Nr.447 40.Jahrgang Ausgabe A nr. 223 Bezngspreid: Bont 23.- 29. Sept. 20 Millionen Mart voraus zahlbar. Unter Kreuzband vom 28.- 29. September für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet somie Desterreich u. Bugemburg 21 700 000 M., für das übrige Ausland 23 000 000 M. Poftbezugspreis freibleibend. Der ,, Borwärts" mit der Sonntags. beilage Bolt und Beit", der Unter. haltungsbeilage Seimmelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 2000000 M. Anzeigen- Grundpreise: Die einfpaltige Nonpareillegeile 400 Mart. Reklamezeile 2000 Mart. Kleine Anzeigen" das fettgebrudte Bort 120 M.( zuläffig zwet fettgebrudte Worte), jebes weitere Bort 60 M. Stellengesuche das erste Wort 60 m, jedes weitere Wort 50 m. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Familienanzeigen für Abonnenten Belle 40 M. Alle Grundpreise mal Schlüffelzahl zurzeit 30 000. Anzeigen file bie nächste Summer milffen bis 4 Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin GW.68, Sindenftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Dönhoff 292–295 Berlag: Dönhoff 2506-2507 Dienstag, den 25. September 1923 Abbau des passiven Widerstandes. Amflich wird mitgeteilt: Bereitwilligkeit aus, bei der Durchführung der nunmehr notwendig werdenden Maßnahmen mitzuwirken. Gestern mittag 12 Uhr fand eine Besprechung des Reichskabinetts mit Vertretern aller politischen Parteien aus dem bejezten Gebiet Am Nachmittag fand im Reichskanzlerhause die Zusammenkunft fiatt. Der Reichskanzler legte die finanzielle Lage des eines großen Kreises von Vertretern der Wirtschaftsgruppen Reiches dar, die bei längerer Weiterzahlung der Ruhrkredite und Berufsstände der befehten Gebiete mit den Mitgliedern wirtschaftliche, soziale und innerpolitische Folgen zeifigen könne und des Reichs- und preußischen Kabinetts statt. Der Reichskanzler gab voraussichtlich zeifigen müsse, die von Regierung und Bolt nicht den Anwesenden von der einmütigen Auffaffung der Reichsregierung getragen werden könnten. Er gab bekannt, daß die Bemühungen über die Notwendigkeit der Stillegung des paffiven Widerstandes der Reichsregierung, mit den ehemaligen Feindmächten zu Ab- Kenntnis. Hiergegen wurde von feiner Seite Widerspruch erhoben. machungen zu gelangen, die Deutschland die Erfüllung seiner haupt- Vertreter aller anwesenden Gruppen sprachen sich zu der einzufächlichen Forderungen, Rüdführung der Vertriebenen, Befreiung schlagenden Art des Abbaues aus und äußerten ihre Wünsche hierzu der Gefangenen, Wiederherstellung der Hoheitsrechte an Rhein und im Interesse der Bevölkerung von Rhein und Ruhr. UebereinstimRuhr, schon vor einem Abbrechen des passiven Widerstandes zu sichern, mung herrschte darüber, daß die Wiederaufnahme der Arbeit geerfolglos geblieben sind. Damit sei auch von der Fortjehung fchloffen nach einheitlichen Richtlinien erfolgen, und ein Sonderdes passiven Widerstandes fein Ergebnis für eine vorgehen einzelner Gruppen unbedingt unterbleiben müsse. Befferung der außenpolififchen Lage mehr zu erwarten. Zum Schluß betonte der Kanzler, daß die Reichsregierung auch weiter an ihren Zielen, Rückführung der Vertriebenen, Befreiung der Eingekerferten und Wiederherstellung der Hoheitsrechte an Rhein und Ruhr, unter allen Umständen festhalten werde. Die Versammlung endete mit einem starten Bekenntnis zur inneren und äußeren Einheit des Reiches. In den sich an die Darlegungen des Reichskanzlers anschließenden Besprechungen stellten sich die Bertreter der Parteien des befetzten Gebietes, mit Ausnahme der Deutschnationalen, geschloffen auf den Standpunkt, daß aus den sich aus der finanziellen Erfoöpfung ergebenden zwingenden Gründen für den Abbruch des paffiven Widerstandes der unvermeidliche Schluß gezogen werden müsse, sonst besteht Gefahr, daß der passive widerstand, der eine wirksame Waffe gegen den rechtswidrigen Einbruch war, zu einer 4 Uhr nachmittags zufammen. Waffe gegen das eigene Bolt werde. Die anwesenden Vertreter von Rhein und Ruhr würden es übernehmen, die Bevölterung der befehten Gebiete zur geordneten Arbeit zurückzuführen. * Der Auswärtige Ausschuß des Reichstags friff am Mittwoch Gerüchte, die vor allem im befeßten Gebiet umlaufen und sogar Nachdem die politischen Parteien ihre Erklärungen abgegeben in die Breffe Eingang gefunden haben, behaupten, daß die Bildung hatten, stellte der Reichskanzler fest, daß die Verantwortung einer rheinischen Republik die Billigung der Reichsregierung finde. für den Entschluß zum Abbau des von der Rhein- und Ruhr- Es braucht nicht betont zu werden, daß diese Gerüchte jeder Grundbevölkerung felt neun Monaten geführten paffiven Widerstandes lage entbehren. Es liegt auf der Hand, daß ihre Verbreiter damit allein von der Reichsregierung getragen werde, und er lediglich den Zwed verfolgen, ihren reichsfeindlichen Sonderinteressen sprach gleichzeitig den Vertretern der Parteien seinen Dank für die zu dienen. Bayerische Rüstungen. Die Verkehrsbeamten sollen den Rechtsputsch unterstützen. Es ist nicht von der Hand zu weisen, daß in Bayern schon seit dem laufenden zu halten, sie von dem Eintritt neuer Situationen einigen Wochen in Anbetracht der schwierigen Berhältnisse, die unser unterrichten und nötigenfalls mit entsprechenden Weisungen verdeutsches Bolt gegenwärtig zu ertragen hat, Borbereitungen für fehen. Wir appellieren hiermit an den so oft treu bewährten Orgaeinen gewaltigen Umsturz getroffen werden. Selbst der Baye- nisationsgeist unserer Mitglieder auch in den bevorstehenden schweren rische Verkehrsbeamten Verein", dessen Mitglieder be- Tagen und bitten zu bedenken, daß wir als Organisation beim Einfanntlich der Reichsverfassung Treue geschworen haben, hat sich be- tritt irgendwelcher Berhältnisse nur dann eine Macht bedeuten, wenn reits mit einer derartigen Möglichkeit beschäftigt und zu ihr in einer die Mitglieder vertrauensvoll und einmütig geschloffen hinter ihren Führern stehen. Mit herzlichen follegialen Grüßen! Art Stellung genommen, die auf vollendeten Hochoerrat Hauptvorstandschaft des bayer. Berkehrs. hinausläuft. Der Soz. Parlamentsdienst" ist in der Lage, den beamten Vereins.( Es folgen die Namen.) wesentlichen Teil dieses an sämtliche Bezirksleiter und Bezirksleiterinnen, Obmänner und Vertrauensleute als„ Streng vertraulich" beEntschließung. " zeichnete Rundschreiben( Nr. 1631. S.) sowie die dazu gehörige EntSchließung des genannten Bundes zu veröffentlichen: zu rechnen. Für uns als Standsorganisation ist es von vornherein ausgeschlossen, uns zu diesen Vorgängen irgendwie politisch einzustellen. Für uns gilt es, fundzutun, welchen Standpuntt wir als Beamte der lebenswichtigsten Betriebe im Interesse der Bevölkerung beim Eintritt irgendwelcher Ereignisse, an deren Entwicklung wir feinen Anteil haben, einzunehmen haben. * Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Postscheckkonto: Berlin 375 36 Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depofitenkaffe Lindenstraße 3 Die neuen Steuern. Bon Kurt Heinig. Zweifelsohne löst der immer noch allgemeine Steuerbetrug, der durch Vermögen und Besitz mit ständigem Erfolg praktiziert wird, bei denen, die ihrer Steuerpflicht regelmäßig nach fommen, die stärkste und berechtigtste Empörung aus. Dabei wird nur häufig der Boden nüchterner Objektivität verlassen. Das mag entschuldbar sein, dennoch darf es nicht dazu führen, daß die eigenen Erfolge zerschlagen werden, daß das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird. Die Stellung der breiten Massen zu den Augustste wern ist nach unserer Auffassung ein vollgültiger Beweis für die nur stimmungsmäßige Beurteilung ihrer eigenen Leistungen. Es ist doch unbestritten, daß jene Steuern, denen überdies auch die Kommunisten und die Deutschnationalen zugestimmt haben, feinerzeit als Echo der Forderungen des Volkes beschlossen wurden. Jegt wird über sie in einer Art und Weise gesprochen, als wären sie ein gleichgültiges Nichts. Durch ein solches Aburteilen wird natürlich ein ganz Schiefes Bild hervorgerufen, das geeignet ist, die eigene Arbeit herabzusetzen und die eigene Einsicht zu verwirren. Es ist deshalb notwendig, die Dinge schärfer zu sehen und gerade auch auf dem Gebiete der komplizierten Steuergesetzgebung auch die Zahlen reden zu lassen, die freilich für viele eine abschreckende Erscheinung sind. Stellen wir die Tatsachen feft! Noch im Juli 1923 war die Einkommensteuer aus Lohns abzug das Rückgrat der Reichsfinanzen, fie erbrachte rund Reichseinkommensteuer auf Grund der Selbsteinschäzung ganze 29 Proz. der gesamten Reichseinnahmen. Daneben ergab die 2 Prog. Die Umsatzsteuer stellte weitere 24 Proz. der Reichseinnahmen. führung der neuen Ruhrsteuern vor, es umfaßt den August. Jezt liegt das erste volle Monatsergebnis nach der DurchEs ist bei den Ziffern zu beachten, daß die bank- und kassenmäßige Abwicklung der im Monat August eingezahlten Beiträge infolge der auf einen furzen Zeitraum zusammenge drängten Zahlungen im gleichen Monat nicht mehr voll erledigt worden ist. Ein erheblicher Teil dieser Zahlungen wird erst im September zur Verrechnung kommen. Demnach sind die nachfolgenden Ziffern noch nicht die endgültigen Einnahmeergebnisse. Sie zeigen aber dennoch schon die Entwicklung, die unsere Reichsfinanzen gegenüber dem Monat Juli ankünden. Die Ziffern ergeben: Rhein- Ruhr- Abgabe: a) von Einkommensteuerpflichtigen b) von Körperschaftssteuerpflichtigen. c) von Kraftfahrzeugsteuerpflichtigen Außerordentliche Abgabe von Betrieben: a) Arbeitgeberabgabe. b) Landabgabe. Summe . in Mark: 23 483 811 198 748 3 779 673 796 385 788 486 640 910 378 053 878 598 6 685 840 377 676 35 121 839 568 009 Die Rhein- und Ruhrabgabe usw. erbrachte im Monat August rund 40 Proz. der gesamten Reichseinder Staatseinnahmen aufgekommen, aus sonstiger Einkommennahmen. Aus Lohnabzug sind in diesem Monat 17 Pro 3. fteuer weitere 14 Pro3. Die Umsatzsteuer hat dagegen noch nicht 4 Proz. der Gesamteinnahmen ausgemacht. Dafür fann der Rückgang der Kaufkraft der Bevölkerung nicht allein die Ursache sein, hier spielen andere Verzögerungen in der Erhebung zweifelsohne eine gewisse Rolle. Die Verschiebung der einzelnen Steuereinnahmen gegenüber dem Vormonat ist ganz augenfällig. Es darf dabei selbstverständlich nicht vergessen werden, daß auch die neuen Steuern mancherlei Zweifelsfragen aufgerührt haben. läßt sich nicht errechnen, sondern nur vermuten, inwieweit auch diese Steuern abgewälzt worden sind. Erfolgreiche Bestrebungen in dieser Richtung sind zweifelsfrei merkbar gewesen. Auf der anderen Seite hat sich die Zunahme der Arbeiterentlassungen automatisch sofort in einer Berringerung der Lohnsteuereinnahmen ausgewirkt. Im ganzen ist aber ohne weiteres ersichtlich, daß die neuen Steuern durchaus nicht so wirkungslos geblieben sind, wie es oft behauptet wird. die gegenwärtigen innen- und außenpolitischen Berhältnisse und den Die Hauptvorstandschaft des BVBV. beschließt mit Rücksicht auf dadurch zu befürchtenden Ausbruch von Unruhen, die Mitglieder des „ Liebe Kollegen und Kolleginnen! Die gegenwärtigen unhalt- BBBB. aufzufordern, daß sie in jeder politischen Lage den dienst baren wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse drängen zu irgendlichen Weisungen des Leiters des Reichsverkehrsministeriums, 3weigeiner Entscheidung; gleich den Novembertagen 1918 ftehen wir am ftelle Bayern, und des Reichspoftministeriums, Abt. VII München Vorabend schwerwiegendster Ereignisse; es ist mit ziemlicher Be- bzw. der Reichsbahndirektionen und der Oberpostdirektionen zu ftimmtheit in ganz Deutschland mit dem Ausbruch schwerer Unruhen folgen haben. Sollten diese mit dem Bersonal nicht mehr in Fühlung treten fönnen, so wollen die Mitglieder ihren lebenswichtigen Dienst im Intereffe des deutschen Boites folange weiter versehen, bis fie daran gehindert werden. In diesem Falle wird der bayerische BBB., wenn er nicht gewaltsam ausgeschaltet ist, Weifung und Rat schläge erteilen, die im Interesse der Einigkeit befolgt werden sollen. Sowohl das Rundschreiben wie die Entschließung besagen nichts Es ist sowohl im Reiche wie auch in Bayern mit der Möglichkeit anderes, als daß der Bayerische Bertehrsbeamten. zu rechnen, daß durch einen Gewaltstreich die Staatsgewalt in andere Berein" beabsichtigt, im Eventualfall aus den Lehren des Hände übergeht. Oberster Leitstern für unser Verhalten in einer berartigen Gituation, jei der Machthaber, wer er wolle, muß denn Rapp- Butsches die Schlußfolgerungen zu ziehen, um dadurch sein, im Interesse des Bolles, um das Chaos nicht noch größer wer- von vornherein ein Gelingen des Rechtsputsches er ben zu lassen, weiterzuarbeiten, und zwar unter Weisung und Leitung möglichen zu helfen. Damals hat die rechtmäßige Regierung unferer Verwaltungen, so lange, als diese selbst in der Lage find, bekanntlich ein Arbeitsverbot an alle Beamte für die putschistische uns Befehle zu erteilen. Regierung erlaffen. Eine derartige Durchführung will man im Für den Fall, daß ähnlich wie feinerzeit beim Kapp- Puffch, die Eventualfall verhindern. Deshalb die Aufforderung an die Mitnahmen zu den Reichsausgaben stehen. Dazu ist Reichsregierung eine Weifung erläßt, die den Reichsbeamten ver- glieder, sich der rechtmäßigen Regierung gegebenenfalls zu ver- festzustellen, daß in der letzten Dekade des Kabinetts Cuno bietet, einer nicht verfaffungsmähigen Macht Dienste zu leisten, ist schließen und ihre Arbeitstraft in den Dienst der die Reichs einnahmen nur 0,7 Proz. der Reichs a us= mit der Möglichkeit zu rechnen, daß die bayerische Staatsregierung Rechtsputschisten zu stellen. Denn ein Rechtsputsch kommt gaben deckten. Die jüngste eben abgeschlossene Dekade des auf Grund der Reichs- und Landesverfaffung eine Notverordnung doch für sie trotz aller Verklausulierungen als Bayern nur in Frage. Kabinetts Stresemann ergibt eine Deckung von 10 Proz. der erläßt, die uns zur Dienstleistung zwingt. Dieser Notverordnung sind Das läßt auch das Rundschreiben deutlich durchblicken, deffen Bear- Einnahmen. Nach der Methode russischer Statistik ist das eine wir auch als Reichsbeamte wohl unter allen Umständen unterworfen. Der BVBV. hat sich in seiner legten Borstandssigung in ein- beitung u. C. im übrigen nicht ohne Wissen amtlicher bayerischer Steigerung von weit über tausend Prozent". Nüchtern begehender Aussprache mit der gesamten Lage und den etwa zu er- Stellen erfolgt sein fann. Wie könnte sonst die Möglichkeit der trachtet, ist das ein kleiner bescheidener Fortschritt. Der Rest greifenden Maßnahmen befaßt und als Niederschlag dieser Bera- Herausgabe einer Notverordnung durch die bayerische Regierung Er der fehlenden Einnahmen- neunzig Brozent wird jetzt tungen einstimmig beifolgende Entschließung angenommen, die wir wähnung finden? Wie uns versichert wird, soll man sich innerhalb allerdings noch durch die Inflationssteuer, den Notendrud, geIhnen zur gefl. Renntnisnahme übermitteln mit der Bitte, diefelbe des bayerischen Kabinetts tatsächlich mit Gedanken beschäf deckt. Das zeigt, daß die Anfäße zur Umbildung unseres in geeigneter Weise der gesamten Kollegenschaft pertraulichtigen, wie sie in dem Rundschreiben des„ Bayerischen Verkehrs- Steuerwesens der fräftigsten Weiterentwicklung bedürfen, bekanntgeben zu wollen. Die Entschließung ist auch der 3. B. D. R. beamten- Bereins" als„ Streng vertraulich" bezeichnet sind. B. M.bayerische Zweigstelle des Verkehrsministeriums wenn der Weg zur Gefundung der Reichsfinanzen freigemacht der Abt. VII des R. P. M., ferner fämtlichen rechtsrheinischen Es dient vielleicht zur Klärung, wenn wir mitteilen, daß der werden soll. der Berkehrsbeamten- Verein" D. P. D. und R. B. D. zugegangen. Die erste Vorausfegung einer wirklichen SteuerIm übrigen werden mir, soweit nur irgendwie möglich, bemüht Boltspartei nabesteht, daß er aber nur einen verhältnismäßig reform ist die lleberprüfung aller Steuern, ob sie überhaupt Meiben, unsere Kollegen über den Gang der Entwicklung stets auf fleinen Teil der bayerischen Beamten umfaßt. Idie Erhebungstoften einbringen. Wir haben und " Bayerische Bayerischen Entscheidend ist selbstverständlich für unsere finanzwirtschaftlichen Verhältnisse, in welcher Proportion die Reichsein eine ganze Reihe komplizierter Steuerit, die das Millionen- steigen. Ein Aufschlag für die Materialien war in den 3u Gewerkschaften und Produktionssteigerung. fache ihrer Einnahme verschlingen! A. Besitz- und Berkehrssteuern. a) o rit dauernde Steuern: schlägen nicht enthalten. Die Steigerung der Bergarbeiterlöhne, auf Im Monat Auguft ergaben sich an fleineren und fleinsten Goldmart bezogen, ist darauf zurückzuführen, daß die LebensHände weg vom Achtstundentag. Steuereinnahmen die folgenden Posten: haltungskosten in der in Betracht kommenden Lohnwoche Ein Vertreter des Soz. Parlamentsdienstes" hatte Gelegenheit, gegenüber der Vorwoche in weit st är ferem Maße gestiegen den Bundesvorsitzenden des Allgemeinen Deutschen Gewerkschafts find als die Entwertung der Papiermark in diesem Zeitraum. Die bundes, Genossen Leipart, über seine Ansicht zu dem Problem Breiszuschläge sind jedoch zum Teil von dem Reichswirtschafts- Steigerung der Produktion durch mehrarbeit 110 Millionen D. minister beanstandet worden. Nach der von ihm getroffenen Ent- zu befragen. Genoffe Leipart äußerte u. a. folgendes:„ Seit Jahr scheidung haiten fich die Rohienpreise des unbefegten Deutsch- und Tag schallt der Ruf nach Mehrarbeit aus den Reihen der lands, ausschließlich der westfälischen Randzechen, innerhalb der Unternehmer und der von ihnen beeinflußten Bolitiker. Dieser Ruf Weltmarktparität, und es ergeben sich nunmehr die folgenden pro- gilt nicht, wie es richtig wäre, den Nichtstuern und Drohnen, zentualen Erhöhungen gegenüber den ab 17. d. M. gültigen Preisen, sondern den Arbeitsbienen, denen man zumutet, statt 8 Stunden die ab Montag, den 24. September d. 3., in Kraft treten: täglich 10 Stunden zu arbeiten. Hierauf haben die in den Ge werkschaften organisierten Arbeiter folgendes zu antworten: Kapitalertragssteuer Reichsnotopier . 220 bgabe nach§ 37 des Vermögenssteuergesetzes 267 Bejissteuer • Aufsichtsratsfiener Zuwachssteuer Reichsstempelababen. Außerordentliche Kriegsabgabe von 1919 1918 " b) Ginmalige Steuern: Kriegsabgabe 1916nebst zuschlag N " " 35 " 885 " 0,8 5 13 Millionen M. 3200 10 6 9 Rheinisch Westfälisches Kohlensyndikat. 36,966 Proz. Sächsisches Steinfoblenignbifat Oberschlesisches Steinkohlensyndikat. Mitteldeutsches Braunfoblenigndikat. Ditelbisches Braunkohlensyndikat 14,759 28,042 30,864 30,861 Hiernach steilen sich ab Montag, den 24. September d. J.: Wehrbeitrag. B., Zölle und Verbrauchssteuern. Stuhrfettförderfohle Tabatsteueraufschlag Tabalerfagstoffabgabe Mineralwassersteuer 212 Millionen M. 0,005 6 Ruhrfettstücktohle. Oberschlesische Stüdloble. 90 Salzsteuer 18 Ründtvarensteuer 19 42 451 Zuckersteuer Leuchtmittelsteuer Spielfartensteuer 19 Wenn auch ein Teil dieser Einnahmen nur Restbeträge früher wichtiger Steuern und ein anderer Teil Einnahmen aus im Umbau begriffenen Steuern darstellt, es bleibt doch ein Verbrechen, daß die Steuerverwaltung fich mit derlei Mikrometergrößen bekchäftigt in einer Zeit, da man durch die Abschaffung der vierteljährlichen Geheitsvorauszahlung an die Beamten sich eben davor gerettet hat, am 1. Oktober 57 000 Billionen Mart aufbringen zu müssen. Mitteldeutsche Braunkohlenbrifetts auf 38,46 Goldmark 50,97 29,36 19,08 1. Es ist eine grobe und bewußte unwahrheit, wenn bes hauptet wird, daß vor der Einführung des Achtstundentages die durchschnittliche Arbeitszeit in Deutschland noch zehn Stunden im Tag betragen hätte. 2. Im Notfall find die Arbeiter noch stets zur Leistung von Ueberstunden bereit gewesen, sobald entsprechende Verein4 barungen, die die Interessen der Arbeiter berücksichtigen, getroffen worden. Fast alle Tarifverträge enthalten seither schon eine Regelung der Ueberstundenfrage, mit der auch die Arbeitgeber der bes treffenden Industrien zufrieden find. Wir haben bereits seinerzeit gegen die Absicht der Kohlenpreiserhöhung Einspruch erhoben. Die Gründe, die wir das schaften hätten für die Notwendigkeiten bes prattischen 3. Es ist lächerlich, wenn behauptet wird, die bösen Gewerkmals gegen fie.geltend machten, bestehen nach wie vor. Wenn wirtschaftslebe'ns tein Berständnis oder nicht den Mut, man nicht mit aller Entschiedenheit der Preispolitik der ihnen Rechnung zu tragen. Die Gewerkschaftsführer vertreten viel Urprobuftion Schranken auferlegt, sondern zuläßt, daß mehr das Interesse der gesamten Wirtschaft als die Unternehmer, diese felbft in Gold ihre Preise erhöhen kann, so ist eine Stabili- von denen jeder gewöhnlich nur seinen eigenen Betrieb vor Augen sierung des Markkurses undurchführbar. Die Konzessionen, hat. Die Arbeitszeit und etwaige Ueberstunden können nicht nach die man dem Kohlenbergbau jest wieder macht, stehen in den von dem einzelnen Unternehmer behaupteten Bedürfnissen scharfem Widerspruch nicht nur zu den Intereffen der Ver- feines Betriebes, sondern nur unter Berüdsichtigung der Interessen braucher und Verarbeiter, sondern auch zu denen jeder aktiven des gesamten Gewerbes geregelt werden. Währungspolitik. Die Mark in New York. Ebenso notwendig wie bei den Massen die flare Erfenntnis der tatsächlicher Steuererfolge ift, muß eine gründfiche sofortige Resterwernichtung, 3ufammen- In New York wurde die Mart gestern abend zu Stursen legung und Vereinfachung unseres Steuer- gehandelt, die ungefähr der Berliner amtlichen Notierung system's erfolgen, sonst spotten wir unserer selbst. sprachen. Der Schlußfurs ergab sür den Dollar einen Breis von 142,8 Millionen( Gelb) baw. 138,88 Millionen Mark( Brief). Die Heumark". Deviseneazzia in Bremen. 4. Noch lächerlicher ist, eine allgemeine Arbeitszeit Derlängerung zu fordern und den Gewerkschaften Vorwürfe wegen ihrer Ablehnung dieser Berlängerung zu machen, während ubnderttausende von Arbeitern ohnebies schon arbeitslos auf der ent- Straße liegen oder nur noch bei start reduzierter Arbeitszeit be schäftigt werden können. Arbeitszeitverlängerung unnötig. Die Meinung, daß lange Arbeits5. Auch bei normalem Beschäftigungsgrad ist eine allgemeine zeit cinen Gewinn für die Produktion bedeutet, ist so veraltet, daß jeder praktische Wirtschafter sie längst über Bord geworfen hat. 6. Die Gewerkschaften oder ihre Mitglieder tönnten, wenn die Der Entwurf zur Errichtung einer Währungs bant, der im Auszug inzwischen auch von uns veröffentlicht wurde, Bremen, 23. September.( TU.) Am gestrigen Sonnabend fand 3eiten nicht so ernst wären, sich den Spaß erlauben und allen wird, bevor das Stabinett über ihn entscheidet, eine Reihe in Bremen der erste Borstoß des Reichsdebijentom Arbeitgebern heute oder morgen anbieten, täglich eine oder zwei von Aenderungen erfahren. Diese werden zum Zeil von ein- missars auf unerlaubte im Privatbesig befindliche Devisen statt. Stunden länger zu arbeiten. Sie würden die Arbeitgeber damit in schneidender Bedeutung sein, so daß mit einer wesentlich Gegen 10 Uhr abends umgingelte ein Kommando der Schuspolizei die größte Berlegenheit bringen. Denn eine solche allgemeine Ar schneidender Bedeutung sein, so daß mit einer wesentlich das Café- Kabarett Korio", bejezte sämtliche Ausgänge beitszeitverlängerung ist nicht nur unnötig, sie wäre sogar praktisch anderen Struktur der neuen Notenbank zu rechnen ist, als und brang in die Innenräume ein, um dort eine ausführliche unmöglich. Wr anderes behaupten will, möge es beweisen. Viels der Entwurf vorsah. Weiter wird bekannt, daß die Reumart die Bezeichnung Gästen vorzunehmen. D5 die von der hiesigen Kriminalpolizei auf Bauarbeiter, Tegtilarbeiter, Tabalarbeiter, Schuhmacher usw usw., Brieftaschenrevision auf Devisen bei den anwesenden leicht erfahren dann unsere Arbeitslosen oder verkürzt arbeitenden für die neue Geldeinheit ist. Die Bezeichnung Bodenmart Veranlassung des Reichstommiliars ausgeführte Unternehmung er- warum sie jetzt und teilweise schon seit Jahren nicht wenigstens acht soll fortfallen. folgreich war, war bisher noch nicht festzustellen. Bersaftungen Stunden volle Beschäftigung haben können. wurden, soweit bisher befannt, nicht vorgenommen. Gegen 11 Uhr abends rückte die Hundertschaft, ohne daß es zu Zwischenfällen geTommen war, wieder ab. # Die Vollsigung des Reichstages, die für Mitt too ch dieser Woche in Aussicht genommen war, soll vorerst auf Freitag dieser Woche verschoben werden. nicht von einer Verlängerung der Arbeitszeit abhängig. Selbst 7. Auch die Exportfähigkeit der deutschen Industrie ist durchaus menn in den anderen Ländern der Achtstundentag nicht so streng Eine Erklärung Geßlers. eingehalten wird wie bei uns, so besteht eben nur das gleiche Berhältnis wie vor dem Krieg, wo auch in fast allen Ländern die Reichswehrminister Geßler gab vor dem Parteiausschuß Arbeitszeit durchschnittlich länger war als in Deutschland. Jetzt aber demokratischen Partei, der am Sonntag im Reichstag fommt als wichtiges Moment für die Exportmöglichkeit hinzu, daß tagte, nach einem Bericht des„ B. T." folgende Erklärung ab: die Löhne in Deutschland gegenüber denen im Ausland „ Sie können sich darauf verlassen: wenn der Ruf kommt, gerung des Exports, so notwendig diese auch ist, von den deutschen so niedrig sind, daß ein noch größeres Opfer für die Steidann wirb Iar befohlen, und flar gehandelt, und ich| Arbeitern wirtlich nicht gefordert werden braucht. glaube auch an einen flaren Erfolg." 8. Diejenigen welche nach Mehrarbeit der Arbeitsbienen" Die Kohlenpreiserhöhung beschlossen. Die Meldung, daß im Reichsfohlenrat eine Berständi- ber gung zustande gekommen sei, wonach eine neue Erhöhung der Kohlenpreise vermieden werden würde, erweist sich als falsch. BIB. meldet dazu: In der gemeinsamen Sigung des Reichstohlenverbandes und des großen Ausschusses des Reichstohlenrats am 21. September d. J. wurden Zuschläge zu den ab 17. d. M. gültigen Preisen beschlossen. Die Zuschläge, die einstimmige Annahme fanden, gaben den Gruben lediglich eine Abgeltung für die durch Schiedsgericht ausgesprochene Erhöhung der Bergarbeiteriöhne, soweit fie, in Goldmart ausgedrückt, den Goldmartlohn der Vorwoche über Mahlers Doppelantlig. " Der Minister warnte davor, die innerpolitische Gefahr schreien und die Vorwürfe gegen die Gewertschaften erheben, sind zus zu unterschätzen, die die nächsten Wochen bringen können, und meist dieselben, die jetzt die Betriebe stillegen oder ein erklärte, mit seinem Namen und seiner Ehre dafür einzustehen, schränten, und willkürlich die Arbeitslosigkeit vermehren, nur daß die Reichswehr die verfassungsmäßige deutsche weil das verarmte Reich nunmehr auch von ihnen angemessene Regierung gegen jeden Angriff, ganz gleich, von Steuern verlangt. Was fagt die öffentliche Meinung zu dieser Art welcher Seite er tomme, schützen werde. von Steigerung der Produktion? Die verlästerten Gewerkschaften Onein Melancholiker fein; er muß etwas von Mozart und etwas von der Privatunternehmungen erhalten nur einen Bruchteil ihrer Nietzsche in sich haben, um die bipolare Eigenart Mahlers lebendig Friedensbezüge bei jeder Nachzahlung wirft man sie weiter Konzertumschau von Kurt Ginger. zu machen. Auch dann fehlt vielleicht noch die Beglückung. Aber Ihr zurück. Die Forderung nach rcscher Anpassung an die Geldentwer fühlt: ein Mensch hat für Menschen gelitten und geschaffen. Bruno tung, nach Bezahlung unter Zugrundelegung einer richtigen Inder Mahlers erste Sinfonie ist eine Fanfare. Sie bedeutet Revo- alter hat von all dem ein herrlich Teil. So mußte er, der differ macht sich imer mehr geltend. Auch die Beamten haben sie lution auf der ganzen Linie. Bruch, nicht mit der Form, aber mit Mozart- Dirigent, ein Mahler- Dirigent von Ruf werden. Seine Sub- erhoben und dank der Stärke ihrer Organisationen Dor= dent Weltbild der Musit überhaupt. Reine Beziehung mehr zu dem jeftivität ist im objektiven Bloßlegen des Herzens Mahlerfcher Sin- läufig wenigftens bis zu einem gewiffen Grade erreicht. Damit Tonfall Beethovens, kaum ein Nachfühlen der Bayreuther Welt, und fonit Kunst geworden. Augenblicklich ist in der Welt keiner zu finden, ist nicht gesagt, daß sie Friedenscinkommen hätten. nur ein leises Erinnern, daß ein singender Gott, Bruckner, sein ber die 3 weite Sinfonie( und welche nicht?) so fingen, so auch fie bleiben weit hinter demselben zurück. Das weiß jeder, der Lehrer war. Mahlers Sprache von erster zu letter Note. Die neue hämmern, jo formficher aufbauen tann. Hier ist aus der jugendlichen ihre Bezüge fennt und die Beamten wissen, daß es in heutiger. Zeit, die Jugend von 1890, hatte ihren Propheten. Gläubig und Berdrossenheit, die sich der Liebe unterwarf, schon eine reife Ausein- Seit gar nicht anders geht. Auf die Bezüge selbst tommt es hier nicht enden wird, weil kein Werk endgültige Erfüllung wurde, und geworden. Außerordentliche Herrschaft über das Orchester, das Inderziffer find die Beamten den Unternehmern ein Dorn im Auge, erfüllt von seiner Mission ist er feinen Leidensweg gegangen, der anderseßung mit Tod und Jenseits, mit der Mystif des Zufünftigen jedoch nicht an. Das Prinzipielle ist wichtiger. Durch die prinzipielle Anpassung der Beamtenbezüge an die mei zu jeder Sinfonie das Doppelantlig des Mufilers und Menfchen harinert und aufrüttelt zugleich. Ein Epos, riesenhaft und bunt von benn fie veranlassen alle Arbeitnehmer mit voller Berechtigung auf Mahler uns anschaut. Ein einziges subjektives Bekenntnis zur zu- Einfällen, eine Vision von Sterben und Werden, ein Raunen flaptünftigen Welt, ein herrliches Bejahen der Hoffnung auf Liebe und pernder Geister im Scherzo, ein ewiges Lieb im Andante und eine die Beamten hinzuweisen und gleiches für sich zu verlangen. Wohl Schönheit; und, graufig übertönend das unrettbare Schicksal, mit dem Hingabe an die All- Religion im letzten Appell:„ Auferstehn". Ganz besoldung abzulenten sucht, indem man in einer gefügigen Preffe verständlich, daß man die Aufmerksamkeit von der schlechten PrivatBösen, mit der Menschheit, mit Leid und Tragit verbunden zu sein. neue Klänge treffen unser Ohr, und selbst in den äußerlichen Mitteln Richt Wertherisch ist dieser Zug, nicht jung und rührsam, sondern einer revolutionären Technit birgt sich Wille, Kraft, seelische Kon- gegen die ein wenig beffere Staatsbesoldung Sturm läuft. Die blutend von Erkenntnis. Hier singt ein Begnadeter in phantastischer zentration überreich. Tote Stellen des ersten, leere Perioden des Geschäftspresse( Ullstein, DA3. usw.) ging voran. Umflammerung der Natur hymnischen Sang, der aus Volkes Mund legten Sakes werden durch die elementare Leidenschaft eines mit durch jie gefnetet Die Macht der Presse ist groß. Die öffentliche Meinung wird zu strömen scheint und stille Einfalt predigt; dort raft in wirren sich selber Gericht Abhaltenden wettgemacht. Und der jüngste Tag, bald Tagesgespräch. Kein Arbeiter oder Privatangesteliter merfte, und so war der im Lugus" lebende Beamte Hiraphantasien Grelles, Bizarres, Chaotisches, Gärendes, 3er- graufig erponiert, wird Ruhe, Friede, Glück im Gesang der Cherubim, wie er gegängelt wurde und wie er gegen sich selber vorging, riffenes in fomplizierter Form. Hier ist Sehnsucht nach Mozartischer in der Demut und im Jubel der menschlichen Kreatur. Atmosphäre, nach Sonnenstrahl und Kududsruf, nach erquidenber Das alles, und mehr als das, zwingt mit menschlich künstlerischer für sich doch auch erreichen wollte. Nicht die Beamten verdienen indem er nachplcpperte und schimpfend etwas bekämpfte, was er Natur; und dort reißt der Grübler, der Jude, der Berfolgte und Ueberlegenheit Bruno Walter. Mit ihm die unfagbar schön zu viel Berbitterte flagellantisch auf. Hier wird der Klang allein, das stille spielenden Philharmoniker, der in Ergriffenheit und Macht gleich die Kritiker feststellen und bei gleichartiger Tätigkeit mindestens sondern die anderen verdienen zu wenig. Das müßten Lieb, Ausdruck geruhigter Empfindung, und dort spottet eine bin mäßig fultivierte Kittelsche Chor, die hingebungsvollen Soli- gleiche Bezahlung fordern, aber nicht, indem sie herabsehung der gehauene Grimaffe, brutal und banal, der eigenen menschlichen und stimmen Cahier und Leonard. Ein Feft. Eine Feierstunde. Beamtengehälter verlangen sondern diese als Mindestmaß für musikalischen Einfalt. Welch ein Pendeln zwischen Ehrfurcht und Und nun das satirische Nachspiel: der kleine die Hinauffeßung ihrer eigenen Bezüge hinstellen. Nondjalance, zwischen Himmel und Hölle, zwischen Genie und Bringsheim reitet gegen den großen Walter eine Zeitungs- heult das Bublifum, wie die vom Unternehmer inspirierte GeschäftsStatt bessen Kapellmeisterium! Ein fauftischer Mann, ein Zwei- Seelen- Mensch, attade. Derb und beleidigt und refpeftlos und überheblich. Er be preffe vorheult und vertritt damit die Intereffen der Arbeitgeber, ein heldischer, herrlicher Bekenner, ein Prophet, der die Trommel mängelt, daß Walter die II. Mahlersche Sinfonie vor die Brings die es betämpfen müßte. Würde es den Privatangestellten gelingen, rührte für das Bolt, ein Alarmrufer von höchster Suggestion und heimsche Aufführung gefeht hat. Die stand nun seit langem fest; die Beamtengehälter zu drücken, so würden sie ihre eigenen Bezüge einer der Seltenen, die sich ganz und gar opferten in der Mufit, nicht so fest steht aber die absolute Notwendigkeit des Pringsheim- nicht heben, sondern sicherlich noch weiter verringern. für uns und die Nachwelt. schen Zyklus. Und noch ebensomenig fest, ob Bringsheim, der Die Ernte ist reif, und fleißige Schnitter bringen die Frucht den sich stolz einen Freund( 1) Mahlers nennt, die hohe Berufung zu Mary Wigman eröffnete die Tanzsaison mit einem Abend in Menschen entgegen, die da selber der sich opfernden Liebe teilhaftig einem solchen Festzyklus hat Walter, der immer hilft, wenn der Philharmonie, vor überfülltem Hause, unter Beifallwerden wollen. Wie viele sind das? Dem Arbeitenden gehört fann, faß eine Stunde im ersten Bringsheim- Konzert. Bringsheim stürmen. Seltsam, daß gerade diese Künstlerin so populär werden Mahlers Wert, und jedem Mann des Volfes, der selbst in Ber- nicht bei Walter. Statt zu lernen, sprigt er Blut und Galle. Walter fonnte. Sie hat im Aeußern menig finnlich Bestechendes, und ihre zweiflung noch auf das Wunder der Erlösung, auf den Sieg der ist teine Konkurrenz, er ist einzig und herrlich, und Klaus ist nicht Kunst ist nicht auf den Effett berechnet. Es ist eine rebliche, solide Kraft des Rechts und der Liebe wartet. Go gehet hin und horchet Furtwängler. Mie nennt man so etwas? Futterneid? Sagen wir: Runst, getragen von einer starten, reichen und reifen Individualität, auf diesen Herzschlag, schaut an diese Fauft und atmet Revolutions. Großmannssucht. Bisher stand ein ehrbarer, weißer Schild hinter die ihre virtuose Meisterschaft immer nur der Sache dienen läßt. luft, feiertägliche, von Siegeschoral überstrahlte! Bringsheims Bubliaiftit, und jetzt? Ein Schwarzschild. Ach, hätte raft ift das Rennzeichen dieser Kunst, Straft, die bald budnadig ge Alaus Bringsheim ruft zu dieser Andacht, selbst ein ehr- doch ein Montag Morgen verfchwiegen, mas ein Montag 2bend so fammelt, bald meitausgreifend, hinwirbelnb, aufftampfend, gliederbarer, offener Streiter, start verbunden einer Mufit, die Ethos herrlich verriet! Daß ein böses Wert nichts angaben tann einer schleudernb sich entfaltet, mit einem ausbrudevollen Clan, der jebergeworben ist. 28ie er die erste Sinfonie dirigierte, das war schönen, feiertäglichen Sache. O si tacuisses! Ein bißchen haben geit den ganzen Körper durchströmt und pus ben Fingerspigen tüchtigfte Arbeit, das war der Beweis glänzenden Bertrautfeins mit| wir Preffeleute uns geschämt. sich zu entladen scheint. Dieser Runst felft alles Einschmeichelnde, Stoff und Wirkung. Aber ein noch fo fleißiges Rufen zur Andacht Duftige, Beraufchende. Sanfter Liebreiz lieat ebensomenig auf bringt die Anbacht nicht, wenn dem Brebiger die letzte Auslegung doppelsinniger Bropbetenworte nur beiäufig gelingt. Aber er ihrem Wege wie die schwüle, erotische instit des orientalischen Tanzes. Ihre Anmut ist die Anmut einer Klassischen Heroine, und samsielt doch schon die Geister, und das sei ihm gedankt. selbst in der Efftafe bleiben aile Linien flar und rein. Daß eine soldje Künstlerin bei uns populär werden tonnie, möchten wir gern als ein Zeichen für das Aufbämmern einer ästhetischen Kultur im deutschen Bolte buchen. J. S. Der Ginn der Beamtenhehe. Bon Dr. Victor Engelhardt. er Wer Mahlers Wert der Welt ganz zu eigen machen will, muß Der Feldzug gegen die Beamtenbesoldung wurde nun auch zugleich hymnisa) fingen, tämpferisch auspeitschen und analytisch von den Lefern des Borwärts" aufgenommen. feeren fönnen; er muß jubelnder Brausefopf und weise gewordener Berkenne doch feiner die Eachlaget Arbeiter und Angestellte waren die ersten, bie nicht nur ihrer Mitglieder wegen, sondern im Y allgemeinen Interesse unserer Wirtschaft dagegen aufgetreten sind. Wer nicht schon vorher flar gesehen hat, dem muß mindestens dieses Beispiel von Steuerfabotage auf Kosten der Produktion die Augen darüber geöffnet haben, daß das ganze Gerede von der angeblich einzigen Rettung durch Berlängerung der Arbeitszeit eine öde und langweilige Heuchelei ist. 9. Aus diesen Gründen beharren die Gewerkschaften in voller Uebereinstimmung mit der Gesamtheit ihrer Mitglieder auf dem ein mütigen Standpunkt: Hände weg vom Achtstundentag!" Verbot der„ Roten Fahne". Das Polizeipräsidium teilt mit: Da die„ Rote Fahne" feit ihrem Wiedererscheinen am 16. September fast in jeder Nummer von neuem Mitglieder der gegenwärtigen Reichsregierung und der preußischen Landesregierung beschimpft und verleumdet und dadurch zugleich die geltende republikanische Staatsform herabgewürdigt hat, ist die Rote Fahne" samt ihren sogenannten Kopfblättern, der„ Roten Fahne für die Proving Brandenburg", der„ Roten Fahne der Zausiz" und der Volkswacht", auf die Dauer von zwei Bochen vom Polizeipräsidenten in Berlin berboten worden. Reformen in Baden. Russisch- kommunistische Waffenlager. Beschlagnahme und Verhaftungen in Berlin. In den letzten Tagen hat die Berliner politische Polizei Außerdem befand sich dort eine fleine DrudereieinEntdeckungen gemacht, die geeignet sind, das größte Aufsehen richtung mit Matern von Aufrufen der Berlin- Brandenzu erregen und jedenfalls den ungeheuren Ernst der innerpoli- burger KPD. tischen Lage flar erkennen laffen. Es wurden nämlich in Ber- Bisher wurden in dieser Angelegenheit drei Berhaf= lin nacheinander zwei Waffenlager entdeckt und beschlagnahmt, tungen vorgenommen wegen Verstoßes gegen das Gesetz die, wie sich im Berlauf der Ermittlungen einwandfrei ergab, zum Schuß der Republik bzw. die Entwaffnungsverordnungen, für Zwecke des Bürgerkrieges in Deutschland von amt und zwar die des Otto Gädete sowie des Fuhrmannes Kliemlichen Organen ber hiesigen russischen Ver- chen nebst Sohn. Letterer ist in der fommunistischen tretung errichtet worden waren. Jugend aktiv tätig gewesen, und es schwebte bis vor kurzem gegen ihn ein Verfahren wegen des Verdachtes, daß er der Führer einer Roten Hundertschaft sei. Auch der flüchtige Friedrich ist ein Berliner Kommunist. In einem Schuppen im Hause Wiener Str. 19, in der Gegend des Görlizer Bahnhofes, wurde zunächst ein solches Lager entdeckt, was zur Berhaftung eines gewissen Otto Gädefe, der diesen Schuppen furz vordem gemietet hatte, führte. Der Festgenommene wollte von dem Inhalt des Schuppens nichts wissen. Gegen den Hauptschuldigen an diesen Vorbereitungen zum Bürgerkrieg, nämlich den sowjetrussischen Militärattaché Petroff, fann natürlich nichts unternommen werden, es sei Kurz danach entdeckte die Polizei in einer Remise in der denn auf diplomatischem Wege, da er exterritoriales Mitglied Weserstr. 82 in Neukölln ein weiteres Waffenlager nebst einer der russischen Botschaft ist. Von anderer Seite wird uns fieinen Geheimdruckerei der Kommunistischen Partei. Es er übrigens versichert, daß Petroff, obwohl von der russischen gab sich aus den Ermittlungen, daß der Fuhrherr, namens Botschaft unter diesem Namen angemeldet, gar nicht so heißt. Karlsruhe, 24. September.( TU.) Auf dem geftrigen Parteitag Kliemchen, mit dessen Fuhrwert die betreffenden Waffen kurz Ja, es wird sogar bezweifelt, daß er Russe sei, denn das der badischen Zentrumspartei erklärte Finanzminister pordem dort abgeliefert worden waren, bereits wiederholt von Russische, das er spricht, soll unter aller Kritik sein. Dagegen Köhler, die badische Regierung habe zu dem Beamten und der russischen Handelsvertretung durch Ver- sollen er sowie seine Frau die französische Sprache dermaßen Finanzproblem in den letzten Tagen entscheidende Be- mittlung eines dort angestellten Herrn Fricke ver beherrschen, daß man ihn eher für einen Franzosen als für fchlüsse gefaßt, die sofort in die Tat umgesetzt würden. In erster schiedene Fuhraufträge erledigt hatte, daß aber neuer einen Russen halten würde. Linie stehe der Beamtenabbau und die Vereinfachung bings er aufgefordert worden war, sein Fuhrwerf Obwohl wir dessenungeachtet die Gefahr von rechts, der Staats- und Gemeindebetriebe und die Berden betreffenden ruffischen Stellen mietweise ohne seine namentlich in Bayern, für viel akuter halten als die Gefahr minderung der Mitgliederzahl des bodischen persönliche Anwesenheit zur Verfügung zu stellen, was er von links, so begrüßen wir es selbstverständlich, daß die BeLandtages. Der Ausgaben verminderung müsse eine auch zugesagt hatte. Er hatte vereinbarungsgemäß sein Fuhr- hörden rücksichtslos auch gegen die Vorbereitungen von fomnoch schärfere Einnahmevermehrung gegenüberstehen. Da werf dem Ueberbringer eines gedruckten Ausweises der russi- munistischer Seite einschreiten. Der neue Fall hat eine außer zu gehöre vor allem eine grundlegende Aenderung des jetzigen schen Botschaft überlassen und besak noch die Rechnung an die ordentliche Aehnlichkeit mit der im November 1918 aufgededSteuersystems. Der Dotationspolitit des Reiches müsse ein russische Botschaft. Die weiteren Ermittlungen ergaben, daß ten Affäre Joffe. Er beweist, daß trotz der Beteuerun Ende gemacht werden. Die Entscheidungsstunde für die Einheit des der Verfügungsberechtigte über diese Remise in Neukölln ein gen der amtlichen russischen Stellen die Trennungslinie Deutschen Reiches sei gekommen, aber sie finde in Baden eine ge- gewisser Friedrich ist, der seither flüchtig ist. Auch Fricke ist zwischen dritter Internationale und ruffischer Regierung nach schlossene Front, und ohne Vorbehalt und ohne Bedingungen stehe feit der Entdeckung des Lagers in der Wiener Straße in seiner wie vor nicht gezogen ist, auch da nicht, wo es sich um die BorBaden zum Werk seiner Väter. Die Diskussion über ein bedingungs- Wohnung in Oberschöneweide nicht wieder aufgetaucht. Es bereitungen zum kommunistischen Butsch und zum Bürgerweißes Zusammenbleiben werde von Baden strikte abgelehnt. Die stellte sich weiter heraus, daß Fricke gewissermaßen als Waffen- triege in Deutschland handelt. Führung in diesem schweren Kampfe um den Bestand des Reiches meister der russischen Botschaft an verschiedenen früheren fönne nur der Reichsregierung zustehen. durchaus legalen- Waffeneinkaufsgeschäften aus den alten deutschen Heeresbeständen im Auftrage der Sowjetregierung beteiligt gewesen war. Fride handelte im Auftrage des amt lichen Militärattachés der russischen Botschaft, Petroff, der auch die Rechnungen jedesmal beglichen hatte. Die Ermittlungen ergaben weiter, daß die in der Wiener Straße befchlagnahmten Waffen bei einer hiesigen Waffenfirma mit 1500 Dollar von Petroff selbst beEs handelt sich beim beschlagnahmten zahlt worden waren. Depot in der Wiener Straße um 5 Kisten folgenden Inhalts: Zum Tode des Genossen Pfannkuch. Die Frau des verstorbenen Genossen Pfannkuch sendet uns folgende Zuschrift: Für die zahlreichen Sundgebungen der Teilnahme an dem Ableben meines geliebten Mannes jebem einzelnen, wie ich es gern möchte, zu danken, ist mir leider unmöglich. Ich bitte deshalb, den Korporationen und Einzelpersonen, die mündlich und schriftlich ihre Anteilnahme zum Ausdruck gebracht, auf diesem Wege meinen innigsten Dank aussprechen zu dürfen. Zugleich im Namen der anderen Hinterbliebenen Margarethe Pfannkuch. Maffenkundgebung in Holland. Amsterdam, 24. September.,( WIB.) Gestern wurde hier von der Sozialdemokratischen Partei und dem Gewerkschaftsbund eine Massenfundgebung veranstaltet gegen den Militarismus, für Beibehaltung des Achiffundentages, das Mitbestimmungsrecht der Arbeiter in den Betrieben und die Sozialisierung. An der Kundgebung, die von den Blättern cis die größte jemals in Holland veranstaltete bezeichnet wird, nahmen 60 000 bis 70 000 Personen teil. Der Korfufonflikt. Die Botschafterfonferenz tritt hente zusammen, um über das Ergebnis der Untersuchung über den griechisch- italienischen Zwischenfall in Albanien zu beraten. Be fanntlich läuft am 27. September die Frist ab, die Italien gestellt wurde, um Korfu endgültig zu ränmen. 13 leichte Maschinengewehre, 3 Erfahrohre für leichte Maschinengewehre, 2 Schlöffer für leichte Maschinengewehre, 2 Kästen mit Erjahteilen für leichte Maschinengewehre, 7 schwere Maschinengewehre, 7 Erfahrohre für schwere Maschinengewehre, 3 Schlösser für schwere Maschinengewehre. " Das Vorgehen des Betroff" bedeutet jedenfalls einen ungeheueren Mißbrauch des Rapallo- Bertrages, den sich die Reichsregierung auf keinen Fall gefallen lassen darf. Wir wollen hoffen, daß die weiteren Ermittlungen nicht auch für andere, höhergestellte Mitglieder der russischen Botschaft oder der russischen Handelsvertretung belastendes Material ergeben, sonst müßten auch gegenüber diesen anderen Personen die Stonfequenzen gezogen werden. Es ist jedenfalls in hohem Maße bedauerlich, daß die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen dem deutschen und dem russischen Bolte durch diese neuen Beweise sowjetrussischen Doppelspiels beeinträchtigt werden. Wenn die Aufdeckung dieses Standals den Bolschemisten von rechts den Vorwand bieten sollte, ihre aggressiven Putschvorbereitungen, die viel gefährlicher und viel weiter fortgeschritten sind, als Abwehrra aßnahmen hinzustellen, so könnte sich die Arbeiterklasse dafür bei den Kommunisten bedanken. Es ist übrigens auch die Auffassung unserer Genoffen an verantwortlichen Regierungsstellen fo= allen Vorbereitungen zum Bürgerkriege entgegengetreten werden muß, gleichviel ob von nationalistischer, bolschewistin scher oder nationalbolfchemistischer Seite. Das Lager in der Weserstr. 82 in Neukölln bestand aus wohl im Reiche wie in Preußen, daß mit der gleichen Energie 8 Riften, die folgendes enthielten: 1 Minenwerfer( jog. Priesterwerfer), ferner 500-600 Füllgurte und Trommeln für Maschinengewehrpistolen. Neue Verkehrssperre? Das Kriegsgericht in Constanta hat im Prozeß gegen 72 bulgarische Irredentisten, die wegen revolutionärer Tätigkeit in der brei zu 5 Jahren, 15 zu 3 Jahren und 15 zu einem Jahr Kerker verurteilt. Die übrigen wurden freigesprochen. Ludwigshafen, 24. September.( mtb.) Wie die fran- Dobrudscha angeklagt waren, zehn zu lebenslänglicher Zwangsarbeit, zösische Bejahungsbehörde durch Anschlag bekanntgibt, tritt am Montag, den 1. Oftober, eine neue Berkehrssperre zwischen befehtem und unbesetztem Gebiet in Kraft. Ueber den Grund und die Ausdehnung der Sperre iff noch nichts Näheres bekannt. Schupobeamte erschossen. Der Berliner Uthmann- Chor( Mitglied des DASB.) unter Rohrbachs Leitung war in seinem Konzert am Sonntag in ter Philharmonie fichtlich bemüht, Gutes zu bieten. Die Düsseldorf, 24. September.( WIB.) In der vergangenen Nacht Hymne an die Mufit" von Lachner, sowie der Walkürengefang" wurden an der Ecke Volksgartenstraße und Oberbilter Allee zwei von Dregert befriedigten trog der aufgewandten Mühe nicht diensttuende Wachtmeister der Schuspolizei, Robert Koehnen und völlig. Die anderen Nummern des Programms fanden bei guter Karl Moh, durch mehrere Revolverschüffe getötet. Als Täter Wiedergabe den lebhaftesten Beifall. Die Klangfärbung der Tenöre kommen nach Zeugenaussage zwei Männer in Betracht, die nach der ( namentlich im Falsett) bedarf der Verbesserung. Attenhofers „ Sandmännchen" war im Tempo zu schnell.. Dem Verein wäre Tat in der Richtung des Voltsgariens davonliefen; einer von ihnen anzuraten, namentlich das Volkslied zu pflegen. Hier gibt es noch foll Gamaschen getragen haben. Anscheinend haben die Täter zu Schätze zu heben. Der Dresdner Volkschor z. B. leistete vor furzem einer Gruppe von Männern gehört, die aus einer Versammlung von Hervorragendes auf diesem Gebiete. Angenehme Abwechslung Sonderbündlern in München- Gladbach gekommen waren, brachte in das Programm ein Präludium für Orgel von J. S. Bach, sich in einer dem Tatort gegenüberliegenden Gastwirtschaft auf Dom Chormeister Rohrbach prachtvoll zu Gehör gebracht, sowie hielten, heftige Reden gegen die Berliner Regierung und Preußen zwei Harfensoli des Herrn Müller( Mitglied des Philharmonischen hielten und Hochrufe auf die Rheinische Republik ausbrachten. Einer Orchesters). Br. der Männer zeigte dabei einen Revolver. Einfluß der Einwanderer auf die amerikanische Intelligenz. In welcher Weise der Einwandererfirom sich auf die geistige Der Aufstand in Bulgarien. Struktur der Bereinigten Staaten ausgewirft hat, darüber hat Prof. Kimball Young nähere Untersuchungen ange- Sofia, 22. September.( WTB.) Wie die Bulgarische Teleſtellt. Er ging davon aus, daß bis zum Jahre 1882 die meisten graphenagentur meldet, sind die von den Kommunisten in der Gegend Einwanderer aus West- und Nordeuropa famen und daß von Stara Zagora, Tschirpan und Nowa Zagorc hervon diesem Zeitpunkt an der Zustrom aus Dft- und Südeuropa immer stärker wurde. Wie sich dieser Umschwung in vorgerufenen Unruhen mit Hilfe der Bevölkerung unterdrückt worden. der geistigen Haltung der Amerikaner bemerkbar macht, das er- In Schipta Enina und Scheinowo und in vier anderen forschte Young durch vergleichende Intelligenzprüfun- Dörfern des Bezirks Kasantit haben fommunistische Gruppen, gen, bei denen er diefelben Methoden anwendete, wie im ameri- deren Gesamtstärke 300 Mann nicht übersteigt, gestern die Sowjetfanischen Heer. Hauptsächlich prüfte er Kinder. Er ist nun dabei, republik ausgerufen. Abteilungen der Garnison Kasanlit stellten wie in der Umschau" mitgeteilt wird, zu dem Ergebnis gekommen, die Ruhe wieder her. Die Aufrührer flohen in das Gebirge und daß die Intelligenz der Sübeuropäer ganz wesentlich wurden von den Truppen verfolgt. Auch in vier weiteren Dörfern geringer ist, als die der Einwanderer aus anderen Gegenden. desselben Bezirks hatten die Kommunisten sich festgesetzt. Durch den jüdeuropäischen Zustrom würde also danach die Gesamt- am gleichen Tage wurden jedoch Maßnahmen eingeleitet, um sie aus intelligenz des Volkes herabgesetzt werden. Der Gelehrte fordert, daß die Oeffentlichkeit darüber aufgeflärt wird, welche Gefahren den Dörfern zu vertreiben und die Ordnung wiederherzustellen. der Intelligenz des ganzen Boltes durch die Einwanderung Minder- Hierbei wurden ein Offizier und vier Soldaten verwundet. Intelligenter drohen, und verlangt vor allem die Zurückreifung der Verluste der Kommunisten stehen noch nicht fest. Analphabeten. Berichtigung. Durch ein ausgefallenes" t" ist der Sinn des gestrigen Referats über Effigs, 11 e berteufel" teilweise in sein Gegenteil ber dieht worden. Nicht eine", sondern, teine" neue Stunstform sucht Essig in dieser Tragödie. Prager Mörderzentrale ausgehoben. Prag, 22. September.( TU.) Das Polizeipräsidium berichtet, daß der Technifer August Tschaderna eine terroristische Organifation geschaffen hat, die in drei Gruppen zerfällt. Die Gruppe der Intellektuellen soll die Leitung der einzelnen Aftionen übernehmen. Die Exekutivgruppe war aus mehreren Personen gebildet, die zum größten Teil vor bestrafte Berbrecher sind. Eine dritte Gruppe besorge die Vorbereitung der Aktionsgelegenheiten. Das Ziel der Organisation war, eine ganze Anzahl bekannter Persönlichkeiten, darunter jebige und frühere Mitglieder der Regierung und des Parlaments, zu ermorden. der Polizei, unter Anklage des Verbrechens gegen das Gesetz zum Schutze der Republik verhaftet. Mit Tschaderna wurden drei Staatsbeamte, darunter ein Beamter Erwerbslosentumulte in Dresden. Dresden, 24: September.( Tul.) Die Erwerbslosen demonstrationen, die in Dresden in den letzten Tagen geruht hatten, lebten am Sonnabend in den frühen Morgenstunden wieder auf. In der 8. Morgenstunde kam es in der Markthalle am Antonplak zu demonstrativen Ansammlungen der Erwerbslosen, die einen gefahrdrohenden Charakter annahmen. Infolgedessen mußte die Markthalle geschlossen werden. Die Polizei war schließlich ge= zwungen, eine berittene Abteilung einzuseßen, die die Ansammlungen schnell zerstreute. Im Anschluß daran kam es an mehreren Stellen der Stadt, so am Postplatz und am Altmarkt, zu umfangreicheren der Stadt, so am Postplatz und am Altmarkt, zu umfangreicheren Busammenstößen zwifchen Sipo, Stadtpolizeimannschaften und Erwerbslosen. Die Stadtpolizeimannschaften sahen sich gezwungen, von Bereits dem Gummiknüppel Gebrauch zu machen. Um die Mittagstunden trat dann wieder Ruhe ein. Die Geschäfte hielten jedoch zum größten Teil geschlossen. Anlaß zu einem größeren und rücksichtslosen Einschreiten der Polizei gab dann folgender Vorfall, der sich nachmittags 6 Uhr auf der Prager Straße ereignete. Ein vom Altmarkt kommender Demonstrationszug zwang einen vom Bahnhof fommenden Straßenbahnzug zum Halten. Drei auf dem Anhänger befindliche Sipoleute, die mit Karabinern bewaffnet waren, wurden von der Plattform heruntergerissen, der Gewehre und Munitionstaschen beraubt und durch Kolben- und Stoäschläge verleßt. Der Zug zog darauf mit den erbeuteten Waffen zum Bahnhof weiter. Die sofort eingesetzte Polizei ging mit aller Schärfe gegen die Ansammlungen vor. Nach ungefähr einer Stunde war auf dem Wiener Platz und der Prager Straße die Ruhe und Ordnung wieder hergestellt. In den späteren Abendstunden dauerten jedoch die Demonstrationszüge fleinerer Gruppen von Erwerbslosen noch fort. Zu Ausschreitungen gegen Lokalitäten, Hotels usw. ist es bisher nicht gekommen. Auch Plünderungen haben bisher noch nicht stattgefunden. Die In der Nähe von Sliwen hatten sich etwa 250 Kommunisten eingenistet. Es entspann sich ein Gefecht mit den zu ihrer Vertreibung entfandten Truppen; die Kommunisten hatten 3 Tote und 2 Berwundete. Die übrigen ergriffen die Flucht. In einer Borstadt von Sofia umstellte die Polizei ein Haus, in dem sich sieben Rommunisten befanden. Die Kommunisten segten ihrer Berhaftung Widerstand entgegen. Es entspann sich eine Schießerei, bei der ein Kommunist getötet wurde. Im übrigen ist in Sofia die Ruhe nirDie Humboldt Hochschule veranstaltet in diesem Semester drei Kunstabende in der Sechschule für Musik( Waghalter Quartett, Getting Trio und einen Liederabend von Wilhelm Guttmann unter Mitwirtung von Dr. James Simon). Ferner peranstaltet fie neben zahlreichen Wanderungen gends gestört worden. und Reisen eine Vortragsreise: Stitnstler über ihre se in it", deren Borträge Prof. Behrens, Bechstein, Belling und Drlit übernommen haben. Faschismus in Rumänien. Ein Buch über Lenin. In den nächsten Tagen erscheint im Verlage Bufarest, 22. September.( BTB.) Wie die Blätter melden, find Die Schmiede", Berlin, ein neues Buch über Lenin von Henry Guilbeaux in der Uebersehung von Rudolf Leonhard, in dem in den Räumen faschistischer Organisationen Haussuchungen vorgevon einem begeisterten Anhänger Lenins zuerst seine Lebensbeschreibung, nommen und zahlreiche Manifeste und Dokumente beschlagnahmt dann eine Beschreibung seiner Ideen und zum Schluß persönliche Er- worden. Die Behörden haben eine strenge Untersuchung über die innerungen an Lenin aufgezeichnet find. Das Buch ist mit zahlreichen Bildern versehen und soll wertvolles Material zur Geschichte der russischen faschistische Bewegung, in welche auch hohe Persönlichkeiten der 13ivil und Militärbehörden verwickelt sein sollen, eingeleitet. Revolution enthalten. " Berbot der„ Sächsischen Arbelterzeitung". Der Reichsminister des Innern hat die Leipziger tommunistische Sächsische Arbeiterzeitung" wegen Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit auf drei Tage verboten. 10.0 Bewerkschaftsbewegung Gegen die Politik der Aushungerung. brettet find, tie ble Lage fehr viel ungünstiger barstellen, als Imuß immer wieder befont werben, daß zum Beruf des na fie tatsächlich ist Richtig ist, daß die Erwerbslosigkeit in den letzten geftellten mancherlei Voraussehungen gehören, so eine gute Wochen wieder start zunimmt, nachdem sie seit Mai d. I. ständig Schulbildung, eine leichte Auffassungsgabe und nicht zuletzt zurüdgegangen war. Unterstüte Erwerbslose gab es im der Wille, in dem Beruf etwas Tüchtiges zu werden. unbesetzten Deutschland für das besetzte Gebiet tönnen zurzeit Ebenso wichtig wie die Berufswahl, ist die Frage der Zuges Der Reichswirtschaftsminister v. Raumer wie der Reichsfeine Angaben gemacht werden 145 320, am 1. September hörigkeit zur Berufsorganisation. In vielen Fällen fangler Dr. Stresemann haben bisher zu unseren Feststellun. 226 364. Allerdings sind die Aussichten für die Zukunft ungünstig. ft bas Lehrverhältnis tarifvertraglich geregelt gen über die Löhne der deutschen Arbeiter nichts zu erwidern geund gerade ties ist jetzt in der Zeit des wirtschaftlichen Niedergangs vußt. Wir haben den dokumentarischen Nachweis erbracht, daß für die Eltern, von besonderer Bedeutung. Biele Eltern find nicht ie deutschen Arbeiter, nicht allein nach dem Wechselkurs, sonin der Lage, einen großen Zuschuß während der Lehrzeit zu leisten. lings entschädigung entsprechend der Teuerung gezahlt Aus diesem Grunde muß dafür gesorgt werten, daß auch die Lehrwird. Damit scll nicht gesagt sein, daß dies die Kardinalfrage ist, aber die Frage der Entlohnung trägt doch zur Arbetsfreudigkeit des Lehrlings mit bei. Für einen Freigewerkschaftler fann es nicht schwer sein, für seinen Jungen oder Mädel die Berufsorganisation zu finden. Die Wahl wird immer auf den Zentralverband der Angestellten fallen. Achtung, Genoffinnen! ern auch nach der inneren Rauftraft des Geldes gemeffen, Freitag, den 28. d. Mts., nachmittags 6 Uhr, im Jugendheim, ief unter ihren Kollegen im Auslande entlohnt werden und daß sie, gemessen an der amtlichen Statistit über die Lebenshaltungskosten, aum ein Biertel ihres Friedensreallohnes zu inem Zeitpunkte verdienten, als Herr v. Raumer und Herr Dr. Stresemann in aller Deffentlichkeit die erstaunliche Behauptung aufstellten, daß die deutschen Arbeiter Löhne befämen, die über en Friedenslöhnen wären. Unser Nachweis hat aber nicht nur die beiden genannten Mitglieder der Reichsregierung erstummen lassen, sondern auch das Geschrei der bürgerlichen Bresse, das offenbar von einem unsichtbaren Rapellmeister irigiert worden ist, zum Schweigen gebracht. Damit kann sich aber die Arbeiterschaft und können sich die Bewerkschaften nicht abfinden. Wir haben bereits hier auf die Richtlinien hingewiesen, die zwischen den Spizenorganisaionen der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände in der Frage Der Anpassung der Löhne und Behälter an die Leuerung getroffen worden sind. Wir haben insbesondere Darauf hingewiesen, daß es die Arbeitgeberorganisationen sind, die im Gegensatz zu ihrer Spikenorganisation sich weigern, eine entprechende Anpassung an die Teuerung vorzunehmen. Den Vogel in dieser Beziehung schießen mohl die Berliner Holzindustriellen b. In unserer heutigen Nummer findet sich der Nachweis, daß ie Berliner Holzarbeiter schlechter bezahlt find als ihre Kollegen in der Provinz. Aehnliche, wenn auch nicht ganz so traffe Fälle nd auch aus anderen Berufen zu meiden. Woche für Woche müssen sich die Gewerkschaftsfunktionäre mit Den Unternehmervertretern herumbalgen, von einer Schlichtungselle zur anderen laufen, und das lediglich, um die Löhne der rasenden Geldentwertung einigermaßen anzupassen. Während die 3ereinigung deutscher Arbeitgeberverbände salbungsvoll von der Bolfsgemeinschaft" spricht, denken deren angeschlossene Organisationen gar nicht daran, diesem Echlagwort ihrer Spitzenrganisation bei Lohnverhandlungen Rechnung zu tragen. " So fann es auf keinen Fall weitergehen. Entweder man versucht ernsthaft über die gegenwärtige pritische Jeit unter Zusammenfaffung alle: wirtschaftlichen Kräfte hinweg ufommen, indem man entsprechend den gemeinsam beschlossenen Richtlinien die Lohnverhältnisse regelt und den Kampf um eine Eröhung oder Verminderung des Anteils am Produkt für einige eit vertagt, oder aber man geht zum offfenen ampf über. Lindenstr. 3, 2. Hof links 3 Treppen: Funktionärinnenkonferenz Tagesordnung: Finanzwirtschaft und Valutaelend. Referentin: Genoffin Dr. Hilde Oppenheimer. Jeder Kreis muß perfreten sein! Zur Lage der Berliner Holzarbeiter. Hierzu erhalten wir folgenden Beitrag: Lohngebiete geschaffen, in denen einzeln unter den Landesverbänden Im Reichsmantelvertrag für die deutsche Holzindustrie sind verhandelt wird. In den Bohngebieten bestehen Ortsklassen, um eine Einheitlichkeit für die Löhne zu erzielen, in gleichbedeutenden Städten. Die erfte Klaffe fällt somit in einigen Lohngebieten fort. Die Spizenlöhne betrugen in der Woche vom 16. bis 22. September pro Stunde: I. Alaffe 25 000 000 m. II. 12 060 000 Besetztes Rheinland Rheinpfala Hessen- Nassau Sachien Thüringen Hamburg " 11 230 000 10 800 000 II. 10 040 000 10 000 000 10 000 000 9 726 000 9 000 000 8 500 000 7 800 000 7 262 000 7 130 000 " 6 618 000 IV. I. 5 828 000 " Deftl. Westfalen u. Lippe II. Bayern Württemberg Niedersachsen Schlesien Ostpreußen Brandenburg Mecklenburg Brandenburg Groß- Berlin " 1 5 686 000 Freitag ist, enden die anderen mit Donnerstag. Groß- Berlin allein Mit Ausnahme von vier Lohnbezirken, wo der Wochenschluß am endet am Sonnabend. Die anderen Bezirke befommen ihre er höhten Stundenlöhne, somit zwei Tage früher als Berlin. Hiernach erhalten die Berliner Tischler seit drei Wochen den niedrigsten Stundenlohn im Berufe. 20bgesehen davon, daß die Löhne der 4. Ortsklasse in der Provinz Brandenburg am Donnerstag enden, find fie auch noch um 142 000 Mart pro Stunde höher als in Berlin. Das heißt, die Tischler in Wittstock und Meyenburg und in Schwedt a. d. Oder und Schwerin find Zustände, die zum Himmel schreien. a. d. Barthe werden höher entlohnt als die Berliner Tischler. Das find Zustände, die zum Himmel schreien. Der Zentralverband hat in fast jeder Ortsgruppe eine Jugendabteilung, die unter Leitung tüchtiger Kollegen die Jugendlichen im Beruf oder in der allgemeinen Bildung weiterbringen will. Sie will mit tafür sorgen, daß der Junge oder das Mädel mit zu den Tüchtigsten im Berufe gehört, daß sie aber auch durch Sport, Wanderungen an Körper und Geist gestärkt werden. Die Jugendbewegung, auch tragen fie mit zur weiteren Berufsausbildung bei. alles Wissenswerte auf dem Gebiete der Wirtschaft, der Jugendblätter des Zentralverbandes der Angestellten unterrichten über den Zentralverband der Angestellten, Berlin SO. 26, OranienEhe der Lehrvertrag abgeschlossen wirt, wende man sich an Straße 40/41, oder an die Geschäftsstellen im Reiche. Achtung! Betriebsräte der SPD. Wichtige Fraktionsbesprechung hente Dienstag, nachm. 5 Uhr, in den Mufiterfälen, Kaiser- Wilhelm- Str. 31( Börsenjaal). Jeder Betrieb muß vertreten sein. Der Fraffionsvorstand Bernh. Krüger, Otto Schiemann, Hermann. Lohnvereinbarungen in der Wagen- und Karosseriebranche. Es erhalten ab 19.- 25. September: Gruppe I 13 Millionen Mart Grundlohn, plus 2 600 000 mM. Teuerungszulage, Gesamtlohn 15 600 000 m. Gruppe II 12 480 000, plus 2 500 000 Teuerungszulage, Gesamtlohn 14980000 02. Gruppe III Gesamtlohn 11810000 im Alter von 18-20 Jahren, 13080000 im Alter von 20-22 Jahren, 14 040 000 m. über 22 Jabre. Arbeiterinnen im Alter von 18-20 Jahren 8 860 000 m., bon 20-22 Jahren 9810 000, über 22 Jabre 10 530 000 M. Jugendliche Arbeiter im Alter von 14 bis 15 Jahren 3 510 000 R., 15--16 Jahre 3 650 000, 16-17 Jahre 4 020 000, 17-18 Jahre 4570000 M. Die Affordsäge erhöhen am Dienstag, den 25., für Arbeiter über 20 Jahre 400 Millionen fich ab 19. September um 160 Proz. Die Vorauszahlung beträgt Mart, für Arbeiter von 18-20 Jahren und Arbeiterinnen 300 Millionen Mart. Sperre aufgehoben! Jm Demobilmachungsamt fand am Sonn abend eine Verhandlung vor einem unparteiischen Schiedsgericht in Sachen Tischlerei Lange u. To. gegen den Holzarbeiterverband, Verwaltungsstelle Berlin, statt. In einer Borverhandlung Die Unternehmer glauben, daß die Gewerkschaften gegenwärtig waren die Parteien dahin übereingefommen, daß sie sich einer einicht in der Lage seien, große Kämpfe zu führen, weil ihre stimmig gefaßten Entscheidung des unparteiischen Schiedsgerichts unterwerfen. Diese Entscheidung geht dahin, daß der Deutsche inanzen durch die Geldentwertung selbstverständlich in Mit idenschaft gezogen sind. Jedem unbefangenen Leser drängt sich die Frage auf, wie ist oIzarbeiter berband die Sperre über den Betrieb Die Unternehmer, die so denten, ve: in einer Industrie eine solch unterschiedliche Entlohnung möglich? aufhebt und die Firma sofort 40 Arbeitnehmer wieder ennen vollkommen nicht allein die politischen und wirtschaftlichen Die Berliner Holzindustrie ist fein Eingänger im Berufe, fie pro- einzustellen hat. Bei der Einstellung ist der§ 13 der Ver träfte der Arbeiterschaft, fie verkennen auch, daß es unter dem duziert nicht anders und nichts anderes wie die Holzindustrie in den ordnung vom 20. Dezember 1920 die Grundlage und find die on ihnen seit Wochen und Monaten beliebten System zu schweren anderen Lohnbezirken des Reichs, und bekommt ihre Erzeugnisse Wiedereinzustellenden durch den Arbeitsnachweis zu beziehen. Sie Birtschaftskämpfen kommen muß, auch wenn die Gewerkschaften auch nicht schlechter bezahlt. Die Berliner Holzindustriel- treten mit den alten Rechten wieder in den Betrieb ein. Ich mit Aufbietung aller Kräfte dagegen stemmen. ( en verstehen es, wie feine anderen im Reiche, rücksichtslos die Zeit Die Unter ehmer vergessen auch, daß, was ihnen heute recht ist, morgen den Schiedssprüchen, die in der Schlichtungstammer mit fämtauszunutzen und diftieren ihren Arbeitern die Löhne. Irbeitern billig sein muß. Wenn es ihnen beliebt, ein faum ab- lichen Stimmen der Arbeitgeber gefällt wurden, wird die Bergeschlossenes Abkommen als einen Fezen Papier zu behandeln, bindlichkeit versagt, weil sie den Demobilmachungsbehörden ann müssen sie sich auf allerlei Ueberraschungen gefaßt machen. zu hoch sind. Erneut mußte der Schlichtungsausschuß angerufen Die Gewerkschaften besitzen die Kraft, alle Machenschaften, ob sie werden, der dann unter Borsitz des stellvertretenden Demobilun unter linksradikaler Maske auftreten oder mit offenem Visier machungskommissars zweimal einen Spruch fällte, der dann endämpfen, zu durchkreuzen. Sie haben das Bewußtsein ihrer lich für verbindlich erklärt wurde. Der Spruch brachte beidemal chweren Verantwortung. Schlimm genug für die Unternehmer, ein paar Mart Stundenlohn mehr als das Dittat des Herrn Oberwenn ihnen dieses Bewußtsein abhanden gekommen ist. meisters Baeth, stellt den qualifizierten Berliner Tischler aber unter den Stundenverdienst der Lehrlinge verwandter Berufe in Berlin. 17 Schiedsspruch in der Metallindustrie. Vor dem Reichsarbeitsministerium wurde gestern nach einge henden Verhandlungen ein Schiedsfpruch gefällt, welcher für die 3eit bom 17. bis 23. September die Löhne um 225 Prozent erhöht. Der Höchstlohn beträgt 14 Millionen Mart. Die Frauenzulage beträgt 75 000 Mart, die Kinderzulage 150 000 Mart pro Stunde. Alle übrigen Klassen und Gruppen erhöhen fich um en gleichen Hundertjaz. Tarifverträge sind frühestens am Mitt och im Verbandshause des DMV. erhältlich. Genaue Mitteilung rfolgt Mittwoch früh. Den Die Lohnfummen, die der Berliner Tischler weniger befommt als seine Rollege in der gleichgelagerten Stadt, steckt der Berliner Arbeitgeber in die Tasche. Sein Profit ist wesentlich höher als der der Arbeitgeber anderer Orte. Das ist vom fapitalistischen Standpunft aus betrachtet ein Geschäft. Da der Berliner Holzarbeiter für feinen Lohn aber nicht das nötigste kaufen tann und deshalb trok ein Verbrechen. schwerer Arbeit mit seiner Familie darben muß, ist dieses Geschäft Ein Teil der Berliner Holzindustriellen ist einsichtig genug und bezahlt, unbefümmert um Baethsche Diktate, höhere Löhne, aber es fehlt diesen Arbeitgebern der Einfluß, um sich erfolgreich gegen den Zopfgeist der Leitung zu stemmen. Der Innungskrauter: geist um Baeth geht über Leichen, nur um Brofite zu machen. Vor feinem Einfluß und seinem systematischen Gejammer über die Not der Berliner Holzindustrie beugen sich die Behörden. Die Bergleichszahlen sprechen eine deutliche Sprache." Zur Berufswahl. Erhöhung der Erwerbslosenunterstützung. Bom Reichsarbeitsministerium wird uns mitgeteilt: Der Reichsarbeitsminister hat durch Bekanntmachung vom 13. September 1923 die Höchstfäße der Erwerbslosenfürsorge für ie Woche vom 12. bis zum 18. September entsprechend dem Reichsteuerungsinter neu festgesezt. Ein männlicher Er. erbsloser über 21 Jahre ohne Angehöörige, der nicht im Haus- Die Frage der Berufswahl beschäftigt zurzeit wieder eine große halt eines anderen lebt, erhält in der obersten Ortsflasse A jezt Anzahl von Eltern. Es wird hin und her überlegt, ob dieser oder 5 Millionen Mart wochentäglich. Der absolute Höchstbetrag der jener Beruf Aussicht auf Erfolg bietet und auch für den Jungen Cagesunterstützung beträgt 22,5 Millionen Bei dieser Gelegenheit oder das Mädel geeignet ist. Tausende werden im Monat Oktober ei darauf hingewiesen, daß in der Deffentlichkeit irreführende An fich dem Angestellten beruf zuwenden, sei es als Lehrling in gaben über den Umfang der Erwerbslosigkeit in Deutschland ver- I diefer oder jener Branche oder als jugendlicher Angestellter. Es BSPD.- Metallarbeiter des 7. Bezirks. Mittwoch nachmittag 4% Uhr im Lofal von Rutscher, Urbanstraße 93, Fraktionsfigung. Wegen ber besonderen Wichtigkeit muß jeder Betrieb mit wenigstens einem Kollegen vertreten sein. Mitglieds- und Parteibuch legitimieren. Der Fraktionsvorstand. Deutscher Holzarbeiterverband. Musikinstrumentenarbeiter. Heute abenb 7 Uhr Funktionärversammlung im Reichenberger Hof", Reichenberger Str. 147. Bericht von der Lohnverhandlung. Die Branchenleitung. Berband der Buchbinder und Papierverarbeiter. Für die Betriebsräte vefp. Vertrauensleute in Gelddruckereien findet am Dienstag abend 7 Uhr eine wichtige Sigung im Ortsbureau, Engelufer 24-25( Gewerkschaftshaus) JI, Am Mittwoch nach Bimmer 39-41, statt. Jeder Betrieb muß vertreten sein. mittag 5 Uhr im großen Gaale des Gewerkschaftshauses, Engelufer 24-25, Mitgliederversammlung mit nachstehender Tagesordnung: Die wirtschaftliche und politische Lage und die Stellung der Gewerkschaften". Referentin: Toni Gender, .. R. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, die Bersammlung unbedingt zu besuchen. Die Ortsverwaltung. Die Funktionäre der Rarosseriebetriebe nehmen am Dienstag abend 7 Uhr. im Berbandshaus des Holzarbeiterverbandes zu dem Ergebnis der Lohnverhandlungen Stellung. Das Kartell. Achtung, Zimmerer! Alle Funktionäre und Betriebsräte des Berbandes haben die Pflicht, dafür aut forgen, daß alle Lehrlinge in die am Mitt woch abend 6% Uhr bei Fenfara, Melchiorstraße 15, stattfindende Lehrlingsversammlung tommen. Der Vorstand. Chemische Sabustrie. Deffentliche Bersammlung aller Angestellten der chemischen Industrie am Mittwoch abend 7 Uhr in den Sophienfälen, Sophienit. Ref. Rollege Schweizer( Butab), M. d. Reichswirtschaftsrates. Aussprache. ftraße 17-18. Tagesordnung: Währungsverfall Arbeitslohn Arbeits. Die Tarifverhandlungen in der chemischen Industrie. Bentralverband der Schuhmacher. Mittwoch abend 6% Uhr allgemeine Mitgliederversammlung in Boeters Festfälen, Weberstraße 17. 7% Uhr Bersammlung aller in dem Betrieb der Berliner Straßenbahn, G. m. Deutscher Verkehrsbund. Straßen- und Aleinbahner. Donnerstag abend b. H., Beschäftigten im Lokal ,, Dresdener Casino", Dresdener Straße 96. Verantwortlich für Politik: Richard Bernstein; Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: J. Steiner; Feuilleton: Dr. John Schikowski; Lokales Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. und Sonstiges: Friz Rarstädt; Anzeigen: Th. Glocke; sämtlich in Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer u. Co.. Berlin SW. 68, Lindenstraße 3. Hierzu 1 Beilage. nur Zielka! Varieté Kabarett Nachmittags bei Friedrich- Ecke Leipziger. Bintritt frei bis auf reservierte Plätze. OSRAM muß auf der Glasglocke stehen COSRAM NITRA OSRAM NITRA Wer gutes Licht will, scheue die Kosten nicht. Nr. 447 ♦ 4S.�ahrgaag Seilage öes vorwärts Dienstag, 25. September 1425 Unsere Mbeiter-Silöungssthule. In viel größerem Umfange als früher sind in den letzten Jahren, etwa feit 1919, die Fragen der Volksbildung und besonders die der Bildung Erwachsener in den Vordergrund gerückt. Ein« Volks- bildungsbewsgung von umfangreicher Ausdehnung entstand, und Be- rufene wie Unberufene, die letzteren leider in her Mehrzahl, brauten ihre Zaubertränklein, um unser Volk innerlich glücklich zu machen und' sittlich zu heben. Man klagt über Versall von Moral und Sitte und sucht diesen durch allerhand Sprüchlein zu bannen. Dabei wird übersehen, daß wahre Sittlichkeit nur auf dem Boden einer Gesellschaftsordnung er- wqchsen kann, die sich von der heutigen grundlegend unterscheidet. Schaffen wir gesellschaftliche Zustände, worin kein Boden für die Entwicklung von Unmoral ist, sättigen wir die Menschen, kleiden wir sie warm und geben wir ihnen Wohnungen voll Sonne, Licht und Wärme, und der größte Teil der Menschheit wird sittlich sein. Es ist eine oberflächliche Betrachtungsweise der bürgerlichen Volks- erzieher, wenn sie den Menschen bessern und erziehen wollen, ohne gleichzeitig all« Kraft daran zu setzen, ihn auch materiell auf den Boden einer gesunden Gesellschaftsordnung zu führen. Im schärfsten Gegensatz zu dieser steht unsere Auffassung. Für uns ist das Wichtigste, die ganze Verworfenheit und Unmoral der kapita- listischen Gesellschaftsordnung aufzuzeigen. Solange die Menschen in ihrem Erdreich wurzeln, werden sich in großer Zahl kranke Blüten und taub« Früchte entwickeln. Deshalb steht unsere geistige Arbeit in engstem Zusammenhang mit den wirtschaftlichen und poli- Aschen Kämpfen. Dies« Erkenntnis brachte uns dazu, die Bildungs- arbeit für das Proletariat selbst zu organisieren und die Kraft des Klassenkampfes zu steigern durch theoretisch« Schulung und plan- mäßig: Einführung in den wissenschaftlichen Sozialismus. Für uns ist die Bildungsarbeit«in Problem derMassen- b i l d u n g. Alle Menschen sollen in«in geistiges Verhältnis zu den Gesamtergebnissen der Kultur kommen. Nicht einzelne Ueber- menschen gilt es zu züchten, die steile Höhen erklimmen und, weit über der Masse stehend, sich selbstgefällig bespiegeln, um schließlich verächtlich auf das Gehudel unter sich herabzusehen. Wir müssen eifrig nach Methoden suchen, womit wir die vielen tausend Menschen, die noch dumpf und stumpf dahinleben, erfassen und erlösen aus der geistigen Starr«. Nie trat dies« Forderung zwingender vor uns als in dieser Zeit. Die Festigung und Ausdehnung republikanisch- demokratischer Staats- und Wirtschaftsformen hängt wefenttich ab von der Hebung des geistigen Niveaus der Gesamtheit. Wir müssen alle ins Licht bewußter Erkenntnis führen, nur dann werden sie die Verantwortung tragen können und sich der Pflichten bewußt sein, wozu Demokratie und Sozialismus zwingen. Zwischen Volk und Führer muß tiefstes Vertrauen herrschen. Volk und Führer müssen ein« sich gegenseitig befruchtend« Gemeinschaft der Arbeit sein, in der alle, von der höchsten Spitze bis zum lebten Glied, je nach Können und Vermögen, mit ganzer Kraft voll Freude und Hingab« am Werke schaffen. Eine Volksbildung und Erziehung,.die dieses Ziel erstrebt, darf sich nicht in den Dienst der heute herrschenden Klasse stellen, sondern . muß scbarf und bewußt einen Trennungsstrich zwischen sich und den bürgerlichen Volksbildunqseinrichtungen ziehen, welche unter dem Deckmantel wissenschaftlicher Obsektivität bisher immer eine Beein- flussung der Massen für ihr« Zwecke versucht haben. Zum Teufel mit der verfluchten Objektivität! Wenn die Verpflichtung dazu überhaupt ehrlich gehalten wird, so führt sie im günstigsten Falle zur Oberflächlichkeit und formalen Wissensvermittlung. Denn wer ffr.gsi'ich Objektivität hütet, ver birgt das Beste, was er zu geben hat, sein Inneres, seine selbsterarbeitete, schöpferische Kraft, und nur dies: Kraft kann andere zu Taten wecken und zur Persönlichkeit er- ziehen. So verfolgen wir unter bewußter Ablehnung der Neu- tralitätssaselei den ganz bestimmten Zweck, unsere Anhänger zu klaren Kämpfern für die Ziel« der modernen Arbeiterbewegung zu erziehen. Zu dem Gefühl solidarischer Verbundenheit mit seinen Klasien- genossen wollen wir jedem die wisienschaftlich begründete Ueber- zeugung bringen, daß der Klassenkampf zum Sieg des Sozialismus führt. Daneben wollen wir eigene und fremde Einrichtungen, die den Arbeiter zu einer umfassenden Allgemeinbildung führen, tat- kräftig fördern und unterstützen. Viel ist zur organisierten und ein- heitlichcn Durchführung der proletarischen Bildungsarbeit bisher schon geschehen, aber viel mehr bleibt noch zu tun. Di« unsinnige Zersplitterung und Vielgestaltigkeit im organisatorischen Aufbau unserer gesamten Bildungseinrichtungen in den Bezirken und Län- dern muß beseitigt werden. Alles, was die einzelnen Gruppen des Weltproletariats bisl>er in der Volksbildung geleistet haben, ist«in- heitlich zusammenzufasien und fest zu verbinden zu einer Jnter- nationale des geistigen Klassenkampfes, die sich vollwertig neben der Internationale der Partei und Gewerkschaft aufbaut, sie ergänzt und gemeinsam mit ihnen für den Aufstieg der Proletarier aller Länder kämpft. In diesem Sinne, wenn auch in bescheidenem Umfange, beginnt die„Arbeiterbildungsschule Groß- Berlin" der VSPD. im Oktober d. I. ihre 10. Arbeitsperiode nach dem Kriege. Der Lehrplan Oktober/Dezember 1923 enthält vier Arbeitsgemeinschaften und zehn Vortragsreihen. Folgende Stoff- gebiete werden behandelt: I. Arbeiksgemeinschafien: a)„Aus Theorie und Praxis der modernen Arbeiterbewegung" (Redakteur Genosse Stein). b)„Grundfragen der Moral"(Genosse Dr. Falkenfeld). c)„Weltwirtschaftliche Fragen"(Schriftsteller Genosse Grunwald). d)„Theorie und Praxis in der Bildungsarbeit(die Genosien Professor Kestenberg und Sekretär Albert Horlitz). 2. Vortragsreihen: a)„Entstehung der modernen Voltswirtschaft"(Genosse Dr.Löwe). b)„Die philosophischen Grundlagen des modernen Sozialismus" (Genosse Albert Horlitz). c)«Marxsche Geschichtstheorie"(Genosse Theodor Raschle). d)„Entwicklungsgeschichte des Sozialismus"(Genosse Erwin Marquardt). e)„Moderne Probleme des Sozialismus"(die Genossen Dr. Engelhardt und Dr. Wagner). t)„Einführung in den Sozialismus"(Genosse Stadtrat Mermuth). b)„Geschichte und Theorie der deutschen Arbeiterbewegung" (Redakteur Genosse Klühs). b)„Wirtschaftsgeschichfe"(Genosse Bern-Meyer). i)„Wirtschastsfragen der Gegenwart"'(Redakteur Genosse Saternus). Ic)„Grundlagen der Verfassung in Reich, Staat und Kommune" (Genosse Stadtrat Dr. Friedländer). Die Grundgebühr beträgt für jeden Hörer 500 0