Me.483 40.Jahrgang Ausgabe A nr. 241 Bezugspreis: Bom 14-20. Oftober 350 Millionen M. voraus zahlbar. Unter Rreuzband Dom 14-20. Ottober für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet sowie Desterreich u. Luxemburg 385 Millionen für das übrige Ausland 410 Millionen Bostbezugspreis freibleibend. Der ,, Borwärts" mit der Gonntags. beilage ,, Bolt und geit", der Unter haltungsbeilage ,, Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Cozialdemokrat Berlin" Morgenansgabe Vorwärts Berliner Volksblatt ( 50 Millionen M. Anzeigen- Grundpreise: Die einspaltige Nonpareillezetle 400 Mart. Steflamezeile 2000 Mart. Kleine Anzeigen" das fettgebrudte Wort 120 MR.( zulässig zwei fettgedruckte Borte), jedes weitere Wort 60 M. Stellengefuche das erste Wort 60 M, jedes weitere Wort 50 M. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. 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Als neue Werteinheit wird die schaft, der Industrie, des Gewerbes, des Handeis und der Banten tommission geprüft werden solle. Der belgische Delegierte Rentenmark geschaffen, die garantiert ist durch Gold errichtet werden. Die Mitglieder des Verwaltungsrates find de la Croig wurde beauftragt, unverzüglich die Reparations. rentenbriefe. Diese sind ausgegeben auf Grund einer aus führenden Kreisen der gesamten deutschen Wirtschaft bereits tommission hiermit zu befassen. hypothetarischen Belastung der Industrie und Landwirtschaft gewählt. Der Auftrag zur Anfertigung der Rentenbankscheine, die in Gold. Das neue Gelb tritt zunächst als zufägliches wert die Unterschrift dieser Persönlichkeiten tragen werden, ist erteilt beständiges Zahlungsmittel in die Wirtschaft. Gesetzliches worden. Die Deutsche Rentenbank wird dem Reiche Zahlungs3ahlungsmittel bleibt die Papiermart. Einer mittel im Betrage von 1,2 milliarden Rentenmark zur Verfügung weiteren Inflation der Papiermark wird jedoch dadurch ent- ftellen. Gleichzeitig mit der Ausgabe der Renienmark wird die gegengewirkt, daß von dem Beginn der Tätigkeit der neuen Reichsbant die Distontierung von Schaganweijungen Währungsban? an, die das neue wertbeständige Zahlungs- des Reiches einstellen. Dadurch wird mittel ausgibt, Schaganweisungen des Reiches nicht mehr die Inflationsquelle der Papiermark geschlossen. u Prager Gesichtspunkte. Deutschland und die tschechoslowakische Republik. Bon Rudolf Jilovy. Prag, Mitte Oftober 1923. diskontiert, also ungedeckte Noten nicht mehr ge- und für die Reichsbank die Bahn zur Wiedergewinnung ihrer Die Ereignisse in Deutschland werden von der ganzen brudt werden. Das Reich erhält vielmehr von der Wäh- Eigenschaft als einer wahren Goldnotenben? freigemacht. Die Deffentlichkeit in der Tschechoslowakei mit großem Interesse. rungsbank ein Darlehen zur Abdeckung von schwebenden Rentenmark wird in einigen Wochen im Verkehr erscheinen. Um verfolgt. Die allerschlimmsten Bessimisten sehen schon einen Schulden. bald möglichst viel wertbeständige Zahlungsmittel in den Verkehr völligen Bankerott Deutschlands, Zerreißung des Staates in Die Lösung baut sich also auf dem Vorschlag auf, der zu bringen, hat die Reichsregierung außerdem die Ausgabe von mehrere Teile, einen monarchistisch- kommunistischen Bürgerunter der Tätigkeit des Genossen Hilferding im Reichs Heinen Studen der Goldanleihe( 1, 2 und 5 Dollar) bis zum frieg und überhaupt ein Ende mit Schrecken. Beffimisten find finanzministerium ausgearbeitet worden ist. Er unterscheidet Betrage von 200 millionen Goldmark befchloffen. Damit nicht auf aber nicht nur manche Tschechen, fondern auch die Deut fich jedoch von dem damaligen Projekt in einigen wichtigen die Dauer zu viel verschiedenartige Zahlungsmittel im Berkchechen in der Tschechoslowakei, und vielleicht frid es die lezBunten. Hatte man z. B. damals vorgefehen, daß die bleiben, ist das Reich bereit, im Laufe des Januar des nächsten teren noch mehr als die ersteren, insbesondere diejenigen, Papiermart sofort in ein bestimmtes Wertverhältnis zu der Jahres die kleinen Goldanleihefcheine auf Wunsch in welche an der Börse als Baissespekulanten aufneuen Mart treten follie, so ist diese Bestimmung jetzt forts Rentenmaert umzutauschen. Wer die Goldenleihe als Anlage- treten. Im allgemeinen ist man aber der Ansicht, daß für geblieben, so daß wir für eine Weile die Papiermart als papier behalten will, wird hieran felbstverständlich nicht gehindert Deutschland nach einer furzen Zeit mnerer Wirren und lokaler felbständige Währung neben der Renten werden. Diese von der Reichsregierung beschlossenen Maßnahmen Kramalle, innerhalb welcher die verschiedenen defperaten Elemart haben werden. Daß dieser Zustand nicht lange an- find eine 3 wischenstufe zur endgültigen Lösung der Währungs- mente sich austoben werden, bald wieder geregelte Zustände halten fanm, liegt auf der Hand. Es besteht sonst die Gefahr, frage, die nur in der Rückkehr zur Goldwährung bestehen kann. Bor- fommen werden. Diese Anficht scheinen auch die offiziellen daß das wertbeständige Zahlungsmittel ausschließlich für den aussehung jeder endgültigen Regelung unserer Verhältniffe ist neven Streise zu teilen, welche schon im Interesse des mitteleuroGebrauch der befizenden Kreise vorbehalten bleibt, und das der Klärung der außenpolitischen Cage päischen Friedens den baldigen Sieg der Ruhe und Ordnung fann die Arbeiterschaft nicht hinnehmen. Das ganze Projekt ist nicht so sehr zu beurteilen nach die Wiederherstellung der finanziellen und wirtschaftlichen in Deutschland über alle Zersehungsversuche wünschen. Die Tschechoslowakei ist politisch und wirtschaftlich daran interessiert, daß Deutschland eine einheitliche im Innern. Dafür sollen das Ermächtigungsgefeß und das Arbeits- de motratische Republit bleibe. Der Tschechoslowakei zelfgefeh den Grund legen. Auf dem Boden des Ermächtigungs- ist es am willfommensten, wenn die Zentralgewalt weiter in gefehes find bereits die Umstellung der Steuern auf Goldberechnung Berlin in den Händen republikanisch, freiheitlich und soziaerfolgt, die Demobilmadjungsverordnung zweds Befreiung der dauflistisch gesinnter Männer liegt, welche einzig und allein befchen Wirtschaftskraft von Hemmungen geändert und die Grundzüge fähigt find, den franken Organismnis des Deutschen Reiches für durchgreifende Einschränkung der Ausgaben geschaffen. Auf zu heilen. Das von einer solchen Regierung geleitete Deutschdieser Bahn wird die Reichsregierung fortschreiten. Ordnung Zur Aufwertung der Steuern. Durchführungsbestimmungen. währungstheoretischen Gesichtspunkten, unter denen man mancherlei Bedenken dagegen geltend machen kann, sondern aus der gegenwärtigen Notlage heraus, die zu raschen Maßnahmen zwingt. Es ist eben hohe Zeit, daß man endlich aus den theoretischen Erörterungen herauskommt und praktisch den Schritt zur neuen Währung unternimmt. In den Goldschuldverschreibungen der Erwerbsstände hat das neue 3ahJungsmittel eine hochwertige Deckung. Die Wertbestän land betrachtet die Tschechoslowakei als einen guten Nachbarn, bigkeit des Zahlungsmittels wird allerdings nur dann von dem sie nichts zu fürchten hat und der außerdem bestrebt garantiert sein, wenn es bald gelingt, den Staatshausist, mit ihr stets im besten Einvernehmen zu bleiben. Die halt ins Gleichgewicht zu bringen. Durch die Ver ordnung über die Beribeständigkeit der Steuern ist hierzu Tschechoslowakei wird sich zwar unter allen Umstän eine wesentliche Vorbedingung geschaffen. Darüber hinaus Der Reichsfinanzminister Dr. Luther hat zu der Verordnung den, und möge in Deutschland was immer fommen, neuwird es darauf ankommen, das Zahlungsversprechen, das das über die Aufwertung der Steuern jest Durchführungsbestimmun- tral verhalten, sie wäre aber bei einem etwaigen Im neue Geld in sich trägt, so glaubhaft als nur möglich zu gen erlassen. Die Aufwertung fommt nicht in Frage für Steuern, tur3 in Deutschland im eigenen Interesse genötigt, Sichermachen, indem man mit größter Beschleunigung an die Aus bei denen die Schuld vor dem 1. Januar 1923 entstanden ist, so beitsvortehrungen an der Grenze zu treffen. Was den Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft anbe gabe von Gold noten herangeht und damit den Schritt zur handlungen oder auf Grund neuer Tatsachen oder Beweismittel langt, ist man in der Tschechoslowakei vielfach der Ansicht, daß fern nicht Nachforderungen infolge von Steuerzumidertatsächlichen Goldwährung vollendet. Denn es ist eine 3wischenlösung im wahrsten vorliegen, ebenso wie nicht bei Steuern, die auf der Bolbbafis er- Deutschland, sobald es nach dem jeßigen Aufgeben des passiSinne des Wortes, die hier gewählt worden ist. Ihr Wert rechnet werden. Der Reichsfinanzminister veröffentlicht fortlaufend ven Widerstandes und nach Aufnahme der Berhandlungen mit ist von vornherein umstritten. Aber bei der entjehlichen Ber- den Goldumrechnungsfaz. Beträge, die nach dem Sthatng vom Frankreich wieder bab zur Ruhe toimi, immerhalb eines worrenheit der wirtschaftlichen Lage, die die Inflation mit sich 1. September 1923 umzurechnen sind, werden auf der Grundlage Jahres aber noch früher dorthin gelangen wird, um sich jest brachte, mußte die Regierung einen raschen Entschluß einer Goldmart gleich 1 300 000 Bapiermart umgerechnet. Für die Desterreich befindet, dessen Verhältnisse fich infolge der Stabifassen und den Versuch wagen, wo auch wir eine vollkommene Bergangenheit gilt im übrigen die Landabgabe. Freiwillige lisierung der Währung in letzterer Zeit fehr gebeffert haben. Lösung gewünscht hätten. Zu fordern ist nur, daß es die Borauszahlungen werden ebenfalls nach dem Goldwert an. Die Tschechoslowakei, deren Industrie fezt vorübergehend Regierung bei diefem vorläufigen Schritt nicht bewenden läßt, und Auffchubzinfen, die vor dem Infraftreten der Verordnung ent Abflauen ihrer Konjunktur bei einer Befferung der wirtschafts gerechnet. Berzugszuschläge und Berzugszinsen, Stundungszinsen Vorteile aus der Ruhrkrise geschöpft hat, fürchtet nicht ein sondern mit der gebotenen Tatfraft alle notwendigen Maßnahmen zur Gesundung der Staatsfinanzen und der Wirt- richtet worden find, werden nicht erstattet. Auf Kleinbeträge lichen Lage in Deutschland, ja vielmehr sie wünscht selbst diese schaft trifft. finden die benannten Bestimmungen teine Anwendung. Der Be- Konsolidierung Deutschlands herbei, um die vielen wichtigen Die technischen Vorbereitungen zur Durchführung der griff der Kleinbeträge wird dann genauer bestimmt, er beträgt 3. B. wirtschaftlichen Beziehungen zu diesem Reiche auf eine sichere neuen Währung find in weitestem Maße getroffen. Der Berei Schulden, die in den ersten fünf Monaten des Jahres ent Grundlage zu stellen. waltungsrat der Währungsbant ist aus 20 Personen der fanden sind, 5000 Papiermart, und bei Schulden, die nach dem wirtschaftlichen Stände bereits gebildet, ebenso find für den 31. August 1923 entstanden sind, Beträge unter dreißig Gold. Drud der Noten die erforderlichen Borbereitungen bereits Pfennigen. Bis zum 25. Oftober 1923 und bei der Erbschaftsweitgehend gediehen. Das amtliche Kommuniqué. Amtlich wird mitgeteilt: steuer bis zum 1. Dezember 1923 fönnen Schulden, die sonst auf gewertet werden müßten, noch durch Leistung der ursprünglichen Papiermartbeträge getilgt werden. Durch die Wahl des Vertreters der Tschechoslowakei, des Außenministers Dr. Benesch, zum Mitgliede des Bölkerbundes wurde der Tschechoslowakei eine wichtige. Funktion im Böllerfonzern zugewiesen. Die Tschechoslowakei wird diese ihre Aufgabe ohne Selbstüberhebung und zugunsten des Weltfriedens und der Demokratie erfüllen. Diese beiden Ziele wird die Tschechoslowakei auch in dem Falle nerfolgen, wenn Kommt eine internationale Anleihe? ihr auch eine Rolle bei der Regelung der Beziehungen zwischen Auf Grund des Ermächtigungsgefches hat die Reichsregierung London, 15. Oftober.( Ep.) Wie„ Daily Herald" mitteilt, Deutschland und den anderen Staaten zufallen sollte. Unter die Errichtung einer dentigen Rentenbank beschloffen. beabsichtigt nach einem in London umlaufenden Gerücht die englische feinen Umständen wird die Tschechoslowakei als Gegner einer Die Papiermark bleibt das gesetzliche Zahlungsmittel. Neben der Regierung, die Ausgabe einer internationalen Anleihe friedliebenden demokratischen und sozialistischen deutschen Papiermark ist in der von der Deutschen Rentenbank auszugebenden zugunsten Deutschlands vorzuschlagen. Der Ertrag der Anleihe Republit auftreten, sondern im Gegenteil alle pazififtischen Rentenmart ein weitbeständiges Umiausmittel geschaffen, das von werde für die Bezahlung der Reparationen bestimmt, aber und auf die Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse gerich allen öffentlichen Staffen in Zahlung genommen wird. Die Renten- nur unter der Bedingung, daß das Befagungsstatut im Rheinland teten Bestrebungen Deutschlands nach Möglichkeit unterſtüßen. mart ist gesichert durch auf Goldmart laufende erfiftellige Grund- und im Ruhrgeblet bedeutend gemilbert würde. schulden auf dem gesamten deutschen Grundbesitz und erstrangige Goldobligationen der Industrie, des Handels und der Banken. Sie Belgiens Vorschläge vor der Reparationskommiffion. ist jederzeit einlösbar gegen verzinsliche Goldrentenbriefe. Paris, 15. Oktober.( WTB.) Nach einer Hapas- Meldung aus Es darf mit Zuversicht erwartet werden, daß diefes neue Zahlungs- Brüssel hat die belgische Regierung den Kabinetten in Baris, mittel, das nach feiner Eigenart das Höchstmaß an Sicherheit bietet, London und Rom mitgeteilt, daß, da Frankreich, England und im Berkehr ml uneingeschränktem Bertrauen aufgenommen wird. Italien nummehr den Vorschlag der Brüffeler Regierung angenom Die Tschechoslowakei war es ja, welche Desterreich zu eines Bölkerbundanleihe verhalf, auf der die Konsolidierung dieses Alpenstaates beruht, die Tschechoslowakei ist es auch, welche die desolaten finanziellen Verhältnisse sogar ihres größten Gegners, Magnariens, durch eine groß angelegte Sanierungss aktion beffern wird.( Wir wünschen lebhaft, daß sich diese freundlichen Brophezeiungen erfüllen mögen, blicken aber mit Sorge(tüf ble starke AbhaWgk�it der tscheHoslowakischen Republik von Frankreich. Red. d.„V.".) Die jetzige tschechische Koalitionsregierung wurde bei den am 16. September stattgeftindenen Eemeindewahlen gefestigt. Trotzdem die Komnuinisten, welche zum ersten Male in den Wahlkampf eintraten, gewisse Vorteile errangen, sind diese nicht derart, wie sie von ihnen erhofft und erwartet wurden. Die tschechosloWakische Sozialdemokratie, welcher sowohl die Kommunisten als auch die bürgerlichen Parteien eine völlige Vernichtung bei den Wahlen prophezeit haben, ist aus dem Wahlkampfe— wie auch alle ihre Gegner anerkennen mutz- ten— ehrenvoll hervorgegangen. Die Stimmenzahl der tschechoslowakischen' Sozialdemokraten in der ganzen Republik ist nicht um vieles geringer als die der Kommunisten. Ja, in sehr vielen Städten hatte die Sozialdemokratie eine über- wiegende Majorität über die Kommunisten. Die Stellung der tschechischen Sozialdemokratie in der Regierung ist daher un- geschwächt. Alles beultet darauf hin, daß die tschechische Sozial- demokrati« trotz des Abfalls der Kommunisten in kurzer Zeit wieder die stärkste Partei in der Republik sein wird. Die Kommunistem werden aber jetzt gezwungen sein, in den Gemeindekorporatwnen, in denen sie vertreten sind, reale Politik zu treiben, diev sie immer weiter nach rechts stoßen wird. Sie wurden dwrch die Wahlen belehrt, daß sie keine Majorität des tschechischen Volkes bilden, ja vielmehr mit ihren Bestrebungen in der Minderheit sind, und ihre Eni- täuschung nach den WalKen fand auch in ihrer Presse Ausdruck. Die Kommunisten in der' Tschechoslowakei wissen bereits wohl, daß hier keine bolschewiistische Revolution, keine sogenannte Diktatur des Proletariats> möglich ist. Sie wissen aber auch, daß sie nicht mehr lange eine revolutionäre Partei bleiben können, und sie trachten deshalb bereits, sich danach cinzu- richten. Wenn man bedenkt, daß die Mitglieder der koinmu- nistifchen Partei in der Tschechoslowakei keine richtigen Kom- munisten, sondern nur radikalisierte oder sogar sehr konser- vativc Sozialdemokraten sind, braucht man eine kommunistische Gefahr in der Tschechoslowakei nicht zu fürchten, ja man kann sogar mit einer baldigen Abschwenkung der tschechischen Kom- munisten in das opportunistische Lager rechnen. Man be- hauptet, daß si« bereits jetzt nicht abgeneigt wären, in das Verhältnis einer„wohlwollenden Opposition" zur Regierung zu treten. Die tschechischen Kommunisten hegen aber noch eine Hoffnung, an welche sie sich wie ein Ertrinkender an einen Grashalm klammern: die kommunistische Revolution in Deutschland. Sie hoffen, in ganz Deutschland werde jetzt der Bolschewismus losbrechen und in Berlin iverde eine Sowjet- regierung eingesetzt cverden. Deshalb haben sich auch die beiden tschechischen kommunistischen Führer Schmeral und Muna vor kurzem nach Moskau begeben, um von dort Instruktionen für den Fall eines Sieges des Bolschewismus in Deutschland noch Prag zu bringen. Sobald aber auch dieser Traum der tschechischen Kommunisten verflogen sein wird und in Deutsch- land statt eines kommunistischen Chaos geregelte Berlsiiltnisie herrschen werden, wird den tschechischen Kommunisten nichts mehr übrig bleiben, als sich mit den gegebenen Verhältnissen auszusöhnen und statt die Arbeiter mit ewigen Phrasen über die baldige Revolution zu Tode zu ermüden, deren Berhält- nissc durchs aktive Teilnahme an der Politik verbessern zu trachten. Schon jetzt fordern die Konnnuniswn für sich eine Vertretung in sämtlichen Institutionen, wo sie jedoch ge» zwungen sein werden, positive Arbeit zu leisten. Aber dann werden sie auch eben dieselbe positive Politik treiben, wie die von ihnen verketzerten Sozialdemokraten, von denen sie sich sehr bald nicht mehr unterscheiden werden. -st Ehe wir den vorstehenden Artikel veröffentlichen konnten, haben die Gemeindewahlen in der S l o w a k e i stattgefunden, sie haben, wie selbst tschechische Koolitionsblätter feststellen, der Regierung eine schwere Niederlage ge- bracht. Weit voran marschiert die klerikal- a u t o n o- m i st i s ch e Slowakische Volkspartei, ziemlichen Erfolg haben Rektoratsübergabe in öer Universität. In der„Königlichen Friedrich-Wilhelm-Universttöt", wie es auf dem Danber in der neuen Aula zu lesen steht, übergab am Montag der bisherige Rektor Hefter sein Amt an seinen Nachfolger Gustav Roethe. Zu der großen Feier hatte das Universrtätsgebäud« ge- flaggt, zu einem Drittel Schwarzrotgold, zu den beiden anderen gut altpreußisch. Um punkt 12 Uhr unter Einsetzen des Orchesters ziehen die chargiwnben Verbindungen auf, d. h. Jünglinge, deren zerhackte Gesichter unter den verschiedenfarbenen Käppis und Baretts be- sonders intelligent wirken, marschieren mit geschultertem Schläger und Danner in die neue Aula. Drei Frauen sind auch dabei in einst weißen Mänteln mit wallenden Federhiitm, die christlichen Jungfrauen des garantiert unpolitischen, deutschakademischen Frauenbundes. Es hat mal jemand respektlos gesagt, in all diesen Jünglingen steckt ein Kind, das spielen will. Die Studenten nehmen Aufstellung, Hacken zusammen, Hand am Kopf, und die Professoren in ihren roten, blauen oder violetten Mänteln und Baretts, ziehen crdengeschmückt ein. Der bisherige Rektor Hefter im bestickten Mantel, kettenbehangen, steigt zur Rednertribüne, um den Bericht über das abgelaufene Jahr zu erstatten. „Hochansehnliche Versammlung", hebt er an. Dann peinlich« Augenblick« der Ruhe: Das Manuskript ist weg. Endlich drängt sich durch die Tür der OberpeMI, schwingt ein Heft in der Hand, reicht es nach oben und der Vortrog beginnt. Nach endlosen Zahlen- angaben dankt Hefter den Professoren, dann dem Allgemeinen Stu- derttenausschuß, der sich besonders bewährt Hab«.(Ein Beispiel dafür für dt« Leser: Zum Abbruch des passiven Widerstandes an der Ruh? schlug dieser Studentenausschuß an das Schwarze Brett in der Universität«inen Aufruf, besten kräftigst« Stellen folgen:„Der passive Widerstand an Rhein und Ruhr ist aufgegeben. Mit dem Stolz und der Ehre der deutschen Studentenschaft verträgt sich diese Tat nicht. Wir legen das offene Bekenntnis ab, die deutschen Opfer französischer Willkür und Brutalität, all« an unserem deutschen Daterlande begangenen Frevel können wir deutsch« Studenten nie vergessen usw. Voller Ingrimm sehen wir das Rührgebiet dem Feinde ausgeliefert, des Herz kocht dem deutschen Studenten vor Zorn im Leibe usw." Mehr kann man nicht verlangen!) Nachdem Hefter alles vorgelesen hat, legt er Kette und Mantel ab und übergibt diese Zeichen der Rektoratswürde Gustav Rostbe. Dieser hält eine rein rhetorische sehr gut« Vorlesung über sein Gebiet, die deutsch« Philologi« und singt ihr ein Loblied.; Wenn die Tschechen Und andere Slawen jetzt nationaler als wir sind,' sagt er, so danken sie das der deutschen Philologie. Deren Endziel; ist die Schaffung der nationalen Selbständigkeit, die auch zu entsagen weiß, lind er hoffe darauf, indem er in dem heutig«« Aussehen Deutschlands nur die Maske der Krankheit sebe. Dir, die Deut, ichen. baben Ms Polen verhätschelt. Sie oergelten uns dies mit der Vernichtung usfer« wundervollen deutschen Kultur. Trotz allem, auch die Kommunisten vnd die nationalen Minderheiien, so' die deutsch-ungarischen Christlichsozialen, während die tschechi- schen Koalitionsparteien recht schlecht abschneiden und von ihnen eigentlich nur die Agrarier nennenswerte Stimmen- zahlen erlangten. Dieser Ausfall der eigens hinausgeschobe- neu Wahlen erregt im Staate das größte Aufsehen. de? neue Chef öer Reichskanzlei. Die Erenennung des volkspartsilichen Abgeordneten Dr. K e m p k e s zum Staatssekretär in der Reichs- k a n z l e i wird heute erwartet. Sein Vorgänger, Frhr. v. R h e i n b a b e n, soll im diplomatischen Dienst Verwen- dung finden._ die Wahrheit bei Stinnes. Ein krasses Beispiel dafür, wie die öffentliche Meinung in Deutschland durch die Stinnes-Presse getäuscht wird, liefert die Wiedergabe des Urteils der Londoner„Daily News" über Stinnes in der„Deutschen Wgemcinen Zeitung". Der 5korrespondent dieses Blattes meldet aus London: Die„Daily News" sagen, es bleibe abzuwarten, ob der Erfolg Stresemanns irgendeine kräftige Bedeutung haben werd«. Das finanzielle Programm der Regierung habe keinerlei Bedeutung, weil es heute ja keine Finanzen mehr in Deutschland gebe. Einer der wenigen Männer, die ein« aufbauend« Finanzpolitik machen könnten, sei Stinnes. Nach dem Bericht des„Berliner Tageblattes" lautet das Urteil des„Daily News" über Stinnes wie folgt: Er fei einer der wenigen Männer, der«ine konstruktive deutsche Finanzpolitik ermöglichen könnte, aber er habe das Vater- land um dreißig Silberlinge an die Franzosen verkauft. Der letzte Satz, auf den es vor allem ankommt, ist im Bericht des Stinnes-Organs glatt unterschlagen. Der heftige Angriff des angesehenen englischen Organs gegen Stinnes ist in eine Lobhud'elung umgewandelt. Die Kulis in der„D. A. Z." wissen offenbar, was sie ihrem Herrn und Ge- bieter schuldig sind._ Neue Eisenbahntarife. Amtlich wird mitgeteilt: Vom Donnerstag, den 13. Okiober, ab werden die Schlüssel« zahlen für die Eiscnbabntarife im Personenverkehr S00 Millionen, im Güterverlehr 1000 Millionen betragen. Die Steigerung der Schlüstelzahlen ist die Folge der Markverschlechterung der vergangenen Woche. Die Herab» setzung der deutschen Kohlengoldpreise hat bei der Bestimmimg der Schlüstelzahlen verbilligend eingewirkt. Sie konnte aber nur von geringem Einfluß sein, da die Reichsbahn' in- folge der nach wie vor unverändert bestehenden Abschließung des Nuhrgebietes ganz überwiegend auf auSläu bische Kohlen angewiesen ist._ Gewittersthwule an üer Ruhr. Gestenkirchen, IS. Oktober.(Eigener Drahtbericht.) Im Ruhr- gebiet herrscht überall drückende Gewitterschwüle. Die Preise für die Notwendigen Lebensmittel sind gerade hier aufs unerschwinglichste gestiegen, weil die Waren bei der geringen Lei- ftungsfähigkeit der französisch-belgischen Regie auf Kraftwagen hcranbesördert werden müssen. Augenblicklich ist man vereinzelt damit beschäftigt, die auseinaitdergcrissenen Eisenbahn, und An- schlußgleise wieder in Ordnung zu bringen. Es wird aber auch nach der allgemein erwarteten Arbeitsaufnahme der Eisenbahner am 17. Oktober noch gut« Weile haben, bis namentlich der Güterverkehr eine neimenswert« Steigerung er- fährt. Aus demselben Grunde klagen die wieder in Betrieb gesetzten Zechen über Absatzmangel und legen«beuso wie die Metall- und Eisenhüttenindustrie Feierschichten ein. Trotz- dem kämpfen die„Deutsche B e r g ra e r t s. Z e i t u n g" und die„R h ei n i sch- W e stf Sl! f ch e Zeitung", sowie die ihnen geistesverwandten Blätter in jeder Nummer mit Leidenschaft für Danzig, Rhein und Ruhr bleiben für uns deutsch. Das Deutschland der Hohenzollern, in dem Arbeit und Freiheit herrschten, hatte wohl auch schwere Zeiten gesehen, aber«inen noch schmälicheren Fall als den von 1918 habe es noch nie erlebt. Doch die deutsche Seele ist nicht tot. Sie lebte in der großen Zeit des Weltkrieges. Und die Jugend wünscht neues Deutschtum, Freiheit vom Druck der unfrucht- baren Masten. Die Jugend der deutschen Hochschulen hat sich be- währt.(Roethe hatte nicht den Eindruck, daß man von studentischen Unsitten sprechen darf. Wer Hot recht? Hefter hatte unter dem 27. Juni 1S2Z ein Schreiben an die Studentenverbindungen ge- schickt, in dem es heißt, daß bei ihm„wiederholt Klag« geführt sei, daß studentische Verbindungen durch Trunkenheit und nächtliches Lärmen Anstoß erregen". Er weist darauf hin, daß dies„völlig unangemessen und dem Anseben der Studentenschaft überaus ob- träglich" sei.) Ein echt deutscher Hauch weht nur durch die Hoch- schul««.„Undeutsch sind die kindlichen Träumereien des Slawen Tolstoi. Eure Aufgabe Ist es, daß sich aus dem deutschen Wort die schaffende deutsche Tat erhebe." Nach dieser kraftvoll teutschen Red« spricht der Vertreter der Studentenschaft:„Die Person Eurer Magnifizenz gibt der Berliner Studentenschaft die Gewähr, daß sie den rechten(I) Weg geführt wird. Denn sie ist nicht nur Wissenschaftler, sondern Vorkämpfer für Deutschtum." Mit dem Gelöbnis, ihr Blut für die deutsch« Sache zu. geben, schloß der Vertreter der Studentenschaft. Damit hatte die Feier ihr Ende und in der Universität der Hauptstadt der deutschen Republik negiert nun ein Jahr lang Gustav Roethe,„die Posaune des Nationalismus". Warten wir der Dinge, die da kommen werden! Der transatlantische Lustverkehr. In 30 Stunden über den Ozean. Nach sehr langen und schwierigen Verhandlungen, die nicht nur wirtschaftlicker, sondern zum guten Teil auch politischer Natur waren, ist jetzt das seit zwei Jahren schwebende Projekt des frans- atlantischen Luftverkehrs, die Luftlinie Sevilla— Buenos Aires gesichert worden. Mit der Aufnahm« des Verkehrs ist, wenn nicht im letzten Augenblick neue diplomatische Verwicklungen entstehen sollten, im April oder im Mai des kommenden Jahres zu rechnen. Der Plan eines regelmäßigen Luftdicnstes zwischen dem euro-' väischen tcnd den:«merika Nischen Kontinent stammt von dem. Grafen Zeppelin selbst, dessen Lieblingeidee es gewesen ist. den Ozean zu i> verfliegen und durch seine Luftfahrzeuge eine schnellere Verbin- dung zwischen den beiden Erdteilen zu schaffen, als es bisher der Fall war. Zu diesem Zweck bat der große Erfinder noch vor dem Kriege sich mit den Möglichkeiten dieses Planes befaßt und in Spanien sowohl wie auf dem Allantlc selbst meteorologisch« Beob- achtungen und Messungen vorgenommen. Das jetzige Projekt, das noch dem Kriege von der Luftsch-fsbaugesellschaft in Friedrichshafen wieder aufgenommen wurde, drohte anfangs an dem Widerstande Frankreichs zu stbeiterr, das unter allen Umständen die Vernich- tung der großen Werft am Bodensee verlangle. Es bedurste lang- wierlger Verhandlungen zwischen der fpanisch-amerilanischen Ge- die DefeitkKun'tz des AchtflundenkaFz bzw. der Sieben- stundenschicht im Bergbau. Erscheint der Zlbsatzmangel dem Albei- ter plausibel, so kann er doch nicht verstehen, daß in dieser Zeit Feierschichten eingelegt werden, weil es angeblich den Werken an Geld fehle, um voll« Wochenlöhne zahlen zu können. Dabei habeik vielfach die Arbeiter am vergangenen Sonnabend nur 1— 1); Mil- ftarden als Abschlagzahlungen bekommen. Was diese geringe Summe bei einem Preis« von 3s< Milliarden für den Zentner Kar- toffeln und 800 Millionen für das Pfund Margarine bedeutet, kcnii sich jeder ausmalen. Di« Entbehrung der Arbeiter, zu denen noch die größer werdende Zahl von Erwerbslosen aus der Kleinindustrie, dem Handel und dem Handwerk hinzukommt, ist ungeheuer und hat bedauerlicher-, aber verständlicherweise schon zu Plünderungen von Kartosfelfeldern, namentlich in der Gegend von Bochum m- führt. Wenn am morgigen Abschlagstage keine groheren Summen ausgezahlt werden, dann ist das Schlimmste zu befürchten. Zudem hat noch eine kühlere Witterung eingesetzt, die den Aufenthalt in ungeheizten Räumen unmöglich macht. Die Kohlenkeller sind aber leer, obwohl man auf der Kohle sitzt. Das Schürfen flachliegender Kohle ist von der Besatzung untersagt: jedes Quantum, und sei es im Rucksack oder Karton üntergebracht. wird bei Entdeckung un- barmherzig beschlagnahmt. Von der Besatzung erhofft, nach der allgemeinen Stimmung zu schließen, niemand Hilfe; wohl schaut man aber nach Berlin und harrt der Auswirkung«,� des Ermächtigungsgesetzes. Enttäuschungen hierüber wären für die Arbeiterschaft, ob freigewerkschaftlich oder christlich organi- siert, kaum zu ertragen. Trier, 15. Oktober.(Mtb.) Die Wirkschafts- und Ernährungs- läge im Trierer Bezirk gesellet sich geradezu katastrophal. Durch den Fortfall der Lohnsicherung war eine Reihe größerer Werk« gezwungen, ihren Betrieb vollständig zu schließen. Mehrere Buchdruckereien haben ihren Betrieb stillgelegt. Die Zeiiungs- betriebe arbeiten verkürzt. Die Teuerung ist geradezu unerträglich. Di« Märkte werden schlecht beschickt; dazu kommt die geradezu unverantwortliche Haltung der Bauernschaft, die ihre Waren großenteils gegen Franken oder Dollar verkauft. Es ist nahezu unmöglich, ft"rr deutsches Geld Kartoffeln zu erhalten. Die Bauern fordern für einen Zentner Kartaffeln 20 bis 25 Franken; Dafür müssen die Kartoffeln noch selber aus- gemacht und heimgefahren werden. Die Erbitterung der Stadt- bevölkcrung ist ungeheuer. Die Stadtverwaltung, die gegen die Bauern machtlos ist, hat verschiedentlich versucht, Lebensmittel im unbesehen Gebiet zu kaufen und sie auf den Markt zu werfen, um den Preis zu drücken. Das scheiterte an den Verkehrsschwierig- leiten, da die Wagen soort entladen und zurückgeschickt werden müssen, wofür wegen der Beschlagnahmegesahr keine Garantie ge- boten werden konnte. Jedoch will die Besatzungsbehörde jetzt die ungehinderte Zunickten dung der Waggons zu sichern. Andererseits will die Stadt den Landwirten in ihrem Wunsch nach einem wert- beständigen Geld entgegenkommen. Zu diesem Zweck gibt sie Bons auf Kilowattstunden aus. Wer Devisen fordert, dem soll das elektrische Licht rücksichtslos abgeschnitten werden. Die Küsirmer Putschisten. Der Hochverratsprozeß gegen die 14 Rädelsführer des Küsttin er Putschversuches soll noch in dieser Woche vor dem Ausnahme- g s r i ch t in Kottbus beginnen. Die Anklage, die auf Hochverrat lautet, ist den Angeklagten am gestrigen Montag zugestellt worden. Für die Verhandlung, für die vorläufig zwei Tage vorgesehen sind, sollen umfassende Sicherungsvorkehrungen getroffen werden, um jegliche Störungsverjuche von rechts oder links unmöglich zu machen. Aus diesem Grunde ist für den Prozeß ein ungewöhnlicher Verhondlungsort, nämlich die Kirche des Kottbuser Zentralgefäng- nisses, ausgewählt worden, der einen ungestörten Gang der Der- Handlung in jeder Weise gewährleisten dürste. Um etwaige Kund- gedungen außerhalb der Verhandlung unmöglich zu machen, sollen während der Dauer des Prozesses Reichswehrabteilungen nach Kottbus gezogen werden. Schon jetzt ist damit zu rechnen, daß zumindest für emen Teil des Prozesses die O e f f e n t l i ch k e i t wegen Gefährdung der Staatssicherheit ausgeschlossen werden dürfte. Was für die 14 Angeklagten auf dem Spiele steht, geht aus der Tassachs hervor, daß auf Grund der Verordnung des Reichs- Präsidenten vom 26. September d. I. für die Küsttiner Putschisten unter Umständen auf Todesstrafe erkannt werden kann. Das Zeugenaufgcbot für die Verhandlung vor dem Ausnahmegericht wird ein ziemlich umfangreiches sein. Masary? und Penesch sind gestern in Paris zu einem offiziellenl Besuch«ingetroffen. sellschast, die den transatlantischen Lustverkehr eröffnet, und deck französischen Regierung, um endlich durchzusetzen, daß die deutschen! Zeppelinworke soweit geschützt wurden, daß cm die Weiterführung des begonnenen Werkes gedacht werdch? konnte. Aller Wahrscheinltchseit nach wird der Luftverkehr mit vier großen Passagierfchiffen eröffnet werden, die 30 Passagiers mit G-epäck zu befördern vermögen. Die Fahrtdouer beträgt rund 30 Stunden, doch dürsten bei günstigem Wetter noch größere Ge- schwindigkeiten entwickelt werden. Man hat die südlich« Linie übeck den Atlantic gewählt, weil die klimatischen und meteorolozischen Verhältnisse hier güisstiger liegen, als auf der von den Dampf- schsifen benutzten nördlichen Route. Doch ist immerhin mit deck Möglichkeit zu rechnen, daß späterhin auch eine Verbindung nach Nordomerita geschaffen wird. Di« Gesellschaft will zwischen den .Haupsstädttn Europas und Sevilla»inen Flugzeugdienst einrichten, der die Passagiere in kurzer Zeit nach dem spanischen Abflughafen bringt, wo noch in diesem Winter mächtige Hallen erstehen werden, und es dürfte weiterhin für ein« Luftschiffverbindung zwischen dem amerikanischen Süden und den Nordstaaten gesorgt werden. Die Zahl der Fahrten über den Ozean wird entsprechend der Frequenz gesteigert werden können, um so mehr, als die Zalfl der Passagier- luftschiff« sich sehr schnell wird vermehret: lassen. 5el!x HoüaenSers �bschkeö. _ Felix Hollaender hat das nachstehende Schreiben an Prosessock' Max Reinhardt gesandt: Lieber Max Reinhardt! Wenn ich aus innerer Notwendigkeit wiederum Sie um Lösung meines Verttages ersuche, so erübrigt«s sich, nochmals Gründe auszuzählen. Ueber zwanzig Jahre war ich Ihnen Weg- genösse um Ihrer Sache und Ihrer Person willen. In guten und in schlimmen Zeiten habe ich mit Ihnen den Boden des Deutschen Theaters bestellen dürfen. Heber geleistete Arbeit hinaus osr, knüpfen uns Gedanken und Erinnerungen, die nicht mehr aus- zulöschen sind. Von dem unauflöslichen Band gemeinsam durch- lebter Jalme spricht der Dichter der Oresti«. So liegt auch die Verbindlichkeit unserer Beziehungen tiefer als in dem geschriebenen Pak:. Und darum weiß ich, daß kaum einer meine Wünsche und Notwendigkeiten besser begreifen wird als Sie. Ich darf Ihnen die Hand drücken nicht mit feierlicher Abschieisgeste,.sondern in dem zuverlässigen Gefühl, daß der Zusammenhang zwischen Ihnen und mir durch keine Trennung gelockert werden kann. In alter Herzlichkeit und Freundschaft Ihr Felix Hollaender. Max Reinhardt hat diesem ernsten Verlange», von dem Felix Hollaender nicht abzubringen war, Rechnung traaen zu müssen ge- glaubt und Karl Rasen, der leit einer laugen Reihe von Jahren Mitglied der Direktion der Reinhardt-Bühnen ist, mit der Leitung des Deutschen Theaters und der Kdmmerspieie ftetraut. Diese 355«41 entsprang gleichermaßen dtt Initiative Max Neinhardts wie dem einstimmigen Broschlaz« der gesamten Künstttrschaft d?? Deut- schen Theaters Karl Rosen wird das Deutsche Theater gemeinsam mit einem Regiekollegium führen, das durch dt« Hinzuziehung eines prominenten Regisseurs ergänzt werden wird. Die Verhandlungen stehen vor dem Abschluß. Ponfick, der Republikaner. der Revolution bei seiner Gefinnung es nicht für beden?| welche, als die Reichswehr feuerte, noch befäftigt waren, die Ber lich gehalten habe, die Stellung eines Ministerialrats im Reichs- fammelten zu zerstreuen, erklärten, von einer Aufforderung zum Berurteilung zur Strafe der Dienstentlassung. arbeitsamt anzunehmen, um die er sich doch wohl felber beworben Auseinandergehen vor dem Schießen nichts gehört zu haben, so Ministerialrat Dr. Ponfid, der früher beim Reichs habe. Ohne mit der Wimper zu guden antwortete Bonfid, er arbeitsministerium als Leiter der Unterabteilung für land- habe ja gewußt, daß zwei Drittel bis drei Viertel der alten Beamten daß sie selbst ihr Leben nur durch die Flucht reiten konnten. liches Siedlungswesen beschäftigt war und nach seinen trop Verbotes Monarchisten blieben. Die Reichswehr ist von feiner amtlichen Stelle der des Reichsarbeitsministers betriebenen Presseangriffen gegen Nach langer Beratung entschied die Disziplinar- Meininger Bolizei zum Einschreiten aufgefordert worden; sie hat den preußischen Landwirtschaftsminister Braun tammer, daß die dem Angeklagten zur Last gelegten Dienstver vollkommen eigenmächtig gehandelt. Alle beteiligten Polizeiim Disziplinarverfahren wegen Verlegung seiner Gehorsamspflicht gehen in allen Bunkten erwiesen felen. Zur Uebernahme des beamten sagen weiter aus, daß ein Grund zum Feuern nicht vorzu einer Geldstrafe und zur Strafpersegung verurteilt wurde, hilfsrichteramtes hatte er sich anfangs bereit erklärt, daher durfte lag, auch hat der Führer des Reichswehrkommandos nicht versucht, hatte gestern in einem neuen Disziplinarverfahren sich er nicht mehr zurücktreten. Für die Bresseartikel fann er den Schuß sich vor seinem Eingreifen mit der Polizei in Verbindung zu sehen. vor der Reichsdisziplinarfammer in Berlin zu verantworten. Zur der Immunität eines Mitgliedes vom Reichswirtschaftsrat Um ähnlichen Borfällen vorzubeugen, ist die Meininger Polizei Laft gelegt wurden ihm diesmal Angriffe gegen das Reichs- nicht in Anspruch nehmen auch wenn sie im Zusammenhang mit arbeitsministerium und gegen die deutsche Republir feiner dortigen Tätigkeit stehen. Durch diese Artikel hat er den durch Landespolizei verstärkt worden. Die Lage in Meis in einigen von ihm im Jahre 1922 durch die„ Deutsche Tageszeitung" Aufbau des neuen Staates und dessen Autorität ningen kann als ruhig bezeichnet werden, da alle Organisationen und die Zeit" veröffentlichten Artikeln, die sich mit dem Siedlungs- aufs äußerste gefährdet, was gerade er als ein Beamter dem Kreisdirektor als zuständiger Polizeibehörde größte Zurücks wesen und den Leistungen des Reichsarbeitsministeriums auf diesem der Zentralinstanz nicht tun durfte. Selbst wenn seine Angriffe haltung zugesichert haben. Gebiete beschäftigten. Auch hatte er nach seiner Strafverfegung an berechtigt wären( was dieses Gericht gar nicht zu untersuchen gehabt das Reichsversorgungsgericht die Uebernahme des ihm zunächst zu habe), habe er nicht folche Angriffe gegen feine Behörde richten gewiesenen Amtes eines Hilfsrichters verweigert, was als Ver- dürfen. Die hämische Berhöhnung der Republit zieme sich nicht für legung seiner dienstlichen Pflicht angesehen wurde. einen Beamten, der in ihrem Dienst steht und von ihr sein Gehalt bezieht. Dr. Bonfick habe durch sein Berhalten sich der Achtung, die fein Beruf erfordert, nicht würdig gezeigt. Da er bereits vorbestraft war, fonnte nur Dienstentlassung in Frage kommen, auf die das Disziplinargericht erkannt hat. Mit Rücksicht auf seine wirtschaftliche Lage wurde ihm die Hälfte des gefeglichen Ruhegehaltes auf fünf Jahre zugebilligt. Der Belagerungszustand in Sachsen. Ein deutschnationaler Parteitag verboten. Celle, 15. Oftober.( Tul.) Der Parteitag der Hannoverschen Landesverbände der Deutschnationalen Bolkspartei, der am 13. Ot tober in Celle stattfinden sollte, ist furz vor Beginn verboten worden. Es fand nur eine Sigung des erweiterten Vorstandes der Partei statt. Kommunistenverhaftungen. " In einem Artikel der Zeit" vom 6. Mai 1922 behauptete Bonfid unter anderem, das" Reichsarbeitsministerium habe nicht die zur Durchführung der Aufgaben des Siedlungswesens erforderliche Fähigkeit, mit dem sogenannten Vorwärtstrieb im Reichs arbeitsministerium sei es nicht weit her und das Inter. effe für die ländlichen Fragen sei dort gering. In der„ Deutschen Tageszeitung" vom 19. Mai 1922 sprach er bei der Erörterung des vom Reichsarbeitsministerium erst spät vorgelegten Entwurfes Hannover, 15. Oftober( Eigener Drahtbericht.). Die Kommu einer neuen Pachtschuhordnung von Nachlässigkeit und Bernisten hatten am Sonntag einen Betriebsrätetongreß für schleppung, von Brüskierung des Barlamentes, und er nannte den Niedersachsen( Hannover und Braunschweig) nach annover Dresden, 15. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) Als vor 14 Tagen einberufen. Die Veranstalter dirigierten jedoch ihre Gefolgidaft Entwurf einen Wechselbalg, ein unverdautes Gemengsel der erste gemeinsame Attionsausschuß der BSPD. und KPD. in nach Hildesheim, wo die Tagung von der Polizei aufgehoben verschiedenster Anschauungen. Wegen der Form diefer 3widau gebildet worden war, wurde der sächsischen Regie- und 72 Teilnehmer, darunter bekannte Kommunistenführer aus Angriffe wurde nach§ 10 des Reichs- Beamtengefeges gegen Dr.rung vom Wehrtreistommando IV ein Schreiben übersandt, in Hannover, festgenommen wurden. Bonfid vorgegangen, weil sie mit der ihm zur Pflicht gemachten dem gefagt wird, daß sich solche Aktionsausschüsse erfahrungsgemäß Mobilmachungspläne, wurde beichlagnahmt. Die Polizei verZahlreiches Material, auch Wahrung der Beamtenwürde unvereinbar sei. Einen noch gröberen Eretutingewalt anzumaßen pflegten, und angefragt wurde, hinderte auch den Versuch, den in Hildesheim gefprengten Kongreß Ton hatte Dr. Bonfid in der Deutschen Tageszeitung" ob die fächsische Regierung etwas gegen den Aktionsausschuß zu in Alfeld fortzusetzen. In Gerzen bei Alfeld, wohin fich die Teilvom 29. April 1922 angeschlagen, wo er die Vorgeschichte der neu veranlassen gedente. Das Wehrfreistommando habe evtl. die Abnehmer am Kongreß dann begaben, wurden weitere 30 Berhaf deutschen Siedlung" zu schildern versprach. Darin stellte er die alte ficht, ihn zu verbieten. Die fächsische Regierung hat daraufhin in tungen vorgenommen; eine größere Bahl von Kongresbesuchern Monarchie und die neue Republit in einer Weise gegenüber, die als ihrer Antwort vom 2. Oftober erflärt, daß nach den bisherigen fonnte durch die Fenster ins Freie flüchten. Bei Haussuchungen beabsichtigte Verächtlich machung der republitanischen Erfahrungen die Aktionsausschüsse, die sich auf die Organisationen in Hannover wurden am Sonntag mehrere Kommunisten ver Staatsform und der republikanischen Regierung der Arbeiterschaft ftüßen, eine Garantie gegen öffent haftet, ebenso in Beine. Das in Hannover erschienene Niederaufgefaßt werden mußte. Unter anderem höhnte er über die No- liche Unruhen bedeuten. Sie zu verbieten, würde die sächsische fächsische Arbeiterblatt" wurde auf Befehl des Militärvembermischung von Hochoerrat, Krippen gier Regierung für außerordentlich unklug halten. Bei anderer Gelegen und Unfähigkeit, und er wünschte sich den Wiederaufbau heit wurde dem Wehrkreiskommando erklärt, daß die sächsische Re- befehlshabers, General v. Loßberg, bis auf weiteres verboten. eines schwarzweißroten Deutschland". gierung ein Berbot der proletarischen Hundertschaften als eine durch Verbot kommunistischer Versammlungen in Ostpreußen. Bor der Disziplinarfammer erklärte Dr. Bonfid, die Ar- aus unzweckmäßige und große Kreise der Bevölkerung beunruhigende tifel habe er als Mitglied des Vorläufigen Reichswirtschaftsrates Maßregel betrachten müßte. Das Wehrtreistommando IV hat aber im Wehrfreis I hat bis auf weiteres alle fommunistischen Königsberg, 15. Oktober.( TII.) Der militärische Befehlshaber peröffentlicht, dessen Mitglied er auf Vorschlag des Reichslandbundes das Berbot der proletarischen Hundertschaften und Aktionsausschüsse Versammlungen verboten. Um dieses Verbot durchführen geworden war. Er habe grundsäßiich Bedenken, sich überhaupt auf ausgesprochen, obwohl ihm die Stellungnahme der die Anklage zu äußern, denn als Mitglied des Reichswirtschaftsrates fächsischen Regierung nicht nur aus der Programmrede Bweden 48 Stunden vor Beginn der zuständigen Drispolizeizu können, ist es erforderlich, daß alle Versammlungen zu politischen brauche er niemand Rechenschaft abzulegen. Ein Mitglied des des Ministerpräsidenten Zeigner, sondern auch aus einem be= Reichswirtschaftsrates dürfe wegen feiner Abstimmungen fonderen Schrifiwechiel befannt war. behörde angemeldet werden. und Aeußerungen weder gerichtlich noch dienstlich verfolgt werden. Er behauptete, auch feine Presseartitel fielen unter dener Boltszeitung" bezeichnet die Auflösung der proleDresden, 15. Ottober.( Eigener Drahtbericht.) Die„ Dres= diesen Schutz, da sie zu seiner Stellung im Reichswirtschaftsrat in engster Beziehung ftänden und er als deffen Mitglied natürlich auch tarischen Selbstfchugorganisationen als einen Schlag ins schriftstellerisch seinen Standpunkt vertreten müsse. Nach längeren Wasser. Sie versichert, daß die Arbeiterschaft in dem Augenblick Erörterungen ließ Dr. Bonfid unter Aufrechterhaltung feines grund- in zwedentsprechender Form auf den Beinen sein wird, wenn es fäglichen Anspruches auf Immunität sich doch dazu herbei, auf die gift, die bis heute gesicherten Errungenschaften des 9. November zu Antlage zu antworten. Die Angriffe gegen den Reichsarbeitsminister verteidigen. feien berechtigt und in der Form nicht verletzend. Daß er als Beamter fein Recht zu solchem Vorgehen habe, wisse er aus dem ersten Disziplinarverfahren. Er freue sich, daß er wenigstens als Abgeordneter des Reichswirtschaftsrates dazu in der Lage sei. Der flüchtige Roßbach. Ludendorff, der Retter. Breslau, 15. Oftober.( Eigener Drahtbericht). General Buden borff hat einen politischen Agitationsausflug nach Schlesien unterbas Denkmal gilt in erster Reihe dem gefallenen Fliegeroffizier nommen. Bei einer Kriegerdenkmalseinweihung in Miligich Manfred von Richthofen sprach er am Sonntag. Er bezeich Bayerisches Eingeständnis. nete fich selbst dabei immer noch als Vertreter der Obersten Heeresleitung. In feiner Begleitung war General von Linsingen erschienen. Nach Schluß der Ansprache zog Dresden, 15. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) Anläßlich der ments vor Ludendorff vorbei, als ob der Kriegverlierer und die in Militsch liegende Sch to adron des 8. Reiterregi Zu den Angriffen auf die Republik und zu dem Vorwurf der Enthaftung Roßbachs wird amtlich folgendes mitgeteilt: Am ver- Hemmungslose rechtsradikale Seger gegen die Republit immer noch Krippengier" machte der Vorsitzende der Reichsdisziplinar gangenen Sonnabendnachmittag turz vor 3 Uhr erfuhr die fächsische eine offizielle Persönlichkeit im Reiche wäre. Das Ansehen der fammer, Rammergerichts- Senatspräsident Großmann, den Regierung, daß der Bandenführer Roßbach vom Staatsgerichtshofteichswehr fann durch dieses Verhalten nur beeinträchtigt Angeklagten darauf aufmertfam, daß dieser ja erst nach der Staats- aus der Haft entlassen werden soll, weil Verdunkelungsgefahr nicht werden. umwälzung seine Karriere gemacht habe, nachdem er in das Reichs- mehr vorliegt. Darauf hat die fächsische Regierung der Polizei in arbeitsamt berufen worden war. Db er etwa jene Aeußerungen Leipzig funtentelegraphisch den Befehl erteilt, Roßbach vorläufig Ob über die republikanische Regierung und feinen Hinweis auf das festzunehmen. Gleichzeitig hat die sächsische Regierung bei dem chwarzweißrote Deutschland" für vereinbar mit Behrfreistommando IV den Antrag gestellt, Roßbach auf Grund feinem Eib auf die republitanische Reichsper des§ 1 des Gesetzes vom 4. Dezember 1916 in Schubhaft zu fassung halte. Dr. Bonfid antwortete mutig: Jawohl!" und nehmen. Der Antrag wurde damit begründet, daß die weitere er fügte ftolz hinzu, schon vor der Revolution sei er Regierungsrat Festhaltung Roßbachs zur Abwendung einer Gefahr für die Sicher im Oberpräsidium Berlin geworden. Mit seinen Worten über die heit des Reiches erforderlich" sei. Das ergebe der bekannte SachNovembermischung" habe er nicht die Regierung, fondern nur den verhalt ohne weiteres. Gleichzeitig wurde bem Wehrfreiskommando Sozialismus treffen wollen. Ein Beisiger fragte ihn, ob er nach mitgeteilt, daß die sächsische Regierung der Polizei in Leipzig den Befehl erteilt habe, Roßbach vorläufig festzunehmen. Als jedoch die Leipziger Polizei den Befehl ausführen wollte, war Roßbach bereits aus der Haft entlaffen. Sein Aufenthalt war nicht bekannt. Die Polizei hat sich bemüht, seiner habhaft zu werden, hat ihn aber bisher nicht ermitteln fönnen. Der Meinetesche Männerchor( Mitglied des DASB.) unter Musikdirektor Josephs Leitung hatte für sein Konzert am Sonntag in der Philharmonie ein geschmackvoll zusammengestelltes Programm. Cho: und Dirigent waren mit Erfolg bemüht, den zum Teil schwierigen Kompositionen mit Flügelbegleitung von Bom Wehrtreistommando wurde durch Schreiben vom Schubert und Weber stimmungsvollen Ausdruck zu geben. Ebenso 14. Oktober mitgeteilt, daß im Einvernehmen mit dem zart waren Bolkslieder von Brahms und Silcher. Nicht enden Reichswehrminister die Schußhaft über Roßbach. mollenden Beifall löste„ Der Jäger von Kurpfalz" in der bekannten verhängt morben ist. Bearbeitung von Dthegraven aus. Der Chorleiter hat seine SängerMinisterpräsident Knilling hat im Namen feines GesamtministeMünchen, 15. Oktober.( Eigener Drahtbericht.) Der bayerische riums eine Rundgebung an die„ völkische Bevölkerung" erlassen, die politisch deshalb ein wertvolles Dokument darstellt, weil die bayerische Regierung mit dieser Rundgebung zu der Frage des passiven widerstandes nunmehr offen an die Seite der Regierung Stresemann tritt. In den Einleitungsfäßen dieses Ers laffes heißt es: Die 26 Nach einem in seiner Art und in seinem Umfang in der Geschichte noch nie dagewesenen Widerstand von neun Monaten mußte die bisherige Abwehr gegen den rechtswidrigen und frevelhaften Einbruch in wehrloses deutsches Land aufgegeben werden. Reichsregierung war mit Bertretern des besetzten Gebietes einig in der Auffaffung, daß die weitere Fortführung des Widerstandes mehr gegen das eigene Bolt als gegen den Angreifer gewirkt hätte. Die bayerische Regierung rückt damit offiziell ab von den törichten Phrasen, die in der bürgerlichen Presse Bayerns und vor allem Münchens gang und gäbe sind und in denen der Reichsregierung und der an ihr beteiligten Sozialdemokratie auch heute noch die schärfsten Vorwürfe wegen der Aufgabe des passiven Breffe der Bayerischen Volkspartei diesen Baffus in der Knillingschen Rundgebung glatt unterdrückt, das gleiche hat das Münchener Rahr- Organ in noch viel weitergehenderem Umfange besorgt. schar so sicher in der Hand, daß die feinsten rhythmischen und Das Reichswehrminifterium bestätigt, daß auf Antrag dynamischen Gegenfäße in hoher Bollendung zum Ausdruck fom der sächsischen Regierung im Einverständnis mit men. Frau Ebel Wilde, eine von der Kritik längst als her- dem Reichswehrministerium die Schuhhaft über vorragend anerkannte Sopranistin, erfreute durch Arien von Mo- Roßbach verhängt worden ist. Allerdings konnte der vom zart sowie Liedern von Ebel und Brahms. Zwei Chopinfche Kom Staatsgerichtshof aus der Haft Entlaffene bisher noch nicht wieder Widerstandes gemacht werden. Bezeichnend ist, daß die führende pofitionen sowie Gounod- Liszts Faustwalzer" zeigten den Musif- festgenommen werden. Unmittelbar nach seiner Entlaffung in Leip. diretto: Joseph als ausgezeichneten Pianisten. Br. zig begab sich Roßbach am Sonnabend auf sein Besitztum in Wannsee bei Berlin. Bon hier aus soll er jedoch sofort eine längere Erholungsreise(!) angetreten haben. Ob mit cber ohne Kenntnis der neu verhängten Haft bleibt offen. Der Staatsgerichtshof hat Roßbach zwar ohne Stellung einer Raution aus der Haft entlassen, aber ihm die Verpflichtung auferlegt, be m Untersuchungsrichter jederzeit seinen Aufent haltsort anzugeben. Es fragt sich also, ob Roßbach dieser dem Staatsgerichtshof gegenüber übernommenen Verpflichtung nach tommen wird. Dann muß sein Aufenthalt rasch bekannt werden. Da die Schußhaft auf Anweisung des Reichswehrministers, deffen Befehlsgewalt sich über das ganze Reich erstreckt, erfolgt ist, hat felbstverständlich seine Festnahme überall zu erfolgen, un beschabet, ob fich Roßbach im Bereich des Wehrkreiskommandos IV oder sonstwo im Reiche, sei es felbft in Bayern, aufhält. Die Zunahme der deutschen Auswanderung. Die Zahl der deutschen Auswanderer, die im ersten Halbjahr 1923 von deutschen und holländischen Häfen abfuhren, belief fich auf 40 872, davon 23 910 männlichen und 16 686 weiblichen Geschlechts. Die Zahl ist seit dem Kriegsende in steter Zunahme, betrug im ersten Halbjahr 1921 7593, im ersten Halbjahr 1922 11 303. Die Auswanderung erreichte im Juni dieses Jahres einen Hochstand, wie er feit Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts nicht mehr beobachtet wurde. Die meisten deutschen Auswanderer gehen nach Südamerika; dagegen find die Bereinigten Staaten so in den Hintergrund getreten, daß die Zulassungsquote, die 1921 für Deutsche 68 000 betrug, nur zu 28 Proz. ausgenutzt wurde, während 3. B. Frankreich 75 Broz., Rußland 84 Proz., Italien volle 100 Proz. ausnutten. Die Humboldt.Hochschule veranstaltet am 16. in der Hochschule für Mufit einen Kunstabend, in dem das Waghalter- Quartett fonzertieren wird. Beginn 8 Uhr; Karten im Hauptbureau und an der Abendkasse. Vorträge. Die Gesellschaft für Segualreform veranstaltet am Donnerstag 8 Uhr im Museum für Meeresfunde, Georgenstraße 34/36, einen Vortrag von Herrn Dr. 2. Klauber über Serualrevolution. Die Reichswehr in Meiningen. Ein Zivilbericht über die nächtlichen Zusammenstößze. Das Presseamt Thüringen meldet, im Gegensatz zu dem militäKomödia Valetti. Die Bühne, die Rosa Valetti Mitte November rischen amtlichen Bericht, den wir in der Abendausgabe wiederin dem zum Theater umgebauten Selindworth- Scharwenta- Saal eröffnet, gaben, über den blutigen 3usammenstoß zwischen Reichswird den Namen Komödia Baleiti führen. Als Eröffnungsvorstellung geht wehr und Zivilisten in Meiningen: die deutsche Uraufführung Die Feindin" von Dario Niccodemi in Szene. Im Dom veranstaltet Brof. Walter Fischer am Donnerstag 8 Uhr ein München, 15. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) Nach zehn tägigem Verbot ist am Montag der Böttische Beobachter" wieder erschienen. Wer gerade von dieser Nummer eine besondere Kraftleistung des Herrn Hitler erwartet hat, ist etwas enttäuscht von der ungewöhnlichen Zurüdhaltung. Die Sprache gegen Kahr ist um vieles milder geworden und einem neuen Bersuch, den Generalstaatskommissar gegen die Bayerische Volkspartei scharf zu machen, merkt man deutlich an, daß sein Urheber an dieser Taktik felbst teine rechte Freude mehr habe. Diese lendenlahme of emit erschöpft sich in folgenden Säßen: " In Bayern wächst sich die Regierung des Generalstaatsfommissars in einer Weise aus, die wir schon seit den ersten Tagen befürchtet haben. 3u schwach, dem organisierten Berrat im Reich einen wirtlichen Kampf anzusagen, verharrt die banerische Staatsregierung in Paffivität. Es wäre gut, wenn Herr v. Kahr ein wenig auf die Straßen Münchens gehen würde, um sich mit der Stimmung des Volkes etwas bekannt zu machen. Er würde dann merken, daß seine Popularität, von welcher die Bayerische Boltspartei jezt plöhlich so viel zu erzählen weiß, sich Wir raten Herrn In der Nacht vom 13. zum 14. Ottober entstand in Meiningen fchon heute auf ein Achselzuden beschränkt. Don Kahr im allgemeinen vaterländischen Interesse, der Baye. or einer Wirtschaft zwischen einigen Einwohnern und Reichswehrerischen Volkspartei und ihren Machenschaften ein jolbaten eine Schlägerei, in deren Folge sich etwa 200 Personen Ende zu bereiten. Eroti ats Literaturkritiker. Sn bor Prawda veröffentlicht ansammelten. Die unmittelbar an der auferei beteiligten Einropti, wie der Dft- Expreß meldet, eine Reihe von Feuilletons wohner entfernien sich beim Einschreiten der Polizei unter Mitüber die neueste russische Literatur. Er zeigt sich dabei als Strilifer von außerordentlicher Strenge. Besonders die Versuche neuefiernahme eines Geitengewehrs; weitere Tätlicyfeiten famen jedoch Echriftsteller, fich den Bolichewismus und Stommunismus in Stugland nicht vor. Die Polizei bemühte fich weiter mit Erfolg, die noch literarisch anzupaffen", werden von Tropki schonungslos als gefünftelt und im Wortwechsel befindlichen Einwohner und Reichswehrangehörigen gen der christlichen Gewerkschaften nach Aufhebung des Kahrschen gezwungen abgelehnt. Orgelfonzert, bei dem Angelika Stronsbein- Rummel, Alt, und Frik N. Hoff man, Zenor, milioirfen. zu trennen. Mittlerweile war Das Stromleitungenes des Wahernwerfes fertiggestellt. Die Fernleitung des Bayernwerkes, die in einer Länge von nahezit 900 Stilovon einigen Reichswehrsoldaten ein bemetern das rechtsrheinische Bahern vom Balchenseewert über München bis waffneter Stoßtrupp der Reichswehr herangeholt Hof und Aschaffenburg durchzieht und unter gleichmäßiger Bersorgung des worden. Dieser gab auf die Ansammlung mehrere Salven ganzen Landes mit Elektrizität die wichtigen Stromerzeugungs- und Ber ab. Sieben Verwundete blieben auf dem Plaze, von denen zwei teilungsanlagen verbindet, ist gestern in ihrer ganzen Ausdehnung fertiggeftellt. Damit ist der erste wichtige Abschnitt zum Ausbau des Bayern- inzwischen verstorben sind. wertes zum Abschluß gebracht. Die in der Ansammlung tätigen tommunalen Polizeibeamten, Christliche gegen Kahr! Im„ Deutschen" imterstreicht G. Schloder, Gauvorsteher des Deutschnationalen Handlungsgehilfenverbandes, die Forderun Streifverbots und bemerkt dazu: Zeitigen auch diese Hinweise teine Renderung, so wird es unausbleiblich sein, daß die Angestellten- und Arbeiterschaft Bayerns an die Reichsregierung herantritt mit der dringenden Forderung, die Rechte der Arbeitnehmerschaft auch in Bayern ungefchmälert zu wahren. Aso selbst der Deutschnationale Handlungsgehilfenverband fordert Reichs intervention in Bayern! Bewerkschaftsbewegung Einheitsfront" bei Osram A. Ein Genosse im Osram- Werk schreibt uns: Deutlicher fann die Brüderlichkeit und Innigkeit zwischen den und am Freitag 6 Milfarben Mart à conto gezahlt. Für Ausa Zentralverbändlern und den landwirtschaftlichen Arbeitgebern faum gelernte, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen tommen heute in allen bokumentiert werden. Ein Unterschied mit den Gelben ist hierbei Sparten 78,2 Proz. und am Freitag 235 Proz. des Lohnes der faft unmöglich. Die Landarbeiterschaft muß hieraus un- Borwoche zur Auszahlung. Die Abmachungen sind im Ortsbureau verzüglich die notwendigen Schlußfolgerungen ziehen, will sie ver- erhältlich. Die Branchenleitungen. meiden, daß sie zu ihrem eigenen Totengräber wird. Ganz deutlich 3m Steindrud-, Lithographie und photographischen Kunstdrudund klar muß für sie die Parole sein: Fort mit diesem üblen gewerbe werden heute 2 Milliarden für die Woche vom 6. bis Gewächs und hinein in den freigewertschaftlichen 12. Oktober nachgezahlt und am Freitag 6 Milliarden Vorschuß ge Deutschen Landarbeiterverband. zahlt. 3m Chemigraphie-, Licht., Kupfer- und Tiefdrudgewerbe wird heute der doppelte Lohn der Woche vom 6. bis 12. Oftober ohne Steuerabzug ausgezahlt. Am Freitag erfolgt eine Zahlung in der Spitze von 5,5 Milliarden Mart. Der endgültige Lohn für beide Gruppen wird im Laufe dieser Woche festgelegt. Der Bei trag für Berlin beträgt in dieser Woche 220 Millianen. Der Ortsvorstand. " ,, Wiederaufban durch Mehrarbeit". Immer wenn das Proletariat vor ernsten Entscheidungen steht, heint es dem vernünftigen Teil der KPD. zu gelingen, den anderen eil zu überzeugen, daß ohne die Mitwirkung der BSPD.- Anhänger ernsthaften Widerstand nicht zu denken ist. Es wird dann in len Tonarten die Einheitsfront gepredigt. In unserem etriebe sandten die KPD.- Kollegen drei Mann zu uns, um eine Aus Angestelltenfreifen erhielten wir folgende Zuschrift: gemeinsame Rampfbafis" zu schaffen und einen Wieder hören wir diese längst bekannten Löne, jegt mit be Attionsausschuß zu bilden. Unser Fraktionsvorsitzender fonderer Aufdringlichkeit, denn es ist Gefahr im Berzuge. Was soll flärte, daß wir stets bereit feien, wenn es gilt, die Kampffront dem Wiederaufbau im Wege stehen? Der Zwangstarif, der A chter Arbeiterschaft zu stärken, und machte den Borschlag, gemeinsame stundentag, die Demobilmachungsverordnungen. Man erzählt orbesprechungen der Fraktionsvorstände abzuhalten. Die KPD.- uns, daß heute dank der Tarifverträge ein Fauler genau so viel ollagen waren damit einverstanden. Wir waren uns der Schwierig verdient wie ein Fleißiger. Das wissen wir. Warum ändert die teiten wohl bewußt, da wir ja die Einstellung eines Teils unserer Arbeitgeberschaft diesen Zustand nicht? Warum behandelt sie den cmmunisten im Betriebe genau kannten. War doch bisher jedes mindest tarif als höchst tarif ohne Unterschied für Faule und usammenarbeiten einfach unmöglich, so daß die meisten unserer Fleißige? Aber wenn die Zwangstarife" abgeschafft werden, welche senossen von ihren Bosten zurückgetreten waren. Trotzdem glaubten Gewähr bleibt den Angestellten, daß ihnen nicht wieder direkt unir es der Arbeiterbewegung schuldig zu sein, den Bersuch zu unter- fittlich niedrige Löhne und Gehälter aufgenötigt werden, wo die ehmen. Am nächsten Tage, am 10. Oktober, fand eine Betriebs- Gehälter schon jetzt faum noch zum Leben langen? Man nenne uns erjammlung statt. Faft einstimmig wurde zunächst abgelehnt, ein doch ein anderes Mittel, um die Arbeitgeberschaft zu veranlaffen, eferat über die politische Lage auf die Tagesordnung zu sehen, wirklich angemessen zu bezahlen, d. h. derart, daß wir achdem der Arbeiterratsvorsitzende, cin Kommunist, dagegen ge- leben fönnen, ohne zu darben. Alle diese Berordnungen find ja rochen hatte. Unsere Redner wurden ausnahmsweise bis zu Ende lediglich durch die Schuld der Arbeitgeber und aus Rot ngehört. Es war unverkennbar, daß ein großer Teil unserer mehr gegen die Ausbeutung entstanden. ommunistischen Kollegen zur Einsicht gekommen war. " Man erzählt uns, daß Wiederaufbau mur möglich sei, menn Plöhlich erklärte die Bersammlungsleiterin, die Vorsitzende des mehr gearbeitet würde. Auch das wissen wir Angestellten längst Betriebsrates, es sei ein Bertreter der RP D. erschienen, und sind auch zur Mehrarbeit bereit. Aber dann wollen wir auch er an die Versammlung einige Borte richten möchte. Gie erteilte eine sichere Gewähr dafür haben, daß unsere Mehrarbeit uns iefem ohne weiteres das Wort, wogegen wir deshalb nicht pro- und dem Voltsganzen zugute tommt, nicht aber lediglich eftierten, weil wir der Meinung waren, er würde im Sinne der zur weiteren Bereicherung weniger Rafffes dient. Wenn von unserer Berständigung reden. Statt deffen riß er ganz brutal alles ein, Mehrarbeit der Wiederaufbau abhängt, warum schütt man unsere as faum angebahnt war. In schamloser und gemeiner Weise Arbeitszeit und Arbeitskraft nicht wirksam gegen Ausbeutung und riff er die VSPD. an, wie wir es selbst bei Osram, die wir doch Auswucherung? Wo bleibt der Schutz der geistigen Arbeiter? irtlich schon allerhand gewöhnt waren, noch nicht erlebt hatten. Warum führt man die Bodenreform als wirffamstes Mittel gegen Sandmann ist der Name dieses Helden, er fagte, er fäme aus den Bucher nicht durch? Weil dann einige Rafftes vielleicht auch Mitteldeutschland, wo jetzt die Einheitsfront hergestellt sei. einmal Opfer bringen müßten! Wenn alle Ausfuhrbeschränkungen Rit den Berliner Sozialdemokraten, die alle Berfallen, wo bleibt die Gewähr, daß nicht alles ins Ausland verschoben äter seien, würde man abrechnen. Die Arbeiterschaft wird, während das mehrarbeitende deutsche Bolt Mangel leidet oder Sachsens und Thüringens würden hierher marschiezu unerschwinglichen Preisen Lebensmittel beschaffen muß? Warum ren und den Berliner Sozialdemokraten den Dolch in die die Wut gegen diese uns einigermaßen schützenden Gesetze und Bererräterische Brust jagen. Auch die am Engelufer ordnungen? Sie sollen schuld an unserem wirtschaftlichen Elend igenden Gewerffchaftsbonzen, die sich von den Arbeitergroschen fein. Nein! Schuld darum ist die makloje Profitgier der Raffles, ide Wänste anfaufen und anfressen, müssen vertrieben werden. die trog größter Not des Landes nicht nur teine Opfer bringen wollen wie die anderen Volksschichten, sondern an diesen Opfern fich noch möglichst starf zu bereichern streben, die mühelos ernten wollen, was andere gesät haben, und denen diese Berordnungen Hemmnisse bei ihrem rasenden Jagen nach Profit über Profit find. schaffen will, um die Entlohnung der Arbeitnehmer noch weiter zu Wir wissen genau, daß man diese Berordnungen lediglich abbrüden, um wieder freie Hand" zu haben. Darum erst sicherer Schuh unserer Arbeitstraft gegen Ausbeutung und Auswucherung durch geldiolle Selbstlinge. Wir haben unsere Erfahrungen gesammelt und lassen uns nicht wieder übers Ohr hauen." Unsere Genossen hatten von dieser Blütenlese genug und vereßen demonftratin die Versammlung. Zur Ehre eines Teils der BD.- Kollegen soll noch gesagt werden, daß sie mit den Aus: ihrungen nicht einverstanden waren und ihrer Genoffin Stengel eftige Borwürfe machten. Die KPD. und besonders ihre Presse erden nicht müde, der BSPD.- Opposition mit guten Ratschlägen feizuspringen. Wir wollen hier die Gründe nicht untersuchen, aber 15 mögen fich die. guten Leutchen gesagt sein lassen, solange solche daulhelden ihre Wald- und Wiesenreferate als offizielle Bertreter er KPD. loslassen fönnen, ist noch viel zu tun, bevor die Hinderffe gemeinsamen Kampfes beseitigt find. Sollten diese Zeilen dazu jenen, folche Schädlinge am Befreiungskampf des Proletariats zu efeitigen, fie von uns zu stoßen, dann wäre ein gewaltiger Fortgritt für die Arbeiterbewegung zu verzeichnen." Gin ,, ideales Organisationsverhältnis. Zwischen den Arbeitgebern in der Landwirtschaft und dem Zentralverband der Landarbeiter" des Herrn Behrens besteht ffenbar ein fo inniges Berhältnis, daß es für eine wirkliche Ar citerorganisation geradezu als unmöglich bezeichnet werden muß. Das Kaffeler Boltsblatt" brachte fürzlich ein Rundschreiben 25 Bezirksleiters dieser Auchgewerkschaft im Regierungsbezirt Raffel zum Abdruck, das folgenden Wortlaut hatte: Berte Kolleginnen und Kollegen! In den Metallgießereien erhöhen sich die Löhne für die Zeit vom 8. bis 14. Oftober in Klaffe I um 113%, in Klasse II um 109% und in Klasse III um 102 Millionen Mart, so daß die Tariflöhne betragen: 151, 146, 138 Millionen Mark. Die Affordpreise werden um 300 Broz. erhöht. 11. Oftober lehnten die Arbeitgeber ab. Die Verhandlungen vor Tapezierer! Den Schiedsspruch des Schlichtungsausschusses vom dem„ Demo" zeitigten folgendes Ergebnis: Der Lohn vom 29. September bis 5. Oftober beträgt 30 Millionen, vom 6. bis 12. Oftober 75 Millionen; für Junggehilfen 48 187 500 m., geübte Mäherinnen 52 500 000, ungeübte 37 261 250 M. Nachträge können heute zwischen 4 und 5 Uhr abgeholt werden. mitglieder der Ortsverwaltungen der freigewerffchaftlichen Organisationen am mittwoch, abends 7 Uhr, im Saalbau Friedrichshain, für die Bertreter der fa- Gewerkschaften neben dem Mitgliedsbuch nur der Ausweis gilt, der vom Ortstartell ben einzelnen Berbänden zur Weitergabe an die betreffenden MitDas Driekartell des AfA- Bundes teilt mit, daß für die Konferenz der glieder übermittelt wurde. Tagung der französischen Gewerkschaften. des französischen Gewerkschaftsbundes statt, an dem außer den Borige Woche fand in Paris eine Tagung des Nationalrats Vertretern der Verbände auch die der Bezirksfartelle teilnahmen. Der Nattionalrat hatte sich mit einer Reihe wichtiger Fragen zu beschäftigen. Bon dem nach Mostau orientierten Gewerkschafts bund lag wieder ein Antrag auf Herstellung der„ Einheitsfront" vor. Das Nationalfomitee bestätigte nach eingehender Debatte den Beschluß des legten franzöfifchen Gewerkschaftskongresses, wonach die Boraussehung der Einheitsfront" die Orga nisationseinheit ist. In dem ausführlichen Beschluß des Nationalrats wird außerdem noch gefagt, daß die organisatorische Einheit frei von jeder Einwirtung politischer Par= teien sein muß und daß innerhalb der Organisationen feiner= lei Nebengruppen bestehen dürfen. Sehr ausführlich beschäftigte sich der Nationalrat auch mit der internationalen Lage, wie sie durch das Ruhrgenommenen Resolution heißt es: abenteuer geschaffen worden ist. In der dazu einstimmig an Im Augenblid, wo Deutschland durch die Aufhebung der ministeriellen Verfügungen den passiven Widerstand abgebrochen und die Wiedergutmachungspflicht anerkannt hat, fordert der Nationalrat die Einstellung der militärischen Be segung, die für das Deutsche Reich ruinös und für die Alli. ierten fostspielig ist, und sofortige Einleitung von Berhandlungen. Der Nationalvat zeigt die Absichten derer auf, die mit allen Mitteln den gegenwärtigen unheilvollen Zustand zu verlängern suchen, eine Gewaltpolitit, die nicht die be= rechtigten Wiedergutmachungsforderungen befriedigt, sondern den Zusammenbruch Deutschlands und die Unmöglichkeit einer Wiederherstellung des Gleichgewichts in Europa und einer gerechten und wirksamen Lösung zum Ziel hat. Sal Der Nationalrat tann nicht mit Stillschweigen über die merkwürdige Begünstigung hinweggehen, die in Frankreich die reaktionären Elemente Deutschlands genießen, die Widersacher der Wiedergutmachungen, Feinde des Friedens sind und deren Ziel die Niederschlagung der deutschen Arbeitertlaffe ist. Er gibt fofort der Erregung der französischen Arbeiterschaft Ausdruck über die Nachricht von Unterhandlungen der Besazungs= mächte mit den deutschen Großindustriellen, die verbündet sind mit den Alldeutschen und zynisch ihre Absicht be. funden, unter dem Schuße des französisch- belgischen Militarismus alle Errungenschaften des deutschen Broletariats zunichte zu machen. Er hebt hervor, daß die Besagungsmächte nicht gezögert haben, mit diesen Leuten in Verbindung zu treten, während sie Ausflüchte suchen, um nicht mit der regulären deutschen Regierung zu verhandeln, während sie vor allem sich weigern, mit den Gewerkschaften der Arbeiter in Unterhandlung zu treten. Das Nationalfomitee warnt die Arbeiterschaft und und die öffentliche Meinung vor dieser Politik und den Gefahren, die sie für den Frieden heraufbeschwört, dem Mißtrauen, das sie in ben anderen Ländern erweckt, der Unterstügung, die sie der deutschen Reaktion angedeihen läßt. Er ruft die gesamte Arbeiterschaft auf, gegen diese Politit zu protestieren und sich gegen die schweren Gefahren zu wenden, die sie im Gefolge hat. Für die kaufmännischen Angestellten im Teg tilgroßhandel, Samt und Seidengroßhandel, Baumwoll, Leinen- und Kleiderstoffgroßhandel, Lederwirtschaft und Kurz-, Galanterie- und Spielwarengroßhandel ist es endlich gelungen, eine Gehaltsregelung auf der Grundlage her Wertbeständigkeit für den Monat Oftober zu treffen. Die Angestellten erhalten als Grundlage 60 Proz. des Septembergehaltes und auf diesen Betrag den Inderzuschlag jeder Woche, In Betracht kommen die am 3., 10., 17. 24. und 31. veröffentlichten Inderziffern. Tarifverträge sind in den nächsten Tagen beim Zentralverband der Angestellten erhältlich. Für die Angestellten der reinen Tegiilindustrie werden bis zum 12. Oftober die Inderzufchläge gezahlt. Für die neue Woche wird am Freitag verhandelt. Für die Angestellten der Färberei. betriebe wird für die Woche vom 30. September bis 6. Oktober Die Bezirksfonferenz am 11. und 12. August hier in Kassel der Inderzuschlag in Höhe von 44,3 Proz. und für die Woche vom hat einstimmig befchloffen, daß unsere Landarbeitergruppen ihren 6. bis 12. Ofiober werden laut Schiedsspruch 150 Proz. Ausschlag Beitrag spätestens ab 1. September in Getreide zahlen, und gezahlt. Sofern die Zahlung für die Woche bis zum 12. Oftober zwar ist festgesetzt für alle männlichen Arbeitnehmer pro Woche später als heute, Dienstag, erfolgt, müssen an Stelle der 150 Proz. 1½ Pfund Roggen 78 Pfund Roggen pro Jahr, 170 Broz. Aufschlag gezahlt werden. alle weiblichen Arbeitnehmer 1 Pfund Roggen pro Woche Im Lebensmittelgroßhandel tommen folgende 52 Pfund Roggen pro Jahr. Der Ortsgruppenvorstand soll sich Allontozahlungen für Oktober zur Auszahlung: Lehrlinge 500 Milliosofort mit den betreffenden Arbeitgebern in Bernen, Jugendliche 1½ Milliarden, für Angestellte der Gruppen bindung setzen, daß dieser unseren Mitgliedern die notwendige 1 und 2 3 Milliarden, der Gruppen 3 bis 5 4 Milliarden. Im Beitragsroggenmenge für ein Jahr vorstredt. Buchhandel hat der Demobilmachungskommiffar den SchiedsDie Ortsgruppenvorstände müssen dann mit ihren Arbeitgebern spruch für verbindlich erklärt. Danach haben die Angestellten das vereinbaren, daß unseren Mitgliedern für jede Woche 1 bzw. 325fache Juligehalt für September zu erhalten, außerdem eine ein1½ Pfund Roggen an der Deputatmenge abgezogen wird. Die malige Entschädigung von 53% Juligehältern. Bis zum 12. Oktober Ortsgruppenvorstände sollen nun sofort ein Mitgliederverzeichnis ftano jebem Angestellten das 2fache des so errechneten Septemberder Kollegen und Kolleginnen einfenden, für welche obige Bei- gehalts zu. Angestellte, die diefen Betrag nicht erhielten, wollen sich tragsroggenmenge durch ihre Arbeitgeber bereitgestellt an den Zentralverband der Angestellten wenden. Bis zur endist. Wir werden dann von hier aus Anweisung geben, an welche gültigen Berrechnung der Machzahlung werden laut Anweisung des Mühle bzw. Raiffeisengenossenschaft ihren ganzen Jahresbeitrag Arbeitgeberverbandes sofort zwei weitere Septembergehälter a fonta auf einmal uns durch Roggen zur Verfügung stellen, find wir in gezahlt. Im Zeitungsgewerbe ist für die dritte Ottober der Lage, mit diesem Quantum auszukommen. Während die woche ein Abkommen getroffen, wonach das 12fache Geptembergehalt Kollegen jetzt schon 60 000 m. Papiergeldbeitrag zahlen müssen, gezahlt wird. In den Brauereien fommen auf Anweisung beträgt augenblicklich der Roggenwert für 1½ Pfund nur der Arbeitgeber am 16. Oftober drei weitere Septembergehälter als 45 000 m. Wir erwarten umgehend Antwort, wie weit diese neue Atontozahlungen zur Auszahlung. Beitragsregelung der dortigen Ortsgruppe gebiehen ist." In den Buchbindereien und Api- Betrieben erhalten die BeEs wird also den Landarbeitern, die Mitglied dieses Verbandes schäftigten spätestens heute als Borschußzahlung das Anderthalbsind oder es sein müssen, wenn sie bei mit ihm befreundeten" fache des Wochenverdienstes der Vorwoche, Für die in der Irbeitgebern weiter arbeiten wollen, zugentutet, sich von den Ar- photographischen Kunstdrudindustrie, in Steinbeitgebern die Beiträge zur Arbeiterorganisation vom Lohn ab- druckereien und Luguspapierbetrieben beschäftigten und Berlagsanstalt Baul Ginger n. Co. Berlin G. 68, Lindenstraße S. iehen zu lassen. gelernten Buchbinder werden heute 2 Milliarden als Nachzahlung -" In Verbindung damit beschloß der Nationalrat, am Jahrestage des Waffenstillstandes, dem 11. November, in ganz Frankreich große Rundgebungen für den Frieden zu veranstalten. Des meiteren beschäftigte sich der Nationalrat mit der Einführung der obligatorischen Sozialversicherung, die gegen wärtig in der Kammer diskutiert wird. Schließlich wurde zur Unterstützung des Beuple" befchloffen, alle Organisationen zu ver Pflichten, auf je 150 Mitglieder ein Abonnement zu zeichnen. Berantwortlich für Politik: Ernst Reuter; Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: J. Steiner; Feuilleton: Dr. John Schikowski; Lotales und Sonstiges: Friz Karstäbt; Anzeigen: Th. Glode; sämtlich in Berlin. Berlag: Vorwärts- Berlag 6. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei Sierzu 1 Beilage. OSRAM NITRA OSRAM NITRA OSRAM muß auf der Glasglocke stehen Sehschärfe und Sehgeschwindigkeit werden erhöht durch ausgiebige Beleuchtung. Nr. 483 40. Jahrgang Beilage des Vorwärts Krüppelrettung. Das Oskar Helene Heim in Dahlem. Die allgemeine Not, die das deutsche Volf bedrückt, erschwert| Hemd abziehen, und beim Krodetjpiel gehört er zu den erfolgreichsten auch den Weiterbetrieb der Heil- und Pflegeanstalten. Einen harten Spielern. Beim Schreiben flemmt er den Bleistift zwischen die Kampf führen die nichtstaatlichen und nichtstädtischen gemeinnügigen Lippen oder er ergreift ihn mit den Zehen des rechten Fußes, und Anstalten, deren geringe Einnahmen aus Stiftungsvermögen und mit dem einen wie mit dem anderen Berfahren erreicht er gute LesSpenden nicht durch Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln hinreichend barkeit seiner Schriftzüge. ergänzt werden können. Zu den Anstalten, die infolge Geldmangels sich vor die Frage einer Einschränkung ihrer segensreichen Arbeit gestellt sehen, gehört das in Dahlem gelegene„ Oskar- Helene- Heim für Heilung und Erziehung gebrechlicher Kinder". # Eine Erweiterung der Anstalt. " Dienstag, 16. Oktober 1923 Blötzlich fam ein Lastwagen mit Schußpolizei vorge fahren, die sofort mit aufgepflanztem Geitengewehr die demonstrierende Menge von der Freitreppe des Rathauses wegzudrängen suchte. Bier Verhaftungen wurden dabei vor. genommen. Diese Arbeit der Polizeibeamten erregte unge= heure Unruhe bei der Menge. Wie ungerechtfertigt das Bor gehen der Schuhpolizei war, beweisen die Worte des deutsch Berndt, der im Beisein der Erwerbslosendeputation das Ber nationalen Reichstagsabgeordneten und Bezirksbürgermeisters Urheber der plötzlich eingetretenen Unruhe bezeichnete. Auf tele hatten dieser Beamten scharf fritisierte und sie als Urheber der plötzlich eingetretenen Unruhe bezeichnete. Auf telephonischem Wege verlangte er beim zuständigen Kommandeur die Enthaftung der vier Erwerbslosen, was aber abgelehnt wurde. Unser Stadtrat. Genosse Doerwald, der vor dem Rathause bemüht wor, die Menge zu beruhigen und ebenfalls das Haus am Grunewald errichtete, wurde in das Grundstück auch ein Offizier namentlich festgestellt. Das Blontziehen der Schupo hatte Als das Ostar- Helene- Heim vor einem Jahrzehnt das neue Benehmen der Bolizeibeamten fritisierte. wurde vom leitenden Streifen Kiefernbestand einbezogen. Man hat jetzt noch eine sehr weiter zur Fo'ne, daß viele Frauen der Erwerbslosen. die sich An der Stätte praktischer Krüppelfürsorge.. beträchtliche Fläche des Waldes hinzugepachtet, innerhalb des Rathauses befanden, Schreifrämpfe und Ohnmachtswomit das Grundstüc sich an Größe verdoppelt hat. Schon bisher anfälle befamen. Nach und nach wurden die Erwerbslosen von der Das aus einer Stiftung des Ehepaares star und Helene Bintsch waren viele der franken Kinder auf offenen Balkonen des Hauses Schups in die Seitenstraßen abgedrängt, worauf sich die Erwerbs gegründete Heim, das einem Verein gehört, hat sich seit der Ueber- oder in Liegehallen unter den Kiefern gebettet worden, um uft lofen im Restaurant Lindenpart, Hauptstraße, versammelten, um siedlung in das mit allen Hilfsmitteln ausgerüstete neue Haus an der und Sonne als Heilmittel benutzen zu können. In noch dort den Bericht der Demutation entgegenzunehmen. Erwähnt ſei Grenze des Grunewaldes zu einer Krüppelfürsorgezentrale Deutsch höherem Maße wird das nach der jetzigen Erweiterung des Grund- noch, daß Bürgermeister Berndt eine Deputation der Frauen emplands entwickelt. Die volle Bedeutung dieser Anstalt wurde erst ftüdes möglich, doch verursacht es erhebliche Kosten, die nötigen Ein- fina, um ihre Wünsche entgegenzunehmen. Wie man uns weiter recht erkannt, als der Freistaat Preußen im Jahre 1920 als erstes richtungen zu schaffen. Für die Mauer, die das erweiterte Grund- versichert, mar ein hinzuziehen der Schuro völlig überflüssig, da Land der Welt sich ein Krüppelfürsorgegefeh gab. Die Heilung ftüd gegen den Grunewald abgrenzt, hat die Anstalt mit ihren eigenen der Ordnerdienst der Erwerbslosen vortrefflich funktionierte. des Krüppels und seine Ausbildung bis zur Er Arbeitskräften die Ambisteine" geformt, aber die Gesamtkosten des werbsbefähigung, die im Krüppelfürsorgegefet als Biel auf Mauerbaues dürften trotzdem an 10 Milliarden heranreichen. Das lana. Vor dem Hause 66 stellte sich ihnen ein Beamter der SchuhAm Vormittag zogen cima 80-100 Mann die Ackerstraße entgestellt wird, erfordert zweckmäßig eingerichtete und gut geleitete An- Oskar- Helene- Heim will sich an die Deffentlichkeit noch mit einer polizei entgegen und forderte fie auf, auseinander zu gehen. Als stalten nach dem Vorbild des Ostar- Helene- Heims. Arzt, Er Bewertung anderer Art wenden, von der es sich eine wirtsame Unter- fie dem nicht entsprachen, wollte der Beamte den Führer fest zieher und Lehrmeister arbeiten hier zusammen, um durch stügung der praktischen Krüppelfürsorge versprechen darf. Die An- nehmen. Die Menge umringte ihn jedoch bald und entriß Klinit, Schule und Werkstätten den Krüppel zu entfrüppeln" und ftalt hat eine aus langer und reicher Erfahrung heraus entstandene ihm das Seitengewehr. ihm eine wirtschaftlich selbständige und ihn befriedigende Eristenz zu wissenschaftliche Sammlung über Krüppelfür fie weiter, bis der Beamte vier Schüsse abgab. Jetzt gingen Unter einem neuen Führer zog schaffen. Das Ostar- Helene- Heim ist heute nicht nur Heil, Er- forge. Aus ihr ist eine fleinere Sammlung, die das Wichtigste und die Demonstranten auseinander. ziehungs- und Ausbildungsstätte für gebrechliche Kinder, sondern auch Nötigste enthält, ausgewählt worden, um der Belehrung zu dienen. fonnte nicht festgestellt werden. Bald semmelten sie sich wieder und Ob jemand getroffen wurde, Forschungs- und Fortbildungsanstalt für die ge: Diese in übersichtlicher Anordnung aufgestellte Sammlung soll auch zogen nach der Wiesenstraße. famte Krüppelfürsorge. Dem Arzt Prof. Dr. Biesalsti weiteren Kreisen unentgeltlich zugänglich gemacht werden Sier gingen erst einige in einen und dem Pädagogen Hans Bürh hat die von ihnen geleitete An- flärung über die Möglichkeit, die meisten Berkrüppelungen zu etwa 50 Mann stürmten ihnen dann nach und plünderten Auf Bäckerladen des Houses 31 binein, als ob sie Brot, kaufen wollten. ftalt es zu danken, daß sie für die Heil- und Erziehungsmethoden in heilen oder zu bessern, ist unerläßliche Voraussetzung für einen den Laden und verschwanden mit der Beute. Der praktischen Krüppelfürsorge bahnbrechend und richtunggebend vollen Erfolg der Krüppelfürsorge. Diese Schaufammlung wird war und ist. mancher unwissenden und ratlosen Mutter die Augen öffnen und sie mahnen, für ihr bedauernswertes Kind schon in den allerersten Lebensjahren die Hilfe des Krüppelhauses in Anspruch zu nehmen. Dom Elend verfrüppelter Kinder. Aber der Einblick in die ärztliche und erzieherische Arbeit, die hier geleistet wird, gibt ihm Daß solche Anstalten auf milde Spenden angewiesen sein sollen, auch die Gewähr und die Gewißheit, daß in den meisten Fällen ist beschämend. Aber zurzeit kann ohne Hilfe aus privaten Mitteln eine Rettung aus diesem Elend möglich ist. Klump- ihr Weiterbetrieb nicht gesichert werden. Für das Ostar- Helene fuß, Schiefhals, Rückgratverkrümmung, Hüftverrenkung, Kinderläh- Heim ist schon vor längerer Zeit ein Hilfsbund zusammengetreten. mung, Englische Krankheit, Knochen- und Gelenttuberkulose fönnen Er bittet um Geldanweisungen an die Deutsche Länderbant( Berlin, bei fachgemäßer Behandlung, die möglichst zeitig herbeigeführt Behrenstr. 65, Konto: Hilfsbund des Oskar- Helene- Heims). merden muß. völlig geheilt oder fehr gebessert werden. Rein Krüppeltum ist so schwer, daß nicht geholfen werden könnte. Wunder der ärztlichen Kunst werden im Dstar- Helene- heim vollbracht, weitgehende Besserung oder vollständige Heilung auch schmerster Verfrüppelungen, die den unglücklichen Eltern als hoffnungslos gegolten hatten. Durch finnreich erfundene Lehrmethoden und Lehrmittel Zu einer großen Teuerungsdemonstration tam es wird unter geschickter Ausnutzung des Spieltriebes und Betätigungs- in den gestrigen Vormittagsstunden vor dem Schöneberger Rat branges den zu entfrüppelnden Kindern die notwendige Uebung im Gebrauch seiner Glieder verschafft, die eine Voraussetzung für spätere Ausbildung zu einer Berufs- und Erwerbstätigkeit ist. Zu der Kunst des Arztes, der den Strüppel förperlig auf richtet, kommt die Kunst des Erziehers, der ihm zur feeli schen Aufrichtung verhilft. Wer in der Anstalt dem fröhlichen Spiel der nicht bettlägerigen Kinder oder dem emfigen Schaffen der in den Lehrwertstätten tätigen Jugendlichen zufchaut, fann nicht zweifeln, daß dant dem Zufammenwirten von Arzt und Erzieher auch diesen von der Natur so grausam Zurückgesetzten die Lebensfreude nicht verjagt geblieben ist. Ein Blick in die Arbeit des Heims. Dem Besucher der Anstalt bieten sich erschüttern de Bilder Bei den Ohnhändern. Die Not des Volkes. Tenerungsdemonstrationen in Berlin. Um 1½ Uhr nachmittags drangen 20 Personen in die Bäckerei von Hante in Neukölln, Hermannstraße 226, ein und entmendeten 90 Brote. Zahlreiche Neugierige, die vor dem Laden eine lebhafte Debatte führten, wurden schnell von Schuhpolizisten zerstreut. Bald nach 2 Uhr zogen etwa 300 Perfonen durch die Münchener Graße in Meukölln und plünderten dort einen Bäderladen aus. Donn ging es im Sturmschritt weiter nach einer Bäckerei im Hause Weisestraße 34. Hier waren aber schon die Jalousien herabgelassen, so daß die Menge unverrichteter Sache abziehen mußte. Im Hause Thomasstraße 37 schlug die Menge die Schaufensterscheibe ein und nahm die im Schaufenster ausgeleaten 15 Brote an sich. 10 Beamte der Schutzpolizei, die der Menge nachgeeilt waren, nahmen fünf der Personen feft. Die neuen Postgebühren ab 20. Oktober. Die wesentlichsten Gebühren, die vom 2.0. Oftober 1923 an im Post- und Postscheckverfehr innerhalb Deutschlands haus, wo die Erwerbslofen für die Gewährung einer Wirtschafts- gelten, sind folgende in Millionen Mart: Für Postkarten int beihilfe von 10 Milliarden Mark demonstrierten. Im Verlauf dieser Ortsverkehr 2, für Postkarten im Fernverfehr 4; für Briefe int Rundgebung griff die Schupo ein und ging mit aufgepflanztem Ortsverfehr bis 20 g 4, für Briefe im Fernverkehr bis 20 g 10; Seitengewehr gegen die Menge vor. Glücklicherweise sind keine für Drudiachen bis 25 g 2, über 25 bis 50 g 4, über 50 bis Verlegungen zu verzeichnen, nur im Rathause fielen Frauen( bis 75 km) 25, 2. Zone( über 75 bis 875 km) 50, 3. Rone( über 100 g 6, über 100 bis 250 g 10; für Batete bis 3 kg 1. Zone in Ohnmacht oder bekamen Schreifrämpfe. Ben gutunter- 375 km) 50, über 3 bis 5 kg 35, бztv. 70, bzw. 70; für Postrichteter Seite erfahren wir darüber folgendes: anweisungen bis 100 min. m. 8, über 100 bis 500 min. m. 6, Schon am Sonnabendvormittag zogen Erwerbslose mit ihren über 500 bis 1000 min. m. 10, über 1000 bis 5000 min. m. 15; Frauen und Kindern zum Schöneberger Rathaus, um die zwei- für bar eingezahlte Bahlfarten bis 100 Mill. M. 1, über 100 bis malige Auszahlung der Unterstützung sowie die Gewährung einer 500 Min. M. 2. über 500 bis 1000 Mill. m. 3, über 100 bis 5000 Wirtschaftsbeihilfe zu verlangen. Eine Deputation, die aus Er- Mill. M. 4. werbslosen bestand, brachte im Rathause ihre Forderung vor, und Wie der Wille fiegt, zeigt sich am eindrucksvollsten bei den stellte ein Erfüllungsultimatum bis Montag mittag Weitere Senfung der Kohlenpreise. Auf Grund der am Ohnhändern, von denen die Anstalt nicht wenige unter ihnen zu 11 Uhr. Am Montagvormittag fanden sich nun die Erwerbslojen 15. Oftober eingetretenen Ermäßigung der Zechenpreise stellen sich Bfleglingen hat. In den Werkstätten lernt und schafft mancher mit ihren Familienmitgliedern am Rudolf- Wilde- Blag ein. Die die Brikett und Kotspreise ab 16. Oktober wie folgt: Küchen- und Bursche, der durch Unfall eine Hand oder beide verlor, und mit Erwerbslosendeputation wurde sofort vom Bürgermeister- Stellver. künstlichen Behelfen oder ohne solche bringt er Leistungen zustande, treter, Stadtrat Muthesius, empfangen. Im Verlauf dieser 1360 millionen, Gasfots ab Lager 3030 Millionen, frei Keller Ofenbrand riletts ab Lager 1808 Millionen, frei Keller die neben denen der Zweihänder sich sehen lassen fönnen. Ein Verhandlungen fam Bezirksbürgermeister Berndt hinzu. Vor Junge, dem von beiden Armen nur furze Stümpfe dem Rathaus selbst hatten sich nach und nach ungefähr 4000 r- 3096 Millionen, bei fuhrenweiser Lieferung Briketts ab Lager übrig geblieben sind, lehnt am liebsten jeden Behelf ab. Mit diesen werbslose eingefunden, die in Ruhe der Antwort der De- 1303 min., frei Keller 1351 Mill., Gastols ab Lager 3030 min., Stümpfen fann er unter Zuhilfenahme der Zähne die Jacke und das putation harrben. Einzelne Schupobeamte sorgten für Ordnung. frei Keller 3087 Millionen. 風雲 Das Verbrechen der Elise Geitler. erklärte, zu morsch und zu brüchig sei, um noch das Band einer dunkel draußen, in dem verregneten Garten und über dem Novelle von Hermann Keffer. 18] Dies aber menigstens hätte die Bauerndirne gern der Alten berichtet, daß in der Nacht auch das Geländer am Steg aus den Fugen gesprungen sei, daß am Boden der schwachen Brücke die Breiter aus ihren Pfosten wichen und klaffende Löcher dazwischen seien, so groß ,, um mit beiden Füßen darein und ins Leere zu sinken. Und sie sah über den Garten weg wieder zu den Fenstern hinauf, ob sich die Alte nicht nochmals zeige. Aber es regte sich nichts und sie ging und hätte auch die zwei Frauen im Hause mit ihrer Botschaft nicht lebendig machen fönnen, da keine von ihnen noch etwas vom Tag begehrbe. Es mochte Mittag geworden sein, als Gertrud nach lan gem Weinen die Lider schloß und mit einem feuchten Tuch um die grünblaffe Stfen in einen tiefen Schlaf fiel. In ihrer Giebelstube aber fniete die Alte nieder, schlug sich die schlaffe Brust und verwünschte sich und die Welt, weil fie fehenden Auges die Hände im Schoß gehabt und sie nicht ausgestreckt hatte, um dem Unglück zu wehren. So lag sie manche Stunde, tränenlos und verzweifelt. Als es schon abendlich dämmerte, ging sie hinab und ließ den grauen Tag durch die Fenster, legte den leidmüden Kopf auf das Lager des schlafenden Mädchens und wußte sich nicht mehr anders zu helfen, als tindhaft nach der eigenen Mutter zu rufen, wie es nur Menschen im höchsten und hilflosen Leid tun. In diese Schlingen war es gelegt worden, weil es, wie einer Es war wieder Nacht geworden. Es war falt und Klammer zu tragen. Für eine Nacht und einen Tag werde es wafferumbrauften Steg, wie in der alten Frau, die jetzt mit wohl genügen. Dies riefen die Männer Elise lachend zu, und ihren harten Beinen auf der aufgeweichten Straße wie ein es stellten sich ihrer drei vor ihren Augen auf das verseilte Brett, damit sie es selber glaube. Denn weil die alte Frau fo niedergeschlagen und einfilbig stand und kaum aus dem Kopftuch zu sehen wagte, meinten sie, der Schrecken über die schwankende Brücke und die strudelnden Wasser wäre ihr in die Altweiberglieder gefahren, und hatten darum noch im Davongehen überlegene Worte für die Furcht und Schreckhaftigkeit der Menschen. Während sie mit Elife sprachen, hatte sich im Hause drin. nen Gertrud aus ihren Kissen erhoben und war aus dem todähnlichen Schlaf und der wohltätigen Ohnmacht des Denkens in die Besinnung zurückgekehrt. Nach einem furzen Grübeln fam ihr überschnell die Empfindung, daß etwas Gräßliches mit ihr vorgegangen sei. Als dann gar Stück um Stüd von der Hülle zerriß, die noch im ersten Augenblick des Erwachens ihr Gedächtnis umhalten hatte, und als der erfrischten Kraft des Erinnerns das Ungeheuerliche aufs neue deutlich wurde, da wollte sie ertrinken in Scham, But und Reue, schleuderte ihre Arme wie eine Rasende von sich und gab ihrer Verzweiflung unsinnig taumelnde Flügel. So fand sie Elise und nahm sie in ihre mitleidigen Arme, in denen sie erschöpft wie ein scheuer und flugmatter Bogel veratmete. Doch sie verharrte nicht lange in ihrem mühlenden Schweigen, denn mit einem Male tam es wie ein Glanz von Erleuchtung in ihre gequälten Augen, und sie warf es heraus, Um dieselbe Zeit fam, aus der Stadt entsandt, eine bestimmt und ohne zu stocken, wie wenn es ihr gutes Recht Truppe von Männern mit Aerten, Geilen und Balken den wäre: daß sie ihn sehen molle, noch heute, noch in der Nacht, Fluß entlang. Sie hielten, nachdem für die erste Not schon daß ihn Elise herholen solle, wo sie ihn träfe, und daß er manche dringende Arbeit an verwüsteten Brücken geschehen tommen werde, wenn sie ihn rufen laffe, weil er fie liebe. war, vor dem schlimm von den Wassern beschädigten Steg, der Zuerst wollte die Alte widersprechen, mit milden Worten, je länger je mehr auseinanderzufallen drohte. Die Zimmer wie man sie Kranten gibt, die man sanft haben möchte. Da leute mußten fräftig anfaffen, um ihn mit Klammern und aber sprang das Mädchen aus ihrem Bett und schickte sich an, Striden zusammenzufügen. Ihr Hämmern und Boltern hätte die Kleider über den zitternden Körper zu werfen, um selber Elise nicht aus der Stille des Zimmers gelöst, in dem nur der nach ihm zu suchen; dies zwang Elife gefügig zu fein und sie Atem des Schmerzes zu hören war. Doch zwei von den reichte nun Gertrud selbst ein Schreibzeug. Mit einem Brief Männern traten jezt an das Haus, rüttelten und flopften, bis von wenigen schiefen Zeilen und die bebenden Fingern geElife auftat, führten die alte Frau dann auf die Mitte des schrieben, schritt sie, während sich Gertrud befriedigt in die Steges und wiefen sie auf eine Stelle, wo ein großes Brett Kissen schmiegte, die Treppe hinunter, warf einen Schal um nur mehr wie eine Falltüre in schwachen Seilschlingen hing, sich und machte sich auf den Weg, Läufer dahinjagte, mit angepreßten Armen und hämmernden Schläfen, um den Schauspieler an das Bett des Mädchens zu bringen, den Mann, den sie seit vielen Stunden tausendmat verflucht hatte. Aber die Alte rannte dahin und rannte so schnell, daß ihr der nasse Schweiß auf die Haut trat und der Schall und der Wind ihres Laufens in die Sträuche und Bäume am Wege fuhr, rannte so unaushaltsam, daß sie nicht merkte, wie schon in dem rieselnden Regen große und luftige Flocken fielen und auf der Erde zu Wasser verlöschten. Menschen standen still und schauten ihr nach, wie sie in ihren grauen Haaren so zäh und teuchend dahinlief, und wären versucht gewesen, sie festzuhalten in ihrem verdachtweckenden nächtlichen Laufen, wenn nicht die Zucht und die Ordnung in dem strengen Geficht die gaffenden Leute beruhigt hätten. Go tam sie durch das Stadttor aus roten Backsteinen und sah erst hier wo sie fast freventlich wünschte, es möchte damals die Gertrud mit ihr unter den Hufen der Pferde geblieben sein, daß die Bäume am Tor weißbeschneite Kronen hatten und auch auf den Dächern der Häuser der Schnee im Laternenlicht schimmerte, wie wenn es zur Stunde noch einmal Winter werden müßte, fah es und stürzte dann, ohne darüber nur denken zu fönnen, durch die stillen Gassen nach dem Theater. Und da sie dort, wo das Spiel noch nicht aus war, zuerst por die falsche Türe geriet, an den Eingang fürs Publikum, irrte sie lange umher, bis sie nach einem mühseligen Fragen an einer versteckten Pforte am anderen Ende des großen Gebäudes mit dem Bescheid bezahlt wurde, daß der Schauspieler Behrens am heutigen Abend nicht im Theater beschäftigt sei. Aber wo er wohnte, wußte der Türsteher am Bühneneingang, wenn auch nach Minuten umständlicher Erfundigungen zu sagen und nannte eine Gaffe, die nicht weit vom Theater in einem gemiedenen Viertel der ältesten Stadt lag. Der Schnee fiel jetzt dicht und wie aus unerschöpflichen Wolfen vom Himmel, fiel in wehenden Fahnen in die Häuserschluchten, darin die herzwunde Frau in ihrem Schweiß und doch mit erstarrten Händen und vor Kälte brennenden Wangen dahinlief, und bedeckte auch die grubentief fallende Gaffe, die eng, schwarz und hoch vor ihr dunkelte( Schluß folgt.) Verzweifelte Frauen. ein war Wermuth Arbeiterbildungsschule. Moabit. Durch Unfall eines Transportfuhrwerkes war es leider nicht möglich, die bendausgabe auf einigen Touren noch rechtzeitig austragen lassen zu lönnen. Die gestrige Abendausgabe wird daher den Beziehern auf den ausgefallenen Touren heute früh mitgeliefert und bitten wir wegen der Verspätung um Nachsicht. Fasern erhöht. Der etwa 40 mm breite Schaurand trägt in der die Belegung der offen Ber Berfonalreferenten Mitte die querstehende Bierzahl 5 in schwarzer Farbe. Der innerhalb der Ministerien durch ehrliche Anhänger der Republik. Zwei Freisprüche. 3ehnmilliardenschein, der das Datum vom 15. Septem- Eine gemeinsame Kampffront der gesamten Ar Das Bild zweier unglüdlicher Ehen entrollten zwei ber trägt und eine Größe von 86 mal 170 mm hat, weist dasselbe beiterschaft einschließlich der republikanischen Beamten und Berhandlungen vor dem Schwurgericht des Landgerichts II. In Wasserzeichen wie bei der Einmilliardennote auf. Die Wirkung Angestellten müsse geschaffen werden. Nach der Diskussion nahmen beiden Fällen waren Frauen angeflagt. Begen Rördiefes Wafferzeichens wird durch die gelbliche Färbung des Papier bie Versammelten eine im Sinne des Referats gehaltene Resolution perverlegung mit Tobesausgang hatte sich gestern streifens und die darin befindlichen orangeroten und grünen Fasern an. Mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf den Sozialis Frau Dorothea Hoffmann zu verantworten. Auf der Anklage. erhöht. Der etwa 40 mm betragende Schaurand ist mit der quer- mus und die Internationale hatte die eindrucksvolle Kundgebung stehenden Zierzahl 10 in schwarzer Farbe überdruckt. Der Unter ihr Ende erreicht. bant erschien eine fleine, schwächliche, abgehärmte und frühzeitig er grund spielt in grauroten, grünen und blauen Farben und zeigt graute Frau. ein helles wabenartiges Muster. In der Mitte ist der eingearbeitete Unter Tränen schilderte sie das vierundzwanzig- Reichsadler mit der hellgrünen Zahl 10 sichtbar. jährige Martyrium ihrer Ehe an der Seite eines Trunkenboldes. Ihr Mann unverbefferlicher Gäufer, der schon wegen Trunksucht entmündigt und auch in Trinterheilanstalten untergebracht worden war. Bor zehn Jahren Heute abend beginnen folgende Kurse: 1.„ Grundfragen der hat er sich sogar in feiner Trunfenheit an seiner jegt etwa 20jährigen Mora": Dr. Helmuth Faltenfeld- Arbeitsgemeinschaft, von Die Jugendabteilung des Deutschen Holzarbeiter- Berbandes eigenen Lochter vergangen und ist mit anderthalb Jahren Gefängnis 8-9% Uhr abends in der Sophienschule, Weinmeisterstr. 16-17. veranstaltet am Sonnabend, den 27. Oktober, abends 7 lbr, in bestraft worden. Der Mann, ein Hüne von Gestalt, war immer 2. Die philosophischen Grundlagen des modernen Sozialismus": der Aula der Städtischen Berufsschule, Lange Str. 31, einen Sichtarbeitsscheu. Stets überließ er der Frau die Sorge für die beiden Sekretär Albert Horlik Bortragsreihe, von 7-9 Uhr Bilder bortrag für die Lehrlinge, jugendlichen Arbeiter und Kinder, einen Jungen und ein Mädchen. Die Hausbewohner, die abends im Physiksaal der Schule Senefelderstr. 6-7. 3.„ Entwid- Arbeiterinnen der Holzindustrie über das Thema, Wohnraumt die Angeklagte als eine stille, anständige und fleißige Frau überein- lungsgeschichte des Sozialismus": Genoffe Erwin Marquardt, und Möbel vom Altertum bis zur Neuzeit". Ein stimmend schilderten, hörten täglich das Lärmen und Toben des von 7½- 9 Uhr abends, Jugendheim Charlottenburg, Rosinen- ftilgeschichtlicher Vortrag mit etwa 100 Lichtbildern. Referent ist der Trunkenboldes, der sogar mit dem Beil auf seine Ange- traße 3, 1. 4." Einführung in den Sozialismus“: Stadtrat Carl Redakteur des Fachblattes für Holzarbeiter, Kon. W. Schliebener. hörigen losging. Eines Tages fam die Tochter weinend zu den Vortragsreihe, von 7-9 Uhr abends in Tempe In den Baufen: Konzert einer Kapelle der freien Gewerkschaftss Nachbarsleuten gelaufen und bat fie um Hilfe, weil der Vater auf die nierentrant im Bett liegende Mutter blindlings einschlage. AnNND GROND GROND GRAND ONOLOGNANO GO jugend. Unkostenbeitrag 5 Millionen Mart. Erwachsene zahlen am Eingang 5 Millionen Mark nach. Karten find im Bureau Nungefang März to bte der Angeflagte brei Tage lang unftraße 30 und bei den Obleuten zu haben. Gäfte herzlich willunterbrochen. Am Sonnabend erzwang er sich von seiner Frau tommen. 20 000 m., die er sofort in Schnaps anlegte. Als er am Sonntag pon neuem Geld verlangte und ihm dies verweigert wurde, gebärdete er sich wie ein Berferter. So ging es bis zum Montag. In feiner Trunkenheit versuchte er wiederum, die jetzt schon verehelichte Tochter zu sich ins Bett zu ziehen. Da pacte seine gequälte Frau die Berzweiflung. Am Montagnachmittag, als Hoff- lichen Unternehmungen, es zur absoluten Unmöglichkeit macht, mann vom Schnaps berauscht auf fein Lager gefunden war, ergriff fie einen Topf tochenben Wassers und goß es über ben Schlafenbden. Die Frau ging mit ihrem Sohn zur Polizei mache, um Anzeige von dem Borfall zu erstatten. Hier wurde ihr aber bedeutet, daß das Familienangelegenheiten feien, die die Polizei nichts angingen. Einige Hausbewohner begleiteten dann Frau Hoffmann und ihre Kinder in die Wohnung, wo man den Mann völlig verbrüht auffand. Hoffmann ist dann auch bald seinen Verlegungen erlegen. Rechtsanwalt Dr. Fint gab seiner Ansicht Ausdruck, daß die Angeklagte im Zustand der Bewußtlosigkeit gehandelt habe und beantragte Freisprechung. Frau Hoffmann selbst versicherte unter Tränen: Ich habe die Tat nur begangen, um meine Kinder zu retten." Die Geschworenen Tamen zu einer Freisprechung. 6 An unsere Postbezieher! Es bedarf keiner besonderen Begründung, daß die unauf. haltsam weiter fortschreitende Entwertung der Mark den Zeitungen in der gleichen Weise, wie allen übrigen wirtschaftihren Bezugspreis wie bisher für einen Zeitraum von mehreren Wochen zu halten. Die Entwicklung der Verhältnisse macht es vielmehr zur unbedingten wirtschaftlichen Notwendigkeit, daß die Zeitungen in furzen Zwischenräumen ihre Bezugspreise der weiteren Entwertung der Mart anpassen tönnen. Aus diesem Grunde ift vom Reichspoftministerium eine Nach einziehung der Bezugsgelder innerhalb des Bezugsmonats auf dem Wege des Nachnahmeverfahrens zugelassen worden. Der Verleger ist nach den mit dem Reichspostministerium getroffenen Vereinbarungen berechtigt, neben dem gewöhnlichen Einziehen der Bezugsgelder vor dem Bezugsmonat zweimal innerhalb des Bezugsmonats erhöhte Bezugs. gelder auf dem Wege der durch die Poft erfolgenden Nachnahme einzuziehen. Der Bezieher ist verpflichtet, diese Bezugsgelder zu bezahlen, widrigenfalls ihm die Weiter. lieferung der Zeitung gesperrt werden kann. Der Ende September zum Einzug gelangte Postbezugspreis für den Oktober ist dementsprechrend derartig bemessen, daß dieser Betrag die erfte Teilzahlung darstellt und der Restbetrag in weiteren Raten innerhalb des Oktobers eingezogen wird. Wir sind überzeugt, daß unsere Leser der durch die Entwic. dieses Verfahrens sich nicht verschließen und die von uns erWegen versuchter Tötung hatte sich vor dem Schwurgericht des Landgerichts II ferner eine Frau Röde zu verantworten. Auch ihre Tat stellte sich als ein Verzweiflungsaft dar. Frau Röde war von ihrem Mann verlaffen worden und mit ihrem 10jährigen Jungen zu ihrem Vater und ihrer Stiefmutter gezogen. Als ihre Mutter starb, 30g der Stiefbruder mit seiner Frau gleichfalls zum Bater. Frau Röcke übernahm dafür die Wohnung des Bruders. Nach einiger Zeit gefiel es dem Stiefbruder aber nicht mehr beilung der wirtschaftlichen Verhältnisse bedingten Berechtigung seinem Vater und er wollte wieder in feine alte Wohnung zurüd. Durch das Wohnungsamt wurde Frau Röcke auch aus der Boh.betenen Mehrbeträge gern bezahlen werden, und zwar umsomehr, nung herausgewiesen. In ihrer Berzweiflung beschloß fie nun, da sie nicht wußte, wohin sie sollte und sie auch fräntlich und ohne Arbeit war, mit ihrem Kinde aus dem Leben zu scheiden. In einer Februarnacht öffnete fie die Gashähne und legte fich mit ihrem Jungen zur Ruhe. Die Tat wurde entdeckt. Ins Krantenhaus überführt, gelang es, beide ins Leben zurückzurufen. Frau Röde erhielt nun eine Anflage wegen versuchter Tötung. Justizrat Dr. Mag Chodziesner vertrat die Ansicht, daß die Angeklagte im Zustand momentaner Geiftesumnachtung gehandelt habe. Die Geschworenen waren derfelben Anficht und sprachen Frau Köce frei. Falsche Fünfmarkstücke. als sie bessen versichert sein können, daß diefe nur in dem tat sächlich unbedingt gebotenen Maße von uns erhöht werden." In diesen Tagen legt der Postbote unseren Beziehern eine Nachnahmekarte über 60 Millionen Mark als erste Nachforderung auf den Oktoberbezugspreis vor und bitten wir um sofortige Einlösung, damit wir schnellstens in den Besit des Geldes gelangen. Vorwärts- Verlag. 2626 GGG GGG GG626 11 Bei der Berausgabung von falschen Fünfmartstüden wurden zwei Männer namens& latt und 3 acharias in einem Lokal hof, 2. Gemeindeschule, Friedrich- Wilhelm- Straße Ede Werderstraße. in de: Oranienstraße festgenommen. Die Falschmünzer haben es 5. Grundlagen ter Berfassung in Reich, Staat und Kommune": jezt sehr schwer. Das Geld entwertet fich fo schnell, daß bei den Stadtrat Dr. Friedländer Bortragsreihe, von 8 bis Fälschungen oft nicht einmal mehr bie Papier und Druckkosten 9% Uhr abends in Pantow, Jugendheim, Breitestraße 32. Hörerherauskommen. Klatt und Zacharias tamen deshalb auf den Ge- farten zum Grundpreis von 500 000 m. find an den Eingängen banken, falsches Metallgeld, das noch aus der Borkriegs- der Vortragslotale zu haben. Die theoretische Durchbildung ber zeit stammt, mit einem hohen Aufgeld zu verkaufen. Sie vertrie- Arbeiter ist gerade in der heutigen Zeit von ungeheurer Wichtigkeit. ben Fünfmartstüde mit dem Münzzeichen A. 1903, die aus Wir erwarten deshalb aus den Kreifen der Genoffinnen und Geeiner schon in der Borfriegszeit ausgehobenen großen Fabrit stam noffen eine recht große Beteiligung an allen Unternehmungen der men und sehr gut nachgemacht sind. Jezt boten sie diese Fälschun- Schule. Stoffpläne find zu haben im Bureau des Bildungsausgen in der Oranienstraße wieder an. Die meisten Abnehmer fchuffes, Lindenstraße 3, 2. Hof II, 3immer 8, und in den Schulbachten gar nicht mehr an eine Fälschung, weil das Metallgeid ja lokalen. schon ziemlich vergessen ist. Ein Mann aber sah doch etwas genauer zu, erkannte die Fälschung und ließ die Beiden festnehmen. Eie behaupten, die Fünfmarkstüde als Handelsobjekt von einem Unbekannten erworben zu haben, in dem Glauben, daß sie echt seien. Sie wurden aber dem Untersuchungsrichter zugeführt, weil fie schon wiederholt mit der Kriminalpolizei zu tun hatten und ohne 3weifel wußten, daß sie Fälschungen vertrieben. Sie haben an ihrem Handelsobjekt" Milliarden verdient. Straßenbahn und Hochbahn erhöhen. Die Straßenbahn fommt am Mittwoch, den 17. Oktober, zu ganz außerordentlichen Erhöhungen ihrer Tarife. Nach den Mit teilungen der Direktion wird der Einzelfahrschein mit Umsteigeberechtigung 50 Millionen, der Kinderfahrschein 25 Millionen, der Hochbahn- Umsteigefahrichein 80 Millionen foften. Die Preise für Monatstarten werden entsprechend erhöht. Auch die Hochbahngesellschaft nimmt eine weitere Tariferhöhung vor und wird vom Mittwoch, den 17. b. M., ab folgenbe Fahrpreise erheben: 3. Klaffe 30 millionen Mart und 45 millionen Mart, 2. Iafie 45 und 60 min. m. Blods au zehn Karten foften: 3. I. 250 und 380 min., 2. Klaffe 380 und 500 Min. M. Wochenfarten zu 12 Fahrten 8. Kl. 880 und 2. I. 500 Mill. Mr. Die Omnibusgesellschaft erhebt bom gleichen Tage ab ft Teilstreden 50 min. M. und für die ganze Fahrt 60 Min. M. Brotkarten aufheben! Das Ernährungsamt teilt mit: Wiewohl im Augenblid teine Verwendungsmöglichkeit für die bisher unbenußte Brotkarte der 41. Brotkartenwoche besteht, weist das Ernährungsamt erneut nach drücklichst darauf hin, daß die Karte auf alle Fälle aweds etwaiger späterer Verwendung gut aufgehoben werden muß. % Großfeuer in Breslau. Ein mächtiger Brand wütebe am Sonn tag in den Gebäuden des Elifabetherinnen Kranten hauses. Das Feuer, welches durch Kurzschluß entstanden zu fein fcheint, verbreitete sich mit ungeheurer Geschwindigkeit auf den gan zen Dachstuhl des Bordergebäudes und griff alsbald auch auf den Seitenflügel des öftlichen Seitenflügels über. Die Löscharbeiten ge stalteten sich sehr schwierig. Die Kranten wurden in Autos nach anderen Krankenhäusern geschafft. Das im Dachgeschoß unter gebrachte Mobiliar Don 30 Flüchtlingsfamilien wurde vernichtet. Ueberschwemmung in Japan. Aus Totio wird gemeldet, daß am Donnerstag die Stadt Fufuve durch Hochwasser heimgesucht wurde. Mehr als 1000 Häuser und Hunderte von Fischer booten wurden zerstört, fieben Personen fanden den Tod. Groß- Berliner Parteinachrichten. Achtung, Kreis- und Abteilungsleiter! Die Borschläge für die Neuwahl des Bezirksvorstandes müffen bis Mittwoch, den 17. Oftober, dem Sekretariat eingereicht sein. Später eingehende Borschläge fönnen für die gedrudten Borschlagsliften nicht mehr berücksichtigt werden. Parteigenossen! Die Raffierung der Beiträge ist unter den obwaltenden Verhältnissen außerordentlich schwierig und erfordert von allen Interbezirks- und Haustassierern eine schier unerfüllbare Arbeit und große Opfer.- Diese für die Drranisation so mertvolle Arbeit fönnte jedoch den ehrenamtlichen Funktionären sehr viel erleichtert und eingeschränkt werden, wenn die einzelnen Mitglieder nach Möglichkeit ihre zuständigen Kassierer zur Zahlung der Beiträge gelegentlich aufsuchen würden. Es wird hierdurch im Interesse der Partei ebenso dringend als höflich gebeten, dieser Anregung in möglichst weitgehendem Maße nachzukommen. J. A.: Alex Bagels. 11. Kreis. Schöneberg- Friedenau. Dienstag, den 16. Oftober. 7% Uhr, Echule Feurigftr. 57: Kreismitgliederversammlung. Vortrag des Genossen Wilhelm Soffmann, M. b. M., über: Die politische Sage." 17. Kreis. Lichtenberg. Dienstag, den 16. Oktober, 7 Uhr: Rreisvertreterver fammlung, Aula der Knabenmittelschule, Marttftr. 10/11. Vortrag des Genoffen Dr. Löwenstein, M. d. M., über: Die politifae Lage." 5. Kreis. Friedrichshain. Mittwoch, den 17. Oktober, 7 Uhr, Kreisvertretertonferens in Schmidts Gesellschaftshaus, fruchtstr. 36a. Tagesordnung: Das Er. Stellungnahme zu den Wahlen des engeren Bezirksvorstandes. scheinen der Delegierten und Abgeordneten des Kreises ist Pflicht. Der Kreisvorstand trifft sich um 6½ Uhr dott. 19. Rreis. Bantow. Mittwoch, den 17. Oftober, 7% Uhr, im Jugendheimt Bantow, Breite Straße: Kreisdelegiertenversammlung. Stellungnahme, gu den Neuwahlen des Bezirksvorstandes. 20. 12. Kreis. Mittwoch, den 17. Oftober, 7 Uhr, im Sigungsfaal des Rathauses Reinidendorf- Oft, Sauptstraße: Erweiterte Kreisvorstandssitung. Jede Abteilung muß vertreten fein. Rreis. Steglik, Lichterfelde, Lankwik. Donnerstag, den 18. Oftober, 7% Uhr: Kreisdelegiertenversammlung im Albrechtshof in Steglig. Begen der hohen Lichtkosten wird um größte Pünktlichkeit gebeten. Hebeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Zehrer und Lehrerinnen Deutschlands, Ortsgruppe Berlin. Mittwoch, ben 17. Oktober, nachmittags 5 Uhr, im Jugendheim, Sindenstr. 3. Bortrag des Genossen Rosin: Das Gajidjal des Reichsschulgefeßentwurfs." Heute, Dienstag, den 16. Oktober: Sunglozialisten, Gruppe Tempelhof Maciendorf. Die Gruppe beteiligt sich am Rurfus der sog. Bildungsschule in Tempelhof, Schulgebäude Friedrich Wilhelm- Straße. Vortragsreihe des Genoffen Wermuth über: Moderner Sozialismus." Beginn pünktlich 7 Uhr. Gruppe Lichtenberg. 7% Uhr, Jugendheim, Bartaue 10, Vortrag des Genossen Wilhelmn über: ,, Die bürgerliche Jugendbewegung." Die Arbeiterjugend ist herzlich eingeladen. Morgen, Mittwoch, den 17. Oftober: Einen Ueberfall auf seine Großmutter berübte am vergangenen Freitag ein 15 Jahre alter entwichener Fürsorgezögling Kurt Lied. Er suchte sie unter der Vorspiegelung auf, daß er einen Rudsad und einen Hammer brauche, fiel über fie her, als fie nach dem Hammer suchte und warf ihr eine Schürze nnd einen Mantel über den Kopf und um den Hals, um sie zu betäuben und zu be rauben. Als er nicht zum Ziel fam, verschwand er aus der s. Wohnung. Jetzt wurde der Junge in der Schönhauser Straße, wo er sich mit Altersgenossen umbertrieb, ermittelt und festge nommen. Er gibt die Abficht, seine Großmutter zu berauben, zu, will aber nicht daran gedacht haben, fie umzubringen. 17. st. Die Funktionäre treffen fidh aweds Streisvertreterwahl um 5 Uhr beim Genoffen Schilling, Ballasstr. 5. st. Binktlich 7 Uhr, Soulaula Tegeler Str. 18: AbteilungsverfammYung. Referent: Genoffe Beid, Bürgermeister. 10. Abt. 7 Uhr: Beamtenmitgliederversammlung, Total Schuchert, Christiania ftraße 116. Alle parteigenössischen Beamten müffen erscheinen. 41. Abt. 7 Uhr: Abteilungsverfammiung bei Schult, Mariendorfer Str. 5. Tagesordnung: Das Ermächtigungsgefeh und feine Folgen." Referentin: Genoffin Sedwig Wachenheim. Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation 83. Abt. Lichterfelde. Stadtrat Otto Osburg ist gestorben. Einäscherung Jugendveranstaltungen. Zu einer Vorführung des Unterhaltungs- Rundfunks hatte am Montag das Reichspofiministerium die Vertreter der Preffe im eutöfn. 90 abt. Gikung ber Mieterausschußmitglieder und im WohnungsHörsaal des Telegraphentechnischen Reichsamtes geladen. Det wefen tätigen Genoffen in der Fortbildungsschule, Donauftr. 120, abends Rundfunt, der mittels drahtloser Telephonie das hören von Kon 8-10 Uhr. 92. 6t. 7% Uhr: Funktionärversammlung bei Wolff, zerten, Vorträgen ufw. im eigenen Zimmer zur Möglichkeit macht, Raifer- Friedrich- Str. 173. Abrechnung. 95. bt. 7% Uhr Lokal Gustmann, Steinmenftr. 76: Funktionärsigung und Abrechnung. egiftiert im Auslande, insbesondere in Amerifa, schon seit mehreren Jahren. Die Einrichtung wurde in Deutschland vorwiegend zu wirt- Frauenveranstaltungen am Mittwoch, den 17. Oktober: schaftlichen Zweden gebraucht. Jegt ist die Reichspoftverwaltung 4. Kreis. Brenzlauer Berg. 7 Uhr: Wichtige Besprechung der Funktionärinnen dazu übergegangen, den Rundfunt auch für Unterhaltungs- bei Burg, Prenzlauer Allee 189. zwede freizugeben. Bereits Ende Oftober werden die Bostanstal- S1. bt. 8 Ue: Frauenadend. Referent: Genoffe Bendel. Thema wird am Abend bekanntgegeben. ben Anmeldungen zur Teilnahme am Rundfunk gegen Entrichtung 65. abt. Sempelbof. 7% Uhr, bei Bufe, Berder. Ede Kaifer- Wilhelm- Straße: einer Gebühr von 25 Goldmart für das erste Jahr ent Bortrag des Genossen Möckel über: Die Frau und ber Gozialismus." gegennehmen. Als Sendestation für Deutschland ist die Großfuntstelle Rönigswusterhausen gewählt, doch werden nach und nach Un erster Stelle Bezirkssenbestationen eingerichtet. dürfte Berlin im Bog- Haus" eine Station erhalten, die dann Meldungen, Borträge und Konzerte mittels der braht Mittwoch, den 17. Oktober, nachmittags 2% Uhr, Krematorium Wilmersdorf. lofen Telephonie im Umtreife von 100 bis 150 Rilometer versendet. Die auf diese Weise verbreiteten Vorträge afw. tönnen auf zweierlei Art zugänglich gemacht werden. unter anderem plant man öffentliche Borführungen, in Heute, Dienstag, den 16. Oftober, abends 712 Uhr: benen die mit einer Empfangsanlage aufgenommenen Nachrichten Kreuzberg. Restaurant Reusner, Hagelberger Str. 20a. Bortrag: so verstärkt werden, daß sie eine größere 8uhörerschaft" Jugendschusforderungen." Restaurant Berger, Jagow, Ede Lebepowstraße. Vortrag: Entstehung des Universums." Reukölln I. gleichzeitig hören fann. Vermögende Leute können sich eine eigene Jugendheim, Schule Kaiser- Friedrich- Straße 4. Vortrag: Einführung in die Nene Milliardenscheine. Neukölln III. Jugendheim, Nogatstr. 53. BorDie Reichsbank fündigt die Herausgabe von 1, 5. und 10. Rundfunkempfangsanlage zulegen und so die Vorfosialistische Gebantenwelt. Niederschöneweibe. Schule Berliner Milliardenfcheinen an. Alle brei Noten sind auf weißem Papier träge im eigenen heim hören. Hierzu ist allerdings eine trag:" Urfachen der Martentwertung. Niederschönhausen. 1. Gev Der Einmilliardenschein hat eine Größe von besondere Genehmigung der Telegraphenver- Straße 31. Vortrag:" Jugend und Republir." meinbeschule Blantenburger Str. 69( Beichenfaal). getrudt. Distuffion: Swed und Nordosten I. Schule Georgenkirchstr. 2. Einführungss 86 mal 160 mm. Das rechtsfeitig im Papier eingeformte Basser. waltung erforderlich. Das Reichspoftministerium dentt durch Biele bez 63." Nordring. Bappelallee, Neue Edule. zeichen stellt Distelblätter in ornamentaler Verarbeitung dar. Die Einführung des Rundfunks dem Reich erhebliche Einnahmen zu abend für die Schulentlassenen. Distuffion: Sosialistische Arbeiterjugend." Steglig I. Jugendbein, Albrechtstr. 40. Boritag: Seguelle Fragen", III, Zeil. 23irfung diefes Wafferzeichens wird durch die bläulich- grüne Für verfchaffen. Treptow. Jugendbung des Papierstreifens und durch die darin eingebetteten fupfer- Der 7. Kreis, Charlottenburg, veranstaltete am 12. Oftober eine Jugendheim, Lindenftr. 3. Bertrag: Bwved und Siele." heim, Elfenstr. 3. Mitgliederversammlung. Wedding. Eule, Lütticher Braunen und orangeroten Fafern erhöht. De: etwa 35 mm breite öffentliche Beamtenwerbeversammlung in der Schulauta Schiller Straße 38. Bortrag: Gerhart Hauptmann. Weften. Jugendheim, Rur Schaurand ist mit der Bierzahl 1 und dem Wort Milliarde in oliv ftraße 26, die einen guten Besuch aufzuweisen hatte. Genoffe fürftenftr. 146( Baugemerischule). Einführungsabend für Schulentlassene. Jugendheim, Gildegardfir. 4. Disfuffion: 28ie treffen wir grüner Farbe überdruckt. Der Schein trägt das Datum vom Bringer referierte über die Republifanisierung der Wilmersdorf. 5. September 1923. Der Fünfmilliardenschein( Datum erwaltung eine Lebensfrage für die Repu Borbereitungen zu einer Beranstaltung?" vom 10. September 1928) ist 86 mal 165 mm groß. Hier stellt blit und Arbeiterschaft". Der Redner schilderte die Macht das rechtsfeitig im Bapier eingeformte Wasserzeichen Eichenlaub der Reaktion innerhalb der höheren Berwaltungsstellen, um darauf mit Kreuzborn in ornamentaler Berarbeitung bar. Ferner wird die Zusammenhänge zwischen Politik und Wirtschaft, Gesetzgebung die Wirkung dieses Wasserzeichens durch die violette Färbung des und Erefutive darzulegen. Weiter forderte er die Entfernung Papierstreifens und die darin eingebetteten roten und grünen de: reattionären Beamten aus allen Berwaltungen und Moabit. " Südwesten. Abt. Suboft, Kövenider und Meichenberger Biertel, im Saal bon Wollschläger, Adalbertstr. 21, Einführungsabend mit Programm für Schulentlassene. Schulentiaffene, Eltern und Gäfte witfommen! GU Arbeiter- Sport A Zweck des Arbeiter- Sports. A tungis na Wirtschaft Sachfens staatliche Elektrizitätswerke. Teller, Miller Fichte- west; Behrenbs, Selbte, Cide- UGC.; Holz- Gerbendorf: nehmen stehen. Räbel, König- Röpenid; Senfterberg, Laube, Erdmann- Fichte- Süd- Ost; 10mal 60- meter- Gaffenstafette; es starten Klasse C und Turner. B, C und Turner. Olympische Stafette; es starten Klasse A und B. 447 200- Meter60- Meter60- Meter- Lauf. 10mal 1. Fr.- Schw.- Neukölln 6,31 Min.; 2. Borwärts- Berlin 6,34% Min.; 3. A.- T.. Die Direktion der staatlichen Elektrizitätswerte u. Sp.-B. Weißensee 6,36 Min. Jubiläumsftafette, 42, 84, 168, 84 und Sachsens erstattete soeben ihren Bericht über die Verwaltung des Auf meine kurze Notiz„ Russische Fußballer in Berlin" in der 12 Meter: 1 Borwärts- Berlin 5,07 min.; 2. Fr. Schw..Neukölln 5,15 min. staatlichen Elektrizitätsunternehmens für das 6. Geschäftsjahr 1922 3. B.G. Union 5,35 Min. Vereinsschullagenfchwimmen, 4mal 42 Wieter nach Morgenausgabe des„ Borwärts" vom 18. September sind mir zahl- Ausführung: 1. Fr.- Schw. Neukölln 32% Bunfte, Fr. Schw.- Norden bis 1923, aus dem hervorgeht, daß der Stroma bsag mit Hilfe reiche Zuschriften überfandt worden, die in mehr oder weniger höf Union I 6: 4( 3: 3) für Union; Dresben I- Borwärts 1 10: 2( 3: 1) für steigert werden konnte und daß es gelungen ist, zahlreiche neue 29% Buntte; 3. B.G. Union 28 Punkte. Wasserballspiele: Görlig- B.S.- der in den letzten Jahren errichteten Neuanlagen befriedigend ge< licher Form gehalten, fich bemühen, mir zwed und Sinn des Borwärts. Bereinsmehrkampf: 1. Fr.- Schw.- Neukölln 125 Punkte, BlagArbeitersports begreiflich zu machen. Ich anerkenne gern den aiffer 1: 2. Fr.- Schw. Norden 85% Buntte, Plazziffer 24: 3. B.G.- Union Anschlußnehmer zu gewinnen. Dieser erfreulichen Entwicklung steht lobenswerten Gifer der Einsender, doch muß ich tie Bitte auswaldstraße: 1. Gera- Reuß- Freiheit 4: 1( 2: 0) fite Freiheit; 2. Müggel 79 Punkte, Plagaiffer 35/8. Wasserballspiele vorm. in der Badeanstalt Bär- die beflagenswerte Tatsache gegenüber, daß infolge der immer Sprechen, mich in Zukunft mit Schlagwörtern zu verschonen. Der fee- B.G.- Union III 7: 2( 3: 0) für B.G.- Union; 3. Faltensee- Reutöln II 3: 2 schneller fortschreitenden Markentwertung mit ihren schweren fi artig hochtönende Behauptungen sind uns schon zu Dußenden in der( 2: 0) für Neukölln; 4. Spand. Union- Neptun- Lichtenberg( abgebrochen) für nanziellen Folgen der Bau der für den weiteren Fortschritt des bürgerlichen Preise offeriert worden. Neptun- Lichtenberg; 5. Gera- Reuß- Neptun- Weißenfee 3: 2( 2: 0) für Unternehmens notwendigen Neuanlagen verzögert wurde Weißensee; 6. Vorwärts- Görlig 8: 1( 2: 1) fitr Borwärts; 7. BreslauAuch dem Einsender, der tas in corpore sano mens sana" Jo 3.5.- Union 4: 4( 2: 1) unentschieden; 8. Fr.- Schw. Rotben- Charlottenburg und daß diese Stockungen die gleichmäßige Entwicklung des Strom außerordentlich stark betont, muß ich leider erwidern, daß er diefes 4: 0( 3: 0) für Norden; 9. Dresden II- B.G.- Union II 5: 4( 3: 1) für absages in dem kommenden Jahre gefährden. Die Berwaltung ist Wort nicht richtig verstanden hat. Zugegeben, in einem franken Dresden; 10. Dresden I- Reukölln I 6: 3( 2: 2) für Neukölln. nach Kräften bemüht, diese Schwierigkeiten zu überwinden. Rörper fann fich im allgemeinen der Geist nicht zu voller Mit einer Reihe anderer Werfe und Stadtgemeinden wurden Gefundung entwideln, aber daß nun ein gesunder Körper auch ohne Das Hallensportfest des 1. Kreises. neue Stromlieferungsverträge vereinbart. Ferner sind weiteres der Träger eines gefunden Geistes fe: Das für den 2. Dezember vorgesehene Hallensportfest findet umständeift fafch; sonst halber schon am 25. November statt. Ausreibung: Männer: unter Mitwirkung der staatlichen Elektrizitätsverwaltung eine müßte doch der von Gesundheit strohende Ringkämpfer das Muster 60- meter- Bauf( Einladung): Preußner, Schävlig, Loose- Rathenow; Blum- Reihe von Industrieanschlüssen an solche Elektrizitätswerte erfolgt, eines flar und rein denkenden Menschen sein. Wozu eigentlich tas Burg; Unger- Rowawes; Bergmann, Pfarr- Schöneberg; Marks- Fichte- Süd; die in einem Stromlieferungsverhältnis mit dem staatlichen UnterMessen der Kräfte, der Kampf zwischen Menschen auch auf diesem Bei den darüber geführten Verhandlungen zeigte Gebiet? Ist das vielleicht noch Genuß oder der Gesundheit dienlich, Dörband II- Moabit. 3000- Meter- Lauf. 60- Meter- Hürdenlauf( Ein- es sich, daß die Städte und Gemeinden nach ihrem Anschluß an das wenn Teilnehmer an einem Armee- Gepäcmarsch unterwegs zu- labung): Chrich, Eide, Runstorff- ASC.; Frid- Lichtenberg; Walzleben- Burg; Landesunternehmen sehr wohl in der Lage sind, selbst die größter sammenbrechen? Was hat es für einen feiner empfindenden Men- Baein- SC.( Erfah). Stabhochsprung( Einladung): Annaft- Oberspree; Tre: Verbraucher zum Anschluß zu gewinnen, die früher die Erzeugung buth- Fichte- Sild- Oft; Krüger- Weißenfee; Heinowig- Burg; fchen für einen Reiz, schneller an irgendein Ziel zu gelangen als der Loofe- Rathenow; Toppel- Fichte 9. Schreiber- Leipzig; Sochsprung( Einladung): Lippert- Lich ihres Stromes in eigenen Kraftanlagen für eine wirtschaftliche andere? Ist das vielleicht Erzeugung nüßlicher Werte für die tenberg: Solz- Gerbendorf; Raein-, Chrich- AGC.; Sänger- Fichte- Süd- Ost; Seller: Selbstverständlichkeit hielten. Besondere Beachtung verdienen die menschliche Gemeinschaft, wenn man gegenseitig mit Fäusten auf Fichte- West; Heinomik- Burg. Rugelstoßen( Einladung): Starka- Fichte- Oft; Rallweit- Moabit; Dörband II- Moabit; Teckhaus Moabit; der Bener Fichte- Süd wiederholten Verhandlungen mit Reichseisenbahnsich einhout, oder dem anderen die Schienbeine und den Unter- Oft. Tauziehen( 8 Mann bilben eine Mannschaft), 4- Stunden- Baarlaufen. Berwaltung über die Lieferung der für die in Aussicht genommene leib mit Füßen bearbeitet? Ja sind uns denn in den Betrieben nicht 10mal 2- Runden- Stafette( mit bestimmtem Wechsel); es starten Slaffe A, Elettrifierung wichtiger Bahnstrecken Sachsens und gerade die Kollegen ein Hemmschuh, die vor lauter Sport feine Zeit Westschlesiens erforderlichen elektrischen Arbeit aus den Anlagen mehr finden, irgendwelche andere Gedanken zu pflegen, die ihres Gehen. Alte Serren, 30-35 Jahre: 4mal 1- Rundenstafete. der Landeselektrizitätsversorgung. Diese Berhandlungen berech Geistes ganze Regfamkeit der Frage zuwenden, wer wohl aus dem Lauf. Ueber 35 Jahre: 4mal 1- Rundenstafette. tigen zu der Hoffnung, daß dem staatlichen Unternehmen Hierdurch oder dem Wettstreit als Sieger hervorgehen mag? Und hierin Jugendliche: 1500- Meter- Lauf. 60- Meter- Hürdenlauf( Einladung): Ley-, besteht ja die Aufgabe des bürgerlichen Sports. Wie in früheren 1 Runde Berfolguns stafette. Echaebethal- Moabit; Mehwald, Leue- Rathenow; Göring- ASC. im Laufe der Zeit ein außerordentlich wichtiges Abfaggebiet er Schwedenstafette. 60- Meter- Louf( Jahr schlossen werden wird. Beiten die Menschen durch die Religion niedergehalten und vergang 05-06). 60- Meter- Lauf( Jahrgang 07-08). Sportlerinnen: 60dummt wurden, so versteht es heute die Bourgeoisie, durch Gründung Berlin- Webbing: Förster- Fidjte 6; Goßniga- Fichte- Gud: Grund- AGC.; Runge. fchäftsjahres neben der Elektrizitätsversorgung sein Augenmert auch Das staatliche Elektrizitätsunternehmen hat im Laufe des Ge Meter- Lauf. Sochsprung( Einladung): Weiß- Fichte- Sud- Oft: Nau- Grogvon Sport, Turn- und Schwimmvereinen die Jugend unter ihren 10mal 60- meter- Gaffen stafette. Tauziehen( 6 Mann bilden eine Tann auf die Gasversorgung einzelner Landesteile und zugleich Einfluß zu bringen und durch Veranstaltung von Wettkämpfen, fchaft). Meldeschluß ist der 11. November, Nachmeldungen bleiben unbe auch auf die fünftige einheitliche Gestaltung der Gasversorgung des Trainierung und Hinarbeiten auf Refordschlägereien den Arbeiter rüdsichtigt. Startgelb wird beim Empfang der Startnummern erhoben. so in Anspruch zu nehmen, daß seine Freizeit vollkommen mit diesen Sämtliche Melbungen find zu richten an Otto Schulz, Berlin NW. 40, Mt Landes gerichtet. Das Bestreben geht wie bei der ElektrizitätsMoabit 4-10, Ausstellungspart. Klaffeneinteilung: Staffe A: Athletic- Sport erzeugung dahin, die Gasgewinnung auf eine Reihe größerer Dingen ausgefüllt wird. Eitelkeit, Ruhmsucht, Stolz, Misgunst Club, Sovenia, Sichtenberg, Moabit, Rathenow, Schöneberg, Fichte- Sub- Off, Werke zu beschränken und die Gewinnung und Ausund Neid werden geweckt und gesteigert, Eigenschaften, die wirklich Fichte- West. Slaffe B: Oberfpree, Fichte- Gild, Fichte- Oft, Neukölln, Weißennicht erstrebenswert sind, deren Zwed aber darin besteht, 3wietracht Brandenburg, Bildau, Tegel, Fichte 22, Fichte 25, Klaffe C: Adlershof, nübung der Nebenprodukte so zu steigern, daß das Niederschöneweibe, Behlendorf, unter die Arbeiter zu fäen. Sport ist diesen Leuten weiter nichts, Schenkendorf, Nowawes, Fichte 3. Bankow, Klausdorf, Lichtercade, Johannis Entwicklung steht dann die Gewinnung von Gas möglichst am GeFürstenwalde, Spandau, Charlottenburg, höchste Maß von Wirtschaftlichkeit erzielt wird. Am Ende dieser als ein Ablenkungsmittel für das arbeitende Bolt, eine zerstreuung that, Wilmersdorf, Groß- Berlin- Wedding, Groß- Berlin- Often, Päß. Fichte 16. und Verbummung für die Jugend. winnungsort der Kohle selbst. Das Gegenteil bezweden die Arbeitersportvereine. Sie treiben beschluß wirb ber Gefchäftsführenbensfuß jekt erweitert Rartellverband für Sport und Rörperpflege. Laut Generalversammlungs. nicht, wie die bürgerlichen Vereine, Sport, um die fluft zwischen durch die Sinzuziehung fämtlicher Vorsitzenden der 20 Berwaltungsbezirke Kilowattstunden um 50,06 Pro ent gewachsen. ben Anhängern noch zu vergrößern, sondern hier wird der Gemein- fouffes, findet am Donnerstag, ben 18. Oftober, 7 Uhr, im Fichte- Sporthaus fchaftsgedanke gepflegt und gestärkt. Hier wird flipp und flar ausgesprochen, daß Geschwindigkeit an sich fein Ding von Wert, fein( Röpenider Str. 108, 1. Sof, rechts 1 Treppe rechts) statt. Die Vertreter des Proletarischen Rulturfartells Berlin- Brandenburg müssen ebenfalls erscheinen. Eine Milliarde genossenschaftlicher Geschäftsanteil. Der rasenden ideales Gut ist, niemals Selbstzwed werden kann, sondern stets nur wegen Sausschluß pünktli 7 Uhr anwefend fein. Schriftliche Einladung Geldentwertung müssen die Maßnahmen der KonsumgenossenMitte zum 3med bleibt, um unter bestimmten Bedingungen ein erfolgt nicht mehr. Arbeiter- Wintersport- Interessengemeinschaft( AWJ.). Die Sti- Trocken- fchaften folgen, wenn nicht alle fonfumgenossenschaftliche Selbsthilfe festgesettes Ziel zu erreichen. Hier wird der Sport nur als turfe beginnen am Mittwoch, den 17. Oftober, abends 6 Uhr, in Neuölln, und damit auch das Ziel, die genossenschaftliche Bedarfswirtschaft, Körperpflege angesehen und betrieben, weil eben zum ganzen Men Turnballe der Gemeindeschule Thomasstraße, Dienstag, den 23. Ottober, aufs Spiel gefeßt werden soll. Um die Vermehrung, die schnellste schen ein möglichst gefunder Körper gehört, und dieser im allge- abenberuhe in oerlin( oabiturity. Sportgerät Jann leider Vermehrung der allernotwendigsten Betriebsmittel besorgt, haben nicht gur Berfügung gestellt werden. Borjährige Mitglieder baben meinen Borbebingung einer gefunden Geistesarbeit ist. einen Beitrag in Höhe einer, nen hinzutretende in Söbe von bis zum Tage drei Konsumvereine des Zentralverbandes deutscher Hauptaufgabe bleibt aber unweigerlich die Pflege des Geistes. ato et Straßenbahnfahrten an entrichten: Teilnehmer an den Trodenfurfen Konsumvereine bereits einen Mitgliedergeschäftsanteil von einer Bitti Etlö b. haben außerdem die Untoften für Zurnballenmiete gemeinsam aufzubringen. Beitere laufende Beiträge werden nicht erhoben. Außer dem Grisport sollen Milliarde Mark festgesetzt. Es find dies die Genossenschaften in diesem Jahre Nobel und Eislaufsport besonders gepflegt werden. Nähere in Barmen, Rathenow und Schney in Bayern. Andere Auskünfte und Anmeldungen in ber Geschäftsstelle ber AWZ., Berlin SD., werden in Ansehung des rapiden, fürchterlichen Markverfalls folgen Rövenider Str. 108, fowie in der Filiale des Sporthaus Fichte, Neukölln, müssen, wollen sie leben und ihren organisierten Berbrauchern Die bekannte große Beranstaltung der Arbeitersportler fand am Raifer- Friedrich- Str. 61. Sonntag in der uhlheide statt. Bom schönen Herbstwetter Schwerathletiffämpfe im AAND. Die Berschmelzung der Sportvereinis der starke wirtschaftliche Rückhalt jetzt und in Zukunft bleiben. sung Sichtenberg und des Sportvereins Friedrichsfelde bat ftattgefunden. besonders begünstigt, stellten sich am Start etwa 400 Läufer und ebungsstunden Dienstags bon 8 bis 10 Uhr in der Turnhalle Friedrichsfelde, Läuferinnen. Unmittelbar am Bahnhof Sadowa befanden sich Start Rummelsburger Straße. Freitags von 8 bis 10 Uhr in der Turnhalle Lichten. und Ziel. Die Strede selbst war besonders glücklich gewählt und berg, Bürgerheimtraße. Amgen nt bie Berliner weiterschaft zwischen bem bot den Läufern reiche Abwechslung. Die Kinderabteilungen eröff- Sportverein Spandau und der Sportvereinigung Lichtenberg- Friedrichsfelde neten den Waldlauf mit einer 20 x 100 Meter Waldftafette, bei der in der Turnhalle Friedrichsfelde, Rummelsburger Straße, statt. Alle Sports sich die Knaben und Mädchen von„ Eiche Köpenick" den Sieg freunde find eingeladen. ficherton. Turnerinnen und Sportlerinnen liefen in einer Schleife in der Turnballe Swinglift. 37 zwifchen dem Sportverein" Norden 93" und Der Serlenkampf im Ningen um die Meisterschaft des BD. findet beute 1000 Meter und traten zahlreich an. Die Jugend durchlief der Berliner Sportvereinigung Nord- West" statt. Freunde des Ringkampfs 3000 Meter, während die Männer 5000 meter absolvierten. Im find biermit eingeladen. Am Sonnabend bei den Kämpfen gloifchen dem Sportklub Siegfried 09" und Stord- est" war Nord- West" im Seben folgenden die Resultate: mit 10 Pfund Sieget und auch im ingen ber B- Mannschaft mit 4 an Männer: 5000 Weter( Mannschaftswertung): 1. Fichte- Güb- Oft; 2. AGC.; Bunften, und zwar tangen Meyer gegen Glaſer unentschieben haben über Bobled, Aberhold slegte fiber Rapfcac, B. Busse und Olschewsti rangen unentschieben, Liebemann fiegte fiber Bohm, Bander über Annen. Das Re fultat der A- Mannschaft toar unentschieden. Es rangen folgende Baare: Schula gegen Engelbarbt, Schinkowski gegen W. Buffe, B. Norad gegen Grunft, Rau gegen Winkel, W. Baul gegen Razlowski, Bohlfuß gegen Gaimann. Herbstwaldlauf. 3. Fichte- Dft; 4. Groß- Berlin. 5000 Meter( Einzellauf): 1. Rnofpe- Moabit; 2. Hartlieb- Treptow; 3. Meißner- Spandau. Jugenb: 3000 Meter( Mannfchaftswertung): 1. Fichte- Süd- Oft. Turnerinnen: 1000 Meter( Einsellauf): 1. Wagner- Fichte 2; 2. Sonnemann- Groß- Berlin. Sportlerinnen: 1000 Meter( Einzellauf): 1. Bener- Fichte- Süd- Ost; 2. Stolamann; 8. Joseph- Fichte. Güb- Oſt. Eurnerinnen( Mannschaftswertung): 1, Groß- Berlin. Sportle. zinnen( Mannschaftswertung): 1 Fichte- Gild- Oft. Altersriegenturner Groß- Berlins. bringen. Die Gesamtfigung des erweiterten Geschäftsführenden Aus. Geben und Singen um Eintritt frei. Säfte willfommen!. wattstunden; sie ist demnach gegenüber dem Vorjahre mit 171 811 956 Die gesamte Stromabgabe betrug 257 826 879 Stilo 3m Zeichen der Not. Außer anderen Revisionsverbänden des Bentralverbandes deutscher Konsumvereine hielt auch der Ber. band bayerischer Konsumbereine in Nürnberg eine Landesversammlung zur Besprechung der wirtschaftlichen Bage ab. Bur Preisfeftfegung und Kalkulation wurde beschlossen, den Geempfehlen. In Anbetracht der Notwendigkeit von Kurzarbeit in noffenschaften die Einführung der Fest martberechnung zu den Genossenschaften wurde empfohlen, sobald es notwendig erscheine, mit dem Betriebsrat und den betreffenden Arbeitern und 2lngestellten wegen der Durchführung der Kurzarbeit zu verhandeln. Verbandssekretär Fischer( München) berichtete über die erfolgte Gründung einer Bayerischen Zuckerkreditbank, bei der die Großeinkaufsgesellschaft beteiligt sei, und über Staatstredite für Kartoffelversorgung Die Kredite für die Konsumgenossenschaften seien sehr gering, und die Bedingungen könnten nicht als günstig bezeichnet werden. Sport- Club„ Aurich 02". Am Dienstag, den 16. Oftober, abends 8 Uhr, finden in der Turnhalle Wrangelfir. 128( an der Manteuffelstraße) die Serienmannschaftsringfämpfe ber A- und B- Mannschaften Weiterer Beschäftigungsrüdgang in der Metallindustrie. Die aoifchen den Bereinen SportKlub Libertas 96" Charlottenburg und Svort flub Surich 02" flatt. Es starten 12 Ringerpaare, von Libertas 90" 11. a. Arbeitslage in der Metallindustrie gestaltete sich in der Zeit vom Das letzte Zusammenturnen der Alten" über 40 Jahre wies der bekannte Maten, von Zurich 02" in der A- silaffe die bewährte Mann 23. bis 29. September nach den Erhebungen des Deutschen Metallwiederum einen verstärkten Besuch auf. Trok der Schwierigfeit fchaft: Seiberis, Gloger, uft, Stallbaum, Schöffew und Ernst Berth, in infolge des hohen Fahrgeldes hatten fich 51 Teilnehmer in der ber B- klaffe n. a. Gorran, este und Kämer. Da beibe Bereine fich mit faft arbeiterverbandes folgendermaßen: Bon 1 769 001 erfaßten Arbeitern 57,9 Proz.( in der Borwoche 60,7 Broz.) Lichtenberger Turnhalle eingefunden und unter Beitung des Aftersaleichen Erfolgen gegenüberstehen, wird der Abend spannende sähe Rämpfe waren 1023 535 Bollarbeiter, 595 317= 33,6 Pro3.( 31,4 Broz.) Kurzriegenturnwarts Kirste entwidelte fich schnell ein frisch- fröhliches Athletit- Sport- Club e. B. Leichtathletik, Socken, Sandball, Rubern, 8,5 Proz.( 7,9 Proz.) Arbeitslose. Treiben. Auch die Alten über Fünfzig ließen es sich nicht nehmen, in ber Stübtischen Babeanstalt Schillingsbride. Beginn 7 Uhr. Sallentraining Den größten Anteil an Bollarbeitern weisen die Bezirke Berlin Männer, Frauen, Jugendabteiluna. Dienstag, den 16. Oftober, Babeabens arbeiter, 150 149 in einer besonderen Riege das in jungen Jahren Gelernte eifrig ber Frauenabteilung in der Turnhalle der 46. Gemeindeschule, Laufizer Plan 9 mit 83,4 Prez., Rönigsberg mit 82,3 Bro3. und Stettin mit zu repitieren. Der Turnabend fann wieder als ein guter Erfolg Beginn 8 Uhr. Freitag, den 19. Oktober, Sallentraining der Männer und gebucht werden. Gewünscht wurde, daß die noch nicht teilnehmen Jugendabteilung ebenda. Schriftführer der Sockenabteilung: Sans Jogszat, 80,7 Proz. auf. Die Kurzarbeiter sind am stärksten vertreten Geschäftsführer: Alfred Behrends, Berlin NW. 87, in den Bezirken Nürnberg mit 63,2 Prog., Stuttgart mit 59,3 Broz. den Vereine in Zukunft ebenfalls erscheinen, um die Propaganda Berlin, Capriviftr. 4. Binzendorfftr. 7. und Köln mit 57,5 Proz Den höchsten Stand an Arbeitsfür das Altersriegenturnen auf ganz Groß- Berlin auszubehnen. Im Anschluß an das Turnen fand ein geselliger Abend statt, der den lofen haben die Bezirke Hagen mit 31,3 Broz., Köln mit 14,3 Broz. Humor der Alten zur Geltung fommen ließ, verschönt durch gute und Brandenburg mit 15,3 Broz. Die Zahl der arbeitslosen Mitglieder stieg von 8,6 auf 9,1 Prog. gefangliche Vorträge der Altersriege von Groß- Berlin- Wedding.Am nächsten Sonntag findet die alljährliche Alters riegenturnfahrt statt, deren Ziel diesmal Staaten. Spandau ist. Die Musittapellen von Neukölln und Fichte werden wie üblich für die musikalische Unterhaltung forgen. Hierzu ist auch Die ältere Arbeiterschaft Groß- Berlins, welds fich für das Alters riegenturnen interessiert, eingeladen. Alle Bereine find verpflichtet, eine Aufstellung über die Turnzeiten ihrer Altersriegen zweds Propaganda in der Arbeiterpreffe mitzubringen. Treffpunkt am Sonntag: 7% Uhr vormittags Bahnhof Wigleben, Ausgang Kaiser- 21. damm. Hebeitende Jugend des Bezirks Webbing. Das Proletarische Kulturkartell Webbing gibt allen fugenblichen Mitgliedern einer proletarischen Organisation Gelegenheit, im Stadtbad Webbing au start ermäßigtem Preise zu baben. Ausweis ist mitzubringen. Treffpunkt regelmäkia jeden Dienstag, abends pünktlich 140 Uhr, vor dem Stabtbab Webbing, Gerichtstraße( 2 Minuten vom Bahnhof Webbing der Ringbahn). 1. Rrets, 6, Beşir!, 1. Gruppe. Grubvendorstänbeftgung Swimmer. Brommobrüde. beerenstraße 20. rant Wolfsschlucht"-Zehlendorf aus " 7 ftatt. Die russischen Eisenbahnen. Die internationale Union der Eisen de bens en 20. Oftober, abends s uhr, bei Linfener, Miblenstraße, bahnen hat vor kurzem ihren Kongres in Baris abgehalten. Jum Alle Turnerinnen der$ 288. feien auf den Bortrag des bortsgenoffen erstenmal erschien dort ein Bertreter der ruffischen Eisenbahnen und Dr. Bergemann: Merstliche Sinte für Turnerinnen und Sportlerinnen", am entwarf ein Bild von der Lage des ruffifchen Eisenbahnwesens. Dem tits, be, im Aleinen Seidenfal, Rieberwallstr. 13, bingeioiefen. Berichterstatter des Temps" zufolge hat die iederherFrauenhien und Spotfwatte baben Butritt. stellung de russischen Eisenbahnen in der legten Zeit einen sehr Freie Turnerfchait Groß- Berlin. Freitag, 8 Uhr, Straßmannftr. 6, 3 erfreulichen Grad erreicht. Die große Linie über Sibirien nach dem fammenturnen aller Männerabteilungen. Der Tempelhofer Fußballklub Bittoria 1911" sucht zum Sonntag, den Stillen Ozean ist berits seit Oktober 1922 wiederhergestellt und steht Ottober, pieliftarten Geaner für 1. und 2. Männermannschaft auf eigenem dem Verkehr offen. Diefer Weg ist der fürzeste zwischen dem Blak. Sämtliche Anschriften an C. Rimmermann, Berlin- Mariendorf, Groß Atlantischen und Stillen Ozean. Der Stand ber Lokomotiven und Sportabteilung Schöneberg. Beichtathletik, Sandball. Männer, Frauen- des Wagenparts ist befriedigend; Deutschland lieferte 800, Schweden Der Tag der Arbeiter- Schwimmer. und Jugendabteilung. Trainingsabende: Dienstag von 8-10 Uhr, Rildert 300 Lokomotiven, die in Gold bezahlt wurden. Es find 2000 Lotoschule, Räterftraße, am Stadtpark. Donnerstag 8-10 Uhr, Belziger Straße. Die Berliner Schwimm- Union 1913 veranstaltete fute, teftatuaslibung bei geilinger auf dem Dominicusplak motiven in Reserve. Die Zahl der Eisenbahner betrug 1913: fürzlich ihr 10jähriges Jubiläumsstiftungsfest in der Badeanstalt Gonnabend, 20. Oftober, Borirag des Sportgenoffen Dr. Bergmann über: 815 000; 1921: 1229 000; 1922: 744 000. Es erfolgte also ein starker Bärwaldstraße und im Stadtbad Friedrichshain( an der Schillings- Anatomie", pünktlich 8 Uhr. Lotal wird noch bekanntaegeben. Das Cr. Abbau. Die nicht rentablen Rebenlinien müssen vielfach eingestellt brüde). Sämtliche Groß- Berliner Brudervereine waren zur Unter- fcheinen eines jeden Mitgliedes ift Pflicht. Dufte foie grupe teffan werden. Die Leitung der Eisenbahnen ist gegenwärtig vollkommen ftüßung des gastgebenden Bereins am Start erschienen. Troß der hierdurch eingelaben. Am 4. November findet der erste Waldlauf vom Reftant Gefchäftsleitung: Borstkender: auf taufmännische Grundlage gestellt. Der Staat muß hchen Fahrkosten waren die Bereine aus dem Reiche: Breslau, A. Wasmuth, Friedenau, Albeftr. 15, Schriftführer: E. Appelbaum, Schöne wegen der geringen Kauftraft der Bevölkerung noch namhafte BeDresden, Görlig, Gera- Reuß, Eberswalde start vertreten. Die Er- berg, Guglowftr. 2. ARV. Solidarität, Jugendrabler". Freitag, den 19. Oftober, 7% br. träge zur Bestreitung der Betriebskosten zuschießen. Das öffnungs- fowie Jubiläumsstafetten brachten heiße Kämpfe, ebenso Jugendbeim, Christburger Str. 14, Bortrag: Genoffe Biele- Sannover, Die Defizit ist aber im Abnehmen. So betrugen 3. B. die Einnahmen Die Jungradler aller Abim Mai des laufenden Jahres 40 Millionen Goldrubel, der staatzeigten die Wafferballfämpfe der einzelnen Städte guten Sport. Das Stellung Seinrich Seines zum Sosialismus. teilungen find hiermit freundlichst eingeladen. liche Zuschuß dagegen nur 7 Millionen. Künftighin dürfte der Programm widelte sich flott ab. Nachstehend die Resultate: Arbeiter- Nabfahr- Bunb..Solibarität“. Sibung ber BSPD- Mitglieder Eröffnungsstafette, 6mal 42 Meter bel.: 1. Borwärts- Berlin 2,45% Min.; der Ortsgruppe Berlin am Dienstag, den 23. Oftober, in der Gelsenburg". Staat nur für die Neuinvestitionen aufkommen, während die laufenDamen Birchowostr. 5. Barteiausweis legitimiert. Der 2. Fr.- Schw. Reukölln 2,51% Min.; 3. Welle- Berlin 3,01 in. jugenbrüdenschwimmen, 105 meter: 1. Christophet- Vorwärts- Berlin 1,50 in.; Um die Meisterschaften des Freien Reglerbundes. Innerhalb der vier Be. den Ausgaben aus den Einnahmen gedeckt werden müssen. 2. Mafuhr- Neutöln 1,51% Min.; 3. Geißler- Norden 1,54% Min. Männer sirle bes Bundes fand bereits im Frühjahr die Austraaung der Rlub- und franzöfifche Vertreter auf dem Kongreß erklärte demgegenüber: brustschwimmen, Klaffe B, 105 meter: 1. F. Busch- Faltensee 1,41% Min.; Ginzelmeisterschaften statt, wozu jebem Regler 2X100 Rugeln auf erftffaffigen Wenn die russischen Eisenbahnen in der Tat so günstig gestellt seien, 2. Geppert B.6.- Union 1,42 min.; 3. Wendtland- Welle 1,42; Hoffmann Bahnen zur Berfügung standen. Bor kurzem begannen im Realer- Rlubhaus wann würde dann Rußland mit der Bahlung der Zinsen Müggelfee 1,43% Min. Stredentauchen: 1. 2efch- Borwärts 42% Min.; Bris, Wilhelmftr. 9, die großen Enbfämpfe um die Bundes klubDie ruffischen Eisen2. Reichel- Dresden 43% Min.; 3. Rabtke- A.- T. u. Sp. Weißenfee 48% Min. meisterschaften, die erit Ende November ihren Abschluk finden. All nach den Eisenbahnobligationen beginnen? Männerswimmen, Riaffe A, 105 Meter bel.: 1. Götte- Fr.- Schw. Reuföfn fonntäglich ftarten dort 8 Klubs, bie faft fämtlich, awei Mannhaften bahnen wurden bekanntlich zum größten Teil mit franzöfifchem Die tommenden1,15 Min.; 2. Sampe- Borwärts 1,15% Min.; 3. Werner- Borwärts 1,17% Mlin.; ftellen. Die höchsten Ergebniffe erzielten bis leht in der 1. Mannschaft Rapital gebaut, zumeist für militärische Zwecke. 4. Breiger- Neukölln 1,17% 9min. Rüdenschwimmen flie Männer, 210 Meter: Lustige Brüder eften mit 844% Sols, Millionenfchieber 1. Dahle- Fr.- Schw. Reuron 3,20% Min.; 2. Thieme-.. u. Gp. Beißensee mit 3410 Sols. In der 2. Mannschaft führt torben 23 mit 050 Bola im russisch- französischen Verhandlungen werden diese Frage auch zum 3,24% Min.; 3. B. Busch- Faltenfee 3,28% in. Springen für Männer, Durchschnitt, bichtauf liest Sera 1920 mit 656 Sola. Für alle neueingetretenen Gegenstand haben. Riaffe B: 1. Knop- Fr.- Echw.- Neukölln 26% Punkte, 1% Blazsiffer; 2. Uite Rlubs und neugebildeten Mannschaften steht eine Sondermeisterschaft Fr.- Schw. Norden 26 Puntte, 1% Plaggiffer; 3. Mielhardt- Neptun- Weißenfee pffen. Sier liegen vorn in der 1. Mannschaft Fidele At( 3465 Sol;) 26 Punkte, 2% Blakaiffer. Babbelstafette, 3mal 42 meter: 1. Freiheit und Beene weg( 3445 Sola). In der 2. Mannschaft führen uitiae 2.58% Min.; 2. B.-G. Union 3,22% Min.; 3. Gera- Reuß 3,36% Min. Brüder eft en( 672 Sola) und Fidele Acht( 635 Sola). Meldungen für Wafferballspiele: Gera- Reuß- Union II. 4: 5( 2: 3) für Union II. Bres bicje Rämpfe nimmt Bundestaffterer Siewert, Berlin- Schöneberg, Raiser Lau- Reukölln L 4: 4( 1: 1). Männerbruststafette, Amal 105 Meter: Friedrich- Str. 4. noch bis Mitte November entgegen, Wetter bis Mittwoch mittag. Zeitweise beiler, an der Stüfte noch leichte Regenfälle, sonst trocken, in den Mittagsstunden ziemlich mild, in den Nächten recht kühl und stellenweise schon Frost bei schwachen westlichen Winden. Stinnes gegen Leipart. Der Ruhrwiderstand ist zusammengebrochen. Die Soldatesta Poincarés ist zunächst Sieger geblieben, derweil die deutsche Mation, ihrer fegten physischen und seelischen Kräfte bar, einem lebend ich zerschenden Rabawer gleicht. Aber es ist fein Unglück des Bolles so gres und fein Feuerbrand so verheererd, daß nicht Rafftetapital sich eine fette Suppe darauf fodhte. Erst hat der durch Inflation finanzierte Ruhrkrieg ihm die leiten Reste der Volkskraft zu Profiten umgemünzt, jetzt, da cr in einer für das ganze Bolf unheilvollen Weise sein Ende gefunden hat, stellt die Schwerindustrie dem deutschen Bolle Entschädigungsbedingungen, wie sie etwa ein fiegreicher Staat dem niebergetretenen Feinde stellt. Weil es nach Aussage der Roten Fahne" Leiparts Einfluß[ weiß, wie well unfer Weg und der der Kommunisten ein gemetria gelungen sei, die sozialdemokratische Frattionsmehrheit bei ihrer famer ist. Und er wird um so weiter zusammen gehen, je dichter Unnachgibigkeit in der Frage der gesetzlichen Arbeitszeit zu halten, das Stinnes- Rapital offenfundig an die Parteien der faschistischen beschuldigt ihn die öffentliche Meinungsdirne des großen Zahlungs- Abenteurer heranrückt und damit das Bestehen der Republik und die fähigen, daß er mit den Kommunisten, diesen geschworenen Fein- spärlichen Refte von Arbeiterrechten gefährdet. ben der Gewerkschaftsbewegung", gemeinsame Sache mache und bezeichnet ihn bei verschiedenen Gelegenheiten mit recht schmoddri gem Spott als einen merkwürdigen Nachfolger Legiens". Es gehört zwar ebensoviel hirnfrante Phantasie dazu, sich Beipart als Bannerträger der Kommunisten zu denken, wie zur Vorstellung des Bildes des Franzosen, der ein deutsches KinderVSPO. Man fann das Festhalten der Gewerkschaftsführer am gesetzlichen Achtstundentag ais" Furcht vor der Maffe" bezeichnen und wenn dies die„ Rote Fayne" tut, so ist es verständlich und von ihrem Standpuntt fonfequent. Wenn aber die bestellten Hosiannarufer der Stinnes- Degoutte- Zeitung in die gleiche Posaune blasen, so stellen sie sich damit in seltsam ungeschickten Widerspruch zu der Argumentation anderer Arbeitgeberorgane, die immer gern fonstafieren, daß die Masse" längst mit Vergnügen länger arbeiten würde, wenn ihnen nicht die Hezarbeit der Gewertschaften hinderlich Partei- und Gewerkschafts- Funktionäre, wäre. Darüber hinaus hat die Ruhrniederlage dem allzeit siegreichen politische Vertrauensleute, Betriebsräte! Bir Anhänger der Gewerkschaftsbewegung freuen uns und Schwerfapital ein neues, längst ersehntes Glück beschert: die Arbeiterilasse ist durch die Schwere des Kampfes und die Folgen Dienstag abend 7 Uhr in den Germania- Sälen, Chauffeeste. 110: betrachten es als unferen und unserer Vorgänger Erfolg, daß der Niederlage bis zu einem Grade zermürbt, der die Hoffnung auffommen ließ, daß die Zeit gekommen sei, ihr die erlangten jozialen Rechte, insbesondere die gesetzliche Marimalarbeitszeit, ohne allzu großen Rampfeinfah wieder megnehmen zu fönnen. Funktionärkonferenz Tagesordnung: Diefer Frontwechsel im Profitkriege des Kapitals findet in Bericht über die Berhandlungen mit den politischen Parteien und den der ihm ergebenen Presse seinen Ausdruck in der Wahl der Gewerkschaften.- Referenten: Genoffen Ortmann und Flatau. Ohne Mitgliedsbuch und Funktionärausweis fein Zufriff! Der Bezirksvorstand. Themata. Jeht, wo der siegreiche General Degoutte im Namen seiner fapitalistischen Auftraggeber in Frankreich bei entsprechender Gemini- beteiligung der letzteren vielleicht dem deutschen Kapitalismus zur Unterdrückung der„ helbenhaften Kämpfer" im Ruhrkriege feine Maschinengewehre leiht, ist es weder zeitgemäß noch zwedmäßig, mit der Berichterstattung über französische Schandtaten fortzufahren. Es ergab sich im Gegenteil aus dem Frontwechsel des Schwertapitals für seine Soldschreiber die Notwendigkeit, Stinnes und feinesgleichen gegen den( nicht nur von Sozialisten erhobenen) Borwurf des Landesverrats in Schuh zu nehmen. In dieser Lage wäre es fehr verfänglich, wenn die„ Deutsche Allgemeine Zeitung" auch weiterhin von französischen Soldaten er zählen wollte, daß sie die Gehirne gemorbeter deutscher Kinder fressen. Es scheint, daß deshalb Hugo Stinnes seinen literarischen Dienstboten Beifung gab, statt Boincaré und seinen uniformierten Erfüllungsgehilfen, mit denen sich immerhin reben läßt, bis auf weiteres gewiffe deutsche Arbeiterführer, meil sie fest zum gefehlichen Achtstundentag stehen, zum Gegenstand ihrer gemieteten Entrüstung zu machen. hirn frühstückt. Das müßte doch gerade der Herr Chefredakteur der Stinnes- Zeitung wiffen, der, als er von Leipzig aus noch einem anderen Publikum zu Munde redede, Arbeiterführer von Leiparts Einstellung, in seiner prachtvoll rauschenden Fuhrmannsprache unfagbar elende Jammerlappen" nannte, weil ihnen gemäß seiner damaligen Hirnstruktur der„ radikale Clan" fehlte. Aber wenn man schon das eine Bild liefert, warum, wenn's bestellt wird, nicht auch das andere? Wir sehen weder ein Vergnügen noch eine Notwendigkeit darin, Genossen Leipart gegen solch hölzernen Unsinn zu verteidigen. Aber wir verwahren uns entschieden dagegen, daß zwischen ihm und Legien ein Rontraft hergestellt wird, mit dem der Deffentlichkeit der Glaube fuggeriert werden soll, als ob der tote Legien fo feige oder so niederträchtig gewesen wäre, in der heutigen Zeit die Grundforderung des fozialen Befreiungstampfes der Arbeiterklasse bedingungs- und So hat die„ Deutsche Allgemeine Zeitung" bereits in einigen widerspruchslos auf dem Altar des Rafftefapitals zu opfern. Im recht giftigen Artikelchen den Vorsitzenden des Allgemeinen Deute übrigen müßte die Arbeiterbewegung an Erbärmlichkeit selbst die schen Gewerkschaftsbundes, den Genossen Leipart, angegrif- Darstellung der Stinnes- Zeitung übertreffen, wenn sie deren fen und verspricht zum Ueberfluß, sich mit der Gache noch öfters Mahnungen gegen die geschworenen Feinde der Gewerkschaftszu beschäftigen". bewegung", die Kommunisten, bedürfte. Wir wissen und Leipart nach der Bestätigung der Stinnes- Zeitung und der„ Roten Fahne" ,, die Masse" troh schwerer. Not sich durch feinerlei Vorteilversprechungen vom Prinzip des Achtstundentages als dem Fundament unferer Kultur- and Erziehungsarbeit ablenten läßt. Es ist die Frucht gewertschaftlicher Disziplin und Erziehung, und wir würden es sehr bedauern und eine Gefahr für die Gewert fchaftsbewegung darin sehen, wenn diese Masse" an Macht und Bahl soweit zurücginge, daß sie nicht mehr zu fürchten" wäre. leber die fachliche Seite der gesetzlichen Arbeitszeit mag bei anderer Gelegenheit diskutiert werden. Eins aber sollten Groß industrielle und ihre Meinungsmacher sich fagen laffen von einem Manne, der ihnen immerhin etwas näher steht als Sozialdemokraten und Gewerkschaftsführer. Während des Ruhrkrieges hielt der Führer der Demokratischen Partei, Dr. Petersen, in Frankfurt a. M. eine Rede, in der er einen beachtenswerten Satz aussprach, der dem Sinne nach lautete: " Der Kampf, den jeht auf eine ganz neue Art die Arbeiters maffen an der Ruhr und in Deutschland gegen die eingedrungene Feindesmacht führen, ist fpontan, ist reiwillig, von niemandem fontrolliert und von feinem zu erzwingen und ich wage start zu bezweifeln, ob diese Arbeiterschaft denselben Kampf für Staat und Reichseinheit in der alten Monarchie geführt haben würde. Es ist das Land der demokratischen Verfassung, das Land des allgemeinen Stimmrechts und des sozialen Rechts, für das diese Arbeiter, die nicht mehr Untertanen, sondern Staatsbürger find, so ganz aus freiem Impuls heraus sich einsehen." Und Dr. Petersen hat recht! Weber mit Degouttes freundlicher und wohlentlohnter Hilfe noch mit Faschistenhorden wird es Großherzog Stinnes auf die Dauer möglich sein, auf der Basis der dazu notwendigen Rechtsordnung mit Menschenmassen zu arbeiten, die man, indem man fie ihrer fozialen Rechte beraubte, wieder zu Untertanen degradierte. Henkel's Díxin Seifenpulver das Seifenpulver für jedes Watchverfahren Größte Ergiebigkeit! Deutscher Metallarbeiter- Verband Achtung! Theater, Lichtspiele usw. Grwerbsite( belistofe Theater 1. d. 3 Uhr: Veiksbühue BU. Die und Krante), Kurzarbeiter! Die Verwaltung hat befchloffent. Die Königgrätzer Str. U.: er is for Casino- Theater Altmetalle 8U. Quecksilber, Kupfer, Unterftigungsberechnung vorübergehend Messing, Blel kauft ab Montag, den 22. Ottober, einzustellen Schweiger Lessing- Th. neuen Reichen Zuckermann. tebe Woche der bescheinigten Bon diesem Tage ab erhalten Bollerwerbslofe für Lothringer St. 48. 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