Sr. 579 40.Jahrgang Ausgabe A nr. 289 Bezugspreis: Bem 9.- 15. Dezember 1 Billion aber 1 Galbmart voraus zahlbar. Unter Kreuzband vom 9.- 15. Dezember für Deutschland, Danzig, Saar- u. Menteis gebiet, Defterreich), Litauen, Lurem burg 1,35 Goldmart, tür das übrige Ausland 1,60 Goldmart. Kreuzbandfenbungen nur gegen wertbeständige Bahlung. Bostbezugspreis freibleibend. Der Bormärts" mit ber Sonntags bellage Bolt und Zeit" u„ Giedlung und Kleingarten", fomie der Unter haltungsbellage Seimmelt" erscheint mochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Abreffe: Cozialbemetrat Berlin Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 130 Milliarden Anzeigenpreise: Die einfpaltige Ronpareil geile 0.70 Goldmart, Retlamaseile 3,50 Goldmart. Ricine Anzeigen" bas fettgebrudte Wort 0,20 Goldmart( zulässig amei fettgebrudte 9Borte), iebes weitere Wort 0,10 Goldmark. Stellengesuche das erfte Wort 0,10 Goldmart, icdes meltere Mort 0,05 Goldmart. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familienanzeigen für Abonnenten geile 0,30 Goldmart. Eine Galbmart- ein Dollar geteilt burch 4,20. Anzeigen für bie nad fte Stummez milffen bis 4 Uhr nadymittags tur Hauptgeschäft, Berlin SW 68, Linden. ftraße 3. abgegeben werden. Geöffnet Don 9 Uhr früh bis 5 Uhr nadm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Touhoff 292-293 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Mittwoch, den 12. Dezember 1923 Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Boftfcheckkonto: Berlin 375 36 Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depofitenkasse Lindenstraße 3 Unterredung mit Ramsay Macdonald. Die Ursachen des Arbeitersiegs. Arbeitersiegs.- Warnung Warnung vor der deutschen Reaktion. V. Sch. 2onbon, 9. Dezember. Ms Ramsay Macdonald am Sonnabend nach. mittag in London wieder eintraf, murde er am Bahnhof von Hunderten von Anhängern der Arbeiterpartei mit Begeifte rung empfangen. Jegt, auf einmal, wurde diese Tatsache nicht mehr ron der bürgerlichen Preffe totgeschmiegen, die mährend des eigentlichen Wahlkampfes fast gar feinen Raum für die Reifen und Reben der Arbeiterführer gehabt hatte. Jezt war Macdonald der Mann des Tages, dessen Namen auf aller Lippen war und den weiter zu übersehen einfach findisch gewesen wäre. Und deshalb veröffentlichten die Londoner Nachmittagsblätter, auch die der Arbeiterpartei am feindlichst Gesinnten, zwei Stunden nach Macdonalds Eintreffen in London ausführliche Berichte und sogar schon Bliz lichtaufnahmen von diesem Empfang. leber die nächste 3utunft äußerte sich Ramsay Mac-| bonald, ber es bisher abgelehnt hat, auch englischen Bericht erstattern gegenüber Erklärungen abzugeben, fehr zurüd baltend. Wie er betonte, müßte er zunächst mit seinen Kolle gen von der Parteileitung der Arbeiterpartei über die Situation Rücksprache hallen, sowie den Berlauf seiner allge mein erwarteten Unterredung mit dem König. Nur über den einen Punkt äußerte er sich mit aller Entschiedenheit: " Ich werde teine zwei Minuten bei dem Gedan en einer Roalition zwischen Arbeiterpartei und Liberalen verweilen!" # Indeffen wird die Eventualität einer reinen Arbeiterregierung als Minderheitsregierung nicht von der Hand gewiesen, falls fich die Möglichkeit im Laufe der Audienz Macdonald beim König dazu bietet. Es wäre dies eine Regierung, die ganz bestimmte Aufgaben zu erfüllen hätte und sich zu diesem Zwecke die stillschweigende Unterftüßung zumindest der Liberal en sowie einige meitere Garantien parlamentarischer Art sichern würde. Als einige diefer Hauptaufgaben werden angeführt: die Lösung der Ar= beitslosentrife u. a. durch Abwälzung der Ausgaben für Notstandsarbeiten von den Kommunen auf den Staat, und Zur Klarstellung sei hier folgendes bemerkt: In den füh- außenpolitisch die Wiederherstellung vollständiger Bes renden Kreisen der Arbeiterpartei, deren Ansichten von denen ziehungen mit Somjetrußland. In der ReparaMacdonald nicht allzu sehr entfernt sein dürften, herrscht fonsfrage märe zunächst der Ausgang der von der Reparafast übereinstimmend bie tiefste Abneigung gegen eine Roa- tionstommission beschlossenen Sachverständigenuntersuchung, Genosse Macdonald ist im Laufe des letzten Jahres und lition, einmal weil fchon alle Parteien in England die schlech der nun einmal England zugestimmt hat, abzuwarten, che besonders diefes Wahlkampfes eine der populärsten Figuren Koalitionen gemacht haben, ferner infolge der scharfen Riva testen Erfahrungen während des Krieges und feither mit weitere Schritte unternommen würden. des englischen politischen Lebens geworden. Sotad in einer fität zwischen Arbeiterpartei und Liberalen während des vergegnerischen Versammlung der Name Macdonald aus dem Munde bürgerlicher Referenten fiel, da schallte es aus allen floffenen Wahlkampfes und nicht zulegt weil die lleberzeugung Eden und Enden bes Saales, überall bort, mo Labour- herricht, baß, wenn bie Arbeiterpartei noch eine, zmei oder Anhänger faßen, im Chor: Good old Mac! Der gute alte brei allgemeine Wahlen abmartet, fie dann über die a bio Mac!, untenrftrichen burch Beifallsflatschen und gerampel.ute Mehrheit im Barlament verfügen mirb, mährend sie Diese Bolkstümlichkeit ist natürlich nach dem glänzenden Siege als Regierungspartei nur Rückschläge ristiert. Der Arbeiterpartei erst recht gestiegen, und fie scheint fogar auf bie bisher indifferente Maffe abzufärben. Besonders eifrige Anhänger riefen bei seiner Ankunft begeistert aus: Es lebe der neue Premierminister!" Das allerdings dürfte ben Tatfachen etwas vorauseilen, aber es entspricht durchaus den Gefühlen der Masse sowie der britisch- demokratischen englischen Tradition, die den Parteiführer an der Spige der Regierung fehen will, der bei einer Baltsbefragung den Sieg davon getragen hat: und das ist diesmal ohne Zweifel James Ramfan Macdonald. Von dem Straßenlärm diefer Dvationen, wie überhaupt von ber Leidenschaft dieses ganzen Wahlkampfes war indes im Heinen Haus Macdonalds in der ruhigen Londoner Borstadt Hampstead nichts zu merten, als ich es am heutigen Sonntag mittag, gemäß einer telephonischen Berabredung, betrat. Mit einem fräftigen Händedrud quiftierte er die Glückwünsche, die ich ihm in diesem Augenblid mohl nicht nur im Namen des Borwärts", sondern der gesamten deutschen Partei aussprechen durfte, und schon erklärte er mir im einzelnen die Ursachen dieses schönen Erfolges seiner Partei: Wir verdanken unseren Erfolg vor allem ber guten und nig. lichen Arbeit, die wir in diesem einen Jahre als Bartel ber offiziellen Oppofition geleistet haben. Wir haben auf Als ich dem Genoffen Macdonald gegenüber am Schlufse unserer Unterrebung die Hoffnung aussprach, daß der Sieg der Labour Party auch von günstigem Einfluß auf die kommenden Wahlen in Frantreich und Deutschland im Sinne ber Kräftigung des internationalen fozialistischen Gedankens gegen die Reaktion fein würde, antmortete er mir: 3h hoffe, daß die deutsche Sozialdemokratie ihren Kampf gegen Reichsregierung und besetzte Gebiete. Amtlich wird gemeldet: ben, um namentlich durch entschlossenes Borgehen gegen Aus. fchreitungen des Kartellwesens eine Senkung des Preisniveaus zu erreichen. Das Reichskabinett hat nach erneuter eingehender Beratung der Lage und Erfordernisse des befeßten Gebietes eine Reihe von Maß nahmen, die im befegten Gebiet zur Durchführung tommen sollen, Die Fürsorge für Gefangene und für die aus. beschloffen. Die Rentenmart soll megen ber Gefahr der Be gewiesenen Beamten und Privatpersonen soll mit der schlagnahme und, weil ihre Furbierung im befeßten Gebiet bis jept Maßgabe weitergeführt werden, daß im Hinblick auf die Finanznicht erfolgt ist, im besetzten Gebiet amtlich nicht eingeführt lege auf Einschränkungen und Ersparnisse bei der Ausgewiesenenwerden, doch bestehen gegen die Berwendung der Rentenmart im fürsorge noch strenger els bisher hingewitft werden soll. Boftschedverkehr zwischen bem besetzten und dem unbesetzten Gebiet Die Reichsregierung steht in voller Uebereinstimmung teine Bedenken, 3ur Erleichterung des Ueberganges von der bis- mit dem preußischen Staatsministerium auf dem herigen Notgeldwirtschaft zur Einführung des mert beständi. Standpunkt, daß flaatsrechtliche Veränderungen des befehlen Ge gen Notgeldes werden noch Berhandlungen mit der Reichsbant geführt werden, die Aussicht auf Erfolg haben. Die Schaffung von mertbeständigem Notgeld auf der vom Reichsfinanzminister mit den Bertretern des besetzten Gebietes vereinbarten Grundlage foll unverzüglich mit allem Nachdruck durchgefeßt werden, Die Ausgabe bes mertbeständigen Notgelbes ist in bietes nur auf verfassungsmäßigem Wege vollzogen werden könnten. Sie lehni daher nachdrücklichst jede Ermächtigung zu Schritten ab, welche außerhalb des in der Reichsverfassung vorgesehenen Weges staatsrechtliche Beränderungen des besetzten Gebiets vollziehen oder vorbereiten würden. wenigen Wochen zu erwarten. Den Gemeinden und Kommu Amerika für Sachverständigen konferenz. Diese Art das Bertrauen weiter Kreise erobert, die uns am Werte nalverbänden bes befeßten Gebietes foll durch Berordnung die BeWashington, 11. Dezember( WTB.). Bom Weißen Haus im Barlament als Oppositionspartei gesehen und die sich von der funnis beigelegt werden, im Bege eines einfachen Gemeinde wird heute mitgeteilt, daß die Regierung die Teilnahme Regierungspolitit abgewandt hatten. Indem diese Maffen zum beschluffes die Zahlung aller Abgaben und Gebühren an die Ge amerikanischer Sachverständiger an den Untersuchungserfien Mole ihre Stimmzettel für die Arbeiterfandidaten in die minde mit mertbeständigem Notgelb anzuordnen. Urnen warfen, wollten sie gewissermaßen ein Vertrauens. Gegen die Errichtung der geplanten rheinischen Gold. ausschüssen der Reparationsfommiffion günstig ansehen würde. Es wird befont, daß, während die Regierung selbst nicht in der potum für die Opposition abgeben. Sie hatten diefes noten bant bestehen im Kabinett erhebliche Bebenten; Bertrauen auch nicht verloren, nachdem die gesamte gegnerische insbesondere ist vor der endgültigen Entscheidung in erster Linie die Cage fel, offiziell an den Ausschüffen teilzunehmen oder offizielle Breffe es ihnen abzuringen versucht hatte. Sie haben gesehen, mit Frage zu flären, ob bie rheinische Galbnatenbant in ber fünftigen Bertreler dazu zu ernennen, die Teilnahme amerikanischer Wirtfünftigenschaftsfachverständiger in privater Eigenschaft gebilligt wer pelchen Mitteln man gegen uns orbeitete, wie in Ausnugung des Sentralnotenbant aufgeben wirb. Fehlens einer weitperbreiteten Arbeiterpreffe Um ben Gemeinden die nötigen Einnahmen zu sichern, Die Tatsache, daß die Einladung an Amerita zur Teilnahra die Blätter nur einen winzigen Raum an möglichst verfledter Stelle fallen bie Reichsanteile an der Einkommen und Körperschaftssteuer für die Wahlfampagne unserer Partei übrig hatten. Sie haben fomie zwei Drittel des Reichsanteiles an der Umfaßfteuer den Ge- von allen alliierten Regierungen und ebenso von meinden, in deren Bezirk sie auftommen, als Raffenvorschuß über. Deutschland unterstühl wird, wird als bedeutungsvoll betrach ferner gesehen, welch perfides und dummes Zeug über unsere Zu laffen bleiben. Den Gemeinden wird ein Zuschlagsrecht zur Um tet, da man stets auf der Einstimmigkeit der europäischen gehörigkeit zur„ Sozialistischen Arbeiterinternationale" tagMächte als Voraussetzung für die Sicherung wirksamer amerikanitäglich gedruckt wurde. Ater das alles hat nicht vermocht, bas fabfteuer eingeräumt. scher Hilfe bestanden hat. Bertrauen der Wählermassen zu zerstören, das wir uns durch ein Jahr parlomentarische Oppositionsarbeit erobert hatten. Das ist die Haupterklärung dieses Wahlausganges." Und wie erklären Sie sich die verhältnismäßig starken Gewinne der Liberalen?" Entsprechend den Wünschen des besetzten Gebietes und aller politischen Parteien foll bas befeßte Gebiet auch weiterhin bei der Erwerbslofenfürforge nach gleichen Grundfäßen wie bas übrige Deutfchlanb behandelt werden. ben würde. Das amerikanische Interesse an der Untersuchung wird hier vornehmlich auf die Tatsache zurückgeführt, daß die amerikanische Regierung einer der Hauptgläubiger Deutschlands ist. Der 70- Millionenkredit. Die im Uebergangsetat für die Durchführung der Erwerbslosen. fürsorne bis 31. März 1924 verfügbaren Mittel follen nach Erschöp „ Die Liberalen hatten das ungeheure Glud gehabt, daß mitten fung der für die Ermerbslosenfürsorge im befekten Gebiet zunächst Washington, 11. Dezember.( WTB.) Im Anschluß an die in ihrem fortshrei enden Niedergang die Regierung Baldwin ausgeworfenen 88 Millionen Goldmart in gleichen Sähen heutige Veröffentlichung eines Privatbriefes Hoovers, in dem sich Bahlen ausschrieb mit der Parole: Abschaffung des Freihan für das befekte und unbefekte Gebiet zur Verfügung gestellt werden diefer für die Auflegung einer deutschen Lebensmittelan dels!" Das war in der Tat die einzige Frage, die ge- und zwar mit der Maßgabe, daß Länder und Gemeinden zu den fon- leihe im Betrage von siebzig Millionen Dollar aus eignet wat, die Liberale Partei wieder etwas hochkommen zu tingentierten Reichszuschüssen mindestens in Höhe ihrer gefehlichen spricht, verlautet, daß die amerikanische Regierung bie laffen, und auch die einzige Frage, die die beiden Flügel der Partei Anteile beifteuern. Die Kurzarbeiter fürsorge muß notioffnung begt, daß die Anleiheverhandlungen Erfolg haben mer. über die persönlichen Rivalitäten der beiden Führer Asquith und genfalls abrebout merden. Es soll ferner die Gewährung von Er- ben. Bräfident Coolidge ist indeffen der Ansicht, daß die Tätig L'oyd George hinweg wenigstens vorübergehend wieder zufommen. werbslosenfürsorge verweigert werden, wenn vorhandene Arbeit ohne teit der privaten Hilfsorganisationen für die Bevölke führen fennte und mußte. Unter jeder anderen Wahl- triftinen Grund nicht angenommen wird. rung Deutschlands fortgesetzt werden sollte. Es wird angetampfparole hätten die Liberalen Bei der Im übrigen sollen ble bereits eingeleiteten faritativen nommen, daß etwa die Hälfte das Ertrages der geplanten Annächsten Wahl noch mehr verloren als im Novem. Maßnahmen so nachbrüdlich wie möglich betrieben und vom leihe für Lebensmittelantäufe in den Vereinigten Staaten Reichswirtschaftsminister alle sachdienlichen Mittel angewandt wers permandt werden wird. ber 1922." wird. Wir verfolgen hier die Phasen dieses Kampfes mit der größten Aufmerksamkeit. Und wenn die deutsche Reaktion erfolgreich sein sollte, so würde die britische Arbeiterpartei mit sehr ge.. ringer Hoffnung in die Zukunft Europas blicken!" erhalten hat. Baldwin bleibt. London, 11. Dezember.( Reuter.) Es verlautet, daß Baldwin in Amte bleiben wird, da er von seinen Ministerkollegen und der fonfervativen Partei das Bersprechen der Unterstützung Dos Kabinett tam heute vormittag zum ersten Male feit den Wahlen zusammen. Alle Minister D Dm maren anwesend. Baldwin führte den Vorsiz. Nach Beendigung der Sitzung bewahrten die Minister strengstes Stillschweigen, doch wird die Veröffentlichung eines Communiqués erwartet. • 3 die fich erhebende Reaktion in Deutschland in jeder Form fortfehen Reichswehr und völkische Hundertschaften. zweifeln fo ist das Wehrtretstommanbo IV auf das schwerste fompromittiert. Aus einem Bericht der sächsischen Regierung. Dem General Müller vom Wehrtreistommando IV ist Dresden, 11. Dezember.( Eigener Drahtbericht.) Der sächsischen die vollziehende Gewalt in Sachsen übertragen worden, unt Regierung ist in der bürgerlichen Presse der Vorwurf gemacht für Ruhe und Ordnung zu sorgen und um vor allem gegen worden, sie habe die Reichswehr bespiteln lassen. Die Res die illegitimen Kampfverbände einzuschreiten. Er maltele gierung hat nun versucht, in einer längeren Darstellung zu erklären feines Amtes. mit der größten Strenge, fofern es sich um die und mit Material zu belegen, warum fie es für ihre Pflicht ansehen roten Hundertschaften handelte und schreckte auch vor unmußte, die sogenannte Auffüllung der Reichswehr zu beobach gewöhnlichen Maßnahmen gegen die Landespolizet ben und darüber der Reichsregierung Bericht zu erstatten. nicht zurüd. Wenn es nun richtig ist, wie aus dem Der Abdruck diefes im Auftrage der Regierung fertiggestellten und Material der fächsischen Regierung einwandfrei hervorzugehen zum Teil bereits an die Presse versandten Artikels ist am Dienstag scheint, daß die sächsische Reichswehr oder doch wenigstens worden. Der Teile der Reichsmehr in Sachsen die Verbindung mit rechtsWehrfreistommando Derboten Artikel stellt zunächst fest, daß das jetzt von der bürgerlichen Bresse gerichteten Kampnerhänden noch in der Zeit des Hitler. Enthüllte" tatsächlich schon am 30. Mai d. I. von der fächsischen Ludendorff- Putsches aufrechtgehalten haben, so trifft dafür Regierung mit dem Reichswehrminister Geßler und General Müller General Müller die volle Verantwortung. Ein befprochen worden ist. Weiter heißt es in der amtlichen Feststellung: General, der an das Pflichtbewußtsein und das dienstliche Verhalten anderer Beamten so außerordentliche Anforde " Da der Wehrfreistommandeur entgegen feiner Verpflich tung aus§ 15 des Wehrgesetzes der fächsischen Regierung feine rungen stellt, ein General, der sich für verpflichtet hält, selbst Mitteilung gemacht hatte, aus welchem Grunde im Frühjahr vor den Rechten einer Landesregierung nicht haltzumachen, diefes Jahres fortgefeßt 3iviliften zu militärischen hat nicht das Recht, für die Beurteilung seiner eigenen Dienst llebungen im Lager von Königsbrüd eintrafen, fah sich die führung Milde zu beanspruchen. Regierung veranlaßt, auf Grund bei ihr eingegangener Anzeigen durch ihre unterstellten Organe den Sachverhalt feststellen zu laffen." Das konservative Hauptquartier meldet, das Kabinett werde om Ruder bleiben, bis es zum Rücktritt gezwungen werde. Man glaube, daß binnen einem halben Jahre Neumahlen notwendig werden würden. In Arbeitertreifen wird erklärt, die Partei werde wahscheinlich nicht die erste Gelegenheit benutzen, um die Regierung bei der Adreßdebatte zu stürzen, sondern warten, bis die Regierung den einen oder anderen Antrag einbringt, gegen den die Arbeiterpartei aus Ueberzeugungsgründen stimmen könnte. Die Einberufung des Parlaments. London, 11. Dezember.( WTB.) Amilich wird mitgeteilt: Das Kabinett hat einhellig entschieden, daß es feine Pflicht nach der Verfassung ist, das Parlament sobald wie möglich einzuberufen. Das Parlament fritt daher, wie festgesetzt, am 8. Januar zu jammen. Sie hoffen auf Spaltung. Die Rechtspresse zur Funktionärversammlung. Die Rechtspreffe behandelt die Berliner Funktionärversammlung als ein gefundenes Fressen. Mit einer Ausführlichkeit, die man an die inneren Angelegenheiten der Sozialdemokratie sonst nicht verwendet, werden einzelne Reden miedergegeben. Der Berl. Lotal- Anzeiger" triumphiert: W In dem Berlauf und in dem Ausgang dieser Versammlung spiegelt sich die ganze 3errissenheit der sozialdemokra tifchen Bartei und ihre innere Schmäche auf das deutlichste mider." Mit einem scheinheiligen Stoßseufzer fügt er, der Wahrheit zuwider, hinzu: Und dieser Partei wird immer noch, auch jeht wo sie in der Regierung selbst nicht vertreten ist, ein maßgebender Einfluß auf die Geschicke des deutschen Bolles eingeräumt." Die volksparteiliche Beit" behauptet, es bestehe innerhalb der Partei eine„ als Sprengförper wirkende Organisation". Kräfte feien tätig, die auf die Zersegung der Partei hinarbeiteten. Zu der angenommenen, ihr im Wortlaut noch) nicht bekannten Resolution über die Einheit der Partei bemerkt sie hoffnungsfreudig: „ Die natürliche Entwidlung der Dinge, die sich auch im Berlauf der Funktionärfonferenz andeutet, fann durch solche Beschlüsse nicht aufgehalten werden." Den Herrschaften fönnte in der Tat nichts Lieberes paffieren, als wenn die Sozialdemokratie wieder auseinanderfiele oder in inneren Kämpfen ihre Kräfte aufriebe. Indes ist ihre Freude verfrüht. In einer großen Partei, die ihre Meinungsfämpfe öffentlich austrägt, werden immer von 3eit zu Zeit innere Spannungen bemerkbar werden, und es wird mancherlei zutage treten, was bei anderen Parteien im stillen Kämmerlein ausgetragen wird. Dennoch soll die voreilige Freude der Gegner allen Sozialdemokraten ein Signal dafür fein, die Streitigteiten über tattische Streitfragen zu beenden und sich mit vereinter Kraft ihren gemeinsamen großen Aufgaben zuzuwenden. Eine Stimme aus dem Osten. Bon Willy Mobus. Unzählige Köpfe haben sich zergrübelt, um den Weg zu finden, der die Menschheit zur Glückseligkeit, zu Frieden und Gerechtigkeit führen soll. Der Sozialismus fieht die ungerechtigkeit der Welt erwachsen aus den materiellen Berhältniffen. Sie haben einen ganz bestimmten Einfluß auf das Denken und Fühlen und damit auf das Handeln der Menschen. Die Berhältnisse wirten auf den Menschengeist, dieser wirft zurück auf die Verhältnisse. In wechselseitiger Beeinflussung ändern sie sich ständig. Gelingt es starkem Willen, die materiellen Grundlagen unseres Daseins zu ändern, so werden auch die Menschen sittlich besser werden. Gittlich vollkommenere Menschen aber werden bestrebt sein, die Bedingungen des täglichen Lebens noch beffer zu gestalten. Materialismus und Idealismus find in der fozialistischen Auffassung zu vollkommener Einheit verbunden. Der Sozialismus will international sein, er will die ganze Welt umspannen, er will die Klassengegensätze, den friegerischen Wett ftreit der Nationen beseitigen und zu gemeinsamem Schaffen und friedlichem Wettftreit erziehen. Die Stimme des Sozialismus hallt über die Welt und zuweilen tönt aus fernen Teilen der Erde ein Echo zurüd, das unsere Aufmerksamkeit erregt. Soeben ist in Berlin von einem auf einer Weltreise befindlichen Japaner Rishio Satomi eine Broschüre herausgegeben worden, die sich mit dem altjapanischen Idealismus befaßt. Ihr ist ein Manifest beigegeben, das eine Auseinanderseßung mit der Marrschen Lehre sein soll. " An Hand einzelner Fälle wird dann festgestellt, daß es sich durchweg nicht um eine Ueberwachung der Reichswehr im allge meinen, sondern um polizeiliche Ermittlungen gehandelt habe. Der Reichswehrminister habe für dieses Vorgehen, das zu sehr wichtigen Ergebnissen führte, großes Verständnis gezeigt und über alle auf Grund dieser Berichte on ihn gerichteten Fragen befriedigende Auskunft gegeben. Weiter heißt es in dem amtlichen Bericht: Wir erwarten, daß der Vertreter der vollziehenden Gemalt im Reiche und Militäroberbefehlshaber den Sachverhalt auf das genaueste aufklärt und mit aller Strenge vorgeht, um der Reichswehr und dem Reiche nach den vielen Standalen der legten Zeit einen neuen zu ersparen. General Müller läßt verklagen. Wegen eines Artifels des Soz. Parlamentsdienstes", der am 1. November in der„ Dresdener Boltszeitung unter der Ueberschrift„ Das Verbrechen am sächsischen Volk" erschienen ist, will die Staatsanwaltschaft auf Antrag des Generals Müller gegen den verantwortlichen Redakteur, Landtagsabgeordneten Genoffen Dr. Sachs Klage erheben. Die Staatsanwaltschaft hat den fächsischen Landtag um Aufhebung der Immunität ersucht. Der Rechtsausschuß hat diesem Ersuchen mit einer Mehrheit von 9 gegen 8 Stimmen zugestimmt. Die endgültige Entscheidung hat jedoch bas Plenum des Landtages. Am 9. November 1923 fief bei einer Durchsuchung bei natin nalsozialistischen Führern in 3 widau eine Fülle außerordentlich beloftenden Materials in die Hände der Polizei. Es wurden u. a. Rusammenstellingen der militärisch gegliederten und bemaffneten Formationen der Nationoffozialisten aufaefumden. Bis ins einzelne war darin den Mitgliedern vorgeschrieben. in welcher Weise ausgerüstet und bewaffnet fie bei Der in Frage tommende Artifel mandie sich gegen die Begleiteinter eventuellen Einberufuna zu erscheinen hätten. In einem als umstände, unter denen seinerzeit die sächsischen Minister aus ihrem Rundschreiben übersandten Geheim befehl befinden sich Mit- Amte entfernt wurden. Das Vorgehen des Militärs erregte weit teilungen darüber, wo sich im Londe politich linfs gerichtete über die sozialdemokratische Partei hinaus Entrüftung und miß Beamte befinden, wo die Nachrichtenfteffen find und bei welchen liebiges Aufsehen. Es wäre gut gewesen, die Reichswehr hätte Bolizeistellen Angehörige der Linksparteien unter den Beomien bas Tattgefühl, das General Müller nicht nur in diesem Fall Das Schuhhaftgeseh. tätig find. In einem vormefundenen Bataillonsbefehl pom 7. November 1923 heißt es:„ Die Hundertschaften von Andersgesinnten verlangt, felbft gezeigt. bauen sich auf auf die von mir gegebenen Meifumaen. Sie halten laufend ohne Aufforderung vom Bataillon Rusommenfünfte und Uebungen ab, auch Alornübummen. Die Stärke meldungen fomie die Bemoffnima sowie Stand der Kraftfahrstoffet Der Rechtsatusschuß des Reichstages beschäftigte fidy find regelmäßig an das Bataillon zu machen. Ueberschüsse, Gel. heute mit dem sozialdemokratischen Antrag, die Siche der ufm. find umgehend an das Bataillon obzuliefern. Allen rungsbestimmungen des Schuhhaftgefeges Don 1916 nach Verbindungsleuten von der Reichswehr ist auf träglich in die Verordnung des Reichspräsidenten über den AusFranen über Stärke und Bewaffnima fowie innere Organisation nohmezustand aufzunehmen und Jugendliche nicht vor die unferer S. A. nichts zu melden. Adreffen sind ebenfalls nicht be- außerordentlichen Gerichte, sondern vor die ordentlichen Jugend. fanntzuchen. Jedem Führer wird tefehlen keinerlei Verbindung gerichte zu stellen. mit der Reichswehr aufzunehmen. Dirie wird vom Bataillon aufgenommen, wie es bisher geschehen ist. Der eingeschlagene Weg Bettreter des Reichsministeriums des Innern, Staatssekretär Den Antrag begründete Abg. Dr. Rosenfeld( Soz.). Der darf auf keinen Fall durchkreuzt werden." Unter solchen Umständen, so heißt es in dem amtlichen Bericht 3weigert, erflärte, daß die Regierung bereit sei, der Frage näher weiter, ist es nicht verwunderlich, daß Major Werner von der zu treten, ob dem Reichspräsidenten eine Ergänzung der Verord Reichswehr in Zwickau dem Antrag des die Untersuchung führenden nung in diesem Sinn vorzuschlagen fei. Beamten, die Schußhaft gegen die betreffenden nationalsozialistischen Führer zu verhängen, nicht entsprochen hat. Sprachen der Auffassung, daß das Schuzhaftgefeß nicht auf den Die Bertreter von Sachfen und Thüringen wider gegenwärtigen Ausnahmezustand Anwendung finde, Abg. Dr. Schiding( Dem.) unterstützte den sozialdemokra Der Bericht der fächsischen Regierung muß das größte tischen Antrag. Abg. Dr. Herzfeld( Komm) beschwerte siós Aufsehen erregen. Aus ihm geht hervor, daß in Sachsen über die Auflösung der Kommunistischen Partei und die Berhaftung bis in die jüngste Zeit hinein militärisch organisierte und be- derjenigen Berfonen, die bisher für die Kommunistische Partei auf waffnete Kampfverbände der im Reich verbotenen National- Grund des Gesetzes tätig gewefen feien, fozialistischen Arbeiterpartei bestanden und daß sie mit der Der Ausschuß nahm den fezialdemokratischen Antrag fast Reichswehr in Verbindung gestanden haben. Hält das einstimmig an, lehnte dagegen einen fommunistischen An Material einer ernsten Prüfung stand und man hat nach trag ab, der sich gegen die Auflösung der Kommunistischen Partei den vorliegenden Mitteilungen feinen Grund, daran zu richtete. " Lage Japans berücksichtigen. Aufgabe des japanischen Herrschers ist es vom Standpunkt des altjapanischen Idealismus aus, Hüter des Pfades", d. h. des Pfades der Güte und Rechtlichkeit zu sein. Im Lande aber soll es weder Klassenunterschiede noch solche in den Rechten, sondern nur verschiedene Pflichten bezüglich der Verwirt lichung des Bfades" geben. Der Herrscher erscheint in dieser Darstellung als Philofoph im Sinne Platos. Die Gerechtigkeit im Staate aber ist dadurch zu erreichen, daß alle Bürger fich bestreben, gerecht zu sein. PP Diefer altjapanische Idealismus wird nun heute wieder durd) Tschiratu Tanaga verkündet, den Vater des Berfaffers der erwähnten Schrift. Er fordert alle Bölfer auf, fich mit den nationalen Grundfäßen Japans befanntzumachen, die ein moralischer Weg feien. Der Weg" faßt in fich alle Güte, d. h. alle aufgehäufte Glückseligkeit". Und er schließt auch alle Weisheit ein, d. b. die vollendete Herr. lichkeit“. " Jst Papiergeld billig? Die Frage, die hier aufgeworfen wird, flingt beinahe wie blue tige Ironie. Nie zuvor in der Weltgeschichte hat ein Land die Bapiergeldfabrikation in so großem Stil betrieben wie mährend des letzten Jahrfünfts das Deutsche Reich, und nie zuvor ist demgemäß auch der Geldwert in so abaründige Tiefen gejunten wie neuerdings bei uns. Die Frage, ob Papiergeld billig ist, ist angesichts dieser beispiellosen Entwertung der Währung also durchaus nicht müßig. Wie hoch stellt sich denn nun für den Staat, der sich durch die Notenpreffe billiges Geld befdyafft, die Herstellung dieses billigen Geldes? Ernst Schulze, der Leipziger Boltswirtschaftler, suchte diese Frage in dem soeben erschienenen ersten Band feiner Untersuchung über dos deutsche Wirtschaftsschicksal, Not und Verschwendung"( bei F. A. Brockhaus, Leipzig), zu beantworten. Billig fann die Herstellung des Papiergeldes höchstens in " Im wesentlichen ist der Mensch das Gefäß, von dem der Weg einem Bande mit niedrigen Löhnen oder in einem valutarisch unter ausgeht", heißt es in seinem Manifest. Und nicht nur das Gefäß legenen fein. Die Produktionskosten des Bapiergeldes fteigen von zur Aufnahme von Nahrung. Darum ist es ebenso unsinnig, den einem Jahr zum anderen lawinenartig. So gab die deutsche ReichsMenschen bloß vom Gefichtspuntt der Nahrung aufzufassen, wie ihn bant im Jahre 1921 für Banknotenanfertigung 262,1 Millionen Mart als Tier anzusehen. Alle Greuel, alle friegerischen und blutigen aus, wohlgemerkt nur für die Scheine von 20, 50, 100 und 1000 M. Ereignisse, unter denen die Welt von aftersher gelitten hat, find Ein Vergleich: Im Durchschnitt der vier Jahre 1910-1913 wurden nichts weiter als die Ausflüsse jenes Irrtums, der, im Besiz der vom Deutschen Reich an Gold- und Silber, Nickel- und KupferNahrung, des Weges entbehren zu können glaubte und somit den münzen zusammen für weniger als 200 Millionen Mart ausgeprägt. Menschen zum Tier machte. Wie man recht lebt und wie man Der Rennbetran der jährlich neu in Umlauf gefeßten Münzen blieb in Sicherheit lebt", find Fragen um die jetzige Reit. Diese fönnen damals also hinter den Herstellungskosten zurüd, die in dem einzigen nur durch den Weg, der sich um die Nahrung nicht fümmert, gelöst Jahre 1921 nur für die größeren Bapiergeldscheine aufgewandt werden. Nahrung ist auch zu finden auf dem Weg, niemals aber wurden. Die schnellste Ausdehnung der Bopiergeldfabrikation erDie feine Schrift ist in mehr als einer Hinsicht bemerkenswert. der Weg in der Nahrung. Berlassen wir den Weg, so hat für uns folgte feit dem jähen Sturz der deutschen Mart im Juli 1922, der Der Verfasser gibt zunächst eine geschichtliche Entwidlung des alt- die Nahrung feinen Wert; bekümmern wir uns nicht um die einen außerordentlichen Bedarf an Zahlungsmitteln herbeiführte, japanischen Idealismus, der völlig aus der nationalen Eigenart des Nahrung, wird jedoch der Weg blühen und zu gleicher Zeit fein eine Entwicklung, die im dritten und vierten Quartal 1923 fchließ japanischen Boltes geboren, später in Vergessenheit geriet, um nun Mangel sein. Dann wirb im inneren Leben Materielles vereint mit lich ein gigantisches Ausmaß angenommen hat. Nicht weniger als wieder aufzuleben und verkündet zu werden. Fast dreitausend Jahre Geistigem sein, während in der äußeren Welt alles feine Ordnung 17 Papierfabriken wurden schon vor onderthalb Jahren zu dauern. ist dieser Idealismus alt und dennoch ist er der Welt so gut wie hat, es gibt feinen Kampf mehr und der Friede wird nun anbrechen. der Arbeit für die Reichsbank verpflichtet, gleichzeitig wurden be unbekannt. Unter feinem Einfluß handelte der Herrscher Jimmu, Dieser Weg erwartet den Menschen schon seit Ewigkeit.. reits damals 44 große Druckereien für das Bedruden des fo ge. als er von der westlichen Insel Kiushiu oftwärts zog, um im Jahre In diesen Säßen ist die Stellung des neuverkündeten aftjapani- ficherten Papiers gewonnen. Zulegt gab es in Deutschland faum 660 v. Chr. das japanische Reich zu begründen. Bu diefer Zeit Ichen Idealismus zum Sozialismus gefennzeichnet. Es ist eine noch eine leiftun sfähire Akzidenz oder Zeitungsdruckerei, die nicht herrschte in der Welt allgemeiner Jammer, es war eine Zeit der feltfame Annäherung und wiederum ein Sichentfernen von fozia Tag und Nacht Papierneld ausfnie. Trotzdem gelang es zeitweilig Dunkelheit und Unordnung", heißt es im„ Nihon- Shoki", der ältesten liftischen Gedankencöngen und dennoch eine ganz eindeutige Auf nicht, die Geldnot zu beheben. Infolge der ungeheuren Entwertung japanischen gefchichtlichen Veröffentlichung, die über diese Borgänge faffung. Die sozialistische Auffassung geht aus von den materiellen der Mark haben sich die Produktionstoften des Papiergeldes binnen berichtet. Jimmu begründete seinen Eroberungszug damit, daß er Grundlagen des Daseins, die die gesellschaftlichen Verhältnisse be furzem so ins Märchenhafte gesteigert, daß dieses Trugs und Schund. der Welt feinen Idealismus bringen müsse, um sie aus dem Zustand stimmend beeinflußt, ohne dabei die ceiftigen und fittlichen Faktoren geld, ein Sinnbild der Wertlofinkeit, jedweden Sinn und Nuken des Elends zu erlösen. Wer denkt dabei nicht an die von Moskau zu mißachten. Das tut der altiapanische Idealismus nicht. fondern verloren hat. Echon im Oktober überstieg der Stoffwert der kleinsten propagierte Weltrevolution oder an die Herrschaftsaelüfte der chrift er geht umgekehrt aus vom Geistigen. Dann aber treffen sich beide Noten ihren Nennwert. Am 10. Oftober 1923 zahlte der Altpapier lichen Kirche oder an den Sah:„ Am deutschen Wesen soll die Welt Anschauungen wieder: Jm inneren Leben wird Meterielles vereint binder für einen Laufendmorfichein 3000 M. für den Einmarkschein genefen?" Die Tendenz ist die gleiche, doch unterscheidet sich Jimmu mit Geistigem sein, während in der äukeren Welt alles feine Ord- 125 M. Das Kilogramm Pepierseld wurde schon vor zwei Mo in seinen Handlungen und in seinen Moralgrundsätzen sehr zu seinem nung hat." Es ist, wie wenn zwei Menschen von verschiedenen naten mit 1% Millionen Mark bezahlt. Nichts ist also so teuer wie Borteil von jenen, die sich berufen fühlen, mit ihrem„ deutschen Orten aufbrechen, um sich an einem Bunkte zu treffen und dann das Papiergeld. Besen" prahlen zu gehen. Seine Grundfäße umfassen drei Haupt- nemeinsam auf gleichem Wege zum leichen Riele zu marfchieren. elemente: Pflege der Rechtschaffenheit, aufgehäufte Glückseligkeit und Das Biel aber ist, Maberielles und Geiftiges vollkommen zufammennollendete Herrlichkeit." Durch meine Tugend möchte ich aufchmelzen, um dadurch der menschlichen Kultur ewiges Leben zu herrschen, nicht durch mein Schwert", erflärte er einmal geben. Ind ein andermal fagt er: herrschen heißt bilden und fehren". Er tritt nach Schaffung des Reiches für abfoluten Bazifismus ein, für Förderung und Entwickelung des Fortschritts. Man muß aber bel blesen geschichtlichen Borgängen bie infulare Sven Hebin in Moskau. ben Gebin ift, bon feiner Amerifa und Chinareife auridiebrend, in Mos fau eingetroffen. Sedin Teate im Auto die gange Stelle von der Mongolei bis Berchneudinst zurüd und beabfittigt, 1924 eine neue Tibetreife zu unternehmen. Montag wurde Für die Uraufführung von W. Stramms.Rudimentot, die am nächsten ein von Bichitfcherin rmpiangen. Die Anfunit Sebine, der bereits her Sonntag in einer Morgenfeier ber Volksbühne. B. im Breffererti etern eine warmten Shmpathien für Rugland beater am Bülowblas unter der Regie von Karl Boat ftatt- fundaab, erwedt ein lebhaftes Interesse in der Deffentlichkeit und in den findet, hat Brofeffor Lothar Sareher bas Bühnenbild entworfen. wissenschaftlichen Streifen. Der neue Anschlag auf die Reichsbahn. Die Industrie und die Kreditnot. Ueber die Versuche des Privatfapitals, die gegenwärtige Notlage der Reichseisenbahn zu einem neuen Anschlag auf den noch interessante Einzelheiten bekannt. Beamtengehälter und Beamtenabbau Reichsbefiz auszunuzen, werden durch die BS.- Korrespondenz freisen begreiflicherweise die größte Erregung. Selbst die der Straße, bie aus Gewerkschaftsbureaus genommen Ueber die Neuregelung der Gehälter herrscht in Beamten- ten als gänzlich ungeeignete und unberufene& räfte von höheren Beamten fehen sich in einer Lage, die sie zur stärksten find, der Staat zuerst den Laufpaß geben. Er scheut sich, bie NutzEinschränkung ihrer Lebenshaltung zwingt, die mittleren und nießer der Revolution endlich wieder einmal dazu zu zwinunteren stehen aber vor der Langen Frage, wie sie mit den gen, produktive Arbeit zu leisten, und so belastet er fich weiter ba ihnen zugedachten Bezügen auch nur die nadte Existenz fristen mit, während er eingearbeitete Kräfte preisgibt, da sie zu alt" ges follen. worden sind. Der Hintergebante dabei ist natürlich der, daß sie für In dieser Situation hat einer der höchsten und die Novemberzustände, die bei uns herrschen, zu alt sind. Das aber einflußreichsten Beamten des Reiches, der Staatsfefretär im gerade dürfte ein Beweis dafür sein, wie sehr sie persönlich und Auswärtigen Amt v. Malhahn, einen Borstoß unter fachlich für den Dienst des Staates taugen. Es besteht außerdem nommen, indem er folgendes Protestschreiben gegen die die Gefahr, daß politische Gesichtspunkte, wie sie schon aus diesen Regierung sämtlichen Ministerien übersandte: Absichten sprechen, besonders in Preußen unter Sepe= ring für den weiteren Abbau eine verhängnisvolle Rolle spielen werden. Für die„ Demokratisierung der Verwaltung" bietet sich jetzt die günstigste Gelegenheit...." Danach ist die Reichsbahn gezwungen, fobald als möglich sich um Krebite zu bemühen, um ihren Betrieb aufrechterhalten zu Die laufenden Einnahmen genügen zurzeit gerade, um bie allernotwendigsten Ausgaben zu bestreiten. Für die um stellung der Organisation auf faufmannische Grundlage, für Neubauten ufm. verbleiben jedoch feine Mittel. Hierzu tritt die Frage, wie groß die Unterbilang sein wird, die sich infolge bes Ruhrkampfes und tes Berfalls der Währung notwendigerweise ergeben mußte. Die Schäßung schwankt zwischen 500 und 1000 Millionen Goldmart. Die Verwaltung hat zugesagt, daß fie bem Organisationsausschuß baldmöglichst eine Bilanz in GoldDie Goldgehälter, die nach der geftrigen Sigung im Reichs mart vorlegen wird, und erst nach Prüfung dieser Aufstellungen finanzministerium für die Reichsbeamten in Aussicht genommen wird man auch im Reichsverkehrsministerium flarer sehen können. wurden, haben den schärfsten Protest ber Beamten des Sicher ist jedoch, daß die Reichsbahn aus eigenen Mitteln diesen Auswärtigen Amtes hervorgerufen und find auch nach Fehlbetrag in absehbarer Zeit auch nicht zu einem Teil decken meiner Ansicht nicht tragbar. Sie erreichen auch bei Zurechnung fann. Dem Gedanken einer Tariferhöhung steht man durchaus der Minifterialzulage ablehnend gegenüber, und so ist die Verwaltung auf fremde Hilfe angewiesen, Man ist jetzt vor die schwerwiegende Frage gestellt, aus welchen Quellen die erforderlichen Kredite beschafft werten follen. Aus furzen Andeutungen des Ministers Deser in der Sigung des Organisationsausschusses am Montag war zu entnehmen, daß Verhandlungen über die Kreditbeschaffung im Inland bereits ge Verhandlungen über die Kreditbeschaffung im Inland bereits gepflogen worden fint, daß aber entsprechende Wünsche bei den Groß banken und der Hochfinanz nicht viel Gegenliebe gefunden haben. Die hierauf hindeutenden Aeußerungen des Ministers waren alles andere als hoffnungsfroh. Er sprach sogar die Befürchtung aus, daß es in Deutschland taum möglich sein werde, tie riesigen Kredite zu erhalten, und deutete damit die Möglichkeit an, fich an das Ausland menden zu müssen. noch nicht die Hälfte des Friedensgehalts, während die Preise für den Lebensunterhalt sich mindestens auf das Doppelte der Berkriegszeit belaufen und noch weiter steigen. Die Beamten müßten also mit weniger als einem Biertel ihres früheren Gehalts auskommen, während doch allgemein an ihres früheren Gehalts auskommen, während doch allgemein anerkannt ist, daß auch die früheren Gehälter dem Grundfak der alt preußischen Sparsamkeit entsprechend schon sehr knapp waren. Schredlicher noch wäre natürlich die Lage der Pensionäre und Wartegeldempfänger, die direkt dem Berhungern preisgegeben find. Ich brauche nicht auszuführen, daß derartige Zustände das Diese Mitteilungen des Ministers Defer löften im Organisations. Reiches zum großen Teil ruht, völlig zugrunde richten. Auf Zeilgesamte Beamtentum, auf dem schließlich der Zusammenhang des ausschuß lleberraschung aus, obwohl man über die ungünftige finan erscheinungen, wie Beste chung, Notwendigkeit von Reben zielle Lage der Bahnen feineswegs unorientiert war. Es wurde befchäftigung und damit Bernachlässigung des Dienstes, dem Minister erklärt, daß das Firmenschild der Reichsbahn eigent Mangel an Beamtennachwuchs usw., möchte ich in diesem Lich die Aufschrift tragen müßte: Su spät. Auch Deser vertrat bie Busammenhang nur hinweisen. Was namentlich das Auswärtige Ansicht, daß vieles beffer geworden wäre, wenn man an anderer Amt betrifft, fo find bei der Eigenart feiner Tätigkeit die Beamten so Stelle fich früher mit dem Kreditbedürfnis der Bahnen beschäf bekanntlich besonderen Gefahren ausgesetzt. Auch bedingt der not. tigt hätte und sprach die Meinung aus, daß der gegenwärtige Zeitwendige Verkehr mit ausländischen Diplomaten und anderen aus punft zur Aufnahme einer Anleihe ungünstig sei, daß man heute ländischen Kreisen erhöhte Aufwendung, die sie schon jet faum jedoch nicht lange werbe wählen tönnen. Die Krebite für die tragen fönnen und die in Zukunft zum schweren Schaden des Reichsbahn werden am fommenten Dienstag den Organisations Dienstes überhaupt fortfallen müßte. ausschuß vor allen anderen Fragen erneut beschäftigen. Läßt sich hiernach die jetzt beabsichtigte Gehaltsregelung nicht Bir zweifeln nicht daran, daß Industrie und Banten die tragen, so wird es darauf ankommen, wie Abhilfe geschaffen Kreditnot der Reichsbahn zum Anlaß nehmen werden, um werden kann. Ich muß die näheren Erörterungen hierüber dem menigstens zu versuchen, maßgebenden Einfluß auf dieses Finanzministerium überlassen, möchte aber noch gewisse reichseigene Unternehmen zu gewinnen. Wir möchten hoffen, Anregungen geben. Einmal fragt es sich, ob nicht von der Renten daß das Reichsverkehrsministerium dem in den Anfängen bank höhere Kredite für die Bezahlung der Beamtenschaft herausentgegentreten wird. Ganz abgesehen davon, daß eine geholt werden können, unter Zurüdstellung anderer politisch weniger Industrie, die in einer Unzahl von Betriebsstillegungen das wichtiger Ausgaben, denn ich wiederhole es, daß ein Bersagen Gegenteil von einem Befähigungsnachweis für ihre Eignung der Beamtenschaft gerade in der gegenwärtigen, politisch sehr als Sachverwalter gemeinwirtschaftlicher Intereffen erbracht gespannten, vielleicht aber nicht ganz aussichtslosen Lage außen hat, faum den Anspruch auf besondere Autorität in diefer Auf- politisch verhängnisvoll wäre. Die bloße zahlenmäßige gabe erheben fann, ist der Fehlbetrag doch im Verhältnis zum Erhöhung der Gehälter ist aber zwedios, wie die Entwicklung der Wert der Anlagen so gering, daß die Reichsbahn schon Geld legten Monate deutlich genug gezeigt hat, wenn nicht der geber finden wird. Wir würden in diesem Falle es für besser halten, Auslandstapital für eine große Anleihe zu gewinnen, als den deutschen Industriellen einen Einfluß zuzu gestehen, der es ihnen möglich machen würde, Reichsgut billig zu erraffen mit dem Endziel, fie einer privaten Interessen politif zu unterwerfen. Der Stinnesdirektor Minoug warde zum Mitglied des Aufsichtsrais ber Berliner städtischen Werte A. G. gewählt. Auger ihm wählte der Aufsichtsrat als Sachverständigen den Ing. Dr. Majerezid. Der dritte Sachverständige ist noch nicht gewählt worden. Der Segen des Stillens. Durch den Vergleich einer Still. statistik aus dem Jahre 1875 mit einer solchen aus dem Jahre 1922 zeigt Bed in einem Bericht der Klinischen Wochenschrift", welche große Bedeutung dem Selbstnähren der Mütter zukommt und wie fich die Verhältnisse in dieser Hinsicht gebessert haben. Es handelt fich um Aufnahmen des Württembergischen Oberamts Riedingen. Während 1875 von 18 Ortschaften nur in 4 höchstens 60 bis 62 Broz. der Säuglinge geftillt wurden, wurden jetzt in 8 Ortschaften sämtliche Kinder, wenigftens eine Zeitiang, geftillt. Das schlechteste Ergebnis ist heute dasselbe, wie damals das beste war, nämlich 62 Proz. Damals wurden 384 Kinder überhaupt nicht geftillt gegenüber 28 von heute. Es werden also heute 88 Pro3. aller Säuglinge gestillt, während 1875 nur 35 Proz. die Mutterbruft erhielten. Damit geht eine Besserung der Gesamtsterblichteit innerhalb des ersten Lebensjahres parallel. Während 1875 33 Proz der Säuglinge starben, find es heute nur noch 10 Broz. Die Ursachen für die Besserung des Stillwillens sind einmal die vorgeschriebene Ausbildung der Aerzte in der Kinderheilkunde und der Einfluß der Hebammen, die das Stillen bei den Müttern propagieren, anderer feits die Gewöhnung an das Stillen durch die Stillprämien mährend Des Krieges. Die Schoßmaus. Die Ausstellung von Schoßtieren aller Art, die fürzlich im Londoner Kristallpalast zu sehen war, zeigte besonders hohe Preise für bestimmte Mäufe arten, die die neueste Mode auf diesem Gebiet darstellen. Für einige folcher Schoßmäufe wurden bis zu 100 Pfund Sterling das Stüd bezahlt. Man hält Diese sonst von der Damenwelt so sehr verabscheuten Tiere nicht nur in einzelnen Exemplaren, sondern auch in aroßen Mengen. In verschiedenen Teilen Englands haben sich Mäusettubs gebildet, die das Züchten von Mäu'en als Sport betreiben, und einer dieser leidenschaftlichen Mäusezüchter hat nicht weniger als 6000 der Nager 3usammengebracht. Ein Sachverständiger, ber in einem englischen Blatt über diese merkwürdigen Zuchttiere plaubert, fagt:„ Auf die Ausstellung wurden zahlreiche Buchtmäufe gebracht, die nicht wenicer forgfältig gezüchtet werden als edle Hunde. Eine Maus, die einen Preis erringen will, muß einen forgfältig ausgearbeiteten Stamm. baum haben, und für solche Tiere, die von besonders vornehmen Eltern stammen, werden 12 Bfund und mehr gezahlt. 100 Pfund Eltern stammen, werden 12 Pfund und mehr gezahlt. 100 Pfund ift freilich ein Refordpreis." Nicht nur für vierbeiniges Ungeziefer gelten ein alter Stamm. baum und vornehme" Eltern als die beste Legitimation. Mary Wigman, die mit ihrer Tanzgruppe foeben von einer erfolg reiden Tournee durch Stalien zmüdgelehrt ift, veranstaltet im Theater ain Rollendorfplaß am 13., 14. unb 15., abends 9 Uhr, Bor. führungen thres erweiterten 2 ans dramas unter Mitwirkung ihrer Tanzaruppe. Den Beschluß der Abenbe wird die Rhapsodie" bilden. Die neue Kunsthandlung, Tauentienstr. 6, zeigt im Dezember in ibren Räumen Handzeichnungen und Gemälde von Wilhelm Bulg, 2effer 1ry, Mar Liebermann, Emil Drlit, Mar Pechftein. " Die'e Anhäufung von Anpöbeleien und Beschimpfungen auf engstem Raum dürfte auch für ein deutschnationales Blatt eine Refordleistung darstellen. Sie findet nur eine Entschuldigung: die Wut der Deutschnationalen, daß es ihnen nicht gelungen ist, wieder an die um bei der den Deutsche nationalen verständlichen Sprache zu bleiben- Futterkrippe zu drängen, und ihre Angst, durch den Beamtenabbau weiter an Macht zu verlieren. Nur schade, daß der Abbau überalterter Beamter von Reichs wegen festgelegt ist. Eine amtliche Erklärung. Amtlich wird gemeldet: Das Reichstabinett hat sich erneut mit der Frage der lärt sich aus den außerordentlichen Sorgen, die mit den geringen Beamtenbesoldung befaßt. Die wiederholte Befassung erferretäre in ihrer fürzlich bekanntgegebenen gemeinschaftlichen Besoldungssätzen verknüpft sind. Ebenso mie Die Staats. Niederschrift muß indessen die Reichsregierung an den beschlof Regelung durchaus nicht zuläßt. Dabei sei ausdrücklich bemerkt, fenen Säßen festhalten, weil unsere Finanznot eine andere daß bei einer allgemeinen Steigerung der Mieten durch Wenderung der Gesetzgebung, sofern, wie beabsichtigt, aus dieser Quelle auch daß bei einer allgemeinen Steigerung der Mieten durch Aenderung der Gesetzgebung, sofern, wie beabsichtigt, aus dieser Quelle auch mittelbar Beträge zufließen, eine Erhöhung des Woh. dem Reich und den anderen öffentlichen Verbänden unmittelbar oder ständlich, daß die Gehälter eine Befferung erfahren müssen, sobald nungsgeldes in Aussicht genommen ist. Ferner ist selbstver die öffentlichen Finanzen wieder einigermaßen in Ordnung sind. Gerade die jeßige äußerste Einschränkung ist eine Boraussetzung dafür, daß eine solche Besserung überhaupt erzielt werden kann. Beamtenabbau und Fünfzehnerausschuß. Nach Der 15gliedrige Reichstagsausschuß, dem die auf Grund des Ermächtigungsgefeßes erlaffenen Verordnungen vorzulegen sind, damit er sich in vertraulichen Sitzungen dazu äußert, beschäftigte sich gestern mit der Beamten abbau- Berordnung. einer ausführlichen Darstellung der fatastrophalen Finanzlage des Reiches durch den Reichsfinanzminister Dr. Luther nahmen die Barteivertreter zu den Richtlinien des Beamtenabbaus in eingehender Diskussion Stellung. Der Abbau bei der Reichsbahn. mahlos wucherischen Teuerung im Inlande Einhalt getan wird. Es ist bekannt, daß der Erzeuger für Fleisch, Getreide, Butter, Eier, furz der wichtigsten Lebensmittel weniger erhält, wie Ueber die Durchführung bes Personalabbaues bei der Reichse im Frieden, während die Kleinhandelspreife weit über den bahn erfährt die Expreß- Rorrespondenz folgendes: Die ursprüng Friedensstand geftiegen sind. Es ist nicht meine Sache, zu unter- liche Absicht der Reichsverkehrsverwaltung, mit dem Personaiabbau fuchen, ob mangels der Devisenverordnung oder mangels Einschreiten in ihrem Dienstbereich erst zu beginnen, wenn die auf die Reichs gegen wucherisches Treiben des Groß oder Kleinhandels oder bahn entfallende Anzahl von der Reichsregierung festgesetzt ist, ist sonstige Fehler an diesen unerträglichen Zuständen schuld find. Es vom Reichsverkehrsministerium dahin geändert worden, daß an ist aber wohl die wichtigste Aufgabe der Regierung, hier Wandel gesichts der steigenden Notlage des Reiches und der besonders zu schaffen und nicht das mehrlose Beamtentum für mangelnde schwierigen Lage der Reichsbahn beschlossen wurde, mit dem Ber Initiative und Tatkraft der einzelnen Behörden büßen zu laffen. fonalabbau sofort zu beginnen. Der Reichsverkehrsminister Jedenfalls ist die jetzige Regelung, die das Beamtentum gegenüber hat, wie jetzt befannt wird, am 29. November einen Erfaß heraus der anderen Bevölkerung viel zu stark belastet, nicht haltbar. Für gegeben, der sich mit den Fragen des Personalabbaues beschäftigt. das Auswärtige Amt muß ich jede Verantwortung für die Folgen Es heißt barin, daß bis zum 31. Dezember 1923 5 Prog. einer foldhen politik ablehnen. und bis zum 31. Januar 1924 weitere 5 Proz. der Eisenbahnbeamten ausscheiden sollen. Diese Maßnahme bezieht sich auf planmäßige, außerplanmäßige und im Vorbereitungsdienst be findliche Beambe. Die Verwaltung ist sich nicht im Zweife. darfiber, daß wegen der Kürge der Zeit die ersten 5 Proz. bis zum 31. Dezember vielleicht nicht erreicht werden können. Für diesen Fall ist angeordnet, daß am 31. Januar 1924 unter allen Umständen insgesamt 10 Broz. abgebaut werden müssen. Wie die„ Deutsche Tageszeitung" dazu zu melden weiß, hatt Herr v. Malzahn als Antwort ein geharnischtes Schrei ben des Reichsfinanzministers" erhalten und daraufhin ein Disziplinarverfahren gegen sich selber beantragt. Inzwischen verfuchen die Deutschnationalen mit bemerkenswerter Frechheit die Erregung der Beamten für ihre parteipolitischen Zwecke auszunügen. Bis zu welchen Mitteln man sich dabei versteigt, zeigt folgende Bemerkung in der Nachtausgabe des„ Tag": Wenn man uns zu hungern zwingt, weil der Staat Not leidet, gut; aber dann sollen alle hungern, nicht einzelne sich an unserem Hunger mästen. Herrn Hugenberg mag gestern beim Abendbrot der Bissen aus dem Munde gefallen fein, als er in seinem Blatt diese Bemerkung las. Indes wird alle Demagogie die Beamten nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, daß es nur eine Partei war, die feit jeher energisch eine scharfe Befteuerung des Befizes gefordert hat: die Sozialdemo tratie, und daß vor allem eine Partei diese Besteuerung mit allen Mitteln bekämpft hat, die deutsch nationale Partei, deren Einfluß sich auch die anderen bürgerlichen Barteien immer zugänglicher gezeigt haben, daß sich also die Beamten für ihre neuen Gehälter vor allem bei ergt und Helfferich und der deutschnationalen Partei bedanten tönnen. Deutschnationale Beamtenpolitik. Die Hartnäckigkeit, mit der die Deutschnationalen während der Regierungsfrise im Reich von den Mittelparteien verlangten, ihnen Preußen auszuliefern, wird verständlich, wenn man sieht, zu welch seltsamen Gliederverrenfungen fie die Angst vor dem Beamten abbau veranlaßt. Täg lich füllen sie lange Spalten mit diesem Thema, und die Kreuzzeitung" tommt bei dieser Gelegenheit zu folgenden Feststellungen: Ausdrücklich wird betont, daß es nicht genüge, den betreffenden Beamten bis zum genannten Termin die Kündigungsschreiben zu zustellen, sondern daß die betreffenden Beamten zu dem genannten Zeitpunft vollkommen aus dem Eisenbahndienst ausge= schieden sein müssen. Diese Maßnahme gilt auch für das befegte Gebiet Die Auswahl der auszuscheidenden Beamten erfolgt nach den in der Personalabbauverordnung niebergelegten Richtlinien. Alle Dienststellen, die mit dem Personalabbau zu tun haben, find streng tarauf aufmerksam gemacht werden, daß Ent. laffungen nach politischen, gewerkschaftlichen oder tonfeffionellen Gesichtspunkten auf jeden Fall unzulässig sind. Wenn durch das Ausscheiden der nicht voll leiftungsfähigen Beamten der geforderte Hundertfak bis zu den genannten Terminen nicht erreicht werden sollte, sollen weiter die über 60 Jahre alten Beamten auszuscheiden haben. Ueber das Ausscheiden der Beamten von Gruppe X und aufwärts entscheidet der Reichs perfehrsminister. Infolge der äußerst schwierigen Lage der Reichsbahn ist es nicht angängig, daß fünftig bei der Reichsbahn mehr Schmerbeschädigte beschäftigt werden, als durch Gefeh vorgeschrieben ist. Da gegenwärtig der geseßliche Hundertsatz bei der Reichsbahn überschritten ist, wird, allerdings in geringem Umfange, auch zur Ent lassung von Schwerbeschädigten geschritten werden müssen. Den örtlichen Beamtenvertretungen foll in gewiffem Um fange eine Beteiligung zugestanden werden. Eine nachteilige Ver zögerung darf dadurch nicht hervorgerufen werden. Auch bei den Eisenbahnarbeitern müssen bis zum 31. Januar 1924 mindestens 10 Proz. des vorhandenen Personals ausgefchieden sein. Die Arbeiter des französisch- belgisch befehten Gebietes sollen bis zum 31. d. M. reftios entlassen werden.(!) Beamte und Arbeiter, die aus dem belegten Gebiet ausgewiesen sind, follen zunächst von der Entlassung nicht betroffen werden. Wir haben heute noch feinen Ueberfluß an wirklich fähigen und durchgebildeten Beamten. Ueberfluß dagegen besteht an Revolution sgrößen, die die Inflationskonjunktur der aus laufenden Revolutionsepoche an die Futtertrippe gebracht hat, ohne Rücksicht auf ihre persönliche und fachliche Eignung. Diese Rentenempfänger für den November 1918 müssen Schinfels Jauberflöte" im Deutschen Opernhaus. Das Deutsche Obern Der tommuniffische Abgeordnete Bombacci, der wegen einer baus wird Mozarts Bauberflöte" unter mufitalischer Leitung des General in erster Linie verschwinden. Sie werden schwerlich zu suchen sein regierungsfreundlichen Rede aus der kommunistischen mufildirektors Leo Blech in seinen Spielblon aufnehmen. Die Frage der unter den, Beamten, die inzwischen die Altersgrenze erreicht oder Bartei ausgeschlossen worden ist. erklärt, er werde wegen AufSnizenierung wurde in dem Sinne gelbit, daß man den Bühnenbildern überschritten haben. Trotzdem will diefen im Dienste grau geworhebung dieses Beschluffes seiner Partei an die dritte Internationale Fie der heutigen Generation fait gänzlich unbekannten Detorations Denen Beamten, die auf eine jahrzehntelange Tätigkeit zurücbliden appellieren. Bombaccls beanstandete Rede bezog sich auf die rufentwürfe ron Shintel zugrunde legic, die vor Jahrzehnten am 1 tonnen und von Verwaltungsbingen immerhin mehr verstehen dürfe fische Politik Mussolinis. Berliner föniglichen Opernhaus Benust worden sind. DGB. abgelehnt werben, fo beruft bie Rommis- 1 barb bes 3d haben zu einer gemeinsamen Siste( chli Gewerkschaftsbewegung fion felbständig einen Gemertidaftstongreß ein. porschlag) ihre besten, tüchtigsten und ver Der Achtstundentagkampf im besetzten Gebiet. Morgen Einigungsverhandlungen. Im übrigen sind selbst diese frisierten 3ohlen sehr bescheiden. Sie zeigen, daß die Kommunisten trotz der ihrer skrupellojen De magogie fo günstigen Berhätnisse in Wirklichkeit nur ein häuflein Schre er ohne starten, bodenständigen Anhang sind. Wieviel mirt liche Organisationsvertreter mögen unter den 237( oder 267 oder 261) Delegierten gewesen sein? Sicherlich teine hundert. Und dies für ganz Deutschland! Die An die Mitglieder des Buchbinderverbandes! Bon einigen Kolleginnen und Kollegen wirb zu Branchen persammlungen eingeladen, und zwar zum Mittwoch für die Luguspapierbranche und Albumbranche, zum Donnerstag für die Buchbinderbranche und zum Freitag für die Karton branche. Wir stellen hierdurch ausdrücklich fest, daß diese Bersamm lungen nicht von der Ortsverwaltung einberufen murden. Die Verwaltung hat in der legten Sigung mit 10 gegen 4 Stimmen beschlossen, bis zur Reorganisation allgemeine Bersamm lungen nicht stattfinden zu lassen. Außerdem nahm die Konferenz eine Reihe von Refolutionen zur trauenswürdigsten Bertreter zusammengestellt. Dieselben praktischen Arbeit der nächsten Zeit an, ferner eine Brotestrefolution stehen auf bem Boden der Amsterdamer Internatio. gegen die Militärdiktatur und den Tert eines Aufrufs an das nole und bieten allein die Gewähr für prattische, ener gische und aufbauende Gewertschaftsarbeit deutsche Proletariat. Soweit der Bericht, der sozusagen offiziellen Charakter hat. Mitglieder des 3d2. wählen daher heute nachmittag die Bodhum, 11. Dezember.( Eigener Drah bericht.) Da alle Be. Lifte I: Posner, Fint, Goldfdammer. mühungen der Gewerkschaftsorganisationen in der Metall. In ihrem Bestreben, ihren russischen Geld. und Auftraggebern Die Wahl findet in der Zeit von 4-8 Uhr statt. Verbands. industrie, mit den Unternehmern zu einer vernünftigen Re Batemfinsche Dorfer vorzumachen, haben die Einterufer der Ron gelung über die Lohn- und Arbeitsbedingungen zu tammen, on ferenz übersehen, baß die von ihnen angegebenen Zahlen nicht mit buch ist mitzubringen. ahilofale befinden sich in allen Stadt. Ber Haltung ber Großindustriellen gescheitert cinander übereinstimmen. Zunächst wird die Gesamtzahl der bezirken und sind durch Anschlog an den Blatatsäulen be. fanntgegeben. find, haben ble Gemertfchof.en eine Gegen aftion eingeleitet. Delegierten auf 237 angegeben, dann wird diese zergliedert in Die Vertrauensiente der Fachgruppen: In einem Flugblatt fordern bie Gewerkschaftsleitungen die 225 Vertreter von Ortsverwaltungen, 40 von Berbänden und 2 von Reich, Gemeinde, Metall, Tertil, Belleidung, Leder, Sozialver Urbeiter auf, sich an ihre Arbeitspläge zu begeben und abzumarten, Grwerbstcfen, zusammen also 262. Die zweite Gruppierung nach sicherung, Ginzelhandel, Anfrei, Holz, Chemie, Papier, Berkehr, ob ihnen Arbeit zugewiefen wird ober nicht. Wird ihnen Arbeit Barteirichtungen ergiot 261 Delegierte. Wir haben schon Nahrung und Baugewerbe. zugewiesen, so haben sie diefelbe gewissenhoft und sorgfältig aus mehrfach tie Beobachtung gemacht, daß die Kommunisten ein eigenes zuführen. Wird ihnen feine Arbeit zugcmiajen, so bleiben sie tro Cinmaleins haben. Dem on ihrem Arbeitsplat Arbeitende find nicht zu stören, Nichtarbeitende haben nur Anspruch auf die Erwerbslosen unterstützung. Alle Arbeiter, ob fie arbeiten oder nicht, verlassen nach 8 Stunden ten Betrieb, niemand darf länger als 8 Stunden arbeiten. Dieser Borgang wiederholt sich täg. lich, bis auf die eine oder andere Weise eine Verständigung mit ben Unternehmera erzielt ist. Die Arbeiter merden von den Ge cerschaften ermohnt, strengste Disziplin zu halten, sich in hen Werten torrett zu benehmen, Sabotagealte oder Diebstähle, die Ben Arbeitern angehängt werden können, zu verhindern und sich nicht van Prenotateuren aufzeigen zu laffen. Soweit bekannt, mill fich die Besatzungsbehörde in dicfe neue Art gemertschaft. Auf Wunsch der Spigenorganisationen fend gestern im Reichs lichen Stampjes nicht einmisgen; von der deutschen tag eine Besprechung mit Mitgliedern des Fünfzehner aus Polizei erwartet man bes gleidh e. Die Arbeiter wiffen, fuffes statt, bet ber ben Bertretern ber Spigen um was es geht. Der Ausgang des Stampfes ist entschei organisationen Gelegenheit gegeben war, nochmals ihre Be bend für die gesamte deutsche Arbeiterschaft. Geht im benten gegen die beabsichtigte Neuregelung der Goldgehälter zum befesten Gebiet der Achtstundentag verloren, bann ist er Ausdruck zu bringen. Der Sprecher der Organisationen hob hervor, für ganz Deutsch and verloren; denn ist auch jegliches bc es zwei Grünbe gewesen seien, die den Organisationen Mitbestimmungsrecht über die fonfigen Arbeitsbedingungen und eine 3uft immung zur Neuregelung unmöglich geüber die Bohnfrage erledigt. Die gewerkschaftlichen Organisationen macht hätte, einmal die völlig unzulängliche Höhe der Ge haben wiederholt und bis in die legten Tage hinein betont, daß sie haltsfähe und dann die gerade in diesem Zusammenheng von den feineswegs bie wirtschaftlichen Notwendigkeiten verkennen. Sie Organisationen als unzeitgemäß empfundene Erweiterung find im Interesse einer baligen Biederausrichtung des deutschen der Spannungen zwischen den Besoldungsgruppen Ledig Wir schaftsletens bereit, unter Beibehaltung des gefeßlich der Vertreter der höheren Beamten begrüßte die vorgenommene lichen Achtstundenteges und unter Bezahlung von Ueber. Erbeiterung ber Spannungen. Von dem Vertreter des Allge. Stundenzuschlägen eine längere Arbeitszeit mit den meinen Deutschen Beamtenbundes wurde noch beson Unternehmern zu vereinbaren. ders darauf verwiesen, ooh in der Verordnung beabsichtigt sei, die Höchstsäke für Unfallpensionen eben als auf ein zu niedriges Maß herabzusehen. Er empfahl ferner die vor gesehene Bestimmung, nach der in Zukunft gegen das Reich ein Schadenerfaß bei verspäteter Auszahlung der Bezüge überhaupt nicht mehr geltend gemacht merden fann, der Aufmertfamfeit der Abgeordneten. Die Unternehmer haben sich nun endlich bereiterflärt, am Donnerstag vor dem Reichskommissar zu Einigungsverhandlungen mit den Bartretern der Gemertjchaften zu erscheinen, Um die neuen Beamtengehälter. Neuaufbau in den Betrieben ist notwendig, um die Scharten der verlorenen Bewegungen in den Großbuchbindereien und Buchdruckereien auszuwegen. Besucht die von der Drisper waltung einberufenen Betriebsversammlungen! Tretet allen Zerstörungsbestrebungen entgegen! Unterſtügt die Beauftrag ten der Berwaltung und der Branchenleitungen, bei deren Be mühungen wieder geordnete Organisationsverhält niffe herbeizuführen. Bon dem ausgeschlossenen Mitglied Czerny werden in den letzten Tagen Resolutionen herausgegeben, in welchen zur Beitragssperre aufgefordert wird. Das bedeutet die glatte Sprengung der Organisation. Kolleginnen und Kollegen, laßt Euch nicht mißbrauchen! Eure einzine Etärke besteht in der Organisation. Die Ortsverwaltung: Rasper, Priemer, Brtomsti. Die Branchenleitungen: Herzog, Lippoldt, Priemer. I ,, Von der Weimarer Konferenz". Der in unferem geftrigen Morgenblatt unter dieser Ueberschrift veröffentlichte Bericht betraf nicht eine Mitgliederversammlung der Gastwirtsangestellten, sondern wie uns bie Ortsverwaltung bes Rentralsverbondes ber Fleischer mitteilt eine folche ihrer Eine kommunistische Spaltungskonferenz. Mitalieder. Mir fanden den Bericht vor mit einem Anschreiben, bas fomohl nach dem vorgebrudten Brieftopf mie nach Stempel und Die Mostauer Bramba" vom 28. November enthält einen ausführlichen Bericht über die ursprünglich nach Weimar einberufene Unterschrift vom 3mei verein Berlin des Verbandes der Hotel-, Was sich die Unternehmer herausnehmen. Restaurant und Café Angeft: Eten herrührte. Ein Begleitschreiben, tommunistische Gemertscheftstonferenz, die in Er. Zu der Notiz, dnie unter vorstehender Ueberschrift in der Abend das der Fleischerverband dem Bericht nach seiner Angabe furt abgehalten wurde, der zur Drientierung unserer Gewerkschafts. ausgabe vom Freitag, den 7. d. M., von uns veröffentlicht worden beigegeben hot, fam uns nicht zu Gesicht. Der Bericht selbst trug mitglieder von Interesse sein dürfte. Es heist in diesem Bericht ist. schickt uns die Firma Hüttenwerte Tempelhof, weder eine Ueberschrift noch ging aus ihm herort, um welche Ges laut einem Berliner Telegramm der Russischen Telegraphenagen-. tener, eine längere Berichtigung. In Wirklichkeit bestätigt wertschaft es fich hanbelte. Es benann mit dem Cake: die Firma die in der Notiz mitgeteilten Tatsachen. Soweit die In der Mitgliederversammlung vom 4. Dezember referierte Lohnfrage in der Notiz behandelt werden ist, behauptet die auf Grund eines Mehrheitsbeschlusses Genoffe Gebel über Firma, daß unsere Darstellung infofern unrichtig fei, als der Ar die beiterrat sich erst zu einer eventuellen Neuregelung der Löhne bereit vereins Berlin der Restaurant und Café Angestellten rührt Weimarer Konferenz. Die Einfügung:„ des Zweig erklärte, nach dem die Firma ihre Befanntmachung erlassen hat non uns her, in der Annahme, es Die Stillegung des Betriebes habe jedoch mit der Bohnfrage nichts Drrani'ation. Möglich ist dak das Anschreiben des Zweigvereins handle sich um diese uns einine zu tun. Dir firma gibt aber selbst zu, daß sie die Stillegung dazu norstandes der Hotel- usw. Angestellten zu einem benutzen will, um unliebsame Elemente abzuschütteln. Die Firma Tage zuvor zugegengenen Bericht dieses Verbandes gehörte und behauptet, daß es der Arbeiterrat wäre, der durch seine kommunistische irgendwie mit dem Bericht des Fleischerverbandes zulamentom der Agitation eine geregelte Führung des Betriebes verhindert habe. uns mie gesagt Diese Behauptung trifft in feiner Weise zu. Int übrigen merden die frung werben die Ausführungen im reftrigen Abendblatt ohne Arschreiben zuging. Durch diese Aufangerufenen Schlichtungsinstanzen sich mit der Frage zu befchäftigen Ein Dummerjungenftreid überschreben gegenstands. haben. los. Eine Fälschung, die in der Tat sinnlos wäre, liegt also nicht vor.. tur mie folgt: Auf die Anregung der örtlichen Ortsverwaltungen, die vier Stommmunisten und vier Sezialdemokraten mit der Vorbereitung eines Kongresses betraut hatten, wurde beschlossen, einen Rongreß in Beimar einzuberufen. Die in Weimar fonzentrierte Geheim polizei mortete bergebens, daß dort der Kongreß eröffnet würde, da dieser im letzten Augenblid nach Erfurt verlegt wurde. Auf bem Kongres maren 237 Delegierte anmesend, von denen 225 als Bertoater von 151 Ortsverwaltungen, 40 als Bertreter einzelner Verbände und 2 ois Bertreter der Arbeitslofen( rngierten Ihrer Basteizugehörigkeit nach gruppierten sih die Delegierten folgendermažen: 63 Sozialdemokraten, 175 Kommunisten, 5 unabhängige und 18 Barteiloje. Begrüßungsbepeschen waren von 60 Ortsver meitungen eingelaufen. 2 0000 Gratisda Delegiertenneuwahlen im ZDA. " Im Mittelpunkt der Rongreßnerhandlungen ftand bie Frage, mie die Arbeitercrganisationen und bie ganze Arbeitertiaffe nor tem Heute w.rden die Mitglieder bes Bentrolperbandes der An. Der österreichische Beamtenftreit. Untergange gere tet merben jollen. Der erste Berichterstatter fchi- gestellten, Ortsgruppe Groß- Berlin, ihre Bertreter zur Generalver Bet bem am Montag früh in ganz Desterreich ausgebrochenen barte bie nerzweifelte Lage der Gemertidaften, bie fi als Feige fammlung neu wählen. Leider war es nicht möglich, durch Auf- Streit der Boft und Telegraphie und des 3ollbetriebs ist der Kern bor reformistischen Lottit des AD02. ergeben habe, der sich wah- ftellung einer gemeinsamen Lifte Kosten und Kräfte für die ber Streitfrage, ob die Besoldung der Bundesbeamten, wie die Ne. rend bes Krieges für den Burgfrieden cingelegt hatte und nach ter eigentliche Cemertschaftsarbeit zu sparen gierung verlangt, durch Nationalratsbeschluß oder durch BerhandRevolution für die Arbeitsgemeinschaft mit den Unternehmern ein. Eine Minderheit pon Bertandsmitgliedern, die nach den Diret fungen der Regierung mit den Beamtenorganisationen zu lösen ist. trat und infolgebessen alle revolutionären Attionen sabotierte. Der tinen ostaus arbeitet, ließ es fich nicht nehmen, eine eigene Der Präsident des Nationalrats sucht den Blättern zufolge zu vers Berichterstatter verwies auf die Untätigkeit der Gewerkschaftsführer Siste aufzustellen. 3war wird in der Werbearbeit für diese Liste mitteln. Der Bundeskanzler wird in der morgigen Sigung des und beantragte, schleunigst einen Kongreß der Betriebsausschüsse( Wohlvorschlag 2) die eigentliche Firma schamhaft verschwiegen. Nationalrats, auf beren Tagesordnung die Novelle zur Besoldungseinzuberufen, die reformistischen Führer zu beseitigen und Aftions. Bescheiden nennt man diese Liste Wahlvorschlag der Opposition". reform steht, die Haltung der Regierung begründen, deren weitere zusschüffe in jedem Bezirk und Kreis einzufegen. Jedes tätige Mitglied weiß aber, mes Geistes Kind die Kandidaten Entschließungen von der Stellungnahme der Parteien abhängen Der zweite Berichterstatter beantragte, möglichst schnell die Ge. Torgler, Bernstein, Kasper in Wirklichkeit sind. Niemand wird dürften. pertschaf en nach dem Broduktionsprinzip umzugestalten, die Ar deshalb auf diese Propaganda hercinfallen. Jedes Mitglied muß beitermassen zur Gewertfdjaftsarbeit heranzuziehen und die Be heute dem Wahlvorschlag I seine Stimme geben. triebsauschüsse den Gewerkschaften einzugliebern. Die während der Borauf tommt es an? In einer Zeit, in der die politische Debatte hervortretenden Redner fritisierten heftig die perbrecherische Reatiion starter als je ist, in der die Sirenentlänge diefer Reaktion mittag 5 Uhr Funktionärversammlung im Reidenberger Sof. Bericht über die Bolitif der Führer des ADGB. und erklärten, daß die Konferenz ein bis weit in die Arbeitnehmerfreife hinein Gehör finden, muß Lohnverhandlung. endepunkt in der deutschen Gemertschafts- energisd Berantwortlich für Bolitik: Ernst Reuter: Wirtschaft: Artur Saternus; bewegung werden müsse. für eine Zusammenfaffung aller Kräfte Gewerffaftsbewegung: S. Steiner; Feuilleton: Dr. John Echitowski: Lofales Der Rongreß beschloß, an den DGB. die Forderung zu richten, gesorgt werden, um die Angriffe bes Unternehmertums auf den und Sonstiges: Fris Karstadt; Anzeigen: Th. Glode; sämtlich in Berlin. imverzüglich einen außerordentlichen Gewerffafts. Achtfundentag und auf alle fozialen Schußbcftimmungen für die Berlag: Borwärts. Berlag G. m. b. S. Berlin. Drud: Borwärts- Buchbrucerel tongreß einzuberufen. Sollte der Borschlag Dom Arbeitnehmerschaft abzumehren. Alle Fachgruppen inner- unb Berlassenftalt Beul Singer u. Co. Sierzu 1 Beilage. Rohrleger unb Berlempner. Der Tarifvertrag ab 21. November ist im Berbandshaufe des DMB., Linienftr. 83-85, fäuflich erhältlich. Deutscher Holzarbeiterverband. Musikinstrumentenarbeiter: Seute nach Berlin CB. 68. Sinbenftraße 3. Die Preise bedeutend herabgefeßt Mengenabgabe vorbehalten. Die Goldmarkpreise werden mit dem jeweiligen Multiplikator umgerechnet. 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Gleichzeitig rief sie den Magistrat auf gegen den Entschluß der Reichs- und Staats- bchördsn. ihre Bauarbeiten«inzustellen, und forderte von ihm Schritt« gegen dies« Maßregel Weil man auf der rechten Sekte des Hauses die Sorg« für die Erwerbslosen nicht für eilig hielt und der Dringlichkeit widersprach, konnte nur über die Ein- stellung der Bauarbeiten sofort vrrhandelt werden. Unseren Antrag begründete Genosse Krause mit einer Darlegung der Verhängnis- vollen Folgen, die sie hoben muß. Es gelang, den Antrag mit knapper Mehrheit durchzubringen. « Zu Bemnn der außerordentlichen Stadtverordnetensitzung bracht« der Borstel»«? dem Geheimrat D o v e(Dem.) zum 70. Ge. burtstage die G'ückwünsch« der Versammlung dar. Der Dersamm- lung lag folgender DrlaglliUeltsiMtrag der Sozlaldemokrakea vor. „Die Bertammlung wolle befrbsseßen, daß bei Notstands- arbeiten die zu vermittelnden ArbeiternurzumTarif» lobn angefordert und am Arbeitsnachweis vermittelt werden dürfen. Di- Versammlung ersucht den Magistrot. bei den Reich»- und Staatsbehörden dahin zu wirken, daß tnfo'g« der großen Arb-ilslvsinkeit, die zurzeit in Groß-Bersin herrsch», von der Einstellung der Bauarbeiten Abstand ge» nommen wird/ � Gegen den ersten Teil des Antrages erhob stch Widerspruch au» den Reihen der Deutschen Boltspartei. wodurch formell dieser Teil aus der scicrtl-en Beratung mtsfrfiied; tatsächlich beherrschte indessen der materielle Inhalt dieses ersten Antraaes die an den zn-iten stch anknüpfende Aus»vrache. Gen. Kraus« de- dauerte.>aß von der Rechten selbst angesilbts der heutigen Lag« nicht soni-l Mut aufasbralbt wurde, dem ersten Antra» sofort zur Die- kussion»'n>u»ass«n.— Gerade deute, wo das Wei�nach�skest, das l�est der chriülickien Liebe, vor der Tür stehe, Hab- der Reirbs-inanzminister die Stilleaung sämtlicher Bauarbeiten de» Reichs an-eardnetl Damit träten allein in Berlin der großen Zahl der Arbei'?»o'«n welkere arbeitslose llvOll Bauarbeiter bin?" Der schein-»"'r-li da« Ermächtlaunasgeletz der Kamm aeschwollen zu sein. lWidersyruch rechts. Zuruf: Sie haben sa dafür geitimmtl Große Heiterkeit rechts.s Di« Anordnung sei eine rinoros« Maßnahme, vielleicht darauf aerichtet. die Ziffer der Erwerbslosen noch stärker anwachsen zu lassen und die Ar» beiterscbaft dadurch so mürbe zu machen, daß sie nach den Fcierta-en den Neun» und Zehnltundentag schluckt. Da» gegen werde die Sozialdemokratie mit aller Schärfe Front machen.— Koch sDnat.) wies darauf hin. daß im vorlie-enden Fall« es sich nicht um dos Crmächtinunasgesetz handle. Die Heu»» ergangen« B-rordnung datiere vom 17. November.— Stadtrat Brühl bestätigte, daß die Derordnung nicht ürf dem Enn-chü-un-sgesetz be- , ruhe, und hob daneben hervor, daß«s sich bei wirklichen Notstands-, d. h. rncbr als 3 Tag« dauernden Arbeiten, niebt bei der Zahlung in d-r bloßen Hähe der Ern-erbslolenunt-rstützimq bewende.— Ostrowski(Komm.) erblickte'in dem Bor-eben der Behörden «ine krasse Lohnprellerei und biest die Ausschnßb-ratunq, die Herr Koch beontraat hat»«, für völlig überflüssig.— Mit 93 gegen 80 Simm-n wurde dieser Kochsche Antrag abgelehnt und mit der gleich-n Mehrheit der»welle Ze-'l-ag unserer Genossen nn-ena——m. Den bautechnisch befchöftig'en Ve-mten und Angestellten der Eva rkass« beabsichtiat» der Magistrat est»« ruhegehalts- fähige Zulage von IS bzw. 25 Proz. zu gewähren. Auf Antrag des Beamte nousschusses wurde beschlossen:„Der Aufstchtsrat der Spar- fasse wird ermächtigt, am Ende dieses Rechnungsjahres denjenigen bei den Girokassen beschäftegten Beamten, die besonder« Leistungen aufzuweisen haben, ohne eine dieser Tätigkeit entsprechend« Be- soldung zu beziehen, ein« einmalig« besondere Bergütung zu ge- währen.' Ein von unseren Genossen beantragter einschränkender Zusatz fiel mit SO gegen 88 Stimmen.— Entgegen dem Ausschußantrag« beschloß die Versammlung in ilebereinstimmung mit dem Wagistrat die Beibehaltung der Stell« des stellvertretenden Stadtarztes des Bezirksamtes Eharlottenburg.— Um des Inkrafttreten der Lobnsummensteuer nicht zu verzögern, hat der Magistrat dem Verlan-«« des Oberprästdenten zugestimmt, daß der von der Steuer in Abzug kommende Betrog sich bei Betrieben, die nicht mehr al» 8 Arbeitnehmer beschäftigen und lediglich Handwerts- kammerbeiträge zahlen, auf ein Fünftel der Lohnbezüge ermäßigt.— Dieser Maßgabe gab gestern auch die Versammlung ihr« Zu- stimniunq.— Der Magistrat hat mit Zustimmung des Organisations- ausschusses und der Bezirksämtervorsitzcnden der Versammlung den Entwurf eine» Ortsgesetzes vorgelegt, wonach zum Zweck der möglichst innigen Gestalkong der Zvsammeaarbelk von Zentrale und Bezirken Mitglieder der Bezirksämter zu Mitgliedern der zentralen Aer- waltungsdeputationen und sonsti-en ständmen Berwaltungskörpern I berufen werden können. Die Ernennung soll durch den Oberbürger- meiste? aus Vorschlag der Vorsitzenden der Bezirksämter erfolaen.— 1 Die Aussnrach« ergab, daß sowohl Dr. Steiniger(Dnatl.) wie auch o. E y n e r n sD. Do.) von diesem Ortsqesetz nicht» wissen wollen, obwohl es, wie Genosse Dr. W« y l hervorhob, erst vor kurzem im Orgamsationsausschuß«instimmig« Annahm« gesunden hatte! Dr. Wenk hielt den beiden Herren, deren Parteien doch die Vaterschaft des Gedanken» der Revision des Gesetzes Groß-Berlin nicht ableugnen könnten, vor, daß ihr jetzi-e» Widerstreben dem gesunden Menschenverstand« einfach unbegreif»� l l i ch erscheinen müsse. Gerade im Sinne dieser„Reformer' habe ! doch der Magistrat stch ernstlich um ein reibunasloseres Zu-, sammenorbeiten zwilchen Zentra'e und Bezirken bemüht!— Ober-' | bür-erm erster B ö ß sprach gleichfalls eindringlich für das Ortsgesetz: auf die Reoillon des Gesetzes vom 27. Avril 1920 könne man nicht � warten.— Dörr(Komm.) lehnt« das Ortsstatut ob, da er dem Oberbürgermeister nicht das nötig« Vertrauen entgegenbringen könne. Di« Dorlage fand ein« Mehrheit, da auch die Demokraten und dos Zentrum dafür stimmten. Zu lebhasten Erörterungen führte dann noch der Antrag der Demokraten betr. veseikigunq der Aufwand senlschädigung an ehrenamtlich tätige Bürger. H a u s b e r g, der ihn begründete, meint«, der Antrag spräche stch selbst Auf allen Gebieten werde jetzt gespart. Die Höhe i er Diäten habe jede Bedeutung verloren, für den Betrag von ! 2— 8 Sitzungen könne man kaum eine Zigarre erstehen; anderer- i scits sei es unter den heutigen Rotzuständen unverantwortlich, sie angemessen zu erhöhen. Dorum fort mit dem ganzen Diätenkram! schloß Herr Hausberq.— Genosse Dr. Lohmann vermißte in dieser Begründung jede Logik Di« g« s a m t e n Dichten für olle Psenar»,.Ausschuß-»md Maqistratssttzungen machten im Jahre noch nicht 20000 Goldmart aus. Jedem arbeitenden Mann und jeder arbeitenden Frau müsse es möglich gemacht wer- den, das Mandat auch wirtlich auszuüben. Man. soll« den Antrag einem Ausschüsse überweisen, der die Frage der Dereinfachung der Auszahlung und vor allem die der Beseitigung! der ganz einseitigen Bevorzugung der Beamten zu prüfen hätte. Auch Müller-. Franken(Wirtsch.-P.), Dörr(Komm.), Hallensleben(DDP.) sprachen gegen den Antrag, dem Koch (D.-Nat.) soweit entgegenkam, daß er wenigstens die Möglichkeit «ine, Abbaues im Ausschuß untersucht wissen wollte. Zugleich empfahl er zwei von seiner Fraktion eingebrachte Anträge, die eine Obstruktion, wie sie am 18. Oktober Herr Dörr vollführte, indem er durch sein Weiterreden die Beschlußfassung ver» «itelte und die Sitzung zum Auffliegen brachte, durch Entziehung der Diäten geahndet wissen wollen.— Nachdem Genosse Kreuziger den weiteren Antrag der Deutschnationalen, die konfiszierten Diäten den Erwerbslosen zu überweisen, als im- zulässig charakterisiert hatte, wurde Ausschußberatung für den An- trag der Demokraten beschlossen: die Anträge der Deutschnationalen verfielen der Ablehnung. Schluß der öffentlichen Sitzung gegen g Uhr. Der kontrollzähter. Es Die Berliner Bevölkerung brennt in ihren Behausungen zu einem großen Teil Gas, während die Elektrizitätskonsumenten nicht so zahlreich sind. Der schlicht« Mann aus dem Volke denkt gewiß neidvoll nur an die schönen taghell erleuchteten Zimmer. Schieberinski aber ist nicht so bescheiden. Er hat elektrische Plätte, elektrischen Teppich-Staub- sauger, elektrische Nähmaschine, elektrische Fußheizkissen. elektrische Kocher und elektrischen Ofen Kurz alles elektrisch. Das muß doch aber«in sündhaftes Geld kosten, wundert stch der ehrliche arme Mensch. Weit gefehlt! Schieberinski braucht zwar täglich... zig Kilowattstunden, aber an die städtischen Elektrizitätswerke zahlt er oll« vierzehn Tage, wenn es hoch kommt drei Kilowatt. Meistens aber sind es nur bescheidene zwei, wenn nicht ein Kilowatt. Die Kontrolleur« suchen mit gewissermaßen mikroskopisch gewordenen Augen den Zähler ab, er zeigt aber In vierzehn Tagen nicht mehr als zwei bis drei Kilowatt. Eines Tages kommt der Kontrolleur mit einem anderen Hausbewohner ins Gespräch.„Schieberinski? Der? Na. den kenns« noch nich! Wissen Se, wat der jesagt hat? Aber S« dürfen mich nich verraten.' Der Kontrolleur schwört hohe Cid« und erfährt mit grenzenlosem Staunen, daß der ehrenwerte Herr Schieberinski mit zynischem Lächeln einem anderen Haus- bewohner erklärt hat:„Kunststück! Ick verfüg« über een unfehl- baret Mittel. Da kann ick so ville Strom verbrauchen wie ick will, und de Uhr zeijt nich een Zehntel Kilowatt. Damit et nach watt aussieht, laß ich se zwei bis drei Kilowatt loofen. Mir kann keen Kontrolleur wat, un ick habe mein« Freide dran, wenn se kommen und spannen, Hähäl' Der Kontrolleur meldet das der Direktion. Am anderen Tag erscheinen bei der Hausfrau, die unter Herrn Schieberinski wohnt, zwei Beauftragt« des Elektrizstätsamtes. dia sich legitimieren und die Hausfrau aufklären. Mit größter Bereit- Willigkeit läßt man die Herren ein, die mit größter Leichtigkeit in die Leitungen, die durch die Deck« in Herrn Schieberinskis Wohnung führen, einen Kontrollzähler einbauen. Schieberinski ahnt, nichts, plättet, kocht, näht und heizt elektrisch, daß es nur so raucht. Am anderen Tage zeigt der Kontrollzähler 28 Kilowatt. So geht das ruhig zwei Wochen. Eines Ta-es erhält Schieberinski eine Rech- nung vom Elektrizitätsamt über 381 Kilowattstunden, zu je ... Goldpfennigen, macht... Rentenmart. Er rein in seinen Pelz und zum Elektrizitätsamt:„Wat soll dat heißen? Wohl toll jeworden, wat? Bureaukratengesellschaft! Liederliche Wirtschaft seit der Revolution.' Er wird feierlich in das Direktoriolzimmer geleitet. Der Direktor ist die Liebenswürdigkeit selber, ober er hat ein Luge wie«in Kriminal, denkt Schieberinski und knöpft den Pelz auf.. � � ,, Räch ein« kurzen Wefle erscheint er wieder in der Tür;«- ist sehr rot und sehr, sehr klein und bescheiden, geht zur Kasse und zahlt wortlos die ganze Rechnung. Am liebsten möchte er„die ganze Band« aufhängen', nämlich weil sie schlauer war als er, denn er muß für eine» zwei Jahre lang unterschlagenen Derbrauch etliche tausend Coldmark nachzahlen, wenn er nicht mit„Alex' und mit Plötzense« Bekanntschaft machen will. Ja, ja. so geht es. Es gibt nicht wenige solcher Schieberinskis in Berlin, die stch heut« noch unentdeckt wähnen. Si« kommen aber noch und nach alle ran. CopyrftStt Oeorg Miller, Mtactoa. 461 Die Lofolfifcher. Roman von Zohan Dojec. Und dort auf der Kommandobrücke ging der Herr im Pelz, und so siegessicher war er, daß er noch immer mit ge» mütlichem Gesicht die lange Pfeife rauchte. Der Kapitän neben ihm hatte das Kommando über den Maschinisten mit den, Wasserschlauch übernommen.„Dorthin!' zeigte er.„Gib ihnen eine Spritze! So ist es gut! Potzwetter—!' Der Ma» fchinist war ein dünner Kerl mit aufgskrämpelten Aermeln, die Arme waren tätowiert. Er wollte eben den Wasserstrahl dorchin richten, wo Jakob einhertrampelte, als plötzlich hinter ihm ein Lursch auftauchte— das war Kaneles. Er war unter dem Dampfer durchgeschwommen und auf der anderen Seite hinaufgeklettert.„Achtung!' rief der Kapitän. Aber ehe der Maschinist sich umwenden konnte, taumelte er zu Boden, von xinem Schlag mit einer messingenen Tabaksdose getroffen. Kaneles gab ihm einen Tritt, daß er in den Schiffsraum hinunterf-og, nahm den Schlauch und richtete ihn auf die bei- den auf der Kommandobrücke. Der Mann im Pelz griff sich nach dem Gesicht, stieß ein Iammeraeheul aus, taumelle nach hinten. Der Kapitän fluchte und brüllte, duckte sich nieder, blieb liegen. Und nun stürmten die Fischer an Boro. Aber Kaneles richtete den Schlauch auf den Maschinisten des Nach» bardampfers. Ja, er leitete die Eroberung einer Festung, er war General. Der Kerl da hinten bekam einen Strahl in die Fratze, ließ den Schlauch fallen, heulte auf. Im nächsten Augenblick stürmten die Fischer auch diesen Dampfer, und ehe man sich's versah, waren alle Dampfer in ihren Händen. Jetzt kamen ein paar Boote von den Netz- Mannschaften zu Hilfe geeilt, aber es war zu spät. Der Herr im Pelz war wieder auf die Beine gekommen, und obwohl er die eine Hand vor das Gesicht hielt, winkte er mit der an- deren und wollte sprechen.„Hört, Leute Ihr sollt hinein! Aber Ihr müßt versprechen, daß Ihr unseren Netzen nicht w deu Weg kommt.' Er hätte ebensogut zu einem Orkan sprechen können. Er wurde von ein paar wilden Kerlen gepackt und über Bord geworfen. Der Kapitän ging denselben Weg. während er fluchend mit den Fäusten um sich schlug— gut. daß die Netz- boote in der Nähe waren, b:c sie auffischen konnten. Und auf allen Dampfern geschah das gleiche: die verbrühten, halb- blinden Fischer waren unbändig: sie warfen Kapitäne. Reeder, Maschinisten über Bord und dann— dann rasten sie in die Kajüten.hinunter, zerschlugen Spiegel, Lampen. Flaschen, alles, was sie nur beiommen konnten. Rache, Rache! Aber das dauerte nur einen Augenblick. Der Fisch dort drinnen im Fjord, der Reichtum, der Fisch, der Fisch! Rasch wurde die Kette der Dampfer getrennt, die Fischer- flotte strömte hinein, breitete sich über den Fjord aus, immer weiter landeinwärts. Aber hier gewahrten sie die Sperrnetze. eines nach dem andern, von geschäftigen Booten umschwärmt. Die mußten sie haben. Das war die Art des Großfischers, reich zu werden; sie leerten das Meer mit ein paar Zügen. daß für die kleinen Leute nichts übrig blieb—„Faßt sie, vorwärts!' Innerhalb der Sperrnetze standen die Fische so dicht, daß es aussah, als werde die Wasserfläche von einem Hagelschauer gepeitscht, aber im ganzen Fjord war es nicht anders, Rückenflossen, Rückenflossen überall, der Fjord siedete, sie ruderten in Fischen, dies war ein Märchen! Alle Augen waren blutunterlaufen. Die Ruder hoben sich zum Schlage, die Netzboote wurden überwältigt, die Manner niederge- schlagen, die Fischer stürzten sich aus die Netze, schnitten, rissen. hieben sie in Fetzen. Mag doch der Fisch entschlüpfen. Dort hinten ist ein neues Sperrnetz. Die Boote rasen borthin. Noch ist die Schlacht im Gange. Aber da komntt der Wal zurück. Er fährt durch den Fjord. prustend und schnaubend, er stöhnt vor Entsetzen, daß die Felshänge beben, er hatte am Ende des Fjords keinen Aus- gang gefunden, er fühlte sich gefangen, Panik, Panik! Er jagt Heringsfchwärme vor sich her, beachtet sie aber nicht mehr, er stiebt nur sinnlos dahin, um aus der Falle zu entkommen, dem Meere zu. dem Meere zu. Wellen gehen von ihm aus wie von einem Riesenschiff. Und jetzt kommt noch einer. Nun wird es still in den Booten Sie beginnen ans Ufer zu steuern, um aus dem Wege zu kommen. Und da ist noch einer, aber der wird ron einem Todfeind verfolgt, dem Delphin. Die munteren Jäger springen hoch aus dem Wasser, er sind schlanke, hellblaue Leiber, und sie fallen klatschend nieder, daß das Wasser aufspritzt, reißen sich einen Bissen aus dem großen, schnaubenden Fleischberg heraus »md springen munter wieder in die Luft. Das ist gute Jagd. Ist es ein Wunder, daß der Wal die Fasiung verloren hat? Er pflügt durch den Teil der Fischerflotte hindurch, der nicht mehr ausweichen konnte, die Boote schaukeln auf den mächtigen Wellen, man hört erschrockene Rufe, ein Delphin fliegt in die Luft und fällt fast in ein Anglerboot zurück, aber der dunkle, schnaubende Felsblock treibt so dicht vorbei, daß man aus seinen Rücken springen könnte. Jetzt hat der Wal die Boote hinter sich, aber gerade vor ihm sind wieder die Dampfer— ist der Fjord dort auch zu Ende? Der Wal will umkehren, aber der Delphin ist über ihm. Da ist es, als presse der Tod ihm das Herz zusammen, er macht einen sinn- losen Sprung, der gewallige Körper hebt sich aus der See und schwebt einen Augenblick in der Luft, aber der Körper ist schwer, er muß wieder hinunter, und dort unten wartet der Verfolger mit den messerscharfen Zähnen. Einen Augenblick tanzt der Wal im Wasser herum,«ahn- sinnig— ratlos. Der Fjord schäumt und wallt. Und der Delphin hackt einen Bissen nach dem anderen aus seinem Leibe, daß das Blut aufspritzt und die Wellen der grauen See sich rot färben. Da stößt der Wal nach unten, tief auf den Grund hinunter, daß der Schwanz bei dem letzten Schwung noch aus dem Wasser hrrausragt. Blasen steigen auf, ein Dampfer in der Fjordmündung bekommt einen gewaltigen Stoß— das ist der Wal, der unter dem Kiel wegscharrt, auf seiner Flucht ins Meer hinaus. 22. Niemals noch halle wohl je ein Mensch von einem solchen Kabeljaufang gehört, wie er jetzt hier im Fjord einsetzte. Die Boote wimmelten durcheinander, man sah Heringe und Fische im Wasser springen, man warf Netze und Angeln aus, wo es sich gerade traf, und immer enger drängten sich die Boote aneinander, so daß sie immer tiefer und tiefer w den Fjord hinein mußten. Aber überall stand der Fisch in dichten Schwärmen unh die Augen wurden wild und gierig. Die Vögel in der Luft und die Menschen auf der See kreischten. Kaum waren die Netze ausgelegt, so konnte man sie auch schon wieder voll einziehen, und die Boote waren zum Sinken schwer mit Fischen beladen, aber was sollte man damit tun? Ein paar Handelsfahrzeuge waren gekommen, sie wurden um- ringt, man schlug sich darum, heranzukommen: es gall ja nur, die Boote zu leeren und dann von neuem Netze auszuwerfen. Einige von den Fischdampfern gaben das Fischen auf und be- gannen zu taufen, und jetzt war es leicht, die Preise zu drücken, kein Fischer hatte Zeit zu feilschen, sie nahmen, was ihnen geboten wurde, es galt ja nur, das Boot zu leeren. Es war ein Fang ohne Aufsicht und gegen alles Recht und Ge« setz, es hieß sich durchzuschlagen und sich den Nachbarn vom Leibe zu halten: es hieß, anderen die Netze zu zerreißen und zerschneiden, wenn sie im Weg waren, und das Boot mit Reichtum zu füllen. Es dämmerte, und keiner dachte daran, an Land zu gehen. Es wurde dunkel, aber der Fang ging im Dunkeln weiter, man warf Netze aus, man holte sie ein und hatte von neuem das Boot voll. Die in der Nähe des Handels- fahrzeugs lagen, hallen Glück, ihre Boote wurden rasch wieder geleert, andere fuhren an Land und luden die Fische einst- weilen am Strande ab. Es würde wohl ein Käufer kommen. Es wurde Mitternacht, und jetzt wurde es erst lebhaft. Der Fjord hatte so öde dagelegen mit seinen Schneebergen zu beiden Seiten und seinen erstarrten toten Ufern. Jetzt hallten die Felsen vom Lärm. Es kamen neue Fischer an, die mtt aller Macht gerudert hallen, Netze aus. Angeln aus. Hatten andere gerade an derselben Stelle schon ihre Netze ausge- worfen, fo hallen sie den Schaden: mochten sie doch schimpfen. Angeln lagen über Netzen, die Netze hatten den Schaden da- von. die Angelfischer wollen auch leben. Selbst im Dunkeln sieht man, daß der Fjord von Fischen wimmelt— Reichtum, Reichtum!(Fortsetzung folgt.) Es lohnt nicht! Das Schicksal einer ,, Millionen- Erbschaft“. Ein Mädchenmord? Der Schuß im Cumpenteller. Dr. med. Heins." Ein seltsamer Sozialpsychologe. Die Stadt Berlin hat nicht selten von mehr oder minder- Die 17 Jahre alte Kontoristin Maria Majewski, bie bei Der Traum feines Lebens mar für den Magistratsbureau bemittelten Leuten, die bei ihrem Tode feine näheren Verwandten ihren Eltern in der Müllerstr. 25a wohnte, war bei einer Getreide- beamten Harry Hartmann, den„ Doktor" zu spielen. Sein hinterließen, den gesamten Besitz als Bermächtnis erhalten. So handlung in der Hauptstraße zu Schöneberg beschäftigt und lernte Jugendwunsch, Medizin zu studieren, fonnte ihm manche Stiftung, die mit Hunderttausenden oder gar mit einigen einen 22jährigen Verkäufer Kurt Ketschmer kennen. Die beiden nicht erfüllt werden, da der Bater nicht die nötigen Geldmittel dazu Millionen ausgestattet war, fonnte aus ihren Zinserträgen ent- jungen Leute trafen sich öfter nach Schluß des Geschäftes unt hatte. So war Hartmann genötigt, sich als Magistratsbureau weder Notleidende mit barem Geld unterstützen oder Erwerbs Retschmer nahm das Mädchen auch einmal mit in seine Wohnung in beamter feinen Lebensunterhalt zu verdienen. Glücklich war er unfähige in Altersheimen verpflegen. Inzwischen haben wir die der Schaperstraße 11, während seine Eltern, die felten zu aber, as er im Kriege als Sanitäter Dienst tun fonnte. Seitdem beispiellose Geldentwertung erlebt, haben an Geldbeutel und Hause waren, in ihrem Lumpenfeller in der Zwinglistraße zu tun am magen es spüren müssen, wie bis zum früheren Wert einer hatten. Zu Montag, den 3. Dezember, abents 8% Uhr, hatte das beschäftigte er sich Tag und Nacht mit medizinischen Fragen. Ganz Mark die Million, die Milliarde, die Billion hinabfant und hin- junge Baar wieder ein Zusammentreffen am Bahnhof Savignyplats besonders legte er sich auf das Studium der Sexualpsychologie. Um fich nun auch praktisch zu bestätigen, madhte er sich an unterſtürzte. Was sind heute Hunderttausende, was sind Millionen, verabredet. Seitdem ist das Mädchen verschwunden. die Frauenwelt der durch ihren eigenartigen Charakter gekennzeich die ein fürsorglicher Erblaffer in seinem vor Jahren oder Jahrzehnten Der Vater und ein Bruder der Bermißten, machten sich nach neben Dielen in der Nähe des Stadtbahnhofs Charlottenburg heran errichteten Testament den bedürftigen Schühlingen der Stadt der Schaperstraße 11 auf, um sich nach Ketschmer zu erfundigen. In der Nirvana- Diele in der Mohrenstraße war er mit seiner Frau gemeinde bestimmt hat? Eine Billion gleich einer Mark, zehn Während sie auf dem Grundstüd fragten, tomen aus dem Hinter- Stammgast und nannte sich hier Dr. Heing". Bald wurde der Milliarden gleich einem Pfennig! Bom Pfennig der zehnte Teil hause eine Frau und ein junger Mann mit einem Herr Doktor" von den in der Diele verkehrenden Damen in diss gleich einer Milliarde, der zehntausendfte Teil gleich einer Million! vierten Stod. Dort erfuhr aber Majewsti, daß diese Auskunft war mit seinen Ratschlägen auch gern zur hand, schrieb eifrig. Sad heraus und gaben ihnen die Auskunft, Ketschmer wohne im freten Fällen um Rat und Hüfe angegangen. Der Herr Doktor Was soll da die Stadt mit einer Million an- falsch war, daß Ketschmer vielmehr im Keller wohnt. Auf An Rezepte aus und bestellte seine Patientinnen auch in sein fangen, die ihr aus einem Testament zufällt? Früher war es zeige der Eltern leitete die Kriminalpolizei Nad forschungen ein, egualpingologisches Institut, das in der Wohnung cine Seltenheit, daß sie Bermächtnisse von wenigen hundert Mart und die Mordkommission nahm Ketschmer ins Gebet. Er behauptet, bes bulgari, chen Medizinalstudenten Jacques Kokosch weli eina ols gar zu gering und nicht lohnend ablehnte. Heute muß sie bei daß er mit der Kontoristin zu der angegebenen Zeit zwar ein Stell- gerichtet war. Kofofchweli studierte zwar erst im ersten SeMillionen- Erbschaften", die einst Aufsehen erregt hätten, die An- dichein verabredet, sie aber nicht getroffen habe. As sie nicht pünft me sten und scheint das Studium nicht allzu eifrig betrieben zu nahme verweigern, weil bei der Verwaltungsarbeit die geringste lich gefommen sei, habe er bei dem fchechten Wetter abends nicht haben, denn er sá märmte bie nächte durch und veran= Schreibleistung ein Bielfaches des ganzen Bermögens" erfordert. Tange warten wollen, in der Tauengienstraße ein Straßentaltete in der Nirvana- Diese und Lotalen ähnlichen Charakters Abgelehnt hat ber Magiftrat jetzt eine Erbschaft, deren Wert mädchen annesprochen und nach der elterlichen Wohnung mit große Gelage. Eines Tages fam die Kriminalpolizei hinter das nom Teftamentsvollftreder auf 3 bis 4 Millionen geschätzt wird. genommen. Diesem Mädchen habe er etwas gefchenft, es habe sich Treiben der beiden. Die Folge war, daß das ferualpsychologische Er verweigert die Annahme wesen„ Geringfügigkeit der Maffe", die aber mit ihm nicht einlassen wollen, weil er frant sei. Er habe Institut" geschlossen und rie beiden Inhaber hinter Schoß und in feinem Berhältnis zu den Verwaltungskosten und dem zu er= wartenden Ruhen steht. Ueberdies darf das„ Kapital" niemals an Kurfürstendamms und der Joachimsthaler Straße mit ihm gegangen. well zusammen mit einem Fräulein L., die Gegensta: ihrer es nun wieder hinausgelassen und sei noch bis an die Ede tes Riegel gebracht wurden. Jetzt hatten sich Hartmann und Kokoschgegriffen werden, so daß nur der Zinsertrag zu Unterstützungen Was aus der Maria Majewsti geworden sei, wiffe er nicht. Die operativen Versuche war, von der ersten Straftammer des Landverwendet werden könnte. Drei Geschwister, die einen gemein Frau, die den Etern der Vermißten die falsche Auskunft gab, war, gerichts III zu verantworten. Hartmann behauptete, daß er im famen Haushalt führten und einander beerbten, hatten als schließ- mie festgestellt wurde, Frau Ketschmer. Sie behauptet, der Sad, Begriff gestanden hätte, mit einem rumänischen Arzt zusammen in lichen Erben die Stadt Berlin eingesetzt. Der Wert von 3 bis den sie getragen habe, sei mit Brennholz gefüllt gewesen, des der Karlstraße eine Poliklinik zu eröffnen. Der Gefängnis 4 Millionen war noch vorhanden, als die letzte der Schwestern starb sie von ihrer Wohnung nady dem Lumpenfeller in der Zwingliund die Stadt die Erbschaft antreten sollte. 4 Millionen reichen aus, ftraße getragen habe. Leute, die über dem Ketscherschen Keller arzt Dr. Hirsch stellte fest, taß„ Dr. Heinh" tie wildesten im Stiftungsbureau des Magistrat einem das Vermächtnis bear wohnen, befinden, am 3. Dezember( pät abends einen Schuß habe, die die Patientinnen gar nicht hatten. Die Straffammer vers Rezepte ausgestellt und alle mö lichen Krankheiten festgestellt beitenden Burequangestellten die Arbeitsleistung einer gehört au haben. Der junge Retschmer bestreitet, geschoffen zu urteite Hartmann megen( d) werer Urkundenfälschung halben minute zu bezahlen. Und mit diefen 4 Millionen tann haben und behauptet, daß er zu jener Zeit nicht in der Wohnung durch Ausstellung falscher Rezepte zu 1½ Jahren Gefängnis Der Bureauangestellte ein rümchen Brot bezahlen, das so winzig ist, daß er es achtlos vom Tisch feat. Denn ein einziges hat. Jetzt hat er sie nicht mehr. ihren Berbleib fann er aber nicht die lintersuchungshaft angerechnet. Die Angellacte 2, von der das Es ist festgestellt, daß er eine Pistole besessen und drei Jahren Ehrverlust. Drei Monate wurden auf Granim Brot foftet ungefähr das Hundertfache von 4 Millionen! nachweisen. Ebensowenig den Berbleib einer blauen hoje, Gericht annahm, daß sie sich in anderen Umständen geglaubt Wenn die Stadt das ganze Stapital" dieser" Millionen- Erbschaft" die zu einem Anzug gehört, den er am 3. Derember getragen hat. habe, wurde wegen perfumter Abtreibung zu drei einem einzigen Armen überweisen dürfte, lohnte es nicht, daß er über den Aufenthalt des vermikten Mädchens irgend etwas monaten Gefängnis unter Zubilligung einer Bewährungsweiß, insbesondere auch, wer es mit Ketschmer gesehen hat, ferner Angesichts solcher Folgen der Geldentwertung stelle man sich vor, auch das Straßenmädchen, mit dem dieser die elterliche tannten brei Monate Gefängnis sind durch die erlittene frift verurteilt. Die gegen Rofoschmeli megen Beihilfe zuers was heute die Stiftungen der Stadt noch leisten können! Als der Wohnung aufgesucht haben will, oder mer Set chmer mit diesem Krieg zu Ende ging, wurde für Berlin damaligen Umfanges das Mädchen zusemmen gesehen hat, wird ersucht, sich bei den Kriminal- Haft verbüßt. Bekterer wurde aus der Haft entlaffen, Hartmann gefamte städtische Stiftungsvermögen auf 55 Millionen Mart ge- fommillaren Dr. Anuschat und Queß im Zimmer 95 des Bo- dagegen nicht auf freien Fuß gefcht. schäft. Es wird heute in Papiermark fehr viel höher" fein, weil lizeipräsidiums, Hausarruf 512, zu melden. der in diesem Betrag enthaltene Grundbesiz( damals 11% Millionen) beträchtlich gestiegen ist, und auch die in Wertpapieren angelegten Teile des Stiftungsvermögens, heute in Papiermark ausgedrückt, eine sehr hohe Zahl ergeben. Wieviel aber oder richtiger gefagt: mie menia mag an wirklichen Werten in den Stiftungsfaffen übrig geblieben sein? Auch die Frace bränat sich auf, wie das alte Fräulein gelebt haben maa. das ofs ehemals Reiche die von der Stadt jetzt abgelehnte Millionen- Erbschaft" hinterließ. er die and danach ausstreďte. Eröffnung des Weihnachtsbaummarktes. Der fleinste Baum 2,60 Goldmark. Die Abteilung W des Polizeipräsidiums teilt zur Eröffnung des Weihnachtsbaummarftes mit, daß alle Arten Don Nadelbäumen bis zu den größten( sogenannte Saalbäume), die zur Weihnachtszeit auf den Martt gelangen, Gegenstände des gewesen war. Der räffelhafte Tod eines Hausmädchens beschäftigt augenblicklich die Potsdamer Kriminalpolizei. Die 18jährige Margarete dermann wurde am Sonnabend in Potsdam damit beauf tragt, zwei Brote aus der Stadt zu holen. Die Ackermann wurde von einem Chauffeur mit einem Boot übergefeßt. Als das Mädchen abends nicht wiederfam, wurden sofort Nachforschungen angestellt, die aber erfolglos blieben. Vorgesten abend fand der Vater die Leiche des Mädchens an der Mündung des Botsdamer Stadt fanals im Wasser schwimmend vor. Neben dem Mädchen schwamm eine neue Bluse, die es sich am Sonnabend in einem Botsdamer Warenhause gekauft hatte. Das Schicksal der erwerbslosen Frauen. Bohm- Schuch in einer überfüllten Erwerbslofen. Ueber das Schidsal der erwerbslosen Frauen" sprach Genoffin versammlung im Gewerkschaftshause. Die Rednerin erinnerte daran, daß sich heute unsere Gegner auf der ganzen Linie zum Kampf gegen die Arbeiterschaft rüsten und daß dieses Borgehen den Zusammenhalt der Parteigens finner und Genossen nötiger denn je mache. Nach der Beendigung des Krieges wurden die arbeitenden Frauen von den heimgekehrten Männern aus ihren Arbeitsstellen verdrängt. Dieser Borgang war, wirtschaftlich begründet. Die Sos zialdemokratie hat sich daher auch der Notwendigkeit der Arbeits. beschaffung für Männer feinen Augenblid verschlossen. Aber was damals für die Boltsgemeinschaft notwendig war, suchen heute die Der Mord an dem Wachtmeister Kalisch. Gegner der Arbeiterschaft im fapitalistischen Interffe auszubeuten. täglichen Bedarfs sind, auf die die Preistreiberei verord der Schüßpolizeimachtmeister Ra111 zum Opfer gefallen ist, wäh- hat die arbeitende Frau oft noch mit dem in verstand inter Zu dem schweren Zusammenstoß auf dem Nettelbedplatz, dem Dagegen muß die ganze Arbeiterschaft geschloffen stehen. Leider nung Anwendung findet. Nach eingehenden Ermittelungen find rend sein kamerad noch schwer banieberliegt, wird mitgeteilt, daß männlichen Kollegen zu fämpfen. Hier muß insbesondere folgende Breife als angemessen festgefekt worden: Kriminalkommissar Brashwi und feine Beamten bisher Bandel geschaffen werden. Gerade der Krieg hat den Stapitaliſion im Großhandel: fleine Bäume 1,80 m., mittlere Bäume 12 Bersonen als beteiligt festgenommen haben. Der die Möglichkeit gegeben, fo brutal gegen die Arbeiterschaft aufzu 20., mittelgroße Bäume 2,50 M., große Bäume 3 M. Im Kleinhandel: Heine Bäume 2,60 m., mittlere Bäume 3 M., angeblich schwedische Matrose David Rohn, der gleich auf der treten, wie sie es heute tun. Unsere nächste Aufgabe muß es daher mittelgroße Bäume 3,60 M., große Bäume 4,30 M. Ein leber Flucht ergriffen wurde, ist als ein 23 Jahre alter, früherer Arbeiter fein, den Staat von den Auswirkungen der kapita Friz Heizweb el festgestellt worden, ein in gewerbsmäßiger listischen Wirtschaftsordnung zu befreien. Die Er. Idreiten dieser: Preise begründet den Berdacht Einbrecher, der aus dem Gefängnis zu 21'ona entwichen und werbslofenfürsorge wurde durch Verordnung der Boltsbeauftragten des Wuchers. Die Polizeibeamten find angewiefen worden, mit seiner, Geliebten, einer verheirateten Grau, nach Berlin ge- geschaffen und durchgeführt. Die arme deutsche Republie wollte ihre tommen ist. Heizwebel haufte hier mit seiner Beliebten auf dem von 7½ Broz. und dem Kleinhandel ein Aufschlag von 45 Bro3. denen er abwechselnd, arbeibete". Er sprang, während die Beam- getan. Heute soll die trofilo e finanzielle Lage des Reiches wrogen. dem Großhantel nach Aufrechnung aller Untoften ein Reingewinn Bedding und stellte verschiedene Einbrecherfolonnen zusammen, mit faiferliche Deutschland dagegen hat für seine Erwerbslosen nichts jedoch für den Kleinhandel die Unkosten für Abfuhr vom Ankunfts- ten, die die Bande stellte, jeder einen Mann nach Schußwaffen ab- als Berwand dienen, um felbst die unzureichende Erwerbslosen. bahnhof, Sortieren, Ausbessern, Berlust. Plazmiete, Hilfskräfte, tafteten, einige Schritte zurück und gab, nachdem andere Beteiligte fürsorge zu beseitigen. Das Unternehmertum wünscht sich willige und billige Lohnftlaven wie früher. Gegen alle diefe Steuerabgaben nebst dem Reingewinn enthalten. Die Polizei- fich niedergeworfen hatten, aus geringster Entfernung die meisten Machenschaften hat die sozialdemokratische Reichstagsfraktion den beamten werden unter Beobachtung der angegebenen Gesichtspunkte Schüsse ab. Er gibt auch zu, geschossen zu haben. Einige Mitglie- schärfsten Widerspruch erhoben. Am erfolgreichsten wird die Erwerbs. cuf das energischste gegen jeden Wucher einschreiten und in besonders der der Banden werden noch gesucht. traffen Fällen zur Beschlagnahme und zum Verkauf der Bäume zu angemeffenen Preisen schreiten. auf den Einfaufspreis zugebilligt wird. In leyterem Sazze find Warum der Unterschied? " Zeugenaussagen... lofigkeit bekämpft durch die Schaffung von Arbeit. Die For derung nach Arbeit müssen wir wieder und immer wieder erheben. Laßt uns, so schloß die Rednerin, treu zusammenhalten, damit die Umgestaltung zur sozialistischen Wirtschaftsordnung gelingt. An den Bortrag schloß sich eine lebhafte Diskussion. Schließlich wurde an die Erwerbslosen unentgeltlich Brot verteilt. Unfere Nothilfe. Eine wüste Straßenfaene spielte sich im September vor dem Wintergarten" bei der Feststellung eines angeblichen Billetthändlers Zu der Notiz„ Warum der Unterschied" in Nr. 575 vom 9. De- ab. Daraus entwickelte sich eine Anklage gegen den Kaufmann Wilzember gibt das Ernährungsamt nachstehende Aeußerung: Die helm Mahnhold wegen Billetthandels und Wider höhere Bezahlung der in Berliner Kubställen tandes gegen die Staatsgewalt. Ein Schupowachtmeister erzeugten und unmittelbar von dort aus an Verbraucher glaubte beobachtet zu haben, daß M. Billetts verkaufte. Als er ihn abgegebenen Milch ist eine feit langer Zeit erhobene Forderung und gegen die Wand gedrüct, so daß erst ein hinzu beiter wohlfahrt gingen ein: Emma Brett 10 Rentenmart; festnehmen wollte, wurde der Beamte durch das Publikum bedroht Für die Kinder- und Jugendfpeifung der Ar Der Berliner Mollereibefizer, die in der besseren Qualität biefer Milch ihren Grund hat. Daß die Qualität diefer Mila fommender Oberwachtmeister ihn befreien mußte. In der Haupt- Tr. 4,20 Goldmart, burch Dr. Herz 105 Goldm., durch Schuch beffer fein muß, ergibt sich daraus, daß diese Milch frisch Dr. Puppe den Beweis dafür an, daß Mahnhold sich weder des onen, Reichspräsident Ebert 300 Billionen, Leffer 9,20 Goldm.. verhandlung vor dem Schöffengericht Berlin- Mitte trat Rechtsanwalt 10 Rentenm., Hugo Simon 80 Goldm.. Bett Simon u. Co. 50 Billi an den Berbraucher gelangt, während im allgemeinen die vom Billetthandels noch des Widerstandes gegen die Staatsgemalt fchuldig So. 500 miliarden, Sa. 20 Billionen. Weitere Zuwendungen erLande nach Berlin hereingebrachte Milch älter, meist 24 Stunden alt ist. Die höhere Bewertung der Molfermilch ist übrigens auch gemacht habe, daß der Beamte vielmehr ihn sofort einer Ino. 500 Milliarden. Sa. 20 Billionen. Weitere Zuwendungen erbittet Benrisausichuß für Arbeiterwohlfahrt und Kinderschuß, zu struktion zuwider zur Wache führen wollte. Die Verhandlung in der Friedenszeit üblich gewesen; der Berliner Stuhstallbefizer ergab, daß der Wachtmeister etwas ganz anderes bes Händen Minna Todenhagens, Berlin SW 68, Lindenstr 8, II. Hof bat auch damals fchon ungefähr 10 Proz. mehr für seine Milch fundete, als er felbst vorher zu Protofoll gegeben hatte und erhalten, als der gewöhnliche Kleinhandelspreis betrug. Schließ daß diesen Angaben wiederum die Aussagen des Hauptmachtmeisters lich fei noch darauf hingewiesen, daß die Produktionsfosten entgegenstanden. Mit Rücksicht auf diese widersprechenden innerhalb der Stadt wesentlich teurer find, als auf dem Lande 3eugenausfagen folgte das Gericht dem Antrage der Berund daß die Berliner Ruhstalbefizer die Notwendigkeit eines erteidigung und erkannte auf Freisprechung. höhten Preises zum mindesten für die gegenwärtige Zeit durch eine altulation, der Gestehungskosten nachgewiesen haben." Erneute Preissenkung im Lebensmittelhandel. Die Kolonialwarenhändler haben weitere Herabsetzung der Breise beschlossen, so daß diese in einzelnen Fällen denen der Bor Iriegszeit entsprechen, in anderen Fällen sich ihnen ziemlich nähern. Auch im Bädergewerbe erfolgt von heute ab ein weiterer acht prozentiger Abschlag. Leider kommt diese erfreuliche Mitteilung zu nächst nur aus Frankfurt a. M. Es besteht aber wohl fein Zweifel, daß die Berliner Kolonialwarenhändler und Bäcker ihren Frankfurter Kollegen nicht werden nachstehen wollen, denn man fann nicht annehmen, daß sie sich selber das Weihnachtsgeschäft verderben wollen, was unfehlbar eintreten würde, wenn jezt die Preise erneut steigen würden. Das Pferdebiebstahlkonsortium. 2 Tr. rechts. Gebt nur dem Wohlfahrtsamt! Bom Bezirksamt Friedrichshain geht uns folgende. Barnung zu: In legter Seit sind dem Bezirksamt Mitteilungen darüber ge macht worden, daß sich Erwerbslofenräte an Geschäftsinhaber heran machen mit der Aufforderung, Lebensmitte! für die Erwerbslosen zu spenden. Als Gegendienst wird ihnen verNicht weniger als zehn Diebstähle ganger Gespanne, fprochen, ihre Läden bei eintretenden Unruhen vor Plünderungen zu Pferde und Wagen, wurden den Rutschern August Bohl und Baul bewahren. Beider muß festgestellt werden, daß einzeine Geschäfts= Rigmann, die sich vor der Strafkammer des Landgerichts I zu inhaber Spenden, die sie dem Wohlfahrtsamt bereits augesagt hatten, verantworten hatten, zur Last gelegt. Die beiden Angeklagten haben zurückgezogen haben, um diese den Erwerbslosen zuzuführen in dem diese Diebstähle innerhalb ganz furzer Frist ausgeführt. Auf den Glauben, bei Plünderungen verschont zu bleiben. Es kann nicht Güterbahnhöfen legten sie sich auf die Lauer. Sobald sie ein Fuhr dringend genug davor gewarnt werden, sich an derartigen Spenden werf unbeaufsichtigt stehen fahen, schwangen fie fich auf den Bod an Unbekannte zu beteiligen. Ganz abgesehen davon. daß über die und fuhren davon. In vielen Fällen erbeuteten sie dabei auch noch eingehenden Mengen und deren Verteilung jegliche Kontrolle fehlt, neben den Gespannen eine reiche Laft. Abnehmer für Pferd und ist andererseits gar keine Gewähr vorhanden, daß den wirklich hilfsWagen war ein ganzes Ronfortium von Hehlern. Mit bedürftigen die Svenden auch übermittelt werden. Wir möchten Rücksicht auf die Gemeingefährlichkeit des Treibens der Diebe und daher an die Geschäftsinhaber unseres Bezirks die dringende Bitte Hehler erkannte die Straffammer auf sehr hohe Strafen. Pohl richten, derartige Ersuchen abzulehnen und Spenden an und Rigmann erhielten je 3½ Jahre Zuchthaus. Der Nahrungsmitteln und Kleidungsstücken entweder an das Wohl. Senfung des Elerpreises. Von der Eier- Notierungskommission Händler Karl Seeburg drei Jahre, der Händler Franz fahrtsamt bes Bezirts, Rigaer Str. 103/104, oder an bei der Abteilung W des Polizeipräsidiums wurde der Preis Replin ein Jahr, der Landwirt Paul Heinemann drei des Arbeitsamt, Am Stralauer Blah 30/81. zu überfür ein Gt ab 12. Dezember auf 25 Pfennige fest. Jahre und der Händler Franz Jeste ein Jahr drei Mo. mitten. Hier ist die Gewähr vorhanden, daß die eingehenden gefest Da in den letzten Tagen wiederholt Ueberschreitungen nate 3uchthaus. Spenden an wirklich Bedfirstine verteilt und fein Mißbrauch damit der durch die Kommission festgelegten Gierpreise beobachtet werden getrieben wird. Die große Not, in der sich die Arbeitslosen imd Ionnten, wird nachdrücklichst darauf hingewiesen, daß jede NichtKleinrentner befinden, gilt es zu mindern. Ganz besonders müssen beachtung dieser Richtpreise unnachfichtlich verfolgt wird. unsere lieben Alten vor dem Berhungern geschüht werden. Darum 0.50-0,70 gebe feder, der in der Lane ist, zum Weihnachtsfest sein Scherflein 0,50-0.65 zur Linderung der harten Not. Doppelt gibt, mer schnell gibt. 0,75-1,20 Lebensmittelpreise in Berlin am 11. Dezember Schweinefleisch Lebende Hechte Schleie Rechtskräftige Handelsverbote. Im Laufe des Monats No- Rindfleisch vember sind folgende handelsverbote erlassen und jest Kalbfleisch rechtsträftig: 1. gegen den Händler Friedrich. August Niehi in Hammelfleisch Berlin Neuköln, Julius str. 65, weil er zur menschlichen Ernabrung unbrauchbaren Blumenkohl zu verkaufen ver fucht hat, und 2. gegen den Kohlenhändler Heinrich Kurt in Berlin- Charlottenburg, Goethestraße 48, wegen wucherischer 8urüdhaltung von Kohlen. Hechte in Eis Barsche in Eis. Schellfisch • ( in Goldmark) 1,20-2,30| Kabeljau 1,10-2,20 Grüne Hetinge. • 1,20-2,10] Margarine 1,80-2,20 Schmalz 1,70-2,10 1. Ei 1,90-2,20 Kartoffeln( 10 Pfä.) 1,10-1,50 Weißkohl 1,00-1.10 Wirsingkohl 0,45-0,601 0,25-0,28 040-0,45 1,10-1,25 Eine neue Speilestelle. Die inbericus und Rettungsaefellschaft, die in enger Zusammenarbeit mit dein Dentimen 0,07-0,08 Bentralausschuß für die Auslandshilfe( E. B) fteht, eröffnete om 0,08. Dienstag die erfte bon acht Speiiestellen in der Gee meindeschule in der Donaustraße zu Neukölln, is hundert arbeits fofe Jugendliche gespeist werden. Frau Stadträtin Gen. 28 e IT übermittelte den anwesenden Vertretern der genannten Gesellschaft ben Dank der Stadt Berlin. Norwegische Studenten für deutsche Studenten. Die Sammlung der norwegischen Studenten für ihre deutschen Sollegen hat ein Ergebnis von 34 015,64 norwegischen Kronen ergeben. Nach Berhandlung der norwegischen Studenten mit Reichstanzler a. D. Dr. Michaelis hatten die norwegischen Studenten 30 000 kronen für Studentenfüchen in Berlin überlassen, so daß 700 Stubenten täglich ein nahrhaftes Effen in 3 Monaten befommen önnen. Der Restbetrag wird unter die Universitäten in Kiel und in Greifswald verteilt, wo das Intereffe für die kulturelle Verbindung zwischen Deutsch and und Nor wenen besonders groß ist. Die Sammlung für die deutschen Studenten in Norwegen wird fortgesetzt. Zwillingsschweffern überfahren und getötet. Ein foreclicker Ingtidsfall ereignete fich gestern nadmittag in der fünften Stunde in Potsdam. Die vierjährigen Zwillingstöter des Feuerwehrmannes Ernst Br a witt ans Potsdam wollten einem Automobil in der Charlottenitrake ausweichen und liefen direkt in die Elektrische hinein. Beide Kinder wurden überfahren und waren sofort tot. Neuordnung im Betriebe. Unternehmerappell an den Egoismus. Die Firma H. Bernert, Metallwarenfabrit, Charlottenburg, ministerium und dem Verband der Berliner Metallindustriellen ver. Wielandsir. 42/43, verfarbte unterm 5. Dezember 1923 an ihre einbart find( zurzeit unsere Grundmartlöhne). Alle darüber hinaus Arbeiter folgendes Rundschreiben, das wir vollständig wiedergeben, gehenden Zulagen, fei es für Lohn- oder für Affordarbeiter, weil es bezeichnend ist für den Herr- im- Hause- Standpunkt der unter werden direkt geregelt zwischen der Betriebsleitung und jedem einnehmer, dem unter Ausnügung der wirtschaftlichen Krise wieder zur zelnen Arbeitnehmer ohne 3utun irgendwelcher Leute, die Geltung verholfen werden soll. Goldmarklöhne- Goldmarkarbeit! 4 von der ganzen Sache nicht das geringste verstehen. Auch hier darf nicht der Reid regieren, denn Sie wissen felbst, es Die Nachtriegszeit mit ihrem unglüdlichen Zwangstariffystem hat früher Leute gegeben, die haben mehr und das Doppelie ver der Gewerkschaften hat es zuwege gebracht, daß die Betriebe so dient wie die anderen: dadurch wurden sie auch eine Stütze der gut wie ruiniert sind. Sie wissen selbst aus Ihrer Buge Firma und werden es auch wieder sein. hörigkeit zu meiner Firma, daß wir im Frieden fait 300 Personen und möchte Sie bitten, sich in Ruhe die einzelnen Bunfte flar zu Ich richte daher dieses Schreiben an jeden persönlich beschäftigten. Wie war dies möglich? Doch nur dadurch, daß jederqualitativ tas Beste und quantitativ fo viel als überlegen, denn es handelt sich sowohl um Ihre wie um die Eristenz möglich leistete, wofür er selbstverständlich auch nach seinen der Firma. Sie wissen, wir sind durch das Zwangstariflohn et stungen seine Entlohnung erhielt. Durch die system weit über die Weltmarktpreise gekommen, das Ausland macht Zwangstarife der Gewertschafen ist dieles produttive Ar sich immer mehr und mehr fühlbar, und unser alter Betrieb mus Sie fonft zugrunde gehen. Ermäßigte Schülerferienfarten. Für die bevorstehenden Weib beitsprogramm vollständig über den Haufen geworfan. nachtsferien werden die Schülerferienfarten wie bereits wissen selbst, daß sich jeder nicht so in feiner Leistung enthalten die Zeitfarten, Arbeiter und Schülerridfahrkarten ebenfalls mit fonnte und durfte, wie er es gern wollte und wie er es auch für 50 vom Sundert im Breife ermäkigt. Zur Durchsich und für seine Familie notwendig hatte fondern er war gezwun führung der Maßregel werden als Echülerferienfarten balbe ein. gen. immer anderweitige Rücksicht zu nehmen( auch auf schwächere face Fahrkarten dritter und vierter Klaße ausgegeben, die mit dem Kräfte); es wurde nach oben hin der Verdienst beschränkt, und was Stempel( Rüdfahrt) verfehen werden und in Verbindung mit dem war die Folge davon? Daß seine Arbeitsleistung unbedingt sin ten mußte zu feinem Schaden und zum größten Nachteil entsprechend auszustellenden Antrag zur Hin- und Rückfahrt gelten. unserer Firma, die ihm ja die Vrbeitsmöglichkeit verschaffte. Die Umstellung des Bofffcheckverkehrs. Am 15 Dezember trift Sie wiffen felbit, daß ganz bedeutende Betriebseinschränkungen vor. die Umstellung des Poftiaedverkehrs auf wertbeständige genommen werden mußten, durch Berkürzung der Arbeitszeit, durch Grundlage ein. Es wird ein Bostanweisungsverkehr in Entlassung eines sehr großen Teils unserer Hilfskräfte und teilweise Bavieraeld daneben Ferlaufen m belegten Gebiet dürfte eine unferes Stammpersonals und, wie die Dinge heute liegen, steht die Sonderregelung stattfinden. und zwar dergestalt, daß dort Reichs Katastrophe unbedingt unabänderlich vor der Tür. Ich habe lange paviergeld eingezahlt werden kann und wertbeständin zur An- gezögert, mit Entlassungen an das Stammpersonal heranzutreten, rechnung und im unbelegten Gebiet wertbestärbia zur Auszahlung aber es ist dies eine Notwendigkeit, wenn die bisherige Arbeitsweise Tommt. Einzahlungen mit dem bisherigen Rotoeld im befesten beibehalten wird. Wie ist dem zu steuern? Was in meinen Kräften Gebiet fommen nicht in Frane, doch dürfte das für den 20. Dezember steht, um den Betrieb wieder produktiv zu gestalten, wird und muß zur Ausgahe kommende wertbeständige Rhein- und Ruhrgeld auch gefchehen, des tönnen Sie versichert sein, denn es ist ja schließlich die im Boftverkehr angenommen werden. Lebensnotwendigkeit meiner Firma, und das, was für mich gilt, muß auch für jeden, der in meinem Betrieb befchaf tigt ist, das gleiche sein, d. h. Iaffen wir alle Be fchräntungen, Elferu herous! Gire öffentliche Broteftfundorbung gegen die Beritörung der Schule auf Grund des Beamtenabhaugelebes findet morgen, Danners tan, den 13. Dezember, ahends 7%, 11hr, in der Aula der Reibniz- Dherrealschule. Schillerstr. 125, Charlottenburg am Senie, statt. Referent Stadte verordneter Genoffe Dr. Sawerau. Um Massenbesuch der proletarischen Eltern wird gebeten.. Ein Flug rund um die Welt. alle Tarife, alle fogenannten Rüdsichtnahmen fallen, die wir vor dem Kriege auch nicht hatten, wo jeder sein Geld verdient hat und im Prinzip viel und bedeutend mehr bekommen hat wie bisher. Aus Washington wird gemeldet, daß Staatssekretär Weets Den Neuaufbau meiner Firma dachte ich mir folgendermaßen: den Weg für einen Rundflug um die Welt genehmigt hat Freie Bahn dem Züchtigen," je der leite, was er leisten den im März nächsten Jahres 4 Flugzeuge mit dem Auscanasan n! Reiner soll auf den anderen neidisch sein, denn der eine punkt Washington unternehmen werden Die Etrede wird fiber hat eben die Fähigkeit, mehr und noch mehr zu schaffen und der Seattle, Kanada, Südalasta, Sapan, China, Indo- China, Siam, andere, welcher schwächer in seiner Arbeitsweise ist, muß sich damit Burmab und Indien zum verfisden Golf führen. Von hier fiber abfinden, denn es ist unmöolich, die schwächten Kräfte die Türkei. über den europäischen Kontinent, England. Jsland, auf Kosten der guten Kräfte durchzuschleifen. Es Grönland führt die Linie anrüd nach den Kanadischen Küften und wird auch für diese ein großer Anfporn fein, wenn sie fchen, daß über Montreal nach Washington. Mit dem Flug durch Grönland ihr Mitarbeiter feine Arbeit schneller, sachgemäßer ausführt und wird für Auguft gerechnet. mird den Wettbewerb zwischen den einzelnen Arbeitsleistungen uns bedingt auffrischen und heben. Das ist die Grund bedingung, die für die Produktivität unseres Betriebes notwendig ist. Lassen Sie fich nicht von den Leuten beeinflussen, die ganz andere Intereffen haben, deren Intereffen abfolut nicht die Ihren find, und die, wenn es zum Kloppen fommt, fpurlos verschwinden. Die Entlohnung auf neuer Basis wäre folgende: Großfeuer in einem oberschlesischen Judustriewert. Am Montaq abend brach in der Sprung federfabrit der ober. fchlesischen Eisenindustrie aus bisher unbekannter Urfache ein großes Feuer aus. Die Fabrit wurde bis auf die Grundmanern vernichtet. Bei den Rettungsarbeiten sind zwei Feuerwehrleute zu Schaden gekommen. Der Sachschaden ist erheblich. Durch die Vernichtung des Fabritieiles sind drei hun Dert Arbeiter beschäftigungslos geworden. Groß- Berliner Parteinachrichten. Heute, Mittwoch, den 12. Dezember: 24. Abt. Die Mitgliederversammlung findet nicht Chriftburger Str. 7, fontbern in der Schulaula Chriftburger Str. 14 ftatt ftraße 96a. Die Beihnachtstiften milffen abgerechnet werden. lung findet in diesem Monat nicht statt. macherftr. 15, abzuholen. 45. Abt. Die Zahlabende am Mittwoch fallen aus. Dafür Sonntag. ben 16. Dezember, vormittags 10 Uhr, Zusammenkunft in der Forster Schule. Einteilung der Spenden zum Wohlfahrtssonntag( 23. Dezember). Die Genoffen werden gebeten, fich rege an den Zeichnungslisten zu beteiligen. Charlottenburg. 52. Abt. 7% Uhr bei Bittner, Kaiferin Augufta- Allee 81, Bortrag des Genoffen Steintopf, M. d. R. 55. 96t. 7% Uhr Rahlabende:. 8. und 9. Gruppe bei Reimer, Wilmersdorfer Str. 21; 10. Gruppe bei 77. Sibt. Söneberg. 7½ Uhr Aahlabenbe: 1. und 2. Bezirk in der Schule Mertin- Luther- Str. 78. 4. Bezirk bei Grunb, Meininger Str. 8. Referent 82. Abt. Steglis. Schlabend in den bekannten Lokalen. Referat in aften Bohne, Schloßitt." 45. Kyffhäuferstr. 23. Referent Dr. Friedländer. 3. Bezirk bei Witttowski, Genoffe Joachim. Kein Sonderlohrablommen, sondern als Mindeflentlohnung gelten die allgemein gezahlten Säße, die zwischen dem Reichsarbeits, Wirtschaft Die Umbildung des Kohlensyndikates. Ueberlegen Sie fich diese Neuordnung eingehend, besprechen Sie es mit Ihren Familierarchörigen und lassen Sie sich nicht durch behalten Sie Ihren eigenen Willen, den Sie früher leichtfertig hingeworfene Worte irgendwelcher Personen beeinflussen, gehabt haben vor dem Kriege, laffen Sie sich nicht summarisch Sachen vorschreiben, die absolut Ihrem Empfinden zuwiderlaufen. Nur auf dieser freien Basis der gegenseitigen Vere einbarung ist ein Aufstieg unseres Geschäftes überhaupt möglich. Ich habe den festen Willen. wieder mit dem Geschäft verwärts zu kommen und, wer dafür ist und mitarbeiten will, dem reichte ich gern zur tatkräftigen Mitarbeit meine Hand und meine" nier. frühung. Wer sich aber dieser unbedingt notwendigen Neuordnung verschließt, der möge auch den freien Mut haben, dies zu bemeinen Betrieb freiwillig zu verlaffen denn zwingen zu einer Beibehaltung der alten Unorganisation wie bisher, loffe ich mich auf keinen Fall. bennen und Die Betriebsleitung ist über die einzelnen Buntie genau orien tiert und möchte ich Sie ersuchen, falls Sie mit mir zusammen den Aufbau unserer Firma vornehmen wollen, sich an Ihren Abteilungsmeister oder direkt an die Betriebsleitung zu wenden, welche Ihnen die wenigen, aber so wichtigen Punkte des neuen Arbeits. vertrages aushändigen wird. Ich hoffe auf Ihre fräftige Unter fügung und Mitarbeit. Hochachtungsvoll Bernert Es führte zu weit, auf alle Schießheiten dieser Fuchsprebigi für Enten einzugehen. Die versteckten Vorwürfe, die gegen die Arbeiter erhoben werden, werden auf die Organisation, die Gewerkschaft, abgemälzt. Der Betriebsleiter appelliert an den Egois. mus der einzelnen Arbeiter, um die gegenseitige Solidarität der Arbeiterschaft zu beseitigen. Er sinnt seinen" Arbeitern an, ihr Wohl und Wehe in fein persönliches Ermessen zu stellen und ihrer Organisation den Rücken zu fehren. Wie es mit der freien e bereinkunft" zwischen dem einzelnen Arbeiter und dem Unternehmer steht, solange auf der einen Seite die Furcht vor Arbeitslosigkeit, auf der anderen Seite die wirtschaftliche Uebermacht herrscht, dürfte auch dem einfälligsten Arbeiter längst flar gemorden sein. Die Arbeiter tönnen aus diesem Rundschreiben nur die Lehre ziehen, daß fie iegt, in der Zeit der Krife, in der ihre Zwangs lage zugunsten der Unternehmerinteressen auszunügen versucht wird, erst recht zu ihrer Organisation stehen müssen und nur unter deren Mitwirkung die Lohn- und Arbeitsbedingungen vereinbaren. seitigen Meist begünstigung. Der Vertrag geht über bas rein wirtschaftliche Gebiet weit hinaus und greift auch auf rechtliche, fulturelle und andere Fragen über. In dem Vertrag finden ua folgende Punkte ihre Regelung: Einreise und Nieber lassung; Erwerb und Uebertragung von beweglichem und unbe weglichem Eigentum; Ausübung des Handels- und Ge Die veretis angekündigte Umbildung des Rheinisch werbebetriebes; Zulassung und Gründung von Gesell 32. Abt. 7 Uhr Abteilungszahlabend bei Gamibt( unterer Saal), Feucht. Westfälischen Kohlenfynditotes i am Sonnabend fchaften, Beteiligung an ihnen und ihre Besteuerung; die Aus, 36. Wot. 7 Uhr Rohlcbende: Busch, Tilsitet Str. 27: Biebermann, Born beschlossen worden. Aeußerlich tritt die Umbildung bereits darin in Ein- und Durchfuhr; die Frage der Handelsreifenden und des dorfer Cir. 9; Böfenberg, Petersburger Str. 73; Wittschuk, Petersburger Erscheinung, daß das Syndikat feinen Namen ändert und sich von Musterverkehrs. Einen wesentlichen Bestandteil des Vertrages bildet Straße 3, und Pflanz, Große Frankfurter Str. 239. Mitgliederverfamm. jetzt ab Berteilungs und Bertaufsvereinigung ein eingehendes Konsularabkommen. Die Geltungsdauer beträgt Die Umbildung des Eyndi 10 Jahre vom Tage der Ratifikation ab, nach Ablauf dieser Zeit 42. Abt. Mitglieberpersammlung und zahlabend fält heute aus und findet für Ruhrfchle. G." nennt. nächsten Mittwoch statt. Utaniatarten find beim Gen. Rothe, Schleier. tates, das bisher Organ der Gemeinwirtschaft für den Ruhrfohlen- gilt eine einjährige Kündigungsfrist. bergbau gewesen ist, reicht in ihrer Bedeutung weit über den Inter Der Aufruf von Notgeld. Die Reichsregierung hat durch eine effenkreis der Kohle hinaus. Man erinnere sich nur doran, daß Verordnung ben Termin für den Aufruf des wertbeständigen NotDie Frage der Sohlensozialisierung in Deutschland in geldes, der ursprünglich für den 15. Dezember d. I. vorgesehen allen amtlichen Entwürfen und in den Berichten der Sozialisierungs- war, hinausges oben und die Bestimmung des Aufrufferming fommission immer davon ausging, daß alle Kohlenzechen zu einem dem Reichsfinanzminister überlassen. Die Einlösung der Notgeld Bertrag durchkreuzt diese Ansicht vollständig, indem er denjenigen Notgeldschein ein früherer Einlösungstermin zugesichert ist. Der einheitlichen Wirtschaftskörper zusammenzufossen sind. Der neue scheine tamm erst nach dem vom Reichsfinanzminister bestimmten Aufruftermin verlangt werden. Dies gilt auch dann, wenn auf dem Bechen eine bevorzugte Stellung einräumt, die irgendwie mit ver- Qufruf bes wertbeständigen Geldes ist de halb hinausgeschoben arbeitenden Werken verknüpft sind. Die Bevorzugung geht soweit, morden, weil der Zahlungsmittelverkehr, befonders in landwirtschaft. daß eine Beche erhöhte Kohlenmengen als Selbstverbrauch an lidhen und industriereichen Gegenden auf das wertbeständige NotUnternehmungen liefern tann, wenn nur die Hälfte und im Min geld als Bufak zu den sonstigen Zahlungsmitteln nicht verzichten deftfalle sogar nur 35 Pro3. der Aktien des auberen fanm, solange die Rentenmart noch nicht in der ganzen vorgesehenen 109. bt. Friedrisshagen. 8 Uhr bei Smola, Friedrichstr. 80. Referent Genoffe Unternehmens in ihrem Befih ist. Da nun diese Zechen über einen Höhe in den Verkehr gebracht worden ist hierzu kommt, daß für 115. bt. Lichtenberg. 7% Uhr Rahlabend in folgenden Lokafen: Lund großen Teil ihrer Kohle verfügen fönnen, ohne den Bestimmungen die nächsten Tage der Aufruf des Paviernotgeldes im unbefehter 2. Gruppe bei Ariehn, Jungſtr. 10; 3. Gruppe bei Radife, Scharnweber, des Synditates und über ihren Absotz unterworfen zu fein, liegt in Gebiet, mit Ausnahme des von der Eisenbahn ausgegebenen Nob Ede Milagelstraße; 4. Gruppe bei Geible, Echarnweber, Ede Aronprinzenftbaße. Rein Trintzwang. Dieser Bertragsbestimmung geradezu ein 3wang zur An. gelbes vorgesehen ist und daß erfahrungsgemäß während des Weih. 124. abi. Mahleborf. 8 Uhr im total Anders, Bahnhofftrage, Mitgliedervergliederung an Unternehmungen der Eisen- und Stahlindustrie, nappung der Zahlungsmittel eintitt. Der Berkehr könnte eine weis nachtsverkehrs und zum Jahreswechsel von jeher eine starte Berwill man nicht ganz konkurrenzunfähig werden. Diefer 3mang tere Berfnappung durch das Herausziehen des mertbeständigen Note Morgen, Donnerstag, den 13. Dezember: geht noch meiter, denn als Selbstverbrauch werden auch solche geldes nicht vertragen. Der Beginn des Aufrufs des wert 70. Abt. Stäneberg. 7½ Uhr bei Groß, Gebanfir. 17, Zusammenkunft aller Kohlenmengen anerkannt, die zum Tousch gegen Erz, Roheisen und beständigen Notgelbes ist für den 15. Januar 1924 in Aussicht ge= Genoffinnen und Genoffen, die in der Wohlfahrtspflege, im Arbeiter. Halbzeug für den eigenen Betrieb abgeschlossen werden. poblfchristusfäuž oder bei ben Rinderfreunden tätig, find. Außerdem Schwerindustrie hat sich so das wertbeständige Tauschmittel gesichert Die Renteumartausgabe schreitet jetzt derart fort, daß täglich und fich zugleich besondere Abfahreche für Kohle vorbehalten. Die 100 Millionen Rentenmart gebrudt werden, die auf dem Wege über Erleichterungen, die man für die reinen, also non der Eisenindustrie das Reich oder durch Kredite an die Privatwirtschaft in den Vers unabhängig betriebenen Bechen geschaffen hat, find bemgegenüber fehr geleitet werden. Bisher find ungefähr 1 Milliarde. Rentenmart ausgegeben. Das ist noch nicht die Hälfte der nach dem Gesetz zu verhältnismäßig gering. läffigen Summe von 2,4 milliarden. Die Rentenbriefe werden vorläufig an der Börse nicht eingeführt. Die Rentenbank begründet das damit, daß ein Berkauf von Rentenbriefen nur gegen Bezirkeit über Die Gemeinschaftsschule". 87, bt, Marienfelbe. 7½ Uhr Schlabend bet Schufter. Kirchfir. 68. 98. Abt. Rerföln. 7 Uhr in ber Schule Marienborfer Weg 68-69, Mitglieder verfammlung. Gaternus über. Rentenmark und Währungsreform". fammlung. Jeber bringt 1 Brikett mit. 141. st. Rofenthal 7 Uhr Sahlabend an belannter Stelle. werden alle Genoffen und Genoffinnen um Erscheinen gebeten, die bei dem Zommenden Hilfswerk ber Rotleidenden tätig sein wollen. 121. Abt. Karlshorst. 7½ Uhr in der Aula bes Stant- Realgymnasiums, Trestow. gerichtsrat Ruben über Beamtenabbau und Entrepublikantfierung ber 125. Abt. Weißenfee. 7 Uhr im Gesangleal des Realgymnasiums Mitglieder allee 44, öffentliche Beamtenverfammlung. Vortrag des Genossen Land Berwaltungen". Freie Aussprache. perfammlung. Die Bezirksführer sind verpflichtet, einzuladen. Jungsozialisten. Gruppe Faltenberg: 7% Uhr beim Genoffen Tidberg, Straße am gaffenberg 117, Aussprache über., Arbeiterjugend und Jungfozialisten". Jugendveranstaltungen. Die nommen. Der Vertrag tritt in Kraft, wenn bis zum Freitag, den 14. De zember, 94 Proz. der im bisherigen Syndikat vereinigten Zechen ihre Zustimmung gegeben haben. Man rechnet damit, daß diese Bu ftimmung erfolgt, obwohl das Kohlensyndikat in seinen eigenen Reihen auch so starte Gegner hat, wie z. B. Thyssen, der der Verhandlung ferngeblieben ist. Achtung, Sugendgenossen und genoffinnen! Unser Warenvertrieb" vet anstaltet in diesem Jahre wieder eine Weihnachtsausstellung mit Berkauf im Jugendheim, Lindenstr. 3. Die Ausstellung beginnt am Sonntag, den 10. b. M., Im übrigen will man versuchen, zwischen dem neuen KohlenDer Rabe nad mittags i Uhr, Zur Ausiteliung gelangen Bücher, Bilder, Seramiken, fyndikat und den gemeinwirtschaftlichen Drgonen als Weihnachtsmann Wander- und sonstige Bedarfsartikel. die erste Sälfte des Monats Dezember abholen, und wenn möglich, aud leich QUALITATSMARKE RABE Achtung, Abteilungsfaffiezer! Es milffen heute unbedingt alle b. Der Rohlenwirtschaft, Reichsfohlenrat und Reichskohlenverband wie tellungstaffierer, soweit das noch nicht geschehen ist, die Beitragsmarten für bisher Fühlung aufrechtzuerhalten und will daher die ist sicher willkommen, denn die Rabenspezialitäten benötigt jedermann, und in Zeiten der Knappheit erfreuen praktische Geschenke doppelt, da bezahlen. Der Beitrag beträgt für Jugendgenoffen bis 15 Jahre 25 Millar Vertreter der Arbeitnehmer für die neue Vereinigung gewinnen. sie einem Ausgaben ersparen, die man sich sonst doch machen müßte, ben, 15-17 Johre 50 Milliarden und über 17 Jahre 73 Milliarden. Arbeits. Auch in den Aufsichtsrat will man vier Vertreter der Arbeitnehmer Tägliche Bedarfsgegenstände wie die beliebte, verblüffend wirkende lofe Genossen über 17 Jahre zahlen ten ermäßigten Beitrag von 50 Milliarden Mart. Der Führer für Dezember zum Breife von 15 Golbpfennig ist ab aufnehmen. zuholen. Man wird demnach mit weiteren Zusammen baffungen ZAHNPASTA NIVODONT Zusammenbaffungen innerhalb der Rheinisch- Westfälischen Schwerindustrie rechnen fönnen, denen die bisherigen Absazbestimmungen des Syndikates bereiten heute mithin weit mehr Freude als reine Luxusartikel. Zarte Fürsorge für die im Winter stärker gefährdete Gesundheit verrät ein noch hemmend im Wege standen. Glas der gegen Ansteckung mit Grippe usw. schützenden Heufe, Mittwoch, den 12. Dezember, abends 71% Uhr: Friedrichsfelbe: Jugendheim Berliner Str. 45, Ede Schloßstraße, Borttag: Sngiene". Lichtenberg Mitte: Jugendheim Doffeftr. 22, part., Bortrag: Gemeinschaftsarbeit". Ren- Lichtenberg: Mittelschule Marktstr. 10-12, Bor trag: Warum feiern mir Weihnachten?" Lidterfelbe: Jugendheim Albrecht fraße 14a, Bortrag: Arbeiterjugend und Politit". Quifenfatt: Schule Stollschreiberstr. 64, Bortrag: Die Entwiolung des Sandwetts und der Sünfte im Sittelalter". Ofen( Frankfurtez Biertel): Jugendheim Große Frankfurter CALCIFORM- TABLETTEN Straße 16( 3imper 2), Bortrag: ,, Erdhehan". Schönhauser Vorfaht: Scule Sonnenburger Str. 30, Mitgliederversammlung. Südost( Reichenberger unterzeichneten Handelsvertrages zwischen den Bereinigten und eine Tube der Frost, Haut- und Wundsalbe Campholint( 31,6 Proz haf: Germaniaftr. 6-7( Rinderhort), Vortrag:" Wesen und Bedeutung des Staaten von Amerita und Deutsch and meldet WTB. folgendes: Cerasss, 5,2 Proz. Camphor. synth., 63,2 Proz. Adeps lanze) gegen rissige Die Grundlage des Bertrages bildet die Gewährung der beider Bieziel): Schule Glogaver Str. 12-16, Bortrag: Alfons Behold". Acapel Begriffs Weltanschauung". Der deutsch- amerikanische Handelsvertrag. Ueber die Grundfinien des am 8. Dezember d. 3. in Washington Haut, rote Hände und Frostbeulen. leichte Besserung zu verzeichnen. Wenn fie auch zum Teil ben nahenden Weihnachtsfest zuzuschreiben sein dürfte, macht sich doch im allgemeinen eine beginnenbe Neubelebung des Geschäftslebens bemerkbar, was vor allem dadurch zum Ausdruk kommt, daß frills gelegte Betriebe der Hauptindustrien ber Metall- und Textil. brandye bie Arbeit nach und nach wieder aufnehmen und furzarbeitende Betriebe wieder zur vollen Arbeit übergehen. der oberichlesischen Koblen nach Deutschland hat sich erheblich Bertellung der polnilch- oberschlefifchen Kohlen. Die Ausfuhr bermindert. Während sie bei der Angliederuna Oberscaleñiens an Einzahlung von tentenmart ftatthaft ist und daß bisher eine nen nenswerte Rachfrage noch nicht zu verzeichnen ist. An der raschen Musgabe der Rentenbriefe hai bie Rentenbant fein großes Inter effe, da sie die Rentenbriefe mit 5 Broz. verzinsen muß, während bas dafür umlaufende Geld selbstverständlich feine Zinsen er forbert. Banten und Wucherpolizei. Die zahlreichen und zum größten Teil berechtigten Beschwerden aus Handelstreifen über die Zins. berechnung der Banten hat dazu geführt, daß man auf Anregung her uderabteilung des Berliner Bolizeipräsidiums aus Bertretern der Banfgruppen, der Industrie und des Handels eine ommiffion gewählt hat, die die einzelnen Fälle begutachtet. Hoffentlich erweist fich biefer an sich gefunde Gebante als richtig. Es besteht rämlich, wie uns mitgeteilt wird, die Gefahr, daß eine Feihe von In buftriebetrieben zur Stillegung gezwungen ist, toeil fie in der Zeit der größten Gcfbfnappheit durch die phantastisch hohen Zins- und Brovisionsfäße Darlehen aufgenommen haben, bei heren Tilgung fich Rechtsstreitigkeiten ergeben haben. Derartige Berung nicht zugelassen werden könnte und daß Kreditgewährungen Großer Preisfturz unferer Fabrikate! triebe geraten, wenn die Angelegenheit verzögert wird, in die Bage, nur bei bringendftem Bedarf und bei Einhaltung der vorgeschriebenen Quoten in Anspruch genommen werden dürfen. richt über ihre Waren und Effekten verfügen zu fönnen, so daß fie außerstande märon, fich Rapital zu beschaffen. Es ist also dringend notwendig, baß die Kontrolffommiffton mit größter Beschleunigung arbeitet, um berartige Fälle so rasch als möglich zu schlichten oder ciner burteilung zuzuführen. Die Renfeamart im befehten Geblet. In ber Tegten 3eit fanboom 2. Bis& Dezember zum erftenmaf ned langer Beit wieber eine eine Reihe von Berhandlungen zwischen der Reichsregierung und der Rentenbant über die Einführung der Rentenmart im befesten Gebiet statt. In den Besprechungen vertrat die Rentenbant den Stand puntt, daß im Interesse der Erhaltung des inneren Wertes der Rentenmark eine Einführung von Rentenmart im be festen Gebiet folange nicht erfulgen tann, folange non franzöfifcher Seite nicht gewährleistet wird, daß der Umlauf der Rerden griffe nicht eintreten, und daß weiterhin die Inanspruchnahme des mart ungestött bleibt und irgendwelche Be'chlagnahme und zu. Besizes im befetten Gebiet zur Fundierung der Rentenmart feinen Behinderungen unterliegt. Zu den Nachrichten über eine starte Beanspruchung der Rentenmart durch die Reichsregierung wird mit Bolen 40 Broz, betrug, ist sie gegenwärtig auf 20.3 Broz. gefunden. geteilt, daß allerdings von seiten der Reichsregierung an die Renten. Die Gesamtausfuhr bezifferte sich auf 50 Broz, infolge der bant verschiedentlich höhere Ansprüche gestellt worden sind, daß Steigerung des Landesbedarfs verringerte sie sich um 16 Proz. baß eine norzeitige Ausfchöpfung des Kredits durch die Reichsregie jedoch von feiten der Rentenbant immer wieder betont worden ist, Theater CHRISTOPH COLUMBUS hat die alte Welt im Jahre 1492 nicht nur um einen neuen Erdteil, sondern auch um ein bis dahin unbekanntes Genußmittel, den Tabat, bereichert, deffen Anbau heute in allen jonen blüht. Der für Cigaretten gerignetfte Tabak wächst aber nur im Orient Es ist der durch fein liebliches.Arom berlinte, fein geträufelte Cevants Fabat, der auch bei der Herstellung der Garbáty- Cigaretten verarbeitet wird.Der verwöhnte faucher wählt daher mit Dorbedacht die duftsüße GARBATY Volksbühne im Before Große Volksoper Theater 3 Das tapfera Schneiderlain Und das Licht des Westens Liditfpiele schein. 1. d.Finstern. 7 Uhr: Carmen ufw. Lessing- Th. Deutsch. 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Neumaren. Leihhaus Rofenthaler Tor, Linienftr. 203/4, Ede Rofenthaler Straße. Intimes Theater 1. Stellungnahme zum Schiedsspruch des Zentralausschulfes. 160 6 Bollzähliges und vünftliches Erscheinen ift Pflicht Eintritt uur gegen Vorzei ung bes Mitglieds ausweises und ber Funktionärtarte. Berband der Gemeinde- und Staatsarbeiter. Uhr Abendbesuch Die k. u. k. Hose etc. Metropol- Theater T: Casinogirls Deutscher Verkehrebund. Neues Theat. a. Zoo The Die Loxostran Uhr Renaissance- Theat. U. DerWeibstenfel Thalia- Theater The Pst! Pst! Uhr: Theater i.d.Kommandantenstr. 7 Uhr: Charlle Wallner- Theater 3 Uhr Ein Sprung in die Che mit Leo Peukert Lustspielhaus 8 Uhr: Vinzenz oder die Freundin bedeut. Männer Zigaretten, 87.9 Deutscher Metallarbeiterberband. Verband der Gärtner und Gärtnereiarbeiter. Wohnungstausch in u nach Berlin sowie von Berlin nach auswärts. am schnellsten durch eine Anzeige im Groner Wohnungsanzeiger Berliner als einzige Spezialzeitung für möblierte Zimmer, Wohnungen u. 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