Nr. 50. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Mr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Zerusprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beutb- Straße 2. Abonnements- Einladung. mit der illustrirten Sonntags- Beilage ,, Die Nene Welt". Donnerstag, den 28. Februar 1895. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von V 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 1,10 M. für den Monat März entgegen.( Eingetragen in die Post- Zeitungsliste für 1895 Ein vergessener Vorkämpfer der Frauenrechte. Bur rechtlichen Stellung der Frauen, von Ludwig Wachler, Kreisrichter. Breslau, lag von Maruschke und Berendt. 1869. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " In bezug auf die Rechtsfähigteitspricht das allgemeine andrecht die Gleichstellung beider Geschlechter Verim Prinzip aus. Nach§ 22 der Einleitung verbinden die Gefeße des Staates alle Mitglieder desselben ohne Unter schied des Standes, Ranges und Geschlechts, und der§ 24 tit. 1, Th. I bestimmt ausdrücklich: Die Rechte beider Geschlechter sind einander gleich, soweit nicht durch besondere Gesetze oder rechtsgiltige Willenserklärungen Ausnahmen bestimmt werden. Es läßt sich nun auch nicht verkennen, daß die Rechtsfähigdaß die wesentliche Gleichheit der persönlichen Freiheit beider Geschlechter angenommen werden muß und diesem Grundgedanken Zu Beginn eines neuen Monats richten wir an alle der Rechtsgleichheit auch die wesentlichsten Bestimmungen des heutigen bürgerlichen Rechts in Deutschland entsprechen und in Freunde und Parteigenossen die dringliche Bitte, für die Die moderne Frauenbewegung- unter Bewegung Beziehung auf die privatrechtliche Stellung der Frauen nur noch Erweiterung unseres Abonnentenfreises einen planmäßigen organisirten Kampf ums Recht ver- wenig zu thun übrig bleibt, so schien es nicht ganz vergebliche mit aller Energie thätig zu sein. Gegen die Partei, ftanden begann in den Vereinigten Staaten Mühe, dieses angeblich wenige einmal kurz zusammenderen Zentralorgan der„ Borwärts" ist, haben die ver- von Nordamerika um das Jahr 1848. In Deutschland zufassen und hervorzuheben, in welchen Punkten die thatsächliche einigten Parteien der Reaktion, denen der kann aber von einer solchen Bewegung erst seit den 70er inwieweit diese Rechtsungleichheit gerechtfertigt ist. Als ein ge= Rechtsgleichheit beider Geschlechter noch nicht durchgeführt und Boden unter den Füßen wankt, jetzt alle ihre Kräfte auf Jahren geredet werden. Das Buch Bebel's entstand in ringes Scherflein zur Abtragung einer alten Schuld geboten; durch ein neues Knebelgesetz soll die zahl seiner ersten Gestalt in der zweiten Hälfte des Jahres 1874. gegen das andere Geschlecht sollen demnach die folgen reichste Partei in Deutschland, mundtodt gemacht, und für Nun haben wir dieser Tage von einer Schrift Kenntniß den Bemerkungen dienen." unsere Feinde und des Volkes Feinde die Ruhe des erhalten, die schon im Jahr 1869 die völlige poli Es folgt nun die Aufzählung aller der RechtsungleichKirchhofes hergestellt werden, damit sie ungestört tische und rechtliche Gleichstellung der Frau fordert heiten, unter denen das weibliche Geschlecht zu leiden hat. ihre gemeinschädliche und gemeingefährliche Arbeit und diese Forderung eingehend begründet. Die Scheift be- Im Verlauf der Ausführungen heißt es: verrichten können. Die Kämpfe, in denen wir stehen, titelt sich: sind von entscheidender Bedeutung; und die Verhand lungen des Reichstages über die sogenannte Um sturz vorlage, die jetzt in der Kommission sich abspielen, bald aber im Plenum stattfinden werden, Der Verfasser leitet seine Schrift also ein: sind von ganz besonderer Wichtigkeit. Unter diesen Eine derjenigen Fragen, welche in nenester Zeit nicht mehr Umständen ist es doppelt nothwendig, daß die Partei- von der Tagesordnung verschwindet, ist die über die Stellung der genossen sich in dem Zentralorgan der Partei über alle Bor- Frauen, welche in gesellschaftlicher, wirthschaftlicher und politischer Beziehung im Etaat, Gemeinde und Kirche kommnisse aufs genaueste unterrichten, und daß sie dafür verschiedene und zurückſichende gegen das männliche Geschlecht ist feit der Frauen in wesentlichen durchgeführt ist, daß z. B. das eine wesentlich sorgen, daß der Vorwärts" immer weiter ver breitet wird. Je größer die Verbreitung des Zentral. fehlt, um nur einiges hervorzuheben, dem weiblichen Geschlecht altpreußische Recht einen entschuldbaren Rechtsirrthum der Frauen, organs, desto größer sein Einfluß und seine Wirksamkeit, zum Geschworenen, zum Ehrenbürgerrecht, zur Mitgliedschaft in termin, cine verschiedene Teftirfähigkeit und Eidesmündigkeit der an attivem und passivem Wahlrecht, an der Fähigkeit eine Geschlechtsvormundschaft, einen verschiedenen Mündigkeitsund desto größer die Macht der Partei. politischen Vereinen, zur Standschaft; noch sind ihnen sämmtliche Minderjährigen nicht kennt. Andererseits ist aber das Prinzip Die Redaktion des Vorwärts" wird bemüht sein, ihre Fakultäten und viele Gewerbe verfchloffen; noch ist der Kreis so vielfach durchlöchert, daß eine Menge von gefeßlichen Aus Pflicht zu thun, und das Zentralorgan der Partei würdig der Berufsarten und der Erwerbsmittel des weiblichen Geschlechtsnahmen geblieben sind. Einige derselben sind in neuerer Zeit zu machen! ein sehr beschränkter. Echon das Römische öffentliche Recht sah nieder gefallen, an der Beseitigung anderer wird von vielen Mit dem 1. März eröffnen wir ein neues Abonne- das Weib als das schwächere und deshalb weniger berechtigte an: Seiten gewirkt. Noch aber fehlt es auch in dieser Richtung an ment auf den es legte dem männlichen Geschlecht eine größere Würde bei und einer Verwirklichung des Art. 4 der Verfassungsurkunde: erachtete jenes durch die Sitten der Vorfahren und die dem weib,, Vorwärts" Alle Preußen sind vor dem Geseze gleich. lichen Geschlecht angeborene Schamhaftigkeit für verhindert, an den" Durch das allgemeine Landrecht zieht sich nämlich wie ein Aemtern( officiis) der Männer theilzunehmen. Im Mittel- rother Faden die Fiktion der Hilfsbedürftigkeit des weiblichen alter nahm die Frau überhaupt eine untergeordnete Etellung im Geschlechts, ebenso wie im römischen Recht, nur daß jenes bei öffentlichen Leben ein: man besang und liebte sie. Das war der Gibfolge der Ehegatten der Innigkeit des ehelichen Veralles, während die alten Germanen die Frauen fogar zu ihren bältnisses mehr Rechnung trug, als dieses. Dies zeigt Berathungen zugezogen haben follen. Noch Hegel findet nur fich zunächst in den Beschränkungen der Bürgschaften in der Ehe die Bestimmung des Mädchens und erachtet das Weib und anderen Interzessionen der Frauensfür Philosophie und höhere Wissenschaften nicht für geschaffen. personen. Auf der anderen Seite erblickt man darin eine Einseitigkeit der„ Die Verfasser des allgemeinen Landrechts sagen in ihren Anschauung, da die geistigen Entwickelungsgesetze für beide Ge Motiven ausdrücklich zur Rechtfertigung derselben: schlechter dieselben sind und Frauen auf allen Gebieten des öffent Die Lehre des römischen Rechts von den Bürgschaften der lichen Lebens, der Kunst und Wissenschaft Bedeutendes geleistet Frauensperfonen, nach welcher diefelben nicht nur für ungiltig, haben. Noch sch wett der Kampf in voller Heftigkeit. Hier tritt sondern sogar für unerlaubt erklärt worden, ist bekanntermaßen in hauptsächlich die Familie, die Macht des Herkommens und die neueren Beiten sehr angefochten worden. G3 steht auch nicht zu Frauenwürde in den Vordergrund; dort neben diefem das leugnen, daß diese Vorschriften so, wie sie besonders nach den Streben nach Vervollkommnung der geistigen und förperlichen An- Grilärungen einiger angefchener Ausleger und einem hergebrachten lagen durch ein verbessertes Eystem der weiblichen Erziehung, Berichte gebrauch gemeiniglich angewendet und behandelt werden, nach neuen Erwerbegebieten, neuer Thätigkeit und demzufolge größtentheils in leere Formalitäten ausarten, unter deren Schutz anderer sozialer Stellung. Es kann kaum einem Zweifel unter viel Betrügereien vorfallen; sowie man auf der anderen Seite liegen, daß aus diesem Kampfe die letztere Partei, wenn sie mit finnreich gewesen ist, Echlupfwinkel zu erfinden, durch welche der Maaß der Körperkraft und dem weiblichen Sinn Rechnung ganze Zweck des Gefeßes vereitelt wird. In der Sache selbst tragend, und der weiblichen Würde gemäß vorschreitet, Siegerin wird doch schwerlich geleugnet werden können, daß bei dem anderen Geschlecht, im ganzen genommen, ein höheres Ueber= bleiben wird. gewicht von Sinnlichkeit obwalte, vermöge dessen gegenwärtige Gindrücke auf solches mit einer solchen Lebhaftigkeit wirken, daß die Idee entfernter und blos möglicher Folgen dadurch mehr ins Dunkle gestellt wird, als nach den Regeln der Ueberlegung geschehen sollte! Es liegt also gewiß nichts Unbilliges darin, wenn Vergleich mehr zu gunsten von Frau Concepcion aus, die entwickelter und in ihrem Benehmen selbstbewußter war. Er mußte sich manchmal an die Worte seines Bruders erinnern, und er fühlte dabei für sich und So verstrichen ihm die Tage in einer Art angenehmen Frau Concepcion eine Art von Schmach, wenn er daran Nichtsthuns; denn die beiden Damen tamen fast täglich, dachte, wie er der verheiratheten Frau seine Liebe zu gestehen wenn das Wetter es erlaubte, begleitet von ihrer alten gewagt, und wie sein Bruder sie und ihn in seiner rauhen Negerin, nach dem Landhaus hinausgeritten, um ihm Gesell- Manier zur Rede darüber gestellt hatte. Frau Concepcion Ein Blatt schaft zu leisten. Mit Silvano war, seitdem er von seinem wiederum schien der Sache von damals nicht im geringsten südamerikanischer Geschichte. Krantenlager aufgestanden war, eine gewisse Umwandlung zu gedenken, sondern that lustig und guter Dinge, als wenn Frau Concepcion besaß in dem Vorort La Santisima in seinem Charakter vorgegangen. Er war scheuer und derartige Ereignisse ihr etwas Alltägliches wären. Und je trinidad, die ungefähr zwei Leguas von Asuncion entfernt stiller geworden, als er früher gewesen und hing gern stillen koketter Frau Concepcion sich gegen ihn betrug, desto mehr liegt, ein Landhaus, das sie von ihrer Mutter geerbt hatte. Gedanken nach. Um so lebhafter waren die beiden Frauen. begann ihr Bild in seinem Herzen zu erblassen und wenn Hierher hatte man Silvano Godoy gebracht, als er trans- Frau Concepcion, der das Kokettiren im Blute zu liegen er im Stillen Betrachtungen und Vergleiche zwischen den portfähig war, und feine Gefahr mehr lief. Er war dort schien, und die die Artigkeiten ihres Anbeters, des Generals, beiden Schwestern anstellte, gewann von Tag zu Tage mehr jedenfalls sicherer als in der Stadt, und außerdem war der schon so lange entbehren mußte, bot alle Künste ihres natür ihre kleine Schwester. Aufenthalt in dem verborgenen Landhaus, das mitten in lichen Talents auf, dem jungen, schönen Mann zu gefallen. Diese selber war in ihn verliebt, das hätte jeder einer großen hier und da mit Buschwerk bestandenen Kamp- Wer weiß, wie sich die Situation entwickelt hätte, wenn die dritte gesehen, wenn er einmal ihren Unterhaltungen beifläche lag, gesundheitlich der staubigen Hauptstadt vor beiden allein gewesen wären; aber die Gegenwart der gewohnt hätte. Der junge Mann bemerkte es aber nicht. zuziehen. Er begann schon ab und zu davon zu sprechen, Schwester Concepcion's störte die foketten Berechnungen der Eines Abends saßen die drei wieder im Vorhaus der seinen Bruder aufsuchen zu müssen, von dem er selben und begann einen unerwarteten Einfluß auf Silvano Villa beim Schein des Mondes, der dort draußen jedes gehört habe, daß er sich noch mit den Resten der auszuüben. Carmen war der vollständige Gegensatz ihrer fünstliche Licht entbehrlich macht. Rechts und links dufteten alten Revolutionstruppe in Buenos Aires aufhalte, aber Schwester. Es war ein junges, unerfahrenes Mädchen, die berauschenden Blüthen des großen paraguayischen Jaz die beiden Frauen wollten noch nichts davon wissen. Denn voller natürlicher Anmuth, die sie unbewußt zur Schau mins vermischt mit dem feinen Aroma der Apfelsinenblüthe; er war zu der weiten Reise, die bis an den Parana zu trug und wohl im stande, manchen jungen Mann die breiten Blätter der Bananen, die vor dem Hause eine Pferde auf grundlosen Pfaden zu machen war, da er die zu fesseln. Die Sorgfalt Sorgfalt und Ausdauer, die sie beinahe undurchdringliche Wand bildeten, zitterten, von dem stromab gehenden Dampfer der Gefahr, gefangen genommen bei der Pflege des Kranken gezeigt hatte, hatte in dessen leisen Abendwind bewegt, und ab und zu tönte von Ferne zu werden, wegen nicht benugen konnte, noch zu schwach. Herzen zuerst das Gefühl einer stillen Dankbarkeit erweckt das nicht unharmonische Geschrei der kleinen paraguayischen Er sah bleich und blutleer aus, und seine Wangen hatten und dann begann sich dazwischen etwas anderes einzuschleichen, Frösche herüber. unter Nummer 7128.) 11 In unserem Feuilleton wollen wir im Monat März In unserem Feuilleton wollen wir im Monat März eine Erzählung aus dem Leben: 3u Tode geheht", von Franz Held, veröffentlichen. Diese Er zählung beruht durchweg auf gerichtlichen Akten, die von uns dem Verfasser zur Verfügung gestellt worden find, und sie zeigt, wie heute der, welcher von seinem Rechte nicht weicht, in Form Rechtens" zu Grunde gerichtet werden fann. " Nach Schluß von Zu Tode gehetzt! beabsichtigen wir ten früher angekündigten Roman, die Berliner März ereignisse des Jahres 1848 behandelud, zu veröffentlichen. ER Redaktion und Expedition des ,, Vorwärts". Feuilleton. [ Nachdruck verboten.] 24 Skizzen aus dem südamerikanischen Hinterlande. Bon anderer kompetenterer Seite ist bereits mehrfach die Stellung der Frauen in gesellschaftlic er, wirthschaftlicher und politischer Beziehung eingehend beleuchtet worden, so daß es mir nicht zu stehen würde, darauf nochmals zurückzukommen. Wenn aber in ben Schriften über die Frauenfrage theilweise ausgeführt wird, Biket Soldaten dorthin verlegt, die diesmal bei den er schreckten Bewohnern keinen Widerstand gefunden hatten, und die ihn gewiß sofort ergriffen hätten, sowie sie ihn zu Gesicht befommen. noch immer ihre frühere Farbe nicht wiedergewonnen. das dem einer innigen Zuneigung glich oder auch einer Silvano saß in einem Schankelstuhl und sann vor Nach Barrero Grande zurückzukehren war ebenso wenig mög- allmälig sich entwickelnden beständigen Liebe. Wenn er die sich hin. lich; denn die Regierung hatte nach der Revolution ein beiden Frauen miteinander verglich, so fiel vielleicht der" Ich finde es aber unrecht, Silvano," begann Carmen, erinnerlich gemacht werden sollen."" feit des weiblichen Geschlechts. " tas Gefch dem schwächeren Geschlecht soweit zu Hilfe Tommt,] Für unsere Partei erklärte der Abg. Molkenbuhr nach den mit dem Sozialistengefeh gemachten Erfahrungen zu be daß demselben, wenn es sich in Bürgschaftsverträge einlassen will, die Zustimmung zu den Anträgen, wobei er unseren weiter fürchten. Eine dehnende Auslegung würde unter Unständen die Art der dadurch übernommenen Verpflichtungen und die nachgehenden prinzipiellen Standpunkt vertrat. Der Abg. Barth selbst im stande sein, Kirche und Wissenschaft in der theiligen Folgen, welche daraus entstehen können, bekannt und( frs. Vg.) hofft, daß durch eine fortwährende Agitation und Freiheit ihrer Pflichtausübung zu hemmen. Seit dem Fall des Sozialistengesetzes ist die Einsicht von „ Des Pudels Kern ist also die angebliche Schwäche und Leichtig- Aufklärung in den Kreisen der Industriellen selbst die Beder Nothwendigkeit sozialer Reformen in den oberen Klassen deutung und der Werth einer Verkürzung der Arbeitszeit gewachsen, während fich in den unteren die Zahl Wie aber, wenn das schwächliche Geschlecht gar nicht schwach begriffen wird. Sonst ist er für den Antrag. Der gemäßigten und besonnenen Elemente vermehrt hat. sein will und ist, wenn es die Euppofitionen des Gesetzgebers Nach Professor Hüpeden( tons.), gab der Herr Mehr denn früher scheint heute der Verständigung zurückweisen will? Wohlthaten werden niemandem aufgedrungen. Pastor Sch a II( tons.) einige Proben seiner sozialpolitischen und dem friedlichen Fortschritt der Weg geebnet. Die An„ Die Frauen wollen die rechtliche Gleichstellung Kenntniß zum Besten. Unter anderm stellte er die Be- nahme der Umsturz vorlage würde die Klassen= mit den Männern, sie wollen nicht gleich den hauptung auf, daß hohe Löhne nicht segensreich seien. Das gegensäge verschärfen und von der arbeitenden Klasse Unmündigen behandelt sein, sie wollen im Strafrecht fittliche Niveau der Arbeiterinnen würde dadurch nicht ge- Gleich der überwiegenden Mehrzahl des deutschen Volkes hegen als ein gegen sie gerichtetes Spezialgesetz empfunden werden. feine mildernden Umstände auf grund ihres Geschlechts, sie wollen, daß auch ihnen gegenüber durchweg der Satz gelten soll: Jeder hoben. Der Unternehmerstandpunkt wurde durch Möller Einwohner des Staats ist gehalten, sich um die Gesetze, welche Dortmund vertreten. Der Reichstag stimmte schließlich ibn oder sein Gewerbe und seine Handlungen betreffen, genau dem Antrage mit großer Majorität bei, die sich aus allen zu erfundigen, und kann sich niemand mit der Unwiffenheit eines Parteien zusammensetzte. gehörig publizirten Gesetzes entschuldigen, und der oben angezogene Art. 4 der preußischen Verfassungsurkunde zur Wahrheit wverde: werde." die Unterzeichner den Wunsch, daß politische Verbrechen und verwerfliche Ausschreitungen der Agitation hintens angehalten werden. Aber sie fürchten, daß diese Gefahren durch Strasbestimmungen, wie die der UmsturzEine gewisse humorvolle Stimmung konnte man in den vorlage, eher vermehrt als vermindert werden. Jene AusKreisen der Abgeordneten wahrnehmen, als der Präsident schreitungen, die wir beklagen, entstammen nicht zum geringsten den Antrag der Konservativen und Antisemiten, der die Theil den Strafen und Verfolgungen, welchen unter dem Sozia Alle Preußen sind vor dem Gesetz gleich. Und zu diesem Willen haben unsere Frauen em Einwanderung der Juden verhindern will, zur liſtengesetz auch solche Arbeiter ausgesetzt waren, die lediglich den wirthschaftlichen Bestrebungen ihrer Klasse zu dienen ein Recht. Sie haben ein Recht darauf, zu ver- Verhandlung stellte. Allerdings wären die Reichsboten um glaubten. Die Verzweiflung aber, auf gesegliche m Iangen Von den daß alle Ausnahmen fallen und das ihre Erwartungen beinahe betrogen worden. Wege einen Fortschritt zu erzielen, ist der gefeßlich anerkannte natürliche Prinzip der Kämpen, die sonst den Reichstag durch hervorragende" Nährboden für anarchistische Theorien und Rechtsgleichheit in seiner Reinheit durchgeführt antisemitische Reden erfreuten, nahm keiner das Wort zur Thaten, der Gewalt. Demgegenüber glauben die UnterBegründung; man mußte sich mit Größen zweiter Drd zeichneten, daß Freiheit der Meinungsäußerung Zaim Edluh jagt der Verffer: 110 101-1 Bear begings man müßte ſich mit Größen zweiter OrdSchluß begnügen. und der Koalition verbu bunden mi mit gründ= Werfen wir hiermit noch einen Rückblick auf dasjenige, was nach dem Vorgetragenen zu einer völligen Rechtsgleichheit beider getretene Enttäuschung, der die zu einem solchen Antrag schreitungen zu verhindern, Sitte, Ordnung Etwas entschädigte der Abg. Sachse für die ein- lichen sozialen Reformen ein weit wirtsameres Mittel ist, um verbrecherische AusGeschlechter fehlt, so finden wir, daß nicht nur wenig, sondern nöthige komische Figur abgab. Im schönsten sächsischen und Vaterlandsliebe in den Massen zu er noch recht viel dazu mangelt, bis das Prinzip in feiner Reinnoch recht viel dazu mangelt, bis das Prinzip in seiner Rein- nöthige erheit durchgeführt und alle nicht durch die Geschlechtsunterschiede Dialekt zog er gegen die Verfechter der goldenen Inter- balten und neu zu gründen. Aus diesen Erwägungen gebotenen Ausnahmen gefallen sind. Die Frage selbst, ob das nationale" los, und trug damit sehr wesentlich zur Er erheben die Unterzeichneten im Namen der friedlichen und geweibliche Geschlecht mit dem männlichen durchgehends gleiche heiterung des Hauses bei. Der Standpunkt unserer Partei deiblichen Entwickelung des Vaterlandes Einspruch gegen Rechte haben muß, konnte zu Ende des vorigen oder Anfang wurde in geschickter Weise von dem Abg. Vogtherr ver-§§ 111 a, 126, 130, 131 und Art. III der Umsturzvorlage." SS dieses Jahrhunderts vielleicht durch solche Gründe, als treten. Debatte wird Die„ Boſsische Zeitung" hebt aus einer langen Reihe 1. Die Geschlechter seien moralisch und physisch verschieden; von Namen die folgenden hervor: 2. das Gesetz gebe den Weibern sehr große Vorzüge vor den Männern( z. B. Krieg Unterhaltspflicht); wimbe in gefickter Weise vo am Mittwoch nächste Woche fortgesetzt werden. A d M = = : = Die Professoren v. Bezold- Erlangen, Bornemann- Magdeburg, Die Reichstags- Erfahwahl in Lyck- Oletko. Das H. Cohen- Marburg, Drews- Jena, Fürbringer- Jena, Häckel- Jena, 3. das Gesetz wolle die Weiber nur abhalten, nachtheilige amtliche Ergebniß der am 23. d. M. stattgehabten Reichs- Herkner- Karlsruhe, Herrmann- Marburg, Holzmann- Straßburg, Geschäfte abzuschließen und ihrer Ehre zu nahe zu treten; tags- Ersahwahl im Wahlkreise Lyck- Johannisburg- Oletko Kluge- Freiburg, Kolde- Erlangen, Küftner- Bonn, Lamprecht- Leipzig, 4. es sei nicht rathsam, ihren Spielraum außerhalb des Hauses ist nun festgestellt: Mommsen- Berlin, Natorp- Marburg, Nippold Jena, Osthoffauszudehnen; Jm ganzen wurden abgegeben 17 695 Stimmen. Heidelberg, Rein Jena, Riehl Freiburg, v. Schulze Gävernig gegen die Gleichstellung entschieden werden. Jezt halten solche Gründe nicht mehr Stich. Der Gesetzgeber hat Hiervon erhielt, Oberpräsident Graf von Stolberg in Freiburg, v. Soden- Berlin, Wundt- Leipzig, Bahn- Erlangen, die Pflicht, das unmittelbare Rechtsleben des Volkes feinen Ge- Königsberg( tons.) 12 259 Stimmen, Bauernhofbefizer Biegler- Straßburg. ſeßen zu grunde zu legen und diese in Ginklang mit jenen zu Dau in Hohenstein( freis.) 3889, Gutsbesitzer Ebbard Reichstags zur Borberathung des Gesetzentwurfs, betreffend die Die Berufs- und Gewerbezählung. Die Kommission des bringen, wo es erforderlich ist. Ich glaube, daß von diesem in Kommorowen( Sozialdemokrat) 1439, Gutsbesiger Vornahme einer Berufs- und Gewerbezählung im Jahre 1895, Gesichtspunkt aus die Beantwortung jener Frage am Ende des von Borcke in Tolksdorf( Bund der Landwirthe) 107, zer hat ihren Bericht fertiggestellt. Die Beschlüsse der Kommiſſion 19. Jahrhunderts nicht mehr zweifelhaft ist, und ich würde mich splittert waren 4 Stimmen. Sonach ist Graf Stolberg zum lauten: II. dem Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Vornahme hinlänglich belohnt fühlen, wenn diese Zeilen Anregung dazu Abgeordneten gewählt. einer Berufs- und Gewerbezählung im Jahre 1895 Nr. 18 gaben, daß die Frage der rechtlichen Stellung des weiblichen Ueber die Bedeutung des Wahlergebnisses haben wir der Drucksachen unverändert die verfassungsmäßige Bu Geschlechts im Sinne der Jehtzeit gelöst wird. Geschehen uns schon in der Dienstagnummer geäußert. Wir haben ſtimmung zu ertheilen; II. folgende Resolutionen anzunehmen: muß etwas, und wir handeln freier, wenn wir den Frauen geben, was ihnen autommt, als blos noch den Fortschritt unserer Partei in dem östlichsten die verbündeten Regierungen zu ersuchen, 1. bei der Berufs= wenn wir von uns sagen lassen, wir verweigerten Wahlkreise des Reiches festzustellen. Während am 15. Juni zählung womöglich auch den Geburtsort und die Adresse des Arbeitgebers zu 2. die erfragen; 1893 unser Kandidat 630 Stimmen erhielt, vereinigte er den Quittungskarten für die Invaliditäts- und Frage nach Ihnen ihr Recht." Also geschrieben im Jahre 1869 von einem preußischen am 23. Februar 1895 1439 Stimmen auf sich. Es kamen versicherung fallen zu lassen; 3. die Frage nach der Beschäftigung Juristen, der heute Ober- Staatsanwalt ist am demnach auf 100 bei der Hauptwahl abgegebene Stimmen gegen baaren Lohn nicht nur auf die Personen über 16 Jahre Kammergericht. nach Verlauf von knapp zwei Jahren 229. Wir sind mit zu beschränken; 4. in dem Gewerbefragebogen zu Frage 12 auch diesem Resultate sehr zufrieden.nach der durchschnittlichen Kraftleistung der benutzten Wassertriebwerke( Wasserräder, Turbinen) zu fragen; 5. es den Einzelregierungen zu überlassen, Zusatzfragen zu stellen oder zuzulassen, insbesondere nach dem Geburtsort und der Adresse des Arbeit gebers, falls die Berallgemeinerung dieser Fragestellung für das ganze Reich( vergl. oben unter 1) unthunlich erscheint; 6. am Dolitische Ueberlicht. haben " ... -M Berlin, 27. Februar. in cine ein " " AltersIm Abgeordnetenhans stand heute zunächst eine Interpellation der Abgg. Dr. Paasche zc. zur Berathung, ob die Regierung geneigt sei, die Frachten für fünstliche Aus dem Reichstage. Nachdem der Reichstag heute Düngemittel und die Preise für Kaltsalze herabin dritter Lesung dem Antrage unserer Partei auf Auf- auseßen. Von der den Landwirthen allezeit wohlgeneigten 1. Dezember 1895 eine Volkszählung stattfinden zu laſſen und bei hebung des Diktatur Paragraphen derselben die auf die Arbeitslosigkeit bezüglichen Fragen der Elsaß- Lothringen zugestimmt hatte, wurde die Regierung wurde erklärt, daß vom 1. März d. J. bis zum Zählung vom 14. Juni 1895 zu wiederholen. Debatte über den Anträgen Dr. Hiße und Genossen fortgesetzt werden sollen. Bezüglich der Preise für Kalifalze 1. Mai 1897 die Tarife für Düngemittel um 20 pCt. herabDie ,, lex Heinze" sollte, wie es kürzlich hieß, bald träge aus dem Zentrum, die bei dem Uneingeweihten Kalisyndikats sei gesetzt. Es ist dies einer der vorsichtigen sozialpolitischen An- erklärte Herr v. Berlepsch, daß die Regierung Mitglied des wieder in neuer Gestalt vor den Reichstag gebracht werden. und die Preise deswegen nicht Die„ Köller'sche Korrespondenz" dementirt heute diese Nach den Eindruck erwecken sollen, als handele es fich um eine Begünstigung lang nach Belieben ändern könne, daß aber nach Mög- richt in folgender Form: gehegter Wünsche fichkeit auf Die von einigen Blättern gebrachte Nachricht, im MiPreise Herabsehung der des Arbeiterstandes, während doch jeder Arnisterium des Innern werde auf der Grundlage des früheren beiter weiß, daß bei derartigen bureaukratisch zuwirken gesucht werden solle.- Aus den weiteren Entwurfs wiederumi eine„ lex Heinze" ausgearbeitet, trifft Tagesordnungspunkten ist dann noch auf die Debatte über nicht zu." vorgenommenen Erhebungen" für ihn nur sehr wenig mehrere Petitionen um Erlaß eines Gesetzes zur Fürsorge herauszukommen pflegt, Heißt dies vielleicht, daß die neue lex Heinze" schon wenn sich natürlich auch Brinzipielles gegen Untersuchungen über die sozialen Ver- für mittellose arbeitsuchende Wanderer zu verfertig ist, also nicht erst ausgearbeitet zu werden braucht; Brinzipielles gegen Untersuchungen über die sozialen Verweisen, in der einige recht fuotige fozialpolitische Ansichten oder daß sie vielleicht auf anderen Grundlagen, als hältnisse nichts sagen läßt. Das Zentrum hat natürlich mehr hervortraten; so 3. B. die, daß den Vagabunden das denen des früheren Entwurfs ausgearbeitet wird?- Aber bere be, wie je jetzt Veranlassung, sich den Anschein der Arbeiter- Serumziehen' so unangenehm wie möglich gemacht auch wenn diese Mittheilung der Röller'schen Korrespondenz" fürsorge zu geben. werden müsse. Als ob die Leute zum Vergnügen barfuß wirklich richtig ist, dann wäre es ja leicht begreiflich, daß „ daß Sie noch nicht an Ihre Braut eine Nachricht geschrieben und hungrig in der Winterkälte auf den Chauffeen herumliefen! die Regierung jetzt eine„ lex Heinze" nicht mehr für Fortsetzung der Debatte über den Kultusetat ist nöthig hält, da sie ja die„ lex Umsturz" zu bekommen ich wollte es Ihnen schon immer einmal Donnerstag.fagen und sie wird sich sehr ängstigen.... 1 b/ g hofft, und das Zentrum zudem mit seinen Anträgen zum ift fie hübsch...?" Der agrarische Staatsrath, der sich mit den Umsturzgesetz den ganzen Inhalt der vorjährigen lex Heinze Meine Braut...?" fragte Silvano, erstaunt aus von der Regierung in Aussicht genommenen gesetzgeberischen erschöpft und noch weit überbietet. Warum sollte die Reseinen Sinnen auffahrend. Maßnahmen zur Besserung der Lage der Landwirthschaft" gierung diese Situation nicht schlau benutzen und auf ein Nun ja... Sie heißt ja so wie meine Schwester... ebenso zu beschäftigen haben wird, wie mit den von den vom Volke nicht gewolltes Gesetz scheinbar freiwillig ver Concepcion... Recalde..." Herren Kaniz, Kardorff, Plötz 2c. und dem gezichten, wenn sie das gewünschte ohne eigenes Buthun durch Wer hat Ihnen das gesagt....? ich habe keine sammten Bunde der Landwirthe in Aussicht ge- die Zentrums- Partei in vermehrter und„ verbesserter" Braut nommenen Maßnahmen, ist auf den 12. März d. 3. Auflage bekommen kann!-alt n Aber Sie machen nur Ausflüchte... ... meine Schwester einberufen worden. Ebenso, wie bei der Zusammenkunft Bismarckfeiern werden jetzt im ganzen Reiche zum hat es mir selbst erzählt... und sie haben in ihrem des Staatsraths im Jahre 1890, wo er sich über achtzigsten Geburtstag des eisernen Ranglers" geplant Delirium von ihr gesprochen... nicht wahr, Schwester?" Arbeiterschutz Gesetze u. s. 10. äußern durfte, sollen und dafür manches schöne Sümmchen aus ben verschiedenen äußern durfte, sollen Stadtfäckeln bewilligt. Nicht schlecht scheint uns die Sache in Frau Concepcion war sehr verlegen und Herr Silvano auch diesmal keine neuen Ernennungen von Staatsräthen Rassel angefaßt worden zu sein. Dort hatte der Magistrat Godoy ebenfalls. Frau Concepcion, weil sie im Augenblick erfolgen, sondern es soll eine größere Anzahl Sachbeantragt, 1000 Mart zur Abbaltung eines großen Festnicht wußte, wie sie ihre damals ausgesprochene Unwahrheit verständiger verschiedener wirthschaftspolitischer Rich- tommerses zu bewilligen. Der Bürgerausschuß beschloß beschönigen sollte, und Silvano, weil er hörte, was er in tungen eingeladen werden, an den Berathungen theilzu- darauf, zwar die 1000 Mart zu bewilligen aber nicht für den seiner Bewußtlosigkeit gesprochen haben sollte.. Doch faßte nehmen. Zum Staatssekretär des Staatsrathes Kommers, sondern zur Vertheilung an 30 bis 40 arme er sich früher als Frau Gill und sagte mit einem kleinen Anflug ist der Direktor im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Familien. Das wäre eine bessere Geburtstagsfeier. von Verlegenheit: es ist möglich, daß ich so etwas ge- Wirklicher Geheimer Rath Brefeld ernannt worden: das ist jedenfalls Geschmackssache. Dem großen Otto hätte der sprochen habe, weil ich mich an eine alte Verwandte in zum Präsidenten dagegen der gegenwärtige Reich 3 Raffeler Bürgerausschuß jedenfalls eine größere Freude gemacht, meinen Fieberträumen erinnerte. Was aber eine Braut fanaler. Daß bei den Berathungen nichts Greifbares wenn er die 1000 Mart nicht für den Festkommers und nicht für die Armen verwandt, sondern per Postanweisung direkt nach anlangt, so ist Frau Concepcion falsch berichtet, oder der, herauskommen wird, gilt heute schon überall auch bei Friedrichsruh geschickt hätte. der es ihr gesagt hat. Ich bin ein junger Meusch und den weitersehenden Agrarie rn selbst- als sicher. habe noch keine Braut, Noch eine Erklärung gegen die Umsturzvorlage. Carmen blickte mißtrauisch von einem zum andern. Die Vossische Zeitung" veröffentlicht heute eine Erklärung, Aber Concepcion sagte ganz bestimmt Silvano sagt. So muß es auch wahr sein. Und solche Ge- gegebenen Hilfe" erscheinen soll. In derselben wird zu- tags- Abgeordneter von Hammerstein, bementirt die aus der Der Chefredakteur der, Kreuz- Zeitung", Reich? " Aber Du hörst doch," entgegnete diese ärgerlich, was bie in der 9. Nummer der von Pastor Naumann heraus. nächst gesagt, daß die Unterzeichner, nachdem die Grenz- Frankfurter Zeitung" auch in den Vorwärts" übergegangene boten"- Erklärung erschienen ist, mit ihrer Meinung nicht Nachricht, daß er sich vom politischen Leben und der Leitung der glauben zurückhalten zu dürfen, damit ihr Schweigen nicht Kreuz- Beitung" zurückzuziehen beabsichtige. als Zustimmung gedeutet wird. Dann heißt es weiter: Die deutsche Reichsregierung und der Aufenthalt Die Lage der arbeitenden Klassen in Deutschland bedarf einer durchgreifenden Verbesserung. Diese Giolitti's in Berlin. Mit allem Vorbehalte geben wir Berbesserung liegt in gleicher Weise im Interesse die der Italia del Popolo" aus angeblich sicherer Quelle einer friedlichen sozialen Entwickelung wie des aus Berlin zugegangene Nachricht wieder, daß die deutsche Habe ich Sie beleidigt, Silvano, mit meinen wirthschaftlichen Fortschritts des Vaterlands. Reichsregierung Herrn Giolitti den freundschaftlichen Rath Worten?" fragte Carmen mit einem ängstlichen Tone den Um Staat und Gesellschaft den nothwendigen Reformen geneigt gegeben habe, sich jenseits der deutschen Reichsgrenze zu vor ihr Sizenden. zu machen, ist politische Freiheit, vor allem Frei- begeben. Wie können Sie sich denken, daß Sie mich mit einer beit der Kritik des Bestehenden erforderlich. Wäre die Nachricht wahr, so würde der Reichskanzler harmlosen Frage beleidigen." ihrer Baragraphen läßt die Möglichkeit offen, daß nicht nur die der italienische Staatsmann seinem deutschen Kollegen wenig schränkt diese Freiheit auf das empfindlichste. Die Dehnbarkeit Herrn Crispi einen Liebesdienst erwiesen haben, für den verwerfliche Ausschreitung der politischen Agitation, sondern auch dankbar sein wird, denn Giolitti ist Crispi in Berlin viel das, was an ihr nüßlich und segensreich ist, getroffen werde. Daß dies ungefährlicher als in Rom. " " rede. entstehen leichter als man denkt. Einen Augenblick darauf erhob sich Frau Gill und ging davon, um, wie sie sagte, nach der Niegerin zu sehen und ihr aufzutragen, die Pferde zu satteln; denn es sei allermeist Zeit, nach Hause zurückzukehren. Carmen und Silvano blieben allein zurück. Es herrschte eine kleine Pause. D Ich glaubte, Sie hätten es mir verübelt, weil Sie so still geworden sind und es ist wirklich nicht wahr, daß Sie eine Braut haben...?" ( Fortsetzung folgt.) = w. Die dem Reichstage gegenwärtig vorliegende Umfturzvorlage be Nun, Ein alter Schäfer. Ich habe mich in meiner diplomatischen Mr. I eiuem Leipziger Blümchen- Patrioten. Schade, daß der Fleiß Thätigkeit stets der Wahrheit befleißigt", sagte der Erkanzler von so wenig Erfolg gekrönt ward. " thatsächlich geschähe, ist, wenn die Vorlage Gefeß werden sollte, Wie wenig ein solches Vorgehen das Ansehen des Die Bedrohung des deutschen Buchhandels. Aus Interessentenkreisen wird geschrieben: von Teutschen Reiches fördern würde, braucht von uns nicht be- eine Resolution, Resolution, in welcher erklärt wird, das Munition und befestige die Höhlen; die Gingeborenen feien eintsonders hervorgehoben zu werden. Haus betrachtet mit steigender Besorgniß die fortwvähren schlossen, gegen Transvaal Krieg zu führen. Der Repräsentant den Schwankungen und wachsenden Abweichungen im relativen der Transvaalrepublik in Swaziland, Krogh, meldet dagegen, Werthe Gold und stimmt Silber, in daß dort alles ruhig sei. herzlich die jüngst zum Ausdruck gebrachte Ansicht der Regierung Frantreichs und der Regierung und des Parlaments des Deutschen Reiches hinsichtlich der daraus entstehenden Uebel und stellt es daher der Regierung als wünschenswerth hin, mit anderen Mächten auf einer internationalen Konferenz zu kooperiren zwecks Erwägung, welche Maßregeln zur Beseitigung oder Verminderung der Uebel getroffen werden könnten. Die Kommission des Reichstags, die sich mit der Novelle zur Gewerbe- Ordnung beschäftigt, hat die Vorentscheidung über das Schicksal von tausenden, sie hat darüber zu beschließen, ob durch die Anträge der Herren Gröber und Hitze der deutsche Buchhandel in seiner Ronkurrenzfähigkeit dem Auslande gegen über zurückgedrängt, in seiner Entwickelung gehemmt und zum theil vernichtet werden soll, ob zahllose Familienväter ihr Brot einbüßen, ob die Zahl der Arbeitslosen und Unzufriedenen wieder um vermehrt, ob die Steuerkraft des Volfes abermals vermindert werden soll. Fürst Hohenlohe hat sich als einen Freund des Mittelstandes bekannt, Herr von Berlepsch vertritt die gleiche Tendenz hier handelt es sich um den Schuß eines blühenden Gewerbes und alt feiner Hilfskräfte, hier handelt es sich um den Schuß des produktiven Volfes gegen Hitze und Gröber, wie es sich zugleich um eine finanzielle und um eine geiftige Frage handelt! Arbeit". 1 = Parlamentarisches. Die Umsturzkommission. Die Reichstagskommission für die Berathung der Um sturz vorlage trat am Mittwoch in die Debatte über den§ 130 der Vorlage ein.§ 130 des Strafgesetzbuches lautet jetzt: " Wer in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise verschiedene Klassen der Bevölkerung zu Gewaltthätigkeiten gegen einander öffentlich anreizt, wird mit Geldstrafe bis zu sechshundert Mark oder mit Gefängniß bis zu zwei Jahren bestraft." Die Vorlage verlangt noch den folgenden Zusatz:„ Dieselbe Strafe trifft denjenigen, welcher in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise die Religion, die Monarchie, die Ehe, die Familie oder das Eigenthum durch beschimpfende Aeußerungen öffentlich angreift." Der Vorsitzende Abg. Böttcher( natl.) theilt vor Eintritt in die Tagesordnung mit, daß eine Protestresolution gegen die Vorlage vom Münchener Journalisten- Verein eingegangen fei. Ebenfalls vor Eintritt in die Tagesordnung giebt Geh.Kriegsrath Seidenspinner folgendes zu Protokoll. Seitens der sozialdemokratischen Presse seien seine Mittheilungen betr. den Sozialdemokraten Görges es Trotzdem diese Resolution von einigen englischen Kardorff' 3 unterstützt wurde, blieb den Silberleuten aber auch nicht die geringste Hoffnung übrig, daß England jemals seine festen Währungsverhältnisse aufgeben werde; denn der Schatzkanzler Sir W. Harcourt ließ in dieser Beziehung absolut feinen Zweifel mehr übrig. Er fagte, falls die deutsche Regierung Vorschläge zu einer Münzfonferenz mache, sei die englische Regierung bereit, in freundschaftlichem Geiste in die Erörterung einzutreten, obschon sie gleichzeitig an Eng lands Geldumlaufs system festhalte. Was die Daß die Novelle und vor allem die Anträge Hiße und Gröber, nationale Seite der Frage betreffe, so ei kein Land so sehr daran denen sogar ein Theil des Zentrums mit starken Bedenken gegen interessirt, sein Geldumlaufssystem auf einer gefunden Basis zu er übersteht, den Ruin eines Theiles des deutschen Buchhandels halten, wie England. Kontinuität sei mindestens ebenso nothwendig bedeuten, bedarf taum noch eines Beweises. Wenn die Käufer auf dem Gebiete der Umlaufsmittel, wie auf dem Gebiete der nicht mehr aufgesucht werden dürfen, wenn die Verwaltungs- auswärtigen Politik. Er sei dagegen, daß man die Währung behörde am Beginn jedes Jahres feststellen soll, ob ein Be- Englands der Gnade irgend einer auswärtigen Macht preisgebe, dürfniß zum Büchervertrieb vorhanden ist, selbst wenn wissen- oder sie unter die Kontrolle eines Komitees fremder Staaten in Stendal, welcher sich bei der Verbreitung der Broschüre, welche schaftliche Lieferungswerke, deren Umfang sich faum voraussehen stelle. Falls Frankreich, Deutschland und die Vereinigten Staaten Luft Soldat zu sein" betheiligt hat, als unrichtig dargestellt worden. läßt und die doch sicherlich nicht auf die kleinen Leute rechnen, für gut finden, sich zu vereinigen, um den Silberwerth aufrecht Görges selbst habe im Vorwärts" vom 9. d. M. erklärt, eine vorher ziffernmäßig begrenzt werden müssen, wenn alle Be- zu erhalten, so werde England nichts dagegen einwenden. solche Aeußerung nicht gethan zu haben. Die Regierung habe schränkungen, denen der Hauſirer unterliegt, auf den Kolporteur obschon es möglich sei, daß es sich diesen Staaten nicht an- nun von der Polizeiverwaltung in Stendal weitere Aufschlüsse ausgedehnt werden sollen, wenn dieser weiterhin für jeden Bezirk schlösse. Hätte die Resolution eine Verpflichtung Englands eingefordert und diese gehen dahin, daß Görges allerdings in einen neuen, theuren Wander Gewerbeschein lösen soll dann zur Doppelwährung umfaßt, so würde er sich ihr auf das der ihm( Redner) geschilderten Weise sich ausgesprochen habe. Abg. Rintelen( 3.) hat seinen famosen Antrag, der die wird und muß der Betrieb zurückgehen, und der Einschränkung Aeußerste widerseht haben.( Lauter Beifall.) Die Resolution wird die Vernichtung folgen. Der Verlag wird leiden, gewiß empfehle sich indessen gleichmäßig den Monometallisten und den Leugnung des Daseins Gottes und der Unsterblichkeit aber mit ihm die Sortimenter, die Reisenden und Kolporteure, Bimetallisten, und er hoffe, nichts, was er gesagt habe, werde der Seele unter Strafe stellen soll, wie folgt modifizirt. Danach die Drucker, Papierhändler, Xylographen, Galvanoplastiker, Buch irgend ein Land zu dem Glauben veranlassen, daß irgend sollen in dem Zusatz zu§ 130 die Worte, die Neligion, die Monarchie, binder, Kommissionäre, Setzer, Markthelfer, Austräger; sie alle eine Aenderung in den Grundlagen der eng die Ghe, die Familie oder das Eigenthum" durch die Worte„ die werden es den Herren Gröber und Hiße und ihren umbesonnenen Iischen Währung wahrscheinlich sei. Kein verantwort bestehende Staatsform" ersetzt werden, ferner soll ein neuer Helfern danken, wenn sie den angepriesenen Schuß der ehrlichen licher Staatsmann würde vorschlagen, die Basis zu verändern, Paragraph mit folgender Fassung eingeschoben werden:„ Mit Arbeit" sich umwandeln sehen in einen Trutz der ehrlichen unter der seit 1816 die Blüthe von Englands Handel und Finanzen Geldstrafe bis zu sechshundert Mark oder mit Gefängniß bis eine Höhe erreicht habe, die nie eine andere Nation erreichte. zu zwei Jahren wird bestraft, wer öffentlich oder vor mehreren Vielleicht ist es gut, die Herren von der Rechten, die etwa Das wird den englischen Bimetallisten wohl deutlich genug sein, oder durch Druck, Schrift oder Bild den Glauben an Gott oder die Unsterblichkeit der Seele oder den bereit wären, in das Horn der Herren Gröber und Hiße zu blasen, und auch den deutschen. daran zu erinnern, daß allein 8 große Buchhandlungen evange Die überwundene Parlamentskrisis in England. Unser religiöfen und fittlichen Charakter der Ehe oder Familie anlische Kolportagebuchhandlungen sind und sich ausschließlich mit Londoner Korrespondent schreibt: greift." dem Vertrieb von Bibeln, Erbauungs- und Gebetbüchern beAbg. Rintelen führt zur Begründung seines Antrags Chamberlain hat am 21. Februar im Parlament eine Blamage faffen; sie mögen nicht vergessen, daß das Zentrum die katholischen erlitten, bie seine Position ziemlich erschüttert hat. Es handelte aus: Der Antrag sei bestimmt, die Worte des Kaisers, be Verlagswerke von der Kanzel aus, durch den Beichtstuhl und sich um die Frage der Einfuhrzölle für Baum wo II- treffend den Kampf für Religion, Sitte und Ordnung, in durch Vereine betreibt, daß also der Antrag Gröber Hiße sich garne in Indien. Um das wachsende Defizit im indischen der Praxis durchzuführen.§ 130 der Regierungsvorlage beauf allgemeine Dinge und Begriffe lediglich gegen den Protestantismus richtet; die Leiter der Budget auszugleichen, hat die Regierung feinerzeit einen siehe sich nur Finanzen aber mögen sich erinnern, welches Kapital durch den Boll von 5 pet. auf alle in Indien importirten Waaren gelegt, fei aber nothwendig, auf konkrete Fälle und Begriffe zurückzuReise und Kolportagebetrieb in Umlauf kommt und welche mit Ausnahme der Baumwollgarne. Darüber große Erregung greifen. Im Hinblick auf die in Deutschland existirenden ReSteuersummen ausfallen müssen, wenn Bundesrath und Reichstag der indischen Spinner, die eine laute Agitation dagegen in Szene publiken halte er es für angebracht, statt" Monarchie" das Wort auf der vom Zentrum empfohlenen Bahn verharren. Giebt es fetten, daß indische Interessen Lancashire aufgeopfert würden. bestehende Staatsform" zu sehen. Es komme hauptsächlich auf doch in Deutschland allein 179 Berlagsgeschäfte und 516 Sorum sie zur Ruhe zu bringen, hat nun die Regierung die Aus den Schutz der Person des Monarchen an und das thue ja Das Eigenthum könne timenter, die hauptsächlich sich mit Kolportage beschäftigen, und nahmebestimmung wieder abgeschafft, aber für alle Garne über bereits das heutige Strafgesetz. 3000 Kolportagebuchhandlungen, welche direkt oder von Groffe- Nr. 20 eine Inlandsabgabe von 5 pet. in Indien festgesetzt, so nicht zum Gegenstand eines speziellen gesetzlichen Schuhes handlungen beziehen. Daneben giebt es noch 80 Reisebuchhand- daß also nur die groben Garne, in denen Lancashire vom indi- gemacht werden, denn sein Begriff stehe weder wiffenEbenso existire fein einlungen. Diese Geschäfte geben nach einer ganz bescheidenen schen Markt schon verdrängt ist, blos Einfubrzoll zahlen, schaftlich noch historisch fest. Es gebe Schäzung etwa 50 000 Personen den Lebensunterhalt und zahlen während die feinen Nummern ziemlich gleich besteuert sind. beitlicher Begriff für das Wort Religion". an Gehalt und Lohn über 53 Millionen Mark; hierbei sind große Immerhin fühlten die Textilindustriellen von Lancashire sich be- viele Religionen, die sich alle mehr oder weniger von einZiffern nicht eingeschlossen, die direkt hinzugerechnet werden müßten. nachtheiligt, und verlangten von ihren Vertretern, daß sie zurück- ander unterscheiden, aber alien sei als gemeinsame Grundlage der So kommen die Papierfabriken mit ihrem Umsatz und ihre nahme dieser Bestimmung verlangen sollten. Da nun ein Theil Glaube an das Dasein Gottes und die Unsterblichkeit der Arbeiterzahl in Frage, ebenso die Buchbindereien allein für der Abgeordneten Lancashires liberal ist, die Textilarbeiter Menschenseele gegeben. Diese beiden Glaubenssäke bildeten die Meyer's und Brockhaus Konverfationslexikon find in Leipzig aber in dieser Frage, wie in der des Bimetallismus, mit den Grundlage des ganzen Christenthums, das wiederum als die Grundlage unseres ganzen Kulturlebens anzusehen sei. sechs große Buchbindereien mit 1000 Arbeitern dauernd thätig Fabrikanten gehen, kommen verschiedene jener Herren in die unDie Vorschläge der Regierung würden die die ärgsten die Lederindustrie, die Pappenfabrikation, die Schriftsteller und angenehme Lage, eventuell gegen die Regierung ftimmen zu Gefolge haben. Die Re Künstler, kurz eine unabsehbare Reihe von Erwerbszweigen wird müssen. Dies schien Herrn Chamberlein eine günstige Gelegen- fonfessionellen Konflikte im wolle die beschimpfenden Neußerungen gefährdet und warum? Weil in den Kreis der Kolportage beit, die Regierung in die Minorität zu bringen und so eine treffen. Aber die thäten der Religion wenig Eintrag und seien und Reisebuchhändler sich auch einige räubige Schafe drängen und Parlamentsauflösung zu erzwingen. Er steckte sich hinter die weil es auch Geistesprodukte giebt, die nichts werth find. Mit Antragsteller und gab die Parole aus, Unterstügung des An- nicht gefährlich. Viel gefährlicher seien die in feiner und eleganter den unsauberen Elementen, die übrigens von ihren Berufsgenossen trages auf Vertagung des Hauses, welche in diesem Falle ein Weise unter angeblicher Berufung auf die Wissenschaft erfolgensehr energisch abgestoßen werden, soll der Mann büßen, der mit Mißtrauensvotum bedeutet hätte. Indeß es kam anders. Es den Angriffe wider die Religion und ihre Grundlagen. Die Fleiß und Mühe sich und den Seinen eine Existenz verschafft; giebt nur eine Alternative, den Bedürfnissen des indischen die Untergrabung des Gottesglaubens, wie aus moderne Wissenschaft sei verantwortlich für mit den sittenlosen Romanen sollen die Bibel, Atlas, Familien- Budgets anders als durch Zölle zu entsprechen, und zeitschriften leiden! Das ist Sinn und Folge des gegen den das ist Reduktion der Gehälter der indischen Beamten. Das den Werken moderner Schriftsteller sehr leicht zu beweisen sei. Er deutschen Buchhandel geführten frivolen Kampfes!" scheint den Konservativen im letzten Moment zum Bewußtsein wolle nur auf Bodenstedt und Paul Heise hinweisen. Daß nicht gerade der Protestantismus, sondern weit gekommen zu sein, und für einen Antrag, der dies herauf- Dieſe Literatur vergifte die Volksseele, indem sie den Zweifel am mehr alle oppofitionellen Parteien, daß nicht die Verbreitung beschwor, sollten sie stimmen, die ihre unversorgten Söhne nach Dasein Gottes nähre. Sie sei die allergefährlichste und müsse in erster Linie getroffen und ihre Verbreitung unmöglich gemacht werden, der Bibel und der Gartenlaube, sondern vor allem der Indien schicken? Das paste ihnen nun doch nicht. Kurz, wenn man wieder zu einer Erziehung auf wahrhaft christlicher Vertrieb unserer Agitationsschriften getroffen werden soll, während am Morgen alle Blätter mit Riesenbuchstaben eine wenn man wieder zu einer Erziehung auf wahrhaft christlicher versteht sich von selbst. ernsthafte Krisis", eine höchst gefährdete Situation des Kabinets" Grundlage gelangen will. Was sich heute Wissenschaft" nenne, verkündet hatten, frümelte am Abend bei der Abstimmung die sei von verderblichstem Einfluß auf die Jugend, besonders die akademische. Er habe das als junger Student an Opposition so zusammen, daß die Regierung mit 195 Stimmen fich selbst erfahren, auch sein Glaube fei einst erin der Majorität blieb, mehr als selbst gegen den AmnestieAntrag der Fren. Herr Chamberlain aber war schließlich so schüttert worden. Hier handele es sich um den Schutz dessen, verdugt, daß er sich im letzten Moment auf einen unnennbaren was der menschliche Geist nicht fassen könne, was sich nur glauben lasse. Früher sei der Unglaube ein Privilegium der sogenannten Ort flüchtete, um nicht mit abstimmen zu müssen. Gebildeten gewesen, im Volte habe man davon nichts bemerkt; iegt aber sei der Unglaube, bis in die untersten um so bedenklicher. Wem ernstlich daran liege, daß nach den Schichten des Volkes eingedrungen und deshalb Worten des Kaisers dem Volke die Neligion erhalten werde, der müsse für seinen Antrag stimmen. Durch die Regierungsvorlage würden nur ungebildete und thörichte Leute, die unüberlegte Aeußerungen thun, getroffen werden, nicht aber die Nährväter und Urheber des Unglaubens auf den Lehrstühlen der Universitäten. Ostpreußische Landwirthschaftskammer. Der Provinzial. Landtag für Ostpreußen hat beschlossen, für Ostpreußen eine Landwirthschaftskammer mit dem Sitz in Königsberg zu errichten. Jeder Landkreis soll zwei Mitglieder in die Kammer entfenden, welche demnach 70 Mitglieder enthalten würde. Der Vorstand soll aus 7 Mitgliedern bestehen. Der Anhaltische Landtag soll auf den 4. März zu seiner diesjährigen Tagung einberufen werden. " Großer Triumph aber bei den Liberalen. Und da sie zwei Tage zuvor den Konservativen in einer Nachwahl einen Sitz abgenommen, hängt bis auf weiteres- ihr Himmel wieder ihr Himmel wieder voll Geigen. Franen als Gerichtsfunktionäre. Der Frauen- BildungsDie Erhöhung des Tabakzolls abgelehnt in verein Reform" stellte beim Züricher Kantonsrathe das Gefuch, es sollten Frauen mit juristischer Bildung im Norwegen. Aus Chriftiania wird telegraphirt: Das Storthing hat heute Abend die Regierungsvorlage beKanton Zürich zur Advokatur zugelassen, ferner die Gerichte zur Hälfte mit Frauen besett treffend Erhöhung des Tabakzolles von 175 Dere auf 2 Kronen werden. Die Petition wurde zur Berichterstattung an den per Kilogramm in geheimer Sizung einstimmig abgelehnt. Die Amnestie in Bulgarien. Aus Petersburg wird teleRegierungsrath gewiesen. Einschränkung des Koalitionsrechtes für die französischen Staats- und Eisenbahnbediensteten. Der von der französischen Regierung ausgearbeitete Entwurf, betreffend die Staats- und Bahnbediensteten untersagt gewissen Kategorien derselben jede Wereinigung zum Zwecke der Arbeitseinstellung oder Aufreizung zur Bildung derartiger Vereinigungen. Die bürgerlichen Wachthaber in der Republit treten ebenso energisch gegen die Arbeiter auf, wie die Machthaber in der Monarchie; nicht die Regierungsform ist für das Maß von Entrechtung der Arbeiter maßgebend, sondern einzig und allein die wirthschaftlichen Interessen der Machthabenden. M M graphirt: Infolge des bulgarischen Amnestiegesetzes haben sämmtliche in Rußland gewesenen bulgarischen Emigranten die Heinreise angetreten, bis auf Benderew, Wankow und Grujew, welche definitiv in die russische Armee aufgenommen sind. " Abg. Graf Roon( dt) ist mit dem Grundgedanken des Rintelen'schen Antrags durchaus einver= st anden, leider würden sich die überaus beherzigens werthen Wünsche des Zentrums nicht im Rahmen dieser Vorlage erfüllen lassen. Die Vorlage sei doch nur ein Abwehrgesetz, während der Antrag Rintelen tiefe ein. schneidende Reformen verlange. Er wolle ausdrücklich erklären, Einigungskommissionen bei Streiks in den Vereinigten daß er die Wissenschaft, die den Thron Gottes umftürzen, den Staaten. Das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten Gottesglauben vernichten und an seine Stelle die Herrschaft der genehmigte die Bill betreffend die Einsetzung einer Kommission sogenannten Vernunft setzen wolle, betämpfen wolle. Er sei zur schiedsrichterlichen Entscheidung von Arbeiterstreitigkeiten. bereit zu Maßnahmen dagegen, aber diese ließen sich nicht in Die filberne Jnternationale ist diesseits und jenseits des dem Nahmen des vorliegenden Gesetzes ergreifen. Redner be Ozeans rustig an der Arbeit, das Gold zu entthronen. Aus antragt schließlich, dem Zusaß der Regierungsvorlage folgende Aus Washington wird gemeldet: Fassung zu geben: Dieselbe Strafe trifft denjenigen, welcher das Christenthum, die Heiligkeit des Eides, die Monarchie, die Ehe, die Familie, oder die Ünverleglichkeit des Privateigenthums durch beschimpfende Aeußerungen öffentlich angreift, welche geeignet sind, den öffentlichen Frieden zu gefährden." Wenn sein Antrag nur Schuh für das Christenthum verlange, so solle man nicht daraus folgern, daß er die Beschimpfung der Juden freigeben wolle, aber Deutschland sei doch ein christlicher Staat und da tönne das Judenthum doch nicht denselben Schuh beanspruchen wie das Christenthum. Dem Gide müsse der christliche Charakter gewahrt bleiben, wie seiner Heiligkeit nicht Abbruch geschehen solle. Die Republiken in den Bundesstaaten bedürften keines besonderen Schußes, sie seien durch die Verfassung genügend geschützt und das Reich sei ja zu bem eine Monarchie. Das Finanzkomitee des Senats der Vereinigten Staaten Ungern Sternberg auf Reisen das ist die neueste Jutarnation des Platen'schen Rubel3 auf erstattete über den Antrag Wolcott, betreffend die Ernennung Reisen. Dem falschen Baron" scheint die Schweiz, in eines Ausschusses, der die Vereinigten Staaten auf einer welche die russische Regierung ihn zu seiner Erholung ge- eventuellen internationalen Münzkonferenz vertreten soll, einen günftigen Bericht." schickt hat, zu klein geworden zu seiner hat vorige Cuba. Auf dem Umwege über Madrid wird anscheinend Woche einen Abstecher nach Frankreich gemacht und spanisch- offiziös folgendes berichtet: durch ein wunderbares Zusammentreffen von Umständen ist Bur Unterdrückung des auf Cuba herrschenden Banditen ein Dynamitlager in der Nähe von Paris geplünthums" haben die Behörden strengste Maßregeln ergriffen. Der bert worden, während Herr Ungern Sternberg seine Ministerrath ist hier noch versammelt, um weitere Schritte zu be Freunde auf der Bariser Polizeipräfektur und in der russischen schließen. Gesandtschaft besuchte. Den Lütticher Dynamitknallereien In spanischen Regierungskreisen wird versichert, daß keine ging bekanntlich der Dynamitraub von Chevron voraus. Nachrichten aus Euba eingegangen feien; nach Privatdepeschen In Paris wird es wohl nächstens nun auch knallen, damit follen die Ruheſtörungen einen ernsten Charakter annehmen, Abg. Dr. Barth( fr. Vgg.) wendet sich gegen beide AnDer gesellschaftsretterische Polizei- Anarchismus, der seit der 24 Rebellen sollen erschossen worden sein. tläglichen Fahnenflucht des Sozialistentödters Casimir die handlungen zwischen dem marokkanischen Gesandten und der abzusprechen. Wer auf dem religiösen Standpunkt des AbgeDie maroffanische Kriegsentschädigung. Ueber die Verträge. Dem Antrag Rintelen fei die logische Konsequenz nicht Flügel betrübt hängen läßt, wieder etwas Lebensmuth spanischen Regierung wird gemeldet, daß Marokko die Erlaubniß ordneten Rintelen stehe, der verfahre nur konfequent, wenn er schöpfen kann. erhalten hat, die noch zu zahlende Kriegsentschädigung von die ganze große Gruppe derjenigen Literatur vernichten wolle, Die internationalen Silberwährungsleute haben in 12 800 000. vor dem festgesetzten Termin mit 6 pet. Sconto welche den Zweifel an den religiöfen Dogmenglauben in die Menschen hineintrage. Würde der Antrag Rintelen GeEngland kein Glück, trotzdem sie auch dort emfig an der Arbeit zahlen zu können. fo vom Kriegerisches aus Südafrika. Eine Depesche aus Pre- fet, müßte der find. In der Sigung des englischen Unterhauses größte Theil unferer Literatur, 26. d. Mts. beantragte das Parlamentsmitglied Everett toria berichtet, der König der Swazis kaufe Gewehre und der größte Theil des Bestandes unserer Bibliotheken vernichter Staatssekretär Nieberding: Die vorliegenden Anträge erschweren der Regierung ihre Stel Iung. Der Zentrumsantrag decke sich nicht mit der Tendenz der Regierungsvorlage und gehe zu weit. Neben dem religiösen Charakter der Ehe müsse auch die bürgerliche Grundlage dieser Institution geschützt werden. Er bitte die beiden Anträge Rintelen und Roon abzu lehnen und der Fassung der Regierungsvorlage zuzustimmen. Abg. Enneccerus( ntl,): Der Antrag Rintelen sei unannehmbar, er würde nicht eine Stärkung, sondern eine Schwächung des Glaubens an Gott zur Folge haben. Man solle der Regierungsvorlage zustimmen, die sich nicht gegen die Arbeiterschaft, sondern nur gegen die wüste Massenagitation richte. Auch dem Antrage Roon fönne er nicht zustimmen, weil er nur eine Verschlechterung der Vorlage involvire. M " oder wenigstens der allgemeinen Benutzung unzugänglich gemacht| worunter eine große Anzahl Frauen. Diesem Vortrage, der mit in Tüsseldorf sucht die Köller'sche„ Korrespondenz" in einer ihrer werden. Der Antrag greife unsere gesammten großem Beifall aufgenommen wurde, folgte nach einer kurzen letzten Nummern zu brilliren. Es heißt da, daß im Jahre 1894 Kulturerrungenschaften an, er sei werthvoll, insofern Pause ein zweiter von demselben Referenten, in welchem er die 930 Arbeitslose untergebracht worden sind gegen 739 im er die Absichten des Zentrums bei dem„ Umsturzgesetz" Ilar Tabaffteuer und die sonstigen politischen Zustände be- Jahre 1893. Unter den 930 Personen befanden sich 228 Arbeiter und enthülle. Sollte der Antrag Gesetz werden, würde man ihn handelte. Unter stürmischem Beifall schloß Genosse Lieb Ausläufer, 73 Hausknechte, Diener, Wärter, Pfleger und Portiers, doch nicht ernst nehmen. Das Volk würde den Urheber und knecht seine mehr als zweistündigen, überaus lehr: 88 Kutscher, Acker- und Fuhrknechte und Landarbeiter, 503 HandVertheidiger eines solchen Gesetzes einfach auslachen. Redner wendet reichen und fesselnden Ausführungen. Eine Diskussion fand nicht werker, 14 Schreiber, Kommis, Reisende und Buchhalter und sich dann gegen den Versuch, die Staatsform besonders schützen statt. Es wurde hierauf folgende Resolution einstimmig an- 24 Dienst- und Fabrikmädchen. Die Herberge der Zentralzu wollen. Wenn man einen solchen Schutz speziell für die genommen:„ Die heutige von 2500 Personen besuchte Bolts- Arbeitsnachweisstelle hat im Jahre 1894 14 195 Nachigäste aufmonarchische Staatsform schaffe, so bringe man den Voltsmassen versammlung erklärt sich in der Erkenntniß, daß die wirth- genommen. Ferner wurden 14 424 Portionen Mittagessen, 18 235 die Meinung bei, daß die bestehende Staatsform die Kritik nicht schaftliche Entwickelung mit absoluter Nothwendigkeit zur Ver- Portionen Abendessen und 31 054 Kaffeeportionen verabreicht. Der vertragen könne. Ebenso stehe es mit dem Gottesbegriff, der wüstung des gesammten Handwerkerstandes durch die Groß- Superlativ des Entzückens wird erreicht bei der Kundgebung, daß ebenso wenig ein einheitlicher und feststehender sei, wie der industrie führt, mit den lehrreichen Ausführungen des Genossen ein Drittel der„ Gäste"( will heißen der Opfer des heutigen Religionsbegriff. Der religiöse Charakter der Ehe könne gesetzlich Liebknecht einverstanden und verspricht, mit größtem Eifer, un- Wirthschaftssystems) nicht blos Verpflegung und Unterkommen gar nicht betont werden, denn schon die gefeßliche Institution der geachtet aller Umsturzgefeße, für die Bestrebungen der Sozial- sich verdient, sondern auch noch für die von ihnen geleistete Zivilehe sei ja dann ein Angriff auf diesen religiösen Charakter. demokratie zu wirken." Auf seiner Rückreise nach Berlin Arbeit 1836,10 M. an Lohn ausbezahlt erhalten hat. Diese Die Zivilehe beruhe doch auf dem Gedanken, daß die Ehe einen hielt Genosse Liebknecht noch eine Versammlung in Finster Summe, vertheilt auf ein Drittel der Gäste", ergiebt also pro religiösen Charakter nicht habe und die Zivilehe sei doch ein walde. Diese war ebenfalls überaus stark besucht, besonders Person noch nicht 40 Pfennige. Welch ein ungeheurer FortTheil der bestehenden Staatsordnung, die man vor dem Umsturz konnte der Redner seine Freude über das zahlreiche Erscheinen schritt unserer Sozialreform. Aber kommt denn dem Herrn bewahren wolle. von Frauen ausdrücken. Auch diese Versammlung bedeutete v. Köller nicht ein leiser Zweifel an über die Vortrefflichkeit der einen energischen Protest gegen die Politik der Regierung. von ihm vertheidigten Ordnung, wenn er liest, daß allein in einer Stadt pro Jahr über 14 000 Landstreicher" von den Die sozialdemokratische Agrarkommission ersucht durch zweifelhafter. Wohlthaten der berüchtigten Zentralherberge Geihr Mitglied Paul Hug, Bant in Oldenburg, die Parteigenossen brauch machen müssen? in der Provinz Hannover, alles auf die Agrarverhältnisse bezüg- Die Polizeistunde in Barmen ist auf langes Drängen der liche Material, das sie besitzen oder beschaffen können, an den dortigen Wirthe bis auf 1 Uhr verlängert worden, d. h. für alle Genannten einzusenden. Derfelbe reflektirt hauptsächlich auf diejenigen Wirthe, deren Führung zu Ausstellungen feinen Anfachliche, wahrheitsgetreue Berichte über die Lage der ländlichen laß" giebt. Die Neuerung ist gewiß zu begrüßen, es fragt sich Arbeiter, deren Lohn- und Arbeitsverhältnisse in Groß- und nur, was die Polizei unter guter Führung" verstehen wird. Mittelbetrieben, über die Lage der Groß-, Klein- und Mittel- Selbstverständlich sollte es sein, daß politische Erwägungen nicht bauern, die Entwickelung der Besiz- und Betriebsverhältnisse, Platz zu greifen haben, aber freilich-über Rentabilität, Verschuldung und über das Kreditwesen. Die Schädlichkeit des Phosphors für die ZündholzNeben der Schilderung thatsächlicher Verhältnisse würde amtliches arbeiter. Die Arbeitergenossenschaft der Zündholzarbeiter Material, als Statistiken, Verordnungen, wissenschaftliche Auf- Frankreichs hat der Deputirtenkammer ein Bittgesuch eingereicht, säte und Abhandlungen über die Agrarfrage, soweit sie nicht welches das Verbot des weißen Phosphors in der Zündholzlediglich allgemeines, sondern auf die genannten Gebiete bezüg- Fabrikation bezweckt. In der betreffenden Eingabe betont die liches behandeln, willkommen sein. Arbeitergenossenschaft, daß die Verarbeitung gerade dieses Phosphors eine der gefährlichsten ist, und die schrecklichste Krantheit des Bahnnekrose zur Folge hat, welche unter den unglücklichen Arbeitern wüthet, und immer mehr und mehr Verheerungen anrichtet. Die Streichholzarbeiter verlangen, daß die Kammer die weitere Benutzung dieses Giftes untersage, und an dessen Stelle den rothen oder amorphen Phosphor zu benutzen. Aehnliche Vorschläge waren schon in der Parlamentsfeffion 1888/89 gemacht worden, brachten aber, obgleich fie von der Rammer angenommen worden waren, den Arbeitern feinerlei Verbesserung. Auch gegenwärtig find mehrere Arbeiter im Hospital in Behandlung. Einer davon wurde schon zu wiederholten Malen operirt. Es handelt sich diesmal darum, den ganzen Unterfiefer zu entfernen, nachdem ihm in einer früheren Operation schon ein Theil des Obertiefers genommen worden ist. Es ist, schreiben französische Blätter, endlich an der Zeit, daß maßgebenden Orts diese trostlosen Zustände in der Zündholzbranche endlich in Erwägung gezogen und Abhilfe geschaffen wird. In Belgien, wo die StreichholzFabrikation frei ist, ist der Gebrauch des weißen Phosphors schon feit langem untersagt. Abg. v. Salisch( dk.) bestreitet das lettere; nur die christliche Religion bilde die Grundlage des Staates, nicht auch die jüdische. Eine Parteikonferenz für den Reichstags- Wahlkreis Essen findet am 3. März dort statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Wahl eines Kreis- Vertrauensmannes. 2. Gehören wir weiter dem rheinischen Agitationsbezirk an, oder wenden wir uns nach Westfalen. 3. Preßangelegenheit. 4. Verschiedenes. Abg. 3immermann( Antis.) wendet sich gegen beide Anträge. Abg. Bebel( Soz.): Der Zentrumsantrag charakterisire sich als ein auf das ganze freie Denken gerichteter Angriff. Abg Rintelen habe sich die Begründung sehr leicht gemacht. Wenn es, wie er behaupte, wahr sei, daß die Natur den Glauben Eine öffentliche Parteikonferenz für den 17. hannoveran Gott eingepflanzt habe, dann müsse er doch unzerstörbar schen Wahlkreis, die am Sonntag in Harburg stattfand, war sein und brauche nicht erst durch Strafgesetze geschützt werden. von 17 Delegirten besucht. Der Vertrauensmann betonte in Sei die Religion etwas vom allmächtigen Gott gewolltes, dann seinem Bericht, daß der Mangel an Lokalen der mündlichen Agitönne sie nicht durch Menschenkraft vernichtet werden; sei sie das tation die größten Echwierigkeiten bereite. Laut Kassenbericht aber nicht, so werde man mit Strafgesetzen zu ihrem Schuße war vom 1. November 1893 bis 31. Dezember 1894 eine Einnichts ausrichten können. Aus dem bekannten Worte die Re- nahme von 6075,99 M. zu verzeichnen. Die Ausgabe betrug ligion müsse dem Volfe erhalten werden", sei deutlich er- 5464,18 M.; demnach verbleibt ein Kassenbestand von 611,86 M. fennbar, daß man damit doch lediglich bezwecke, die Die Gründung des Harburger Volksblattes" wurde von wandelbare Ordnung der Dinge unter Be- allen Seiten als vortheilhaft anerkannt. Die Wilhelmsburger rufung auf die angeblich unantastbare Re- Delegirten erklärten, daß sie im Frühjahr die Agitation für die ligion zu schüben. Seit Jahrtausenden, so lange Kultur- Presse mit aller Macht betreiben würden. Als Kandidat für menschen existiren, habe die Frage nach dem Dasein Gottes den 17. hannoverschen Wahlkreis bei einer eventuellen Reichstagsund die Unsterblichkeit der Seele Anlaß zu den heftigsten Auswahl wurde Genosse Baerer einstimmig gewählt. Betreffs der einandersetzungen gegeben. Der Zweifel sei der Vater allen Stellungnahme zu den am 17. hannoverschen Wahlkreis an Fortschritts von jeher gewesen, und das werde auch so bleiben. grenzenden Wahlkreisen bezw. der Agitation war man der Ansicht, Das beweise ja auch die Geschichte der Religionen. Welche daß, da viele Wahlkreise ineinander greifen, die Agitation erWandlungen habe die Religion nicht im Laufe der Zeiten durch leichtert und trotzdem mehr mit Erfolg betrieben werden könne, gemacht, und nun unterfange man sich am Ende des 19. Jahrhunderts wenn die Agitation gemeinsam mit den angrenzenden Wahlkreisen Des ungeheuerlichen Beginnens, die Kritik religiöser Borstellungen betrieben werde. Hierzu wurde ein Antrag angenommen, sobald unmöglich machen zu wollen, man möge doch nur beachten, wie im 16., 18. oder 19. Wahlkreis eine Konferenz stattfinde, dieselbe die christlichen Konfessionen untereinander sich gegenseitig ver- vom 17. aus durch zwei Delegirte zu beschicken. lästern und mit den denkbar beschimpfendsten Aeußerungen herunterreißen. Zum Beweise, wie man in den vierziger Jahren auch in bürgerlichen Kreisen über die Unsterblichkeit der Seele 2c. gedacht habe, zitirt Redner die folgenden Strophen eines Ge dichtes des Frankfurter Dichters und Aesthetikers Wilhelm Jordan: " Ihr glaubt, sie reiten nur ihr Steckenpferd, Die Fürsten, wenn sie Dome, Klöster bauen? Ihr irrt! Schon faßt sie vor dem Flammenschwert Des freien Dentens ein gewaltig Grauen! Dies soll des Glaubens schlimmer Rost zerfressen, Sie wissen's wohl, die Frömmigkeit macht dumm, Ein Pfaffenknecht, von Himmelsfurcht besessen, Hält auch vor ihnen seinen Rücken frumm. * Gelegentlich des Berichts über den Stand der ,, Sächs. Arb.- 3tg.", der vor einigen Tagen in einer Parteiversammlung in Dresden gegeben wurde, theilte der Referent Genoffe Kaden mit, daß über die Redakteure des Blattes im Vorjahre ca. 4000 M. Geldstrafe und über 2 Jahre Gefängnißstrafe verhängt worden sei. Und das ohne Umsturzgesez! Reichstagskandidatur. In einer Parteiversammlung in Eisenach wurde der Genosse Paetzold als Kandidat zum Reichstag für den III. Weimarischen Wahlkreis vorgeschlagen. Neben der regsten Thätigkeit, welche die Genossen des Streifes zu entfalten versprechen, hoffen sie bei der Wahlagitation auf die Unterstützung der Partei. Im übrigen protestirte die Versamm lung durch eine Resolution gegen die unzuläffige Haltung des Weimarischen Ministeriums betreffs der Ansetzung des Wahl termins. Polizeiliches, Gerichtliches: c. Wegen Beleidigung des Redakteurs des Freiburger Boten" wurde am 11. Januar Genosse Feldmann vom Reichenbacher Echöffengericht zu 100 M. Geldstrafe oder 10 Tagen Gefängniß verurtheilt. Die gegen dies Urthei! ein gelegte Berufung wurde am 22. Februar von der Schweid niger Straffammer verworfen. Arbeiterentlassungen. Auf der Grube„ Königsborn" bei Dortmund ist etwa 120 Arbeitern gekündigt worden. Auf einer andern Zeche, der Zeche Zentrum", wurde ein Mann entlassen wegen Mangel an Abfaz". Frauenarbeit. Die Telegraphenverwaltung von München stellt etwa 60 Damen in den Telephondienst. Gemeldet haben sich bereits mehrere Hundert, gewiß ein Zeichen, wie immer mehr junge Mädchen gezwungen sind, in den Kampf ums Dasein" mit einzutreten. Gewerkschaftliches. Achtung! Militärmühenarbeiter. Verschiedene Mißhelligkeiten, hervorgerufen durch das unkollegiale Verhalten eines Mitarbeiters, sahen sich heute 5 Mann veranlaßt, die Arbeit bei dem Hoflieferanten Herrn Rückart, Dorotheenstr. 11, niederzulegen. Wir erwarten von den Kollegen, daß sie die Beschlüsse unseres Vereins hoch halten und die genannte Werkstatt als gesperrt betrachten. Näheres erfahren die Kollegen in der Ber sammlung, welche am Sonnabend, den 2. März, abends 9 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, stattfindet. Gemaßregelt wurde in Magdeburg der von den dortigen Bäckerei Arbeitern als Delegirter zu dem kürzlich hier in Berlin stattgehabten Bäckertongreß gesandte Bäckergefelle E. A. Der Streik in der Metallwaarenfabrik von Grieß u. Ko. in Leipzig ist nach Lage der Dinge für die Arbeiter als ver loren zu betrachten. Von den 15 Streifenden sind acht theils abgereift, theils haben sie anderweitig Arbeit gefunden. Obgleich bisher unorganisirt, war die Haltung der Streifenden eine musterhafte; keiner von ihnen ist bis jezt an den verlassenen Arbeitsplatz zurückgekehrt. Es sind sieben Mann, darunter drei verheirathete, noch ferner zu unterstützen. Kollegen, wir appelliren an Eure Solidarität, ihnen finanziell helfend beizuspringen. Der Zuzug von Metalldrückern nach Leipzig ist fern zu halten. Im Auftrage des Streitkomitees: G. Reichel. Wie heiß vom Knechtschaftshaß die Herzen glühn, Es wird ihr Streben nicht getrönt vom Ruhme: Nur auf der Gruft des Christenthums zu blühn Bermag die wundervolle Freiheitsblume." Man läßt den Fuß sich auf den Nacken setzen, Bis daß man merft, daß man uns alles raubt; Wie soll das Volk zum Kampf die Schwerter wegen, So lang' es an ein künftig Leben glaubt? Doch weiß es erst, daß wir nur einmal sind, So wird es sich nicht dumps darin ergeben, - Polizeiliche Begründung. Wir registrirten Daß lauter Schmach dies eine Sein umspinnt; türzlich unter dieser Rubrik ein Versammlungsverbot aus Dann wird es fämpfen für dies eine Leben, Leipzig. In einer Schuhmacherversammlung hatte der Genosse Was stramme Organisation vermag. Die Direktion Bis jegliche Tyrannenburg zerfallen, Manfred Wittich über: Freie Liebe" sprechen sollen. In der Norddeutschen Steingut Fabrik( A.-G.) in Bis daß verfchu unden Purpur und Talar, der Begründung des Verbots sagt das Polizei Amt u. a., daß Begesack bei Bremen versuchte im November v. J. eine LohnBis alle gleich zum Tisch des Lebens wallen, Wittich in der letzten Zeit mehrfach das Wort habe entzogen reduzirung bei den Tellerdrehern durchzudrücken. Leztere machten Bis niemand niet vor Thron und vor Altar. werden müssen, eine Właßregel, die bei dem un botmäßigen, aber gehörig Front dagegen und wurden infolgedessen entlassen. Es sei die tollste Absurdität, Geseze zum Schuße der Ne gewaltthätigen Charakter weiter sozialdemo. Alls Antwort wurde die Sperre verhängt, und find die Pläge ligion, der Ghe ic. machen zu wollen. Redner fonstatirt, daß fratischer Arbeitertreife fast immer die Gefahr diefer entlassenen Tellerdreher bis jetzt dank der Solidarität selbst Martin Luther in seinem Traktat Vom ehelichen Leben" der Störung der öffentlichen Ordnung und der Porzellanarbeiter noch nicht besetzt worden, fo= Wohl Wir fragen, so viel Mühe sich auch die Direktion giebt. und in sonstigen Schriften einen religiösen Charakter der Ehe nicht Sicherheit mit sich bringt". anerkannt, dieselbe vielmehr lediglich als Institution zur bemerkt hierzu die Leipziger Bolts Zeitung", welche Er mehrere Fremde schon angekommen, doch nach erhaltener Wahrung der Eigenthumsinteressen erachtet und selbst die scheinungen und Thatsachen liegen vor, die dem Polizei- Amt Aufklärung von den Kollegen, dampften sie wieder ab. In den Bigamie nicht verworfen bezw. als nicht der heiligen Schrift auch nur den Schein des Rechts geben, gegen die sozialdemo- legten Tagen nun hielt der Aufsichtsrath der Aktiengesellschaft widersprechend angesehen babe. Wenn man schon die Ehe schüßen fratische Arbeiterschaft solche, durch nichts zu rechtfertigende Be- den Leitern des Vegefacker Ortsvereins der Porzellanarbeiter eine wolle, so möge man doch dem Unwesen der Heirathsannoncen schuldigungen zu schleudern. Seit einer längeren Reihe von donnernde Strafpredigt und verlangt unbedingte die Aufentgegentreten. Solche Annoncen finden sich u. a. auch in Jahren hatten wir Gelegenheit, die sozialdemokratischen Verhebung der Sperre, widrigenfalls die ganzen Arbeiter der„ Voffischen 3tg.", einem respektablen bürgerlichen Blatte fammlungen zu beobachten, die zu ihrem Vortheil durch ihre entlassen und die Bude zugeschloffen wird". Selbstverständlich ( Burufe von konservativer Seite: Ist das ein respektables Blatt? würdige Ruhe und Ordnung mancher Versammlung werden die Herren sich hüten, lezteres zu thun und weil zur Zuruf von sozialdemokratischer Seite: Mindestens so respektabel gegnerischer Parteien abñachen. Das Zeugniß hunderter ehr- Evidenz aus allem hervorgeht, daß die Sperre gut wirkt, hält wie die„ Kreuz- Zeitung".) Wer sich erlauben sollte, die Eheforin licher Gegner steht uns hierfür zur Seite. Und da wagt es das der Vorstand der Porzellanarbeiter diefelbe aufrecht, bis die als historische Erscheinung hinzustellen, könne nach der Vorlage Polizei- Amt, gegen die Leipziger Arbeiterschaft den Vorwurf der entlassenen Tellerdreher zu den alten Bedingungen wieder einwegen dieser ehrlichen Kritik bestraft werden, wer aber die Ehe unbotmäßigkeit und Gewaltthätigteit zu erheben!" gestellt sind. Also auch hier wollen die Porzellanwirklich beschimpfe und das Weib, das sich auf öffentlichem Aufgelöst wurde eine Protestversammlung in Dresden, und Steingut Arbeiter die Sperre beachten Markte feilbiete, faufe, der gehe straflos aus. Redner geht in welcher Reichstags- Abgeordneter v. Elm über: und Vegesack bei Bremen meiden. schließlich auf die historische Entwickelung des Begriffs der Steuer und ihre Wirkung" referirte. Der Saal war überfüllt. Monarchie ein, es ist inzwischen aber die Zeit des Beginns der Der Referent fonnte seinen 11/2 stündigen mit großem Beifall Plenarsizung herangerückt. Der Redner bricht deshalb ab und aufgenommenen Vortrag beenden, in der Diskussion aber verwird bei Beginn der nächsten am Freitag stattfindenden Sigung suchte ein Redner über die Affäre ,, Fu ch 3 müb1" zu sprechen. Ihm wurde das Wort entzogen, es tam darüber zu einigem fortfahren. Zumult und dem folgte die Auflösung. Parteinachrichten. von # " Die Tabat Soziale Ueberlicht. Depeschen. ( Deveschen- Bureau Herold.) waren Triest, 27. Februar. Ein als Frau verkleideter Anstreichermeister, welcher sich bei dem gestrigen Faschingsscherz einigen Frauen gegenüber Freiheiten erlaubte, erhielt von einer Maste auf offener Straße einen Stich ins Herz, der ihn sofort tödtete. Des Thäters ist man nicht habhaft geworden. Wien, 27. Februar. Heute wurde die Wucherin Dora Jantofa in ihrer auf den Wieden befindlichen Wohnung ermordet und beraubt aufgefunden. Der Mord muß bereits vor acht Der Mörder mitsammt seinen Tagen verübt worden sein. Komplizen wurde verhaftet. Er hat sich dadurch verdächtig gemacht, daß er eine Tausendguldennote wechseln wollte, über deren Ursprung er sich nicht ausweisen fonnte. Aufforderung. Unterzeichneter ersucht die Parteigenossen Die Freie evangelisch- soziale Konferenz" für den von Berlin und Umgegend um die Adresse des Buchbinders Genossen Wilhelm, früher in Rödelheim bei Frankfurt a. M., Bezirk Wiesbaden tritt am 4. und 5. März in Limburg zuEs handelt sich um sammen. Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte:" Das angeblich zur Zeit in Berlin in Arbeit. die schleunigste Zusendung der Abschrift eines Urtheils des Ober- Recht auf Arbeit," Vortrag von Prof. D.; Herrmann- Marburg nebst Diskussion;„ Die Nothlage der Landwirthschaft und ihre Landesgerichts in Frankfurt a. M. Höchst a. M. B. Leyendecker, Vertrauensmann. Abhilfe;" Vortrag von Prof. Dr. Rathgen- Marburg nebst DisTussion; Die Predigt und die soziale Frage," eine Nachlese zu New- York, 27. Februar. Jm Brooklyner Rathhause ist Von der Agitation. Eine imposante Boltsversammlung den Frankfurter Verhandlungen von Prof. D. Zimmer- Herborn fand am vergangenen Sonntage in Breslau statt. Der Reichs nebst Diskussion.„ Die Beurtheilung der Sozialdemokratie," Großfeuer ausgebrochen. Die Ruppel mit der mehrere Tonnen schweren Glocke ist eingestürzt und hat die 25 Fuß hohe Statue tags- Abgeordnete Wilhelm Liebknecht war erschienen und Vortrag von Pfarrer Naumann- Frankfurt nebst Diskussion. Mit den Wohlthaten" der Zentral- Arbeits der Gerechtigkeit zertrümmert. Das Rathhaus hat durch den sprach über: Die Handwerkerfrage und die Situation im Reichstage. Die Zahl der Zuhörer betrug mehr denn 2500 Personen, na chweisstelle für Rheinland und Westfalen Glockeneinsturz großen Schaden erlitten. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthitraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 50. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 47. Sigung vom 27. Februar 1895, 1 Uhr. Am Tische des Bundesrathes: von Köller, von Posadowsky. Donnerstag, den 28. Februar 1895. 12. Jahrg. war es der damalige Abg. Stumm, der wahrscheinlich identisch ist Sittlichkeit der Mädchen am meisten gefährdet ist, so nehme mit dem jetzigen Freiherrn v. Stumm- Halberg, welcher beantragte, er die Lohnstatistik zur Hand und er wird finden, daß daß eine Beschränkung der Kinderarbeit von 14-16 Jahren nicht die schlechtest bezahlten Mädchen auch die unmoralischsten find in das Gesetz aufgenommen würde, indem er meinte, in dem( Zustimmung links). Er vergleiche einmal den Rhein und seine preußischen Gesez habe das wohl gestanden, aber die Beamten besseren Löhne mit dem Osten und seine vielen unehelichen Ges Bötticher, haben es nicht ausgeführt, sie sind vernünftiger gewesen als das burten. Ist es Herrn Schall um die Hebung der Sittlichkeit zu Gesetz. Daß gerade die Fabrikanten gegen die Ausdehnung der thun, so verbessere er die wirthschaftliche Lage der Arbeiterinnen. Schußgesetzgebung sind, wird dadurch bewiesen, daß die Bäcker-( Beifall bei den Sozialdemokraten.) meister sich gegen den Zwölfftundentag sträuben, und die Kaufleute gegen eine Ladenschlußstunde. Die Bourgeoisie ist nun einmal so recht start zum Anarchismus geneigt. Sie werden die Bewegungsfreiheit nicht einengen. Zur dritten Berathung stehen die Anträge Auer beziehungsweise Colbus und Genossen betreffend die Aufhebung der Diftaturparagraphen in Elsaß- Lothringen. Damit schließt die Diskussion. Nach einem Schlußwort des Abg. Hitze wird sein Antrag mit großer Majorität angenommen. " Es folgt die Berathung des Antrages der Abgg. v. Hammers Abg. Preiß( Elf.): Der Reichstag hat über das Ausnahmeregime in Elsaß- Lothringen moralisch den Stab gebrochen. Hoffentlich macht die Reichsregierung bald Ernst, um diesem Auch dieser Antrag wird auf Widerstand stoßen, weil stein und v. Manteuffel auf Vorlegung eines Gesezentwurfs, nach unwürdigen Zustande ein Ende zu machen. man auf sozialem Gebiet nichts unternehmen welchem Israeliten, die nicht Reichsangehörige sind, die Beide Anträge werden ohne Einzelbesprechung angenommen. will. Der persönlichen Ausbeutung sollen Einwanderung über die Grenzen des Reiches untersagt Hierauf wird die Berathung des Antrages der Abgg. Hize, teine Schranten auferlegt werden. Deshalb agitiren wird, in Verbindung mit der ersten Berathung des von den Bachem und Genossen betreffend die gewerblichen Wer auch gerade die kapitalistischen Parteien wüthend für das Um- Abgg. Liebermann v. Sonnenberg, Zimmermann und Genossen hältnisse der Arbeiterinnen und der Arbeiter sturzgesetz. Nicht vor radikalen Absichten sind Sie bange, sondern eingebrachten Gesetzentwurfs betreffend die Einwanderung fortgesetzt. vor der Arbeiterbewegung, welche endlich Ordnung auf sozial- ausländischer Juden. Abg. Molkenbuhr: Der Abg. Schall glaubte neulich seinen politischem Gebiet schaffen will. Man sieht, daß bei der Re- Abg. Jacobsfötter( dk.): Die bei dem Abschluß des Handelsstrikten Gegensatz zur Sozialdemokratie betonen zu müssen. Er gierung nicht mehr der Muth der Kaltblütigkeit vorherrscht. vertrages vom Grafen Caprivi in Aussicht gestellte Hebung der meinte, die Frau gehöre von Natur, von Gottes- und Rechts- Auf der einen Seite wollen Sie die Arbeiter schützen gegen das Industrie ist nicht im stande gewesen, den Ueberschuß an Arbeitswegen ins Haus; und sie dorthin zurückzuführen, müsse die Auf- Kapital und auf der anderen erlassen Sie Gefeße, mit denen das fräften, unter welchem wir leiden, aufzubrauchen. Wenn unser gabe der Gesetzgebung sein. Die Stellung der Frau der gegen Kapital glaubt, den Fortschritt aufhalten zu fönnen. Wir Sozial- Volksleben ein so gesundes ist, daß wir thatsächlich wärtigen Gesellschaft ist eine völlig andere wie früher. Wenn demokraten unterſtüßen die Arbeiterschutzgesetzgebung selbstver- einen Ueberschuß zur Auswanderung haben, so ist kein die Frau früher beim Spinnen, Stricken, Sticken und ständlich. Wir wünschen, daß Klarheit in die Verhältnisse kommt. Grund vorhanden, die Einwanderung noch zu begünstigen, Nähen u. s. 10. reichlich Beschäftigung fand, Beschäftigung fand, so find Deshalb sind wir für den Antrag.( Beifall bei den Sozial- namentlich venn es sich um fremde Elemente handelt, alle diese Frauenarbeiten jetzt Fabritarbeit welche geworden. demokraten.) unserem werden deutschen Bolfsleben schädlich Wenn die Frau von Gottes wegen in das Haus gehört, so ist Ein ( Sehr richtig! rechts.) Wir wollen die Abg. Barth( frs. Vgg.) hält die Feststellung des Verhältnisses tönnen. es doch eine große Sünde, sich diesem Gebote zu widersetzen. von Arbeitszeit und Arbeitsleistung einerseits und des Ver- wanderung fremder Juden hindern, weil wir mit den im Lande Als Grund seines Widerstandes führt Herr Schall die Rücksicht hältnisses von Arbeitslohn und Arbeitsleistung andererseits für bereits befindlichen die Erfahrung gemacht haben, daß sie auf auf die Konkurrenzfähigkeit an. Die Industrie würde doch den Angelpunkt der ganzen Arbeitergesetzgebung. Es habe sich das gesammte öffentliche Leben nicht günstig eingewirkt, besonders höchstens höhere Löhne zu zahlen haben. Das kann aber Herr herausgestellt, daß feineswegs die Arbeitsleistung das Erwerbsleben auf das allerungünstigste beeinflußt haben. Schall mit seinen Anschauungen nicht vereinbaren. Zwar rühmte im direkten Verhältniß stehe zur Länge der( Lebhafte Zustimmung rechts.) Aus dem deutschen Mittelstand er, daß in den Spandauer Fabriken viel für das geistige Arbeitszeit, sondern umgekehrt. Neben hohem Arbeits- schallt der Ruf nach einem Gesetz gegen unlautere Konkurrenz. und leibliche Wohl der Arbeiter und Arbeiterinnen lohn und geringerer Arbeitszeit sei doch die billigste Arbeits- Die Braunschweiger Handelskammer hat eine Zahl von Fällen gethan wird, aber doch ist es ihm nicht recht, leistung möglich. Die Erfahrungen in England, Deutschland und unlauterer Konkurrenz zusammengestellt, und 9/10 pCt. weil ,, man uns eine so starke Konkurrenz macht". Desterreich haben dies bestätigt. Die Verhältnisse in den ver- dieser Fälle kommen auf das Konto der Juden.( Hört! hört! rechts.) Wenn in den Dörfern, von denen er sprach, 4,80-6,00 m. den schiedenen Industrien seien außerordentlich verschieden und darum Hätte man die Juden vom Hausirhandel ausgeschlossen, so wäre Frauen Wochenlohn gezahlt wird, so muß darunter die Sittlich sei es im höchsten Grade bedenklich, auf geseygeberischem Wege die Klage über den Hausirhandel längst verstumunt. Auch am feit zu sehr leiden. Herrn Schall ist die Fabrikarbeit ein Dorn zu generalisiren. Man möge lieber aufmunternd dahin wirken, Konkursschwindel sind die Juden vorwiegend betheiligt. Wer im Auge. Nur zu oft kämen die Mädchen, die blühend und daß die Industriellen in ihren Betrieben mit der Reduktion der eine Pleite gemacht hat, gilt als" fein", wer eine zweite gemacht fräftig in die Stadt gegangen sind, als ausgebrannte Schlacke Arbeitszeit einen Versuch machen. Die Verkürzung der Arbeitszeit hat, als hochfein".( Große Heiterfeit.) Die Wanderlager, welche zurück. Die Fabritarbeit an fich ist doch nicht so sitten verderbend. würde ein großer fultureller Fortschritt sein sowohl im Interesse dem ehrlichen christlichen Geschäft die schmählichste Konkurrenz Ich empfehle Herrn Schall die Werke des englischen Dichters der Arbeiter wie der Unternehmer.( Beifall links.) machen, sind ausschließlich in jüdischen Händen. An die efelDickens, da wird er finden, daß gerade die Fabrikarbeiterinnen ein Abg. Hüpeden( dk.) glaubt, daß es die höchste Zeit sei, hafte jüdische Reklame, welche selbst vor der Ausnutzung solcher so ruhiges Leben führen, wie es besser nicht gedacht werden kann. diese Frage in Fluß zu bringen. Die Industrie sei des Menschen Unglücksfälle wie der Cholera in Hamburg und des Untergangs Damals waren Fabrikarbeiterinnen in Amerika sehr schwer zu wegen da, nicht der Mensch der Industrie wegen. Ebensowenig der Elbe" nicht zurückschreckt, brauche ich nur zu erinnern. haben, man mußte deshalb sehr hohe Löhne zahlen und gleich wie man gestatten könne, daß jemand sich verstümmele, ebenso Den schädlichen Einfluß der Juden in der Industrie, zeitig durfte man auch die Arbeitszeit nicht so sehr ausdehnen. wenig dürfe man zugeben, daß jemand durch Ueberstunden sich namentlich in der Konfettion und vor allem an der Börse So kam es, daß diese Mädchen ein geradezu musterhaftes Leben törperlich ruinire. Der Arbeiter müsse gegen Ausbeutung ge- fennt alle Welt. Wir machen uns um unser Vaterland verdient, führten. Heute sieht es freilich dort auch anders aus. Der Rück- schützt werden. Hoffentlich werde die von Hige gewünschte wenn wir den weiteren Zutritt schädlicher jüdischer Elemente gang der Moralität geht Hand in Hand mit dem Steigen der Enquete zu weiteren gefeßlichen Vorschriften führen.( Beifall aus dem Auslande verbieten. Die Juden selbst geben ihre schädArbeitszeit und dem Sinken der Löhne. rechts.) liche Wirksamkeit zu, indem sie möglichst dagegen vorgehen, wenn Herr Schall hat gemeint, wir hätten reichlich Enqueten ge- Der Reichskanzler Fürst Hohenlohe betritt den Saal. man sie und ihre Handlungen als Juden, resp. als jüdische be= habt. Allerdings haben wir eine Tabaks, Zucker und Abg. Schall( dk.) weist darauf hin, daß er und seine geist- zeichnet. Wir haben an den Juden in Deutschland vollkommen Börsen Enquete gehabt, mit der Arbeiterfrage haben wir lichen Kollegen berufen seien, für die Arbeiterinteressen einzu- genug.( Sehr richtig! rechts.) Wir brauchen die Juden aus uns erst zweimal in Enqueten beschäftigt, 1878 mit den Lehr- treten.( Buruf bei den Sozialdemokraten: Bom Standpunkte des Galizien 1. f. w. nicht und viele Juden wären froh, lingen, Gefellen, Arbeitern, Frauen und Kindern und 1885 mit Kapitalismus! Diesen Vorwurf müsse er mit Indignation wenn wir voll ihnen die übrigen Brüder" fernhalten. der Sonntagsruhe. Auch bezüglich der Arbeiterstatistik hat der zurückweisen. Die Geistlichen predigten in erster Linie das Nicht Haß gegen die Juden( Ah! links), sondern die Liebe zu Reichstag nicht viel zu thun gehabt, er hat nur die Mitglieder Evangelium für die Armen. Die Frau gehöre ins Haus, nicht unserem Vaterlande und zu unserem Deutschthum und Christenin die Kommission für Arbeiterstatistit zu wählen gehabt. Diese in die Fabrit; in dieser Beziehung habe er eine ganz andere thum hat uns zur Stellung unseres Antrages veranlaßt.( LebRommission hat sich sehr wenig mit den Fabrikanten beschäftigt, Auffassung als die Sozialdemokraten, wie ihm denn hafter Beifall. rechts.) sie hat die Bäcker, Konditoren, Kaufleute, Müller und Kellner überhaupt nichts Dilettantenhafteres vorgekommen sei, als Zur Begründung des antisemitischen Antrages erhält das Wort behandelt und wird in nächster Zeit sich mit den im Transport- Bebel's Darstellung der Entwickelung des weiblichen Geschlechts. Abg. Bindewald: Die Ausbeutung des deutschen Volkes, gewerbe beschäftigten Personen befassen. Also auch hier werden Die Jungfrau und Frau muß für das ewige Leben vorbereitet vor allem im Osten, ist eine Sünde und Schande. Die die Fabrikarbeiter selbst nicht betroffen. werden( Heiterkeit bei den Sozialdemokraten). Jawohl, dafür Bauern werden von den Juden ausgepowert und geknechtet find Abg. Möller beschwerte sich neulich darüber, daß Herr haben Sie( zu den Sozialdemokraten) kein Verständniß. Die und in zur Auswanderung die Industriezentren nach Amerika und gezwungen vermehren das Hize so schnell wieder mit seinem Drängen hervortrete, man ganze Sozialdemokratie ist urfaul und urzerfressen( Erneute und sollte eine Zeit lang Ruhe haben, wir hätten durch das angenommene Heiterkeit) und sie hat nichts gethan, um die Arbeiterinnen sittlich Heer der Arbeitslofen. Am Wucher in Posen sind Juden Gefeß, das ein Kompromiß zwischen Theorie und Praxis sei, zu heben. In Spandau und anderen Fabrikorten herrschten bis nach dem Urtheil des Landraths v. Nathusius zu neun Zehntel alles, was möglich wäre, durchgeführt. In wie weit haben hier vor furzem in dieser Hinsicht geradezu grauenhafte Zustände. Die betheiligt; ähnlich liegen die Verhältnisse in Württemberg, West Theorie und Praxis ein Kompromiß geschlossen? Es tönnte Maschinenarbeit muß die Arbeiterinnen auch in intellektueller Be falen u. 1. w. Hätten wir ein deutsches und nicht römisches höchstens ein Kompromiß der Reichsgesetzgebung mit dem Zentral- ziehung schädigen. Die Arbeiterinnen auf dem platten Lande find Recht, so tönnte unser Bauern und Handwerkerstand nicht verband deutscher Industrieller sein. Für Herrn Möller kann ich besser daran( 3uruf bei den Sozialdemokraten). Sind Jynen vernichtet und unser Bolt nicht systematisch entsittlicht werden. eine ganz interessante Autorität nennen, auch einen Mann der die Löhne auf dem platten Lande nicht hoch genug, so verzichten Sie Der Ausspruch des bekannten Rosenthal über die MäntelBraris, nämlich seinen Bruder und Kompagnon; beide betreiben auf die Diäten der Arbeiter und kaufen sich ein Landgut, dann näherinnen dürfte von allen seinen Glaubensgenossen ge zusammen ein Geschäft und haben jedenfalls in der Praxis die- tönnen Sie den Arbeitern höhere Löhne zahlen; wir würden gern theilt werden. Wir wollen nicht weiter dulden, daß unsere felbe Erfahrung. Dr. Karl Möller schreibt: Der elsstündige allen Arbeitern höhere Löhne zahlen, wenn die anderen Länder Frauen und Töchter darunter leiden.( Lachen und Oho! links.) Maximal Arbeitstag werde bei uns ebenso wie in mit uns Hand in Hand gingen und wir nicht unter der Kon- Ihr Lachen beweist nur, wie tief Sie gesunken sind.( Große Desterreich und der Schweiz in wenigen Jahren ein- furrenz des Auslandes zu leiden hätten. Der Antrag Hize hat Unruhe; Rufe links: Zur Ordnung!) Redner erinnert an den geführt sein; die Gründe dagegen seien nur dottrinär sich nach den Erklärungen des Staatssekretärs von Bötticher als ichädlichen Einfluß der jüdischen Presse, an das Eindringen der und theoretisch.( Hört, hört! bei den Sozialdemokraten.) gegenstandslos erwiesen und seine Annahme hätte nur einen Juden in die höchsten Beamtenstellen, wobei er den Fall Manché Abg. Möller ist hauptsächlich gegen den Maximal- Arbeitstag für agitatorischen Zweck für die Sozialdemokraten welche bei vorführt, an den Einfluß der Juden an der Börse auf die Broterwachsene Arbeiter, weil er die persönliche Freiheit der Leute jeder Gelegenheit ihren vergiftenden Einfluß geltend vertheuerung. Herr v. Köller und der Reichskanzler Fürst nicht einschränken wolle. Sein Bruder führt aber aus, daß es machen.( Präsident von Levezom nimmt an, daß dieser Hohenlohe fönnten uns die besten Aufschlüsse über den jüdischen vielmehr eine Beschränkung der persönlichen Willtür der Arbeit. Ausdruck sich nicht auf Mitglieder des Hauses beziehen soll.) Wucher in Elsaß Lothringen geben.( Heiterkeit.) Die Juden geber fei. Abg. Möller meint, daß dann dem Arbeiter verboten Bei diesen Dingen fommt es nicht auf Enqueten an, sondern bedrohen nicht allein den seßhaften Bauernstand, sondern sei, sich emporzuarbeiten, daß es aber Arbeitgeber und Groß auf den inneren christlichen Geist, der alle diese Formen be auch den adligen Grundbesiz. Durch ihren wachsenden industrielle gebe, die sich aus dem Arbeiterstand emporgearbeitet herrschen muß.( Beifall rechts.) Reichthum sind sie in die Lage gefeßt, sich in reicherem Maße hätten. Will er damit den Arbeitern den Vorwurf machen, daß es Ang. Möller( ntl.): Durch solche Enqueten wird nur die Bildungsmittel zugänglich zu machen, als es die Christen ihnen heute an der nöthigen Umficht und Geschicklichkeit dazu feyle? wieder Beunruhigung in die Kreise der Arbeiter vermögen, wie die Frequenz der Gymnasien in Berlin beweist. Dr. Möller erkennt an, daß die lange Arbeitszeit und und Arbeitgeber getragen. Wir fönnen uns auf die( Der Präsident ersucht den Redner, nicht von der Sache abzudie starke Ausbeutung der Frauen am meisten Berichte der Fabrikinspektoren verlassen, welche mit der Beant schweifen.) Nachdem Desterreich den Befähigungsnachweis einin den Gegenden stattfindet, wo die Lebens wortung ähnlicher Fragen betraut sind, wie sie Herr Hitze gestellt geführt, fommen die jüdischen Schnorrer in unser Vaterland, um haltung eine niedrige ist. Er stellt es so hin, als sei hat. Die Verkürzung der Arbeitszeit balte auch ohne Kontrolle dem Handwerk Konkurrenz zu machen. Wir die niedrige Lebenshaltung die Ursache der langen Arbeitszeit ich für ein für ein erstrebenswerthes Biel, aber können die soziale Frage nicht lösen, wenn wir nicht die Judenund der Frauenausbeutung. Gerade das Umgekehrte ist der Fall. es darf nicht auf geseglichem Wege erfrage lösen.( Beifall rechts.) Wenn die Leute schlechter ernährt und weniger ausgeruht sind, strebt, sondern muß den einzelnen Fabriken Präsident v. Levetzow ruft den Redner nachträglich wegen find sie auch weniger leistungsfähig, und dann sucht man durch überlassen werden. Es darf aber nicht außer Acht ge- des Vorwurfs, daß einzelne Abgeordnete tief gesunken seien, zur Ausdehnung der Arbeitszeit das zu ersetzen, was an intensiver lajien werden, daß die intensivere Arbeitsleistung bei verkürzter Ordnung. W " Arbeit abgeht. Die Leute sind deswegen in diesen Gegenden Arbeitszeit zu einer schnelleren Aufreibung der einzelnen Arbeits- Abg. Vogtherr( Soz.): Der erste Redner hat sich wenigstens nicht ungeschickter. Man kann tausende von sächsischen Webern trait führt. Will man auf diesem Gebiete die Industrie nicht bemüht, den Antrag fachlich zu begründen durch den Hinweis in den Diftriften Massachusetts finden, die völlig mit den schädigen, so muß man diese Frage auf internationalem Wege auf den Ueberschuß unserer Bevölkerung. Er ist aber bald in Amerikanern fonfurriren fönnen, obwohl sie in Sachsen zu lösen suchen. den Ton des zweiten Redners verfallen, indem er in übertriebener. viel länger gearbeitet haben. In dem Antrage selbst müßte Abg. Molkenbuhr: Ich kenne die Arbeiterinnen nicht nur Weise die Theilnahme an Schwindelgeschäften den Juden zur danach gefragt werden, wieweit durch die Beschränkung der von ihrem Gange zu und von der Fabrik, sondern von einer Last legte. Am unlauteren Wetzbetrieb sind Juden wie Christen Frauenarbeit ein Uebergang von der Fabrik zur Landarbeit statt- zwanzigjährigen gemeinschaftlichen Arbeit. Herr Schall erblickt betheiligt und die letzteren in nicht gerade schönen Formen. Man gefunden habe. Jetzt fönnen die Fabrikanten sich der Arbeiter den stärksten Vorwurf gegen einen evangelischen Geistlichen sollte unlauteren Wettbewerb nur dann einer ganzen BevölkerungsSchutz- Gesezgebung entziehen durch Uebergang zur Hausarbeit. darin, daß er sich als Vertreter des Kapitals ausspiele. Er hat schicht, Konfessionen, oder, wie Sie sagen, einer ganzen Raffe Die Fabrikinspektoren berichten bereits, daß in vielen Fällen die aber selber am vorigen Mittwoch gejagt: in meiner Gegend zum Vorwurf machen, wenn man selbst keine Blöße zeigt. Arbeiterinnen des Abends Arbeit mit nach Hause nehmen. Wenn bekommen die Mädchen und Frauen 80 Pf. bis 1 m. täglich Ich erinnere nur an das Schicksal, das Abgeordneter Zimmer irgend etwas die materielle und sittliche Lage und das Familien- und müssen sich davon selbst beföstigen und wir" leiden mann in bezug auf seine literarische Thätigkeit hatte, wo durch leben zerstört, so ist es die Hausarbeit. Denn dann ist das Haus nicht bei Spandau ganz erheblich unter der Konkurrenz der töniglichen gerichtliches Erkenntniß festgestellt wurde, daß er sich der Doppelmehr das Heim der Familie, sondern zur Werkstätte, geworden. Werkstätten. Die Wir" sind doch nur die Arbeitgeber, nicht die züngigkeit und unlauterer Motive bedient habe.( Hört! hört! Wir haben schon früher verlangt, die Schutzgesetzgebung auch Arbeiterinnen. Daß der Arbeitslohn mit der Sittlichkeit der bei den Sozialdemokraten.) Ich verwahre mich gegen die Aufauf die Hausindustrie auszudehnen; alle Parteien haben aber Arbeiterinnen etwas zu thun bat, fann Herr Schall nicht aus faffung, als tönnte es sich bei unserer Stellung zu den Anträgen dagegen gestimmt. Die englische Baumwollenindustrie ist troß der Welt schaffen. Bei 4,80 bis 6 M. wöchentlich können die um persönliche Sympathie oder Antipathie gegenüber den Juden erheblich eingeschränkter Arbeitszeit bedeutend in die Höhe ge- Arbeiterinnen sich nicht ernähren, beköstigen und eigene Wohnräume handeln. Ich gebe ohne weiteres zu, daß verletzte Gefühle dazu gangen, in den Jahren 1856-59 stieg die Zahl der Spindeln beanspruchen, sondern sind gezwungen, gemeinschaftlich zu führen tönnen, sich der antisemitischen Bewegung anzuschließen, von 21 auf 40,5 Millionen und die Zahl der hierin beschäftigten wohnen, worunter die Sittlichkei leidet. Es giebt feinen so daß es unter den Juden Misstände und Aergernisse giebt, von Arbeiter von 330 000 auf 528 000. Dergleichen Beweise tönnen mächtigen Suppler wie die Noth. Der Ruf des Mädchens denen viele Juden selbst wünschten, daß sie nicht beständen, und wir aus allen Ländern beibringen, wo man sich zur Schutzgeseh- leidet schon darunter, wenn es heißt, sie bekommt nur 5 oder daß in vielen jüdischen Kreisen dazu beigetragen werden könnte, gebung entschloffen hat. Als 1853 der Schutz der Kinderarbeit in 6 M. die Woche, wovon sie nicht leben kann. Gift soll in der daß das Vorurtheil gegen sie nicht noch verschärft würde. Preußen berathen wurde, meinte Herr v. Vince, daß die Moralität der sozialdemokratischen Lehre liegen, was aber fagt Mephisto von Es wird viel zu wenig darauf geachtet, mit welchem MenschenRinder darunter leiden würde, wenn sie, statt in einer wohlgeordneten der Theologie? In ihr liegt viel verborgenes Gift und von der material man es zu thun hat. Man muß auf das öffentliche Fabrik zu arbeiten, aufsichtslos herumstreifen würden. Als dieses Arznei ist's faum zu unterscheiden.( Sehr gut! bei den Sozial- und politische Leben der Juden nach jeder Richtung Rücksicht Gesetz 1869 in die Gewerbe- Ordnung aufgenommen werden sollte, demokraten und Heiterkeit.) Will Herr Schall erfahren, wo die nehmen, wie man ja auch bei der sozialen Gesezgebung Rücksicht nur " " 1 = " auj gewisse Bevölkerungsflaffen genommen hat. G3 wird rer- befürchtete man Bernichtung des Bartgefühle, der Wirthschaftlich- Der beleidigte Gendarm! Wie wir seinerzeit mittheilten, geffen, daß das jüdische Volt fiüber so behandelt wurde, keit, des Gefühls der eigenen Verantwortlichkeit u. 1. w. Nun hatte der Vorsitzende des Nixdorfer Kommunal- Reformvereins, daß ein anteres Menschenmaterial daraus werden mußte. denn, wenn ihr das nicht wollt: zum Teufel doch mit euren Webermeister E. Rahmig, die skandalösen Ausschreitungen des Ganz von selbst mußte der Geschäftssinn noch ciner Richtung gemeinnützigen" und wohlthätigen" Veranstaltungen! Die Gendarm Höppner in einer Versammlung des genannten Vereins ausgebildet werden und das hat bei ihrer Beurtheilung unter Arbeiterklasse verlangt ja gar nicht nach den Brosamen, die die einer vernichtenden Kritik unterzogen und dabei noch andere allen Umständen zur Entschuldigung zu dienen. Die Gleich Bourgeoisie ihr mit gnädigem Blicke zuwerfen will. Die Erzesse des schlagfertigen Beamten zur Sprache gebracht. Das berechtigung der Juden wird nach diesen Anträgen früher Bourgeoisie selber ist es, die diese Veranstaltungen nöthig zu hat ihm jetzt eine Antlage wegen Beamtenbeleidigung eingebracht, oder später angejochten werden. Es handelt sich zunächst baben glaubte, um das nach einer welche am 5. April d. J. vor dem Rixdorfer Schöffengericht zur einen ersten Schritt. ( Buſtimmung rechts.) menschenwärte, un bas Proletariat, das rechte.) menschenivürdigen Existenz verlangt, zu beschwichtigen. Wenn Verhandlung kommen wird. zu Ich freue mich über Ihre Zustimmung, Welche Stellung haben fie heute mehr und mehr davon zurückommen t denn hervorragende Angehörige Ihrer( rechts) Partei früher ein- wollen scheint, so fängt sie eben an. Die Erfolglosigkeit die Bemühungen des Rechtsanwalts Dr. Schwindt, eine HaftIn Sachen der verhafteten Gräfin Perpoucher haben ( Buruf genommen? fontänig rechts: Das wissen wir!) Fürst ihrer Bemühungen allmälig selber einzusehen. Wenn übrigens entlassung gegen hohe Bürgschaft zu erzielen, bisher feinen Erfolg Bismarck war früher Antisemit, hat aber auf dem der Berliner Rektorenverein" soweit noch nicht ist und Berliner Kongreß die Parität der Juden durchgeführt. empfiehlt, es zunächst noch einmal mit mehr Armenküchen und gehabt. Der inzwischen auch zur Haft gebrachte Dr. Voigt aus Nicht Rassen, sondern wirthschaftliche Interessen spielen bei mit dem Verein zur Speisung armer ukinder nd Nothleidender" Högermühle bei Eberswalde hat den Rechtsanwalt Dr. Mendel Dr. V. wird beschuldigt, die diesen Anträgen eine Rolle. Polen und Juden find den Herren zu versuchen, so scheint er nicht zu wissen, daß dieser Verein seinem Vertheidiger bestellt. wirthschaftlich unbequem und die Juden sind der Prügelfnabe, nicht einmal seinen bescheideneren Zweck, Hungernde zu sättigen, entschieden jede Schuld und betrachtet sich als Opfer der RachGräfin P. zum Meineide verleitet zu haben; auch er bestreitet der vorgeschickt wird, um die Aufmerksamkeit des Volkes von als seinen höheren und Endzweck sieht er bekanntlich die sucht seiner Schwiegereltern. Die beiden Vertheidiger glauben, anderen Fragen abzulenken. Auf den transatlantischen Schiffen Bekämpfung des Umsturzes" au vollkommen zu erfüllen werden deutsche Heizer durch Kulis ersetzt und die Konservativen im stande ist. In der letzten Versammlung des Berliner daß ein erneuter Antrag auf Haftentlassung erfolgreich sein dürfte: binnen kurzem so viel Entlastungsmaterial zusammen zu bringen, des Oftens scheuen sich garnicht ihre nach Sachsen gezogenen Lehrervereins" wußte ein Lehrer zu erzählen, an seiner Arbeiter durch polnische und jüdische Arbeiter zu ersetzen. Sie sind Schule habe sich, als in der Nähe eine Kinder Volkstüche" Hauswirths Humanität. Auf der Belle- Alliance- Brücke ganz anderen Beweggründen gefolgt, als Sie zur Begründung eröffnet werden sollte und nun nach hungernden Kindern Um- brach, wie ein hiesiges Blatt berichtet, am Dienstag ein älterer Ihrer Anträge angeführt haben. Daß Ihnen die antisemitische schau gehalten wurde, herausgestellt, daß trotz der Frühstücks- Herr bewußtlos zusammen und wurde von Passanten noch lebend Bewegung unbequem werden kann, und daß sie eine Art kleiner vertheilung an Gemeinde Schulkinder, die der Verein zur auf den Flur eines Hauses der Königgrägerstraße gebracht, wo Revolte hervorrufen kann, dafür brauche ich nur auf einige Speifung u. f. w." besorgt, doch noch 71 Kinder bis mittags der herbeigerufene Sanitätsrath Dr. Bracht WiederbelebungsAeußerungen auf der letzten Generalversammlung des Bundes 12 Uhr noch keinen Bissen gegeffen hatten. Oder hatte der Anti- versuche anstellen wollte. Diesem widersetzte sich aber der Hausder Landwirthe am 18. Februar hinzuweisen. Da sind auch der Umsturz"-Verein mit der Wohlthätigkeits"-Maste die 71 Kinder eigenthümer in einer Weise, die wahrlich nicht von Nächstenliebe " Hannover'sche Kourier" und die" Post" für Juden erklärt mit Absicht ausgeschlossen, weil sie oder ihre Eltern ihm nicht zeugte. Er räsonnirte so laut und so lange darüber, daß in worden.( Abg. v. Langen: Bravo! Große Heiterkeit.) Daß würdig genug erschienen? fein Haus teine Leichen gehörten, bis infolge der Vermittelung die antisemitische Bewegung Ihren eigenen wirthschaftlichen Interessen zuwider ist, beweisen zahlreiche Aeußerungen anti- ständigung der Mittheilung„ Eigenthümliches und Ordnungs: Silfe eilte. Leider starb der Kranke, der erhebliche Geldmittel Ordnungsstütliches ans Charlottenburg. Zur Vervoll- eines Polizeibeamten der Wirth des Nebenhauses bereitwillight sein Haus zur Verfügung stellte und mit Matten und Decken zu semitischer Zeitungen und Redner. Wenn von seiten der fügliches", die wir in Nr. 46 brachten, fönnen wir noch folgendes bei sich trug, unter den Händen des Arztes. Seine Personalien Wenn von seiten der Hilfe eilte. Leider starb der Kranke, der erhebliche Geldmittel Abgeordneten Jakobskötter und Bindewald die Juden berichten: In der Sigung der Stadtverordneten vom 13. Februar fonnten nicht sofort festgestellt werden. als Ausbunde des Verbrecherthums hingestellt find, so hätte man solchen Anklagen gegenüber wenigstens erwarten batte der Magistrat beantragt, dem Verein gegen Versollen, daß sie für diese schwerwiegenden, einen großen Theil der Mitteln zu bewilligen. Unsere Genossen Beyer und Wernicke Seit dem Tannert'schen Vorfall hat das Lokal seinen früheren armung" 1500 M. zur Unterstützung seiner Armen aus städtischen Wie die Sittlichkeit im Café Polonia gehütet wird. Bevölkerung schwer beleidigenden Behauptungen, wenigstens eine Spur von Beweisen gebracht hätten. Wenn Sie jetzt behaupten, ſtellten hierzu den Antrag, die Unterflüßungssumme auf 5000 M. Charakter, nach Schluß der Polizeistunde den besten Verdienst zu daß ein weiterer Zufluß von Juden nachtheilig sein würde, so zu erhöhen, sie aber nicht durch den Verein gegen Berarmung, bringen, eingebüßt. Die wenigen Tage, die der jetzigen Inhaberin verzweifeln Sie gewissermaßen an der Festigkeit und Haltbarkeit sondern durch Magistratsbeamte direkt an die Armen und bis zur voraussichtlichen Entziehung der Schanktonzession noch Arbeitslosen auszahlen zu lassen. Ferner wollten unsere beiden bleiben, werden ihr recht schwer gemacht. derjenigen Grundsätze, Sitten und Gebräuche, die Sie selbst verDen Tag über treten. Ueberall, wo es sich um jüdisches Kapital handelt, da Parteigenossen natürlich die Klausel angefügt wissen, daß aus empfängt sie den Besuch einer jeden neuen Schuhmannszeigen Sie sich als dessen Gegner, aber Sie sind vereinigt, wo werden dürfe. Bei Begründung des Antrages wies Beyer u. a. auf die können. Sobald aber abends die Zeit der Polizeistunde 11 Uhr diesen Unterstützungen heraus den Armen nicht das Wahlrecht entzogen ablösung, sodaß Gäste faum recht wohl fühlen es sich um die Vertretung des Großkapitals überhaupt handelt; ungenügende Garantie hin, welche der Verein gegen Verarmung naht, findet sich die Polizei wiederum ein. Schußmänner sorgen da verschwinden die Gegensätze von selbst. Gegenüber den andrängenden Forderungen aus dem Handwerker- und Mittelstande gegen die Möglichkeit biete, daß statt der wirklich Bedürftigen dafür, daß sich die Gäste entfernen und weichen nicht früher vom können Sie nichts besseres bieten. Wir betrachten diese Anträge wortgewandte Gewohnheitsschnorrer die Unterſtügung bekämen. Fleck, als bis die Wirthin die gastlichen Räume geschlossen und nur als ein letztes Aushilfemittel, mit welchem Sie Ihre Ver- Hierauf großer Entrüstungslärm bei den Ordnungsmännern. fich selbst auf den Weg nach ihrer in der Friedrichstraße belegenen Ver- Herr: adtrath Stegemann, der Vorsitzende des Vereins Wohnung gemacht hat. Ge müßte mit dem Teufel zugehen, legenheit nach außen hin verbergen wollen. Abg. Sachfe( dk.): Ich möchte auch einige Worte von gegen Verarmung erklärte vom Magistratstisch aus, daß wenn nach solchen Maßnahmen die Tugend nicht siegreich meinem sächsischen Standpunkte aus fagen.( Stürmische Heiter die durch Magistratsbeamte vertheilt worden seien, eher ungerecht leber den Bäckergesellen Tannert wird berichtet, daß er bei den im vorigen Jahre gewährleisteten Unterstügungen, triumphirte. teit.) Wir können dem Vorrebner für seine Ausführungen nur dankbar sein, sie haben gezeigt, daß die Sozialdemokraten die verfahren worden sei der Verein hingegen würde gericht wahren Vertreter des internationalen Judenthums find.( Lärm handeln. Vielleicht wird die vorzunehmende Revision des neuer- hier nicht erst an dem Tage eingetroffen ist, wo er das Café Im Bewußt und Lachen). Er wollte Unfrieden zwischen den Konservativen dings so eigenthümlich blosgestellten Vereins die Richtigkeit der Polonia besuchte, sondern schon am Tage vorher. fäen. Jeder gute Deutsche muß Antisemit sein. Wir Sachsen von Beyer vertretenen Anschauung noch mehr als bisher be- fein feiner reichlichen Mittel nahm er in der Mauerfir. 10 Wohnung( Hotel von Karaus). Gleich die erste Nacht blieb er ( Buruf: Sein helle! Stürmische Seiterkeit) oder die sächsische ſtätigen. seinem Quartier fern, und als er am nächsten Morgen um 5 Uhr von einer Streife durch Berlin heimkehrte, will der Pförtner des Gasthofes schon eine Verlegung in seinem Gesicht wahrgenommen haben. Tannert ruhte dann bis um 10 Uhr vormittags, nahm seinen Motta und setzte seine Durchquerung der Reichshauptstadt fort. Er hinterließ in dem Gasthofe, daß er nicht genau wisse, ob er zurückkehren werde oder nicht, wurde daher auch nicht ab. gemeldet. Bezüglich der Reise nach Amerita muß fraglich bleiben, ob sie ernst gemeint war, denn Tannert war ohne Ge päck, hatte diefes vielmehr in Dresden gelassen und dürfte sonach bie Absicht gehabt haben, dorthin zurückzukehren. " Staatsregierung hat dafür gesorgt, daß die jüdischen Bäume 18 ein Zeichen der herrschenden Arbeitslosigkeit nicht in den Himmel wachsen. Wir haben keine jüdischen Richter tönnen auch die Anfragen um Beschäftigung im Kriminal und Lehrer. Aber wir sehen mit Besorgniß, daß Juden unseren könige gebäude betrachtet werden. Ein Gerichtsberichterstatter schreibt treuen Handwerkern eine unlautere Ronkurrenz machen. Geht es so weiter, dann werden wir Deutsche schließlich in Deutschland die geduldeten und die Juden die Herren sein. Möge die Regierung dem Antrage Gehör schenken und energisch gegen die Todfeinde des Deutschthums Front machen.( Lebhafter Beifall rechts.) Abg. Paasche( natl.): Wir sind nach wie vor gegen jedes Ausnahmegesetz gegen die Juden, und die letzten Reden haben uns in dieser Haltung nicht erschüttern können. Wir wollen feine Lanze für die Juden brechen, aber wir meinen, es ist ungerecht, alle wirthschaftlichen Schäden den Juden aufs Konto zu sezen. Wir wollen den unlauteren Wettbewerb und die lügenhaste Reklame im allgemeinen bekämpfen, aber kein Ausnahmegesetz gegen einzelne Bevölkerungsklassen machen; darin stimmt der größte Theil meiner Freunde mit mir überein.( Beifall links.) Hierauf wird die Sigung vertagt. Persönlich bemerkt darüber: Gin großer Andrang von„ Gerichtsdienern" besteht seit kurzer Zeit an den Berliner Amtsgerichten. Der zur Veröffentlichung gelangte Mangel, daß jetzt sogar Soldaten in Uniform den Gerichtsbotendienst versehen, hat zur Folge gehabt, daß jeden Morgen ganze Schaaren von Arbeitslosen sich melden, um zum Botendienste herangezogen zu werden. Da kommt einer in langen Schmierstiefeln und verlangt, indem mit dem Schneefegen jetzt nichts mehr zu verdienen ist, als Gerichtsdiener seine Anstellung. Nach seinem Ermessen kann er, die Akten von einer Abtheilung zur anderen zu tragen, diesen Dienst genau so forrekt versehen, wie die Soldaten. Ein anderer wieder behauptet, ebenso gut berechtigt. zu sein, als Militäranwärter angestellt zu werden, wie die älteren Gerichtsboten; er habe auch seiner Militärpflicht genügt und fogar die Feldzüge mit gemacht, ob man gerade den Zivilversorgungsschein besige, dar auf fönne es bei einem so gering befoldeten Dienste doch wahrlich nicht ankommen. Ein dritter ist wieder gern bereit, Abg. Zimmermann: Der Vorwurf der Doppelzüngigkeit für 68,75 m., soviel beträgt das Monatsgehalt der Gerichtsist mir 1886 in einem Prozeß gemacht worden, in welchem ein diener bei 8 stündiger Arbeitszeit, den Dienst vorläufig anzurechtskräftiges Urtheil damals nicht zu stande gekommen ist, weil nehmen, bis erst zum Frühjahr die Arbeit wieder beginnt, denn ein Vergleich zu stande fam. Derfelbe Vorwurf ist in einem nach seiner Berechnung fönne man mit einer Familie unter 3 M. zweiten neueren Prozeß wieder ausgegraben worden, und hier pro Tag nicht leben. In dieser Weise werden jest täglich die steht das Urtheil zweiter Instanz noch aus; ich kann Kastellane der Gerichte von unzähligen stellungsuchenden Gerichtsdemselben mit ruhigem Gewissen entgegensehen. Für meine Dienern" mit Anfragen und Gesuchen beſtürmt. Natürlich müssen literarische Thätigkeit ist mir in jenem Prozeß durch dieselben Kehrt machen oder werden zum ersten Gerichtsschreiber den Professor Stern ein sehr günstiges sehr günstiges und ehrendes gesandt, der die anfragenden Kandidaten ebenfalls abweist. Urtheil zu theil geworden. Tafür, daß Herr Vogtherr eine Be- Selbstverständlich bleibt der Mangel an Gerichtsdienern, da der leidigung wiederholt, wegen deren der eigentliche Urheber zu sechs Etat für neue Anstellungen noch nicht bewilligt ist. Wochen Gefängniß verurtheilt worden ist, fehlt mir der parla mentarische Ausdruck. Der Berliner Jahrmarkt. Die für das Jahr 1895 in Abg. Vogtherr: Das Urtheil eines Sachverständigen über Berlin auf den 22. bis 25. Mai und vom 23. bis 26. Ottober Herrn Zimmermann's literarische Fähigkeiten u. f. w. fommt festgesetzten Jahrmärkte werden, wie das Polizeipräsidium mit hier nicht in Frage; es ist gerichtlich festgelegt, daß Herr Bimmer- theilt, mit Genehmigung des Provinzialraths auf den 8. bis mann fich in seiner literarischen Thätigkeit unlauterer Motive 11. Mai bezw. 9. bis 12. Oktober verlegt. und der Doppelzüngigkeit bedient hat. Schluß 5 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 1 Uhr. ( Marine- Etat.) Tokales: 510 Siegmund Haber, der Nedakteur des UIt" ist am Mitt woch Morgen plöglich gestorben. ubic Den besten Beweis für den herrschenden Nothstand unter der arbeitenden Bevölkerung liefert die Thatsache, daß der Armenfonds der Gemeinde Nixdorf bereits um über 10 000 M. hat überschritten werden müssen, obwohl die in der Gemeinde üblichen Unterstützungsfäße äußerst geringe find. Wieder ein Selbstmordverfuch aus Noth. Drei Schüsse in den Kopf hatte sich am Dienstag Abend der 20 Jahr alte Saufmann Julius Richter beigebracht, der sich blutüberströmt bei dem Gemeindevorsteher in Glasow bei Berlin meldete. Er gab an, daß er aus München stamme, ohne Beschäftigung und Mittel sei und in der Noth im Walde zum Revolver gegriffen und sich in selbstmörderischer Absicht die Verwundungen beigebracht habe. Da er den ersehnten Tod nicht habe finden können, so bitte er um Beistand in seiner Lage. Dem Ortsvorsteher blieb nichts übrig, als sofort einen Arzt zu Rathe zu ziehen und den Vers letzten mittels eines Fuhrwerts nach einem Berliner Krankenhause bringen zu lassen. Hier ist Richter am Mittwoch früh 61/2 Uhr eingetroffen und hat angegeben, daß er in Nordhausen beheimathet sei. Prenzlauerstraße wurde am Dienstag Nachmittag gegen 4 Uhr Ein Opfer des überaus starken Fuhrverkehrs in der der zehnjährige Schüler Max Liebe. In der durch Gefährte aller Art und zu jeder Zeit überlasteten Prenzlauerstraße versuchte der Knabe sich durch die Wagenreihen durchzudrängen und wurde dabei von den Pferden eines Lastfuhrwerts zu Boden gerissen. Das schwere Gefährt ging über den Körper des Kleinen fort, welcher derartige innere Verlegungen erlitt, daß er in wenig hoffnungsvollem Zustande nach dem städtischen Krankenhause Friedrichshain geschafft werden mußte. Die Puppen Prinzessin ,, Pauline", die den Berlinern durch ihr wiederholtes Auftreten in Gastan's Panoptikum bekannt war, ist zu Anfang dieses Monats in New- York gestorben. Sie ist nur 18 Jahre alt geworden. HOT Folgende Richtigstellung finden wir in hiesigen Blättern: Die auf so entsetzliche Weise ums Leben gekommene verehelichte Schommarh, verwittmete Aßmann, Inhaberin der Firma C. W. Bullrich, ist niemals mit einem Herrn Bullrich verheirathet ge= Den Parteigenoffen von Charlottenburg biene zur Kenntniß, daß die für heute, Donnerstag, angezeigte Bersammlung lose beschwerten sich gestern Morgen bei uns darüber, daß vor um so firmiren zu können. Diese Firma fteht somit in feinerlei Königlich preußische Sozialpolitik betreffend. Arbeits- wesen; vielmehr hat der in Rede stehende Aßmann seinerzeit nur deshalb einen Herrn namens Bullrich als Sozius aufgenommen, des Wahlvereins für Teltow- Beeskow- Charlottenburg eingetretener dem Hause der tgl. Taubstummen- Anstalt in der Linienftr. 83 Beziehung mit der wohlbekannten, vor etwa 70 Jahren begrün Umstände halber nicht stattfindet. Dafür wird aber im Lokal die Arbeit des Schneeschaufelns von etwa fünf Anstaltsknaben Beziehung mit der wohlbekannten, vor etwa 70 Jahren begrün Bismarchöhe eine öffentliche Parteiversammlung abgehalten, in beten Firma A. W. Bullrich, vormals F. C. Stegmann, die noch der die Frage der Spedition, die in der am Dienstag aufgelösten besorgt worden wäre. Früher hätten sich einige Arbeitslose ein deten Firma A. W. Bullrich, vormals F. C. Stegmann, die noch Bersammlung nicht zum Austrag gebracht werden konnte, weiter paar Pfennige damit verdient. Muß an dieser Stelle gespart heute im Besitze der Familie Bullrich ist." werden? Der Gauner Richard Erpel, nach dem so lange ver erörtert werden soll. Besonders gilt es in der Angelegenheit des Genossen Beyer Stellung zu nehmen, der beabsichtigt, seine Krankenkassen start mitgenommen. Ein Lokalforrespondent weiß mitgetheilt wird, erfolgte die Berhaftung Erpels in Hamburg, Durch die hier graffirende Influenza werden die Orts gebens gefahndet wurde, ist nun endlich verhaftet worden. Wie Spedition zum 1. März zu verkaufen. Die Vertrauensleute. Gegen die Kinder- Volksküchen" hat sich der Berliner zu melden, daß die Orts- Krankenkassen der Kutscher, Haus von wo er demnächst nach Berlin gebracht werden wird. biener 2c. nur wenige Meldungen von Erkrankungen aufweisen, Rettorenverein" erklärt. Die Gründe, aus denen er, trot ja, daß bei den Beamten, die im Außen- und Straßendienst des Billigung der Absichten des Vereins für Kinder- Volksküchen", die öffentliche Speisung armer Kinder außerhalb der Familie für öffentlichen Fuhrwesens beschäftigt sind, nicht ein einziger Fall bedenklich hält, find folgende. Er meint, daß dadurch Familien- von Grippen- Erkrankung zu verzeichnen sei. finn und Bartgefühl der Kinder leiden, das Ansehen der Eltern Der Fernsprechverkehr mit Sangerhausen ist eröffnet Stationen. gefährdet, der Sinn für Wirthschaftlichkeit und Häuslichkeit worden. Die Gebühr für ein gewöhnliches Gespräch bis zur T untergraben wird und noch mancherlei Uebelstände, z. B. Störung Dauer von 3 Minuten beträgt 1 M. Witterungsübersicht vom 27. Februar 1895. des Unterrichts, damit verbunden sind. Diese Einwände illustriren Stellensuchende Frauen und Mädchen werden vielfach die Silf und Rathlosigkeit der bürgerlichen Klasse gegenüber um die Invaliditätstarten beschwindelt von solchen Beuten, die Swinemünde. der Nothlage des Proletariats sehr treffend. Zu Hause fann es ihnen vorspiegeln, Stellung im Fernsprechverkehr verschaffen zu Hamburg nichts zu essen geben, entweder weil fein Geld da ist, wollen. Es wird vor ihnen gewarnt. oder weil Vater und Mutter den Tag über in der Berlin Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke (- 32612 ILL Wetter bedeckt Temperatur ab08 OF 5° C. 4° R.) 740 MSW 5 743 WNW 5 743 Wiesbaden. 750 SM 749 233 750 V bedeckt bedeckt halb bedeckt wollig Nebel 1 0 0 748 750 762 CO Still N 2 wolkig -20 Schnee 15 1 halb bedeckt 3 757 754 NM N. 4 woltig 1 0 Fabrik sein müssen. Also muß man den Kindern anderswo ein Ueber ein aus einem Eisenbahnzuge gesprungenes München Mittagsmahl herrichten, umsonst oder auch für eine geringe Ent Mädchen wird berichtet, daß dieses bei der polizeilichen Ver- Wien schädigung. Ja aber, fagen da die anderen, effen die Kinder nehmung angegeben hat, daß es erst seit kurzem in Berlin sei Haparanda anderswo, so schädigt das den Familienfinn der Kinder und die und den Südringzug der Stadtbahn auf dem Schlesischen Bahn- Petersburg Wirthschaftlichkeit der Eltern; gebt ihr aber das Effen gar um hof bestiegen habe. Auf der Station Warschauer Brücke" sei Cork. sonst, so leidet das Bartgefühl der Kinder, das Ansehen der ein etwa 80jähriger Mann mit blaffem Gesicht und großem Schlapp- Aberdin. Eltern wird gefährdet u. f. w. Als ob Wirthschaftlichkeit und but in die Abtheilung gestiegen, wo sie allein gesessen habe. Er Paris Familienfinn, auf Bahlungsfähigkeit gegründete Autorität der habe einen Gegenstand aus der Tasche gezogen und damit ge Eltern und Bartgefühl der Kinder in denjenigen Familien, die die knipst", dadurch sei sie zu der Befürchtung gekommen, der Mann Hilfe der Kindervoltstüchen" in Anspruch nehmen müssen, nicht durch habe ein Attentat beabsichtigt, und sie sei aus dem Zuge gesprungen. die ewige Noth viel stärker gefährdet würden! Dieselben Einwände find Das Mädchen ist bettlägerig, hat aber nicht erhebliche Berlegungen auch gegen andere, ähnliche Unternehmungen gemacht worden. Immer namentlich an den Knien. 1 woltenlos Wetter- Prognose für Donnerstag, 28. Februar 1895. Beitweise heiteres, vielfach woltiges Wetter mit geringen Niederschlägen und mäßigen westlichen Winden; Temperatur wenig verändert. Berliner Wetterbureau. Polizeibericht. Am 26. d. M. nachmittags erhängte sich| Beurlaubtenstande befindlichen Personen. Im Sinne des§ 141| Staatsanwalt beim Reichstage die Strafverfolgung etwa eine Frau in ihrer Wohnung, in der Emdenerstraße. In der sind also die Angehörigen beider Kategorien Soldaten. Wenn wegen groben Unfugs beantragen? Man sieht, die von Nacht zum 27. d. M. stürzte in der Gartenstraße ein Mann also der Angeklagte sich hierüber irrte, obwohl er wußte, daß den Sozialdemokraten begonnene Unterlassung einer harmlosen auf dem Bürgersteige hin und erlitt einen mehrfachen Knochen- sein Sohn, der zur Artillerie ausgehoben war und an einem be- Artigteitsform hat auch ihre zweite Schneide und zwar diesmal bruch am rechten Bein. Im Laufe des Tages fanden fünf stimmten Tage einzurücken hatte, mithin zu den beurlaubten in der Richtung gegen die Urheber." Selbst Ehrenturier Feuer statt. Refruten zählte, so hat er sich in einem Frrthum über den Inhalt könnte wissen, daß im Reichstag bei Ehrung verstorbener Mitdes Strafgesetzes und nicht in einem thatsächlichen oder diesem glieder stets alle Parteien einig waren, daß nie ein Mitglied figen blieb, wenn der Präsident eine Todesnachricht verkündete, 13 gleichgeftellten rechtlichen Frrthum befunden. Kunst und Wissenschaft. Versammlungen. Vor der ersten Straffammer des Landgerichts I stand gleich viel um welche Partei oder Person sichs handelte.- Die Frankreich und die Berliner Kunstausstellung. Die gestern eine Auflage gegen den Kaufmann Kurt Leberecht Ehrung eines Verstorbenen aber in Bergleich zu stellen mit einem Société d'artistes français", welchen der Salon der Champs Gelfert wegen versuchter Grpreffung und Beleidigung an. Kaiserhoch, welches der große Freiſinnige" eine harmloſe Glysée veranstaltet, beschloß, wie aus Paris vom Mittwoch ge- Es handelte sich um geschäftliche Zwistigkeiten des Angeklagten Artigkeitsform(!) nennt, das ist zu albern, als daß wir ein meldet ward, einstimmig, an der Berliner Kunstausstellung nicht mit dem deutschen Offizierverein bezw. dem Hauptmann a. D. weiteres Wort der Kritik daranknüpfen möchten. theilzunehmen. Der Sekretär des Vereins erklärte einem Bericht- v. Wedel. Letzterer war als Zeuge vorgeladen, aber nicht erstatter des Temps", die Einladung sei zu spät gekommen, alle erschienen. Er hatte brieflich angezeigt, daß er sich auf Reisen Vereinsmitglieder feien vollauf mit den Vorbereitungen zur Be- befinde und den Gerichtshof auf die Aussagen des zweiten schickung des Elysée- Salons beschäftigt. Die offizielle Theilnahme Direktors des Offiziervereins verwiesen. Da der Zeuge feinerlei des Vereins würde die Beschickung der Berliner Ausstellung seitens Adresse angegeben hatte, unter welcher er zu erreichen wäre, so mehrerer hundert Bereinsmitglieder nach sich ziehen, was inner- erachtete der Staatsanwalt diesen Brief nicht für eine Entfönne übrigens jedes Bereinsmitglied an der Berliner Ausstellung beantragte gegen Herrn v. Wedel eine Ordnungsstrafe in Höhe halb Monatsfrist nicht mehr zu ermöglichen sei. Für seine Person schuldigung, sondern für eine Mißachtung des Gerichts und theilnehmen. von 100 M. Der Gerichtshof entsprach auch diesein Antrage Gerichts- Beifung. zu haben. Die Mitglieder der aufgelösten Franen Agitations fommission haben gestern bereits Vernehmung vor dem Unterfuchungsrichter gehabt. Vor dem Schwurgericht in Zürich begann am Mittwoch die Verhandlung gegen die Bande von 22 Individuen, welche im vorigen Sommer viele Einbrüche in den Kantonen Zürich, Luzern und Schwyz begingen. Von den Angeklagten sind 11 geständig, einer flüchtig, einer mußte ins Irrenhaus gebracht werden und einer erhängte sich vorige Nacht im Gefängnisse. Gegen acht derselben wird das schwurgerichtliche Verfahren, und zwar wegen des gemeingefährlichen Charakters der Angeklagten bei gefchloffenen Thüren, durchgeführt werden, der andere Theil der Bande wird vor dem Schwurgerichte in Konstanz zur Aburtheilung kommen. Permischtes. Wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz vom März 1850 hatten sich der Gastwirth August Krüger, sowie die Metallarbeiter Wilhelm Kühn, Albert Nagel und August Wendland, sämmtlich aus Sudenburg- Magdeburg, vor dem Strassenate des Kammergerichts als Revisionsgericht zu verantworten. Im März v. I. hatten die drei legten Angeklagten, welche zum Vergnügungsfomitee des Vereins Freundschaft gehörten, in der Gastwirthschaft des Angeklagten Krüger ein öffentliches Tanzvergnügen ab gehalten, ohne die Erlaubniß der Ortspolizei vorher nachgesucht Zu dem Tanzvergnügen hatten nicht nur die Mitglieder des sozialdemokratischen Vereins Freundschaft, sondern auch die von den Mitgliedern eingeführten Gäste gegen ein fleines Entree Zutritt. Das Tanzvergnügen war sehr stark besucht und dauerte bis in die frühe Morgenstunde. Kurz darauf erhielten die drei letzten Angeklagten polizeiliche Strasbefehle in Höhe von 20 und 10 Mart, ebenso der Wirth wegen Hergabe feines Lokals und wegen Nichteinhaltung der Polizeistunde eine Mittheilungen aus Loweshoft vor: Zum Untergang der, Elbe" liegen vom Mittwoch folgende Geldstrafe von 30 M. Das Schöffengericht zu Magdeburg, bei Mittheilungen aus Loweshoft vor: welchem alle vier Angeklagten Widerspruch erhoben hatten, belieẞ Vor dem Leichenschaugericht sagte der Lootse Greenham aus, es bei der von der Polizei festgesetzten Strafe. Die eingelegte nach seiner Beurtheilung sei das grüne und weiße Licht des fremden Berufung wurde von der Straffammer zu Magdeburg mit Dampfers 1/2 bis 3/4 Meile entfernt gewesen. Die„ Elbe" habe in dem Bemerken zurückgewiesen, daß es fich hier offenbar 3wischenräumen das Dampfhorn geblasen, solange Dampf vorhanden um eine Umgebung der Vorschriften des preußischen gewesen. Er habe sich binnen 3 Minuten nach dem Zusammenstoße an Deck befunden. Die Maschine habe Gegendampf gegeben, Vereinsgesetzes gehandelt habe. Die Angeklagten hätten lediglich deshalb jenes Vergnügen nicht angemeldet, weil dann seien von der„ Elbe" Raketen abgefeuert und blaue Lichter fie als Mitglieder eines sozialdemokratischen Vereins von vorn- angezündet worden. Er habe die Lichter des fremden Schiffes herein gewußt hätten, daß die polizeiliche Genehmigung zu jener ungefähr eine Stunde nach dem Untergang der Elbe" noch geTanzluftbarkeit nicht erfolgen würde, sie hätten sich also einer sehen. Wenn die" Grathie" guten Ausquck gehalten hätte, fo Verlegung des Vereinsgesetzes schuldig gemacht. Gegen dieses hätte sie möglicherweise das Feuer ter Papiere gesehen, welche Urtheil hatten die Angeklagten Revision beantragt und damit er, Greenham, um die Anfmerksamkeit zu erregen, abbrannte, obbegründet, daß es sich bei jenem Vergnügen nur um eine gleich er nur alte Briefe hatte. Der Kapitän des Dampfers Crathie", Gordon, sagte vor geschlossene Gesellschaft, nämlich die Mitglieder des Vereins dem Zeichenschaugericht aus, die„ Grathie" sei durch den Freundschaft gehandelt habe. Ein Tanzvergnügen unterliege aber nur dann der polizeilichen Anmeldung, wenn Busammenstoß mit der Elbe" so schwer beschädigt worden, daß er Nothsignale gegeben habe. Kurze Zeit nach dem Zusammen. stoß habe er die Umrisse eines großen davondampfenden Schiffes gesehen und infolgedeffen gedacht, daß das Echiff, nachdem es Hilfe für seinen eigenen Schaden geschaffen, weiterfahre. Er fei entrüftet gewesen, daß das Schiff der Crathie" feinen Beistand angeboten habe. Die weitere Verhandlung wird eventuell auf einen Monat vertagt. nur es öffentlich sei, git dem jedermann Zutritt habe. Auch hätten sie mit jener Tanzluftbarkeit nicht bezweckt, politische Angelegenheiten zu erörtern und sich über politische Tagesfragen im Verein auszusprechen, sondern sie hätten lediglich ein fröhliches Beisammensein beabsichtigt. Einer besonderen polizeilichen Anmeldung von seiten des Vereins habe es um deswillen nicht mehr bedurft, weil das Komitee geglaubt habe, der Gastwirth habe das Tanzvergnügen bereits bei der Polizei an gemeldet und die Erlaubniß dazu eingeholt. Das Kammergericht wies die Revision aller vier Angeklagten zurück. Es habe sich hier, vie der Berufungsrichter richtig festgestellt, nur um die Verfolgung politischer Zwecke unter dem Denkmantel eines harmlofen Tanzvergnügens gehandelt. Das fragliche Vergnügen fei auch als öffentliches im Sinne der Gewerbe- Ordnung anzusehen, weil auch jeder Fremde gegen Zahlung des Eintrittsgeldes Einlaß zu demselben gehabt habe. Speziell der Gastwirth habe Doppelt strafbar gehandelt, weil er die größte Verpflichtung zur Einholung der polizeilichen Erlaubniß zu dem großartig geplanten Vergnügen gehabt hätte." " " Ueber Verkehrsstörungen wird gemeldet: Die Strecke Neustrelitz- Warnemünde ist durch Schneeverwehungen gesperrt. Der Betrieb der Strecke Blankenfee- Woldegt der Mecklenburgischen Friedrich Wilhelm- Eisenbahn ist wegen Schneeverwehungen ebenfalls bis auf weiteres eingestellt. Der Lloyddampfer Karlsruhe" rettete, einer Meldung aus Bremen zufolge, die ganze Besatzung von der untergegangenen Barke„ Nasgaard". : Rigdorf. Die Vereinigung der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter tagte am 17. Februar. Nach Erledigung einiger geschäftlichen Mittheilungen gelangte ein Antrag des Mitgliedes beschloß, dem Borshenden zu überlassen, je nach Bedarf eine Neumann zur Berathung, der wünscht, daß die Broschüre Die Umsturzvorlage" von dem Verein angekauft wird. Man Anzahl Exemplare dieser Schrift anzukaufen. Am 10. März soll cine größere Versammlung einberufen werden, in der von einem Berufsgenossen die Schäden des Gewerbes dargelegt werden. Bum Schluß wurde den Anwesenden dringend der Anschluß an die Organisation empfohlen. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag, Abends 7-8% Uhr: Lektüre; Südost: Schule, Waldemarstr. 14: Naturerkenntniß. Bei allen Unterrichts8-10% Uhr:" Nord- Schule, Müllerstr. 179a; Geschichte( Mittelalter). fächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Pasewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Vereinskalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, n. 2 Tr. Donnerstag. Abends 9 bis 11 br: uebungsfiunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Männerchor St. urban, Annenstr. 9. bet Albert Prog. Gefangverein Freund= furterfir. 133 bei Gold. Borwärts II, Schönhauser Allee 28 bet Pelle.. schaft I, Brunnenstr. 143 bei Fischer. Kornblume, Gr. FrantFrühlings! u f, Bülowftr. 59, bei Werner. Bregelschluß, Annenftraße 16, Louisenstädtisches Klubhaus( Ehrenberg). Dorfglödlein, Teutsch- Wilmersdorf, Berlinerstraße Nr. 40 bet ftlingenberg. 8aget nicht, Steglit, Schloßstr. 66a, Zur Börse. Borar, Manteuffelstr. 9 bei Nowact. Harmonie I, Tempelhof, Dorfstr. 18 b. Gerth.- Steinfeger Sängerchor, Ruftanien Allee Nr. 28 bet Fiebiger.. Kreuzberger Harmonie, Echönleinstr. 6 bei Straat. Flöter'scher Gesang= verein, koppenfir. 47 bei Wilhelm Lorenz. Sängerchor Berliner Kürschner, Weinstr. 11 bei Feindt.. Arbeiter- Gesangverein Oranien burger Borstadt, hochstr. 32a bei R. Wilte. Abendroth, DeutschWilmersdorf, Gügelfir., b. Liebelt.-Ost- und Westpreußischer MännerArbeiter- Gesango. Morgenn Gesangverein, Krautſtr. 6 bei Rudolf. Gintracht II, both IV, Röpenick, bet Böllſtein, Adlershof, Vismarckstraße.- GefangveretWölferfrühling, Echüßenstraße Nr. 33 bet Otto. Sitenecke bei Adlershof, Nöpnickerſtraße bei Mitte. Arion II, Prenzlauer Butunft III, Belten i. d. Mart, Wilhelmstr. 19 im Allee 26 bei Riedel. etab". Liebes Echo, Reichenbergerstr. 118 bei Röppen.. Hotel W. Giunow. Brüderschaft, Stallschreiberstr. 29 Bum eichenen Treu und Bruderbund, Lübbener- u. Görliger Frohsinn II, Friedrichsberg, Warthenbergstr. 67 bei Lange. Arbeiter est, Lebuferstr. 5 bei Némiy. Gerstenähre( Brauer), Blumenftr. 38 bei Wiedemann. fraßen- Ece. Gefangverein Bineta, Staftanien- Allee 11 bei Auguſtin. Gesangverein unge Giche, Reinickendorf, Geſellſchaftsstraße 11 uipenröstein, Bergstr. 60 bei Silgenfeld. Gesangv. Oberon, tracht III, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bei Düball. bet Bartsch. Arbeiter- Gefangv. Gin Kommandantensir. 20, Armin hallen. Alpenrose, Forsterftr. 22 bei Tilgner. Edelweiß III, Wollinerstr. 62. Sängerrunde, Naunyn ftraße 37 bet Jablonsti. Morgenroth I, Rummelsburg, Türrschmidtzubeil.- Gesangverein Morgengrauen, Neue Friedrichstr. 44 bei Möllig. firaße 33 bet Schröder. Gesangverein Widerhall, Naunynstr. 86 bei Gefangverein 2 yra II, Charlottenburg, Wallstraße 102 bei Maschesti... Gefangverein Vorwärts 1X, Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 89, Bismarde höhe". Solidarität, Oranienstraße Nr. 109 bet Greifer. Frisch zur Freiheit, Lindenstr. 106 bet Friz Zubetl. Glasarbeiter, Köpenick, Rosenfir. 101 bet Troppens. Gesangverein Feldblume, übbeneftr. 30 bei Meyer. Gefangverein Sängerlust, Werder a. H., Kugelweg. Edelweiß III, Wolltnerftr. 62, Restaurant. Lese- u. Diskutirkinbs. Donnerstag. Dieggen, Abends 8% Uhr, Neue Beit, Abends 8 Uhr, Bogenstr. 40, bei bei Schröder, Wiefenſir. 39. Gicshoit. eud Ost, bei Toltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ecke. Klub der Freunde bei Gnadt, Buttbuserstraße 32. Hasenclever, abends suhr, Restaurant Lange, Baumschulenweg 32, Treptow. @ozialistischer Lese- und Distutirtlub, Abends 8½ Uhr, Reichenbergerfir. 157, Sigung. August Geib Abends 9 Uhr tm' Restaurant Bubett. Lefe und Distutirklub Aufklärung, jeden Donnerstag, abends 8% Uhr, bei 2. Ferger, Sebaftianstr. 72, Sigung. Sund der gefeüigen Arbeitervereine Berlins und mgegend. Alle zuschriften den Bund betreffend find zu richten an: P. Gent, adalbertstr. 95. Donnerstag: Rauchtlub Graue Wolte, Krautftr. 48, Geselliger Stlub der alten Moabiter, Stephanftr. 45 bei Schröder. Humuristischer Klub Universum, Vetera nftr. 18, bei Schulz. Rauchflub Erholung, Reichenbergerstr. 24 bet Danschte. Rauchflub Parteiblatt schreibt: Todtgesagte werden Ein todtgefagter Redaktionsfollege. Unser Nürnberger Brüderlich feit, Bucklerstr. 67 bei Schuhmacher. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Turnverein so sagt man sehr Fichte. IV. Männerabtheilung turnt jeden Donnerstag. Abends von 8 bis alt. Wenn das wahr ist, erreicht unser Genosse Robert 10 Uhr, Gemeindeschul- Turnhale Stephanfir. 3( Moabit). Gefangverein Schmidt in Berlin, Reichstags Abgeordneter für den yra, Abends 9 Uhr im Restaurant Bergstr. 17. Suchsdorf fer Berliner Wahlkreis, Männerchor von 8-9 Uhr Notenstunde; von 9-11 Uhr Uebungsstunde Wegen Förderung der Desertion eines Soldaten war 5. Wahlkreis, Mitredakteur am Vorwärts", bei Brüning, Rofenthalerfir. 11-12.- Gesangverein Jugendfreuden, ein Vater angeklagt worden, der seinem Sohne, welcher sich der ein hohes Alter. Ein Berichterstatter des" Fränkischen Männerchor. Abends von 9-11 Uhr bei Bernau, Rofenthalerstr. 67. Dienstpflicht dauernd entziehen wollte, die Reisemittel nach Kurier" hat den genannten Abgeordneten ant Sonntag Rauchflub Ohnesorge, Abends 9 Uhr, bei Jakob, Boeckhstr. 21. Rauchtlub ernspige, Abends 9 Uhr, bet A. Böhl, RüdersdorferAmerika eingehändigt hatte. Die Straffammer hatte den An- sterben lassen und gestern Abend zu der Nachricht gleich einen raße 8. Rauchklub Pfeifendeckel, Abends 8 Uhr, bei Seratsch, geklagten freigesprochen. Sie nahm zwar an, daß der Sohn bei Nekrolog gefügt. Die Mittheilung des Kurier" ist falsch, der angefir. 24. Rauchtlub Stollegia, Abends 9 Uhr, bei Rohr, Naunyn seiner Entweichung ein deutscher Soldat im Sinne des§ 141 in Berlin gestorbene Abg. Robert Schmidt war preußischer Land- straße 78. Rauchflub Waldesgrün, Forsterftr. 19 bei Krüger. St.-G.-B. gewesen sei, glaubte aber dem Angeklagten, daß er tagsabgeordneter. Um seine Unwissenheit und Gehässigkeit Nowact, Manteuffelstraße Nr. 9. Arbeiter Zitherverein Ginigteit, Abends 9 Uhr Uebungsstunde bet Bitherflub Gleichbett, uebungsstunden sich hierüber in Unkenntniß befunden und angenommen wieder einmal zu dokumentiren, hat der große Chef" des jeden Tonnerstag, abends 9 Uhr bei Neumann, Lothringerstr. 105.- Gefelliger habe, daß nur diejenigen Soldaten seien, die schon Kurier" zu der Todesnachricht folgende geistreiche" Bemerkung Arbeiterverein offnung bei Gittler, Mariannenstraß 48. Alle 14 Tage Vergnügungs- und Touristentlub Freie Brüder, Fahneneid geleistet hätten. Das Reichsgericht gemacht: Interessant fann es übrigens jetzt im Reichstage bei Abends 9 Uhr bei Roll, Adalbertfir. 21. Ruderverein Borwärts, abends hat wie die" Juristische Wochenschrift" mittheilt, das der üblichen Ghrung des verstorbenen Cozialdemokraten 9 uhr in den Arminhallen, Kommandantenfir. 20. Statflub Sanfter freisprechende Erkenntniß aufgehoben und folgendes ausgeführt: durch allgemeines Aufstehen werden: was wird mit den Beinrich b. G. Brandt, Reichenbergerstr. 122. Stattlub Süd, Donnerstag Abends 8% Uhr, im Lofal von Paul Müller, Gräfeftr. 31. Das Reichs- Strafgesetzbuch zählt im§ 112 zu den Personen des jenigen Abgeordneten gemacht, die vielleicht sitzen bleiben? Verein Stenographenschule, 8- 11 ühr: unentgeltlicher UnterSoldatenstandes sowohl die im aktiven Dienste, als auch die im Grhalten fie einen Leveßow Rüffel, oder wird der richt und nebungsfiunde für Schüler und Erwachsene, Annenfir. 9. den -M Abends 8 Uhr. Waarenhaus Sigm. Simonsohn, Oranienstraße 166, 2. Hans vom Oranienplatz. 1 Ltr. 85%. Brennspiritus 20 Pf. 4 holl. Cacao 43 Pf. tr. alter Cognac 1,00 m. 10 Std. gute Cigarren 27 Pf. Durch die Ankunft eines gefunden Mädchens find hocherfreut 2883b Fritz Gräh und Frau. Orts- Krankenkasse der Sattler etc. Am Dienstag früh 3 Uhr verstarb plöglich unser langjähriger Große öffentliche 4 Tischler- Versammlung Montag, den 4. März, abends 8 Uhr, 216/6 in Keller's Festfälen, Koppenstraße 29. Rendant Seinrich Strang. Die Beerdigung findet am Freitag, oen 1. März, nachmittags 8 Uhr, von der Leichenhalle der St. Petrigemeinde Friedensstraße aus statt. Um rege Betheiligung ersucht Karl Hannemann, Der Vorstand. Rich. Dittberner, Vorsitzender. Schriftführer. Am 26. d. M. ftarb unser Mitglied Carl Burandt an der Proletarier- Krankheit. Tages- Ordnung: 1. Die Agitation der hiesigen Tischler- Innung, die Innungs- Krankenkasse und die Befähigung der Innung, dem Handwerk nachzuhelfen. Diskussion. 2. Zu dieser Versammlung erlauben wir uns, sämmtliche Herren Meister höflichst einzuladen, mit der Versicherung, daß wir Sorge tragen werden, daß, soweit sie selbst es wünschen, ihnen der freieste Spielraum in der Diskussion gelaffen wird. Der Vorstand der Innung wird hiermit besonders eingeladen. Der Vertrauensmann der Holzarbeiter Berlins. E. Wiedemann. 202/17 181/4 Die Beerdigung findet am Freitag, den 1. März, nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Weißenburgerstr. 71, aus statt. Der Vorstand der Filiale Berlin der Vereinigung der Maler etc. Danksagung. Für die vielen Beweise der herzlichen Theilnahme am Grabe meines Bruders sage ich allen Freunden und Bekannten meinen herzlichsten Dank. 2881b A. Tordler. Alte Bither, tlangrein, mit Kasten Einsegnungs- Anzüge, weltberühmt durch ihre Billigkeit und Güte, jeht zu halben Preisen von 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24 mik. prima. 110 Goldene 110 110. Leipziger Straße 110. Orts- Krankenkasse der Sattler etc. Zahn- Klinik. Preise event. ✦Theilzahl. Den Herren Arbeitgebern, sowie den Fran Olga Jacobson, Invalidenstr. 145. Mitgliedern zur Nachricht, daß der nfertigung von Damen- und KinderStellvertretende Rendant Otto Garderobe. Schnittmuster- Verkauf. Willers mit der der Führung der Frau Reinhardt, BiesenthalerNeuwahl des Rendanten beauftragt Saffengeschäfte bis zur bevorstehenden uraße 17. Nußbaum Möbel. 2ä85b ist. Das Kassenlokal befindet sich bis Verkaufe sof. vollständige Wohn- und dahin noch Neumannsgasse III. 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Schiller- Theater. ( Walner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Donnerstag, 28. Februar, abbs. 8 Uhr: Der Schwabenstreich. Freitag, 1. März, abends 8 Uhr: Der Schwabenstreich. Sonnabend, 2. März, abends 8 Uhr: Der Schwabenstreich. Abonnementshefte werden täglich von 11-1 and 6-8 Uhr ausgegeben. Central- Theater Alte Jakobstraße Nr. 30. Emil Thomas a. 6. Novität! Bum 10. Male: Novität! Unsere Rentiers. Große Posse mit Gesang und Tanz in 4 Atten von Wilhelm Mannstädt und Julius Freund. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. National- Theater. Große Frankfurteritraße 132. Direktion: Mar Samst. Sensationelle Novität! Gastspiel der amerikanischen Gesellschaft William Calder Mit neuen Dekorationen und Kostümen. Die lebende Brücke. ( The span of Life.) Großes Sensationsschauspiel mit Musit in 4 Aften( 11 Bildern), nach dem Englischen von Sutton Vane, übersetzt von H. Schwab. Dirigent: Adolph Wiedecke. Elettr. Beleuchtungseffekte v. Lakowsky. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 6/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend Nachm. 4 Uhr: Schüler- Vorstellung. Borrührung von Nebelbildern wiffenschaftlichen Inhalts. ,, Sanssoucis Rottbuserstraße 4a. Donnerstag, den 28. Februar: 4252. Soirée der Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader.) Stets wechselndes Programm! Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pfg. Vorverkauf 40 Pf.( Siehe Platate.) Urania Die Dinka, 40 Männer, Frauen u. Kinder. Das scheckige Mädchon Marietta. ,, Präsident Faure". Kaufmann's Variété. Neuerdings ,, Station Naucke" genannt. Nur noch bis 28. Februar: Das zugkräftige FebruarProgramm. Nach wie vor übt Unter den Linden 21. Achtung! en- Jeden Sonntag Nachmittag Orientalische A- Familienvorstilg. zu Zauber und Bey's Wunder. Täglich Anfang 18 Uhr. Feen- Palast Burgstr. 22, neben der Börse. Neues collossal. Programm. Die 8 Grunathos. Die mysteriösen Liliputaner ( darunter die kleinste SerpentinTänzerin der Welt). Cousin August m. seinem brasilian. Orang- Utang. 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Henke, Naunynftr. 27. Keller's Festsäle, Stoppenstr. 29. Schützenhaus, Linienstr. 5. Swinemünder Gesellschaftsh., Swinemünderstr. 35. Colberger Salon, Colbergerstr. 23. Referenten: Reichstags- Abgeordneten Bock, Förster, Silberschränke, Herren Schreibtische, Hofmann, Klees, Molkenbuhr, Schmidt, Seifert, Singer. Schreibsekretäre, Zylinder Bureaux, Spiegel. Wenig gebrauchte Möbel zu Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Die neueste TabakfabrikatsteuerGekau te Möbel werden bis 1. April Vorlage im Reichstage oder 40 000 1684 Menschen brotlos. 2. Diskussion. Nauckewill, mein großes Lager zu besichtigen. die größte Bugkraft aus. Naucke bleibt folgedessen für März für die urdrollige Burleske Die Kneip- Genies. Fridolin: E. Naude. Schnorps: A. Fränkel. August: Pedro Hansen. Parodie- Theater Oranien- Straße 52( am Morigpl.). Madanie Sans- Gêne. Vorher: Grand Café Unfallverhütung. Zum Schluß: Heimath. Donnerstag, den 7. März 1895: unwiderruflich letzte Vorstellung. ( Schluß der Saison) Circus Renz Carlstrasse. Donnerstag, den 28. Februar 1895, abends 71/2 Uhr: Gala- Vorstellung unter Mitwirkung sämmtlicher KünstlerSpezialitäten. Tjo Ni En. Beim Jahreswechsel in Beting Neue Musik- Einlagen. Außerdem: 6 trakehner Rapphengste, tostenfrei aufbewahrt, transportirt und aufgestellt. Schützenstr. 2, Möbelfabrik. Wegen ganz besonders günstiger Abschlüsse der besten Molfereien und der ganz unbedeutenden Unfoften des Geschäfts bin ich in der Lage, den werthen Kunden zu offeriren: 1562L Feine Tischbutter Pfd. 0,90-1,00 Mk. Die Vertrauenspersonen. Arbeiter- Bildungs- Schule. Lehrplan für das Winterhalbjahr Montag Denkbar feinste Tafelbutter Dienstag Pfd. 1,10-1,20 Mk. Bei Entnahme von 5 Pfd. sende frei ins Haus. J. Maeding. Erstes und größtes Geschäft der Markthalle 8,( Andreasstraße) Stand 115-118. 2. Geschäft: Straußbergerstraße 4. 3. Geschäft: Mrmelerstraße 52. 4. 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Die Schulräume sind Abends von 1/28 Uhr an geöffnet( Sonntags 10-12 Uhr), um den Mitgliedern Gelegenheit zu geben, in dem außerordentlich reichen Zeitungs-, Zeitschriften- 2c. Material zu studiren. Der Unterricht beginnt um 1/29 Uhr und endet um 1/211 Uhr. Tie Theilnahme an der Lektüre und dem Unterricht steht Jedem, auch Nichtmitgliedern an einem Abend im Semester unentgeltlich frei. Für sämmliche Lehrjächer werden zu jeder Zeit neue Theilnehmer ( Damen und Herren) aufgenommen. roke Versammlungen In größeren Lokalitäten werden in bestimmten Zwischenräumen abgehalten, in welchen wissenschaftliche Themata's in volksverständlicher Weise behandelt werden. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 25 Pf. monatlich. Das Unterrichtsgeld beträgt monatlich für jedes Unterrichtsjach 25 Pf.; für den SonnabendsN. Unterricht wird kein Entgelt erhoben. Die Zahlung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt an endstehenden Zahlstellen, deren je cine auch in jeder Schule errichtet ist. Die Zahlstellen sind folgende: S. Schöning, Stallschreiberstr. 29. SO. Südostschule, Waldemarstr. 14. Schulz, Admiralstr. 40 a. SW. Grube, Mariendorferstr. 5. Windhorst, Junkerstr. 1. 0. Tempel, Langeftr. 65. 13642* 56/20 Rosenthaler Strasse 13, 1. Nordschule, Müllerstr. 179a. Gnadt, Putbuserstr. 32. Gleinert, Müllerstr. 7a. Wernau, Rosenthalerstr. 57. NO. Mamlok, Barnimstr. 42. NW. Vogtherr, Stephanstr. 29. W. Werner, Bülowstr. 59. Der Vorstand. Die Bibliothek ist allabendlich geöffnet und steht jedem Mitgliede Daselbst stehen täglich zum Verkauf: zur unentgeltlichen Benugung zur Verfügung. neue gediegene Möbel zu außergewöhn lich billigen Preisen, gebrauchte und verliehen geweſene Möbel zu wahr Achtung! Parquetbodenleger Berlins u. Umgegend. Achtung! haften Spottpreisen. Theilzahlung ges ſtattet. Kleiderschränke 15, KüchenAlte Jakobitraße 48a. Tagesordnung: 1. Die Lohnreduzirung in der Passauer Stab- Parquetboden- Fabrik, Vertreter Herr Bongemann, und die Folgen derselben. 2. Diss fussion. Es ist Pflicht eines jeden Parquetbodenlegers, in dieser Versammlung zu erscheinen. Grosse öffentliche Versammlung spinde, Kommoden 12, Sophas 15, am Sonntag, den 3. März cr., vormittags 1012 Uhr, bei Deigmüller, Bettstellen mit Matragen 18 Mart, Nußbaum- Kleiderschränke, Vertikows 30, Stühle 3, Muschelspinden 40, Trumeaux 65, Paneelsophas 75, Plüsch garnituren à 60 Mart. Herren- Schreibtische, Schreibsekretäre, Buffets, Konliffentifche, Spiegel, alles staunend billig. Gefaufte Möbel können auf meinem Lagerspeicher bis April tostenfrei Anfang 5 Uhr. Sonntags 4 Uhr. lagern und werden durch eigene Gespanne transportirt und aufgestellt. Täglich: Militär- Konzert. 202/18 Der Vertrauensmann der Holzarbeiter Berlins. Große direkt aus der Fabrik. Auswahl in Nußbaum und Mabagoni zu den billigsten Breisen. Otto Berger, Dresdenerstraße 116/117. Möbel Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 50. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 35. Sigung vom 27. Februar, 11 Uhr. Am Ministertische: Miquel, Thielen, v. Berlepsch. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Interpellation der Abgg. Dr. Paasche, v. Gustedt- Lablacken, v. Huene, v. Zedlig und Neukirch und Genossen. " Gedenkt die Königlich Preußische Staatsregierung baldigst Schritte zu thun, um bei der jetzigen Nothlage der Landwirthschaft die Verwendung künstlicher Düngemittel zu erleichtern a) durch weitere Ermäßigung der Eisenbahn- Frachtfäße für alle Arten künstlicher Düngemittel, auch für fürzere Entfernungen; b) durch möglichste Herabsetzung der Grundpreise für die von den fistalischen Werken gelieferten Rali- Rohfalze?" Der Handelsminister v. Berlepsch erklärt sich bereit, die Interpellation sofort zu beantworten. Donnerstag, den 28. Februar 1895. 12. Jahrg. Preise liegt in der betreffenden Vertragsbestimmung nicht. werden; sie kann aber zweckmäßig wohl nur von Reichswegen Ich würde illoyal und gegen den Geist des Vertrages handeln, erfolgen. wenn ich den Ausschuß zwingen würde gegen seinen Willen eine Abg. von Hnene( 3.): Die beiden Redner gegen den Komdauernde Herabsetzung der Preise eintreten zu lassen. Es bleibt missionsantrag haben wohl keine erheblichen persönlichen Eralso nur der Versuch erneuter Verhandlungen mit den Werken fahrungen hinter sich; denn sie haben die Stationen und die wegen einer Preisermäßigung. Ob sie Erfolg haben werden, Arbeiterkolonien ganz falsch gezeichnet. Durch die Stationen kann ich nicht sagen. An gutem Wollen fehlt es uns nicht, wir sollen die Wanderer vor dem Versinken bewahrt werden. Mit wünschen dem Drängen der Landwirthschaft nachzukommen, die dem Gendarmen allein läßt sich diese Frage nicht lösen. Das rechtlichen Verhältnisse aber gestatten es hier nicht. Gesetz soll nur die allgemeinſten Grundlagen regeln, damit nicht einzelnen Kreisen allein die Lasten obliegen. Wenn die Regierung die Sache für eine gute hält, dann sollte sie hier Vor schläge machen und nicht auf eine Anregung aus dem Hause warten. ( Sehr richtig!) Damit ist die Interpellation erledigt. Darauf werden einige Wah I prüfungen erledigt. Das Mandat des Abg. Lucius( jf.) wird für ungiltig erklärt, das des Abg. von Baumbach( ft.) beanstandet; die Wahlen der Abgg. Leto cha und Graf Strachwitz( 3), Lohmann und Beumer( nail.) werden für giltig, die Mandate der Agg. Engels, Lob und Kraut troß der Titelverleihungen, Versegungen 2c. nicht für erloschen erklärt. Eine Reihe von Petitionen, die meist lokale und persönliche Fragen betreffen, werden meist ohne Debatte nach den Anträgen der Kommissionen erledigt. So beantragt z. B. die Gemeindekommission aus Anlaß mehrerer Petitionen um Erlaß eines Gesetzes zur Fürsorge für mittellose arbeitsuchende Wanderer, die Petitionen der Regierung zur Berücksichtigung zu über weisen. Abg. Paasche( natl.): Wir glauben nicht, daß diese Maßregeln, die wir wünschen, eine große Schädigung der Finanzen mit fich bringen werden. Die ausgedehntere Verwendung fünftlicher Dungemittel ist für die Landwirthschaft nothwendig; die Vorschriften der Wissenschaft drängen dahin, solche Düngemittel zu verwenden auf leichterem Boden, um die Roberträge zu steigern. Aber die Verwendung dieser kulturfördernden künstlichen Düngemittel, besonders der Kalirohsalze ist noch vielfach zu thener. Da Abg. Brütt( ft.): Die Petitionen sind zur Unterstüßung der wenden wir uns zunächst an den Eisenbahnminister. Mitten im Verpflegungsstationen bestimmt, während dieselben im Rückgange Herzen Deutschlands sind die großen Kalilager und im Osten begriffen seien und von den meisten Kreisen aufgegeben würden; liegen die leichteren Böden, welche fünstlichen Dünger vertragen denn die Stationen halten die Wanderer nicht vom Bettel und können. Was die Eisenbahnverwaltung hier gewährt, wird ihr vom fittlichen Verfall ab. Sie gewähren dem Unterstützten mehr, anderweitig wieder Vortheil bringen, denn was durch Besser- als er an Arbeiten leistet. Arbeiten fönnen nur beschafft werden, düngung an Rohprodukten mehr gewonnen wird, wird ihr ja wieder wenn man sie den seßhaften Arbeitern entzieht. Die Ansprüche zur Verfrachtung übergeben und diese Transporte steigern die der Arbeiter werden aus öffentlichen Mitteln gefördert gegenüber Einnahmen. den Arbeitgebern des Mittelstandes, indem die Verpflegungsstationen den Arbeitern Unterkunft geben. Eine weitere Frage ist, ob die Regierung nicht die Grundpreise für Kali- Rohsalze ermäßigen tann. Die Rohfalze werden zwar nach dem Inlande billiger verkauft als nach dem Auslande, aber die eigenen Produktionskosten der einheimischen Werke sind so niedrig, daß bei den billigeren Inlandspreisen immerhin noch ein Gewinn von 80 bis 90 pet. gemacht wird. Das dürfte doch wohl etwas zu hoch sein. Jedenfalls ist eine Ermäßigung der Preise immer noch möglich. Mindestens sollten doch angesichts der Nothlage der Landwirthschaft die Kaliwerke diejenigen Preise allgemein eintreten lassen, die sie sonst schon in besonderen Fällen gewährt haben. Minister Thielen: Bezüglich der Ermäßigung der Frachten für die Düngemittel tann ich erklären, daß die Staatsregierung in Rücksicht auf die zur Zeit bedrängte Lage der Landwirthschaft bereit ist, eine von ihr vor der Einbringung der Interpellation erwogene Maßregel sofort zur Ausführung zu bringen( Beifall rechts), und vom 1. März d. J. bis zum 1. Mai 1897 die Fracht für sämmtliche in den Staatsbahn- Tarifen enthaltenen Düngemittel auf alle Entfernungen um 20 pCt. zu ermäßigen ( Lebhafter Beifall rechts), wobei sie sich vorbehalten muß, bezüglich derjenigen Dungstoffe, welche auch zu anderen Zwecken versendet werden, den Nachweis der Verwendung für Landwirthschaftszwecke zu verlangen. Abg. Hansen( ft.) spricht sich gegen eine gefeßliche Regelung aus, will daher alle Anträge ablehnen. Abg. Winckler( f.) hält namens seiner Freunde es für bedenklich, daß das Haus die Vorlegung eines hierauf bezüglichen Gesetzentwurfes verlangen solle; man habe mit den Verpflegungsstationen zu schlechte Erfahrungen gemacht; gebettelt werde genau so viel wie vor 10 Jahren.( Widerspruch rechts.) Ohne Revision des Freizügigkeitsgesetzes werde nichts zu erreichen sein. Abg. Bartels( t.) hält eine gefeßliche Regelung der Grundlagen der Verpflegungsstationen für bedenklich, dadurch werde die freiwillige Thätigkeit erheblich beeinträchtigt. Abg. Riesch( ft.): In Nassau haben sich die Stationen sehr gut bewährt, sie könnten nur durch Gesetz gestützt werden. Nachdem noch die Abgg. Kuebel und v. Eynern( natl.) für Erwägung gesprochen hatten, schließt die Debatte. Der Antrag auf Erwägung wird mit großer Mehrheit angenommen. Schluß nach 44 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 11 Uhr. ( Kultusetat.) Versammlungen. Die Abgg. Schmieding( natl.) und Genossen empfehlen die Ueberweisung der Petition zur Erwägung. Friedrichsberg. Der hiesige Arbeiter- Bildungsverein hielt Abg. v. Pappenheim( f.): Gerade die falsche Auffassung einem beifällig aufgenommenen Vortrage referirte Genosse am 19. Februar seine regelmäßige Monatsversammlung ab. In des Abg. Brütt zeugt von der Nothwendigkeit eines Gesetzes über Th. Metzner über:„ Die Ethik der heutigen Gesellschaft." die Verpflegungsstationen, die natürlich vernünftig eingerichtet unter Verschiedenem wurden einige örtliche Angelegenheiten werden müssen. Es gelte hierbei eine Lücke des Freizügigkeits erledigt und vom Vorsitzenden bekannt gegeben, daß der nächste gesetzes zu ergänzen; denn auf dem Boden der Freiwilligkeit können die Stationen nicht aufrecht erhalten werden; es müssen Lese- Abend am 8. März bei Heinicke abgehalten wird. feste Grundsätze befolgt werden. Eine obligatorische Einrichtung solcher Stationen solle natürlich nicht erfolgen. Geh. Rath v. Trott zu Solz: Aus Anlaß der vorjährigen Verhandlungen ist eine Vorlage über die Verpflegungsnationen ausgearbeitet worden; sie liegt abgeschlossen vor. Die Stationen haben sich nur da nicht bewährt, wo die Grundsäge nicht richtig durchgeführt sind. Wenn ein Gesez erlassen wird, sollen die Stationen nicht schablonenmäßig überall eingerichtet werden, sondern nur an geeigneten Punkten. Der Minister ist bereit, die Vorlage dem Staatsministerium zu unterbreiten. Abg. Graf v. Bernstorff( st.): Die Verpflegungsstationen waren nicht das Ziel, nach dem man strebte; sie sollten nur die Stationen bilden zur Erreichung der Arbeiterkolonien, deren viel zu wenig eingerichtet sind. Die Stationen sind in so Minister v. Berlepsch: Die Staatsregierung befindet sich großer Zahl angelegt, daß man feine Arbeiten für die Wanderer aber in einem Syndikat, welches erst 1898 abläuft. Innerhalb finden konnte. Dadurch sind die Kosten so erheblich gewachsen, dieses Syndikats werden die Preise von einem Ausschuß fest- daß die Kreise sie nicht mehr tragen konnten. Den Vaga gesetzt und dem Fistus steht es nicht zu, die Preise allein berab- bunden muß das Herumziehen so unangenehm wie möglich zusehen. Dahingegen hat der vorgesezte Minister die Befugniß, gemacht werden, fie dürfen nicht in der Station eine Prämie er bei besonderen mißlichen Verhältnissen der Landwirthschaft eine halten in freier Ernährung. Für die wirklich Arbeit suchenden Herabsetzung der Preise zu erzwingen. Diese Befugniß erstreckt Personen tönnen aber die Stationen nicht sorgen; dafür müssen sich aber nur auf außergewöhnliche vorübergehende Nothfälle. die Innungen sorgen. Eine gesetzliche Regelung fann nur unter Ein Zwang aber auf eine dauernde Herabminderung der Ausgestaltung der Arbeiterkolonien für kleinere Bezirke gebilligt Stempel- u. Abzeichen- Fabrik. H. GUTTMANN GRAVEUR Brunnenstr 9. Gelegenheitskauf Ganze für Brautleute: Im Möbelspeicher Neue Königstr. 59, vorn I., sollen über 100 Wirthschaftseinrichtungen, furze Zeit verliehen gewesene u. neue Möbel Spottbillig verkauft werden. Einrichtungen 100, 150, 200-1000 M. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. 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Februar cr. eine öffentliche Versammlung, in der Genosse Schubert einen Bericht über die Thätigkeit am Gewerbegericht gab. Redner äußert sich besonders mißbillig über den Wechsel der Vorsitzenden beim Gericht, wodurch feine einheitliche Rechtsprechung erzielt wird und die Beamten sich immer aufs neue in das Material einarbeiten müssen. Eine Statistik über die Thätigkeit des Gewerbegerichts konnte Redner nicht geben, da ihm aus den Kreisen der Arbeiter auch nur sehr wenig Material zugegangen war. In der Debatte famen abweichende Ansichten nicht zum Ausdruck. Hierauf giebt Genosse Hackelbusch eine interessante Darstellung über seine Thätigkeit als Gemeindevertreter. Wenn sein Bericht kein eingehender sei, führte der Redner aus, so liege dies daran, daß fast alle Angelegenheiten in geheimer Sigung verhandelt würden. Alle Anträge, die er gestellt habe, z. B. die Verlegung der Wahl auf einen Sonntag, Errichtung einer Bade Anstalt, wurden abgelehnt. In letzterer Angelegenheit befürwortete er eine Petition an den Gemeinde vorstand. In der Tiskussion erklärten sich mehrere Redner für Abfassung einer Petition, obwohl sie sonst nicht für dieses Mittel große Begeisterung empfinden. Die Diskussion fonnte nicht zu Ende geführt werden, weil die Versammlung wie gewöhnlich bei Eintritt der Polizeistunde aufgelöst wurde. RohTabaken und Utensilien für Cigarren- Fabrikanten !! billigster Einkauf!! W. Hermann Müller Berlin Alexanderstr. 22. Streng reelle Bedienung. Creditgewährung nach Uebereinkunft!! Ein Jeder mache den Versuch. Hermann Hiller Damenmäntel- Konfektion heute eröffnet in den neu erbauten Räumen 85 Landsbergerstrasse 85. Näheres Rigdorf, Hermannstr. 23, 1 Tr. Homöopath. rzt Dr Hösch, Linienbeim Wirth. 26066 straße 149, 8-10, 5 bis 1375L* 7, Sonntags 8-10 Uhr. Sophabezug Reste Masken- Garderobe Tischdecken- Reste, Portieren- Neste, Garfür Herren und Damen früher Görli herßtr. 42 mehrere freundl. 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Sorgfältige und aufmerksame Verantwortlicher Redakteur: J. Diers( Emil Roland) in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW. Beuthiraße 2 Bedienung.