Nr. 57. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. OesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3Mt.pr.Monat. Eingetr. tit der Post Zeitungs Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. = Vorwärts 12. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pig., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Numiner müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 8. März 1895. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Aus dem Königreiche Stumm. entsandt hat, leise zu murren beginnt. Daſſelbe Klein- aber doch einer Arbeiterorganisation, und damit ist der den einen Unterschriften- Verweigerer in die Handelskammer Sozialdemokratie mit einer anderen, allerdings sehr zahmen, Auch im Königreiche Stumm geht alles menschlich zu. bürgerthum, das heimlich mit den Arbeitern des frühere Widerstand gegen jede Organisation gebrochen. M Es ist nicht wahr, daß die Macht des Alleinherrschers von Saarrepiers sympathisirt, wenn diese einmal aus Wir wissen, was wir von den Evangelischen ArbeiterEisens Gnaden im Saargebiete noch so unangetastet und schlagen und einer langjährigen Verbitterung durch vereinen zu halten haben, wir wissen aber auch, daß es absolut dastände, wie früher. Bielleicht beginnt auch dieser unerwartete Ausstandsbewegungen Luft machen, die wieder eine wirkliche Grenze zwischen dem zahmen und dem Glanz schon zu verblassen. Manche Anzeichen sprechen da- im Sande verlaufen, wie sie unorganisirt und spontan wilden evangelischen Sozialismus" auf die Dauer nicht für. Es ist noch nicht viel Opposition, aber es ist doch waren. Es ist wenig, aber doch etwas, und es bedeutet giebt, je mehr sich Arbeiter an den Vereinen be etwas. Und aller Anfang ist bekanntlich schwer. Wenn im Königreich Stumm einen Anfang, während es anderswo theiligen, das werden sie infolge des Rechtserst eine Stelle erschüttert ist, so bröckelt's allmälig nach. unbeachtlich wäre. Die absolute Herrschaft ist vorüber.... bureaus. Das Prinzip ist unwideruflich durchbrochen, Auch König Stumm hat schon in seinem eigensten Macht- Auch in einer zweiten Angelegenheit hat König Stumm und was anderswo nichts bedeutet, heißt im Saarrevier gebiete zu fämpfen mit dem Geiste des bösen Aufruhrs und das Nachgeben lernen müssen. Er verbot seinerzeit sogar die schon etwas. Er muß es jetzt schon hören, der einstmals der Unbotmäßigkeit. Es wird nur wenig bekannt nach Gründung evangelischer Arbeitervereine in seinem Machtgebiet, absolute Herrscher. Nachdem er beigegeben hat, schreibt ihm außen. Und das ist schade. Von den Regierungsschmerzen das nicht blos feine eigenen Werke umfaßte, sondern das fistalische zum Dank ein Evangelisch- Sozialer in den Mittheilungen anderer Monarchen erzählt man sich doch auch. Warum Kohlenrevier mit und die preußischen Staatsbahnarbeiter, des Evangelisch Sozialen Kongresses" unter Erwähnung nicht von den Stumm'schen? wie die Privatarbeiter der sonstigen Eisen- und Glashütten. seines Nachgebens ins Album: Man muß nicht glauben, Daß die Saarbrückener Handelskammer ihrem Vorsitzenden Und doch haben sich die evangelischen Arbeitervereine seit daß die Arbeiterbevölkerung durch dies System zu dauerndem Stumm vor einigen Tagen eine Zustimmungsadresse wegen fünf Jahren im Königreich Stumm angesiedelt. Sie haben Widerstande gegen die Sozialdemokratie erzogen werde feines wackeren Fechtens gegen den Umsturz, zu senden beschloß, einen freilich ganz unschuldigen Verband gebildet, und der Es ist zu befürchten, daß man sich an der Saar eines Tages ist weithin bekannt geworden, doch mancher interessante Neben- wackere Kämpfer gegen den Umsturz wußte es nicht. Pfaffen als sehr wenig widerstandsfähig zeigen werde... Manchmal umstand dieser denkwürdigen Sigung nicht. So ganz glatt find manchmal schlauer denn Könige. Da erfuhr es der will der Geist des Patriarchalsystems das Gute und schafft ging es nämlich nicht ab. Die Saarbrückener Zeitungen Eisenmonarch, als die Gescheitelten mit ihren Arbeitern ein das Böse. Servilismus ist eine schlimme Pflanze..." Go berichten von der wundersamen Mähr: Rechtsbureau errichten wollten. Und da sprang die Gegen- geht der Geist des Widerspruchs erst recht weiter durch Vor Eintritt in die Tagesordnung wurde von dem stell- mine in dem bekannten Beschluß der drei Stumm'schen die Lande im Saarrevier und sucht, wen er verschlinge vertretenden Vorsitzenden, Herrn Generaldirektor Seebohm, Unternehmervereine vom 4. Januar d. J., alles zu vernichten, Ob nicht König Stumm nach alledem ahnt, daß er über der Vorschlag gemacht, die Kammer möge ihrem Vor- was sich an dem Rechtsbureau betheilige. Aber das Stumm- kurz oder lang doch auch nicht mehr Alleinherrscher ist? fitzenden, Herrn Frhrn. v. Stumm, wie es bereits andern sche Bulver wirkt schon nicht mehr absolut sicher. Früher Wer schon einmal im Saarrevier war, denkt mit Orts geschehen, eine Zustimmungsadresse für sein Aufhätte es nach dem einmal gefaßten Beschluß kein Pattiren Schaudern an die schwarze Gegend um Neunkirchen. Sie treten in der Umsturzdebatte im Reichstage zutheil werden laffen. mehr gegeben. Selbst eine zu Unrecht beschlossene Maß ist die richtige Hintergrundszenerie für die Umsturzvorlage. vorbereitet und wurde vom Handelstammer Sekretär, Herrn regel hätte durchgeführt werden müssen. Aber Pfaffen sind Aber warum soll die Welt, die soviel Schönes von König v. b. Often, verlesen. In dem längeren Schreiben wird manchmal schlauer als Monarchen. Herr von Stumm Stumm hört, nicht auch wissen, daß er seine Regierungs Herrn v. Stumm der Dank ausgesprochen für sein Eintreten mußte sich sagen lassen, daß gewisse Arbeiterorganisationen, sorgen hat, wie so viele Monarchen jetzt? für die Intereffen der Saarindustrie, für sein öffentliches und zwar diejenigen seiner geliebten cvangelisch- sozialen Wirken überhaupt und endlich speziell für seine Stellungnahme Gegner um Wagner, nicht mehr todt zu machen seien, auf Der Wortlaut war " in der Umftursvorlage. Dagegen sprach Herr Schäde. Die Gefahr hin, erst recht Gozialdemokraten zu züchte Politische Leberlicht. Er betonte, daß man Herrn v. Stumm die Anerkennung für König Stumm nahm in seinem Reichsanzeiger, im SaarBerlin, 7. März. seine persönliche Thätigkeit nicht versagen könne, daß es brücker Gewerbeblatt" vom vom 10. Februar, den ersten Aus dem Reichstag. Heute wurde die Berathung aber aus fachlichen Gründen unmöglich sei, Ukas zurück. Die Beschlüsse der drei Unternehmervereine des des Militäretats fortgesetzt. Die Forderung für die für die Resolution zu stimmen. Von den elf an wesenden Handelskammer- Mitgliedern unterschrieben zehn; die Saargebiets vom 4. Januar seien gegenstandslos" geworden. Kommandantur in Altona wurde genehmigt. Eine längere Adresse wurde sofort zur Post gegeben." Die Evangelischen Arbeitervereine werden unserer Sym- Debatte entstand über die Frage des Militärdienstes Und die Saarbrückener Handelskammer konnte nun- pathie" versichert. Das Rechtsbureau kann zu arbeiten an der Volksschullehrer. Mit Ausnahme der Sozialmehr zur Reform des Handelskammerwesens den reaktionären fangen. Nun mag man sagen, Arbeitervereine, denen demokraten erklärten sich alle Parteien für die bekannte von Wunsch äußern, das Wahlrecht bei den Handelskammern Stumm Sympathie entgegenbringt, find keine Arbeiter der Kommission vorgeschlagene Resolution. Auch herrschte nach Steuerklassen geordnet zu sehen, sie konnte gegen die vereine. Und in der That haben die Evangelischen Arbeiter bei der Majorität Uebereinstimmung darüber, daß es Sache Errichtung eines Gewerbegerichts stimmen, und was sonst vereine des Saarreviers, was nach außen sorgfältig ver- der Einzelstaaten sei, mittellosen Lehrern Beihilfe zur zu ihren kapitalistischen Verrichtungen gehört. Die Wände schwiegen worden ist, versprechen müssen, keine Gewerk- Ableistung des einjährig freiwilligen Dienstes zu gedes Sigungssaales waren ja auch nicht eingefallen, vereine zu gründen, Naumann's" Hilfe" nicht zu empfehlen währen. Staatssekretär v. Bötticher glaubte in Ausals acht Mitglieder zur Abstimmung über die und ihr Rechtsbureau nach katholischem Muster einzu- sicht stellen zu können, daß die Entscheidung des preußischen Ergebenheitsadresse gefehlt hatten und als eines der richten; die letzte Bedingung paßt ja auch vortrefflich zur Staatsministeriums über die Frage, ob den Seminarelf anwesenden gegen dieselbe stimmte. Vor ein Gemeinsamkeit der Interessen Stumm's und des Zentrums Abiturienten grundsäßlich die Berechtigung zum einjährig paar Jahren wäre das noch nicht möglich ge- an der Umsturzvorlage. Aber das Nachgeben Stumm's freiwilligen Dienst zu ertheilen sei, in bejahendem Sinne wesen. König Stumm hatte damals die Huldigung mit ist doch schon ein Parlamenteln, und parlamenteln ausfallen würde. Nachdem die weitere Berathung des der Hochverweigerung gar nicht angenommen. Er ist jetzt bedeutet das Gegentheil der absoluten Herrschaft. König Militäretats auf Freitag vertagt war, rief der Präsident bescheidener geworden, weil selbst das Kleinbürgerthumi, das Stumm will den Teufel mit Beelzebub austreiben, die v. Leveyor den Abg. A hlwardt wegen der Ausdrücke, Feuilleton. 81 Skizzen aus dem südamerikanischen Hinterlande. an bedeuten hat, fangen Sie an, ungalant zu werden muß Ein Blatt * .. " " = Wir können außer Landes gehen... ich besige genug, um in Buenos Aires zu leben... Sie sollen nichts entbehren... geben Sie mir eine runde Antwort... was sagen Sie zu dem Vorschlag..." " haben, unter die Unzufriedenen zu gehen... ich will es sehen zu können... und immer daran zu denken, daß die meinem Manne hintertragen... Sie wissen, er ist zur Gunst, die Sie einem andern zutheilen in verschwenderischem ( Nachdruck verboten.] Beit ziemlich allmächtig und ich mit ihm... Küssen Maße, weil Sie vor der Gesellschaft sein Weib sind, Sie meinen Fuß, Bernardino.... alle Wetter.... eigentlich mir gehört; der ich mich unterdessen mit außerdem, daß Sie unzufrieden sind, was nicht viel den armseligen Brocken eines Blickes abfinden lassen zu .. Ich glaube, es muß das eben so ernieSie sehnen sich am Ende nach einer Abwechselung.. sind drigend sein für Sie, wie es für mich ist. gerade so wie meine Schwester, die ebenso verrückt ist wie Sie leben an der Seite eines Mannes und lieben einen südamerikanischer Geschichte. Gie ich glaube, die hat eine stille Schwärmerei für den andern... es muß ein Mittel geben, daß ich Sie allein Der Apotheker faßte die Sache heiter auf. jungen Godoy.. wir haben ihu einmal bei uns auf besigen kann... ich will fürder mit niemand theilen..." " Ja, ja, Excellenz, Jovellanos ist diesmal schlauer ge- genommen, als man ihn verwundet.. bei Ihrer ersten Und nennen Sie mir das Mittel..." wesen als wir; habe ihn eigentlich nicht für so gescheut Revolution, General.. Wissen Sie, das beste wäre, Sie gehalten.. hat aber von uns was gelernt.. paciencia, heiratheten meine Schwester das wäre für beide Theile Ercellenz.." gut... fie vergäße ihre Schwärmerei und Sie Ihre Welt Jovellanos ging ruhig mit seinen Ersparnissen nach schmerz- Anwandlungen... für eine gute Mitgift will ich England, um dort später als behäbiger Rentner zu sterben. forgen... konvenirt Ihnen der Vorschlag. Sie glauben also, daß es einer Frau leicht sei, ihre Scherzen Sie nicht immer so leichtsinnig Sie Schande zu offenbaren...“ Herr Bantista Gill hatte also endlich die Präsidentur wissen, daß meine Liebe zu Ihnen mehr zu als abgenommen Es ist keine Schande, das zu gestehen, was das Herz erreicht. Er hatte es sich auch etwas tosten lassen. Am hat. ich wollte, Bautista fäße noch in Barrero Grande, fühlt... man hat Sie, ohne Sie zu fragen und viel zu 25. November hatte er ein großes Fest arrangiren lassen. wie damals und ich wäre der simple Bernardino, der einst jung an Bantista verhandelt Auf der Plaga spielten eigens dazu von Buenos Aires her- zufrieden zu Ihren Füßen saß... Sie erhörten mich da Sie vergessen, daß die katholische Kirche keine Ehe geholte Seiltänzer und am Abend desselben Tages brannte mals, Concepcion; soll ich es Ihnen ins Gedächtniß zurück- löft, die einmal geschlossen ist man vor dem Regierungsgebäude ein großartiges Feuer- rufen Was fümmert uns die katholische Kirche... ich will Befinnen Sie sich, General, ein Liebhaber, der sich an meinen, daß man hier kein zu großes Gewicht darauf legt, Der General Caballero war sein Freund geblieben; dafür vergangene Dinge zurückerinnert, beleidigt. Einem Mann was die Kirche sagt... Sagen Sie mir also, Concepcion, hatte schon Herr Francisco Guanes gesorgt. Er hatte das wie Sie steht es nicht gut an, einer Frau Sachen ins Ge- was Sie von unserer Sache denken... ich will alles thun, Portefeuille des Unterrichts und des Kultus inne, obwohl dächtniß zurückzurufen. die sie nicht hören will... Schämen was Sie für zweckdienlich halten nur um Sie zu be er nur mit Noth und Mühe seinen Namen schreiben konnte; Sie sich und schweigen Sie..." figen doch das hatte ja nichts auf sich. Zwei Jahre gingen Ich will nicht schweigen," sagte der General, aufstehend Frau Concepcion sah ihn an, ohne ihre Augenlider ins Land. und sie scharf ansehen. Ich will Sie daran erinnern, daß merklich zu erheben. Wir finden den General wieder einmal in einem Sie vor Ihrem Gewissen die meine sind... und ich will" Nun gut, Bernardino ich liebe den Neger intimen Gespräch mit Frau Concepcion, denn das Ver- Sie ganz besigen, ohne mit jemand zu theilen... ich bin nicht ich bin nicht... den Neger, der mein Mann ist... Sie wissen hältniß war dasselbe geblieben und die Dame war eben so es müde, hier den Hausfreund zu machen und in der es wohl, oder könnten es doch wissen... aber man fragt hübsch und anziehend, wie früher auch. Gegenwart anderer Leute jedes Wort auf die Wage zu eine Frau dabei nicht um Rath, was was dabei zu Man hört aus Ihrem Munde, General", sagte sie legen, das uns verrathen könnte... hier mich hinftehlen thun ist eins sage ich Ihnen; ich will schmunzelnd zu ihrem Gegenüber, daß sie auch angefangen zu müssen unter Vorwänden aller Art, um Sie einmal eine ehrbare Frau bleiben vor der Welt... auch will ich werf ab. " " $ mit denen er die Juden in der Mittwoch Sigung belegt hatte, nachträglich zur Ordnung. " " " " den Kampf gegen ten frelen Gedanken, noch mehr, wenn kenntniß der Gegenwart tann ich nicht in die es in den Kampf gegen die Emanzipations bestrebungen Dunkelheit und unwissenheit der Vergangen Im Abgeordnetenhaus wurde heute noch über den der Arbeiterklasse geht,-wenn sogar schon diese Nationalbeit tauchen..." Diese Aussage ist niedergelegt in der Zeitschrift Globus" Etat der Handels- und Gewerbeverwaltung verhandelt. liberalen ohne Vorbehalt das„ Umſturzgeset“ preisgeben. in Von allgemeinerem Interesse waren die Klagen über den Die nationalliberalen Münchener Neueste Nachrichten" Band XVII S. 282 und von Hellwald in seiner Kulturgeschichte zitirt. mangelhaften Zustand der Fach- und Gewerbeschulen. Schreiben jetzt über die Frage, ob das Umsturzgesetz zurück- Es ist ein beschämender Anblick, bie Worte eines deutschen Von den Regierungsvertretern wurde dieser zum theil zugegeben, gezogen werden wird, folgendes: Voltsvertreters in Gegensatz zu diesen lichtvollen Worten eines auch, wie immer, lebhaft bedauert, daß nicht mehr geschehen vor vier Wochen würde man sie schon genauer ins Auge gefaßt einer Beit gethan, als Darwin sein weltbewegendes Wert noch Bor acht Wochen hätte die Frage noch absurd gellungen, barbarischen Fürsten feßen zu müssen, der diese Aeußerung zu könne, aber, aber: die beschränkten Mittel" lassen es haben, heute giebt es bereits Leute, sehr ernsthafte und gar nicht nicht geschrieben hatte, denn dieses erschien erst 1859. im Militärstaat leider" nicht zu, mehr für die Schule zu phantastisch aufgelegte Leute, die die Frage zwar noch nicht be thun. Das kann doch nur ein ganz Dummer nicht bejahen, die aber doch in der Stimmung sind, sich auch durch das Nicht der Kriegsminister, sondern Bebel hatte greifen. Freitag: Etat der Bauverwaltung. überraschendste nicht überraschen zu lassen. Der Gang der Dinge recht! In der Reichstagssigung vom 4. März behauptete Bundesrath. In der heute stattgehabten Plenarsigung in eine Sackgasse geführt. Es ist ungefähr das eingetreten, was wenn sie Verträge mit der Heeresverwaltung abschließen, in der Umsturskommission, diese Tragikomödie ohne gleichen, hat bekanntlich Genosse Bebel, daß die Privatunternehmer, des Bundesraths wurde der Antrag Badens betreffend die Ab- Graf Caprivi beabsichtigt haben mochte, als er sich die Umsturz- fich verpflichten müßten, feine Sozialdemokraten zu bes änderung des Etats der Zollverwaltungs- und Salzsteuer vorlage abringen ließ, nämlich der höchst praktische Nachweis schäftigen und daß die Arbeiter einen Revers unterschreiben verwaltungskosten den betreffenden Ausschüssen überwiesen. Die der Unmöglichkeit, ein derartiges Gesetz zu machen, wenn jede müssen, daß sie keinen sozialdemokratischen Bestrebungen Vorlagen 1. betreffend den Entwurf eines Gesetzes über Partei etwas anderes als alle übrigen Parteien darunter ver- huldigen und daß sie sich sofortige Entlassung gefallen lassen die Fürsorge für die Wittwen und Waisen der steht und die Gelegenheit benugen will, ihre Sonderwünsche Personen des Soldatenstandes und der Marine durchzuführen. Für die ursprüngliche Fassung der Vorlage müssen. Der Herr Kriegsminister hat dies entschieden bevom Feldwebel abwärts, 2. betreffend den Entwurf giebt es absolut feine Mehrheit: für die Abänderungen, die ftritten und behauptet, nur in den Militärwerkstätten eines Gesetzes für Elsaß- Lothringen über die Abänderung des zumeist vom Zentrum, aber auch( beim Duellparagraphen) würden keine Sozialdemokraten geduldet". Gesetzes vom 24. Juli 1889 betreffend Grundeigenthum, von den Freifinnigen und Sozialdemokraten beschlossen worden Hypothekenwesen und Notariatsgebühren und des Gesetzes vom find, giebt es erst recht teine Möglichkeit einer Mehrheits- schreibt hierzu: Unser Partei Organ, die Mainzer Volkszeitung", 22. Juni 1891 betreffend die Einrichtung von Grundbüchern, bildung, und selbst wenn dies Undenkbare doch denkbar und 3. betreffend den Entwurf von Vorschriften über die Ber- wäre, so würden wieder die Konservativen Nein sagen, nachdem meinen Bedingungen der Militärbehörde, wie solche von Wir haben wiederholt Gelegenheit gehabt, die allgemessung der Schiffe für die Fahrt durch den Suezkanal, wurden ihr Lieblingswunsch aussichtslos geworden, an ſtelle des Schußes den Unternehmern bei Uebernahme von Militärarbeiten ebenfalls den zuständigen Ausschüssen überwiesen. der Religion nur den Schutz des Christenthums zu sehen und dem Antisemitismus einen gesetzlichen Freibrief auszustellen. Je angenommen werden müssen, gedruckt vor uns zu haben eher diese unglüdselige Vorlage aus dem und haben gelesen, daß der§3 im zweiten Absatz wie folgt öffentlichen Leben verschwindet, desto besser. lautet: Die Kandidaten im 2. weimarifchen Wahlkreise. Es ist kein Zweifel, daß auch die Regierung das Umfturzgesetz Der Unternehmer darf weder Anhänger der Sozialdemokratie Unserem Genossen Pätzold steht als Kandidat der National- bereits als eine todte Last empfindet. fein, noch darf er bei Ausführung des ihm übertragenen Geschäfts liberalen der Landtags Abgeordnete Justizrath Dr. Eckels, Nun, wie's beliebt. Uns könnte es ja auch schließlich eine Person verwenden, die Mitglied eines die gemeingejähr als Vertreter des Bundes der Landwirthe Dr. Röside, als egal sein, ob sich die Leutchen noch eine Weile damit lichen Bestrebungen der Sozialdemokratie fördernden Vereins antisemitischer Kandidat ein Gutsbesitzer Riemann und als amusiren wollen, die Sozialdemokratie theoretisch und war, oder die wegen sozialistischer Tendenzen ſei es von einer anderen öffentlichen Verwaltung, sei es von Vertreter der freisinnigen Partei der bisherige Reichstags- auf dem Papier todtzuschlagen. einem größeren Privat- Etablissement aus ihrem Wirkungskreis Abgeordnete Dr. Casselmann gegenüber. An Eifer, auch Das Zentrum und der Umsturz. Das Herold'sche entlassen ist, oder die offenkundig als Anhänger der Sozial diesen Wahlkreis zu erobern, lassen es unsere Genossen nicht Depeschenbureau verbreitet ein Telegramm folgenden Wortlauts: demokratie auftritt, z. B. für deren Bestrebungen wirbt oder fehlen. Rom, 7. März. Im Vatikan ist ein Bericht eingetroffen, fammelt. Unternehmer muß, sobald es sich herausstellt, daß die daß das deutsche Zentrum die Umsturzvorlage annehmen werde, eine oder andere von ihm angenommene Person unter eine wenn die Zulassung der Jesuiten gestattet würde. der bezeichneten Klassen fällt, dieselbe sofort, jedenfalls auf VerDb mit dieser in die Oeffentlichkeit lanzirten Nachricht ein langen der betheiligten Behörden, unter Angabe des Grundes Druck auf die Regierung ausgeübt werden soll, bei der gegen- entlaffen. Personen der beiden zuerst aufgeführten Kategorien, wärtig die Entscheidung über das Jesuitengesetz liegt, bleibe die nicht anderweit übel beleumdet sind und eine gewisse Zudahingestellt. Jedenfalls zeigt die Meldung, daß sich das verlässigkeit voraussetzen lassen, tönnen wieder beschäftigt werden, Bentrum ausgezeichnet aufs Geschäftemachen versteht. wenn sie den in der Anlage beigefügten Revers ausstellen." Diese Anlage hat folgenden Text: Die Wahl im 1. weimarischen Wahlkreise findet am 25. April statt. " " Die Weber" und der Umsturz. Unsere Mittheilung über den Männerstolz vor Fürstenthronen" des Herrn Per. sius, Präsidenten des Ober- Verwaltungsgerichts, wird von der Presse sehr verschieden aufgenommen.„ Reichs- Anzeiger" und Röller'sche Korrespondenz" schweigen, die unabhängigen Zeitungen veröffentlichen den Nekrolog des Herrn Persius, und die Möchtegern- Regierungspresse, die nationalliberale nämlich, streitet. Nun, tommt Zeit, fommt Rath! Die Streitfucht der letzteren wird sich legen, und„ Köller'sche Korrespondenz", Reichs- Anzeiger" und„ Norddeutsche" werden reden. Petition gegen die Umsturzvorlage. Mit dem Ersuchen um Veröffentlichung geht uns das folgende zu: H „ Anlage zu den Allgemeinen Bedingungen für die Uebernahme bezw. Ausführung der Arbeiten und Lieferungen. § 8, 2. letzter Absaz. Revers. 15 Text des Reverses mit der Behauptung des KriegsUnd num vergleiche man diefe Bedingungen und den Text des Reverses mit der Behauptung des Kriegsministers. Nicht der Kriegsminister, sondern Bebel hatte recht! Am Mittwoch Abend hat sich in Berlin ein Ausschuß von 24 Herren gebildet, um auch von hier aus die Emminghaus'sche Petition gegen die Umsturzvorlage zu verbreiten. Die Petitionsbogen versendet der Geschäftsführer Dr. W. Giese, KurfürstenUnd warum sollten sie nicht reden? Ist doch die Sache so ftraße 118. Herren, die bereit sein würden, sich örtlichen Aus- Ich versichere hierdurch, daß ich gegenwärtig feinem Bereinfach, und ist doch speziell Herr v. Köller so gut über sie schüssen zur Verbreitung der Petition anzuschließen, werden eine, der sozialdemokratische oder gleichartige Ziele verfolgt, noch informirt. Die von Herrn v. Köller in Aussicht gegebeten, das dem Geschäftsführer mitzutheilen. Die Bildung der angehöre und verpflichte mich, auch nie wieder einem solchen Lokalausschüsse wird dann von ihm eingeleitet werden. Alle Vereine mich anzuschließen, sozialdemokratische Bestrebungen stellten Maßregeln, seiner Auffassung über den künft- Beitungen, die den Ausschuß bei seiner Arbeit unterstützen wollen, weder durch Werbung noch Sammlung zu fördern, Versammlerischen Werth der Weber" Geltung werden ersucht, diese Mittheilung abzudrucken, auch wenn sie lungen der sozialdemokratischen Parteien nicht zu besuchen, thre zu verschaffen und„ Direktiven" zu geben, sind wohl ihnen nicht direkt zugegangen ist. Sobald sie ihre Bereitwilligkeit, Lofale zu vermeiden und ihre Zeitungen weder zu halten noch zu darin zu erblicken, daß Herrn Persius nahegelegt wurde selbst die Petition zu fördern, befundet haben( Einsenden der betreffenden lesen. Nummern an den Schriftführer Herrn Dr. Schulz, Reibel- Sollte ich diese Verpflichtungen nicht innehalten, unterwerfe verständlich nicht durch Herrn v. Köller- die Räthe, die für straße 11 I NO.) werden ihnen alle weiteren Mittheilungen des ich mich sofortiger Entlassung aus meinem Dienſt bezw. Arbeits. die Aufhebung des polizeilichen Aufführungsverbots der„ Weber" Ausschusses direkt zugehen. Es gilt, den öffentlichen Unwillen verhältniß. den... ten....! 18. gestimmt hatten, im Wege der Geschäftsvertheilung in über die Umsturzvorlage zu organisiren. einen anderen Senat zu bringen, um sie dann durch Herrn Ein König von Siam über den Umsturz. Während in Kunze, der durch die„ Schönen- Aussichts- Angelegenheiten" des deutschen Landen die schwarzen Flaggen" bemüht sind, dem töniglichen Schlosses so berühmt geworden ist, und andere Herren gefährlichen Treiben der Wissenschaft Halt zu bieten und das Schauspiel des zum Abschwur gezwungenen Gallilei modernisirt zu ersetzen. Persius, der hierauf nicht einging, wurde in der zu erneuern, während in deutschen Parlamenten finftere Röm Folge von Herrn von Köller dermaßen brüskirt, daß linge der Welt verkünden, was so ein Häckel abscheuliches gePindter. Unsere Mittheilung, daß Pindter sein er sich veranlaßt sab, eine Audienz beim Kaiser nach schrieben oder so ein Darwin gelehrt hat, man denke, lauter zusuchen. Diese wurde bewilligt, aber ein sehr entfernter Dinge, die nicht nur in der Bibel vergeblich gesucht werden, Bukunftsorgan bei Spamer in Leipzig verlegen werde, sondern sich gar gegen die Lehren dieses Buches wenden, und wird vom Leipziger Tageblatt" für unbegründet erklärt. Audienztermin angesetzt. Schon vorher kam dann der arme diese mit dem sündhaften Triebe einer gottlosen Wissenschaft Der Firma Otto Spamer sei von einem derartigen UnterPräsident des Ober- Verwaltungsgerichts gelegentlich eines gesell- ganz umstürzen,- gab es in anderen Ländern, die von der europäi- nehmen nichts bekannt". Daun will Pindter der Erste also schaftlichen Empfanges mit dem Kaiser zusammen, wurde schen Kultur noch wenig„ beleckt" sind, Menschenkinder selbst auf einen anderen unglücklich machen. jedoch von diesem erst geschnitten", das heißt zu deutsch: Fürstenthronen, die zu ganz entgegengesetzten Resultaten gekommen in eine für Herrn Persius Vertreter des deutschen Denkervoltes. wenig angenehme Unterhaltung gezogen. Das Ende vom Liede Ein Engländer namens John Bowring berichtet uns in die Agrarier am 18. Februar so demüthig begeben hatten, ist, daß er um seinen Abschieb einkam. feinem bereits 1857 erschienenen Buche The Kingdom and People soll zu Herrn von Mantenffel, einem Oberagrarier, Nun hat der„ Reichs- Anzeiger" das Wort. er wir bitten of Siam"( Das Königthum und das Volk von Siam) von einem gesagt haben: Sie können mir nicht zumuthen, daß ich philosophischen König dieses Landes, einen höchst aufgeklärten Brotwucher treibe." wirklich dringend darum. Fürsten Namens Mongkut, der gelegentlich einer Aeußerung über Die deutsche Zuckerstener- Politik, die systematische Bes Wird die Umsturzvorlage zurückgezogen werden? die Wirksamkeit der chriftlichen Missionare in seinem Lande Bezeichnend ist, daß diese Frage von bürgerlichen Politikern folgendes gesagt hat:" Die chriftliche Religion mag für die günstigung der inländischen Zuckerproduzenten, treibt auch die bereits vielfach aufgeworfen, noch bezeichnender, daß fie christlichen Wölfer paffen, nicht für uns. Ich habe in den anderen Staaten, wie schon wiederholt gemeldet, fortgesetzt zu bereits vielfach aufgeworfen, noch bezeichnender, daß sie buddhistischen Büchern alles verworfen, was den Gesezen, welche Gegenmaßregeln. So liegt jetzt wieder aus Paris eine Nach auch vielfach bejaht wird. Ueberaus trübe muß es aber die Welt regieren, zuwiderläuft. Die Bibel aber enthält richt vor, wonach die französische Regierung beabsichtigt, falls um die Sache stehen, wenn sogar schon die National- Lehren, die sich mit den Forschungsresultaten der deutsche Reichstag die Beibehaltung der Zuckerprämien beliberalen, die begeisterten Freunde aller Volksknebelung der neueren Naturwissenschaften nicht in Einschließt, die Zuschlagstage auf ausländischen Zucker in ent und allzeit bereiten Kämpen der Regierung, wenn es in flang bringen lassen. Aus dem Lichte der Ersprechendem Maße zu erhöhen und, falls es nothwendig fein sollte, eine Exportprämie für französischen Zucker zu be antragen. " Die Aussichten der Agrarier mit ihrem Antrag nicht beachtet", und dann in eine für Herrn Perfius find, als ein Theil der um Sitte und Ordnung so sehr bemühten Ranih stehen schlecht. Der Kaiser, zu dessen Thron sich 019 Ach, Hunde, die viel bellen nicht von hier weggehen nach Buenos Aires oder sonst wo. giebt ja genug Manieren, um einen Hochverräther ins Auch in Desterreich beschäftigt man sich mit Ich kenne nichts anderes als Paraguay und will auch Jenseits zu befördern, und Sie brauchen Ihre Hand nicht diesen Fragen. Soeben ist dort beschlossen worden, eine nichts anderes kennen lernen... das ist die Basis, auf damit zu beflecken.. hat viel böses Blut gemacht Enquete über die Zuckerfrisis zu veranstalten. Der der Sie Ihre Aufgabe lösen wollen... die Kleinigkeiten, hat eine große Verwandtschaft dieser Miltos, eine Menge Finanzminister Dr. v. Plener äußerte bei Gelegenheit dieses Beſchluſſes im Landwirthschafts- 2 Ausschuß indem er den An wie Sie sie ausführen wollen, die wollen Sie nicht vor Gevattern und Basen trag des deutschen Reichstags Abgeordneten Paasche, bemir berathen und mich danach fragen... Wenn Sie cines haben Angst vor treffend die Exportprämien, besprach im Intereffe des WohlReichstags- Abgeordneten im Intereffe des obt Tages herkommen wollen und mir den Beweis liefern jedem, der einen Säbel hat... und habe gute Bullen- befindens der Bevölkerung, im finanziellen Interesse und auch wollen, daß ich Ihnen angehören kann, ohne in einen beißer... seht Euch den da an, meinen Adjutanten... im Interesse der Zuckerindustrie sei es wünschenswerth, daß es Standal verpflochten zu sein... nun gut, dann bin ich ist mir gut empfohlen... hat mehr als zwei Dugend gelänge, im gegenseitigen Einvernehmen der betheiligten Staaten Thre... Nun gut... jest wiffen Sie auch meine Menschen auf dem Gewissen habe ihm seine Strafe in einen Zustand herbeizuführen, bei dem der Wettlauf bei Meinung... und ich liebe Sie... Gnaden erlassen... den Zucker Exportprämien aufhöre. nünftige Leute wünschen so etwas allerdings, unsere deutschen Agrarier und Rübenbarone aber nicht. Damit fiel sie ihm um den Hals und füßte ihn ins Gesicht. " Weiß wohl, Excellenz.. faß vor acht Tagen noch im Gefängniß Der General ging darauf sehr nachdenklich nach Hause." Um auf diesen Fulgencio noch einmal zurück zu Sehen Sie Pancho, was man mir hier zuschickt," kommen.. muß Euch gestehen, daß ich weniger Schuld sagte unterdessen seine Excellenz der Herr Präsident zu hatte, als mein Revolver.. der ging so unzeitig los und seinem Freunde und hielt ihm ein gedrucktes Blatt Papier schoß ihn direkt ins Gesicht.. was tann ich dafür.. und vor die Augen. Das habe ich heute Morgen in meinem was weiter.." .. Ver= Herr Reichstage- Abgeordneter Küchly ist mit fich zufrieden. Die„ Saarburger Zeitung" schreibt: Herr Erzpriester und Reichstags- Abgeordneter Küchly bittet uns, folgendes aufzunehmen: Wir wähler des Zimmer gefunden, und weiß faum, wo es hergekommen ist.."" Bählen noch einige andere auf.. Sanchez und Fri- Kreises Saarburg- Chateau- Saline sind unserem AbNun der Wind hat es sicher nicht hereingetragen goyen haben es auch mit den Pfaffen verdorben war tage: er hat die Wahrheit gesagt, obschon die„ Lothringer geordneten dankbar für seine Erklärungen im Reichshabe es überhaupt schon gelesen. weiß der Himmel, auch nicht staatsmännisch.. Sie fangen an zu sehr auf Beitung" das Gegentheil behauptet. Ja, es ist wahr, daß man in welcher Winkelpresse es gedruckt ist... vielleicht in eigene Verantwortung zu handeln, mit den Pfaffen uns Französischredenden verboten hat, französische Inschriften Buenos Aires... gönnen unserm armen Lande die gute muß man es niemals verderben. Sehen Sie zu auf die Gräber unserer Verstorbenen zu setzen. Ja, in Saarburg Regierung nicht..." unser Cupremo... Gott hab ihn selig, Francisco Solano geschehen die Bekanntmachungen nur in deutscher Sprache und „ Schreiben da verteufelte Sachen... habe so über Lopez. habe so über Lopez... hat stets mit den Pfaffen auf gutem Fuß ge- das feit Jahren; obfchon die Franzosen 85 pCt. zu den Gezwerg hineingekuckt und was von Mörder und Dieb entstanden... Herr Fide Mair, der Pfaffe, gab sich sogar meinde- Abgaben lieferten. Der Mann aus Metz muß ein wenig deckt... Ja unsere Republikaner sind ungemein offen in zum Heufer her für ihn... furzsichtig oder harthörig sein; oder findet er sich getroffen? ihren Ausdrücken... left es mir vor Pancho, und sagt" War aber ein töstlicher Spaß, Gevatter, mit der Man würde es glauben; denn er braucht einige Uebertreibungen mir Eure Meinung, was Ihr davon haltet.. wunderthätigen Jungfrau in Caacupé, und hat uns ein und Entstellungen, um den Abgeordneten anzugreifen."- that " Sie meinen wohl Ihre Affäre mit dem Deputirten Heidengeld gebracht... was die Pfaffen in Caacupé für Württembergischer Landtag. Die Adreßdebatte wurde Fulgencio Miltos... rathe Ihnen überhaupt, Exzellenz, Gefichter machten, als ich mir den ganzen Krempel ausbat, Dienstag und Mittwoch fortgesetzt. Unsere beiden Genossen griffen wacker in die Diskussion ein. Zu Ziffer 34 des Adreßentwurfs Sie haben ja immer meinen Rathschlägen an dem sie lange Jahre zusammengespart und den dummen stellten dieselben den Zusatz: mit größeren Machtbefugnissen ein geneigtes Ohr geliehen gehen Sie ein Leuten das Geld aus der Tasche gezogen... sagte versehen und auf die Ueberwachung der handwerksmäßigen Bewenig behutsamer mit dem Menschenblut um ihnen, daß ich es an mich nehmen wollte, um es gut auftriebe und der Hausindustrie ausgedehnt werden. Für Reffek will gerade nicht sagen, daß Sie es schonen sollen; aber es zubewahren... ( Fortsetzung folgt.) revision sind besondere Beamte zu bestellen. Zum Schuße der in und # • " F Saal. werden: = 7. d. Mts.: " Landwirthschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen erscheint 1 Bum Panaminoprozeß. Dem Diritto" zufolge hat die Blut. Arrest 12 Jahre. Predig. Nazarener. Todtschlagen. die Bestellung von Aufsichtsbeamten mit ähnlichen Befugnissen römische Auflagekammer heute den von Giolitti erhobenen Kom- 1890 das Gefeß aufgehoben. Strafgefeß Paragraph 110, 111 wie diejenigen der Gewerbe- Inspektoren geboten. Um der immer petenzeinwand in dem auf grund von Privatklagen eingeleiteten Umstürzung 115 Aufruhr Unterdrücken. Heinrich Heine. Teller. mehr um sich greifenden Noth in den Reihen der Arbeiter be- Prozeß verworfen. Giolitti hat hiergegen Berufung bei dem 1825. Adel. Wendeln. Großvater.- Klingt das nicht, als hörte man gegnen und durch entsprechende Gefeße eingreifen zu können, ist Rasfationshof eingelegt.azadas Publikum eines Tingeltangels einem Improvisator eine Reihe von vor allen Dingen genaue Kenntniß dieser Verhältnisse, begründet auf statistische Beobachtungen, nöthig. Diese zu erreichen, und Bum japanisch- chinesischen Krieg liegen heute Nachrichten willkürlich gewählten Worten nennen, damit derselbe seine Verse um den Arbeitern in den verschiedenen Nothlagen und Streit vor, nach denen die Japaner wieder bedeutende Erfolge über die schmiede? Und wie mag erst der aus diesen Worten nachher zusammenfällen, wie solche schon allein durch die Gesetze, betr. Alters- und Chinesen errungen haben. Man meldet aus Shanghai vom gestellte Bericht an das betreffende Bezirksamt gelautet haben? Invaliditäts- Versicherung, Kranken- und Unfall- Versicherung wie die Blätter melden, griffen die dritte und fünfte japanische für Beamte, welche beauftragt sind, politische Versammlungen zu Hoffentlich werden unsere Vertreter im Reichstage nicht ermangeln, auch einmal den Befähigungsnachweis zu verlangen und zwar u. a. m., entstehen, mit Rath und That beiftehen zu können, Division am 4. d. Mts. früh die Eingeborenenstadt von Niutschuang überwachen. Oder vielleicht auch inftruirt die badische Regierung empfiehlt sich die Errichtung von Bezirks- Arbeiter: tammern und einer Zentralstelle für Arbeiter von Norden her an. Zahlreiche Chinesen flohen in der Richtung des Herrn Wahlministers Eisenlohr das badische Bundesraths angelegenheiten." Vor der Abstimmung über die Ein- auf den Vertragshafen Vinkow. Die Chinesen hielten die Häuser mitglied einen derartigen Antrag im Bundesrath einzubringen. Leitung der Adreſſe verließen die Genossen Glaser und Kloß den hartnäckigem Widerstande nach und nach daraus vertrieben. Um Nach der Einführung von dieser Art Befähigungsnachweis würden und Straßen von Nutſchuang besetzt und wurden nach Elsak Lothringen als Altersversorgungsanstalt für Die Chinesen verloren 1880 Todte und Verwundete, 600 Ge- gestürzt" werden! 11 Uhr abends waren die Chinesen vollständig überwältigt. jedenfalls weit weniger als seither Logit und Gerechtigkeit um=" Reichsbeamte: Die nicht gouvernementale Presse in Elsaß- fangene, 18 Geſchüße und eine Menge Munition. Die Verluste Lothringen wagt es tros Diftaturparagraphen und französischen der Japaner belaufen sich auf 200 Todte und Verwundete. Ueber die Unterstützung russischer politischer Gefangener Preßgefeßen folgende Geschichte niedriger zu hängen, die fast zu Der japanische General Nodzu berichtet über diese durch unsere russischen Parteigenoffen wird uns aus Zürich start flingt, um ohne Einschränkung für wahr gehalten zu Schlacht in folgender Weise: Zwei Divisionen der ersten geschrieben:" In Zürich, wie es wahrscheinlich schon mehreren Armee griffen Niutschuang um 10 Uhr des Morgens stüßung russischer politischer Gefangenen und Verbannten. Da Genossen bekannt ist, existirt eine" Cassa Sibirien" zur UnterEin gewisser Graf Marogna war nach 1871 zwei oder drei an, und zogen nachmittags in die Stadt ein. Ein Theil der die Genossen in Deutschland und Desterreich schon einige Mal Jahre lang Landgerichtsrath in Mülhausen gewesen, hatte aber Feinde flob sofort nach Yinkau, während der zurückbleibende die Genossen in Deutschland und Desterreich schon einige Mal ihr brüderliches Schärflein zur Hilfe der Opfer des russischen genommen, um als Richter bei den internationalen Gerichten in stand leistete. Nach erbittertem Kampfe in den Straßen waren Ihnen einiges über den Zustand unserer Cassa mitzutheilen. Bis dann seinen Abschied aus der elfaß- lothringischen Verwaltung Theil die Häufer der Stadt besetzte und hartnäckigen Wider- ihr brüderliches Schärflein zur Hilfe der Opfer des russischen Despotismus beigetragen haben, halten wir uns verpflichtet, Kairo in die Reichsdienste zu treten. Das Elsaß vergaß der die Chinesen gegen 11 Uhr nachts vollständig geschlagen. Der Herr Graf in Aegypten ganz und erinnerte sich seiner erst, als er Feind verlor 1900 Todte, 16 Geschüge und anderes Artillerie- aum Dezember 1894 betrug die Jahreseinnahme 327,65 Frts. Bis entdeckte, daß seine Stellung ihm keinen Anspruch auf Pensionirung material, 500 Chinesen wurden gefangen genommen und eine zum letzten Jahre wurde das Geld nach Paris an unseren bekannten gewährte. Im letzten Jahre erfuhr man nämlich am Ober- Anzahl Fahnen erbeutet. Unser Verlust betrug 206 Todte und Genossen P. 2. Labroff gesendet, der es nach Rußland vertheilte. Landesgericht in Colmar die Ernennung dieses Herrn zum Ober- Verwundete. In diesem Jahre hat die Caffa Sibirien" in Zürich selbst die landesgerichtsrath, zugleich aber auch, daß er einen dreimonatMöglichkeit gewonnen, Geld nach Sibirien zu übermitteln, wovon lichen Urlaub erhalten habe. Nach Ablauf dieser drei Monate Die Times" meldet aus Philadelphia: Der Grekutivausschuß die Gassa Sibirien" Organisation der nordamerikanischen Bimetallisten. sie noch näheres mittheilen wird. Noch vor kurzer Zeit hat wurde der Herr Graf pensionirt mit dem Ruhegehalt eines der amerikanischen Bimetallistenliga erließ eine Rundgebung, in des Fachvereins der männlichen und weiblichen Gehilfen der ,, vom Kostümkränzchen am 26. Jan. 1895 Oberlandesgerichtsraths. Vom Grafen Marogna hat man in welcher die Bildung einer neuen Partei angekündigt wird zur Wäsche und Kravattenerzeuger in Wien" 17 Gulden 5 Kr. Colmar nie die Spur gefehen. Die elfaß- lothringische Regierung hat also einen Beamten Propaganda für unbeschränkte Prägung von Gold und Silber empfangen und kann sich nicht enthalten, auch an dieser Stelle in ihre Dienste aufgenommen, blos um ihm ein Ruhegehalt au amerikanischer Münze nach vollkommen gleichen Bedingungen.den mitfühlenden Genossen ihren heißen Dank auszusprechen. aus der Landeskasse zuzuwenden. Aufstand in Haiti. Ein Telegramm der„ World" aus Hochachtungsvoll Das Komitee. Kingston( Jamaica) meldet: In den nördlichen Provinzen der Republit Haiti ist ein Aufstand ausgebrochen. Der Präsident Bolizeiliches, Gerichtliches: c. Hippolyte hat in Erwartung eines Angriffs auf Port- au- Prince batteur der in Riel erscheinenden Schlesw. Holst. Boltszeitung". 3u drei Monaten Gefängniß wurde der Rea Kriegsschiffe improvifirt, indem er die Kanonen von seinem Genosse KIüß, verurtheilt. Er soll durch eine Notiz, in welcher Palais auf Flußdampfer verbrachte. Der amerikanische Gesandte dem früheren Kommandanten eines Panzerschiffes vorgeworfen hat seine Regierung um Entfendung eines Kriegsschiffes nach war, er habe sich Mißhandlungen von Matrosen zu schulden Port- au- Prince erfucht. tommen lassen, beleidigt haben. Die Sache soll, wie wir hören, im Landesausschuß zur Sprache gebracht werden. Da muß es doch wirklich himmelschreiend sein, wenn der sich darum kümmert. Die istrianische Straßentafelfrage hat nun zu einer Reihe sehr schwerer Verurtheilungen geführt. Es wird nämlich aus Triest telegraphirt: In dem Prozesse wegen der Vorgänge in Pirano wurden 13 Angeklagte zu Gefängnißstrafen von einem Monat bis zu 21/2 Jahren verurtheilt; ein Angeklagter wurde freigesprochen. Der Staatsanwalt hob in seiner Rede hervor, daß die meisten der Angeklagten bereits vorbestraft seien, sie seien lediglich ge dungen gewesen, die eigentlichen Veranlasser aber unbekannt geblieben. Er beantragte, die Angeklagten nicht wegen politischen, sondern wegen gemeinen Verbrechens zu verurtheilen. Cuba. In der spanischen Kammer legte der Minister für Rolonien Abarzuza einen Gesezentwurf vor, durch welchen ein unbeschränkter Kredit für die Erfordernisse des Feldzugs auf Cuba verlangt wird. Wie es heißt, wird Martinez Campos als Gouverneur nach Cuba gehen. tul Parteinachrichten. " -Bei dem Begräbniß des Genossen Baalt in Dessau hatte ein Genosse beim Niederlegen eines Kranzes folgende furze Widmung gesprochen: Im Namen der Dessauer Parteigenoffen weihe ich Dir diesen Kranz. Ruhe sanft, Genosse! Du hast ausgekämpft, wir fämpfen weiter!" Diese Widmung steht die Dessauer Polizeiverwaltung als eine Grabrede an, zu welcher, nicht die Genehmigung des Magistrats eingeholt worden war, und schickte dem Genossen ein Strafmandat über 15 M. Die richterliche Entscheidung ist beantragt. -V Attentatsverfuch auf das Koalitionsrecht in Frankreich. Man schreibt uns aus Paris unterm 27. Februar: Herrn Ribot Von der Agitation. In Fürstenberg a. D. sprach bekannte Notiz über die Verwendung von Soldaten zur TreibSoldaten als Treiber bei der Jagd. Die scheint es nach den Lorbeeren Dupuy's und Perier's zu gelüften; am Freitag den 1. März der Genosse Metzner aus Berlin denn wie aus den Berichten über die heutige Ministerraths über die Umsturzvorlage vor einer von über 500 Personen be- jagd, die im vorigen Jahre die Runde durch die Preffe machte Sigung hervorgeht, plant die Regierung nichts weniger als ein suchten Versammlung. Dem mit großem Beifall aufgenommenen führte, hatte auch in der Frankfurter Boltsstimme" Aufnahme und zur Verurtheilung einer ganzen Anzahl von Parteiblättern Attentat auf das Koalitionsrecht der Arbeiter. Demnächst soll Vortrag folgte die Annahme einer Protest- Resolution. nämlich eine Gesegesvorlage eingebracht werden, die sowohl den Eine Massenversammlung, wie sie in Teuchern bei gefunden. Das Landgericht in Frankfurt a. M. sprach den Eisenbahn- Arbeitern und-Angestellten, wie den in den Arsenalen Weißenfels wohl noch nie dagewesen, fand am Sonntag, den Redakteur Genossen Hoch am 15. November von der erhobenen beschäftigten Arbeitern das Streifrecht entzieht. Kennt man auch 3. März im Norddeutschen Hof" dort statt. Genosse Adolf Anklage frei. Es wurde festgestellt, daß er den Artikel in seiner: noch nicht den Wortlaut der Vorlage, so weiß man doch, daß sie Hoffmann aus Berlin war erschienen, um über die Umsturz- in zugezogen" abgeändert und den scharfen Schlußpassus Fassung gemildert und insbesondere das Wort„ abkommandirt" jeden diesbezüglichen Streit, Streifversuch oder Aufforderung zu vorlage zu referiren. Die von etwa 1000 Personen besuchte Verdemfelben mit Strafe belegt. Welcher Art und wie hoch dieselbe fammlung nahm den 1/ 2stündigen, fachlichen Vortrag mit großem bielt nach ganz fortgelaffen hat. Der so zugestuzte Artikel ent ist, darüber verlautet noch nichts, doch dürfte es nicht schwer Beifall auf. Zu der Annahme einer energischen Protestresolution Ansicht des Landgerichts nichts Beleidi sein, selbst diese Details zu errathen, da der Senat einen ähn wäre es sicher gekommen, wenn die Versammlung nicht aufgelöftevision eingelegt und der Ansicht Ausdruck gegeben, daß gendes. Der Staatsanwalt hatte gegen das Urtheil! lichen Entwurf schon vor einigen Wochen in Berathung gezogen worden wäre. In der Diskussion nahm der bekannte Anarchist hatte, und Herr Ribot wie in der Hauptfache so auch in den Brandt aus Giebichenstein das Wort und suchte für den bedeuten solle wie, abkommandirt". Der Zweck der Publizugezogen nach der Absicht des Angeklagten" dasselbe Detailpunkten den Senatsentwurf topirt haben dürfte. Danach Anarchismus Propaganda zu machen. Die Versammlung wurde tation ergebe sich schon an der Ueberschrift des Artikels: Wozu würde jeder Arbeiter der beiden genannten Kategorien, der sich etwas unruhig, aber nicht in dem Maße, daß das Vergehen des tation ergebe sich schon an der Ueberschrift des Artikels: Wozu an einem Streik betheiligt, mit einer Gefängnißstraße von Beamten, der kurzer Hand auflöſte, gerechtfertigt erschien. Ueber unsere Soldaten da sind". Es ergebe fich daraus der Vorwurf 6 Tagen bis 6 Monaten und einer Geldbuße von 16 bis die Auflösung wurden die Anwesenden sehr erregt und es hätte des vom Angeklagten redigirten Blattes" wurde für den Dolus der Pflichtwidrigkeit gegen den General. Auch die„ Tendenz 500 Franks, die Führer oder Urheber" eines Streits mit fehr leicht zu Szenen kommen können, die zu schlimmen Folgen hätten mit herangezogen. Herr Reichsanwalt Dr. Menge erklärte, die einer Gefängnißstrafe von 2 bis 5 Jahren und jede führen müssen, wenn es nicht dem Referenten gelungen wäre, die Revision nicht vertreten zu können. Aufforderung, die Arbeit einzustellen, mit einer Gefängnißstrafe Maffen zur ruhigen Räumung des Saales zu bewegen. Gegen die zu allerdings zur Verurtheilung geführt, hier handle es sich aber Der Originalartikel habe von drei Monaten bis zwei Jahren und einer Geldbuße von Unrecht aufgelöste Versammlung wird Beschwerde erhoben werden. 100-3000 Franks belegt werden. Wie bei allen solchen In Wulferdingsen( Westfalen) hatten die Honorationen um eine wesentliche abgeschwächte Fassung. Wenn das LandSchurtereien werden natürlich auch bei dieser höhere Interessen" des Ortes eine Versammlung einberufen, um nach dem kraft- gericht darin feine Beleidigung gefunden habe, so sei dies eine vorgeschützt. Es handelt sich da nämlich um die" Sicherung der und saftlosen Referat eines Fabrikanten eine de- und wehmüthige thatsächliche Feststellung, gegen die sich nichts einwenden laffe. nationalen Vertheidigung". Man denke nur an die schrecklichen Resolution des Herrn Superindententen anzunehmen. Es hatten Das Reichsgericht erkannte sodann auf Verwerfung der Revision. Mit " " Folgen einer plöglichen Unterbrechung des Eisenbahn- Berkehrs, sich gegen 2000 Personen, meist Arbeiter, eingefunden. während etwa die feindlichen Heere schon im Anmarsche sind, Mühe und Noth gelang es Genossen Hoffmann zum Wort und man wird keinen Augenblic zweifeln, daß der Regierungszu kommen, um unter großen Beifall unsern Standpunkt zur entwurf nichts als ein Ausfluß der reinsten patriotischen Ge- Vorlage zu erläutern. Die ganze Versammlung war wieder fühle" ist, und sich vielleicht blos wundern, daß solche Streit ein Erfolg für die Sozialdemokratie. verbrecher im schlimmsten Falle mit 2-5 Jahren Gefängniß davon= Parteifonferenz. : " Vereins- und Versammlungsgefeß, fällte türzlich das SchöffenEine wichtige Entscheidung, betreffend das gericht in Kassel. Der Vorstand des Holzarbeiter Verbandes war von der dortigen Polizeidirektion wegen Nichtanmeldung des veränderten Vorstandes mit einem Strafmandat von 15 M. bedacht worden. Gegen diese Strafe rief der Vorsitzende die richter$ fommen sollen, anstatt sie ganz einfach als Landesverräther zu Der Brauereiboykott in Braunschweig, dessen Aufbehandeln und den Kriegsgerichten zu überliefern. Und dann ist bebung wir vor einigen Tagen in Aussicht stellten, wird weiter liche Entscheidung an und motivirte dieselbe dahin, daß er feine für Vollblutpatrioten noch eines bedenklich: warum neben den geführt. Die geftrige von der Lokalkommission einberufene Volks- Handlung begangen zu haben glaubte, welche ihn mit dem§ 2 Arsenalarbeitern nur den Eisenbahnarbeitern das Koalitionsrecht verfammlung lehnte den Vergleich zwischen den Brauereien und des Bereins- und Versammlungsrechts in Konflitt gebracht hätte. entziehen? Kann denn ein Eisenbahnzug ohne Heizung der der sozialdemokratischen Boykotikommission ab. Dagegen wurde Der Vertreter des Herrn Amtsanwalts beantragte nach Lokomotive in Bewegung gesetzt werden? Man dente nun an die Forderung gestellt, daß die noch arbeitslosen Brauerei Bernehmung der Zeugen, da er annahm, daß keine Berdie schrecklichen Folgen einer plöglichen Unterbrechung des arbeiter wieder in den Brauereien selbst, anstatt in anderen letzung des betreffenden Paragraphen vorliege, die FreiKohlenbergbaues während der Feind das Land umlagert! Betrieben eingestellt werden. Da die Unternehmer voraussichtlich sprechung. Das Gericht schloß sich dem Antrage an und zwar Müßte da nicht die einfachste patriotische Vorsicht gebieten, hierauf nicht eingehen werden, so bedeutet dieser Beschluß die deshalb, weil in dem Gesez feine derartige Verpflichtung entaus gleichen Gründen auch den Grubenarbeitern das Streifrecht Fortdauer des Bierboykotts. halten, und weil der alte Vorstand noch in Thätigkeit gezu entziehen? Ja könnte in einem gegebenen Moment ein wesen sei. Mangel an Eisenbahnschienen, Waggons 2c. nicht ebenso verderb liche Folgen für die Landesvertheidigung haben? Bedenkt man findet am 17. März eine Kreis konferenz in Düsseldorf statt. Die wurde gleich nach der Eröffnung durch den städtischen PolizeiEine in Apolda für den 4. März anberaumte Ver Für den Wahlkreis Düsseldorf fammlung, in der Frau Rohrlack Berlin sprechen follte, es also genau, dann wird man finden, daß sich Patriotismus provisorische Tagesordnung lautet: 1. Wahl eines Kreis- Verwachtmeister aufgelöst. Das Lokal wurde in Ruhe geräumt. und Koalitionsrecht überhaupt einander ausschließen und zu trauensmannes; 2. Reichstagskandidatenfrage; 3. Anträge der dem Resultate gelangen, daß welcher Streit immer ein Ver Delegirten; 4. Verschiedenes. brechen am Vaterlande ist und als solcher zu ahnden sei. Nur schade, daß die Arbeiter nicht ebenso denken, und Die Kreiskonferenz des Wahlkreises Bielefeld durchaus nicht gesonnen sind, sich das unter so vielen Kämpfen wie den bruck, welche von etwa 60 Personen besucht war, und Opfern errungene Koalitionsrecht wieder entreißen zu nahm folgenden Antrag an: Der Kreistag beschließt! Es ist Laffen. So wird das Eisenbahnarbeiter Syndikat( Gewerkschaft), nothwendig, daß in allen Orten Vertrauensmänner ernannt das über ganz Frankreich verbreitet ist und ca. 80 000 Mitglieder werden, welche mit dem Kreis- Bertrauensmann im Verkehr stehen, zählt, an allen Orten, wo sich eine seiner Sektionen befindet, um die Agitation planmäßig zu betreiben. Der Kreis- Bertrauens Protestversammlungen einberufen und nichts unversucht lassen, mann hat möglichst für Agitationsmaterial zu sorgen, und find, um die verbrecherische Vorlage zu Falle zu bringen. Und in diesem um dies in ausreichendem Maße beschaffen zu können, Gelder Kampfe wird es die gesammte organisirte Arbeiterschaft auf an die Kreistasse abzuliefern. Der Vertrauensmann wird befeiner Seite haben, die sich durch kein noch so patriotisches auftragt, im Herbst, vor dem Parteitag, die nächste Parteifonferenz Phrasengetlingel sein Koalitionsrecht antasten, geschweige denn einzuberufen. entreißen lassen wird.Frankreich und Italien in Nordost- Afrika. Wie der Die Gewerbegerichts- Wahl in Pforzheim ergab für die Fanfulla" meldet, traf am 25. Januar in Harrar eine von dem Liste der Beisiger aus der Arbeiterschaft einen glänzenden Ingenieur Chefueur geführte aus Obok kommende französische Sieg der sozialdemokratischen Partei Der Vorschlag erhielt Mission ein. Die Mission bildete eine Karawane, welche auf 1648 Stimmen, während es die zu einem chriftlich- sozialen Mischmehreren hundert Kameelen Grasgewehre mit entsprechender masch verschmolzenen Gegner auf 160 Stimmen brachten. Munition, 50 000 Patronen für Betterligewehre, sowie 10 000 Kanonenladungen transportirte. Die Mission soll ferner 6000 in Aus Baden. Mancher Genosse hat es schon am eigenen Paris geprägte Thaler mit dem Bilde Menelik's und der Ueber- Leibe erfahren, wie fatal es für ihn war, daß in einer Verschrift Kaiser von Abessynien" mit sich geführt haben; auch fammlung, in welcher er sprach, der überwachende Beamte nicht zeige die Lazaristen- Mission, welche den postalischen Dienst auf der Höhe seiner Aufgabe stand. Das Gericht schenkte aber zwischen Harrar und Gibuti versieht, lebhaftes Interesse für die kurzweg den Aufzeichnungen des Beamten, so unrichtig sie auch Mission Chefueur Sollte sich diese Nachricht bestätigen, so würde sie darauf hindeuten, daß Frankreich bestrebt ist, die Ausdehnung des italienischen Einflusses in Nordostafrika durch Stärkung der Macht Abessyniens, des Hauptgegners Italiens, zu, hemmen. Die Thatsache, daß die Nachricht vom römischen Fanfulla" verbreitet wird, ist freilich noch lange kein Beweis dafür, daß sie sich mit den Thatsachen deckt. " -Bur Charakterisirung der Zustände in dem„ beftverwalteten Lande" Elsaß- Lothringen möge nachstehender Vorfall mitgetheilt wird. In Straßburg sollte eine öffentliche Steinmetzdienen, der dem Offenburger Volksfreund" aus Straßburg Bersammlung stattfinden. Die Genehmigung wurde versagt, weil unter den sieben Unterzeichnern ein„ Schwyzer- Ditscher" war, also ein Ausländer. Am Donnerstag vor dem bestimmten Tage( Sonntag) wurde der Einberufer von der Polizeidirektion auf den Fehler aufmerksam gemacht. Er erbot sich sofort, einen echten„ teutschen" Kollegen zur Unterschrift zu veranlassen; es wurde ihm jedoch bedeutet: daß dies nicht ginge, da er schon drei Tage vor der Versammlung die Genehmigung dazu haben müsse. Zu der für letzten Sonntag genehmigten Versammlung fanden sich zu den etwa 30 anwesenden Personen 2 Gendarme, 1 Polizeikommissar und ein Schuhmann ein. Der Kommissar muß sich indeß vor den Anwesenden nicht so arg geforchten" haben, denn er beurlaubte einen Gendarmen. Und nun fage noch einer, in Elsaß- Lothringen gebe es teine Freiheit. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. Deffentliche Sihung vom Donnerstag, den 7. März 1895, nach m. 51/2 Uhr. Der Vorsitzende Dr. Langerhans gedenkt in warmen waren, Glauben und begründete daraufhin die Verurtheilung. Worten des verstorbenen Stadtältesten Professor Dr. Hoffmann, Nachstehend geben wir aus dem Schatz unserer Versammlungs- früheren Direktors des Gymnasiums zum Grauen Kloster, der sich Erfahrungen die Aufzeichnungen preis, die sich in einer neulich besonders auch auf dem Gebiete der Bestrebungen für die Einstattgefundenen Versammlung ein Polizist machte, wobei wir betonen, heitsschule verdient gemacht habe. Die Versammlung ehrt sein daß wir dieselben nicht etwa in einer Waschtoilette gefunden, sondern Andenken durch Eiheben von den Sitzen. auf einem weit originelleren Wege erhalten haben. Der Redner sprach Zu der Borlage betreffend das Pensionsreglement für Anüber die Umsturzvorlage, wozu sich der Beamte folgende Notizen gestellte der wirthschaftlichen und industriellen Anstalten der machte: Nobiling. Stöcker. Welfengeld. Prügel. Stangen. I Stadt Berlin beantragt der Ausschuß: Die Versammlung giebt tok i S dem revidirten und abgeänderten, Pensionsreglement für Angestellte der wirthschaftlichen und industriellen Anstalten der Stadt Berlin, sowie dem dazu gehörigen Stellenverzeichnisse ihre verfaffungsmäßige Zustimmung nach Maßgabe der in dem Protokolle des Ausschusses vom 27. d. M. seitens des letteren in dem Stellenverzeichnisse vorgenommenen redaktionellen Aenderungen." Dieser Antrag wird angenommen, ebenso die Resolution: Der Magistrat möge erwägen, ob es nicht angemessen ist, den Bureau- Assistenten bei den städtischen Werken die Pensions berechtigung event. nach Ablegung einer entsprechenden Prüfung zu verleihen." " Hierauf folgt die Fortseßung der Berichterstattung des Etats ausschusses, zunächst die Berathung über die Etats der Krankenhäuser im Friedrichshain, Moabit und Am Urban. alle drei Monate untersucht. Stadtv. 3 adet fragt an, ob es wahr sei, daß bei dem Tetzten Brande im Krankenhause im Friedrichshain die Hydranten versagt haben, wodurch die Rettungsarbeiten verzögert seien. Stadtrath Weise erwidert, daß ihm von einem Versagen der Hydranten nichts bekannt fei; die Feuerlöschgeräthe würden Stadtv. Kalisch ersucht den Magistrat, Bedacht darauf zu nehmen, daß der Stadt Gebäude zur Verfügung stehen, wenn eine weitere Steigerung der Zahl der Karacken sich einstellen follte. Stadtrath Beise: E3 wird der Bersammlung wahr scheinlich noch eine Vorlage hierüber zugehen. Der Noth stand ist vorhanden, sämmtliche Krantenhäuser find belegt. Wir müssen eine Hilfsstation für 200 Betten einrichten. Der Etat für die Krankenhäuser wird nach den Vorschlägen des Ausschusses angenommen. Stadtrath Straßmann: Wir haben uns veranlaßt] Baul Heh, Drücker, Straußbergerstr. 20; A. Eimermacher, Dreher, gesehen, eine Unterkunft im Obdach zu schaffen, da bei den Memelerftr. 7, 2. Hof 2 Tr.; Ostas Ficius, Rohrleger, MüncheKrankenhäusern fein Bett mehr frei ist. bergerstr. 28 2 Tr.; Ad. Madrian, Schleifer, Manteuffelstr. 84 1 Tr.; R. Gabriel, Mechaniker, Schöneberg, Grunewaldstr. 121 2 Tr. An die Kollegen richten wir den Appell, dafür Sorge zu tragen, daß in allen Werkstätten die Sammlungen zum öffent lichen Fonds betrieben werden. Der Vertrauensmann der Berliner Nach weiteren Bemerkungen der Stadtv. Spinola, 3adet, Stadtrath Heller wird der Etat angenommen, wie ihn der Ausschuß vorgeschlagen. Zu dem Titel„ Heimstätten für Genesende und verschiedene Einrichtungen für die öffentliche Gesundheitspflege" beantragt Stadtv. Dinse, den Etatsansatz zur Unterstützung privater Sanitätswachen von 38 500 auf 43 500 m. zu erhöhen. Metallarbeiter. W Sämmtliche Arbeiter der Diamantschleiferei von Hahn und Ko. in Jdar haben die Arbeit niedergelegt. Sie verlangen Abänderung des Lohntarifs. Otto Mäther, N., Anklamerstr. 44. Seitens der Sozialdemokraten ist eine Resolution Achtung, Lichtdrucker! Die Kollegen der Firma Löwy eingebracht zur Einsehung einer gemischten Deputation, um in Wien stehen seit dem 4. März im Ausstand, die Kollegen über die Reform der Krankenpflege und des Kranken- Transport der Firma M. Jaffe treten am 11. d. Mts. in den Ausstand. wesens zu verhandeln. Es handelt sich um Arbeitszeit Verkürzung. Die Firma Löwn Stadtv. 3 a de: In den letzten Jahren hat sich eine Be- hat nun Agenten nach Berlin, Leipzig, Dresden und wegung in Szene gesetzt, um Voltsheilanstalten zu begründen, München gesandt, um Streifbrecher zu werben. Es ist deshalb Legate sind ausgesetzt und es heißt, auch der Magistrat werde fich daran betheiligen. Was die Unfallstationen betrifft, so find leder Kollege( Lichtdrucker) gewarnt, Stellung nach Wien ans das private Institute. Einige Aerzte haben Siliniten aufgemacht zunehmen, ebenso darf keine Arbeit aus Wien erledigt werden. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. und die Berufsgenossenschaften überlassen ihnen die Kranken. Man beabsichtigt eine Ersparniß für die Unternehmer zu bewerks stelligen. Es fragt sich, ob unsere städtische Behörde recht gethan hat, mit diesen Unfallstationen zu verbandeln. Sie sollen ihre Leistungen doch erst zeigen. Der Magistrat hätte eine zuwartende Stellung einnehmen sollen. Das Mißtrauen gegenüber den Unfallstationen bei Arbeitern und Aerzten ist gerechtfertigt. Ein Herr May Schlesinger macht Reklame für diese Unfallstationen. Für die Berufsgenossenschaften sind sie von großem Werth, insofern sie bedeutende Summen ersparen. Das liegt aber weder im Interesse der Arbeiter, noch der städtischen Behörden. Die Aerzte tommen Ueber die Etats Fortbildungs- und gewerbliches Unterrichts mehr und mehr zu dem von meinen Freunden hier stets wesen erhob sich keine Debatte. Bezüglich der Webeschule ersucht vertretenen Standpunkt, daß alle solche Betriebe von der die Versammlung den Magiftrat, zu erwägen, ob nicht durch Kommune errichtet werden müssen. Darum haben wir unsere eine anderweite Organisation ein größerer Besuch der städtischen Resolution eingebracht. Der Magistrat kommt den Forderungen der Aerzte nicht näher, sondern lehnt ihre Bestrebungen Eine größere Debatte erhebt sich bei dem Titel„ Armen- schroff ab. wesen". Stadtrath Straßmann: Der Magifirat hat mit den Der Ausschuß empfiehlt der Versammlung die vorjährige Unfallstationen nicht verhandelt; er hat blos den KommunalResolution in nachstehender Fassung anzunehmen: beamten die Unfallstationen bekannt gemacht. Die Vorwürfe des Borredners find vollkommen unhaltbar. Webeschule erreicht werden kann. " " Die Stundung oder unpünktliche Zahlung der in Krankheitsfällen aus Gemeindemitteln gezahlten Surfosten entzieht das Wahlrecht nicht; vielmehr wird die Berechtigung zum Wählen erst aufgehoben, wenn binnen Jahresfrist nach erfolgter Zahlungsaufforderung entweder die Kosten erlassen sind oder deren Uneinziehbarkeit festgestellt ist." Für den event. Fall der Ablehnung seitens des Magistrats ersucht die Versammlung um Einsegung einer gemischten Depu tation zur Erledigung dieser Angelegenheit. Stadtrath Bohm vertritt den Standpunkt des Magistrats, daß vom rechtlichen Standpunkte die Verpflegung im Krankenhause eine Armenunterstützung sei und glaubt, der Magistrat wird nicht in der Lage sein, auf grund der Berathung einer gemischten Deputation seine Ansicht zu ändern. Stadtv. Dinse tritt für die Unfallstationen ein, die von 13 Berufsgenossenschaften unterhalten werden. Redner begründet dann seinen Antrag, den schon der Ausschuß abgelehnt hat. Auch Stadtv. Spinola wendet sich gegen Stadtv. Zadek und tritt für die Unfallstation ein. Wenn die Versammlung die Resolution Zadek annehmen würde, so sähe das aus, als ob das Krankenpflege- und Krankentransportwesen der Stadt im Argen läge. Diefelben feien aber ausgezeichnet. Stadt. Badet möge doch endlich einmal einen Plan vorlegen. Stadtv. Virchow meint, daß die Stadt derartige Unternehmungen in die Hand nehme, ließe sich nicht leicht machen. Wenn ein Verein sich finde, der sein Geld zu solchen Zwecken wie die Sanitätswachen hergebe, dann scheine ihm der Fall vorzuliegen, daß die Stadt ihn mit ihren Geldern unterstützen solle. Er werde also für den Antrag Dinse stimmen. Das vereinbarte Preisverzeichniß der Solinger Jeder mefferreider mit den Fabrikanten liegt nunmehr, 25 Ottavseiten umfassend, gedruckt vor. Die Straßenbahn- Arbeiter Brooklyns haben den Streit verloren gegeben. Die Reservearmee" Arbeitsloser hat, trot aller für die Streifer sonst günstigen Umstände, die Niederlage herbeigeführt. Bergarbeiter Risiko. Nach einer Meldung aus Huelva gerieth die Grube„ Soliel" bei Coronada in Brand; 21 Bergs leute erftidten. Die Aachener Webereibesiger gehen mit ihrer Aus beutung sogar dem„ Christlichen Arbeiterfreund" zu weit. Ter selbe schreibt, nachdem er der in der legten Zeit in der Textilbranche so häufigen Streits Erwähnung gethan, u. a. folgendes: Wenn die Firma( gemeint ist Schwamborn u. Classen) einen Arbeiter plöblich entläßt und die Arbeiterschaft ist allgemein der Ueberzeugung, die Entlassung verdauke der Entlassene lediglich seiner Eigenschaft als Delegirter der sämmtlichen Arbeiter zu den Verhandlungen über einen neuen Lohntarif, der auch zugesagt wurde, so haben die Arbeiter ein Recht, sich mit dem Entlassenen für solidarisch zu erklären, und die Firma würde gut thun und im gegebenen Falle vers nünftig handeln, wenn fic, in höflicher Weise darum angegangen, die Entlassung zurücknähme and durch die vier Delegirten ihren fämmtlichen Arbeitern näher treten würde zur Neubegründung des Friedens in beiderseitigem Interesse. Ueberhaupt möchten wir dieses Nähertreten den Arbeitern wie überhaupt allen, so be= sonders den Aachener Fabrikanten sehr empfehlen; sie würden Stadtv. Singer bedauert, daß der Magistratsvertreter die sich dadurch sowohl um Staat und Gesellschaft Verdienste erwerben, wie auch den Geboten des Christenthums ents Resolution als aussichtslos bezeichnet hat. Würde das Gefühl teine das Heloten und Ein Schlußantrag wird angenommen. Nach einigen persön- sprechen, Lohnstlaven Tennt, der Billigkeit, Humanität und Gerechtigkeit mehr in den VorderBrüder in Christo", wie die heilige grund gestellt worden sein, dann wären wir bereits auf dem Stand- lichen Bemerkungen des Stadtv. 3 adet wird dessen Resolution sondern Nächste", puntte, den die Versammlung seit Jahren einnimmt. Die Auffassung und der Antrag Dinse abgelehnt und der Ausschußantrag an Schrift fagt. Und daß etwas nicht ganz in der Ordnung ist in der Aachener Tertil- Industrie, dafür zeugen diese periodischen des Viagistrats ist auch juristisch nicht einmal zulässig. Die genommen. Nachdem der Titel„ Park- und Gartenverwaltung" unver Lohndifferenzen und Arbeitseinstellungen. Unseres Erachtens liegt Boraussetzungen sind ganz andere geworden. Die Aufnahme in ein Krankenhaus und damit die Nothwendigkeit, dort Schulden ändert nach dem Ausschußantrage angenommen, wird die Debatte der Grund darin, daß die meisten, auch sonst gut gesinnten Aachener Fabrikanten sich noch immer nicht entschließen fönnen, au machen, ist erzwungen durch eine Reihe anderer Gefeße, die abgebrochen. Schluß 8 1hr 50 Min. dem Beispiele ihrer Gladbacher Kollegen zu folgen und zum jetzt in traft sind. Wollen Sie die Leute dafür, daß sie in Ersten einmal die Arbeitszeit auf ein gerechtes Maß ein Krankenhaus gehen müssen, besonders bestrafen, indem sie ihres berabzusetzen. Wir stellen teine übertriebenen Ansprüche Wahlrechts verlustig gehen sollen, wenn sie nicht gleich bezahlen und wünschen fürs erste nur eine allmälige Reduktion der Arbeits Tönnen? Das Ober- Berwaltungsgericht muß anerkennen, daß zeit auf 11 Stunden. Dabei verkennen wir durchaus nicht die die Ansicht des Magistrats rechtsirrig ist. Sein Huhn und kein Die Anarchie der kapitalistischen Produktion wird Schwierigkeiten, mit denen die Aachener Fabriken zu kämpfen haben. Hahn wird danach fräben, wenn der Magistrat sich unserer Anficht anschließt. Die Leute stehen doch in der Wählerliste, wenn prächtig beleuchtet durch einen Beschluß der französischen Aber eine Arbeitszeit von 13 und mehr Stunden, wie der„ Bolts. sie mit ihren Steuern im Rückstande sind; diejenigen aber Strobpapier. Fabrikanten. Diese Herren haben sich freund" sie bei Schwamborn und Claffen fonstatirt, ist bei der soeben dahin geeinigt, den Betrieb wöchentlich um 36 Stun heutigen Vollkommenheit der Maschinen nicht in der Ordnung. werden erbarmungslos gestrichen, die ihre Krankenhausben zu vermindern, und zwar in der ausgesprochenen Natürlich müssen wir auch eine entsprechende Lohnaufbefferung rechnung nicht sofort bezahlen. Redner führt zwei Beispiele an. Absicht, eine Erhöhung des Papierpreises her- verlangen, wenn möglich, je nach dem Stande des Geschäftes, Jemand hat einen Sohn in der Klinik gehabt; er verpflichtet Jemand hat einen Sohn in der Klinik gehabt; er verpflichtet beizuführen- pour amener une augmentation de prix wobei jedoch die Grenze nach unten eine feste ist, gegeben durch sich, die 12 M. Koften in 2 Mart- Monatsraten abzuzahlen. Die du papier. Klarer fann nicht gesagt werden, daß die kapi- die allernothwendigsten Bedürfnisse einer Durchschnitts- Familie mand tommt und holt das Geld. Plöhlich kommt die Auftalistische Produktion nicht das Gemeinwohl, sondern dus von etwa 5-6 Personen." Biel Glück wird freilich der Chrifts forderung, die ganze Summe zu zahlen, sonst verliere er fein Wahlrecht. Der Mann kann dem nicht nachkommen. Die Privatinteresse des Produzenten zum Zwecke hat. Es steht jenes liche Arbeiterfreund" mit seinem Hinweis auf die Bibel bei den Borgehen auf gleicher Höhe, wie die Praxis der holländischen Fabrikanten nicht haben. Ihnen ist vas oberste Geset- der bloße Thatsache, daß er Schulden gemacht hat beim Monopolgesellschaft, welche die Gewürze Indiens lieber ver- Profit; was fümmert sie der Bruder in Christo". Sie werden Krankenhaus, verfehmt ihn. Ein anderer schickt sein Kind zur brennt, als sie dem Publitum billig zukommen zu lassen, oder nur dann nachgeben, wenn die Macht der Arbeiter stark genug ärztlichen Untersuchung in das Kaiser und Kaiſerin Friedrich- wie die Praxis jener Weinbauern, die in guten Weinjahren ist, sie zu zwingen. Krankenhaus. Auf Anrathen der Aerzte wird das Kind da behalten, es bleibt 4 Tage da. Der Mann bekommt eine mittlere Weinsorten wegschütten, nur um den Preis ihres Weins Rechnung über 6 M. und an demselben Tage eine Zuschickung zu erhöhen. Soziale teberlicht. " % " Ein Kongreß der Kupferschmiede Deutschlands findet am 24. bis 28. März in Braunschweig statt. Fünfzehntausend Arbeiter in den Kohlenbergwerken von Pittsburg haben die Arbeit eingestellt. Man befürchtet den Ausbruch eines allgemeinen Ausstandes. Depeschen. Wolff's Telegraphen- Bureau. vom hiesigen Gewerbegericht, wo er Beisiger ist. Es wird Wie die nothleidenden" Landwirthe für ihre Arihm mitgetheilt, er habe eine Unterstüßung aus öffentlichen beiter sorgen. Auf einem Dominium im Regierungsbezirt Mitteln erhalten und er wird seines Beifizeramtes für verluftig Bromberg beantragt ein Scharwerker, welcher über 60 Jahre alt erklärt. Solche Konsequenzen müssen sich aus der Auffassung ist, einen Bruch hat, infolge dessen zur Arbeit nicht mehr viel des Magistrats ergeben. Wenn es nothwendig ist, muß der tangt, und deshalb nur 30 Pf. pro Tag bekommt, beim Land Magiftrat in die Lage gebracht werden, von den staatlichen rath Armenunterstüßung. Der Herr Landrath giebt das Gesuch Drganen zu hören, daß seine Auffassung nicht recht ist. an den Distriktskommiffar zu Erin zur Recherche; der Herr Distriktskommissar fendet das Gesuch an den Herrn GutePolizeiverwalter zur Begutachtung. Nun ist der betreffende Polizeiverwalter der Herr Administrator des Dominiums. Das Gutachten lautete dem Sinne nach:" Der p. p. ist nicht unter rebit bant fallit gemacht, was mehrere Konkurse in Parchim Schwerin( Mecklenburg), 7. März. Jn Parchim hat die stützungsbedürftig, ist noch arbeitsfähig, arbeitet täglich auf hie zur Folge hat. Zwei Konfurse sind bereits angemeldet: Der figem Gute und verdient den ortsüblichen Tagelohn- Punttum. Gleichzeitig verfügte der Herr Administrator an seinen Ober- der Wiktoria- Mühle und der Firma Klaehn. Da von dem auf 300 000. festgesetzten Aktienkapital der Kreditbank nur Inspektor: Dem p. p. wird der Preis des fürzlich gelieferten 84 000 m. baar eingezahlt find, müssen die Aktionäre nachzahlen. Bruchban des fofort von seinem Lohn abgezogen. Das Dominium Wie die„ Mecklenburger Nachrichten" melden, hat sich der bätte ihm das Bruchband geschenkt; wenn er aber Geld Kassirer erhängt. besitzt, um sich bei einem Winkelkonsulenten Denunziationen schreiben zu laffen, dann kann er auch das Bruchband bezahlen." gemeldet: Nachrichten aus Tamatave zufolge hat die Landbatterie Paris, 6. März. Der„ Agence Havas" wird aus Sansibar Jüngere Leute wandern nach dem Westen und daher die alten Arbeiter, die sich im Dienste ihrer Gutsherren ab Truppen ist ziemlich befriedigend. Die Kanonenboote, welche lagen der Junker, daß sie teine Arbeiter erhalten fönnten; die am 20. und 21. Februar die Stellungen der Hovas beschossen. Das Feuer wurde nicht erwidert. Der Gesundheitszustand der gefchunden, müssen im Bereiche ihrer fürsorglichen Herrschaft" die Bucht von Majunga durchforschen, bemerken wenig von den verbleiben und können bei 30 Pf. Tagelohn Betrachtungen anstellen über die segensreichen Wirkungen der sozialen Reformen in ihrer Praxis. Oberbürgermeister Belle: Der Magistrat hat die Auf fassung, daß eine solche Zuwendung wie sie hier in Rede steht, eine Armenunterstützung ist. Wir werden die erfie Gelegen heit ergreifen, um zu sehen, ob das Ober- Verwaltungsgericht unsere Auffassung für falsch erklären wird. Geschieht dies nicht, dann werden wir uns gern einer Petition an die Gefeßgebung anschließen, welche eine Abänderung des harten Ge setzes erstrebt. Jetzt aber müssen wir das Gejez noch so aus legen, wie wir es thun. Wenn der Ausschuß ein Jahr vorschlägt, so würde das ja wieder eine Gesetzwidrigkeit sein. Redner bedauert, daß der Stadtverordnete Singer einzelne Fälle hier vorgebracht habe und fordert auf, solche Fälle der Verwaltung mit zutheilen. vom 5. März. Die Vorlegung der einzelnen Fälle an Stadty. Singer: Die erwähnte Zuschickung datirt die Berwaltung hätte gar keine Bedeutung, da diese ja die Konsequenz der praktischen Behandlung der Angelegenheit seitens der Verwaltung find. Die Praxis der Gesetzgebung in dieser Frage ist seit Jahren tonstant die, daß die Gesetzgebung Kranten bausleistungen, Schulgelderlasse 2c. als nicht in den Rahmen der Armenunterstüßung gehörig betrachtet. Die Streichung in den Wählerlisten ist seit Jahren als nicht rechtmäßig angesehen worden. Oberbürgermeister 3elle ist in bezug hierauf anderer Meinung; es könnte in der That ein Einspruch erhoben werden. Würde der in dem zweiten Fall Genannte sich gemeldet haben, so würde er wieder aufgenommen worden sein. Bei Cholera fällen 2c., wo der Krante sich in ein Krankenhaus begeben muß, tann von Armenunterstützung keine Rede sein. Die Resolution wird hierauf angenommen, desgleichen der Etat. " 1 Gewerkschaftliches. Hovas. Paris, 7. März. In der heutigen Sigung der Deputirtenmer beantragte nach einer längeren, sehr patriotischen" Rede , Kriegsministers unser Genosse Baillant die Aufyebung des stehenden Heeres und Ersatz desselben durch eine Voltsmiliz. Er erntete lebhaften Beifall auf der äußersten Linken. Rom, 7. März. Die Anwälte Giolitti's reichten heute die Achtung Uhrmacher! Herr Marfels, der Herausgeber ber Deutschen ührmacher- Zeitung". bat in derselben unter dem Rasfationsbeschwerde ein gegen den Beschluß der Anklagekammer, Titel: Die wahre Ursache der schlechten Zeiten" eine Artikel- durch welchen alle von Giolitti beanspruchten Ausnahmestellungen ferie veröffentlicht, und diese Auffäße inzwischen auch als aufgehoben wurden. Broschüre herausgegeben. In anbetracht der großen Verbreitung und vielfachen Anerkennung dieser Wiedergabe der Ideen von Henry George, Michael Flürscheim 2c. erschien es nothwendig, diefelben einer eingehenden Kritik zu unterziehen. In der am Sonnabend, den 9. März, abends 9 Uhr, bei Wienecke, Alte Jakobstr. 83, stattfindenden Versammlung des Fachpereins der Uhrmacher wird deshalb Kollege Näther darüber referiren. Herr Marfels hat sein Erscheinen zu dieser Verfammlung zugefagt und werden deshalb die Kollegen ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. ( Deveschen- Bureau Herold.) Wien, 7. März. Der wegen Majestätsbeleidigung in einem Beitungsartikel angeklagte Journalist May Gellert wurde von den Geschworenen freigesprochen. Olmih, 7. März. Ein Personenzug der Mährischen Grenzbahn wurde gestern Nachmittag bei Bladowitz völlig im Schnee bahn wurde gestern Nachmittag bei Bladowitz völlig im Schnee vergraben. Die Baffagiere fonnten nur mit großer Mühe auf Schlitten weiter befördert werden und gelangten nur bis MährischNeustadt. Die Etats, Friedrich- Wilhelms- Hospital und Siechenanstalten", Waisenpflege im engeren Sinne, sowie Fürsorge für konfirmirte Baisen"," Unterbringung verwahrloster Kinder" Arbeitshaus in Rummelsburg" werden debattelos, wie der Ausschuß vorgeschlagen, genehmigt. Bei dem Titel„ Städtisches Obdach nebst Desinfektionsanstalt erwähnt Stadtv. 3 adet: den Erfolg, den der Boykott der Charitee Achtung, Metallarbeiter! Am 15. März gelangt eine gezeitigt hätte und hofft, daß die Behandlung der Geschlechts- neue blaue Marke des Agitations- und Unterstüßungsfonds franfen nicht mehr nach den Prinzipien eriolgen werde, welche der Berliner Metallarbeiter" zum Preise von 10, Pf. zur Ausein anderes Mitglied. vor einigen Jahren hier zum besten ge- gabe. Die Kollegen mögen deshalb bei nachstehenden Ver Paris, 7. März. Wie„ Estafette" meldet, hat die deutsche geben habe. Nach einem Sage der Magistratsvorlage schien es, trauensleuten diese Sammelmarken entnehmen, resp. gegen die Regierung die Einladung zur Pariser Weltausstellung im Jahre als ob auch Kassenmitglieder in das Asyl geschickt werden. Wir bisherigen grünen Marken, soweit solche noch unverkauft ein- 1900 angenommen. Es sei zwar noch feine offizielle Zusage cr baten aber beschlossen, daß Geschlechtstrante in unsere Kranken- tauschen: Wilh. Stähr, Pasewalkerstr. 11, 3. Gingang 2 Tr.; folgt, aber der deutsche Botschafter, Graf Münster, habe bereits täufer gehen sollen. Redner wünscht eine diesbezügliche Er- Otto Gunther, Boechstr. 47; Hüpenbecker, Nadler, Sebastian- dem franzöfifchen Minister des Aeußeren eine diesbezügliche Mite tärung des Magistrats zu hören. straße 35; W. Rothe, Schraubendreher, Lausigerstr. 16 3 Tc.; theilung gemacht. Budapest, 7. März. Aus dem Maroszthale laufen sehr betrübende Nachrichten ein. Dort, sowie in den Dörfern und auf den Bahnstrecken hat das Hochwasser ungeheuren Schaden angerichtet. Adler Verkehr ist eingestellt. Berantwortlicher Redakteur: I. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW.. Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 57. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 54. Sigung vom 7. März 1895, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: Bronsart v. Schellen borff, v. Bötticher, Graf Posadowsty und Kommiffarien. Die Berathung des Militäretats wird fortgesetzt und zwar bei dem in die Kommission zurückverwiesenen Titel Kommandantur in Altona, deren Bewilligung die Kommission nunmehr beantragt. Kriegsminister Bronsart v. Schellendorff: Meine neulichen Ausführungen bezüglich dieses Titels sind von einigen Herren dahin gedeutet worden, als hätte ich sagen wollen, daß ich für eine größere Summe als 7000 m. bereit wäre, das Etats recht des hohen Hauses anzutasten. Gegen diese Auslegung meiner Worte muß ich Einspruch erheben. Es liegt darin eine Ueberschäßung meiner Unternehmungsluft und eine Unterschätzung meiner Achtung vor dem Gesetz und der schwerwiegenden Bedeutung des Reichsschatsekretärs. Ich habe nur andeuten wollen, daß, wenn es sich um eine große und bedeutende Etatsüber schreitung handelte und ich hier fein Vertrauen befäße, ich es begreiflich fände, daß man mir eine Ungefeßlichkeit zutraute. Freitag, den 8. März 1895. 12. Jahrg. besteht in Bayern schon; dort werden die Soldaten fremden nicht entzogen werden, wenn der Dienst der Volksschullehrer von Personen nicht zur Verfügung gestellt. Die Militär- sechs Wochen auf ein Jahr verlängert wird. verwaltung sollte jede darüber hinausgehende Abg. Röficke( Wild) stimmt mit dem Abgeordneten Weiß Verwendung der Soldaten streng verbieten. vollständig überein. Die Parteien, welche einen großen Kriegsminister Bronsart v. Schellendorff: Der Gebrauch, Werth darauf legen, daß die sozialdemokratischen Soldaten zu Ernte- Arbeiten zu beurlauben, besteht in Preußen Tendenzen nicht in das Heer dringen, die und den anderen Kontingenten, aber nur, wenn darunter die sollten dafür sorgen, daß die Wünsche der dienstlichen Interessen nicht leiden. Fällt die Ernte früher, also Boltsschullehrer erfüllt werden. in die Zeit des Brigade- und Divisionsegerzirens, dann können Abg. Lieber( 3.): Der Reichstag muß in dieser Sache einen natürlich keine Arbeiter gegeben werden. Im vorigen Jahre Beschluß fassen, um endlich einmal die Sache an den Bundesfind 12 054 Mann beurlaubt worden und 3331 Landwirthe; rath zu bringen; denn sonst könnte der Bundesrath denken, daß davon erhielten 2654 Landwirthe 2-4 Mann. Das sind wir der Güte der Sache nicht vertrauen und dieselbe nicht weiter also meist leine bäuerliche Landwirthe und zwar hat verfolgen wollen. Es muß auch noch die Frage erwogen ein Theil derselben ihre Angehörigen zur Arbeit er: werden, ob nicht denjenigen, welche statt zehn Wochen ein halten. Die Urlaubszeit beträgt für den einzelnen Sol- volles Jahr dienen sollen, ein Aequivalent für die verlängerte daten fieben Tage und auf die ganze Armee vertheilt Dienstzeit gewährt werden muß. Aber dafür würden die einzeleinen Fünfteltag. Die Mehrzahl der Arbeitgeber zieht ländliche staatlichen Unterrichtsverwaltungen aufkommen müssen, um den Arbeiter vor, die an die Arbeit gewöhnt sind, ihr eigenes Geschirr Zufluß zum Lehrerdienste nicht wesentlich beeinträchtigen zu mitbringen, sich selbst verpflegen und in der Nähe wohnen. Die lassen. Der Resolution der Kommission werden wir zustimmen. Soldaten toften durchschnittlich mehr, denn es muß die Reise hin Nach der Erklärung des Staatssekretärs von Bötticher ist der und zurück bezahlt, sie müssen beköstigt und untergebracht, es muß zweite Theil der Resolution des Abg. Weiß überflüssig. das Geschirr besorgt werden und bei Regenwetter weiß der Abg. Bassermann( natl.): Von seiten der Militärverwaltung Arbeitgeber gar nicht, was er mit ihnen anfangen soll. Daß die kann die Forderung der Lehrer ruhig erfüllt werden. Leute zu ihren Angehörigen beurlaubt werden, ist in Württem- Abg. v. Kardorff( Rp.): Ich habe in der Kommission für Abg. v. Maffoto( dk.) tritt für die Bewilligung ein. berg und Bayern wohl durchzuführen; aber z. B. die Sachsen, die Resolution gestimmt. Ich habe immer schon dem Gedanken Abg. Pachnicke( frs. Bg.): Im Hause hat wohl niemand die in Straßburg fiehen, tönnen nicht in die Heimath Ausdruck gegeben, daß das jezige Verhältniß unhaltbar ist für geglaubt, daß der Kriegsminister seine Neigung, das Etatsrecht entlassen werden; und in Preußen ist es auch nicht immer mög- die Armee und für die Lehrer; denn es ist gar nicht zu verbes Hauses zu verlegen, abhängig machen würde von der Höhe lich, weil die Truppentheile nicht alle in ihrer Heimath stehen. langen, daß das Unteroffizierpersonal die Lehrer in sechs Wochen Der Summe, welche er für seine Verwaltung dabei profitirte. Die Namentlich die Garde rekrutirt sich aus allen Provinzen. Da ausbilden soll. Dabei müssen die Volksschullehrer meist mit Ausgabe ist nicht als etatsmäßig zu bezeichnen, sondern als ist es wohl fein Unglück, wenn diese in der Nähe von Berlin bitteren Erfahrungen aus dem Heere scheiden, während sie doch etatswidrig; denn die Stelle war als zufünftig wegfallend bearbeiten. Es findet darin ein gerechter Ausgleich statt. Eine mit Stolz auf ihre Dienstzeit zurückblicken sollten. Daß die zeichnet und ist trotzdem wieder besetzt worden. Es muß also Lohndrückerei ist dabei nicht beabsichtigt und tritt auch nicht Lehrer nach Absolvirung des Seminars das Recht zum einIndemnität nachgesucht werden, ob der Reichstag die nachträgliche ein. Bei der Beurlaubung zur Ernte geht es wie bei den Schnee- jährigen Dienst haben, ist eine gerechte Forderung. Die EinzelGenehmigung ertheilen will. Von dem früheren Beschluß der Budget- verwehungen. Wenn ein Bug im Schnee stecken bleibt, in dem staaten müßten für die Lehrer Fürsorge treffen, die nicht das tommiffion abzuweichen, liegt für uns fein Grund vor. Denn Sie( zu den Sozialdemokraten) fizen und Mannschaften fom- Geld haben, um einjährig- freiwillig zu dienen. Hoffentlich die vorgebrachten Verhältnisse bestanden schon damals, als die mandirt werden sollen, um freie Bahn zu schaffen, was würden brauchen wir nicht allzu lange auf die Erfüllung unserer Wünsche Regierung es sich gefallen ließ, daß der Posten als wegfallend Sie da sagen, wenn ich dem Eisenbahn- Betriebsbeamten tele- zu warten. bezeichnet wurde. graphiren würde: Sigen lassen, bis Thauwetter eintritt.( Große Abg Pachnicke( dfr. Vgg.): Die Resolution Weiß besteht Abg. v. Kardorff( Rp.) weist darauf hin, daß die Budget Heiterkeit.) nicht mehr, sie ist mit Rücksicht auf die Erklärung des Staatstommission fich mit sehr großer Mehrheit den Gründen gebeugt Abg. v. Manteuffel( dt.): Aus eigener Erfahrung fann ich sekretärs v. Bötticher zurückgezogen worden. Wenn der Reichshat, welche die Kriegsverwaltung angeführt hat. die Mittheilungen des Kriegsministers bestätigen. Unter Um- tag der Meinung ist, daß die Absolvirung des Seminars die Abg. Richter frs. Vp.): Weder nach formaler noch nach ständen verlangen auch Großgrundbesizer Soldaten von den Vorbildung für den einjährigen Dienst bietet, dann kann und materieller Richtung hin ist irgend etwas vorgebracht worden, Regimentern zu Ernte- Arbeiten. In der Regel sind aber die soll er diese Meinung auch aussprechen. Wenn in einigen was den früheren Beschluß der Budgetkommission umstoßen Soldaten in dem betreffenden Bezirk garnisonirt und eilen ihren Einzelstaaten die Seminare vielleicht noch nicht ausreichend sind, Tönnte. Was nützen alle Verhandlungen im Reichstage, eigenen Familien zu Hilfe. Außerdem ist den Soldaten so wird dieser Beschluß ein Antrieb zur Verbesserung der wenn man sich nachher nicht an die Beschlüsse desselben hält. auch ein leiner Nebenverdienst zu gönnen, ihre Seminare und überhaupt zur Hebung des Bildungsstandes der Es handelt sich um eine etatswidrige Ausgabe, um die definitive Eltern werden dadurch entlastet, und wenn die Landwirthe auch Lehrer sein. Wiederbesehung einer als wegfallend bezeichneten Stelle. Das einen Vortheil haben, so schadet das auch nichts. Mit Vorliebe Staatssekretär v. Bötticher: Wenn der Reichstag die beruht auf einer leichten Auffassung des Etatsrechtes des Hauses; nehmen die Landwirthe diese Kräfte nicht, sie sind ihnen zu Resolution annimmt, so ist damit ausgesprochen, daß der denn die Besetzung der Stelle erfolgt wie jede andere und nicht theuer. Reichstag die Seminarbildung für gleichwerthig hält mit der auf Widerruf; sonst wären schließlich alle Beamte mit Ausnahme Abg. v. Vollmar( Soz.): Wenn die Gutsbesiger Soldaten jezt für den einjährigen Dienst geforderten Bildung. Die Wehr der Richter nur auf Widerruf angestellt. Wenn der Reichstag in größerer Zahl engagiren, so werden den berufsmäßigen Land- ordnung legt die Entscheidung in die Hand des Reichskanzlers, nachträglich die Ausgabe nicht genehmigt, dann stehen wir vor arbeitern die Löhne gedrückt. Wennn der Großgrundbesitz auf der auf grund des Gutachtens der Reichs: Schulkommission ents dem Mangel einer Ministerverantwortlichkeit in bezug auf die die Staatshilfe Anspruch macht, so kann auch die Industrie den scheidet. Ohne ein solches Gutachten kann ich amtlich mich nicht Regreßpflicht bezüglich der Gehaltszahlung. Eine Nicht selben Anspruch erheben; und wohin muß das führen? äußern. Wenn die Resolution nur ein Wunsch sein soll, so will genehmigung hat also nur eine moralische Bedeutung und diese Abg. v. Manteuffel( dk.): Ich habe ausdrücklich gesagt, daß ich dagegen nichts mehr einwenden. Nehmen Sie die Resolution wird nicht gestärkt, wenn die Budgetkommission, ohne daß wesent- uns die militärisch gebildeten Arbeiter theurer zu stehen kommen. an, die ja, wie jede Resolution, nicht weh thut. lich andere Gründe als früher vorgebracht sind, ihren eigenen Nur im Nothfalle, bei unaufschiebbaren Erntearbeiten, greifen( Heiterkeit.) Beschluß rückgängig macht. Der Reichstag ist immer davon aus wir auf Soldaten zurück. gegangen, die Kommandanturstellen in offenen Städten möglichst zu beseitigen, In Altona sind zur Wahrnehmung der Kommandanturgeschäfte drei Brigade Generäle vorhanden bei etwa 4000 Mann Garnison. Viel größere Garnisonen sind ohne Kom mandanten. Der Kriegsminister: Der durchschnittliche Lohn exkl. Reise, Unterkunft u. s. w. beträgt 2,90 M.; das ist, glaube ich, fein niedriger Sat; die anderen Arbeiter werden nicht erheblich mehr bekommen und bringen ihr Geschirr mit und besorgen selbst ihre Unterkunft. Abg. Werner( deutsche Reformpartei): Die Lehrer müssen in ihrer Stellung gehoben werden; die Lehrer betrachten es als eine Ehre, vollwerthige Soldaten zu sein; sie sind nicht zufrieden damit, daß sie nur sechs Wochen eingezogen werden. Die Erzieher der Jugend müssen eine achtunggebietende Stellung einnehmen. Deshalb bitte ich, die Resolution der Kommission anzunehmen. Abg. Lieber( 3.): Seit 1890 ist die Stelle als fünftig weg- Abg. v. Vollmar: Von einer Absicht, die Löhne zu drücken, fallend bezeichnet worden. Ihre Erledigung ist plöglich und un- habe ich nicht gesprochen; aber der Effett der Maßregel Abg. Bebel( Soz.): Ich gebe gern zu, daß die heutigen Ausvermuthet, sehr gegen den Willen der Militärverwaltung ist ein Serabdrücken der Löhne. Wir wünschen nicht, führungen des Abg. Weiß meine früheren Anschauungen berichtigt erfolgt. Es wurde geprüft, ob sie wirklich entbehrlich sei und daß die Soldaten als Konkurrenten für freie Arbeiter auftreten. mnd mich davon überzeugt haben, daß im allgemeinen die diese Erwägung hat zu einem anderen Ergebniß geführt als Abg. Holtz( Rp.): Das letztere geschieht überhaupt nicht; deutschen Lehrer durchschnittlich nicht nur dasselbe, sondern zum 1890. Die fachlichen Zustände der Militärverwaltung wurden in die Ernte- Arbeiter werden schon im Winter fest angenommen; der ersten Berathung der Kommission nur nebensächlich erörtert, zur Erntezeit sind Arbeiter überhaupt nicht mehr zu haben. weil die etatsrechtlichen Bedenken in den Vordergrund traten. Abg. Herbert( Soz.): Mir sind Fälle bekannt geworden, Die Erklärungen der Regierung, namentlich die Erklärung, daß wo die Soldaten wirklich den freien Arbeitern Konkurrenz die betheiligten Personen sich nicht blos als moralisch, sondern gemacht haben. auch zivilrechtlich für haftbar bezeichneten, befriedigten uns vollständig. Ich kann auch nur die Genehmigung der Forderung empfehlen. Entsprechend dem Antrage der Kommission werden bei diesem Titel 2100 M. abgesetzt. großen Theil ein höheres Maß von Bildung besigen wie die Jünglinge, welche die Sekunda eines Gymnasiums oder einer Ober- Realschule absolvirt haben. Dies Anerkenntniß ändert aber nichts an unserer prinzipiellen Stellung. Wir haben bereits voriges Jahr uns prinzipiell gegen die Anträge erklärt, wie sie heute vorliegen, und thun das heute wieder. Wir begreifen ja, daß die Lehrer aus ihrer Ausnahmestellung heraus wollen, in Beim Titel 18, in welchem fich auch die Zuschüsse für die der sie sich ungünstiger befinden, als andere Kategorien unserer Abg. Bebel( Soz.): Die von der Militärverwaltung vor zur Ableistung ihrer aktiven Dienstpflicht eingestellten Boltsschul gebildeten jungen Leute; aber daß sie in eine andere Ausnahmegebrachten fachlichen Gründe hätten die Mehrheit der Kommission lehrer und Kandidaten des Volksschulamts befinden, beantragt stellung hinein sollen, das bekämpfen wir wir und lehnen niemals bestimmt, von ihrem früheren Beschlusse abzugehen. Es Abg. Weiß( frs. Bp.):„ die verbündeten Regierungen zu ersuchen, deshalb die Anträge ab. Würde der Antrag gestellt ist auch unrichtig, daß etatsrechtliche Gründe die Mehrheit der es möge Bestimmung getroffen werden, a) daß der erfolg. sein, überhaupt die Militärdienstpflicht auf ein Jahr Kommission veranlaßt haben, ihren früheren Beschluß aufrecht reiche Besuch eines Lehrerseminars die Berechtigung zum herabzusehen, mit Vergnügen würden wir ihm zustimmen. Aber zu erhalten. Es wurde vielmehr von verschiedener Seite in Dienst als Einjährig Freiwilliger in sich schließt, b) daß was hier die Lehrer für sich verlangen, fönnten auch alle übrigen nachdrücklichster Weise geltend gemacht, daß feinerlei durch die in Aussicht stehende Einführung des Einjährigendienstes Klassen der Gesellschaft für sich als Vorrecht fordern, und da Gründe vorlägen, die Kommandantenstelle in Altona der Volksschullehrer und Kandidaten des Boltsschulamts den- würde jeder Begriff von Recht und Gerechtigkeit im Staate verim Widerspruch mit dem früheren Beschluß zu bewilligen. felben die Berechtigung zur Ableistung des Militärdienstes als loren gehen. Herr v. Kardorff fordert noch mehr; da wir GeNeue Gründe für die Bewilligung sind überhaupt nicht Einjährig- Freiwillige nicht entzogen wird." rechtigkeit und Gleichheit für alle ohne Unterschied des angeführt worden. Es sind Dinge eben vorgekommen, die Die Budgetkommission hat ihrerseits nur die Nummer a) be- Standes und der Klasse fordern, lehnen wir auch dieses Versich unserer Kenntniß entziehen und die einen Theil der Herren, antragt. langen ab. die früher von der Bewilligung dieser Stellen nichts wissen Nachdem der Referent v. Podbielski über die VerhandAbg. v. Leipziger( dk.): Die Deutschkonservativen stimmen wollten, bestimmt haben, nun auf einmal dafür zu stimmen. Es lung der Kommission berichtet und deren Antrag empfohlen für die Resolution der Kommission, nachdem die Resolution Weiß müssen sich Dinge. hinter den Koulissen abgespielt haben, darüber hatte, führt zurückgezogen ist, und unterstützen auch die Anregung des Abg. ift fein Zweifel. Als Herr Echädler neulich die Zurückverweisung Abg. Weiß( frf. Vp.) aus, daß die vorjährige Erklärung des v. Kardorff. dieser Position an die Budgetfommission beantragte, waren wir Kriegsministers so entgegenkommend gelautet habe, daß Abg. Müller- Sagan( dfr. Vp.): Die Budgetkommission hat sofort der Ueberzeugung, daß jeht ein Weg gefunden werden würde, alle Lehrervereine sich mit dieser Angelegenheit beschäftigt mit ihrer Resolution teineswegs darauf hingearbeitet, den Lehrern um einen Rückzug unter anständigen Formen einzuleiten. Das ist haben. Die größte Rundgebung in dieser Eache habe wohl der eine Ausnahmestellung zuzuweisen. Wie kommt es denn, daß die Denn auch gelungen. Es muß ausdrücklich zurückgewiesen werden, Lehrertag in Stuttgart gemacht. Es wird nun behauptet, daß Reichsschulkommission mit der Frage, um die es sich hier handelt, daß sachlich neue Gründe zur Bewilligung geführt haben, die die Vorbildung der Lehrer nicht derjenigen der Einjährig Frei noch niemals befaßt worden ist? Oder hat sie die Frage etwa Herren, welche umgefallen sind, werden wohl wissen, warum sie willigen entspreche, namentlich soll es am Sprachfiudium fehlen. einmal im Laufe der Zeit verneint? In der Kommission hat es gethan haben. Aber in den Seminaren werden Latein und neuere über diese Frage unter allen Vertretern aller Parteien Gin= Referent Abg. Schädler( 3.): Wenn Herr Bebel glaubt, Sprachen wenigstens fatultativ getrieben. Die Vorbildung der stimmigkeit geherrscht. Wie kommt es, daß die Reichsschulkomdaß besondere Dinge gespielt haben, dann mag er dies glauben; Lehrer dauert länger, als die Vorbildung der Einjährig Frei- mission sich um die Frage nicht gefümmert hat? Gin neues wir wissen nichts davon.( Heiterfeit.) willigen; sie wird also wohl mindestens ebenso gut sein. In Privileg soll nicht geschaffen werden, sondern es wird nur ein früherer Zeit hat die Berechtigung zum einjährig freiwilligen bestehendes Privileg erweitert und auf möglichst große Kreise Dienst für die Lehrer in Preußen schon bestanden. ausgedehnt. Der Antrag der Kommission wird angenommen gegen die Etimmen der Sozialdemokraten und Freisinnigen. Beim Kapitel:„ Geldverpflegung" und zwar bei den Auzgaben für die Unteroffiziere und Mannschaften weist M = G Redner verweist auf die Verordnungen von 1827, 1829, Der Titel wird bewilligt. Der Antrag der Kommission wird 1837 und 1858. In Bayern feien die Seminare gegen die Stimmen der Sozialdemokraten angenommen. Abg. v. Vollmar( Soz.) darauf hin, daß Soldaten berechtigt, den Berechtigungsschein auszustellen. Aber die Schüler Es folgt das Kapitel„ Naturalverpflegung". Bei den Bes verwendet worden sind zu Ernte Arbeiten der Seminare wußten bisher davon nichts, und daher kommt es, soldungen der Proviantamts- Beamten verweist für Private, so in Sachsen, Mecklenburg u. s. w. Ganze daß von dieser Berechtigung ein so geringer Gebrauch gemacht Abg. v. Buol( 3) auf die Rede des LandwirthschaftsKompagnien sind dezimirt worden durch die Abgabe solcher Ar- worden ist. Außerdem handelte es sich früher um die Wahl ministers v. Hammerstein in Preußen, der zur Hebung der Nothbeiter, so daß Reservisten einberufen werden mußten. Im zwischen einer zehnwöchentlichen und einer einjährigen Dienstzeit. Tage der Landwirthschaft den Landwirthen angerathen habe, Ge Dichaber Kreisblatt ist sogar von militärischer Seite eine Be- Da wurde die erstere vorgezogen. Wenn es sich aber darum nossenschaften zu bilden. Der Kriegsminister habe seine Bereits Tanntmachung erlassen worden, daß die Landwirthe, die solche handelt, ob einjährige Dienstzeit in der Kaserne und einjährige willigkeit, von den Landwirthen direkt zu kaufen, erklärt, aber Arbeiter wünschten, sich melden sollten. Daß Soldaten in die Dienstzeit als Freiwilliger, dann werden die Lehrer bei der er habe teine Gegenliebe gefunden, weil die Landwirthe nicht Heimath entlassen werden, um ihren Familien bei der Ernte zu Wahl nicht zweifelhaft sein. Aber die wirthschaftliche Lage der immer die nöthige Qualität liefern tönnen. Hier könnten die Ge helfen, dagegen ist nichts einzuwenden; aber sie sollten nicht in Lehrer muß auch ins Auge gefaßt werden, die Lehrergehälter nossenschaften den Landwirthen sehr viel nügen. Wenn die Landden Dienst fremder Personen gestellt werden und den ge- feien sehr niedrig. wöhnlichen Arbeitern Konkurrenz machen. wirthe sich zusammenthun, tönnen sie den Bedürfnissen der Heeres Die Landwirthe Staatssekretär v. Bötticher: Das Wohlwollen, welches verwaltung beffer gerecht werden, als ein einzelner Landwirth llagen über Arbeitermangel; bei entsprechender] Bezahlung und den Kriegsminister zu seiner vorjährigen Erklärung bestimmt Generalmajor v. Gemmingen: Die Klagen der Landwirthe Behandlung bekommen sie schon Arbeiter. Allerdings wenn die hat, hat ihn auch dazu bestimmt, im preußischen Staats- über das mangelnde Entgegenkommen der Beamten bei direkten Landwirthe so billige Arbeitsträfte bekommen tönnen, dann ministerium die Frage aufzuwerfen, ob den Volksschullehrern Antäufen von Landwirthen find alten Datums. Es ist dies ein werden sie feine Neigung haben, höhere Löhne zu bezahlen. Die Berechtigung zum einjährig- freiwilligen Dienst gewährt werden neuer Zweig in der Verwaltung und es geschieht alles, was Die Soldaten sind zu ganz anderen Dingen da fann. Die Frage wird gegenwärtig in Erwägung gezogen, und möglich ist, um Besserung zu schaffen. Aber richtig ist, daß die als zum Lohndrücken. Die Dienstzeit soll doch nur der ich glaube, daß es dahin kommen fann, daß den Wünschen des Militärverwaltung nicht in fleinen Quantitäten von jedem militärischen Ausbildung dienen. Wenn aber so viel Zeit für Vorredners nachgegeben wird. Die zweite Resolution halte ich einzelnen Produzenten kaufen kann. Es haben sich für diesen Ernte- Arbeiten übrig bleibt, dann sollte man lieber die Dienst- für durchaus entrehrlich; denn was sie besagt, ist selbstverständ- Zweck Genossenschaften gebildet, deren Vertrauensmänner mit der zeit entsprechend herabsehen. Was wir verlangen, lich. Wer einmal im Besitz der Berechtigung ist, dem kann sie Militärverwaltung in Berbindung treten. Abg. Schall( dt.): Gine Anzahl Reichstags- Abgeordneter haben. Die idealen Bestrebungen dieses Vereins würden nicht genü- Stadthaus mit Steinen an und zerschlug die FensterMittlerweile tamen die berittenen Gendarmen hat Gelegenheit gehabt, die Konservenfabrik in Spandau zu begend gewürdigt. Geh. Rath Kayser erkennt die Verdienste des scheiben. sichtigen und sie haben die guten Einrichtungen gesehen. Offiziervereins an; auch die Abag. Graf Arnim( Rp.) und an, die gleichfalls in die Menge schossen, der Ueber Mittlerweile wurde eine Das Gerücht, daß in Königsberg eine zweite Fabrit angelegt Möller( ntl.) treten für dieses Unternehmen ein und warnen macht aber weichen mußten. werden soll, erregt in Spandau Beunruhigung. Die Konserven- der konsumvereinsfeindlichen Strömung allzu viel Gehör zu Eskadron Husaren und zwar durch den Bürgermeister alarmirt, fabrit ist nur faisonweise in Thätigkeit; wenn zwei Fabriken schenken, während Abg. Singer( S.) entschieden für eine die in gestrecktem Galopp auf dem ganzen Wege alles niederritt, bestehen, befürchtet man für Spandau Arbeiterentlassungen. größere Berücksichtigung der Industrie sich ausspricht. Der was ihr unter die Hufe tam, und was die Hufe verschonten, Bon solchen Arbeiterentlassungen ist auch bei anderen Offizierverein fei nichts als ein Konsumverein und nur als solcher bekam den Säbel. Eine große Anzahl Verwundeten, barunter militärischen Werkstätten Spandau's die Rede. Man sollte die zu betrachten. Die Schneider des Offiziervereins würden schlechter auch sehr anständige Bürger, wie sich die bürgerlichen Blätter Arbeiter zeitig von der Nothwendigkeit solcher Entlassungen bezahlt als anderswo. Geh. Rath Rayfer erwidert, daß die damals gefühlvoll ausdrückten, bedeckte das Schlachtfeld. Die verständigen und vielleicht für die Arbeiter, die nicht Kolonialverwaltung sich nicht lediglich mit dem Offizierverein in Arbeiter wurden von den Husaren bis in ihre Wohnungen ständig beschäftigt find, Spareinrichtungen veranlassen. Werbindung gefeht habe, auch sei dieser niemals und in feiner verfolgt und wer erreicht wurde, betam gewiß seinen Hieb. Ich möchte bitten, das nicht wieder falsch auszulegen, wie man Weise bevorzugt worden. Abg. v. Podbielsti bestreitet, daß Nach einer halben Stunde hatte der Ort sein gewohntes meine neulichen Bemerkungen dahin ausgelegt hat, daß ich den der Offizierverein nur ein Konsumverein sei. Der Verein treibe Aussehen und nur die Glasscheiben und das Blut gaben Zeugniß Arbeiterinnen den Lohn von 1,75 M. nicht gönne. Man hat in Handel als juristische Person und habe vom ersten Tage seines davon, daß im tiefsten Frieden an dieser Stelle Brudermorde Eine Unzahl Arbeiter wurden verhaftet, einer Arbeiterinnen- Bersammlung gelobt, mir dafür den Buckel Bestandes dafür auch volle Steuern gezahlt. Der Verein bezahle stattgefunden haben. voll zu bläuen.( Heiterkeit.) auch höhere Löhne als die anderen Konkurrenten und berück- die nach dem ersten Verhör an Ketten zusammengeschlossen aus Generalmajor v. Gemmingen: Der Gedanke, eine dritte sichtige vor allem eine große Zahl verschämter Armen bei Aus- dem Stadthaus ins Komitatsgefangenhaus transportirt wurden. Konfervenfabrit neben Spandau und München in Danzig ein- wahl seiner Arbeiter. Wegen Beginn der Plenarsizung Mit einer ganz eigenthümlichen Zeremonie wurde an Sz. Kovacs zurichten, ist vollständig aufgegeben worden. Die beiden Fabriken wird hierauf die Debatte auf morgen vertagt. diese Prozedur vorgenommen. Als man ihm die Ketten ans find fünf Monate in Thätigkeit. Wenn eine dritte Fabrik einlegte, heftete ein Pandur seinen Gewehrlauf auf die gerichtet wird, würde jede Fabrit nur 3 Monate in Thätigkeit In der Justizkommission des Reichstage wurde heute Brust und der zweite Stadthauptmann erklärte ihm, daß, sein. Es würde also auch daraus taum ein großer Nußen für die Berathung der Novelle zur Strafprozeß- Ordnung fortgefeßt sowie er sich rühre, werde er niedergeschossen, ebenso geschieht die Kontingente entstehen. Die Befürchung, daß die Konserven und die Paragraphen 26, 27, 28 und 89, die von der Ablehnung dasselbe, falls er auf dem Wege ein Wort spreche oder widers zu theuer find, hat sich nicht erfüllt; sie sind billiger als die eines Richters handeln, nach den Vorschlägen der Regierungs- spenstig werde. Eine große Anzahl der Verhafteten wurden der österreichischen Konserven. vorlage angenommen. Nur§ 26a, der ganz neu eingefügt wird, Staatsanwaltschaft in Szegedin übergeben, von denen aber bis Abg. Singer: Die Arbeiterinnen in Spandau werden wohl erhielt auf Antrag des Abg. Lenzmann( fr. Bp.) folgende Faffung: auf fünf alle nach furzer Untersuchungshaft auf freien Fuß etwas besseres zu thun haben, als sich mit Herrn Echall zu„ Ist das Ablehnungsgefuch verspätet oder nicht unter Angabe gesetzt wurden. Auch von den fünf wurden nach einigen Mobeschäftigen; sie denken nicht daran, ihm den Buckel durchzu und Glaubhaftmachung des Ablehnungsgrundes eingebracht naten vier auf freien Fuß gefeßt und in Untersuchungshaft blauen. Sie wissen sehr wohl, daß ihre Interessen bei den worden, so hat das Gericht mit Einschluß des abgelehnten verblieb nur noch der Unschuldigste, Sz. Kovacs, der zur Bers Sozialdemokraten besser vertreten sind als durch Herrn Echall, Richters das Ablehnungsgesuch als unzulässig zu verwerfen. In handlung aus dem Untersuchungsgefängniß vorgeführt wird. und wenn es noch eines Beweises dafür bedurfte, so haben seine gleicher Weise kann das Gericht durch einstimmigen Beschluß Ausführungen diesen Beweis erbracht. In seiner über das Gefuch verwerfen, wenn es in der offenbaren Absicht einströmenden Liebe zu den Arbeiterinnen hat er den Vor- gebracht ist, nur das Verfahren zu verschleppen. Die Verschrift schlag gemacht, durch eine obligatorische Einbehaltung findet, wenn das Ablehnungsgesuch gegen einen Untersuchungseines Theiles des Arbeitslohnes dafür zu sorgen, daß dieser richter gerichtet ist, auf diesen entsprechende Anwendung." ausgezahlt wird bei einer etwaigen Entlassung. Wenn er glaubt, mit * * Die Schlußverhandlung, welche ursprünglich in Szegedin stattfinden sollte, wurde auf Antrag des Vertheidigers, Herrn Dr. Illes Pollat nach Hodmezö- Basahely verlegt, und so werden die Angeklagten in demselben Hause vor den Richtern stehen, aus welchem heraus man unter ihnen aus Muthwillen ein Blut bad anrichtete. so wird er sich irren. Die Bezahlung in den Spandauer Fa Hodmezö- Vasarhelyer Sozialisten- designirt. Sodniego Basahely fleht aus, wie eine belagerte Abg. Schall: Ich habe die Sozialdemokratie nicht genannt, aber Herr Singer scheint sich getroffen zu fühlen. Prozeß. ( Original: Bericht.) Anläßlich der Verhandlung ist ein großes Militäraufgebot Hodmezö Stadt, die Bevölkerung aber verhält sich ruhig. * brifen ist derartig, daß es sich nicht empfiehlt, von den Löhnen Rückbehaltungen zu machen. Wenn es möglich wäre, Einrich tungen für einen stabilen Betrieb in den Fabriken zu treffen, so Seute früh um 9 Uhr begann die Verhandlung. Der Gaal würden wir diesen den Vorzug geben, vor solchen die mit Hodmezö Vasarhely, 5. März 1895. des Stadthauses, in welchem die Verhandlung stattfindet, ist so einem Mal größere Arbeiterentlassungen zur Folge haben. Heute beginnt der Abschluß eines ungefähr vor einem Jahre flein, daß außer den Angeklagten nur wenige Zuhörer Plaz Da ein solcher stabiler Zustand nicht durchführbar ist, begonnenen Kapitels in der Geschichte der ungarischen Arbeiter- finden, denen der Eintritt nur gegen Karten gestattet ist. Da in so können Arbeiterinnen Entlassungen nicht vermieden bewegung. Die Vorgeschichte des Prozesses ist eine sehr Ungarn Geschworenengerichte nur für Preßvergehen bestehen, so wverden; das hängt mit der ganzen Arbeiterbeschäftis einfache. Die Behörde hat provozirt, sie hat schießen lassen und setzt sich auch diefer Gerichtshof nur aus Berufsrichtern zu gung zusammen. Ich freue mich, daß die Militärverwaltung die, die provozirt und angeschossen wurden, stehen heute vor ihren fammen. Präsident des Gerichtshofes ist Gerichtspräsident auf diesen Vorschlag nicht eingeht. Von Herrn Schall hätte man Richtern. In Kürze wollen wir den Eachverhalt reproduziren. Musto, Referent Ma gai, Richter Dr. Füreseri, Stell wenigstens verlangen können die Kenntniß der Gewerbe- Ordnung, Hodmezö- Vasarhely ist ein großes Dorf in der sog. ungarischen vertreter Beheri, Deffentlicher Antläger Ober- Staatsnach welcher ausdrücklich Abzüge verboten sind. Korntammer, dem Alföld( Tiefland) und besteht mit Ausnahme anwalt Do bat, Schriftführer Racstai. Die Angeklagten, der Kaufleute und Beamten ausschließlich aus einer landwirth- welche auf freiem Fuß sind, betreten aus der Mittelthür den schaftlichen Bevölkerung. Das Dorf bietet im allgemeinen Saal, während der in Haft befindliche Sz. Kovacs von zwei Der Titel wird genehmigt und die Sihung abgebrochen. äußerlich den Eindruck von Wohlhabenheit, trotzdem gerade in Gendarmen begleitet aus einer Nebenthür eintritt. Im VorPräsident v. Levehow: Ich möchte noch auf einen Vorfall diesem Augenblick Volksküchen errichtet werden, aus denen die zimmer werden ihm die Handfesseln abgenommen. Die aus der gestrigen Sigung zurückommen. Wenn hier ver- nothleidende Bevölkerung gespeist wird.( Man treibt in Gendarmen stellen sich neben ihm mit aufgepflanztem Gewehr legende Aeußerungen fielen gegen Personen, Gemeinschaften, Ungarn ebenso Sozialpolitit, wie in anderen Kultur- auf. Er ist ein großer starter Mann, an dem, abgesehen von der gegen politische Parteien, Sozialdemokraten, Konservative, ländern.) Die arbeiteude Bevölkerung war in früheren auffallend bleichen Gesichtsfarbe, die 11monatliche Untersuchungs Antisemiten, gegen Berufsstände oder Interessengenossen, Jahren und solange die Maschinen in der Landwirthschaft nicht haft feine Spuren zurückgelassen hat. Junker, Pfaffen, Arbeitgeber es ist alles dagewesen diefelbe Revolution hervorgerufen hatten, wie in der Industrie, Bei Verlesung der Liste der Angeklagten stellt es sich heraus, dann ist immer stillschweigend vorausgesetzt, daß damit eine zum größten Theile selbst leine Besitzer, die, um ihr Einkommen daß einige Angeklagte fehlen, die auf Antrag des Staatsanwalts Allgemeinheit gemeint sei, die nicht wohl beleidigt werden zu vergrößern, nebenbei noch auf Theile beim Großgrundbesitz morgen vorgeführt, die Zeugen aber zu Freitag früh einberufen tönnte, nicht aber eine Person außerhalb oder innerhalb des während der Ernte mitarbeiteten. Heute ist, mit Ausnahme werden. Nach der Anklageschrift find sämmtliche Angeklagten Reichstages. Ich habe das immer bedauert, aber mich nicht für eines fleinen Theils der Bevölkerung, die noch Besitz haben, der Aufreizung und öffentlichen Gewaltthätigkeit, Sz. Kovacs im stande gehalten, der einmal entstandenen Gewohnheit entgegen- aber ebenfalls auf dem Aussterbe- Etat sich befinden, das ganze überdies noch der Majestätsbeleidigung beschuldigt. Letterer soll zutreten. Ich möchte aber in feinem Falle, daß diese Gewohn- Ackerland in den Händen einiger Großgrundbesitzer: die nach die Auftheilung des Grund und Bodens ge. heit noch weiter um sich greift. Nun hat gestern der Abgeordnete neuestem Muster die landwirthschaftlichen Arbeiten nicht mehr predigt haben, in geheimen Versammlungen aufReden gehalten und das Regierungsrecht des Ahlwardt von der zur Gewohnheit gewordenen Licenz nicht nur von den Eingeborenen verrichten lassen, sondern des billigeren reizende haben. Mit den landeinen übermäßigen Gebrauch gemacht, sondern auch Ausdrücke ge- Arbeitslohnes wegen Arbeiter aus Oberungarn( Slovenen) tommen Hauses Habsburg bestritten braucht, die mit der Würde des Hauses nicht verträglich sind. laffen, deren Bedürfnißlofigfeit geradezu beispiellos ist. Es ist wirthschaftlichen Arbeitern von Motó hat er Verbindungen anIch erinnere nnr an den einen Ausdruck Raubthiere", selbstverständlich, daß die Alfölder Arbeiter, ohne jeden Besit, gefnüpft und Flugblätter vertheilt. Am 22. April hat er vor den er ganz ausnahmslos anwandte auf die das hauptsächlich auf die Ernte- Arbeiten angewiesen sind, weil mit seinen Kameraden eine Rede gehalten und sie aufgefordert, mit deutsche Bürgerrecht genießenden Juden. Um nun solchen Vor- Ausnahme einiger fleinen Ziegeleien in der Umgebung von Hod- ihm die von der Behörde gestohlenen( fonfiszirten) Schriften zu tommnissen für die Zukunft vorzubeugen und den übrigen Kon- mező- Basarhely, gar keine industriellen Betriebe eristiren. Die feit holen. Als der Stadthauptmann Boka ihn dann verhaften ließ, sequenzen, die sich daran knüpfen tönnten, rufe ich den Abg. einigen Jahren aufeinanderfolgende schlechte Ernte hat, einen rief er: Verlaßt mich nicht, ruft die anderen Genossen, Ahlwardt nachträglich zur Ordnung.( Beifall links.) Ich bin Rothstand hervorgerufen, der in seiner Art beispiellos ist. stürmt das Stadthaus und schlagt die Herren todt." Als daß in das Thor abgesperrt wurde, schrie seine Frau:" Verlaßt Euren hierzu veranlaßt auf grund eigener Erwägung, feineswegs aber Wie groß derselbe ist, beweist der Umstand, eine Führer nicht, befreit ihn." etwa auf grund einer geschäftsordnungswidrigen und deswegen der verflossenen Woche im ungarischen Reichstage von mir zurückgewiesenen Bemerkung, die in der gestrigen Sitzung Rothstandsdebatte an der Tagesordnung war, die ihren Abschluß gemacht ist.( Beifall links.) in einer Enquete gefunden hat, zusammengesetzt aus wohl Schluß 5/4 Uhr. Nächste Sigung Freitag 1 Uhr.( Fortgesinnten Bürgern, d. h. Staatsbeamten, die selbstverständlich fehung der Berathung des Militäretats.) alles in bester Ordnung fanden und den Nothstand hauptsächlich den sozialistischen Hetzern zuschrieb. Das ungarische Parlament sowohl, als die Enquete haben soviel Unkenntniß der Verhältnisse an den Tag gelegt, wie dies thatsächlich nur von ungarischen Reichstags- Abgeordneten und Beamten erwartet werden kann. Der Beschluß des internationalen Kongresses in Paris, Die Wahlprüfungs- Kommission prüfte in ihren legten Sigungen die Wahlen der Abgeordneten v. Kardorff( 3. Breslau) den 1. Mai als Weltfeiertag zu proklamiren, brang und Wiesite( 8. Potsdam) und beschloß dem Reichstag zu empfehlen, bis in das Eldorado- genannt Alföld von die Entscheidung über die Giltigkeit der Wahlen bis zum dieser Zeit an datirt die Bewegung unter der ländlichen Be Eingang des Ergebnisses der beschlossenen Erhebungen aus völkerung. Zwar sind sich diese Arbeiter über die Ziele der aufezen. Sozialdemokratie nicht im flaren, aber soviel haben sie begriffen, daß die Lösung der sozialen Frage nur auf internationalem Wege möglich ist. Parlamentarisches. $ 11 So die Anklage. Nach Verlesung derselben hält der Staatsanwalt die Anklage im ganzen Umfange aufrecht und erklärt eventuelle weitere Anträge sich vorzubehalten. Auch der Vertheidiger, Dr. Illes Pollat, giebt eine diesbezügliche Erflärung ab. Mit dem Verhör der behördlichen Organe, welche bei dem Grzeß waren, beginnt die Verhandlung. Als erster erscheint der Oberstadthauptmann Alexander Nagy. Borsigender: Herr Oberstadthauptmann erzählen Sie uns den Ausbruch und den Verlauf der Revolte. Oberstadthauptmann Nagy: Um 8 Uhr morgens spazierte ich auf dem Korridor, als Sz. Kovacs mit einer Anzahl von Arbeitern ins Stadthaus tam. Ich frug sie, was sie wollten, worauf mir Sz. Kovacs antwortete, fie tommen um die Schristen, welche man ihnen weggenommen hat. Ich schickte ste zum Stadthauptmann Poka, bei dem sich die Schriften bc= fanden, erklärte ihnen aber auch gleich, sie müßten das Stadthaus verlassen. Was weiter geschah, weiß ich nicht, mit einem Male aber hörte ich das Stadthausthor bombardiren. Ich eilte und fah eine große Menschenmenge, die die hinaus Ich habe sofort Freilassung Sz. Kovacs verlangte. den Befehl ertheilt, eine Eskadron Husaren zu alarmiren; als diese jedoch zu lange ausblieb, schrieb ich einen Brief, den ich jedoch nicht befördern konnte, weil dazu niemand da war. Ich trat unter die Arkaden und mittlerweile famen die drei hier ftationirten Gendarmen. Meine Versuche, die Menschen zu 5eruhigen, mißlangen, und nunmehr gaben die Gendarmen Feuer, welches mit einem Steinregen aus der Maffe beantwortet wurde. Auch ich bekam einen Stoß, worauf meine Untergebenen mich in3 Stadthaus hineinzogen. Vors.: Erinnern Sie sich an die Worte, die Sz. Kovac gebrauchte, als er die fonfiszirten Schriften verlangte? In der Budgetkommission des Reichstages wurde heute die Berathung des Etats des Auswärtigen Amts fortgesetzt. Bei Trotzdem die Bewegung hier noch eine sehr junge ist, fann der Position: Konsulat in Liverpool rügt Abg. Dr. Ham man ohne Uebertreibung behaupten, daß der Sozialismus festen macher( natl.), daß der dortige Konsul gegen die deutschen Fuß gefaßt hat. Dieser Umstand war auch die Veranlassung zu dem Interessen für das englische Interesse eingetreten sei. Staats- Blutbad, welches von seiten des Oberstadthauptmanns Nagy am sekretär v. Marschall erwidert, daß dies nicht seitens des 22. April 1894 angerichtet wurde. Wie überall so rüsteten sich auch Konsuls in Liverpool, vielmehr vom Konsul in Birmingham ge- hier die Arbeiter zur Feier des 1. Mai. Es haben Versammlungen schehen sei. Der Mann habe deshalb seine Entlassung erhalten. stattgefunden, in denen der Hauptangeklagte Johann Sz. Kovacs Im übrigen gab das Ordinarium zu feiner wesentlichen Debatte vor mehr als 10 000 Menschen als Eingeborener und Bewohner Veranlassung. Im Extra- Ordinarium werden wiederum 40 000 m. von hier in der Mundart seiner Landsleute und Brüder sprach. als Subvention an die zoologische Station des Dr. Dohrn in Er vermittelte gleichzeitig die Lektüre, die nebenbei bemerkt, nicht Neapel bewilligt, ebenso 200 000 M. als Beihilfe zur Förderung verboten war und klärte die Arbeiter auf. Sz. Kovacs ist wohl Der auf die Auserschließung Zentralafrifa's und anderer Bauer, aber ein ebenso intelligenter als aufgetlärter Mensch und Ländergebiete gerichteten wissenschaftlichen Bestrebungen. Ge- der Liebling und Abgott der ländlichen Bevölkerung. Auf ihn nehmigt wurden ferner 10 000 m. als Subvention an die von hatte es die Behörde abgesehen, weil sie annahm, daß er die der Gesellschaft Berliner Aquarium" in Rovigno in Istrien Triebfeder der Bewegung sei und meinte, wenn er unschädlich errichtete zoologische Station, 89 100 M. für einen Umbau auf gemacht werde, sei auch der Bewegung ein Ende bereitet. Ein dem Grundstück der Botschaft in Paris, 47 000 M. zum Umbau geleitet wurde die Hatz mit einer Anzahl von Hausdurchsuchungen, 3euge: Geben Sie mir die Schriften zurück, die Sie mir im Gesandtschaftsgebäude in Belgrad, 199 000 M. zur Einrich von welchen eine auch bei S3. Kovacs in seiner Abwesen weggenommen. Ich habe nicht gehört, daß er gefagt hätte, die tung eines Gesandtschaftsgebäudes in Teheran, 66 500 M. zur heit vorgenommen wurde. Es wurden ihm sowohl als auch Sie mir gestohlen haben". Staatsanwalt: Man hat Ihnen Ihre Pfeife wegs Erweiterung des Botschaftsgrundstücks in Washington und 139 500 den anderen Betheiligten Zeitungen, Broschüren, Mai Abzeichen, Mark zum Neubau des Gesandtschaftsgebäudes in Tokio. Die mit einem Worte alles was man fand, weggenommen und nach genommen. Vor dem Richter haben Sie ausdrücklich erklärt, das Kommission wendet sich sodann zur Berathung des Kolonial dem Stadthause geschleppt. Den darauffolgenden Tag, es war er gesagt hätte, gebt mir die gestohlenen Schriften wieder". Etats. Der Referent Prinz Arenberg berührt den Fall ein Sonntag, an welchem sich die Arbeiter, wohl in größerer Zenge: Ja, das hat er gesagt, aber nicht in forLeist und spricht seine Befriedigung darüber aus, daß das Aus- 3ahl, aber wie alltäglich, am Marktplatze vor dem Stadt derndem Tone, sondern nur grob.( Heiterkeit.) Auf Verlangen dort sich wärtige Amt die höheren Instanzen angerufen habe. Des weitern hause versammelten, in Tagelohn zu des Staatsanwalts wiederholt er das Zwiegespräch, jetzt aber mehr bemängelt der Referent, daß die Lieferung für die Kolonial- verdingen, ging S3. Rovacz, in dem Bewußtsein, nach dem Geschmack des Staatsanwalts. Durch den Vertheidiger truppe regelmäßig dem Offizierverein übertragen werde. Man daß ihm Unrecht geschah, ins Stadthaus, um sein Eigen in die Enge getrieben, giebt er zu, den Sz. Kovacs solle auch andere Lieferanten berücksichtigen. Ferner bemängelt thum zurückzufordern. Auf dem Marktplatze waren etwa genau zu fennen, da er unter ihm früher Polizist gewesen, und der Referent, daß die Gehälter der ostafrikanischen Be- 8-10 000 arbeitslose Arbeiter versammelt. Als er vor eigentlich nur mit gehobener Stimme gesprochen hat. Auf die amten im Kolonialetat aufgeführt seien, während die den Stadthauptmann tam, erklärte derfelbe ihn für verhaftet. Frage des Vertheidigers giebt er an, daß die Leute in großer übrigen Beamtengehälter im Etat des Auswärtigen Amtes Einige Freunde, die mit ihm waren, brachten diese Nachricht Bahl waren, die Kovacs begleiteten, aber in fünf Minuten war figuriren. Abg. Richter bemängelt gleichfalls die Unüber- unter die ohnehin schon durch die Polizeiwillkür erregte Menge, das Stadthaus gesäubert. Den Appell Rowacs', ihn zu be fichtlichkeit der Aufstellung. Man wisse nicht, was aus den und diese Nachricht war geeignet, bie Erregung nur noch mehr freien, will er nicht gehört haben.( Bei diefer Gelegenheit cutallgemeinen Fonds des Auswärtigen Amtes für die Kolonien aus zu steigern und zwar bis aufs äußerste. Zunächst ging ein spinnt sich zwischen Staatsanwalt und Vertheidiger ein Dialog, gegeben werde; auch sei dies bei der Post, der Telegraphie und Murren durch die dicht gedrängte Menge und endlich forderte in dem der erstere eine zweifellos traurige Rolle spielt.) Der der Marine nicht übersichtlich genug. Geh. Rath Kanser man die Freigabe des Führers. Als Antwort schloß man die Stadt- Ober- Stadthauptmann wiederholt, daß der Steinregen nach den stellt in Aussicht, daß in Zukunft die Kolonialtoften in einem hausthore und besetzte dasselbe mit Panduren, die mit scharf geladenen Echüssen folgte. eigenen Etat zusammengestellt werden sollen. Nach einer Auf- Gewehren ausgerüstet waren. Nunmehr versuchte die Wenge das Als zweiter wird der Stadthauptmann Pota verhört, der stellung für 1893/94 habe das Auswärtige Amt 259 000 M., Thor gewaltsam zu öffnen, dasselbe wurde aber von innen im großen und ganzen dieselbe Darstellung giebt. Er habe die Marine 200 000 m., die Post 158 000 M., das Reichs vehement geöffnet und eine scharfe Salve der Panduren krachte erfahren, daß Kovacs Flugschriften habe und diese zu schazamt 38 000 M., der Rechnungshot 1320 M. zum Kolonial- zwischen die Menge. Gleichzeitig mit diesem Manöver trachte tonfisziren, fchickte er Organe aus. Dieselben fanden auch etat beigetragen. Abg. v. Podbielsii( df.) tritt für die aus einem Fenster des Stadthauses ein Schuß und ein junger welche und noch am selben Tage erschien Rovac3, dieselben Berücksichtigung des Difiziervereins bei den Koloniallieferungen ein. Bursche wälzte sich, in die Brust geschoffen, in seinem Blute und zurückzufordern. Er bedeutete ihm morgen wiederzukommen, Ihm gebühre das Werdienst, die englischen Lieferungen beseitigt zu starb noch an demselben Tage. Jegt griff die Menge das er werde sie durchlesen und wenn sie nicht aufreizend sind, werde 3euge: Ich bitte, das ist Sache der Polizei. Bei der Erläuterung des Rechtes der Polizei in bezug auf das Preßgesetz wird der Bertheidiger durch den Vorsitzenden unterbrochen, weil eine solche Belehrung hier nicht am Blaze fei. Der Zeuge erklärt im Interesse der öffentlichen Ruhe und Ordnung alles tonfisziren zu können. Den todten Bincze hat nach seiner Aussage der Gendarmerie- Wachtmeister Hubert er schossen. dad " er sie ihm zurückgeben. Ueber den weiteren Verlauf sagt er im theiligung an den Bergehen" der Bettelei und Obdachlosigkeit fromme, christliche Reichsbote" hütet sich gefliffentlich, auch nur Sinne der Antlage aus. Auf die Frage des Vorsitzenden, vielleicht auf ein Minimum herabsinken. mit einem Wort zu erwähnen, daß es ein größeres Vergehen was die Schriften enthalten und welcher Art fie find, antwortet er, er wisse es nicht, weil er fie nicht Thiergarten macht ein hiesiges Fachblatt, ziemlich zur Unzeit, die ihre Stüßen in gutgesinnten" Sabbathschändereien sieht, uno Für ein Gutenberg- Fust- Schöffer Denkmal" im gegen das dritte Gebot ist, welches die gutgesinnte" Brüderschaft von der Regierung fordert. D, du heilige Reichsboten- Religion, gelesen habe.( Sensation.) G3 haben geheime Ver wie uns dünkt, Propaganda. Ein Denkmal für die Erfinder der fammlungen stattgefunden, in denen Kovacs aufgereizt habe. wie uns dünkt, Propaganda. Ein Denkmal für die Erfinder der Er habe diese aufreizenden Reden zwar nicht gehört, man habe Buchdruckerkunst, während die Dunkelmänner in der Umsturz- die die Verfechter einer wirklichen Sonntagsruhe als heidnische ihm dies aber mitgetheilt. Am 1. Mai sollte eine große Demon- tommiffion unser armes Vaterland der Schande preisgeben und Umstürzler" verdammen muß! stration stattfinden, zu der aus Budapest der Führer herkommen Volk in die Barbarei mittelalterlicher Gläubigkeit zurückzuführen Ursache. Durch diesen wohltönenden Titel, vornehmlich aber fich mit dem wahnsinnigen Problem abplagen, wie das deutsche Die Entartung der Kulturmenschheit und ihre alleinige follte. Bertheidiger: Woher wissen Sie das, da Sie zugeben, ei das wäre ein Anachronismus, der selbst auf das ge- durch die Hoffnung, von Hämorrhoiden, Verstopfung, Kabltöpfigbuldigste deutsche Kameel wie ein Vomitiv wirken müßte. daß Sie es nicht selbst gehört haben. feit und anderen Unannehmlichkeiten befreit zu werden, hatte sich Mit einem Denkmal für Träger des Lichts hat es Beit, am Dienstag Abend ein zahlreiches Publikum zu einem Vortrag bis das deutsche Proletariat sich von dem Gezücht, welches heute des Herrn Dr. Alfred Damm aus Wiesbaden nach dem Archia den deutschen Namen schamlos verunglimpft, befreit, bis der tektenhause locken lassen. Herr Dr. Damm hielt mehr, als er Sozialismus auch der Kunst und der Wissenschaft freie Bahn versprochen hatte. Neben der förperlichen Degeneration habe geschaffen hat. auch eine geistige die Kulturmenschheit ergriffen, was klar durch das Stumm würde höchstens den Spott des Auslandes über unser bewiesen werde. Alle diese Uebel, physische wie psychische, seien Ein Gutenberg- Denkmal unter der Aera Köller- Rintelen- Emporblühen des Sozialismus, Anarchismus und Kommunismus Baterland auf die Spitze treiben. durch sinnliche Fehler und Verhinderung der Konzeption bedingt, bis auf diesen einen traurigen Punkt sei in dieser besten aller. Welten alles aufs schönste bestellt. Durch feinerlei medizinische oder sozialwissenschaftliche Sachkenntniß in seinem Urtheil ge in prächtigen Tiraden zu tage. Daß dem„ dreisten und gottes trübt, förderte Herr Dr. Damm diese verblüffenden Wahrheiten fürchtigen" Redner die Apotheose nicht fehlte, die aber vielleicht mehr der seit drei Jahren erscheinenden Zeitschrift„ Die Wiedergeburt der Völker" galt, ist selbstverständlich. Hoffentlich wird fich die Regierung das einfache Mittel, durch Berhinderung ge wisser Jugendsünden" den Sozialismus mausetodt zu machen, nicht entgehen lassen, und für diesen Spezialzweck einige Räthe Proletariat freilich, das sich noch gar nicht degenerirt fühlt, in den Kadettenanstalten und höheren Schulen anstellen. Das Sankt Herrn Dr. Alfred Damm höflich und wird nöthigenfalls allein für seine Wiedergeburt" sorgen. Es erscheint Polizeikommissär Zoltan Va3 vury, der vor 8 Uhr ohne jedes Hinderniß in das Stadthaus tam, und taum daß er sich in demselben befand, begann der Krawall. Auch er behauptet, der Vincze ist vom Wachtmeister erschossen Als weiterer Zeuge erscheint Josef Briviezer, Polizeilieutenant, der in weitschweifiger Weise ziemlich dasselbe aussagt, wie seine Vorgesetzten. worden. Der Zeuge Wachtmeister Hubert verwickelt sich, durch den Vertheidiger in die Enge getrieben, in Widersprüche, bleibt aber bei der Behauptung, den Vincze erschossen zu haben. Die Gendarmen Jeszenszky und Biro sagen fast wörtlich das selbe wie ihr Vorgesetter. Der Husar Michael Vörös erzählt, er habe den Tag Inspektion gehabt und sei am Nachmittag zur Post gegangen. Auf der Straße haben ihn die Männer überfallen, und der eine von ihnen habe ihn bei der Blouse gepackt. Gethan haben sie ihm weiter nichts. Eine Drohung haben diefelben gegen den Rittmeister ausgestoßen, die er seinem Borgesetzten meldete, worauf die Leute verhaftet wurden. Hiermit schließt der erste Verhandlungstag. Lokales. M : " 1 " Genauer betrachtet scheint übrigens der Aufruf nicht so besonders ernst genommen werden zu dürfen, und sich als taum etwas anderes, denn als ein Versuch zur Herrichtung eines Denkmal" nach dem Plane des Fachblattes anders, als eine großen Ref I a me Instituts zu entpuppen. Denn was ist das plumpe Geschäftsempfehlung auf Kosten der Gaben spender, wenn dieses Blatt fordert, das Monument solle auch berer gedenken, welche angeblich die moderne Druckkunft in der Als nächster Zeuge wird der Feuerwehrkommandant Heinrich Reichshauptstadt zur Blüthe gebracht" haben, nämlich der Herren Kadar verhört, der genau im Sinne Botas aussagt. Auf Be- Bürenstein, Sittenfeld und so weiter? fragen des Staatsanwaltes erklärt er, daß Sz. Kovacs anläßlich Das wäre ein Plan, würdig eines Barnum! Der Pietätsfeier bei Kossuth's Tode sich unpatriotisch betragen Von der Thierquälerei, die durch das Salzstreuen der habe; da der Vertheidiger den Zweck dieser Feststellung nicht pferdebahn Verwaltung herbeigeführt wird, hat man in den einsehen will, erklärt der Staatsanwalt, damit nur weitesten Kreisen der Bevölkerung wohl faum eine annähernde beweisen zu wollen, daß die Sozialdemokratie Borstellung. Man muß in diesen Tagen die Krankenställe größerer vaterlandslos und staatsfeindlich ist. Eine Fuhreinrichtungen in unserer Stadt gesehen haben, wo die feffel- Da gehört er hin! Wo alles, was patriotisch ist, sich sozialistische Literatur tenne er nicht, nur eine franten Pferde untergebracht sind. In ganz geringfügige Ver- anschickt, den alten Mann in Friedrichsruh zu feiern, kann die aufhezerisch e. legungen, wie sie jedes Pferd sich an den Fesselgelenken beim Berliner Schlächterinnung nicht zurückbleiben. Sie will Laufen auf der Straße zuzieht, werden infolge des Eindringens Bismarck am 1. April zum Ehrenmitglied ernennen. des Salzwassers diese leichten Wunden zu umfangreichen bran- Hoffentlich nimmt der alte Wortführer der Blut- und Eisen. digen Berlegungen, die das Thier dienstuntauglich machen. politik diese eben so schmeichelhafte wie passende EhrenmitgliedWelche Schmerzen das Thier dabei erträgt, tann man aus seinem schaft verständnißinnig an. Verhalten im Stalle beobachten; es schlägt seine Zähne in Krippe oder Raufe oder in jeden Gegenstand, der sich in seiner Nähe nichts auf der Welt und fünf schöne neue Lieder... alles für Fort mit Schaden! Wir Deutsche fürchten Gott sonst befindet. Bei Behörden, deren Geschäftsbetrieb eine Pferdehaltung einen Silbergroschen." So tönt es von den Lippen des Ausbedingt, ist diese gewöhnlich an Privatunternehmer übertragen, so daß die Behörden unmittelbar diese Misere nicht kennen lernen. rufers, der mit seinem Wägelchen gegenwärtig die Straßen durchWäre dies der Fall, so würde wahrscheinlich schon ein behördliches sieht. Der Mann hält noch mehr als er verspricht; es giebt Einschreiten gegen das Salzstreuen erfolgt sein. für den Groschen die bekannte Zusammenstellung: Mappe mit Briefbogen, Kalender 2c. 2c., und als Extraprämie ein ziemlich Wie man politische Gefangene in einem preußischen metergroßes Bild des Erkanzlers Nr. 1, zur Rechten das halbGefängniß behandelt. Der Redakteur der Lichtstrahlen", gefüllte Cognatglas. Es muß schlimm stehen um die Popularität Otto Harnisch, und der Herausgeber derselben, Hermann des Größten aller Deutschen", wenn sein tostbares Konterfei Teistler, sind bekanntlich wegen Verbreitung verbotener derartig verramscht wird. Fort mit Schaden!... Schriften zu 1 bezw. 11/2 Jahren Gefängniß verurtheilt worden. Von Hochbahnprojekten schwirrt es nur so in der Luft Wegen Bettelei oder Nichtbeschaffung eines Uuter- Nach der„ Volks- Zeitung" wird Harnisch jetzt in Plößensee mit herum. Ein neues derartiges Projekt ist dem Magistrat von kommens sind in den ersten neun Monaten des Jahres 1894 Strumpfstriden, Teistler dagegen mit Dütenkleben dem Ingenieur Beyer in Düsseldorf unterbreitet worden. Das vom Amtsgericht Berlin I zusammen 8598 Personen bestraft beschäftigt. Der Dichter Kinkel hat bekanntlich vor nunmehr felbe soll nach Ausspruch von Fachmännern von den Langen'schen worden, und zwar: wegen Bettelei 6580 Personen, darunter ge- gut vierzig Jahren im Zuchthause Wolle spulen müssen, der und Dietrich'schen Systemen sich dadurch vortheilhaft unterborene Berliner 920 oder 18,9 pet. und zugezogene 5660 oder Philosoph Wolff sollte von Friedrich Wilhelm I. gehängt scheiden, als dasselbe in jeder Weise eine hohe Betriebssicherheit 86,1 pCt., wegen Nichtbeschaffung eines Unterkommens 2018 Ber werden. Es läßt nicht verkennen, daß mit der Beit selbst fonen, darunter geborene Berliner 450 oder 22,3 pet. und Zu- Preußen in der Behandlung der Leute, welche selbständige Ge- garantire und das Befahren schärffter Kurven zulasse, ohne in gezogene 1568 oder 77,7 pet. Die Boff. 3tg." theilt diese danken zu verbreiten wagen, gewisse Fortschritte zum besseren der Anlage theurer zu werden. Aus der„ Gesellschaft". Uns wird berichtet: Die schändBablen mit, indem sie auf die weit geringere Betheiligung der macht. Berliner an den genannten„ Vergehen" hinweist und zugleich Aus dem Geschäftsbericht der Abtheilung IV des lichen Vorgänge in dem Hause Bimmerftr. 75, wo sich vor bemerkt, daß in der gesammten Bevölkerung Berlins bei der Polizeipräsidiums für 1894 ergiebt sich, daß die Abtheilung im etlichen Jahren in der Wohnung der Frau Trenthorst ein Heer Bählung von 1890 auf die geborenen Berliner viel mehr, verflossenen Jahre 430 000 einzelne Sachen bearbeitet hat. von Wüftlingen versammelte, dürften noch in der Erinnerung des Die Angelegenheit führte damals zu einer nämlich 40,7 pet., und auf die Zugezogenen viel weniger, Darunter find 63 276 Kriminalfachen und 199 110 Sachen, die Publikums sein. nämlich 59,3 pet. famen. Hinterher wird dann aber das Ge- fich auf die allgemeine Sicherheitspolizei beziehen. Wie zu er barten Bestrafung der Wohnungsinhaberin, die zunächst flüchtig wicht dieser Zahlen wieder abgeschwächt durch den einschränken warten war, hat eine erhebliche Zunahme gegen 1898 ftatt- wurde, sich dann aber felbft stellte. Diese Frau Trenthorst, die den Zusah, daß unter der über 15 Jahre alten Bevölkerung die gefunden, und zwar bei den Kriminalfachen um 9188, während sich seit etwa Jahresfrist wieder auf freiem Fuß befindet, hat geborenen Berliner nur 30,3 pet., die zugezogenen dagegen die Zahl der Vorführungen bei der Staatsanwaltschaft nur um ihr Geschäft von neuem fortgesetzt und ihre Wohnung im Erd69,7 pet. ausmachten; aber auch darnach stünden hinsichtlich der 212 zugenommen hat. Die Diebstahlssachen haben sich nur um geschoß des Hauses Dorotheenstr. 36 zu einem Sammelpunkt Bestrafung wegen Betteln und Obdachlosigkeit die Berliner noch 87 vermehrt. Die stärkste Zunahme weisen auf Körperverlegung für Lebemänner hergegeben. An der Außenseite des Hauses prangte günstiger da als die Zugezogenen. Um aus den mitgetheilten mit 820, Sachbeschädigung mit 723, Betrug mit 369, Kuppelei ein Schild, das die Anfertigung von Näharbeiten aller Art verBablen irgendwelche Schlüsse ziehen zu können, bedarf es noch mit 99, Sittlichkeitsverbrechen mit 77 Fällen. Eine wesentliche fündigte, aber nur als Deckmantel für das dunkle Treiben weiterer Einschränkungen, die die Bossische Zeitung" nicht macht. Abnahme ist bei Hausfriedensbruch, Taschendiebstählen, Vergehen diente, das sich in den Räumen abspielte. Natürlich konnte Die wegen Betteln oder Obdachlosigkeit Bestraften vertheilen wider das Nahrungsmittelgesetz und bei strafbarem Eigennut nicht fehlen, daß in der That Aufträge auf Handarbeiten eins sich nicht auf alle Altersklassen zwischen 15 und 80, festzustellen. Bergehen gegen die Sonntagsruhe wurden 228 Fälle liefen. Diese mußten dann, um keinen Verdacht aufkommen 90 oder 100 Jahren in gleicher Weise, sondern vorwiegend mehr behandelt als vorher. zu lassen, anderweit vergeben werden. Der Besuch in den Salons der Frau Trenthorst setzte sich aus einer sehr vornehmen auf die mittleren; auch nicht in gleicher Weise auf beide Ge- Polizeiliches aus Schöneberg. Der Deutsche Metall Gesellschaft zusammen. Die Vorgänge fonnten aber auf schlechter, sondern vorwiegend auf das männliche. Zur Berarbeiter- Verband, Bahlstelle Schöneberg, hatte am vergangenen die Dauer nicht verheimlicht werden: es lief eine Anzeige bei gleichung müßte also die Unterscheidung in Berliner und Zu- Sonntag eine Versammlung veranstaltet, als deren Fortsetzung der Polizei ein; das Nest wurde wiederum aufgehoben und die gezogene sowohl bei den Bestraften wie bei der Gesammt ein gemüthliches Beisammensein geplant war. Da die Ver- freundliche Wirthin sigt wiederum fest. Ob die sehr vornehmen bevölkerung nach Geschlechtern und Altersklassen durchgeführt fammlungs Besucher zum theil ihre weiblichen Angehörigen Herren", welche die Kundschaft der Kupplerin bildeten, bei dieser werden. Für die in den ersten neun Monaten von 1894 wegen mitgebracht hatten, so war es sehr naheliegend, daß die Gemüth- Gelegenheit auch an den Pranger gestellt werden? Die GesellBetteln und Obdachlosigkeit Bestraften können wir diese Unter- lichkeit in einem harmlosen Tänzchen ihren Ausdruck fand. Aber schaft, die sich angeblich von den Parteien des Umsturzes in ihrer scheidung natürlich nicht bringen; aber vielleicht sieht die Boff. der Arbeiter denkt und die Polizei lenkt. Raum hatten die Paare Ordnung, Religion und Sitte bedrängt fühlt, sollte doch von Beitung", daß sie diese nothwendige Ergänzung nachliefern fann. angefangen, fich in der Runde zu drehen, als die heilige Rechts wegen im eigenen Interesse auf öffentliche Preisgabe Die Bevölkerung Berlins setzte sich bei der letzten Zählung nach Hermandad, die ja in Schöneberg mit ganz besonderer Sorgfalt hrer Prachtexemplare drängen. Geburtszeitklaffen( was ziemlich auf dasselbe hinauskommt, wie bie Schritte der Bürger, soweit sie im Geruche der Sozialnach Altersklassen) folgendermaßen zusammen: Weibliche Männliche " Berliner Zugezogene Berlinerinnen Bugezogene pet. pet. Geboren pCt. pCt. 1890-86 90,2 9,8 90,4 9,6 1885-81 80,1 19,9 80,5 19,5 1880--76 26,1 74,3 25,7 1875--71 50,3 49,7 48,9 51,1 1870-66 22,7 77,3 29,7 70,3 1865--61 20,7 79,3 23,2 76,8 1860--56 19,8 80,2 21,0 79,0 1855--51 19,4 80,6 20,6 79,4 1850-46 17,6 82,4 20,3 79,7 1845--41 18,2 81,8 20,4 79,6 1840-36 17,8 82,2 20,8 79,2 1835-31 20,7 79,3 22,6 77,4 1830-26 23,2 76,8 23,3 76,7 1825--21 22,9 77,1 21,4 78,6 1820-16 21,8 78,2 21,3 1815-11 19,8 80,2 22,5 Dot 1811 20,1 79,9 23,2 78,7 77,7 76,8 demokratie stehen, bewacht, in Gestalt von zwei Polizeibeamten Ein neuer Mitkämpfer für eine Verkürzung der Arbeits. erschien, die kategorisch das Tanzen untersagten. Vom Gin- zeit ist der Arbeiterschaft in dem Organ des Herrn v. Stumm, berufer der Versammlung darauf aufmerksam gemacht, der Post", erstanden. In der ersten Beilage zu Nr. 66, Seite 3, daß dies eine geschlossene Gesellschaft sei, die fich Spalte 2, schreibt sie: " .. in bezug auf die Art ihres Vergnügens jede po Eine zehn stündige Arbeitszeit ohne jede Unter. lizeiliche Einmischung verbitte, entfernten sie sich. Wenn brechung ist auf allen Gebieten zu viel. die Genossen aber geglaubt hatten, sich nunmehr ungestört Was wird Herr v. Stumm, der Mann, der vor kurzem noch ihrem harmlosen Vergnügen hingeben zu tönnen, so hatten sie über die Ausnahmegefeße" gegen die Unternehmer im Reichstage ihre Rechnung ohne die fürsorgliche Behörde gemacht. Es erschien wehflagte, zu diesem Seitensprung seiner Knechte sagen? Ver alsbald der Polizei- Inspektor des Millionärdorfes an der Spitze dienen die respektwidrigen Rulis nicht von Rechtswegen, daß ihr von sechs bewaffneten Dienern des Gesetzes und drohte, jeden Herr an ihnen thut, wie an den Neunkirchnern, daß er den sofort zu verhaften, der sich noch ferner unterstehen würde, bas lockout, die Hungerkur über sie verhängt? Tanzbein zu schwingen. Der Noth gehorchend, nicht dem eignen Ein Schloßbrunnen" befindet sich auch an der LuftgartenTriebe, entschlossen sich die Genossen nun, den Rest des Abends, seite des föniglichen Schlosses in Gestalt eines aus dem Mauerder in Schöneberg nach gut altväterlicher Sitte wenigstens werk der Terrasse hervorragenden furzen Röhrleins mit einem für Arbeiterlofale um 10 Uhr zu Ende ist, mit Singen von Arbeiterliedern und ähnlichen harmlosen Dingen zu beschließen, Bugring daneben. Seine Gäste sind neben den Mannen der was ihnen auch zu ihrer Zufriedenheit, aber unter strengster Eristenzen, welche die gegenüber an der Schloßbrücke als feltenes Straßenreinigung zahllose Schulkinder und jene armseligen und unausgesetzter Bewachung durch die Diener der heiligen Mittagbrot erhandelte Pferdewurst mit einem Trunk Wasser Hermandad gelang. Ob die zahlreichen Polizeimannschaften, welche hinunterspülen wollen. Daran wäre nichts besonderes; Rinder find Kinder, denen Wasser wohler als Bier thut, Man wolle sich überzeugen, daß gerade in den mittleren nicht nur im Lokal, sondern auch auf der Straße postirt waren, und für deren Anwesenheit nicht die geringste Veranlassung und bekanntlich auch dann Geburtszeitklassen also in denjenigen, aus welchen sich, wie vorlag, nicht besser zur Beaufsichtigung öffentlicher Tanzkneipen, Champagner, wenn es aus einem Königsschlosse sprudelt. gesagt, die wegen Betteln oder Obdachlosigkeit Bestraften vor- in denen teine Sozialdemokraten verkehren oder sonst zur Wahr- Aber dieses Waffer hier thut nicht wohl, weil es nicht mal zum wiegend zu rekrutiren pflegen der Prozentsatz der geborenen Berliner in der Gesammtbevölkerung ungefähr derselbe ist, wie nehmung des Sicherheitsdienstes zu verwenden gewesen wären, Trinken gut ist, und wer das Mauerwerk neben dem Brunnen bei den Bestraften; der Unterschied zu gunsten der Berliner ist laffen wir dahingestellt sein. " wird Wasser nicht zu mit einem Vergrößerungsglase untersucht, wird gewahr werden, menigstens nicht mehr erheblich. Es ist allerdings nicht zu bes Es giebt noch gutgefinute Arbeiter. Wer es nicht glaubt, daß hier mal in grauer Vorzeit Kein Trinkwasser" gestanden stoeifeln, daß ein Arbeiter, der ohne Geld, ohne Verbindungen der lese nachstehenden Bericht, den wir dem frommen Reich shat. Man tann nicht annehmen, daß mit der Verschlechterung und ohne Kenntniß der hiesigen Verhältnisse nach Berlin tommt, boten" entnehmen: Die Fleischergesellen- Brüder- der Zeiten sich hier das Wasser verbessert haben soll; sicherer ist der Gefahr arbeits- und obdachlos zu werden eher ausgesetzt ist schaft in Berlin, eine gutgefinnte Handwerkschaft, hatte schon, daß sich an ihm mancher, der so schon nichts hat, auch als solche, die schon seit längerer Zeit hier anfässig sind und sich am Sonntag in ihrem Vereinshause, Röpnickerstraße 96/97 bei noch den Magen verdarb. Die Schloßverwaltung wolle also hier ernährt haben. Aber diese Verhältnisse lassen sich nicht nach Steller, ihre ordentliche Monatsversammlung. Dabei wurde eine möglichst an einem Wochentage an dem Brunnen den Begriffen geborener Berliner" und zugezogener" beurtheilen. Refolution gefaßt, daß das Ladengeschäft im Schlächtereibetriebe ein vor der gesundheitlichen Gefahr warnendes Schild anbringen In volkswirthschaftlichen und moralischen Fragen ist diese Unter- unmöglich ausgeführt werden fann, wenn in der Werkstatt lassen; eine Million tann's ja nicht kosten! fcheidung überhaupt nur unter vielfachen Einschränkungen nur 3 Stunden gearbeitet werden darf. Ladengeschäft und WerkDer Rettungskahn an der Weidendammer Brücke ist verwendbar. Der Begriff Zugezogener" schließt ja auch die ftatt ist im Schlächtereibetriebe so eng verbunden, daß die Er ziemlich illusorisch, seitdem der Strom der Bassanten sich über jenigen ein, die in Schöneberg, Nixdorf, Friedrichsberg, Neu- füllung und pünktliche Innehaltung der gedachten Gesetzesvor die mehr als hundertfünfzig Meter von seinem Ankerplage ent Weißensee, Reinickendorf u. s. w. geboren sind, ebenso diejenigen, schriften unmöglich ist. Eine fünfstündige Arbeitszeit im fernt gelegene Nothbrücke ergießt. Wenn ein Unglücksfall eintritt, welche als Kinder mit ihren Eltern nach Berlin gekommen find Gewerbebetriebe der Schlächterei ist die denkbar getann der Verunglückte längst ertrunken sein, ehe es gelingt, den und dann vielleicht 20-30 Jahre hier ansässig waren, bevor sie ringste. Die Arbeitszeit im Handelsgewerbe und Gewerbe- neben der Pferdebahnbrücke ganz versteckt liegenden Kahn zu obdachlos wurden. Worin sich solche Personen hinsichtlich der betriebe tann in den Schlächtereien niemals getrennt werden." finden, flott zu machen und nach der Unglücksstätte zu steuern. Wer noch nicht herausbekommen hat, um was es sich Schwierigkeit, hier ihr Brot zu finden, von geborenen Berlinern" unterscheiden sollen, ist unklar. Wollte man, wie billig, auch handelt, dem sei erklärt, daß die Fleischergesellen- Brüderschaft in Der Magiftrat thäte gut, ihn nach der Nothbrücke schaffen zu laffen. diese Personen zu den Berlinern zählen oder aber gänzlich von anbetracht der großen Arbeitslosigkeit nicht etwa den fünfder Betrachtung ausscheiden, so würde der Unterschied zwischen stündigen Arbeitstag an Wochentagen fordert, sondern daß Aus dem Zeitalter der Sozialreform. Vom Tode er geborenen Berlinern" und zugezogenen" hinsichtlich der Befie partout an Sonntagen fünf Stunden schanzen will. Der leilt wurde auf dem Wege nach einem Krankenhaufe am Mittwoch " " " Vormittag der 57 Jahre alte Tischler Karl Schilfe aus der Lange- I fügung stand, zur Anzahlung von Möbeln verwendet, die sie von[ eine Einladung zum Abendessen bei dem Bestohlenen anzunehmen, straße 44. Er litt an Nierenwaffersucht und erhielt von der Kranken- Schier auf Abzahlung entnahm. In der bescheidensten Weise und als bei dieser Gelegenheit der Kassirer den Verlust meldete, fasse wegen der langen Dauer seines Leidens keine Unterstützung begnügte sie sich mit schon gebrauchten Sachen, für die 501 M. seine Entrüstung auszusprechen. Am anderen Morgen stellte der mehr. Er verrichtete ab und zu leichte Arbeit bei dem vereinbart wurden. Die jungen Eheleute gaben sich die redlichste Bankier ein strenges Verhör mit seinem Personal an, wobei sich Tischlermeister Träger in der Langestraße und bezog außerdem Mühe vorwärts zu fommen und zahlten auch derart ergab, daß keiner den Diebstahl ausgeführt haben konnte. Nun15 M. monatlich Armengeld. Nach einer viertägigen Arbeit an Schier ab, daß bis Oktober 1893 bereits 430 M. abgetragen mehr erinnerte man sich, daß der Musikdirektor einen Augenblick hatte sich sein Zustand wieder verschlimmert; er wollte daher ein waren. Da tamen schlechte Zeiten. Der Ehemann fonnte feine allein bei der Kasse gewesen war, und es gelang, ihn der That Krankenhaus aufsuchen und sich im Borbeigehen von dem Gast Stellung finden, es waren noch 112 M. rückständige Miethe zu geftändig zu machen. Obwohl man die Angelegenheit zu verwirth Rößler in der Langestr. 61 verabschieden. Vor dem Lolal zahlen und da kamen die Eheleute mit dem Wirthe, Raths- schweigen gesucht hatte, erhielt die Polizei Wind davon und brach er zusammen und wurde seinem Bekannten als Leiche in zimmermeister Otto überein, daß sie ihm einen Theil ihrer verhaftete den Dieb. Derselbe erfreute sich bislang eines guten das Haus gebracht. Möbel überlassen wollten unter der Bedingung, daß dieselben Ruses und sah allem Anscheine nach einer glänzenden Zukunft Mit einem Beinbruch davongekommen ist die 25 Jahre innerhalb sechs Monaten von ihnen wieder eingelöst werden entgegen. Die Leiche des Regisseurs Baumann ist, wie ein Teles alte Werfführerfrau Meta Hanisch, geborene Kraft, welche tönnten. Die Frist verstrich, ohne daß die Lehmann'schen Eheleute Stettinerstraße 54 wohnte. Sie war von Echwermuth befallen ihrer Pflicht nachkommen konnten. Sie mußten beim Auszuge gramm aus Hull meldet, aufgefunden worden. Gestern ist in und wollte ihrem Leben ein Ende machen. Zu dem Zweck sprang die verpfändeten Sachen zurücklassen, es blieben aber noch so Sull eine Fischerschmack mit dem Leichnam des unglücklichen fie aus einem Fenster des fünften Stockes am Donnerstag viele Sachen in ihrem Besiß, daß die Restforderung des Schier Opfers der Elbe"-Ratastrophe eingetroffen. Die Leiche wurde Morgen um 714 Uhr heraus und blieb unten bewußtlos liegen. noch hinreichend dadurch gedeckt werden konnte. Als dieser erfuhr, bei Lowestoft aufgefischt. Die bei derselben vorgefundenen Sie wurde von der Polizei nach einem Krankenhause gebracht, daß über einen Theil der von ihm gelieferten Sachen verfügt Gegenstände: Geld, Papiere, Trauring und Uhr, wurden dem wo sich herausstellte, daß sie troß des Sprunges aus der schwin- worden war, ging er gegen Frau Lehmann vor. Rathszimmer- deutschen Konsul ausgehändigt. delnden Höhe nur einen Beinbruch davongetragen hatte. meister Otto schlug dem Schier vor, er wolle die von ihm zurück- Zum Schiffbruch des Dampfers Oroya wird aus behaltenen Sachen verkaufen, aus dem Erlöse würden sie beide Ne a pel gemeldet, daß der Seegang die Flottmachung verIn einem Glühofen lebendig verbrannt ist Ende voriger befriedigt werden können, denn die für 112 M. zurückbehaltenen hindert hat. Woche in der Chamottefabrit bei Eichwerder an der Dahme ein Möbel waren seinerzeit von Schier mit 360 M. an: Aus vielen Gegenden Ungarns wird Hochwasser gedort thätig gewesener Vorarbeiter namens Mielenz. Derselbe gerechnet worden. Herr Otto ließ dieselben durch einen meldet. Ueberall sollen Vorsichtsmaßregeln getroffen werden. war des Morgens gleich nach der Frühstückspause mit noch zwei Sachverständigen taxiren, wobei sich herausstellte, daß die Infolge der andauernden Schneeverwehungen ist auf mehreren anderen Vorarbeitern, Westphal und Köhne, damit beschäftigt, in als" alt" gekauften Möbel im neuen" Zustande einen Linien der Bahnverkehr eingestellt. den großen Glühofen der Fabrit ein Quantum Thon zum Aus- Werth von höchstens 200 m. gehabt hatten. Der Vor: Aus Niederösterreich, mehreren Rüstenländern, dem härten einzufahren. Beim Einschieben der Ladung auf die Platt- fizende gab der Ansicht Ausdruck, daß der Zeuge Schier danach ungarischen Litorale, vielen Gegenden Ungarns und Kroatiens form brach nun plöglich aus unbekannter Ursache das Vorstell- getrachtet hätte, sich noch einen bedeutenderen Vortheil dadurch werden bedeutende Schneeverwehungen gemeldet. Fiume, Agram gitter derselben durch und alle drei stürzten infolgedessen in den zu verschaffen, daß er sämmtliche Möbel zurückforderte, weil die und Abbazia sind vom Verkehr mit der Außenwelt völlig abge= geheizten Glühofen. 3war eilten die übrigen Arbeiter sofort zur Abzahlungsbedingungen nicht rechtzeitig erfüllt seien. Der GeHilfe herbei. Doch gelang es ihnen nur, Westphal und Köhne richtshof ging von der Ansicht aus, daß die Angeklagte nur schnitten; infolge Mangels an Lebensmitteln ist große Theuerung eingetreten. zu retten, die glücklicherweise noch auf dem Abstellungsrande lagen, formell gefündigt habe. Allerdings liege eine Unterschlagung Aus hier aber auch so schwere Brandwunden erlitten hatten, daß sie vor, aber in so milder Form, daß die von dem Staatsanwalte schleunigst nach Berlin in die Charitee geschafft werden mußten. beantragte Geldstrafe von 3 M. für ausreichend erscheine. Bei dem Vorarbeiter Mielenz erwies sich jedoch alle Hilfe als überflüssig, da er unmittelbar in die Gluth gefallen und bereits perkohlt war. Er hinterläßt eine Frau und vier unmündige Kinder in den dürftigsten Verhältnissen. Das Befinden des Kaufmanus Müller, der in der Krausenstraße einen Schuß in den Hals erhielt, ist dauernd ein günstiges. Aus Liebesgram hat sich in der vorletzten Nacht die 20 Jahre alte Verkäuferin Gertrud Wagenstedt am KronprinzenUfer in die Spree gestürzt. Die Unglückliche, welche in der Chauffeestraße 47 wohnte, war von ihrem Bräutigam verlassen worden. Verschwunden sind die Gattin und Tochter eines Försters Döring aus der Umgebung von Schwedt, welche sich hier zu Besuch aufgehalten haben. Sie hatten sich von hier am 1. März nach Köpenick begeben, um dort einen Besuch abzustatten, und find seitdem verschollen. Der Rostocker Dampfer„ Alice", welcher vor 3 Wochen im Kopenhagen wird vom Donnerstag berichtet: Eise bei Nakkehoved( Nordküste von Seeland) festgelegen hatte, wurde heute Morgen von einem Rettungsdampfer in den Hafen Helsingör einbugfirt. Die Alice" " Alice" war äußerlich von etwas In der Nacht zum 4. d. M. wäre das Schiff vom Eise beinahe zerdrückt worden, was nur durch die Lage der Ladung und den starken Bau des Schiffes verhütet wurde. Die Mannschaft hat stark gelitten, da sie fast gar keinen Proviant batte und außer dem Tag und Nacht arbeiten mußte, um das Schiff zu retten. Das gestern von Gjedser abgegangene Schiff Rügen" und der von Warnemünde ausgesandte dan" blieben beide im Gise stecken; erst heute früh tamen sie wieder frei und begannen mit großer Mühe das Eis zu durchbrechen. Die Passagiere des dan" wurden in der Nacht mittels Boote und Schlitten in Giedser gelandet. Der Postsekretär Waldemar Wilhelm Emil Staedtke ans pandan, der dort in der Nacht zum 10. Februar d. J. beschädigt. den Aussehen erregenden Diebstahl eines Fasses Geld beging, erfuhr schon gestern seine Aburtheilung durch die zweite Straffammer des Landgerichts II. Der Thatbestand dürfte noch hin reichend bekannt sein. Der Angeklagte war geständig. Er gab an, daß er seit dem Jahre 1884 Sekretär sei und zuletzt ein Gehalt von 2500 M., sowie 432 M. Wohnungszulage bezogen habe. Er sei Vater von drei Kindern. Seine Ehefrau habe 5000 M. ein gebracht, diese Summe sei aber im Laufe der letzten zehn Jahre verwirthschaftet worden. Er habe geglaubt, mit seinem Gehalt nicht auskommen zu können und da sei ihm beim Anblick der Geldtonnen mit 10 720 M. Jnhalt der unglückselige Gedanke gekommen, sich eine derselben anzueignen.- Postinspektor Severin bekundete, daß der Angeklagte feineswegs einen moralisch tadellosen Lebenswandel geführt und besonders in letzterer Zeit viel in Kneipen mit Damenbedienung verkehrt habe. Der StaatsPolizeibericht. Am 6. d. M. vormittags schoß ein Architekt anwalt beantragte zwei Jahre Gefängniß und zweijährigen Ehreinen Kaufmann in dessen Wohnung, in der Krausenstraße, zwei verlust. Der Angetlagte bat mit stockender Stimme, doch zu beRevolverkugeln in den Hals, ergriff hierauf die Flucht und rücksichtigen, daß er ohnehin hart genug bestraft sei, er habe sein tödtete sich auf der Treppe durch einen Echuß in die Schläfe. Amt verloren und Schmach und Schande auf sich und seine Aluminiumschiffe. Vor einiger Zeit hat ein französischer In der Oranienburgerstraße fiel ein Kaufmann infolge eines Familie gehäuft. Der Gerichtshof war der Ansicht, daß der Privatmann, Herr de Chabannes la Balice, fich eine Segelyacht Fehltritts hin und erlitt einen Bruch der Kniescheibe. Nach vorliegende Diebstahl einer der schwersten sei, der ihm je zur aus Aluminium erbauen lassen. Das Schiff hat 17,4 Meter mittags wurde in der Alten Schönhauserstraße eine Frau von Aburtheilung vorgekommen. Ein langjähriger Beamter habe, Länge, 2,5 Meter Breite und einen Tiefgang von 2,55 Metern: den Pferden eines Pferdebahnwagens umgestoßen und beim feineswegs von Noth getrieben, einen Vertrauensbruch begangen, dabei wiegt es 2800 Kilogramm, wovon 1100 Kilogramm auf Fallen am Kopfe und am Oberschenkel bedeutend verletzt. In wie er schmählicher kaum gedacht werden könne. Eine empfind- das verwendete Aluminium fallen, während Eisenschiffe von der der Spree wurde am Kronprinzen- Ufer die Leiche eines Mädchens liche Etrafe sei am Plaze und diese auf drei Jahre Ge= gleichen Wasserverdrängung etwa 3600 Kilogramm wiegen. Die angeschwennt. Im Laufe des Tages fanden sieben Brände statt. I fängniß und dreijährigen Ehrverlust bemessen worden. Gewichtsersparniß beträgt also über 20 pCt. Witterungsübersicht vom 7. März 1895. Stationen. Swinemünde. Hamburg Berlin Wiesbaden. München. Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung 764 764 . 764 765 763 28 Wien 760 MNM . Haparanda 760 Still 768 G 758 • Aberdin.. 755 • 762 G • . • Petersburg Cort Paris " Windstärke ( 1-1) 22115LOLLI2 Wetter Tunst bedeckt heiter wolfenlos Temperatur ( nach Celsius 50.40 R.) 4 2886 Schnee 4 Schnee 4 0 woltig -14 Dunst -10 heiter wolkig wolkig 5 Wetter Proquofe für Freitag, 8. März 1895. Zeitweise nebeliges, vorwiegend heiteres, trockenes Wetter mit schwachen südlichen Winden und langsam zunehmender Erwärmung. Berliner Wetterbureau. = Aus Petersburg wird berichtet: Da die Influenzas Epidemie in Petersburg einen unerwartet großen Umfang angenommen hat, beschloß die schleunigst zusammenberufene städtische Sanitäts Rommission, jedem Munizipal Arzt einen Arzt als provisorischen Gehilfen beizuordnen, um den gegenwärtigen Anforderungen zu genügen. Auch die französische Regierung ist der Frage der Verwendung des Aluminiums für Schiffsbauten näher getreten und hat bei der englischen Firma Jerrow u. Ko. ein Torpedoboot aus Aluminium herstellen lassen, welches eine größere als die gleich großen eng Fahrgeschwindigkeit erreichte, lischen Torpedoboote aus Stahl. Doch stellt sich der allgemeineren Verwendung von Aluminiumschiffen gegenwärtig ihr hoher Preis entgegen. Bei dem zuerst erwähnten fleinen Segelschiff betrug er fast das doppelte des Preises für ein gleich großes Echiff aus Eisen oder Stahl( 44 000 gegen 26 000 M.) und ebenso war er bei dem Torpedoboot um 20 000 M. höher als für die gleich großen Stählernen Boote. Auch hier bildet wieder die kapitalistische Frage der Rentabilität ein Hemmniß für das Fortschreiten der Kultur. Wer hat das Recht, die Wählerlisten bei Gemeindewahlen einzusehen? Diese Frage wurde, wie wir der ,, V. 3tg." entnehmen, gestern vom Ober Verwaltungsgericht in einer Weise beantwortet, die wir dringend der Beachtung unserer Parteigenoffen empfehlen. In Brandenburg a. 5. hatte Ewald im Verein mit einer Reihe Parteigenoffen die Giltigkeit der Wahl von 20 Stadtverordneten angefochten, die im November 1893 stattgefunden hatte. Eine große Zahl von Personen hatte in den Listen gestanden, ohne Bürgerrechtsgeld gezahlt zu haben; ferner wurde bemängelt, daß die Wahllisten während der in § 20 der Städte- Ordnung angeordneten Offenlegung den einzelnen 8 Wählern nur zur Feststellung der ihre eigene Person betreffenden Der Bezirksausschuß wies Unrichtigkeiten zugänglich waren. aber die Klage ab, da Einwendungen gegen die Richtigkeit der Wählerliste nur während der Zeit ihrer Offenlegung zulässig Gepäckabfertigungs- Verfahren nach amerikanischem feien und nicht erst gelegentlich des Einspruchs gegen die Syftem. Die Eisenbahndirektion Altona erläßt folgende für die 2 Giltigkeit der Wahlen erhoben werden dürfen. Hat indeß eine Reisenden mit Aufgabegepäck wichtige Bekanntmachung: Bom 5 ordnungsmäßige Offenlegung überhaupt nicht stattgefunden, 1. März 1895 ab tommt im Verkehr zwischen Hamburg B., sowie so fehlt ein Vorgang, ohne den eine Stadtverordnetenwahl den Stationen der Hamburg- Altonaer Verbindungsbahn einerseits überhaupt nicht gedacht werden kann, woraus folgen würde, und Berlin- Lehrter Hauptbahnhof andererseite, und zwar in beiden daß die gleichwohl vorgenommene Wahl als rechtlich nicht Richtungen für dasjenige Reisegepäck, bei welchem Uebergewicht existent zu behandeln sei. Der in dieser Hinsicht von den nicht in Frage kommt und daher Gepäckfracht nicht zu erheben Klägern angetretene Beweis muß als mißlungen bezeichnet werden. ist, also lediglich für das Freigepäck, bis auf weiteres versuchs3war ergaben die eidlichen Aussagen mehrerer Zeugen, daß in weise ein neues Abfertigungs- Verfahren zur Einführung, nach der ersten Zeit der Offenlegung den zur Einsichtnahme erschienenen welchem das fragliche Gepäck nicht mehr wie bisher auf Gepäcks Personen zunächst regelmäßig die Frage vorgelegt wurde, ob sie scheine, sondern lediglich unter Verwendung von Checks( Gepäckbeziehungsweise die Wähler, in deren Interesse die Einsicht be- marfen) abgefertigt wird. Diese Checks bestehen aus zwei an Im Schiller- Theater feierte gestern Abolf Wilbrandt's antragt wurde, bereits das Bürgerrechtsgeld gezahlt hätten und einem Lederriemen hängenden Messingmarken, von denen die Gracchu 3" vor einem dankbaren Publikum seine Auf daß auf eine verneinende Antwort regelmäßig eine Grwiderung größere mittels des Riemens an dem Gepäckstück befestigt, die erstehung. Die Mitte der siebziger Jahre erschienene Römer in dem Sinne erfolgte, dann sei der betreffende auch nicht in kleinere dagegen dem Reisenden ausgehändigt wird. Die Wiedertragödie drückt die große Boltsbewegung des klassischen Noms die Liste eingetragen oder es sei zwecklos, die Liste einzusehen. aushändigung des Gepäcke an den Reifenden erfolgt nur gegen zu dem engen Bilde einer Familienkatastrophe zusammen, an die Jedenfalls wäre es Eache der zur Einsichtnahme erschienenen Rückgabe der eingehändigten und Abnahme der am Gepäck selbst sich der mit einer bedenklichen Portion dichterischer Lizenz aus gewesen, durch beſtimmte Aufforderung, ihnen die Liste vor- befestigten Marke. gemalte Geschichtsvorgang in blaffen Zönen anschließt. Das zulegen, und zweifelsfrei festzustellen, ob die Vorlage wirk Bolt ist frei nach Shakespeare topirt; von den ökonomischen lich verweigert würde, und es hätte ihnen frei gestanden, Beweggründen Wenn ferner der Des gewaltigen Interessenkampfes findet beim Magistrat Beschwerde zu erheben. fich feine Spur in Wilbrandi's Wert. Was das Publikum Arbeiterpartei eine Abschrift der Wahlliste versagt wurde, so ergögte, waren die Deklamationen der Römerhelden, die aller- bilde dies keinen Grund für die Unrichtigkeit der Wahlen. dings mit einer Bravour, welche bringend die Beachtung des Hierauf wandten sich Ewald und Genossen an das OberPolizeiministers herausfordern, von der Bühne herabklangen. verwaltungsgericht, welches die Vorentscheidung zwar bestätigte, Die Aufführung und die schwierige Juszenirung des Stückes ohne zu verkennen, daß die Offenlegung der Liste nicht einwands. Die Liste muß unbeschräntt offen liegen ging im Schiller Theater gut und glücklich von statten. Held fret war. Gajus wurde von Herrn Ewald Bach mit der natürlichen und die Subalternbeamten prozedirten ungehörig, wenn sie Leidenschaft, die diesem Künstler in hohem Maße zu die Arbeiter fragten, ob sie das Bürgerrechtsgeld bezahlt hätten. Gebote steht, gespielt, und als Scipio Africanus fand Herr Felix Jeder kann sich die Liste einsehen, er braucht sich nichVon der Gleichheit, Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen.( Stutt würdevolle Töne. In gleich passender Weise waren die Rollen damit zu begnügen, wenn ihm sein Name in der des Konfuls Metallus und die des Mörders Lätorius von den iste gezeigt wird; andererseits aber sind die Wähler nicht Herren Schmidthoff und Froböse besetzt und als wadere römische Bürger gaben sich die Herren Funk und Walden. Etwas bläßlich wurden allerdings die Rollen der Gracchenmutter und der Licinnia von den Damen Detschy und Pant gespielt. Die Regie, die schwere Arbeit hatte, verdient uneingeschränktes Lob. Theater. Kunst und Wissenschaft. Aus dem Parodie- Theater wird uns geschrieben: Kabale und Liebe oder der abgeführte Wurm, verfaßt von Echiller's Tante, hinter deren Pseudonym sich ein hiesiger bekannter Komponist verbirgt, geht Sonnabend erstmalig im ParodieTheater in Szene. Gleichzeitig giebt es an diesem Abend die Première der Schauer- und Daueroper: Die Mordgrundsbrück bei Dresden oder der verfluchte Jubelpreis, während die mit so großem Beifall gegebene Madame Sans Gêne nach wie vor auf deni Repertoir bleibt. Gerichts- Beitung. gefehlich berechtigt, Abfchriften von den Listen zu verlangen oder lettere so lange zur Verfügung zu haben, bis fie die ganzen Listen abgeschrieben haben. Wenn den Arbeitern von den Subalternbeamten geantwortet wurde, es hätte feinen Zweck, die Liste einzusehen, wenn sie Bürgerrechtsgeld nicht bezahlt haben, so hätten sich die Arbeiter resp. Wähler hierbei nicht berubigen, sondern trotzdem die Vorlegung der Listen verlangen follen. Da letteres aber nicht geschah, so müsse angenommen perden, die Arbeiter seien mit der Nichtvorlegung der Liste einperftanden gewesen. Vermischtes. Vom Zuge 8 Flensburg- Kiel entgleisten am Donnerstag bei Maaßbüll infolge starter Schneeverivehungen beide Lokomotiven. Der Lokomotivführer wurde erheblich, der Heizer weniger schwer verletzt. Die erste Maschine, welche umstürzte, wurde zertrümmert. Der Verkehr Kiel- Flensburg wird nur bis Husby aufrechtgehalten. Bis auf weiteres verkehren ab Flensburg teine Rüge. Eingelaufene Druckschriften. er Sozialdemokrat, Bentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Partet Deutschlands( Grpedition in Berlin SW., Beuthstraße 2). Bu beziehen burch alle Zeitungsspediteure. Das Abonnement beträgt durch die Post oder in Berlin durch die Zeitungsspediteure pro Quartal 1,20 M. Kreuzband 1,80 M. Die Nr. 10 vom 7. März hat folgenden Inhalt: Wochenschau. Mecklenburgische Verfassungszustände. Umflürzler" Kant. Infanterie, Kavallerie, Artillerie!. Zum Fortschritt der Technit. Parteinachrichten. Wie man uns behandelt. Todtenliste.- Literarisches. Aus dem Reichstage. Das Genossenschaftstoesen und die Sozialdemokratie. Hazardspiel und Rechtspflege in England. Wie bewährt das Frauenfiimmrecht? Gewerkschaftliches.- Arbeiterschuß. gart, J. H. W. Dieg' Verlag) ist uns soeben die Nr. 6 des 6. Jahrganges zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Der erne Ansturm. Die Selbstzüchtigung des Reichstage. Die Fabrik infpetiion im Reichstage. Aus dem Reiche der Prügelfreunde. Bur Lage der Näharbeiterinnen Stettins. Von Otto Ohl- Stettin. Feuilleton: Im Dienst.( Frei nach dem Französischen.) Der moderne Tantalus( Gedicht). Arbeiterinnen Bewegung. Kleine Nachrichten. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reich spoft- Zeitungsliste für 1895 unter Nr. 2756) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 65 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Inferatenpreis die zweigespaltene Betitgeile 20 Bf. von der Zeuen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Die Verlag) ist soeben das 23. Heft des 13. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Der lachende Dritte. Darwinismus und Marrismus. Von Karl Kautsky. Aus den Bereinigten Staaten.( Schluß.) Von F. A. Sorge. II. Die Arbeiterschuß- Gefeße und die gefegliebenden Bürger( the law- abiding citizens) von Illinois. Sozialistisches zc. Die fiztlichen Ereignisse von 1893. Bon Dr. G. Hugo. Bur Frage der Organisation des Broletariats der Intelligenz. Von A. Mar.( Echluß.)- Feuilleton: Der Großinquifitor, Bon F. M. Dostojewskt. Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Swei Buchstaben oder eine Bart) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. B. P. Diftaturparagraph wird in Elsaß Lothringen der § 10 des Verwaltungsgefeßes für Elsaß Lothringen, das am Eine Skandalafäre erregt in Solingen lebhaftes Aussehen. 80. Dezember 1871 erlassen wurde, genannt. Durch Gesetz vom Einen ,, Sachwucher sonder gleichen" nannte der Vorfigende der 134. Abtheilung des Schöffengerichts gestern das Der Leiter eines dortigen Gesangvereins, der sich nur aus den 4. Juli 1879 wurden diese Machtbefugnisse auf den Statthalter Geschäftsgebahren des Möbelfabrikanten Leopold Schier, welches sogenannten besseren Kreisen rekrutirt, besuchte dieser Tage einen übertragen. Als Hohenlohe und Köller nach Elsaß- Lothringen berfelbe gegen eine der Unterschlagung angeflage Frau Lehmann ihm befreundeten Bankier und benutte in einem unbewachten tamen, war der Diktaturparagraph schon in fra ft. ur Anwendung gebracht hatte. Im Jahre 1892 hatte die Augenblick die Gelegenheit, aus einem offenstehenden Trefor Ihr sehr umfangreiches Schreiben ist einPetere sich verheirathet und das Geld, welches ihr zur Ber- 1000 m. zu entwenden. Der Dieb hatte noch die Frechheit, gegangen. Für die Information befien Dank. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Noland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. 1844-94. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 57. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 37. Sigung vom 7. März, 11 Uhr. Am Ministertische: v. Berlepsch und Kommissarien. Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der zweiten Berathung des Entwurfs des Staatshaushalts- Etats für 1895/96, und zwar der Etat der Handels- und Gewerbe Ber waltung. Bei Kapitel 69 Gewerbliches Unterrichtstoefen" spricht " Abg. v. Schenckendorf der Regierung seine Anerkennung für die wesentliche Förderung des Fachschulwesens aus. Die staatliche Fürsorge entsprach jedoch nicht entfernt den Bedürfnissen. Redner verweist auf das Beispiel Badens, wo alle derartigen Anstalten Staatsanstalten sind, während bei uns das nur zum geringsten Theil der Fall ist. Feste Anstellung der Lehrer an diesen Schulen, Unterstüßung von talentvollen Schülern, Unterstügung und Sicherstellung schon bestehender Anstalten müssen unausgesezt im Auge behalten werden. Freitag, den 8. März 1895. Friedrich- Carlitraße. Admi alir, 38 bei Tugauer. 1 Grünthalerstr. 4 bet Hämmerling. 32 bei Kamlowsty. Fris: Bieber'scher Männer 12. Jahrg. Klassenbildung. Zur Erledigung stand hierauf der Kassenbericht Mache. Ich will nicht von der findlichen Art sprechen, mit vom 3. Quartal 1894, der einen Bestand von 1325,87 M. auf welcher die Beifallsbezeugungen der Versammlung stets hinter den weist. Zum Schluß wurde darauf hingewiesen, daß die Mit Worten Türt's und seiner Freunde hervorgehoben, hinter meinen glieder, welche nicht anwesend waren, ihre Stimme im Arbeits- Worten weggelassen sind. Solche und andere Aeußerlichkeiten nachweis, Mariannenufer 4, bei Herrn Geloff abgeben können. tennzeichen nur den Geist, in welchem der Bericht abgefaßt Arbeiter- Bildungsverein Friedrichsberg. Jeden Freitag nach dem wurde. Im gangen fann ich nur auf die Abfertigung hinweisen, im Monat Reseabend im Lotale des Herrn Heinicke in Friedrichsberg, die ich Türk bereits früher im„ Sozialdemokrat" habe angedeihen Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 7-8 Uhr: Settüre. lassen und muß Säße, wie beispielsweise die folgenden, mir in 8%-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerfraße 179a und Südost- Schule, den Mund gelegten, als total erfunden bezeichnen: Waldemarfir. 14: Deutsch( Literatur.) Bei allen Unterrichtsfächern werden Hauptsache sei, daß die kaufmännischen Gewerkschaften neue Theilnehmer, Tamen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. ihren Mitgliedern Vortheile gewähren"; oder:" Es sei besser, Arbeiter Sängerbund Serlins und Umgegend. Borsigender ad. Neumann, Basewalterfiraße 3. Alle Aenderungen im Bereins: in den alten( Hirsch- Duncker'schen) Bereinen zu bleiben." Natürlich talender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelitr. 49, v. 2 Tr. Freitag. sind die Ausgrabungen aus alten Jahrgängen meiner„ Kfm. Presse" Webungsunde Abends 11 hr. aufnahme von Mitgliedern. Go festa forgfältig erwähnt; Türk und seine Freunde sehen nämlich eine -Raiser'scher Männer chor, Schönhauser allee 28, bei stelle.- Arbeiter- Gefangverein Nord, Kastanien Allee 11, bei Hauptaufgabe darin, einen Genossen, der seit zwei Jahren mit Arbeiter- Befangverein Spandau in Spandau, Neunmeisterfir. 5, bei Radtte. fämpft, durch das Aufstochern von Blätternotizen aus seiner Augustin. Summer' scher Gefangverein, Langestraße 65 bei Tempel. Aufgabe aller feiner bürgerlichen Stellungen in Reih und Glied - Buchbinder Männerchor, Holzmarttir. 8, bei Deter. Vereinte Gangesbrüder Moabit, Perlebergerstr. 28 bei F. Herrmerschmidt. bürgerlichen Zeit zu verunglimpfen. Auf der anderen Seite Gesangeer. Ma i glöden I, indowerftr. 26 b. Eachs.- Gemütlichkeit, fehlt in dem Bericht Ihrer Nr. 51 jede Erwähnung von den Neue Friedrichstr. 44, b. Röllig. Deutsche Liedertafel, Blumenſtr. 38, b. zahlreichen unwahrheiten, die ich Türk nachwies; es fehlt die Wiedemann.- Typographia, Gesango. Berl. Buchdrucker u. Schriftateßer, Erwähnung, wie nachdrücklich ich in meinem Referate für die Geheimrath Lüders: Wir sind unausgesetzt bemüht, für Arminhallen, kommandantenstr. 20.- Gesangv. Lorbeerameig. Swinedie Verbesserung und Ausgestaltung des Fachschulwesens. Es münderfir. 35 bet Sübner. Gefangverein heingold, Büschingfir. 7, wirthschaftliche Aufklärung der Handlungsgehilfen in Berufssoll im nächsten Jahre wieder die Kommission für technisches Gefangverein Me Iodia, Rigdorf, Bergfir. 142 bei Schimtäfe. bei Jakob. Sänger chor der Maler, Annensir. 9 bei Albert Prog. vereinen über den Klassengegensay sprach, freilich als einzige Unterrichtswesen zusammenberufen werden und ihre Verhand- Naunynstraße 88 bet Frizz Zubeil. Brandenburger männere politische Organisation, die auch für Handlungsgehilfen lungen werden wie früher der Deffentlichkeit übergeben werden. Gesangverein in Brandenburg a. S., Mengerts Boltsgarten, Bergstraße. in betracht komme, unsere Partei Organisation hervor Bei den Ausgaben für die Navigationsschulen bittet Abg. Böttcher. Gefangverein Freya I( gem. Ghor), Nixdorf, Hermannstr. 140, bet Daniel hob, nicht Extratonventitel, die fich mancher gründen Apollo, Grünftr. 21 bet Sommer, Freie Siebertafel, Bachmann( ntl.) den Handelsminister, beim Finanzininister Gr. Frankfurter str. 74 bei Brener. Nordwacht, Müllerstr. 7, bei Reichert.möchte; und es fehlt u. a. die Feststellung aus ber dahin zu wirken, daß die Gehälter der Navigationslehrer aufge- retesänger, Schmargendorf, Warnemünderstr. b. Friedrich. beiter Debatte, daß Türck selbst einen unpolitischen Verband" der beffert werden. Gefangv. Sängertreis( Weißensee), Mölteftr. 138 bei Blag. 2oreley, Handlungsgehilfen über ganz Deutschland empfohlen hat, sowie, Handelsminister v. Berlepsch: Im vorigen Jahre hat der denburger Kommunitation 16 bei Glafer. Lustige Sänger, Potsdam, Bran: daß er in seinen Versammlungen Gegnern selbst bestritt, es ſeien Bertreter des Herrn Finanzministers Ihnen dargelegt, daß die chor, Rofenthalerstr. 57 bei Wernau. Gefelligkeit, Sennigsdorf, fozialdemokratische", sondern nur Handlungsgehilfen- Versamm Gehaltsaufbesserung einer einzigen Beamtenkategorie, wenn nicht Böhmert's Gasthaus.- Drante, Weißenfee, Königschauffee 41 bei Frenſe. lungen. So untlar ist sich Türck über die den faufmännischen Johanni, Rüdersdorferstr. 45, Gesellschaftshaus Ostend. Sängerverein ganz ungewöhnliche erschwerende Umstände vorliegen, nicht thunlich Sorgenfrei, Admiralfir. 18c, Märtischer Hof. Sangesfreund Gewerkschaften zu empfehlende Haltung. Wird aber ihm und fei. Materiell wünsche ich ebenfalls eine Gehaltsaufbesserung; Dragonerfir. Gesangverein 23 a chi seinen Freunden diese Untlarheit nachgewiesen, so lassen sie ich bedaure aber, nicht in der Lage zu sein, diesem Wunsche ent- Dichefterfterverein Stralauer Liebertafel, Rummelsburg, Haupt- Versammlungsbericht fort und veröffentlichen blos dass auf I, Wörtherstraße Mr. 19 bet Echmidt. Gefang und einfach das ihnen Unbequeme aus dem betreffenden fprechen zu können. fnaße 83 bei Bowinkel( Gesang). Gefangverein reu und Abg. Ehlers( frf. Bg.): Auf dem Gebiete des gewerblichen inigkeit, Rigdorf, Prinz Handjerystraße Nr. 58 bei Neden. jenige, was ihnen paßt, genau so, wie sie es bei ihren Fachschulwesens fann das Zusammenwirken von Staat und Ge- mertens.-Gefangverein der Metallarbeiter( Dit), Blumenfir. 46. Die unglaublich tendenziöse Berichterstattung der Freien VerGesangverein Frohsinn Rummelsburg, Göthestraße, Ede stantstraße, bei Ausgrabungen aus meiner Kaufmännischen Presse" machen. meinden mit den Betheiligten sehr viel mehr Müzliches schaffen, Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarckfir, 74 bei Strause. Gin= als alle Organisation des Handwerks. Wenn die Navigations- tracht 3, Cherswalde, Gisenbahnstr. 77 bei Dibal. Mofenthaler einigung" über eine Diskussion, die der gegenseitigen Aufklärung Worstadt, Bernauerstr. 47. lehrer nicht besser bezahlt werden, kann man auch nicht die besten rob- Hoffnung( Berlin W.), Grunewaldir. 110 bei Keßner. Silaritas, bochitraße 32a bei Wilte. dienen sollte, fann mich also nur in meinem bisherigen Urtheil Resultate bei dem Schülermaterial erzielen. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. über Türk und seine Freunde bestärken. alle Buschriften sind zu senden an B. Gent, Adalbertsir. 95. Freitag: Frankfurt a. M., 3. März 1895. tattlub Kairo, Abends 8 Uhr bei Flict, Simeonſtv. 23. Gelang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Quartettverein wedding, Abends 8 Uhr, bet Schafer, Sene Hochfiraße 49. PrivatTheaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Purebuferstr. 35. Vergnügungsverein Thus nelda, Freitag, Abends 8 Uhr, bei gubeil, Musikverein Hoffnung( it) Freitags Abends von Die Berichtigung" Quard's wundert mich nicht: Ebenso Lindenstraße 106. 9-11 Uhr. Uebungssunde Große Frankfurterfir. 183 bei Gold. Tambour wie Quarck in der Diskussion Dinge widerrief, die er im Referat verein Fret weg, Freitag, Uebungsstunde bei W. Naddaz, Elsasserstr. 11. behauptet hatte, so versucht er jetzt durch eine Berichtigung verBerliner Turngen offenschaft. Die erste Wännerabtheilung turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10 Uhr in der Turnhalle des geblich den Eindruck seiner festgenagelten Behauptungen zu verLeffing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. Turnverein Gesundbrunnen wischen! Das Urtheil Quarc's ist mir daher sehr wenig maßdie 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% Uhr in der Turn- gebend; den Lesern des Vorwärts" versichere ich, daß ich bestrebt balle des Leffing- Gymnasie, ai greitag haft und Artiften war, über die Versammlung mit größtmöglichster Objektivität zu tlub Berolina Dienstag und Uebungsstunde bet Grüßner, Waldemarstr. 42. Turnverein Germania( Mitglied des deutschen Arberichten und besonders bemüht war, die Anschauungen Quard's better- Turnerbundes) turnt Dienstags und Freitags bents von 8-10% Uhr möglichst genau wiederzugeben; das geht schon daraus hervor, Deutschlands.) Die zweite Männer- Abtheilung turnt jeden Dienstag und daß der Bericht über die Rede Quard's länger ist als über die Freitag Abends von 8-10 Uhr in der er aliterfir." 5/56. Kraft- Turnverein Rede Türk's, trotzdem T. 5/4 Stunden sprach, während Quarck's offnung übt jeden Breitag bend von 9-11 Uhr bei Schuhmacher, Referat 3/4 Stunden dauerte. Bitherflub Waldrose, Abends s uhr, wanieuffelBüchlerfir. 49. Verein Grüne Tanne. Abends a be, den bürgerlichen Bereinen bleiben; übrigens hat er dasselbe im fraße 86, Tarterre: Defiamant. Quarck hat gesagt, es wäre gut, daß die Handlungsgehilfen in bei Kaiser, Martusstraße 8. Bergnügungsverein Im Brand, Sigung jeden Freitag Abend s uhr bei Feind, Weinfir. 11. " Sozialdemokrat" gefchrieben und beweist es durch die That, da er Statflub Schnitt, Abends s uhr, bet Trittelwitz, Faltenfieinftr. 7. felbit Mitglied des Verbandes kaufmännischer Vereine.ist. Der Be Tanzlehrer- Verein Solidarität, Arminballen, Kommandantenstr. 20. Lefe- und Diskutirklubs. Freitag. Kari Marr, Abends 8% Uhr, richt hat dem Vorstande der Freien Vereinigung der Kaufleute bei Gruber, Mariendorferstr. 5. Westen, bei H. Werner, Bülowfr. 69. zur Begutachtung vorgelegen und ist in seiner jebigen Fassung English Conversational Club Shakespeare. Meeting every einstimmig angenommen worden; Türk gehört nicht zum VorFriday at 9 p. m. at Beherns Restaurant, Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. stande. Der Streit mit Quarck dreht sich nicht darum, daß von unseren Kollegen politische Gytrakonventikel" gegründet werden sollen, sondern daß wir mit bestem Bemühen die Handlungsgehilfen aus dem bürgerlichen Lager ziehen wollen, wogegen sich Quare mit aller Macht sträubt. zu machen. Abg. Beumer( natl.): Die Baugewertschulen genügen nicht, wenn 2000 junge Leute zurückgewiesen werden müssen. Es ist vielleicht ein Fehler, daß nur eine Art Echulen für alle bestehen, man sollte die Schulen in bautechnische Schulen und in niedere Baugewerkschulen, Werkmeisterschulen trennen. Ferner muß es sich der Staat angelegen sein lassen, die weibliche Jugend durch Fachschulen für Feinstickerei, Feinnäherei zc. erwerbsfähig Minister v. Berlepsch: Zweifelhaft bin ich bezüglich des ersten Punktes, der neu angeregt wird. Ich weiß nicht, ob die Betheiligten mit einer solchen Trennung einverstanden wären. Für das weibliche Fachschulwesen ist bisher nicht genug geschehen, wir haben aber schon solche Schulen unterstützt und werden damit fortfahren. Abg. v. Eynern( natl.): Die Thronrede selbst hat bedeutende neue Mittel für die Fortbildungsschulen angekündigt, es sind aber so geringe Summen nur dafür ausgeworfen, daß man das nicht besonders in der Thronrede hätte vermerken sollen. Minister v. Berlepsch: Es handelt sich hier nur um die Fortbildungsschulen, es sind aber auch für die Fachschulen neue Mittel eingestellt worden. Auch hält es der Minister nicht für zulässig, daß ein Passus der Thronrede für überflüssig erflärt wird. Der Rest des Ordinariums wird bewilligt. Das Extraordinarium wird ohne Debatte bewilligt. Es folgt der Etat der Bauverwaltung. Die Einnahmen werden bewilligt. Nach 44 Uhr vertagt das Haus die weitere Berathung auf Freitag 12 Uhr. Versammlungen. Ackerstr. 67.- Turnverein Fichte( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes Club Uncle Sam. 9 o'clock p. m. Munzstr. 17. Washington's birthday celebration. Guests welcome. Spredfaal. Die Redaktion fellt die Benuzung des Sprechiaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenbeiten allgemeinen Interesses zur Verfügung: sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. " " Dr. Quard." Die Redaktion glaubt die Sache am besten zu erledigen, wenn fie unter den obigen Angriff sogleich die Entgegnung sett. hätte die Artikel, die unsere Stellungnahme im„ Sozialdemokrat" Uebrigens freut es mich zu hören, daß Quard glaubt, er verfochten, widerlegt; es ist demnach festgestellt, daß wenigstens ein Genosse diese Meinung hat. Otto Steinbart, Zu dem Bericht über die Mitgliederversammlung der Im Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und Freien Bereinigung der Kaufleute" in Nr. 51 des Vorauf Holzplägen beschäftigten Arbeiter und wärts" vom 1. März d. J. erhalten wir folgende Buschrift: Arbeiterinnen( Filiale I) sprach am 4. März Frau Scholz Der von Ihnen sicher in gutem Glauben abgedruckte Bericht in interessanter Weise über das Thema: Klassenerziehung und über mein Rededuell mit Türk ist ein Meisterstück tendenziöser und verweisen wir die beiden Parteien auf ihre Fachpresse. Für den Juhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 8. März. Opernhaus. Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Schauspielhaus. Egmont. Schiller- Theater. Central- Theater Alte Inkobrake Nr. 30. Emil Thomas a. G. ( Wallner Theater.) Freitag, 8. März, abends 8 Uhr: Der zerbrochene krng.- Frauen- Novität! Zum 21. Male: Novität! kampf. Sonnabend, 9. März, abends 8 Uhr: Unsere Rentiers. Gracchus, der Volkstribun. Sonntag, 10. März, nahm. 3 Uhr: Der zerbrochene Brug. Frauenhampf. Abends 8 Uhr: Der Veilchenfresser. Dichter- Abende. Im Bürgerfaale des Rathhauses, abends 73 Uhr: Zum 2. Male; Reuter- Abend. Deutsches Theater. Der Giffens Adolph Ernst- Theater wurm. Lessing- Theater. Aus Berlin W. Berliner Theater. Nathan der Weife. Rehdenz- Theater. Fernand's Ehe tontraft. Neues Theater. Liebe von Heut. Vorher: Unsere Backfische. Theater Unter den Linden. Ra pitän Garricciolo. Schiller Theater. Der zerbrochene Krug. Frauenkampf. Bellealliance Theater. Große Posse mit Gesang und Tanz in 4 Atten von Wilhelm Mannstädt und Julius Freund. Musit von Julius Ginödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Auftreten der ersten Pirouette- Am Landes- Ausstellungspark u. Courbette- Tänzerin Englands vom Prince of Wales- Theater in London. Ein fideles Corps. Große Gesangsposse mit Zanz. Nach dem englischen Original ,, A Gaiety Girl" von Jones Sidney, frei bearbeitet von Eduard Jacobson und Jean Kren. Vorher: Berliebte Gendeball. Mädchen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Ein armes Mädel. Adolph Ernst- Theater. Ein fideles Korps. Gesindeball. Central- Theater. Unsere Rentiers. National Theater. Brücke. 9 Die lebenbe Alexanderplatz- Theater. Mutter und Sohn. Reichshallentheater. Spezialitäten Borstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Borstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Borstellung. Schwank in 1 Akt von Ed. Jacobson und Jean Kren. Anjang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Feen- Palast Burgstr. 22, neben der Börse. Schriftführer der Freien Vereinigung der Kaufleute. Damit ist für den Vorwärts" die Angelegenheit erledigt Passage- Panopticum.| National- Theater. Unter Täglich abends 18 Uhr 27 Gitanos aus Andalusien. Vorstellung um 4, 5, 6, 7, 8 u. 9 Uhr. den Linden 21. Einzig in seiner Art. Heute Ben- Ali- Bey. Oriental. Neues collossal. Programm. Magie. Die 8 Grunathos. Die mysteriösen Liliputaner ( darunter die fleinste Serpentin Tänzerin der Welt). Cousin August m. feinem brasilian. D Castan's Panoptikum. Orang- Utang. Noch nie dagewesen! Die Riefen des dunkeln Erdtheils: Die Dinka, 40 Männer, Frauen u. Kinder. Das scheckige Mädchen Marietta. ., Präsident Faure". Little Ella, das Wunderkind. Mr. Paolo Vendaro. Lilly Wellini, Kostüm- Soubrette. Wilhelm Fröbel, Berlins 1. Orig.- Humor- Matador. Gisella- Trio. The 4 Original- Dissenatos. Brothers Ulricos. Anfang: Wochent. 71 Uhr, Sonntags: Konzert 61/2 Uhr, Vorst. 7 Uhr. Preise: 3, 2 und 1 M. Sitzplatz. zum 178. Male, Jeden Sonntag Nachmittag 4 Uhr: Familien- Vorstellung zu halben Preisen. Parodie- Theater Oranien- Straße 52( am Morigpl.). Madame Sans- Gêne. Borher: Grand Café Unfallverhütung. Zum Schluß: Heimath. Why) Hale Große Frankfurterstraße 132. Direktion: May Samst. Sensationelle Novität! Gastspiel der amerikanischen Gesellschaft William Calder Mit neuen Dekorationen und Kostümen. Die lebende Brücke. ( The span of Life.) Großes Sensationsschauspiel mit Musik in 4 Aften( 11 Bildern), nach dem Eng. lischen von Sutton Vane, übersetzt von H. Schwab. Dirigent: Adolph Wiedecke. Gleftr. Beleuchtungseffekte v. Lakowsky. Regie: Max Samst. affenöffnung 6 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Kaufmann's Station Naucke. Variété. Am Bahnhof Alexanderplatz. Das März- Programm hat einen durchschlagenden Erfolg erzielt! Naucke. Naucke ist noch immer die Parole!!! 81/2 und 91/2 Uhr: Naucke. Mr. Nelson. Mr. Morie. Drei Schwestern Silviar. Elly Leona. Joe Bimbo. ( So wird's gemacht.) Die allbeliebt. Stephanie u. Behrens. Die urkom. Corty n. Rappo. Dem Genossen Start Thurm Gr. Volksversammlung Die Hilfe, Achtung! Vergolder! 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Thema: Wie ist für die kranken Arbeiter gesorgt?" 2. Vereins- Mittheilungen. 3. Geldbewilligung zum Stiftungsfest. 4. Verschiedenes.( Wie feiern wir den 1. Mai.) 2992b Achtung! Tapezirer. Der Vorstand. Achtung! Sonnabend, den 9. März 1895, abends 8 Uhr: Oeffentliche Versammlung aller im Tapezirer- Gewerbe beschäftigten Personen im Restaurant Zubeil, Lindenstr. 106. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. Referentin: Frau M. Greifenberg. 2. Diskussion. Nachdem: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Die Kollegen werden ersucht, für den zahlreichen Besuch dieser Vers fammlung, besonders seitens unserer Hilfsarbeiterinnen, wirken zu wollen. 273/2 Der Einberufer. 47/27 bei der Expedition, Frankfurt a. M., Obermainstr. 2 zu verlangen. Achtung! Zahuersah, auch Theilzahl., wöchent!. 1 Mart, Guckel, Laufizer Platz 2, Elsasserstr. 12. In RohSchillingstr. 30a und Günther, Josefftraße 10, ebenso bei den Vorstands. mitgliedern. 267/17 J. A.: W. Schnorre, Gerhardstr. 6. Achtung! Der Klempner Gustav Werner, Brunnenstr. 145 und der Arbeiter Hermann Zimmermann, Ost- Bahnhof 10 wohnhaft, werden hiermit öffentlich aufgefordert, ihren Verpflichtungen dem Vergnügungsverein Jm Brand" gegenüber unverzüglich nachzukommen. 93| 11 Der Vorstand. straße 82, gratuliren zum Geburtstag. Die Lübbener Brüder. Ortskrankenkasse d. Steindrucker u. Lithographen, Berlin. Am 5. März cr. verstarb unser Mit glied, der Lithograph Herr Eduard Kolitz. Die Beerdigung findet statt am Freitag, den 8. März cr., nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Jakobikirchhofes, Hermannstraße, aus. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Stempel- GUTTMANN GUTTMANA AbzeichenGRAVEUR 9. Fabrit. Brunnenst Fabrik. Carl Scholz, Wrangelstraße 32. Tabaken Glaferei, Spiegel und Bildereinrahmung. und Utensilien für Cigarren- Fabrikanten !! billigster Einkauf!! W. Hermann Müller Berlin Alexanderstr. 22. Streng reelle Bedienung. Creditgewährung nach Uebereinkunft!! Ein Jeder mache den Versuch. 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Um guten Besuch der Versammlung ersucht Der Einberufer: Herm. Jänsch, Maurer, Barnimstr. 20. Achtung! Charlottenburg. Achtung! Empfehle allen Herrschaften, mein Parteigenossen und Genossinnen. Große Volksversammlung am Sonntag, den 10. März, nachmittags 2/2 Uhr, in Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39. " Tages Ordnung: 259/7 1. Fordern die Frauen das politische Wahlrecht". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Genossinnen! Zeigt, daß es uns mit der Forderung ernst ist. Die Vertrauensleute. Achtung! Interellenverein Achtung! der Buchdruckerei- Hilfsarbeiter Berlins u. Umgeg. Sonntag, den 10. März er. Grosser Wiener Maskenball im Königstädt. Kasino, Holzmarktstr. 72( obere Räume) zum Besten seiner Unterstützungskasse. Die humoristischste Herren- u. schönste Damen- Maste wird prämiirt. Um 11 Uhr Demastirung. Um 12 Uhr Kaffeepause. Eröffnung 6 Uhr. Entrée 50 Pf. Anfang 7 Uhr. Musit: Zivilberufsmusiker. 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Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2.