Nr.519 40.Jahrgang Ausgabe A nr. 259 Bezugspreis: Bom 4-10. November 42 Mitarbe Mart voraus zahlbar. Unter Kreuzband vom 4.- 10. November flie Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet, Defterreich, Litauen, Luxemburg 53 Milliarden, für das übrige Ausland 63 Milliarden. Postbezugspreis freibleibend. Der ,, Borwärts" mit der Sonntags. beilage ,, Bolt und geit", der Unter. haltungsbeilage ,, Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin* Morgenausgabe Vorwärts Berliner Dolksblatt 15 Milliarden M. Anzeigenpreise: Die einfpaltige Nonpareillezeile 0,70 Goldmart, Reklamezeile 3,50 Goldmart. Kleine Anzeigen" das fettgebrudte Wort 0,20 Goldmart( zulässig zwei fettgedruckte Worte), jebes weitere Wort 0,10 Goldmart. Stellengesuche das erste Wort 0,10 Goldmark, jedes weitere Wort 0,05 Goldmark. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. 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Gewiffe, wenn auch nicht zahlenmäßig starte Kreise versuchen, gestüht auf die Notlage unseres Boltes, einen ungesetzlichen Druck auf die Staatsgewalt auszuüben und vielleicht sogar die Brandjadei eines Kampfes Deutscher gegen Deutsche in das deutsche Haus zu werfen. Von der Gespanntheit der Lage zeugen auch die Gerüchte, die durch die Luft schwirren. Als der Tag, an dem die nationale Dittatur" errichtet werden soll, wird der 8. oder der 9. November genannt. Man will sogar schon die Personen fennen, aus denen das tommende Direktorium bestehen soll; die„ Vossische Zeitung" nennt den zur Politik abkommandierten Die Reichsregierung ist entschlossen, solchen Bestrebungen mit Stinnes- Direttor Mino ug, den Landbündler v. Oppen, äußerster Energie und mit ganzer Kraft entgegenzutreten und wird den Botschafter in Amerika Wiedfeldt und den bayerischen alle hierzu notwendigen Maßnahmen ergreifen. Wenn wir über die Reichsfreiherrn v. Gayl. Ob Ludendorff mit dieser Zeit des Ueberganges zu einer neuen wertbeständigen Liste einverstanden ist, wissen wir nicht; weniger wichtig dürfte Währung, wenn wir über die Zeit schwerer Arbeits- und bei dem sich überstürzenden Lauf der Ereignisse die ZustimErwerbslosigkeit, schwierigfter Wirtschaftsverhältniffe und mung des Herrn v. Kahr sein, der ja auch wiederum von den unerhörten außenpolitischen Druces hinwegkommen sollen, dann ist Böltischen bekämpft wird, weil man ihn in Abhängigkeit von Boraussetzung dafür: einer parlamentarischen Regierung", nämlich der des Herrn v. Knilling, wähnt. " Andernfalls aber werden demnächst die Pogromhelden von München und Berlin und die Strategen vom Coburger Hauptquartier die Herren Deutschlands sein. Sie werden dann ihren vergänglichen Sieg nicht ihrer eigenen Stärke verdanken, sondern der Schwäche und Unentschlossenheit der Reichsregierung. Die Beratungen der Parteien. Reichspräsident Ebert empfing, gestern in Gegenwart des Reichskanzler die Führer der Sozialdemokratie. des Zentrums und der Demokraten, um mit ihnen den Aufmarsch an der Thüringer Grenze zu besprechen. Auch der inzwischen erschienene Aufruf der Reichsregierung war Gegenstand der Debatte.' Wahrscheinlich werden die Parteien, deren Führer an der Besprechung beteiligt waren. sowie die Spitzengewerkschaften der Arbeiter, Angestellten und Beamten den Aufruf der Regierung durch eigene Auf< rufe unterstügen. Ein Vertreter der Deutschen Volkspartei war zu der Besprechung nicht erschienen, die Volkspartei beschäftigte sich jedoch in einer Fraktionsfigung mit der drohenden Gefahr. Der Reichstanzler, der an der Sigung teilnahm, soll sich einem VD3." Erhaltung der Reichseinheit und der Ordnung und Im Zusammenhang mit den Plänen eines Direktoriums, Sicherheit im Innern. das sich um den Namen Minour gruppiert, ist es interessant, Jede Erleichterung unserer außenpolitischen Lage ist, wie wir daß der völkische Graf Revenflow in seinem Reichswart" wissen, davon abhängig, daß diejenigen Völker und führenden per- die Bemerkung macht, mit Zwischenlösungen" fönne man Bericht zufolge gegen eine Mobilisation freimiffiger sönlichkeiten, die Deutschlands unerträgliche Notlage erkannt haben nicht helfen, das könne auch nicht die Hergt- Helfferich- Partei hilfs träfte zum Schuße der Republik ausgesprochen haben, und Deutschland helfen wollen, nicht am deutschen Bolke verzweifeln, oder im Bunde mit hervorragenden Fachleuten" die da die Reichswehr zuverlässig sei und etwaiger" Unruhen allein wenn sie sehen, daß es sich in einer solchen Zeit gegenseitig zer- Reichswehr. Ein derartiger Bund scheint in rechtsstehen: Herr werden könne. Das Resultat der Sitzung war die Einsetzung den Kreisen lebhaft in Erwägung gezogen zu werden, worauf eines Kleinen Ausschusses zum Stadium der Währungsfrage. auch die folgenden Bemerkungen des Grafen Reventlow hinweisen: fleischt. Bedenkt auch, wie eine Zerfleischung im Innern auf unsere Brüder an Rhein und Ruhr wirken müßte, die im schwersten Kampfe gegen bezahlle bewaffnete jeparatistische Horden ihr Deutschtum verteidigen! Sie haben das Recht zu erwarten, daß das ganze deutsche Bolt ihren Kampf mitführt, und daß nicht im Innern des Reiches Deutsche gegen Deutsche fämpfen ohne ein Ziel, das irgendeine Aussicht auf Befferung gibt. Sei man sich auch darüber klar, daß jede Möglichkeit, außenpolitisch überhaupt etwas zu erreichen, mit dem Augenblid endgültig geschwunden ist, in dem an Stelle einer verfaffungsmäßigen Regierung irgendeine ungesetzliche Madt Deutschland nach außen hin zu vertreten suchen wird. Die deutsche Regierung befiht die Machtmittel, uin jedem Pulsch mit Erfolg zu begegnen und die Berfassung des Reiches zu schühen. Die Reichswehr und die Schuhpolizei werden getreu ihrem Eide ihre Pflicht fun. Die Reichsregierung vertraut fest darauf, daß, wenn ihr der Kampf gegen ihren Wunsch und ihren Willen aufge-, zwungen werden sollte, das gesamte deutsche Bolt gefchloffen für die Ordnung und Freiheit des Deutschen Reiches Berlin, den 5. November 1923. Der Reichspräsident. gez. Ebert. eintreten wird. Die Beratungen der Zentrumsfrattion sind auch gestern nicht zu Ende geführt worden. Wie es heißt, bemüht sich der eine Aber das Militär"! Es ist sicher, daß dessen Chef, General Flügel, Anschluß nach rechts zu finden, während der andere Teil v. Seedt, den sogenannten legalen Weg nicht verlassen will. hofft, die Sozialdemokratie zu einer wohlwollenden Neutralität zu Ob einmal Ereignisse ihn zwingen werden, diesen zu verlassen, bewegen. Die Mehrheit der Fraktion scheint auf ein Kabinett ist eine Sache für sich. Seine politische, wahrscheinlich auch persön- Stresemann auf der Basis der Rumpftoalition hinliche Neigung verbindet den General mit den Parteien des Kapi- zuarbeiten. talismus, ob etwas mehr oder etwas weniger rechts", das ist für Die Entscheidung des Zentrums wird von den Entschlüssen der den Haupteffekt ziemlich gleichgültig. Vor reichlich einer Demokraten stark beeinflußt werden. Es hat zu diesem Zweck Woche ist der deutschnationale Führer Hergt beim Verhandlungen mit den Demokraten eingeleitet, die sich noch nicht General v. Seedt gewesen, und es heißt, daß die im flaren darüber zu sein scheinen, ob sie unter dem Reichskanzler Berständigung" vollkommen fei. Das ist glaubhaft Stresemann weiterarbeiten sollen oder nicht. und würde feineswegs damit im Widerspruch stehen, daß, wie erzählt wird, den Offizieren der Reichswehr das Kabinett Stresemann als wert, gestützt zu werden, bezeichnet wird. " Der Reichstag tann imter diesen Umständen zu seiner be absichtigten Sizung am Mittwoch nicht zusammentreten. Der Aeltestenrat hat beschlossen, es einer Vereinbarung zwischen Danach scheint es, als ob in den politischen Gruppierungen dem Reichstagspräsidenten und dem Reichskanzler zu überlassen, rechts von Stresemann feineswegs Uebereinstimmung über die wann die Sigung abgehalten werden kann. Der Termin hängt Methode bestünde, nach der das deutsche Bolk endgültig glüd- davon ab, wann der Reichskanzler nach der Rekonstruktion seines lich zu machen ist. Diese Uneinigkeit und die Operettenhaftig- Kabinetts in der Lage ist, Erklärungen als Grundlage für die allfeit des ganzen Treibens fönnte für die Republikaner eine gemeine politische Aussprache abzugeben. Es ist möglich, daß die Ermutigung sein, wenn hier ein geschlossener Abwehrwille Sigung noch in dieser Woche zustande kommt. Jedenfalls hat der Die Reichsregierung. bestände und wenn es eine Regierung gäbe, die bereit wäre, Aeltestenrat den Wunsch ausgesprochen, daß der Reichstag spätegez. Dr. Stresemann. gestützt auf die republikanisch gefinnien Kräfte der Nation, den stens im Laufe der nächsten Woche wieder zusammentritt. Der vorstehende Aufruf beweist, daß sich auch die Reichs- Rampf gegen den reaktionären Umsturz aufzunehmen. regierung in ihrer gegenwärtigen Zusammensetzung der Da dies leider nicht der Fall ist, muß die Lage als drohenden Cefahren allmählich bewußt wird. Wäre äußerst ernst betrachtet werden. Zwischen den Kräften ihr früher diese Erkenntnis gekommen, so hätte sie vielleicht der Reaktion und den gegen sie kampfbereiten Massen stehen fchon früher etwas mehr Energie gegen Bayern und weniger der behördliche Apparat und die legale bewaffnete Macht. Es Ueberstürzung gegen Sachsen entwickelt, und wäre ihr selbst wäre verfehlt, sie von rückwärts überrennen zu wollen, sie die Krise, die ihre parlamentarische Basis zerstört hat, erspart würden dann zwischen zwei Feuer geraten und wahrscheinlich geblieben. eine volle Wendung vollziehen, worauf die Rechtsradikalen Indes ist die Zeit nicht danach angetan, von Vergangenem das Spiel gewonnen hätten. Es bleibt also nichts anderes zu reden. Der Aufruf spricht selbst aus, was unheilverkündend übrig, als, folange es noch Zeit ist, immer wieder auf die vor uns steht. Die abscheulichen Dinge, die sich gestern nach- Größe der drohenden Gefahr hinzuweisen und eine organische mittag und abend in Berlin zutrugen, die regelrechten Verbindung anzustreben zwischen denen, deren Beruf es ist, Judenhezen, die im Scheunenviertel von völkischen Agi- die Republik zu verteidigen, und denen, die den leiden tatoren entfacht wurden sie zeigen deutlich, was die Uhr schaftlichen Willen dazu haben. - geschlagen hat. Biel schlimmer noch als der Schaden an Leib Die Reichsregierung sagt allerdings zum Schluß ihres und Leben sind die Verheerungen, die durch solche Vorgänge Aufrufs, fie vertraue darauf, daß, wenn ihr der Kampf wider in der auswärtigen Politif angerichtet werden. Es ihren Willen aufgezwungen werden sollte, das gesamte ist für Herrn Poincaré feine Kunst, mit Hilfe solchen Mate- deutsche Bolt geschlossen für Ordnung und Freiheit des Deut rials alle Sympathien zu ersticken, die sich in England, Amerika schen Reiches eintreten werde". Das ist ein bißchen viel geund sonst in der Welt für das deutsche Bolt zu regen beginnen. fagt, da in diesem Fall die rechtsstehenden Kreise und die Es fann fein Zweifel daran bestehen, daß diese Ausschrei- Kommunisten aus dem gesamten deutschen Bolt" ihrer eigetungen Glieder einer Kette, daß sie das Vorspiel größerer Er- nen Willensrichtung nach ausgeschlossen sind, nach der anderen eignisse sind. Die Rechtspresse fährt unter dem militärischen Seite aber ein bißchen wenig, weil es sich nicht um ein bloßes Belagerungszustand fort, eine herausfordernde und„ Eintreten" handelt, sondern um einen Kampfauf Leben drohende Sprache zu führen, als fühle sie sich schon vollkommen und Tod. Die Regierung soll sagen, ob sie bereit ist, denen Herr der Lage. Von einem Vorgehen gegen sie verlautet Waffen in die Hand zu geben, die als Soldaten der nichts. Ebensowenig von einer Aufforderung der Reichsregie Republik für die Republik fämpfen wollen. Dann wird rung an Bayern, den Rüstungen gegen das Reich ein ein mannhafter Ruf eine mannhafte Antwort finden, und die Ende zu machen, ebensowenig von einer Absicht, die legalen Herrschaften von rechts, denen das Blutvergießen nur so lange bewaffneten Organisationen mit republikanisch zuver sympathisch ist, als es nicht auf ihre Kosten geschieht, werden lässigen Elementen aufzufüllen und sie zur Verteidi- sich schleunigst in die Maufelöcher zurückbegeben, in die sie vor gung der Republik aufzurufen. Bei dieser Gelegenheit bemerkt fünf Jahren gekrochen sind. Der Auswärtige Ausschuß, der für Dienstag nachmittag berufen war, ist wegen der Verschiebung der Plenarsizung gleichfalls abgesagt worden; er wird am Tage vor der Plenarfizung von neuem berufen werden. Keine Halbheiten! Sagt die ,, Krenzzeitung". ,, Mit Gott für König und Baterland" kämpft die tapfere „ Kreuz- Zeitung" spaltenlang morgens und abends gegen die Sozialdemokratie und gegen den Margismus. Sie bedauert nicht nur, daß Stresemann diesen Kampf gegen den Marrismus" als leere Phrase bezeichnet hat, sie entdeckt auch, daß Bayern nicht gegen das Reich, sondern ebenso wie mir Preußen gegen den inneren Reichsfeind, die Sozialdemokratie, fämpft". Damit landet sie glücklich wieder bei dem Schlagwort von der Reichsfeindschaft, mit dem Bismarc vor Jahrzehnten unter ganz anderen, und sicher für einen solchen Kampf viel günstigeren Berhältnissen die Arbeiterschaft pergeblich niederzufämpfen suchte. Die ,, Kreuz- Zeitung" glaubt gegenüber Stresemann schon die letzten Trümpfe ausfpielen zu dürfen. Ueber die Situation in Bayern versichert sie und warum sollte sie darüber nicht unterrichtet sein: „ Die Spannung ist so groß, daß möglicherweise dem besonnenen Herrn v. Kahr und auch den mit ihm gehenden vaterländischen Verbänden die Leitung entgleitet." Die Kreuz- Zeitung" weiß auch genau, was Bayern will. Bayern will nicht nur den Austritt der Sozialdemokraten aus der Regierung." Bayern fordert den Rüdtritt Stresemanns und feines Rumpffabinetts". Der Austritt der sozialdemokratischen Minister ist für die Rufer im Streit gegen den Margismus nur ein Anfangserfolg". Ihnen sollen alle diejenigen folgen, die die Berbindung mit der So PP General Müller verbietet. zialdemokratie aufrechterhalten, S. H. mindestens die Hälfte der Sinne tätig war. Und die Vorgänge in Sachsen und Bayern Die christlichen Gewerkschaften Süd- Bayerns haben schon mehrpolitischen Bertretung des Bürgertums. Die„ Kreuz- Zeitung" schienen eher diejenigen Recht zu geben, die den fachlichen fach in öffentlichen Rundgebungen ihre Gegnerschaft zu der augenbestätigt ausdrücklich die Richtigkeit unserer Behauptung, daß Optimismus des Vorwärts" gegenüber der Reichswehr als blicklichen Politik der Bayerischen Volkspartei, ganz besonders aber gegen Herrn v. Kahr zum Ausdruck gebracht. Jüngst. kam diese das leichtfertige Abschütteln der Sozialdemokratie den Mittel- Jllusionspolitik kritisierten. parteien die Auseinandersetzung in Deutschland nicht er= Nicht an uns, sondern an der Reichswehr selbst und an Gegnerschaft im Münchener Ortsfartell so start zum Durchbruch, daß ficherem Vernehmen nach verschiedene christliche Gemertiparen würde. ihrer Leitung liegt es, in der allernächsten Zeit den Nachweischaftsführer, u. a. auch der Vorsitzende des Ortsfartells MünDr. Stresemann hat gehofft, daß durch den Austritt der Sozial zu erbringen, ob dieser fachliche Optimismus gerechtfertigt war hen, ihren Austritt aus der Bayerischen Volkspartei Demokraten in Bayern eine Beruhigung Play greifen oder nicht. Wir wollen im Interesse der Reichseinheit die Hoff- erklärt haben. würde. Das mußte natürlich ein großer Irrtum sein. Die nung noch nicht aufgeben, daß die Reichswehr getreu ihrem Dinge haben sich viel zu sehr zugespitzt, um ihnen mit Halb- Eide und ihrer Ehre die Verfassung gegen Kahr und Lossow heiten begegnen zu fönnen." verteidigen wird. Gegenüber den Denunziationen der deutschDresden, 5 November.( Eigener Drahtbericht.) General Müller, linverhüllt und drohend glaubt das Junkerblatt erklären nationalen Presse stellen wir fest: nicht wir, sondern jene zu können, daß ein Borgehen gegen Bayern mit Waffengewalt Blätter beschimpfen die Wehrmacht, welche behaupten, daß die der sächsische Wehrkreiskommandeur, hat eine Berordnung erlassen, oder mit wirtschaftlichen 3wangsmaßnahmen ausge- Reichswehr des verfassungsmäßigen Generals von Seedt wonach Nachrichten über den Gebrauch der Waffe fchloffen fei, denn ein solches Borgehen werde den end- auf die Truppenteile nicht schießen dürfe und nicht schießen von seiten der Truppen in jedem Falle vor der Veröffentlichung gültigen Berfall des Reiches bedeuten. Heuchlerisch wird ver- werde, die sich dem verfassungsbrüchigen General v. Lossom der Prüfung der vorgefeßten militärischen Kommandostelle unterliegen. Unter vorgesetzte militärische Kommandestellen sind fichert, daß Bayern und Norddeutschland, soweit es national unterstellt haben. denkt, alle Mittel daran setzen, um dieses Aeußerste zu ver- Da nun einmal von Breffeverboten die Rede ist, möchten Bataillonsführer oder deren höhere Vorgesetzte zu verstehen, zu meiden". Helfen könne nur die Kapitulation der Reichs- wir Dr. Geßler nahelegen, seine Verordnung dahin zu er- deren Verband die Mannschaften gehören, die von der Waffe Geregierung vor Bayern. Um dieses Kapitulieren zu erleichtern, gänzen, daß es bei Strafe der Beschlagnahme verboten wird, die brauch gemacht haben". Zu dieser Knebelung der Presse unternimmt man offenbar in den Straßen Berlins Ent verfassungsbrüchigen Staat verpflichtet ist, die einem meu- sieht sich der Wehrkreiskommandeur veranlaßt, weil nach der DarIaftungsoffensiven, indem man Judenpogrome ternden General Gefolgschaft leistet und die deshalb von Ge- ftellung des Wehrfreisfommandos über die Zusammenstöße der inszeniert und begünst rgt. Die Aufmachung, die die neral von Seedt felber in seinem Aufruf vom 20. Oktober Reichswehr mit radikalen Teilen der Bevölkerung" heizerische Rechtspresse den Plünderungsfrawallen Berlins gibt, zeugt als eidesbrüchig bezeichnet wurde. Berichte gegen die Reichswehr in der Presse, insbesondere in von der Freude, mit der diese Dinge in gewissen Kreisen aufden kommunistischen Blättern, veröffentlicht worden seien. Diese genommen werden. Die Herrschaften heben recht. Es ist Berichte feien eine Gefahr für die Aufrechterhaltung der öffentlichen feine 3eit mehr für halbheiten, die AuseinanderOrdnung. setzung ist unvermeidlich, sie wird und muß kommen. Kahr verbietet die„ Judenpresse". " Um die Auflösung des Landtags. Dresden, 5. November.( Eigener Drahtbericht.) In der München, 5. November.( Eigener Drahtbericht.) Mit Wirkung Zwidau, 5. November.( Eigener Drahtbericht.) Die sozialdemoDom 3. November hat der Generalstaatskommiffar verfügt, daß der fratischen Gemeinderatsmitglieder haben gegen die Berhaftung „ Borwärts", der„ Berliner Börsen Kurier", das unserer Genoffen beim Einmarsch der Reichswehr in Zwidau Berliner Tageblatt", die Bossische Zeitung", die dadurch protestiert, daß sie ihre Mitarbeit im Gemeinderat bis zur Wer beschimpft die Reichswehr? " B. 3. am Mittag" sowie die Frankfurter Zeitung" Freilassung der Verhafteten einstellen. Der Reichswehrkommandant In dem Erla ßdes Reichswehrministers gegen im rechtsrheinischen Bayern weder feilgehalten, verkauft, verteilt, in 3widau, Oberst v. Brandenstein, hat eine Funktionär. , öffentliche Beschimpfungen der Reichswehr" und gegen die ausgestellt, angeschlagen oder sonstwie verbreitet werden dürfen. In tonferenz der Partei verboten, die Polizeistunde verBerbreitung unwahrer Nachrichten" über das Verhalten der dem zu diesem Berbot gegebenen Kommentar der„ Bayerischen fürzt und eine Reihe weiterer Maßnahmen angeordnet, zu denen Wehrmacht erblickt die Deutsche Tageszeitung" eine freilich Staatszeitung" heißt es:" Diese Verordnung ist veranlaßt worden er nicht berechtigt ist. Eine Abordnung der Stadt Zwidau ist am späte Wirkung der maßlosen Heze", die der Vorwärts" im durch die Art und Weise, wie in diesen Blättern gegen Bayern Montag beim Wehrfreistommando in Dresden vorstellig geworden, um gegen diese Anordnung und die Besetzung der Stadt durch Anschluß an die Borgänge in Sachsen inszeniert haben soll. Stimmung zu machen versucht wird, indem die unglaublichsten Wir wissen nicht, ob diese Interpretation des Geßlerschen Lügennachrichten erfunden und verbreitet und an den Personen des Reichswehr, zu der fein Anlaß gegeben war, Verwahrung einzulegen. Erlasses durch das deutschnationale Agrarierblatt den im Generalstaatskommissars und seiner Berater eine über alles Maß Reichswehrministerium herrschenden Anschauungen entspricht. hinausgehende Kritik übt. Diese Hehe war geeignet, die allgemeine Gleichviel müssen wir uns mit aller Entschiedenheit gegen die Ruhe und Ordnung zu gefährden, so daß die Anordnung einen Aft Unterstellung verwahren, als hätte der„ Borwärts" gegen der Notwehr gegenüber einer verlogenen Berichterstattung darstellt." kommen, da sich tie Demokraten bisher vergebens bemüht haben, Freilich, es ist uns bekannt, daß hohe militärische Stellen München, 5. November.( Eigener Drahtbericht.) Bei der am die Volkspartei zur Zurückziehung ihres Antrages zu bewegen. über unsere Ausführungen" Dresden- 3abern" dermaßen er: Sonntag vorgenommenen Grundsteinlegung des Münchener Soweit man bisher sehen kann, wird im ungünstigsten Fall der bittert gewesen sind, daß sie auf ein Berbot des Vorwärts" Kriegerdenkmals wurde besonders bemerkt, daß Luden= drängten. Aber wir fönnen nicht glauben, daß dieselben dorff und Hitler nicht anwesend waren. Ludendorff ließ sich voltsparteiliche Antrag mit den Stimmen der Sozialdemokraten Stellen, denen das Ansehen der Reichswehr im Inland und nachträglich durch die Münchener Neuesten Nachrichten" damit ent- und Demokraten bei Stimmengleichheit abgelehnt im Ausland ebenso am Herzen liegen dürfte wie uns, mit den schuldigen, daß ihm leider fein bestelltes Auto im Stich gelassen habe. werten. Diese Ausrede hat der General schon einmal in ähnlicher Form dortigen Vorfällen innerlich einverstanden waren. Daß früher gebraucht. An dem Vorbeimarsch der Reichswehr und der fie aus einem Gefühl der militärischen Solidarität heraus nach vaterländischen Organisationen vor Rupprecht, Loffom, Kahr und außen hin die maßlofen politischen Ungeschicklichkeiten un Snilling beteiligte sich auch der Hitlersche Rampfbund, der mert politischer Befehlshaber deckten, mag menschlich zu begreifen würdigerweise feine schwarzweißroten Hakenkreuzfahnen mit blaufein. Uns find aber verschiedene Fälle bekannt, wo höhere weißen Schleifen verziert hatte. Nach Beendigung der Feier geReichswehroffiziere aus ihrer Empörung über die sächsischen stattete sich Hitler in der Magimilianstraße seinerseits den Luxus, den Borlommnisse fein Hehl machten. Parademarsch feinee" Regiments abzunehmen. die Reichswehr gehegt" oder sie beschimpft. Heim zieht sich zurück. München, 5. November.( Eigener Drahtbericht.) Dr. Heim wird sich in allernächster Zeit völlig aus dem politischen Leben zurückziehen; seine Erfrantung am grauen Star ist trotz operativen Eingriffs fo weit fortgeschritten, daß seine völlige Erblindung nicht mehr aufzuhalten ist. Wenn der Vorwärts" in seinem Bestreben, die Kluft zwischen Reichswehr und verfassungstreuer Arbeiterschaft zu überbrücken, bisher nicht viele Erfolge zu verzeichnen hatte, so liegt das wohl vor allem an den häufigen Vorkommnissen, die uns zuverlässig aus der Reichswehr selbst gemeldet wurden und über die wir selbstverständlich stets berichtet haben. Wo fich dagegen eine Gelegenheit bot, Erfreuliches über die Reichs wehr zu berichten, ist sie ergriffen worden: siehe Küstrin. Christliche Arbeit gegen Kahr. Es ist freilich nach allem, was in den letzten Jahren vor und nach dem Kapp- Butsch vorgekommen ist, feine leichte oltspartei des Wahlkreises Oberbayern- Schwaben fordert in München, 5. November.( Eigener Drahtbericht.). Die Deutsche Aufgabe, Verständnis und Sympathie für die Reichswehr in einer Entschließung von der bayerischen Staatsregierung und dem den sozialdemokratischen Arbeitermaffen zu wecken. Gerade Generalstaatskommissar, daß sie dem von der neu zu bildenden die Borwärts"-Redaktion hat manche Anfeindung aus den Reichsregierung erstrebten Ausgleich mit Bayern teine eigenen Reihen dadurch hervorgerufen, daß sie in diesem weiteren Schwierigkeiten bereiten. angenehm zu machen. Unsere Nerven. Bon M. Charol www Nummer Rücksicht?! Dienstagfizung des Landtages wird der Antrag der Bolts partei auf Auflösung des Landtages zur Abstimmung Nationalsozialistische Putschvorbereitungen. falen Organisationen haben die Parole: Erhöhte Alarm. Dresden, 5. November.( Eigener Drahtbericht.) Die rechtsradibereitschaft" ausgegeben. Auf der Chauffee Hof- Plauen wurden am Sonntag zwei Baftautemobile beobachtet, in denen sich zahlreiche junge Leute mit nationalistischen Abzeichen befanden. Beim Passieren der einzelnen Ortschaften versuchten die Autoinfaffen, sich dadurch unsichtbar zu machen, daß fie im Wagen nieberfnieten. In Delsnig ließen die Nationalsozialisten Leucht fugeln aufsteigen. Die Ortsgruppe Plauen der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei hat ihren Mitgliedern Gestellungsbefehle zugehen lassen, in denen zum sofortigen Eintritt in die AbwehrDas fälische Gesamtformationen aufgefordert wird. fabinett hat sich am Sonntag infolge der alarmierenden Meltungen aus Bayern mit diesen Erscheinungen beschäftigt. Auf Grund verschiedener privater Meldungen aus München wird angenommen, daß eine Aktion der Nationalsozialisten in München und im Reiche zum 9. November bevorsteht. Der Prozeß gegen den Mörder des russischen Delegiertent Worowity hat gestern in Lausanne begonnen. Die Berhandfungen werden etwa acht bis zehn Tage dauern. Die Lausanner Polizei hat strenge Ueberwachungsmaßnahmen getroffen. tr. den Laden nicht noch einmal aufsuchen oder, wenn fein anderes bem Bollen. Friedrich Lobe vom Boltstheater as Siebenhaar derartiges Geschäft am Orte ist, sich darüber beim Chef beschweren von milder, fast zu weicher Menschlichkeit, Hilde Günther wieder oder feinen Gefühlen sonstwie Luft machen. Dabei besteht in den einmal als schmerzensreiche Mutter, Marie Neukirchen das Unfere Nerven find überreizt. Natürlich ist die Zeit daran beiden Fällen noch ein gewaltiger Unterschied. Während der Be- Luderchen Franziska und Kurt Daehn der Windhund George schuld, die Verhältnisse, die Not. Aber wenn wir auch wissen, wer amte sich die Einkäufe in der freien Zeit macht, wird die Bost usw. gaben ihr Bestes. in den Geschäftsstunden aufgesucht. Jedes Warten bedeutet KraftProtest der Bonner Studentenschaft. Wir erhalten folgende daran schuld ist, so wird die Tatsache der Nervenüberreizung da- und Beitverlust, Erschwerung des auch so kaum noch zu bewälti- Buschrift: Die„ Deutsche Hochschulzeitung", das fogenannte ben durch nicht behoben. Das Leben des Großstädters, das ihn in Organ der bayerischen Studentenschaft, ein im Stil des„ Böllischen ständige Berührung mit Taufenden ebenso überreizten Menschen genden Kampfes ums Dasein, Beobachters" für die vaterländischen Kampfverbände agitierendes bringt, ist eine ständige Quelle für neue Aufregungen, neuen Klein- erhöhungen, ohne hochwertige Briefmarken hergestellt zu haben, Titelseite: Die rheinischen Einzelstudentenschaften erkennen die BerEbenso rücksichtslos verfahren die Behörden, wenn sie Tarif- Hegblatt, behauptet in einer fenfationell aufgemachten Notiz auf der lichen Werger, der an sich unwichtig, summiert doch das Dasein zur einführen. Wenn sie besondere Zahlungsbedingungen verlangen. faffung an, die in Würzburg 1922 nur von dem völkischen Teil der ftändigen Qual machen fann. Und dabei brauchte es nur etwas man tente nur an die Menschenmassen, die vor kurzem die Gas- Studentenschaft beschlossen wurde. Das würde bedeuten: Auch die guten Willen, nur ein ganz flein wenig Rücksicht auf den andern, rechnungen zu bezahlen hatten. Man denke an die regelmäßig rheinischen Hochschulen erkennen eine auf rein völkischem um das Leben nicht nur für sich, sondern auch für die Allgemeinheit verspätet eintreffenden Zahlungen für Witwen und Altpensionäre, Brinzip aufgebaute Studentenschaft an, die fich 8 u Wieviel Aerger könnte vor allem in den Stunden, die der an das Warten des Bescheides für die Wohnungsuchenden, an das Unrecht die Rechte einer Gesamtvertretung der deut Großstädter täglich unterwegs verbringt, vermieden werden, wenn anmeldung, bei jedem Steuerbescheid. Man tenke an den Aerger Bonner Studentenschaft steht ohne deren Wissen unter Herumjagen von einer Behörde zur andern bei jeder Neu- fchen Studentenschaft anmaßt. Wie sieht die Sache in Wirklichkeit aus? Die Unterschrift ber in den Großverkehrszeiten ein Schalter mehr geöffnet wäre, wenn zuerst wegen des Mangels, jetzt wegen Ueberflusses von Kleingeld. Dieser Erklärung. Dies hat die Bonner Studentenschaft auch sofort der Beamte bei der Sache wäre, wenn die Fahrgäste das Geld ab- Das sind alles Rücksichtslosigkeiten, die sich kein Mensch gegen einen unter Brotest den Stellen mitgeteilt, die diese Erklärung verbreiteten. gezählt hätten und sich nicht zwanzig Minuten bang mit den Be- andern erlauben würde wenn er mit ihm persönlich zu tun hat. Trotzdem wird weiter wahrheitswidrig behauptet, die rheinischen kannter unterhielten, um erst vor dem Schalter in der Tasche zu Sabalt der Mensch aber irgendwie amtlich oder beruflich mit dem Studentenschaften hätten sich der völkischen Studentenschaft angeframen und schließlich eine große Note zum Wechseln zu geben. Mitmenschen zu tun friegt, nimmt er die Atüren des Kapitalismus schlossen. Die Bonner Stubentenschaft wird nach Semesterbeginn Wieviel Aerger könnte vermieden werden, wenn die Leute wirklich in schlimmster Form an, bei denen der Mitmensch zu einer Nummer fefort zu der Angelegenheit Stellung nehmen. rechts durch die Sperre gingen und nicht, in der Sperre stehend, wird und wer nimmt auf Gefühle, Nerven oder Zeit einer Termiten, die Kohlrabi züchten. Zahlreiche Ameisen, vor ihre Fahrkarten zu suchen anftigen. Und muß denn die Unterallem die Blattschneider, treiben in ihren Bauten Pilzzucht, und haltung unbedingt auf der Treppe, als Reitgruppe im Menschenman hat diese Pilze, die von Infelten zu Ernährungszwecken strom, fortgefeht werden? Muß man beim Ein- und Aussteigen fultiviert werden, ganz allgemein Ambrofiapilze" genannt. Wie die Zugtür offen lassen oder fie rücksichtslos zuschlagen, ohne hin- Fuhrmann Henschel. Der Bezirksbildungsausschuß Start in den Naturwissenschaften" mitteilt, hat man nun eine zuschauen, ob man sie einem Nachgehenden vor der Maße zuschlägt Groß Berlin der BSPD. hatte in der Schaubühne des Neu en solche merkwürdige Art von Gemüsezucht auch bei verschiedenen oder ihn gar verlegt? Muß man endlich beim Einsteigen, besonders Theaters am 300 Hauptmanns Fuhrmann Henschel" neu Termitenarten festgestellt. Die kohlrabiartigen Bucherungen, die wenn der Andrang groß ist, direkt an der Tür stehen bleiben, damit einstudieren lassen. Das Wert ist jetzt gerade 25 Jahre alt, und von den Termiten verzehrt werden, bezeichnet man als„ TermitenEine einwandfreie systematische Zuweisung dieser der Nächste nicht herein kann und auf dem Trittbrett steht, wenn wenn man auch bis zum Schluß gepackt und erschüttert von der Kohlrabi". aus einem Guß gestalteten Leistung Robert Müllers stand, der den Bucherungen an eine bestimmte Bilzart war bisher nicht möglich. der Zug sich in Bewegung setzt? Das sind tausend Kleinigkeiten, Fuhrmann gab, so merkt man doch, daß diese 25 Jahre auch an dem Man vermutete aber, daß es sich ähnlich wie bei dem Ameisenüber die man vielleicht lachen fönnte, wenn man sie nicht täglich erf nicht spurios vorübergegangen sind, und man fragt sich Kohlrabi" um einen Hutpilz handeln werde. Nunmehr ist A. Raut felbst erlebte, und zwar unter Umständen, die die Rücksichtslosigkeit zweifelnd: hat die Psyche, die Hauptmann dem Henschel mitgab, der Nachweis gelungen, daß es sich bei dem Kohlrabi der Termiten gegen den Nächsten empörend machen. nicht doch einen andern Snag als gerade nur seine allzu große Ber- nicht etwa um einen Unkrautpilz" handelt, sondern daß diese Ebenso, empörent sind die Verhältnisse auf den Bostämtern. trauensseligkeit? und tann ein Kerl, der so urehrlich treu und Tiere einen Bilz mit Namen Collybia enrhiza tatsächlich züchten. Wenn eine endlose Reihe sich vor dem Schalter drängt, hat der derb in der Welt steht, an einem Luderzeug von Weib zugrunde Aus Gewebefragmenten der Collybia- Frucht tonnie in Reinkultur Beamte fein Recht, seine Rechnungen mit Seelenruhe nachzugehen, wenn er ihre Berderbtheit erkannt hat? Es sei denn, daß typisches Termitentohlrabi gezogen werden. Außerdem zeigte der prüfen. Er soll es in anderen Stumden machen. Und wie oft ge- in ihm selber irgend etwas morsch ist, das ihn hindert, seinen Gelehrte durch seine Versuche, daß die verschiedenen Termiten. schieht es, daß hinter dem offenen Schalter ein leerer Stuhl die geraden, ehrlichen Weg weiterzugeben, indem er das Weib beiseite gattungen ganz fo, wie es auch bei den Ameisen geschieht, verWartenben begrüßt, weil der Beamte irgendeine Unterredung mit schiebt? So aber geht er, der wertvolle Mensch, aus dem Leben, fchiedenartige Kohlrabi züchten, um einem minder wertvollen Platz zu machen. Hier ist die Stelle, seinem Kollegen pflegt. Man kann es begreifen, die Beamten sind an der wir Menschen von heute nicht mehr mitfönnen. Nur aus woch und Donnerstag der Hauptmann- Abend( Cipa Hannele) in zene. Im Schauspielertheater geet in Abänderung des Spielplans Mitt auch Menschen, und Fragen über die Regelung des Gehaltes, über der mystischen Bergrübeltheit, der Eeftiererei fönnen wir die Selbst- Beide Titelrollen spielt Elifabelb Berauer. Am Freitag findet die Erstausden Beamtenabbau haben für sie brennendes Interesse. Aber das qualen diefes starten Menschen und den Entschluß zum Freitod verführung der Neitronichen Bosse" us" und„ Der Talisman" statt. Schriftsteller beim Reichspräsidenten. Zu einer Besprechung über muß doch mit Rücksicht auf die Allgemeinheit nicht in den Geschäfts- stehen. Robert Müllers Henschel dürfte zurzeit in Berlin taum stunden gemacht werden. Denn zuletzt ist das Publikum doch der übertroffen werden. Alles: die sparfamien Gebärden und Bewe- die Notlage der deutschen Schriftsteller hat der Reichspräsident eine Meihe Kunde des Staates, und der Beamte lebt davon. Der Abbau ist gutgen, der gut beherrschte und durchgehaltene Dialett, und entlich von Schriftstellern emviangen, die ihm eine Dentschrift des Startells der eine hohe Bergeistigung schufen eine Gestalt von großer Lebens- Berbände der deutschen Bühnenfchriftsteller. Erzäbler und Filmautoren überja notwendig, weil der Staat nicht genügend einnimmt, so daß nähe, erd- und heimatgebunden und nicht zuletzt auch ein Stüdeiten. Darin werden Vorschläge zur schleunigen Neugestaltung des Urzuleht die Geschäftsführung schult ist. Ich möchte den Beamten vom ewigen Deutschen. Marie Borchert gab hen schlesischen getragen megen pingugichung der bezeichneten Berbände zur sachverständigen heber- und Urheber pertungsrechts gemacht. Angieich wurden Bünsche vor sehen, was er sagen würde, wenn er in einen Laden geht und der Weibsteufel Hanne herb, fantig, brutal und herrschlüchtig. Das Behandlung sortitstelleriicher Stenerfragen sowie wegen besonderer Bera Berkäufer sich gemütlich unterhält, statt ihn zu bedienen. Er wird| Sinnliche geriet dabei etwas furz. Aber auch so eine Leistung aus tretung der deutschen Schriftsteller im Reichswirtschaftsrat. n " Ausbreitung der Plünderungen. Deutschvölkische Heher am Werk. Die planmäßig betriebene Hehe der Deutschvölkischen beginnt, Gegend patrouillieren, waren der großen Menge gegen= ihre Früchte zu tragen. Allem Anschein nach ist ihr Werf, was über zunächst ohnmächtig. Auch die, die aus der Alerwir gestern in den Straßen Berlins, besonders in der Gegend anderkaserne herangerufen wurden, genügten noch nicht, um den der Grenadier, Dragoner, Münz- und Linienstraße, erlebt haben. mußten mehrere Bereitschaften in der Eile herbeigerufen werden. Ausschreitungen Einhalt zu gebieten. Von anderen Stellen her Die Plünderungen von Schaufenstern und Läden, die dort vor- Erst dann gelang es, die Massen zu zerstreuen und weitere Gewalt gekommen sind, betrafen vorwiegend Geschäfte von Juden. Das taten zu verhindern. fönnte Zufall fein, aber die Schimpf- und Drohworte, die auf den Straßen immer wieder gegen die Juden laut wurden, lassen er fennen, daß System in dieser Plünderung lag. Manchmal kam es zu längeren Ansprachen, durch die irgendein befier Gefleideter die Hungernden gegen die Juden aufzuhehen sich bemühte. Der Mob, der überall dabei sein muß, wo was los ist, mengte sich unter die Hungernden und„ brachte Zug in die Sache". Bald ging man dazu über, auch Passanten auf offener Straße zu berauben. Einem Mann wurden Mantel, Rock und Weste mit Inhalt vom Leibe gerissen, so daß er in Hose und Hemd flüchten mußte. Ein anderer, dem man gleichfalls die Kleider vom Leibe riß, wurde dabei mit Stock hieben und Messerstichen übel zugerichtet. Auch bei diesen Ueberfällen einzelner Personen machten sich Agitatoren bemertbar, die der Menge diesen und jenen bezeichneten und sie zum Angriff vortrieb. Der Auftakt zu den Plünderungen. Ueber die Vorgänge, die sich bereits in den frühen Nach mittagsstunden abspielten und die deutlich den Charakter cines DOT völkischen Elementen geleiteten Pogroms tragen, erfahren wir die folgenden Einzelheiten: hielten. Plötzlich fand sich dann eine Menge von etwa 10 000 Brieftaschen vermutete. M gegeben wird, die rechtmäßigen und vertragsmäßigen Verpflichtungen zu erfüllen, insbesondere den aufrührerischen Elementen die Waffen wieder abzunehmen und die deutsche Polizei fünftig nicht mehr in der Ausübung ihrer rechtmäßigen Befugnisse, namentlich im Gebrauch der ihnen zustehenden Waffen zu behindern. Eine Abschrift dieser Note wird auch in London und Brüssel überreicht werden. Der Kampf um die Konferenz. Paris, 5. Kovember.( WTB.) Nach einer Havasmeldung aus Washington has der französische Botschafter heute vormittag StaatsWashington hat der französische Botschafter heute vormittag Staatsjekretär Hughes die angekündigten mündlichen Mitteilungen über In der Frankfurter Allee sammelten sich etwa 200 den Standpunkt der französischen Regierung in der Frage des Sachbis 300 Mann Arbeitslose zu einem Demonstrationszug verständigenausschusses gemacht. durch die Möllendorfstraße nach dem Rathaus in Lichten Condon, 5. November. Reuter berichtet aus Washington: berg. Der Zug wurde von der Schutzpolizei nach der Gürtel Mittellungen, die beim Staatsdepartement eingegangen find, bestraße abgedrängt und zerstreut. In Charlottenburg fanden anscheinend planmäßig vorbereitete Ansammlungen auf dem Markt fagen, daß Großbritannien, 3talien und Belgien ein und der Spreeftraße statt. Hier wurden auf einen Pfiff Händebereinkommen zugunsten einer freien und vollen Untersuchung Schlächter und Bäderläden, auch andere Läden mit haben. ler überfallen und ihre Stände niedergeschlagen. Auch auf der Reparationsfrage durch einen Sachverständigenausschuß erzielt Lebensmitteln hatte man es abgesehen, nachdem beim Herannahen der Schutzpolizei auf einen weiteren Pfiff die Menge blizschnell wieder verschwand. Ferner fam es im Osten Berlins zu größeren und kleineren Ansammlungen und Plünderungen in Läden mit Backwaren, Lebensmitteln und anderen Sachen des täglichen Gebrauchs. Anpöbelungen in der Friedrichstadt. * gebung die Rufe erschollen: Zieht ihn aus! Umlegen!" Nur taDurch entging der Ueberfallene dem Tode, daß ihn ein Schutzpolizeifommando von der Menge befreite und ihn auf einem Lastauto in Sicherheit brachte. Konflikt bei den englischen Liberalen. Die Liberalen des Wahl freises Glasgow- Mitte haben Churchill telegraphisch eingeladen, liberaler Kandidat zu werden, da durch den Tod Bonar Laws eine Erfahwahl notwendig geworden ist. Dieses Vorgehen, so heißt es in der Meldung weiter, wird von dem Asquithschen Flügel übel aufgenommen und es droht eine ernste Spaltung. Wirtschaft Stinnes' Neuerwerbungen. Die antisemitischen Anpöbelungen scheinen sich auch in anderen Stadtteilen, wenn auch in anderer Form, abgespielt zu haben. So wird uns berichtet, daß gestern in den Abendstunden in der Gegend Friedrichstraße, Ede Unter den Linden, Trupps von Hafenkreuzlern durch die Straßen zogen. Bereits gegen Mittag mischten sich unter die Erwerbslosen, Unbelästigt von der Polizei wurde jeder Baffant von diesen Rowdys Die um diese Zeit in größter Anzahl am Arbeitsnachweis in der einige waren gut gefleidet angehalten und auf seine Obwohl Hugo Stinnes neuerdings sich sehr stark auf poliGormannstraße versammelt zu sein pflegen, um ihre Papiere Raffezugehörigkeit hin unter Augenschein genommen. Die Burschen er hat seinen Generaldirektor Minoug abstempeln zu lassen, viele halbwüchsige Burschen, die hielten die Bassanten, bei denen sie im Zweifel waren, ob es sich tischem Gebiete betätigt obwohl er an den Verhandin einen Trupps von verschiedenen Seiten heraniamen. Ein um Juden handelte, sogar feft, umringten sie und ließen sie erst ganz für die Politik freigemacht Teil aus der Hirten, Dragoner, Kaiser- Wilhelm. wieder los, wenn das Aussehen des Betreffenden sich als„ rasserein" lungen mit Frankreich start beteiligt war, hat er noch viel Zeit zur Angliederung neuer Unternehmungen gefunden. und Grenadierstraße, ein anderer von der Alten Schön- erwies. In einem besonderen Fall wird uns geschildert, daß in der hauser Straße her, aus der Linienstraße und vom Bülow Oberwallstraße ein harmles seines Weges gehender junger man fann sogar sagen, daß die Tätigkeit des Stinnes- Konzerns in plak herauf. Schon auf ihren Wegen zum Gammelplatz rempelten Mann von einem dieser Trupps angehalten und mißhan letzter Zeit besonders vielseitig ist. Auffällig muß es erscheinen, daß Schu po die Glasindustrie durch Beteiligung an großen Erzeugerwerken Da ist zunächst einmal ein scharfer, systematischer Borstoß in an, besonders auch Insassen von Kraftwagen, die sie für Juden in keinem dieser Fälle in der Nähe zu sehen war. und die Erwerbung neuer Batente. Für ein neues Berfahren hofft biese Burschen Juden und jüdisch aussehende Leute delt worden war. Mann im Scheunenviertel zusammen, und ging zu größeren Ein- Zu den bereits geschilderten Plünderungen und Unruhen ere, fich in absehbarer Zeit eine bedeutende Position in der Glas griffen vor. Geschäftsleute des Viertels versuchten noch rasch zu fahren wir noch folgendes: Der Geschäftsführer des Verbandes industrie zu erwerben; das ist für ihn um so wichtiger, als fich fließen. In mehrere Läden mit Lebensmitteln, aber auch Groß- Berliner Ortsgruppen des Zentralvereins Deutscher Staatswischen dieser neuen Industriegruppe und seinem schon bestehenden Industriebau mannigfache Berührungen ergeben. onderen Waren drangen einzelne Trupp s ein und raubten bürger jüdischen Glaubens, der sich auf die, Alarmnachrichten hin an Auf dem Gebiet des Erdöls find innerhalb des Stinnesfie mehr oder weniger aus. Auch einzelne Leute auf der Straße den Ort der Ausschreitungen begeben hatte, um sich dort über deren Konzerns eifrige Bemühungen im Gange. Zunächst einmal ist in murder überfallen, geschlagen, gestoßen und zu Boden Umfang zu unterrichten, wurde in der Gegend der Kaiser- il den letzten Tagen die Hugo Stinnes- Montan- und Delgeworfen. Manche büßten ihre Röcke ein, in dem die Menge helm- und Hirtenstraße von einem gut gefleideten.- G. erweitert worden durch Auflauf fämtlicher Kuge der GeEinem Manne wurden an der Ecke der völkischen Agitator, der mit einem Ueberfallfommando wertschaft Concordia in Machterstedt bei Magdeburg. Es Hirten- und Alexanderstraße die Kleider vom Leibe ge. arbeitete, unter der Beschuldigung festgehalten:„ Der Jude hat foll hiermit die deutsche Produktionsbasis für Erdöl erweitert werden. riffen, so daß er mit nicht viel mehr als einem zerfetztem mit dem Messer gestochen. Tatsache ist, daß der BeHemd auf dem Körper auf der Straße stand. Auch in Woh schuldigte weder ein Taschenmesser noch sonst eine Waffe bei sich Darüber hinaus kommt die Nachricht, daß auch die außerdeutschen Petroleumintereffen des Stinnes- Konzerns erweitert worden sind. nungen drangen die Räuber ein, um zu plündern. Auch frug, so daß tiefe Provokation als ein verabredetes Angriffszeichen Hugo Stinnes, Balbeck u. Mining u. Dil Works", eine neugegründete Goffe wurden den Händlern geraubt, die im Scheunenviertel mit erscheint. Sofort wurde der Herr von der Menge überfallen. Man hrer Ware von Haus zu Haus gehen, um zunächst untereinander schlug mit Stöcken und Fäusten auf ihn ein, während aus der Um- Firma der amerikanischen Petroleumindustrie, foll über ein Kapital von 25 Millionen Dollar verfügen und den Erwerb von PetroleumGeschäfte abzuschließen. Ein Schlag ins Gesicht genügte terrains in Teras, Argentinien, Persien und im fernen Osten be= in der Regel, den Angegriffenen tampfunfähig zu machen. Dann 30g man ihm den Rod aus oder raubte ihm, was er bei absichtigen. Man dichtet in der letzten Zeit Stinnes mancherhei an, und vielleicht übertreiben die amerikanischen und holländischen ich hatte. Die Beamten der Schußpolizei, die ständig in jener Blätter die Bedeutung dieser Gründung. Sicher aber ist, daß Stinnes den Versuch macht, im ausländischen Petroleummartt Fuß Ertrag der Goldanleihe hat man geschmälert durch das tech- au faffen und weiterhin, daß er Bemühungen unternimmt, fich an nische Unvermögen, ausreichend Stücke in kurzer Zeit bereit zuschließen. Wenn im Zusammenhang mit diefer Neugründung hier irgendeine der großen Weltgesellschaften der Betroleumindustrie anGegen reaktionäre Entstellungen! zustellen, obwohl man den Markt mit Papiermarttrillionen und da behauptet wird, daß Stinnes den Kampf gegen Rockefeller Durch den vorzeitigen Abbau der Brotgetreidebewirt noch immer füttert und zu diesem Zwecke unausgefekt Noten und die Schell- Gruppe aufnimmt, so ist das sicher bei der überschaftung ohne anderweitige ausreichende Vorsorge zur Brot- druckt. Man hat für den Anfang November die Rentenmart ragenden Bedeutung dieser Erböltrusts unrichtig. belieferung zu treffen, ist die Banit am Lebensmittelmarkt ent- angekündigt, um noch furz vorher in neuen Goldschazanwei- Aber auch in der Aufteilung des deutschen Besizes ist noch nicht flanden, die gestern die großstädtische Verbraucherschaft in fungen eine Notgeldbasis zu schaffen, anstatt nun endlich aus alles getan, und die Berfion, daß Stinnes die Beder Gruppe Schwere Bedrängnis brachte. Ein Brotpreis von 125 Mil- diesem Provisorium heraus- und in eine geregelte Währung in fich aufnehmen wolle, ist ein bedeutendes Symptom. Vorläufig Harden ist derart untragbar für die breiten Massen, daß die hineinzukommen. Und noch immer hat man nicht dem Unfcheint Stinnes zwar die Beder- Gruppe( Beder- Kohlen und BeckerRegierung fofort hätte einfchreiten müssen. Es ist immer- fug steuern fönnen, daß noch heute der Spekulation billige Stahl) noch nicht seinem Konzern einverleibt zu haben, es spricht hin erfreulich, daß man sich dazu aufgerafft hat, nachträglich Papiermarkkredite zur Verfügung stehen, während diese in aber manches für die kommende Verbindung zwischen Becker und bie Mehlbestände zu beschlagnahmen und so für eine geregelte mertbeständigen Objekten, Devisen, Goldanleihe und Effekten Beche Präsident liegen neben dem Stinnesschen Bochumer Berein. Die Hochofenanlagen der zum Becker- Konzern gehörigen Brotbelleferung der nächsten Zeit Sorge zu tragen. Aber die arbeitet und besonders am Effektenmarkt von einer Hauffe in Die Beche baut eine neue Koferei, und es steht auch nach dem Beunruhigung hätte vermieden werden müssen, die die andere taumelt. Wer so im Glashause sigt und die an Beckerschen Dementi jetzt fest, daß mit Stinnes über ein gemeinWeiter intereffiert politisch zweifelhaften Elementen gerade in dieser trisenschweren erkannten Mißstände nicht zu beseitigen vermag, hat fein fames Interesse gesprochen wurde. Jeit ungeheures Agitationsmaterial geliefert hat. Die Unent- Recht, andere für den Währungsverfall verantwortlich zu Stinnes natürlich der bekannte Schweizer Kohlencertrag von Beder, fchloffenheit, mit der man derartig notwendige Maßnahmen machen. Das Volk wird sich durch derartige unwahrhaftige und nach dem Dementi Beckers bestehen die gemeinfamen Inter behandelt, hat auf einem anderen Gebiete geradezu verheerend Agitation nicht beirren lassen und rechtzeitig erkennen, wo die effen fort und werden möglicherweise zu einer Verständigung führen". Diese Verbindung hätte eine große Bedeutung für den gewirkt. Die breiten Massen bezahlen jetzt mit den sprung- Saboteure der Mark zu suchen sind. Stinnes- Konzern durch die Erweiterung der Kohlenunterlagen und haft anziehenden Lebensmittelpreisen die gewaltigen Spe= durch die Angliederung eines bedeutenden Edelstahlwerks. Außertulationsgewinne, welche die Börse durch die Säumig= dem wird das Stinnessche Intereffe an Beder geweckt durch die feit und Unfähigkeit der Reichsbankleitung an der Goldanieihe Schweizerische Kohlenhandelsgesellschaft der Beder- Gruppe. Devisenerzielt hat. Anstatt den Staatsfinanzen starte Erleichterung Grund des Artikels 48 der Berfassung des Deutschen Reiches fol- nahme der vertikalen Konzentration und der industriellen KonzenDer Reichspräsident hat am 5. November 1923 auf au bringen und uns dazu zu verhelfen, daß die Notenpresse Grund des Artikels 48 der Verfassung des Deutschen Reiches fol- Derbienft hat Stinnes in der letzten Zeit immer gefocht. Die Zu gende Berordnung erlassen: einmal mindestens einen halben Monat aussehen konnte, an-§ 1. Bei vertraglichen Verpflichtungen, die nach einem außer.tration überhaupt dürfte in absehbarer Zeit auch das Becker- Problem lösen. statt der Goldanleihe als Zahlungsmittel Geltung zu ver- deutschen Kurse der Mark bemessen sind, kann die Erfüllung wäh- Von der Frankfurter Gasgesellschaft hat Stinnes Schaffen, hat man riesige Summen der Spekulation in den rend der Geltungsdauer dieser Berordnung verweigert werden, in der letzten Zeit große Aftienposten erworben. Das hängt zuRachen geschleudert, weil die Golbanleiheftücke nicht gedruckt sofern der Forderungsberechtigte die Annahme der Leistung auf der fammen mit dem gesamten Interesse des Erinnes- Ronzerns an den waren, ein Erfahmittel durch Reichsbantquittungen aber erst Grundlage des Berliner Kurses der Mart ablehnt. § 2. Die Reichsregierung bestimmt den Zeitpunkt des Außer- an der Industrie- und Handelsvereinigung deutscher Gaswerte A.-G. deutschen Gaswerken, mit denen er ja schon burch seine Anteilnahme gestern gefunden worden ist, und weil die Reichsbank in unperantwortlicher Weise bei Goldanleiheverkäufen den Kurs krafttretens dieser Verordnung. eng verbunden ist. des Bestellungstages der Bezahlung zugrunde gelegt, anstatt werfindung gilt die Berbreitung durch das Wolfffche Telegraphen- tigt, icheint nunmehr aufgeklärt zu sein. Stinnes befißt die § 3. Die Verordnung tritt mit der Verkündung in Kraft. Als Ein Problem, das schon seit Monaten die Oeffentlichkeit beschäf= des Kurses am Liefertage. bureau und die Veröffentlichung in der Bresse. Verwirrung statt Taten. Zum Schutz der Mark. Stinnes. Attien majorität DON Lahmeyer. Die LahmeyerGruppe, die ursprünglich der AEG. naheftand, ist von dieser losgelöst worden und auf dem Umweg über den Erwerb von Aktien der Mainkraftwerke( die zu Lahmeyer gehören) ist nunmehr der Einfluß von Stinnes auf die Lahmeyerwerke gesichert. Die vielen einzelnen Gründungen des Konzerns fönnen nar nicht mehr registriert werden. Dagegen wird fünftighin von besonderer Bedeutung sein die Beziehung, die sich zwischen der Otto WolffBruppe und Stinnes herausentwickelt. Hier scheint sich eine neue Situation herauszubilden. Stinnes, der Politiker und Stinnes der Wirtschaftsführer erfreut Dr. Norbert Einstein. Angesichts dieser Praktiken und angesichts der Bassivität, mit der man neuerdings wieder die Finanzfragen behandelt, Der Pfälzer Separatistenputsch. ist es eine dreiste Berdrehung der Tatsachen, went Die Rechtspresse den Genossen Hilferding für die fatastrophale Kaiserslautern, 5. november.( WIB.) Soeben haben Entwicklung der Mark in den letzten Wochen verantwortlich Separatisten das Rathaus besetzt. Ein Laftwagen mit macht. Die Herren von der Rechten, die jetzt für ihre Butsch- ungefähr vierzig Mann Befehung, fämtliche bis an die Zähne beagitation Barolen brauchen, wiffen ebenso wie wir, daß von waffnet, fuhr vor dem Rathaus vor, das auf Anordnung der Beden zehn Monaten dieses Jahres noch nicht zwei unter einem fagungsbehörde im Laufe des, Morgen von der Polizei geräumt aftiven Einfluß der Sozialisten auf die Finanzpolitik des werden mußte. Nach einigen Minuten tamen zwei weitere Autos Reiches gestanden haben. Sie wissen von den deutschnatio- mit Separatisten an, die schwer bewaffnet waren. Die Tür zum nalen Ratgebern des Reichsfanglers Cuno, wo die letzten Rathaus war verfchloffen und wurde mit Gewehrkolben eingeschlagen. fich einer regen Tätigkeit. Ursachen des tatastrophalen Währungsverfalls zu suchen Nach der Besetzung folgte den Separatisten auf dem Fuß französische Reichsbank. Nach dem Reichsbantausweis vom 23. Oftober hat find, und sie wissen weiter, daß es die Sozialisten waren, Gendarmerie, welche die Leute auf der Straße mit Gummifnüppeln sich der Banknotenumlauf um 401 000 Billionen gefteigert. die mit aller Energie den Kampf gegen den Mäh- auseinandertrieben. Ferner wurde im Laufe des Bormittags das Er beträgt 524 333 Billionen Mart gegen 123 340 Billionen rungsverfall durch eine Sanierung der Staatsfinanzen Candgerichtsgebäude befeht. Auf dem Balkon des Gebäudes er- am 15. Oftober. Die Kapitalsanlage stien von 203 763 Billionen und durch die Schaffung wertbeständigen Geldes verfochten schien Dorten und hielt eine Proflamationsrede. Die Separatisten, auf 836 692 Billionen Mart. Die Schaganweilungen des haben. Es heißt die Dinge einfach auf den Kopf stellen, wenn die aus dem Fenster herausfahen, ftimmten nach Schluß der Rede Reiches erhöhten sich allein um 510 400 auf 678 180 Billionen, und man jetzt das Berdienst für die in der legten Zeit auf diesem ein dreimaliges Hoch auf das freie Rheinland und die freie Pfalz an. Die Wechselbestände um 123 284 auf 152 896 Billionen Mart. Der Goldbestand hat zugenommen und beträgt 476 026 000 gegen Gebiete geleistete Arbeit anderen Leuten zusprechen will und 444 000 000 M. in der Vorwoche. für den Sturz der Mark diejenigen verantwortlich zu machen versucht, die gegen ihn vorgegangen sind. = Deutsche Protestnote. Sowjetrußlands Lebensmiffelausfuhr. Die Aktiengesellschaft Exportchleb" führte bis zum 25. Ottober aus: nach Deutschland Denn die Bürgerlichen erweisen fich fogar als unfähig, Nachdem die Reichsregierung wiederholt, sowohl bei der franzödie von ihnen felbst als richtig erkannten Anregungen und fifchen Regierung wie bei dem hiesigen französischen Botschafter 159 100 Tonnen Getreideprodukte, nach Frankreich 120 416 Tonnen, Vorschläge der Sozialdemokratie durchzuführen. Erst viel zu wegen der Begünstigung der separatistischen Butsche nach Norwegen 51 683 Tonnen, nach Italien 47 183 Tonnen, nach spät ist man auf den Gedanken gekommen, die Papiermark im Rheinland durch die franzöfifchen Besagungstruppen nachdrücklich der Türkei 46 750 Tonnen, nach Dänemark 38 100 Tonnen. Devisenkurse. Unserer gestrigen Kurstafel ist noch nachzutragen: mit dem wertbeständigen Geld in eine feste Beziehung vorstellig geworden ist, ist der deutsche Geschäftsträger in Paris anzu sehen, wie es die Sozialdemokratie feit Monaten verlangt gewiesen worden, eine Protestnote zu überreichen, in der auf Grund 1 finnische Mart 11 372 Millionen Gelb, 11 428 Millionen Brief; hat, und obwohl die Beratungen der Regierung über diesen authentischen Materials eine umfassende Darstellung des Zusammen- 1 österreichische Krone 5,985 Millionen Geld, 6,010 Millionen Brief; 1 tschechische Krone 12 469 Millionen Gefe, 12 531 Millionen Brief; Bunft bis zur Beschlußreise gebiehen find, lag bis zum geftri- wirkens zwischen den Aufrührern und den französischen Besagungs- 1 ungarische Krone 22,942 Millionen Geld, 23,058 Millionen Brief: gen späten Abend eine Mitteilung darüber, wie nun das II m stellen gegeten wird. Die deutsche Regierung gibt in der Note der 1 bulgarische Lewa 3990 Millionen Geld, 4010 Millionen Brief; rechnungsverhältnis sein soll, noch nicht vor. Den Erwartung Ausdruck, daß den französischen Truppen alsbald Befehl 1 jugoslawischer Dinar 4938 Millionen Geld, 4962 Millionen Brief. Gewerkschaftsbewegung Endlich wertbeständige Löhne! Nachdem unsere Papiermark unter den Schlägen der Spefulation, der Stewerdrückebergerei der Besitzenden und der Hilf- und Tatenlosigkeit der hohen Bureaukratie des Reichsfinanzministeriums und der Reichsbank verendet ist, werden endlich wertbeständige Löhne abgeschlossen! Wir weisen auf die Lohnabkommen in der Karosseriebranche, der verschiedenen Abkommen in der Metallindustrie( Brotgeld) und schließlich auf die jüngsten Schiedssprüche im Bergbau und der Kaliindustrie hin. Der Schiedsspruch für den Bergbau lautet: 1. Für die Lohnwcche vom 29. Oftober bis 5, November, vor= mittags 6 Uhr, werden die Durchschnittslöhne einschließlich der sozialen Zulagen, wie folgt festgesetzt: Ruhrbezirk 147 646 845 000 m., Rheinische Braunkohle 147 646 845 000., Aachen, Steinkohle 131 258 005 200 M., Düren, Braunkohle 131 258 005 200 M., Oberschlesien, Steinkohle 102 000 000 000 M., Niederschlesien, Steinkohle 90 000 000 000 M., Sachsen, Steintohle 93 000 000 000 M., Niedersachsen, Steinfohle 87 000 000 000 m., Jbbenbüren, Steinkohle 93 000 000 000 M. Diese Durchschnittstariflöhne werden in dem gleichen Maße aufgebessert, in dem der Markfurs an der Berliner Börse am 2. November 1923 gegenüber dem 1. November 1923 sich verschlechtern follte. Die prozentuale Verschlechterung ist unter Aufrundung der ersten Dezimalstelle auf volle Prozente derart auszugleichen, daß alle Beträge von 5 aufwärts nach oben, unter 5 nach unten abzurunden sind. Dieser Ausgleich ist bei der ersten Lohnzahlung der nächsten Woche zur Auszahlung zu bringen. Sollte durch eine Verschlechterung des Markturses am 6. Nopember 1923 gegenüber dem 2. November 1923 der Durchschnittslohn je Schicht um mehr als 15 Pro3. sinken, so wird der bei der ersten Lohnzahlung der nächsten Woche verbliebene Restbetrag in dem Ausmaße erhöht, daß der Durchschnittstariflohn, gemessen am Dollarkurs, nicht mehr als 15 Broz. seines Wertes vom 1. November finken darf. Dieser Ausgleich ist bei der zweiten Lohnzahlung der Woche vom 5. bis 12. November 1923 auszuzahlen. Soweit die Auszahlung der Böbne in wertheſtändigen Zahlungsmitteln erfolgt, unter bleibt Aufwertung. 2. Die Erhöhung der Soziallöhne erfolgt im bisherigen üblichen Verhältnis. 3. Die Berteilung der durchschnittlichen Lohnerhöhungen auf die einzelnen Klassen der Lohntafel bleibt den Verhandlungen unter den Tarifparteien vorbehalten. Der Schiedsspruch für die Kaliindustrie ist erheblich besser. Er hat folgenden Wortlaut: Für die Lohnwoche vom 29. Oftober bis 5. November 1923, vormittags 6 Uhr, wird der Durchschnittstariflohn auf 87 Milliarden Mart je Schicht festgesetzt. Hierin ist eine entsprechende Erhöhung der sozialen Zulagen einbegriffen. Bei der ersten Wochenzahlung am Mittwoch, den 7. November, wird der eben genannte Durchschnittslohn aufgewertet, um die etwaige prozentuale Ver= schlechterung des durchschnittlichen Markkurses an der Berliner Börse vom 2. bis einschließlich 5. November 1923 gegenüber dem Stande des Marffurses vom 1. November 1923. Bei der zmeiten Wochenzahlung am Sonnabend, den 10. November 1923, soll entsprechend der etwaigen Markverschlechterung vom 6. bis einschließlich 8. November 1923 gegenüber dem Stande der Mark vom 1. November 1923 aufgewertet werden. Vor der Aufwertung der beiden Abschlagszahlungen find bereits geleistete Beträge abzuziehen. So weit die Lohnzahlung in wertbeständigen Zahlungsmitteln erfolgt, unterbleibt eine Aufwertung. Die Entlaffung der Schlichtungsausschüsse von den Einzelstreitig. In der Gruppe IV mit 825 Miffiarben, zu zahlen. Die Berband feiten ermöglicht eine erhebliche Berringerung ihrer Zahl. Bei dieser lungen über die Oktober- Regelung und Gehaltszahlungen für den Gelegenheit sollen auch ihre Bezirke nach wirtschaftlichen Gesichts. Monat November werden am Dienstag vormittag fortgesetzt. puntten neu abgegrenzt werden. Für Fälle von besonderer Be- Die Schlüffelzahl in der Margarineindustrie ist am 5. No deutung, wie sie bisher vom Reichsarbeitsministerium geschlichtet vember auf 50 Milliarden festgesetzt worden. wurden, bestellt fünftig der Reichsarbeitsminister Schlichter, und Lohnvereinbarung für die Karosseriebranche. In der Zeit: zwar entweder ständige für größere Wirtschaftsbezirke oder solche vom 1. bis einschließlich 3. November betragen die Löhne( Fachwenn das nicht gelingt, bilden sie aus Arbeitgebern und Arbeit furs vom 1. bis 3. November( Briefnotierung für 1 Goldmark für den Einzelfall. Diese versuchen, zunächst allein zu schlichten; arbeiter Gruppe I 38 Pf.) entsprechend dem Mittel im Dollar nehmern in gleicher Zahl eine Schlichtungstammer, in der sie den 69 220 250 Tausend Mark) in Millionen Mart: Facharbeiter, Vorsiz führen. Außerdem wird ihnen die Entscheidung über die Gruppe I: Grundlohn 22 020, Teuerungszulage 4290, Gesamtlohn Verbindlichkeitserklärung von Schiedssprüchen der Schlichtungsaus- 26 310; Gruppe II: 21 140 und 4120, zusammen 25 260. Hilfs schüsse übertragen. Die Voraussetzungen für die Verbindlichkeitsarbeiter, Gruppe III, im Alter von 18-20 Jahren 16 500 und erklärung sind in der Verordnung selbst festgelegt. Oeffentliche Versammlungen 3870, zusammen 20 370; 20-22 Jahren 18 160 und 3870, zu ſammen 22 030; über 22 Jahren 19 810 und 3870, zusammen 23 680. Hilfsarbeiterinnen( Facharbeiterinnen erhalten 75 Proz. des Lohnes der Gruppe II) im Alter von 18 bis 20 Jahren 12 370 und 2910, zusammen 15 280; 20 bis 22 Jahren 13 620 und 2910, zusammen 16 530; über 22 Jahren 14 850 und 2910, zusammen heute, heute, Dienstag, den 6. November, abends 7 Uhr 17 760. Jugendliche Arbeiter im Alter von 14 bis 15 Jahren in folgenden Lokalen: Haverlands Festfäle, Neue Friedrichstraße 35. Arminiushallen, Bremer Straße 72. Artushof, Perleberger Straße 29. Pharusjäle, Müllerstr. 142. Brauerei Friedrichshain, Am Friedrichshain( Saalbau). Schultheiß- Ausicant, Hasenheide 22/31( Wintergarten). Wilmersdorf: Vittoria- Garten, Wilhelmsaue. Schöneberg: Uhland- Schule, Kolonnenstr. 22/23. Steglih- Lichterfelde: Oberrealschule, Steglitz, Elisenstr. 4. Tempelhof- Mariendorf: Schulaula, Mariendorf, Kurfürstenstraße. 4920 und 1110, zusammen 6030; 15 bis 16 Jahren 5260 und 1110, aufammen 6370; 16 bis 17 Jahren 5820 und 1110, zusammen 6930; 17 bis 18 Jahren 6790 und 1110, zusammen 7900. Die Atfordpreise erhöhen sich für die Zeit vom 1. bis 3. November um 329 Proz. Achtung! Bau-, Geldschrank-, Möbelschlosser und Bauanfchläger! Am gestrigen Tage haben mit dem Schußverband Ber liner Schlossereien Verhandlungen betreffs Aenderung der Lohnzahlungen stattgefunden. Tarech sell der für die Zeit vom 29. Ottober bis 4. November vereinbarte Stundenlohn möglichst am Montag, den 5. November, restlos zur Auszahlung gelangen. Weiter wurde vereinbart, daß ab Dienstag, den 6. November, pro Tag den Arbeitern über 21 Jahre der Preis für 3 Brote, den bis 19 Jahren 1½½, Brote, den Arbeitern von 16 bis 17 Jahren 1 Brot, den Arbeitern von 14 bis 16 Jahren ½ Brot als Abschlag Neukölln: Schultheiß- Ausschant, Hajenheide( Winter- Arbeitern von 19 bis 21 Jahren 2 Brote, den Arbeitern von 17 garten). Treptow- Baumschulenweg: Kinosaal, Baumschulenweg, Baumschulenstraße. Lichtenberg: Cäzilien- Eyzeum, Rathausstraße. Tagesordnung: Der Austritt der Sozialdemokratie aus der Reichsregierung- die bayerische Gefahr! Referenten sind die Reichstagsabgeordneten: Aufhäuser, BohmSchuch, Braß, Dr. Breitscheid, Crifpien, Dr. Herk, Künstler, Dr. Löwenstein, Nemit, Dr. Kurt Rosenfeld, Robert Schmidt, Wurm. Genossen! Sorgt angesichts der drohenden Gefahren für Maffenbesuch! Zur Deckung der Unkosten 1 Milliarde Eintritt. Der Bezirksvorstand der BSPD. Berlin. * Wir bitten die Bersammlungsleiter, uns über den Verlauf der Versammlung noch abends einen kurzen Bericht auf schnellstem Wege( möglichst telephonisch, Dönhoff 292-295) übermitteln zu wollen. Redaktion des„ Vorwärts". Militarisierte Büreaukratie. zu zahlen ist. Löhne in den Metallgießereien. Für die Zeit vom 29. Oktober bis 4. November betragen die Löhne in Klaffe I 16,9, II 16,3, III 15,4 Milliarden Mark. Die Atfordpreise werden um 170 Broz. erhöht. Als Vorschüsse werden alle zwei Tage gezahlt: Für BollBrot pro Tag. Die Grundlöhne der Feilenarbeiter werden in der Woche vom 7 570 000 000 Proz. erhöht. 29. Oktober bis 3. November bon 2 772 000 000 Pro3. auf Deutscher Solzarbeiter- Berband. Bertrauensmännerversammlungen der Branchen und Bezirke am Mittwoch, den 7. November, zur üblichen Zeit in den bekannten Lokalen. Jugendveranstaltungen. Heute, Dienstag, den 6. November, abends 71% Uhr: Achtung, Jugendgenoffen und genosfinnen! Gemeinsame Mitgliederversammlung mit den Jungsozialisten in der Schulaula Gips. ftraße 23a. Thema:„ Der Rampf um die Republit." Ref.: Gen. Ernst Heilmann, M. d. L. Ohne Mitgliedsbuch kein Eintritt. Die Veranstaltungen aller Abteilungen fallen aus! Man schreibt uns: Den Versorgungsanwärtern stehen nach Tempelhof. Der Parteifursus fällt wegen der öffentlichen Parteiversamm den gefeßlichen Bestimmungen mindestens 50 Broz. der mittleren bezirt Neukölln. Die Mitglieder beteiligen fich geschloffen an der Mitgliederlungen aus. Bebbing. Beteiligung an der Gesamtveranstaltung. WerbeBeamtenstellen und von den Kanzleibeamtenstellen 75 Proz. zu, versammlung Groß- Berlin. Treffpunkt 6½ Uhr Bahnhof Neukölln. Für ArAnspruch auf einen Versorgungsschein haben die Angehörigen der beitslose 6 Uhr Hermannsplag. Die Heime bleiben geschlossen. Diese beiten Abkommen haben den Grundfehler, daß die Lohn- Reichswehr nach 12 jähriger Dienstzeit, sowie die Angehörigen der basis viel zu niedrig bemessen wurde. Am 1. November stand Schußpolizei nach derselben Dienstzeit. In dem Augenblick, in der Dollar auf 130 Milliarden. Ein Lohn von 87 Milliarden tam dem man in den Behörden an den Personalabban heranalso einem Lohn von Mart 2,90 Gold pro Tag gleich. Wenn man tritt, müßte man auch daran geben, den Zustrom dieser VerDen annimmt, daß die Preise gegenüber den Preisen von 1914 um 60 Pro3. iorgungsanwärter zu den Beamtenstellen einzuschränken. gestiegen sind, so tommt das einem Friedenslohn von 1,80 m. pro Beriorgungsanwärtern wäre für ihre erworbenen Rechte Dies war in dem eine Entschädigung zu gewähren. Tag oder 10,80 M. pro Woche gleich. Das ist ein Hungerlohn, der 1914 auch von den schlechtestbezahlten Arbeitern weit überschritten der Personalabbauverordnung ist dies nicht mehr berücksichtigt. ersten Entwurf des Beamtenabbaugesetzes vorgesehen. In wurde. Solche Hungerföhne find ganz unhaltbar. Der himmel- In Zukunft werden die Versorgungs-( Militär)-Anwärter weiterhin schreiende Standal besteht aber in der Tatsache, daß diese unmög- den Behörden zuströmen. Daß bedeutet, das die alljährlich zur lichen Hungerlöhne noch ein Fortschritt sind gegenüber Entlassung kommenden Reichswehrangehörigen( mindestens 8000 den mörderischen Papiermarklöhnen. Neuregelung des Schlichtungswesens. Bom Reichsarbeitsministerium wird mitgeteilt: Die Reichsregierung hat durch eine Verordnung vom 30. Oftober 1923 auf Grund des Ermächtigungsgesetzes das Schlichtungswesen vorläufig neu geregelt, vorbehaltlich der endgültigen gefeßlichen Ordnung. Zwed ist die Vereinfachung und Verbilligung unter Verwertung der bisherigen praktischen Erfahrungen. U Sozialistische Arbeiterjugend Osten, Freie Gewerkschaftsjugend Often, Freie Angestelltenjugenb Often! Mittwoch, den 7. November, abends 7 Uhr in er Schulaula Lange Str. 31, Revolutions- Gedenkfeier der sozialistischen Jugend. Ansprache, Chor, Musik, Rezitation. Eintritt 200 Millionen Mark. Abteilung Südost K.-V. u. R.-B. Mittwoch, den 7. November, 7½ Uhr in der Schulaula Glogauer Str. 15, Revolutionsfeier. AnSprache, Chorgesang. Rezitation, Musik. Vorträge, Vereine und Verfammlungen. Ges. für republ.- bem. Politit. Deffentliche Versammlung am Mittwoch, Bersonen) und außerdem die Angehörigen der Schutzpolizei den den 7. November, abends 7½ Uhr im Gewerkschaftshaus, Engelufer 25. Anspruch auf Beamtenstellen erhalten. Es werden Thema: Die Politit des Reiches und das Erstarken der Reaktion." Redner: in Zukunft in der Hauptsache nur solche Behmtenanwärter bor- Dr. Kawerau und Bastor Hans France. Diskussion. Deutsche Notgemeinschaft. Mittwoch, den 7. November, abends 8 Uhr im handen sein, die vorher in der Reichswehr oder in der Schuß- Berliner Konzerthaus, Mauerstr. 32, Bortrag des Hauptmanns v. Beerfelde polizei Dienst getan haben. Daß das, ohne gegen die Ver- und des Reichstagsabgeordneten Genossen Soffmann- Schmargendorf. forgungsberechtigung dieser Gruppen etwas sagen zu wollen, kein Schierkeftr. 44( Rinderhort), 7% Uhr, Referat des Gen. Druder über„ Die erwünschter Zustand ist, wird ohne weiteres einleuchten. Arbeiter- Abstinentenbund. Gruppe Neukölln. Am 7. November, im Heim Wunderwelt des Mikroskops". Gruppe Norden. Donnerstag, den 8. NoDember, 7½ Uhr im Heim Gerichtstr. 67( Volksbad), Referat: Unser Jugendwert." Männerchor Friedrichshain". Die Gangesbrüder treffen fich am Freitag, den 9. November, abends 7 Uhr, zur Teilnahme an der Revolutionsfeier im Mitglieder iſt Pflicht. Böhmischen Brauhaus, Landsberger Allee 11/12. Pünktliches Erscheinen aller Geschäftliche Mitteilungen. Für die faufmännischen Angestellten. Im ZeitungsDie Schlichtungsbehörden sollen in Zukunft von allen Einzel- gewerbe find für die Zeit vom 1. Oktober bis 4. November streitigkeiten, insbesondere von den Entlassungsstreitig 350 Septembergehälter. Am Montag, den 5. November, ist der 525 Septembergehälter zu zahlen. Als Gehalt für Oktober gelten feiten auf Grund des Betriebsrätegefeges, entlastet werden. So- Rest von den 525 Septembergehältern, die noch nicht bezahlt sind, lange noch feine allgemeinen Arbeitsgerichte bestehen, sollen diese und ein Oftobergehalt als a- conto- 3ahlung für die Woche vom 4. Streitigkeiten in Bezirken, in denen Gewerbegerichte und Kauf- bis 10. November 1923 zu zahlen. Am Dienstag, den 6. November, mannsgerichte bestehen, auf diese übergehen, in den übrigen Betreten die Parteien zur Verhandlung über die endgültige Zahlung über Bremen nach New York wird am 13. und 14. November in der„ Urania". Für Papiermark nach Amerika. Die interessante Filmreise von Berlin zirken von Rammern der Schlichtungsausschüsse er- für die Woche vom 4. bis 10. November 1923 zusammen. ledigt werden. Dadurch werden die Schlichtungsausschüsse für ihre Schugverband Berliner Rartonfabrikanten hat angewiesen, Es ist damit zu rechnen, daß diefer Filmvortrag wie alle früheren einen Taubenstr. 48, unter Führung von Obering. Dreyer wieder einmal gemacht. eigentliche Tätigkeit, die Hilfe zum Abschluß von Gesamtverein- daß am 7. d. m. 1% Oktobergehälter zur Auszahlung gelangen. sehr starten Zuspruch erfährt und es ist daher ratsam, die Karten im Vorbarungen, frei. Die Besetzung der Schlichtungsausschußkammern Auf Anweisung der Einzelhandelsgemeinschaft Groß- verkauf an der Uraniakasse zu erstehen. wird verringert; sie werden in Zukunft, außer dem unparteiischen Berlin sind am Dienstag, den 6. November, im Laufe des Vor- Berantwortlich für Politik: Ernst Reuter; Wirtschaft: Artur Saternus; Borfizenden, bei Einzelstreitigkeiten nur mit je einem, bei Ge- mittags an die kaufmännischen Angestellten als Vorabbezahlung Gewerkschaftsbewegung: J. Steiner; Feuilleton: Dr. John Schilowski: Lokales samtstreitigkeiten mit je zwei Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbei- nochmals diejenigen Gehälter, die für die Zeit vom 29. Oftober bis und Sonstiges: Frig Karstädt; Anzeigen: Th. Glode; sämtlich in Berlin. fizern statt, wie bisher in allen Fällen, mit je drei besetzt 2. November einseitig von der Einzelhandelsgemeinschaft festgelegt Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. 5., Berlin. Drud: Vorwärts- Buchdruckerei Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co.. Berlin SW. 68, Lindenstraße 3. werden. Der wurden, beginnend im ersten Lehrjahr mit 40 Milliarden, endend und Hierzu 1 Beilage. OSRAM muß auf der Glasglocke stehen OSRAM NITRA OSRAM NITRA Mehr Licht bedeutet mehr Leistung. Nr. 51940. Jahrgang Beilage des Vorwärts Brotpreis auf 80 Milliarden herabgesetzt. Strenge Durchführung der Rationierung. Im Verlauf der Verhandlungen am gestrigen Montag ist mit Wirkung von heute ab der Brotpreis für Groß- Berlin auf 80 Milliarden, der Preis für die Schrippe auf 3 Mil= liarden Ma rt festgesetzt worden. richten, so lange zurückzutreten, bis die Reihe der hinter Da die kleineren Scheine ihnen Wartenden abgefertigt ist. Dienstag, 6. November 1923 Neue Wege proletarischer Kunst. In einer sehr gut besuchten Konferenz der Großimmer mehr zurückgewiesen werden, so sollte sich das Publikum Berliner Bildungsausschüsse der VSPD. sprach am seinerseits gleichfalls durch strikte Ablehnung aller fleineren Scheine Sonnabend, den 3. November, Genosse Dr. Kestenberg auf beim Herausgeben zu schügen suchen. Veranlassung des Bezirks- Bildungsausschusses über obiges Thema. Eine kurze Studie über die Probleme Masse und FühDie Verzweiflungstat einer Mieterin. rer, sowie über die Ersetzung des rein gefühlsmäßigen Sozialismus durch den wissenschaftlich begründeten leitete über zu dem GeDer Hauswirt als vermeintlicher„ Lebensreffer". danken, wie die bisher zu sehr an die bürgerliche Kunst, sich anZu der Preisfestsetzung, die am Sonntag zwischen den maßDie im Vorwärts" mehrfach besprochene Affaire des Berliner lehnende proletarische Bildungsbewegung sich nach Ansicht des Vorgebenden behördlichen Stellen und den Organisationen der Bäcker- 2yze allehrers Falk, in dessen Landhaus zu Eichwalde tragenden entwickeln müßte. Kestenberg will aus der Ar= meister getroffen worden ist, wird vom wedverband der seine Mieterin, Witwe Werner, im September v. 3. durch beiterbewegung eine ihren Bedürfnissen angeBäckermeister Groß- Berlins folgendes mitgeteilt:" Der Gasvergiftung ihrem Leben ein Ende machte, wurde paßte, aus ihrem Wollen und werden erwachsene am Montag, den 5. November, veröffentlichte Brotpreis von 140 Milliarden Mark beruhte auf Grundlagen, die den Preis- gestern vor dem Landgericht II Berlin erörtert. Das Schöffen- Kunst sich entwickeln sehen. Ueberall sichtbare Keime prüfungsbehörden vorgelegen haben und von diesen auch als be- gericht Königswusterhausen hatte Falt, weil er dem seine leblose und verheißungsvolle Anfäße gilt es zu unterstützen. Dabei gilt es, rechtigt anerkannt worden find. Die vor eilige Information Mutter aus der Wohnung hinaustragenden Sohn mit dem Re- einer etwa in roher, aufdringlicher Form entstehenden Tendenzpolver entgegengetreten war, der Bedrohung mit Tot- funft entgegenzutreten. Nur sollen die Ausdrucksformen ursprüngder Deffentlichkeit durch das Ernährungsministerium am Sonntag schlag schuldig befunden und zu einer Geldstrafe von lich und original sein. Es darf nicht nach fertigen Schablonen geabend ist ohne Anhörung der Preisprüfungs= behörden und des Gewerbes erfolgt. Sie hat somit eine unge- 10 millionen Mark verurteilt. Gegen dieses Urteil Cegte er arbeitet werden, so daß wir bei unseren Bestrebungen den Eindruck Berufung ein. ermecken, daß wir eigentlich nur das Erbe bürgerlicher Kunst heure berechtigte Erregung der Bevölkerung hervorgerufen und Vor der Straffammer des Landgerichts I wiederholte der antreten. Kunst ist nach Restenberg Schöpferwille, bedauerlicherweise zu schweren Ausschreitungen gegen die Bäckereien geführt. Wir stellen weiter fest, daß Mehl gegen Papiermark nur Angeklagte seine Behauptung, aus dem Krachen bei der Zer- Weckung der Lust zur Produktivität. Deshalb erzu bedeutend höherem als dem amtlichen Gold- trümmerung der Wohnungstür und dem sich erhebenden Geschrei geben sich für ihn Beziehungen zwischen Kunst und Arbeit, hervoranleihefurs getauft werden konnte und daß wir Belege für habe er geschlossen, daß da oben ein Mitmensch in Lebens- quellend aus dem Rhythmus, die ihm zu begeisternden Ausführundiese Preisforderungen den Behörden übergeben haben. Bei der gefahr sei und er ihm zu Hilfe kommen müsse. Er gab gen über den Tanz als Mittler revolutionärer Auch des Sprechgefirigen Besprechung im Ernährungsministerium wurde dieser zu, daß es zwischen ihm und seiner Mieterin andauernd Reibereien Ausdrudskunst Veranlassung gaben. Standpunkt vom Bädergewerbe vertreten und diese Angaben fonn- gegeben hatte, aber die Schuld schob er auf Frau Werner. Bei chors ward in diesem Zusammenhang gedacht. Wichtig ist dabei, ten nicht widerlegt werden. Das Ergebnis dieser Besprechungen ist, dem letzten Streit nahm er ihr eigenhändig die Wohnungsschlüssel daß alle diese Aeußerungen aus innerer Notwendigkeit heraus entdaß den Bäckern, die feine wertbeständigen Zahlungsmittel ein weg, und noch an dem Abend, an dem sie verzweifelt ihrem Leben stehen, daß sie auf ein gleichgestimmtes, williges, aufnahmefreudiges ein Ende machte, bedrohte ein von Herrn Fall an ihre Publikum wirken. Zuschauer und Zuhörer dürfen sich nicht rein nehmen, und somit auch das benötigte Mehl nicht in Goldanleihe Wohnungstür gehefteter Bettel fie mit gericht passiv verhalten; eine innige Wechselwirkung muß zwischen ihnen zu bezahlen in der Lage find, nunmehr für diese Woche Mehl zu lichem Einschreiten. In seiner im Erdgeschoß gelegenen als ein gegenseitiges Geben und nehmen sich herausbilden. Die erheblich niedrigerem Preise als dem Mehlpreis, der dem Brotpreis von 140 Milliarden zugrunde gelegen hat, zur Verfügung gestellt Wohnung wartete und horchte Fall( wie er selber vor Gericht ureigenste Aufgabe eines Kunstwerfs muß sein, Menschen seelisch werden soll. Die grundlegende Bedingung dabei ist, daß die Ber- schilderte), welche Wirkung dieser Bettel auf den die Mutter be- zu bereichern und zu vertiefen. Derartige Werte hervorzurufen, Er habe, sagte er, auf einen unsere Mai- und Novemberfeiern etwa in diesem liner Mühlen und Händler verpflichtet worden sind, dieses Meht suchenden Sohn ausüben würde. in Goldmart im Preise festzustellen, daß sie aber die Ver- Wutausbruch des Sohnes gerechnet, und als er dann von oben Sinn mit eigener Note zu erfüllen, bedeutet schon etwas auf diesem pflichtung haben, bei Bezahlung dieses Mehles den Umrech- Krachen und Geschrei hörte, sei er mit dem Revolver hinaufgeeilt Wege zu erreichen. Da noch alles im Werden, können Rezepte in - oder ich schieße!" Daß Form fertiger Programme noch nicht vorliegen. Die zahlreich nungsfurs in Papiermart vom Bäcker anzunehmen. und habe gerufen: än de hoch Dieses Mehl wird SO Prcz. ausgemahlen sein und ein dunkles, dem der Sohn durch die zertrümmerte Tür die Mutter hinaustrug, habe vorhandenen Keime, die namentlich in der JugendMarkenbrot ähnliches Brot von vier Pfund Teigeinlage er nicht bemerkt. Er habe geglaubt, daß eine in Begleitung des bewegung vorhandenen Bestrebungen, zu ver Sohnes befindliche Frau es war die der Verstorbenen befreun- innerlichten Formen zu kommen, müssen nachdrückergeben." dete Frau Stinner ven ihm bedroht werde. Demgegenüber be- lichst gepflegt werden. fundeten der Sohn der Verstorbenen und Frau Stinner, daß Fait nicht darüber im untiaren gewesen sein könne, was sich da vor seinen Augen abspielte. Die Behauptung des Angeklagten, daß er angenommen habe, Frau Stinner werde von dem jungen Werner bedroht, sei sinnlos. Er habe sehen müssen, wie der Sohn die Mutter aus der Wohnung hinausschleppte. Trotzdem habe er gedroht, zu schießen, so daß Herr Werner erschreckt die anscheinend noch nicht Tote fallen ließ. Des Angeklagten Bersuch, zu beweisen, daß Differenzen zwischen Werner und seiner Mutter bestanden hätten, wurde durch Bekundungen anderer Zeugen zurückgewiesen. Zur Sprache fam, daß auch ein Ehepaar, daß nach Frau Werners Tod in die freigewordene Wohnung eingezogen war, schon böse Auftritte mit dem Hauswirt Falt erlebt hat. * Eine sehr ausgedehnte und doch eng an das Thema und den Vortrag sich haltende Aussprache führte zu dem mit großem Beifall angenommenen Antrag, eine gleiche Konferenz noch einmal abzuhalten. Da dem Referenten der Vorwurf gemacht wurde, er ſei im Psychologischen stecken geblieben, so soll in der im Dezember stattfindenden Konferenz dem Kritiker das Referat übergeben werden. Mit einem Dankeswort an alle, die zur Bereicherung der Diskussion beigetragen, schloß Genosse Weimann um 10 Uhr die Konferenz. Spekulation mit Goldanleihe aus Steuereingängen. In einer Verordnung vom gestrigen Tage bestimmt der Magistrat, daß in der laufenden Woche das Großbrot aus Roggenmehl oder aus einem Gemisch von Roggen und anberen Mehlen nur gegen Abtrennung des Abschnittes C der 41. Brottarte abgegeben und entnommen werden darf; vorübergehend anwesende Binnenschiffer erhalten Brot gegen Abgabe der vom Wasserbauamt mit Dienststempel versehenen Schifferbrotfarte. Die Verordnung, deren llebertretung nach der Reichsverordnung über Notstandsversorgung vom 13. Juli 1923 mit Gefängnis oder Geldstrafe bestraft wird, gilt nicht für die Abgabe von Brot an Händler, Bäcker, Speisebetriebe usw. zur gewerblichen Weiterveräußerung. Sie richtet sich gegen die fortdauernde Ein eklatanter Fall aus Beamtenfreifen gibt Veranlassung. Brotauffpeicherung, die stellenweise geradezu groteste im öffentlichen und steuerlichen Interesse bekanntgegeben und von Formen angenommen hat.( So erschien an einer Stelle jüngst eine Der Verteidiger, Rechtsanwalt Walter Bahn, beantragte den betroffenen Stellen gebührend beachtet zu werden: Bei dem Frau und verlangte den Umtausch von 28 gehamsterten und in die Freisprechung, weil Fall angenommen habe, in Notwehr Bentralfinanzamt in der Jüdenstraße in Berlin haben sich zwischen altbacken gewordenen Broten.) Der Magistrat kontrolliert für einen vermeintlich gefährdeten Mitmenschen zu sein. Er verlas einige obere Beamte, ungeachtet der entgegenstehenden dauernd, ob die Rationierung wieder entbehrlich wird. Die bisher eine Erklärung vom Lehrerkollegium des Berliner Luisen- Lyzeums, Dienſtvorschriften, ihr in Reichsmart empfangenes Genicht fartenbezugsberechtigt gewesenen Personen( Bemittelte) er- an dem Fall amtiert. Darin wird ihm bescheinigt, daß seine Art halt über den Kaisentisch hinweg in Goldanleihe halten die 41. Brotkarte in der Auspabestelle des zuständigen Be- liebenswürdig und freundlich, seine Persönlichkeit ge- aus Steuereingängen eingetauscht. zirksamts. Die Ausgabestellen in den Bezirksämtern 1 bis 6 be- winnend und gefällig, feine Formen gebildet" feien. Herren soll sogar vor dem Zahlungstage, dem 1. November, eigenfinden sich: Bezirksamt Mitte Mexanderplatz 4. Bezirksamt Tier- Justizrat Roßbach, ter Rechtsbeistand des als Rebentläger zu- mächtig Goldanleihe aus den an die Reichskasse abzuführenden garien a) Derfflingerstraße 18 a, b) Turmstraße 76, Bezirksamt gelassenen Herrn Werner, berief sich auf das Zeugnis der jetzigen Steuereingängen gegen Reichsmart aus früheren Gehaltszahlungen Wedding Badstraße 36, Bezirksamt Brenzlauer Berg Danziger Mieterin des Herrn Falt, zu der er im Streit gesagt habe:„ Sie entnommen haben. Diese weit über die dienstlichen Befugnisse Straße 64, Bezirksamt Friedrichshain Koppenstraße 72, Bezirksamt dummes Luder, ich schmeiße Ihnen gleich die Mist: hinausgehenden Handlungen würden zwar zu Nutzen der betreffenden Kreuzberg Tempelhofer Ufer 1a. Die Ausgabestellen der Bezirks- gabel an den Kopf." Der Vorsitzende war der Zeugin bei Beamten geben, aber zu Lasten des Reichs, dem es nicht gleichämter 7 bis 20 sind bekannt. dieser Aussage ins Wort gefallen, so daß er sie ihr zum Teil gültig sein kann, ob ihm die Steuern in progressiv entwerteter abschnitt. Papiermark oder in wertbeständiger Goldanleihe zufließen. Im geboten und notwendig. " Bitte, nur noch Milliardenscheine! Nach langer Beratung fam das Gericht zu einer Frei= Von der Direktion der Hochbahngesellschaft geht uns zum fprechung, weil es für möglich hielt, daß Falk in Not Schalterandrang bei der Hoch- und Untergrundbahn folgende Mit mehr zum Revolver greifen zu müssen geglaubt habe.. In der teilung zu: Durch Anschlag an den Fahrkartenschaltern haben wir Urteilsbegründung sagte der Vorsitzende, der Angeklagte sei nicht an die Fahrgäste die Bitte gerichtet, jetzt, wo bei den Fahrpreisen überführt worden, aber auch seine Unschuld sei nicht nachgewiesen. nur noch runde Milliarden in Betracht kommen, Geldscheine Das Gericht habe freisprechen müssen nach dem Grundsaß, daß unter einer balben Milliarde beim Lösen der Fahrkarten im Zweifelsfall zugunsten des Angeklagten zu entscheiden ist. möglichst nicht mehr zu verwenden. Der Grund des Tangen Wartenmüssens liegt lediglich darin, daß eine große Anzahl Meldepflicht für Wohnungen und möblierte Zimmer. Das Fahrgäste kleinere und verschiedenartige Scheine Städtische Zentralamt für Wohnungswesen weist erneut darauf aum gablen verwenden, deren Durchzählung so viel Zeit er bin, daß nach wie vor jeder Abschluß eines neuen und zwar auch über fordert, daß die Abfertigung sehr empfindlich darunter leidet. Wir Mietvertrages über Mieträume vom Vermieter hoffen, daß die Fahrgäste unserer Bitte Rechnung tragen werden; möblierte 8immer und Wohnungen jedenfalls sind die Fahrkartenausgeberinnen angewiesen worden, an binnen einer Woche nach Abschluß des Vertrages dem zuständigen Fahrgäste, die mit kleineren Scheinen zahlen wollen, die Bitte zu Wohnungsamt unter Vorlegung des Driginalvertrages anzuzeigen ist. dem frühen Morgen am Steuer gestanden. Und so ein Tag auf dem Westfjord greift an. 17] Copyright Georg Müller, München. Die Lofotfischer. Roman von Johan Bojer. Und von Himmel und Meer hoben sich diese Wolfenschichten als feste Berge ab, die blau mit weißen Streifen, mit Schneefappen auf den Gipfeln, fich in langem Zuge nach Südwesten hinziehen. Es ist ein Heer von Steinriesen, die über das Meer hingewandert sind und jetzt halt gemacht haben, um nachzudenken. Sie sahen schon gelbe Leuchtfeuer, die zwischen den Felsen auf das Meer hinausblickten, und sie hörten ein fernes Lärmen, als sänge das Meer; das war die See, die sich an den Klippen und Schären an der unruhigen Küste dort drüben brach. Die vielen Segler auf dem Westfjord nahmen jetzt nach den Leuchtfeuern den Kurs auf die verschiedenen Fischerpläze zu, bei denen sie den Winter über arbeiten wollten. 9. Als die Männer an dem Hause antamen, lag eine große Schneewächte vor der Tür, und während die übrigen sich daran machten, sie wegzuschaffen, holte Kaneles beim„ König" des Fischerplages die Schlüssel der Hütte. Schnee stiebte ins Haus, als sie endlich die Tür öffnen fonnten, und der erste Raum war leer, denn hier sollten Mehlfäcke, Tonnen, Vorratskiften und Netze aufgestapelt werden. Aber als sie im nächsten Raum ein Streichholz angezündet hatten, sahen sie auch hier Schnee, der hereingeschneit war, auf dem Fußboden, wie auch auf den Pritschen an der Wand. Ein fleines Fenster nach dem Sund zu war ganz blind vom Seewetter draußen und von Spinngeweben innen, der Fußboden war schawrz, es roch hier nach Fischen, nach Fellen, nach Moder. In diesem Raum sollten die beiden Besatzungen, zwölf Mann im ganzen, den Winter über haufen. Hier war es eistalt wie in einem Schuppen. Später am Abend lief die„ Robbe" durch einen Sund mit roten und grünen Lichtern an den Seiten, und da drinnen," Mir scheint gar, der Draug*) hat vergessen, die Stube unter einer schroffen Feldwand lag der Fischerplay, Licht an für uns aufzuräumen," sagte Raneles. Licht aus Häusern und auf den Brücken an Land, von Ka- Ueber dem Tisch hing eine Lampe mit ein wenig Del, sie jüten und Masten im Hafen. Das schwarze Wasser des wurde angezündet, man fand ein paar Scheite Holz und machte Sundes war von Lichtstreifen übergossen, und ein strenger Feuer in dem rostigen Ofen, wo ein schwarzer Kaffeekessel Geruch von Tran, Teer und Fischen schlug einem entgegen. ihrer wartete, mit einem Rest brauner Brühe vom vorigen Dann wurde die Robbe" veranfert, bis ihr der Hafen- Jahr. Es war auch eine fleine Küche in dem Hause, und da aufseher ihren Platz anwies, und nun lag sie in den Licht- draußen in dem verschneiten Herd stand ein schwarzer Topf streifen, grau von all dem angefrorenen Meerwasser. mit ein wenig Suppe, die sie wegzugießen vergessen hatten, als sie voriges Jahr nach Hause fuhren." Elezeus. „ Na, Henrik, jetzt binde nur die Schürze um!" fagte Einer dieser öffentlichen und steuerlichen Interesse ist eine sofortige Prüfung Werffarife heute unverändert. Die Direktionen der städtischen Gas-, Wasser und Elektrizitätswerke teilen mit, daß der Preis für Gas, Wasser und Strom am 6. d. Mts. unverändert bleiben. Die Entwässerungsgebühr beträgt 15 Milliarden. Bezirksbildungsausschuß Groß Berlin. Alle bis jetzt noch nicht verkauften Karten für die Proletarischen Feierstunden sind bis Mittwoch, den 7. November, an das Bureau des Bezirksbildungsausschusses zurückzugeben.- Arbeiterbildungsschule Groß- Berlin. 13. Kreis( Tempel. of Mariendorf). Wegen der Beriammlungen am Dienstag fält der Kursus in der Werder- Schule diese Woche aus und nimmt nächsten Dienstag seinen Fortgang. 14. Kreis( Neukölln). Für die Arbeitsgemeinschaft Neukölln( Genosse Grunwaldt) findet der nächste Unterrichtsabend nicht Freitag, den 9., sondern Donnerstag, den 8. Nov., statt. fonnte. Draußen in der Küche prasselte schon das Feuer unter einem großen Topf mit Wasser, und der Kessel verbreitete Kaffeeduft in der Stube. „ Wir müssen heute abend doch Essen kochen," sagte Henrik und stand in der Küchentür, noch in seinen Wasserstiefeln. " Elezeus, du mußt aufs Meer hinaus und für frische Fische sorgen." " Das werden wir machen," grinste Elezeus. Er hatte fchon Pantoffel an und trottete zur Tür hinaus. Elezeus war mit allen Bewohnern des Fischerplatzes gut Freund, und es dauerte nicht lange, bis er mit drei mächtigen Dorschen in der einen Hand und einem Wasserschöpfer voll Leber in der anderen zurücfam. Das hatte er von einem Fischer entliehen, der hier zu Hause war. " Teufel auch, das soll ein Essen geben," sagte Kristaver, als er gleich darauf zur Tür hereinfam. Bald freiste das Schnapsglas, alle nickten und tranken fich zu. Gut tat es, heißen Kaffee zu bekommen, aber wenn die Kälte draußen auf dem Meer grimmig gewesen war, fo begannen jekt hier drinnen in der Wärme Finger und Zehen ganz mörderisch zu schmerzen. Die Männer schlugen die Hände gegeneinander, schüttelten die Finger und sprangen in Bontoffeln in der Stube umher, aber schließlich blieb nichts weiter übrig, als die Strümpfe auszuziehen und dann hinauszugehen und Hände und Füße eine Weile in den Schnee zu stecken. Und gerade als die Kartoffeln gefocht waren und Fisch und Leber dampfend auf der Schüssel lagen, gab es draußen ein großes Getrappel und die Besayung vom Meerleuchten" fam hinter Ber Suzansa zur Tür herein. Saar waren grau von Eis, es murde so falt in der Stube, Scharfe Kälte strömte von ihnen aus, Belze, Bärte und Und die Männer stampften an Land, steifbeinig; das Eis auf ihren Kleidern, das jetzt, als sie sich in Bewegung setzten, zu zerbrechen begann, raschelte, und sie gingen auf ein niedriges, gelbgetünchtes, fleines Haus zu, das zwischen hundert Henrit Rabben pflegte für Gemütlichkeit und Reinlichkeit es war, als bringe jeder der Männer einen Wintertag mit. anderen gleicher Art lag und dessen Rasendach vom Licht be- im Hause zu sorgen, und während die anderen Vorratskisten Schienen war. Es war die Behausung, die sie mit der Be- und Decken vom Boot hereinschleppten, holte Henrik Wasser, fagte Per Suzansa und lachte. fagung vom Meerleuchten" im Winter teilen sollten. spülte Refsel und Topf aus und fegte den Schnee vom FußAber Kriftaver begab sich sofort nach dem Telegraphen- boden und Pritschen. Als die Männer nachher hereintamen, amt und schrieb hier mit den aufgeschwollenen Händen müh- begannen bald Bart und Haar zu tropfen, weil das Eis in felig das Telegramm, das in jedem Jahr gleich lautete, und der Ofenwärme schmolz. Nun warfen sie die Delröcke ab und auf das Frau und Kinder in den grauen Hütten dort im Süden tauten die gefrorenen Stiefel am Ofen auf. Es dauerte seine Zeit, ehe sie weich genug wurden, daß man sie ausziehen *) Draug Seegespenst. warteten. 17 ,, Alle Bekannten angekommen. Alles wohl. Kristaver." Dann richtete er sich auf und verschnaufte. Er hatte seit! ,, Das ist recht! Ihr habt das Essen schon fertig, sehe ich," Kristaver war schon aufgestanden und schenkte ihnen einen Schnaps ein, zum Willkommen auf dem Lofot, und sie gaben ihm Bescheid und sagten felbft: Willkommen. Bald hatten die Neuankömmlinge alles Nötige aus dem Boot hereingeschafft und die Stiefel ausgezogen, und nun saßen sie um den Tisch versammelt, zum erstenmal in diesem Jahr, alle zwölf, die den Winter über einen Hausstand bilden sollten. ( Fortsegung folgt.) Groß- Berliner Parteinachrichten. 4. Kreis. Prenzlauer Berg. Die Genosfinnen besuchen am Dienstag, abend alle die öffentliche Versammlung in der Brauerei Friedrichshain. fame Sigung der Bezirksverordneten und Bürgerbeputierten. Bortong des Genossen Bürgermeister John über: Die Aufgaben der Gemeindepolitit." Rudower Str., Vorstandsfizung. 104. Abi. Niederschönewelde. 7 Uhr im Konferenzzimmer der Anabenfchule zu können. Die fatastrophale Geldentwertung sowie die verspäteten 108. bt. Copenid. 7½ Uhr in der Aula der Körnerschule Lindenstraße, Ginsendungen für Bundesbeiträge und Rechnungen der Vereine hat Mitgliederversammlung. Thema: Die politische Lage." Ref.: Gen. Bil für die Bundeskasse eine solch erschreckende Wirkung gehabt, daß die helm Hoffmann, M. d. R. 2. Neuwahlen des Borstandes. Mittwoch, den 7. November, 6 Uhr im Bezirksamt, Zimmer 311, gemein. Jungsozialisten. Gruppe Brig. 7½ Uhr im ugendheim, Aussprache mit Zahlung der Löhne und Gehälter eingestellt werden mußte. In freiHauptmann v. Beerfelde über: Bom Wesen der Revolution." Jedermann williger, unbezahlter Organisationsarbeit versucht der Bundesvorin eingeladen. stand in Leipzig auszuharren, bis der von 10 auf 100 millio= nen Mark erhöhte Bundesbeitrag für November von den Bereinen eingesandt ist. Senden die Vereine nicht sofort die noch reftlichen 4 Millionen für Oftober und den 100- Millionen- MartBeitrag für November sowie das Geld für außenstehende Rechnungen und Zeitungen ein, dann wird der Zusammenbruch der Arbeiter- Turn- und Sportbewegung in aller Kürze zur Tatsache. Donnerstag, den 8. November, 7 Uhr Funktionärkonferenz im Zimmer 55 der Schule Lange Ste. 31. Die Bezirksführer rechnen ab. 5. Kreis. Friedrichshain. Achtung, Bildungstommiffion! Seute abendum 32. 6t. 6 Uhr im Gaalbau. Ausschuß für Arbeiterwohlfahrt und Kinderschuhtommission! Obiente ber Kommunalen Aommission, Abteilungsleiterinnen, Funktionärinnen! Mittwoch, den 7. Rovember, 7 Uhr im Zimmer 34, Markusstr. 49, Gigung. 7. Kreis. Charlottenburg. Heute, Dienstag, den 6. November, 7½ Uhr im Schiller- Realgymnasium, Schillerstr. 26( Erdgeschoß), 1. Bortrags- und Diskutierabend der freien Schulgemeinde.. Thema: ,, Staatliche Schulaufsicht und staatliche Schulverwaltung." Ref.: Gen. Dr. Herring. 9. Kreis. Wilmersdorf. Die Mitglieder des engeren Kreisvorstandes, die Abteilungsführer und ihre Stellvertreter, die Abteilungskassierer, Oblente des Propagandaausschusses und die Mitglieder müssen zu einer wichtigen Besprechung icon um 6 Uhr im Bittoriagarten" anwesend sein. Er fcheinen Bflicht. Mittwoch, den 7. November, finden die Zahlabende in ben Abteilungslokalen statt. 12. Reets. Steglis, 2iapterfelbe, Lantwig. Die Abteilungen 83 und 84 werden gebeten, fich an der öffentlichen Versammlung in Steglik rege zu beteiligen und auch für rege Bropaganda zu sorgen. Heute, Dienstag, den 6. November: 8. Abt. Die Parteigenoffen nehmen am Dienstag an der Bersammlung in Schöneberg, Uhland- Schule, Rolonnenstr. 22/23, teil. 12. Abt. Die Ordner der Abteilung müssen heute um 6½ Uhr anwefend ten und sich bei dem Obmann Jahn in den Arminiushallen, Bremer Str. 72, melden. fonferens. 74. st. Behlendorf. 8 Uhr bei Mickley, Potsdamer Str., Funktionär 80. b. Schöneberg. Die Funktionärtonferens findet nicht heute, sondern am Donnerstag, den 8. November, abends 8 Uhr statt. 91. t. Neuteln. Dem Genossen Johann Schröder, Neukölln, Hermann Straße 35, ift bas Parteibuch verlorengegangen. Es wird gebeten, dieses Buch anzuhalten. 101. Abt. Steptam. Die Genossen nehmen an der öffentlichen Bersammlung in Baumschulen weg teil. Treffpunkt zum gemeinsamen Abmarsch 6% Uhr Riefholz Ecke Treptower Etraße, am Berbinder. Morgen, Mittwoch, den 7. November: 29. 6t. 7% Uhr Mitgliederversammlung bei Büttner, Schwedter Str. 23. Tagesordnung: Bericht vom Bezirtstag. Ref.: Gen. Otto Meter, M. d. B. Ohne Mitgliedsbuch fein Eintritt. 31. Abt. 7 Uhr Mitgliederversammlung, Schulaufa Schönfließer Straße 7. Thema: Die politische Bage." Ref.: Gen. Brinizer. 2. Neuwahl der Abteilungsleitung. Die Bezirksführer müssen einladen. Beiträge werden Bon 6 bis 7% Uhr faffiert. 47. 6% 7% Uhr Bahlebende in den bekannten Lokalen. Charlettenburg. 56. 51. 7% Uhr Funttionärverfammlung bei Liersch, Kantstr. 62. Kein Bierzwang. 58. Abt. 7% Uhr bei Schmidt, RanteStraße 30, Funktionärfhung, Gartenhaus pte. 68. Abt. Halensee. 7% Uhr bei Sandmann, Westfälische Gte. 42, Witglieder versammlung. Thema: Die politische Sage." Ref.: Gen. Friß Bubell, M. d. 9. Arbeitersport. Ausschreibungen zum Jugendschwimmfest des 6. Bezirks. Städtischen Badeanstalt Dennewigstraße das Jugendschwimmfest des 6. Bezirks Am Sonntag, den 20. Januar 1924, nachmittags 3 Uhr, findet in der im 1. Kreise statt. 1. Reigen( Freie Schwimmer Charlottenburg). 2. Männl. Jugendstafette, beliebig, 4X2 Bahul. 3. Mädchenbrustschwimmen, 2 Bahnl. 4. Knabenrlichenschwimmen. 4 Bahnl. 5. Weibl. Jugendftafette, 3X2 Bahul. 6. Männl. Jugendseiteschwimmen, 4 Behnk 2 Bahnl. 8. Hauptschwimmen, beliebig, 20 Bahni. für Männer. 9. Männi. 7. Mädchenrüdenfchwimmen, Jugendbruftschwimmen, 4 Bahnl. 10. Weibl. Jugendschwimmen, 2 Bahnl., beliebig. 11. Jugendspringen, 5 Sprünge, 3 Pflichtfprünge aus A., Nr. 42, 57, 74, 2 Kürsprünge. 12, Knabenbrusishwimmen, 4 Bahnl. 13. Rettungs vorführungen( Vorwärts Berlin 1897). 14. Männl. Jugendbruftftafette, 4x2 Bahnl., für Vereine ohne Winterbad. 15. Männl. Jugendfchwimmen, beliebig, 4 Bahnl. 16. Kombinierte Kinderstafette, 6X2 Bahnl., 8 Mädchen, 3 Knaben; es startet abwechselnd 1 Mädchen und 1 Knabe; die Mädchen schwimmen Bruft, die Knaben Süh. 17. Gruppenftafette. 4X2 Bahni., beliebig; jede Gruppe 1 Mannschaft; die Mannschaft wird vom Gruppenschwimmwart zu19. Bauptspringen für Männer, 6 Sprünge; 2 Pflichtfprünge aus A.; 9. 8 fammengestellt und gemeldet. 18. Männl. Jugendtellertauchen, 20 Teller. mit angelegten Armen, Nr. 97 aus dem Stand; 2 Pflichtsprünge aus B., 1 Pflichtsprung aus C.; 1 Kürsprung. 20. Weibl. Jugendbruftfchwimmen, 4 Bahnl. 21. Männl. Jugendlagenftafette, 4X2 Bahnl. 22. Männer- Wasserballspiel, 2 × 5 Mann, 2X7 Minuten: tombinierte Bezirkomannschaft- Borwärts Berlin 1897. 23. Jugend- Wasserballspiel, 2X5 Mann, 2X5 Minuten. Die Wettkämpfe, find offen für alle Vereine des 6. Bezirks des 1. Kreifes und finden nach den Bestimmungen der AWO. statt. Die Meldungen find mit dem Kennwort Meldungen" an Mar Edert, Berlin NW. 87, Beuffelstr. 15, einzureichen. Meldeschluß Sonntag, den 16. Dezember. Meldeeröffnung Mon tag, den 17. Dezember, abends 7% Uhr, bei Masello, Lichtenberg, Hauptstr. 6. Der Arbeiter- Turn- und Sporibund, der trotz aller Schwierigfeiten bisher ununterbrochen feine Zeitungen an die Mitglieder herausgeben fonnte, hat zurzeit nicht die Möglichkeit, dieses fortführen Goldumrechnungssätze 1 amerikanischer Dollar 1 Dollar Goldaniethe. 420 Milliarden 420 99 Notgeldscheine, Dollar 210, 1, Dollar 105, 10 Dollar 42 Milliarden 100 Milliarden 84. Abt. Bentwih. TUhr Borstandssihung.- 8 Uhr Funktionärsihung bei 1 Goldmark.... Schulz, Kurfürstenstr. 37. Pünktliches Erscheinen notwendig, da sehr wichtige Sigungen. www er Theater Th. im Admiralspalast Neues Theat. a. Zoo Tagi 7%, Uhr The Die Luxusiran Lipiele Brunter und drüber Theater 1. d. Uhr: Schauspieler- Th. DeutschOpernhaus( Friedrich- Wilhelmstädt Th.) Uhr: Tosca KöniggrätzerStr.( Aktionärkart gült.) 8 Uhr Schweiger Sonnahd. Premiere. Große Volksoper Chausseestr. 30 7: Eduard II. Renaissance- Theat. Don Gil von den im Theat d Westens 71% U.: Die Tage des Lebens grünen Hosen 7: Zer und Zimmermann Komödienhaus 8 Uhr: Main Vriler Eduard Intimes Theater Uhr: Abendbesuch Berliner Theater Die k. u. k. Hose etc. 7.30 Uhr: Dolly Lustspielhaus Volksbühne 71 Nebeneinander. 7% Figaroshochzeit Volksstück 1923 Thalla- Theater 1: Scheidungsreise Theater i.d.Rommandantenstr. Täglich 7, Uhr: Charlie Lessing- Th. Metropol- Theater Wallner- Theater 8 Heute bis Donnerst: Casinogirls: Causa Raiser 7 Uhr: Rausch Freit 7 Uhr: Faust SCALA Uhr Dent. Künstler- Th. Casino- Theater Allabendlich 8: SU. Der Bhemann Max ohne Frau! Tybbke( aber vorher bunter Teil Juteruat. Apollo- Theater Varieté Dr. Bogdann, Geschalls! d. Treuh.- Verein barat. Ing. SW 61, Gitschin. Str. 3.5 7% Allabendi. 7% Die große Revue Europa spricht davon! Th.a. Kottb. Tor Täglich 7% Ut 2. Sonntag nachmittag 3 Uhr: ELITE Sänger U. a. Esmeralda d. Tänzerin URANIA Taubenstraße 48 Dienstag, 6., Mittwoch, 7. November 1923, abends 8 Uhr Wiederholung der Filmvorträge des bekannten Vortragsredners Obering. Dietr.W.Dreyer, Hannover. Thema: Der Ozean- Film Mit Schnellzug und Ozeandampfer von Berlin über Bremen nach New York. Einlagen: Der Betrieb einer Lanzschen Dreschmaschine. Seemannshumer. Kartenvorverkauf Uraniakasse. Metropol- Varieté Bebrenstr. 54 8 Uhr Behrenstr. 54 Nicht so stürmisch Ferry Sikla Claire Waldoff Jenny Schäck James Basch, Irma Jäger, Siegmund Flatow, Radolf Sulzer, Siegir. Glaser, Alexander Flessburg, Hensel. Solotänze: Parly Dapré u. Frid Oriinsky, Margie Conram Rose- Theater 7% Uhr: Abschrift. In der Straffache gegen den Fischhändler Baul Boffa in Berlin, Greifs Im weißen Raider Erraße 151, geboren am 17. Fe Varieté- Programm Ranchen gestattet! bruar 1836 in Samotfchin, Kreis Bromberg ( Polen), wegen Beeistret berei pp. hat das Buchergericht beim Landgericht 1 in Berlin, in der Sigung am 9. Oktober 1923 e Recht erkannt: Der Angeklagte wird wegen über mäßiger Preisfteigerung und zugleich unerlaubten Sandeins zu einer Gefäng Komische Oper misstrafe von sechs Wochen und zu einer Allabendlich 7 Die größte Revue des Kontinents: Die Welt ohne Schleier Reichshallen Th. Täel. 7% U. u.Sonnt. 3U. Stettiner Sänger Geldstrafe von einhundert Millionen Mart, an deren Stelle, für den Fall, daß sie nicht beigetrieben werden tann. fiir je zehn Millionen Mart ein Tag Gefängnis tritt, und in die Kosten des Berfahrens verurteilt. Der erzielte Uebergewinn von drei Millionen Mark im heute angemessenen Betrage von einhundertfünfzig Millionen Mart wird eingezogen. 1 J 1038. 23. Berlin, den 19. Oftober 1928. Der Generalstaatsanwalt beim Landgericht 1. Alte Zahngebisse von 100 Milliarden bis 3 Billionen. Photoapparate, Objette, Brieurengifer, Feldstecher werden höchftzahlend getauft. Max Skigin, SW, Friedrichstr. 24( Laden) 1 Goldpfennig= 1 Milliarde, 5 Goldpfennig 5 Milliarden usw. Der wahre Wert eines Gelfenpulvers llegt in feiner fa gemäßen 3ufammenfeßung. Selfenpulber und Geifenpulber in ein großer Enterschieb! es liegt auf der Hand daß minderwertige Erzeugniffe der Wäsche nicht übli find Dirin Henter's bellebles Geffenpulber ist ein Geifenpulver bon großer Crgiebigkeit u. berborragender Waschtoirlung. Seine Berwendung fichert forgfältige Behandlung der Wäsche und billiges Waschen THE KID VERFASSER, REGISSEUR u. HAUPTDARSTELLER CHARLIE CHAPLIN Unter den Mitwirkenden: JACKIE COOGAN/ EDNA PURVIANCE Der Film, der in der ganzen Welt durch viele Monate auf das Publikum die ungeheuerste Anziehungskraft ausübte URAUFFÜHRUNG IN DEN UFA- LICHTSPIELEN TAUENTZIEN- PALAST AM 9. NOVEMBER 7 UHR Vorverkauf ab Heute 11-1 Uhr Am 8. November 1923 farb nach furzer, schwerer Krankheit im 55.Lebens jahre die Stadtberordnete, Fran Achtung, Fahrpreisermäßigung! Die Zentralkommission für Arbeitersport- und Körperpflege teilt mit: Sämtliche Vereine, die die Fahrpreisermäßigung für die Jugendpflege in Anspruch nehmen wollen, müssen sich, da neue Scheine ausgegeben werden, aufs neue bei den zuständigen Eisenbahndirektionen eintragen lassen. Dazu bedürfen sie einer von der Zentral fommission zu beziehenden Bescheinigung über ihre Zugehörigkeit zu einem Arbeitersportverband, der der Zentralkommission angeschlossen ist. Die Ortskartelle werden ersucht, die Bescheinigungen schleunigst zu bestellen. Berliner Echwimm- Union 1913. Die nächste Sigung für sämtliche Mitglieder über 17 Jahre ist am Donnerstag, den 8. November, abends 7% Uhr, im Vereinslokal don Torno, GO. 16, Michaelfirchstr. 28. Die Uebungsstunden Stadtbed Friedrichshain( an der Schillingsbride) von 6%-8½ Uhr für fämtfind jeben Mittwoch in der Badeanstalt Bärwaldstraße, jeden Freitag im Itche Abteilungen reserviert. Sportverein Meebit. Leichtathletik, Soden, Fußball, Handball, Turnen. Männer-, Frauen, Jugend- und Schülerabteilung. Sallentraining jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 8-10 Uhr in der Turnhalle Nostocer Straße 32, Schüler- Abteilung jeden Mittwoch und Freitag von 6-8 Uhr ebenea. Dienstag, den 6. Stovember, 7 Uhr, Borstandssitzung im Klaffensimmer der Rostocker Schule. Jeden Donnerstag Eikung der Fußball- bt. um 8 Uhr bei Pilz, Rostoder Str. 27( Moabit 2478). Donnerstag, den 8. November, 7% Uhr, Gigung der Hockey- Abt. bei Herold, Jagowstr. 23. Für unsere Handball- Jugendmannschaft werden laufend Spiele auf Gegners Blaz gesucht. Anschriften an die Geschäftsstelle: Erich Richter, N. 21, iclefftt. 20 IV. Vertreter der Hoden- Abt.: With. Beniz, NB. 87, Sidingentraße 51. Vertreter der Fußball- Abt.: W. Dörband, NW. 5, Birkenstr. 12. Männer-, Frauen, Jugendabteilung. Dienstag, den 6. November, 7 Uhr, Athletit- Sport- Club e. B. Leichtathletit, Hoden, Handball, Nudern. Babenbend in der Städtischen Ladeanstalt Schillingsbrüde. 7½ Uhr Sallentraining der Frauen- Abteilung in der Turnhalle ber 46. Gemeindejchuic, Laufigerplay 9. Freitag, den 9. November, 7% Uhr Sallentraining der Männer- und Jugendabteilung ebenda. Schriftführer der Hockey- Abteilung: Sans Jogszat, Berlin O. 17, Caprivifte. 4. Geschäftsstelle: Alfred Behrends, Berlin 23. 87, Zingendorfftr. 7. Märkische Leichtathletik- Vereinigung. Seute abend 7 Uhr sportliche Lehrstunde in der Turnhalle Elifabethstr. 56( ichte- Ost). Am 12. November, teilung zum Sallensportfeft. 7 Uhr abends, Kampfrichterfizung auf dem Fightepiah in Treptow. EinFreie Turnerschaft Groß- Berlin. Dienstag 7 Uhr, Elisabethfie. 57, leicht athletische Lehrstunde des 1. Kreifes( vorbereitende Uebungen, Laufen, Massage). Mittwoch 7 Uhr, Weinmeisterfte., Sigung der Männerturnwarte. KLEINE ANZEIGEN Jedes Wert 0,10 Goldmark. Das fette Wort 0,20 Goldmark( zulässig 2 lette Worte). Stellengesuche das 1. Wert ( fett) 0,19 Goldmark, jedes weitere 0,05 Goldmark. Worte über 15 Buchstaben zählen für 2 Worte. 1 Goldmark= 1 Dollar geteilt durch 4.29 Verkäufe Anzeigen, welche für die nächste Nummer bestimmt sind, massen bis 12 Uhr nachmittags in der Heuptexpedition des Vorwärts, Berlin SW, Lifdenstraße 3, abgegeben werden. Dieselbe ist von morgens 9 Uhr bis nchm. SUhr ununterbrochen geöfizet Mauserpistolen und andere, Brismen. gläser, Jagdgewehre usw. bezahlt n berbietbare Preise Preußner, RaiserQualitätsteppiche! aus erfter Hand Friedrich- Straße 244( Hermannplag). Spottbillig, billige Fabritabschlüsse. Bistolen, Feldstecher, gotos höchftsch Schulz, Rörnerstr. 6. an der Lugow- lend. Rofe, Gollnowftr. 16. frraße. Prismengläser, Geloftecher 08, Touft Nähmaschinen. 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November, nadm. 2 Uhr, von ber Rapelle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus ftatt. Deutscher Metallarbeiter- Verband Achtung! Chirurgifte Branche! alt. Batentmairagen, Bolterauflagen, Bergaser fauft Mechanische Werkstatt, Kinderdrahtbett. Meide, Augustste. 32a, Gartenplay 5. Quergebäude. Rugellager, Autozubehör fauft Golu Batentnatragen, Auflegemairagen, bem. Schönhauser Allee 127. Chaiselongues. Walter, traße achtzehn. Stargarder Angellager, Nägel, Schraubenankauf. Röpeniderstraße 98 III. Neues * Teilzahlungssystem, geringe Stugellages, Feilen, Gägeblätter kauft Anzahlung. Schlafzimmer, Speisezimmer, Hiepler, Charlottenburg, PotsdamerWohnzimmert, Rüchen, Einzelmöbel. ftoaße 88, 2. of. Möbelschak, Brunnenstraße 160, Eingang Antlamerstraße. Musikinstrumente 102/18 Verschiedenes Bertrauensvoke Privataufnabure, Blancs preiswert. Klaviermacher Untersuchung, ärztlich empfohlen. Heb. amme Ufat, Warschauerstraße 1. Mittwoch, den 7. 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