Abendausgabe Nr. 584 40. Jahrgang Ausgabe B Nr. 294 Bezugsbedingungen und Anzeigenpreise find in der Morgenausgabe angegeben Rebaltion: 5m. 68, Cindenstraße& Fernsprecher: Dönhof 292-295 Tel- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Vorwärts Berliner Volksblatt 70 Milliarden M. Freitag 14. Dezember 1923 Berlag und Anzeigenabteilung Geschäftszeit 9-5 Uhr Berleger: Borwärts- Berlag GmbH. Berlin S. 68, Cindenficaße 3 Fernsprecher: Dönhoff 2500- 2561 Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutfchlands Rücktritt der sächsischen Regierung. Beamte und Arbeiterschaft. Fahrzeuge muß unter allen Umständen eingeschräntt mer ben, da der ordentliche Haushalt Ausgaben für diese Zwecke in dem bisherigen Umfange nicht weiter tragen kann. Es wird vorüber gehend notwendig sein, für ausgemusterte Fahrzeuge vorerst nicht vollen Ersatz zu beschaffen. Die Mitteilung der Regierung, daß sie außerstande ist, die Dresden, 14. Dezember.( 2.) 3m Laufe der heufigen ameite Dezemberhälfte voll auszuzahlen, wird selbst jene Kreise zum Leben unzureichenden Gehälter der Beamten für die Landtagsfihung verlas Präsident Bünger einen eingegangenen Ander höheren Bamten, die bisher der Steuersabotage der bürgertrag der Demokratischen Partei, der folgenden Inhalt hat: Nachdem lichen Parteien Borschub geleistet haben, über die unheilvollen durch die sozialdemokratische Fraktion die von den Demokraten verFolgen dieser Politit die Augen öffnen. Seit Jahren führt die langten Verhandlungen über die Stellung des Ministers Sozialdemokratie und mit ihr die gewerkschaftlich organisierte Liebmann abgelehnt worden sind, ist die demokratische Fration Ueber den außerordentlichen Haushalt wird gefagt: Hier wird Arbeiterschaft einen verzweifelten Kampf um die Sanierung nicht mehr in der Lage, das Kabinett Jellish zu in besonderem Maße die Bestimmung. Blas greifen müssen, daß der Reichsfinanzen. Seit Jahren sind alle Anträge nach dieser unterstügen, und sie stellt den Antrag: bas kabinett hat sich die Ausgaben unter allen Umständen nach den zur Verfügung Richtung von dén bürgerlichen Parteien, von den Deutsch sicht das Bertrauen des Landtages." Ministerpräsident stehenden Mitteln richten müssen. Hierbei kommt in Betracht, in- pöllischen bis zu den Demokraten, entweder abgelehnt oder so Fellisch erklärte hierzu: Als die gegenwärtige Regierung ge- wieweit der Finanzminifter Mittel zur Berfügung stellt, aus den abgeschwächt und verwässert worden, daß sie schließlich zu der bildet und ich mit den Stimmen der Demokraten und der Sozial- ihm von der Renten banf geliehenen Darlehen, oder inwieweit jüngsten Banterotterklärung der Reichsregierung führen demokraten zum Ministerpräsidenten gewählt wurde, habe ich be- eine eigene Anleihe der Reichsbahn möglich ist. Zweifellos mußten. Das Reich erklärt sich außerstande, den Beamten Gereits den Herren der demokratischen Frattion gegenüber persönlich wird die Reichsbahn auch in Zukunft größere Bauben und Behälter zu zahlen, die zur Deckung der lebensnotwendigen Bemeine Auffaffung dahin zur Kenntnis gebracht, daß dann, wenn es schaffungen vornehmen müssen. Der wirtschaftlichen Notwendigkeit dürfnisse ausreichen. Aber selbst die Hungergehälter kann er der demokratischen Fraffion unmöglich wäre, mir weiteres Ber- wird aber bis auf weiteres die finanzielle Prüfung vorangehen gegenmärtig nur für eine Woche aufbringen. trauen im Sinne der Berfassung zu schenken, die Neubildung des müssen. De ue Bauten werden nach den bisher erteilten Wei- Die Steuer verordnungen sind jedoch noch immer Kabinetts notwendig fel. Deshalb bin ich der Auffaffung, daß fungen bis auf weiteres nicht mehr angefangen. Auch bei nicht erlassen. Soweit Nachrichten über die kommenden dieser Moment jeht eingetreten iff und lege mein Amt in dle den angefangenen Bauten treten Einschränkungen ein. Für die Steuerverordnungen vorliegen, werden diese allen Lohn- und Hände des Landtages zurü d. Die Mitglieder des Kabinetts Weiterbehandlung der Frage bes elektrischen Bahnbe. Gehaltsempfängern, und somit auch den Beamien, eine werden jedoch ihre Geschäfte bis zur Neubildung der Regierung triebes wird ein besonderes Programm vorbereitet. Bauten fchwere Belastung bringen. Die völlig unzureichenden weiter führen." und Beschaffungen, die im Hinblick auf einen fünftigen Großper Gehälter der Beamten, Angestellten und Arbeiter der öffent Borher hatte die kommunistische Landtagsfraktion ihren tehr in Deutsdland porbereitet werden( fchwere Wagen und Lofo- lichen Betriebe werden durch schwere Verbrauchssteuern angekündigten Mißtrauensantrag gegen die Regierung eingebracht. motiven), und damit zusammenhängende bauliche Maßnahmen, weiter getürzt werden. Das Großkapital der Industrie, dürfen vorerst nicht weiterverfolgt werden. Für den Rest des Rech der Finanzen, des Handels und der Landwirtschaft haben den nungsjahres 1923 und für 1924 fann ein endgültiges zahlenmäßiges gesamten Mittelstand en teignet. Diese Enteignungspolitik ben mittel feststehen." Programm erst aufgestellt werden, wenn die zur Berfügung stehen wird nun gegenüber den Beamten, Angestellten und Arbeitern, die in öffentlichen Diensten stehen, fortgefeßt. Reichsrat gegen Bayern. Auf eine Erflärung Bayerns zur Bersonalabbauperordnung hin beantragten die Ausschüsse des Reichsrats folgende Beschlußfassung: 1. Der Reichsrat hält es für dringend geboten, ben Beamtenapparat in den Ländern und Gemeinden in größtmöglichen Maße zu verringern. Someit die Mitteilungen der Lokaltorrespondenz. Wenn in der „ Deutschen Zeitung" gesagt wird, die privaten Bemühungen, bie Reichsbahn in eine Gesellschaft zu überführen, in der neben ihren Geldgebern auch das Ausland vertreten ist, dauerten an und die beteiligten Reidys stellen ständen dem nicht 2. Der Auffassung ber banerischen Regie- ablehnend gegenüber, so ist dieser offenbar von intereffierter rung, taß der Artikel 18 ber Berfonalabbaunerordnung Seite lancierten Motiz gegenüber eine sofortige Rtar eine Bindung der Länder nicht zu schaffen vermöge, kann nicht stellung der Reichsregierung notwendig. beigetreten werden. Die Abbauverordnung enthält Beftim. mungen, die ordnungsmäßig getroffen sind. Someit bies ber Fall ift, find die 2änder verpflichtet, eine entsprechende Rege Lung zu treffen. 3. Im übrigen ist der Reichsrat in llebereinstimmung mit ber Reichsregierung der Ansicht, daß bie Abbauperordnung nicht sche matisch für Länder und Gemeinden angewendet merben fam. Bayerischer Gesandter Dr. von Breger erflärte tarauf im Reichsrat, die bayerische Regierung fänne von ihrem Standpuntte nicht abgehen, daß die Abbauverordnung in Artikel 18 ber Reichs verfassung widerspreche. Bayern müsse vorbehalten bleiben, eventuell ben Staatsgerichtshof anzurufen. Der Reichsrat stimmte dem Ausschußantrag zu Bon der Erflärung Bayerns wurde Kenntnis genommen. Hand in Hand damit geht ein Bersonalabbau, wodurch rein schematisch Tausende und aber Tausende auf die Straße gefeßt werden. Was in den Zeiten der gegenwärtigen Wirtfchaftskrise bedeutet, braucht nicht besonders betont zu werden. Damit noch nicht genug, ist die Regierung entschlossen, den Wünschen der Scharfmacher im Unternehmerlager entsprechend, die Arbeitszeit der Beamten auf mindestens 54 Stun den wöchentlich zu verlängern. Diese Maßnahme, die durch eine Reorganisierung und Vereinfachung vermieden merben tönnte, wenn man nur an die Mitarbeit der Beamtenund Arbeiterorganisationen appellieren wollte, ist für die davon Betroffenen um fo härter, weil heute die Arbeitnehmer im allge meinen in allen großen Städten von ihrer Arbeitsstätte weit entfernt wohnen müssen. Aber nicht allein materiell trifft diese Verlängerung der Arbeitszeit die Beamten, Angestellten und Arbeiter aufs schwerste, sie werden auch gegenüber den Arbeitern und Angestellten der Privatbetriebe, die sich dank ihrer gewerkschaftlichen Organisation den Achtstundentag zu erhalten verstanden haben, in eine Bariaftellung hinab Der deutsche Schritt in Paris. Paris, 14. Dezember.( WEB) Die gesamte Morgenpreffe ( WIB.) Die gesamte Morgenpresse befpricht den angekündigten Schrift des Botschaftsrats von Soei bei Poincaré, durd) den mit Frankreich Berhandlungen über alle die Rheinlande und das Ruhrgebiet betreffenden Fragen eingeleitet werden follen. Im Petit Parifien" heißt es, wenn das deutsche Kablueft an einen aufrichtigen Meinungsaustausch über die Probleme, die zwischen Deutschland und Frankreich schroeben, dente. dann fönne man schon im voraus fagen, daß eine fole Initiative gedrückt. in Paris aufmerksam geprüft werden wird. Die bürgerlichen Barteien, die die Verantwortung für diese Baris, 14. Dezember.( EE.) Der Matin" erklärt sich den Bolitit ebenso mie für bie himmelschreiende Finanzpolitik Beschluß der deutschen Regierung, Frankreich ein direttes Angebot tragen, rechnen offenbar damit, daß die traditionelle Disziplin Das Sparprogramm der Reichseifenbahn. au unterbreiten, aus brei Gründen: 1. Die Abmachungen ber der Beamten sie vor Verzweiflungsausbrüchen bewahren wird. Industrie mit der Micum hätten bewiesen, daß Frankreich das Sie rechnen auch offenbar weiter mit der leider nur zu offenEine Berliner Botalforrespondenz veröffentlicht aus einer Spiel im Ruhrgebiet gewonnen habe, und gezeigt, daß Frankreich fundigen Tatsache der Uneinigkeit der Beamtenschaft selbst. Dentschrift des Reichsverkehrsministeriums einen Frieden und Ordnung wolle. 2. Die Teilnahme amerita. Wenn wir von Uneinigteit sprechen, so meinen wir damit Auszug, bem mir folgendes entnehmen: nischer Sachverständiger an den Untersuchungstommissio- eigentlich die 3ersplitterung der Beamten in einer Zur Verstärkung der Wirtschaftlich feit des Unternehmens ist nen fetten poraus, daß sich Amerita auch an der Rontrolle der deut Reihe von Organisationen und die Absonderung des feine Erennung von der übrigen Reichsverwaltung fchen Finanzen und der deutschen Vermögen im Auslante beteiligen größten Teiles dieser Organisationen von der allgemeinen Ge insbefondere vom Finanzministerium, fobalb als möglich burch werde. 3. Die Möglichkeit einer sozialistischen Rewerkschaftsbemegung. Historisch läßt sich diese Tatsache sehr zuführen. Schon jest ist der Grundfah möglichst weitgehent anzu- gierung in England. Wenn Frankreich beren Unterstüßung wohl erklären. Im alten Deutschland hat man durch Ber wenden, daß die Reichsbahn Leistungen für 3wede anderer Refforts haben wolle, müsse es eine friedliche Haltung einnehmen. Sowohl leihung von Titeln und ähnlichen Dingen es verstanden, den auf ihre Kosten nicht mehr auszuführen in der Lage ist. Hierher ge- Die Labour Party wie die Liberalen sprächen in ihrem Brogramm Beamten zu suggerieren, daß sie über den Arbeitern stehen hören insbesondere Leistungen auf dem Gebiete der Befämpfung ausführlich vom Böterbund. Infolgedessen habe Deutschland be und sozusagen etwas Besseres" feien. Gleichzeitig mit der ber Arbeitslosigkeit. schloffen, sich an ten Völkerbund zu wenden. Die in Berlin gefaßten Borhaltung dieses Köders hat man drohend über der Beamten Ueber die Finanzverwaltung und die innere finanzielle Organi Beschlüsse feien logisch und befundeten einen Sinn für die schaft die Hungerpeitsche geschwungen für den Fall, daß bie fation der Reichsbahn wird gesagt, baß die bisher infolge ber schman- Birtlichteit. Um zu wissen, was die franzöfifche Regierung Beamten irgendwelche Solidaritätsanwandlungen mit der fenben Gelbverhältnisse außerordentlich erschwerte Saushalts- auf die deutschen Borschläge antworten werde, muffe man zunächst sozialistisch denkenden und organisierten Arbeiterschaft zeigen tontrolle fofort wieder mit aller Sergsamteit durchzuführen set. Alarheit über die deutschen Absichten haben und sicher wollte. Man hatte dadurch in der Beamtenschaft eine Art Be Sie hat nicht mechanisch, sondern unter Berüdlichtigung aller wiri fein, daß es sich nicht um ein beutfches Manöver" hantele, das amtendüntel großgepäppelt, der nicht dazu geeignet mar, schaftlichen Gesichtspuntte zu geschehen. Für die Anleiheper barauf abziele, ber Reidsregierung Gelegenheit zur Einmischung um in den Kreisen der Arbeiterschaft Berständnis zu erwecken handlungen ist sofort eine faufmännische Bilanz aufzustellen. in das Micumabkommen zu geben, das sie nicht erneuern wolle. für das auch im faiserlichen Deutschland herrschende Elend in Ais Grundfaz für die Ausgaben gilt das Wort: Keine Ausgabe phne Wenn der deutsche Geschäftsträger die deutschen Borschläge über den weiten Schichten der unteren Beamten. Dedung. Ausgaben, die sich wirtschaftlich aus Abschreibungen dar bringe, werde Frankreich innerhalb der Grenzen, tie ihm nüßlich Die nach der Revolution versuchte Demokratisierung des stellen, müssen hinter den Ausgaben zurüdireten, die zur Dedung erschienen, barüber sprechen, gleichzeitig aber auch über die Ab.Beamtenförpers, die leider nicht Hand in Hand ging mit einer des betriebsnotwendigen Bedarfes erforderlich find. Zur Aufrechy rüftung unb bie militärtontrolle. Der deutsche Schritt rationellen Reorganisierung der Verwaltungsdienste, hat das erhaltung ihrer Eriſtenz muß bie Reichsbahn in der Seit der Not fei ein Notfchrei, der aber Gelegenheit biete zur Ausarbeitung eines Mißtrauen, bas in manchen Streifen der Beamtenschaft porübergehend ihre Substanz angreifen. Burtonftruttiven Programms, und diese Gelegenheit dürfe nicht verpaßt gegenüber der sozialistischen Arbeiterschaft herrschte, eher noch Hebung der Wirtschaftlichkeit der Betriebsführung ist eine Nach werden, verschärft als gemilbert. Ein nicht unerheblicher Teil der Be prüfung vorzunehmen nach ber Richtung, ob durch den Berkehrs. amten hat allerdings die Forderungen der neuen Zeit begriffen. rüdgang und die Verkehrsverschiebungen Einschränkungen möglich) Er hat sich sozusagen auf die Republit umgestellt. find. Bordringlichste Aufgabe ist starte Einschränkung des Diese Umstellung hat auch ihren organisatorischen Ausdruc Berjonenperfehrs. Auch die Fahrplangestaltung bedarf gefunden. Leider ist es dabei nicht ohne Mishelligkeiten abeiner gründlichen Nachprüfung. gegangen. Und heute steht die Beamtenschaft, menn auch er innerlich gefchloffen gegen die fortgesezten Angriffe auf ihre es Freiheit und ihre Eristenzgrundlage, so doch organi hfatorisch gespalten. Für die Unterhaltung der baulichen Anlagen heißt es: Die Aus gaben sind auf die Erhaltung des betriebssicheren Zustandes b Bahnanlagen zu beschränken. Alle Ausgaben, die zur Be fchönerung der Anlagen und zur größeren Bequemli teit ter Reisenden gemacht werden sollen, find grundsätzlic unterlassen. Verstärkung der Gletfe mit Rücksicht auf die führung schwerer Fahrzeuge ist vorerst zurückzustellen. Ab 1. 1924 wird als Geldgrenze zwischen ortentlichem und außere lichem Haushalt 25 000 Gottmart zu gelten haben. Die 3 Zeit von Ergänzungen aus Mitteln des ordentlichen Haushal in Zukunft jedoch allein davon abhängen, welche Mittel hier! Dedung ber betriebsnotwendigen Ausgaben zur Verfügung werden fönnen. Einschneidende Maßnahmen sind auch bezüglich des Fo erfages geplant. Es heißt da: Die Erfag beschaffun T! Diese Umstände zusammen bringen es mit sich, daß die nbürgerlichen Barteien darauf rechnen, daß die Beamten gegen. wärtig mehrlos und ohnmächtig jeden Angriff über sich ergeben laffen müßten. Wir zweifeln aber nicht daran, daß die Maßnahmen die jetzt auf die Beamten herunterhageln, die'e aufrüfteln werden. Die Beamtenschaft muß jeht er tennen, daß ihr Geschid aufs innigste verknüpft ist mit dem Schicksal der gesamten Arbeiter. schaft. Sie wird jezt begreifen, daß fein Dienstvertrag und feine Bensionsberechtigung fie zu schüßen imftande ist. Sie wird erkennen, daß der Kampf der Arbeiterschaft gegen das tapitalistische System auch ihr Kampf ist. Sie . " wird begreifen, daß die notwendige Demokratifierung nichts nicht mehr regelmäßig erfolgen, wenn die Rorruption fich breit| Heeresleitung DON der Laft pofitifcher Berant anderes ist und fein will, als die Beseitigung des macht, wenn die völlige Auflösung fommt. Das Interesse wortungen, denen feine politischen Rechte gegenüberstehen, bes alten herrschaftssystems und die Umstellung der der Wirtschaft und das Intereffe des Staates find felten so eng mit freit, um so beffer ist das für Deffentlichkeit und Heeresleitung. Profitwirtschaft auf die Bedarfswirtschaft. Und deshalb wird einander verbunden gewesen wie am heutigen und an den tommen- Das eine darf man allerdings nicht verkennen: Bestre die Beamtenschaft auch begreifen, daß sie diesen Kampf ges den Tagen." bungen mie die des Abg. Schlange sind nicht geeignet, gegen schlossen in ihren eigenen Organisationen, aber Schulter an So richtig diese Gedanken an sich sind, so seltsam muten die Notwendigteit des Ausnahmezustandes zu demonstrieren, Schulter mit den organisierten Arbeitern sie an in dem ausgesprochensten Unternehmer und ein Blatt, das sich zum Sprachrohr derartiger Bestrebun und Angestellten der Privat industrie führen blatte, bas, bisher den Intensionen feines allgewaltigen gen macht, fann sich nicht beklagen, wenn es die Härte des muß. Meisters folgend, die Wirtschaft als etwas dem Staate Ueber Ausnahmezustandes zu spüren bekommt. Um so weniger, An dem Tage, wo sich die gesamte Beamtenschaft über geordnetes oder mindestens Nebengeordnetes darzustellen wenn es wie die Deutsche Zeitung" das tut im gleichen diese Dinge flar geworden sein und die unabänderlichen Kon- pflegte. Hätte die beutsche Wirtschaft", d. h. die wirklich zah Atemzug ein Vorgehen der vollziehenden Gewalt gegen anders fequenzen daraus gezogen haben wird, hat sie eine andere Stellungsfähigen Kreife, schon während des Krieges und unmittel- gerichtete Blätter verlangt. lung gewonnen. Das Gewicht ihrer Stimmen und ihres Ein bar nach dem Zusammenbruch diese Bereitschaft zum Zahlen fluffes im öffentlichen Leben ist derart, daß, wenn es vereinigt an den Tag gelegt, fo wäre die gegenwärtige Finanzfatas wird mit der geballten Macht der organisierten Arbeiterschaft, strophe wahrscheinlich zu vermeiden gemefen. Aber alle Ra Württemberg und die Reichseinheit.. es unwiderstehlich sein wird. Auch politisch wird sich schläge der Sozialdemokratie, durch rechtzeitigen Stuttgart. 14. Dezember.( WIB.) Der Landtag nahm für die Beamten in furzer Frist Gelegenheit bieten, Abrech und planmäßigen Eingriff in das Kapital die Lebensfähigkeit gestern feine Beratungen unieter auf. Entgegen den Stimmen der nung zu halten. Jegt gilt es nicht, bitteren Streit zu führen des Reiches zu sichern, wurden gerade von den Wirtschafts- Rechten murte die Berbindung der ersten Lesung des Ermächtigungs über etwa begangene taftische Fehler. Noch weniger ist es freisen der Industrie und Landwirtschaft beiseite geschoben gesetzes mit der allgemeinen politischen Aussprache beschloffen. Zeit, sich durch Gefühlsmomente überradikalen Stimmungen und die Erfassung der Sachwerte als ein marristi Staatspräsident Dr. Don Sieber eröffnete die Aussprache hinzugeben. Jetzt ist die historische Stunde gekommen, um die fches Experiment" perlästert und bekämpft. mit einer Rede. Der Präsident verurteilte alle Losiösungs gesamte Beamtenschaft zu geschlossenem Handeln vorwärts Jetzt scheint fogar Herr Stinnes damit zu rechnen, daß bestrebungen vom Reiche ebenso wie alle Bestrebungen, eine und aufwärts zu führen. das Reich in die Substanz eingreifen muß, um sich Aenderung der Reichsverfassung herbeizuführen. Drine und damit die deutsche Wirtschaft am Leben zu erhalten irgend zu wünschen sei die Beendigung des Konflikts zwischen freuen uns über jeden Sünder, der Buße tut, auch wenn er Banern und dem Reiche gerade unter außenpolitischem GesichtsStinnes heißt, und hoffen nur, daß es nicht bei dem einen punkt. Hierbei müsse die Autorität und das Ansehen des Leitartikel der D. 2. 3." bleibt, sondern daß Herr Stinnes Reiches und die straffe Einheit der Reichswehr und auch sonst feinen gewaltigen Einfluß dahin geltend macht, daß ihrer Kommandegemalt Grundbedingung sein. Die geschichtlije endlich die Wirtschaft nicht nur von Patriotismus redet, Rolle Bürttembergs im Reiche erblide er darin, ein fester Pfeiler sondern ihre Baterlandsliebe auch prattifch betätigt! Paulus Stinnes. Die„ Wirtschaft" will endlich zahlen! Es geschehen Zeichen und Wunder! Jezt endlich, da die Ankündigung des Reichsfabinetts von der Unmöglichkeit, die Beamtengehälter zu zahlen, bltzhell die Situation befeuchtet, mehren sich auch in den bürgerlich- tapitalistischen Kreisen die Stimmen, die von ber zwingenben Notwendigkeit nicht nur der Steuerbewilligung, sondern auch des SteuerAusnahmezustand und Preffeverbote. zahlens sprechen. Es scheint fast, als wenn die Stimmung General v. Seedt hat als Inhaber der vollziehenden cus jenen legten Stunden des Kabinetts Cuno wiedergefehrt Gewalt im Reich an die Deutsche Zeitung" folgendes Schreiben wäre, da die bürgerlichen Parteien im Reichstage, eingerichtet: chließlich der Deutschnationalen, binnen weniger In Nr. 547 der Deutschen Zeitung" vom 12. Dezember 1923 Tage die Steuersummen bewilligten, die fie in Jahren veröffentlicht der Abgeordnete Schlange Schöningen einen Ar. Dorher verweigert hatten. Jezt endlich scheint sich auch der Gedante durchzuringen, baß die Wirtschaft" nicht ein Ding ist, das im luft leeren Raume schwebt, sondern das mit dem Reiche und der Berwaltung auf Gedeih und Verderb ver bunden ist. Es ist mehr als charakteristisch, wenn ausgerechnet im Stinnes- Blatt, der„ D.A.3.", Gedanten wie die folgenden ausgesprochen werden: In einem solchen Augenblid wie dem gegenmärigen tommt es darauf an, daß gehandelt, das heißt in diefem Falle, daß gezahlt wird. Diese Zahlungen fönnen nicht unter dem Gesichtspunft be. trachtet werden, wie die augenblidliche Regierung politisch einzuschäßen ist, sondern sie dienen unmittelbar dem zwede, den Staat an fich zu erhalten, sie sind frei von jeder Parteischablone zu beurteilen und zu leisten. titel„ Dar Wille zur Macht", in dem er ausspricht, daß diefe reichs- und staatszerstörende Berfassung mit allen sich uns bietenden Mitteln" geändert werden müsse, und den Gedanken der„ n a tip. nalen Revolution" verherrlicht. Wenn ich die„ Deutsche Zeitung" auf Grund biefes, die öffent liche Ruhe und Ordnung gefährdenden Artikels nicht bis auf weiteres verbiete, so tue ich es lediglich aus Rüdsicht auf die wirtschaftliche Lage der dadurch betroffenen Angestellten und Druder... Bei der nächsten Gefährdung der Ruhe und Ordnung hat die Zeitung ein folches Berbot zu gewärtigen." Der Artikel des Abg. Schlange, der als programmatische Erklärung für eine Vorstandssigung der Deutschnationalen gedacht war, ist von dem größten Teil der Preffe ent schieden zurückgewiesen worden. Auch der„ Vorwärts" hatte fich mit ihm in längeren Ausführungen befaßt. Es ist bes Das Organ des Herrn Slinnes polemisiert jogar gegen zeichnend, daß der Inhaber der vollziehenden Gewalt sich geein anderes Blatt, das in banalen Wahrheiten" davon genötigt fieht, in dieser Weise gegen die Aeußerungen eines redet habe, die deutsche Wirtschaft werde bis aufs Hemd aus Mannes vorzugehen, der von der Deutschynationalen Partei geplündert und erdrosselt, während es doch der eigentliche als geeigneter Ministerkandidat bezeichnet wurde. 3med der Regierungspolitik sein müsse, die deutsche Wirtschaft funktionieren" zu laffen. Dazu jagt das Stinnes- Blatt: „ Es handelt sich im Augenblid darum, daß sofort Geld geschafft wird, und zwar nicht nur im Intereffe des Staates, sondern ebenso im Intereffe der Wirtschaft. Es ist sicherlich ein fürchterliches Zu fammentreffen, daß der Staat in dem Augenblick von der Substanz der Wirtschaft zu gehren gezwungen ist, in dem die Wirtschaft selber von der Substanz leben muß. Aber es ist sehr gefährlich, wenn man gerade jetzt zwischen der Wirtschaft und dem Staat einen Inter effengegensatz herauszufonstruieren sich bemüht, einen Intereffen gegensatz, der tatsächlich in feiner Weise vorhanden sein fann. Denn die Produktivität der Wirtschaft ist unlösbar mit dem Funktio. nieren des Verwaltungsapparates verbunden, und es muß zu unübersehbaren Konfequenzen führen, wenn eines Tages die Recht fprechung, die Polizei, die Reichswehr und die Verwaltung aufhören follten zu funktionieren, wenn die Gehaltszahlungen für Beamte Kriminalstudenten. Eine Gerichtsstudie von Mag Ed- Troll. Wenn es in Wald und Feld zu fröfteln beginnt, bann füllen sich die Zuhörerräume der Gerichte. Da unter„ Berufsfriminalisten" auch die ben Gerichten zuge teilten Gerichtsreferendare verstanden werden könnten, will ich, um unliebsamen Mißverständnissen vorzubeugen, als äußerliches Mert mal der Unterscheidung zwischen den Kriminalstudenten( Klamottenfrize, Schiebermage, Bennjule usw.) und den Referendaren festhalten: ber eigentliche Kriminalstudent fist im Zuhörerraum. Er muß daher die Sondertreppe benußen, mährend der Herr Referendar durch die Türe gehen darf, durch die die Herren Rechtsanwälte und die Angeflagten gehen. Die Dauerbefuayer des Zuhörerraums find schon feine Studenten Die Dauerbesucher des Zuhörerraums find schon keine Studenten mehr. Das sind schon die Referendare des Zuhörerraums. der Einheit des Reiches zu sein. Unsere politische und nationale. Zukunft sei nur durch ein großes, startes und einheitliches Deut'dh land gewährleistet. Aus diesem Grunde müsse auch Württemberg. ein traftvolles Glied des Reiches bleiben. Einen Partitularis. mus, der Sonderrechte wünsche, lehne er ab, dagegen müsse der Föderalismus gepflegt und geschützt werden, der das Land stärken solle, damit es lebensfähig bleibe. Desgleichen feien alle Bes strebungen mit Nachdruck zu fördern, den Ländern und Gemeinden eine eigene finanzielle Straft, namentlich genügende Steuer. hoheit zurückzugewinnen. Württemberg habe im Reichsrat alles getan, um eine Verbesserung der Steuergesetze herbeizuführen. De Rüdgabe von Eisenbahn und Post an die Länder sei ein Rückschritt, immerhin fei eine allzu große Zentralisation des Verkehrswelens in Berlin nicht wünschenswert. Es sei allerdings jetzt nicht der geegnete Zeitpunkt, um eine Lenderung der Reichsverfaffung in Angelsf zu nehmen. Der Staatspräsident erwähnte ferner, daß der milltärische Ausnahmezustand feine auf die Dauer mögliche Regierungsform sei, daß aber zwischen dem Militärbefehlshaber und der württembergischen Regierung ein ausgezeichnetes Zusammenarbeiten stattfinde. Die Mehrheit tes deutschen Boltes wolle die Diftatur nicht über die Bedürfnisse der wirklichen Not hinaus ausgedehnt wiffen. Der Staatspräsident fündigte einen Gefehentwurf an, durch den die Zahl der Landtagsabgeordneten um ein Drittel vermindert werden soli. Die amerikanische Hilfstätiafeit. Washington, 14. Dezember.( WEB.) Präsident Coolidge Zu der Sache selbst möchten wir bemerken, daß mir Ein- hat durch Senator Cenroot mitgeteilt, daß die Regierung private griffe in die Preßfreiheit durch die Heeresleitung nach wie Wohltätigkeit zur Unterstützung des deutschen Volles billige und vor nicht billigen, gegen men sie sich auch richten fie bis zum äußersten zu fördern wünsche. mögen. Daß Berbote unter den heutigen Umständen nicht Washington, 14. Dezember.( BTB.) Nach einer Unterredung immer umgangen werden fönnen, läßt sich nicht lengnen. Es mit dem Präsidenten Coolidge teilte Senator Benroof mit, er war mit ein 3wed des Gefezes zum Schuge der Rewerbe seinen Antrag auf Bewilligung von 20 Millionen Dollar zur publik, in dieser Hinsicht dem Reich und den Ländern die Unterstützung Deutschlands bis zum Abschluß der Berhandlungen notwendigen Machtmittel an die Hand zu geben. Aber das über eine internationale Anleihe an Deutschland zurüdstellen. Gefeß forgte wohlweislich für Berufungsinstanzen, Benroot fügte hinzu, er ftimme mit Coolidge darin überein, daß die in Zweifelsfällen der Breffe zur Verfügung standen. Eine eine Deutschland zu gemährende Hilfe besser auf geschäftlicher als auf derartige Instanz gibt es den Militärbehörden gegenüber nicht. faritativer Grundlage erfolger follte. Das ist ein Maugel, für den die Militärbehörden nicht ver antwortlich gemacht werden fönnen. Er liegt im Wesen des Ausnahmezustandes begründet. Und eben deshalb darf der Ausnahmezustand nicht zu einer dauernden Einrichtung werden. Je schneller man ihn aufhebt und die Ende des Wiener Telegraphenfireits. Heute früh ist der Tele. gramm und Telephondienst auf Grund der gestern abend zustande gekommenen Bereinbarung mit der Technischen Union wieder auf genommen worden, Die„ Studentinnen" erkennt man meist an ihrem wippenden] Die wiedergeborene Mastenfomödie. Aus Nürnberg schreibt Gang, an ihrem dick aufgetragenen Buder und an einem oft auf man: Eine völlige Neubichtung nach Gezzis Prinzessin Lu. dringlichen Barfüm. Sie findet man am häufigsten in der Rammer randot von Waldfried Burggraf tam am Stadttheater Nürn. für Sittlichkeitsbefitte. Vor und neben und hinter ihnen ist aber berg zur Uraufführung und fand beim Bublifum begeisterte Auf auch die„ höhere Tochter", der Oberprimaner, denen der Gerichtssaal durch tragische Motive übertönen ließen, werd hier auf die comnahme. Im Gegenjah zu Schiller und Bollmöller, die das Burleste die Lektüre von Conan Doyle und den Besuch der Detektiefilme media dell arte( die Stegreiffomödie ir Masken) zurückgegriffen, erspart Das Leben spielt doch die besten Dramen und schenkt uns zu ihren Auführungen so viele Freibilletts, von denen nur die wenigsten Gebrauch machen. Bei den Dilettanten" des Zuhörerraums ist das Zuhören Sport, Neugierde, bei den eigentlichen Kriminalstudenten aber ist es Be rufsintereffe. durch materielle Not in die falsche Bahn geschleudert wird. Fast Es ist oft jammerschade, wieviel Tüchtigkeit, wieviel Intelligenz immer leuchtet durch die Rede der Berufstriminalisten hindurch Sinn und Sehnsucht für die Rückkehr in ein geordnetes Leben. Manche haben es in ihrer Kenntnis der Paragraphen und der firajen, falsch angewandter, Strafpollzug, Rontrolle, Gdjifanen, ber Aber diese Rückkehr wird ihnen verdammt schmer gemacht. Bor. Gerichtspraxis zu einer Meisterschaft gebracht, um die fie mancher Spießbürger erlahmen Wille und Kraft, gehen über in Gleichgültig Richter und so mancher Rechtsanwalt beneiden fann. Ja, fie fennen feit, die sich verdichtet in den stereotypen Satz: Mir ist alles murscht!" die Gepflogenheiten, Stärken und Schwächen der einzelnen Gerichts. norfizenden. Sie wiffen, wie sie sie anzufassen haben. Biffen, wann Hohe Befriedigung bietet ihnen das Gefühl, Richter und Polizei fie im Falle einer Anklage überlistet zu haben. zu leugnen haben, und wann sie den reuigen, zerfnirschten, tränenvergießenden Sünder" spielen müffen, Um bies beffer erreichen zu fönnen, fißen sie im Zuhörerraum um trotz erbrückender Beweise eine gelinde Strafe zu bekommen. Sie afür Tag, ftudieren Richter und Gefeß... wiffen, diesen Borsigenden freut( als ehemaligen Boruffen und Leut nant der Reserve!) ein burschifoses. Auftreten, jenen ein bescheidenes. Beim dritten schabet Geschmäßigkeit, beim vierten erspart ein guter Mig ein und mehrere Monate Gefängnis, denn das Strafmaß der Jahr einzelnen Baragraphen hat eine meite Spanne. Und schließlich find ftim Richter, Borsigende und Staatsanwälte Menschen aus Fleisch und Di Blut. bes Ger Rin im Bochenlang sigen die gleichen Studenten" als hörer" vor der ha Kammer, die die Delikte aburteilt, die der„ Stubent" als seine Spezia- ne lität außergerichtlich ausübt. Sie find pünktlich( meist schon vor g Beginn der Borlesung") zur Stelle und hören so aufmerksam zu, daß die meisten Studenten der Universität sich an ihnen ein Muster nehmen tönnten. Sind alle Bläge im Zuhörerraum befeßt, bann stehen sie Reihe auf der Wendeltreppe, die zum Zuhörerraum führt. Hier werden intereffante Fälle diskutiert, juristisch zerlegt, Wege gezeigt, mie man fich aus ftaatsanwaltschaftlichen Schlingen befreien fann. Oder fie überhaupt umgeht. Bel dielen Weisheiten der Treppe wundert man sich über die angeborene Schlauheit vieler dieser Kriminalstudenten und studen tinnen, die meist durch mißliche ökonomische Verhältnisse auf dir chiefe Ebene gerjeten. QUA feierte Pantalon seine Auferstehung, Schwang Harlefin die Geißel, und zu diesen Elementen traten solche der romantischen Ironie, gemahnten an Brentano und Ludwig Lieck; die Wurzel der Satire cines Shaw, echt englische Clownerie wurde erkannt und erfaßt. Beber tragische Akzent fend feine Barodie, das ergreifende Märchen. piel töfie fich in Lachen auf. Und wie die Neudichtung des Ge fchehens non dem Troglöpfchen Turandot und dem schönen, flugen Prinzen Kalaf das eine Siel hatte: Spiel zu sein, so hat'e dies Spielmeister E. Wachtangow gewiesenen Bege mit Geschick nach auch die Inszenierung E2. Schöns, die die von dem russischen ging. Der Darsteller fonnte fich cusleben, ungebunden aus fich heraus fchaffen; erflärlich, daß bie Aufführung dadurch auf eine ungeheurer Bebendigkeit ein Theaterereignis laute Note gestellt ward, zum Wettfomipf wurde eit Zeugnis 5. R. Sonntag unter diefer Ueberschrift eine zeitgemäße Tierpsychologis Das Arofodil und die Schlange. Paul Gutmann hat hier am aufgemacht und unter den Sinnbildern bes Strofodils und der Schlange den zur Schau gestellten Ueberfluß und die bettelarme Not Lontraftiert. Der Inhaber des Krofobus" bittet uns, einige Bemerkun gen dazu machen zu dürfen. Sein Lotal heißt nicht Krokodil, well es eine Stätte der Faulsten und Dümmsten ist, vor allem zählt er sich selber nicht dazu, sondern meil das ein guter alter deutscher Wirtshausname ist, wie so vieles andere Gefier, wie Löwe, Hirsch und Kranich auch ihren Namen dazu geliehen haben, ohne daß je. mals einer in diesen Häusern besondere Anspielungen auf die Eigenschaften dieser Tiere hätte finden können. Dieses Krokodil" ist aber uch feine Schlemmerstätte der Prasser, es verkehren Leute aller chichten darin, 2rbeiter, Angestellte, Intellektuelle. Auch Studen die hier mitten unter den Gästen ihren Freitilch bekommen. Und Schlange, die gegenüber auf die Suppe der Seilsarmee wartet, et manchen Fleischbrocken darin, der aus der Küche des Krofo ftammi. Freilich, Notleidende mögen durch die Schauftellung des odils", das feine Fieischmaren ins Schaufenster stellt und gen vor den Augen des Publikums fecht um zu zeigen, reelle Ware verarbeitet-peinlich berührt werden. das nicht vor jedem anderen Schaufenster auch? Serblausfellung der Berliner Sece fion ift nur noch bis zum 18. De eöffnet. Sie ist auch am Sonntag von 11 bis 2 1hr zu besichtigen. age. Am Sonnabend hält Brofeffor Nedausky für die Volksbühne unitae verbeschule, Brinz- Albrechtstraße Ta. einen Lichtbildervortrag 8 Thema Grenzbegriffe bez bildenden Sit ft". rien zum Preise von 30 Bf. amt Saa'einaan. 1leber Biologie. ulturfortfchritte fpricht Prof. Goldich mist, ameiter des Instituts für Biologie, Sonnabend, 8, 116r, im Schlok( Eine Eintritt fret, jedan nur gegen Starte. Starten in der Geschäfts Schlos Aber Der geplünderte Fleischerstand. Der Aerzteftreik. Wie die Aerzteorganisation berichtigt". $ e wieber in den Werkehr zu feßen, anstatt es zur Einlöiung zu unternommen worden und es dürfte für die Mitglieder unferes präsentieren. Die Einlöiung wird femerzeit planmäßig erfolgen.- Verbandes nicht ohne Reiz iein, sich einmal die Namen der, In den Markthallen gerät eine Mittelstandsfrau am Fleisch. Wie schon wiederholt befannt gemacht, behandelt die Reicebant Männer ins Gedächtnis zu rufen, die von der sogenannten Oppoftante in Differenzen mit dem Händler: er soll ihr die bezahlte Ware wertbeständiges Notgeld, gleichgültig, wer der Aussteller ift, nicht fition als Führer der Berliner Gemeindearbeiter vorgeschlagen nicht ausgehändigt haben. Aufgeregter Wortmechsel Bedrohliche als Zahlmittel, sondern als Anleihewert. 3m Geschäfte wurden. Menschenansammling. Der Fleischer legt den Streit bei, indem er berlehr ist dagegen das wertbeständige Eisenbahnnotgeld wie Jedoch noch ein ernstes Wort zu den Gemeindeverwaltungen, der Frau andere Bare zuteilt. Die Menge ist nicht mehr zu be- die Goldanleibe felbst ein bollwertiges gängiges die unsere Gegner sein sollen. Man tann über tattliche Fragen rubigen Alles drängt nach vorn. Eine Frau hezt: Siebt vor! 3 ahlungsmittel Es ist in vollem Umfang durch Gold- verschiedener Meinung fein. Seben wir jedoch diese Männer, die Stoßt doch um! Greift zu!" Alles futet wild durcheinander, Frauen anleihe und Goldschazanweisungen des Reiches gedeckt und wird durch unieren willen vor nicht allzu langer Zeit an ver trieden unter den Fleischftant, das Ganze fippt zusammen, jeder später planmäßig in fleine Goldanlethesinde umgetauscht. antwortliche Stellen innerhalb der Gemeindeverwaltungen gestellt reißt an sich, mas er fann. Doch fajon tommt die Polizei. Die find, jetzt als unsere Gegner an, so bedeutet das, gegenüber Menge stiebt auseinander. Auf dein Schlachtfelde liegen Refte Don unieren Klassengegnein, d. 5. den bürgerlichen Parteien, ein Ar Fleischwaren herum. Die Polizei faßt fünf Frauen, die jede ein mutszeugnis ichlimmster Art. Niemals wird die Are toftbares Sild Fleisch, bei sich haben. Nun fizen sie auf der Anbeiterichait zu ausiclaggebender Macht gelangen lönnen, wenn fie flagebant und gehen in Tränen auf. Die älteste ift 50 Jahre, die Zu dem im Borwärts Nr. 580( 12. Dezember) veröffent. nicht innerhalb ibrer eigenen Reiben eine fachliche Kritit walten füngste einige breißig, alles Mütter, eine hat fogar ein zu stillendes fichten Bericht über die Bersammlung der Gewert. läßt. Die beurige Echwäche der Arbeiter icbaft bat zum Teil ihre Kind bei sich. Es sind alles sehr chrbare Frauen aus dem fleinen( aftsfunttionare, in der Dr. BryII, der Chefarzt der Ursache in dieier gehaifigen Auseinandersegung. Mittelstande. Die Männer verdienen Wie fonnte es nun ge Augemeinen Qristrantenfasse Berlin, über den Aerzteftreif referiert, Beseitigt bie SPD. aus der gewerfichaftlichen Machtposition schehen, daß diese Frauen, die doch immer das siebente Gebat über fendet uns die Wirtschaftliche Abteilung des Groß Berliner unb der Gegner ist schwächer", d. b. in Teutsch ausgedrückt, die auf alles stellen, ihre Kinder zur Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit an Aerztebundes, pertreten durch ihren Geschäftsführer Dr. dem Boden der SPD. ſtehenden Arbeiter gelten den Verfassern halten und für ihr privates Eigentum jeden Augenblick zittern und Sternberg, folgende Richtigstellung": diefes Flugblattes gegenüber als lafiengegner. Kann man Jeter und Morbio schreien, wenn das geringste Attentat auf dies Es ist unrichtig, daß die Wirtschaftliche Abteilung des Groß- fich eine folimmere Verkennung des Wesens der Arbeiterbewegung. Eigentum versucht wird, die als erste bereit sind, jaben Unceblichen Berliner Aerztebundes für ihre sehr beschränkte und einfache Tätig vorstellen? Soll damit gefagt werden, daß der Kampf der Arbeiter cis„ Dieb" mit Eteinen zu werfen, nun selbst so leicht und offen feit" 22 Brozent der Eingänge für Berwaltungszwede in Anspruch flasie zunächst eine 3erfleifung ihrer selbst bedeutet bar ohne Bedenten sich an fremdem Eigentum vergriffen haben? nimmt Bohr ist vielmehr, daß von dem gesamten tafsenärztlichen und erst in zweiter Linie einen Kampf gegen den Klajiengegner? Man ficht, mis loder doch unfere Morolbegriffe in uns fizen! Wie Honorar nur etwa 8. Brozent in Abzug gebracht werden, von denen Wir glauben, allein die Beleratung dieier furzen Sape wird slichend find doch die llebergänge von ehrlich zu unehrlich. Ist aber 2% Prozent für reine Verwaltungszwecke, der Reft für das Ver- genügen, um das Geistlofe und Inhaltlose diefes Flugblattes au die Schuld dieler bisher unbescholtenen Frauen wirklich fo rok? öffentlichungsorgan, für Entschädigungen früher fest angestellter Caratterifieren. Webe der Arbeiterschaft, die die Leitung ihres Das Gericht jedoch urteilt hart. Die eherin" als„ Rödelsführerin Aerzte, für eine Sterbefaffe der Mitglieder u. a. Bermenbung gewerkichaftlichen Stampfes in die Hände folder Männer lept! erhält ein Jahr Gefängnis, die anderen je neun MoWir erachten die Mitglieder des Gemeindes und Staatearbeiter nate. Der Giaotsanwalt hatte fogar drei Jahre für die erstere, je neun Monate für die cnderen beantragt. Sobald im Gefängnis siog ist, müssen sie ihre Strafe antreten. Es sei denn, daß sie vom Reidspräsidenten bennadigt werden. In der Begründung hieß es u. a. ungefähr so: Die außerordentlichen Gerichte dürften ihre Auf cabe nist erfüllen, würden sie zu große Milde walten laffen. Die Beriäufer müssen geschützt werden. Aber auch das Publikum, da die Bünderungen die Händler aus Angst veranlassen, die Ware zurückzuhalten. Unter tiefes planlose und finnlose Ansichreißen von bensmitteln muß ein Strich gezogen werden. Die Strafe foll für die weitesten Kreise als Abschredung dienen. Ein Fomplizierter Selbstmord. Das Ende eines Schlemmerwirtes. findet." Dr. Sternberg ist uns befannt als ein sehr berichtigungs- berbandes als fcharf denkend genug, um der Erwartung Ausdruck eifriger Herr. Was feine Richtigstellung" mert ist, mögen geben zu können, daß die Entscheidungen bei den bevor unsere Lefer beurteilen. In unserem Bericht über das Referat von fte benden Wahlen fo ausfallen werden, daß die Leute Dr. Bryll stand, daß die Wirtschaftliche Abteilung des Groß- Berliner der KPD. nicht zum zweiten Male den Verfuch Aerztebundes für ihre sehr beschränkte und einfache Tätigkeit zirka wagen werden. 22 Brozent der Eingänge beansprucht". Aus den Worten girta 22 Prozent der Eingänge beansprucht macht Dr. Sternberg: 22 Prozent der Eingänge für Verwaltungszwecke in Anspruch nimmt". Vielleicht erfahren wir einmal, wieviel von dem Aerzte honorar, das die Krantenfaffen an die Aerzteorganisation über meifen, fließlich den ersten verbleibt. Wie hoch find die von der Organisation für den Stampffonds" eingestrichenen Beträge? Bolf und Zeit", unfere illuftrierte Wochenschrift, liegt heutigen Postauflage bei. Die Hauptwadhe der Berliner Feuerwehr wurde in der Tegten Recht um 3 Uhr nach der Schüßenstraße 70, an der Friedrichstraße, der oformiert, wo im 3. Sted eine Privatwohnung von& 3ideri Die Ausstellung für Speicher- und Haushaltungsschädlinge in brannte. Eine im 4. Stod mohnende Frau hatte zum Glück die Mefahr bemerkt und fofort die Polizei und Feuerwehr benachrichtigt. der Biologischen Reichsenstalt erfreut sich eines überaus regen BeDiese drena nach Aufbrechen der feft verfchloffenen Türen in die Juches. Jebe größere Führung wird durch einen turzen Licht. brennende Wohnung ein und fand den Wohnungsinhaber 3idert, bildervortrag eingeleitet. Besonders start besucht war der cinen Junggesellen, im Korridor an der Tür erhängt vor. Wieder Vortrag von Regierungsrat Dr. Bader am vorigen Mittwoch, der belebungsversuche waren vergeblich. Die Flammen fonnten auf wegen der Ueberfüllung zweimal gehalten werden mukte. Da trotz tannter Bädera ft, hatte sowohl vorn, wie auch hinten alle mußten, ist in Aussicht genommen, zum Abschluß der Veranstaltung Tür, und Fensterriken verklebt, dann Schränke, Möbel und Ma- Sonnabend, ben 15 ,, nachmittags 6 Uhr. bei genügen. frohen orgestedt. Unter die Petten hatte 3. noch mehrere ange- der Beteiligung den Borirag noch einmal zu halten. Den zahl gündete Rerzen geftellt. Da mehrere Simmer schon brannten, hätte reichen aus dem Publikum geäußerten Wünschen, die Ausstellung bel der Bauart des aften Haufes für die Hausbewohner eine a über Sonntag zu verlängern, fann aus Mangel an Arbeitsträften tastrophe entstehen können, die durch das schnelle Einschreiten leider nicht entsprochen werden. der Feuerwehr verhindert wurde. Der Brandstifter Zidert hatte in feiner Wohnung, die er vor einiren Monaten durch Tausch erhalten hatte, ein nächtliches Schlemmerlotal für Bäderaften eingerichtet, bie dort in großer Zahl verfehrten. Als die Boizet, die daneben ein Bureau unterhält, dem Lofal einmal einen Befuch obstattete, fand fie in den Räumen einige zwanzia june Burschen vor. Das Wohnmosomt mochte trahdent auf die Beschwerden bes Haus cigentümers Schmierinofeiten. Erst das Sentralwohnungsamt vers füote fürlich die Räumung der Wohnung. Diese zwangsweise nerfüste und nur in Aussicht stehende Räumung" seiner Wohnung fcheint in 3. den Entschluß der Brandstiftung wachnerufen zu haben, ris ein Racheaft gegen den Hauseigentümer und die Mieter, die das Treiben des 3. nicht länger bulben wollten. Gestern chen foll her Brandstifter noch zahlreichen Besuch von jungen richen erhalten haben, von benen er anneblich in gehobener Stimmung Abschied nahm, um dann feine Wohnung an vielen Steffen in Brand zu steden. Wie im Mittelalter. Sozialdemokratische Studentenvereinigung. Der erste Abend der Arbeits. gemeinschaft über Gegenwartsfragen des Cozialismus findet am Sonntag, den 16. Dezember, abenbs 7, 11hr, Staldreutbftr. 4 bei Beibler ftatt. Thema: Gildenfozialismus. Referent Gen. Dr. Dtto Friedländer, Gäfte, auch nichtakademiker willkommen! 6. Groß- Berliner Parteinachrichten. Der Fraffionsvorstand der VSPD. J. A.: Schäfer. Der Tarifvertrag der Elaser- Fachgruppe im Baugewerksbund ist vom Arbeitgeberverband des Großhandels, Gruppe Flachglas, zum 31. Dezember gefündigt Tas am 30. November abge schlossene 2ohnabkommen, das bis zum 27. Dezember gültig sein sollte, ist ebenfalls gefündigt mit der Begründung: Die hohen Löhne( 53 Pf.) find für die Unternehmer nicht trag bar". Die Herren wollen also noch vor Weihnachten, zum Zeichen, taß sie an das Fest der Liebe denten, mit dem Lohnabbau beginnen. Die Kollegen werden ersucht, solange tein neues Lehnabtom. men abgeschloffen ist, den jetzt bestehenden Lohn zu fordern, ba bie nen muß, erst zu diefer Frage Stellung nimmt Berfammlung am Montag, zu ber unbedingt jeder Kollege erschei Auch die Glaser müssen vollzählig erscheinen. Die Fachgruppenleitung. Die arbeitslofen Mitglieder des Zentralverbandes ber Hotel.. Restaurant- und Caféangestellten, welche ab 1. Dezember 1923 unb 17. Dezember, im Bureau, Elsaffer Str. 88 III, Zimmer 1, zweds Weihnachtshilfe anzumelden. Die Weihnachtsbescherung findet statt: am Freitag, den 21. Dezember, abends 7 Uhr, im großen Saal Rosenthaler Hof, Rosenthaler Str. 11/12. Hochschullehrerstreit in Wien. Die Assistenten sämtlicher Hoch schulen sind heute zum Protest gegen die nach ihrer Meinung nicht genügende Besoldung in den Streit getreten. Aus der Partei. the Jum Parteifonflikt in Halle. Streis, Conning, ben 10 Seg nam 3 Uhr, Urania- Bortihrung: Eine Reie blatt" Redakteurs Genossen Schulz berichtet, der vom erweiterten Wir haben schon von dem eigenartigen Hinauswurf des„ Bolts. nach Dresden und die Gächfifche Schweiz Rarten find noch am Eingang für 20 Goldpi. zu haben. Nachzahlung 10 Goldpt. Bildungsausschuß trifft sich 2 Bezirksvorstand im Namen der Meinungsfreiheit" verübt wurde, am Eingang. Gewerkschaftsbewegung Internationale Solidarität. ebenso über die Entschießung der Haileichen Parteigenossen, die mit 228 gegen 153 Stimmen den Beschluß des Bezirksvorstartes für ungültig erflärte. Diese Entschließung liegt uns nun im Wertlaut Dar. Sie stellt unter Berufung auf das Parteistatut fest, daß der Beschuß des Bezittsvorstandes ungültig ist, und erklärt zum Schluß: " Die vorstehenden Bestimmungen zeigen, daß der Unterbezirt Beiz- Weißenfels- Naumburg fein eigenes Organ hat, in beffen Angelegenheiten er sich von ter Halleschen Preffeinstanz nicht hineinreden zu lassen braucht. Die Zeiger Genossen haben auch stets auf diese thre Selbständigkeit in der Blattfrage den größten Wert gelegt. Daraus ergibt sich auch, daß ihren Bertretern qu verflossenen Sonntag tein Recht zustand und auch nicht eins geräumt werden dürfte, in die ftrittigen Angelegenheiten des Halleschen„ Boltsblatts" mitentscheidend einzugreifen. Bis zur endgültigen Erledigung des ganzen Streitfalls tann dem Genoffen Schulz die politische Leitung des Bolfsblatts" nicht verweigert werden. Die Versammlung erwartet daher, dah Genosse Schulz an der Ausübung seiner ihm zufstehenden Arbeit nicht irgendwie gehindert wird. Dafür haben, während der Dauer des Konfliktzustandes, die Gesellschafter des Berlags„ Volksblatt", als Treuhänder der Partei, zu forgen, daß sie die eigentlich ver. ontwortlichen Personen sind." Die vom 3GB. eingeleitete Unterstüßungsattion zur Aufrecht erhaltung der deutschen Gewerkschaften hat bis zum 8. Dezember das nachstehende Refuitat gehabt. Die von den Landeszentralen zur Berfügung gestellten und von angeschlossenen Organisationen ber Cine mittelalterliche Strafe haben Feldwächter über Internationalen Berufsfefretariate der Bekleidungsarbeiter, Fabrit Feldbiebe verhängt. Heute morgen wurde der Arbeiter Ernst Garbe arbeiter, Holzarbeiter, Hutarbeiter, Rürschner, Arbeiter und Arbeite in Spandau, in der Achenbachstraße wohnhaft, von Beamten der rinnen in der Lebens- und Genußmittelindustrie, Maler, Arbeiter in Strafanstalt in Spandau in der Nähe derfelben vollkommen öffentlichen Diensten und Betrieben, Privatangestellten, Stein. enttleidet und halb erfroren aufgefunden. Die Beamten arbeiter, Tabafarbeiter und Zimmerer direkt zugeführten Summen nahmen an, daß es fich um einen entwichenen Ströfling handle. ergeben folgende Gesamtbeträge: Amerita: 1200 Dollars, Be!. Man brachte den Mann in die Anstalt. Nachdem festgestellt war, gien: 16 300 belg. Franken, 60 holl. Gulden und 3000 schweiz. da teiner der Sträflinge fehlte, der Halberfrorene fich erholt hatte, Franten, Dänemart: 49 450 dän. Kronen, 3820 hoff. Gulden nab er der inzwischen herbeigeholten Kriminalpolizei folgendes an: und 30 000 idyweiz Franten, England: 605 engl. Pfund und Er und noch ein Arbeiter Deutschländer sowie ein ihm un 7000 schweiz. Franken, Finnland: 8 amerit. Dollars, Frant. befannier Mann feien des Nachts mit ihrem Nabe nach Gräbendorf reid): 6250 franz..Franken, holland: 15 500 holl. Gulden und gefahren. Hier haben sie eine große Feldmiete gefunden und fich 11 000 fchweiz. Franken, 3rland: 50 engl. Pfund, Italien: Babcinemacht, Roggen auszudreschen. In der besten Arbeit 5500 italien. Lire, Lettland: 8000 lett. Rubel, Lugem burg: daß dadurch an der Entschließung des Bezirksvorstandes nichts wurden fie plötzlich von 6 bis 7 Leuten, die mit Gewehren 500 furemburg. Franken, Norwegen: 2200 norweg. Kronen, daß dadurch an der Entschließung des Bezirksvorstandes nichts ausgerüstet waren, überrascht. Es feien wahrscheinlich Feldwächter 2900 holl. Gulden und 3000 fchweiz. Franken, Desterreich: geändert werde, erst müßten die Unterbezirke befragt werden. aus dem Dorfe Gräbendorf bei Saatsforn gewesen. Diese befahlen 188 000 000 öfterr. Kronen und 11 000 fchweiz. Granten, RuTatsächlich wurde dem Genossen Schulz der Eintritt in das den Felbbieben, fich trotz der Rülte volltommen zu entland: 4000 fhweiz. Franken, Schweden: 68 200 fhmed. Kronen, Rebaffion slotal verwehrt. Mittlerweile hat, wie be fletben. Nachdem dies gefchehen war, wurde ihnen rejagt:„ Es 20 000 schweiz. Franken und 9300 holl Gulden, Schweiz: 14 100 Wiedereinsehung des gemaßregelten Genossen in fein Amt gefordert. fannt, der Parteivorstond eingegriffen und die sofortige wird jebt bis 10 gezählt und wer sich noch in Schußmeite befindet, fchweiz. Franken, Tschechoftomatet: 44 100 tschech. Kronen betonunt fever." Bor Angst liefen nun diefe Drei querfeldein fort, und 17 000 schweiz. Frankent, Ungarn: 1500000 ung. Kronen. feine Tätigkeit aufgeben und den Wah dem rechtmäßigen politischen Auf Anordnung des Parteivorstandes hat deshalb Kasparet und tatsächlich hat man hinter ihnen her geschossen. Bor Außerdem vom JGB. 10 000 holl. Gulben. Insgesamt wurden also feine Tätigkeit aufgeben und den Wah dem rechtmäßigen politischen Angst und Kälte zitternd stoppten sich diese Drei bis nach Spandau. bis zum 8. Dezember 77 038 Dollar bireft abgeführt, gleich 310 000 Rebatteur, Genossen Schulz, wieder überlassen müssen. Es ist tief Barbe bradh unterwegs in der Wilhelmstraße zusammen und wurde Goldmart. Die Sammlungen gehen inzwischen weiter. bedauerlich, daß es überhaupt zu derartigen Borgängen ein Jahr hier von den Beamten aufgefunden. Die Räder hatte man ihnen nach der Einigung! tommen fonnte. Die Genossen allerorts cbenfalls genommen. Die Nachforschungen der Kriminalpolizei er müssen acht geben, daß alle feine Nachahmung findet. gaben tatsächlich, daß der Arbeiter Deutschländer, der ebenfalls in Spandau wohnt, bettlägerig ist und sich in ärztlicher Behandlung befindet. Weitere Ermittlungen find noch im Gange. Wie uns aus Riga gemeldet wird, hat der Vorstand des feiti. schen Gewerbschaftsbundes in seiner Sigung am 8. Dezember beschlossen, 5 Broz. der Kassenbestände der lettischen Gewerkschaften sofort den deutschen Bruderorganisationen zu überweisen und außerdem einen Erirabeitrag von 2 lettischen Rubeln pro Mitglied zu erheben. Nach Annahme dieses Beschlusses erklärte Genoffe Peters, Unter der Spigmarte Schwerer Schaben für die Bartel" schreibt unfer Magdeburger Parteiblatt, das den Betrug mit Hochbahnwochenkarten. Dingen in Halle nachbarlich näher steht, über den Konflikt: Seit Einführung der neuen Bechenbarten hat, mie uns von der Kommunistische Propaganda in den Gemeindebetrieben. Bartei zu organisieren und die freie Meinungsäußerung" zu ges Die Folge der Halleschen Art, die„ Opposition" in ber Hochbahngesellschaft geschrieben wird, ein eigenartiges Betrugssystem Die Kommunisten im Gemeinde- und Staatsarbeiterverband währleisten, werden schwere Auseinandersehungen um sich geariffen. Durch die von der Gefellschaft geübte Kontrolle haben zu den bevorstehenden Wahlen ein Flugblatt herausgegeben, innerhalb der Partei sein, die für die Werbetraft der Barte ift eine große Anzahl von Fahraäften aller Stände festgestellt worden, in welchem ein übles lagegeheul über die Sünden der SBD. im wie die Erfahrung gelehrt hat vernichtend sind. Bersamm die unter Zuhrfenahme von Wochenfarten Fahrgeld hinter Gemeinde- und Staatsarbeiterverband angestimmt wird. Sie haben lungen über Versammlungen werden abgehalten werden, die sich ziehung versuchten, indem sie weitere Strecken juhren, als fie be- fich aus für den Eingeweihten begreiflichen Gründen allerdings ausfchließlich mit dem Vorgehen der Opposition befaffen, die zahlt hatten. Die Gesellschaft wird diese Fälle fortan durch per gebütet, unter diefes Flugblatt ihr wahres Schild zu setzen, sondern Arbeit für die Partei wird brachliegen. Zeit, Straft stärkte Kontrolle nachdrücklich verfolgen und der Staatsanwaltschaft haben es graftion der oppofitioneßen Gemeinde und Staats- und Gelb der Parteigenossen wird nuplos nerpufft. Und das in übergeben. Dasselbe gilt für die unberechtigte Benutzung der arbeiter unterzeichnet. Auf Einzelheiten dieses Flugblattes ein einem Bezirt, der ohnebies fo gefährdet ist wie der meiten Klaffe mit Refervefahrkarten diefer Klasse. Die zugehen, ist, in Anbetracht des sufammenhanglojen, ohne jeglichen Hallesche! Die Beranlasser des Standals haben verantwortungslos Hochbahngesellschaft warnt im eigensten Interesse der Fahrgäste vor Sinn aufgestellten Geschreibiels niet möglich. Wir wollen uns und parteifchädigend in einem Maße gehandelt, bak trotz der an Der weiteren Ausübung derartiger Betrügereien, die durch die Kontrollbeamten ohne weiteres an besonderen Kennzeichen der lediglich mit dem letzten Abfas beschäftigen, in dem gefagt wird: fich verständlichen Misstimmung über die Lage der Arbeiterschaft Fahrtarten festzustellen sind. Das beste Mittel ist doch wohl, die Uniere Gegner, Regierung und Gemeindeverwaltungen, und die Politik der Partei nicht zu entfchuldigen ist." wollen une gänzlich berfflaben, fie gebrauchen als Instrumente Wochenkarten so zu gestalten, daß solche durchaus zu verurteilenden dazu die VSPD. Befeitigt diese aus den gewerfichaftlichen Dinge vermieden werden. Machtpofitionen und der Gegner ist schwächer und ihr seid stärker gelüftet zu dem unausbleiblichen Kampf um die Erringung der Macht." Das Eisenbahnnotgeld. Geschäftliche Mitteilungen. Die Firma 3. Altberg bringt in ihren Filialen: Berlin, Oranienstraße 199, Reukölln. Bergfir. 155, Reufeln, Bergfir. 128, bei bedeutend herabgelegten Freifen 11m ben in der Deffentlichkeit aufgetauchten Zweifeln nochmals Es handelt sich also um die Beseitigung ber Führer Beihnachten bekannt befte Qualitäten in Serrenartifeln. Es wird auf bie n entgegenzutreten, wird nochmals darauf anfmerfiam gemacht, daß aus dem Gemeinde und Staatsarbeiter Ber gelge im Inferatenteil verwiefen. die Reiche bank auf Papiermark Iautenbes Gifenbahnrotgeld band, die auf dem Boden der BSPD. stehen. Mit anderen Berantwortlich für Bolitik: Craft Renter; Wirtschaft: Artur Saternus: in Bahlung nimmt und auch Rablungen auf Girokonto von dritter Worten, um die Errichtung einer tommunitien Gewerkschaftsbewegung: 3. Steine; Feuilleton: Dr. John Schifowsti: Lotales Seite annimmt. lim den Zahlungsmittelumlauf flüssig zu halten, Gewertidaft. Diefer Verfuch ist ja von den Kommunisten in den Berlag: Barwärts.Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Budbruderet und Sonstiges: Krik Rarstäbt; Anzeigen: Th. Glode:( ämtlich in Berlin. werden alle Empfänger dieses Eisenbahnnotgeldes dringend ersucht, liegten zwei Jahren bei den Wahlen zur Geschäftsleitung dauernd und Berlegsanstalt Soul Singer w. Co., Berlin G 68. Sinbenitraße 8. In meinen Spezialgeschäften KIECK- WELT Herren- Artikel und Wollwaren Neukölln, Bergstrasse 128: Neukölln, Bergstrasse 155:: Berlin, Oranienstrasse 199( am Heinrichsplatz) mache ich meiner werten Kundschaft zu Weihnachten bei bedeutend herabgesetzten Preisen nachstehendes Angebot: Hemden in allen Größen und Weiten: Oberhemden we B. prima Hemdentuch, # 5 Taghemden. 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