Nr.577 40.Jahrgang Ausgabe A nr. 288 Bezugspreis: Bom 9.- 15. Dezember 1 Billion oder 1 Goldmark voraus zahlbar. Unter Kreuzband vom 9.- 15. Dezember für Deutschland, Danzig, Saar- u. Memel gebiet, Desterreich, Litauen, Lugem burg 1,35 Goldmart, für bas übrige Ausland 1,60 Goldmart. Areuzband. sendungen nur gegen wertbeständige Zahlung. Boftbezugspreis freibleibend. 22 Der Vorwärts" mit der Sonntags. beilage Bolt und Zeit". u.„ Siedlung und Kleingarten", sowie der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal Telegramm- Adrese: Sozialbemotrat Berlin* Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 130 Milliarden Anzeigenpreise: Die einfpaltige Sonparelle geile 0,70 Goldmart, Reflamezeile 3,50 Goldmark. Aleine Anzeigen" bas fettgedruckte Wort 0,20 Golde mart( zulässig zwei fettgedruckte Worte) jedes weitere Wort 0.10 Goldmart. 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Sie ist das Vorspiel zur Auflösung bes gegenwärtigen Barlaments. Eine Erneuerung der Bollmachten, die durch die technischen Erfordernisse einer Reform des außerordentlich verwidelten Staatsorganismus fehr gerecht fertigt wäre, würde hauptsächlich die Folge gehabt haben, daß man zu einem normalen politischen Leben zurückzufinden, und so eine im Auslande geglaubt hätte, Italien sei nicht in der Lage, wieder falsche Anschauung über die wirkliche Bedeutung der Kräfte her vorgerufen haben, die den Faschismus zur Macht verhalfen. Die heutige Entscheibung und die bevorstehenden Wahlen verhindern Nach dem Siege der Labour Party V. Sch. London, 9. Dezember, abends. Katastrophe der Regierung Baldwin und der 3wei Tatsachen charakterisieren die englische Lage: die Triumph der Arbeiterpartei. Ueber die tonservative Niederlage braucht hier Rom, 10. Dezember.( EE.) Der heutige Ministercat beschloß| Willen der Reichsregierung, der sicher auch sein eigener ist, die Schließung der gegenwärtigen parlamentarischen Seffion. Die feine Berhandlungen über staatsrechtliche Veränderungen am Neuwahlen follen im Frühjahr stattfinden. Heute vormittag Rheine führen, sondern sich auf wirtschaftliche und soziale, follte das Kabinett über die Erneuerung der Bollmachten allenfalls auch finanzielle Fragen beschränken. Ich fürchte nicht vieles gesagt zu werden. Eine starte Verminderung der für Mussolini, die von der Kammer verlangt werden sollten, sehr, dieser Ausschuß wird am Deutschen Ed zu Koblenz, wo Regierungsmehrheit war allgemein erwartet und auch an dieser beraten. Diese Vollmachten waren Mussolini um fo fiderer, als jetzt die Interalliierte Rheinlandkommission residiert, in Stelle vorausgesagt worden. Aber niemand, weder bei den fogar seine größten Gegner, die katholische Boltspartei, fich bereits Strudel geraten und scheitern. Wenn nicht, desto besser für Anhängern noch bei den Gegnern der Konservativen, fonnte für die Bewilligung der Bollmachten ausgesprochen hatten. Muffo- uns alle. Jedenfalls find deutsch- französische Treibereien ahnen, daß sich dieser unvermeidliche Rückschlag zu einer derart lini glaubte aber, daß die gegenwärtige kammer nicht mehr die gegen den Sechzigerausschuß unter Beteiligung eines vernichtenden Niederlage steigern und daß die Regierungswirkliche Ansicht des Landes widerspiegele und verfügte daher deutschen Reichstagsabgeordneten schon im partei, anstatt über eine absolute Mehrheit von mehr als die Schließung der gegenwärtigen Session. In Gange. 75 Stimmen zu verfügen, im neuen Unterhaus etwa 60 Stim parlamentarischen Kreisen hat die Hammerauflösung gewaltige Was trennt uns von den französischen Machthabern? men unter der Mehrheit zählen würde! Erregung verursacht, da sie von niemand erwartet wurde. Wir wollen Wirtschaft und Bertehr im Rheinlande Die Liberalen hofften bestenfalls, daß sich die Regierungsrasch und gründlich in Gang fezen, um frei und mit möglichst mehrheit um so viel reduzieren würde, daß Baldwin seine fönnen; sie wollen die seit Monaten anhaltende furchtbare aufgeben müßte, zumal er bekanntlich in der eigenen Bartei geringer Inanspruchnahme des übrigen Reiches leben geringer Inanspruchnahme des übrigen Reiches leben zu Schußzzollpläne start verwässern, vielleicht sogar überhaupt Lage der Bevölkerung im französisch und belgisch besetzten auf eine Anzahl von konservativen Freihändlern Rücksicht zu Gebiet ausnutzen, um unter stärkstem Druck zu erreichen, was nehmen gehabt hatte. Ünnötig zu betonen, daß die ganze ihnen anders nie gelingen würde: politische Umgestal- ch u 33011frage nunmehr erledigt und begraben tungen am Rhein. Es wäre verfehlt zu bestreiten, daß Massenelend und verift: die englische Nation hat gesprochen und gegen ein so einPfalz, an der Mosel und am Mittelrhein manchen mürbe ge- sequenz' dieses Wahlausfalls auch von den heutigen fonfer brecherischer Terror der separatistischen Räuberbanden in der deutiges Urteil gibt es teine Berufung. Auch Baldwin ist erledigt; fein fofortiger Rücktritt wird als die logische Konmacht haben, aber selbst dort will die anständige Bevölkerung vativen Abendblättern gefordert und er dürfte wahrscheinlich ohne Unterschied der Partei und Klaffe nichts von einer Los bereits erfolgt sein, wenn diese Zeilen in Deutschland erscheinen. lösung vom Reiche wissen. Bage Hoffnungen auf Befferung Allerdings ist die Frage der Nachfolgerschaft infolge der Verhältnisse bei Errichtung eines Rheinstaates" im des neuen Stärkeverhältnisses der einzelnen Parteien äußerst Rahmen des Reiches" irren durch die gequälten Landesteile. fompliziert, und der König dürfte bei der Bildung der neuen Die englische Regierungskrise. Irgendeine 3usage, zumal wirtschaftlicher Koalitionsregierung- etwas anderes ist jetzt taum London, 10. Dezember.( BTB.) Der König empfing heute und finanzieller Natur, liegt aber von denkbar mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben, die, obwohl den Premierminister Baldwin in einer Audienz, die 40 Minuten einer berufenen franzöfifchen Stelle vor. ungleich geringer, in mancher Beziehung an die Note des bauerte. Unter den zahlreichen Persönlichkeiten, die heute vor- Die Bertreter des franzöfifchen Imperialismus laffen nur deutschen sozialdemokratischen Staatsoberhauptes bei der Lö sprachen, befinden sich Lord Curzon, der Unterstaatssekretär des immer das Bild eines Rheinftaates unter französung der jüngsten Rabinettskrise erinnern. Georg V. hat es Aeußeren Mc. Neill, Neville Chamberlain und Washington Evans. fifcher Kontrolle und noch nicht einmal mit einer allerdings schon deshalb etwas leichter, weil, selbst wenn er Neuter meldet, daß die Frage des Rücktritts Baldwins bis. Vertretung zum Deutschen Reichstag vor uns auftauchen. Uns bei seinen Bemühungen, einen Ausweg zu finden, danebenher nicht aufgeworfen worden ist. Den Blättern zufolge verlautet aber geht die Erkenntnis nicht auf, was jetzt und gar auf die hauen sollte, er nicht mit Ausschlußanträgen bombardierk Don maßgebender Seite, daß Ramsay Macdonald eine Re. Dauer für die Rheinlande beffer werden soll, wenn sie allein werden wird. gierung bilden werde, wenn er dazu aufgefordert würde, daß jedoch die Sorgen auf fich laden, unter denen jetzt das ganze Deutschdie Möglichkeit einer Roalition mit den Liberalen aus. geschlossen sei. Die Presse gibt der Ansicht Ausdruck, daß Baldwin bis zum Zusammentritt des Parlaments im Amt bleiben Austin Chamberlain erklärte in einer Unterredung mit einem Bertreter des„ Evening Standard", es würde ein großer Fehler Zahlreiche fonservative Staatsmänner haben heute mit Baldwin Besprechungen gehabt. Wenn auch bisher feine endgültige Lösung der politischen Krise erreicht wurde, wird in konservativen Kreisen bie Ansicht allgemeiner, daß die Regierung vorläufig im Amt bleibt, bis das Parlament zusammentrit und daß dann vielleicht ein folche falschen Auslegungen. werde. fein, die Lösung der Krise bis Mitte Januar hinauszuschieben. Modus vivendi erreicht werden würde. Deutsch- amerikanischer Handelsvertrag. Nach einem Telegramm aus Washington muß entsprechend einem Uebereinkommen der amerikanischen Regierung mit dem deutschen Botschafter die Veröffentlichung der Einzelheiten des am Sonnabend unterzeichneten deutsch. amerikanischen Handelsvertrages einem späteren Zeitpunkt Dorbehalten bleiben. Die Beamtengehälter beschlossen. Das Reichstabinett genehmigte in feiner gestrigen Sitzung die Neuregelung der Beamten besoldung, die im Abendblatt besprochen wurde, und befaßte sich mit einer Reihe kleinerer Vorlagen. Deutsche Rheinpolitik.mail Ebenso bedeutungsvoll wie bie tonfervative Niederlage land fast zusammenbricht. Es lassen sich von der Warte und vom internationalen sozialistischen Standpunkt aus noch europäischer Politit gewiß manche Verständigungsmöglich viel wichtiger und erfreulicher ist natürlich der wunderbare feiten am Rhein zwischen Frankreich und Deutschland er Bormarsch der Arbeiterpartei. Benn man in den fennen, aber diese fönnen nur in Berhandlungen zwischen letzten Tagen vor der Wahl mit den in London anwesenden den Regierungen gefunden werden. Solange die fran- führenden Genossen der Arbeiterpartei über die eigenen Anzösische Regierung ihre Rheinlandfrage" nicht im Rahmen sichten sprach, so erhielt man im allgemeinen recht ermunternde des gesamten Reparations- und Wirtschaftsproblems mit der und optimistische Antworten, jedoch immer mit dem Vorbehalt, deutschen Reichsregierung erörtert, wird eine Milderung des daß unangenehme Ueberraschungen durchaus möglich seien. schärfsten Mißtrauens, das alle politisch ehrenhaften Rhein. Die Nachrichten über die Stimmung im Lande waren überaus länder gegenüber der jezigen französischen Rheinpolitit emp befriedigend, und auch die in England besonders wichtige finden, nicht eintreten. Wie sehr wünschten wir am Rhein, finanzielle Frage war im großen und ganzen leidlich gelöſt daß die Atmosphäre eine andere, eine beffere würde. Aber worden, wie schon aus der Tatsache der Aufstellung, von wir bleiben dabei, daß alle rheinischen Nöte ohne staats 434 Kandidaten hervorging. Es müffen für jeden Kandidaten rechtliche Aenderung behoben werden können. Die 150 Bfund Kaution deponiert werden, und das ist für lofale, jüngsten Berhandlungen zwischen Reichsregierung und Arbeiterorganisationen nicht immer ganz leicht: mir wurde Rheinlandvertretern scheinen uns das erneut bewiesen zu von einem Fall erzählt, wo die Genoffen eines Wahlkreises, haben. nachdem sie sich jene 150 Pfund zusammengespart hatten, für die gesamten sonstigen Wahlkosten( Platate, Flugblätter, Ber sammlungslokale, Autos usw.) ganze 2 Pfund noch übrig Die Sorge um den Rhein ist eine deutsche Schicksalsfrage, vielleicht die deutsche Frage auf Jahrzehnte. Wir rheinischen Sozialdemokraten haben oft gezeigt, daß wir sie hoch über hatten! den Parteikampf hinausheben. Aber shroff und unerbittlich werden wir, wenn große Geschäftemacher am Rhein oder Bolitifer in Berlin das Wort vorübergehende Breisgabe" mit einer Leichtigkeit von sich geben, als handele es sich hier nicht um Entschlüsse, aus denen neue europäische Schlacht felder entstehen können. Nie werden wir zugestehen, daß eine fleine Gruppe von Männern, fie feien Trustherren oder Minister, Entscheidungen über das Rheinland ohne das Rheinland treffen. wurde, war, daß es der Arbeiterpartei gelingen würde, ihren Das einzige, was mit einiger Bestimmtheit versichert bisherigen Besit von 144 Sigen zu behaupten.( Konservative und liberale Blätter sagten übereinstimmend das Gegenteil voraus!) In der Frage der etwaigen Gewinne war man um so zurückhaltender, als sich ja in der Mehrheit der Kreise eine lofale Einheitsfront des Bürgertums gebildet hatte, um besonders die führenden Genoffen zu Fall zu bringen. ( Bekanntlich ist dies leider u. a. gegen Arthur Henderson fen. und Charles Roden Bugton gelungen.) Im besten Falle wurde ein Gewinn von 25 Sigen erwartet, meist aber Warschau, 10. Dezember.( Eigener Drahtbericht.) In der begnügte man sich mit der Hoffnung, daß es den Vereinigten Sigung der Finanztommiffion haben der Bertreter der Oppofition Stellung als zweitstärksten Partei zu verdrängen. Aber Liberalen nicht gelingen würde, die Labour Party von ihrer Am 11. Dezember tritt im Rathause zu Köln der Sech- partei, an deren Spitze Ministerpräsident Witos steht, gegen die ring. Das zeigte sich noch in der Nacht vom Donners Am 11. Dezember tritt im Rathause zu Köln der„ Sech- mit Unterstübung ber der Regierungsmehrheit angehörenden Bauern die Sorgen nach dieser Richtung hin waren nicht ge Das zeigte sich noch in der Nacht vom Donners zigerausschuß zu seiner ersten Sizung zusammen. Er hat die Aufgabe, endlich die vielen Ausschüsse und privaten Stimmen der übrigen Regierungsparteien eine erhebliche Betag zum Freitag, als die ersten Teilergebnisse bekannt wurden. Cliquen abzulösen und zu verdrängen, die seit dem Abbruch steuerung der Großgrundbefizer durchgesetzt. Der in( Uebrigens ist diese election night" eines der eigenartigsten des passiven Widerstandes mit den Besatzungsbehörden, zumal dritter Lesung endgültig festgestellte Legt des Barzellierungs. Schauspiele, das man sich vorstellen kann, eine Mischung von mit dem französischen Oberkommissar Herrn Tirard in gefeges bestimmt als Höchstbefignorm für die zentralen Bezirle Karneval mit politischen Demonstrationen, don grotester Zum Zusammentritt des Sechzigerausschuffes. Im Sozialdemokratischen Parlamentsdienst" schreibt Geroffe Bilhelm Sollmann: Agrarreform in Polen. 180 Hektar, für die Randgebiete 400 hektar. Koblenz verhandelt haben. Alle rheinischen Parteien, von den Deutschnationalen bis zu den Kommunisten, sind in dem Ausschusse vertreten, aber auch alle Bezirke der Rheingebiete Der Bölkerbundsrat ift gestern im Pariser Rathaus zufammen und alle Bevölkerungsklassen. Trotzdem oder gerade deshalb getreten. Den Vorsitz führte Branting Schweben. darf man diesem Ausschusse kaum günstige Prophezeiungen Wegen des Streits der Telegraphen- und Fernsprechbeamten auf den Weg geben. Er ist nicht das, was die französische in Wien find die Telegraphen und Fernsprechverbindungen dahin Rheinpolitik sich als Verhandlungspartner wünscht. Niemand zurzeit unterbrochen. fitzt in dieser Körperschaft, der fich als Freund einer Loslösung Internationale Arbeiterhilfe und Gewerkschaften. In unserem vom Reiche zu bekennen wagte. Ja, auch die entschlossenen gestrigen Bericht über den Kongreß der 32). hat ein sinnstörender Gegner einer Trennung von Preußen dürsten die Druckfehler von einer Bertretung der Gewertschaften geMehrheit haben. Zudem soll der Sechzigerausichuß nach dem fprochen. Richtig muß es" Gesandtschaften" heißen, Clownerie mit fieberhafter politischer Spannung und Begeisterung, an der Hunderttausende in Theatern, in Sälen und auf der Straße durcheinandergewürfelt, teilnehmen, Herren im Zylinder und frierende Dodarbeiter, Damen der Gesell schaft" in fostbaren Belzen und mit wahren Vermögen um den Hals und betrunkene Prostituierte das alles in einem echt Londoner Nebel von der Art, daß man die Autobusse kommen hört und ihre Lichter erst erblickt, wenn man gerade noch Zeit hat, zur Seite zu springen!) Ich wohnte der Berkündung der ersten Resultate in einer Massenkundgebung der Unabhängigen Arbeiterpartei in der Queens Hall, einem der größten Konzertsäle Londons, bei. Ungeheure Begeisterung— besonders als der Durchfall des verhaßten Churchills öder wenn die Eroberung eines Londoner Eitzes gemeldst wurde— wechselte mit Beklemmung ab, nicht nur als z. B. die Niederlage Lurtons und Hendersons bekannt wurde, sondern auch wenn ein Mondatsgewinn der Liberalen auf Kosten der Konservativen verlesen wurde. Anfällig war unter den Zrsten achtzig Resultaten die Zahl solcher liberaler � Eitze verhcutnismäßig stark; die Sorge um eine Ueberflügelung! der Labour Parin durch die Liberalen drückte sich auf allen Gesichtern aus. Und daber brach ein wahrer Jubel aus, als einmal zufällig ein Erfolg der Konservativen auf Kosten der Liberalen verkündet wurde!! - Jeoenfalls ersieht man daraus, bis zu welchem Grad der Erbitterung die Rivalität gerade zwischen Arbeiterpartei un» Liberalen während des Wahlkampfes gestiegen war. und schon das spricht, unter vielen anderen Gründen, gegen die Möglich- keit einer Linkskoalition. Aber über dieses wichtige und äußerst heikle Problem kann in dieser Stunde vpr der Rückkehr Macdonalds und Hendersons noch nichts gesagt werden. Um so mehr soll aber schon jetzt die ungeheuere Bs- deutung des Arbeitersieges gewürdigt werden: Nicht allein, daß die Partei an vielen Orten gegen eins bürgerliche Koalition und im ganzen Lande gegen eine Pressekampagne schlimmster Art zu kämpfen hatte, sondern sie hat dieses Mal ein d u r ch- aus sozialistisches Programm in ihrem Wahl- manifest entwickelt: Nationalisierung der Bergwerke und Eisen- bahnen und Kapitalabgabe, das waren ihre Hauptforderungen. die in der Tat geeignet waren, die kapitalistischen Kräfte und das gesamte Spießbürgertum gegen sie aufzubringen. Aber es zeigte sich, daß diese volitische Radikalisierung nicht nur der Partei nicht geschadet, sondern ihr sogar die Herzen breiter, bisher gleichgültiger Arbeiterschichten geöffnet hat. Ueber die Rolle, die die Frage der Internationale in dem Verleumdungsfeldzug der Konservativen gegen die Labaur Party gespielt hat, ist hier schon berichtet worden. Es muß aber betont werden, daß inzwischen, also gerade in den letzten Tagen vor der Wahl, dieses Argument über die Rothermere-Presse hinaus den Weg in ernstere Zeitungen, z. B. den»Daily Telegraph", gefunden hatte, und daß sich die nationalistischen Konservativen offenbar vieles davon ver- sprachen. Schließlich klebten in ganz London große Wahl- Plakate, auf denen etwa zu lesen war:»Für die Labour Party stimmen, heißt seine Stimme abgeben für die Sozi a- listische Arbeiternationale(diese beiden Worte nicht nur deutsch, sondern gar in gothischer Schrift? Anm. des Verf.), deren Vorsitzender der Deutsche Herr W e s s ist."(Vorsitzender der SAJ. ist bekanntlich Arthur Henderson, Wels ist nur das deutsche Mitglied der Exekutive. Anm. der Red.) Ebenso wurden in verschiedenen Zeitungen Wels und Friedrich Adler, der„österreichische Jude", in diesem Zusammenhange angegriffen. Aber es hat sich nunmehr er- wiesen, daß diese Artikel und Plakate, obwohl sie von Millionen von Menschen gelesen wurde, an deren deutschfeind- liche Instinkte aus der Kriegszeit damit appelliert wurde, keinenEindruck mehr machten. Das beweisen am besten die Wahlergebnisi« selbst. Und auch diese Feststellung ist eine der erfreulichsten und wichtigsten, die man heute als Deutscher und als internationaler Sozialist machen darf. Vielleicht hat schon eher ein anderes Manöver der letzten Stunde der Arbeiterpartei geschadet, nämlich der Presse- ftldzug der letzten Tage gegen die»R o w d i e s". die einzelne Versammlungen gesprengt haben sollten und für die natürlich die Arbeiterpartei verantwortlich gemacht wurde. Wahrschein- lich sind die angeführten Borfälle für unsere kontinentalen Der- Hältnisse sehr harmloser Natur gewesen, aber der Engländer ist für jede Beeinträchtigung der traditionellen Rede- und Ver- sommlungsfreiheit sehr empfindlich. Gleichviel: ob die Verleumdungen und die sonstigen Mittel, die in diesem überaus heftigen Wahlkampf gegen die Arbeiterpartei angewendet wurden, ihr diesen oder jenen Sitz gekostet haben mögen, ihr Sieg ist so überragend, daß er durch ein oder zwei Mandate mehr kaum noch erhebender nach innen und nach außen wirken könnte. Er wird die Ar- bester der ganzen Welt mit neuem Mut und neuer Hoffnung erfüllen. Und insofern haben die nationalisti- fchen Hetzer recht behalten: ber Sieg unserer englischen Freunde ist auch ein Sieg der Soziali st ischen Arbeiter- internationale, vorausgesetzt, daß ihn die f r a n z ö s i- s ch e n und die deutschen Arbeiter bei ihren kommenden Wahlen sich zum Vorbild nehmen. Kpd. unü Ermächtigungsgesetz. Am Sonntag hatten wir mitgeteilt, daß die Kommunisten. in dem sie mit Nein stimmten, die Zweidrittelpräsenz her- stellen und damit praktisch das Ermächtigungsgesetz durch- bringen halfen. Wir knüpften daran die Bemerkung, die Kommunisten könnten Neuwahlen nicht wollen, solange sie unter dem Belagerungszustand ständen und verboten seien. Dazu schickt uns nun die kommunistische Reichstags- fraktlon eine Berichtigung, in der sie erklärt: »Es ist unwahr, datz die Kommunisten nicht dl« Absicht ge> habt hätten, das Ermächtigungsgesetz zu Fall zu bringen. Wahr ist vielmehr, daß die Kommunisten das Mittel der Obstruktion, d. h. das Verlassen des Sitzungssaales vor der Ab- stimmung zur Verhinderung dee ZweidriUelpräsenz. nur des» halb nicht angewendet haben, weil Ihnen auf Grund von absolut zuverlässigen Informationen bekannt war, daß nicht nur mehr als 306 Abgeordnet«— die verfassungsmäßige Mindestanwefenheits- ziffer— sich an der Abstimmung beteiligen werden, sondern sogar sine über diese Mindestanwesenheitezifser hinausgehende Zahl von Abgeordneten für das Ermächtigungsgesetz selbst stimmen würden. Es ist unwahr, daß die Kommunisten mit Rücksicht auf das Verbot der Kommunistischen Partei Deutschlands einer Auf» tösung des Reichstags und Neuwahlen ausweichen wollten. Wahr Ist vielmehr, daß die Kommunisten im Reichstag alles getan haben, was in ihren Kräften stand, um eine Auflösung de» Reichstags und Neuwahlen zu erzwingen." Die Tatsache, daß die Kommunisten durch ihre Anwesen- heit die Zweiorittelpräsenz herstellen halfen, bleibt unbe- stritten und ist unbestreitbar� Wenn sie jetzt behaupten, sie hätten vorausgewußt, daß es auf ihre Stimmen nicht an- kommen werde, so ist das nur eine Ausrede. Sie hcben damit auch tatsächlich dazu mitgeholfen, daß Neuwahlen unter dem Belagerungszustand oermieden werden. Sie handelten damit in beiden Richtungen nur vernünftig. Wenrt sie es trotzdem jetzt nicht wahrhaben wollen, so des- halb, weil sie einem Teil ihrer Anhänger schon längst des „Opportunismus" dringend verdächtig find. Sic haben den ihnen anbefohlenen Hinauswurf durch die Polizei nicht durchgesetzt, die— von ihnen innerlich als durchaus berechtigt empfundene— Ausschließung Remmeles ruhig ertragen, und als ihre Anhänger auf den Berliner Straßen demonstriertet» und dabei mit der Polizei in etwas derbe Berührung kamen, haben sie jede parlamentarische Begleit- musik vermissen lasten. Kern Wunder, daß sie sich gegen den „Vorwurf" wehren, sie hätten auch bei der Abstimmung über das Ermächtigungsgesetz verhältnismäßig vernünftig ge- handelt. Denn Vernunft im Parlament, Rechnen mit gege- ! denen Tatsachen, das ist, was der radikale Füge! der KPD. am wenigsten oerträgt._ Reichseinheit und Schulwesen. Telegraphen-Union verbreitet folgende Meldung aus Leipzig: »Gegen die verhängnisvollen Bestrebungen, die sich von Thü- ringen und Sachsen aus gegen den Bestand des höheren Schulwesens in Deutschland richten, hat die in Leipzig gebildete Schutzgemein- schaft für die höheren Schulen eine Denkschrift an das Reichsministerium des Innern, an den Reichstag, an den Reichsschulausschuß, an die Regierungen und die Volks- Vertretungen der Länder gerichtet, die als grundlegende Forderung aufstellt, daß die höheren Schulen als äußerlich und innerlich«in- heitlich organisierte, nach der Verschiedenheit ihrer Ziele differenzierte Anstalten erhalten bleiben sollen und in einem geschlossenen Aufbau voy dem Abschluß der Grundschulen zur Reif« führen. Das höhere Schulwesen soll serner in seiner bisherigen, das ganze Deutsch- l a n d umfassenden Einheitlichkeit reichsgesetzlich gegen grund- sätziiche Aenderungen geschützt werden, durch welch« die Regierungen einzelner Länder einem neuen, durch dos Reich aufzustellenden Or- ganisationsplan vorgreifen. Begründet wird die Forderung vor allem mit dem Hinweis darauf, daß die auf den höheren Schulen in ihrem bisherigen Aufbau beruhende wissenschaftliche Durchbildung der in unserem gesamten Staats-, Kultur, und Wirtschaftsleben an leitenden Stellen Tätigen uns vor allem befähigt hat. au� dem Gebiete der Technik in allen Wirtschaftszweigen die Führung zu er- langen. Drückt man unser« höheren Schulen herab, so ist die not- wendige Folge die Zerstörung der unsere Behauptung an dem wirtschaftlichen Wetttampf ermöglichenden Grundlagen, insbesondere durch die Herabdrückung der Hochschulen von ihrer Höhe, die bedingt ist durch die Höh« de» in den höheren Schulen erreichten Bildungszielcs. Andererseits ist die Einheitlichkeit der Vorbildung für die höheren Berufe eines der ganz Deutschland einigenden Bandes, das gerade in der jetzigen Zeit nicht ohne schwere Gefahr für die Reichseinheit selbst zerschnitten werden darf. Der Eingab« haben sich die führenden Verbände nicht nur der deutschen Wissen- schaft, sondern vor allem auch des wirtschaftlichen Lebens und des Beamtentums angeschlossen." Die Meldung trägt den Stempel der Tendenzmache an der Stirn. Zur Sache selbst ist zu bemerken, daß der Ent- wurf eines Relchsschulgefetzes infolge des Einspruchs des Reichsfinanzministers nicht weiter beraten wird. Das Reichsschulgesetz, das von der Sozialdemokratie be- antragt worden ist, wurde von den Bürgerlichen feit Jahr und Tag sabotiert. Ihre Schuld ist es also, wenn es zu keinem einheitlichen Schulgesetz im Deutschen Reich kommt. Wenn sich jetzt eine sogenannte„Schutzgemeinschaft" auftut, um gegen die„verhängnisvollen" Bestrebungen Sachsens und Thüringens das R e i ch mobil zu machen, so ist das eine jener Treibereien, die man sich verbitten muß. Di« Reichszer- trümmerer sitzen in B a y e r n. In dem Augenblick, in dem Bayern die Aufhebung der Weimarer Ver» f a s s u n g fordert, sich über die Schulpolitik in Thüringen und Sachsen zu beschweren, ist ein« lächerliche Komödie und nichts weiter._ du sagst es. Die„Kreuzzeitwug" über Bayern. Die„Äreuzzeitung" regt sich darüber auf, daß die säch- fisch« Regierung«ine amtliche Untersuchung über da» Verhalten der Reichswehr anstellt, und bemerkt dazu: „Die hierin sich ankündigende Methode wird sicher nicht ohne Nachahmung bleiben. Ball wird Mecklenburg die Uebelständ« bei der P o st Württemberg die bei der Reichsbahn, Bayern die bei der Steuerverwaltung und das Reich die bei den Polizeiverwaltunoen der Länder festzustellen un- ternehmen und alle, die sich benachteiligt führen, auffordern, sich zur Vernehmung zu melden." Das ist augenscheinlich spöttisch gemeint, entspricht aber mit einigen Aenderungen den Tatsachen. In Sachsen hat das Reich durch die Reichswehr die von der �treuzzeitung" an die Wand gemalis Enquete über die Polizeiverwaltung bereits anordnen lasten, und in Bayern haben hohe und höchste Stellen längst jene von der.Kreuzzeitung" bekämpften Methoden Post, Reichs- bahn und Steuervsrwaltung gegenüber angewendet. Mit dem Un» terschied allerdings, daß di« Reichswehr tn Sachsen bei der„Unter- suchung" nicht stehengeblieben ist und daß man in Bayern lustig die Loslösung von Post, Reichsbahn und Steuerverwaltung betreibt. Dazu schweigt aber die gute.Kreuzzeitung", und sie weiß wohl, warum. Wer hat rechts Ermächtigungsgesetz und Sozialdemokratie durch die deutschnationale Parteibrille gesehe«. Die.Kreuzzeitung" stellt fest, di« Eozialdemotvati« habe sich im Eisen gefangen. Sie habe das Ermächtigungsgesetz aus Angst vor Reuwahlen, und nur aus Angst vor Neuwahlen. angenommen und sei nun auch verantwortlich für all« Derordnun» gen, die auf Grund dieses Gesetzes ertasten werden. Di«»Deutsch« Tageszeitung" macht darauf aufmerk- sam, daß zugleich mit dem Ermächtigungsgesetz ein sozialdemokra- tischer Antrag auf Wiedereinführung der Demobilmachungsverord« nungen angenommen worden ist und bemerkt dazu, daß die Mittel- Parteien einen„hohen Preis für das sozialistisch«„Entgegenkommen" zahlen" mußten. Es scheine danach, daß„nicht alles bloß Angst vor sofortigen Neuwahlen" gewesen sei, was die Linke zu ihrem Verhalten veranlaßt habe. Ei« habe ein ganz gutes Geschäft gemacht. Ihr« Art,»»die Dinge anzusehen, kann man den deutschnatio- nalen Organen neidlo» überlasten, es bleibt nur di« Frage, ob bei dieser Gelegenheit der„Kreuzzeitung' oder der„Deutschen Tages- zeitung" die Parteibrille verrutscht ist. verlchtiguug. Unser« Mitteilung über die Zusammensetzung des Fünfzehnerausschusses, dem di« Begutachtung der von der Reichsregierung zu erlastenden Notverordnungen obliegt. bedarf einer Richtigstellung. Die Sozialdemokratie ist nicht mit 4. sondern mit 6 Abgeordneten vertreten. Zu den bereit» genannten Vertretern kommen noch di« Genosten G i e b« l und S t ü ck l e n. Der kommunistische Abgeordnete B a r tz teilt uns mit. daß seine Fraktion im Ausschuß nicht oertreten sei, da die Mehrheit die Cr- höhung der Mitgliederzahl von IS auf 21 abgelehnt habe. Wir hatten die Angaben über die im Ausschuß vertretenen Abgeordneten am Eonnabendabend der BDZ.-Korrespondenz entnommen. yitler gegen Kohr. München, 10. Dezember.(Eigener Drahtbericht.) Nachdem feit dem 9. November eine Unmenge von Flugblättern aus dem Lager ' der flüchtigen Putschisten und außerdem eine Reihe von Zeitung»- artiketn sich um ein: Klarstellung der Vorgänge in der Münchener Putlchnacht bemüht haben, versucht es nun der Rechtsbsistand der verhafteten Verschwörer Hitler, Pöhner, Frick mit einer spaltenlangen Verteidigungsschrift, die er an die Redaktionen der Münchener Zeitungen schickte. Entsprechend der Zensurvorschrift wurde diese Darstellung dem Sencralstaatskommistar vorgelegt uod dieser fühlte sich bewogen.„In diesem besonderen Fall" dem Ersuche» um Veröffentlichung stattzugeben unter der Bedingung, datz gleich. zeitig auch sein« Antwort auf die Schilderung seinqx Gegna. di« sich bekanntlich„nur im Tempo" von ihm unterschieden haben, mit abgedruckt wird. Beide Darstellungen bringen nichts wesentlich Neues, klären vor allem nicht auf, was in der Zeit zwischen II und 1 Uhr nachts bei stahr und feiner Umgebung vor sich gegangen ist. verstärken ab« den Eindruck, daß Hitler und seine Jreunde biz in die Morgenstunden der Putschnacht des Glaubens waren und fein mußten, daß Lahr, Lossow und öeißer treu a» Ihrer Seit« stünden. Im einzelnen beginnt die Darstellung mit der Feststellung Hitlers, daß er belesener berühmten Vorbesprechung am 6. No- vember tatsächlich nicht bei Kohr gewesen ist. Daß Herr- v. Kohr demgegenüber in der ersten Pressekanferenz vom 10. November ausdrücklich di« seinerzeitige Anwesenheit Hitlers feststellen konnte, berührt jedenfalls recht merkwürdig. Interessant sind auch die B e- sprechungen Hitlers mit Lossow und Seltzer vor dem 8. November, di« Hitler vollkommen davon überzeugt hatten. daß dies« Herren selbst zum Losschlagen bereit seien und mit noch Berlin marschieren würden. Der Plan wurde aucy im einzelnen besprochen und festgelegt, der Aufruf einer beut- schen nationalen Regierung in Bayern, die Berte,- lung der Aemter und die Art des militärischen Vorgehens sind genau erörtert worden. Interesse erregt auch di« unwidersprochene Miiieiluna Hill««, daß Seißer damals nach Bertin zu General Seecki gefahren ist und dort Abmachungen getroffen hat, die den vetabreveten Putschplänen widersprachen. Besonders lebendig schildert Hill«, wie nach dem Ueherfall die Herren Kahr, Lastaw, Seltzer für den Staatsstreich gewonnen wurden. .Am«sten," so heißt es,„entschloß sich Herr o. Lossow, dem Beispiel Seiner Exzellenz Ludendorss zu folgen. Exzellenz Ludeadorsf halte ihn angesprochen:„Also Lossow, tun Sie mit und schlagen Sie ein in mein« Hand!" And o. Lossow richtete sich soldatisch stramm auf, Aug in Aug standen sich tle beiden Generäle gegenüber und o. Lossow schlug ein in die Hand Ludendorss». Don Seißer, nicht' minder bereit und nicht minder ehrlich über- zeugt streckte von selbst Ludendorss di« Hand entgegen zur Besieg«. Umg des Beschlusses zur gemeinsamen Arbeit." Von Kahr st and allein noch abseits und zeiqte sich sehr erregt, dah� er von Hitler mitten in seiner aniimarxistischen Programmrcde gestört wor. den sei. Aber Hitler drang in ihn, holte ihn dann mit zubelndem Beifall aus der unter Maschinengewehren gehaltenen Dersamm. liing herbei und erklärt« Kahr nun ehrlich überzeugt und ergriffen: „Nun gut. ich bin bereit, ober nur unter der Bedingung: Wir flehen doch hier a l l e a l s M o n a r ch i st e n. Ich werde das Amt eines Landesverwesers nur übernehmen als Statthalter Sc. Ata. jeflät des Königs." Hitler beruhigte auch dies« Bedenken mit den Worten:„Exzellenz, ich will vor allem wieder gutmachen das Un- recht, dos vor 5 Iahren ein« Horde gemeiner Verbrecher am hoch. seligen Vater Er. Majestät des Königs oerübt hat." Die Richtigkeit dieser temperamentvollen Darstellung will Herr v. Kohr der Prüfung durch das Strafverfahren vorbehalten. Dabei iallte es zum mindesten auch möglich sein, die immer noch dunkle Funkspruchangelegenheit Kohrs in der Putschnacht vollständig aufzuklären. In diesem angeblichen �treisielegramm an di« bayerischen Regier ungspräsidenlcn" liegt zweifellos mit der Schlüssel zur Aufhellung der nach wie vor im Dunkeln gehallensst Ereignisse._ Sorgen der llanöbünöler. Las Organ des Landbundes steht natürlich in der preußi- schen Grund st euer genau so den Untergang der Landwstt» schaft, wie die» vo» Agrariervertretern im Landtage ausgesprochen wurde. Namenllich ist ihm auch die Berechtigung der Gemeinden, Zuschläge bi» 200 Proz. zu«heben, ein Dorn im Auge. Da muß aber gerade darauf hingewiesen werden, daß die schonende Veranlagung der Großbauern und Güter Ursache ist, daß Gemeinden z. B. 100 Proz. Zuschlag erheben. Den kleinen Landmann trifft die doppelt« Steuer schwerer als den großen, der«in od« gar mehr«« Dutzend Kühe im Stall zu stehen hat: der Kleine muß eben für d«. Großen in der Gemeinde mit- bezahlen. Da die Verhältnisse in den Gemeinden den einzelnen Insassen genau bekannt sind, macht ein« solch« Begünstigung der Großen böses Blut. Das Landbundorgan hat für solch« Durchleuchtung der wahren Berhältnisse ab« tem Interesse begreiflich genug für ein Interessentenblatt!_ yollänüisch-öeutsche Milchlieferung. Essen, 10. Dez.(TU) Di« vereinigte Milchversorgung für das rheinisch.westfälische Industriegebiet, die di» Milchbezieher von Dortmund bis Köln umfaßt, beabsichtigt in kurz« Zeit einen neuen Milchlieferungsoertrag mit niederländischen Milch» (ieseranten abzuschließen, um bi« Milchversorgung der besetzten Ee. biete sicherzustellen. Es soll sich vorläufig um ein Mmdestquantum von 200 000 Lttern Milch täglich handeln. Bei den Verhandlungen wurde das P«halteu deutscher Alilchprodozenlen, die Milchlieserun- Sin gegen Bezahlung von Papiermarkt ablehnten, stark kritisiert. ugenblicklich beträgt die Milchzufuhr nach Essen tr'lich knapp 17 000 Liier gegen 175 000 Sit« im Frieden. Das Reich hat er. hebliche Summen für die neue Lieferungsattion bereitgestellt. Die Organisation Ist schon vollendet. Glüenburger Regierungsbilüung. Oldenburg. 10. Dez.(Cco.) In«in« längeren Besprechung d« Parteien wurde die grundsätzlich« BereitwlllZgkeit festgestellt, eine Regierung der großen Koalition unter dem Präsidium des Aentrumsabgeordneten Dr. D r i o e r zu bilden. Wenn also nicht wieder Schwiengtciien«intreten, wird das neue oldenbur- gische Ministerium wiederum aus vier Mmistern bestehen und zwar einem Dolksparteiler, einem Zentrumsmann, einem Demokraten und einem Sozialdemokraten. Es darf damit gerechnet werden, daß die früheren Minister wiederkehren. Di« Verteilung der Ministerien ist so gedacht, daß die Sozialdemokraten die sozial« F ü r s o r g« erhalten, di« Demokraten das Innere ohne Land» Wirtschaft und Ernährung, das Zentrum das Präsidium, die Finanzen und den Handel und di« Dolkspartel Kultus, Justiz, Landwirtschaft, Ernährung und Aeußeres. Sie Mrl i» M'M: W Mar 4 BlOloaen 4 Groß- Berliner Funktionärkonferenz.d Genosse Crispien Stellungnahme zur Parteipolitik. Die Berliner Barbet imb Gewertschaftsfunktionäre nahmen| ber die Berordnungen der Regierung auf Grund des Ermächtigungs. Das Ermächtigungsgefe bebeutet in kiner Easw.. geftern zur politischen Haltung der Partei Stellung. Referenten gefeßes prüft, ift die Sozialdemokratie burch 6 Bertreter perireten. fung eine Stärtung der Reaftion. paren die Genossen Crispien und Hildenbrand. Ein Widerspruch der Sozialdemokratie im Ausschuß muß seine Bolitif, burd) die Außertraftfegung demofratischer Grundtechie Kreise bis ins Bolt hinein ziehen. Das Ermächtigungsgefet mar und rie Ausschaltung des Budgetrechts des Reichstages. Wirtschaftnotwendig, weil der Reichstag nicht in der Lage ist, die nötigen fich und sozial, burch die bekannten Bläne der Regierung auf dem Berordnungen zu erlaffen. Hätten wir das Gefez abgelehnt, jo Gebiete der Steuern und Finanzen und der Sozialpolitik: Schonung hätte die Regierung auf Grund des§ 48 handeln tönnen. Jegt der Befigenden, größere Belastung ter Arbeiter, Angestellten und fann der Reichstag die Aufhebungen von Berordnungen erzwingen. Beamten, rohen und unfozialen Abbau der Berwaltung, der fo Bei Ablehnung des Ermächtigungsgefeges wäre der Reichstag auf zialen Fürsorge und futureller Wohlfahriseinrichtungen. gelöst worden. Heute, mo Rheinland, Bfalz und Ruhr night wählen Bürfen, wo in Bayern feine Wahlen möglich find, wo die Deutschnationalen die Wahlen verlangen, haben wir keine Berenlaffung, ben Neumahlen zuzuftimmen. ging bei feinen Ausführungen von dem neuen Ermächtigungs gefeß aus. Die Mehrheit der Fraktion erflärte, daß fie ihre Zu timmung von der Mitwirtung eines Reichstagsausschusses abhängig gemacht habe, aber die Berantwortung für das ablehne, was bie Regierung jezt tue. Es gibt wohl in der ganzen Partei faum einen so naiven Menschen, der glaubt, daß die Einrichtung eines Reichs tagsausschuffes irgendwelche Bedeutung hat. Die Regierung wird auf die Meinungsäußerung eines Reichstagsausschusses nicht die geringste Rücksicht nehmen. Es ist nicht richtig, daß wir mit der Annahme des Ermächtigungsgefezes das fleinere liebel gewählt haben, denn in diesem Gesez find dem Reichstag geringere Befugniffe gewährt, 48 der Reichsverfaffung. Das neue Ermächtigungsgefeß macht vor nichts halt. Es gibt diesmal feinerlei einschränkende Bestimmungen. In der neuen Regierung figen 8 Minister unter 11, die der alten Regierung angehörten, die von der Sozialdemokratie ein Mißtrauensvotum erhalten haben, weil diese Regierung am Belagerungszustand fefthielt. Brauns, Luther, Geßler hatten fchon Das Rheinland aufgegeben, und es hat großer Anstrengungen bedurft, um zu erreichen, daß 100 Millionen erneut dorthin geschickt wurden. Stresemanns. Regierung hat es ermöglicht, daß der Kron prinz nach Deutschland zurückkehren durfte. Die Menschlichkeit in allen Ehren, aber die Menschlichkeit mit einem 60- millionen- Bolte ist wichtiger als wie die mit einem Menschen, der unendliches Elend über Deutschland gebracht hat.( 3uftimmung.) Wir haben der Regierung die Ermächtigung gegeben, geftüßt auf den militärischen Aus nahmezustand gegen die Arbeiter vorzugehen. Stresemann hat im Bunde mit Stinnes die große Koalition gesprengt. Er ist auch bereit gewesen, eine ausgesprochene Rechtsregierung zu bilden. Diese Regierung will fich wieder mit Bayern verständigen. Dazu liegt ein Antrag der Bayerischen Bolfspartei vor, der erhebliche Rechte für bie Länder verlangt, und der von Herrn Emminger in der Regierung vertreten wird. Es geht nicht an, zu erklären, daß wir für alles das, was geschieht, die Berantwortung ablehnen. Durch die Unnahme des Ermächtigungsgefeßes hat der Reichstag auf sein Dornehmstes Recht, das der Budgetbewilligung, verzichtet. Man hat uns den Einblick in den auf Golbbasis aufgestellten Etat verweigert, aber der Rentenbant hat man Einblid gewährt.( hört, hört!) Man will den Berwaltungsapparat abbauen, man vermindert bie Gintommen der Staatsbeamten und Arbeiter und drückt damit auf Die Löhne und Gehälter der übrigen Angestellten und Arbeiter. Alles das schon hätte uns veranlaffen sollen, das Ermächtigungs gefeß abzulehnen. Daneben sollen die arbeitenden Massen noch weiter freuerlich erfaßt werden, babei zahlen die Besitzenden nur 30 Millionen Goldmart gegen 188 Millionen Goldmart der Arbeitenden. Ferner foll der Mieterich us abgebaut werden. Dagegen follen den Agrariern drei Fünftel ihrer Steuerlaften erlaffen werden. Die Regierung hat dem Reichstag das Animmen geftellt, daß der Reichstag freiwillig bis zum 31. Januar auf seine Einberufung verzichten foll.( Lachen.) Unsere Fraffion hätte ihre Stellung zum Ermächtigungsgeseh von dem Sanierungsprogramm der Regierung abhängig machen sollen. Beifall.) Der Redner empfiehlt eine En fchiehung im Sinne feiner Ausführungen.( Lebhafter anhafiender Brifall.) As Bertater der Mehrheit der Reichstagsfrattion( prach Genoffe Hildenbrand: ganzen Sinie gibt es für die Arbeiter, Angestellten und Beamten Gegenüber dem planmäßigen Borgehen der Reaktion auf der nur ein Mittel: den sielbewußten Kampf für ten Sozialismus. Den Forderungen ber reattionären Bourgoifie teit. Man muß jede Lage ausnuten, bie gestattet, im Intereffe gegen: Die Frage der Koalition ist eine Frage der 3 med mäßig. ftellen wir die Forderungen des flaffenbewußten Proletariats ent ber Arbeiterschaft zu wirken. Erst wenn die deutschen Arbeiter eine sozialistische Mehrheit gewählt haben, werben wir feine Koalitionen nifh gegliederten Einheitsstaat. Festigung der Reichseinheit, Ausbau der Republik zum orga. mehr zu machen brauchen. Das Beispiel Desterreichs und Englands fann nicht als Vorbild für Deutschland benutzt werden, da die tung nech modernen Grundsägen. Umfaffende Damofratifierung und Reorganisation ber Berwal Berhältnisse in diesen Sändern ganz anders find. Die italienische Spaltungspolitit hat den Mussolini geboren, Spaltung in Deutsch- besteuerung und der Bastenverteilung nach der wirtschaftlicher. Lei. Grundlegende Finanzreform, die auf dem Prinzip der Quellen. land wird die Westarp und Hergt auf den Thron erheben. Geben fungsfähigkeit aufgebaut ist. Sie das Beispiel der Einigkeit, flärten Sie das Vertrauen zur jozialdemokratischen Partei.( Starter Beifall.) In der Diskussion sprach als erster Nebner Genoffe Kurt Heinig. Benn man draußen im Reiche spricht, denn hört man sehr oft, daß die Funk tionäre Berlins oft selbst ihre Beschlüsse nicht beachten. 3. B. hat eine Konferenz an den Reichspräsidenten das Ersuchen ge richtet, den Achtstundentag zu schützen, nachdem vorher eine Konfe renz seinen Ausschluß aus der Partei perlangt hat. Bir Sozial demokraten machen die Hege der Bürgerlichen gegen 3eigner nicht mit. Meine Stellung gegen Zeigner ist bekannt, ich darf das fagen. Aber ich darf auch sagen, daß die Berliner heute froh wären, wenn Beigner damals auf meinen Brief gehört und nicht nach Berlin gefommen wäre. Wenn das das einzige Berdienst der Mehrheit ist, die Reichstagswahl jetzt, wo es den Deutschnationalen paßt, die Wahlen verhindert zu haben, so ist auch dieses Berdienst nicht gering. Genoffe Crifpien, Deine heutige Rede, bas mor fein Brüdenbauen, das war eine Vertiefung der Klüfte in der Partei.( Beb: hafter Beifall.) Gen. Seeger: Wir müssen die Meinungen flor scheiden und das bessere wählen. Wir treiben heute die Roalitionspolitik nicht um ber Arbeiterschaft willen, sondern um ihrer selbst willen. Wenn das Intereffe der Arbeiterschaft dem Staatsintereffe gegenübersteht, haben wir im Intereffe der Arbeiterschaft zu handeln. Der grundlegende Fehler ist, daß sich bei uns die Auffaffung von einem über dem Ganzen stehenden Staat eingebürgert hat.( Beifall.) Unmittelbare Beteiligung des Reichs an den Erträgen der kapi. taliftischen Unternehmungen. Sicherstellung der Ernährung ber Bevölkerung unter Förderung und Mitwirkung der Genossenschaften. der Schlüffelindustrien, insbesondere des Bergbaues. Rontrolle ber privatwirtschaftlichen Monopole. Sozialisierung Schuß der Arbeitstraft durch Ausbau der sozialen Gefehgebung. Ausreichende Fürsorge für Bedürftige, Arbeitsunfähige und Arbeits lofe. Aufhebung des Ausnahmezustandes. Diefe nächsten Kampfziele erfordern die höchfie Kraftentfaltung des Proletariats, die Stärtung feiner polififchen, gewerkschaftlichen und genoffenfchaftlichen Organisationen. Die Kräfte des Proletariats lebendig zu machen und zufammenzufaffen für den zielbewußten fozialistischen Klaffentampf ist die Aufgabe aller Parteigenoffen und auch die der Reichstagsfraktion, durch eine flare und sichere jelbständige Arbeiterpolifit." Ferner wurde ein Antrag angenommen, der sich gegen bas Spiel mit dem Gebanten einer Barteifpaltung richtet und die Treue zur Partei versichert. Herunter die Goldpreise. Gestern hat der in der vorigen Woche begonnene Breis abbau einen unerfreulichen Stillstand erfahren. Nur wenige Artikel, die bis jetzt ihren Höchstpreis behaupteten, gaben un wesentlich nach, während die meisten Waren im Breis a no dann weiß ich nicht, wie ich den Kommunisten gegenübertreten foll, mit aller Gewalt die unberechtigte und durchaus Bernhard Krüger: Wenn ich morgen in den Betrieb fomme, ogen. Wirtschaft und Handel scheinen entschloffen zu sein, wenn der erste Borfihende der Partei die Organisation für alles übertriebene Profitrate behaupten zu wollen. Sie verantwortlich macht.( Beifall.) In Bayern werben unsere Genoffen haben der Regierung fomit bewiesen, daß mit platoni niebergefnüppelt, bort sind sie dem Kahr- Regiment ausgeliefert. Genau so würden die Deutschmationalen hier handeln. Oft habe ich fchen Ermahnungen und Berwarnungen nichts, erreicht mer. por der Arbeiterschaft der AEG. Beschlüsse der Partei vertreten, den fann. Die unerhörten Spannen zwischen den Friedens denen ich nicht zustimmen farn. Dasselbe verlange ich von einem und den gegenwärtigen Preifen offenbaren einen beispiellofen Barteivorfihenden. Gewöhnen wir uns ab, Straßen. Bucher, über den jede weitere Erörterung zwischen Regierung politit zu treiben und achten wir die Auffassung der Mehrheit. und der privaten Wirtschaft, wie sie in der lehten Woche mit ( Beifall.) Man hötte dem Programm der Bourgeoilie ein fozialisti fches Brogram m entgegenstellen fellen.( Lebhafte Buftimmung.) Mir haben die Bfficht, unfere Ideen zur praktischen Taneenofitit zu Genoffe Aufhäufer: Ich bin der Meinung, daß heute hier Ge- burchaus negativen Resultaten stattgefunden hat, überflüssig machen. Der Rebner vermeift unter proßer Unruhe auf Defter noffe Crifpien die Realpolitik, Genosse Hildenbrand die Just. Die Regierung hat jezt allen Grund, die Richt. bzw. reig und England, in denen bie Sozialdemokratie mit großem fionspolitit verteten hat. Mit dem Ermächtigungsgefes fteht der ngemeffenheitspreise ohne Berzögerung durchzuErfolg eine eigene Bolitit getrieben habe. Als er auf die Bilalte Plan, die Meichsbahn der Privatindustrie auszuliefern, im 3u führen. Nur unter Anmendung( chärffter mittel fann dung der Reichswehr aufpredent fommt, die er in fcharfen fammenhang. Man hat aus dem ersten Ermächtigungsgefeg nichts fie eine Entwicklung verhüten, die unheilvolle Auswirkungen Gerenfah zu der republitanischen Behr Defterreichs ftellt; gibt es gelernt und dem zweiten zugestimmt.( Beifall.) Die Partei muß haben muß. Benn Herr Hamm unter Berufung auf die türmische Unterbrechungen die nur langfam verebben.leiden, wenn die Meinung der Opposition beschränkt wird. Der Höchstpreise der Kriegszwangswirtschaft Abneigung gegen ein Zur Zeit der Cuno Krife hobe ich in der Frattion bent Bor. Ieigte Barteiausschuß, der die Opposition beschränkt, ist sehr be im großen und ganzen zwar unerfreuliches, aber unter den fchloa gemacht, Ebert, au eruen, Sorialdemokratie mit der bauerlich. Der Reiner hält die Handlung des Genoffen off gegenwärtigen Umständen durchaus notwendiges Mittel zur Regierungsbildung zu beauftragen wir hällen dann mit einem mann, der aus der Reichstagsfraktion ausgefchloffen wurde, für Befferung zeigt und die Hände in den Schoß legt, trifft die fortiffifchen Brogramm vor den Reichstan treten follen und diefen falsch. Aber es war auch nicht richtig, ihn auszuschließen. Man Reichstag aufzulöten, wenn diefe Regierung kein Bertrauen findet. fördert die Disziplin nicht, wenn man sie mit Gewissens ganze Schulb einer neuen Inflation nur ihn, denn der aner Das hat die Frattion abazlehnt. In England aber ift bie& abour fragen belastet. Unfere Bartei ist in fünf Minuten geschlossen, male Warenpreis muß unbedingt die Rentenmarkt mit Barin bereit. diesen Weg zu reben. Wir foften endlich fozia wenn die Parteitörperschaften bereit sind, sich über den Weg der in den Abgrund reißen. Unter dem Druck der täglich steigenden fiftifche Forderungen in den Bordergrund der Politik stellen und Bartei zu unterhalten. Nicht weil es die Opposition verlangt, in Goldpreise find Lohnforderungen in ganz fürzester Zeit zu er damit die Kräfte im Profetariat mieder wachrufen. Wir wollen dern weil es die ökonomischen Verhältnisse erfordern.( Beifall.) eine Bartei fein, die unter der roten ohne tämpft.( Lebhafter warten. So beginnt dann wieder die Schraube ohne Ende, jetzt auf eine Spaltung hinzuarbeiten. Wenn man teine Spaltung Scheitern bracht. Genosse Stampfer: Es ist ein Verbrechen an der Arbeiterfiasse. die den Wiederaufbau Deutschlands schon einmal zum wünscht, dann möge man fich auch des rechten Tones befleißigen. Tie Banken als Wucherer. In einem Teile der sächsischen Bresse wird eine Sprache geführt. die barin gipfelt, die jeßigen Barieiführer mögen fich aufhängen. Des. Die großen Banfiervereinigungen, u. a. die sogenannte BerDie Forderungen des Genoffen Crispien sind die Forde. wegen hat der Bartoiausschuß einen Befchluß gefaßt, der eine liner Stempelpereinigung, haben den Beschluß gefaßt, für rungen des sozialistischen Programms. Es ist ein Irrtum, zu glau. stärkere Parteibisziplin erzielen will. Auch ich bin der Meinung, Rentenmarktrebite 12 Broz. Jahreszinsen zu nehmen. Dazu rungen des sozialistischen Programms. Es ist ein Irrtum, zu glau baß wir bie Macht im Staate erringen müffen. Nur über die Wege wollen fie aber noch eine Provision in der Höhe von 6 Broz. ver ben, daß die Mehrheit der Fraktion nicht bestrebt ist, foben, baß die Wehrheit der Fraktion nicht bestrebt ist, fo- gehen die Meinungen auseinander. Schön war es nicht, für bas langen, fo daß tatsächlich für Rentenmartbartehen 18 Broz. Zinken(!) zialistische Bolitit zu treiben. Mit bem 9. Movember war ber Augenblid getemmen, die politische Macht auszuwerten, aber in Ermächtigungsgefeß zu stimmen. Aber wir find Gegner des Ausdiesem Augenblid hatten die Arbeiter nichts anderes zu fun, als sich nahmezustandes. Der Artikel 48 ist der Ausnahmezustand. Bir gezahlt werden sollen. Das ist rund 80 Broz. mehr, als gegenseitig zu zerfleischen.( 3uftimmung.) Die Arbeiterregierung wollten den Reichstag nicht gänzlich ausschalten lassen. Wir wären Reichsbant bzw. Rentenbant fordern und gut das Bierfache ber im Frieden üblichen Zinjen. Der Distontjag in Deutschland nach dem 9. November hot nur unter den schwersten inneren arren, wenn wir nicht einheitlich zusammenhielten.( Beifall.) Kämpfen die alte Forderung der Demokratie durchführen fönGenoffe Cledite tritt dem Genossen Heinig entgegen, der in der betrug 3. B. am 1. Juli 1914 nur 4 Broz. und die Banten der Haupt. nen. Die Verfaffung von Weimar gibt, richtig angewendet, er. Frage bes Antrages, den Reichspräsidenten auszuschließen, falsch handelsländer begnügen fich auch heute noch mit einem Satz von hebliche Macht. Der Redner schildert die geschichtliche Entwidlung argumentiert habe, denn das Ersuchen, den Achtstundentag zu 5 bis 7 roz. Dabei muß man berücksichtigen, baß es sich um der Regierungsbildungen bis heute. Die Arbeiter erkennen eben- fchügen, fei nicht an den Genoffen, sondern an den Reichspräsidenten Strebite mit Goldtlaufeln hanbelt, die gegen eine coff. Renten. falls die Schwierigkeiten der Bartei und sie haten nicht bas Ber- gerichtet gewesen. Der Rebner polemistert scharf gegen alle Ten martinflation unter allen Umständen geschütt sind. In Wirktrauen zur Bartel verloren.( Stürmische Unterbrechungen.) aber benzen, die auf Spaltung der Bartei hinauslaufen. Die Mehrheit lichkeit werden nicht die Kreditnehmer, sondern die Konfumen. Genoffen, Berlin ist doch nicht Deutschland! Weil wir im Reichstag der Berliner Parteigencffen benft nicht an Spaltung.( Beifall.) ten bie Bucherzinsen bezahlen, benn bie Renienmartzinfen werden teine fozialistische Mehrheit haben, müffen mir verfuchen, in einer Ein Schlußantrag wird angenommen. Im prompt auf die Waren umgelegt. Man darf wohl ein foforti. Roal tionsregierung unfere sozialistischen Forderungen bis zu einem gewissen Grabe durchzusehen. ges Eingreifen der Regierung mit gutem Recht erwarten. Schlußwort einen standalöfen Bucher bas ganze Geschäftsleben zum Erfiegen Unsere Banten find heute Raubburgen geworden, die durch bringen und die Massen belasten. Als wir das Rabinett Stresemann auf eine neue Balis bittet Genoffe Hildenbrand, die Resolution Crifpien abzulehnen. ftellten, standen mir mirtschafts- und mährungspolitisch vor dem Dieses Mißtrauensvotum wird bas Bertrauen der Partei unters Chaos. Der jetzige Reichstag mird niemals die Besigenden hart begraben. Sie nehmen mit ber Annahme biefes Untrages teinem teuern. Solange die Notenpreffe arbeitete, mußte fich die Lage der Benoffen der Frattion die Berantwortung ab. gewime hinzuweisen, bie unfere Banten infolge ihrer glorreichen Bei dieser Gelegenheit sehen wir uns verpflichtet, auf die Riesen. Arbeiter dauernd verschlechtern. Dazu werden wir täglich( Beifall.) und stündlich in unseren besten Absichten gehemmt. Der katastro Genoffe Crifpien geht in feinem Schlußwort auf die Ausführun- Kreditpolitit gerade in den legten Wochen gemacht haben. Obwohl phalen Lage Deutschlands wegen haben wir tem ersten Ermächtigen der Genossen Heinig und Krüger ein. Er vermahrt sich mit die Mart sich befferte, also Inflationsschäden gar nicht in Betracht gungsgefeß zugestimmt. Die Währungsverordnungen wären heute großer Schärfe dagegen, daß er bie Juft in ber Bartet burch tamen, find für Billionendarlehen zum Schaben der Geschäftswelt noch nicht erlaffen, wenn jenes Ermächtigungsgeleg nicht ange eine Rebe vertieft habe. Genoffe einig habe sich vorge und der Käufer Trillionenzinsen verlangt und gezahlt wor nommen wäre. Nach dem Sturz bes Statinetts Stresemann haben wir es ab. nomen, bas zu sagen, um darauf hinzuweisen, daß er, Crifpien, ben. Die Regierung fann wohl nicht gut leugnen, daß hier ein die Partei spalten wolle. Er fönne aus seinem Herzen teine Mörber gelehnt, ben Reichstanzler zu stellen. Nun mußte der Reichs- grube machen und mit seiner Meinung zurüdhalten. Er wolle unverdienter Wertzuwachs vorliegt, an dem fie auf ihrer präsident andere Kanzlertandidaten fuchen. Die Deutschnationalen bleiben ein Sohn des Boltes. Er wolle teine Titel und Aemter Suche nach neuen Geldquellen hoffentlich nicht vorbeigehen wird. maren bereit gewesen, die Regierung zu übernehmen. Sie wollten haben.( Beifall.) Er werde immer daran arbeiten, bie Arbeiter aber nur dann in die Reichsregierung gehen, wenn sie gleichzeitig unter einer Fahne zusammenzubringen. Wenn man 32 Jahre auf bie preußife Regierung übernehmen fonnten. Es wor Seite der Arbeiterschaft gestanden hat, dann darf sich nicht jeder die Gefahr einer deutschnationalen Regierung dirett vor der Tür erlauben, einen herunterzureißen. und die hatte wahrscheinlich länger gedauert als eine fozialistische. Stresemann hat nur widerstrebend bas Ruhrabenteuer abSie hätte brutal die Arbeiterschaft niedergeknüppelt. Außenpolitisch bebeutet eine beutschnationale Regierung die Berichärfung bes Berhältnisses zu Frankreich. Im Interesse der Republit, im Intereffe der Arbeiterschaft mußte eine deutschnationole Re gierung verhindert werden. Die jetzige Regierung hat feine Mehr. heit im Reichstag. Etmas ist mir am Rabinett Marg lieber als am Kabinett Stresemann, das ist die Spige. Der Zentrumspolitiker Marg het Rüdicht zu nehmen auf die fatholischen Arbeiter. Außenpolitisch hatten wir am Stabinett Stresemang nichts auszus angenommen: fegen. Wir fönnen nichts dagegen haben, menn Stresemann Außen. minister ist. gebaut. Hoffentlich wird uns der Genoffe Hildenbrand gegen alle Berordnungen der Regierung unterstützen, die sich gegen die Arbeiter richten. Die Resolution soll bie Blattform schaffen für die Rämpfe der nächsten Zukunft.( Lebh. Beifall.) Mit übergroßer Mehrheit wurde folgende Entschließung Die Zustimmung der Reichstagsfraktion zum zweiten ver schärften Ermächtigungsgeseh, die wir verurteilen, belastet bie Partet Das jezige Ermächtigungsgefeh ist schlechter als das vorige. abermals in der schwersten Weise. Obentrein beendet es weber die ( Große Unruhe.) Beim vorigen Ermächtigungsgefeg waren wir schleichende politische Krise, noch befeitigt es weitere Konflifts. in der Regierung, jezt sind wir es nicht. Im Reichstagsousschuß, gefahren. Nur keine Steuern! Die jüddeutschen Landwirtschaftskammern protestieren. 2München, 10. Dezember.( TU.) Die füddeutschen Landwirt fchaftskammern haben in einer am 7. Dezember in München abge haltenen Konferenz sich mit der Steuerfrage befaßt und feft. gestellt, daß die durch die Steuernotverordnung in Aussicht ge nommene Belastung nicht erträglich ist, daß die viel zu hohen Beranlagungen der fütdeutschen Landwirtschaft zum Wehrbeitrag zu außerordentlich starten Härten geführt hat und daß die Gold martbelastung des landwirtschaftlichen Grund und Bodens so erheb Cich ist, daß die Aufrechterhaltung des landwirtschaftlichen Betriebes nicht mehr gewährleistet werden fann. Was die Rentenbant angehe, jo müsse eine einseitige Belastung der Landwirtschaft zu tata. ftrophalen Berhältnissen in der Boltsernährung führen. Eine grundlegende Reform der unitaristischen Steuergesehgebung müsse erfolgen und den Ländern ihr Hoheitsrecht zurüdgegeben werben, Gewerkschaftsbewegung Gewerkschaftsretter. Aus Brandenburg wird uns geschrieben: Ende Juni d. I. tauchte hier in Brandenburg a. d. H. ein Idealist mit Namen Berge auf, welcher sofort erkannt hatte, daß er der rettende Messias für das notleidende Bolt sein muß. In Versammlungen erklärte Herr Berge, er tomme soeben von Berlin, wo er den großen Streit in der Leppichweberei von Feibisch mit Erfolg geführt habe, da der Textilarbeiterverband elendiglich versagt hätte. Jetzt wolle er seinen Urlaub dazu benutzen, um auch hier den Bonzen zu zeigen, wie gefämpft werden muß. Seine Agitation hatte sofort Erfolg, da in gemeinster Weise gegen die Führer und Funtiionäre der Gewerffchaften gefämpft murbe. mit einem Häuschen Fanatiker wurde durch Terror die Arbeiterschaft von den Betrieben ferngehalten, die Bersammlungen der Gewerkschaften wurden gewaltsam gesprengt. Als der Streit nun jahon at Lage dauerte, ohne daß Herr Berge Gelegenheit hatte, seine Forderungen irgendwo zu Gehör zu bringen, erschien er in einer Textilarbeiterversammlung, in welcher unter Leitung des Geschäftsführers der Gauleiter sprechen sollte. Herr Berge war so freundlich und überreichte dem Gauleiter die Forderungen, welche wie folgt lauteten: Der Lohn der Männer ist hier dem Lohn in Berlin anzupaffen. Die Frauen müssen denselben Lohn erhalten wie die Männer. Die Jugendlichen bis 18 Jahr müssen bei vier, höchstens fechsstündiger Arbeitszeit 90 Proz. der Männerlöhne haben und 4 Wochen Ferien jedes Jahr. Auf die Frage über die Durchführung dieser Forderungen erflärte Herr Berge, das müsse der Tegtilarbeiter, verband magen. Drei Stunden später blies aber Herr Berge fchon den Streit ab. Nachdem Herr Berge also den Beweis hatte, daß die Gewert fchaften nicht nach seiner Pfeife tanzten, wurden Bersammlungen abgehalten mit der Tagesordnung: Der Berrat der Amsterdamer und Gründung von Settionen einzelner Berufe." In einer solchen Bersammlung der Union für Kopf- und Handarbeiter hielt es auch eine Frau für notwendig, die Tegtilarbeiter mit folgen den Worten aufzuflären: Wißt Ihr, Kinder, was mit den Berbandsbeiträgen geschieht? Ich will es Euch fagen: Die führenden Personen vom Tertilarbeiterverband mit Namen fahren oft nach Berlin, wo das Gelb bei Nackttänzen in feinen Hotels und Bars verjubelt wird." Der Bombenerfolg war natürlich fofort da. Ist doch teine Gemeinheit dumm genug, um nicht geglaubt zu werden. Um der Frau Gelegenheit zu geben, die Bereumdung öffentlich vor Gericht zu teweisen, mußte der Klageweg beschritten werden. Bor Gericht er tlärte sie sich bereit, eine Ehrenerflärung in zwei Zeitungen zu veröffentlichen, auch die Koften des Verfahrens zu zahlen. Da dies aber nicht geschah, mußte fich das Gericht nach Anhörung vieler Zeugen in einem neuen Termin überzeugen, daß nicht ein Gunten der Berleumdungen zu beweisen rar. Urteil: 600 Milliarden und Tragung fämtlicher Roften. Da die Union aber Geld hat, so ist auch von dieser Seite miederum Berufung eingelegt worden. Anfang nächsten Jahres findet noch ein Prozeß statt gegen 10 Mitglieder der Union megen gewaltsamer Sprengung einer Mitgliederversammlung des Textilarbeiterverbandes. Während seiner Urlaubszeit wurde Herr Berge sofort hier zum Sekretär der Union bestellt und hat dafür gesorgt, daß viele Anhänger aus der Arbeit gekommen find, sich auch noch besondere Strafen zugezogen haben. Als es ihm selbst an den Kragen gehen follte, verschwand diefer dealist. Herr Berge ist unter gewiffen Fittichen geborgen: Moskau zahlt. Der Schiedsspruch im Holzgewerbe angenommen. Nachdem beide Parteien ihre Zustimmung au dem vom Echlichtungsausschuß gefällten Schiedsspruch gegeben haben, ergeben sich folgende Tariflöhne: für Facharbeiter über 22 Jahre freigestellt worden sein, ihr Verbandsorgan zu abonnieren oder nicht, Distuffionsrebner waren in auftimmenbem Sinne gehalten. Ga ta würden gerade die lauesten, am wenigsten aufgeflärten Mitglieder es unterlassen haben. Das Dbligatorium für die Gewerf schaftspreise hat allerdings den Nachteil, zumal für Verbände mit Starter Fluftuaktion der Mitglieder, daß die Auflage nie genau bemessen werden kann. Das spielte früher feine Rolle, da das Papier billig war und die übrigen Zeitungen zur Agitation unter den Indifferenten verwendet wurden. wurde eine Resolution angenommen, die die Orts- und Hauptverwaltung auffordert, energische Schritte bei der Gewerkschafte tommission und dem ADGB. zu unternehmen, daß sie sich die Bes schlüsse der Weimarer Konferenz, die in einem Manifest zusammen gefaßt find, zu eigen machen.. Anmerkung der Redaktion: Das wird dann erst möglich sein, wenn die Gewerkschaften soweit gefommen sein sollten, sich der Der Buchdruckerverband hatte durch Einführung des Post- Moskauer Diktatur zu unterwerfen und damit der Leitung ihrer abonnements die Auflage feines Korrespondent" von vornherein Sektion in Berlin. Um Forderungen durchzufeßen, wie fie die auf das notwendige Maß beschränkt. In neuerer Zelt folgten viele Gewerkschaftstongreffe und der Bundesausschuß des ADGV. aufBerbände feinem Beispiel. I le Mitglieder müssen bei der Post be- stellen, darf die Geschlossenheit und die Macht der Gewerkschaften stellen, doch wird ihnen die Ausgabe für den Bostbezug des Blattes nicht instematisch unterminiert werden; im Gegenteil, fie muß verauf die Beitragsleistung angerechnet. Allerdings wird seit einigen stärkt werden. Solche Sonderfonferenzen mit ihren Beschlüssen Monaten der Abonnementspreis für dee Korrespondent" nicht mehr dienen nicht den Gewerkschaften, sondern lediglich den Zwecken zurückerstattet. der APD. " Achtung! Luxuspapierbranche. Der Porzellanarbeiterverband geht jetzt zu einem neuen Modus über. Sein Verbandsorgan„ Die Ameise" wird vom neuen Jahre ab nur den Mitgliedern geliefert, die es beim ZahlVon einigen Stollegen ist zu Mittwoch eine Branchenstellenfaffierer bestellt haben. Der Abonnementspreis von monatlich versammlung einberufen worden. Wir teilen hierdurch mit, 10 Pf. für die wöchentlich erscheinende Ameise ist allerdings so daß diese Versammlung entgegen den Beschliffen der gering, daß man annehmen darf, jedes Mitalied wird sein Ber- Ortsverwaltung stattfindet und warnen unsere Mitglieder bandsorgan beibehalten. Zumal wenn der Bahlstellentaffierer es in der Zuguspapierbranche diese Versammlung zu besuchen. fich angelegen fein läßt, jeden Beitragszahler als Abonnent zu geben nächsten Tagen werben von dem Branchenleiter der Lurus. papierbrande, dem Kollegen Lippoldt, Versammlungen einberufen Erwerbslose Gesoffianen und Franen Erwerbsloser! Heute nachm.1%, Uhr, imGemert fchaftshaus, Engelufer 24/25, Saal 4: Versammlung Vortrag der Genoifin Bohm- Schuch, Mitglied des Reichstags: „ Das Schicksal der erwerbslosen Frauen." Mitgliedsbuch der Partel dient als Ausweis. Der Bezirksvorstand. winnen und festzuhalten. Es handelt sich bei dem Abonnement der Ameise für den Borstand um einen Versuch, und wir werden abwarten, wie er von den Mitgliedern aufgenommen wird." Hoffen wir, daß bis dahin auch die Papierpreise someit her. untergegangen sind, um die Gewerkschaften in die Lage zu versehen, ihre Verbandsorgane wieder so umfangreich wie vordem heraus. zugeben, sei es direft oder durch Postbezug zu liefern. Bon der Weimarer Konferenz. werben, in welchen zu dem disziplinlosen Vorgehen einiger Branchenangehöriger Stellung genommen werden foll. Alle Versammlungen fowie Wertstubenfizungen werden nur von dem Beauftragten der Ortsverwaltung, dem Kollegen Lippoldt, einberufen werden. Ortsverwaltung und Branchenleitung: Raipar, Bitomsti, Priemer, 2ippoldt Löhne in der Rahmen- und Goldleistenbranche. Die Arbeit geber in der Rahmenbranche haben den Schiedsipruch angenommen, während die Goldleistenfabrikanten ihn ablehnten. Der Lohn beträgt für beide Gruppen 55 Pf. Betriebe, die sich weigern, vorstehende Säge zu zaalen, find fofort der zuständigen Organisation zu melden und die Arbeitgeber auf dem Klagewege zur Zahlung a wingen. Wir erfuchen unsere Mitglieder, jeden Fall der Nichtzahlung im Bureau zu melden. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Metallformer und Berufsgenoffen! Die Berhandlungen bor bem Schlichtungsausschuß fönnen erit am Donnerstag stattfinden. Bis zur endgültigen Regelung der Löhne werden die alten Löhne als Borschuß gezahlt. Die Branchentommission: Bredow. Achtung, Betriebsräte der BCPO.! Am Donnerstag, 7 Uhr, findet in den Musikerfälen( Bötfenfaal), Raiser- Wilhelm- Str. 31, eine Ber fammlung der BSPD.- Betriebsräte fiatt. Tagesordnung: Gegen wartsfragen der deutschen Arbeiterbewegung". Referent Gen. SchöpfIin, M. b. R. Erscheinen Pflicht. Parteiausweis legitimiert. Dez Fraktionsverftand: Bernhard Krüger, Otto Schiemann. In der Mitgliederversammlung des Zweigvereins Berlin ber Hotel, Restaurant- und Café Angestellten vom 4. Dezember referierte auf Grund eines Mehrheitsbeschlusses Genofie Gebel über die Weimarer Konferenz. 11. a. führte er aus, daß die Gewerkschaften vor dem Kriege laffenlampforganisationen waren, aber durch die Burafriedens und Arbeitsgemeinschaftspolitik von diesem Wege abgekommen feien. Um ja die Arbeitsgemeinschaft nicht zu zertrümmern, vermieden es die Gewerffchaftsinftanzen, größere Stämpfe führen. Ja fie brachten nicht einmal so viel Energie auf, ihre eigenen Forderungen( 10 Bunfte, Bielefelder Abkommen, Soziali. fierung, Deflife des Leipziger Gewerkschaftsfongresses uii.) aur werffsaftshaus, Engelufer 23, Gaal 1, Branchenversammlung. Mitgliedsbuch Durchführung zu bringen. Wollen die Gewerfichaften wirkliche Kompforganisationen wer ben, so muß mit der Beriplitterung in Fachgewertschaften aufgeräumt werden; fie müssen umgestellt werden in Induftrieverbände, um so die Kampfestraft zu beben. Das war auch eine der Grund forderungen der Weimarer Konferenz. Die Ausführungen der Wirtschaft Wo ist die Teuerung am größten? Rozbmedhez. Branchenversammlung Mittwoch 5 Uhr im Verbandshause. Salzbilbheuer. Mittwoch, den 12. Dezember, nachmittags 5 1hr, im Ge Tegitimiert. Vorträge, Vereine und Versammlungen. den 11. Dezember, abends 7 Uhr, findet in der Schule Riederwallstr. 12 ein Gemeinschaft proletarischer Freibenter. Freibenterschule. Am Dienstag, Bortrag der Gen. Ada Beil über Strindberg" statt. Gäste willkommen. daß billige Löhne die Produktion zu verbilligen pflegen. Die Er hebunnen des Reichswirtschaftsministeriums hingegen ergeben, daß eine Bare um so teurer wurde, je mehr sie von den fünftlich niedrig gehaltenen Löhnen enthielt. Die Bucher betämpfung darf also nicht erst bei dem Kleinhandel einsetzen, sondern muß in erster Linie beim Großhandel erfolgen. Gewiß fönnen die Händlerkreise für sich geltend machen, daß gerade in der Zeit um Mitte vorigen Monats die Geldtrife am schwersten war, daß man damals von ihnen Goldanleihezahlung forderte, während fie selbst das Papiermartrifito zu tragen und dafür Prämien in Kallulation einseiten. Dieser Grund aber ist jeßt nach Einführung der wertbeständigen Zahlungsmittel gänzlich hinfällig geworden und darum find gerade diefe Streife verpflichtet, den Preisabbau zu untertüken, wenn sie nicht fünftlich die Rauftraft und damit ihre eigene es selbst in der Hand, den Handel zu Konzeffionen zu zwingen, wenn Geschäftsmöglichkeit untergraben wollen. Die Verbraucher haben fie fein Widerstreben gegen einen Preisabbau damit beantworten, daß sie durch ihre eigenen genoffenfchaftlichen Ein. taufsorganisationen ihre Waren beziehen. Der Preisabbau, der in der vorigen Woche zu verzeichnen war, 65 Bf.. für Silfsarbeiter über 22 Jahre 54 Bf., Facharbeiterinnen ist bereits zum Stillstand gekommen. Das Mißverhältnis zwischen über 22 Jahre 45 f.. Silisarbeiterinnen über 22 Jahre 37 Bf ten niedrigen Gelblöhnen, die heute gezahlt werden und der Waren Montage am Drt 18 Bf. pro Stunde, Montage außerhalb 2,27 7. perteuerung, tritt jest um so trasfer zutage. Da also der bisherige pro Tag. Breisrüdgang nicht ausreicht, um die Kauftraft der Verbraucher Zum Angestelltentarif in der Berliner Metallindustrie. derart zu stärken, daß dadurch eine Besserung der industriellen Pro Die Verhandlungen über die Feftfegung der Dezembergehälter buftion herbeigeführt werden kann, muß weiter nach Möglich fonnten heute nicht zum Abschluß gebracht werden, fie werben am feiten des Preisabbaues gesucht werden. Die ta pitalistischen Donnerstag fortgefegt werden. lleber die in diefer Woche zu Wirtschaftstreife wehren sich mit aller Erbitterung gegen Seiftenden Alontozahlungen ist Einigfeit nicht erzielt worden. Ueber die Notwendigkeit der Preissenfung und suchen die schwersten Folgen einstimmung beftand darin, daß in diefer Woche am Freitag oder der gegenwärtigen Krife durch Betriebsstillegungen und Berlänge Connabend eine solche Rablung zu leisten ist. Strittig ist jedoch rung der Arbeitszeit sowie durch unterentlohnung auf die breiten noch deren Höhe. Der VBMJ. machte als leptes Angebot den Maffen der Arbeitershaft abzuwälzen, die bereits Opfer Borschlag, die erfte tontogablung um 3 Mart, mit der Inflation gewesen sind. Unter diesen Umständen ist die Frage Brofit und Arbeitslosigkeit. Seit Juli ist die englische ArAusnahme der Säge für Lehrlinge und Jugendliche, au er. höhen. Wir haben diesen Vorschlag als Grundlage für eine doppelt gerechtfertigt, an welchen Puntten der Produktion beitslosigkeit im Steigen begriffen; 11 bis 12 Prozent der Arbeiter. schaft ist arbeitslos und ein großer Prozentsag ist auf Sturzarbeit Bereinba arung zurüdgewiesen und eine mindestens und der Warenverteilung ein Preisabbau erfolgen kann. 40prozentige Erhöhung der legten Zahlung gefordert. Die bereits bei uns erwähnte Dentschrift des Reichs. gestellt. Im englischen„ Economist" lesen wir den Bericht über die Der VBMJ. wird seine Bertrauenstommission am Mittwoch, den wirtschaftsministeriums über den angemessenen Goldmart. Profite der Industrieunternehmungen im 3. Quartal, die den 12. Dezember, wegen der Höhe der in dieser Woche fälligen Alonto- preis enthält interessante Angaben darüber, wie sich die Waren auf eigenen Angaben von 209 Unternehmungen entnommen sind. Dem zahlung nochmals befragen. dem Wege vom Erzeuger zum Verbraucher verteuern. In Gold zufolge stiegen die Profite in diesem Quartal ganz enorm, um nicht fA Metallfartell Günther, Rasper, Rothe. fofteten 3. B. 50 Kilogramm Weizen im Jahre 1913: 9,94 m., weniger als 65 Prozent. Der durchschnittliche Profit einer Industrie. 50 Kilogramm Weizenmehl zur gleichen Zeit 14,25 M., die Preis- unternehmung betrug 1921 75 800 Pfund, 1922 58 000, 1923 82 850 Angestelltenstreit in der Bekleidungsindustrie? steigerung bei der Berarbeitung betrug 43,4 Broz. Mitte No. Bfund. Gegenüber 1921/22 waren die Profite 1922/23 um 16 ProDember 1923 waren die entsprechenden Breife 10,60 bzw. 26,30 zent höher. Es waren also nicht die Unternehmer, welche die Last Die Lohnverhandlungen für die Angestellten der Bekleidungs- Mart, der Unterschied war auf 148,1 Bro3. gestiegen. der Arbeitslosigkeit trugen. Der Arbeitsminister, Sir Barlow, er Industrie haben sich zerschlagen, weil die Arbeitgeber in der ab- Bährend der Weizen beim Landwirt nur um 7 Broz. teurer war flärte vor kurzem, daß die für die Arbeitslosigkeit aus öffentlichen gelaufenen Woche einen Abbau der Gehälter gegen die Vorwoche als vor dem Kriege, war das Weizenmehl im Großhandel um Mitteln verwendete Summe 100 Millionen Pfund beträgt( 2 Mil. um 10 bis 40 Proz. vornehmen wollten. Eine Funktionärberfamm 85 Broz. über dem Borfriegspreis. Bei der Berarbeitung des liarden Goldmart! Die deutsche Reparationsbaft von einem Jahre!). Tung, die der 8d. für die Angestellten der Bekleidungsindustrie Diese Zustände legen den Gedanken sehr nahe, die Last der Arbeits. einberufen hatte, hat gestern einstimmig befchloffen, am Dienstag lofenunterstüßung nicht dem Staat, sondern der Industrie, welche die Abstimmung über den Streit vorzunehmen. Sollte fich am die Arbeitslofen aufzeigt, zufallen zu lassen. Die Unternehmer Dienstag feine Verständigungsmöglichkeit mit den Arbeitgebern hätten dann, ftatt die Arbeiter zu entlassen, um ihre Profite durch ergeben, fo werden die Gewerkschaften am Mittwoch die notwendigen Einfcrantung der Rosten zu erhöhen, eine Beranlassung, ihre Be Maßnahmen für den Streit zu treffen haben. Es wird also an triebe auch bei verminderten Profiten zu betreiben. den Arbeitgebern liegen, ob der Streif bermieden werden kann. Eine Verständigung mit den übrigen Arbeitnehmergewerkschaften ist bereits in die Wege geleitet. Bewegung im Einzelhandel. 9 Im Einzelhandel drobt ebenfalls ein Streit der Angestellten, weil ein einstimmig gefällter Schiebsfprud von den Arbeit gebern abgelehnt wurde und ber Demobilmachung Tommissar unter völliger Berkennung der Sachlage und unter Richtbeachtung des Rahmentarifvertrages einen Standpunkt einge nommen hat, ber ihn zur Ablehnung ber Berbindlich Leitgertlärung des einstimmigen Ediebsfpruches veranlagte Die Tariffommission der drei am Tarifvertrage beteiligten Ange stelltenorganisationen bat beute die Vorbereitungen für den Kampf getroffen, der nur dann vermieden werden fann, wenn die Arbeitgeber erkennen laffen, daß auch sie gewillt find, geschlossene Verträge einzuhalten. Es wird also auch hier die Bermeidung des Streits abhängen von der Einstellung der Arbeit geber. Eine Vollversammlung der Angestellten des Einzelhandels am Donnerstag wird sich mit der Situation befaffen. Ein Experiment. Nach den allerersten Erfahrungen im Gewerkschaftsleben führten die Gewerkschaften für ihre Verbandsorgane das Obligatorium ein, das heißt, das Verbandsorgan wurde jedem Mitgliede geliefert und die Untoften dafür in den Verbandsbeitrag einge rechnet. In vielen Fällen war es auf diese Weise überhaupt erft mög'id), in eigenes Verbandsorgan herauszugeben. Die Verbands. eitung fonnte auch nur auf diese Weise der Agitation, der Ver. breitung und Bertiefung der gewerkschaftlichen been dienstbar gemacht werden, wie auch dem 3med ols Bubiitationsorgan für bie Bekanntmachungen der Verbandsleiturg. Würde den Mitgliedern es Beizenmehls zum Brote blieb, wenn man den Großhandelspreis des Mehles mit dem des Weißbrotes vergleicht, die Spanne noch etwas hinter der Borfriegszeit zurüd. Hier trat also wieder eine gemiffe Berbilligung ein, bie hauptsächlich auf die behördliche Regulierung des Brotpreises zurückzuführen sein dürfte. Auch beim Roggen ist der Großhandelspreis für Mehl stärfer gestiegen, als der Roggenpreis. Am stärksten jedoch ist hier die Berteuerung des Roggenmehles auf dem Wege vom Großhandel zum Kleinhandel. Der Brot. preis lag damals um 60 Proz. über dem Bortriegspreis, während ber Breis für Roggenmehl im Großhandel nur um 27 Pro3. über dem Borkriegspreis stand. tofteten 3. B. 50 Rilogramm Ochsenfleisch im Lebendgewicht 51,85 m., Nicht anders liegen die Dinge beim Fleisch. Vor dem Kriege Rindfleisch für 87,50 M. Der Preis des ausgeschlachteten Viehs war geschlachtet im Großhandel, 73 m., und man taufte 50 Kilogramm im Kleinhandel also etwa um die Hälfte beurer als das gleiche Bebendgewicht. Mitte November 1923 dagegen erhielt der Band wirt für 50 Kilogramm Ochsenfleisch 114,58 M., Rindfleisch kostete im Kleinhandel 3½ mal jo piel, nämlich 400 m. Den Löwenanteil der Teuerung nahm hier der Großhandel für sich in Anspruch. handelspreise vor dem Kriege 40,8 Bros., fo war fie jetzt auf Betrug die Spanne zwischen dem Erzeugerpreis und dem Groß: 183,6 Broz. gestiegen. Geringer war die Preisspanne zwischen Groß und Kleinhandel bei Buder. Bei Butter war sie etwa ebenso hoch wie vor dem Krige. Gera Debschwitz und Umgegend betreibt eigene Schlosserei Wie man die Konjumvereine betämpft. Der Konsumverein und Schmiede, für die er Eisen und Eisenwaren bislang aus einer Geraer Eisenwarenhandlung bezog. Dieser Tage erhielt nun der Verein von dem Lieferanten die Nachricht, daß die Eisenliefe innung gesperrt fei. Auf eine Beschwerde des Bereins bei der rung an den Ronsumverein auf Beschluß der Geraer Schmiede. Berein Thüringer Eisenhändler, e. B., in Erfurt und dem Bandes Geraer Handwerkskammer lief folgender Bescheid ein: Zwischen dem verband Thüringer Schmiedevereinigungen, Sih Naumbura( Saale), ist ein Abkommen getroffen worden, wonach der Berein Thüringer ist ein Abkommen getroffen worden, wonach der Berein Thüringer Eisenhändler feine Mitglieder verpflichtet, an Regiebetriebe, Guts. nicht zu liefern. Der Zwed des Abkommens ist, das Handwerk zu schmieden, Genossenschaftsschmieden usw. Eisenwaren jenschaftsschmieden zu unterbinden. Wir sind nicht in der Lage, stüßen, das lleberhandnehmen der Regiebetriebe, Guts- und Genosegen die Selbstschuhbestrebungen der Schmiedehandwerker vorzugehen. Der selbständige Handwerker ist gezwungen, fich seiner Haut fönnen sich den Folgen des Abkommens entziehen, wenn Sie wieder zu mehren, wenn er nicht ganz und gar unterbrüdt merben soll. Sie wie früher bei den felbständigen Schmiedemeistern Ihre Arbeiten ausführen laffen. Zur Sache felbft tönnen wir nichts tun und müssen Interessant find zwei Beispiele aus der Bekleidungs industrie. Der Erzeugerpreis für Großolehhäute in München war Mitte November 1923 noch um 2 Broz. niedriger als vor dem Kriege; dagegen ist der Großhandelspreis für Sohlenleder und für Bortalfichuhe um 49 tzw. 50 Proz. höher als vor dem es Ihnen überlassen, weitere Schritte zu unternehmen." Kriege gewefen. Hier hat auch der Kleinhandel an der Berteuerung der Schuhe erhebliche Schuld. Betrug nämlich früher der Unterschied der Breise im Groß und Kleinhandel nur 19,1 Proz., jo war er Mitte 1923 auf 56,6 Bros. angelangt. Eine geringe Erhöhung der Preisspanne ergab sich bei Herrenanzügen. Die Beispiele zeigen, daß die Waren sich zum erheblichen Teil erst auf dem Wege vom Broduzenten zum Berbraucher fo start verteuern. Dieses Ergebnis ist deswegen für die Arbeiterschaft von großem Interesse, weil die Unternehmer sonst zu behaupten pflegen, Der Ron. fumperein hat sich zunächst an die Thüringer Kreisdirektion um Hilfe schlagen wie alle ähnlichen Berfuche, mit feinen und Heinlichen gewandt. Natürlich wird der Plan der bieberen Zunftmeister fehl. Mitteln die Konsumgenossenschaftsbewegung zu hemmen. Mitteln die Konsumgenossenschaftsbewegung zu hemmen. Berantwortlich für Politik: Eraft Rentez; Wirtschaft: Artur Gaternus; Gewerffchaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton: Dr. John Chilewski: Lofales und Conftiges: Frig Karstadt: Anzeigen: Th. Glede: sämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. 5. Berlin. Drud: Vorwärts- Buchdruckerst Berlin SW. 68. Lindenstraße 8. Bierzu 1 Beilage. und Verlagsanstalt Baul Singer u. Co. Nr. 577 40. Jahrgang Beilage des Vorwärts Warten/ weil ohne Arbeit! Bilder von der Erwerbslosenfürsorge. Dieses scheußliche vielftündige Barten! Es ist schlimmer, greift mehr an die Nieren als schweres Arbeitn. Langsam hat sich ein gewiffes System herausfristallisiert, Ordnung in die Zahlstellen hineinzubringen und die Wartezeit möglichst abzukürzen. Trotz der im allgemeinen anzuerkennenden Arbeit der Arbeitslosenräte, die sich überall gebildet haben, ist man von zufriedenstellender Regelung noch weit entfernt. Es fehlt der einheitlich leitende Kopf, der, wenn auch in den einzelnen Bezirken die Berhältnisse recht verschieden sind, für eine Ordnung sorgt, welche die Abfertigung aller Unterstützungsempfänger innerhalb weniger Stunden ermöglicht. Ganz so schnell, wie es gewünscht wird, fann es naturgemäß nicht gehen. Müssen aber noch immer viele Erwerbslosen in ganz unzulänglichen Räumen sich bis zu zehn Stunden die Beine in den Bauch stehen, ehe fie ihre paar Billionen erhalten, so stimmt etwas nicht in der Organisation. Das schwierige Zahlgeschäft. hier und da noch sieht man die geliebte Zigarette, und eine Hundert Milliarden- Zigarre, von irgendeinem Wohltäter gespendet, wird ehrlich angestaunt. Doppelt lange währt die qualvolle Wartezeit ohne die gemütsberuhigende Pfeife. Auch das Politisieren wird schließlich langweilig, hört man immer die gleichen Tiraden und den abgebrochenen Refrain, von wannen der starte Mann kommt, der die Karre aus dem Dreck fährt. Ruhelos pendelt man hin und her :. die Stunden schleichen so träge. In einer Ede schneidet ein fpetulativer Geist die Haare, für billiges Geld. Ein Erwerbslejer fann doch im Laden nicht eine halbe Billion dafür anlegen. Aeltere Frauen häkeln und striden wenige nur. Am besten findet sich noch die Jugend ab. Die hat ja das Leben noch vor sich, ist auch hier gut aufgelegt zu Scherz und Fürt. Pflücet die Rosen, solang' noch das Lämpchen glüht Für die anderen und alle die Verheirateten, Grauhaarigen, aus bem Sattel der Existenz Geworfenen zumeist heißt's warten, warten, warten! Auf das lumpige Geld? Oder warten mit gebundenen Händen vielleicht auf noch größere Not. Den Kopf voll wüster Gedanken, was werden soll, wenn die Unterstügungswochen zu Ende Dienstag, 11. Dezember 1923 Die Krögeirieke. Jeden Sonntag, wenn die Neugierigen aus allen Himmelsrich tungen zum Krögel pilgern, um hier die älteste historische Gasse Berlins zu bewundern, tritt aus irgendeinem Winkel eine kleine alte Frau hervor:„ Na, meine Herrschaften, fennen Se mich denn nich, nee, wirklich nich, ich bin doch die Krögelriefe, hier habe ich doch jewohnt, janz früher, wo es noch feene feine hohe Häuser und feene fcheene Billas gab." Ihre hohe filberhelle Stimme, ihre farblofen, aber stets unausgesetzt lächelnden Züge und die beiden noch lebhaft blitzenden Augen geben dem Ganzen eine innere Harmonie. 85 Jahre bin ice, ich die Krögeriefe, fchon alt, und dente noch lange nich ant Sterben. Ja ja, wie jo die Zeit verjeht, jetzt bin id een altet Weib,„ cene olle Schraube". Wenn ich aber an meine Jugendzeit dente, wat wir da allet jemacht haben, id sage Ihnen, da staunen Se, meine Herrschaften! Als ich noch een fleenet Mächen war, habe id immer beim Koofmann Naute da drieben- jezt is er schon lange dood mit de Fingern die Sirupfäffa ausjetragt, ja, ja, mit be Fingernägel, dann hab ick se abjelect, hi, hi, hi, hi.... Und eenmal, da war een daß noch voll jewesen, und da bin id rinn jefallen und meine Haare find im Sirup stecenjeblieben, mit de Beene hab id in de Luft jezappelt, da hab ick Hilfe" jeschrien. Ja, ja, bet is allet reene Wahrheet, meine Herrschaften, reene Wahrheet. Denn haben wir Mächens jeschauspielert, mit' n weißen Lafen und roten Sonn Die Arbeit der Zahlbeamten ist feineswegs so einfach, mie gehen und noch immer feine Aussicht ist auf Arbeit. Die Jungen, schirm sind wir auf dem Krögel entlang spaziert, immer hin und her." ftandsarbeiten. Was machen die Aelteren, Ausgemergelten, halb Kräftigen, die wird man brauchen fönnen und aussortieren für NotBerbrauchten? Durch die stickigen Schwaden des Warteraums schreitet ernster als je Frau Sorge. Was wird nach 26 Wochen? Da oben, wo die Fenster sind, wohnte der Tischler Wolfen, bei dem habn wir imma Musstullen an de Türe jeklatscht, die hat er jern jegessen, weil er feene andere hatte, und den hattn wir verulft, weil er die Neesenquetscher( die Särge! Der Verf.) baute." Während des Sprechens geftituliert die Krögelriefe mit Händen und Füßen. Scharf beobachtet sie die Zuhörer, ob auch alle ihren Worten lauschen, lächelt immer und wiegt sich beim Erzählen wie im Tanz hin und her. Jeden Sonntag hat uns unser Bater da unten ans Masfer jeschleeft, und mit schwarze Seefe und mit n' Malerpinsel uns ab. iefeeft, denn wir hattn Läufe, hi, hi, hi, hi." Als id 10 Jahre alt war, da habn die Schußmänna unsern Friz Reuter und andere, die Revolution jemacht haben( 1848! Der Verf.), zu die andern Babrecha in die Stadtvogtei, da vorn in die Ecke, sehen Se da jebracht." fie aussieht. Es gehört eine große Ruhe und geistige Konzentration dazu, 8-10 Stunden lang ohne Unterbrechung zu zählen und zu zahlen, vor allen Dingen fich nicht zu verzählen. Wiederholt find beim Tagesabschluß erhebliche Fehlbeträge festgestellt worden. Diejenigen zu ermitteln, die zuviel erhalten haben, gelingt nur selten. Noch seltener sind die Gewissenhaften, die überhobenes Gelb freiwillig zurüdgeben. Mancher merkt vielleicht gar nicht, daß er zuviel bekam. Biele Erwerbslose sind über die Höchstdauer der ihnen zustehen Das zwingt die Beamten, sich nicht zu überhaften. Ein Beamter, der den Unterstüßung nicht genügend unterrichtet. Nach einem Erfaß des in der Stunde fünfzig Erwerbslose abfertigt, ist schon sehr tüchtig. Reichsarbeitsministers vom 24. September 1923 soll die normale Man fann sich also leicht ausrechnen, wieviel Zeit drei Beamte Höchstdauer nach wie vor 26 Wochen betragen. Ueber diese Zeit brauchen, um 1500 Empfänger zu befriedigen. Das macht zehn hinaus soll die Fürsorge nur ausnahmsweise und zur VerStunden! Dabei ist das Zahlgeschäft von nicht vorauszusehenden Nebenumständen abhängig. Je größer die Scheine im Nennwert meidung unbilliger Härten gewährt werden können. Eine unbillige inzwischen durch den gewaltigen Umfang find, desto leichter und schneller widelt sich die Auszahlung ab. Um- Härte ist nach diesem gefehrt erfordern Berge fleinwertiner Scheine die doppelte und dreis der Arbeitslosigkeit weit überholten Erlaß in der Regel dann nicht fache Zeit. Zur Beschleunigung gibt es verschiebene gangbare Bege, anzunehmen, wenn der Erwerbslose teine Angehörigen zu ernähren nor allem: Bermehrung der Zahlstellen und Einteilung in Gruppen bat. Bei solchen Erwerbslosen fell nur in Ausnahmefällen eine bis au höchstens 500 Erwerbsfofen, pünfflicher Beginn des Jahl- Nachfrist von vier bis sechs Wochen bewilligt geschäfts, Bermehrung der Zahibeamten, Bereitstellung paffender werden. Bon diesen Grundsägen darf abgegangen werden zugunsten Geldiorten, fein Gedränge vor den Zahlschaltern, teine Störung der der Angehörigen des Spinnstoffgewerbes, der Schuh- und Schäfte Zahlbeamten durch überflüffige Reden. Ueberhaupt fann Selbstmacher, Tabatarbeiter und Zigarrenmacher, Buchdrucker und Schriftdisziplin, von besonnenen Ordnern nur leise gelenkt, gerade hier, wo die Not soviele verschiedenartige Elmente bunt zusammenwürfelt feher, Buchbinder und berufsverwandter Gewerbe. Eine Höchstdauer und leicht nervös macht, dem Rwanne des Wartens viel von seinen von 39 Wochen ist grundsäßlich nicht zu überschreiten. Unzuträglichkeiten nehmen. Weshalb find tausend Menschen schon morgens vor 7 Uhr da, wenn es noch buntel ist? Vor der neimten Somit müssen Erwerbslose schon vor Ablauf der 26 Wochen den Stunde wird doch kaum mit der Zahlung begonnen. Zusammen- Antrag auf Verlängerung der Unterstützungszeit stellen. Da das geballte Leiber, wildes Gedränge, betäubendes Stimmengewirr, voraussichtlich die meisten Erwerbslofen tun werden, bedeutet die Schimpfen in aller Morgenfrühe, stickige Luft... das ist für die Masse der Anträge eine riesige Ueberlastung der schon ohnehin unOrdner die erste harte Geduldsprobe. Mit Mühe und gemein in Anspruch genommenen Fürsorgestellen. Gegenüber der Ja, ja, so is et, meine Herrschaften, jong jenau sol" manchem leider notwendig scharfen Ausbrud wird einigermaßen Ordnung in die ungeduldine Maffe nebracht. Herrgott, zum Ber. Notlage von Hunderttausenden ist mit solchen veralteten Richt. enügen haben sie fich nicht so früh auf die Strümpfe gemacht. Num- linien nicht viel anzufangen. Es muß ganz anders Borsorge ges mern roerden ausgeteilt, und jeder möchte eine möglichst niedrine troffen werden, daß nicht nach einem halben Jahre ein Heer von Nummer erwischen. Wer bis zwölf fein Geld erhält. fann noch von Arbeitslosen, von denen bereits ein Drittel aus anderen als Arbeiter. Glüd lagen. Nircends beffer sieht man es, daß die ermiten immer freifen stammt, völlig ohne Existenzmittel ist. 34 den unfreiwillig Dimmiten gehören, die am höchsten bezahlen mfiffen, was fie am nötigsten zum Leben gebrauchen. Das ist die stille Angst, die aus jedem Antlik leuchtet. sich immer wieder bes rechtiat Luft macht in Worten des Unmillens. Das ist auch der Hauvtarund, weshalb eine burchgreifende Aenderung des 3ahlfnstems gefordert werden muß. Oft wird noch weit nach 7 Uhr abends gezahlt. Man geht hungrig ins Bett. Der Tag am Schalter. Schweißzungen durch Leuchtga8flammen. Der Gasbetriebs- Propagandaabteilung der städtischen Gaswerte 2.-G. Berlin ist es nach langen Bemühungen gelungen, ein wandfreie Schweißungen von Flach- und Rund eifen in der Leuchtgasflamme, ohne jedes Bufagmittel, zu erreichen, was bislang aus verschiedenen Gründen nicht möglich war. Die Schweißungen find sowohl mit Niederdrucgas und PreßWieviel foftbare Zeit wird da verplempert! In der Regel ist luft, als auch mit Breßnas durchgeführt worden. Das neue Ber der ganze Tan in erzwungener Untötigteit verloren. Ihr fagt, ihr, fahren ist nicht nur für die Großindustrie, sondern gerade für Kleinder Lebensnot Unfundien, daß ja die Erwerbslosen nichts zu tun werkstätten und Kleinindustrie wichtig, die bisher auf Kohlen und renug Zeit zum Warten haben? Versucht es doch einmal, ihr schmiedefeuerung angewiesen waren. Die Untersuchungen des Geschwäkigen und Superflugen, allein von folder Unterstützung zu Materialprüfungsamtes haben ergeben, daß die Schweißungen voll leben. Nennt es doch lieber ein Glück, daß die Erwerbslosen nicht tommen waren. Nähere Einzelheiten werden in Kürze in den tech faulenzen und jede Gelegenheit ergreifen, einige Milliarden zu ver- nischen Zeitschriften bekanntgegeben werden. Auskünfte erteilen die bienen. Bißt ihr, was ein guter Gradmesser der Not ist? Die städtischen Gaswerke, Stadtbaumeister F. Mesfinger, PropaRaucher unter den Erwerbslosen find immer feltener geworden. Nur gandaabtellung, Neue Friedrichstraße 109. 45] Copyright Georg Müller, München. Die Lofotfischer. Roman von Johan Bojer. hetzte die Fischer auf. Dort drinnen war Reichtum, aber. fie sollten ausgesperrt werden. Der Großfischer, der vornehme Herr, wollte alles haben. Jezt hörte man das Schnauben des Walfisches im Fjord, er hatte fehrtgemacht und wollte sich hinausretten, sah aber die Mauer der Dampfer, die den Weg absperrte. Neuer Schreder warf sich herum und schwamm schnaubend wieder fjordeinpärts. Das erhitzte die Fischer noch mehr. Wo der Bal ist, da ist Reichtum. Ein Geheul von tausend Stimmen erhob sich, Fäuste drohten, verzerrte Gesichter sahen aus Hunderten von Booten heraus. Laßt uns in den Fjord hinein, oder mir schlagen Die Schatten hoher Felsen an der Einbuchtung eines Fjordes fielen herüber. In der Mündung sah man eine Stadt Don Masten, und Stimmengeschwirr wurde vernehmbar. Was war das? Kristaver bedachte sofort, daß, wenn der Schwarm, von den Walen verfolgt, in diesen Fjord eingebogen war, er nicht wieder heraus fonnte, denn einige Meilen landwärts endete der Fjord in eine Felsenkluft. Jetzt wurde das Stimmengeschwirr stärker, Kristaver wendete sich um und euch tot!" blickte hinüber. Was? Was bedeutete das? Quer vor die Aber auf den Dampfern war feine Menschenseele zu sehen. Fjordmündung hatte sich eine Anzahl Dampfer wie eine Kette Die schweren Eisenrümpfe versperrten nur den Weg. Doch, gelegt. Sie sperrten die Einfahrt. Die Boote fonnten nicht auf dem Dampfer, der gerade vor der Robbe lag, tauchte weiter. Sie schoben sich zusammen. Und als nun die Robbe jetzt auf der Kommandobrüde ein Herr im Belz auf, mit näher heranfchoß, steigerte sich das Stimmengeschwirr zu rotem Gesicht und in einer Pelzmüze, er ging gemütlich auf wildem Lärm, Heulen, Schimpfworten, Rufen von Laufenden und ab und rauchte eine lange Pfeife. Der Kapitän im DelDon Fischern. Die Dampfer tuteten. Die Rufe flangen auch rod erschien auch neben ihm und rief: Ihr müßt euch ge zu den Booten hinüber, die noch mit aller Kraft ruderten, um dulden, Leute, bis wir die Neße geleert haben. Wer zuerst rechtzeitig anzukommen. tommt, mahlt zuerst. Fahrt nach Hause zu euren Fischbänken dies hier gehört uns!" Was ist denn los?" rief Ariftaver einem Boot zu, das vor ihm lag. Sie sagen, der Kabeljau steht wie eine graue Mauer im Fjord, aber die Dampfer sperren die Fischer aus. Die Großfischer wollen alles für sich haben. Sie haben Rege ausgeworfen. Und wir sollen nicht hinein." „ Teufel auch!" Im nächsten Augenblick stand Kristaver auf der Ruderbant. Er warf den Kopf in den Nacken und legte die Hand an den Steuerhebel, den Südwester hatte er schon in der Nacht abgenommen, jeht stand er barhäuptig da mit dem hellen, lodigen Haar. Und nun sah Lars seinen Bater wieder an und dachte an Olav Trygvason. Dies wurde die Schlacht bei Spolder. Ein Hohngelächter erdröhnte. Euch! Gehört der Fjord euch! Und der Fisch in der See, gehört der euch? Hahaha!" Da ertönte eine befannte Stimme ganz hinten im Schwarm der Boote:" Borwärts, Jungens! Der Teufel foll die Kerls holen! Los, Jungens!" Ja, ja, een janzen Roman tönnte id schreiben, een janz bicket Buch, bloß ich fann nich mehr schreiben, wenn id een Wort schreibe, denken die Leute imma, id male cene Landkarte. Id aber bin eene alte Frau heite, erzähle jeden fiemten Tag den Kinderchens, wat id Meine Kinderchen, vor 75 Jahren allet jefehen und anjeſtellt habe. meine Herrschaften, habt Ihr schon die alte Sonnenuhr da drieben, über die Tür da, jesehen, die hängt schon über hundat Jahre dort, darunter is een scheener Spruch anjemalt, habt Ihr den jelesen? Der Spruch heeßt: Dem Tode gewiß, Der Zeit ungewiß! Nene amerikanische Einreisebestimmungen. Ift Rettung in der Ferne?" teilen wir mit, daß die Einreisebestim In Ergänzung unserer Beröffentlichung vom 28. November: mungen für Merito, Kuba und Guatemala infofern eine Berschärfung erfahren haben, als das Berzeigegeld, über das der Einwanderer. bei der Einreise nerfügen muß, erhöht worden ist. Bon jedem ers wachsenen Passagier der III. Klasse oder des Zwischendecks, der nicht in der Lage ist, einen von der megitanischen Behörde be glaubigten Arbeitskontraft vorzulegen, wird verlangt, daß er bei der Landung in Merito im Besize pon 100 ameri. tanischen Dollar ist. Ein merikanisches Baßvisum entbindet nicht von dieser Borschrift. Die tubanische Berfügung lautet dahin, daß das Borzeigegeld für Bassagiere, die weder die Staatsangehörigkeit Rubas noch die der Vereinigten Staaten besitzen, 60 amerikanische Dollar beträgt. Baffagiere, die in einem Hafen Guatemalas an Land gehen und die Staatsangehörigkeit zur Republit Guatemala nicht nachweisen fönnen, müssen 25 a me. ritanische Dollar befizen. Außerdem müssen bei der Lan dung sowohl in Merito als auch in Kuba und Guatemala die Einmandernden über fobiel Barmittel verfügen, als zur Bestreitung der Kosten der Reife vom Ausschiffungshafen zum Bestimmungsort erforderlich sind. scharf, aber sie wurden in der Luft zu einem Bald, der auf die Dampfer wogte. Drauf! Drauf! Schmeißt sie in die See!" Da begann ein Dampfer zu tuten, als rufe er um Hilfe. Der größte Teil der Besagung war wohl im Fjord bei den Mezzen. und nun fletterten die Fischer an Bord. Gott gnade denen, die sie fassen würden. Aber das hatte man vorausgesehen. Bon dem Nachbardampfer richtete ein Maschinist einen Schlauch mit fochendem Wasser den Angreifern gerade ins Gesicht. Es verbrühte ihnen die Haut. Es machte sie blind. Geheul ertönte, Jammergeschrei, Flüche. Sie taumelten zurüc und wieder in die Boote hinunter. Das Deck der Dampfer wurde reingefegt. Der Angriff war zurückgeschlagen. Der Fang mit Senfnegen, bei dem man den Reichtum aus dem Meere schöpfte, fonnte im Fjord fortgesezt werden. Und immer noch tamen neue Boote hinzu, alle mit schweißüberströmten Männern, die aus allen Kräften gerudert hatten, um rechtzeitig herzufommen. Die Wut steckte an, der Kampf, das Geheul und Gejammer der Verbrühten hezten die anderen auf. Die Neuangekommenen flogen schon von Boot zu Boot. Drauf! Schmeißt sie ins Wasser!" Diesmal wurden alle Dampfer gleichzeitig angegriffen, und die zuletzt famen, räumten hizig an denen vorbei, die bis= her vorn waren, hier und da blintte jogar eine Art. Aber der Großfischer hatte sich auf Verteidigung vorbereitet, sie hatten Schläuche mit Mengen tochenden Waffers bereit, sie spritzten gerade in die Gesichter hinein, die Männer taumelten wieder zurüd, mehrere stürzten ins Wasser und mußten herausge ogen werden neues Geheul, Gejammer und Gebrüll ertönte. Und das war Jakob, der auch schon eingetroffen mar, und dessen Boot ganz hinten neben Ber Suzansa lag. Aber sein Kampfruf wurde in einem wilden Chor wiederholt:„ Bor- Aber Raneles Gomon war Korporal gewesen, und jetzt wärts, Jungens! Schmeißt sie ins Waffer, los, Jungens!" übernahm er das Kommando. Gebt acht!" schrie er. Ba " Borwärts!" schrie auch Kristaver und sprang mit einem jonett aufs Gewehr!" Er selber zog ein Dolchmesser heraus Ruber in der Hand nach vorn auf das Boot vor ihm. Bound band es mit dem Scheidenriemen am Ende eines Ruders der Vater ist, muß auch der Sohn sein, Lars war schon neben fest. Biele taten wie er. Und Kaneles fommandierte: ,, Anihm mit einem Bootshaken, Kaneles, Elezeus Hylla und fall mit Bajonett! Stecht die Schweine tot! Borwärts marsch!" Henrik Rabben tamen hinterhergetrampelt, schwangen Ruder Die Verbrühten waren am unbändigsten, die noch sehen Sie waren schon in einem wilden Gedränge von Booten, und Schöpfgefäße oder eine Gaff durch die Luft. Aber Arnt fonnten, taumelten mit Meffern vorwärts, wild, wahnfinnig aber doch war es noch einige Steinwürfe bis zu den Aafan fand, einer müsse auf das Boot aufpassen, und ehe er vor Schmerz und Raferet. Aber wieder tamen die WasserDampfern, wo der Lärm am ärgsten war. Die Fjordmündung| fich's versah, stand er auf dem Plaß des Führers und hielt schläuche. Die Felsen warfen das Geheul zurück. Der Möwen war nicht mehr als eine halbe Biertelmeile breit, zu beiden das Steuer, gerade, als habe ihm einer den Oberbefehl auf fchwarm fam jetzt hierher, er stand in der Luft über den Seiten waren steile Felsen, dichte Bogelschwärme standen der Robbe anvertraut. Jetzt stampften die schweren Waffer- Booten und freischte, als warteten die Vögel auf Beute, auf brinnen und wogten wild freischend auf und nieder. Das stiefel von Boot zu Boot die Handwaffen waren nicht die sie sich stürzen könnten. Rubert!" sagte er. ( Fortseßung folgt.) Eine dunkle Tat. meistens alsbald Hilfsbereitschaft. Benn Lydia auf dem Spazier gang nicht alles erzählen fonnie, so sezte man sich wohl auch auf Der Reinickendorfer Frauenmord vor dem Schwurgericht. eine Bant, um die mitleiderregende Schilderung des Jammers zu Die Hochflut ber Morbprozeffe, die in dieser Woche das Ber. pollenden. Stets aber tauchte plöglich ein junger Mann auf, der finer Schmurgeridt beschäftigen wird es stehen Ende der Woche den Herrn zur Rebe stellte, wie er dazu fomme, mit feiner Braut nicht weniger als vier Mord und ein Lotfchlagsprotich fehr peinlich. Sie empfahlen sich möglichst bald und entbedten Spazieren zu gehen. Den Zurechigemiesenen mar solcher Auftritt natür. 8eß bei den brei Berliner Bandgerichten zur Berhandlung an in der Regel erst später, daß Lydia ihnen die Uhr mit Rette ader mirb eingeleitet mit der Berhandlung gegen den Händler Erich auch die Brieftasche gestohlen hatte. Merften sie es por Weiß, der unter der Antlage ficht, die Pflegerin Hedwig dem Abschied und sagten fie Endia den Diebstahl auf den Kopf zu, Blettig in feiner Wohnung in der Dohmestr. 4 in Reiniden fo tefamen fie es mit ihrem Bräutigam zu tun. Der perbat sich sehr borf ermordet zu haben. entschieden eine solche Beschuldigung und versuchte das Fehlen der Sachen damit zu erklären, daß der Herr fie unterwegs verloren haben müsse. Er ließ sich dann Name und Wohnung geben und nerfprach, eifrig nach dem Gegenstande zu suchen, um seine Braut auch non der letzten Spur eines Berdachtes zu befreien. Tatsächlich brachte er auch miederholt eine Uhr oder eine Brieftasche mit dem ganzen Inhalt zurüd und ließ sich dafür eine hohe mertbe ständige Belohnung geben. Er hatte natürlich nichts ge. funden, sondern sich bie gestohlenen Sachen von seiner Lydia geben laffen. Das Bärchen, das jeh festgenommen wurde, haufte auf einem Laubengelände in Hohenschönhausen. Bei der Berhaftung befaß es außer einer goldenen Uhr mit Stette noch 50 Schweizer Franken und eine Anzahl belgischer und französischer Noten. ,, Schicksalsfragen der deutschen Preffe"! im Die berufliche Standesvertretung der Berliner Rebatteure und Journalisten aller Parteien, der Bezirksverband Berlin Reisverband der Deutschen Preise, veranstaltet am fommenden Freitag, den 14. Dezember, abends 71, Uhr. im großen Sigungsfaal bes Preußischen Landtags( Bring- Albrecht- Straße) eine große Kundgebung über das Thema: Scidialsfragen der deutschen Breffe". Dabei werden Reichsfanzler Dr. Marg und Reichstagepräsident Genosie Löbe über die Bedeutung der Breffe, Chefredakteur dermann über soziale und berufliche Fragen des Redakteurstandes fprechen. Mitgliederversammlungen und Zahlabende in Groß- Berlin am Mittwoch, den 12. Dezember: 1. t. 7 Uhr Schulaula Auguststr. 68. Bortrag über Arbeiterschaft und Ermächtigungsgefeg". 2. Abt. 7 Uhr bei Dhngemach, Rommandantenftr. 88. 3. Abt. 7 1hr Bahlabend im gofal Gensch. Dresdener Str. 107-108, Refe rent Gen. Auguft Schmahl, und im 2ntal Arüger, Engelufer 23, Referent Gen. D. Engelmann 4. 6. 7% Uhr im Deutschen Garinerheim, Stralauer Str. 53. Bortrag des Gen. Dr. Weinberg über Die Ereignisse der Lesten Reit"., 3. Abt. 7 Uhr bei Bolgin, Gormanaftr. 12. Bortrag über ,, Arbeiterrechtsfragen und Arbeitszeitgefeg". Referert Gen. Reimann. 6. Abf. 7 Uhr Sahlabend bei Replis, Rangsdorfer, Cde Schwedter Straße; bei Schlistomsin, Rastanienallee, Ede Fehrbelliner Straße. Der Zahl abend bei Dobrohlam findet umständehalber am Donnerstag um 7½ Uhr ftatt. 7. t. 7 Uhr bei Dahms, Schlegelftr. 9. Thema: Währungs- und Wirt fchaftsfragen". Referent Dr. Lohmann. 8. Abt. 7 Uhr Schulaula Winterfeldtstr. 15. Thema: Die politische und mirtschaftliche Lage". Referent Gen. Stadtrat Schneider. 2. t. 7% Uhr bei Sufenbach, Perleberger Str. 64. Referent Gen. Stadtv. Bethge. 10. st. 7 Uhr Mitgliederversammlung Gemeindeschule Alt- Moabit 23. 11. Abt. 7% Uhr bei Berger, Sevegomftr. 21. Thema: Beamtenfragen Beamtenabbau und Ermächtigungsgefege". Referent Gen. Dr. Bechlin. 12. Abt. 7 Uhr gemeinsamer Bahlabend Schule Rostoder Str. 32. Bortrag über Die Wirtschaftslage Deutschlands". Referent Gen. Dr. Mierendorf. 13. t. 7 1hr, Arminiusballen, Bremer Cir. 73. Genoffin Bachenheim fbricht über:" Die politische Lage." 14. 26, 7% Uhr, Bablabend in ben befannten Bokalen. 15. Abt. 7 Uhr bei Goldbach, Binetaplas 7. Vortrag über: Imperialis mus und Rapitalismus. Referent: Genoffe fünfiler, M. b. N. 16. t. 76 Uhr bei rüger, Suffitenstr. 34. Bortrag über:" Der bban bar Sozialgefesgebung. Referentin: Genoffin Hanna, M. b. 2. 17. 206. 7 Ubr, Soulaula Tegeler Str. 18. Bortrag üher: Religion und Sozialismus." Referent: Genofie Landa. 18. b. 7 1hr gemeinsamer Bablabend bei Hochheim, Banffit. 82. Thema: Währungsfragen." Referent: Genoffe Dr. Günther. 19. 2001. 7 Uhr gemeinsamer Bablabend Schulaula Gothenburger Straße ( graue Schule). Bezirksführer 1 Stunde früher. 20. Abt. 7 Uhr gemeinsamer 3ablabenb bei Wenbe, Roloniefir. 147. 22. Abt. 7 Uhr, Echulaula Lütticher Str. 47/48. Bortrag des Gentoffen Schröder über: Wirtschafte und Währungsfragen." 23. Abt. 7 Uhr, Bahlabenb bei Lewandowsti, Eeeftr. 104, und Zaube, Müllerfic. 62a. Es handelt sich um einen Prozeß non größtem psychologischen Intereffe. Weiß war Anfang September Strohmitmer und be gegnete am 4. September am Bahnhof Friedrichstraße der durch ihre Schönheit auffallenben Pflegerin Bleftig, die gerade einen Berwandten zur Bahn gebracht hatte. Es gelang ihm, die Belami haft bes Mädchens zu machen und sie zu einer fleiner Bummelfahrt durch nerfchiedene Bitär- und Weinstuben der Friedrichstadt zu bewegen. Dann begleitete die Plettig den Angeklagten in feine Wohnung, wo sie zwei Tage und zwei Nächte per blieb. Nach den Angaben des Angeklagten wäre sie in ihm so perlicht gewesen, daß er sie nicht mehr Los werben fonnte. Shrem ftürmischen Verlangen, fich pon seiner Frau scheiden zu lassen und fie zu heiraten, habe er fich faum erwehren fönnen. Als sie am britten Morgen halb angeticitet auf dem Bettrand saß und ihn mieber mit ihren Liebfosungen bestürmte, wil ihn die ut der= art gepadt haben, daß er in die Südge rannte, ein fpiges Küchenmeffer und einen Schlagring helte und das Mädchen da mit fo lange bearbeitete, bis es ohmmächtig in feinem Blut auf ber Erbe lag. Dann warf er sich auf bie Bewußtlose und drückte ihr die Bebe zu, bis sie tot war. Sehr belastend für den Angeflagten ist es, daß er der Reiche die Ringe und Wertsachen abnahm, bie er dann sofort verkaufte. Ferner, daß er am Abend bes Morttages an einem Tanznergnügen hes Fußballflubs Liberta" teilgenommen hat. In der Nacht dar. auf 30g er der Beide bas Hemd aus und steckte fie in einen Sac. Mit feiner graufigen Bast auf den Schultern ging er burch tie Straßen Reinidendorfs nach einem freien Blag nahe dem Zaun tes Friedhofs der Nazareth- Kirche, wo er die Leiche im Sande nerfcharrie. Drei Tage später wurde die Beiche gefunden und der Angeklagte balb darauf perhaftet. Rechtsanwalt Dr. Kurt Pindar hat einen umfangreichen Beweis tafür angetreten, baß der Angeflagte, der jung verheiratet und unbestraft ist und in alüdlicher Ehe lebte, bei Begehung der Bluttat. offenbar von Sinnen gewesen sei, Zur Begutachtung feines Geisteszustandes ift Medizinalrat Dr. Thiele gelaben. Der Angeklagte Weiß selbst gebärdet fid) im Untersuchungsgefängnis mie ein Wahnsinniger, meint Tag und Nacht und zeigt anscheinend tiefe Reue. Ein aus. Elfenbahnunglüd zwischen New Bort und Chifago. Der Zug, gedehnter Beugen und Sachverständigenapparat mirb in bem pinber täglich die Strede von Chitago nadh New Dort in chologisch interessanten Fall wohl Klarheit über die Veranlassung 20 Stunden zurücklegt, fuhr gestern infolge des starten Bertehrs 35. t. 7% Uhr, Zablabenbe: 3öpper, Rigaer Str. 85; Selfriegel, Aigner zu der Tat brirgen. vor Weihnachten in vier Abteilungen. Der zweite Bug überfuhr bei einem Bahnübergang ein Automobil, wobei vier Personen getötet wurden. Der nachfolgende dritte Zug beobachtete das Rothaltesignal und hielt. Der darauffolgende vierte Bug fuhr infolge des dichten Nebels auf den dritten 3ug auf, wobei der letzte Wagen des dritten Zuges zertrümmert wurde. 9 Personen wurden getötet Auf der Spur eines Mörders. Bor einigen Tagen wurde der 15 Jahre alte Knabe Rudolf Klenner, aus der Alten Jakobstraße, der am 8. Oftober von seinen Eltern nach Tiefensee geschickt worden war, um Kartoffeln zu faufen, ermordet und beraubt. Die Ortspolizei ermittelte, daß er zuletzt mit zwei Männern auf ber Chauffee Tiefensee- Leuernburg und Tiefenfee- Freudenberg gesehen worden war. Es ist jetzt ge lungen, einen dieser Männer festzunehmen. Es ist ein Fleischer Hermann Meißner aus Lichtenberg, der in jener Gegend öfter Einfäufe gemacht hatte. Er behauptet jedoch, von dem Morde nichts zu wissen. Der junge Klenner sei mit jenem anderen Manne allein weitergegangen. Dieser Dtann, der eine gelbliche Schiebermüße trug, foll, wie Meißner behauptet, die Mundart der dortigen Gegend gesprochen haben. Er soll mittelgroß sein und einen dunklen Anzug, anscheinend von ber Stange getauft, getragen haben. Mitteilungen zur weiteren Aufklärung nimmt Kriminalfommissar Galzom im Bolizeipräsidium entgegen. Lydias Tiergarten abenteuer. 4754 Ein fauberes Bärchen, bas feit geraumer Zeit im Tiergarten sein Unmejen trieb. murbe nach längeren Beobachtungen von der Kriminalpolizei unschädlich gemacht. Eine Stiderin Lydia Haffe mußte es in ben meniger belebten Gängen des Tiergartens, meistens in der Nähe des Brandenburger Tores, so einzurichten, daß sie von alleingehenden Herren angesprochen wurde. Geschah das nicht, so murbe fie breifter und sprach jelbst die Herren an. In allen Fällen aber schilderte sie ihr angebliches Glend und sie fand bafür 11. b. m, abends 8 Uhr, in der Aula Sonnenburger Sr. 20, ein Unter. Sum Beffen einer Weihnachtsfeier für bedürftige Kinder findet am haltungsabend statt, veranstaltet von Touristenverein„ Die Naturfreunde" zur Vorführung gelangen Gesangs- und Musifvorträge unter Mitwirkung des Bitherflubs Alventlänge" sowie Rezitationen. Gäste Herzlich willkommen. Eintritt 20 f. Einen schweren Berlust exliit am Sonnabend, bent 8. Dezember, ein Sturzarbeiter durch Liegenlaffen einer braunen Altenmappe( großes Format, Stokodil- mitation, Inbait Berlzeuge) im legten Zuge der Strede Stettiner Bahnhof-- Bernau. Der ehrliche Finder wird gebeten, feine breffe an die Verkaufsstelle ber Konfumgenossenschaft, Bantow, Berliner Str. 41, gelangen zu lassen. Groß- Berliner Parteinachrichten. 8. Rreis Spanbau. Dienstag, den 11. Dezember, 7 Uhr, Kreismitgliederver fammlung in der Oberrealschule, Moltkestraße( Eingang vom Schulhof). Tagesordnung: Die Regierungstrife und die Bartei". 11. Atreis. Dienstag, ben 11. Desember, 7% Uhr, Sigung der Zeitungs. tommiffion, Belaiger Str. 27. Ale Abteilungen müffen vertreten fein. 13. Kreis Tempelhof.Mariendorf. Heute, Dienstag, ben 11. Dezember, 7 Uhr, Sigung der Bildungskommission im Rimmer 32 des Rathauses Mariendorf. 20. Areis, Bollsbildungsamt Reinidenbort. Sente, Dienstag, den 11 Desem ber, 8 Uhr, Theatervorstellung in Reinidendorf- Oft, Schülsenhaus, Residens ftrage. Zur Aufführung kommt Der Serr Senator". Rarten noch cu ber Raffe. Heute, Dienstag, den 11. Dezember: 1. t. 7 hr Funktionärsigung bei Spiegel, Aderfic. 1. 11. t. 7% Uhr bei Kaifer, Goglowstnitt. 84, wichtige Funktionärfonferens. Aue Partei und Betriebsfunktionäre müffen anwesend fein Die Funktionäre treffen 26. bt. Die Funktionärversammlung fällt aus. fto ½ Stunde vor Beginn der Mitgliederperfammlung. 38. abt. 7 Uhr Funktionärtonferens bei Bartus, Friedenftr. 88. Der Rahlabenb am Mittwoch fällt eus und findet am Freitag, ben 14. Dezember, 123. bt. Roulsborj. 7% Uhr Mitgliederversammlung im Beldenfaat der eine Abteilungsperfammlung in Schmidts Feftfalen, Fruchtftr. 86a, ftatt. Schule Abolffte. 25. Bortrag des Genoffen Südemann. M. d. 2. 140. Abt. Borfigwalbe. 7% Uhr Borstandsligung beim Borsitzenden, Mäuschte. 5. Jungjozialisten. Gruppe Süben: 8 Uhr in der Juristischen Sprechstunde, Linden ftraße 8, Vortrag des Genoffen Samm über Sozialpolitische Fragen der Gegenwart". 28 24. Abt. 7 Uhr, Soulaula Chriftburger Str. 7. Bortrag bes Genoffen Dr. Schönherr über; Die Ereigniffe ber legten Seit 25. út. 7% Uhr, Bablabenbe in ben bekannten bier Rafalen. Die Mit glieberberfammlung am bierten Mittwoch biefes Monats fällt aus. 26. ft. 7 Uhr, im Musikalischen Fuchs". Jofthstr. 7. Thema:„ Die Bolitik ber Bartei." 27. st. 7 Uhr, Soulaula Sonnenburger Str. 20. Tagesordnung: Be richte und Neuwahl ber Aretsbelegierten. Die Funktionärtonferenz findet borher pünktlich um 6 Uhr im Kinderhort statt. 28. Abt. 7% 11hr im fleinen Saal bei Büttner, Schwebter Str. 23. Tages ordnung: 1. Bericht vom Bezirksborstand. 2. Vortrag des Genoffen Albert Sorlis über:„ Die Bolitik ber Bartei." Ohne Mitgliedsbuch fein Butritt. Die Arbeitslofen und Kurzarbeiter tönnen zur proletarischen Seterstunde zum 16. Dezember bie Starten in Empfang nehmen. 29. 2001. 7 Uhr, Schulaula Senefelber- Str. 6. Bortrag des Genoffen Bittor Schiff über: Die englischen Bablen." Bozirag. 30. 06. 7 Uhr. Schulaula Babbelaee 40'41, 32. 2001. 7 Uhr, im unieren Gaal bon Somibt, Fruchtfit. 36s, Sahlabenb. Die Weihnachtslisten müssen abgezedinet werben. 34. Abt. Die Mitglieberberfammlung findet am Sonntag, den 16. Dezember, früb 10 Uhr. Schulaula Littauer Straße, fiatt. Straße 54; Bombe, Boigtstr. 25; Dreffe, Schreinerstr. 18 und Gemeinde fchule Samariterſtr. 20. teferent: Genofie Aozte, M. d. st., über:„ Gefebgebung und Partei." 37. 261. 7 Ubr gemeinsamer Bablabend, Schule Sausburaftr. 20. 39. 2001. 7 Uhr, Jugendheim, Lindenstr. 3. Mitgliederversammlung. Bortrag des Genoffen Alühs über: Die Aufgaben unserer Breffe," Dienstag ( heute). 6 Uhr, Funktionärfonferens im Konferensfaal. 40. t. 7½ Uhr bei Neufner, Hagelberger Str. 20. Vortrag des Genoffen Sirschfeld über: Finanz- und Währungsfragen der Jestzeit." 41. Abt. 7% Uhr bei Schult, Mariendorfer Str. 5. Bortrag des Genoffen Altmaier fiber: Die politische Bape." 44. t. 7 Uhr, Reichenberger Sof. Reichenberger Str. 147. Vortrag über: Wirtschafts- und Währungsfragen." 46. Abt. 7 Uhr, Schulaula Wrangelfir. 85. Bortrag bes Genossen Dr. Korach über: Die bolitische Lage." 48. St. 7½ Uhr bei Gliefing, Waffertorstr. 68. Vortrag über:„ Die Charlottenburg. 51. Abt. 7 Uhr Bablabend bei Schellbach. Königin- Elifa lebten politischen Ereigniffe. beth- Str. 6. Thema:„ Arbeiterwohlfabri." Referentin: Genoffin Tobenhagen. 52. st. 7 Uhr, itgliederversammlung bei Büttner, Kaiferin Augufta- ee 81. 54. 2001. 7 Uhr, Jugendheim, RofinenStraße 4. Vortrag des Genoffen Rebentinin über: Die rechtsrabifale Bewegung in Deutschland." Die Der Berfammlungsraum ist gebeizt. Teilnehmer haben ein Brifett mitzubringen. 36. 906t. 715 Uhr, Schul aula Beftalossi- Str. 40. Bortrag des Genoffen Dr. 0ofes,. b.., über: Die Sungersnot in Deutschland." 57. 25. 1. Gruppe: 7% 15. Sablabenb bei Arnbt, Rantfir. 81 Borizag des Genoffen Bleier über: Die Bactetfchwäche und ihre Ursachen." Gäfte tilfømmen. 2. Gruppe: bei Thunad. Wielandstr. 4. 58, 2001. 7 Uhr, Sigungs faal bes Deutschen Eisenbahnerberbanbes, anteftr. 4. Vortrag des Genoffen Dr. Deiters über: Die Kulturlehre bes Sozialismus. 62. 90t. Siemensstadt. 734 Uhr, Botal Marsandt, Seibelrug", Sonnen bammalee. Bortrag. Wilmersdorf. 69. st. 71 Uhr bei Wolter, Uhlandstr. 108/109. Steferent und Tagesordnung werden in ber Berfammlung belannigegeben. 70. t. 7% Uhr, Sahlabend an bekannter Stelle. Vortrag des Genoffen obert Breuer her; Die politische Lage." 71. und 2. bt. 7% Uhr gemeinsamer Bahlabend bei Robr, Raiferalee 51/52. Bortrag. 74. Abt. 3chlendorf. 7% Uhr, Bindenport, Berliner Str. 8. Vortrag des Genoffen Zachert über:" Beamtenfragen und Beamtenabbau." Das Ende einer Schauspielerrepublik. tung. Diese angeblichen Republikaner find in Wirklichkeit verkappte| Solche Versuche können die fruchtbarsten Folgen für die zuBon Mar Hochdorf. Große Hoffnungen, große Worte und ein Chaos. Das Sauspielertheater, die Gründung einiger Idealisten, eristiert nicht mehr. Nachdem man sich in den Hundstagen vortrefflich vertragen und nach einer wifden Räuber"-Borstellung die Maffen der Meugierigen angelodt hatte, schwärmten die Bundes. genoffen weiter. Sie mieteten sich im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater in der Chauffeestraße ein. Sie meldeben eine Wiedergeburt ber Schauspieltunst und die Erlösung der jungen, immer noch verftoßenen Dramatiter an. Nichts ging in Erfüllung. Bevor ge. zeigt merten fonnte, was bie gute Absicht war, melbete der Raffierer einen Unglüdsrapport nach dem anderen, und als man ben legten Raffensturz machte, war das Unternehmen der Idealisten schon gestürzt. Der Idealisten? Gewiß, sie waren 3dealisten! Sie überboten fich nach allem, was man erfuhr, in bem Ehrgeiz demütig zu sein. Es gab teine große Rolle, es gab feine fleine Rolle, was auf die Bühne zugelassen wurte, follie gleichberechtigt sein. Rhythmik des Tones und der Bewegung. Untertanen eines außerordentlich tyrannischen Theatermonarchen, fünftige Entwidlung einer Dolfstümligen und dieser Monarch beugt sich wieder einem Uebermonarchen, der Bühnenkunst zeitigen. Und es wäre dringend zu wünschen, ben Titel des Ministers für Wissenschaft und schöne Künste führt. daß dergleichen noch oft und wenn möglich in wechselnden Formen unternommen würde. John Schifomsti. und biefer hohe Mann hält in der rechten Hand die Balme der fabemie und in der linten das Kreuz der Ehrenlegion und all Nellys Traum," Das Theater am Rurfürstendamm die ehrgeizigen Komödiantenrepublikaner, die erst nach den Balmen hat feinen Spielplan um ein Kinderballett bereichert, das und später nach dem Kreuze gierig find, wollen nichts als ihre Eitel jeht in der Weihnachtszeit jeden Sonnabend und Sonntag nachmit. Die Erstaufführung fand den einstimmigen beit befriedigen. Dieser Wunsch ist higiger als ihr Republikanertum. Logs gegeben wird. Darum find sie sehr gehorsam und feineswegs fo rebellisch wie die jubelnden Beifall der in diesem Fall zuständigsten Beurteiler, des Republikaner in der Friedrich- Wilhelmstadt gewesen sind. Diese Publikums zwischen fünf und zwölf Jahren. Das von Jean Ming Herrschaften errangen weber Gelb, Gut, weder Ehrenlegion noch erdachte und fomponierte Märchenspiel zeigt uns eine liebe fleine Nelly, die in Großmutters Küchenstuhl einschläft und von den fleinen akademische Palmon, weber volle Häufer noch volle Herzen. Darum lieben Bergen ins Traumland entführt wird, das ganz voller enistoben sie auseinander. Das ist der Sinn, Unsinn und lebersinn züdender Spielfachen ist, die die wunderbarsten Tanze aufführen, folcher Patriotenliga der Komödianten. Troßbem nur die Beit is fchließlich der entseglich große Teddybär auch mit Nelly tanzen hat den herrlichen Gedanken getötet, aber nicht der Gebante die mill, worüber sie vor Schred aufwacht und wieder in Großmutters Seit. Darum ist es sehr möglich, ja fogar sehr notwendig, daß der Rüdenstuhl fist. Aber das Spiel ist nicht nur für Kinder ergöglich Gebante an das Schauspielertheater nicht aussterbe. Die Theater. und interessant. Es ist, in der Aufmachung des Theaters om Surrepublit muß wiebertommen, sie wird wiederkommen, wenn auch fürstendamm, ein wirkliches Kunstwert. Kindlich, ohne je platt einige falsche Republifen in die Brüche gehen. oder füßlich zu werden. Bon echter Naivetät, die jeden ironischen Antlang vermeibet und sich nicht zur Gefühlsmelt der Kleinen herab. läßt, sondern in ihr lebt und aus ihr heraus gestaltet. Der Stil, dcn das Toni- Freeden.Ballett fultiviert, paßt zu diesem Milieu. An folcher Stelle läßt man sich eine etwas preziöse Bierlichkeit und Einen sehr lehrreichen Abend bereitete uns der Bolts or beforative Drolerie gern gefallen. Und ein Künstler vom Range nit feiner jüngsten Veranstaltung in der Aula bes Andreas- Real Rudolf Bellings hatte die Bühnenbilder und Rolüme entwor gymnasiums. Fräulein Pfeffer, Lehrerin für Gehörbildung und fen. Die Motive stammten aus der Spielzeugschachtel, aber ein Sörperrhythmit an der Staatlichen Hochschule für Musik, brochte mit zum höchsten strebender Kunstrille gab ihnen Form. So tamen ihren Schülerinnen eine Reihe eigenartiger und geistreicher Bor. Bilber von einer einheitlich großzügigen Linien- und Farbenprach, führungen, die den Zusammenhang zwischen muji von einer berauschenden Bucht des tompofitionellen Aufbaus zu unb förperlicher Bewegung nach der Dalcroze- Methode stande, denen man auf unseren Bühnen nur ganz fetten begegnet. illustrierten. An elementaren Beispielen wurde zunächst die GrundLoge der Theorie deutlich gemacht: Höhe, Stärte und Rhythmus der Die Kinder jauchzten vor der Ueberfülle phantastischer Schönheit Tone spielten sich in Schritten, Gesten, Attitüden und Rumpfbewe- und wir anderen empfanden die Weihe eines ernsten großen StunftJ. S. gungen. Dann fo'gte die Probe auf die Stichhaltigkeit der Theorie. Die Leute vom legten verfrachten Schauspielertheater ahnten Der Bolfschor song unter Dr 3 anders Leitung eine Arie aus„ Legenden, Märchen, Hiflörchen" war der Titel, unter dem tros ihrer blinden Begeisterung derartiges. Sie wählten sich einen Haydns Schöpfung und Goethes Rantate Die erste Walpurgis Resi Langer und Fris Delius im Gaal der Sezession einen Direfior, der mit einem Devisenbündel fam und mit einem Ideal, radht" in der Bertonung Mendelssohns und die Tanzgruppe über Bortragsabend veranstalteten. Hört man Resi Banger zum ersten aus dem er zunächst Binsen erhoffte und dann auch Ehren. Als trug diese Musikvorträge in die entsprechenden rhythmischen Be- Male, bann ist man über die Herbheit ihres Organs erstaunt. Und die Ehren nicht tamen und die Zinsen erst recht nicht, sondern nur wegungen. Dem Ganzen mar ber Charakter der Improvisation ge- dennoch ist diese Vortragsfünftlerin berufen, als Bertünderin von die hohen Rechnungen für den heutigen Theaterbetrieb, sagte auch geben. Denn bis dahin hatte jebe Bartei nur für sich probiert und Dichterworten au wirten. Sie ist mit Hingabe, mit innerem Feuer beide wirkten jetzt zum ersten Male im Ensemble zusammen. Das bei der Sache, fie hat eine gefällige Geste und eine reiche Ausdruds. ber Direttor Lebewohl und alles war verwaist, alles war ver- Experiment ge ang über alle Erwartung. Die Birtung war über weise. Hervorragend gut gelang ihr die Wiedergabe der Geschichte münscht, alles war verloren unb verspielt. wältigend start. Ein Phänomen, das Reisende bei phantastischen des Löwen Alois. Frih Delius, begnadet mit einem wunderbaren Ein Häuflein, ein verlorenes; heißt es, will trogbem weiter. Tanzaufführungen primitiver Völker beobachtet haben, trat hier Organ, brachte zuerst eine der so leidflüffig erzählbaren Christusfpielen. Gut Glüd, aber man glaubt nicht mehr daran. Man glaubt mitten im nüchternen Berlin zutage: Sänger und Tänzer steigerten legenden von Selma Lagerlöf. Aber nicht nur dieser großen Ereher, daß Schauspielertheater als Schauspielerrepublifen mit mehr.| fich gegenseitig in ihrem Elan, zeitweise bis zur Etstase. Und zählerin, auch Andersens fein fultivierter Bhantafie und Bubmig föpfigem Präsidium heute reine Utopien geworden sind. Der was fast das Interessanteste an dem Ergebnis war: dem unmusi. Thomas erfrischender Derbhcit wurde er zum Genuß seiner Zufrante Harry Walden versuchte auch folche Republik zu gründen. talischen Laien, dessen Aufnahmefähigkeit die Kompofitionen Haydns hörer vollauf gerecht. So gelang es beiden Künstlern, ihrer GeEr scheiterte nicht minder und der Selbstmord mit frassen Nehen, und Mendelssohns sonst unzugänglich sind, erschloß sich durch den meinde einen Vortragsabend zu schaffen. der freundliche Erinnerungsumftanden war feine legte Rettung. Man fagt aber, baß bie Schau augenfälligen Eindrud der förperlich rhythmischen Bewegung Sinn werte in fich birgt. und Gefühlsinhalt dieser schweren Mufit. spielerrepublit in der Pariser Comédie Française trotz allem blüht, Das Experiment des Boltschors hat eine weit über den Rahmen gedeiht und ewig ist. A nein, das ist eine ganz irrige Behaup- leiner originellen Bereinsveranstaltung hinausgehende Bedeutung. Es ging nicht so. Die Bekanntesten tonnten ihr Temperament nicht bändigen. Sie wurden ungeduldig, sie wurden unmutig, fie Tiefen weg, fie liefen auseinander, ebenso wie bie Mitglieder des Rünstlertheaters vor anderthalb Jahrzehnten. Statt des bamali gen Rünfilerbundes 30g ein smarter Direttor ein und die Operette triumphierte. In ber Chauffeestraße geschah nichts anderes als da mals in der Nürnberger Straße. Schauspieler, meinte der alte Philosoph Plato, find herrliche Uebermenschen. Aber man tue mit ihnen, was mit allen Genies zu tun fei, man fröne sie mit Lorbeer und jage fie außer Landes! Man könnte Plato zeitgemäß ver. bolmetschen und sagen, man gebe ben Romöbianten einen Direktor mit fiarter Faust, damit sie nicht tobsüchtig werben! 4 merts. e. b. Rudolf Blümnet trägt am 12. Dezember 8 1hr Potstamer Str. 134a zum erften Male seine ſprechmelodische Kompofition Ango laine" bor, außerbem Dichtungen von Kleist, Poe und Andersen. " Schöneberg. 78. 206. S the gemeinsamer 3ablabenb, Schulaula Seurig- 118. bt. Sichtenberg. Genoffin ugner ist am 7. Dezember verstorben.| Zuremburg". Nordost I: Jugendheim Danziger Str. 23, Bortrag: ,, Die neue ftrage 57. Stadtrat Herzberg spricht über: Unsere Wirtschaftspolitit. Einäfcherung am Mittwoch, ben 12. Desember, 3½ Uhr, Arematorium Baum fchulenweg. P 79. Abt. Gemeinsamer Schlabend im Gesangssaat ber blandschule, Solonnenstr. 22/23, pünktlich 7½ Uhr. Bortrag des Genoffen Bendt über: „ Die politische Lage." Bezirk Sachfenbamm nimmt bazan teil. 80. 261. 7½ Uhr im Gefangajaal bes Helmholzgymnasiums, Rubens ftraße. Bortrag des Genoffen Sepfoolb über: Deutschlands Wirtschaft und Arbeitslofgleit. 82. Aut. Sieglin- Südende. 8 Uhr bei Stotoaffer, Stefanstr. 1. Referent Genoffe Dr. Narfen über: Die Gemeinfcqfzsichule." But Belannt gabe in ben Bezirken: Sonntag, ben 30. Dezember: Jahresendfeler, 6 Uhr, Bei Schelhase, Ahornftr. 15. Die naahl der Erwerbslofen und Aurzarbeiter ift umgehend festzustellen und dem Genoffen lofe anau geben. Die Bezirtsführer Iaben ein. 84. Mt. Sanimis. 7% Uhr, Mealgymnaftum, Raulbach- Straße. Thema: Sährungsfragen der Jepizeit." Referent: Genosse Sadie. 85. Not. Tempelhof. 7% Uhr, Bablabenbe: 1. Besirt bei Sansen, Boruffias. Ede Reue Straße. 2. und 5. Beairt haben Freitag Bahlabenb. S. und 4. Beairf in der Linde, Berber, Gde Friedrich- arl- Str. 6. Bezirk: Lange, Ringbahnstr. 4. 7. Bezirk: Bet Banalid, Oberlandstr. 1. 86. Abt. Mariendorf. 7% Uhr gemeinsamer Bablabend, Schulaula Königftraße, am Donnerstag. 18. Dezember. Die Bezirtsführer laben ein. 88. Abt. Lichtenrade. 7½ Uhr, Schulaula Roon- Straße. Bortrag des Genossen Briz Koch über:„ Die Tätigkeit der Meichstagsfraktion." Mention. 89. Abt. 7 Uhr Schulaula Kaifer- Friedrich- Str. 4. Thema: politische Lage und die Partei". Referent Gen. Rau. 90. Abt. 71 Uhr Knabenmittelschule Donauftr. 120. Borirag des Gen. Genffert über ,, Die Ereignisfe der legten Seit und die Partei". 91. 6t. 7 Uhr im fleinen Gaal des Karlsgartens, Rarlsgartenstr. 6-10. Referent Gen. Aufhäuser, M. d. 9. Thema: Die wirtschaftliche und politische Reaktion in Deutsch land und deren Auswirkung auf bie Arbeiterfchaft anderer Länder. 92. Abt. 7 Uhr 8ahlabende: Bezirke 27, 28, 32 und 33 Schule Elbestraße; Bezirke 3, 44, 45 und 55 bei Lippert, Roseggerstr. 17; Bezirke 46, 59, 72 und 78 bei Schneider, Rosenfte. 7. Rein Trinkzwang. 93. Abt. 8 Uhr in Bolfs Gefellschaftshaus, Bipper, Ede Kirchhofstraße. Bortrag des Gen. Ludwig, M. b. M. Um 7 Uhr dafelbft Funktionärsizung. 94. bt. 7 Uhr Rahlabende: 51/52. Bezirk in Lofal March, Schillerpromenade 38; Bezirke 64, 67, 68, 76-78 im Lofer Günther, Schillerpromenade 11; Ereignisse". 7 Uhr Beitragstaffierung. Jugendveranstaltungen. Achtung, Abteilungsleiter! Bir weifen hierdurch nochmals darauf hin, daß uns pon verschiedenen Abteilungen noch immer nicht der Berichtsbogen für das 2. Quarial( Juli, August, September) zugestellt worden ist; besgleldjen fehlt uns von einigen Abteilungen noch das Brogramm für das Januar. Mitteilungsblatt. Die betreffenden Abteilungen wollen uns Berichtsbogen und Brogramm umgehend einsenden. Edjule". Brenzlauer Vorstadt: Badeanstalt Oberberger Str. 57, Vortrag: Geschichte der Parteiinternationalen 1 bis 8". Reinidendorf- Oft: Seebad. Residenzstraße. Vortrag:„ Wir und unsere Gegner". Schöneberg 1: Jugend heim Rubens, Ede Hauptstraße, Vortrag: Die weltliche Schule".. Steglib 1: Jugendheim Albrechtstr. 46, Bortrag: ,, Was ist Gozialismus?" Südost( Görliger Biertel): III. Pflichtfortbildungsschule, Wrangelfir. 85, Literaturvortrag: Deutsche Alaffiter" Tegel: Jugendheim Bahnhofstr. 15, Bortrag: Ernst Toller". Wannsee: Gemeindeschule Charlottenstraße, Bortrag: Bas trennt uns von der KJ.?" Westen: Baugewerkschule Kurfürstenstr. 146, Vortrag: Goa. Bewegungen", 2. Teil. Abt. Südwest. Anßerordentliche Mitgliederversammlung im Jugendheim, Lindenstr. 3. Heute, Dienstag, den 11. Dezember, abends 71 Uhr: Rrenzberg: Sobat von Reufner, Sagelberger Str. 30a, Leo- ToIftoi Abend. Moabit II: Gemeindefcule am Stephanplay, Vortrag: Jugend und Bolitie". Reukölln I: Schule Raiser- Friedrich- Str. 4, Bortrag: Arbeiterjugend und Ortsausschuß für Jugendpflege Neukölln. Seute 7% Uhr Rinoabend in der feguelle Frage" Neukölln III: Jugendheim Mogatftr. 53, Vortrag: Der Rathenau- Schule, Bobbinftr. 34. Biologischer Film: as uns die Nordsee Antisemitismus". Niederschöneweide: Schule Berliner Str. 31, Distuffton: erzählt" mit Bortrag. Jugendliche zahlen 20 und Ermadiene 50 Solbpfennige. „ Politische Lage". Nordost I: Schule Georgenkirchstr. 2. Bortrag: Rofa| Aarten am Gaaleingang. Die TGU im Beichenfael des Realgymnasiums. Funktionäre um 7 Uhr. 104. b. Niederschöneweide. Pünktlich 7% Uhr im Reichenfaal der Rnaben. Arbeiter- Sport& Um die Naturfreunde". Bom Touristenverein„ Die Naturfreunde", Ortsgruppe Berlin, wird uns geschrieben: 9 3,084. Jugendbruftschwimmen( intern), 94 meter: 1,. Jädel 1,41%; 2. A. Biswanger und Streit 1,43%. Männerrüdenschwimmen( intern): Groß- 1. Granbile 1,37; 2. Schröder 1,38, Knabenbrustschwimmen, 47 Meter( intern): Doğ 52; 2. Often 58. Jugendbruststafette, 4X47 meter: 1. Vorwäris Norden I 2,38; 2. Delphin- Tegel 2,46%. Männeringenftafette, 4X47 Meter: 1. Borwüris- Nordost 2,17; 2. Borwärts- Lichtenberg 2,19%. Wafferballspiele: Borwärts- Nord II- Vormärts- Lichtenberg II 4: 3; Borwärts- Nordoft 1- Vorwärts- Lichtenberg I 4: 2. Der Borwärts" brachte fürzlich an dieser Stelle einen zu 65./66. Bezirk im Laden des Gen. Miller, Serrfurth str. 19. 95. 6. fammenfassenden Bericht über den Verlauf der Berliner außer 7 Uhr im Lotal Grieger, Leffingstt. 9. Bortrag des Gen. Adolf Hoff ordentlichen Generalversammlung. Inzwischen haben sich innerhalb mann Die Stellungnahme der Reichstagsfraktion". 96. Abt. 7 Uhr Schule Thomasstr. 20. Bortrag des Gen. Linke über ,, Die legten politischen der Ortsgruppe Berlin Dinge abgespielt, die entsprechende Gegenmaßnahmen notwendig machten. Unmittelbar nach der außerordent 101. Abt. Treptow. 7½ Uhr im Zeichenfaal der Schule Wildenbruchstraße. lichen Generalversammlung famen Menschen durchweg jugendlichen Bortrag des Gen. Foenten, M. d. 2., über die politische Lage". Um Alters in Strömen zu einzelnen Abteilungen. Ausgerechnet in 103. Abt. Oberschöneweide. 7% Uhr Rahlabend und Mitgliederversammlung einer Jahreszeit, in der erfahrungsgemäß in allen Wandererorgani fationen eher ein Mitgliederrüdgang wie zuwachs zu verzeichnen fajule Rudower Straße. Bortrag des Gen. Aurt Seinig über Die Bolitiko erfreute sich die Abteilung Norden am 4. Dezember der Partei". Borwärts- Leser als Gäste willkommen. Für ber Bortrag 1923 eines noch nie dagewesenen, gefchloffenen Besuches von zirka Des Gen. Allhs find 0.50 Goldmark beim Gen. Dubris nachzuzahlen. 105, Abt. Ablershof, 746 Uhr bei Riege, Bismardstr. 29. Thema: Die Auf- glieder aufgenommen zu werden, was ebenso felbstverständlich ab40 jugendlichen Gästen. Selbstverständlich verlangten sie als Mitgaben der Sozialdemokratie". Referent Gen. Dr. Frieß. 106. Abt. Johannisthal. 7% Uhr bei Schreiner, Friedrichstr. 6. Thema: Die gelehnt wurde. In der Abteilung Moabit wurde die Ankunft von Notwendigkeit der Suftizreform". Referent Gen. Landrichter Ruben. etwa 100 Jugendlichen zweds Neuaufnahme einige Tage vor der 108. Abt. Röpenid. T½ Uhr Rahlabende: Dammvorstadt bei Schulz, Bahn. Abteilungsversammlung gemeldet. hofftr. 34. Bortrag des Gen. Brinizer über Währungsfragen". Alt Gleichzeitig damit tauchte der und Rickvorstadt bei Brigti, Milagelheimer Str. 42. Bortrag des Gen. Plan auf, da ja die Abteilung Moabit dann zu groß werden würde, Geeger über Arbeiterfchaft und Staat". Röllnische Vorstadt im Jugend eine Teilung vorzunehmen! Des weiteren lief verschiedentlich das heim, Bimmer 2. Cingang Schönerlinder Str. 3. Bortrag des Gen. Gerücht von der beabsichtigten Gründung einer Abteilung Crifpien über Die Politit der Partei". aus 113. bt. Schmidmi. 8 Uhr Bahlabend bei Baronsti, Berliner Str. 19. geredmet! Zentrum herum! In der Berliner Funktionär Richtenberg. 114. Abt. 7% Uhr im Rimmer 79 der Schule Scharnweberstraße. fizung des Touristenvereins am 5. Dezember haben einige Abteilungs Bortrag des Gent. Zucos über Währungsfragen". 116. t. 7% the vertreter erklärt, daß ihre Abteilungen gar nicht daran dächten im Gefangfaal der Rnabenmittelfdule Marfiftr. 12-18. Thema: Die politische Lage". Refereni Gen. Kuttner, M. b. 2. 117. bt. 7 Uhr im bzw. es ablehnten, den Beschluß der außerordentlichen Generalver Reichen faal der Schule Südftr. 60. Vortrag über Die politische Lage". fammlung durchzuführen, da dieser nicht zu Recht bestehe.( Der 118. bt. 7% Uhr bei Tempel, Gudrunftr. 7. Vortrag des Genoffen Beschluß wurde mit 353 gegen 228 Stimmen angenommen!) Alle diefe Dr. Löwenstein. M. d. R., über Die materialistische Geschichtsauffaffung int der Jegtzeit".-119. 6. 7 Uhr gemeinsamer Rahlabend im Sand. Verfuche, das Ergebnis der Generalversammlung illusorisch zu arbeitssaal bes Cäcilien- Engcums, Rathausftr. 8. Bortrag des Genoffen machen, haben uns zunächst dazu veranlaßt, ab 5. Dezember jebe Dr. Deffer über Ernst Toller und feine Werke". Neuaufnahme abzulehnen. Mitgliedstarten werden vorläufig nicht 122. Abt. Blesdorf. Der Sablabend fällt aus. mehr ausgestellt. Fernerhin werden jämtliche Abteilungen der teilungen fommen nur Genossinnen und Genoffen in Frage, die Ortsgruppe Berlin aufgelöst. Für die Meubildungen von Abfolgende Erflärung unterschriftlich anerkennen: 123.- 130. Abt. Pankow. 7% Uhr gemeinsamer Bablabend im Jugendheim Breite Straße. Bortrag über: Die lekten politischen Ereigniffe." 131. bt. Stieberschönhausen. 7% Uhr bei Schönherr, Lindenstraße. Bortrag bes Genoffen nietisch über: Die letzten politischen Ereignisie." 133. Abt. Buchholz. 7% Uhr bei Stäbne, Berliner Str. 39. Bortrag des Genoffen Buschid über:" Die Ermächtigungsgefeße und die Stellung der Reichstagsfraktion." 134. Abt. Buch. 7% Uhr, Sahlabend bei Bobung( Sur Zanne"). Bortrag: Die politische Lage." 138. t. Sermsdorf. Uhr, Luzeum Humboldt- Str. Vortrag. 139. bt. Tegel. 8 Uhr, Mitgliederversammlung, Jugendheim Bahnhofstr. Tagesordnung: 1. Neuwahl der Abteilungsleitung. 2. Bortrag des Genossen Stadtrat Meier über: Kommunale Fragen." 140. Abt. Borsigwalde. 7% Uhr, Botal Woischach, Ernstfir. 1. Sahlabend. 146. 06. Reichsbruderet. Die ausgesperrten Barteigeroffen des Seichsbruderet treffen sich am Donnerstag, ben 18. Dezember, 7 Uhr abends, fm Jugendheim, Sindenfär. 3, 2. Sof. aur Empfangnahme der Unter Jungfazialisten. Die Dezember- Nummer der Jungsosialistischen Blätter fann am Mittwoch in der Geschäftsstelle( Sans Fuchs) zum Preise von 15 Bf. in Empfang genoinment werben. flirkung. Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation 76. st. Dahlem. Um 27. November entfchlief durch Freitob unfer altes Sitglied C. Büntgens mit Frau. Die Verbrennung fand am 5. Dezember im Strematorium in Wilmersdorf statt. Wir verlieren in ihm einen alten Aämpfer, her faft 30 Jahre in unseren Reiben tämpite. Sie find beide ein Opfer ber Beit geworden. Friede ihrer Asche. * Das Gruppenschwimmfest des 6. Be3., 4. Gruppe in Steglig erfreute fich guter Beteiligung. Der Besuch bewies, daß auch die Stegliger Arbeiter lebhaftes Interesse an der Arbeiteriport bewegung haben. Obgleich die Segliger Badcansialt zu einer solchen Beranstaltung nicht gerade geeignet ist, wurden alle Wettkämpfe glatt erledigt. Einen besonders schönen Rampf bot das 400- teter schwimmen, das Dahle( Neukölín) in 5.58% Win. gewann. Nach stehend die Resultate: 2. Seinide( Tegel) 1,27; 3. Mummert( Welle) 1,27%. Nr. 4. Männerrüdenschwimmen, 100 meter: 1. W. Dahle( Neukölln) 1,26; Rr. 8. 5,3%; 3. Rorben 5,7%. Nr. 2. Gem. Bruststafette, 6X40 meter: 1. Neukölln 4, 58; 2. Steglit Nr. 3. Männerseiteschwimmen, 100 Meter: 1. 9. Ruthe( Reutölin) 1,20; 2. Baer( Norden 1,21; 3. 2. Hahn( Steglig) 1,21%. Nr. 5. Knabenbrust stafette, 4 × 40 Meter: 1. Rentölin 2,38%; 2. Charlottenburg 2,49; 3, Nowawes 2,55. Nr. 6. Damenbruststafette, 5X40 meter: 1. Norden 3,32%; 2. Neu1. Charlottenburg, 2,10; 2, Belle 2,12; 3. Neptun- Weißensee 2,19%. fölln 3,46%; 3. Steglig 3,50%. Nr. 7. Jugendlagenftafette, 4 × 40 Meter: Männerlagenstafette, 4X40 teter: 1. Welle 1,54%; 2. Neukölln 1,55%; 3. Norden 2,1%.-Nr. 11. Jugend. Wasserballspiele: Welle- Nowawes 3: 0; Neptun W.40. Meter: 1 Reutölln 8,24%; 2. Belle 9,4%; 3. Charlottenburg 9,24%. Charlottenburg 2: 1. Nr. 12. Große Stafette, 40, 80, 120, 160, 120, 80, Nr. 13. Tellertauchen: 1. Schröter( Neptun- W.) 11 Teller; 2. Serbe( Steglitz) 10 Teller; 3. Krüger( Charlottenburg) 6 Teller. Nr. 14. Badbelstafette, 340 Meter, je 20 Meter topf, 20 Meter fußwärts: 1. Steglig 3,37%; 2. Char1. Dahle( Reutölln) 5,58%; 2. Goette( Neukölln) 6,3; 3. Krause( Stegliß) 6,4. lottenburg 8,42%; 8. Norden 3,49%. Rr. 15. Sauptschwimmen, 400 Meter: Nr. 16. Ropfweitfprung: 1. Rirchner( Norden) 16 Meter; 2. F. Schmidt( Neutöln) 14 Meter; 3. Scholz( Steglig) 13 Meter. Nr. 17. Stredentauchen: sugenbfeiteschwimmen, 100 meter: 1. Geelrode( Charlottenburg) 1,25%; 2. Gor1. Schröter( Neptun B.) 49 Meter; 2. Schuldt( Norden) 40 Meter. Mr. 18. ella( elle) 1,32%; 3. Ofthorst( elle) 1,37%. Mr. 19. 1. Möbus( Neukölln) und Heinice( Tegel) 1,26%; 2. Gernegroß( Charlottenfchwimmen, 40 Meter( ilber 85 Jahre): 1. Buck( Welle) 34%; 2. Grund( Norden) 35%; 3. Gärgel( Steglit) 35%. Nr. 21. Männerbruftfchwimmen, 100 Meter: burg) 1,27%. Nr. 22. Männermasserballspiele: Welle- Tegel 4: 4; RorbenSteglig I 4: 3. Männerbrust. Inhaber dieser Mitgliedstarte erkennt den in der außerordentlichen Generalversammlung vom 28. November 1923 ge= faßten Beschluß an Er verpflichtet sich, wie in der Entschließung gefordert, je be einseitige parteipolitische Bindung abzulehnen, d. h. er lehnt ab, fich in Parteifrattionen innerhalb des Touristenvereins zusammenzuschließen oder feine Tätige feit von außerhalb der Organisation stehenden Stellen oder Ber- hen, 3 Anaben, Mädchen Bruſt Anaben H. u. S.; 4. Männerseiteschwimmen, fonen bestimmen zu lassen." Der S. B. Vorwärts, Berlin 1897, veranstaltet am 30. Dezember d. J. ein totales Schwimmfest zugunsten der Internationalen Arbeiterhilfe Abtei ung Deutsche Hungerhilfe" in der Städtischen Badeanstalt Neukölln, Gang 4X100 Mieter; 2. Männliches Jugendrückenschwimmen, 100 Meter; 3. Rinderhoferstraße. Ausschreibungen: 1. Eröffnungslagenftafette für Männer, ftafette, 6X50 Meter. Es starten abwechselnb 1 Mädchen und 1 Anabe, 3 Mäde 100 Meter 5. Jugendlagenftafette, 4X100 Meter; 6, Männerftafette, beliebig file Vereine ohne Winterbad, 4X50 Meter; 7. Weibliche Jugendbruststafette, Diese Erklärung wird den sich zu ihr Belennenden ausgehändigt 0 Meter; 8., Männerbruststafette, 4X50 Meter; 9. Frauentagenstafette, und ist in die Mitgliedstarten einzuheften. Mitgliedstarten ohne Männer über 25 Jahre, beliebig 50 Meter; 12. Männerfchwimmen, 400 Meter 3X50 Meter( Bruft, Rücken H. u. 5.); 10. Gojauspringen; 11. Schwimmen für diese, mit Ortsgruppenstempel und Unterschrift bes 1. Obmannes ver- beliebig: 13. Männilches Jugendbrustschwimmen, 100 Meter; 14. Streden. fchenen Erklärungen verlieren ihre Gültigkeit. Diese Maßnahmen tauchen für Männer; 15. Frauenrückenschwimmen, 50 Mieter; 16. Männlige find notwendig geworden, um jeden Bersuch, den Beschluß der Jugendlagen stafette, 4X100 Meter; 17. Schwedenstafette für Männer, 600 Meter außerordentlichen Generalversammlung zu umgehen, fchon im aller-( 50, 100, 200, 100, 50 teter); 18.0ännerwasserballspiel, Bezirksauswahlmannschaft gegen Borwärts- Lg. Die Wettkämpfe finden nach der AMO. bes bescheidensten Anfang unmöglich zu machen. Beschlüsse haben nur Bundes statt. Die Bahnlänge beträgt 25 Meter. Start aus der Schwimmdann einen Sinn, wenn sie durchgeführt werden und zwar 1. Januar 1924. Bei Mannschaftswettkämpfen jeder Berein eine Meldung. Lage. Drehwende. Glichtag für Jugendmitglieder und Kindermitglieder in diesem Falle mit derfelben Konsequenz, wie sie von der Die Meldungen sind mit dem Rennwort Melbungen" an Mar Eckert, Berlin anderen Seite aufgebracht wird, um das Ergebnis der Generalver. 87, Beuffelstr. 15, einzureichen. McIdeflus freitag, den 21. Defammlung zu hintertreiben. Wir werden nun umgehend die An- zember. Meldeeröffnung am Sonnabend, den 22. Dezember, abends 8 Uhr, schriften der neuen Abteilungsleiter veröffentlichen, an die sich die im Lokal von Masello, Lichtenberg, Hauptstr. 6. bie Erklärung anerkennenden Genoffinnen und Genossen aus den bisherigen, insbesondere als verloren zu betrachtenden Abteilun gen umgehend zweds Neueintragung wenden müffen. Wir sind willens, alles zu tun, um die Organisation nicht mißbrauchen zu laffen. erg frei! Länderringkampf Finnland- Deutschland. " Großstadt und Hunger" war das Grundthema der Broletarischen Feierstunde, die am Sonntag im Großen Schauspiel. haus stattfand. Das bereits im vorigen Jahr vorgetragene Sprechwert von Schönlants Großstadt" wurde vom Broletarischen Sprechchor unter Floraths straffer Leitung wiederholt. Leider hatte man sich nicht entschließen können, einige ermüdend wirkende Längen zu beseitigen. Im ganzen machte das Wert mit seiner Der 4. Kreis des Arbeiter Athletenbundes veran gemaltigen Steigerung zum Schluß, die in dem gemeinsamen Gefang ftaltete zum zweiten Male den Länderringlampf Finnland- Deutschder Internationale austlingt, wieder einen überaus starten Eindrud. land. Leider hatte die Beranstaltung nicht den Besuch gefunden, Heinrich Witte, dessen machtvolles Organ bis in die fernfte Tiefe der ihrem Wert entsprochen hätte. Die Berlegung der Veranstaltung Des Riefenraumes dringt, müthel, Bagner, Reuß und mag ein Tell Schulb baran tragen. Die finnische Mannschaft, die Roedert maren bie Einzelsprecher. Neu war diesmal der am 1. Dezember in Wien gegen Desterreich mit 14: 6 Bunften und Sprechchor Hungerschrei von Behold, eine furchtbare am 5. Dezember gegen Ungarn in Budapest mit 10: 6 Buntten Antlage gegen die Satten und Gleichgültigen. Und Großstadt und gewonnen hatte, wurde durch Baßschwierigkeiten an ihrem recht Hunger" lagen auch den ernsten Ausführungen zugrunde, die Gezeitigen Eintreffen gehindert, demzufolge mußten die Kämpfe pom noffe Stöffinger am Rebnerpult machte. Der schmer lastende Saalbau Fridrichshain nach der neuen Welt verlegt werden. Möge Peffimismus diefer Rundgebungen wurde gemilbert und aufgelöst die Genugtuung, der Völlerversöhnung und der internationalen burch Alfred Wittenbergs herrliches Geigenspiel, dessen holde Solidarität ein Opfer gebracht zu haben, dem Veranstalter über Beisen mit Rohrbachs Orgelaftorben die bebrüdien Seelen in den finanziellen Ausfall hinweghelfen. Dem Länderkampf gingen jene Gefilde entführten, an die weder Großstadtnot noch Hunger 6 Kämpfe in allen Gewichtsklassen und ein Gewichtsheben vom heranreichen. Feder. bis Schwergewicht voraus. Febergewicht: R. Schonn( Finnland) gegen B. Roat( G. B. Rordwest) ( Finnland) über Seelenbinder( G. B. Bichtenberg Friedrichsfelde) in 2,11 min. 2 Gänge, 20 Min., unentschieben. Beichtgewicht: Sieger Sven Lindquist Beichtes Mittelgewicht: Sieger V. Rajunder über W. Paul( S. V. Siegfried) in 8,48 in. Schweres Mittelgewicht: Sieger Pellinen über Raglowstn ( Finnland), L. Gang( 10 Min.), unentschieden; 2. Gang 2,45 Min. ( G. B. Norbweft) in 227 Min. Schwergewicht: Sieger C. Berth über Miffume tr. Das Paradies der Ferufprechteilnehmer. Schweden darf noch immer als das gelobte Land des Telephons angesehen werden. Ab gefehen von der durch die Statistit beglaubigten Tatsache, daß man in Schweden den weitestgehenden Gebrauch vom Fernsprecher macht, fichert ber Betrieb auch hier den Teilnehmern Borteile, von denen man fish in anderen Ländern nichts träumen läßt. So erfreuen fiá beispielsweise die Fernsprechteilnehmer von Stocholm, das das volltommenste Telephonneh im Lande besitzt, gegen Griegung einer Pleinen jährlichen Zuzahlung des Borbeils, statt unter ihrer Nummer mit ihrem Namen angerufen zu werden. Auch fann man beim Tele. phonamt jederzeit die genaue Zeit erfragen, so daß sich eine Uhr im Hause oder im Bureau erübrigt. Gegen eine weitere Zuzahlung erwirft man ferner das Recht, fich telephonisch wecken zu laffen. Wenn der Teilnehmer von Hause abwesend und ein Anschluß deshalb nicht zu erreichen ist, so werden die einlaufenden Anrufe in der Tele phonzentrale gebucht, und nach feiner Rückkehr erhält der Teilnehmer eine Mittelung darüber, von wievielen und welchen Nummern er inzwischen angerufen worden ist. Eine Droschke fann man sich zwar auch hierzulande telephonisch bestellen, vorausgefeßt, daß man die Nummer des nächsten Droschfenanrufes fennt. In Schweden ist dieses Verfahren aber außerordentlich vereinfacht. In ber Zentrale besteht ein eigener Droschtenanrufdienst. Bestellt der Teilnehmer eine Droschte, so mendet er sich an die Zentrale, die ihn barauf mit dem nächsten Halteplog verbindet. Damit noch nicht genug, bestehen auch im Hafen Anschlüsse mit den Schiffen; taum ist ein Schiff vor Anter gegangen, so wird es unverzüglich durch ein elettrisches Kabel mit dem telephonischen Neh der Stadt verbunden, so tak jeder angeschlossene Teilnehmer fich sofort nach der Ankunft bes Schiffes mit den an Bord befindlichen Baffagieren in telephonische Verbindung fegen fann. Schwimmfeste. An alle Arcisvereine des Arbeiter- Turn. und Sportbyndes, 1. Kreis. Für das im nächsten Jahre in Spandau stattfindende Kreisturnfest wird nötig Gelb gebraucht. Alle Vereine werden ersucht, ihren Berpflichtungen nachzutommen. Laut Sigung vom 24. November betragen die Beiträge für den reis jezt 10 Pfennig für jedes Mitglieb über 17 Jahre. Die Beiträge find an dem Kreistassierer Walter Mertner Boftschecktonto 153 038 einzusenden. Besonders werden die Ruberer, Schwimmer und FußBaller um 8ahhing ersucht. wwwb Handball. Allen Turnspielern und spielerinnen aur Renntnis, daß Anfang Januar eine Handballferie Groß- Berlins beginnt. Mannschaftsmeldungen unter gleichzeitiger Angabe von zwei Schiedsrichtern und des Sommerftr. 14. Weldegebühr, pro Mannschaft 50 Pf., it mit einzusenden. Blages bis 23. Dezember an Kreisspielwart Mar Richter, Reinickendorf, Rene Jungmädchenabteilung im Südosten. Der Bezirk Südosten der Freien Turnerschaft Groß- Berlin eröffnet eine neue Jungmädchenabteilung am Mitt berger, Ede Forster Straße. Junge Midchen von 14-18 Jahren sind hierzu moch. Turnabende Mittwochs und Sonnabends 8-10 Uhr, Turnhalle Reichen eingeladen. liche Ghauturnen ber 1. Schülerinnenabteilung muß umständehalber schon Freie Turnerschaft Wilmersdorf. Das filr Freitag bekanntgemachte öffent heute, Dienstag, von 6-9 Uhr in der 1. Gemeindeschule, Giefelerstraße, statt. finden. Mittwoch) Versammlung der Leichtathleten. Sallentraining für Männer jeden Dienstag und Freitag 8-10 Uhr in der Freie Turnerschaft Schöneberg. Turnen, Leichtathletik, Fußball, Sandball. Turnhalle( Wittelschule) Räther-, Cde Erfurter Straße, am Stadtpart; für Schüler und Jugend jeden Montag und Donnerstag von 6-10 Uhr in der Turnhalle der Sohenzollern- Schule, Belziger Straße: für Frauen jeden Diens tag 8-10 Uhr in der Turnhalle ber Rildert. Schule, Mather., Ede Erfurter Straße, am Stadtpart; für Schülerinnen jeben Montag und Donnerstag 6-8 Uhr in der Turnhalle Ebersstraße. Jeden Freitag Sigung der Fußballabteilung um 8 Uhr bei Lehmann, Friz- Reuter, Ede Marstraße( Stephan 2232). Bertreter Paul Drede, Schöneberg, Friz- Reuter- Str. 4; Schriftführer Paul Krug, Berlin M. 57, Gabenstr. 7; Borsigender Otte Ruhlmen, Schöneberg. Roburger Str. 10. Berliner Schwimm- Union 1913. Donnerstag, den 18. Dezember, abenbs 7% Uhr, im Bereinslokal von Torno, Michaeltirchstr. 28, Monatsver fammlung für sämtliche Mitglieder über 17 Jahre. Das Erscheinen ist unbedingte Pflicht. Die Uebungsftunden finden für sämtliche Abteilungen referviert jeden Mittwoch von 47-8% Uhr in der Badeanstalt Bärwaldftraße; jeden Freitag von 7-8% Uhr im Stadtbad Friedrichshain( an der Schillingsbride) start. Die Mitglieder werden ersucht, fleißiger an den Uebungsstunden teilzunehmen. Das Mitgliedsbuch ist stets vorzuzeigen. Der Borstand. Der S.- B. ,, Borwärts" Berlin 1897, Gruppe Nord- Freie Schwimmer Reukölln, e. B. Mit dem Monat Dezember tritt folgende Oft, rief noch einmal, turz vor Jahresschluß, an den Start. Die Regelung der Uebungsabende im Stadtbad Revtölin in Kraft: Männer- und Beranstaltung war offen für die Vereine des Nordbezirkes und für halle: Frauen und weibliche Jugend jeden Dienstag von 7-8% Uhr in der männliche Jugend jeben Dienstag von 7-8% Uhr in der Männerfchwimmdie Gruppen des S.-B., Borwärts". Ein überfülltes Haus verfolgte Frauenschwimmhalle; Anaben und Räbchen jeden Montag, vorläufig in der die Borführungen mit regstem Interesse. Besonders hervorzuheben Männer, vom Montag, den 17. Dezember, cb in der Frauenschwimmhalle. war das Männerrüdenschwimmen. Ein gut ausgeführter Damen- bie Ermäßigungen zugute. Die Jugendheime stehen dem Berein an folgenden Allen Abteilungen, besonders den Jugend- und Rinderabteilungen, fommen reigen von Vorwärts- Bichtenberg fand starten Beifall. Hiergegen Sagen zur Verfügung: Jugendabteilung im Seim Münchener Str. 52 Mittfiel das Gruppenspringen etwas ab. Die internen Wettbewerbe wochs von 7-10 Uhr; Mädchenabteilung Mittwochs von 5%-7% Uhr ebenbrachten mehr die Arbeit des Veranstalters hervor. daselbst; Knabenabteilung Mittwochs von 6-8 Uhr im Seim SteinmesStraße 26. Die bisher gesperrte Aufnahme von Nichtschwimmern wird wieder Resultate: Eröffnungsstafette, 4X47 Meter, beliebig: 1. Borwärts- Nordost aufgehoben. 2,01%; 2, Borwärts- 2idtenberg 2,03%. Mädchenbrustschwimmen( intern), Athlett- Sport- Club, e. B. Leichtathletik, Socken, Handball, Rubern. 47 meter: 1. C. Leu 1,03%; 2. A. Tichache 1,06. Erfischwimmen( intern), Männer. Frauen, Jugendabteilung. Dienstag, ben 11. Dezember, abends 47 Meter: 1 S. Grothe 38; 2. A. Faber 47%. Jugendschwimmen, 94 Meter, 17 Uhr, Babeabend in der Städtischen Badeanstalt Schillingsbrücke. Freitag, beliebig: 1.. Frant( Borwärts- Norden) 1,15; 2. Rommatowski( Borwärts ben 14. Dezember, abends 7 Uhr, Training der weiblichen Jugend in der Norden) 1.17%. Männerrüdenfchwimmen, 94 meter: 1. A. Reg( Borwärts. Turnhalle der 46. Gemeindeschule, Laufiger Blag 9. Training ber männlichen Anabenbrust Jugend in der Turnhalle der Gemeindeschule Staliger Str. 55-56. Sichtenberg) 1,18%; 2. C. Lehmann( Borwärts- Norboft) 1,18%. schwimmen, 47 Meter: 1. Beu 44%; 2. Meusel( Vorwärts- Nordweft) 46. Beginn des neuen Jiu- Jitsu- Kurfus. Schriftführer der Hocken- Abteilung: angenbrüdenschwimmen, 94 meter( intern): 1. 3. Sädel 1,31%; 2. W. Schubert Bans Jogszat, Berlin 0. 17, Caprivifir. 4. Geschäftsstelle: Alfred Behrends, 1,30 Männerbrustschwimmen( intern), 94 meter: 1. A. Winkelmann 1,36; Berlin NW. 87, Binzendorfstr. 7. 2. B. Sein 1,46%. Damenjugenbrüdenschwimmen, 69 meter: 1. A. Brandt Arbeiter- Turn- und Sportbunb, 1. Rreis, 5. Bezir?. Sonntag, den 23. DeStredentauchen, 47 meter: 1. Rabite( A.-T. u. Sp.-V. Weißenfee) 43%; Gemeindeturnhalle zu Adlershof. Jeder Berein hat für das Schülerin und zember, vormittags 10 Uhr. Bezirkslehrstunde für Kinderturnwarte in der ( Borwärts- Norden) 1.18; 2. R. Christophet( Borwärts- Siben) 1.14%. 2. Abendroth( Borwärts- Rotben) 46% Männerbruststafette, 4X47 Meter: Gülerturnen je einen Turnwart zu entfenben; nachher Cihung. 1. Borwärts- Norboft 2,32%; 2. Bormärts- Sichtenberg 2,38. Arbeiter- Rabfahrer- Bund Solidarität". Seute, Dienstag, den 11., findet ftafette, 8X47 meter: 1. Freiheit 2,16%; 2. Delphin- Tegel 2,18. Damen eine Gikung aller Mitglieder, die auf dem Boden der BSPD. stehen, ridenschwimmen, 94 meter: 1. G. Fallner( Borwärts- Nordost) 1,40; 2. Gehrish in der Birchowite. 5, abends 28 Uhr, ftatt. Mitaliedsbuch der Partei legitimiert. Dr. Magnus Hirschfeld rebet am 12., abends 7%, Uhr, im Saedelfaal, ftafette, 4X47 Wleter: 1. Borwärts Norden 2,26%: 2. Bormärts- Lichtenberg sember, pünktlich 8 Uhr, im Seim, Lütticher Str. 47-48, wichtige Abteilungs( Borwärts- Lichtenberg) und Zuchtenhagen( Freiheit) 1.41. Jugendlagen Touristenverein Die Naturfreunde". Abt. Webbing. Dienstag, den 11. DeBeethovenftr. 3, innerhalb der Vortragsreihe der Junglehrer Jugendgr. d 2,81%. Kurze Strede für Männer, 47 meter: 1. C. Jahr( Borwärts- Nordost) versammlung. Abt. Rofenthaler Borstadt: Dienstag, den 11. d. M., 7% Uhr Bb. entich. Schulreformer über Geschichte und Kritil ber be. 29%; 2. D. Riemd( Borwärts- Norbost) 81%. Sanptjawimmen, 211 Meter: abends, Generalversammlung der Abteilung. Jahresbericht, Neuwahl. Parteigenoffen willfommen. Untoftenbeitrag 15 Pf., Kurzarbeiter die Hälfte. 1. R. Berner( Borwärts- Lichtenberg) 3,00%; 2. M. Anhalt( Vorwärts- Norden) scheinen aller Mitglieder ist Pflicht. Anabenbruft. Ebenda Er Aus der Partei. Außerordentliche Landesversammlung in Württemberg. Nach Referaten des Genoffen Wels über die Reichs- und Parteipolitik und des Genossen keil über die Landespolitik nahm die Landesversammlung folgende Entschließung cm: „ Die außerordentliche Landesversammlung würdigt die Gründe, von denen die Parteileitung und die Reichstagsfraktion bei ihrer Politik geleitet wurden. Sie erblickt in dem Erstarden der Reaktion eine internationale Erscheinung, die in Deutschland in dem Druck der französischen Gewaltpolitik den stärksten Nährboden findet. Die Landesversammlung erkennt an, daß Barteileitung und Reichstagsfraftion alle Kräfte eingesezt haben, um das Erstarken der Reaktion zu verhindern und die Interessen des arbeitenden Boltes zu wahren. Im Verein mit den Massen der Arbeiter muß die Partei auch fünftig alle Kräfte aufbieten, um die Reaktion niederzuringen und die geplante erdrückende Belastung der Arbeiterklasse zu verhindern. Die Landesversammlung erhebt schärfften Brotest gegen alle auf die Zerstörung des Reiches abzielenden separatistischen Bestrebungen, die ihren trasfesten Ausdruck in dem Hochverrat Bayerns gegenüber dem Reiche finden. Sie fordert von der württembergischen Regierung schärfstes Einschreiten gegen alle im Lande hervortretenden Bestrebungen, die auf die Zerstörung der Reichseinheit hinauslaufen. Die Landesversammlung fordert die Parteigenossen Württem bergs auf, einmütig mit ihren Vertretern alle Kräfte zu sammeln zum geschlossenen Kampfe gegen politischen Rückschritt und wirtschaftliche Berelendung der Arbeiterklasse." Parteitag des Bezirks Niederrhein. Parteitag für den Bezirk Pommern. Rheinlandfrage. Nach einer eingehenden Debatte gelangten| griffnahme der Sozialisierung des Bergbaues eröffnen folgende Entschließungen zur Annahme: und den Kampf um die Sozialisierung in die Wege leiten." 1. Der am 2. Dezember im Kreishaus zu Düsseldorf tagende 3. Um eine dringend notwendige Klärung der Politik und Tattit Parteitag der BSPD. des Niederrheins begrüßt den Austritt unferer Partei im Intereffe der Gesamtarbeiterschaft herbeizuführen, der Partei aus der Reichsregierung. Er spricht gleich fordert der Bezirksparteitag die möglichst baldige Einberufung Beitig seine fch är ffte Mißbilligung aus über das Borgehen eines allgemeinen Parteitages." gegen Sachsen und Thüringen und die standalöfe Nachsicht gegen das In zwei weiteren Resolutionen protestiert der Bezirksparteitag Ansicht, daß von einer Koalition der BSPD. mit bürgerlichen Barbie Meinungsfreiheit in der Partei unterbinden. Schließlich verlangt Treiben der bayerischen Reattion. Der Parteitag ist der gegen die Beschlüsse des Parteiausschusses, die die Demokratie und teien in diesem Reichstag keine Rede sein kann. Er hält Neuwahlen der Parteitag von der Reichstagsfraktion, daß sie für höhere Arbeitsfür notwendig, sobald die politischen Verhältnisse das zulassen. Das lofenunterstüßungen, insbesondere im besetzten Gebiet eintritt. Borgehen der Reaktion im Reiche und besonders die verschärfte forderlich, daß die Arbeiterklasse ihre Intereffen mit größtem Nach Kampfstellung der Unternehmer gegen die Arbeiter machen es erbrud vertritt und den Klassentampf mit aller Entschiedenheit führt. Nach einem Referat des Genoffen Schumann, dem die Genoffen vor auf dem Standpunti, daß eine Abtrennung vom Reiche und von Reichstagsabgeordnete des Bezirts, entgegentraten, nahm der ParteiIn der rheinischen Frage steht der Parteitag nach wie Hermann Müller vom Parteivorstand und Georg Schmidt, der Breußen den Interessen der Arbeiterklasse widerspricht. Wenn die tag mit 29 gegen 23 Stimmen folgende Resolution an: BSPD. sich an den Arbeiten beteiligt, die durch eine gewisse Sonderstellung der bejezten Gebiete geboten erscheinen, um die Berhältnisse in den Rheinlanden wieder in geordnete Bahnen zu lenken, so deswegen, weil sie mit den gegen ihren Willen herbeigeführten Tatfachen rechnen muß, und weil sie es für notwendig hält, bestimmten Plänen tapitalistischer Kreise des Rheinlandes den Willen der Arbeiterflaffe entgegenzusehen. Die BSPD. wird auch in Zukunft nur eine ungeteilte auf freiem Selbstbestimmungsrecht beruhende deutsche Republik als Staatsform betrachten, die allein dem Interesse der Arbeiterklasse entspricht und den gegebenen Kampfboden für die Errichtung ihrer Ziele bildet." Beiter ftimmte der Parteitag einstimmig dem Antrag Berten zu, die Rüd tehr der durch die Besagungsbehörde Ausgewiesenen zu fordern und diese Forderung der Ent schließung anzufügen. Der Bommersche Parteitag molle beschließen, von der Reichstagsfraktion zu verlangen, in Bufunft jede Roalition mit Bürger. lichen abzulehnen und nach Möglichkeit eine Einigung der Arbeiterlaffe herbeizuführen." Angeommen wurden ferner eine Sympathielundgebung für die verfolgten Genoffen in Bayern und Sachsen, eine Resolution, daß die Reichstags- und Landtagsabgeordneten in ihrer freien Zeit mehr mit den Wählern in der Proving in Fühlung zu treten haben, als es bisher geschah, und ein Antrag, der ein Parteigericht gegen den Geneffen Friz Ebert wegen des Borgehens gegen Sachsen fordert. Sport. Am Sonntag, den 2. Dezember, fand in Düsseldorf ein außer Bei den Meisterschaftsradrennen in Wien- Berlin" fattete am Sonnabend zum ersten Male der bekannte Sechstagefahrer Karl Sa Idow, ber ordentlicher Bezirtsparteitag des Bezirks Niederrhein statt. Die 2. Der Bezirksparteitag erwartet von der Parteileitung und im 8. Bauf des Großen Weihnachtspreises" feinen ersten Sieg gegen Karl Tagung war aus allen Unterbezirten sehr zahlreich beschickt. Reichs den Spitengewerkschaften, daß sie auf Grund der gegebenen Ver- Saufe ein Borgabefahren über 2 Kilometer vor fich, das Emil Lewanow Wittig und Paul Roch einsteden fonnte. Weiter ging oor bem ausverkauften tags- und Landtagsabgeordnete des Bezirks waren auch start ver- hältniffe auf wirtschaftspolitischem Gebiet und auf Grund des paffiven gegen Erich Abraham und Karl Rudel in 2 min. 10 Get. gewann. Die Tagesordnung wies zwei Hauptpunkte auf: Die Widerstandes, den das Grubenkapital jetzt zur Niederringung der Bunktefahren hatte folgendes Resultat: Wittig 7, Lewanow 6 und Saldow Herausforderungsverfolgungsrennen fiegte Schrage gegen Arend. politische Haltung der Partei und Der Stand der Arbeiterflaffe betreibt, unverzüglich die Erörterung über die Inan- 5 Bunite. treten. Theater, Lichtspiele usw. im Theater Große Volksoper des Westens 7 Uhr: Schneeflöckchen Theater i. d. Volksbühne KöniggrätzerStr. 7: E. Abrechnung 8 Uhr: Don G11 Der Heiratsantrag von d.grün.Hosen Deutsch. Theater Komödienhaus * Uhr: Mein Vetter Eduard Berliner Theater 8 Uhr: Das Täglich Cafehaus Kammerspiele 8 Uhr: 7.30: Dolly Tageszeiten d. Liebe Th. im Admiralspalast Lessing- Th. Tägi 7% Uhr Heute bis Donnerst Rauchtabak! Billigste Bezugsquelle für Wiederverkäufer Ständig großes Lager der bestrenommierten Fabriken!! Tafma Liebhold Unter anderen: Landfried Fahag Vogelsang za Original- Fabrikpreisen! Bei 10 Pfd. franko und Verpackung frei! Dyonisius Michalski& Magazinstr. 15/16 Casino- Theater Brunter und drüber: Michael Kramer 8: Dienstmann Nr.7 Freit. 7: Rausch Berl. Valksstück in 3 Akten DeutschOpernhaus Vorher: Bunter Tel Dtsch. 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