Nr. 573 40. Jahrgang Ausgabe A nr. 286 Bezugspreis: Bom 2-8 Dezember 1 Billion ober 1 Goldmart voraus zahlbar Unter Kreuzband vom 2.- 8. Dezember für Deutschland, Danzig, Saar- u. Memel gebiet, Defterreich, Litauen, Lugem burg 1,35 Goldmart, für das übrige Ausland 1,60 Goldmart. Kreuzbandfendungen nur gegen wertbeständige Zahlung. Bostbezugspreis freibleibend. Der ,, Borwürts" mit der Sonntags beilage Volk und Zeit" u.„ Siedlung und Aleingarten", sowie der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" erscheint mohentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adreffe: Sozialdemokrat Berlin" Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 130 Milliarden Anzeigenpreise: Die einfpaltige Ronpareille. geile 0,70 Goldmart, Retlamezeile 8,50 Goldmark. Kleine Anzeigen" bas fettgedruckte Wort 0,20 Goldmart( zulässig awei fettgedruckte Borte), jebes weitere Mort 0,10 Goldmart. Stellengefuche das erste Wort 0,10 Goldmark, jedes weitere Wort 0,05 Goldmart. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. 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Obwohl das endgültige Wahlrefultat in England bei Re- I wären, wäre es für Frankreich ebenso wie für die englischen Ron-[ Umgekehrt vertreten die Freihändler die Interessen des daktionsschluß noch nicht ganz vollständig bekannt war, steht fervativen günstig, wenn die neue Periode von den fortwährenden Handels und gewisser Zweige der Industrie( Schiffbau), doch schon fest, daß die tonservative Mehrheit beseitigt ist. Da franzöfifch- englischen Unstimmigkeiten frei würde. Wenn sie hingegen die auf ausländische Rohstoffe angewiesen sind. Das sind mit ist auch das Kabinett Baldwin erledigt. Wer befiegt oder halb befiegt wären, so würde feine neue Regierung neben einer Minderheit von Konservativen die einstweilen an feine Stelle tritt, ist vorläufig noch ungewiß, da auch keine ihr Werf damit beginnen wollen, daß die bereits festgelegten Grund- mieder vereinigten Liberalen. Die Rede Lloyd Georges in der beiden Oppofitionsparteien eine Mehrheit erlangt hat. lagen einer englisch- französischen Zusammenarbeit wieder ge. Camberwell war vielleicht in der Sache oberflächlicher, nicht Erfreulich ist vor allen Dingen der siegreiche Borstört würden. Die französisch englische Einigung sei in der Ent- so durchdacht wie jene Chamberlains, und dennoch viel wirmarsch der Arbeiterpartei, die, nach den vorliegen stehung steden geblieben. Es sei nunmehr Sache der französischen fungsvoller. Sein Hauptargument ist folgendes: England ist den Meldungen, bereits über 40 Mandate gewonnen hat. Wir öffentlichen Meinung, darüber zu urteilen, ob dieser Standpunkt unter dem Freihandel groß, ftarf und reich geworden. London beglückwünschen unfere englischen Genoffen zu ihrem glänzen richtig war oder nicht. Wenn sie diesen Standpunkt gutheiße, fei verdankt seinen folossalen Aufschwung allein dem Freihandel. den Erfolg! es notwendig, daß Frankreich, wenn es sich einer neuen englischen Der Protektionismus würde die Grundlage der englischen Nachstehend seien die wesentlichsten Meldungen über die Regierung gegenüber befinde, auch verstehe, mit ihr zu verhandeln. Wirtschaft mit einem Schlage auf den Kopf stellen und besonWahlen wiedergegeben: Denn dies sei vor allem eine Angelegenheit des Programms ders London ruinieren zugunsten Rotterdams. Er und des Taftes. nannte die konservative Idee einen Wahnsinn" und bezeichnete sie als die ,, Revolution von rechts", gegen die sich England ebenso wehren müsse wie gegen die sozialistische Revo= lution con links. V. Sch. Condon, 7. Dez., vorm. 11 Uhr.( Eig. Drahlbericht.) Die späteren Wahlresultate verstärken den Eindrud über den Vormarsch der Labour Party, deren Vorsprung gegenüber den Liberalen felbft ohne ihre schoffische Hochburg gesichert ist. Die Genossin Suzan Lawrence ist die erste Frau, die als Abgeordnete der Arbeiter partei gewählt worden ist. Die Zahl im Londoner Gewinne hat sich inzwischen vermehrt. London, 7. Dezember( EP.) Unter den Wiedergewählten werden zuletzt noch genannt: Ramsay Macdonald, Schahtangler Neville Chamberlain, Marineminister Amery, Austin Chamberlain und Handelsminister Sir Greame. V. Sch. London, 4. Dezember. " 27 Es geht diesmal um die wichtigste Entscheidung des englischen Boltes seit Jahrzehnten!" Diefe Worte hörte ich Thesen. Es braucht nicht betont zu werden, daß Lloyd Das find, in wenige Borte zusammengefaßt, die beiden am Anfang einer Rede, die das Kabinettsmitglied Neville George, der zweifellos nach wie vor der beste englische Redner Chamberlain am Dienstag abend zugunsten des tonser ist und sich troß einer anstrengenden Wahlkampagne in vativen Kandidaten in Islington, einem nördlichen Vorort großer Form" befindet, mit seiner blendenden rhetorischen Londons, hielt. Und fast genau mit demselben Satz begann Runst und seinem fenerwerfartigen Humor ungeheure ErLloyd George die Rede, die er heute mittag am entgegen- folge erzielt. Obwohl auch diese Versammlung zum guten gesetzten Ende der Stadt, in Camberwell, zugunsten eines libe- Teil von Gegnern besucht war, wurde er, im Gegensaß zu ralen Kandidaten, feines ehemaligen Ministerkollegen Churchill. und Chamberlain, nicht ein einziges Mal unterDie Konservativen in der Minderheit. Dr. Mac Namara, hielt. Und es ist kein Zweifel daran: Das brochen, vielmehr lauschten alle Zuhörer seinen Worten und Condon, 7. Dezember. 3,55 Uhr nachm.( Reuter.) Auf Ergebnis dieser Wahlen wird für die Zukunft des Britischen lachten herzlich bei seinen zumeist recht harmlofen Wizen mit. Grund der vorliegenden Wahlrefultate fann nunmehr endgültig Reiches und darüber hinaus aller anderen Länder der Belt Im übrigen wird aber der Kampf zwischen Liberalen festgestellt werden, daß die Regierung gegenüber der Gesamtheit von einschneidender Bedeutung sein. Wenn sich Großbri- und Konservativen nicht nur mit Sachlichkeit, wie bei Chamder Oppositionsparteien in die Minderheit geraten ist. tannien, entsprechend den Plänen seiner jezigen Regierung, berlain, und nicht nur mit Humor, wie bei Lloyd George, London, 7. Dezember.( WTB.) Um 6 Uhr nachmittags war mit einer Mauer von Schutzöllen umgibt, so bedeutet das ein- geführt. Daß gegen die Arbeiterpartei mit den London, 7. Dezember.( WTB.) Um 6 Uhr nachmittags wat der Stand der Parteien: Konjervative 253, Liberale 142, Arbeiter- mal für die britische Wirtschaft selbst eine vollständige Um infamsten Berleumdungen von den Nationalisten gearbeitet partei 163, Unabhängige 10, zusammen 568. Der Nettogewinn der gestaltung, aber auch die Wirtschaft der europäischen Länder wird, ist hier schon dargelegt worden, und es wird sich lohnen, Liberalen beträgt 46, der der Arbeiterpartei ebensoviel. Die Berluste wird sich sehr bald vor ganz neue Probleme gestellt sehen. darauf zurückzukommen. Aber auch der Kampf zwischen den Liberalen beträgt 46, der der Arbeiterpartei ebensoviel. Die Verluste Der britische Absahmarkt wird den kontinental- europäischen zwei bürgerlichen Parteien wird, besonders in der Presse, mit der Konservativen belaufen fich auf 91 und der Unabhängigen auf 1. Gütern praktisch gesperrt sein, und, was das insbesondere für allen Mittein der Demagogie geführt. Das Schlagwort Das amtliche Wahlresultat. die deutsche Industrie und den deutschen Handel bedeutet, der Liberalen ist und damit sollen namentlich die Hausbraucht wohl nicht näher erläutert zu werden. Ueberhaupt frauenstimmen gefangen werden: Protektionismus beCondon, 7. Dezember.( TU) Amilich wird gemeldet: Die müßten sämtliche Handelsverträge, die England im deutet Teuerung; wer die Lebenshaltungskosten erhöht Ergebnisse der englischen Wahlen sind nunmehr im wesentlichen be- Laufe der Jahrzehnte mit den anderen Ländern abgeschlossen haben will, der wähle konservatio!" Das stimmt zwar nur fannt. 591 Sihe von insgesamt 615 im Unterhause find zur Stunde hat, gefündigt werden und Berhandlungen über neue zum Teil, da die Regierung erklärt hat, die wichtigsten ausbereits besetzt. Der Stand der Parteien ift( um 9 Uhr abends) fol- Handelsverträge aufgenommen werden. Die innerpolitischen ländischen Lebensmittel nicht tagieren zu wollen, aber trotz gender: Konfervative 256, Liberale 144, Arbeiterpartei 184, Sorgen und Kämpfe, die die deutsche öffentliche Meinung be- aller Dementi ist dies noch am Tage vor der Wahl das HauptUnabhängige 10. Die noch ausstehenden Ergebnisse find taum ge- herrschen, lassen das Interesse für die Lebenswichtigkeit solcher argument der liberalen Blätter und Blafate. Die tonservaeignet, an diefer Cage noch etwas wesentlich zu ändern. Der Bestand internationalen Fragen nicht aufkommen; dennoch täte man tiven Blätter bleiben ihnen aber an Demagogie nichts schuldig. der Parteien im alien Unterhause war folgender: Konfervative 346, in Deutschland gut, dem Ergebnis der jetzigen englischen Bielmehr appellieren sie an die niedrigsten nationalisti Liberale 117, rbeiterpartei 145, Unabhängige 7. Die ein- Wahlen auch von diesem Gesichtspunkt aus die größte Auf- fchen Instinkte der britischen Kleinbürgermasse. Auf zeinen Parteien befihen für sich eine Stärke, die es feiner Regierung merksamkeit zu schenken. Tausenden von Wahlplakaten der Konservativen fann man ermöglichen würde, angesichts der geschtoffenen Opposition der anderen lesen: Jebe Stimme für die Liberalen oder die Labour Party Parteien im Umte zu bleiben. bedeutet eine Stimme für das Ausland." Ueberhaupt spielt das Argument, daß die Gegner des Schuzzolles die ,, Geschäfte des Auslandes" beforgen, eine große Rolle in der fonfervativen Propaganda. Und, darüber soll man sich bei uns nicht täuschen: dieses Argument wirkt auch auf unzählige Ar= beiter. Ich stand in der Versammlung Chamberlains, die Es ist hier schon des öfteren ausgeführt worden, daß die in einem reinen proletarischen Groß- Londoner Bezirk abgeKonservativen innerlich in der Schutzzollfrage gespalten find. halten wurde, mitten zwischen Arbeitern. Wohl waren nicht London, 7. Dezember.( EP.) Sowohl am Sitz der Liberalen 3meifellos steht aber ihre überwiegende Mehrheit hinter Bald- wenige davon Anhänger der Labour Party, die wiederholt als auch der Arbeiterpartei erfährt man, daß nach den bis jetzt vor wins Schuzzollprogramm. Und zwar deshalb, weil sie im schlagfertige Zwischenrufe machten und die bei der Erwähliegenden Resultaten die Schutzollpolitit Baldwins er wefentlichen eine Partei der Industrie sind. Alle die- nung des Namen Mac Donald oder des ,, Daily Herald" Beiledigt fei. Man mache fich auf eine Demiffion des Ra jenigen Industrien, die unter der Konkurrenz der billigeren fall flatschten, aber es waren da auch nicht wenige Prolebinetts in den nächsten Tagen gefaßt. Man glaubt, daß Baldwin deutschen und neuerdings auch französischen Produkte tarier, die mit geradezu fanatischer Zustimmung den Hinweis in diesem Falle dem Könige raten wird, die liberale Partei mit der zu leiden hatten, verlangen seit langem Schutzölle. Sie haben des Ministers begleiteten, daß die Briten zunächst an das Bildung der Regierung zu beauftragen. Asquith, der in Frage die ständige Arbeitslosigkeit zum Anlaß genommen, einen eigene Land denken und den britischen Arbeiter vor der tomme, würde das neue Parlament sofort wieder auflösen und Neu- entscheidenden Borstoß im Sinne der Durchsehung ihrer For Konkurrenz des Ausländers schützen müßten. wahlen veranstalten. Diese Lösung hält man für wahrscheinlicher derung zu unternehmen. Das gilt insbesondere für die als die Bildung eines Roalitionskabinetts. Zwischen Liberalen und Schwerindustrie, aus deren Kreisen Baldwin selbst stammt, Arbeiterpartei erscheine eine Roalition unmöglich megen der Forderung der Arbeiterpartei auf eine Bermögensabgabe, und eine Realition zwischen Liberalen und Konservativen fei nach dem soeben beendigten heftigen Rampf ber beiden Parteien noch unmöglicher. Französische Beklemmungen. Die Regierung bleibt vorläufig im Amte. In einer furzen Erflärung, die er nach dem Empfang der Nachricht gab, daß er in seinem Wahlkreise Bewdley wieder gewählt fel, fagte Baldwin: 3ch gehe einer ziemlich schweren Zeit entgegen, aber ich habe Schwierigfeifen noch nie gefürchtet." Baldwin erledigt. " Jedenfalls haben die Engländer die Bedeutung dieser Entscheidung für das eigene Land voll erkannt, und es ist fein Zufall und auch keine bloße rhetorische Wendung, wenn sowohl Neville Chamberlain wie Lloyd George, obwohl von entgegengesetzten Aussichten ausgehend, den gleichen Hinweis auf jene Lebenswichtigkeit an die Spize ihrer Ausführungen stellten. Ob dieses Argument, das Don Chamberlain mit Bestimmtheit, aber ohne Gehäffigteit rorgebracht wurde, das aber seit Wochen von der nationalistischen Presse mit allen Schifanen der Völkerverhebung täglich erläutert wird, stichhaltig ist, ist eine andere Frage. Die Arbeiterpartei, die entschieden den Protektionismus bekämpft, vertritt ebenso entschieden den Standpunkt, daß im Freihandel allein nicht die Lösung der englischen Schwierigkeiten liege. Sie verlangt darüber hinaus eine neue auswärtige Politif, die Erhebung einer Rapitalabgabe, großzügige Motstandsarbeiten zur Linderung der Erwerbslosigkeit und anderes mehr. aber auch für eine ganze Reihe von Zweigen der Fertigfabrifation aus der Gegend ron Birmingham und Sheffield( z. B. die optische und die Messerindustrie), die speziell unter der deutschen Konkurrenz( Jena bzw. Solingen) schwer zu leiden haben.( Oder hatten; denn ob bei unseren heutigen deutschen Inlandpreisen diese Konkurrenzfrage noch immer so akut ist, Paris, 7. Dezember.( Eca.) Der heutige Beitartikel bes Lamps" wie z. B. vor acht Wochen, ist fraglich.) befaßt sich bereits mit dem Ende des Kabinetts Baldwin. Der Jedenfalls spricht manches gewichtiges Argument- das Temps" führt in diesem Artikel aus: Seit Baldwin sich dazu ent- muß objektiv zugestanden werden vom Standpunkt dieser schlossen habe, das englische Unterhaus aufzulösen, habe man seitens Sonderinteressen betrachtet für die Schutzzolltheorte. Die So stehen die drei großen Parteien, jede den beiden andes" Temps" immer dazu geraten, daß die französische Poüberaus fachliche Rede, die ich von N. Chamberlain am deren, in scharfer Kampfstellung gegenüber; menn es aber litit fich beeile, die Entente cordiale zu stärken Dienstag hörte, ließ erkennen, daß die englische Regierung feiner von ihnen gelingt, die alleinherrschende Stellung zu geund die Basis eines allgemeinen Abkommens zwischen Frankreich| tatsächlich eine Besserung der Arbeitslosigkeit in der Industrie winnen, werden auch für sie die leidigen Probleme der Komund England bereitzustellen. Wenn die Konservativen liegreich von der Durchführung ihrer Tarifreformpläne erhofft. promiffe und der Koalitionen aktuell werden. Bayerisch- französische Zusammenarbeit. Unter dem Titel„ Verbrecherische Gemeinschaft" beleuchtet in der linksdemokratischen Pariser„ Ere Nouvelle" G. Vial= Mazel die Verbindungen gewisser französischer Reaktionäre mit den bayerischen Reaktionären, die heute mit der Waffe in der Hand die Revanche gegen Frankreich predigen und deren Bewaffnung von niemand anders als ihren reaktionären Gesinnungsgenossen in Frankreich begünstigt murde. Vial- Mazel schreibt: Am vergangenen Freitag rief in der Kammer während der Disfuffion über die äußere Politit, als Herr Tardieu auf die bewaffneten Berbände in Bayern hinwies, ein Deputierter der Opposition, Cachin:„ Sie wurden von der französischen Regierung bezahlt!" Sofort antwortete der Ministerpräsident Poincaré:" Dies ist eine Berleumdung!" Da zu wiederholten Malen und am vergangenen Freitag noch Cachin in feiner Zeitung, der Humanité", fich in seinen Anschuldigungen auf uns berief, ist es nötig, daß wir diesen besonders delitaten Punkt der Politik des Bloc National in Deutschland genau Klarstellen. Wir zweifeln nicht daran, daß Herr Poincaré persönlich im guten Glauben handelt, wenn er jede Zusammenarbeit mit den deutschen Reaktionären als nicht bestehend erklärt. Es ist aber unwiderlegbar, daß die Dienstzweige des Quai d'Orsay auf Veranlassung von Persönlichkeiten hin, die der Regierung selbst fernstehen, zu mehreren Malen einwilligten, mit den deutschen Reaktionären in Verbindung zu treten. Des weiteren haben mit einem offiziellen Mandat in den befetzten Gebieten betraute Beamte den Gegnern der republikanischen Beimarer Verfassung unleugbar unterstützung zukommen laffen. Die Regierung und die öffentliche Meinung müssen in dieser Hinsicht aufgeklärt werden. Aus diesem Grunde verlangen wir, daß eine fofortige Untersuchung in Gang gefeßt werde( und daß, wenn dies geschieht, Strafmaßnahmen ergriffen werden) über die folgenden Punkte, die des weiteren noch die Unterlage zu einer Interpellation in der Rammer bilden können: 1. Der General Mangin( über dessen politische Rolle man sich wundern muß, da er doch noch im aktiven Dienst steht) hat am 5. August 1920 an den Generalsekretär des Minifteriums für aus= wärtige Angelegenheiten, Herrn Paléologue, einen Brief geschickt, in dem er diesen bat, sich mit dem Dottor Heim, dem Führer der reaktionären bayerischen Katholiken zu verständigen und die be waffneten bayerischen Organisationen zu stärken. 2. Der gleiche General Mangin ift zu wiederholten Malen im Quai d'Orsay vorstellig geworden, damit der Prinz Isenburg empfangen und unterstüßt werbe, der vom„ Temps" am 22. Januar 1922 als Hauptagent ber bewaffneten Organisationen Deutschlands zum Ankauf von Waffen entlarot wurde. 3. Durch Bermittlung des Doktor Dorten und des Generals Mangin wurde ein Bericht aus Bayern dem Quai d'Orsay übermittelt; in diesem Bericht wurde der gleiche Prinz Isenburg als der deutsch- föderalistischen Sache ergeben erklärt. 4. Diefer Bring Isenburg, der Agent der deutschen Mitttaristen, wurde 1923 von gewissen Beamten des Quai d'Orsay empfangen. 5. Der Doktor Dorten stellte während drei Jahre- dem General Mangin- zur Uebermittlung an den Quai d'Orsay- die vertraulichen Berichte zu, die ihm aus Bayern, aus Sachsen und aus Hannover von den Geheimagenten der Heim, Bothmer, Dannenberg usw. geliefert wurden. 6. Einer dieser Berichte, der von dem melfischen Reichstags. abgeordneten Dannenberg stammt, forderte bereits im Jahre 1920 den Einmarsch der französischen Truppen in die Ruhr, um partikularistisch- nationalistische Bewegungen in Deutschland hervorzurufen. 7. Der französische General de Met, der Delegierte der interalliierten Besatzungsbehörde in Spener, hat die banerischen Royalisten Mayer- Koy und Ruhu unterstützt und Geld in ihre Zeitungen gesteckt; es ging dies so weit, daß ein Deutscher darüber in einer rechtsrheinischen Zeitung folgendes Urteil fällte: Der General de Metz würde ein föderalistisches Kaiserreich, das ein baŋeBücher zum Schenken. Bon K. H. Döscher. Jugendschriften. risches Königtum einschließt, begrüßen. Der Propaganda für den Bon den 180 000 Beamten werden 40 000 in den Dienst der royalistischen Gedanken, und die Rechte des Hauses Wittelsbach wer- Regie treten. Die Beschäftigungslosigkeit der übrigen bedeutet den von dieser Seite teine Hindernisse in den Weg gelegt." eine gewaltige Belastung für die Reichsbahn, die man aber 8. Der Sekretär des Generals de Metz, der Leutnant Bas- ohne eine neue Tariferhöhung bestreiten zu können hofft, quier, Diterlé mit seinem richtigen Namen, ließ sich in München wenn im übrigen die Betriebs- und Verwaltungsreform verhaften im Augenblick, da er ohne Paß am Kongreß des Katholiken- durchgeführt wird. In dem Protokoll des Abkommens ist tages von 1922, der vom bayerischen Königshaus präsidiert wurde, auch die Zusage enthalten, daß die Regie in der Frage der teilnahm. Ausgewiesenen nach erneuter Prüfung der Akten Schritte 9. Im Verlauf des Münchener Prozesses im Juli 1923 wurde unternehmen wird. Die deutschen Vertreter verlangten der Kommandant Richert gegen den übrigens eine Strafmaß- ebenso wohlwollende Maßnahmen für die zu Gefängnisstrafen nahme ergriffen wurde- bloßgestellt, den deutschen Reattio- verurteilten Bediensteten der Reichseisenbahnverwaltung. nären für ihre militärischen Organisationen französisches Geld übermittelt zu haben. Der Vertrag regelt dann alle Einzelheiten des Verkehrsverhältnisses, das sich z. B. dadurch sehr kompliziert gestalten Soll ich beifügen, daß Doftor Dorten mich persönlich gebeten wird, daß die Beförderungsgebühren beim Ueberhat, auf die französische Preffe einzuwirken, damit die Alliierten nicht gang von der Regie und von der deutschen Reichsbahn jeweils die Auflösung der bewaffneten Verbände in Bayern verlangen, die, gesondert erhoben werden. Eine gegenseitige Verrech feiner Meinung nach, unerläßlich für den Erfolg einer föderalistischen nung findet nicht statt. Dadurch werden sich sowohl für den Bewegung seien. Dieses Geständnis ließ in mir den ersten Verdacht Personen- wie für den Güterverkehr mancherlei Schwieriggegen diesen Menschen auffommen und veranlaßte mich später, ihn feiten und Unbequemlichkeiten ergeben, die eine Folge der von zu befämpfen, als über die Ziele feiner Quertreibereien feine Zweifel Frankreich betriebenen Balkanisierung der Eisenbahn sind. mehr übrig blieben. Der Vertrag öffnet u. a. der deutschen Reichsbahn wieder den Wir wiederholen es: eine fofortige Untersuchung, die Weg Vohwinkel- Emmerich und vor allem die wichtige die Regierung des Herrn Poincaré nicht verweigern fann, muß in Durchgangsverbindung Freiburg- Schweiz über Offenburg, Gang gesetzt werden. die bisher unterbrochen war. Im übrigen fallen die Bahnen des von Frankreich und Belgien besetzten Gebietes der Regie 3u, ohne daß die Reichsbahn ihr Eigentum daran aufgibt. Es wird erforderlich sein, mit den englischen BesagungsDas Anflagematerial, das der französische Publizist der behörden Abmachungen über die Verkehrsführung zu Deffentlichkeit unterbreitet, richtet sich nicht nur gegen die fran- treffen, um Reibungen auszuschalten. Der Vertrag bedeutet zösischen Militaristen, die durch Förderung reaktionärer sepa- alles in allem für Deutschland ein schweres Opfer an Selbratistischer Bestrebungen die Auflösung Deutschlands herbei- ständigkeit, das auf die Reparationsfrage nicht ohne Einfluß führen wollen, es richtet sich in noch viel stärkerem Maße gegen bleiben fann, weil der Reichsbahn damit eines der erdie deutschen Reaktionäre, die bewußt oder unbewußt giebigften Teile ihres Neges entzogen und unter fremde VerHochverrat treiben, um die verhaßte Republik zu stürzen waltung gestellt wird. und sich in den Besitz der politischen Macht zu sehen. Wenn jetzt auf französischer Seite eine fofortige Untersuchung ver langt wird, so muß auch in Deutschland alles geschehen, um die angeführten Fälle restlos zu klären und die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen. Es ist nicht nötig, daß man eines Tages Frankreich, das nur den Frieden will, die Verantwortung für den Revanchekrieg zu schieben kann, den die Alldeutschen vorbereiten" Die am 1. Dezember in Mainz unterzeichnete Niederschrift über die Verhandlungen zwischen der Deutschen Eiſenbahnverwaltung und der Rheinischen Eisenbahnregie hat heute die Genehmigung der Reichsregierung gefunden. ausschusses besprochen worden. Die Vertreter nahmen Kenntnis von den Absichten der Regierung namentlich hinsichtlich der Erwerbslosenfürsorge, der faritativen Hilfsmaßnahmen und des wertbeständigen fürsorge, der faritativen Hilfsmaßnahmen und des wertbeständigen ofgeldes. In weitestem Umfange wurde ein Einvernehmen erzielt. Reichswehrkurs in Sachsen. Das Mainzer Eisenbahnabkommen. Die Zukunft des Rheinlandes. Bekanntlich ist vor einigen Tagen zwischen der deutschen Amflich wird mitgeteilt: In eingehender Beratung find geffern vom Reichsbahnverwaltung und der französischen Eisenbahnregie für das befeßte Gebiet ein Abkommen getroffen worden, Reichskabinett und Bertretern der Länder die schwebenden das inzwischen die Bestätigung der Reichsregierung gefunden wirtschaftlichen, finanziellen und fozialpolitischen Fragen des be. hat, und das die Wiederaufnahme des Verkehrs im besetzten legten Gebiets mit Bertretern der Städte- und LandkreisverRheinland und an der Ruhr gewährleistet. Die Wichtigkeit einigung des befehten Gebiets fowie dem Präsidium des Wirtschaftsdieses Abkommens geht schon aus der Tatsache. hervor, daß die Produktion des befeßten Gebietes nur dann in Gang gebracht werden kann, wenn das Verkehrsnek wieder funktioniert. Bei dem Versuche der Eisenbahnregie, den Betrieb mit einem start reduzierten Personal aufzunehmen, muß man bezweifeln, ob es gelingen wird, rechtzeitig die notwendige Leistungsfähigkeit der Bahnen herzustellen, die allein auch eine erhöhte Gütererzeugung der Pro- des Dresdener Oberbürgermeisters, der bekannte Dresden, 7. Dezember.( Eigener Drahtbericht.) Der Neffe duftionsbetriebe ermöglicht. Immerhin ist von deutscher Seite Oberregierungsrat Fugger, der für die Deutsche Volkspartei der Versuch gemacht, eine Verständigung zu finden. Man tätig gewesen ist und fchon unter Heinze wichtige Funktionen aus. berregierungsrat Fugger, der für die Deutsche Volkspartei fann nicht sagen, daß er ohne erhebliche Opfer erkauft wäre. tätig gewesen ist und schon unter Heinze wichtige Funtionen aus. übte, ist durch das Wehrkreiskommando zum Polizeipräsi Rechtlich kann die deutsche Regierung die französische Eisendenten von Dresben ernannt worden. bahnregie nicht' anerkennen. Tatsächlich aber hat diese die Gewalt, über das Lebensrecht Tausender von Arbeitnehmern zu entscheiden, an deren Existenz das Deutsche Reich das größte Interesse hat. Aus dieser Zwangslage heraus entstand der Vertrag, der gegenüber den früheren Vorschlägen der Franzosen in vielen Punkten Konzessionen enthält, der aber weit davon entfernt ist, auch nur rein technisch, geschweige denn völkerrechtlich ein Ideal vorzustellen. Auf Grund dieses Vertrages wird ein kleiner Teil der Eisenbahnbeamten des befeßten Gebietes in die französische Regie übernommen, die Regierung behält sich das Recht vor, auch die übrigen Beamten wie bisher zu entlohnen. Die fächsische Regierung hat auf Grund des§ 14 Abs. 2 des Geiezes zum Schuße der Republit die Organisation Stahlhelm", Bund der Frontsoldaten, für das Gebiet des Freistaates Sachsen verboten und aufgelöst. " Die Strafverfolgung Graefes genehmigt. Der Geschäftsordnungsausschuß des Reichstages beichloß, die Genehmigung zur Strafverfolgung des deutschvölkischen Abgeordneten v. Graefe wegen Hochberrats zu erteilen. Anträge auf Nichtgenehmigung einer eventuellen Verbaitung lehnt der Ausschuß ab, weil der tonfrete Fall uicht vorliegt. BehnNeue Nachrichten aus der unbekannten Arktis. an sie so mit der Natur gewinnen. Wie die wirklichen Indianer aus- befonterem Reiz auch für Erwachsene find die von kleinen fahen, das führt in einem reichen, aus alter und neuer Zeit ge- bis zwölfjährigen Freunden des Kinderland" eingesandten Zeich femmelten und mit turzen Erläuterungen versehenen Bildmaterial nungen, die vielfach von außerordentlichem Talent zeugen. Hermann Dengler vor: Jndiener". Der 1. Band behandelt Die Ausstattung dieses Kalenders für 1924 erinnert die Stämme des Oftens und der Prärien Nordameritas. Hier er- die besten der Vorkriegszeiten. Das Kinderland" sollte auf keinem fährt man in authentischen Bildern, wie die großen Häuptlinge Weihnachts ische fehlen. Buben und Mädel in sozialistischen Familien Der Plan, unserem Parteiverlage eine eigene Abteilung für sich kleideten und schmückten, ihre Feste und Kriegstänze begingen werden dauernd geistige Anregung daraus schöpfen. Der Preis ist Jugendschriften einzugliedern, ist leider an der Ungunst der Ber- und ihr Leben gestalteten. Mit großer Kennerschaft ist die Auswahl 1 M., multipliziert mit der Buchhändler- Schlüsselzahl. hältnisse gescheitert. Wir sind also weiter auf die bürgerlichen oder getroffen, wünschenswert wäre nur noch eine Berücksichtigung der unparteiischen Berlage angewiefen. Nun het sich zwar dank auch Museumssammlungen( Waffen, Zeichnungen usw.) Eine vielseitige der Tätigkeit der Jugendschriftenausschüsse das Niveau dieser und geschickt arrangierte Zusammenstellung noturwissenschaftlichen, Literatur bedeutend gehoben. Ihre Aufmachung und künstlerische technischen und erzählenden Stoffes bietet wieder der diesjährige Ausstattung hatte sich schon vor dem Kriege erheblich gebeffert. Aber Band des Jugendtosmos". Er enthält alles, was die Jungen Die Schicksale der Expedition von Amundsens Schiff„ Maud", es fehlt an ganz billigen Büchern, oder sie bleiben meist unter interessiert( unter Ausschaltung des Historischen!). Eine wertvolle die fürzlich durch ein Telegramm des Leiters, Kapitän Wisting, be ollen Ansprüchen. Ein Teil der technisch guten Bücher ist inhalt Ergänzung dazu bildet der neue( vierte) Band des Bastelbuchs, leuchtet wurden, werden jekt ausführlicher in zwei Berichten gelich wegen der politischen oder religiösen Einstellung für unsere das unerschöpflich ist als Wegweiser für Handfertigkeit, Spiel und schildert, die in Christiania eingetroffen sind. Diese neuen WitLeser unverwendbar. Arbeit und der Forderung noch Arbeitsausbildung in weitestem teilungen Wistings aus noch unbekannten Gebieten der Arktis, die In der Sammlung„ Der Blumengarten", die im Ber- Maße gerecht wird. Von der nüglichen Verwendung alter Glüh sich besonders mit den bereits von Amundsen unternommenen lag von Gerhard Stalling in Oldenburg herauskommt, wird ältere lampen bis zur Anfertigung einer Drehbank findet man so ziemlich Flugversuchen beschäftigen, wurden mit dem drahtlosen SendeLiteratur bearbeitet und erneuert geboten. Ihr Herausgeber Wilh. alles, was ein Bastler sich nur ausdenten fann. Wenn wir nicht apparat der Maud" über die Radiostation von Spißbergen gegeben. Belper verfügt über Geschmack und sprachliche Kultur, ober feine aufpassen, werden unsere arbeitsfreudigen Jungen uns noch unsere Der erste Bericht, der Ende Juni abging, erzählt: Bon März an deutschvölkische Gesinnung beeinflußt ihn natürlich. Im" Dy ganze Einrichtung verbasteln, um ihren Schöpferdrang daran aus- trieben wir langsam nach Nordwesten und sind jetzt auf 75 Grad Ulenspiegel", dem alten Voltsbuche, das in seiner Derbheit unter zulaffen. 25 Minuten nördlicher Breite und 165 Grad östlicher Länge. Es gibt Weglaffung einiges Anstößigen möglichst gewahrt ist, tritt das Erzählungen. hier nicht viel zum Leben, aber wir sind mit den Ergebnissen unserer neig hervor. Eher schon in der" Gudrun". Das buntgewirkte Jagden zufrieden. Die Hunde sind wieber in gutem Zustand, und Märchen, in dem noch die altmodische Sage hervorleuchtet, wird hier Besondere Pflege widniet der Herausgeber guter Erzählungen wir selbst haben reichlich frisches Fleisch. Der Sommer tam plög mit einer Freude am Kampf und rohen Heldentum wiedererzählt, für die Jugend der Berlag Carl Flemming u. C. L. Wistott, lich. Den Mai über hatten wir lange Zeit schönes, aber frisches daß es uns troß der versöhnenden Menschlichkeit Gudruns für unsere Berlin. In der Sammlung Flemmings Bücher für jung und Wetter. Dann wandelte sich in den ersten Junitagen das Wetter Jugend ungeeignet erscheint. Reine Freude hat man dagegen an alt", auf die wir voriges Jahr bereits hinwiesen, sind einige neue zu dem richtigen arktischen Klima mit Temperaturen unter dem dem Münchhausen", der in der flaffischen Form Bürgers Schriften aufgenommen worden. Wir heben daraus Theodor Nullpunkt und Nebel. In den legten Tagen des Mai hatten wir, ,, in möglichster Treue und ohne Verflachung vorliegt. Alle biefe Storms Meisternovelle Pole Poppenfpäler" hervor, zu als es noch wärmer war, auf einer großen Eisscholle, etwa einen Bände find gut und geschmackvoll ausgestattet und mit dem Tert- der die alten Bilder von C. Offterdinger vortrefflich paffen. Auch Kilometer von der Mud" unser Flugzeug fertig gemacht, aber bilde trefflich angepaßten Federzeichnungen geziert. die Serie Flemmings Dreibogenbücher"( Grundzahl 45 Bf.) ist reu bann fam der Nebel. An zwei erträglich klaren Tagen, am 3. und Eine Rhe empfehlenswerter Bücher legt der Kosmos( Franch bereichert. Die feinen Hefte nehmen sich in dem weißen Karton 12. Juni, rurden Versuchsflüge unternommen. Aber es zeigte sich, sche Berlaghandlung, Stuttgart) auf den Weihnachtstisch. Aus mit dem fotetten Titelbild reizend cus. Wir nennen als neu: doß der Kompaß unzuverlässig war und daß die Oberfläche des Karl Ewalds naturgeschichtlichen Märchen, die nun schon seit Th. Storm, eine Halligfahrt; Gottfried Keller, Der Schmied Eises selbst aus geringer Höhe so gleichförmig erschien, daß jede Johren sich trimer mehr Freunde geworben hoben, ist eine Auswahl feines Glücks; Poe, Der Goldkäfer lauter voilwertiges literarisches Orientierung schwierig wurde. Unter diesen Umständen wäre es getroffen worden was der Storch in Afrita erlebte. Gut. Billiges und Gutes liefern weiter Schaf te ne Biaue leichtsinnig gewesen, zu weit von der Maud" wegzufliegen, weil Clara Hepner hat es mit sicherer Hand befergt; Willy Planets Hefte und Reclam, der auch Jugendbücher speziell verlegt. r an unmöglich den Weg zurückgefunden hätte. Trozdem versuchten befannten frischen, flotten Randbilder beleben die aus intimer Naturwir an dem ersten schönen Tage, am 22. Juni, von neuem aufzu fenntnis, aus Lieke zu allem Lebenden und schöpferischer Phantasie Das Arbeiter- Jugendbuch. steigen. Der Start war aber unglücklich. Es mußte fofort eine gefchaffenen, für jung und alt gleich geeigneten Erzählungen. Nach Eine gediegene Weihnachtsgabe für die Sugend bietet der Reichs, 3wangslandung vorgenommen werden, und dabei wurde die Maschine Südwestafrika führt uns H. A. fchenborn mit feinen Ge- ausschuß für sozialistische Bildungsarbeit Sentro.bildungsausschuß so beschädigt, daß fie einer lange dauernden Reparatur bedurfte." fchichten: Satan und andere afrikanische Erzählungen". Was er der BSPD.) mit seinem Jahrbuch für die Buben und Der zweite Bericht von Ende Oktober schildert die sehr uns hier als Farmer und Jäger erlebte, hot er fejfeind und eindrucks- Mädels des arbeitenden Boltes", das sich unter dem günstigen Witterungsverhältnisse im Sommer mit schwerer Kälte voll verarbeitet. Man braucht fein Kolonialfreund zu sein, um Namen Rinderland" schon eine große Gemeinde begeisterter und Nebel, die das Fliegen hinderten. Am 16. Juli wurde ein dem Berfaffer gern zu folgen in die fremde Welt, die er in ihrer fleiner Freunde geschaffen hat. In der Auswahl des Textes Aufstieg unternommen, aber ein Bersagen der Maschine zwang Landschaft, ihrem Tier- und Menschenleben so gut beherrscht und wie des bildlichen Beiwecks ist geradezu Hervorragendes geleistet sofort zur Landung, vei der der Apporat so beschädigt wurde, daß cnschaulich schildert. Unserer Jugend, die wandert und das freie wie des bildlichen Beiwerts ist geradezu Hervorragendes geleistet. er nicht mehr zu reparieren ging. Der Flieger und sein Begleiter Leben in und mit der Natur aufs neue fucht, wird des bekannten Eine Reihe von fünstlerisch prachtvollen Tiefdruckbildern fo Hans blieben unverlegt. Während des Sommers," erzählt Wisting,„ trieb cmerikanischen Tierfchiberers C.Th. Setons Indianerbuch Thomas März", Max Liebermanns Spielende Kinder", ein die Maud" langsom nordwärts, aber die Herbstmonate brachten uns 3wei kleine Wilden"( mit des Verfassers eigenen Boll Mädchenbildnis" von Hübner stehen neben anderen Reproduktio- große Enttäuschung. Am 6. September befanden wir uns in 76 Grad bilbern) willkommen sein. Zwei Jungen einer aus der Stadt nen befannter Rünsterwerke. Anschaulich geschriebene Erzählungen, 10 Minuten nördlicher Breite und 163 Grad 30 Minuten östlicher und einer vom Lande gehen darauf aus, Indianer zu spielen. Märchen und Gedichte u. a. von Ludwig Lessen und Ernst Länge, aber donn wurden wir von einem ftarten, langanhaltenden Sie bauen ihren Wigwam, fertigen felber ihre Waffen an und er- Breczang sind durchsetzt mit Zuschriften aus Kinderhand, die über Nordwestwind ergriffen, der uns in den nächsten 4 Wochen füdwärts " " " " cven töstliche Abenteuer. Das Wertvollste ist die enge Fühlung, die leigene Erlebnisse und Erfahrungen der Kleinen berichten. Bon ganz bis 75 Grad 10 Minuten nördlicher Breite und 59 Grad 30 Minuten Alle Waren find schon da! Verminderung der Abgeordnetenzahl. ningen in Borschlag gebracht. Diese Borschläge wurden mit 31 Stimmen der Deutschnationalen, Deutschen Bolkspartei, des Landbundes, der Demokraten und der Kommunisten gegen 22 fozialdemokratische Der Rechtsausschuß des Reichstages trat gestern in die Beratung Stimmen abgelehnt. Der Vorsitzende des Staatsministeriums, der zweiten Menderung des Reichswah gesetzes ein und lehnte eine Staatsminister Frölich, erklärte darauf den Rüdtritt der bisher Aenderung der Wahlkreiseinteilung für Berlin ab. Im Verlaufe noch amtierenden Mitglieder der Staatsregierung. Sie werden bis der Aussprache schlug Reichstagspräsident Löbe vor, die Zahl der zur Bildung einer neuen Landesregierung gemäß den Bestimmungen Dittmann hielt diesen Borschlag für zu weitgehend, und er bat Abgeordneten des Reichstages auf die Hälfte zu vermindern. Abg. ber thüringischen Verfassung die Geschäfte ihrer bisherigen und auch zu erwägen, ob man nicht. fortan für je 80.000 Wähler statt bisher der freien Refforts weiterführen. 60 000 einen Abgeordneten wählen tönne. Abg. SchulzBor der Abstimmung erklärte der Landbund im Namen der Bromberg( Dnat.) widersprach einer Herabjehung der AbgeordnetenRechtsparteien, daß sie eine Klärung der Lage herbeiführen zahl. Abg. Dr. Kahl( D. Bp.) und Abg. Schiffer( Dem.) waren wollen und auf alle Fälle gegen eine Regierungsergänzungswahl mit einer Herabsehung der Zahl der Abgeordneten grundsätzlich einstimmen würden. verstanden. Ebenso erklärte fich der Abg. Dr. Bell( 3.) dafür, war aber gegen eine überſtürzte Beschlußfassung. Mit Rücksicht darauf, Aussprache ohne Beschlußfassung geschlossen, jedoch kam von der= daß eine Stellungnahme der Fraktionen nicht vorlag, wurde die schiedenen Seiten die Erwartung zum Ausdruck, daß die Frage der Berminderung der Zahl der Abgeordneten weiter verfolgt werden soll. Wenn man jetzt die Schaufenster betrachtet oder durch Die Märkte geht, traut man zunächst seinen Augen nicht. Noch vorige Woche gab es bei den Fleischern kein Fett, feinen Sped. Brauchte jemand Kinderwäsche, dann war keine da. Das Obst war angeblich völlig mißraten, und die wenigen Plepfel, die zu Billionenpreisen auf den Markt tamen, waren Spotischlecht, trotzdem aber im Nu weg. Heute nachdem die Gegenüberstellung deutscher und valutaländischer Preise im letzten Sonntag ,, Borwärts" das Verlangen nach Preisabbau zum erfolgreichen Ruf der Allgemeinheit gemacht hatte, heute ist alles wieder da: Berge von Fett und Sped, Pyramiden ron Aepfeln, Lager von Wäsche bieten sich den Kauflustigen, Im Reichstag hatte neulich Herr Geßler erzählt, Genoffe die darum wieder taufluftig sind, weil die Preise ange Hermann, der Minister des Innern, habe in einer Bersammlung fangen haben, herunterzugehen. Und auf dieses Anfangen mit dem Kommunisten Körsch zusammen die" Rote Armee" hoch hat zweifellos unsere Forderung starf eingewirkt, daß die leben laffen. Genosse Hermann erklärt, daß diese Geschichte unwahr billigeren Auslandswaren von Reich, Staat und Gemeinde ist. Was sich Herr Geßler eigentlich auch hätte denken können! cingeführt und als Konkurrenz gegen den Privathandel verfauft werden sollen. Dieser aber stemmt sich dem weiteren Breisabbau mit aller Kraft entgegen, wie ein geschlagen flüch tendes Heer noch Rückzugsgefechte liefert. Man sprengt aus, daß alles bald wieder teurer sein werde, und sucht da= durch die Zögernden zum Kaufen zu zwingen- ehe der Druck auf die Preise noch stärker wird. Gerade die Zurüc haltung der Fleischkäufer hat jedoch in der vorigen Woche die Vorräte der Fleischhändler so ungeheuer anwachsen lassen, daß sie ebenso wie die Obstmarder und Wäschehamsterer jegt billiger mit ihrem Kram herausrüden müssen. Borige Woche gab es noch nichts, und jezt ist alles da: Pilles liegt klar zutage, nicht nur die schönste Ware, sondern auch der schamlose Wucher, der solange preistreiberische Zurückhaltung getrieben hat! Die Reingefallenen. Herunter die Goldpreise! In Wirklichkeit sind selbst in den heute schon etwas herabgefeßten Grundpreisen noch erhebliche Bapiermartrisiko. und Entwertungszuschläge vorhanden, die nicht gerecht. fertigt find. Dadurch ist In der gestrigen Sigung des Preußischen Landtages rorhin auf die allgemeine Beltteuerung hingewiesen. machte der Präsident des Landespolizeiamtes Oberregierungsrat Bei Auslandsworen wird man je nach dem Lande der HerGrzesinsti intereffante Angaben über die Weiterentwicklung der funft mit einer Preiserhöhung gegenüber dem Frieden um lezten Wochen und Monate und die behördlichen Gegenmaßnahmen 50 bis 70 Broz. rechnen mussen. Aber auch für Inlandswaren des Bucheramtes. Grzefinsti führte u. a. folgendes aus: stehen den Verbilligungsmomenten, die sich aus den niedrigen Bezügen der Lohn. und Gehaltsempfänger ergeben, Berteuerungsmomente gegenüber, die in dem Leerlauf von Handel und Industrie sowie der Produktion überhaupt zu erblicken sind; denn eine verminderte Produktion ist zweifellos im allgemeinen festzu stellen. Die Verteuerungsmomente werden wahrscheinlich die BerInlandswaren mit einem geringen Aufschlag über den Friedenspreis billigungsmomente etwas überwiegen, so daß man auch bei reinen wird Aufgabe der Preisprüfungsstellen in Berbindung mit den wird rechnen müssen, der zahlenmäßig schwer bestimmbar ist. Es Polizeiverwaltungen sein, Richtlinien für den einzelnen Bezirk feftzustellen. Die Polizeiverwaltungen werden entsprechende Anweisungen erhalten. Wenn wir die Kurven der Preisentwicklung bei verschiedenen Industrieerzeugnissen beobachten, erweden fie aber sehr stark den Eindrud, als ob in Deutschland über= haupt nicht mehr falfuliert wird, sondern Preise ganz milltürlich gemacht werden. Deutschland heute das teuerste Land der Welt Die„ Berliner Börsenzeitung" macht nach unserer deut geworden, obwohl es nach Lage der Sache eigentlich mit am billig. fichen zurechtweisung nicht den geringsten Verfuch, ihre Besten sein müßte. hauptung vom bevorstehenden Eingehen des Vorwärts" auf- Es besteht ein gewaltiger unterschied zwischen den reinen Gold rechtzuerhalten. Sie spricht in einer auf der ersten Seite ihrer mortpreisen vor dem Kriege und den Preisen, die sich Ende Oktober gefirigen Abendausgabe veröffentlichten Erklärung nur noch und Ende November, beim höchsten Stand der Preisgestaltung gedavon, daß sie ein„ Gerücht zitiert" habe. Im übrigen be- beigt haben. Die Preise verstehen sich in Pfennig für 1 Kilogramm gnügt sich die Erklärung damit, die Behauptung, daß das eble und find amtlich: Blatt der Börsenspekulanten in industriell- antisemitische Hände" übergegangen sei, abzuleugnen und zu versichern, daß in dem Besitzverhältnis und in der Leitung der Berliner Börsenzeitung" feinerlei Veränderung eingetreten sei. Wir fönnen diese Behauptung der Börsenzeitung" nicht nachfontrollieren und wissen nicht, ob sie anders zu bewerten ist als die Mitteilung über den„ Borwärts". Wir wissen aber, mas in Berlin im übrigen jeder Mensch weiß, daß die redaktionelle Haltung der Börsenzeitung" seit einiger 3eit eine ganz andere geworden ist, und daß die Charakterifierung des Blattes als eines schwerindustriell- antisemitischen Blattes durchaus zu Recht besteht. Wenn die Börsen zeitung" findet, daß diese Charakterisierung ihr geschäftlich Schwierigkeiten bereitet, dann mag sie ihre redaktionelle Hal tung ändern. " Thüringischer Regierungsrücktritt. Weimar, 7. Dezember.( Eigener Drahtbericht.) In der Freitag nachmittagsizung des thüringischen Landtags wurde noch einmal der Berfuch gemacht, die thüringische Rumpfregierung zu ergänzen. Bon Jezialdemokratischer Seite wurde der bereits einmal gemachte Vorschlag erneuert, den Minister des Aeußeren Frölich mit der Führung der Geschäfte des Wirtschaftsministeriums zu betrauen und dem mi nister des Innern Hermann die Geschäfte des Juſtizminifteriums zu übergeben. Beide Ministerien find seit dem Austritt der Kommunisten cus der Regierung unbesetzt. Weiter sollte, um den Anforderungen der thüringischen Verfassung zu genügen, für die ehemaligen Gebiete Gotha und Meiningen je ein Staatsrat gewählt werden. Hierzu wurden die Genossen Abgg. Koch für Gotha und Rennert für MeiEftlicher Länge trieb. Die Jagd mar auch nicht erfolgreich, da die Robben meist versanten, nachdem fie getroffen maren. Die wiffen schaftlichen Beobach'ungen wurden trotz der schwierigen Wetterrerhältniffe regelmäßig ousgeführt," Preis am Friedenspreis 81. Oftober 30. Nov. 1923 Roggen Meh! Graupen Buder Rindfleisch 28 36 47 . 30 46 65 40 52 76 45 80 184 175 284 560 Fetter Sped 185 929 1600 Butter. 270 861 1. Gi 81 191 600 40 • An den Preisen für Butter und Eier haben in hohem Maße die große Zahl der Händler und Auffäufer auf dem Lande schuld. Diese überbieten sich gegenseitig und versuchen, von den Landwirten unter allen Umständen die Ware herauszuholen, in der Hoffnung, beim Verkauf in der Stadt oder in günstig gelegenen Gebieten unter allen Umständen erhebliche Gewinne hereinzubekommen. Sie zahlen jeden Preis, der es ihnen ermöglicht, die Ware überhaupt zu bekommen. Die große Zahl der Händler verdient besondere Aufmerksamkeit aller Kreise, auch derjenigen, die den Händlern politisch und wirt schaftlich naheftehen. Ich habe hier vor mir ein paar 3iffern von Industrieprodukten, die tis in die neueste Zeit hineinreichen und vom Reichsstatistischen Amt stammen, die ich Ihnen nicht vorenthalten will. Hemdentuch hat im Frieden 25 Pf. das Meter gefoftet, am 25. Oftober 74 Pf. und am 21. November 83 Pf. Cheviot hat im Frieden 1,40 m. getoftet, fostete am 25. Oftober 2,45 m. und am 21. November 2,85 Mart. Ein reinwollenes Cheviottleid hat im Frieden 9 m. getoftet, toftete am 25. Oftober 14,25 m. und am 21. November 17,85 m. Ein Herrenanzug hat im Jahre 1913 22 M. gefoftet es sind hier dauernd als Grundlage braucht, also vergleichsweise am 25. Oftober immer Einheitswaren nach Einheitsstoffen, wie sie die Statistik 25 m., am 15. November 34,25 m. und am 21. November 47 M. Hier üben die Industrieorgane ihre Monopolstellung zum Nachteil nicht nur der Verbraucher, sondern damit auch der ganzen deutschen Wirtschaft aus. Ich darf aber darouf aufmerksam machen, daß, wenn es sich um Berbandspreise handelt, nicht die Länder zuständig sind, sondern das Reichs wirtschaftsministerium, und daß dieses auf Grund der Gesetzgebung be rechtigt und verpflichtet ist, diese Verbandspreise einer Nachprüfung zu unterziehen. Vor einiger Zeit, Ende November, ist im Reiche auf Grund des damaligen Ermächtigungsgefeßes das Kartell. gesez in Kraft getreten. Es ist zu hoffen, daß mit Hilfe dieses Kartellgesetzes und der auf Grund dieses Gefeßes errichteten Stellen mehr als bisher die Möglichkeit eines Einflusses ouf die Preisge. ftaltung der Kartelle gegeben ist. Notwendig ist aber dazu, daß die Abnehmer im Groß- und Kleinhandel die Verbraucher fommen hier weniger in Frage, aus ihrer Scheu und Reserve, den Behörden Angaben über Zahlungsbedingungen oder Preisgestaltungen feitens der Kartellvereinigungen zu machen, herausgehen und diese Angaben machen, denn fie find nunmehr gegen einen Terror der Kartelle durch das Kartellgefeh selber geschüßt. Ich fann mitteilen, daß eine Reihe von Verfahren gegen Kartelle bereits bei den Kartellgerichten anhängig gemacht find. Die landwirtschaftlichen Produkte werden zum Teil zu Friedens preisen und teilweise darunter obgegeben. Aber die hohen andelspreife haben inzwischen bewirkt, daß auch die land wirtschaftlichen Rreise in neuester Beit nicht un. erheblich nachgefolgt sind. Die Preußische Hauptlandwirt. schaftskammer, die regelmäßige Angaben über die Preise für gewiffe landwirtschaftliche Produkte an gewiffen Stichtagen der amtlichen Stelle zustellt, hat festgestellt, daß im September der Erzeugerpreis für Roggen 86 Proz. des Friedenspreises betragen hat( hört, hört! bei den Deutschnationalen), in der zweiten Hälfte des November der Preis bereits 111 Proz. befrug, also übr dem Friedens preis stand. Der Milchpreis hat im September 80 Broz, in der zweiten Hälfte des November 93 Proz. des Friedenspreises betragen, der Preis für Butter 82 Proz. im September, 121 Broz. in der zweiten Hälfte des November, der Preis für Ochsenfleisch im Sep- Neuerdings versucht man jezt die Rentenmort unterzube. tember 58 Broz. des Friedensstandes, in der zweiten Hälfte des werten. Nichts wäre für die Bolkswirtschaft schädlicher als das, November 129 Proz., der für Schreine 110 Broz im September, und alle Kreise sollten die Reichsregierung in ihrem Bemühen, die 224 Broz. in der zweiten Hälfte des November. Diese Preise, die Renbenmark hochwertig zu erhalten, unterstützen. Es ist dringend Die Boltsbühne„ Norden" brachte unter der Spielleitung Otto ich hier befannt gebe und auf die die Hauptlandwirtschaftskammer notwendig, einen Appell an das Land zu richten, weil heute Kirchners eine Neueinstudierung von Schillers Räuber" fich meist stützt, find Notierungspreise. Diese Notierungs- fchon starte Kräfte baran sind, die Preise bei Bezahlung in heraus. Die Aufführung offenbarte leider wieder einmal das tech- preise werden im tatsächlichen Handel überschritten, und zwar Rentenmark höher zu sehen als bei Bezahlung in Gold bzw. in nisch unzulängliche der kleinen Bühne, auf der Massenszenen nie auf Grund der Umstände, auf die ich vorhin hingewiesen habe. anderen golbwertigen Zahlungsmitteln. recht herauskommen. Im angenehmen Gegensatz zu diesen unzulänglichen Szenen standen die Aufzüge im Schloß des alten Mohr. Es genügt nicht, immer nur über Bucher zu flagen, sondern Wir müssen herunter von den hohen Preisen, es müssen auch die Möglichkeiten, die bestehen, um selbst bei der Sie waren geschicht aufgebaut und zeigten, daß die kleine Bühne mit air müssen zu normalen Preisen kommen, denn nur so tommen Bucherbekämpfung mit tätig zu sein, benutzt werden. Sie haben Erfolg nur folche Stüde herausbringen darf, die ohne Beeinträchti- wir zu normalen Berhältnissen. Nicht allein, daß die Verbraucher die Möglichkeit einmal in dem von mir bereits erwähnten Sinne, fung der Wirkung mit weniger Personen gespielt werden fönnen. perelenden, weil sie die Waren zu den Preisen nicht toufen können, dann aber auch durch Mitwirkung in den Preisprüfungsstellen und Das ist ein fehr eng gezogener Rahmen und seine Ausfüllung wird auch der Umsaz stodt, und Deutschland wird dadurch in den Handelserlaubnisstellen. en jeden Spielleiter große Anforderungen stellen. So war denn auf dem Weltmarit tonturrenzunfähig. Die erste Voraussetzung, in der Wucherbekämpfung mitzuwirken, tie Wiedergabe der Räuber" innerlich nicht harmonisch und das Die Staatsregierung hat diese Entwidlung von jeher mit aller ift im Hinblick auf die große Mühe, die auf das Gelingen des Aufmerksamkeit verfolgt und ist, was in ihren Kräften und diese Eochkunde kann ich nicht in allen Fällen bei den so Ganzen verwendet war, sehr zu bedauern. Bon den Darstellern stand, bemüht gewesen, der Preisgestaltung entgegenzuwirken. mögen Ferdinand Gregory( der alte Mohr), Walter Frant Unter dem 17. November, als die Erhöhung der Grundpreise gefahr. ad hoc gebildeten Kontrollausschüssen, insbesondere nicht bei denen, ( Franz). Rose Veldtkirch( Amalie), Leopold v. Ledebour drohend zu werden schien, habe ich als Vertreter des Landespolizei- die fie protegieren, erwarten. Deswegen sind sie abgelehnt worden. ( Schweizer) und Dito Kirchner( Spiegelberg) lobend erwähnt amtes durch den amtlichen preußischen Pressedienst eine Notiz werben. Otto Lindinger spielte den Räuberhauptmann mit viel zu großem Pathos. Herunter mit Goldpreisen! ist Sachkunde, Es sind für die Verbraucherorganisationen in den Handelserlaubnisstellen und Preisprüfungsstellen hinreichende Möglichteiten gegeben, unmittelbar auf die Preisbildung einzuwirken. M. M. rerbreiten lassen, und wenn jeßt ein Absinten der Preise erfolgt, Es besteht auch die Möglichkeit, durch Kontrolle in den Geschäften Erfolge der deutschen Schlaffrankheitserpedifion. Das neue fyn- so ist das nicht zum geringsten auf das energische Ein- in Verbindung mit anderen sachverständigen Bersonen die notwen thetisch hergestellte Mittel regen die Schlaffrankheit, das unter dem greifen der Polizei besonders hier in Berlin zurüd dige Wucherbekämpfung auszuüben. Ich möchte in Verbindung mit Namen Mittel Bayer 205 befannt ist, wurde von Prof. Kleine zuführen. Die Preisherabfehung der letzten Tage erscheint mir meiner Ausführung über die Mitwirkung der Verbraucher bei der und feinen Mitarbeitern in Englisch Nordrhodesien und durchaus ungenügend, und die Polizeiorgane werden in ihrer Energie, Bucherbekämpfung sagen, daß durch die Verordnung vom 13. Juli in der belgischen Kongoproving Katanga erprobt. Die günstigen weiter auf eine Herabfehung der Preise zu dringen, nicht nachlassen. den Verbrauchern eine größere Einflußnahme in den PreisprüfungsErgebnisse, die bereits im Hamburger Tropenfrankenhaufe erzielt Es ist aber notwendig, daß alle Kreise der Bevölkerung, die an stellen möglich ist, als es bisher der Fall war, indem die reinen waren, wurden wie Professor Kleine nach feiner Rückkehr von der niedrigen Preisen interessiert sind, mithelfen. Nicht nur die Ber- Sachverständigen auf der Verbraucherseite ausgeschieden sind und zweijährigen Forschungsreise einem Vertreter des MTB. mitteille braucher, sondern auch die Erzeuger und die Kleinhändler, dafür Verbraucher einerseits. Erzeuger, Händler, Groß- und Klein. cufs beste bestätigt." Bei vorsichtigster Beurteilung des neuen die als reelle Händler angesprochen werden können und sollen, händler andererseits, Sig und Stimme haben. Es handelt sich Mittels bei Schlaffrankheit. äußerte er sich muß ich sagen, daß fönnen den Behörden Fingerzeige geben. dabei um die Verbraucherorganisationen, die großen Gewerkschaften es zum mindesten alle bisherigen Mittel, so insbesondere das bisher Da wir ohne Bewirtschaftung der Waren teine Höchstpreise der Beamten und Angestellten; es handelt sich um die großen Verangewandte Atoryl bei weitem übertrifft: Welche ungeheuren und auch keine Richtpreise festsetzen tönnen, andererseits ein wesents braucherorganisationen, die Sig und Simme in den Preisprüfungs. Folgen dieses Mittel für die riesigen schlaffrankheitsdurchfeuchten liches Ueberschreiten der Friedenspreise wenigstens für eine Inlands. stellen haben fönnen. Da wäre die Möglichkeit gegeben, wirklich Gebiete Afrikas bedeutet, können Sie sich selbst ausmalen." Auf mare mir nicht gerechtfertigt erscheint, so halte ich in der Tat eine praktisch zu wirken. Wenn hier die Verbraucher und die Verdem Gebiete der Tierfrantheiten, Tfetje, waren die Erfolge Bekanntgabe der Friedenspreise, und zwar für Erbraucherorganisationen alle Möglichkeiten benußen, jo glaube ich nicht so in die Augen springent, immerhin aber sehr bemerkenswert. 3e uger, Händler und Kleinhändler, für das im Augen zwar auch nicht, daß der Wucher aus der Welt geschafft wird, aber Während bisher gesunde Rinder in Tsetse- Gebieten in allerfürzester blid allein mögliche, aber auch wesentliche Mittel, um die ich glaube erstens, daß sich die Berbraucher über die Preisgestaltung Frift erkrankten, zum Stelett abmagerten und eingingen, haben sich Deffentlichkeit zu alarmieren, bamit auch sie den und wichtige wirtschaftliche Berhältnisse einmal zu unterrichten Gedie geimpften Tiere monatelang in gutem Zustande erhalten, so daß nötigen Preisdrud mit herbeiführen hilft. Die Veröffentlichung wird in legenheit haben, daß sie aber im Rahmen des Möglichen selbst dazu fie also noch nach Monaten als Schlachtvieh Berwendung finden den nächsten Tagen erfolgen nicht vom Landeswucheramt, sondern vom beitragen, daß die Ueberspannung in den Preisen, die große fonnten. Das bedeutet einen großen Erfolg." Reich, weil das Reichswirtschaftsministerium diese Handelsspanne erheblich hercbgesetzt wird. Deshalb rufe ich den Im Deutschen Opernhaufe soll zugunsten der Berliner Boltsspeisung ein Bahlen von sich aus veröffentlichen möchte. Sowohl die Preis. Verbrauchern zu: tua res agitur: Um eure Sache Byllus von Wohltätigteitsporstellungen veranstaltet werden. Moterials, aber nicht nur diefe, sondern auch die breiteste benötigen diefes handelt es sich!( Bravo!) Nach längerer Debatte vertagt sich das Haus. Präsident As erite geht Sonntag Wargarete" unter Leitung von Leo Blech in Szene. Deffentlichkeit benötigt schließlich ebenso dieses Materials aus einert schlägt vor, die nächste Sigung entgegen der ursprüng Victor Auburtin Heſt am 12. Dez., abends 8 Uhr, in der Berliner der Borkriegszeit, um teurteilen zu können, in welcher Weise heute lichen Absicht des Aeltestenrats nicht Dienstag, sondern Mittwoch, Gezeliion, Surfürstendamm 232, aus eigenen Berken. Starten zu eine Preisfestsetzung erfolgt, und wie sie damals gewesen ist. Wir 12 Uhr, abzuhalten mit der Tagesordnung: Abstimmung über die Kein Friedenspreis! Der Friedensbreis soll in diesem Sabre nicht ver- werden allerdings nicht ganz mit Friedenspreisen rechnen fönnen; eben verhandelten Anträge, Verhandlung der Anträge und feilt werden. Nach Ansicht des zuständigen norwegischen Stortingtomitees wir werden berücksichtigen müsser, daß Berteuerungs- und Ber: Anfragen zur inneren Politit, Ausnahmezu. bat fich alfo in biefer frieblichen Beit niemand in einem Maße um den billigungsmomente die Preise jest wesentlich zu beeinflussen geeignet stand uim. Das Haus entscheidet im Sinne des Präsidenten Frieden so verdient gemacht, daß ihm der Preis zuftünde. find. Der Herr Landwirtschaftsminister hat bereits in seiner Rede Schluß 4% Uhr. 2. 4, 8, 2, 1, täglich von 11-2 Uhr im Sekretariat erhältlich. Gewerkschaftsbewegung Das Achtstundentag- Gesek. Das Reichsarbeitsministerium erflärt: Die kürzlich von dem sozialdemokratischen Abgeordneten und emaligen Bolksbeauftragten Dittmann in der Deffentlichkeit vertretene Auffaffung, daß der allgemeine Achtstundentag auch nach dem Ablauf der Demobilmachungsverordnungen über die Arbeits& it eine gesetzliche Grundlage in dem Aufruf des Rats der Bolksbeauftragten vom 12. November 1918 habe, ist unhaltbar. Der Auf ruf erwähnt den achtstündigen Höchstarbeitstag nicht im ersten Teil in der Form des Gesezbefehls, sondern im zweiten Teil unter den 2nfündigungen weiterer fozialpolitischer Berordnungen. Troß Der Gelegestraft, die dem Aufruf als solchen zuerkannt worden ist, kann der Inhalt des zweiten Teiles nach seinem flaren Wortlaut nur als grundsätzliche Ankündigung, nicht als Gesetzesvorschrift ge mertet werden." Die Auffassung des Reichsarbeitsministeriums ist u. E. juristisch falsch, desto sicherer ist sie auf die gegenwärtigen Machtverhält. nisse begründet. Das Achtstundengesetz besteht, ist aber ein Gesetz ohne Ausführungs- und Strafbestimmungen. Nur die wirtschaftliche und politische Macht der Arbeitnehmer fann ihm wieder praktische 23rfung geben. Die Regierung gegen die Beamten. Personal- und Lohnabbau, Berlängerung der Arbeitszeit. Es hat das bis jetzt nicht getan, ist aber von den Gewertschaften aufs neue dazu aufgefordert worden. Eine Lohnaufbefferung im Bergbau ist heute um so leichter, als durch die geänderten Zahlungsbedingungen und das Vorhandensein wertbeständigen Geldes die Bergbauunternehmer nicht mehr die Verluste aus der Inflation zu tragen haben, unter denen fie zeitweise litten. Die Kohlenpreise find, verglichen mit den Löhnen, außerordentlich hoch. Sie betragen im Ruhrrevier 24,96, Oberschlesien 16,40, Niederschlesien 22,70, Sachfen 25,40, Mitteldeutschland( Braunkohle) 14,13, Niedersachsen 19,60 bis 22,50, 3bbenbüren 22,44, Bayern( Bechlohle) 28,30 Goldmart. folgt aus: Ruhrrevier 5,25, Oberschlesien 3,90, Niederschlesien 3,25, Im Vergleich dazu sehen die durchschnittlichen Tariflöhne wie Sachsen 3,51, Mitteldeutschland 3,25, Niedersachsen 3,18, Ibbenbüren 3,51, Bayern 3,18 Goldmart. Fördereffekt sind sehr verschieden. Aber für ein Revier Die Unterschiede der einzelnen Reviere in bezug auf den fann bestritten werben, daß der Lohn in keinem Verhältnis steht zu den Preisen, daß er nur einen Bruchteil des Lohnanteils aus Große Funktionärkonferenz am im aller Partei- u. Gewerkschaftsfunktionäre, Betriebsräte der VSPD. Groß- Berlins Montag, den 10. Dezember 1923, abends 7 Uhr, Deutschen Hof", Lucauer Straße 15( großer Saal): Tagesordnung. Die Politik der Partei. Referent: Parteivorsitzender Gen. Crifpien.- Disfuffion. Ohne Mitgliedsbuch und Funktionärfarte tein Zutritt. Zur Dedung der Unkosten Tellersammlung. Der Bezirksvorstand. Die am Donnerstagabend im Reichsfinanzministerium zu Ende geführten Besoldungsverhandlungen hatten ein Er gebnis, das vielleicht den Etatsbedürfnissen des Reiches, nicht aber den Haushaltskosten der Beamten gerecht wird. Die Regierung begründete ihr völlig ungenügendes Besoldungsangebot mit den fnpp bemeffenen Krediten ber Rentenbant, die bis 1. April 1924 ein sparsames Wirtschaften erforderten. Darüber, daß das ich aus Krediten eine ausreichende Besoldung nicht macht, der im Frieden gezahlt wurde. Hinzu kommt noch, daß 25 sicherstellen kann, ist sich auch die Beamtenschaft flat. Sie vertritt bis 80 Proz. der festgesetzten Lohnfähe Teuerungszulagen beshalb noch wie vor den Standpunkt, daß zu den Krediten vor sind, die in Bapiermark ohne Aufwertung gezahlt werden. Wenn allem Einnahmen aus Steuern der leistungsfähigen Schichten das Arbeitsministerium nicht einfichtig genug ist, seinen ganzen Einder Bevölkerung hinzukommen müffen. Auf keinen Fall fann den fluß zur Regelung dieser Frage aufzubieten, oder wenn die UnterBeamten der unteren Besoldungsgruppen zugemutet werden, angenehmer hartnädig auf ihrem Standpunkt bleiben, ist schon für die fichts einer 150 prozentigen Steigerung der Borfriegs. nächsten Tage mit schweren Ronflitten im Bergbau zu preife mit 70 Pro 3. der Bezüge vor dem Kriege auszukommen. rechnen. Was soll z. B. ein Beamter der Besoldungsgruppe III in der Distlajfe A mit zwei Kindern im Alter von fünf und zehn Jahren Handelsministeriums, der Grubenverwaltungen und der Betriebsräte Am Donnerstag fanden Berhandlungen zwischen Bertretern des mit einem Jahresgehalt non 1212 M.( Grundgehalt 726 M., Orts ber staatlichen gedhen statt, die zu der Vereinbarung führten, zuschlag 120 M., Frauenzuschlag 84 M., Kinderzuschläge 282 m.) baß am Montag, ten 10. Dezember, die Arbeit auf den ftaatlichen al.fangen? Sein Monatsgehalt beträgt demnach 101 M.! Gruben im Ruhrgebiet im voilen Umfang wieder auf Tavon fammen in Abzug Steuern, Beiträge zur Kleiderfasse usw. genommen wird. Entlassungen sollen nicht erfolgen. Die Gs ist ausgeschlossen, daß mit dem verbleibenten Rest eine vier Arbeiter merden wieder eingestellt, bis auf einen geringen Teil der föpfige Familie unterhalten merden fann. Kofsarbeiter, die vorläufig noch der Erwerbslofenfürsorge über laffen bleiben müssen, weil die Kofsöfen noch nicht im Betrieb find. streben der preußischen 3 ech en befizer, bet der Arbeitsaufnahme Die Bereinbarungen stehen im erfreulichen Gegensatz zu dem Be einen sehr erheblichen Teil der Arbeiter auszuschalten. Die Gewerkschaften haben aus diesen Gründen das Angebot der Regierung abgelehnt( die gegenteilige Nachricht der bürgerlichen Breffe ist fatsch), und zwar fowohl im Hinblick auf die niedrigen Gehaltsläge als auch mit Rücksicht auf die zwischen den Besoldungsgruppen liegende Spannung. Es ist jetzt Aufgabe des Reichs. tags zu beweisen, daß es ihm, mit dem mieberholt versicherten Wohlwollen gegenüber der Beamtenschaft ernst ist. Zur Frage der Arbeitszeit der Beamten, über die am Mentag im Reichsministerium des Innern weitere Berhandlungen stattfinden, hat der Bundesvorstand des Allgemeinen Deutschen Be. amtenbundes gestern folgende Entschließung gefaßt: Schiedsspruch für das Berliner Holzgewerbe. Am geftrigen Abend verhandelten die Parteien für die Berliner Holzindustrie im Schlichtungsausschuß. Es wurde folgender Schiedsfpruch gefällt: Für die Zeit vom 25. November bis 1. Dezember bleibt ber bisherige Lohn von 692 Milliarden, bestehen. Ab 2. De gember bis 15. Dezember wird der Sohn eines Facharbeiters über 22 Jahre auf 0,65 Goldmart festgefeht, im übrigen bleiben tie Staffeln nach dem bisherigen Abstand bestehen. Als Montage für Montage außerhalb beträgt der Zuschlag 3½ Stundenlöhne. zuschlag am Drt werden 20 Proz. des Stundenlohnes gezahlt; Diefes Abkommen fann mit dreitägiger Frist gefündigt werden, und zwar erstmalig am 15. Dezember. Der Bundesvorstand des ADB. hält an der von den Beamten Epigenorganisationen vom 4. Dezember 1923 dem Reichsminifterium des Junern abgegebenen Erflärungen feft. Er lehnt auch eine geitlich befristete Berordnung über tie Berlängerung der Arbeitszeit der Beamten entschieden ab. Der ADB. fann nicht seine Schiedspruch in der Musikinstrumentenindustrie. Am Mittwoch Hand dazu bieten, daß die schon jetzt mit aller Rücksichtslosigkeit ein- murde für diese Industrie ein Schiedsspruch gefällt, der den Lohn des fegenden Personalabbaumaßnahmen, die im schroffer Facharbeiters über 22 Jahre auf 0,65 Goldmart festlegt. Die Widerspruch zu den Anträgen der Organisation und zum Teil auch beiden Barteien, Arbeitgeber wie Arbeitnehmer, haben diesen zur Abbauverordnung selbst stehen, durch Einführung des Schiedsfpruch abgelehnt. Neunstundentages mittelbar gefördert werden. T Der Abwehrkampf der Staatsangestellten. Am Donnerstag nachmittag fand eine start besuchte Berfammfung der Angestelltenräle bei den Reichs und Staatsbehörden statt. Im ersten Bunkt der Tagesordnung legte ter Borsigende des Attionsausschusses der Angestellten der Reichs und Staatsbehörden, Sturmheit, einen Tätigkeits- und Rechenschaftsbericht über die bisherigen Arbeiten des Ausschusses ab, mobei er insbesondere die Stellung der einzelnen politischen Bar teien dem Angestelltenprinzip gegenüber auseinandersetzte. In der Diskussion nahmen die Vertreter der einzelnen Ministeren und Behörden nacheinander das Wort, um über den bisher im jeweiligen Amt erfolgten Abbau zu informatorischen Zweden der Kolleoenschaft Mitteilung zu machen. Hierbei famen mert mürdige Ergebniffe zutage. So zeigte sich, daß das Reichsarbeitsministerium, in dem bekanntlich das Betriebsrätegefeß ausgearbeitet murde und dessen Refforts in erster Linie Fragen der sozialen Für ferge umfaffen, seine Hauptaufgabe darin zu erblicken scheint, den Angestelltenabbau nach möglichst antifozialen Gefichtspunkten zu betreiben. Die Borgänge gerade in diefem Minifterium werden, fobald fie cuf dem bisher eingeschlagenen Wege zum Abschluß gelong: find, the Deffentlichkeit noch gründlich zu beschäftigen haben. Für die kaufmännischen Angestellten für den gesamten Großhandel fällte der Schlichtungsausschuß am 7. Dezember folgenden Schiedsspruch für den Monat November: Die Gehaltssäge für die letzte Novemberwoche, d. h. für die Zeit bis einschließlich 30. No pember werden in der Weise festgesezt, daß auf die Gehaltsläge der Bormoche 84 Broz aufgefchlagen und von der alsdann errechneten Summe/ gezahlt werden. In der Zeitungsbranche fonnte feine Einigung erzielt werden. Es ist daher der Schlichtungsausschuß angerufen worden, der sich am Mittwoch, den 12. Dezember, mit dieser Angelegenheit beschäftigen wird. Das gleiche ist vom Speditionsgewerbe zu melden. Wirtschaft Der angemessene Goldpreis. Das Reichswirtschaftsministerium hat den Regierungen der Länder und den mit der Preisüberwachung betrauten Behörden eine Denkschrift zugestellt, die der Wiederher wirtschaftsminister lehnt die von vielen verlangten Richtpreise unter stellung normaler Goldpreise dienen soll. Der ReichsBerufung auf die Abhängigkeit Deutschlands vom Weltmarkt, auf ift, ab. So haben sich z. B. in England der Großhandelsinder von dem gegenüber dem Jahre 1913 eine echte Teuerung zu beobachten 100 auf 158 und der Kleinhandelsinder von 100 auf 175 erhöht. Baumwolle war Ende Oktober 1923 bereits um zirfa 140 und Wolle um 150 Proz. gestiegen. Die Weltteuerung fällt für die deutsche Preisbildung um so mehr ins Gesicht, als die deutsche Wirtschaft mit besonderen per= Steuern, wie die zweiprozentige Umfahsteuer, erhöhte Leistungen für teuernden Faktoren, z. B. Einführung und Erhöhung einzelner foziale Versicherung, Belastung der Wirtschaft durch Leerlauf, erhöhte Zinsfäße, Berteuerung der Frachten und Wegfall von Ausnahme: frachten, sowie Minderleistung in einzelnen Berufen zu rechnen hat. Dem stehen aber bedeutende verbilligende Momente gegenüber. Unter anderem nennt die Denfschrift mit Recht die große Differenz zwischen Goldlöhnen des Inlandes und des Auslandes. Troßdem fommt der Reichswirtschaftsminister zu dem Schluß, daß das Preisniveau von 1913 der Vergangenheit angehört, und sich, abgefehen von wenigen Waren, in absehbarer Zeit nicht mehr erreichen hält und sich die Arbeitsleistung im Inland nicht auf die Borfriegslaffen wird, solange das Weltmartpreisniveau seine jezige Höhe behöhe gehoben hat. Allerdings räumt die Denkschrift den verbilligen den Momenten die Möglichkeit ein, bei den reinen Inlandsprobuften noch einen mehr oder weniger großen Teil ber echten Teuerung auf dem Weltmarkt ausgleichen zu fönnen. Zur Erreichung dieses Zieles empfiehlt die Denkschrift verschiedene Maßnahmen, darunter den Abbau der Unternehmergeminna, Erzielung von Mehrleistungen, Eingreifen der Preisprüfungsstellen und Wucherbehörden. Hinweis auf die Möglichkeit der Verbraucher, ihrerseits die Bon großer Wichtigkeit ist der in der Denkschrift enthaltene Preise durch vorsichtige Zurückhaltung im Kauf zu beeinflussen. Es heißt da: des bei nern, daß letzten Endes das Gesez von Angebot und Nachfrage die " Die Verbraucherschaft wird aber gut fun, fich daran zu erin= Breife mirffamer beeinflußt als jeder behördliche Eingriff, und daß fie selbst es in der Hand hat, diesem Gesetz wieder Geltung zu verschaffen in dem Augenblid, in welchem mertbeständige Bahwerden. lungsmittel im Verkehr sind und die Preise ouf Goldbasis gestellt Da bas Geld sich nicht mehr in der Tasche Berbrauchers entwertet, ist er auch in Der Lage, Deckung feines täglichen Bedarfs wieder in Ruhe Breisvergleiche anzustellen, statt fie so schnell wie möglich im nächsten Baden vorzunehmen. Andere Käufe fann er wieder wie früher auf eine Zeit verlegen, die ihm die günstigste zu fein scheint. Die Flucht in die wertbeständige Ware, die dem Warenbefizer bisher ein starkes llebergewicht über den Verbraucher gab, mu ihr Ende erreicht haben und die ruhige Ueberlegung und welche die Hauptschuld an den starken Breissteigerungen trägt, und der Sparfinn, die dem Deutschland von 1913 ihr Gepräge gaben; müssen wieder an ihre Stelle treten." Der Kampf der Unternehmer gegen Bauhütten. Die privaten Bauunternehmer sehen in den gemeinnügigen fozialen Baubetrieben einen gefährlichen Gegner. Nun, zur Bekämpfung der fapitalistischen Auswüchse im Bauwesen wurden biefe gemeinnüßigen Rörperschaften gegründet, und sie haben sich auch als solche bewährt. Bezeichnend aber find die Mittel, mit denen man Bauwirtschaft" bringt in ihrer neuesten Nummer eine Zusammengegen die sozialen Baubetriebe vorgeht. Die Zeitschrift„ Soziale stellung der haltlosen Verdächtigungen, mit denen man in Eingaben an alle möglichen Instanzen, an Ministerien, Verwaltungs- und Steuerbehörden gegen die Bauhütten gearbeitet hat. Eindringlicher als alle anderen Beweisgründe für die Unwahrheit der Unternehmerpropaganda ist das Ergebnis einer genauen Umfrage, die der Berband sozialer Baubetriebe bei den ihm angeschloffenen Organifationen gemacht hat und die bis zum Abschluß des Berichts 128 Betriebe beantwortet hatten. Darunter waren sieben Baunebenbetriebe. arbeiten ausführen, hatten seit ihrem Bestehen 12 016 selbständige Die 121 Bauhauptbetriebe, die teilweise ebenfalls BaunebenBauaufträge ausgeführt, die 7 Nebenbetriebe 2110. Zusammen find somit von 128 Betrieben 14 126 felbständige Bauaufträge ausgeführt worden. 4720 oder 39 Broz. auf öffentliche oder öffentlich recht Bon den 12 016 Bauaufträgen der 121 Hauptbetriebe entfielen liche Körperschaften, 5707 oder 48 Broz. auf gemeinnüßige Siedlungsgesellschaften und Genossenschaften und 1589 oder 13 Proz. auf Private. 87 Pro 3. aller ausgeführten Gescheiterte Tarifverhandlungen. Die Tarifverhandlungen für Bauaufträge entfielen somit auf öffentliche, öffentlich- rechtliche und die faufmännischen Angestellten im Möbelhandel fomie im gemeinnügige Körperschaften und nur 13 Broz. auf Private. Bei den Rohlengroßhandel find infolge des geringen Entgegen. 7 Baunebenbetrieben entfielen 96 Proz. der Aufträge auf öffentliche, fommens der Arbeitgeber gescheitert. Der Schlichtungsausschuß öffentlich- rechtliche und gemeinnügige Körperschaften und nur 4 Prozwird sich mit beiden Fällen zu beschäftigen haben. auf Private. Die städtischen Arbeifer in Zilfif sind wegen Tarifftreitigketten 74 Proz. der Gesamtaufträge der 121 Hauptbetriebe dienten dem in den Ausstand getreten. Kleinwohnungsbau. 2875 Wohnungen hatten die 121 BeDie Angestellten des Textil- Großhandels, des Gamt- und Seidenwaren- triebe vollkommen schlüsselfertig gebaut. Zu weiteren 7356 WohGroßhandels, des Baumwoll-, Leinen- und Kleiderstoff- Großhandels, des nungen hatten sie die Erd- und Maurerarbeiten, also die Hauptbauhandels nehmen am Dienstag, den 11. Desember, nadm. 3½ Uhr, in panet arbeiten, zu 5166 die Zimmererarbeiten, zu 2189 die Dachdeckerlands Festfälen, Neue Friebrichstr. 35, zu dem Echiedsspruch sowie zu dem arbeiten, zu 1321 die Malerarbeiten, zu 870 die Töpferarbeiten und Goldabkommen für den Monat Dezember Stellung. Insgesamt hatten Bon verschiedenen Rednern wurde erneut auf die Notwendigtett mertschaftshaus, Gaal 4, Ronferenz der Funktionäre der chemischen Jndustrie. also die 121 Betriebe 22 567 bezuschußte Klein. Fabritarbeiter- Berband, Chemie- Kartell. Montag abend 6 Uhr im Ge- 3 2790 sonstige Arbeiten ausgeführt. hingewiesen, den Kampf um die elementarsten Rechte der Behörden Mitgliedsbuch und Funktionärkarte legitimieren! Ohne diese tein Butritt. wohnungen ganz oder teilweise gebaut. Für Private angestellten nur im engsten 3usammenarbeiten mit Bersammlung der Gewerkschaftsfunktionäre Dienstag abend 7 Uhr im hatten fie 712 unbezufchußte Wohnungen hergestellt. den berufenen Gewerkschaften auszutragen. Da nicht deutschen Hof, Budauer Straße. Tagesordnung: Der Aerzteftreit." Referent anzunehmen ist, daß die Regierung Marg eine angestelltenfreur.d- Bersammlung foll Auftlärung über den Aerztestreit gegeben weden, damit Herr Dr. Bryll, Chefarzt der Allgemeinen Ortstrankenkasse Berlin. In diefer Ildjere bbcuperordnung auf Grund des Ermächtigungsgefeges ein- die Funktionäre fie in Sufammenfünften und Betrieben weiterverbreiten bringen wird als die Regierung Stresemann, fo fann nur an alle tönnen. Wir ersuchen um zahlreiches und pünktliches Erscheinen. Mitglieds Angestellten wieder und wieder der bringende Rat gerichtet werden: tommission Berlins und Umgegend. buch und Funktionärtarte legitimieren. Der Ausschuß der GewerkschaftsShließt die Reiher und findet den Weg zu euren Organisationen, Penn Cekten Endes gelten für die Behördenangestellten wie für Arbeitnehmer überhaupt die beiden Marime: Jeder Betrieb hat ben Betriebsrat, den er verdient. Jeder Betriebsrat aber wird so behandelt, wie er feinerseits es verdient! Der Konflikt im Bergbau. Hungerlöhne, Uebergewinne und Ueberschichten. Das Berhalten der Arbeitgeber bei den Verhandlungen am Mitt sch und Donnerstag und das sehr eigentümliche Berhalten des Reichsarbeitsministeriums liegt sicher nicht im wohlverstandenen Interesse unserer Wirtschaft. Diese Haltung muß zu Konfliften füh ren, die das Wirtschaftsleben aufs schwerste bedrohen. Ganz allgemein, sowohl von Unternehmern wie vom Reichsarbeitsministerium wird anerkannt, daß die Bergarbeiterlöhne zu niedrig sind. In bestimmter Absicht haben die Arbeitgeber und das Reichsarbeitsministerium in den letzten Wochen auf die Löhne gebrückt, um dadurch die Arbeiter für längere Arbeitszeit gefügig zu machen. Nach der Erklärung der Unternehmer hätte das Reichsarbeitsministerium die Möglichkeit gehabt, sofort die Parteien zu neuen Verhandlungen zu laden oder ein Schiedsgericht zu bilden. Arbeitersport. Sportabenb ber Sportvereinigung Norb- West. Am Sonning, 9. De zember, finden im Moabiter Gefellschaftshaus, Wicfefftr. 24, große Ring fämpfe ftatt. Für Nord- Best" starten die Internationalen Schinłowsti, Roval, Raplowsti, ferner Engelhardt, H. Novat, Aderhold, Abamezer Rau, Bander und Bohlfus, für Siegfried 09 B. Buffe, Grunft, M. Aulegat. Bintel und Gaimann, außerdem nehmen noch teil Troas Lichtenberg, Luft und Sichtbaum". Burich 02". Ferner Auftreten der Kreismeistermannichaft im Seben( Belling, Serzog, Görig, Rohn, Seld und Scheurig). Anfang der Rämpfe 7 Uhr. Berfamming, Bauaufträge die Zahl der geleisteten Tagewerke einem BerNoch günstiger ist das Ergebnis, wenn man statt der geleisteten gleich zugrunde legt, wobei allerdings bemerkt werden muß, daß die Fragen nach der Zahi der Tagewerke nur von 66 Betrieben beant wortet wurden.( Die Nichtbeantwortung' dieser Fragen haben eine Reihe von Betrieben damit entschuldigt, daß es den sehr mit Arbeit überlasteten Geschäftsführern nicht möglich gewesen sei, die nötigen Zusammenfteilungen für eine zum Teil mehrere Jahre zurückliegende Zeit zu machen.) Bet den berichtenden 66 Betrieben entfielen 4 274 123 age werfe oder 88,5 Proz. auf öffentliche, öffentlichrechtliche und gemeinnüßige Körperschaften und nur 556 942 oder 11,5 Bro3. auf Private. Dieses Ergebnis ist ein glänzender Beweis für die gemeinnügige Tätigkeit unserer fazialen Baubetriebe. 1. Rreis, Märkische Leichtathletik- Bereinigung. Sportwarte und Vor- Die Wirkungen des Kartellgefehes. Ueber die Wirkungen des genbe ber Bereine und Abteilungen am Montag, ben 10. Dezember, 7 Uhr, Rarbell gefeges erfahren mir von zuständiger Stelle, daß eine Reihe von Rampfrichter Gigung in der Geschäftsstelle Fichte, Röpenider Straße 108, Dienstag, ben 11. Dezember. 1 Uhr, Gigung bes erweiterten Berbänden ihre unangemessenen Berkaufsbedingungen freiwillig a be Sportausschusses auf dem Fichte- Blag, Baumschulenweg. Bichtige Tages- geändert und sie den Berkaufsbedingungen des Reichsverbandes tonung: Gründung eines Mitteilungsblattes, Statutenberatung, Sportler- ber deutschen Industrie angepakt haben. In 25 Fällen mußte das Arbeiter- Rahfahrer- Bund Colibarität". Touren für Sonntag, den 9. De Reichswirtschaftsministerium eingreifen. Sieben Fälle auf Grund von ausstellung. Die Starts find ständig Hohenstaufenplok. 3. Abt.: 1 Uhr am fommen zwei Zementfonzerne, das rheinische Braunkohlensyndikat 2. Abt.: Mittags 12 Uhr Besichtigung der Arbeiter- Wohlfahrts- Beschwerden von dritter Seite sind noch in der Schwebe. In Frage Start Caufiker Blaz. 7. t. 11. Abt.: 1 Uhr am Start Colonieftr. 147 und und der Hefe-, Stärke- und Benzolverband. Handsfigung, Donnerstag Sportausschuß( Fahrwarte), Freitag, ben Utrechter Str. 9. Montag, den 10. Dezember, 7 Uhr, 3entraloor 14. Dezember, Generalversammlung. Reumohl aller Rörper fchaften. Belbe erſteren Schule Beinmeisterstraße, Testere Schwebter Str. 23/24. Arbeiter- Athletil- Sportvereinigung Renton". Die Turnabteilung ver anfaltet am Sonnabend, den 8. Dezember, im Restaurant Rarisgarten, Rarlszember. gartenit. 81, ein Scaffes, verbunden mit sportlichen Vorführungen. fang 7 Uhr. Berantwortlich für Bolitik: Ernst Neuter: Wirtschaft: Artur Sateruns; Gemertschaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton: Dr. John Schitowski: Lotales und Sonstiges: Fris Raritäbt; Anzeigen: Th. Glode;( ämtlich in Berlin. Verlag: Borwärts- Berleg G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchbruckerei Berlagsanstalt Paul Singer u. Co. Berlin S. 68, Lindinfraße 3. Sierzu 1 Beilage. An- und Nr. 573 40. Jahrgang Die verlorene Wohnung. Beilage des Vorwärts Sonnabend, 8. Dezember 1923 gegen ihn die Sache abgetrennt werden mußte. Böhife wurde lung ist vom Bolizeipräsidium genehmigt; die Sammler baben zu 5 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust gelbe Ausweistarten mit amtlichem Stempel. Die Jugend richlet verurteilt, der Arbeiter Wyczietomsti erhielt 2% Jahre an die Bürger Charlottenburgs die Bitte, den Sammlern weit Zuchthaus, die anderen Diebe und Hehler Gefängnisstrafen von herzig entgegenzukommen; es ist fein Stüd so schlecht, daß es nicht 1 bis 1½ Jahren. durch sachgemäße Bebandlung wieder hergestellt werden tömme. Auf Benachrichtigung an das Landgemeindebane, Perlin C 04. Sophienstr. 28, Fernruf Norben 2840, merden auch aus allen anderen Stadtteilen Berlins bereitgelegte leibung finde abgejolt. Selbstmord mit Hindernissen. Das Wohnungen zu Hunderten verschoben werden, wissen die Kinder. Nur die wenigsten Fälle werden den Wohnungsämtern bekannt, um erfolgreich zugreifen zu können. Was bekannt wird, beruht fast immer auf meist anonymen Denunziationen. Um so vorsichtiger müssen die Wohnungsämter sein. Diese Borsicht außer Zu dem geheimnisvollen Mord" in Spandau. acht zu lassen, wird auch nicht entschuldigt durch das nüßliche BeBei der Aufklärung des gewaltsamen Todes des 63 Jahre alten streben, möglichst die Wohnraum für die Wohnbedürftigen frei Benfionärs Auguft Schulze steht tie Morbfommission vor einer zumachen.. Oberflächlichkeit und Nervosität sind hierbei höchst be- ganz eigentümlichen Aufgabe. Schulz bewohnte mit seinem Sohne, denklich. Jede Wohnungsbeschlagnahme, die nicht von vornherein einem Studenten, ein sogenanntes Festungshous, ein fleines wint mit großer Sicherheit das Recht auf ihrer Seite hat, verseßt die beiges Häuschen, das aus Erdgeschoß und Keller besteht. Der alte Mann troffene Familie in hohe Erregung, ruft bis zur endgültigen Entschlief auf der einen, sein Sohn auf der anderen scheidung, die oft erst nach Monaten getroffen wird, feelische Leiden Seite des Flurs. Der Sohn hat keinen Schuß in der Nacht gehört. Morgens wunderte er sich, daß der Vater nicht zum Vorschein fam. hervor, belastet auch unnötigerweise den Verwaltungsapparat ver. Er entdeckte dann an einem Kleiderriegel, der an die Wand angeschiedener Instanzen. Wenn alles in Ordnung ginge, fönnte es richt schlagen ist, eine Schnur und auf dem Fußboden eine kleine Blu i vorkommen, daß von den Mieteinigungsämtern zahlreiche Beschlagnahmeverfügungen aufgehoben Der Abonnementsbetrag werden. Ein großer Aufwand ist unnüz vertan! Mit übertriebenem Eifer werfen sich manche Wohnungsämter auf angeblich unbenutzte Wohnungen. Unbenutzt ist aber eine Wohnung nicht schon deshalb, weil der Inhaber sich auf Reisen von nicht mehr als drei Monaten für die Woche vom 9. bis 15. Dezember beträgt wie in der ununterbrochener Dauer befindet. Hierzu sagen in ihrer vor einigen Borwoche eine Goldmart oder eine Billion Papiermatt. Monaten erschienenen Schrift: Wie arbeitet das Wohnungsamt?" Verlag des Vorwärts". Magistratsrat Walter Körner und Dr. Margarete Hoffmann, beide Dezernenten im Berliner Zentral- Wohnungsamt:„ Diese Bestim " # mung wird häufig als Deckmantel dafür benutzt, daß die Wohnung la dh e. Dabei lagen Kleidungsstücke seines Vaters und unter diesen an gutzahlende Dritte verschoben wird. Der alte Inhaber verzichtet ein alter Trommelrevolver, aus dem ein Schuß abgefeuert war. unter Berkauf der Möbel auf die Räume und geht auf Reisen". Eine Blutspur führte durch ein anstoßendes Zimmer, dann durch Dieser nicht seltene Fall der Schiebung ist schwer von dem zu scheiden, tie Küche und von hier aus die steile schmale Wendeltreppe nach in dem ein Mieter ohne Schiebungsabsicht einen zuverlässigen Men. dem Keller hinunter. Hier lag der alte Mann, nur mit Hose und fchen, meist gegen Zahlung der Miete, hauptsächlich zur Bewachung Stridjade bekleidet, tot auf dem Fußboden. Er blutete aus feiner Wohnung hereinnimmt, um alsbald die Wohnung wieder ganz neben der Leiche stand ein umgekehrtes Faß und darauf eine noch einer Kopfwunde und hatte den Teil einer Schlinge um den Hals. in Besitz zu nehmen. Es geht also nicht an, folche Wohnungen, brennende Betroleumlampe. Die Mordfommission fand deren Snhaber sich während des Sommers zur Erholung oder gar diefen Zustand noch unverändert und ließ ihn durch den Erkennungs megen Krankheit anderweit aufhält und einen Teil der Wohnung dienst photographisch festlegen. Die Untersuchung der Räume und obvermietet, zu befch.agnahmen, selbst wenn die Dreimonatsfrist der Behältnisse ergab, daß ein Raub nicht vorliegt. Db man es überschritten wird. Ebenso sollten die Versuche unterbleiben, überhaupt mit einem Verbrechen zu tun hat, erscheint zweifelhaft. Laubenfolonisten ihre Wohnung zu nehmen. wenn Die Besichtigung der Leiche durch den Gerichtsarzt Dr. Straß fie diese zum Teil vermieten. Man kann doch vielmehr nur froh mann jr. gab dafür feinen bestimmten Anhalt. Am Halje zeigten fein, daß auf solche Weise zahlreiche Wohnungslose, die vielleicht fich Strangulationsmarken. Der Schuß scheint durch den Mund on jahrelang in der Wohnungsliste standen, eine Wohnung ge- geführt zu fein. Genau fann es jedoch erst burch die Obduktion on jahrelang in der Wohnungsliste standen, eine Wohnung ge- festgestellt werden. Daß der junge Schulze den Schuß nicht gehört funden haben. Ferner wird immer häufiger versucht, finderreiche hat, erflärt sich aus der Bauart des alten Häuschens. Nach Lage Samilten einem Hauptmieter aufzubürden. Hierzu sagen die ge- der Sache scheint es, daß der betagte Bensionär felbst hand an nannten Berfasser: Haushaltsgemeinschaften find in jedem Fall ich gelegt hat. Wahrscheinlich hat er sich erhängt und im hängen Familien mit Kindern. Deren Zuweisung fann sich der fich auch noch ten Revolverfchuß beigebracht. Die dünne Schnur muß Verfügungsberechtigte auch verbitten, wenn versichert wird, daß dann geriffen fein und Schulze troß seiner Berlegungen noch die tie Familie von jeder selbständigen Wirtschaftsführung absehen Kraft gehabt haben, mit der Lampe in der Hand durch Zimmer und Küche die steile Treppe hinunterzugehen. Im Keller ist er dann molle. Die Wohnungsnot trängt allerdings dazu, in diefer Frage zusammengebrochen und verblutet. Bielleicht haben den alten Mann möglichst viel gegenseitige Rücksicht zu üben. wierige wirtschaftliche Berhältnisse in den Tod getrieben. Die Mord fommission feht ihre Ermittelungen noch fort. Die Leiche wurde zur Obduktion beschlagnahmt. Ein Raubzug in der Neujahrsnacht. Der gestohlene Borer. Saltlose Gerüchte. Der durstige Wohnungsbeamte. Für Wein, Weib, Citör, geben wir die Wohnung her! Recht erbauliche Zustände aus der Wohnungsinspektion 11. Schöneberg, famen vor der 1. Straftammer des Landgerichts I in einer Berufungsverhandlung gegen den früheren Wohnungsbeamten, ben Architekten Heinrich Bescht, der megen Bestechung angeklagt war, zur Sprache. Der Kaufmann Robert Stapp ft ein führte feit Jahren einen Kampf um feine Wohnung in der Kurfürstenstraße. Infolge einer Beschwerde an das Zentralwohnungsamt und den Oberpräsidenten wurde der jetzige Angetlagte Bescht zu 500 000 Mt. Geldstrafe verurteilt. In der neuen Verhandlung schilderte Kappstein als Zeuge feinen Leidens meg. Er habe von seiner 8- Zimmer Wohnung in der Kurfürstenstraße, nachdem seine Eltern von dort fortgezagen waren, 5 Zimmer vermietet. Im Juni 1920 jei ihm plößlich der Bescheid geworden, daß seine 3 Zimmer beschlagnahmt seien und er sie binnen 24 Stunden zu räumen habe. Auf seine Reflamation beim zuständigen Beamten des Wohnungsamtes, dem jezigen Angeklagten. erwiderte ihm diefer:„ Das machen wir immer jo. Es ist aber wohl das Beste, ich tomme gleich mit und sehe mir die Wohnung an." Auf dem Wege dorthin habe Bescht plöglich Durst belommen und ihm vorgeschlagen, erst in einer Mampe stube einige Schnäpfe zu trinten. Da wußte ich aleich, erklärte der Beuge, wie der Hafe läuft. Wir tranfen 5-6 Liföre. Im Laufe des Gesprächs ließ der Angeklagte durchblicken, daß er sich fümmergingen, meinte er weiter, es dürfe im Interesse der Wohnungsfache lich durchs Leben schlagen müsse. Ehe wir dann in die Wohnung liegen, wenn wir erst eine Flasche Bein tränken und früh= ft i dten. In einer Weinftube bestellte ich dann eine Flasche Wein imd Brötchen. Nach der Besichtigung der Wohnung meinte dann Bescht: Jekt habe ich gegeffen und getrunken. Benn Sie mir jebt noch ein fleines Mädchen verschaffen, dann ist die Wohnung fret! Darauf führte ich ihn in eine ner. fchwiegene Kneipe mit Damenbedienung, wo sich Bescht mit einer Kellnerin in eine Weinfoje zurüczog und eine Flasche Wein nach der anderen bestellte. Ich habe alles für ihm bezahlt und auch der Kellnerin ein anständiges Trinkgeld gegeben. Meine Auslagen betrugen damals mehrere 1000 Mart, mas für mich ein schweres Opfer bedeutete. Beim Abschied saate Bescht bann: Herr Kapp stein, hier haben Sie meine Hand, die Sache ist erledigt. es erfolgte eine neue Beichlagnahme, und so fam eine noch der an deren. Alles das gefchab auf Betreiben einer Frau Ech., die inzwischen Befizerin des Hauses geworden war und mich hinaushaben des Zeugen mit ihm eine Flasche Wein getrunken habe, beftritt aber Der Angeklagte aab zwar zu, daß er auf Aufforderung alles andere. Staatsanwaltschaftsrat Dr. Berliner bezeichnete des Berhalten des Angeklagten als schamlos. Die Deffentlichkeit habe ein dringendes Interesse an einer ftrengen Bestrafung solcher Beamten. Das Gericht verurteilte Bescht unter Aufhebung des ersten Urteils wegen Bestechung zu 3 Monaten Gefängnis und 100 Goldmart Geldstrafe. wollte. " Aber Aburieilung einer Potsdamer Diebesbande. Die Rotsdamer Eine der gemeingefährlichsten und verwegenften Diebesbanden Am 9. Oftober d. 3. ist der Mitinhaber der Firma C. A. Herpich wurde von der 6. Straffammer des Landgerichts III in einer Straf Söhne, Baul Herpich, im Sanatorium Quififana. Grunewald, loche gegen den Schloffer Friedrich Böhlfe und 13 Diebes Winklerstraße, gestorben. Sein plößlicher Tod verursachte Ge: Siraitammer verurteilte die Mattin des früheren Retafieurs der und Hehlergenossen abgeurteilt. rüchte, nach denen der Tod mit unzuläffigen Baluta Die Diebesbande Böhlte hatte seit über Jahresfrist die vergeschäften in Zusammenhang gebracht wurde. Auch Beamte Läglichen Rundschau", Frau Margarete Gräschoff, wegen Bei megensten Raubzüge in Berlin und Umgegend verübt. der Devisenerfassungsstelle fowie der Kriminalpolizei wurden wegen hilfe zum schweren Diebstahl und gewerbsmäßiger Es wurden von ihr Friedhofstapellen erbrochen und aus dieses Falles angegriffen. Zur Klarstellung diefer Gerüchte gingen ehlerei zu 6 Jahren 3 Monaten Zuchthaus und geraubt, von der alten Stadtmauer in Bernau stablen fie der Firma Herpich folgende amtliche Schreiben zu: von der De- 5 Jahren Chroerluft. ihren Geliebten, den 37jährigen pol die Metallteile, auf einem Gutshof bei Löwenberg wurden visenerfassungsstelle, der Kriminalpolizei und der Steuerbehörde, nifchen Schuhmacher Franz Czech wegen schweren Diebstahls in Automobile ihrer merivollen Metallteile beraubt, in 3 eper- die ausdrücklich bestätigen, daß die Firma herpich ihren zehn Fällen und gewerbsmäßiger Hehlerei zu 10 Jahren 3ut= Die anderen Helfersnid haben sie von der Friedhofskapelle die Zintrohre abgerissen, finanziellen Berpflichtungen stets in völlig einhaus und 10 Jahren Chrverlust. fogar ganze Eisenbahnmaggons wurden von der Bande wandfreier Weife naggefommen ist und aus denen helfer erhielten gleichfalls hohe Zuchthausstrafen. Längere Zeit war Die ge= abmontiert. Eine Spezialität der Diebe bildete auch der Raub von weiter hervorgeht, daß die erwähnten Gerüchte völlig halt. Botsdam non dieser Diebesbande heimgesucht worden. stohlenen Sachen fand die Polizei später bei Frau Gräschoff vor. Metallteilen in der Stadtbahn. Der verwegenfte Diebstahl los find. Hilfe für das Dreffeheim Onbin. Der Arbeitsausschuß des Leipmurde jedoch in der Neujahrsnacht begangen. Die Bande Kleidung für die Alten. ziger Mesamts stiftete im Hinblid auf die bereitwillige Unterstützung, fägte bie überlebensgroße Bronzefigur des Borers Das Jugendamt der Stadt Berlin teilt mit: Die Alters die die Bestrebungen des Meßamts für den Bieberaufbau der deutam Ausgang des Preußenparts am Fehrbelliner Blah ab und hat die zerschlagenen Stücke zu ihren Hehlern gebracht. Bilfe der Jugend will in aller Stille berfuchen, auch die Beschen Wirtschaft stets bei der Preffe gefunden haben, für das PresseBöhlke schob die ganze Schuld auf feinen Stiefbruder Schmelter, fleibungsnot ber Alten att lindern. Der Arbeitsfreis heim Onbin 500 Billionen in mertbeständigem Gelde. non dem er auf die verbrecherische Bahn gedrängt sein will. Schmel Charlottenburg wird am 9. Dezember die Bewohner Charter fonnte bisher nicht ergriffen werden. Einer der Diebesgenoffen, lottenburas in ihren Wohnungen auffuchen, um Bekleidungsstüde Die Samme der Speiseeishändler Koh 3, spielte ben wilden Mann", so daß I oder Stoffreite und Fliden in Empfang zu nehmen. feine Worte wie ein Dröhnen. Sie erwachen erst, wenn sie wieder fingen dürfen, und geben gerade das, was sie geben tönnen. Barum steht er eigentlich hier? 43 " Copyright Georg Müller, München. Die Lofotfischer. Roman von Johan Bojer. Das wurde ein Gesang. Hier waren junge Leute, die in den Heimatdörfern im Kirchenchor mitsangen, fie fangen erfte und zweite Stimme. Heller Tenor schmang sich unter die hohe Kirchendede empor, Bässe rollten schwerer nach, Mitteltöne füllten aus, alte bebende Choralftimmen hinften mit. Es war fchon lange her, daß fie so gesungen hatten. Dieser Gesang erinnerte an Meer, an Brandung, an Wind und Wetter. Und cile sangen. 21. Die Seevögel zogen nach Often. Kristaver lag wieder draußen auf den Fischbänken und blidte den Bögeln nach, bie nach Often steuerten. In ihm selber mar der gleiche Zug. Wenn er mit geschloffenen Augen dalag, war ihm, als habe er eine unflare Fühlung mit den Fischschwärmen, die auch irgeddwo ziehen mußten auch ihn zog es nach Often. Nach Often zog es. Er sagte zu niemand ein Wort, aber irgend etwas mußte er jegt unternehmen. Es schneite ohne Wind. Auf den Dächern der Häufer häuften fich Berge von weißem Schnee an. Die Schiffe im Hafen wurden unkenntlich, es schneite Tag und Nacht. Und vor dem Altar kniete der junge Pfarrer, er tannte biefe Art des Singens. Er fühlte sich seltsam überflüssig, denn Eines Abends nahm Kristaver Per Suzanja mit vor die was er diesen Menschen vom Meere schenken sollte, das hatten fie schon in dem Gesang bekommen. Da faßen sie und fangen Hütte. Sie spraden eine ganze Weile leise miteinander. Dann fich in einen Glauben hinein, erschlossen ihr Herz. Der Choral versammelte er feine Leute unten am Boot. Später mußten war ihr Gebet. Sie ahnten faum, was für Borte in dem noch allerhand Kleinigkeiten aus der Hütte an Bord geschafft Liede standen, ihre eigenen geheimen Gedanken trug der werden. Heute abend wollten fie früh schlafen gehen, die Leute Choral zu dem Höchsten empor. Durch dieses Meeresbrausen von der Robbe. hindurch ahnte man Seelen mit gefalteten Händen. Der Mann, Es schneite noch immer. Das Meer dröhnte, aber es war der für gewöhnlich trant, fluchte, raufte, und sonst nur an fo windstill, daß Klippen und Berge zu lauschen schienen. Und Fang und Geld dachte, der warf in diesem Augenblick die alte als die Lichter ausgelöscht wurden und der Fischerplay im Hülle ab und wurde felber zu einem Choral, der dröhnend Schlafe lag, fiel der Schnee noch dichter, weich, lautlos. Er emporstieg, anschwoll und tonte. Pfarrer, Predigt-über häufte sich auf den Wegen an, schichtete Dünen auf Dächern flüffig. und an den Mauern auf, verwandelte Treppen in Hügel. Ein Tenor übertönte alle anderen. Das war Kaneles Boote und Schiffe lagen so still, daß der Schnee sich auf den Gomon. Er fang so laut und so herrlich, daß manch einer Masten, auf Steven, Bugipriet und Ruderbollen auftürmen fich umdrehte, um zu sehen, mer das sei. Aber wenn seine fonnte. Die Hafenlichter beleuchteten Tafelage und Taue, die Stimme so überhand nahm, so lag das vielleicht daran, daß meiß bestreut waren. Da lagen die mächtigen Galeaffen und er an seine Schwester und den alten halbblinden Bater die Nordlandjachten, weißes Spigengewebe legte sich auf die dachte. Er hatte nur einen einzigen Brief nach Hause ge- Tafelage, fie wurden fo fchlang und jung, alles wurde so schrieben, und das Geld hatte er für Buß und Tand vergeudet. weiß, so jungmädchenschön, überall muchs im Scheine der Da ist es das beste, zu fingen, Kaneles, finge, finge, denn du Laternen etwas Schlantes empor wie in einem leichten Braut bist bei weitem nicht so, wie du sein müßtest. hemd. Diese Meerpflüge, die nach Tran und Teer und Fischen rochen, logen jetzt hier und schmückten fich, immer mehr fanten fie in ein Märchen hinein. Da waren Masten, die genau aus saben wie Kirchturmipizen, und jetzt nur warteten. daß ein Silberglödlein erklingen und das Ganze einfegnen folle. Aber endlich muß der Pfarrer doch auf die Kanzel fteigen, und jetzt steh er do und wartet, daß die lekte Strophe verflingen soll. Der blonde Mann mit der Brille mag vielleicht vierzig Jahre alt sein. Und er weiß: wenn er jetzt zu sprechen beginnt, dann verschließen sie ihre Ohren und dösen. Sie hören Dann und wann gab es ein Auftlaischen im Wasser Jubiläum. Senofie Rud( 3. Rrels Bedding) Benebt heute mit feiner Gattin die Silberhochzeit. Genosse Rusch ist seit 20 Jahren organisiert und ebenfo lange Leser des Vorwärts". P neben den Brücken, der Schnee war von einem schrägen Dach herabgestürzt. Der weiße Schnee und das falzige, graue Nordmeer vereinigten sich dort unten, einen Augenblic schwamm der Schnee noch oben, noch schimmernd weiß, aber dann wurde er grauer und immer grauer, während er verjant und verging. Aber eine Stunde nach Mitternacht regte sich etwas auf den Klippen. Männer famen im Dunkeln daher, einer nach dem anderen, das war Kristaver mit seinen Leuten. Sie gingen lautlos, ja, in jeder Hand trugen fie einen Wasserstiefel und hatten einen Sad mit Betten unter jedem Arm. Sie wateten auf Soden durch den Schnee, damit feine Menschenseele etwas hören folle. Keiner fagte ein Wort. Die Vorratsfiften waren fájon im Boot. Aber jetzt hieß es an Bord zu tpmmen. Die Jolle ruderten sie vorwärts, indem sie mit den Händen padde! ten. Ein Ruder fann freischen. Und da liegt die Robbe ner Anter wie ein weißes Paradies. Sie gehen vorsichtig an Bord, haben aber nicht Zeit, die Stiefel anzuziehen. Jest heißt es, fich davonzumachen ungehört, ungesehen. Man fann wohl seinen Blaz mechieln, aber man fann ebenso leicht Hunderte von Booten im Kielmaffer haben. Ber Suzansa allein wußte Bescheid. Als sie den Anker lichteten, begann das Boot feinen Schmud abzuwerfen. Weiß rieselte und riefelte er auf die fechs Südwester nieder. Das Boot felbft war halb voll Schnee, aber das fonnte man ein andermal reinigen. Die Ruder wur den ausgelegt, aber vorher waren meiße, große Mollhandfchuhe in die Dollen gelegt, damit man lautlos rudern könne. Jekt begann das Boot zu gleiten. Borbei an Schiffen mit gelben Laternen am Mast, so daß die Robbe noch einen Teil des Aufpuzes auf der Tafelage zeigen fonnte. Je meiler fie hinaustamen, desto fräftiger legten die Ruder aus. Schließ lich holten fie die Ruber ein und zogen die Stiefel an. Naß waren bie Strümpfe geworden, aber das muß ein Seemann aushalten. Dann wurde der Schnee mit Eimern und Schöpfgefäßen entfernt, und endlich fonnten sie, auf Wind und Wetter achten. Sie wollten nach Osten. Bind hatten sie nicht, und Meer und Strömung waren ihnen ungünftig. Allerdings, oftwärts. Folglich mußten aber fie mußten irgendwohin fie rudern. Sie ruderten. ( Fortsetzung folgt.) Unsere Zimmerbeleuchtung. Petroleum gibt das teuerfie Licht. Die Schwierigkeiten der Gasversorgung haben hier und da die Ansicht entstehen lassen, daß die Verwendung von Petroleum für Boudjtzwede und der Kohle für Koch- und Heizzwecke bis zu einer Gentung der Gastarife sich billiger sbellen. Man Groß- Berliner Parteinachrichten. Bezirksvorstand. Heute abend 6 Uhr Sihung im Konferenzzimmer der„ Bor wärts"-Redaktion, Lindenstr. 3. * Das Urteil im Bergdoll- Prozeß. zialistische Erziehungsinternationale ins Leben zu rufen. Zur Leffe nahme sind die auf dem Boden der Einberufer stehenden Lehr- und Nach etwa zweistündiger Beratung wurde folgendes Urteil Erziehungsorganisationen eingeladen. Diese können bis zu zwei Bers gefällt: Griffith wegen Anstiftung zur schweren Körperverlegung, treter entsenden. Die Kosten der Delegationen haben die Organierschwerten Hausfriedensbruch und zur versuchten Nötigung sowie fationen selbst zu tragen. Nähere Auskunft erteilt das Bureau des wegen Bergehens gegen das Kraftwegengesetz zu einem Jahr Internationalen Gewerkschaftsbundes, Amsterdam, Bondelstraat. neun Monaten Gefängnis und zwei Billionen Mart Geldstrafe. Von dieser Strafe werden drei Monate und die Geldstrafe auf die Untersuchungshaft angerechnet. Sperber erhielt wegen schwerer Körperverlegung in Tateinheit mit Amtsanmaßung und versuchter Nötigung ein Jahr sechs Monate Gefäng Gagarin wegen Beihilfe acht Monate Gefängnis unter Anrechnung der Untersuchungshaft, Melson wegen Beihilfe und megen Bergehens gegen das Kraftwagengeset brei Monate Gefängnis und zwei Billionen Mart Geldstrafe. 2. Kreis Tiergarten. Sonntag vorm. 9% Uhr Sigung des erweiterten Die Strafe wurde durch Untersuchungshaft als verbüßt erachtet. Der Areisvorstandes bei Trümper, Flensburger Str. 3. 18. Kreis Weißenfee. Rarten für die Proletarischen Feierstunden am 9. De Haftbefehl gegen Nelson wird aufgehoben. Wie verlautet, werden zember und au der Vorstellung Lumpazivagabundus" ant 25. d. M. die Angeklagten von ihrem Recht, Revision einzulegen, teinen Gefind beim Obmann des Bildungsausschusses, Genossen Selmi, Gäblerstraße 7, zu haben. brauch machen. In der Urteilsbegründung heißt es u. a.: Das 20. Kreis Reinickendorf. Sonntag, den 9. Dezember, vorm. 9% Uhr, im Motiv Griffiths sei nicht tadelnswert. Bergdoll genieße nur den Jugendheim Seebab, Residenzftr. 49, Gigung des erweiterten Kreis. Schuh wie jeder andere Ausländer. Es sei nicht tadelnswert, daß vorstandes. Griffith versucht habe, Bergdoll der verdienten Strafe zuzuführen, Heute, Sonnabend, den 8. Dezember: fondern nur die 2 rt, wie er das tat und durch die er schwer in die 123. Abt. Koulsbort. 7 Uhr Funktionärversammlung im Jugendheim. Hoheitsrechte eingegriffen habe. Deshalb erschienen die hohen Stra- 131. Not. Nieberschönhausen. Uhr Funktionärkonferenz bei fen angemessen. Straferschwerend für Sperber ist ebenfalls der Eingriff in die deutschen Hoheitsrechte und die Hinterlist seines Angriffs. Gagarin wurde als strafmildernd vor allem die Notlage angerechnet, in der er sich befand. Würde man von der mit Gas gespeisten Leuchtflamme nur die Lichtstärke einer gewöhnlichen Betroleumlampe verlangen, die immer noch als billig verschrien, in Wirklichkeit aber die teuerste Beleuchtung ist, so würde bei Berwendung von einem Kubifnis unter voller Anrechnung der Untersuchungshaft ab 1. August, meter Gas ein solches Licht 50 Stunden lang zur Verfügung stehen. Bie teuer dagegen Petroleum tommt, ergibt eine Parallelberechnung tes Petroleumverbrauches für dieselbe Zeit, die sich jeder auf Grund feiner eigenen Erfahrungen aufstellen kann. Noch billiger stellen sich die modernen Kleinbrenner, die sich namentlich für Treppen, Flur- und Küchenbeleuchtung mehr und mehr Eingang Der schaffen. Ganz allgemein steht fest, daß in Haushalt und Küche mehr und weniger große Gasbrenner verwendet werden. fann aber die vorhandenen größeren Brenner, und zwar sowohl stehende als auch hängende, mit geringen Kosten durch Verwendung von Reduziertappen und Mundstücken in fleine um wandeln, z. B. 100ferzige Brenner in 50- bis 60kerzige oder 50ferzige in 30ferzige und darunter. Für die nachstehende Tabelle find fol gende Einheitspreise für die Brennstoffberechnung zugrunde gelegt: 1 Kubikmeter Leuchtgas 21 Goldpfennige, 1 Liter Petroleum 36 Goldpfennige, 1 Liter Spiritus 80 Goidpfennige, 1 Kilowattstunde 42 Goldpfennige. Die Kosten für eine Brennstunde betragen Die 100 fergige Lampe Gashängelicht 2,6 Goldpfennig bann für: 60 30 " 16 " P " 29 " 1 " P " " " " 80 50 20 16 16 40 100 50 32 " ". 2,0 0,85 0,42 Gasstehlicht 3,2 . 2,0 0,85 0,42 2,30 " " AP DP " Betroleum. " 90 " Spiritusglühlicht 3,85 Metalldrahtlampe " 4,6 2,3 1,5 " " Bergleicht man hier z. B. die Betriebskosten der 16terzigen Gaslampe mit der 16ferzigen Petroleumlampe, so ist hier ganz befonders finnfällig dargestellt, wie teuer die unzulängliche Betro.eumDeleuchtung ist. Die Berliner und die Schöneberger. Hochwasser in Rom. Der Liber ist in der Cekten Nacht über feine Ufer getreten. Die Bia Ostia unterhalb der Paulskirche steht unter Wasser, ebenso die tiefer gelegenen Viertel der Stadt. Hilfsdetachements haben die Einwohner der gefährdeten Stadtteile in Sicherheit bringen fönnen. Die Geschäfte sind geschiossen; auch der Belino steigt stündlich. In der Umgebung der Hauptstadt Ciegen die Bauerngehofte von aller Welt abgeschlossen mitten im Wasser, es werden schwere BerIuste an Bieh und Getreide gemeldet. Der Eisenbahn verfehr zwischen Rom und Pisa mußte gesperrt werden. Schiffszufammenstoß auf der Schelde. Der von Hamburg nach der Westküste Südamerifas abgegangene Kosmostampfer Rhodopis" ist bei nebigem Wetter auf der Schelde mit dem englischen Dampfer Somme" zusammengestoßen. Rhodopis" ist ziemlich schwer beschädigt. Die Ladung wird teilweise gelöscht. Die Bassagiere sind wohlauf. Sie werden nach Antwerpen gebracht und werden de Weiterreise in einigen Tagen mit dem Kosmosdampfer „ Nerada" fortsetzen. Uhlandstraße. Morgen, Sonntag, den 9. Dezember: Rubaich, 4. Abt. 9 Uhr früh Funktionärversammlung bei Schwarz, Blankenfelder Straße 10. 25. Abt. Früh 9 Uhr Oberrealschule, Basteurfte. 45, Gigung ber Bezirks führer und Betriebsvertrauensleute. Im Interesse der Parteifinanzen pünktliches Erscheinen Pflicht. 36. Abt. Borm. 10 Uhr Funktionärfigung bei Busch, Silfiter Str. 27. 45. Abt. Borm. 10 Uhr im Reichenfaal der Anabenschule zufammenkunft fämt licher Genossen.( Gedenkt ber Arbeitslosen.) Regelung der Abteilungsfragen. 92. Abt. Neukölln. Borm. 10 Uhr Funktionärversammlung bei Bolff, Kaiser. Friedrich- Str. 179. Jungsozialisten, Gruppen Treptow, Süben und Friedrichshain. 7½ Uhr in ber Sozialen Arbeitsgemeinschaft, Am Ostbahnhof 17, heimabend. Thema: ,, Der Epos der deutschen Geele." Referent: Genoffe Otto Bach. Jugendveranstaltungen. Heute, Sonnabend, den 8. Dezember, abends 71 Uhr. Borkigenben- Konferens 7 Uhr im Jugendheim, Sindenftr. 3. und Mitgliedsbuch legitimiert! Arbeiterwohlfahrtspflege.". Referentin Genoffin M. Todenhagen. Referat: Ausweis Werbebezirk Kreuzberg( Südosten: Görliger, Röpenider und Reichenberger Biertel). Beteiligung an dem Lichtbildervortrag der Naturfreunde" in der Schulaula Forster, Ede Reichenberger Straße über Deutsche Naturschuß gebiete". Abteilung Rorben. Vortrag in ber Turnhalle der Schule Putbuser Str. 3. Bezirtsbildungsausschuß. Die Ordner der proletarischen Feierstunde Eltern und Parteigenossen find herzlich willkommen. reffen sich Sonntag früh pünktlich 8 Uhr an befannter Stelle. Aus der Partei. Sozialistische Erziehungsinternationale. Der Internationale Gewerkschaftsbund( Amsterdam), die SoMorgen, Sonntag, den 9. Dezember. Theater- Abonnementsvorstellung heute nachm. 3 Uhr im Theater am 800", Jebenstraße( nicht Schiller- Theater). Zur Aufführung gelangt:„ Der Biberpela von G. Hauptmann. Nachzahlung für Abonnenten 50 Goldpfennig, für Einzelfarten 60 Goldpfennig. Werbebesirt Ostbahn" im Jugendheim, Lichtenberg, Barbaue 10, abends 7 Uhr: Arno- Holz- Abend. , Bom Guten dos Beste" konnte man als Motto über die Taubenausstellung seßen, die im Schöneberger Rathaus stattfand. Die Ausstellung war reich beschickt, weil die Mitglieder von fünf Vereinen, die fich im Bezirk West- Süd- West des Berbondes der Taubenzüchter Berlins und der Provinz Brandenburg zusammen. fanden, ihre Tiere zur Schau stellten. Die prächtige Ausstellungsholle des Rathauses eignet sich nämlich vorzüglich zu diesem Zweck. On reicher Kollektion waren die Berliner langen Tauben vertreten. Diese verdienen wirklich ihren Namen„ Berliner", denn sie wohnen ellesammt irgendwo auf einem Boden in der Reichshauptstadt, Unter ben englischen Elstern sah man auffallend schöne Tiere. Mon fagt auch ihrem Besizer nach, er habe die beste Zucht Deutschlands. zialistische Arbeiter- Internationale( London) und die Internationale Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Erziehungsorganisationen Karlshorft: Wanderung nach den Müggelbergen. Treffpunkt 8 Uhr BahnStargarder Schwanenhälle waren in rot und gelb vertreten. Die( Wien) berufen gemeinsam zu Sonnabend, den 5. und Sonntag, den 1 Stunde vor Eröffnung desselben am Herzbergplay. hof Karlshorst. Berliner hellblauen und burten wußten sehr für sich einzunehmen 6. Januar eine Konferenz nach Hannover ein, um eine So- beitsgemeinschaft von 7-10 Uhr im Jugendheim, Albrechtstr. 46. und ebenso die österreichischen Dunfelstörche, deren Heimot Wien ift. Die letzteren find Hochflieger, fie bringen es zwischen 3 bis 7 Minuten auf 1000 Meter. Die Wiener Hellstörche erzählten von ihrer eigenen Schönheit und die Stettiner in sämtlichen Farbenjhlägen desgleichen. Ferner sah man u. a. Danziger Hochflieger, Rindfleisch Brieftauben und Indianer, deren Heimat Indien ist. Deutschlands Kalbfleisch. Kiima ist dieser Raffezücht nicht förderlich. Tiel betrochtet wurden die Angehörigen der Lokalrasse, die Schöneberger Streifigen. Sie sind noch Bemühungen von 35-40 Jahren zu einer ansehnlichen Zucht gemorden. Alle ausgeftellten Tauben mußten verfäuflich fein, die geforderten Preise schwanften zwischen 30-500 Goldmart. Theater Lichtfpiele mw. Deutsch. Theater 8 Uhr: Das Täglich Cafehaus Kammerspiele 8 Uhr: Tageszeiten d. Liebe Theater i. d. KöniggrätzerStr. 8 13.: ,, Wien- Berlin" Jägerstr. Lebensmittelpreise in Berlin am 7. Dezember Hammelfleisch Schweinefleisch Lebende Hechte. Bleie Schleie. Schellfisch P ( in Milliarden Mark) 1000-2500| Kabeljau 1000-2000 Grüne Heringe 1000-1800 Margarine 1400-2000 Weißkohl. 1800 1000 Wirsingkohl Kohlrüben 1500-1600 Kartoffeln( 10 Pfd.) 600-700 Winter Radrennen für Weihnachtszeit Bünne. Großer Weihnachtspreis von ,, Wien- Berlin" Fliegerrennen, Vorgabefahren. Punktfahren. Willi Arend, Karl Saldow. Emil Lewanow, Karl Schweiger Wittig, Alfred Schrage, Paul Koch, Brich Abraham Morgen: Don Gil Komödienhaus 8 Uhr: Mein Vetter Eduard Berliner Theater Karl Rudel, Hiepel, Bögel. 10 Uhr abends: Punktfahren um den Großen Weihnachtspreis". " Große Volksoper des Westens im Theater| Etablisseme Cafe 7.30: Dolly 7 Uhr: Carmen Mielka Th. im Admiralspalast Tägi 7%, Uhr Brunter und drüber Volksbühne 7% U.: Die Fahrt Friedrichstr. bu Ecke Leipzig. Str Kabarett Rose- Theater Varieté nach Orplid 31: Rotkäppchen Tä lich 784 Uhr 75 Uhr: Wenn ich Lotte Werkmeister Stg. 31% bei kl. Preis. Lessing- Th. Dich nur hab Ein Walzertraum Heute bis Sonnt.7% DeutschOpernhaus Michael Kramer Casino- Theater 7% U: Holofernes Mont. 7: Rausch Blech, Bonnen, 8: Dienstmann Nr. 7 Scheffler- Schnorr Deut. Künstler- Th. Berl. Volksstück in 3 Akten Intimes Theater Alla end!. 71/2 Der & Uhr: Abendbesuch Fürst v.Pappenheim Die k. u. k. Hose etc. Metropol- Theater Komische Oper Vorher: Bunter Tell WINTO BRIEN Lisa Weise Paul Jülich Lola Gray Werner Goldmann Großes BallettDivertissement von Egon Molkow Täglich 4 Uhr: Varieté Spielplan Nachm.- Vorsty. Casinogirls Allabendlich 7 Rauchen gestattet! Neues Theat. a. Zoo Die größte Revue des Kontinents: Die Luxusfrau Die Welt ohne Renaissance- Theat. 8. DerWeibsteufel Schleier Thalia- Theater The Pst! Pst Apollo- Theater 7 Uhr: 7 Allabendl. 7% Theater d.Kommandantenstr. Die große Revue Uhr: Charlie Europa spricht Wallner- Theater & Uhr Ein Sprung in die Ehe mit Leo Peukert Lustspielhaus Uhr: Vinzenz oder dis Freundin bedeut. Männer SCALA 8 Uur internat. davon! Th.a. Kottb. Tor Täglich 7'12 Uhr u. Sonntag nachmittag 3 Ubr: ELITESänger U. a. Weihnachten an der Ruhr ReichshallenTh. Täel. 7 U. u.Sonnt. 3U. Stettiner Sänger Die Abtreibung der Leibesfrucht von Universitäts- Professoren A. Grotjahn und G. Radbruch Wichtig für Eheleute, Aerzte und Hebammen Preis 0,08 Goldm. J. H. W. Dietz Nachf. G. m. b. H. SW. 68, Lindenstr. 2 Varieté Metallbetten Sonnt 300 z halb Preis.d.voil Fre Stahlmatratz., Kinderbetten dir an Priv. Kat. 30A frei. Eisenmöbelfabr. Suhl Thür. Gehpeize, Sportpelze 150 GM. 100 GM. Quittungs- Marken Seit 40 Jahren Spezialität Conrad Müller, Schkeuditz- Leipzig"| brauchen bie Bausfrauen viel 3uder. Dieser frapp unb feuer. Süßftoff fport 3uder obet fredi ihn boch. Cr ift ein reines Süßgewürz unb altbewährt. Out billig bekömmlich! Bridlich Rolonialwares. Dregentandlungen une pothefen Rauchtabak! 800-900 80 Reukölln III: Besuch des Märkischen Museums. Treffpunkt Steglig I a. II; Ar. Sport. 600-700 Suthanen gewinnt ben Großen Preis von Berlin. Der am Donnerstag 750-1100 abend beendete Wettstreit ber Schwergewichte im Walhalla Theater hat mit 70 ben erwarteten Sieg bes Finnländers Suthanen geendet. Im Schlug. Tampf fonnte er den Neger Anglio nach 53 Minuten Ringzeit auf ben ameiten Plag verweisen. Adermann fonnte nach 48 Minuten aus dem Rampf gegen Billing als Sieger hervorgehen und sicherte sich damit ben dritten Plaz. Hiermit hat der gut geleitete und an schönen Rämpfen reiche Weftstreit sein Ende gefunden. 40 400-440 Billigste Bezugsquelle für Wiederverkäufer Ständig großes Lager der bestrenommierten Fabriken!! Unter anderen: Tafma Liebhold Landfried Fahag Vogelsang zu Original- Pabrikpreisen! Bei 10 Pfd. franko und Verpackung frei! Dyonisius Michalski& Magazinstr. 15/16 Berlin 027 Ferns recner: Königstaat 4036 Allen verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß am Mittwoch nach kurzem, schwerem Leiden meine inniggeliebte Christina Maler Frau 51. Lebensjahr verstorben ist. 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