuschauende Publikum, wie Bürgermeister Pfannkuch in seiner Aussprache zum Ausdruck brachte, gegen Wind und Wetter zurzeit noch ungeschützt. Vorführungen der einzelnen Schulen, Turn- und Sportvereine, so u. a. Freiübungen, sportliche Wettkämpfe, Faust- und Fußball- sowie Hcckeyspiele, beschlossen das Programm. Ein kuppelquartier. „Speckseiken"—„Delikateßheringe"—„Paprika". Unter der Anklage der schweren Kuppelei hatte sich srebenjjor dem Schöffengericht Berlin-Mitte die Pensionsinhaborin Ida Schulz zu verantworten. Die Angeklagt« unterhielt im Zentrum ein Fremdenpensionat, in dem vorzugsweise japanische Studenten wohnten. Durch eine Anzeige von Nachbarn war die Krimmalpolizei auf das Treiben in der Wohnung aufmerksam geworden und hielt eines Nachts, nachdem das Grund- stück auf der Vorder- und Hintertreppe abgeriegelt worden war, eine Razzia ab. Neben den Japanern wurden auch verschieden« Fremde in dem Pensionat festgestellt, di« mit ihren Berliner Freun- binnen in der Reichshauptstadt über die Zeitnöte hinwegkommen wollten. Nach der Anklage wurde der Angeklagten zum Vorwurf gemacht, daß sie gemäß der Aussagen einer Modistin für die Japaner aus ihrem Pensionat ein förmliches Peshiwara(das Liebesviertel von Tokio) gemacht habe. Sie soll nämlich im März d. I. drei Mädchen telephonisch zu einem„Nachmittagstee" eingeladen haben, der schließ- lich in ein« wüste Orgie ausartete. Der als Zeuge geladene Kri- minalkommissar Kuntze II gab ein Bild über den Betrieb in den Kuppeleiquartieren im modernen Berlin. Nach seinen Bekundungen gibt es gegenwärtig 40 bis 50 Frauen, die stets eine An- zahl junger Mädchen in Bereitschaft halten und diese aus telephonischen Anruf an die„Fremdenpensionat«" anliefern. Bei den Bestellungen bedienen sich diese Telephonkupplerinnen eines be- sonderen Code, indem die Dirnen meist als Lebensmittel bezeiHnet werden. So wurden bestellt„Speckseiten",„Delikateß- Heringe",„Paprika" u. a. Rechtsanwalt Dr. Pindar bestritt, daß es sich bei der Angeklagten um eine gewerbsmäßige Kupplerin handele: ihre Leichtgläubigkeit sei vielmehr von den Japanern aus- genutzt worden. Ueberd-es habe sie selbst in großer Rot gelebt, da sie ihr« 82jährige Mutter mitzuernöhren habe, die nur eine Rente von monatlich K000 Papiermark bezog. Das Gericht ließ dem- entsprechend Milde walten und erkannt« auf 500 000 M. Geld- strafe, für die der Angeklagten auch noch Ratenzahlungen bewilligt wurden. Die Neuregelung der Hebammengebühren. Auf Grund der Vereinbarungen zwischen dem Verbände der Gemeinde- und Staatsarbeiter(Abteilung Deutscher Hebammen- bund) und dem Polizeipräsidenten von Berlin werden die amtlichen Gebührensätze nunmehr auf ein« wertbeständigere Grund- tage gebracht. Di« Sätze der Gebührevardnung vom 27. November 1922 gelten als Grundgebühren. Diese werden vervielfältigt mit der Indexziffer, die alle 14 Tage im Ministerium für Bolls- Wohlfahrt festgesetzt wird von einer Korn«iflicm, die aus Vertretern der Krankenkassen, der Aerztekammer unWhes Wohlfahrtsministers besteht. Vom 15. August ab gilt die Schlüsselzahl 2000. Von diesem Tage ab gelten also die nachstehenden amtlichen Ge- bühren mal 2000. Für den Beistand bei einer regelmäßigen und auch bei einer frühzeitigen Geburt für die Dauer bis zu 12 Stunden 1000 bis 6400 M., für jede folgende Sttmd« 40 bis 200 M. Für den Beistand bei einer Zwillingsgeburt, einer regelwidrigen Geburt, einer mit Blutungen und deren Folgen oder mit Eklampsie, mit Lösung der Nachgeburt oder mühsamer Wiederbelebung des Kindes ver- buttdener Geburt für die Dauer bis zu 12 Stunden! erhöht sich der Anfangssatz zu 1 auf 1200 bis 7200 M. Bei einer Geburt, bei der ein Arzt zugezogen wurde, erhöht sich di« Gebühr zu 1 und zu 2 um 240 bis 1200 M. Für den Beistand bei einer Fehl- oder un-» zeitigen Geburt oder bei Abnahme einer Mole für die Dauer bis zu 6 Stunden 600 bis 2400 M., für jede folgende Stunde 40 bis 200 M. Für«ine Raterteilung und Untersuchung in der Wohnung der Hebamme bei Tage 48 bis 200 M., bei Nacht das Doppelte. Für den Beistand bei einer ärztlichen Operation für die ange- fangen« Stunde 60 bis 240 M. Bei Verrichtungen in Häusern, die mehr als zwei Kilometer von der Wohnung der Hebamme entfernt liegen, sind der Hebamme, falls ihr nicht freies Fuhrwerk gestellt wird, sorcohl für den Hin- als auch für den Rückweg entweder die baren Auslagen für tatsächlich benutztes Fuhrwert oder 8 M. Wege- gelder für jedes zurückgelegte Kilometer Landweg bzw. die Fahr- kosten der 3. Wagenklass« bei Benutzung der Eisenbahn oder der Fahrpreis der Straßenbahn bei deren Benutzung zu erstatten. Im übrigen sind der Hebamme die baren Auslagen für di« bei ihrer Hilfeleistung verwendeten Desinfektionsmittel und Berbandstoffe, soweit diese nicht aus öffentlichen Mitteln zur Verfügung gestellt wurden, zu ersetzen. KZ Kilian. Roman von Jakob Puhrer. Marutschka! Auch sie verdiente ihr Geld! Auf ihre Art! Warum nicht? Was geht's dich an?— Und wo bleibt deine Menschenliebe? Kilian schlug sich heftlg an die Strrne: Was habe ich mich denn überhaupt um die Msnlchen zu kümmern? Küm- wert sich jemand um mich? Wo steht denn geschrieben, daß man Revolutionär sein muß?— Wieso denn? Die Welt ist doch ganz gut!... Rein, schrie es in ihm auf, sie ist entsetz- lich! Darum!— Darum muß man Revolutionär sein.— Ich kann doch nicht, ich will doch nicht, ich verstehe nichts von Politik, ich gehöre nicht mehr zur Partei!— Seit drei Iahren nicht mehr!— Was geht das mich an?— Du bist ja auch nicht dabei geblieben, Mathilde!—„Man hat mir das Ruck- gi-at gebrochen!"— Wer denn? Deine Mutter? Oder die Arbeiterfrauen? Die nichts von dir wissen wollten? Oder gar ich, weil ich zu jung war? Zu dumm! Und weil ich den Bürgerlichen balf, den Bögg aufzurichten? Du liebe Zeit, mir hat man auch das Ruckgrat gebrochen! Schon als Kohlenschaufler. Schon vorher, als Arbeitsloser! Da wird man kirre, da wird man windelweich.-- Verfluchter Fluß! Rausch doch nicht so... Vollbringen, was keiner vollbracht j... Erschaffen, was nie mehr zerstört wer- den kann! Also blitzt es. nicht in Worten, sondern in Empfindungen ond Gefühlen durch Kilians Hirn. In maßloser Ausregung ging er auf den Schrank zu und zog unter der Wäsche hervor einen alten Revolver, den er in die Tasche steckte, nahm auch alles Geld und das Kassabüchlein an sich und ging davon. Er stieg die Nidecktrepp« emvor, lief über die Brücke den Muristalden hinauf und kehrte in großem Bogen gegen die Stadt zurück. Auf der Kirchenfeldbrücke blieb er stehen. Da, vor ihm, lag die Allstadt. Man ahnte ihre Umrisse in der Dunkelheit. Sie war zu dieser Stunde voll Festfreude, voll trinkender, lachender, lustiger Menschen. Woher nahmen sie pur den Leichtsinn? Vielleicht, weil da unten zur Rechten das Münster stand? Sah man dort nicht die Turmspitze hell und weißlich zum Himmel ragen? Ha, das Gotteshaus! Einen Gott hatten diese Menschen noch, bei denen man mit der härtesten Arbeit nicht, mit dem Handel wohl verdiente! Einen Gott hatten sie! Darum konnten sie lustig sein und trinken. Oder war es, weil dort oben zur Linken das Bundeshaus stand? Die Laternen vom jenseitinen Bundesplatz warfen einen zarten Lichlsckiein um den Kuppelbau, also daß er schwarz in schmalem Lichtkreise stand. Das Bundeshaus! Darin machte man die Gesetze für die ganze Eidgenossen- schast.— Genossenschast! War das denn eine Genossenschaft, in der man mit der härtesten Arbeit nichts, mit dem Handel wohl verdiente? Zur Rechten das Gotteshaus, zur Linken das Bundes- haus, in der Mitte, grab vor sich, tief unter der Brücke— das Hurenhaus!— Das Hurenhaus! Marutschka! Ange- nommen!— Hier unten würde sie Aushilfsdienste tun, die Marutschka. von elf Uhr ab, wenn die Wirtschaften sich ent- leeren, wenn die gottesfllrchtigen Herren Eidgenossen noch das Tllpflein aufs i setzen wollen. Angenommen! Von elf Uhr ab, weil dann der Zudrang an solchem Markttag groß ist. sehr groß! Warum soll man nicht auch dies zu Markte tragen... nicht wahr, Marutschka? Im„Wildschwein" war hinter den Kulisien große Auf- regung: Wo bleibt denn der Batzi? Schließlich erschien er. Der„Direktor" wusch ihm den Kopf: So spät zu erscheinen! Aber Kilian hörte gar nichts. Er schminkte sich ruhig und ver- langte, daß man ihm Marutschka schicke, er habe mst ihr zu reden. Sie kam. Er sagte:„Marutschka, ich will dich heiraten." „A geh!" lachte sie.„willst mi uzen?" „Im Ernst!" Sie'ah ihn au, und man fühlte durch ihre Schminklarve, daß sie ihn scharf betrachtete. Fast ängstlich und mit über- raschend viel Gefühl im Ton sagte sie:„Bist krank, gelt?" und strich ihm mit der Hand über die Stirne. Er fuhr fort:„Laß das, und gib mir Antwort: Willst du mich?" „Aber naa!" kicherte sie. „Warum nicht?" „Aber geh, Batzi. ich Hab' hoch schon W Mann!" „So?" „Freist!" Kilian krallte sich die Fingernägel in die Handballen. Er dachte, die Tiere Habens gut. Sie können brüllen. Und er sah Bleß, den dunkelfarbigen Zuchtstier über einem Hügel der Gsegnet Alp vor weißlichem Abendhimmel stehen, langsam den schweren Kopf heben und ohne erkennbaren Grund dreimal tief und schwer aus dampfendem Maule stöhnen. Kilon frug:„Und— gehst du heut nacht?" „Ah— darum?— Aber worum soll i denn nit gehe?" „Und— wenn ich dir gebe, was du heut nacht verdienen kannst...?" Run war sie wirtlich überrascht. Es verschlug ihr die Sttmme, und sie mußte dreimal schlucken, ehe sie antworten konnte. Dann sagte sie:„Geh, mach ka Dummheiten. Sixt. an mir is nix mehr z' verderbn!— Du mocmst es ja guet, aber... na, naa, mit mir bist betrogen!" Damit ging sie. Lachend! Kmim, daß eine Schuster- bewegung verriet, wie sehr sie erschüttert war. „Bleib!" schrie Kilian. Aber sie riß die Türe auf. Da fiel ein Schuß. Es war niemand getroffen. Trotzdem wurde Kilian verhaftet. Ein Geheimpolizist, der im Lokal gesessen hatte, fand es für angezeigt, eine Staats- affäre aus der Sache zu machen. Kilian war ganz zerschlagen und schlief in der Zelle, in die er verbrocht wurde, sehr bald ein. Am Morgen wurde er vor den Untersuchungsrichter besohlen, der ihn nach eingehen- dem Verhör auf freien ftiiß setzte. Sein Geld wurde jedoch vorläufig in Beschlag genommen. Ungefähr drei Monate später stand Kilian vor dem Ge- schworenengericht unter der Anklage auf Mordversuch. Das waren fürchterliche hundert Tage gewesen bis dahin. Kaum eine Nacht, daß er nicht aus dem Schlafe auffuhr, weil er sich selber wach geschrien hatte. Und doch war ihm vor ew. zwei Uhr morgens kein Schlummer gegönnt, aus steter Angst vor dem Gerichtstag. Er konnte so oder so ausgehen. Recht, Gerechtigkeit, Gesetz— was war das? Darauf kam gar nichts an. Alles kam darauf an, wie die Richter die Sache ansahen, ansehen wollten, wie viel guten Willen, wie viel Lust zu strafen sie mitbrachten, Den Hebammen sieht es natürlich nach wie vor fret, private Vereinbarungen mit den Frauen, denen sie Geburtshilfe leisten, wollen, zu treffen, so daß sie unter diesen Umständen höhere Be bühren erzielen. Unsere Versammlungen. Preise und Löhne. Lebensmittelpreise in der Pfefferlinge Zentralmarkthalle am 29. 8. Pflaumen. ( in tausend Mark) Rindfleisch mit Knoch. 1000 Schweinefleisch Schmalz In einer start besuchten Bersammlung im Großen Saal der Hohenzollern- Festfäle in Charlottenburg hielt Genoffe Ernst Margarine Heilmann das Referat. Er rechnete mit den nationalistischen Lebende Karpfen Parteien in der schärfsten Weise ab und kritisierte rücksichtslos das Aale in Eis Verhalten der Kommunisten besonders während des letzten General: Plötzen in Eis streifs. Einigen Diskussionsrednern der Kommunistischen Bartei Flandern in Eis wurde unter dem Beifall der gesamten Versammlung vom Genossen Weißkohl. Heilmann in gebührender Weise heimgeleuchtet. Die Versammlung Wirsingkohl nahm im allgemeinen einen recht ruhigen Berlauf, da die Gegner bem Referenten nach keiner Richtung hin gewachsen waren. einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die Sozialdemokratie wurde die Bersammlung geschlossen. Mit Die Spielbant der Erwerbslosen. Auf einer Wiese in der Nähe des Gemeindeheims Reinidendorf wurde ein Arbeiter überrascht, als er sich als Glücksspieler betätigte. Etwa 30 Spieler, fämilch Erwerbslose, die ihr soeben erhaltenes Geld durch Schle fische Lotterie vermehren wollten, wurden festgestellt. Karten, zwei Spielpläne und Bapierscheine wurden beschlagnahmt. Die Jugendweihe für Oberschöneweide findet am Sonntag, den 30. E- ptember, vormittags 10 Uhr, in den Räumen des Film palastes Hasselwerder statt. Der Vorbereitungsunterricht zur Jugendweihe findet jeden Mittwoch und Donnerstag nachmittags von 3 bis 5 Uhr in der 5. Schule, Rottmeierstraße, statt. Anmeldungen werden in den Unterrichtsstunden entgegengeommen. Mohrrüben Grüne Bohnen Tomaten 1 Ei. 1600-2400 900-1300 1300-1400 400-450 170-175 Groß- Berliner Parteinachrichten. Achtung,& assierer! Der erweiterte Bezirksvorstand 200-280 hat befanntlich in seiner Sihung vom 18. August d. 3., entsprechend dem Bejchluß des Parteiausschusses vom 16. August, einmütig für September den wöchentlichen Beitrag auf 50 000 2. für Männer und 20 000 m. für Frauen festgefeht. Höchste Wochenlöhne in Berlin ( in tausend Mark) 1200-1500 Kunstgewerbearbeiter · 1500 250 . 250 vom 20.- 26. 8.. Kunstgewerbliche Beleuchtungskörper70- 85 branche v. 20.- 20. 8. 80-120 Brunnenbauer v.18.- 24 8.. 50-75 Chemische Industrie, 250- 280 450-600 • 28 152 31 740 26 910 Fachgruppe 2, Ortsklasse A, vom 22.- 28.8.. 27 600 Sport. Rennen zu Ruhleben am Mittwoch, den 29. August. 1. Rennen. 1. Heideprinz I( Brube), 2. Xente( Schmidt), 3. DfterDas Eintrittsgeld beträgt hiernach ebenfalls für Männer 50 000 m. und für Frauen 20 000 m. Die neuen Marken sind bereits in unserem Bureau zu haben. Die Kassierer, die die Marken abholen fönnen, werden sehr darum gebeten. Alle bis Freitag, den 7. September, abends 5 Uhr, nicht die Post zugestellt. abgeholfen Marten werden am Sonnabend, den 8. September, durch 3. 2: Alex Pagels. Stadtverordnetenfraktion. Heute abend 8 Uhr pünktlich wichtige Sigung im Zimmer 109 des Rathauses. Bezirksvorstand. Nächste Sigung Sonnabend, den 1. September, abends 6 Uhr, im Jugendheim, Lindenstr. 3. 105. Abt. Ablershof. Freitag, den 31. Auguft, 7 Uhr, Rolet Bstein, Sis. mardstraße 78, öffentliche Bersammlung. Tagesordnung: Unsere Not unsere Rukunft". Ref. Gen. Sieklich. 4. 1 magda( Kaupper). Toto: 20: 10, Blab: 13, 46, 16: 10. Ferner liefen: 2. Streis. Siergarten. Mieterbundabteilung Moabit. Freitag, den 31. Auguft. China. Ehrengabe, Alpenfer, Biütür, Adelei B., Deborah W., Tafna. ( Weiß), Lustiger Bruder( Hahn). Toto: 113: 10, Play: 27, 23, 37: 10. 2. Rennen. 1. Erster Wolfersomer( Knöpnadel jr.), 2. Aberglaube Ferner liefen: Federnelle, Lady Petaurtit, Baron Alalawah, Dr. Lew jr., Idealist, Hauptmann, Sohannisfeuer, Hoffnung II. 3. Rennen. 1. Flieger( Kleinau), 2. Bella Dawson( Rabe), 3. See Am Grabe Minna Cauers auf dem alten Matthäi- Friedhof wind( Behns). Toto: 150: 10, Blab: 53, 44, 45: 10. Ferner liefen: ( dicht am Bahnhof Großgörschenstraße) wird am Sonntag, den Gartenfels, Allda, Abdulah Silver, Flora Bingen, Brinz Kudud, Midas I, 2. September, mittags 12 Uhr, eine Feier stattfinden zur Ent- Schneewolle, Jallus, Kronprinz I, Chpresse II, Barde, Charlotte, Ipsilanti, hüllung des Denkmals, der Schöpfung des Bildhauers Kurt Roner, das Freunde und Verehre: Minna Cauers ihrem Andenken errichtet haben. Bezirksbildungsausschuß Groß- Berlin. Für die Theaterbor ftellung am Sonntag, den 2. September. Die Südin von Zolebo ton Grillparzer wird an der Kasse ein Zuschlag von 80 000 m. pro Karte erhoben. Donnerstag, den 6. September, nachm. 5 Uhr, im Bureau des Bezirksbildungsausschusses Sigung des fleinen Ausschusses. Wichtige Tagesordnung! Fünf große Festtonzerte im Winter 1923/24. Der Grundpreis pro Abonnement beträgt 5000 M. Zeichnungslisten liegen aus im Bureau des Bezirksbildungsausschusses, Lindenstr. 3, 2. Hof, 2 Tr., Simmer 8, und bei den Bildungsausschußmitgliedern der Abteilungen. Die Kreise werden dringend ersucht, die Verfassungs- und Bebel- Feier ab. zurechnen. Bei den Obleuten der Kreise bereits eingegangene Teilbeträge für September bitten wir sofort zu überiveisen. Sprechchor für Proletarische Feierstunden. Heute abend 1,8 Uhr in der Aula der Sophienschule, Steinmezstr. 16/17: Uebungsstunde. Berthold, Lump, Turbinellus, Anton. 4. Rennen. 1. 8 Uhr, in den Arminiusfälen, Bremer Str. 73, Obleuleversammlung. Kreis. Brenzlauer Berg. Freitag, ben 31. Auguft, 7 Uhr, öffentliche Elternversammlung Schulaula Senefelberstraße 6. Bortrag des Genossen Dr. Siemfen. Die Bezirkstaffierer müssen an diesen Abend abrechnen. Kreis. Mitte. Elternbeiräte und Anhänger ber freien Echulgemeinde BSBO. Freitag, den 31. August, 7% Uhr, Restaurant Spiegel, Aderstr. 1. G. Kreis. Kreuzberg. Freitag, den 31. August, 7% Uhr, bei Reim, UrbanStraße 29, Gigung. Abrechnung ber Rarten. 14. Recis. Renfin. Coleute der Elternbeiräte. Die geplante Bollverfamm. Jung am 30. Auguft findet nicht statt. Der neue Termin wird noch be. tanntgegeben. Heute, Donnerstag, den 30. August: 3. Nachtfalter( Grube). Toto: 57: 10, Plat: 23, 28: 10. Ferner liefen: Jangjozialisten. Gruppe Sweptom. 7 Uhr Jugendheim Elsenstr. 3, Bortrag 1. Gamein( Lichtenfeld), 2. Bechfackel( Treuhera), 3. st. Rommunale Kommission. 7 Uhr Gigung bet Arliger, Engelufer 23. Fenelon, Harry W. über Walter Rathenau". Ref. Otto Friedländer. 5. Rennen. 1. Interpellant( Treuberz), 2. Coeur Maid( Jauß fr.). 3. Kluck( Hans Schleusener). Toto: 35: 10, lat: 18, 35, 63: 10. Ferner liefen: Coran Mc Kinneh. Florian. Prinzeß Pia, Bes, Linsko, Fels. 6. Mennen. 1. Clematis blau( Grube), 2. Dabendorferin( Lichtenfeld), 3. Feuerwehr( Mills). Toto: 49: 10, Blag: 14, 18, 15: 10. Ferner liefen: Stuart Webbs, Weddigen, Gilzug, Fafner Boodline, Die Beste, Dody. 7. Renne 1. 1. Michel Angelo( Ringius), 2. Homer( Glasgow), 3. Bettie( Grube). Toto: 35: 10, Blag: 18, 38, 15: 10. Ferner liefen: Inge, Lockung, Peralta, Capua, Ludwig, Malmö, Diaphora, Citran. 8. Rennen. 1. Le Betit Zoulou( Steeger), 2. Bärbel( Großmann), 3. Besub( Weidmüller). Toto: 140: 10, Play: 25, 29, 18: 10. Ferner liefen: Nathan IV, Erbgraf, Marschall Hindenburg, Heidemann, Gudrun II, Chelsealand, Arworthy 3.. Apfelblüte, Matador I. Fiscus. Erbschaft, Jallus I als 1. disqualifiziert, 80 Proz. der Betten zurück. 47 Gruppe Friebrichs. hain. 7% he bei Nitschke, Weidenweg 64, 3 Treppen, Bortrag des Gen. Bach über: Deutschland und der Börterbund". Gruppe Süden. 7½ Uhr Berfemmlung Juristische Sprechstunde, Sindenstr. 3. Genoffe Keller spricht über Wedekind". * Jungfozialisten Shaneberg. Freitag, den 31. Auguft, 8 Uhr, in ber Ge meindeschule Offenbacher Str. 5a, Friebenau, Bortrag des Genossen Fris Wendel:„ Die antibürgerliche Gatire". Rinderhort Feurigstraße ist Freitag gefchloffen. Sonnabend und Sonntag Beteiligung am Brandenburger Beairfstreffen in Fürstenwalde. Anmeldungen am Freitag. Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation Donnerstag, den 30. August, nachmittags 2 Uhr, auf dem Friedhof der Jüdischen 27. bt. Die Beerdigung des verstorbenen Genoffen Mag Beer findet Gemeinde ,, Weißenfes, Neue Halle, Lothringenstr. 23, statt. Schlußtag Freitag, 31. August Große Ultimo- Woche! Während der Ultimo- Woche bringe ich außer meinen bekannten Qualitäten in Schlußtag Freitag, 31. August Gabardine, Popeline und Cheviot, ganz aparte Neuheiten in Herbst- und Winterstoffen, speziell Schotten und Streifen zu äußerst günstigen Preisen, so daß in dieser Zeit ein Besuch meines Lagers wirklich lohnend ist. Großes Lager in Herrenstoffen, Samt, Seide sowie sämtlichen Wäschestoffen. Hans Prange, Berlin SO. 36, Wiener Straße 15, am Görlitzer Bahnhof Straßenbahn- Linien: 4, 9, 10, 12, 16, 18, 22, 44, 91, 93, 94, 116. Hochbahnstation: Oranienstraße. Lieferant des Lehrer- und Beamten- Vereins. Oeffentliche Bekanntmachung Im Falle der Bahlung des Arbeitslohnes für volle 1. für den Arbeitnehmer felbft Monate Wochen Tage oder für je 2 angefangene . und für seine Ehefrau um je 360 000 2. für jedes minderjährige Kind 902. 902. 86 400 14 400 96 000 3 000 000 720 000 120 000 ob.mittellofen Angehörigen um 2 400 000 576 000 oder volle Stunden 2. 3 600 24.000 30 000 a) die Beträge, die in der Zeit vom 1. bis 10. eines Monats einbehalten worden sind, spätestens bis zum 15., Verkäufe niderstraße nur 71, Sof. Möbel neun* * Unterricht Verschiedenes Mictssachen vertritt früherer BorBettwäsche diese Woche ermäßigte Fahrrabautauf, Freilaufräder, höchft.| Augellager touft höchftzahlenb_ErbinPreise: Dedbettbezüge 4 200 T., Bett- zahlend. Brüdnez, Gitschinerstraße 28. gezstraße 9( Stingbahnhof Landsberges laten 1950 T., Inlette 5 800 T., Wäsche- Fahrradanlauf, höchsten Tagesturs. allee). betreffend Einkommensteuer vom Arbeitslohn.psplatten, 18 Quadratmeter, aur stoffe, Daunenbeden, Tischwäsche, frot- Wunsch verfönliche Abholung. verkauft Dres Beitungsfiliale tierwäsche, Ueberschlaglaken, Dainast denerstraße 120. Dorisplak 8780. Handtücher, Fabritpreise. Seelle, fach1. Mit Wirkung vom 1. September 1923 ermäßigt sich bei jeber Lohnzahlung Gefenhetmerstraße 1, Charlottenburg. Don bem nach dem 31. August 1923 gezahlten und fällig gewordenen Arbeitslohn Zeppiche, prachtvolle Muftet. verkauft Bettwäschefabrit, männische Bedienung. Aelteste Spezial- eismengläfer, Photoapparat tauft Gracfeftraße Werner, Brandenburgstraße 4. einzubehaltende Steuerbetrag von 10 v. H. des Arbeitslohnes( Geld- und Natural- billig Stein. Anflamerftt. 20. 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