Nr. 539 40.Jahrgang Ausgabe A nr. 269 Bezugspreis: Bom 18.- 24.November 600 Mitarben oder 1 Goldmark voraus zahlbar. Unter Kreuzband vom 18.- 24. November für Deutschland, Danzig, Saarund Memelgebiet, Defterreich, Litauen, Lugemburg 800 Milliarden, für das übrige Ausland 1 Billion. Bostbezugspreis freibleibend. Der Bormärts" mit der Sonntags beilage Bolt und Zeit", der Unter. haltungsbeilage..Heimwelt" und ber Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin' il sua and Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 70 Milliarden M. Anzeigenpreise: Die einfpaltige Nonpareille. geile 0,70 Goldmart, Reklamezeile 3,50 Goldmark. Aleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 0,20 Golde mart( auläffig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 0,10 Goldmark. Stellengesuche das erste Wort 0,10 Goldmark, jedes weitere Wort 0,05 Cosmar Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. 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Seit im November vorigen Jahres die Regierung Wirth fiel, weil Zentrum und Demokraten die Sozialdemokratie in Die Verhandlungen zwischen den Vertretern der Ruhr- hauptungen, die wir übrigens nach wie vor aufrechterhalten einen Bund mit der Bollspartei zwingen wollten, ist der Industrie und der franto- belgischen Industriekontrollkommiffion und durch Erklärungen im Fünfzehnerausschuß noch ergänzen Horizont der äußeren wie er inneren Politik von teinem ( Micum) find nach fünfwöchiger Dauer ergebnislos abge. fönnen. Aber selbst wenn Herr Dr. Jarres die Redewendung Hoffnungsstrahl mehr erhellt worden. Auch in diesem Augenvon dem„ vorübergehenden" Verlust des Ruhrgebietes nicht blick ballen sich draußen schwere Wolken zusammen. Frank Ueber die Ursachen dieses Abbruches veröffentlicht BTB. eine benutzt hätte, würde an unserer Haltung nichts geändert reich droht, die Rückkehr des Erkronprinzen und die Haltung längere Darstellung, aus der zu entnehmen ist, daß über die meisten werden. Denn die in erster Linie von ihm befürwortete der Reichsregierung in der Frage der Militärkontrolle zum Bunfte eines Mantelvertrages ein Einvernehmen hatte erzielt Bolitik muß praktisch zu einem derartigen Berlufte führen. Anlaß zu nehmen, um mit einer neuen gewalttätigen Sonderwerden können, insbesondere über die Höhe der Kohlenlieferungen, Das ist nicht nur die Auffassung des Sozialdemokratischen aktion gegen Deutschland vorzugehen. Augenblicklich soll man über die Frage der nochmaligen Zahlung der Kohlensteuer usw. Parlamentsdienst", sondern weiter Kreise des deutschen sich in Paris darüber unterhalten, ob mon Hamburg und Allein die Frage der Anrechnung der fünftigen Leistun Bolkes! Bremen oder Elberfeld und Frankfurt a. M. be= gen auf das Reparationstonto des Reiches fonnte Zur Ernennung des Herrn Jarres zum Innenminister setzen soll. nicht gelöst werden, weil die„ Micum" fich gegen eine bindende zu schreibt die„ Germania": Ueber die Rückkehr des Erfronprinzen und über die illefage fträubte. Diese Berufung hat feine ungeteilte Freude gefun- gaien bewaffneten Banden haben wir unsere Meinung deutden. Die politische und kulturelle Einstellung des neuen Innen- fich genug gesagt. Daß der eine oder der andere Vorgang eine minifters gibt Anlaß zu mancherlei, wie wir befürchten, berech Bedrohung Frankreichs darstelle, wird aber fein tigter Kritik. Immerhin wäre es falsch, die Tätigkeit des Herrn Mensch mit gesunden Sinnen annehmen. Frankreich verfügt Dr. Jarres von vornherein mit einer zu großen Portion Mißtrauen über eine Streitmacht, die achtmal so start wie die Reichswehr zu belasten, um so mehr, als leider festgestellt werden und unvergleichlich beffer bewaffnet ist. Sollten Ueberschreimuß, daß das Bertrauen zu dem Rumpffabi.tungen des Etats der Reichswehr vorgekommen sein, so wäre nett Stresemann in den letzten acht Tagen nicht es doch lächerlich, von einer dadurch entstandenen Gefährdung gerade gewachsen ist. Frankreichs zu sprechen. Die illegalen bewaffneten Banden, wie sie besonders in Bayern ihr Bejen treiben, sind nur eine innere Gefahr und ein Element der Schwäche, nach außen hin sind sie militärisch völlig bedeutungslos. Am Mittwoch um 5% Uhr abends erhielten nun die deutschen Bechenvertreter ein ultimatives Schreiben der„ Micum", wonach fie bis 6,30 Uhr(!) eine Formulierung annehmen sollten, die die Anrechnung auf das Reparationskonto nicht gewährleistete. Sie beantworteten diefes Schreiben umgehend, indem sie auf die Folgen einer solchen Beigerung der Micum", bie Rohlenlieferungen als Reparationsleistungen anzuerkennen, aufmerksam machten, sich im übrigen aber bereiterklärten, weiter zu verhandeln. Als Antwort darauf teilte die" Micum" mit, daß sie die Besprechungen als abgefchloffen betrachte" und ihre Handlungs freiheit wieder aufnehme". Die Beigerung der Franzosen und Belgier, die fünftigen Rohlenlieferungen als Reparationsleistungen anzunehmen, ist schlechthin unverständlich und ungeheuer Itch. Diese Haltung, insbesondere das plötzliche dreiviertelstündige Ultimatum, ist offenbar auf Instruktionen aus Paris zurüd zuführen, die von politischen Motiven diftiert sind. Hängt dieser Beschluß der Franzosen nicht etwa mit der- inzwischen widerrufenen Abficht der Reichsregierung zufammen, das Ruhrgebiet durch Einstellung der Arbeitslosenunterffügungen feinem Schidjal zu überlaffen? Hat Poincaré aus dieser Sachlage die Schlußfolgerung gezogen, daß er nicht weitere Bindungen mit dem Deutschen Reiche einzugehen brauche, wenn ihm Rhein und Ruhr als reife Frucht sowieso bald in den Schoß fallen würden? Diese Frage bedarf dringend einer restlosen Klärung. Die„ Germania" meint aber doch, Stresemann sei beffer als eine ganz ausgesprochene Rechtsregierung. Darum gewinne der Gedanke an Boden, das Kabinett Stresemann so auszugestalten, daß es ungestört durch grundsägliche Opposition von rechts und links die Geschäfte weiterführen kann bis zu dem Zeipunkt, an dem das deutsche Bolk um feine Meinung neu gefragt wird. Rhein, Ruhr und Reichsregierung. Die Expreßtorrespondenz meldet: So scharf sich also auch in jenen Angelegenheiten die Geister scheiben, wenn fie innenpolitisch gewertet werden, so stellen sie, außenpolitisch betrachtet, doch nur Vor wände dar, die von der französischen Regierung begierig aufgegriffen werden, um ihre Politik der Erdrosselung und 3ertrümmerung gegenüber Deutschland fortzusehen. Diese Politik der gegenwärtigen französischen Regierung gehört zu Das Reichskabinett ist sich gestern über die weitere Beben schlimmsten Berbrechen, die die Weltgeschichte. handlung der Rhein- und Ruhrfrage schlüssig geworden. In überhaupt fennt. Anbetracht der schwierigen Lage, in der fich Rhein und Ruhr Leider wird durch solche moralische Betrachtungen die befinden, soll eine Regelung getroffen werden, die den be- Lage des deutschen Boltes nicht erleichtert. Diese Erleichterung setzten Gebieten gewisse Vollmachten zur Durchführung der fan im Augenblick nicht geschaffen, sie tann nur vorbereitet wirtschaftlichen Fragen gibt. Es soll unter den von der Besegung betroffenen Landesteilen ein Zweckverband auf der Grundlage einer erweiterten Selbstverwaltung gebildet wer Der Sozialdemokratische Parlamentsdienst" schreibt: den, der von sich aus alle notwendigen wirtschaftlichen Maß Der Reichsminister des Innern verwahrt sich in einem nahmen während der Zeit der Okkupation treffen kann. Da burch Wolffs Bureau verbreiteten Dementi gegen eine ihn be- mit bleibt sowohl der Zusammenhang mit dem Reich und den treffende Veröffentlichung des„ Sozialdemokratischen Parla Ländern gewahrt, während dem besetzten Gebiet andererseits mentsdienst". In dieser Beröffentlichung wurde u. a. darauf jebe Bestimmung in allen wirtschaftlichen Fragen gelassen verwiesen, daß der Reichsminister des Innern bereits am wird. Der Fünfzehnerausschuß wird morgen in Berlin er Dienstag in einer vor feinen Beamten gehaltenen Antritts wartet, um mit dem Reichskanzler Fühlung zu nehmen. Der rede mit dem vorübergehenden" Berlust des endgültige Entschluß über die von dem Kabinett vorgesehene Ruhrgebietes gespielt habe. Die Verwahrung des Herrn Regelung hängt von der Zustimmung des Fünfzehneraus Dr. Jarres ist in Wirklichkeit eine Bestätigung unserer Be- schusses ab. Herr Dr. Jarres. werden, indem man für die Sache Deutschlands in steigendem Maß die Sympathie der Welt gewinnt. Wie immer man fich die schließliche Lösung der deutsch- französischen Krise vorstellt, auf alle Fälle tann man von dem Beispiel lernen, das Frankreich in der Zeit von 1871 bis zum Weltfrieg gegeben hat. Frankreich hätte niemals die Stellung erringen fönnen, die es heute einnimmt, wenn es nicht verstanden hätte, in der ganzen Welt Freunde zu gewinnen, Freunde, die es jetzt allerbings wieder gänzlich zu verlieren auf dem besten Wege ist. Moralische Eroberungen find notwendig, nur Kindstöpfe, die sich für„ Realpolitiker" halten, können über sie spotten. Was sich in Deutschland in dem letzten Jahr und ganz besonders in den letzten Wochen abgespielt hat, war wenig geDie Staatsstreich der Bergherren. und auch die Demonstranten Versuche machten, weiter vorzubringen, eignet, Freunde zu gewinnen und moralische Eroberungen zu fah sich die Polizei genötigt, von der Waffe Gebrauch zu machen. machen. Auf die Vorgänge in Bayern blickt die ganze Bodhum, 16. November.( Eigener Drahtbericht.) Die von den Bon sellen der Demonstranten wurde nun auf die Polizeimann- Belt mit tiefem Abscheu. Aber auch Sachsen, Thüringen, die Zechenindustriellen angekündigte Entlassung bzw. Kündi fchaften gefeuert, und wurden auch Handgranaten geworfen. Bor Methode, Lohnkämpfe mit den Mitteln der Militärbittatur gung der Bergarbeiter ist am Donnerstag burchgeführt den Kruppschen Konjamanstalten wurden Barrikaden errichtet, von zum Abschluß zu bringen, das ganze System des militärischen worden. Auf den Behen haben die Betriebsleitungen die Befannt wo aus die Mannschaften der blanen Polizei befchoffen wurden. Zu Belagerungszustandes, das Hinabgleiten der Republik in machung anschlagen laffen, die die Kündigung fämtlicher Arbeiter gleicher Zeit fam es zu Unjammlungen in verschiedenen Punkten der immer tiefere Reaktion- das alles gibt nicht nur zu innerund Angestellten zum 30. November vorsteht. Da die Demobil Stabt. Es gelang der Polizei, diese Anfammlungen aufzulösen. Auch politischer Kritik Anlaß, sondern bedeutet auch außenpolitisch machungsbestimmungen Sperrfrist vorsehen, erwarten die im Stadtteil Segeroth ereigneten sich Ausschreitungen. Hier kam es eine schwere Belastung. Bergarbeiter, daß die Demobilmachungsfommiffare unverzüglich ein- 3u umfangreichen Plünderungen auf dem Güterbahnhof und auf dem greifen und auch der Reichswirtschaftsminister gegen tas Borgehen in der Nähe liegenden Bahnhof Effen- Nord. 3m weiteren Verlauf der Bergbauunternehmer Stellung nimmt. Die Kündigung wird der Unruhen 30gen starte französische Truppenabteilungen deshalb zu Unredyt erfolgt angefehen, weil einmal der größte Teil durch die Stadt. Soweit bis jetzt bekannt, find auf feiten der städttder Belegschaften schon heute der Erwerbslofenfürsorge überwiefen fchen Polizei ein Toler und drei Berwundete zu betligen, auf feiten ist und weil der andere noch arbeitende Teil aus den zweifellos fehr der Demonftranten gab es nach den zur Stunde vorliegenden Melerheblichen Reserven entlohnt werden kann. Es muß übrigens festgestellt werden, daß die Kündigung und Jungen zwei Tote und rund dreißig Berwundete, darunter eine erhebliche Anzahl Schwerverwundeter. " 1 Inzwischen versucht Herr Stresemann, sein ledgewordenes Regierungsschiff wieder flottzumachen. Seint Kurs, der auf die vorläufige" Breisgabe von Rhein und Ruhr direkt loszusteuern schien, hat durch die Bewilligung von 100 Millionen Rentenmark für das bejezte Gebiet immerhin eine leichte Ablenfung erfahren, die von der Rechtspreffe bitter beklagt wird. Die„ Deutsche Allgemeinen Zeitung" des Herrn Stinnes, die gleichzeitig den Achtstundentag für einen Entlassung der Arbeiter vom rein wirtschaftlichen Standraffinierten Lurus" erklärt, schlimmer als Tanzpaläste und puntt aus ein schlechtes Geschäft für die Unternehmer Rentenbank und Industrie. Schieberlokale", dieses edle Blatt bemerkt, die neue Be= bedeutet, da bei voller Stillagung der Betriebe auch die InstandAm Freitag haben zwischen den Vertretern der Renten- willigung für das befeßte Gebiet bedeute eine außerordentJegungsarbeiten zum Erliegen fommen. Die Bermutung ist deshalb durchaus nicht unbegründet, daß der Schritt der Bergbauunternehmer bant und der Industrie Verhandlungen stattgefunden. Bor liche Ueberraschung, die nicht dazu beitrage, die Politik der ein lediglich machtpolitischer ist. Ihr Ziel geht dahin, nach Auf- allen Dingen wurde die Frage der Industrietre dite in Reichsregierung als geradlinig erscheinen zu laffen." Auch Herr hebung der Erwerbslosenunterstützung die Widerstandstraft ter Ar tentenmart erörtert. Zu einem Abschluß der Verhandlungen ist I arres sieht sich veranlaßt, seine berühmte Antrittsrede im beiter so weit zu schwächen, daß die zermürbten Massen die Be es nicht gekommen. Allerdings steht jest schon feft, daß die Renten- Reichsinnenministerium einschränkend zu kommentieren. dingungen anerkennen, die die Bergbauunternehmer für marktrebite an die Industrie nur auf wertbeständiger die Wiederaufnahme der Betriebe gestellt haben und die kurz zuGrundlage gewährt werden sollen. fammengefaßt Friedensarbeitszeit, Friedensleistung über Durchschnitt und Löhne weit unter Durchschnitt sind. Blutige Unruhen in Essen. Herr Stresemann fündigt eine Abrechnung mit seinen Fraktionsgenoffen Qua az und Marezfn an, die sich im Rentenmark zur Einlösung von Papiermark.. Bentralvorstand der Bollspartei am Sonntag vollziehen soll. Das alles deutet darauf hin, daß der Reichskanzler- der Die Reichsregierung hat am Freitag aus dem ihr zur Berügung stehenden unverzinslichen Darlehn von 300 millionen vor einigen Wochen noch mit schwer verständlichem Optimisin der Mentenmart 50 Millionen angefordert und sie der Reichsbank aur mus an einer Verständigung mit Poincaré abeitete. Essen, 16. Nov.( WIB) Ja Effen ist es heute zu Unruhen Einlösung von Sabanweisungen überwiefen. Die sogenannten Bruch politit" jetzt auch wieder ein Haar gekommen. Infolge der vom Zechenverband ausgesprochenen Rün- Reichsbant wird die ihr überwiesene Mentenmart fofort burd gefunden hat. Er will auch seinen Bagen nicht allzuweit nach digungen fanden in der Umgegend von Effen heute morgen größere Umtausch gegen Bapiermartneten in den Werlehr rechts abgleiten laffen, zumal er ganz bestimmt weiß, daß er Bergarbeiterdemonstrationen statt. Gegen 3 2hr tamen aus den bringen und zwar foll vorläufig ausschließlich der Lebens bann selber vom Rutschbock fällt. Außenbezirken und Vororten größere Menschenmengen, die in das mittelhandel berücksichtigt werden. Stadtinnere vordringen wollten. Die Demonftranten wurden Der Mörder des Sowjetgefandien Borowski, der Russe Conradi, in der Nähe des Lübeder Plages von der Polizei aufgefordert, die und fein Anftifter Bolunin, sind von den Lausanner Geschworenen Züge aufzulösen. Als diesem Verlangen nicht entsprochen wurde, freigesprochen worden. 17 Aber weder ist die Politik der„ vorläufigen" Preisgabe endgültig aufgegeben, noch ist zur Ordnung der baneri. den Dinge etwas Ernstliches unternommen, noch zeigt sich die geringste Neigung, den militärischen Belage rungszustand abzubauen und die ganze gegen die] Arbeiter gerichtete Politik grundsäglich umzustellen. Das Verhältnis der Sozialdemokratie zum Kabinett Strefemann bleibt daher unverändert. Das Organ des Herrn Stresemann, die Zeit", teilt nun mit, der Reichskanzler werde den Reichstag auflösen, wenn dieser ihm das Vertrauen verweigere, und an die Wählerschaft appellieren. Auch diese Ankündigung ist durchaus fein glücklicher Schachzug, denn feine Partei wird sich dem Berdacht aussehen wollen, daß fie fich in ihrer Stel lung zur Regierung durch die Furcht vor der Reichstagsauflösung bestimmen lasse, die Drohung tann daher die Gegensäge nur verschärfen, nicht sie mildern. Daß die Republik im Falle einer Reichstagsauflösung durch die schwerste rise gehen würde, läßt sich nicht be= zweifeln. Denn die äußerste Rechte wirb in diesem Falle alles tun, um das Zustandekommen ordnungsmäßiger Bahlen zu verhindern und den Reichstag überhaupt nicht mehr zusammentreten zu lassen. Mit welcher Parole Herr Stresemann die Wähler für sich und seine Bolitit begeistern will, läßt sich einstweilen auch nicht absehen. Er wird sich natürlich für eine Politit der Mitte erklären, aber die Politik der Mitte ist ja gerade durch den Hinzutritt seiner Partei zu ihr in unheilvoller Weise nach rechts abgedrängt und zum Scheitern gebracht worden. Wir glauben, daß keine Partei, die nicht eben muß das heißt also feine Bartei außer der Bolkspartei unter der Führung Stresemanns in den Wahlkampf wird gehen wollen. Die Mehrheit, die ihm in diesem Reichstag fehlt, wird er auch im nächsten nicht bekommen. Wenn wir wirklicht genötigt sein sollten, in einem Augen blick schwerster äußerer Bedrohung unsere ganze Aufmerksam teit auf den inneren Kampf, den Wahlkampf, zu konzentrieren, so wird die schwankende, zerfahrene Politik der Mittelparteien die Schuld daran tragen. Die Wähler werden ihnen dafür feine Lorbeerfränze flechten! Diese schwersten Opfer staatsmännischen deutschen Denfens find nach Meinung der Kreuz- Zeitung" aber nur dann mit wirflichem Rugen gebracht worden, wenn der Schlag, den die nationale Bewegung in München erlitten hat, wieder gutgemacht wird. Deswegen folgert fie: Das Feuer glimmt weiter. München, 16. November.( Eigener Drahtbericht.) Nach außer hin ift nunmehr in München völlige Ruhe eingefehrt. Es ist aber flar, baß innerhalb der durch Berbot und Auflösung niedergehaltenen putschistischen Verbände die rechtsraditale Bärung weitergeht. Die nationale Sache fann nur wieder gerettet werden, wenn Kahr und feine Gefrenen nun nicht nochmais enttäuschen. Wenn Sichere Anzeichen dafür sind die auf ben Straßen verbreinicht wieder ein kompromis mit den gegenwärtigen Machthabern teten Handzettel, die in größtenteils außerordentlich provoIm Reiche abgefchloffen wird, sondern wenn nunmehr auch von den tatorischer Weise gegen die Verräter im Bürgerbräu Männern Rahrfchen Gepräges außerhalb Bayerns aftive, starte, teller" Stellung nehmen, um die Volksfeele wiederum zum Kochen bewußte Rechtspolitit getrieben wird. Mit einer Reichsregierung, zu bringen. Einer dieser Zettel, der am Freitag vormittag durch ble mit oder ohne Dr. Stresemann Stresemannsches Gepräge trägt, Abwerfen aus der Straßenbahn verbreitet wurde, besagt, daß Lossow wird sich Bayern nie und nimmermehr abzufinden vermögen. Die Die beiden Führer des" Stampfbundes" und der Reichsfriegsflagge" Zeit ist hier unten im Süden des Reiches reif zur Umfehr, über- erschießen lassen will und daß auch" Hitler in Gefangenschaft sei. reif, es ist die letzte Stunde, daß der Norden Deutschlands nach Ein anderer dieser Zettel, dem politische Bedeutung zutommt, verfolgt, jonft wird die Gefahr riesengroß, daß nach der Ausschaltung breitet folgende Erklärung der nationalsozialistischen Barteileitung: der Stürmer und Dränger aus reinem reichsdeutschen Herzen " a la Hitler und Ludendorff die gegenteilige Richtung in der all- ir anerkennen nicht die niederträchtige, nach einem Treubruch gemeinen Berzweiflung das Uebergewicht gewinnt, die lieber fondergleichen angeordnete Auflösung unserer Partei. Das Ber gleich völlig aus dem Reichsverband austreten möchte, als die brechen des 9. November verpflichtet uns, schärfer noch als bisher gegenwärtigen Zustände mit weiter zu erdulden. Das ist die den Kampf gegen die deutschfeindlichen Mächte des wahre Gefahr, bieber Hitlerus bebetet die bab Judentums und des römischen Seiten orber Ser bannen wollte. Nur ein rasches attives Handeln der vaterländi- führen. Wir werden dem Versuch, durch den wüsten Terror diefer schen Kreise des Nordens fann uns helfen, sie zu überwinden." Tage die ganze deutsche Freiheitsbewegung niederzufnüppein, die Rahr foll nach Meinung ber Kreuz- Beitag" der gewaltige Stärfe unferes Glaubens und unserer Organisation in deutsche Diktator werden, der endlich den 3miespalt zwischen Stadt und Band und jenseits der Reichsgrenze( Oesterreich und die Süden und Norden überwindet, sei es durch Marsch nach Tschechoslowakei. Die Red.) entgegensetzen. Mit zäher, fanatischer Berlin", d. h. durch faktische Uebernahme des Hitler- Ludendorff. Treue halten wir an unserem Deutschtum, an unserer Mission, an schen Brogramms. Komische. Tragit in dem Schicksal dieser deut unserem eisernen Willen bis zum Siege fest." schen Mannen. Sie müssen sich gegenseitig über den Haufen schießen, gegenseitig betrügen und verraten, und sich am Ende bescheinigen, daß ihnen nichts anderes übrig bleibt, ais ihren Bahnsinn zu Ende zu führen, wenn sie nicht der Lächerlichkeit anbeinfallen wollen. Kahr schüttelt v. Graefe ab. Juice Gegen das Verbot der sozialdemokratischen Preffe. Der München, 16. November.( Eigener Drahtbericht.) Landesverband der bayerischen Breffe, in dem die Rebatteure und Mitarbeiter aller politischen Parteien von den Sozialdemokraten bis ganz rechts hinüber zufammengefaßt find, haben dem Generalficats? ommissar in einem einmütig gefaßten Beschluß das Ersuchen unterbreitet, mit Rücksicht auf die schwere München, 16. November.( WTB.) Aus dem bayerischen Lage der schuldlos Betroffenen das Verbot der Münchener Generalstaatsfommissariat wird der Korrespondenz Poft so fchnell wie möglich aufzuheben. Grundfählich Hoffmann mitgeteilt: Der merkwürdig rechtzeitig zum Butsch in steht der Landesverband der bayerischen Bresse auf dem Standounft, München infolge erfolgter Information" eingetroffene daß das generelle Berbot der gesamten fozialdemokratifden Breffe deutschvölkische Reichstagsabgeordnete v. Graefe verbreitet in Bayerns ein Fehlspruch ist, weil von ihr fein Bergehen be Berlin über die Borgänge bein Hitler- Busch eine irreführende unb gangen wurde; und wo fein Bergehen ift, ba kann auch keine Girafe verhebende Darstellung, die in häufung von Unwahrheiten nicht fein. Durch das allgemeine Verbot von Zeitungen einer Ridung, leicht überboten werben tann. die als politische Bartel nicht verboten ist, broht ein Zustand der Rechtsunsicherheit fich einzufaleichen, deffen idynelle Beseitigung der Verband erbittet. Zur Vermeidung ähnlicher Bortommniffe für die Bukunft hält der Verband es für notwendig, daß auch für die Zeit des Ausnahmezustandes generelle Borschriften für die Breffe erlassen werden. Für alle Blätter, die den Staatsgedanken anerkennen, müssen diese Borschriften und Richtlinien gleichmäßig bestehen, fie müssen allen bekannt, allen zugänglich gemacht und gleichmäßig bindend fein. Der Generalfiaoiskommissar hat dem gänge vor dem Putsch nach Aussagen Ludendorffs und der anderen Berband auf diese Eingabe noch feine entscheidende Antwort geBeteiligten. Danach foll Herr v. Kahr betont haben, daß er angeben, jedoch durch seinen Pressechef, der selbst ein hervorragendes gesichts der hilflosen Zustände in Berlin es für unvermeidlich halte, Mitglied des Berbandes ist, offiziös mitteilen faffen, daß im Generale von München aus eine neue nationale Reichsregierung ftaatstommiffariat barüber Erwägungen gepflogen wer du proklamieren und nötigenfalls gegen Berlin au mar.ben, ob die politischen Umstände zurzeit schon berartige find, ob schieren. Bon Rahr und Lossow haben nie eine Reichsregierung die allgemeine Beruhigung schon so weit vorgeschritten ist, baß das Don München aus einsehen wollen und fich lediglich bereit erklärt, Berbot ber fosialbemotratif en Breffe aufgehoven für eine nationale Regierung in Berlin auch mit bayerischen Macht werden kann. mitteln einzutreten. Scheinbar verletzte Manneschre. Sie Togen aber nur, um den Staat zu retten. Heillos ist der Wirrwarr in den Rechtstreifen über die Münchener Herr v. Graefe will am 9. Rovember morgens Blatate mit Vorgänge. Einer schimpft auf den anderen, einer beschuldigt den den Unterschriften: von Ludendorff, Kayr, Hitler, Pöhner und anderen, jeder nennt seinen Gegner einen Lügner und abge- offom gesehen haben. Kahr und Loffom haben aber nie zusammen mit Ludendorff, Hitler und Böhner Blafate unterschrieben. Der feimten Intriganten. In dem Durcheinander und Gegen- Drud folcher Biatate unter fold revolutionären Umständen ist tein einander der Beschuldigungen und Angriffe tommt es zu den föst- Beweis einer Busammengehörigkeit. lichsten Selbstoffenbarungen deutschnationaler und deutschoöltischer Herr v. Graefe übermittelt dann eine Darstellung der BorBaterlandserretter. Die Kreuz- Beitung", die sich auf die Seite der Staatsmänner und des Römlings" v. Rahr stellt, gibt eine töftliche Rechtfertigung der Komödie, die Kahr und Lossom im revolutionären Bürgerbräufeller aufspielten: „ Kahr, Lossow und Seißer, die sich untereinander nicht beraten durften, griffen in der Ueberzeugung, daß auf andere Weise eine Auslieferung des Staates an die Anarchie und eine Selbstzer fleischung Deutschlands nicht zu vermeiden wäre, zur Lift und gaben fcheinbar nach, um die Alarmierung der Machtmittel des Staates zu ermöglichen und ein Blutbad zu vermeiden. Nicht zur Rettung des eigenen Lebens spielten fie dann die folgende fcheußliche Komödie, in der sie, in den Saal zurückgekehrt, die ihnen aufgezwungenen Rollen zu übernehmen versprachen, sondern aus staatsmännischem Denten logen sie, um den Staat zu reffen." Die biederen Deutschen Kahr, Bossow und Seißer spielten aber nicht nur eine teuflische Komödie, fie logen nicht nur, um den Staat zu retten", fie brachten der Menschheit und ihrem Baterlande noch ganz andere Opfer. Man höre und staune: „ Sofort nach Verlaffen des Saales geschah feitens der drei Männer, die eben dem Staat ihr schwerftes Opfer, eine scheinbare Berletzung ihrer Mannesehre, gebracht hatten, alles, um die von Hitler ausgelöfte Bewegung niederzuschlagen, Truppen und Bolizeiwehr von ihrer wahren Meinung zu verständigen, die Außenstellen in Stenntnis zu feßen und die gesamten Machtmittel des Staates wieder fest in die Hand zu bekommen." Herr von Graefe magt es immer noch, zu behaupten, die Be.. sprechung der Herren Kahr, Lossow und Seißer im Nebenzimmer Aufgehobenes Versammlungsverbot. des Bürgerbräufelles sei ohne jeben 3wang erfolgt. Dabei hat Weimar, 15. November.( Eigener Drahtbericht.) Der MilitärHitler dem Bosten vor dem Zimmer den Befehl gegeben:„ Nie- befehlshaber in Thüringen teilt mit: Das Verbot aller mand verläßt lebenb biefes 3immer ohne meine öffentlichen politischen Versammlungen in ge Erlaubnis". Ludendorff und Hitler sind am 9. Movember 1923 fchloffenen Räumen ist aufgehoben. Das Verbot affer öffent gegen 5 1hr morgens vom Obersten Leupold der Infanterieschule lichen Versammlungen, Ansammlungen, Imzfige unter freiem persönlich davon unterrichtet worden, daß die Herren Kahr, Lossow Himmel ufm. bleibt bestehen. und Seißer die ihnen abgepreßte Zustimmung nach Befreiung aus dem zwang für nichtig erflärt hätten und gegen das Unternehmen Dr. Joseph Wirth schwer ertrantt. Der frühere Reichskangzer bie militärischen Dachtmittel einfegen würden. die militärischen Wachtmittel einsehen würden. Hitler hat die Dr. Wirth, der seit längerer Zeit herzleibend ist, hot plötzlich Herren Stahr, Lossow und Geißer in einer friedlichen Bersammlung, in der Nacht zum Freitag in feiner Berliner Wohnung so schwere die er durch Entfendung von Maffen seiner Anhänger zur Falle Herzschwächeanfälle erlitten, daß fein Zustand während des ganzen gemacht hatte, überfallen trog erfolgter Bersicherung feiner Loyali- Tages zu schlimmen Besorgnissen Anlaß gab. In den Abenbe fät. Hitler hat den Bruch seines Versprechens felbft zugegeben. Herr stunden wurde jedoch bekannt, daß er die Krise überstanden von Graefe hat das Bech gehabt, noch rechtzeitig zu einem miß- hätte, so daß glücklicherweise eine unmittelbare Lebensgefahr geglüdten Butsch in München einzutreffen. Das erflärt seine bannt zu sein scheint. Wir hoffen, daß die Befferung nunmehr bis Empörung. zur völligen Genesung fortschreiten wird. | zu Interview auf dem Königsplah. und es beſteht ber feſte Bille, dieſem Drängen weiter wie bisher buddhistische Einstellung," ſchreibt Winkler.„ Dann aber noch etwas. Rechnung zu tragen, nämlich ohne in den Lauf der Dinge ein Bon allen Japanern wurde mir immer wieder versichert: die Bon Hans Klabautermann.qugreifen. Im übrigen ist an den verzwickten deutschen Berhält. Schnißlerfchen Biener Mädchen. und Frauengestalten muten japa Borgestern fragte mich am Rönigsplatz ein Ausheimischer, der nissen eine üble Angewohnheit der breiten Massen schuld: die Sucht, nisch an." In neuester Zeit haben die Japaner auch den Expressio fich aus Gott weiß welchem Grunde in Deutschland aufhält, was fich fatt zu effen. Während des Krieges haben die Generäle, die nis mus studiert, aber wie überhaupt feit dem Belifrieg die japa das für ein Gebäude sei. Boller Stolz, daß wir in dem abgegrif dem damaligen Rabinett die Mühe des Reglerens abnahmen, bereits nifche Stultur wieder mehr zur Gelbständigkeit hinstrebt, so herrscht fenen Deutschland noch so was Reputierliches haben, antwortete ich: mit Erfolg versucht, den Massen das Essen abzugewöhnen. Da es auch jegt eine starte Strömung, eine neue nationale Literatur zu „ Das ist das Reichstagsgebäude." Als der Mann wissen wollte, ob ihnen nicht ganz gelungen ist, nimmt jetzt das Unternehmertum die schaffen. Dazu wäre die Bildung einer neuen 2iteratur es ein ruhiges Haus, ob das Restaurant gut und wie teuer ein Entwöhnungsversuche wieder auf. Wegen der sich ausbreitenden pra che nötig, benn die Japaner bedienen sich bekanntlich noch Simmer fei, fagte ich, es sei bemerkenswert ruhig und man schlafe Arbeitslosigkeit werden die Erwerbslofen an der ftillgelegten Noten immer der chinesischen Schriftzeichen. Diese bieten aber für die Un da ganz ungestört und das Restaurant jei sehr gut, aber im übrigen presse beschäftigt. Selbstverständlich sieht kein Mensch das als Not menge neuer Begriffe, die die japanische Sprache in sich auffei es tein Hotel. Er verwechselte das Haus offenbar mit dem standsarbeit entstandene Gelb als vollwertiges Zahlungsmittel an. genommen hat, feine Ausbrudsmöglichkeit. Die Gebildeten haben Kaiserhof, der seinerseits weder ein Hof noch merkwürdigerweije Da es aber irgendwie untergebracht werden muß, bezahlen damit du dem Ausweg gegriffen, Worte und Schriftzeichen aus der alten Literatur für solche meist aus Frembrorten gebildeten Begriffe und vorläufig wenigstens vom Kaiser bewohnt werde. Ueber das die Unternehmer ihre Arbeiterschaft, und spaßeshalber wird offiziell zu verwenden, jedoch die wenigsten Leser wissen, was diese Zeichen Reichstagsgebäude gehe das Gerücht, daß dort bas Parlament feine dreimal pro Woche die. Mart als gefeßliches Zahlungsmittel an- bebeuten follen. Man wird also in Japan noch große Schwierig Sigungen abhalte. Allerdings trete ber Reichstag in legter Beit gepriesen. Solange bei den Arbeitern noch das Effen üblich ist, feiten zu überwinden haben, bevor man den Einfluß der europäi nicht mehr zusammen, weil die politische Lage nicht recht geklärt fei. wird in regelmäßigen Abständen veröffentlicht, daß Goldlöhne er fchen und besonders der deutschen Literatur wieder ausgeschaltet Sollte indeffen geplant werden, die Farbe der Reichspoftwagen hoben werden. Mit diesen Beröffentlichungen hofft man aufhören haben wird. abzuändern, so würde alsbald eine Sigung anberaumt werden. du fönnen, sobald sich die Arbeiterschaft mit dem Hungern befreundet Darauf tonne er fich verlassen. Der Portier bei Portal U, ber hat. Während der natürlich etwas unruhigen Uebergangsperiobe Gulbo Hersfeld, der bekannte Charakterbarsteller und Romiter über ein gutes Gedächtnis verfügt, belehrte uns, dor nicht allzu au diesem ibealen Zustand finden noch Streits statt. Die in den unserer Bolfsbühne, ist gestern an Gehirnschlag plöhlich ver. langer Zeit habe eine Sigung stattgefunden. Ob ein Reichskanzler Streits zutage tretenden Gegenfäge überbrüdt man neuerdings fehr ftor ben. Hersfeld hat ein Alter von 50 Jahren erreicht. Er war zweckmäßig durch amtliche Berordnungen. Künftighin wird vom ein Künstler von ausgeprägter Eigenart und trohbem starter Beranwesend gewesen sei und welcher, tonnte er nicht fagen; aber wahr Militärbefehlshaber eine allgemeine Bestimmung erlassen werden: wandlungsfähigkeit. Seine Stärke lag im Humor, der sowohl biffig scheinlich sei einer dagewejen. Denn bei den Abgeordneten herrsche" Ich verbiete das Magenknurren. Zuwiderhandelnde werden er tonnie. Am besten gelangen ihm schlichte Typen aus dem Bolt. fartastisch und perfiflierend als von herzgewinnender Güte fein die Gepflogenheit, in regelmäßigen Abständen dem Reichstanzler schoffen." ihr Bertrauen auszusprechen. Was er mit Sicherheit behaupten zu Auf diesem Gebiet hat er Gestalten geschaffen, die sich ber Phaniafle unauslöschlich einprägten. Seine letzte Schöpfung war der Bettler in dürfen glaubte, wur, daß dieser Reichstanzler nicht Bethmiann Holl weg gewesen sei. Was die Abgeordneten anbetrifft, so tönne er Karl Hauptmanns Abtrünnigen Saren". nicht darauf schwören, wie sie ausfähen. Sie tämen nur selten; die Herren seien ihm aber im allgemeinen feit zehn bis zwanzig Jahren bekannt, und geändert habe sich ja ingwischen nicht viel Der fremde Herr dankte mit Tränen in den Augen und meinte, so herrlich habe er sich die Freiheit der deutschen Republik gar nicht vorgestellt. forfbauerte. Kultusminiffer Dr. Boeil läst unter dem Titel:„ Der Aufbau des preußischen Bildungswesens" ein Wert im Berlage von Quelle u. Meyer in Leipzig erscheinen, in dem er Rechenschaft darüber ablegt, mas in Preußen auf dem Gebiete bes gesamten Schulwesens von der Bolfsschule bis zur Hochschuleseit dem Weltfriege geleistet worden ist. Dieses Büchlein wird nicht sehr umfangreich sein. Hätte der Kultusminifter dargelegt, was alles auf dem Gebiete des preußischen Schulmefens nicht geleistet werben ist, jo hätte er ein mehrbändiges Werf fiefern können. Einfluß der deutschen Literatur auf Japan. Er dermutete allerdings, die legte Reichstagswahl gehöre schon Japan, bekanntlich ein Land uralter fünstlerischer Kultur, befaß republikanischer Zeit an, wenn man so fagen dürfe. Denn die vor dem Eindringen der europäischen Zivilisation eine Dichtung von Abgeordneten der Monarchie hätten stets darauf gehalten, ab und der gleichen ästhetischen Einheitlichkeit, die in der bildenden Kunst zu eine Sigung zu veranstalten, während wir jest sowieso ein parla- zum Ausdruck tommt. Aber der europäische Geift, ber die Entwid mentarisches System hätten. Runmehr langte der Fremde in seine lung des japanischen Staates und feiner Wirtschaft bestimmte, Brieftasche. Sie war mit amerikanischen Dollarnoten aufgeplustert, machte sich in der Literatur noch sehr viel stärker bemerkbar als in wodurch sich der Ausheimische als Russe erwies. Da hielt benn der Bildenden Kunst, wo die alte handwerkliche Ueberlieferung noch auch der Bortier von Portal U nicht länger mit Neuigkeiten zurüd. Wie Leopold Wintier in einem japanischen Brief der Monats Da die Zeit wieder mal rum ist, sagte der Mann, wird der schrift„ Die Literatur" ausführt, entfaltete fich eine bunte Stach Reichstag der Regierung das Vertrauen aussprechen. Am Dienstag ahmungsliteratur, bei der der germanische Einfluß am stärksten war. tritt er zusammen. Dazu kommt egtra meine Schwiegermutter nach Reben 3bsen wurde besonders Gerhart Hauptmann viel über Berlin, weil sie nicht glauben will, daß es im Deutschen Reich eine fegt und aufgeführt. Dann machte sich die Entwidlung Tolstois Regierung gibt. Das dürfen Sie der alten Frau nicht übel nehmen, geltend, und die letzten großen Vorbilder der japanischen Literatur 18., abends 8 1hr, im Wetteriaal, Rotberet Ctr. 38. Gielseitig denn hierzulande wissen nur die Eingeweihten, ob überhaupt ein sind neben Strindberg Wedetind und Schnigler gewesen. Banernkrieg") statt. Für Arbeitslofe ist ber Eintritticei. Rabinett amtiert, weil sie die Herren manchmal im Amt auftauchen Besonders populär wurde Schnitzler, und so merkwürdig es flingt, findet eine Ausstellung von state solli( eberauitand" und besteht zwischen diesem urwienerischen Dichter und dem japanischen" sehen. Ben irgendwelchen Handlungen der Regierung ist in der Wesen ein Zusammenhang. Vor allem find es die Stimmungen das sum eritenmal durch die Das Spiel vom Großen Abendmahl, das alte thittingische Whiterium. Deffentlichkeit allerdings nichts bekannt. Das ist aber nicht ganz der Schnißlerschen Novellen und fleinen Theaterstücke, die den Jas Chöre und Orgelmufif im Deutschen felhajt in der Grneuerung durch Dom( Neue Stirche, Gendarmenmarkt) richtig. In den Ministerien ist man sich gerade in der letzten Zeit paner verwandt anmuten. Es ist das traurig nickende Relativi aufgeführt wurde, wird am 17., 18. und 19. Nov. in derselben Stirche wiedere darüber einig geworden, daß die Lage zur Entscheidung drängt, stische seiner Weltbetrachtung, ich möchte sagen: seine geradezu golf in der endgültigen Fassung, die es inzwischen erhalten hat. # 7 Eine Richard Dehmel- Worgenfeier berantallet die Bolts Bühne am Sonntag, den 18., vormittags 11%, br, fat beater am Bülowplay. Die Bedenfrebe balt tinsab Sidney then fingt Dehmeliche Lieber, rrit e al vom Stanistheater rezitiert. Außer dem wirtt, der Sprecher für die Broletartigen Geiers Hauptmanns Weber spricht Erni riedrich Sonntag, benz tunden mit. Nevolutkonsspielerek. Warum nur Energie gegen links? r Dieser Tage wurden in Bertin vierzehn kommunistisch« Kuriere verhaftet, bei denen u. a. 140 amerikanische Dollar, 19b Botdmark in Goldonleihe und 70 Billionen Papiermart gesunden wur- den. Das ihnen ausgehändigte Material wurde in Rohr« plattenkoffern, die von fc:r Zentrale zu Dutzenden aufgekauft waren, befördert, um den Eindruck harmloser Reisenden zu erwecken. In der Zeit vom 3. bis 12. November wurden ausfchlicblich für den Kurierdienst insgesamt 309 Billiarden Mark verausgabt. Daß di« Polizei, die berufsmäßig dazu angehalten ist, alle gc waltsamen Umsturzbestrebungen aufzudecken und unschädlich zu machen, in dem Kampf gegen die Kommunisten Erfolge hat, geht aus den amtlichen Mitteilungen, di« fortdauernd über Verhas- tungen im kommunistischen Lager veröffentlicht werden, hervor Wir würden«s begrüßen, wenn die gleich« Energie und Um- ficht auch gegen die rechtsgerichteten Kreis« angewandt würde. Was bei den Kommunisten oft nur Spielerei ist, ist bei den Rechlsradikalen leider blutiger Ernst und die reale Macht, die hinter ihnen steckt, dürfte viel größer sein als die Dollar- macht der kommunistischen Zentrale. In beiden Fällen aber muh man staunen, wieviel Geld dazu da ist, um Deutschland noch mehr zugrunde zu richten. Konflikt Seeckt-Koeth. Der„Sozialdemokratische Parlamrntsdicnst* beritbtet: General v. Seeckt erließ vor wenigen Togen eine Verordnung gegen die Sckilemmerlokole. Herr Koeth, der gegenwärtige Reich? wirlichaftöminister, hat sich dadurch verletzt gefühlt und den Em- griff in die ihm zustehenden Befugnisse am Donnerstag mittag mit einem R ü ck t ri t t s g e su ch beantwortet.?luf dem Wege von Verhandlungen wurde dieser Streit geschlichtet, so daß Herr Koeih sein NücktrittSgesuch zurücknehmen konnte. Dr. Zeigtiers Nlanöatsnieöerlegung. Dresden, 16. November.(Eigener Drahtbericht.) Während sich die sozialdemokratische LandtagSfrokiion mit der Angelegenheit Zeigner besckiäftigte. traf ein Schreiben de« früheren Minister- Präsidenten ein, in dem dieser erklärt, sein Mandat niederzu- legen. Die Riederlcgung des Mandat» erfolgt wegen schwerer Anschuldigungen, die gegen Dr. Zeigner wegen seiner Tätigkeit als Justizminister erhoben worden sind und die aus >■'. ch l p o l i t i s ch e m Gebiet liege». Von den Ergebnissen eines schwebenden Verfahrens ist eine völlige Aufklärung der Angelegen« heit zu erwarten._ pomcare vor der Kammer. Der Lohnabzug in der Woche vom bis 24, November 4923. Die Verhältniszahl, mit der di« in d«r zweiten September- Hälfte in Geltung gewesenen Ermäßigungen vom Steuerabzug vom Arbeitslohn zu vervielfachen sind, beträgt ebenso wie sür die Woche voin 11. bis 17. November auch für die Woche vom l8. bis zum 2t. November 1023.300 000�. Daß trotz der weiteren Mark« isnkung und der damit verbundenen Erhöhung der Lebenshaltung« kosten über die Verhältniszahl der Woche vom 11. bis 17. November nicht hinausgegangen worden ist, beruht daraus, daß die VerbällniS' zahl iür die Woche vom 11. bis 17. November zum Zwecke der SuS- gleichung der zu hohen Belastung in den letzien Oltoberwochen höher festgesetzt worden war, als es an sich erforderlich gewesen wäre. Der Ausgleich ist in dieser Woche in einem Ausmaß erreicht worden, daß der Lohnabzug nur ganz geringe Prozentsätze betragen bar. ES besteht daher zu einer weiteren Heraussetzimg der Ver- hältniSzahl kein Anlaß. Bei der Berechnung de« Steuerabzugs von dem bis zum 24. November 1923 fällig gewordenen und gezahlten Arbeitslohn sind also die Ermäßigungen der zweiten September b'»st« mit„800 000' zu vervielfachen. Unter Zugrundelegung der BerhältniSzahl ,800 000* ergeben sich z. B. folgende Wochen- ermäßigungen: ..■w m. o.» Nr Steuert)(I. u. für jede» minder- für Werbung» ,ur die Zeit vom ghesrau j« jährige Kind kosten 16. bis 30. 9. 28 M. M. M. lGrundzahl) 172 S00 1162 000 1 440 000 11. bi« 17. 11. 25 ibrcihunbert- tausendfach) 51 840 000 000 345 600 000 000 432 000 000 000 18. bis 24. 11. 23 (dreihundert- tausendfach) 51 840 000 000 346 600 000 000 482 000 000 000 Parlamentsschluß in Englanü. Die Thronred« kritisiert Frankreichs Haltung. eondon. 13. November.(WTB.) Das Parlament ist heut« mit einer Thronrede geschloffen worden, in der es u. a. heißt: Un- glücklicherweise ist es nicht möglich gewesen, die Zustimmung der französischen Regierung zu den Vorschlägen der britischen Regierung zu erlangen, von denen gehofft wurde, daß sie zur Lösung des Reparationsproblems führen würden. Die Regierung betrachtet mit tiefer Besorgnis die Fortdauer der gegenwärtigen wirt- schriftlichen Berhältniffe in Europa, die in so weitem Maße von der Läsung der Reparationsfrag« abhängen. Die bedenkliche Lage, die sich in Deutschland entwickelt hat, nimmt die Aufmerksamkeit der Regierung sehr ernst in Anspruch. Die Thronrede besagt weiter, daß die Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten zur Beilegung der Schwierigkeiten betreffend die Mitnahme von alkoholhalttgen Flüssigkeiten und die tatsächlich« Einfuhr in di» Vereinigten Staaten fortgehen. Sie gibt ferner dem Bedauern über die Erdbebenkatastrovhe in Japan Ausdruck und er- klärt, die kürzlich abgehaltene Reichskonferenz habe sorgfältig wichtige Fragen, die di« auswärtigen Beziehungen und die Reichs- Verteidigung berühren, geprüft und der Forderung des Handeis und der Anfiedlung innerhalb des britischen Reiches besondere Aufmerk- iamreit gewiintet. Die Lage des Ackerbaues und das Problem der lebeitsloligkeit verurfachlen im ganzen Lande weiter tief« Besorgnis. Trotz aller Bemühungen der Regierung, die dringende Notlage zu erleichtern, beiänden sich große Massen der brittschen Mitbürger noch In einem beklagenswerten Zustande. Die Regierung sei überzeugt, baß, wenn nicht Maßnahmen zum Schutze und zur Entwicklung des beimischen Marktes getroffen würden, kein« dauernde Besserung der Lag« zu erwarten sci. Das Parlament hat sich bis 20. Dezember vertagt. Diese Vertagung dürfte nur den Zeitpunkt bestimmen, zu dem das neuzuwählende Unterhaus zusammentreten scll. Sozialistenverfoigung in polen. Di« Krakauer Streikunrnhen hatten infolge des Uebergangs von Pofener und andere» Truppen zu den Arbeitern, die nun ihre Waffe» gegen die Wehrmacht gebrauchten, mit einem Erfolg der Ar- beiter geendet. Jetzt hat der nach Krakau delegiert!! S t a a i s- an wall beim Sejm die A u s l i e f e r n n g der sozialistischen Ab> geordneten von Krakau, Dr. Marek. GobrowskI und S t a n- c z y k an die Berichte beantragt. Im Rechtsausfchuß de, Sejm, besten Lorsitzender Abg. Marek ist, forderten die Vertreter der Regierungsparteien den. Borsitzenden auf, mit Rücksicht auf diese Beschuldigungen das Amt des Präsi- d-nten niederzulegen. Marek lehnte diese Forderung ab. worauf die Sitzung vertagt wurde. Paris, 10. November.(MTB.) Die französische Kammer hat heute nachmittag die große Jnterpellaiionsdebatte erifffnet. An erster Stelle interpellierte der Abg. G u i l h a u m o n über die Scherereien, denen angeblich französische L u f t f ch i f f« r in Deutschland aus- gesetzt gewesen sind. Er bespricht dann die Beschlagnahme von Flug- zeugen und behauptet, der vertrag von Bersailles ermächtige Frankreich, durch seine Apparat« deutsches Gebiet überfliegen zu lasten. Darauf ergreift sofort Ministerpräsident Voincarel das Wort. Er erklärt, er Hab« noch gestern die Absicht gehabt, heute nicht zu sprechen, er glaube aber dem Parlament«in Expose d«r Politik Frankreichs schuldig zu sein angestehis der Auskünste, die gestern hierüber in einem alltierten(dem britischen. Red.� Parlament gegeben worden sind. Seine Mitteilungen würden sich über mehrere Jahre erstrecken, um zu beweisen, daß Frankreich fortgesetzt Zugeständnisse gemacht und zu keiner Stunde dt« Absicht bekundet habe, di« man ihm zu- schreibe. Poincarc antwortet« kurz auf die Interpellation des Bor- redners und spricht von einer deutschen Anmaßung! bezüglich seiner Luftschiffohrt volle Freiheit haben zu wollen. Die Botschafter- konserenz habe sich mit der deutschen These beschäftigt, aber er müsse feststellen, daß sie durch den britischen Botschafter nicht unter- stützt worden sei. Die Frage liege etwas wenige? klar als der Vor- redner annehme, aber das hindere nicht, auch fernerhin anzunehmen, daß Frankreich hier Recht habe. Di« Verhandlungen würden fort- gesetzt und er hoffe, daß man den französischen Standpunkt schließ- sich anerkennen werde.— Poincare geht alsdann auf eine Kenn- zeichnung der allgemeinen äußeren Politik Frankreichs über. Er bespricht all« Enffcheidungen, die feit San Nemo in der Reparations- frage getroffen wurden und erinnert an die Besetzung von Duisburg-R uhrort und Düsseldorf und an die Um- stände, unter denen der letzte Zahlungsplan aufgestellt wurde. Mit besonderer Sorgfalt habe di« Reparaiionskommilsion die Höhe der deutschen Schuld bemesten. 23 arbeitsreiche Sitzungen habe man darauf verwendet und 22 Sachverständigengutachten angehört, Di« Summe sei wesentlich geringer bemesten worden, als die eng- l i f ch e Regierung gefordert habe. Di« Londoner Konferenz Hove sich am 27. April 1921 zu einer nochmaligen Nachprüfurtg der Schuld- summe verstanden, so daß man also behaupten könne, der Zahlung?- plan vom 5. Mai 1921 s«i das direkte Werk der Alliierten— namentlich aber der britischen Regierung gewesen. Die Alliierten müh- te» also auf strikter Erfüllung der Itcuischen verpflichiungen, die sie erleichtert hätten, bestehen. Damals hätten olle Regierungen das oerstanden und«in Ultimatum an Deutschland gerichtet. Frank- reich hätte eine Jahresklasse mobilisiert und wenn die Deutschen nicht nachgegeben hätten, würde man den Bezirk von Esten �besetzt haben, Um dieser Sanktion zu entgehen, habe die deutsche Regierung den Zahlungsplan angenommen. Deuffchland Hab« aber sehr bald ein Moratorium verlangt. Poincare schirrte bann wiederum in der bekannten Weise di« Feststellung der deutschen Verfehlungen und erimrerte auch an die Konferenz von Cannes. Schließlich spricht er von der Konferenz von London und dem deutschen Vorschlag, eine Internalienole Sachverständigen- konserenz einzuberufen, in der dir internationalen Finanzmänner di« Zahlungsfähigkeit Deutschlands prüfen sollten. Das sei die Politik Deutschlands bis Ende 1922 gewesen. Damals Hab« Deutschland auch seine Mark sinken lassen, so daß man ein« deutsch« Verfehlung hätte sesistcllen wüsten. Unsere Gegner, erklärt Poin» cor-, wollen die augenblicklichen Ergebnist« unserer Pfandnahm« mit dem vergleichen, was man erlangt hätte, wenn Deutschland ae- zahlt hätte. Sie vergessen aber, daß vor der Pfondnahm« Deulsch- land uns mitteilte, daß es zwei Jahre hindurch nicht werde de- zahlen können.(Abg. Löon Blum(Soz.): Sind Ihnen andere Angebote zugegangen?) Frankreich ist kein anderes Angebot ge- macht worden. Abg. Blum wird, weil er die deutschen Angebote vom Mai und Juni in die Debatte geworfen hatta, von dem reaktionären Abg. M a g n I ö beleidigt, so daß heftiaer Lärm entsteht, was dem Präsi- denten Anlaß zum Eingreifen gibt. Nach Wiederherstellung der Ruh« bespricht Poincare die Ent- scheidutrgen der Reparationstommission hinsichtlich der deutschen Verfehlungen vor der Besetzung des Ruhrgebiets. Diese A-ktio» he>. das französische Parlament als legal gebilligt. Bonar Law habt gesagt, durch die Ruhrbesetznng lege man die Hand an die Schlag- oder Deutschlands. Tatsächlich bedeute die Ruhr das Zentrum der industriellen und militärischen Pläne des Deutschen Reiches. Frankreich hätte eine Operation ins Auge fasten können, die Deutschland in zwei Teile geteilt hätte. Es habe getan, was es habe tun müssen, um seine Rechte als Gläubiger sicherzu- stellen. Frankreich habe den Schritt untemommen ohne Hintergedanken. Deutschland habe alsdann mit 5)ilse der Großindustriellen den passiven Widerstand organisiert, um noch einmal den Versuch zu unternehmen, sich seinen Verpflichtungen zu entziehen. Das Manöver des passiven Widerstandes habe Frankreich nicht um feine Kaltblütigkeit gebracht:«s habe aus- drücklich erklärt, daß es nur nach Maßgabe der Zahlungen das Ruhrgebjet räumen werde. Deutschland habe die Eachlieserungen einstellen wollen, und die Industriellen hätten davon gesprochen, daß sie einen Teil ihrer Arbeiter entlasten und ihnen im übrigen die zehnstündige Arbeitszeit aufzwingen wollten. Diese Bedingungen habe Frankreich nicht angenommen. Die Eisenbahner hätten sich nach und nach zur Arbeit gemeldet: tnzwischeti. seien Abkommen mit den Industriellen getroffen worden. Die französisch- belgische Regie funktionler«. Erst heute vormittag habe der Minister für öffentliche Arbeiten Kenntnis von einem Abkommen übe? dir Reparalionskohlenlteferung«» gegeben, das heute abgeschlossen worden sei. Auch die anderen Industriellen würden gezwungen sein, SHnliche Verträge abzuschließen. Die französischen Unterhändler hatten nicht eingewilligt, daß die Kosten dieser Abmachungen von den Arbeitern getragen und daß der Achtstundentag verletzt werde. Poincarä ährt fort: Trotz den Ausgaben und der durch den vassiven Widerstand verlorenen Zeit haben wir das Recht, uns zu den Ergebnistcn zu beglückwünschen. Der Ministerpräsident bespricht dann die Frage der S a ch v« r st S n d I g e n k o n f e r e n z. Der Augenblick fei schleckst gewählt, um die Zohlungssäyigkeit Deutschlands in einem Jahre abzuschätzen, denn im Augenblick sei sie sehr gering. Eine derartige Abscyätzung im ungünstigsten Augen- blick hätte zu einer Revision des Friedensvertrags und zu einer Herabsetzung der Schuld führen können. Das sei aber nur durch Einstimmigkeit der Allliertsn möglich. Wie hätte Frankreich das annehmen können? Um so weniger, als es auch noch Schuldner seiner Alliierten sei, woran man Frankreich geltern erinnert habe. Eine Zurückforderung der Vorschüsse der Alliier- t«n könne nicht vor der Wiederherstellung der Kriegssthtidm erfolgen. Trotz des Bedauerns, mit den Amerikanern nicht zu- fammenarbciten zu können, bleibe man dabei, die Absthähung durch die Reparaiionskommission vornehmen zu lasten: denn sie sei befugt, die notwendigen Reformen ffir Deutschland zu bezeichnen und ein Gesamtprogramm oufzu- stellen. Inzwischen werde man fortfahren, die Pfänder immer intensiver auszubeuten. Wir hoffen, schloß Pomcorö, daß di« Fr«undschaft mit den Alliierten uns helfen wird, uns doch nackt über die Reparattonsfrage zu verständigen und wir erwarten auch eine Verständigung über die Sicherheitsfrage, über di« ich müh später aussprechen werde. Im Laufe der Sitzung begründete der Pazifist Marc Sang- n! e r seine Jnterpellacion über die fricdenssveundlich« Bewegung eines Teils der deutschen Bevölkerung: es fei unleugbar, daß es in Deutschland Leute gäbe, die ausrichtig für den Frieden einträten. Mit Rührung habe er festgestellt, daß in Deutschland trotz allem, was erzählt werde, es«ine begeistert« Jugend gäbe, di« den Gedanken'einer französilch-dcutschen Aussöhnung verkünde. Dem pazifistischen Kongreß in Freiburg, an dem 125 französische Del«- gierte teilnahmen, hätten auch 7000 junge Deutsche beigewohnt. Di« sranzösischen Delegierten seien mitWärmeempfantzen und bei der Abreise mit vielem Takt zurückgeleitet worden. Der Redner erklärte, daß er die Bemühungen PoincareS, die Zahlung der Repa- rationen zu erzwingen, voll und ganz billig«. Marc Sangnicr kann seine Rede nur mit Mühe fortsetzen, da er wiederholt vom Abg. Daudet und seinen Gesinnungsgenossen unterbrochen wird, die die Ehrlichkeit der deutschen Pazifisten anzweifeln. Die Debatte wird dann auf nächsten Freitag vertagt. Wivtfdyaft Ausgestaltung des Festmarkverkchr« bei der Reichsbaak. Vor einiger Zeit hat!«, wie wir berichteten, die Reichsbant einen festmarkverkehr emgerichtet, und zwar auf der Grundlage der ontomart('/>« Dollar). Wer Devisen«inzahlte, erhielt dos Recht, darüber durch Ueberweifuna und durch Scheck zu verfügen, konnte aber Auszahlung nur in Papiermark verlangen. Ein« besondere Erleichrerung war dadurch geschaffen, daß di« Kontoinhaber außer d«n Devisen noch 25 Broz. des Beiroges in Papiermark einzahlen konnten, die ebenfalls bei diesem Ueberweisungsoerkehr in Goldmart verwandelt wurden. Dieser Kcntomarkgiroverkehr hat im Publikum offenbar wenig Anklang gefunden. Di« Reichsbank sah sich daher genötigt, ihn umzugestalten in einen reinenDollargiro- verkehr. Gutgeschrieben werden vom 15. November ab nur noch die Dollargegenwerte der der Reichsbant zu diesem Zweck überlaste- nen Devisen, eine andere Art der Einzahlung ist nicht zulässig. Dafür kann der Kontoinhaber aber auch di« Auszahlung In Devisen verlangen oder die Auszahlung in Papiermark entsprechend dem Berliner Geldkurs für Auszahlung New Park. Der Mindestbctrog der ersten Gutschrift beträgt 1000 Dollar. Firmen, die«in Konto eröffnen, bleiben an die allgemeinen Z)«visenb«st!mmungen gebunden. Vorläufig wird dieser Giroverkehr nur bei der Reichshattpibank«in- gerichtet, er soll a behauch aus andere Retchsbcmkanstalten ausgedehnt werden. Die Reichsbant übernimmt also einen Devisenoerrech» nungsverkehr auf Dollarbasis und kommt damit in weitgehender Welse den Wünschen der Außenhandelskreise entgegen, die sich bereitcrkl'H haben, all« überflüssigen Devlffn abzuliefern, wenn«ine derartige Einrichtung geschaffen wird. Es muß abgewartet werden, ab diese Kreise ihr früher gegebenes Versprechen einlösen werden._ Die Textilindustrie der weit. Uns wird geschrieben: Schon vor dem Weltkriea Ist von den Wirffchalkpalitikern aus die großen Anstrengungen, die Japan machte, um einen in seder Beziehung konkurrenzfähigen Industriestaat zu schaffen, verwiesen worden. We Gefahr, die vom Osten auf wirtschaftlichem Gebiete drohte, ist damals in allen Farben geschildert worden. Den Welt- krieg, der«ine völlige Lähmung der europäischen Wirtschaft zur Folge hatte, nützte Japan, obwohl es mit zu den kriegführenden Machten gehörte, tatkräftig zum A n s d a u seiner Industrie und namentlich der Textilindustrie aus. Aber nicht nur in Japan, lon- der» auch in Britisch-Jndien, in China, Brasilien und Argentinien und anderen außereuropäischen Ländern, ent- steht eine Texlilsabrit nach der anderen. Am bemerkenswertesten vor allem jedoch ist die Entwicklung der Textilindustrie in Japan. Di« Zufuhr an Baumwolle aus den vereinigten Staaten von Amerika, Britisch-Jndien und Aegypten betrug 1913/14 327 817 Metertannen, im Jahre 1921 22 aber 524 807 Meiertonnen. Japan steigerte seinen Derbrauch an Baumwolle gegenübe" 1912'13 um 39 Proz. Die Daumwollwarenausfuhr aus Japan Ist von rund 3,1 Millionen Pards im Durchschnitt des Jahres 1909/10 bis 1913/14 auf rund 94,4 Millionen Pards(zu 91,4 Zentimeter) im Jahre 1917/18 gestiegen. Die Gesamtzahl der in den Boumwollludustrien der Welt vorhandenen Spindeln wurde am 31. Juli 1922 auf 154 Millionen Stück gegen 143 Millionen Stück am 31. August 1913 geschätzt. Auf Asien entfallen davon 13 Millionen Stück. Di« Zahl der in Japan vorhandenen Baumwollspindeln hat sich von 2.20 Millionen am 31. August 1913 auf etwa 4,65 Millionen am 31. Juli 1922 und auf 4,75 Millionen am 31. Januar 1923 erhöht, also mehr als ver- doppelt. E h i n a macht alle Anstrengungen, sich eine eigene Baumwoll- industvie von größter Ausdehnung zu schaffen. Di« englischen Textil- Maschinenfabriken sind mit Zlusträgen aus China, Japan. Indien und Brasilien überhäuft. Britisch-Jndien hat den Verbrauch an Baumwolle im Jahre 1921/22 gegen 1912/13 um 14 Proz. gesteigert. Bisher hat Europa etwa noch zwei Drittel der vorhandenen Baum- i wollspindeln der Welt im Besitz. Das schnelle Fortschreiten der Industrialisierung in den außereuropäischen Ländern, namentlich in der Textilindustrie, zeigt, daß ein« Verschiebung der wirt- schastlichen Kräfte zuungunsten Europas eingetreten ist. Dabei darf nicht vergessen werden, daß das europäische, namentlich auch das deutsche Kapital, an diesen außereuropäischen Gründungen stark beteiligt ist. Das Kapital ist drauf und dran, stch andere Jagdgründe zur Vermehrung seiner Profitmöglichteiien zu suchen. Ihm ist es deshalb gleichgültig, wie sich die Zukunft Deutschland» und Europas gestaltet. Es wird seine Kapitalien recht- zeitig in Sicherheit bringen oder schon gebracht haben. Europa ist im gegenwärtigen Zustand ein an Haupt und Gliedern gelähmter Körper, der wirtschaftlich völlig zusammenbrechen muß, wenn nicht an Stelle der Gewalt die Verständigung tritt. Kommt«ine Verständigung der europäischen Mächt« nicht bald zustand«, dann wird Europa die von ihm innegehabte wirtscyalll-ick)« Stellung in»«' halb der Welt an andere Mrtschasisgebtete abtreten müssen Aktien gegen Obllgallonen. Allmählich beginnen nianche Industrie gesellschaften doch einzusehen, daß sie, di« die Aktionäre ungeheuer bereichert haben,«ine schwere Schuld gegen diejenigen Kreis««ingegangen sind, die ihnen gegen festverzinslich« Obligationen Kapital zur Verfügung gestellt haben. Die De- sttzer derartiger Schuldverschreibungen haben das Schicksal aller Paplertnarkgläublger gebellt, den«» der Wert ihrer Forderung fast gänzlich enteignet worden Ist. Jetzt gewähren viele Unternehmung«". für Obligationen Aktien, und zwar geschieht das in der Weise, i«ü man für einen großen Betraa der in Gollma rk eingezahlten Obli. gotionen in der Regel eine Aktie zur Dersügung stellt. Die AEG und die ihr nahestehende Bank elektrischer Werte geben aul je 60 000 M. Nennwert Obligationen 1000 M neuer Stammaktien. Die Obligationäre, die für 60 Goldmark den Gegenwert etwa eine' Goldmark erhalten, stehen Immerhin nach günstig da im Vergleich zu den vielen Besitzern anderer Rentenpapier«, die überhaupt keinen Gegenwert mehr haben Die Industrie kann es sich ja keisteu. denn nach ihrer Meinung wird ja„zu wenig gearbeitet", aber darun von den Aktionären nicht wenioer verdient. Differenzen in der Metallindustrie. Die Lohnverhandlungen gescheitert. Nachwort zum Buchdruckerstreik. So sehr begreiflich und berechtigt der Streitbeschluß auch war, so wenig günstig lagen die Verhältnisse für seine erfolgreiche Durch führung: Das Gewerbe liegt schwer danieder. Ein Teil der Buch bruder ist erwerbslos, ein wohl noch größerer Teil arbeiter seit Wochen verfürzt. Neben dem Zeitungsdruck war es die Notenpresse, die eine Reihe von Betrieben noch im Gange hielt. Aber auch die Notenpresse soll stillgelegt werden, den Notendruckern war bereits gekündigt. Die gestrigen Lohnverhandlungen zweds Regelung der Löhne Die Buchdrucker forderten einen Wochenlohn von 35 Gold ir die Zeit vom 12. bis 18. November führten zu feinem Ergebnis. mart" und eine Nachzahlung für die Woche bis 2. November, in der Es fonnte über folgende Buntte feine Einigung erzielt werden: fie besonders schlecht abgeschnitten hatten. Durch Schiedsspruch im Erstens über die Frage des Abschlusses des Tarifes in Goldmark; Reichsarbeitsministerium wurden ihnen nur 25 Goldmart für die zweitens lehnten die Unternehmer es ab, bei Beibehaltung des Woche vom 10. bis 16. November zugestanden. Sie lehnten den Papiermartlohnes wenigstens den Rest des Lohnes in wertbestän- Schiedsspruch ab und beschlossen den Streit. digem Geld auszuzahlen. Die Arbeitnehmerorganisation hatte gefordert, bei Regelung des Lohnes noch nach Bapiermart mindestens 30 Proz. des Lohnes in wertbeständigem Gelde auszuzahlen oder, wenn solches nicht vorhanden, den Entwertungsfaktor am Tage der Auszahlung anzuwenden. Kaltblütig gingen die Unternehmer über alle Forderungen hinweg. Sie machten ein Angebot von 250 Milliarden pro Stunde in der Klasse 1, weil den Arbeitern das Not wendigste zum Leben gegeben werden müßte. Die Arbeiter vertreter mußten dieses Angebot zurückweisen, weil es auch nicht im entferntesten der prozentualen Steigerung des beider seitig errechneten Inder entsprach. Es flingt wie Hohn, jetzt, mo alle Preise weit über den Friedensgoldmartpreisen stehen, den Ar beitern zuzumuten, mit dem angebotenen Papiergeld auszukommen. Mehrarbeit!" ist die Parole der Unternehmer und niedrige Löhne. Wenn die Arbeiter mit den Löhnen bei achtstündige: Arbeit nicht auskommen fönnen, müssen sie halt länger arbeiten!". so vernahm man es aus dem Munde der Arbeitgeber. Tausende Arbeitslose in der Metallindustrie, und die wenigen noch Beschäftigten sollen Ueberstunden machen, um nicht zu verhungern! Wollen die Unternehmer die Arbeiter zur Berzweiflung treiben, um sie dann mit Hilfe der Militärgewalt niederzuschlagen? " " Neben dem Vorschuß, der gezahlt werden soll, für Arbeiter über 21 Jahre 2 Billionen, wollen die Unternehmer am Diens tag noch 3 Billionen zahlen. Sie sträuben sich, das Gelb mertbeständig auszuzahlen, um durch die Entwertung der Bapiermart am Lohn der Arbeiter neue Profite einzuheimsen. Se fonn es nicht weitergehen! Arbeiter macht die Augen auf! Heute nachmittag 5 Uhr im Verbandshaus des DMB. Konferenz aller Borsigenden der Arbeiter- und Betriebsräte der BBMI.- Betriebe. Zutritt nur mit Verbandsbuch und Ausweistarie. Schiedsspruch für das Bankgewerbe. 125 Goldmark; Gruppe I 1. Berufsjahr 75 Goldmart, 2. BerufsDie tariflichen Bindungen sind so start im Buchdrudgewerbe, daß die Organisation nicht ohne weiteres einen Lohntampf fanttio An unsere Abonnenten! Das in den letzten Tagen ganz ungeheuerliche Sinten des Bertes der Papiermart zwingt uns im Interesse der Erhaltung unseres Parteiorgans den Abonnementspreis annähernd dieser Entwertung entsprechend zu erhöhen und für die Woche vom 18. bis 24. November auf 600 milliarden oder eine Gold= mar? festzusetzen. Wie unsere Leser aus eigener Erfahrung wissen, gleitet der Wert der Papiermark im Laufe der Woche bis zu einem Drittel und darunter gegen den am Anfang der Woche herab, so daß die erst nach den ersten Tagen der Woche eingehenden Bezugsgelder Die Kosten für Herstellung, Berwaltung und Zustellung der Zeitung bei weitem nicht becken. Nur ein Beispiel für die Entwertung der Mart der letzten Woche. Am Sonnabend voriger Woche fostete das Kilo Zeitungsbrudpapier 42,7 Milliarden, heute, vorausgefeht, daß der Dollarkurs sich nicht verändert, 170, 8 milliarden. Der Bestand unserer Zeitung muß aber gesichert werden, und Der Schlichtungsausschuß fällte nach zweitägiger Beratung fo find wertbeständige Bezugspreise unumgänglich nötig. Deshalb gegen die Stimmen der Arbeitgeberbeisiger folgenden Schieds- müssen alle erst nach dem Montag gezahlten Bezugsbeträge nach spruch: dem jeweiligen Kurs der Goldmarf berechnet und gezahlt werden. 1. Für die Gehaltszahlungen in der Gehaltswoche vom 19. bis ir bitten deshalb unsere Abonnenten, auch um sich eine weitere 25. November ist folgendes Monatsgehalt zugrunde zu legen: Gruppe Belastung zu ersparen, den Bezugspreis in den ersten Tagen der gewerbliche Zingestellte 1. Dienstar 72 Goldmart, 3. Dienstjahr Bezugswoche zu zahlen und wenn irgend möglich in wertbeständigen jahr 140 M.; Gruppe II 90 und 180 Goldmart; Gruppe III 105 3ahlungsmitteln. und 225 Goldmart. Die weitere Ausgestaltung der Gehaltstabelle auf der bisherigen Grundlage nach näherer Bereinbarung der Ber= tragsparteien. Das Gehalt ist in zwei Raten, Dienstags und Freitags auszuzahlen, und zwar möglichst in wertbeständigen Zahlungsmitteln, andernfalls in Papiermart zum letzten amtlichen Lagesturje. nieren fann. Soweit der Rotenbrud in Frage tam, hanbeli 2. Als Abgeltung für die Zeit bis 18. November einschließlich es sich um einen lebenswichtigen Betrieb. Für Streits ist außer den bereits geleisteten oder vom Reichsverband der Bank in lebenswichtigen Betrieben bestehen im Allgemeinen Deutschen leitungen angewiesenen Zahlungen fämtlichen Angestellten ein ein Gewertschaftsbund besondere Richtlinien, die in der Haupt. maliger Betrag auszuzahlen, der gleichmäßig 5 Billionen für die fache besagen, daß dem Borstande des ADGB. vor Eintritt in den männlichen gewerblichen und faufmännischen Angestellten unter Zu- Streit Gelegenheit gegeben werden foll, zu vermitteln. Außerdem grundelegung des heutigen amtlichen Kurses beträgt und für die aber besteht ein Streitperbot für lebenswichtige Betriebe. was als stärkster Punkt des Streits galt, die Notenpreffe, erwies übrigen Angestellten entsprechend den tariflichen Abstufungen zu fich als zu schmach. Alle Arbeitnehmer in Deutschland brängen auf Für das besetzte Gebiet find Sonderzuschläge bezirklich zu ver. Lohnzahlung in weribeständigen Zahlungsmitteln. Dieser Umstand murde geschickt ausgenügt. Noch ehe uns befannt war, daß der eingefcht hatte, war bereits den Berliner Bezirksämtern angekündigt worden, es feien feine Zahlungsmittel vorhanden zur Unterstügung der Erwerbslosen- pormittags! meil einige Stunden zuvor die Deutsch- Buchbrucker und das Hilfspersonal die Arbeit eingestellt hatten. An den öffentlichen Anschlagfäulen wurde gegen den Streit Stellung treibung, die Herstellung meribeständiger Zahlungsmittel habe durch genommen, Wolffs Telegraphenbureau verbreitete die Ueber. ben Streit eine nicht unerhebliche Beeinträchtigung erfahren. berechnen ist. Berlag und Redaktion des„ Borwärts". dieser Borbebingung ist jebe Ausnahmestellung der Ar beiter in lebenswichtigen Betrieben eine schreiende ungerechtig teit, eine einseitige Parteinahme für das Unternehmertum. Solange die Dinge noch so stehen, daß eine rein verstandes mäßige, fühle Ueberlegung, ein Abwägen der Berhältnisse, ein Abmessen der Kräfte den Ausschlag gibt, liegt fein unbedingter 3wang vor, in einen Streif einzutreten. Die Buchdrucker waren nicht nur am besten gewerkschaftlich diszipliniert und geschult, am wenigsten streifluftig, sie waren auch mit am besten entlohnt. In ihrer Lebenshaltung lag eine gewisse Kultur. Heute sind die Buchdrucker in ihrer Lebenshaltung auf das Niveau aller schlechtbezahlten Arbeitnehmer herabgedrückt. Sie find relativ tiefer unter den Schlitten gefommen als andere gelernte Arbeiter. Bei den Verhandlungen fommt nicht viel heraus, und was herauskommt, ist bis zum 3ahltage längst wieder wertlos. Schließlich kommt die einfachste lleberlegung gegen den fnurrenden Magen, der auch bei Frau und Kindern siht, nicht mehr auf. Die Sprengungen der Funktionärversammlungen und die Ver. haftungen der Streifleiter braucht man dem Wehrkreiskommando nicht sonderlich hoch anzurechnen. Es folgte den Verordnungen und Befehlen. Sein Eingreifen beweist nur, daß solche Verordnungen von jeder anderen Beurteilung einmal abgesehen durchaus 3 med los und militärise Dienststellen die ungeeignetsten Mittler in solchen Dingen find. An zuständiger Stelle wird das Notwendige darüber noch zu sagen sein. Der Streit ist zusammengebrochen und abgebrochen. Er fonnte nicht einmal ordnungsmäßig beendet werden. Die juristischen Unternehmerfyndizi haben gefiegt". Die Buchbrucer sind nicht zu ihrem Recht gefommen! Sie werden den Kampf darum weiterführen und unter günstigeren Verhältnissen das Stück Boden, das ihnen allmählich entzogen wurde, zurückgewinnen. Sie wissen, was Organisation bedeutet, ihre Organisation, und halten daran fest! Internationale Solidarität. bundes hat zusammen mit den zu einer Sizung versammelten Der Borsiand des Internationalen GewertschaftsBertretern der Internationalen Berufssekretariate beschlossen, sofort aus dem Fonds des JGB. eine größere Summe den deutschen Gewerkschaften zur Verfügung zu stellen und die Landeszentralen dringend aufzufordern, aus ihrem Kassenbestand Mittel herzugeben und die ihnen angeschlossenen Organisationen zu veranlassen, dasselbe zu tun, um die deutsche Arbeiterschaft in ihrem Kampfe finanziell zu unterstüßen. An die amerifanischen Gewerkschaften ist ebenfalls ein Ersuchen um finanzielle Hilfe gesandt worden. In der Holzindustrie haben die Arbeitgeber dem Schiedsspruch zugestimmt, der für die Vorwoche 77, Milliarden pro Stunde bradte. Für die jetzt laufende Woche vom 11. bis 17. November haben die Parteien nach langwierigen Verhandlungen Maßnahmen getroffen. wodurch sich die Löhne der Vorwode um 175 Proz. erhöhen. Der Durchschnittslohn für erwachsene Facharbeiter beträgt damit 213 Milliarden pro Stunde. Die Arbeitgeber werden von ihren Organisationen angewiesen, laufend möglichst hohe orfchiffe zu zahlen. Achtung, Kurzarbeiter der Firma C. p. Goerz! Von beiden Berlen. Friedenau und Behlendorf, Sonnabend nachmittag 3 Uhr Borschußzahlung. Nach Mitteilung des Betriebsrats der Photochemischen Werte Zehlendorf beginnt die Auszahlung der Abichlagszahlung beute von 12 Uhr ab. -einbaren, wobei das Berhältnis der örtlichen Teuerungsmeßzahl zur Streit in der Reichsdruderei vor acht Tagen, am 10. November, heute auszuzahlen. Die nächste Afontozahlung erfolgt in noch fest Reichsmeßzahl zu berücksichtigen ist. Zum Mühlenarbeiterstreik. lands wird uns geschrieben: Bom Berband der Lebensmittel- und Getränkearbeiter " Zu der gestern früh in Nr. 537 des„ Borwärts" veröffentlichten Notiz über den Mühlenarbeiterstreit werden wir vom De mobilmachungsfommissar darauf aufmerksam gemacht, daß feine Rede davon sein könne, daß man von dieser Seite aus versucht habe, die Arbeitervertreter in eine Falle zu locken, um ihre Verhaftung zu bewerkstelligen. Rurzum, alles trug dazu bei, die um ihre Lebenseriftena fämpfenden Buchdruder niederzuringen. Die Herren Unternehmer verließen sich so sehr auf die wirtschaftliche Arise, die Arbeitslosenreserve und die Maßnahmen der Militärbehörden, daß sie es nicht im geringsten notwendig zu haben glaubten, den Buchdruckern die nötigen Zugeständniffe zu machen, um zur raschen Beendigung des Streits beizutragen, ber ja hauptsächlich durch ihr Verhalten ver. schulbet war. gemerbe einschließlich der bereits gezahlten 7. Oftobergehälter Die Angestellten erhalten heute im Groß- Berliner 3eitungs. 16 Oftobergehälter a conto November. Gleichzeitig empfiehlt der Arbeitgeberverband dringend, 2 weitere Oftobergehälter ebenfalls aufetzender Höhe am Dienstag. In der Speditionsbranche werden ab 19. November Goldgehälter eingeführt. Heute ist zunächst eine Atontozahlung in Höhe des neunfachen Betrages der in der Tabelle vom 1. bis 7. November aufgeführten Sätze zu leiſten. In der Kartonagenbranche ist heute, spätestens Montag, laut Anweisung des Arbeitgeberverbandes das achtfache Oftobergehait auszuzahlen. Musikinstrumentenarbeiter. Morgen, Sonntag, vormittag 10 Uhr bei Kliem, Sasenheide, Branchenversammlung. Bericht über die bisherigen Lohnverhandfungen. Dember, abends 6% Uhr, im Gewertschaftshaus, Engelufer 24-25( Großer Gaal), Zentralserbanb ber Zimmerer, Rahlstelle Groß- Berlin. Dienstag, den 20. Noallgemeine Mitgliederversammlung. Bortrag: Unfere Aufgaben in den Gewerkschaften". Kameraden! Die gegenwärtige wirtschaftliche und politische lage erfordert, daß eine Aussprache hierüber stattfindet, wozu alle Mitglieder hierdurch eingeladen find. Agitiert und sorgt für guten Besuch der Bersamm lung! Reiner barf fehlen! Achtung, Malez! Der Lohn für das Malergewerbe beträgt für die Beit Dom 10. bis 18. November 150 Miliarben, vom 14. bis 16, November 350 MilTiarben pro Stunde. Im beiderseitigen Einverständnis foll die Auszahlung Die Ortsverwaltung. Wir legen ebenfalls Wert darauf, diese Angelegenheit flarzu stellen und können nur sagen, daß der Herr Gewerberat Körner über das Erscheinen des Vertreters des Wehrfreiskommandos in den Räumen des Demobilmachungskommissars ebenso überrascht mar, wie die erschienenen Vertreter der Arbeitgeber und der Arbeit nehmer. Herr Gewerberat Rörner beantragte aus diesem Grunde, die Sikung zu unterbrechen und ihm Gelegenheit zu geben, sich mit Zugegeben, daß ein Streit in lebensnotwendigen fonellftens erfolgen. dem Minister für Handel und Gewerbe ins Benehmen fezen zu Betrieben anders gewertet werden muß als in minder können, um die getroffenen Maßnahmen des Wehrfreiskommandos lebensnotwendigen. Zugegeben, daß insbesondere bei unseren troftabzuschwächen. Seine Bemühungen hatten auch Erfolg. lofen wirtschaftlichen Augemeinverhältnissen die Herstellung Wie nachträglich festgestellt wurde, hat das Wehrfreisfommando| Don Zahlungsmitteln nicht gut lahmgelegt werden fann, durch den Stadtrat Wuzky vom Lebensmittelamt der Stadt was bei einer längeren Streifdauer fich für das gesamte WirtschaftsBerlin in Erfahrung gebracht, daß eine Schlichtungsfizung um leben recht unangenehm bemerkbar machen mußte. Voraus 12 1hr bei dem Demobilmachungskommiffar stattfände. Diese Aus- fegung ist dann aber, daß die Arbeitnehmer in diesen funft scheint sich das Wehrkreiskommando zunuze gemacht zu haben, lebenswichtigen Betrieben wirtschaftlich fo ge um feine getroffenen Maßnahmen zur Ausführung zu bringen. stellt sein müssen, daß sie nicht von schlimmster Not befallen und Schmit. zum Streif gezwungen werden. Ohne die Erfüllung Theater, Lichtspiele usw. Deutsch. Theater] 71 Uhr: IN OR A Kammerspiele 7% Uhr: Volksbühne 7: FigarosHochzeit Lessing- Th. Heute bis Montag U.: Frühlings Erwachen Rausch Theater 1. d. Königgrätzer Str. Deut. Künstler- Th. Max 8 Uhr: Don Gilllabendlich 8: vond.grün.Hosen Tybbke Adalbert Komödienhaus Komische Oper 8 Uhr: Mein Vetter Eduard Berliner Theater Allabendlich 71% Die größte Revue des Kontinents: 7.30: Dolly Die Welt ohne Rose- Theater Schleier 34 Hänse u.Gretel U: GroßesSchauspielhaus T. in Admiralspalast Tägi 7%, Uhr Der Bettelstudent. Brantor u. drüber Miliowitsch, Kammersänger Clewing, DeutschOpernheus Thellmann, Wallauer, Dora. Brandt. Dienstag, 20. Nov.: Erstaufführung: Uhr: Holofernes Der Zigeunerbaron.( Aktionärkart. gült.) Nenes 6peretten- Theater 50% Ermäßigung für 0 die Leser 1-4 Pers. The Siegerin Uhr: an d. Kasse von 11-2 u. ab 6 Uhr umtauschen. Sonnabend Aufschlag. Sonntag ungültig. Große Volksoper im Theat d Westens 7: Zar und Zimmermann Intimes Theater Uhr: Abendbesuch Die k. u. k. Fiose etc. Lustspielhaus SU. Nebeneinander. Volksstück 1923 Metropol- Thsator Casinogirls Neues Theat. a. Zoo The Die Luxusfran Uhr Briefkasten der Redaktion. Stolp. 4. februar 1871, Seidelberg.- D. S. 86. Wenden Sie sich an die deutsche Gesandtschaft in La Paz( Bolivien). Berantwortlich für Politit: Ernst Reater: Wirtschaft: Artur Saternus; Gewertidhaftsbewegung: 3. Steines; Feuilleton: Dr. John Schilowsti: Lokales Berlag: Borwärts- Verlag 6. m. b. 5. Berlin. Drud: Vorwärts- Buchdruckerei unb Sonstiges: Frig Rarftabt; Anzeigen: Sh. Glede; fämtlich in Berlin. und Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co. Berlin C. 68, Lindenstraße 3. Sieran 1 Beilage. Den allseitig gerühmten Kaffee- Konditoreibetrieb habe ich nunmehr auch auf meine Abteilung: DU Linden Restaurant Eingänge: Unter den Linden 44/ Friedrichstraße 87 Mittelstraße 60 ausgedehnt. Täglich ab 14Uhr nachmittags bis 12 Uhr nachts KONZERT:: Kapelle Kaiss Nach wie vor Frühstück-, Mittag- und Abendtisch Gelobte Küche!:: Pilsener Urquell:: Spatenbiere Geschäftsleitung: Tonndorf- Betriebe Ed Arno Tonndorf Bekanntmachung Allgemeine Ortskrankenkaffe singakademie. Heute Sonnab., 17. Nov., 8 Uhr: Renaissance- Theat. für Adlershof und Umgegend 12: Studentenllebe Das Gesetz Casino- Theater LAMBRINO Shanspieler- Th.. 36., nagmittags 3 lihe, im Raffenlotal Varieté- Programm Rauchen gestattet! SU. Der Ehemann ohne Frau! Vorher bunter Teil Keine Freikarten. Beethoven. Walhalla- Theater ” Weinbergsweg 19/20 Weinber sweg 19/2 Täglich 8 Uhr: SCALA Internat. Ringkampf- Konkurrenz Ur Internat. Varieté Sonnt 30 g halb. Preis.d.voll Prog. um den Großen Preis von Berlin Romanoff, Killing, Macdonald, Anastasio Angilo, Kornblum, Urbanski u. andere Meister haben sich gemeldet Außerdem das Weltvarleté- Programm! Su der am Dienstag, ben 27. November Ablershof, am Bahnhof, stattfindenden orbentlichen Kusigabitung Friedrich- Wilhelmstädt. Th.) Chausseestr. 30 3 Uhr Gastspiel d. Märchentheaters labe ich ermit die Berireter der Arbeit ,, Putschipal" geber und der Arbeitnehm.r ein 7 U.: Titus u. der Tagesordnung: 1. Wahl des Mech Talisman. Sonkin nungsausschusses file bie Prüfung der u. d. Haupttreffer Blechnung bes laufenden Jahres. 2. Feft( Karl Ettlinger) fegung des Boranflages tür bas Jahr 1924. 3. Sonstige Kaffenangelegenheiten. Ablershof, ben 15 November 1923 Thalia- Theater 7 Scheidungsreise Thester i.d.Kommandantenstr. Der Raffenvorfanb. Mat Rnappe, Borfigenber. 24/19 7 Uhr: Charlie Ongeheuer Steegee Preise sind alle Lebensmittel u. BeWallner- Theater darfsartikel. Kleine Anzeigen 18 U.: Causa Kaiser im Vorwärts sind immer noch billig! en Apollo- Theater 17, Allabendl. 7% Die große Revue Europa spricht davon! Reichshallen Th. Täl. 11, U. u.Sonnt. 3U. Stettiner Sänger Th.a. Kottb. Tor Täglich 71% Uhi a. Sonntag nach mittag 3 Uhr: ELITESänger U. a. Esmeralda d. Tänzerin en Edmund JUWELIER detall Bodenheim kauft zum Tageskurs Schmucksachen jeder Art, Gold-, Silber-, Platin- Bruch Ecke Kurfürstenstraße nabe Wittenbergplatz. Nünberger Straße 69a Alle Artikel zum Kopp& Joseph Selbstrasieren Berlin W.50 in vorzgl. Qualit. u.gr Auswahl. Potsdamer Str. 122. Etablissement Cafe ielka Friedrichstraße 60, Ecke Leipziger Straße Varieté Kabarett Täglich 78 Uhr: OTTOREUTTER Lotte Werkmeister Lisa Weise Curt Vespermann Janos u. Olivia Nachmittags Kabarett Vorstellungen Nr. 53940. Jahrgang Beilage des Vorwärts Vom Niedergang des Lichtbildes. " Sonnabend, 17. November 1923 gefragt, ob er wertbeständiges Gelb einzahlen kann. Der Bater wird zum Fragezeichen, denn es würde ihm faum in den Sinn fommen, mertbeständiges Geld zur Sparfaffe zu bringen. Er sagt also nein. Die Spartasse nimmt trotzdem auch Papiergeldeinzahlungen an. Der liebenswürdige Beamte erhebt die Stimme zu einem hübschen fleinen Die Freude, unser persönlichstes Ich geschniegelt und gestriegelt| Dinge jegt ebenjo billig oder noch billiger im Ausland zu haben find. Bortrag, von dem der Bater folgendes behalten hat: Querst müssen im Bilde festzuhalten und für die Nachwelt noch weit nach dem Das Heer der deutschen Amateure frantt an den Blatten Sie einen Antrag zur Eröffnung des Goldfontos in dreifacher Aus Erdenabschied aufzubewahren, war Allgemeingut sogenannter Kultur- preisen. Der Amateur liebt viele Aufnahmen von Land und führung einreichen.... Die Errichtung des Kontos felbft tostet menschen geworden. Zu zählen sind die Sonderlinge, die jeder Leuten. Er schleppt bei seinen Ausflügen das Dreibeingestell mit eine Goldmart." Dann:„ Einreichung eines Antrages auf börsenphotographischen Aufnahme aus dem Bege gingen. Selbst der Mullenvermögen, wenn die Ausbeute lohnend sein soll. Der Apparat schwindet seinem Gedächtnis. Er denkt immer nur das eine:„ Berwie der Schuljunge die Botanisiertrommel. Das fostet heute ein mäßigen Anfauf." Alles weitere, was der Vater noch hört, entGewohnheitsverbrecher war nie vorbeugenb genug, fein verräte verstaubt im Winkel, der Amateur trauert um seine eingeschlafene flucht, warum habe ich nicht ganz einfach Dollars." Dann ist er zu risches Konterfei der Lichtplatte zu entziehen. Und welcher Genuß Kleinkunst, die fich oft den Fähigkeiten des Berufsphotographen Hause und erklärt seinem Sohn: Mein Junge, mit dem Goldkonto für Herz und Geist waren Gruppen- und Großaufnahmen", ob es getrost an die Seite stellen tann. Nicht minder stark ist der Abbau sich um harmlose Zusammenfünfte im intimen Kreise oder um be-| bei den Schnellphotographen, die gewöhnlich aus Amateurkreisen ist es nichts. Ich rate dir, gehe hin und werde ein Verschwender." deutsamere Ereignisse handelte! Auch das hat uns die blödeste aller hervorgingen und das Photographieren nur als Nebenerwerb be- und der Sohn nimmt feine 90 Lehrlingsmilliarden, geht hin und Zeiten stark beschnitten oder fast schon zerstört. Was die regsamere trieben. Ihr Element waren im Sommer die Vergnügungsgärten will fie für eine Tafel Schokolade verschwenden, wird aber aus dem Zwillingsschwester der Photographie, die Kinematographie, nicht und Rummelpläge, wo die gute Laune fo leicht den Obolus für den Laden geschmissen, weil man denkt, er wolle die Berkäuferin zum erreichte und auch nicht erreichen wollte, das spannte unser Birt. Bildermann aus der Tasche zaubert. Schon im letzten Sommer besten haben, denn eine Tafel Schokolade kostet mindestens schafts lend in seinen vernichtenden Bann. Zu den Berzichten auf verschwunden. Der schönsten braunen Samtjade standen die notwaren zahlreiche Photographierbuden von ihren alten Bachtstellen 200 milliarden. so viele fleine und große Kulturgenüsse, die uns über das Grau des wendig hohen Preise hinderlich im Wege. Wird im nächsten Alltags hinweghelfen, gehört auch für neunundneunzig unter hundert Sommer noch ein Schnellphotograph den Mut haben, auf die Laufder Berlust der Freude an photographischer Porträtkunst. fundschaft zu warten? Nur wenige Photographen noch sind es, die heute ihr Handwert flappern laffen. Früher brachte jeder Junge, jedes Mädel den Fünfziger zum Photographieren in die Schule. Die Milliardenscheine purzeln nicht so leicht. Deshalb ist ber Haus photograph, der von der Straße die Häufer aufnahm, faft ganz verIchwunden. Dieses Sondergeschäft bringt nicht mehr foviel ein, um die Platten und die Stiefelsohlen zu bezahlen. Ein unsicheres Gewerbe. Die bekannten Schaukästen, vor denen wir früher so gern einige Minuten verweilten, um mehr oder weniger schöne Köpfe unbefannter Beitgenossen zu beäugen und zu betritteln, find dezimiert. Zum Teil hat dazu die Sucht der modernen Langfinger, fogar an folchen Dingen sich zu vergreifen, beigetragen. Aber auch viele photographische Ateliers, von der Straße aus schon tenntlich an dem Clasbau im obersten Stockwert, find eingegangen und für andere geschaftliche Zwede verwendet oder zu Notwohnungen umgebaut worden. Das einst so blühende Gewerbe ernährt nicht mehr oder nur notdürftig seine Bertreter. Es ergeht dem Photographen ähnlich so wie den Angehörigen der anderen freien Berufe, denen die verringerte Nachfrage immer enger die Gurgel zuschnürt. Wer da nicht beizeiten sich umstellte und immer nur auf heiteres Wir schaftswetter wartete, war bald verloren. Noch ist der ganze Beruf nicht untergraten, aber die vielen, die im Frieben von ihrer Kunst leben fonnten, fönnen es heute in der Gesamtheit nicht mehr. Ein erheblicher Teil mußte über Bord gehen. Das erklärt ohne weiteres, weshalb Lehrlinge für den Photographenberuf faum mehr zu haben sind. Ein höchst unsicheres Gewerbe, das bei aller feiner inneren Befriedigung voraussichtlich auf Sahre hinaus nicht die Eristenzmittel einbringt, fann die lernbegierigste Jugend nicht anloden. Schade eigentlich, daß es feine Umfattelungsstatistik gibt. Man würde fein blaues Wunder erleben, mas auch aus so manchem Photographen geworden ist. Natürlich hätten weitefte Kreise des Publikums, wenn wir auch nicht wohl genährt aussehen, noch jetzt das Bedürfnis, fünf Sekunden lang das bekannte freundliche Gesicht aufzufteden. Die wirtschaftliche Abmärtsentmidlung zwingt aber auch den Photographen, Breise zu fordern, die im erften Augenblick hoch, fehr hoch erscheinen und doch nur im richtigen Berhältnis zu allem anderen stehen. Ende September foftete ein Duhend guter Bilder 120 bis 180 Millionen! Sezt wird für ein einziges Kabinettbild 4,8 Billionen und mehr gefordert. Rechnet man aber die sehr bedeutenden Unkosten für Ateliermiete, Empfangsdame, Retoucheufe, Kartons, Chemikalien und vor allem für die überaus feuren Platten ab, so bleibt dem Photographen, zu dem oft tagelang taum ein einziger Kunde fommt, gerade nur die notdürftigte Gristenz. Es ist auch hier ein unausgefehter Ringtampf mit unserem Jammer leben, ein Wettlauf um die Gunst desjenigen Publikums, das noch eirige Milliarden für einen selbstgefälligen Lurus anlegen fann. Amateur- und Schnell- Photographen. Wer einen Kodal noch nicht hat und ihn fich erst anfchaffen mill, möde das Shakespeare- Wort beherzigen: Tuet Geld in euren Beutel! Einige zig Billionen für einen guten Apparat werden gerad ereichen. In allen Handlungen mit photo. graphischen Apparaten und Bebarfsartiteln wird geflagt. daß das Geschäft immer schlechter geht. Eine Beitlang haben Ausländer hier stark gekauft, aber das hat gewaltig nachgelassen, weil solche 26] Copyright Georg Müller, München. Die Lofotfischer. Roman von Johan Bojer. Bon überallher tönte das Geräusch von Rudern und Buoten, ganz hinten begann ein Nordländer zu singen und Kaneles Gomon schwang die Ruder und sang mit, fo müde er war. Bor ihnen lag die Lofotwand mit den Schneegipfeln im Mondfilber, und unten an der Küste sah man Lichter von Leuchttürmen und Lichter aus Fischerplähen, überall meilenweit in dem stillen Abend. Lars merkte, daß die Handschuhe feucht wurden, das waren die Wunden an den Händen, die zu bluten begannen, aber noch war es weit bis zum Lande, und sie ruderten gegen die Strömung. Die grünen und roten Hafenlaternen wintten ihnen entgegen, ein Dampfer mit einer Reihe erleuchteter Ruhaugen pflügte vor bei. Jetzt ließ Lars einen Augenblick die Ruder los, es war, als lege er die bloßen Hände auf glühendes Eisen, aber ein Ruf des Baters jagte ihn wieder an seine Arbeit. Rubern, rudern, wenn das nackte Fleisch brennt, das ist nicht schön, aber jetzt hieß es an Land kommen und die Fische bergen. In der Bucht war schon ein Höllenfärm bei den Handelsbooten, die die Fische an Bord nahmen. Und die wenigen, die fertig und an Land waren, hatten fchon ein paar Schnäpfe getrunken, denn von überallher er tönte Geong und Lärm. her die Staväringer pflegten die Fische zurechtzumachen, beno fie fie verkauften, fie nehmen die Eingeweide heraus und Schnitten die Köpfe ab, falaten Roggen in Tonnen und rerfouf'en ihn, wenn im Frühling die Preise hoch gingen. Die Leber aber nahmen sie mit heim und verdienten besser, wenn fie fie felber zu Tran fochten. Da heißt es denn bis spät in die Nacht beim Schein einer Laterne am Strande ftehen und zwölf bis fünfzehnhundert Paberique ausnehmen. ehe an Effen oder Schlafen zu den fen it. Das Paßbild. Das wird noch am häufigsten verlangt. Hier spielt die Notwendigkeit ausschlaggebende Rolle. Paßbild ist nur ein Sammel begriff. Die Behörden verlangen den Lichtbildausweis, den nicht auf Karton gezogenen Kartenabzug, noch für zahlreiche andere 3wede, beispielsweise für die Poftausweisfarte. Auch Banten zahlen in unserer Zeit des Schwindelhochbetriebes in vielen Fällen nur gegen Vorzeigung eines polizeilich beglaubigten Lichtbildes. Beim Berliner Polizeipräsidium werden täglich Paßbildplakate spazieren geführt. Man braucht nicht erst verärgert nach einem Photographen zu suchen, hat ihn in unmittelbarer Nähe und erhält fein Konterfei genau so, wie es Sanft Bureaukratimus vorschreibt. Reichtümer sind auch hierbei nicht zu erwerben. Die Menge muß es bringen. • So geht unter dem Einfluß wahnwißigen Weltgestaltens eins nach dem anderen vom Allerpersönlichsten, von allem, was das Menschenleben schön und genußreich machen soll. verloren. Er schauernd sehen wir das blinde Rasen gegen die Kultur, das seinen Rückschlag immer weiter über die deutschen Grenzen ausübt. Schutt und Asche häufen sich auf dem Leidenswege, den die Kulturwelt noch lange zu laufen hat, wenn nicht der Glückssieger endlich aus dem Taumel erwacht. Erziehung zum Verschwender. Die nationalistische Presse hat ein Erfledliches über bie zu nehmende Entfittlichung und Verschwendungssucht der Jugendlichen geflagt, besonders während des Krieges, als manche Jugendlichen so gut verdienten". Wie schön wäre es demnach, wenn diese Jugendlichen auch heute noch aus der seligen Kriegszeit, fagen wir mal, 2000 m. auf der Spartaffe hätten. Aber was tut die Jugend heute, wenn sie als Lehrling solche Miesenbeträge zwischen 50 und 100 Milliarden in die Hand gedrückt bekommt? Ja, was tut sie wohl damit? Da kommt also so ein Jugendlicher auf den treuherzigen Einfall, zu sparen. Er hat etwas von Goldtonten bei der Spartasse gehört und schickt den Vater hin. Die Teltower Kreisspartaffe erfiärt, Goldfonten gibt es jetzt nicht mehr!" Und warum nicht mehr?"„ Es ist teine Dedung mehr vorhanden." Der Bater geht zur Berliner städtischen Sparkasse: Ja wohl, Goldfonten gibt es jetzt schon wieder." Und dann wird er " Lars' Hände waren vom Rudern abgeschunden, und jetzt brannten sie von der Berührung mit dem vom Seewaffer salzigen Fisch, brannten, daß er am liebsten in die Luft gesprungen wäre und geheult hätte. Aber man durfte hier nicht jammern wie ein Kind, hier war er ein Lofotfischer. Die gebückte Stellung ist nicht angenehm, wenn man schon müde ist, aber die Messer schneiden, die Leber in die eine Tonne, ben Rogen in die andere, das übrige Eingeweide fliegt in die See. Der Mond spiegelt sich in den Sunden, der gefrorene Schnee freischt unter den Füßen eines einsamen Nachtwanderers, der Fischerplatz schläft, hier aber stehen die Männer schweigend und nehmen Fische aus. Erst im Morgendämmern rief Kristaver:„ Rasch, sehe den Raffeefeffel auf, Lars!" Der Junge taumelt davon, ganz wirr im Kopf, alle Glieder tun ihm weh und die geschwollenen Hände bluten. Jetzt ist er auf dem Lofot, und jetzt ist Fangzeit. Schließlich schien die Lampe in der Stube auf die zwölf Männer, die um den Tisch beim dampfenden Raffee faßen, und sie hatten kaum Zeit, auf ihr Brot etwas aufzuftreichen. Gie hatten eine ganz rauhe Haut von Kälte, Schweiß und Meerwaffer, die Augen waren starr von all den Reichtümern, die sie sahen, von der Gier nach mehr, und vor allem von der Arbeit. nach der Britsche hinüber, und ohne die Bafferstiefel auszuUnd als sie endlich mit Essen fertig waren, taumelte Lars ziehen, fant er darauf nieder und schlief in derselben Se funde ein. Er meinte nur einen Augenblick geschlafen zu haben, als des Vaters Fäuste ihn wieder wach rüttelten.„ Auf, auf, wir müffen wieder hinaus!" Lars öffnet die Augen, starrt ihn an. Kann er nicht noch einen Augenblic schlafen? Romm jeßt," fagt der Bater. Siehst du nicht, daß die andern schon im Boot find? Wir fönnen schlafen, wenn der Fisch wieder weg ist. Hier haft du einen Schlud Kaffee!" Der Junge leert die Taffe, steckt einen Biffen Brot in den Mund und taumelt hinter dem Vater her, um einen neuen Tag an den Rudern zu beginnen. Herabsehung zu hoher Goldgrundpreise! Papiergeld immer noch gesetzliches Zahlungsmittel! Der Präsident des Landespolizeiamts beilt zu dem bereits im gestrigen Abendblatt ausführlich behandelten Thema noch folgendes mit: Es ist die Beobachtung gemacht worden, daß die Grundpreise für Gegenstände des täglichen Bedarfs, die jetzt allgemein auf Goldmart berechnet werden dürfen, zum Teil in Auswirkung des durch amtliche Festsetzung des sehr niedrig gehaltenen Dellarturses nicht nur weit über die Friedenspreise, sondern auch über die Weltmarktpreise hinaufgeschnellt sind. Das war in sehr vielen Fällen bisher schon unbegründet und hat den Bolizeibehörden Beranlassung zum Einschreiten gegeben. Nachdem nun aber die amtlichen Berliner Dollarnotierungen der Bewertung der Mart im Auslande entsprechend folgen, muß mit allem Nachdruck darauf hingewirkt werden, daß die überspannten Goldgrundpreise sofort auf ein angemessenes Maß herabgefeßt wer den, was um so begründeter ist, wenn Erzeugerpreise, wie das vielfach der Fall ist, noch unter den Friedenspreisen liegen oder dieselben, in Gold umgerechnet, nur verhältnismäßig wenig überschreiten. Das Landespolizeiamt beabsichtigt, demnächst eine 3usammen= stellung der Friedenspreise befanntzugeben. Unter Berücksichtigung der allgemeinen Weltteuerung wird daraus ungefähr zu ersehen sein, in welch angemessenen Grenzen sich Goldmarfpreise bewegen dürfen. Unter Bezugnahme auf eine frühere Beröffent lichung sei erneut darauf hingewiesen, daß die Annahme von Bapiermart nicht verweigert werden darf und bei Verstößen dagegen schwere Strafer vorgesehen sind. Biederholt find im Bolizeipräfidium Anzeigen eingelaufen, daß Großhändler bei Lieferung von Waren, insbesondere von Gegen. ständen des täglichen Bedarfs, on Kleinhändler Bezahlung in Dollars fchaganweisungen und Goldmarfanleihe verlangen. Nach der Verordnung vom 7. November 1923 ist dies unzulässig. Hiernach dürfen die Großhändler den Abschluß und die Erfüllung von Ver. trägen über die Lieferung von Waren aller Art nicht von der Hergabe anderer 3ahlungsmittel als der Papier. mart abhängig machen. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis und Geldstrafe bestraft. In besonders schweren Fällen kann auch auf Zuchthaus erkannt werden. Der Kaffenbotenüberfall am Teltowkanal. Der ungewöhnlich verwegene Raubüberfall auf die Kaffenboten der Darmstädter und Nationalbant bei Johannisthal im Frühjahr dieses Jahres, bei dem die Täter einen für damalige Verhältnisse riesigen Millionenbetrag erbeuteten, beschäftigte in zweitägiger Ber. handlung das Schwurgericht II. Unter Anklage standen die drei Alfred Otto Oswald und Willi Höpner wurden freigesprochen. Brüder Ernst, Oswald und Willi Höpner und der Zigarrenhändler Ernst Hövner wurde wegen unter Versagung mildernder Umstände zu acht Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust, der Angeklagte die Fischerflotte jeden Abend schwerbeladen nach dem Fischerplay herein. Die schlanken Nordlandsboote erinnerten an junge Frauen, die schwanger find... fie wollten es nicht wahr haben, sie famen dahergefahren, ebenso schlank wie sonst, aber ein geübtes Auge fah fofort, wie es mit ihnen stand. Fische... Fische... dies wurde ein Glanzjahr. schweren Straßenraubes Erst spät in der Nacht wird das Meer ruhig. Der Westfjord liegt ohne eine Welle da, schwellend im Mondlicht, und auf der äußersten Schäre haben schwarze Bögel Buflucht gesucht, das sind Scharben. Dunkles Meer und blanten Mond fieht man, und an der Lofotwand milen weit viele Leuchtfeuer und Hafenlichter. Die weißen Rundungen der Gletscher ragen in das Himmelsblau hinein, dies ist die Bolarnacht mit Sternen und den langen Milchstreifen des Nordlichts. Wenn der Morgen dämmert, hebt sich die Scharbe und schreit über das Meer hin, die Lumme antwortet eine Meile entfernt,... erst später hebt sich die Möme empor und fliegt dahin mit dem ersten:..o! a.. o! Gut Wetter heut-gut Wetter heut!. a.. o! a.. ol Leises Schwagen beginnt zwischen den Schären, wo die weißbrüftigen Alken und Enten scharenweise in das Meer tauchen und in der Bran dung sich wiegen. Guten Morgen, Morgen, Morgen! Ind endlich ist es so hell, daß im Fischerplay eine Flagge hochgeht, los und verftreut sich über das graublanke Meer. und im selben Augenblick macht sich eine Lawine von Booten Jezt tamen die Fischschwärme schon ganz nahe ans Land. Frauen und Kinder ruderten einige Bootslängen hinaus und fischten Kabeliau. In einer Jolle nördlich von der Bucht lag Barbara, die Wahrsagerin, in ihre wollenen Tücher eingehüllt, und angelte Rabeljaue, und bei ihr war Moses, der Jude, er fak da in seinem braunen Rod, mit dem großen, schwarzlodigen Kopf und der hängenden Klumpna'e, und er zog und zog große, zappelnde Fische heraus. Was soll man machen mit de Kabeljau? Man tann fe effen und man tamm se vertaufen. Warum nicht machen Es ist gutes Wetter, aber es ist faft. Das Meffer schneidet Geschäft? Wenn alle draußen auf den Bänken sind, da fann Rehen und Bäuche der Fische auf, aber die Hände können er an Land feine Uhren verlaufen. Darum ist Mofes iekt feine Handschuhe anziehen, und Blut und Schleim legen fich Lofotfischer geworden, und Barbara und er fifchen auf Teilung. auf Finger, Handrücken, Handgelen? und gefrieren zu Eis. Erst später erfuhr er. daß er doch die paar Stunden hatte| Ein Stück entfernt wiegt sich eine andere Jolle mit einem Arm Aafan muß auch hier erft angelernt werden, es geht ihm schlafen dürfen, als die andern an Bord eines Handelsbootes Missionar und einer Dirne, die er befehren will. Sie fischen nicht rasch von der Hand, und er weint fast, weil die Finger gewesen waren und vierzehnhundert Fische verkauft hatten. beide. Sie ziehen einen Kabeljau nach dem andern heraus. so brennen. Es ist so still draußen auf dem Meer geworden, Und nun famen einige Tage, in denen der ganze Lofot Pfarrer und Arzt sind braußen und fifchen, die Hausierer haben auch in der Bucht wird es ruhig, es ist schon spät in der Nacht. fich wie in einem Fieber befand. Das gute Wetter hielt an. fich auch eines kleinen Kahns und einer Angel mit einem Haken Aber die Staväringer sind noch immer mit den Fischen be- Dampfer fuhren im Hafen aus und ein, Fischerfahrzeuge bemächtigt, der Kabeljau beißt und hinge eine Nähfadenrolle schäftigt. Es mag lange oder furze Zeit dauern, aber fertig fegelten schwerbeladen fort, andere tamen leer an und be- an der Schnur. werden müssen sie, und sollten sie gleich wieder hinausfahren gannen aufzukaufen, schwimmende Transiedereien gingen ver müffen. Anker und wollten Leber haben, und von den Bänken tam! Und die Tage gehen hin, aber endlich fommt der Sonntag. ( Fortsetzung folgt.) Otto wegen Beihilfe zum Raube unter Bersagung mildernder Um- I hausweise von den Ausgabestellen abzuholen und zu diefem 3med stände zu einem Jahr drei Monaten Gefängnis verurteilt. Bei Ber die Abschnitte E der bisherigen Brottarte 41 von den Haus fündung des Urteils erging fich Ernst Höpner in schwersten haltungsvorständen einzusammeln und gegen Empfang der neuen Beschuldigungen gegen das Gericht und wollte sich auf Sarte an die Brotkartenausgabestellen abzuliefern. den Gerichtshof ftürzen. Seine Schimpfreden fanden lebhaften Biberhall bei seinen zahlreich im Bublikum versammelten Freunden. Otto Heinrichs Heimgang. Wieder Plünderungen. Die Gemeinschaftsschule und ihre Bedeutung für die heraus wachsende Jugend. Ueber dieses Thema sprechen am Montag, den 19. November, abends 7 Uhr, in der Arbeitsgemeinschaft fog. Elternbeiräte XII. Berm. Bezirk Stegliz, bei Schellbase, Steglis, Ahornstraße 15, die Schulreformer Schuster, Winkler, Bantom und Fräulein Mante. An fchließend Disfuffion. Alle Eltern, die eine neue Gemeinschaftsschule wollen, find herzlich eingeladen, ebenso samtlige Elternbeiräte und Kandidaten, sowie Lehrer und Lehrerinnen, die auf republikanisch- freiheitlichem Boden stehen. Lichtbilder vom Erdbeben in Japan zeigt Dr. Bitte am Sonntag, ben 18. november, 8 lbr abends, in der( geheizten) Jerusalems Air bei seinem Vortrag über: Persönliche Erinnerungen an das jest zerstörte Zofio". Cintritt 10 Milliarden. Neue Plünderungen haben gestern wieder stattgefunden. In der Wilmersdorfer Straße fammelte sich vormittags ein Es stürmte und hagelte, als am gestrigen Freitagvormittag Trupp von Arbeitslosen, meistens jungen Burschen, und drang in bie Witwe, die beiden Söhne, die anderen Angehörigen und die das Schuhwarengeschäft von Seiff u. Lattendorf in vielen Freunde unseres so jäh dahingeriffenen Otto Heinrich dem Haufe Nr. 55/56 ein. Bevor das Ueberfallkommando er zum Wilmersdorfer Krematorium eilten, wo die Reste des Verscheinen konnte, raubten die Burfchen 11 Baar Stiefel ftorbenen der Einäfdjerung harrten; aber die Spätherbstfonne brach In dem Hause Wilmersdorfer Str. 132 ftürmte eine Rotte das Weitere drei Todesopfer hat das Eisenbahnunglüd bei Karnsich Bahn und warf ihre Strahlen in die hohe Halle und auf den 20 Regen- und 20 Wintermänteln. Es gelang, 4 Mann festzu- Schwerverlegten find im Laufe der Nacht noch drei gestorben, soRonfettionsgefchäft pon Simon und verschwand mit statt gefordert. Bon den bei dem Kannstatter Eisenbahnunglüd von Kränzen bedeckten Sarg, als die Totenfeier mit Händels nehmen. Auf dem Wochenmarkt in der Breitenstraße zu daß die Zahl der Toten 10 beträgt. Largo" begann. Dann fang das Quartett der Typographia": Banfom wurden von etwa 200 Personen 2 Fleischerstände an„ Sei getreu bis in den Tod." gefallen und umgebrochen. Ein Zentner Hammelfleisch. Schweinefleisch und Wurstwaren wurden geraubt. Auf dem Markt in Steglig wurde einem Schmalzhändler, der seine Bare nur gegen wertbeständige Zahlungsmittel verfaufen wollte, von der erregten Menge die Marktbude umgestoßen. Nunmehr rief Genoffe Bartels vom Barteivorstand dem Kollegen und Freund schlichte, ergreifende Morte nach: Sanft und schmerzlos ist Otto Heinrich aus dem Leben geschieden. Für ihn ein schöner Lod! Für die Hinterbliebenen ein plög. liches schmerzvolles Leid. Wie der Lob in der Familie eine schwere Lücke geriffen, so auch in der Partei. Otto Heinrich hat fast ein Menschenatter im Dienste der Partei gestanden. Nachdem er schon anfangs der 90er Jahre in der damali. gen Druckerei des Borwärts" als Seher und später als Storrettor fätig gewesen, wurde er 1896 als Geschäftsführer unseres Bremer Barteigeschäfts berufen und von dort nach neunjähriger erfolgreicher Tätigkeit in gleiche Stellung nach Straßburg; die erfolgreiche Sanierung dieses Betriebes war in erster Linie sein Verdienst. Groß- Berliner Parteinachrichten. Morgen, Sonntag, den 18. November: 87. t. Marienfelbe. Die Barteigenoffen und-genoffinnen werden gebeten, Die Feier ber Sozialistischen Arbeiteriugend am Sonntag aberh 1hr bei Betsa, Berliner Straße, a befuchen. Eintrittsfacien om Scaleingang. Große Funktionär- Versammlung Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organiſation aller BSPD.- Partei- u. Gewerkschaftsfunktionäre Groß- Berlins Dienstag, den 20. November, abends 71, Uhr, im großen Saal der Kenen Welt, Hafenheide 108-114 Tagesordnung: 7. Areis Charlottenburg. Genoffin Binnow ist am 13. November verstorben. Einäfcherung am Sonnabend nachmittag 3 Uhr im Strematorium in Wilmersdorf. Jugendveranstaltungen. Werbebeair! Reukölln: Jugendheim Münchener Str. 53, allgemeine Funi 1911 berief ihn der Parteivorstand in sein Bureau nach Berlin als Druckereirevifor für unsere Barteigeschäfte, und als Dezernent Das Koalitionsrecht in Gefahr! Der Generalangriff Seute, Sonnabend, den 17. November, abends 7 Uhr: für dieses Reffort wurde er 1920 in den Parteivorstand gewählt. Seine großen fachlichen und faufmännischen Kenntniffe, fein Berständnis auf Arbeiterrechte. Die Ereignisse der letzten Zeit. für die Bedürfnisse der Parteipreffe erflären sein erfolgreiches Wirken. Unseren Geschäftsführern war er Freund und Berater au- Referent: Reichstagsabgeordneter Robert Dißmann. gleich. Trauernd gedenken mir des Freundes und Kollegen und feines frohen, liebenswürdigen Wesens. Unser legtes Abschiedsmort verbinden wir mit Worten des Dantes für alles, was er für die Bartei geleistet. Deines Birkens, Otto Heinrich, werden wir ehrend gedenken! Ruhe in Frieden! Heinrichs engerer Rollege im Amt, Genosse A. Schulz, sprach den Nachruf des Revisionsbureaus, des technischen Beirats der Einfaufszentrale und der Geschäftsleitungen der Parteipresse. Bas Du, lieber Otto, in jahrzehntelanger, nie raftender, hin. gebungsvollster Arbeit, oft unter Hintanfeßung der Familie, für Die Entwicklung der Parteipreffe und der damit verbundenen son stigen Einrichtungen geleiftet haft, sichert Dir in unjerer aller Herzen ein Denkmal, bauernder denn Erz und Stein. Hunderten warst Du ein Berater und warmer Fürsprecher in den Nöten des geschäftlichen und wirt schaftlichen Lebens. Taufende, mit denen Dein Amt Dich zusammen. führte, achteten in Dir nicht nur den hervorragenden Fachmann, sondern auch den Menscher und Freund. Dein bewährter Rat wird allen, die mit Dir in jahrelanger engster Arbeit verbunden waren, namentlich jezt in den Beiten des anhaltenden wirtschaftlichen Niederganges und der wiedererwachenden Reaftion oft bitter fehlen. Aber nicht nur Dein Rat, sondern auch Dein stets mitempfindendes Gemüt. Barst Du doch ein Mensch, von dem man die Inschrift bes Goetheschen Gartenhauses varriieren darf: Allen, die mit ihm verfehrt, ward ein froher mut beschert. Dein Name und Dein Wirfen wird stets und immerdar bei uns allen unvergeßlich und in dankbarer Erinnerung bleiben! Friede Deiner Asche! Gesang burchtönt den Raum: Stumm schläft der Sänger." Und dann versinkt unter den mehmuisvollen Klängen des BachGounodschen Ave Maria" der Earg langsam in die Liefe. Anschließend Aussprache. Ohne Funffionärfarte und Mitgliedsbuch fein Einfriff. Zur Dedung der hohen Unkosten Tellersammlung. Der Bezirksvorstand. Warum bleibt die Wohnung leer? tionärißung. Abteilung Bilmersdorf. Broletarische Felerfiunde in der Aula der Oberrealschule am Seepart. Musikalische Borträge, Anfprache, Sprech sor: Der Tag des Proletariats", von Ernst Toller. Um pinktliches und zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Gäste millkommen. Morgen, Sonntag, den 18. November: Drdentliche Generalversammlung des Vereins Gosialistische Arbeiterjugend Groß- Berlins sermittees s he in der Aula des Kaiser- Friedrich- Realgymna Rums, Renkölln, Raiser- Friedrich- Str. 208-218. Einles nuo gegen Borzeigung bes anbats aber Gaftfarte mit Mitgliedsbuch. Buchholz: Befuch des Museums für Staturkunde. Treffpunkt vormittags Friedenaa: Spaziergang. Treffpunkt 42 Uhr Uhr Bhf. Blankenbure. Schillerplay. Rarlehoeft: Besuch des Museums für Naturkunde. Treffpunkt vormittags 10 Uhr Bhf. Karlshorft. Reengberg: Besuch des Mufeums file Meabit: Meerestunde. Treffpunkt vormittags 10 Uhr Kreuzbergstraße. Riebez Satholife Schule am Stephandlas. Dichterabend( Bruns Schönland). schöneweide: Schule Berliner Str. 31, Glasbrenner- Abend. Steglik I und II: Treffpunkt zur Jugendfeier in Marienfelde na mitiogs 45 Uhr in Steglig. Sientens, de Albrechtstraße. Am Ringbahnhof Schmargendorf steht in der Rudolstädter Straße ein fleines Haus, das früher mal der Eisenbahnverwaltung gehört haben und Beamtenwohnhaus gewefen fein soll. Es hat über dem Erdgeschoß nur ein oberes Stockwerf und enthält dement sprechend nur einige fleine Wohnungen. In dem Hause mird seit Monaten eine Wohnung von zwei Zimmern und Küche nicht mehr als Wohnung benugt, sondern sie dient dem jezigen Eigentümer des Hauses, einem Tischlermeister, zur Aufbewahrung von Geräten für feinen Gewerbebetrieb. Bergeblich fragt man sich, warum die Räume ihrem 3wed entzogen bleiben, obwohl doch auch die Gegend am Ringbahnhof Schmargendorf gewiß feinen Ueberfluß an feinen Wohnungen hat. Allerdings muß, wer in dieses Haus ziehen will, auf manche Annehmlichkeiten verzichten, die man in anderen Häusern für selbstverständlich hält. Hier gibt es nicht mal eine Wasserleitung, aber auch der auf dem Grundftüd stehende Brunnen ist beschädigt und unbenugbar, so daß die in Bobbinstraße, Flieger dem Hause wohnenden Familien das Baffer aus beträchtlicher Entfernung von einem Straßenbrunnen heranschleppen müssen. Trog. dem würden sich zweifellos Beute finden, die froh wären, wenn ihnen biefe Wohnung zugewiefen würde. Marum bleibt sie leer? .Bolt und Zeit", imfere illustrierte Wochenschrift, fann infolge bes Buchbruckerstreifs diesmal nur einem Leile der Auflage pünfte lich beigelegt werden, der andere Teil der Abonnenten erhält die fällige Nummer etwas verspätet. Die Werkstarife für Gas, Weffer, Elektrizität und Entwäffe. rung bleiben am 17. November unverändert. Auch der Milchpreis erfährt feine Aenderung. Aus der fozialdemokratischen Stadtverordnetenfraktion. St. Marlenfelde. Jugendfeier im Restaurant von Betsch, Berlixer Straße, abends 6% Uhr. Anfprache, Jugendchor, Brolog, Wanderfapelle, Aufführung des Jugendspiels Blühende Erbe". Eintritt 10 Gold. pfennige. Jugendamt Mentale. Montag abend 7 Uhr in der Rathenau- Schule, Teil und Beiprogramm. Eintritt beträgt für Rinder eine halbe und für Erwachsene ben Breis einer vollen Straßenbahnfahrt. Karten inb em Soeleingang zu heben. Vorträge. Vereine und Verfammlungen. Pommen. Efperants- Berbaub Berlin. Sonnabend, den 17. Stasember, abends 714 Uhr. in der Aula des Werner- Siemens- Realgymnasiums, Berlin- Schöneberg, Sohenfeufenfit. 47-48. Feftabend anfäßlich des 20jährigen Bestelens. Geite will Bereinigte Berbände helmattreuer Oberflefiez, Drisgruppe Norden III. Sonning, ben 18, November, nachmittags 3 Uhr, Mitgliederversammlung vei Feftera, St. 85, Antonftr. 16, Broletarisches Kulturtarten Webbing. Sigung am 19. November, rünti8 Uhr, im Befezimmer des Jugendheims. Ti Das Feiner Regen rieselte; die Sonne hat sich verborgen; mild jagt der Herbststurm das fahle Laub von den Bäumen und rüttelt an den Pforten: Zum Abschiednehmen just das rechte Wetter Ein stilles, mehes Schluchzen geht durch die trauernde Ge- Stadtoerordnetenmandat der verstorbenen Genoffin Gertrud 3uder meinde. Leise verhallen die legten Löne. ift an ben Genossen Albert horlig übergegangen. Unvergeßlich bleibt, was Otto Heinrich, der Bravsten einer, im Dienste unferer Eache geleistet. Neue Brotfarten! Arbeitersport. Der Barverfant der Siniaskarten zum Sallensportfest im Spattpalast am 25. Stovember beginnt am Montag, den 19. November, in den Sportgeschäften des Turnvereins Fichte, Röpenider Str. 108; Rentölln, Raifer- Friedrich Sit. 61; Filiale Often, Wilhelm- Stolze- Straße. Arbeiter- Rabfahrer- Bund ,, Solidarität", Berlin. Touren für Sonntag, den Jagd auf wilde Devisenhändler. Am Donnerstagabend machten sich in der Nürnberger Straße wieder zahlreiche Personen an Baffanten heran unt versuchten von ihnen Devisen zu handeln. Gegen 7% Uhr wurde daraufhin die Rürnberger Straße zwischen Das Ernährungsamt teilt mit: Bom 28. November ab werden Surfürstendamm und Tauenzienstraße von 15 Polizeibeamten ab- 18. Sovember. 1. abt.: Papenberge, Start 12 Uhr Bülowftr. 58. 2. Abt.: Stienisfee. Start& Uhr Hohenstaufenplag. 3. bt.: Bird um 1 Uhr am in den Brotfartenausgabestellen der Bezirksämter 1-20 neue Brot- geriegelt und geräumt. Man führte insgesamt 38 Berfonen Start Launger Blas belanntgegeben. 6 bt.: Streissäge durch den Norden. farten ausgegeben. Zur Erleichterung des Berteilungsgeschäftes ift 3ur ache, von benen eine der Bucherabteilung übergeben Enbiel Schönwalbe. Start 9 Uhr Ropenhagener Sir. 26. 7. Abt.: 1 Uhr an burch Verordnung des Ernährungsamtes angeordnet worden, daß wurde. Ein Ausländer mußte den Weg zur Abteilung I A des Start Rolonieftr. 146. 10. ht.: bfchlußtour( Sonikeliagd). Start 6 Uhr. 21. November: Herrentour, Start 8 Uhr: Damentour 12 Uhr, Comeniusplet. der Abschnitt E der bisherigen Brotfarte 41, ber in der Woche Polizeipräfitiums antreten. 11. Abt.: Start 8 und 12 Uhr Utrechter Str. 9. Ortsgruppe Reukölln: Wird pom 19. bis 25. November zur Entnahme von Brot berechtigt, von Erklärungen zum Kirchenaustritt persönlich abgeben. Beum 1 Uhr am Start Serkbergplak befanntgegeben. Ortsgruppe Beiz: S018den Bädern nach Durchstreichung dem Käufer zurückzugeben ist. bollmächtigungen zur Abgabe von Erklärungen zum Kirchen- fammeltour aum Seizen für die Gaaifahrerkonferenz am 3. Dezember. Start Dieser Abschnitt berechtigt zum Empfang der neuen Brot- austritt find unzulässig. Nach dem Kirchenaustrittsgefes vom Zoutiftenverein Die Naturfreunde". Abt. Webbing und Gesundbrunnen: farte und ist deshalb sorgfältig aufzubemahren! Die Haus- 30. November 1920 ist jeder Antrag auf Kirchenaustritt person Gonning, ben 18, November, sünktlich 7 Uhr, im Jugendheim( Lebigenheim), eigentümer und deren Vertreter, im Einverständnis mit den Mietern lich bei dem zuständigen Amtsgericht oder in notariel öntette. 1, itäilbervortrag: Theater einft und jekt"( Boltsbühne). bt. Norboft: Montag, den 19. Sovember, 7 Uhr, Funktionärsigung beim Obauch die Mieterausschüsse, werden gebeten, bie Brotfarten möglichst beglaubigter Form zu erklären. mann. Erscheinen eines jeden Pflicht. Weiche mit die Wäfche ein! Henko früh 8 Uhr Chauffeestraße( Brüde). Du sparst an Seife und Walchmittel und erleichterst Dir das Waschen Henko Henkels Wafch- und Bleich- Soda bewährt seit einem halben Jahrhundert für Wäsche u.Hausputz Danksagung. Für die überaus zahlreiche Teilnahme aniäßlich des Todes meines Mannes Will Nordmann Innungskrankenkasse der Juweliere, Gold- a. 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