Nr. 52. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. " Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonne und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Jernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die bevorstehenden Grafschaftsraths- Wahlen. London, Ende Februar 1895. " Sonnabend, den 2. März 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Rehnlich mit bezug auf die vom Grafschaftsrath ausgeübte von der Independent Labour Barty iſt zur Zeit noch progreſſiſtiſcher " Kontrolle über Lebensmittel, Gewichte 2c. Bemerkenswerth ist es Aldermann. Andere Gewerkschaftsführer, die als Progressisten immerhin, wenn z. B. im gestrigen ,, Daily Chronicle" ein Mitglied kandidiren, sind C. Freak, Schuhmacher, W. Stead= der sozialdemokratischen Föderation die dem Grafschaftsrath mann, Schiffszimmerer, B. Cooper, Bigarrenmacher, sehr fritifirend gegenübersteht erklärt, daß, seit der Grafschafts- J. Branch( Schuhmacher), W. Crooks( Böttcher), H. Go3. Nächsten Sonnabend, den 2. März, finden die Neurath existirt, Kohlenfeller, die früher zwei Tonnen Kohlen hielten, ling( Ladefchiff- Führer). Mit Ausnahme des zuletzt genannten wahlen zum Londoner Grafschaftsrath statt, und jetzt nur noch anderthalb Tonnen Koblen halten." So schamlos gehörten alle diese dem abtretenden Grafschaftsrath an. Als feit Wochen ist bereits die Agitation dazu im Gange. Wie bei wurde das Publikum früher von den Kohlenlieferanten betrogen. Progressisten kandidiren ferner, wie schon früher, Sidney den Schulraths Wahlen handelt es sich auch hier hauptsächlich als der Grafschaftsrath die Kohlenkontrolle übernahm, hatte er Webb von der Fabian Society und John Burns. Die um die Frage, welche der beiden Mischparteien, die Pro- im ersten Jahr( 1890) außer Verwarnungen 2c. 444 gerichtliche Independent Labour Party hat sechs Kandidaten aufgestellt: gressisten oder die Moderates, für die nächsten drei Jahre in Verfolgungen einzuleiten. Im nächsten Jahre fiel die Zahl B. Curran, F. Hammil, J. Morgan, P. Seelling, Spring Gardens" die Mehrheit haben soll. Spring Gardens heißt schon auf 205, im folgenden auf 162 und 1893 waren, bei rund W. Halps. Ferner kandidiren zwei Mitglieder der der Play, wo der Grafschaftsrath in einem Gebäude tagt, 30 000 Untersuchungen, nur noch S2 Verfolgungen nöthig Meist aber Sozialdemokratischen Federation: C. F. Davie3 und J. Yallop das einer mäßig bevölkerten Provinzialstadt man tann nicht sind es die kleinen Leute gewesen, die unter diesen Betrügereien zu und zwei ,, wilde" Arbeiterkandidaten. Insgesammt sind sagen, zur besonderen Zierde, aber doch vielleicht zur ange- leiden hatten. Wenn der Grafschaftsrath die Wasser- und Gas- 118 Mitglieder zu wählen, die Gesammtzahl der proeffenen Unterbringung ihrer Lokalvertretung gereichen möchte. versorgung der Hauptstadt in seine Hand zu bringen sucht, so greffistischen Kandidaten ist 110, die der Moderates" 114. Als Domizil der Vertretung von Groß- London mit seinen ist dieser Muni zipal- Sozialismus" ziemlich alt, und selbst sein 12 Kandidaten find parteilos was aber nicht heißt, daß sie nahezu 6 Millionen Einwohnern ist es in jeder Hinsicht unzu- Bestreben, die Pferdebahnen in eigenen Betrieb zu nehmen, ist unparteiisch sind. länglich. nichts Unerhörtes. Bis soweit haben wir nur eine energischere Daß von den Sozialisten und Arbeitern, die selbständig bezw. Will man den Kampf der bezeichneten Fraktionen sachlich Wahrung kommunaler Interessen als vordem zu verzeichnen. gegen die Progressisten kandidiren, einige gewählt werden, ist und furz fennzeichnen, so könnte man sagen, es handelt sich Eine wirkliche Neuerung stellt die Arbeiterpolitik des wenig wahrscheinlich. Bu sehr ist der Kampf zwischen diesen und um Allgemeininteresse gegen Sonderinteresse, oder, juristisch aus Gra schaftsrathes dar, und sie fann als Anhaltspunkt gelten den Moderates zugespitzt, und die Masse der Arbeiter wünscht vor gedrückt, um Recht der Gemeinschaft gegen erworbenes Recht. für die fonkrete Anwendung, die der Begriff" Interesse der Ge- allem eine Niederlage der letzteren. Da nun das Wahlsystem keine So dehnbar, wie die Begriffe Allgemeininteresse"," Recht der meinschaft" bei der Grafschaftsmehrheit findet. Ehedem würde Stichwahlen tennt, so gilt das Stimmen für dritte Kandidaten Gemeinschaft", so dehnbar ist auch der Begriff dessen, was sich er jo aufgefaßt worden sein, daß, je neniger für erforderliche als Stimmenzersplitterung, die dem Gegner zu gute kommt, und in London Progressist" nennt. Er verbindet Leute, die in der Arbeiten zu zahlen wäre, umso besser die Gemeinschaft dabei nur unter Ausnahmeverhältnissen lassen es die englischen Arbeiter Reichspolitit tonservativ sind, mit erklärten Sozialisten und fahre. Der Grafschaftsrath hat hier bekanntlich Wandel ein- darauf ankommen. Man muß nicht vergessen, daß bei dieser Gewerkschaftsvertretern. Tagegen scht sich die Fraktion der treten lassen. Er bat anerkannt, daß die Billigkeit nicht auf Wahl immerhin wirkliche Interessen der Arbeiter auf dem Spiele Gemäßigten" faft ausschließlich aus Konservativen und Kosten der Arbeiter erzielt werden darf. Er hat seinen Lieferanten stehen. liberalen Unionisten zusammen. Sie vertritt eben fehr als Bedingung vorgeichrieben, ausfömmliche Löhne zu zahlen, Ob die Arbeiter die Mehrzahl der Wähler bilden, weiß ich bestimmte Interessen, die auch im Reichsparlament nur in bat, nach Konferenzen mit den organisirten Arbeitern, nicht, halte es aber für unwahrscheinlich, da nur Steuerzahler jenen Fraktionen sicheren Rückhalt finden. Die städtischen Grund einen von diesen anerkannten Maßstab zur Entscheidung der Frage, und die als solche vom Gesetz betrachteten fleinen Miether Stimm befizer, die City- Korporationen, die Kontrakt- Unternehmer, die was ein austön mlicher Lohn ist, geschaffen, und hat schließlich, recht haben. Leider aber muß man außerdem noch mit einem Gas- und Wasserleitungs. Gesellschaften, das Schankgewerbe stellen gegenüber einer Verschwörung von Kontraktsunternehmern, welche nur zu großen Prozentsatz indifferenter Arbeiter rechnen und mit die Kerntruppen der gemäßigten" Partei im Grafschaftsrath, diese Klausel zu Fall bringen wollten, ein eigenes Betriebs der nicht geringen Zahl folcher, die hinter den oben bezeichneten denen sich anschließt die große, sehr große Masse der Krämer departement errichtet, das mit Beiseiteschiebung bürgerlichen Interessengruppen einherlaufen. und Krämerseelen, die nur ein Kriterium haben für des Zwischenunternehmers seine Arbeiten von einem Die Gegner des jetzigen Grafschaftsraths sind sehr einflußThätigkeit ihrer Vertreter: die Höhe der Steuer; State direkt angeworbener Arbeiter unter tompetenter Leitung reich, die Versammlungen lassen das Stärkeverhältniß nur sehr die eine hohe Steuer eine schlechte Verwaltung, ausführen läßt. ungenau zum Ausdruck kommen. Hier wirkt vielmehr die stille eine niedrige Steuer eine gute Verwaltung bedeutet. Ohne Dieses Betriebsdepartement ist das Gruselthier Propaganda, die unter der Hand ausgegebene Parole. Von den Diese legtere Klassen wären jene Sonderinteressenten nicht im aller Reaktionäre, während seine Popularität in Arbeiterkreisen sich ich weiß nicht wie viel tausend Bier- und Schnapshäusern Lonstande, die progressistische Mehrheit im jezigen Grafschaftsrath in aus der Thatsache ergiebt, daß auf einer Konferenz der In- dons sind mindestens neun Zehntel Agitationslokale für die Geeine Minderheit zu verwandeln, mit ihr sind sie eine nicht zu dependent Labour Party über die bei dieser Wahl zu beobachtende mäßigten. Der Grafschaftsrath, der die Vereinheitlichung Lonunterschäßende Gegnerschaft, die das Endresultat der Wahl als Tattik der Antrag gestellt wurde, überall da, wo fein Partei- dons in allen Zweigen der Verwaltung erstrebt, hat die City immerhin zweifelhaft erscheinen läßt, obwohl im jetzigen Graf- mitglied kandidirt, nur solche Kandidaten zu unterstüßen, die sich mit ihren reichen Korporationen und deren Stipendiaten gegen sich, schaftsrath die Progressiften über zwei Drittel der Vertreter für Aufrechterhaltung des Betriebsdepartements verpflichten. Der ebenso das Gros der Aktionäre der von ihm bedrohten Monopolzählen. Antrag wurde abgelehnt, weil die Mehrheit aus prinzipiellen institute, und, wie gesagt, die Krämer und Krämerseelen, die nicht Diese progressistische Vertretung hat, das ist nicht zu leugnen, Gründen für unbedingte Stimmen Enthaltung gegenüber fragen, was für die Steuer geleistet worden, sondern nur, ob sie die Steuerrate erhöht. Aber ebenso wenig fann geleugnet werden, allen nicht von sozialistischen Organisationen aufgestellten um einen Penny gestiegen oder gefallen. daß sie für den geringen Zusatz zur früheren Steuerrate reichlich Kandidaten war ein Beschluß, der von der großen Mehrheit Immerhin haben selbst einige fonservative Blätter sich auf mehr geleistet und geliefert hat als ihr Vorgänger. Mehr und der überhaupt am öffentlichen Leben theilnehmenden Arbeiter die Seite der Progressisten gestellt, während andererseits der besseres. Ter Grafschaftsrath ist weit davon entfernt, eine revo- nicht befolgt werden und selbst in sozialistischen Kreisen als von weiland ultraradikale Herr Chamberlain es sich nicht versagen lutionäre Körperschaft zu sein, aber auf seinem Verwaltungs- fraglichem Werth betrachtet wird. Indeß das müssen die Ge- fonnte, für die Steaktionäre, die sich Moderates nennen, in die gebiet und innerhalb der ihm gesteckten Grenzen hat er wirklich noffen von der Independent Labour Party unter sich abmachen. Arena zu steigen. Der große Staatsmann von Birmingham ist reformirend gewirkt. Es hat feinen Zweck, das im ein- Das Wert, das Londons Grasschaftsrath, in der Vergangen gegen die Unifizirung Londons, nach ihm soll London in zehn zelnen vorzuführen, weil es sich in vielen Punkten um Nach- heit geleistet," heißt es in einem Aufrui des Londoner Bauarbeiter: Munizipalitäten von der Größe Birminghams eingetheilt werden. holen Don Einrichtungen handelte, die anderwärts verbandes zu gunsten progressistischer Kandidaten im Distrikt South Statt einer organischen Vertheilung der Verwaltungsaufgaben, wohlgeordnete städtische Verwaltungen längst befizen. Hackney, ist von solcher Art, daß selbst seine bittersten Gegner vom Distriktsrath( Westry) aufwärts zum Grafschaftsrath eine So verdienstvoll z. B. die Aenderungen sind, die der es nicht zu verdammen wagen, wenn sie einer Londoner Ver- mechanische Berreißung der Hauptstadt in zehn SondervertretungsGrafschaftsrath in den ihm unterstellten Parks und öffentlichen fammlung gegenüberstehen." Ein hervorragendes Mitglied des törper. Kein Wunder, daß nicht nur die radikale und liberale Anlagen vorgenommen, um sie dem Volk zugänglicher und ein- Verbandes, H. Taylor, ist feinerzeit von den Progreffiften er- Presse, sondern auch Blätter, wie die" Pall Mall Gazette", ladender zu gestalten, so sind das keine Veranstaltungen, die nannter Aldermann des Grafschaftsraths, und der Sekretär der St. James' Gazette"," Saturday Review" mit Herrn Chamberlain man nicht anderswo auch hat. Sie erhalten ihre Bedeutung nur Erdarbeiter 2c. Union, A. Humphrey, ist progressistischer bös ins Gericht gingen. durch den Abstand gegenüber dem, was bis dahin gewesen. Kandidat für den genannten Wahlbezirk. Auch Ben Lillet die für Feuilleton. Skizzen aus dem [ Nachdruck verboten.] An dem Tage, an dem das Geld in Buenos Aires auf sehr aufgebracht und einer von ihnen, unser Bekannter einem fleinen Dampfer nach Paraguay hinaufgeschickt wurde, Nicanor Godoy, trat faltblütig auf den zeternden Kapitän setzte sich die rothe Reiterei von dem Lager an der Grenze zu und sagte in aller Ruhe: in Bewegung, um in beschleunigtem Marsche gegen Asuncion„ Greifern Sie sich nicht, Herr Kapitän; wir wollen 26 vorzugehen. Die übrige Mannschaft blieb der Ihnen nichts zu Leide thun, wir sind hier nur hereinHand mit ihren Kanonen zurück wo sie war, und ließ gekommen, um an Sie eine Frage zu richten. südamerikanischen Hinterlande. den Dampfer mit dem Gelde ungehindert paffiren, ohne Ein Blatt südamerikanischer Geschichte. Gewiß sind wir das, und nun scheert Euch davon.. stupide Bande.. was man hier alles erlebt. Besten Dank, Herr Kapitän, und nun hätten wir noch einen Wunsch, nämlich den, daß Sie sofort mit Ihrem Dampfer halten.. " Der Teufel soll Euch holen, verfluchte Kerle; fich überhaupt bemerklich zu machen. Das Geld scheert Euch zum Henker. Kommen zur Nacht, um Fragen tam zur großen Freude der Regierung auch heil und zu stellen." unversehrt in Asuncion an. In der darauffolgenden Nacht Ja," sagte Nicanor, wir wollen wissen, ob wir kurz Man konnte derartige Pläne fassen, weil man in passirte aber auch der gewöhnliche Packetdampfer von Buenos vor Pilar find.. Buenos Aires die tröstliche Nachricht vernommen hatte, daß Aires her die paraguanische Grenzstadt Humaitá, auf seiner die brasilianische Regierung mit dem Eingreifen ihrer Reise nach Asuncion begriffen. Er hatte eine sehr große Truppen in die Revolution sehr unzufrieden gewesen und Anzahl von Vorderdeck- Passagieren an Bord, die in Buenos den Befehlshaber derselben abberufen habe. In dem Lager Aires aufgestiegen waren, barfüßige Gauchos, nur mit Hose sammelten sich allmälig wieder Rekruten an, und da man und Hemd bekleidet, wie sie eben in jenen Gegenden hin diesmal genügend Geld hatte, um diese lustig leben zu und her zu reisen pflegen. Waffen trug keiner bei sich, laffen, hatte man in verhältnißmäßig furzer Zeit ungefähr außer dem allgewöhnlichen langen Messer, das hinten am eben so viele Köpfe als früher. Aber die Soldaten hatten Gürtel in einer Lederscheide steckt. Sie hielten sich jetzt statt ihrer früheren Lanzen aus Bambusrohr und lachend auf dem Deck auf bis spät in die Nacht Buschmessern gefertigt, nagelneue Remingtongewehre und hinein und ohne daran zu denken, sich schlafen zu Winchester Karabiner. legen, spielten Karten, sangen zur Guitarre und Juzwischen erhielt man die Nachricht, daß das englische ärgerten damit den italienischen Kapitän, der in Geld in Buenos Aires angekommen und demnächst nach seiner auf dem Deck angebrachten Kabine lag, daß er Paraguay gelangen würde. Jezt war der Augenblick da, verdrießlich vor sich her schimpfte und eben aufsteigen wollte, um zu handeln. Man trug sich eine zeitlang mit dem Ge- um die Leute zur Ruhe zu weisen. Da sprang er auf ein danken, den Dampfer mit dem Gelde anzufallen und ihn mal mit einem fräftigen Fluche mit beiden Beinen zugleich in Beschlag zu nehmen; aber man ließ ihn bald fallen, da aus dem Bette heraus: man dabei Berwickelung mit fremden Mächten zu fürchten hatte. Doch fiel man, um die schweren Kanonen, die auf den grundlosen paraguayischen Wegen, auf denen man eine Menge von Sümpfen und Flüssen zu passiren hat, leichter an Ort und Stelle zu bringen, auf einen nicht unpraktischen Plan. " Was erfrecht Ihr Euch, Banditen," schrie er zwei hineintretende Personen an, wißt Ihr nicht, daß Ihr hier in keiner Kneipe seid..." Die beiden Personen, die, ohne angeklopft zu haben, hineingekommen waren, thaten über diesen Empfang nicht " Ihr seid wohl verrückt.." " Durchaus nicht.. im Gegentheil, ich bin zur Zeit sehr vernünftig, Rapitän; und Sie thäfen gescheut, ein wenig anständiger zu sein; denn Sie und Ihr Schiff sind von diesem Augenblick an meine Gefangenen.." ,, Corpo di Cristo" schrie mit überschnappender Stimme der Italiener. " Halloh Jungens.." und er wollte in einem Satz zur Kabinenthür hinaus, im bloßen Hemde, wie er war. Die beiden fielen ihm aber in die Arme und hielten ihn zurück. ,, Kaltes Blut, Kapitän... Ihnen und Ihrer Ladung soll nichts geschehen. Sie sollen nur die Güte haben, hier an einem Ort, wo Schiffe sonst nicht anlaufen, zu halten und einige Freunde und einige Ladung aufzunehmen, die Sie dann später, wo wir Ihnen sagen werden, wieder absetzen... Im übrigen haben Sie nicht im geringsten etwas zu fürchten. Es sei denn, daß Sie und Ihre Leute sich Politische Iteberlicht. Berlin, 1. März. Die heutige Reichstagssigung brachte die große Schiffsschlacht. Der interessanteste Zwischenfall ist das Mirbach'sche Agrarier- Bronunciamento( S. weiter unten.) Den Junkern ist der Kamm arg geschwollen, daß sie so auftrumpfen- nach der Melodie des schönen Liedes mit dem Verslein: " Und der König absolut Wenn er unseren Willen thut." Freilich der Text ist etwas variirt und lautet jetzt: Die Regierung absolut " Wenn sie unseren Willen thut." " V " 6396, der Nationalliberale 3260, der Freifinnige 4901 und der In der Hauptwahl erhielt Genosse Baudert 6081, Kalmring Antifemit 475 Stimmen. M " Unser Vorsprung im Kreise ist so groß, die bürger- Ivoraus. Er wird eine weitergehende Auftheilung der großen, lichen Parteien dort so uneinig, daß bei Fortsetzung der in Abwesenheit der Herren bewirthschafteten Güterkomplere rühmenswerthen Anstrengungen unserer Genossen uns der höchstwahrscheinlich nach sich ziehen müssen, da der Staat im Sieg leicht zufallen tann. großen und ganzen viel eher das Recht auf Bebauung des Da die Genoffen Stadthagen und Schippel heimischen Bodens und Erzeugung der nothwendigen NahrungsEnde dieses Monats auf einige Zeit Plötzensee verlassen mittel durch harte Arbeit( durch Erftattung mindestens der werden, so dürfte unsere Fraktion gegen das Tabaksteuer- Produktionskosten), als das Recht auf eine arbeitslose und Umsturzgesetz" 48 Stimmen abgeben können.- Rente gewähren kann. So wird der Antrag Kanit auch dieser Richtung hin segensreich wirken und Eine Neuwahl im 1. weimarischen Reichstagswahl. nach dieser Richtung freise Weimar Apolda hat ebenfalls stattzufinden, nach- uns der Erfüllung der berechtigten Forderungen der dem gestern, den 28. Februar, der bisherige Abg. Kalmring Beit näher führen." Wer schreibt das, daß die gestorben ist. Bei der letzten, im Jahre 1898 stattgefundenen Großgrundbesitzer eigentlich kein Recht auf die VorWahl stand die Sozialdemokratie( Gen. A. Baudert) mit dem theile des Antrags Kanit haben, weil er ihnen gegenüber Bauernbund( Kalmring) in Stich wahl, also die Aus- die Sicherung einer arbeitslosen Rente" bedeuten würde, Die bockbeinigsten und plößlichsten" der Junker haben sichten sind gut, frisch auf zum Rampf! da die großen Güterkomplexe" ja meist in Abwesenheit sich bei der namentlichen Abstimmung über die vier Kreuzer" dagegen durch„ harte Arbeit" den heimischen Boden" beder Herren bewirthschaftet" werden, während der Bauer der Abstimmung enthalten. Rein Ranig, teine Kähne", denken sie, und warten auf die Kapitulation vor der dritten baue und die Nahrungsmittel erzeuge? Das schreibt die Lesung. Eine Rede" des Herrn Reichskanzlers, der sich als Kandidat des bayerischen Bauernbundes für die in Passau Die Reichstags- Ersatzwahl im Passauer Wahlkreise. Korrespondenz des Bundes der Landwirthe, und das in phantasievoller Zukunfts Wasserpolitit erging, fand in bevorstehende Ersakwahl zum Reichstage iſt das Mitglied des Tagesorgan des Bundes der Landwirthe, die" Deutsche Richter einen nicht sehr freundlichen Beurtheiler. Derselbe schwäbischen Landrathes Krammer in Lindau ausgestellt worden. Tages- Zeitung", druckt es ohne ein Wort der Entging mit den Kreuzerliebhabern scharf ins Gericht, während Die früher erwähnte Kandidatur des Freiherrn v. Thüngen gegnung ab! sein abgetrennter Zwillingsbruder Rickert durch eine scheint an dem Umstande gescheitert zu sein, daß dieser Protestant Spottet ihrer selbst und weiß nicht wie! enthusiastische Verhimmelung der Marineherrlichkeit im ist. Das Zentrum kandidirt wieder seinen Pichler und unsere allgemeinen und der Kreuzerherrlichkeit im besonderen mehr Parteigen offen den Redakteur der" Münchener Post", die Regierung aus Anlaß der fortwährenden VersammlungsIm Weimar'schen Landtage hat Genosse Baudert die Ver als die Be wunderung des Hauses erregte. Genoffen Ed. Schmid. Die namentliche Abstimmung ergab 145 gegen verbote interpellirt. Den Text der Interpellation können Jm Abgeordnetenhause wurde heute noch etwas wir des Stoffandranges wegen erst morgen mittheilen. 77 Stimmen für die Bewilligung des Ersatz Leipzig". weiter über Mädchenschulen geredet. Es ist dabei Das Haus vertagte sich vor Beendigung des Marine- wieder über einige verbohrte Ansichten zu berichten. Der Landkreises hat in Nr. 83 des bortigen Kreisblattes vom Nachahmenswerth! Der Herr Landrath des Königsberger Etats. Morgen 1 Uhr nächste Sizung: Schluß der zweiten Nationalliberale v. Eynern meinte, meinte, wenn man Lesung des Marine- Etats, und Beginn der zweiten Be- Mädchen solche Bildung zuführte, daß sie an den den 27. Februar cr. folgende Bekanntmachung erlassen: Königsberg, den 26. Februar 1895. rathung des Militär- Etats. großen Lebensaufgaben Der Menschheit mitwirken Dem Bureaugehilfen Arthur Hoppe hierselbst ist die Kein Kanit keine Kähne! Das war das Leitmotiv könnten, dann würde man ein großes weibliches Redaktion des amtlichen Kreisblattes entzogen, der kurzen, militärisch barschen Rede des Grafen Mirbach Proletariat bekommen. Der Konservative Frmer fand, weil derselbe, entgegen der hierüber erlassenen ausdrücklichen Anin der heutigen Reichstagssigung. Das war die Sprache daß bei zu großer Bildung der Frauen das Gemüthsweisung, Anzeigen politischer Bereine in dem nichtder Quizom's. Und sintemalen wir wissen, daß die leben des Voltes verloren gehe. Der Zentrumsmann amtlichen Theile des Kreisblattes zum Abdruck zugelassen hat. modernen Quizow's sehr weltkluge Leute sind, denen es Heereman machte die geistreiche Bemerkung, je mehr man Kreisblatt, daß du deinen Bureaugehilfen verlierst. Schade, daß Armer Bureaugehilfe, der du deinen Redakteurposten, armes nicht einfällt, gegen die Regierung zu rebelliren, wenn sie den Mädchen lehre, je dümmer würden sie zc. 2c. Einige diese Praxis nicht überall eingeführt, daß nicht allen Zeitungen nicht einen festen und sicheren Rückhalt andere Positionen des Etats gingen ohne besondere Debatten die Aufnahme von Versammlungsanzeigen verboten werden kann. haben, so erhellt aus aus der Sprache des Grafen vorüber, so das Kapitel Kunst und Wissenschaft, wie gemütlich würde es noch in der Welt aussehen, wenn dies Mirbach, daß unsere Junker einen festen und weil der einzige, der etwas davon versteht, Herr v. Köller, möglich wäre! sicheren Rückhalt besitzen, oder wenigstens zu besitzen nicht anwesend war. Nächste Sigung Sonnabend. Bismarck Deputationen für den 80. Geburtstag des Jubelglauben. Es besteht also nach Ansicht der Junker ein Der Brausewetter- Prozeß" vor dem Reichs- greises werden jetzt überall geplant. Auch die Auch die Deutsche Wille außerhalb der Regierung, der stark genug ist, gericht. Der berühmte Prozeß wegen Beleidigung des Studentenschaft" veranstaltet eine uldigungsfahrt. Dazu Daß dieser Wille, auf den die modernen Quizon's ihren im Bolksmunde Gummischlauch- Prozeß", auch Brause- von den königl. Eisenbahndirektionen und preußischen Privat den Willen der Regierung zu beugen oder zu brechen. Chefs und der Beamten des Berliner Polizei- Präsidiums", wird jezt bekannt, daß die Theilnehmer an dieser studentischen uldigungsfahrt auf allerhöchsten Befehl“ Troß gründen, nicht der Wille des Volkes ist, nicht eine wetter- Prozeß" genannt, ist nun von unten wirkende Kraft, das bedarf keiner Aus- Reichsgericht hat die von sämmtlichen Verurtheilten Fahrpreisermäßigung in der Weise erhalten, daß für die Reise vom entschieden. Das bahnverwaltungen in der Zeit vom 31. März bis 3. April eine einandersetzung. Die Anarchie, welche durch die Rede eingelegte Revision verworfen. Die verurtheilten Wohnorte nach Hamburg und zurück in der dritten Wagenklasse des Grafen Mirbach offenbart wird, herrscht auf der Redakteure Bachau( vom„ Sozialdemokrat"), Keßler( vom aller Züge der Militär- Fahrpreis und bei höherer Höhe“. " Bolksblatt"), Perl, Wißberger, Grüttefien, Harnisch und Klasse für Hin- und Rückfahrt der Preis der einfachen FahrVier Dutzend fozialdemokratischer Reichstags- Schütte müssen also die Strafen, die ihnen Herr Brause- tarte erhoben wird. Das Reichs- Eisenbahnamt hat sich mit den Abgeordneter, das ist schon um ein Dutzend mehr, als wetter zuzudiktiren die Freundlichkeit hatte, absitzen resp. in Verbindung gesetzt.- Hoffentlich zieht das. Sonst könnte ja betheiligten Bundesregierungen wegen entsprechender Ermäßigungen Fürst Bismarck unserer Partei zugestehen wollte. Wir sind bezahlen. Die Revision unseres Redakteurs Robert auf event. auch noch bekannt gemacht werden, wieviel Tonnen Frei dem besten Wege, das vierte Dutzend voll Schmidt ist, da Schmidt Abgeordneter, bekanntlich aus bier in Friedrichsruh ausgeschänkt werden. zu bekommen. Gegenwärtig zählt die sozialdemokratische gesetzt bis nach Schluß der Session. Wie man sich erinnert, hatte Fraktion, nachdem das Mandat des Genossen Meist, des der vor einigen Tagen verstorbene ReichsgerichtsAbgeordneten für Lennep- Mettmann, wegen behördlicher rath Bähr seinerzeit eine herbe Kritik der BrausewetterFehler bei der Wahlausschreibung kassirt werden mußte, schen Prozeßführung veröffentlicht; aber das Reichs in Stadt und Kanton Schaffhausen ab. In der Stadt 45 Mitglieder. Die Wiederwahl Meist's dürfte als ge- gericht, dem dieser Jurist lange Jahre angehörte, Schaffhausen bewarb sich vor ungefähr einem Jahre der frühere sichert anzusehen sein. Ebenso dürfte bei dem Eifer unserer hat sich nicht bewogen gefunden, die Vorgänge im Gerbermeister und nunmehrige Wein und Lederhändler Genossen im 4., 5. und 6. sächsischen Reichstags- Wahlkreise Brausewetter- Prozeß" als Rivisionsgrund gelten zu Siegrist v. Schelling, ein reicher Mann mit demokratian die Eroberung des Kreises Dresden( Land) nicht zu lassen. Man sieht, wie verschieden selbst von den einfluß- schen und arbeiterfreundlichen Anschauungen, um die Konzession zweifeln sein. reichsten Juristen über denselben Rechtsfall geurtheilt wird, für eine Volksküche mit Ausschant von alkoholischen Getränken. Aber auch der Sieg im Wahlkreise Eschwege Schmal- und es ist oft von großer Bedeutung für den Angeklagten, langten Ausschant. Alle weiteren Schritte, welche Siegrist v. Schelling Die Regierung erlaubte ihm die Voltstüche, aber nicht den verfalden scheint uns in Aussicht zu stehen. ob er vor diesen oder vor jenen Richter kommt. Im einen in dieser Sache unternahm, blieben erfolglos. Nun leitete Nach den bisherigen Feststellungen erhielten: Suhn, Fall wird er freigesprochen, im andern verurtheilt: inter eine lebhafte Bewegung gegen die Regierung und das ganze ( S03.) 5371, Jstraut( Antisemit) 3654, Dr. Peters( ntl.) beiden Fällen aber hat er sein„ objektives Recht" herrschende System ein und suchte alle vorhandenen Schäden und 3019 und Stengel( freis. Vp.) 3387 Stimmen. Aus zehn empfangen. Uebelstände aufzufinden und daran Kritik zu üben. Er begnügte Orten der Kreise Eschwege und Wizenhausen steht das Ergebniß noch aus. Wahrscheinlich ist Stichwahl zwischen Ein Bischof über das Umfturzgesek. Der Bischof sich aber nicht allein damit, sondern stellte ein ganzes Programm auf für eine Verfassungsrevision, für die er im Bolfe von Mainz, Dr. Haffner, schreibt in seinem Fastenbrief Unterschriften sammelte und bald beisammen hatte. In der AbHuhn und Iskraut erforderlich. über die Um sturzvorlage: Trotz der aufs höchste ſtimmung sprach sich das Bolt mit großer Mehrheit für die Ver gespannten äußeren Machtentfaltung stehen die Regierungen fassungsrevision und für die Wahl eines Verfassungsrathes unüberwindlichen inneren Schwierigkeiten gegenüber. Die aus, bekundete damit also auch sein Mißtrauen gegen Versuche, die Staatsordnung durch Straf- den Kantonsrath. Dem Volte ist Zeit gegeben worden, seine verschärfungen zu schützen, dienen nur Wünsche und Forderungen an eine neue Verfassung zu Händen dazu, die unbehaglichkeit aufzudecken, wieder zusammentreten. Die heftigen Kritiken, namentlich gegen des Verfassungsrathes zu formuliren und wird dieser im März welche in allen Kreisen der Bevölkerung die Regierung, zogen inzwischen dem Sigrist v. Schelling eine herrscht." Verurtheilung wegen Beleidigung der letztern zu 600 Frks. Geld. Der Preis für das Zentrum. In parlamentarischen strafe zu. Am legten Sonntag ist nun Siegrist v. Schelling selbst Bueno senores", kleidete sich, ohne weiteres Aufheben Kreisen wird nach dem„ Berliner Tageblatt" angenommen, daß mit 3928 gegen 2969 Stimmen in die Regierung, d. b. als Minister zu machen, an, ging mit den beiden zur Kabinenthür hinaus der Bundesrath die Entscheidung über die Aufhebung des gewählt worden, ebenso wurde das verlangte obligatorische zum Lotsen, der vorne das Steuer regierte und sagte ihm Jefuitengesetzes von 1874 diesmal durchaus nicht auf die lange Referendum mit 4453 Ja gegen 1527 Nein angenommen. Jetzt einige Worte ins Ohr, worauf sich der verwundert umsah, und Bank schieben werde. Vielmehr wird als wahrscheinlich an- hat Siegrist v. Schelling von der Regierung auch die früher verim nächsten Augenblick lag mitten in der dunkeln Nacht der gesehen, daß der betreffende Reichstags- Beschluß bereits im langte Konzession erhalten. Ob er sie als Minister auch ausnuten Dampfer im Strom vor Anker. Eine Stunde darauf hatte Monat März auf die Tagesordnung einer Sigung des Bundes- wird, bleibt abzuwarten, sicher scheint dagegen, daß er nächstens man einige hundert bewaffnete Revolutionäre und sechs unter dem Titel„ Schaffhauser Boltsblatt" ein eigenes Blatt Kanonen an Bord, und der Dampfer setzte seinen Weg herausgeben wird. fort. Gegen Morgen wurde die Ladung bei Billeta, der letten Haltestation des Tampfers vor Asuncion wieder an Land geschafft, und der Kapitän verabschiedete sich von der Brücke aus. 0 uns zur Wehr sehen sollten. Wir sind unserer fünfzig hier an Bord Daß Sie außerdem bis dahin, wo wir aussteigen, keine Ladung mehr annehmen, ist selbstverständlich; denn wir haben nicht viel Zeit zu verlieren." Der Kapitän, der bei dieser Rede zu sich selbst getommen war, begriff augenblicklich die ganze Lage und fügte fich auf der Stelle. Er sagte ruhig: " " " " " raths gelangen soll. Wie die Entscheidung dort getroffen wird, steht dahin. Jedenfalls begegnet man in sehr ernst zu nehmenden Kreisen der Anschauung, daß das reichsgefeßliche Niederlassungsverbot gegen den Jesuitenorden demnächst außer traft treten werde, $ Volk und Regierung. Aus der Schweiz wird uns ges schrieben: Sehr interessante Vorgänge spielen sich seit etwa Jahresfrist Das Schaffhauser Volt hat sich als ein strenger Richter gegen feine Regierung und feine Landesväter gezeigt und der demokratische wie soziale Fortschritt wird daraus nicht un bedeutenden Gewinn ziehen. = Arbeitslosigkeit und Tabaksteuergesetz. Anläßlich Wollen Sie eine Nuganwendung auf Deutschland haben? " Sie mögen", sagte Nicanor beim Weggehen, ruhig der in der gestrigen Nummer des" Vorwärts" erwähnten Wäre der recht wunderbare Minister v. Röller in Schaffin Asuncion von uns erzählen. Wir danken Ihnen Arbeiterentlassungen aus den militärischen Fabriken in bausen, so würde ihn das Bolt sehr rasch und mit so viel Glanz herzlich für die rasche Reise, die für uns zu Lande wohl Spandau und Siegburg im Rheinlande macht heute das aus der Regierung hinausbefördern, als es Siegrist v. Schelling etwas unbequem und beschwerlich gewesen wäre. Was wir Berliner Zentrumsorgan, die Germania", einige sehr hineinbefördert hat. Gegen Leute, wie Herr v. Köller, ist die Demokratie das beste Heilmittel. bedauern ist das einzige, daß wir Ihnen nicht sofort baar treffende Bemerkungen. Sie schreibt: bezahlen können... Sie müssen eben warten bis die rothe Betriebswerkstätten, die Traurig, fehr traurig bleibt es, wenn in staatlichen Der neue Schienenweg nach Italien. Wie aus Mailand doch Musteranstalten sein telegraphirt wird, hat dort die italienisch schweizerische KomPartei aus Ruder gekommen ist. Wenn Sie aber wollen, follen, wegen Serabsehung des Betriebes" Arbeiter Ent- mission für die Berathung des Simplon Durchstiches werden wir Ihnen eine Quittung über den Transport hier- laffungen stattfinden und wenn die Privatbetriebe nun einen endgiltigen Beschluß gefaßt, die Delegirten haben über laffen, damit Sie seinerzeit einen Beleg haben. aufgefordert werden müssen, die aus Spandau und Siegburg denselben ihre Meinung ausgetauscht und sich über die BeDas wäre mir in der That angenehm, mein Herr," entlassenen Arbeitslosen aufzunehmen. Als wenn nicht gegen- ftimmungen betreffend Betrieb, Zoll und Tarife geeinigt. entgegnete höflich der Kapitän, man weiß ja nie, wie und wärtig überall, wie auch das Anerbieten des Herrn Krupp beweist, Zum Panaminoprozeß. Nach einer Meldung der römischen wann man in Paraguay seine Rechnungen einziehen kann.. Arbeitslosigkeit herrscht, und damit Noth und Elend, welche Wieviel Passagiere waren es doch.. ich glaube 325 und leider() gar zu viele Arbeiter in die Arme der Sozialdemokratie Blätter erklärte Giolitti vor dem Untersuchungsrichter, er werde treiben! Und da soll noch die Tabat Fabritatsteuer über sein Verhalten als Minister in der Angelegenheit der Schrift die Bagage... Ist es Ihnen recht, wenn wir es für zwölf Borlage, welche-- in einer Zeit allgemeiner Arbeitslosigkeit stücke der Banca Romana, deren Veröffentlichung die Deputirten. Zonneladen rechnen.. Das dürfte beiden Theilen passen.. selbst in staatlichen Betrieben dazu noch tausende von fammer beschlossen habe, nur vor dem Staatsgerichtshof AusAdieu, mein Herr, und gute Verrichtung.." Bigarrenarbeitern, von leinen ansässigen Arbeitern, die fagen machen. Der„ Opinione" zufolge hat der Untersuchungsnicht von heute auf morgen in eine andere Gegend verziehen richter darauf die Prozeßakten der Staatsanwaltschaft zugestellt, fönnen, brotlos macht, auf Annahme im Reichstage rechnen damit dieselbe zu der von Giolitti erhobenen Zuständigkeitseinrede fönnen! Eine hartherzige Finanzpolitit mag über das fommende Stellung nehme. Alsdann werde der Raffationshof fich mit der Glend hinwegsehen, eine warmherzige Sozialpolitik fann das Frage beschäftigen. nicht!" Kunst und Wissenschaft. 9 Vom großen Barnay bringt das hiesige Fremdenblatt" folgende Neuigkeit: " Ein Generaldirektor des Königl. Schauspielhauses! Ludwig Wenn nur die Zentrums fraktion ebenso entrüftet meldet: Barnay, der direktions- und spielmüde Mann, wird demnächst über das Tabaksteuer Gesetz ist und bleibt, wie das fein Otium cum dignitate mit der bloßen dignitas vertauschen. Eine Stellung, wie sie Laube früher in Wien und jezt Poffart Bentrums blatt. in München einnimmt, soll für ihn freirt werden. Es geschieht dies auf speziellen Wunsch unseres Raisers, bei dem Barnay in zusammentreten.dieser Angelegenheit schon mehrere Audienzen gehabt hat und eine baldige Erledigung der Angelegenheit dringend wünscht." Was nicht alles aus einem großen Schauspieler und kleinen Erdemokraten werden tann! b Die internationale Münzkonferenz soll Mitte März Die russische Preßfreiheit. Aus Petersburg wird geDem Blatte„ Nabljubate!"( Beobachter) wurde wegen wiederholter Veröffentlichung von Artikeln, welche offenbare Sympathie für den Sozialismus befunden, auf Verfügung des Justizministers eine ernste Verwarnung ertheilt. Parlamentsauflösung und Neuwahlen in GriechenDer Antrag Kanik, welcher dem Bauern die land. Der griechische Ministerrath beschloß, das Parlament am Früchte von dessen Arbeit erst wieder sichert, segt einen 4. März aufzulösen, die Neuwahlen am 28. April stattfinden zu selbst arbeitenden Landwirthstand von der Art des deutschen lassen und die neue Rammer zum 27. Mai einzuberufen. Cuba. Aus Madrid wird telegraphirt: In der Kammer und im Senat wurden zahlreiche Erklärungen abgegeben, die Regierung zu unterſtüßen, den Frieden auf Cuba aufrecht zu erhalten. Die Regierung beschloß, falls es nothwendig werden würde, 6000 Mann Verstärkung nach Cuba zu entsenden.Aus Amerika wird telegraphirt: In welchem schneidenden Gegensatz zu der durch Thron nur Das Franen Wahlrecht hat diese Woche wieder auf der tragen bekommen, und daß vor allem die Tabakarbeiter schwer stehen, ihren Einfluß in wirksamer Weise geltend zu machen. Tagesordnung einer gefeßgebenden Versammlung in Amerita ge- darunter zu leiden haben. Redner schloß seine Ausführungen mit der Daß es grundsäßlich und in schärfster Weise gemißbilligt werden standen. Die Legislatur der englischen Kolonie Neu- Braun- Aufforderung an die Versammelten, zu ihrem Theil beizutragen an muß, wenn Steuern für die Bedürfnisse eines Bruchtheites der schweig, Canada, hat am Dienstag einen Gesetzentwurf, der dem energischen Protest der gesammten Arbeiterschaft gegen eine Nation von der Volksmasse getragen werden sollen, bedarf vor den Frauen von gewissem Vermögen oder Einkommen das parla- Gesegesvorlage, deren Realijirung mindestens 40 000 Arbeitern denkende. Arbeitern feiner langen Beweisführung.( Beifall.) mentarische Stimmrecht ertheilen wollte, nur mit einer Majorität der Tabakindustrie und verwandter Berufe das Brot fosten Genug, daß die Arbeiterklasse ihr Blut eventuell zum höheren von vier Stimmen abgelehnt. Man sieht, daß dieses Frauen würde. Dem mit stürmischem Beifall aufgenommenen Vortrage Ruhme des Militarismus vergießen muß, mit Steuern für Stimmrecht" zwar keineswegs ideal ist, daß aber immerhin die folgte eine furze Debatte, an der sich zwei Interessenten der solche Zwecke müßte man anstandshalber schon ihr vom politischen Rechte der Frauen auch in den älteren anglo- ameri- Tabaksindustrie, die Genossen Börner und Singe be- Leibe bleiben.( Lebhafte Zustimmung.) Wenn die Geselltanischen Staaten an der Ostküste wenigstens der Verwirklichung theiligten. Hauptsächlich der erstere brachte eine Fülle zahlen schaft vermeint, ohne den heutigen Militarismus nicht ausnäher rücken. mäßigen Materials gegen die besprochene Vorlage zur Anführung. tommen zu können, erwarten wir, daß sie durch rationellere Die Resolution wurde einstimmig angenommen. Mittel, Einkommensteuer z. B., Deckung für diese BedürfIn einer gut besuchten Versammlung bei nisse sucht. Schnegelsberg, Hafenhaide, referirte Reichstags= Abgeord: und sonstige Reden verheißenen sozialen Reform steht diese Vorneter Hofmann. Man möge sich, so führte der Redner aus, nicht der Hoffnung bingeben, daß die Tabat- Fabrikatsteuer, mit lage! Eine Sozialreform, flantirt von der Tabaksteuer und der die Regierung das deutsche Volf belasten wolle, vom Reichs- von der Umsturzvorlage, das ist ein Bild, wie man noch tage abgelehnt würde, weil in der Kommission 15 Gegner und feines fah!( Beifall.) Nun gebraucht man die lahme Auss New York, 28. Februar. Ein Dampfer, welcher am nur 13 Anhänger dieser Vorlage sizen. Bei der gegenwärtigen rede: ja, der Tabat ist entbehrlich". Das ist zunächst nicht 24. d. M. Havanna verließ und heute hierselbst eintraf, berichtet, Berfahrenheit der politischen Parteien ist noch gar nicht abzu- ftichhaltig, da die Regierung ihre 32 Millionen daß in der Stadt große Erregung herrscht. Am 24. sehen, wie schließlich das Plenum des Reichstages diesen Gesetz erhält, wenn weiter konsumirt wird. Ein Streit der Raucher wurde die Rebellen- Flagge gebißt, und darauf wurden entwurf aufnehmen werde. machte die schönsten Regierungspläne zu Wasser( Sehr gut! 30 Mitglieder der angesehenften Familien verhaftet. Wie ver Redner geht nun auf die Vorlage näher ein und hebt Heiterfeit.); übrigens fann von ernsthaften Leuten nicht belautet, find insgesammt 300 Personen festgenommen worden. hervor, daß gerade die Tabakkonsumenten der ärmeren klassen stritten werden, daß der Tabak ein Genußmittel ist, auf das der Das Komplott war der Regierung durch einen der Rebellen durch die geplante Steuer am meisten belastet werden, da einzelne wohl, die Masse aber nicht verzichten kann. Wie wirkt verrathen. diese bei den den billigen Zigarren einen einen weit größeren die geplante Steuer nun im speziellen? Key West( Florida).( Meldung des Reuterschen Prozentsatz Dom Preise des Fabrikats betrage, Es stellt sich bei näherem Zusehen heraus, daß nur Bureaus".) Ein spanisches Kanonenboot ist hier angekommen, bei den theueren Sorten. Die Folge davon ein ca. 10 pCt. des Grtrages durch die feineren, theueren vermuthlich um den Aufbruch des Freibeuterzuges nach Cuba zu Konsumrückgang der minderwerthigen Zigarren, ferner eine Ein- Bigarrenforten aufgebracht werden soll, während 90 p& t. verhindern. Hier ist die Nachricht eingegangen, daß die Auf- schränkung der Produktion, wodurch tausende von Tabatarbeitern von der breiten Masse, welche minderwerthige Waare ständischen auf Cuba 2000 Mann spanische Truppen unter brotlos würden. An der Hand einzelner Paragraphen der Vor- tonfumirt, getragen werden müssen. Man besteuert die gewöhnGeneral Lachambre geschlagen haben. lage weist der Referent nach, daß es den kleinen Zigarren- liche 5 Pf.- Bigarre mit 40 pEt vom Werth, wohingegen der fabrikanten unmöglich ist, alle die Kontrollvorschriften durch- Prozentsaz bei einer 200 M.- Bigarre nur 27 pCt., und bei einer, Bermeidung von Defraudationen von ihnen verlangt. Nicht einer Natürlich heißt es wieder, wie zu Bismarc'scher Zeit:" Die welche die Behörde zwecks Beitreibung der Steuer und die pro Mille 500 m. foftet, uur 11 pt. beträgt.( Sört, hört!) von den mehr als 5000 Kleinproduzenten der Tabakbranche ist Masse muß es bringen." im stande, die Summen zur Sicherstellung der Steuer bei der Nach allen Berichten ist die Lage der Arbeiter in der Behörde zu hinterlegen, und daher ist es sicher, daß, wenn diese Tabakindustrie eine sehr gedrückte; wie wird das noch kommen, Borlage Gesetz wird, die Kleinfabrikanten gezwungen find, ihre wenn im Gefolge der Steuer ein erheblicher Konsumrückgang Betriebe einzustellen und den großen Fabrikanten das Felb zu eintritt. Amtliche Ziffern laffen das Elend in Baden z. B. in räumen, welche durch weiteres Herabdrücken der schon so niedrigen grellem Lichte erscheinen. Von 30 000 in der Tabatbranche Be Löhne und möglichste Ausnutzung der billigen weiblichen Arbeitsschäftigten, darunter 28 000 Frauen haben 911/2 pet. einen Lohnfaz unter 12 Mt. pro Woche. Die schlechte Ernährung beträfte dennoch an ihrem Profit nichts einbüßen werden. In einzuführen, wozu die gegenwärtige Vorlage zweifellos der erste dem Bericht des Reichsversicherungsamtes, der vor kurzem Schritt ist. Da von der Mehrheit des Reichstages eine Annahme zur Ausgabe gelangt ist, wird das Durchschnittseinkommen dieses Gesetzentwurfes wohl zu erwarten ist, so muß das Volk der Arbeiter auf 651 Mt. pro Jahr angegeben. energisch gegen die geplante Belastung gerade feiner unbemittel- a batarbeiter hingegen haben nur ein durchschnittten Schichten protestiren, und dadurch seine Vertreter zwingen, liches Einkommen von 508 Mart., das letztere bleibt sowohl gegen diese, wie gegen jede sonstige indirekte Steuer zu fomit um 22 pet. hinter dem allgemeinen Durchschnitt zurück. ( Bewegung.) stimmen. Die Last der neuen Steuer auf die Arbeiter wiederum abzuwälzen, wie das früher geschehen ist, wird diesmal unmöglich sein;( Sehr richtig.) Diese tläglichen Löhne können teine weitere Verminderung erfahren. Weil die Fabrikanten überzeugt sind, daß die Steuer nur möglich wird durch Preisaufschlag des Produkts, oder durch Einbuße ihrer Gewinnkontos, deshalb find sie einmüthig in dem Widerstande gegen das Produkt preußischer Steuerkunst. Die„ Frankfurter Zeitung" thut sehr empfindlich über einige gegen sie gerichtete scherzhafte Bemerkungen in unserem Leitartikel: Ein heiteres Nachspiel zum letzten Parteitage". Das ist ihre Sache. Wenn aber das Frankfurter Demokratenblatt schreibt: " Der Vorwärts" hält offenbar die Veröffentlichung amtlicher Aftenstücke nur dann für erlaubt, wenn sie auf unehrlichem Wege, oder auf dem Umwege über gewisse intime Toiletten räume auf den Redaktionstisch fliegen". Zu dieser Höhe der Zielbewußtheit" werden wir uns wohl niemals hinaufzuarbeiten so ist dies die Sprache der Nordd. Allg. Ztg." Wir wundern uns, das Blatt auf ein so tiefes Niveau herab finten zu sehen. Dermögen." " Ein Protest gegen die Tabakstener. die wenigen Großbetriebe abzulösen und das Tabakmonopol Lebensalter über 40 Jahr ist faſt eine Seltenheit. Später wird es der Regierung ein leichtes sein, dingt häufiges Krankfein und große Stindersterblichkeit; ein Die In der Diskussion schildert Genosse Isa at die traurige Lage der Tabatarbeiter, denen es, wenn sie in ihrem Gewerbe Bu einer impofanten Rundgebung gegen die geplante Tabat. brotlos werden, nicht möglich ift, wegen ihrer durch die niedrigen fleuer gestalteten fich die 8 Versammlungen, die am Donnerstag Löhne bedingten Körperschwäche und Kränklichkeit, in einem Abend von den Vertrauensleuten unserer Partei einberufen anderen Berufe Arbeit zu finden, am wenigsten in der waren. Die tiefe Erbitterung, die in den Kreisen der Landwirthschaft, wie es ihnen wohlmeinende Freunde der TabatArbeiter über diese Steuer vorhanden ist, kam auch in stener gerathen haben. Genosse 3 u beil führt in längerer Rede lebhafter Weise in den Versammlungen zum Ausdruck. Die aus, daß der Ertrag der geplanten Tabaksteuer zur Deckung der Der mit Sicherheit zu erwartende Konsumrückgang bedingt Absicht der Regierung, aufs neue die unteren Volksklassen Militärforderung dienen solle, daß es aber ein schreiendes Unrecht im weiteren die Ausschließung von vielleicht 40 000 Menschen aus für Forderungen des Militarismus bluten zu lassen, wurde von sei, im Wege der indirekten Besteuerung die Kosten für die der Produktion. Ein großer Theil der durch die sozialreformaden Rednern im Referat und in der Diskussion einer treffenden Armee den unteren Volksklassen aufzubürden. Bei der Berathung torische Fürsorge der Regierung Ausgesperrten drückt dann die Kritik unterworfen. der Handelsverträge mit Rußland, Serbien, Rumänien wurde Löhne der anderen Arbeiter herab, wenn er arbeitsuchend vor von den Bundesraths- Mitgliedern darauf hingewiesen, daß bei den Thoren der Fabriken steht. Die Alten, Schwachen und Ablehnung dieser Verträge 15-20 000 deutsche Arbeiter brotlos Krüppel aber bleiben auf der Strecke; sie werden dafür würden, dagegen hat sich die Regierung von der Einbringung sorgen, Gemeinden in der Tabaksteuer- Vorlage nicht zurückschrecken lassen durch den deutendem Maße in die Höhe geht. Den heißhungrigen Umstand, daß durch deren Annahme etwa 40 000 Zabafarbeiter Fiskus kümmert deren Schicksal nicht; hat doch die Regierung brotlos werden. Redner führt weiter aus, daß durch die Steuer- erst vor ganz kurzer Zeit im Reichstage das Haltsignal" für belastung sowohl als auch durch den politischen Druck, wie er alle Sozialreform austrompeten lassen. Man weiß, was das zu namentlich durch das Umsturzgefeß auf das Volk ausgeübt werde, bedeuten hat.( Beifall.) Ebenso wie alle Hilfsindustrien der die Anhänger der Sozialdemokratie sich mehren und die Macht Tabakbranche in hohem Maße in Mitleidenschaft gezogen werden, der Partei mehr und mehr wachsen werde. wird auch der große Kreis der Händler und Kleinfabrikanten aufs ärgste bedroht. Außer der Einbuße am Verdienst machen die vielfachen Chikanen, die ein solches Monstrum von Steuergefeh, das nicht weniger als 22 Strafparagraphen(!) aufzählt, fast zur Unmöglichkeit. Die Produktion steht dann einfach mit sich bringt, dem kleinen Fabrikanten z. B. eine Weitereristenz Den Versammlungen lag folgende Resolution zur Beschlußfassung vor: Die Versammlung spricht sich gegen eine weitere Besteuerung des Labats aus; und ist der Ueberzeugung, daß jede neue Steuer, auf den Tabat gelegt, die Tabakindustrie bis in den innersten Lebensnerv treffen und die Tabakarbeiter, welche schon ohnehin in äußerst gedrückter Lebenslage sich befinden, aufs ärgste schädigen muß. Nicht allein, daß durch die unvermeidliche starke Berminderung des Konsums die Löhne noch mehr gedrückt würden, wird die Zahl der Arbeitslosen unter den Tabakarbeitern auf viele Tausende anwachsen und bei Einführung der Fabrikatsteuer bis auf 40 000 steigen. Letztere Steuer ist um so verwerflicher, weil sie durch Mitbesteuerung des Lohnes zur Lohndrückerei anfpornt. Nach einem Schlußwort des Referenten wurde die Resolution einstimmig angenommen und vom Vorsitzenden um 11/2 Uhr die Versammlung geschlossen. beMonopol, Die Versammlung in Sente's Festfälen, Die Besteuerung des Tabaks ist aber nicht nur von verderb- Naunynstraße 27, war start besucht, der 600 Personen unter Polizeiaufficht.( Sehr wahr.) Die steuerfrohen, für Sitte lichster Wirkung für die Tabakarbeiter und für die gesammte fassende Raum vollständig gefüllt. Reichstags. Abgeordneter und Ordnung mit einer wahren Berserkerwuth kämpfenden Zabatindustrie, sondern sie schädigt auch das ganze Volk, indem klees Magdeburg zeigte eingangs seines Vortrages, daß die staatserhaltenden Kreise bedenken garnicht, wie sehr das neue fie einen von der breiten Masse des Volkes konsumirten Artikel Ursache aller Steuerforderungen feit Anfang aller Steuerforderungen feit Anfang der Mera Gesetz geradezu zum Betrug herausfordert. mit schwerer Steuer belegt, und indem sie die durch die Steuer Bismarck der Militarismus ist. Mit dem Jahre 1861, der manche Fabrikanten wollen lieber gleich das ( Zustimmung.) aus ihrem Erwerb gedrängten Tabafarbeiter zwingt, als Mit Thronbesteigung Wilhelm I., begann die Heeresvermehrung in- damit einmal Ruhe wird; sie werden dann wenigstens entschädigt. bewerber auf anderen schon ohnehin überfüllten Erwerbsgebieten folge des Streites zwischen Preußen und Desterreich um die damit einmal Ruhe wird; sie werden dann wenigstens entschädigt. aufzutreten und dadurch im allgemeinen die Löhne zu drücken. Wie sich die sozialdemokratische Partei Hegemonie in Deutschland und seit 1867 ist alsdann eine erstellt, ist allbekannt; für ein Monopol gegen das Boltszum Monopol Bei dem unter den Zabatarbeitern schon jetzt herrschenden mehrung des Militärs der anderen gefolgt. Die Opfer interesse, zu gunsten der herrschenden Klassen ist sie nie zu Elend, welches zum großen Theil eine Folge der fortwährenden haben in erster Linie die arbeitenden Klassen Beunruhigung der Industrie durch die Steuerpläne der Regierung tragen; nicht nur stellen fie die große Mehrzahl haben.( Lebhafter Beifall.) ist, hält es die Versammlung für verwerflich, durch erneute der Soldaten, sondern durch Soll das Monopol abgewendet werden, und soll die Fabrikatdie Zölle und indirekten zu belasten, und dadurch das Elend unter den Tabakarbeitern hauptsächlich die materiellen Laften auf. Zu den urus wo Ungeheuerlichkeiten, wie der Antrag Kaniß beispielsweise, Steuern die Tabakindustrie schwerer, als dies ohnehin schon iſt, Steuern auf fast alle Lebensbedürfnisse ladet man ihnen auch Steuer in den Orkus versinken, so muß die ganze Kraft eingesetzt werden, schließt der Redner seine Ausführungen. In einer Zeit, ins maßlose zu steigern. artikeln der großen Masse", welche besonders zur Beernsthaft diskutirt werden können, da ist bald alles möglich. Die = Ein Ristenfabrikant bestätigte In Erwägung aller dieser Gründe erwartet die Versamm- steuerung herangezogen werden, gehöre außer Bier, Petroleum 2c. Stellung der Regierung ist höchst unklar; wie ein Rohr im Winde lung von den Vertretern des Volkes im Reichstage die entschiedene auch der Tabak. Trotz der Ablehnung in der vorigen Saison schwankt sie vor dem agrarischen Sturm hin und her, zeigen Zurückweisung diefer Borlage; sie erklärt sich ferner für Aufhebung halte die Reichsregierung an der erhöhten Tabakbesteuerung fest, die Arbeiter ihr wenigstens, daß sie in ihrem Widerstande gegen aller indirekten Steuern, die mit unerträglicher Härte auf der und hat sie die Vorlage in wenig veränderter Form wieder im ein so eminent schädliches Gesetz wie das vorliegende fest bleiben. ärmeren Bevölkerung lasten, und verlangt von den Reichstags- Reichstage eingebracht. Redner bedauerte, daß die Tabatarbeiter Sollte der Entwurf trotzdem angenommen werden, dann mag mitgliedern, in diesem Sinne thätig zu sein." bisher nur Versammlungen der Tabakinteressenten und Bei Röllig, Neue Friedrichstraße, referirte Tabatarbeiter nicht öffentliche Volksversammlungen einberufen haben, um gegen die Berantwortung für die Folgen tragen wer dazu die Hand De chand. An der Hand eines reichen Zahlenmaterials und die beabsichtigte Tabaksteuer- Erhöhung Protest einzulegen, da geboten hat, und wenn Neuwahlen kommen, was ebenfalls nicht aus eigener praktischer Erfahrung war Redner im stande, dar- bei ihrer Annahme die Konsumenten, und nicht zum kleinsten den Regierung recht deutlich zu verstehen geben, wie und wo ausgeschlossen ist, dann mag das deutsche Volt seiner schwankenzuthun, wie außerordentlich schädigend die 1867 begonnene und Theil, den Schaden zu tragen hätten. Der Vortragende ging feit 1878 ununterbrochen fortgesetzte Beunruhigung der Tabak- dann des näheren auf die durch Einbringung der Vorlage bereits man Steuern nehmen soll! industrie auf dieselbe gewirkt hat. Arbeiter Poblitz hob die hervorgerufene Verschiebung in den Produktionsverhältnissen tundgebungen ausgezeichnet. Die Rede wurde durch lange und lebhafte Beifalls. ungerechte Eintheilung der Wahlkreise hervor, die nicht zum kleinsten ein. Leider laffe die Organisation der Tabatarbeiter wie die in der Diskussion, daß das geplante Gesetz schon jetzt auf das Theil schuld daran sei, daß die Militärvorlage durchgedrückt werden der Arbeiter aller Branchen noch vieles zu wünschen Gewerbe höchst beunruhigend einwirkt; viele fleine Fabrikanten fonnte. Timm, Schneider, nimmt bezug auf die Behauptung Caprivi's, übrig und feien sie daher vorläufig gegen die Unternehmerwillfür schränken ihre Produktion ein. Auf den durch den Genossen daß durch die Tabaksteuer 1/4 der Tabatarbeiter brotlos würden. machtlos. Die Arbeiter würden nur durch Organisation zur Solz eingebrachten Antrag: Durch eine Massenpetition den Redner erklärt, daß man gerechterweise diejenigen Leute, die Macht und dann auch erst zu ihrem Recht gelangen; deshalb Achtstundentag und Verbot der Affordarbeit zu fordern, erwiderte für die Militärvorlage gestimmt, nun auch zur Deckung der Koften habe jeder Genoffe die Pflicht, sich zu organisiren, Indifferente der Genosse Singer, indem er die Zwecklosigkeit einer solchen heranziehen muß, und behauptet, daß Experimente, wie sie beute aufzuklären und ihnen zu beweisen, daß fie die Aenderung ibres Maßregel furz darlegte. Im sozialdemokratischen Programm sei in der Politik gemacht werden, viel mehr Unglück mit sich elenden Looses in der eigenen Hand baben. Um Schluß seines Maßregel furz darlegte. Im sozialdemokratischen Programm sei bringen, wie der blutigste Krieg. Es ist vor allen Dingen noth- mit lebhaftem Beifall begleiteten Referats empfahl Genosse was verlangt werde enthalten. Wer für diese Forderungen recht wendig, daß auf dem Wege der Sozialreform fortgeschritten wird. Klees die Annahme der von ihm verlesenen Resolution. Dairtsam eintreten wolle, müsse verhindern, daß andere als Ablehnung aller indirekten Steuern. Gegner fich nicht zum Wort meldeten, wurde von einer Dis- ozialdemokratische Vertreter in die gefeßgebenden Tabatarbeiter Herholz erklärt, daß mit derartigen Bolts- fusion des Vortrages Abstand genommen und nach Abstimmung die Resolution angenommen. Körperschaften gewählt werden.( Beifall.) Einstimmig wurde bedrückungen mit Gewalt Sozialdemokraten geschaffen werden, und einstimmiger Annahme der Resolution die Versammlung wie es jezt in dem schwarzen Westfalen geschieht, dem Lande, geschlossen. In der Versammlung im Schützenhause", wo die Tabakindustrie sehr stark vertreten ist, bisher aber noch Dasselbe Bild wie bei allen proletarischen Linienstraße, die etwa von 500 Personen besucht war, referirt wenig Sozialdemokraten vorhanden waren. Die Löhne, die manifestationen bot auch diesmal der große Reichstags Abgeordneter Robert Schmidt über das zur angesichts der hohen Lebensmittelpreise hier in Berlin 12 bis Saalim Reller'schen Etablissement: ein den Raum bis Verhandlung stehende Thema. In seinen eingehenden Dar15 M. für männliche Arbeiter erreichen, tönnen nicht noch mehr in den letzten Winkel füllendes Auditorium, was it Aufmert legungen zeigt Redner die schwere Belastung der ärmeren Beheruntergedrückt werden. Er stimmte mit allen Rednern darin samkeit den Ausführungen des Referenten folgt. Abg. Paul völkerung durch die indirekten Steuern. Besonders führt er den überein, nieder mit der Steuervorlage. Singer begann mit der Bekanntgabe der wesentlichsten Be Anwesenden vor Augen, wie durch die Tabaksteuer die gesammte Einstimmig machte die Versammlung obige Resolution zustimmungen des Gesezentwurfs, der berechnet ist, 32 Millionen Industrie leidet, vor allem aber die Arbeiter schwer geschädigt der ihrigen. dem Militarismus, dem großen Nimmersatt, in den Rachen zu werden. Durch lebhafte Zustimmung befundeten die Anwesenden ihr Die Volksversammlung für den 3. Wahl praktiziren. Die Sozialdemokraten haben die Caprivi'sche Ver- Einverständniß mit dem Referat. In der Diskussion nahm der treis, welche in den Arminhallen tagte, war von etwa ficherung von den leistungsfähigen Schultern, die fünftig mit Genosse Drescher Gelegenheit, den Anwesenden die überaus 500 Personen besucht. Hier referirte der Reichstags- Abgeordnete Steuern beglückt werden sollten, mit Achselzucken aufgenommen; traurige Lage der Tabatarbeiter zu schildern. Redner fordert Bock. In einer vernichtenden Kritik wendet Redner sich gegen wie recht sie hatten, beweist die gegenwärtige Vorlage, von der besonders die Angehörigen dieses Berufs auf, für die Kräftigung die Reichssteuer- Politit im allgemeinen, welche entgegen gegebenen man leider nicht, wie bei der vorjährigen, mit Sicherheit sagen und Erstarkung ihrer Organisation zu sorgen. Die Ablehnung Versprechungen den wirthschaftlich Schwachen belaste und den kann, daß sie pure Ablehnung erfährt. Das Zentrum kämpft mit der Vorlage im vorigen Jahre sei wesentlich der eifrigen Besitz möglichst schone, worauf er sich besonders dem Plane der den Nationalliberalen um die Palme in der Wandelbarkeit der Agitation der Tabatarbeiter zu verdanken. In diesem Jahre Regierung zuwandte, den Tabak wieder recht fräftig bluten zu Gesinnung; es ist eine Preisfrage, wer von beiden größeren An- stehen die Aussichten für die Ablehnung keineswegs günstig, laffen. Er zeigte treffend, daß auch bei Annahme dieser Re. spruch auf das Prädikat" Fraktion Drehscheibe" hat.( Sehr richtig.) deshalb ist es nöthig, um so lauter gegen die Vorgierungsvorlage wieder die schwachen Schultern die Lasten zu Sicher ist die Ablehnung nur, wenn die Interessenten es verlage zu protestiren. Hübner richtet seine Mahnung W " an die Indifferenten. Man solle nicht glauben, diese die besonderen Schwierigkeiten der Agitation in Südtirol am behörde wurde das Publikationsrecht im„ Freiburger Boten" zu Last haben nur die Tabatarbeiter zu tragen, und nur diese Besten zu überwinden sind. Beim zweiten Punkte der Tages- gesprochen. mögen sich gegen die Vorlage wehren. Nein, die gesammte ordnung, Presse", drehte sich die Diskussion hauptsächlich um Mehr zurüdgegeben, als vorher bei einer HausArbeiterschaft habe unter den Folgen einer solchen Steuerpolitik die Frage, wie am besten, schnellsten und sichersten eine italienische suchung genommen, hat in einem Falle die Tilsiter Polizei. zu leiden. Die 40 000 Arbeiter, die durch diese Vorlage brotlos Arbeiterzeitung beschafft werden könnte. Nach eingehenden Er- Der Genoffe Kunze erhielt am 14. Februar von der Staatswerden, müssen ein Unterkommen in anderen Industrien suchen, örterungen wurde beschlossen, dahin zu trachten, daß die Heraus- anwaltschaft das von der Polizei beschlagnahmte und versiegelte vermehren somit die Zahl der Arbeitslosen, die den Unternehmern gabe derselben in Wien und das in Bälde betrieben werden soll. Packet mit dem Bemerken zurück, daß keine richterliche Untereine leichte Handhabe bieten, die Löhne noch weiter zu drücken. Obwohl die Verhandlungen deutsch und italienisch geführt werden suchung stattgefunden habe. Beim Deffnen des Packets erblickte Nachdem noch einige Redner im gleichen Sinne gesprochen hatten, mußten, verlief die Konferenz, die einen Tag in Anspruch nahm, unser Genosse ein Buch, welches nie sein Eigenthum gewesen ist, gelangte die Resolution einstimmig zur Annahme. fehr befriedigend und lieferte wiederum den Beweis, daß unter mit dem Titel:„ Evangelische Andachten", von Professor Grasler, im Swinemünder Geden Sozialdemokraten weder nationale noch Standesunterschiede Tilsit. Selbstverständlich hat Genosse Kunze die Polizei von seinem glücklichen Fund in Kenntniß gesetzt, um nicht etwa der Unterschlagung bezichtigt zu werden. Die Versammlung fellschaftshaus war von gegen 700 Personen besucht. Hier referirte Reichstags- Abgeordneter Seifert in trefflichster Weise und fanden seine packenden Darlegungen ungetheilten Beifall. Behandelte der Referent die Tabaksteuer- Vorlage mehr von all gemeinen Gesichtspunkten aus, so schilderte Butry mehr die Gefahren der Vorlage für die Tabatarbeiter. Den beiden Rednern folgten eine Reihe anderer Diskussionsredner. Abweichende Meinungen traten nicht zu tage. Die allgemeine Uebereinstimmung bekundete sich schließlich in der einstimmigen Annahme der vom Referenten in Vorschlag gebrachten Resolution. bestehen. Soziale Ueberlicht. Der Der außerordentliche Kongreß der belgischen Sozia liften, der am Sonntag in Brüssel tagte, war von zirka 500 Delegirten beschickt, die etwa 400 Arbeiterorganisationen vertraten. Es handelte sich um zwei Verhandlungsgegenstände: Die Militärkapellen machen nicht nur den Zivil- BerufsDie Gemeindewahl- Gefeßgebung und die Kolonialfrage. Zum musikern drückende Konkurrenz, fie beginnen auch sich gegenseitig ersten Punkt der Tagesordnung findet eine Resolution Annahme, zu unterbieten, wie aus folgender Notiz, die wir den Hannoverin welcher der Kongreß das allgemeine Wahlrecht fordert für schen„ Neuesten Nachrichten" entnehmen, hervorgeht:" Bezüglich alle Einundzwanzigjährigen, sobald sie sechs Monate in der Richtigstellung einer Notiz betreffs der Konzerte im Zoologischen Der Kolberger Salon in der Kolbergerstraße war Gemeinde wohnen. Alle Arbeiterorganisationen des Landes Garten theilt uns der tönigl. Musikdirigent Herr Gule mit, daß gleichzeitig mit der Volksversammlung auch durch ein Miß- sollen aufgefordert werden, sich über ihre Stellung zum er mit der Feld- Artillerie- Kapelle seit 1885 im 3oologischen verständniß zur Abhaltung einer Metallarbeiter- Versammlung be: Generalstreit auszusprechen, der eventuell angewandt Garten fonzertirte, daß ihm neuerdings aber von der Direktion stimmt gewesen. Der Veranstalter der legteren überließ das werden soll, falls die Kammer das allgemeine Wahlrecht das Verhältniß gekündigt worden, weil er nicht in der Lage sei, Lokal indessen der Volksversammlung, welche nunmehr unter für die Gemeindewahlen nicht annehmen sollte. Durch ein billigere Preise zu stellen. Die Konzerte hat jetzt StabsTheilnahme von etwa 800 Personen stattfand. Doch noch ein Manifest soll die Verwahrlosung der Gemeinde- Interessen durch hoboist Merkel vom Regiment Nr. 74 übernommen, welcher zweites Mißgeschick widerfuhr dieser Versammlung, indem der die Bourgeois- Gemeinderäthe gekennzeichnet werden; ferner sollen dieselben jährlich um ca. 6000 Mark billiger spielt. Referent des Abends, Reichstags- Abgeordneter Molkenbuhr, die Frauen zur Theilnahme an der Agitation aufgefordert Ausfall für die Musiker beträgt pro Konzert und pro Mann am Erscheinen verhindert war. An seiner Stelle übernahm Ge- werden. Die Stellung des Rongresses zur Kolonialfrage 50 Bf., ist also ein bedeutender. Im Tivoli, wo die Eule'sche nosse Mäther das Referat und erfüllte seine Aufgabe in wurde durch folgende Resolution zum Ausdruck gebracht: Der Kapelle bisher wöchentlich zweimal spielte, hat Stabshoboist glänzender Weise. Nach einer regen Disfuffion, in welcher Gegner außerordentliche Kongreß der belgischen Arbeiterpartei hat Merkel auch diese beiden Konzerte übernommen, gleichfalls jedes sich nicht zum Worte meldeten, wurde die gemeinsame Resolution Kenntniß genommen von den Umständen, unter denen die Ueber: Konzert pro Musiker 50 Pf. billiger." Der Herr Direktor Eule, einstimmig angenommen. nahme des Kongo in Frage steht, und spricht sich in der der sich mit Recht hier so beschwert fühlte, soll aber ganz aus Meinung, daß eine foloniale Unternehmung unter dem demselben Holze geschnißt sein, wie sein Kollege. Er soll, der fapitalistischen System und mit den heutigen Mißbräuchen Deutschen Mufiter- Zeitung" zufolge, vor längerer Zeit sich dahin nicht dazu beitragen kann, die soziale Frage zu lösen; geäußert haben, daß er beabsichtige, die Zivilmusiker möglichst zu in der Meinung, daß von jetzt ab schon der Kapitalismus die ruiniren, und alle Mufitaufführungen zu jedem, wenn auch noch Von der Agitation. In Havelberg fand am letzten natürlichen Reichthümer des Kongo monopolisirt hat, entschieden so billigen Preise annehmen zu wollen. Wo bleibt da übrigens Sonntag eine gut besuchte Schifferversammlung statt, zu der gegen die Uebernahme unter diesen Umständen, wie auch gegen die Wirkung der bekannten Verfügung des Kriegsministers? Genosse Antrick aus Berlin als Referent erschienen war. Seine alle weiteren Geldleistungen an diese finanzielle und kommerzielle Die Waffersuppen der sozialen Reform werden der Rede wurde mit großer Begeisterung aufgenommen und eine Unternehmung aus. Für den Fall, daß ungeachtet des Wider- herrschenden Klasse bereits zu fostspielig. So wurde kürzlich bei Resolution, durch die sich die Bersammlung mit den Ausführungen standes der sozialistischen Partei und der deutlich ausgesprochenen der Eröffnung des brandenburger Provinziallandtages die Mitdes Referenten einverstanden erflärte, angenommen. Gegen Opposition der großen Mehrheit des Volkes die Regierung eine theilung gemacht, daß von den früher eröffneten Verpflegftationen die Tabaksten er hat weiter eine Versammlung stattgefunden Mehrheit in den Kammern findet, die die Annexion annimmt, der bei weitem größte Theil wieder eingegangen ist, weil die in Achim, wo Genosse Dr. Diedrich aus Bremen erklärt der Kongreß, die Verantwortlichkeit für diese That mit das Dreifache gestiegen referirte.- Der Frau Kähler Hamburg, die sich gegen allen ihren Folgen von sich abzulehnen, und die finanziellen Kosten gegen früher um wärtig auf einer Agitationstour durch Westfalen befindet, werden Verpflichtungen, die dem Staate dazu auferlegt werden sollen, sind. Auch in der Kreistagssigung zu Burg vom 11. d. M. wurde mit allen gegen zwei Stimmen beschlossen, die vier Verdort mancherlei Schwierigkeiten bereitet. Gine Volksversammlung, nicht anzunehmen. welche dieser Tage in Altena stattfinden und in der Frau Pflegstationen Burg, Gommern, Loburg und Ziefar zum 1. April Diese Thatsachen geben den Kähler über„ Pflichten und Rechte der arbeitenden Klasse" sprechen dieses Jahres eingehen zu lassen. sollte, wurde verboten. Die Anmeldung der Versammlung be " Hetzern und Wühlern" recht, die da behaupten, daß das grenzen scheinigte die Polizei wohl, verbot aber die Theilnahme der Frauen lose, immer mehr wachsende Elend durch Wohlthätigkeit" nicht an derselben einschließlich der Referentin. Was werden wir wohl beseitigt werden kann, daß die Armuth den Befißenden über den Kopf wächst. unter dem neuesten Kurs noch alles erleben müssen. Dem Einberufer gelang es noch rechtzeitig, Dr. Lütgenau zu benachrichtigen, welcher das Referat an stelle der Frau Kähler übernahm. Parteinachrichten. Der in Essen von unseren Genossen abgefaßte und von der Polizei so glimpflich behandelte Lumpazius ist ein großer Mann mit schwarzen Haaren im Alter von ca. 50 Jahren, während Genoffe Dr. Treves ca. 26 Jahre alt sein dürfte, von Wittel größe ist und rothes Kopf- und Barthaar hat. Die Parteiblätter, welche von unserer Mittheilung in der letzten Nummer Notiz genommen haben, werden ersucht, auch diese abzudrucken. * Eine weitere Resolution spricht sich gegen jede Kolonial: politik überhaupt aus, da das Parlament sich in allererster Linie zu beschäftigen habe mit der Verbesserung der Lage der belgischen Arbeiter. Die Annexion des Kongostaats wird verworfen, da dem Lande dadurch nur neue finanzielle Schwierigkeiten entstehen und weil ferner die Brutalitäten, welche die europäische Bour geoine, angeblich, um die Kultur zu verbreiten, in den überfeeischen Ländern verübt, ein Beweis sind, daß es ihr nicht um die Emanzipation der Sklaven zu thun ist. Nachdem vom Ausschuß noch mitgetheilt war, daß Le Peuple" vom 1. Mai an eine abermalige Vergrößerung erfahren werde, fand der Kongreß unter Absingen der Marseillaise seinen Abschluß. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. am " " Erhebungen über die Handweberei werden bekanntlich gegenwärtig auf Anordnung der Regierung in Schlesien In dem den Gemeinden zur Beantwortung vor angestellt. gelegten Fragebogen sind die Anzahl der Fabrik- Handweber( das find solche, die in Werkstätten arbeiten, in welchen 10 und mehr Handweber beschäftigt find), der Haushandweber( d. h. solche, welche in der eigenen Wohnung oder in Werkstätten weben, in welchen weniger als 10 Weber thätig sind), die Zahl der Meister oder selbständigen Weber und der Gehilfen anzugeben. Die " Depeschen. Vom Genossen Dr. jur. Cl. Treves geht uns bezüglich unferer gestrigen Notiz nachstehendes Schreiben zu:„ Seit einiger Zeit unternimmt es ein Individuum Betrüger oder Spigel gleich viel sich unter meinem Namen Cl. Treves, früherer, Redakteur des Grido del Popolo de Turin", an die Redaktionen deutscher Parteiblätter heranzudrängen. Es ist meine Pflicht In Luckenwalde fand am Abend des 27. Februar und liegt in meinem Intereffe, die Parteigenossen hierdurch eine öffentliche Parteiversammlung statt, in welcher der Reichstags- Statistik bezieht sich ferner auch auf die Thätigkeit der Weber darauf aufmerksam zu machen, daß jener Herr ein ganz gefähr- Abgeordnete H. Förster einen ca. zweistündigen Vortrag über und es ist anzugeben, wie viele der Handweber sich nur mit licher Schwindler fein muß, denn alle jene Eigenschaften, die er die wirthschaftliche und politische Lage hielt. Da die Polizei- Weberei und wie viele sich auch mit anderen Erwerbsarbeiten sich zuschreibt und unter denen er versucht, sich in das Ver- stunde, die bei dem betreffenden Lokalbefizer 11 Uhr ist, heran- beschäftigen, ferner wie viele von ihnen baumwollene, leinene, trauen feiner Opfer einzuschleichen, gehören mir. Hoffend, daß gekommen war, so fab fich der überwachende Polizeikommissar halbleinene, wollene und halbwollene Gewebe herstellen. Ebenso es bald gelingen möge, den Gauner zu entlarven, fann ich vor veranlaßt, die Versammlung auf grund des Vereinsgesetzes ist die Benennung der hergestellten Gewebe anzugeben. Ueber die Arbeitslosen Unterstüßungen, die vom De läufig nichts thun, als öffentlich vor ihm zu warnen, damit die aufzulösen. Genossen sich vor ihm hüten. Dr. jur. Claudio Treves." Einen feltenen Fall haben wir heute aus Sachsen partement des Innern in Basel ausgezahlt worden sind, wird zu melden. Das Dresdener Landgericht hat den bekannten im Baseler Vorwärts" folgende Abrechnung gegeben. Eins Erlaß der Amtshauptmannschaft Dresden Altstadt, der nahmen: Gabe des Allg. Konsumvereins 2000 Fr., vom Großen verordnet, daß zur Betheiligung von schulpflichtigen Kindern an Rath mit Beschluß vom 7. Februar 1895 bewilligt 8000 r. Festlichkeiten behördliche Erlaubniß nöthig sei, widrigenfalls die Total 10 000 Fr. Ausgaben: An die Arbeitslosen des BauVeranstaller und Leiter solcher Festlichkeiten zu bestrafen seien bandwerks 6165 Fr., an die Arbeitslosen anderer Gewerbe für red tsungiltig erklärt. Die auf grund jener Verordnung mit 3515 Fr., an arbeitslose Wittwen 315 Fr., Saldo 5 Fr. Total Polizeistraje belegten und vom Amtsgericht Döhlen verurtheilten 10 000 Fr. Zur Unterstüßung meldeten sich 584 Familien mit Vorstandsmitglieder des Arbeitervereins für den Plauenschen zusammen 2422 Familienmitgliedern. Von diesen konnten, weil Grund wurden fostenlos freigesprochen. Damit sind auch alle die Voraussetzungen des Großrathsbeschlusses zutrafen, berück Zur Nachwahl im Kreise Lennep Mettmann derartigen Erlasse anderer Verwaltungsbehörden als hinfällig fichtigt werden 439 Familien mit zusammen 1757 FamilienRemscheid schreibt man: Die bevorstehende Nachwahl wird anzusehen. Tieser Versuch, die Sozialdemokratie zu befämpfen, mitgliedern. Von den Unterstützten fommen 262 Familien auf in unserem Kreise ein getreues Spiegelbild von dem Kampfe unter dern nur gegen diese war er gerichtet hat also mit einem das Bauhandwerk, 156 auf sonstige Gewerbe. Hierzu kommen den Parteien und Parteichen in Deutschland liefern. Die Herren vollendeten Fiasko der sächsischen Verwaltungsbehörden geendet. 21 Wittwen. 27 Familien sind aus Basel, 218 aus der übrigen von der agrarischen Opposition vulgo Hochtonservativen unseres Wegen Beleidigung der Polizeibehörde Schweiz und 194 aus dem Ausland. Kreises wollen mit dem gemeinsamen Misch- Masch nicht mehr zu Freiburg i. Sch I., welche begangen sein sollte durch ein mitmachen, sondern ihr Heil allein versuchen. Sie hatten mehrere Flugblatt, wurde dieser Tage gegen fünf Genossen vor der Schon Strajtammer verhandelt. Busarımenfünfte in Elberfeld und auch die teutschesten der Schweidniger Zeutschen vulgo Antisemiten dazu geladen, weil sie voraussetzten, 15. Januar hatte Verhandlung in dieser Sache angestanden. Ladaß diese mit der schwärzesten Reaktion durch dick und dünn mals machten die Angeklagten nach Ablehnung ihrer Anträge Wolff's Telegraphen- Bureau. Madrid, 1. März. Eine amiliche Depesche aus Havanna marschiren. Die Verhandlungen führten dazu, daß der Guts geltend, daß der Gerichtshof befangen sei und lehnten denselben pächter Kemmann aus dem Mettmanner Kreise als Kandidat ab, was auch der Gerichtshof annahm. Das Oberlandesgericht meldet, daß die spanischen Truppen eine Schaar von Aufnominirt wurde. Diese Kandidatur war nicht nach dem Herzen zu Breslau wies diesen Beschluß ab und übergab die erneute ständischen in Santiago zerstreut haben. der handvoll Antisemiten und wollen diese sich noch eine Extra- Beweisaufnahme wiederum der Strajkammer in Schweidnitz. Catanzaro, 28. Februar. Ueber das bereits gestern gewurst gönnen und einen eigenen Kandidaten aufstellen. Genannt vor Eintritt in die Verhandlung beantragte der erste Angeklagte, meldete Verbrechen werden noch folgende Einzelheiten mitwurde schon der Professor Wendland in Remscheid. Die die Verhandlung auszusehen, da die von ihm vorgeschlagenen getheilt: Der Seminarist Luigi Nisi feuerte gestern Abend, als Konservativen und Agrarier tragen sich mit großen Bengen nicht geladen worden seien und er und seine Ge- er erfuhr, daß er nicht zur Priesterweihe zugelassen würde, im Hoffnungen, fte wollen der nationalliberalen und frei nossen gegenseitig als Entlastungszeugen auftreten würden. bischöflichen Palais in Gegenwart des Bischofs auf den Rektor tonservativen Partei von den Beschlüssen Mittheilung machen Tiefen Antrag lehnte der Gerichtshof ab. Runmehr lehnten die des Seminars einen Revolverschuß ab und verwundete denselben und damit die Bitte verbinden, den Kandidaten in derielten fünf Angeklagten das Richterfollegium wiederum als befangen schwer an der linken Wange. Sodann feuerte Nist noch zwei Weise zu unterstüßen, wie früher der nationalliberale Kandidat ab, da ihre Anträge abgelehnt wurden und ihnen daher Echüsse gegen einen Diener ab, welcher ihn festzunehmen vervon ihnen unterstüßt worden ist. Ferner soll an die Handwerker- nicht die Möglich feit gegeben fei, ihre Entlastungsbeweise vor suchte; der Diener blieb unverletzt. Der Verbrecher entfloh, stellte verbände und die christlichen Arbeitervereine dieselbe Bitte ge: zubringen. Der Gerichtshof lehnte es ab, auf dieses neue Ab- sich aber später selbst der Polizei. London, 1. März. Nach einem dem„ Reuter'schen Bureau" richtet werden, da ein Mittelstands- Kandidat auch ihre Interessen lehnungsgesuch eine Entscheidung zu treffen, da bereits das vertrete. Sodann soll allen Ordnungsparteien vor Eintritt in Oberlandesgericht diesen Antrag abgelehnt hat. Jezt erklärten aus Mexifo zugegangenen Telegramm entgleiste gestern bei die Wahlbewegung eine Abmachung dahin vorgeschlagen werden, die fünf Angeklagten, daß sie auf jede Vertheidigung verzichten Temamalta ein Zug der interozeanischen Eisenbahn. Der Zug Es erfolgte nim daß im Falle einer Stichwahl die betreffenden Wahlkomitee's und keinerlei Aussagen machen würden. war von Pilgern, die nach Mexiko reisten, dicht besetzt. Es ihren Parteigenossen dringend empfehlen, dem Kandidaten ihre die Verlesung des betreffenden Flugblatt- Artikels, der sollen 104 Personen getödtet und 85 verlegt worden sein. Stimme zu geben, der gegen den sozialdemokra mit der Neberschrift:„ Arbeiter! Parteigenossen!" beginni Hiroshima, 1. März. Nach einem amtlichen Berichte des tischen Kandidaten eventuell in die Stichwahl fommt. und mit der Unterschrift:" Die Lokalkommission" schließt. Marschalls Oyama vom 27. v. M. wurden die Chinesen am Die Elberfelder Zeitung" batte so etwas vorausgesehen und Sämmtliche fünf Angeklagten erklärten nochmals, daß sie 24. Februar vormittags in der Nähe von Tapingshan geschlagen. daher vorgeschlagen, daß aus dem ,, liberalen Lager" ein Kandidat fich zur Sache selbst nicht äußern würden. Nach der Vernehmung Nachmittags griffen 13 000 Chinesen Haitscheng an; dieselben vorgeschlagen werde, der es ermögliche, daß die nationalliberale dreier geladener Zeugen erklärten die beiden ersten Angeklagten, wurden aber zurückgeworfen und zogen sich in der Nichtung auf Die Japaner hatten 20 Todte und 250 Verund freisinnige Partei gemeinsam ihre Stimmen auf dessen Namen daß ein Beweis gegen sie nicht erbracht sei und bei einer Ver- Yinkau zurück. vereinigen könne, um den Sozialdemokraten den Wahlkreis zu tagung und Vernehmung der anderen Zeugen würde sich die wundete, die Chinesen 200 Todte; die Zahl der chinesischen entreißen. Von einer solchen Kandidatur verlautet noch nichts, Wahrheit des Flugblattes ergeben Die Strafkammer lehnte auch Verwundeten ist unbekannt. ( Teveschen Bureau Herold.) wir haben wohl schon einen freisinnigen Kandidaten nennen diesen Antiag ab, da er nicht erheblich für die Beurtheilung der Wien, 1. März. In dem Bezirk Mariahilf beging in hören, aber ob dieser geeignet ist, die Stimmen der National That sein würde und die Kenntniß von dem Jnhalt des Flugliberalen auf sich zu vereinigen, möchten wir noch abwarten. Ge blattes den Vertheilern desselben bekannt gewesen sei. Ter voriger Nacht der Bronze- Arbeiter Geilhofer an einer Prostituirten ist nur gut, daß die Konservativen die Eventualität" einer erste Staatsanwalt hielt den ersten Angeklagten für überführt einen Raubmordversuch. Die letztere wurde schwer verletzt. Der Stichwahl mit den Sozialdemokraten ins Auge gefaßt haben; der schweren Beleidigung der Freiburger Polizeibehörde und Thäter ist bereits verhaftet. Budapest, 1. März. Ein Portier namens Franz Schreiner wenn diese Eventualität" nicht eintritt, dann sind auch die ,, Ab- des groben Unfugs wegen Verbreitung des Flugblattes; er machungen" der Ordnungsparteien" gegenstandslos und ist der beantragte gegen denselben gegen denselben eine Gesammistrafe von vier durchschnitt seiner Frau aus Eifersucht die Kehle und erschoß sich Sozialdemokrat Meist im ersten Wahlgange gewählt. An der Monaten Gefängniß und Publikationsbefugniß des Urtheils dann selbst. Rom, 1. März. Aus Rimini wird gemeldet, daß die Kampfesfreudigkeit unserer Genoffen fehlt es nicht, diese durch den Freiburger Boten". Gegen die beiden letzten AnEventualität nicht eintreten zu lassen. geflagten beantragte er wegen Beihilfe zum groben Unfuge eine Arbeiterbewegung sich immer kritischer gestaltet. Die ZündholzGefängnißstrafe von je einem Monat; gegen die beiden anderen Fabriken sind geschlossen. Unter der Bevölkerung der Romagna Angeklagten Vertagung der Verhandlung und Vernehmung herrscht größte Erregung. Rom, 1. März. Die Sicherheitspolizei hat bei dem jungen anderer Zengen, welche die von diesen ausgeführte Vertheilung des Flugblattes befunden sollen. Der Gerichtshof erkannte Prinzen Euto, welcher sozialistischen Ideen huldigt, eine Hausdahin, daß der erste Angeklagte wegen öffentlicher Beleidigung. fuchung vorgenommen. Dieselbe ist resultatlos verlaufen. Gestern nicht auch wegen groben Unfuge, zu zwei Monaten Gefängniß wurde der Prinz einem Verhör unterworfen, in dessen Verlaufe und die beiden legten Angeklagten wegen Beihilfe zur Beleidi- er erklärte, daß er mit allen Kräften die Kandidatur Crispi's in gung, nicht auch wegen groben Unfugs, zu je drei Wochen Ge- Palermo bekämpfen werde. Der Prinz soll daselbst ein Blatt fängniß verurtheilt wurden. Die beiden anderen Angeflagten gegründet haben, welches während des Belagerungszustandes wurten mangels Beweises freigesprochen. Der Freiburger Polizei- unterdrückt wurde. " " leber seine Thätigkeit im Reichstag seinen Wählern zu berichten, wird dem Genossen Hofmann Chemniz faft une möglich gemacht. Versammlungen, in denen er sprechen wollte, wurden verboten in Negschtau, Mylau und Elster berg. Nur in Reichenba ch wurde sie gestattet. Die Kreiskonferenz der Sozialdemokraten Südtirol 3, welche am 24. Februar in Bozen tagte, wählte eine sechs gliedrige Kommission, welche Mittel ausfindig machen soll, wie Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 52. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 49. Sigung vom 1. März 1895, 1 Uhr. 2 000 000. W F Sonnabend, den 2. März 1895. " 12. Jahrg. Ueberproduktion flagt und den Schuh des überseeischen Handels| und ich darf annehmen, daß darüber fein Dissens verweigert, der bewegt sich in einem scharfen Widerspruch. Wir im preußischen Staatsministerium besteht, denn sonst würde müssen ferner die Rohstoffe beziehen, die bei uns nicht erzeugt eine solche Aeußerung nicht gefallen sein.( Hört! rechts; werden, Baumwolle, Kaffee, Kakao, Thee, Reis u. f. w., und es Widerspruch links.) Ja, Herr Rickert, Sie und die Sozialist unser dringendes Interesse, daß wir diese Produkte nicht mit demokraten gehören ja zu den Kerntruppen der Regierung für Am Tische des Bundesraths Fürst v. Hohenlohe, baarem Gelde, sondern mit unseren Grzeugnissen bezahlen die Handelsverträge. Wir sind deshalb bereit, der Reb. Marschall, Hollmann, Graf v. Posadowsky, Allerdings machen auch überseeische Produkte den unsrigen gierung, jegt, und ich hoffe auch in der dritten v. Böttiche r. Konkurrenz und brücken deren Preis herab. Der Konesung, das Geforderte zu bewilligen.( Bu Der Abg. Kalmring ist nach längerem Leiden ver- turrenzkampf ist heute sehr hart geworden, es handelt sich stimmung rechts.) storben; die Anwesenden ehren sein Andenken durch Erheben von nicht mehr blos um Preis und Qualität der Waare; es den Plätzen. Abg. Richter: Die Rede hätte auch bei jeder andern entscheidet auch oft das Uebelwollen der Machthaber. Es be- Position gehalten werden können. Der Standpunkt des Grafen Auf der Tagesordnung steht die zweite Berathung des stehen auch Strömungen, die europäischen Waaren zurückzudrängen. Mirbach ist im Gegensatz vielleicht zu einem andern FraktionsStaatshaushalts Etats und zwar des Spezial. Unter allen Umständen müssen wir unsere Kreuzerflotte so start genossen, der da sagen wird:" Ohne Kanit keine Kähne", der etats der Marineverwaltung. Unter den ein erhalten, daß wir überall, wo wir Interessen haben, unsere Flotte Standpunkt: Wir bewilligen die Kähne, bitten aber dafür maligen Ausgaben werden zunächst verlangt: Zum Bau zeigen fönnen; denn bei manchen überseeischen Regierungen nachher um den Antrag Kanig.( Heiterkeit links.) des Panzerschiffes T, 4. Rate 1470 000 m.; zum Bau des und Machthabern wird der Wunsch, unsere Produkte gut zu Der Vorredner that so, als ob erst eine Marine bewilligt werden Panzerschiffes Odin"( V) 4. Rate 1470 000 m.; zum Bau des behandeln, gefördert dadurch, daß unsere Flagge sich dort zeigt. müsse. Es sind aber in den letzten Jahren 200 Millionen Mark Panzerschiffes„ Ersatz Preußen" 2. Rate 2500 000 M.; und zur Engverbunden damit ist der Schutz der Deutschen im Auslande. für die Marine bewilligt worden. Es handelt sich um eine ganz Herstellung von Torpedoböten, 2. Rate 1776 000 m.; ferner Unsere Kreuzerflotte hat auch in außergewöhnlichen Zeitläuften, neue Bewilligung, die insgesammt 422 Millionen Mark umfaßt, werden verlangt folgende erite Raten: zum Bau von 4 Kreuzern: bei Revolutionen, Bürgerkriegen u. s. w. aufzutreten; nicht als für eine neue Aufgabe der Marine. Der Staatssekretär that in Ersatz Leipzig" 1 000 000 m., für K, L und Ersatz" Freya" Paradefchiffe, sondern um Gewalt anzuwenden, müssen die Kreuzer feinem Pathos so, als ob ohne die 4 Kreuzer die Vertretung in Aktion treten, um zu zeigen, daß das deutsche Schwert scharf Deutschlands im Auslande nicht mehr durchgeführt werden Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe( auf der Journalisten- und start ist. In Peru und Kolumbien tobt der Aufstand und könnte: Wenn über das Ansehen Deutschlands und seine tribüne sehr schwer verständlich): Es ist auch in der Kommission gerade dort haben wir große deutsche Interessen. Nur dem Gin- moralische Bedeutung die 4 Kreuzer entscheiden, wie wenig anerkannt worden, daß unser überseeisches Panzergeschwader treten der deutschen Kreuzer ist es gelungen, eine Entschädigung Werth waren dann die Milliardenaufwendungen, welche für einer Verstärkung bedarf. Wir brauchen dieselbe zum Schutz zu erwirken. 5 Monate haben die Schiffe vor Rio gelegen, um den die Wehrkraft Deutschlands gemacht worden sind.( Widerunseres überseeischen Handels. Die Schaffung einer deutschen Aufstand zu beobachten. Der Reichstag sollte auch der armen spruch rechts.) Es handelt sich um einen ganz besonderen Flotte hat schon im Jahr 1848 das Herz eines jeden Patrioten Seeleute gedenken und nicht von ihnen noch anstrengendere Dienste Dienst der Marine. Die Bedeutung des internationalen Waarenmit Begeisterung erfüllt und der Schmerz und die Be- verlangen.( Bustimmung rechts.) Auch bei den Ereignissen an austausches braucht uns nicht auseinandergesetzt zu werden; aber fchämung war groß, als dann die deutsche Flotte verkauft wurde. der Delagoabai mangelte es an Schiffen. die Auffassung muß zurückgewiesen werden, als ob dieser Waaren Wollen wir aber eine wirksame deutsche Flotte schaffen, so muß Zum Schluß ein Blick auf die ostasiatischen Ver- austausch in seinem Wachsthum und seinem Umfang bedingt dieselbe so beschaffen sein, daß sie ihrer Aufgabe entspricht. hältnisse! Die militärischen Ereignisse sind Ihnen bekannt. Wir wird durch die Kriegsschiffe, welche für internationale Zwecke Unsere Flotte hat in mancher Beziehung mit den Fortschritten haben vollkommene Neutralität beobachtet im Kriege zwischen vorhanden sind. Der Staatssekretär Hollmann stellte es so dar, der nautischen Technik nicht gleichen Schritt gehalten; wir China und Japan und sind gesonnen, diese Haltung zu be- als ob mit der Handelsflotte auch die Kriegsflotte wachsen müſſe. müffen Schiffe haben, die uns Respekt verschaffen. Manche wahren. Wir haben jede Intervention abgelehnt. Für mehr als 90 pet. des Waarenaustausches kommt die Flotte Schiffe, die noch vor wenigen Jahren eine imponirende Gr Aber wir haben so große Interessen in jenen Ländern, gar nicht in Betracht. Gegenüber den zivilisirten Staaten sind scheinung boten, find jetzt veraltet. Es handelt sich ja nicht um daß wir mit aufmerksamem Auge alles das beobachten wir auf solche Flottendemonstrationen nicht angewiesen; da würde die Schaffung einer großen Flotte, sondern um die Erhaltung müssen, was heute dort vorgeht. Unsere Ausfuhr auch die gesammte Kriegsflotte in Betracht kommen, nicht die Kreuzer. dessen, was wir haben, und um den Ersatz des Unentbehrlichen. na ch China beträgt 500 Millionen Mark; fie ist Wir sind einverstanden damit, daß die Deutschen im Auslande Alle Träume auf die Schaffung einer wirklich imponirenden einer Steigerung fähig. Wir haben eine subventionirte gegen Gewaltthätigkeiten u. s. w. geschützt werden. Aber wie großen Flotte zerfließen sofort, wenn wir nicht den Reichstag Dampferlinie, wir sind betheiligt an der dortigen Küstenfahrt weit in diesem Jahre Aufwendungen dafür zu machen sind, und die Steuerzahler hinter uns haben( Heiterkeit); da treten und es giebt dort große Missionen, die wir schüßen müssen. darüber besteht Meinungsverschiedenheit. Wir sollen jezt uns unübersteigliche Hindernisse entgegen. Ich empfehle die Früher standen alle Missionäre unter französischem Schuh; das zu wenig Schiffe haben. Es wäre wünschenswerth, darüber außerordentlichen Ausgaben der Marineverwaltung Ihrer haben wir schwer empfunden, und es ist nach schwerer Mühe erst eine Schiffsliste zu erhalten; es sind darüber schon alle möglichen wohlwollenden Beurtheilung und hoffe zuversichtlich, und hoffe zuversichtlich, daß gelungen, den deutschen Pässen der Missionäre ihre Anerkennung Statistiten aufgestellt, die sehr seltsam aussahen. Heute fällt Sie denselben Ihre Zustimmung geben werden.( Beifall rechts.) zu verschaffen. Wir haben erst in den letzten Jahren wieder ein Schiff bedeutender ins Gewicht, als vor zehn Jahren zwei Abg. Graf Mirbach( dk.): Namens einer erheblichen Ma- Gelegenheit gehabt, für die Missionäre einzutreten. Die Er- oder drei Schiffe. Der Staatssekretär des Marineamts ließ jorität meiner politischen Freunde habe ich die Erklärung ab- fahrung lehrt, daß wenn dort Unruhen ausbrechen, diese sich in die Stationskreuzer und die Kreuzer vierter Klasse vollständig zugeben, daß wir für die Forderung stimmen werden. eister Reihe gegen die Missionäre richten. Es ist eine Ehrenpflicht außer Betracht; diese Schiffe find früher gerade als tauglicher Es erfolgt die Bewilligung der ferneren Raten für die für uns, diese Leute zu beschüßen. In den ostasiatischen Ge- für den überseeischen Dienst erachtet worden als die KreuzerPanzerfahrzeuge T, V," Ersay Preußen" und für die Herstellung wässern stehen uns noch große Aufgaben bevor; da reichen ein fregatten und Kreuzerforvetten. Gerade die Schiffe für von Torpedoböten. paar tleine Kanonenböte nicht aus. Ich habe Ihnen ein Bild den überseeischen Dienst sind in der legten Zeit erneuert worden Die übrigen vier Titel betreffend die Kreuzer werden entworfen von den Anforderungen, welche wir an unsere Kreuzer und die zu grunde gegangenen sind durch bessere ersetzt worden. gemeinsam berathen. stellen mußten. Es ist deshalb wohl nicht zu viel gesagt, daß Der Seeadler" hat auch in der Delagoa- Bai vollständig den Staatssekretär Hollmann: Es sind zwei Schiffe als Erfah die Kreuzerflotte fich parallel bewegen muß mit den Interessen, Zweck erfüllt, zu dem er dorthin gesendet wurde. Es würde sich und zwei als Ergänzung in Aussicht genommen. 3vei Schiffe welche sie schüßen soll. In der Zeit, wo Deutschland sich nur fragen, ob ein Bedürfniß zu neuen Schiffen vorhanden wäre haben schon 1890/91 auf dem Etat figurirt. Der Kreuzer K ist Kolonien erworben hat, wo die Handelsflotte sich erheblich ver- bei einer größeren Machtentfaltung zur See. Es bleiben übrig fogar, nachdem er schon bewilligt war, wieder abgelehnt worden. mehrt hat, ist die Kriegsflotte nicht mehr in der Lage, ihre das Aufgebot der Marine in Südamerika und in Ostasien. Es Die Forderungen sind alte, sie sind gestellt, weil unsere Kreuzer- Pflichten voll zu erfüllen. Ich glaube mich fachlich beschränkt find allerdings dafür in den letzten Jahren große Anforderungen flotte sich in einem bedenklichen Niedergang befindet. Beeinflußt zu haben; vielleicht dem einen oder dem andern zu sehr, zusammengekommen. Aber es ist nicht wahr, daß wird die öffentliche Meinung nur durch die alarmirenden denn die Frage hat auch eine materielle Seite. Die Art, wie den Anforderungen nicht hätte genügt werden fönnen. Nachrichten, daß hinter diesen Forderungen noch große un- wir draußen unsere deutschen Interessen vertreten, ist doch ganz Es hat schwerer Anstrengungen unserer Marinemannschaften be geheuerliche weitere Forderungen ständen. Davon ist teine Rede. eng verknüpft mit dem Ansehen und der Machtstellung Deutsch- durst, aber solche besonderen Anforderungen an die Beamten giebt 1879 wurden 4 Kreuzerkorvetten auf Stapel gefeßt und 1885 be- lands im Auslande überhaupt. Wir müssen die Verhältnisse ver es schließlich in jeder Reichsverwaltung einmal. Was den Schutz trug der höchste Stand der Kreuzerflotte 21 Fahrzeuge mit einer beffern; für hunderte und für tausende von Deutschen, die nicht der Mission in China betrifft, so weiß ich nicht, ob die Missionen Besagung von 6900 Mann. Jetzt folgt der Niedergang. Bis der freie Wille, sondern die bittere Noth über das Meer getrieben im Innern China's placirt sind und ob unsere Schiffe bis dahin 1895 sind nur 4 Kreuzer vom Stapel gelaufen. Es waren aber hat, ist die deutsche Flagge nicht nur ein Schutz, sondern auch eine schießen können.( Heiterkeit.) Das ist wohl nur eine Kapituin Abgang gekommen 16 Schiffe. Wir haben jetzt nur 9 Schiffe ernste Mahnung, deutsch zu bleiben und treu zu Raiser und Reich lation vor dem Zentrum. Die zwei Kanonenboote haben wir mit 3000 Mann Besatzung. In derselben Weise ist auch die zu halten.( Bustimmung rechts.) doch nicht aus Noth nach Ostasien geschickt, sondern weil die Qualität der Schiffe zurückgegangen; denn was damals noch voll- Abg. Graf Mirbach( dt.): Namens einer erheblichen Mehr- Kanonenboote am besten geeignet sind in dem flachen werthig war, ist es heute nicht mehr. 1885 standen wir in der heit meiner politischen Freunde habe ich zu erklären, daß wir Gewässer die Seeräuber zu verfolgen. Jetzt sollen die Ausstattung dieser Schiffe allen europäischen Mächten und gewillt sind, die 4 Positionen zu bewilligen; ich bin aber nicht Kanonenboote abgelöst werden durch ein Kreuzergeschwader. den amerikanischen Staaten voran; heute freuen wir uns, in der Lage, irgend ein Mitglied meiner Partei zu binden für In ganz China giebt es 783 Deutsche, die Schiffe, welche jetzt daß wir mit Argentinien zusammen marschiren können. Die entscheidende dritte Lesung. Die Minderheit kann sich, nicht dort sind, sind mit 1500 Maun befeßt. Der Schutz ist also dort Sämmtliche übrigen Staaten sind uns vorausgekommen. Und aus prinzipiellen Gründen, sondern lediglich aus wirthschaft vollständig ausreichend.( Heiterkeit.) Wir haben das größte da glaubt man noch, daß die Marineverwaltung sich nach den lichen und finanziellen Bedenken, nicht für ein zustimmendes Interesse an der strengsten Neutralität in dem chinesischSeemächten ersten Ranges richten will. Daran kann sie gar Votum entscheiden.( Hört, hört! links.) Ich möchte Sie japanischen Konflikte. Aber der Krieg wird dort beendet sein, nicht denken. Ich kann mich nicht einmal auf Rußland berufen, bitten, die Frage Der Küstenvertheidigung aus dieser ehe die Panzerkreuzer nach 4 Jahren die See befahren und das deffen Schiffe den achtfachen Tonnengehalt der unfrigen haben, Frage herauszulassen. Ich will mir kein Urtheil er deutsche Schwert scharf und schneidig repräsentiren fönnen. und welches troßdem im nächsten Jahre zwanzig neue Schiffe lauben. Das würde ebenso sich verhalten, als ob( Heiterfeit.) Wir lehnen es nicht ab, neue Schiffe für bauen will. Für den politischen Dienst sind jetzt nur fünf Jemand, der sein Leben lang nur Soldat gewesen ist, die besonderen handelspolitischen Aufgaben der Marine Schiffe verfügbar, welche durchaus nicht den neueren An- plötzlich an die Spige eines Großitaates gestellt wird, und nun zu bewilligen. Aber alles muß doch Maß und Ziel forderungen entsprechen, bei bei denen man sich also dem wirthschaftliche Politik machen soll.( Heiterkeit.) Ob das vor- haben; wir brauchen diese Bewilligungen doch Unglück aussegen fann, welches die Elbe" betroffen gekommen ist, weiß ich nicht. Ich glaube, daß bei der Ver- gleich in dem Umfange zu machen, wie es verlangt wird. hat, die mit Mann und Maus untergegangen ist. theidigung der Küste der Landarmee die Hauptaufgabe zufallen Wir sind besonders gegen den 171/2 Millionenkreuzer, den der Der Herr Staatssekretär verweist auf die Wirren in Chile, bei wird. Für uns sind entscheidend die Fragen der Kolonialpolitit, Reichstag schon einmal abgelehnt hat. Die Forderung von vier benen Deutschland nicht sofort vertreten sein konnte, weil keine der überseeische Handel und der Schutz der Interessen unserer neuen Kreuzern tommt um so überraschender, als in der DenkDampfer vorhanden waren. Ich bitte Sie, den Bewilligungen Landsleute im Auslande. Es wurde vorher von dem Prestige schrift von 1889 ein Bedürfniß nach solchen Schiffen nicht ans Ihrer Kommission beizutreten; das dient wirklich zum Wohle des von Deutschland gesprochen. Wenn man dieses erhalten will, erkannt worden ist. Man sagte damals, man werde mit Schiffen Baterlandes.( Beifall rechts.) dann ist das hier Verlangte das Mindeste. Das Prestige für handelspolitische Zwecke noch Jahre lang auskommen. Selbst Staatssekretär v. Marschall: Die 4 neuen Kreuzer werden Deutschlands wollen wir erhalten, so weit unsere Kraft reicht; in der Denkschrift von 1892/93 über den Mannschaftsbedarf wurde gefordert im Interesse des auswärtigen Dienstes, und hieraus ent- aber in den legten 5 Jahren hat das Prestige erheblich ab- in feiner Weise angedeutet, daß man mehr Mannschaften für nehme ich meine Legitimation, entschieden für die Bewilligung dieser genommen.( Sehr richtig! rechts.) Wir haben das Vertrauen den handelspolitischen Dienst brauche. Die Art, wie Forderung einzutreten. Die Sympathien für Neubewilligungen zu den jetzt leitenden Männern, daß sie das deutsche Prestige jett plöglich eine folche Erweiterung der handels von Schiffsbauten sind draußen im Lande gegen früher sehr mäßig ge- wiederherstellen werden. Wir wollen die gesammte Produktion politischen Flotte verlangt wird, erinnert an den Vorworden, und der Mißmuth über unsere wirthschaftliche, namentlich schüßen und deshalb find wir auch für eine Erhaltung und Ver- gang von 1888. Zuerst batte Herr von Caprivi die Flotte noch unsere landwirthschaftliche Lage treibt manchen in eine mehrung der Flotte: gelobt und als ausreichend bezeichnet, und wenige Monate später Stellung, die er früher nicht eingenommen hätte. Wir müssen Die konservative Partei ist immer für eine zielbewußte und stellte man es so dar, als wenn die Flotte nur noch altes Eisen diesen Strömungen auf den Grund gehen, um zu sehen, wo Ab- wirksame Kolonialpolitit eingetreten, für die Aus- sei. Damals hat man uns andere Aufklärungen über die Pläne hilfe geschaffen werden fann; wir dürfen uns aber durch diese breitung des Christenthums in den unkultivirten Staaten. Wir und nächsten Ziele der nächsten Jahre gegeben. Wo sind jetzt Strömungen nicht leiten lassen, sondern sie in ruhige Bahnen sind der Meinung, daß Deutschland als Großmacht nicht zurück- diese Uebersichten? Wir sind verwiesen auf einzelne mündliche lenken. Bon uferlosen Plänen ist in der Marine Berwaltung steben dürfe in der Erwerbung von Kolonien, die unsere gewerb Erklärungen; eine flare Voraussicht in die Zukunft ist nicht nicht die Nede. Das Grübeln über ungeborene Ideen der lichen Produkte uns abnehmen und uns Kolonialwaaren möglich. Verlangt man die Kreuzer der Denkschrift von 1889 späteren Zukunft ist von jeher der sicherste Weg gewesen, um den liefern. Wir brauchen als Stüße dafür unsere Marine. oder nur Kreuzer für handelspolitische Zwecke? Die alarmirenden Anschluß zu verfäumen, wenn reale Bedürfnisse der Gegenwart zu dem eigentlichen Kolonialdienst würde der Bestand Gerüchte sind daraus entstanden, daß die Marineverwaltung befriedigt werden müssen. Für Deutschland ist eine Kreuzerflotte unserer Marine ausreichen, aber nicht für den über- verschiedene zurückgestellte Forderungen bekannt gegeben hat. ein unentbehrliches Werkzeug zum Schuz wichtiger Jutereffen, seeischen Handel. Wir Agrarier haben allerdings nicht den Von dem Umfange der Bauten hängt auch das Ordinarium des und wenn wir dieses Werkzeug verrosten lassen, so werden wir mindesten Anlaß, den Herren des überseeischen Handels dankbar Marine- Etats ab; denn wenn die Schiffe gebaut sind, müssen sie wirthschaftlich rückwärts gehen und politisch zurückbleiben. Unsere zu sein. Denn eine Unterstützung von dieser Seite habe ich noch auch bemannt werden. Schiffe werden alt und verbrauchen sich, damit müssen wir niemals erfahren; die Herren gehen ganz brutal über unsere Die fortschreitende Technik des Schiffsbaues muß davor rechnen, und wenn wir feine neue Schiffe bauen, werden wir Interessen zur Tagesordnung über.( Sehr richtig! rechts, warnen, gleich drei Schiffe von gleicher Art zu bauen. Man hat eines Tages überhaupt keine Schiffe mehr haben. Ein Theil Widerspruch links.) Wer hat den Identitätsnachweis durch von drohenden Arbeiterentlassungen gesprochen, aber im laufenunserer Kreuzer ist 10 Jahre lang ununterbrochen im Dienit ge- gefeßt, Sie( nach links) oder die Agrarier?( Heiterfeit.) Die den Jahre standen der Marineverwaltung für Bauten wefen und wir sind schließlich zu umfassenden Reparaturen Interessen unseres überfeeischen Handels treten mit der größten 29 Millionen Mark zur Verfügung und im nächsten Jahre wird genöthigt. Wir gebrauchen und verbrauchen Schiffe von einem Schärfe hervor, Sobald etwas versäumt ist. Ich sehe auch nach Ablehnung der Kreuzer dieselbe Summe zur Verfügung Typ, den alle anderen Nationen bereits außer Dienst darin einen Aufschwung unseres nationalen Lebens. Wir stehen. Erst wurden die Panzerfahrzeuge gefordert zur Vertheidigenellt haben. Wenn wir trotzdem mit diesen alten Schiffen noch haben gegenwärtig alle Ausgaben sorgfältig zu prüfen. gung der Küsten und des Nordostseetanals; dann wurde die TorpedoWirkungen erzielt haben und unser Ansehen und unsere Macht Wir haben an unserer Armee eine sehr schwere Be flotte gebaut und das Pruntschiff„ Hohenzollern". Jetzt kommt stellung im Auslande noch so groß ist, so liegt das an der Leitung Ia stung und wenn die Agrarier zu leiden haben, so ist es man mit den Kreuzern. Die deutsche Flotte ist aus der demounferer Schiffe, welche sich überall und gegenüber den schwierigsten die Einführung der zweijährigen Dienstzeit, fratischen Bewegung des Jahres 1848 hervorgegangen. Ausgaben in glänzendster Weise bewährt hat.( Beifall welche ihr Lasten auferlegt, indem die jugendliche Mann- schämung ergriff die Nation, als die konservative Reaktion die rechts.) Es handelt sich um den Schutz überseeischer Interessen. schaft sehr viel stärker als früher herangezogen wird.( Sehr Flotte unter den Hammer brachte; die konservative Partei verNicht blos der Kaufmann ist am überseeischen Handel richtig! rechts.) lachte damals aus Eifersucht für die Landarmee die Flotte. Als betheiligt, sondern Tausende und Abertausende find Die Handelsvertragspolitik hat uns ohne zwingenden Grund 1881 die Söhne des Reichstanzlers Fürsten Bismarck zum Volke am Export betheiligt, weil die Ueberproduktion Ueberproduktion im verzichten lassen auf eine Einnahme von 40 Millionen Mart herabstiegen, machten sie mir den Vorwurf, daß ich mich zu nachInnern nicht untergebracht werden kann. Die europäischen( Hört! rechts). Das wirthschaftliche Leben ist schwer geschädigt giebig erwiesen hätte gegen Herrn v. Stofch bei Bewilligungen Märkte werden nicht abnahmefähiger; deshalb erlangen die worden.( Sehr richtig! rechts.) Der preußische Landwirthschafts- für die Marine. Heute erfreut sich die Marine eines besonderen überseeischen Märkte eine immer größere Bedeutung. Wer über minister hat sich als Gegner der Handelsvertragspolitik erklärt Patronats, welches sie veranlaßt, über das Maß dessen hinaus. : übernommen werden. nicht alterirt wird. Parlamentarischres. zum werden, " 1 " " zugehen, was sie für die deutsche Vertheidigung bedeutet. J gebrachte Material sei durchaus beweislos. Art und Herkommen Wenn der Reichstag in einer solchen Situation nicht hemmend dieses Materials zeuge von seiner Schwäche. Das ganze und zurückhaltend eingreifen wollte, so wüßte ich nicht, wozu er Vorhaben der Regierung laufe doch nur darauf hinaus, überhanpt vorhanden wäre. England und Frankreich haben Die Reichstage kommission zur Berathung der Umsturz die herrschenden Anschauungen zu schüßen. Ohne Zweifel sei zahllose Geschüßkreuzer, aber Desterreich und Italien unterhalten vorlage verhandelte am Freitag weiter über den§ 130 der der Antrag Rintelen die letzte logische Konsequenz des Gedankens nicht so viel Kriegsschiffe wie Deutschland. Nicht einmal Ruß- Regierungsvorlage( Angriffe gegen Religion, Monarchie, Ghe, auf dem die ganze Vorlage beruhe. Diese Konsequenz richte sich land und die Vereinigten Staaten von Nordamerika haben so Familie und Eigenthum) und die dazu gestellten bekannten gegen die Freiheit der Kritik überhaupt, insbesondere gegen die viele Schiffe für diesen Zweck. Man nährt den Chauvinismus Anträge Rintelen und Graf Roon( Angriffe gegen das wissenschaftliche Kritik. Deshalb könne er nicht das geringste durch offiziöse Broschüren, die unentgeltlich den Zeitungen Dasein Gottes und die Unsterblichkeit der Menschenseele bezw. Bugeständniß machen. beigelegt werden. Der Reichstag hat also alle Ursache, sich gegen das Christenthum und die Heiligkeit des Eides.) Abg. Bebel: Die Ausführungen Seckendorff's legten den vor dem Engagement von 42/2 Millionen zu verwahren. Die Abgg. Bebel und Spahn ersuchen die Regierung um Gedanken nahe, daß der freieste Staat der schwächste sei. Es Die Einzelstaaten verlangen, daß man ihnen keine Matrikular- Borlegung ihres Materials zu§ 130. muß doch beachtet werden, daß die Zeitungen, aus denen Herr beiträge mehr abnimmt. Es ist noch die Frage, ob das möglich Geh. Rath Seidenspinner bemerkt, der§ 130 entspreche v. Seckendorff zitirt habe, die Freiheit", die Autonomie" in sein wird, ohne neue Steuern. Wenn man einmal von Arbeiter einem längst gefühlten Bedürfniß; es sei allgemein bekannt, wie außerdeutschen Staaten erscheinen, in England und Amerika, wo entlassungen sprechen will, dann ziehe man doch die infolge der gehässig die Presse oft die Monarchie, die Religion, das Eigen- doch gewiß der religiöse Sinn die meisten Volkskreise noch beTabalsteuer nothwendig werdenden Entlassungen auch in betracht. thum angreife. Material sei wohl überflüssig, doch wolle er einiges herrsche. Aber es falle in England feinem Menschen ein, wegen ( Sehr richtig! lints.) anführen, um die Nothwendigkeit des verschärfenden Zusatzes der der unfläthigen Kritiken der Freiheit" u. s. w. eine Ver Wir fönnen nicht für die Positionen stimmen.( Beistim- Borlage zu beweisen. Redner zitirt hauptsächlich aus anarchistischen schärfung des Strafgesetzes zu verlangen. Wie komme Zeitungen und Flugblättern, wie der Freiheit"," Autonomie" 2c. man nun unter Hinweis auf diese ausländischen Aeußerungen mung links.) Abg. Müller- Fulda( 3.) hat früher gegen den Kreuzer Leußerungen, welche dahin gehen, daß das Pfaffenthum mit seinen zu einer solchen Forderung. Dem Abg. Enneccerus bemerke er, gestimmt, wird aber jetzt dafür stimmen( Heiterkeit links), da er Lehren die Welt nur verdumme, daß der" Gottesschwindel" den daß dessen so sehr reaktionäre Stellungnahme in auffallendsteni sich von der Nothwendigkeit überzeugt habe, für den politischen herrschenden Klassen nur dazu diene, das Volk in Unwissenheit Widerspruch stehe zur Literatur des Liberalismus; so erkläre u. a. Dienst neue Schiffe zu schaffen, da ferner für die Werften fort- 3u erhalten um es besser ausbeuten zu können u. s. w. u. s. w. ein liberaler Kirchenrechts- Lehrer, Professor Hinschius, in einem Abg. Bebel setzt dann seine in der vorigen Sigung ab- von Herrn von Marquardsen herausgegebenen Handbuch des dauernde Beschäftigung geschaffen werden muß. Aber man muß die finanziellen Verhältnisse in betracht ziehen und deshalb die Aus- gebrochene Rede fort: Es habe ihn überrascht, daß der Wertreter öffentlichen Rechts( I. Vd. Seite 240 f.),„ der Staat sei seiner gaben nicht auf die Matrikularbeiträge, sondern auf die Anleihen der Regierung auch hier wieder die Nothwendigkeit der Ver- Natur nach konfessionslos, auf ihn fönnten die Prädikate mit schärfung Zitaten übernehmen, für eine größere Anzahl seiner politischen Freunde Die Zeitungen begründet habe, christlich oder nichtchriftlich keine Anwendung finden. Die im Auslande Verfasser sei davon die Annahme der Petition abhängig; damit solle nicht erscheinen, deren völlig dee des christlichen Staates sei eine völlig undefinirbare." Wenn die in Deutschland auch kaum die Regel aufgehoben werden, daß 5 pCt. der Ausgaben für die unbekannt seien und Herr von Hammerstein den Artikel der Deutschen Tageszeitung" Marine- Erfaßbauten auf die ordentlichen Einnahmen des Reiches er protestiren. Wenn sichs darum handeln soll, beschimpfende Partei nicht verantwortlich gemacht werden könne, so frage er, gelesen werden. Gegen derartige Beweisführung" müsse als einen ungeschickten bezeichnet habe, für den die konservative Staatssekretär Graf Posadowsky: Selbstverständlich ist es Aeußerungen gegen Religion, Monarchie, Ehe 2c. vorzubringen, mit welchem Recht man dann die deutsche Sozialdemokratie vom Standpunkte der Finanzverwaltung wünschenswerth, zu ver- so biete unsere eigene Literatur solche in reichstem Maße. verantwortlich machen wolle für die unfläthigen und albernen hindern, daß diese Regel durchbrochen wird, wenn aber aus den Jahrzehnte lang fei diese Literatur, die größten Aeußerungen anarchistischer Organe, die im Auslande erscheinen. Theil durch hochgeachtete Namen vertreten fet in angegebenen Gründen davon abgesehen werden soll, so würden Hierauf wird die Weiterberathung vertagt. Es fänden die verbündeten Regierungen sich mit dem Antrag Müller ein- ganz Deutschland unbeaustandet geblieben. Nächste Sigung Mittwoch, 6. März. fich unter den Autoren diefer Kategorie sogar Mitverstanden erklären, unter der Voraussetzung, daß das Prinzip glieder des höchsten Adels. Die ausländische Literatur würde Gesetz über Berufsbürgermeister in Elsaß- Lothringen. Abg. v. Kardorff( Rp.): Auch wir haben keine Bedenken, durch die geplante Gesetzgebung nicht verhindert dem Antrag Müller zuzustimmen. Ich kann nur bitten, alle auch fernerhin sich in der gleichen beschimpfenden Weise mit Dem Reichstag ist der Gefeßentwurf eines Gesetzes für ElsaßKreuzer mit möglichst großer Majorität bewilligen zu wollen. Religion, Monarchie, Ehe zc. zu beschäftigen wie seither. Lothringen, betreffend die Aufhebung des Gesetzes über die Ers Abg. Rickert( freis. Vg.) wendet sich zunächst gegen die volks. Uebrigens sei anzunehmen, daß strenggläubige Kreise, die nennung und die Besoldung der Bürgermeister und Beientschieden für die Erhaltung der Religion eintreten, geordneten vom 4. Juli 1887, zugegangen. wirthschaftlichen Bemerkungen des Grafen Mirbach. In der geradezu Interesse daran haben, daß gelegentlich beSache selbst muß ich dagegen Verwahrung einlegen, daß man die vorliegende Frage mit der Tabaksteuer in Verbindung bringt. werden, denn sie wissen sehr wohl, daß mit einer rohen schimpfende Aeußerungen gegen die Religion gemacht Wenn nicht die sämmtlichen Schiffsbauten, erste und zweite Raten, oder der größte Theil derselben abgesetzt wird, so ist die finanzielle und gemeinen Ausdrucksweise gegen die Religion genau die gegenDie ,, Verschönerung" der Straße ,, Unter den Linden", Bedeutung dieses Beschlusses in bezug auf die Tabatsteuer belanglos. theilige Wirkung erzielt wird. Man glaube ja nicht, daß die Man kann doch unmöglich alle, welche bier ein paar Millionen Sozialdemokraten an solch rohen und gemeinen Beschimpfungen die auch" freisinnig" sein wollende Blätter mit Vorliebe im ernstGefallen finden. Einem Sozialdemokraten liege es fern, die haft gemeinten Byzantinerftil als eine via triumphalis" bemehr bewilligen, als Freunde der Tabakstener hinstellen. Herr Religion als Schwindel oder Erfindung zu bezeichnen, dieser zeichnen, hat am Donnerstag wieder einmal die StadtverordnetenRichter will den auswärtigen Handel schützen, nur über das beurtheile dieselbe lediglich objektiv als ein der Veränderung unter Bersammlung beschäftigt. Der Magistrat hatte der Versammlung Richter will den auswärtigen Handel schützen, nur über das Maß bestehen Meinungsverschiedenheiten. Ich hätte nun geworfenes Produkt der historischen Entwicklung. Uebrigens wirkten einen Verschönerungs"-Plan vorgelegt, der mit seiner Bei wünscht, daß die Diskussion sich auf die Erörterung dieses Maßes die gegen die Religion von bürgerlichen Schriftstellern er- behaltung des Reitweges deutlich verrieth, daß sein Urheber stark beschränkt hätte; statt dessen thut man so, als ob derjenige, der bobenen Angriffe ohne Zweifel viel schlimmer als die sozial nach dem Schloß und nach dem töniglichen Pferdeſtall in der ein paar Millionen mehr bewilligt für ein Jahr, die ganze bemokratischen. Es könne doch nicht in Abrede gestellt werden, Breitenstraße geschielt hatte. Der Plan wurde erfreulicherweise Finanzgebahrung des Reichs in Verwirrung bringt.( Buruf des abgelehnt. Interessant war die Wirkung, Abg. Richter.) Ich denke, Herr Richter, Sie wollen doch auch daß die Mehrzahl der Gebildeten Atheisten oder wenigstens einstimmig Redner liest aus Werken Stolberg's, die das Resultat der Abstimmung im Saale hervorrief. zwei Kreuzer bewilligen, oder etwa nicht?( Heiterkeit.) Ich will Bantheiſten ſeten. von Fallersleben, Jordan's, Glaßbrenner's, Als der Vorsteher sagte:„ Wer für die Vorlage des Magistrats darüber Klarheit haben und abwarten, wie Herr Richter ab- offmann's von Platen's, Sallet's Stellen vor, die scharfe Ausfälle ist, den bitte ich, die Hand zu erheben," da entstand Schweigen stimmt. Erst seit dem Moment, wo unaufhörlich diese gegen die Monarchie, Ghe, Patriotismus, Gottesglauben im Saale und keine Hand erhob sich. Aber mit unsicherem uferlosen Pläne auftauchten, ist das Mißtrauen gegen entfalten. Konservative Blätter hätten in letzter Zeit oft genug Blick sah sich einer nach dem anderen um, und als die wackeren die Absichten der Marine Verwaltung gewachsen. 90/91 hat die Regierung nicht weniger als 22 Schiffsbauten ver- Drohungen gegen die Monarchie enthalten, so erst fürzlich die Männer, die vor Jahresfrist die Pferdestall- Façade nach dem langt, 91/92: 19 Schiffsbauten. Das Tempo konnten wir nicht" Deutsche Tageszeitung". Es sei doch klar, daß solche Drohungen, Schloßplah heraus bewilligt hatten, nun sahen, daß wirklich und ber Hinweis auf das Schwinden der monarchischen Gesinnung, wahrhaftig fein einziger unter ihnen für die mit Erlaubniß beibehalten. Eins steht fest, daß die Schiffe, die für den aus viel zerstörender wirken müsse, als eine gemeine Beschimpfung. zu sagen Dreckpfüze unter den Linden", so man Reitweg" wärtigen Dienst disponibel find, an Zahl und Tüchtigkeit nicht Redner erörtert des näheren noch einmal die Stellung der nennt, eintreten mochte, da löste sich die beklommene Stimmung mehr vollständig ausreichen, und was die Budgetkommission uns zu bewilligen zumuthet, hält sich innerhalb des Rahmens, inner- Sozialdemokratie zur Eigenthumsfrage; beschimpfende Aeuße in ein befreiendes Gelächter. Sie hatten es sich wohl selber aber hinterher mag mancher, ben halb deffen sich die Marine auch unter dem Ministerium Stosch rungen gegen das Eigenthum an sich seien doch unbedenklich, nicht recht zugetraut, weil sie unwirksam feien. Aber die wissenschaftliche Muth" der Versammlung und seinen eigenen bewundernd, bewegte. Kreuzer für den auswärtigen Dienst sind unbedingt fachliche Kritik der Form des Eigenthums und seine historische gedacht haben: D, diesmal haben wir wenigstens gezeigt, daß nothwendig. Ich werde im Gegensatz zu einem Entwickelung sei es, die schließlich die Ueberzeugung ver- wir doch Quadratferle sind, die den„ Männerftolz vor KönigsTheile meiner Freunde für alle Positionen stimmen. Ich lehne aber alle Konsequenzen ab, die aus der allgemeinern, daß die bestehenden Eigenthumsformen nicht die thronen" noch nicht ganz verlernt haben. Herr Belle aber, der Möglichkeit dauernder Existenz haben. Bebel wendet sich dann furz vor Beginn der Verhandlung über den hochwichtigen Gegens heutigen Bewilligung gezogen werden können für spätere gegen den Antrag Noon. Vernünftigerweise könne von" chrift ftand eingetreten war, blickte überrascht auf und saß mit einem Forderungen. lichem Staat" und" christlicher Kultur" nicht die Rede sein. Gesicht, das auch der dreisteste Schmeichler nicht geistreich zu Ebenso treibe man mit der Phrase von der Heiligkeit des Gides nennen gewagt hätte, eine Beit lang da, als dächt' er verein sehr bedenkliches Spiel. Der Eid sei nur Formsache. gangener Zeiten". Aber nur Geduld, sie kommt wieder, es sei geboten, aus sittlichen Gründen den Eid abzuschaffen. die schöne Beit, wo man in der Berliner StadtverordnetenEin unwahres Zeugniß vor Gericht könne nach Maßgabe des an- Bersammlung mit vollen Händen das Geld der Steuerzahler begerichteten Schadens bestraft werden. willigte, um die Umgebung des Schlosses zu verschönern". Daß man hier noch nicht am Ende aller Verschönerungs"-Pläne angelangt ist, das ist sicher; und daß, wenn Magistratus wiederum feine Hilfe anbieten zu müssen glaubt, der Männerstolz" der Stadtverordneten- Versammlung hier, in unmittelbarer Nähe des Thrones", wieder feinen fleinen Umfall erlebt, das ist leider auch ziemlich wahrscheinlich. 100 Abg. Sammacher( natt.): Meine Freunde werden bis zum letzten Mann für die Forderung der Marineverwaltung ftimmen. Wir halten die Lösung vitaler Aufgaben des Reiches höher als die schwierige Finanzlage. Wenn wir für die Fordernng stimmen, so erwarten wir aber, daß damit nachher nicht die Nothwendig feit neuer Steuerprojekte begründet wird. Geh. Rath von Seckendorff: Der Regierung komme Abg. Graf v. Bernstorff- Uelzen( Welfe): Nach den Eres hauptsächlich darauf an, den Gesammtbegriff des Eigenthums flärungen der Regierung, welche die unangemessenen Pläne zu schützen. Alles in allem fasse sie den Schuh von Einrichtungen zurückweist, vor denen allgemeine Besorgniß herrschte, können wir ins Auge, die dem größten Theile der Bevölkerung noch heilig Die Vorlage mehr als eine wirthschaftliche, nicht als eine mili- seien. Der Staat sei sich das selbst schuldig, schon in Rücksicht tärische betrachten. Grade jetzt, wo neue Gebiete im Osten sich auf den Glauben an seine Macht. den ansländischen Unternehmungen öffnen, darf den deutschen Unternehmern der Schuh nicht fehlen, der anderen Völkern zur Seite steht. Deshalb glauben wir, für die Kreuzer stimmen zu tönnen. Darauf wird die Debatte geschlossen. sondern Tokales. Don " einer Material geeignet sei, die Nothwendigkeit des neuen§ 130 erst Vorstand den Zeitungen mit, daß von den 206 Gemeindeschulen Abg. Frhr. v. Hammerstein( dk.) meint, daß Bebel's Der Verein für Kinder- Wolfsküchen" theilt durch seinen recht zu beweisen. Wenn lange Zeit die Veröffentlichung be Berlins 153 namentlich in den äußeren Stadttheilen liegende den schimpfender Aeußerungen straflos gewesen sei, so folgere daraus Doch nicht, daß alles das auch in Zukunft ftraflos bleiben Berein in Anspruch genommen haben. Birka 10 000 Kinder von In einer persönlichen Bemerkung erklärt Abg. Nichter: Ob müsse. In der von Bebel zitirten Stelle der Deutschen Tages- Wittwen, Cheverlassenen und namentlich von durch Arbeitslosig wohl Herr Rickert nicht einmal seine Bartei hinter sich hat, glaubt zeitung" sei feine Drohung gegen die Monarchie, sondern ein feit in Noth gerathenen Ernährern seien seit dem 1. Oktober 1894 er doch gegen mich polemifiren zu dürfen. Er meinte, ich hätte Warnruf für die Monarchie enthalten.( Heiterkeit links.) Geh. durch die 153 Rektoren den 9 Küchen überwiesen worden. Gegen nicht gefagt, was ich thun würde, er würde aufpassen, wie ich Rath v. Seckendorff erklärte, die Regierung wolle die Religion Der Verein schüße nicht nur die Kinder vieler Armer vor Hunger, fünfviertel Millionen Portionen seien umsonst vertheilt worden. stimmen würde. Wenn er aufgepaßt hätte, würde er vernommen im allgemeinen schützen, aber unsere Gesetzgebung könne doch unAn entlaste auch die Armenverwaltung. haben, daß ich gesagt habe: Wir stimmen gegen den Panzer möglich auch für die mohamedanische Religion eintreten, welche im Norden Schule " Leipzig", wird er bewilligt, so lehnen wir andere Bewilligungen die Bielweiberei gestatte. Der Eid müsse ebenso wie das EigenRektor sonst Berlins seien dem Kinder bettelnde ab, wird er abgelehnt, so stimmen wir für 1 oder 2 der kleineren thum vor beschimpfenden Angriffen bewahrt werden. der Behörde zugeführt worden, was Kreuzer. jetzt ganz aufgehört habe. Diese Mittheilung Staatssekretär Nieberding hält es nicht für richtig, an Zur Geschäftsordnung bemerkt Abg. Werner( deutschfoz stelle von„ Religion" das Wort„ Christenthum" zu setzen. Man ist augenscheinlich veranlaßt durch die( in unserer Donnerstags Reformpartei), daß er wegen Schluß der Debatte nicht zum Wort müsse unter Religion und Ehe das verstehen, was in unsern Nummer besprochene) Erklärung des Berliner Rektorenvereins" gekommen sei, daß aber seine Partei gegen den Erfah Leipzig" ftaatlichen Einrichtungen Geltung, habe. Gegen den Schuh des wirklich im stande sein werden, für die Kinder der Armen jede gegen die Kinder- Volksküchen". Ob die„ Kinder- Bolksküchen" Eides habe die Regierung nichts einzuwenden. In namentlicher Abstimmung wird darauf die Forderung Abg. Enneccerus( natl.) Unter Religion fönne man lediglich Nöthigung zum Betteln zu beseitigen, das fann nach so kurzem für Ersas„ Leipzig" mit 145 gegen 77 Stimmen angenommen. Gottesglauben verstehen. Das„ Christenthum" sei schon jetzt durch Bestehen wohl faum beurtheilt werden. Dasselbe gilt von der Mit Nein stimmen geschlossen die Sozialdemokraten,$ 166 des Str.-G.-B. geschützt. Es sei feine Gotteslästerung, wenn man Hoffnung auf Entlastung der Armenverwaltung. Dieses Kunstdie Freisinnige und die Süddeutsche Volkspartei, die Polen, die sage, die Religion sei nur für die Dummen. Das sei lediglich eine lück haben nicht einmal Kranken-, Unfall-, Invaliden- und AltersAbgg, Rickert und Schröder; das Zentrum, soweit es anwesend Professor Hänel habe schon 1878 schärfere Strafbestimmungen tenden Verelendung der Massen können solche Mittelchen eben nur wie Antisemiten und die Freifinnige Bereinigung mit Ausnahme der Art Gottesleugnung, die man aber jetzt auch treffen wolle. versicherung fertig gebracht, die doch schon etwas länger beſtehen, und von denen man ähnliches hoffte. Gegenüber der fortschrei ift, die Reichspartei, die Nationalliberalen und die Welfen vorgeschlagen, viel schärfer, als sie jetzt gefordert werden. Redner tenden Verelendung der Massen können solche Mittelchen eben nur wie stimmen mit Ja, von den Konservativen enthalten sich die Abgg. hält den§ 130 für nothwendig. Wenn die Sozialdemokratie ein Tropfen auf einen heißen Stein wirken. Die Gegenerklärung v. Dallwih, v. Werder, Himburg, v. Langen, v. Malyan- auch sage, Religion sei Privatsache, so wisse man doch, daß ein des Vereins für Kinder- Boltstüchen" enthält schließlich noch Molzow, Menz, v. Plöß, Sachße und v. Werdeck für diese rechter Sozialdemokrat auch ein echter Atheist sei. Wissen einige schwungvolle Säße über die ideale Gesinnung, von denen Lesung der Abstimmung. man erfüllt sei. Diese Bemerkungen hätten gespart werden schaftliche Auseinandersetzungen über Religion, Monarchie, die Stimmen der Freisinnigen und Sozialdemokraten angenommen. tönne. Der Ausdruck beschimpfend" gefalle ihm aber nicht sucht, den die meisten Veröffentlichungen dieses Vereins machen. Die übrigen drei Titel werden mit großer Mehrheit gegen Ghe seien nicht gefährlich, weil man ihnen beikommen fönnen, selbst wenn sie zutreffen. Sie erhöhen nur den peinlichen Eindruck einer bei solchem Anlaß doppelt verwerflichen Reklame. Zum Bau eines Torpedodivisionsbootes wird eine erste sehr in der Fassung der Regierungsvorlage; es fei fraglich, Oder soll die besitzende Klasse durch solchen Schwung und Rate von 500 000 M. gefordert. ob der Richter stets das Richtige treffen werde. Die Worte Phrasenschwall aus ihrer wachsenden Gleichgiltigkeit aufgerüttelt Abg. Müller- Fulda( 3.) bittet um die Ablehnung dieser Eigenthum, Monarchie" seien zu ergänzen durch das Wort werden? Dann thäte die Vereinsleitung aber doch besser, wenigstens Forderung. Ebenso Abg. Nichter, da unsere Torpedoflotte schon" Institute". In weiten Kreisen vernünftig denkender Leute, auf der Höhe der Zeit stehe und schon 100 Torpedoboote gebaut seien. auch in juristischen neige man der Ansicht zu. Für„ Religion" zu verschweigen, daß in 5 Monaten fünfviertel Millionen MittagsWenn eine Verlangsamung hier eintritt, so wird dadurch eine müsse gesagt werden„ Gottesglauben". Nur so würde dem portionen an hungernde Kinder umsonst vertheilt werden mußten. Sie fommt sonst in Gefahr, die Sympathien der Schädigung der Marine nicht eintreten. Grundgedanken der Vorlage Rechnung getragen werden. Die Torpedo- Divisionsbootes, weil dasselbe zu einer im Bau be- besonderen Paragraph geschützt werden, in diesen Paragraph allzu starke Betonung der in Berlin herrschenden Noth wieder Staatssekretär Hollmann bittet um die Bewilligung des Worte„ Ehe und Familie" müßten aus§ 180 heraus und in einem Bourgeoisie, die sie sich durch ihre Deflamationen von Jdealismus, Humanität und edelster Menschenliebe erwerben will, durch eine griffenen Division gehöre und zwar als führendes Boot. tönne man dann auch den Eid aufnehmen. Deutschland marschire nicht an der Spitze, sondern Frankreich, Abg. Dr. Barth( freis. Vg.): Herr Enneccerus habe sich zu verscherzen. England und Rußland stehen uns voran. Abg. Richter hält angesichts der anderweitigen Bewilligungen diese Ersparniß für zweckmäßig. " auf Herrn Hänel berufen. Das Krebsen mit den Reden, die Das Wohlthun Segen bringt, suchten wir gestern an dieser 1878 gehalten, habe hier gar keinen Zweck. Hänel habe einem tonkreten Fall, der den Tuchhändler Herrn Abraham in an ihn( Redner) eine Zuschrift gesandt, in welcher dieser der Alten Jakobstraße betraf, darzulegen. Herr Abraham selber Die Position wird gegen die Stimmen der Nationalliberalen erklärt, daß für ihn die gegenwärtige Vorlage durchaus un- theilt uns zu unserer Notiz berichtigend mit, daß die Speisung annehmbar wäre und er feinem einzigen Paragraphen zustimmen der betreffenden Arbeitslosen nicht in den Kinder- Vollstüchen, sondern Um 52 Uhr wird die weitere Berathung auf Sonn- tönne. Weshalb ziehe man nicht die mit dem Sozialistengesetz in der israelitischen Vollstüche stattfinde. In den Kinder- Voltstüchen gemachten Erfahrungen zu Rathe? Ebensowenig wie jenes Gesez würden Erwachsene überhaupt nicht gespeist. Dann bemerkt Herr der Sozialdemokratie geschadet habe, werde das jetzt geplante Abraham noch, daß das Stammpersonal seines Geschäftes nicht Gesetz ihr schaden. Das vom Geheimrath v. Seckendorff bei- l auf die Speisung in den Wolfstüchen angewiesen sei, sondern und der Reichspartei abgelehnt. abend 1 Uhr vertagt. bisur deß es sich bei ihm nur um Leute handele, die als Hilfskräfte| burgs. 3wei der stellenlos gewordenen Wächter Charlottenburgs| Gr follte gegen den§ 153 der Gewerbeordnung verstoßen haben. zeitweilig eingestellt würden. fanden in ihrer früheren Eigenschaft in Groß- Lichterfelde An- Durch diesen Paragraphen wird bekanntlich u. a. demjenigen Letzteres haben wir bekanntlich durchaus nicht bezweifelt. ftellung. Sie faßten eben zu und nahmen, was sich ihnen bot. eine Gefängnißstrafe bis zu 3 Monaten angedroht, der Es will uns aber bedünken, daß ein Wohlthäter immerhin gut Beide sind pflichttreue Beamte, und namentlich der Wächter L. andere durch Verrufserklärung bestimmt oder zu bestimmen handelte, wenn er auch seine zur Aushilfe angenommenen hat auch auf seinem neuen Poften gezeigt, daß er sich zum versucht, an den im§ 152 bezeichneten Verabredungen Arbeitsträite derart honorirte, daß sie nicht nöthig Sicherheitsbeamten durchaus eignet. Es ist ihm für besonders theilzunehmen oder ihnen Folge zu leisten, oder andere haben, die genannten Anstalten in Anspruch zu nehmen. aufmerksames Verhalten im Dienst sogar eine Belohnung zu theil durch gleiche Mittel hindert und zu hindern versucht, von solchen Unserer unmaßgeblichen Meinung nach kann man, wie so manche geworden. Troydem ist der Mann nicht im stande, seine neue Verabredungen zurückzutreten. Gemeint sind ,, Verabredungen und Dinge, auch die Wohlthätigkeit zuweilen allzu umfassend be- Stellung beizubehalten, weil er von dem Einkommen seine Vereinigungen zum Behufe der Grlangung günstiger Lohn- und treiben. Dies geschieht, wenn man seinen eigenen Arbeitern, Familie nicht ernähren tanu. Er bezieht nämlich als Wächter Arbeitsbedingungen, insbesondere mittels Einstellung der Arbeit, statt ihnen einen ausreichenden Lohn zu geben, Hungerlöhne von in Groß- Lichterfelde ein Gehalt von 45 M. monatlich, das dem oder zum Zwecke der Entlaffung der Arbeiter". Das Schöffen dreißig oder auch sechzig Mark für einen Monat zahlt, und früheren insofern nicht vergleichbar ist, als die Schlüffel und gericht sprach Jahns frei, der feiner Meinung nach nicht ihnen dann in der Erkenntniß, daß sie sich von einem solchen Schließgelder wegfallen, die in Charlottenburg von den Haus- gegen die fragliche Bestimmung des§ 153 gefehlt hatte, Gehalt nicht satt essen können, Speisemarken für die Voltstüche eigenthümern und Miethern gezahlt wurden. Ein Nebenverdienst während ihn Die Straffammer zu einer mehrwöchent verschafft. Es zeugt für das hohe Ghrgefühl, das sich die Arbeits- ist aber schwer zu erzielen, zumal da ein großer Theil des Tages lichen Haftstrafe verurtheilte. Jahns gab sich damit nicht losen des Kaufmannsstandes trot Hunger und Elend erhalten der nothwendigen Ruhe gewidmet werden muß. Die Summe zufrieden, sondern legte Revision beim Kammergericht ein. Dies haben, wenn sie Wohlthaten namentlich dieser Art nur mit sehr von 45 M. reicht eben in Lichterfelde, wo die Lebensbedürfnisse hielt den Einwand für durchgreifend, daß noch nicht festgestellt gemischten Gefühlen entgegennehmen. theurer find, als in 33 Berlin und Charlottenburg, bei den ge- fei, ob die Streitbrecher überhaupt davon erfahren hätten, daß ringsten Ansprüchen nicht aus. 2. hat daher seinen Entschluß, ihre Namen in der„ Ameise" veröffentlicht wurden. Die Sache die Stellung der Gemeindebehörde zum ersten April aus Noth wurde deshalb am 28. Febrnar an die Straftammer zu dem zu fündigen, bereits bekannt gegeben. du gwecke zurück verwiesen, jene unterlassene Feststellung zu Mit welchem Eifer müssen solche Beamte den Staat und bewirken. = mit, daß die angestellten Zu den Heirathsannoncen, die sich auch in der„ Bossischen Zeitung" massenhaft finden, und auf die Genosse Bebel in der Umsturzkommission" hinwies, bemerkt das Blatt, daß diese Annoncen streng geprüft und viele davon zurückgewiesen würden. Diese Antwort beweist, daß die„ Voff. 3tg." für den Kern der die Gesellschaft stüßen, in der man sich derart liebevoll ihrer Die Erhebung einer Anklage gegen die Bonner BurschenFrage entweder wirklich kein Verständniß hat oder feines haben aunimmt. schaft Alemannia" wegen Religionsverspottung, die auf einem will. Darauf kommt es wahrlich nicht an, daß die Form der Aus den Kreifen der klageführenden Nachtwächter wird Saterumzuge begangen sein sollte, ist von der Staatsanwaltschaft Anzeigen den Vorschriften des guten Tones" oder, wenn nicht uns geschrieben: Im Prozeß der Wächter wird denselben be- in Koblenz abgelehnt worden. Der Wortlaut des staatsanwaltdiesen, so doch wenigstens den Vorschriften der über Zucht und kanntlich die Beamteneigenschaft bestritten. Nun ist ein Wächter lichen Entscheides lautet wie folgt:" Auf die Anzeige von Sitte" wachenden Polizei entspricht. Die Gemeinheit und Rohheit, eingetreten, welcher Militär- Invalidenpension bezog; demselben 4. Auguft v. J. gegen die Mitglieder der Burschenschaft die darin liegt, sich für Geld an eine ungeliebte Frau oder für ist während seiner Dienstzeit diese Pension entzogen worden. Bei Allemannia" wegen Beschimpfung firchlicher Gebräuche einen Titel an einen ungeliebten Mann zu verkaufen, der Entlassung hat derselbe( weil er als Arbeiter betrachtet) das theile ich Gw. bleibt dieselbe, auch wenn sie sich hinter einer äußerlich an- Abgezogene nachbezahlt verlangt, worauf ihm folgendes vom Ermittelungen mir einen Anlaß zu strafrechtlichem Einständigen" Ausdrucksweise verbirgt. Wenn übrigens wirklich Herrn Polizeipräsidenten v. Richthofen persönlich unterzeichnete schreiten nicht bieten. Wenngleich ein Theil der vernommenen nirgends strenger geprüft wird, als von der Vossischen Zeitung", Schreiben zugegangen: Beugen bekundet hat, daß sie in einzelnen Handlungen einiger an so wird man in Zukunft aufhören müssen, zunächst nur bei den Der Polizei- Präsident. Berlin, den 7./1. 95. dem Umzug betheiligten Personen eine Nachahmung und VerLesern des Blattes, auf die jene Annoncen berechnet sind, Journal Nr. I g. 4870. sin doings! J. spottung von Gebräuchen der katholischen Kirche erblickt haben, vorauszusehen, daß sie diese rohe und schamlos gemeine AnEuer Wohlgeboren erwidere ich auf das Gesuch vom 18. De so steht diesen Aussagen eine Reihe von( beiläufig bemerkt kathoschauung von der Ehe billigen. Es giebt nämlich einen Stand- zember 1894 ergebenst, daß ich Ihrem Antrage auf nachträgliche lischen) Beugen gegenüber, welche in den erwähnten Handlungen punkt, von dem aus die Aufnahme von Heirathsannoncen Bahlung der Invalidenpension nicht zu entsprechen vermag. In lediglich einen studentischen Ult gesehen haben, den sie als eine zwar nicht entschuldbar, aber wenigstens begreiflich erfolge Ihrer Beschäftigung als Hilfenachtwächter beim Polizei- Nachahmung bezw. Verspottung fatholischer Gebräuche nicht zu scheint, das ist der geschäftliche, den ja leider Teine präsidium seit dem 10. Februar 1890 gegen ein monatliches Ein- erachten vermögen. Die Ermittelungen haben auch noch Beitung ganz außer acht laffen darf. Aber bei der Bossischen tommen von 50 M. hatten Sie mit Rüdsicht darauf, daß Sie in andere Momente ergeben, welche dafür sprechen, daß Beitung" wird, unbekümmert um das Geschäftsintereffe, geprüft, dieser Stellung die Eigenschaft eines Beamten im Sinne des den Beschuldigten bei Ausführung der inkriminirten Handfogar strenger als irgendwo geprüft, und was die Prüfung nicht Militär Pensionsgefeßes vom 27. Juli 1871 besaßen, auf grund lungen jede böse Absicht gemangelt hat. Es fehlt somit ein aushalten kann, wird zurückgewiesen. Also ist der Schluß be- des§ 103 c dieses Gesetzes, Ihre Invalidenpension nur bis zum Beweis dafür, daß die Beschuldigten bewußterweise Handlungen rechtigt, daß die nicht zurückgewiesenen Heirathsanzeigen dem Ablauf des 6. Monats, welcher auf denjenigen folgt, in welcher vorgenommen haben, welche eine Beschimpfung von Einrichtungen Prüfenden fittsam genug erscheinen. Da müssen wir denn doch Ihre Beschäftigung begonnen hat, zu beziehen. fragen: Sind Anzeigen, in denen zwei lebenslustige junge Herren die Bekanntschaft von zwei ebenso lebenslustigen jungen Damen Ende August 1890, wie auch gefchehen, gezahlt werden. fuchen, überhaupt noch Heirathsanzeigen" zu nennen? Den Bu Nach dem vorerwähnten Gesetz bezw. der hierzu ergangenen faz„ behufs Heirath" soll man doch wohl nicht ernst Novelle vom 22. Mai 1893 Art. 11§ 103 haben Sie Ihrer nehmen? Oder tann man noch von einer" She" militärischen Charge nach Anspruch auf ein Minimaleinkommen sprechen, wenn Mädchen von 17 oder 18 Jahren" einen von jährlich 600 M., da dieser Betrag durch das von Ihnen bealten, aber reichen Herrn suchen? Solche Anzeigen fann zogene Dienſteinkommen erreicht wird, stand Ihnen ein weiterer man aber sehr viele in der Bossischen Zeitung" finden. Ja, es Anspruch auf Invalidenpension bis zum Tage Ihres Ausscheidens wird nicht einmal immer der äußere Anstand" gewahrt. Was aus der Nachtwacht- Verwaltung nicht zu. soll man dazu sagen, wenn in diesem Blatt Annoncen wie die Der Polizei Präsident. v. Richthofen. genommen werden. " E3 durfte Ihnen deshalb Ihre Invalidenpension nur bis Staatsanwalt: Schatholischen Kirche enthalten. Der Erste einen während Ein Arbeiter, der fürzlich in einer zu Sagan abgehaltenen Bolksversammlung in ruhiger Form das Dasein Gottes geleugnet hat, ist bekanntlich von Rechtswegen auf grund des groben unfugparagraphen zu 14 Tagen Haft verurtheilt worden. Vermischtes: See- Berufsgenossenschaft. Die Hamb. B.-H." erhält die nachstehende Mittheilung: Zwei Auflagen wegen Aufreizung, von der die eine sich auf anarchistischem Gebiete bewegte und bei verschlossenen Thüren verhandelt wurde, beschäftigten gestern die I. Strafs tammer des Landgerichts I. Der Maler Paul Fiedler wurde durch die Beweisaufnahme für überführt erachtet, in einer Verfolgenden stehen:" Schwiegereltern( 1) mit gutem, zur Uebernahme Nun sage einer, was Recht ist. Erhebt der Wächter weitere fammlung zur Propaganda der That aufgereizt zu haben. Das bestimmten Geschäfte sucht gewiegter, 28jähriger evangelischer Kaufmann"." Heirath. Gräfin zu werden ist reicher Dame Ge- Gehaltsansprüche, so ist er nicht Beamter, will er Militär- Gericht verurtheilte ihn dieserhalb zu einer Gefängnißstrafe von sechs Wochen, wovon 4 Wochen durch die erlittene Unterlegenheit geboten." Raufmann, 32 Jahre, sucht Dame mit pension nachbezahlt haben, so ist er Beamter! fuchungshaft für verbüßt erachtet wurden. Im zweiten Falle 10 000 M. zu ehelichen, um Mitinhaber loszuwerden. Ein Selbstmordversuch im Eisenbahn- Koupee. Auf un- handelte es sich um eine häufig vorkommende Straßenszene. In der Zirkus Schumann, der eiserne Zirkus am Friedrich Karl- glückliche Liebe zurückzuführen ist wahrscheinlich der folgende Mittagstunde des 2. Dezember sollte ein Arbeiter in User wird in ein Boltstheater umgewandelt werden. Vorfall, der sich am Mittwoch Abend auf dem Bahnhofe Char- der Fennstraße wegen einer angeblichen Ausschreitung verhaftet Uns wird darüber geschrieben: Der Umbau des Zirkus Schu- lottenburg zugetragen hat. Als dort gegen 9 Uhr ein Stadt- werden. Der Verhaftete zeigte sich aber widerspenstig. Unter mann zu einem Theater wird bereits in diesem Monat in Angriff bahnzug vom Zoologischen Garten hereinlief, fand man in einer der Menschenmenge, welche das Schauspiel angelockt hatte, beDie Kosten des Umbaues werden auf Abtheilung 2. Klaffe eine Dame, die aus einer Schußwunde fanden sich viele Personen, die gegen den Beamten Partei 75 000 m. veranschlagt. Herr Paul Kirstein, der Direktor des in der linken Körperseite blutete und bewußtlos dazuliegen nahmen. Der Arbeiter Auguft Flato w gehörte auch zu diesen, neuen Unternehmens, gedenkt das Theater am 1. September mit schien. Da eine Schußwaffe nicht gefunden wurde, glaubte man er rief dem Verhafteten zu: Das sollte mir nicht passiren, einem Volksstück zu eröffnen. Diesem Genre und der Berliner behördlicherseits anfangs nicht an einen Selbstmordversuch. hau' ihn doch in die Schnauze!" Im nächsten Augenblick Die zur Posse soll das neue Heim dienen. Besinnung zurückgerufene Dame gab an, paffirte es ihm, daß ein anderer Schußmann ihn beim Kragen fie die durch Verletzung Die deutsche Gesellschaft für ethische Kultur hat be- daß der nahm und ihn zur Wache brachte. Der Gerichtshof meinte, daß in den Bug kanntlich Neue Schönhauserstr. 13 eine Lesehalle eröffnet. Da die Fahrt hineingefeuerten Schuß erhalten dergleichen aufreizende Redensarten leicht die Veranlassung zu habe. Die Polizei schenkte aber dieser Darstellung feinen folgenschweren Straßentrawallen geben tönnten und verurtheilte aus privaten Sammlungen bisher zur Verfügung gestandenen Mittel nicht ausreichen, hat die Gesellschaft die städtischen Be- Glauben und als die Dame den Wunsch aussprach, es möchte deshalb den Angeklagten zu einem Monat Gefängniß. hörden gebeten, für das Etatsjahr 1895/96 eine einmalige Bei- ein Kaufmann H. in der Holzmarktstraße zu Berlin durch den Draht von dem Vorkommniß benachrichtigt werden, drang man fteuer von 6000 M. zu bewilligen. weiter in sie und erhielt nun die Auskunft, daß die Dame das Die Redaktion des Berliner Adrenbuch" schreibt uns, 37 Jahre alte Fräulein Dora Döblin fei. Sie habe mit dem daß fie Meldungen für den diesjährigen Nachtrag" nur bis Kaufmann ein Liebesverhältniß gehabt und sich die Wunde in zum 15. März noch berücksichtigen fann. Im Interesse unserer selbstmörderischer Absicht zwischen den Bahnhöfen Zoologischer Leser machen wir auf diesen Schlußtermin aufmerksam und ver- Garten und Charlottenburg selbst beigebracht. Als Grund hierweisen im übrigen auf das Inferat unferer heutigen Nummer. für gab sie die Lösung des Verhältnisses seitens des Bräutigams In der Angelegenheit des Buchdruckers Grube erhalten an. Die Waffe hat sie aus dem Fenster hinausgeworfen. Die wir aus Verbandstreifen folgende Zuschrift: lebensgefährlich Verwundete ist nach dem Charlottenburger Herr Herrmann, Hauptverwalter des Gutenberg- Bundes, ver- Krankenhause gebracht worden. öffentlicht in Nr. 51 des Vorwärts" eine Berichtigung, die theils als Auf unerklärliche Weise ist seit dem letzten Montag, den Wortlauberei, theils als grobe Unrichtigkeit bezeichnet werden muß. 25. v. M., die 56 Jahre alte Schifferfrau Karoline Ehling geb. Es ist richtig, daß Paul Grube nicht Vorsitzender des Gutenberg- Bundes Stühmer verschwunden. Ihr Ehemann, der mit seinem Jahr burger Dampfer" Napoli" und" Milo 3" find, soweit solche Für die Hinterbliebenen der Besatzung der verschollenen Hamwar, wohl aber Vorsitzender des Berliner Buchdrucker Bereins, zeug hinter dem Lützow in Charlottenburg liegt, ist der Meinung, bis jetzt zu ermitteln waren, ebenfalls die gesetzlichen Renten vom des einzigen in betracht kommenden Gliedes des Guten- daß seiner Frau irgend ein Unglück zugestoßen ist. Vorstand der See- Berufsgenossenschaft bereits festgestellt und zur berg- Bundes; auch hat Grube nicht Gelder des Gutenberg- Bundes Von der blanken Waffe haben in der Nacht zum Freitag Bahlung angewiesen worden. unterschlagen, wohl aber Gelder des Berliner Buchdrucker- Vereins. in der Neuen Königstraße mehrere Nachtwächter Gebrauch gemacht. Der Genossenschafts- Vorstand: -Wenn Herr Herrmann behauptet, der Gutenberg- Bund habe Durch zwei derartige Beamte waren gegen 1 Uhr zwei Frauens Laeiß, Borsigender. teine Kräfte nach Kirchhain gesandt, so erinnern wir ihn daran, personen festgenommen worden, welche einen jungen Mann ausGroßes Auffehen erregt in Hamburg die Thatsache, der daß er selbst den russischen Setzer Aß bestimmen wollte, nach geplündert hatten. Bei dem Transport nach der Polizeiwache Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Berthold habe dem wegen Sitte Kirchhain zu gehen. Was das gemeinsame Vorgeben des in der Ließmannstraße versuchten mehrere Buhälter die Dirnen lichkeitsverbrechen in Untersuchungshaft befindlichen, ihm engGutenberg- Bundes mit dem Verbande in Tariffragen betrifft, so zu befreien, so daß die Nachtwächter blant ziehen mußten. Durch befreundeten Arzte Dr. Samuelson einen Revolver heimlich zu ist zu bemerken, daß in Kirchhain die Gehilfen von der Geschäfts- Nothsignale herbeigerufene Schuhleute gelang es schließlich drei der gesteckt, mit welchem dieser alsdann den Selbstmord ausgeführt leitung veranlaßt wurden, dem Gutenberg- Bunde beizutreten, Grzedenten, fowie die heftigen Widerstand leistenden Frauen, hat. Berthold meldete persönlich den Sachverhalt dem Oberweshalb die Ausständigen ausdrücklich den Fortfall des Zwanges allesammt gefnebelt, nach dem Wachlokal zu schaffen. Staatsanwalt. Die Angelegenheit wurde dem Disziplinarhofe der Zugehörigkeit zu genannter Organisation forderten. Wie Das Dienstmädchen des Gärtners 3. in der Gneisenau- der Anwaltskammer überwiesen. Der Verkehr zwischen Breitrück beliebt übrigens der Gutenberg- Bund bei solchen Geschäften ist, die den Tarif verpönen, geht wohl am besten daraus hervor, daß straße, die 16 Jahre alte Hedwig T., soll dadurch die Gesund- und seinem Bertheidiger Dr. Berthold ist, wie das„ Hamb. Echo" der Kirchhainer Ersatz durch den dortigen Geschäftsleiter Bändel, beit eines Kindes in der Familie gefährdet haben, daß es Soda schreibt, aufgehoben worden. Wie uns mitgetheilt wird, hat der Erste als Vertrauensmann des Gutenberg- Bundes, bereits dieser Wer in die Milch goß.. Das Mädchen giebt an, daß nur ein unglück- Staatsanwalt Uhde infolge dessen, daß Dr. Berthold dem Arzt einigung zugeführt ist. Aus vorstehendem ist der Werth der liches Versehen seinerseits vorliegen könne, wogegen der Gärtner Dr. Samuelsohn die Waffe gegeben hat, um sich im Hamburger ohne Angabe gravirender Gründe behauptet, daß die Beimischung Untersuchungsgefängniß tödten zu können, angeordnet, daß Herrmann'schen Berichtigung zu ermessen. des Sodas zur Milch absichtlich verübt worden sei. Das Dienst- jeglicher Verkehr zwischen Dr. Berthold und seinem Klienten Die Spekulation auf die Titelsucht unserer Bourgeoisie mädchen ist in Haft genommen worden. Die Untersuchung wird Breitrück, sowohl schriftlich wie persönlich unterbleiben soll. Auch scheint immer noch ihren Mann zu nähren. Wie die„ Allgem. hoffentlich ergeben, inwieweit der Gärtner mit seinen Be- wurde eine Leibesvisitation des Breitrück vorgenommen, um sich Fleischer Beitung" bekannt giebt, wohnt hier elegant im Westen, hauptungen im Recht ist und ob nicht etwa eine auf unbegründetem zu vergewissern, daß demselben keine Gegenstände übergeben Klopstockstraße 25, ein Herr H. Bloch, der solchen Firmen, die Argwohn beruhende Beschuldigung vorliegt. waren, womit er seinem Leben ein Ende machen könnte. = 4 " in jeder Hinsicht empfohlen werden können", das Prädikat Hof Polizeibericht. Am 28. v. M. stürzte gegen Mittag ein lieferant der Prinzen von Bourbon" für die bescheidene Gebühr Kutscher in der Ritterstraße von einem Pferde, das er zur von 500 m. verschafft. Billiger thut's wahrlich feiner! Schmiede ritt, und brach ein Bein. Nachmittags wurde auf einem Grundstück in der Spenerstraße die Leiche eines neugeborenen Rindes im Schnee aufgefunden. Im Laufe des Tages fanden zwei unbedeutende Feuer statt. Ueber das Vermögen der„ Urania", Uhr- und Säulens Kommanditgesellschaft, Breslauer und Dr. v. Orth, an der Stadtbahn 45/46, ist der Konkurs eröffnet, worden. Berwalter ist der Kaufmann Schieferdecker. Diese Urania- Gesellschaft hat keinerlei Zusammenhang mit dem gleichnamigen wissenschaftlichen Institut in der Invalidenstraße. Gerichts- Beitung. Hamburg, den 27. Februar 1895. Die den Wittwen und Waisen der Besatzung des Schnelldampfers Elbe" nach dem See Unfallversicherungs- Gesetz zue stehenden Renten sind, soweit solche Hinterbliebene bis jetzt überhaupt ermittelt werden konnten, vom Vorstande der SeeBerufsgenossenschaft festgestellt und heute zur Bahlung angewiesen worden. Briefkasten der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wei Buchstaben oder eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Druckfehler- Berichtigung. In der 2. Beilage zu Nr. 51 soll es in Spalte 3 Zeile 21 von oben heißen: Keine der schlimmen Folgen, welche man sonst von der KonsumvereinsGründerei befürchtete, ift in Leipzig eingetreten. Im Blatt heißt es statt„ teine" eine". Konsumvereine. Ihr Eingesandt gegen die Ausführungen des Genossen Arons muß leider bis zur nächsten Nummer verWie geht es den entlaffenen Nachtwächtern? In greller Der Redakteur Jahus hatte im Fachblatt der VorBeleuchtung zeigt sich die Lage der infolge einer anderen Dienst- zellanarbeiter, der Ameise", die Namen einiger Streit eintheilung entlassenen Nachtwächter Berlins und Charlotten- brecher veröffentlicht, was ihm ein Strafverfahren einbrachte. schoben werden. Verein der Maschinisten, Heizer und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Sonntag, den 3. März, nachmittags 3 Uhr, in den OranienHallen, Oranienstr. 51( am Moritzplatz): Versammlung. I Zages Ordnung: 1. Vortrag über Dampstessel Explosionen. 2. Verschiedenes. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 195/15 % Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. " Sonnabend, d. 2. März, und Sonntag, den 3. März, Familienfränzchen wozu freundlichst einladet Fritz Zubeil, Lindenr. 106. Achtung! Parquetbodenleger Berlins u. Umgegend. Achtung! Grosse öffentliche Versammlung am Sonntag, den 3. März cr., vormittags 102 Uhr, bei Deigmüller, od Alte Jakobstraße 48a. Tagesordnung: 1. Die Lohnreduzirung in der Paffauer Stab- Parquets boden- Fabrik, Vertreter Herr Bongemann, und die Folgen derselben. 2. Distuffion. Es ist Pflicht eines jeden Parquetbodenlegers, in dieser Versammlung zu erscheinen. 202/18 Der Vertrauensmann der Holzarbeiter Berlins. vergeb. El Vereinszimmer m. Piano, auch Ein Vereinszimmer fafferstr. 58. als Zahlstelle 3. verg. Hochstr. 43. Central- Theater Für den Juhalt der Juferate über Alte Jakobkraße Nr. 30. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, 2. März. Opernhaus. Die Zauberflöte. Schauspielhaus. Die Nibelungen. Dritte Abtheilung: Kriemhild's Rache. Deutsches Theater. Der G'wissenswurm. Leffing Theater. Der Geizige. Niobe. Berliner Theater. Heimath. Residenz- Theater. Fernand's Ehe kontrakt. Neues Theater. König Heinrich der Vierte. Theater Unter den Linden. Ka= pitän Carricciolo. Schiller Theater. Der Schwaben streich. Bellealliance Theater. Mädchen. Verliebte Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Ein armes Mädel. Adolph Ernst- Theater. Ein fideles Korps. Gesindeball. Central- Theater. Unsere Rentiers. National Theater. Die lebende Brücke. Alexanderplatz- Theater. Die Königstochter als Bettlerin oder: Die Schule des Lebens. Reichshallentheater. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. Vorstellung. SpezialitätenKaufmann's Variété. Spezialitäten. Boritellung Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Sonnabend, 2. März, abends 8 Uhr: Der Schwabenstreich. Sonntag, 3. März, nachm. 3 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Abds. 8 Uhr: Der Veilchenfresser. Dichter- Abende. Jm Bürgerjaale des Rathhauses, abends 71/2 Uhr: Freiligrath- Abend. Montag, den 4. März, abends 8 Uhr: Kabale und Liebe. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: May Samst. Sensationelle Novität! Gastspiel der amerikanischen Gesellschaft William Calder Mit neuen Dekorationen und Kostümen. Die lebende Brücke. ( The span of Life.) Großes Sensationsschauspiel mit Mufit in 4 Aften( 11 Bildern), nach dem Englischen von Sutton Vane, übersetzt von H. Schwab. Dirigent: Adolph Wiedecke. Elektr. Beleuchtungseffekte v. Latowsky. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 6/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Heute Nachmittag 4 Uhr: Schüler- Vorstellung zum Besten des Vereins für KinderBoltstüchen. Wandelnde Lichtbilder. Zum Schluß: Dornröschen. Adolph Ernst- Theater Auftreten der ersten Pirouetteu. Courbette- Tänzerin Englands vom Prince of Wales- Theater in London. Ein fideles Corps. Große Gesangsposse mit Tanz. Nach dem englischen Original ,, A Gaiety Girl" von Jones Sidney, frei bearbeitet von Eduard Jacobson und Jean Kren. Vorher: Gendeball. Schwant in 1 Akt von Ed. Jacobson und Jean Kren. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété. Neuerdings ,, Station Naucke" genannt. Vollständig 16 Glonznummern! Programm! neues Emil Thomas a. 6. Novität! 3um 12. Male: Novität! Unsere Rentiers. Große Posse mit Gesang und Tanz in 4 Atten von Wilhelm Mannstädt und Julius Freund. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Castan's Panoptikum. Noch nie dagewesen! Die Riesen des dunkeln Erdtheils: Die Dinka, 40 Männer, Frauen u. Kinder. Das scheckige Mädchen Marietta. „ Präsident Faure". Parodie- Theater Oranien- Straße 52( am Morigpl.). Madame Sans- Gêne. Vorher: Grand Café Unfallverhütung. Zum Schluß: Heimath. Unter Linden 21. Feen- Palast Ben- Jeden Sonntag Burgstr. 22, neben der Börse. Neues collossal. Programm. Die 8 Grunathos. Die mysteriösen Liliputaner ( darunter die kleinste SerpentinTänzerin der Welt). Cousin August m. seinem brasilian. Orang- Utang. Little Ella, bas Wunderkind. Mr. Paolo Vendaro. Lilly Wellini, Kostüm- Soubrette. Wilhelm Fröbel, Berlins 1. Orig.- Humor- Matador. Gisella- Trio. The 4 Original- Dissenatos. Brothers Ulricos. Anfang: Wochent. 71/2 Uhr, Sonntags: Konzert 61/2 Uhr, Vorst. 7 Uhr. Nachmittag zu halb. Preisen. Orientalische Al- Familienvorstllg. Zauber und Bey's Wunder. Täglich Anfang 8 Uhr. Bock- Brauerei Tempelhofer Berg. 57. Bock- Saison. Täglich: Militär- Konzert. Anfang 5 Uhr. Sonntags 4 Uhr. Passage- Panopticum. Lehrkursus d. Berliner Arbeiter Das Riesen- Kind mit den 24 Fingern. Sanssouci Kottbuseraraße 4a. Sonntag, den 2. März: 4254. Soirée der Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pfg. u. Arbeiterinnen z. ersten Hilfe bei Unglüdsfäden. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß zur Feier d. 7. Stiftungsfestes ein großes Strandfest im großen Saale der Arminhallen, Kommandantenftr 20, am Sonnabend, den 2. März, Achtung! Meine Wagenlaternen- Fabrik, welche 18 Jahre besike, will ich Achtung! wegen meiner Kränklichkeit für solidesten Preis von 7500 M. ver aufen. Dieselbe hat gute, feste KundReichstags- Adressen unter J. H. 6540, Rud. Mosse, Sozialdemokr. Wahlverein für den 6. Berliner Wahlkreis. Das Mitglied 284/17 Christian Kasch, Maurer, schaft, würde sich auch vergrößern lassen. Berlin SW., aber Selbstkäufer.[ 391M Unfall- Prozesse Bureau: Lühowstr. 102, 1 Tr. 66 Umsonst 66 wird morgen Sonntag nachm. 3 Uhr wird alles zugeschnitten in der größten vom Trauerhause, Rheinsbergerstr. 51, Resterhandlung Berlins. Größte Ausaus beerdigt. Um zahlr. Betheiligung wahl in Herren- und Damenstoffen. Auf Der Vorstand. ersucht Todes- Anzeige. Am 28. Februar 1895 abends Wunsch Anfertigung von Garderobe unter Garantie des Gutsigens. Größte Auswahl in Knaben- Anzügen. A. Karle Waldemarstraße 66. starb plöglich unser lieber Kollege Statflub ,, Einigkeit" und bewährtes Mitglied, der Beitungsspediteur Fritz Nieber. Wir verlieren in dem Verstorbenen einen höchst braven und treuen Genossen und sind es ihm schuldig, sein Andenken in Ehren zu be= wahren. = Die Beerdigung findet am Sonntag, den 3. März, nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause Gesundbrunnen Prinzen Allee 37 aus nach dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde Pappel- Allee statt. Wir bitten um recht rege Betheiligung. 123/14 Freie Vereinigung der Berl. Zeitungsspediteure und Verkäufer. J. A.: Der Vorstand. Todes- Anzeige. Am 26. d. M. starb mein geliebter Mann, unser guter Vater, der Drechslermeiſter Robert Friedrich. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 3. März, nachmittags 4 Uhr, in Wilhelmsberg statt. 2899b Frau Friedrieh nebst Kindern. Englischer Hof Neue Roßßtr. 3. gefeiert wird, und am Montag, den Festfäle und Vereinszimmer. 4. März, Abends 81/2 Uhr, im rechten Gartensaal: Vortrag und lebungsstunde unter Leitung des prakt. Arztes Dr. Christeller stattfindet. Gäste haben einmaligen Zutritt. 156/3 Der Vorstand. bei Kalmus, Gräfe: u. DieffenbachStraßen- Ecke. Sigung jeden Sonnabend v. 9-11 Uhr. Herren, welche geneigt sind, dem Klub beizutreten, werden freundl. ersucht, sich daselbst einzufinden. We Herren- Hüte 1,25 Einsegnungs- Hüte 85 Pf. neueste Façons verkauft das Fabrikfomptoir, Georgenfirchstr. 5 II. Kanarienroller, vorz. Heckhähne, verf. bill. Göbel, Weißensee, Lehder: 29146 straße 116. Vereinszimmer Naunynstr. 86. m. Piano noch frei bei Reinhold Streit, Vereinszimmer zu verg. Krautstr. 39. PATENTS Messerschärfer Blitz" 39 Es genügt, d. Klinge 8-10 mal durchzuziehen, um diefelbescharf wie ein Rafir messer zu machen. 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Mehner 76 16 über:„ Die Ethit der heutigen Gesellschaft". Nachdem: Tanz. Um zahlreichen Besuch bittet. Der Vorstand. Achtung! Stockarbeiter. Donnerstag, den 7. Mär 1895: Sonntag, den 3. März, vorm. 10 Uhr, unwiderruflich letzte Vorstellung. ( Schluß der Saison) des Mitgliederversammlung Circus Renz Vereins 3. Wahr. d. Interessen Carlstrasse. Sonnabend, den 2. März 1895, abends 71/2 Uhr: Parade- Gala- Vorstellung zum Benefiz für den Dresseur und Schulreiter Herrn Rob. Renz und die der Stockarbeiter Berlins. Tagesordnung: Große öffentliche Der Vorstand. Tischler- Versammlung Montag, den 4. März, abends 8½ Uhr, in Keller's Festsälen, Koppenstraße 29. Tages Ordnung: 1. Die Agitation der hiesigen Tischler- Innung, die Innungs- Krankenkasse und die Befähigung der Innung, dem Handwerk nachzuhelfen. Referent: ReichstagsAbgeordneter R. Schmidt. Diskussion. 2. Zu dieser Versammlung erlauben wir uns, sämmtliche Herren Meister höflichst einzuladen, mit der Versicherung, daß wir Sorge tragen werden, daß, soweit sie selbst es wünschen, ihnen der freieste Spielraum in der Diskussion gelaffen wird. 1. Vortrag des Gen. Jahn über: „ Die Entwicklung der Volkswirthschaft". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 229/7 Der Vorland. 30 m. monatlich, sofort od. z. 1. April Wohnungen, 1-3 Stuben von 7 bis Hennigsdorferstr. 26. 16338* 202/17 Schulreiterin Frau Renz- Stark. Donner und Darius in furzer Zeit auf eine originelle Art dressirt und zum ersten Male in Freiheit vorgeführt vom Benefiziaten Herrn R. Renz. Zum 1. Male: Die doppelte hohe Schule Görlihernr. 42 mehrere freundl. mit den Schulpferden Liberator und Hinterwohnungen, v. 204 M. an, zum Mikado, geritten von den Benefiziaten 1. April 1895 zu vermiethen. 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Weltausstellung in Chicago. Bockbier. 1/4 iter 7, 11 Liter 13 Bf. Entree 25 Pf. empf. allen Freunden und 1784b 2900b *** **** Berliner Adrehbuch Das Manuscript zu dem Anfangs April erscheinenden ,, Nachtrag 1895" ist in Arbeit und muss am 15. März, dem Beginne des Satzes, druckfertig sein. Wir bitten deshalb alle Betheiligten um gefl. baldige Meldung der seit Erscheinen der Hauptausgabe etwa eingetretenen Veränderungen und besonders diejenigen, deren Name bei der nothgedrungen kurzen Umlaufszeit der Hauslisten im October bedauerlicherweise ausgeblieben ist, um baldgefällige Angabe der bezüglichen Daten. Name, kürzestgefasster Boruf, Wohnung, Sprechstunde und die Zeichen für Fernsprecher u. Hauseigenthümer sind kostenfrei. Berlin, C Grünstr. 4 II. Redaction des„ Berliner Adressbuch ************ Verantwortlicher Redakteur: 3. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. **** 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 52. Parlamentsberichte. schaftssteuer. " Abgeordnetenhaus. Mädchenschulen". = Den 2. März 1895. Sonnabend, den 2. März 1895. 12. Jahrg. Gewerkschaftliches. Bescheide veranlaßt hatten, rechtlich nicht begründet seien und beschritt daher den Klageweg. Der Bezirksausschuß wies indessen seine Klage zurück. Sodann wandte sich Lewinski, vertreten Für die Orts- Krankenkasse der Drechsler findet am durch Rechtsanwalt Schöps, an das Ober- Verwaltungsgericht Sonntag, den 3. März, vormittags 10 Uhr, im Restaurant 32. Sigung vom 1. März, 11 Uhr. und wies besonders darauf hin, daß gegenüber seinem Grauer, Oranienstraße 121, eine Delegirtensißung statt. Die Am Ministertische: Bosse und Kommissarien. Gingegangen ist ein Gefeßentwurf betreffend die Erb. Lokale der Schankwirth Werner wohne, welcher ebenfalls Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Gingegangen ist ein Gefeßentwurf betreffend die Erb- den Vorgarten zu Schantzwecken benuze, ohne daß bis jetzt Mehrere Delegirte. der Verkehr gestört worden sei. Während Achtung, Stuhlbaner! Am Sonnabend wurde sämmtlichen Die Berathung des Kultusetats wird fortgesetzt beim viel Sozialdemokraten verkehrten, welche nach Ansicht Stuhlbauern der Firma Arthur März in Rabenau- Sachfen, Rapitel: Elementar Unterrichtswesen und zwar des Anwalts noch eher zu Störungen der öffent- gekündigt, ohne daß hierfür ein Grund angegeben wurde. beim Titel: Beihilfen zur Unterhaltung höherer lichen Ordnung geneigt feien, als Leute aus dem guten Es kann blos darauf abgesehen sein, den Lohn zu reduziren. Publikum(!), pflegten bei Lewinsti besonders Lehrer, Ingenieure Wir ersuchen den Zuzug fernzuhalten. Abg. Kropatscheck( tons.) bedauert, daß man sich ebenso und sogar( 1) Ministerialbeamte ihr Bier zu trinken, welche den wie bei den Gymnasien auch bei den Mädchenschulen weniger Wirth bringend gebeten hätten, den Vorgarten zu Schantzwecken zu be- Ameritas beabsichtigen gegen die verderbliche Akkordarbeit Achtung, Lithographen! Die organisirten Lithographen der Schule, als um die nußen, da im Sommer in der Wirthsstube die Lust zu schwül sei. Der vorzugehen. Sie ersuchen deshalb die Kollegen Deutschlands, Rang- und Gehaltsverhältnisse der Lehrer fümmere. Eine Rejorm der Mädchenschulen sei durchaus Willtür leiten lasse. Besonders seit dem Bau der Lutherkirche werben zu lassen, da sie nur als Streitbrecher dienen sollen, um dringend nothwendig. Die neunklassige Mädchenschule sollte nach fei jene Gegend eleganter geworden; auch habe der Polizei- den Lohn zu drücken. Zwei der größten Geschäfte sollen, wie es dem Urtheil der Sachverständigen als die Norm eingeführt präsident beschlossen, grundsäßlich in den eleganten Stadtgegenden heißt, Agenten nach Europa senden, um Streifbrecher zu werben. werden, trotz des Geschreies, das dagegen erhoben werde; denn alle Anträge auf Benutzung von Vorgärten zu Schantzwecken Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck eine Gleichstellung mit den höheren Knabenschulen sei durchaus abzuweisen. Das Ober Verwaltungsgericht hielt die gebeten. nicht ausführbar. Daß nur akademisch gebildete Lehrer an den Erwägungen des Polizeipräsidiums für gerechtfertigt und bestätigte höheren Mädchenschulen wirken sollen, fei nicht zu verlangen. die Vorentscheidung. Im großen und ganzen könne man also mit den im Mai vorigen Jahres veröffentlichten Normativbestimmungen einverum die Lehrpläne und den Ausbau und Lehrerinnen bes Vertreter des Polizeipräsidenten bestritt, daß sich die Polizei von überhaupt die Kollegen Europas, sich nicht nach Amerika anstanden sein. Abg. Irmer( t.): In unseren Mädchenschulen wird an Wiffen viel zu viel geleistet. Ich bin der Siegierung für die Reform sehr dankbar. Unsere Gymnasien haben doch eine ganz andere Aufgabe, als wir für die Mädchen haben wollen. Für die Gymnasien brauchen wir das staatliche Schulmonopol, für die Mädchenschulen wollen wir es nicht haben. Die staatlichen Gym nasien brauchen wir zur Vorbereitung der Staatsbeamten. Das Bestreben, die Bildung der Mädchen quantitativ zu erweitern, birgt eine große Gefahr in sich. Wir dürfen nicht Puppen erziehen, welche mit ihrem großen Wissen später nichts anfangen tönnen, sonst geht das ganze Gemüthsleben unseres Voltes verloren.( Beifall rechts.) Abg. v. Heereman( 8.): Das Uebermaß von Wissen sei nur ein Hinderniß für die Mädchen, je mehr Wissen man ihnen einpfropfe, desto dümmer würden sie. Es tomme hauptsächlich auf die Vorbereitung für die Aufgaben der Hausfrau an. Der Titel wird bewilligt. Der bereits gestern mitgetheilte Antrag v. Jazd zewski wegen Streichung des besonderen Fonds für die deutschen Mädchenschulen in den polnischen Landestheilen wird abgelehnt. Bei den Besoldungen und Zuschüssen für Volksschullehrer und Lehrerinnen beschwert sich Abg. Schmidt- Warburg( 3.) darüber, daß ein Kreis- Schulinspektor in seiner Heimath einer Lehrerin Strafen von 5 M. angedroht habe für gewisse Kontraventionen, die auf zweifelhafter Auslegung einer Verfügung des Schulinspektors bezüglich des Besuches der Schulmesse beruhen. Geheimrath Brandi: Dieser Fall ist nicht zu unserer Renntniß gekommen. Ministerialdirektor Kügler: Ich kann mir nicht denken, daß die Kinder am freiwilligen Besuch der Kirche durch Ordnungsstrafen verhindert werden. Wenn Herr Schmidt Warburg nähere Angaben über die Namen macht, wird der Fall untersucht werden. Wegen ausgebrochener Lohudifferenzen in der Malerei der Firma Hiby in Düsseldorf werden die Porzellanmaler allerorts ersucht, den Zuzug nach dort fernzuhalten. Zwölf Streifbrecher haben sich leider schon bei der Firma rowein( Bandwirkerei) in Elberfeld gefunden. Die Art, wie Herr Rechtsanwalt Schöps den Klageanspruch feines Klienten begründete, ist nicht übel, meint die Volts Zeitung" der wir diese Mittheilung entnehmen. Daß Herr Schöps mit seiner scharfsinnigen Argumentation nicht durchdrang, ist& freilich ein Nachtheil für den Gastwirth Lewinski. Indessen kann sich dieser mit dem Bewußtsein trösten, daß bei ihm sogar Ministerialbeamte verkehren. der Bürg Werkstatt). bei Breme Der Streit der Eisenmöbelarbeiter in Budapest dauert fort. Der Werkführer, dessen brutales Auftreten mit die Veranlassung zur Arbeitsniederlegung war, hat sich nach Wien und auch ans Ausland gewandt, um Arbeitskräfte zu erhalten. Hoffentlich täuscht er sich. Die Streikkasse beschlagnahmt. Die Streiffaffe der Budapester Tischlergehilfen, welche sich seit einiger Zeit in partiellem Ausstand befinden, wurde gestern Nacht infolge direkten Auftrages des Ministers des Innern von der Polizei mit Beschlag belegt desgleichen die im Fachvereine befind lichen Aften. Versammlungen. am Hierauf Schuhmacher. Sonnabend, den 2. März, abends 8% Uhr. bei Feind, Weinstraße 11: Deffentliche Bersammlung. Tagesordnung Vortrag über den legten Theil der Behn Gebote". Referent Genosse Hoffmann. Tanz und Vorträge. Vergnügungsklub Geselligkeit". Sonntag, den 3. März, abends 6 Uhr, im Konzerthaus Ganssouci, Rottbuserstraße 4a: Gesellschaftsabend, Tischier- Verein. Heute Abend 9 Uhr Melchiorstraße 15: Außerordentliche General- Bersammlung. Zehrkursus zur ersten Hilfe bei Unglücksfällen. Sonnabend, den 2. März Stiftungsfest. Montag, den 4. März Bortrag und Uebungsstunde in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. Montag, den Babenschneider. Tagesordnung: Die Verhältnisse in der Nähmaschinen4. März, abends 8 ühr, Versammlung in Rirdorf, Hermannstraße 118 bei Brandſe, Heferent kolege zuber. Für Weißensee Rölfestraße 17 bet Klebs. Tagesordnung: Vortrag des Kollegen Kurcht über:„ Die Weber". Siehe morgen Inferat.) Abg. von Eynern( natl.): In dem Ministerialreskript vom 31. Mai v. J. ist eine ganze Fülle von guten und gesunden GeZuzug von Tischlern ist fernzuhalten von Pforzheim danken vorhanden, wenn auch noch zu viel die Theorie vorherrscht. ( Weibl's Möbelfabrit); es streiten dort 30 Mann. Ferner ist Wenn wir die Aufgabe der Mädchenschulen so erweitern, wie es noch immer der Zuzug fernzuhalten nach Bulmfe bei Gelsengewünscht wird, daß die Mädchen mitarbeiten können an den großen Lebensaufgaben der Menschheit, dann entsteht die Gefahr, Der Polizei- Wachtmeister Sturmheit stand gestern unter firchen( Laarmanns Werkstätte). Izehoe( Westphal'sche Möbeldaß wir ein großes weibliches Proletariat bekommen. der Anklage der Urkundenfälschung vor der neunten fabrik), Luckenwalde( Billig's Werkstätte); von Tischlern und Kultusminister Boffe: Der Besuch der ersten Klasse ist so Strafkammer des hiesigen Landgerichts I. Die Verhandlung bot Metallarbeitern nach Güstrow i. M.( Mecklenburgische Waggonfabrik); von Tischlern und Drechslern nach Goslar( Pfeil'sche gering, daß die Nothwendigkeit einer zehnten Klasse nicht be- insofern ein betrübendes Bild, als nach der Ansicht des Gerichts- Möbelfabrik); von Drechslern nach Lauterberg( Fabrik Hillegeist) wiesen werden kann. Ein Normaletat ist den akademisch ge- hofes hier ein Vater seine eigene, erst 14jährige Tochter und Harzburg( Schulze's Holzbearbeitungsfabrik); von Bürstenbildeten Lehrern an Mädchenschulen nicht versprochen worden, dazu angehalten hat, vor dem Gerichte falsches Zeugniß machern nach Braunschweig( Werkstatt von Ecke, Wendenstraße; ich habe den Herren nur gesagt, daß sie wegen ihrer Züchtigkeit abzulegen. Der Angeklagte verschaffte sich wiederholt von Korbmachern nach Oslebshausen bei Bremen( Barre's ebenso behandelt werden könnten, wie die Lehrer an Knaben- beim Beamtenverein Geld auf Wechsel unter schulen. schaft zweier ihm bekannter Personen. E3 war Ge= Abg. Plek( 3.) weist auf die segensreiche Thätigkeit der brauch, daß von dem betreffenden Beamten des BeamtenDrden für das Schulwesen hin und wünscht, daß der Staat das Vereins durch Aufschreiben der Namen der Bürgen mit Bleistift, Schulwesen nicht monopolifire. die Stelle bezeichnet wurde, wohin die Bürgen ihre Unterschrift leisten follten. In einem Fall soll nun der Angeklagte diese Unterschriften unbefugter Weise selbst auf den Wechsel geschrieben haben. Er bestritt entschieden jede Schuld und wälzte dieselbe auf seine Frau ab, die inzwischen verstorben ist. Er behauptete nämlich, daß er seiner Frau den Wechsel mit dem Auftrage übergeben habe, die Unterschrift der beiden Bürgen einzuholen; die Frau habe den Auftrag falsch verstanden und da sie selbst nicht lateinisch schreiben konnte, habe sie ihre damals 12 jährige Tochter angehalten, die Namen der Bürgen au der durch Bleistift bezeichneten Stelle hinzuschreiben. Diese Erklärung trug den Stempel der Glaubwürdigkeit nicht an sich einerseite eigten die Unterschriften die fräftigen Züge einer Männerband, bruderet. Filfsarbeiter tagte at 17. Februar in sie waren augenscheinlich den richtigen Unterschriften nachgeahmt Königstädtischen Kassino. Nachdem einige interne Mittheilungen und zum Ueberfluß noch mit zweierlei Dinte geschrieben. Der gemacht, wurden sieben Kollegen als Mitglieder aufgenommen, Angeklagte hatte auch hierfür eine Erklärung bei der Hand: er ciner zurückgewiesen. Hierauf gab der Kassirer folgenden Viertelbehauptete, daß auf dem Arbeitstische der Tochter zwei Dinten jahres- Bericht. Einnahme 565,50 M., Ausgabe 826,87 M., Befäffer geftanden hätten, in welche die Tochter die Stahlfeder stand vom 2. Quartal 535,05 M., mithin Bestand 773,66 m. irrthümlich getaucht habe. Das jetzt 14jährige Mädchen trat als Diefer Bericht wurde von den Revisoren bestätigt. Beugin ihrem Vater hilfreich zur Seite und blieb auch ihrerseits fam ein Unterflüßungsgesuch der Musikinstrumenten- Arbeiter zur dabei, daß sie selbst die beiden Namen geschrieben habe. Die Verhandlung; bewilligt wurden 15 M., zu gleicher Zeit wurde Schreibproben, die der Gerichtshof mit ihr anstellte, wurden von noch eine Tellersammlung veranstaltet, welche 6,60 m. ergab. dem Mädchen auch ziemlich gut gelöst: sie schrieb die Namen der beiden Personen ziemlich geläufig und auch ziemlich ähnlich, doch gelang es ihr doch nicht, einen ganz charakteristischen Federzug nachzuahmen. Sie konnte den Bater auch nicht retten, denn der Gerichtshof war feinen Augenblick im Zweifel, daß das Mädchen in der Zwischenzeit auf die in Frage stehende Schrift gewiffermaßen dressirt worden sei und der Angeklagte die Fälschung selbst begangen habe. Darauf deutete auch das Gutachten des Schreibsachverständigen hin. Der Angeklagte wurde zu sechs Monaten Gefängniß und 1 Jahr Ehrverlust verurtheilt. Die Mißhandlungen geifteskranker Patienten durch die Krankenwärter nehmen in den Privat- Frrenanstalten in den Vororten Berlins immer noch kein Ende. Gestern hatte sich die dritte Strajkammer am Landgericht II mit einer solchen Mißhandlung zu befassen. Wegen Körperverlegung eines Geistestranfen hatte sich der Krankenwärter und Friseur Zielinski aus Steglitz zu verantworten. Am 13. März v. J. war der Angeklagte in der Dr. Fröhlich'schen Privatanstalt zu Steglitz beim Saareschneiden beschäftigt, als der Geiftesfranke Thiele dazutrat Abg. Kuörcke( frs. Vg.) weist die Angriffe des Zentrums und sich eine Kopfbürste befah. Zielinski wollte die Bürste dem auf unser Volksschulwesen zurück. Die Anschauung des Abg. Patienten wegnehmen und schlug demselben eine schallende v. Heereman, daß zu viel gelehrt und zu wenig erzogen werde, Ohrfeige, sodaß der Kranke hinstürzte, dann stieß er Thiele noch sei ganz falsch. Wenn weniger gelernt werde, so sei das doch mit dem Fuß in's Gesicht. Der Krankenwärter Otto Schäfer, der noch keine bessere Erziehung. Ein großer Mann hat gesagt: in der Anstalt nur vorübergehend beschäftigt murde, erstattete bei Unwissenheit ist die theuerste Sache in einem Lande, ein ver- dem Vorsteher der Anstalt die Meldung, daß Zielinski einen ständiges und unterrichtetes Volt ist immer sittlicher und fleißiger Patienten in ganz brutaler Weise mishandelt habe. In der That Peter en gang betale anderen Tage einen Bahn. Gegen als ein unwissendes. Zielinski wurde darauf Auflage wegen Mißhandlung eines Geisteskranken erhoben. Das Schöffengericht am Amtsgericht II hielt die Körperverletzung für erwiesen und erkannte auf einen Monat Gefängniß. Gegen dieses Urtheil legte der Berverein& te bertranz in Brandenburg a. d. Havel, Mengert's Volksgarten, theidiger, Rechtsanwalt Wronter, für den Angeklagten die Be- Bergfir. 6.- Deutsche Eiche II, Brandenburg a. d. Havel, Hauptnraße, Frisch auf I, Friedrichsberg, Rummelsburgerstr. 23 bei rufung ein. In der Hauptverhandlung bekundete der als Zeuge winkel's Calon. Emil Neumann Gängerlufi, Luckenwalde, Beelizerstr. 34 bei Otto vernommene Assistenzarzt Dr. Löwenthal, daß bei einer vor@chulze. Männer- Gesangverein Fortschritt, Königsbergerstraße 28 Hand in hand II, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 genommenen Untersuchung des Patienten sich eine Verletzung bei Leidnig Daß der Kranke am anderen bet Emil Heinecke Männer- Gefangverein Immergrün, Tegel, Span= des Gesichtes nicht gezeigt hat. cauerfir. 15 bei G. Rentner. Moabit, Havelbergerstr. 31. Freie Tage einen Zahn verloren habe, gehe daraus hervor, daß der Sänger, Schmargendorf, Wirthshaus Friebrich. Hand in Hand 1, Patient ein chronisch Geisteskranker sei, der fortwährend mit den Reichenbergerfir. 24 bei Tauschke. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Bühnen knirscht. Die Zähne werden durch das fortwährende der geselligen Arbeitervereine betreffend find u richten an: B. Gent, Adalbertstr. 95. Knirschen locker und da ist es möglich, daß der Patient sich den alle Zuſchriften, den Bund Sonnabend: locker gewordenen Zahn ausgebissen habe. Trotz dieser Aussage Theaterverein effing, Blumenfir. 46 bei Tarmuschat( ieben 2. und Wärter Schäfer, hat mit seinem Gide bekundet, daß der An- Fichte( Witgl. b. Teutfchen Arb.- Zurnerb.) funt heute: 1. Männer- Abth. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Honnabend. Turnverein hielt der Gerichtshof den Angeklagten für schuldig; der Zeuge, 4. Gonnabend). 3. Männer- Abth. Bocchstr. 21. getlagte ben Batienten mi hielt der Gerichtshofen och rätigen. Z 2. Lehrlings- Abth. der Gerichtshof für zu hoch taligerir. 65-66. Gemischter Chor Gleichheit, Abends 9 Uhr, getlagten verhangene Strafe und erkannte unter Aufhebung des ersten Urtheils auf vierzehn Bühnenverband Normania, jeden legten Sonnabend im Monat Cigung bei Zwinglistraße 6a im Restaurant. Mitglieder werden dafelbfi aufgenommen. 6. Leichniß, Königsbergerfir. 28. Privat- Theater- Gesellschaft Schiller, Tage Gefängniß. Sigung Abds. 9 Uhr bei Linte, Buttbuserstr. 24. Nach der Sigung: Fidelitas. Privattheater Gesellschaft Toni, Gonnabend 9% Uhr bei Buleger, Swinemünderstraße 144.- Theaterverein unige Brüder II, Sigung jeden Sonnabend Abends 9 Uhr, bei Meichelt, Hasenhaide Nr. 45/47. Theatergesellschaft Immer Lustig, Abends 9 Uhr, Sizung bei Ruhl, Ghorinerstr. 53. Bergnügungsflub Ostend, Sigung Abends 9 1hr im Restaurant Rudolf, Krautstraße 6. Geselliger ArbeiterVerein Proletaria, Sonnabend nach bent 1. und 15. jeden Monats, Abends s hr bei Sommer, Grünstraße 21. Rauchklub Blaue Woltell, Sigung jeden Sonnabend 9 Uhr im Restaurant F. Steuer, Weinstraße 22. Rauchtlub Dornröschen, jeden Sonnabend, Abends Rauchtlub Unverzagt, Abends Uhr, bei 8. Krüger, Fennstraße 5. 9 Uhr bei Vogel, Lcbuserstr. 18. Stattlub Blaue Blouse, jeden connabend bet mutite, Graudenzerstr. 2.- Stattlub Revolution, Sigung Aufnahme jeden Sonnabend 9 ühr bei Lankeit, Grünauerstraße 27. neuer Mitglieder. Bergnügungsverein Ipen veilchen, jeden Sonnabend 10 Uhr Sigung bei Stuppin, Blumenftr. 49. – Zambou verein„ dt u 7", Sonnabend, abends 9 Uhr, beim Restaurateur Sodite, Inſelftr. 1. Arbetter- Bithertiub Frohsinn abends 8 Uhr im Restaurant Retch, BlumenDansk Forening Freja, Oranienstrasse 51, Módeaften hver Lòrdag Kl. 9. Besógende ere velkomne. Danske Aviser findes i Lokalet. Abg. Schmidt Warburg: Der betreffende Kreis- Schul. inspektor wird sich wohl schwer nach dieser Erörterung hier richten. Bei den Ausgaben zu Beihilfen an unvermögende Schulverbände für das Stelleneinkommen der Lehrer und Lehrerinnen, behufs Errichtung neuer Schulstellen und für Elementarschul- Bauten giebt Mininer Blosse einige Erläuterungen. Abg. Glattfelter( 3.): Man solle einmal untersuchen, ob die Schulerziehung nicht mit verantwortlich sei für die Zunahme der Verbrechen. Die Kirche habe das Recht und die Pflicht, auf die Schule einzuwirken, und niemand habe ein Recht, sie daran zu hindern. Bu Dienstalterszulagen für Volksschullehrer und Lehrerinnen find 9 050 000 M. ausgeworfen. Die Abgg. v. Strombeck, v. d. Acht( 3.) u. Gen. beantragen, daß für die Bemessung dieser Dienstalterszulagen auch die Dienfizeit in Anrechnung tommt, welche Lehrer und Lehrerinnen im Dienste solcher staatlich genehmigter Privatschulen zugebracht haben, welche von firchlichen Obern, tirchlichen Vereinen oder Kirchengemeinden errichtet sind und unter halten werden. Strombed unverändert bewilligt, ebenso der Rest des Kapitels Der Titel wird unter Ablehnung des Antrages von Elementar- Unterrichtswesen". Das Kapitel Kunst und Wissenschaft" wird ohne Debatte tewilligt. Saluß gegen 4, Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 11 Uhr.( Kultusetat.) Gerichts- Beitung. Wieder ein Prügelpädagoge. Wegen Mißhandlung eines Schulfindes ist vom Landgericht Baugen am 13. Dezember Bolksschullehrer vorigen Jahres der Johann Wilhelm Kretschmar zu 50 M. Geldstrafe verurtheilt worden. Die Herr Wilhelm Danneberg, Tischler, Graudenzerstr. 15 noch nicht 7 Jahre alte Lina S. las ein vom Angeklagten an theilt uns mit, daß er mit dem fürzlich in Sachen des Lotterie- die Tafel geschriebenes Wort falsch. Dafür gab er ihr einige gewinns angetlagt gewesenen Tischler gleichen Namens nicht Schläge auf die Hand und zog derart an ihrem Ohre herum, identisch ist. daß die Haut der Ohrmuschel platte und eine Die Auträge auf Benutzung von Vorgärten zu 1/2 Centimeter breite blutende Wunde eintrat. Zu einer förperSchantzwecken in denjenigen Stadtheilen, welche von dem lichen Büchtigung war Kretschmar nicht berechtigt, am allerwohlhabenderen Publikum bewohnt werden, will der Berliner wenigsten zu einer derartigen. Die Revision des AnBolizeipräsident grundsäßlich abweisen. Auch ein Gesuch des gellagten rügte verschiedene angebliche Unklarheiten des Urtheils, Schantwirthes Lewinsti, Bülowstraße 45, seinen Vorgarten das Reichsgericht verwarf jedoch vorgestern das Rechtsmittel, zum Aufenthalt seiner Gäste einrichten zu dürfen, war ab- da ausreichend festgestellt sei, daß der Angeklagte sich der Rechtsschläglich beschieden worden. 2. war der Ansicht, daß die Er- widrigkeit seiner Handlungsweise bewußt gewesen ist. wägungen, welche das Polizeipräsidium zu dem abschläglichen Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzpläken teschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands, Filiale, Berlin 1. Be fammlung am Montag, den 4. März, abends 8 uhr, bet Wilfe, Andreashiraße 26: Vortrag der Genoffin Frau Echolz über: Klassenerziehung und Klassenbildung. Arbeiter Bildungsschule. Sonnabend Abend 7-8% Uhr: Lektüre. 8-10% Uhr: Nord Schule, Müllerfir. 179a, Distutir- Uebungen; Güd: Dit Schule, Waldemarstr. 14: Distutir- Uebungen.( Thema in der SüdD- Schule: Bunft 6 des Erfurter Programms über die Stellung zur Religion. Referent: Herr Lachmann.) unentgeltlich. Bet allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. werden darauf aufmertfam gemacht, daß die am vergangenen Montag ausgefallene Unterrichtsstunde am Sonntag, den 3. März, vormittags von 10 bis 12 Uhr, stattfindet. Arbeiter ängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Die heilnehmer am Unterricht in der Natur- Ertenntniß( Nord- Schule) Neumann, Pafewaltersir. 3. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Friedrich Kortum, 8-11 Uhr: neturçefunde und Aufnahme, neuer Mitglieber. Gefangverein smeralda, Tilsiterstraße 82 bet Sänide. Grüne Gich e, Nirdorf, 2yrania, LandsHermannfir. 48. 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März, nachmittags 22 Uhr, im Lokale des Herrn Karl Dorn, Bürgerstr. 4, Mitglieder- Versammlung des Volksbildungs- Vereins für Britz und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Fritz Zubeil aus Berlin über:„ Die Sozialdemokratie und das allgemeine Wahlrecht." 2. Diskussion. 8. Verschiedenes und Fragekasten. 257/20 Gäste haben Zutritt. T Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Oranienstraße 44, Oranien- Bad, w. Morig u. Oranienplay. Bäder- Lieferant für sämmtl. Krantentassen Berlins u. Umgegend. Dampfkastenbäder, Packung in seidene Laken. Massage. Vereinsmitglieder zahlen nur 75 Pfg. pro Bad mit Packung u. Massage. Wannenbäder. 3 Bäder mit Seife u. Handtücher 1 Mk. Außerdem: Sool, Schwefel-, Sitzbäder. Neu eingerichtete Abtheilung Güsse, Wickel etc. System Kneipp. Wilhelm Roll. Beiß- und Bairischbier- Lokal, Waldemarstr. 61, Ecke Mariannenplay. Hochseine Weiße, vorzügliches Lagerbier( Brauerei Pichelsdorf), talte und warme Speisen u. 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