Nr.44940. Jahrgang Ausgabe A nr. 224 Bezugspreis: Bom 23.- 29. Sept. 20 Millionen Mart voraus zahlbar. Unter Kreuzband vom 23.- 29. Geptember für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet fomie Desterreich u. Luremburg 21 700 000 M., für das übrige Ausland 23 000 000 M. Postbezugspreis freibleibend. Der Vorwärts" mit der Sonntags. heilage Bolt und Zeit", der Unter haltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal, Telegram- breffer Sozialdemokrat Berlin Morgenausgabe Norwärts Berliner Volksblatt 2500000 M. Anzeigen- Grundpreise: Die ein spaltige Nonpareillezeile 400 Mart. Reklamezeile 2000 Mart. ,, Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 120.( zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 60 M. Stellengesuche das erste Wort 60 M., jedes weitere Wort 50 W. Morte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familienanzeigen für Abonnenten Seile 40 m. Alle Grundpreise mal Schläffelzak! zurzeit 30 000. Anzeigen für die nächste Rummer milffen bis 4% Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW.68, Lindenftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Bernsprecher: Rebattion: Dönhoff 292-295 Verlag: Dönbeff 2506-2507 Mittwoch, den 26. September 1923 Abbruch des Widerstandes. Endgültiger Beschluß der Reichsregierung. Die Reichsregierung wird die Bevölkerung der befehten Gebiete in einem Aufruf zur Wiederaufnahme der Arbeit auffordern. Der Aufruf dürfte nochmals in kürze die einzelnen Etappen der Ruhrbesehung behandeln und der Bevölkerung den Dank der Regierung für die in den letzten neun Monaten gebrachten Opfer zum Ausdruck bringen. Es ist geplant, die Sundgebung des Kabinetts mit einem Aufruf der rheinischen Barteiführer zu verbinden. * Ueber die geftrige Konferenz des Reichskanzlers mit den Ministerpräsidenten der deutschen Länder wurde durch WTB. ein bereits im größten Teil der Abendausgabe veröffentlichter halbamtlicher Bericht verbreitet, aus dem wir folgendes nach tragen: der Frankreich und Belgien das letzte Recht nimmt, sich einer vernunftsgemäßen Regelung der Dinge zu entziehen." Das Zentrumsblatt, bie Kölnische Volkszeitung", drückt die Hoffnung aus, daß das deutsche Volk Ruhe und Würde, deren wir jest tringend bedürfen, bewahren möge. Nur Frankreich könne das erlösende Wort sprechen, denn nunmehr nach der Einstellung des paffiven Widerstandes sei die Gelegenheit, die legte, dazu gegeben. Das Organ der Sozialdemokratie, die Reinische 3et tung", bemerkt, daß die Regierung Stresemann so verantwortungsvoll gehandelt habe, wie sie habe handeln müssen.„ Wir sehen den tommenden Berhandlungen mit dem vollen Bewußtsein entgegen, daß sich hier das Schicksal Europas entscheiden werde. Friedvoll oder kriegooil. Es liegt an Frankreich. Mag fommen, was auch kommen mag. Wir bleiben mit der deutschen Republik verbunden, weil sich Gesinnungen nie vergewaltigen laffen." Die Kommunisten Nach einer Darlegung des Reichskanzlers brachten die Vertreter der Länder ihre Auffassung zum Ausdrud. Es ergab sich voII. tommene Uebereinstimmung darüber, daß der passive faffen augenblicklich im ganzen besetzten Gebiet des Westens ein in Biderstand aus innerpolitischen, vor allem finanziellen Gründen Berlin gebrudtes Flugblatt vertellen, das die Aufgabe des passiven abgebrochen werden muß. Ebenso war man überein- Berlin stimmend der Ansicht, daß es Absicht und Aufgabe der Reichs- Widerstandes Berrat am deutschen werftätigen Bol regierung fet, den Abbruch des paffiven Widerstandes in einer der nennt, denn sie bedeutet den Beginn der Loslösung des Rhein- und Bürde und Ehre des deutschen Boltes entsprechenden Weise vor- Ruhrgebietes von Deutschland. Sie sei der Versuch, das rheinisch westfälische Proletariat vom deutschen Proletariat zu trennen. Die Gegenüber etwaigen Bersuchen, die Einheit des Reiches Rommunistische Partei rufe die werftätige Bevölkerung auf, die Borenzulaften, erklären alle verantwortlichen Beiter der deutschen bereitungen zum Maffenprotest gegen die Unterwerfung unter Länder ihren festen Millen, die Einheit des Reiches als unanta ft. ben Imperialismus zu treffen. Die Regierung der Kapi. bares Gut der Nation zu bewahren und zu verteidigen. tulation und der Ausbeuter, die Regierung Stresemann- hilfer ding, müsse hinweggefegt und von einer Arbeiter und Bauernregierung ersetzt werden. Bunchmen. Gestern Dienstag nachmittag versammelten sich die Führer der Reichstagsfraftionen im Reichskanzlerhaus. Ueber diese Zusammenkunft wird gemeldet: Die Sonderbündler Der Reichstanzler führte aus, welche innenpolitischen und finan- beabsichtigen noch übereinstimmenden Mitteilungen der Kölner Bresse ziellen Beweggründe die Reichsregierung zu ihrer von den Vertre- für nächsten Sonntag in Düsseldorf die Proklamation der tern der befepten Gebiete gebilligten Auffassung gebracht haben, Rheinischen Republif. Cine interne Bertrauensmännerverdeß der passive Widerstand aufgehoben werden müßte. Er fammlung des Rheinischen Unabhängigkeitsbundes habe am 15. d. M. hob dabei hervor, daß die schweren Opfer der Bevölkerung an in Düsseldorf entsprechende Beschlüsse gefaßt. Einer der Führer der Rhein und Ruhr in den letzten neun Monaten nicht umsonst Sonderbüntlerbewegung habe mitgeteilt, daß zu ter Düsseldorfer gebracht worden seien, daß aber die durch sie geschmiedete wirt- Bersammlung am 30. September mehr als 70 Regiezüge von fame Baffe des paffiven Widerstandes fich gegen das deutsche den Franzosen gestellt würden und daß bereits 100 000 Anmeldungen Bolt selbst zu wenden drohe. Aus den finanziellen Berhält vorlägen. Unmittelbar im Anschluß an die Versammlung soll zur nissen des Reichs, deren zwingenden Diftat man sich nicht länger Tat geschritten werden. Etwa um 5 Uhr nachmittags will man dem entziehen könne, müffe man die Folgerungen ziehen und den passiven General Degoutte eine vom Generaldirektorium des UnabWiderstand beenden. Die Fraktionsführer schlossen sich diesen hängigkeitsbundes aufgesetzte Protestnote überreichen und nach einer Auffassungen des Reichskanzlers an mit Ausnahme des Führers der zusagenden Antwort des Generals soll dann die Rheinische Republit Deutschnationalen Bolkspartei, der den passiven Widerstand durch ausgerufen werden. Einzelne Gruppen der anwesenden Ortschaften fchärfere Maßnahmen zu übertrumpfen wünschte. seien schon für diese Versammlung eingeteilt. Sie hätten schon den Befehl, mit aller Schärfe gegen Gegentemonftrationen vorzugehen und, wenn der Gummifnüppel nicht ausreicht, soll von der Schußmaffe Gebrauch gemacht werden. Ueber die Barbeiführerbesprechung berichtet der„ Soz. Barla mentsdienst" noch: Siegesfeier. Effen, 25. September.( WTB.) Heute fand den ganzen VorVorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenste. 3 Boftschecktonto: Berlin 375 36 Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depofitenkaffe Lindenstraße 3 Epilog. Zum Abbruch des passiven Widerstandes. Der weltgeschichtliche Kampf an Ruhr und Rhein zwischen den Bajonetten und den gefreuzten Armen ist zugunsten der Bajonette entschieden. Die angreifende Gewalt triumphiert über die moralischen Kräfte einer unbewaffneten Verteidigung. Die arbeitenden Völker, die aufrichtigen Friedensfreunde der ganzen Welt stehen am Grab einer großen Hoffnung. Denn ein offener, allen sichtbarer Erfolg des waffenlosen Widerstandes über die bewaffnete Invasion hätte geradezu eine Weltwende, den Anbruch einer neuen Geschichtsperiode bedeutet. An dem Tag, an dem der passive Biderftand aufgegeben werden muß, ohne einen solchen Erfolg erzielt zu haben, strahlt der Triumph des französischen Militarismus in hellem Licht. Aber es wird dunkler in Europa. Widerstand in der Aera Bobrifow und dem Generalstreik Sieht man von kleineren Anfängen wie dem finnischen gegen den Kapp- Butsch ab, fo erscheint der Ruhrkampf als etwas ganz neues, als eine Art von Krieg, für den noch keine Lehrbücher der Strategie und Tattit geschrieben sind. aus allen Generalstabswerken über vergangene Waffentriege. Aus seiner Geschichte wird Wertvolleres zu lernen sein als und diese Lehren werden von außerordentlicher Wichtigkeit im Klaffenkampf, die Berweigerung der Arbeitsgerade auch für die Arbeiterklasse sein, deren Waffe kraft, hier zum erstenmal bei einer weligeschichtlichen Auseinandersetzung eine entscheidende Rolle gespielt hat. Es war ein Unglück, daß dieser Kampf unter der Leitung einer Regierung geführt wurde, in der die Sozialdemo Denn die besten, geschulten fra tie nicht vertreten war. Soldaten dieses neuen Krieges waren die sozialdemokratischen und die gewerkschaftlich disziplinierten Arbeiter, sie waren es, die von solchen Dingen das meiste verstanden. Die Generäle aber, das heißt die leitenden Männer des Reichs, traten an ihre neuartige Aufgabe ohne jede Erfahrung heran, was zur Ursache dafür wurde, daß sie sich zu den schlimmsten Naivetäten verleiten ließen. Sie sahen im Ruhrkrieg viel zu fehr einen Krieg alten Stils und führten ihn selbst als solchen schlecht, da sie den Saz Montecuccolis, daß man zum Kriegführen drei Dinge brauche- Geld, Gelb und nochmals Geldaußer acht ließen. Indes gebietet die Gerechtigkeit, folgendes anguerfennen: Der passive Widerstand fonnte nur dann Erfolg haben, wenn besondere Umstände eintraten, die ihm dazu verhalfen. So menig man einen Feind dadurch schlagen kann, daß man ihm den Eintritt in eine von ihm belagerte Festung verwehrt, so wenig fann man eine Invasionsarmee durch den passiven Widerstand allein zum Abzug bewegen. Irgend etwas mußte tommen, ein Entjah von außen in irgendwelcher Form, wenn der gewünschte Erfolg erzielt werden sollte. Ein solcher Entsaz war dentbar in Gestalt eines innerpolitischen Umschwunges in Frankreich oder einer Intervention britter Mächte. Je nach ihrem Grade fonnten der innere Umschwung oder die äußere Intervention ein völliges Ginlenfen des Angreifers oder eine gewiffe Mäßigung feines BerDie äußerste Rechte wußte auch hier aus den gegenwärtigen Berhältnissen feinen anderen Ausweg, als die Proflamation eines of tiven Biberstandes im Ruhrgebiet. Bezeichnend ist, daß in der am Montag abgehaltenen Besprechung der Regierung mit den Abwehrausschüsser Abg. Kerkhoff als Vertreter der Deutsch- mittag französisches Artillerieschießen aus schweren Gehaltens zur Folge haben. Auf einen Umschwung in Frankreich nationalen den attiven Widerstand im Ruhrgebiet forderte. Es schützen statt. handelt sich um den gleichen van Kerkhoff, gegen den heute noch ein Berfahren megen Steuerhinterzichung schwebt und der mit eigenen lugen das Ruhrgebiet im Berlauf der letzten neun Monaten nie gesehen haben dürfte. Er ist also glänzend geeignet, für die Fortseßung des Widerstandes Propaganda zu machen, da dank der Steuersabotage der Deutschnationalen und ihrem Einfluß auf die Bolitit der Regierung Cuno der 2bwehrkampf an der Ruhr ohne positives Ergebnis zugunsten Deutsch lands zu Ende geführt werden mußte. * Die Sozialdemokratische Reichstagsfrattion trat gestern, Dienstagnachmittag, zur Besprechung der allgemeinen politischen Lage zufammen. Genosse Hermann Müller erstattete Bericht über die von ihm in der Zwischenzeit geführten Verhandlungen mit der Regierung. Die Fraktion vertagte sich dann auf heute, Mittwochpormittag 9 Uhr. Ruhe in Bayern. Großzügige Volksspeisungsaktion. Beschluß des preußischen Kabinetts. Der Amfliche Preußische Pressedienst teilt mit: Das Preußische Staatsministerium befaßte sich in einer außer ordentlichen Sigung am Dienstag abend in eingehenden Be. ratungen mit der polififchen und wirtschaftlichen Situation. Im Rahmen der politischen Debatte gab der Minister des Innern die Erklärung ab, daß er die Frage, ob die Ruhe und Ordnung in Preußen gegen Unruheftiftungen von links und rechts hinreichend gefchüßt feien, zuversichtlich bejahen könne. war angesichts der Schwäche der dortigen, vom Kommunismus gespaltenen Arbeiterbewegung nicht zu rechnen. Stärker begründet war jedoch die Hoffnung, daß ein diplomati scher Druck Frankreich zum Einlenten bewegen tönnte. Niemand konnte voraussehen, daß England zwar den Ruhreinmarsch für vertragswidrig erflären, aber aus Mangel an Kraft oder Willen auf jede wirksame Aktion zum Niederlage, die das wehrlofe Deutschland erleidet, tommt nicht Schuße des Vertrags verzichten würde. Die ehrenvolle überraschend. Eine Ueberraschung aber bebeutet die Niederlage, die England über sich ergehen lassen muß. Löricht wäre es gewesen, von England zu erwarten, daß es aus Aber aus eigenem Interesse und aus Gründen der SelbstSympathie für Deutschland irgend etwas unternehmen würde. achtung hätte England anders handeln müssen, als es bisher gehandelt hat, wenn ihm nicht die Kraft und der einheitliche Bille gefehlt hätten. Frankreich erscheint in diesem Augenblid als eine Macht, mit der sich keine andere Europas auch mur entfernt messen kann, unter den anderen, die in weitem Abstand folgen, erscheint England gerade noch an der ersten Bel Beratung der Wirtschaftsfragen wurde der schärffte Nachdruck auf die Diskuffion der Möglichkeit einer Berbelle rung der Ernährungslage gelegt. Uebereinstimmend wurde die Notwendigkeit anerkannt, durch schleunige Organi. fierung von Voltsspeisungen weitesten Umfanges den nofleidenden Kreisen der Bevölkerung in ihrem Immer fchwieriger werdenden Existenzkampf nach Möglichkeit hilfreich zur Seite zu treten. Alle irgendwie zur Durchführung dieser Boltsspeisungs- Stelle. affion geeigneten tommunalen und privaten OrganisaMünchen, 25. September, 10 Uhr abends.( Eigener Draht bericht.) Hier herrscht ungestörte Ruhz, und es bestehen auch teine Anzeichen, daß das anders werden sollte. Auch aus dem Lande liegenfionen sowie technische Mittel sollen zufammen mit den staat- Lage. Deutschland gibt einen Weg auf, den es seit acht Mofeinerlei Unruhemeldungen vor. Die aus der WIB.- Meldung über die Berliner Konferenz der Ministerpräsidenten hervorgehende Zuftimmung auch Knillings zur Polifit der Reichsregierung dürfte telftungsfähigen reise der Bevölkerung mit dem Aufruf wenden, verfolgt wurde: Begrenzung der Reparationslaften auf Leiftdie Aufrechterhaltung der feine bayerischen Ministerkollegen seine Haftung billigen, was doch anzunehmen ist, da er wohl vor seiner Reise mit dem Kabinett beraten haben wire. Das Echo im besetzten Gebiet. chen Hilfsmitteln in größtmöglichem Umfange eingefeht werden. Das Preußische Staatsministerium wird sich in kürze an die die bevorstehende Aktion durch große Spenden an Geld und Lebensmitteln zu fürfen. Markbesserung in New York. An der gestrigen New Porter Börse schloß die Mart mit Köln, 25. September.( tb.) Die Kölnische Zeitung" dem Geldturs von 121,95 Millionen und dem Briefturs von fagt zur Einstellung des passiven Widerstandes u. a.:„ Das Aufgeben 119,10 Millionen für einen Dollar ab. Die Berliner Markdes passiven Widerstandes ist ja nur der Schritt der Reichsregierung, befferung ist also auch in New York eingetreten. Der Abbruch des paffiven Widerstandes schafft eine neue naten gegangen ist, ohne das Ziel aufzugeben, das auf ihm bares, Wiederherstellung der Reichshoheit und Boitsfreiheit auf dem Gebiet, das der deutschen Republik durch den Bertrag von Bersailles belassen worden ist. Falsch wäre es zu sagen, es fei alles verloren, weil man gezwungen war, eine Waffe wegzugeben, die stumpf geworden war. Denn ein Berzicht auf eine verständige Begrenzung der Reparationsleistungen oder auf die Wiederherstellung der Reichseinheit, auf die Befreiung von militärischer Fremdherrschaft ist einfach eine physische Unmöglichkeit. Kein Deutscher wird ihn aussprechen, und würde er ihn! aussprechen, so würde die Geschichte, der notwendige Gang der Ereignisse diesen unmöglichen Verzicht widerrufen. Die deutsche Reichsregierung steht also vor der unendlich schwierigen Aufgabe, bar aller Machtmittel in diplomatischen Verhandlungen zu erreichen, was für das deutsche Volk, nicht zuletzt für die deutsche Arbeiterklasse, eine unmittelbare Lebens- Notwendigkeit ist. Sie wird das auch jetzt nicht erreichen können, wenn ihr nicht Einsicht im Lager des Siegers ent- gegenkommt oder wenn nicht die anderen Mächte, die jetzt mit an den Verhandlungstisch kommen, einflußreich genug sein werden, einen erträglichen Abschluß durchzusetzen. Vor allem aber bedarf sie zur Lösung ihrer schweren Aufgabe der Aufrechterhaltung der Geschlossenheit im Innern. Man muß schon ein kompletter Narr sein, um zu glauben, jetzt sei die Stunde da, um durch einen Generalstreik die „Weltrevolution" zu verwirklichen oder durch einen Umsturz von rechts Deutschland zum Befreiungskrieg gegen Frankreich reif zu machen. Die Arbeiterschaft, die den Kampf des passiven Widerstandes in erster Reihe geführt hat, ist zur bitter schmerzlichen Einsicht gekommen, daß ein Erfolg nicht mehr zu erwarten, der Kampf daher abzubrechen ist. Aus ihren gewerkschaftlichen Kämpfen weiß sie, daß ein solcher Ab- bruch in voller Ordnung zu erfolgen hat, wenn nicht für alle absehbare Zeit jeder Rest von Kampffähigkeit zerstört werden soll. Sie wird daher dem Verrats- und Kapitulations- gefchrei, das die Kommunisten— nationalistischer als die Nationalisten— jetzt anstimmen, ihr Ohr verschließen, und sie wird nicht generalstreiken, um einen Kamps, desien vorläufige Aussichtslosigkeit sie erkannt hat, bis zum Weißbluten fort- zuführen. Jeder Kenner der Verhältnisse weiß, daß ein kommunisti- eher Putsch nur die eine Wirkung haben kann, einen viel tärkeren Rechtsputsch auszulösen. Dieser Rechtsputsch kann nicht allein mit den organisatorischen Mitteln der Arbeiter- bewegung verhütet oder, wenn er ausbricht, niedergeschlagen werden, es find dabei vor allem auch alle st a a t l i ch e n Machtpositionen auszunutzen, die sich die sozialdemo- kratische Arbeiterschaft erobert hat. Alle deutschen Regierungen — das trifft bis zu einem gewissen Grade sogar auf die baye- rische zu, gilt aber für die anderen noch viel mehr— haben ein eigenes Interesse, die staatliche Ordnung gegen einen Umsturz von rechts aufrechtzuerhalten. Der Verwaltungs- apparat steht zu diesem Zweck zur Verfügung, die bewaffnete Macht ist für ihn mindestens zu erheblichen Teilen verwend- bar. Es ist die selbstverständlichste Regel jedes Kampfs, daß man gegen den Feind alle Mittel einsetzt, die man gegen ihn einsetzen kann. Es wäre geradezu idiotisch und selbst- mörderisch, wenn wir in der Stunde der höchsten Gefahr irgendiemanden zurückstoßen wollten, der mit uns die Re- publik ehrlich zu verteidigen gewillt ist. Man bat den Kampf, in dem sich durch den Abbruch des passiven Widerstandes ein bedeutsamer Abschnitt geschlossen hat, mit dem Weltkrieg verglichen. Dieser Vergleich trifft jedoch nur in beschränktem ilmfang zu. Als das Reich Wilhelms 17. fiel, jubelte fast die ganze Welt, Hunderte von Millionen Menschen glaubten damals ernstlich, daß damit ein neues glücklicheres Zeitalter angebrochen fei. Das Freudenschießen aber, das die französische Artillerie gestern in Essen veranstaltete, wird in der Welt kein freudiges Echo finden. Zugegeben, es ist eine große Ehrlichkeit des Gegners, daß er seinen Sieg durch den Mund seiner K a- nonen verkündet! Sie sind es ja allein, denen er seinen Sieg verdankt. Aber der Ausgang dieses ungleichen Kampfes ist kein Ruhmesblatt für den Sieger, keine Schande für den ehrenvoll Besiegten, keine Hoffnung für die Welt. Jenseits aller Siege, von denen die Kanonen künden, siegt der Sieg einer großen Idee, die zum Schluß stärker als alle Kanonen ist. Deutschland, die Arbeiterklasse und der internationale Sozialismus find noch nicht verloren, sie werden es desto weniger sein, je klarer sie erkennen, daß sie zusammengehören. Für ein lebenskräftiges Volt und eine große Sache steht immer noch Sltste unö Elend der privatsthulen. Don Siegfried Kawerau. Angeblich haben wir feit der Revolution die Einheits» schul«. Im Sinne der„Einheits"schule entstehen unter Herrn Beelitz' sanftem Szepter neben den drei Typen der alten höheren Schule(und ihren Rcformablegern aller Art) die deutsche Oberschule und die Aufbauschule, und für die Mädchen(denen diese ü Haupt- und sonstigen Nebenwege offen stehen) noch eine Frauenschule, ein Oberlyzeum alter Art,«in Oberlyzeum neuer Art, ein Lyzeum erster Klasse(nach den Richtlinien vom 21. März 1923) und ein Lyzeum zweiter Klasse(wie es bisher war, ohne Reifezeugnis). All« diese merkwürdigen Varianten der Einheitsschule sind reiner Luxusartikel auf Kosten der Lohn- und Gehaltsempfänger, leben von der Noten- presse: man zahlt 45 HR) M. im Vierteljahr und kann vielleicht von dem gesamten Schulgeld eine Nachzahlung für eine Hilfskraft be» gleichen. Dieser lächerlichen Füll« an Mustern aller Art, wie sie sich ans dem Schemen-Koffer der Philologen ergießt, steht doch aber die stolze, einheitliche, festgefügte Grundschule gegenüber, in der wenigstens 4 Jahre lmrg lebendige kleine Menschen ohne Rücksicht auf Stand und Würde der Eltern, ohne Rücksicht auf mathematisch- naturwissenschaftlich«, sprachliche oder sonstig« erklügelte Bean- lagungskomplexe beisammen swd? Heißt es doch w Z 4 des Grund- fchulgesctzes vom 28. April 1920, daß„Privatunterricht an Stelle des Besuchs der Grundschule nur ausnahmsweise in besonderen Fällen zugelassen werden darf". Und in der Begrün- dung des Gesetzes sind als solche Ausnahmen angeführt: besonders gefährdeter Gesundheitszustand, außergewöhnlich weit« Schulwege oder ähnliche zwingende Umstände. Eine Zeitlang sollte über den Gesundheitszustand kreisärztliches Zeugnis Auskunft geben. Neuerdings ist aber bekanntgeworden, daß laut mini- fterieller Verfügung vom 23. Dezember 1922 als Bedin- gung für die Aufnahme des Schulpflichtigen in eine konzessionierte Familienfchule ein amtsärztliches Zeugnis über ge- fährdeten Gesundheitszustand nicht mehr nötig ist. Das heißt, wir haben diealteVorfchulein versteckter Form als Sammel- statte von Kindern mit devisenkräftigen Eltern wieder einbe- schert bekommen, und schon laden Plakate an den Anschlag- säulen Berlins zum Besuch der Privatschulen ein. Ein Beispiel: Charlottenburg hat 8 Privatschulen, 37 Familienschulzirkel, 2 Sprach- institut«: In diesen Anstalten stecken 1017 grundschulpflichtige Kinderll Die Privatschulen blühen. Die Familienschulen noch mehr. Hie? ist man„unter sich", fern von der Straßenjugend. Und— weit entfernt davon, zu hemmen, manches Bezirksamt, mancher Echulrat, der einst.Volks"schullehrer war, manche Vertreterin der Lehrerinnenorganisationen, voran natürlich die Philologenschast und der Minister für Oberlehrer— sie alle helfen aus Leibeskräften. Und ringsum ist ein, in Trümmer geschlagenes Schulwesen, von denen hinter den Bergen eine Sonne, dte ewes Morgens aufgehen wird. Haltet tn diesen schweren Tagen fest zur deutschen Sozialdemokratie und zur deutschen Re- p u b l i kl_ vom üeutschnationalen Kriegspfaü. Es war zu erwarten, daß der Abbruch des passiven Widerstandes die ganze deutschnationale Presse in Fieber» stimmung bringen würde. Sie hat seit Monaten durch dunkle Drohungen die endlose Fortsetzung des Ruhrkampfes zu erzwingen gesucht und bei dem Kabinett Cuno auch freundwillige Ohren ge- funden. Erst als durch das neue Reichskabinett und besonders durch den Finanzminister die ganz« Groß« de» Finanzelends bloßgelegt wurde, das durch die endlosen Millionen, Milliarden und Billionen der Ruhrkredite hervorgerufen war, erst da ist die Rot- wendigkeit des Abbruchs aller Welt klar geworden. Nur die Deutsch- nationalen, und nicht zu vergessen ihr« kommunistischen Bundes- genossen, halten in diesem Augenblick die Fortführung des Ruhr- kampfes für notwendig und wollen ihn gar durch„Aktivierung" vertiefen. Die Tatsache, daß ausgerechnet der Führer der Deutschen Volks- Partei als Reichskanzler den Entschluß zum Abbruch gefaßt hat, ver- anlaßt die treuen Patrioten im Loger der Deutschnationalen zu hämischen Verdächtigungen Strcsemanns, der, bevor er in die Re- gierung eintrat, doch immerhin noch halbwegs als„national zuver- lässig" galt. Jetzt verdächtigt man ihn, er habe durch ein« geschickte Auswahl der aus dem Ruhrgebiet Herbeigerufenen und durch eine besondere Art der Fragestellung sich ein günstiges Votum gesichert. Di« Feststellung der Regierung, daß die befragten Vertreter des be- setzten Gebietes dieselben seien, die schon Cuno befragte, als der passiv« Widerstand beschlossen wurde, wird von der dentschnationalen Presse schämig übergangen. Dafür schickt man dem Kanzler offen« und andere Briefe. Eine „Studentenschaft" aus dem besetzten Gebiet protestiert da- gegen, daß sie nicht zu den Beratungen hinzugezogen wurde, da s i e doch in vorderster Reihe im Ruhrkampf stehe! Der„Pom- mersche Landbund", eine besondere Abart der Deutschnatio- nalen, richtet an Stresemann einen langen Appell, in dem er be. hauptet, daß ein Friedensvertrag tatsächlich nicht mehr besteh«, und daß Deutschland den Krieg noch nicht verloren habe, ihn allerdings noch verlieren könne. Zwar versichert der Landbund, daß niemand im Reiche den Kanzler mn feine schwere Verantwortung beneide, oben„Um für die unsagbar schwere Führung der Ge- schäfte die notwendige Freiheit und ungehemmte Kraft- e n t f a l t u n g der Regierung in die Hand zu legen, forderten weite Kreise des Volkes eine unbedingt auf nationaler Grundlage stehende Diktatur". Das ist also des Pudels Kern! Und der Casus macht nicht ein- mal lachen. Ebensowenig wie der Umstand, daß der Leiter der deulschnationalen Pressestelle in den Blättern seiner Partei zur Bildung eines„Blocks der Rechten" auffordert. Die Deutsch- nationalen hätten, so sagt dieser Herr, nicht di« Absicht, aus den grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten innerhalb anderer Par- teien etwa Vorteile für ihre Politik zu suchen. Sie rech- neten auch nicht mit Uebertritten zu ihrer Partei, aber der Block der Rechten sei das Gebot der Stunde! Auf dies« Art will man die Deutsche Volkspartei und gewisse Teile des Zentrums umschmeicheln, um sie für die„nationale Dil- tatur" elnznfangen. Ihre Hoffnung ist dabei noch Bayern Die „Kreuz-Zeitung", die in ihrer Abendausgabe den amtlichen Bericht über die Besprechung des Reichskabinetts mit den Ministerpräsi- deuten der Einzelstaaten noch nicht veröffentlicht, fetzt voraus, daß „der Widerspruch Bayerns, den sie mit Sicherheit erwartet, unter den Stimmen der meist sozialistischen Ministerpräsidenten ungehört verhallen" werde. Nach dem amtlichen Bericht ist aber auch dieser bayerische Widerspruch nicht erfolgt, da die Minister- Präsidenten ja einmütig der Meinung waren, daß der Abbau des passiven Widerstandes nicht mehr zu umgehen sei. Wenn die Deutschnationalen ihren heldenmütigen Kampf gegen die Reichsregierung fortsetzen wollen, so werden sie sich nach einem einig« luxuriös konserviert werden für Oberstudiendirektoren, rings ist ein Kämmerchenbauen für die Kinder der Bolksnot-Gewinnler, rings ist ein Sterben und Verkommen der Bolksjugend in verdreckten Zement» und Ziegelkästen. Und auf dem allen lastet das Leichentuch der„Einheits'fchule. Die Privatschulen blühen. Es blüht die Standesborniertheit, die konfessionelle Befangenheit, es blüht das Einkommen mancher dieser Privatschulleiter, der Besitzer dieser Pressen und Paukinstitute, die ihren Schülern die selbstverfaßten Lehrbücher aufzwingen. Aber namenlos ist das Elend der Lehrkräfte, der„Angestellten" an diesen Schulen. Im Juli 1923 erhält da in Berlin eine Privatschullehrerin bei voller Beschäftigung% Millionen, im August alles in allem 13 Millionen Mark Gehalt. Aber— so grausam es klingen mag, dieser organisierte Hungertod ist oft nicht die schlimmst« Not. Wer etwas weiß von der Behandlung, die diese Lehrkräfte sich oft müssen gefallen lassen, von der Behandlung, die diese Lehrerinnen in einem kindlich-duldenden Idealismus oft wie göttliche Prüfung auf sich nehmen, von dem physischen und seelischen Ausbeutungssystem— „Pflichterfüllung" fromm benannt—, der begreift es nicht, wie Menschen unter solchen Umständen existieren können, wie Menschen unter solchen Umständen erzieherisch« Arbeit leisten können, es sei denn in einem Hundedasein mit rosa-frommer Schleife um den Hals. Und dabei wäre es für die sich Jahr um Jahr entvölkernden Volksschulen eine ganze Kleinigkeit, sämtliche Privat- und Familien- schulen in 3 bis 5 Jahren aufzusaugen, anstatt die Voltsschulen als Armenschulen verkommen zu lassen; es wäre«ine Leichtigkeit, die Lehrkräfte aus den Privatschulen und die etwa 35 000 brotlosen Junglehrer und Junglehrerinncn zu beschäftigen, wenn die cintlassigen, vollgestopften Dorfschulen geteilt würden, wenn Klassen- und Schulzusammonlegungen bei den in der Entwicklung befindlichen Jahrgängen unserer Jugend vermieden würden, wenn für ehrliche Versuchsschulen genügend Raum gegeben würde. Dann zwänge die Fülle der sich auftuenden Probleme(der Auslese, der Schulbücher- frage, der Kräftigung der Jugend, der Fühlungnahme mit dem lebendigen Alltag) auf den Weg zur wahren Einheit»-, Lebens- und Produktionsschule, die in innerer Beweglichkeit und Freiheit dem Palast gliche, von dem Lessing in seiner Parabel(im Anti-Goez«) schreibt. Dann wäre das Ende von Blüte und Elend der Privat- schulen, dieser Pilze auf dem faulenden Volkskörper. Der Vater ües dr. Wespe. Heute vor fünfzig Jahren beschloß ein Dichter seine Tage, der zwar Nicht Anspruch darauf hat, unter die Klassiker Deutschlands gerechnet zu werden, doch immerhin große Verdienst« in seinem Fache besitzt: Roderich Vene b ix. Aus Leipzig gebürtig, widmete er sich in jungen Jahren dem Schauspielerberufe, wurde Leiter angesehener Theater und erfreute sich auch als Vorleser großer Beliebtheit. Ungleich mehr aber leistete er als Schriftsteller, schon durch zahlreiche Skizzen, Erzählungen und populäre Abhandlungen, neuen Führer umsehen müssen. Denn wenn sogar ihre vayerffch« Hoffnung zerflattert, was bleibt dann noch übrig?. * Die deutschnationale Fraktion des Reichstages und des Preiw ßsschen Landtages, die deutschnationale Parteileitung sowie die deutschnationalen Vertreter des Reichsrats und Staatsrats Hullen cm Freitag eine Sitzung ab, mn zu der neuesten Wendung der poli, tischen Lage Stellung zu nehmen. Die Vorgänge in Daöen. Dentschnational- kommunistische F-ronde. Aus Baden wird uns geschrieben: Die Vorgänge im badischen Oberlande lassen mm, nachdem es der Tatkraft des Innenministers Gen. R e m m e l e gelungen ist, die Ruhe wieder herzustellen, er, kennen, daß es sich um nichts anderes gehandelt hat, als um«ins allgemein« Insurrektion der Bauernschaft gegen die neuen Steuern. Der Mittelpunkt der Bewegung war das wohl, habende Großbauerndorf Ruft, das im Amt Ettenhain, zwischen der Eisenbahnlinie Offenburg— Freiburg und dem Rhein, am Elzfluß gelegen ist. Das Dorf zählt ungefähr 2000 Einwohner. Seit langem mochte sich hier schon die Agitation des deutsch» national gerichteten Landbundes bemerkbar, der die Bauern mit allen Mitteln deutschnationaler Demagogie gegen die Landsteuer aufhetzte. Unterstützt wurde dies« Hetze durch die K o m- m u n i st e n. Diese gaben vor, daß sie sich nur an die Kleinbauern und an die Pächter wenden wollen. In Wirklichkeit waren aber die wohlhabenden Bauern die gelehrigsten Schüler der kommunistischen Hetzapostel. Die Saat ging auf, als die Rüster Bauernschaft in Etten» Hain vor dem Bezirksamt wegen Regelung der Pachtverhältnisse demonstrierte. Ein Gendarm wurde niedergeschlagen. Als dann nach dem Dorf Ruft Gendarmerie entsandt wurde, um die Täter zu verhasten, wurde sie von den Bauern überwältigt und entwaffnet. Erst der Bereitschaftspolizei gelang es, di« Ruhe wieder herzustellen. 25 Schuldige wurden in Haft genommen und die Ab« lieferung einer großen Anzahl von Waffen durchgesetzt. Die ganze Bewegung zeigt, daß Rechts- und Linksbolschewisten Hand in Hand arbeiten. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß zur Erreichung des Sturzes der gegenwärtigen Staatsordnung zwischen den Kommunisten und den deutschvöltischen Nationalisten ein stillschweigendes Abkommen bestanden hat, sich gegenseitig zu helfen. Das W i e s e n t a l hat sich z. B. in den letzten Wochen als schlimmer linksbolschewistischer Gefahrenherd ent- puppt. Aber gerade dieses Tal wählten di« Nationalisten, um große Waffennester anzulegen. In Steinen, Zell und Todtnau hat man große Mengen von Schußwaffen mit der dazu gehörigen Mu. nition entdeckt und beschlagnahmt. Die Waffen waren erst vor kurzem durch bekannt« Nationalisten dort versteckt worden. E i n Fabrikant, in dessen Besitz sich große Wasfenmengen befanden, wurde verhaftet. Die Polizei forscht augenblicklich eiftig nach der Herkunft der Waffen. Sie hat bereits ein« Spur, die sehr wahr« scheinlich zur Entdeckung der Waffenlieferanten führen wird. Die ßinanznot See Krankenkaffen. Dem Reichsrat hat der Reichsarbeitsminister den Entwurf einer Notverordnung vorgelegt, wonach die Krankenkassenvorstände die Grundlohngrenze aufheben, die Beiträge nach dem wirklichen Arbeitsvordienste bemessen und kürzere Zahlungs- fristen mit erheblichen Verzugsfolgen bestimmen dürfen. Tie Maßnahme ist eine notwendige Folge der Geldentwertung in der letzten Zeit. Es ist damit zu rechnen, daß die Verordnung schon in den nächsten Tagen in Kraft tritt. * Mit Zustimmung des Reichsarbeitsministers hat der P r e u- ßische Minister für Volkswohlfahrt unterm 19. Sep« tember 1923 angeordnet, daß alle auf dem Gebiete des Wohnungs- mangels bisher erlassenen Anordnungen, insbesondere die auf einen Endtermin befristeten, bis zum 31. Dezember 1923 weiter in Kraft bleiben. Die Anordnung wird in der Preußischen Gesetz« sammlung sowie im„Reichs- und StaatSanzeiger" veröffentlicht. ganz besonders aber durch dramatische Werke. Namentlich als Lustspieldichter hat er eine Fruchtbarkeit entwickelt, wie wir sie seit Kotzebue wohl bei keinem deutschen Autor finden. Schon sein erster dramatischer Versuch„Das bemooste Haupt" fand stürmischen Beifall. Bald darauf errang er mit seinem„Dr. Wespe" einen besonderen Triumph und blieb fortan auf der Höhe seines Schaffens. Nachdem«r noch als Intendant des Stadttheaters in Frankfurt am Main gewirkt hatte, schied er wegen Kränklichkeit aus dem Bühnen, leben, war aber bis zuletzt dichterisch tätig. Nach längerem Leiden starb er in seiner Vaterstadt Leipzig am 26. September 1873 im Alter von 62 Jahren. Seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts gab es kaum ein beut« sches Theater, das nicht immer wieder zu den Lustspielen von Benedix gegriffen hätte, wenn es galt, in den Ernst des Lebens durch ge- sunden Humor wohltuende Abwechslung zu bringen. Auch auf Liebhaberbühnen wurden dies« harmlosen Schwänke, besonders die Einakter, heimisch, da ihre Aufführung weder in der Technik noch in der Rollenbesetzung große Schwierigkeiten machte. Meist spielen sich die Stücke in bürgerlichen Kreisen ab, bringen originelle Gestalten oder komische Verwicklungen, die regelmäßig zum Guten, namentlich auch zu Heiroten führen, und halten sich frei von Zweideutigkeit und Schlüpfrigkeit. Einige von ihnen, wie„Die zärtlichen Ver- wandten" und„Das Stiftungsfest", erscheinen noch heute zuweilen auf der Bühne.__ M. Sch. Umwälzung im Verein Berliner Künstler? Der Verein Ver- liner Künstler hat die Pläne, die sein Künstlerhaus in der Bellevue, straße ausstockcn wollten, zum Anlaß genommen, um eine Umwäl- zung an Haupt und Gliedern zu beginnen. Wie weit das vorläufig möglich ist und ob der Verein im Berliner Kunstleben wieder ein Faktor wird werden können, mit dem man ernsthaft rechnen kann, das soll eine Herbstausstellung als erste Veranstaltung der neuen Acra zeigen. Als man um Pfingsten die Aufstockungspläne abwenden mußte, wurde eine Arbeitsgemeinschaft im VBK. gegründet, die sich klar war, daß alle Kräfte dieser Künstlergruppe aus einen Punkt gelenkt und planvoll zusammengehalten werden mußten, wollte der Verein überhaupt noch weiter mitspielen In der Hauptverlamm- lung wurde ein künstlerischer Beirat gewählt, Prof. Paul P l o n t k e. der Maler; Herbert Arnold, der Rtaler und Graphiker; Otto Placzek, der Bildhauer. Um mit künstle- rischen Mitteln vor der Oefsentlichkeit zu demonstrieren in der Hoff, nung, den seit Jahren verlorenen Boden zurückzugewinnen, be» schloß man erst einmal, das Ausstellungswesen umzugestalten. In den letzten Monaten wurden die Ausstellungsräume im Künstler- hause mit neuem Anstrich zweckmäßig hergerichtet, da sich«in größerer Umbau vorläufig verbot, und Mitte Oktober will man nun eine neue Folge von Ausstellungen eröffnen, für die jener Beirat und die Arbeitsgemeinschaft unter Führung des Malers F. M. L ü n st r o h t die Verantwortung übernimmt. i Der Deutsche Arbeitcr-Dängerbund(Gau Berlin, Bezirk 1) ver» anstaltet am 2g. d. M., abends 7 Uhr, ein Konzert in der Alte« Garnisonkirche. Karten sind noch an der Abendkasse zu haben. Die Corintb- Ausstellnng im KrouprinzeupalatS wird m 3, Ollober geschtesje» werden. „ Die Stunde ist da!" Eine Stimme aus Bayern. In München erscheint neben anderen völkisch- monarchistischen Blättern auch ein Wochenblatt ,, Bayern und Reich", das sich, ähnlich wie der„ Miesbacher Anzeiger" und der Bölkische Beob achter", in der Beschimpfung der Republik und der„ Novemberverbrecher" austobt. Ein Beispiel aus der neuesten Nummer über die sterbende Novemberrepublik": 群 " Thüringen vor der Entscheidung. Wirtschaft Für einheitliche Goldrechnung. mission mehrere Petrows" ob richtige oder falsche, lassen 1 wir dahingestellteristieren, macht die Sache nur noch intereffanter, weil sich daraus schier ungeahnte Möglichkeiten ers geben, Ungefeßlichkeiten zu betreiben, ohne sich erwischen zu lassen. In diesem Falle nüßt das Leugnen der„ Petrows" wenig, da man nicht nur Dokumente besigt( Ausweise Lange ehe man an den Wieteraufbau einer Währung in anita und Quittungen der russischen Botschaft), sondern auch die lichen Kreisen gedacht hat, haben sich die Gruppen der GroßwirtPersonen feststellen konnte, die mit Petrom und Fischer schaft, also besonders Produzenten und Handel, den Folgen der über den Anlauf der beschlagnahmten Waffen verhandelt Geldentwertung dadurch zu entziehen gesucht, daß sie nicht mehr in Und wenn man da richtig nachdenkt, kann man zu der Ent haben. Die Unterstellung von einer Pressekampagne gegen Bapiermark, sondern in Goldmark rechneten. Ihre Vormacht, be deckung kommen, daß die" Republik" überall anders ausschaut. Rußland und seine hiesige Vertretung" wirkt angesichts dieser gründet in festgefügten Syndilaten und Kartellen, ermöglichte es In Berlin rötlich- rot, in Sachsen und Thüringee blutrot, in Baden Tatsachen ebenso lächerlich wie die Redensart von den noch ihnen, das Risiko des Markschwundes auf den schwächeren Teil, also rot, in Württemberg hellrot, aber rot ist sie überall und deutsch ist sie nur in Bayern. Und das ist eigentlich gar feine Re- ganz aufklärungsbedürftigen Momenten". Kleinhandel und Verbraucher, abzuwälzen. Wir haben gelegentlich publik. Oder was haben wir mit den Boltsverrätern, Börsendarauf hingewiefen, welche wilden Mißstände auf diesem Gebiete schiebern, eitlen Parlamentariern und Strohmännern zu tun, aus eingerissen sind. Ein Berbind rechnete die Goldmart gleich dem denen die Novemberrepublik besteht? Das Deutsche Reich ist Schweizer Franten, der nur 80 Goldpfennige wert ist, andere teilten 1918 von denen, die mit der Republik haufieren, verraten Weimar, 25. September.( Eigener Drahtbericht.) Die Rom den Dollar durch 4, um eine„ Goldmart" zu erhalten, obwohl der worden. Seitdem ist Bayern sein Erbe und Berwalter geworden... munisten haben auf das Schreiben der sozialdemokratischen Wert der Goldmart, genau gerechnet, höher, nämlich 1: 4,20, ist. Bom ganzen Novemberfput" bleibe zuletzt noch Bayern Landtagsfraktion inzwischen einer öffentlichen Er Wieber andere Verbände machten es besonders schlau. Sie schrieben allein über und seine Aufgabe sei, das„ Erbe des 1918 erbolchten lärung geantwortet. Sie sind bereit, über Einzelheiten des ihren Abnehmern Zahlungsbedingungen vor, die Goldmarfrechnung Deutschen Reiches auch anzutreten und im Bismardschen Sinne zu fezialdemokratischen Programms zu verhandeln und glauben, daß vorsahen, wenn der Dollar stieg, die aber automatisch der Papierverwalten". So ist die Vorbereitung. Dann tommt ein fettge eine Einigung möglich ist, wenn die sozialdemokratische Fraktion mart zu ihrem Rechte verhalfen und diese in Rechnung stellten, wenn druckter Aufruf unter der Ueberschrift:" Die Stunde ist dal", in ihnen in der Schaffung außerparlamentarische: der Dollar fiel. Geradezu unerschöpfliche Möglichkeiten der Ueberdem es heißt: Machtpositionen entgegenfommt. Das heißt nichts anderes, vorteilung des jeweils Schwächeren bot die Streitfrage, welcher Die Zeit der Kompromisse ist vorbei! Eine Re. als daß die thüringische Partei den Betriebsrätekongreß als ent- Umrechnungskurs nun gelten sollte, der des Zahltages oder ein gierung, die jetzt den klaren Weg noch nicht vorgezeichnet sähe, fcheidende Instanz für die gefeßlichen Bestimmungen und der anderer innerhalb gewiffer Fälligkeitstermine usw. müßte die Bahn für entschlossenere Männer frei gleichen anerkennen soll. Es ist nicht anzunehmen, daß sich unsere machen. Heute brauchen wir nicht mehr in das Bolt hinein Landtagsfrattien zu diesem kommunistischen Agitationsbedürfnis zuhorchen, seine Stimme bringt vernehmbar genug an jedes Dhr, hergibt. Am Mittwoch mittag um 1 Uhr treten die Unterbas sich nicht in trampfhafter Verstockung verschließt. Sie zeigt händler der kommunistischen Partei und der Sozialdemokratie eruns, daß die furchtbare Nerven probe nicht mehr länger neut in Berhandlungen ein. Sollten diese Berhandlungen scheitern, ertragen zu werden vermag. Wenn die gesetzesmäßigen Gewalten die lähmende Spannung nicht unverzüglich lösen, dann liefern fie, dann dürfte der für Donnerstag einberufene Landtag vor wie vor fünf Jahren, die Massen wieder den trügerischen Lockungen aussichtlich mit den Stimmen der bürgerlichen Parteien und der irgendeines Abenteuerers aus. Unterstützung der Kommunisten seine Auflösung beschließen. Darum muß jetzt eine feste Hand ans Steuer greifen. Der Kurs ist unverrüdbar vorgeschrieben. Das Reich unserer Väter ist das 3iel; über ein neu gefestigtes Bayern werden wir es erreichen. Die ganze Tonart läßt darauf schließen, daß die schwarzweißrotweißblauen Gegenrevolutionäre ihre Zeit für gefommen erachten. Bas neulich der Hauptmann Heiß in Gegenwart Ludendorffs an hochverräterischer Demagogie leiftete, wird in diesen Wochenblättern weitergesponnen. Die Regierung der bayerischen Republik ist aber augenscheinlich so fraftlos, daß sie zu solchen Aufforderungen zur Revolution nur zu schweigen versteht. Widerspruch fennt sie nur, wenn eine Anordnung der Reichsregierung auch für Bayern erlassen wird. Wir sind jedoch überzeugt, daß die Wahrung der Republik träftigeren Händen anvertraut ist als denen der Knilling und seinen Gefolgsleuten. Die Münchener und die übrigen bayerischen Arbeiter haben fräftige Fäuste und glücklicherweise auch eine gute Organisation. Diese NoDemberverbredyer" werden in Gemeinschaft mit ihren norddeutschen Gesinnungsgenossen jedem Versuch, die Republit zu stürzen, einen starten Ball entgegensetzen. Auch sie werden erfennen, wann ihre Stunde da ist! Ein Gruß aus Bayern. Aus Anlaß unseres Artikels in der Sonntagsausgabe Hände meg von unserer S. A.!" erhielten wir gestern folgenden Gruß aus München: Werte Genossen! Landbündler und Währungsreform. Keine Opfer- aber dafür Forderungen. Absa z trise und damit den Mangel an Beschäftigung in der Die Ueberspannung der Kartellkreditionen hat denn auch die Industrie außerordentlich gefördert. Alle Proteste von Abnehmers freisen, sowohl von Endverbrauchern wie von Händlern und Ver arbeitern, blieben erfolglos. Jetzt ist aber der Streit der Intereffentengruppen so weit gediehen, daß der Reichsverband ter deutschen Industrie für die einheitliche Durchführung der Goldrechnung nachsteher de Richtlinien aufgestellt hat: 1. Goldrechnungen werden ausgestellt in Goldmark oter in Dollar. 1 Goldmark= 1 Dollar: 4,2. 2. Zahlung erfolgt durch: a) Gold Giroüberweisungen, Goldfchecks, Goldwechsel; b) Devisen, soweit gefeßlich zulässig; c) nach freier Vereinbarung Dollarshaganmeifund gen, Goldanleihefcheine und ähnliche Anleihe. scheine. erfolgt am Lage und zum Briefkurse der nächsten 3. Die Gutschrift der unter b) und c) angeführten Zahlungsmittel Berliner Börsennotierung nach dem Tage des Eingangs. führten Werten nicht erfolgen fönnen, wird der PapiermarkSolange und insoweit Zahlungen in ten in 3iffer 2 angebetrag zum Dollarbriefturs( für telegraphische Auszahlung New Dort) des dem Bahlungseingangstage nachfolgenden Berliner den vorstehenden Grundsägen in Papiermart umgerechnet. Es bleibt Sie ist Börsentages in Goldmart umgerechnet. Hiernach ver bleibende Restbeträge werden in Goldmart weitergeführt und nach jedoch dem Verkäufer unbenommen, sich mit dem Käufer allgemein oder für den Einzelfall über eine anderweitige Abdeckung der Restbeträge zu verständigen. Solange und inseweit die offizielle Dollarnotierung nicht den tatsächlichen Berhältnissen entspricht, soll eine Repartierungslaufet ausnahmsweise zugelassen werden. Die Voraussetzung für diese Ausnahme prüft eine vom Reichsverband der deutschen Industrie einzusehende Kommission. Die Ritter von Ar und Halm ziehen nun offen gegen das Währungsprojekt der Regierung zu Felde. Der Reichsland. bund läßt in der deutschnationalen Presse erklären, daß der Reichsfinanzminister mit seinem Projekt nichts anderes als eine gigantische Steuereinziehungsmaschine schaffen will. Des= halb fet die Zuftinumumg der Landwirtschaft ausgeschlossen. Wenn man sich schon eine Neubelastung von Grund und Boden gefallen laffe, dann nur unter der Bedingung, daß mit der Einführung des neuen Geldes auch bestimmte Reformen in unserem Staats- und Wirtschaftsleben durchgeführt werden. Die geharnischte Erklärung schließt mit dem Sah:„ Ehrliches Gelb nicht ohne ehrliche Arbeit." Die Landwirtschaft meldet damit ihre Forderungen an. feineswegs bescheiden. Schon die Vertreter der Agrarier, die an den Beratungen, die jetzt infolge der außenpolitischen Entscheidungen naturgemäß in den Hintergrund treten mußten, teilnahmen, haben mehrfach durchblicken lassen, daß die Zustimmung der Landwirtschaft zu dem Währungsprojekt des Rabinetts nur gegen Streichung der Betriebssteuer und der Landabgabe zu haben ist. Nun geht man ganz aus der Reserve heraus und verlangt Reformen des Staates und der Wirtschaft. Darunter versteht man ehrliche Arbeit“. Niemand wird darüber im Zweifel sein, wohin diese Forderung zielt. Ehrliche Arbeit heißt Durchbrechung des Achtstundent ages, völlige Willfür in der Ausbeutung des Arbeiters und Verzicht auf die Revolutionserrungenschaften. Diese Forderungen des Reichslandbundes find brutal, aber offen. Man kann wohl sagen, daß die Notlage des Staates und der breiten Massen noch nie schamloser pon einem Teil der Bevölkerung, der eben aus der Not des Baterlandes seine gegenwärtige ökonomische Stärke gezogen hat, ausgenutzt wurde, um besondere Interessen durchzusehen. Wie sieht in Wirklichkeit das Opfer aus, das die Landwirtschaft nach dem Regierungsentwurf bringen soll, und welcher Art sind die Vorteile, die der Regierungsentwurf gerade der Landwirtschaft zuschanzt? Ohne Zweifel werden gerade die Land- der Richtlinien Bedenten bestehen können. Bei der Aufstellung „ Der Reichsverband ist sich bewußt, daß gegen gewisse Punkte wirte an dem wertbeständigen Geld profitieren. Der Regierungs- der Richtlinien, die in langwierigen Berhandlungen erfolgte, wurden entwurf gibt ihnen die Hälfte des Notenprivilegium 5. alle vorgebrachten Bedenten, Wünsche und Anträge eingehend geWas gibt die Landwirtschaft dafür? Nach dem Regierungsentwurf würdigt und soweit wie irgend möglich berücksichtigt. Man tam in soll nicht eine fünfprozentige Belastung nach dem Wehrbeitrag, wie den Beratungen zu dem Ergebnis, daß eine ideale Lösung, die allen ursprünglich geplant, erfolgen, sondern nur eine dreiprozentige. besonderen Wünschen gerecht wird, nicht möglich ist. Soweit wie Dabei ist diese Belastung nur eine Garantieleistung, denn der Land- angängig wurden aber die Wünsche der Lieferanten und Abnehmer wirt hat für die ihm auferlegte Hypothek Zinsen abzuführen, die in den Richtlinien berücksichtigt. Wenn es gelingt, die Richtlinien wahrscheinlich nicht einmal 6 Proz. betragen werden. Er zinst aber einheitlich in der gesamten Industrie durchzusehen, so wird ein Der Reichsjustizminister hat, wie der Soz. Parla- nicht umsonst ab. Aus dem bilanzmäßigen Reingewinn bekommt erheblicher Teil der Bedenken beseitigt. Die Vorteile, die eine mentsdienst“ erfährt, den Oberreichsanwalt beauftragt, sich mit den er nämlich 3 Proz. auf seine Anlage zurückvergütet, und der Rest des einheitliche Goldrechnung bietet, find auf jeden Fall bei weitem -streng vertraulichen" Informationen des„ Bayerischen Ber- Reingewinns bietet den Anteileignern, unter denen die Hälfte die Der Bert und Erfolg der Richtlinien hängt einzig und allein von größer als etwaige Nachteile, die sich in Einzelfällen ergeben. tehrsbeamten- Bereins" schnellstens zu befaffen und im Landwirte vertreten, immer noch die Möglichkeit, den Einlegern ihrer einheitlichen Durchführung ab. Die Geschäftsführung des Eventualfall das Verfahren wegen Hochverrats gegen den Ber- weitere Vergütungen zukommen zu lassen. In Wirklichkeit wird Reichsverbandes der deutschen Industrie ist beauftragt, über vor bandsvorstand einzuleiten. also der landwirtschaftliche Besiz nur mit einem Zinssatz belastet, stehende Richtlinien mit den Spizenorganisationen der Wirtschaft zu der weit unter 3 Proz. des Wehrbeitrages liegt. perhandeln. Mit dem Borstand der Berliner Börse und dem Dinet Im Namen unserer opferfreudigen S. A. herzlichen Dant für die freundliche Anerkennung. Die nächsten Lage schon tönnen uns vor die ernstesten Aufgaben stellen. Mann für Mann geloben wir, uns mit unferem Leben einzusehen für Republik und Reichseinheit. Mit frei Heil gez. B. Buisson, A. Dichtl Genoffe Buisson ist der Hauptorganisator der Münchener S. 2. und Genosse Dichtl Parteisekretär der BSPD. München. Wir sind sicher im Ramen nicht nur der Berliner Genossen, fondern auch der Sozialdemokraten und Republikaner ganz Deutschlands zu sprechen, wenn wir diese tapfere Befundung von Treue zum Reiche und zur Republik mit der Versicherung erwidern, daß wir unsere Freunde nicht im Stiche lassen werden, die auf exponier. testem Posten heute machen und vielleicht morgen fämpfen werden! Hochverräter. " unzuläffig find Bestimmungen, wonach der nach dem Rech Mit dem Wesen ter Goldrechnung unvereinbar und nungsdatum oder einem anderen Datum vor der Fälligkeit umge3ahlung der Goldrechnung in Papiermark bestimmt wird. rechnete Papiermartbetrag als Mindestbetrag für die 5. Für Banküberweisung und Gutschrift gilt als Tag des Bah lungseingangs derjenige Tag, an welchem beim Berkäufer die GutSchriftsanzeige eingeht. 6. Bei Zahlungen nach Fälligkeit werden unter Borbehalt der Geltendmachung anderer Rechte Bankzinsen und foften berechnet. 7. Die Richtlinien haben feine rückwirfende Kraft. Der Reichsverband bemerkt dazu: Am Mittwoch, den 26. September, abends 5 Uhr, soll in Berlin Während die breiten Massen der Bevölkerung bis weit in die torium der Reichsbank mirb darüber verhandelt, daß die Devisen in den Räumen der Brauerei Königstadt eine tommunistische Händlerkreise hinein die Inflationssteuer bezahlen und beträchtliche notierungen der Berliner Börse wieder den tatsächlichen in den Räumen der Brauerei Königstadt eine kommunistische Betriebsrätevollversammlung stattfinden. Da nach den Teile ihrer Substanz eingebüßt haben, hat die Landwirtschaft aus eine andere als die Berliner Börsennotierung eingefeht werden polizeilichen Ermittelungen diese Bersammlung von den auf Grund der Not des Volkes Nutzen gezogen und ihren Besitz schuldenfrei müßte. 3wed's Erleichterung der Durchführung der Richtlinien werdes Gesetzes zum Schuhe der Republik verbotenen Betriebsräteorgani- gemacht. Es steht fest, daß gerade sie aus den vorhandenen Bar- ten zur Behebung von Zweifeln sowie zur Aufklärung in Kürze fationen ausgeht, wird sie mit polizeilichen Mitteln verhindert mitteln die Belastung in fürzester Zeit abtragen fann. So sieht in Erläuterungen bekanntgegeben werden." werden. Wirklichkeit die Neubelastung von Grund und Boden aus. Man fragt sich allenthalben und mit allem Recht: Ist das überhaupt ein Opfer, das der Landwirtschaft zugemutet wird? Nein, es ift fein Opfer. Es ist darum aber eine Frechheit, Forderungen auf wir wissen von nichts! zustellen, wie es sich der Landbund in der größten Not des Volkes Unser Sammelname ist Petrow11 erdreistete. Man kann dem Reichsverband wirklich nicht den Vorwurf machen, daß er diese Richtlinien um der schönen Augen der Berbraucher willen gemacht hat. Dennoch ist jede einheitliche Regelung dem anarchischen Zustand vorzuziehen, der jetzt den Warenmarkt beherrscht und der zu einer Unsumme von Reibungen und unnüßer Arbeit Anlaß gibt. Eine Stärkung des Warenmarktes Berlin, 25. September.( WIB.) Die hiesige russische Bot ist von diesen Richtlinien nicht zu erwarten, solange die erdrückende Ichaft nimmt zu den vom Borwärts" gemachten Mitteilungen Der bekanntgewordene Währungsentwurf ist lediglich als Mehrheit der Endverbraucher, die Lohn- und Gehaltsempfänger, über die Aufdeckung von Waffenlagern folgendermaßen Referentenentwurf aufzufaffen. Er hat die Zustimmung weit unter dem Goldwert der Arbeitskraft entlohnt werden. Rur Stellung: In der Botschaft und Handelsvertretung sind nicht nur weder des Reichsfinanzministers noch des Kabinetts gefunden. Un eine Etärkung der Kauffraft durch eine wirtschaftlichere ein, sondern mehrere Angestellte des Namens Petrom tätig; erträglich ist an ihm vor allen Dingen die starke Anlehnung an den Produktionsweise und Berzicht auf Ueberfie alle erklärten auf Befragen, darunter auch der Referent Helfferichschen Plan. Wie wir von maßgebender Stelle erfahren, gewinne und damit verbundenen niedrigeren Warens Betrow, der Exterritorialität genießt, kategorisch, mit den vom wird der Reichsfinanzminister in Kürze die Gewertschaftspreisen fönnen aus der Arbeitskrise herausführen, die jetzt immer Borwärts" angeführten Geschichten nicht das mindeste zu vertreter empfangen, die über ihre Meinung bis jetzt noch nicht mehr um sich greift. tun zu haben. Es kann sich nach Meinung der Botschaft hier nur gefragt worden, sind. Sie werden den nötigen Kommentar zu den um zweierlei handeln, entweder um eine Fortsetzung der von Forderungen des Reichslandbundes geben. einigen Presseorganen in letzter Zeit wieder verschärft geführten Pressekampagne gegen Rußland und seine hiesige Bertretung oder günstigenfalls um eine irreführende und abwegige Zufammenstellung noch ganz auftlärungsbedürf tiger momente.(!) Die hiesige russische Botschaft nimmt Fühlung mit der deutschen Regierung, um die Angelegenheit reftlos aufzuklären." # Poincarés Programm. Berschlechterung der Beschäftigung der Metallindustrie. Die Arbeitslage in der Metallindustrie vom 2. bis 8. September ge staltebe sich nach den Erhebungen des Deutschen MetallarbeiterBerbantes folgendermaßen: Bon 1767 467 erfaßten Arbeitern waren 1196 331: 67,7 v. 5.( in der Vorwoche 73,2 v. 5.) Paris, 25. September.( WIB.) Havas fagt in einer offi3iösen Mitteilung: Das Minifterium für auswärtige Ange- arbeiter, 123 3937,0 v. 5.( 6,5 v. 5.) Arbeitslose Boll arbeiter, 447 683 25,3 D. 5.( 20,3 v. 5.) KurzDen legenheiten hat nur durch die Presse Kenntnis von dem Entschluß günstigsten Beschäftigungsgrad weisen die Bezirke Königsberg mit der Regierung Stresemann, den passiven Widerstand zu beenden. 96,0 D. S., Stettin mit 87,3 v. H. und Berlin mit 87,2 v.. an Dem franzöfifchen Botschafter in Berlin ist teine offizielle Mitteilung Bollarbeitern auf. Die Kurzarbeiter sind am stärksten Selbstverständlich hat dieses teils dreiffe, teils gewundene zugegangen. Es ist nun, nachdem die Zurückziehung der Verord- vertreten in den Bezirken Köln mit 51,6 v. H., Stuttgart mit Dementi nicht das geringste zu bedeuten. Es hat noch niemals nungen einmal erfolgt ist, eine neue Cage gefchaffen, die die Er- 44,2 v. 5. und Hagen mit 35,6 v. 5. Die Zahl der Arbeits. eine diplomatische Bertretung zugegeben, daß fie unzulässige öffnungvon Berhandlungen zwischen Deutschland und den lofen ist am höchsten in den Bezirken Hagen mit 24,6 v. 5. und Machenschaften treibt. Früher erschienen solche Dementis bei filerten gestalten wird. Zwischen den alliierten Regierungen wird Köln mit 15,5 v. 5. Die Zahl der orbeitslosen Mitglieder betrug H. der Entlarvung von Spionen, heute werden sie von der sowjet- unverzüglich ein Meinungsaustausch eingeleitet wer- in ten berichtenten Berwaltungen 7.1 v. 5). gegenüber 6,6 v. 5. in der Vorwoche. Die Arbeitstage hat sich weiter ver. ruffischen Diplomatie herausgegeben, wenn Fälle bolschewisti- den, und es ist wahrscheinlich, daß Poincaré in erster Linie mit den schlechtert. Die Bollarbeiter gingen von 73,2 v. H. in der scher Propaganda und dergleichen durch Sowjetvertretungen belgischen Ministern verhandeln wird. Der Ministerpräsident Borwoche auf 67,7 v. 5. zurück, während die Zahlen der Kurzim Auslande aufgedeckt werden, Daß bei der hiesigen Sowjeb tehet heute abend nach Paris zurück. arbeiter und Arbeitslosen entsprechend stiegen, tre politischen Abfidien auszubeuten. In welcher Art und Weise| Angestellten ohne abgelegte Gebiffenprüfung and folchen mit abges Gewerkschaftsbewegung fie das zu tun gedenten, zeigen uns ihre Borbereitungen in Bayern. legter Gehilfenprüfung. Das Spizengehalt im 14. Berufsjahr beDer Handwerkerbund als Streikverein. Bon befreundeter Seite wird uns folgendes Rundschreiben zur Verfügung gestellt, das der Deutsche Handwerkerbund E. V. persendet: Deutscher Handwerkerbund E. V. Berlin- Friedenau, den 25. September 1923. An die Herren Obmanner! betr.: Gründung der„ Gewerkschaft des gewerblichen Mittelstandes." Sehr geehrter Bundesbruder! Nachdem alle unsere Schritte bei unserer Regierung über Beder uns " Das bedeutet also, Aber auch unsere Gegner, die im bolscheristischen Lager stehen, find trug im Auguft für geprüfte Angestellte 89,1 Millionen, für ungeim Begriff, diefelben Dummheiten zu begehen, die bisher immer prüfte im gleichen Berufsjahr 81 Millionen. Die Säge gingen ihre Freunde um Reventlow" zum Anlaß nahmen, sich als Retter zurüd bis auf 36 940 000 bam. 40 635 000. im vierten Berufsdes Baterlandes aufspielen zu können. Demgegenüber haben nicht( ersten Gehilfen-) jahr. Die Vorauszahlung bis zum 14. Sept. nur unsere Betriebsräte, sondern alle Barteigenossen in den Be- begann mit 20 525 000 bzw. 22 580 000 m. und stieg bis zum Höchstbetrage von 45 batv. 491 Millionen. trieben größte Bachsamkeit zu zeigen. Die Gefahren, die daß der günstigst gestellte Drogist in den ersten beiden Septemberuns bei Putschen, gleich woher se lommen, drohen, sind für den wochen mit insgesamt noch nicht 50 Millionen Mart auskommen Bestand der Republit ebenso gefahrooll wie für die Arbeiterbewe follte. gung schlechthin. Alle Anbiederungsversuche und alle Parolen Hier hilft eben auch nur der Anschluß an die Drgani von unverantwortlichen Stellen haben wir auf das strengste zurüdiation. find unb felbſt die persönlichen Borstellungen unseres Vorſtandes An unfere Poffabonnenten! ruppenleiter bat daraufhin sein Mandat niedergelegt. Es hat beim Reichsfangler die Not nicht mildern werden, sehen wir uns veranlaßt, angesichts des beginnenden Zusammenbruches unferer Wirtschaft, mit Mitteln hiergegen fämpfen zu müssen, die bisher nur bei Arbeitern und Beamten beliebt woaren. Papierne Eingaben find zwecklos. Die Herren in der Regierung und in den Bartelen verstehen nur eine Sprache, das ist die des Streifes. Zu diesem Zmed ist gestern von uns mit einer Anzahl gemerblicher mittelständischer Berbände des Handels und der freten Berufe die Gemertschaft des gewerblichen Mittel. standes" begründet. " Da die Zeit drängt, bitten wir Sie, fofert die Angehörigen des Handels und der anderen freien Berufe in Ihrem Ort zufammen zu berufen und diese zu veranlassen, je eine außer ordentliche Gruppe mit einem Vertrauensmann an der Spise zu bilden. Diefe Gruppen gehören dann zu unserem Bunde und bilden gemeinsam mit unserer Ortsgruppe eine Ortsver. maltung der Gewertschaft. In einer gemeinsamen Berfammlung ist dann der Vertrauensmann der Gemert[ chaft für Ihren Ort zu wählen. Die betr. Listen mit den gemählten Bertrauensmännern sind uns sofort einzusenden. Es ist erforderlich, daß als Gemertschaftsvertrauensmann ein energischer Mann gewählt wird, der gemillt ist, die uns brohenden Gefahren mit allen gewerkschaftlichen Mitteln, wie Streits, gemeinsames Schließen der Geschäfte und Betriebe, abwehren zu helfen. Sollten in Ihrem Ort kaufmännische Vereine und sonstige Organisationen des Mittelstandes bestehen, so find diefe ebenfalls aufzufordern, der Gewerkschaft beizutreten. Unsere Bundesorganisation bleibt selbstverständlich wie bisher bestehen. Auf verfchiedene Anfragen teilen wir nochmals mit, daß fowohl die Nachnahme von 6 Millionen durch die Poft als auch die 6 Millionen auf die von uns überfandte Zahlkarte zu zahlen find Verwärts- Verlag, Berlin SW. 68, Lindenstraße 3 zuweisen. Für uns find die Beschlüsse und Anordnungen der gewerkschaftlichen Instanzen und unserer Partei richtunggebend. Am Schlusse der Versammlung wurde folgende Entschließung angenommen: „ Die am Dienstag, den 25. September, tagende Versammlung der BSPD.- Betriebsräte lehnt jeden Krieg ab. Ele verurteilt die Butschversuche von rechts und links. Die Versammlung verlangt von der Partei stärkste Aktivität für die Verbesserung der Lage der Arbeiterschaft. Die BSPD.- Betriebsräte sind jederzeit bereit, Parcei und Gewerkschaften zu folgen und mit allen Machtmitteln den Bestand der Republik und die Rechte der Arbeiterschaft zu verteidigen." Achtung, Töpfer! Die Fachgruppenleitung nahm in ihrer Sigung am 24. September Stellung zu den in der Mitgliederver sammlung am 21. September gestellten Anträgen. Der neugewählte mithin eine Neuwahl der gesamten FachgruppenIeitung stattzufinden. Dieses soll in der am Sonnabend, den 29. September, nachmittags, im Gewerkschaftshaus stattfindenden Mitgliederversammlung geschehen. An der Wahl können nur die Sollegen teilnehmen, die ihr Mitgliedsbuch in Ordnung haben. Arbeitslose, die vom Verband Unterstügung beziehen, erhalten einen Ausweis im Zimmer 53. Büderkontrolle findet am Eingang des Saales statt. Nichtmitglieder haben keinen Zutritt. In dieser Versammlung wird gleichzeitig Bericht von der lezten LohnverDie Fachgruppenleitung. handlung gegeben. Die neuen Metallarbeiterlöhne. Aus dem Schiedsspruch, welcher am 24. September im Arbeitsministerium gefällt wurde, ergeben fich folgende Löhne: Männliche Arbeiter über 21 Jabre in laffe I- V 14 000 000, 13 600 000, 13 200000, 12800000, 12400 000 m. Arbeiter von 18 bis 21 Jahren in Klasse I- V 11 200 000, 10 900 000, 10 500 000 92. 11 900 000, 11 500 000, Attordbasis in Klasse I- V 13 400 000, 13 100 000, 12 700 000, 12 200 000, 11 900 000 m. Jugendliche Arbeiter von 14-15 Jahren, männlich 2600 000, weiblich 2 500 000 m., von 15-16 Jahren 3 600 000 bato. 3 200 000 m., 16-17 Jahren 4 500 000 bzw. 4 100 000 m. 17-18 Jahren 5 500 000 bar. 5 000 000 M. ArBeiterinnen über 21 Jahre. 9 600 000 m., bon 18-21 Jahren 8 100 000. Atforbbasis 9 100 000 m. Für Glühlampenindustrie Gruppe I 9 400 000 M. Die Ehefrauensulage beträgt 75 000 m., die Kinderzulage laife I 2 100 000 W., Alaffe II 2 000 000 m., Selaffe III 1 000 000 m. Jm Chemigraphie-, Kupfer-, Tief- und Lichtdruckgewerbe Streit in der Telegraphen- Union. tourde für Berlin für die Woche vom 22. bis 28. September Som Betriebsrat der Telegraphen- Union wird uns mitgeteilt: folgender Lohnabschluß getätigt: Im ersten Gehilfenjahre 595 Die Direktion der Telegraphen- Union hat sich geweigert, die Millionen, bis 21 Jahre 680 Millionen, von 21-24 Jahren 765 Wir erwarten, daß jeder Obmann fofort feine Schuldigkeit im sonstigen Zeitungsgewerbe bereits ausgezahlten 4 Augustgehälter Millionen, fiber 24 Jahre 850 Millionen. Lehrlinge erhalten im tut, denn nur schnelles energisches Eingreifen fann für die laufende Woche auszuzahlen und dies u. a. mit Geldmangel ersten Lebrjahre 45 Millionen, im zweiten Jahre 60 Millionen, im uns Dom sicheren Untergang retten. Zu den in begründet. Sie will die morgen, Donnerstag, stattfindenden neuen dritten Jahre 70 und im vierten 100 Millionen Softgeldnächster Beit stattfindenden Bersammlungen unseres Bundes bitten Verhandlungen im Zeitungsgewerbe abwarten und den dort vers entschädigung. Die Lohnberbandlungen im Steindruck und Lithomir die neugemählten Gruppenführer und den Gewerkschaftsvereinbarten Saz am Ende dieser Woche auszahlen. Die vom Be- graphiegewerbe find im Gange. trauensmann mit einzuladen. triebsrat erhobenen Borstellungen, daß bei den heutigen Preisen Die Angestellten im Berliner Buchhandel erhalten weitere die Angestellten doch unmöglich so lange warten fönnen, wurde fünf Augustgehälter a tonto September für diese Woche ausgezahlt. ebenso wie die beantragten Verhandlungen in schroffer Weise ab. Achtung VSTD.- Hochbahner! Donnerstag Fraktionsfigung bei Schuls, Der Fraktionsvorstand. gelehnt, wobei sich insbesondere der Direktor Mejer auszeichnete. Elifabethstraße 30. Gewerkschaftsunterkommission des 19. Bezirks, Benlow. Mitgliederver. Daraufhin beschlossen die Angestellten mit 96 Stimmen bei 100 fammlung am Donnerstag abenb, 8 Uhr, in Jugendheim Bantom, Breite anwesenden Stimmberechtigten die Arbeit niederzulegen. Straße 32, Eingang Finanzamt. Die Stellungnahme der Redakteure dieses Unternehmens steht noch aus; sie haben jedoch erklärt, auf keinen Fall Streitarbeit zu leisten. Die Herren Kreisvorsitzenden werben gebeten, fofort einen energischen Raufmann und auch einen Angehörigen der freien Berufe zu veranlassen, den Kreisoorfiz für den betr. Stand zu übernehmen und ums von dem Ergebnis mitteilung zu Mit Bundesgruß macho. Der Bundesvorstand. Im Anschluß daran wird mitgeteilt, daß Landesversammlungen am 30. September in Stettin für Pommern, am 7. Oktober in Sagan für Niederschlesien, am 8. Oftober in Kalau für die Lausitz, am 14. Oftober in Rüstrin für die Neumar? stattfinden. Also die Herren Handwerksmeister wollen ft rei te n, und zwar, weil fie Steuern zahlen sollen. Sie organisieren fich als „ Gemertschaften". um gegen den Staat vorzugehen. Diefelben Handwerksmeister aber fönnen sich nicht genug tun über ben Verlust der Autorität zu flöhnen und darüber zu jammern, daß her heutige Staat bolfchemisiert werde. Es wird vielleicht gut sein, diese merkwürdige Gewerkschaft, deren ausgesprochener 3wed die Auflehnung gegen die Geseze des Staates ist, sich einmal näher anzusehen. Wir find gewiß Anhänger der gewerkschaftlichen Freiheit, soweit es sich um die Austragung wirtschaftlicher Interessengegensätze handelt. Aber die Organisierung des offenen Widerstandes gegen den Staat und seine Gesetze unter der Maste einer Gewerkschaft hat damit nichts zu tun. Wir halten es also für angebracht, daß den Herren Handwerksmeistern von autoritativer Seite in nicht mißzuverstehender Weise bedeutet wird: Schuster bleib bei deinen Leisten. Stellungnahme der Betriebsräte. Hotelangeftelte und Arbeitslosigkeit. Die Generalversammlung des Zentralverbandes der Hotelangestellten vom 24. September 1923 nahm folgende Resolution einstimmig an: Achtung Schermaren Cattlet, Tapezierer- unb Bortefeuiller- Berband. branche! Freitag abend, 4½ ihr, im Gewerkschaftshaus, Saal 3, Bertrauens. männerversammlung. Bericht von den Lohnderhandlungen. Jeber Betrieb muß vertreten sein. Vertrauensmännerfarte mitbringen. Freitag abend, 7 Uhr, im Gewertschaftshaus, Gaal 5, Vertrauensmännerversammlung. Be. richt von den Lohnverhandlungen, Ausgabe der Tarife. Dez Berband der Sithographen, Steinbruder und verwandten Vernfe. volle Verbandsbeitrag beträgt für die Woche vom 22. bis 28. September 18 Millionen Mart. Der Ortsvorstand. Jugendveranstaltungen. Achtung Koffierer! Die Egtromarken für den Monat September müffen, holen. Die Kampffondslisten mühen unbedingt abgezahlt werden. vember. Bor" Die Generalversammlung stellt fest, daß durch die tägliche Geld entwertung und die nachträgliche Auszahlung der Löhne die gesamte Der Reallohn an Arbeiterschaft um den Real.ohn betrogen wird. fich ist aber bereits so gesunken, daß ein großer Teil der Arbeiter unbedingt hente cageholt werden. Alle Abteilungen müssen diefelben abschaft schon am Berhungern ist. Im Hinblick auf die grauenhaften Elendszustände der Erwerbslosen ist es dringend erforderlich, Karlshorst. Jugendheim Gemeindeschule Auguste- Bittoria- Str. 43. der gegenwärtigen Not fofort in ausreichendem Maße zu steuern. trag: Werden und Bergehen in Weltall." Rosenthaler Vorstadt. JugendEs müssen sofort Maßnahmen von den Gewerkschaften getroffen beim Landsgemeindehaus Sophienstr. 23. Vortrag: ,, Balutaelenb. werden, damit die gewählten Bertreter der Erwerbslosen von den Schöneberg III. Jugendheim Schule im Lindenhof. Vortrag:„ Der 9. NoBehörden anerkannt und die aufgestellten Forderungen nach Möglichfeit bewilligt werden, bevor es zu irgendwelchen Verzweiflungs- Berantwortlich für Politit: Richard Bernstein; Wirtschaft: Artur Caternus: aften tommt. Die Generalversammlung beauftragt daher ihre Ber. Gewerkschaftsbewegung: J. Steiner; Feuilleton: Dr. John Echitoessti; Lotales und Sonstiges: Frik Karstäbt; Anzeigen: Th. Glode; sämtlich in Berlin. treter, folgende Grundsätze zu verfechten: Einreihung fämtlicher Berlag: Vorwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Vorwürts- Buchbruceret Erwerbsfähigen in den Produktionsprozeß. Ueberführung arbeits- und Berlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin SW. 68, Lindenstraße 3. loser Gruppen in andere lebenswichtige Betriebe, Sierzu 1 Beilage. Enteignung derjenigen Unternehmer, welche durch Stillegung ihrer Betriebe die Lebenswichtige Probuftion fabotieren. Die zu treffenden Maßnahmen Nachmittags ar Zielka! find unter der Kontrolle der Betriebsräte und Gewerkschaften durchzuführen." Die Gehälter der Drogiften. Varieté Kabarett Friedrich- Ecke Leipziger. Eintritt frel bis auf reservierte Plätze. bei Jogal Gicht Rheuma 3schias hervorragend bewährt bei: Grippe Herenschuß Nervenschmerzen. Die der BSPD. angehörenden Betriebsräte Groß- Berlins maren gestern abend zahlreich einem Ruf des Fraktionsvorstandes Eine unorganisierte und deshalb besonders schlecht bezahlte gefolgt, um Stellung zu nehmen zu der gegenwärtigen Situation. Angestelltengruppe, die überdies noch durch teilweise LehrlingsGenosse Bernhard Krüger mies in feinen einleitenden Auszüchterei bedrängt ist, bilden die Drogisten. Sie haben allerdings führungen auf den Ernst der politischen Lage hin. Bon rechts und einen Gehaltstarif. Ob diefer Tarif lediglich von der Drogistenlints droben der Republik schwere Gefahren. Die Putschisten von innung zu Berlin aufgestellt wird oder unter Mitwirkung der An- zeichnet bei Schlaflosigkeit. In allen Apotheken erhältlich. Best. 64,3% rechts find drauf und dran, die Beendigung des Ruhrkonflitts für gestellten, ist uns nicht bekannt. Der Tarif unterscheidet zwischen Acid. acet. salic.. 0406% Chinin. 12,6% Lithium, ad 100 Amylum. Theater im Admiralspalast Tägi. 734 Uhr Theater, Lichtspiele usw. Dranter und früher Volksbäkne 7 Uhr: Und das Licht scheinet in der Finsternis. DeutschOpernhaus Theater 1. d. 6 U.: Die Walküre Masikal. Leitung: GeneralKöniggrätz. Straße masikdir. Lee Rlech 8: Rammers. Vera Schwarz a. G. Der Clown Gottes Aktionärkart. gültig Große Volksoper Lessing Theater Komödienhaus im Theat d.Westens Heute bisSonnt 7: Der Unbestechliche 8 Uhr: ( Max Pallenberg) Mein Vetter Eduard Beat. Künstler- Th. Allabendl. 7: Der Fürst v. Pappenheim 7 Uhr: WINDOORTEN 72: Rigoletto Intimes Theater 8 Uhr: Abendbesuch Die k. u. k. Hose Lustspielhaus Direktion: Heinz Saltenburg. Gastsp, Die Truppe 72: Casino- Girls ( Max Adalbert) Varieté- Programm Kaufm.v.Venedig Rose Theater Rauchen gestattet! Metropol- Theater Ein Mann aus d. Volke Marken- Neues Theat. a. Zoo Zigaretten Walhalla Theater Weinbergsweg 19/20 billigst bei Tägl.& Uhr: 71% Uhr: Von 3-7 Thalia- Theater 7 Uhr: Mimikry Herschdörfer Theater i.d. Kommandantensir Die spanisch. Fliegeofenthaler Str. 50. Allabendlich 7, U.; Casino- Theater PATENTE Charlie 8 U. Die 8 U. Dr. Bogdahn, Geschäfts! Wallner- Theater neuen Reichen Treuh.- Verein berat. S: Die tolle Lola ReichshallenTh. Tägi. 1½ U. u.Sonnt. 3 U. Stettiner Sänger Th.a. Kottb. Tor Täglich 7'/ 2 Uhr ing. SW 61, Gitschin. Str. 3.* Ab 21. Causa Kaiser Ungeheuer gestiegen im Preise sind alle Lebensmittel u. Bedarfsartikel. Kleine Anzeigen billig! im Vorwärts sind immer noch Sonatag nach Marken- Zigaretten mittag 3 Uhr: Garbaty, Halpaus, ELITE- Tabak u. Zigarren Constantin, Karmitry, Sänger Avramikos, Muratti, gibt ab unt. Tagespr Arno Geßner, Großhandig, Das süße Mädel Weritstr. 21. Teleph.: Moabit 2114. U. a. TabakwarenEtablissement Café ielka Friedrichstr. 60, Ecke Leipziger Str. 4 Uhr Täglich 4 Uhr wieder die beliebten NachmittagsVarieté- u. Kabarett- Vorstellungen Auftreten von: Maria Zelenka u Alfred Lautner a. G. Leni Bowitz, Ines Mesina, Lena Düveke, Jam. Basch, DrehersAlpenspiele, 2 Hugos, Ballett Oberor( 4 Damen), einst. v. Egen Molkow, J. Birnbaum mit großem Orchester Eintriit frei bis aut reservierte Plätze 73, Uhr abends: Das große Programm! Nachruf. Am 22. September verschied am Herzschlag das Mitglied des Hauptvorstandes, unser Kollege, Stadtverordneter, Redakteur Hugo Subke Seit Gründung unseres Verbandes hat er in Wort und Schrift unermüdlich für die Interessen der Invaliden gekämpft. Die Ausbreitung und Vertiefung der deutschen Invalidenbewegung sind zu einem großen Teil ein Erfolg seiner Tatkraft und Energie. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten Die Bestattung erfolgt am Mittwoch, den 26. September, nachm. 3 Uhr, von der Halle des Neuen Marienkirchhofes, Berlin, Prenzlauer Allee 7, aus. 3253b Zentralverband der Invaliden und Witwen Deutschlands. Der Hauptvorstand 1. A.: Joh. Lüneburg, 1. Vors. Trabrennen Rubleben Deutscher Metallarbeiter- Verband Mittwoch, den 28. September, nachm. 1 thr Goldgelbe OrientZigaretten Spezial..400 90211. Goldriefe 600 Min. ( Doppelformat) Nur an Wiederverkäufer heute 8-1 Uhr Gutlicht Rigarettenfabrik Köpenicker Straße 7a. ( Schlesisches Tor). Bau-, Geldschrank- und Möbelschlosser! Donnerstag, 27. Septbr., abds 6 Uhr, im Kriegervereinshaus, Chauffeeftr. 94 Branchenversammlung Die Funktionäre treffen sich um 15 Uhr im selben Lotal. 43/10 Die Ortsverwaltung. Die Sozialistische Genossenschaft og al stillt die Schmerzen und scheidet die Harnsäure aus. Ausge Beginn 1,10 Uhr vormittags Beginn 1,10 Uhr vormittags Nur noch bis Sonnabend 7 Uhr abends Nur soweit Vorrat reicht! Serien- Angebote auf Ständern 1. Flanschmäniel 345, 525, 675 Millionen 2. Eskimomäntel 875, 1068, 1315 Millionen 3. Tigerjacken, imitiert. 1730 Millionen 4. Maulwurf- Mohärmäntel 2270 Millionen Auffallend billig! Ia Seal- Electric- Pelzmäntel, Slinks- Jacken, Astrachan-Mäntel, Biberette- Mäntel aus Pelz und Plüsch noch weit unter dem heutigen Einkaufspreis Westmann 1. Geschäft: Berlin W8, Mohrenstr. 37a 2. Geschäft: Berlin NO, Gr. Frankfurter Str.115 Zeitschrift für Theorie und Praxis Unsere nur erstklassiges, allgemein eingeführten and der gesamten Genossenschafts- nachweislich lausendfach freiwillig glänzend begutachteten bewegung. Gute Berichterstattung. aus Metall ür Erscheint im III. Jahrgang. Einzel- Bettstellen Erwachsene u. Kinder nummer: 0,50; vierteljährlich 1,-XStahlmatratzen, Polster, Decken, Federbetien lief. wir frachifroi Buchhändlerschlüsselzahl. Einsen- dir. an Private zu günstigst. Praisen a. Beding: Katal. 30A frei, Kräuter- Franzbranntwein Kopp& Joseph Berlin W 50 dung auf Postscheck Erfurt 25056. Eisenmöbelfabrik Suhl( Thüringen) besonders kräftigend u.erfrischend Potsdamerst. 122 Verlag: Sozialistische Genossenschaft, Greiz i. V. Nr. 449 40. Jahrgang Beilage des Vorwärts Jugendliche im Kino. Das fehlende Heim. Ein Appell an die Eltern. Ueber die verderbliche Wirkung zahlreicher Kino- Schauerdromen| Wandel begriffen ist. Darum muß erziehungsunfähigen Eltern durch Aft viel geredet und geschrieben worden- nicht in allen Zeitungen Geftellung von Erziehungshelfern eine Stüße gegeben werden. Nicht Denn man will nicht auf die schöne Einnahme der Kino- in allen Fällen find die Jugendlichen zu bestrafen. Abgesehen davon, Ankündigungen verzichten. Tatsache ist, daß die Kinosujets Seelen- daß die heutigen Reformbestretungen der Jugendfürsorge dahin gehen: gift sind, die Jugendlichen aber anziehen, wie das Licht die Motten. Mehr Erziehung, weniger Strafe!" Aus pädagogischen Gründen läßt sich aber Straf- und Erziehungsgewalt nicht gut trennen. Sie fönnen sich ihr Dasein taum noch denken, wenn sie nicht pflichtvergessene Eltern werden in Zukunft nach dem Infrafttreten mindestens einmal wöchentlich im Kino waren. des RIWG. ganz ficher- damit zu rechnen haben, daß sie energischer an ihre Erziehungspflicht ihren Sprößlingen gegenüber gemahnt Folgen des Wohnungselends. Arme werben. auch. Aber Eine vorbildliche Organisation. Mittwoch, 26. September 1923 Gesetzesänderung Groß- Berlin. Zu den Ausführungen des Genoffen Schüning erhalten wir eine zuschrift des Landrats von Niederbarnim, Genossen Schlemminger, die wir wiedergeben, trotzdem wir die Auffaffung der Landräte der Berlin benachbarten Streise nicht teilen. Die Schwierigkeiten, die sich für die Weitereristenz der Nachbarfreise ergeben, tönnen nur durch eine Neuregelung der Rreiseinteilung überhaupt behoben werden. Auf keinen Fall fann einer Verminderung des Groß- Berliner Gebiets zugestimmt werden. Das ergibt sich zur Genüge aus der ganzen Geschichte der Entstehung der Groß- Berliner Gemeinde, die nicht eine schichte der Entstehung der Groß- Berliner Gemeinde, die nicht eine Folge der Entwicklung ist, die bereits vor dem Kriege zum Erfindung der Sozialdemokraten, sondern eine natürliche 3 medverband Groß- Berlin geführt hatte. Ein Milderungsgrund für die Aushäufigtett und Kimoftebhaberei Der Jugendlichen ist natürlich das grauenhafte Wohnungselend. Bo Die Stadt Neuded in der Tschechoslowakei hat eine nachahmens. die ganze Familie in einem einzigen Raume hodt, wo es nach allen werte Organisation der Jugendlichenbeaufsichtigung bei Kinooorstel- ausschließlich mit der inneren Organisation der großen EinheitsDer Auffah des Genossen Stadtrat Schining befaßt sich möglichen Ausdünstungen riecht, wo das ftete Beieinanderfein ver- lungen und Tanzunterhaltungen getroffen. Neudec, ein Ort mit gemeinde. Er hat unzweifelhaft recht, wenn er darin die Hauptschieden gearteter Charaktere oft Szenen heraufbeschwört, die an 7000 Einwohnern ist, wie die Jugendfürsorge" in Heft 3, 1922 be- aufgabe erblickt und in diesem Simme tann auch der Saz„ Die Häßlichkeit nicht zu überbieten find, bort ist die häusliche Atmosphäre richtet, in 8 Bezirke eingeteilt. Für jeden Bezirt ist ein ehrenamt Territorialfrage dürfte faum größere Bedeutung erlangen nicht init Giftftoffen geleden, die das Nervensystem zermürben und zerficher Berufsvormund bestellt. Diese Berufsvormünder sind mit einer beanstandet werden. Das darf aber nicht so aufgefaßt werden, als rütten, bort ist die Sehnsucht, zu flüchten, sei es nur auf Stunden, gerichtlich bestätigten Legitimation ausgestattet und kontrollieren mit ob diese lettere Frage überhaupt bedeutungslos fei. Dies wäre begreiflich. In solchen Wohnlöchern entwurzelt alles: Friede, Freude, Unterffühung der Ortspolizei die Kino- und Vergnügungslokale, ein schwerer Irrtum. Im allgemeinen wird ja unzweifelhaft an Berstehen, Interessengemeinschaft- alles strebt auseinander. Keiner halten Umschau und fordern in zweifelhaften Fällen die mit Lichtbild der neuen Abgrenzung Berlins festgehalten werden müssen, da liebt sein heim, es trägt ja den Namen zum Hohn. Keiner freut sich, versehene Legitimation des Jugendlichen. Jugendliche unter 16 Jahren gegen hat sich diese Abgrenzung im einzelnen unzweifelhaft als in nach getaner Arbeit in feine vier Wände zu kommen, denen jebe beiderlei Geschlechts müssen sofort das Lokal verlassen und werden höherem Maße verderblich, sowohl für die in den äußersten BeGemütlichkeit fehlt, es ist eben fein trautes" Heim. Schnell effen, außerdem, wie auch der Beranstalter, Gastwirt, Rinobefizer, zur An- zirfen wohnhaften Berfonen, als auch gerade für die Finanzen der umziehen und dann fort, wie hinausgepeitscht. Wohin?! heimatíose Jugend! Unter diesem Gesichtspunkt muß der Kinobesuch beige gebracht. Derartige Berbote bestehen natürlich in Deutschland Stadt Berlin erwiesen. Der Stadttämmerer Karding hat einwie werden sie gehandhabt? In den größeren randfrei wiederholt dargelegt, daß die Lasten, die der Stadt Berlin ber Jugendlichen verstanden werden, wenn man ihn auch nicht billigt. Städten wird das Berbot energischer durchgeführt. Aber auf dem durch diese Außenbezirke auferlegt werden, in gar feinem Verhält Der Befuch diefer Stätten, die nur Flittergold, nur taube Kerne in Lande sieht es damit noch sehr übel aus. Nicht zuletzt infolge der nis stehen zu dem Steueraufkommen dieser Gebiete. Das fomaugentäuschender Aufmachung darbieten, ist längst zur Sucht, zur Verständnis- und Berantwortungslosigkeit vieler Elfern. Nicht plizierte Berwaltungssystem wirft sich gerade dort am Krankheit geworden. Es ist aber auf der anderen Seite unleugbar nur Behörden können das liebe Publikum schifaniezen sondern auch unerfreulichsten aus. Man braucht sich ja nur an irgendeinem einSchuld der Eltern und Erzieher, die ein bedenklich weites Gewissen umgekehrt ist es oft der Fall. Wehe dem Landjäger, Gendarm oder fachen Beispiel flarzumachen, wie schwierig und kompliziert es für haben und ihre Halbwüchsigen nie fragen:" Wo und mit wem ver- dem sonstigen Polizeiorgan, wenn er eine Tempelaustreibung vor die Stadtverwaltung ist, auch die einfachsten alltäglichen Kleinigbringst du deine Feierstunden?" Wenn sich der Junge, das Mädel etwas geholt" bat, ja, dann ist die Klage groß. Dann werden alle nehmen würde dort, wo die Eltern der Ansicht sind, daß Kino etwas feiten in diesen Außenbezirken zu erledigen, wie ungeheure Reise„ Schönes" ist. So geschieht es leider häufig, daß das Auge des Ge- tosten durch die Beamten und Beauftragten entstehen, die gezmunInstanzen angerufen und sollen helfen, was jene versäumten. Was foll man, un nur einige Beispiele anzuführen, dazu sagen, daß fetes das eine Auge ganz zudrückt und durch das andere nur mit gen find, fich an Ort und Stelle jedesmal zu informieren. Umge einem Spalt und lieber nichts sieht. fehrt lassen sich die Schwierigkeiten für die Einwohner felbst bei Eltern ihre Kinder mit vollem Wissen und Einverständnis auf die ben schlechten und teuren Berkehrsverhältnissen heute auch nicht fchiefe Ebene bringen? Beugt es von elterlicher Verantwortung, mehr annähernd schätzen. Deshalb wäre es bringend zu wünschen, wenn Minderjährige von ihren sogenannten„ Bräufigems" vollständig Benn wir mit unserer Jugendfürsorge nicht ständig Waffer in wenn bezüglich der äußeren Abgrenzung der Landtag mög. Bewis, momentan find die Eltern eine Laft los, aber auf wie lange? werden, die geeignet sind, Abhilfe zu schaffen auf möglichst schmerz die ursprünglich für die Eingemeindung in Aussicht genommen ausgehalten werden und die Eltern daran genießend partizipieren? ein durchlöchertes Faß schöpfen wollen, müssen Maßnahmen getroffen lift balb die beffernde Hand anlegte und den Umfang der riesigen Einheitsgemeinde auf die Gebiete zurüdführte, Denn die abirrenden Jugendlichen werden eines Tages aufgegriffen und in die Zwangserziehung gebracht. Diese Fälle häufen sich, ob- losem Wege, d. h. den die Aufsicht führenden Polizeiorganen müssen mohl oft milde Richter walten und nur Schußaufsicht verhängen. ehrenamtliche Helfer beigegeben werden. Das braucht nicht immer o soll es hinaus, wenn Eltern nicht aus Proletariertreisen ein Mann zu sein. Man wähle neben den beruflichen Fachkräften ihre faum Fünfzehnjährige einem Ausländer anvertrauen, damit er ruhig auch Mütter, Frauen aus einfachen Kreisen, denen der Besuch ihr Berlin zeige", das Mädel dort einmietet, es geschlechtlich als der Kinos durch Jugendliche längst schon ein Dorn im Auge ist. Wie die Reichspost an ihrer Zerstörung arbeitet. fein unpersönlichstes Eigentum betrachtet! In einem anderen Fall Sie werden schon die rechten Worte treffen und auch den rechten Es wird so viel über die sinnlos bureaukratische Wirtschaft bei finden es Eltern ganz felbstverständlich, daß ihre Sechzehnjährige Blid mitbringen für das, was not tut. Denn Erziehung soll nicht der Reichspoft gesprochen, die notwendigerweise zum Zusammenbruch ein„ reiches" Berhältnis hat und daraus ihre Borteile" ziehen. Das immer von„ oben", auch nicht durch die Polizei versucht werden, fie führen müsse, ohne daß wie ihre Berteidiger behaupten dafür ist wohl das Verruchteste, mas es geben tann, wenn Eltern ihre muß aus den Reihen kommen, die am meisten durch Erziehungsfehler praktische Belege erbracht werden. Wir möchten deswegen heute Minderjährigen förperlich preisgeben und so bewußt zur Sittenver- zu, leiben haben. Die in Stadt und Band zu errichtenden Jugend- einen authentischen Beweis für die Richtigkeit jener Behauptungen wilderung beitragen. ämter( nach dem RIBG.) haben auf diesen Punkt unbedingt Wert erbringen. zu legen und Kommiffionen zu bilden, die den Jugendschutz zu ihrer briefträger bei dem einzelnen Telephoninhaber eingezogen. Neuer. Bis vor kurzem wurden die Fernfprechgebühren durch den Geldbesonderen Aufgabe machen. Nicht immer strafen, sondern mehr bings ist das anders geworden. Der Bostbote bringt eine mit der erziehen und nicht mit der Hand, sondern mit Kopf und Herz er- Adresse des Telephoninhabers versehene bedruckte Bofitarte mit Rüd" * Die neuen Postgebühren. waren. Alles um 2550 Mark. Die Verantwortlichkeit der Jugendlichen. Selbstverständlich müssen die Eltern, die es angeht, ihr Gewissen schärfen auch hinsichtlich des Kinobefuches ihrer Halbwüchsigen. Die freie Bereinigung großstädtischer Jugendamter hat auf ihrer letzten ziehen! antwort. Darauf sind die Kosten vermerkt. Diese Kosten sind dann. Tagung in Berlin die Forderung erhoben, die Ueberwachung der innerhalb acht Lagen entweder durch Barzahlung beim Post. Jugendlichen Lichtspielbefucher durch ehrenamtliche Persönlichkeiten in Deutschland einzuführen. Ferner wurde gefordert die strafrechtliche amt oder durch lleberweisung auf Postscheckkonto zu bezahlen. Bei einem Freund unseres Blattes ergab sich dabei das Folgende: Er Berantwortlichkeit der Jugendlichen für den Besuch von Erwachsenen- Am 1. Oktober tritt im Post- und Bosticheckverkehr eine neue erhielt am 13. September über Ortsgespräche im Monat August eine Barfiellungen. Bisher wurden im Uebertretungsfall nur die Kino- Gebührenerhöhung in Kraft. Es werden toften: ost tarten im Rechnung in Höhe von 2550 mart! Das bare Geld mitzuhefiger bestraft. Das ist natürlich eine nicht zu billigende Einseitig Ortsverkehr 400 000 m., im Fernverkehr 800 000 M. Briefe im nehmen, lehnte der Postbote ab. Das sei nicht mehr zulässig. feit. Warum denn nicht auch die Eltern haftbar machen? Von den Ortsverkehr 800 000 m., im Fernberkehr 2 Millionen Matt. Druck- Am 16. September wurde das Geld an die angegebene BostschedJugendlichen fann Einsicht und Erkenntnis nicht immer und allein ia chen 400 000 m. Pädchen 4 Millionen Mart Balete in nummer durch Bostschecformular überwiesen. 2m 22. September erwartet werden. Gittliche Reife muß in erster Linie von den Eltern der ersten Bone bis drei Kilogramm 4500 000 m., in der zweiten ftam vom Bostschecamt die Mitteilung an den Telephoninhaber, daß gefordert werden. Denn die Jugendlichen durchlaufen gerade in der Bone 9 Millionen Mart, in der dritten Bone ebenfalls 9 Millionen Beit vom 14. bis zum 21. Lebensjahre so viele Stadien leiblicher Mart. 8eitungspakete bis 5 Silogramm in der ersten Zone und seelischer Entwickelung, daß es schwer fallen dürfte, ihren Reife 3 500 000 m., in der zweiten und dritten Bone 7 Millionen Mark. grad für sittliche Defette sicher festzustellen. Es handelt sich in diesem o stanweisungen bis 50 Millionen Mark 400 000 m., Zahl Alter um eine Gruppe von Menschen, die in ftetem Wechsel und| farten bis 50 Millionen Mark 100 000 m. feine Uebermeifung nicht ausgeführt werden könne, denn er habe neben der richtigen Bostschechnummer noch den Bermert Bostamt Bichterfelde gemacht( der Zahlungspflichtige wohnt in Lichterfelde), während der Bermert Fernsprechrechnungsamt Berlin D. 27, Magazinstraße" laute. Der Telephonteilnehmer überwies nunmehr Das Verbrechen der Elise Geitler. terei. Wohl schlugen fich die vierfchrötigen Bauern wie Helben, dem Haargeflecht, der Mutter Eliſens. Was die zwei Frauen Novelle von Hermann Keffer. verloren bei dem muklofen Kampfe ihr Blut, viele wurden in den Tagen darauf von herumstreifenden Reitern aufgegriffen und als Rebellen erschossen. Die Namen der Tapfern, die zwischen den Leichensteinen auf dem Totenader gefallen waren, verzeichnete- dereinst in faum lesbaren, verwaschenen Lettern- eine Tafel auf dem Denkstein. Aber schon bald hinter Berligenfeld begegnete er den Gewehr- aber bewunderten die Kinder das Porträt einer schönen Frau läufen der Schüßenbataillone und den Lanzenspitzen der Reis in einem filbernerschnürten Mieder und einer Riegelhaube auf wohl brachten sie, die von dem Grimm und der Wut bis über| miteinander besprachen, davon vernahmen die Geschwister nicht 1] menschliche Kräfte hinaus bewaffnet waren, viele der feind viel. Aber es mußte mohl häufig von traurigen Dingen die Noch vor wenigen Jahren tonnte man in Berligenfeld, lichen Streiter vom Leben zum Tod, doch schwanden die rasen Rede sein, denn Elise kam bisweilen mit verweinten Augen brt an einer alten Holzbrüde am Berliger Bach, und zwischen den Gewalthaufen bald auf ein schmächtiges Trüpplein zu aus der niederen Stube in den Garten heraus und ging dann alten Kastanienbäumen das fleine weiße Landhaus sehen, in fammen, das sich am Ende des Tages auf dem Kirchhof von am Heimweg still und nachdenklich hinter den Kleinen her, dem Gertrud und Otto von Sohr, die beiden Geschwister, mit Berligenfeld verschanzte. Dort hielten sie stand, bis die Stawischte mit der rauhen Hand oft verstohlen über das verihrer alten Dienerin Elise Geitler wohnten, als sich die Ge- nonen die Mduern megräumten und die Lanzen und Gewehre fümmerte Geficht und schaute verlegen zur Seite, wenn sie fchichte zutrug, die ich auf diesen Blättern aufzeichnen will. die verbiffenen Streiter auf die verwüsteten Kreuzbügel nieder- merkte, daß der Blick der Kinder erstaunt und fragend über sie Inzwischen hat die nahe Großstadt, die das nachbarliche Land warfen, wo sie sterbend über den Gebeinen der Toten zu hinstreifte. An einem solchen Tage war es gewesen, daß Germitsamt den Dörfern darauf verschlang und verwandelte, auch fammenbrachen. An ein halbes Tausend Oberländer Bauern trud als achtjähriges Mädchen unter dem dreiteiligen Stadttor diese Stätte vernichtet. Ein mächtiges Maschinenschloß mit aus roten Badsteinen, das heute noch steht, zwischen die harten Türmen und hohen Raminen steht an der Stelle des meißen Hufe zweier Wagenpferde geriet und zermaimt worden wäre, Hauses, und darin toben Tag und Nacht in eiserne Räften hätte fich nicht die Dienerin mit einem Aufschrei auf das Kind persperrte Schaufeiräder und drahtumsponnene Stahlringe; gestürzt und es mit ihrem Leibe gedeckt. Das Kind fam heil der vordem so rauschende Fluß ist in ein enges Bett aus aus dem Tumult der zitternden Pferdebeine hervor, Elise tahlem 3ement gezwängt, die buschigen Uferhänge sind veraber, der es dunkelrot aus der Schläfe rann, schaffte man schwunden, und dort, wo die alte Holzbrücke zitterte, ist ein Einen von diefen Namen man findet ihn noch heute wachsbleich und bewußtlos auf einer Bahre, der die Kinder feftes Staumehr. Die Wasser fließen jeht zahm und nüßlich in der neu vergoldeten Inschrift tannten die Sohrschen Ge- weinend folgten, nach Hause. Das Schicksal der Dienerin aber bahin, Berligenfeld ist ein Vorort der Residenzstadt geworden schwister seit ihrer Kinderzeit und hatten ihn wohl hundertmal war seither an das Glück des Mädchens geheftet. Vom und das Maschinenfchloß hat die Sorge dafür übernommen, buchstabiert, den des Rottenführers Franz Xaver Geitler, Krantenlager, das sie wochenlang nicht verließ, mußte man daß am Tage die Stadtbahnen ohne Pferde durch die Straßen Bauern von Berligenfeld und Urgroßvaters ihrer zuverlässigen sie schon nach wenigen Tagen aus der Mägdekammer an das rollen und daß zur Nachtzeit auf hohen Masten elektrische Dienstmago Elise, mit der sie nicht selten aus dem schönen Bett der sterbenden Herrin des Hauses tragen, die ihr wortLampen hellglühend aufbrennen können. Das Dörfchen aber Haus in der Stadt über Land geschickt wurden, wobei Elife los, aber mit bittenden ängstlichen Augen die Hand drückte. ist nicht mehr, denn die Bauernhütten, die dereinst schmal und mit Borliebe ihr heimatliches Dörfchen aufsuchte, das zu jener Behn Jahre vergingen, dann folgte der Frau der verschlossen puntel und wie in der schwarzen Erde der Obstgärten ver- Beit, auf einem schattigen Uferweg erreichbar, noch durch und wunderlich gewordene Gatte, der pensionierte Oberst, der funten an den Hügeln flebben, haben einer neuen Billentolonie Felder und Wälder, die längst niedergestampft und zerschlagen fich mit wenig Erfolg als Geschäftsmann und Unternehmer Städtischer Beamter Play machen müssen, und nur die Kirche find, von der Stadt geschieden war. versucht hatte und, mie man sagte, auch zuletzt dem Glücksmit dem Friedhof darum, ein kleines in Efeu versponnenes Damals drückten die Kleinen, wenn sie von der Nachspiel ergeben war, als müder Mann in den Tod. Noch an Gotteshaus, in dem längst feine Meffe mehr gelesen wird, ist mittagswanderung über das abendrötliche Land ins Eltern- feinem Sarge mußten der Sohn, der inzwischen ein träumenais einzige Erinnerung an die Bergangenheit übrig geblieben. haus zurückgekommen waren, ihren weichen Kindermund auf des Studentenleben begonnen hatte, und die Tochter, die ein Hier sieht man auch an hellen Sommerfonntagen oft die die Wange einer zärtlichen Mutter, die, selber zu schwach, um stilles, doch blühendes Mädchen geworden war, aus dem Stadtfinder und ihre Eltern it ehrfürchtigen Gefichtern um mit ihnen zu gehen, nur ihr Antlig mit den verlöschenden Glauben erwachen, daß ihnen fürderhin ein reiches Dasein einen verwitterten großen Denfftein stehen, auf dem sich ein Augen aus ihrem Leidensstuhl sehnsüchtig nach ihnen menden beschieden sei. Es blieb, als die grausame Rechnung gemacht bronzenes Kreuz erhebt, um das Denkmal der Gefallenen in fonnte. Ihr erzählten sie auch von den Begebenheiten auf dem war, nur soviel zurüd, daß die Geschwister außerhalb der der Berligenfelder Bauernschlacht. Und dies war der Stolz Friedhof und von einem fleinen Bauernhaus unterhalb der teuren Stadt würdig, aber bescheiden leben konnten. Der Zu der Berligenfelder, daß sich im achtzehnten Jahrhundert in Kirche, das in einem dichten und schier verwachsenen Wald fall wollte es, daß in Berligenfelb ein einfaches Landhaus um einer düsteren Landesstunde als der Kurfürst mit feinen von Johannisbeersträuchern lag, von denen fie im Juli so viel billiges Geld feil war, und so geschah es, daß Elise Geitler, Soldaten im fernen Often am Donaustrand gegen die Türten effen durften, wie sie wollten. Das Haus aber gehörte einer Die Dienerin, verarbeitet, bitter und grämlich geworden, als focht und der welsche Feind in die unbemehrte Heimat fiel- fteinalten Base der Dienerin, einer schwerhörigen verfallenen Greifin mit grauem Scheitel wieder in ihrem Heimatderf zu Berligenfelder Bauern an die Spiße der Freischaren stellten. Frau, und darin hing auch noch in einer dumpfen Stube ein wohnen fam, wo sie den verarmten Geschwistern mit Hilfe um die Welschen zum Lande hinauszujagen. Mit schweren buntes Bildnis, der Freischarenfommandant Geitler, ein scharf eines Dorfmädchens den Haushalt führte. Das war am Ende Jagdbüchsen und blanten Sensen rückte der treue Bauernzorn| blickender Mann mit einem großen schwarzen Vollbart und der siebziger Jahre, aus dem bergigen Hinterland zur Rettung der Hauptstadt aus einer Sturmhaube über der strengen Stirn. Ihm gegenüber ( Fortseßung folgt.) Die 2550 m. nochmals auf Bostschecktonto. Es ergibt sich bemnach der folgende bureaukratische Kreislauf: 1. Feststellung der Ortsgespräche während des vergangenen Monats; 2. Ausfüllung eines Formulars; 3. Ueberbringung der Rechnung durch den Briefträger; 4. Ausfüllung des Postscheckformulars; 3. Anzeige vom Postscheckamt, daß die Zahlungsanweisung 6. Mitteilung des Postschecamts, daß die Zahlung nicht verbucht wurde; durchführbar sei; 7. Neuer Rontoauszug des Boftschecamts mit Rüdbuchung tes überwiesen gewesenen Betrages; 8. Neuausschreibung eines Bostscheckformulars; 9. Berrechnung im Bostichedamt; 10. Mitteilung an den Bostscheckkunden von der neuerlichen Berbuchung; 11. Ausbuchung der Schuld des Telephanteilnehmers im FernSprechrechnungsamt. Diefe Vorgänge bedeuten die Ausfüllung und Unbrauchbarmachung von etma 14 Formularen nebst Beschäftigung von wohl 10 Berfonen, und das alles wegen 2550 Mart! Wir sind der Auffaffung, die Postbehörde die sowohl beim Fernfprechamt wie beim Boftfcheckamt derlei gewiffenlosen Betrug des Staates durch burcaufratischen Echtendrian zuläßt, müßte sofort fristlos und ohne Pension aufgelöst werden. Schuhbefohlen: 200 Millionen Mark. Umzüge trotz des Berbotes. findet Groß- Berliner Parteinachrichten. Bezirkstag in Berlin. Am Dienstag vormittag gegen 11 Uhr zogen etwa 400 Ber. jonen durch die Frankfurter Allee. An der Ede der Rathausstraße traten ihnen Polizeibeamte entgegen und zerstreuten die Menge Die Fortsetzung des am 23. September vertagten Bezirtstages nach Androhung von Waffengewalt. Bald danach sammelten sich die Demonstranten abermals, und zwar in einer Stärke von 3000 Personen; fie zogen vor das Lichtenberger RatSonntag, den 7. Oktober, von 9 bis 2 Whe haus, wo sie aufgelöst wurden. Eine Deputation begab sich zum in den Germaniajälen, Chauffeestr. 110, statt. Zu dieser Tagung werden neue Mandatsformulare ausgegeben, Bürgermeister John und forderte Berbilligung und Beschlagnahme der angeblich zurüdgehaltenen die den Abteilungen rechtzeitig zugehen. Desgleichen verlieren die Lebensmittel und Kleidungsstücke. Eine dritte An- bisherigen Gastfarten ihre Gültigkeit. Neue Gastkarten gelangca Sammlung von girla 300 Köpfen, die das Ergebnis der Besprechung durch die Abteilungsleitungen zur Ausgabe. in der Pariaue abwarten wollte, wurde ebenfalls ohne Zwischenfall zerstreut. Rathaus Schöneberg. Ein Teil von ihnen war bereits in Um 12 Uhr mittags zogen etwa 200 Arbeitslose aum verwaltung Auszahlung von Geldern, als die Schutzpolizei erſchien die Nathausräume eingedrungen und verlangte von der Kassenund die aufgeregten Leute aus dem Rathaus entfernte. Dor Zu einer eindrucksvollen Kundgebung für die Republit gestaltete fich eine öffentliche Frauenversammlung, die einigen Tagen in den Hohenzollern- Sälen in Charlottenburg stattfand. Referentin war die Genoffin Juchacz, die das Thema Die Frau im Kampfe für Leben und Freiheit" behandelte. Sie führte u. a. aus, daß es faum noch zu verstehen sei, wenn in der heutigen schweren Zeit immer noch Frauen mit auffallendem Lugus progen, während auf der anderen Seite die Mütter nicht mehr in der Lage sind, ihre Kinder mit notwendigster Nahrung zu versehen. Die Hausfrau, die sich jahrelang der Politit fernhalten mußte, ist jezt auch gezwungen, sich um die schwere wirtschaftliche Lage des Staates zu fümmern. Schlimm ist es, wenn die Frau neben der schweren Hausarbeit noch Berufsarbeit verrichten soll. Zum Schluß behandelte die Referentin die Ruhrfrage. Mit einem begeisterten Hoch auf die Sozialdemokratie schloß die Bersammlung. Der Bezirksvorstand. Eltern 5. Kreis. Friedrichshain. Achtung! Nur Obleute der Bildungskommission heute abend, 5% Uhr, bei Buchmann, Stralauer Allee 25. beiräte! Donnerstag, den 27. September, Fortsegung der BollversammTung um 7 Uhr in der Schule Petersburger Str. 4. Bollzähliges und pünktliches Erscheinen Pflicht. 7. Kreis. Charlottenburg. Die Abteilungsvorsitzenden treffen fich heute abend um 6 Uhr im 8.1. Der Kreisvorsitzende. 14. Kreis. Rentöllu. Mittwoch, 26. Geptember, abends 7 Uhr, Sigung des Abteilungsengeren Kreisvorstandes mit den Abteilungsleitern und obleuten der Ordnerschaft im Parteibureau. 4. Kreis. Oblate der Ordner, Donnerstag 6 Uhr, Schule Scherenbergstr. Erscheinen Pflicht. Abend." Die Ueberraschungen, die uns auf dem Gebiete des Preiswuchers jekt täglich blühen, fönnen faum mehr übertroffen werden. Und doch tommt immer noch etwas Neues hinzu, immer etwas, woran man noch nicht gedacht hatte. Die vor furzem stattgefundenen Häuteauftionen brachten neue Refordpreise. Während auf der Häute nerfteigerung für Ochsenhäute 44,6 millionen Mart ie fund bezahlt wurden, wurden auf dem Biehmarkt für beste Schachtochfen nur" 12 bis 13 Millionen Mart je Pfund bezahlt. as ist doch ein Ergebnis, das die höchste Aufmerksamkeit der Bucherbehörden erfordert. Natürlich wirkt sich so etwas fofort auf tom Rebermarft aus, und nach den neuesten Bekanntmachungen hes Verbandes der selbständigen Schuhmacher Berlins, gültig ab 23. September, toften in Millionen Marf: Herrensohlen und-abfähe, genäht, 194 bis 213, dito genagelt 166 bis 184, Damenfohlen urb abfäge, genäht 144 bis 159, dito genagelt 121 bis 136, Anaben und Mädchenfohlen und abfäße genäht 127 bis 142. dito genagelt 115 bis 131, Kinderfohlen und absätze genäht 89 bis 100, dito genagelt 83 bis 95 m. Des Spielers Ende. In Spielerfreifen war ein gewisser. eine sehr bekannte Ber. fönlichkeit. Bei größeren Zusammenfünften im Westen der Stadt febite fait nie und er war es fast immer, der die Bank hielt. In der letzten Zeit hatte er aber ziemliche Berlufte erlitten. Bei einer Zusammenkunft in der letzten Nacht, wo er wieder der Bankhalter war, war ihm das Glück zunächst wieder wenig bold. Er versuchte nun einen großen Coup und hielt die Bant bei einem Einjaz von je 15 Milliarden. Er hatte so alles auf eine Karte gesezt und war, wenn man nach außen hin auch wenig davor merfte, innerlich sehr erregt. Als er nun die Karte aufdeckte und eine 8 zog, der Gewinn somit ganz der Bant aufiel, brach er plöglich vom Schlage gerührt zusammen und war auf der Stelle tot. Die Gesellschaft verließ jest eiligst das Spiellotal, weil die Polizei von dem Tode benachrichtigt werden mußte und niemand angetroffen werden wollte. Die Leiche wurde beschlagnahmt und nach dem Schauhause gebracht. Preise und Löhne. Ichensmittelpreise in der Linsen Zentralmarkthalle am 25. 9. Erbsen ( in tausend Mark) Rindfleisch Hammelfleisch. Kalbfleisch 9500-11500 14000 Weizengrieẞ. 1 Ei. 45000-60000 Weißkohl. 8500 4600 2000 38000-45000 Wirsingkohl. 2500 40000-50000 46000-60000 35000-45000 Mohrrüben Grüne Bohnen Pfefferlinge 3500 7000 1500 Hechte. 30000 Karpfen Aale 80000 50000 28000-34000 . 16000 B Speck Lebende Schleie. "> Schleie in Eis. Schellfisch Kabeljau Grüne Heringe Butter Margarine Schmalz Wochenlöhne in Berlin ( in tausend Mark) Polierer vom 15.- 21. 9. 15000-16000| Wagen- und Karosseriebranche vom 19.- 25. 9. ( Gruppe I) 6000-7500 59000-60000 28000-30000 Metallarbeiter vom 17. bis 35000 28. 9.( Höchstlohn) 17. Kreis. Lichtenberg. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfrennbe! Soz. Mr. beiterjugend! Jungsozialisten! Goz. Abstinenten! Donnerstag, den 27. September, 7½ Uhr im Jugendheim Parlaue, Aussprache über gemeinsame Agibation. Bortrag des Gen. Dr. Sturm über: Proletarische Erziehungsarbeit." Bildungsausschuß: Sonntag, den 30. September, nachm. 4 Uhr in Schwarz's Gommertheater, Möllendorfftr. 24, Bunier Ronzert, Gesang, Regitationen sowie turnerische Aufführungen und Tanz. Eintrittspreis 500 000.( Sanz ertra.) Nachzahlung vor. behalten Sämtliche Mitglieder des Bildungsausschusses fowie die betreffenden Genossen, welche sich am Sonntag, den 30. Geptember, zur Silfe zur Verfügung stellen, treffen sich Donnerstag, den 27. September, 6% Uhr, in der Bibliothek, Weichselstr. 28, aur Sigung. Bezirksarbeitsgemeinschaft ber Beamten. Beschwerdeausschuß. Sigung am Donerstag, den 27. September, 5 Uhr nachmittags, im Berliner Rathaus, Sprechzimmer der Stadtverordnetenversammlung. Eingang Rönigstraße. 6. Kreis. Kreuzberg. Die Mietercatsversammlung des Kreises findet erft Mittwoch, den 3. Oktober, bei Rabe statt. Heute, Mittwoch, den 26. September: 5. Abt. Die für heute angekündigte Rreismitgliederversammlung findet 23. Abt. In der heute abend stattfindenden Abteilungsversammlung wird Die Arbeiter- Samarifer- Kolonne Berlin beginnt in den nächsten Lagen mit weiteren Ausbildungs- Abendkursen, und zwar am Donnerstag, den 27. September, in Neukölln, Schule Rütlistraße, acht Tage später statt. am Freitag, den 28. September in Neukölln, Albrecht Dürer- Schule, Emfer Straße, am Montag, den 1. Oktober, für Spandau- NeuSeegefeldt in der Schule Kruppstraße und am Dienstag, den 2. Dl. tober, in Svandau, Jugendheim, Neuendorfer Straße. Der Besuch des ersten Leseabends ist für jedermann frei. Die Bearbeitung aller Angelegenheiten des Devisenhandels, insbesondere die Durchführung der Verordnung vom 7. September dieses Jahres, ist der Abteilung W und hier dem Kriminalfommiffar Dr. Uelzen übertragen worden. Für Pensionäre, Wartegeldempfänger und Hinterbliebene der ehemaligen Wehrmacht sind die Schecks über die Mehrbeträge infolge Erhöhung des Teuerungszuschlags auf 699 900 Broz. für die Zeit vom 24. bis 30. September 1923 vom Reichspensionsamt dem Postschedamt zugeleitet worden. Sprech- Chor für die Proletarischen Feierstunden. Donnerstag abend, 7%, Uhr, lebungsstunde in der Sophienschule, Weinmeisterstr. 16/17. 28. Sept., abends 8 Uhr, im großen Saale des Bittoriagartens, Wilmers Eine öffentliche Mieterversammlung findet am Freitag, den dorf, Wilhelmsaue 114/116, statt. R. Dr. Goezel und N. Dr. Starschny werden über das neue Mieterschutzgesetz und Wohnungsmangelrecht, über die Gefahr der Goldmieten für Geschäftsraummieter, über die neuen Zuichläge und über die Untermiete für Oftober referieren. Zur Dedung der Untoften wird ein zeitgemäßer Beitrag erhoben. 6000 Zentner Getreide durch Feuer vernichtet. In der legten Nacht ist die Dampfmühle Willnow in Finsterwalde mit 6000 Zentnern Getreide und Mehl niedergebrannt. Tödlicher Absturz vom Eisenbahnfrittbrett. Am 22. September sind auf dem Bahnhof Delbe in Westfalen zwei Reisende aus einem Personenzuge gestürzt. Sie wurden schwerberlegt in das Delder Krankenhaus eingeliefert, wo sie furz nach der Einlieferung starben: Wie die Eisenbahndirektion Hannover mitteilt, lieg Unvorsichtigkeit der Reisenden dem Unfall zugrunde. Sie hatten sich auf die Trittbretter des 8uges gestellt. Vorträge, Vereine und Versammlungen. Mieterverband, 6. Berm. Bez. Donnerstag, den 27. September, Funktio. närßigung aller Gruppen GD., S. und EW. im Lobal Reichenberger Sof", Reichenberger Str. 147. Mitgliedsbuch und Ausweis als Obmann muß vor 740 615 gelegt werden. Anfang 7% Uhr. Longfellow English Debatting Club: 7.30 Uhr abends, Deutsches Zahnärztehaus, Bülowstr. 104( Hof rechts). 717 600 nicht das Reichsschulgeset behandelt, sondern Bericht gegeben Bezirkstag. 26. Abt. 7% Uhr im Musikalischen Fuchs", Joftyftr. 7, bringende zu fammenkunft aller Partei- und Gewerkschaftsfunktionäre fowie aller Ordner. Der Bezirk 485 muß vertreten sein. Alle Abteilungsmitglieder find eingeladen. 38. Abt. 7 Uhr Mitgliederversammlung im Freischüg", Fruchtftr. 38a. Genoffe Stein spricht über: Die poitische Situation in Europa." 9. Abt. Brig. Die angekündigte Mitgliederversammlung fällt aus. 101. Abt. Treptow. 7 Uhr in der Schule Wildenbruchstraße. Vortrag und Diskussionsabend über das Jugendgerichtsgesetz. Referentin: Genossin Scheibenhuber. Teilzunehmen haben sämtliche Funktionäre, die Mitglieder der Kommunalen Rommission und interessierte Genossen. 128. bis 130. bt. Bankow. 7½ Uhr im Jugendheim Breite Straße 32. All gemeine Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Die Währungskrise." Ref.: Gen. Dr. Kovach. Erscheinen dringend notwendig. Morgen, Donnerstag, den 27. September: 92. bt. Neukölln. 7% Uhr Abteilungsversammlung im Gambrinus", Raiser- Friedrich- Str. 88. Ref.: Gen. Franken, M. b. 2. Thema: Die Aufgaben der Partei." 1 holländ. Gulden 1 argent. Pap.- Befo 1 belgischer Frank. 1 norweg. Strone. 1 dänische Krone 1 schwedische Strone 1 finnische Mark. 1 japanischer Yen. 1 italienische Lire 1 Pfund Sterling 1 Dollar 1 französisch. Frant 1 brasilian. Milreis 1 Schweizer Frank 1 spanische Beseta 100 österr. Ser.( geft.) 1 tschechische Krone 1 ungarische Krone Wetter bis Donnerstag mittag. Ein wenig fühler, bielfach heiter, 1 bulgarische Lewa 644 000 aber veränderlich, feine erheblichen Niederschläge, mäßige südwestliche Winde. 1 jugoslaw. Dinar. Gemeinschaftsgruppe Deutscher Hypothekenbanken Erfolg Deutsche Hypothekenbank( Meininger), Frankfurter Pfandbrief- Bank A.-G., Leipziger Hypothekenbank, Norddeutsche Grund- Credit- Bank, Preußische Boden- Credit- Actien- Bank, Schlesische Boden- Credit- Action- Bank, Westdeutsche Bodenkreditanstalt, Aktienkapital und Reserven über 200 Milliarden Mark. Die neue wertbeständige 5% ige Gold- Schuldverschreibung unkündbar und unverlosbar bis 1929 Gedeckt durch Golddarlehen an öffentlich- rechtliche Körperschaften oder unter Bürgschaft solcher Körperschaften, vornehmlich auf werbende Goldwertanlagen( insbesondere große Elektrizitätsunternehmungen u. dergl.). Gesichert nach den strengen Vorschriften des Hypothekenbankgesetzes und des Gesetzes über wertbeständige Hypotheken. Ueberwacht durch Staatskommissare und staatliche Treuhänder. Garantiert durch das Vermögen der Gemeinschaftsbanken. Zeichnungstag: 1. Oktober 1923. Voranmeldungen zu dem für den Zeichnungstag maßgebenden Umrechnungskurse können schon jetzt bis zum 26. September cr., mittags 12 Uhr erfolgen und werden bei der Zuteilung vorzugsweise berücksichtigt. Zeichnungspreis: pari, er entspricht dem letzten vor dem 1. Oktober amtlich festgestellten, im Reichsanzeiger bekannt gegebenen Londoner Goldpreis, umgerechnet in deutsche Währung nach dem Mittelkurs der Berliner Börse für Auszahlung London am Tage der letzten amtlichen Notierung vor dem 1. Oktober unter Auf rundung des Preises für 1 Gramm Feingold auf volle 1000 M. Zeichnungen und Voranmeldungen können bei den einzelnen Gemeinschaftsbanken und durch alle Banken und Banklers erfolgen. Zahlung der ausmachenden Beträge am 1. Oktober 1923, Stückelung zu 2, 5, 10, 50 und 100 Gramm Feingold. Die Zuteilung erfolgt nach Ermessen der Gemeinschaftsbanken, ebenso die Verteilung der gezeichneten Stücke auf die einzelnen Gemeinschaftsbanken. Wer Substanz und Kaufkraft seines Vermögens sich erhalten und gegen Geldentwertung schützen will, zeichne die neue 5% ige Gold- Schuldverschreibung der Gemeinschaftsgruppe. E! Amtliche Devisenkurse. 25. September 24. September Käufer Berläufer Käufer Berkäufer ( Geld-) ( Brief) ( Geld-) Kurs Kurs Rurs ( Brief-) Kurs 47481000 47719000 40299000 40501000 6723150 6756850 19152000 19248000 21745500 21854500 32119500 3241875 58653000 5625000 548625000 120697500 7660800 11471250 21605850 16997400 171570 8620925 6184 1107225 1376550 58254000 49077000 7720650 23740500 26733000 58546000 49327000 7759350 23859500 26867000 32280500 8258125 58947000 5654100 551875000 121302500 7699200 11528750 21714150 39301500 89498500 3989950 72180000 6786925 146632500 17082600 20548500 20651500 172430 8639075 6216 1112775 1888450 209475 4428900 4451100 7480 1420440 1615950 1427560 1624050 3970050 71820000 6753075 673812500 676687500 147367500 9097200 9142800 14468750 26483750 26566250 14536250 210525 7519 Taillenmäntel, Cutaways. Maßverarbei- Roßhaare, Schafwolle, Maulwürfe, Verschiedenes Gewissenhafte Untersuchung. Seb amme Hildesheim, früher Edel, BülowBertrauensvolle Auskunft Franen, Auf Kredit maderne Herrenanzüge,[ Felleinkauf. 8iegen, 8idel, Ranin, tung, beste Butaten. Bequeme, distrete Kalbfelle. Woldenburgerstraße 2. AleganTeilzahlung. Leiser Gottlieb, Nollendorf der 1857. Händler Extrapreise. Straße 22a. Hochbahnhof Rollendorf Sädeankauf Gollnowstr. 9. play. 9-12, 8-7. Sädeeinkauf, Nähgarn. Swinemünder. Straße 62. haben Inserate Leibhaus Friedrichstraße 2( Sallesches Straße 7. Humboldt 489. Vorwärts Ulfter, Baletots, Sportpelae, Gehpelze, Sadecinkauf. Neukölln( 2196), Fulda- Mädchen, langjährige Erfahrung, ärat Ragenjaden, Gealmäntel, Kreuzfüchse, Straße 25. Strohfäde, Rudfäde, Rar- lich geprüft. Wolff. Wiener Straße 20, brittes Portal, II. Graufüchse, Blaufüchse, Wölfe zu enorm toffelfäde verkäuflich. billigen Preisen. Keine Lombardware. Pianos fucht Boigt. Neukölln, SanTor) verkauft elegante Serrenanadge, KLEINE ANZEIGEN Monatsanalge, Commerpaletots au derftraße 30. Grandpreis: Anzeigen die für die 60 Mark. Fettgedr. Wort 120 M.( zul 2 fette Worte). Stellengesuche das 1. Wort( fatte) 60 M., Jedes weitere 50 M. Wortemit mehr als 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Alle Grandpreise mal Schlüsselzahl zurzeit 30000 nächste Nr. bestimmt sind, müssen bis 42 Uhr nachmittags in der Haupt- Expedition des Vorwärts, Lindenstraße 3. abgegeben werden. Dieselbe istwechentags von morgens Uhr bis nachmittags 5Uhr ununterbrochen geöffnet. * Arbeitsmarkt Stellenangebote Konferven- Arbeiter staunend billigen Breifen. Nah, Gor- Pianos tauft Rarfiol, Dresdenermannstraße 25/26, früher Muladstraße. ftraße 54. Morigplag 128 45. Nicht laufen bei uns, bevor Sie sich Bianos, Flügel fauft zu höchsten nicht in anderen Geschäften über die Tagespreifen Bianomagazin. Barba Breife in Herren- Bekleidung erkundigt roffaplag 2, Nollendorf 5397. haben. Erft überzeugen Sie sich über unsere Preiswürdigkeit. Wir führen nur weiß ftaunend hohen Preis. Rofenzweig, gewandte Kraft, im Ronfervieren ber Wäschenäherinnen erhalten für Neubefte Qualitäten. Elegante Anzitge, mo- Markusstraße 5. Rönigstadt 7837. berne Ulster, Paletots, Schlüpfer, Fleisch und Ganelebererzeugnisse gut ver Gummimäntel, Sportpaletots. Spezia- Metallschmelze, Neanderstraße 85( nur fiert, der in größeren Fabriten wie z. B. lität: Erfag für Maß. Aufmerksame im Laden), fauft Bahngebiffe, Blatin. in Straßburg gearbeitet hat, per fofort Bedienung. Bindel, Invalidenstraße 20, abfälle, Goldfachen, Gilberfachen. Qued: nach Brag gesucht Geft. Anträge unter Direkt Stettinerbahnhof. filber, fämtliche Metalle. Angabe ber Fabriken, wo er gewirkt, Höchste Retordpreise für Mauser- unter Chiffre Selbständig 3732" an die pistolen 7,63 mit Anschlag aften, sowie Annoncenegpedition Piras A.- G, Prag, 137/19 andere automatische Pistolen, Sagd- Jindrisská ul. 18. Nähmaschinen. Gelegenheitsläufe wenig Metallbetten, Chaiselongues 250 000 000 maffen, Leuchtpistolen, Bielfernrohre, gebrauchter Maschinen mit Garantie an. Batentmatragen, Bolsterauflagen, Brismengläser, Feldgraue 08 Riemi, nur bei Fischer, Potsdamerstraße 103. Rinderbrahtbett. Meide, Augustite. 32a, Lehninerstraße 2, Ede Safenheide. Rollendorf 8682. Eigene Reparatur. Quergebäude. werkstatt. Möbel, Tomplette 8immer, Einzel- Bringenftr. 75. Geifen verkaufen günstig engros und möbel, Metallbetten. Wenger, Marfi- 10 000 000,-für 1 Kilo Schallplatten, detail. Dr. Merson u. Langen, Karl- liusstraße 8( Alexanderplat). Blattenumtausch, Köpenickerftr. 183a, Straße 18a. Verkäufe Federhandwagen, Beiterwagen, Rollfarren, Cinzelteile. Fabrit. Dresdener Straße 55. Berleihe Gesellschafts- Anzüge Aschheim, Neue Schönhauserstr. 12. Bekleidungsstücke, Wäsche usw. Möbel Musikinstrumente Pianos preiswert. Klaviermacher Lint. Brunnenstraße 35. Uebungsflaviere, fpottbillig, Albrecht, Dvanienstr. 68. Fahrräder Bettwäsche. Diese Woche staunend Görideräber! Brennaborräder, Bitto. billige Ausnahmetage in Bettbezigen riaräber, Waffenräder konkurrenslose und Bettlaten. Handtücher, Wäscheftoffe, Mindestpreife. Tischtücher, Latenstoffe, Schlawe, Weinmeister. Damaste, ftraße vier. Streiffatin, bunte Bezüge, fertige SnTette usw. zu konkurrenzlos billigen Breifen. Massenauswahl. Nur gute Qualitäten. Mengenabgabe vorbehalten. Wäsche und Stickerei- Industrie- A.- G., Große Frankfurter Str. 9. Kaufgesuche * Villardbälle, Elfenbein, fauft Dinger Vorwärts- Musträgerinnen Autozubehör Ründkerzen, Glühbirnen tauft Rösler, Friedrichsgracht 5-6. werben fofort eingestellt Berlin, Bastianstr. 7; Gillmann, Car men- Sylva- Str. 57; Greifenhagener Straße 22; Immanueltirchstr. 24; Lau figer Plag 14/15; Petersburger Blag 4; Wattstr. 9; Wilhelmshavener Str. 48. Adlershof, Walter, Genossenschaftsftr.& parterre. Baumschulenweg, Röple, Riefholaftr. 180. Buchholz, zu melden bei Wagner, Blan tenburg, Burgwall str. 63. Charlottenburg, Gefenheimer Str. 1. Copenid, Rieger Str. 6, Laden. Rugellager, Autozubehör fauft Golu- Friedrichshagen, Hoffmann, Kurze Str. L idtenberg, Wartenbergstr. 1; Boghage bew, Schönhauser Allee 127. ner Str. 62. Motor, Schellad, Leim, Tischlermer! Pichtenberg- Friedrichsfelbe, Frankfurter zeug. Tischlereimaschinen tauft Ernst. Oranienftr. 166, III. Rugellager tauft höchftzahlend Elbingerstraße( Ringbahnhof Landsberger Werkzeuge u. Maschinen Angellager, Bofzündkerzen, Magnete, Bergaser tauft Mechanische Werkstatt, Gartenplag 5. Unterricht Fahrräder tauft Linienstraße 19. Feinste Modellanzüge, in eigenem Fahrradankanf, höchften Tagesturs. allee). Atelier hergestellt, befte Stoffe in allen Wunsch persönliche Abholung. Dres Farben zu fonkurrenzlos billigen Brei- denerstraße 120. Morigplag 3730. fen. Bufewen, Kantstr. 5, Bahnhof 800. Fahrradankauf, Freilaufräder, höchft. Pelzwaren Teilzahlung liefert Belz- zahlend. Brüdner, Gitschinerstraße 28. marenfabrik Stallis, Tile- Wardenberg- j Spulendrähte, isolierte, blanke; Rup- Stenographie 6000.-T., Schreibma. Straße 11 1, Kahe Bahnhof Tiergarten, ferkabel, Motoren, Fassungen tauft fchine, landwirtschaftliche Buchführung. 9-7 geöffnet. Sinz, Elfafferstraße 17. Norden 4688. Solle's Privatschule, Potsdamerfte, 116a. Ace 185, Baden. Mariendorf, Leip, Chauffeeftr. 29. Mazicnfelde, Greulich, Berliner Str. 148, Mentolin, Neckarstr. 2; Siegfriebftr. 28/29. Niederschöneweibe, Schindler, Fennstr. 28. Meinidendorf- Oft, Provinastr. 56. Reinidendorf- W., Scharnweberstr. 114/15. Ethöneberg, Belgiger Str. 27. Tempelhof, Kaifer Wilhelm- Str. 13. Wilmersdorf, Kaiserplas 10, parterre.