Abendausgabe Nr. 590 40. Jahrgang Ausgabe Br. 297 Bezugsbedingungen und Anzeigenpreise find in der Morgenausgabe angegeben Rebattion: Sm. 68, Cindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-295 Tel- Adresse: Sozialdemotrat Berlia # 70 Milliarden M. 18. Dezember 1923 Vorwärts= Berliner Volksblatt Berlag und Anzeigenabteilung. Geichäftszeit 9-5 Uhr Berleger: Borwärts- Verlag GmbH. Berlin S. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 2556-2502 Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutfchlands Der amerikanische Anleiheplan. Washington, 18. Dezember.( T2) Die amerikanische Re gierung hat, wie der New York Herald mittellt, jetzt Schrifte unternommen, um mit Hilfe der amerikanischen Bantmelt eine Anleihe zugunsten Deutschlands vorzubereiten, die an Großzügigkeit alle bisherigen Finanzoperationen weit hinter sich laffen soll. Bor. ausfehung für ihr Zustandekommen ist jedoch, daß die Arbeiten der beiden Sachverständigenausschüffe der Reparationstommiffion von Erfolg getrönt feien.- Jn amerikanischen Finanzfreifen wird die erwähnte Anleihe unter der Bezeichnung Rehabilitation loan" angeführt. Man erwartet, daß andere Länder, vor allem Großbritannien, sich an der Zeichnung der Anleihe beteiligen werden, doch soll sie in der Hauptfache in den Bereinigten Staaten felbft aufgebracht werden. " Abbau des Gesundheitswesens? Bon Dr. med. Alfred Beyer, M. d. 2. Soll das öffentliche Gesundheitswesen abgebaut werden? Brüfung der Sachverständigenarbeiten vornehmen muß. Schließlich Diese Frage stellen, heißt sie verneinen. Reich und Länder betont bie belgische Regierung, daß die Befugnisse der zuständigen stehen vor dem Zusammenbruch. Mit ihnen ist die große allierten Behörden an der Ruhr und im Rheinlande beachtet werden masse des Volkes verelendet. Es muß daher gespart, die Ausmüssen. Von dem Wunsche, die Wiederherstellung des Wirtschafts- gaben müssen beschränkt werden. Mit vollem Recht wird in lebens im unbefekten Gebiet sowie die Regelung der administrativen der Presse und in der großen Deffentlichkeit als das deutlichste Fragen und die Verlängerung der mit den Industriellen abgeschlosse Beichen furchtbarsten Elends immer wieder die Tatsache nen Verträge zu beschleunigen, nimmt die belgische Regierung Kenn unterstrichen, daß sich weite Kreise unseres Volkes nicht einnis, ferner, daß die deutsche Regierung nicht wünscht, sich ihrer Ber- mal mehr die Konfultation eines Arztes gestatten pflichtungen zu entziehen und die Absicht hat, in dieser Beziehung fönnen. Diese Tatsache aber legt der Regierung und den Bar eine Verständigung herbeizuführen. Die Gelegenheit dient dazu, die lamenten die heilige Pflicht auf, alles zu tun, um vorbeugend deutsche Regierung noch einmal auf die besondere Wichtigkeit einer dem Entstehen von Krankheiten entgegenzuwirken. regelmäßigen Tätigkeit der interaliiierten Rontroll. Reich und Länder müssen sparen und abbauen. Darüber tommission aufmerksam zu machen und zu versichern, daß das besteht nur eine Meinung. Es fann über die Frage gestritten Reich, solange die Berbündeten über diese Punkte nicht Genug werden, in welchem Ausmaße die Aufwendungen zu beschrän tuung erlangen, nicht behauptet werden kann, die Berpf'ichtungen fen sind und ob die einzelnen Etats gleichmäßig zu verringern des Bersailler Bertrages foral auszuführen. Ohne Zweifel würde find. Daß man die Ausgaben für die öffentliche Gefundheitsdie Wiederaufnahme der Tätigkeit der Kontrollkommiffion im Ein- pflege nicht fürzen darf, muß jeder erkennen, der die Bedeuverständnis mit den deutschen Behörden das nötige Vertrauen tung dieses Gebietes für die Gesamtheit auch nur ahnt. Durch wiederherstellen. die Sparmaßnahmen will man den völligen Zusammenbruch verhindern und eine Wiedergefundung ermöglichen. Es ist daher sorgfältig zu prüfen, ob und welche Maßnahmen diesem Zwecke dienen fönnen. Unnüze Dinae." Paris, 18. Dezember.( Eca.) Wie der Petit Parifien" mitteilt, wird die Reparationsfommission fich Mittwoch nachmittag mit dem deutschen Antrag über die Zulassung eines Rahrungsmitteltrebites in den Bereinigten Staaten befaffen; es fei als ziemlich sicher anzu nehmen, daß der deutsche Antrag auf die Opposition der französischen und belgischen Delegierten stoßen mird. Deutschland besige im Auslande bedeutende Guthaben, die als Garantien dienen fönnten, wenn es einen Nahrungsmittelfrebit auf. nehmen wolle, ohne daß es notwendig sei, die Bricrität zugunsten der Reparationen aus den Einnahmequellen des deutschen Staates Franzöfifche Kritik an Strefemann. anzutasten. Paris, 18. Dezember.( EB.) Der" Temps" schreibt zu der Washington, 18. Dezember.( WTB.) Logan teilte dem Staats- gestrigen Ertlärung Stresemanns, daß diefer zum mindesten bepartement offiziell mit, daß General Dames und der Finanz- unnüge Dinge gefagt habe. Er habe eine große Unvorsichtig mann Owen Joung zu Mitgliedern des Sachverständigenaus- feit begangen, indem er die Legalität der Ruhrbefehung aufgewor schusses für die Prüfung des deutschen Budrets gewählt wurden. Ein weiterer Amerikaner werde für den Ausschuß zur Untersuchung her Ausfuhr deutschen Kapitals ernannt werden. Alle brei werden in privater Eigenschaft und nicht als Vertreter der Regierung tätig sein. Die belaische Antwortnote. fen habe, b. h. eine prinzipielle Frage, die zu berühren Boincaré sich gehütet habe. Wohl um zu beweisen, daß ein Unglüd nie allein komme, habe er auch noch die Frage der Militärkontrolle aufgeworfen. Rein Unparteiischer werde ihm glauben, daß bie Gefahr für die Kontrolloffiziere so groß fei, daß die ganze Macht der deutschen Regierung. besonders unter der Herrschaft des Aus. nahmezustandes, nicht imftande sein werde, die Kontrolleure zu be fchußen. Aus der Rede Stresemanns fei nur ein Sah herauszu lesen, nämlich, daß sich die deutsche Regierung der Wiederaufnahme Brüssel, 18. Dezember.( III.) Wie die Belgische Telegraphen ber militärischen Kontrolle entgegensege. Dadurch werde alles agentur mitteilt, hat die belgische Antwort, die Herrn Rüdiger über Mißtrauen gerechtfertigt und alle Verhandlungen fompromittiert. reicht wurde, folgenden Inhalt: Nach dieser Rede fönne man die Rheinland und Ruhrfrage nur Die belgische Regierung ertiärt sich heute nach dem Ende des noch melancholisch betrachten. Wenn die deutsche Regierung wir passiven Widerstandes bereit, mit der deutschen Regierung über die lich der Bevölkerung der besetzten Gebiete einen Dienst erweisen Fragen, die sie auf diplomatischem Wege zu unterbreiten gebente, mollte, fo follte sie zunächſt barauf bebacht fein, bie beutsche Bahrung zu ftabilisieren und die deutschen Finanzen zu restaurieren. in Berhandlungen einzutreten. Der deutschen Regierung Bei biefer grundlegenden Arbeit tönnten die Allierten Deutsch teht es zu, gegebenenfalls tonfrete Boriläge zu machen, land helfen. die Gegenstand einer zweckmäßigen Untersuchung oder auch einer eventuellen Erörterung bilden fönnen. Die belgische Regierung glaubt indeffen die Aufmerksamkeit des Berliner Kabinetts barauf lenten zu müssen, daß sie bei der Prüfung der ihr unterbreiteten Borschläge die Absicht hat, sich mit den anderen verbündeten Regie rungen, für die das Problem von Intereffe fein fönnte, ins Be nehmen zu sehen. Sie müsse gleichfalls betonen, daß der Ber failler Bertrag refpettiert werden muß, namentlich mit Hinblick auf das Reparationsproblem, mit dem die Reparations tommission befaßt wurde, um so mehr, da diese foeben zwei Sach. berftänbigenausschüsse eingesetzt hat und sie ferner die keine Umbildung der englischen Regierung. London, 18. Dezember.( WIB.) Dem Parlamentsbericht erstatter des" Daily Telegraph" zufolge, hat Baltwin für heute einen Kabinettsrat nady Downing Street einberufen. Der Bremierminifter fei zu dem Schluß gekommen, daß es in Anbetracht aller Umstände nicht wünschenswert fei, irgendeine Umbildung der Regierung vorzunehmen, bevor das Parlament zusammentrete. Liberale Politiker seien ter Ansicht, daß Asquith vielleicht in drei oder vier Monaten ersuchi werden würde, eine Regierung zu bilden. Der Botschafterposten in Paris. rung empfohlen, für die Wertermittelung bei Grundstüden nicht vom Borfriegswert auszugehen, sondern vom Mehrbeitragswert, Die deutsche Reichsregierung hat, wie wir hören, schon zu der entsprechend den heutigen Berhältnissen berichtigt werden soll. Anfang des Monats September der französischen Regierung Weiter entschied sich der Ausschuß dahin, es möge eine Bermögens Borschläge über die Wiederbesetzung des Parifer Botschafter steuer bei Personen, die über 60 Jahre alt oder erwerbsunfähig sind, postens gemacht, aber bisher feine Antwort auf sie erhalten. nicht erhoben werden, wenn das gesamte abgerundete verfteuerbare Der Wunsch nach Bieberbelegung dieses Postens war seitdem Bermögen( nach§ 7 Abs. 2) den Betrag von 20 000 Goldmart( ftatt in oft in der französischen Presse geäußert worden; es würde ber Borlage 15 000 Goldmark) nicht übersteigt. Damit war auch die demnach nicht an der deutschen Regierung liegen, wenn er Vermögenssteuer vom Ausschuß durchgearbeitet. Es folgte bie bisher feine Erfüllung gefunden hat. Beratung der Erbschaftssteuer und der Umsatzsteuer. ( Bergleiche dritte Seite.) Gefährdung der Beamtenzahlungen? Unter dieser Ueberschrift brachte die letzte Nachtausgabe des„ Tag die Mitteilung, am 1. Januar 1924 tönnte den Beamten nicht das polle Monatsgehalt gezahlt werden, und es werde ernsthaft im at the Auszunehmen von allen Beschränkungen und Abbaumaßnahmen ist die öffentliche Gesundheitspflege. Das Ziel und der Sinn von Sparmaßnahmen verfehrt sich in das Gegenteil, wird zum Widerfinn, wenn Leistungsfähigkeit, Produktivität und Gesundheit bewußt verringert wird, weil man sich scheut, hierfür die unbedingt erforderlichen Mittel auszugeben. Wenn nicht schon heute die ganze Deffentlichkeit gegen einen Abbau der öffentlichen Gesundheitspflege protestiert, so tommt das daher, daß die Borbeugung und Fürsorge in ihrem unschätzbaren Wirten von der großen masse nicht erkannt wird. Die Gesundheit wird nur von dem als das höchste Gut gepriesen, der sie verloren hat. Solange man sie besigt, nimmt man sie als etwas Selbstverständliches. Wer Unheil verhütet, erwirbt weniger Dant als der, der im Unglück hilft. Trogdem aber muß der Staat wie bisher alles tun, um dem Volfe unfagbares Unglück fernzuhalten. Dies um so mehr, als dazu bisher fleinste, allerkleinste öffentliche Mittel ausreichten. Die öffentliche Gesundheitspflege hat bislang im großen Bublifum wenig Dant gefunden, weil nicht jeder weiß, daß er durch sie täglich, ja stündlich vor schweren und schwersten Gefahren an Gesundheit und Leben bewahrt mirb. Boltsseuchen vergangener Jahrzehnte, die unser lebenden Generation unbekannt. Sie würden jedes jemals gehörte Ausmaß übersteigen, wenn sie das verelendete, unter fümmerlichen Berhältnissen lebende, eng in Großstädten zusammengepferchte deutsche Boll heute noch heimsuchen könn= ten. Unser Heer war nur deshalb imstande, jahrelang unter ungünstigsten Berhältnissen, ja in sumpfigen Gegenden einen heroischen Kampf zu führen, weil Vorbeugung und Fürsorge die Ausbreitung von Massenerkrankungen unmöglich machten. Ob man die Seuchenbefämpfung, die Fürsorge auf allen möglichen Gebieten oder den Schutz der Deffentlichfeit vor gefährlichen Kranten heraushebt, überall reichen fleinste Mittel aus, um untragbaren Schaden von der Allge meinheit fernzuhalten. Auf feinem anderen Gebiet fönnen öffentliche Mittel so vorteilhaft und höchsten Gewinn bringend investiert werden, wie in der öffentlichen Gesundheitspflege. Grauen erregen, wenn wir die Zahl der Opfer tören, finb ber Der Großstädter denkt überhaupt nicht mehr an die entfehlichen Zustände, die eintreten müßten, wenn Seuchen in millionen städten ausbrächen. Die Mutter des Säuglings holt sich Rat und befolgt ihn, ohne sich bewußt zu werden, was aus ihrem Rinde werden würde, wenn nicht fachkundige Beratung die ständig drohenden Gefahren fern hielte. Alles was der Staat für die öffentliche GesundheitsFranzösische Zollstationen im Ruhrgebiet. pflege aufwendet, beträgt auf den Kopf der Bevölkerung be Köln, 18. Dezember.( WTB.) Nach einer Meldung der Kölni rechnet im Jahre etwa 20 Goldpfennige. Wie gewaltig würde die zur Verfügung stehenden Mittel, die sich übrigens im Augenblid Rommandierenden Generals, um das Funktionieren des Wirtschafts- Menschen vor Erkrankung zu schüßen ist bil. Reichsfinanzminifterium bereits der Plan erwogen, am 1. Januar fchen Zeitung" aus Gelsenkirchen werden durch einen Befehl des der Etat jeder einzelnen Familie belastet werden, wenn diese Aufwendungen auch nur verringert würden! Tausend noch nicht ganz übersehen ließen, so zu verwenden, baß nach Mög lebens zu erleichtern, 8o11bureaus in nachstehenden Orten einiger als einen Ertranffen ärztlich behan. lichkeit allen Beamten bis einscht. Gruppe VII ein volles Monats gerichtet: Oberhausen, Dorsten, Recklinghausen, Lünen, Dortmund, beln zu lassen. Dabei wird noch nicht einmal der Ausgehalt gezahlt werde, und daß die Beamten der Gruppen VIII bis Bitten, Steele, Bochum Essen und Düsseldorf. Diese Bureaus be- fall produttiver Kräfte, der Kummer und die Sorgen zahl XIII und die Empfänger der Einzelgehälter sich zunächst mit einem arbeiten in der Hauptfache Bollangelegenheiten und die Berein- Loser Familien berücksichtigt. Wollte man im Etat ſelbſt alle Monatsgehalt in Höhe der Bezüge der Gruppe VII beanügten." Diefe Nachricht ist, wie WIB. verfichert, vollständig nahmung von Gebühren für die Bersentung von Gütern usw. für öffentliche Gesundheitspflege aufgewandten Mittel aus der Luft gegriffen. Ob es möglich fein wird, am 1. Januar bzw. 31. Dezember die Beamtengehälter für einen vollen Monat zu zahlen, wenn nicht, welcher Teilbetrag sofort gezahlt werden wird, steht heute noch in teiner Weise fest. Amtliche Kurse unverändert. Die Kursbewegung der Mart im Auslande vollzieht fich in ruhigen Bahnen. Die Martnotierungen entsprechen ziem lich genau den Berliner Devisenkursen. streichen, so würde das an der finanziellen Situation des Staates nichts ändern, da die von Staats wegen bereit gestellten Mittel noch nicht einmal 1.Broz. des Gesamtetats betragen. Die Steuerverordnungen. Eine Streichung aber auch nur einzelner Posten müßte ganze Arbeitsgebiete zum Erliegen bringen. Charitative Ber Beschlüsse des Fünfzehner- Ausschusses. In Anbetracht dieser Sachlage rechnet man weiter mit ziemlich eine, Gesellschaften, hochherzige Privatpersonen und Verbände Im Fünfzehner- Ausschuß des Reichstages wurde zunächst die fta bilen Mart. und Devisenkursen. Infolgedessen hat haben seit langem Summen für die öffentliche GefundheitsBeratung über die Einkommens- und Körperschafts fich weiter Kreise die Auffassung bemächtigt, daß es jest zwecklos fei, pflege und Fürsorge aufgebracht, die bei weitem die vom fteuern 1925 und 1924( Art. 1 der zweiten Steuernotverordnung) große Rapitalien in ausländischen Zahlungsmitteln unproduttiv Staate bereitgestellten Mittel übersteigen. Was der Staat abgeschlossen. Hierbei wurde ein Antrag angenommen, morin der liegen zu lassen. Man stößt diese ab und legt die Gelder entweder| gab, mar häufig nicht viel mehr als eine Ermunterungssumme. Regierung empfohlen wurde, in dem§ 33, der die Borbereitung der im eigenen Betrieb oder in Effekten an. Kleinste Posten genügten, um als Ansporn zu dienen, um einen Beranlagung für die landwirtschaftlichen Betriebe behandelt, einen Dieser Umstellungsprozeß, der schon der gestrigen Börse das Wetteifer zu erzeugen und eine Bewegung machzurufen und Saz zu streichen, gemäß dem noch Bestimmungen über die Berüd. Gepräge gab, dauert offenbar noch an. Allerdings zeigt sich das zu unterhalten, die der Allgemeinheit zum Segen gereichte. sichtigung des Dom Kalenderjahr abweichenden Wirtschafts- Bestreben, die Devisen von Hand zu Hand zu handeln. Heute waren Würde der Staat diese Summen, die ihm bei den Sanierungs( Geschäfts-) Jahres der abschließenden Regelung vorbehalten bleiben Devisen auf der Basis des amtlichen Kurses eher angeboten. Die maßnahmen nicht helfen fönnen, streichen, so würde das als follten. Der Ausschuß wandte sich hierauf den die Vermögens. Nachfrage im amtlichen Verkehr war nicht besonders groß. Die Mangel an Interesse gedeutet werden, die Deffentlichkeit würde feuer behandelnden Artikeln II zu Hierbei wurde der Regie amitiden Rotierungen blieben unverändert. lihre Opferwilligkeit verlieren und wichtige, ja lebenswichtige Gewiffenlos! Aufgaben würden zum Erliegen kommen. Es darf daher in lagerungszuftand gegebenen äußeren Schwierigfeien auch nur einiger der öffentlichen Gesundheitspflege nicht gespart werden, wenn maßen fertig zu werden, muß dahingestellt bleiben. Erfahrungen der nicht eine finanzielle Katastrophe und todbringende Folgen letzten Zeit haben leider auch genügend gezeigt, wie lief die kom- Verleumderische Behauptungen über die Sozialdemokratie heraufbeschworen werden sollen. munisten nody immer im Dufschismus verftridt find. Jede Re- In einem völkischen Wochenblatt, das in Berlin unter o M ben Die Not des Staates ist die Not des Volkes. Mehr denn glerung muß, wenn sie sich halten will, für Ordnung und dem Titel„ Gewissen" erscheint und von dem sattsam befannje bedürfen wir einer vorbeugenden und fürsorgerischen Arbeit Sicherheit im Lande sorgen. Dabei fann es leicht passieren, ten Dr. Stadler herausgegeben wird, findet sich in der der Behörden und der mit ihnen freiwillig arbeitenden Kreise. Daß sie Maßnahmen ergreifen muß, die den Kommunisten eine neuesten Nummer die folgende Berle umdung der SozialAlle Sachverständigen sind sich darüber einig, daß fein Sach- weitere Unterstüßung der Regierung einfach unmöglich machen. Ein demokratischen Partei: Mit der Sozialdemokratie ist es in geltlicher Beziehung so weit tenner die Berantwortung für die aus einem Abbau der bei Unruhen abgegebener Schuß eines Bolizisten fann genügen, um öffentlichen Gesundheitspflege mit Sicherheit vorauszusehenden den schärfsten kommunistischen Borstoß gegen die Regierung hervorgekommen, daß sie nicht nur ihre Parteibeamtenschaft abbaut und Folgen tragen fann. Wer froß dieser von allen zuständigen zurufen, auch wenn sie beim Entstehen der Regierung Hilfe geleistet den Funktionären empfiehlt, fich nach einem bürgerlichen Berufe Instanzen, geäußerten Warnung glaubt, auch auf diesem Ge- haben. Es ist ja übrigens die offen ausgesprochene Absicht der Kom umzusehen, sondern wie Herr Sonntag mitteilt, sich vor der biete fparen" zu sollen, muß sich flar darüber sein, daß er vor munisten, die Sozialdemokratie, sobald Gelegenheit dazu ist, in neue Notwendigkeit fieht, ihr 3ontralorgan, den Vorwärts", unferem ganzen Bolfe und vor den kommenden Generationen risen hineinzuführen, weil sie glauben, auf diese Weise und eine Reihe bedeutenter Parteforgame der Provinz vom neuen die volle Berantwortung zu übernehmen hat. Wenn wir mirt. Die sozialdemokratischen Massen von den Führern trennen zu fönnen." Jahre ab eingehen zu lassen. Darauf hin soll nun Herr lich sparen wollen, müffen wir die Maßnahmen aus Daß die von vielen als bevorstehend angekündigte Landlung von Dtmar Strauß und bestimmten Berliner FinanzSpieler, der neue Pressechef der Reichstanzlet, unter Bermilt. bauen, die tausendfachen Gewinn bringen und die allein tagsauflösung in Wirklichkeit teine Lösung des fächsischen Preisen, Herrn, Scheibemann eine Sanierung feiner imstande find, jene Borbedingungen zu schaffen, die eine er Problems wäre, betont auch die Dresdner Volkszeitung". Bartei nermittelt haben. Es ist selbstverständlich, daß ein höhte Leistung der Gesamtheit durch vorbeugenden und für Neuwahlen können entweder zum Verluft der Arbeitermehr folches Finanzgeschäft mit einer politischen Gegenleistung verbunden forgerischen Schuß für jeden einzelnen garantieren. Die Medizinalverwaltung hat heute die heilige Pflicht, auf Grundheit im Landtag führen, womit der Arbeiterschaft sicher nicht ist, und wir erinnern in diesem Zusammenhange nur daran, daß die Medizinalverwaltung hat heute die heilige Pflicht, auf Grund gedient ist, oder aber sie bringen den alten Zustand im Sozialdemokratische Partei schließlich demselben Ermächtigungsgesetz ihrer Sachkenntnis alle Mittel anzuwenden, um einen Abbau neuen Gewande, d. h. eine parlamentarische Mehrheit non zugestimmt hat, das sie vorher mit hochtönenden Worten ablehnte. zu verhindern, auch menn ihr der Vorwurf gemacht würde, daß Arbeitervertretern, die nicht ausgenutzt werden kann, weil ein Die jüdische Großfinanz finanziert also auf dem Umwege über die fie allein zu Opfern nicht bereit sei. Sie allein weiß, daß die Teil wegen ihrer Abhängigkeit von der putichistischen Reichsfanzlei die deutsche Sozialdemokratic, und so geht denn scr Gesamtheit nur dann spart, wenn Titel und Auf Bolitik der Kommunisten zur Beteiligung an der Regierungs- Barteirummel weiter. wendungen für die öffentliche Gesundheitsbildung nicht in Frage kommt. Die" Dresdner Boltszeitung" pflege nicht beschränft werden. Für jeden ernsthaften Menschen liegt das Unsinnige. scheint deswegen der Meinung zu sein, daß eine Koalition dieser Behauptungen klar zutage. Die Sozialdemokratie hat mit den Demokraten der ganz ungewissen und eine Lösung nicht den geringsten Anlaß, Parteiblätter und gar ihr ZentralDie Regierungskrise in Sachsen. nicht ermöglichenden Landtagsneuwahl vorzuziehen sei. Sie organ eingehen zu lassen, noch weniger zu ihrer Erhaltung Urteile sächsischer Parteiblätter. madon begrüßt das, indem sie schreibt: i cine Sanierungsaktion durch Herrn Spiefer oder die ReichsDie neue Regierungsfrise in Sachsen ist glücklich die„ Die schlechten Erfahrungen, die wir mit der Koalitions regierung in Anspruch zu nehmen. Das Ganze stellt sich dar pierte Krise, die Sachsen in, verhältnismäßig furzer Zeit politif im Reich machten, find nicht wegzuleugnen, aber der als eine zu bestimmten Zweden erfundene, in allen ihren durchmacht. Es muß immer wieder darauf hingewiesen Unterschied zwischen Reich und Ländern darf nicht übersehen werden. Seiren erlogene Behauptung, die lediglich dazu dienen werden, daß der Anstoß zu dieser Reihenfolge von Krisen in Jm Reich steht die Gefeßgebungsarbeit im Vordergrund. Sind die foll, die große Partei des schaffenden Boltes zu verdächtigen, dem Borgehen der bürgerlichen Parteien zu suchen ist, Bertreter der Sozialdemokratie im Stabinett in der Minderheit, so als ob fie in irgendeiner Weise vom Großfapital abhängig die, einschließlich der Demofraten, die Regierung fann es leicht vorkommen, daß unsere Wünsche unbeachtet bleiben wäre. Bud Lipinski furz nach der Ruhrbesetzung im Früh und deswegen unsere Teilnahme an der Regierung ihren Einn ver jahr dieses Jahres zu Fall brachten. Den Demofraten, die liert. In den Ländern tommt es vor allem auf die später, als sie die Rückwirtung ihres schroffen und fachlich Berwaltung an. Ift auch nur ein Teil der Ministerien mit vollkommen ungerechtfertigten Vorgehens gegen den Innen- Sozialdemokraten befeßt, so tann ein wichtiger Einfluß minister Lipinski mehrere Monate hatten beobachten müssen, ausgeübt werden, da die einzelnen Minister in ihren Ressorts in bei der Bildung der Regierung Fellisch einzulenten verfuchten, weitem Umfange felbftändig find. In Preußen haben wir ja ist von ihren eigenen Parteifreunden die Kurzsichtig seit Jahr und Tag die Große Koalition, ohne daß bis heute feit ihres damaligen Borgehens deutlich genug vorgehalten irgend jemand in der Partei die Beseitigung dieses Zustandes ver worden. Wir erinnern nur an den Auffaz des demokratischen langt hätte. Bei einer Roalition in Safen aber hätten wir Abgeordneten Brod auf im Berliner Tageblatt". Die Des im Kabinett die Mehrheit. Kein Sozialdemokrat fann bezweifeln, mofraten find in erster Linie dafür verantwortlich zu machen, daß eine Stoalitionsregierung ein lebel ist, daß mit einer Koalitions daß an Stelle einer verhältnismäßig ruhigen und gesicherten regierung manches für uns nicht durchführbar ist, das uns netwendig politischen Entwicklung in Sachsen Strife auf Krise folgte, erscheint. Aber für jeden, der fich feiner Berantwortung gegen. deren Rückwirkungen namentlich im Zusammenhang mit dem über der Arbeiterschaft und dem Bolf bewußt ist, muß es erst recht Einrüden der Reichswehr auch vom demokratischen Stand unerträglich sein, wenn wir von Krise zu Rrife taumeln punkt aus sicher nicht begrüßt werden können. und zu ruhiger fachlicher Arbeit überhaupt nicht Die fächsischen Sozialdemokraten stehen vor einer michtigen Entscheidung. Für die innerdeutsche Entwicklung ist es Es wird Sache der fächsischen Genoffen sein, der durch absolut nicht gleichgültig, welcher Kurs in den einzelnen Län die fächsische Politik geschaffenen Schmierigkeiten Herr zu dern gesteuert wird. Die Chemnitzer Boltsstimme" betont werden. Die ununterbrochene Folge von Krisen ist jedenfalls mit Recht: der Arbeiterschaft meniger dienlich als eine ftabilere anzusetzen. " Bei der fünftigen Entscheidung muß fühl und leidenschaftslos Regierungspolitik, mie fie z. B. in Preußen sich in den letzten erwogen werden, was auf dem Spiele steht. Wenn das Drängen Jahren herausgebildet hat, ohne daß von irgendeiner Seite der Reaktion, die Gewalt in den Einzelstaaten in die Hand zu be- in der Partei Stimmen gegen dieje Politif faut geworden Die Pläne des Wehrkreisfominandeurs. kommen und die Ausführung der Gefeße und Verwaltung zu beein- wären. Zweifelfos verlangt die„ Dresdner Volkszeitung mit Dresden, 18. Dezember TU) Nachdem die außersächsische flussen, Erfolg hat, dann bedeutet das mehr als gemeinhin ange- vollem Recht: Unter allen Umständen müssen wir zu per- Reichswehr zum größten Teil an ihre Stammorte zurüdbeförbart nommen wird. Aufgegebene Machtpofitionen find nicht so leicht hüten suchen, daß wir den bürgerlichen Parteien worden ist, fällt ber fäfischen Bolizei die Aufgabe zu, die durch wieder zu erobern. Und ob die bauernden Krisen die Reim Landtag die Alleinherrschaft in Sachsen ausüben lassen, die Reichswehrtruppen gefchaffene Ruhe und Ordnung zu erhalten. publit festigen, das ist sehr zweifelhaft." denn eine solche bürgerliche Herrschaft in Sachsen müßte fehr Da die fächsische Polizei aber eine große 3ahl von Fehl. start unter deutsch nationalem Einfluß stehen. Daß stellen aufweist, hat der Inhaber der vollziehenden Gewalt in dann wieder abgebaut würde, was wir hier in Sachen in Sachsen die Aufstellung einer Hilfspolizei verfügt. jahrelanger mühevoller Arbeit geschaffen haben, ist sicher. ftellungsorte dieser Hilfspolizei find Dresden, Leipzig, Chemniz, Hoffen wir, daß es den Instanzen unserer Partei gelingt, eine Zwidau, Glauchau und Riesa. Sie soll mit Rücksicht auf die fehlende Lösung zu finden, die den Einfluß der sozialistischen Arbeifer Bolizeivorbildung nicht im Polizeieinzeldienst verwendet Ob aber unter den heutigen Umständen eine auf Kommufchaft auf die sächsische Regierung auch in 3utunft werden, sondern nur einen starten Rückhalt(?) für die benisten gestüßte Regierung Aussicht hätte, mit den durch den Be- erhält." stehende Polizei bilden. ad and " " P Die Bildung einer Koalitionsregierung mit den Kommunisten scheint der Dresdner Voltszeitung gegen märtig aus den verschiedensten Gründen schwierig, menn nicht unmöglich". Sie schreibt in einem Leitartikel dazu fol gendes: Normung. tommen." Bert in ein anderes zu verlegen oder überhaupt auf mehrere andere Werte so zu verteilen, daß die Streitarbeit der Belegschaft unbeEs gibt Menschen, die nichts mehr hassen, als nach einer bewußt geleistet wird. Nur gut geleitete und gut unterrichtete Gemertstimmten Regel ,, einer Norry handein zu müssen. Das Regellofe ist fchaften werden hier Nachteile für die Arbeiterschaft verhindern ihnen zur Regel geworden. Diese Menschen können gewöhnliche tönnen. Trozdem wäre es verfehlt, im Hinblick auf den großen Querföpfe fein, es fönnen fidy aber auch hinter ihren Handlungen volkswirtschaftlichen Nutzen, an dem auch der Arbeiter als Verraffinierte Pläne verbergen, es mag auch solche geben, denen ein braucher beteiligt ist, den Bestrebungen, die Industrieerzeugnisse feines Fingerspikengefühl sagt, daß irgendein after Brauch oder ein weitgehend zu normen, feindlich gegenüberzustehen, Dogma im Begriff ist, sich zu überleben und die daher die BahnBor kurzem hat der Normenausschuß der deutschen Industrie brecher des Neuen find. In nicht allzulanger Zeit wird aber auch seine diesjährige Jahrestagung abgehalten. Die dort gemachten Aus Das ehemals neue zur Norm, bis es dann wieder durch andere führungen ließen erkennen, daß die Normung in Deutschland trotz Normen abgelöst wird. Nichts auf der Menschenerde erscheint ein der Ungunit der Verhältnisse erhebliche Fortschritte gemacht hat für allemal unverrückbar festzustehen. So hat der Fachnormenausschuß für Rohrleitungen die Grundlage Go lange wir zurüddenten tönnen, haben die Menschen unbe für die Normung im Rohrleitungsbau geschaffen. Druditufen, wußt auf Grund ihrer Erfahrungen nach festen Normen gehandelt. Rennmeilen, Rohr- und Flanschabmessungen sind gegeneinander ab Wenn heute in der Technik soviel von Normung geredet und ge- gestimmt worden. Auch auf dem Gebiete des Hochbaumefens find schrieben wird, so ist das ein Zeichen dafür, daß sich in unserer Zeit erhebliche Fortschritte in der Normung der Bauteile zu verzeichnen. mehr denn je das Bestreben geltend macht, auch so materielle Dinge, Welche ungeheure Arbeit zur Normung der Geminde geleistet wurde, wie es Maschinen, Hochbauteile usw. find, bewußt zu normen, nach ist erst türzlich im Vorwärts" mitgeteilt worden. Nun gilt es diese dem wir auf geistigen Gebieten, wie Sprache, Mujit, Rechtswesen Arbeiten für die Braris nußbar zu machen, und hier ist noch eine u. a. schon seit langem die bewußte Norinung fennen, die uns hier umfangreiche, mur in zäher Arbeit zu bewältigende Aufgabe zu bereits zur Selbstverständlichkeit geworden ist. erfüllen. Billy Möbus. 97 Staatsoper:„ Hoffmanns Erzählungen". Wenn der Herr Sonntag", der als Verbreiter dieser Berleumbung bezeichnet wird, sie nicht selbst erfunden hat, fo ist nur anzunehmen, daß er und seine Gläubigen irgend einem Anspach aufgesessen sind, der sich ein Gewerbe daraus gemacht hat, fie mit solchen Finten hereinzulegen, die ihnen im Augenblick gerade genehm waren. Es braucht nach diesem auch wohl nicht erit betont zu werden, daß die Annahme, die sozialdemokratische Zustim mung zum Ermächtigungsgeleg fei als Gegengabe für die " Sanierung" erfolgt, eine ebenso holtlose Berleumdung darfiellt. In völtischen Kreisen ist ja aber feit langem bekannt, was die Deutsche Zeitung" erst am legten Sonntag bestätigte, daß das weite Gewiffen der Urheber solcher Nachrichten die Schranken der Achtung vor fremder Ehre längst nicht mehr tennt..." Der Wahltag in Thüringen. man Weimar, 18. Dezember.( TU) Nach einer Meldung der Eisenacher Tagespoft hat die Thüringer Landesregierung die 20licht, die Neuwahlen auf Sonntag, den 13. Januar 1924, Die Sächsische Hilfspolizei". Auf orientierung fleine Lebenszüge zur Gestalt. Karl Günther ist noch nicht Hoffmann, aber er fann es werden, wenn er das wunder schöne Material eines überflüssigen Beitlangs entfleidet und noch freier, unbefümmerter im Spiel wird. Von den Frauen konnte eigentlich nur Frau Elfriede Marherr Wagner( Antonia) zus friedenstellen. Sie hat ganz die Immigkeit des Wesens und der Stimme, die der franten legien Geliebten Hoffmanns nottut. Ethel hans a war als Dinmpia etwas Halbseide, doch im Automatenhaften gefchidt. Die Salvatini fichtlich indisponiert. The Will man den Hoffmann neu herausbringen, fo muß man zuerst brei Frauen und zwei Männer von erlesenem Spieltalent haben, dazu Stimmen fuchen, die den Kostbarkeiten folcher Portitur in allent gemachten find. Zunächst einen prunthaft phantastischen Maler und einen vom Klang bergischten faprigiösen Dirigenten. Bon allem war nur ein gutes Teil da. Also eine schöne Aufführung, wo man cine hervorragende erwartet hatte. Singer. Aber Wieviel Worte braucht man? Der Wortschatz, über den so Sprachgewaltige Dichter wie Shakespeare oder Geethe verfügen, ist natürlich ein unendlich viel größerer als die Menge von Borten, tie der Mann von der Straße braucht, um fein alltägliches Verständigungs- und Unterhaltungsbedürfnis zu befriedigen. felbft die Zahl der Borte, die die Dichter in den langen Reihen ihrer Berfe benutzen, find verhältnismäßig gering, mit den Reichtümern verglichen, die die Sprache überhaupt darbietet. In einem Das alte Schlagwort von der öden Gleichmacherei", mit dem amerikanischen Blatt, das die Frage erörtert, wieviel Worte der Durchman insbesondere die Sozialdemokraten treffen wollte, ist dabei, sich schnittsmensch notwendig hat, wird darauf hingewiesen, daß der zu überlegen, und es mutet an wie eine Jronie des Schicksals, wenn Standard Dictionary", das große englische Wörterbuch, 350 000 raan sieht, wie gerade in den Streifen der Großindustrie für Nor- Eine gänzliche Neueinstudierung dieses in, phantastische Ro- Ausbrüde verzeichnet. Gegen diese Riesenmassen ist selbst der mung, für die„ Gleichmacherei" aller möglichen Dinge gewirkt wird, mantil, Dämonie und oftutte Mystik eingehüllten Offenbach Mortgebrauch Shakespeares flein, der seine unsterblichen Dramen wobei niemals verfehlt wird, darauf hinzuweisen, daß trotz aller Werts ist zeitgemäß; denn das Charakteristisch- Gespenstische in Lert mit 16 000 Borten geschaffen hat. Andere Dichter verwenden noch Normung dem persönlichen Geschmad und dem fünstlerischen Schaffen Reich, mag in ihm auch immer Leib und Entsagen das Schicksal des feiner Ausdrüde berühmt fit, hat nur 8000. Der hoch bildete und Musik drängt unsere Sinne vom Diesseits ab in ein anderes fehr viel weniger, Diston 3. B., der ebenfalls megen ter Jülle des einzelnen noch genügend Spielraum bleibe. Das letztere iſt Träumers Hoffmann fein. Eine gänzliche Neueinstudierung war eigentlich so selbstverständlich, daß es nicht hervorgehoben zu werden gestern der orchestrafe Teil, den Kleiber auf das Feinste ab- moderne Mensch verwendet taum mehr als 3000 bis 4000 Worte. brauchte. Bolkswirtschaftlich aber ist das Bestreben, endlich ernst stimmte, fomie in den vielen aufgemachten Strichen, die Unbekanntes mehr als 2000 Worte zu kennen. Der meniger gebitbete Menich Um Zeitungen cder leichtere Bücher zu lesen, traucht man nicht Saft für die Normung in der Technik zu wirken, nur zu begrüßen. ans Licht brachten( fo z. B. das pompös gestaltete Septett- Finale fommt in seiner Unterholtung mit einem Wortschatz aus, der faun Früher hatte jede Fabrit ihre eigenen Normen. Die Ersetzung eines des zweiten Afts und das zierliche Couplet des Dieners). die Zahl von 500 Worten übersteigt, und Bauern in augelegenen schabhaften Teiles mar badurd) nur zu oft erschwert, zuweilen fichtlich herumftudiert, gearbeitet, geübt worden. Dörfern, deren Interessenfreis und Weltbild jehr beschräntt ist, geradezu unmöglich gemacht. Man braucht heute nur an die Vielheit wiederum, daß das Detail viel, aber nicht alles ist und daß zu einem haben nicht mehr als 200 Worte nötig, um alles auszudrücken, was fie Ganzen noch eine bindende, verbindende, stimmungmachende Berder Fahrradmarken und der Schreibmaschinen zu denken, um den fönlichkeit des Buises, gehört. Als diese überragende Persönlichkeit fich im alltäglichen Leben zu sagen haben. Borteil der Normung, der Austauschbarkeit aller Teile zu erkennen. wollte mir auch diesmal Kleiber nicht erscheinen, er ist ein Realist, Und viele mögen das Fehlen der Normung verwünscht haben, das fein Romantiker. Doch blieb die Orchesterleitung das Beste. Das Jm Weihnachtsfonzert der Volfsbühne, daß ain giveiten lering, mill richt zuletzt feinen Hauptgrund darin hat, daß es noch genug Fabriten bunte, groteste, bizarre Spiel muß ein Dekorationsfünftler auf gibt, die ihre Sondererzeugnisse so herstellen, daß sie mit ihnen den spüren. Bis in die Seele seiner Entstehung hinein. Es genügt nicht, Berbraucher in völliger Abhändigkeit von sich halten. In diesen das Klischee von Benedig zu geben und die übliche blaue Dunkelheit Fällen richtet sich die Normenfeindlichkeit ausdrücklich gegen die Ber durch Sterne und Lampions zu unterbrechen. Der erste und dritte braucher. Andererseits fann die allgemeine Einführung von Rormen ft zeigen Geschmack, der erste auch ein wenig Bhantastik. Von den sch auch zum Schaden der Arbeiterschaft bemerkbar machen. Nach Mirafel wußte er Dämonie und herumgeistern gut zu spielen. Sängern mar Scheidt der weitaus darafleristischste, besonders als ollgemeiner Einführung der Austauschfertigung wird es in vielen Stimmlich ist er schon freier und geschmeidiger gewesen, doch erntete Fällen, vor allem in den Betrieben großer Konzerne möglich sein, er mit der Spiegel- Arie offerten Beifall hentet, fand sich mit bei Lohnfämpfen, bei Streits die Produktion aus dem heftreitten feinen drei Partien sehr gut ab und erfamn in jedesmaliger Neus Es war Man merkte tags 12 Uhr, im Theater am Bülowblas flattfindet, wird ber Zeitung von Albert Iorath vom staatlichen Schauspielbaus Franz Rothenfelderself en toen de erstmalig zur Aufführung bringen. der Berliner Schubert- Chor und der Gemischte Chor Groß- Berlin wird unte: Zeitung von Jascha Hogenstein Chöre zum Vortrag bringen. Sprech Chor der Proletarischen eierft it n den unter it a bl im Deuten beater einen Tanzabend; Beginn 8 Uhr. Tiene Tanzfunft Am Donnerstag, den 20., veranstaltet Zeni Riefett eierliche und phantaftische Tänze bringt utta se I amt mit ihrer Zanz gruppe am Freitag, den 21, abends 8 1hr, im Blüthner Saal zur Darstellung. Die Arbeit des Fünfzehner Ausschusses. Der Fünfzehner Ausschuß wird, wie„ Eca" erfährt, in dieser Woche zunächst die Beratung über die zweite Steuernot verordnung beendigen. Sodann soll nor den Weihnachtsfeiertagen noch eine Berordnung des Reichsjustizministeriums über die Gold bilanzen beraten werden, sowie eine Verordnung des Reichs arbeitsministeriumns über das Arbeitszeitgefeg. Die dritte Steuernotverordnung, die gestern im Kabinett beraten wurde, dürfte hinter diese beiden Berordnungen zurückgestellt werden, so daß ihre Berabschiedung durch den Fünfzehner- Ausschuß vor den Weihnachtsfeiertagen fraglich erscheint. Die Prinzen von Preußen". Man schreibt uns: Recht viel Kopfschütteln bei allen Republikanern muß die letzt. erschienene Nummer 75 der Preußischen Gesetzsammlung herver. rufen. Dort findet sich eine Verordnung des Preußischen Staatsministeriums vom 27. november 1923 abgebrudt, burd) welche den Mitgliedern der Hohenzollernfamilie das Recht gegeben wird, den Titel„ Prinz von Preußen zu führen. Diese Ver ordnung steht in traffem Widerspruch zu Artifel 109 der Reichsver faffung. Hiernach dürfen Titel nur verliehen werden, wenn sie ein Amt oder einen Beruf bezeichnen Steht etwa das Ministerium auf dem Standpunkt, daß es noch heute Amt und Beruf der Hohenzollern. sprößlinge sei, die„ Prinzen von Preußen" zu spielen? Derartige Berordnungen dürften weder im In'and noch im Ausland dem mora lischen Ansehen der Republik dienlich sein. Das bayrische Sparprogramm. # Sondergericht und Geffentlichkeit. Es soll in einem anderen Zusammenhange auf die Sondergerichte eingegangen werden. Hier sell verläufig nur das eine gefagt werden: Auch vom Standpunkt ihrer Berteidiger fönnen diese Ge richte ihre Daseinsberechtigung als Abschredung und Vorbeugung nur insofern haben, als wirklich die breitesten Massen der Bevölkerung von ihren Urteilen Kenntnis erfangen. Ein Urteil, wie das fürzlich in der Sache des geplünderten Fleischerstondes gefällte, müßte in allen Markthallen ohne Namensnemmung aber samt Begründung angeschlagen werden, damit Hunderttausende es lesen. Bresse und Gerichtspublikum erfüllen hier Den 3wed als Deifentlichkeit nicht. Das gleiche gilt von Urteilen, die Blünderungen von Bäderläden und magen, Lebensmittelgeschäften, Kartoffelfuhren usw. betreffen. Dies soll für die entsprechenden Behörden eine Anregung sein. Es dürfte auch im Sinne derer fein, die ihre Hoffnung auf Sondergerichte fezen, so soll wenigstens dafür gesorgt werden, daß sie ihren Zwed der Abschreckung nicht allein durch Aufhebung normaler Gerichtsbarkeit und harte Strafen zu erreichen versuchen, sondern durch weiteste Berbreitung ihrer Urteile. Sonst würden sich zu nutzlofen Opfern der Ret noch nuglose Opfer der Sonderjustiz gefellen. Ebenso müßten die Urteile der Buchergerichte der weitesten Deffentlichkeit bekanntgemacht werden. Die Bevölkerung soll die Urteile der Sondergerichte mit der der Buchergerichte vergleichen fönnen. Sie soll sich davon überzeuren dürfen, daß auch die letzteren hart anzupaden verstehen, wenn es gilt, die Masse zu schützen. Sonst fönnten die Massen leicht in den Glauben Tommen, daß verschiedenes Maß angelegt wird und zwar nicht zugunsten der Notleidenden. Unberechtigte Fleischpreise. hat einen augenblidlicher Wert ven ungefähr 59 millionen Mart, fomit ergibt die Spende zusemmen eine Gumme von 30 857, Gold, mart. Ein ärztlicher Kunstfehler. Die Sachverständigen sind sich nicht einig. Eine für Aerzte grundsäßlich außerordentlich wichtige Entheidung wurde nach zwölfftündiger Berhandlung von der 6. Straffammer des Landgerichts III unter Borsik von Bandgerichtsdirektor Ohnesorge in einer Straffache gegen den praktischen Arzt Dr. M. wegen fahrlässiger Tötung gefällt. Zu Dr. M. wurde eine Batientin gebracht, bei der eine Fehl geburt im Gange war. Bei der Herausnahme der Frucht passierte tem Arzt ein häufig vorkommendes Mißgeschid, nam lich daß er mit der Zange die Gebärmutterwand perforierte. Zwei Tage später starb die Patientin im Krantenwager auf dem Transport zum Krankenhaus. Die Anflage warf Dr. M. vor, daß er die Batientin zu Fuß habe nach Hause gehen lassen und daß er sich nicht genügend um sie gefümmert habe. Letzteres stellte sich in der Verhandlung zwar as unrichtig heraus, die Straffammer stellte aber eine Fahrlässigkeit insofern fest, als die Patientin von dem Arzt nicht sofort in flinische Behandlung gebracht worden fei und daß er den Angehörigen nicht sofort völlige Aufklärung über den unglücklichen Zufall und die sich daraus ergebende Lebensgefahr gegeben habe. Die Gutachten ter Sachverständigen, unter denen sich drei Universitätsprofefforen be fanden, gingen in den entscheidenden Bunften wesent lich auseinander. Professor Dr. Sepmann und Professor Dr. Duehrssen sowie ein dritter Sachverständiger vertraten tie Ansicht, daß der Angeftagie alles getan hätte, was von einem praftischen Arzt zu verlangen wäre. Professor Schäfer und Medizinalrat Dr. Stormer erblickten vor allem in der Unterlassung der fofortigen Elinischen Behandlung einen ärztlichen Kunstfehler. In der Tat wurde der Angeflagie wegen fahrässiger Tötung zu einem Jahr Gefängnis pers urteilt. Die Straftommer schloß sich damit den strengen Guts achten von Professor Schäfer und Medizinalrat Dr. Störmer an. Die Verteidiger haben sofort gegen tas Urteil Revision beim Reichsgericht angemeldet und stüßen sich darauf, daß das Gericht den Begriff der Sorgfaltspflicht überspannt habe. Münden, 18. Dezember.( Eca.) Der bayerische Landtag tritt heute zu einer ordentlichen Tagung zusammen, die aber nur von furzer Dauer sein wird, da durch die Annahme des Ermächti Senfung nur im Groß- aber nicht im Kleinhandel. gungsgefeges, die man als gesichert betrachten fann, die Re Mit den Fleischpreijen in den Ladengeschäften beschäftigte fich gierung alle die Bollmachten erhält, die sie für die Durchführung in diesen Tagen angelegentlich die Buch erpolizei. Schon am eines großzügigen Spar- und Reformprogrammes für notwendig Freitag voriger Woche wurden auf dem Zentralniehhof die Fleisch. hält. Das Programm der Regierung sieht einerseits die preise erheblich gesenkt Bon dem entsprechenden Fallen in den Erhöhung der Staatseinnahmen mit Ausbau der den Ländern noch Schlachterläden aber merkt die Berbraucherschaft auch jegt noch ergebenden Steuermöglichkeiten vor. Daneben werden von der immer so gut wie gar nichts. Jedenfalls hat sich die Sen banerischen Regierung nachdrücklich die Bestrebungen auf Rüdfung im Großhandel noch lange nicht durchgängig auch im Kleinperfauf ausgewirkt. Die Ladenschlächter nehmen fast alle die gabe der Finanz und Steuerhoheit an die Länder Breife, die non der zuständigen Kommiffion als die höchst 3 betrieben werden. Zum Zwed der Herabminderung der Staatsaus fäffiger Breise für das allerbeste leifd) festgelegt find. gaben find tiefe eingreifende Maßnahmen geplant, por allem hin- Es versteht sich von selbst, daß diese Preise für geringere Quali fichtlich eines Abbaues des Beamtenförpers und des Behörden täten nicht gelten und nicht gefordert werden dürfen. Die Laden apparates. Eine große Anzahl von Aemtern und Gerichten fchlächter aber madjen zu ihren Gunsten teinen Unterschied und foll eingezogen oder zufammengelegt werden. Auch der Etat verlangen für jede, auch die geringste Qualität, faft durchweg das, des Staates wird eine Einschränkung erfahren, wenn auch die Unter was nur für die beste Qualität zugelassen ist. Die Kunden werden nehmungen, die produktiven Zweden dienen, fortgeführt werden gut tun, sich dort, wo zu hohe Preise verlangt werden, fich die follen. Mit großem Nachdrud wird die Regierung ferner die infaufsfake vorlegen zu lassen. Aus ihnen tönnen sie erstellen. fehen, ob die zulässige Spanne überschritten ist, ob sie also übervor Serabminderung der Sachausgaben der staatlichen teilt werden oder nicht. Die Preise gelten jedesmal von 12 Uhr Berwaltung und Einschränkung der Dienstreisen usw. betreiben. mittags bis zu der gleichen Zeit am nächsten Tage. Sie wechseln natürlich je rad) Angebot und Nachfrage, im wesentlichen also nach dem Auftrieb. Die Bucherpolizei ist bestrebt, durch schärfste Kon trolle der Uebervorteilung des Publikums auch auf diesem Gebiete ein Ende zu machen. Tas Bier wird billiger. Förderung der Jugendpflege. Das preußische Staatsministerium hat zur Förderung der Bflege der schulenflaffenen Jugend die preußischen Behörden darauf hingewiesen, daß überall darauf Bedacht zu nehmen fei, die vor hardenen Einrichtungen für die allgemeine Jugend. pflege nach Möglichkeit nutzbar zu machen. Die Behörden sollen deshalb widerruflich Turnhallen, Spielplähe, Schwimmanstalten, verfügbare Zimmer, Säle, Gerätschaften und Anschauungsmaterial, fowie für Jugendherbergen geeignete Räume zur Verfügung Diese auf Gesunderhaltung und Kräftigung der deuts fchen Jugend hinzielenden Bestrebungen verbionen wegen ihrer wichtigkeit für den Wiederaufbau unseres Volkes die eifriaste Unterfügung aller Kreise und namentlich auch aller Behörden. Der Minister für Volkswohlfahrt drückt deshalb unter Hinweis auf einen Erlaß des Reichsarbeitsministers den Wunsch aus, daß auch die Bersorgungsdienststellen hierin nicht zurücfteben. Wenn und soweit besondere Heizung und Beleuchtung von Räumen erforderlich werden, sind die hierdurch entstehenden Selbsttoften in Rechnung zu stellen. Noch wichtiger ist die Förderung durch Teil. Auch in Norddeutschland sollen die Bierpreise im Laufe dieser nahme von Versorgungsbeamten felbst on der Beche wesentlich herabgelegt werden. Eine frühere Bier- Jugendpflege. Der Minister geht dabei von der Borauslegung preisermäßigung fam, wie es heißt, für die norddeutschen Brauereien aus, daß im Versorgungswefen Männer vorhanden sind, die durm nicht in Frage, weil der von ihnen im November festgefeßte Gold Lebensschidjaie und Lebenserfahrung geeignet sind, die Jugend für das marfpreis mit Rüdsicht auf den Absatz unter den Gestehungskosten Streben nach förrerlicher Ertüchtigung und fameradschaftlicher Gegehalten mer, auch eine Rifikoprämie für Geldentwertung nicht finnung zu begeistern und gleichzeitig ihr Wissen, ihven Charakter enthielt. Selbstverständlich müssen nun auch die Gastwirte eine und ihre Heimatliebe zu stärken. An alle diese Bersonen, besonders wesentliche herabfegung der Ausschantpreise boz aber audy an die beamteten Merate richtet der Minister die Bitte, lich der guten Sache der Jugendpflege unentgeltlich zur Verfügung. zu stellen. is al nehmen. 260 Rentenmart. Die Straßenbahnlinie 69 wird ab heute von Richtenberg, Hubertusstraße bis zur Gudrunstraße verlängert bei Durchführung jedes zweiten Wagens nach Friedrichsfelde im Rah men des bestehenden Fahrplans. Der Düsseldorfer Prozeß. Düsseldorf; 18. Dezember.( WTB.) Nachdem sich das franzōfische Gericht für zuständig erflärt hatte, wurte schon gestern im Prozeß gegen die Polizeibeamten als erster Angelingfer Polizei oberinspettor öffner, dem die Blaue Polizei untersteht, ver nommen. Zur Borgeschichte der Vorgänge am 30. September sagt cr aus, die Polizei sei in Bereitschaft gehalten worden, weil man Störungen der feparatistischen Rundgebung durch kommunistische Gegendemonstrationen befürchtet habe. Oberinspektor Höffner er tärt, er habe fidh an die Bestimmungen gehalten, es sei ihm aber wegen fehlenter telephonischer Berbindung nicht möglich gewesen, in jedent Fall, mo das Einjeßen von Belizet notwendig gewefen fei, fich mit Dr. Haas in Verbindung zu sehen. Er habe auch sonst, wenn Gefahr bestand, Bellimacht gehabt, Bolizei Taschendiebe auf der Stadtbahn. einzusehen. Er habe beobachtet und gehört, daß Bolizeibe- Reiche Beute machten Taschendiebe, die mit Betäubungsmitteln amie von sich aus eingegriffen hätten, wenn sie Schießen arbeiten, auf der Stadtbahn Sie haben es auf Leute abgesehen, und die Notfienale der angegriffenen Bolizeibeamten gehört hätten. die fpät abends fahren und in den dann oft überheizten Einem Kaufmann, dem diefes Er habe nicht beobachtet, daß von der Polizei abgeführte b teilen leicht einschlafen. Die Heilanstalten des Boltsheilstätten- Bezeins vom Roten Kreuz Gefangere mißhandelt worden seien, dagegen folde Mih. widerfuhr, stahlen sie eine goldene Uhr mit Kette und Der Bestohlene, der vom Grunewald nach handlungen durch das Publikum mitangesehen, selbst vor seinem Botsdam fuhr, wurde so stark betäubt, daß ein Eisenbahnbeamter, in Hoheninchen fire nicht geschlossen, sondern in vollem BeDas Kaiferin- Auguste- Bittoria- Sanatorium für weibliche Bureau. Persönlich dazwischen zu treten, um die Mißhandlungen der ihn auffand, Mühe hatte, ihn zu weden. Ein anderer Reifen triebe. zu verhindern, habe er feine Gelegenheit gehabt, weil die Gefangenen der, der am Alexanderplatz eingestiegen war, mußte auch in Batsdam Lungenkrante. Die Heilanstalten für äußere Tuberkulose( Männer, fchr schnell abgeführt worden seien. gemedt werden. Er war noch so henommen, daß er erst gar nicht Frauen und Kinder), die Bittoria- Luise- Kinderheilstätte für tuberfu. Bei der Vernehmung des Bolizeimajors Engels, dem die wußte, wo er und mas mit ihm geschehen war. Ihm murde eben löse und tuberkulosebedrohte Kinder, sowie das Werner- Krankenhaus Grüne Bolizei untersteht, weist dieser u. a. darauf hin, daß anläß ich falls ciné goldene 1hr, eine Kavalierfette, ein Feuerzeug und ein( chirurgische und innere Abteilung) sind auch während des Winder separatistischen Rundgebungen die Grüne Polizei möglichst zu filberner Bigarrenabfchreiter gestohlen, außerdem eine schwarze fers geöffnet und nehmen, fomeit Bläke verfügbar sind, Patien Ledertasche mit 1-445 000 Goldmart. Einem anderen Fahrrast ten auf. rückgehalten werden mußte, da einige Tage vorher 3 mei ihrer wurde auf der Untergrundbahn vom Wittenbergolak nach dem 300 Erziehung zum fparfamen Gasverbrauch. Die Berliner GasBeamten in Düsseldorf von Separatisten erschossen die Brieftasche mit 7500 Goldmarf gestohlen. Ihm werke. G. baben befchloffen, unentgeltlich besondere Au 3 worden waren. Einen Befehl an die Grüne Polizei zum Eingreifen zerfchnitt der Dieb, um an die Geldtasche herankommen zu bildungsfurie für ausfrauen und Köinnen habe er nicht gegeben. Mis er ge ehen, daß diese beim Bernehmen fönnen ben Ueberzieher, das Jadett und die Hofe. Einer zur Erzielung von iparfament Gasverbrauch in der süche einzus ven Schüssen die Kaserne in der Mühlenstraße. wo er sein Bureau Schauspielerin wurde eine geldene mit Biotin belegte und richten. Die Installationsabteilung ioll angewiesen werden, der batte, rerlassen habe, habe er zu einem Fenster hinausgerufen, die mit 15 Briffanten geichmückte Berstednadel gestohlen. Ein Kauf Instandseßung Betriebsunfäbig gewordener Gataparate ihre be fondere Aufmertiamfeit zuzuwenden. Leute, die noch auf dem Hofe feien, sollten dableiben und die mann büßte im Wartescal 4. Klaffe. des Sielfiner Bahnhofs feinen Instandsetzung betriebsunfäbig gewordener Gataparate ihre be brigen follten zurüdfommen. Er habe ferner gesehen, daß braunen Handtoffer ein, der 3wirn. Mähnadeln usw. und Dem Gait eines Lokals in Die Gesellschaft der Freunde des neuen Rußland veranstaltet ant mehrere Polizeibeamte verhindert hätten, daß auf die abgeführten 5 Billionen Bapiergeld enthielt. der Friedrichstraße wurde aus feinem Ueberzieher, den, er aufge- Mittwoch, den 19. Dez., einen Bortragsabend. Graf Dr. Arco wird auf Grund eigener Anschauung über die technisch wissenschaftlice Gefangenen von Zivilpersonen eingeschlagen würde. hänat hatte, die Brieftasche mit 2500 Billionen geebeit im neuen Rußland sprechen. Starten in der Geschäftsftohlen, während er etwas aß. einem Herrn auf der Untergrund stelle B. 21, Effener Str. 31, III. Fernspr. Moabit 9093. bahn nom Botsdamer Bahnhof bis Bülowstraße die goldene doppeltaplelige Uhr mit dem nerschlungenen Monogramm R. W. Hauptmann in felmann von der Grünen Polizei be fundele, daß der Barbehalt des Dr. Haas auf einer Ron ferenz am Sonnabend nicht in der Form eines Befehls gemacht worden sei. Die Unordnungen des Dr. Haas hätten fich auf den Hindenburgwall bezogen, wo die Separatistendemonftration stattfinden sollte. Ws ihm gemeldet worden fet, daß in anderen Straßen die Blaue Bolizei zusammengehauen" war den sei, habe er fich für verpflichtet gehalten, die Grüne Polizei ein zufchen, um die Ueberfallenen zu fanitzen. Er habe gesehen, daß auf die Polizei eingeflogen wurte, und habe felbft cinen Sog bekommen, 2 Tie verführerische Goldmark. Die neue Einwanderungspolitik der USA. Die Regierung der Bereinigten Staaten befaßt sich mit der Mit den besten Empfehlungen und Referenzen wurde vor Aufstellung eines neuen Einwanderungsgefehes. Dieses sicht vor, mehreren Monaten, bei einer fleinen hiesigen Bant im Zentrum das die Quote der Einwanderer auf Grund der Bolkszählung des der Stadt ein 24 Jahre after junger Mann Frik Hausdorf aus Jahres 1890, anstatt wie bisher auf Grund derjenigen des Jahres. Schweden als Devisen und Effettenfachverständiger angestellt. 1910 berechnet wird. Diese Neuordnung wird die Zahl der Diefer, doch immerhin als gegen Bapiermark gefeit geltende junge in wanderer ven 350 000 pro Jahr auf durchschnittlich 340 000 Mann, da er aus einem valutostarten Lande fam, erwies sich der zurüd bringen. Ferner wird dadurch bewirkt, daß sich die Einneuen Goldmark gegenüber body niát so ficher als man angewanderer in der Mehrzahl nicht mehr aus Einwohnern des Balbans, nommen hatte. Er mißbrauchte das Vertrauen, das man ihm cntKommunistenverhaftungen. gegenbrachie. Durch Fälschungen und fingierte Auf- fondern solcher der nördlichen Länder Europas zusammen. setzen werden, die angeblich anpassungsfähiger find. Ferner wirb Zu den Kommunistenverhaftungen, die von der Abteilung IA träge in dem von ihm geführten Kundenregister brachte er es zu eine gewisse Anzahl von Einwanderern wahrscheinlich zirka des Berliner Polizeipräsidiums am letzten Sonntag bei der Aus- großen Unfähen, und lo gelang es ihn, De er Bani peruntreute. 2 Bro3. nicht in der Gesamtquote inbegriffen werden, wenn es fich dabei um Familienmitglieder naturalisierter hebung des Reichskongresses der Erwerbslosen vorgenommen wor- aus den Trefors der Banf zu bekommen, die dann Dementspred end hat er auch auf großem Fuße gelebt und Geld Amerikaner oder Berionen handelt, die feit zwei oder mehr den sind, wird gemeldet, doß gegen zirka 20 der in Heft behaltenen spielte keine Rolle. Unstimmigkeiten mit den Abrech als zwei Jahren in Amerika mohnen Eine weitere Neuordnung, Kommunisten Haftbefehle beantragt waren. Die beiden Angestelle nungen der Kunden hatten eine Stontrolle feines Kontos zur ten der russischen Botschaft, die sich unter den Verhafteten befinden, Folge. Der Boden wurde ihm nun zu heiß. Er flüchtete aus feiner die das Gesez bringen wird, ist eine Klausel, die die Ausstellung geben sich als Bortier rep. als Bote ous. In der Nacht zum Diens- luxuriös eingerichteten Wohnung in der Uhlandstraße 194 und ließ eines Einwanderungsausweises durch das amerikanische Konsulat des tag murde ein Kontrollausschuß und eine Bezirks. feine sämtlichen Eachen zurück. Nach den bisherigen Feststellungen Landes vorsicht, aus dem der Einwanderer kommt. Es sollen damit furierstelle der KPD. ausgehoben, wobei zirka 40 Personen find ungefähr 40 000 Goldmart unterschlagen worden, die Schwierigkeiten vermieden werden, denen zurzeit in Amerika doch dürfte die Summe sich noch beträchtlich erhöhen. Da Haus eintreffnde Einwandrer von Ländern ausgefekt sind, deren Quote bereits erreicht ist. Das Gefeh sieht ferner die jährliche Registrierung festgenommen wurden. dorf sich im Besige eines Paffes für die Schweiz befindet, wird er wahrscheinlich versuchen, die Schweizer Grenzen zu überschreiten, aller in den Vereinigten Staaten anwesenden Fremden vor. Gegen um von hier zu feinen Angehörigen nach Rotterdam zu gelangen. diese Bestimmung erhebt befonders der Amerikanische GewerkschaftsMeldungen. nimmt die Dienfiftelle B. II. 1, Kriminalfommiffar bund energischen Einspruch. In diesen Kreisen glaubt man, daß dadurch das alte ruffische Enstem ber Polize innemann, entgegen. Goionage" cingeführt werde. Ferner fürchtet man, daß die Res gistrierungsbestimmung bei Streits gegenüber der fremben Arbeiter als Einschüchterungsmittel realgt werde. asit Das Frauenwahlrecht in Frankreich. Paris, 18. Dezember.( WIB.) Der Minister des Innern hat cestern dem Kammerausschuß für das Wahlrecht mitgeteilt, daß die Resierung den Frauen vorerst nur für Gemeindewah en bas attine und passive Wahlrecht verleihen wolle und sich im übrigen für den Grundsatz des Familienmahlrechts ausgesprochen habe. Der Aus chuß hat diese Borschläge nicht angenommen. Im Ausschuß ift ferner mitgeteilt worden, daß der Kriegsminister fich jedem Borfchlag miberfekent merke, dem Militär das Wahlrecht zu verLeihen Defterreichische Hilfsbereitschaft. = Die unter dem Bersonal der österreichischen Bundesbahnen ein. geleitete Sammlung für die deutschen Eisenbahner Das Erdbeben in Kolumbien. Nach einer New- Yorker Mel ergab den Betrag von 236 Millionen Kronen, während die. vorläufig abgeschl fsen Sammlung des Bundesheeres für die dung find bis jeht 200 Leichen aus den Trümmern des Erb. Deutschlandhilfe 287 Millionen Kronen ergab. Die Krone bebens in Rolumbien geborgen worden. Gewerkschaftsbewegung Um den Achtstundentag. Borschlag ber Berhandlungsergebnis Stellung und tann fich bem Borlieg Aus der Partei. Raid Zum Parteifonflitt in Halle. In Unwesenheit von Vertretern des Parteivorstandes fand am 17. Dezember b. 3. in Halle unter dem Borsiz des Ge. nossen Ludwig vom Parteivorstand eine mehrstündige Aussprache mit den borligen Instanzen über die Angelegenheit des politischen Rebatteurs des Boltsblattes Katt. Entschließung: Das Ergebnis war gegen eine Stimme die Annahme folgender Arbeitgeber nicht anschließen. In der Erkenntnis, daß die Aus. wirkungen des Berhandlungsergebnisses von außerordentlicher Bes deutung sind, beschloß die Konferenz, die Mitglieder durch Urabstimmung selbst entscheiden zu lassen. Die Urabstimmung findet statt in allen Orten des Bezirks Effen am Mittwoch, den 19. Dezem In einer start besuchten Funktionärversammlung der Ortsverber 1923. Bis zur endgültigen Entscheidung durch die Urabstim maltung Berlin des Deutschen Bertehrsbundes referierte mung gilt für die Mitglieder des DMB. die achtstündige Arbeitszeit. Genoffe lose über„ Der Achtstunbentag in Gefahr". Seinen Ausführungen ist folgendes zu entnehmen: Unter dem StichTer Achtstundentag in Amerika. mortur Arbeit tann uns retten wirt pon dem Unternehmertum Wie die„ Sorrespondenz bes JGB." mitteilt, hat sich der in gegen alle fozialen Errungenschaften angerannt. Die alte Forde rung der Arbeiterschaft nach dem Achtstundentag hat stets die organi. ber amèritanischen Stahlindustrie neueingeführte Acht. Die Angelegenheit bes leitenden Rebatteurs des Halleschen fierfe Abmehr aller arbeiterfeindlichen Elemente gefunden. Erst die stundentag durchaus bewährt. Große unabhängige Stahlfabrikanten Bolfsblattes wird den Partei. resp. Unterbegirtsorganisationen Novemberrevolution des Jahres 1918 brachte unter anderen sozial in den Distrikten von Cleveland und Youngstown berichten, daß„ die des Berbreitungsgebictes des Halleschen Boltsblattes" überpolitischen Verordnungen auch die Einführung des Achtstunt entages, Leistungsfähigkeit der Arbeiter beträchtlich zugenommen miefen. Der nächste Bezirksparteitag wird die Angelegenheit mobei besonders interessiert, festzustellen, daß der bezüglichen Ber hat". Faft alle Stahlfabriken dieser Diftritte stellen fest, daß die endgültig entfajeiden." ordnung ber bamaligen Boltsbeauftragten eine freie Bereinbarung Arbeiter bei achtstündiger Arbeitszeit pro Stunde mehr Stahl Die politische Rebattion bleibt bis dahin in Händen des GeDer Arbeitgeber und Arbeitnehmerspigenorganisationen voraufging. produzieren fönnen als bei zwölfftündiger Arbeitsbauer. Bei Bernoffen Schulz. Wie uns berichtet wird, war allerscüs das Be Redner gab weiter einen historischen Ueberblick über die Einführung fürzung der Arbeitszeit auf zwei Drittel der früheren Seit mußten streben vorhanden den Konflitt nicht nur aus der Welt zu schaffen, res Achtstundentages, speziell im Handels- und Berfehrsgemerbe. Dem deutschen Borgehen folgend, befchloffen nacheinander ziemlich nur 20 Broz neue Arbeiter eingestellt werden. fondern auch in loraber Weise alle noch in bezug auf die Anwen alle europäischen Länder die Einführung eines achtstündigen Normal. Seitverschwendung und unzwedmäßige Arbeiterunterbrechungen find bung des Bezirksstatuts vorhandenen Differenzen zu überwinden. arbeitstages. Aber bald jezte ber Borstoß ber beutschen burch beffere Drganisation ausgefaltet worden. Ueberbies beteiligen sich nun Hunderte von Stahlarbeitern zum erftenmal an Unterrichtstlaffen in Staatsbürgertunde und englischer Sprache. Die Tatsache, daß die Organisierung der Stahlarbeiter schnelle Fortschritte macht, scheint zu zeigen, daß die Arbeiter dabei nicht nur lernen, gute Amerikaner, fondern auch gute Gewerkschafter zu sein. Filmschau. Unternehmer ein. Die vertürzte Arbeitszeit sollte die Wirt schaftlichkeit und Ronkurrenzfähigkeit der Industrie herabmindern. Diese Angriffe steigerten fi fortlaufend; fie fanden ihren prägnan ten Ausbrud im Thyssen- Brief an den Reichstanzler Wirth und der Stinnes- Rebe im Reichswirtschaftsrat, wobei beide die Beseitigung des Achtstundertages forterten. Gegen diese Bestrebungen nahmen die Spizenorganisationen von Anfang an scharf Stellung, besonders ber Beschluß des Gemertschaftsfongreffes 1922 ist hier zu erwähnen. 3n feinen weiteren Ausführungen ging Rose auf den neuesten ArDie Eisenbahner zur Entlaffungsaktion. beitszeitgefegentwurf ein. Wenn es auch den Anschein hat, als molle dieser Entwurf den Achtstundentag nochmals mit Gesegestraft Der Deutsche Eisenbahnerverband hatte zum Sonntag, den festlegen, enthält er doch in seinen einzelnen Abschnitten so viele 16. Dezember 1923 nach den Sophiensälen eine Mitgliederversamm Ausnahmebestimmungen, daß man mit Fug und Recht von einem lung einberufen, die von Beomten und Arbeitern zahlreich besucht Ausnahmegesez gegen den garantierten Acht. mar. Nachdem die Stellung der Berbandsinstanzen zu diesen Entfämpft 13 wahre Naturkatastrophe aber wirft bie photographierte stundentag fprechen fann. Obwohl dieser Gesezentwurf noch richt verabschiebet ist, machen sich in den legten Berhandlungen mit lesungsmaßnahmen dargelegt war, entwidelte sich eine ausgiebige ben Unternehmern diese die Gedankengänge des Entwurfs bereits zu einen und erfären, nur Lohnzulagen bewilligen zu fönnen, menn gleichzeitig von einer tariflichen Festlegung des Achtstundentages abgesehen würde. Diese Tattit der Unternehmer ist nicht von der Absicht diftiert, der deutschen Wirtschaft zu helfen, sondern bezwedt, bem verhaßten Achstundentag, für den sich in den verschiedensten Gutachten Industrielle, Bissenschaftler und Bolkswirte uneingefchränkt ausgesprochen haben, den Baraus zu machen. Unjer Erfolg bei dem uns aufgezwungenen Kampf wird von der Stärke der Organisationen und der geistigen Einstellung der Mitglieder abhängig fein, Sorgen wir, daß der letzte Mann uns als Kämpfer zugeführt Nach eingehender Aussprache wurde die Abstimmung über eine Resolution im Sinne des Referats pertagt. mirt. Der Kampf in der rheinisch- westfälischen Hüttenindustrie. Um Donnerstag, den 13. und Freitag, den 14. Dezember, fanden in Berlin unter dem Borsiz des Herrn Reichsarbeitsministers Ber handlungen über die zufünftige Arbeitszeit in der rheinisch- westfäli. schen Hütten. und Metallindustrie statt. Distuffion. Stürme." Die Amerikaner, beren Arbeiten in Raliforniens pracht vollem Filmflima immer zu Meisterwerfen der Technit heranreisen, fommen uns diesmal mit Bildern aus fanadischen Bälbern. Die Handlung der „ Stürme" ist sehr einfach. In einer einsamen Hütte geraten zwei Freunde um eine Tochter der Bildnis in Streit, einen fich wieder, und das Mädel bekommt den Berehrer, den es liebt. In den Hauptrollen sieht man fo interessante Darsteller, wie Virginia Valli und House Peters. Der egt ist rührend findlich, die Aufnahmen aber find von einer wahrhaft Zuschauer wird zum stillen Genießer. entzüdenden Klarheit. Man hat die Natur schlechtweg belauscht, und der Es wird ihm ja auch so viel geboten, so sieht er u. a. ein Boot, das sich durch die Stromschnellen Bamine, durch die scheinbar in den Himmel wachsende Bäume gefnidt und brohten durch das Feuer, mobei die fressenden, alles verzehrenden ermalmt werden. Ebenso find der Waldbrand und die Flucht der Be Flammen toloriert herausgearbeitet wurden, fchaurig schön. In der Alhambra am Kurfürstendamm erlebte außer biefem großen Amerifaner auch noch eine urtomische For- Komödie Der sundefänger die Uraufführung. Es ist ein unglaubliches Surch einander von Menschen und Hunden, und die Sache ist derartig schnell gedreht, baß einem Berstand und Atem vergeht. Deulig bringt erschütternde Aufnahme von der Erdbebenkatastrophe in Japan. scheinlich. e. b. d. die Benn auch anerkannt wurde. daß Entlassungen in Anbetracht der schlechten Wirtschaftslage der Reichseisenbahn nicht zu vermeiden feien, so wurde boch mit aller Entschiedenheit dagegen Proteft er hoben, daß die ganze Schwere der Entlassungsaktion diejenigen trifft, die die produttive Arbeit im Eisenbahnbetrieb leisten, während pon einem Abbau des Verwaltungsapparates und von einem Abbau des zahlreichen Aufsichtspersonals sehr wenig zu spüren ist. Diese Maßnahmen müssen nach Ansicht der Bersammlung dazu führen, Film, der im u. Kurfürstendamm feine Uraufführung erlebte, Die Taifun Hege. Ein Spuf im Indischen Ozean nennt fich dieser daß der Eisenbahnbetrieb, ber jest feine alten eingearbeiteten Kräfte im Untertitel. Man made fi alio auf allerlei gefaßt: aber das erwartete abstößt, bei aufsteigender Ronjunttur nicht mehr den Anforderungen Schaubern tritt nicht ein. Man ficht den Apparat, die Illusion bleibt aus. der Wirtschaft genügt. Lebhaften Unwillen erregte es, daß fast die Die großen Mittel, über die der Film verfügt, um das Wunderbare. gesamte Breffe gegen die Entlassungsmaßnahmen bei den Beamten Märchenhafte, Phantastische wirklich zu machen, find nicht ausgenüßt worden. Alexander v. Antalffy bersagt als Manuftriptverfasser wie und ihre ungenügende Besoldung Einspruch erhoben hat, während als Regisseur. Die Here, bie alle 100 Jahre aus den Tiefen des Indischen von den Arbeitern gar nichts geschrieben wird, trotzdem diese die Ozeans auftaucht und ein herz sucht, das sie erlöst, wird als Traum Entlassung viel schwerer trifft wie die Beamten. Der Beamte erlebnis einer Dachtgesellschaft vorgeführt. Aber wir erleben das Ge erhält entweber eine Pension oder eine Abfindungspenstisch- Unheimliche nicht mit. Die Here läßt uns falt( assunta avalun), fumme, während der alte Arbeiter nur eine ungenügende und ber Taifun wird nicht Gefahr. Die symbolhaften Menschen Rente aus der Bensionstasse B erhält, die ihn in der jegigen Zeit die Macht, bas Gelb, den Ruhm und das Herz berkörpern, wirken nebelnicht im entferntesten vor dem Hunger schützt. Das Reichsverkehrs. haft, und das Schiff, auf dem die Szenen sich abspicien, ist ganz unwahr Seit Bochen waren die Betriebe geschlossen; die Arbeiterschaft ministerium hat es bisher auch abgelehnt, den langjährig bei fämpfte mit Berzweiflung um die Erhaltung des Ach stundentages, der Eisenbahn bediensteten Arbeitern eine Abfindungs- Binefa. Die Eage von der berfuntenen Bunderstadt gab den Gebr. Dornehmlich aber um die Erhaltung der dreifachen Schicht für die fumme zu zahlen. Für langjährig treue Dienste entledigt man Megander ben Anreiz zu einem Roman, der dem Regisseur Berner Fund Hüttenarbeiter, denen laut Bundesratsverordnung von 1904 ein bes fich des Dants durch die wenigen Worte: Für Ihre bisher der als Anbaltspunkt zu einem Film diente.( Primuspalaft.) Das Manuskript fonderer Schuß gewährt werden müfe infolge ihrer gesundheits- Reichsbahn geleisteten Dienste sprechen wir Ihnen den Dank aus!" erscheint ein lein wenig gemaltiam auf den guten Filmichluß fonftruiert. Es bandelt von zwei aus verfchiebenen Ghen itammenden Sobnen einer hädlichen und anstrengenden Arbeit. Nachdem die Verträge mit der Festgestellt wurde ferner die Tatsache, daß bei dieser Entlassungs. Kürftin, die eine fanatiche bolitische Berschwörerin ist. Die beiden Söbne Micum( Anfangsbuchiaben von Mission Interallice de Controlle aftion der alte aß der Verwaltungsbureautratie lieben ein Mädchen, das zum Echluß der eine ebelichen wird, während der Des Ufines et des mines. Interalliierte Miffion für Berts und gegen die Betriebsvertretungen zum Ausdrud. tommt, andere, nach eirem durch eine Schulb verunglüdten Butsch, in selbstmörde Zechenkontrolle) abgeschloffen waren, erklärten die Arbeitgeber, daß indem man versucht, bei einer so wichtigen einschneidenden Frage richer bficht vor die Gewehrläufe gebt. Die Handlung wächst nicht aus Die Belastung berart sei, daß nur durch eine längere Arbeitszeit hie Betriebs und Beamtenräte auszufhalten und den Seelenzuständen der Berfonen heraus, aber fie iit filmisch badend. und durch Mehrleistung eines jeden einzelnen der Biederaufbau babei nicht haltmacht vor wichtigen bisher nicht außer Kraft gefekten und die Hauptbariteller Stella Arbenina, Ernst Hoffmann, Bladim'r der Wirtschaft vor sich gehen tonne. Die Gewerkschaften und die Bestimmungen des Betriebsrätegefeges. Die Meinung der Ber Rogoschin, Heinrich Schroth, Emil Rameau, Eugen Herz, Claire Lotto und gefamte Mitgliedschaft lehnten das Anfinnen der Arbeitgeber ab, fammelten fam ir der nachstehend einstimmig gefaßten Ent. Got be faßten abejamt ihre Rollen so auf, daß fie nichts verdarben. Der Film fit eine saubere photograrbifche Arbeit Drei Bhotographen teillen meil beweisfräftig nachgewiesen wurde, daß die Arbeitsleiffung nach ließung zum Ausdrud:„ Die am 10. Dezember 1923 in den i barin und fie arbeiteten lobenswert gut, wenn auch in den ersten After bem Kriege die Friedensleistung überschritten habe. Die Not der Sophiensälen versammelten, im Deutschen Eisenbahnerverband orga bie Snnenaufnahmen hinter den Außenaufnahmen zurüditanden. Man Arbeiterschaft wurde von den Arbeitgebern ausgenugt, um ihre nifierten Beamten und Arbeiter erheben schärfften Proteft gegen photograpbierte Spannung und Stimmung. So bot die Weltfahrt zweier portriegszeitliche Machtstellung wieder herzustellen. Das Ergebnis Art und Form der Entlassungsaktion. Die Bersammelten verfennen Biererzüge auserlesene Bilder, man genog ferner den berben Reiz dez Der Berliner Berhandlungen war ein Angebot der Arbeitgeber, wo. nicht die schlechte Wirtschaftslage der Reichsbahn, betonen jedoch, norbischen Landschaft, bewunderte die fich nie erschöp ende Schönbeit ber nach den schwer arbeitenden Hüttenarbeitern eine Ablösung zuteil daß diefe hervorgerufen ist burch die unfähige Berwal See und bestaunte bei der Berfilmung der auf dem Meeresgrunde flingenmerden foll; insgesamt soll ihre Arbeitszeit en 6 Werthagen nicht tungsbureaukratie und durch die Preispolitik der schranken ben Gloden photographische Artistenstüdchen. mehr als 54 Stunden betragen. Für die Entlohnung wird die los herrschenden Rarielle und Trusts. Sie protestieren dagegen, daß zehnstündige Arbeitszeit zugrunde gelegt. Die übrigen meniger die Entlassungen dazu dienen sollen, bie legten Rechte der schmer arbeitenden Hütenarbeiter sollen im Durchschnitt Betriebsvertretungen zu befeitigen. Sie erheben 59 Stunden die Woche arbeiten, die Arbeiterschaft der weiter vor aller Deffentlichkeit laut ihre Stimme und fragen: Ist das der Derarteitenden Industrie 57% Stunden die Woche. Die Vertreter Dant für eine langjährige treue Dienstzeit bei meistens schlechter des DMB, die man im Arbeitsministerium besonders dozu bemegen Bezahlung, ist das ber Dant des Baterlandes?" Sie geloben, alles wolle, das Abkommen ihren Kollegen zu empfehlen, erflärten, baß daran zu jezen, ihre Organisation zu stärken, um die wirtschaftliche bas Berhandlungsergebnis als das legte Angebot ber Ar- und rechtliche Stellung der Eisenbahner wieder so zu gestalten, mie beitgeber zu betrachten fei; dieses aber ihren Kollegen zu emp. es einer auf hoher Kulturstufe stehenden Eisenbahnerschaft entfehlen, feien fie außerstande, weil es gegen die bisherigen Ges fpricht." pflogenheiten, Schuh bes hütten arbeiters, verstoße. Diese Lotfache foll durch die Leistung der Unterschrift nicht etwa so ge deutet merben, als ob das Abkommen angenommen fei, fondern in Anbetracht der außerordentlichen Bedeutung soll das Abkommen der Mitgliedschaft zur Entscheidung vorgelegt werden. Die am Sonn. abend, den 15. Dezember 1923, in Dortmund stattgefundene Bezirks: tonferenz des DMB., Bezirt Essen, nahm zu oben angeführten( ede Simplonftrage). Bichtige Ausfprache. $ 17. Berwaltungsbezirk. Unterfommission! Morgen. Mittwoch, ben 19. De ember, abends 7 Uhr: Sigung der Untertommiffions und Ausschußmitglieder bes Arbeitsnachweises in Arbeitsamt, Schreiberhauer Straße 2 Tagesordnung:„ Das Arbeitszeitgefeß und die neuen Berordnungen". Referent: Gen. Sarnish. BSBD. Budbruder( 4. Bezir!). Donnerstag, den 20. Dezember, abends e. b. Ridgang ber beutschen Filmproduktion. Eine im Archiv der„ Licht bib- Bühne bearbeitete Statistit, die in dem foeben erschienenen Jahrbu besselben Verlags veröffentlicht wird, ergibt einen ganz außerordentlichen und stetig fortschreitenden Rüdgang der deutschen Filmprobuftion. Den 550 Produktionen, die es im Jahre 1921 gab. stehen im Jahre 1922 nur 351 gegenüber. Von diesen sind aber 98 folche, bie entweber die Probuftionen neu aufgenommen oder doch zum mindesten im Jahre 1921 nicht gearbeitet hatten, so daß also von den 550 Firmen nicht weniger als 297 im Jahre 1922 gänzlich ftin lagen; für das laufende Jahr ist noch mit einem weiteren Fortschritt der Tendenz zu rechnen. Die Erflärung hierfür liegt nicht nur in der Ungunft der allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse, sondern auch in der Tatsache, daß der Ausfall ant Quantität durch eine allgemeine Berbesserung der Qualität aus geglichen wird. Berantwortlich für Bolitik: Ernst Menter; Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton: Dr. John Schilowsti: Lotales unb Conftiges: Fris Rarftabt; Anzeigen: Th. Glode: sämtlich in Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruderei Berlaasanstalt Baul Singer u. Co. Berlin GB. 68. Lindenstraße 8. 7 Uhr, Zusammenkunft im Sofal von Aug. Sauer, Sichtenberg, Gryphiusstr. 34 Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. 5. Berlin. Lebensmittelhaus Osten Billiger unb Georg Andree nella eihnachts- Verkauf! Liköre C25 Prenzlauer Straße 1-2- am Tor empfiehlt und versendet aus seinen umfangreichen Lägern Deutsche Edel- Liköre Marke Flaco, in elegant ausgestatteten Flaschen Jede Flasche eine Zierde der Festtafel, ein praktisches Weihnachtsgeschenk und unfehlbarer Treffer! Jam.- Rum- Arrak- Kognak und Verschnitte daraus Deutsche Weinbrände von ausgezeichneter Qualität schon von 3. Mk. an Punsch- Extrakte, Bowlenweine Rot-, Rhein- u. Moselweine Alles gut und sehr preiswert Man verlange Preisliste! Frankfurter am Ringbahnhof stad Billigste Bezugsquelle für Lebens- u. 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