91 Nr.457 40.Jahrgang Ausgabe A nr. 228 Bezugsprets: Bom 30, Sept.- 6. Okt. 28 imionen M. voraus zahlbar. Unter Kreuzband vom 80. Geptbr.- 6. Ottbr. für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet sowie Desterreich u. Lugemburg 41 600 000 M., für das übrige Ausland 52 000 000 m. Boftbezugspreis freibleibend. Der ,, Borwärts" mit ber Sonntags beilage ,, Bolt und Beit", der Unter haltungsbeilage..Seimwelt" und ber Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Abreffe: Sozialdemokrat Berlin Sonntagsausgabe Vorwürts Berliner Volksblatt 4000000 M. Anzeigen- Grundpreise: Die einspaltige Nonpareillezetle 400 Mart. Reklamezeile 2000 Mart. Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 120 W.( zulässig awet fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 60 M. Stellengesuche das erste Wort 60 M, jedes weitere Wort 50 M. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familienanzeigen für Abonnenten Zeile 40 M. Alle Grundpreise mal Schlüsselzahl zurzeit 50 000. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 4% Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW.68, Lindenftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei Deutfchlands Redaktion und Verlag: SW 63, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Dönhoff 292-295 Berlag: Dönhoff 2506-2507 Sonntag, den 30. September 1923 Kahrs Feldzug gegen das Reich. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Postscheckkonto: Berlin 375 36 Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depojitentasse Lindenstraße 3 Rheinischer Separatismus. Am heutigen Sonntag halten die rheinischen Sonderbündler in Düsseldorf ihre große Parade ab. Manche Leute München, 29. September, abends 6 Uhr.( Eigener Draht- mengebrochen. Dieses Zusammenbrechen Rahrs ist mit in bericht.) Am Freitag nachmittag wurde die sozialdemokratische erster Linie schuld taran, baß die ganze völkische Arbeit von neuem fommen und die rheinische Republik ausgerufen werden befürchten, daß es bei dieser Gelegenheit zu einem Putsch Barbeileitung von verschiedenen Seiten mindestens zehnmal ta begonnen werden mußte. Wenn er sich heute einem gewaltigen Don verständigt, daß in der Nacht zum Samstag sowohl gegen die pöllischen Gefühl gegenüber sieht, so erntet er die Früchte der fönnte. Uns scheinen solche Befürchtungen übertrieben. Die Münchener Bost" als auch gegen das Gewerkschaftshaus etwas Arbeit Adolf Hitlers, ter von Stadt zu Stadt den Ge- separatistische Bewegung ftützt sich auf eine verschwindende Münchener Post" als auch gegen das Gewerkschaftshaus etwas danken der deutschen Freiheit getragen hat. Hinter einen Minderheit; sie kann daher nur durch aktive Unter unternommen würde. Bon der Parteileitung wurde deshalb an-" Führer" wie Kahr fann man sich nicht bedingungslos ftellen, weil ft it ung Frankreichs entscheidende Erfolge erzielen. Das geordnet, taß je eine 20 Mann starfe Wache der S. A. das Eigentum man weiß, daß er froh besten Willens dant innerem Mangel zu bloße Gewährenlassen allein genügt nicht. Ein rheinischer der Arbeiterschaft schützen sollte. Aberds gegen 8 Uhr durchrasselten einem Werkzeug der Mächte werden kann, denen er selbst innerlich Bundesstaat im Rahmen des Reichs bedarf der Anerkennung Mannschaftsautomobile der Landespolizei die Stadt. Bier Laftautos feindselig gegenübersteht." durch das Reich; er wird sie nicht finden, wenn er auf dem mit stahlbehelmten Landespolizisten, begleitet von einem PanzerFort mit den Republikanern! Wege des Butsches und nicht auf dem der Verfassung zustandewagen, fuhren zum Gewerkschaftshaus. Die Polizisten und eine Anzahl Kriminalbeamten durchsuchten im Auftrage des General- München, 29. mai.( WTB.) Caut„ München- Augsburger publit" bedarf zu ihrer Eristenz der Anerkennung der tommt. Eine vom Reich losgetrennte" Rheinische Restaatskommissars tas Haus und die anwesenden S.- A.- Leute Abendzeitung" hat der Generalstaatskommiffar Dr. von Kahr dem mächte, und die wird sie nicht erhalten. Selbst von der nach Waffen. Die Leibesvisitation bei den einzelnen Wachleuten Bürgermeister Cuppe in Nürnberg die Polizeigewalt französischen Regierung ist faum zu erwarten, daß sie eine und Durchsuchung des Hauses hatte keinerlei Ergebnis. Als die in der Stadt entzogen und fie dem Staatskommiffar von Nürn- solche Anerkennung aussprechen würde; selbst sie dürfte vor Lastwagen und das Panzerauto vom Gewerkschaftshaus abrückten, berg- Fürth Oberregierungsrat Gareis übertragen. fuhr in einem Abstand von etwa 100 Metern Hitler in seinem Kraftwagen nach. Das war vielleicht nur ein Zufall. Hierauf fuhren die Laftwagen und das Panzerauto zum Gebäude der Münchener Post". rationen und der sonstigen deutsch- französischen Fragen vernichten, und Frankreich würde vor der Welt als der Alleinschuldige einer solchen tatastrophalen Entwicklung dastehen. einer derartigen Berschärfung der internationalen Krise im gegenwärtigen Augenblick zurückschrecken. Die Welt sehnt sich München, 29. September.( WTB.) In einem Rundtelegramm nach Wiederherstellung einer friedlichen Ordnung und eines der Zweigstelle Bayern des Reichsverkehrsgeregelten Wirtschaftslebens; in diesem Sinne hat sie die Einministeriums an fämtliche Dienststellen heißt es, daß sich die stellung des passiven Widerstandes als eine Hoffnung begrüßt. Schwere Maschinengewehre wurden aufgestellt und gegen das Notverordnung der bayerischen Regierung nur auf die Sicherung der Die Losreißung des Rheinlands würde diese Hoffnung endHaus gerichtet, die Straßen wurden abgesperrt. Ruhe und Ordnung beziehe. Die Anordnungen des bayerischen gültig zerschlagen, alle Aussichten auf die Regelung der RepaGeneralstaatskommiffars feien ebenso wie die des vom Reich als Dann ging es an die Durchsuchung des Hauses. Ergebnis: in einem Rommissar aufgestellten Reichswehrministers Maßnahmen der vollabgeschloffenen Zimmer wurden 40 Infanteriegewehre, 2 leichte ziehenden Gewalt auf Grund der Reichsverfassung. Die Zuständig Maschinengewehre und eine Anzahl Handgranaten beschlagnahmt. feit der Zweigstelle Bayern des Reichsverkehrsministeriums in eisenEinigen Beuten, auch solchen mit Waffenschein, wurden Hand bahndienstlichen Angelegenheiten werde durch die bayerische Not feuerwaffen abgenommen. Gen. Auer ging hierauf zur Polizei verordnung nicht berührt, in dienstlichen Angelegenheiten habe daher und gab eine entsprechende Erklärung ab. Damit war die Aktion das gesamte Personal ausschließlich den Anordnungen für den Abend abgeschloffen. Die Polizei begründete ihr Borgehen der 3 weigstelle und der in ihrem Namen gegebenen Weisungen mit der Behauptung, daß die Zusammenstöße der letzten Zeit Folge zu leisten. zwischen S.- A.- Leuben und den Sturmtrupps Hitlers von den ersteren veranlaßt worden seien. Wie es um diese Behauptung steht, ist bekannt. o mehr " " dem Rheinstaat zunächst als Stüße dienen; er würde dann Die Anerkennung durch Frankreich könnte wohl vollständig als ein franzöfifcher Basallenstaat erscheinen. Wie lange er sich als solcher halten könnte, bleibe dahingestellt. Jedenfalls ist bei der Beantwortung dieser Frage zweierlei zu erwägen: erstens daß der Haß gegen die französische Militärherrschaft bis weit in jene kleinbürgerlichen Kreise hineinreicht, Der Versuch Kahrs, selbst das durch die Reichsregierung rielle Vorteile versprechen, zweitens aber, daß auf die Dauer die separatistisch sind, weil sie sich von einer Loslösung mateDas ganze Borgehen des Generalstaatskommissars hat um ausgesprochene Berbot des Bölkischen Beobachters" beiseite- Die Anerkennung der Mächte, einschließlich Deutschlands, zuschieben und illusorisch zu machen, ist nur ein weiteres Glied nicht entbehrt werden kann. Frankreich fann Deutschland zur Erregung in der Arbeiterschaft in der Kette der gegen das Reich gerichteten Handlungen Anerkennung des Rheinstaats nicht zwingen, es sei denn, daß hervorgerufen, als bis jetzt nichts davon bekannt geworden ist, daß dieses bayerischen Diktators. Wir erwarten, daß der vom es zu diesem Zweck nach Berlin marschierte. Dadurch aber in derselben Beise auch gegen die schwerbewaffneten Reichswehrminister als Inhaber der vollziehenden Gewalt würde es sich in einem solchen Maß mit äußeren, vielleicht Sturmtruppen tes Rampfbundes" vorgegangen wurde. eingesetzte Reichswehrtommandeur v. Lossow sogar auch mit inneren Konflikten belasten, daß selbst dem Um Unbesonnenheiten zu vermeiden, richtete die Münchener Bost" die ihm erteilten flaren Befehle ebenso flar und un- llebermut der gegenwärtigen französischen Machthaber ein heute an die Arbeiterschaft folgende öffentliche Mahnung: zweideutig durchführt, wie sie erteilt sind. Und wir glauben folches Abenteuer faum zuzutrauen ist. Bewahrt faltes Blut, vergeßt wenigstens Ihr nicht, daß aus zu wissen, daß ihm vom Reichswehrminister aufgetragen ist, Dennoch soll man den bitteren Ernst der rheinischen Frage ländisches Militär noch auf deutschem Boden steht, daß es außen- das Verbot des völkischen Blattes auf eine Woche nicht nur politisch nicht um einen Generalstaatsfommissar, daß es nicht um auszusprechen, sondern auch durchzuführen. Es handelt sich nicht verkennen. Sie wird nicht von heute auf morgen ihre Mürchen, sondern um Deutschland geht! Bewahrt Ihr wenig da nicht mehr um das Erscheinen irgendeines Hezblattes mehr Entscheidung finden, aber sie wird, wenn die Dinge so weiter ſtens Disziplin, laßt Euch unter einen Umständen zu oder weniger, sondern um das Ansehen der Republit, gehen, noch viele Jahre lang als offene Wunde am wilden Aktionen verleiten! Nicht ein einzelner Betrieb, deren Stellung bewußt und systematisch von den bekannten eibe Deutschlands und ganz Europas brennen. Mag nicht eine einzelne Branche, sondern wenn es sein muß, die bayerischen Stellen untergraben wird. Man muß sich in der sich der französische Imperialismus auch an das bewährte Reganze organisierte Arbeiterschaft, dann aber geschlossen! Reichsregierung ebenso wie in München darüber flar sein, zept halten, wonach man Artischocken blattweise ist, so bleibt Ein neues Moment dieser politischen Situation ist durch das daß es dort unten jetzt zu einer flaren Entscheidung doch sein Appetit unvermindert groß. und feine Anreizung Reichsverbot des„ Böllischen Beobachters" geschaffen. Bon morgens tommen muß. Jedes Zeichen von Schwäche der Reichsregie- durch sönderbündlerische Bestrebungen bleibt ein verbreche9 Uhr ab fanden deshalb im Generalstaatskommissariat zwischen rung wird unabsehbaren Schaden für ganz Deutschland herbei- risches Beginnen. Kahr und Lossom ausgedehnte Besprechungen führen. Die Sozialdemokratie steht geschlossen hinter einer Nach dem Friedensvertrag soll die Räumung des altstatt. Bei der zuständigen amtlichen Stelle im Ministerium herrschte Regierung, von der sie voraussetzt, daß sie den Ausnahme- besetzten Gebiets in drei Zeiträumen von je fünf Jahren erum die Mittagsstunde die Auffassung, daß das Verbot des Bölfi- zustand über das Reich verhängt hat, um die banerischen folgen, wenn Deutschland seine Verpflichtungen aus dem fayen Beobachters" rücksichtslos durchgeführt werde. Während- Putschisten unschädlich zu machen. Sie würde aber jedes Ver- Friedensvertrag erfüllt. Die Räumung der ersten, nördlichsten tessen wurden aber auf dem Generalstaat stommiffariat trauen verlieren, wenn der Ausnahmezustand lediglich dazu 3one, in der Franzosen, Belgier und Engländer ſizen, ganz andere Entschlüsse gefaßt, durch die bligartig die dienen sollte, die sozialdemokratische Abwehrorganisation zu müßte daher am 10. Januar 1925, also schon in einem Jahr gesamte Deffentlichkeit von der Richtung der Politit des bayerischen zerschlagen, statt der nationalsozialistischen die blauweißen und drei Monaten erfolgen, wenn anerkannt würde, daß Ausnahmezustandes aufgeklärt wurde. Diese Beschlüsse haben fol- Butschisten oder auch beide gemeinsam wirken zu lassen und Deutschland seine Verpflichtungen erfüllt habe. Die franschließlich in Sachsen Ordnung zu schaffen", wie die reattio- 3ösische Militärpartei widerstrebt aber dieser Räu1. Die jogenannten Schuhabteilungen der sozial- näre Presse triumphierend verkündet. In Sachsen war es mung heftig, weil nach ihrer Theorie Frankreich die Rheindemokratischen Partei( 5.- 2.) find auf Befehl des am wenigften notwendig, eine nicht gestörte Ordnung wieder grenze nicht entbehren kann. Nur widerwillig hatte sich die Generalstaatskommissars von heute ab verboten. herzustellen. Die Erwerbslosendemonstrationen, die dort statt- Regierung Clemenceau im Jahre 1919 zu dem Versprechen 2. Die Bollzugsverordnung für das Republitschuh- gefunden haben, sind doch nichts anderes als aus der bitteren der schrittweisen Räumung verstanden, nachdem Frankreich gefeh für Bayern ist außer Kraft gesetzt. Not geborene Explosionen einer hungernden Bevölkerung. ein Garantiepaft mit England und Amerika im Fall eines 3. Der Generalstaatskommissar hat fich durch die ebenso bös- Bisher ist die sächsische Landespolizei noch immer mit ihnen neuen Kriegs in Aussicht gestellt war. Schon dadurch, daß artigen wie unwahren Angriffe des Böltischen Beob- fertig geworden, trotzdem Kommunisten als Treiber dahinter dieser Garantiepakt nicht zustande gekommen ist, soll nach achters" noch nicht veranlaßt gefühlt, das Blatt zu verbieten, hat aber den verantwortlichen Redakteur auf das Gene- ftanden. Es muß daher aufs schärfste gegen das an anderer einer Theorie, die in französischen Nationalistenfreifen start ralftaatstommiffariat entbieten laffen, um ihm zu eröffnen, daß Stelle wiedergegebene Telegramm des Verbandes Sächsischer vertreten wird, Frankreich das Recht zurückgewonnen haben, der geringste Berfuch, mit hinterhaltiger Politit der Herabfehung Industrieller protestiert werden, das den Aus den Rhein dauernd in der Hand zu behalten. der Aufgaben und Absichten des Generalflaatstommiffars fortzu- nahm ezustand für Sachsen verlängert wissen will. Da die französische Regierung zu dieser Theorie kein Bergenden Wortlaut: fetzen, rücksichtslos bestraft werde. Die Auflösung der S. 2. bestätigt von neuem, daß gegen tie freiorganisierte Arbeiterschaft anders vorgegangen wird als gegen die übrigen Richtungen. B Das Telegramm wedt den Anschein, als sei der Aus- trauen hat, stüßt sie sich zu dem gleichen 3iel auf eine andere: nahmezustand wegen der Profitintereffen der Unternehmer sie behauptet nämlich, die Räumungsfristen hätten noch nicht verhängt worden. Eine solche Mutmaßung weisen wir auf zu laufen begonnen, weil eben Deutschland seinen Berpflich das schärffte zurück! Der Ausnahmezustand wurde verhängt, tungen noch nicht in genügendem Maße nachgekommen sei. um die reaktionäre Butschgefahr zu beseitigen. Wenn dann in Auch diese Theorie ist ganz unfinnig, weil ja noch gar nicht Sachsen ein nationalistischer Tag" genehmigt wird, so zu übersehen ist, was Deutschland bis zum 10. Januar 1925 wirkt das ebensosehr als Propotation auf alle Regeleistet haben wird. Auch besteht feinerlei Abmachung der publitaner, wie die Kahr- Verordnungen in Bayern. Es offupierenden Mächte darüber, was Deutschland bis zum ergeht jetzt ums Ganze! Die Reichsregierung will mit wähnten Termin leisten soll, damit die Bestimmungen des Wir wollen Zwietracht fäen zwischen bewußt großdeutsch Hilfe der Reichswehr und der Rivilbehörden den putschistischen Bertrags über die Räumung bis dahin in Kraft treten können. Man nennt keine Summe aus Angst, Deutschland fönnte völkischen Kämpfern und gehirnverkaften„ Nationalrevolutionären", Herd ausräuchern. Ob sie das tann, werden die nächst en fie am Ende, vielleicht auf dem Wege einer Anleihe, aufbrinwildgewordenen Spießern, welche sich vor nichts mehr fürchten, als Tage zweifelsfrei zu erweisen haben! gen, und hätte dann ein vollkommen flares und unbestreitvor einem wirklichen Mann. Wir erklären: Bedingungslos fann bares Recht, zu verlangen, daß nun auch unmittelbar mit der Räumung begonnen werde. In der foeben erschienenen Sonntagsausgabe des Boltischen Beobachters", in der auf der ersten Seite Ludendorff abgebildet wird, ist die Sprache gegen die Regie: rung ebenso bösartig wie bisher. Hier heißt es z. B.: man sich nur hinter einen Führer stellen, von dem man Leistungen anerkennt, von dem man weiß, daß er in entscheidenten minuten Dollar in New York: 200 mill. Geld, 192,3 mill. Brief nicht zusammenbraten wird. Rahr in mehrfach zusam Das ganze Gebaren der von Paris aus dirigierten Inters # Verbot wilder Kontrollausschüsse. Dresden, 29. September.( TU.) Der Befehlshaber des alliierten Kommission, die Einschaltung fremder Beamten in deffen innen und außenpolitische Fehlschläge das Bertrauen der wirtschaftlichen Kämpfe der Arbeiter flaffe, insbesondere der Kampf die deutsche Verwaltung, der Aufbau einer interalliierten breitesten Boltstreife zu seiner Führung auf das schwerste erschüttert um höhere Löhne und um die Erhaltung des Achtstundentages in feiner Weise beeinträchtigt werden. Eisenbahnregie zeigen, daß Frankreich gar nicht daran denkt, haben. So energisch die Parteiinstanzen diese Forderung gegenüber der Die Vereinigten vaterländischen Berbände. Deutschlands fordern schon in einundeinviertel Jahren mit der Räumung zu be= ginnen. Vielmehr tut es fo, als ob es sich noch für unbe deshalb alle ihnen angeschloffenen und befreundeten Bereinigungen Erekutivgewalt erheben, so sehr müssen unsere Parteigenoffen davor Reaktionären und den Feinden der Republit gelegener. Was die grenzte Beit am Rhein häuslich niederlassen sowie alle vaterländisch gesinnten Männer und Frauen auf, bei den gewarnt sein, sich provozieren zu lassen. Nichts käme den wollte. Dadurch werden Provisorien geschaffen, die schließlich ihnen zugänglichen politischen Faktoren mit aller Enifchiedenheit Stunde von jedem Sozialisten erfordert, ist eifrigste Wachsamkeit, zur definitiven Lösung drängen. Und wenn die französische dahin zu wirken, daß die Neubildung des Reichskabinetts nur einer Tatbereitschaft, aber auch faltblütige Besonnenheit und Ruhe: Nur, öffentliche Meinung erst jahrelang in dem Sinne bearbeitet| Persönlichkeit übertragen wird, die nicht durch die Irrtümer und wenn die Massen ihre Kräfte nicht vorzeitig und zwecklos vergeuden, wenn sie tampfbereit der Weisung ihrer Führer harren, werden wir ist, daß eine Aufgabe des besetzten Gebiets als Unmöglichkeit, Niederlagen der Stresemannschen Politit belastet ist. Freunds im Lande, tut Eure vaterländische Pflicht. Sieger in diesem Kampfe bleiben! als„ nationaler Berrat" erscheint, dann reift die Stunde heran für den letzten Schnitt, um das Rheinland vom Deutschen Reich Es geht um das Leben und die Zukunft des Reiches! Auch der„ Tag" bringt eine ähnlich irreführende Meldung, endgültig zu trennen. Wenn nun die Propagandisten der verschleierten wobei er sich auf angebliche Vorgänge in der Reichstagsfraktion Annerion mit einem Anschein von Recht behaupten der Deutschen Bollspartei bezieht. Aehnlich die Deutsche wehrkreisfommandos IV, Generalleutnant Müller, erläßt folkönnen, wachsende Teile der rheinischen Bevölkerung stünden Tageszeitung". In Wirklichkeit steht die Frattion wie bisher gende Verordnung: ihren Bestrebungen sympathisch gegenüber, so bedeutet das bis auf einen fleinen Bruchteil geschlossen hinter Stresemann. Zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe und Ordnung vereine wesentliche Förderung ihres Handwerks. Sie werden den Sie hat keine Luft, durch Entfesselung einer Regierungskrise ordne ich folgendes: Düsseldorfer Rummel, der von ihnen finanziert und dirigiert im gegenwärtigen Augenblick das deutsche Staatsschiff in die wird, für ihre Zwecke weidlich ausnuten. Dabei haben ihnen Luft zu sprengen. Die angeblich in Bildung begriffene, von den Vater die Deutsch nationalen einen schäzenswerten Dienst geleistet, indem sie eine Aeußerung des Zentrumsführers ländischen" begrüßte Regierung wird in absehbarer Zeit auf Dr. Marr in der Donnerstagsihung des Reichstags aus verfassungsmäßigem Wege nicht zustande kommen. 2. Die eigenmächtige Wegnahme von Vich, Feld- und GartenGründen der Parteiagitation dahin verdrehten, als ob der Zweck der bewußt wahrheitswidrigen Veröffentlichung früchten, von landwirtschaftlichen und gärtnerischen Erzeugnissen, Dr. Marr eine Scheidelinie zwischen dem Rheinland und kann also nur sein, die Stimmung für eine neue Regierung ebenjo die eigenmächtige wegnahme von Lebensmitteln aus Läden, Breußen ziehen wollte. Tatsächlich hatte sich Dr. Marr nur der Ordnung und Freiheit“ vorzubereiten, wie sie am 13. März Berkaufsstellen und Vorratsräumen wird verboten. Herrn v. Graefe gegenüber eine Einmischung der Bölkischen in die rheinischen Angelegenheiten verbeten und an die Sünden erinnert, die das konservative Parteiregi= ment in Breußen am Rheinland begangen hatte. Die Erinnerung an diese vergangenen Sünden war schon darum nicht überflüssig, weil die Reaktion ihre Hoffnung auf Wiederaufrichtung ihrer Herrschaft noch lange nicht aufgegeben hat. Die Konservativen und Deutschnationalen sind im Rheinland so gut wie ohne Anhang, ihr Sieg im unbesetzten Gebiet wäre auch aus diesem Grunde eine schwere Gefahr für die Reichseinheit, die, wie in Bayern, auch im Rheinland bei der Arbeiterschaft ihre stärkste Stüße findet. Die Arbeiterschaft der Rheinlande ist gegen den separatistischen Spul gefeit. Darum wird das Rheinland beim Reich bleiben oder, wenn es von ihm gewaltsam getrennt wird, wieder zu ihm zurückkehren. Der französische Imperialismus wird sein Ziel nicht erreichen. Aber darf er, weil er es nicht aufgeben will, Europa jahrzehntelang in Unruhe halten? Das ist eine Frage, die man sich überall vorlegen sollte, wo man den Frieden der Welt aufrichtig will. Ein vaterländisches" Manöver. Alarmnachrichten zur Putschvorbereitung. Nach schlecht bewährter Methode der Kapp- Rebellen verfuchen jetzt die„ Vaterländischen Berbände Deutschlands" durch Verbreitung lügenhafter Meldungen ihre Gegner durcheinander zu bringen, die öffentliche Meinung zu erregen und den Butsch vorzubereiten. Sie erlassen einen Aufruf, der die fenfationelle Mitteilung enthält, die bürgerlichen Koalitionsparteien hätten sich entschlossen, eine Um bildung der Reichsregierung unter Ausschluß der Sozialdemokratie in die Wege zu leiten". 3wed 1920 in Erscheinung trat. " Von den maßgebenden Führern der drei bürgerlichen Koalitionsparteien erfahren wir, daß in feiner der drei Parteien irgend etwas von einem derartigen Entschluß, wie dem oben gekennzeichneten, oder auch nur davon bekannt ist, daß derartige Verhandlungen stattgefunden hätten. Es handle fich lediglich um eine tendenziöse Stimmungsmache des Herrn Geisler und seiner Leute. Sächsischer Protest. 1. Alle Kontrollausschüsse und fämtliche Organisationen, die den 3wed haben, Einfluß auf die Preisgestaltung und die Berteilung der Lebensmittel zu nehmen, werden hierdurch foweit fie nicht behördlich genehmigt sind- verboten. 3. Zuwiderhandlungen oder der Anreiz oder die Aufforderungen zu Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften unter 1 und 2 werden soweit nicht in besonderen Fällen die einschlagenden Strafgefehe höhere Strafen androhen mit Gefängnis oder Geldstrafe bis zu 15 000 Goldmark bestraft. Dresden, 28. September 1923. ற்ப Der Befehlshaber im Wehrfrelsfommando IV. Müller, Generalleutnant. Dresden, 29. September.( WTB.) Wie die Nachrichtenstelle der Staatskanzlei mitteilt, ist an der Meldung einiger Blätter, daß die proletarischen hundertschaften in Sachsen aus staatlichen Mitteln befoldet oder unterstützt werden sollen, fein wahres Wort. Dresden, 29. September.( WTB.) Wie die Blätter qus Freiberg melden, durchzogen gestern jugendliche Erwerbslose die Stadt. geschäften(?). Reichswehrabteilungen fäuberten die Straßen. Es Abends tam es wiederholt zur Plünderung von Lebensmittelwurden verschiedene Berhaftungen vorgenommen. Die Festnahme wilder Trupps. Dresden, 29. September.( Eig. Drahtbericht.) Landesarbeitsausschuß, Landtagsfraktion, Reichstagsmitglieder der sächsischen Sozialdemokratie, sowie der Bezirksausschuß des ADGB. haben heute folgende Entschließung einstimmig angenommen: besonderen Ausnahmezustand geschaffen. Während Preußen Der Ausnahmezustand über das Reich hat für Sachsen einen einen Zivilkommissar erhalten hat, ist solcher dem Freistaat Sachsen nicht zugestanden worden. Dabei zeigt sich gerade in Der Verband Sächsischer Industrieller( Dresden) hat Sachsen an der Berordnung des Wehrkreiskommandos, daß die Ausübung der politischen Gewalt die politischen Rechte der Arbeiter an den, Reichskanzler ein Telegramm gerichtet, worin er erklärt, daß Plasse in weit höherem Maße beschränkt ist, als in irgend einem er die politische Lage in Sachsen für sehr ernst halte. anderen Bundesstaat des Reiches. Während in den Kundgebungen Nachrichten, die in den letzten Tagen eingegangen sind, beweisen, anderer Wehrkreiskommandos der Wille zum Zusammen daß die Sicherheit der Produktion und der leitenden Persönlicharbeiten mit den Zivilbehörden deutlich erkennbar ist, schaltet die feiten noch immer bedroht ist. Der Verband ersucht den ReichsReichsregierung die sächsischen Zivilbehörden völlig aus und fanzler, allen Versuchen entgegenzutreten, die darauf hinausgehen, stellt sie unter das militärische Kommando. Es liegen Anzeichen den Ausnahmezustand wieder zu beseitigen. dafür vor, daß sich die Militärgewalt in Sachsen eindeutig gegen jenen Teil des Proletariats richtet, der es bisher als höchste Aufgabe betrachtet hat, die Republit zu stüßen und zu befestigen. Während in Freiberg den nationalsozialistischen Verbänden für Der Befehlshaber im Wehrkreis III gibt befannt: Sonntag, den 30. September, eine große nationalistische Kund" In Presse und Deffentlichkeit der Reichshauptstadt haben Gegebung, die die fächsische Regierung verbieten wollte, von den rüchte über Zusammenrottungen in der Umgegend Militärbehörden gestattet wurde, sind zu gleicher Zeit vier von Berlins erhebliche Unruhe ausgelöst. Diese Sorge ist unbeder KPD. geplante Versammlungen in Chemnitz von der gleichen Diese Mitteilung ist glatt erfund en. Erfinder ist Stelle verboten worden. gründet. Gegen jeden auf Erschütterung der Staatsgewalt oder vermutlich der bekannte Abg. Geisler, der Hauptmacher Diese Beispiele zeigen, wie ernst die Situation ist, vor der die auf Störung der Ordnung gerichteten Verfuch, fomme er, woher er Der Berliner„ Baterländischen", der vor einigen Monaten Arbeiterklasse durch die militärische Beenträchtigung ihrer politischen wolle, wird unier rücksichtsloser Anwendung der dem Befehlshaber wegen seiner verlogenen Heze gegen Stresemann aus der Rechte gestellt ist, eine Beeinträchtigung, die sich auch auf wirt- auf Grund des Ausnahmezustandes zur Verfügung stehenden Mittel Bolkspartei ausgeschlossen wurde. An diese erfundene Mit- fchaftlichem Gebiete auswirken muß, zumal die gegenwärtige ein geschritten". teilung fnüpft nun der Aufruf folgende weitere Ausführungen: wirtschaftliche Not freie politische und gewerkschaftliche Betätigung Brandler schwätzt. Nach einer Meldung der„ Oft- Erpreß" foll Die Vereinigten vaterländischen Verbände Deutschlands be- der Arbeiterklasse erfordert. Die Parteiinstanzen fordern daher mit grüßen diesen Entschluß als die für jeden Vaterlandsfreund feit aller Entschiedenheit, daß der Ausnahmezustand sich nicht zu einem Brandler in Moskau erklärt haben, für die deutschen Kommunisten sei Sonderausnahmezustand gegen das fächsische Proletariat aus die Zeit zum Handeln gekommen. Die Eroberung der Macht sei langem zweifelsfreie Erkenntnis einer unumgänglichen Notwendig wirkt. Die Parteigenossen befunden erneut, daß die Verhängung zweifellos( 1), aber ihre Behauptung würde sehr schwer sein, dazu keit. Gleichzeitig geben sie aber ihrer Ueberzeugung dahin Aus- des Ausnahmezustandes nicht notwendig war. Insbesondere fei die Unterstützung des internationalen Proletariats notwendig. druck, daß jede lmbildung des Reichskabinetts nur dann die Aus- fordern sie, daß ein Mitglied der sächsischen Regierung als Zivil- Sollte diese Meldung richtig sein, was wir bezweifeln, so fönnen ficht auf eine erfolgreichere Führung der Politit eröffnet, wenn sie fommiffar mit gleichen Rechten wie in Breußen für Sachsen einge- wir sie nur so veritehen, daß Brandler durch Vorspiegelung falscher nicht durch den bisherigen Reichskanzler Dr. Stresemann erfolgt, fegt wird. Ebenso verlangen fie mit größtem Nachdrud, daß die Tatsachen neue russische Subfidien loszumachen versucht hat. Dalldorf im Konzertsaal. Bon Hans Klabautermann. Bor etwa 25 Jahren fam eine an Armen und Beinen verfrüppelte Mulattin auf den grandiosen Einfall, aus ihrem Gebrechen Rapital zu schlagen. Sie legte sich ein Bärenfell über den miß gestalteten Leib und nannte sich das" Bärenweib". Daraufhin vermietete sie sich an Caftans Banoptikum und troch in diesem arg verblichenen Kunstinstitut einem mauloffenen Publikum um 5, 7 und 9 Uhr etwas vor. Sie stand sich gut dabei. Bloß in der Provinz, wo fie, angestachelt durch die Berliner Erfolge, ein Gastspiel abkroch, wurde sie von den Zuschauern verhauen, wobei sich ihre Requisite, das Bärenfell, zerfleberte. Daher zog sie es vor, mit einem reparierten Fell in Berlin weiter zu friechen, wo mehr Menschen frei herumlaufen als in der Provinz. Herr Mariarty gehört auch zu den Leuten, die das intereffante Experiment machen, nachzuguden, wie weit man gehen darf. Er hatte ein glaubensfräftiges Bublifum auf Freitag in den Blüthnerfaal geloat, in dem er einen Vortrag" Deutschlands Er Lösung 1924, neue prophetische Ausblide" ankündigte. Da tamen sie denn in Scharen geströmt und balgten sich an der Kasse um Plätze, die Harmlosen. Es war eine illuftre Versammlung der geistig Armen. Aeußerlich war ihnen nichts weiter anzumerken. Sie fahen ganz manierlich aus. worten gingen nicht so geschmiert wie sein Vortrag, den er sehr gut auswendig fonnte, auch mit der Grammatik haperte es manchmal. Er las die Fragen vor, und da merfte ich, warum Bulle- Versamm lungen immer noch besucht werden, und daß wir in Deutschland noch mehr geschlossene Anstalten brauchen. " Wer hat meine Brosche gestohlen?" " Um wieviel Prozent wird sich bei der Katastrophe Deutschland verringern?" ,, Romme ich ins Ausland? Werde ich dort. reich?" " Wie hoch fommt der Dollar?" ,, Wo wohnt der neue Christus?" plateaus, auf denen man auch mit dem Wasserflugzeug hätte landen können. Nach Norden erstreckt sich ein nahezu 100 Kilometer langer, nach allen Seiten flach abfallender Eisschild gleich einem Leichentuch. Nach 2½ stündigem Fluge schrauben wir uns nun auf 2000 Meter hinauf. Nach Nord und Ost blicken wir über den so to pledgefürchteten Schiffahrtsweg der Hinlopenstraße Hunderte von Kilo metern hinein in das rätselhafte Nordostiend, dessen Inlandeis sich wie ein Lavastrom in das umliegende Meer ergießt. Von der in Nanjens Karte eingetragenen, über 400 Meter hohen Eiswand fonnte ich nichts bemerken, im Gegenteil schien mir das Inlandeis aus einer einzigen, fanft gemellten Eisfläche zu bestehen. Dann geht es nach Westen zum Birgohafen und zur Rings- Bar. Aus einem unendlichen Wolkenmeer, das sich wie eine feurig- flüssige Goldmasse über das Meer rach Westen ergießt, ragen die fristallenen Berge des Prinz- Karl- Vorlandes in langgestreckter Front nach Süden hinaus. Gewaltige Gletscherströme führen uns aus dem aus Schutthalden bestehenden Drei Kronen" nach Ekman- und Dickson- Bai, auf die wir jetzt zuhalten. Nach 40 Minuten dauerndem Fluge über die Gletscherwelt des König- Oskar- II- Land befinden wir uns jetzt über dem Eisfjord. Als Neumann um 6 Uhr 15 1600 Meter über der Walfangstation unseren teueren Metallvogel in Herr Mariarty befigt meine volle Sympathie; er hat den Zeit- eleganten Spiralen niedergleiten ließ, da lasse ich ein letztes Mal meine schaumüten Augen über das mir liebgewordene Spißbergen geist richtig erfaßt. gleiten." Straße und Hausnummer wollte Mariarty nicht angeben. dann kam die Frage: Wird eine Trennung zwischen Ariern Juden eintreten?" Und und Da antwortete Mariarty mit seinem ach so prophetischen Blid: Die Juden werden sich nach Palästina konzentrieren." Jetzt brach von neuem Beifallsjubel los. Ein junges Mädchen vor mir magte nun nicht mehr ihre Herzensfrage hervorzubringen: Jeht mein Mare ooch mit Frida?" Der erste große arktische Flug. ist Don Der Flug hatte neben einer reichen Ausbeute an photogrophischem und Filmmaterial von bisher noch völlig unbekannten arttischen Gebieten wertvolle Erfahrungen über die Berwendung des Der erste wohlgelungene große Flug über die Arttis, bei dem Flugzeuges in der Bolarzone gebracht. Ein Flug nach dem Nordpol Die prophetischen Ausblicke erstreckten fich nur auf ganz große gegen 1000 Kilometer des unbewohnten und zum großen Teil noch erscheint danach als Leichtigkeit, folange der Motor arbeitet und die Witterung gut ist. Aber wenn man zur Notlandung gezwungen ist Dinge. Mit Nebensächlichkeiten hält sich, ein Erleuchteter, wie unerforschten Spitzbergen überflogen wurden, Mariarty nicht auf. Sonst hätte er geahnt, daß wegen des Massen- M. Mittelholzer ausgeführt worden. Er berichtet darüber in und nicht mehr hochkommt, dann ist eine Rettung ohne Hund schlitten andranges eine Verspätung von einer halben Stunde eintreten würde, cinem Aufsatz der Frankfurter Wochenschrift„ Die Umschau". Sein und Proviant unmölich. Die Eroberung des Bols mittels Flugund seine Gemeinde erst auf 8 Uhr um sich gefchart. Ebenso mußte Plan war, vom Eisfjord über die Chydenius- Berggruppe zur Hin- zeugs", urteilt Mittelholzer, wird so lange eine sporting- chance" er natürlich im voraus, daß seine Plakate falsch gedruckt werden lopenstraße zu fliegen, um vor allem in das noch unbekannte Innere bleiben, bis es möglich fein wird, in einein Großflugzeug alle des Nordofilandes von Spitzbergen photographische Einblicke zu ge- nur erdenklichen Hilfsmittel für einen etwaigen Rückzug über das würben, aber, wie gesagt, das sind Kleinigkeiten. winnen. Um 11 1hr begann die Fahrt mit dem erprobten See Gis mitführen zu können. Heute sind daher die Aussichten für ein flieger Neumann auf der schwerbepackten Maschine„ Eis- Lenkluftschiff, z. B. einen Zeppelinkreuzer, günstiger, aber die rasch vogel". ändernden Wetterlagen sprechen doch eher für ein Flugzeug mit großer Geschwindigkeit als für ein relativ langsames Luftschiff." " " Deutsche Kunst auf den Ueberfeedampfern. Vor einiger Zeit Wartet, so werdet Ihr finden, tut wohl, so wird Euch aufgetan. Endlich steckte der Saaldiener die beiden Kerzen an, hinter denen fich Herr Mariarty sphinggemäß aufbaute, fnipfte das Licht aus und Riefengroß öffnet sich vor uns der 90 Kilometer lange Eisschaffte die Stimmung für die, so nicht alle werden. Was er sagte, fjord," erzählt Mittelholzer. Ein Bild von unbeschreiblicher Großist einerlei. Wenn er eine Nummer der Gartenlaube" aus dem artigkeit entrollt sich unseren staunenden Augen, von allen Seiten, eingerahmt von schroffen Bergrücken, die Gletscherströme in seine Jahre 1887( mit Annoncen) vorgelesen hätte, würden die Leutchen tielblauen Wasser. Im Norden hebt sich in violetten Farben ein regte der Reichskunstwart Dr. Redslob in Verbindung ebenso andächtig zugehört haben.„ Der Mensch ist ein selbstbewußtes leer von Rinnen und Baden messerscharf vom goldig- gelben Hori- mit dem Denkmalpfleger für Hamburg bei dem dortigen Senat an, Kraftzentrum, stärkste stoffliche Dichtigkeit, geheimnisvolle Kraftwelle ont ab. Kein Wöltchen am Himmel, im Süden Schneedom hinter der Frage der Vertretung unseres Kunstgewerbes aus Aegypten" und so. Damit die Gläubigen auch was für ihre Schneedom, darüber ein azurblauer italienischer Himmel und dazu auf den Schiffen Rechnung zu tragen. Hamburg hat sich dieser Anregung, die gleichzeitig einem Wunsche der dortigen Künstlerschaft Millionen haben, machte er den von dem Kometen begleiteten Welt- eine Fernficht, die in die Unendlichkeit zu wandern scheint" untergang für Deutschland ein bißchen gedämpft, sah das zer= Allmählich steigen wir höher, immer großartiger und wilder ent- entsprach, angenommen. Auf einer Ausstellung, die die Hamburger trümmerte englische Kolonialreich und ahnte Paris wickelt sich Spitzbergens Berg- und Gletscherwelt. Abwechselnd photo- Kunstgewerbeschule anläßlich der Ueberseewoche veranstaltete, fonnte in Schutt und Blut voraus. graphiere, zeichne, notiere und finematographiere ich. Das Flug- man eine erste Probe sehen. Nun ist eine erste KunstgewerbeAls der Vortrag zu Ende gerasselt war, fürchtete ich, Mariarty zeug fchraubt sich in Kurven, um möglichst viel von der eigen schule an Bord des neuen Hapagdampfers Albert Ballin" einartigen Hochgebirgspracht festzuhalten, über die schwarzen Granit- gerichtet worden. Für unser Kunstgewerbe fann es von größter würde es ebenso gehen wie dem Bärenweib in der Provinz. Aber berge der Chydenius- Gruppe empor. Nachdem ich etwa 100 Meter Bedeutung werden, wenn das internationale Publikum der Ueberes erfcholl lauter Beifall. In Berlin werden sie eben nicht alle. Film gemacht und den Aufnahmeort in der leider sehr ungenauen feedampfer dort mit Bestrebungen und Leistungen unserer KunstDann ließ sich Mariarty in seiner Güte herbei, Fragen zu beant- Seekarte eingetragen habe, gebe ich Zeichen zum Kurs Nordnordost. newerbler und Werkstätten vertraut wird. Der Desterreichische worten, die man ihm auf Zettelchen überreichen durfte. Die Ant- An Stelle der stolzen Gipfel treten riesige Gletscher- Werkbund hat eine besonders gewählte Vertretung beigesteuert, 10: Neue Steuerentwürfe. Das Reichsfinanzministerium arbeitet an einer Reihe von Steuergesehen, welche die bestehenden Steuern für das Reich ergiebiger machen sollen. Ein Teil der Entwürfe ist bereits fertiggestellt. So soll insbesondere das System der mert beständigen Steuern ausgebaut und u. a. auf die Bermögenssteuer, die Kapitalverkehrssteuer ausgedehnt werden, die Umfagsteuer soll auf 2% erhöht werden. Auch eine Vereinfachung des Steuerverfahrens ist vorgesehen. Die Entwürfe stellen also, abgesehen von der Umsatzsteuer, Versuche dar, den Steuerbefrug der Besigenden wirksam zu bekämpfen. mäßigen Bedarfs zur Verfügung gestellt werden müssen. Diese gruppen find alle ohne Ausnahme Aldeutsche, die nach Revanche 3wischenlösung muß aber deutlich als solche schreien. Berlassen wir uns vielmehr auf die Linksparteden, die erkannt werden, es find daher alle Methoden einer Zwischen- Cuno zur Abdankung gezwungen und die, einmal von der Militär. lösung abzulehnen, welche die Gefahr weiterer Inflation und neuer partei befreit, an die ehrliche Ausführung der übernommenen Verdauernder Verknüpfung der Geldschöpfung mit dem Reichsdefizit partei befreit, an die ehrliche Ausführung der übernommenen Verzur Durchführung dieser Zwischenlösung häft er Gegenden Breußens gibt es Elemente, die in friedliche Beziehungen fich birgt. Zur Durchführung dieser Zwischenlösung hält er Pflichtungen gehen werden. In Sachsen, Thüringen und in einigen Helfen wir ihnen, sie folgende Maßnahmen für erforderlich: 1. Die Reichsbant bistontiert feine Schahz- zu ihren Nachbarn treten möchten. mech fel des Reichs mehr; von den provozierenden militärischen Agenten freizumachen. M BeObwohl das Journal des Débats" teineswegs links ge2. Die Reichsbank disfontiert nur Wechsel auf Goldmart ginnen wir, diese zu verhindern, in den befehten Gebieten festen ¼ Dollar und gibt nur noch Lombard- Geldkredite; Fuß zu fassen. Wachen wir über die Unterdrüdung der militärischen Der Ertrag der Vermögenssteuer wurde bisher 3. Die Reichsbant eröffnet verzinslich Goldkredittonten Propaganda in diefen Gebieten und forgen wir, daß die Lügenpropaganda des Hasses aufhöre. Der Rheinländer ist bereit, so wesentlich herabgemindert durch Ausführungs- und Be- gegen Einzahlung von Papiermart; 4. Alle Verordnungen, die die freie Berwendung von schreibt das Blatt, uns bei diesem Werte an die Hand zu gehen. wertungsvorschriften, welche dem Besiz sehr günstig waren. Wir haben teine Absicht, Das soll jetzt geändert werden, indem man das Vermögen in Devijen hindern, werden aufgehoben; 5. Das Reich erhält das Recht, weitere Beträge der Gold. Mühen wir diesen guten Willen. Goldmark berechnet und dementsprechend die Steuer be- anleihe auszugeben, in einem Betrag, der zur Deckung des die Westgrenze Deutschlands zu verändern, aber mißt. Dadurch wird auch die Vermögenssteuer wertbeständig. Defizits für höchstens vier Monate genügt. Die Goldanleihe ist wir haben die Pflicht, alle Deutschen zu unterstützen, die ent In gleicher Weise soll die Erbschaftssteuer ausgestaltet durch Berpfändung besonderer Steuern oder durch Spezial- fchloffen sind, den Versailler Bertrag auszuführen und das Joch der Die Kapitalverfehrssteuer foll ebenfalls garantien einzelner Gewerbeverbände oder nötigenfalls durch die Militärparteien abzuschütteln. derart abgeändert werden, daß dem Staat daraus Nachteile hinterlegung von Geld und Devisen zu fundieren, Schaf Zahlungsmittels, infolge der Geldentwertung nicht mehr entstehen können. Auf fung eines, realfundierten die Börsenzulassung und den Börsenbesuch soll eine und zwa: fundiert durch Grundschuld und Schuldverschreibung der richtet ist, zeigt es seit einigen Wochen in der Beurteilung der neue Steuer gelegt werden, die für jede Zulassung pro Person gesamten deutschen Wirtschaft. 6. Die Abschnitte der Anleihe dürfen für eine gefeßlich fest. auswärtigen Politik Poincarés eine bemerkenswerte Unab500 Goldmark und für jeden angefangenen Monat des Börsen gelegte ganz furze Zeit als Zahlungsmittel gelten; fie hängigkeit in seinen Urteilen. Gerade weil dieses Organ bei befuchs 100 Goldmart beträgt. Alle Steuern, die nach dem 3 befuchs 100 Goldmart beträgt. Alle Steuern, die nach dem müssen bei allen öffentlichen Kassen des Reiches, der Länder und relativ geringer Verbreitung von ernsten Bolitikern redigiert 31. Dezember fällig werden, sollen nach dem Entwurf in Gold der Gemeinden und bei deren Betriebskassen, vor allem für Steuer- und gelesen wird, sind diese Ausführungen als ernsthaftes geleistet werden. Die Steuern und die Geldstrafen auf Steuer- zwede in Zahlung genommen werden. Stimmungssymptom zu werten. hinterziehung werden der Geldentwertung automatisch Ein diesbezüglicher Antrag Bernhard mird jedoch abgelehnt. Indessen ist zu befürchten, daß diese Mahnungen wenig Die Vorlage wurde schließlich mit 15. Stimmen entsprechend Einfluß auf die Haltung der Regierung Boincaré haben werangepaẞt. der vorstehenden Entschließung dodand& hden, da letztere weit mehr auf die Ratschläge hört, die ihr von der großen Boulevardpresse erteilt werden. Lettere befindet angenommen, wobei 8 Stimmen auf die Abteilung 1( Arbeitgebe), fich gegenwärtig in einem Siegestaumet ähnlich wie im No3. Stimmen auf die Abteilung 2( Arbeitnehmer) und 4 Stimmen Die in dem Entwurf vorgesehene Börsensteuer, die. auf auf die Abteilung 3( Berbraucher) entfielen. Dagegen stimmten Dember 1918 und feptuliert offenbar auf den SeparatistenGold abgestellt ist und sowohl die Börsenzulassung wie den 3 Vertreter der Abteilung 2, 3 Bertrete: der Abteilung 3. Der putsch im Rheinland, der für Sonntag vorbereitet sein soll. Auch die letzten Säße des Journal des Débats" bezüglich der Börsenbesuch steuerlich erfassen will, wird von der Reichsfinanz- Stimme enthielten sich 3 Mitglieder. Die Entschließung lautet: " Der Finanzpolitische Ausschuß des Reichswirtschaftsrats Rheinländer sind übrigens in dieser Beziehung recht zweiverwaltung besonders deshalb als ein geeignetes Mittel, dem Reich ft im mit dem Gesezentwurf über die Errichtung einer Währungs- deutig. Eine Politik, die mit dem Hintergedanken des Sepaweitere Einnahmen zuzuführen, angesehen, weil, wie es in der Be- bank zu, troß der Bedenken, die sich gegen die vorgeschlagene ratismus in irgendeiner Form spielt, bedeutet aber genau das gründung zu dem Entwurfe heißt, den Börsenbesuchern aus dem Zwischenlösung vom Standpuntt reiner währungspolitischer Grund Gegenteil dessen, was die„ Débats" zu empfehlen vorgibt. Besuchsrecht Gewinnmöglichkeiten erwachsen, die weiten fäße aus vorbringen laffen. Es wird indeffen nötig sein, daß die Wenn die französische Republit wirklich und ernstlich Kreisen der Bevölkerung verschlossen sind. Die Wertbeständigkeit Lebensdauer der Währungsbant beschränkt und die deutschen Republikaner unterstügen will, dann muß sie die deutschen Republikaner unterstüßen will, dann muß sie der Steuern wird damit begründet, daß die an der Börse ge- so schnell wie möglich durch die Wiedereinführung einer wir aufhören, die Feinde der Reichseinheit im Rheinland und in Der Finanzpolitische handelten Werte sich im großen und ganzen ziemlich rasch der Geld- lichen Goldwährung abgelöst wird. entwertung anpassen und dementsprechend sich auch die Verdienst eindringlichste darauf hinweisen, daß weder die Goldwährung noch Taten dafür sorgen, daß der Propaganda des Hasses die entwertung anpassen und dementsprechend sich auch die Verdienst- Ausschuß möchte auch bei dieser Gelegenheit noch einmal auf das Bayern heimlich zu unterstützen, und sie muß ferner durch ihre möglichkeiten der Börsenbesucher gestalten. Nahrung entzogen wird. Diese Propaganda wird aber am wirksamsten durch den französischen Militarismus selbst beforgt, und sie nährt sich nur zum Teil aus Uebertreibungen und Lügen, zum größeren Teil leider auch aus realen Tatfachen, gegen die feine pazifistische Gegenpropaganda gewach fen ist. In der Frage der Amnestie für die Ausge= wiesenen und Gefangenen hat die französische Regierung die befte Möglichkeit, den Linksparteien zu helfen und an dem Abbau des Hasses mitzuwirken. Hinferziehung der Börsensteuer soll mit einer Geldstrafe in Höhe des fünf. bis fünfundzwanzigfachen Betrages de: hinter zogenen Steuer geahndet werden. Dazu fann noch Gefängnis ftrafe treten. irgend eine andere sich wertbeständig erhalten läßt, wenn es nicht gelingt, das außerordentliche Minus unserer Volkswirtschaft durch ftarf erhöhte Produktionsleistung und Beseitigung des Leer laufs in unferer Arbeit aus der Welt zu schaffen. In dieser volkswirtschaftlichen Minderleistung liegt, abgesehen von den Reparationsverpflichtungen, der tiefste Grund für den Verfall unseres Geldes und unserer Wirtschaft; ohne seine Beseitigung fann eine Reichswirtschaftsrat und Währungsreform. bauernde Besserung nicht erwartet werden." Der Finanzpolitische Ausschuß des vorläufigen Reichswirts schaftsrats beschäftigte sich mit dem Gesetz eine: Währungsbant. In der Aussprache über den Gefehentwurf, an der sich fast alle Mitglieder des Ausschuesss beteiligten, erstattete zunächst Geheimrat Dr. Bücher Bericht über die Borgänge, die zu dem Entwurf geführt hatten. Er führte im wesentlichen aus: Jede Reform ist zwecklos, wenn nicht alles getan wird, um neue Devisen hereinzuholen, wenn nicht gleichzeitig eine Reform der deutschen Wirtschaft erfolgt, neue Mittel zur Produt tionssteigerung gefunden und Wege zu einer anderen Wirtschaftspolitik beschreiten werden, die frei von den bisherigen und gegen wärtigen Hemmungen ist. Auch die Industrie steht auf dem Etandpunkte, daß eine neue Währung nur auf der Goldbasis geschaffen werden könne. Die Voraussetzungen hierfür sind jedoch augenblicklich nicht vorhanden. Mit Rücksicht auf die Mobilisierung der Ernte und um überhaupt über die allernächste Zeit hinwegzukommen, muß unbedingt eine 3 wischenlösung gefunden werden, wie sie der vorliegende Entwurf vorsieht. Troß mancher Bedenken, die sich gegen den vorgeschlagenen Weg erheben, ist er jetzt der einzig mögliche. Er schafft fein unmittelbar realfundiertes und garantiert wertbeständiges Zahlungsmittel. Er bietet jedoch größeres Vertrauen als alle anderen Projekte. Gegen die Annahme des Entwurfs wandte sich der Korreferent Bernhard. Auch er hält zur Borbereitung einer Goldwährung eine Zwischenlösung erforderlich, während welcher dem Reiche für beschränkte Zeit Mittel zur Befriedigung feines etats und das bayerische Handwerk aus den Gebirgen ist mit Tellern und Krügen, mit Filigran- und Emaillekunst, mit dem Wert feiner Holzbildhauer und Elfenbeinschneider da. Mit fleinen Arbeiten sind eine Anzahl von Mitgliedern der Münchener Gezession" auch in Bild und Plastik vertreten. aus Gegen Kartoffelmangel und Kohlennot. Ein Schritt der Gewerkschaften. Der ADGB. teilt mit: Die Reparationsleistungen. Der Reichsminister für Wiederaufbau hat am 28. September Die vier gewerkschaftlichen Spigenverbände, der Allgemeine Deutsche Gewertschaftsbund, der 1923 die Bekanntmachung vom 13. Januar 1923 über Einstellung Gewerkschaftsring deutscher Arbeiter, Angestellten- und Beamten- der Reparationsleistungen im freien Berkehr an Frantverbände, der Deutsche Gewerkschaftsbund und der Allgemeine reich und Belgien, R. G. Bl. Teil II Seite 40, aufgehoben. freie Angestelltenbund haben am 29. September an die Reichsregierung die Aufforderung gerichtet, in Verbindung mit den Bertretern der Gewerkschaften eine großzügige Hilfs. b3 1. reditaktion für die Beschaffung von Kartoffeln und fohlen für den Winter einzulelfen. Die Republik in Gefahr! Das unumschränkte Walten des Herrn v. Ka hr in Bayern Weite Kreise der arbeitenden Bevölkerung und der Schichten, gegen die deutsche Republif, die Zusammenrottungen rechtsdie sich in der gleichen wirtschaftlichen Nollage befinden, sind ohne radikaler Militärfreiwilliger" in Norddeutschland, die Heze das Eingreifen des Reichs dem Hunger und der Kälte preisgegeben. Der Rechten gegen den Fortbestand der jezigen RegierungsVor allem die Maffen der Kurzarbeiter und Arbeits- foalition bedrohen ebenso wie die sinnlosen Hezzereien der lojen, die Empfänger von Sozial-, Ariegsbeschädigten- und Wohl- Kommunisten den Bestand der deutschen Republik, deren fahrtsrenten. Die Löhne der in Arbeit Stehenden reichen nationalistisch- militaristischen Todfeinden die französische Regleichfalls nicht aus, die Aufwendungen für die Wintervorräte gierungspolitik und ihre Besatzungsbehörden unablässig neue bestreiten zu können. Zur Steuerung diefes Elends und der mit ihm Agitationsmittel liefern. verbundenen schweren innerpolitischen Gefahren schlagen die Gewerkschaften vor, allen Arbeitnehmern, Renten- und Unterfügungs- Zusammenschluß und Kampfbereitschaft aller Republikaner empfängern, die Anspruch auf Belieferung erheben, eine der Kopfzahl ihrer Familien entsprechende Menge von Kartoffeln und Kohlen ist jetzt die erste Pflicht, auf dem Wege eines Kredifs zur Verfügung au stellen. Der Bezug foll auf Bezugich ein erfolgen, die für die Loha- und Gehaltsempfänger von den Arbeitgebern, für die Unterffügungs- und zur Erhaltung ihres Lebensniveaus das Gebot der SelbstRentenempfänger von den Gemeinden auszustellen sind. Die zur erhaltung. In einer Zeit, wo der Ausnahmezustand VerBelieferung erforderlichen Mengen sollen vom Erzeuger gegen Be- sammlungen unmöglich macht, ist mehr noch als sonst die zahlung in werfbeständigen Zahlungsmitteln erworben werden. Die Bresse das wichtigste Mittel zur Unterrichtung des Volkes Rückzahlung der vorgeftredten Summen wäre durch entsprechende über den Gang der inneren Entwicklung und der äußeren Getatenweise Abzüge vom Lohn oder Gehalt forie schehtiiffe. In dieser Zeit dient vor allem die Arbeiterdurch Berrechnung auf die Renten und Unterstützungen zu leisten. preffe zur Selbstverständigung und Sammlung des ProDer Bezug fönnie entweder bei den Händlern oder in besonderen letariats, das seine Machtpofition im Staat gleichzeitig pertetbigen und zur Erzmingung wirtschaftlicher Gesundung des Ausgabestellen erfolgen. Staates gebrauchen muß. Poincarés Bedingungen. Berteidigungstampf der Arbeiterklasse Kulturgeschichtliche Arbeit in Moskau. Der Verfall alter historisch und fünstlerisch wertvoller Gebäude in Moskau lenkt, wie der Ost- Expreß mitteilt, die Aufmerksamkeit des Kommissariats für Bildungswesen auf sich. Zurzeit wird der pracht polle Palast, der ehemals dem Grafen Rasumowski gehörte, einer Renovierung unterzogen. Das aus dem 17. Jahrhundert stam mende Haus der Bürgerschaft wird von der Presse ebenfalls drin. gend zur Erhaltung empfohlen. Es ist eines der wenigen aus alter Zeit übrigen Bojarenhäuser, der Ueberlieferung nach soll der ZarUsurpator Bornis Schwerer als je ist für die Arbeiterpresse heute die AufGodunow( den Deutschen Schillers " Demetrius" bekannt) dort seine Feinde gefangengehalten haben. rechterhaltung ihrer Leistungsfähigkeit, die nur mit ihrer zus Im Stadtteil Chamowski wird das alte Haus restauriert, das Paris, 29. September.( WEB.) Havas veröffentlicht eine Mitnehmenden Verbreitung wachsen kann. 3wingt ArTolstoi in den achtziger Jahren bejaß und bewohnte. Es ist eben- teilung über die Rede, welche Poincaré morgen im Maasdepartement beitslosigkeit manchen Genossen zu seinem Schmerz, den Bezug falls sehr alt und hat den Brand Moskaus 1812 überdauert. zu halten gedenkt. Die Rede werde eine ganz besondere Bedeutung des Arbeiterblattes aufzugeben, so muß um so mehr jeder, der Der abkühlende Eisberg. Die abkühlende Wirkung, die ein im Hinblick auf die politischen Ereignisse haben, die sich in Deutsch Arbeit und Verdienst hat, Abonnent und Werber neuer Eisberg hervorbringt, wird burch die Meldung eines Dampfers land in der letzten Woche anläßlich der Einstellung des passiven Abonnenten sein. In der Verteidigung hat die deutsche beleuchtet, der auf der Fahrt von London nach New York einen Widerstandes zugetragen haben. Der diplomatische Mitarbeiter der Arbeiterklasse stets höchste Kraft entfaltet. Darum muß es auch Eisberg fichtete. Der Eisberg maz 100 Fuß Höhe bei 210 Fuß Agentur Havas glaubt zu wissen, daß Poincaré morgen insbesondere jetzt heißen: Auf zur Arbeit für den Länge. Obwohl er etwa 50 kilometer entfernt war, als man ihn die Bedingungen darlegen werde, an denen man die effettive fichtete, fiel doch die Te emperatur des Meeres um 10 Grad, " „ Dorwärts"! Nachstehender Bestellzettel ist auszufüllen und an die 27 Ich abonniere den„ Borwärts" mit der illustrierten Sonntagsbeilage, Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage während die Lufttemperatur um 8 Grad niedriger wurde. Einstellung des palliven Wiberstandes erkennen Die größte Stadt der Welt. Nach Ausweis de: legten Volks. fönne und die nach seiner Ansicht jedem Berhandlungsbeginn mit zählung befigt London 7% Millionen Einwohner. Die Straßen Deutschland vorausgehen müßten. Seit dem Versailler Vertrag hätte haben insgesamt eine Länge von 3540 Kilometer und das Straßen die deutsche Regierung zu viele Beispiele von schlechtem Willen ge- Hauptgeschäftsstelle des Borwärts", Berlin SW. 68, Lindenbahnnez mißt 563 Kilometer. In London verkehren 3300 Auto- geben, als daß man sich heute mit vagen Versprechungen straße 3, einzusenden.( In Orten außerhalb Groß- Berlins ist omnibusse und über 7000 Autobrofchten. Man verzeichnete im zufriedengeben tönne. Man könne Deutschland nur nach seinen der Vorwärts" bei der Post zu bestellen.) Jahre 1922 27 000 Straßenunfälle, darunter 700 mit tödlichem Aus- Taten beurteilen. Bevor irgendwelche Verhandlungen stattfinden gange. London zählt 30 Museen, über 20 Gemäldegalerien, fönnten, müßte das normale Regime, das vor der Besetzung im Ruhr42 Theater und Singspielhallen, 430 Kinos, einen zoologischen gebiet und in den Rheinlanden bestanden habe, wiederhergestellt und Garten, 3 botanische Gärten, zahlreiche Konzertjäle und 16 öffent. die Sachlieferungen wieder aufgenommen werden. liche Musikkapellen, die während des Sommers allabendlich in den öffentlichen Barks fonzertieren. Barts und öffentliche Schmuckpläße Nur dann, d. h. wenn Deutschland endlich feinen Willen bekundet Ledecken eine Oberfläche von insgesamt 17 Quadratfilometern. Die habe, die Schäden wiedergutzumachen, die es systematisch angerichtet Metropole besitzt ferner 770 Tennispläße und 77 Plätze für andere habe, tönne man nuhbringend die Verhandlungen beginnen, die zur Eportspiele. London ist nicht nur die größte Stadt der Welt, es ieder aufnahme normaler Beziehungen zwischen hat auch den größten Hafen. Eeine Docs dehnen sich über eine den beiden Ländern führen sollen. Fläche von 355 Hektar Land und die Ladestraßen erstreden sich über eine Länge von 49 Kilometer. Im Jahre 1922 tamen in London 18 614 Dampfer an und 18 450 liefen aus. Das telephonische Netz der Stadt hat eine Länge von 237 303 Kilometer. Ein Stimmungssymptom. Paris, 28. September.( Eca.) Das„ Journal des Débats" unterwirft in seinem Beitartikel die durch die Einstellung des passiven Widerstandes geschaffene Lage und ihre Folgen einer eingehenden Die Juryfreie Kunstschan wird am 13. Oktober im Landesaus- Prüfung und rät der französischen Regierung, sich jetzt endlich stellungsgebäude am Lehrter Bahnhof eröffnet. Auslandsvenden für deutsche Studenten. Die wirtschafts. auf die Lintsparteien in Deutschland zu stüßen, anstatt wie hilfe der Deutschen Studentenschaft hat einen von der bisher auf die Rechtsparteien. Seute," schreibt das Blatt ,,,, wo Baseler Schuljugend für die deutschen Studenten gesammelten unsere Sache gewonnen ist, werden wir nicht in den Fehler von 1919 Betrag von 2500 Schweizer Franfen, sowie einen unter zurückfallen. Verlassen wir uns nicht auf die Männer der RechtsStudenten und Schülern in Südafrika aufgebrachten Betrag von über 200 Pfund Sterling als Beitrag zur Unterstügung parteien für die Ausführung des Versailler Bertrages und die der Selbsthilfsarbeiten der deutschen Studentenschaft erhalten. Zahlung der Reparationen! Ob Bayern oder Preußen, die RechtsSelmwelt" und der 14 tägig erscheinenden illustrierten Bei群 lage Siedlung und Kleingarten" in Groß- Berlin täglich zweimal frei ins Haus. Name Wohnung: Straße Nr.porn Hof Quergeb.- Seitenfl. Tr. lints- rechts bei Gewerkschaftsbewegung Arbeitnehmer Berlins und der Provinz Brandenburg! Anträge aus ben Betrieben beraten. Unter anderem wurde ein An- 1 trag einstimmig angenommen, in welchem vom Lohnfartell und DGB. verlangt wird, dahin zu wirken, daß die Beschlagnahme der ,, Roten Fahme sofort aufgehoben wird. Schiedsspruch in der Holzindustrie. Bauanfchläger- Tarif. Nach dem Schiedssvruch des Schlichtungss ausschusses Groß- Berlin stellen sich die Löhne der Berliner Bauanschläger für die Zeit vom 17. bis 23. September wie folgt: Stundenlohn 12585 000 m., bei Affordarbeit wird das 14555 000 fache des Tarifes vom Jahre 1912 berechnet. Nach Gerüchten, deren Zuverlässigkeit wir im Augenblic Arbeiter der chemischen Industrie! Die Verhandlungen mit dem Das Schiedsgericht des Reichsarbeitsministeriums, unter Vorfis Arbeitgeberverband zur Festsetzung der Löhne für die Zeit vom nicht nachzuprüfen vermögen, ift die Gefahr für die Republit des Regierungsrats Dr. Mees, fällte am gestrigen Sonnabend 26. September bis 2. Oftober 1923 führben zu feinem Resultat. Die noch nicht gebannt. Noch sind Kräfte am Werke, die durch einen Spruch, wonach die Löhne in der Holzindustrie für die Woche Schlichtungsinstanzen find angerufen. Bereinbart wurde, daß einen Putsch, der Not und Elend des arbeitenden Boltes nur vom 23. bis 29. September um 200 Proa. erhöht werden. morgen, Montag, ein Vorschuß von 500 Millionen für Arbeiter über ins Maßlose steigern kann, ihre volksfeindlichen Pläne verwitt- Danach beträgt der Durchschnittslohn für erwachsene Vollarbeiter 20 Jahre, 350 Millionen für Arbeiter und Arbeiterinnen von 17 lichen wollen. 17 058 240 m. pro Stunde. Die Barteien müssen sich bis Dienstag, bis 20 Jahren und von 250 Millionen für Jugendliche gezahlt wird. Arbeiter und Angestellte! Seid wachsam, seid bereit und 2. Dttober, mittags 12 11hr, über Annahme oder Ablehnung er haltet Disziplin! Hären. Die Erweiterte Drieverwaltung des Holzarbeiterverbandes Die Gewerkschaftsleitungen sind auf dem Poffen. Sie nahm noch gestern abend zu diesem Schiedsspruch Stellung und werden feinen Augenblick fäumen, Euch zu rufen, wenn das stimmte ihm au. Für die nächste Woche wurde den Parteien Intereffe der Arbeitnehmerschaft und der Republit es erfordert. bom Schiedsgericht aufgegeben, an Hand der in den Gewerben üblichen Löhne und Inderzahlen sich zu einigen. Nach dem VerGewerkschaftskommission Berlins und Umgegend. halten der Arbeitgeber dürfte es jedoch unwahrscheinlich sein, daß die Barteien unter sich zu Rande kommen, so wünschenswert es auch wäre. Sabath. AfA- Bund, Ortskartell Groß- Berlin. Flatau. Bezirkssekretariat Brandenburg des ADGG. Bollmerhaus. Keine Kräftezersplitterung! Verband der Fabritarbeiter, Ortsverwaltung Groß- Berlin. Angestellte der Kolonialwarenbranche! Die Tarifverhandlungen mit der Arbeitgebergemeinschaft Berliner Kaufleute der Kolonialwarenbranche und dem Reichsverband deutscher Feinkostkaufleutz haben für September das 22fache Augustgehalt ergeben. Septembergehalt das 19fache Augustgehalt. Die Angestellten im Berliner Samengroßhandel erhalten als In der Zigarettenindusfrie werden an die faufmännischen Angestellten für den Monat September die 19% fachen Augustgehälter tember 22 Augustgehälter gezahlt. Angestellte in der Briefumschlagbranche! Es werden für SepBäder und Konditoren ist für September das 25fache Augustgehalt Lebensmittelgroßhandel. Mit der Einkaufsgenossenschaft der Lohnregelung für Buchbinder und Kartonnagenarbeiter. gezahlt. Mit dem Zentralverband Deutscher Kartonnagenfabrikanten und mit dem Verband Deutscher Buchbindereibefizer find am 28. September in Leipzig neue Reichstariflöhne vereinbart worden. Nach dieser Vereinbarung erhalten die in Kartonnagen fabriten beschäftigten männlichen Arbeiter vom 28. Seb. tember ab einen Stundenlohn von 30 000 000 M., Arbeiterinnen einen Stundenlohn von 18 963 000 m. Lohntarife können vom Montag ab im Bureau abgeholt werden. Die Zeiten sind ernst und verlangen die Aufmerksamkeit und Bereitschaft der erganisierten Arbeiterschaft. 3ur mirt- Die in Budbindereien beschäftigten männlichen Arbeiter schaftlichen Krise, zur Berelendung als Folge der rapiden erhalten in der Spizze pro Stunde 30 000 000 m., Arbeiterinnen Martentwertung gesellt sich nun die Gefahr eines 18 750 000 M. Der Affordauflag auf die im Affordvertrag festButsches. In soichen Stunden muß jeder Meinungs- gelegten Bofitionen beträgt 669 308 000 Broz. ftreit innerhalb der organisierten Arbeiterschaft schweigen. Wir müssen eine einheitliche Front bilden, um alle Versuche, die Arbeiterschaft zurückzuzwingen in das Joch eines absoluten Unternehmertums und ihr die bürgerlichen Freiheiten und die Gleichberechtigung im Staate zu rauben, zurück weisen zu können. # Es ist leider nicht überraschend, daß in solchen Stunden ernster Gefahr die Kommunist en auf Geheiß von Moskau die Zersplitterung der Kräfte der Arbeiterschaft mit Hochdruck betreiben. Sie beuten die Erregung der Arbeiterschaft aus, um sie zu allerlei unüberlegten Entschlüssen zu verleiten. Eine ihrer alltäglichen Praktiken ist es, Betriebsverfamm Iungen einzuberufen, um dort die üblichen Schimpfreden auf die Gewerkschaften, die Vereinigte Sozialdemokratie und deren Führer und verantwortliche Vertreter vom Stapel zu lassen. Wir wollen und können die Kommunisten an diesem Treiben nicht verhindern. Aber unsere Genossen in den Betrieben dürfen sich nicht dazu hergeben, für dieses arbeiterschädigende Treiben Staffage zu bilden. Die Kommunisten find schlau genug, oft unsere eigenen Genoffen in den Vordergrund zu schieben und sich selbst Unorganisierter zu bedienen. Wir fordern deshalb unsere Genossen ausdrücklich auf, fich fünftig nicht mehr von den Kommunisten und ihren Hintermännern als Sturmböde gegen die eigenen Or ganisationen mißbrauchen zu lassen. Wenn die Kom munisten Betriebsversammlungen einberufen, dann ist die Barole auszugeben, sie unter sich zu lassen. Sie mögen dort, soviel es ihnen behagt, über uns schimpfen. Jede aktive oder passive Teilnahme an solchen Versammlungen ist von unseren Partei- und Gewerkschaftsgenossen ein für allemal abzulehnen. Schiedsspruch in der Metallindustrie. Am Sonnabend wurde im Reichsarbeitsministerium über die Löhne für die Beit vom 24. bis 30. September verhandelt. Nach mehrstündiger Verhandlung wurde ein Schiedsspruch gefällt, wonach der Spizenlohn 20 Millionen beträgt. Die anderen Löhne erhöhen fich im gleichen Hundertsaz. Die Frauenaulage beträgt 100 000, die Kinderzulage 200 000. Die Allordpreise werden wie folgt erhöht: Zu den 225 Proz. zu dem Schiedsspruch von der Woche bom 17. bis 22. September tommen weitere 43 Proz. hinzu. Gehaltsregelung im Einzelhandel. Einzelhandel, am Sonnabend berichtete Bublib( 3d2.) über In der Funktionärversammlung des AFA- Bundes, Fachgruppe die Gehaltsverhandlungen für die letzten neun Tage des Monats September. Dem erften Angebot der Unternehmer, in der Höchststufe der Gruppe I für männliche Angestellte 1 Milliarde zu zahlen, fonnten die Unterhändler der Arbeitnehmer nicht zustimmen. Ein weiteres Angebot der Arbeitgeber sieht als endgültines Ergebnis für die Beit vom 22. bis 30. September folgende Gehälter vor: in der Höststufe der Gruppe I für männliche Angestellte 1100 Millionen, Gruppe IV 1950 Millionen Mart. Aus Zweckmäßigkeitsgründen in Gruppe II 1350 Millionen, in Gruppe III 1600 Millionen und in hat die Berhandlungsfommission diesem Angebot zugestimmt. Weiter wurde vereinbart, daß am gestrigen Sonnabend Atontozahlungen erfolgen sollen. Die Restsumme muß bis zum 2. Oftober ausgezahlt sein. Diese neuen Gehaltssäge stellen ungefähr das 22,1fache Auguftgehalt dar. Der Redner mies dann auf die Lohnverhandlungen am Mittwoch für die erste Oktoberwoche hin. Auch hier soll wieder versucht werden, eine Aufwertung der Grundzahlen zu erreichen. Die weimalige Auszahlung in der Woche, die in anderen Branchen bereits eingeführt ist, müsse auch im Einzelhandel einge führt werden. vereinbart worden. Angestellte der Kunst- und Bauschlossereien, Geldschrankindustrie! Als endgültiges Septembergehalt ist für sämtliche Angestellte das 20fache Augustgehalt vereinbart worden. Die Auszahlung der Restbeträge hat fofort zu erfolgen. Angestellte des Elettrogroßhandels! Bei den Verhandlungen am 26. September wurden für die Angestellten dieser Branche 21 Augustgehälter als endgültiges Septembergehalt vereinbart. Die gewährten Borschüsse sind hiervon abzuziehen. Der Restbetrag ist schnellstens zu zahlen. Ausgerechnete Gehaltstabellen sind im Bureau des Zentralverbandes der Angestellten, Belle- AllianceStraße 7/10, erhältlich. Achtung, VSD.- Funktionäre der AfA- Verbände! Am Montag abend 7 Uhr findet im Jugendheim Lindenstraße 3, 2. Hof, 3 Tr., eine wichtige Gigung aller VSPD.- Funktionäre statt. Es ist Pflicht aller Genossen, an dieser Sigung teilzunehmen. Partei- und Gewerk. fchaftsausweis legitimiert. Der BOBD.- Werbeausschuß. Achtung, Zwietusch u. Co., Charlottenburg, Galaufer. Montag nach. mittag 4 Uhr im Lokal von Rebel, Charlottenburg, Englische Straße, Ede Salzufer, wichtige Versammlung aller Kolleginnen und Kollegen der VSPD. Die Wichtigkeit dieser Versammlung erfordert das Erscheinen aller. Sympathisierende können eingeführt werden. Bartei- und Gewerkschaftsausweis legitimiert. Der Fraktionsvorstand. Achtung, VSPD.- Selzarbeiter! Dienstag abend 6% Uhr bei Bocker, Weberstraße 17, großer Gaal, wichtige Versammlung aller VSPD.- Funktionäre und Delegierten zur Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Referat über die wirtschaftliche und politische Lage. 2. Stellungnahme zur Generalversammlung. Jeder Funktionär ist verpflichtet, zu er scheinen. Partei- und Gewerkschaftsausweis legitimiert. Der Fraktionsvorstand. Achtung, Oberschöneweiber Betriebe! Dienstag nachmittag 3½ Uhr in der Schule Niederschönemeide, Berliner Straße, wichtige Zusammenfunft aller VSPD.- Genossen. Es ist Pflicht sämtlicher Parteigenossen, diese Versammlung restlos zu besuchen. Partei- und Gewerkschaftsaus weis legitimiert. Der Fraktionsvorstand. In der Diskussion wurde darüber Klage geführt, daß die Säße für die Jugendlichen unzureichend seien. Auch die Beilung der Vorsitzenden der Betriebsräte und Arbeiterräte im Sigungssaal des Deutscher Metallarbeiterverband. Am Montag nachmittag 5 Uhr Verfammtragsfrage fand lebhafte Erörterung. Sollen die Gewerkschaften D. ihre Schlagkraft erhalten, so müssen die Mitglieder darauf bedacht papp- und Kartonnagenbetrieben beschäftigten Vertrauensverfonen und fon Berband der Buchbinder und Bapierverarbeiter. Für die in Etuis-, Wellfein, die richtigen Beiträge regelmäßig und pünktlich abzuführen. ftigen Funktionäre findet am Dienstag nachmittag 4 Uhr im Saal 5 des Nach einem furzen Schlußwort Bublitz' stimmten die Funktionäre Gewerkschaftshauses, Engelufer 25, eine Versammlung statt. Alle Betriebe, dem Abkommen zu, worauf sich die Versammelten mit der auch die, welche inzwischen gefchloffen wurden, müssen vertreten sein. Frage der Arbeitsstreckung und Kündigung eingehend beschäftigten. tag 5 Uhr bei Sennia, Alexandrinenstraße 44, Bertrauensmännerversammlung Betriebsräte! Funktionäre! Berband ber Lithographen, Steinbruder unb verwandten Berufe. Diens der Chemigraphen, Lichtbruder und Photographen. Bund der technischen Angestellten und Beamten. Fachgruppe Bangemerbe. Mitgliederversammlung am Dienstag abend 7% Uhr in den Sophien- Sälen, Gophienstraße 17-18. fammlung bei Hentschel, Röpenider Straße 127a. Funktionärausweis dient als Rentralverband der Schnhmacher. Donnerstag abend 5 Uhr Funktionärver. Legitimation. Berantwortlich für Politik: Richard Bernstein: Wirtschaft: Artur Saternus: Gewerkschaftsbeweguna: A. Steiner; Feuilleton: Dr. John Gaikowski: Lokales und Sonstiges: Frik Razfläbt; Anzeigen: Th. Glade; fämtlich in Berlin. Noch niemals war die Propaganda für den Besuch der Be triebsräteschule so schwer die diesmal. Noch niemals lasteten aber auch die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse so schwer auf uns, wie in diesen Tagen. Dürfen wir uns aber so von der Gesamtstimmung treiben lassen? Müssen wir nicht vielmehr alles tun, um alle positiven Kräfte der Arbeiterschaft wach zu erhalten? Nicht eine Politik der Verzweiflung ist unser Biel, sondern eine Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts. Buchbruceret Politik der flaren Erfenntnis. Hierzu aber brauchen und Berlagsanstalt Baul Ginger ut. Co., Berlin SW. 68, Lindenstraße 3. wir eine Arbeiterschaft, die sich ihre Urteilsfähigkeit, ihre geistige Beweglichteit erhalten hat. bei Hierzu 2 Beilagen. Varieté Kabarett Friedrich- Ecke Leipziger. Eintritt frei bis auf reservierte Plätze. Betriebsräte! Funktionäre! Weist Eure Kollegen in Betrieb Nachmittags nur Zielka! und Gewerkschaft auf die Kurse der Betriebsräteschule hin! Laßt den Bildungsgebanten in der Berliner Arbeiter- und Angeunter denen, die sich bisher im Hintergrund gehalten haben. Berbt stelltenschaft nicht untergehen. Werbt ihm vielmehr neue Anhänger unter der weiblichen Kollegenschaft! Werbt vor allem unter der Jugend! Die Umwandlung der städtischen Werke. Die freigewerkschaftlichen Funktionäre der städtischen Gas-, Waffer und Elektrizitätswerte nahmen am Freitag Stellung zu der Umwandlung der städtischen Werte in eine Attiengesellschaft. Polenste vom Gemeinde- und Staatsarbeiter. verband erklärte, daß die finanziellen Schwierigkeiten der Werke Hörerfarten zum Preise von 600 000 m., für Kurzarbeiter durchaus nicht so groß sind, daß eine Aktiengesellschaft gebildet werdum halben Preis, für Arbeitslose unentgeltlich und Lehrpläne den müsse. Die ümbildung bietet teine Gewähr dafür, daß die werden in den Ortsverwaltungen der Arbeiter- und AngestelltenSchwierigkeiten behoben werden. Wir sehen, daß die privaten Gas- gewertschaften und im Bureau der Betriebsräteschule( Engelbetriebsgesellschaften, die frei sind von allen bureaukratischen Sem- ufer 24/25, 2. Hof 1) ausgegeben. Dort finden auch Montags und mungen, heute mit größeren finanziellen Schwierigkeiten zu rechnen Freitags von 4-7 Uhr Lehrberatungs- Sprechstunden statt. Freigewerkschaftliche Betriebsräteschule. haben als die städtischen Werke. Die städtischen Werte repräsentieren heute einen Wert, der ausreicht, um die gesamten ReichsNeue Cohne in der Schuhindustrie. Für die Woche vom 24. bis schulden zu decken. Als Bürger und Sozialisten haben wir die 29. September beträgt der Mindestſtundenlohn für männliche Arbeiter Pflicht, uns gegen jede Veräußerung städtischer Werke zu wehren. in der Schuhindustrie 23 291 200 m., für weibliche Arbeiter Bolenste erklärte weiter, daß er früher nicht grundsäglich gegen 17 468 400 m.. Attorbzuschlag 12 Broz. In der Schoß und die Umbildung gesprochen habe, angesichts der Tatsache, daß in einer Reparaturbrande beträgt der Sohn für die Woche vom Reihe anderer Städte bei der Gesellschaftsbildung die vertraglichen 1. bis 6. Oftober für männliche Arbeiter und als Affordbasis für Vereinbarungen einschließlich Ruhegeld den Arbeitnehmern gegen: neue Arbeiten 19 700 000 2., für weibliche Arbeiter und als Alfordüber voll aufrechterhalten worden sind. In Berlin hat basis für Reparaturen 19 305 000 m. Für orthopädische und man aber beobachten müssen, daß bei der Bildung von Gesellschaften mechanische Betriebe 10 Proz. Zuschlag. die Rechte der Arbeitnehmer derartig geschmälert worden sind, daß er jetzt seinen Standpunkt geändert hat und gegen jede Cohnerhöhung in der Zigarrenherstellung. Die bis zum Umbildung der Werke eintreten muß. 22: September geltenden Löhne erhöhen sich für die Woche vom In der Debatte wurde das Verhalten der Gewerkschafts. 23. bis 29. September um 103 Proz Umgerechnet auf die fommission und des ADGB. start fritisiert. Es wäre Pflicht der Mai- Junilöhne 1922 betragen die Leuerungszulagen für Afford. Instanzen, gegen eine derartige, unbegründete Maßnahme, welche arbeiter 99 999 900 Broz, gleich das 1000000fache, Zeitlöhne und den Entkommunalisierungsbestrebungen Vorschub letstet, in aller Stumpen 90 999 900 Broz, gleich das 910 000 face. Der niedrigste Deffentlichkeit Stellung zu nehmen. Die von Bolenste vorgelegte Verbandsbeitrag beträgt für die Woche vom 23. bis 29. September Resolution wurde angenommen. Darauf wurde eine Reihel 3 Millionen Mart ohne Lokalzuschlag. UNITED STATE STATES LINES Amerikanische Regierungedampfer NACH NEW YORK von Southampton- Cherbourg LEVIATHAN 9, und 30. Oktober, 20. November, 15. Dezember Von BREMEN über Southampton and Cherbourg.nach NEW YORK GEORGE WASHINGTON 24. Oktober President Roosevelt... President Fillmore. President Harding,... President Arthur America 29. Dezember 3. Oktober 4. Oktober 10. Oktober 19. Oktober 31. Oktober 7. November 21. November 14. November 22. Dezember 1. Dezember Abfahrt von Southampton and Cherbourg 1 Tag später Alles Nähere durch untenstehende Adressen Vorteilhafte Gelegenhelt für Güterbeförderung UNITED STATES LINES Berlin W 8, Unter den Linden 1 Berlin W 9, Budapester Str. 5 NW 40, Invalidenstraße 93 W s, Unter den Linden 22 General- Vertretung: Norddeutscher Lloyd, Bremen منوع 44/14 Das beste Kleinauto Vollendete Konstruktion Hervorragende Werkstattarbeit Materalien aus hochwertigsten Edelstählen Automobil Ausstellung Stand Ne 62 Mercur Flugzeugbau GmbH Berlin S.0.36. Nr. 457 40. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Die Ratten verlassen das Schiff. Wie das Ausland über unsere Not denkt und wer sie verschuldet hat. Sonntag, 30. September 1923 ledig ist, hat noch eine Mission zu erfüllen: die Kräfte zu regen und ihnen nachzuschicken und zum Teufel zu jagen, was uns heute noch von der politischen und wirtschaftlichen Verwandtschaft dieser Sippe das Leben erschwert. Es möge geschehen, solange wir noch die Kraft dazu haben. Das Loch im Strumpf. . Der Gegensatz der Dinge ist in Berlin bis zum äußersten ge- patriotischer Opfermilligkeit gesprochen, felbst aber mit fatanischer biehen. Grausamste Not und wahnsinniger Lurus gehen nebenein- Riugheit Deutschland bis aufs legte ausgeplündert ander her, die einen abgezehrt, geduct, erbittert, die anderen fatt, haben. Sie haben sich den Steuern entzogen durch fortwährenden Seit langem ist ja eigentlich leider alles bei uns durchlöchert: breit und voll selbstgefälliger Ueberhetung. Das Elend schreit auf Wechsel des Wohnortes und nun suchen sie fortzukommen aus dem die Währung und die Wirtschaft, die Politik und die Preise. Inden Straßen, und in den Steinwüften des Nordens beginnt es in Lande, dessen Blut und Kraft sie ausgefogen haben. Fort von den dessen die Hausfrau empfindet doch wohl am lähmendsten, daß ihr erschreckender Weise auch dem, der sich unbeteiligt dünft, aufzu Baluta anlegen, in ausländischen Banten. Ein großer Teil der Re- wie offene Mäuler entgegenstarren, die gestopft werden wollen: neuen Steuern, sie wollen ihr Vermögen ganz in ausländischer überall bei den notwendigsten Haushaltungsgegenständen Löcher fallen. Nicht weit davon macht sich wüftes Prozentum in ärgernis parationssumme fönnte bezahlt sein, wenn diese Herrschaften von in Hemden und Hosen, in Strümpfen, im Anzug und Kleiderstoff, erregender Weise breit. Es ist selbstverständlich, daß solche traffen ihren früheren herrlichen Worten einiges in die Tat umgesetzt hätten. in der Bett- und Tischwäsche. Womit aber den Schaden wieder Gegensäge auch den Ausländern, die hier weilen, und gerade denen, ie wäre es soweit mit Deutschlands Niederlage gekommen, die es mit uns noch am besten meinen, auffallen müssen. Sie sehen wenn ihrer Raffaier zeitig ein Ziel gefest morfurieren und auf die alte gestepfte Stelle immer wieder eine neue und registrieren diese Dinge, da sie unbeteiligt sind, auf eigene den wäre. Als die Not im Wachsen war, waren diese Bampyre Stopfe legen? An eine Neuanschaffung von Wäsche kann heute Weise und in den Zeitungen ihrer Länder findet man oft das Ab. am zahlreichsten. Sie haben der Regierung entgegengewirft und nur gehn, dessen Geld unwahrscheinlich und phantastisch groß iſt. bild dieses Sehens. Was einer von ihnen schrieb, der mit den organisierten eine Schwindelhausse nach der anderen. Schon das Flicken und Ausbeffern bereitet den meisten Hausfrauen Sie haben die deutschen Lebensmittelpreise hochge- unüberwindliche Schwierigkeiten. Leidenden fühlte, sei als bedeutsam und wissenswert in freier trieben, so daß zwei Drittel des deutschen Volkes Mangel leiden. Stopfgarn, vor allem aber die Wolle, sind in der letzten Das Nähgarn und das Uebertragung hier wiedergegeben. Es steht in der Karlskrona Sie haben mit rücksichtslosen Manipulationen den Kohlenpreis in Zeit dermaßen im Preis in die Höhe gegangen, daß den armen Tidningen" vom 24. August 1923 unter der Ueberschrift Herrarna die Höhe getrieben und treiben ihn aus dem sicheren Hintergrunde Raffle", was Herr Raffle bedeutet. weiter. Werkstätten und Fabriken mußten geschlossen werden mit Hausfrauen ein Schauder über die Haut läuft, wenn sie die Preise der Folge, daß Tausende und aber Taufende von Arbeitern ohne hören. Nicht minder gewaltig im Preise gestiegen sind NähBerdienst und dem äußersten Elend ausgesetzt sind. Im kommenden nadeln, und vor allem Maschinennadeln. Wenn heute geheizten Zimmern frieren müssen, während es sich die Herren Berluft, als wenn früher die Nähmaschine Schaden litt. In den Winter werden die Familien der Arbeitenden in Deutschland in un- eine Maschinennadel zerbricht, so ist das ein größerer und härterer Spekulanten in Stockholm und Kopenhagen an den Kaminen der einschlägigen Geschäften, die mit Näh- und Stopfgarn sowie feinsten Luxushotels wohl sein lassen. Maschinennadeln handeln, fann man täglich traurige Szenen erleben. Arme Frauen, die seit längerer Zeit diese Artikel nicht mehr benötigt haben und neue wieder brauchen, sehen sich außerstande Die es aushalten müssen. Es erweckt in Berlin feine Aufmerksamkeit mehr, daß Standinavier, die für fürzere oder längere Zeit in Deutschland waren, unter der Wirtschaftsnot im Gastlande sich hals über Kopf nach ihrer Heimat begeben. Aber es erregt Aufmerksamkeit, daß sich ein ständig machsender Strom von deutschen Reisenden Dom Stettiner Bahnhof aus nachy Kopenhagen, „ Hier ist nichts mehr zu machen." zu kaufen, wenn sie die Preise hören. Tränenden Auges wenden sie sich ab und erklären:„ Na, dann können wir nicht mal mehr flicken und stopfen, dann werden wir und unsere Kinder bald nackt. herumlaufen!" Die neue Woche. Stadtbahn 4,5 Millionen. „ So, fährst du auch nach Kopenhagen?" ruft der eine Raffte Das Für eine porte Deuolm und triftiania ergießt das dem anderen zu, wenn sie sich auf dem Stettiner Bahnhof treffen. Deutscher, die jetzt das arme Baterland verlaffen? Sind es etwa die Verarmten aus den Mittelklassen oder Ach, lieber Freund", sagt der andere, hier ist nichts mehr die Arbeiter, die sich vor der eintretenden Katastrophe zu retten zu machen." Und meint damit, für sich und seinesgleichen fei suchen? Ach nein, diese Arbeitenden sind es nicht. Sie haben die systematische Ausplünderung des deutschen Boltes nun beendet taum mehr so viel, daß sie eine Fahrt auf der Straßenbahn te. und nun könne man im Ausland sein Glück versuchen, obgleich da Go grotest es ist aber schließlich ist nicht unser ganzes Wirtzahlen können. Eine Flucht auf der Eisenbahn in das Ausland heim diefer Held der Vaterlandsliebe unvergleichlich war und Armut schaftsleben bis zur Grausamfeit grotest! am besten sind die wäre ihnen also unmöglich. Die Millionen, die Wilhelm von und Not über seine Mitbürger gebracht hat. Und wie soll man Menschen dran, die überhaupt fein Hemd mehr befizen. Deren Zahl Hohenzollerns Politik in einen Krieg trieb, de: von vornherein fie empfangen, wenn sie in unseren Ländern eintreffen? Da aber ist wahrlich nicht tein! Ein sehr beschäftigter Arzt erzählte als aussichtslos und verloren gait, diese Opfer, fie müssen zu mit man weiß, wie würdig sie zu empfangen sind, will ich ein- unlängst, daß von zehn Batienten, die sich zur Untersuchung entHause bleiben und die grenzenlose Not schalten, daß es dieselben Leute sind, die in den letzten Jahren die aus= fosten, wenn sie nicht der Tod davon befreit. Es ist hier nicht dumme und freche Hege gegen die Ausländer in fleiden müssen, neun fein Hemd auf dem Leibe haben! Was das wie anderswo, wo die Arbeiter nach beendeter Arbeit sich an den Deutschland betrieben haben. Am meisten haben sie sich gegen die für die meisten schwächlichen und unterernährten Menschen beim gedeckten Tisch setzen können. Dunkel und häusliches Elend um- Standinavier gewandt, indem sie der Masse einzureden suchten, die Herramahen der falten Jahreszeit bedeutet, braucht nicht besonders fängt sie. Elektrisches Licht und Gas sind abgedreht, denn die Ausländer feien schuld an der sintenden Mart und sie feien schuld betont zu werden. Millionenrechnung im letzten Monat fonnte nicht bezahlt werden. an den steigenden Warenpreisen. Tatsache ist, daß 99 Proz. dieser Und Petroleum ist fast ebenso teuer und nicht zu bekommen. Die Ausländer Touristen maren. Sie hielten sich einige Wochen in Familie ist um den Tisch versammelt. Kohlrüben bilden wieder Deutschland auf, mitunter nur einige Tage. Sie waren gekommen, tägliches Effen und das Stearinlidt leuchtet zu dieser Elendsmahl ich auszuruhen und ihren Blick zu erweitern. Und es ist lächerlich Markenbrot 18, Milch S, Gas 11, Waffer 11, Strom 22, zeit. Nach dem Effen heißt es schnell den Schlaf fuchen, damit zu behaupten, diese Touristen, die in ihrem Heimatland nicht zu viel Licht verbrannt wird. Denn Schlaf ist der Unglüd in Berlin in Lebensmitteln geschweigt. Bei den zurzeit noch in doch irgendwo vorhanden sein muß, scheint noch immer nicht erreicht. an piel beffere Ernährung gewöhnt waren, hätten Noch immer flettern die Preise, und die Grenze nach oben, die lichen befter Freund. Das ist das Bild der Armen in Deutschland, Berlin befindlichen Ausländern handelt es sich meist um Studenten die sich auf diesem Lande wie eingeschlossen in der Kajüte eines fintenden Schiffes fühlen mögen. Sie und um solche, die sich aus anderen Gründen studienhalber in auch die kommende Woche bringt wiederum eine ganze Reihe von müssen auf dem Schiff bleiben, ob sie wollen oder nicht, sie haben Deutschland aufhalten müssen. Sie sind gewöhnlich nicht so gut erheblichen Preissteigerungen. So wird ab Montag das Markenbrok Peine andere Wahl. Die deutsche Mittel- und Arbeiterklasse, die fituiert, daß sie den Tanz um das goldene Kalb mitmachen fönnen. 18 Millionen kosten, während sich der Milchpreis auf 8' Millionen Hand und Kopfarbeiter, alle sie, die das werftätige Leben in Es ist erfreulich, daß die Mehrheit des deutschen Boltes die Mart, der für Magermilch auf 3 Millionen 400 000 M. erhöht. diesem Lande noch aufrecht erhalten, sie sind zum Tode verurteilt, Sehpropaganda ihrer Spetulanten und Schieber gegen den Aus- Die A- Milchfarten werden mit 4 Liter, die B- Milchfarten sowie die falls nicht ein Wunder geschieht. Aber die Zeit der Wunder länder erfannt hat. Es fiel auch dem Aermsten auf, daß die Hege Karten für werdende Mütter( C- Karten) mit je ½ Liter Vollmilch ist vorbei. gegen das Ausland allezeit verbunden war mit einer salbungsvollen beliefert. Wie bereits mitgeteilt, wird der Strompreis auf 22 MilDie fliehenden Spekulanten. Geste, die der Schieber schändliches Spiel verschleiern sollte. Das lionen, der Wasserpreis auf 11 Millionen und der Gaspreis auf Die Deutschen, die ich täglich zu den Wagen des Schweden- deutsche Bolt ruft diesen gewiffenlosen Herren, die Deutschland im 11 millionen erhöht. Die Direktion der städtischen Gaswerke teilt zuges, der sie auf dem Stettiner Bahnhof aufnimmt, strömen sehe, In- und Auslande auf das unerhörteste geschadet haben, ein hierzu mit: Die Meßzahl, mit der der Festpreis von 10 Pf. für find von anderer Art. Es sind die Leute vom Schlage der Präftiges Pfui" hinterher. Das Ausland, das das einen Kubikmeter Gas zu multiplizieren ist, wird für die Woche vom Rafftes, die Jobber, Schieber und Börsenspeku Bergnügen hat, diese zweifelhaften Elemente aufzunehmen, hat 30. September bis 6. Oftober auf 110 000 000 festgesetzt. Hiernach Ian te n. Sie suchen sich und ihr Eigentum zu retten aus dem alle Veranlassung, in dieses Pfui" mit einzustimmen. haben alle Gasabnehmer, bei denen in der Zeit vom 30. September Zusammenbruch, den sie selbst verschuldet. Dieses Eigentum, das bis einschließlich 6. Oktober der Gasverbrauch festgestellt wird, für sie durch rücksichtslose Börsenmanöver, durch das systematische So enden die beachtenswerten Ausführungen, die dem schwe. das seit der Standaufnahme in der zweiten Hälfte des SepSenten der Martvaluta errafft haben, dieses Vermögen, das sie dischen Blatt von einem Landsmann über Berlin gemacht wurden. tember verbrauchte Gas den genannten Preis von 11 Millionen durch fremdes Geld verdient, durch das unverschämte Wir sind sie los, diese saubere Gesellschaft, d. h. ein Teil von ihnen Mark zu zahlen. Nach Möglichkeit wird um unmittelbare Zahlung Dumping von deutschen Waren in Standinavien, Holland, England und Amerika noch vergrößert haben. Die große Masse der Arbei hat es vorgezogen, den Ratten gleich im fintenden Schiff, Deutsch bei der Standaufnahme in bar mit nicht zu fleinen Scheinen oder tenden in Deutschland verabscheut diese Gesellschaft, die während land zu verlassen, von dessen weiterer Ausraubung fie fich feinen Barfcheck gebeten. Bei diesem Verfahren entstehen dem Verbraucher und nach der Kriegszeit vom Durchhalten, von Bateríandsliebe und Vorteil mehr versprechen. Aber das Land, das dieses Ballastes teine Zeitverfäumnisse und die denkbar geringsten Kosten. Auf der Das Verbrechen der Elise Geitler. 5] Novelle von Hermann Kejser. 27 " 1 * wie eine umschleierte Ahnung in sich getragen hatte und die nun in füßen Gebilden einer versunkenen Zeit seltsam und lodend enthüllt waren. Als die Siebzehnjährige das Kloster verließ, ging fie mit dämernden Sinnen in das Haus in der Stadt zurück und es blieb von dem Aufenthalt im Kloster mit dem erlernten Wissen ein Streifchen blauer und schlafender Sehnsucht in ihr. Das verdorrie Fräulein aber sprach von anderen Dingen, sagte, daß man aus den adeligen jungen Damen, die im Kloster der geistlichen Schulschwestern als weltliche Lehrerinnen beim Unterricht hälfen, wie es seit Jahren der Brauch sei, die Hofdamen der Brinzessinnen wähle, und gab es wie einen Trost dazu, daß noch kaum eine die weiße Haube der Schwestern, vielmehr immer einen guten Weg im Dienste des Hofes genommen habe. auskam. So unterließ sie es denn, das Mädchen, in dem ihre Worte ein Feuer beleidigten Fühlens entfacht hatten, rechtzeitig der Ruhe zurückzugeben. Und während die alten Frauen durch drei Jahrzehnte spazierten, setzte sich in Gertrud ein Widerhaken von Trozz und Erbitterung fest, den das Fräulein mit leichten Fingern zu lösen vermocht hätte. Es war aber der Wille des Schicksals, daß dies zum Verhängnis des Mädchens unterblieb. Denn. als das Fräulein nach vielen und lebhaften Gesten endlich lostam und sich bereit machen wollte, es dem Mädchen zu sagen, daß niemand, auch nicht der gleichgültige Vormund sie zwingen und drängen wollte, da flinkte die Gartentüre und es erschien mit dem Schauspieler, der zum Abendessen angesagt war, Gertruds Bruder. Er war sehr aufgeräumt und fam in einem vergnügten Schritt, warf ein Päckchen mit Büchern und Heften auf den erstbesten Stuhl und wünschte der Tante einen guten Abend. Herr Behrens, Schauspieler am föniglichen Hoftheater", wie er der alten Dame vorgestellt wurde, verbeugte fich tief und förmlich, mußte aber, wofür er einen guten Blick hatte, zu feinem Merger gewahren, daß die Nennung seines Standes hier feine Wirkung tat, vielmehr das verschrumpfte Fräulein nur fühl die Lorgnette hob, mit den klugen Augen dahinter den fremden Gast wie von oben musterte, etwas in sich hineindachte und die Vorstellung mit einer dankenden stummen Be wegung beantwortete. Eine schnell eingeschobene Einladung Ottos lehnte sie mit dem Bemerken ab, daß sie in der Stadt erwartet werde und in der Gesellschaft nicht stören wolle. Zu einem Abschied mit Gertrud tam es nicht mehr, weil das Mädchen, von Elise gerufen, sich mit dem Bescheid ausgeredet hatte, sie sei eben dabei, die Kleider zu wechseln. Sie schämte sich aber nur ihrer verweinten Augen. Und vor des Mädchens Auge erhob sich der schlichte Bau der Erziehungsanstalt von Siebenburg, dem föniglichen Luftschloß vor der Stadt, und sie sah sich wieder wie in der Institutszeit in langer paarweis geordneter Reihe durch die endlosen Wege mit den verschnittenen Heden wandern, vorbei an den Schwanenteichen und den niedlichen Rokokohäuschen mit ihren ewig geschlossenen Fensterladen. In dem Park war es immer so still gewesen, wie in der bunten goldenen Kirche, in der fie zweimal des Tags, zur Morgenmesse und zur Abendandacht, die Bänke gedrückt und davon rauhe Kniee bekommen hatten. In dem Bart wurden nämlich nur Auf Gertruds Gesicht stand, als ihr diese gutgemeinte die jüngsten Prinzen und Prinzessinnen solange fie in den Vernunft eines ebenen und gesicherten Daseins auf viele Windeln lagen im Kinderwagen spazierengeschoben. An Weise begreiflich gemacht wurde, weder Zufriedenheit noch jenem Tage aber, da dort der Hof alljährlich ein Gartenfest Berzweiflung. Sie ließ die alte Freundin gewähren, fagte es gab, die fostümierten Schauspieler der königlichen Theater ihr in einem gehorsamen und dankbaren Ton zu, daß sie den das galante Leben der Zopfzeit erwachen ließen, die Herren Borschlag erwägen und auch mit dem Bruder besprechen in der Buderperücke und in faminen Hosen, die Damen im werde, und war nicht ausgerührt, bis das Fräulein zu inisternden Reifrock auf dem furzgeschorenen Rasen tanzten letzt an alles die Mitteilung hing, Gertruds Bormund, der und fangen, an jenem Tage war er der brennenden Schau- Hof- und Justizrat, sei derselben Meinung wie sie und habe lust der Böglinge ein verbotener Garten, und die geistlichen die Absicht, es Gertrud demnächst selber zu sagen. Schwestern versperrten mit List ein sonst offenes Gelaß in Dies aber war es, was eine Verwirrung schuf und das dem Institutsflügel des Schlosses, von dem man den Blick in Ende der Unterredung ins Heftige bog. Denn nun fagte es den Park hatte. Aber der Kirchturm war nicht versperrt. Gertrud dem Fräulein heraus, daß sie sich nimmermehr über Und von dem engen und staubigen Brettermert aus, auf dem fallen lasse und alt genug fei, um sich selber die Richtung zu die unbarmherzigen Gloden hingen, durch die das Mädchen- geben. Dann ging sie, das Taschentuch vor dem Gesicht, vom poft immer zu früher Stunde aus dem traumheißen Jugend- Tisch weg. schlaf geweckt wurde, tat sich vor Gertrud und ihren ver- Während sich Gertrud in ihrem Zimmer erbost in einen Otto erfuhr nichts von dem Zwischenfall. Als endlich fchwiegenen Freundinnen der Märchenpart mit den zierlichen Stuhl warf und einen Strom von Tränen hinunterschluckte, Gertrud in einem blauen Kleidchen und mit einem goldenen Tänzern auf, alles flein wie Spielzeug zu den zitternden stieß die alte Dame, die ihr bestürzt nachgehumpelt mar, in Rettchen um den schlanken Hals erschien und den SchauFüßen der heimlichen Mädchen, die bei dem Anblick nicht zu der Türe mit Elise zusammen, ließ sie wissen, was sich be- spieler begrüßte, da war das Fräulein schon auf dem Weg atmen wagten. Zur Nachtzeit aber flüsterten die Freun- geben hatte, verflagte sich selbst, daß sie vielleicht das emp. nach der Stadt und trug auch, indes fie unter der milden dinnen noch nach Wochen von Bett zu Bett von dem ge- findliche Kind mit unvorsichtigen Händen angefaßt habe", und Abendsonne unter den Bäumen hinschritt, einige Verwunde stohlenen Glüd und eine von ihnen brachte auch vom Aus- jammerte über die Menschen der neuen Zeit. rung über den eigentümlichen Freund der Sohrschen Gegangssonntag in der Stadt ein altes Heftchen mit fledigen Es ist stets so, daß alte Leute, wenn sie zusammen in die schwister mit sich, flappte ihren verblichenen Sonnenschirm Kupfern ins Kloster, darin ein Festspiel zu Siebenburg, wie Bergangenheit schauen und sich gegenseitig darin bestätigen, bald auf und bald zu und ging mit müden und zögernden es das Schloß im achtzehnten Jahrhundert gesehen hatte, ge- daß man sich immer schwerer in den Verwandlungen der Schritten dahin. Ich hätte dableiben sollen", meinte sie eintreulich beschrieben und auch der gereimte Inhalt einer ergötz- Gegenwart zurechtfinde, gar leicht die Forderung des Augen- mai und dann wieder so ein Mädel. Und sie nahm lichen Komödie zu lesen war. In den Versen jedoch war von blic's verschwagen. Das alte Fräulein war um so eher dazu sich vor, in den nächsten Tagen wieder in Berligenfeld vorzuDingen die Rede, wie sie die Mädchen noch gar nicht zu geneigt, als sie nun durch das Geplauder und durch das sprechen. denken gewagt hatten, von Dingen, die Gertrud bisher nur unterwürfige Jasagen der Dienerin aus ihrer Aufregung her( Fortsetzung folgt.) Stadt und Ringbahn beträgt, wie mitgeteilt, ab 2. Oftober 7 Millionen Mart. * Todesurteil im Prozeß Rackow. Die Not gemeinnüßiger Krankenhäuser. Reichshilfe und Selbsthilfe. der Mindestpreis in der 3. Klaffe 4,5 Millionen und in der 2. Klaffe und wie sie in fommunistischen Bersammlungen aussieht... * Freie Aussprache für jedermann!" Die Kommunisten wenden sich in ihren neuesten Plakaten an die Zur Verhütung des völligen Zusammenbruches, von dem dis Aus Anlaß der Tariferhöhung vom 2. Ottober haben die Fahr- sozialistische Arbeiterschaft, sie haben die Stirn, unserer Partei und gemeinnützigen Krantenhäuser infolge drückendsten Geldmangels be farten die übliche Geltungsdauer, d. h. die Reise muß den Gewerkschaften ein„ Ultimatum" zu stellen und sie aufzufordern, droht find, will der vor einiger Zeit begründete Reichsverband innerhalb der viertägigen Geltungsdauer beendet nicht nur ange- mit ihnen gemeinsame Sache zu machen. Ihre Unverschämtheiten, der nichtstaatlichen und nichtstädtischen Krantentreten fein. Zur Erleichterung des Löfens von Fahrkarten werden ihre moralische Verluderung, die denen der Hakenkreuzbanden in und Pflegeanstalten Deutschlands den Weg der Selbstalle Fahrkarten, die in den legten drei Tagen vor der Erhöhung ge- nichts nachgibt, wird durch einen Bersammlungsbericht gekennzeichnet, ihm nach Berlin einberufenen Tagung am Sonnabend verhandelt. hilfe beschreiten. Was geschehen muß, darüber wurde auf einer von löst werden, mit dem letzten Tage vor der Erhöhung abgestempelt. den uns ein Genosse sendet, der sich zu seinem größten Leidwesen an Der Verband hat schon eine Hilfstasse gemeinnüßiger Die vorzeitige Lösung von Fahrkarten, die im Inter- einer kommunistischen Versammlung beteiligt hatte. Der Genosse Wohlfahrtseinrichtungen geschaffen, die den einzelnen esse der Zeitersparnis sehr zu empfehlen ist, bringt also feine Be schreibt: Anstalten die Mittel zur Weiterführung des Betriebes hergeben soll. einträchtigung der Geltungsdauer der Fahrkarten mit sich. Die in den legten drei Tagen vor der Erhöhung gelösten FahrIn einer Donnerstag abend in Schöneberg, Aula der Hohen- Die Anstalten müssen einen Teil ihres Befizzes hypothefarisch an farten, die nicht benutzt werden, werden im allgemeinen nur unter zollernschule, von der KPD. einberufenen„ öffentlichen Bolts- die Hilfstasse verpfänden, und sie kann dann mit den Hypotheken Abzug von 10 Proz. Verwaltungsfosten zurückgenommen. versammlung mit freier Aussprache" verlief diese eine Anleihe decken, die ihr von einer Banfgruppe bereits zugesagt freie Aussprache" wie folgt. Nach dem Referat wurde vom Verfamm- ist. Bis diese Gelbsthilfeorganisation wirffam wird, bleiben die lungsleiter ausdrücklich und immer wieder aufgefordert, Gegner und gemeinnügigen Anstalten daneben noch auf Reichshilfe angeAndersdenkende sollten sich zum Wort melden. Das geschah denn wiejen. Mehrere Redner führten aus, daß zwar die fommunalen auch. Der erste Gegner, ein alter Gewerkschaftler, wurde, so wie er Anstalten aus§ 60 des Finanzausgleichgefehes fchon ein Jahr hinDas Schwurgericht verurteilte den Angeklagten Paul Radow für die KPD. Unangenehmes vorbrachte, immer lärmender unter durch zahlreiche Zuschüsse erhalten haben, den gemeinnüßigen Anwegen Morbes und Diebstahls zum Tode und zu neun Monaten brochen und mußte nach wenigen Minuten vor dem wüsten Geschrei stalten aber die nach§ 61 desselben Gefches ihnen zugedachte Hilfe Gefängnis, unter Anrechnung von zwei Monaten Untersuchungs- der KPD.- Leute das Podium verlassen. Als dann im weiteren Ber- bisher verfagt worden ist. Angenommen wurde eine Entschließung, haft. Anherdem wurden Rackow die bürgerlichen Ehrenrechte auf lauf der Diskussion erneut ein„ Undersdenkender" das Wort ergriff die an den Reichstag die Bitte richtet. für Durchführung des§ 61 fünf Jahre aberkannt. Der Angeklagte nahm das Urteil ruhig auf und nachdem er der Versammlung an Zitaten ihrer eigenen Führer zu forgen. Der Verband hält für nötig, daß diese Hilfe wenigstens das Mangelhafte ihres Verhaltens gegenüber dem ersten Gegner bestand der Anstalten aber soll die in der Hilfstaffe organisierte in der nächsten Uebergangszeit noch gewährt wird. Den WeiterIm weiteren Verlauf des Prozesses erklärte der Gefängnisarzt Sanitätsrat Dr. Lehnsen und Medizinalrat Dr. Thiele, das largemacht hatte und dann feinerseits in ruhiger, fachlicher Weise Selbsthilfe sichern. An der Tagung nahmen auch Vertreter der Angeklagte zwar etwas erblich belastet, aber für feine einen gegnerischen Standpunkt begründete und die Richtigkeit seines des Reichsarbeitsminifteriums und des Ministeriums des Innern Taten doch verantwortlich sei. Staatsanwaltschaftsrat Standpunktes an der Hand von Aussprüchen russischer Kommunistenteil. Unier Hinweis auf die Finanztage des Reiches begrüßten fie Dr. Parrisius ging in seinem Bläboner im einzelnen auf die führer und an praktischen Beispielen erläuterte, wurde er plötzlich es, daß die Anstalten die Notwendigkeit der Selbsthilfe erkennen. Tat ein und kam zu dem Schluß, daß der Angeflagte mit leber on einem auf der Bühne offenbar zu diesem Zweck aufgestellten Die einstweilen noch nötige Hilfe aus Reichsmitteln wurde zugesagt legung und Kaltblütigkeit fein Opfer nieder: Stoßtrupp von der Bühne herabgeworfen und dann zum Saal raus- und in Höhe von zehn Billionen angekündigt. gestreckt habe. Das Motiv der Tat jei Gelbgiet. Er bitte gefchleift. Einem letzten Gegner, der gegen eine solche Art von daher, die Schuldfragen nach überlegter Tötung und nach Mord nicht erteilt. Ihm wurde vom Bersammlungsleiter, der all diesen Rebefreiheit" auf das schärffte proteftieren wollte, wurde das Wort bejahen. Rechtsanwalt Bahn erflärte, daß der Berreis, daß der Angeklagte einen Mord perübt habe, durch die Berhandlung Borkommnissen hämisch lächelnd aufah und nicht einen Finger für nicht erbracht worden sei. Es stehe lediglich fest, daß der ben ordnungsmäßigen Verlauf der Versammlung rührte, laut zu Angeklagte eine Bluttat vollführt habe. Durch eine Berfettung gerufen:„ Mit deiner Kluft tommst du hier überhaupt nicht zum von unglücklichen Umständen mag zwischen den Eheleuten im Reden." Das Erfreuliche an diesem ganzen üblen Bilde war der Grunemals ein neuer Streit entstanden sein. In der heutigen Umstand, daß die übergroße Mehrheit der Versammlung ein solches Zeit bei unseren zerrütteten Nerven fomme es nur zu oft vor, mit ihren Worten im schärfsten Widerspruch stehendes Verhalten daß ein derartiger Streit blutig ausläuft, namentlich bei so nerven- der KPD. auf das schärffte mihbilligte, wie die erregten und emschwachen Menschen, wie es der Angeklagte ist. Auch Rechtsanwalt pörten Rufe erkennen ließen. Freunde wird die KPD. an diesem Thomal vertret in längeren Ausführungen den Standtpunkt, Abend nicht gewonnen haben." daß die lekerlegung nicht erwiesen sei. Nach längerer Beratung sprachen die Geschworenen den Angeklagten Rackow des Mordes und des Diebstahls schuldig. Daraufhin fällte das Gericht das vben mitgeteilte Urteil. und ließ fich auch ohne Widerstreben in die Haft abführen. Unter falschem Verdacht. Jeffnahme einer internationalen Juwelendiebin. Eine überraschende Aufklärung hat ein Juwelenbiebstahl gefunden. Emner Ameritenerin, die in einem Berliner Hotel wohne, waren Schmuckgegenstände im Werte von 30 000 Dollar abhanden gekommen. Des amerikanische Ehepaar hatte sich an dem betreffene den Abend in der Hotelbar in Gesellschaft eines befreundeten tänis schen Ehepaares ramens Dict mann aufgehalten. Von dort entfernte sich zuerst das dänische Paar, um ihre neben dem Zimmer Der Amerikaner gelegenen Räume aufzusuchen. Hierbei über= raschten sie im Zimmer der Amerikaner gegen 12 Uhr nachts einen Hotelangestellten, der über den Zwed feines nächtlichen Aufenthalts in tem Zimmer wenig glaubhafte Angaben machte. Da gleich darauf das Fehlen der Schmucksachen festgestellt wurde, wurde dieser Hotelangestellte unter dem Verdacht Der Täterschaft festgenommen. Merkwürdigerweise hatie nun die amerikanische Dame die Juwelen gerate an jenem Abend zum erstenmal in ihrem Zimmer gelaffen, und zwar auf Bus reten der Frau Didmann, weil diefe ihr aejagt hatte, fie mache mit Len großen Juvelen den Eindruck einer Frau Raffle". Ebenso auf fällig war es, daß Frau Didmann an jenem Abend mehreremal allein sich nach ihrem Zimmer begeben hatte, ta ihr angeblich das Strumpfband zerriffen" war. Nummehr wurde Frau Didmann auf Grund verschiedener Beobachtungen fest genom men und nach dem Polizeipräsidium gebracht. Während der Fahrt im Automobil beschäftigte sie sich mit ihrem Strumpfband und ihrer übrigen Tollette. Das gab den Beamten Veranlassung, den Wagen gründlich zu durchsuchen, und dabei förderten sie dann einen Zeil de: gestohlenen Juwelen, die sie an ihrem Körper verstedt hatte, zutage. Die übrigen Juwelen hatte sie in dem Hotel an verschiebenen Stellen versterkt. Frau Dickmann ist offenbar eine internationale Abenteurerin ersten Ranges. Sie stammt aus der vornehmen ruffischen Familie Sorochowitsch. Zahrelang war sie dann verschwunden. Später tauchte sie in Konstantinopel auf, wo sie ihren Ehemann, einen Kaufmann Didimann, fennen lernte. Sie lebten in Holland, wo sie ihre Geschäfte haben und von wo sie fich nach vielen Städten Europas begaben. Bei einer Durchsuchung in ibrem Hotelzimmer wurden noch zwei Ohrringe gefunden, beren Steine, die etwa 4 Karat schwer gewesen sein müssen, ausgebrochen sind. Auch diese dürften aus einem Diebstahl herfionumen. Weitere Nachrichten zur Aufklärung des ganzen Treibens der Berhafteten, die noch in anderen Hotels verfehrt und auch dort noch nchrscheinlich ähnliche Diebstähle berübt hat, nimmt Sriminal tommiffat Gennaf im Berliner Polizeipräsidium Zimmer 105 entgegen. Immer wieder lassen sich manche unserer Genossen aus falsch angewandtem Solidaritätsgefühl von den Tiraden der Kommunisten betören, irohdem fie oft genug schon die bösesten Erfahrungen gemacht haben. Wir Sozialisten lehnen die fommunistischen Methoden ab. Unsere Gelbftachtung muß uns zwingen, den Kommunisten gegenüber die nötige Reserve, aber auch unter Umständen die richtige Aktivität aufzubringen. Eine ergebnislose Steuer. Bezirksbildungsausichuk Groß- Berlin. Seute, pünktlich nachmittags 3 Uhr, int Nenett Theater am 300.„ Die Jüdin von Toledo". Buschlag pro Starie 5 Millionen. Ginine starten sind noch an der Kaffe zit haben. Ain Donit erstag, 4. Oftober, nachmittags 5 1hr, Sigung ses feinen Bildungsausschuses. Mitte Oftober beginnen die Borlesungen der Arbeiter Bildungsschule. Stoffblane, pro Std. 20 000 W., find zit baben im Bureau des Bezirksbildungsausschusses, Berlin SW 68, indenstr. 3, 2. of II, 3immer 8.- Ausstellung von Büchern, Reramifen und Originalradierungen erster ünstler Bezirksbildungsausschus, Lindenstr. 3, 2. Sof IL Besichtigung und Bertaus während der Bureauzeit von 9-5 gr. Jugendweiße Neukölln. Anmeldungen zur Frühjahrsjugendweihe der VSPD. Neukölln werden schon jetzt in den Vorwärtsspeditionen Neckarffrage 2 und Siegfriedliraße wochentags von 2-6 Uhr entgegengenommen. Einschreibegebühr 500 000 M. Jugendveranstaltungen. Heute, Sonntag, den 30. September: Salenfee. Galen flaffungsfeier in der 2, Gemeirdeschule Joachim- Friebrich Straße 35-36. Bestehend aus Gesang Musif, Reigentängen, Rezitationen, Morgen, Montag, den 1. Oftober: Wiederan, Jugendheim Offenbachstraße be, Bortrag: ,, Der Mensch der Urzeit". Finanzwirtschaft und Valutaelend. Ueber die Thema sprach in einer sehr gut besuchten Funktionärinnentonferenz am Freitag, den 28. d. M., im Jugendheim, Lindenstr. 3, die Genoffin Dr. Hilde Oppenheimer. warten. Gefeber. Seute abend findet in der Kula der Weltlichen Schule, Gothenbugey Stage 2, eine Sulentlassungsfeier statt. Brogramm: hifit, Keine Einziehung der Wohnungsbauabgabe meht. Gos, Registrissen, Reigentänze, Ansprache, Sans- Sachs- Evile. Alle Edul. Der Magistrat hat am Mittwoch beschlossen, die Berania- aenen, Jugendliche sowie die Parteigenöffen sind herzlichst hierzu eingegung und Einziehung der Wohnungsbauabgabe laben. bis auf weiteres ganz einzustellen, bis durch eine Aenderung der gefeglichen Bestimmungen die Voraussetzung für ein Ansprache i. a. m. angemessenes Verhältnis der Verwaltungsfoften zum Grirage der Auf die Einziehung der für frühere Abgabe geschaffen wird. Bierteljahre noch ausstehenden Beträge wird verzichtet. Das in Preußen eingeführte System der Wohnungsbautabgabe ( Veranlagung des Hauseigentümers und Umiegung durch diesen auf die Mieter, evil. Festsetzung der Verteilung durch das Katasteramt, 3mangseinziehung bei den einzelnen fäumigen Mietern, für die nach dem Reichsgefeß wieder eine ganze Reihe von Ermäßigungsund Befreiungsmöglichkeiten bestehen) bedingt für die Einziehung erhebliche Schwierigkeiten und Verzögerungen, jo daß die Be träge im Zeitpuntie des Einganges zum Teil Deutschland, so führte die Rednerin aus, ist nicht mehr in der ganz entwertet sind. Dazu kommt, daß für die Wohnungs- Bage, seine Verpflichtungen gegenüber dem Auslande mit Produkbauabgabe auch im preußischen Geldentwertungsgesetz feine An- tionswerten auszugleichen. Es muß fie mit Geld ablösen. Das ist paffung an die Geldentwertung vorgesehen ist, ja, daß fogar die der außenwirtschaftliche Grund der Geldentwertung. Der immerwirt Anwendung der Bestimmungen über die Erfchaftliche ergibt sich aus der Ungleichheit zwischen Einnahmen und hebung von 3uschlägen bei verspäteter Zahlung Ausgaben des Staates, die ihn zum Notendruck zwinge. Einer oder Stundung auf die Wohnungsbauabgabe ausdrüdlich gleichbleibenden Menge Waren steht eine größere Menge Geld gegenausgeschlossen worden ist. Bei dem außerordentlichen An über. Die Folge davon ist, daß das Geld an Wert verliert, und der wachsen der Verwaltungsfoften durch die Steigerung aller Gehälter Wert der Ware, die Preise, steigen. Diese Rustände sind auch nicht Der Kleinund Löhne gerade in den letzten Wochen würden im nächsten Biertel- durch ucherbekämpfung zu beseitigen. jahr die Verwaltungskosten das Bielfache des Ertrages betragen. handel wird zwangsläufig gezwungen, den wiederbeschaffungspreis der Waren von der Bevöl Herr v. Kaehne fenior vor dem Schwurgericht. Der Schwurferung zu nehmen. Die Preishöhe wird von der Urprodukgerichtsprozeß gegen Herrn v. Staehne senior findet in Potsdam tion und dem Großhandel bestimmt, bei denen eine Nachprüfung nun endlich am 2. Oftober statt. Der Angeflagte wird der Tötung der Kalkulation auf Berstöße gegen die Gesetzgebung sehr erschwert des 16 jährigen Obstsüchtersohnes 2a aje aus Geltow beschuldigt. ift. Hinzu kommt die wirtschaftliche Untenntnis der prüfenden Beamten. Das beste Mittel gegen die Preistreiberei ist das Herein. anstalten findet vom 1. Oftober 1923 a5 bis auf weiteres zum unserer Baluta unterbunden ist. Den Preisen ist am ehesten durch Der Ankauf von Reichsfilbermünzen durch die Reich bant fluten der ausländischen Konturrenz, die jetzt durch das Sinten 15 000 000 fachen Betrage des Renniertes statt. die Ordnung der Währung beizufomnien. Der Bersuch, Balente, Gebrauchsmufler, Warenzeichen. Von einschneidender wertbeständige Löhne zu schaffen, ist zum Scheitern verurteilt. Auch Bedeutung ist eine Neuerung, die mit dem 1. Oktober d. 3, in Kraft hier ist eine Heilung nur von der Gesundung der Währung zu er tritt. Bisher diente für die Veröffentlichungen des ReichspatentDie Rednerin unterzog dann die sogenannte Bodenmark amts über Patente, Gebrauchsmuster und Warenzeichen der( Neumart) einer Kritit. Es fet notwendig, ein Geld zu schaffen, das Reichsanzeiger"( Bentralhandelsregister- und Warenzeiden- berall, befonders aber im Auslande, ert habe. beilage). Mit dieser durch Jahrzehnte hindurch den beteiligten fländiger Werte in Industrie und Landwirtschaft nicht zu erwarten. Das sei von einem Gelde aus hnpothefarischer Belastung bodenKreisen gewohnten Einrichtung muß aus Ersparnisrücksichten fünftig May lante, der, wie erinnerlic, als baftunfähig aus dem gebrochen werden. An Stelle des„ Reichsanzeigets" trilt jezt für Innerwirtschaftlich sei mit dieser Methode abermals die Gefahr verGefängnis freigelaffen wurde und feitbem sich wieder auf der Batente und Gebrauchsmuster das„ Patentblatt", das am fnüpft, daß der Staat auch auf diesem Wege zur Herausgabe einer Rennbahn öfters betätigt hatte, gulegt auch jogar in seab ateite Donnerstag jeder Woche ausgegeben wird und für Warenzeichen das beliebigen Menge dieser Geldforte schreiten fönne. Es fel eine aufgetreten wat, ist gestern von zwei Supobeamten in Warenzeichenblatt", das am 15. und am lekten Tage jedes 3 t hatte Probe für das deutsche Bolt, diefen BroJeiner Wohnung werhaftet ud fofort nach dem Strafge- Monats erscheint. Dedes der beiden Blätter fann im Monatsabonne- e noch einmal durchzumachen. Bei dem Versuch, den Das Bekanntwerden dieser augenblicklichen Valutaverhältnissen beizufontmen, sei auch die Defängnis in Tegel abgeführt worden, um die gegen ihn von der ment durch die Post bezogen werden. Siraflammer des Landgerichts III verbängte te fi strafe von Neuerung dürfte für Handel, Industrie und Gewerbe von größter pilenordnung mehr oder weniger erfolglos geblieben. Es fel schwer, festzustellen, welche Devisen für die Produktionserhaltung not21 abren zu berbügen. Die Stechtsanwälte Dr. Isberg mms Wichtigkeit fein. wendig seien. Das Stillegungsgefek müsse eine Erund Dr. Welt haben erneut saftentlassung beantragt, indem sie Die Boltsbühne E. B. veranstaltet in diesem Jahre allmonatlich weiterung erfahren in der Weise, daß mit Befich auf das geugnis des Gefängnisarztes in Tegel Berufen, bet in sieben auf die verschiedenen Stadtteile verteilten Schulaulen betriebsstillequngen die Ablieferung von Devisen Selante für haftunfäßig bezeichnet und erklärt hat, daß er bei der airtliche Vortrags-( Lefe) Abende, die jedermann für ein geringes verbunden sei. Auch hier lege zwar die Gefahr der Verfortgeschrittenen Bungentubertulofe eine Berantwortung für die Eintrittsgeld zugänglich sein sollen. Die erfien Abende finden am schleieruna vor, es sei jedoch eine Hemmung gegen ungerechtfertigte Bonfireding der Saft nicht übernehmen fönne. 1. Oktober in der Aula Gipsftr. 23a, am 2. Ottober in der Aula Betriebsstillegunaen gefchaffen. Die Ordnung des Staatshaushaltes Reichenberger Straße 68. am 3. Oftober in der Aula der Schule erfordere zunächst die Herabsehung der Ausgaben. In erster Linie an der Ruheplasstraße( Norden), am 4. Oftober in der Aula Donau- fei der Abbau des Beamtenapparats geforbert worden. Straße 122/127( Neukölln) statt. Nora Zepter lieft soziale Dichtungen, Dabei sei es Bilicht der Partei, darauf zu achten, daß dieser Abbau Welden Schaden die Geldentwerfung denen bringt, die eine n S. Nestriepte Balladen. nicht zur Schwachung der Demokratie in der Verwaltung mißbraucht Geldanspruch an eine Behörde haben und Monate hin- Die diesjährigen Mitgliederversammlungen der Boffsbühne E. V. werde. Alle gefeklichen Maßnahmen auf dem Gebiete her Devisendurch auf Zahlung warten müssen, das ist im„ Borwärts" schon oft finden am Montag, den 1. Oktober, ftatt, und zwar in folgenden ordnung und des Breisabbaues feien bann wieder zur Unfruchtborgezeigt worden. Diese durch die 2angiamfeit der Be- actalen: Gewerkschaftshaus, Musiker- Festfäle( Saifer- lheim feit verurteilt. Eine erfolgreiche Erhöhung der Staatseinnahmen sei börben serurfachten Schädigungen haben in den Straße), Rosenthaler Hof( Rosenthaler Straße) und Böters Fest immer nur möglich durch die Steuererhebung. Es tomme babei lehten Monaten bei dem jähen Marksturs, der über uns hereinge- fäle( Weberstraße). nicht auf neue Steuern, sondern auf richtige Steuern an. Die Ginbrochen ist, sich besonders start fühlbar gemacht. Wir begreifen den tommensteuer fel au hom. Die Belastung großer EinGrimm, der einen Kriegsbeschädigten padt, wenn man ihm im tommen mit 60 Broz. habe eine Berfchleierungstenbenz bei großen September auszahlt, was ihm im Juli zugefproche it Einkommen gezeitigt. Notwendig fei eine durchareifende 23ermögenssteuer, die jeder Unternehmer auf Grund feines Bermögens, ganz gleich, ab der Betrieb groß oder flein ist, mit Taufenden von Mart belafie. Dann werde er das Bestreben haben, Die möglichst viel aus seinem Betriebe herauszuwirtschaften. Einfommensteuer veranlasse aur Unproduttini. tät, die Vermögenssteuer zur Probuftinität. Bei 7000-20000 Der Bandwirtschaft seien Besondere Befteuerungsmöglichkeiten. Sin der sehr lebhaften Diskussion äußerte sich das starte Intereffe, das insbesondere die Frauen an diefen Fragen haben. Wenn sich dabei manche Erbitterung zeigte, so ift das nicht nur als natürliche Reaktion zu bemerten, sondern muk für die Partei und die Polierer vom 22.- 28. 9. 1 886 430 Fratiion ein Signal sein, ihre ganze Kraft für die Durch= Maler vom 28. 9. bis 4. 10. 1 800 000 lekung einer ernsthaften Währungsreform zu 20000-80000 Brunnenbauer 12.- 28. 9. 828 000 entfalten. May Klante wieder verhaftet. Auch eine ,, Abfindung"! " ( in tausend Mark) 38000-40000 Preise und Löhne. 1 Ei 35000-50000 Grüne Bolinen 30000-50000 Weißkohl . $ 5000 5200 5000 2200-2400 45000-00000 Zwiebeln 80000-35000 Tomaten 4000 7000 • 50000-55000 Birnen 4 22000-25000 Pflaumon 25000-35000 . 22000 12000 24000-25000 25000 62000 wurde. Ein Kriegsbeschädigter mit 20 Bros. Criverbsunfähigteit Lebensmittelpreise in der Schmalz erhielt Anfang Juli vom Versorgungsamt die Nachricht, daß er mit einer einmaligen Summe von 600 000 M. abgefunden werden follte. Zentralmarkthalle am 29. 9. Tale Die Pünktlichkeit, mit der ihm dieses Schreiben schon drei Tage Rindfleisch nach Verabschiebung des Gesetzes zugestellt wurde, erregte bei ihm Kalbfleisch Bewunderung. Er richtete sich darauf ein, zehn Zentner Britetts zu Schweinefleisch bem damaligen Preise von 40 000 m. je Rentner( heute flingt er Lebende Hechte. märchenhaft!) zu kaufen und den Rest mit 200 000 t. feinem von ihm unterſtükten alten Bater au geben. Leider erhielt er aber bie 600 000 t. erft etwa zehn Wochen später ausgezahlt, d. h. zu einer Zeit, wo man für 600 000 m. nichts Nennenswertes mehr taufen, tonnte. Go wird der Versorgungsberechtigte Karpfen, um fein Gelb gebracht! Unser Gewährsmann verweigerte jegt die Hechte Annahme des Geldes und schrieb dem Versorgungsamt, baß ein Butter Mamm von Ehte sich nicht mit einem solchen Nichts abfinden läßt. Margarine Aale. Plötzen. Aale in Eis Zander in Eis. Plötzen 5000-10000 Wochenlöhne in Berlin ( in tausend Mark) Wirtschaft Steuerproteste. zurück. Die Ausgaben betragen rund 5446 Billionen Mart. Dem oft at alt vor) find die Hauptbarsteller. Das Manufteit entspricht bes ftehen Einnahmen in der Höhe von 483 Billionen gegenüber. Ein- Empfindungswelt des Bolles. Reichtum ist nichts, treue Liebe ist alles, nahmen und Ausgaben verhalten sich also ungefähr wie 1: 11,5. das wäre so ungefähr das Motto. illes ist so einfach, so gar nicht fompli Also etwas günstiger als unter der Regierung Cuno, wo die Ein- siert. Selbst der alte Nile, der Läufer ohne Beruf und Heim, ist mit Liebe geschildert und in so fottniger, beglückender Zufriedenheit dargestellt. Uebernahmen oft nur ein Dreißigstel bis ein Bierzigftel der Ausgaben haupt lassen diefe schwedischen Schauspieler nie die Gedanken an Theater deckt werden. Infolgedessen vermehrte sich die schwebende Schuld, schäzenswerte Hebermittlung von Trachten, Bollstänzen, Sitten und Ge betrügen. Das Defizit mußte abermals durch die Notenpresse ge- auftommen, sie leben ihre Bauerit, die sie spielen. Hinzulommt eine schr die am 10. Ceptember schon 2381 Billenen betragen hatte, auf brauchen. Dann die wunderbar flaven Bilder, die föstliche Nuhe in der 7342 Billionen. Der Zuwachs beträgt rund 4 961 Billionen. Landschaft, dieses ganze Abgeklärtjein, das auf uns entspannend wirtt. Wiederum ist diese wohltuende Harmonie aber auch wohl nur möglich, weil Monats September wird aus folgenden Mitteilungen von nadie Leben fämpft. Schwedenfilme sind Sonntage für uns. Die Verschlechterung der Lage im Maschinenbau während des das schwedische Bolt vom Kriege verschont blieb und nicht täglich um das Unternehmerseite ersichtlich. Infolge des Ausbleibens neuer AufGenosinnen und Genossen! Das Reich hat, um die Aufgabe der Währungsreform durch führen zu können, die Pflicht, den Reichshaushalt ins Gleichgewicht zu bringen. Die kapitalistischen Interessenten haben das selbst immer wieder betont. Wenn es aber ans Zahlen geht, fennt man auf einmal diese Forderung nicht mehr. Mit allen Mitteln wird gegen die Erhebung der Steuern nach den vom Reichstag unter Zustimmung fämtlicher bürgerlichen Parteien beschlossenen Steuern vorgegangen, und es gibt taum einen maßgebenden Verband, der nicht erflärte, man könne nicht zahlen, ohne jedoch Borschläge zu machen, wie denn auf andere Weise die notwendigen Reichseinnahmen beschafft werden sollen. Den Arbeitern wird gefagt, daß die Steuern die Industrie ruinierten, während jedes Kind Die Kommunisien verfuchen wieder mit unseren Abteilungs- und weiß, daß schon vor dem Inkrafttreten der letzten Steuergesche die Betriebsvertrauensleufen Verhandlungen anzuknüpfen, zu dem Abjazstodung begonnen hat, weil Industrie und Handel ihre Preise durchsichtigen Zwed, unfere Genoffen für kommunistische Absichten derart übersteigert hatten, daß der Warenabjaz im In- und Ausland zu mißbrauchen. Wir fordern unsere Genossen auf, sich an solchen auf wachsende Schwierigkeiten stieß. Die Handelskammer Besprechungen nicht zu beteiligen. Für unsere Genossen bleibt es Berlin läuft Sturm gegen die Zahlung der zweiten Rate der bei dem alten Stolz, fie wiffen, was sie wollen, sie verzichten auf Rhein- Ruhr- Abgabe, angeblich, weil die Unternehmer sie nicht ein- fogenannte gute Ratschläge der mehr oder weniger erfahrenen Milmal mit Gingriffen in die Bermögenssubstanz be- glieder anderer Parteien und unorganifletter Polllifer". zahlen könnten! Dabei ist von irgendwelchen Eingriffen in die Vermögenssubstanz noch nirgends etwas zu spüren gewesen. Wo in aller Welt find die Kursfenkungen der Aftlen und die Preisermäßigungen am Warenmarkt, die eintreten müßten, wenn irgendwelche größeren Wirtschaftsgruppen Teile ihrer Werte an Effetten und Waren auf den Markt zu werfen gezwungen wären? Den Interessenten macht es nichts aus, immer ins Blaue hinein die für jeden sichtbare unwahrheit zu behaupten und sie bekräftigen ihre Behauptungen damit, daß sie auf Rohstoffen, Aftien und Devisen fizen bleiben, die Betriebe aber einschränten und immer größere Teile der Arbeiterschaft um Brot und Arbeit bringen, Abbau der Kohlensteuer? Der Bezirksvorstand der BSPD. Groß- Berlin. erGroß- Berliner Parteinachrichten. [ e. b. Der erweiterte Bezirksvorstand hat in seiner gestrigen Gigung beschlossen, daß der möchentliche Beitrag für die 40. Woche für 41. 23oche beträgt der Beitrag für Männer 5 Millionen und für Männer 3 Millionen, für Frauen 1. Million beträgt. Für die Frauen 2 Millionen Mark. 3. A.: Aler Bagels. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde Groß- Berlin! Die erweiterte Ausschußigung für Ottober fällt aus. 3. Kreis. Webbing. Heute, Gonntag, den 33. September, 6 Uhr, findet in der Aula der Weltlichen Schule, Gothenburger Straße 2, ein Elternabend statt. Gesang, Rezitationen, Reigentänze, Sans- Cadjs- Spiel. Alle Genossen und Genossinnen sowie andere Interessenten find eingeladen. 4. Kreis. Montag 7 Uhr bei Burg, Prenzlauer Allee, Ede Raumerstraße, Sigung des engeren Vorstandes mit den Abteilungsleitern. 5. Kreis. Friebrichshain. Bildungsausschus. Montag, den 1. Oftober, 8 Uhr, bei Rosin, Gubener Straße 19, Gigung, Am Montag den 1. Offober, abends 7 Uhr, erweiterte Kreisvorstandssikung bei Rofin, Gubener Str. 19. Die Funktionärinnentonferenz findet am Montag, den 1. Oktober, umständehalber nicht statt. 6. Kreis. Streuzberg. Montag, den 1. Oftober, pünktlich 7 Uhr, erweiterte Kreisvorstandsstzung bei Reim, Urbanstraße 29. 9. Kreis. Bilmersdorf. Montag, den 1. Oftober, Sigung des Bildungsaus. schuffes 7 Uhr beim Gen. Bieprecht, Achenbachstraße 5. 10. Kreis. Montag, den 1. Ottober, 8 Uhr, Kreisvorstandssitzung im Botani. fchen Garten ur Grenze". Sigung des Kreisvorstandes an bekannter Stelle. 20. Kreis. Reinickendorf. Montag, den 1. Oftober, abends 7 1hr, im fleinen Gigungssaale des Rathauses Wittenau, Sigung des erweiterten Kreisvor standes. Jede Abteilung mag vertreten sein. 1. Recis. Mitte. Dienstag, den 2. Oftober, 6% Uhr Sigung des erweiterten Kreisvorstandes im Lofal Schulz, Stallschreiberstraße 29( Mähe GendelStraße). 7. Kreis. Charlottenburg. Dienstag, den 2. Oftober, 8 Uhr, Mitgliederver. fommlung im Schiller- Realgymnasium, Schillerstraße 26. Vortrag über: ,, Die Lage der städtischen Werte". Ref. Stadtverordneter Genosse Reuter. träge auf der einen und des Mangels an Rohstoffen auf der anderen Seite verschlechterte sich der Beschäftigungsgrad der Mafräften trat daher noch mehr als im.Bormonat in die Erscheischinenbaubetriebe erheblich. Der Ueberschuß an Arbeitsnung. Wenn es großen Firmen dennoch gelang, ihre Belegschaften durchzuhalten, so war dies meistens nur durch immer stärkere fürzung der Arbeitszeit möglich. Sie ging wöchentlich 12. Kreis. Steglis, Lichterfelbe. Zankwik. Montag, den 1. Oktober, 7 Uhr, vielfach auf 32, gegen Ende des Monats sogar auf 24 Stunden zurück. Rund ein Drittel der Arbeiterschaft wird zurzeit von der Kurzarbeit betroffen sein. Das In- und Auslandsgeschäft, das schon im Bormonat nichts weniger als lebhaft war, erfuhr im SepEine Proteftattion besonderer Art, die dadurch nicht besser wird, tember einen weiteren empfindlichen Rückgang. Die Zurückhaltung daß sie von einem gemeinwirtschaftlichen und unter Gleichbe der Abnehmerfreise war angesichts der hohen Preisforderungen, zu rechtigung der Arbeitnehmer beschließenden Organe aus denen sich der deutsche Maschinenbau infolge der gewaltigen Steige rungen aller Gestehungsfosten, insbesondere der Eisengußpreise, ge= geht, hat der Reichstohlenrat begonnen. Wie es in einer nötigt fah, stärker als je. Die Kapital und Kreditnot zwingt au amtlichen Mitteilung heißt, zeitigte die neuerliche Erhöhung der immer weiteren Einschränkungen und macht auch eine ausgedehntere Lebenshaltungskosten für den Bergbau einen Schiedsspruch), Borratsanfertigung unmöglich. Bermehrte Arbeitszeitder für das besetzte Gebiet eine Lohnsteigerung um 75 Prozent und verkürzungen, Entlassungen und Stillegungen dürften für das unbesetzte Deutschland um 50 Prozent für die laufende Woche vorsieht. Info gedeffen schritten die Organe der Kohlenwirtschaft gestern zu neuen Preiserhöhungen, und es wurde einstimnig beschossen,-ben Nettogoldmartpreis im Ruhrfohlen gebiet für Fettförderkohle von bisherigen 20,98 auf 36,48 Goldmart zu erhöhen. Da zu diesen Preisen neben den übrigen bekannten Auflagen insbesondere die Kohlensteuer tritt, erhielt dieser Beschluß einstimmig den folgenden Busah: „ Der Reichskohlenverband und der große Ausschuß des Reichstohlenrats gehen bei dieser Beschlußfassung über die Fest fegung der neuen Nettopreise angesichts der Höhe der Rohlenpreise davon aus, daß durch Abbau der Kohlensteuer eine Erhöhung der Bruttofohlenpreise( alter Bruttopreis für Ruhrfett: förderfohle 38,46( Goldmart) um mehr als 5 Prozent vermieden wird." Dieser Beschluß will also die Lohnerhöhung aus dem Abbau bzw. Wegfall der Kohlensteuer abgedect wissen, denn der für das Ruhrrevier gefaßte Beschluß foll grundsäßlich auch auf die übrigen Reviere ausgedehnt werden. Der Vertreter des Reichswirtschaftsministers beanstandete für die im unbesetzten Deutschland liegenden Randzechen des Ruhrgebiets und für die übrigen deutschen Reviere den Beschluß insoweit, als durch ihn die deutschen Rohlenpreise über die Weltmartiparität erhöht werden. Der Beschluß macht hiernach sofortige Entscheidungen der maßgebenden Stellen hinsichtlich der Kohlensteuer notwendig, da der Bergbau erklärt hat, daß er die erhöhten Löhne aus den vom Reichswirtschaftsminister zugebilligten Preise nur unter In anspruchnahme der Kohlensteuer decken könne. Diese entscheidenden Berhandlungen schweben zurzeit. Morgen, Montag, den 1. Oftober: 80. und 81. Abt. Friedenau. Abends 8 Uhr beginnt im Lofal Klabe, Handjernstraße 60-61, das Sozialistijdje Seminar. Thema: Die Aufgaben der Gozialbentofratic" Redner find die Genossen: Atmaier, Ed. Bernstein, Robert Breuer, Paul Hirsch, Prof. Chajes, Seinig, Lüdemann, Ruben, Prof. Wuentig- Halle, Bechlin u. a. Teilnehmer wollen sich melben bri Buchholz, Ringstraße 39 und Rudbeck, Odenwaldstraße 26. Rein Trint zuang. daher in nächster Zeit mit Sicherheit zu erwarten fein. Ausreichende Roh- und Brennstofversorgung und herabdrückung der erreicht werden. Allgemein ift daneben die Verringerung so. st. Reutan. 8 Uhr Bersammlung allet Funktionäre in der FortbildungsRohstoffpreise auf ein erträgliches Maß müssen in furzer Frist wieder aller unproduktiven Arbeit und vermehrte Leistung jedes einzelnen erforderlich. Bank für Landwirtschaft. Kaliwerte Ummendorf- Eilsleben. Eine eigenartige Fusion, an der die Bank für Landwirtschaft beteiligt ist, wurde foeben beschloffen. Diese Bank hat sich nämlich ein industrielles Wert angegliedert, und zwar in der Weise, daß das Unternehmen vollständig in ihr aufgeht. Die Kaliwerte 11 mmen. dorf Gilsleben werden durch Attienumtausch unter die Herr= schaft der Bank für Landwirtschaft gebracht. Die Raliwerte Ummen: dorf- Eilsleben A.-G. felbft finanziert eine Reihe von Kaligewértschaften und stellt mit ihren Werfen einen Wert von 80 Billionen' Mark dar. Ihre Unternehmungen betreiben Kalibergbau, chemische Produktion und die Herstellung von Phos. phatdünger. Durch diesen Zusammenschluß hat die Bant für Landwirtschaft, deren Attien sich auf einen großen Teil der deutschen Landwirte verteilen, ein widstiges Gebiet der Produktion für den Bedarf ihrer Aktionäre an fich gezogen. Nachdem die Landwirtfchaft schon seit früher die Zuckererzeugung und einen Teil der Zuckerverarbeitung beherricht, dringt sie so immer mehr in diejenigen Gebiete der industriellen Produktion ein, auf die fie, sei es als Abnehmer, sei es als Lieferant, angewiesen ist. Die Goldprelle für Zeitungsbrudpapier. Der Oftoberpreis für das Zeitungsdrudpapier ist auf 28% Goldpfennige je Kilo Rotationsdruckpapier und 29% Goldpfennige Formatpapier festgesetzt worden. Die Preise liegen um die Hälfte über den Vorfriegspreisen. Filmschau. schule Donaustraße 120. Borher dort 6½ Uhr Vorstandssigung. Jangsozialisten. Gruppe Sideft. 7½ Uhr im Jugendbeim Glogauer Str. 12/6, Diskussionsabend: Die politische und wirtschaftliche Lage". Frauenveranstaltungen am Montag, den 1. Oftober: 33. Abt. 7 Uhr im Konferenzzimmer der Schule Hohenlohestraße 10, Beseabend. Die Junktionärinnen werden gebeten, einzuladen. 82. bt. Steglik. Pünktlich 7% Uhr( da 8 Uhr Sausschluß) bei der Genoffin. Kummerow, Schildhornstraße 92, vorn 2 Treppen, Beratung über die Wintervorträge. 137. Abt. Reinidendorf. Weft. 7% Uhr im Boltshaus, Scharnweberstraße 114, Bortrag der Genessin Gertrud Sanna: Unsere Pflicht in ernster Beit". Uebermorgen, Dienstag, den 2. Oktober: 14. Abt. 7 Uhr bei Engel, Ewinemünder Straße 65, Sigung fämtlicher Ordner. Erscheinen Pflicht. 20. Abt. 7% Uhr Sigung der Funktionäre und Bildungsausschußmitglieder bei Ziegler, Roloniestraße 113. 39. 161. 61 Uht engere, 7% Uhr erweiterte Borstandssigung in der Juristifchen Sprechstunde, Lindenstraße 3. 74. Abt. Zehlendorf. 8 Uhr Borstandssigung bei Midien, Potsdamer Straße. Frauenveranstaltung am Dienstag, den 2. Offober: 68. Abt. Salenfee. 7% Uhr bei Göb, Kurfürstendamm 92, Vortrag der Genoffin Todenhagen über: Die politische Löge". Erscheinen Pflicht. Arbeitersport. Fußball am Sonntag. In A. empfängt Neukölln Brig auf ihrem Plas Neukölln, DammStraße 47, Brandenburg a. d. S. Erstere dürften, nach ihrem Iegten Steg gegen 3offen zu urteilen, sicher gewinnen. Bittoria empfängt Lantmiş. Lettere hielten sich gegen Nowawes beachtenswert und dürften auch gegen Bittoria ihren Mann stehen. Nowawes hat offent it Gaft und dürfte hier feine schwere Arbeit haben. B. Hier empfängt dy o neberg auf ihrem Plaz Serta ud. Trefen lettere mit voller Mannsdoit an, so wird es Gch. nicht leicht haben. Fußballring und Fidite- Süld werden auf dem Blak, ber Criteren einen harten Strauß ausfechten, wenn auch als Gaft. Die größeren Aussichten liegen bei W. Ob Steglis mit dem Teglere mehr für sich habent. In C. erhält ilmersdorf die RCK. Moab. Ballspiel- Club leicht fertig wird, ist noch fraglich. Der Blak dürfte schließlich hier ausschlaggebend fein. In D. erhält der MGC. auf dem Steenplay in Marienfelde Berolina als Gaft. Sekterer als Favorit ber Abteilung hat in der jungen MEC.- Mannschaft nicht viel zu fchlagen, Stern muß nach Tre bbin und hat dort ebenfalls nicht viel Shuhe, Trebbin zu fchlagen. Fortuna empfängt auf ihrem Plaz in Sichterfelde am Bartfeledhof Borwärts- Potsdam und dürfte biefe geschlagen heimschicken. beimfehren, erscheint fraglich, obgleich die 5. Abteilung nicht die beste iſt. gegen Arminia, Bittoria Sansa, ALV. Bartow Wader 20. st. B. Fichte 25 gegen Bernau, Cistbal- Union, Eisenspoltetti- Alemannia. Ast. C. Fichte- c Bantos 08- Serta Steinfurt. Ab D. Sp. 2. Sparta- Borussia, Spandau Durch diese Veröffentlichung muß der Anschein erweckt werden, als ob die Beseitigung der Kohlensteuer wesentlich preisfentend wirten tönnte. In Wirklichkeit liegen die Dinge so, daß " Tatjana.( Uraufführung U.. am Kurfürstendamm.) Tatjana auch der Rettofohlenpreis ausschließlich der Kohlensteuer und" Sonja find zwei Ramen, die durch die Emigrantenwelle und durch die bereits mehr als anderthalbmal so hoch ist wie der Preis für eng- gentchen, die Deutschlands Bährungselend auszunuten verstehen, bier be lische Kohle, der sich zurzeit ab Wert auf etwa 22 bis 23 als Titel für ein Manuskript, das für einen Stintopp und nicht für einen fannt geworden sind. Ginen diefer bekannten Ramen nahnt Hariet Bloch Goldmart stellt, während der Preis der Ruhrkohle auf 38,46 guten film geichtleben ist. Man sieht rufliche Blusen, man sieht die Troila Goldmart bemessen werden soll! Dabei erhält der englische Ar- und liest russische Namen und möchle glauben machen, damit ruffifches beiter Goldlöhne, während die in dem genannten Schiedsspruch eben erfaht zu haben. Der Gutsbere ermöglicht Fedja das Studium, festgeschten Löhne bis zu ihrer Zahlung bereits durch die neuer dieser aber hat gefährliche Ideen, und da er Tatjana, die Tochter des Guts Herrn liebt, veranstaltet er, um ihren Vater und ihren Mann zu töten, liche Devisenfurssteigerung und der allgemeinen Steigerung der und um die Geliebte in seine Gewalt zu bringen, Batterunruhen. Mit Warenpreise überholt sind. Wenn das Reich nun die Kohlen- Hilfe betrunkener Bauern( Betrunkene als geschlossene Stamosjormation zuch margendorf soll nach 2udenwalde. Ob sie von dort ais Sieger steuer erläßt, ohne die Gewähr dafür zu haben, daß der Kohlen- berwenden, ist eine winderbare" dee) läßt Fedja die Güter in Flammen aufgeben usw. Fedja ist also Revolutionär aus sündiger Liebe. Wenit dem bergbau seine Gewinne wirklich beschränkt, so würde der Erlaß der guten, braven Spießet nun noch fein Verständnis für die Revolution auf Kohlensteuer nur zu einem Gefd; ent an die Industriellen geht, dann ist ihm nicht mehr zu helfen. Dieser Hintertreppenroman wurde werden, die ja schon jetzt den Goldmartpreis ohne Rücksicht auf unter Robert Dinclens Stegie zur lasch gespielten Tragödie. Die Hatiptrolle fpielte Olga Tschechowa. Šie imponierte nicht. den Weltmarktpreis festsetzen. e. b. Begirt Rotben( 1. Mannschaffen nachmittags 4 Uhr). Abt. A. Faltenfee sundbrunnen Nord- Oranienburg, Adler 12 Spandan II, Minerva- Briefelang, gegen Helvetia, Staatent- Belten, Siemensstadt- bler 08. Bezirk Often( 1. Mannschaften nachmittags 4 Uhr). Abt. A. Trepiem gegen Somet, Ketschendorf- Fortuna, Erfner- Woltersdorf. Abt. B. Oberfpree- riedrichshagen, Casdorf ichtenberg III, Adlershof- Brandenburg. Abt. C. Sparta gegen Lustig- Fidel, Bellanio- Germania, Concordia--Giralau, Fichte- Dit gegen Lichtenberg 1. Abt. D. Lichtenberg 11- Setta 29. Merkur- esmania, JBC. Playtegeselfaltspiel Frisch. gegen Alt- Glienice, ATV. Weißensee- DSB. Frei- Astania. erscheinen voraussichtlich später, und demzufolge hat jebes Mitglied zur EntEpeztliche Bereinigung Noland. Die monatlichen Oktober- Bereinsnachrichten gegennahme wichtiger Vereinsbekanntmachungen am Dienstag bzw. Donners tag in der Furnhalle Carmen- Sylvastraße 25 aut erscheinen. Soden- Resultate Serie 1923/24 10. 9. Roland 1- Fidte 10 11 18: 2, Roland Richte 1211 2: 7; 23, 9. Stoland 1-2eft I 2: 0, Roland II- Lichtenberg 2 11 5: 0, Roland III gegen AEC. III- AGE. III 3: 2. Intereffenten filt Socken, Männer und Frauen, önnen sich bei der Geschäftsstelle Felig Schulze, Berlin R. 113, ScherenbergWerner, Genefelderstraße 32. MSB. Soden. Schiedsrichtersizung Montag abend pünktlich 8 Uhr bet Startell für Sport- und Körperpflege. 4. Bezirk. Prenzlauer Berg. weds Berteilung der Schönhauser- Allee- Sportpläge wird für Mittwoch, den 4. Dr. tober, abends 8 Uhr, bei Werner, Senefelderstraße 32, eine Startelligung ein. berufen. Tagesordnung: 1. Protokollverlesung. 2. Sportplagvertellung. 3. Ber. fchiedenes. Erscheinen aller Vereine ist unbedingt erforderlich. e. b. „ Das brennende Geheimnis"( utter, dein Sind ruft). Die verhängnisvolle Roblenpreispolitik hat schon jetzt verheerende Folgen gezelligte Die breiten Massen sind zum fiberwiegenden Teil eine Novelle von Stefan Ziveig bearbeitete Hans Sanotoig fehr frei und Stochus Gliese übernahm Regie und Architektur, damit ein sechsaftiger Film nicht mehr imstande, sich ausreichend Hausbrandtohlen zu kaufen, entstand, der im Marmorbans aufgeführt wurde. Gliese ist fein die Rechnungen für Gas und Elektrizität verzehren Beträge, welche immig, er ist gerne Ausgestalter von Nomanen und Novellen, aber das von vielen nicht mehr bezahlt werden können. Nicht nur kommu- feblende Wort fann er nie und nimmer ersehen, vom Autor bleibt nur der Name, und das ist meistens fein Vorteil für den Schriftsteller. In diesem nale, auch private tohlenverbrauchende Betriebe sind den größten film sieht man sehr gute Winterlandschaften und namentlich Davos' Herr Schwierigkeiten infolge der Verteuerung des wichtigsten Rohlichteilen werden zu einer mit Entzücken geschauten Pracht. Die Handlung ift mitunter beinahe Stitch und zuteilen regelrechter. Hauptdarsteller find stoffes ausgesetzt. Unter diesen Umständen wäre jede Mög: Jenny Haſſelquist, Olga d'Org, Gertrud Chloidt, Ernst Deutsch, Otto Gebühr, lichkeit, den Kohlenpreis zu fenten, zit begrüßen, felbft Wilheim Diegelmann und der 11jährige Gyjoldt. Zepterer macht seine Sadje wenn damit auf die Kohlensteuer verzichtet werden müßte. Wenn nett, aber die Amerikaner haben unter den schauspielerisch tätigen Seinbern aber die Genfung der Kohlenpreise nur auf Kosten der Allge- ganz andere Filmbegabungen. Unjere Filmindustrie ist auf Ausfuhr an straße 24 melden. gewiesen. Es ist möglich, dah diese Spielfilme andern Böllerit etwas geben, meinheit erfolgen soll, die den dann entstehenden Fehlbetrag an das deutsche Bolt aber ist zu sehr von Rot und Sorge zermürbt, ihm Steuern aufbringen darf, wenn nicht gleichzeitig ein wirksamer fönnen sie nichts sein. Schus gegen die Ueberschreitung der Weltmarktpreise Der Geisterjeher. Schillers Roman, den Hans Heinz Evers geschaffen wird, sondern man am Ende erleben fann, daß wenige vollendete, nahmen Ruth Geek und M. Stról zum Vorwurf, um aus ihm Tage nach Abbau der Kohlensteuer die Unternehmer durch Preis- ein Filmmanuscript zu formen. Und seint. Brandt als Negiffene und Stavt erhöhung eine private Kohlensteuer erheben bann ist eins als Aufnahmeleiter beiannen sich darauf, daß der Film starte eigenarten hat, um solchem Stoff gerecht zit werden. Nicht nur der Titel und gegen ein derartiges Borgehen schärffter Einspruch zu erheben. bie photographischen Tride, sondern auch das Geschehen selbst sorgte für Wetter bis Montag mittag. Troden, zunächst größtenteils heiter Chnehin erfordert die privatwirtschaftlich den Unternehmern sehr vor Spannung, was man bei der Uraufführung im Primus alast und ziemlich fühl. Epäter wieder zunehmende Bewölkung und etwas wärmer. teilhafte Rohlenpreispolitit eine grundsägliche Umstellung. Denn deutlich bemerkte. Als die Spannung des Bublifums auss höchfie gesteigert wenn selbst ohne Kohlensteuer deutsche Kohlen um mehr als die, fommt ein anjellig beglückender Schluß. Die Handlung spielt zum Zeit in Benedig, diefer einzigartigen Stadt per abertausend photographischen Hälfte teurer sind und selbst nach Berücksichtigung der Valutafrachten öglichfeiten. Daber ist es auch verständlich, daß man neue Wege gebt Lisa sich höher stellen als englische Rohle, so müssen alle Bersuche zur und den Aft anflatt mit einer Großaufnahme oder einer badenden HandEinführung einer stabilen Währung daran scheitern, daß durch ver- ung mit eltem Landschaftsbild beschließt. Benedig machen den Film jebenswert. mehrte Einfuhr englischer Kohle fünstlich ein Devisenbevoll ausschöpften, mag dabingestellt sein. darf geschaffen wird, der den Kurs der deutschen Währung drückt. mimischen Ausdrud founie matt fid) anders denken. ist und bleibt der Film gefährlich, denn er verlangt ein sich bewegenfönnen, eine das Wort etsegende Mimik und ein für den Film prädestiniertes Gesicht. Gerade in dieser Hinsicht sind die Augen schon sehr verwöhnt worden. e. b. Die wadjende Verschuldung des Reiches. Der Ausweis der Reichshauptfasse über die Finanzgeberung des Reichs für die Defate vom 11. bis 20. Geptember weist wieder eine gerabesu tataStrophale Werschlechterung auf. Der Kommentar führt diese Berschlechterung auf die verteuerten Lebensbedürfnisse und die Er höhung der Bezüge der Reichs, Staats- und Gemeindebeamten Allein die Aufnahmen aus Ob die Schauspieler ihre Moffen Manche Bewegung, manchell Vieleit Schauspielern Lente aus Wärmland", nach dem Gesangsschauspiel von F. A. Dable gten, brachte das 11.. am Rollendorfplat als Uraufführung heraus. Grit Petichler führt die Negle und Zor Weyden und Anna D. Nilsson( auch an ihr Gélyt mub man sich erst gewöhnen, es tommt einem für die Rolle Ab morgen, 1. Oktober, nachmittags und abends: Weise und Curt Vespermann bei Zleika, Friedrich- Ecke Leipziger Straße Erbältlich in Pulver Bei Kopfschmerz itrovanille Frankfurt/ MS rtlich bevorzugr Marane. Zahnschmerz. Rhauma. Stoffe und Oblaten. für Herren- u. Damen- Bekleidung beste Fabrikate, große Auswahl, Verkauf meterweise Koch& Seeland... Gertraudtenstraße 12-20. G. m. b. Theater, Lichtspiele usw. Volksbühne Theater im Admiralspalast Tägi. 7% Uhr 2 Uhr: Und das Drunter and drüber Licht scheinet in der Finsternis DeutschOpernhaus 71: D.Zerrissene 7 Uhr: Lohengrin Theater i. d. Kammersäng, VeraSchwarz a.G. KöniggrätzerStr. Anna Scheffler- Schnorr a. G. 8 U.: Clown Gottes Rudolf Laubenthal a. G. Freitag Premiere: Mtg 7: Günstling des Zarin Schweiger Große Volksoper Schausp. v. Franz Werfel im Theat d.Westens E.Deutsch, Dagny 7 Uhr: Lohengrin Servaes, Frieda Mig. 7: Schneeflöckchen Richard, H. Here mann, H. Vallen. tin, P. Marx, R. Jünger Intimes Theater. 3 Uhr: Abendbesuch Die k. u. k. Hose etc. Metropol- Theater Komödienhaus 2: Casino- Girls 8: Mein Vett.Eduard Neues Theat. a. Zoo Lessing- Th. Uhr: Von 5-7 Allabendlich 712. Thalia- Theater Der Unbestechliche 72 Uhr: Mimikry ( Max Pailenberg) Theater i.d. Kommandantenstr Deut. Künstler- Th. Allabendi. 72: Der Fürst v. Pappenheim ( Max Adalbert) Täglich 71, Uhr: Charlie Wallner- Theater Walhalla Theater& Uhr: Causa Kaiser Weinbergsweg 19/20 Tägl. 8 Unr: Lustspielhaus Direktion: Heinz Saltenburg. Die spanisch. Fliege Gastsp Die Truppe Rose Theater 3 Uhr: Judend 8: Kaufm. v.Venedig Casino- Theater 7% U.: Ein Mann 8 U. Die aus dem Volke WINTBRIEN 8 U. nenen Reichen Reichshaller Th. Tägl. 1½ U. u.Sonnt. 3 U. Varieté- Programm Stettiner Rauchen gestattet! SCALA o Uhr: Internat. Varieté Sonnt. 300 z halb. Preis.d.voll.Prog. Sänger Th.a. Kottb. Tor Täglich 7'/ 2 Uhr a. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Ausschneiden! Central- Theater Aufheben! in der Alten Jakobstraße 30/32 Ganz besondere Vergünstigung für unsere Leser, sie zahlen für alle Plätze nur 1/, des Kassenpreises! Täglich 8 Uhr Die heimliche Braut Täglich 8 Uhr Operette in 3 Akten in bester Besetzung Gültig v. 1. bis inkl. Sonntag, 7. Oktbr., für 1-4 Plätze Dresdener Thalia- Theater Str. 12/73 Direktion: Karl Hajós Täglich 7, Uhr: Der größte Lacherfolg Berlins! Mimikry Von C. K. Roellinghoff Vorzeiger dieses erhalten an der Abendkasse auf allen Plätzen 50% Ermäßigung, auch Sonntags. Gültig bis 31. Oktober Bettausstattungen Bettstellen Wäsche- Aussteuern sehr preiswert! Bettfedern- Lustig Aufpassen! in tret sich- Lustig mur Hundvierrig Primms| Bellungspapier Pala ELITE- Potsdamer Str. 19 Sänger U. a. Das süße Mädel Etablissement Ecke Margaretenstr. Uraufführung Der eisterZielka sher Friedrichstr. 60, Ecke Leipziger Straße. Varieté- Kabarett im Konzertsaal u. Margaretensaal Nachmittags 4% Uhr und abends 7% Uhr: 00 Großes Programm! 00 6 Akte nach d. Roman von Friedrich von Schiller u. Hanns Heinz Ewers Regie: Hernr. Brandt Enren- und FreiAb morgen, 1.Oktober karten ungültig Lisa Weise und Curt Vespermann Trabrennen Mariendorf Beginn 7 und 9, Sonnt 5,7 u. 9 U. Berliner Bockbrauerei Belle- AllianceEcke Fidicinstraße. 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Nur wirkliche Bombenerfolge können wir der Oeffentlichkeit mitteilen, wie wir dies mit unserem sensationellen Erfolg anläßlich der Reichsfahrt getan haben, wo ja der DKW- Motor ebenso wie zur Reichsfahrt 1921 bzw. 1922 nicht nur alle ERSTEN Preise belegte, sondern überdies den besten Wertungsfaktor sämtlicher Reichsfahrtteilnehmer( Automobile inbegriffen) zu erringen vermochte. Gerade der Umstand, daß man den DKW- Motor aus strapaziösen Fahrten als Sieger hervorgehen sieht, zeigt viel viel mehr als irgendwelche Siege bei kleineren Veranstaltungen, wo ja nie die Fahrzeuge bzw. die Motore einer derartigen Zerreißprobe unterzogen werden. Veröffentlichungswert sind aber unsere beiden Haupterfolge vom 2. Sept. 1923, und zwar in erster Linie cie Erringung des 1. und 2. Preises des Kasseler Herkules- Bergrennens wo der vollkommen normale DKW- Motor, wie wir ihn serienmäßig in Tausenden von Exemplaren herstellen, enthusiastische Anerkennung aller Sportkreise fand. Wir besiegten dort nicht nur Teilnehmer mit normalen Maschinen, sondern auch mit wassergekühlten und komplizierten Motoren mit Mehrkolben( Kompressormotore). DKW fuhr auf diesem Bergrennen, das eine Steigung von 22% bei Haarnadelkurven aufweist, bessere Zeiten, als die meisten Teilnehmer bis 500 ccm Diese Tatsache spricht Bände und erweist, daß der in seiner Einfachheit und Leistungsfähigkeit unübertreffliche Motor nach wie vor den Namen„ Das Kleine Wunder" verdient und daß wir gerade diese Erfolge als die bezeichnen können. Sensation 1923 Am gleichen Tage errang der DKW- Motor beim Kölner Straßenrennen ebenfalls den 1. Preis gegen die denkbar schärfste Konkurrenz, die mit allerlei komplizierten Maschinen angerückt war und trotzdem unsere Motore nicht zu schlagen vermochte. Darin liegt eben der große Wert des DKW- Motors, daß er seiner Einfachheit halber sozusagen kein Störungsmoment aufweist und sich nur in aberhundert Rennen auszuzeichnen vermochte, sondern hauptsächlich auch draußen in der Praxis sich erwies als der Gebrauchsmotor für alle Kreise Zschopauer Motorenwerke I. S. Rasmussen, Zschopau 1. Sa., zur Automobilausstellung: Berlin, Kaiserdamm, Stand 249. Deutscher Metallarbeiter- Verband Volksbühne E.V. Die ordentlichen Mitglieder- BerMontag. den 1. Oktober, abends sammlungen finden am Montag, 3 Uhr, im Verbandshause( Zimmer 14), ben 1. Ottober, statt( f. Nachrichtenblatt). Linienstraße 83/85: Der Vorstand. 186/15 Bezirksleiterfitung Deutscher Holzarbeiter- Berband bes 15. bis 19. Bezirks. Achtung: Goldschmiede chtung Freitag, den 5. Ottober, abends 6 Uhr, im Gewertschaftshans, Saal 4: Ordentliche Dienstag, 2. Oftober, nachmittags Generalversammlung 4 2hr, in den fademischen Bierhallen", Dorotheenstraße: Tagesordnung: 1. Bortrag 2. Geschäftsund Kaffenbericht vom 2. Quartal. 3. Wahl einen Branchenversammlung eines ersten Kaifterers. 4. Anträge. toer Sugelaffen wird nur, Dienstag, 2. Ottober, abbs. 81, hr, ordnungsmäßigen Ausweis und Mitgliedsin der Schulaula, Roppenplay: buch vorlegen kann. Branchenversammlung Die Bezirks- und Branchenvertrauensmännerversammlungen finden Mittwoch. der Eisenformer und Berufs- ben 3 Oltober, zur üblichen Stunde in bei genoffen. festgelegten Lokalen statt. 41/12 Achtung! Auto- Reparaturbetriebe Dienstag, 2. Oftober, abbs. 7 Uhr, im Lokal von Poweleit, Jostystraße 7: Die Ortsverwaltung. Bertrauensmänner- Konferens Bellwäche Die Beiträge betragen ab 40. Woche, fällig mit Sonntag, den 30. Geptember: 24 Millionen 10 Millionen 22 18 13 4 " Lehrlinge 100 000 m. Invaliden 2000 In diesen Beiträgen ist enthalten der Ausgleich für die vergangene Woche, da wegen des Scheiterns der Lohnverhandlungen der Beitrag bedeutend niedriger angefegt wurde, als nach dem Ergebnis Der Lohnverhandlungen sich als Stundenverdienst ergab Kurzarbeiter haben den vollen Beitrag zu entrichten. Rädständige Beiträge über drei Bochen find mit dem am Erhebungstage geltenden Beitragssag zu entrichten. 43/13 Die Ortsverwaltung. Zum Monatsbeginn 6 Ausnahme Tage bis 6. Oktober Deckbettbezüge, Kissen, Bettlaken Inletts Angestaubte Reisemuster uno Fensterware besonders preiswert Wäschestoffe, Daunendecken, Tischwäsche, Frottierwäsche, Ueberschlaglaken, Damast und Handtücher Fabrikpreise! Fabrikpreise! Reelle fachmännische Bedienung A Bettwäschefabrik Alteste Spezial Deutscher Baugewertsound Brunnenstr. 10( Rosenthaler Pl.) Baugewerkschaft Berlin. Donnerstag, 4. Off., abends 6½ Uhr, im Gewertschaftshaus, großer Saal: Versammlung aller Bau- und GeneralversammInngsdelegierten Tagesordnung: 1. Gemertschaftlicher Tagestampf und Endziel. Referent: Kollege Ricolans BernhardSamburg. 2. Diskussion. In Anbetracht dec äußerst wichtigen Tagesordnung ist das pünktliche und vollzählige Erscheinen aller Bau- und Generalversammlungsdelegierten dringend erforderlich. Butritt haben nur Mitglieder des AusDeutschen Baugewertsbundes. weistarte und Mitgliedsbuch legitimiert! 140.16 Der Borstand. Die Sozialistische Genossenschaft Gräfestraße 39( Hasenheide) Spandau, Potsdamer Straße 20 -GeschlechtskrankeBehandlung von Syphilis, Hautaus. schlägen, Bunden. Harnröhrenleiden, starte Ausfliffe, auch wo alles ver fagte, wurden Taufende burch Dhorosanos das neue deutsche Reichs Patent, furzfristig geheilt. Biele Dantjagungen und Dankschreiben. Gewissenhafte ärztl. Leitung. Phorosanos Heilanstalten, = BotsdamerStr.109, naheStegligerStr. 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EX Ausführliche Preisliste nach außerhalb gegen Rückporto. Anfragen u. Bestellungen ohne Rückporto können nicht erledigt werden. Garantieschein für gesetzlichen Goldinhalt. Telegr.- Adr.: Trauringkanone Berlin. Nr. 457 40. Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts Sonntag, 30. September 1923 Donnerstag: Mitglieder- Kreisversammlungen! Aus der Partei. Beiträge für die Woche vom 7. bis 13. Offober. Wie der Parteivorstand befannt gibt, soll für die 41. Kalenderwoche( 7. bis 13. Oftober) als Mindestbeitrag erhoben werden: 3 Millionen Mart von den männlichen Mitgliedern, 1½ Millionen Mart von den weiblichen Mitgliedern. Das Ende der„ neuen Zeit". Wie der Verlag I. H. W. Diez mitteilt, hat das wissenschaftliche Organ der Partei, die Neue Zeit", mit der Nr. 10 dieses Jahrgangs hr Erscheinen eingestellt. Schon im Januar dieses Jahres mußte die Zeitschrift megen der steigenden Herstellungstoften vom wöchentlichen zum halbmonatlichen Erscheinen übergehen. Aber auch diese Ersparnis half nichts; die Zuschüsse, die sie erforderte, waren zu groß, als daß die Parte fie meiter aufzubringen vermochte. wirtschaft für die gesamte Produktion, verbunden mit Anbauzwang, einzuführen. Des weiteren ist die Reichsregierung zu veranlassen, fofort einen Gefeßentwurf zur Erfassung der Sachwerte vor zulegen. bisher feine Forderung der sozialdemokratischen Minister abgelehnt. Nach Meldung des SP.- Dienstes haben die bürgerlichen Minister Durch diese Mitteilung werden unsere Genossen in der Regierung mit der vollen Verantwortung für alles das belaftet, was während ihrer Amtstätigkeit verabsäumt ist. Sollten die bürgerlichen Mitglieder der Reichsregierung unsere Forderungen nicht erfüllen, sind unsere Genossen aus der Regierung zurückzuziehen und der Kampf für unsere Forderungen außerhalb des Parlaments und der Regierung aufzunehmen." Außer einer zweiten Entschließung, die einen Teil derfelben For berungen aufgestellt wie die hier abgedruckten, murbe noch ein Antrag angenommen, der die rasche Verabschiedung des Reichsschulgesetes mit der gefeglichen Grundlage für die weltliche Schule fordert. vom 23. September nahm folgende Entschließung an: Hannover, Eine Funktionärversammlung der BSPD. Hannover licher Hinsicht einen Augiasstall vorgefunden. Die Bereinigte SozialDie jetzige Reichsregierung hat in politischer und wirtschaftdemokratische Partei der Stadt Hannover fordert deshalb den Barteivorstand und die Reichstagsfraktion auf, an die Reichsregierung unverzüglich folgende Forderungen zu stellen: 1. Das Rubrabenteuer unverzüglich folgende Forderungen zu stellen: 1. Das Rubrabenteuer muß schnellstens einer endgültigen Lösung entgegengeführt werden. 2. Zur Ausschaltung des Buchers ist die Preisgestaltung durch die Behörden unter Mitwirkung der Berbraucher zu beeinflussen. Breis. überschreitungen der Produzenten und des Handels werden mit Buchthaus, mit Berlust der bürgerlichen Ehrenrechte, mit Entziehung restosen Einziehung des Vermögens bestraft. 3. Die Löhne der Ar der Handelsbefugnis oder mit der teilweisen, im schwersten Falle beitnehmer in Reich, Staat und Kommune find auf Goldbafis zu bringen. 4. Die bereits befchloffenen Steuern find wertbeständig zu machen und unter strengster Anwendung der Strafbestimmungen gegen Saboteure rücksichtslos einzutreiben. 5. Unter Durchführung beteiligen. 6. Zur Verbreiterung der Grundlage der neugeschaffenen einer umfassenden Finanzreform ist das Reich an der Wirtschaft fchaften, den Konsumentenorganisationen und den übrigen prole publiffeindlichen Elementen gründlich zu säubern.- Arbeitet die BSPD. hat fofort mit den Spigenforporationen sämtlicher Gewerf metalle und Edelsteine zu erfolgen. 7. Der Achtstundentag ist endlich durch Reichsgesetz zu sichern. 8. Die Reichswehr ist von retarifchen Organisationen zwed's Bildung einer Arbeiterregiebürgerliche Mehrheit der Reichsregierung und der Parteien gemeinrung in Berbindung zu treten. Düffeldorf. Die Unterbezirkskonferenz der BSPD, Düsseldorf vom 23. September nahm gegen 1 Stimme folgende Resolution an: Die Regierung Stresemann findet nicht die Initiative zu Maßnahmen, die Deutschland vor dem Bürgerkrieg und der Zerreißung bewahren. Ais legten Verfuch in dieser Richtung haben unsere Genossen in der Regierung dem Kabinett Stresemann ein befristetes Ultimatum zu stellen, in dem gefordert wird, daß das Regierungsprogramm der BSPD. voll und ganz verwirklicht wird. noffen aus der Regierung auszuscheiden, da es dann offensichtlich ist, Lehnt das Kabinett diese Forderung ab, so haben unsere GeMit der Neuen Zeit" verschwindet ein wissenschaftliches Organ, das nicht nur in der deutschen, sondern auch in der internationalen Arbeiterbewegung führend gewesen ist. Noch unter dem Sozialisten gesetz, im Jahre 1883, ins Leben gerufen, verdankt die Neue Zeit" vor allem der raftlosen Arbeit Karl Rautstys, der bis Oktober 1917 ihre Leitung in Händen hatte, daß fie treieinhalb Jahrzehnte hindurch der Sammelplatz der des Sozialismus gewesen ist und viel dazu beigetragen hat, daß die daß die bürgerlichen Parteien nicht imftande und nicht gewillt find, Goldnotenbank hat die restlose Beschlagnahme der Devisen, der Edelfetzte. Noch heute bilden die alten Jahrgänge der Neuen Zeit" marristische Theorie fich in der Arbeiterbewegung aller Länder durch eine unerschöpfliche Fundgrube für das Studium der Theorie unt Pragis des Sozialismus. Hoffen wir, daß ein neuer Aufschwung ter Arbeiterbewegung an die Stelle der neuen Zeit" recht bald ein anderes Organ fett, in dem die Probleme des Sozialismus im Geifte der alten Neuen Zeit" behandelt und für die internationale Arbeiterbewegung nuhbar gemacht werden. ** Außer der Neuen Zeit" haben auch die„ Gleichheit", bas Organ der sozialistischen Frauen, und die Gemeindepolitit", die frühere„ Kommunale Braris", vorläufig ihr Erscheinen einstellen müssen. Bildungswesen. Das Programm diefer Regierung muß neben den der heutigen Situation entsprechenden Forderungen im Sinne des Regierungsprogramms der BSPD die Erfassung der Sachwerte in der Höhe und Form enthalten, die es Deutschland ermöglicht, die Wirtschaft intaft zu halten und seinen Verpflichtungen zu genügen." Breslau. Der Sozialdemokratische Parteiverein Breslau I lehnte nach einem Referat des Genossen Künstler( Berlin) in der Mitgliederversammlung vom 21. d. M. eine Entschließung ab, in der fofortiger Austritt der Parteivertreter aus der Reichsregierung gefordert wurde. Angenommen wurde eine Entschließung folgenden Workauts: Die Mitgliederversammlung der BSPD. Breslau verlangt von Die Bildungsausfasse und Organisationen mögen beachten, daß Reichstagsfraktion und Bartelvorstand energische Abwehr der an die Stelle des Zentralbildungsausschusses der Vereinigten Sozial- neuerdings verstärkten Versuche zur Durchbrechung des Acht demokratischen Partei Deutschlands von jetzt an„ Der Reichs- stundentages. Gerade in der gegenwärtigen Zeit zunehmender ausschuß für sozialistische Bildungsarbeit tritt. Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit fann die Forderung nach leber Die Einrichtungen des Zentralbildungsausschusses, wie die Lichtbild- arbeit einzelner Arbeiterkategorien nur als provozierender Versuch zentrale, die Schriften- und Literaturvertriebsstelle, sind von der zur Durchbrechung der Arbeiterfolidarität betrachtet werden, für den auch ein volkswirtschaftlicher Bormand nicht gegeben werden neuen Körperschaft übernommen worden. Alle Zuſchriften find zu fann. Die praktische Unterstützung der Durchbrechung des Achtrichten an den Reichsausschuß für sozialistische Bildungsarbeit stundentages durch die.bürgerlichen Koalitionsparteien muß der ( Richard Weimann), Berlin SW. 68, Lindenstr. 3. Geldsendungen BSPD. das Verbleiben in der Regierungsfoalition unmöglich erfolgen wie bisher auf das Bostscheckkonto Heinrich Schulz, machen. Berlin SW. 68, Nr. 15 604, Postschecamt Berlin NW. 7. Beschlüsse der Organisationen. Braunschweig. Landtagsfraktion und Bezirksvorstand der BSB. Braunschweigs haben sich mit der Lage im Reich beschäftigt und gegen zwei Stimmen folgender Entschließung augestimmt: Die Breslauer BSBD. wird sich durch die Koalitionspolitit nicht von der Fortsetzung ihres Rampfes gegen Reichswehr minister Geßler zurückhalten lassen. Geßlers Berbleiben er. schwert ihr die Unterstützung der Friedenspolitit des Reichstabinetts zu raschem Abbruch des Ruhrkampfs, dem die Breslauer SPD. zustimmt und dessen Beschleunt gung fie zur Bermeidung des inneren Zusammenbruchs fordert. „ Die am 25. September 1923 stattgefundene Sigung des BeBom Reichstag fordert die VSPD. Breslau sofortige Schritte zirksvorstandes und der Landtagsfraktion der BSP. Braunschweigs zur gesetzlichen Erfassung der Sachwerte durch das beauftragt den Parteivorstand und die Reichstagsfraktion, an die Reich. Ohne die fofortige Inangriffnahme dieser Maßnahme erReichsregierung die Forderung zu stellen, schnellstens die Zwangsscheint die große Koalition untragbar. Kain und Abel. Stizze von Jakob Bührer. „ Es gibt doch immer wieder etwas Neues, Georg," sagte Ephraim Gmür, als er mit seinem Bruder durch den unfrohen Wintermorgen in den Leihboden hinaufstieg, um das letzte Heu herunterzuholen. Georg Inurrie etwas. Er rückte den Hornschlitten, den er über den Achseln trug, ins verloren gegangene Gleichgewicht zurüd und stapfte in die Spuren des Bruders. Kalt zog der Wind vom Karstod her über die Schneehalden. Die Tiefe war did voll Nebel, und graue Wolfentücher hingen zum Greifen nahe aus einem eintönigen Himmel, aus dem mühsam ein spärliches Licht troff. gelungen." Ephraim fuhr fort: Nun ist einem ein kurzer motorlofer Flug So," gab Georg zurüd. Es tiang, mie menn er hätte sagen mwollen: fängst wieder an mit dem Blödsinn! Ephraim blieb plötzlich stehen, so daß Georg, ber es nicht gleich inne ward, seinen Schlitten gegen den des Brubers stieß. Himmel- Herr." fluchte er, „ was stehst plöglich still wie ein Bod." Georg entfuhr es:„ Sünd und schade ist's! Ein Bergheimwesen, wie's Tal auf und ab nicht bald eines gibt. fam mit unseren Genossen im Sinne dieser Forderungen, so billigt bie Partei das Berbleiben ihrer Bertreter in der Regierung. Hieraus ergibt sich ganz von selbst die weitere Stellungnahme unserer Partei zu dieser Frage." Eine Milliarde zweihundertfünfzig Millionen wurden von ben Angestellten der Buchhandlung I. 5. W. Diet( Borwärts- Buchhandlung) gesammelt und für den Kampffonds dem Parteivorstand übergeben. Genoffe Ferdinand Hanusch, deffen Hinscheiden wir schon gemeldet haben, ist einem Darmkrebsleiden erlegen. Er war neben feiner politischen, gewerkschaftlichen und wirtschaftlichen Tätigkeit auch ein fein empfindender, warmherziger Arbeiterdichter. Vorträge, Vereine und Versammlungen. Arbeiter.Abstinentenbuub. Gruppe Lichtenberg. Montag, den 1. Oktober, im Jugendheim Partaue, 7% Uhr Vortrag: Altohol und Boltswirtschaft. Dienstag, den 2. Oktober, Arbeiter- Abstinenten- Bund. Sprechstunde des Stajtöln, Kinderhort Schierkestraße 44, 7% Uhr Vortrag:„ Die Friedensbewegung". fierers Engelufer 29 7 bis 8 Uhr. Mittwoch, den 8. Oktober, Gruppe Neu. Gemischter Cher Groß- Beriin. Die Einäscherung der Gangesschwester Scharrer findet am Dienstag, den 2. Oftober, abends 7 Uhr, im Krematorium Baumfchulenweg statt. Esperanto- Kurfus in Lichtenberg beginnt nach den Ferien. Anmeldung 1 gewerbliche Fortbildungsschule Marktstraße. Wahlfreier Kursus. Schulleiter Falt. Dagobert Sildesheimer, Linienstraße 222, begeht am 1. Oktober bas Jubiläen. Der in weiten Kreisen bekannt Genosse und Gewerkschafter fünfundzwanzigjährige Jubiläum seiner Zugehörigkeit zur 5. Abteilung fowic feine dreißigjährige Bugehörigkeit zur Partei. Am 1. Oktober begeht Genosse Paul Burghardt, Straßmannstraße 31, feine Silberhochzeit; gleichzeitig den Tag der dreißigjährigen Zugehörigkeit zur Partei. Der Reinstimmer mag Shoeps, Revaler Straße 3, begeht am 1. Oktober das Jubiläum feiner fünfundzwanzigjährigen Tätigkeit bei der Pianofortefabrik C. 3. Quandt, Obermeister Gustan Richter, Gneisenauftrage 83, begeht am 1. Oktober bei der Firma Grad u. Aron Nachfl, Lithographische Kunstanstalt, Belle- Alliance- Straße 92, fein fünfzigjähriges Dienstjubiläum. Berlin D. 17. " He ja," bestätigte Ephraim, felb ist wahr!" Georg fuhr plötzlich giftig den Bruder an: Dir würde es Aber die Menschen kennen einander überhaupt nicht. Hier oben in paffen, wenn ich da hinüber zöge, he! Mir?" ,, Und ich ginge ja auch, würd' dir Plah machen, wenn nur etwas mit dir los wäre. Aber wegen dir fann aus Horstetten werden was will, du wirst nie ein Maul auftun in der Gemeinde." „ Selb fann schon sein," machte Ephraim und lachte in sich hinein. „ Aber die Gmür sind verantwortlich, wenn's in Horstetten schlecht geht!" " He, du bist ja jetzt schon in der Rechnungsprüfungstommission, und im Alpausschuß und..." Und in drei Jahren tomm ich in den Gemeinderat, für das [ ein Bauer! Ein Bergbauer! Herrjesses, wie lügen doch diese schweizerischen Bergromane! Diejenigen, die sie schreiben, tennen uns so wenig, wie uns die Städter kennen, die zu uns heraufsteigen. Horstetten leben noch mehr, die denken wie ich: es ist verkehrt, als Bergbauer geboren zu werden und zu sterben, verkehrt, in den Bergen seine Tage zu vergraben. Es ist schön in den Bergen. Es ist schön in der Wüste, es ist schön im Urwald, es ist schön auf dem Weltmeer. Warum darf ich sie niemals sehen, die Wüste und das Meer und den Urwald? Kann es nicht sein, daß ich auch dort und hier etwas nügen kann, daß Gaben und Kräfte in mir liegen, die noch bei anderem Werte Segen spenden als nur beim Melten und Mähen? Aber von all dem, feinen heimlichsten und lieblichsten Gedanken, von all dem, was dem Leben erst eigentlich Inhalt und Wert zu geben vermocht hätte, davon durfte man nicht reden. Davon hatte der eigene Bruder feine Ahnung. Wenn sie anfingen, Gemeinde, Kanton und Baterland Die gleichen Fremdlinge, bie in einer anderen Welt waren, menn sie auf der anderen Tal.. fteh ich gut; aber just barum fann ich nicht nach Ramben. Wer bin über sich hinauszudenten, machten fie in Politit, in Sorge für ich dort? Ein Fremder! Ein Hinterfäß aus Horstetben, einer aus einem ganz anderen Kanton, einer ganz anderen Welt. „ Siehst du," sagte Ephraim,„ dem wäre nicht so, wenn man feite wohnten... bas motorlose Flugzeug hätte." „ Schwaz doch kein Blech!" Aber Ephraim war fängst meitergegangen. Er lachte auf den „ Tatsache. Wenn einmal der Apparat erfunden ist, werden wir Stodzähnen und schwieg. Horstetter drüben in Ramden Wiesen und Alpen haben, werden Bei der Oberhütte biteben sie verschnaufend stehen. Der Bind mit Bich und Heu herüber- und hinübergleiten und werden nach dem Schleifte einen Rebelfezen den Berg hinauf, und als er über den Nachteffen im Sternen zu Ramden zu einer Sthung gehen, und Köpfen der beiden Brüber weg war, war der Ausblick ein Beilchen find fünf Minuten nach Schluß schon wieder bei uns zu Hause. wie neu gewaschen und reichte über ein milchiges leicht brodelndes Bon Fremde" und anderm Kanton" und anderer Welt" wird Rebelmeer bis an die andere Talseite, wo zwischen Wolken und dann natürlich feine Rede mehr sein und. Mebel etwas wie ein bünner Sonnenstreifen auf Schneefeldern lag, Aber da gewahrte Ephraim, daß der Bruder gar nicht zuhörte, darauf ein paar Häuser mit schwarzer Holzwand und jähen Fenster- daß er ein gequältes Gesicht schnitt, darin geschrieben stand:„ Ach blizen standen. diefer Schwäger, diefer unerträgliche Schwätzer". Da gab sich denn Ephraim einen Rud und stapfte weiter. Georg fagbe neibisch:„ Jedes Sönnelein haben die Ramdener." Was flagst," ladyte Ephraim, hat nicht bein Schwiegervater bort das schönste Land?" „ Schönes Land, gutes Land!" fagte Georg geizig und spähte in den Sonnenstreifen. " Und das bekommst einmal. Jetzt doch sicher, wo ihr versprochen seid." Die beiden Schlitten, welche ben nebeneinanderstehenden auf den Schultern faßen, beschrieben zwei einwärtsgerichtete Rreisab schnitte, denn die Brüder wollten sich ins Auge sehen. Aber sie hielten beide plötzlich inne. Mit tnappen, mürrischen Worten rüsteten die Brüder im Stadel im Leihboden das Heu und beluden damit ihre Schlitten. Einmal sagte Ephraim: " Weißt du was, verkaufe mir dein Weibergut in Ramben!" Das würde dir paffen!" gab Georg boshaft zurüd. " Wir vertragen uns auf die Dauer doch nicht," antwortebe Ephraim düster. „ Dir kann man doch das Land nicht anvertrauen," murrte Georg nach einiger Ueberlegung. Was weiß man denn, was du mit deinen unpraktischen Ideen P Unpraktischen Ideen!" zuckte Ephraim auf, ihr mit eurer Gemeinde, eurem Bezirt, Kanton und Baterland, ihr die ihr Fremdlinge macht aus den nächsten Nächsten, ihr müßt von unpraktischen Ideen reden! Unpraktischer als ihr, ihr sogenannten Politiker, die Welt eingerichtet habt, fann man sie wahrhaftig nicht einrichten! Ihr seid ja dumm Halts Maul oder.. Nein!" " Doch!" „ Schlag zu mit deinem Heuhaken. Schlag mich tot, wie Rain feinen Bruder erschlug." Reiner sprach mehr ein Wort. Jeder fraß sich im stillen in einen schmerzlichen Zorn hinein: So etwas nannte man Bruder! Einen Kerl, der nichts verstand, nichts ahnte, ganz andere Interessen hatte! Was war das jetzt für einen Bauern, für einen Bergbauern, für einen Aelpler, über eine Flugmaschine nachzudenken? Aber das tat Ephraim immer! So dummes Zeug fiel ihm immer ein. Immer Dinge, die gar feinen praktischen Wert hatten! Flugzeug mit oder ohne Motor! Dummes Zeug, ein Bauer hatte Wich tigeres zu tun! Je älter man wurde, desto Wichtigeres, Größeres Ernsteres! Für immer mehr mußte man sorgen und denten: für die Gemeinde. für den Bezirk, für den Kanton, für das Vaterland! davon. Dieses Denten und Sorgen für einen und alle, das war die Bolitik, Als er beim Hinterbruch über die jähe Böschung niederfauste, war das, was dem Leben erst seinen Gehalt und Wert geben fonnte. Aber davon hatte dieser Ephraim feine leise Ahnung. Dumm war Was geht das mich an," machte Ephraim leichthin, und tat der Mensch, dumm! Und das mar nun sein Bruder. eine Bewegung, als wollte er weiter gehen. „ Einen blauen Teufel," fnurrte Georg, das Land laß fahren." Was?" frug Ephraim erstaunt.„ bu?" Natürlich. " Mergert dich das?" ich Georg fuhr plöglich zusammen. Er warf den Heuhaken von sich, trat zwischen die Schlittenhörner und fuhr mit seiner Last fuhr es seinem Bruder, der ihm zusah, durch den Sinn: Wenn es ihn nur erschlüge! Aber dann schnitt er ein Gesicht, als hätte er etwas Widerwärtiges im Gaumen und fuhr ebenfalls schleunigst Und in Ephraim bohrte es: Das ist nun mein Bruder! Das ist davon. Allgemeine Ortskrankenkaffel für Berlin- Lichterfelde Durch Berordnung des Reichsarbeitsminifters gilt als Höchftgrundlohn bas Giebenfache ber für Lebenshaltungstoften ermittelten Reichsinderzahl, aufgerundet auf volle 1000 20. Für die Woche vom 1. Ottober bis 7. Ottober 1923 betragen: Arbeitsentgelt auf den Ralendertag Grund- Tageslohn beitrag in Saufenb Mart 15000 1000 15 500 1500 A Lehrl. ohne Entgelt 50844486N Stufe 10 bis 20 000 über 20 000 40 000 30 000 3000 " +40 000 60 000 50 000 5.000 " 60 000 80 000 70 000 7 000 BP 80 000 100 000 90 000 9 000 W 100 000 120 000 110 000 " 140 000 130 000 160 000 NO 180 000 150 000 170 000 200 000 11000 13 000 15 000 17 000 20 000 120 000 140 000 160 000 180 000 Auf die erhöhten Barleistungen besteht Anspruch ab 30. Ottober 1923. Berlin- Lichterfelbe, den 28. Gept. 1923. Der Vorstand. 135/16 0. Gebert, 2. Borf. F. Haneberg, Schriftf. Innungskrankenkasse d. Tischlerinnung zu Berlin Bon Montag, den 1. Oktober 1923 ab gelten folgende Lohnftufen, Grundlöhne und Beiträge: Lohn Entgelt pro Grundlohn stufe Kalendertag Tägl Beitrag 562 500 1125 000 2 250 000 pro Tag A ohne 750 000 1 bis 20 Min. 15 min. 40 30 60 50 3 750 000 80 70 5 250 000 " N " 100 90 6 750 000 W " 120 110 140 130 " DP 160 150 " 9 180 " 10 über 180' 170 200 345648 8 250 060 Unter Preis Angebote Nur für Montag und Dienstag Entzückende Flauschmäntel 450 Millionen Eskimomäntel 917, 1150 Millionen Reinwollene Strickjacken u. Strickwesten, soweit Vorrat, 185, 260, 370, 580 Mill. Unter Preis Modelle Pelzmäntel aus Seal- Electric, Biberette- Mäntel aus Pelz u Plüsch, Mohär- Astrachan- Mäntel, Stoffmäntel mit echten Pelzbesätzen, Slinks- Jacken, Tigerplüschjacken, Fantasiemäntel und Kostüme mit herrlichen Stickereien und Pelzbesätzen soweit Vorrat noch unter Preis! 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Lindemann, Schriftführer Als Deckung dienen in das Roggenhypothekenregister eingetragene auf landwirtschaftlichem Besitz sicherStückelung: 1, 2, 5 und 10 Ztr. Allg.Ortskrankenkasse Bld.- Wilmersdorf gestellte Hypotheken. Für die Woche vom 1. bis 7. Oftober 1923 Anträge auf Roggenwert- Darlehne nehmen die In den gelten folgende Lohnstufen und Beiträge meisten Kreisstädten angestellten Agenten der Gesellschaft Tagesentgelt Grundlohn Beitrag wie auch diese selbst entgegen. pro Tag M. 15 000 000 902. 1 500 000 Lohn ftufe bis einschl. M. 20 000 000 40 000 000 30 000 000 3 000 000 VI. VIII. IX. 60 000 000 80 000 000 100 000 000 120 000 000 140 000 000 160 000 000 180 000 000 50 000 000 5 000 000 70 000 000 90 000 000 110 000 000 130 000 000 150 000 000 170 000 000 7 000 000 9 000 000 11 000 000 13 000 000 15 000 000 17 000 000 X. ib. 180 000 000 200 000 000 20 000 000 Flir Lehrlinge ohne Entgelt find 3, bes in Stufe I festgelegten Betrages zu zahlen. Bersicherte find nur umzumelden, wenn fich die bisherige Stufe ändert. Berlin- Wilmersdorf, den 28. Sept. 1923. Der Vorstand. R. Engelhardt, Vorsigender. Fr. Wiemann, 135/7 Schriftführer. Ortskrankenkasse für die Gewerbe d. Tischler und Pianofortearbeiter zu Berlin Bom 1. bis 7. Oftober 1923 ist der Höchstgrundlohn auf 20 000 000 Mart feftgefest Der tägliche Beitrag der höchsten Stufe beträgt 12000 000 Mart. Anspruch aut die höheren Barleistungen ab 29. Ottober 1923. Drudegemplare ber Neueinteilung find im Raffenlotal in Empfang zu nehmen. Berlin, ben 30. Geptember 1923 Fr. Meersbach. D. Guhl. MÖBEL Schlaf-. Herren- und Speisezimmer Küchen, Hubgarnituren, Einzelmöbel in gediegener Qualität, noch billig, gegen bar oder Teilzahlung Möbel haus BEISER Lothringer Straße 67 Brillanten Zahngebisse Platin, Gold-, Silber- Brad, Juwelen lauft H. Schneider& Sohn Jnh.: Erwin Schneider Goldwarenfabrit Französische Str. 15, vorn 2 Er., an der Friedrichstr Jedes Wort 60 M. 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