Nr.443+ 40.Jahrgang Ausgabe A nr. 221 Bezugspreis: Bom 23.- 29. GSept. 20 Millionen Mark voraus zahlbar. Unter Kreuzband vom 28.- 29. September für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet sowie Desterreich u. Luremburg 21 700 000 M., für das übrige Ausland 23 000 000. Postbezugspreis freibleibend. Der Vorwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und Beit", der Unterhaltungsbeilage, Seimwelt und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Cozialdemokrat Berlin Morgenausgabe Norwärts Berliner Volksblatt 1000000 M. Anzeigen- Grundpreise: Die ein spaltige Nonpareillegeile 500 Mart. Reklamezeile 2500 Mart. Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Bort 120 M.( zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 60 M. Stellengesuche das erste Wort 60 M., jedes weitere Wort 50 M. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familienanzeigen für Abonnenten Zeile 50 m. Alle Grundpreise mal Schlüsselzahl zurzeit 12 000. Anzeigen für die nächste Nummer müffen bis 4½ Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW.68, Lindenftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Dönhoff 292-295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Sonnabend, den 22. September 1923 Die Währungsbank. Der„ Soz. Parlaments- Dien ist in der Lage, aus dem im| Förderung des deutschen Wirtschaftslebens verwendet, über die Reichsfinanzministerium ausgearbeiteten Gesezentwurf über die andere Hälfte wird durch Reichsgesetz verfügt. Währungsbant bereits folgendes mitzuteilen: Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Postscheckkonto: Berlin 375 36- Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depositenkasse Lindenstraße 3 Demokratisierung der Verwaltung Problem und Praxis. Bon Albert Falkenberg. Was bis zur Stunde über die Frage der Demokratifierung der Verwaltung in Deutschland auch geredet und geLandwirtschaft und Währungsplan. schrieben sein mag, weder die Frage des Problems ist gelöſt Der Entwurf zur Schaffung eines neuen Geldes sieht die ErGegenüber anderen Meldungen wird von landwirtschaftlicher worden, noch ist es bisher gelungen, auch nur die Grundlage richtung einer Währungsbant durch die wirtschaftlichen Berufsstände Landwirtschaft, Industrie, Gewerbe und Handel ein- Seite durch die TU. mitgeteilt, daß in den bisherigen Besprechungen für die systematische Umstellung der in den öffentlichen Beschließlich des Transport- und Bankgewerbes vor. Der städtische die Vertreter der Wirtschaft den Währungsplan der Regierung ledig trieben tätigen Kräfte im Sinne der republikanischen StaatsGrundbesiz soll nach Maßgabe der Aufhebung der Zwangswirtschaft lich zur Kenntnis genommen haben, ohne im zustimmenden oder auffassung zu schaffen. Bei jedem Regierungswechsel triit herangezogen werden. Die Sazungen werden von den Spizenver ablehnenden Sinne Stellung dazu zu nehmen. diese Frage erneut in den Bordergrund, auch bei der zuletzt bänden der wirtschaftlichen Berufsstände festgestellt. Die Bant ist vollzogenen Neubildung der Regierung ist sie wieder aktuell selbständig in Verwaltung und Geschäftsführung. Die Wahl Zur Ueberleitung der Papiermarkwährung in die Goldwährung geworden. Ja, sie ist es noch, aber sie ist auch diesmal voreines Bräsidenten bedarf der Genehmigung der Reichsregierung. ist bekanntlich in dem Währungsplan der Reichsregierung eine wiegend wieder nur im engbegrenzten Rahmen von BerufsDie Spizenverbände dürfen drei Personen vorschlagen. Werden diese abgelehnt, so ernennt die Reichsregierung den Präsidenten mit Zu- 3wischenwährung vorgesehen, während deren Geltung die Sanie- interessenten erörtert worden. frimmung des Reichsrats. Der vorläufige Präsident wird von der rung der Staatsfinanzen erfolgen soll. Jetzt werden über den Plan In den Schriften des verstorbenen Bremer Pfarrers und Reichsregierung ernannt. Die Währungsbank ist von allen Steuern der Währungsbank, die zu diesem Zwecke gegründet wird, Einzel- Pädagogen Albert Kalthoff stehen die Säße: Der Gegenbefreit. heiten befannt. Danach soll Industrie und Landwirtschaft durch wartsstaat ist gebunden durch die Mächte der Bergangenheit. Die Heranziehung des Sachbefizes. eine Hypothet von 3 Broz. des Wehrbeitrages einen Goldmart. So ist es auch der Lehrer der Vergangenheit, der Respekt für Das Kapital beträgt 2400 millionen Bodenmart. Es betrag aufbringen, der in Form von Goldrentenbriefen die Deckung sich vom Kinde als von dem Menschen der Zukunft verlangt. wird zu gleichen Teilen von der Landwirtschaft und von der In- für ein neues Geld und gleichzeitig die Abbürdung der schmebenden Wie wäre es, wenn die Lehrer einmal anfingen, Respekt vor buftrie ufm. aufgebracht. Die Aufbringung durch die Landwirtschaft Schulden des Reiches auf den Sachbesitz bringen soll. Die Wäh dem Kinde zu haben?" Wie wäre es, fragen wir unter finnerfolgt in der Art, daß die Währungsbant an den Grundstücken, die rungsbant, die zur Durchführung dieser Aktion gebildet wird, ist gemäßer Einschaltung der entsprechenden Begriffe, wenn die dauernd land und forstwirtschaftlichen oder gärtnerischen Zweden unabhängig vom Reiche, das lediglich nur ein geringes Maß von Berwaltungsbureaufratie einmal anjinge, Respekt vor dem dienen, in Höhe von 3 Proz. des Wehrbeitrages eine auf Goldmart Einfluß durch die Bestätigung des Präsidenten behält. Die Boden- Bolte zu haben? Nicht vor den Massen der Straße, sondern lautende Grundschuld erwirbt. Das Kapital der Grundschuld ist mit mart, welche auf Grund dieser Schuldverschreibungen ausgegeben vor der Größe des werdenden Boltes. Heute verlangt die 6% Proz. jährlich zu verzinsen. Gegen Ansprüche aus der Grund- wird, und die bei ihrer Umwechslung nicht in Gold, sondern lediglich Bureaukratie Respekt für sich vom Bolte, um ihre Macht schuld findet auf Antrag der Währungsbant im Beigerungsfalle die fofortige Zwangsvollstreckung statt. 3ft das mit der Grundschuld in Rentenbriefen eingelöst werden, bis die Goldwährung als die des Staates ausgeben zu fönnen. Sie will gar nichtbelastete Grundstück verpachtet, so fenn der Eigentümer von dem felbft eingeführt ist, entspricht einem Wert von 0,358 Gramm Fein wie es ihr Beruf ist dem Bolte dienen, sie will es be Bächter die Erstattung der Hälfte der von ihm an die Währungsbant gold oder eine Friedensgoldmart. Wie dieses Wertverhältnis auf- herrschen. Dieser Zustand in der Republik ist schlimmer als geleisteten Zinsen verlangen. rechterhalten werden soll, ist aus dem Gesetzentwurf nicht ersichtlich. die Machtposition der Bureaukratie im Obrigkeitsstaat, in dem Bei den industriellen, gewerblichen und handels. Die Bodenmark ist ja nur als Inlandgeld gedacht und die Wäh- fie lediglich ausführendes Organ eines höheren Willens war. betrieben erwirbt die Währungsbant, falls der Unternehmer rungsbant darf bantmäßige Geschäfte nur mit dem Reiche machen. Jegt aber ist sie nicht zuletzt wegen ihrer größeren FachEigentümer eines dem Betrieb dienenden Grundstückes ist, eine Die Zwischenlösung, die vorgesehen ist, ist zweifellos mit ge- verständigkeit souverän. Grundschuld wie in der Landwirtschaft. Soweit das nicht der miffen Gefahren verbunden. Es wird alles darauf ankommen, mentarismus zur Verfügung hat, desto größer ist die Macht Je weniger Köpfe der Parla Fall ist, muß der Währungsbant eine auf Goldmart lautende daß von dem neuen Papiergeld nicht mehr ausgegeben wird der Bureaukratie in Parlament und Regierung. Wenn hinzuSchuldverschreibung des Unternehmers ausgehändigt werben. Jedoch sind die Unternehmer berechtigt, nach vorheriger Zu- als zur Durchführung eines wertbeständigen Geldverkehrs un bekommt, daß republikanische Minister vor aller Oeffentlichkeit stimmung der Reichsregierung von der in dem Entwurf vorgesehenen dingt erforderlich ist. Das Reich hat sich vorbehalten, das wie es der frühere volksparteiliche Reichsminister Heinze Belastung sich durch Leistung von Gold oder Zahlungsmitteln in aus- Recht der Notenausgabe jederzeit nach eigenem Ermessen zu wider in einer in Hamburg gehaltenen Barteirede getan hat- erländischer Währung zu befreien. Die Grundschuld fowie der rufen. Es hat aber im übrigen in diesem Entwurf bis auf wenige flären: im Grunde bin ich Monarchist," dann werden die Anspruch aus der Schuldverschreibung gehen, soweit nicht mit anderen Einzelheiten die Bank der Privatwirtschaft überlassen. Nur das letzten Hemmungen beseitigt, die der gefühlspolitisch orientter Staaten getroffene Vereinbarungen entgegenstehen, allen anderen Recht nimmt es für sich in Anspruch, Darlehen bis zu 2 Milliarden ten Berwaltungspragis hindernd im Wege standen. Solche Caffen im Range vor. Wenn der Rang der Grundschuld usw. infolge Bodenmark und außerdem 300 Millionen Bodenmart zur Ein- Minister sind weiten Schichten des höheren Beamtentums ge= eines aus Anlaß des Berirages von Versailles mit anderen Staaten lösung von Papiermark zu erhalten, um auf diese Weise seine vor- nehm, gegenüber Ministern, die es ernst nehmen mit ihrer getroffenen Abkommens für andere 3mede in Anspruch genommen fäufig noch ungedeckten Staatsausgaben befireiten zu fönnen. Da republikanischen Gesamteinstellung, und steigern die Emp merden sollte, treten die Grundschulden im Range zurüd, jedoch nicht mit muß aber die Ausgleichung des Staatshaushaltes findungen jener Kreise niemals über den zur Erhaltung des über 12% Pro3. des Wehrbeitrages. endgültig vollzogen sein, sonst wird auch die neue Bodenmark nur Berwaltungstörpers unumgänglich notwendigen Wärmegrad. ein Mittel zur Inflation werden. Die Reichsfinanzpolitit erhält so noch eine Galgenfrist, ist innerhalb dieser der Staatshaushalt nicht saniert, so muß auch die neue Bodenmark dem Wertschwund verfallen. . Die Bodenmark. Die Währungsbant stellt auf Grund ihres Kapitals Renten briefe aus, die auf 500 Goldmart oder ein Vielfaches davon lauten und mit 5 Broz. jährlich verzinslich find. Sie dienen als Deckung für die von der Währungsbant auszugebende Bodenmart, die in 100 Bodenpfennig eingeteilt ist, und zwar dürfen für auf 500 Goldmart lautende Rentenbriefe 500 Bodenmark ausgegeben werden, soweit Dedung vorhanden ist. Die Bank ist verpflichtet, die Geldzeichen gegen Rentenbriefe einzulösen. Eine Bodenmark entspricht dem Wert von 0,358 Gramm Feingold. biete fein Zurüd mehr. Es ist also ein gewagtes Experiment, das hier vorgenommen wird und das in sich die Notwendigkeit zu einer Finanzpolitit trägt, wie sie rüdlichtstofer bisher noch nicht dagewesen ist. ft einmal dieser Entwurf angenommen, so gibt es auf diesem GeDie Währungsbant darf bankmäßige Geschäfte nur mit dem Daß Uebergangsschwierigkeiten unvermeidlich find, braucht hier Reich machen. Sie erhält die Ermächtigung, während der nächsten nicht besonders dargelegt zu werden. Wenn neben der Bodenmark zwei Jahre dem Reiche auf Bodenmark lautende und in Goldmart noch die echte Goldmark geschaffen wird, wenn die Papiermark um verzinsliche Darlehen bis zum Höchstbetrag von 2 Milliarden Boden- läuft, so get es tatsächlich drei Geldforten von verschiedener Güte, mart zu gewähren. Nach Ablauf dieser zwei Jahre tritt die zu denen der jetzt noch immer sehr verbreitete Devisenbesitz des In Währungsbank in Liquidation. Sofort stellt sie dem Reiche ein lands tommt. Die Goldinote wird der Großwirtschaft, Produzenten zinslofes Darlehen von 300 Millionen Bodenmark zur Verfügung. und Großhandel vorbehalten bleiben, im übrigen wird sich der Ber Das Reich muß diefe Summe zur Einlösung oder Teileinlösung feiner tehr bei größeren Beträgen in Bodenmart, bei fleineren Beträgen bei der Reichsbank diskontierten Schahanweisungen verwenden, während die Reichsbant verpflichtet ist, mit den ihr zufließenden in Bapiermark vollziehen. Zwischen der Papiermark und der Boben. Beträgen die umlaufenden Reichsbanknoten einzulösen. Das Wert- mart ein bestimmtes Wertverhältnis aufrecht zu erhalten, ist nicht verhältnis, das der Einlösung zugrunde liegt, wird von der Reichs- übermäßig schwer. Dafür aber zu sorgen, daß auch die Bodenmark regierung im Einvernehmen mit der Reichsbant und der Währungs- ihren Goldwert behält, ist die wesentlich schwierigere Aufgabe. Es bant bestimmt. Reicht die Summe von 300 millionen nicht aus, fo muß alles darangelegt werden, diefes Interimsgeld fo bald ist ein verzinsliches Zusahdarlehen aus dem Zweimilliardenkredit als möglich durch eine reine Goldwährung überflüffig zu Gefehliches Zahlungsmittel ist die Bodenmark. An ihrer Stelle eine radikale Heilung des franten Reichsetats. Um zu beurteilen, machen. Das seht aber voraus, die Lösung des Ruhrkonflikts und find bei Zahlungen in allen Beträgen bis zu 500 Bodenmart welche Maßnahmen auf diesem Gebiete geplant sind, wird man die die im Umlauf befindlichen Reichsbanknoten und andere ge- Steuer- und Ersparnisvorschläge der Regierung abwarten müssen. schliche Zahlungsmittel auf Grund des festgestellten Währungsverhältniffes in Zahlung zu nehmen. Die Beschränkung gilt nicht bei Zahlungen an öffentlichen Raffen. nachzusuchen und zu gewähren. Die Beseitigung der Uebergangswährung. Die Mark in New York. Daß von dem Gang der deutschen Politik der nächsten Wochen und Monate der Bestand der deutschen Republik ab= hängt, soll heute von jedem denkenden Staatsbürger erkannt werden. Zerbricht die jeßige Staatsform, zerfällt auch ihr Inhalt. Was dann fommt, läßt sich zwar nicht in absolut flaren Linien aufzeichnen, wohl aber voraussehen. Aber auch, wenn uns der letzte Akt des deutschen Dramas in dieser Form erspart bleiben und eine Aenderung der Staatsform auf parlamentarischem Wege erstrebt werden würde, tönnte diese Kraftprobe nur mit den Stimmen der deutschen Arbeitnehmer, aber niemals gegen sie bestanden werden. Darum müssen alle, die ihre Hoffnung auf gewaltsame oder friedliche Umstellung in anderer als republikanischer Richtung gesetzt haben, ihre Wünsche vertagen und sich für aufbauende Gegenwartsarbeit zur Verfügung stellen. Gerade auch an die deutsche Berwaltungsbureaukratie ergeht dieser Appell, denn ihre Arbeit schafft die Gleife, auf denen sich der Gedankenaustausch zwischen Innen- und Außenpolitik vollzieht. Je stetiger diese Arbeit geleistet wird, um so gewinnwerden können. Kein Volt ist in der Lage, stabile Außenbringender werden politische Aktivposten in Rechnung gestellt politik zu treiben, solange der Kampf um die Staatsform die Innenpolitif nicht zur Ruhe kommen läßt. Bedeutung die Frage der Demokratisierung der Verwaltung Lassen schon diese Hinweise erkennen, welche eminente für die Allgemeinpolitik befigt, fo läßt sich weiter aus ihnen folgern, daß die unzweideutige Einstellung der Verwaltungsbureaukratie auf den republikanischen Gedanken zweifellos die republikanisch- demokratische Stärkung des In New York notierte die Mark gestern etwas über der Beamtentums im ganzen nach sich ziehen würde. Ohne sie ist an ein Gelingen durchgreifender Demokratisierung der Verwaltung überhaupt nicht zu denken. Es muß zugeftanden werden, daß die republiffeindliche Einstellung weiter Kreise des höheren Beamtentums sich gar nicht in dem oft beobachteten Maße würde ausmirfen fönnen, wenn nicht mittlere und teilweise sogar untere Schichten des Beamtentums jo republiflau fich zeigen würden. Bielfach fehlt auch in diesen Kreifen der politische Instinkt für das Erkennen Den Rapitalgebern wird aus dem bilanzmäßigen Reingewinn amtlichen Berliner Notierung. Nach den vorliegenden Schluß3 Broz. zugeführt. Soweit die Einlagen in Grundschulden und tursen stellte sich dort der Preis eines Dollars auf 133,3 Schuldverschreibungen bestehen, mird der verfügbare Betrag aus Millionen nach dem Geld- und auf 129,9 millionen Mart dem Reingewinn eines Jahres auf die erfte Halbjahreszinsleistung nach dem Brieffurs. bes folgenden Jahres verrechnet. Der Restbetrag dient zu drei Bierteln der Berstärkung des Tilgungskontos, während das letzte Verschiebung der Gemeindewahlen. Biertel zur freien Verfügung der Währungsbant steht. Im Falle der Wiederherstellung der Goldmährung vor der vor- Dem Preußischen Landtag ist ein Antrag der Roalitions gefehenen Frist von zwei Jahren fann das Reich das Recht der parteien zugegangen, wonach für die preußischen Gevon Gefahren, die durch eine republikfeindliche VerwaltungsBabrungsbant zur Ausgabe von Gelbzeichen aufheben und die meindewahlen der äußerste Termin vom 30. September 1923 praris für die Allgemeinheit heraufbeschworen merden. Einziehung der umlauefnden Geldzeichen verlangen. In diesem auf den 2. März 1924 verschoben werden soll. In der Begründung Der Durchschnittstop des Beamten auch das muß als späte Falle muß die Währungsbank entweder liquidieren oder die zu wird gesagt, daß der Ruhrbevölkerung die Erschütterung durch Auswirkung obrigkeitlicher Erziehungsmethoden hingenommen thren Gunsten eingetragenen Grundschulden und die ihr ausge händigten Schuldverschreibungen als auch die von ihr ausgestellten Gemeindemahlen erspart werden müsse und daß die Wahlen erst werden beurteilt die Handlungen der Betriebs- und BerRentenbriefe in Goldwährung umtauschen. Ein verbleibender Ueber dann stattfinden könnten, wenn der Ruhrtonflikt bei- waltungsleitung zunächst fast immer unter dem Gesichtspunkte Schuß wird zur Hälfte nach der Bestimmung der Berufsstände zur gelegt sei. en persönlichen Vor- oder Nachteils. Diese Einstellung erschwert nalurgemäß die politische Beurteilung� PoNtisches Denken aber muß vor der Verwirklichung des Demokratisierungsge- dankens vorhanden sein, weil Demokratisierung der Verwal- tung als politische Angelegenheit der Allgemeinheit und nicht als eine Sonderfrage egoistischer Beamtenpolitik au werten ist. Wer die Demokratisierung der Verwaltung als einen Teil der staatsnotwendig, en Erneuening des Beamtentums im Volksstaate betrachtet, muß sich unter Einstellung auf obigen Gesichtspunkt für eine wesentlich anders geartete Praxis, als sie bisher geübt wurde, entscheiden. Die Demo- kratisierung der Verwaltung fordert von jedem einzelnen Be- amten tatkräftige Mithilfe zu ihrer Verwirklichung, das heißt für den Abbau des alten Systems, das seine hervor- ragendste Stütze im höheren Beamtentum fand. , Darum muß zunächst einmal der höhere Beamte nicht nur seine überholten politischen Auffassungen preisgeben, was unter der neuen Staatsform unhaltbar geworden ist, sondern auch zu einer gründlichen Revision seiner beamtenpoli- tischen Anschauungen schreiten, die häufig ihre Wurzel in gesellschaftlichen Rückftändigkeiten haben. Bevor der Verwaltungskörper ein lebendiger O r- g a n i s m u s werden kann, muß der höhere Beamte selber den Mut für die Beseitigung aller nicht in seiner Dienst- stellung begründeten Vorrechte(z. B. Urlaubsfrage in den Zentralbehörden, Einhaltung des Achtstundentages u. a. m.) aufbringen. Das ist zwingende Notwendigkeit in einer Zeit, in der nicht nur nmterieller Luxus, sondern auch der Luxus unzeitgemäßer Standesanschauungen sich als finanzielle Be- lastung der Volksgesamtheit auswirken. Diese Forderung er- streckt sich über die höheren Beamten hinaus auf alle Beamten- gruppen. Jede dienstlich ungerechtfertigte Heraushebung einer Veamtengruppe gegenüber einer im Rang tiefer stehen- den stört die zu erstrebende innere Einheit des Beamten- körpsrs und wird zum Hindernis auf dem Wege zur Demo- kratisierung der Verwaltung. Daß mittlere und untere Beamtenschichten nicht daran denken, einer öden Gleichmacherei durch Herabdrückung der Stellung des höheren Beamten das Wort zu reden, haben sie u. a. während der letztjährigen Besoldungsdebatten häufig genug bewiesen. Wenn aber von ihnen gefordert wird, daß an Stelle des geradezu verbittemd wirkenden prozentualen Teuerungszuschlages ein Kopfzuschlag zwecks zeitge- mäßer Regulierung der Grundgehälter tritt, dann sollte im Interesse der dringend notwendigen Entspannung der in der Bcamtenhierarchie zwischen oben und unten herrschenden Atmosphäre, der Widerstand der höheren Beamten gegen die Erfüllung dieser Forderung aufgegeben werden, bevor die finanzielle Unzulänqlichkest des Staats zum Zlbbau des Systems zwingt. Daß die politische Entwicklung zu dieser Maßnahme drängt, kann dem Einsichtigen nicht verborgen bleiben. Keine Berufsschicht beweist ihre staatserhaltende Ge- sinnung damit, daß sie immer nur Forderungen an anders Schichten stellt, sondeNi indem sie unter Einstellung politischer Notwendigkeiten in die eigene Rechnung die Zeitration auf- nimmt. Forderungen, die sonst zur Verwirklichung des Denut- kratifierungsgedaukens in der Verwaltung erhoben wurden, sind zwar längst Gemeingut aller Jntevessentenkreife geworden, aber noch sehr weit von der Erfüllung entfernt. Den nicht- beamteten Republikaner wird es befremden, daß das grundsätzliche Bekenntnis zur Republik von den im Dienste der Republik stehenden Beamten erst noch gefordert werden muß. Und doch zwingt der augenblickliche Zustand, diese Forderung an erster Stelle zu erheben. Erst ihre Verwirklichung bietet die Garantie für die Möglichkeit her Durchführung der Demokratisierung der Verwaltung. Wesentliche Forderungen sind außerdem: Besetzung der Personalreferate mit republiktreuen Beamten, Neubesetzung der Disziplinar- gerichte mit zuverlässigen Republikanern, Beseitigung des Ressortpartikularismus, Abgrenzung d er ZuständigkeitnachMaßgabe der Verantwortlichkeit u. a. m. von Deachen unö Drachensteigen. Der Herbst naht, und mit dem Wind, der über die Stoppeln weht, beginnen die Drachenspiele unserer Knaben, die sich an ihren kühnen Flügen in der Luft ergötzen. Dabei kommt ihnen freilich nicht in den Sinn, daß diese Drachen, die stch da so lustig im Wind fc«hen, eine uralte Geschichte haben, daß ganze Völker stch durch Jahrhunderte mit ihnen in Ernst und Scherz beschäftigten und sogar die Wissenschaft ihnen manche Errungenschaft verdankt. Der erste, der einen Drachen oerfertigt haben soll, war der griechische Gelehrte 21 r ch y t a s von Taren t, der ums Jahr 400 v� Ehr. lebte. Es erregte das größte Aufsehen, als er ein merk- würdiges Gebilde in die Lust steigen ließ, das aus zwei gekreuzten, mit Leinwand überspannten Holzstäben bestand. Der Drache, dessen Form in unserem Kinderspielzeug noch fortlebt, sollte Archytas zur Erkenntnis der Naturgesetze dienen. Auch sonst haben Drachen m der Wissenschaft ein« Rotte gespielt: mit Hilfe eines Drachens führte Franklin den Beweis, daß die Wolken elektrisch geladen seien, und sein Versuchsdrache wurde der erste Blitzableiter. Auch�zur Er- forschung hoher Luftschichten hat sich die Meteorologie der Drachen als Registrierapparate bedient. Das eigentlich« Haupt- und Heimatland der Drachen ist aber von altersher China, wo sie schon im drillen vorchristlichen Jahr- hundert zu militärischen Signalen benutzt worden sein sollen. Aus China stammt auch das Drachensteigenlasien, das dort ein uraltes Nationalvergnügen ist. An gewisfen Festtagen eist hoch und niedrig, jung und alt ins Freie, und bald schwirrt ein unendliches Meer bunter Ungeheuer am Himmelszelt. Das eigentliche Drachenfest ist das„Fest des hohen Fluges", das auf den neunten Tag de» neunten Monats fällt. Dann sind auf den Höhen von Fuchau mehr als 300 000 Personen versammelt, die entweder Drachen steigen lassen oder dos wundersame Leben in den Luftregionen nur be- . wundern. Diese Drachenspiele hängen mit dem chinesischen Mythos aufs engste zusammen. Der Drache, das Symbol des himmlischen Reiches, verkörpert berühmte Götter und Helden, die. In den hoch emporstrebenden Papierdrachen gebannt, sich der Luft und dem Himmel vermählen. Alls möglichen Tier«, denen man günstige oder üble Vorbedeutung zulegt, Frösche, Fische, Schmetterlinge. Fleder- mause, Hundertfüße— sie alle leben tn dieser bunten Drachenwelt auf, und werden von der Erde, auf der sie Unheil stiftm, in die Lyft verwiesen oder durch den Flug zum Himmel geehrt. Veson- ders beliebt sind die musikalischen Drachen, die an einem Banibusbogen eine seidene Schnur tragen, auf der der Wind«inen wohllautenden Ton hervorbringt. Auch mit bunten Lämpchen sind die Drachen reich geschmückt. Bisweilen sind diese Spielzeuge riesengroß, so z. B. der Hundertfuß, der vom Kopf bis zum Schwanz fast 40 Fuß mißt und sicher der größte Drachen ist, der je zum Flug in die Lust hergestellt wurde. Mit den sogenannten Kampf- brachen, die etwa.S Fuß lang, kreuzförmig und am Ende mit schwarzen Spitzen oersehen sind, werden ganze Lustkämpse aus- Daß auch die Frage des Beamtenabbaues für die Demokratisierung der Verwaltung besondere Bedeutung besitzt, liegt auf. der Hand. Gerade weil die Gefahr besteht, daß der Beamtenabbau zur„Gesundung des Beamtenkörpers" in republikfeindlichem Sinne mißbraucht wird, hat die ge- famte Beamtenschaft das größte Interesse an der Mitwirkung ihrer Gewerkschaften bei der unerläßlichen Reorganisation der staatlichen Verwaltung und der ihr zufallenden Aufgaben (z. Ä. Steuergesetzgebung und Steuewerwaltung). Ramcnt- lich der Artikel III des inzwischen bekanntgewordenen Eni- wurfs eines Gesetzes über die Berminderung des Beamten- körpers(Beamtenabbaugesetz), der Bestimmungen über die Versetzung entbehrlicher Reichsbeamter in den einstweiligen Ruhestand enthält, erscheint geeignet, einer Bereinigung der Verwaltung Vorschub zu leisten, die weder fach- lichen Erwägungen entspringt, noch mit der Wahrnehmung finanzieller Interessen zu begründen ist. Einer auf solcher Grundlage erstrebten Verminderung des Beamtenkörpers wird die Beamtenschaft schärfsten Kamps ansagen müssen, weil sie nicht zugeben kann, daß eine Schädigung ihrer In- tcressen um dunkler iele willen erfolgt. Den Beamten aber, die glauben, der Parole: Kampf jedem Beamtenabbau! folgen zu sollen, muh doch einmal die Frage vorgelegt werden, ob sie meinen, mit ihrem Vorgehen der drohenden G e- ahr einer Finanz- und V e rw a ltun g s d ikta- u r der Entente leichter begegnen zu können, als wenn sie sich in klarer Erkenntnis der politischen Gesamtlage zur Mitwirkung an der gerechten Lösung der Frage des Be- amtenabbaues von vornherein bereit erklären. Aus dem Bestreben, die Mißerfolge der bisherigen Demokratisierung der Verwaltung unternommenen Versuche vom Standpunkt der Parteipolitik zu erklären oder gar zu rechtfertigen, kann eine objektive Beurteilung nicht gewonnen werden. Begründungen wie die, die großen politi- scheu Probleme hätten die Durchführung der Demokratisierung verhindert oder geeignete Kräste ständen in ausreichendem Maße nicht zur Verfügung u. a. m.. können nur teilweise Zu- stimmung beanspruchen. In Wahrheit beweist die Heran- ziehung dieser Begründungen die Tatsache, daß vielfach auch von maßgebender Stelle an dem Kern des Problems vorbei- gesehen worden ist. Nicht zuletzt läßt sich diese Feststellung beweisen mit der Stellungnahme der früheren Reichsregiernng und der Landesregierungen zu dem Beamtenrätege- danken. Wenn fetzt van republikanischer Seite die"Bs- fetzung der Staatsstellen mit republiktreuen Beamten verlangt wird, von denen wichtige Entscheidungen zu treffen sind, dann muß dieser Forderung zugestimmt werden. Eine Durch- forstung der Verwaltung mit demokratischem Geist aber wird erst möglich werden, wenn auf Grund eines zeitgemäßen Be- amtenrätegesetzes die Mitarbeit aller Beamten an der Lösimg der Verwaltungsaufgaben im System ge- sichert ist. Die Kommunisten verlangen neuerdings„Kontrolle der Behörden durch Beauftragte der Arbciterausschüsse". Wer kontrollieren will, muh aber erst einmal selber etwas von den Dingen verstehen. Darum wird nicht Kontrolle, son- dem Demokratisierung der Verwaltung gefordert, das heißt Neuordnung des Verwaltungsapparats durch Menschen, die Verwaltungsarbeit im Geiste der deutschen Reichsverfassung zu leisten vermögen. Die Papiermark-Lohnpolitik. Eine Antwort des Reichsarbeitsministers. Die„Deutsche Tageszeitung" brachte am Dienstagabend „Ein offenes Wort zur R u h r k o c r u p t i o n". In diesem „Die Verantwortung" überschriebenen Zlrtikel wurde ins- besondere dem Reichsarbeitsminister Dr. Brauns der Vorwurf gemacht, daß er durch seine Lohnpolitik dazu beigetragen habe, die Verhältnisse im Ruhrgebiet zu korrumpieren. Die Korruption erblickt das völkische Blatt darin, daß man den Patriotismus der Massen der geführt: sie sind an seidenen Schnüren emporgelasien, die in Fisch- le'ün getaucht und mit einem Präparat aus Glas oder pulverisiertem Porzellan gedreht sind. Kreuzen sich die Schnüre, dann sind binnen kurzem fünf oder� sechs Drachen mit einander im Kampf, und mit leidenschaftlicher Spannung erwartet man den Ausgang, welcher der Kämpfer zuerst den anderen mit seiner Spitze durchbohren wird; dabei werden hohe Geldwctten abgeschlossen. Auch als Luftschiff soll der Drachen bereits in China verwandt worden fein, denn in einein Drachen flog der berühmte Räuber Ischikawa auf die Spitze des Schlosses von Nagaya, um den goldenen Wunderfisch zu stehlen. Die chinesischen Drachen und die Drachenspiele wurden durch die Chinamode des 17. und 18. Jahrhunderts nach Europa geführt und hier zu einer Lustbarkeit der Kinderwelt. Seschränkung öer Kurlerfreiheit! Auf eine von dem GeschSftsausjchuß desDeutschenAerzte- vereinbundes an seiner Jubiläumstagung gcfaßjen Resolution gegen die Fassung des Z 6 des Gesetzes zur Be» kSmjjfung der Geschlechtskrankheiten teilt uns unser medizinischer Mitarbeiter, Gen. Dr. Norbert Marx, folgendes mit: Diese Forderung läuft auf die Schaffung eines B e h a n d- lungsmonopols für die approbierten Aerzte hin- aus, ohne daß diese für sich eine Behandlungspflicht, wie sie früher bestand, gerechterweife gefordert hätten. Uot_ eine sachgemäße Behandlung der Geschlechtskrankheiten durchzuführen, müßt« jeder Arzt mit einem entsprechenden Jnstru- mentarium versehen sein. Solange aber noch Aerzte, ja sogar Hautärzte, ohne Mikroskop„spezialistisch" arbeiten, sind nicht die Vorbedingungen dafür gegeben. Ueber die Mängel der örzt- lichen Ausbildung wird andauernd gerade von denselben Kreisen geklagt, die jetzt das nämlich« Studium als einzig« Vorbedingung für eine sachgemäß« Behandlung fordern. Syphilis und Gonorrhoe d�r Cholera und Pest gleichzustellen, ist ein sonderbares Unterfangen, da die Ueber- tragungsbedingungen der Krankheiten vollkommen verschieden sind. Wenn man solch« Berichte an eine Laienkörperschast, wie sie der Reichstag in seiner Majorität auf diesem Gebiete darstellt, richtet, darf man nicht der Gegenseite unlautere Motive wie„Bedrohung der Haupteinnahmequelle" unterschieben. Betreffs der Untcrsckieidungsmöglichkeit von noch ansteckenden und nicht mehr ansteckenden Erkrankungen der Geschlechtsorgane muß auf die schon eingangs erwähnten, auch bei Aerzten fehlenden Vorbedingungen hingewiesen werden. Durch die Abänderung des Paragraphen in seine früher« Fasiung würde ober dem Denunziantentum Tür und Tor geöffnet werden. Denn wenn eine Frau von ihrer Nachbarin gegen Ausfluß Spülungen empfohlen bekommt, hat diese Frau drei Monate Ge- fängnis wegen Beratung einer Unterlsibskranken verwirkt. Der tiefere Zweck'der Reichsratentschließung aber war die Aufhebung der Reglementierung der Pro st i» tuierten zu verhüten, die durch das Gesetz aufgehoben wurde. Es wurde deshalb dieser Passus, der nur ein jedem Staats- bürger zustehendes Recht der freien 2lusübung der Krankenbehand- Bevölkerung, insbesondere der Arbeiterschaft, sozusagen ge, kauft habe, und zwar durch Lohnerhöhungen auf der einen und Zahlung übermäßig hoher Arbeitslosenunterstützung auf der anderen Seite. Ein Vertreter des dem Reichsarbeits- minister nahestehenden„Deutschen" hat deshalb Ver- anlassung genommen, Herrn Dr. Brauns über seine Stel- lungnahme zu diesem Angriff der„Deutschen Tageszeitung" zu befragen. Der Reichsarbeitsminister erwiderte auf dis Frage, ob die Sozialpolitik der Gegenwart unverhältnismäßig größere Summen verschlinge als vor dem Kriegs: „Selbstverständlich ist der Aufwand an Papiermark auch auf sozialpolitischem Gebiet um ein Vielfaches größer, als der Aufwand in Goldmark vor dem Kriege. Geht man aber auf Gold mark zurück, oder schaltet dm jeweiligen Entwertungskcessizienten«in, so sind die sozialpolitischen Aufwendungen des Reiches auf den«in- zelnen Gebieten geringer als früher. Auf allm Gebieten hat sich die deutsch« Sozialpolitik große Zurück hal- tung auferlegen müssen, und dem Kenner der Verhältnisse ist bitter weh ums Herz, wenn er sieht, wieviel unverschuldete Not heute keine Abhilfe mehr finden kann." Die weitere Frage, ob die Lohnpositik des Reichsarbeits- Ministeriums zur Geldentwertung beigetragen habe, beantwortete der Minister dahin: „Ueber Löhne und Lohnpolitik läßt sich nur im Zusammen- hang mit Preisen und Preispolitik sprechen.... Zwischen Löhnen und Preisen besteht eine enge Wechselbeziehung. Bei der leider sehr beschränkten Kaufkraft unserer heutigen Löhn«, die z. B. in der letz- ten Woche auch in dm höchstgelohnten Industrien und teuersten Städten kaum über zwei Goldmark im Tage betragen haben, be- dingt naturgemäß jede erhebliche Steigerung der Preise der wich- tigstcn Lebensbedürfnisse auch ein« Lohnerhöhung, wenn die Ar« beitskraft und damit die Wirtschaft überhaupt erhalten werden sollen. Umgekehrt bedeuten höhere Löhne natürlich auch eine Steige- runz der Produktionskosten, die sich wieder in den Preisen aus- wirkm muß. Entscheidend ist die Frage, von wo der Kreislauf feinen stärksten Antrieb erhält, ob von dm Lohnerhöhungen, der Preissteigerung oder schließlich von dem Notendruck. Jeder unbe- fangen« Beobachter wird zu dem Ergebnis kommen, daß von der Lohnseite her die Geldentwertung sicherlich nicht in erster Linie verursacht worden ist, daß die Löhne vielmehr fast stets den steigenden Preisen nachgehinkt sind. Daß in einzelnen Gewerben die Löhne auch einmal ein paar Tage lang oder auch einmal die eine oder andere Woche das unbedingt notwendige Maß über- schritten haben,... wird bei der Unsicherheit unserer ganzen Wirt- schaftsführung kaum zu vermeiden fein. Im allgemeinen ist aber die real« Kaufkraft des Lohnes in der Nachkrienszeit erheblich niedriger gewesen als vor dem Kriege und gerade in letzter Zeit bedauerlicherweise weiter gesunken. Auch eine nähere Prüfung der in den Preisen steckenden Unkosten und das Verhält- ms der Löhne zu diessn zeigt, daß man die Löhne zu Un- recht zum Sündenbock stempeln möchte." Auf die weitere Frage, ob sich in diesen Dingen auch nichts geändert habe, seit das Reichsorbeitsministerium den Grundsatz der wertbeständigen Löhne vertritt, erklärt der Minister: „Die zwingende Notwendigkeit der Praxis, die Unmöglichkeit, durch Lohnoereinbarungsn der rasend schnellen Geldentwertung auf andere Weil« gerecht zu werden, waren es, die zu der wertbestän- digen Entlohnung geführt haben. Nachdem die wertbeständige Rech- nung im gesamten Wirtschaftsleben sich durchgesetzt hatic, ließ es sich nicht mehr rechtftrtigm, allein auf dem Gebiet der Lohn- und Gehaltszahlung die immer größere Markentwertimg einfach zu übersehen und den Arbeitnehmer mit der ganzen Bürde der Jnfia- tionssteuer zu belasten. Es ist aber ein gefährlicher Irrtum, wenn man annimmt, daß infolge der wertbeständigen Bezahlung die Arbeiterschaft nun aller Not enthoben sei und nicht unter der Schwere der Zeit ebenso leide, wie die vielen anderen Kreise un- seres Volkes. Im übrigen sind die Richtlinien, die das Reichsarbeits« Ministerium über die Erhaltung der Kaufkraft des Lohnes auf- gestellt hat, mit aller Vorsicht aufgestellt und mit den Spitzenver- bänden der Arbeitgeber und Arbeitnehmer durchberaten und von beiden Seiten gutgeheißen worden. Noch in den letzten Tagen sind lung einschränken sollte, als Vorwand benutzt. Dies« Tatsach« dürfte den interessierten Kreisen des Aerztevereinbundes wohl bekannt sein. Für oen Geist dieser„berufenen Hüter der Volksgesundheit ist ihre Sorge bezeichnend, daß die vorgesehenen Strasbestlmmu» gen wirkungslos werden könnten. Sollte dieses Gesetz, das bestimmt ist. dem Frauengeschlecht seine Menschenwürde durch Aufhebung der Reglementierung wieder- zugeben, durch die Reaktion— denn diese ist im Reichsrat und in der Leitung des Aerztevereinbundes vertreten— hinfällig werden, so würde das erste wirklich soziale Gesetz, das nicht seinen 5)auptzweck in der Strafe sieht, zu- nicht« werden._ Flugzeugbeobachkung der Sonnenflnsternts. Die totale Sonnenfinsternis am 10. September wurde in Amerika von zahlreichen wissenschaftlichen Expeditionen beobachtet, die sich zu dem Zweck nach San Diego in Kalifornien begeben hallen, wo die günstigste Gelegen- heit zur Beobachtung war. Die Sonnenfinsternis begann um 12 Uhr mittags; drei Minuten lang war die Sonne vollständig vom Mond bedeckt, und die Corona wurde sichtbar. Während der Finsternis kreisten 17 Flugzeug« in der Luft, an deren Bord sich die Astronomen befanden, die in einer Höh« von etwa 6000 Metern photographisch« Aufnahmen des Phänomens machten. Professor Smiwhell, der an den Beobachtungen teilnahm, erklärt, daß man während der Finsternis beobachten konnte, wie ein Strahl Wasser- stoffgas von rosa Farbe auf der einen Seit« des Gestirns hervorschoß. Di« Gelehrten halten dieses Moment für außerordent- lich wichtig. Professor Sears ist es gelungen, di« Corona zu photo- graphierew und er gedenkt auf Grund der Photographien gewisse, von Einstein aufgestellt« Hypothesen nachzuprüfen. Bei Ralsnfl. In dem Augenblick, in dem durch die svanische Militärrevolution die marokkanisch« Frage wieder In den Vorder- grund des Interesses gerückt wird, gewinnen dis Aufzeichnungen der englischen Reisenden Mrs. Fordes, in denen sich dl« kühne Forscherin mit der Person des verschlagenen marokkanischen Haupt- lings Rais uli beschäftigt, besondere Bedeutung. Frau Fordes hat eine Zeit lang im Lager des Führers des marokkanischen Auf- standes gegen Spanien gelebt und dabei das Vertrauen des Mannes, der soeben erst dem svanischen Diktator seine Friedensliebe versichert hat, gewonnen, eine Versicherung, auf die fteilich bei einem Raisuli nicht viel zu geben ist. Die Engländerin schildert ihren marokkanischen Gastgeber als einen Herkulisch gebauten Mann mit brennend rotem Bart. Raisuli hat zwei Frauen, von denen di« eine, die erst 14 Jahre zähst, von hervorraaender Schönbeit sein soll. Seine Nach- kommenschaft setzt sich aus 12 Kindern zusammen, von denen neun Mädchen sind. Wie Raisuli seinem englischen Gast versicherte, inter- essiert er sich im besonderen Grade für die Politik; dabei sang er ein in seinem Mund« besonders befremdlich kllnaendes Loblied auf die Zivilisation, das er mit dem Bilde illustriert«: „Die Zivilisation ist das sehende Auge: dieses ist größer als die Blindheit, und deshalb wird auch die Zivilisallon stets triumphieren." Sine» Rokokoabend unter dem Titel SanSsonei- n-r- linstalt-n Rest Langer, Frth DeliuS und Alfred Sichte»« stein am SS. d. M. im M e i st« r s a a l. Buchhöndlerschlasselzahl ad heute Sonnabend Sil Millionen. in der Zentralarbeitsgemeinschaft unter dem Druck der steigenden fein Zweifel, daß die Reichsregierung dieses Attentat Tonnen, 2. Möglichkeit der Fortführung der Mar. Geldentwertung ohne behördliche Mitwirkung Vereinbarungen zu ebenso wie in früheren Fällen verurteilt und bereit ist, bei fenbrotversorgung in den Gebieten, wo die politisthe und stande gekommen, die über die Richtlinien des Reichsarbeitsmini- Aufklärung des Tatbestandes mitzuwirken. steriums in verschiedener Hinsicht hinausgehen. Und auch andere Stellen sind in der wertbeständigen Entlohnung der Arbeitnehmer des Reiches zunächst weiter gegangen, als es das Reichsarbeitsministerium für gut gehalten hat.... Soweit man den Vorschlägen des Reichsarbeitsministeriums gefolgt ist, sind die Löhne nirgends über die Weltlöhne hinausgewachsen. Man vergleiche doch einmal die Lohnhöhe in Industrien, die Bereinbarungen über die Bertbeständigkeit haben, mit den Löhnen in Industrien ohne solche; dann wird man finden, daß nicht die Wertbeständigkeitsabkommen die Löhne in die Höhe treiben, daß viel mehr häufig über die Vereinbarungen hinausgegangen werden mußte, um nur mit den nicht gebundenen, frei vereinbarten Löhnen Schritt zu halten. Die Wertbeständigkeit soll nicht die Löhne auf unmögliche Höhe steigern und tut das auch nicht, sondern sie hat die Aufgabe, wieder Ruhe, Stetigkeit und Sicherheit in die Lohnpolitik zu bringen, ohne welche Arbeitsfriede und Arbeitsfreude eine Unmöglichkeit sind. 11 Auf die letzte Frage, die eigentlich den Kernpunkt der Angriffe in der Deutschen Tageszeitung" bildet, wie es mit der Erwerbslosenunterstüßung im Ruhrgebiet stehe, führte der Minister u. a. aus: ,, Es ist nicht mehr als eine leichtfertige Rebensart, davon zu sprechen, auf diese Weise sei der Patriotismus des Ruhrgebietes sozusagen getauft worden, und die„ Deutsche Tageszeitung" mag es verantworten, wenn sie die Haltung der Ruhrbevölkerung vor dem In- und Auslande auf diese Weise kennzeichnen zu sollen glaubt. Sie hat aber auch nicht weniger unrecht, wenn sie behauptet, das Reichsarbeitsministerium habe die Unterstüßung von Anfang an allzu großzügig" bemessen, dadurch die schwersten Mißftände hervorgerufen und nichts zu ihrer Bekämpfung getan. Wie steht es mit der Bemessung, die übrigens im Einverständnis mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern erfolgt ist? Gegeben wurden im allgemeinen zwei Drittel der Löhne. Sollte man vielleicht meniger geben? Weite Kreise waren sogar der Meinung, daß im Gegenteil mehr hätte gewährt werden müssen. Sind etwa auch die Beamtenbezüge gefürzt, worden? Oder haben die Landwirte ihre Produkte im normalen Berkehr nach dem besetzten Gebiet billiger verkauft?! Die verantwortlichen Vertretungen der Arbeiter, die Gewerkschaften, haben demgegenüber in diesen Fragen eine Mäßigung gezeigt, die von den radikalen Elementen der Arbeiterschaft allenthalben gegen sie ausgenutzt worden ist.... Miß bräuche sind im besetzten Gebiet zweifellos vorgekommen. Aber marum? Die Franzosen haben nichts unterlassen, den Behörden der Länder und Gemeinden eine Reichsverwaltung gibt's be kanntlich dort nicht die Erfüllung ihrer Aufgaben zu vereiteln. Wenn einzelne Steller der Länder oder Gemeinden diesem Druck hier und da nachgegeben haben, wenn auch nichtbeamtete Helfer ihm erlegen sind, so muß ich als Reichsminister das bedauern, tann es aber verstehen. Ganz allgemein ist auf größere Ersparnis mit den schärfsten Mitteln, schließlich mit einer rücksichtslosen Beschneidung der angeforderten Beträge vorgegangen worden. Zwischenfrage: Die aufgewandten Summen sind gleich wohl sehr hoch geworden?" " Das sind sie und auch das war unvermeidlich. Die Teuerung Erhöhung der Kohlengoldpreise. An unsere Abonnenten! wirtschaftliche Lage es unbedingt erfordert, 3. Wegfall der öffentlichen Getreideablieferung in den Kommunalverbänden, in denen die Brotversorgung durch eigene Ernte ausreichend gesichert erscheint, 4. Antragsrecht für die übrigen Kommunalverbände auf Bis ver turzem hat man jede Erhöhung der Kohlen unmittelbare Lieferung von Getreide an ihre Mühlen zum Tagespreise mit den Preissteigerungen für die Rohstoffe und Hilfs- preis. An solche Mühlen kann auf Antrag von der Reichsgetreides materialien sowie mit den Lohnerhöhungen begründet. Seit stelle bis zu tre: Biertel der bisherigen Ration geliefert werden. acht Tagen haben wir nun glücklich Goldpreise für Kohle Durch diese direkte Lieferung an die Mühlen soll das finanzielle obwohl die Bergarbeiter teine Goldlöhne erhalten. Hatte man Risito der Kommunalverbände ausgeschaltet werden. Die Aufa nun bei dieser Gelegenheit auch die Goldpreise gleich wesentlich bringung des Getreidevorrats muß in der Hauptsache durch freien über den Friedensstand festgesetzt, so schreckt man jezt Ankauf im Lande erfolgen. Um die Kartoffeln dem Verbrauch zuzuführen, ist nach dem Vorbild der Getreidekreditbanken eine Kartoffelkreditbant gegründet worden. Die Wagengestellung für Kartoffeln genügt den Anforderungen. Die Fettpersorgung wurde durch die Markverschlechterung start in Mitleidenschaft gezogen. In vielen Fällen ve- fügten die Margarinefabriken und der Großhandel nicht über genügend Kapital zur Beschaffung der Des visen. Die Reichsbant mußte Kredite zur Verfügung stellen. Im Lande selbst find ausreichende Mengen an Margarine und Roh. stoffen vorhanden, so daß die Bersorgung der Bevölkerung zum mindesten für 12 Wochen gesichert ist. Falls eine volle Devisenzu teilung erfolgt, ist es möglich, wöchentlich 5-6000 Tonnen Margarine und 1250 Tonnen Schmalz in den Konfum zu bringen. Der Bedarf an Butter fonnte nicht gededt werden. Der Mehrverbrauch auf dem Lande ist neben der Mindestproduktion auch maßgebend für den Rückgang der Milchlieferungen in die Großstädte. Anschließend trat der Ausschuß in die Beratung des vom Ernährungsministerium vorgelegten Entwurfs einer Berordnung über die Zuckerversorgung im Wirtschaftsjahr 1923/24. Der Entwurf sieht grundsäglich eine freie Bewirtschaftung vor, vorbe haltlich der Sicherung einer angemessenen Mundzuckermenge für den späteren Teil des Wirtschaftsjahres. Das soll durch eine Rück lage der zudererzeugenden Fabriten, durch eine Konzessionierung und Kontingierung bestimmter großer zuckerverbrauchender Indu strien und eine besondere Großhandelserlaubnis für solche Betriebe, die den Handel mit Zucker nach dem 1. Oktober 1923 beginnen wollen, erreicht werden. Der Ausschuß stimmte mit einigen Stimmenthaltungen dem Entwurf zu. Die sprunghafte Preissteigerung, die täglich immer trasfere Formen annimmt und die Unkosten für die Herstellung der Zeitung ins ganz unberechenbare fteigert, überholte fchon Mitte der laufenden Woche den zu Beginn der Woche festgesetzten Bezugspreis. Der Eriftenz unserer Presse wird durch die ungeheuerliche, nicht zum Stilstand kommende Preissteigerung jede feste Grundlage entzogen. So sehr wir uns auch bemühen, in jeder Beziehung die größte Sparfamfeit walten zu lassen, die uns schon die Rücksichtnahme auf die wirtschaftliche Lage unferes Cesertreises geblefet, muß, wenn dar Vorwäris" der Partei und der Arbeiterschaft erhalten bleiben soll, der Bezugspreis den gewaltig gestiegenen Kosten angepaßt werden. Für die Woche vom 23. bis 29. d. M. beträgt der Be3ugspreis 20 000 000 m. Daß wir jede Erhöhung nur dem Drud der Verhältnisse nach gebend vornehmen, wiffen unfere Freunde. Wir vertrauen deshalb auch auf die Einsicht unserer Leser und Genossen, daß sie trotz der zwingend notwendig gewordenen Erhöhung dem„ Borwärts" als Abonnenten treu bleiben werden. Verlag und Redaktion. nicht davor zurück, die im Steinfohlenbergbau notwendig gewordenen Lohnerhöhungen zu weiteren Preissteigerungen zu benutzen. Neue Herauffehung der Eisenbahntarife. Der Reichstohlenrat nahm am Freitag eine Neuregelung der Löhne im Steinkohlenbergbau vor. Die Löhne für das Ruhrgebiet und für das Gebiet bei Aachen und Köln Materalien und infolge der großen auf der Reichsbahn lastenden Infolge der weiter fortgeschrittenen Teuerung für Rohstoffe und wurden um 185,7 Proz. auf 160 Millionen pro Tag erhöht. sonstigen Ausgaben sieht sich die Reichsverkehrsverwaltung veranlaßt, Die Steigerung beträgt in Goldmart umgerechnet 68 Broz. die Eisenbahntarife vom Dienstag, den 25. September, ab Für Sachsen erfolgt eine Erhöhung um 159,9 Proz. auf heraufzusetzen. Die Schlüffelzahl für die Berechnung der Güterfracht112 Millionen, für Niederschlesien um 164,7 Proz. auf fäge beträgt von diesem Tage ab 36 Millionen; die Schlüsselzahl für 115 Millionen, für Oberschlesien um 167,2 Proz. auf 120 Mil- die Tarife im Personenverfehr beträgt 20 Millionen. lionen. Infolge dieser Lohnerhöhung wurden die Kohlenpreise in Goldmart durchschnittlich um 30-34 Broz. heraufgesetzt. Don 6 Kilometer( bisher 8 Kilometer) herabgesetzt. Der Mindest Gleichzeitig werden die Mindeftfahrpreise auf die Berechnung Die Lohnregelung im Braunkohlenbergbau erfolgte bis jetzt grundpreis in der 4. Klasse wird von 20 Pf. auf 15 Pf. herabgesetzt. noch nicht, ebenfalls wurde die Frage der Zahlungsbedingun= Die viertägige Gültigkeit der vorgelösten Fahrtausweise wird gen, deretwegen die Kohlenhändler in den Streit traten, nicht beibehalten. erledigt. Die Preistreiberei mit der Kohle ist um so bedentlicher, Wieder ein Fememord. ist gerade im besetzten Gebiet im allgemeinen größer gewefen und als sie die gesamte Produktion verteuert, so ben Preisstand Gin ehemaliger Leutnant von Rechtsradikalen ermordet. rascher gestiegen als anderswo. Solange nicht der Landwirt, erhöht und auf diese Beise einen Antriebsmoment zu neuer der Kaufmann im besetzten Gebiet auf eine Steigerung Inflation bietet. Wenn bei jedem Dollarrüdgang die ihrer Preise verzichteten, so lange fonnte der Arbeitslose Rohlenpreise in Gold heraufgesetzt werden, wie das gestern genicht ohne eine Erhöhung feiner Unterſtügung auskommen und schah, so wird feine Stüßungsaktion auf die Dauer Erfolg mußte ich mich zu dieser Erhöhung bekennen. Hier noch weniger haben fönnen. Es ist sehr zu bedauern, daß der Reichswie anderswo hat etwa mein Reffort bie Teuerung und die Infla, fohlenrat der Goldpreiserhöhung der Kohle zugestimmt hat. tion verursacht, denn die vom Reich gewährte Arbeitslosenunter- Die Reichsregierung sollte, wenn sie ihre Währungspläne mit stützung hat mit den Preisen im Ruhrgebiet unmittelbar Energie durchführen will, gegen diese Preisgebarung des nichts zu tun. Daß die Arbeitslosenunterstüßung auf die Dauer Reichstohlenrates Einspruch erheben. zum wesentlichen Teil von der Notenpresse bestritten werden mußte und so die Inflation vermehrt hat, ist richtig. Aber die Arbeitslofenunterstützung ist dabei nichts anderes als die unvermeidliche Rehrseite des Nuhrabwehrkampfes und muß zusammen mit diesem bewertet werden." Lohnregelung für den Kohlenbergbau. Ein Schiedspruch des vom Reichsarbeitsministerium eingesetzten Schlichtungsausschusses bestimmt vom 17. bis 24. September den Der Versuch der Deutschen Tageszeitung", die Schuld Durchschnittstariffchichtlohn im Rohlenbergbau einschließlich des an der Ruhrkorruption" auf die Arbeiterschaft, auf den Hausstands und Kindergeldes für den Ruhrbezirk mit 160, für Geist Gewerkschaften und den Geist des Herrn Oberschlesien mit 120, für Sachsen mit 112 und für die mitteldeutschen Dr. Brauns" zurückzuführen und damit das Gebiet der Braunfohlen- Kernreviere mit 108 Millionen Mark. wirflichen Korruption in den Hintergrund treten zu lassen, dürfte damit erledigt sein. Der passive Widerstand. Eine Stimme aus Zentrumskreisen. " In einem Leitartikel, der sich scharf gegen die deutsch nationale Demagogie wendet, fordert die Germania" eine fachliche Grörterung der Frage, ob es nicht besser sei, den passiven Widerstand geordnet zu beenden, als ihn zu fammenbrechen zu lassen. Sie führt dazu weiter aus: Fellinger in München. Am Donnerstag, den 5. d. m., wurde in Dalgom bei Döberih in einem Kesselbruch die Leiche eines 25 Jahre allen Mannes aufgefunden. Beamte des Berliner Mordbereitschaftsdienstes, die an den Fundort enifandt wurden, ftellten aus Briefen und Aufzeichnungen fest, daß politische Molive bei dem Berbrechen mitgespielt haben müssen. Es wurde daher die Abteilung la des Berliner Polizeipräsidiums mit der Aufklärung betraut. Die Feststellungen haben schon ergeben, daß es sich um einen Leutnant der Reserve Sand handelt, der durch zwei Schüsse in den Kopf getötet worden ist. Sand hatte Verbindungen mit rechtsradikalen Berbänden, deren Zusammenfünfte aufgesucht und die Kenntnisse über derct Treiben, die er auf diese Weise machte, anderen Stellen verraten. Es wird angenommen, daß Mitglieder dieser Kreise seines Berrals wegen ihn umgebracht haben. Auf die Ergreifung der Täter hat die Staatsanwaltschaft 3 eine Belohnung von 50 millionen Mart hat die Staatsanwaltschaft 3 eine Belohnung von 50 Millionen Mart ausgefeht. Die deutschnationalen Heze. München, 21. September.( Eigener Drahtbericht.) Die deutschMünchen, 21. September.( WTB.) Wie die Korrespondenz nationalen Agitatoren in Bayern liefen in den letzten Wochen Hoffmann mitteilt, ist der Devisenkommissar Geheimrat Fellinger im ganzen Lande herum, um nach gemeinsamer Parole in Versammam 20. September zum Besuche des bayerischen Ministerpräsi tungen eine maßlose Hebe gegen Stresemann und feine Redenten und des Handelsministers in München eingetroffen. So gierung zu treiben. Die den Deutschnationalen untertänige Presse fort nach der Ankunft hat Geheimrat Fellinger eine eingehende Aus veröffentlicht nun einen Bericht über diese Bersammlungen, in dem gierung zu treiben. Die den Deutschnationalen untertänige Presse sprache insbesondere mit dem Handelsminister gepflogen. Im An- veröffentlicht nun einen Bericht über diese Bersammlungen, in dem schluß hieran wurde ihm Gelegenheit zur Tarlegung feiner grund der zweiten Rapitulation nicht stillschweigend es zum Schluß heißt:„ Das nationale Deutschland wird die Schande fäßlichen Auffassung vor führenden Kreisen der bayerischen Wirt- ertragen. Bayern und mit ihm zusammen alle vaterländischen Der Wille der betroffenen Bevölkerung, der den Widerstand schaft gegeben. Den Ausführungen entnahmen die Beteiligten mit Kräfte im Reich stehen vor der Aufgabe, zu entscheiden, ob wir hervorrief, muß ihn auch beenden. In den Spizen der politischen Befriedigung, daß er in seiner Amtsführung den berechtigten Inter- bolfchemistisch zugrunde gehen cher im nationalen Gedanken Parteien, die eine Einheitsfront hergestellt haben, und den wirt- effen von Handel, Industrie und Gewerbe weitestgehend Rechnung gerettet werden wollen. Wenn diese Stunde kommt, ist es Pflicht schaftlichen Berufsverbänden hat sie eine geeignete Bertretung, durch tragen wird. Ein Eingriff in die produktiven Sweden dienenden aller deutschgesinnten Bayern, bis zum letzten Mann dem Rufe der die sie ihren Willen zum Ausdruck bringen fann. Es ist allerdings episen- und Edelmetallbestände ist nicht beabsichtigt. Auch die Verantwortlichen des Staates zu folgen mit der Lofung:„ Bei uns notwendig, daß die Prüfung der ganzen Frage von fachlichen vielfach. geäußerten Befürchtungen des notleidenden Mitteistandes ist das Reich!" Gesichtspunkten erfolgt, und es ist ein Gebot innerer Wahrhaftigkeit, find unbegründet; dagegen wird mit aller Schärfe gegen den ille. bas öffentliche Kundgebungen sich mit den Meinungen bei verfrau- gitimen Devisenhandel und Devisenbefit vorge Berwunderung hervorrufen. Eigenartig aber ist es, wenn das Diese deutschnationale Anmaßung wird bei niemand besondere lichen Besprechungen deden. Die Regierung fann feine Schritte gangen werden. Eine weitgehende Dezentralisation soll die Durch offizielle Organ der bayerischen Staatsregierung, die„ Bayenternehmen, tie nicht in vollster Uebereinstimmung mit der Bevölfe führung der Maßnahmen erleichtern. Zur Wahrung der besonderen offizielle Organ der bayerischen Staatsregierung, die„ Banerung des besetzten Gebietes vorbereitet sind. bayerischen Bedürfnisse wird der Devisenkommissar sich zum Boll- rische Staatszeitung", die deutschnationale Kundgebung an hervorDie Freilassung der Gefangenen und die Heimkehr der zug der Verordnung für Bayern einer im Einvernehmen mit dem ragender Stelle veröffentlicht und dazu fagt:„ Aus dieser KundBertriebenen wird auch von der„ Germania" als eine selbst- bayerischen Handelsministerium zu errichtenden, eigenen Stelle gebung, die feineswegs nur die Auffassung der bayerischen Mittelpartei widerspiegelt, ergibt sich, daß der Reichskanzler in Gefahr steht, verständliche Forderung der Menschlichkeit und Gerechtigkeit das Vertrauen ber besten Kreise des Boltes zu ver betrachtet, gegen die Frankreich nicht ungestraft fündigen Iieren." fönne. Neues Sprengattentat. bedienen. eingerichtete Stelle sich eine Gesandtschaft in München zur Wahrung Es scheint jetzt gute Gitte zu werden, daß jede neu vom Reich der bayerischen Eigenart einfeßt. Daß man gerade in den Kreisen der bayerischen Industriellen, in der auch die Geldgeber der Deutschvölkischen sitzen, Uebergriffe" des Devisentommiffars fürchtet, läßt tief blicken. " Solange allerdings offizielle Kreise in Bayern, die deutschnationalen Berleumder und Heher für die besten Angehörigen des deutschen Boltes halten, besteht ein abgrundtiefer Gegensatz zwischen Bayern und der Mehrheit des deutschen Boltes, ein Gegensah, durch den das innerpolitische Leben in Deutschland leider schon allzulange vergiftet worden ist. Der vor * Student Effen, 21. September.( Mtb.) Gestern abend wurde an der von der Bejehungsbehörde befehlen Bahnstrede Rüttenscheid Heissen, in der Nähe der Kolonie Margaretenhöhe Sicherstellung der Volksernährung. innerhalb des Stadtteiles Effen auf die Bahnftrede ein SprengTeilweise Aufrechterhaltung der Brotrationierung. perurteilte vier Wochen zum Tode attentat verübt. Von der Brüde selbst wurde lediglich das Geländer beschädigt. Die Beleise wurden auf zirka 3 meter aufgerissen. und Ernährung des Vorläufigen Reichswirtschafts: ats die Studenten Baur aus Wismar verübt hat, wurde nunmehr vom Am Donnerstag wurde im Unterausschuß für Landwirtschaft 3 wengauer, der im Blücherbund den Fememord an dem Außerdem wurden die an der Strede liegenden Telegraphendrähte allgemeine Ernährungslage besprochen. Ein Bertreter des Ernäh. bayerischen Ministerrat auf Grund eines Gnadengefuches zu lebensbefchädigt. Die Sprengung hat auch an den umliegenden Häufern rungsministers führte aus, daß die diesjährige Ernte auf länglichem Zuchthaus begnadigt(!). Beschädigungen hervorgerufen. Ebenso find bei der in gan; Effen 10 millionen Tonnen geschäßt werden könne. E: fuhr hörbaren heftigen Detonation viele Fensterscheiben zersprungen. Die Bann fort: Die Bewegungsmöglichkeit der Getreidemengen ist aber Wegen gemeiner Beschimpfung des Reichskanzlers ist das Stelle tourde fofort von franzöfifchen Truppen abgesperrt und der nicht gegeben, weil der Bauer im allgemeinen zur soweit vertauft, Deutsche Tageblatt" auf zwei Wochen verboten umliegende Wald durchsucht. Man erwartet schwere Santiionen. als er den Erlös sofort wieder zu Steuer-, Lohnzahlung usw. ver. worden. Auch dürfte die übliche Berkehrssperre über Effen verhängt werden. wenden fann. Es ist deshalb zu befürchten, daß trok günstiger Debisenturfe. Inferer gefirigen Rurstafel ist noch nachzutragen: Amtlich wird dazu mitgeteilt: Ernte, menn cm 15. Oktober die Martenversorgung 1 finnische Mart 2942 625 Geld. 2 957 475 Brief; 100 österreichische Nach Zeitungsnachrichten ist gegen die Bahnstrecke aufhört, große Unsicherheit und Stockung in der Brotversorgung Kronen 154 612 Geld. 155 388 Brief; 1 tichechische Strone Rüttenscheid Heißen innerhalb des Stadtteiles Essen ein eintreten. Das Kabinett hat deshalb eine Vorlage angenommen. in 3 291 750 Gelb, 8 808 250 Brief; 1 ungarische Krone 5785 Geld, Sprengattentat verübt worden. Sollte diese Nachricht der vorgesehen ist: 1. Berstärkung der von der Reichsgetreide 5815 Brief; 1 bulgarische Leta 1047 875 Gelb, 1 052 625 Brief; fich bewahrheiten und Deutsche daran beteiligt sein, so besteht stelle zu erwerbenden Brotgetreidemengen auf 2-2% Millionen 11 jugoslawischer Dinar 1 197 000 Gelb, 1203 000 Brief. Gewerkschaftsbewegung Liebeswerben der Moskauer Internationale. Wäre den Leitungen der russischen Gewertschaften an ihrer Cingliederung in die internationale Berufsorganisation und in den internationalen Gewerkschaftsbund aufrichtig gelegen, dann dürften Jie nicht mit der Gründung einer internationalen Sonder organijation vorgehen, der Mostauer sogenannten Roten Gewerkschaftsinternationale. Trok dieser Gegengründung, die in offenem Gegensatz zur Amsterdamer Gewerkschaftsinternationale steht, laffen bie Hintermänner diefer Organisation feine Gelegenheit vorübergehen, um die Aufnahme der russischen Gewerkschaften in die internationalen Berufsvereinigungen durchzusetzen; in die Bereinigungen, deren Leitungen und Charakter sie bei jeder Gelegenheit herabzusetzen fuchen und als reaktionär" beschimpfen. Dieses Doppelspiel ist falsch, doch nicht ohne 3med. Den Moskauer Drahtziehern müssen alle Dinge zum besten dienen. Wird ihre Aufnahme abgelehnt, bann nüßen sie die dementsprechenden Be fchlüsse zu verschärfter Gegenaktion gegen die Amsterdamer" aus; wird sie in diesem und jenem Falle zugestanden, dann versuchen fie es mit fommunistischem Zellenbau und behalten die Zugehörig. feit zur„ Roten" Gewerffchaftsinternationale nach wie vor bei. In Norwegen ist es der Moskauer Gewerkschaftsinternationale befanntlich gelungen, die Gewerkschaften zu sich herüber zu ziehen. Sehr zum Schaden der Gemertschaftsbewegung. mbie unfadyfichen Barleffirelligfeifen in ben Gewerkschaften beifeite zu laffen. Die Spikenorganisationen tommen nicht zusammen, da müssen die Berufsorganisationen die Brüde schlagen." Buozzi( Italien) hielt es für angezeigt, den IJGB. zu befragen, wie er sich zur Frage der Doppelmitgliedschaft( in der Amsterdamer und der Moskauer Internationale) stelle. Daus( Holland) schlug vor, die ganze Sache an den JGB. zurückzuweisen. Das Abkommen wurde schließlich mit folgendem Zusatz angenommen: Das Zentralfomitee stimmt bem Friedrichhafener tommen grundfäßlich zu, stellt aber fest, daß von verschiedenen feiner Mitglieder namentlich in bezug auf ein loyales Zusammenarbeiten und die Innehaltung der Satzungen und Beschlüsse des Bundes von seiten des allrussischen Metallarbeiterverbandes Bedenten und Zweifel erhoben wurden. Das Zentralfomitee beauf. tragt das Bundessekretariat, mit dem russischen Metallarbeiter. verband in Verbindung zu treten, um die strittigen Punkte bis zum nächsten Kongreß abzuflären und dem Kongres darüber Bericht zu erstatten." Zu den Sizungen des Zentralfomitees wollen die ruffischen Bertreter nur für die Fälle zugezogen werden, in denen sie etwas vorzutragen oder Auskunft zu geben hätten. Kommunisten und Generalversammlung des D. 2.-B. Bom Verbandsvorstand des Deutschen Landarbeiterverbandes wird uns geschrieben: Berband der Buchbinder und Papterverarbeiter. Die neuen Apis Löbne betragen für die Zeit vom 18. bis 19. September für Männer 5 400 000 M., für Frauen 3 375 000 M.; für die Zeit vom20. bis 26. September 15 228 000 bam. 9 518 000 pro Stunde. 21. September einen Zuschlag auf die Löhne des Nachtrags 27 in Die Tapezierer erhielten für die Lohnwoche vom 15. bis Höhe der Inderziffer vom 17. September und zwar: Junggehilfen 8uschläge 8 850 000 m. Gehilfen 2 Jahre nach der Lehrzeit 5 480 000 8 840 000 Tapeziernäherinnen. 3 695 000 B Ungeübte Näherinnen Verbandsbeitrag in den vier Gruppen 4,4 3,85 Millionen Mart. Mindestlohne 5 200 000 0. 8 490 000 " 5 950 000 " 4 175 000 . 7,7 # 5,5 und Der Schiedsspruch in der Holzindustrie, der am Montag diefer Woche vor dem Schlichtungsausschuß Groß- Berlin gefällt wurde, ist gestern für verbindlich erklärt worden. Bezüglich der Zahlen verweisen wir auf die Veröffentlichung in der Dienstags nummer des Vorwärts". im I. II. III. IV. - Die Fachglasgruppe. Der Spizenlohn für die Zeit vom 14. bis 20. September beträgt 6 760 000 M. Lohnabkommen in Bureau. Beitrag für die 38. Woche 6 500 000 m. Achtung, Zimmerer!, Der Lohn beträgt vom 16.- 21. September 13 700 000. und die Werkzeugentschädigung 206 000. pro Stunde. Die Lehrlingslöhne betragen demnach einschließlich Werkzeugentschädigung in tausend Mark: V. VI.Sehrhalbjahr Gruppe A 18906 20858 27811 41717 55622 69528 Durch die kommunistische Bresse macht gegenwärtig eine Rotiz B 20858 27811 84764 48669 62575 76480 Auf dem neulich abgehaltenen Rongreß des norwegischen Holz die Stunde, in der die Erlebnisse des Vertreters der Roten Fahne", Am 28. September ist an Bollarbeiter ein Vorschuß von 400 arbeiterverbandes wurde der bisherige Borsigende nicht wieder- unfried, bei der Generalversammlung des Deutschen Landarbeiter Millionen und an Sturzarbeiter der Summe zu zahlen. Lebr gewählt, weil er auf dem internationalen Holzarbeiterfongreß in nerbandes in Magdeburg geschildert werden. Nach dieser Schilde linge erhalten einen ihrem Lohne entsprechenden Borschuß. Bien gegen die Aufnahme des russischen Verbandes gestimmt hatte. rung hat der Berbandsvorstand beschlossen, Bertretern der tom- Auszahlung des Restlohnes sowie Verrechnung der Steuer, KrankenAus diesem Anlaß schreibt das Organ der norwegischen Sozial- munistisen Bresse den Zutritt zur Generalversammlung zu lassen- und Invalidenbeiträge erfolgt am 25. September. demokratischen Partei, Den nye Socialdemokrat", nach verweigern, ihm aber den Vertretern der bürgerlichen Bresse Der Borstand. dem es einleitend den Mißerfolg der Roten Internationale geschildert freizustellen. Außerdem habe man den Berichterstatter Unfried, hat, folgendes über die gegenwärtige Taktik der Russen: der auch an dem Empfangsabend der Generalversammlungs 17. bis 23, September 15 235 000 m. pro Stunde. Die Löhne der Der Lohn der Rohrleger und Bauftempner beträgt vom ,, 2luf allen internationalen Kongressen begegnen wir nun belegierten teilnehmen wollte, gewaltsam aus dem Saal entfernt. Helfer und Junggesellen regeln sich prozentual Russen, die vorgeben, den russischen Berufsverband zu vertreten. Die Russen haben ihre Diplomatie in Ordnung und sorgen dafür, für die Ausschaltung der tommunistischen Breffe verschweigt. Die Notiz ist in dieser Form irreführend, da sie die Gründe daß die Bertreter zur gegebenen Zeit auch pünktlich zur Stelle sind. ist ausgeschaltet worden, weil sie unter maßgebender Leitung des In den letzten Jahren fonnte tein internationaler Stonerrn Unfried zu dem Kreise derjenigen Organe zu zählen ist, die greß in Europa abgehalten werden, ohne daß eine russische die Organisationen der Landarbeiter und insbesondere Delegation zugegen war. Und ebenso sicher murde der Kongreß ihre leitenden Instanzen in der schlimmsten und gemeingefährlichsten mit einer Debatte über die Zulassung der russischen Delegation Weise bekämpft. Es wäre einer Beleidigung des Kongreffes gleichund die Aufnahme des russischen Verbandes in die Internationale gekommen, hätte man einer solchen Presse, die man als alles andere, aber nicht als Arbeiterpreffe ansprechen fann, das Gastrecht zuge Da jedoch die russischen Verbände Mitglieder der Roten Inter: standen. Die Behauptung, die gesamte bürgerliche Breffe nationale sind, würde ihre Aufnahme bedeuten, daß sie zwei war zugelassen, erledigt sich durch die unwidersprochene Feststellung Internationalen angehören. Es ist uns bekannt, daß der des Kongreßvorsitzenden im Berlaufe des Kongresses, daß nicht ein Vorsitzende des norwegischen Gewerkschaftsbundes, Ole D. Lian, einziger Vertreter einer bürgerlichen Zeitung bei einer der vielen Gelegenheiten, wo es ihm schwer fiel, einen anwesend war. Die gewaltfame Entfernung aus der EmpfangsFlaren Standpunkt einzunehmen, vorgeschlagen hat, daß Norwegen veranstaltung trifft zu. Sie hätte vermieden werden können, wenn fich beiden Internationalen anschließen sollte. Für alle anderen ist Infried den wiederholten, fich aus den vorstehend genannten es jeboch flar, daß dies unmöglich ist. Die russischen Berbände fommen nicht zu den inter- aal zu verlassen, Folge geleistet hätte. Statt dessen verGründen erklärenden Anweisungen des Veranstaltungsleiters, den nationalen Verbänden mit ehrlichen Absichten. Gie fommen blieb er demonftrativ im Saal, was einen Teil der Anwesenden nicht, um aufzubauen, sondern um zu zerstören. berartig entrüstete, daß sie ihn furzerhand gemaltiam entfernten. Deshalb werden sie abgewiefen. Es ist eine elementare Organi- An diesem Vorgang war fein Vorstandsmitglied beteiligt. Umso fationsrenal, daß ein Verein, dessen Programm und Tattit im deutlicher brachte er zum Ausdrud, wie die Generalversammlungsoffenen Widerspruch mit den Statuten des Gesamtverbandes steht, teilnehmer über die kommunistischen„ Landarbeiterfreunde", dachten nicht aufgenommen werden kann. Deshalb sind die Vertreter, die bie gegen die Aufnahme der Russen gestimmt haben, vollkommen im Recht. Wenn die Russen die Forderung des Internationalen Gemertschaftsbundes annehmen und mit dem Zellenbau aufhören würden, wäre eine andere Lage geschaffen. Leider sind noch feine Anzeichen vorhanden, daß dies geschehen wird. eröffnet. Wie würden, im übrigen die Ruffen sich verhalten, wenn eine Organisation mit dem Ersuchen um Aufnahme an sie heranträte, die erklärte, daß ihre vornehmste und wichtigste Aufgabe die Bekämpfung Mostaus märe?" 17. bis 22. September 1923 folgende Lohnzulagen ein: Der prozen Für die Arbeiter der Schuhindustrie treten für die Woche vom tuale Zuschlag erhöht sich für Arbeiter 55 420 000 Broz, der feste Stundenzuschlag auf 2955 728 M.; im Betriebe auf für Heimarbeiter erhöht sich der prozentuale Zuschlag auf 68 855 130 Bro3. über 21 Jahre in Ortsflaffe I 11 822 944 M., für Arbeiterinnen Der Mindestſtundenlohn beträgt für Arbeiter 8867 316 M., Atforbzuschlag 12% Proz. Arbeiter 11 407 000 m., für Arbeiterinnen 9 126 000 m. Die Mindestſtundenlöhme der Schäftemacher betragen für für Zeitlohnarbeiter und als Affordbasis für neue Arbeiten auf Für die Maßschuhmacher erhöht sich der Stundenlohn Reparaturen 10 836 650 m. 11 407 000 m., für Zeitlohnarbeiterinnen und als Akkordbafts für J Die Mindestſtundenföhne der Schoß und Reparatur branche betragen für die Woche vom 24. bis 29. September für Beitlohnarbeiter und als Affordbasis für neue Arbeiten 10 000 000 Mart, für Zeitlohnarbeiterinnen und als Akkordbasis für Reparaturen 9800 000 m. Für orthopädische und mechanische Betriebe erfolgt ein Zuschlag von 10 Broz. Lohnverhandlungen in der Berliner Metallindustrie. Angestelltengehälter. Bom Zentralverband der Angestellten Die Verhandlungen zwischen dem Verband Berliner Metall- wird uns mitgeteilt: Im Huteinzelhandel gelten als endindustrieller und dem Deutschen Metallarbeiterverband am Freitag gültige Regelung für die erste Septemberwoche di am 14. September führten zu feinem Abschluß. Die endgültige Regelung ist einem gezahlten 14 Juligehälter; für die zweite Septemberwoche gilt das Schiedsgericht übertragen worden. Bezüglich der Zahlung am 19. September gezahlte 30fache Juligehalt; für die dritte des Vorschusses verständigten sich die Parteien dahingehend, daß zu Septemberwoche fommt bas 11fache Juligehalt nebst 30 Proz. Auf dem am Freitag resp. Sonnabend gezahlten Borschuß am tommen- wertungszuschlag und den Indersteigerungen vom 13. und 20. Sepden Dienstag ein weiterer Borschuß gezahlt mird. Die tember( 173,7 bzm. 182 Broz.) zur Auszahlung, die spätestens heufe Auch die jüngste Sigung des internationalen Metall. Borschußzahlungen betragen: für Arbeiter über 21 Jahre pro ge- erfolgen foll. Für gesetzliche Abzüge( Steuern usw.) werben arbeiterverbandes hatte sich mit einem Antrage auf Auf- leisteten Arbeitstag 15 Millionen, pro Woche 90 Millionen bzw. am 10 Proz. des Gesamtbetrages einbehalten. In den Beleuch nahme des offruffischen Metallarbeiterverbandes zu befaffen. Am Dienstag 40 Millionen pro Tag, 225 Millionen pro Woche; für tungs- und Installationsgeschäften gilt die Zahlung 18. Mai 1923 fam es auf einer Konferenz in Friedrichshafen zu Arbeiter von 18 bis 21 Jahren und Arbeiterinnen über 18 Jahre von 12 Juligehältern( 60 Proz. des Augustgehalts) als endgültige einem 2 blommen zwischen den Genossen 31g( internationaler 12 Millionen pro Tag, 70 Millionen pro Woche, am Dienstag pro Regelung für die erste Septemberwoche; für die zweite Woche die Sefretär), Dig mann und Reichelt auf der einen und den Ber- Tag 30 Millionen, 180 Millionen pro Woche. Jugendliche von beiden am 15. und 18. September gezahlten Auguftgehälter( 40 Julitretern des russischen Metallarbeiterverbandes auf der anderen Seite, 16 bis 18 Jahren pro geleisteten Arbeitstag 6 Millionen, pro Woche gehälter); für die dritte Septemberwoche ist heute das 5½fache monach ein Zusammenarbeiten mit den russischen Metallarbeitern 36 Millionen, am Dienstag pro geleisteten Arbeitstag 15 Millionen, Augustgehalt zu zahlen; für die vierte Septemberwoche gilt das und ihr Zusammenschluß mit dem IMAB. als erstrebenswert pro Woche 90 Millionen; im Alter von 14 bis 16 Jahren pro ge- 5% Augustgehalt als Grundgehalt, wozu der Inder vom 27. Sepbezeichnet und den russischen Vertretern beratende Stimme in den leisteten Arbeitstag 4 Millionen, pro Woche 24 Millionen, am tember tommt, zahlbar am 28. September. Der sich ergebende BeCigungen des Zentralfomitees bis zum nächsten Kongreß ein Dienstag pro geleisteten Arbeitstag 10 Millionen, pro Woche trag bildet wieder den Grundlohn für die Woche vom 29. September geräunit, wurde; ebenso an den Sitzungen des Bollzugsausschusses, 60 Millionen. bis 5. Oftober, wozu der Indeg vom 4. Oktober tommt und so fortsoweit es sich um wichtige Aftionen und nicht um interne Angelegenlaufend. Die Gehaltssätze sind jeweils Sonnabends im Bureau, Beiten handelt. Belle- Alliance- Straße 7/10, erhältlich. Zahlung von fünf Augustgehältern vereinbart. In der Zigarettenindustrie wurde für diese Woche die Buchdrucker! Die Lohnverhandlungen am Donnerstag führten zu feiner Berständigung, weshalb am Freitag abend das Zentralfchiedsamt zusammentrat, das unter Leitung der drei unparteiischen Ragierungsvertreter folgenden Schiedsspruch fällte: Der Spigenlohn für die Woche vom 22.- 28. September beträgt für Gehilfen 765 Millionen, für Anlegerinnen 612 Millionen und für 850 Millionen Mart( Stunde 17 708 000 m.), für Hilfsarbeiter ilfsarbeiterinnen 550,8 Millionen Mark. empfohlen, 50 Proz. hiervon in der Wochenmitte zu zahlen Ueber die Aufnahme des russischen Berbandes wurde in zmei Sigungen verhandelt. Solau( Belgien), Labe( Frankreich) und Ham el( tchechischer Verband) wandten sich gegen das Abkommen. Die Ruffen würden mit Freuden aufgenommen, wenn sie aus der Roten Internationale austreten wollten. Pretsch( Deutscher Metallarbeiterverband in der Zschechoslowakei) verwies auf die 21 Bedingungen. Die Russen müßten erffären, ob sie sich daran gebunden halten. Brownlie und Hodge( England) fonnten feststellen, daß die Kommunisten auf dem Kontinent mehr Aufregung zu verurfadyen fcheinen als bei ihnen. Lekterer verglich ihr Wirten und ihren Einfluß mit dem Floh, der beiße und steche, aber forthüpfe, wenn man ihn fassen wolle. Robert Dißmann erklärte, wenn Verband der Buchbinder und Papierverarbeiter. Neueu ApiDie ruffische Delegation, die über 400 000 Mitglieder vertrete, erfläre, Löhne. Für die Zeit vom 13. bis 19. September 5 400 000 m., vom daß sich ihr Berband an die Schungen halte, müsse man sich damit 20. bis 26. September 15 228 000 m. für Männer, 3 375 000 m. abfinden. Die Russen müßten die Zusicherung geben, alles zu tun, 19518 000 m. für Frauen pro Stunde Spigenlohn. Casino- Theater Rose- Theater 8 U. 78 Uhr: Theater, Lichtspiele usw." Reichen Ein Mann aus d. Volke 500000000E ODGO Tägi. 7%, Uhr Theater im Admiralspalast Velksbühne Dranter und drüber erst. d. Jogandvolksbühne DeutschOpernhaus 22: EinMaskenbal? Abends 7 Uhr: Weh' dem, der lügt! 712 Uhr: Der Zerrissene Theater i. d. Der Gunstling der Zarin Königgrätz. Straße Große Volksoper 8: Der Clown Gottes im Theat d Westens nenen Th. a. Kottb. Tor Rennen zu Karlshorst Es wird Braun. Gloth. Betriebsräte der BSPD., Gruppe Chemie. Sonntag vormittag 10 Uhr im Gaal 3 des Gewerkschaftshaufes äußerst wichtige Verfam in lung fie die auf dem Boden der Amsterdamer Gewerkschaftsinternationale stehenden Arbeiter- und Angestelltenräte der Gruppe ,, Chemische Industrie". Parteis und Verbandsbuch legitimiert. Der Werbeausschuß der Gruppe Chemische Jubuſtrie". Verantwortlich für Politik: Richard Bernstein; Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: S. Steiner; Feuilleton: Dr. John Schikowski; Lobales und Sonstiges: Friz Karstädt; Anzeigen: Th. Glode; sämtlich in Berlin. Verlag: Vorwärts- Verlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Vorwärts- Buchdruckeret Berlagsanstalt Paul Ginger u. Cs. Berlin SW. 68, Lindenstraße 3. Sierzu 1 Beilage. und Allgemeine Ortskrankenkasse für den Verwaltungs- Deutscher Metallarbeiter- Verband bezirk XI Berlin, Schöneberg Friedenau wird vom 24. im Cantor. Hofhule zu Berlin Salbjahr 1923 24 am 15. Oftober 1923, Moufag, 24. Septor., abends 7 Uhr, Beginn der Aufnahme für das Winter. der Vorlesungen am 1.November. Druckfachen durch die Registratur. 137/18 Zigarren Zigaretten Sonnabend, d. 22. Septbr.tember 1923 ab auf 100 Millionen Martin Retal von Sears, Reibelitraße 59 Anspruch auf erhöhte Bar Konferenz Täglich 71/2 Uhr Moslem, Saba, Blaukopf usw.) nachm. 2 Uhr. a, Senntag nach- zu günstig. Preisen ELITEmittag 3 Uhr: Schreiber, Holzmarktstr.20 Metallbetten Sanger Quittungs- Marken Stahlmatratz., Kinderbetten dir. an Priv. U. a. Das süße Mädel Reichshallen Th. 7 Uhr: Lohengrin Komödienhaus Sonnt. U Intimes Theater 8: Die kleine Novelle Abendbesuch Die k. u. k. Mose 8 Uhr: Stettiner Mein Vetter Eduard Sanger Lessing Theater Metropol- Theater Heute bis Mont 71 7 Uhr: Casinggirls Der Unbestechliche Neues Theat a. Zoo eat. Künstler- Th. 7 Uhr: Von 5-7 Allabendl. 72: Der Thalia- Theater First v. Pappenheim 7 Uhr: Mimikry Theater i.d. 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September eine Geldstrafe von 100 Millionen Mart, 1923 gelten folgende Lohnstufen, Grund im Nichtbeitreibungsfalle 100 Tagen Ge löhne und Beiträge: 134/20 Grund Beitrag Tagesverdienst lohn in p. Tag i. 12345678 in Tauf. M. Tauf. M. Tauf. M. 2800 Lohnstufe b. einschl. 10 000 7500 600 20 000 15 000 30 000 40 000 25.000 1200 2000 35 000 50 000 45 000 8 600 60 000 55 000 4400 70.000 65 000 5 200 80.000 75 000 6.000 90 000 85 000 € 800 90 000 100 000 8.000 R. Freund, Schriftf. 10 über Emil Thöns, Bors. Oeffentliche Bekanntmachung Gegen die Rauffrau Emma Befermann, geb. Müller, aus Berlin. Mer neuchener Straße 17, ist durch Strafbefehl vom 3. September 1923( 196. M. Wedding 354. 23) wegen Breisschildervergehen eine Geldstraie von 2 Millionen Mark und wegen Preistreiberei eine Geldstrafe ven 5 Millionen Mark und statt der verwirften Gefängnisstrafe von 3 Wochen eine weitere Geldstrafe von 40 Millionen, im Nichtbeifängnis festgefest Der Strafbefehl ist rechtsträftig. Berlin, den 14. September 1923. mtsgericht Berlin- Mitte, f. 196. Billiger!!! Goldgelbe OrientZigaretten Spezial..250 Min. Golbriefe 350 Min. ( Doppelformat) Hur an Wiederverkäufer heute 8-1 Uhr Gutlicht 3igarettenfabrit Köpenicker Straße 7a. ( Schlesisches Tor) treitungsfalle 94 Tagen Gefängnis fef Ungehener alle Lebensmittel u. BeDer Strafbefehl ist rechtskräftig. darisartikel. Kleine Anzeigen billig! Amtsgericht Berlin- Mitte, Abt. 196. im Vorwärts sind immer noch Nr. 443+ 40. Jahrgang Beilage des Vorwärts Die Unorganisierten. Gonnabend, 22. September 1923 dem Deutschen Verkehrsbund angeschlossen worden und so werden die in einem herrschaftlichen Hause außerdem noch tätigen und besser burchorganisierten Angestellten wie Bortiers, Kutscher, Chauffeure, Gärtner und sonstige Hausbedienstete es leichter haben, auch die meiblichen Hausangestellten für den Verband zu gerinnen. Fast cussichtslos liegt die Sache noch immer bei den Stühen. Diese Die im Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund, furz ADGB. in der Kleider- und Mäntelnäherei, überhaupt in der Heimindustrie jungen Mädchen fühlen sich fast immer als guter Leute Kind", genannt, zusammengefaßten 49 freien deutschen Gewerkschaften der Konfektion, und gerade der" Borwärts" ist seit Jahrzehnten haben eine bessere Schulbildung", dafür aber gar kein proletari umfassen insgesamt eine Anzahl von rund 8 Millionen organisierten nicht müde geworden, hier und bei allen anderen Branchen freche sches Klaſſengefühl, und rümpfen wohl gar hochmütig das Näschen, deutschen Arbeitern, während der Allgemeine Freie Angestelltenbund, aud) viel zur Besserung beigetragen. In der thüringischen Glas- facelt gerade bei ihnen nicht lange und schmeißt" sie, wenn es Ausplünderungsmanöver der Unternehmer zu geißein. Das hat wenn man zu ihnen vom Verband spricht. Die„ Gnädige" aber unter der Abkürzung Af bekannt, insgesamt 757 000 Mitglieder und Spielwarenhausindustrie hat sich bereits vor dem Krieg dant ihr paßt, rücksichtslos auf die Straße. zählt. Nun halt man sich vor Augen, welche unerhörten Mühen, der unermüdlichen Aufklärung und Kritik seitens der Gewerkschaften Nicht nur unorganisiert, sondern unorganisierbar, wie es vielArbeit und Kräfte es gefoftet hat, um diese Verbände aufzubauen und der Partei und ihrer Presse manches gebeffert. Gar traurig fach die Hausangestellten find, waren viele Jahre hindurch die und zu erhalten, und überlege sich darauf, welche gewaltige An- sieht es heute aber beispielsweise in der hessischen Tabat- Heim- Porfiers. Seit einiger Zeit bildet aber die Organisation der Porstrengungen selbst diese Riesenverbände machen müssen, um die induftrie aus. Unmöglich in diesem engen Rahmen auch nur an- tiers, der Deutsche Portierverband, eine Sektion des Deuts Unternehmer Schritt für Schritt zu Entgegenkommen und Zugeständ- deutungsweise alle jene Erwerbstreife und gruppen zu nennen, schen Verkehrsbundes. Er gerrann als eine Stütze an dieser nissen zu nötigen. Dann nämlich erst fann man ermeffen, was es denen wirtschaftliche Erfolge durch die Unorganisierten erschwert machtvollen Organisation und seit der Zeit geht es unverkenn bar aufwärts. Vollkommen durchorganisiert sind die Industries bedeutet, wenn eine Arbeitnehmerschicht schlecht oder gar nicht werden. Es sind ihrer leider immer noch viel zu viel. portiers, während die der Privathäuser und Billen es leider noch organisiert ist und wenn der einzelne, der einer solchen Arbettervielfach an der Einsicht, sich einer Organisation anschließen zu gruppe angehört, sich wohl gar in dem Glauben wiegt, er werde, müffen, fehlen lassen. wenn es wirklich mal so weit fommt, mit dem Unternehmer schon alleine fertig werden. Sehen wir einmal zu, wie es dem Unorganifierten heute ergeht. Das alte Lied. Die Hausangestellten. Die Geistesarbeiter. Die größte Armee der Unorganisierten ftellen heute wie einst die Hausangestellten. Es scheint als ob hier jede Organisation auf Sand gebaut wird. Das hängt mit der psychologischen Einstellung der Hausangestellten zusammen. Die meisten sagen fich: Ach was, arbeiter, besonders die Redakteure, Journalisten und Schriftsteller. Ein ganz böses Rapitel find, jetzt mehr denn je, die Geisteslange bleibe ich doch nicht in Stellung. Wenn ich mich ver- Man kann sie heute ohne Frage zu den schlechtest bezahlten Berufen Schauplay: Ein Bureau im Berliner Gewerkschaftshaus am heirate das ist in der Tat die hauptsächlichste Erwägung zählen. Engelufer. Eine den Arbeiterständen angehörige Frau tritt zögernd dann hat der ganze erger doch ein Ende. Wozu soll ich da erst und unsicher ein. Sie ist offenbar noch niemals in einem Gemert- in den Verband hinein?" Die allerwenigsten bedenken, daß de fchaftsbureau gewesen und man sieht es ihr an, wieviel Mühe und Krieg unserem Bolt über eine Million heiratsfähiger Männer durch Willenstraft es sie gekostet hat, den schweren Gang anzutreten. Nun Tod und Verstümmelung entzogen hat, so das heute bie Syeiratsaber ist sie da, und taum hat der Sekretär sie nach ihrem Wunsch chance geringe denn je ist. Sehr viele Mädchen müssen deshalb gefragt, beginnt sie zu erzählen, zu berichten, zu wehtlagen und zu viel länger in Stellung bleiben als sie je beabsichtigt hatten und jammern und schließlich wohl gar auch zu meinen. Geringer Lohn, die Gnädigen", die ja zu einem großen Teil den nationalen und endlose Arbeitszeit usw. Der Sekretär Bennt das ganz genau, denn feft ausnahmslos einer fapitalistischen Partei zuneigen, haben es passiert alle Tage immer von neuem. Es enthüllt sich das typische nichts Besseres zu tun als ihre Angestellten vom Verband zurüd Schidjal der Unorganisierten, die sich eines Tages dem Riefenmoloch zuhalten. Das wird aber in Zukunft wesentlich anders werden, des Kapitals hilf- und wehrlos gegenübersehen. Dennoch fragt er denn der Berbarb der Hausangestellten Deutschlands ist füglich aus Pflichtgefühl: Belcher Organisation gehören Sie an?" Die Die Frau sieht ihn groß an: Organisation? Reiner! Und warum nicht?" Auf diese Frage fommen regelmäßig in verschiedenen Abwandlungen dieselben Antworten. einen haben niemals Zeit gehabt, sich darum zu fümmern, die anderen wollen nicht gewußt haben, daß es eine Organisation gibt, den Dritten war der Beitrag zu hoch, die Vierben haben geglaubt, daß es doch teinen Zmed haite, die Fünften hatten Angst vor dem Chef und nicht Wenige gibt es, Männer und noch weit mehr Frauen und Mädchen von fogenanntem, befferen" Herkommen. In manchen non ihnen spuft wohl auch noch der Wahn, daß es ihnen über furz oder lang gelingen werde, zu Geld zu kommen, um dann wohl selbst ein feiner Unternehmer zu werden. Wieder andere haben, menn fie sich nicht organisieren, ganz andere Absichten, die sie natürlich niemals verraten, Sie hoffen, sich damit bei dem Werfführer oder dem Abteilungsleiter in ein gutes Licht zu sehen, um bei Gelegenheit ihren anderen Kollegen und Kameraden tevorzugt zu werden. Aber plöglich, wenn die brutale Faust des rüdsichtslosen Unternehmers fie am Kragen pact, dann finden sie den Weg zur Ge werkschaft, dann soll die Gewerkschaft helfen. Selbst wenn die Gewerkschaft über ihre erste und wichtigste Pflicht hinaus, nämlich den eigenen Mitgliedern zu helfen. Diesen Unglüdlichen helfen möchte, so scheitert doch fast immer ein berartiger Bersuch daran, daß in dem betreffenden Betriebe auch Die übrigen nicht organisiert sind und daß der Inhaber, d. h. der Unternehmer, infolgedessen gar nicht daran denkt, fich von der Gemertschaft etwas sagen zu laffen. Das Schicksal der Unorganisierten nimmt dann eben seinen Lauf. Und unorganisierte Mädchen und Frauen fallen dann wohl gar das entfehlichste Los der Brostitution zum Opfer. Den Organisierten hingegen bietet die Gewerkschaft und damit die Gemeinschaft aller übrigen Organifierten nicht nur einen starten wirtschaftlichen, sondern auch einen ffarten moralischen Halt. Einzel- und Heimarbeiter. Bil man wissen, wo sich dem eigentlich die Unorganisierten befinden, so stellt es sich heraus, daß faum eine Berufsgruppe fich davon ausschließen tann und bei genauem Hinsehen ergibt sich faft immer, daß es in der Hauptsache nach wie vor die Heimindustrie und die Einzelarbeiter und Angestellten sind, die sich von den Dr ganisationen leider und zu ihrem Nachteil fern halten. Einen ganz überraschenden Aufschwung und Zuwachs von bis dahin Unorgani fierten hatte nach dem Krieg der Deutsche Landarbeiter verband zu verzeichnen. Denn gerade der Landarbeiter hat in den letzten Jahren es erleben müssen, wie gefährlich für ihn die folierung auf dem Lande ist. Nicht wenig Unorganisierte gibt es 83] Kilian. Roman von Jakob Bührer. Sagen Sie nicht so blasiert: Ach so! Ich anerkenne eine Verantwortung jedes Einzelnen für die Gesamtheit; ich anertenne eine scharfe und restlose Verantwortung der Gegen wart für die Zukunft, aber weiter gar nichts." Es ist wohl leicht, so zu reden, wenn man nicht einmal die Berantwortung an den eigenen Kindern Ich wiederhole Ihnen," wurde Kilian lauter, ich anerfenne feine Verantwortung an den eigenen Kindern, anerfenne nur eine Verantwortung an den Kindern! Unertenne, daß man alle Kinder der Welt liebt mit einer hingebungsvollen Andacht, anerkenne nur, daß man für alle Kinder der Welt tut, was man nur tun tann. Aber ich leugne die Sittlichkeit einer Einrichtung, die das eigene Kind bevoraugt vor dem des Nächsten. Unfittlich nenne ich eine solche Sitte, weil sie dumm ist und den eigensten Interessen der Menschheit zuwiderläuft. Wer weiß denn, ob mein oder dein oder ein drittes Kind besser veranlagt ist, als ein anderes? Gleichwiel; jeder påppelt seine Puppe auf, so gut oder so schlecht er es versteht. Nein, mein Sohn, ich habe für Sie getan, was mir im Scheidungsspruch seinerzeit auferlegt wurde und einiges darüber hinaus. Ich werde Ihnen noch eine ganz furze Zeit weiterhelfen, und dann ist vollständig Schluß." Ich werde doch noch meine Studien beenden können?" „ Sie studieren Jura!" Woher wissen Sie...?" Wetteraussichten für Sonntag. N. NO W< too SWA.. SO S Sturm Regen und t Schon Veränderlich Wind Gewitter 30-30 20 20 10 10 0. 10 10 10 Zu Beginn dieser Woche drang der südliche Teil eines auf dem europäischen Nordmeer gelegenen umfangreichen Tiefdruckgebietes nach der Nordsee vor und zog dann rasch nach Südskandinavien weiter. Bei seinem Vorübergang traten in Westdeutschland am Sonntag früh seit langer Zeit die ersten Regenfälle ein, die sich innerhalb 24 Stunden ostwärts bis Ostpreußen fortpflanzten und sich in den folgenden Tagen mehrmals wiederholten. In der Nacht zu Mittwoch eilte ein neues Teiltief von der nördlichen Nordsee nach Südostschweden hin und brachte besonders der ostdeutschen Küste sehr starke Regengüsse. Dabei folgenden Tagen, an denen in den meisten Gegenden heiterer fand überall eine beträchtliche Abkühlung statt und nahm in den Himmel und kurze Regenschauer öfters miteinander abwechselten, noch zu. Am Donnerstag abend ist westlich von Irland ein neues, weit nach Westen ausgedehntes Tiefdruckgebiet aufgetreten und hat sich in der Nacht zu Freitag mit dem älteren Tief vereinigt. Beide scheinen jetzt gemeinsam ihren Weg mit nur mäßiger Getrischen südwestlichen bis westlichen Winden haben schwindigkeit in östlicher Richtung fortzusetzen. Rei ziemlich wir daher anch für Sonnabend und Sonntag kühles, überwiegend trübes Wetter mit wiederholten Regen fällen zu erwarten, zwischen denen sich der Himmel immer nur kurz vorübergehend aufklären dürfte. organisation der Schriftsteller gibt es nicht, und wenn die wirt Eine wirtschaftspolitische, freigemertschaftliche Standesschaftliche Entwicklung in Deutschland wie bisher weiter geht, wird es in absehbarer Zeit einen freien unabhängigen Schriftstellerstand nicht mehr geben. Gerade im freien Schrifttum zeigen sich die verheerenden Folgen des deutschen Individualitätsfimmels, der den einzelnen höher wertet als die Gesamtheit. Schwer organisierbar sind auch andere akademische Berufe, z. B. Apotheker, während die Merzte heute bereits straff durchorganisiert sind. Schwer, wenn nicht unmöglich, zu erfassen sind von den freien Gewerkschaften jene jetzt zu riesigen Massen angeschwollenen Scharen von Frauen, Offizierswitwen und deren Töchter und Witmen von höheren und mittleren Beamten und Akademitern, die nach außen hin ängstlich bemüht sind, den Schein der Wohlhabenheit zu wahren. Dafür müssen sie sich für Geschäfte bis in die Nächte hinein auch heute noch für Lumpengefder plagen, die überhaupt feinen ehrlichen Lohn darstellen, sondern ein Bethelpfennig find. * Die Bedeutung der Wirtschaftsorganisation wird heute immer mehr erkannt. Leider lassen sich, besonders viele Frauen und Mäd. chen, immer wieder durch ein auf ihr empfängliches Gemüts- und Empfindungsleben schlau spekulierendes frömmendes Gesalbader und durch für einen verstandesmäßig denkenden Menschen ungenießbare Traftätchen von ber tatkräftigen Vertretung ihrer wirtschaftlichen Intereffen abhalten. Für sie wie für alle anderen gilt ein Wort, das die Deutsche Portierzeitung" fürzlich in bezug auf bie Unorganisierten aussprach:" Wir freiorganisierten Arbeiter, Angestellten und Beamten bilden unter der Gewalt der Umstände eine Not gemeinschaft. Nur durch festen Zusammenschluß, nur da durch, daß Hundertausende verhältnismäßig erhebliche Opfer bringen, fönnen wir äußerster Not wehren, fönnen wir unseren Stand von gänzliche: Berelendung schüßen. Da hat kein Berufskollege das Recht, beiseite zu stehen. Unorganisierte dürfen wir heute unter uns nicht mehr bulden." Aufgaben des Verufsamtes. Auf Einladung des Borsitzenden des Berliner Landesamts für Arbeitsvermittlung, Stadtrat Brühl, fand heute eine Besichti gung des Landesberufsamts Berlin statt, zu der alle Bertreter der Breffe geladen waren. Nach einleitendem Bortrag des Diret. tors Dr. Liebenberg über das Wesen und die Bedeutung der Berufsberatung für die Jugendlichen, die vor der Berufswahl, und für die Erwachsenen, die vor einem Einrichtungen des Landesberufsamtes. Besonderes Interesse erBerufswechsel stehen, erfolgte eine mehrstündige Besichtigung der regten die Vorführungen in der Eignungsprüfstelle, deren Aufgabe es ist, durch Vornahme von besonderen psychologischen Eignungsprüfungen in Zweifelsfällen, und für besonders qualifizierte Berufe geeignete Grundlagen für die Berufsberatung zu schaffen. In Verbindung mit der Frage der Berufsberatung, Eigmingsprüfung und Berufsvermittlung wurde auch eingehend die täglich immer mehr machsende Arbeitslosigkeit der Jugendlichen und deren Gefahren und schließlich auch die Not der geistigen Berufe erörtert. Bir behalten uns vor, in einem demnächstigen Beitrag auf die Arbeit des Berufsamts und feine Methoden ausführlich einzugehen. Der Junge horchte auf. Er fagte:„ Wenn ich mich nicht irre, so habe ich diesen Saz ziemlich wörtlich in einer Schrift gelesen, die draußen in Ihrem Wartezimmer liegt." Was halten Sie von der Schrift?" tommen sah, heiter und ausgelassen und ahmungslos. Und| Großtapitalisten, die drauflos wirtschaften, ohne sich je eineinige Male habe ich Sie in einem Gedränge mit der Hand mal Rechenschaft über die zweckmäßigkeit oder Schädlichkeit berühren dürfen und bin namenlos glüdlich in den nächsten ihrer Arbeit zu geben!" Wagen gesprungen, um meine Tränen zu verbergen. Läppisch ist so etwas, läppisch! Während dem Scheidungsprozeß, diefer unfäglich häßlichen Komödie, habe ich viermal stundenlang unten an der Rue Morronnier auf Sie gewartet, vergebens! Sie durften nicht kommen. Und einmal, als Sie doch kamen, haben Sie mir ein Schimpfwort ins Gesicht geworfen, das Sie Ihre Mutter gelehrt hatte, und find weggelaufen. Damals habe ich beschlossen, Sie nie mehr sehen zu wollen. Aber ich fonnte es doch nicht lassen, mir immer über Sie Nachricht zu verschaffen. Nun... find Sie ein junger Mann und studieren Jura!" " Haben Sie dagegen etwas einzuwenden?" " Machen Sie den Unsinn nicht mit. Ich bitte Sie! Recht ist das furchtbarste, aber unfruchtbarste Ding der Welt!" „ Ich dachte.. die politische Laufbahn einzuschlagen," stammelte der junge Mann. " Politische Laufbahn! Warum nicht gar Literaturprofessor? Warum denn feinen ehrlichen Beruf?" ,, Gie ist, soviel ich weiß, sehr verrufen!" Was halten Sie davon?" " „ Berrücktes Zeug. Aber nicht ungefährlich. Der Mann müßte meines Erachtens von Staats wegen verhaftet werden auf Grund der Ler Wäberli!" " Meinen Sie? Mir hat man gesagt, der Verfasser habe seinen Namen nicht genannt aus Furcht vor den Anarchisten." „ Das mag wohl sein. " Nicht wahr," fiel Kilian begeistert ein, denn die Schrift wendet sich gegen jede Anarchie, gegen die zügellose, schrankenlofe entgleifter Neuerer und gegen die gefeßliche Anarchie des modernen Rechtsstaates mit feiner Krieg und Kapitalwirtfchaft!" ,, Verteidigen Sie die Schrift...?" frug der Junge in blaffem Erstaunen. Vielleicht Bankdirektor?" entfuhr es dem Studenten. Kilian lachte herzlich.„ Warum nicht?" fagte er und Kilian sagte innig: Lernen Sie doch das Leben erst fügte, ernster werdend, hinzu:" Als Bankdirektor verwalten Bennen! Lernen Sie unsere Einrichtungen fennen, bevor Sie und vermitteln Sie die bedeutsamsten schöpferischen Kräfte. Partei ergreifen. Werden Sie Arbeiter! Wenn Sie wollen, Bankdirektor ist einer der verantwortungsvollsten Berufe. fönnen Sie morgen bei uns als Ausläufer oder AbwartDarum, wenn Sie ihn ergreifen wollen, überhaupt, wenn gehilfe beginnen. Es ist ja ganz gleich, was sie tun; lernen Sie irgend etwas Züchtiges werden wollen verleugnen Sie nur vorerst Ihr Brot verdienen. Wollen Sie?" Kilian Sie Ihren Bater. Ich habe es mit meinem auch so gehalten. streckte ihm herzlich die Hand hin. Er war zwar zufällig Einbrecher. Der Ihre ist zufällig Mil- Der andere nagte seine Lippen, zögerte, dann zog er lionär, wie man behauptet. Ihr Los ist aber wahrscheinlich stramm die Beine zusammen und sagte:„ Es war mir wert" Ich bin über Sie ziemlich genau unterrichtet, mein schlimmer als meines. Sie haben es sicher schwerer, ein voll, Ihre Bekanntschaft zu machen. Sehr wertvoll!" Er Herr. brauchbarer Mensch zu werden. Lassen Sie sich nicht noch hob die Lider und durchbohrte den Alten mit einem feindAlso doch!" frahlockte der andere. mehr erblich belasten ein Magenleiden haben Sie ja be- feligen Blid. Namentlich Ihre politische Gesinnung hat mich " Ja, doch. So ein Idiot bin ich noch. So viel Ber- reits, wie ich höre laffen Sie sich nicht durch meinen höchst interessiert. Sie wird wohl auch andererseits interessieren." erbung habe ich in mir, daß ich meine, mein eigenes Kind unsicheren Befiz um die mirkliche Kenntnis des Daseins und Der Jüngling fuhr sich mit der Zungenspizze über die Lippen. sei etwas Besonderes. Ich bin, als Sie noch ein Knabe waren, die tiefsten Erlebnismöglichkeiten bringen." Im übrigen," schloß er schneidend: empfehle ich mich", oft in Lausanne gewesen. Ich habe mich auf den Weg gemachte rechtsum fehrt, setzte schwungvoll seine Mühe auf den ftellt, auf dem Sie aus der Schule kommen mußten, und habe pomadisierten Scheitel und verschwand aufrecht durch die Türe, wahnsinniges Herzklopfen bekommen, wenn ich Sie daher ( Forts. folgt.) „ Ich verstehe Sie nicht recht," sagte der Sohn. " Sehen Sie, das ist es: Sie würden nie etwas verstehen. Sie würden einer dieser durch Erbschaft zu Besiz gekommenen Dahlewis- Jossen. " Braubach mehrere Sachverständige vernommen, nach deren GutWas kostet mein Gasverbrauch? 13. Kreis Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde, Lightenrade. Sonnabend, den 22. September, 7½ Uhr, im Festsaal des Gymnasiums, Mariendorf, Raiserftraße 21, Kunstabend. Heifere Musit. Witwirkende: die Damen Annie Galton( Sopran), Rose Sirschfeld( Klavier); die Herren Mag Rosenfeld Bioline), Engelmann( Cello), Theo Maret( Rezitationen). Eintritt 500 000 20. Programm am Gaaleingang. Die Funktionäre des Bildungsausschusses werden gebeten, eine Stunde früher zu erscheinen. Kreis Pankow. Die Genoffinnen treffen fich Sonntag, den 23. September, nachmittags 2 Uhr, mit ihren Kindern im Jugendheim, Breite Straße, bei den Kinderfreunden. Sämtliche Helferinnen und Helfer werden ge. beten, zu erscheinen. 19. Heute, Sonnabend, den 22. September: 57. Abt. Charlottenburg. 8 Uhr Funktionärsizung bei Kanschinski, Krumme Straße. Morgen, Sonntag, den 23. September: Sungfozialistische Bereinigung. Treffen der Jungsozialisten am Großen Latt fee. Treffpunkte: Gruppe Norden: 6 Uhr Schlesischer Bahnhof, Borort. bahnsteig Strausberg; Gruppe Gibofi: 46 Uhr Briezener Bahnsteig; Gruppe Lichtenberg: 46 Uhr Stralau- Rummelsburg und Gruppe Tempel. hof: 7 Uhr Bahnhof Tempelhof. Gruppe Treptow: Gruppenfahrt. Treffpunkt 6 Uhr Görlizer Bahnhof. Jugendveranstaltungen. Reinickendorf Bezirksbildungsausschuß Groß- Berlin. Sommabend, ben 22. Sep achten handelsübliche Transaktionen vorliegen sollen. tember, abends 6 Uhr, im Jugendheim, Lindenstr. 3, 2. Hof, III, Sonferenz Mit den 3offener Zügen fahren wir vom Potsdamer Ringbahn- Der Berliner Gierhandel setze sich aus Waggonverladern, zu denen sämtlicher Kreis- Bildungsausschüsse. Dhne Delegiertentarte tein Zutritt. hof nach Dahle mig. Der Ort liegt eine Biertelstunde südöstlich Adams gehört, Grossisten und Kleinhändlern zusammen. Die der Bahn, in einer Talfente. Dahlemih wurde im 13. Jahrhundert Waggonverlader versorgten nicht nur den Berliner Markt, sondern Groß- Berliner Parteinachrichten. als deutsches Dorf gegründet; zum erstenmal wird Dolwig" in einer auch West- und Süddeutschland, so daß nach Ansicht der SachverUrkunde von 1305 erwähnt. Wir wandern vom Bahnhof gen Nord- ständigen in diesen Geschäften teine Schädigung der Berliner Bewest, zum Nordende des Blankenfelder Sees. Dieser See liegt in völkerung zu erblicken sei. Auch ein Preiswucher wurde von den einer langgestreckten, fast in nordsüdlicher Richtung verlaufenden Sachverständigen verneint. Das Gericht tam auf Grund dieser Gut Rinne, die vom Glasowbach durchflossen wird, der in den See mün- achten zu der Ansicht, daß hier ein Fehlgriff des Wuchergerichts det. Auf dem Ostufer führt der Weg nach Süden in unmittelbarer vorliege und sprach die Angeklagten nach dem Antrage der VerNähe des Sees hin. Balb ist der Wald erreicht. Wir bleiben dicht teidiger auf Kosten der Staatskasse frei. Wenn also Berlin systeam See und an der Niederung, die den Blankenfelder See mit der matisch von notwendigen Lebensmitteln entblößt wird, und wenn füdlich gelegenen Krummen Lante verbindet. Diefer See erweitert die Berliner feine Gier bekommen, so werden sie hoffentlich von der fich alsbald zu dem großen Rangsdorfer See, auf dessen Ostufer das Erklärung satt und zufrieden, daß das zu den handelsüblichen Dorf Rangsdorf liegt. Wir wandern durch das Dorf in öst- Transaktionen" gehört. Die Sachverständigen haben's gesagt und licher Richtung. Die erste Nachricht über Rangenstorff" findet sich die Schöffen haben's geglaubt. im Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375. Am Ende des Dreißigjährigen Krieges war von den ursprünglichen Bewohnern nur noch cin Bauer übriggeblieben. Wir kommen zum Bahnhof, überschreiten die Bahn und wandern in südöstlicher, später in süblicher Richtung, Die für die Gaswerte der Stadt Berlin jetzt geltenden Bor. am bewaldeten Weinberg vorüber, zum Vorwerk Bramsdorf. Bon schriften über die Berechnung des Gaspreises sind manchen Gashier geht der Weg in östlicher Richtung, in der Nähe des Machnomer verbrauchern noch nicht hinreichend flar. Nach den neuesten BeSees vorüber, nach Groß- Machnow, dem größten Dorf des Stimmungen wird der Preis für jede Woche neu berechnet und Leltom. Bom Südende des Dorfes führt die Chaussee weiter. Wir festgesetzt, der Verbrauch aber soll alle 14 Tage durch kommen durch weite Wiesenniederungen, die vom Zülow- und Ablefung des Gasmesserstandes ermittelt werden und Nottekanal durchflossen werden. Die Hochfläche des Teltom wird alle 14 Tage wird danach auch das Gasgelb einfassiert. Die hier vielfach von breiten Tälern und Becken durchbrochen und zer- wöchentliche Festsetzung des Preises bedeutet jedoch nicht, daß bei ber, in Oranienburg einen Jugendtag ab. Am Sonnabend, den 22. September, Der Unterbezirtstag Barnim- Uckermark hält am Sonntag, den 23, Septem schnitten, so daß vereinzelte Hochflächenrefte wie Inseln aus den der vierzehntägigen Eintassierung des Geldes jede der beiden Wochen abends 9 Uhr Begrüßung und Lautenabend in der Aula des Realgymnasiums Scieberungen emporragen. Als die eiszeitlichen Schmelzwasser ver- mit dem für sie berechneten besonderen Preis in Rechnung gestellt am Bahnhof. Am Sonntag, den 23. Geptember, vormittags 9 Uhr, im Restaus suchten, von dem südlicheren älteren Baruther Urstromtal nach dem wird. Das ließe sich ja nur dann machen, wenn für jede der beiden rant Schützenhaus, Königsallee, Jugendfeier. Festrede, Rezitationen, Gefang, Mustt, Sprechchor und Aufführung des Jugendspiels Der Bergfried". Nad nörblicheren jüngeren Berliner durchzubrechen, entstand diese Ber- Wochen auch der Verbrauch besonders ermittelt würde, also auch mittags 2 Uhr Waldfest am Lehnissee. Wir bitten alle Genossen, dies.n riffenheit des Geländes. Der Durchbruch gelang dann nur im Osten die Ablesung wöchentlich stattfände. Auf wöchentliche Ablefung Jugendtag des Unterbeziefs tatkräftig zu unterfügen. im Tal der Dahme und im Westen im Nuthetal. Die jetzige Jahres. muß verzichtet werden, weil dazu eine sehr beträchtliche Mehrung Gtettiner Borortbahnhof que Zelinahme am Jugendtag in Oranienburg. Die Werbebezirk Prenzlauer Berg. Der Werbebezirk trifft sich um 17 Uhr am zeit ist recht geeignet zu einer Wanderung durch diese Gegend. Die des Personals erforderlich wäre, die wieder nur eine Berteuerung Abteilungen müssen spätestens am Sonntag vormittag um 9 Uhr am Bahnhof Safenthaler Vorstadt. Die Abteilung trifft sich flare Spätsommerluft läßt den abwechslungsreichen Wechsel von des Gases ergäbe. Bei der vierzehntägigen Ablefung wird nun ber in Oranienburg eintreffen. hoch und Lief im Gelände recht zur Geltung kommen. Es ist die pierzehntägige Verbrauch als ein Ganzes be- am Sonntag früh um 7 Uhr am Glettiner Borortbahnhof. Seit, von der Hermann Löns sagt, daß es eigentlich noch Sommer handelt und für dieses Ganze wird der zurzeit geltende D. Treffpunkt 7 Uhr Bahnhof Schönhola. Wanderungen. fein follte, obwohl alles schon den beginnenden Herbst anzeigt. Das Preis eingelegt, Laub der Bäume fängt an sich zu bräunen, und die weißen Sommer- Berbrauchern gemacht werden, sind bei diesem Verfahren nicht zu Steglig IL. Nach Strausberg- Tiefensee. Treffpunkt heute abend 6 Uhr Rathaus. Ungleichheiten zwischen den Preisen, die den einzelnen Sichtenrade. Nach Tiefenfee. Treffpunkt heute abend 5.50 Uhr am Bahnhof. fäden segeln durch das Land. Kurz vor 3ossen überschreiten wir den Nottetanal, der permeiden. Bermieden werden muß aber die besonders schlimme Morgen, Sonntag, den 23. September: bei Königswusterhausen in die Dahme mündet. Städtchen und Land Ungleichheit, die dann entsteht, wenn die Ablesung nicht mehr am Die Debner für die Jugendweihe am Sonntag im Kriegervereinshaus müſſen Joffen gehörte bis zum 15. Jahrhundert nicht zur Mark Branden- Schluß einer Woche erfolgt, sondern erst zu Anfang der nächsten spätestens um 8 Uhr vor dem Kriegervereinshaus fein. burg, sondern zur Niederlaufig, zur Krone Böhmens. Bis in die Woche vorgenommen wird. Wenn der Preis pro Rubikmeter von neueste Zeit hatte die Stadt einen mehr abseits gelegenen, von einer Woche zur anderen fich verdreifacht, steigt auch her Gesamt: Vischern bewehnten Kiez. Wie in anderen Städten, erinnerte er preis für den ganzen Verbrauch der letzten beiden Wochen auf auch hier daran, daß zu Anfang der Wiederbefiedelung durch die das Dreifache. Gerade diese plöglichen Steigerungen des Gas Deutschen der wendische Teil der Bevölkerung von dem deutschen preises, die auf ein schwaches Portemonnaie mit der Wucht einer Zeil gesondert lebte. Besonders schwer wurde Bossen durch eine Katastrophe wirken, rufen bei den davon betroffenen Verbrauchern Solche Verschie Feuersbrunst im Jahre 1662 heimgesucht, kurz nachdem die Nöte große Aufregung und Erbitterung hervor. tes Dreißigjährigen Krieges überstanden waren. Bon mittelalter- bungen des Ablefetages vom Ende einer Woche lichen Bauten ist in der Stadt nichts mehr erhalten. Bom Bahnhof auf den Anfang der nächsten Woche können und müssen fahren wir zum Potsdamer Ringbahnhof zurück.( Beglänge etwa fich von Zeit zu Zeit ergeben, wenn statt der versprochenen vierzehntägigen Ablesungen monatlich zwei Ablesungen vorgenommen werden, so daß mir tatsächlich fünfzehntägige Ablesungen haben. Wöchentliche Preisfestlegungen und halbmonatliche Standablesungen miteinander in Cintlang zu bringen, ist unmöglich. Zufälle der oben erwähnten Art, die dem Berbraucher eine sehr fühlbare Schädigung bringen und hinter denen er leicht die Absicht einer Ueber. porteilung wittert( Nepperei" ist es in manchen der an uns gelangten Beschwerdebriefe genannt worden), werden durch die wirt. Südwest Bezirk.( 1. Mannschaften. 4% Uhr.) In der 25t, A empfängt lich vierzehntägige blefung ausgeschlossen. Nur diese Nowaves Neukölln Brig. Lettere stegten gegen 8offen hoch 8: 1 bietet eine Gewähr dafür, daß wieder Beruhigung unter den Gas- und dürften auch gegen Nowames einen feinen Borrang haben. Jedenfalls ein on Technit vorbildliches Spiel. Ebenso interessant dürfte sich das Spiel verbrauchern eintritt. Man sollte allerdings meinen, daß die Ver. Bittoria- Tempelhof gegen udenwalbe I gestalten. Treten legtere maltung der Gaswerte nun bald begriffen hat, worauf mit voller Mannschaft an, so hat Vittoria auch noch nicht gewonnen. Lant. es der städtischen Bevölkerung ankommt, Oder soll wiz dürfte wahl auf ihrem Blaz mit Brandenburg a. d.§.ferite man annehmen, daß gerade die Dinge, die die tägliche ununter- märts Mannschaft. Beide Bercine haben gleich spielstarte Mannschaften, merden. In der B- Abteilung empfängt Fichte Gd die stig. Borbrochene Not der kleinen Leute ausmachen, den großen boch dürfte die schnellere Fichte- Mannschaft einen tieinen Borzug habes Herren der Gaswerte unverständlich bleiben? Dann würde aller- ertha- Luckenwalde und die dortige ni. Abteilung werden sich in dings die Stunde nicht mehr fern sein, wo man mit den Herrschaften fo deutlich und so deutsch reden wird, daß sie es fich nicht um zu eitenmal sagen lassen werden. 18 Kilometer.) Tod des Abgeordneten Waldemar Holz. Der Landtagsabgeordnete Waldemar Holz, Mitglied der sozialdemokratischen Fraktion des Preußischen Abgeordnetenhauses, ist plöglich gestorben. Holz wurde bei der letzten Wahl im Jahre 1921 im Wahlfrels 10 Magdeburg als Mitglied der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei gewählt. Bon Beruf Reftor, behandelte er im Landtage im Auftrage der Fraktion vor allem Schulfragen. In Ausschüssen wie im Plenum widmete sich Holz diefer Aufgabe in gewissenhafter und mustergültiger Weise. Er hat manche gute Rede gegen die Boelitzsche Schulpolitik im Landtage gehalten. Nach der Bereinigung der beiden sozialdemokratischen Parteien schloß Holz fich der vereinigten Partei an und arbeitete unverdroffen auf feinem Gebiet weiter. Unter den sozialistischen Lehrern war Holz eine beliebte Persönlichkeit. In Aschersleben, seinem WirkungsPreise, war Holz auch in der Gemeinde tätig; bort wirkte er als Sadtrat im Magistratsfollegium. Bersönlich war Holz von schlichfem aber ungemein gewinnendem und einnehmenden Wesen. Wenn er von den hohen Zielen des Sozialismus und der neuen Schule der Zukunft sprach, so leuchtete aus seinen Worten die Güte eines echten Menschen, der in jedem menschlichen Wesen den Bruder und die Schwester sah. In ihm lebte ein stiller zuversichtlicher Optimismus, dar jenkits der Gegenwartsnöte den Zukunftssieg erblickte. Um so schmerzlicher find seine Freunde von seinem plöhlichen Tode überrascht. Holz hatte ein inneres Leiden und mußte sich in den letzten Tagen einer Operation unterziehen. Er sollte nicht wieder gefunden. Die Fraktion verliert in Holz ein treues, tätiges und verdientes Mitglied. Immer wird sie seiner ehrend gedenken. * Die Beerdigung findet heute nachmittag 3 Uhr auf dem Fried. hof Zehlendorf- Mitte, Spandauer Straße, ftatt. Was dem Eierhandel erlaubt ist. Jur Unterstützung von Kleinrentnern hat der Magistrat 205,2 Milliarden Mart nachbewilligt. Dazu kommen 864 Milliarden Mart vom Reich und die schon von der Stadt bewilligten und verausgabten Beträge von mehr als 10 Milliarden Mark, so daß insgesamt für diesen Zweck mehr als eine Billion Mart bereitgestellt sind. Der neue Winterfahrplan 1923/24 foeben in den Ausgaben von Storms Stursbüchern( Gesamt- und Teilausgaben) erschienen. Auf die altbekannten internationalen Kursbücher Hendschels Telegraph und das Lloyd Kursbuch der Schnellzüge wird gleichzeitig hingewiesen. Jugendwe the Kriegervereinshans. Die Borbesprechung findet nicht in der Schule Plantagenstraße, sondern um 2 Uhr in der Schule Biefenstraße, Ede Pantstraße, statt. Alle Kinder müssen erscheinen. Der Männergesangverein Berliner Liederfreunde G. 2. Einen Einblick in die Geschäftsgeheimnisse des Giergroßhandels(. d. D. A.-S.-B.), Chormeister Alfred Göpel, veranstaltet am 23. b. M., gewährte eine Verhandlung vor dem Schöffengericht Berlin- Mitte, abends 7, Ubr, in der Garnisontirche ein Stonzert unter gütiger Mitwirkung der Herren Kurt Rosenbauer( Orgel) und Armin Liebermann die angesichts der augenblicklichen Eierknappheit und maßlosen( Biolincello). Der Verein stellt sich zur Mitwirkung bei Arbeiterveranstal Preistreiberei mit dem wichtigsten Nahrungsmittel für meiteste tungen stets zur Verfügung. Kreise von allgemeinem Interesse mar. Preise und Löhne. ( in tausend Mark) • • NO 56000 Vorträge, Vereine und Versammlungen. Arbeitsgemeinschaft Märkischer Wandervereine. Am Sonntag, den 23. Septische Gingoögel. tember, vorm. 10 Uhr, findet anläßlich des 25. Todestages Theodor Fontanes am Denkmal im Tiergarten eine Feier statt. Redner: Herr Börckel. Gesang: MärDeutscher Arbeiter.Mandolinisten.Bund, Bezirk Groß- Berlin. Die Dele legiertenfigung findet am 24. September, abends 8 Uhr, bei Brandis, Stra Tauer Str. 10, flatt. Tagesordnung: 1. Berlesung des Protokolls. 2. Bezirks angelegenheiten. 3. Bundesangelegenheiten. 4. Berschiedenes. Der Bezirks vorstand trifft sich um 7 Uhr. ftraße 50, Jugendweihe. Festvortrag des Herrn Dr. A. Rosenberg, Harmonium, Freireligiöse Gemeinde. Sonntag vorm. 10 Uhr im Stadthaus, Kloster. Geige, Gefang. Gäste willkommen. Arbeitersport. Fußball am Sonntag. Luckenwalde um den Sieg firetten, doch dürfte Hertha das beffere Ende für sich entscheiden. Schöneberg muß gegen Fußballring antreten. Auch hier dirfte es für einen Sieg von Schöneberg langen. In Teltow spielt die dortige Abteilung gegen den Sport Verein Moabit. Beide per fügen über gleiches Können und dürfte hier hart um den Sieg gerungen werden. Die R. e. R. muß nach Woltersdorf. Lehtere werden wohl in Anbetracht ibres eigenen Blazes das beffere Ende für sich haben. udenwalde empfängt Stegli. Auch hier türfte es lettere nicht leicht fallen, mit Club zu Gaft. Zwei vollständig gleichwertige Mannschaften. Sieger ist der, einem Sieg zurüdzukommen. 8. B. C. hat ben oa biter Ballfpici. der die höchfte Torzahl errecht. Berolina muß zwar nach Luck en wa I de, um gegen die dortige V- Abteilung anzutreten, follte aber das Spiel ficher gewinnen. Stern Marienfelde wird sich in Potsdam am Spiel ergögen tönnen, ob es langen wird? Schmargendorf endlich empfängt ben ein Vorurteil schwer zu bilden ist. Martendorfer Sport- Club. Beides junge Mannschaften, bei welchen Bezirk Norden.( 1. Mannschaften. 4% Uhr.) A: Saltensee- Hanin, Arminia- AIB. Bader 20- Borwärts- Hennigsdorf, Bittoria- Eb.- Nordiska, Bankow. B: Union- Pantow- Bernau, Teutonia 09- Fichte 25, Buch- Elsthal. 0: Spanbau II- Pantom 08, Hertha- Stf.- Adler 12, Storb- Orbg.- Briefelang, Fichte- Ges- Minerva. D: Adler 08- Staaten, Belten- Spandau I, SelvetiaSC. Snarta- Lichterfelde b. Eberswalde. B. C. Bezirk Often. A: Romet- Retschendorf, Ertner- Fichtenau, Fortuna- Trept. B: Tasdorf- Astania, Brandenburg 02- Friedrichshagen, AdlershofOberfpree, Lichtenberg III- Fichte- Sudoft. C: Concordia- Germania, Lichtenberg I- Frisch- Frei, Giralau- Britannia, Fichte- Ost- Lustig fidel. D: Hertha 22 Merkur, Tasmania Alt- Glienicke, ATV. Weißenfee- Lichtenberg IL, JBC.BGB. Pflichtgesellschaftsspiel: Woltersdorf- Sparta. Arbeiter- Radfahrer- Bund ,, Solidarität", Berlin. Touren für Sonntag, den 23. September. 2. Abt.: Plagefee, Start 4% Uhr; Bernau, Start 1 Uhr Dieffen bachstr. 36. 3. Abt.: Gottom, Start 5 Uhr; Jugend 6 Uhr Baufizer Blaz. 5. Abt.: Werffee, 6 Uhr; Fichtenau, Start 1 Uhr Landsberger Plag. 6. Abt.: Lehnigsee, 6 Uhr; Birkenwerder( Japan), 12 Uhr. Starts Kopenhagener Str. 26. 8. Abt.: Finkenkrug( Schnißeljagd), 7 Uhr, Start Arminiusplag. 11. Abt.: 22.: 4 Uhr nachm. Krausnid; 23.: 7 Uhr Lehnikfee. Starts Utrechter Str. 9. Jugendabteilung: Freienwalde, Start 6 Uhr Aleganderplay. Ortsgr. Neu. 30000-36000 3n: Wilhelmshagen, Start 10 Uhr Herzbergplay. Ortsge. Treptow- Baum88000 schulenweg: Wanbligfee, Start 7 Uhr Bhf. Treptow. Drtsgr. Oberschönemeibe: 25000-26000 Gannabend, 22, 23. Stiftungsfest in Mörners Blumengarten. Bundesgenossen 3800-4500, willkommen. 35000-38000 Kartoffeln( 10 Pfd.) 5500- 6000 Wochenlöhne in Berlin ( in tausend Mark) 25000-28000| Maurer vom 15.- 21. 9.. 8000-9000 Maler vom 21.- 27. 9. 30000-40000 28000-38000 Schmalz 1 Ei. Weizenmehl. Das Marktgericht in der Zentralmarkthalle hatte die Eier händler Adams und Mömes wegen Preistreiberei in hohe Geldftrafe genommen. Es wurde ihnen vorgeworfen, daß sie Wagen Lebensmittelpreise in der Naturbutter. labungen mit Eiern aus Ostpreußen zu erheb Zentralmarkthalle am 21. 9. Margarine lichen Preisen getauft und nur zu einem kleinen Teil in Berlin und noch dazu an andere Großhändler weiterverkauft, den Rindfleisch. Hauptteil der Sendungen aber nach Frankfurt Kalbfleisch a. M., wo höhere Breise als in Berlin gezahlt wur. Hammelfleisch Schweinefleisch den, hätten gehen lassen. Dadurch sei der Berliner Lebende Schleie. Marft unversorgt geblieben. Die Verurteilten hatten das Hechte Amtsgericht angerufen und in der Verhandlung vor dem Schöffen- Aale in Eis. gericht wurde auf Antrag der Rechtsanwälte Dr. Beschte und Dr. Schellfisch Grundpreis: Jedes Wort 68 M. Das fettgedruckte Wort 120 M. ( zuläss. 2 fette Worte). Stellengesuche das 1. Wort ( fett) 60 M., jedes weitere 50 M. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen für zwel. Alle Grundpreise mal Schlüsselzahl zurzeit 120.0. Verkäufe 45000-48000 30000-34000 B 18000-21000 Fichte- Dft. Leichtathletit, Soden, Fußball. Am Sonntag, den 25, d. M., Treffpunkt der Leichtathleten zum Waldlauf in Sadoma um 9 Uhr Briezener Bahnsteig, Madaistraße. Am Dienstag, den 2. Oktober, Hallentvaining in der Turnhalle Elifabethstraße. Erfcheinen Pflicht. Berliner Arbeiter- Schachklub, Abt. Nordwest, veranstaltet am Sonntag, 630 700 den 23. Geptember, nachmittags, im Schachheim, Gewertschaftshaus, ein BligSpielabend der Abt. 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