Nr. 51. Vorwärts Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. proQuartal. Unter Kreuze band: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste nd für 1895 unter Nr. 7128. 12. Jahrg. M Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7.Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Bernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. 49 Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. 1881 Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Freitag, den 1. März 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Wider den den miturz, schweren Krebsleiden erkrankt war und im Sommer de vorigen Jahres starb. Der Vater ging seinen Geschäften nach und erhielt erst durch einen anonymen Brief, kurz vor Weihnachten, von dem verbrecherischen Treiben Caftan's mit seiner Tochter Kenntniß. Als jetzt Caftan von dem Vater des Kindes zur Rede gestellt wurde, bekannte er alles, er bot Geld, bat, flehte und drohte schließlich mit Selbstmord. Der Vater schwankte, ob er es auf einen öffentlichen Skandal ankommen laffen soll, endlich entschloß er sich am 23. Januar, bei der Kriminalpolizei Anzeige zu machen. Die Angelegenheit ging weiter und am 15. Februar erhielt er folgenden Entscheid des Ersten Staatsanwalts beim Landgericht I: Der erste Staatsanwaltlic bei dem Königlichen Landgericht I Berlin. Zu Beginn eines neuen Monats richten wir an alle für Religion, Sitte und Ordnung". Freunde und Parteigenossen die dringliche Bitte, für die Die ausgegebene kaiserliche Parole beschäftigt seit Erweiterung unseres Abonnententreise 3 Monaten die öffentliche Meinung und hat sich bei der mit aller Energie thätig zu sein. Gegen die Partei, Reichsregierung zu einem Gesezentwurf, zu der bekannten deren Zentralorgan der Vorwärts" ist, haben die ver: Umsturzvorlage verdichtet. s einigten Parteien der Reaktion, denen der Man sollte voraussetzen, daß in diesem Bestreben, der Boden unter den Füßen wankt, jetzt alle ihre Kräfte auf- Hydra des Umsturzes den Kopf zu zertreten, die staatlichen geboten; durch ein neues Knebelgeset soll die zahl- Organe es in erster Linie als ihre Pflicht erachten, alles reichste Partei in Deutschland, mundtodt gemacht, und für zu verfolgen, was direkt und indirekt den Umstürzlern unsere Feinde und des Volkes Feinde die Ruhe des Wasser auf ihre Mühlen liefert, sobald eine gefeßliche Hand Kirchhofes hergestellt werden, damit sie ungestört habe sich dazu bietet. Denn was hilft der Kampf gegen ihre gemeinschädliche und den Umfturz, wird den Umstürzlern immer von neuem Arbeit gemeingefährliche verrichten können. Die Rämpfe, in denen wir stehen, Material geliefert, das ihre umstürzlerische Thätigkeit gegen sind von entscheidender Bedeutung; und die Verhand die auf Religion, Sitte und Ordnung" begründete bürgerliche Gesellschaft begünstigt. lungen des Reichstages über die sogenannte Um- Religion, Sitte und Ordnung werden nun aber un- Auf Ihre Anzeige vom 31. Januar gereicht Ihnen zum sturz vorlage, die jetzt in der Kommission sich abzweifelhaft in erster Linie und auf's schwerste verlegt, wenn Bescheide, daß ich nicht in der Lage bin, gegen den Bildhauer spielen, bald aber im Plenum stattfinden werden, zum Beispiel ein erwachsener Mann, der im vollen Besitz Louis Caftan wegen Verbrechens gegen§ 176 oder Vergehens find von ganz besonderer Wichtigkeit. Unter diesen seiner Geistesträfte sich befindet und sozial eine gesell- gegen§ 182 des Str.-G.-B. einzuschreiten. Umständen ist es doppelt nothwendig, daß die Partei schaftlich angesehene Daß Ihre Tochter Gertrud das 14. Lebensjahr noch nicht Stellung einnimmt, ein schul- vollendet hatte, ist dem Castan, als er vor etwa einem genossen sich in dem Zentralorgan der Partei über alle Vor- pflichtiges Kind an sich lockt und mit demselben wiederholt halben Jahre zu Ihrer Tochter in nähere tommniffe aufs genaueste unterrichten, und daß sie dafür unzüchtige Handlungen vornimmt. Mit Recht fetzt das Beziehungen trat, nicht betannt gewesen, sorgen, daß der Vorwärts" immer weiter ver Straf Gesetzbuch auf ein solch gemeines Verbrechen eine vielmehr fonnte er fonnte er nach dem Aussehen Ihrer Tochter, breitet wird. Je größer die Verbreitung des Zentral Buchthausstrafe bis zu zehn Jahren, und man sollte glauben, organs, desto größer sein Einfluß und seine Wirksamkeit, daß, wenn ein solcher Vorgang zur Kenntniß der Anklage, und desto größer die Macht der Partei. behörde kommt, der bloße Vorgang schon an sich genügte, um die Anklage auf grund von§ 176 des Straf Gefeßbuchs zu erheben. " " Die Redaktion des Vorwärts" wird bemüht sein, ihre Pflicht zu thun, und das Zentralorgan der Partei würdig zu machen! Mit dem 1. März eröffnen wir ein neues Abonnement auf den Vorwärts" mit der illustrirten Sonntags- Beilage „ Die Neue Welt" Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von = Berlin NW., Alt- Moabit 11, den 14. Februar 1895. deren Benehmen und Auftreten sehr wohl der Ansicht sein, dieselbe habe das 14. Lebensjahr längst überschritten. Die jetzt von Ihrer Tochter aufgestellte Behauptung, sie habe dem Caftan ihr Alter mitgetheilt, erscheint umsoweniger glaubwürdig, als sie vor der Polizei ausdrücklich erklärt hat, daß Caftan sie niemals nach ihrem Alter gefragt, sie ihm dieses auch nicht mitgetheilt habe. Wir gestehen, daß wir uns in dieser Beziehung ge: Die weitere Behauptung Ihrer Tochter, daß Caftan fie stets ge täuscht haben und nicht für möglich gehalten haben, daß waltsam in sein Atelier gezerrt, troß ihres Sträubens aus eine Auflagebehörde, zu deren Kenntniß ein solches Ver- gezogen und wider ihren Willen mißbraucht habe, verdient brechen gelangt, die Erhebung der Anklage unter einer ebenfalls feinen Glauben, unge er ebenfalls teinen Glauben, vielmehr ist anBegründung ablehnt, die, wenn sie auch von anderen zunehmen, daß Ihre Tochter den Anforderungen des Caſtan Justanzen gebilligt werden sollte, nothwendig den Glauben freiwillig nachgekommen ist. Wider den Willen Ihrer an die religiöse und sittliche Grundlage, die unsere Staats- Tochter würde es dem Castan nicht möglich gewesen sein, dieund Gesellschaftsordnung besitzen soll, aufs höchste er- Atelier zu bringen, wenn sie sich nicht zum mindesten in der felbe, ohne daß es von anderen bemerkt worden wäre, in sein schüttern muß. unmittelbaren Nähe desselben aufgehalten hätte. Dies würde sie Es handelt sich um ein Verbrechen, das der Inhaber doch aber nicht etwa 5 Mal gethan haben, wenn Caftan sie stets des Castan'schen Panoptikums Cast an, geraume Zeit und gewaltsam und wider ihren Willen mißbraucht hätte. Auch das verschiedene Wale an der Tochter eines Berliner Handwerks- Entfernen sämmtlicher Kleidungsstücke fann nur mit Zustimmung meisters, dessen Namen wir vorläufig verschweigen, Ihrer Tochter geschehen sein, da bei einem ernstlichen Sträuben begangen hat. Das betreffende Kind war, als es Caftan diese Entfernung wenn nicht ganz ausgeschlossen, so doch für seine verbrecherischen Zwecke an sich lockte es war nur unter erheblichster Beschädigung der Sachen möglich gewesen In unserem Feuilleton wollen wir im Monat März zufällig mit anderen Kindern zu einem Besuch ins Für die freiwillige Hingabe spricht end eine Erzählung aus dem Leben: Zu Tode Panoptikum gekommen- eben erst 12 Jahre alt ge- tich auch der Umstand, daß Ihre Tochter stets austandse gehezt", von Franz Held, veröffentlichen. Diese Er worden. Es steht gegenwärtig im 14. Lebensjahr, das es los Geschenke und Billets von Caftan entgegengenommen hat, und zählung beruht durchweg auf gerichtlichen Akten, Ende Juni dieses Jahres erreicht, und be- von dem Verhalten des Castan, in dessen Ausstellungsräumen sie die von uns dem Verfasser zur Verfügung gestellt worden sucht noch die Gemeindeschule in der M.- Straße. Daß das vielfach allein und mit andern Personen verkehrt hat, zu niemand find, und sie zeigt, wie heute der, welcher von seinem Rechte Kind die Echule noch besuchte, war Castan genau be gesprochen hat. Ein Einschreiten aus§ 182 erscheint ebenfalls nicht weicht, ausgeschlossen. in Form Rechtens" zu Grunde ge- fannt, er hat nach seinem eigenen Geständniß an ausgehog Alter Ihrer Tochter ist, wie bereits bemerkt, dem richtet werden fann. den Vater des Mädchens das letztere öfter beim erwartet und für seine Ausgang aus der Schule verbrecherischen mitgenommen. Taß 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 1,10 M. für den Monat März entgegen.( Eingetragen in die Post- Zeitungsliste für 1895 unter Nummer 7128.) Nach Schluß von zu Tode gehetzt! beabsichtigen wir den früher angekündigten Roman, die Berliner Märzereignisse des Jahres 1848 behandelnd, zu veröffent lichen. Redaktion und Expedition des Vorwärts". Feuilleton. Skizzen aus dem ( Nachdruck verboten.] 25 Zwecke wäre. • Caftan nicht bekannt gewesen. Er konnte sehr wohl der Ansicht sein, sie sei älter als 16 Jahre. Die Behauptung dieses bes Castan, daß er auf grund des A it f reiben fo lange Zeit möglich war, ohne daß die tretens und Benehmens Ihrer Tochter Eltern des Kindes auf dasselbe aufmerksam wurden, erklärt der Ueberzeugung gewesen sei, Ihre Tochter sich daraus, daß die Mutter des Kindes lange an einem sei nicht mehr unbescholten, erscheint durchaus sehend... sagen Sie selbst, Carmen, braucht man hier bei storben, und unser Geschlecht geht den Weg des endgiltigen uns etwas von all dem Tand, was uns die Fremden hier- Niedergangs.." arious herfchleppen.. ich entsiune mich noch dunkel meiner Mutter, fie starb schon vor dem Kriege.. wenn sie abends vor unserer Hütte saß, pflegte sie sich Leuchtkäfer ins Haar zu stecken, die glänzten schöner als Diamanten, und beim Tanz am Tage . " Sie predigen ja wie ein Pfarrer auf der Kanzel, Silvano," sagte Frau Concepcion, die eben hinzutrat und das letzte gehört hatte. Es ist gut, daß Sie uns belauscht haben, Sennora, südamerikanischen Hinterlande. trug sie scharlachrothe Berbenen ich weiß nicht, was ich ich bin Ihnen noch etwas schuldig; oder nur wie Sie es Ein Blatt südamerikanischer Geschichte. habe, Carmen, ich bekomme heute allerlei Gedanken, die ich nehmen wollen, und ich muß meine Schuld zahlen; wer früher nicht gehabt habe... auch nicht im geringsten... weiß ob ich noch einmal Gelegenheit dazu bekomme; wenn es ist mir, als wenn ich in der kurzen Spanne Zeit, die ich sie mir morgen ein Pferd geben wollen, so will ich fort " Wir sind zwei Brüder allein im Hause, Carmen, und durchlebt, und in dem Kriege, den ich als junger Bursche von hier, ich fühle mich träftig genug.. haben weiter niemand bei uns, der unser Haus versieht, mitmachte, die ganze Geschichte meines Vaterlandes durch- Sie wollen weg von uns", rief erschreckt Carmen aus. als die Frau, mit der Nicanor lebt;... da giebts wenig lebt habe... und das, was ich neulich mitgemacht habe," Mein Platz ist an der Seite meines Bruders, Carmen, Zeit, um sich nach jungen Mädchen umzusehen... wir scheint mir unser Ende vorzustellen. Wie mir die alten und an der Seite der Leute die bei ihm sind. Wenn es find arme Tabatbauern und arbeiten mit der Hacke... Indier erzählten als Junge ich schweifte gern noch eine Rettung für unser Vaterland giebt, ist sie dort und auch in Barrero Grande fangen die Töchter des mit ihnen durch die Wälder wie wir früher zu finden, und ich wäre ein unehrenhafter Mensch, wenn Landes an, sich nach reichen Liebhabern umzusehen, zum einmal glücklich und ohne Sorgen auf unserm ich dazu nicht nach meinen Kräften beitragen sollte. Habe mindesten muß man eine große Heerde Vieh sein eigen armen Boden gelebt haben in Redlichkeit und mit zwar nur halbes Blut in den Adern, halber Indianer, nennen... um vor ihren Augen Gefallen zu finden... voller Treue zu dem andern. Wie danu jene fremden halber Spanier.. spanisches Blut, Abenteurerblut, das Was man verdient mit seiner Arbeit, wir pflanzen Eroberer in unser Land hereintamen mit Waffen gegen uns, nichts heilig hält. Sie entsinnen sich doch noch Concepcion, meist Tabat, geht eben so drauf, um leben zu die wir teine hatten, um uns wie wilde Thiere zu jagen... als wir in Terebebuy jagten... ich glaube ich war früher tönnen mit dem Kriege und den Fremden, die Sie vernichteten uns, stablen unsere Schwestern und Mütter, trant daran, jetzt fühle ich, daß ich gesund bin von dem er hereingebracht, ist die Luft nach all dem Trödel raubten den Ertrag unserer Arbeit und lehrten uns zum Aderlaß, den man mir machte... wenig ehrenhaft war's in ihnen erwacht, was sie früher nicht gekannt haben... Ueberfluß, daß man ein gegebenes Wort nicht zu halten brauche. von mir, Concepcion, daß ich damals einen Augenblick verSeidene Tücher, feine Schuhe und Gott weiß was noch Man erzählte mir als Rind alte Sagen, wie früher die geffen konnte, daß ich eine paraguaische Familienmutter vor für Zeug will man heute auch in Barrero Grande Treue gehalten sei, und wie der eine starb, um dem andern mir hatte... verzeihen Sie mir das,.. sollte ich noch fehen: sein Wort zu bolten... aber das ist heute nur noch einmal vor Ihnen erscheinen, so will ich anders dastehen Sie sprechen aber einmal schlecht von den para- Sage... die fremden Spanier raubten uns alles, selbst als damals guanischen Mädchen, Silvano, und Sie wissen sehr gut, unsere Ehre... sie lebten mit den Töchtern des Landes, Carmen schaute ohne zu begreifen beide an. Frau baß nicht alle so find.." ich habe ja selber fremdes Blut in den Adern; und es Concepcion zuckte ein wenig mit den Winkeln ihrer Lippen, Ist es nicht schön unser Vaterland," sagte plötzlich scheint, als wenn mit dem fremden Blut auch fremde Ge. als wollte sie etwas entgegnen; aber sie bezwang sich und Silvano aufstehend, und in die Nacht um ihn heraus- banten in uns gekommen sind unsere Rasse ist ge sagte zu ihrer Schwester: glaubwürdig. Die Unbescholtenheit Ihrer Tochter, bevor p Die Debatte über die neuen Schiffo und die neuen wir meinen Luther in der Beurtheilung der Gegenwart. nie mit Castan verkehrt hat, unterliegt jeden Marinepläne wird auf morgen vertagt. Aus dem münd- Wer Luther vom protestantischen Standpunkt befalls erheblichen Bedenken, daß zur Feststellung der lichen Bericht des Zentrumsmannes Lieber erhellt, daß von urtheilt, wie es in allen protestantischen Schulselben die Aussage Jhrer Tochter allein nicht genügt. Nach der richterlichen Bekundung Ihrer Tochter hat Caftan mit dieser großen Reformplänen amtlich nichts bekannt" ist. Auch bei büchern geschieht, wird auf grund der Umsturzvorlage ohne auch nicht den Beischlaf vollzogen, sondern nur unzüchtige Hand- den letzten Militärplänen hat das Wort amtlich eine Gnade ins Gefängniß befördert wenn er vor einem große Rolle gespielt. tatholischen Richter kommt. Und unigekehrt wird Bleibt Zeit übrig, so wird die Berathung des Militär- jeder, der Luther vom katholisch en Standpunkt Etats schon morgen beginnen. beurtheilt, ebenso erbarmungslos eingesperrt, wenn er einem lungen vorgenommen. Da Jhre Tochter, wie anzunehmen durchaus begründet er scheint, dies ohne jedes Bedenken gestattet hat, so hat dem Castan auch das Bewußtsein, durch seine Handlungen zu beleidigen, gefehlt. Der Erste Staatsanwalt. Im Auftrage: Flickel. Die Leser werden mit uns voll Staunen die Ausführungen des Ersten Staatsanwalts beim Landgericht I ge: Lesen haben. Diesen zufolge, so sollte man glauben, ist nicht Cast an sondern das schulpflichtige Mädchen der eigentliche Verbrecher. Für den verantwortungsfähigen gesellschaftlich angesehenen Mann hat der Staatsanwalt eine Ent schuldigung über die andere, für das schulpflichtige Kind nur Anklagen über Anklagen. V Statistik Waarenverkehrs Die Nachwahl in Eschwege- Schmalkalden findet heute protestantischen Richter in die Hände fällt. Das statt. Bei der Reichstagswahl im Juni 1893 wurden von limsturzgesetz giebt es ja dem Ermessen des Richters 21926 Wahlberechtigten 14 739 Stimmen abgegeben, darunter anheim, über die Kritik und das Urtheil nach Gutdünken freitonfervativ 4280, Freifinnige Bollspartei 2844, Sozial zu urtheilen. Es hebt die Willkür und die persönliche Andemokraten 3765, Antisemiten 3809. Bei der Stichwahl zwischen ficht auf den Richterstuhl das ist gerade das Monströse Freifonservativen und Antisemiten siegte der Antisemit Beuß mit dieses beispiellosen Gesetzes. 6879 gegen 4882 Stimmen. Eine ultramontane Stimme über den Antrag ( Der Bundesrath überwies in seiner heutigen Plenarsizung Nintelen. Die Köln. Volks- 3tg." schreibt: die Mittheilung des Präsidenten des Reichstages über den Be- Für den Katholiken bedarf es feiner weitern Ausführung, daß schluß des Reichstages zu dem Gesetzentwurf, betreffend die Auf der Grundgedanke dieses Antrages vom Standpunkt des kathobebung des Gesetzes über den Orden der Geselllischen Staates unanfechtbar ist. Der Glaube an Gott und schaft Jesu vom 4. Juli 1872, ferner die Vorlage, betreffend die Verleihung von Korporationsrechten an die Rheinische die Unsterblichkeit der Seele bilden die eigentliche Grundlage des fatholischen Staates. Auch vom Standpunkt des christlichen Handri Plantagengesellschaft und ben Gesezentwurf Staates trifft das zu. Nimint man den Glauben an Gott und Abänderung des Branntwein stenerWahrlich, unfere Wüftlinge à la Caftan tönnen sich wegen an die Unsterblichkeit der Seele weg, so entzieht man dem vom 24. Juni 1887 den zuständigen christlichen Staate sein sicheres Fundament. Das ist für jeden teinen befferen Staatsanwalt wünschen, als den unter efeges Ausschüssen.. Der Ausschußantrag, betreffend Ab- Logigiene. veranlagten Katholiken und überzeugten Christen einzeichneten Staatsanwalt am Landgericht I. Das ist, beber graue änderung der Dienſtvorschriften 3r den Geſel fiber te Das ſtartſte iſt, daß der graue Stinder Caftan nicht Greift des 28antenveulebus, bes deutſchen Bollgebiets mit dem feuchtend. Aber ebenfo that iſt allerdings, baß wir den grundangeklagt werden soll, weil er angeblich nicht wußte, daß Auslande und der Ausschußantrag über den Entwurf eines ählich katholischen Staat taum frgendwo haben, am allerwenigsten das von ihm mißbrauchte Kind und daß es mißbraucht Gesetzes betreffend die faiserlichen Schußtruppen für Südwest in Deutschland. Wir haben auch den prinzipiellen christlichen Südwest- Staat nicht. Nicht wenige unserer staatlichen Einrichtungen ſehen wurde, hat das Kind unter Angabe aller Einzelheiten dem Afrika und für Kamerun wurden angenommen. Ueber vom Christenthum vollständig ab, andere sind demselben geradezu Vater gestanden; dies hat auch Castan dem Vater gegenüber lage betreffend die zutheilung von Branntweinfontingenten or auch Baker Meſchuß- Gegenſchlich. des Staates felt bet ſelbſt zugestanden hat auch Caftan dem selbst zugestanden noch nicht vierzehn Jahre alt sei und wurde der Vorlage gemäß Beschluß gefaßt Den Ausschuß gegensätzlich. Man fann Bürger des heutigen Staates sein, obne teinen Widerstand geleistet habe. berichten über einen Gesezentwurf wegen Abänderung des Zoll- Christ zu sein, ohne durch die Taufe in die Gemeinschaft der beintelen außerhalb des Rahmens des modernen VerfassungsWo steht aber im Gesez, daß der Verbrecher straflos vereinigungs- Vertrages vom 8. Juli 1867 und der Vorlage be- Chriſten aufgenommen zu sein. Insofern liegt also der Antrag des ehettes f sei, wenn er eine solche Behauptung aufstellt, oder straflos treffend Abänderung des Statutes für das Archäologische Institut bleibe, weil das verführte Kind keinen Widerstand geVorher beriethen die vereinigten Ausschüsse für Juñizwesen Selbst der Verein Berliner Presse hat sich nun leistet hat? dise und für Rechnungswesen, sowie die vereinigten Ausschüsse für doch endlich, und zwar mit 72 gegen 21 Stimmen gegen Der§ 176 mit bezug auf die Ziffer 3 lautet klar und das Landheer und die Festungen, für das Seewesen und für die Umsturzvorlage erklärt. Die gestern von dem Verein bestimmt: Rechnungswesen. gigabit beschlossene Resolution lautet: Mit Zuchthaus bis zu 10 Jahren wird bestraft, wer Im Abgeordnetenhause sah es heute wieder troftlos„ Der Verein Berliner Presse" beschließt: Der von der Re3. mit Personen unter vierzehn Jahren unzüchtige HandIungen vornimmt oder dieselben zur Berübung oder öde aus. Das Polengewäsch über den polnischen Religions gierung dem Reichstage vorgelegte Entwurf eines Gesetzes, unterricht fängt an, fürchterlich zu werden. Gegen Schluß betreffend Aenderungen und Ergänzungen des Strafgesetzbuchs, Duldung unzüchtiger Handlungen verleitet. Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Die der fünfstündigen Verhandlungen wurde auch etwas über des Militär- Strafgesetzbuchs und des Gesetzes über die Preffe", gefährdet die freie Meinungsäußerung in Berufung gegen die Entscheidung des Staatsanwalts Mädchenschulen gesprochen und von der Regierung Wort und Schrift und damit das Hauptmittel work am Landgericht I ist eingelegt und der Spruch der höheren wenig Aussicht gemacht, auch in unserem kultivirten einer gefunden weiterentwidelung des Reiches Instanz ist so darf man erwarten eine Auf Deutschland den Frauen das Universitätsstudium zugänglich aufliterarischem und sozialem Gebiete. Der hebung des ersten Beschlusses und eine Anklage gegen zu machen, wie es ihnen selbst in dem Rußland Entwurf ist geeignet, die wissenschaftliche Forschung und schrift den Verbrecher a sta n. Alexander's III. zugänglich war. Fortsetzung der Debatte stellerische Produktion zu beschränken. Der Entwurf bedroht die ist Freitag Vormittag. 1 Bewegungsfreiheit der Zeitungen und Zeitschriften und erschwert toiduled stop noch mehr als bisher die verantwortungsvolle Thätigkeit der Der Entwurf erweitert durch Offenherzig zu der Staatsstreichfrage", die durch Redaktion und Mitarbeiter. die Bogulawstische Schrift wieder angeregt ward, eine Reihe unflarer und dehnbarer Bestimmungen das nimmt die" Kreuz- Zeitung" heute Abend in folgenden dem subjektiven Ermessen des Richters überlassene Strafgebiet und giebt besonders auf dem Gebiete der Presse der richterlichen zwei kurzen Thesen Stellung": Erstens: Doß es Zeiten gegeben hat, wo die Existenz des Willkür einen unzulässigen Spielraum. Der Entwurf schädigt in Staates so auf dem Spiel stand, daß seine Leiter auch vor tiefgreifender Weise das Preßgewerbe, den Buchhandel, das Schriftthum bittatorischen Machtmitteln nicht zurückschreden Schriftthum und damit die Erwerbsfähigkeit weiter Boltstreife. bursten, ist eine geschichtliche Thatsache Will Aus diesen Gründen erklärt der Verein„ Berliner Preffe", in" Es ist etwas Schönes um den Kampf gegen den Um sturz für Religion, Gitte und Ordnung", aber man faſſe dann auch die Verbrecher, wo sie sich finden. Im vorliegenden Falle ist Religion, Sitte und Ordnung aufs aller schwerste verlegt, darum: 281 per 1 hour adniStaatsanwalt vor 2) und sind odnello Politische Leberlicht. Deberlicht. Berlin, 28. Februar. 970 Es ist unwiderruflich, Herr Godoy verabschiedet sich endgiltig, gieb ihm die Hand; denn er muß reiten, ehe die Sonne aufgegangen." Carmen drückte wortlos die Hand Silvano's und schlug, als er fie einen Augenblick anschaute, die Lider herunter, dann sagte sie leise: Laffen einmal " Nicht wahr, Silvano, Sie lassen einmal von sich hören..." Beim Nachhauseritt blieben die beiden Schwestern eine lange Zeit stumm und jedes schien eigenen Gedanken nachzugehen, bis auf einmal Frau Concepcion zu ihrer Schwester sagte: manin Abrede stellen, daß solche Zeiten wieder tommen können? Gadag#g to uliyonak staates. " dem er seinen Mitgliedern ihre politische Parteistellung, gegen über der sogenannten Umsturzvorlage wahrt, den Entwurf In der heutigen Sitzung des Reichstages wurde Dann aber zweitens: Von Staatsstreichen spricht man für unaunehmbar und ersucht den hohen Reichs: mit der zweiten Berathung des Marine- nicht, sondern man macht sie. Und darum ist uns das ganze tag, den Entwurf, abzulehnen." Etats begonnen. Da keiner der streitigen Posten zur Ber- literarische Spiel mit diesem oder ähnlichen politischen Gedanken Die 21 Gegner des Beschlusses wollen mit Namenshandlung tam, und alles bereits in der Kommission durch so überaus unsympathisch, das erregt mur, und jede resultatlos unterschrift gegen denselben protestiren. Wir werden nicht unterlassen, unsere Leser mit den Namen dieser Vertreter sprochen war, so verlief alles sehr rasch und sehr ruhig. verpuffende Erregung schwächt. Daß das Gerede von Staatsstreichen der Kreuz- des deutschen Schriftthums bekannt zu machen. Borläufig tzu Zu einer Erörterung unserseits gaben nur die Arbeiter Entlassungen von den Kieler Werften Anlaß. Die Beitung" nicht sonderlich angenehm ift, glauben wir gern. haben sie sich noch geschämt, mit ihren Namen für die Anfrage des Genossen Legien wurde ungenügend be- Aber warum spricht sie selber davon? Röllerei einzutreten Ueber und Sozialisten wird gut Buch geführt antwortet, so daß die Sache bei der dritten Herr v. Küller hat Bech! In seiner für ihn selbst Lesung nochmals vorkommen wird.Bis dahin werden die zu etwas unangenehmer Berühmtheit gelangten Rede über wie ein Formular für ein Führungs- Attest beweist, das Behörden sich besser informirt haben. Eine Bemerkung die Kunst beklagte sich Herr v. Köller, daß die Theater der Freifinnigen Zeitung" eingesandt wurde. Der BürgerKardorff's gegen Legien veranlaßte Bebel zu einer kurzen aufgehört hätten, Stätten patriotischer, historischer Ermeister au Menden i. W. bescheinigt einem Kaufmann da Darlegung unseres Standpunkts gegenüber den Ausgaben innerungen zu sein, und er meinte mit diesen guten selbst auf sein Ersuchen, daß derselbe sich während dieser für Marine und stehendes Heer. patriotisch- historischen Stücken aller Wahrscheinlichkeit nach Beit, so viel hier bekannt, gut geführt und fich sozialDie bie preußisch- patriotischen Hohenzollerndramen des Hohen- demokratischen Bestrebungen nicht hingegeben hat." zollernfängers" Ernst von Wildenbruch Aber Freifinnige Zeitung" bemerkt, daß das Formular dazu, Bech! Sogar der Legationsrath und Dichter Wildenbruch u. a. auch die Stelle, daß der Betreffende sich sozialift mit Herrn von Köller als Kunstkritiker" sehr unzu- demokratischen Bestrebungen nicht hingegeben hat, gedruckt Er schickt der National- Zeitung" eine lange ist. Demgemäß wird also ein Attest in dieser Form jederfrieden. Buschrift in diesem Sinne, der wir das folgende rent maun ausgestellt, der überbaupt ein Führungs- Attest von nehmen: dem Bürgermeister verlangt. Im gegebenen Falle wurde " Darum ist zu verlangen, daß jemand, der an öffentlicher das Zeugniß verlangt im Interesse eines GeschäftsStelle große Worte über die Schriftsteller in die Welt pofaunt, Reisenden, also nicht etwa in Militär- Augelegenheiten. wenn er unsern erst etwas von dem verstehe, wovon er spricht. Es ijt zu verlangen, daß jemand, der über eine geistige Bewegung mit Unser König, der ist gut spricht, sich far darüber sei, was eine solche Bewegung ist; daß Willen thut. So haben die preußischen Junker, so haben es nicht das Ergebniß menschlicher Willkür, sondern daß es ein die Agrarier von jeher gesungen. Und ebenso fingen sie elementares Greignis ist. Wem der Wind nicht gefällt, noch heute. Das zeigen die Herren Agrarier jetzt wieder, Findest Du nicht auch, Carmen, daß der General der über das Feld weht, der bleibe zu Hause wem nachdem sie der Kaiser in einer seiner Reden etwas zerCaballero ein untadeliger Kavalier ist die Werte einer literarischen Richtung nicht gefallen, der schmettert hat. Die Deutsche Tages- Zeitung", das Organ Silvano Godoy ritt am andern Tage in aller Frühe gehe nicht in die Theater, wo diese Werke gespielt werden, lefe des Bundes der Landwirthe, bringt in dieser Beziehung nicht die Bücher, wo sie gedruckt stehen. Niemand zwingt ihn einen sehr bezeichnenden Dürfen wir vertrauen?" über davon und langte unangefochten bei seinem Bruder an. Unterbeffen glaubte Herr Francisco Guanes, daß es dazu. Aber er bilde fich nicht ein, daß er dem Winde gebieten schriebenen Artikel, dem" wir die folgenden Stellen entund der Bewegung durch einen Zwischenruf Einhalt thun könne. endgiltig Zeit sei, den Hauptschlag zu geben... Darum Jede geistige Bewegung trägt ihr Lebensgefeß in sich selbst, und Eine neue Caprivi- Episode verträgt die deutsche Arbeit, schrieb er an seinen Freund Bantista Gill einen Brief, in nur in sich selbst. Geht sie hervor aus augenblicklichen Wallungen der dem er zuerst die Unklugheit der Revolutionsmacher bitter Menschheitsfeele, so wird sie mit diesen vergehen und feine verträgt die deutsche Bolts seele, verträgt das deutsche Königtadelte, ohne geeignete militärische Ausrüstung einen Auf- Reklame wird sie am Leben erhalten und nichts. Geht sie hervor thum nicht. Langsam und allmälig begann das Vertrauen wieder zu stand gewagt zu haben, der unter diesen Umständen zu einer aus den ewigen und unsterblichen Elementen des Menschengeiftes, fichern Niederlage führen mußte, und gab ihnen dann An- so wird sie unsterblich sein wie diese, und die Maßregeln, die wurzeln und zu feimen. Gerade aus der Langfamkeit der schwinden. Es ist weisung, sich sofort mit guten Waffen zu versorgen. Das man ihr in den Weg schiebt, werden unter ihr gerbrechen, nicht wiederkehr ließ sich ein Schluß auf die Tiefe des Niederganges dazu nöthige Geld sollte aus dem ihm eröffneten sie unter ihnen. Darum laffe man ab von solchen Maßregeln, ziehen. Das Mißtrauen wollte denn sie sind auf die Dauer entweder überflüffig oder ver. uns gegenüber oft und energisch zum Ausdruck gekommen, al Kredit bestritten werden und wenn etwas feblen geblich, für den Augenblick aber immer vom Uebel, denn sie wir zu neuer Hoffnung gemahnten, zu neuem Vertrauen die sollte, würde er für jeden Betrag einstehen. Er war schließtragen etwas vom Schwefelgeruch der Inquisition Herzen zu öffnen suchten. Ihr mögt Euch durch schöne Worte und durch einige nicht verbindliche Redensarten täuschen lassen, lich so vernünftig, unter diesen Brief nicht Francisco Guanes, an fich. 11 ay pu gein Mensch uns sondern Juan Gomez zu schreiben, und auch der gewiegtefte Db es Herr von Köller nun verstanden hat, daß wir trauen nicht, ehe wir Thaten sehen!" so flang's uns hundertfach entgegen. Rein Mensch wird uns das Zeugniß Schreib- Sachverständige hätte niemals annehmen können, es auch Dinge giebt, von denen er nichts versteht? Wir verfagen fönnen, daß wir mit allen Mitteln gegen dieses Mißdaß die Handschrift in dem Briefe aus der Feder eines glauben nicht. Er hat es ja im Abgeordnetenhaus erklärt, trauen angekämpft haben, vielleicht mehr, als es politisch flug Asuncener Apotheters herstamme. Und Herr Bantista Gill daß ihm das, was in den Beitungen steht, in seinem ganzen und taktisch richtig war. Es gab ja gute Freunde, die uns war wieder soweit in der Praris der Diplomatie vor Leben noch nicht imponirt hat. Berstehen oder nicht ver- ziemlich deutlich merken ließen, daß unsere vertrauensvolle geschritten, als daß er seinen Freunden gesagt hätte, von stehen- gleichviel! Herr von Köller steckt die Hände in Naivität ihr Mitleid erregte. Wir haben manche Verkennung wo das Geld herstammte, das er ihnen zur Verfügung die Hosentaschen und sagt: Wir werden die Sache schon und Verkleinerung ertragen, find aber nicht von unserm Wege abgewichen. Mißtrauen mögen andere säen! Wir vertrauen ftellte. Er erzählte im Gegentheil eine längere rührende machen."- hidrisdad idslog und mahnen zum Vertrauen, so lange wir vertrauen Geschichte, wie er sich finanziell vollkommen ruinirt habe, ding Wie herrlich weit wir es gebracht. Der Temp3", tönnen. um der neuen Revolution zu dienen und bat, daß man da das Hauptorgan des konservativen franzöfifchen Birger Noch einmal darf der deutsche Mittelstand, der deutsche für später seiner gedenken möge. So erstand man dann sechs Kanonen und eine Menge Schußwaffen sammt reich- thums bringt einen Leitartikel über und gegen die Reak- Bauer in feinen Hoffnungen nicht getäuscht werden. tion in Deutschland", welche fich vermesse nicht den Solche Täuschung fönnte, ja müßte unberechenbare, un licher Munition, die man im geheimen auf paraguayisches Sozialismus nein, den deutschen Geist" zu, knebeln. beimliche Folgen haben. Es gärt, ringt, braust gewaltig Gebiet hinschaffte, wo man an der Südgrenze des Landes Im übrigen läst der Artikel fich nicht übersetzen. Alles, im Mittelstande. Noch haben wir die Bewegung in der Hand; Barrero Grande gehabt hatte. Man beabsichtigte zur tionsmuth und der Zickzackkurs in Deutschland schreibt, ist nicht getauscht und betrogen wird. Geschieht das aber, ruhigen, gefunden Bahnen. Und sie wird's bleiben, wenn sie ein bewaffnetes Lager errichtete, ähnlich wie man früher in was man jetzt im Ausland über die Versumpfung, Real it fie tönigstreu und from, noch ist sie in Zeit, wenn der englische Dampfer mit dem ErTo dann liegt die große Gefahr nahe, daß sich andere Leute von trage der neuen Anleihe angekommen, in Eilmärschen nach Asuncion zu rücken und eine neue Entscheidung Luther und die Umsturzvorlage. An Luther kann schärferer Tonart der Führung bemächtigen. Und was dann? Wir stehen unmittelbar vor einer Entscheidung. Langes Hinzu versuchen; wenn es nöthig wäre, es auszuhungern, wie man mit besonderer Deutlichkeit die Umsturzvorlage erproben. balten ist unmöglich. Schöne Worte machen nicht fatt; und an früher Godoy gerathen, oder einen direkten Angriff zu Wir denken hier nicht an die zahlreichen anarchistisch- der Thür lauert der Hunger. Warten ist ein schlimmer Troit, ( Fortjeßung folgt.) pp umstürzlerischen Säße, die sich in seinen Schriften finden wenn die Noth mit am Tische fißt. Die Männer des deutschen wagen unübersetzbar. or 39003 scol ISHITA nehmen " noch 1 Mittelstandes haben lange gewartet, erst still, dann grollend ge- Bankchefs an:„ Der Herr Graf Bisone ist bei uns nur mit der werden, wie es aus dem von uns schon gemeldeten Grenzfall wartet; länger zu warten ist nicht möglich. Man Summe von 50( fünfzig) Mark aftreditirt"!- Herr Graf Bisone Illowo" gleichfalls hervorgeht. Dort wurde unseren bürgerlichen sage um Gottes willen nicht, daß nichts geschehen fönne! ist seit dem Morgen verschwunden und wird eifrig vergebens in Preßignoranten von anarchistischen" Schriften vorgegaufelt, Das wäre ein schlimmes Bekenntniß der Unfähigkeit. ganz Rom gesucht. Er hat die 10 000 Frants zu einer ErEs gilt es sich in der That mit winzigen tonstitutionur einen Bruch mit den abgestandenen und holungsreise benutt. nellen Ausnahmen- um sozialdemokratische Schriften von abgetretenen Philisternarrheiten des Manchesterthums, es In Italien aber herrscht Erispi Umberto. Mary, Engels und Plechanow gehandelt hatte. Das interessante gilt nur ein vollkommenes Durchdringen zu der Einsicht von der Gemeingefährlichkeit der großkapitalistischen Entwickelung! sonst zuverlässiger Quelle gemeldet wird, ist das Abschiedsgesuch erwähnten russischen Flüchtling Gronkowski. Wir glauben im Aus der Kolonialverwaltung. Wie der„ Voss. 3tg." aus Aftenstück bezieht sich auf den in unserer letzten Sonntagsnummer Hat man dazu ſich durchgerungen, dann sieht man, daß vieles, le der Tragen. ungeheuer vieles geschehen tönne und müsse. Wenn man freilich des Gouverneurs von Deutsch- Ostafrita Freiherrn v. S che I e Interesse deffelben, sowie sonstiger Opfer der russischen Tyrannei tie Wucher- und Schwindelfreiheit als ein Rührmichnichtan be- vom Raiser genehmigt worden. Ueber seinen Nachfolger ist noch zu handeln, wenn wir das Attenstück hiermit veröffentlichen. trachtet und nicht den Muth hat, dem lawinenhaften Zusammenballen der Millionen Einhalt zu gebieten: dann muß man der Entwicklung freien Lauf lassen, bis sie- im Kladderadatsch endet. 1. Die Männer, die klar sehen und den Muth haben, zu fagen, was sie sehen, als gefährliche Demagogen zu brandmarken, ist verteufelt leicht. Uns fümmert das nicht. Wir werden die Wahrheit sagen, so lange wir können, weil es uns bange ist Königthum und unseres Voltes Zukunft. Noch ifts 3eit, aber hohe 3eit." Es bleibt also dabei chise on Unser König der ist gut, 9 Dasselbe lautet: M. W. D. Ganz geheim. Auch über Schindereien bei der Schuhtruppe in Deutsch Ostafrika verlautet heute einiges. Der Frankfurter nachrichten aus Östafrika, für die wir die Bürgschaft übernehmen, des Warschauer Gendarmerie- Bezirks General- Anzeiger" schreibt:" Nach uns zugehenden Privat-( Ministerium des Innern.) Der Vorsteher hat die Kompagnie des Kompagnieführers Fromm auf dem Marsche ins Innere der grausamen Miß. handlungen, die sie seitens ihres Chefs erfahren mußte, gemeutert und auf eigene Faust den Rückweg an die Küste zurückgelegt, um gegen ihren Chef Klage zu führen. Der Kompagnieführer Fromm ist gleichfalls allein an die Küste zurück Hotelsorgekehrt." wegen Desterreich wird sich an der internationalen Währungs# 1 Wenn er unsern Willen thut.; nid +39 Der agrarische Staatsrath. Die Norddeutsche konferenz betheiligen. Allgemeine Zeitung" meldet, daß Fürst Bismarck, Staatsminister Dr. Delbrück, Graf Zedlig Trüßschler, v. Heydens Cadow, wie jetzt anerkannt sei, Mitglieder des Staatsraths geblieben seien, da sie schon vor ihrer Ernennung zu Staatsministern zu Mitgliedern des Staatsraths ernannt waren. Fürst Bismard ist also auch noch heute Vizepräsident des Staatsraths. Der Staatsrath besteht gegen wärtig aus sieben Abtheilungen. Die zu berufende Abtheilung ist die Abtheilung 2 für Landwirthschaft, Domänen und Forstverwaltung. 12. April 1894. unba Nr. 286. 19 912061971 1970) Did all 01 GAH An den Herrn Vorsteher des .... Zollamtsbezirks. S Departements vom 6. Oktober und 7. Dezember 1893 unter den Durch die Verordnungen des Herrn Direktors des PolizeiNNr. 5557 und 6935 wurde den Grenz- Gendarmeriebezirken die unverzügliche Verhaftung im Falle dessen Erscheinens des im Auslande sich aufhaltenden Staatsverbrechers Gronkowski be= hat mir nun der Herr Direktor des Polizei Departements Durch ein Telegramm vom 11. April a. c. unter der Nr. 11/4 vorgeschrieben( predpisal)(?!), daß der auf grund erwähnter Birkulare gesuchte Adelige Konstantin Boleslawow Gronkowski, der vor kurzem wegen seiner Zugehörigkeit zur Anarchisten= der vor kurzem wegen feiner Bugehörigkeit zur AnarchistenGalizien nach Ungarn ausgewiesen wurde, mit verbrecherischen partei, die sich Sozialisten- Demokraten"-Partei nennt, aus Zwecken in Rußland einzudringen beabsichtige, wobei er mit bem Meisepaß eines gewissen Spiwat( wahrscheinlich Ihka) ankommen dürfte. fügung an den Ew. Exzellenz anvertrauten Bezirk behuss sorg lande eintreffenden Personen zu ersuchen, und bitte ich, im Falle der Verhaftung des Gronkowsti, nach Uebergabe desselben den lokalen Gendarmeriebehörden, mir zu telegraphiren. Der Borsteher des Warschauer Gendarmerie- Bezirks. General- Lieutenant Indem ich Ihnen dies mittheile, beehre ich mich, um Verfältigfter und ungeschwächter Auspassung nach allen vom AusBrot. fohlen. Tas Parlament im österreichischen Strafgesetz Entwurfe. Bei der Berathung des vierten Hauptstückes der Strafgesetz Novelle( Verbrechen und Vergehen bezüglich der Wahlen und der Wirksamkeit der Vertretungskörper im österreichischen Abgeordnetenhause sprachen Bacat, Slama, Burghardt, Scheicher und Pernerstorfer gegen die Vorlage. Menger und Bininsti betonten die Nothwendigkeit des Echutzes der parlamentarischen Freiheit. Der Justizminister findet es auffallend, daß die Parteien, welche sich als die Paladine, der Wahlfreiheit geriren, gegen den Schuß und die den Schutz und die Freiheit des Parlaments opponiren.( Lebhafter Beifall.) Das Hauptstück wurde angenommen. Hierauf Die Tabaksteuer und ihre Folgen. Aus Scharmbrachte Bacat einen Dringlichkeitsantrag ein, nach welchem die bed wird uns geschrieben: in dem Reichsrathe und in den Landtagen gehaltenen Reden der Am vergangenen Sonnabend, den 23. v. M., wurden auf gerichtlichen Judikatur entzogen werden sollen. Der Antrag 2 hiesigen Bigarrenfabriken fämmtliche Arbeiter gekündigt, fteller wies dabei auf das Erkenntniß des Prager Landesgerichts infoweit, falls die Stener angenommen würde, sie sofort entlassen bin, welches eine lobende Besprechung der Landtagsreden feien. Am hiesigen Ort befinden sich 4 Fabriken, und zweifeln Gregr's und Kaunitz' wegen des hochverrätherischen Inwir keinen Augenblick, daß die beiden anderen Fabrikanten dem haltes derselben für strafbar erklärte. Der Justizminifter Beispiel ihrer Vorgänger folgen werden. Die Zahl der dann erwiderte, die Reden der Abgeordneten seien immun, aber nicht entlaſſenen Arbeiter würde mindestens 200 betragen und da hier au sufimmungen. Die Privilegende i use Die Verhaftung der Costas( Studirende der Theologie) alle nicht ertensiv zu nur Hausindustrie ist, und die meisten Arbeiter Familienväter sind, so läßt sich ermessen, was für eine Summe von Noth und Privilegs über das zu dem nöthigen Schutze der Abgeordneten in Konstantinopel wird heute erst dementirt. Wahrschein Elend durch die Vorlage über die hiesigen Tabatarbeiter herauf normirte. In Uebereinstimmung mit dem Generalprofurator lich hat dieses Dementi den Werth anderer amtlicher Ab. halte er es für zulässig, 3 ustimmungen zu Neden, welche leugnungen. mgr. Moi paranjomle wlegen ihres Inhalts das Strafgeset verlegen, Cuba. Tie gesammte Madrider Breffe zeigt sich sehr erregt Börsenreform. Ueber den im Reichsamt des Innern aus strafrechtlich zu verfolgen. wegen der Verhängung des Belagerungszustandes auf Cuba. gearbeiteten Entwurf einer Börsenreform hat sich das preußische Staatsministerium noch nicht schlüssig gemacht. Es stehen nach Bauernverein wurde vor kurzem folgender Antrag angenommen: Distrikten der Insel abgegangen. Kanonenboote bewachen die Der schweizerische Antrag Kanit. Im waadtländischen Truppenabtheilungen sind nach den im Aufruhr befindlichen Bestimmte Nachrichten sind noch nicht eingetroffen. Bedeutende der Mil. Pol. Rorr." noch die Gutachten einiger Minister aus. Die Eidgenossenschaft verfügt, daß der Preis des in östliche Küste der Insel, um die Rebellen am Landen zu ver Submissionsbedingungen. Der„ Reichsanzeiger" veröffent- ländischen Getreides nicht unter 20 Fr. für 100 Kilogramm sinken Licht heute Bedingungen, welche bei der Vergebung von Arbeiten darf. So lange das fremde Getreide diesen Minimallohn nicht und Lieferungen im Bereiche der Allgemeinen Bauverwaltung, erreicht, wird die Differenz zwischen beiden Preisen von der Eid- Havanna wünschen die Ausständischen in Bayamo und Baire Nach einer in New York eingetroffenen Meldung aus der Staatseisenbahn- und Bergverwaltung zur Anwendung genossenschaft einkassirt, welche die daraus erwachsenden Summen mit der Regierung zu verhandeln. Die Rebellen von Guantatommen. od i tid sid sid ol 2d ganz oder theilweise an die Kantone abgeben darf. Sobald das namo ergreifen vor den Truppen die Flucht. Staatsfürsorge für entlassene Arbeiter. Die fremde Getreide auf 20 Fr. steht, fallen die Gebühren weg." Dieser Antrag wurde vom Zentralvorstand des schweizerischen meldet, daß die Aufständischen in Matanzaz geschlagen und deren Eine in Madrid eingetroffene amtliche Depesche aus Havanna Röller'sche Korrespondenz" schreibt: Bauernbundes in der Weise abgeändert, daß verlangt wird: Anführer getödtet worden ist. Der Aufstand der Separatisten Jufolge der nothwendig gewordenen Herabsetzung des Bees sei de triebes in den militärischen Fabriken zu Spandau hat während 1. fofort der ganze Bedarf der Kriegsreserve und des in der Stadt Baire ist vollkommen niedergeworfen. der letzten Monate eine größere Bahl Arbeiter, sowohl hand- Truppenunterhalts durch inländisches Produkt zu decken; werksmäßig ausgebildeter, als auch ungelernter, entlassen werden 2. beförderlich das Getreidemonopol einzuführen mit der müssen. Weitere Arbeiterentlassungen stehen für das nächste Verpflichtung, im voraus bas gesammte zum Verkauf stehende Frühjahr bevor dasgals? sain Auch bei den militärischen Fabriken zu Siegburg im Rhein tosten entsprechenden Preise anzukaufen." schweizerische Produkt zu einem den inländischen Produktionsland tommt im künftigen Frühjahr eine größere Anzahl solcher Arbeiter aus dem erwähnten Grunde zur Entlassung. beschworen würde. Um diese Arbeiter möglichst vor Noth zu schützen, hat der Minister des Junern die Oberpräsidenten angewiesen, in geeigneter Weise auf die Stadtgemeinden ihrer Provinz, insbesondere die größeren, dahin einzuwirken, daß auf diese Arbeiter, wenn fich dazu Gelegenheit bietet, bei der Verwendung von Arbeitstraften innerhalb der städtischen Betriebe soviel wie möglich Rücksicht genommen wird. Für diesen Antrag foll die Initiative angestrebt, d. h. es werden. Kommen die zusammen, so muß nach dem neuen Volkssollen fünfzigtausend Unterschriften für den Antrag gesammelt recht der Initiative der Antrag der Voltsabstimmung unterbreitet werden. Wird er hier angenommen, so wird der Antrag ohne weiteres Gesetz! hindern. S Wie bei allen Aufständen auf Cuba unterstüßen die Verworüber der spanische Gesandte in Washington Klage führt. Bon einigten Staaten durch wohlwollende Neutralität die Aufständischen, dort wird gemeldet: Der hiesige spanische Gesandte erhielt eine Depesche, laut hat, das nach Cuba abgeht. Der gewöhnlich in Keyweft befindwelcher fich in Keywest( Florida) ein Freibeutertorps gebildet Dem Abgange der Expedition steht somit nichts im Wege. liche Kutter der Bereinigten Staaten ist gegenwärtig abwesend. Annexion Cuba's, der Perle der Antillen. Mit jedem Aufstande Das Ziel der Vereinigten Staaten ist seit Jahrzehnten die lommen sie diesem Ziele näher. Innerhalb der fchweizerischen Sozialdemokratie ist einige SymWir glauben nicht, daß dieser Antrag angenommen wird. Sum japanisch- chinesischen Krieg liegt heute folgende beutschen und eines Theils der schweizerischen Sozialdemokratie pathie für denselben vorhanden. Die verschiedene Stellung der Meldung vor: London, 28. Februar. Das„ Reuter'sche Bureau" meldet erklärt sich aus der vollkommenen Verschiedenheit der beiden aus Tschifu von heute: Die Japaner räumen die vorgeschobenen Staaten, vor allem rücksichtlich der Rechte der Staatsbürger und größere Theil der japanischen Truppen ist nach Talienwan abStellungen bei Weihaiwei. Ninghai wurde verlassen. Der der Ausgabenwirthschaft. gegangen. Parteinachrichten. Die Direktion des Feuerwerks Laboratoriums in Spandau hat Auftrag erhalten, für sämmtliche militärischen Fabriken daselbst den Nachweis der entlassenen und noch zu entlassenden Arbeiter der verschiedenen Handwertszweige zu übernehmen und auf Erfordern denjenigen Stellen, welche Arbeiter einzustellen beabsichtigen, entsprechende Auskunft zu ertheilen. Den gleichen Ein Pariser Korrespondent der Vossischen Zeitung" Auftrag hat die Direktion der Geschoßfabrit in Siegburg für die schreibt allen Ernstes, die Wehrkraft Frankreichs sei über- Internationaler Arbeiter und Gewerkschaftsdortigen Fabriken erhalten. mäßig angespannt worden, der Rückschlag fei bereits einWir glauben kaum, daß die Stadtgemeinden, auf die getreten. Und worin besteht der Rückschlag? In den zahlrischen Arbeiterorganisationen haben der Namensfongreß. Auch die österreichischen und ungaim Interesse der zur Entlassung kommenden Arbeiter reichen Erkrankungen und Todesfällen von Soldaten währendischen Arbeiterorganisationen haben der Namenseingewirkt" werden soll, von diesem Stück militärstaat der letzten zwei Monate. Der Chauvinismus des Herrn Kor- Erweiterung des nächsten internationalen Arbeiterfongresses licher Sozialreform besonders erbaut seien werden. zustand einiger Theile der Armee daraus, daß die Militärrespondenten erklärt nämlich diesen ungünstigen Gefundheits zugestimmt. Für die Kommunalverwaltungen waren größere staatliche behörden nicht mehr genug taugliches Menschenmaterial zur Betriebe bisher ein Schrecken, weil der Fistus, der die Verfügung hätten und deshalb zu ungenügendem greifen müßten, Arbeiter zu tausenden in die mit Militärwerfstätten be- das dann nicht widerstandsfähig sei. Die Annahme ist falfch. Ein Polizeifpinel der geriebensten Sorte scheint das dachten Gemeinden zog, auch nichts zu den Lasten beitrug, unfere Leser wissen aus dem letzten Briefe des Genossen Gallus, Individuum zu sein, das unter dem Namen Treves feit einiger die ihnen durch den Massenzuzug schlecht entlohnter und daß grobe Fahrlässigkeit der Militärbehörden schuld Zeit sein Wesen treibt. Der betreffende behauptet, ein aus daher minder steuerkräftiger Arbeiter erwachsen mußten. Ist an den zahlreichen Erkrankungen und in den Italien entflohener Parteigenoffe zu sein und befißt die doch bekannt, daß einzelne Gemeinden ihre Steuern und Garnisonen von Dijon, Nancy u. f. w. ift. Adressen einer Anzahl Vertrauenspersonen. Das merkwürdigste Auleihen dank der Anlage solcher staatlicher Betriebe geradezu Die belgischen Sozialisten haben nach einer Brüsseler bezw. verdächtigste ist, daß er einen auf den Namen Treves zu verzweiflungsvoller Höhe hinauftreiben mußten. Wenn Meldung des Heroldbureaus beschloffen, einen allgemeinen Redaktion der Leipziger Volkszeitung" gebrandschaßt, ist er lautenden Paß besitzt. Nachdem er vor längerer Zeit die der Militärfiskus daher nichts Besseres für die von ihm Ausstand zu veranlassen für den Fall, daß die Regierung fürzlich in in Essen aufgetaucht. Was uns von dort ausgebeuteten und nunmehr der Arbeitslosigkeit anheim- ein reaktionäres Gemeindewahlgesetz durchbringen sollte. mitgetheilt wird, erscheint uns durchaus geeignet, unseren oben fallenden Arbeiter zu thun weiß: das gute Wort bei den Belgische Königskrise? Das Blatt Le Matin" ausgesprochenen Verdacht nur noch zu stärken. Befagter Treves Kommunalbehörden wird ihnen die magere Wassersuppe veröffentlicht einen Leitartikel über die beabsichtigte Ab- wurde von den dortigen Parteigenossen abgefaßt und gestand des Elends wahrlich nicht fett machen! dankung des Königs Leopold, in welchem es u. a. überwiesen; als sie sich aber am nächsten Morgen nach ihm erauf deren Drängen, daß er ein Betrüger fei. Er wurde der Polizei Giolitti hat, wie die Stumm'sche" Post" anscheinend heißt, daß in einer der letzten Ministerrathssigungen fundigten, wurde ihnen mitgetheilt, daß Tr. wieder auf freien Hohenlohe offiziös mittheilt, Deutschland nicht auf Inter- der Ministerpräsident dem Könige mitgetheilt habe, Fuß gesetzt worden sei. daß man dem Gesetze, betreffend die Annektion des # aufth vention der Heichsregierung verlassen. Die Korruption am Hofe des Königs Umberto und Kongostaates, wenig Eympathien entgegenbringe und daß Gleiches Recht für alle im Musterlande Mecklen seiner Minister. Aus Italien schreibt man uns: das Minifterium bei dieser Frage wahrscheinlich zu Fall burg. Ermuthigt durch die Erfolge, welche die Freisiunigen mit Ungeheures Aufsehen macht der entdeckte Betrug und die tommen werde. Der König habe darauf geantwortet, wenn ihrem Gesuch um die Erlaubniß zur Gründung eines Wahlbrutale Wechſelfälschung des Grafen Bisone, Sohn des früheren das Gesetz von der Kammer verworfen werden sollte, werde vereins erzielt hatten, wendete sich auch unser Genosse Reusch in Rostock an das Ministerium, um die Erlaubniß zur im Ministerium des Auswärtigen, der am Berliner Hofe attre- nicht das Ministerium, sondern er, der König, gehen. Gründung eines sozialdemokratischen Wahlvereins zu erwirken. bitirt, drei Monate lang in Abwesenheit des Grafen Lanza das Das belgische Volk wird ohne Thränen zu vergießen, Er berief sich in seinem Gesuch auf die Thatsache, daß konserKönigreich Italien als Titular Gesandter vertrat und als solcher auf die Thätigkeit des Herrn Leopold von Koburg verzichten. vativen, liberalen und freisinnigen Staatsbürgern bereits dieses mehrere Male von Kaiser Wilhelm II. empfangen wurde. Der Graf Diese Drohung dürfte recht wirkungslos bleiben. Recht zugesprochen worden ist. Hierauf ging folgendes AntwortBisone, dessen verschwenderisches und lüderliches Leben schon in Berlin allgemein nur nicht seinem Chef dem Grafen Lanza Ein verschwundener italienischer Abgeordneter. Großes schreiben ein:" Auf Ihren Vortrag vom 1. d. M. erwidert das untergefallen war, hatte sich in einem der ersten Spiel- und Jagd- Aussehen macht das Verschwinden des Abgeordneten Comandini, zeichnete Ministerium, daß die nach Vorschrift der landesherrlichen flubs in Rom, zu dem nur Mitglieder der höchsten Aristokratie, Mattino, der vor zwölf Tagen Mailand verließ und von dem nehmigung zu der beabsichtigten Gründung eines ArbeiterVerordnung vom 27. Januar 1851, betreffend Versammlungen Chefredakteurs des neuen ministeriellen Mailänder Corriere del und Vereine zu politischen Zwecken erforderliche diesseitige Gedie Edelsten der Nation, zugelassen werden, am Hazardspiel either feine Nachricht vorliegt. Es gehen, wie die Bossische Wahlvereins für den 5. Mecklenburgischen Reichstags- Wahlkreis, Battarat mit solchem Erfolge die Nacht hindurch vergnügt, daß Beitung" mittheilt, die verschiedensten Gerüchte, auch von Selbst auch abgesehen davon, daß über Statut, Organisation 2c. bisher er, als des morgens 5 Uhr der Klub gefchloffen werden mußte, mord aus finanziellen Gründen und von einer möglichen Rache nichts vorliegt, nicht in Aussicht gestellt werden tann. dem Kassirer die Summe von 15 000 Franks auszuzahlen hatte. that seiner früheren radikalen Parteigenossen wird gesprochen, Der Herr Graf und königliche Gesandte nahm darauf aus der deren vorgebliche jüngste Mailänder Wahlniederlage mit durch stimmt ist, den Bestrebungen der Sozialdemokratie zu dienen, fo Wenn die geplante Vereinsbildung ohne Zweifel dazu be= Tasche ein Wechselbuch mit der Firma eiser bekannten Berliner Bant, riß ein Blatt heraus und schrieb auf den Wechsel Comandini's Blatt herbeigeführt worden sein soll. die Summe von 25.000 Frants und seinen Namen. Hier Nuffisches. Von befreundeter Seite jenseits der deutsch: Entschließung ausgeschlossen durch die grundsäßlich feindliche ift ein Wechsel von 25 000 grants, fagte er, auf die Bant von russischen Grenze ist uns soeben ein geheimes russisches Attenstück Stellung gegenüber der bestehenden Staats- und GesellschaftsBerlin. Nehmt Euch die schuldigen 15 000 Frants und zahlt mir zugegangen, aus dem die Thatsache flar hervorgeht, daß die ordnung, welche die sozialdemokratische Partei im Gegensatz zu 10 000 Grants heraus. Dem Wunsche des Edeln ward un- russischen Gendarmen es für nüglich halten, die Sozialdemokraten den übrigen politischen Parteien fennzeichnet. Schwerin, den verzüglich entsprochen, und man verabschiedete sich. Am folgen- mit der Anarchistenpartei" zu identifiziren. Diese Berquickungs- 22. Februar 1895. Großherzoglich medlenburg. Ministerium des den Morgen ward der Wechsel nach Berlin geschickt. Den Abend oder vielmehr diese Saltet den Dieb! Tattit" scheint von der Innern. A. v. Bülow. Es wird also in betreff der bisherigen darauf lang te als Antwort im Klub eine Depesche des Berline: russischen politischen Polizei bewußt und systematisch befolgt zu unmöglichkeit, daß sich die mecklenburgischen Sozialdemokraten sanford We put u de batai( didit Hire Taste o agalis is 群 eine politische Organisation geben fonnten, beim alten verbleiben. 1 Aber auch mit dem Wachsthum der Sozialdemokratie wird's trotzdem beim alten bleiben. Für die Maurer findet am Sonntag, den 3. März, vor- 1 Der Vorstand wird beauftragt, in diesem Sinne die Inters mittags 10 Uhr, eine wichtige Besprechung statt und zwar für effen der Gehilfenschaft bei Umänderungen des Lohnsystems zu den Südost- Bezirk bei W. Noll, Waldemarstr. 61, und für den vertreten." Nordost Bezirk bei Blaurock, Gipsstr. 16. Die Berufsgenossen Dieser Antrag war von folgenden Motiven begleitet: Ueber Stegmüllereien in Sachsen weiß der Meißner werden ersucht, sich recht rege an dieser Besprechung zu be- Der gegenwärtig giltige deutsche Buchdruck ertarif bildet den Volksfreund" folgendes mitzutheilen. In Crimmitschau theiligen, sowie die Organisation, den Verein zur Wahrung der Maßstab der Entlohnung sowohl für den Akkord- wie für den ftimmte der fozialdemokratische Stadtverordnete Restaurateur Interessen der Maurer, thatkräftig zu unterstützen. Zeitlohn( für den Zeitlohn legt er nur die Grenze( Minimum) Baumsegel für die Ernennung des Fürsten Bismarck zum Ehrenbürger der Stadt. Auch im Wurzener Stadtrath und Stadt- Achtung, Tischler! Die Lohndifferenzen in der Tischlerei fest, unter welche derselbe nicht finken soll) und überläßt es dem verordneten Kollegium haben sich nicht nur die Freifinnigen, von Weiß, Bülowftr. 57, sind noch nicht beigelegt. Der Unter- persönlichen Ermessen des Arbeitgebers, sich für das eine oder andere Arbeitsverhältniß zu entscheiden. sondern auch die Sozialdemokraten als allergetreueste Opposition nehmer ist für eine aütliche Verständigung nicht zu haben, des. Hieraus ergiebt fich prinzipiell da der Tarif die gezeigt. Die Ernennung Bismarcks zum Ehrenbürger wurde im Stadt- halb legen die Kollegen nach Beendigung ihrer angefangenen Grundlage für die Preiskalkulationen bildet- daß das eine rath, wo die Opposition die Mehrheit(!) hat, mit 7 gegen 1 Stimme, Arbeit dieselbe nieder. Wie uns mitgetheilt wird, soll die von System das andere nicht beeinträchtigen darf( d. h. Leistung und und im Stadtverordneten- Kollegium, wo zwischen Reaktion und Herrn Weiß übernommene Arbeit in einer anderen Werkstatt Gegenleistung müssen sich bei Zeit- und Affordlohn die Waage Opposition Stimmengleichheit besteht, mit 11 gegen 4 Stimmen fertig gestellt werden. Wir machen die Kollegen noch darauf ( drei Stadtverordnete enthielten sich der Abstimmung) angenommen. aufmerksam, daß es in ihrem eigenen Intereffe liegt, sich mit Der Zeitlohn aber, wie er gegenwärtig dem Affordlohn Ueber diesen Ausgang herrscht im Ordnungslager heller Jubel. den Kollegen von Weiß solidarisch zu erklären. Die Werkſtatt: gegenüber auftritt, hat im allgemeinen das Bestreben, bei im bei Und mit Recht! Derartige Vertreter wiegen nach unserer Kontrollkommission des deutschen Holzarbeiter- Verbandes. Bahl- geringer Entlohnung möglichst hohe Arbeitspensen zu erzielen, Meinung die Opfer eines Wahlkampfes nicht auf und können stelle Berlin. dient somit zur Verschleierung d'er Schmug uns fomit gestohlen bleiben. Entspricht die Schilderung unseres tonturrenz und entspricht daher in keiner Weise dem Interesse Meißener Partei- Organs den Thatsachen, so ist das Verder Arbeitnehmer. halten der betreffenden allerdings nicht scharf genug zu verurtheilen und Sache der dortigen Parteigenossen ist es, derartigen Auch- Sozialdemokraten gehörig die Wege zu weisen. Zum Parteistreit in Baden hat der sozialdemokratische Verein in Freiburg in seiner letzten Versammlung Stellung genommen. Nach längerer Diskussion wurde einstimmig folgende Resolution angenommen: Die heutige Versammlung des sozialdemokratischen Vereins Freiburg spricht ihre entschiedene Mißbilligung gegen die Handlungsweise Drees bach's und Dr. Rüdt's einerseits und der Boltsstimme" und des Volks: freundes" andererseits aus, weil dadurch die gesammte Partei nach außen wie innen geschädigt wird. Die Versammlung wünscht daher, daß der Parteivorstand, soweit es in seiner Macht liegt sein mögliches thue, um diesem Treiben ein Ende zu machen." Polizeiliches, Gerichtliches ze. In der Kürschner- Werkstatt Firma Wölfert Weißen fels ist infolge einer Lohnherabsetzung um 421/3 pro Mille der Streit ausgebrochen; die Sperre ist verhängt und zwar so lange, bis die alten Lohnfäße gezahlt werden. Der Zuzug ist streng fern zu halten! Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. halten.) Anders verhält es sich mit dem Zeitlohn, welchen die Organisation der deutschen Buchdrucker erstrebt und welcher darin gipfelt: Allen Berufsangehörigen einen auskömmlichen, den Lebensbedingungen ents fprechenden Lohnjay zu schaffen, die eigens Die ausständigen Weber von Kaltenbach in Aachen nügige Ausbeutung der Arbeitstraft bes haben von der Kommission des Fabrikantenvereins eine Zusage einzelnen zu verhüten und überhaupt einen von Lohnaufbefferung erhalten. Es ist aber doch fraglich, ob die Regulator bes Arbeitsmarktes zu schaffen." Weber die Arbeit aufnehmen, da diejenigen, welche als die Der Zeitlohn in diesem Sinne bedeutet dem giltigen Tarife Rädelsführer" im Streit angesehen werden, nicht wieder ein- gegenüber eine Bertheuerung der Produktion, was um falsche Auslegung zu verhüten gestellt werden sollen. Die Streifenden verlangen Wiedereinstellung aller Weber und wollen sich die Maßregelung einzelner nicht ge lich ausgesprochen wird. Eine grundlegende Basis für dieses fallen lassen. Beitlohnsystem ist zur Zeit noch nicht vorhanden, tann auch nicht einseitig durch die Gehilfen geschaffen werden, sondern bedarf einer gründlichen Berathung und Aussprache aller betheiligten Faktoren, welche die gangbaren Wege für die Gesammtheit feft zustellen haben. " 0 hier ausdrüc Ist diese Frage fomit zur Zeit noch eine theoretische, so steht doch für die Mitglieder der Organisation fest, daß, so lange eine anderweit giltige Grundlage für die Entlohnung nicht gegeben, Leistung und Gegenleistung" sich auf dem Boden des jezigen Tarifs zu bewegen haben, und daß der weitere Ausbau des Tarifs nur durch die Organisation selbst und die Zarifkontrahenten zu erfolgen hat." Angenommen wurde in später Nachtstunde mit 95 gegen 67 Stimmen die Resolution Arendsee. Affordarbeit in der Schweiz. Das schweizerische In dustrie und Landwirthschafts Departement in Bern hat sich nach seinem Jahresberichte pro 1894 mit einer Parteiliteratur. Der Ratalog einer czechischen Buch- Eingabe der Metallarbeiter Gewertschaft, des handlung in Wien, der uns dieser Lage übersandt wurde, ent- Gießer- Fachvereins und des Fachvereins der hält u. a. auch eine ganze Reihe Schriften bekannter fozialistischer Maschinenschmiede in Winterthur beschäftigt, welche Autoren in czechischer Sprache. Es ist das jedenfalls ein Beweis verlangte, daß bei Akkordarbeit jeder einzelne Arbeitsfür das steigende Intereffe an sozialistischen Schriften auch in poften im Lohnbuche des Arbeiters genau spezifizirt und der czechischen Bevölkerung. ein minimaler Tagelohn ausgesetzt werde. Erreicht der Akkordlohn die Höhe des Tagelohnes nicht, so hat der Fabrikant die Differenz draufzuzahlen, übersteigt der erstere den letzteren, so dürfen Abzüge nicht gemacht werden. Das genannte Departement entsandte nach Winterthur einen besonderen Vertreter, um mit der betreffenden Firma die Angelegenheit direkt Nigdorf. In den Viktoriasälen, Hermannstr. 45, fand am zu regeln. Die Firma ging auf die Spezifikation der Akkord: 26. Februar eine von etwa 400 Personen( meist Frauen) besuchte abrechnung ohne Schwierigkeit ein, nicht aber auf die anderen Forde Bolksversammlung statt. Fordern die Frauen das politische rungen, zu denen das Departement bemerkt:" Diese Frage( betr. Wahlrecht?" lautete das Thema, über welches sich Frau& m ma den minimalen Tagelohn) ist von so enormer Tragweite, daß fie Ihrer eingehend verbreitete und hierbei in treffender Weise die langer und ausgedehnter Studien in den verschiedenen Industrien Einwände unserer Gegner widerlegte. Reicher Beifall folgte den bedarf und zur Zeit nicht bestimmt beantwortet werden kann." sehr interessanten Ausführungen. Infolge des Umstandes, daß Die Schwierigkeit zur Lösung der Frage ist jedenfalls nicht so auch der Wirth dieses Lofales seit einigen Tagen auf die sogenannte groß, als sie dargestellt werden wird. Man berechne für den Polizeistunde( 10 Uhr) gesetzt worden ist, und mit Eintritt derArbeiter aus dem Fabrik- Lohnbuch aus einem oder mehreren selben gewöhnlich jetzt in Rixdorf die Versammlungen in solchen Jahreslöhnen den durchschnittlichen Tagelohn und der Arbeiter Lokalen aufgelöst werden, hielt es der Borsigende, Genosse Schent, wird gerne mit dessen Anerkennung als minimalem Tagelohn für rathsam, vor Eintritt in die Debatte über eine von Frau zufrieden sein. Taß dem Arbeiter von einer erzielten höheren Ihrer empfohlene Resolution, die bereits in den Berliner VerAffordlohn- Summe nichts abgezogen werden soll diese Forderung sammlungen zur Annahme gelangte, abzustimmen. Ohne Widerist von elementarſter Billigkeit, sodaß darüber weiter nicht ge- spruch erfolgte die Annahme der Resolution, worauf nach einer stritten werden braucht. furzen Diskussion, an der sich Frau Gubela und Frau Fahrenwald betheiligten, die Versammlung wiederum aufgelöst wurde, - mit Haussuchung wurde wieder einmal das Geschäft von Auer u. Ko. in Hamburg beglückt. Ein kleines Aufgebot von Polizisten war am 21. Februar erschienen, um wegen der Nr. 7 des„ Grundstein"( Organ der Maurer) Nach forschungen anzustellen." Es handelte sich um den Artikel„ Erst der Mensch dann das Thier", durch den vermuthlich nach Ansicht einiger Leute der Staat und die Gesellschaftsordnung in allen Grundvesten erschüttert sein sollen. Begründung is nich. Verworfen wurde die an die Leipziger Kreishauptmannschaft gerichtete Beschwerde des Sozialdemokratischen Vereins Leipzig- Oft gegen die in der Versammlung vom 18. Dezember erfolgten Wortentziehungen wegen Aeußerungen, die der Ueberwachende, weil sie Beleidigungen des italienischen Ministerpräsidenten enthalten sollten, nicht ruhig passiren lassen zu dürfen glaubte. Die gegen die Beschwerde erlassene verwerfende Entscheidung enthält kein Wort der Be gründung. Wegen eines Artikels, in welcher das Verfahren der Greifswalder Polizei mit einem angeblich geisteskranken Mann einer Kritik unterzogen wurde, verurtheilte das Leipziger Schöffengericht den Genossen Ka benstein als Redakteur der Leipziger Volkszeitung" zu 150 M. Geldstrafe. " Soziale Uebersicht. Depeschen. Wolff's Telegraphen- Bureau. $ Der internationale Studienausschuß für die Juteressen der Eisenbahnangestellten veröffentlicht soeben die vom 2. inter nationalen Kongreß der Eisenbahnangestellten im Oftober v. J. zu Paris angenommenen Statuten und Beschlüsse. Von den legteren heben wir die folgenden als die wichtigiten hervor: Der 1. Mai soll von allen Eisenbahnern als der Tag betrachtet werden, Schmalkalden, 28. Februar. In der Stadt Schmalkalden wo das Proletariat überall seine Forderungen an den Tag legt; ist das Wahlergebniß der Reichstags Erfaz. Zur Lage der Tabakarbeiter wird der Bremer Bürger- fie sollen daher an dieser Kundgebung theilnehmen. Die wahl für den Wahlkreis Eschwege Schmalkalden folgendes: Beitung" aus Burgdam m geschrieben, daß diese augenblicklich Arbeitszeit muß auf 48 Stunden wöchentlich, das heißt auf Abgegeben wurden 1192 St., davon 528 für Stengel, 485 für eine tieftraurige sei. Für eine große Zahl von Arbeitern stehen 8 Stunden täglich begrenzt werden, ohne die Löhne zu vermindern. Huhn( Soz.), 178 für den Reichskommissar Dr. Karl Peters Kündigungen bevor. Fast sämmtliche Lager sind vollgepfropft Die Stunden sollen nach den Dienstanforderungen geregelt und 51 für Jstraut. von fertigen Fabritaten. Auf Monate hinaus ist für die Ent- werden, sodaß der längste Arbeitstag nicht 10 Stunden über- Schmalkalden, 28. Februar, 93/4 Uhr Abends. Das Erlaffenen feine Aussicht vorhanden, wieder Arbeitsgelegenheit zu schreite, und die Angestellten eine ununterbrochene Rube gebniß der Reichstags- Erfahwahl für den Wahlkreis Eschwege bekommen. Auch in dem benachbarten Scharmbeck find Kündigungen von wenigstens 36 Stunden wöchentlich genießen sollen. Es soll Schmalkalden ist in der Stadt und im Kreise Schmalkalden folvorgenommen worden. Wird die Vorlage angenommen, so werden ein auf die Lebensbedürfnisse gegründeter Minimallohn festgendes: Stengel 1628, uhn 1676, Dr. Karl Peters 1015, in dem kleinen Distrikt über 600 Arbeiter brotlos und dem gestellt werden. Es werden nachträgliche Arbeitsstunden nur straut 475 Stimmen. bittersten Elend damit in die Arme geworfen. bann zugelassen, wenn Unfälle oder Bahnstörungen sich ereignen. Breslau, 28. Februar. Nach hier eingegangenen Meldungen In diesen Fällen wird die Arbeitsruhe angemessen verlängert. aus Petersburg haben infolge der Zusammenstöße zwischen Eine neue Steuer soll, wie die„ Mecklenburgische Bolts Abschaffung der Frachtzüge an Sonntagen, die Züge aus Studenten und Polizei und Dworniks vom 20. Februar an der Zeitung" mittheilt, die Generaldirektion der mecklenburgischen genommen, welche vollständig mit leicht verderblichen Universität Ordnungsstörungen stattgefunden. Borgestern fand Staatsbahn den Passagieren der 3. und 4. Wagenklasse auf Waaren beladen find. Abschaffung der Stückarbeit, eine Versammlung der Studenten statt. Gestern begannen die auerlegen suchen. Sie hat nämlich die Verfügung erlassen, daß sowie der Prämien in allen Dienstzweigen ohne die Ordnungsstörungen damit, daß die Studenten vom Hektor verReisende der 3. und 4. Wagenklasse, welche ein förper- Löhne und Gehälter der Angestellten zu vermindern. langten, daß er bei dem Justizminister dafür eintrete, daß die Poliliches Bedürfniß zu befriedigen haben und hierzu die Aufenthalts: Der Kongreß erklärt, daß die Eisenbahner das Recht haben, zinten und die Dwornits, welche die Studenten gereizt hätten, zeit auf einer Zwischenstation wegen deren zu kurzer Dauer nicht ihre Pflicht als politische und administrative Wähler zu erfüllen, verfolgt würden; die Polizei hätte die Studenten verhaften sollen, verwenden, ein Zuschlagsbillet zu lösen haben, ehe sie die in und überläßt den Organisationen jedes Landes, den gesetz- fie aber nicht schlagen und verwunden dürfen. Als der Rektor den Wagen 2. Klaffe befindlichen Aborte benußen dürfen. Die gebenden Körpern die nöthigen Vorschläge vorzulegen, um den sich bereit erklärte, bei dem Stadthauptmann Wahl Borstellungen Wagen 3. und 4. Klasse in Mecklenburg find mit Eisenbahnern die Ausübung ihrer Rechte zu erleichtern, ohne den zu machen, erklärten die Studenten, fie. nähmen das nicht an, Aborten nicht ausgerüstet. Wenn also einem Reisenden in diesen Dienstanforderungen zu schaden. Der Kongreß ist überzeugt, weil Wahl der Polizei zugerufen habe: Bernichtet die Studenten!" Klaffen ein Bedürfniß überkommt, und er will sich nicht der Ge- daß die wirthschaftliche Befreiung der Arbeiter nur durch die Die Studenten beschlossen, an den Justizminister eine Deputation fahr aussetzen, daß ihm der Zug wegfährt, er also auf einer Sozialisirung der Produktionsmittel erreicht werden kann. zu entsenden. Wenn die Ordnungsstörungen nicht aufhören, wird Zwischenstation fißen bleibt, so ist er gezwungen, eine Gytra- Bugleich wird mitgetheilt, daß der nächste internationale Rongreß die Universität voraussichtlich geschloffen werden. Ausgabe zu machen oder seine Gesundheit zu schädigen. Beim August d. J. in Mailand stattfinden wird. Rom, 28. Februar. Heute Vormittag 11 Uhr erschien steht diese Verfügung wirklich, so wäre das um so ungerechter, als es gerade die Passagiere der 3. und 4. Wagenklasse sind, die Gewerkschaftliche Organisation der Frauen in Schott. Giolitti infolge einer ihm zugegangenen Borladung vor dem erfahrungsgemäß den Eisenbahnen die Mehreinnahmen bringen land. Tem im März 1893 auf Veranlassung der Frauen Untersuchungsrichter, um über die gegen ihn von Madame Crispi müffen. schutz- Liga" zu Glasgow gegründeten„ Landesverbands- Ausschuß und anderen erhobenen Anklagen vernommen zu werden. Madrid, 28. Februar. Offizielle Telegramme aus Cuba Segen des Bergbaues. Die Harpener Bergbau- Gesellschaft für Schottland" gehören gegenwärtig 14 der bedeutendsten Geerzielte im Monat Januar d. J. an 25 Arbeitstagen, d. h. an werfichaftsräthe( Vertreter von Gewerkschaftsverbänden) an, sowie melden, daß die Aufständischen von Santiago 120 Mann start 25 Tagen, an welchen sie für sich arbeiten ließ, einen Reingewinn 21 Trade Unions und Vereine, in denen gemeinsam Arbeiter sind, daß die Stadt Baira für die Aufständischen Partei nahm von 322 000 M., also pro Tag 12 880 M. Der Gewinn der und Arbeiterinnen solcher Berufe organisirt sind, in welchen und die Truppen große Thätigkeit entfalten. Catanzaro, 28. Februar. Ein junger Priester feuerte auf erften fieben Monate des laufenden Geschäftsjahres( Juli 1894 Männer wie Frauen beschäftigt werden. Der„ Landesverbands, bis Januar 1895) beträgt 2110 000 m. gegen 1 694 000 M. im Ausschuß von Echottland" repräsentirt die stattliche Anzahl von den hiesigen Bischof einen Revolverschuß ab, durch den der 93 526 Mitgliedern. Bischof schwer verletzt wurde. Vorjahre. Die Kaliwerte Aschersleben erbrachten im Geschäftsjahr 1894 einen Reingewinn von 1440 139 M. Davon fließen in die Taschen des Aufsichtsrathes 5 pet.= 70588 M. und in diejenigen der Aktionäre 10 pt. 1 200 000 M. Bei folchem„ Segen" braucht man nicht erst zu wünschen:„ Glück auf!" Gewerkschaftliches. " 1 Versammlungen. Paris, 28. Februar. Der Justizminister hat einen neuen Gefeßentwurf über die Spionage ausgearbeitet, welcher gegen wärtig dem Kriegs- und dem Marineminister vorliegt. Paris, 28. Februar. Das Syndikat der Eisenbahnbediensteten beschloß, in Agitation zu treten, um die Deputirtenkammer zu bestimmen, das Gesez abzulehnen, wonach den Angestellten der Eisenbahn jede Vereinigung zum Zwecke der Arbeitseinstellung verboten wird. Nach einem Telegramm, welches der hiesigen Gefandtschaft von Columbia zugegangen ist, wurde der Aufstand im Innern des Landes niedergeworfen. Der Einbruch der Flibustier von Taschira sei noch zu bewältigen. Nach einer hier vorliegenden Meldung aus Rio de Janeiro hat Brafilien für die während der Revolution erschossenen Franzoien eine halbe Million bewilligt. Eine große Abneigung scheinen die Bewohner der Harz- Buchdruckerversammlung. Am 27., abends, wurden die orte gegen die Einrichtung von Rekonvaleszentenhäusern und Verhandlungen des Buchdruckervereins über die vom Parteitage Sanatorien zu befigen. Die braunschweigische Invaliden- und in Frankfurt a. M. beschlossene Ausbebung des Attordlohn Altersversicherungs- Anstalt beabsichtigte, für ihre Versicherten auf systems in den Druckereien, welche Parteiblätter herstellen, fortdem Oberharze ein derartiges Institut ins Leben zu rufen. Um gesetzt. Der Versammlung lagen zwei Resolutionen vor: Die von den Kollegen Arendsee und Genossen eingebrachte den nun gegen dieses Projekt zu tage tretenden Widerstand zu brechen, fiebt sich die genannte Versicherungsanftalt genöthigt, vermittelst Flugblättern die Bevölkerung im Harz aufzuklären. Der Verein Berliner Buchdrucker und Schriftgießer erklärt Im Interesse der Kranken ist die Einrichtung von Refon- sich nicht nur mit der Einführung des gewiffen Geldes in den valeszentenhäusern und Sanatorien aufs freudigste zu begrüßen. Buchdruckereien, in welchen Arbeiterblätter hergestellt werden, einverstanden, sondern wird mit aller ihm innewohnenden Kraft New- York, 28. Februar. Bisher find 25 Leichen aus der auf die Beseitigung des Stücklohnes( Berechnung) hinarbeiten. der Atchison- Topeka und Santa Fé Eisenbahn gehörigen Kohlen. weil er denselben für ein Hemmniß fowohl der Stabilität im Ge- grube in Cerillos( Neumerito) hervorgezogen worden. Man An die Staaker Berlins und der Umgegend! In der werbe, als der Unterbringung der Arbeitslosen hält." glaubt, daß die noch in der Grube befindliche größere Anzahl heutigen Periode des wirthschaftlichen Rampfes zivischen Stapital Die Resolution des Vereinsvorstandes hatte folgenden Bergleute hoffnungslos verloren ist. und Arbeit find so ziemlich alle Gewerkschaften organisirt. Be Wortlaut: ( Depescheu- Bureau Herold.) sonders alle Berufszweige im Baugewerbe haben ihre Berufs-" In der Einführung des gewissen Geldes in den Druckereien Dedenburg, 28. Februar. Hier erschoß sich der Einjährig genossen in Organisationen vereinigt. Nur unser Gewerbe ist der Arbeiterblätter fann die Versammlung eine Förderung der Freiwillige Stephan Faludy, ein Sohn des Eisenstädter Obernoch durchaus rückständig, trotzdem in feiner anderen Branche die Interessen der Gehilfenschaft nicht erblicken, so lange die für all- stuhlrichters, aus unbekannten Ursachen. Schäden so arg sind und so offen zu tage liegen wie in der gemeine Einführung des Zeitlohns nothwendigen Voraussetzungen Lyon, 28. Februar. Die katholische Mission veröffentlicht ein Telegramm des französischen Kolonialministers, worin mitunfrigen. Infolge deffen hat es eine Anzahl Kollegen unter fehlen. nommen, einen Verein der Staafer zu gründen, um so vereint Bei dem zur Zeit vorhandenen gemischten Lohnsystem und getheilt wird, die französische Mission in Tonkin sei überfallen unfere gerechten Forderungen geltend zu machen. Im Inseraten- der Eigenartigkeit des Zeitungswesens stellt sich das gewisse Geld und ausgeplündert worden. theil befindet sich das Nähere. Kollegen, versäumt nicht die an- als eine Reduzirung des Verdienstes und Beschränkung der Verviers, 28. Februar. In einem Wirthshaus in der gekündigte Versammlung Mann für Mann zu besuchen und dem persönlichen Freiheit dar, ohne als Aequivalent entsprechende Midiitraße erschoß ein Soldat seine Geliebte, einen Unteroffizier zur gründenden Verein beizutreten. Mehrere Kollegen. Mehreinstellungen Beschäftigungsloser herbeizuführen. und dann sich selbst. di quel temps Hierzu zwei Beilagen. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 51. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 48. Sigung vom 28. Februar 1895, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: Fürst von Hohenlohe, v. Marschall, Hollmann und Kommissarien. Im Saale find etwas über 50 Mitglieder anwesend.pin Auf der Tagesordnung steht die Berathung des Etats der Marineverwaltung. " Im ersten Kapitel der Ausgaben Marinekabinet" find für das letztere mehr verlangt die Kosten für drei Seeoffiziere, zwei expedirende Sekretäre, einen Registratur- Assistenten, zivei KanzleiSekretäre und einen Kanzleidiener. Die Rommission beantragt, diese Mehrforderung wie im vorigen Jahre zu streichen. Der Antrag der Kommission wird trok des Widerspruchs des Staatssekretärs Hollmann einstimmig angenommen. Beim Kapital Reichs- Marineamt" verweist " Abg. Lieber als Berichterstatter der Budgetkommission auf die Erklärung, welche der Staatssekretär über den Unfall auf der Brandenburg in der Kommission abgegeben hat, und auf die Antwort betreffend die Zurückziehung der beiden Schiffe Falte" und„ Bussard" aus dem Hafen von Apia. Die von der Kommission gestrichenen 10 800 m. bei den Gehältern der Bureaubeamten, 1200 M. bei den Gehältern der Unterbeamten und 600 M. beim Unterstützungsfonds werden auch vom Hause gestrichen. Zum Kapitel: Seewarte und Observatorien" liegt eine Resolution der Budgetkommission vor:" Die verbündeten Regierungen zu ersuchen: Die den in Berlin stationirten Mitgliedern der Mittelbehörden der Reichsverwaltung gewährte Ortszulage von 600 M. an die gleichgestellten Beamten in Hamburg für das nächste Jahr in Aussicht zu nehmen." Diefelbe wird mit dem ganzen Kapitel genehmigt. Zum Kapitel„ Seelsorge und Garnisonschulmesen" beantragt die Budgetkommission folgende Resolution:„ Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, die Aufbesserung des Gehalts der Volksschullehrer an den Marineschulen in Erwägung zu nehmen." Abg. Lingens( 3.): Es sei troh seiner mehrfachen Anregungen immer noch nicht genügend für fatholischen Sonntage gottesdienst auf den Schiffen gesorgt, während dies für den evangelischen der Fall ist. Das Kapitel und die vorgeschlagene Resolution werden genehmigt. Zum Kapitel 51, Geldverpflegung" berichtet der Abg. Lieber als Referent der Budgetkommission an der Hand der Denkschrift über die vorgenommene Personalverstärkung. Das Kapitel wird genehmigt unter Abfegung von 1440 M. für nicht pensionsfähige Zulage für einen Offizier und von 1 M. bei den Schreibmaterialien. " Im Kapitel 52: Betrieb der Flotte", hat die Rommiffion von den gulagen( Verpflegungsstellen, Arbeits- 2c. Bulagen) 138 072 M., von der Schiffsverpflegung 183 650 M., für Betriebs-, Reinigungs- und Beleuchtungsmaterialien 288 544 M. abgesetzt. Staatssekretär Hollmann: Der Abstrich von 800 000 m. kann nicht durchgeführt werden ohne wesentliche Einschränkung, wenn die Indiensthaltungen aufrecht erhalten bleiben. Abg. Rickert( dfr. Vg.) weist demgegenüber darauf hin, daß troh der Streichung eine sehr erhebliche Mehrbewilligung gegenüber dem vorigen Etat erfolgt. Staatssekretär Hollmann: Ersparnisse werden nicht gemacht werden; es sind die Schiffe türzere Beit in Dienst gehalten worden, als ursprünglich veranschlagt war. Das wird auch 1895/96 geschehen müssen. Abg. Rickert: Trotz der Abstriche werden immer noch zirka 2 Millionen mehr als in früheren Jahren der Flotte zur Verfügung gestellt; wir müssen also darauf rechnen können, daß teine Etatsüberschreitungen erfolgen. " Freitag, den 1. März 1895. 12. Jahrg. find zum großen Theil verheirathet und es ist ihnen schwer möglich, sehr einfach: wir haben hier die allgemeinen Interessen der Aranderweitig Beschäftigung zu finden. Sie sind also zweifellos der beiter zu vertreten, allerdings von dem Gesichtspunkte aus, wie Noth und dem Elend preisgegeben. Wäre die Arbeitszeit verkürzt wir es auffassen. Wir haben uns auch nicht beschwert, daß keine worden, so stände der größte Theil dieser Arbeiternoch heute in Arbeit. Arbeit vorhanden ist. Wenn der Staat in seinen Werkstätten keine Wie wenig die Arbeiterentlassung nothwendig war, zeigt die That- Arbeit hat, so sagen wir nicht. Du mußt sie uns schaffen. Es sache, daß in neuerer Zeit wieder Arbeiter eingestellt worden sind. handelte sich hier nur darum, die Arbeit so einzutheilen, daß alle Es sind Eingaben bis an die höchste Instanz des Staatssekretärs Arbeiter beschäftigt bleiben und zwar mit Hilfe einer Verkürzung gerichtet worden, dieser hat sich aber geweigert, die Gründe anzugeben, der Arbeitszeit. Was hier verlangt wird, thut jeder vernünftige weshalb er auf eine Bertürzung der Arbeitszeit nicht eingehen wolle. und humane Arbeitgeber. So habe ich es selber gemacht und so Bei der Einstellung neuer Arbeiter ist ein sehr tüchtiger und handelt jeder menschlich fühlende Unternehmer. Wir brauchbarer Arbeiter, dies hat ihm die kaiserliche Werft haben uns atteftirt, nicht berücksichtigt worden. Er hat s. 3. sich besonders für die Verfürzung der Arbeitszeit ins Zeug gelegt und es hat den Anschein, daß er gerade wegen dieses Umstandes nicht in Arbeit genommen ist. Uebrigens gilt dasjenige, was ich von Kiel gesagt habe, auch vom Wilhelmshaven und Danzig. Auf manch diesen Orten hat ein erheblicher Zuzug von Werftarbeitern stattgefunden. nur darüber beklagt, daß der Staat auf diefen einfachen, natürlichen und durchführbaren Vorschlag nicht eingegangen ist. Daß die sozialdemokratischen Arbeiter feine indirekten Steuern zahlen wollen, ist eine Behauptung ins Blaue hinein. Wir verlangen nur, daß das Existenzminimum unter 600 M. von der direkten Steuer frei bleibe. Dabei würden die Arbeiter, vorausgesetzt, daß die indirekten Steuern aufgehoben würden, ganz bedeutend profitiren, denn die indirekten Steuern Staatssekretär Hollmann: Die Werfte haben feinen Anlaß, wachsen mit der Kopfzahl der Familie und betragen pro Familie in ihrer Arbeiterzahl zu wechseln, heute viel, morgen wenig 60-100 M. Wir wollen eine direkte, gerechte, progressive Einzu beschäftigen. Aber in den Wintermonaten häufen sich die kommensteuer schon um deswillen, damit jeder einzelne genau Arbeiten der Werfte; die Schiffe der Manöverflotte sind zur weiß, was dieser kostbare Staat ihm eigentlich kostet.( Heiterkeit Reparatur gekommen und diese Arbeiten müssen vollendet werden. und Beifall bei den Sozialdemokraten.). Die übrige Zeit wird mit Neubauten ausgefüllt. Wenn nicht Abg. Hammacher( natl.): Herr Bebel ist ein sehr geschickter Arbeiter entlassen werden sollen, dann muß die Arbeitszeit ver- Fechter; um die Einzelheiten in den Hintergrund zu drücken, fürzt werden. Da ist der Arbeiterausschuß einberufen worden bringt er allgemeines hier vor, um seinen Freund Legien zu und hat sich gegen die Verkürzung der Arbeitszeit entschieden. vertheidigen, der gefagt hat, wenn die Sozialdemokraten herrschen Es bestehen allerdings gewisse Meinungsverschiedenheiten zwischen würden, gäbe es überhaupt keine Schiffe. Es ist auf den den Arbeitern. Troß alles Wohlwollens der Marineverwaltung deutschen Schiffswerften eine gewisse Anzahl von Deutschen für ihre Arbeiter muß die Verwaltung doch darauf Rücksicht thätig; diejenigen, die diesen Wersten durch ihre Abstimmung nehmen, ob genügende Arbeit vorhanden ist. die Arbeit entziehen, schädigen die Arbeiter. Die Sozial demokratie stimmt gegen alle Ausgaben, gegen den ganzen Gtat. Der Angriff des Herrn Legien war also ein ungerechter. Abg. v. Kardorff: Jm vorigen Jahre habe ich für jedes einzelne Schiff gestimmt und es hier im Plenum vertheidigt. Darauf werden die Gehälter der Werftbeamten bes willigt. Abg. v. Kardorff( Rp.): Den Sozialdemokraten, welche sich über Arbeiterentlassungen beschweren, habe ich in der vorigen Session diese Arbeiterentlassungen als eine nothwendige Folge der Ablehnung der neuen Schiffsbauten vorhergesagt.( Sehr richtig! rechts.) Abg. Hammacher( natl.) findet es ebenfalls seltsam, daß diejenigen Herren sich für die Arbeiter einlegen, welche die Gelegenheit ablehnen, den Arbeitern Beschäftigung zu gewähren. Referent Abg. Lieber weist darauf hin, daß die Marineverwaltung bereits in der Budgetkommission sehr entgegen kommende Erklärungen abgegeben hat. Der Titel wird nach kurzer Debatte bewilligt. Bei den Kosten zur Justandhaltung der Schiffe und des Inventars werden 181 500 m. abgefeßt. Berichterstatter mit, daß die Frage des Salutschießens in der Beim Kapitel„ Waffenwesen und Befestigung" theilt der Kommission bei diesem Titel berührt sei. Damit sind die ordentlichen Ausgaben erledigt. Gegenüber dem von allen Seiten ertönenden Ruf nach Vertagung bittet der Bizepräsident v. Buol, noch den einleitenden Vortrag des Referenten zu den einmaligen Ausgaben zu hören. Das Haus stimmt zu. " " Abg. Legien: Der Staatssekretär hat selbst zugegeben, daß der Wechsel in der Zahl der Arbeiter nicht eine Folge der Nicht- Abg. Richter: Da die Kosten für die Uebungsschießen so bewilligung der Schiffe sei, sondern daß er alljährlich eintritt. gewachsen sind, müßte man doch fragen, ob nichts gespart werden Wenn es nach uns gegangen wäre, hätte eine solche Anhäufung fönne beim Salutschießen. Vielleicht wird einmal eine Statistik von Arbeitskräften überhaupt nicht stattgefunden. Durch Ihre über das Salutschießen aufgenommen, um dessen Kosten zu er fortgesetzten Bewilligungen haben Sie diese Anhäufung vermitteln.( Heiterfeit.) fchuldet und nun haben Sie auch die Verantwortung dafür, Das Kapitel wird bewilligt, ebenso ohne Debatte das daß diese Arbeiter nicht auf das Pflaster geworfen werden. Kapitel„ Torpedowesen". Wenn Sie verlangen, daß wir für die Neubewilligungen Bei den Ausgaben für das Kassen- und Rechnungs. stimmen, so könnten wir mit demselben Grund Sie daran er wesen empfiehlt Abg. Jebsen im Interesse der Zahlmeister innern, daß Sie für die Torpedoboote stimmen müßten. Die das Avancement zu verbessern. Das Kapitel wird genehmigt, durch die Entlassung getroffenen Arbeiter ebenso ohne Debatte die Kapitel Küsten- und Vermessungs ft im men alle unserer Stellung zu den Marine- wesen" und verschiedene Ausgaben". forderungen zu. Das haben sie erklärt, obgleich sie da durch in Noth gerathen. Wenn Sie, die Konservativen und Nationalliberalen, ebenso sehr wie diese Leute Rücksicht auf das Gemeinwohl nähmen, so hätten Sie schon längst gegen die Neuforderungen gestimmt, die Arbeiter wissen sehr wohl, daß durch das ungerechte System der indirekten Steuern Abg. Vieber: Es wird von seiten der Verwaltung und der ihnen ihr Verdienst wieder aus der Tasche gezogen wird. Ich verbündeten Regierungen nicht daran gedacht, die Hochfeerathe Ihnen, sich nur ein klein wenig von diesem Sinn für das Panzerflotte über die Zahl von 14 zu erhöhen. Die Hochfee Gemeinwohl anzueignen! Wenn die Werft Arbeiterentlassungen Banzerflotte besteht aus drei Klassen. Schiffe erster Klasse: vermeiden will, warum bewilligt sie dann nicht eine Verkürzung Brandenburg", Wörth"," Weißenburg"," Kurfürst Friedrich der Arbeitszeit? Der Staatssekretär hat selbst erklärt, daß diese Wilhelm" und„ Ersatz Preußen"; sie sind neuester Konstruktion Arbeiter feine andere Beschäftigung finden können. Soweit ich und Bewaffnung und stehen auf der Höhe der technischen Vollunterrichtet bin, hat die Mehrheit der Arbeiter im endung. Friedrich Wilhelm", Raiser" und" Deutschland" sind Wohlfahrtsausschuß sich für die Verkürzung der Arbeits- sämmtlich ältere Schiffe. König Wilhelm" stellt einen Typ für zeit ausgesprochen. Wenn man uns hier erklärt, daß sich dar und wird nicht allzu lange mehr ohne Ersatz bleiben gerade in ten Staatsbetrieben am meisten auf das Wohl der können, jedoch wird für dieses Jahr ein Ersatz noch nicht gefordert. Arbeiter gefehen wird, so soll man uns das hier beweisen. Der Kaiser" und" Deutschland" find Schwesterschiffe, von denen das erstere aus laufenden Mittelu soweit umgebaut ist, daß es noch eine Reihe von Jahren als diennfähig angesehen werden tann; während für Deutschland" unter den laufenden Ausgaben 1485,220 m. verlangt werden, um dieses Schiff noch auf längere Zeit in brauchbaren Zustand zu versezen. Von den Panzern III. Klasse befindet sich Friedrich der Große" ungefähr in demselben Zustande wie„ König Wilhelm". Für die vier Schiffe der Sachfentlasse, Baden", Bayern"," Württemberg" und" Sachen" wird eine erhebliche erste Rate gefordert, um sie einem umfassenden Umbau zu unter ziehen, damit ein Ersatz für längere Jahre entbehrt werden kann. Man wird sich nach den amtlichen Erklärungen in den folgenden Jahren mit einem umfassenden Umbau behelfen, sodaß bis zum Ende dieses Jahrhunderts ein Ersatzbau für die Hochseepanzerflotte nur für König Wilhelm" und" Friedrich der Große" zu erwarten ist. Beim Kapitel: In standhaltung der Flotte und Es ergab sich aus der Debatte, daß darüber hinaus alle Zukunftsder Werftanlagen weist pläne in bezug auf die Hochsee Panzerflotte als private Abg. Nickert( dfr. Vg.) darauf hin, daß die Bestrebungen Zukunftsmusit betrachtet werden könnten. Am Schluß der der Marineverwaltung stets dahin gegangen wären, einen gleich- Abg. v. Kardorff: Die Budgetkommission ist auch davon Berhandlung habe ich dies unter Zustimmung der Vertreter der mäßig starken Stamm von erprobten Arbeitern auf den ausgegangen, daß es nüßlich wäre, wenn die Marinebauten verbündeten Regierungen in der gesammten Rommission fest= Werften zu erhalten. Deshalb ist auch der Etat für Neubauten möglichst gleichmäßig verurtheilt werden. Das wird sich nicht ſtellen In bezug auf die Kreuzer zweiter früber ein ziemlich gleichmäßiger gewesen. Der Redner bittet alle Jahre machen lassen, aber die Kommission war der Meinung, Klasse, deren die Denkschrift vom Jahre 1889/90 fieben die Regierung um Auskunft über die Stärke des Arbeiterstammes, daß alljährlich ca. 15 Millionen Mart ausgegeben werden müssen, in Aussicht nahm, wurde erklärt, es würde nicht beabsichtigt, über weist darauf hin, daß die Gleichstellung der Werftsekretäre mit wenn wir die Flotte im Stand halten wollen. Wenn die Sozial- den Rahmen jener Denkschrift hinauszugehen, wobei das Tempo, den Intendantursekretären noch immer nicht erfolgt sei und be- demotraten teine Marine und kein Heer wollen, in welchem die Erfüllung dieser Denkschrift zu vollziehen schwert sich darüber, daß die Werkführer nach ihrer etatsmäßigen so ist es nüglich, dies einmal zu konstatiren. sein werde, vorbehalten bleibe. Hinsichtlich der Kreuzer Anstellung schlechter stehen als früher. ( Lachen bei den Sozialdemokraten.) Die Arbeiter, welche glauben, erster Klasse, zu im vorliegenden Staatssekretär Hollmann: Wenn die Summen für die daß die Kosten des Heeres und der Marine durch die indirekten Ersatz Leipzig gehört, wurde erklärt, daß zunächst Schiffsbauten erheblich schwanken, so ist das sehr unerwünscht Steuern aufgebracht werden, scheinen von den sozialdemokratischen dieser Panzer in Aussicht genommen sei, daß irgendwelche weiterfür die Marineverwaltung; ich habe das in einer fleinen, der Agitatoren in den Wahn verfekt zu sein, daß der Staat ohne gehenden Pläne amtlich nicht bekannt seien, daß die MarineBudgetkommission vorgelegten Schrift nachgewiesen. Aber der Steuern auskommen fann. Denn direkte Steuern wollen die verwaltung sich indessen vorbehalten müsse, in bezug auf diese hohe Reichstag hat darauf großen Einfluß. In den 80er Jahren Sozialdemokraten ja auch nur den reichen Leuten auferlegen. Kreuzerklasse freie Hand zu behalten. ist weniger bewilligt worden und erst 1890 tritt wieder ein Auf- Abg. Bebel: Niemand von uns hat ausgesprochen, daß wir schwung ein. Die Werkführer stehen sich allerdings als etats. fein Heer und teine Marine wollen,( Widerspruch rechts) auch mäßig angestellt etwas schlechter. Dafür sind sie aber pensions- der Abg. Legien nicht. Wie wir zu dieser Frage stehen, haben fähig. Wir haben am Schlusse des vorigen Jahres auf der wir noch bei der letzten Erörterung der neuen MilitärWerft Danzig 437, in Riel 4400 und in Wilhelmshaven 5950 vorlage largelegt. Daß wir in bezug auf die DrArbeiter gehabt. Der Antrag der Kommission wird genehmigt. Beim Kapitel 54: Bekleidung", und zwar bei den außerordentlichen Kosten des Bekleidungswesens, erflärt auf eine Anregung des Abg. Hammacher( natl.) der Direktor des Reichs- Marineamts Perels, daß die ReichsMarineverwaltung seit 1889 den Weg der Submission zur Betleidung der Marinetruppen verlassen und die Lieferung zwei Firmen übertragen hat. Obwohl diese Firmen den an ihre Zu verlässigkeit und Leistungsfähigkeit gestellten Anforderungen durchaus genügten, hat die Verwaltung auf Anregung mehrerer Handelskammern dennoch den bestehenden Bertrag im vorigen Jahre gekündigt und eine beschränkte Submission eingeführt, an der sich neun Firmen betheiligt haben. Das Kapitel wird bewilligt, ebenso ohne Debatte die Kapitel: Garnisonsverwaltungs- und Serviswesen und Wohnungsgeld zuschuß, Sanitätswesen, Reise-, Marsch und Frachtkosten, und Bildungswesen. Staatssekretär Hollmann: Die Behauptung, daß die Be willigung von Schiffsneubauten keinen Einfluß auf den Stand der Arbeiter ausüben würden, ist ein Irrthum. Wenn Neubauten vorhanden sind, können die im Sommer dabei beschäftigten Arbeiter im Winter bei den Reparaturen verwendet werden. Gin Theil der Arbeiter, der Familien zu versorgen hatte, ist gegen die Einschränkung der Arbeitszeit gewesen und diesem glaubt die Verwaltung das Hauptgewicht beimessen zu müssen. Abg. Rickert: Was nicht richtig ist, ist die ungleichmäßige Bewilligung. 1889/90 find 10/2, 1890/91 32 Millionen bewilligt worden, 1891/92 dagegen wieder nur 112. Dadurch kommen die großen Arbeitereinstellungen und daher die Entlassungen. Ein gleichmäßiger Fortgang der Neubauten muß herbeigeführt werden. 3m übrigen sind gar nicht in der letzten Zeit hunderte von Arbeitern entlassen, soweit die Danziger Werft in betracht kommt. Im großen und ganzen würde es zweckmäßiger sein, statt eine Anzahl von Arbeitern zu entlaffen, eine Vertürzung der Arbeitszeit herbeizuführen. " fönnen. denen Etat der nur Um 5 Uhr wird die weitere Berathung bis Freitag 1 Uhr vertagt. Außerdem Militäretat. ganiſation diefer beiden Inftitutionen eine andere prin Parlamentarisches. Geheimrath Plath erklärt, daß die Werftsekretäre und die zipielle Auffassung baben wie Sie, sollte doch auch dem Intendantursekretäre gleichgestellt seien. Abg, v. Kardorff aufgegangen sein. Nach Ihrer Logik müßten In der Justizkommission des Reichstage wurde am Abg. Rickert spricht seine Verwunderung darüber aus, daß wir für alle Heer- und Marineforderungen stimmen, weil das Donnerstag die Berathung der Novelle zum Gerichtsverdiese Erklärung nicht bereits im vorigen Jahre abgegeben worden durch ein Mehr von Arbeit bei der Fabrikation von Waffen, fassungs- Gesez beendet. Auf Antrag des Abg. Spahn( 3.) ift, als diese Frage zum ersten Male aufgeworfen wurde. Uniformen, bei neuen Kasernen, Depots u. s. w., ferner bei Neu- wurde zu§ 77 ein Busaz angenommen, wonach zu Mitgliedern Abg. Legien( Soz., fortdauernde, große Unruhe, bei der bauten von Schiffen und Reparaturen nothwendig ist. Daraus der Straffammern, sowie zu deren regelmäßigen Vertretern nur Redner nur unvollkommen zu verstehen ist): Auf der faiserlichen nun zu folgern, daß wir auch unsererseits die Forderungen dafür ständig angestellte Richter( also keine Assessoren) bestimmt werden Werft in Kiel sind im Mai des vorigen Jahres ca. 500 Arbeiter gutbeißen müssen, ist ein Standpunkt, der, nehmen Sie mir es dürfen. Des weiteren wurde, der Regierungsvorlage entsprechend, entlassen worden. Ich frage nun den Staatssekretär: welche nicht übel, etwas lächerlich ist.( Oho! rechts.) Sie selber sind die Besetzung der Straffammern mit nur drei Mitgliedern für Gründe haben vorgelegen, das Gesuch der Arbeiter, die Arbeitszeit nicht gewillt einen solchen Standpunkt zu akzeptiren. Bis heute die erste Instanz beschlossen. In der Berufungsinstanz muß Die zu verkürzen und dadurch den Arbeiterentlassungen vorzubeugen, ist noch kein Budget in der Form bewilligt worden, wie es die dagegen die Kammer mit fünf Mitgliedern besetzt sein. abzulehnen. Die Arbeiter haben sich in einer Ber- verbündeten Regierungen gefordert haben, und auch Sie( rechts) weiteren Beschlüsse der Kommission sind minder wesentlich und sammlung bereit erklärt, fich eine Lohnverkürzung ge waren vor einem Jahre sehr wenig geneigt, die neuen mehr von formaler Bedeutung. fallen zu lassen, um nur ihre Kollegen vor Noth zu schüßen. Marineforderungen ฮี น bewilligen; Sie haben damals * Die Arbeiter sind schon deshalb in einer peträren Lage, weil sie mehrere Forderungen gestrichen. Heute ist die Situation Die„ Wirthschaftliche Vereinigung" des Reichstags hielt zum großen Theil von auswärts nach der taiserlichen Werft au- natürlich eine andere, heute bewilligen Sie weit mehr als am Donnerstag Vormittag unter dem Voisiz des Abgeordneten gezogen sind. Das Dorf Gaarden bei Riel hatte 1860 400 Gin- damals, aber soviel wie verlangt worden ist, will Graf Herbert Bismarck eine Sigung ab. Zunächst wurde der wohner, jest zählt es deren 10 000. Die entlaffenen Arbeiter auch Herr v. Kardorff nicht bewilligen. Unser Standpunkt ist Bericht der Subkommission, welche beauftragt war, Vorschläge zur wirksamen Bekämpfung der Nahrungs- geopfert, so versperren wir uns selbst jede Aussicht, daß später wird, so ist, wie man dem Stenographischen Courier"( einem mittel- Berfälschung durch Margarine und zum Schuhe einmal irgend eine Pferdebahn oder dergl. die Linden entlang in Wiesbaden unter der Redaktion von W. Kronshein erscheinender landwirthschaftlichen Woltereiprodukte gegen die angelegt werden kann. Ich beantrage, die Vorlage abzulehnen, den Zentralblatt für Stenographen aller Systeme) mittheilt, schädigende Konkurrenz der Margarine zu denn nur durch entschiedene Stellungnahme der Stadtvertretung Rammerstenograph und Ingenieur Beyerlen in Stuttgart gegenmachen, entgegengenommen. Wie der Referent mittheilte, hat kann die Krone veranlaßt werden, den berechtigten Wünschen der wärtig damit beschäftigt, ein phonographisches Rednerpult zur die Subkommission bisher ihren Auftrag nicht erfüllen tönnen, Bürgerschaft zu entsprechen.( Beifall.) Aufnahme von Reden zu konstruiren. Herr Beyerlen hofft, demda sie niemals ausreichend besucht gewesen ist! Der Besitzer Stadtv. Hentig empfiehlt das Friedeberg'sche Projekt, nächst einen praktischen Versuch mit seinem Rednerpult im einer Margarinefabrit in Brenzlau habe die Mitglieder der wonach die Mittelpromenade in eine Korsostraße verwandelt deutschen Reichstage machen zu dürfen. Gut, daß Bismarck Kommission zur Besichtigung seiner Fabrik aufgefordert, man wird, die Bürgersteige nördlich und südlich ganz erheblich ver- nichts mehr im Reichstage tau seggen" hat; der würde, soweit werde diese Einladung annehmen und auf Grundlage der dort zu breitert werden können, weil die Fahrwege fortfallen und schließ seine Person in Frage käme, für schleunigste Entfernung dieses einigung in die Berathung des dem Reichstage zugegangenen An- freilich auch lieber, wenn dieser Reitweg beseitigt würde, und trages des Abg. Frhr. Heyl von Herrnsheim, betr. die Kündigung glaubt, daß bei den gestiegenen Verkehrsbedürfnissen es nicht der Tuchhändler Herr Hermann A., einer der Leiter der hiesigen des Handelsvertrages mit der Argentinischen Nepublik. Die schwer sein könnte, die Genehmigung zur Kafirung zu erlangen. Kinder Boltstüchen. Zu diesen Instituten wenden sich, dem Herren von Heyl, Graf von Driola und Graf Bismard traten( Lebhafter Widerspruch.) in längeren Ausführungen für den Antrag ein, und die Vereinigung beschloß mit allen gegen eine Stimme, den Antrag im Plenum zu unterstützen. Des weiteren beschäftigte sich die Bereinigung mit der Zabatsteuer Vorlage. Es wurde beschlossen, für dieselbe mit Erhöhung des Eingangszolles auf ausländische schwach besucht. machenden Studien weitere Borschläge machen. Sodann trat die Ber- lich auch der Reitweg erhalten bleiben fönne, Redner fähe es Wahrheitszeugen forgen. ringt, erfährt wohl am besten 1895/ 96.0 gestimmt hat. feit im Daß er= Romututuale darüber ersehen wir, daß bei dieser Gelegenheit das 25 jährige ftellungsloser Kaufmann am Ort, dann gewährt der Wohlthäter " Die Resolution wird angenommen. HEG Stadtv. Hentig bittet um die Beschaffung besseren Wassers aus Tiefbrunnen für die Volks- Bade- Anstalt an der Schillingsbrücke, damit die Ausgabe von 18 000 M. für Leitungswasser für diese Bade- Anstalt aus dem Etat wieder verschwinde. Der Etat wird genehmigt. 1037 " " die Inhaber von Sammellisten für die ansgesperrten Brauerei- Arbeiter werden dringend aufgefordert, sämmtliche Listen, gleichgiltig, ob sie gezeichnet sind, oder nicht, bis zum Kommission muß zu diesem Termin im Besitz der Listen sein, 15. März an die unterzeichnete Kommission einzusenden. Die weil es ihr andernfalls unmöglich ist, bis zum 1. April die AbDie Kommission der Brauer- und Brauerei Hilfsarbeiter, diy per Adr. J. Wiedemann, Blumenstr. 38, Berlin O. Für Ausschußberathung stimmen nur etwa 3 Mitglieder; range des Hungers folgend, auch oft Erwachsene, und unter in der zweiten Berathung wird die Vorlage unter großer Seiter diesen sind, wie bei der Arbeitslosigkeit, die gerade der Bersammlung einstimmig abgelehnt odlades scheint, auch viele stellungslose Komptoristen und LagerKaufmannsgewerbeherrscht, nur zu erklärlich Schluß 7 Uhr. gustini 6 sarbeiter. ochilusjil id di tod Sid Haben diese noch fünf Pfennige bei sich, dann 19: 19ddbunz bekommen sie auch ihre Portion Effen, und zuweilen fügt es sich Tabate einzutreten. Die Versammlung war nur Tokales. land zit größeres Beil erblüht den Arbeitslosen des Kaufmannsstandes bird bin in sogar, daß ein gänzlich Mittellofer umsonst gespeist wird. Noch Der„ Verein gegen Verarmung" hat am Montag seine aber, wenn Herr A. selber die Kinder- Bolksküchen inspiziren geht. biesjährige Generalversammlung gehabt. Aus Beitungsberichten Dann frägt er wohl nach Stand und Herlommen und ist ein Stadtverordneten Versammlung.xt hat: Arbeit, Bestehen des Vereins durch eine Festrede gefeiert worden ist, in Deffentliche Sigung vom Donnerstag, den der man die bisher erreichten„ Erfolge" gerühmt hat. Wir haben Beschäftigungspun pi 28. Februar 1895, na ch m. 5 Uhr. In den Ausschuß für die Einverleibung von Vororten sind eins selber nachgewiesen, daß wahrlich kein Anlaß vorliegt, von und sechzig Mark im Monat. Aber Herr A. thut noch mehr! Zwar sehr hoch bezahlt Herr A. seine Geretteten nicht; die wiederholt erörtert und auch aus den Jahresberichten des VerGehälter variiren bei täglicher Kündigungsfrist zwischen dreißig auch die Stadtv. Singer und Schulz II gewählt worden.! Durch den Tod des Stadtv. Degmeier sind in verschiedenen erfolgen" zu sprechen. Gerade der Verein gegen Verarntung In Rücksicht darauf, daß man sich mit einer oder zwei Mart am bat mit Kuratorien und Deputationen Vakanzen eingetreten. Es wird in feiner nun 25 jährigen Thätigkeit ein Fiasko erlebt, wie faum ein weiter Wohlthätigkeits"-Verein Tage nicht gerade glänzend fatteffen tann, sorgt er auch noch das Kuratorium für hypothekarische Beleihung von Grundstücken in Berlin. Er ist durch die fortschreitende Verschlechterung dafür, daß den Aermiten feines etwa zwanzig Mann starfen aus Stiftungsfonds Stadtv. George gewählt, die übrigen der Erwerbsverhältnisse genöthigt worden, feine statuten- Personals eine Freitisch aus der Kinder Volksküche gewährt Ersatzwahlen sollen in der nächsten Sigung stattfinden. Der Tarif für Arbeiten und Lieferungen bei Ausführung der Verarmter, von Jahr zu Jahr mehr in den Hintergrund zu nichts anderm, als an der Undankbarkeit und Begehrlichkeit der mäßige Hauptaufgabe, Schutz gegen Verarmung oder Aushilfe werde. Wenn trotz solcher Freigiebigkeit gar häufig das Personal dieses wahren Wohlthäters wechselt, so liegt das natürlich an Darauf tritt die Versammlung ein in die Spezial nicht mehr aufgeholfen werden kann, immer mehr in den Vorder- Menschen. Herr A. läßt sich dadurch auch nicht irre machen! berathung des Stadthaushalts Etats für nicht we totale Berſchiebung ber verschiedenen Er thut nach wie vor völlig ſelbſtlos wohl sich und andern Die Gtats: Grundstücke in der Stadt, Iändliche nicht aufhalten können. Zwar ist die Gesammtzahl der Für die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter sind eine Gebiete seiner Thätigkeit hat der Verein auch im Jahre 1894 8um Segen! etinoii Grundstücke und Kalksteinbruch zu Rüdersdorf, 8e Unterstützten nicht weiter gefallen, sondern fogar noch etwas gegangen: Bon einer rothen Hochzeit, Freienwalderstr. 2,70 W. rechtigungen werden nach dem Etatsentwurf unverändert gegen 1893 gestiegen, von 4441 auf 4517. Aber verhältniß Von den Steindruckern 10. Rate 3 M. Bierprozente der Arangenommen. Unter den Berechtigungen" ist die Rathswaage mäßig ist nur die Zahl der mit Geld Beschenkten gestiegen, beiter der Schuhfabrik von Bergschmidt und Lange 8 M. Die am Arminiusplat nicht mehr aufgeführt, da der Magistrat diewährend die Zahl derjenigen, die ein zurückzuzahlendes Kommission der Brauer und Brauerei- Hilfsarbeiter. felbe zum 1. April d. J. wegen ungenügender Benutzung ein- Darlehn oder eine abzuzahlende Nähmaschine erhielten, gehen lassen will und der Ausschuß dem in der Ueberzeugung, weiter gefallen ist. Das heißt: weiter gestiegen ist die daß das Institut der Rathswaagen sich überlebt habe, zu- Bahl derjenigen, denen nicht mehr zu helfen ist, die der Verein Zum Etat der Bade. Anstalten beantragt der Etats- ift dagegen die Zahl derjenigen, denen der Verein noch aufhelfen aber wenigstens vor dem Hunger Schüßen will, weiter gefallen ausschuß folgende Resolution: Die Versammlung ersucht den Magiftrat, sich mit der überhaupt an zu tönnen meint. Es wurden unterstüßt mit: me! von je 100 Einsetzung einer Verwaltungs- Deputation für das städtischeid Dar: Ma- Ge796 Dar 156 Mas( hs Berechnung fertig zu stellen.lispo Badewesen einverstanden zu erklären und der Versammlung ins Leben schinen schenk lehen schinen schenk eine entsprechende Vorlage zugehen zu lassen. 1898 298 64 4079 6,7 1,491,8 1894 30056 4161 6,691,2d 92,1 Eine für unsere heutigen sozialen Zustände bezeichnende Dagegen im ersten Jahre der Vereinsthätigkeit: stapiro) Lokalnotiz finden wir in hiesigen Blättern. Sie lautet: 18701156 128 982 51,0 5,6 148,3 deine vollständige Uebersicht über den Zeitraum 1870-93 after Mann, der Schneider Georg Stoch, der ohne Wohnung ist " Zu seinem Glück verunglückt ist gestern Abend ein 65 Jahre haben wir in Nr. 126 vom 3. Juni 1894 gebracht, wo übrigens und mangels jeglicher Mittel dem winterlichen Wetter ausgesetzt Zum Etat der öffentlichen Desinfektionsanstalt diesem Mißerfolg, der ein weiteres zurückweichen des Vereins dem Haufe Hoher Steinweg 2 mit Berlegungen am rechten Bein die Prozentzahlen auf Ganze abgerundet find.) of Gegenüber war. Er gerieth unter die Räder einer Droschke und wurde vor in der Reichenbergerstraße bemerkt inds onde a vor der immer weiter um sich greifenden Verarmung bedeutet, von einent am Alexanderplat stationirten Schuhmann hilflos Stadtv. Dr. 3 adet: Ich registrire bei diesem Etat wie fällt es weniger ins Gewicht, daß auch Mitgliederzahl und Bei- aufgefunden. Der Beamte nahm sich feiner an und beförderte alljährlich die Stimmen, welche sich im Laufe des Jahres für tragssumme weiter gefunken find, jene von 10 219 auf 9851, diese ihn in einer unſer Verlangen, die Desinfektion unentgeltlich zu machen, aus- von 76 832 auf 74 156 Mart: Desgleichen die Einnahmen aus Mann bis auf weiteres dem Kampf ums Dasein enthoben iſt." nach einem Krankenhause, wo der alte gesprochen haben. Diesmal tann ich mit einer sehr gewichtigen Geschenken und Legaten von 47 468 auf 43 734 Mart und aus was will man mehr? Wenn man des Kampjes um's Da Stimme aufwarten. Es hat am 4. Dezember 1894 die Berlin- Rückzahlungen von Darlehen oder Abzahlungen für Nähmaschinen sein, das heißt dem quälenden Hunger enthoben sein will, so hat Brandenburgische Aerztekammer eine Erklärung angenommen, von 20 0222 auf 19 240 Mart. Aber einen Mißerfolg man weiter nichts zu thun, als möglichst vor den Augen eines nach der es nothwendig ist, daß die aus hygienischen bedeutet natürlich auch das. Der einzige wirkliche Erfolg, Schuhmanns eine Spiegelscheibe zu zerschlagen oder auch sich ein Gründen zwangsweise eingeführte Desinfektion aller Woh den der Verein erzielt hat, ist der, daß es ihm gelungen bischen überfahren zu lassen. Dann wird einem entweder im nungen, deren Infaffen von Infektionskrankheitenbefallen ist, eine Anzahl Berliner Bürger gegen die Bettelplage" zu Gefängniß oder auch im Krankenhaufe fofort geholfen. Und da gewesen, durch die städtische Verwaltung unentgeltlich ausgeführt schügen, insofern als fein Bettler da anpocht wolder das die fabeln die Umstürzler noch von Unwilligkeit des Staates, den werde. Ich bedaure, daß der Magiftrat auf seinem ablehnenden Mitglieder fennzeichnende Schild an der Thür erblickt. Diesen Armen beizustehen! Standpuntte hartnäckig beharrt, um so mehr, als die Forderung Erfolg" hat der Festredner mit Recht hervorgehoben. Man der Bezahlung ein Unrecht ist, wo kein Gericht dem Magistrat wird uns aber zugeben, daß das schließlich auch gerade kein An- Ueber den Verlust eines Neichstags. Abgeordneten zustimmen würde, wenn er es zur gerichtlichen Entscheidung laß ist, in die Posaune zu stoßen und zu verkünden, daß man es hatten wir fürzlich eine zwar betrübende, aber vom menschlichen tommen ließe. herrlich weit gebracht habe. audreuset dolog Standpunkt aus nur zu verzeihliche S Mittheilung zu bringen. Der Etat wird en bloc angenommen. Beim Etat der Irren- und Jdiotenanstalt in Dalldorf Brotestversammlungen gegen das Verbot des Ginige Tage darauf konnten wir nach einer Ergänzung der " Elberfelder Zeitung" noch berichten, daß der unglückliche Verhat der Ausschuß an den Ausgabepositionen für Betöftigung fittlichen Jugendunterricht follen in regelmäßigen lierer der 2000 m. ber fonfervative Abgeordnete Herr v. Herder 3 pet, mit Rücksicht auf die billigen Lebensmittelpreise abgesetzt, Zwischenräumen in Berlin abgehalten werden; eine am Mittwoch fei. Zu unserem Leidwesen ist der Name des Herrn v. Herder besgleichen 5 pCt. an den Ausgaben für Heizung, wofür er die Abend in den Armiuhallen abgehaltene Versammlung beauftragte aber durchaus zu Unrecht bei dieser Gelegenheit an die DeffentEtatsansätze für durchweg zu hoch gegriffen erachtet. Bugleich eine Kommission von fünf Personen mit den nöthigen Vor- lichkeit gekommen. Denn der Herr schreibt uns auf grund des hat er eine allgemeine Resolution vorgeschlagen, bereitungen. Diese vorzugsweise aus Vertretern freireligiöser Preßgefeßes den Magistrat zu ersuchen, die Herabminderung der großen Diskussion, in der die Umstursvorlage nach allen Richtungen hin über einen konservativen Reichstags- Abgeordneten, der 2000 m. Anschauungen zusammengesezte Versammlung faßte nach lebhafter Bereits vor einiger Zeit enthielt Ihre Zeitung eine Bemerkung Kosten für Heizung in betracht zu ziehen. Die Resolution und der Etat werden nach den Vorschlägen erörtert wurde, folgende Resolution: Die Versammelten erachten verloren haben sollte, und waren darüber noch weitere Ausdes Ausschusses angenommen, der auch noch an dem Konto für das Verbot des sittlichen Jugendunterrichts als einen zeitwidrigen lassungen gefolgt. In der Nummer vom Dienstag, den 26. v. M., Bau- und Reparaturkosten 6000 M. gestrichen hat. Angriff auf den gesunden Menschenverstand der doch Zweck und schreiben Sie weiter, dieser Reichstags- Abgeordnete ist Herr Im Etat der Frrenanstalt Herzberge bei Lichtenberg find Mittel jedes Unterrichts sein muß, zumal von ihm allein eine p. Herder. Ich habe dazu nun die Bemerkung zu machen, daß entsprechende Abstriche für Beköftigung und Heizung vorgenommen gedeihliche Ausübung der ftaatsbürgerlichen Rechte abhängt. Diese Notiz unwahr und vollkommen aus der Luft gegriffen ist. worden, bei den Reparatur und Baukosten ein Abstrich von 10 000 M., ferner 2000 m. an den Tagelöhnen für Acker? Dieses seit den Beiten des Erstens bin weder ich der Verlierer der 2000 m., noch irgend Geht er oder geht er nicht? bestellung, da man die stärkere Heranziehung von Irren für diese Eisernen Kanzlers" nicht mehr auf der Tagesordnung gewesene einer der konservativen Fraktion. Noch genau eingeholten Arbeiten für zweckmäßig hält, und 3000 m. an den Ausgaben Frage- und Antwortspiel hat, ohne daß die politische Welt davon Informationen bin ich aber auch in der Lage, der Wahrheit für Instandhaltung der Wege, Chausseen, Part- und Garten- erfuhr, den staatserhaltenden Elementen im deutschen Reichs- gemäß zu erklären, daß überhaupt keiner der Abgeordneten des bängliches Herzklopfen bereitet. Die Reichstag jenez. Gerber im ſtande ist, der Vorsicht sämmtlicher fürzlicher Gott sei ant jest gelöit und anlagen; aus demselben Grunde. Die Vorschläge des Ausschusses tage fürzlich wieder bängliches Herzklopfen bereitet. Die Reichstags jene 2000 m. verloren hat. Daß Herr v. werden durchweg ohne Debatte angenommen; desgleichen der Frage ist jei Dant jest gelöst und gelöst. Er Spezialetat der Anstalt für Epileptische Wublgarten bei zwar glücklich geht nicht! Ordnungs- 397 ein derart unzweifelhaftes und unantastbares Zeugniß ausBiesdorf, endlich der Etat, betreffend die Fleischschau stehen und welches Berliner Blatt hätte nicht seine parla- Opfermuth. Denn unter dem leider notorischen Mangel an Seßparteiliche Blätter, die mit Reichstagstreifen in Beziehung zustellen, erfüllt uns mit aufrichtiger Bewunderung vor seinem für das von außerhalb eingeführte Fleisch. baftigkeit bei der erdrückenden Mehrzahl unserer Reichsboten muß Es wird hierbei gleichzeitig ein Gemeindebefchlußmentarischen Beziehungen?- ordnungsparteiliche Blätter alsobie Konstatirung der v. Herder'schen Thatsache nicht allein eine gefaßt, wonach der für das laufende Jahr festgefeßte Ge= bührentarif auch für das Jahr 1895/96 in Geltung bleiben soll. Straße Unter den Linden. ditu zod bl 3 cham sido A fans( bilgun M. wiffen triumphirend zu melden: do Der Restaurateur des Reichstages, Hof- äußerst zeitraubende, sondern auch, was Auslagen für briefliche lieferant Schulze, hatte im Unmuth über die Kritit Recherchen 2c. betrifft, recht tostspielige Arbeit gewesen sein. Singer's gelegentlich des Reichstags- Etats seine Stellung Wir bedauern selbstverständlich in hohem Grade, daß wir die gekündigt, da er ohnehin durch den Umzug und die Neu- Ein- Gewissenhaftigteit aller Barlamentarier, die ihren Vermögensrichtung ftatte Einbuße erlitten habe. Auf ein schmeichel- verhältnissen nach fähig find, 2000. zu verlieren, derart an haftes Schreiben des Reichstagspräsidenten getaftet haben. Hoffentlich folgt die übrige Bresse unserem reu hat er feinen Entschluß wieder vückgängig gemacht und müthigen Beispiel. of = Die Vorlage, betr. die Anlage von zwei Rohrbrunnen nebst Saugerohrleitung zur Speisung des Bassins der VolksBade Anstalt am fleinen Thiergarten in Moabit wird genehmigt, desgl. die Vorlage wegen Festsegung von Fluchtlinien für eine neue Straße 14b, Abtheilung II des Bebauungs" Fraktion Schulze" braucht sich nicht aufzulösen." said Russischer Sprachunterricht für Kaufleute. Im Orien plans, auf dem städtischen Terrain zwischen Urbanstraße, Urban-" Nein, wahrlich nicht! Die auf Umsturz und Untergrabung talischen Seminar wird vom 15. April bis 15. Auguft ds. Js. platz und Wilmsstraße von der Urbans nach der Wilms der bestehenden Gesellschaftsordnung gerichteten Bestrebungen der Herr Hofrath Schalfejew unentgeltlich russischen Unterricht an straße. G3 folgt die Vorlage betr. die Umgestaltung der Sozialdemokratie haben in ihrer Chimboraffo Frechheit junge Kaufleute ertheilen, an Anfänger am Dienstag und Donnersselbst vor dem Heiligsten, was deutsche Männer kennen, vor dem tag, abends 7/ 2-81/ 2 Uhr, sowie an andere Mittwoch und Freimühungen, den Fortfall des Reitweges bei den zuständigen In diese von den Reichsboten geradezu umschwärmte Persönlich Abend auf der Station Warschauer Brücke in der Person des Nach der Vorlage des Magistrats ist dieser mit seinen Be- agen tein Halt gemacht! Soweit ist es gekommen! Der tag, abends 71/ 2-81/ 2 Uhr. verehrte Ober- und Opferpriester des deutschen Parlamentsmagens, Ein gefährlicher Stadtbahnräuber ist am Mittwoch stanzen zu erwirten, nicht durchgedrungen. Er hat nur eine feit ist vom Umsturz beleidigt worden. Und wie beleidigt! War es 18 Berringerung der Breite von 7 auf 5 Dieter zu erreichen vernicht unerhört, daß Singer von dieſem einzigen Manne Eltern in Friedrichsberg( Blumenthals. 22) wohnhaft, verhaftet mocht und legt nun der Versammlung ein Projekt vor, welches frech verlangte, er solle seinen Kellnern Lohn zahlen; tenn- worden. Wir erfahren von zuständiger Seite folgendes: Am mit der Erhaltung des Reitweges in dieser Breite rechnet. zeichnet es nicht aufs beschämendste die elende Neidlingsgesinnung Mittwoch Abend gegen 7 Uhr bestieg auf der Station StralauZur Verbreiterung des südlichen und nördlichen Bürgersteiges wird ferner der Fortfall des Lastenwegs auf der Süd- diefes Umfturzmenschen, daß er sein Anfinnen n. a. mit dem Mittwoch Abend gegen 7 Uhr beftieg auf der Station Stralaus a. dem Rummelsburg die Frau des Fabrikanten S. aus Rummelsburg Hinweis begründete, daß Herr Schulze weder Pacht zahle noch feite, wie auch die Berschmälerung des nördlichen und südlichen Inventarunkosten zu tragen habe? Als ob ein Priester schon ein Koupee 11. Kl. eines zur Abfahrt bereit stehenden Stadtbahn= Fahrdamms projektirt. Die Kosten sind auf 400 000 m. ver- jemals für das Walten in seinen geheiligten Räumen Geld gezahlt zuges, in welches im legten Augenblick ein junger gut gekleideter hätte! Herr v. Levezow vollbrachte eine wahrhaft erlösende That, als er Mann hineinsprang. Diefer, der obenerwähnte Kürschner G. Stadtv. Schulz 1: Die heutige Vorlage ist eine Verschlech Herrn Schulze schmeichelnd bat, aller ergerniß zum Troy ſtand- nahm der Dame gegenüber Plaz, doch kaum hatte der Train terung der früheren( Sehr richtig!). Der Reitweg, dessen Fortfall haft auf seinem wichtigen Posten zu verharren. Das eine ist tasche forderte; er wußte die fich anfänglich sträubende Frau zur den Bahnhof verlassen, als der Fremde von Frau S. die Geldwir als Vorbedingung der Umgestaltung bezeichneten, soll jest aber unabweisbar: Nämlich eine erweiterte Disziplinarordnung erhalten bleiben. Er hat für die Straße absolut keinen Vor in Reichstage, die nicht allein der Krone, sondern auch der Herausgabe des Portemonnaies, in welchem sich 1,05 m. befanden, theil, wird vielmehr dauernd eine schwere Belästigung des Küche, auch Herrn Schulze, ausreichenden Schuh gegen jegliche 3 zwingen, daß er ihr die Mündung eines Revolvers Publikums sein. In einer so frequenten Straße wie dieser sollte Beleidigungen gewährt. filed ats auf die Brust fette! Als sich der Zug der Warschauer doch auch das eiserne Gitter der mittleren Promenade endlich straße näherte, bemerkte G. zu seinem Opfer: Wenn Sie jetzt beseitigt werden. Für die Pferde, welche vom Marstall nach Ein phonographisches Rednerpult dürfte demnächst im um Hilfe rufen oder jemand sagen, was hier soeben geschehen ist, dem Pariser Platz geführt werden sollen, fommen die 800 Meter deutschen Reichstage erprobt werden. Da jezt im Reichstage schieße ich Sie über den Haufen." Der freche Bursche öffnete Reitweg garnicht in betracht. Haben wir aber erst die 400 000 m. mehr von der Rednertribüne wie vom Blaze aus gesprochen sodann die Roupeethür, stieg auf der Station aus, schloß fofort anschlagt. magini wieder die Thür und blieb an derselben stehen! Thatsächlich wagte es Frau S. unter diesen Umständen und einWetter- Prognose für Freitag, 1. März 1895. Gerichtsassessor Gerber am Donnerstag von der dortigen Straf Zeitweise heiteres, vielfach woltiges Wetter mit Nieder- tammer zu einem Monat Festung verurtheilt worden ist, geschüchtert durch die vorhergegangene Drohung nicht, um Hilfe schlägen, mäßigen westlichen Winden und langsam steigender weil er sich des Vergehens der Aufforderung zum Zweikampf zu rufen. Sie vermochte jedoch einen diensthabenden Beamten, Temperatur. Berliner Wetterbureau. schuldig gemacht hatte. Die Deffentlichkeit war ausgeschlossen, ohne daß der Räuber es bemerkte, durch Zeichen zu verständigen, Polizeibericht. Am 27. v. M. nachmittags fiel ein Stutscher, da eine Ehescheidungssache in der Verhandlung zu streifen war! welcher herantrat und durch einige Worte der Frau den Sachverhalt welcher mit einem schwer beladenen Wagen auf ein Grundstück Der Staatsanwalt in Neisse verfolgt den flüchtigen erfuhr und den G. festhielt. Durch Schuyleute, welche nur in der Alten Jakobstraße einfahren wollte, vom Wagen herunter Referendar Jäger aus Oppeln wegen Sittlichkeitsmit großer Mühe den Burschen vor der Wuth der aus- und wurde durch Ueberfahren schwer an der Brust verlegt. verbrechen. Jäger ist mittelgroß, untersett, hat volles Gesicht, steigenden Passagiere zu schützen vermochten, wurde der Räuber In der Linienstraße streifte ein Rollwagen einen Handwagen so blondes Haar und einen Anflug von Schnurrbart. zunächst nach dem Stationsbureau gebracht, wohin auch die ungeschickt, daß der den letzteren führende Knabe vor die Räder durch die Aufregung ohnmächtig gewordene Dame geschafft des Rollwagens geschleudert und an beiden Beinen überfahren Aus London wird berichtet: Das Polizeigericht in Bowstreet Stralauerplay überführt. Bei dem jugendlichen Verbrecher Droschke überfahren und ihm der linke Unterschenkel gebrochen. Bunina alias Dominic Alarithi, welcher wegen Betruges innerwurden der Revolver, sowie eine Anzahl scharfer Patronen vor Im Laufe des Tages fanden drei unbedeutende Feuer statt. halb der Jurisdiktion der deutschen Regierung angeflagt ist. gefunden. Nach längerem Zeugnen legte G. das Geständniß ab, Der Angeklagte leugnete, je in Deutschland gewefen zu sein. Die daß er bereits am Montag Abend eine nach Rummelsburg fahrende Dame mit dem Revolver bedroht, die jedoch aus dem Zuge herausgesprungen sei.( Es bestätigen sich also die Angaben des jungen Mädchens, deren diesbezügliche Schilderungen von der Behörde nicht recht geglaubt wurden.) Bei dem Kürschner, der noch in derselben Nacht nach dem Polizeipräsidium gebracht wurde, wurde noch eine einfache Fahrkarte zweiter Klasse vor gefunden, welche mit F durchlocht, also auf der Station Friedrichstraße tupirt worden ist. wurde und später wurde G. nach dem 45. Polizeirevier am wurde. beraber und in der wurde ein Arbeiter durch eine verhandelte heute über die Auslieferung eines gewissen Dominic HP - sondere Vorliebe für das Speise- und Kaffeelokal von B. Franke Unsere Herren Einbrecher hegen anscheinend eine bein der Frankfurterstr. 73. Seit kurzer Zeit ist dort zum vierten Male eingebrochen worden. Die Diebe stiegen durch das Kloset: fenster in das Lokal und haben außer 800 mit dem Namen der Firma versehenen Speisemarken die kleine Kaffe mit zirka 8 M. mit gehen heißen. Da vielleicht der Versuch gemacht wird, die Speiſemarken in den Kreisen der Gäste abzusehen, so ist der Hinweis am plage, daß dieselben an der Kasse nicht mehr langenommen werden, da inzwischen andere Marken eingeführt sind. -WO Angelegenheit wurde vertagt. Gerichts- Beitung. Wegen eines Artes der Rohheit, der an die neuerdings Dersammlungen. " 80 6 # der #au hilgat In einer öffentlichen Versammlung der Konditoren, 3uderwaaren- und Chokoladenfabrik- Arbeiter und Arbeiterinnen referirte Reichstags- Abgeordneter Genoffe Moltenbuhr über: Die Kommission für Arbeiterstatistik und ihre Gegner." Redner führte der Versammlung die Ergebnisse der Untersuchung der im Mai 1892 gebildeten Rommission für Arbeiterstatistit vor Augen, deren Thätigkeit sich zu1 Deren abisbeten Som. nächst auf Bäckereien und Konditoreien erstreckte. Die Ungeheuerlichfeiten, welche die auf, dem Wege der Stichproben vorgenommenen Untersuchungen zu Tage förderten, sollten nach dem Versprechen des Reichskanzlers auf dem Gesetzeswege beseitigt werden; doch hat man bis heut noch nicht Zeit gehabt, eine diesbezügliche Gesezvorlage einzubringen, dahingegen hatte man es recht eilig mit der Umsturzvorlage. Redner betont, wie außerordentlich dringend die Vertürzung der Arbeitszeit ist; ebenso müsse der Lehrlingszüchterei in den Bäckereien entgegen getreten werden. Redner ermahnt durch Gerichtsverhandlungen bekannt gewordenen Brutalitäten gewisser Gebildeten erinnert, hatte sich gestern der Hausdiener Frommert vor der 2. Straftammer des Landgerichts I zu Der Sozialdemokratische Wahlverein für den zweiten verantworten, nachdem einer seiner Komplizen bereits vor Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt am 24. Februar eine gut mehreren Monaten eine empfindliche Strafe erhalten hat. befuchte Versammlung ab, in der Genosse Schöpflin in einem Frommert selbst fonnte damals nicht abgeurtheilt werden, weil recht beifällig aufgenommenen Vortrag über Aberglauben" sprach. Eine rentable Fakfabrik. Erklärliche Sensation, so er erst später ermittelt worden ist, ein dritter Theilnehmer an Die Versammlungen sollen jetzt regelmäßig alle vierzehn Tage schreibt das Berl. Tagebl.", erregt eine Haussuchung und daran der That, der Arbeiter Kreen ist nach Amerifa entflohen. Der stattfinden. fich knüpfende Verhaftung, welche gestern früh von der hiesigen Schiffer Habicht befand fich in der Nacht zum Kriminalpolizei bewirkt worden ist. Eine öffentliche Versammlung der Vergolder, die am Es handelt sich um die 29. Mai in der Freiberg'schen Schankwirthschaft an der Ecke 27. Februar bei Schneider, Annenstraße 16, tagte, leitete der Firma Engelte, Buchholdt u. Co., Neue Promenade 8, Fabrit der Grün- und Wallstraße. In der Unterhaltung, die sich 27. Februar bei Schneider, Annenstraße 16, tagte, leitete der ätherischer Dele, Effenzen, Kouleuren und Fruchtsaft- Prefferei, um den Bierboykott gedreht haben soll, erzärnten sich die Par- Delegirte der Gewerkschaftskommission mit einem interessanten Bar- Bericht deren Inhaber in Verdacht gerathen waren, bei Diebstählen an teien. Als man um 4 Uhr morgens ausbrach, schlug der in- Bericht über die Thätigkeit derfelben ein, und präzisirte seine Fastagen als Hehler gedient zu haben. Diese Diebstähle, zwischen verurtheilte Bahnwärter Mary den Schiffer mit einem Stellung zu den einzelnen in der Kommission verhandelten Fragen. Die Versammlung verhielt sich zustimmend zu der durch welche hiesige und auswärtige Brauereien geschädigt dicken Knüttel wiederholt über den Kopf, während ihn Kreen und wurden, sind von einer Bande gewerbsmäßig und im großen Frommert festhielten. Als er widerstandsunfähig geworden war, Stellung ihres Delegirten, der seinerseits eine Wiederwahl abUmfange schon seit mehreren Jahren betrieben worden, ohne daß schleppten ihn seine Gegner auf das Bollwerk neben der Grünstraße, lehnte. Es wurde daher dem Kollegen Höpfner die Verman ihnen auf die Spur fam. Bu vielen Tausenden verschwanden Mary schlug nochmals auf ihn ein und schließlich wurde er aus tretung in der Gewerkschaftskommission übertragen. Den Kaffenbericht der Agitationsfommission gab Kollege Schütte, danach bedie Gebinde aus den Brauereien und wurden der genannten Firma einer Höhe von 4-5 Metern in den Kanal ge= zugeschleppt, welche in fabrikmäßiger Weise die Brandzeichen der be- worfen. Zum Glück war das Wasser an jener Stelle nicht trugen die Gesammteinnahmen inkl. Bestand: 1794,40 M. Diesen Der stand eine Gesammtausgabe von 1218,47 M. gegenüber. Es troffenen Brauereien von den Fäffern entfernen ließ und dieselben übermäßig tief, so daß sich Habicht retten fonnte. nach erfolgter Herrichtung den Brauereien wieder verkaufte, Angeklagte bestritt entschieden, an dieser Nohheit theilgenommen blieb fomit ein Bestand von 575,93 M. zu verzeichnen. Hieran Der hiesige Vertreter der Nathenower Brauerei hat das gemein zu haben, er wurde jedoch durch das Zeugniß mehrerer Personen schloß sich die Neuwahl der Agitationsfommission, in welche die gefährliche Treiben entdeckt und zur Anzeige gebracht, worauf überführt. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten Kollegen Starmann, Böhm und Schnorre gewählt gestern früh, wie erwähnt, bei der Firma Haussuchung abgehalten 2 Jahre Gefängniß. Der Gerichtshof erfannte auf 1 Jahr wurden, als Revisoren fungiren die Kollegen Krüger und wurde. Es wurde bei derselben auch ein großes Lager von 6 Monate Gefängniß und nahm den Angeklagten sofort eine selbständige Feier, wie sie im vorigen Jahre für die Bergolder Steidel. In betreff der Maifeier beschloß die Versammlung Fastagen etwa zweihundert Stück aufgefunden, die zum in Haft. Das Ersuchen des letzteren, ihn doch erst noch einmal eine selbständige Feier, wie sie im vorigen Jahre für die Bergolder theil noch die Zeichen der geplünderten Brauerei- Etablissements au feiner Familie geben zu lassen, da er vier kleine Kinder zu Tage foll einer weiteren Versammlung anheimgegeben werden. stattgefunden hat. Die Entscheidung über die Arbeitsruhe an diesem trugen, zum größten Theil aber bereits neutralisirte", d. h. von Hause habe, wurde abgelehnt. Nunmehr entspann sich eine recht rege Debatte über die außerjenen Zeichen befreit und zum Verkauf zugeftugt waren. Die Ein untrügliches Mittel gegen die Schwindsucht" ordentlichen Weißstände bei der Firma Albert Sutow in der Inhaber der Firma find: H. A. J. Buchholdt( Kopenhagen), gefunden zu haben, ist nicht den Forschungen eines Koch oder Stegligerstraße. Im Munde der Kollegen wird diese Arbeits3. W. Engelte und Max Roethig. Letterer wurde verhaftet, da Liebreich vorbehalten geblieben, der Sprachlehrer Hermann stätte nur mit dem Namen„ Knochenmühle" bezeichnet, die im er speziell die Geschäfte mit den Spitzbuben abgeschlossen hat, die Krause hat diese Gelehrten schon längst überflügelt. Er preift allgemeinen als das Schreckgespenst aller Nahmenvergolder- Wertnur sehr geringe Preise für das gelieferte gestohlene Gut erhalten durch Beitungs- Inserate ein Mittel an, welches Lungen- ftätten gilt, zu der die Arbeitsuchenden nur im Falle äußerster haben. Mehrere ber Diebe sind verhaftet, sie haben die Dieb schwindsucht in weit vorgeschrittenen Fällen" heilen foll, und in Noth ihre Zuflucht nehmen. Vor furzem sind zwei Arbeiter, die stäble auch eingeftanden und ihren Hehler genannt, und hierdurch den von ihm veröffentlichten Danksagungen wird er gepriesen als vor dem Gewerbegericht nach bestem Recht und Gewissen die Wahrheit deffen Ueberrumpelung und Festnahme herbeigeführt. Wohlthäter der Menschen, der zum Heile der Kranken noch fagten, die allerdings nicht zu gunsten jenes Herrn aussiel, entlassen. Die Kehrseite der Medaille Bis auf einen Arbeiter, der erkrankt war, waren die in dieser besteht darin, daß nach dem Votum des gerichtlichen Sach- Werkstatt Beschäftigten anwesend. Uebereinstimmend äußerten recht lange erhalten bleiben möge". verständigen Medizinalraths Dr. Long tranke und hysterische diese auch für den abwesenden Kollegen ihre Meinung in folgender Frauen das tollste Zeug glauben und daß eine dieser dankbaren Resolution: Wir erklären die Arbeit morgen niederzulegen und Schwertrante üben derartige Annoncen von Kurpfuschern immer Forderungen waren während der Debatte aufgestellt: Kundinnen des Herrn Krause inzwischen verrückt geworden ist. Auf übertragen bie Verhandlungen dem heutigen Bureau." Als ihre Wirkung aus. So war es auch bei der Frau des Silber Fabrikant verpflichtet sich, jedem die Freiheit zu lassen, vor Gearbeiters Schlosser der Fall. Die arme Frau litt an hoch richt die Wahrheit zu fagen; ferner verpflichtet sich derselbe. gradiger Rehlkopf- und Lungenschwindsucht, so daß sie von den feinen Arbeitern eine menschenwürdige Behandlung zu their Aerzten als völlig rettungslos. aufgegeben war. ein Inserat des Angeklagten und, wie der Ertrinkende aufgefordert, zu der Sizung am 12. März zu erscheinen, und trinkende werden zu laſſen. Zum Schluß wurden die Vertrauensmänner nach einem Strohhalm greift, wünschte sie auch dieses ihre Bücher sowie die Zirkulare für die Urabstimmung mit zur 19 Eine originelle Methode, zu voller Ronzession au fommen, Heilmittel zu probiren. Wie ihr Sohn und ihre Schwester, Stelle zu bringen. zu halm greift wendet ein Wirth in der Wilmersdorferstraße zu Charlottenburg die zu dem Angeklagten entsandt wurden, behaupten, hat dieser an. Er entfesselt nämlich unter seinen Gästen, die zum theil die Unfehlbarkeit seines Mittels in den Himmel gehoben und auch aus Bauarbeitern bestehen, einen Petitionssturm, indem er sich dahin geäußert:" Für ihn sei eine Besichtigung der Patientin männiglich auffordert, in seinem an die Regierung zu Potsdam nicht nöthig, denn ihr Zustand stehe ganz llar vor seinen Augen. gerichteten Gesuch durch Namensunterschrift zu bestätigen, daß in Wenn nur noch ein Feßen Lunge vorhanden sei, dann heile er dortiger Gegend ein tiefgehendes Bedürfniß für einen Wirth mit die Krankheit in drei Wochen." Er gab für die Kranke voller Rongeffion vorhanden sei. Selbstverständlich geben nur 4 Flaschen Arznei à 4 M. mit, die Kranke starb aber nach indifferente Beute zu diesem Bittgefuch ihre Namensunterschrift 14 Tagen. Gerichts- Chemiter Dr. Bischoff hat festgestellt, daß die her; organisirte Arbeiter haben besseres zu thun, als die Privat eine der Flaschen ein Gemisch von gereinigtem Honig und Waffer, geschäfte von Personen, denen sonst die Bestrebungen der Arbeiter eine andere eine den homöopathischen Arzneien nachgebildete schaft völlig gleichgiltig sind, in derart plumper Weise fördern Mixtur aus ganz indifferenten Pflanzenfäften enthielt und zu helfen. daß der Werth eines sochen Flascheninhalts auf 20 Bf. zu be. 99 Wir erhalten von Herrn R. Hermann, Hauptverwalter messen sei. Das Schöffengericht hat 1. 3. in dem Verhalten des Gutenberg.Bundes, folgende Bufchrift: des Angeklagten eine Vorspiegelung falscher Thatsachen erblickt In der Nr. 48 des Vorwärts" befindet sich unter Lokales" und ihn mit Rücksicht auf die Gemeingefährlichkeit solcher Kur eine Notiz, betreffend Paul Grube und den Gutenberg- Bund, der pfuschereien zu se ch 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. folgende unrichtigkeiten enthält: 1. Paul Grube war nie Bor- Er legte Berufung ein und beharrte auch in der gestrigen Verfizender des Gutenberg- Bundes. 2. Paul Grube wird auch nicht handlung bei seinem unerschütterlichen Glauben an die Heilkraft die Anwesenden zu festem Zusammenschluß in der Dr wegen Unterschlagung von Geldern des Gutenberg- Bundes straf- feines Geheimmittels und bei der Behauptung, daß ihm ganisation. In der Diskussion wurde hervorgehoben, daß rechtlich verfolgt. Die Verfolgung desselben hat überhaupt nichts baffelbe von den Verwandten der Frau Schlosser geradezu für die Pfefferküchler die Zustände noch schlechter feien, wie mit dem Bunde zu thun. 3. Wird behauptet, der Gutenberg- Bund abgerungen sei. Er habe fofort gesagt, daß die Krants in den Bäckereien. Von 3000 Pfefferküchlern in Deutschland be= habe in Verbindung mit Herrn Hermann Blanke dafür gesorgt, daß beit schon zu weit vorgeschritten sei und sich schließlich nur finden sich höchstens 1000 in Arbeit; ein großer Theil findet nur die für den Tarif kämpfenden Buchdrucker in Kirchhain durch durch die Thränen des Sohnes rühren lassen. Sein Ver- Beschäftigung im November und Dezember; mehr als 50 pCt. Streitbrecher ersetzt worden seien. Auch diese Behauptung ist theidiger Dr. Schöps beantragte seine Freisprechung, weil er der Arbeitenden hat eine 12 und 13 stündige Arbeitszeit außer nicht wahr. Der Gutenberg Bund hat weder aus sich, noch in von der Heilkraft feines Mittels ebenso überzeugt sei, wie Prof. im September und Oktober. In diesen Monaten muß von früh Verbindung mit genanntem Herrn irgend jemand nach Kirchhain Koch, Prof. Liebreich und der Naturarzt Glünicke von 6 Uhr bis abends 9, auch 11, in einzelnen Fällen bis 12 Uhr gefandt. 4. Was die Bemerkung betrifft, daß der Gutenberg- den ihrigen. Der Gerichtshof fetzte die Strafe auf 3 Monat gearbeitet werden. Der Lohn beträgt monatlich 10 bis Bund die Vereinigung derjenigen Buchdrucker sei, welche stets Gefängniß herab. Bemerkenswerth sind zwei geflügelte 15, im allergünstigsten Falle einmal 20 bis 30 Mart. bemüht find, in solchen Buchdruckereien als Streifbrecher zu Worte des Medizinalraths Dr. Long. Er sagte u. a. Gher Auf einen mündlichen Auftrag, im Reichstage die Einführung dienen wo Mitglieder des Werbandes wegen Nichtzahlung des wird man den großen vom Himmel bolen der ganz außer acht gelassenen Pfeffertüchler in die Schutzgesetz Tarifs die Arbeit eingestellt haben, so ist auch diese Behauptung und den kleinen ein den zoologischen Garten gebung zu veranlassen, entgegnete der Referent, daß man wohl nicht wahr. In Kirchhain sowohl wie in mehreren Berliner Fällen fperren tönnen, ehe es gelingt, ein Universal nachträglich diesen Beruf einer verwandten Branche zutheilen ist das gerade Gegentheil der Fall. Verband und Gutenberg- mitte! gegen Lungenschwindsucht zu finden." werde; auf besondere, freilich recht nothwendige SchuhBund sind hier gemeinsam vorgegangen. Und auf die Frage des Vertheidigers, ob der Angeflagte nicht Bestimmungen sei sobald nicht zu rechnen. Er rathe vielmehr, ebenso an sein Heilmittel glauben könne, wie die Erfinder von alles Material über Mißstände zu sammeln und dasselbe zu ge Tuberkulin und Cantharidin an die Heilkraft dieser Mittel eigneter Zeit in Form einer Petition an zuständiger Stelle ein glauben, sagte der Sachverständige wörtlich:" Ich muß aus zureichen, um die Aufmerksamkeit weiterer Kreise auf solche Zuvoller Ueberzeugung befunden, daß es mir stände zu lenken. Zum Schluß der Debatte ſtimmte man folgender nicht klar ist, wie man die kleinen Diebe fo Resolution zu: In Erwägung, daß die Berliner Gehilfenschaft ansamalt al biffenschaftlicher nicht länger gewillt ist, auf die Einführung des Maximal- ArbeitsStaatsanwalt bedauerte, daß hier wissenschaftliche Rapazitäten tages auf grund des§ 120c der R.-G.-D. zu warten, in einem Athemzuge mit dem Angeklagten genannt worden seien verfpricht die heutige Versammlung, mit aller Kraft dahin zu und daß die Sachverständige sein Gutachteen in solcher Form ab agitiren, die Kollegen nicht blos in Berlin, sondern in ganz Deutschland aufzurütteln, damit sie dem Zentralverband der gegeben habe. Die dringende Nothwendigkeit einer Reform der Konditoren beitreten, und durch denselben einen nachhaltigen Bestimmungen über die jugendlichen Ver Druck ausüben für Einführung des Maximalarbeitstages." brecher zeigte eine Verhandlung vor der 5. Straftammer des Hierauf gab der Obmann der Agitationskommission die AbLandgerichts I hierselbst gegen den Schüler Wandel. Der rechnung, nach welcher gegenwärtig ein Bestand von 7,97 m. eben erst 12 Jahre alte, von Gestalt fehr fleine Knabe hat, wie vorhanden ist. Die sodann gewählte Agitationstommission fett der Vormund dem Gericht erzählte, den Vater am Delirium ver- sich zusammen aus den Kollegen Koch, Haase und Hüsler, loren, die Mutter ist den ganzen Tag außer dem Hause be- denen die Ersahleute Wiesner, Fliege und Scheune. schäftigt. Auch der Kleine ging schon auf Eriverb aus, er mann beigegeben wurden. handelte an den Markthallen mit Kouverts. Hier soll er sich verschiedener schuldig gemacht haben. Das Schöffengericht verurtheilte ihn deshalb zu 4 Monaten Gefängniß. In der Berufungsinstanz trat der Vertheidiger, Rechtsanwalt Heinemann, lebhaft für Umwandlung der Freiheitsstrafe in Zwangserziehung ein, indem er darauf hin-2 wies, daß lettere geeignet sein könne, aus dem Knaben noch einen brauchbaren Menschen zu machen, während die Freiheits ſtrafe ihm einen Makel aufdrückt, den er nie wieder los werde, 1 der ihn bei allen Arbeitgebern verschlossene Thüren finden laffe. Das Gericht ermäßigte die Strafe zwar auf 3 Monate, beließ es aber im übrigen bei der Freiheitsstrafe, da es die Einsicht in die Selbstmord eines Arztes. Dr. med. Samuelsohn in Strafbarkeit als vorhanden annahm und deshalb nach dem Hamburg, welcher sich wegen eines Sittlichkeitsvergehens in Gesez gezwungen fei, auf Anordnung der Zwangs- Untersuchungshaft befand, hat sich im Gefängnisse erschossen. erziehung verzichten zu müssen. Wie die Hamburgische Börsenhalle" erfährt, hat die UnterKämpfer für Ordnung, Religion und Sitte. Gin uus fuchung ergeben, daß der Bertheidiger des Dr. Samuelsohn demaus Sagan zugegangenes Privattelegramm berichtet, daß der selben einen Revolver in das Gefängniß gebracht hat. S Wir hoffen, alsbald Herrn Hermann antworten zu können. Der in Hamburg verhaftete Schiffer Richard Erpel bat vor der Hamburger Kriminalpolizei bereits ein Geständniß abgelegt. Danach hat Erpel nach seiner Betheiligung an der Plößenseer Affaire mehrere Uhrenläden ausgeraubt, so die Geſchäfte von Mroch in Hochfirch und von Stern in Oldesloe. Auf grund dieses Geständnisses ist es der Hamburger Kriminalpolizei gelungen, die fämmtlichen Romplicen, Helfershelfer und Hehler des Erpel zu ermitteln und zur Haft zu bringen. Für unheilbar geistestrank ist gerichtsärztlich Frau F. aus Spandau erklärt worden, die am 6. Dezember in einem Gasthofe Unter den Linden ihren zweijährigen Knaben zu er morden versuchte, indem sie ihm ein chloroformgetränktes Taschentuch auf den Mund drückte. Man hat sie jetzt nach einer Frrenanstalt gebracht. Witterungsübersicht vom 28. Februar 1895. 01 sheerdal Stationen. Barometer tand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Swinemünde Hamburg Berlin b Wiesbaden. München Wien Haparanda Petersburg Cort Aberdina Baris 753 753 NNW NM 28 Windstärke DEFIBANON( Stala 1-12) Wetter 81191097 wolkig bedeckt bedeckt tell woltig wollig bedeckt Temperatur -5 -2 -4 -2 Still 754 5 765 WNW 1 Schnee Nebel heiter -17 -17 3 756 762 . • SM NNW 1 wolfig 3 2 bedeckt 0 Taschendiebstähle 13912 Insula Dermischtes. Ein entsetzliches Huglück hat sich am Mittwoch in Chicago ereignet. Es wird darüber berichtet: Jm hiesigen Fabrikviertel brach heute eine große Feuersbrunft aus. Während des Brandes entstand eine Panik unter 225 Kindern, die in einer Drei Kinder wurden todtsavannfabrik belehäftigt waren. getreten und viele derselben schwer verleßt. Alles zur höheren Ghre des dreimal heiligen Profits! Eingelaufene Druckschriften. Der Sozialdemokrat, Bentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Partei Großindustrie. Beschäftigung von Kindern in London. Der elektrische Antreiber". Agrarisches. Gewerkschaftliches. Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthitraße 2). Su besiegen Wie erlange ich sicher eine Invaliden- oder Altersrente oder eine Beitragseriattung auf grund des Invaliditäts- und AltersversicherungsGesetzes? Von Bielefeld, Berlin. Verlag von Asher u. Co. durch alle Zeitungsspediteure. Das Abonnement beträgt durch die Post oder in Berlin durch die Zeitungsspediteure pro Quartal 1,20 M. Kreuzband 1,80 M. Die Nr. 9 vom 21. Februar hat folgenden Inhalt: Wochenschau.. Rinteln- Köller. Der Sozialismus in Galizien. Die unabhängige Arbeiterpartei und die Wahlen zum Londoner Grafschaftsrath. Sozia listische Bauernagitation in Italien. Ein Brief Ferdinand Lassalle's. Parteinachrichten. Wie man uns behandelt. Todtenliste. Literarisches. -W Aus dem Reichstage. Briefkasten der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Zwei Buchstaben oder eine 8aFI) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Postabonnent Genthin. Der§ 37 des Kranten aus Rassenmitgliedern besteht, welche großjährig und im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte find. Betrag ist nicht eingegangen. A. G. 21. G. 6. Das Mädchen soll nicht zum Sühne. termin gehen, aber möglichst bald zwischen 712 und 81/2 Uhr abends in unsere Sprechstunde tommen. Fr. Eiermann. Senden Sie uns die Aufforderung zu den Tagen wieder zu, an welchen Sie dieselbe wieder eingerückt Die jugendlichen Arbeiter in der deutschen versicherungs- Gesetzes bestimmt, daß die Generalversammlung haben wollen. Für den Juhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Central- Theater Alte Jakobkrahe Nr. 30. Emil Thomas a. 6. Novität! Zum 12. Male: Novität! Unsere Rentiers. Theater. Große Poffe mit Gesang und Tanz Freitag, 1. März. Opernhaus. Fra Diavolo. Schauspielhaus. Die Nibelungen. Der gehörnte Siegfried. fried's Tod. SiegDeutsches Theater. Tartüff. Nachher: Blau. Leffing Theater. Aus Berlin W. Berliner Theater. Madame SansGene. Rehdenz- Theater. Fernand's The fontraft. Neues Theater. König Heinrich der Vierte. Theater Unter den Linden. Ra pitän Carricciolo. Schiller Theater. Der Schwabenstreich. Bellealliance- Theater. Verliebte Mädchen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Obersteiger. Adolph Ernst- Theater. Ein fideles Korps. Gesindeball. Central- Theater. Unsere Rentiers. National Theater. Die lebende Brücke. Die Alexanderplat- Theater. Rönigstochter als Bettlerin oder: Die Schule des Lebens. Reichshallentheater. Spezialitäten Borstellung. American- Theater. Vorstellung. SpezialitätenApollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Raufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Freitag, 1. März, abends 8 Uhr: Der Schwabenstreich. Sonnabend, 2. März, abends 8 Uhr: Der Schwabenstreich. Abonnementshefte werden täglich von 11-1 und 6-8 Uhr ausgegeben. Adolph Ernst- Theater Anftreten der ersten Pirouetteu. Courbette- Tänzerin Englands vom Prince of Wales- Theater in London. in 4 Aften von Wilhelm Mannstädt und Julius Freund. Musit von Julius Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. National- Theater. Große Frankfurteritraße 182. Direktion: May Samst. Sensationelle Novität! Gastspiel der amerikanischen Gesellschaft William Calder Mit neuen Dekorationen und Kostümen. Passage- Panopticum. Freie Volksbühne. Das Riesen- Kind mit den 24 Fingern. Bock- Brauerei Tempelhofer Berg. Die lebende Brücke. 57. Bock- Saison. Täglich: Sonntag, den 3. März 1895: VI. Serie. VI. Abtheilung( National- Theater): Rein Hüfung. Beginn 22 Uhr. VII. Serie. III. Abtheilung( Lessing- Theater): Der Geizige. Vorher: Banernehre. Beginn 3 Uhr. Von Luxemburg sind dem Verein 100 M. überwiesen worden, wofür dem freundlichen Geber bestens dankt Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, O., Blumenstraße 21. 300/91 Achtung! Achtung! Schuhmacher! Sonnabend, 2. März, abds. 8½ Uhr, bei Feind, Weinstr. 11: Oeffentliche Versammlung aller in der Schuhindustrie besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen. Tages Ordnung: ( The span of Life.) Großes Sensationsschauspiel mit Musit in 4 Akten( 11 Bildern), nach dem Englischen von Sutton Vane, übersetzt von H. Schwab. Dirigent: Adolph Wiedecke. Elektr. Beleuchtungseffekte v. Latowsky. Anfang 5 Uhr. Sonntags 4 Uhr. Regie: Max Samst. Militär- Konzert. Gebote 2 Disfuifion, Raffenöffnung 61/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Deutscher Sonnabend Nachm, 4 Uhr: Holzarbeiter- Verband. Schüler- Vorstellung. Borführung von Nebelbildern wissen= schaftlichen Inhalts. Feen- Palast Burgftr. 22, neben der Börse. Neues collossal. Programm. Die 8 Grunathos. Die mysteriösen Liliputaner ( darunter die fleinste SerpentinTänzerin der Welt). Cousin August m. seinem brasilian. Orang- Utang. Little Ella, das Wunderkind. Mr. Paolo Vendaro. Lilly Wellini, Kostüm- Soubrette. Wilhelm Fröbel, Berlins 1. Orig.- Humor- Matador. Gisella- Trio. The 4 Original- Dissenatos. Brothers Ulricos. Anfang: Wochent. 71/2 Uhr, Sonntags: Konzert 61/2 Uhr, Borst. 7 Uhr. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Ein fideles Corps. Große Gesangsposse mit Tanz. Nach dem englischen Original ,, A Gaiety Girl" von Jones Sidney, frei bearbeitet Am Landes- Ausstellungspark von Eduard Jacobson und Jean Kren. Borher: Gelindeball. Schwant in 1 Aft von Ed. Jacobson und Jean Kren. Anjang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Unter den Linden 21. Benen- Jeden Sonntag Nachmittag Orientalische A- Familienvorstllg. zu halb. Preisen. Zauber und Bey's Wunder. Täglich Anfang 18 Uhr. Donnerstag, den 7. März 1895: unwiderruflich letzte Vorstellung. ( Schluß der Saison) Circus Renz Carlstrasse. Freitag, den 1. März 1895, abends 72 Uhr: Lezte Komiker- Vorstellung. ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Kaufmann's Variété. Neuerdings ,, Station Naucke" genannt. Vollständig 16 neues Glanznummern! Programm! Heute Abend: Sitzung der Orts- Verwaltung, in der Stallschreiberstr. 29. Tischler- Verein. Sonnabend, den 2. März 1895: Ausserordentliche General- Versammlung Tagesordnung: zehn 224 4 1. Vortrag des Genossen Adolf Hoffmann über den legten Theil der 2. Nach der Versammlung findet gemüthliches Beisammensein statt. Um zahlreichen Besuch bittet Die Agitationskommission. J. A.: G. Schrul. Metallarbeiter! Sonntag, den 3. März 1895, Vormittags 10 Uhr: Große öffentliche Versammlung sämmtlicher Arbeiteru. Arbeiterinnen der Metall- Industrie im Feenpalast, Burg: u. Wolfgangstraße- Ecke. Antrag auf Unterstützung der streifen- 12. den Klavierarbeiter. Abrechnung vom Maskenball. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. 249/19 Die Hilfe, christlich- soziales Wochenblatt Herausgegeben von Pfarrer Naumann in Frankfurt a. M. sucht an allen Orten Agenten. Preis vierteljährlich 50 Pf. durch Agenten; 1 M. durch die Post. Probenummern 20 V Tages Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht des Vertrauensmannes; Bericht der Revisoren. Neuwahl des Vertrauensmannes. 3. Wie stellen sich die Kollegen zum 1. Mai? 4. Bericht der Delegirten zur Gewerkschaftskommission und Ersatzwahl hierzu. Der gedruckte Rechenschaftsbericht gelangt in der Versammlung zur Ausgabe. E 67/5 Die Kollegen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen, da die Bersammlung Beschlüsse von weittragender Wichtigkeit fassen soll. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Näther, Berlin N., Anklamerstr. 44. Zentralverband der Maurer Deutschlands ( Zahlstelle I Berlin Putzer). bei der Expedition, Frankfurt a. M., Am Sonntag, den 3. März, vormittags 11 Uhr, in den Obermainstr. 2 zu verlangen. 47/27 Bruchbandagen aller Art( eigenes Fabrikat), sowie fämmtliche Artikel zur Krankenpflege empfiehlt LinienJ.Ch. Pollmann, a 30. Lieferant für Orts- u. Hilfs- Krankenk. Parteigenoffen! Freunden und Bekannten zur gefl. Nachricht, daß ich mit dem heutigen Tage ein 2867b Cigarren- Geschäft eröffnet habe und bitte ich um gütigen Zuspruch. Hochachtungsvoll Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: E 1. Bericht der Statistit- Kommission. 2. Entgegennahme von Anträgen 190/14 zum Verbandstag in Halberstadt. 3. Verschiedenes. Die örtliche Verwaltung. Verband der Sattler und Tapezirer. Versammlungen am Sonnabend, den 2. März, abends 8½ Uhr: Zentrum: bei Herrn Wienedte, Alte Jakobstr. 83. Tagesordnung: 1. Angelegenheit Försters. 2. Verschiedenes. Norden: bei Herrn Krüger, Fennstr. 5. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Joël über: Die moderne Max Pole, Grüner Weg 122. Naturanschauung und ihr Einfluß auf die heutige Gesellschaft. 2. Diskussion. Naucke Kinderwagen beschafft Fabrik. ist noch immer der zugfähigste Kassen- Magnet, daher bleibt er noch 3 Jahre( aber mindestens), denn ganz Berlin will Naucke Einangestellter Privatleuten zu Engrospreisen. Näheres Linienstraße 16, 1 Tr. W. Pahr, sehen, und 134 Million Gin Arbeitsanzüge Brunnenstr. 112. wohner haben wir, und dazu gehört Zeit, solche Kleinigkeit zu placiren. In Vorbereitung: Die Kneip- Genies. Burleske von Emil Naucke und Arthur Fränkel. Seidenstoffe Sammete, Plüsche, Velvets, Cravattenstoffe. Alles in größter Auswahl. Billiger als in jedem Laden. Stralauerstr. 44, 1 Tr.( Kein Laden!) und Auftreten sämmtlicher Klowns in Castan's Panoptikum. Milchgeschäfts- Moereigeräte, ihren wirkungsvollſten Intermezzi's. 1. Auftreten der excentrischen Klowns Noch nie dagewesen!: Sylvain und Carr. 1. Wiederauftreten Die Riefen des dunkeln Erdtheils: der weltberühmten Bonhair- Truppe. Das Apportirpferd Mohr, bierauf Prinz Carneval und sein Gefolge, Die Dinka, Jordan, Kleine Markusstr. 28. Nusbaum Möbel. Verkaufe sof. vollständige Wohn- und Schlafzimmer Einricht. spottbill., auch einzeln, sowie Regulator, Teppiche, Brautleuten empfehlenswerth). LandBilder, Steppdecken, Plüschgarnitur wehrstraße 5/6. Präsident Faure". Sophabezug- Neste vorgeführt von Herrn R. Renz. Auf 40 Männer, Frauen u. Kinder. treten der Schulreiterin Frau RenzDas scheckige Mädchen Marietta. Stark. Auftreten der renommirtesten Reitkünstlerinnen und Reitfünstler. Morgen, Sonnabend: Parade- Gala- Vorstellung zum Benefiz für den Schulreiter und Dresseur Herrn Renz- Stark. Rob. Renz und die Schulreiterin Frau Sonntag, 3. März: 2 Vorstellungen ( letzte Sonntags- Vorstellungen). Nachm. 4 Uhr: Letzte Kinder- Vorstellung Parodie- Theater Oranien- Straße 52( am Morigpl.). Madanie Sans- Gêne. Vorher: ( zu ermäßigten Preiſen). Zum legten Grand Café Unfallverhütung. Male: Die lustigen Heidelberger. Abends 712 Uhr: Extra- Vorstellung: Tjo Ni En. Tischdecken- Reste, Portieren- Reste, Gar dinen- Reste am billigsten Grüner Weg 57. Kinderwagen f. 8 M. zu verkaufen, Cuvrystr. 22, vorn 2 Tr., Nordmann. Cigaretten 3. Verschiedenes. 214/8 Um pünktliches, zahlreiches Erscheinen der Kollegen wird ersucht Die Ortsverwaltungen. Der diesjährige Maskenball findet am Sonnabend, den 9. März im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jafobstraße 37, statt. Billets find im Verein zu haben. Zimmerer Berlins und Umgegend! Sonntag, den 3. März, vorm. 10 Uhr, Große öffentliche Versammlung in den Arminhallen, Rommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 15 1. Berichterstattung des Delegirten der Gewerkschafts- Kommission. 2. Wie regeln wir unsere öffentlichen Angelegenheiten in diesem Jahre? Eventuell Wahl einer Kommission. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 2897b Der Vertrauensmann. 292/6 Heute, Freitag Abend, den 1. März 2890b großes Efel- Ausspielen. H. Noll, Kleine Andreasftr. 16. Freunden und Genossen hierdurch Restaurant mit Vereinszimmer weg. or st, Markusstr. 39. Krankheit zu verkaufen; zu erfragen b. Für Gesangvereine etc. die mittheilung, daß ich am 1. März Friedrichshagen, Schöne Vereinszimmer mit Piano, 40 das Schaufgeschäft von Eigendorf in bis 60 Personen, heizbare Kegelbahn noch einige Tage frei! 17882* Oswald Grauer, Oranienstr. 121 Wilhelmftraße Nr. 67, übernehme. Paul Spindler, Empfehle mein Weiss- u. Bairisch- früher Reichenbergerstraße 118 Bier- Lokal. E. Reichert, Willibald Alerisstraße 22. 2896b* Görlikerstr. 42 mehrere freundl. Hinterwohnungen, v. 204 M. an, aum 1. April 1895 zu vermiethen. Vereinszimmer, Klavier( 50 bis en gros liefert am billigsten Fabrit 60 Personen) zu verg. W. Lühowstr. 7, Füsilierstr. 13 bill Wohnungen 1 S. Rochmann, Georgenfirchstr. 55.| Rest. Bärensprung". und 3 Tr. 26466 Zum Schluß: Heimath. 1778b Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. Fr. Renz, Rommiffionsrath. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 51. 2 Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 31. Sigung vom 28. Februar, 11 Uhr. Am Ministertische: Bosse und Kommissarien. Die Berathung des Kultusetats wird fortgesetzt und zwar beim Kapitel Elementarunterrichtswesen. Abg. Ples( 3.): Obwohl der Staat schon sehr viel für die Boltsschulen bezahlt, haben die Gemeinden immer noch zu schwer an ihren Schullasten zu tragen. Es ist aber erfreulich, daß die Verhältnisse der Elementarlehrer sich schon verbessert haben. Die Lehrer müssen in ihrem schweren Berufe von Sorgen frei fein fönnen. In bezug auf die Schulbauten auf dem Lande schießt man oft über das Ziel hinaus. Wir müssen fragen, ob die Boltsschule in Hinsicht auf Sebung der Sittlichkeit ihren Zweck erfüllt. Aber gerade auf die sittliche Erziehung in der Bolts: schule müssen wir den größten Werth legen, während die modernen Pädagogen nur das reine Wissen pflegen, das doch wieder vergessen wird. Abg. Segeth( frk.) bekämpft die Anregung des Abg. Conrad, in Oberschlesien den polnischen Religionsunterricht einzuführen. Die Polen, unterstützt von den deutschen Katholiken, wollen die Leute nur dumm erhalten, um sie für ihre Zwecke auszunußen. Der Minister bleibt hoffentlich auf seinem ablehnenden Stand punkt stehen und geht nicht einen Zentimeter davon zurück. ( Lebhafter Beifall rechts und bei den Nationalliberalen. Zischen im Zentrum und bei den Polen.) Abg. Porsch( 3.): Nur in der polnischen Muttersprache Tann der Religionsunterricht zweckdienlich sein, diese Frage darf man überhaupt nicht als politische ansehen. Es müssen völlig unbefangene Männer mit diesen Angelegenheiten in Oberschlesien Bei den Ausgaben für die Kreisschulinspektion beantragt Abg. Danzenberg( 3.), von der Summe von 1119 000 M. für 267 Kreisschulinspektoren 30 000 M. zu streichen und dafür die Position von 700 000 M. für die Remunerationen für nebenamtliche Verwaltung der Schulinspektion um 30 000 m. zu verstärken. Unter Ablehnung des Antrags Danzenberg werden die Positionen unverändert bewilligt. Bei den Ausgaben für die höheren Mädchenschulen legt Abg. Seyffardt( nl) einen höheren Werth auf die Erziehung als auf die Erwerbung von Kenntnissen. befaßt werden. Abg. v. Jazdzewski beantragt, bei den Beihilfen zur Unterhaltung höherer Mädchenschulen die besondere Bestimmung zu fireichen, daß 80 000 M. aus diesem Fonds zur Förderung des deutschen Mädchenschulwesens in Westpreußen und Posen und im Regierungsbezirk Oppeln verwendet werden. " Freitag, den 1. März 1895. als 12. Jahrg. Türt wiederholt kurz die durch die Polemik des„ Sozial- licher Weise? Unsere vortreffliche" Vereinsgefeggebung mache demokrat" bereits hinlänglich bekannten Ereignisse vor und Erfolge wie in Belgien unmöglich. Eine Parteistütze können bei während der Gründung des Vereins taufmännischer Angestellter" uns die Konsumvereine nicht sein. Trotzdem seien sie nicht von in Frankfurt a. M. und zeigt, daß Quarck durch seinen Artikel der Hand zu weisen. Daß durch die Konsumvereine das Inter" Handelsjünger und Sozialdemokratie" in der Probenummer der effe an der politischen und gewerkschaftlichen Bewegung ab daß Quard den neugegründeten Berein faufmännischer An- Weise sei auch das Motiv begründet, daß man zu gunsten der vielen " Leipziger Volkszeitung" den Streit provozirt habe. Er betont, geschwächt werden könnte, befürchtet der Redner nicht; in keiner gestellter" wohl bei dem" Verbande kaufmännischer Vereine" an- Kleingewerbetreibenden, welche in der sozialdemokratischen Partei gemeldet habe, dessen Vorsigender gleichzeitig Borsigender des ihre Bertretung sehen, auf die Durchführung einer an sich guten Raufmännischen Vereins" sei, welcher Quard gemaß- Maßregel verzichten sollte. Gefeßliche Hindernisse seien nicht in gelt habe. Der auf dem Verbandstage in München dem Maße vorhanden, daß sie nicht überwunden werden könnten. die" Raufmännische Preffe" vom. Verein kaufmännischer Angestellter" gestellte Antrag, Als Beispiel für die Zweckmäßigkeit der Bethätigung der Arbeiter erkennen, sei abgelehnt worden, man habe das Hamburger bestehende Genossenschaft in Plagwig- Leipzig vor. Be Verbandsorgan anzu in Konsumgenossenschaften führt der Referent die seit zehn Jahren Vereinsblatt" vorgezogen, welches feinerzeit feine Qualifitation zum fonders rühmt er die prächtig eingerichtete Bäckerei des Bebilfenblatt dadurch erbracht habe, daß es eine Verkürzung der Konsumvereins, welche, mit 35 Bäckern arbeitend, das Arbeitszeit als überflüssig bezeichnete. Redner meint, daß Quard Bedürfniß nicht befriedigen kann, so daß eine bedeutende Gr auf die Artikel im Handelsangestellten" deswegen nicht in der weiterung nöthig wird; während auf der anderen Seite Leipzigs Kaufmännischen Presse" geantwortet habe, weil er abhängig sei. troß noch dichterer Arbeiterbevölkerung eine Bäckerei- ProBarteipolitik getrieben werden; denn auf der Basis des Klassen. Eine der schlimmen Folgen, welche man sonst von der In den Gewerkschaften müsse im gewissen Sinne sehr wohl duktionsgenossenschaft ihrer Auflösung entgegengeht. tampfes fuße die Gewerkschaftsbewegung. schaften wären in der Lage, auf die gefeßgebenden Körperschaften Gerade die Gewert Konsumvereins- Gründerei befürchtet, ist in Leipzig eingetreten. einen Druck auszuüben. Redner verliest mehrere Zitate aus der von welche die Grundlage der Diskussion bilden sollen, schloß Mit der Erläuterung der oben mitgetheilten Thesen, Dr. Quark redigirten„ Kaufmännischen Presse" und meint, daß die Dr. Arons unter lebhaftem Beifall der Anwesenden. Gierschalen der Bourgeoisie Quark noch anhaften.( Beifall.) Quart erklärt, die Zitate seien theils aus dem Zusammenhang gerissen, Wiese, der mit mehreren seiner Anhänger erschienen war. Erster Redner in der Debatte war der Bauanschläger theils ironisch gemeint. Er habe es für seine Pflicht gehalten, Er entnahm aus dem Vortrag, daß sich der Referent nicht so Fühlung mit den alten Vereinen zu behalten, um auf dieselben sehr von ihm( Redner) unterscheide, als die übrigen Sozialdemo lange als möglich zusammen zugehen. Er redigire die, Kaufmännische nur auf dieser Basis sei ein Zukunftsstaat überhaupt möglich. Der einzuwirken; überhaupt sei es gut, mit den übrigen Vereinen so fraten, und trat im weiteren für seine Produktivgenossenschaften ein; Presse" unentgeltlich, sei also feineswegs abhängig.-Blum total falschen Auffassung, als ob der Sozialismus gewillt oder weist darauf hin, daß die Freien Vereinigungen auf die Parteipolitit in der Lage sei, innerhalb der bürgerlichen Gesellangewieſen feien, da sie Streit und Sperre nicht anwenden fchaft eine Probe seiner Lebensfähigkeit abzugeben, trat Ges solchen Männern ihre Stimme geben, die voll und ganz für ihre Ansicht, die eine Verspießbürgerung der Partei herbeiführen fönnten. Die organisirten Handlungsgehilfen müßten eben nur nosse Braun entgegen. Die von Dr. Arons vertretene Forderungen eintreten und das seien allein die Sozialdemokraten. tönnte, bekämpft der Längst hätten wir schon erkannt, daß es verlorene Liebes- Die englischen Redner in entschiedener Weise. Arbeiter haben sich der Genossenschaftsdiese seien vielmehr der größte Hemmschuh für die Gehilfen- Chartis mus gescheitert war. Eine Arbeiterbewegung, der andere müh' ist, auf die alten Vereine alten Vereine einwirken zu wollen; bewegung erst dann mit größerem Interesse zugewandt, als der bewegung. Mittel zu Gebote stehen, fann getrost auf die Konsumvereinsschen Arbeiter, Genossenschaften in der Art der englischen und meierei verzichten. Die Gefeßgebung hindere übrigens die deut wirken, gehe aus den Klagen der Lagerhalter in Sachsen hervor, belgischen einzurichten. Wie die Genossenschaften erzieherisch" Daß die Arbeiter, weil sie gute Waare verlangen, sich in Konsumvereinen organisiren müssen, sei nicht stichhaltig; man habe vom dem noch ein anderer Reduer sich im Sinne Wiese's geäußert Infolge der vorgerückten Zeit wurde die Diskussion, nachhatte, vertagt. Am 11. März wird die Debatte, zu der noch mehrere Redner gemeldet waren, fortgesetzt; die Erledigung der übrigen Gegenstände der Tagesordnung soll gleichfalls in der nächsten Versammlung erfolgen. Quard redigirten Kaufmännischen Presse" vom Jahre 1892 und Blum verliest eine Reihe von Zitaten aus der von Dr. May erzreaktionären Hamburger Verein ihre Reverenz, preist die Unter anderem macht die Kaufmännische Presse" dem glänzenden Kassenverhältnisse desselben und fordert zur Nach: eiferung auf! Den Vogel aber schießt ein Versammlungsbericht ab, in welchem die proletarische Handlungsgehilfenbewegung in Staate zu verlangen, daß durch geeignete Vorkehrungen den der pöbelhaftesten Weise verhöhnt wird. Für letzteren Artikel Fälschern von Nahrungs- und Genußmitteln das Handwerk Abg. Dittrich( 8.) führt aus, daß zur Erziehung des weib: lehnt Quard allerdings die Verantwortung ab, da derfelbe in gelegt wird. Jedenfalls habe die Arbeiterschaft in gegenwärtiger lichen Charakters die Lehrerin geeigneter sei als der Lehrer, daß seiner Abwesenheit in das Blatt langirt und in der nächsten Beit ernsteres zu thum, als sich über Produktiv- oder Konsumdeshalb namentlich der Unterricht in der Religion, im Deutschen Nummer dementirt worden sei. Blum meint, die„ Kaufmännische genossenschaften den Kopf zu zerbrechen. und in der Geschichte von einer Lehrerin ertheilt werden müsse. Presse" sei der„ Lokal- Anzeiger" unter den Gehilfenblättern. Nicht und daß zwei Religionsstunden in der Oberstufe nicht genügten. scharf genug tönne man die Nothwendigkeit des Klassenkampfes und Abg. v. Heereman( 3.) bedauert, daß im Mädchenschul- den proletarischen Charakter unserer Bewegung hervorheben.( Lauter, wesen soviel reglementirt werde; es sei leider das Ziel anhaltender Beifall.) Quarck entschuldigt die Haltung der Zeit unferer Schulverwaltung, daß in der ganzen Monarchie alles schrift damit, daß er angab, zu jener Zeit sich in abhängiger über einen Ramm geschoren werde. Auch alle Privatschulen sollten sich streng an die Reglements halten, und dagegen ver- Stellung befunden zu haben; er gehöre erst seit 2 Jahren der Partei an. Ein Antrag auf Vertagung wird angenommen. wahre er sich ganz entschieden. In der Erlaubniß zur Gründung Dr. Quarck erklärt sich bereit, bei seinem nächsten Hiersein die neuer Privatschulen solle der Minister nicht so schwerfällig sein, Diskussion fortzusetzen. wenn feine öffentlichen Mittel dafür beansprucht würden. Die Gründung katholischer Schulen sei verboten worden, weil die- Das Genossenschaftswesen behandelte ein Vortrag des felben angeblich den konfessionellen Frieden störten; in einem Genossen Dr. Arons, der am 26. d. M. vor einer öffentlichen Fall sei dies in einer Gemeinde geschehen, wo nur 1/6 der Be- Schneiderversammlung gehalten wurde. Den Ver: völkerung evangelisch war. fammlungstheilnehmern lagen folgende fünf Thesen gedrudt vor: Geheimrath Schneider: Der Minister hat mich beauftragt, 1. Die Erfahrung lehrt, daß Produktivgenossenschaften von zu versichern, daß ihm jeder Gedanke an Imparität in der Be Arbeitern entweder zu grunde gehen oder sich binnen furzem in handlung der Mädchenschulen durchaus jern liegt. Die fapitalistische Betriebe verwandeln. Deshalb muß auf das einReform des Mädchenschulwesens ist schon seit 1872 dringlichste von der Begründung solcher ProduktionsgenossenGegenstand der Prüfung, auf dem damaligen Lehrer- fchaften abgerathen werden. auf Lehrer- schaften, fongreß stießen die verschiedensten Meinungen auf einander. Es 2. Konsumgenossenschaften mit rein demokratischer Verfassung haben weitere Konferenzen stattgefunden, Vorträge, Gutachten, haben in England und anderen Ländern, zum theil auch in Denkschriften. Immer lauter wurden Mädchengymnasium Deutschland eine gute Fortentwickelung gezeigt. und Zulassung zum Universitätsstudium verlangt. Laffen Sie es bei der höheren Mädchenschule, verlangen Sie nicht das gelehrte Gymnasium; die Mädchenschule ist teine Gelehrtenschule. Behn Schuljahre mögen angemessen sein, sie müssen aber auf 9 Klassen vertheilt werden, denn es muß in der Anstrengung der Schülerinnen Maß gehalten werden; wir wollen gesunde, fräftige Mädchen haben. Aber es wird feiner Schule mit 10 auf 9 Klassen zu reduziren. Der Schulbeſuch darf andererseits nicht zu lange ausgebehni werden, die Echule entfremdet der Familie leider schon zu sehr. Für die Weiterbildung je nach der Neigung sind andere Unterrichtsgelegenheiten vorhanden. Daß akademisch gebildete Lehrer sich in den Dienst der Mädchenschule gestellt haben und mit seminaristisch gebildeten Lehrern und Lehrerinnen zusammenarbeiten, ist hocherfreulich. Um 4 Uhr wird die weitere Berathung auf Freitag 11 Uhr pertagt. Versammlungen. # ex- 10% Uhr: Nord- Schule, Müllerüraße 172a und Südost Schule, Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 7-8% Uhr: Lektüre. Waldemarfir. 14: Deutsch( Literatur.) Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Tamen und Herren, jeder Bett aufgenommen. ad. Neumann, Pafewalterfiraße 3. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsigender talender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Zr. Freitag. Alle Aenderungen im Vereinsuebungsfiunde Abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Collegia, allee 28, bet stelle.- Arbeiter- Gefangverein Nord, Kastanien- Allee 11, bei Manteuffelstr. 9 bei Nowack. Raiser'scher Männer chor, Schönhauser Augustin. Summer's cher Gefangverein, Langestraße 65 bei Tempel. Arbeiter- Gefangverein Spandau in Spandau, Neunmetſterfir. 5, bei Radtte. Sangesbrüber moabit, Perlebergerfir. 28 bei F. Herrmerschmidt. Buchbinder Männer chor, Holzmarttftr. 3, bei Deter.-Vereinte @cjangver. Ma iglöd d) en I, Sindowerftr. 26 b. Eachs.- Gemüthlichkeit, Neue Friedrichstr. 44, b. Röllig. Deutsche Biedertafel, Blumenftr. 38, b. Wiedemann. Typographia, Gesangv. Berl. Buchdrucker u. Schriftgießer, Arminhallen, Kommandantenfir. 20. münderſtr. 35 bei Hübner. Gesangv. 2 or beerzweig, wineGesangverein Rheingold, Büschingfir. 7, bei Jakob. Sänger chor der Maler, Annenfir. 9 bei Albert Prot. Gesangverein in Brand enburg a. S., Mengerts Boltsgarten, Bergstraße. Gefangverein Melo dia, Rirdorf, Bergfir. 142 bei echimtäſe.- IrisNaunynstraße 86 bei Frig Jubeil. Brandenburger Männere Gesangverein Freya II( gem. Chor), Nirdorf, Hermannstr. 140, bet Daniel Böttcher. Apollo, Grünstr. 21 bet Sommer. Frete Biebertafel, ftraße Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Quartettverein PrivatTambourwesen feineswegs die Befreiung aus der fapitalistischen Wirthschafts3. Konsumgenossenschaften können wie alles Genossenschaftsordnung herbeiführen. Dagegen fönnen sie in gewissem Maße zur Besserung der wirthschaftlichen Verhältnisse der Arbeiter Gr. Frankfurterftr. 74 bet Breuer.- Nordwacht, Wüllerstr. 7, bet Reichert.familie dienen und das Solidaritätsgefühl gerade in sonst schwer rete Sänger, Echmargendorf, Warnemünderstr. b. Friedrich. Arbetterzugänglichen Kreisen des Proletariats fördern helfen. Gesangv. Sängertreis( Weißensee), Wölfeftr. 138 bei Play. 2oreley, 4. Die Konsumgenossenschaften können nach Sicherung eines benburger Kommunitation 16 bei laser. Grünthalerstr. 4 bet Hämmerling. Lustige Sänger, Potsdam, BranBieber'scher Männergenügenden Absatzgebietes mit Erfolg an die Produktion gewisser chor, Rosenthalerfir. 57 bei Wernau. - Gefelltetett, Hennigsdorf, Banten ver gebensmittel- und Telefonos o fler Bormert's Orante, Weißensee, Königs Chauffee 19. gerade in diesen die Ausbeutung besonders begünstigenden In- Sorgenfrei, Admiral str. 18c, Märtischer Hof. Johanni, Rüdersdorferstr. 45, Gesellschaftshaus Ostend.- Gängerverein Suftrien( zum theil Hausindustrie) Musterwerkstätten einrichten. Dragonerstr. Gangesfreund, Nr. 32 bei Ramlowsty. Gesangverein 28 a cht 5. Die Konsumgenossenschaften fönnen dadurch vortheilhaft auf I, Wörtherstraße Nr. 19 bei Schmidt. Gefang- und wirken, daß die Arbeiterschaft durch Anstellung von Beamten Dicheſterfterverein Stralauer Siebertafel, Rummetsburg, Hauptbet Bowinkel( Gesang). eine Reihe aus dem Proletariat hervorgegangener unabhängiger Ginigtett, Rigdorf, Prinz Sandjernstraße Nr. 58 bet Neben. Gesangverein Treu und Existenzen schafft. Gefangverein Frohsinn, Rummelsburg, Göthestraße, Ecke Kantstraße, bei Der Referent führt aus: Es sei eine alte Erfahrung, daß in Mertens.- Gesangverein der Metallarbeiter( D), Blumenftr. 46. Gin= Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarckstr. 74 bei Strause. Zeiten wirthschaftlichen Niederganges, verlorner Streits und tracht 3, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bei Dibal. Rosenthaler Schwierigkeiten in der Gewerkschaftsbewegung immer wieder die Borstadt, Bernauerstr. 47. Idee in Arbeiterkreisen auftaucht, auf genossenschaftlichem Wege aus der gedrückten Lage herauszukommen. Trotz aller Warnungen, aller Miserfolge stoße man immer wieder auf Versuche von ProDie Freie Vereinigung der Kaufleute hielt am Montag, dutions- Genossenschaften. Unter solchen Umständen sei es wichtig, den 11. Februar, in den Arminhallen eine Mitgliederversammlung die Anschauungen über Genossenschaftswesen wieder und wieder ab, in welcher Dr. Max Quard Frankfurt a. M. als Referent, zu besprechen und wo nöthig, zu berichtigen. Die englischen VerJulius Türk als Korreferent zu dem Thema:" Unsere Taktik" hältnisse böten dafür ein reiches Material; dort können wir sprachen. Quarc giebt einen furzen Ueberblick über die sehen, wie stets Produktionsgenossenschaften zu grunde gingen, Handlungsgehilfen Bewegung vom Jahre 1848 ab und betont, während Konsumgenossenschaften blühten und recht gute Dienste daß die Bewegung feine fünstliche sei, sondern in den sozialen| leisteten. Zuständen fuße. Im Gegensaße zu der politischen Agitation wende Aus einem vom Professor Brentano übersetzten englischen sich die gewerkschaftliche an die Angehörigen eines einzelnen Berufes Werk über das britische Genossenschaftswesen ven Mrs. Sydney und bezwecke eine sofortige Besserung ihrer sozialen Lage. In der Webt, zitirt der Vortragende die statistischen Angaben über die Gewerkschaftsbewegung müsse man wie bei der Kindererziehung schnelle Entwicklung der Konsumvereine, welche, denen der Weber verfahren und die Individualität des Einzelnen berücksichtigen. von Rochdale nachgebildet, eine große Verbreitung unter der Wie ein Schwamm müßten die Gewerkschaften die indifferente britischen Arbeiterbevölkerung erlangt haben. In neuerer Zeit Maffe auffangen. Grundfalsch sei es, bei jeder Gelegenheit die sind diese Konsumgenossenschaften über ihren ursprünglichen rothe Fahne aufzuhissen; in den Gewerkschaften solle man über- Rahmen insoweit hinausgetreten, als sie die Waarenhaupt keine Parteipolitit treiben, wie er auch noch niemals ge- erzeugung in gewissen Grenzen( soweit sie das Absatzgebiet hört habe, daß dies in einer Gewerkschaft geschehe. Hauptsache erobert haben) in die Hand genommen; ca. 3000 Arbeiter werden sei, daß die kaufmännischen Gewerkschaften ihren Mitgliedern in dieser Weise in den Konsumvereins- Werkstätten gegenwärtig Bortheile gewähren; zum mindesten müsse man durch wissen beschäftigt und zwar schaftliche Vorträge, Fortbildungskurse und eine Bibliothek den und mit bestem Erfolg. Zeigt so die Jdee Der Friday at 9 p. m. at Beherns Restaurant, Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Mitgliedern etwas bieten. Die füddeutschen freien Vereinigungen Konsumgenossenschaft, betont der Redner, sich durchaus Guests are welcome. hätten seine Taktik gebilligt. Es sei besser, in den alten" lebensfäbig, so ist im Gegensah dazu der wiederholt gemachte birthday celebration. Guests welcome. 9 o'clock p. m. Munzstr. 17. Washington's ( Hirsch Duncker'schen) Vereinen зи bleiben, und das Versuch, Produktivgenossenschaften zu richten, jedesmal Recht der Generalversammlung wahrzunehmen; nur im gescheitert. Entweder sind diese ob mit oder ohne Hilfe Nothfalle dürfe man neue Vereine gründen. Einem ideologischer Bourgeois ins Leben gerufene Genossenschaften Briefkaffen der Redaktion. geplanten Angriffe vorbeugend erklärte er, daß eine An- binnen furzem an inneren Streitigkeiten zu grunde gegangen, wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Zwei Buchstaben oder eine Zahl) preifung von Billets zur Festvorstellung zum Geburtstage seiner oder sie haben sich zu rein fapitalistischen Betrieben herausanzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Majestat des deutschen Kaisers ohne sein Wissen in den redat gebildet. Auch in Belgien hat man gute Erfolge mit Konsum D. 3. D. Kündigung scheint nothwendig zu sein. tionellen Theil der„ Kaufmännischen Breffe" gelangt sei; er habe genossenschaften erzielt. Genosse Vandervelde weist in einem F. K. 25. 1. Theologie. 2. Wissen wir nicht. unter Wegfall der erwähnten Notiz einen Neudruck der Auflage Artikel der Neuen Zeit" nach, daß die Konsumgenossenschaften. P. 10. B. H. 2. C. v. in G. Die Fragen sind nicht veranlaßt. Das Biel sei das gleiche; der strittige Punkt keine dort das Rückgrat der Partei bilden; ihr Einfluß auf die verständlich... 93. Wenden Sie sich Klosterstr. 41 an Prinzipienfrage, sondern eine Frage der Zaktit; der Erfolg werde Arbeiterklasse macht sich nur im günstigen Sinne geltend. die Invaliditätsanstalt. J. 2. 228. Ihnen steht nur der entscheiden! Warum entwickelt sich diese Jdee in Deutschland nicht in ähn- Klageweg offen.- Croll in Burg. Bu 1 bis 3: Ja. ane Buschriften find zu senden an B. Gent, Adalbertstr. 95. Freitag: Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Stattlub Kairo, Abend& 8 Uhr bei lid, Siméonstr. 23. webbing, abends 8 Uhr, bei Schafer, Sieue Hochstraße 49. Theaterverein Grescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Punbuſerſtr. 35. Bergnügungsverein Thusnelda, Freitag, Abends 8 Uhr, bei Zubeil, indenstraße 106, Musikverein Soffnung( D) Freitags Abends von 9-11 Uhr. ne bungsstunde Große Frankfurterfir. 133 bet Gold. verein Frei- weg, Freitag, Uebungsstunde bei W. Raddaß, Elſaſſerſtr. 11. Berliner Turngen offenschaft. Die erste Männerabtheilung turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. Turnverein Gesundbrunnen die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% Uhr in der Turn= balle des Leffing- Gymnasiums, Pantsir. 9-10. Kraft und Artisten= flub Berolina jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bei Grüßner, beiter- Turnerbundes) turnt Dienstags und Freitags Abends von 8-10% Uhr Waldemarstr. 42. Turnverein Germania( Mitglied des deutschen ArActerfir. 67.- Turnverein Fichte( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes Deutschlands.) Die zweite Männer- Abtheilung turnt jeden Dienstag und Freitag Abends von 8-10 Uhr in der St altherstr. 5/56.- Kraft- Turnverein ofing is een reitag bend von 9-11 Uhr bei Schuhmacher, Pücklerstr. 49. Sitherflub Waldrose, Abends 9 Uhr, Manteuffel= fraße so, Parterre: Restaurant.- Verein Grüne Zanne, Abends 9 Uhr, Staifer, Martustraße 8. Staitlub Schnitt, Abends 9 Uhr, bei Trittelwig, Falkensteinstr. 7. Tanzlehrer- Verein Solidarität, Arminhallen, Kommandantenftr. 20. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marx, Abends 8 1hr, We sien, bei H. Werner, Bülowstr. 59. bet unter den günstigsten Bedingungen bei Gruber, Mariendorferfir. 5. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Club Uncle Sam. Verein Neue freie Volksbühne. Bücher- Lotterie vom 24. Februar bei Keller. Stempel- u. Abzeichen Fabrit. GUTTMANN GRAVEUR 9. Brunnenstr Arbeiter- Bildungs- Schule. Gelegenheitskauf Lehrplan für das Winterhalbjahr . Folgende Nummern haben gewonnen und können noch nicht abgenommene Gewinne bei Schäffer, Wienerstr. 68, abgeholt werden: Nr. 1. 13. 17. 19. 25. 27. 36. 37. 50. 91. 94. 97. 101. 108. 122. 124. 133. 137. 141. 146. 150. 161. 181. 183. 192. 214. 222. 223. 225. 234. 242. für Brautlente: Im Möbelspeicher 297. 309. 313. 322. 333. 390. 393. 398. 400. 422. 442. 478. 487. 500 535. eue Königstr. 59, vorn I., sollen über 553. 575. 600. 605. 620. 644. 645. 661. 672. 684. 693. 722. 736. 802. 820. 100 Wirthschaftseinrichtungen, furze Montag 823. 832. 835. 856. 918. 932. 952. 979. 1004. 1016. 1022. 1035. 1040. 1068. 3eit verliehen gewesene u. neue Möbel 1074. 1096. 1097. 1151. 1156. 1175. 1178. 1179, 1191. 1193. 1218. 1223. 1236. spottbillig verkauft werden. Ganze Dienstag 1239. 1274. 1284. 1285. 1290. 1301. 1313. 1324. 1328. 1333. 1350. 1355. 1363. Einrichtungen 100, 150, 200-1000. 1877. 1879, 1880. 1888. 1398, 1400. 1405. 1450. 1459. 1473. 1480. 1523. 1539. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Mittwoch. 1549, 1565. 1589. 1623. 1634. 1638. 1658. 1660. 1667. 1670. 1677. 1688. 1712. Anzahlung. Kleiderspinden 15, Küchen1720. 1733. 1753. 1763. 1767. 1784. 1826. 1834. 1845. 1846. 1849. 1852. 1864. spinden, Kommoden 12, Sophas 15 M., Donnerstag 1867. 1900. 1909. 1925. 1933. 1943. 1955. 1970. 1980. 1996. 1997. 2007. 2078. Bettstellen mit Sprungfeder- Matratzen 2085. 2105. 2109. 2115. 2116. 2117. 2125. 2126. 2127. 2136. 2137. 2141. 2146. 18, Nußbaum- Kleiderspinden 30, Stühle Freitag. 2155. 2162. 2199. 2217, 2232. 2240. 2243. 2248. 2250. 2256. 2259 2263. 2274. 3 Mart, hochfeine Muschelkeiderspinden Sonnabend 2276. 2297. 2306, 2311. 2329. 2336. 2351. 2367. 2371. 2374. 2390. 2394. 2405. 40, Plüschgarnituren 60 Mart, Herren2421. 2445. 2463. 2490. 2511. 2515. 2545. 2548. 2561. 2585. 2593. 2594. 2599. schreibtische, Damenschreibtische 30, 2600. 2604. 2633. 2646. 2649. 2668. 2673. 2691. 2714. 2737. 2746. 2750. 2764. Cylinderbureau?, Schreibsekretäre 15 2767. 2773. 2789, 2794. 2819. 2826. 2845. 2857. 2858. 2890. 2895, 2904. 2956. Mart, Garderobenspinden, Paneelsophas 75, Buffets, Trumeaus 65 m., Betten, Conliffentische, alles spott billig. Auch einzelne Gegenstände werden zu Engrospreisen verkauft. Empfehle allen Herrschaften, mein größtes Möbellager Berlins zu befichtigen u. sich von den staunend billigen Preifen zu überzeugen. Gekaufte Möbel können bis April tostenfrei stehen bleiben und werden durch eigene Gespanne transportirt und aufgestellt. 2968. 2976. 2979. Dienstag, den 5. März, abends 8½ Uhr, in Schmiedel's Konzertsaal, Alte Jakobstraße 32. Vortrag u. Recitationen aus Bürger's Gedichten von Dr. Bruno Wille und Schauspieler Franz Ressner. Billets à 20 Pf. für Mitglieder und 30 Pf. für Nichtmitglieder in allen Zahlstellen. E Sonntag, den 3. März, mittags 12 Uhr, im Centraltheater 1. Vorstellung der Versuchsbühne„ Christnacht". Näheres durch Säulen- Plakate. 206/18 Der Vorstand. 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Die Theilnahme an der Lektüre und dem Unterricht steht jedem, auch Nichtmitgliedern an einem Abend im Semester unentgeltlich frei. Für sämmtliche Lehrsächer werden zu jeder Zeit neue Theilnehmer ( Damen und Herren) aufgenommen. In größeren Lokalitäten werden in bestimmten Zwischenräumen große Versammlungen abgehalten, in welchen wissenschaftliche Themata's in volksverständlicher Weise behandelt werden. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 25 Pf. monatlich. Das Unterrichtsgeld beträgt monatlich für jedes Unterrichtsfach 25 Pf.; für den Sonnabends Unterricht wird fein Entgelt erhoben. Die Zahlung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt an endstehenden Zahlstellen, deren je cine auch in jeder Schule errichtet ist. Die Zahlstellen sind folgende: S. Schöning, Stallschreiberstr. 29. SO. Südostschule, Waldemarstr. 14. Schulz, Admiralstr. 40 a. SW. Grube, Mariendorferstr. 5. Windhorst, Junkerstr. 1. 0. Tempel, Langeftr. 65. 56/20 N. Nordschule, Müllerstr. 179a. Gnadt, Putbuserstr. 32. Gleinert, Müllerstr. 7a. Wernau, Rosenthalerstr. 57. NO. Mamlok, Barnimstr. 42. NW. Vogtherr, Stephanstr. 29. W. Werner, Bülowstr. 59. Der Vorstand. Die Bibliothek ist allabendlich geöffnet und steht jedem Mitgliede zur unentgeltlichen Benuzung zur Verfügung. Achtung! Stralau. Achtung! in Rips, Damast, Crêpe, Bhantafe, Sonntag, den 3. März 1895, nachmittags 1, Uhr: Gobelin und Plüsch spottbillig! Proben franko! in allen Qualitäten zu Fabrikpreisen. Berlin S., Läuferstoffe Emil Lefèvre, Oranienstraße Bur 158. Einsegnung: Große Auswahl Schwarze Cachemirs, reine Wolle, doppeltbreit, Meter 75 Pf., 1 M., 1 M. 25 Pf., 1 M. 50 Pf. und 2 M. Schwarze Diagonals, reine Wolle, doppeltbreit, Meter 95 Pf., 1 M. 25 Pf., 1 M. 50 Pf. und 2 M. Schwarze Phantasicstoffe, reine Wolle, doppeltbreit, Mieter 1 M., 1 M. 25 Pf., 1 M. 50 Pf. und 2 M. Schwarze Jaquets, in den Größen genau passend, für Confirmanden, . 50 Pf., 9 und 10. Fortlaufend Eingang neuester Frühjahrs- Kleiderstoffe. 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