Nr. 507 40.Jahrgang Ausgabe A nr. 253 Bezugspreis: Bont 28. Ottober bis 8. November 14 Milliarden M. voraus zahlbar. Unter Kreuzband vom 28. Oktober bis 3. November für Deutschland, Danzig, Eaar- und Memelgebiet sowie Defter reich und Luxemburg 14450 Millionen, für das übrige Ausland 14500 Million. Postbezugspreis freibleibend. Der Bormärts" mit der Gonntags. beilage Bolt und geit", der Unter. haltungsbeilage..Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 2 Milliarden M. Anzeigen- Grundpreise: Die ein spaltige Nonpareillezetle 400 Mart. Reklamezeile 2000 Mart. Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 120 M.( zulässig zwet fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 60. Stellengesuche das erste Wort 60 M., jedes weitere Wort 50 W. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familienanzeigen für Abonnenten geile 40 m. Alle Grundpreise mal Schlüffelzahl zurzeit 18 Millionen. Anzeigen für die nächste Nummer müffen bis 4% Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW.68, LindenStraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Donhoff 292-295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Dienstag, den 30. Oftober 1923 Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Postscheckkonto: Berlin 375 36- Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depositenkaffe Lindenstraße 3 Militärherrschaft in Dresden. Reichswehr holt die Minister aus den Aemtern. Der Vorstand der Bereinigten Sozialdemokratischen Partei| Art. 48 der Verfassung. Die sozialdemokratischen Minister werde. Im Finanzministerium erklärte Böttcher dem ReichsDeutschlands hat am Montag zu dem jüngsten Vorgehen des Reichs- waren lediglich über die Absicht des Oberbefehlshabers wehroffizier, daß er die Handlungsweise als einen Bruch der ReichsTanzlers gegen die sächsische Staatsregierung Stellung genommen. Geßler informiert worden, den Rücktritt der sächsischen Re- und Landesverfassung betrachte und persönlich nur der Waffengewalt Ausgangspunkt dieser Affion ist das Berhalten der Kommuniffen in gierung zweds Ausschaltung der fommunistischen Kabinetts- weiche. der fächsischen Regierung. Die Kommunisten benußen das Verbot ihrer Zeitungen zur mitglieder zu erzwingen. Sie haben, wie bereits berichtet, ihre stärksten Bedenken gegen eine solche Absicht zum Aus- verstärkten Generalstreifhehe. Bon führender kommunistischer Seite druck gebracht; leider vergebens. Ihre Zustimmung zu dem wurde am Montag nachmittag offen erklärt, daß die Kommunisten Ultimatum selbst ist nicht eingeholt worden. Vielmehr trägt es als einen Mißerfolg ihrer Politik empfinden müßten, wenn es der Reichskanzler allein die Verantwortung für diesen Schritt. nicht zum Generalstreit täme. Im Gegensatz hierzu veröffentlicht Ferner: Noch in der Nacht vom Sonntag auf Montag der Landesvorstand der Sozialdemokratie folgenden hat der Reichstanzler den aus Dresden zurückgekehrten Aufruf„ An die werftätige Bevölkerung Sachsens!": Genossen Dr. Gradnauer und Dr. Hilferding das bestimmte Versprechen abgegeben, daß vor Dienstag nichts geschehen würde; der Reichskommissar würde dementfprechend instruiert werden. Dieses Bersprechen ist nicht eingehalten worden. Der Parteivorstand hält das Vorgehen der Kommunisten in Dresden, die, gedeckt durch die Landtagsfraktion der Kommunisten, in Flugblättern zur Bewaffnung aufgefordert haben, für unverträglich mit den Intereffen der Republik. Die Kommunistische Partei hat damit zugleich die Grundlagen zerstört, auf denen seinerzeit der Verfuch der gemeinsamen Regierungsbildung unternommen würde. Der Parteivorstand ist der Auffassung, daß nach dem Hamburger kommuniffenputsch und nach den Dresdener Borgängen das Verbleiben von Kommunisten in der fächsischen Regierung unmöglich ist. Trohdem häit der Parteivorstand das Borgehen des Retestanzlers, der in Dresden einen Reichskommiffar einsetzte, und die verfassungsmäßig gebildete Regierung ausgeschaltet hat, nicht für gerechtfertigt. Außerdem hätte mit größerem Recht die bayerische Regierung ausgeschaltet und in München ein Reichskommissar eingesetzt werden müssen. Der Parteivorstand wird sich sofort um eine Entspannung der Situation in Sachsen bemühen. Er wird dann am Mittwoch gemeinsam mit der Reichstagsfraktion zu den zwischen dem Reich, gemeinsam mit der Reichstagsfraktion zu den zwischen dem Reich, Bayern und Sachsen bestehenden schweren Differenzen Stellung nehmen. Herr Dr. Stresemann hat seine Regierung als die letzte verfassungsmäßige Regierung des Reiches bezeichnet. Trotzdem hat er in der sächsischen Frage so gehandelt, als ob er es gar nicht mehr erwarten fönnte, daß das Reich diese legte verfassungsmäßige Regierung loswerde. Hat er all die schweren Verantwortungen der äußeren und der inneren Politik wirklich nur auf sich genommen, um durch eine geradezu funstvoll herbeigeführte Krise alle vielleicht möglichen Anfangs erfolge dieser Politif im Reim zu erstiden? Sieht er nicht, wohin der Wagen läuft? Und daß nur noch der stärkste Griff in die Speichen, beinahe nur noch ein Wunder ihn vor dem Abgrund retten kann? * In später Nachtstunde geht uns noch folgende bedeutungsvolle Mitteilung zu: Als der Parteivorstand in den Nachmittagsstunden des gestrigen Tages den oben wiedergegebenen Beschluß faßte, waren ihm die Vorgänge noch nicht bekannt, die sich etwa zu gleicher Zeit in Dresden abspielten. Diese Borgänge ver Die Nachricht, daß die Verordnung des Reichspräsidenten stärken den Eindruck, daß Kräfte am Werte sind, die nicht über die Einsetzung eines Reichskommissars für Sachsen schon nur aus Plumpheit und Ungeschid herausfordernd wirfen, in der letzten Nacht erlaffen fei, ist unrichtig. Tatsächlich wurde sondern die ganz absichtlich und mit talter Ueberle das schwerwiegende Dokument dem Reichskanzler erst um gung so wirfen wollen. Sie sind nicht zufrieden, solange es ihnen nicht gelungen ist, auch dem Geduldigsten und Befonnensten das Blut in die Schläfen zu treiben, sie wollen den Kladderadatsch herbeiführen, weil sie sich auf ihre Waffen gestützt als die Stärkeren fühlen und ihren Erfolg für sicher halten. " Die Bandesinstanzen sind sich bewußt, daß das Diktat der Reichsregierung die härteste Belastung des sächsischen Proletariats darstellt. In voller Wertung der bestehenden Machtverhältnisse muß jedoch vor jedem unbesonnenen Schritt und jeder Einzelaktion der werkfäfigen Maffen gewarnt werden. Eine Aftion des fächfifchen Proletariats darf nur auf Anweisung der zuständigen Jnflanzen, der Parteien und Gewerkschaften erfolgen. Weitere Anweisungen ergehen zur gegebenen Zeit. Es ist mit Bestimmtheit anzunehmen, daß die Mehrzahl der Arbeiterschaft dieser Parole des Abwartens voll zustimmen wird, da man sich über die Aussichten eines leichtsinnig vom Zaune gebrochenen Generalftreits feinen Illufionen hingibt. Große Empörung herrscht in der sozialdemokratischen Arbeiterschaft über das erst durch die Preffe bekanntgewordene Flugblatt, das vom Landesvorstand der KPD. unterzeichnet ist und zum bewaffneten Kampf gegen die Militärdiktatur auffordert. Die„ Dresdener Volkszeitung" betont, daß die Kommunisten damit wider Treu und Glauben gehandelt und die Sozialdemokratie in illoyaler Weise hintergangen haben. In flarer Erkenntnis des Ernstes der Lage richtet unser Dresdener Parteiblatt das dringende Ersuchen an die Arbeiterschaft, fich unter teinen Umständen zu übereilten HandIungen verleiten zu lassen. Heinzes vorläufige Ministerliste. Dresden, 29. Oktober.( WTB.) Der Reichskommissar für den 11 Uhr vormittags überreicht, und zwar mit dem Hinzufügen, Freistaat Sachsen, Reichsminister a. D. Dr. Heinze, erläßt foldaß über die Frage der Ausführung erst eine Bergenden Aufruf an die sächsische Bevölkerung: ständigung mit dem Kabinett und den Partei- Der Herr Reichspräsident hat auf Grund der Reichsverfassung führern herbeigeführt werden müsse. Dies wurde aus- Art. 48 Abs. 1 die bisherige sächsische Regierung ihres Amtes entdrücklich zugefagt. Unverständlicherweise erhoben und mich als Reichskommissar bestellt. Meine Hauptaufgabe folgte aber diese Verständigung nicht, sondern der Mechanis ist zusammen mit dem Militärbefehlshaber des Wehrkreises 4 die mus der Verordnung wurde sofort in Gang gesezt mit dem Ordnung und Sicherheit im Lande wiederherzustellen, Erfolg, daß die fächsischen Minister mit Militärbegleitung aus Plünderungen zu verhüten, den Terror der Straße und in den Beihren Aemtern herausgebracht wurden. trieben zu brechen und damit die Rechtssicherheit zu schaffen, die die Voraussetzung für jede gedeihliche Arbeit und das Ansehen der fächsischen Wirtschaft ist. Meine Hauptforge wird sein, für die Ernährung der Bevölkerung das Möglichste zu tun, mein Hauptziel, so rasch als möglich unter Zusammenfassung aller ver faffungstreuen Kräfte die Bildung einer neuen RegieDie Frage bleibt offen, wer es so eilig gehabt hat, eine Entwicklung der Dinge herbeizuführen, die das ganze Reich mit schwerem Verhängnis bedroht. Sihung des Reichskabinetts. Der Aufruf, den die Zentralinstanzen unserer sächsischen Partei erlassen haben, ist unter solchen Umständen geradezu ein Att des Heroismus. Und heroisch werden die fozialdemokratischen Arbeiter handeln, wenn sie, den Mahnungen dieses Aufrufs folgend, jede unbesonnene Handlung unterlassen. Sie werden ihre politische Reife erweisen, indem fis in diesem Augenblick gerade das nicht tun, was ihre bösartigsten Gegner sehnlich erwarten und wünschen und wozu sie die Massen mit allen Mitteln zu treiben versuchen. Wie in Gestern um 1/10 Uhr abends trat das Reichs- rung auf parlamentarischer Grundlage zu fördern. den Zeiten der schwärzesten Reaktion gilt auch jetzt wieder tabinett zu einer Sizung zusammen, die bis gegen 11 Uhr Ich vertraue darauf, daß mich alle Gutgesinnten in der Erfüllung in Sachsen und im ganzen Reich die Parole:" Genossen, dauerte. Die sozialdemokratischen Minister gaben meiner schweren Aufgabe tatkräftigst unterſtüßen. laßt Euch nicht provozieren!" Bon der Beamtenschaft erwarte ich, daß sie getreu ihren Auf dem politischen Schachbrett Deutschlands wird jetzt ihrer Entrüstung über die Dresdener Heinze- Müllerein Spiel gespielt, in dem ein einziger falscher Bug entschei- Wirtschaft schärfsten Ausdruck. Sie werden ihre weiteren Amtspflichten nachkommt. Beamte, die sich etwa ihrer Dienstpflicht entziehen sollten, werden die Folgen ihrer Pflichtvergessenden kann. Darum ist es notwendig, daß wir die größte Kalt- Entscheidungen im Einverständnis mit den Partei- heit zu tragen haben. Mit der Fortführung der Geschäfte in den blütigkeit bewahren und uns das Gesetz unseres Handelns instanzen treffen. Unter diesen Umständen kommt der einzelnen Ressorts sind bis zur Bildung der neuen Renicht vom Gegner aufzwingen lassen. heutigen Sigung des Fraktionsvorstandes und der morgigen gierung folgende Beamte beauftragt worden: der Fraktion eine außerordentliche Bedeutung zu. Reichswehrminister Dr. Geßler ist plöglich ertrantt. Die Vorgänge in Dresden. # Die Reichsregierung hat ihren traurigen Triumph in Sachsen damit erfämpft, daß fie ihre innere Einigkeit zerstörte und die hinter ihr stehenden Parteien in die allergrößte Ver= wirrung brachte. Ein Blick in die Presse genügt, um das zu zeigen. Organe der Demokratischen Partei und des ZenDresden, 29. Ottober.( Eigener Drahtbericht.) Reichskommiffar trums führen gegen fie eine ebenso scharfe,' wenn nicht noch eine schärfere Sprache als fie hier geführt werden muß. Und Dr. Heinze hat am Montag mittag sämtlichen fächsischen Ministern dieser Zustand innerhalb der Regierungstoalition ist herbei- das Ablegungsdekret mit der Aufforderung überreichen lassen, bis geführt worden in einem Augenblic, in dem das aufft än 2 Uhr mittags die Minifterien zu verlassen. Pünktlich um 2 Uhr dische Bayern seine Truppen ausrüftet, um der Re- erfolgte der Anmarsch der Reichswehr, die Befehl hatte, publit und ihrer Verfassung den Garaus zu machen. die Ministerien zu säubern". In Begleitung mehrerer MufitWie sieht es im Rabinett selbst aus? Auch der Außen- tapellen marschierten die einzelnen Kompagnien in die Altstadt und stehende errät es, wenn er die MTB.- Falschmeldung liest, besegten die Ministerien, den Landtag und das Hauptpoftamt. Im nach der das Kabinett die Maßnahmen gegen Sachsen ein- Staatsministerium wurden zunächst sämtliche Eingänge besetzt und stimmig beschloffen haben soll, und sie mit der Erklärung ver- mit Maschinengewehren gesichert; dann wurde das Treppenhaus gleicht, die die sozialdemokratischen Reichsminister abgeriegelt. Unter Führung von zwei Offizieren nahmen mehrere hier abgegeben haben. Er begreift, daß es nicht die Aufgabe Patrouillen die Minister fest und führten sie unter starter Bevon Ministern ist, mit Gefühlsausdrüden an die Deffentlich- dedung die Mannschaften mußten die Gewehre entsichern- zum teit zu treten, er versteht aber auch, mit welchen Gefühlen Ausgang, wo fie in Freiheit gesetzt wurden. Niemand durfte das trozdem diese Minister bisher auf dem Posten verblieben Haus ohne Genehmigung des leitenden Offiziers verlassen oder befind, auf die sie von der Partei gestellt wurden. treten. Als Genosse 3eigner aus seinem Zimmer geführt wurde, Ueber die Vorgänge im Kabinett und in der Reichs- hatten sich auf dem Gang zahlreiche Ober- und Unterbeamte verfanzlei sei übrigens noch das folgende festgestellt: Der Wort- fammelt, von denen sich der Ministerpräsident durch Händedrud faut des Ultimatums Stresemanns an 3eigner rerabschiedete. Ein Beamtenvertreter gelobte in turzer Ansprache ist nicht das Ergebnis eines Kabinettsbeschlusses, vielmehr dem Ministerpräsidenten unverbrüchliche Treue. Genoffe Beigner ist der Brief verfaßt und abgefandt morden auf Grund des erwiderte, er habe die Hoffnung, daß jeder poll seine Pflicht tux. Ministerium des Innern: Ministerialdirektor a. D. Dr. Schmitt; Finanzmiifterium: Dr. ing. Just; Wirtschafts- und Arbeitsministerium: Minifterialdirektor Dr. von Huebel; Ministerium der Juffiz: Oberlandesgerichtspräsident Dr. Man nsfeld; Ministerium für Volksbildung: Ministerialdirettor Dr. Woelter. Die Leifung der Staatskanzlei ist ihrem früheren Seifer Minifterialdirektor Dr. Schulze übertragen worden. Der Reichskommissar für den Freistaat Sachsen gez. Reichsminister a. D. Dr. Heinze. Politische Versammlungen verboten. Dresden, 29. Oktober.( WTB.) Das Wehrkreiskommando erläßt folgende Bekanntmachung: Unter Aufhebung der bisher über das Bersammlungsrecht von mir erlassenen Berordnungen bestimme ich: Politische Ver. fammlungen jeder Art find im Freistaat Sachsen bis zu anderweitiger Regelung verboten. Zuwiderhandlungen unterliegen der in 3iff. 7 meiner Verordnung vom 27. Oftober angeführten Strafandrohung. Dresden, den 29. Oktober 1923. Der Militärbefehlshaber. gez: Müller, Generalleutnant. Ein Rückzug. gefnüpft merden, bie left Beffehen der großen Loafiffon im Rele Bayerische Rückfragen. Dresden. 29. Oktober.( Eigener Drahtbericht.) Der General- nicht aufgehört haben, diefes Hindernis für eine Diktatur der Rechten zu beseitigen. Die Deutsche Zeitung", die sonst fein gutes Haar An maßgebenden Stellen Münchens sieht man den KonTeutnant Müller hat am Montag folgende Berordnung erlassen: an dem Kabinett Stresemann läßt, feiert die kühne Tat" und flift mit dem Reich, wie uns berichtet wird, durch die Forde " In Ausübung der vollziehenden Gewalt verordne ich: Bis zur fündigt die Stunde der Entscheidung an. Die Deutschnationalen be; rung der Reichsregierung nach Wiederherstellung der verEinberufung des Bandtages durch den vom Herrn Reichstanzler trachten den Borstoß gegen Sachsen als einen Schritt weiter zum faffungsmäßigen Befehlsgewalt im bayerischen Teile der ernannten Reichskommissar findet ein Zusammentritt des Land- Ziele der Wiedererrichtung ihrer Herrschaft, wie der helle Jubel der Reichswehr als außerordentlich verschärft an. Der banerische tages nicht statt." deutschnationalen Presse beweist. Es ist Aufgabe des besonnenen Gesandte in Berlin, Breger, der seit Freitag in München Diese Verordnung ist im Laufe des Montagnachmittag auf Teils des deutschen Boltes, die Pläne der rechtsradikalen Sata- meilte, wird im Auftrage der bayerischen Regierung Rica Anordnung des Reichskanzlers wieder aurudge ftrophenpolitiker zu durchkreuzen. Meder die Reichsregierung noch fragen an die Reichsregierung stellen. Man ist sich in nommen worden. Aus den Kreisen der sozialdemokratischen bie Sozialdemokratie dürfen ihnen ungewollt Borspanndienste leisten. München nicht klar darüber, ob das Reich nur ein Abrücken Reichstagsfraktion wurde gegen diese geplante verfaffungswidrige Menn Stresemanns Borgehen gegen Sachsen und Bayern den von Lossom oder auch ein solches von Kahr verlangt, und ob Maßnahme entschieden protestiert. 3med haben soll, die Diftaturgelüfte auf der rechten und der linken man auf der Aufhebung des bayerischen Ausnahmezustandes Seite zu erledigen, dann darf er sich nicht nach einer Seite besteht. Der bayerische Ministerrat wird sich heute mit der abbrängen lassen, um dadurch den Mutberer au stärten, Angelegenheit beschäftigen; doch dürfte ein Entschluß erst nach bie die Stunde der Entscheidung bereits schlagen der Rückkehr Bregers nach München, die für Donnerstag ers hören." wartet wird, gefaßt werden. „ Die kühne Tat". 28 Daß die Berliner Rechts preffe noller Jubel ist über Niemand wird fagen können, daß die Meldungen aus das Vorgehen des Reichskanzlers in Sachsen, versteht sich am Dresden über das Vorgehen der Reichswehr mit all ihren Rande. Es tauchen zwar schmerzliche Zweifel auf, ob Streje militärischen Einzelheiten dazu berechtigen, die Befürchtungen mann genug Energie aufbringen werde, um das Vorgehen der„ Germania" für ungerechtfertigt zu halten. Die reaktiogegen Sachsen zu Ende zu führen und ob nicht doch vielleicht näre Bresse, voran die Scherl- Blätter, versuchen sich regel noch Mittel und Wege gefunden würden, das ersehnte Siet recht als Inspiratoren der Säuberungsaftion" aufzufpielen. aller Reaktionäre, den Austritt der Sozialdemokratie aus der Und es muß sich bald zeigen, ob nicht die Art, wie die ReichsRegierung, nicht zu erreichen, aber im großen und ganzen regierung vorgegangen ist, nicht nur die reinliche Scheidung überwiegt doch die Genugtuung. Die reaktionäre Bresse ver- von den Kommunisten erschwert, sondern auch die Stellung gißt in ihrer Freude sogar, daß das Borgehen des Reiches der Reattion in Deutschland außerordentlich gestärkt hat. gegen Sachfen für alle Föderalisten( und die bayerischen Föde. Es ist aber oft fo gewesen, daß auch in der Politik die Tat ralisten sind doch die besten Freunde der Reaktion) ein unein anderers Antlih zeigte, menn fie gefchehen und ihre Aus angenehmes Präjudiz schafft. Die Preffe der Koa wirkungen zu spüren waren. litionsparteien ist in der Beurteilung der sächsischen Borgänge bedeutend zurückhaltender. Das Zentrumsorgan, die„ Ger mania", findet, daß der rechtliche Standpunkt der sächsischen Regierung unangreifbarer sei als der der Reichsregierung". Und sie stellt feſt: „ Es ergibt sich das merkwürdige Bild, daß eine Bandesregierung, daß der Versuch, die Kommunisten aus der sächsischen von einer Reichsregierung abgesetzt werden soll, der feine Beftims mung der Reichsverfassung das unzweifelhafte Recht gibt, das sie zu ihrem Borgehen eigentlich nötig hätte Der Schritt der Reichsregierung ist zum Schuße der Neichsverfaffung erfolgt, gegen die einzelne Mitglieder der fächsischen Regierung gröblich verstoßen haben. Es bliebe aber eni peinliches Gefühl, wenn der Dresdener Regierung der Nachweis gelänge, daß die gegen fie gerichteten Maßnahmen nur unter Berlehung der Reichsverfaffung möglich waren. Budem greift das Reich in einem bisher nicht gefannten Ausmaß in die Befugnisse der Länder zu einem Zeitpunkt ein, in dem die Frage des Verhältnisses der Länder zum Sitzung des Bezirksvorstandes. Der erweiterte Bezirksvorstand von Groß- Berlin hat in feiner gestrigen Sigung die Berichte des Genoffen Ranstler und der Genoffin Burm über die Vorgänge in Sachfen zur Kenntnis genommen. Der Bezirksvorstand hat einstimmig das Vorgeben der Reichss regierung gegen Sachfen verurteilt. Er erwartet, daß die Bentrat instanzen der Partei und Gewerkschaften alle Kräfte des Proletariats gegen den Ansturm der Reaktion mobiliseren, Die fozialdemokratische Reichstagsfraktion ist vom Fraffions. norstand telegraphisch für Mittwochnachmittag 2½ Uhr zusammen berufen worden. Reiche zur öffentlichen Distuffion steht und auf Grund der Er Dr. Stresemann als zweiter Walter Rathenau fahrungen gerade dieses Jahres die Ueberzeugung immer mehr Boden gewinnt, daß nur eine größere Selbständigkeit der Länder die Gewähr für ein reibungsloses Zusammenarbeiten zwischen der Zentrale und den Hauptstädten der Länder bietet. Der Schritt der Reichsregierung verfolgt die entgegengefeßte Tendenz. Er erweitert die Rechte des Reiches und verfügt über ein selbständiges Land wie über eine Reichsproving." Der„ Bölkische Beobachter" vom 27. Oftober veröffentlicht einen Leitartikel über die Hagener Rede des Reichskanzlers, der mit folgenden Worten schließt: 99 Die„ Münchener Post" verboten. München, 29. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) Der Ges neralstaatskommissar v. Kahr hat mit sofortiger Wirkung das Er. scheinen der Münchener poft bis auf weiteres verboten, und zwar wegen der Artikel Bayerns Reichstreue" in Nr. 249 vom 25. Oftober und Ausweifung von Juden aus München" in Nr. 250 vom 28. Oktober. Unter das Verbot fällt auch jede andere Zeitung. die fich als Forffehung der Münchener Boff" erweist. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bestraft. Der Staatsfommiffar von Bamberg hat auf Grund der Kahr. Berordnung vom 29. September die Arbeiter Samariters tolonnen Bambergs aufgelöst. Zur Begründung wird angeführt, die Arbeiter- Samariterfolonnen feien ein Bestandteil des aufgelösten sozialdemokratischen Ordnungsdienstes. München, 29, Oktober,( Eigener Drahtbericht.) Da den kom munisten durch die Verordnung des Generalstaatskommissars dia politische Betätigung in Bayern völlig unterbunden ist, versuchen fie in letzter Zeit, sich mit besonderem Nachdruck in den Gewerks fchaftsperfemmtungen politisch auszuwirken. Ihre Ver fuche mußten zurückgewiesen werden, weil sonst die Gefahr besteht, daß Herr v, Kahr darin eine erwünschte Gelegenheit erblickt, gegen die Gewerkschaften vorzugehen und ihre Versammlungen zu verbieten. Die Teilnehmer an der geheimen fommunistischen Führersihung vom 20. Oftober, im ganzen 34 Leute, sind nunmehr alle verhaftet. Pläne der Sprengung der Zufahrtsbrücken zum Münchener HauptDa sich unter dem beschlagnahmten Schriftmaterial auch detaillierte bahnhof vorfanden, so ist ein umfangreicher Strafprozeß gegen die Berhafteten zu erwarten. Nachspiel zum Küstriner Putsch. Bor dem Außerordentlichen Gericht in Cottbus stand am Montag Feldwebet a. D. Wurster, der in den fritischen Septembertagen in der Umgegend von Berlin mit anderen jungen Für uns in Bayern ergibt sich aus der Rede Stresemanns mit Leuten unter dem Verdacht putschtstischer Absichten von der Schutzaller Deutlichkeit, daß es zwischen Bayern und der Berliner Regie: polizei aufgegriffen wurde. Der Angeklagte versuchte im Wachtrung eine Einigung unmöglich geben fann. Wenn irgend etwas lofat ein Schriftstück zu vernichten, das sich als eine genaue Auch die„ Germania" ist der Meinung, daß das Reich uns in dieser Auffaffung bestärten fonnte, so mar es diese Rebe. Stizze des Preußischen minifteriums des Innern genug Möglichkeiten, auf andere Art und Weise auf für die mir Herrn Stresemann aus diesem Grunde dankbar find herausfteffte, in der die Punkte des Gebäudes eingezeichnet waren, Sachsen einzuwirken, gehabt habe als auf zweifelhafter Mit gleißendem Wortschwall, der von Widersprüchen ftroßt. ift die mit militärischen Bosten zu besetzen gewesen wären. Infolge. Rechtsgrundlage die Abfegung der fächsischen Regierung zu Deutschland nicht zu retten. Erfüllungspolitik ist heute ein Ber- deffen wurde gegen Wurster Anklage wegen Beihilfe der Borbe. dekretieren. Auch sie kommt in der Sache zu der Schulßfolge- brechen, ist Bolksverrat, und darum werden wir der Berliner Regie- reitung eines hochperräterischen Unternehmens er. rung, daß der Versuch, die Kommunisten aus der fächsischen rung mehr denn je den Kampf anfagen müssen, um das Unheil hoben. Der Angeklagte versuchte glaubhaft zu machen, daß er Regierung auszuschalten, mit anderen Mitteln beffere Erau verhindern, das diese sogenannte Regierung" meiter die Stizze von einem„ Borgefetten" zu dem zweck erhalten habe, folge versprochen hätte als durch ein wie aus der hin anzurichten im Begriff ift. um das Ministerium gegebenenfalls vor Plünderungen zu schüßen. Bistole geschossenes Itimatum, das sich in der Politik Die Ueberschrift dieses Artikels, der dem Reichstanzler Die Berteidigung operierte mit dem aus allen Prozessen | noch selten bewährt hat". Offenbar sind die Bedenten, die die Verbrechen" und" Boltsverrat" vorwirft, ist als Kopfleifte gegen Rechtsputschisten bekannten Argument, Wurster habe sich „ Germania" rechtlich und tatsächlich gegen das Borgehen in über der ganzen Seite des Blattes angebracht und lautet: lediglich den Anordnungen seines Borgesetzten gefügt, auch habe er Sachsen äußert, von der Erkenntnis diftiert, daß diefes Bor" Dr. Stresemann als zweiter Walter Rathe- nicht die zur Strafbarkeit erforderliche Kenntnis der Tatumstände gehen die größten Gefahren für das Reich herauf na u." So schreibt man jetzt in München, wo die sozialdemo- besessen. Er sei affa freizusprechen. Der Antiageperireter beschwören kann. Mit Recht stellt sie feft: fratische" Post" verboten worden ist! So schreibt man in beantragte drei Jahre Feftung. Das Urteil lautete im Sinne der München, der altbewährten Mörderzentrale, gegen Reichs- Antiage unter Zubilligung mildernder Umstände auf ein Jahr minister! Festung unter Ablehnung der Haftentlassung. „ Ein Blick in die Rechtsblätter genügt, um zu erkennen, welche Hoffnungen an den Schritt der Reichsregierung in den Kreisen Vom Entbehren. Arbeiten und Cutbehren Von Emil Rath- SchönholzBifft Menschen ernähren. Dieser wunderschöne Spruch ist nicht non mir. Er steht vielmehr finnfällig und hinfällig an der Giebelwand eines noch nicht hundert Jahre alten Bauernhauses der Lüneburger Heide an der Straße nach... Haft! Schweigen ift Goldmarki Die Borliebe für Sprüche, mehr oder minder schön, ist oder war in diefer Gegend recht verbreitet. Erst fürzlich hat ein Bauer voller Zorn die echt chriftliche Inschrift über seiner Tür ,, Gott gebe allen, die mich kennen, zehnmal mehr, als sie mir gönnen!" wegkratzen laffen. Wollte er nicht einmal mehr im Wünschen frei gebig fein? Nun. Was fümmert's mich. Obiges Häuschen ist nur eines von den vielen, das dem Herrn Soundso, Sproß einer uralten Familie gehört, Ueberhaupt ihm gehört das halbe Dorf. Ihm gehören die größten Felder rundum, ber prachtvollste Wald. Sein ist die hübsche Billa an der gleichen Straße. Sein die wundervolle Limousine, in der er, ebenfalls auf derselben Straße, sein Entbehren sechsfizig spazieren fährt. Wie gesagt, sein Entbehren. Das Arbeiten überläßt er feinen Tagelöhnern und löhnerinnen. In urur. alten Zeiten- so etwa vor achi Jahren erhielten sie einen TageJohn, der sich zwischen achtzig und einhundertzwanzig Goldpfennigen bewegte. Dazu freie Kost. Heute erhalten sie wenige Papiermart. Denn Arbeiten und Entbehren hilft Menschen ernähren. PR 26 Kühe aufgenommen. Bei dem Dollarftand verkauft er nicht! Wenn der Dollar nicht mill, hängt er die Kühe eben ins Hamburger Kühlhaus. Die Felle bringen ja schon genug ein. Ija. es ist nicht fo einfach heutzutage. Es wird eben nicht nur Kühen und Schweinen das Fell über die Ohren gezogen. Ich bringe das meine rasch in Sicherheit und lande in einem Papierwarenladen. Ansichtskarten? Ja. 10 Stück- zig Milliarden. Da wendet sich der Gaft mit Grausen. Und stattet einem ihm bekannten Hofbefizer einen Befuch ab. Der Stadtmensch steht beschämt: Auf der Donze"( Diele) fpiegelblantem Belag prunten zwei blendendweiße Korbfeffelgarnituren. Just helt die riesige Standuhr zu einem Schlage aus, der mein Herz erzittern läßt. Die Fugen des Hauses manten. Man lädt mich zum Abendbrot! Umstände? Kein Gebante!!! Aus elektrischer Krone helles Licht auf ein Tischtuch, mit dem das riesige Landbrot an Weiße wetteifert. Burst, Schinten, Käse in rofigen Refleren... Ich kann nicht anders: Ich muß mitentbehrent... Wie lange ein Urwald zum Entstehen braucht. Durch einen vulkanischen Ausbruch wurde die Pflanzenwelt der rat atau 3nfein 1883 vollständig zerstört. Da diese unbemahnten Inseln, die vällig sich selbst überlaffen sind, vam Festland 40 Stilometer entfernt liegen, fo bot fich hier die denkbar günstigste Gelegenheit, einmal zu beobachten, wie lange Jeit nötig ist, bis ein and wieder mit einem Pflanzenkleid bedeckt wird, bis die jungfräuliche Heppigkeit eines echten Irwaldes entsteht. Teil ganz undurchdringlich war. So ist nach etwa 40 Jahren ein Zustand der Begetation erreicht worden, der einigermaßen dem ursprünglichen der freien Natur entspricht. Eine mißglüdte Sanierung. Die Ausstellungen des Vereins Berliner Künstler gehörten in alten Seiten zu den besuchtesten und einträglichsten Kunstmärkten, und einträglichsten Kunstmärkten, Aber schon seit der Gründung Der Gezeffion, die die besten Rönner entführte, ging es mit diefen Jahrzehnten waren sie eine Scham und ein Gelächter. Beranstaltungen fünstlerisch und geschäftlich bergab. In den letzten gebildet, die den Verfuch machen will, neben dem alljährlichen Nun hat sich innerhalb des Bereins eine Arbeitsgemeinschaft Hamfehbazar am Lehrter Bahnhof kleine gut geliebte Elite- usftellungen zu arrangieren, die beweifen fallen, daß auch in diesem Streife noch ernste und ernst zu nehmende Künstler sich finden. Das Künstlerhaus in der Bellevuestraße zeigt jest bie erste dieser Ausstellungen. bekannter und geschäßter Künstler vorgeführt werden. Ich nenne Der Bersuch ist insoweit cealückt, als uns ein paar gute Arbeiten nur Blonttes vorzüglich in die Fläche gesetzten weiblichen Halbqft, fonte fein foloristisch sehr feines Stilleben, fchmiffige, gehaltvalle Graphiten von Defterle und Dettmanns fräftige, aft etwas zu sehr auf den äußeren Effekt( Herbststurm im Dorf"!) gestellte Impressionen. Man könnte nach drei oder vier Arbeiten nennen, die auf demselben Nineau stehen, aber dieses Niveau ist für die Ausstellung nicht fennzeichnend. Das Gros wird bestritten durch mehr oder weniger paffable Mittelmäßigkeiten, deren Aufzählung fich erilbrigt, und es fehlt felbft der gröbite, ausgetragene Ritsch nicht gänglich. Die Ausstellung gibt alfo, im ffeineren Rahmen, nur das gewohnte Bit atfer Beranstaltungen des B. B. R.: wenig Gutes, Das neue Keimen und Wachsen war natürlich nur durch die einiges Leidliche und viel Miserables. lebertragung von Samen und Früchten möglich, die Wind, Vögel Wenn der Verein zeigen wollte, daß er beffer fel als fein Ruf, Herr von Soundso gibt ihnen den echt christlichen Rat, ihr Gelb und Meeresftrömungen brachten, und so fonnte man auch Beob- fo ist ihm das mit diesem Unternehmen gana gewiß nicht gelungen. wertbeständig in Papiermart auf der Kreissparkasse anzulegen. Und achtungen über bie Berbreitungsmöglichkeit Der Eine Elite- Ausstellung hätte anders aussehen müssen. Dah fie so tragen Männlein und Weiblein ihren fostbaren Berdienst zur Pflanzen fammeln. Dies ist innerhalb von 40 Jahren geschehen, möglich gewesen wäre, bezweiffe ich nicht. Denn es gibt im... Kreissparkasse. Und freuen sich, wie die Zahlen im Buche schwellen. und über die Erfahrungen berichtet Start in den Naturwissen- immerhin eine Anzahl ansehnlicher Künstler, die hier nicht perIch selbst sah das Sparbüchlein einer betagten Feldarbeiterin. Bei fchaften". Schon 3 Jahre nach dem Ausbruch besuchte Treub bie treten find, und das Ausscheiden des offenbaren Schundes müßte einem Dollarstande von zig Millionen, Ende Juli, besaß sie bereits Inseln und fonnte 25 Pflanzenarten, darunter 14 Bhone fich mit Energie und gutem Willen bewerkstelligen laffen. Welche 600 Bapiermillionen, Schön, nicht? Nur einige ganz Aufgeweckte 10 Jahre später, 1896, war die Flora schon auf 62 Gefäß haben, ob Unfähtefelt, persönliche Rüdlichtnahme oder Intrigen die 600 Papiermillionen, Schön, nicht? Nur einige ganz Aufgewedte rogamen, feststellen, die über die Afchenfläche verstreut waren Umstände das Scheitern diefes erften Sanierungsverfuches bewirkt laffen sich ihren Tagefohn in Roggen zahlen. pflanzen angewachsen, darunter 30 Phanerogamen und Schulb tragen, meiß ich nicht. Im B. B. R. ist nach dieser Richtung Der Roggen ist die Devise des Landes. Was fümmern ben 12 Kryptogamen. Schon begannen sich einzelne Pflanzenformatio- bir der Kreis der Mäglichkeiten unbegrenzt. J. G. Bauer Gulden und Kronen, wenn er nur Roggen hat. Der steigt men herauszubilden, fa die charakteristischen Pflanzengenossenschaf und steigt, ob der Dollar fällt oder steigt. Denn auch hier ift er ten der Meeresfüfte und im Innern die Sananne mit Gräsern und Nolksbühne, Theater am Bütowplas. Infolge mehrerer Exfrankungen Alleinherrscher: Obwohl das Nest nicht dreitausend Seelen zählt, niederen Sträuchern. Nach 10 weiteren Jahren führt Ernst eine merden an manchen Tagen die Preise im„ Konsum" viermal wert- Lifte mit 103 Gefäßpflanzen, 88 Bhanerogamen und beständig gemacht. Ja. Es gibt eben nach feinen Roggentom- 13 Stryptogamen, an. Zu dieser Zeit hatten sich die Formationen missar. Bästchen gefällig he? Man kann mohl aus Brieftaschen fchon ganz deutlich herausgebildet, und die ersten Anfäße zur Bathbildung waren vorhanden. Seit dem Jahre 1919 bat Desisen beschlagnahmen, nicht aber zentnermeife Roggen. Selbstverständlich spekuliert auch hier alles. Auf Hauffe natür- Bffenzenverzeichnis auf 262 Arten. 198 Phanerogamen, 64 Gedarunt van Leeuwen die Infet wiederholt befucht und konnte das lich. Beispiel: Bichhändlergespräch. Einer macht in Kühen, der fäßtryptogamen, vermehren. Das Begetationsbild war nunmehr andere in Schweinen. Beide finden, daß sich mit Sched's besser ein vollkommen anderes geworden. 2n Stelle des lockeren Baumarbeiten läßt. The die Schecks da sind, ist auch Deckung da. Das muchfes war im Innern ein typischer Urwald getreten, deffen este bringt 20(!!!) Schweine mehr ein. Der Ruhhändler ist erbost, Hat I und Stämme mit zahlreichen Planen überkleidet waren und der zum ändert sie der achenipielplan wie folgt: Dienstag:„ Weh dem. der ligt", mittmod: Fahrt nach Drblid", Donnerstag unb Freitag: Die huftigen Beiber von Windfor: Die Erstaufführung von Beaumarchais Lufpiel Bigares Hochzeit am 3. Ropember bleibt. Die Galerie Flechtheim setpt neue Delgemälde des jetzt in Berline lebenden Aacheners Heinrich Maria Davringhausen. Neue Arbeiten van Max Bechstein( Aquarelle) zeiat eine Rollettive ausstellung, die in der neuen Kunsthandlung, Sauentienftr. 6, am 5. Nov. eröffnet wird.( 9-2, 4-7). Ein Beethoven- Denkmal. das seine Entstebung einer Stiftung der verstorbenen Stavterlehrerin Edcilie Schiller verdankt, wurde vor dem ürnberger Stadttheater enthüllt. Bayerns Rüstungen gegen das Reich. Massenkonzentration in Coburg. Der Sozialdemokratische Parlamentsdienst" meldet: Es ist kein Geheimnis mehr, daß die bayerische Reaktion zum Marsch gegen Berlin eifrig rüstet. Fortgefeht erfolgen durch die Geheimorganisationen Neueinziehungen. Neuer dings herrscht an der bayerisch- thüringischen Grenze ein reges Leben. Die Hitler- und Ehrhardt- Organisationen haben scheinbar den Auftrag, sobald das Signal eintrifft, einen Borstoß über die thüringische Grenze hinaus nach Mitteldeutschland 3 machen. Die bis jept von ihnen getroffenen Borbereitungen laffen das deutlich erkennen. Augenblicklich ist das militärische Kräfte verhältnis an der bayerisch- thüringischen Südgrenze folgendes: Der bayerische Grenzschuh An dieser Arbeit beteiligt Zöhne in wertbeständigen Zahlungsmitteln. In Besprechungen, die am Montag, ten 29. Oftober, im Reichsarbeitsministerium zwischen den beteiligten Reichsressorts und Vers tretern der Spizenverbände der Arbeitnehmer stattgefunden haben, wurde auf Grund der Erklärung des Bertreters des Reichsfinanzministeriums festgestellt, daß mertbeständige Zahlungs= find die in Coburg stationierte Hundertschaft ber banerischen laufenden Woche noch nicht zur Verfügung stehen. Erst mittel in einer zur Lohnzahlung ausreichenden Menge in der Schuß polizei unb banerische Reichsmebroffiziere. in der tommenden Woche wird ein zunächst noch geringer Bereits am Sonntag, ben 21. Oftober, fand in der Umgebung von Bruchteil der Löhne und Gehälter wertbeständig ausgezahit Coburg eine größere Uebung dieser Formationen statt. Die Infanterie- werden können. tompagnien rückten dazu mit Gewehr 98, Seitengewehr 98 und Stahlhelm aus. Die eine M.G.R.( 12 S.M.G. 08/15) war vor schriftsmäßig bespannt. Die anderen wurden auf Laftkraftwagen transportiert. Auf dem Schießstand des ehemaligen 3. Bataillon J.-R. 95 fand ein Scharfschießen statt, bei dem auch der ehe malige herzog von Coburg Gotha zugegen mar, Im Bereiche der Sturmdivisionen Coburg sind bereits an Artillerie festgestellt: # Der Uebergang zur nollen Bezahlung in wertbeständigen Zahlungsmitteln wird dann noch einige och en in Anspruch nehmen. Er fann sich naturgemäß nur in dem Ausmaße pollziehen, in dem die Herstellung wertbeständiger Zahlungsmittel technisch möglich ist. Dabei ist zu beachten, daß wertbeständige Zahlungsmittel eines erhöhten Schutzes gegen Fälschung bedürfen und daher in ihrer Herstellung gewissen Beschränkungen unterliegen. Alle Bemird in der Hauptsache durch bayerische Schußpolizei und Anteiligten waren darüber einig, daß die Verteilung der wertbeständigen gehörige der Organisation" Bayern und Reich" ausgeübt. Die Ent- Fechheim: 3 Geschütze(.. 16 in der Richtung auf Sonneberg), Lohnzahlungsmittel auf die einzelnen Berufs- und Ermidlung der Verhältnisse in der Woche vom 22. bis 28. Oftober bei Weißenbrunn: 2 Geschüße( F.K./16 2.3.5.). Größere merbszweige möglichst gleichmäßig erfolgen muß und 1923 hat den Eindruck ergeben, daß dieser bayerischerseits rein de Truppenansammlungen im Bereiche Coburg find beob- bierbei insbesondere das Reich nicht schneller als die Brivaținduſtrie fensiver Natur ist. Bayerische Reichswehr ist an der eigentlichen achtet in Gauerstadt, Wiesenfeld, Tiefentauter, Lichtenfels, Staffel. porgehen darf. Grenzsicherung nicht beteiligt. Es sind im wesentlichen zwei stein und Ebern. In Neustadt bei Coburg befinden sich die Sturm- Die Bertreter der Spigengewertschaften forderten Grenzschuhabschnitte zu beobachten: Der eine umfaßt die trupps der Marinebrigade. Die Sturmbivisionen einmütig den sofortigen Uebergang zur Berechnung der Löhne in Linie Hirschberg- Lichtenberg, Nordhalben, Lauenstein; Grenzschutz Kronach find in ähnlicher Weise organisiert wie die Sturm Goldmart. Eine endgültige Klärung dieser Teilfrage ist noch nicht postierungen stehen südlich Hirschberg im Saafeübergang, bei 3ffigau, divifionen Coburg. Auch dort steht ein vollständiges Sturmregiment erfolgt. Die Besprechungen hierüber sollen daher am Mittwoch, den Lichtenberg, Bad Steben, Nordhalben, Tschiern, Reichenbach und in derselben Gliederung wie es in Coburg beobachtet worden ist. 31. Oktober, unter Zuziehung der Bereinigung der deutschen ArHaßloch. Das Kommando dieser Grenzschußabteilung befindet sich Geschüße sind in Stellung gebracht. Bei Burg 2 Feldlanonen beitgeberverbände fortgesetzt werden. in Bad Steben. Der Grenzschutzabschnitt 2 meist Postie Richtung Sonneberg. rungen auf bei Steinbach, Lauenstein, Ludwigsstadt, Klein- Tettau, Gtodheim, Ketschenbach, Rothenbach, Gauerstadt, Gmünda, Maroldmeifach, Königshofen, Mellrichsstadt, Weimarschmieden. Die drei scheint in Bamberg zu liegen. Bamberg selbst und seine Umlegt genannten Grenzpostierungen( Rönigshofen, Mellrichstadt und gebung bietet ein vollständig militärisches Bild. Insbesondere mus Weimarschmieden) tönnen auch zu einem Grenzschutzabschnitt 3 ge- Bamberg als Sammelpunkt der Organisation Reichsflagge" angesehen werden. Neben einem großen Wagenpart, Artillerie, hören. inter dieser Grenzschußpostentette fam. meln sich seit 22. Ottober starte Formationen Maschinengewehr- und Minenwerferformationen find in Bamberg militärischer illegaler Kräfte. Sie stehen in weitaus auch Flugzeuge, die das Hakenkreuz tragen, festgestellt. Militärisch- ftrategisch cinand: rgezogener Tiefengliederung mit den Röpfen in Coburg und Kronach und der rückwärtigen Basis in Bamberg. Die beobachteten Formationen machen den Eindruck, daß es fich im Abschnitt Kronach Coburg um zwei getrennt organisierte Sturmdivisionen handelt. In Coburg sind festgestellt: Der Stab der Brigade Ehrhardt, Die eigentliche Basis der Truppen Wirtschaft UNS Berschärfter Kampf gegen die sozialen Baubetriebe, Bom Verband sozialer Baubetriebe wird gefchrieben: Es ist bekannt, daß das Unternehmertum des Baugewerbes, der Baustoffindustrien und des Baustoffhandels seit Jahr und Tag mit allen Mitteln gegen die sozialen Baubetriebe pore ist der Aufmarsch der illegalen Formationen wie folgt zu beurteilen: geht, um diese Treuhänderbetriebe der Allgemeinheit loszuwerden Die Organisation der Truppe, vor allen Dingen in Coburg, zeigt und wieder freie Hand in der Ausbeutung der öffentlichen und den modernen Stand des Bürgertriegs, Störungs- privaten Bauauftraggeber zu bekommen. Das ist begreiflich, nach truppen und Sturmbataillone, ausgerüstet mit Maschinengewehren bem alle Spekulationen auf den Zusammenbruch der sozialen Bauund Minenwerferformationen nebst Infanterie- Begleitbatterien haben betriebe fehlgeschlagen, diese Betriebe vielmehr zu gefürchteten untergebracht im Hotel Reichsgraf. Anwesend waren: Major Kimm, den Zweck, in überraschendem massierten Angriff den Gegner zu Ronkurrenten und Breisreglern auf dem Baumarkt geworden sind, Major Buchmann, Oberleutnant Klintsch, Leutnant Schulze. überrumpeln und in schneller Bewegung nach dem Kraftzentren der Im vorigen Jahre schlossen sich die Verbände der Bauunternehmer, Staatsmacht der Republit, gegen die Industriestädte und die der Baustoffindustriellen und des Baustoffhandels zu dem bekannten Kapitänleutnant Ehrhardt war am 23. Oftober in Coburg, Hitler ist am 24. Oftober in Coburg gewesen. Für Landeshauptstadt Weimar vorzustoßen, um dort durch einen rück. Ausschuß Bauwirtschaft" zusammen, der Gelder zum Kampf Coburg, Hitler ist am 24. Oftober in Coburg gewesen. Für sichtslosen Terror der republikanischen Bewegung die Köpfe zu gegen die sozialen Baubetriebe sammelte und alsbald in der Presse, Freitag, den 26. Ofteber, wurde die Rückkehr Ehrhardts nach Coburg erwartet. Zuverlässige Nachrichten darüber, ob er tatsächlich zurück- nehmen, alsdann die weiteren Gefechtstruppen nachzuziehen und in Versammlungen und in den Landes- und Gemeindeparlamenten so den Angriff weiter vorzutragen. g fehrt ist, liegen im Augenblick noch nicht vor. eine ungemein verlogene Agitation gegen diefe Betriebe eröffnete, Die Sturmdivision Coburg verfolgt offenbar das Ziel, in über Gleichzeitig ging der Deutsche Wirtschaftsbund für das Baugewerbe raschend geführtem Stoß das Waffenzentrum 3ella.Mehlis- durch Eingaben an verschiedene Reichs- und Landesministerien Suhl und von da aus das Verkehrszentrum Erfurt und die gegen die sozialen Baubetriebe vor, Landeshauptstadt Weimar zu nehmen. An Truppen find in Coburg festgestellt: 7 Rompagnien ber Marinebrigade Chrhardt, 2 M.- 3.- Kompagnien der Brigade Ehrhardt, 3 Sturm tompagnien der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, zwei noch in der Aufrüstung befindliche Kompagnien des Bundes Oberland", eine Batterie zu vier Geschützen( F. K. 16), ein Nachrichten zug( 2 2.FT.- Stationen). In der Umgebung wird fleberhaft an der militärischen Organisation der Angehörigen der ehemaligen Bruderschaft Franken des Jungdeutschen Ordens( wegen deutsch pölkischer Umtricbe seit Mitte Juli 1923 aus dem Jungdeutschen Drden ausgeschlossen) gearbeitet. Englischer Kabinettsrat. " Am meisten hat es den Unternehmern des Baugewerbes bie Die Sturmdivifion Kronach ist angesetzt, um den Eisenbahn 2nerfennung des Berbandes sozialer Baubetriebe und feiner Tochtera topf Brobstzella zu nehmen und von dort aus über Se afgefeuljchaften als gemeinnügige Körperschaften und die feld und das Saaletal abwärts zu stoßen und das mittlere und damit zusammenhängende Befreiung von verschiedenen Steuern an westliche Thüringen von dem oftihüringischen Industriegebiet und getan. In Liegnis haben die Unternehmer versucht, durch gericht. so das natürliche Menschenreservoir für eine Ergänzung der Abwehr- nügig feien und fein Recht hätten, das Wort„ gemeinnügig" in ihrer liche Klage feststellen zu lassen, daß unsere Bauhütten nicht gemein fraft der Republik abzuschneiden. Die Löhnung der illegalen Truppen erfolgt in öfferreichischen Kronen und franzöfifchen Franfen, Das Abkommen der Industriellen. Condon, 29. Oftober.( TU.) Halbamflich wird gemeldet; Paris, 29. Oktober.( EP.) Der Intransigeant" meldet aus Das englische Kabinett tritt heute zu einer Erörterung des Planes Düsseldorf, daß das Abkommen zwischen Stinnes und den Beciner neuen Reparationstonferenz der alllierten Mächte fagungsbehörden am Dienstag unterzeichnet werden soll. Mit zusammen. Die Reichskonferenz wird sich zweifellos ebenfalls mit Rrupp fei bereits eine vollständige Einigung erzielt. Das Ab. dieser Materie befassen und ihre Disfuffion wird informatorischen tommen soll am Mittwoch unterzeichnet werden. Krupp habe alle Wert für das Kabinett befihen. Welche Entscheidungen aber auch Bedingungen der Befagungsbehörden angenommen und sich ver immer getroffen werden, insbesondere mit Rüdsicht auf die fran- pflichtet, einen erheblichen Betrag in Devisen zu bezahlen. Nach zöfifchen Einwände gegen den neuen Konferenzgedanken, so steht der Unterzeichnung der Abkommen mit Krupp und Stinnes würden doch jedenfalls fest, daß die englische Regierung vollkommen die 90 Broz. der Produktion in der Ruhr unter der Kontrolle der schweren Gefahren der gegenwärtigen Situation Befagungsbehörden stehen. crtennt und aus dieser Erkenntnis heraus alles tun wird, was Europa vor einer weiteren Katastrophe zu retten vermag. In allen englischen Kreisen überwiegt der Wunsch, zu diesem Zwecke mit Frankreich zufammenzuarbeiten und nichts zu unterlaffen, was zu einer derartigen Zusammenarbeit führen kann. Reparationen und Reichsbahn, In einer halbamtlichen Auslaffung wird das Anfinnen Grant reichs ber Unterstellung der rheinischen Bahnen unter bie Regie noch einmal zurückgewiesen. In der Kundgebung heißt es: Deutsche Reichsbahn als geschloffenes Ganzes in Sie( die Reichsregierung) hält an ihrem Standpunkt, die den Dienst der Reparation zu stellen, unbedingt fest, denn nur aus der gesamten Reichsbahn als einer untrennbaren wirtschaftlichen Einheit fann ein Höchstmaß an Reparationsleistungen heraus geholt werden." London, 29. Oftober.( WTB.) In gut unterrichteten Kreifen wird es für wenig wahrscheinlich angesehen, daß die von der franzöfifchen Regierung den Beratungen eines besonderen Reparationsausichuffes auferlegten Beschränkungen ein Hindernis für den Zusammentritt eines derartigen Ausschusses bilden würden. Es sei nach Ansicht unterrichteter Krelse wesentlich, die Erörterungen der Reparationslage in Fluß zu bringen, selbst wenn durch die von Frankreich auferlegten Einschränkungen die Aussichten auf einen Köln, 29. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) Die provifo. Erfolg einer derartigen Unterffügung vermindert erische Regierung der Separatisten, die aber bisher im Rheinfcheinen sollten, land fehr wenig zu fagen hat, erläßt unter dem 25. Oftober folgende Rundgebung: Streikabbruch in Frankfurt a. M. Frankfurt a. M., 29, Oftober.( WTB.) Nach einer Meldung der Frankfurter Zeitung" hat die Streitfeifung heute früh den Abbruch des Streits beschlossen. Die provisorische Regierung. Folgende Bekanntmachung ist in Coblenz erfassen: Firma zu führen. Das Landgericht Liegniß hat aber die Klage des Arbeitgeberbundes to stenpflichtig abgewiesen und ausgesprochen, daß die verklagte Bauhütte durchaus berechtigt sei, das Wort gemeinnügig" in ihrer Firma zu führen. Neuerdings hat nun eine verstärkte eße der Unternehmer gegen die Anerkennung der sozialen Baubetriebe als gemein. nügige Unternehmungen eingefeßt mit dem Ziel, die Aberfennung der Gemeinnützigkeit durch den Reichsfinanzminister bzw. die Landesfinanzämter au erreichen. Da die Gesellschaftsverträge des Verbandes sozialer Baubetriebe und seiner Tochtergesellschaften beren Wortlaut feinerzeit nach langen Berhandlungen mit dem Reichs. finanzministerium festgelegt worden ist und die allen Beraussetzungen für die Gemeinnüßigkeit entsprechenden Unternehmern teinen Anhalt zu Angriffen bieten, so fuchen sie ihr Ziet durch Angriffe die Tätigkeit der sozialen Baubetriebe zu erreichen. Insbesondere wird ben sozialen Baubetrieben zum Borwurf ges macht, daß sie außer Wohnungsbauten für die minderbemittelten Boltsklassen auch Bauten für das Deutsche Reich, die Länder, Gee meinden usw. ausführten, und daß sie somit nichtgemeinnüßig im Sinne des Gefeßes feien. Der Zweck der Uebung ist flar: man will die sozialen Baubetriebe zwingen, entweder auf die Anerkennung der Gemeinnüßigkeit zu verzichten oder aber ihre Tätigkeit aus. fchließlich auf den Kleinwohnungsbau zu beschränken und das mit als Konturrenten und Preisregler auf dem ganzen übri Länder und Gemeinden glücklich wieder schußtos den Preisringen gen Baumarkt auszufcheiden. Damit wären dann Reich, der Unternehmer ausgeliefert. Werden die Finanzbehörden des Reiches hierzu ihre Hand bieten? Wir hoffen, daß sie es nicht tun. Der Berbanb sozialer Baubetriebe fann jederzeit nachweisen, daß die ihm angeschlossenen Betriebe in weit überwiegendem Maße Kleinwohnungen für die minderbemittelten Boltsklassen gebaut haben. Daß sie zwischendurch auch andere Bauarbeiten, insbesondere solche für Reich, Bänder und Gemeinden ausführen müssen, weil sie nur dadurch Leerlauf in den Betrieben vermeiben und damit die Geschäfts unfosten zur Berbilligung des Kleinwohnungsbaues senten können, ift ganz selbstverständlich. Es liegt segar durchaus im Interesse der Zur Rettung des Rheinlandes in letzter Stunde vor völliger Allgemeinheit, daß diese Betriebe bei Vergebung von Bauarbeiten Berelendung durch Preußens Schuld haben die unabhängigen Rhein- durch die Eisenbahn, die Post, die Reichsbauämter, die Länder und länder die Zivilgewalt übernommen. Die Autorität der Be Gemeinden usw. mehr als bisher mitwirten, um auch hier jagungsmächte ist selbstverständlich auch fernerhin strengstens Frankfurt a. M., 29. Oftober.( WTB.) Nach einer zu achten. Alle Staats. und Gemeindebehörben haten ihren Dienst einen tatsächlich freien Wettbewerb herbeizuführen und die öffent Blättermeldung aus Darmstadt haben die Franzosen eine große in unveränderter Weise fortzuseßen, sofern nicht unsererseits andere lichen Bauauftraggeber vor ungerechtfertigten Preisen zu schüßen. Anzahl Bürger in dem benachbarten Urheilgen nach Mainz ab- Anordnungen ergehen, Gegen Zuwiderhandlungen wird mit un- Sollte das nach den zurzeit geltenden Gesezen ein Berstoß gegen transportieren laffen, weil die Bewohner gegen die Separatisten erbittlicher Strenger eingeschritten. Die gesamte Einwohnerschaft die Gemeinnügigfeit fein, so wäre dies fein Bemeis dafür, daß die in Arheilgen scharf Stellung genommen und der Bürgermeister hat ruhig ihrer Beschäftigung nachzugehen. Die Lebensmittelver- sozialen Baubetriebe nicht gemeinnüßig handeln, sondern nur einige in Schuhhaft hatte nehmen lassen. Die Franzosen haben orgung ist sichergestellt. Requifitionen werden nur im aller- dafür, daß die Gefeße dringend einer Renderung bedürfen. Man die fofortige Freifoffung der Separatisten verlangt und, ohne die bes Ortskommissars oder feines Stellvertreters tragen, Plünderer den Unternehmern des Baugewerbes nicht aufheßen faffen, sondern bringendsten Umfange vorgenommen. Sie müssen die Unterschrift barf wohl erwarten, daß sich die Finanzbehörden des Reiches pon Entscheidung der deutschen Behörde abzuwarten, die obigen Ber- und Unruheftifter werden ohne Warnung erschossen. Zeitungen und daß fie nach wie vor das Allgemeinwohl über bie Inter haffungen vornehmen lassen. Druckschriften dürfen nur mit unserer Genehmigung erscheinen, Allgemeiner Streit in Hanau. Bersammlungen sind verboten. Die Unabhängige Rheinische Reeffen privater Erwerbstreise stellen. publit ist geklärt. Die provisorische Regierung gebildet, Die Roll. Frankfurt a. M., 29. Oftober.( TU.) In Hanau wird, abgesehen von den lebenswichtigen Betrieben, allgemein gestreift. Der Bahnebtrieb ist nicht gestört. In rantfurt a. M. ist alles ruhig. zugsgewalt liegt für das ganze Gebiet in den Händen der Exekutive, Die„ mm". Die Taufend- Mark( TM), welche Reich und Banten welche Bezirks, und Ortskommissare für ihre Stellvertreter ernannt zur Erleichterung der Geldverrechnung eingeführt haben, ist von hat. Die Regierung ist mit den Besagungsbehörden in Verbindung ber Geldentwertung rasch überholt worden. Die Banten buchen vom getreten, um die Frage zu regeln, welche die öffentliche Ordnung in 1. November an nur noch volle Millionen M.( MM). In Polen ist wieder einmal eine riesige Streitbeme- den Ortschaften betrifft, wo die Regierung die öffentliche Gewalt Um hier Gleichmäßigfelt zu schaffen, hat der Reichsminister der gung im Werden, die neuerdings die Eisenbahner erfaßt hat. ausübt. Der Rommandierende der Hohen Interalliierten Rheinland Finanzen durch die 3. Berordnung über die Erhöhung von SteuerMan erwartet die Problamierung des Generalstreits. Im tommission hat als franzöfifcher Oberkommissar die Regierung fäßen des Kapitalnerkehrssteuergefeßes die mindest steuer bei Zusammenhang damit ist eine Regierungsumbildung vor empfangen und fle benachrichtigt, daß fie diese als tatfädliche der Börsenumsatzsteuer für Uebertragungen von 3.m.b..- Anteilen genommen werden, wobei u. a. die beiden nationaldemoiralischen Inhaberin der Gewalt anerkennen wird. Wo sie diese Gewalt auf 2 Milliarden Mart, im übrigen auf 1 Million Mart festgesetzt. Führer Dmowiti und Korfantn in die neue umgebildete Re. ausübt, wird die Regierung für die Aufrechterhaltung der öffent. Höhere Steuerbeträge sind stets auf polle millionen Mart aufzurunden. gierung eingetreten find, der erste als Außen, der zweite als Stultuslichen Ordnung verantwortlich bleiben. minister. Coblenz, ben 25. Oftaber 1923, Dollar in New Bort: 80 miliarden Mart( Schlußturs) Der Bezirkskommissar. Die Erefutive: Matthes, 3. D. Rxamet Russische Getreideausfuhr nach Deutschland. Seit wieder aufnahme des Getreideerports find, wie die Russische Telegraphenagentur mitteilt, 570 000 Zonnen russischer Getreideprodukte nach Deutschland übergeführt worden, Gewerkschaftsbewegung Um den Achtstundentag. Berlängerung der Arbeitszeit und keine Arbeit! fehen, werden fie gänzlich der zu ihrer Weiterbildung und sport- Zum Beamtenabbaugesetz nahmen bie fozialdemokratischen lichen Betätigung in Unterrichtsfurfen, Turnvereinen usw. Beamtenobleute am Freitag abend im Gewerkschaftshaus in Anschluß notwendigen Zeit beraubt. Das Jugendschuhalter wird an ein Referat des Gen. Hoffmann, M. d.R., Stellung. Es auf 16 Jahre herabgefeßt und auch den Jugendlichen bis zu wurde der Neichstagsfraktion folgende Resolution übermittelt: 16 Jahren eine täglich um eine Stunde längere Arbeitszeit zuge- zahlreichen Maßregelungen und Zurüdiezungen sozialdemokratischer Die fozialdemokratischen Beamtenfunktionäre haben nach den mutet. Soll hier das kapitalistische Gesetz je länger die Arbeits- Beamten in den letzten Jahren begründete Befürchtung, daß sich Der Entwurf eines vorläufigen Gesetzes über die Arbeitszeit, defto geringer der Lohn, der bei den Lehrlingen häufig nicht das geplante Beamtenabbaugesetz zu einer Entfernung der sozial zeit läßt die Anordnungen über die Regelung der Arbeitszeit ge- einmal für Fahrgeld mehr ausreicht, geschweige denn zu einem demokratischen Beamten auswirken wird. Sie fordern von der werblicher Arbeiter vom 23. November und 17. Dezember 1918 wie Brot in der Woche in das Arbeitsrecht aufgenommen werden? Reichstagsfraktion, diesen Bestrebungen entschiedenen Widerstand auch die Verordnung über die Regelung der Arbeitszeit der Ange Das darf kein sozialdemokratischer Abgeordneter und auch fein recht entgegenzusetzen." ftellten auch weiterhin bestehen. Aber sie sollen gelich denkender bürgerlicher Abgeordneter zugeben. ändert und ergänzt werden. werden." Insbesondere darf bei den in 3iffer 1 der Anordnung vom 23. November 1918 und in ben§§ 11 ff. der Verordnung vom 18. März 1919 bezeichneten Arbeitnehmern die regelmäßige werftägliche Arbeitszeit, ausschließlich der Baufen, die Dauer von 8 Stunden nicht überschreiten. Jedoch fann der an einzelnen Berktagen eintretende Ausfall von Arbeitsstunden durch Nebenarbeit an den übrigen Werktagen der gleichen Woche ausgeglichen Borläufig soll also nach dem vorläufigen Gesetz über die Ar. beitszeit der Achtstundentag von den Aenderungen und Ergänzungen abgesehen beibehalten werden. Die Vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und im Bunde mit ihr die gefamte. Reaktion fordert die Vorfriegsarbeitszeit. Die Arbeitgeberverbände offenbar aus taftischen Gründen, um möglichst weitgehende Berschlechterungen durchzusetzen. Die Ueberstunden sollen ebenso schlecht bezahlt werden wie die regulären Arbeitsstunden. Der dehnbare Begriff der Arbeitsbereitschaft soll als § 2 in das neue vorläufige Gefeß aufgenommen werden. Für Gewerbezweige oder Gruppen von Arbeitnehmern, bei denen regelmäßig und in erheblichem Umfange Arbeitsbereitschaft vorliegt, kann durch Tarifvertrag oder, soweit ein solcher nicht Der VBMJ. provoziert! Ferner wurde ein Ausschuß zur Beratung der Maßregeln eins gesezt, die zur Ueberwachung der Ausführung des Abbaugesetes erforderlich sein werden. Dieser Ausschuß soll zusammen mit dem Fachausschuß der Reichstagsfraktion diese Maßregeln beraten. In der gefirigen Borverhandlung haben die Angestellten Achtung, Zimmerer! Im Anschluß an die am Freitag ver Organisationen vergeblich versucht, eine endgültige Regelung der Dftoberbezüge herbeizuführen. Nach den Vorschlägen der Gewert öffentlichten Lohnsäge der vergangenen Woche sei mitgeteilt, daß fchaften sollte die Berechnung der Gehaltsbezüge nach der Vorschuß, der am Freitag, den 2. November, zur Auszahlung Goldmark erfolgen. Die Restbeträge sollten entweder in wert- tommt, auf 300 Milliarden Mart festgesezt wurde. Die Betriebsbeständigen Zahlungsmitteln( Golbanleihen), oder falls diese nicht in räte und Funktionäre werden ersucht, auf allen Arbeitsstellen beder erforderlichen Menge vorhanden sind, zum Teil auch in Papier- tanntzugeben, daß am Sonnabend, den 3., oder Sonntag, den martbeträgen unter Bugrundelegung des Goldmarturies 4. November, in allen Bezirken Bezirksversammlungen find. Die am Tage der Auszahlung gezahlt werden. Der BBMI. lehnte Bezirksleitungen erhalten noch nähere Anweisungen. Der Vorstand. grundsäglich beides ab und war nur bereit, die OktoberFunktionär- Konferenz aller VSPD.- Funktionäre Groß- Berlins heute, Dienstag, den 30. Oftober, abends 7 Uhr, im großen Saal der Bodbrauerei, Tempelhofer Berg, Fidicinstraße 3. beſteht oder doch Arbeitsverhältnisse dieser Art nicht berücksichtigt, Tagesordnung:„ Die Vorgänge in Sachsen". durch den Reichsarbeitsminister eine von der achtstündigen Arbeitszeit abweichende Regelung getroffen werden." Berichterstatter Genosse künstler und Genoffin Wurm. Mitgliedsbuch und Funktionärfarte legitimieren. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Der Bezirksvorstand. Bei tarifvertraglicher Regelung wäre immerhin eine gewisse Gewähr dafür geboten, daß die Arbeitsbereitschaft" nicht rein millfürlich von den Arbeitgebern konstruiert werden kann. Wissen die Unternehmer aber, daß sie bei unausgeseztem Bohren, durch den Reichsarbeitsminister bzw. dessen Beamte eine ihnen genehmere Regelung bekommen können, dann werden sie es ablehnen, diese Angelegenheit im Tarifvertrag zu regeln. Soweit von zeitweiliger reiner Arbeitsbereitschaft die Rede sein kann, insbesondere im Kleingewerbe, ist schon längst eine längere Arbeitszeit bis zu 9% Stun Den eingerissen. Außerdem besteht noch Sonntagsarbeit, Leuerungsverhältnissen angepaßt würden. Das die auch durch das neue Gesetz nicht angetastet werden soll. Der§ 3 des Entwurfs nimmt zunächst Bezug auf§ 10, wonach die sich aus dem Gesez ergebenden Beschränkungen der Arbeitszeit fortfallen, falls vorübergehende Arbeiten in Notfällen oder zur Verhütung des Verderbens oder des Mißlingens von Arbeitserzeugnissen unverzüglich vorgenommen werden müssen.§ 3 besagt dann weiter, daß Arbeitnehmer nach Anhörung der gefeßlichen Betriebsvertretung an 30 Tagen im Jahre mit mehr arbeit bis zu zwei Stunden beschäftigt werden können. Der Arbeitgeber fann sich diese 30 Tage aussuchen. Berband der Buchbinder und Papierverarbeiter. Am Sonn abend, den 27., resp. am Montag, den 29. Oktober, find vom Reichsarbeitsministerium Schiedssprüche gefällt worden für die Api-, Etui, Kartonnagen- und Wellpappbetriebe, die einheitlich für die Woche vom 22. bis 27. Oftober einen Spizen lohn von fünf Milliarden vorsehen. Lohntabellen sind in unferent Ortsbureau, Engelufer 24, erhältlich. Die Drtsverwaltung. Die spanischen Gewerkschaften erflärten auf das Ersuchen der Grubenbefizer aus Asturien und der Vertreter der Kohlensyndikate, die Arbeitszeit zur Steigerung der Kohlenproduktion um eine Stunde zu verlängern, daß sie bereits Opfer genug gebracht hätten und den Wunsch des Direktoriums nicht zu erfüllen vermöchten. Bund der technischen Angestellten und Beamten, Fachgruppe Baugewerbe. Sophienstr. 17-18. Fachgruppe Architekten. Mitgliederversammlung morgen, Mittwoch, abend 7% Uhr im Bundeshaus, Berlin NW. 52, Werftstr. 7, Emp fangsraum. Mitgliederversammlung heute abend 7½ Uhr in den Sophien- Sälen, Berlin C., Baugewerksbund, Fachgruppe Glaser. Mittwoch abend 7 Uhr Mitglieder versammlung. Lohnfragen. Das Erscheinen aller Rollegen ist unbedingt erforderlich. Mitgliedsbücher vorlegen; ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Die Fachgruppenleitung. Jugendveranstaltungen. Achtung, Jugendgenossen! bezüge in Bapiermark, d. h. den Nominalbetrag, ohne Rücksicht auf irgendwelche Kursschwankungen festzulegen. Auch diesem Vorschlage fuchten die Gewerkschaften sich zu nähern unter der Voraussetzung, baß die Papiermarkbeträge einigermaßen den gegenwärtigen Sozialistischen Arbeiter- Jugend am Sonnabend, ben 10, und Gonntag, el. weitgehendste Angebot des BBM3. betrug 300 Septembergehälter, worin die bereits geleisteten Zahlungen eingeschlossen sein sollten. Dieser Vorschlag ergibt für das Spigengehalt 90 Goldmart. wieder Später wurde auch dieses Angebot zurüd gezogen, weil es nach reiflicher Ueberlegung zu hoch erschien. nach dieser herausfordernden Haltung der Arbeitgeber war eine Berständigung unmöglich; auch der letzte Verfuch, wenigstens eine vorläufige 3ahlung in angemessener Höhe zu vereinbaren, scheiterfe, meil fich die Gewerkschaften dem Unternehmerdittat, 60 Septembergehälter als vorläufige Sahlung anzuerkennen, nicht fügen wollten. Das Reichs Für weibliche und jugendliche Arbeitnehmer fann die arbeitsministerium ist zur endgültigen Entscheidung für den Gesamtbetrieb zulässige Dauer der Arbeitszeit um höchftens angerufen. Im Anschluß an diese Berhandlungen soll eine AfAeine Stunde, für männliche Arbeitnehmer über 16 Jahre Funktionärversammlung zu der geschaffenen Situation Stellung um höchstens zwei Stunden täglich überschritten nehmen. werden: 1. bei Arbeiten zur Bewachung der Betriebsanlagen, zur Reinigung und Instandhaltung, durch die der regelmäßige Fortgang des eigenen oder eines fremden Betriebes bedingt ist, 2. bei Arbeiten, von denen die Wiederaufnahme oder Aufrechterhaltung des vollen Betriebs arbeitstechnisch abhängt, 3. bei Arbeiten zur Be- und Entladung von Schiffen im Hafen sowie zum Berschieben von Eisenbahnwagen, soweit die Mehrarbeit zur Bermeidung oder Beseitigung von Verkehrsstodungen notwendig ist, 2f A.- Metall tartell. Günther. Kasper. Rothe.. 8ur Unterkunft der Delegierten zur Reichsausschußßigung des Berbandes der 11. November, werben eine Reihe von Quartieren benötigt und erbitten Melbungen an das Jugendsekretariat, Lindenstr. 3( Telephon Dönhoff 5086-5088). Achtung, Abteilungsleiter! Es wird hierdurch ersucht, daß alle Abteilungen die Gelder der Kampf. fondslisten bis spätestens Mittwo, den 31. d. M., bet uns abrechnen oder auf Ferner müssen an diesem Zage bie Marken für die Theaterabonnenten zur unser Bostiched- Konto: W. Rüdiger, Nr. 53 218, überweisen. Fuhrmann Henschel in Empfang genommen Vorstellung am 11. Rovember Grundpreis 200 Millionen Mart. Ginzelfarten und abgerechnet werden. Grundpreis 300 Millionen Mark. Achtung, Saffierer! Die Rovembermatten, Ingenb voran" und Arbeiter Jugend abholen. Die Arbeiter Jugend" tafiet pro Exemplar 1 Miliarde und mitb nur gegen fofortiger Bezahlung abgegeben. Heute, Dienstag, den 30. Oktober, abends 7% Uhr: Buchholz: Lokal von Roffad, Hauptstr. 51, Bortrag: ,, Was ist Sozialis= mus?" Kreuzberg: Lotal von Reufner, Hagelberger Str. 20a, Bortrag: ,, Grundlagen der Volkswirtschaft". Lichtenrabe: Schule Noonstraße, Bortrag: Werden und Vergehen der Welten". Reukölln III: Jugendheim Nogatftr. 53, Bortrag: Schulreform". Rieberschöneweide: Schule Berliner Straße 31, Vortrag: Jugend im wirtschaftlichen Leben". Niederschönhausen: Gemeindeschule Blankenburger Str. 69-70( Beichensaal), Vortrag: ,, Wie ent steht eine Beitung?", 2. Teil. Schöneberg I: Jugendheim Rubens-, Ede Steglig I: Sauptstraße, Bortrag: Was ift und was will der B. B.?" Jugendheim Albrechtstr. 46, Borttag: Unsere Gegner rechts und links". Südwest: Jugendheim Lindenstr. 3, Borttag: Das Seelenleben der JugendTegel: Jugendheim Bahnhofstr. 15, Bortrag: lichen( Gegualproblem)". ,, Ferdinand Laffalle". Webbing: Realschule Lütticher Str. 38, Vortrag: Briefkasten der Redaktion. Abbruch des Generalftreiks in Oberschlesien. Die am Sonntag nachmittag in Hindenburg abgehaltene Stonferenz der Betriebsräte und Bertrauensleute der Berg- und Hütten betriebe Westoberschlesiens hat bei Anwesenheit von über 700 Stimmberedtigten gegen nur 11 Stimmen die Wiederaufnahmearum bin ich in der Arbeiterjugend?" Besten: Baugewerkschule Aurder Arbeit beschlossen. Der Streit war von den Gewerkschaften fürstenstraße 146, Vortrag:„ Bauernkrieg und Reformation". als Generalstreit ausgerufen worden, obgleich die Streitleitung nur die Berg- und Hüttenarbeiter zur Arbeitsniederlegung aufgefordert hatte. Die Wiederaufnahme der Arbeit wird vom Montag an erfolgen, aber erst in einigen Tagen vollständig durchgeführt werden fönnen. Der Beschluß wurde gefaßt auf Grund der Antwort des Arbeitgeberverbandes am Schlusse einer an Sonnabend stattgefundenen Verhandlung. In dieser Antwort erklärten sich die Arbeitgeberverbände bereit, die Lohnzahlungen in wertbeständigem Gelde vorzunehmen, sobald wert beständige Zahlungsmittel vorhanden seien. Sie würden alles tun, um die Beschaffung wertbeständiger Bahlungsmittel zu beschleunigen und haben die vorbereitenden Schritte bereits getan. 18. B. Bir tönnen Ihnen über den Verein Teider teine Angaben machen; vielleicht erfahren Sie Näheres beim Schuhverband deutscher Schriftsteller, B. 35, Schöneberger Ufer 25. Schn. Die Anwartschaft bleibt aufrechterhalten. Für jeden Beitrag zur Invalidenversicherung with später ein bestimmter Betrag als Steigerung su den Leistungen der Angestelltenversicherung hinzugerechnet.$. D. 94. Nein. Bielleicht erhalten Sie aber die Roften bes Umzugs oder einen Beitrag dazu? Gegen Sie sich mit dem Wohnungsamt in Verbindung. B. G. 41. 1., 2 und 5. Zu den laufenden Instandsehungsarbeiten. 2b Ja. 3. Der Ladengenehmigt hat. 4. Eine Billion hat 12, eine Trillion 18 Rullen. inhaber. Der Taufvertrag ift nure rechtsgültig, wenn das Wohnungsamt ihn g. M. 2110. 1. Strittig. Falls der Arbeitgeber auf seinem ablehnenden Standpunkt ver harren sollte, bleibt mir der Klageweg übrig. 2. Die Ründigungsfrist beträgt 14 Tage. E. F. 12. 1. Die Beröffentlichung der Gefeße in der neuen Fassung ist noch nicht erfolgt. 2. Ja. 3. Der Teil der Betriebskosten, der auf der Bortierwohnung beruht, iſt von der Wieterſchaft an offer gert f der Vertrag maßgebend, der zwischen dem Vermieter und Portier besteht. 4. Die Brämie kann der Vermieter auf die Mieter umlegen. C. 20. 1. Shre Steuerpflicht erlischt erst nach 2 Jahren. 2. Rein. 3. Ja, fezen Sie sich mit dem Wohnungsamt in Verbindung. 4. bei der Beaufsichtigung der vorstehend unter Nr. 1 bis 3 aufgeführten Arbeiten. Das bedeutet in erster Linie für die Lehrlinge die Berlängerung der Arbeitszeit auf 9 bzw. 10 Stunden. Denn es handelt sich hier nicht etwa nur um ausnahmsweise Längerarbeit, fondern um tägliche Arbeiten zur Reinigung und Instandhaltung usm. Ist aber für den Gesamtbetrieb, sei es durch Tarifvertrag oder durch den Reichsarbeitsminister, gemäß§ 2 die Arbeitszeit einschließ lich der Arbeitsbereitschaft ohnehin verlängert, so tann sie oben drein für Lehrmädchen oder sonstige weibliche Arbeitnehmer und für Lehrlinge und jugendliche Arbeitnehmer unter 16 Jahren bis 10 Stunden und darüber, für Lehrlinge und andere jugendliche Arbeitnehmer über 16 Jahre bis 11 und mehr Stunden ausgedehnt werden. Kommt diese Bestimmung für Großbetriebe in der Regel nur in Ausnahmefällen zur Anwendung, so wird sie für Lehrlinge im Kleingewerbe zur Regel und damit die Lehrlirgszüchterei start begünstigt. Wir müssen die besondere Aufmerk Im Baugewerbe wird einer gestern getroffenen Vereinbarung Berantwortlich für Politit: Ernst Reuter; Wirtschaft: Artur Saternus; samkeit der Gewerkschaften auf diese Art von Lehrlings- zufolge am Freitag, den 2. November, im Berliner Hoch, Beton- Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton: Dr. John Schilowski; Lotales und Sonstiges: Frih Karftädt; Anzeigen: Th. Glode; sämtlich in Berlin.. und Jugendschutz lenten, um sie, wenn irgend möglich, zu und Tiefbaugewerbe ein Vorschuß in Höhe von 300 Milliarden ge- Berlag: Bormärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckeret verhüten. Zumal in Betrieben, denen allgemein eine längere zahlt. Der Vorstand des Baugewvertsbundes, Baugewerkschaft Berlin. und Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin S. 68, Lindenstraße 3. Arbeitszeit als Arbeitsbereitschaft" zugestanden wird, müßte diese Für die laufmännischen Angestellten in der Margarineindustrie Konzession an die Handwerksrettung", an die rücksichtslose Aus- ist die Schlüsselzahl auf 6 Milliarden festgesetzt worden. Im In der Chirurgie- Mechanit werden die Löhne und Alfordbasen und festen Stundenzuschläge um 785 Broz. erhöht, jugendliche männliche und weibliche Arbeiter unter 18 Jahren nach dem VBMJ. Vor der Endlöhnung wird nach Möglichkeit noch ein größerer Vorschuß gewährt. Sierzu 1 Beilage. nüßung der Lehrlinge beseitigt werden. Von der gesundheitlichen solen Großhandel find weitere 50 Septembergehälter Ab 1. Nov. Otto Reutter bei Zielka Seite der Frage bei den unterernährten jungen Leuten ganz abge als Afontozahlung sofort auszahlbar. Varieté Kabarett Friedrichstr. 60 Ecke Leipziger Str. OSRAM mup auf der Glasglocke stehen OSRAM NITRA OSRAM NITRA Wer gutes Licht will, scheue die Kosten nicht. Ne. 507 40. Jahrgang Die Schloßküche im Sozialdienst. Beilage des Vorwärts Eine fleine Anzahl gedruckter Karten, uns vertrauensvoll zur Berfügung gestellt und bereits an Notleidende verteilt, flatterte auf den Redaktionstisch.„ Einladung für die Schloßküche österreichischer Freundeshilfe. Frau Doktor Schwarzwald bittet, für die Zeit vom 29. Oktober bis 24. November in der Schloßküche ihr lieber Gast zu sein." Die Aufmachung des Kärtleins, das einfache und herzliche Worte weckt sofort das Gefühl: das ist etwas Besonderes. ba wird gern gegeben. Wir konnten nicht bei der Eröffnung zu gegen sein und holen das Versäumte nach. Dienstag, 30. Oktober 1923 genannten Häusern ist für gewerblich, zu Bureau, Geschäfts- oder meister des Bezirksamts zum Leiter der Sicherheitspolizei in der ähnlichen Zweden benutte Räume ausschließlich der Kosten für Maikäferfaserne in der Chausseestraße begeben, um Einspruch Hausreiniger, Hauswart, Heizer, Fahrstuhlführer und dergleichen gegen das Schießen der Polizei einzulegen. Er hat den die dreihundertmillionenfache Grundmiete zu zahlen. Hatten die Borschlag gemacht, dafür zu sorgen, daß Lebensmitteltransporte Mieter am 1. Juli 1914 die gesamte Hausreinigung selbst andere Straßen benutzen als die Bankstraße, wo sie provozierend auszuführen oder haben sie sämtlich später eine dahingehende Ber- wirken. Das ist auch zugesagt worden. Was sonst in der Presse pflichtung übernommen, so beträgt der Verwaltungstoften mitgeteilt wurde, sind schlimme Uebertreibungen und geeignet, die Hatten sie nur die Treppenreinigung auszuführen, so ist die einzuschlag die einhundertfünfzigmillionenfache Grundmiete. hungernden und verzweifelten Arbeitslosen herabzusetzen. hundertachtzigmillionenfache Grundmiete zu zahlen. Der Zuschlag für die Kosten der laufenden Instandsetzungsarbeiten ist auf die neunhundertmillionenfache, die Höchstgrenze, bis zu der das Mieteinigungsamt einen Sonderzuschlag für große Instandsegungsarbeiten festlegen kann, auf die vierzigmillionenfache Grundmiete festgesetzt worden. Die Höchstfäße für die Umlage der Betriebskosten sind folgender maßen beschlossen worden: Für Müllabfuhr..... die 82 millionenfache monatl. Grundmiete Schlackenabfuhr. " # Kesselreinigung Fäkalienabfuhr " 20 TP 12 10 " M " 175 80 " " W " Der grauhaarige Schloßküchenpförtner läßt nur Karteninhaber ein. Es geht nicht anders. Zuviele kämen sonst, von der Not getrieben. Eine der größten Küchen an der Wasserseite war jahrelang mit alt: m Gerümpel vollgestopft. Wozu Rochherde feiern lassen, wenn Menschen hungern! Lustig regten sich Handwerker, geschickte Frauenhände. Nichts mehr erinnert da drinnen an die Vergangenheit. Auch etwa wieder ein Hotel der Armut, übertüncht mit dem gräßlichen Brimborium landläufiger Wohltätigkeit? Ach nein ,. ein in Blumen lachender Festsaal für die notleidende Geisteswelt, ein Stückchen Eden für die Gepeinigten der Not. Blumen über Die Prämien der Versicherung gegen Glasschäden, WasserBlumen an den Wänden, Blumen auf jeder der schneeweiß ge- leitungsschäden und Haftpflicht können je bis zum Höchstbetrage der deckten Tafeln, wundervoll sich einpassend in den Rahmen der tief- zwanzigmillionenfachen monatlichen Grundmiete umgelegt werden. Auf die Einzelheiten in den Sägen kommen wir noch zurück. grünen langen Fenstervorhänge. Und an den Tischen von des Lebens heimlich getragener Not gezeichnete Menschen, heute wieder hoffende Menschen, die aufgewacht sind aus häßlichem Traum und verwundert 11 Feuerversicherung. Zusammenstöße am Wedding". Der Mord am Schneckenberg. Dunkle Gestalten aus der Friedrichstraße. klärung der Mordtat an den Rittergutsbesitzer Otto aus SchlaDas Treiben der Hyänen der Friedrichstraße enthüllte die Auf1920 wurde Otto am Schneckenberg im Tiergarten mit mehreren gentin vor dem Schwurgericht des Landgerichs I. Im Februar Schußwunden tot aufgefunden. Die Leiche mar beraubt. Als Täter wurden der Schlosser Martin Braschte und der Kellner Hans Gadow ermittelt. Während Braschte bereits 7½ Jahre Zuchthaus erhalten hatte, fonnte gegen den Haupttäter Gadow die Berhandlung bisher nicht durchgeführt werden, da er drei Jahre lang verhandlungsunfähig in Irrenanstalen in Behandlung war. Der schmählich ermordete Rittergutsbefizer war mit einer Prostituierten in ein Nachtlofal in der Jägerstraße gegangen. Dort lernte er Gadow fennen, der sich erbot, Otto noch in einan Spielflub zu führen. Braschte folgte dem Baar in einiger Entfer nung. Der Angeflagte Gabow behauptete in der Berhandlung, daß er mit Otto zu einem Spielklub nach der Lennéstraße gefahren sei. Dort hätten fie feinen Einlaß gefunden und seien zu Fuß durch sich umschauen im weit, weit entfernt geglaubten Reiche schönen Unter dieser Ueberschrift bringen verschiedene bürgerliche den Tiergarten gegangen. Am Sch nedenberg habe Otto ein Friedens. Tausend nur täglich. Eine winzige Zahl, inmitten all Zeitungen in ihren Sonntagsausgaben Mitteilungen, nach denen unjittliches Attentat auf ihn verüben wollen. Er habe sich gewehrt der Großstadtnot. Und doch in ihr verkörpert für Berlin der Auf- Arbeitslose sich in größerem Umfange Plünderungen hätten zu- und sich schließlich den Händen Ottos entwunden. Gadow, der zur takt zu einer neuen Art liebevoller Hilfe. Ausschaltung jeglichen schulden kommen lassen, die die Polizei gezwungen haben, von ihren Beit der Tat 23 Jahre alt war und von mädchenhaftem, zartem AusVerdienstes und aller unnötigen Kosten erreicht äußerste Spar- Schußwaffen Gebrauch zu machen. Die Darlegungen sind sensehen ist, will nicht wissen, wie Otto zu Tode gekommen ist. Die samkeit. Niemand soll deshalb an dem Gedanken hängen, be- fationell zugeftugt und geeignet, die Erwerbslofen in ihrer Geschworenen sprachen Gadow schuldig des schweren Raubes und schenkt zu sein. Hier ist gleich lieber Gast, ob er mit wenigem Gesamtheit in der schwersten Weise zu verunglimpfen. Hierzu wird des schweren Diebstahls in je zwei Fällen, sowie des Totschlages. schenkt zu sein. Hier ist gleich lieber Gast, ob er mit Wenigem uns mitgeteilt: Seit Donnerstag war es der Stadthauptkaffe infolge Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu der Mindeststrafe von zahlt aus eigener Tasche oder für vier Wochen eingeladen ist von der rapiden Geldentwertung der letzten Woche nicht möglich, rücksichtigte, sowie die Tatsache, daß Gadow, der nach dem Urteil 15 Jahren Zuchthaus, wobei es einmal feine Jugend be= denen, die des Lebens Güter immer noch im Ueberfluß haben. mittel in einzelnen Bezirksämtern voll überweisen zu können. der Aerzte als Psychopath zu betrachten sei, in schlechte Gesellschaft Die Bezirksämter erhielten nur verhältnismäßig kleine Beträge und geraten wäre. waren nicht in der Lage, die Ansprüche der Erwerbslosen zu erfüllen. Donnerstag und Freitag mußten die Erwerbslosen stundenlang warten, um dann vergeblich nach Hause zu gehen. Den zuständigen Stellen wurde von Mitgliedern des Bezirksamts in Ge- auf Goldmark umgestellt. Gehälter und Löhne find aber noch nicht meinschaft mit Vertretern von Erwerbslosen der volle Ernst der auf Goldmarkbasis aufgebaut. Daher hat der Reichsvertebrsminister Situation dargelegt und darauf hingewiesen, daß die Erwerbslosen die Preise der Monats, Schülermonats, Wochen in ihrer Verzweiflung sich leicht zu unbesonnenheiten hinreißen und Kurzarbeiter Wochenkarten borübergehend lassen könnten. Erst am Sonnabend gelang es, größere Be- um 50 Proz. ermäßigt. Gleichzeitig werden die Mindestträge heranzubekommen. In der Pantstraße und in preise von acht Kilometer auf vier kilometer, und der Böttcherstraße auf dem Gesundbrunnen befinden sich vier awar auf 10 Bf. in der 4. Klaffe, auf 15 Pf. in der 3. Klasse, auf solcher Stellen für die Erwerbsiosen. Trotz dieses Hinzögerns haben 45 Pf. in der 2. Klaffe und auf 90 Pf. in der 1. Klasse festgesezt. haft benommen. die hungernden Arbeitslosen sich geradezu muster Ferner wird ab 1. November als Uebergangsmaßnahme Ein Vertreter des Bezirksamts hatte noch für Kurzarbeiter, die nur an einem Tage in der Woche am Sonnabend nach 11 Uhr an die Arbeitslosen eine Ansprache ge- arbeiten, eine einfache, für Hin- und Rückfahrt gültige Starte 4. Klasse halten und die Situation dargelegt. Keine Ausschreitung mit dem Stempel Rüdfabri" ausgegeben, gegen tarifmäßigen Auserfolgte. Später, als ein mit Margarinefässern beladener Wagen weis, daß nur an einem Tage in der Woche gearbeitet wird. Ueber an den Auszahlstellen vorüberfuhr, haben einige Leute von dem den Berliner und Hamburger Stadt, Rings sowie Vorortsverkehr Wagen Fäffer herunterzuholen versucht. Das hat der werden noch besondere Bestimmungen getroffen. Bolizei Anlaß zur Schießerei gegeben, wobei vier Leute verlegt wurden. Daraufhin hat sich der stellvertretende BürgerEs tränkt mich faft," sagt die Leiterin, die Gattin des öfterreichischen Sektionschefs Dr. Schwarzwald, als Philanthropin zu gelten. Was ich tue, ist selbstverständliche Pflicht, sollte Pflicht noch vieler sein, und was alle hier tun, ist Erziehungsarbeit, ist Weckruf an das Gewissen derer, die sorgenlos vor vollen Tellern ſizen. Was in Desterreich seit Jahren nach dem Gemeinschaftsprinzip durch geführt ist in zwanzig ähnlichen Küchen, muß auch in Deutschland und in Berlin gehen. Nein, es wird gehen. Nur der Wille muß da sein, es zu tun und schnellfiens auszubauen, was in höchster deutscher Not keinen Tag des Aufschubs duldet." Bergebens fucht der Zweifler nach einem Wort. Erfahrung und Erfolg sind goldene Brücken. Man trennt sich schwer von österreichischer Gastfreundschaft und trägt den herzlichen Wunsch heim: möge die Mahnung an Pflicht und Gewissen auf fruchtbaren Boden fallen! Die Novembermiete. Mit Abänderungen vom Oberpräsidenten genehmigt. Das städtische Zentralamt für Wohnungswesen teilt mit: Nach dem der Oberpräsident zunächst gegen die Festsetzung der Novembermiete Einspruch erhoben hat, hat der Magistrat in einer Sonderausgabe gestern eine Abänderungsbetanntmachung zur Fefisetzung der Novembermiete im Gemeindeblatt veröffentlicht, weiche die Zustimmung des Oberpräsidenten gefunden hat. Es find am 1. November folgende Zuschläge zu zahlen: Für Verwaltungskosten: a) in einfachen Häusern die dreihundert millionenfache Grundmiete, a) in Häufern mit Warmwasserversorgung oder Sammelheizung oder Fahrstuhl, menn eine dieser Einrichtungen im Betrieb ist, die dreihundert fechzigmillionenfache Grundmiete, c) in geschlossenen Häusern sowie in Häusern mit Sammelheizung und Warmwasserversorgung und Fahrstuhl, wenn mindestens zwei dieser Einrichtungen im Betrieb find, die vierhundertzwanzigmillionenfache Grundmiete, d) in ben unter das Reichsmietengefeh fallenden Geschäfts- und Industriehäusern für nicht gewerblich ufm. benutzte Räume ebenfalls die vierhundertzwanzigmillionenfache Grundmiete. In den zuletzt11] Copyright Georg Müller, München. Die Lofotfischer. Roman von Johan Bojer. In Myran aber, wo Kristaver und Marja in dem Bett an der südlichen Wand lagen, erwachte er mitten in der Nacht und sagte nach einer Weile leise: „ Ja, weinst du denn, Marja?" ,, Aber nein!" " Du mußt es doch nicht so schwer nehmen." Preise und Löhne. Lebensmittelpreise in der Grüne Heringe Zentralmarkthalle am 29. 10. Margarine ( in Millionen Mark) Rindfleisch Kalbfleisch Lebende Schleie. Lebende Hechte. Lebende Karpfen. Zander in Eis Bleie in Eis. Barsche in Eis Kabeljau Schellfisch Schollen Schmalz 16000-23000 Talg. Butter 18000-26000 4 4 15000 14000 O 15000 .13000 9000-10000 .. 10000 8500 5000 10000 Weißkohl Wirsingkohl Mohrrüben 6000 9500-12500 14500-15000 26000-27000 12000 550 600 550 Wochenlöhne in Berlin ( in Millionen Mark) Steinsetzer ab 20. Oktober 322 000 Privatelektrizitätsarbeiter vom 22.- 28. Oktober. Die Eisenbahnmouatskarte am 1. November. Die Tarife der Reichseisenbahnen werden mit dem 1. November ** 3m Berliner Stadt-, Ring- und Vorortverkehr ist der Mindestpreis der Einzelfarte vom 29. Oktober ab auf 1 Milliarde Mart in der 3. Klasse und 1,5 Milliarden Mart in der 2. Klasse festgesetzt worden. Der 3onenab stand beträgt in der 3. und 2. Klasse 300 und 450 Millionen Mark. Die Dollarkohle. Das Kohlenamt der Stadt Berlin teilt mit: Auf Grund der ab 29. d. M. erfolgten 300 prozentigen Erhöhung der Bahnfrachten stellen sich die Britett- und Kohlenpreise ab 30. d. M. wie folgt: Küchen- und Dfenbrand britetts ab Lager 26,52, frei Keller 27,67 Milliarden, Gastots 44,79 bato. 46,11 Milliarden. Bei fuhrenweiser Lieferung Küchen- und Dfenbrandbriketts 26,52 bzw. 27,5 Milliarden, Gastots 44,79 bat. 45,94 Milliarden. Die Direktionen der städtischen Gas, Wasser- und Elettrizitätswerte teilen mit, daß die Preise für Gas, 309 856 affer und Strom für morgen unverändert bleiben. ber nach vorn, schwingt sich hinunter auf den Bootsführerplay| flinker Kerl, wenn es darauf anfam, und als Ausluger im auf der Ruderbank und wendet das Gesicht zum Lande, zu Finstern konnte feiner es mit ihm aufnehmen. Der Wind ihr, sagt aber fein Wort. „ Los!" Man hört das Schaben des Taus an dem Eisenring, der Anker wird hochgezogen, dann freischt ein Block, das breite, schwere Rahsegel wird gehißt, es bläht sich und wird schräg über dem Boot befestigt, die Robbe" setzt sich in Bewegung und gleitet langsam aus der Bucht hinaus. Er wollte eben wieder einschlafen, als sie ihm beide Arme tücher ab und winkten. um den Hals legte. „ Es ist so traurig für mich, wenn du fort bist!" " Hm! Aber du bist doch so tüchtig, du wirst schon zurecht fommen!" ,, und du nimmst sie mit! Jezt den Lars, dann kommt Oluf, einer nach dem anderen. Du hast sie genommen! Du nimmit fic!" Was sollte Kristaver darauf fagen? Sie waren in diesem Puntte nicht einer Meinung, aber sonst war sie unermüdlich Tag für Tag, man fonnte nichts an ihr aussehen, nur so barge Augen hatte fie. Jetzt hatte sie ihn umgefaßt, und war wieder nicht ganz mit ihm einig, aber das würde fich finden, Marja war ja so gut. In der Morgendämmerung gehen schwere Schritte zum Strande hinunter, wieder sind die Laternen unterwegs, jetzt geht es fort. " ,, Lebwohl, Kristaver, lebwohl, Lars!"" Lebwohl!" flang es von vielen Frauen am Strande, und sie nahmen die KopfJezt aber mar Kristaver nur noch Bootsführer, er schwang die Steuerpinne über dem Kopf und beaufsichtigte alles, was an Bord geschah, und dennoch winkte er mit dem Südwester und rief: Lebwohl!" Ein Stoßwind fkräufelte dunkel die Bucht, die„ Robbe" legt sich auf die Seite, das Wasser schäumt am Bug, ein weißet Schaumstreifen zieht hinterher, und der rote Wimpel weht an der Mastspize. Marja blickte auf den Wimpel, und ihr Gesicht erhellte sich. Sie hatte den Wimpel aus dem Stoff geschnitten, der zum Unterrock für sie selbst bestimmt war, und fie hatte seine Anfangsbuchstaben mit blauer Wolle hineingeftict. Alle, die an Land standen, begannen am Strande entlangzulaufen, als könnten sie auf diese Weise noch mit. Marja jah nur einen Südwester vom Vorderschiff winken, dann verschwand die„ Robbe" im Frostnebel, gerade als das Topfegel in die Höhe ging. 6. heulte, hui, wie das ging! Aber es war noch ein sechster Mann auf dem Vorder. fchiff neben Lars, und der setzte heute zum erstenmal den Fuß in einen großen Segler; das war Arnt Aasan, ein blasser Bursche mit einem rostroben Bartbüschel unter dem Kinn und goldenen Ohrringen. Er stammte aus dem Tal oben, hatte in eine Fischerhütte am Strande eingeheiratet und wollte es jezt als Lofotfischer auf der See versuchen. Ja ja, sagten die Leute zu ihm, wenn dich der Kristaver mitnimmt, dann wirst du wahrlich einen neuen Tanz lernen. Jetzt stand er ganz hilflos in der schweren Seeausrüstung und ahnte nicht, was er auf einem Boot zu tun habe. Wie mennst du das?" fragte er Lars und deutete auf ein Tau, das von dem einem Rande durch einen Block im Steven zum anderen Rande hinüberlief. " Das ist die Boline," sagte Lars. ,, Und das da?" " Das war das Tau von den beiden Enden der Rahe, das Hinterschiff lief. gum „ Das ist die Brasse," sagte Lars. Er war doch ein Kerl, daß er einen Mann unterweisen konnte, der viel älter war als er selber. „ Und das das?" Jezt deutete Arnt auf ein dreifaches Tau am unteren Rande des Segels, das am Mast befeftigt war. " Das ist der Briar," sagte Lars. Es ist lange vor der Stunde, zu der die Leute für geArnt kniff den Mund zusammen und wußte schon mehr möhnlich aufstehen, aber die Frauen kommen doch mit, gut als vorher; dies wollte er recht ernst und gründlich nehmen. eingehüllt in viele wollene Tücher zum Schutz vor der Kälte. Nun waren sie also unterwegs. Die anderen Männer standen breitbeinig da, sie kauten Es ist scharfer Frost bei Ostwind, und der ist günstig. Der bekannte Strand mit den kleinen Häusern ver- ihren Tabat und waren froh und zufrieden. Unter ihnen Blaue Phosphorflammen zischen unter den eisenbeschla- schwand, und der frische Landwind trug die Boete leicht durch schautelt das Boot, über ihnen singt die Tafelage, Krämer und genen Stiefeln am Strande, Meerleuchten. Jollen rudern die Krappseen, die das Boot umschäumten. Tief drinnen im Banten tönnen hierher nicht kommen, sie sind wieder auf an Bord, Lebwohl und glückliche Reise ist immer wieder ge- Fjord ragten andere Rah- und Topsegel empor, das waren See, sie sind freie Männer. Aber noch ist das mächtige Lofotsagt worden, aber im letzten Augenblick fällt dem Boots- die Fiordanwohner, die da kamen, und weiter draußen tauch- boot faft zu groß hier im Fjord; es wird anders, wenn das führer noch etwas ein, das die Jolle von Land holen muß. ten Segler aus Buchten und Einschnitten auf und strebten Land zu beiden Seiten zurückweicht und die Wellen ihnen Marja steht mit den anderen Frauen am Strande. Da dem Meere zu. Es ging den alten Weg nordwärts, die Hun- vom Meere selbst entgegenschlagen. Dann erst findet das Boot steht auch Berit Hylla, die Frau des Elezeus, denn jetzt im derte von Meilen, im Sturm, in Frost, in Schneegeftöber, fich wieder, es legt sich auf die Seite unter der Last der ge= Dunkeln kann ja teiner sehen, daß sie ein paar Flecke im Ge- denselben Weg, den die Vorfahren seit langen, langen Zeiten schwellten Segel, es reitet auf und ab, jetzt schlägt die Welle sicht hat. Der Wind ist eisig, aber sie hüllen sich in ihre Tücher, gezogen waren. an den Bug und überschwemmt das Borderschiff, Rumpf und stampfen mit den Füßen, um sich warm zu halten, und wollen Auf der Robbe" waren Elezeus Hylla und Henrit Tafelage zittern, aber die Robbe" fährt zischend weiter. Da noch nicht gehen. Es ist schon so hell, daß Marja Lars sehen Rabben im Hinterfchiff beim Bootsführer, und der eine würde sehen die Männer sich an, streichen die Tropfen aus dem Bart fann, der in voller Seemannsausrüstung vorn im Boot sich genug mit der Schote zu tun befommen, der andere mit dem und lachen. Dies ist doch segeln, und ein Wonnegefühl rieselt zu schaffen macht. Und Kristaver flettert soeben über das Wasserschöpfer, falls es Sturm und Seegang geben sollte. durch den Körper; warum sollen sie sich da nicht ansehen und Kambüsendach und setzt das Steuer ein. Dann triecht er wie- und voru an der Halse stand Kanelos Gomon; er war ein lachen? ( Fortsetzung folgt.) " Der Ausschuß für das Park- und Bestattungswesen teilt mit: 1 Infolge der weiteren Erhöhung der Kokspreise und Löhne beträgt die Einäscherungsgebühr mit Wirkung vom 1. November ab 200 milliarden Mart. Billige Graupen für Minderbemittelte. Das Ernährungsamt der Stadt Berlin teilt mit: Vom 1. bis 17. November erfolgt seitens der Stadt Berlin ein Verkauf von Graupen zum Preise von drei Milliarden je Bfund. Der Verlauf findet nur an diejenigen Minderbemittelten statt, die im Besitz von Bezug 3tarten find, die ihnen nach Prüfung ihrer wirtschaftlichen Verbältnisse von den Bezirksämtern bzw. deren einzelnen zuständigen Stellen ausgebändigt werden. Ueber die Verkaufsstellen des Bezirks crteilen die zuständigen Stellen des Bezirksamtes Auskunft. Eine Alkoholgegnerwoche im Bezirk Lichtenberg veranstaltet der Verband sozialdemokratischer Abstinenten. Am heutigen Dienstag findet abends 8 Uhr eine Versammlung im Zeichensaal der Staulsdorfer Schule tatt. Genosse Simon Stagenstein spricht über Wirtschaftliche Not und Autobolkonsum". Ueber das gleiche Thema spricht der Referent am Donnerstag, den 1. Nov., in der Aula der Schule in Neuenhagen. Am Sonntag, den 4. Nov., nachmittags 2 Uhr, findet dann eine öffentliche Tagung des Ber bandes statt im Jugendheim Baikaue 10( am Bahnhof Frantfunter Allee). Hier wird die ganze Alkoholfrage nach fulturellen und wirtschaft lichen Gesichtspuntten behandelt. Folgende Vorträge werden gehalten: Kiara Bohm- Schuch, M. d. R., über:" Bir Frauen und der Altohol". Dr. med. J. Zadet: Bolts gesundheit und Altobol". San.- Rat. Dr. Dtto Juliusburger: Bom Seelenleben und seinen Gifien". Simon Kakenstein:„ Das Aikoholverbot eine Stulturforderung". Groß- Berliner Parteinachrichten. Vorständekonferenz An dieser Konferenz find verpflichtet teilzunehmen: der Bezirksvorstand, die Kreisvorstände, alle Abteilungsleiter und Abteilungstaffierer sowie die Bertreterinnen der Frauen. Arbeitersport.olls Schwimmfest in Neukölln. fechs Springern. Es werden in Längsrichtung von jedem Mann Grätsch, Hode und Grätsche rückwärts gesprungen, also jede Mannschaft muß dreimal burchspringen.) Stichtag für alle Altersklassen 20. November. Meldungen möglichst bald unter gleichzeitiger Angabe des Namens und der Adresse eines Rampfrichters pro Niege an Willi Wallais, Berlin N. 20, Eulerstr. 11. Meldefchluß unwiderruflich 4. November. Sportliche Wettkämpfe: 1. Schwedenstafette für Männer und Jugend, halbe Schweden für Frauen. 2. Verfolgungsstafette für Männer 10 × 2 Runden, für Jugend und Frauen 10 × 1 Runde. Billi Balla is. Alljährlich um die Bende des Ottobers rufen die Freien Schwimmer Neukölln Sportler, Freunde und Gönner herbei. Wenn auch die so sehr bedrückende wirtschaftliche Not die Abhaltung des Schwimmfeftes nicht verhindern fonnte, so sind doch ihre Spuren Beranstaltungen des 1. Kreises. Alle Vereine wollen nach= deutlich erkennbar in der Verlegung des Festes vom Sonntag auf folgenden Arbeitsplan beachten: 25. November: Hallensport den Sonnabend der Kosten wegen in der Verringerung der 9. Dezember: Bereinsfest im Sportpalast Berlin. Zahl der sportlichen Kämpfe, die nur einen Tag zur Abwicklung mannschaftsturnen Prinzenhalle. 20. Januar: Kreisbleiben der auswärtigen Sportgenoffen, die nicht mehr in der Lage für Männer, Frauen und Jugendliche. 2. März: Kinderwettdes Programms gegen sonst zwei beanspruchten, und in dem Fern- jugendschwimmfest. 27. Januar: Funktionärstunde sind, die Ausgaben für die Eisenbahnfahrten zu bestreiten. Die turnen in den Gruppen. 6. April: Frühjahrswald. Ausschreibungen gaben den vielen Groß- Berliner Vereinen Ver- lauf. 4. Mai: Anturnen aller Kreisvereine. 19.- 21. Juli: anlassung, den festgebenden Verein mit zahlreichen Meldungen zu Kreis- Lurn- und Sportfest in Spandau. 14. September: erfreuen, und so wurde den Gästen, die die Halle des Stadt Abturnen aller Kreisvereine. 12. Oftober: Herbstwaldbades bis auf den letzten Platz füllten, trog allem ein guter Sport Iauf. geboten. Die Stafettentämpfe waren zumeist Kämpfe im wahrsten Sinne des Wortes. Die geschwommenen Zeiten sowohl in den Vorwärts- Q., 13. Rovember, Stadtbad Friedrichshain. Alaffe B: Neukölln 1. Kreis, 6. Bezirk. Wafferballserie. Abteilng I, Klaffe A: NeuköllnMannschafts- als auch in den Einzelkämpfen waren durchschnittlich Union II, 6. November, Stadtbad Neukölln; Borwärts- L. II- Neptun- 2., 16. Nagut, besondere Erwähnung aber verbient die weibliche Jugend, deren vember, Stadtbad Friedrichshain; Steglis- Union 1, 14. November, Stadthab Können sich von Jahr zu Jahr in erheblichem Maße gesteigert hat. Areuzberg. Jugend: Neptun-2. 1- Reutölin I, 9. November, Stadtbad Kreuz berg; Steglit- Neptun- 2. II, 11. November, Stadtbab Friedrichshain. Im Männerspringen wurden schwierige Sprünge ausgeführt; Lesch- teilung II, Klasse A: Neptun- W.- Bormärts- NO. 16. November, Stadtbad Vorwärts ließ sich den Sieg nicht nehmen. Den Beschluß des Prenzlauer Tor. Klaffe B: Charlottenburg I- Rowawes, 21. November, Stadtbad Charlottenburg; F. G. Norden- Borwärts- N., 14. November, Stadtbad Festes bildeten drei Wasserballspiele, deren Teilnehmer regsten wedding. Tegel- Neptun- W., 15. November, Stadtbad Wedding. Eifer zeigten. Nachstehend die Resultate: Nowames Charlottenburg, 28. November, Stadtbad Charlottenburg: Neptun- B. Borwärts- R., 13. November, Stadtbab Prenzlauer Tor. Laut Beschluß des Bezirtstages haben fehlende Mannschaften der angetretenen Mannschaft alle Auslagen wertbeständig zu ersegen. Die fiegende Mannschaft ift verpflichtet, die Resultatkarten an den Obmann einzusenden. Männerftafette, 6X50 Meter, freier Stil: 1. Freie Schwimmer Neukölln 3,24%, 2. Bormärts- Berlin 3,25%. Damen- Schulbrustschwimmen, 100 Meter: 1. Strauch- Tegel 5% Puntte, 2. Hamann- Reutölln 51 Bunkte. Anaben. Bruststafette, 4X50 Meter: 1. Reutölln 3,24 Min. Weibl. Jugendschwimmen, zur Besprechung wichtiger organisatorischer Fragen am Mittwoch, 50 Meter, freier Stil: 1. Mafur- Reutölln 39% Set., 2. Gubisch- Neukölln 41 Get. Männer- Lagenftafette, 4X50 Meter, für Bereine ohne Winterbad: 1. Delphinden 31. Offober, abends 6 Uhr, in den Musikerfälen, Kaiser- Wilhelm- Tegel 2,57 Min. Männerspringen, Alaffe A, 6 Sprünge: 1. Lesch- Borwärts Straße 31( Börfenfaal). 39% Punkte, 2. Rrabel- Neukölln 34 Puntte.-Männerlagenftafette, 4X100 Meter: 1. Borwärts- Berlin 5,43% Min. neutölln 3,38% Min. Mäbchen- Bruststafette: 1. Freie Schwimmer Beibl. Jugendlagenftafette, 4X50 meter: 1. Neukölln 3,14% Min. Damenridenschwimmen, 50 meter: 1. Butter- Neukölln 50 Get., 2. Gerisch- Borwärts 52 Get. Männer- Bruststafette, 4X50 meter: 1. BorMännerschwimmen, wärts- Berlin 2,51 min., 2. Reutölin 2,52% Min. 50 Meter, freier Stil, für Vereine ohne Winterbad: 1. Lohrenz- Falkensee 39% Get., 2. Straube- Tegel und Busch- Faltensee 40 Set., 3. Rollnig- Libed 40% Ger. Weibl. Jugendbruftschwimmen: 1. Boer- Neukölln 1,43% min., 2. Chriftopei- Borwärts 1,48% Min. Männer- Lagenstafette, 4X50 Meter, für Männer über 35 Jahre: 1. Freie Schwimmer Norden 2,54 Min. Stafette, 50, 100, 200, 100, 50 Meter, freier Stil: 1. Borwärts- Berlin 6,30 min., 2. Neukölln 6,34 Min.' Männl. Jugenbbruststafette, 4X50 meter: 1. Neukölln 2,59% Min, 2. Borwärts- Berlin 3,03% Min. Damen- Lagenftafette, 3X50 Meter, Brust, Rücken, Süh: 1. Neukölln 2,39 Min. Baserballspiele: 1. Freie Schwimmer Faltensee gegen Freie Schwimmer Neuföda, 2. Mannschaf, Gieger: Neukölln 7: 1 Tor. 2. Jugend Neptun- Weißenfee gegen Jugend Neukölln, Sieger: Weißensee 1: 0 Tore. 3. Union- Berlin gegen Freie Schwimmer Neu föln 3: 3 unentschieden. Die Anwesenheit der Abteilungsleiter und fämtlicher Kaffierer ift unbedingt erforderlich. Der Bezirksvorstand. Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Beamter. Vorstandssigung und gleich zeitig Gigung des Ausschusses zur Beratung des Abbaugesetes am 31. Oftober, nachmittags 4 Uhr, im Borzimmer des Jugendheims, Lindenstraße 3. 9. Kreis Wilmersdorf. Die erweiterte Kreisvorstandssigung fällt wegen der heutigen Funktionärversammlung aus. 12. Kreis Stegliz, Lichterfelbe, Lankwiz. Mittwoch, den 31. Oktober, 7 Uhr, Sigung des Kreisvorstandes an bekannter Stelle. 15. Kreis. Die Kreisvorstandssigung fällt aus. 20. Kreis Reinickendorf. Die für heute angefegte öffentliche Frauenverfamm. lung fällt aus. Heute, Dienstag, den 30. Oktober: Jungfozialisten. Gruppe Lichtenberg: 7% Uhr im Jugendheim, Parlaue 10, Bortrag des Genossen Lipinski über Die nationale Frage". Gruppen Treptow, Süben und Friedrichshain: 7½ Lindenstr. 3 gemeinsame Beranstaltung. Bortrag über Strindbergs Leben und Werte bis zur Torenbeichte". Referent Genoffe Robert Reller. 3. Abt. " Morgen, Mittwoch, den 31. Oktober: 7 Uhr Mitgliederversammlung im Gaal 3 des Gewerkschaftshauses, Engelufer 25. Bortrag des Genossen Friz Zubeil, M. d. R., über Die politische Lage". Neuwahl der Abteilungsleitung. Wahl der Delegierten am Kreisvertretertag. 17. st. Pünktlich 7 Uhr in der Schulauala Tegeler Str. 18 Abteilungsver fammlung. Thema:„ Die Notlage der deutschen Arbeiterschaft". Referent Genosse Altmaier. 32. Abt. Büntil. 7% Uhr Gitung der Rommunalen Rommission in der Schule Lange Str. 31, Bimmer 55, part. 83. Abt. Lichterfelbe. 7½ Uhr in den Lichterfelder Festfälen( Sochzeitsfaal), Rehlendorfer Str. 5, Mitgliederversammlung. Thema:„ Die deutsche Birtfchaft". Referent Genoffe Nietisch. 108. Abt. Röpenid. 7 Uhr an bekannter Stelle Funktionärtonferenz. Gtellung. nehme zur Neuwahl des Abteilungsvorstandes. 136. Abt. Reinickendorf- Oft. 7 Uhr in der Jugendhalle Seebad, Residenzstr. 49, Mitgliederversammlung. Thema: Politik und Währung". Referent Genoffe Dr. Günther. Frauenveranstaltungen am Mittwoch, den 31. Oftober: 19. Kreis Bankow. Der angefekte Kreisfrauenabend fällt aus. Chariottenburg. 55. Abt. 7% Uhr bei Lange, Spielhagenstr. 16-18. 58. Abt. Die für Mittwoch angesezte Frauenversammlung fällt aus. 68. Abt. Salensee. 7% Uhr bei Göz, Kurfürstendamm 92, 3 Tr. Referent Genosse Lehrer Woywod. 99. Abt. Brig. 7½ Uhr im Jugendheim, Rathaus. Thema: Die politische und wirtschaftliche Lage". Referent Genoffe Wuschick. * Musterriegenturnen am Bußtag. Männer Das Turnen in den Hallen lebt nun zum Herbst und Winter wieder auf. Da heißt es denn die Sehnen straffen, wieder pünktlich tie hallen zu besuchen und unseze eble Turnerei zu pflegen. Diese einzig dastehende, Muskeln, Mut und Energie bildende Körperpflege muß als Massent ewegung intensiv gefördert werden. Wollen wir ein traftvoll durchgebildetes Menschengeschlecht erziehen, dann dürfen wir die Turnfache mit ihrer äußerlich wie innerlich veredeln den Wirkung auf unsere Jugend nicht vernachlässigen. Deshalb nügt den Winter und gebt Raum dem innersten Streben eurer Turner, Jugendlichen und Frauen. Hebt durch Mitarbeit die Turnfreudigkeit in Groß- Berlin, damit wir wieder im Konkurrenzfampf der Turner an führender Stelle im Bund stehen. Zur Einleitung der Winterarbeit fordert die Freie Turnerschaft Groß- Berlin alle Kreisvereine zur Teilnahme an einer gründlich durchgearbeiteten, erweiterten Form eines Muste riegenwett turnens, verbunden mit sportlichen Wettkämpfen, in der Zentralturnhalle Prinzenstraße in Berlin auf. Die Bezanstal tung ist offen für den 1. Kreis. Ausschreibung. Musterriegenturnen. 1. Gruppe: Aftersriegen über 35 Jahre; 2. Gruppe: Männerriegen; 3. Gruppe: Frauenriegen; 4. Gruppe: Jugendriegen 14-18 Jahre: 5. Gruppe: Rinderriegen bis 14 Jahre; 6. Gruppe: Freiübungen oder Handgeräteriegen.( Jede Riege muß einschließlich Borturner mindestens aus sechs Turnern bestehen. Es sind wenigstens sechs Uebungen au turnen, die die Turnzeit von 20 Minuten nicht überschreiten dürfen.) 7. Gruppe: Mannschaftsspringen am Pferd.( Jede Mannschaft besteht aus Goldumrechnungssätze 101. Abt. Treptow. Die für Dienstag anberaumte Borstandssigung findet nach der Kreisvorstandsfizung und Borständekonferenz statt, und zwar am Donnerstag, den 1. Rovember, 7 Uhr, in der Schule Bildenbruchstraße. 1 amerikanischer Dollar( Mittelkurs) 65 Milliarden Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation 1 Dollar Goldanleihe B 65 33 1 Goldmark nach Dollarmittelkurs... 15,47, 77. Ubt. Schöneberg. 11. Bezirk: Unser Genosse Albert Wolfram ist ver- 1 Goldmarki.Lebensmitteleinzelhandel 15,5 storben. Einäscherung Dienstag, den 30. d. M., 2½ Uhr, im Krematorium Wilmersdorf. 1 Steuergoldmark 15 AbJugend: Freie Turnerschaft Groß- Berlin. Freitag, 48 Uhr, Petersburger Str. 4, Lehrstunde für Mädchen- und Frauenturnwarte, außerdem pro frauen- Abt. 3 Turnerinnen. Thema: Stillauf( Sportgenoffe Kragte), Schrittarten, Rhythmische Freiübungen, Redturnen. Klavier vorhanden. Musterriegenturnen am Bußtag in der Brinzenhalle. Offen für den 1. Rreis. Meldeschluß 3. November. Turnriegen mit Namen- und Adressenangabe eines Rampfrichters pro Riege an Wifi Babais, N., Eulerstr. 11. Sportliche Wettkämpfe an Friz Polte, N., Weddingstr. 2. Nachmeldungen werden nicht berücksichtigt. Dienstag, den 30. Oftober, abends 5-9 Uhr, auf bem Fichte- Sportplay in Arbeiter- Wintersport- Interessengemeinschaft. Der Trodenturfus findet am Baumschulenweg, Röpenider Landstraße, Ecke Eischbuschallee, statt. Arbeiter- Athletit- Sportvereinigung Neukölln. Die Arbeiter- Sportvereini gung Neukölln, Sport- Union und Sportflub Eichenkranz schloffen sich unter Die dem Namen Arbeiter- Athletit- Sportvereinigung Neukölln zusammen. Bereinigung ist dem Arbeiter- Athleten- Bund angeschlossen und betreibt Ringen. Seben, Bogen, Turnen, Leichtathletik und Artistit. Dem Verein stehen die Turnhallen in der Weisestraße Montags von 6-8 Uhr und in der Thomas. straße Freitags von 6-8 Uhr zur Verfügung. Ringen, Seben und Bogen findet im Lotal Rarlsgarten Dienstags und Freitags von 8-10 Uhr statt. Die Bereinigung hat im Turnen und Leichtathletik eine Damenabteilung und Jugendabteilungen. Zuschriften find zu richten an Rudolf Schulz, Berlin- Sübende, Lichterfelder Str. 35, v. part. Athletik- Sport- Club, c. B. Leichtathletik, Hoden, Handball, Rudern. Männer, Frauen, Jugendabteilung. Dienstag, den 30. Oktober, abends 7 Uhr, Badeabend in der Städtischen Badeanstalt, Schillingsbrüde; 28 Uhr Sallentraining der Frauenabteilung in der Turnhalle der 46. Gemeindeschule, aufiger Plak 9. Freitag, den 2. November, abends 18 Uhr, Hallentraining ber Männer- und Jugendabteilung ebenda. Schriftführer der Hockenabteilung Sans Jogszat, Berlin D. 17, Capriviftr. 4. Geschäftsstelle: Alfred Behrends, Berlin NW. 87, Binzendorfstr. 7. Arbeiter- Turn- und Sportbund, 1. Kreis. Die Eröffnung der Männer riaffe der Bundesschule findet am Donnerstag, den 8. November, in Neukölln, Rütlistraße, um 8 Uhr statt. Fahrgelegenheit bis Ringbahnhof Kaiser- Friedrich- Straße. Lichtenberger Schwimmverein Neptun" 1894, E. B. Am Dienstag, den 30. b. M., 8 Uhr, findet bei Masello die Funktionärversammlung statt. Um Gonnabend, den 3. November, abends 8 Uhr, findet die Monatsversammlung der Abteilung Lichtenberg im Prälatenſchulz, Sophien, Ede Eitelstraße, statt. Die Veranstaltungen der Jugend finden nicht mehr Donnerstags im Jugendtag, den 30., Bertrag über Erfämpfer des Sozialismus". Referent Genoffe heim Doffeftraße statt, sondern Dienstags im Jugendheim Barsaue 10. Diens Seina Wagner. Am Dienstag, den 6. November, Jugendversammlung. Beide Beranstaltungen beginnen um 28 Uhr. Erscheinen fämtlicher Jugendlichen ist tags im Jugendheim. Rwed's Inventur müssen fofort alle alte Bibliothes Pflicht. Die Musitspieler von allen Abteilungen treffen sich ebenfalls Diens. bilcher abgegeben werden. Die Reitung Der junge Neptun- Schwimmer" it fofort abzuholen. Uebungsabend jeden Freitag von 7-9 Uhr in der großen Halle des Stadtbades Friedrichshain. Damen- Schwimmvercin Berlin 1923( Mitgl. h. A.-T. 11. En.-B.). Abteilungen, auch Jugend und Mädchen, baben Mittwochs von 5-7 Uhr un haben Mitglieder bedeutende Badepreisermäßigung. Die nächste Sigung ist Freitag, den 2. November, im Bedigenheim, Bappelallee 15. Am Sonntag, den 4. November, findet das erste Bergnügen des Vereins ftatt, ebenfalls im Lebigenheim, Pappelallee 15. Der Ueberschuß dient zure Anschaffung eines Wafferballes und einer Stoppuhr. Buschriften find an Frau Ella Sinte, Lychener Str. 131, zu richten. ame 4. Bezirk( Nordgrupp:). Der Bezirkswalblauf findet am Sonntag, en 4. November, in Klausdorf statt. Jeder Verein macht eine Wanderung dorthin. Vorträge, Vereine und Versammlungen. Gemeinschaft proletarischer Freibenter. Freidenkerschule. Dienstag, den 30. Ottober, abends 7 Uhr, Schule Niederwallstr. 12, nächster Abend der Arbeitsgemeinschaft der Freidenkerschule. Thema: Proletariat unb Gittlic). feit". Leiter Genosse Dr. P. Krische. 27 Theater, Lichtspiele usw. 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