Nr.559 40.Jahrgang Ausgabe A nr. 279 Bezugspreis: Bom 25. Nov. bis 1. Dez. 1 Billion oder 1 Goldmart voraus zahlbar. Unter Kreuzband vom 25. Nov. bis 1. Dez für Deutschland, Danzig, Saarund Memelgebiet, Defterreich, Litauen, Luxemburg 1800 Milliarden, für das übrige Ausland 2600 Milliarden Postbezugspreis freibleibend. Der Borwärts" mit der Gonntags. beilage Boll und Reit". bez Unter. haltungsbeilage..Seimwelt" und ber Beilage..Siedlung und Kleingarten erfcheint wochentäglich awetmat, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 130 Milliarden Anzeigenpreise: Die einspaltige Nonpareille. zeile 0,70 Goldmart, Reklamezle 3,50 Goldmart. Kleine Unzeigen" das fettgedruckte Wort 0,20 Goldmark( zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 0.10 Goldmark. Stellengesuche das erfte Wort 0,10 Goldmark, jedes weitere Bort 0.05 Goldmart. Worte über 15 Buchstaben zählen fitr zwei Worte. 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Die Ger-| geblieben: die Bildung einer Regierung fämtlicher bürgermifgeteilt hatte, daß er die kabinettsbildung nicht übernehmen mania" schreibt dazu: lichen Parteien, was an der Forderung der Deutschnationalen. fönne, diese vielmehr einer„ innerpolitisch weniger umstritte- Sie erklärten, schon ihre Bereitwilligkeit zum Eintritt in die Re- auf Lösung der großen Koalition in Preußen gescheitert sei. Diese nen" Persönlichkeit übertragen werden müffe, hat der Reichs- gierung beweise, daß sie sich auf den Boder der Ber- Lösung hielt Stegerwald jedoch aus fachlichen und politischen Grünpräsident den Vorsitzenden der Zentrumsfraktion des Reichs- faffung stellten; fie erachteten diese zwar für reformbedürftig, den" für angebracht und notwendig. Die Bildung einer fags, den Abg. Mary, mit der kabinettsbildung gaben aber zu, daß eine Aenderung nur auf verfassungsmäßigem fleinen bürgerlichen Koalition aus Deutscher Volkspartei, Zentrum beauftragt. Herr Mary hat den Auftrag angenommen. Er Wege möglich sei. Bezüglich des Friedensvertrages gaben und Demofraten sei gescheitert, weil er nicht die erforderlichen Mitbemüht fich, eine Regierung zu bilden, die sich auf die bürger- die Deutschnationalen zu, daß er rechtsverbindlich sei. Auf alle arbeiter für sich gewonnen und diese Kombination nicht die auslichen Mittelparteien fügt, und hoffte, noch im Laufe des Fälle bestanden sie nicht darauf, daß er zerriffen reichende Gewähr für jene fefte und zielfichere Regierungsbildung Caftrigen Tages tamit zustande zu kommen. werden müsse. Hinsichtlich der Rheinpolitik nahmen sie den geboten habe, die notwendig gewesen sei, weil bei allen Parteien Wenn sich diese Hoffnung auch noch nicht erfüllt hat, so iff Bentrumsstandpunkt ein, daß das Reich die besezten Gebiete die Geneigtheit bestehe, Wahlpolitik zu betreiben, während die komdoch anzunehmen, daß Herrn Marg die Bildung der Regierung nicht in Stich lassen dürfe, und bezüglich der ungesez- mende Regierung den Mut zu unpopulärer Politik aufgelingen wird. Als Außenminister ist Herr Stresemann mäßigen Verbände erkannten sie an, daß verfassungswidrige bringen müsse. Eine Blankovollmacht für die Reichstags= vorgesehen. Ein Teil der Refforts dürfte wie bisher befeht Handlungen mit gefeßmäßigen Mitteln betämpft mit gesetzmäßigen Mitteln befämpft werden auflösung habe ihm der Reichspräsident, gestützt auf die Ver= bleiben. müßten. Schließlich erklärten sie sich einverstanden, daß Stresemann fassung, nicht erteilt. So habe er gebeten, eine in der deutschen Kurz vor Mitternacht meldet WEB.: die Außenpolitik als Außenminister in der Hond behalte, daß Immenpolitik weniger umstrittene Persönlichkeit" mit der ReichsDie Verhandlungen des Abgeordneten Marr über die also auf diesem Gebiete die bisherige Politit weiter tanglerschaft zu betrauen. Kabinettsbildung find fo weit fortgeschritten, daß sie voraus- perfolgt werden solle. Mit Recht stellte man im Zentrum fichtlich morgen vormittag zum Abschluß gebracht fest, daß in dem deutschnationalen Unterhändler( Hergt. Red. d.„ B."). der deutschnationale Bersammlungsredner nicht wiederzuerkennen nung die Deutschnationalen bisher die bekannte übertrieben scharfe Opposition gegen die Regierungspoliit gemacht haben. werden. * war. Man fragt fich verwundert, weshalb bei einer solchen Gefin- Der Achtstundentag bleibt Gesetz! Bon Wilhelm Dittmann, ehemaligem Mitglied des Rats der Boltsbeauftragten. " Der Regierung Marg, die in Bildung begriffen ist, ist zu wünschen, daß es ihr gelingen möge, die Geschäfte des Reiches so lange zu führen, bis die Durchführung freier Nebenbei: Wenn sich die Deutschnationalen überall, so Reichstagswahlen im ganzen Reich möglich ist. Es ist auch in ihrem unverschämten Brief an den Reichspräsidenten, Ueber den Rechtszustand bezüglich des Acytstundentages nichts dageg einzuwenden, wenn dieser Zeitpunkt nach Tun auf die sagenhafte Rechtsentwicklung" berufen, so vergessen werden völlig falsche Auffassungen verbreitet. Es wird fortlichkeit nahegerückt wird. Niemand versteift sich darauf, daß sie, daß diese Rechtsentwicklung, so weit sie überhaupt vor- gefekt so dargestellt, als wenn der Achtstundentag in Deutschdie Wahlen erst im Juni vorgenommen werden, vielmehr handen ist, den Deutschvöltifchen vielmehr zugute land auf einer Verordnung des Demobilmachungskommissars sprechen starte Gründe dafür, so bald wie möglich einen Reichs tommt als ihnen. Die Notwendigkeit aber, die Deutschnatio- vom 23. Movember 1918 beruht habe und nunmehr mit dem tag zu schaffen, der vier Jahre der Arbeit vor sich hat und, nalen an die Macht gelangen zu lassen, damit die gleichfalls Ablauf der Geltungsdauer dieser Verordnung aufgehoben fei. wenn das Bolf recht entscheidet, leistungsfähiger fein fann nur eine kleine Minderheit des Boltes bildenden Deutsch Eine halbamtliche Mitteilung, die durch die Presse geht, stellt als der alte, vom Vorfieber des Wahlkampfes geschüttelte. It is chen noch frecher als bisher auf den Umsturz hin diese Behauptung auf und fügt hinzu, daß jezt wieder die, Alles spricht aber dagegen, daß die Wahlen überſtürzt und arbeiten, wird außerhalb des deutschnationalen Lagers nir früheren Beschäftigungsbeschränkungen der Gewerbeordnung ohne genügende Borbereitung vorgenommen werden. Vorgends eingesehen werden. in Geltung seien. Das ist absolut falsa). forge dafür zu treffen, daß im unbefeßten wie im besetzten Das nächste Ziel der Deutschnationalen ist vollkommen Der Achtstundentag in Deutschland beruht überReichsgebiet gleichzeitig und frei vom Druck der Militärdiktatur klar geworden. Sie wollten im Reich und in Preußen eine haupt nicht auf einer Demobilmachungsverordnung, sondern gewählt werden kann, ist eine Aufgabe der inneren wie der maßgebende Machtstellung gewinnen, um von da aus die auf Gefeß, und die jetzt abgelaufene Demobilmachungsäußeren Politik, der sich die neue Regierung mit nachdrück- Wahlen in ihrem Sinne und mit ihren erprobten Haus- anordnung( nicht Verordnung") war lediglich eine Ausfühlichem Ernst zuwenden muß. In der Sozialdemokratischen Partei besteht keine Mei- mitteln aus alter Zeit„ machen" zu können. Das ist ihnen vor rungsanweisung auf Grund des Gesetzes. Das Gesetz, das den gung, die Vorbereitung der Reichstagswahlen zu stören und beigeglückt, und darum sind sie für den Augenblick recht klein- Achistundentag eingeführt hat, ist die große Verordnung mit dem alten Reichstag ohne zwingendste Not neue Krisen laut. Wer nicht will, daß die Republik unter reaktionärer mit Gefeßestraft", die von dem derzeitig einzigen Gemit dem alten Reichstag ohne zwingendste Not neue Krisen Herrschaft hoffnungslosem 3erfall preisgegeben wird, daß die fezgeber für das Reich, dem„ Rat der Volksbeaufexperimente zu machen. Eine Krife der Regierung Marg wäre alten Herrenrechte wiederhergestellt werden und die Masse des tragten", am 12. November 1918 verfündet und durch das experimente zu machen. Eine Krife der Regierung Marr wäre sowieso höchstwahrscheinlich mit Reichstagsauflösung schaffenden Volkes in dauernde drückendste Lohnsklaverei ver- llebergangsgefeg" am 1. März 1919 von der identisch. Sie wird vermieden werden können, wenn Herr Marr bei der Zusammensetzung seines Kabinetts und bei der inkt, der muß mindestens vom heutigen Tage an all sein Den- Nationalversammlung ausdrücklich legalisiert worden ist. Die Führung seiner Politik auf die Tatsache Rücksicht nimmt, daß fen darauf richten, daß den Erbschleichern der politischen Macht große Verordnung mit Gesetzeskraft" vom 12. November 1913 eine von der Rechten bekämpfte Regierung nur dann eritieren auch bei den nächsten Wahlen das Spiel gründlich hob den Belagerungszustand, die Zenfur, das Hilfsdienstgesetz und die Gesindeordnungen, alle Beschränkungen des Vereinsfann, wenn sie der sozialdemokratischen Fraktion die MöglichWen hassen und fürchten die Deutschnationalen? Nicht und Versammlungsrechts, der freien Meinungsäußerung, der feit gibt, eine oppositionelle Stellungnahme zu vermeiden. Der bisherige Borfizende der Zentrumsfraktion und vor die bürgerlichen Mittelparteien, die sie sich botmäßig zu machen Religionsausübung und der Arbeiterschutzbestimmungen auf, aussichtst: Reichstanzler Marr ist bei der Rechten ebenso un- versuchen, nicht die Kommunisten, deren Deflamationen vom gewährte Amnestie für politische Straftaten, führte die beliebt, wie er in der sozialdemokratischen Fraktion wegen seiner bewaffneten Auiftand" fie mit Gelächter aufnehmen, sie Arbeitslosenunterstützung ein, proklamierte das allgemeine, Besonnenheit, Sachlichkeit und Rechtschaffenheit persönlich basien und fürchten allein die Sozialdemo- gleiche, geheime und direkte Wahlrecht für Männer und geachtet ist. Aber damit ist natürlich noch nicht gesagt, daß fratische Partei. Nicht das scheinradikale Mortgedröhn Frauen vom 20. Lebensjahre an für Reich, Staat und Geer Mißgriffe vermeiden wird, die die sozialdemokratische der Kommunisten, sondern nur eine fachliche, auf dem Boden meinden und bestimmte ferner wörtlich: Fraktion zwingen könnten, einen Appell an die Wähler vor für ihre Bestrebungen gefährlich. Und so zeigen sie selber der Wirklichkeit bleibende Arbeiterpolitik scheint ihnen zeitig herbeizuführen. denen den Weg, die sie ernstlich bekämpfen wollen. Eine besondere Schwierigkeit liegt in dem Umstand, daß auf dem Gebiet des Steuer- und Währungswesens rasche Entscheidungen herbeizuführen sein werden, die auf dem normalen Weg der Gefezoebung nicht herbeizuführen sind. Eine Erneuerung des Ermächtigungsgesetzes wird aber aus dem Kreis der Erwägungen ausscheiden müssen. Denn es ist der fozialdemokratischen Reichstagsfraktion unmöglich zuzu muten, daß sie die Rechte der Volksvertretung an eine Regierung delegiert, in der sie gar nicht vertreten ist. Es wird also ein Weg gefunden werden müssen, unter Mitroirfung des Barlaments die no'wendigen Entschlüsse mit der Raschheit zu tren, die die Not. des Augenhlids verlangt. Gelingt das nit, fo bleibt als leztes Auskunftsmittel miem nur die Au lösung. Auf die Gefhichte her Krise zurückzutommen, wird noch meriah Gelegenheit sein. Hierzu fei auch auf die Notizen nerwiefen, die meiter un'en gegeben werden. Die entscheidende Wendung trat befannilih am geftrigen Tage ein, da die bürgerien arte'en fich meiqerten, auch in Breuken. entsprechy nd der geplanten Kabinettsbildung im Reich und zu= gleich mit die'er eine Bürgerblockregierung zu bilden. Der deutsch nationale Boltsbetrug hat sich in seinem Heißhunger nach der Futterfrippe" der Macht gründlich entlarvt. Um in die preußische Verwaltung wieder eindringen und das alte Junterpreußen wiederherstellen zu können, waren die Deutschnationalen bereit, ihre sämtlichen sogenann" verdorben wird. * " " Spätestens am 1. Januar 1919 wird der achtstündige Marimalarbeitslag in Kraft treten. Die 11 Tage später erlassene Anordnung des Demobilmachungskommissars vom 23. November, die fälschlich als die Grundlage des Achtstundentages ausgegeben worden ist, beReichstagsabgeordneter Geheimer Justizrat Bilhelm Mart, ruhte auf der Verordnung mit Gesegestraft" vom 12. Novemder Führer der Reichstagsfraktion des Zentrums, ist am 15. Januar ber 1918. Diese Verordnung der Boltsbeauftragten hätte 1863 zu Köln geboren. Er ist Jurist und legte nach seinem Studium nur von der Nationalversammlung aufgein Bonn die richterliche Laufbahn in seiner rheinischen Heimat hoben werden fönnen. Das ist aber nicht nur nicht gezurüd, wo er in seiner Baterstadt seit 1904 als Landgerichtsrat und fchehen, sondern die Nationalversammlung hat am 1. März feit 1906 als Oberlandesgerichtsrat wirkte. In gleicher Eigenschaft 1919 diese Verordnung mit allen übrigen Verordnungen der fam er 1907 nach Düsseldorf. Im Frühjahr d. 3 wurde er als Volksbeauftragten ausdrücklich aufrechterhalten. DaSenotepräsident an das Kammergericht zu Berlin berufen. mals wurde das von den Boltsbeauftragten vorgelegte, vom Marg ist alter Zentrumsparlamentarier. Von 1899 bis 1918 Boltsbeauftragten Landsberg Landsberg eingehend begründete vertrat er den Wahlkreis Crefeld- Land im preußischen Abgeordneten- Uebergangsgesetz" beraten und angenommen, dessen haus, und von 1910 bis 1918 mar er Mitglied des Deutschen Reichs-§ 1 folgenden Sah 2 enthält: tags für den Wahlkreis Mülheim( Rhein). Der Nationalversammlung und der Preußischen Landesversammlung gehörte Marg ebenfalls en. * Herr Stegerwald verbreitet eine längere Erklärung über seinen mißglückten Versuch einer Kabinettsbildung, in der er u. a. folgendes auseinandersetzt: In Kraft bleiben auch alle von dem Rate der Boltsbeauftragten bisher erlassenen und verkündeten Berordnungen. " Mit diesem Uebergangsgeseß ist der Achtstundentag in Deutschland gefeßlich als Marimalarbeitstag" gemäß der Verordnung der Volksbeauftragten vom 12. November 1918 festgelegt. Die jetzt abgelaufene Demobilmachungsverordnung ließ gewisse lleberschreitungen des Achtstundentages Dreierlei sei ihm unmöglich erschienen bei seiner Aufgabe: die zu. Mit dem Fortfall der Demobilmachungsverordnungen sind Bildung der großen Koalition, die Bildung der Weimarer Koalition auch diese lleberschreitungen gefallen. Jetzt besteht als Rechtsund auch die Bildung eines Kabinetts aus freigewählten Mitarbeitern zustand der schematische" Achtstundentag als Marimalmit eigenem Programm. Ihm seien daher nur zwei Möglichkeiten arbeitstag". Das ist der tatsächliche Rechtszustand! Briefwechsel Hergt- Ebert. Der Vorsitzende der Deutschnationalen Volkspartei Hergt hat an den Reichspräsidenten nachstehendes Schreiben gerichtet: Sehr geehrter Herr Reichspräsident! Luthers Rücktritt. Der Reichsfinai.zminister Dr. Luther hat gestern an den Reichspräsidenten einen Brief gerichtet, in dem er um die Entbindung von der Weiterführung der Geschäfte bittet, weil durch die an dauernde Regierungstrije alle Maßnahmen der Finanzregelung ins Stocken gekommen seien. Der Hilferuf an Sachsen. sächsische Bevölkerung zuschulden kommen ließen, aus dem Heere entfernt haben. Diese Meldung entspricht nicht den Tatsachen. Weder ein Offizier noch ein Unteroffizier ist bisher entlassen. Es ist lediglich eine Untersuchung der einzelnen Beschwerden über angebliche Uebergriffe der Reichswehr eingeleitet worden. Schon jetzt hat sich in den meisten Fällen die pöllige Saltlosigkeit ber Anschuldigungen ergeben." Daß Uebergriffe vorgekommen sind, leugnet demnach auch das Zu der Mitteilung des sächsischen Ministerpräsidenten, daß der Wehrkreiskommando IV nicht. Da es im eigensten Interesse der Reichsmehr liegt, Roheitsdelikte und Ausschreitungen von Mitgliedern der bewaffneten Macht gegen die Bevölkerung nicht zu dulden, muß erwartet werden, daß die Untersuchungen objektiv geführt werden und daß die Uebergriffe rücksichtslos geahndet werden. Nach dem Rücktritt des Kabinetts Stresemann hätte es der parTamentarische Brauch erfordert, daß eine der Oppositions= parteien mit der Kabinettsbildung beauftragt worden wäre. Das ist nicht geschehen. Vielmehr haben Sie, Herr Reichspräsident, auf den verschiedensten Wegen Bersuche zur Neubildung einer Reichsregierung unternommen, die gescheitert sind. Inzwischen haben sich derzeitige Reichskanzler Dr. Stresemann in der Nacht vom sowohl die außenpolitische Lage des Reichs wie auch die seelische 8. zum 9. November telegraphisch um Sachfens Hilfe gegen sowohl die außenpolitische Lage des Reichs wie auch die seelische Bayern gebeten habe, werden vom amtlichen WTB. Erklärungen und wirtschaftliche Not des deutschen Volkes so verschärft, daß veröffentlicht, in deren Mittelpunkt zwei Dokumente stehen. eine weitere Hinauszögerung der KabinettsneuDas erste ist die Einleitung eines Telegramms, das die bildung nicht verantwortet werden fann. Das deutsche Volf in seiner übergroßen Mehrheit erwartet Abwendung vom 8. zum 9. November an sämtliche Landesregierungen abgesandt Bresseabteilung der Reichsregierung in der Nacht von der bisherigen Regierungsmethode und eine Neuorien tierung nach rechts. Wenn der Reichstag in seiner überalter= ten Zusammenfegung nicht fähig ist, dieser Stimmung des Bolles Ausdruck zu geben, so müssen Sie, Herr Reichspräsident, die Entscheidung des Bolles anrufen und der neu zu bildenden Regierung die Ermächtigung zur Auflösung des Reichstags übergeben. Zur Regierungsbildung unter solchen Borausfegungen stellen mir uns zur Verfügung. In vallkommenster Hochschätzung gez. Hergt, Borfizender der Deutschnationalen Volkspartei. Der Reichspräsident hat darauf wie folgt geantwortet: " Sehr geehrte Exzellenz! In Erwiderung Ihres heutigen Schreibens muß ich zunächst darauf aufmerksam machen, daß die Reichsverfassung die Berufung des Mannes, der die Reichsregierung bilten und leiten soll, mei ner freien Entschließung überläßt. In Ausübung dieses mir verfassungsmäßig zustehenden Rechtes habe ich bisher mit der Bildung einer neuen Regierung stets eine Persönlichkeit betraut, deren politische Stellung die meiste Aussicht auf eine schnelle Zusammenstellung eines arbeitsfähigen Kabinetts zu bieten schien; diesen Weg bin ich auch in der gegenwärtigen Krife gegangen. Wenn ich davon abgesehen habe, eine der beiden Oppofitions parteien mit der Neubildung der Regierung zu betrauen, so geschah das, weil ich durch meine vertrauliche Aussprache mit ten Führern der Reichstagsfraktionen am Abend des 23. d. M. zu der Ueberzeugung fommen mußte, daß für feine der beiden Oppofitionsparteien die Möglichkeit der Bildung einer Regierung auf verfaijungsmäßiger Grundlage vorhanden war. Außerdem hatte ich aus der Besprechung mit Eurer Exzellenz am Freitag abend den Einbrud gewonnen, daß die Fraktion der Deutschnationalen Bolkspartei teinen entscheidenden Wert auf die Führung bei der Regierungsbildung legte, vielmehr mit der Kanzlerschaft eines Mitgliedes der Deutschen Wolfspartei oder des Zentrums einverstanden war. Im übrigen darf ich ausdrücklich darauf hinweisen, daß ich mit Herrn Abgeordneten v. Karborff, der mir von den Fraktionsleitungen der Deutschen Volkspartei, des Zentrums und der Demofraten für die Regierungsbildung in Borschlag gebracht worden war, der Fraktion der Deutschnationalen Bolkspartei zwei wichtige Resforts zur Besetzung durch Männer ihres Vertrauens anzubieten. Die Auffassung, daß jede Hinauszögerung einer Kabinettsbildung die Interessen des Reiches schädigt, teile ich durchaus; nachdem mein Versuch, ein überparteiisches Kabinett, das von allen bürgerlichen Barteien getragen werden solite, zu berufen, mißlungen war, habe ich alles getan, was in meiner Möglichkeit lag, um die im Reichstag geführten Berständigungsverhandlungen der bürgerlichen Parteien zu beschleunigen. Diese Verhandlungen find, wie Sie wissen, gescheitert. Darauf habe ich heute nachmittag Herrn Reichstagsabgeordneten, Senatspräsidenten Marg, mit der Bildung einer Regierung beauftragt, die von den Mittelparteien getragen wird. In ausgezeichneter Hochachtung gez. Ebert, Reichspräfident." Die Freischar. Von Franz Lepinsti. zu Der Schnitter Led geht durch den deutschen Blätterwald. Bäume, die schwerste Schicksale überdauerten, fallen über Nacht wie Gräser. Da zieht ein neues literarisches Gewächs den Blick auf sich nennt sich Freischar Blätter der neuen Bereitschaft", Bereitschaft? Schon recht! Aber wozu? Die Antwort ist: dienen dem politischen Willen der jungen Generation, der Idee des Deutschen Reiches, einer neuen Aristokratie der Arbeit, dem Geiste wagender Berantwortung, dem kommenden Führertum und seiner Gefolgschaft, der erwachenden Nation, der deutschen Lebenslinie." Dies Wortgeflingel macht stubig. Im so mehr, als die Freischar mit auffälliger Eindringlichkeit um die Jungfozialisten wirbt. Herausgeber der Zeitschrift ist Artur 3idler. Der Zidler- Kreis hat Sinn für Form. Man wird die erschienemen Hefte mit einem Gefühl ästhetischer Befriedigung durchblättern. Die meisten Auffäße sind mit Sprachgefühl geschrieben und mit Gee ichid zusammengestellt. Bickler läßt das ganze Feuermert seiner sprühenden Sournalistit spielen. Aber man frage mich nach dem Inhalt nicht. In dem ersten Heft fucht man vergeblich, was die Freijchar" mill. Sie redet mit ge schmackvollen Redewendungen um Dinge herum, die sie nicht gerade herauszusagen wagt. Die zweite Nummer wird deutlicher Man sieht, wohin der Kurs geht. " Soweit den Auffäßen überhaupt ernsthafte Ueberlegungen zu grunde liegen, sind sie jener feineren Form des Chauvinismus entsprungen, die auf das metaphysische Bedürfnis des deutschen Lesers spekuliert. Jene hohen Töne von der deutschen Seele", vom„ beut schen Menschen", vom„ deutschen Führertum" und der deutschen Lebenslinie sind uns ja bekannt, allzu bekannt. Sie tamen bisher nur aus einem anderen Lager als dem, aus dessen Reihen die meisten Freischärfer stammen. Wir fennen fie als Gedankengut der Generation von gestern und vorgestern, als Ideologie der Realtionäre im politischen und menschlichen Sinne. Zidlers heutiges Ideal gleicht ihnen trok aller literarischen Ornamente auf ein Haar. Man höre: diese Schau der Zukunft ist.. Rückbeziehung auf die Grundart der Nation, ist wenn Ihr wollt Botsdam!" Die naivsten und daher offensten der Trabanten um 3idler find Balter Spengler und Hermann Sch mig. Jener verwirft es, Meinungen zu diskutieren", zu problematisieren". Er will, daß gelan wird, was die Stunde fordert". Aber was fell getan werben? Seine Antwort ist: die Jugend hat den Tornister zu paden und zu marjajieren". Und Hermann Schmitz ruft:„ Früher fagten mir: für das Hochziel des Menscntums, heute fagen mir: Für die Größe der Nation! Hört, dfte Sozialisten! Für die Nation! Für ihre Freiheit, für ihre Größe, für die Abrechnung mit denen drüben!" Nur Irre und Kinder fönnen so reden. Große Kinder, die immer noch von Heldentaten träumen, weil ihnen einst unbesonnene Mütter Bleisoldaten und Schlachtenbilder in die Händchen gaben. Oder Kinder, deren Phantasie schlechte Schulmeister mit romantischen Helbenidealen früh verbildet haben. In ihren Köpfen malt sich immer hat. Sie lautet: Die Deutschvölkischen bleiben verboten. Ein Schreiben Seeckts. In München hat Hitler Regierung Knilling gestürzt und sich General v. Seedt hat an den Führer der Deutschvölkischen zum Reichsverweser ernannt. Reichsregierung hat Verbindungen Freiheitspartei auf dessen Beschwerde ein Antwortschreiben gesandt, mit Bayern abgebrochen, General Seedt zum Oberbefehlshaber in dem er das Verbot der Partei aufrechterhält. In der Antwort jämtlicher Truppen ernannt und folgenden Aufruf erlassen. Es heißt es: folgte dann der bekannte Aufruf des Reichspräsidenten und der Reichsregierung, der folgendermaßen schloß: In der Schicksalsstunde des deutschen Voltes und Deutschen Reiches fordern wir alle Freunde des Vaterlandes auf, sich einzusetzen für die Bewahrung der Reichseinheit, deutscher Ordnung und deutscher Freiheit. Alle Maßnahmen für die Niederkämpfung des Butsches und die Wiederherstellung der Ordnung sind getroffen und werden mit rücksichtsloser Energie durchgeführt." Weiter hat die Reichsregierung in der Münchener Putschnacht an sämtliche Landesregierungen folgendes Telegramm gesandt: ,, Unter der Leitung von Ludendorff und Hitler ist in München ein gegen das Reich gerichteter Butsch gemacht worden, an dem Lossow, Kahr und Boehner beteiligt find. Die verfassungsmäßige bayerische Regierung ist verhaftet. Die Reichsregierung hat einen Aufruf an das deutsche Bolt erlassen, der den Landesregierungen durch Wolffs Telegraphisches Bureau zugeht. Reichspräsident und Reichsregierung, die entschlossen sind, diesen hochperräterischen Verfuch mit aller Energie niederzuschlagen, er suchen die Landesregierungen, die Reichsregierung hierbei mit allen Kräften zu unterstützen." Die Behauptung des sächsischen Ministerpräsidenten wird durch diefe Dokumente pollinhaltlich bestätigt. Um so sonderbarer muß es erscheinen, wenn die amtliche Stelle, die die Veröffentlichung der Telegramme veranlaßt hat, an die Publizierung den polemischen Satz fnüpft: Die Darstellung des fächsischen Ministerpräsidenten Fellisch, als ob gerade Sachsen am feine Hilfe gegen Bayern gebeten worden sei, wird wohl durch die Tatsache, daß das erwähnte Telegramm en jämttiche Landesregierungen gesandt worden ist, wie auch durch den Inhalt des Telegramms widerlegt." Hier wird den Borien des sächsischen Ministerpräsidenten ein Sinn unterlegt, den sie gar nicht hatten. Vor allem aber geht diese Bolemit an dem Kern der Sache vorüber. Ministerpräsident Fellisch hatte die Tatsachen gegenübergestellt, daß die Reichsregierung auf der einen Seite die fächsische Landesregierung durch den militärischen Ausnahmezustand in der unwürdigsten Weise fchuriegelt and sie auf der anderen Seite um Hilfe gegen Bayern angeht. An diesen Tatsachen ändern auch die amtlichen Erflärungen nichts. Ebensowenig ändern sie etwas an der Tatsache, daß es ein unhaltbarer Zustand ist, wenn das Reich ein Land, dessen freiwillige Hilfeleistung in Anspruch genommen wird, mit militärischen Altionen überzieht. Ernste Bermehrung muß dagegen eingelegt werden, daß amtliche Regierungsstellen des Reiches, wie schon öfter, fich in einer Art Polemit gegen die fächsische Regierung gefallen, die man als objettio nicht mehr bezeichnen fann und die geeignet ist, das Ver hältnis zwischen Reich und Ländern aufs neue zu trüben. Die Uebergriffe der Reichswehr. Amtlich wird gemeldet: Nach einer Dresdener Meldung des Vorwärts" soll das Wehrtreistommando IV mehrere ältere Unteroffiziere und auch einige Offiziere, die sich schwere Angriffe gegen die „ Herr v. Graefe hat am 9. November im Einverständnis mit Persönlichkeiten gehandelt, die sich die Stellung der Reichsregierung anmaßten und die verfassungsmäßige Reichsregierung zu stürzen suchten. Ob er dabei im Glauben sein fonnte, daß auch bayerische Regierungsstellen an diesem Umsturzverfuch gegen die Reichsregierung teilnähmen, ist belanglos. Herr v. Graefe hat an einem Demonstrationszug der Umsturzpartei teilgenommen, der nach feinem eigenen Eingeständnis in Nr. 167 des„ Deutschen Tageblattes" dazu dienen sollte, die Reichswehr auf ihre Seite zu bringen. Er hat in dem gleichen Artikel im„ Deutschen Tageblatt" sein Einverständnis mit dem Umsturz versuch ausgesprochen und an die Reichswehr eine Aufforderung zum Ungehorsam gerichtet. Ferner hat ein anderes prominentes Mitglied der Deutschvöltischen Freiheitspartei, Oberleutnant a. D. Roßbach, Angehörige der Infanterieschule in München zur Teilnahme am Umfturz, d. h zum Ungehorsam und Eidbruch verleitet. Aus diesen Gründen muß ich das Verbot und seine Begründung in vollem Umfange aufrechterhaften." Die preußischen Finanzen. Ein Notprogramm der Arbeitsgemeinschaft. Im Preußischen Staatsrat ist ein Antrag der Fraktion Arbeitsgemeinschaft eingegangen, der sich mit der trostlosen Finanzlage des Staates und seiner Gemeinden beschäftigt und führung nicht unbedingt notwendige Ausgaben erheischen, und Gleichgewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben jei nirgends her. gestellt. Das Ziel aller Staats- und Gemeindeverwaltungen müffe gegenwärtig allein die Erhaltung der Existenz sein. Staat und Gemeinden seien von allem Ballast zu befreien. Das Staatsministerium wird ersucht, erstens einen Plan zur sofortigen Verringerung der Ausgaben des Stactes und der Kommunen durch Aufhebung, Abänderung oder Ausfegung aller Gesetze, deren Durchs führung nicht unbedingt notwendige Ausgaben erheischt, und zweitens einen nach Feftmart veranschlagten Haushaltsplan unter Streichung sämtlicher nicht unbedingt zur Fortführung der Staatsverwaltung gebotenen Ausgaben vorzunehmen, dritténs ungefäumt gefeßliche Maßnahmen herbeizuführen zur Hebung und Berbilligung der Produktion durch Steigerung der Arbeits zeit und Arbeitsleistungen, Einführung des Arbeitspflicht jahres, Abbau aller unproduttiven Lätigfeit in Staat und Kom munen und Zuführung der entbehrlichen Kräfte zur produktiven Tätigkeit; viertens endlich bei der Reichsregierung auf die sofortige Umgestaltung des Steuersystems unter Wiederherstel lung der Selbständigkeit der Länder und Kommunen hinzuwirken, bergestalt, daß die Steuern nicht probuftionshemmend wirken. Der Antrag wird in der Dezembertagung des Staatsrates behandelt merden. Eine technische Hochschule für Oftoberfchlesien soll nach einem Beschluß des dortigen Landtags errichtet werden. " 1 noch der Krieg troy vierjahrelangen Weltenbrandes so luftig Der Hiller von Wien. Die Biener Arbeiter- Zeitung" schreibt: und harmlos wie ein Manöverspiel im Jungdeutschland- Bund. Aus den meisten Bersammlungsanzeigen unserer österreichischen Erziehungsfehler find fchwer wieder gutzumachen. Gegen seiche Hafentreugler flingt der Refrain: Hitler ist groß und Professor Torheiten helfen auch feine Gründe. Man sollte diese großen un- Suchenwirth ist sein Prophet!" Dieser Herr ist, seitdem Dr. Richt wissenden Kinder an die Hand nehmen und sollte sie nach Frankreich von der Leitung der nationalistischen Partei zurückgetreten wurde, führen. Man follte ihnen zeigen, wie Taufende blühender Etädte tatsächlich der geistige" Führer dieser Gruppe, sozusagen der öfterund Dörfer spurios verschwunden sind, als hätte sie die Erde verreichische Hitler. Allerdings ein Hitler im Westentaschenformat. Zuschluckt. Oder man müßte ihnen den Ozean aus Gräberkreuzen in nächst schon in seiner äußeren Erscheinung; sieht er doch aus wie ein Flandern zeigen, der die Schande jenes Krieges in die Welt schreit. mäßig entwickelter Brimaner und eignet sich demnach vorzüglich Berwickelter ist der Freischürler Fäse. Er verschanzt seine zum Herrn der mit Unterfefundanern start durchsetzten hafentreuzAnsicht hinter einem ganzen System von dunklen Begriffen. Er hat lerischen Heerscharen. Als Redner erinnert er an den jungen Deentdeckt, daß das, was man seit Jahrzehnten Sozialismus nannte, mosthenes, der bekanntlich anfangs auch mit der Zunge anstieß. beren zeitbedingte Erscheinungsform" sei. nur eine Verfälschung der großen und wahren Jdee", zugleich aber Bährend aber der athenische Redner dieses angeborenen Uebels da= Sollte Fäses neuer durch Herr wurde, daß er sich an den Meeresstrand begab, KiefelSozialismus" nicht auch zeit- und milieubedingt sein, vielleicht eine fteine in den Mund nahm und so das Brüllen der Brandung zu überErscheinungsform", gewachsen in den Redaktionsstuben der D23.? tönen fuchte, wird Profeffor Suchenwirth durch die Binnenlage Wiens Die Unaufrichtigteit feines Spiels mit dem Wort Sozialismus" ist gehindert, seinem berühmten Vorbild auf diesem Wege zu folgen. sogar der„ Deutschen Zeitung" auf die Nerven gefallen, als Föfe in Dagegen war es ein überaus glüdlicher Gedante von ihm, feinen trodenen tschechischen Familiennamen Such a net( tschechisch: suchy, ihren Spalten feinen neuen Sozialismus" propagierte. hinter ihr steht keine Bewegung Diese Proben mögen die Tendenz der Zeitschrift charakterisieren. Seutid: traden) in den ferndeutschen und feuchtfröhlichen auch feine Gruppe von Führer- Suchenwirth" umzutaufen. Schon dieser Name sichert seinem persönlichkeiten, weder im nationalen, noch in einem anderen Sinne Träger jene Anziehungskraft auf die Seelen seiner Zuhörer, deren des Wortes. Allenfalls einige literarische Liebhaber zweifelhafter Ge- Mangel der Oberlehrer Suchanet, wenn er vor seiner Klasse steht, so im ganzen genommen finnung. Die Zeitschrift brud eines Versuchs einiger Ueberläufer, ihren Schritt theoretisch zu macht den Ein- oft schmerzlich empfinden soll. rechtfertigen. Dieses Bedürfnis ist menschlich verständlich. Es ist fogar in gewisser Hinsicht erfreulich. Es beweift, daß sich ein Gewiffen in ihnen regt. Der Rechtfertigungsversuch ist aber trotz aller Geschicklichkeit mißlungen. Man kann den Treubruch an einer Sache, der man innerlich verbunden sein wollte, nicht durch flache Synthesen - jenseits von rechts und links! ungeschehen machen. 27 " Was also bringt uns die Zeitschrift? Manches Ergögliche, viel Dummes, einiges Schmerzliche und eine gute Lehre: Wir Jung fozialisten haben noch viel zu tun auf der Welt! Darum laßt den Trommler Ridler seine Trommel rühren, wo immer er mag. 3m jungsozialistischen Lager werden seine Wirbel tein Echo finden. Aus dem Tagebuch eines Baumeisters. Manche Staatsmänner fint wie Säulenfiguren fie scheinen zu stügen, find aber nur Ornamentit. ** Konvention ist der Mörtel im Bau der Gesellschaft. Der Hurra- Patriotismus ist wie ein Wolfenfrager, her ideal zum Himmel strebt: im Grunde dient er als Herberge für Materialisten. * " Aenderung der amerikanischen Einwanderungspolifif? Der amerikanische Abgeordnete W. R. Wood, der fürzlich von einer zum Zweck des genauen Studiums der Einwanderungsfrage nach Europa unternommenen Reise zurückackehrt ist, hat nach einem Bericht in Werft, Reederei, Hafen" eine Aenderung der amerikanifchen Einwanderungspolitik angefündigt. Man wird die jetzt bestehende Methode der Höchstquoten aufgeben, und es soll die gesamte Kontrolle über Zahl und Art der zuzuloffenden Einwonderer in die Hände des Arbeitsministers gelegt werden. Dieser foll bestimmen, wie viele Einwanderer und aus welchen Ländern innerhalb einer gewissen 3eit jährlich zugelassen werden sollen. Dem Arbeitsminister wird auch die Aufsicht über die Berteilung der Einwanderer übertragen, und er hat zu entscheiden, ob sie je nach dem vorliegenden Bedarf in der Industrie oder Landwirtschaft beschäftigt werden. Stoßfeujzer aus dem Münchener Bürgerbräu. Kreuztenfihimmi herrgottfatrafruzitürfn jateafafra! Jeg ham ma immafort gegen an damischen Marrismus kämpft und da werd der Marr felber Reichsfanzler, der ölendige Saujud, der ölendige!" 3n der Bolfsbühne, Theater am Bülowplak, findet am 1. Dezember, mit Baul Hendels in der Titelrofle, statt. abends 7% Ubr, bie 25. Anfiübenng von Figaros Sozeit“, " Bollobühnenvorträge. Am börjaal des unit gewerbemuseums, nach ihr, doch wer wollte sie im Hause haben? Ein anspruchsvolles Mädchen gleicht der Turmuhr; jeder sieht Brinz- Albrecht- Str. 7a, iprint am 1. Dezember, abends 7 lb, Profeffor Rechansty über die Grenzbegisse der Kun it". In der Aula des Gymnasiums gum Grauen loiter, lofteritt. 74. wird über das Standinavische Theater sprechen. Einlaßtarten gegen van 2011ow für Frau von Sollander am 3. Desember, abends 71, 11hr, Entrichtung von etwa 25 bzw. 20 Golbpfennigen jeells am Saaleingang. Die Brautschaft ist wie ungelöschter Ralf, die Ehe mie gelöschter, Erna Loewenwarter. " P Aerzte und Krankenkassen. Neue Verordnung des Reichspräsidenten. Aufnahme einer mertbeständigen Anleihe zu bewirken. Die Ge- I Nach einem Schlußwort des Berichterstatters wird der Antrag nossen erhalten ihre Grundstücke nach Durchführung der Kultivierung auf fofortige Haftentlassung der Abg. Frau Wolfstein gegen die mit den anteiligen Kosten in der Form von Genossenschafts- Stimmen der Deutschnationalen und der Deutschen Bolkspartei a nDer zur Beilegung des Konflittes zwischen Kranten lasten behaftet zurüd. An die Stelle der Eigentümer, die aus genommen. fassen und Aerzten für Donnerstag einberufene Reichsden oben angeführten Gründen enteignet wurden, tritt das gemein- Nach Ueberweisung einiger fleiner Borlagen an Ausschüsse benüßige Siedlungsunternehmen in die Genossenschaft ein. Seine zur antragt Genossenschaft gehörenden Grundstücke werden zu einem einheitlichen politischen Anträge zu beraten. Das Schweigen des Landtags zur Abg. Dr. Meyer- Ostpreußen( Komm.), heute Freitag ale innerSiedlungsobjekt zusammengeschlossen und nach der Durchführung der Rheinlandfrage fomme geradezu einer Begünstigung des SeKultivierung mit Neusiedlern besetzt. Auf diese Weise wird paratismus gleich. nicht nur Dedland kultiviert, sondern gleichzeitig auch die Möglichteit zur Ansehung zweiter Bauernsöhne in der Heimat geschaffen. ausschuß fonnte nicht zusammentreten, weil die Vertreter der Aerzte nicht erschienen waren. Anwesend waren nur die Kassenvertreter. Es fanden Besprechungen mit der Regierung statt. Die Kassenvorstände erkannten die Richtlinien des Arbeitsministeriums an. Der Reichspräsident hat am Donnerstagabend eine neue Verordnung erlassen, nach der die Verordnung vom 30. Oftober über die Krankenhilfe im Sinne der Richtlinien des Arbeitsministe riums geändert wird. Danach sind Kündigungen erst zulässig, wenn sich der Arzt wiederholt wichtiger Verlegungen seiner tassenärztlichen Pflichten schuldig gemacht hat. Außerdem wird die Kündigung erst mit der Entscheidung des Ueberwachungsausschusses wirksam. Die Befugnis der Krankenkassenvorstände, Richtlinien für die Aerate nach Anhören von Sachverständigen festzustellen, wird aufgehoben. Die anderen in der Berordnung vom 30. Oktober vorgesehenen Befugnisse fönnen nach Errichtung des Ueberwachungsausschusses ausgeübt werden. Es versteht sich von selbst, daß nur solche Moor- und Dedländereien in Kultur genommen werden, deren Erträge unbedingt die aufgewendeten Kosten decken. Die angeforderten Staatsmittel sind hiernach keine verlorenen Zuschüsse, sondern eine Art Vorschußkredit, der nach Durchführung der Kultivierung eines Genossenschaftsgebietes für andere Siedlungsgebiete zur Ver. fügung steht. Auf diese Weise wird es möglich sein, das Tempo in der Kultivierung der großen zusammenhängenden Moor- und Oedlandsflächen wesentlich zu beschleunigen. Ueberstunden im Ruhrbergbau. Mit Zustimmung der Gewerkschaften. Abg. Kah( Komm.) verlangt dasselbe. Der Weltestenrat habe beschlossen, nur deshalb noch eine Sigung am Freitag abzuhalten, weil an diesem Tage Diäten ausgezahlt werden.( hört, hört!) Das sei beschämend für den Landtag.( Gelächter bei der Mehrheit.) von Maßnahmen gegen Wucher und gegen die Not des Volkes. Abg. Schulz- Neukölln( Komm.) fordert die schleunige Beratung Wenn der Landtag in dieser Frage nichts tue, so sei das ein Beweis dafür, daß die Mehrheit dieses Parlaments den Wucherern, Schiebern und fabotierenden Agrariern verbündet sei.( Ordnungsruf.) Die kommunistischen Anträge werden abgelehnt. Freitag, 12 Uhr: Kleinere Vorlagen. Schluß 1% Uhr. Kein Bürgerblock in England. Die Arbeitsgemeinschaft der Spizenverbände der Krantenfassen erläßt folgenden Aufruf an die trantenverCondon, 28. November,( Eca.) Sowohl die liberale mie die sicherte Bevölkerung: Der Leipziger Aerzteverband hat seine Mitfonservative Partei dementieren entschieden die Gerüchte über eine glieder aufgefordert, ab 1. Dezember jede Tätigkeit für die Um eine baldige Wiederaufnahme der Arbeit im Einheitsfront der Liberalen und Konservativen gegen die ArbeiterKranfenfassen einzustellen und Kaffenmitglieder nur noch Ruhrbergbau zu ermöglichen und um durch reichlichere und billigere rale Kandidat in Liverpool zugunsten der Arbeiterpartei 3 urüdpartei. Mit diesem Dementi in Uebereinstimmung wurde der libegegen sofortige Barbezahlung zu behandeln. Es ist sogar mit der Versorgung der Wirtschaft mit deutscher Steinkohle der Arbeits- gezogen und ebenso der liberale Gegenfandidat des ArbeiterGefahr zu rechnen, daß stellenweise Aerzte auch die Behandlung lojigfeit zu steuern und den Kohlenmangel zu beheben, haben führers Macdonald in Aberaven. gegen bar ablehnen. Die Berordnung über die Krankenhilfe die Vertreter des Zechenverbandes und der Gewerkschaften im Reids- Arbeiterparteiler in West- Derby und Bridgewater zugunsten der Als Gegenleistung sind die gibt feinen Grund für solch gefährliches Vorgehen, die Verordnung arbeitsministerium die Vereinbarung getroffen, daß im Ruhrbergbau liberalen Kandidaten zurüdgetreten. Ueber die Wahlaussichten bringt nur auf notwendige Sparsamkeit, um die Krankenversicherung die Arbeiter unter Tage, fowie die mit der Förderung unmittel- äußerte sich der Gewerkschaftsführer J. H. Thomas dahin, daß die vor dem völligen Zusammenbruch zu bewahren. Unter nichtigen bar zusammenhängenden Arbeiter über Tage im Anschluß an die Konservativen eine Mehrheit wohl erringen werden, biefe aber Vorwänden hat der Leipziger Aerzteverband die Tagung des Reichs- regelmäßige Schicht eine Stunde Mehrarbeit leisten. Für ausschusses für Aerzte und Krantenfassen vom 29. November ver- die übrigen Arbeiter über Tage soll in Verbindung mit der Großhindert und damit die beabsichtigte Verständigung vereisenindustrie baldigst eine Regelung der Arbeitszeit getroffen citelt. Die Reichsregierung hält am Inhalt der Verordnung im werden. Sinne der Richtlinien vom 22. November und ihrer Ergänzung vom 26. November feft. Von den Versicherten und ihren Arbeitgebern erwarten die Spitzenverbände, daß sie die bedrohten Krantentassen in der Abwehr des ihnen grundlos aufgezwungenen Kampfes unter flützen. Die Kassenvorstände werden aufgefordert, die Erkrankten vor allem durch ausreichende Barentschädigung, insbesondere durch Aufmertung des Krankengeldes vor Not zu bewahren und so ihnen möglich zu machen, einstweilen sich selbst die notwendige Kranten pflege zu beschaffen. Die planmäßige Untermühlung der Krankenversicherung durch den Leipziger Verband und andere Kreise gefährdet Lebensnotwendigkeiten der versicherten Bevölkerung. Darum, Bersicherte und Arbeitgeber, Augen auf!" Gegen einen Streit der Kaffenärzte. Zu dem von den Aerzteverbänden zum 1. Desember befchloffenen Streit gegenüber den Krankenkasser teilt das Meichsarbeits ministerium mit: Die Einwendungen der Stassenärzte gegen die rechtliche Gültigkeit der Richtlinien vom 22. Rovember zur Verprdnung über die Krankenhilfe und gegen die im offenen Briefe bom 26. November gegebenen Erläuterungen find retli haltlos. Nach den Richtlinien ist die Kündigung nur bei piebolter und schwerwiegender Verfehlung eines Staffenarztes zuläing. Bon dem Recht zur Kündigung und zur Bildung bon Arztbezirken darf der Kasenvorstand erst nach Errichtung des Uebermachungsausschusses Gebrauch machen. Die Anrufung des Arztes schiebt die Wirfung der Kündigung auf. Das Recht des Reichsarbeitsministers, folches anzuordnen, geht aus§ 30 der Reichsver sicherungsordnung in der neuen Faffung hervor. Gleichwohl wird cine unmittelbar bevorstehende ergänzende Verordnung eine jeden Zweifel ausschließende Fassung bringen. Damit schwindet auch der Schein eines Grundes für einen Streit der Kaffenärzte." Von dem Borstand des Vereins sozialistischer Merate Deutschlands geht uns folgende Erklärung zu: Die jozialistischen Aerzte erklären fich mit dem Vorgehen ihrer Berufsgenossen in Berlin und im Reiche solidarisch. Unter möglichster Vermei dung jeder Schädigung der Versicherten halten sie es im Einverständnis mit der gesamten Aerzteschaft für unwürdig, unter einer Verordnung, wie sie der Erlaß der Regierung vom 30. Oftober 1923, der die Aerzte gegenüber den Krankentajien völlig entrechtet, dar stellt, zu arbeiten. Sie erwarten im Interesse der Versicherten die Aufhebung, zum mindesten die sofortige Suspendierung der Berordnung und fordern, daß den Kranfenfaffen in gufunft genügend Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit sie mehr als bisher ihren sozialen und hygienischen Aufgaben im Intereffe der arbeitenden Bevölkerung gerecht werden können. Moorkultivierung in Preußen. Großzügige Pläne der prensischen Regierung. Das Preußische Staatsministerium hat dem Staatsrat einen Gefeßzentwurf zugehen lassen, der vom Landtage die Bewilligung nicht genügen werde, den Schutzzoll durchzudrücken, da die der Wage sein werden. Wie die Arbeiterpartei mitteilt, sind unter 10 bis 20 Freihändler in der fonservativen Partei das Bünglein an den 434 Kandidaten der Partei sechs Kommunisten als offizielle Parteikandidaten aufgestellt. Unter ihnen beDie Vertreter der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer waren findet sich Philipps Brice, der Berliner Korrespondent des„ Daily darüber einig, daß zur möglichst baldigen Erreichung der Friedens- Herald". 3wei weitere Kommunisten kandidieren inoffiziell, aber leistung im Kohlenbergbau alle in der Technik, der Organisation und nicht in Opposition zur Arbeiterpartei. der Arbeitsleistung des Bergbaues möglichen Verbesserungen ohne Berzug durchgeführt werden müssen. Bis zum 1. Februar 1924 werden die Vertreter der Verbände unter Mitwirkung des Reichsarbeits- und des Reichswirtschaftsministeriums erneut zusammen- scharfe Gegner der Reaktion, ist schwer erkrankt. freten, um festzustellen, ob dieses Ziel erreicht ist, oder welche weiteren Mittel etwa zu seiner Erreichung notwendig find. Die rheinische Notenbank. Paris, 29. November.( WTB.) Noch einer Meldung aus Brüffel hatten Ministerpräsident The unis dem„ Bingtième Siècle" zufolge gestern mit Vertretern der Brüsseler Großbanten eine Unterredung über den Plan einer rheinischen Emissionsbant gehabt. Die Organisation dieser Bant und die Abfassung des Statuts follen heute in einer Konferenz zwischen deutschen, französischen, belgischen, holländischen und wahrscheinlich auch englischen FinanzCeuten entweder in Bonn oder in Koblenz zur Sprache tommen. Das Rapital der Bank würde 6 Millionen Dollar betragen. Marschall Pilsudski, der gewejene polnische Staatspräsident und Wirtschaft Die Aufgaben der Reichsbank. In der gestrigen Sitzung des Zentralausschusses der Reichsban? hat Bizepräsident v. Glasenapp längere Ausführungen gemachi, über die wir gestern berichtet haben. Der Vizepräsident der Reichsa bank verbreitete sich insbesondere über die Situation, die durch die Befreiung der Reichsbank von der Kreditgewährung an das Reich geschaffen worden ist. Großen Wert zu legen schien man auf die Feststellung, daß man die Papiermart wieder zu Ehren brin. gen rolle, nachdem ihr Umlauf durch den Umtausch in Rentenmark wesentlich eingeschränkt werden kann. Dagegen vermißte man in den Ausführungen des gegenwärtigen Leiters der Zentralnotenbant Darlegungen über die Vorbereitungen zur Schaffung Neuer französischer Rechtsbruch. Französische Spione sollen immun sein! WTB. meldet: Bor furzem ist an der deutsch- schweizerischen einer Gold note, die jetzt zur dringenden Notwendigkeit wird. Grenze auf deutschem Boden bei Singen ein französischer Es kommt jetzt darauf an, daß man den Weg der Währungsreform, auptmann Penndaries d'Armont feftgenommen wie er bereits von dem Genossen Hilferding als Reichsfinanzminister morden, der feit mehreren Jahren dem französischen Generalkonsulate vorgezeichnet wurde, entschlossen zu Ende geht. Die Rentenmart in Basel zugeteilt ist und von dort aus wirtschaftliche und politische soll nur eine Zwischenlösung sein. Jelänger die Reichsbank Spionage gegen Deutschland betrieben hat. Auf Grund des zögert, ihrerseits ein Goldzahlungsmittel zu schaffen, desto mehr umfangreichen Belastungsmaterials hat der Oberreichsanwalt ein entgleitet ihr die Herrschaft über eine zentrale Regelung Berfahren gegen b'Armont eingeleitet. Die franzöfifche Regierung des deutschen Geldwesens. In Hamburg gibt es bereits eine eigene nicht entsprechenden Vorgabe, die Berhaftung jei auf fchweize hat sich für ihren Agenten eingefekt und unter der den Tatsachen Goldnotenbant, im Rheinland ist eine solche in Bildung begriffen, rischem Boden erfolgt, Repreffalien im besegten Gebiet und es tann nicht ausbleiben, daß derartige Bestrebungen noch weiter ( Berhaftungen) angedroht. Die deutsche Regierung hat hierauf in um sich greifen, wenn an der Stelle, die für die zentrale Geldvereiner Antwortnote an die französische Botschaft erwidert, daß auch forgung maßgebend ist, noch länger gezögert wird. nach einem Bericht schweizerischer Zollbeamter die Berhaftung auf Es mag verfrüht erscheinen, wenn man schon jetzt die Forde deutschem Gebiet erfolgt ist. Es wird festgestellt, daß die fran- rung nach der Schaffung der Goldnote erhebt. Aber in den ersteet zöfifche Regierung wieder einmal durch Mißbrauch der ihr in Entwürfen, die der Schaffung der Rentenmark vorausgingen, war den besetzten Gebieten zu Gebote stehenden Machtmittel die Bediefer überhaupt nur eine furze Lebensdauer von drei bis einflussung eines ordentlichen deutschen Gerichtsver- vier Monaten zugemessen, zum anderen drohen sowohl dem Reiche fahrens versucht. Die Franzosen haben nun den Senatspräsidenten wie der Privatwirtschaft viele Gefahren, wenn man den UeberLenzberg vom Oberlandesgericht in Düsseldorf verhaftet. Die gangszustand zu lange dauern läßt. An dieser Stelle wurde wieder deutsche Regierung hat gegen dieje Rechtsverlegung protestiert und holt betont, daß die beste Stübung der Rentenmark die Schaf gefordert, daß Herr Lenzberg sowie andere in dieser Angelegenheit fung einer Goldnote ist. Dadurch würde das Vertrauen aller Birtetwa festgenommene Geifeln unverzüglich freigelassen schaftstreise in eine wirkliche Lösung der Währungsfrage gestärkt und die Aussichten der Rentenmark ebenso wie der Rentenbriefe gefördert. werden. Das Strafverfahren gegen den französischen Spion wird durch tie Gewalttat nicht beeinflußt. Der Leipziger Zwischenfall. eines Kredites von 2,6 millionen Goldmark zur beschleu. Trotz deutscher Entschuldigungen Botschafterberatung. nigten Urbarmachung privater Heide und Moorländereien durch den Staat anfordert. Inangriffnahme solcher Unternehmungen alle zu ihrer Durchführung In privaten Kreisen mehren sich die Stimmen, welche dent Verlangen nach einem Goldzahlungsmittel darin Ausdrud geben, daß sie die gänzliche Freigabe des Devisenverkehrs fordern. Unter anderem hat auch der Landbund eine dahingehende Paris, 29. November.( WTB.) Die Botschafterkonferenz ist Rentenbant beauftragt, nach dieser Richtung zu wirken. In der Entschließung gefaßt und feine Mitglieder im Verwaltungsrat der heute vormittag am Quai d'Orsay unter dem Vorsiz von Jules Der Amtliche Preußische Pressedienst teilt dazu mit: Es soll in Cambon zusammengetreten. Eine amtliche Mitteilung ist nicht aus- Tat würde die Aufrechterhaltung der Devisenverordnung überden Regierungsbezirken Osnabrück und Stade damit begonnen gegeben worden. Die Konferenz hat sich mit den Leipziger füffig, menn erst einmal ein echtes Goldgeld eingeführt ist. So werden, größere, 1000-15 000 Sjeftar umfassende Flächen, die nach 3 wischenfällen beschäftigt, bei denen ein belgischer Offizier lange jedoch die Wirtschaft sich mit einem provisorischen Inlandsten natürlichen Wasserabflußverhältnissen abgegrenzt sind, zu ein- und ein französischer Unteroffizier von der interalliierten Kontroll- zahlungsmittel wie der Rentenmark behelfen muß, stehen dem die heitlichen Meliorationsgebieten zusammenzufassen. Die Bewältigung fommission durch Reichswehr festgenommen wurden. Die schwersten Bedenten entgegen. Die geringste Kurssentung der dieser Arbeiten ist natürlich nur bei Verwendung von Kraftgeräten, Stonferenz wird die Prüfung der Angelegenheit im Laufe einer dem Rentenmark, wie sie z. B. schon jezt aus dem Rheinland gemeldet insbesondere von Dampfpflügen, möglich ein Verfahren, nächst abzuhaltenden Sigung fortsetzen. wird, würde dazu benugt werden, um Devisen zu hamstern und so das durch die erwähnte Zusammenfassung größerer Flächen gegeben Sowohl in Brüssel wie in Paris sind deutsche Entschuldigungen eine Spefulation gegen die Rentenmark in ähnlicher Weise einzuist. Das neue Gesez ist aber auch insofern interessant, als es neue vorgebracht worden. leiten, pie sie seinerzeit und noch bis jetzt gegen die Papiermark Wege gegenüber der früheren Dedlandkulturpratis des Staates einmit Erfolg durchgeführt wird. Von dem Augenblid an aber, wo es schlägt. Während früher davon ausgegangen wurde, daß vor der Haftentlassung Rosi Wolfsteins beschlossen. ein deutsches Goldgeld gibt, werden schon wegen der bequemeren erforderlichen gefeßlichen und sonstigen Maßnahmen getroffen fein der Haftentlassung der Abg. Frau Wolfstein( Stomm.). Der Landtag beriet gestern Donnerstag zunächst die Frage Rechnungsweise viele Devisenbefizer ihre Bestände gegen deutsches Geld austauschen und so den Devisenstand der Reichsbank stärfen. mußten, wobei die wertvolle Zeitspanne bis zur Bildung der Ge- Ausschuß- Berichterstatter Abg. Meier( S03.) beantragt, die Es kommt also zunächst darauf an, die Goldnote zu schaffen. nossenschaft nuklos verstrich, wird nunmehr so vorgegangen, daß die sofortige Haftentlassung zu fordern, denn selbst wenn Frau Wolfftein Wenn man aber schon die Papiermart wieder zu Ehren bringen Ausführung des Planes der Bildung der Bodenverbesserungsgesell- an der Demonstration teilgenommen hätte, wäre dieses Delikt nicht will, wie die Reichsbank es beabsichtigt, so muß man mindestens schaft vorangeht, und daß diese durch eine staatliche Stelle als vor- so schwerwiegend, daß sie deswegen in Haft behalten werden müßte. eine er abnumerierung der Geldzeichen vornehmen. läufiger Vertreter ersetzt wird. Zunächst werden die Eigentümer Abg. Dr. Meyer- Ostpreußen( Komm.) behauptet gegenüber der der in die Bodenverbesserungsgenossenschaft einzubeziehenden Grund- polizeiamtlichen Darstellung, tatsächlich fei Frau Wolfstein gar nicht ist ein Unsinn, wenn eine Rentenmart gleich 1 000 000 000 000 stücke zusammenberufen und es wird ihre Erlaubnis zum so for Begleiterin bis an den Polizeifordon an der Schloßbrücke gelangt. fcin und bleiben sollen. Man streiche eben von der Papiermark in einer Menschenmenge gewejen, fondern mit nur einer einzigen Papiermart, ein Rentenpfennig gleich 10 000 000 000 Papiermark tigen Beginn der Kultivierungsarbeiten erbeten. Dort habe sie Polizeibeamte wegen der Berhaftung anderer Demon zwölf Mullen ab und erhält somit auch für dieses Zahlungsmittel Eigentümer, die diese Erleubnis nicht erteilen oder die Kosten der stranten zur Rede gestellt und sei dann selbst trotz der Berufung auf Recheneinheiten, mit denen der Verkehr umgehen fann. Es wäre Kultivierung seinerzeit nicht erstatten wollen, fönnen mit Hilfe des ihre Immunität verhaftet worden. Der Rebner erklärt dann, die wünschenswert, daß die Reichsbank der Frage einer Denomination § 3 des Reichsfiedlungsgefeßges durch das gemeinnüßige Siedlungs- Kommunisten tönnten sich nicht auf den Boden der längst durch der Bapiermart näher tritt, um endlich einmal den Nuffentaumet unternehmen enteignet werden. Sodann wird sofort mit dem löcherten Verfaffung stellen.( hört, hört! bei den Sozialdemokraten.) und die überflüssige Schreibarbeit aus unserem Geldwesen herausUmbruch der Ländereien begonnen und die Kultivierung durch Minister Severing wisse sehr genau, daß die gestern von ihm gegeführt. Gleichzeitig werden die Berhandlungen zur Bildung der zeigten Waffen nicht aus fommunistischen Waffenlagern Bodengenossenschaft aufgenommen. stammen; er tenne ihren Ursprung, ihre Bedeutung und Verwahrung. Noch in der vorigen Woche sei im Reichswehrministe= Die Kosten der Kultivierung werden zunächst vom Staate rium die Verhaftung Severings beschlossen gewesen.( Hört, vergeschossen. Ist die Genossenschaft gebildet, so ist mit ihr über die hört! bei den Kommunisten.) Severing werde seinen Kopf auch nicht Erstattung dieser Kosten zu verhandeln und ihre Rückzahlung durch durch sein Borgehen gegen die Kommunisten retten tönnen. zubringen. Es Eine Anleihe für Motstandsarbeiten in Bayern. Im Ständigen Landtagsausschuß wurde eine Goldmartanleihe in Höhe von 20 Millionen Mart für produttive Notstandsmaßnahmen und Siche rung der Volksernährung genehmigt. Bewerkschaftsbewegung Dem Züricher Don der Wahrheit. Bostsrecht" entnehmen wir: ,, Neben den alltägliche.. Berleumdungen gegen die Arbeiter. bewegung sticht ein tapferes, mannhaftes Wort über die Arbeiter aus dem Munde eines Bürgerlichen um so mehr hervor. Prof. Dr. Bovet hat fürzlich in einem Referat in Luzern folgende fundamentalen Wahrheiten ausgesprochen, die gerede von der ürgerlichen Bresse niemals zugegeben werden: " Girmal: Streit, und selbst Streitpostenstehen ist nicht ne Erfindung der modernen Arbeiterbewegung. Schon im 6. Jahrhundert kamen mit solchen Mitteln geführte impfe por. Dann: Es wäre falsch, zu glauben, die heutige Arbeiterschaft b ihre Bewegung habe den Klassenfampf erfunden. Die Sauern und der kleine mittelstand haben schon ängst den Kleffentempf gepflegt. Die große Revolution hat iefe Boltstlaffen emanzipiert, nicht aber die Arbeiter haft. Es ist far, daß es dem folgenden Jahrhundert vorbe= citen blieb, den Kampf um die Gleichberechtigung der Arbeiteraffe zu führen Dritions. Im Weltkrieg hat man der Arbeiter. chaft viel, sehr viel Versprechungen gemacht. Man atte sie dringend nötig. Wie hat man ihnen da. in der Preffe, Bersammlungen und Behörden zugerufen:„ Wir werden s nie vergessen, daß mir alle Brüder find!" Diese Versprechungen sind nie gehalten worden. Von überfichem Einn gegenüber der Arbeiterklasse ist wenig mehr verspüren." Wie sollte sich das in der Sorge um den Profit und die bung seiner„ Substanz" aufgehende Unternehmertum so hr lange zurürliegende Dinge jetzt noch erinnern? Heute arauf hinzumcifen, ist von den glücklicherweise" recht selten genordenen Ratheberfezialisten" recht unbedacht. Prof. Dr. Franke ist tot, Lujo Brentano ist aft und Geheimrat herf er hat noch red fzeitig umgelernt. In der„ wilden" Schweiz ögen fich noch einige diefer unbequemen Wahrheitsfanatiker er often können. In Deutschland ließe man sie total verhun rn, wenn fie fich hervorzutreten wagten. Wir sind hier beim Wiederaufbau der Wirtschaft", wobei jede Störung streng zu ver: viden ist. Von der Wahrheit raucht fein Schornstein. Abbau" Wiederaufbau!", 1 erfolgen müsse. Auch auf dieses Angebot der Arbeitgeber fonnte Internationalen Berufe fefretariate gegenüber der Noten Getrer? nicht eingegangen werden. schaftsinternationale und den ihr angeschlossenen Organisationen zu bestätigen. Der Schlichtungsausschuß Groß- Berlin ist von dem Zentralverband der Angestellten angerufen und wird eine Entschei dung zu fällen haben. Sobald der Verhandlungstermin bekannt ist, wird eine Funktionärversammlung einberufen, zu der alle Funt tionäre erscheinen müssen, um zu dem dann gefällten Schiedsspruch Stellung zu nehmen. Der Vorstand ermächtigt das Bureau des JGB. an Be sprechungen mit der Exekutive der Russischen Gewerkschaftszentrale unter Ausschluß der Roten Gewerkschaftsinter nationale teilzunehmen, um auf der Basis der Statuten und des Programme des JG B. den Versuch zu machen, die internationale Einheit der Arbeiterbewegung berbeizuführen. Gescheiterte Verhandlungen im Großhandel. Die Arbeitgeber erklärten, daß die Forderung von Goldlöhnen Die verurteilte Vergwerksdirektion des Saargebiets. unberechtigt jei feine Verhandlungsarundlage bilden könne. Auch der Berjud, Die Bergwerksdirektion hat nach dem Streit, trotzdem sie mit Ir die laufende Woche wenigstens den inder den Organisationen einen Vertrag unterzeichnete, wonach feine mäkinen Zuschlag erbalten, schlug tebl, weil die Arbeitgeber der Bergarbeiter gemaßregelt werden durften, etwa 170 BergAuffassung waren, dan bei den fich teilweise einstig auswirkenden Leute nicht wieder eingestellt. Von diesen sind später Tarifverträgen ein Zuschlan überhaupt nicht in Frage fommen fönne. etwa 30 wieder angelegt. worden. Die ausgefreirten Versleute Nachdem die Verhandlungen geicheiter: maren, beichlefsen die haben nun gegen die Werfsverwaltung Klage angeftrengt, mit dem Arbeitgeber von sich aus 20 000 September ebälter zur Auszahlung Ergebnis, daß die Bergwertsdirettion verurteilt anauweisen. Von diesen Betra en find die in dieser Woche ge- wurde, an diese Vergarbeiter nicht nur den vollen Lohn für leifteten Borich sie abzuziehen. Der 38A. at den schlichtungsdie geit der Ausiperrung auszuzahlen, sondern das Ge ausfchuß mit der endgültigen Regelun beauftragt. Verband der Buchbinder und Bapierverarbeiter. Un die Mitglieder der Zahlstelle Berlin! Am 26. November find nom Verbandsvorstand eine Reihe von Kollegen auf Grund des§ 15 Abs. D ausgeschlossen worden, worunter der Leiter der Buchbinderbranche, der Brandenleiter der Alben, Mappen und Galanteriemarenbranche. Buchbinderbranche hat deshalb die Verwaltung in ihrer Zur Regelung der crganisatorischen Berhältnisse innerhalb der Sizung vom 29. November den Kollegen Paul Herzog mit der Führung der Geschäfte der Branche bis zur Neuwahl der Bran chenleitung im Januar ehrenamtlich betraut. Die Verwaltung hat weiter eine Berhandlungskommission einge ezt. bestehend aus den Berhandlungskommission hat bis auf we teres die LohnverhantKellegen Priemer, Alfred Lipoldt und Baul Herzog. Die lungen für alle Branden zu führen. ganisationsschädigende Bornchen der vom Verbandsvorstand ausgeDiese notwendigen Maßnahmen wurden diftiert durch das orschlossenen Personen. Vor den Einflüsterungen der Ausgeschlossenen werden unsere Mitglieder hierdurch gewarnt. Vielmehr wird von jebem einzelnen Mitgliede erwartet, baß es feiner Organisation die Treue wahrt. In den nächsten Tagen wird den einzelnen Betrieben ein aufklärendes Flugblatt über die Borgänge innerhalb der Zahlstelle zugestellt. Die Arbeitslosigkeit nimmt weiter zu. Bon einem gemissen Kreise der Kollegenschaft ist sogar eine Beitragssperre beschlossen worden. Die Funktionäre, Bertrauens.eute zie Zahl der unterstüßten Erwerbstbien im un- und Bezirkskoffierer werden bearbeitet, der Organisation die für sie eietten deutschen Gebiet ist von 943 000 am 1. November af eingehenden Gelder vorzuenthalten. Auch vor derartiger Machina1 250 000 bis zum 15. November geftieren. Die Anzahl der unter. tionen sei hier ausdrücklich gewarnt. Jeter Funktionär der Draanistünten Aurzarbeiter bat sich von 1703 000 auf 1772 000 fation ift für feine Hannasweise verantwortlich und mühte erbönt Die Zahl der Airbeitslosen in den beießten Geden. Wir erwarten von allen unseren Mitgliedern, daß sie den Querbei Unterstützung dieser Bestrebungen zur Rechenschaft gezogen werieten wird unverändert auf mehr als 2 Millionen geschätzt. treibern und Stäblingen ber Organisation mit allem Machtruck entgegentreten. Beter Caspar, Emil Priemer, Fronz Bytomidi. Tarifverhandlungen im Einzelhandel. Unterstützungsvereinigung. In Abänderung des Beschlusses vom 12. November haben Vor: stand und Ausichuk beschlossen, für Dezember den Beitrag auf 500 Milliarden festzusetzen. Die Unterstützungen werten ente Beitragszahlung.( Die Parteipreffe wird um Abdruck gebeten.) sprechend erhöht. Wir ersuchen die Mitglieder um pünktliche richt stellte sich auf den Standpunit, daß die Werksverwaltung diese Leute auch wieder einstellen müsse. Gegen dieſes Urteil hat die französische Bergwerksverwaltung Berufung ein gelegt. Ein Teil diefer Vergarbeiter wohnt nun in Weifswohnungen. Die Bergwerksdirektion geht jest dazu über, dieie Bergleute mit ihren Familien aus den Weriswohnungen zu ber drängen Mitten im Winter werden die Bedauernéwerten auf schwer oder gar nicht aufzutreiben. die Straße gefest. Eine andere Unterkunft ist nur sehr Die Lohnverhandlungen in der Holzindustrie haben bisher zu einem Ergebnis geführt. Die Arbeitgeber lebnen jede Lohnerhöhung ab und haben die Anweisung an ihre Mitweiterte Ortsverwaltung des Holzarbeiterverbandes wird am heutigen glieder ausgegeben, die bisherigen Löhne auszuzahlen. Die Ers Abend zu diefer Sachlane Stellung nehmen. Atung, BSPD. Budbruder! Seute. Freitag, nadmittag 4% Uhr im Jugendheim, Lindenfir. 3, 2. Sof, 3 Sr., Bersammlung aller Frattionen der Bezirke. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen aller Genossen unbedingt erforderlich. Bartelausweis legitimiert. Der Fraktionsvorstand. Reichsbruderci, 146, bt. Hente, Freitag, nachmittag 3½ Uhr bei Sennig, Aleganbrinenstr. 44, Mitgliederversammlung. Die ausgesperrten Mitglieder find ebenfalls eingeladen. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Achtung, Bergmann, Rosenthal! Sente, Freitag, nachmittag 4 Uhr im Lokal von Schneider, Rosenthal, Hauptstraße, Be sammlung aller VSPD.- Genoffen. Sympathisierende Rollegen fönnen eingeführt werden. Referat über die wirtsd aftliche und politische Lage Deutschlands. Ref.: Gen. Dr. Freund, M. d. F. Der rationsvorstand. Achtung, Anorbremse Lichtenberg. Sonntag, den 2. Dezember, vormittags 9 Uhr. in der Knabenmittelschule, Marktstraße: Betriebsverfammlung aller BSPD.- Genossen. Sympathisierende Rolleaen sind mitaubringen. Thema: Die wirtschaftliche und politische Lage DeutschTonds. Referent: Gen. Arthur Richter, M. b. 2. Parteiausweis mitbringen. Der Fraktionsvorstand. AfA- Metaltaztell! Seute widjtige Cigung 6 Uhr in den Räumen des Deutschen Wertmeiste verbandes, Giraloue: Ctr. 56. Saverlands Festfälen, Neue Friedrichstr. 35. Stellungnahme zum NovemberAf- Funktionäre Metallindustrie! tarif. Heute abend 7 Uhr, Versammlung in Deutscher Solzarbeiterverband. Sigung der Erweiterten Drisverwaltung heute abend 7 Uhr im Verbndshuse. Die Beiträge der Borwoche bleiben auch für diese Woche in Geltung. Der Inder ist nach wie vor eine Goldmark, d. i. eine Billion. Die Einzelhandelsgemeinschaft Groß- Berlin lehnte eine Verhande ng über einen Monatsabschluß für Oftober ab, da in den vorauf. gegangenen Wochen jeweils Wochenabschlüsse erfolgt feien. Die Gehaltsregelung für November sei durch die am 27. und 29. November erfolgten Vorabzahlungen in Höhe von je 50 Proz. der Gehaltszahlung vom 19. bis 25. November und den voraufgegangenen Wochenzahlungen im November als endgültig erfolgt anzusehen. Deutscher Wertmeisterverband. Sämtliche Betriebs- und Bertrauensleute, Die Angestellten erhalten daher in dieser Woche feine Zahlungen fowie Funktionäre der Fachgruppe Metallindustrie haben heute abend 7 Uhr mehr. Es kann somit unter Umständen eintreten, daß der größte Amsterdamer und Moskauer Internationale. im Klubhaus, Ohmstraße, Bersammlung. Tagesordnung: Metalltarif. Teil der Angestellten nicht in der Lage ist, sich eine Fahrkarte zu Die legte Vorstandsfitung des JGB. hat einstimmig den Be- morgen, Gonnabend, abends 6½ Uhr, Echule Reichenberger Str. 44/45. BSPD.- Buchdruder, Bezirk 5 und 10. Busammenkunft der Delegierten faufen, noch allen sonstigen Zahlungsverpflichtungen, die am Ende schluß gefaßt, die Refolutionen des Internationalen Gemertid afte cines Monats den Angestellten auferlegt werden, nicht nachzukommen. tongrefies in London vom November 1920, die des Borstartes des verantwortlich für Politik: Craft Reuter: Wirtschaft: Artur 3u Berhandlungen über Gehaltszahlungen im Dezember Internationalen Gewerb dofte burdes in Afteram, vent is wai Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilletons. De famtlich in Berlin. waren die Arbeitgeber bereit. jedoch mit dem Hinweis, daß von 1921, des Internationalen Gewerlichafte fongiefies ven Som April den seinerzeit aufgestellten Forderungen in Goldmart- 1922 und des Vorstandes des JGB. vom 3. und 4. August 1923 Verlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S. Berlin. Druck: Borwärts- Buchdruckerei gehältern ein Abstrich von mindestens 33% Proz. in Amsterdam betr. die race der haltung der JGB. urd der und Verlagsanstalt Baul Ginger u. Co. Berlin S. 68. Lindenstraße 3. DER NEUE GROSSE IM SCHATTEN HAGENBECKFILM DER MOSCHEE IM NATIONAL- VERLEIH Theater, Lichtspiele usw. excucocor Volksbühne 8| ReichshallenTh. Deuts h Theater 8 Uhr: Der Heiratsantrag Das Kaffeehaus 72: E. Abrechnung Th. im Admiralspalast Kammerspiele Tägi 73 Uhr Drunter und drüber 31 8 Uhr: Tageszelten d. Liebe Theater i. d. EinWalzertraum Königgrätzer Str. Uhr: Don Gil Deutsch Opernhaus von d.grün.Hosen Uhr: Tannhäuser Komödienhaus Lussmann List, Fleischer Intimes Theater Uhr. Mein Tä 1. 1, U. u.Sonnt. 3U. Stettiner Sänger Ctablisseme Caf Wielka Deutscher Metallarbeiter- Verband Achtung! Achtung! Abonnenten der Meta arbeiterZeitung und Haustafieret Da der Postzeitungsbezug für die ..Metallarbeiter- Zeitung", Ausgabe GroßFr.edrienstr. bu Berlin, e ngeftellt ist, milffen alle Quittungen Ecke Leipziger Str. umgehend abgerechnet werden Die HausVarieté Kabarett taffierer haben diese Zeitungsquittungen spätestens bis zum 10. Dezember bei der Heute Berwaltung einzureichen Nach dem letzter Tag 73% Uhr Otto mehr eingelöft 10 Dezember werden teine Quittungen Achtung! Achtung! Vetter Eduard Reutter Mitglieder der mittleren Ortsverwaltung Berliner Theater Die Sigung der mittleren OrtsverUhr Abendbesuch 7.30 Uhr Dolly Täglich 41 Uhr: waltung fällt heute, Freitag, den Nachmittags- Vorstellung Die k. u. k. Hose etc. Metropol- Theater Lessing- Th. 7 Casinogirls Uhr zum 1 Male: Quittungs- Marken Michael Kramer Seit 40 Jahren Spezialität Neues Theat a. Zoo So ab. u Stg. 7 Michael Kramer Uhr Un Die Luxusiran Renaissance- Theat. Deut. Künstler- Th. 8 U.: 8 Uhr: Tybbke Conrad Müller ,. 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Wahl der Rechnungsprüfer. 3 Sagungsänderung. 4. Kaffenangelegenheiten. F. Genß, Schriftf. Der Vorstand. A. Schuldt, Borf. Bosste. Spez- Fabrik Bettwäsche Diese Woche günstigste Angebote! Kauferleichterung durch Teilzahlung Unser gutes Renommé bürgt für beste Bedienung. Ceckbettbezüge Bettlaken lalette Grldmark 5.35 7.55 9.70 12.5 4.70 5.05 6.70 8.7 9.33 14.30 21.90 29.4 11.40 15.63 26. 0.33 0.80 1.10 1.5 Linen bzw. Hemdent. 0.95 1.20 1.3. Hinterbettwäsche, Foitier Ueberschlaglakan Handtücher , 0. Beif- Damast und Dim'fi Tafel edecke in Baumwolle, Halb. und Reinleinen für 6 bis 24 Personen Damen- Le.bwische von der ein achsten b. z. elegantest. Atsidar Besonderes Angebot: Fre hervorragende Qualitäten. 2.5) 2.93 3.5! Riesige Auswahl. Fachmännische zuvorkominen lednung. Kottbuse duim Landsb.rger Straße 86 Dresdner Straße 33 Charibg., Wilmersdorier Str 27 Geöffnet von 9-12. Ungeheuer gestiegen im Preise sind alle Lebensmifiel and Bedarisartikel. Hictae Anzeigen im Vorwärts" sind billig! Nr. 55940. Jahrgang Beilage des Vorwärts Das Elend der Erwerbslosen und Sozialrentner. Beamten und Lehrerfündigungen vor der Stadtverordnetenversammlung. Freitag, 30. November 1923 dem leisen Lächeln des runden Himmelsgesichtes dort oben öffnet. Langsam formen die Lippen zwei vertrauliche Worte:„ Du Mond!" Nicht nur die alten, auch die modernen Magier schreiben deinem Licht, du Mond, geheime Wirkung zu. Und wie dem auch sei eins ist gewiß: Man fann nicht in dein Licht sehen und zugleich an Gewalt, Blut und Tod denken. Nun aber sind es schon neun Jahre Die Nöte der Zeit beherrschten gestern wieder die Beratungen 30g( Dnat.), Galle( 3entr.) und Goß( Komm.) erklärte Ober- her, da begann dieser grausame Zwiespalt die Gefen der Menschen der Stadtverordnetenversammlung. Das Verlangen stadtschulrat Paulsen, der Vorwurf der Uebereitung sei unbe zu zerflüften: Die einen gingen durch die stillen Straßen der Seinach Maßnahmen zur Linderung des Elends der Erwerbslosen und rechtigt. Man dürfe aber erwarten, daß eine neue Notverordnung mat und fragten: Wie ist es möglich, daß dieses Licht hier über ein Sozialrentner und die zur Erreichung cincs Abbaues geplanten und kommen wird. Die eine andere Regelung bringt. Einstweilen habe friedfertiges Land scheint und doch zugleich auch über ein Land, in zum Teil schon erfolgten Beamten- und Lehrerkündigungen führten der Magistrat die Kündigungen nicht zurücknehmen können. Mer dem der Tod laut und leise würgt? ton( Dem frat) polemisierte gegen den Magistrat, unterstützte aber zu bhaften Debatten. namen zur • 3 Die Aenderung der Beherbergungssteuer # Sieht der Mond, nicht die Forderung, die Kündigungen zurückzunehmen. Genosse Und die anderen, die ein graufames Gebot zum Töten zwang, Vor Eintritt in die Tagesordnung gab Dörr( Komm.) die latau bemängelte, daß die Abbauverordnung angewandt worden sahen in stillen Sekunden zu dir empor und fragten sich ungläubig: Erklärung ab, daß ungeachtet des Vorgehens der Regie sei, nody ehe fie Gefeßeskraft hatte. Den Abbau fordere die harte Das ist nun derselbe Mond, der zu derselben Stunde über ein rung gegen die KPD. die kommunistischen Stadtverordneten wirtschaftliche Notwendigkeit. Aber auch das Inter: Schlachtfeld geistert und hundert Meilen davon in meine fleine reler ihre Pflicht tun werden. Ueber die Verhandlungen des Aus- esse der Schule müsse gewahrt werden. Im Schlußwort fra Heimatstadt scheint? Und beide, den Mann draußen und den Mann sch s zur Verberatung des fommunistischen Antrages auf Maß- feelte Goß die SPD. an. Die Versammlung überwies auf Antrag daheim, packte unendliche Sehnsucht, den Mend wieder über friedder Deutschen Volkspartei die drei Anträge einem gemischten Ausliches Land und friedliche Völker scheinen zu sehen. Linderung der Not der Erwerbslosen und Sczialrentner ich u B. Nahezu ein vierteltausendmal mußte sich, du Mond, dein Licht berichtete Geneffe Heitmann. Der Ausschuß hat anerkannt, daß erneuern, ele der Menschen Wunsch und Sehnsucht in Erfüllung ging. der Not gesteuert worden muß, doch hat sich für die Einzelforderun= gen des Antrages teine Mehrheit gefunden. Abgelehnt hat die Aus- ist im Ausschuß so weit getrieben worden, daß Kämmerer Karding Und nun gehst du wieder über ein Land, in dem der Waffenförm humehrheit auch die Forderuna, Netstandsarbeiten in weitestem( ehr ernste Bedenken wegen der Schmälerung des Er.rags äußerte ruht. Und der Städter, der dich sieht, steht in der Nacht still und mfang einzurichten. Ein der Stadtverordnetenversammlung vom Für die nächsten Wochen sei eine schwere 3uspigung der lächelt eise du Mond! Und er fragt sich wieder: Warum muß man 20sf buß vorgeschlagener Beschluß erklärt in Erledigung des kom tie Stadt nicht nur mit unerbit licher Härte ihre Ausgaben beschrän- jetzt nicht auch mit schrägen Blicken in die Höfe, in denen Armut wirtschaftlichen Verhältnisse zu erwarten. Da müsse beim Mondlicht nur an Friedfertiges denken? matischen Antranes. daß der Magiftrat alles versucht fen, sie müsse auch auf Steigerung ihrer Einnahmen bedacht sein. und Not und Gram wohnen? Sieht er nicht zu derselben Stunde babe, bei der Reichsregierung Mittel zur Linde Ein Antrag der sozialdemokratischen Fraktion, die rung der Notlage der Erwerbslosen und Sozial. Steuer auf 30 Pro3. zu bemessen, fand nur die unterſtüßung der auf ein großes Land, in denen Menschen des eigenen Bolkes wohrentner zu beschaffen. Dr Magistrat müsse aber auch weiter Linksparteien, die Rechte stimmte ihn nieder. Der Ausschuß- nen, die noch immer nicht die Ruhe und den Segen des Friedens bin energisch darauf bedacht sein, die Unterstützungssätze den jeweiligen antrag wurden dann angenommen Der frühere Amts- und Ge- haben dürfen? Was bist du Mend all' denen? wirtschaftlichen Verhältnissen anzupassen und überall, wo es nötig meind vorsteher von Lichtenrade, Herr Dr. Raeth, möchte Der Mond steht am Himmel! sagen die Menschen, und die einen theft, Sonderunterstützungen zu gewähren und für weitere Ar für seinen Ruhestand eine möglichst behagliche Eristenz haben. denken sich dabei weiter gar nichts, und die anderen denken: Wie beitsgelegenheiten und Verobfolgung von Mit Ueber die Vorlage auf Abschluß eines Vergleichs mit ihm wurde schön, wenn man iegt ein Mädel im Arm hätte! und die dritten übertsspeisungen Sorge zu tragen. Verzögerungen der Bei öffentlich verhandelt. Genosse Kuchenbeder schilderte, rie Dr. legen, daß der Mond eine ausgebrannte Schlacke ist, die nur das if nauszahlung feien nicht auf ein Verschulden der Stadt, sondern Raeth vor Ableuf seiner Amtsperiode im voraus wiedergewählt Sonnenlicht reflektiert, und die vierten strengen ihr Hirn darüber cuf unzureidende Bereitstellung der Zahlungsmittel durch die wurde und günstige Gehaltsbedingungen erlangte. Leider hat das an, ob es nicht möglich sein könnte, auf irgend eine Weise auf den Seichsbant zurückzuführen. Gäbel( Komm.) nannte die Be- dals die Aufsichtsbehörde zugestimmt. Dem Vergleich mußte jezt mond zu gelangen, und die fünften quälen sich ab, zu den bereits füsse des Ausschusses eine Verhöhnung der Erwerbslofen. So die Et diverordnetenversammlung ihre Genehmigung erteilen. heibe man sie gerad zu auf die Straße. Sie würden sich Lebens- Die Magistratsvorlage betreffend den Berbindungskanal bestehenden 999 999 Gedichten auf den Mond noch das millionfte zu mittel und Brennstoffe holen, wo sie fie finden. Genosse 3 im= zwischen Dämerig und Seddinsee wurde in zweiter fabrizieren, und der sechste überlegt: Wenn der Mond ein großer mermann wandte sich scharf gegen die Auszahlungsper Lesung ang nommen, Dem im vorigen Jahre eingebrachten An- Silberbarren wäre, und wenn man direkte Berbindung mit dem zögerungen und unterstrich die Notwendigkeit der Beihilfen- trag Ser fezialdemokratischen Feat ion auf Erwerb und Bewirt Mond hätte, dann wäre uns geholfen. erhöhung. Der Magistrat sei bemüht. Arbeitsnelegenheit zu schaffen, schaftung einer städtischen Druderei hat der Ausschuß Der Mond ist aber doch wohl nichts anderes als eine immer 3. B. durch Ausführung des Projetts eines Kan als zwischen ein Schiffal bereitet, über das in der gestern endlich erfolgten neue, immer wiederholte sanft dringliche Mahnung an die Menschen Dämerigsee und Geddinfee. Zur Linderung des Elends zweiten Lesung die rech sstehenden Parteien ihre Befriedigung zur Stille und zur Güte, aus denen das Verstehen der Not des müsse aber auf diesem Gebiet noch sehr viel mehr geschehen. Ar äußerten. Die Abwürzung des Antrags entsprach ihren Anschauun anderen wächst, und damit auch die Hilfe. beitsbeschaffung und Maffenfpeisung feien fortzufegen nen, die jedem fommunalen Betrieb widerstreben. Genosse und auszubauen. Zur Ergänzung des Ausschußbeschlusses empfahl Flatau brachte einen geänderten Antrag ein, die in einzelnen Sage, ist es nicht so, du Mond? unser Redner folgenden von der sozialdemokratischen Berwaltungsbezirien schrn vorhandenen städtischen Druckereien Graftion eingebrachten Antrag: Die Stadtverordnetenver auszumugen und gegebenenfalls fammlung ersucht den Magistrat, in Anbetracht der Notlage meiter Bolksschichten, den Ausbau der Massenspeisung weiter fortzusehen. Daneben erwartet die Stadtverordnetenverfamm- einzurichten Dieser Antrag fand nicht nur für seinen ersten Teil fung, daß die projektierten Motstandsarbeiten so eine Mehrheit, sondern drang auch mit seinem zweiten Teil durch, So groß ist die Not geworden, daß Licht und Wärme in dies. fort aufgenommen, weitere projettiert und vorbereitet mer zur großen lleberraschung der Gegner. Gegen Schluß der Sizung Winter für vicle unerschwingliche Güter geworden sind Frierend n, damit sie in absehbarer Zeit in Angriff genommen werden lief ein von fast allen Borleien( mit Ausnahme der Demokraten) im Dunkeln sitzen zu müssen, ist ein bitteres Los, doppelt schwer zu Stadtfämmerer Karding machte zu den Aus un erzeichneter Dringlichkeitsantrag ein, der sich gegen die tragen in diefer hoffnungsarmen Zeit Das Bezirksamt Wilmersahlungsverzögerungen die aufsehen erregende Papiermartsche u der Straßenbahngesellschaft derf hat sich deshalb die Aufgabe nestellt, die Minderbemittelten richtete. Auch bei ihr, die für ihre Dauerkarten die Annahme oon Papiermart verweigert, folle der Magistrat die be zügliche Reichsverordnung zur Geltung bringen, forderte der Anrag. Die Demokraten widersprachen der Dringlichkeit, ihre Zahl reichte aber nicht aus. Der Antras wurde dann ohne Debotte angenommen. Für ihn stimmten die Demokraten nicht. 2nen. itteilung, das neuerdings Schwierigkeiten von der reußischen Generalstaatstaffe gelommen sind. Seit i Tagen habe sie feine Dedung für die Sche dfs gehabt, fie der Stadt zur Zahlung der Erwerbslosenunterstützungen aus ehündigt hatte. Bis heute habe der Magistrat nicht ge Dußt, ob er morgen die Beamtengehälter und die Crwerbslosenunterstüßungen zahlen tann. Erst nach stundenlangen Verhandlungen und nach Anrufung des Wehrfrcistommandos sei zu erreichen gewesen, daß die nötigsten Beträge in Aussicht gestellt wurden. Die Versammlung nahm denfiozial. demokratischen Antrag an und stimmte nit dieser Aenderun dem Ausschußbeschluß zu. Drei Anträge betrafen die auf Grund des Finanzausgleichgesches und der Beamterabbauvercrdnung erfolgten eine zentrale Druckerei der Stadt Du Mond! Das warme Zimmer. Bereitstellung beheizter und erleuchteter Räume in Wilmersdorf. aus der sie bedrohenden frostigen. dunklen Einsamkeit dieses Winters herauszuholen und sie in warmen und lichten Räumen zufammenzuführen. Im ersten Stod der Bolfsschule 1, Gieselerstraße 1 bis 7, in den Klaffenräumen Nr. 56 und 58, in der Volksschule 12, Babelsberger Straße 24, in dem zu ebener Erde gelegenen Wohlfahrtsraum, in der Goetheschule, Westfälische Str. Ecke Münstersche Str., in den im Erdgeschoß belegenen Klassenräumen der Quinta, sowie in einem zu ebener Erde belenenen Raum der Gemeindeschule zu Schmargendorf, Friedrichshaller Straße 13, sind zunächst Räume für alle licht- und wärmefuchenden Mitbürger vom 1. Dezember ab werttäglich von 5 bis 9 Uhr bereitgestellt. Weitere Schulgebäude werden in Anspruch genommen werden, sobald ein Bedürfnis für eine Erweiterung der Fürsorgemaßnahme vorliegt. Ein aus der Mitte der Wilmersden Abenden durch Bereitstellung von Zeitungen, Zeitschriften, dorfer Bevölkerung gebildeter Ausschuß hat sich die Aufgabe gestellt. Büchern, Unterhaltungsspielen, durch kostenlose Vermittlung von Kinovorstellungen u. a. m. ein freundliches und unterhaltsames Gepräge zu geben. Der Notwendigkeit, die Wohlfahrtseinrichtung so individuell wie nur irgend möglich auszugestalten, hat das Bezirks amt dadurch Rechnung getragen, daß ein besonderes Dezernat für Auf dem eiligen Gang durch die nächtliche Stadt peitschte einem der Schneeregen ins Gesicht und eine Stunde später, in den stillen Straßen des östlichen Vererts, meitete sich ein dunkelblauer Sternenteppich hoch oben. Echwarz drolend stand der Wald, aber Kündigungen von Beamten und Lehrern. Tie Deutschnationalen hi lten für nötig, diese Kündigungen dem der Mond stand rund und glatt über dem Walbrand. Ein Anblick Die Deutschnationalen hi lten für nötig, diese Kündigungen dem durch seine Kronen funkte ein bläuliches Licht. Ein wenig nur, und durch Ortsstatut zur Vorbereitung des Beamtenabbaues eing schten Ausschuß zu übertragen. Das Zentrum rerlangte, den Lehrern die wie oft schon, dennech aber neu. Denn es ist, als ob das fanfte Gegleiche Behandlung wie den Beamten zu gewähren. Die Kommu- ftirn aus der Aeonen Zeitenschoß soeben geboren fei. Und der nisten forderten, die Lehrerkündigungen zurückzunehmen und neue Mensch, foeten noch angefüllt von dem Nachhall des Lebens der nicht auszusprechen. Nach Begründung der Anträge durch Her Millionenstadt, steht still und fühlt, wie sich sein übernächtigtes Hirn mar das Nest leer. Es mußte irgendwo etwas los fein, da die| Mädchen aus waren „ Sie suchen den Mann aus Ranväring. Wenn es hier Und wirklich, sie hörten auf einmal Biehharmonifaspiel nur einen zweiten Ausgang gibt, so daß er sich davonmachen. aus einem Speicher, und als sie die Tür öffneten, war da Hochbetrieb, Tanz, Lärm, vier, fünfhundert Seeleute um zehn, zwölf Mädchen. Copyright Georg Müller, München. Die Lofolfischer. Roman von Johan Bojer. 18. estonirmieren! Lars taumelte mit Raneles dahin, Carich und entschlossen. Er wiegte den Oberkörper hin und her, mie ler ältere Kamerad, steckte die Hände in die Taschen und fete die Müze auf das eine Ohr. Dabei aber war ihm zu mule wie damals, als er das erstemal über Bord und schwimmen jollieer begab sich hier in etwas Gefährliches. Er fah die kleine Ellen Kona wieder vor sich und hörte sie sagen: Mmm dich in acht, um meinetwillen!" ,, o gehen wir hin?" Ach, ich kenn mich aus," sagte Kaneles. Die meisten Häuser und Schuppen lagen in Dunkelheit, a man sah im Mondschein ein fleines weißes Haus mit Teen Fenstern, und von dort ertönte Gesang, Choralgefang. rs blieb u willkürlich stehen. Ist hier Andacht?" Dummtopi!" jagte Kaneles, das sind nur die Laestadianer. Bon er Sette gibt es hier massenhaft!" Der Mann mit der Ziehharmonika saß auf einem Balten unter der Decke. Hier roch es nach Fischen, Teer, Tran, die Gefi hter waren rot vom Trinken und Tanzen. Hallo!" rief Raneles, als er eintrat. Er war wie ein Gummiball, elastisch und sprungbereit. Aber an der Tür stand ein bartloser, grauhaariger Herr in dickem Rock mi. Kragen aus Seehundsfell, Fingerhand Schuhen und Stod. Das war der Posthalter, der alte, ernste Junggeselle, der niemals lächelte, aber überall da auftauchte, wo Jugend und Leben war. fäme. Die Ziehharmonika spielte eine Melodie nach der anderen, und fein einziges Mädel blieb heute abend ſizen. Wenn einer losließ, fo padte eine neue Faust das Mädel und zog sie mit, und wenn sie auch dem Umsinken nahe war, und dabei folgten ihr hundert Augen begierig und warteten, bis die Reihe an se Die frische Lust tat den erhitz en Röpjen gut, hier draußen Wenn du heut nacht ein Meffer in den Leib haben willst," mar fein Tabaisrauch, fein Kajjee und Branntweindunst, sagte Raneles, so fannst du dich an einer Schürze feftfaugen!" Er war die Fro nacht und das Meer, der Himmel und der Aber im gleichen Augenblick nahm er selber einem Matrosen Froinacht Mand. Sie blieben bisweilen stehen, reckten sich und atmeten das Mädel vor der Nase meg, er schnitt dem Burschen eine fle Ater jetzt übernahm Saneles die Führung, es waren Grimaffe, um ihn noch mehr aufzureizen, und stürzte sich dann hier Häuser, wo er die Kücheneingänge und Hintertreppen zu mit seiner Beute in das Getümmel hinein. Nein, wie der Ranetes tanzen und mit einem Weibsbild umgehen konnte! den Sien tmädchen hinauf fannte. Komm nur, Junge!" Das war neu, aufregend, fast gefährlich, es war ein ganz ,, Da kommen die Langmoer!" hörte man einen sagen. Und unvergleichliches Erlebnis für einen sechzehnjährigen Zungen. jetzt wur'e es unten an der Tür unruhig, alle blickten dorthin. Benn nur nicht das Mätel in seinem Innern immer wieder ge- Da tamen drei große Burschen hereingestampft, in hohen fleht hätte:„ Nimm dich in acht, Lars um meinetwillen!" Stiefeln, blauen Jaden, mit großen Belzmüßen auf dem Kopf. Er machte es wie Kaneles, schlich im Schatten an der Zwei waren blond mit einem rötlichen Kinnbart, der dritte aber Hauswand entlang und kam an die Küchentür beim Tele hatte einen ganz hellen Bart und goldene Ohrringe. Zwei graphenvorsteher Dort war Kaneles schon mit dem Türriegel waren auf einem Auge blind Sie kuten Tabat, sahen sehr beschäftigt, leise und vorsichtig, es war nicht das erstemal luftig aus und schienen nur auf eine Gelegenheit zu warten, er war gewohnt, mit Türschlössern fertig zu werden. Aber da um vortreten und sagen zu fönnen:„ Schert euch zum Teufel! fuhren sie beide zusammen, ein Fenster wurde geöffnet und Denn nun kommen wir!" eine Männerftimme rief: 3um Teufel, was wollt ihr hier ,, Da sind die Großstaväringer," sagte ein Nordländer und drückte sich unwillkürlich gegen die Wand. mitten in der Nacht?" Die beiden Burschen verschwanden um die Ece. Poztausend," sagte Kaneles. Er hatte das Mädel los Eine Weile später trabten sie wieder zurück, fie hatten gelaffen und fam zu Lors, nun fann ich dich nicht allein laffen, überall Bech gehabt, und wo sie in die Häuser hineinkamen,| Junge, denn jetzt gibt es hier Spaß! Hast du sie gesehen?" Ja, ich kenne sie doch von zu Hause." kann!" Die drei an der Tür hatten die Hände in die Taschen gestedt, tauten Tabat und spien aus. Wollten sie tanzen oder wollten sie gleich Streit anfangen? Hier und da kreiste eine Flasche, der Spielmann spielte. Die jungen Weiber waren rot und erhigt, weil sie von Hand zu Hand gingen und so heiß begehrt waren. Jeder Nee, der eine Schürze an sich gerissen hatte, fegte dahin wie von Raubtieren verfolgten lich ein weicher Körper, um den er den Arm legen fonnte, Frauenatem vor einem Gesicht, das sonst von Sturm und Schnee gepeitscht wird, der Geruch von Frauenhaar statt Tran, eine weiche Stimme, jawohl, jezt kommt nur her und nehmt sie mir- ich habe ein Messer! " Jetzt haben sie den Ranväringer gesehen!" sagte Kaneles, der den Jungen nicht zu verlassen wagte. Lars fah Henrif Langmo an, dem sie voriges Jahr das Auge ausgeschlagen hatten. Es war, als versuche diese rote Wunde unter dem Augenlid zu sehen als fuche e im Saale einen, mit dem fie etwas abzumachen hatte. Ja, jekt blieb sie auf einem Buntt haften. Und das gefunte Auge blizte, obwohl der Mann selber noch immer lächelnd dastand. Die drei Brüder steckten die Hände tiefer in die Taschen und deuteten nach einem rothaarigen Burschen hinüber, der sich ganz oben im Saal an die Wand gebrüft hatte, wo er sich gut verborgen wähnte. Der eine Langmoer steckte sich eine Bfeife an, Henrik trat einen Schritt vor. Dann faute er einen Augenblick an seinem Briem und ging dann langsam weiter vor. Die beiden anderen blieben an der Tür, um aufzupassen, daß der Ranväringer nicht entkam. wo ein Groz Die Leute wichen zur Seite und gaffter staväringer durch wollte, da war auch ein Weg. Aber es sah aus, als wolle er nur tanzen. Er hatte in dem Getümmel ein Mädel ins Auge gefaßt, das ihm gefiel. und als das Paar an ihm vorübertanzte, hieb er dem Bur schen auf die Schulter. Das Mädel gehört mir!" fagte er freundlich. Was fällt dir ein!" raste der andere und schlug nach ihm. Was? Was bedeutete das? Henrik schlug nicht wieder. Was sollte er sich darum fümmern jetzt tanzte er. Die Leute rissen Mund und Augen auf. Ein Großstaväringer ließ sich ohrfeigen und schlug nicht wieder. ( Fortsetzung folgt.) die Bereitstellung warmer und erleuchteter Räume gebildet worden nur aus Rot, sondern um mit den gestohlenen Feldfrüchten und Jung- Wien hilft den notleidenden Deutschen. ift. Dezernent ist Stadtrat Heenemann; Mitdezernent Dr. Baproth. Getreide einen einträglichen Handel zu treiben. Nach dem Morb Als jüngst in einer Wiener Schule der Lehrer auf die allge Letzterer steht werftäglich in der Zeit von 9 bis 1 Uhr zu jeder an dem Inspektor waren sie aus Bernau verschwunden. Einige meine Hilfsaktion für Deutschland hinwies, stand ein Auskunfterteilung cuch telephonisch( Pfalzburg 2450) zur Ber- von ihnen wurden gestern dort, andere in Berlin wieder ermittelt. reichsdeutscher Junge auf und appellierte weinend an seine Mitfügung. Das Bureau befindet sich im Bureauhaus Badensche Eine Durchsuchung ihrer Bebausungen förderte schüler, die für eine Ferienreise an den Bodensee geStraße 43/44, 3immer 61. auch Belastungsmaterial gutage. Alle bestreiten aber fammelten Gelder der Deutschlandhilfe zu schenken. jede Mittäterschaft an dem Verbrechen. Jure Vernehmungen und fimmten sofort zu und so verzichtete die ganze Klaffe auf diese die Funde bei ihnen lassen jedoch darauf schließen, daß die Täter Reise, zu der vielleicht manche nie wieder Gelegenheit haben, und in diefen Kreifen zu suchen find. Käufer, seid auf der Hut! Die Rentenmark der Goldanleihe gleichwertig. VerDie Rentenmark bei der Post. Umstellungen im Postiched- und Postanweisungsverkehr. Alle midmete 360 000 kronen den Hilfsbedürftigen im Reich. Hoffentlich haben die deutschen Kinder in ein paar Jahren die Möglichkeit, ihre weigerung der Papiergeldannahme unzulässig. Wiener und österreichischen Freunde einmal als Gäfte in den 3n zunehmendem Maße wird im Kleinhandel bei Zahlungen deutschen Norden zu bitten, um ihnen die herrlichen Seen Mecklenin Dollarschätzen und Goldanleihe ein größerer Rabattburgs und der Mart, die großartigen Hafenstädte Hamburg, Bremen jah gewährt. Eine Anzahl von Geschäften aber schließt bei dieser Rabattgewährung die Renten mart aus. An manchen Stellen Auf Grund einer Verordnung des Reichspräsidenten wird der und Stettin und die Ost- und die Nordsee zu zeigen als Dank dafür, daß sie zugunsten der deutschen Kinder auf eine Jugendfreude verwird dies fogar durch Plakalaushang ausdrücklich bekanntgegeben. Postiched verfehr im Einvernehmen mit dem Reichswährungszichteten. Die preußischen Polizeiverwaltungen haben daraufhin die Inftrut- fommissar in den Tagen vom 13. bis 15. Dezember auf Renfion erhalten, gegen diefe völlig unberechtigte und tenmark umgestellt. Bom 17. Dezember ab werden die Post- Drohender Zusammenbruch der Tuberkulojebekämpfung. Ueber gemeinschädliche Diskreditierung der Renten- Schecktunden über ihr Guthaben in Rentenmarf verfügen fönnen. Die die wirtschaftliche Not der Tuberkulosefürsorgebekämpfung wurte mart, die in der Güte ihrer Fundamentierung der Goldanleihe Weiterführung der Bapiermarktonten neben den Rentenmartfonten unter dem Vorfiz don Geh. Regierungsrat Freund in einer Sigung um nichts nachsteht, scharf vorzugehen. Geschäfte, die auch hat sich wegen der Betriebs- und Raumverhältnisse der Postscheckämter des Arbeitsausschusses der Fürsorgestellenfommission des Deutschen jeht noch Rabattjäße bei Rentenmartzahlung ausdrüdlich verweigern, nicht ermöglichen lassen. Die Stammeinlage auf den Rentenmarkton Bentraltomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose gesprochen. Berwerden von der Polizei geschlossen, und es fann die Ent- ten wird 5 Rentenmart betragen. Zahlfarben, Ueberweisungen treter des Reichsgesundheitsamts, des preußischen Ministeriums für ichung der Handelserlaubnis zur Anwendung fommen. Bei dieser und Schecke müssen auf Rentenmart lauten. Bei Einzahlungen auf Bolfswohlfahrt, des Deutschen Zentralfomitces zur Bekämpfung der Gelegenheit jei auch noch einmal nachdrücklichst darauf hingewiesen, Bahttarte werden neben Rentenmart bis auf weiteres auch die An- Tuberkulose, der Reichsverficherungsanstalt für Angestellte, des daß die Geschäfte, die die Annahme von Papiermatt verleiheftüde bis 21 M( 5 Dollar) der wertbeständigen Anleihe des Sächsischen Landesgesundheitsamts und leitende Aerzte verschiedener weigern und erklären, Ware überhaupt nicht oder jedenfalls nicht Deutschen Reiches in Zahlung genommen. Die Sheds werden Fürsorgestellen hatten der Einladung Folge geleistet. Nachdem einin dem angeforderten Umfange gegen Papiermart abgeben zu wollen, in Rentenmart ausgezahlt. Stehen tie erforderlichen Be- gehend über die ungeheure Notlage der Tuberkulosefürsorgestellen, ebenfalls fofort unter gleichzeitiger Entziehung der träge nicht zur Verfügung, so wird gezahlt, nachdem die Mittel be des zum Teil wichtigsten Kampfmittels gegen die Tuberkulose, geHandelserlaubnis von der Polizei geschlossen schafft find. Der Empfänger fann jedoch die Auszahlung in einem an- fprochen war, wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, einen Appel! woerden. Die Papiermart ist nach wie vor gesetzliches Zahlungsmittel deren vorrätigen Zahlungsmittel zu dem am Morgen des Auszah an ben Reichspräsidenten, an den Reichstag und an und darf von niemand zurüdgewiesen werden. Die Polizeistellen lungstages geltenden amtlichen Kurse verlangen. Des auf den Bosts das Reichsministerium des Innern zu richten, in dem find verpflichtet, begründeten Anzeigen des Publikums dieser Art fchedfonten vorhandene Guthaben wird bis zu einer vom Reichs auf tie große Gefahr des weiteren Abbaues der vorsorgenden Gefofort nachzugehen. postminister noch festzusehenden Höchstgrenze zu dem am Morgen fundheitspflege hingewiesen und um eine reichlichere geldliche des 14. Dezember geltenden amtlichen Kurse in Renten unterstüßung der bestehenden Einrichtungen zur Bekämpfung marf umgerechnet. Der biefe Höchstgrenze übersteigende Teil der Tuberkulose gebeten wird. des Guthabens wird in Papiermart zurückgezahlt. Diese Verfügung ist selbstverständlich nur durchführbar, menn das faufende Bublifum auf strengste Innehaltung der Vorschriften achtet. Es muß in jedem Fall, wo die Annahme von Papiermart berweigert und wo auf Rentenmart tein Rabatt gewährt wird, jofort die Hilfe der Polizei in Anspruch genommen were den. Das ist im Interesse der Käufer um so notwendiger, damit nicht eine neue Art der Boltsbewucherung zu dem schon beliebten System wird. Das Urteil im Prozeß Najork. Bom 1. Dezember an werden im Inlandsverkehr Poft anwei fungen in Rentenmart zugelaffen. Der Betrag ist unbeschränkt. Einzahlungen hat in Rentenmarf zu gefde hen. Solange dem Absenter zur Einzahlung von Pfennigen bie erforderlichen Rentenpfennige nicht zur Verfügung stehen, wird er fich u. a. darauf beschränken müssen, volle Rentenmartbeträge einzuzahlen. Denn aus betriebstechnischen Gründen find Rentenmartpoftanweisungen voll in Rentenmartbeträgen einzuzahlen. Die Post gibt neue Bordrucke zu Rentenmartpostanweisungen aus, die bei den Bostanstalten zum Bertauf bereitgehalten werden. Die Bostanweifungsgebühr ist. ebenso wie bei den auf Bopiermart Cautenden Boftanmeifungen, vom genannten Tage an in Freimarken auf den Bostanweisungen zu verrechnen. Die Auszahlung der Beträge geschieht in Rentenmart. Steht dieses Zahlungsmittel bei der Auszahlungspoftanstalt nicht zur Verfügung, fo fann der Betrag mit Zustimmung des Empfängers in Papiermark zu dem am Tage der Auszahlung geltenden Umrechnungsfaz für Boftgebühren ausge und Nachnahmen, die zunächst noch in Reichsmährung( Bapiermark) zugefaffen werden, fällt com 1. Dezember an fort. Bei Ausfertigung der Bostanweisungs- und Zahlkartenvordrucke ift also nur noch die Postanweisungs- oder Zahlfartengebühr abzuziehen. 8 Jahre Zuchthaus und 4 Jahre Gefängnis. Nach anderthalbstündiger Beratung Sprachen die Geschworenen ses Landgerichts III bie Eheleute Najort schuldig des versuchten gemeinschaftlichen schweren Raubes. Rolf Majort wurden die mil. bernden Umstände versagt, Elisabeth Najork wurden sie zugebilligt. Bei Baul Hasse wurde die Schuldfrage verneint. Staatsanwalt schaftsrat Vater beantragte gegen Rolf Najort 5 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust, gegen Frau Elisabeth Majort 2 Jahre .fängnis und 5 Jahre Ehrverlust, bei Hasse Freisprechung. Das zahlt werden. Die Einziehungsgebühr für Boftaufträge Bericht verurteilte Rolf Najort zu 8 Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust, Elisabeth Rajork zu vier Jahren Gefängnis und 10 Jahren Ehrverlust. Bei den Angeklagten wird die volle Unteruchungshaft angerechnet. Der Haftbefehl gegen Paul Hasse wird aufgehoben. Das wertbeständige preußische Notgeld. Zeichen und Nummer..... Das von uns angekündigte preußische Notgelb gelangt heute, Freitag, zuerst in den Verkehr. Die Scheine haben den folgenden Text: Freistaat( Adlerbild) Preußen 0,42( bztv. 1,05, 2,10, 4,20) Goldmart 1/10( 6xtv. 11, 1) Dollar nordamerilanischer Währung Diefer Notgelofhein ift gebedt nach Maßgabe der Beftimmungen der Reichsregierung. Er wird binnen Monatsfrist na Anfruf durch den Breußischen Finanzminister gegen Aushändigung bei ber Breußischen Generalftaatsfasse in Berlin mit Goldschahanweisungen des Deutschen Reiches oder mit einem gleichwertigen Barbetrag eingelöst. Berlin, den 3. November 1923 ( Adlerstempel) Der Preußische Finanzminiffer( Adlerstempel) .b. Richter Bezirksbildungsausiouß Groß- Berlin. 4. Kreis( Prenzlauer Berg) Urania- Borstellung„ Aus der Werkstatt eines Kulturfilms" am Sonntag, den 2. Dezember, nachmittags 3 Uhr. Sarten zum Grundpreise von 150 Milli arden sind bei den Funktionären zu haben. Groß- Berliner Parteinachrichten. 7. Areis Charlottenburg: Gonnabend, den 1. Dezember, 7 Uhr, erweiterte Kreisvorstandsfipung. 12. Streis Steglig, Bichterfelbe, Zantwig: Montag, den 3. Dezember, 8 Uhr, Sigung des Kreisvorstandes an bekannter Stelle. Die Mitglieder der tommunalen Kommission und die Vorfizenden der örtlichen Arbeiterwohlfahrtsausschüsse oder ihre Stellvertreter müssen unbedingt daran teilnehmen. Morgen, Sonnabend, den 1. Dezember: 15. Abt.: 7 Uhr Familienabend bei Goldbach, Binetaplas 7. 74. Abt. Zehlendorf: Funktionärversammlung abends 8 Uhr bei Midlen. Es müffen sämtliche Parteifunktionäre erscheinen. 97. 61. 7 Uhr Funktionärkonferenz bei Rohr, Siegfriedstraße. Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation 92. bt. Reulan( 72. Bezirk): Unfer Genoffe Kurt Saeger ist am Sonntag, den 25. November, verstorben. Die Einäscherung fand am Donnerstag statt. Jugendveranstaltungen. Aus der Berhandlung sind noch folgende erwähnenswerte Mos mente mitzuteilen: Medizinalrat Dr. Thiele hat Frau Najork untersucht. Sie meist förperliche Anomalien auf, ift bleichfüchtig, blutarm und lungenschwach, stellt einen infantilen Typ bar und ist hochgrabig geistig minderwertig, aber§ 51 trifft nicht zu. tebizinalrat Dr. Stormer äußerte fich sehr ausführlich über Haul Hasse. Er sei ein Psychopath mit mäßigem Schwachsinn, der bei schnellen Entschließungen nicht sofort die nötige Ueberlegung babe. Er sei jedoch unbedingt gemeingefährlich und müsse un folich gemacht werden. Hierauf ergriff Staatsanwaltschaftsrat Bater bas 28ort zu seinem Blädoyer. Alle drei Angeklagten feien minderwertig, aber voll verantwortlich, doch möchte er bei Baul Hoffe die Zubilligung mildernder Umstände befürworten. Rechtsanwalt Dr. Brandt führte aus, daß es sich um eine Tat handle, die so unbegreiflich wie nur möglich sei. Die Tat als folche set so brutal, daß sie sich nicht beschönigen lasse und ihre Bühne finden müsse. Aber die Beurteilung der Strafbemessung fei nicht so einfach wie der Antlagevertreter es barstelle. Der Beamtengehälter und bei der Erwerbslosen fürsorge Schlüssel zu der unbegreiflichen Lat liege in der pfychopathischen Beranlagung der Angeklagten. zur Auszahlung gelangen. Rolf Rajort fei ein Mensch, der innerlich für seine Tat gebüßt habe und der die ganze Verantwortung auf sich genommen habe. Er verbiene daher Milde. Das Gericht ließ sich in seiner Strafbemes- Das Kohlenamt der Stadt Berlin teilt mit: Entsprechend der jung von folgenden Gedanken leiten: Zwischen den Eheleuten Na- Bekanntmachung des Reichstommiffars für die Kohlenverteilung 8 Uhr, im Oberlichtfaal ber Philharmonie, Bernburger Str. 22a, Bortragsjort tann fein Unterschied in der Ausführung der Tat gefunden über ben Abbau der behördlichen Kohlenverteilung vom 10. Novem abend. Dr. Schmarja Lemin spricht über das Thema: Die Grundlage der werden. Es liegt fein Motiv für die Handlung vor. Maßgebend ber 1923 fommt die städtische Kohlenbewirtschaftung sionistischen Bewegung und Politit". war für das Berbrechen die Sucht nach weiteren Bergnü nom 1. Dezember 1923 ab für Berlin in Fortfall. gungen, die Sucht, eine Rolle in der Gesellschaft zu spielen und Das Kohlenamt und die Bezirkstohlenstellen Bas Schlemmerleben fortsegen zu fönnen. Die Lat ist von einer faum zu übertreffenden Gemeinheit. Es handelt sich um den Raubüberfall auf einen alten schwachen Mann, der sich nicht wehren konnte. Besonders hat das Gericht die grenzenlose Gemeinheit in Betracht gezogen, einen Geistestranten vorzuschieben, nicht nur für die Ausführung der Tat, sondern auch nachher bei der Strafverfolgung. Rur Theatervorstellung am Sonntag, den B. Dezember, im neuen Theater am Roo find noch einige Einzelfarten zum Grundpreife von 75 Milliarden Mart im Jugendfefretariat zu haben. Heute, Freitag, den 30. November, abends 7½ Uhr: Brig: Jugendheim Chauffeeftr. 48. Vortrag: Arbeiterjugend und Ge. werkschaften." Salensee: II. Gemeindeschule, Joachim- Friedrich- Gir. 35/36. Bor trag: Broletarische und bürgerlidje Stunft." Neukölln II: Jugendhelm: Nogatstr. 53. Vortrag: Einführung in den Sozialismus." Often, Peters burger Biertel: Scule Edertftr. 16. Borbesprechung zur Weihnachtsfeier. Rofen Rosenthal: Lofal von Frieß. Vortrag: Humor in der Literatur." thaler Borstadt: Landgemeindehaus, Sophienftr. 21. Vortrag: Wirtschaft und Kapital." Ernst- TollerSchöneberg II: Comeniusschule, Frankenstr. 10. Abend. Steglig II: Jugendheim Holsteinische Str. 3. Bortrag: Die Grunde ideen des Gozialismus." I. Teil. Süben: Badeanstalt, Baerwaldstr. 64. Bortrag: ,, Revolutionen und ihre Bedeutung." Weißenfee: Realgymnasium, Moeldpromenade. Bortrag: Friedrich Engels und feine Lehren." Das neue Gelb wird heute als wertbeständiger Teil der Vorträge, Vereine und Versammlungen. Das Ende der städtischen Kohlenbewirtschaftung. werben demgemäß von diesem Tage an aufgelöst. Da die bis. herigen Rationierungsvorschriften ab 1. Dezember fortfallen, ist der Kohlenbezug für Hausbrandversorgung und Gewerbe irgendwelchen Beschränkungen nicht mehr unterworfen. Die Preisfestsehung für Britetts und Kofs erfolgt auch weiterhin durch den Magistrat, und awar durch das Ernährungsamt der Stadt Berlin. Demonstranten oder Gefindel? Deutscher Maniftenbund, Ortsgruppe Berlin. 30. November im BernerSiemens- Realgnmnafium, Hohenstaufenstr. 47/48, um 7% Uhr Bortvag: ,, Sur Biologie des Gottesglaubens". Ref. Dr. A. Serzberg. Flugtaubenverein Rotben 07. Bom 30. Rovember bis zum 2. Dezember im Bereinslotal von Hente, Berlin N., Danziger Str. 78, Bereinsausstellung. Zur Schau gelangen eble Berliner Rafen, turze und lange, sowie eine be fondere Gruppe von Schönheitsbrieftauben. Berliner Rionistische Vereinigung. Sornabend, ben 1. Dezember, abends Arbeitersport. 1. Dezember, abends 7 Uhr, Sigung bei Mechler, Boghagener Str. 114. Sages Turn- und Sportverein Fichte", 5. Berwaltungsbegitt, Sonnabend, den ordnung: Kartellangelegenheiten. Sebe Abteilung und jeder Berein entfendet ber, abends 6 Uhr, in der Geschäftsstelle ein, sweds wichtiger Information. einen Bertreter. Alle Gruppenturnwarte finden sich Dienstag, den 4. Dezem Sportabteilung Fichte- Suboft. Sonnabend, 1. Dezember, 2. Stiftungsfeft im Berliner Klubhaus, Ohmstraße, 7 Uhr. Turnverein Fichte" 4. Jungmädchenabteilung. Ghauturnen in der Milliardenrechnung bei der Post. Rirchner- Oberrealschule, Turmftr. 75, Sonntag, den 2. Dezember, nachmittags Wie wir nachträglich hören, zogen am vorgestrigen Demon 2 Uhr. Die Reichspost- und Telegraphenverwaltung fieht sich genötigt, trationstag der kommunisten abends" eine Anzahl 9. Dezember in ber Turnhalle Bringenstraße findet umständehalber nicht statt. Arbeiter- Turn- und Sportbund, 1. Kreis. Das Vereinsmetturnen am ihren Zahlungs- und Rechnungsverkehr, soweit er sich noch in Papier junger Burien die Leipziger Straße vom Spittelmarit herunter. Arbeiter- Wintersport.Jntereffengemeinschaft. Training an jedem Schneemark abspielt, vom 1. Dezember an auf die Milliardenmartie batten eine Rette gebildet und ließen feinen Menschen burb, tage in ben Grenzbergen bei Wilhelmshagen. Abfahrt nachmittags 1.40 be rechnung einzustellen. Poftanteifungen, Nachnahmen, Bost trieben vielmehr die Pafianten vor sich her. Der unter dem Namen abends 7 Uhr, Versammlung aller Mitglieder und Riefengebirgsfahrer, Fichte von Stralau- Rummelsburg, Bahnsteig E. Donnerstag, den 6. Dezember. aufträge und Zahlfarten dürfen vom 1. Dezember an nur Dr. Frosch bekannte Mitarbeiter der Welt am Montag" tam Diele, Baumschulenweg. über bolle Milliarden lauten. Bei der Angabe des dieser Banbe entgegen, fügte sich aber ihrem Gebot nicht, burchgember. Stiftungstour, fämtliche Abteilungen nach Johannisthal, Arbeiter- Rabfahrer- Bund ,, Solibarität". Touren für Sonntag, den 2. DeBetrages in Ziffern ist dabei an Stelle der neun Nullen bas Wort brach bielmehr bie Kette. Darauf wurbe er von hinten nieber Bota, Stubenrauchstraße. Milliarden" zu schreiben. Die Maßnahme wird mit bazu bei geflagen, mißhandelt und mit dem Kopf in ein Sau um rege Beteiligung der umliegenden Ortsgruppen. Der Sportausschuß. tragen, eine schnellere Abfertigung der Bevölkerung an den Post- fenster hineingestoßen, so daß er eine stark blutende Verlegung schaltern zu ermöglichen. erlitt und furze Zeit bewußtlos war. Die Sorbe bätte ihn er. schlagen, wäre nicht in diesem Augenblick die Polizei ge Vor der Aufklärung des Bernauer Mordes? lommen, die aber nur einige Mitglieder diefer Solonne feftnehmen Zu dem Morde an dem Gutsinspektor Paschte auf dem Gute fonnte. Die anständigen Mitglieder ber kommunistischen Partei Lohme bei Bernau wird mitgeteilt, daß die Ermittelungen ber fönnen aus diesem Vorfall ersehen, was sich an ihre Rodichöße hängt. Mordkommission unter Leitung des Kommissars Geissel gestern aur borläufigen Festnahme von sieben verdächtigen Die Zwangsbewirtschaftung von Elektrizität wird, wie die Bersonen geführt haben. Es find Leute, die in Bernau wohnen, Berksdeputation mitteilt, mit dem 1. Dezember 1923 aufgehoben. aber rege Beziehungen nach Berlin unterhielten. Alle fieben ge- Damit fommen die Meldungen über Bestände und Berbrauch in hören zu denen, die Felddiebstähle berübten, zum Teil nicht Fortfall. Leihhans Friebrichstraße 2( Salleschos Tor) verkauft elegante Serrenanzuge Möbel Start 1 Uhr an ben bekannten Stellen. Bitte Geschäftliche Mitteilungen. Für Papiermart nach Amerika. Die endgültig Tekten Wiederholungen des Ozeanfilm- Bortrages von Obering. Dreyer, Sannover, finden in der Urania am 30. November, und 2. Dezember, abends 6 Uhr und 8.30 Uhr statt. Da mehr als 30 Wiederholungen ein ausverkauftes Saus baften, ist Benuhung des Vorverkaufs bei Wertheim, Raufhaus des Westens und Uraniatasse ratfam. 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