Nr.597 40. Jahrgang Ausgabe A nr. 298 Bezugspreis: Bom 23.- 29. Dezember 1 Billion ober 1 Goldmart voraus zahlbar. Unter Kreuzband nom 23.- 29. Dezember für Deutschland. Danzig, Gaar- u. Memels gebiet. Defterreich, Litauen, Lugem burg 1,35 Goldmart, tür das übrige Ausland 1,60 Goldmart. Kreuzband fenbungen nur gegen wertbeständige Bahlung. Boftbezugspreis freibleibend. Der Borwäris mit der Sonntags beilage Bolt und Zeit" u. Siedlung und Kleingarten", sowie der Unter haltungsbeilage Heimwelt" erscheint wochentäglich zweimal, Gonntags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialbematrat Berlin Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 130 Milliarden Anzeigenpreise: Die ein ipatige Ronpareille. geile 0,70 Goldmart. Retlamezeile 3.50 Goldmart. Aleine Anzeigen das fettgedruckte Wort 0,20 Gold. mart( zuläffig zwei fettaedruckte Worte), jebes meitere Bort 0.10 Goldmart, Stellengefuche bas erste Wort 0,10 Goldmart jedes weitere Wort 0,05 Goldmart. Worte über 15 Buchstaben zählen für awei Borte. Familienanzeigen für Abonnenten Zeile 0.30 Goldmart. Eine Goldmart cin Dollar geteilt burch 4.20. S Anzeigen für die nächste Summer müssen bis 4 Uhr nachmittags im Sauptgeschäft, Berlin SW 68, Lindenftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet Don 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Ferniprecher: Redaktion: Conhoff 292-295 Verlag: Dönhoff 2506-2307 Sonnabend, den 22. Dezember 1923 Bayerische Putschkavallerie. Auch ein Beitrag zur Charakteristik der Erneuerer Deutschlands. In München hat der Fürst Karl Brede schon vor Monaten ein sogenanntes Reitertorps organisiert, bas zu den Hitler. fchen Stoßtrupps gehört. Fürst Brede ist ein Nachtomme des baju parischen Napoleonfreundes Fürsten Brede, den Heinrich v. Treitschte megen feiner Landesverräterischen Haltung immer nur ben elen. den Brede" nennt. Nach dem Novemberputsch hatten die Zei tungen mitgeteilt, daß dieses Reitertorps von Rahr aufgelö ft sei. Nach einem uns vorliegenden fechs Spalten langen gebrudten Rund. schreiben scheint bas nicht der Fall zu sein. Der erlauchte Fürst be. tont, daß fein Reiterforps, dessen Ziele Belämpfung des Marxismus und Bolschewismus- unverändert dieselben feien und verfolgt würden", nicht nur nicht aufgelöst sei, sondern im Gegen. teil„ bie, wie bekannt, im ganzen Deutschen Reiche aufgestellten, die Zahl von 70 erreicht hebenden vom RS.- Kommando errichteten felb. ständigen Gruppen und Schwadronen das Gros bilden und die Not wendigkeit des Bestehens unseres LK. zur Genüge erweisen." Das lichen Deutsch geschrieben ist. In der Regel scheint Herr Brede mit der deutschen Sprache ebenso sehr auf Kriegsfuß zu stehen wie mit den Margiften"," Bolschewiften" und schuftigen Berrätern à la Rahr. ist in bem ganzen Rauberwelsch ein Sag, ber beinahe noch im leid. Denn das ist das Leitmotiv des ganzen langen Erguffes. Einer porsichtig gedrechselten, scheinbar lonalen Erklärung gegenüber den bayerischen Gewalten folgt eine spaltenlange wütende Auseinanderfebung mit Rahr. Lollow usw. Nur einige Zitate: „ Die Beurteilung der Lage von einem Außenstehenben ift geradezu ummönlich. Fast alles was in der Preffe, welche allein in Kahrs Händen fich be indet, steht, ist, wie der ganze Aufbau des Kahrschen Systems, erlogen." Benn auch Kahr fich mit dem Gedanken der Aufstellung einer Gegenreichsregierung und einer Stellungnahme gegen die febige trug und deffen Standpunkt auch Hitler gegenüber zuge stand, fo war, von der Bayerischen Beltsportei beeinflußt, fein eigentliches Biel boch basjenige einer fieritalen Monarchie, ver bunden mit reichsfeparatistischen Gedanken." " " Mich nicht weiter über alle traurigen Berhältnisse des 9. No Dember auslassen fönnend, genügt für heute bie einzige Fefiftel lung, daß das Trauerkleebat Kahr, Coffow, Selker in der nächsten Brit wohl endgültig ausgefpielt haben wirb. Ihre Stellung in der Gesamtbevölkerung Barerns, in der Reichswehr und Landespolizei ift endgültig unmöglich geworden. Die ungezählten Märtyrer, melche sie an Menschen, declen und beenverförperungen gefchaffen hoben. merben ihre Rache finden! Als Draht zieher des Bolschewismus und Marrismus, indem fie deutsche Srl Daten auf deutsche Offiziere fchießen fiehen, wird ihre Strafe sie rechtzeifig ereien, nachdem sie uns dem Hohne unserer inneren und äußeren Feinde und den Juden ausgesezt haben. Rach solchen Schilderungen muß man wohl annehmen, daß Herr v. Kahr zu den Feinden des Fürsten Wrede gehört und daß auch ihm die Etrafe, die Bolschewiften, Marristen usw. treffen soll, zu gedacht ist. Denn urmittelbor an die gemütvolle Charakteristit Rahrs Schließt die beinahe alttestamentliche Drohung: Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Voitschecktonto: Berlin 375 36 Bankkonto: Direktion der Distouto- Gesellschaft, Depositenkasse Lindenstraße 3 Der neue Lohnabzug. Bon Paul Herb. Die zweite Steuernolverordnung bringt eine für alle Arbeitnehmer wichtige Umgestaltung des Steuerabzugs vom Arbeitslohn, die mit dem 1. Januar 1924 in Straft tritt. Die Neuregelung bedeutet nicht nur eine sachliche Aenderung der Berechnungsgrundlage, sondern auch eine Verschiebung in der Berteilung der Steuerlast. Wie in jedem Feldzuge fo find Mißerfolge, Rückschläge auch im Rampf gegen Margismus und Boljchewismus unvermeidlich, insbesondere menn fie und ihre flerital- jüdischen, separatist schen, vaterlands- und ehrlosen Drahtziehern durch Wortbruch den nafionalen Gedanken( mittels Schüssen auf Stammesbrüder) somie jede Die fachlichen Alenderungen beziehen sich auf die monarchistische Idee schwer schädigen und bekämpfen." Steuerpflicht und auf die Steuerberechnung. Die Bolschewiften und Margisten werden sehr glücklich fein, Künftig fellen alle Arbeitnehmer mit einem Jahreseinkommen Herrn v. Rahr und feine Umgebung als Bundesgenollen bis zu 8000 Goldmark dem Lohnabzug unterfallen und ba fennenzulernen. Noch glücklicher aber fönnen sie darüber sein, daß durch ihrer Einkommensteuerpflicht endgültig genügen. Die folche Gesellen wie Wrede Deutsch and und die Welt befreien Lohnsteuerpflicht ist so weit ge pannt worden, um die Zahl der wollen. Ludendorff an der Spize, tausend folder i Veranlagungspflichtigen möglichst auf die Fälle zu beschrän untereinander wie Dummtöpfe wird sicher im deutschen Krieg, den er jetzt werden, die wesentlich höher sind als die Kosten. Todfeinde bekämpfender ten, bei denen durch die Veranlagung Steuererträge erzielt organisiert, nicht mehr Erfolg haben als im Weltfrieg Bei der Berechnung des Lohnabzugs hat man zu Nach der Regierungsniederlage. nächst die biherige Dreiteilung der Ermäßigungen- a) Freilaffung des Eristenzminimums für Mann und Frau, b) AbBeratung über die bayerische Landtagsauflösung im Januar geltung der Werbungskosten und c) Abzüge für minderjährige München, 21. Dezember.( WTB.) Der Verfassur gsaussch Binder fortfallen lassen. Das steuerfreie Existenzminimum des Landtages, an den der Antrag betr. Auflösung des Landtages des Steuerpflichtigen ist mit dem Ermäßigungsbetrag zur Ab. überwiesen worden ist, tritt am 3. Januar zusammen. geltung der Werbungskosten zusammengezogen worden, der München, 21. Dezember.( Eigener Drahtbericht.) Am Mitt entsprechend erhöht wurde. Die Frauenermäßigung wird der woch holte sich die Regierung Rnilling parlamentaris Kinderermäßigung gleichgestellt, während sie bisher noch nicht eine glatte Niederlage, die die Regierungstoali. ein Sechstel davon ausmachte. Der Betrag zur Abgeltung der tion sprengte, und der Bayerischen Beltspartei, die mit ihrem Werbungskosten ist auf 12 Goldmart wöchentlich festgelegt überraschenden Antrag auf Auflösung des Landtags sämtliche übri. worden Aenderungen fann der Reichsfinanzminister vor gen Barteien zu überrumpeln und vergewaltigen hoffte, wurde eine nehmen, so daß fünftig jeder Lohn, sowelt er 12 Golb nicht weniger glatte Abfuhr zuteil. Die Ueberraschung und Em- mart die Woche übersteigt, steuerpflichtig ist. Die Ermäßi pörung über diesen Mißerfolg war derart, daß bisher von den Unter. gung für die Ehefrau und jedes minderjährige Kind beträgt legenen niemand baran benft, aus diesem Borgehen irgendwelche je 1 Broz. des Lohnes, so daß von dem steuerpflichtigen LohnKonsequenzen zu ziehen. Die Rumpfregierung Snilling amtiert betrag 10, 9, 8, 7, 6, 5 usw. Prozent zu erheben sinb, je nachruhig weiter und wird voraussichtlich die von ihr für notwendig bem ob der Arbeitnehmer ledig oder verheiratet ist, ob er 1, erachteten Maßnahmen auf Grund des Art. 48 Abfah 4 der Reichs. 2, 3, 4 Rinder usw. hat. verfaffung und des§ 64 der Bayerischen Berfassung durchführen. Diese Neuregelung ist erfolgt, um die mit dem LohnDa der Ausnahmezustand bereits in Kraft ist, bedarf es nicht einmal abzug verbundene unproduttive Arbeit zur vereinfachen. Bis einer besonderen Erklärung der Regierung auf Außerfraftfeßung her war bei jedem Arbeitnehmer ein besonderer steuerbestimmter Baragraphen der Verfassung usw. Das Merkwürdige freier Lohnanteil die Summe der drei verschiedenen Ers ist, wer nun auf Grund des Art. 48 regieren wird, Knilling oder mäßigungen zu errechnen und von dem Rest die gleichen Rahr, nachdem Letzterer doch als Persönlichkeit des Ausnahmezu 10 Pro 3 zu erheben. Jetzt hat jeder Arbeiter ben glei ftandes für den Gedeih und Berderb des bayerischen Staates verant wortlich ist. Möglich, daß der am Sonnabend zusammentretende Ministerrat auch zu dieser Frage Stellung nehmen wird. Die Bane rische Boltspartei hat es vorläufig nicht sehr eilig mit der ihr zustehenden Initiative für die Durchführung der gegen sie gefaßten Landtagsbeschlüsse. Hatte sie wirklich nur das eine Ziel im Auge: Auflösung des Landtages fo rasch als möglich, so mußte fie barauf bringen, daß der von der Regierung verlangte Abänderungsgesetzentwurf zum Landtagswahlgesetz schnellstens ausgearbeitet und im Berfassungsausschuß beraten wurde. Mun läßt sie aber 14 Tage verstreichen, denn der Berfaffungsausschuß ist von dessen Borsigen ben, einem hervorragenden Mitglied der Bayerischen Bolts. partei, erst zum 3. Januar einberufen worden. Bir offe müffen uns aber geloben, die Strafe unferer Jeinte zu einer möglichst schredlichen für dieselben zu gestalten." Interessant ist, was Brede über die Borgänge am 9. November Der belannte Münchener Oberlandesgerichtsrat Karl Haß, auf zu berichten weiß. Das Reitertorps beteiligt sich an dem Butsch, den das Urteil im Fechenbach- Prozeß zurückgeht, der den Leopreche macht am 3. November den Demonstrationszug durch die Stadt mit fing- Prozeß führte und eine entscheidende Rolle in dem Fuchs. und steht fich nach dem Zusammenstoß in ber Residenzstraße wieber Machhaus- Prozeß fpielte, wurde zum Staatsanwalt beim Ober. zum Bürgerbräufeller zurüd. Die Schuld an dem Blutvergießen landesgericht München befördert. Damit ist die Nachricht, daß Haß wird Stahr zugeschrieben. Mit Bedauern erklärt Brebe: ben Prozeß gegen Ludendorff und Konsorten leitet, hinfällig ge„ Da im Durcheinander von seiten des Oberfommandes tein morden. Wie verlautet, wird Landgerichtsdirektor Neibhardt, Befehl ausgegeben wurde, da von unferer Seite, zumal ohne Ar- derfelbe, der den Fuchs- Machhaus- Prozeß führte, die Berhandlungen filferie an einen Angriff nicht zu denken war und da die vor der Schwadron befindlichen drei Kompagnien vor dem feindlichen gegen die Hochverräter nom Bürgerbräufeller feiten. Feuer aenen das Hoftheater Deckung gelucht hatten und burch bie Boroffelstrafe der Marimilianstraße nach Often abzogen, blieb ber RR- Schwebron München nichts anderes übrig, als ebenfalls beri anderen Abteilungen nach dem Bürgerbräufeller zurüd zu folgen." Ein Geistesriefe von solchem Format zieht natürlich aus den Ereignissen bes 9. November weitschauende strategische Schlüffe. Und so urteilt benn Brede über das Ergebnis dieser Tage, in denen Qubendorffs Berhalten einwandfrei, heldenhaft" gewesen ist, folgendermaßen: Anschlag auf Noske. en steuerfeien Lohnanteil- bie 12 Goldmart Werbungs fosten aber je nach seinem Familienstand feinen beson deren Steuerfaz. Der Zweck der Bereinfachung wäre zwar beffer und leichter zu erreichen gewesen, wenn man neben bem Fortfall des steuerfreien Existenzminimums auch die Frauenund Kinderermäßigungen in runden übersichtlichen Goldmarkbeträgen festgefeßt hätte. Aber das ist schließlich eine Sorge der Arbeitgeber, die das Reichsfinanzministerium zu dieser Neuerung gedrängt haben. Für den Arbeitnehmer ist die Frage entscheidend, ob die Neuregelung erträglich ist und zu gleich eine gleichmäßige und gerechte Belastung gewährleistet. Die Ermäßigungen beim Lohnabzug sollen die Anpas fung der Steuerbelastung an die Leistungsfähigkeit des ein. zelnen Arbeitnehmers bewirken. Bisher erfolgte die Berüc fichtigung der Leistungsfähigkeit nach der Höhe des Ein om mens durch die Ermäßigungen für Frauen und Kinder. Und zwar wurde diese Anpaffung wie bei allen heutigen Diretten Steuern nicht durch proportionale( im gleichen Verhältnis steigende), sondern durch progressive( im stärke en Verhältnis steigende) Abstufung des Steuerfazes nach beiden Gesichtspunkten erreicht Wie diese Brogression z. B. in der Woche vom 16. bis 22. Dezember wirft, zeigt folgende Belastung in Broz. des Gesamtlobne und bei folgendem Familienstand: Tabelle: Bei einem Die in der deutschen Zeitungswelt einmal berühmt gewefene Wochenlobn Allgemeine Zeitung" in München, die bis 1908 als Tageszeitung von Goldm. Iebig verheiratet verh., 1 Stind 2 tinder& Kinder erschien und die seitdem ein mehr oder weniger beachtetes Dasein als Wochenschrift fristete, wird ab 1. Januar fommenden Jahres wieder als Tageszeitung heraustemmen. Die politische Tendenz bleibt dieselbe, die sie zuletzt als Wochenblatt vertreten hat: demokratisch, und zwar im Sinne des Führers der bane. rischen Demokrateen, des Landtagsabgeordneten Dr. Dirr. Deutschvölkische Bureaus versiegelt. Ein Proteft gegen General v. Seedt. 15 8,0 2,3 25 58 5,4 2,4 80 6,5 6,1 8,6 1.2 50 7,9 7,7 180 9,8 9,2 62 8,7 4.7 8,2 Bufünftig gibt es nur noch eine Brogreffion nach der Eintommenshöhe. Die Berücksichtigung des Familienstandes erfolgt dagegen durch proportionale Abstufung. Daher ist die Spanne der Steuerfäße zwischen dem Leistungsschwächsten Explosion vor dem Regierungsgebäude in Hannover. -bem finderreichen Kurzarbeiter und dem LeistungsHannover, 21. Dezember.( Eigener Drahtbericht.) Hrute Auf Beronlaffung bes Oberbefehlsbakers ist das Bureau stärksten dem ledigen Schwerverdiener gegenüber dem gegen 7 Uhr abents wurde auf das hiesige Regierungsgeber bentivoltiiden abgeordneten in der Dessauer bisherigen Zustand wesentlich verringert. Für die einbäude ein Anschlag verübt, der gewaltigen Schaden verursachte. Straße 6 burch Beamte der politischen Bolizei gestern geichloffen zelnen Fälle ergibt sich folgende Steuerbelastung: und versiegelt worden. In Abwesenheit der Abgeordneten Belaftung in Proz. des Gesamtlobne Unmittelbar vor dem Eingang des Gebäudes war eine Sprenges werden erhoben, wenn bombe gelegt worden, die so hefig explodierte, daß die Detonation b. Graefe Geldebee und Bulle hat Reichstagsabgeordneter Benning Bei einem davon find gegen diefe Maßnahme, bie nach seiner Ansicht eine Verlegung der Wochenlobn Goldmar! Tebig verb. berb.. 1 Rind 2 Kind. 4 Kind. in der ganzen Stadt gehört wurde. Die Wohnung des Pförtners Berfaffung bedeute, bei General v. Seedt Einspruch erheben lassen. bon Goldm. steuerpfl. 10 Proj.9 Proz. 8 Proz. 7 Broz. 5 Prog. ist vollständig demoliert, alle Fenster find zerbrochen, viele Fensterfreuze herausgeriffen. Ein großer Teil der im Hause befindlichen Umfsräume wird für einige Zeit unbrauchbar fein. Oberpräsident Genoffe Noste, der sich während des Anschlags mit felner Jamille In feiner Dienstwohnung im Regierungsgebäude befand, blieb ebenso unbeschädigt wie alle übrigen Hausbewohner. Bon den Attentätern fehlt noch jede Spur. Berfügung bes Generalftaatsfommiffats ist das Bundesblatt ber München, 21. Dezember.( Eigener Drahtbericht.) Durch eine Draaniiation Bayern und Reich, das auch diesen Titel fübrt, auf unbestimmte Zeit verboten worden. Anlaß zu d'eiem ត ន 15 3 2.0 1,9 1,6 25 18 8,2 4,4 4.2 80 18 6,0 5,8 4.8 50 88 7,6 6,8 6,1 150 188 9,2 8,8 7,4 48234 14 1,0 8,6 2,6 42 8,0 5,3 6,4 8,8 4,6 8456 Wie ein Vergleich der beiden Tabellen zeigt, fommen Verbot bat ber bekannte, von uns erwähnte Beitartikel in beten zwar die Lebigen und die kinderlos Verheirateten auf der Rummer mit der Ueberschrift Unter dem Hammer" gegeben. einen Seit«, die Bielverdiener auf der anderen Seite gut weg, die Familienväter aber zahlen einen erheblich höheren Satz als gegenwärtig, und die kinderreichen Familien mit geringe in Einkommen stehen sich unter d e r N e u r e g e l u n g a m ungünstigsten. Während -in Familienvater mit zwei Kindern bei 30 Goldmark Wochenlohn gegenwartig nur 1.2 Proz. zu zahlen hat, zahlt er künstig ch2 Proz Während er mit vier Kindern jetzt überhaupt steuerfrei ist, zahlt er künftig 3 Proz Während bei gleichem Einkommen der Ledige gegenwärtig über fünfmal mehr zah- len mutz als ein Familienvater mit zwei Kindern, zahlt er künftig nur doppelt soviel. Diese nachteilige Wirkung, die der Verzicht aus die Pro- gression nach dem Familienstand nach sich ziehen mutzte, hätte durch eine verschärfte Progression nach der Einkorn- m e n s h ö h e, die ja in der Form des festen Werbungskosten- satzes erhalten geblieben ist, ausgeglichen werden können. Ein solcher Ausgleich ist aber weder versucht, noch erreicht worden. Zwar zahlt ein Lediger bei 15 Goldmark Wochenlohn jetzt 3 Proz, künftig 2 Proz und bei 150 Goldmark jetzt 9,3 Proz, künftig 9,2 Proz Aber diese Erhöhung der Spannung von mehr als dem Dreifachen auf das mehr als Viereinhaibfache reicht bei weitem nicht aus, um den Verlust der Progression nach dem Familienstande auszugleichen. Auf diesem Umweg ist vielmehr ein« starke Begünstigung der besser- gestellten Arbeitnehmer, der leitenden An- ge st eilten und der Direktoren, erreicht wor- den. Ein Familienvater mit 2 Kindern zahlt bei 15 Gold- mark Wochenlohn gegenwärtig 0 Proz, künftig 1,4 Proz und bei 150 Goldmark Wochenlohn gegenwärtig 8,2 Proz, künftig nur 0.4 Proz Bei dem Vergleich der jetzigen Lohnsteuerbelastung mit der künftigen darf jedoch nicht außer acht gelassen werden, datz der gegenwärtige verhältnisinätzig günstige Zustand erst seit sechs Wochen besteht. Während der Familienvater mit zwei Kindern und 39 Goldmark Wochenlohn gegenwärtig nur mit 1,2 Proz belastet ist, zahlte er im Durchschnitt des Jahres 1923 mehr als 5 Proz So gesehen, bedssitet das neue System, das in diesem Falle nur«ine Belastung von 4.2 Proz vorsieht, eine Ermäßigung. Aber es darf auch nicht verkannt werden, datz die höhere Durchschnittsbelastung des Jahres 1923 nicht beabsichtigt war, sondern«rst durch die Geldentwertung hervorgerufen worden ist. Seitdem die Geldentwertung zum Stillstand gekommn ist. hat sich nach dem bisherigen System eine wesentlich geringere Steuer- belastung ergeben, als sie künstig eintritt. Diese hoher« Be- lastung aber ist bedenklich wegen des außerordentlich stark gesunkenenReallohns. Und wenn eingewen- det wird, daß die ganz gering Entlohnten und die Kurzarbeiter künftig völlig steuerftei sind, so ist das absolut keine besondere Vergünstigung, sondern nur die Folge der Tatsache, datz sie Wr'Steuerleistung unfähig sind, weil ihr Einkommen kaum zur Friswng der Existenz ausreicht. Die F o r d e ru n g e n der Sozialdemokratie gingen daher in den Verhandlungen mit dem Reichsfinanzministerium oon Anfang an auf eine Erhöhung der Freigrenze auf 29 Gold- mark. Eine Freigrenze in dieser Höhe sst nicht nur notwendig. iosU es unsozial und wirtschaftlich bedenklich ist, auch die klei- neu Einkommen mit ihrer unAireichenden Kauskräst zu be- steuern, sondern auch wegen der Steigerungen, die die Wer- l'ungskosten sKrankenkassenbeitrage. Erwerbslosenversicherung usw.) aufweisen. Sie hätte auch die Progression so wirksam beeinssutzt, daß die ungünstig« Verschiebung in der Belastung her kinderreichen Familien vermieden worden wäre. Die Ab- lehrnm? dieser Forderung durch di'e Regierung und die bürget- lichen Parteien wird durch fiskalische Erwägungen nicht gerechtfertigt. Die Sozialdemokratie erkennt an. datz in der sitzigen troststssen Finanzsituation auch der Arbeiter Steuern -ahlen muß. Aber sie kann ein« Erschwerung der Lage der Arbeiter. Angestellten und Beamten in einer Zeit stärkster Drückung des Reallohns, ausgcdehntest«? Kurzarbeit und neu vas Softe aber ift die Sulöung. Von Karl Fischer. Der Mensch muß sich bülden. Am besten, bequemsten und billigsten kommt« zu dem Ziel durch das Buch. Gute Bücher- gute Gesellschafter sagt da, Sprichwort, aber leider sogt es nicht, sparsam wie Sprichwörter nun mal flnd, welches Buch auch ein wahrhaft gutes Buch ist. Nun. bei aller Verehrung und Wertschätzung der beliebtesten Erzählerin unserer Zeit darf man doch wohl nicht sagen, datz nur die Romane der Courths-Mahler, dieser schönst«, Zier der Schrift. stellerzunft, zu den guten Büchern gerechnet werden müssen. 0 nein,«, gibt«itzerdvm noch etno ganze Anzahl anderer guter Bücher. Es fragt sich nur, wie und wo man sie findet. Indessen, manch- mal fügt es ein freundlicher Zufall. Da hat zum Beispiel vor einiger Zeit«ine Verlagsbuchhand- luny das Verzeichnis ihrer Bücher veröffentlicht, die besonder, für die Landwirt« berechnet sind, von denen ja bekannt ist, datz sie wie besessen auf die BLldung sind. Man sieht sie ordentlich an den langen Winterabenden nach de», ermüdenden Kämpfen um Devisen und gegen die Anmaßung der(Brotzstädter, die weiter nichts wußten, als datz sie Nahrung?- mittel haben wollten, in der rührend einfach möblierten Swb« bei der Talgfunzel fitzen, lesen und sich bülden. Und das macht diese seelenvollen Menschen so sympathisch, datz sie keinerlei Neid kennen auf den Grohstädter, der von allem Kom- fort der Neuzeit in seiner Wohnung umgeben ist und sich alle dies« schönen Dinge hat kaufen können, weil der einfache und bescheidene Landmann seine Produtt« verschenkt hat. Und nun sitzen sie und lesen und suchen Trost t« der vüldung. Einen guten Wegweiser ober dafür, was sie lesen sollen, liefert ihnen das Bücherverzeichnis der oben erwähnten Berlagsbuch« Handlung. Da wird angepriesen«in Buch mit dem tieffinnigen Tiiel: .Die Brunsthcxe'. Das muß«in sehr schönes' Werk fein, das unbedenklich den Schleier fortzieht von den heikelsten Dingen. Denn ein« chexe und neih dazu brünstig, das gehört sicher zu den heikelsten und delikatesten Leckerbissen der Lektüre. Ein ander«. Buch heißt:.Bon schönen Frauen, starten fjirschen und«ndeiem jagdboren Wild." Komisch, wieweit der Großstädter in der Kultur zurück ist. der bislang noch nicht gewußt Hot. datz auch Frauen/! zum jagdboren Wild gehören. Indessen, für die Herren Landwirke ist die Lektüre dieses Buches geradezu«ine Lebensnotwendigkeit, damit sie. wenn sie zur landwirtschaftlichen Woche in Berlin wellen, mit der Frauen- jogd in der Friedrichstratze Descheid wissen. Dann ist noch ein Buch, das macht bekannt mit„der vornehmen Seiellschoft der Neuzeit!' erhöhter Verkiranchssteuerbelastung ma dulden, wenn dttrih die st ä r k st e Besitzbelastung das Gegengewicht daM ge- schaffen wird. Das ist aber nicht der Fall. Aber das Arbeits- einkommen und der Verbrauch ist auf das denkbar ftärffte Matz belastet. Bon dem Besitz kann man das ni-Ht sagen. test steht aber schon heute: Reichsregierung und bürgerliche arteien haben das Steuerunrecht der letzten Jahre nicht beseitigt, sondern o e r s ch ä r s t. wer ift's! Ei« Nachwort zum Prozeß„Boss. Ztg.«—„T. A. Ztg.* Der Prozeß der„Vossischen Zeitung" gegen die„Deutsche Allgemeine', der, wie schon berichtet, mit einem vollkommenen Rückzug der„DAZ." endete, sst in mehr als einer Beziehung bemerkenswert. Im Kläger und im Veklagten standen ein- ander zwei verschiedene S y st e m e des Zeitungswesens gegen- über. Während der Ullstein-Verlag, in dem die„Bast. Ztg.' herausgegeben wird, den Typ des a«f Erzielung von Profit gerichteten journalistischen Geschästsunternehmens darstellt, erscheint die„DAZ.' als bloßer Zubehör eines grotzkapita- l i ft i f ch e n Konzerns, dessen eigentliche Ziele mit dem Zeitungswesen gar nichts zu tun haben. Beide,„Boss.' und „DAZ.", sind kapitalistisch« Unternehmungen— aber die erste will mit der Zeitung selbst, und nur mit ihr, Geld oerdienen. die zweite dagegen hat nicht den Zweck, sich selber, sondern Unternehmungen ganz anderer Art rentabel zu machen, ob sie Ueberschuß erzielt oder Zuschuß erfordert, wie es tatsächlich der Fall ist. ist eine Frage untergeordneten Ranges. Der Gegensatz zwischen diesen beiden Systemen kam bei der Verhandlung in dramatischer Weise zum Ausdruck. Denn der Ullstein-Verlag und feine Vertreter erschöpften sich in oer- geblichen Versuchen, in das Dunkel des„DAZ.'-Berlages hineinzuleuchten. Alle Welt weiß, daß die„DAZ.' Herrn S t i n n e s gehört und feine« geschäftlichen Interessen dient. Aber Herr Stinnes zeichnet keineswegs als Verleger der „DAZ.', wie etwa Herr Dr. Ullstein als Verleger der„Voss. Ztg.' zeichnet, sondern es ist eine Firma„Schmidt-Dumont' vorgeschoben, von der Dr. Ullstein erklärt, ihm sei bisher von ihr trotz seiner 30jährigen Verbindung mit dem Berliner Zei- tungsgewerbe noch nicht das mindeste bekannt geworden. Neben dieser Firma„Schmidt-Dumont' besteht noch eine „Deutsche Allgemeine Korrespondenz G. m. b. H.', deren Ge- schäftsführer Rittmeister a.D. v. Gottberg und Kä- pitän a. D. H u m a n n sind. Erst im Laus« der Berhand- lung stellt sich heraus, daß der eine dieser Geschäftsführer Mit- glied der Direktion der„DAZ.' ist. Als Beklagter fungiert ein Dr. Hans Simon, der in dem Labyrinth des Verlags offenbar selber blind daher- taumelt. Auf Befragen kann er nur erklären, daß er von der Firma„Schmidt-Dumont' angestellt seit Ueber die Behaup- tungen zur Rede gestellt, wegen deren er angeklagt ist. ver- sichert er:> Herr Dr. Ullstein überschötzt wohl meine Bedeutung, wenn er glaubt, daß dos ganze Materiol in dieser Ange» legenheit mir vorgelegen hat. Dieser Dr. Hans Simon ist also. verantwortlicher Redakteur, ohne zu missen, wovon, und er hat Dma« zu vertreten, in die man ihm keinen Einblick gewährt hat. So groß ist die Bedeutung eines verantwortlichen Redaktsurs in einem der- artigen Unternehmen nicht, dag er erfahren dürfte, von wem Und wozu er eigentlich gebraucht wird. Er mird bezaW und hat nicht zu fragen.-;••••? Hinter diesem armen Schacher aber sitzt prozessual unbeteiligt, moralisch desto mehr— Dr. Paul L« n sch, der Chefredakteur. Ein gewesener Sozialdemokrat, sei» Ende und sein Glück. Der Prozeß hat gezeigt, wie notwendig. ein neues Presse- und Journalistengeseß ist. Wir brauchen den Metzlichen Zwang zur Klarstellung der Berlagsverhält- Dies« Lektüre aber ist gewiß ein Leckerbissen für llterwäsche Feinschmecker, die sicher in dem stattlichen Band die Stammbäume der Granden und Großen unserer Zeit, der Herren von Jagow, von Ludendorsf, von Lossow, von Wangenheim, Hitler und anderer Helden von überwältigender Höh« finden. Andere Bücher wieder, wie:„Bowlen und Pünsche. Ein Re- zeptbüchlein zur Bereitung von allerlei herzstärkenden Getränken'. „Die Kunst des Skatspiels' und„Lawntennls' geben so recht einen schönen Begriff von dem schlichten Familienleben der Bescheidenen auf dem Lande. So sitzen sie und lesen diese guten Lücher und bfl'den sich. Und wenn sie dann im nächsten Jahr mit dieser Büldimg auf uns arme Großstädte? losgelassen werden, dann bewahre uns Gott! Vererbung bei Mäuse«. Der russisch« Physiologe und Nobelpreisträger Iwan P. Pawlow sst berühmt geworden durch seine Versuche, die er hauptsächlich an Hunden über die Fragen des Instinktes und d« Vererbung angestellt hat. Der arohe Gelehrte hat auch in den letzten so überaus schwierigen Zeiten seine Studien fortgesttzt und lehr wichtig« Ergebnisse erzielt, über Sie er in der amerikanischen Zeit- schnft.Science' näheres berichtet. Hunde hat er acs Versuchstier« verwendet, um sogen,„bedingte" Instinkt« zu trainieren. Legt man vor einem hungrigen Hund einen Knochen, so wird er sich mit selnem Maul auf ihn stürzen, und zu gleicher Zeit tritt Speichel aus den Sptiicheldrüsen. Nun kann aber ein Ton, auf den der Hund dressiert ist, dieselbe Reaktion hervorrufen wie die Nahrung. Solche künstlich heroorgerusenen Assoziationen nennt Pawlow„bedingte" Instinkt« im Gegensatz zu den angeborenen Instinkten. Natünich spielen die bedingten Instinkts im Verhallen des einzelnen Tieres«ine grotze Rolle, da sie den erworbenen oder anerzogenen Teil feiner Hand- lungsweise darstellen. Sie beeinflussen alle Instinkte und können sehr viel wichtiger werden als die«ingeboren«! Assoziationen, auf die sie gjeichsorn oOfgepfrovft sind und die sie zum Teil er etzt haben. Bei dem Nahnmgsvcrsuch mit dem Hunde hatte der Ton sein« Schwingvngszahl von ltXXZ Schwingungen in d«r Sekunde: Töne von benachbarten Schwingungszahlen zwischen SüO und 1100 Schwingungen riefen die gleiche Reaktion hervor. Dieser bedingte Erreger des Nahrungeinstinttes verlor aber feine Wirksamkeit, wenn er mit einem anderen Erreger als der Nahrung verbunden wurde, und es bedurfte einer neuen Dressur des Hundes. Um die Wirkung der Vererbung b-i io'chsn bedingten Instmktsn oder erworbenen Eigenschaften zu untersuchen, benutzte Pawlow Mause, die sich leicht züchten lassen und schnell fortps.'onzen. Tr dressierte«ine Anzahl weißer Maus« darauf, beim Ertönen einer elektrischen Klingel zu ihrem Nahrungsplatz zu lauken. Nach 300 Lektionen waren die Mäuse so weit, daß sie zu dem Nahrung»- I vlatz issesen, wenn sie die Klingel hörten.* Die Nachkommen dieser dressierten Mäuse erlernten bereits in 100 Lektionen, dam Klingel- zeichen zu folgen. In der dritten Generation waren nur noct: 30 Lektionen notwendig, tn der vierten Generation pur noch 10. Die letzte Mäusegeneration, die Pawlow sah, bevor er Petersburg verließ, lernte ihre Lektion nach S Wiederholungen, und er hofft, datz die sechst« oder«in» spätere Generation ohne jede« vorherigen i tckss«, ttitr dadurch kann die bürgerlich« Press« vor dem Herab» ! linken in die tiesste Korruption geschützt werden, indem sie em l Rebenbetrieb von Kohle-, Eisen-, Petroleum- und weiß Gott j noch was für Geschäften wird, während sie ihren Lesern ein» I redet, sie vertrete allgemeine Interessen. Der Fall der „DAZ. bestätigt die Regel, daß Blätter solcher Art im Bor» schützen„nationaler' Gesichtspunkte am großspurigsten und am ehesten dabei sind, anderen unlautere Motive zu unter- schieben. In solche dunkle Berhaltnisie muß Licht gebracht werden, und dazu ist ein Gesetz nötig. Um üen �usnahmezuftanü. Der Reichvwehrminlster, der von seiner kurzen Resse«ach Sachse« wieder in Berlin eivgeirosieu ist. hat. wie au zuständig« Stelle erklärt wird, von seinem Besuch iu Dresden den Eindruck mit- genommen, daß die Absicht, den mililärischeu Ausnahmezustand auf- zuhebea, zurzeit nicht verwirklicht werden kann, datz viel- mehr nach feinen Eindruck«» das Fortbestehen des Ausnahme. zustondes in Sachsen notweudig erscheint. Au dieser Mitteilung, die im Gegensatz zu anderen bisher der Presse zugegangenen Informationen steht, schreibt das Geßler nähestehende„Berliner Tageblatt': „Es wäre sehr erwünscht, zu erfahren, aus welchen Gründe» auch letzt noch nicht die Aufhebimg de» militärischen Ausnahme, zustondes in Sachsen wie auch im übrigen Reiche möglich ist. So tiefe Eingriff« in die Rechte der Löuderregteruagen. wie sie der Aus- nahmezustcmd sowohl in Sachsen wie in Thüringen zur Folge gehabr hat, sind für länger« Zeit nicht erträgvch. am wenigsten in einer Zeit, in der, nicht ohne Zustimmung aus den Kreisen der Reichs- regierung, von Bayern aus«ine Erweiterung der Länder- rechte oev.angt wird.' Untres Erachtens sind diese dauernden Eingrifte nur ge- eignet, immer mehr zersetzend auf das ganze Reichsgesicht zu wirken. Dieser Einsicht werden sich auf die Dauer auch andere Kreise nicht mehr entziehen können. Was wirü in Sachsen I Dresden, 21. Dezember.(1&TB.) Die nächste Lcmdkags. sihuug ist auf den 29. Dezember anberaumt worden. Auf der Tage». ordmmg steht die Wahl de» RNnlflerprSsiderckeu. Württemberg hat Ruhe. Stuttgart. St. Dezember. Der Landtag hat da« ErmSch- tiguugsgesetz mit KS gegen 24 Stimmen, also mit der er'orderlicheu Zweidrittelmehrheit, angenommen, damit ist die Gefahr der Reglenmgskrije behoben. Bertaguug des Brauuschtueigischeu Saudtages- Rrauvschwelg. 31. Dezember.(Tit.) Der Bramitchweigische Landtag ist nach zweitägiger Arbeit bis zum S Januar in die Ferien gegangen. Der Antrag des Abg. Hampe auf Ber« fassungSänderung, Verminderung der Minister- zahl und der Abgeordneten. Auflösung des Land» t a g e S und Neuwahlen ist dem RechtSauSfchutz überwiesen worden. Zwei preß-prozefte. Der Amtliche Preußische Preffedievst reiir mit:., • F» der AngeleKenhert der Beleidigungsklage deS RitterguiS- besiher» Koehne ien, gegen drei Berliner Zeitungen bar da! PreutztfSe Justizmi« rst« t in«t zu feiner Information die Alten eingefordert. In der Klogesoch« der Politischen Polizei Elberfeld iwd.deS Minister« Levering gegen den verantwortlichen Redokieur der „Bergi'ch-Märkischen Zeitung" wird doS Reichsgericht Gelegen- heit haben, die Rechliouffassung der Elberfelder Strajkammer nachzuprüfen. Unterricht auf da» Klingelzeichen zum Nahrungsplotz laufen wird. Da man in ähnlicher Wesse nicht nur Hunde, sondern auch LLwcn. Tiger, Bären, Elefanten, Walrofle usw. dressiert hat, de» Nahrungs- infiinkt mit einem Ton, wie z. B. dem einkr besonderen Pfeife, zu/ »erbinden, so darf man annehmen, daß bei allen diesen Tieren diese erworbene Eigenschaft in den fchoendcn Generationen immer leichter gelernt wird, also sich oererbt.'Jedenfalls sollen die Versuche mit Mäusen von amerikanischen Forschern wiederholt und überprüst werden. Das Gperatkoasrecht ües ftrztes. Hat der Arzt da» Recht, auch ohne Einwilligung der michste» Verwandten ein« Operation vorzunchmen, wenn dadurch das Lcben erhalten werden kann? Diese Frage behandelt Oberreichsanwalt Ebermaycr in der Deutschen Mcdizinsschen Wochenschrift, indem er i««inen Fall aus der Praxis anlnüpft. Ein Chirurg bekam tn fein Krankenhaus ein zehnjähriges Mädchen«ing-liefsrt. das an einer schweren DarMk rank heit. litt und sofort operkrt werden mutzte. Di« Eltern wohnten weit vom Krankenhaus entfernt: es würfe: Stunden gedauert haben, bevor ihr« Ein-willigung eingeholt werden konnte. Sollt« nun der Arzt auf die Erlaubnis der Ätern wartri:, obwohl die Gefahr bestand, daß der Dorm platzt« irrd das Kind starb? Roch der reichsgerichtlichen Rechtsprechung darf der Arzt auch iv solch dringenden Fällen die Operation nicht vornchmen. Danach ist nämlich jeder Eingriff, sei er auch lediglich zu Heil- zwecken unternommen, objektiv«ine rechtswidrige körperliche Witz- Handlung, deren Rechtswidrigfeit nur durch die Einwilligung dzs Kranken oder seines Vertreters beseitigt werden kann. Auch der Einwand, daß ein« Verzögerung der Operation mit größter Lefe'ns- «fahr für den Kranken oerbulidcn gewesen sei, entlastet den Arzt nach de» gellenden Recht nur kann, wenn die Rothilse bei einem ..BngehWrlgen" de» Arztes vorgenommen wird. Die«inzvze Möglichkeit für den Arzt, bei einer solchen ohne Ein- wikligung ausgeführten Operation Haftung und Strafe zu oer- meiden, läge dann vor, wenn er nachweisen kann, er habe guten Grund gehabt anzunehmen, daß nach Lage der Sache l>*r Kranke oder sein Vertreter mit der Operation einverstanden sei. In solchen Fällen habe sich das Reichsgericht war und da weitherziger gezeigt und die Bestrafung adgelehict. Trotzdem bleibt es für den Arzt in hohem Grade mißlich, bei einer Anklage auf die Weitherzigkeit der Richter onoewiesen zu sein, und er wird sicherer gehen, wenn er den Eingriff unterläßt, sa.'ena« die Einwilligung de» Kronken oder seines Derireters nicht vorliegt. Aus solchen peinlichen Konflikten kann der Arzt nur befreit werden durch eine Aendarnng der Gesetzgebung. die in dem neue, Entwurf zum Strafgesetzbuch vorgesehen ist. Der Humor im Weihnachtsgeschenk. Fritz Reuters bekannte Geschichte vom Kutschbock. d.'r in so vielen Exemplaren dein Ahmmgslosen zu Weihnachten geschenkt wird, zeigt in klassischer Weife,„wat ut une Aewerra'chung rut kommen kann." Der lustige Kobold, der in allem„Iulllapp" sitzt, spielt bat der Weih- nochtsüberraschung so manch« humorvoll« Streich«, von denen''ine englische Zeitschrift einige mitteilt. Kurz vor sein>:m Tode echiell Mark Twain«in Christgeschenk, über das sich die perze Stadt amüsierte. Sein Verleger Collier teilt« ihm nämlich mit, er werde ihm diesmal eine ebenso schön« wie eigenartige Gabe spenden: Reparationskommission und Anleihe. Die Entscheidung den einzelnen Regierungen überlassen. Paris, 21. Dezember.( WIB.) Die Reparationstommiffion hat in der Frage der amerikanischen Nahrungsmittel. Poincarés Antwort an Léon Blum. Paris, 21. Dezember.( Eca.) Die Kammer wurde um 3 Uhr trebite beschlossen, die Entscheidung darüber, ob in dieser An- eröffnet. Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der Be gelegenheit die Reparaflonsfommission oder die alliierten und sprechung der Interpellation über die auswärtige affozilerien Regierungen zuständig sind, den letzteren zu über- Politit. faffen. Jnzwischen ist der Garantieausfchuß beauftragt Poincaré Wir find nicht geneigt, fie oder eines der anderen Pfänder vor Bezahlung aufzugeben.( Beifall rechts und im Zentrum.) ter diesen Bedingungen tönnen Berhan Jungen mit Deutschland entsprechend den Alaufeln des Berjailler Vertrages beginnes. Am Schluffe feiner Rede führte Poincaré, einem BTB.- Bericht worden, den deutschen Antrag zu prüfen, ohne den Beschluß führt etwa folgendes aus: Die auswärtige Politit der Regierung zufolge, noch aus: der Regierungen abzuwarten. entspreche den Geffihlen der großen Mehrheit des Lan Das vorgeschlagene Berfahren habe große Borteile für die Artikel 251 des Versailler Vertrages sieht eine Entscheidung des und habe infolgedessen feinen Widerspruch zu be- Abschäzung der Leistungsfähigkeit Deutschlands. Ex über den deutschen Antrag durch die Reparationsfommission aber fürchten. Sie fel entgegen der Behauptungen des sozialistischen Ab freue fi, daß die Bereinigten Staaten ihre Mitarbeit geordneten Blum in feiner Weise von inneren oder wahitaktischen zug fagt haben. Frankreich fänne teine Herabfehung zusagen, es die allierten und affozierten Regierungen vor. Frantreid Gründen beeinflußt. Die Kommunisten hätten die Mitglieder der fei denn, daß feine eigenen Kriegsschulden erlaffen oder vermindert hat wiederholt inoffiziell die Auffaffung vertreten lassen, daß die Rammer aufgefordert, unzweideutig zwischen der auswärtigen würden. Frankreich habe seine Ansichten niemals geändert. einzelnen Regierungen über den deutschen Antrag ent Politit der Regierung, ihrer eigenen, und der ihrer Freunde zu nicht einmal als es mit London und Washington verhandelle. Ein scheiden müssen, während die übrigen Ententeftaaten bereit wählen. Die Regierung wünsche nicht mehr, als daß die Kammer schlagender Beweis dafür, wie richtig ber französische Standpunkt maren, sich mit einer Entscheidung der Reparationsfom in diesem Puntte sich mit voller Klarheit äußere. Die Regierung fei, baß man die Zahlungsfähigkeit nicht endgültig abschätzen tönne, mission abzufinden. Auch diesmal ist also dem fran wäre zur Durchführung dieser Bolitit mit der großen Mehr fei Desterreich, das sich vor drei Jahren in einer verzweifelten zösischen Wunsche Rechnung getragen worden, heit der Kammer und des Senats einverstanden. Die Kommunisten Lage befunden habe, heute aber viel besser dastehe, als man habe indem sich die Reparationskommission selbst von der ihr zweifellos der Rammer urteilten immer aus der Ueberlegung heraus, baß erwarten können. Frankreich stets unrecht und das Ausland stets recht habe. In diesem zustehenden Entscheidung ausschloß. Borläufig werden wir uns Busammenhang beschäftiget fich alsdann Boincaré mit der Antlage infolgedessen, mit dem uns zugedachten amerikanischen Hungertredit bes Rommunistenführers Cachin, der behauptet habe. die fran gedulden müssen, obwohl die ganze Welt heute bereits davon zöfifche Regierung habe den bayerischen Separatismus fiberzeugt ist, daß Deutschland ohne schnelle ausländische Hilfe zu unterstützt. Boincaré habe sich in dem Archiv des Quai d'Orsay grunde gehen muß. barüber vergewiffert. daß diese Antlagen nicht stichhaltig feien. Der Prinz fenburg fei niemals von irgendeinem Beamten des Quai d'Orsay empfangen worden und der Major General Dawes Vorsitzender des Ersten Ausschusses. London, 21. Dezember.( BIB.) Nach Melbungen aus Washington brachte das Mitglied des Repräsentantenhauses Fish einen Gelegentwurf ein, der einen Nahrungsmittelfrebit für Deutschland in Höhe von 10 Millionen Dollar porfieht. melen. Boincaré verlieft barn die Instruttionen, die er den Botschaftern in London und Washington am 2. November erteilt habe, um Stellung zum englischen Vorschlag der Einberufung einer Sachverständigenkonferenz zu nehmen. Amerita habe Frank reichs Borschläge nicht angenommen. Frankreich habe von seinen Alliierten feine Zugeständnisse hinsichtlich der Schulten erreicht, deshalb habe es fich schließlich der Reparations tommiffion zugewandt interalliierten Dem Bölferbund fönne er nicht das Vertrauen schenken, das der sozialistische Abgeordnete Moutet ihm entgegenbringe, obschon er feine wichtige Rolle nicht verkenne. Der Bölferbung in seiner jezigen Gestalt fönme teine Nation zurüdhalten, die von fricge rischem Geiste beseelt sei( Sehr richtig! Siehe Frankreich und tie Ruhrattion. Red. b. Borm."), er fönne aber auch Frankreich nicht hindern, auf seine Sicherheit bebacht zu sein. Schließlich sprach Poincaré über die Frage des Garantiepattes in der gleichen Weise wie jüngst. Die weitere Debatte über die Interpellationen über die aus. märtige Politit wurde nach der Rete Poincarés auf tommenden Freitag vertagt. Man habe sich dem franzöfifchen Gesichtspuntt angeschloffen. Paris, 21. Dezember.( WIB.) Die Reparationstommiffion Richelt fel von der franzöfifchen Regierung desavoulert 3m Augenblid fönne Deutschland nicht bezahlen, weil es erst feine hat heute vormittag außer über die amerikanischen Nahrungsmittelfredile aud) über ble ameritanijchen Sachverständigen aus worden. Auch der franzöfifche Bertreter in München habe den Währung und feinen Kredit wieder aufrichten müsse. Dem deutschen Geschäftsträger habe er erflärt, er werde alle feine Vorschläge ent schüsse beraten. Havas zufolge haben noch nicht alle Delegatio. Separatismus ftets als gefährlich bezeichnet. Im Berlauf feiner Rede erklärte Poincaré weifer, er wolle aegennehmen, aber die Reparationsfommission nicht beiseite schieben. nen offiziell ihre Sachverständigen bestimmt. Die Reparationsfomtein bedingtes Bertrauen und wendet sich alsdann zu Mit der belgischen Regierung sei er einig, daß feine Vermiffien habe die amerikanischen Sachverständigen gebeten, einer Darleruma der Entwicklung der Ruhrbefezung. Im handlungen eingeleitet werden sollen, die der Autorität der Rheinthre Abreise so einzurichten, daß sie am 8. Januar in Europa Jahre 1922. fo führt er aus, habe Deutschland klar zu erkennen ge- Landfommiffion und des Generals Degoutte Abbruch tun. Er werde find. Sie habe dem amerikanischen General Dawes den Bor neben, daß Frankreich für 1922 überhaupt nichts erhalten auch mit Berlin jih im ersten Ausschuß Budget und Währung angeboten. Für folle. Irgendeine Mufion hierüber sei unmöglich oemelen. Man nicht über die Zukunft der rheinischen Bevölkerung perhandeln, den zweiten Ausschuß( kapitalflucht) habe Amerita noch feine Sach- behaupte, Deutschland hätte im Januar 1923 neue Borschläge ge: deren Freiheit er zu respektieren entschlossen sei.(!?) verständigen namhaft gemacht. macht. Das fei unrichtig. Es feien Borfchläge angefündigt Damit nüzliche Verhandlumgen möglich feien, sei es nötig, daß gewefen, aber nicht eingetroffen. Während ber Bariser Konferenz die deutsche Regierung Anstrengungen unternehme, um die im Januar 1923 habe man sich in Berlin aehütet, irgendwelche ge Finanzen zu fanieren, Reparationen zu zahlen und ernste Ga naueren Angaben zu machen und ein Bericht des franzöfifchen Berrantien für ihre friedlichen Absichten zu geben. Wenn Deutsch treters in Berlin habe erfennen faffen, daß Deutschland 20 mil antien für ihre friedlichen Abfichten zu geben. Wenn Deutsch and diesen Geist offenbare, werde Frarfreich sich freuen. fiorden ftatt 140 Milliarden anbieten mollte. Alle angeblichen Angebote Deutschlands feien nur Verzögerungsmanover ge Anerkennung Sowjetrußlands durch Polen. Mas wäre ohne die Ruhrbe'ehung geschehen? Marichan, 21. Dezember.( Elgener Drahtbericht.) Durch fragt Boincaré. Die wirtschaftlichen Schwierigteiten einen eben erfolgten Notenaustausch hat die polnische Regie Franfreichs wären noch schlimmer geworden, und Deutschland, rung die Föderation der Sowjetrepubliken offiziell anerkannt das weiterhin Herr über fein Eisen und seine Die Sowjetregierung hat sich ihrerseits feierlich verpflichtet, alle Be- Roble rehlieben wäre, hätte sich auf. Soften Frankreichs bereidern fönnen. Bom Januar an habe Deutschland im übrigen gefühlt, ftimmungen des Rigaer Bertrages zu erfüllen und hat über. dies Polen die Errichtung von Konfulaten in Charton und Minst bak das Spiel ein entscheidende Wendung genommen habe und zugeftanden. Die ruffifche Untwortnote ist in besonders freundschaft- alles. verfucht, um Frankreich zu entmuligen. Zu dem deutfchen Borfchlag vom 2. Mat, eine unchem Ton gehalten und bedeutet eine bemerkenswerte Beffe- parteilsche internationale ommiffion aur Feffekuna der Be. zung der ruffifch- polnischen Beziehungen. dingungen und Friften für eine deutsche Schulb von 30 Milliarden einzusehen, meint Boincaré, diese Kommission wäre alsdann von internationalen Finanzleuten geleitet gewesen. Deutsch land hätte beratente Stimme rehabt, Echiedsrichter wären formal gestellt und im Bedarfefalle fogar noch ein Oberschiedsrichter von dem Bräfibenten der Bereinigten Staaten ernannt worden. PoinEs mag schon sein, daß die große Mehrheit des französis caré nerfteiet fich alsdann zu der Behauptun. Deutschland babe immer behanief, es hätte von den 30 vorgefch aneren Milliarden schen Boltes die Ruhrpolitik Poincarés billigt, nachdem, bereits 20 begabt( Fefige Bemegung.) Trokhem habe wenigstens vorläufig, der Erfolg diese brutale Anwendung Deutschland af Eninelt die Räumung des Mukreebietes und der militärischen Gewalt gegen ein mehrlofes Bolt gerechteftigenen dem Bersailler Bertran die wirtschaftliche Gleich fertigt zu haben scheint. Die utunit wird aber zeigen, daß berechtigung terlarat. Auch den Alliierten feien biefe läder die er Erfolg doch nur scheinbar und alle statistischen lichen Angebote unannehmbar erfchieren. Der Redrer verlieft Angaben, mit denen der französische Ministerpräsident gestern alsdann die damals on Duitschland richtete Note.( Beifall bei wohlgefällig operierte, önnen nicht über die Tatsache hinwegeinem Teil der Binte bes Nationalen. Blods.) Herriot ruft bazwifchen: Großbritannien lehnte, ba, täuschen, daß Frankreid all das, was es jetzt erzielt hat, auch ohne die Ruhrbefezung durch eine vernünftige Politik hätte mals die deulichen Angebote a u deb. Jawohl, fast Poincaré, end Georre ontwortete bamais, die erreichen fönnen, und fogar noch viel mehr. llebrigens Deutschen Rorschläge hätten in England arohe Enttäuschung ist die Feststellung Poincarés, daß die bisherigen Erträgnisse hervorgerufen und einen unaünftigen Einbrud auf die enolifche Re- feines Unternehmens zunächst gerade noch die Besagungsgieruma nemacht. Auch Stolien und Saran batten die denichen An- tosten decken, das flarste Eingeständnis seines wirtschaft. gebote für unonehmbar erflärt, obwohl man fie bereits für etmas lichen Fehlschlages. Was er aber feinen Hörern forgfältig beffer als die Angebote des Bormonats bezeichnete.( Bewenerschmiegen hat, das ist das moralische Fiasko, das gunn.) Frankreich damit erzielt hat: Fast die gesamte Kulturivelt verurteilt diesen Rüdfall in die übelsten Methoden des Militaris mus und Imperialismus, and an den Folgen dieser Ver urteilung wird Frankreich mehr zu leiden haben, als es die beifallswütige Kammer des Nationalen Blocks heute ahnt. Grabskis Ermächtigungsgeseh. Warschau, 21. Dezember.( Eigener Drahtbericht.) Das neue Stabinett erhielt heute vom Sejm ein Vertrauensvotum mit 193 gegen 76 Stimmen. Es wurde von ber Rechten unterstützt, während bie Linke fich nertral verbielt. Programmgemäß brachte der neue Mininerpräsident ein Ermädigungsgefegein, das für die Regierung weitgehende Bollmachten im Bereiche der Finanzreform für die Dauer eines Jahres gilt. Der Staatepräsident foll berechtigt fein, auf Vorflag bes Minifterrates Berfügungen mit Gefeßesfraft zu erlaffen. Die Ermächtigung umfaßt: Die Aufnahme einer Staatsanleibe in Höhe von 500 Millionen Goldfranken, die Ein Sührung eines neuen Münzinstems. Errichtung einer Emiffionebant, Beräuterung von Staatseigentum bis zur Höhe von 150 Millionen Goldfranfer. nämlich einen Elefariten! Mart Twain war über die Anfündigung diefes etwas umfangreichen Haustieres nicht perah entant. ba er feinen Berleger nicht beleidigen wollte, fo ließ er turz ent fchloffen seine Automobilgarage in ein Elefantenhaus untmanbeln. Ein paar Tage vor dem Fest traf eine Wagenlabung. Heu ein„ für den Elefanten mit Mr. Colliers besten Empfehlungen, und fura darach stellte sich ein imponierender Herr bei dem Dichter por: Prof. Man, gelernter Elefantenwärter. Er befichtigte mit jach verständigem Auge die Vorbereitungen und ordnete an, noch einen feferen Boden für den schweren Gait anzulegen. Im Hause Mart Twains und in der ganzen Stadt herrschte die größte Aufregung. Dem Humoriften war etwas unheimlich zumute, denn ihm schwante" etwas. Am Weihnachtsabend fam richtig der Elefant an: eine lebensgroße Attrappe aus Pappe. Londoner Wohnungsstatiflit. Auch in England besteht eine burch den Krieg hervorgerufene Wohnungsnot; fte ist aber freilich, an den deutschen Zahlen gemessen, noch beneidenswert. Eine neue Statiftit in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift" gibt darüber Auskunft. Nach der 1921 vorgerommenen Zählung umfaßt der Ber waltungsbezirk London 4484 523, bas fonenannte Groß- Landon 7.480 201 Einwohner. Während man 1801 995 310 Einwohner zählte, hatte fich die Zahl 1841 verdoppelt und 1881 pernierfacht. Die Bahl der Familien, die auf jedes bewohnte Haus tommt, ftieg von 1911 bis 1921 von 1,15 auf 1,50. 18,1 Proz. diefer Wohnungen ent i'ten brei oder weniger Räume, 272 Broz 4 bis 5 Räume, 423 Broz 6 bis 8 Räume, und 12,4 Broz. 9 Räume und mehr. Die Durchschnittszahl einer Familie fiel in diefem Zeitraum um 9 Broz ,, ron 4,15 auf. 8,79, Berfenen. Die Durchschnittszahl ber be mohnten Räume pro Familie, fiel um 5 Broz. Don 3,56 auf 3,38 Räume. Auf die einzelne Berson in London tam alfo 1911 0,88, 1921 0.91 Wohnraum. Die Bevölkerung ist mithin jetzt besser unter gebracht als 1911, wobei allerdings nur die Zahl der Räume, nicht aber ihre Größe und Lane in Rechnung gebracht ist. In den ärmften Gegenden leben die größten, in ben reichften bie fleinsten Familien. Theater. ben Rammerspielen bes Deutiden Theaters wird als Silvesteraufführung eine Neueinstudierung des brei oftigen Zuitfotels Snaeborgbon Sturt Göt vorbereitet. Die nächsten Don Bremieren find: Starl Steinheims Nebbio unb alme Baul Kornfeld( Uraufführung). . Bienen und Tuberkulo'e. In einem Berichte an die Biologie Gefell ( haft machte Brofeffor etfnifoff vom Vafteur- Knftitut Mitteilungen über das Verhalten von Dienen und Motten gegenüber den Tuberkelbaziden. Seine Berluche zeigten bas überraschende Ergebnis, daß diefe Anfelten ben ibnen eingeimbiten Enberiel. und Lebrabaz len gegenüber vollitändig immun bleiben. Professor Meticnifoff erklärt, er tönne die biolonischen Zufammen bange tiefer Gifcheinung noch nicht flar erfennen, jebenfalls aber sei zu hoffen, fie für die Belämpfung der Zuberkulose und Lepra dienstbar zu madjen. Die Geheimniße des Königsgrebes. Auf bem Geblete ber altannbtifen Ausgrabungen bat noch feine Entbedung felches Auifehen gemacht. wie die Ende vorigen Jahres eriolate Muffindung der Grabstätte des Königs Sut and men, ber im 14. Jahrhundert Chr. gelebt bat. linerbörte Etate find in den Grablommern gefunden worden, wunderbare Arbeiten altägbbtischer Sunft. Der Verlag Biodbaus in Leipzig wird die deutsche Pluggabe des Diiginalberichts des Enideders Howard Carter über bie Ausgrabungen veröffentlichen. Der Redner wendet sich herauf der deutschen Note pom 5. Junta. Er entfchuldist fich wegen der zahlreichen Sitate: diefe feien nicht nur für des Parlament und für Frankreich beftimmt. Deutschland, fo fährt-incaré fort, belarrie in paffirem Biber ftond. Frankreich und Belen weigerten fich, auf feine Vorfchläge einzusehen und dies führte wenigstens dazu, daß eine neue Interhaltung mit England in Gong fam. Heute, fagt Poincaré habe der paffive Widerstand offiziell aufgehört, und zwar nicht dank der guten Elemente der deutschen Sozialdemokrafie, die sich als machtlos erwiesen hatte, sondern auf Grund der sch we ren Berluste, die der paffive Widerstand Deutschland geloftet habe. Tatsächlich feien jedoch noch Momente vorhanden, mo Frankreich sich mit Recht frage, ob diefer Widerstand wirklich auf gehört habe und es feien immer noch bis jetzt bei der Eisenbahn und dem Flußschiffahrtsverkehr Verzögerungen und Versch'eppungen zu fonstatieren, die einem passiven Widerstand sehr ähnlich sehn. Im übrigen meint der Rebner, beweisen die Statistiken, daß seit der Ruhrbefchung die Arbeitslosigkeit in England abgenommen habe. Die Ruhrbefeguna habe England auch gestattet, feine Rohlenaus. fuhren zu vergrößern. Der sozialistische 2bgeordnete Barenne rief dazwischen: ,, DaDon fönnen wir ein Lieb fingen." Boincaré erklärte nad) Havas, bei Besprechung der im Ruhr gebiet abgeschlossenen Berträge, die Sachlieferungen müßten zu erft für die Begleichung der Besagungskosten und dann für die Reparationszahlungen dienen.( Wenn etwas übrig bleibt! Red.) ** Auch seine Darstellung der Aufnahme der beiden CunoAngebote ist tendenziös. Mag es auch richtig sein, daß das erste( auch von uns fritisierte) Anerbieten der Cuno- Regies rung in verschiedenen Ententeländern und auch in England enttäuscht habe, so verschweigt jedoch Poincaré, daß das 3 meite Angebot in England und in Italien sehr günstig aufgenommen wurde, während umgefehrt seine Ablehnung durch Frankreich in der ganzen Welt den übelsten Eindruck machte. Auch die stolze Bersicherung, daß Frankreich die Eisens bahnen bes befeßten Gebietes nunmehr als Pfand be trachte und nicht vor der Bezahlung herausgeben werde, wird in der Welt lediglich die lleberzeugung vertiefen, daß Frant reich es auf eine dauernde Besetzung von Rhein und Ruhr abgesehen hat. Nur ein Wort noch zu der Redewendung Poincarés über die Rolle der deutschen Sozialdemokratie bei der Beendigung des passiven Widerstandes. Sie bezieht fich offen bar auf eine Stelle der Rede des Genossen Léon Blum am vorigen Freitag, welcher unter dem tobenden Lärm der äußersten Rechten, die bezeichnenderweise durch einen ge hälfigen Zwischenruf des Kommunisten Cachin unterstüt wurde, den Mut pries, den die deutsche Sozialdemokratie, in Poincaré, offenbar um die Wirkung dieses tapferen Bekennt nisses internationaler sozialistischer Solidarität abzuschwächen, erwidert, die Beendigung des paffiven Widerstandes sei nicht auf die guten Elemente der deutschen Sozialdemokratie", Die Sikung wird 4.45 Uhr auf 20 Minuten unterbrochen. Nach Biederaufnahme fährt Boincaré in feiner Rebe fort. Auch fondern auf die Erkenntnis der 3wedlosigkeit seiner Fort für die Kohlen- und Rofslieferungen feien die Refuftate günftig. fegung zurückzuführen, so ist er durchaus im Recht. Es gibt Die Durchführung der verschiedenen Maßnahmen für die Aus. in der gesamten deutschen Sozialdemokratie teinen Menschen, beutung der Gruben hätten die Industriellen dazu gebracht, die be- der nicht nach wie vor die Ruhrbesegung als ein im perio. fannten vorläufigen blommen zu unterzeichnen. Poincaré fchi lift if ches Verbrechen ansieht und der nicht mit Ent dert, was die Industriellen auf Grund dieser Abkommen zu liefern rüstung eine günstige" 3ensur aus dem Munde Poincarés hätten. Die Einnahmen mürden auf Grund der Artikel 249 und 251 zurückweisen würde. In der Verurteilung der Ruhrbefehung des Friedensvertrages auf Reporationstonto autoeschrieben( alfo ju- weiß sich übrigens die deutsche Partei mit der gesamten Ar nächst für die Befahungstoffen) und dann erst für die Reparationen beiterinternationale einig. Die Mitverantwortung verwertet werden. Die Kohlensteuer, die vor der Belekung gleich für den Abbruch des passiven Widerstandes hat die deutsche Null gewefen war. da dos Reich fie den Industriellen erlaffen habe, Sozialdemokratie lediglich aus Liebe zum eigenen foll pro Jahr 509 Millionen Fronten ohne die rückständigen Bolle übernommen, aber mit der Wut im Herzen darüber. Summen erneben, Boincaré mocht dann statistische Angaben über die Eisenbahnregie. Die'e fei nunmehr de facto Dom daß damit eine der schlimmsten Gewalttaten der ele anerkannt und fei eines der bedeutendsten Geschichte, wenigstens nach außen hin und vorläufig, von Pfänder für die französische Sicherheit. Erfolg gefrönt blieb. Bon der friedlichen Astion, ertiärt Boincaré weiter, hat man uns auch vor bem Kriege elmas vorgefungen( Leb hafter Beifall rechts und im Zentrum) und wir haben ja gefehen, wie weit wir damit gekommen find. Jetzt, nach Einstellung des passinen Widerstandes, fährt der Redner fart, hätten die französischen Begnabigungsmaßnahmen die woh mollenden Gefühle rantreichs gezeigt. Außerdem sei man zu einer ständig engeren Politit der Zusammenarbeit gelangt. So hätten die Holzlieferungen und außerdem die Lieferungen von Stiftoff, chemischen Produtien allen diesen kritischen Monaten bewiesen habe. Wenn nun und Farbstoffen fich sehr gut entwidelt. 1923 habe Frant. reich 2000 Tonnen statt eigen Kilogramm 1922 erhalten. Auch bringen die Einfuhrabgaben mb die Ausfuhrlizenzen immer grökere Einnahmen.( Beifall.) Gewerkschaftsbewegung Der Tarifbruch der Kalibergherren. triebe haben es abgelehnt, biefem unerhörten Anfinnen, noch dazu ihrer Durchführung als eine tonale Auslegung des Tarifvertrages, turz vor dem Feft der Liebe, Folge zu leiften. Am Mittwoch hatte als ein Tarifbruch angesehen werden müßte, glaubte man, wie fich der Schlichtungsausschuß mit einem gleichlautenden Antrag des zugegeben murde, dennoch, das Experiment zur Steigerung der Arbeitgebervcrbandes zu befassen. Es wurde unter dem Borsiz des Produktion und Intensivierung der Arbeit machen zu müssen. Gewerberichters Herrn Magistratsrat Dr. Schulz folgende, nicht Leider hat ein großer Teil der Angestellten unter dem moralischen Die Nachtausgabe des schwerindustriellen Tag" nom 21. De anders zu erwartende Entscheidung gefällt:„ Der Antrag des Arbeit Drud eventuell stellungslos zu werden, dem Anfinnen der Ge sember versucht eine Rechtfertigung des Bertragsbruches und der Ge- geberverbandes wird, da unzulässig, zurüdgewiefen. In der schäftsleitung entsprochen. Ermutigt von bem ersten Erfolge geht fegesverlegung der Kaliindustriellen. Der Artikelschreiber versucht Begründung heißt es, daß es bei den Lohnsätzen für die Zeit bis man nun auch in den Werfen in Spandau in gleicher Weise 28. Dezember verbleiben muß. Dadurch wird von einer n'utralen vor. Daß ausgerechnet die Deutschen Werte zu so verwerflichen ferner, den Arbeitnehmerorganisationen die Schulb für den Tarif- Instanz bestätigt, daß es sich um einen glatten Tarifbruch handelt Wittein greifen, um durch die Beseitigung des Achtſtundentages bruch und die Gefeßesverlegung zuzufchieben. Er schreibt wörtlich: Man sollte annehmen, daß die Arbeitgeber nunmehr, ihren einen Präzebenzfall für die gesamte deutsche Angestelltenfchaft zu „ Die Lattif der Arbeitervertreter hat den Arbeitgeberverband für Standpunkt aufgeben vnt das den Arbeitern zunefünte Unrecht schaffen, wird sicherlich, außer bem fapitalistischen Unternehmertum, Die Raliindustrie veranlaßt, zur Selbsthilfe zu schyreiten." Damit hat mieber gutmachen. Bei dem rücksichtslosen Vorgehen bi- ses Ber für das die Geschäftsleitung der Deutschen Werte in diesem Fall ber Arbeitgeberverband für die Kallindustrie fich selbst einen Frei bandes ist jedoch mit weiteren bereits angedrohten Maßnahmen zu Borsponndienste leistet, niemand verstehen. Die Angestellten in den Spandauer Borfen werden sich hoffent brief für jeben Bertragsbruch und für jede Gesetzesverlegung aus- rechnen. Gleichzeitig sind zum 31. Dezember( ämtliche man. gestellt. Wie aber, wenn bie Arbeiter einmal jagen würden: teltarife gefündigt, um reattionäre Pläne durchzusehen. fich nicht auch verblüffen lassen, sondern an ber tariflich vereinbar Die Tattit des Arbeitgeberverbandes hat uns veranlaßt, bestehende Die Erregung unter den Handelsarbeit- rn ist groß. Sie find feft ten 48ftündigen Wochenarbeitszeit gefchloffen und entschieden fest. entschlossen, mit allen Mitteln für annehmbare Bohn- umb Arbeits-, halten! Berträge zu brechen und Gesetze nicht zu beachten?" Es ist aber nicht einmal richtig, daß die Raliindustriellen bereit, bedingungen einzutreten und jede Berschlechterung abzuwehren. wären, über eine Berbilligung der Produktion zu verhandeln. Bielmehr haben fie das ausbrüdlich abgelehnt Ebenso haben Amerikanische Solidaritätsaktion. Konflikt in den Metallgießereien. Für die lanfmännischen Angestellten. Die am geftrigen Tage für die Briefumschlagbranche Arbeitgeberverband ber papierverarbeitenden Induftriellen zur Feſt por bem Schlichtungsaus'chuß geführten Berhandlungen mit dem fegung der Dezembergehälter auf Goldmarkbasis führten zu fei nem Ergebnis, da die Kammer nicht imftande war, einen Schieds, Spruch zu fällen. Es ist daher vom Zentralverband der Angestellten fofort nochmals der Schlichtungsausschuß zur Regelung angerufen worden. Im übrigen hotte der Arbeitgeberverband inzwischen Anweisung gegeben, daß am Freitag, ben 21. Dezember 80 Ottober gehälter a conto gezahlt werden sollen. Der Schlichtungsausschuß Groß- Berlin hat am geftrigen Tage für bie Buchhandels. branche für den Monat Dezember einen Schiedsspruch gefällt, der für die Angestellten Gold gehälter porsieht. Es sind drei Tage Erklärungsfrist für Annahme oder Ablehnung des Spruches gesetzt. Der Arbeitgeberverband batte Anweisung gegeben, daß am 22. De3ember wiederum 30 Broz, der von ihm einseitig festgelegten Gold martgehälter für Dezember zur Auszahlung gelangen. fie es abgelehnt, liber ein Ueberschichten abtommen im mertichaftshaus stattfand, berichtete Brebow über den Schiets In einer Metallformerversammlung, die gestern abenb im Ge. Rahmen des immer noch bestehenden Tarifvertrages zu verhandeln. spruch, den der Schlichtungsausschus Mitte dieser Woche gefällt hatte. Das Arbeitsministerium hat sich die erdenklichste Mühe gegeben, um Die Unternehmer glaubten, gleich schweres Geschütz auffahren zu ben Arbeitgebernerband an den Berhandlungstisch zu bringen. Es fönnen, indem fie einfach aus dem Handgelent behaupteten, die bat zu Einigungs- bzw. Schiedsgerichtsverhandlungen viermal ein. Drganisationsvertreter hätten feine Organisation mehr hinter sich. gelaben. Der Arbeitgeberverband hat jebesmal mit einer Absage Demgegenüber stellte Bredow fest, daß in den meisten Betrieben ober Nichterscheinen quittiert. Wie er Berträge und Geseze ge- 100 Broz. ter Arbeiter organisiert sind; die wenigen Betriebe, in brochen hat, so hat er die bestehenden Schlichtungsinstanzen ignoriert. denen das Organisationsverhältnis fchlechter ist, fommen für die Das Berschulden ber Krise in der Raliinduftrie festzustellen, hätte Formerbewegung nicht in Betracht. Der Schiedsspruch selbst fieht die ber Arbeitgeberverband sehr leicht gehabt. Er brauchte nur seine 48- Stunden- Woche vor, läßt Ferien in alter Höhe bestehen und be eigenen Mitglieder zu befragen. Eine erhebliche Anzahl davon wird ſtimmt, daß bie Waschzeit nicht im Tarif, fondern in ben Arbeits. eigenen Mitglieder zu befragen. Eine erhebliche Anzahl bavon wird ordnungen festgelegt wird. Bestehente bessere Lohn- und Arbeits. ihm sehr gern bestätigen, daß es die Preispolitit war, welche bedingungen sollen durch ört de Berhandlungen geregelt werben. bie Raliindustrie in diese Ratastrophe gestürzt hat. Es war ber Der bestehende Lohn von 54 Pf. pro Stunde foll bis 29. Dezember Landwirtschaft und ben übrigen Abnehmern des In- und Auslandes beibehalten werden. längst bebannt, daß innerhalb des Ralifynbitates über bie Breis Interessant war der Inhalt eines Briefes, den die Unternehmer politik Um Arbeitszeit und Lohn im Ruhrgebiet. unüberbrüdbare Meinungsverschieben an die Berhandlungstommiffion gesandt hatten. Sie verlangten heiten bestanden und bestehen. Es erscheint verständlich, daß die darin, angesichts der durch die Preis entung veränderten Wirtschafts Für den Bergbau haben, wie uns gebrahtet wird, am Donners. Auftraggeber bis zur Klärung der Lage mit den Aufträgen zurüd. lage eine Berbilligung auch ihrer Produktionskosten dadurch herbei- tag in Bochum Berhandlungen über die Lohn- und Arbeitszeitfrag n halten. Und in der Tat: Entweder betreibt das Syndikat eine an aus ausgedehnt würte. Ghenso wollte man die Löhne ab ver teiligt sind, stattgefunden. Die Arbeitszeit wurde mit Wirkung vom führen zu können, daß die Arbeitszeit über 48 Stunden hin für die Uebertagearbeiter, die nicht an der Förderung bes bere Breispolitik ober es richtet die gesamte beutsche Raliinduftrie gangenen Montag um 10 Bro& reduzieren, natürlich auch 27. Dezember auf 58 bzw. 59 Stunden in der Woche bei einem zugrunde nur deshelb, um„ wettbewerbsfähig zu bleiben. Man verlangte Schichtlohn von 4,20 M. zuzüglich 10 Broz. feſtg fezt. Eine Aeuße von den Formern fooie Einsicht", daß sie diesen Gedankengängen fofort volle Sympathie entgegenbringen würden. Der Schlichtungs- rung der Arbeitnehmerorganisationen liegt bis zur Stunde noch nicht vor. ausschuß lehnte aber ab, diesen Brief als Verhandlungsgrundlage zu In der Metallindustrie der nordwestlichen Gruppe hat am In New York farb in der legten Novemberwoche eine vom Bor- nehmen, ba eine Besprechung zwischen den Parteien noch nicht statt. Freitag für die in den freien Gewerkschaften organisierten Arbeiter ftanbe tes a meritanischen Gewertschaftsbundes ein gefunden hatte. Ohne wesentliche Diskussion wurde in der Abstim. Freitag für die in den freien Gewerkschaften organisierten Arbeiter berufene besondere Konferenz statt, um eine Sicfsattion mung der Schiedsspruch von allen Anwesenden abgelehnt eine rab ftimmung über die in Berlin getroffene Arbeitszeit. ber amerikanischen Gewerkschaften für die deutschen Ge- Darauf teilte Brebom mit, tak die Verhandlungskommission bereits Dreinbarung stattgefunden. In Dortmund und Hörde sind von rund mertschaften vorzubereiten. Der Borsitzende Gompers er beim Schlichtungsausichuß die Ablehnung des Spruches zu Protokoll 40 000 Arbeitern nur 5000 Stimmen abgegeben worden, davon etwa innerte daran, daß der amerikanische Gewerkschaftsbund 1917 auf gegeben habe. Er habe aber beshalb nicht vor der Abstimmung 90 Broz. gegen die Vereinbarungen. Bon anderen Städten liegen einem Kriegstongreffe in Buffalo versprochen habe, die amerita- davon Mitteilung gemacht, weil er den Unternehmern ten Einwand Abstimmungsergebnisse noch nicht vor. Der Chriftliche Metallarbeiter. nischen Arbeiter würden nach Beendigung des Krieges als erste den nehmen wollte, die Versammlung hätte nur ihre Berhandlungs- verband hat der Ber inbarung zugestimmt, die Führer der Hirsch. tommiffion gebedt. Nachdem nunmehr der Spruch ohne Beein- Dunderfchen haben ihre Annahme empfohlen. beutschen Gewerkschaften die Bruberhand reichen. Dieses Berflussung abgelehnt fei, fehe die Kommission der Entmidlung der Dinge sprechen müsse iegt eingelöst werben, benn bie beut ruhigen Gewiffens entgegen. Jchen Gewerkschaften feien in größter Notlage. Sie feien somohl gegen die Rechts wie gegen die Linfsegtremisten, und ihr Beiter bestehen sei von der größten Bedeutung für biegange Belt, weil fie im heutigen Deutschland die einzige mir zu nerbreiten: liche Macht zur Aufrechterhaltung der Drbnung barstellen. Die Geldenimertung habe sie aber völlig enteignet, und man müsse ihnen beshalb schleunigst die Mittel zur Fortführung ihrer Arbeit verschaffen. Nicht als Almofen, sondern als Ausdrud einer einfachen Pflichterfüllung müsse beshalb der americ tanische Gewerkschaftsbunt moralisch und finanziell Unterstützung le: ften Während auf der einen Seite die Industriellen unter Füh rung von Stinnes und auf der andere Seite Kommunisten und Monarchisten gegen die Gemertschaften arbeiten, seien diefe finanziell banterott, nicht aber in ihren Grundfäßen und in ihrem Rampfes mute. Im Einvernehmen mit dem arwesenten Borfizenden aller größeren amerikanischen Gewerffchaften murde der Bundesvorstand beauftragt, einen Aufruf zur Hilfeleistung im Sinne der Anregun gen von Gompers zu erlassen. Zur Entlassung von Behördenangestellten. Bon ben im AFA- Bund vereinigten Organisationen ber Be hörbenangestellten 3b2., Butap, DWB. wird uns gefchrieben: Rans aus die Kartoffeln... Das Wolff- Bureau hält es für angebracht, folgende Meldung Berlin, 21, Dezember. Die Rheinmetall", Rheinische Metallwaren- und Maschinenfabrit, teilt mit: Da eine Einigung mit unferer Arbeiterschaft nicht möglich erschien, hatten wir beschlossen, fämtlichen Arbeitern zu fündigen und das Wert ftillzu Tegen, bis die Löhne entsprechend dem Abbau der Teuerung es uns ermöglichten, gegenüber dem unbefeßten Gebiet und dem Ausland tonturrenz fähig zu sein. Nach mehrtägigen Verhandlungen mit der Arbeiterschaft ist unter gegenseitigem Entgegentommen eine Einigung erzielt worden, der zufolge der Betrieb geöffnet bleibt und auch im Berhältnis zu dem Lohnabbau und den Bertaufsmöglichkeiten wieber zu voller Höhe gebracht wird. Auch Ausfuhrbehinde rungen van feiten der Befagungstruppen find nicht mehr vor handen." Soll diefe Meldung eine Abbitte gegenüber der Unternehmerorganisation sein, weil die Rheinmetall ihr Wert nicht ftillgelegt hat? Auch der Unternehmer Blütenträume reifen nicht alle. Tarifbruch bei den Deutschen Werken. Bom 3A. wird uns geschrieben: Zum Tode von Steinlen. Der Internationale Gemertschaftsbund verbreitet folgenden Nochruf: Mit Steinten ist einer jener großen Rünstler dahingegangen, beren schöpferisches Genie fich in den Dienst der unterdrückten Menschheit und der leidenden Kreatur gestellt hat. Wenn wir hier dieses großen und aufrechten Künstlers ge denten, so geschieht dies vor allem in der Erinnerung daran, was er für die Propaganda der Friedenside e aeleiftet hat. So fort zu Beginn der vom JGB. unternommenen Friedensof ion hat fich Steinlen bereit erflärt, eine 3eichnung zu entwerfen, die über bie ganze Welt verbreitet und von unzähligen Blättern reproduziert worden ist. Steinlen hat sich mit diesem Bert ein unvergeßliches Berdienst um die Entwicklung der Friedensidee erworben und es ist uns ein tiefes menschliches Bedürfnis, dem Künstler im Augenbid, wo er uns für immer verläßt, für feine fünstlerische Tat und seine Gesinnung unseren Dant zu sagen." Honflitt im Zeitungsgewerbe. Die Scharfmacher im Zeitungsgewerbe lehnen es ab, eine tarifliche Regelung für die Ange stellten des Zeitungsgewerbes zu treffen, weil angeblich eine Notwendigkeit dafür nicht besteht. Sie behaupten, daß ber übergroße Teil der Angestellten in den Zeitungsbetrieben eine tarif liche Regelung nicht wünsche, vielmehr Einzelverträge mit den Firmen abgeschlossen habe. Die Angestellten des Zeitungsgewerbes merden zu dieser Herausforderung der Arbeitgeber, die ihnen Bettelnehmen. Zu den sogenannten Einzelverträgen werden wir das Notpfennige als Lohn anbieten, in den allernächsten Tagen Stellung wendige noch durch die Presse bekanntgeben. Die Bertreter der Organisationen der Angestellten bei Behörden Die Geschäftsleitung der Deutschen Werte, Hauptverwaltung, haben in einer Eingabe an die Reichsregierung die bestimmte Erwartung ausgesprochen, daß den Beschlüssen des 45.( leber- wirtschaftliche Not und die besondere ber Deutschen Werte hinge wartung ausgesprochen, daß den Beschlüssen des 45.( Ueber anpelliert in einer Bekanntmachung, in welcher auf die allgemeine wachungs-) Ausschusses des Reichstages zur Bersonal. Abbau wiesen wird, an bas Berständnis der Angestelltenschaft, die Derordnung über die Entlassung von Angestellten bei den Be brohenbe Betriebstillegung burch freiwillige, unbezahlte hörden in vollem Umfange stattgegeben wird. Außerdem for. Berlängerung der Arbeitszeit auf täglich 9 Stunden Cohnerhöhung in der Lederwarenindustrie. Der Schlichtungse bern die beteiligten Verbände von der Reichsregierung, baß fie bei zu verhindern. Parallel mit der Berlängerung der Arbeitszeit soll ausschuß fällte einen Schiedspruch, wonach der Lohn von 50 auf Beratung der Ausführungsbestimmungen zur Berfonal- Abbauvereine nicht unerhebliche Verminderung des Personal. 55 Pf. erhöht wird. Die Arbeitgeber hielten den bisherigen Lohn orbnung mit herangezogen werden. bestandes laufen. Um nun bei einer möglichst großen Zahl der von 50 Bf. für zu hoch und hatten als Gegenantrag einen Abbau Angestellten die freiwillige" Zustimmung zu der geplanten Ber. längerung zu erhalten, ließ man andeuten, daß nur die Angestellten bei den zu erwartenden Kündigungen als die Freunde ber Deutschen Werte angesehen werden könnten, die für den Appell der Geschäftsleitung die notwendige Einsicht" nicht vermissen ließen! Weihnachtsgeschenk im Berliner Großhandel. Für die Handelsbilfsarbeiter wurde im November ein Ablommen getroffen, welches bis zum 28. Dezember gilt. Deffen ungeachtet hat der Groß- Berliner Arbeitgeberverband des Großhandels einseitig veranlaßt, daß eine Reduzierung der Löhne Obwohl durch Tarifvertrag eine 48ftünbige Boden» um 10 Broz. vorgenommen word: n ist. Ab 15. Dezember follte arbeitszeit festgelegt ist und von den Gewerkschaften barauf eine meitere Serabjegung der Löhne erfolgen. Biele Be.. hingewiesen wurde. baß die beabsichtigte Maßnahme und die Art der Löhne um 25 Prozent beantragt Betantwortlich für Bolitif: Era Reuter; Birtschaft: Artur Saternus; Gemertschaftsbewegung: S. Steiner; Feuilleton: Dr. John Schilewsti: Lotales unb Gonftiges: Fris Raritäbt: Anzeigen: Th. Glode: fämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag 6. m. b. 5. Berlin. Drud: Borwärts- Buchbruceret und Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co. Berlin GB. 68. Sinbenstraße 3. Sierzu 1 Beilage. 24. Dezember Heiligabend im Café Zielka. Varieté Kabarett. Zum Weihnachtsfest empfehlen wir: Bolle- Margarine in k- Pfund- Packungen, bester Brotaufstrich Bolle- Margarine im Ausstich, sehr erglebig, besonders empfehlenswert zum Braten, Backen und Kochen. Emulsionsmilch in der Zusammensetzung und im Gebrauch frischer Vollmilch vollkommen Ferner zur Behebung des außerordentlichen Frischmilchmangels unsere Emulsionsmilch, gleichwertig, hergestellt unter Verwendung bester dänischer Teebutter. Bolle- Cocos- Kaffeesahne, kann verwendet werden wie Natur- Kaffeesahne Erhältlich an unseren Verkaufswagen und in unseren Verkaufsläden. Außerdem sind in unseren Verkaufsläden alle Bolle-Kolonialwaren in bekannter Güte zu haben. Meierei C. Bolle Akt.- Ges., NW, Alt- Moabit 98-103 Cr. 597 ♦ 40. Jahrgang Beilage öes vorwärts Sonnabend, 22. Dezember 192Z Der Hungertod in Derlin. Das Statistische Amt meldet: iu 2'1 Monaten 103 Fälle! Notleidende, wird auf ihre Klagen nicht selten die Antwort ge-s geben: �der Mensch oerhungert nicht so rasch." Nein, rasch ver»! hungert er nicht— aber langsam. Er verhungert so langsam, daß es ihm außer dem Arzt vielleicht kaum einer anmerkt. Und gewöhn»; lich wird durch eine hinzukommend« Krankheit, die mit dem chun- geraden wohltätig ein Ende macht, auch dem Arzt die peinliche| Pflicht erspart,.Hungertod" zu bescheinigen und einen Verhungerten' in die Statistik der Todesursachen hineinzubringen. In den Todes» ursachenverzcichniDen de» Sieichsgesundheitsamts und des Preußischen Statistischen Landosamts wird infolg« geringerer Ausführ- lichkeit ihrer Gliederung der.Hungertod" nicht besonder» gezählt, und«ii« eigentliche.Krankheit" ist ja der Hunger und das Ver- hungern üb-rhaupt nicht. Dagegen kennt das ausführlichere Todes- ursachenverzeichnis des Etatistischen Amte» der Stadt Berlin auch den Tod durch Verhungern, und es unterscheidet sogar zwei Arten: die.Erschöpfung oder Enrkröftung infoCge mangelhafter Ernährung" und den durch nichts zu bemäntelnden„Hungertod". Di« Not, die durch das deutsche Land schreitet und die Bewohner der Großstädte am härtesten bedrängt, hat dos Berliner Statistische Amt veranlaßt, di« in neuerer Zeit in Berlin vorgekommener. Hungertodesfäll« zusammenzustellen. Das Ergebnis ist entsetzlich und grauenvoll. Ist Hungertod überhaupt möglich I Borausgelchickt wird vom Statistischen Amt«in« Betrachtung darüber, ob Verhungern überhaupt möglich ist und ob man Verhungern als Todesursache sicher seststetlen kann. Ein gesunder Mensch kann etwa drei Wochen ohne jede Nah- rungszi'fuhr bei Wafseraufnahme leben. Unzulänglichkeit der Er- nährung muß bei langer Dauer etwa dieselbe Wirkung haben, wie völlige Entziehung der Nahrung ste schon in kurzer Zeit hat. Wer- den dem Korper nicht 2000— 3000 Kalorien täglich zugeführt, so wird für je O.Z fehlende Kalorien 1 Gramm Fett aus dem Refervevor- rat des Körpers eingeschmolzen. Wenn der Vorrat nahezu erschöpft ist, werden die Organe in bestimmier Reihenfolge angegriffen. Der Tod tritt ein. wenn die lebenswichtigen Organe so weit abgebaut sind, daß ste ihre Funktionen nicht mehr auszuüben vermögen. Heute handelt es iich bei Hungernden meist um alte Leute, deren kör- perlichrr Zustand die.no-rmole" Hungerperiode natürlich Längst nicht aushalten kann. Ter Organismus des Greises rMd der Greisin hat wenig Reserven und wird schon durch kurze NahrungserÄziehung schwer geschädigt. Die Möglichkeit des Verhungern» kann nicht angezweifelt werden, nur die sichere Feststellung ist schwierig. Schwächung des Körpers durch Unterernährung verringert seine Widerstandsfähigkeit gegen Eindringen von Krankheitskeimen. Auch schon bestehende, an sich nicht lebensgefährlich« Krankheiten können infolge Enikräftung schnell z,nn Tode führen. Oft wird es zum eigentlichen Hungertod nur deshalb nicht kommen, weil vorher eine durch Rohrnngsmanael begünstigte andere Krankheit den Tod hcrbcrföhrt. Aber auch sonst kann der Hunaertod sich noch unter einer anderen Todesursache verbergen. Das Alter und seine chro- nilchen Kronkhei'en können als Todesursache angenommen werden. während hanpllSchl'ch Unterernährung das versagen der Organe bi» wirkt hat. Nach Ansicht des Statistischen Amtes lpricht nieles dafür. daß die Not viel-ahlretchere Todesopfer durch verhungern fordert. als die amtlichen Zahlen erkennen lasse». Kbs öer hinterlastenschast des strkeges. Fei der Zusammenstellimg der anerkannten Hungertodesfälle muß dos Statistische Amt sich in der Verqleichung mit weiter zurück- lieoenden Jahren aus das Berlin bisherige» Umfanoes beschränken, weil man Zahlen für da, heutige Berlin erst von 1922 ab hat. In dem Jahrzehnt 1904—1913 starben nach Angab« der Aerzt« in .Unterernährung" im aanzen öS Personen, also pro Jahr durch- fchnittlich S bis S Personen, während unmittelbarer Hungertod" siberhaupt nickst gebucht wurde. Erst der Krieg brachte mit seinem Mangel und leiner Not ein« stark« Meh- rung der Opfer des Hungers, besonders in seinen letzten Jahren, wo dl« Entbehrung erst ihr« voll« Wirkima ausnbte. In 1 1914, 1915. 1916 1917, 1918 wurden 8, 6, 7, 49, 35 Todesfälle nach .Unterernährung" festzcstellt, wozu in 1914 und 1917 je«in Fall' unmittelbaren.Hungertodes" kam Langsam nur milderten sich die Wirkunzen des Hungers der Kriegsjahre. In 1919, 1920, 1921 wurde noch 43-, 21-, 13mal Tod nach„Unterernährung" festgestellt, dazu in 1921 einmal Hungertod". Mit 1922 begann dann ein« neue Zunahme, und in 1923 kam es, wie schon die erst bis Ende Oktober reichende Zusammenstellung erkennen läßt, zu einer noch weiteren Verschlimmerung. Auch das gehört zu der Hinter- lossenschaft des Krieges, denn die Not der letzten Jahre und Monate wäre uns wenn der Krieg nicht kam, erspart geblieben. E» starben, immer nach den zweifellos unvollständigen Angaben der Aerzte, an„Unterernährung" in 1922 18 Personen, in 1923 von Januar bis Ende Oktober 34 Personen, an„Hungertod" in 1922 S Personen, in 1923 bis End« Oktober gleichfalls schon S Personen. Von 1922 ob liegen Ergebnisse auch für das größere Berlin setzigen Umfonges vor. Aus 1922 und den ersten zehn Monaten von 1923 wurden für da» jetzig« Berlin 88 Todesfälle nach.Unterernährung" und 15 Fälle von„Hungertod" gemeldet, das sind zusammen 103 Todesfälle durch Hunger. Hiervon entfielen auf April bis Ottober dieses Jahres zusammen 40 Fällt, von diesen allein auf September und Oktober zusammen 21 Fälle. An dem 40 Hungertodesfällen aus April bis Oktober waren beteiligt die Allersgcüppen bis zu SO Sohren mil 15 Verfonev. die Alieregruppen über SO Jahre aber mil 25 Personen, die Männer mit 14 Personen, die Frauen aber mit 2S Personen. Unter den Allen, den nicht mehr Erwerbsiähigen. hält der hungerlod seine furchtbarste Ernte. Bei einer S8zährigen Lehrerin a. D. fand sich auf der Sterbekart« der Vermerk:.Gewicht zuletzt SO— 65 PfuiK»." Da, Berliner Statistische Amt schließt seine Mitteilungen mit flstgenber Mahnung:.Mögen in Berlin im Jahre 1922 und im Januar bi» Oktober 1923 zusammen 103, davon in den letzten sieben Monaten 40 Men'chen verhungert sein, mögen es etwas wenig c oder, wie anzunehmen, sehr viel mehr gewesen fein, die bloß« Tat- fach«, daß Hungertodesfälle in beträchtlicher Zahl vorkommen und daß ihre Zahl im schnellen Steigen bearifsen ish beweist einen Not. stand, dem gegenüber auch die beste Wohlsohrt». pfleg« versagen muß. Um so verhängnisvoller würden wei» tere Einschränkungen der Wohlfahrts- und Gesundheitspflege infolge der zunehmenden Verarmung Berlins wirken." Der Golömark-haushalt. Einschränkung der städtischenHanöhaltSuiittelauf7VProz. Im städti'chin Haushalt steht eine durchgreifend« Aenderung bevor. Nach den Beschlüssen des Magistrats werden vom 1. Da- imar 1924 die Haushaltsbücher auf Goldmart umgestellt und die Haushollswirtschaft wird nach Goldmark geführt werden. Der stabil« Morkwert der letzten vier Wochen hat eine gewisse Er- leichterung auch der städtischen Wirtschaft gebrocht. Namentlich verwögen die Betriebe wieder einigrnnaßen mit ihren Einnahmen den Ausgaben zu folgen. Dogegen haben die Steuern noch kaum begonnen, im Goldwert ihres Ertrages sich den Beträgen zu nähern, welch« bei der Aufstellung des Haushalts von chnen oerlangt wurden. Der völlige Wegfall der Wi rtschaft« k red it« und der unerwartet» schnelle Abbau der Besol- dungszuschüsse schafft in den bisherigen Einnahmen«in« Lücke, die in den nächsten Monaten noch nicht ausgefüllt werden kann. Im ganzen stehen nach den Berechnungen der Ftnanzver- waltung für die drei Monate Januar bis März 1924 an Ausgaben sechzig Millionen Goldmark bevor, denen durch Ein» nahmen aus der Verwaltung, aus Steuern, Besoldungszuschüssen und Werksabgaben nicht mehr als dreiundvierzig Millio- n e n Goldmart gegenüberstehen. Da auch mit Anleiheerträgen in den nächsten Wochen noch nickst zu rechnen ist, sah der Magistrat sich gezwungen, in ähnlich rücksichtsloser Weis« wie Reich und Staat den Gemeinden gegenüber, so den einzelnen zentralen Ver- waltungev und Bezirksverwaltungen gegenüber die Haushaltsmittel zu beschränken. Er beschloß, den Verwaltungen von den nach dem Haushalt ihnen zur Verfügung stehenden in Goldmark umgerech- neten Beträgen für die nächsten drei Monat« nur siebzig Prozent zur Bewirtschaftung freizugeben. Auf ein» zelnen Gebieten, z. B. der Beleuchtung, der Wohlfahrtspflege, wird der Prozentsatz erhöht, auf anderen, die den größeren Tell der Ausgaben im Sommer haben, noch wesentlich herabgesetzt werden. Auf der anderen Seite wird den Bezirksämtern größere Selbständigkeit, größer« Freiheit in der Verfügung über die so beschränkten Mittel gegeben, indem für diese drei Monat« die sämtlichen Ausgaben derselben Haushaltsabteilungen als irntcrein- ander übertragbar dehandelt werden dürfen. Die Finanzverwaltung hatte beantragt, um wenigstens eine Bewirtschaftung im Rahmen von fünfundstebzig Prozent Haus» haltsmtttel möglich zu machen, von, 1. Januar ab die Zuschläge zur Grundsteuer von 323i> Proz. auf 100 Proz. zu erhöhen. Der Magistrat hat sich hierzu angesichts des noch unsichevon. Geschick» der Mietzinssteuer nicht entschließen können, sondern die stärkere Beschränkung der Haushaltswirtschaft als das kleinere Uebel an- gesehen. Gegen ö:e Golümketen. Eine Kundgebung der Geschäslsraummieker. Der Schutzverband der Arbeits» und Gcschgftsroummieter veranstaltete im Plenarsaal des Herrenhauses eine Prot« st kund- gebung gegen die Gold mieten und die Mietzins- steuer. Als erster Referent beschäftigte sich das geschästsführende Borstandsmitglied des Verbandes Dzieyck mit den für die Mieter verhängnisvollen Folgen der sreien Mietzinsbildung vom 17. August bis zum 1. Dezember dieses Jahres. Niemals könne 5)andel und Gewerbe über die schwere Krise hinwegkommen, wenn in einem Augenblick, in dem die Steuern und sonstigen Lasten wesentlich erhöht würden, auch noch Mieten gefordert werden, die nicht nur der Bewirtschaftimg der Häuser, sondern ouch der Erhöhung der Renten für die Hauswirt« dienen sollten. Dadurch, daß die Regierung jetzt die Aufwertung der Hypotheken ».erbieten wolle, würden sich die Selbstkosten des Hauswirtes um 65 Proz. verringer.'Diese 65 Proz. der F r i- d e n s m i« U beanspruch« die Regierung aber nun als M i« t z i n s st e u e r von de» den Mietern aufzuerlegenden Goldmieten für sich selbst. In der Praxi» bedeute das, daß die siskalischen Interessen mit denen de» Hacsbesitzes aus» engst« in Verbindung gebracht würden, waä für die Mieterschaft ein« große Gefahr bedeute. Dabei würden die Gewerbetreibenden nicht nur für Ihre eigenen Räume, sondern ouch al» Arbeitgeber für ih-e Angestellten höhere Mieten zahlen müssen, wa, zu einer neuerlichen Verteuerung aller Waren und damit zu einer Verminderung der Absatzmöglich. t e i t sühren müsse. Jede Mieterhöhung würde also die schwersten Gefahren für Handel und Gewerbe mit sich bringen. Syndikus Dr. Meyer betont«, daß die Maßnahmen, die die Regierung jetzt in der Wohnungsfrage treffen würde, entscheidend für da» ganze deutsche Volk seien. Er«rlüuteri« sodann die Richt- linien, die von dem Verband zur Goldmieten, und Mietzinssteuer- frage ovsgestellt worden sind und die in einer Entschließung zusammengefaßt, folgendes verlangen: Der Mietzins dürft« erst dann Goldzins werden, wenn alle Hausunkosten, zu deren Abgeltung er bestimmt ist. Goldlasten sein werden. Solange die Hypotheken noch nicht in voller Höh« zurück- gezahlt und verzinst werden, kann es daher keine Goldmiete geben, sondern nur ein« der Höbe der Hauslosten entsprechende Miete. i Eine Goidmiete ist für Wohnungen und Geschäsisräum« erst dann ! wirtschostlich möglich, wenn angesichts der verteuerten Lebenshaltung mindesten» da« frühere Goldeinkommen vorhanden Ist. Sie darf nie den Prozentsatz der Friedenszeit übersteigen, den der Meter von seinem Einkommen an den Vermieter zahlt«. Der Mietzin» bietet kelnt vernünftig« Grundlage für die Steuererhebung. Eine solche Steuer wäre nicht nur roh, sondern ungerecht, denn sie würde u. a. insbesondere die personenrrichen Haushaltungen in der unbilligsten Weis« belasten. », 4 Siädlische Sieu erlassen am 24. und 31. Dezember geschlossen. Di« Hauptsteuerverwaituna teilt mit: Zur Vermeidung vön Irr- tümern wird nochmals darauf hingewiesen, daß die städtischen Steuerkassen ebenso wie alle städtischen Bureaus und Kassen am 24. i und 31. Dezember geschlossen bleiben, während die Reich». sfinanzkassen an diesen Tagen geöffnet sind. Zwischen . dem Weihnacht«, und Neujahrsfest sind die städtischen Kassen, also ! am 27.. 28. und 29. Dezember, geöffnet. Ce»;rl(U Qeort MSIlo, Mücchet 65] Die Lofolfischer. Roman von Zohan Loser. Hebe? den breiten, offenen Westfjord steuert Segel an Segel. Aber sie wirken so klein hier draußen, sie erinnern an' einen Schwann Insekten, der sich mit ausgebreiteten Flügeln 1 auf das Meer niedergelassen hat. I Wie Kristaver hier stand, empfand er eine seltsame Liebe *u der„Robbe". Sie gehörte ihm so sicher. Sie war ganz im Ernst sein Eigentum. Sie würden von jetzt an beisammen- bleiben— die beiden. Und er kannte sie— fast, so daß er sie steuern konnte, wie er wollte, bei jedem Winde. Vielleicht ober hatte sie noch ihre Tücken, die ihm eines Tages einen Posten spielen konnten, denn auf Tod und Leben waren sie ja nach gar nicht gesegelt.„ Run zerteilt sich der Schwärm der Boote allmabliaz: einige schwenken zu ihren alten Fischerplätzen ab. andere fahren weiter. Manche sind aus Vaeröy und Röst gekommen. Die haben«inen langen Weg. Leuchtfeuer und Hafenlichter werden dort oben in der rötlichen Dämmerung angezündet, und„Meerblume" und „Robbe" fahren gleichzeitia durch die Sund« in den Hafen ein. „Du bist wohl jetzt Millionär." rief Kristaver zu Jakob hinüber. Jakob Schwsrenot mst dem Kurzfuß stand da wie ein Gewirr von schwarzem Haar und Bart, aber der kleine Fleck eines Gesich's leuchtete nn'er dem Südwester. „Ahoi!" sagte er,„Millionär ist viel. Aber es hat schlechter ausgesehen als jetzt" Und die beiden Bootsführer lachten einander zu. Aber war es denn zu verwundern, daß der Dakob da am Steuer stand und etwas mehr war als ein Mensch? Da konnten die Leute doch wieder sehen: wenn auf dem Lofot ein Mißjahr zu kommen drohte, dann brauchten ste nur hinzuaehen und Boot und Gerätschaften an Jakob zu verkaufen. Dann wurde Rat geschafft. Vor kurzem gab es in der See nicht einen Fisch, aber die vier Bootsmannschaf»en/ die sich an Jakob verkauften, die wußten, was ste toten. Geld? Er batte kein Geld. Aber cr konnte sich mit ihnen um den Breis einig-m, Boote und Gerätschaften konnten ste sa als Pfand behalten: sie sollten sa doch gegen Anteil unter ihm arbeiten. Gut. Und Jakob kaufte. Und was geschieht? Ein Riesen« fang, ehe man noch zur Besinnung kommt. Im Fjord hatte er mit fünf Booten den Fang betrieben, er war kein Fischer mehr, er war ein Admiral. Boote und Gerätschaften hatte er im Handumdrehen bezahlt, und die Männer, denen sie gehört hatten, wußten nicht, ob sie weinen oder lachen sollten. Sie verdienten allerdings gute Anteile, aber hätten sie nicht ver- kauft, so wäre es doppelt soviel gewesen. Igkob selbst mußte ganz unmenschlich an diesem Handel oerdienen, er konnte sich am ganzen Leibe mit Banknoten auspolstern, ste sahen förm- lich, wie er mit jedem Tage dicker wurde. Und manche fanden es gut und andere schimpften, daß er so wenig mit seinem GeiC haushielt. Die alte Lofotbütt« wirkte jetzt geradezu vornehm. Hier waren Wände aus Holz, Fenster, Tisch und Stühle. Hier waren Pritschen mit weichem Stroh, ganz wie bei einem König. Jetzt sollte hier ober ein feines Leben werden. Aber das erste, was die Bemannung der„Robbe" tat, das war. große Wäsche an sich selbst vorzunehmen. „Kemer geht zu Bett, ehe er sich gewaschen und die Wäsche gewechselt hat," sagte Henrik Rabben. Und keiner bestritt, daß er In dieser Sache zu befehlen habe. Sie machten Feuer im Ofen, sie beizten die Hütte so. daß die Leute, die herein wollten, nack Lust schnappten und wieder binausflüchteten. Das mar ihre Sache.„Leg' nur ein," sagte Kansles und g'ng sekbe�zin und packte noch mehr in den Ofen hinein. Hatten sie nickt in letzter Ze't gen"g gefroren und gab es hier nicht Torf und Holz genug?„Feuert nur tüchtig!" sagte Henrik Rabben draußen in der Küche; er sorgt« für heißes Wasch wasser. S'e machten sich an eine scbwierioe Arbelt— die Waller» sstefel mußten ausaewgen werden. Die Füb« waren cnffge- schwollen und die Stielel loben nonz mißnn'tia aps. nachdem sie tagelang im Seewasser. Fischschlamm und Schnee hsr"m- gewatet hatten, ohne geschmiert oder getrocknet zu werden. Das Leder war granweiß geworden, brüchig und gesprungen, sie saben aus w'e Kranke. Aber herunter nmßten sie. Der Mann saß auf einem Schemel, ein anderer stand hinter ibm, faßte ihn "nter den Annen und zog ibn nach hinten, ein dritter hatte Absatz und StieWvitz« gefaßt und zog in entgegengesetzter Richtung, daß das Gesicht sich verzerrte.„Hol up... ahoi!" Von beiden Setten w"rd« gezogen. Es hih ans, als wolle man dem Kameraden d'e Beine«"sreißen. Aber schließlich gab der Stiefel mit einem ächzenden Ton nach. .Und nun sah man die Socken. Sie waren dermaleinst aus weißer Wolle gewesen, jetzt sind sie schwarz. Sie riechen nach Seewasser, Leder, Schweiß. Sie werden heruntergestreift»nd nun kommt der Strümps zutage. Welche Farbe er in seiner Jugend hatte, kann niemand sagen, aber jetzt ist er braungrau. Es ist eine seltsame Sache, ihn auszuziehen. Er scheint mst einer Mischung aus Seewasser und Blut cm den Fuß anqe- trocknet zu fem. Aber herunter muß er, man schiebt ihn vor- sichtig an der Wade hinunter. Rot, rot überall. Er sitzt fest, er reißt die Haut mit ab. Aber herunter muß er. Und jetzt kommt endlich ein nackter Menschenfuß, blau am Hacken, gefchwollen und wund, mit Spuren von Wolle und Seewasser, aber blaurot an den Zehen, die allesamt erfroren sind. Sie erwachen zu Leben hier drinnen in der Wärme, e» sticht in ihnen wie mit Nadeln, au, man kann sie gar nicht be» wegen. Nun fommt der Kübel herein mit dem dampfend heiß« Wasser.„Heizt nur tüchtig!" sagte Kaneles. Als die Füße n den Kübel kamen, begannen sie erst wirklich zu brennen, di Männer heulten, es fuhr wie Messerstiche durch den ganze Leib, und doch wt es innerlich gut, den Fuß reinzuscheuern Es ist. als reinige motz das Herz selber. Man hebt den Fui> auf und zeigt den Kameraden die Frostwunden und erntet ein wenig Mitleid.„Teufel auch, das sieht bös aus," sagen ste. „Aber Ich kann dir noch was Schlimmeres zeigen." Jetzt ist es ggt. Gallbranntwein in der Kiste zu haben, es gibt kein zweites so gu�es Mittel gegen erfrorene Gliedmaßen. Mehr warmes Wasser und nun werden die Kleider aus- gezogen.„Heizt nur e'n!" sagt Kaneles. Es ist kein Spatz, auch das unterste Wollhemd ablegen zu sollen. Den Ueberrock aus und die Friesweste aus, und dann die dicken, gestrickten Wolljacken und das gewebte Wollhemd und schließlich dos weiße Leinenhemd. Ist der Ofen heiß genug?— denn Henrik Rabben verlangt, daß auch das unterste Wosshemd ausgezogen wird. Gut! I'nd nun ist endlich der nackte Körper da, den die geschwollenen Fäuste streicheln. Er ist so weiß und so empfind- lich, weil er hinter soviel Wolle eingesperrt ist, frische Lust oat er lanae ni-bt meV gewürt. Aber setzt geht das Wüschen los. daß die Seife über Brust und Arme schäumt. Man scheuert sich gegenseitig den Rücken. tüchtig reiben, es wt so gut!„Heizt noch mehr ein!" sagte Kaneles. ........(Fortsetzung folgt.) \ Der Aerztestreik. Ergebnislofe Berhandlungen. gung unternehmen. Der Mann mit der Sprize. Der Leidensweg eines Geistestranten. Die Leidensgeschichte eines Beiftestranden, ber von dem Bahn befangen ist, eine epochemachende Erfindung gemacht zu haben, tam vor der Straffammer des Landgerichts I zur Sprache. Seit Jahren reird der jetzt 35jährige Kaufmann Otto Schon von Gericht zu Gericht geschleppt. Ueberall, wo er auftrat, hat er fleine Eigen tumsbelifte begangen und war immer wieder zu Gefängnis verurteilt worden. Allerdings fonnte das Urteil nie vollstreckt werben, da Sch. alsbald wieber aus dem Gefängnis als haftunfähig entlaffen wurde. benn auch nach einigen Sträuben. Sie ging balb barauf hinaus und tam nicht wieder. Neben dem Belz büßte die Getretärin auch noch eine Iulafilber Nadel ein. Blaubart? Die Rache der vierten Frau. Die Weihnachtsfeier der Aermften. fhage 10/11, ele no einen Tangjährigen Mietsvertrag in ber Stafernements bat, will im nächsten Jahre bie Mittellafeine, die Nordfaferne und das Egerzterhaus zu gemeinnügigen gweden beiterberpachten. Von der Flut überrascht. In Neufeld bei Marne in Holstein find nachts im Sturm fünf beim Deichbau beschäftigte Arbeiter Do It ber Flut überrascht worden und ertrunten flart hat. Berliner Varietés. 99 Der Wintergarten bringt in bemi legten Brogramm biefes Sabres wieder eine Auswahl der besten deutichen Varietékräfte. Man sieht gute deutsche Kunst, aber tennt die meinen Ausübenben bereits. Die vier Arras miben erneut verpflichtet. Auch die schöne anni Garden febrie wieber ein. Ein besonderes 2ob gebührt dem musikalischen Smitator Bibbs and nicht minder den ganz vorzüglichen Redturnern cams Die Florence Equilibriften find wie alle diefe Künfte erfreulich. Der humorist Etrebel lagt föbliche, Bigrafeten fleigen. Alles in allem et erfreulicher Ausgang ber an befter und vornehmier teutscher Varietéfunt reichen Bintergartensalion 1928. Dennoch möchte man nicht ben Bunich unterbrüden, daß es durch eine Mailſtabiliſierung auch den Varietés wieder gelingen möge, 1924. auf ihren Bühnen die besten beulichen mit den besten ausländischen Sträften in Wettbewerb treten zu laffen. Die Gefahr Es barf als bekannt vorausgefeßt werden, daß ein großer Zell ber Berliner Aerzte mit dem von der ärztlichen Leitung vom Zaune gebrochenen Streit nicht einverstanden war. Wenn diese Aerzte frogbem den Weisungen ihrer Organisation bisher Folge leisteten, fo beshalb, weil sie annahmen, baß die zum 21. Dezember im ArDer Marineingenieur Friedrich emmen wurde vor einiger beitsministerium in Aussicht stehende Berhandlung eine Beendigung Beit aus dem Gerichtsfaal beraus von der Ariminalpolizei ber Die Wolfsplage in Rußland. Das Gouvernement Smolenst bes Streifs bringen würde. Leider ist diese Berhandlung an dem haftet. Seine vierte Ehefrau, mit der er nicht glücklich lebte, hatte in Westrußland ist derartig überschwemmt mit Wölfen, die in großen hartnädigen Widerstand der Herzte gegen die ihn beschuldigt, feine früheren drei Frauen durch Giftum Rudeln umherziehen, daß die Behörden einen Wolfstrieg er Berordnung der Regierung gescheitert. Nach wie vor gebracht zu haben. Durch die Vernehmung Semmens und die flärt und alle Forftbeamten und privaten Jägervereine mobil gemacht nerlangen fie die Außerfrafifeßung bzw. Nichtanwendung der Ber. Nachforschungen der Kriminalpolizei fonnte einwandfrei feftaeftelt haben... Der Schaden, den die Raubtiere anrichten, ist so groß, daß ordnung und trotzdem die Wiederherstellung des früheren Zustandes. werden, daß zwei ehemalige Frauen von ihm in Werlin am Leben das Gouvernementsegefutinfomitee in einem Erlaß die Bekämpfung Den Krankenkassen, die auf dem Boden der Regierungsverordnung find, während die britte fich angeblich in Effen aufhalten soll. Die dieser Gefahr für die aktuellste Angelegenheit des ganzen Bezirks er stehen, war damit jede Möglichkeit einer Berständigung genommen. Die Regierungsvertreter haben ausdrücklich dort telegraphisch nachgeluchten Radforichungen find noch nicht ab. afterkannt, daß die Kranfenfaffen im Abschluß neuer Berträge völlig gefchloffen, jedoch wurde der unter diesem Berdacht eingelieferte frete Hand haben. Sie dürften daher alsbald bazu übergehen, die Mann wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Scola bat the Dezemberprogramm so bunt and vielgeftaltig eine ärztliche Versorgung ihrer Mitglieder neu zu regeln. Der Eingerichtet, daß es fchwer fällt, befonderes hervorzuheben. Die Marcanne Tabung des Reichsarbeitsministers hatte lediglich der Hauptverband Truppe, in einem ausgezeichneten Alt an freistehenden Leitern, die zwei Deutscher Krankenkassen Folge geleistet. Der Verband der BeDie Heilsarmee batte gestern ihren Tempel in ber Comrabys als Kopfbalancaire am fliegenden Krapes, die drei Ferandis in triebstranfenfaffen sowie der Gesamtverband Deutscher Kranken. getdimadvoll ausgeführten Balanceevolufionen, Gert und Graje in einer faffen( chriftlich) und die Berliner Verbände waren nicht vertreten. Dresdener Straße weihnachtlich geschmüdt und ungefähr freier Equilibriftit, die beiden Bleffings( oroke Dame, Heiner Herr) in ihren Mit Gefang und den fomisch- exzentrischen Ezene, Willi Maus auf feiner Todesfahrt in der Rentri Dem Bernehmen soll bas Reichsarbeitsministerium Anfang nächsten tausend der ermiten verfammelt. Jahres noch einmal ben Bersuch einer Berstän biblichen Bauten und Trompeten wurde die Feier eröffnet. Dann fuoalbahn, alle bieten fie qute Artiftit in gefälliger Form. Een amüsanten folgte eine Ansprache des deutschen Kommandeurs der Heilsarmee, Teil beftreiten Moreno als Birtuole auf einer winzigen Flöte, Radragé Degrim. Nach abermaligen Ansprachen und gefanglichen Darjun. als Baudrebner, ber ble Talente feines Vaters geerbt bat, bie feine bietungen ging die eigentliche Beicherung vor fib, wobei jeder je Tänzerin Marbla Gremo and Billi Bill der Steptanzer, dazu Karl Navy, ein Pfund Reis, Nudeln, Haferfloden, Weizengries. Buder, Malg ber unverwüstliche in feiner grotesten Unterhaltung mit dem Publikum. Die plaftiden Darstellungen unter bem unmotivierten Titel„ Nirwana taffee, einen Gutschein für 10 Bfund Startoffeln, Margarine, Fett, cenügen nur befcheibenen Ansprüchen und paffen nach Charakter und Aut ein Brot und eine richtige Weihnachtsftolle erbielt. Sur aleiden nicht in den Rahmen eines großen Barietés. Gartenstraße zu Berlin je 600 Berfonen befchert. Die Bedürftigen, Beit wurden in der Kolonie ftraße zu böneberg und in der die aus der Straßen Goulaidhianone ibre tägliche Eveifung er hielten, werden infolge des Fortfalls der Speisung während der Feiertage mit einem 2ebensmittelpatet beschenkt.. Das Geld für die Bescherung wurde in der Hauptface durch die bekannten Sammelt öpfe der Heilsarmee, die man in Berlin jebesmal zur Weihnachtszeit gewahren kann, aufgebracht. 150 Gasvergiftung beim Kuchenbaden. In der Küche der Wohnung Er war auch schon im Jahre 1903 in einer Irrenanstalt, wurde des Buschneiders Benste, Choriner Straße 51, waren zwei nach aber von hier als harmlos entlassen. Jetzt hatte er wieder einmal barinnen damit beschäftigt, Kuchen zu baden: Die fchmer. einen fleinen Betrug begangen. Das Schöffengericht hatte ihn zu frante Frau Benste faß in einem Lehnstuhl dabei. Böglich machte brei Monaten Gefängnis verurteilt, gegen dieses Urteil hatte Rechts. fich ein intensiver Gasgeruh bemerkbar, ber bie beiden anwalt Dr. Schwindt Berufung eingelegt. Der Angeklagte Frauen veranlaßte, das Küchenfenster zu öffnen. Frau Wenste war Ichilderte dem Gericht feine angebliche Erfindung, die in einer Beinzwischen bewußtlos geworden und ein herbeigerufener Arzt fruchtungssprige für die Landwirtschaft" bestehen fonnte nur noch den bereits eingetretenen Tob der Frau feft foll. Er bezeichnete fich als Doftor ber Bhilosophie. Ueber fein ftellen. Allem Anschein nach hat eine der Frauen während des EinDoftoregamen gab er, frei nach Wilhelm Busch, eine Schilderung rührens des Kudenteigs den Gashahu berührt und unabsichtlich nach Art des Kandidaten Hyronimus Jobs. Er fei nach München aufgedreht. zur Universität gefahren. Als er ins Zimmer trat, feien dort 5 bis Unfall beim Bau der Nordsüdbahn. Beim Bau der Norbsüb6 Herren versammelt gemefen; einer von ihnen, ein ganz hohes Tier, ein Herr Rat, fei auf ihn zugetreten, habe ihm auf die Schulter bahn in der Belle- Alliance- Straße merden zum Abtransport ber geflopft und gefagt:„ Das it fein, daß Sie fommen, jept gehören Cromaffen Kleinbahnen mit fogenannten Ripploren verwendet. Sie zu uns. Bon heute ab find Sie Doktor der Philosophie. Nun Infolge Bersagens der Bremie fonnte ein folcher Zug nicht zum habe er feine Befrudytungsfpriße ausgearbeitet, mit ber man brei- alten gebracht werden, faufte an der Ede der Belle- Alliance malige Ernte erzielen fönne. Die Erfindung habe er dem und Teltower Straße in eine Baugrube hinein und riß Ministerpräsidenten Braun vorgeführt. Dieser habe sofort freudig hier ein Gerüst um, das wiederum zwei bort beschäftigte Arbeiter zu ausgerufen, indem er ihn am Arm padte: Das müffen wir gleich Boden schleuderte und verlegte. Ihr Zustand ist jedoch nicht lebens Eberten zeigen." Der Reichspräsident habe ihn fofort glänzend be- gefährlich. Wieder monatliche Standaufnahmen. Die Berliner Städtische mirtet und dann gefagt:" Jeßt müssen Sie als Regierungsrat ins Ruhrgebiet. Das ist die alleinige Hilfe für uns." Der Borsitzende Gaswerte Attiengesellschaft teilt mit: Nachdem jetzt genügend mert unterbrach den Redeschwall des Angetlagten, indem er bemertte: beständige Zahlungsmittel in den Berkehr gelangt find, merden nun Sie haben doch aber als Angestellter eines Rechtskonsulenten einer mehr wieder monatliche Standaufnahmen und Rechnungs Frau 300 M. Honorar abgenommen und das Gelb, das Ihnen nicht einziehungen eingeführt, und die Rechnungen nicht mehr in gehörte, in die Tasche geftedt." Darüber geriet ber Angeflagte in Bapiermart, sondern in Goldmart ausgestellt. Es werden also den Harnisch. Er braufte auf und rief dem Borfikenden zu:„ Wenn bis auf weiteres nicht mehr 210 Milliarden Bapiermart, sondern ie Ge fo unvernünftig reden, bann tann man mit Ihnen ja gar nicht 21 Goldpfennige für das Kubikmeter Gas in Rechnung ge verhandeln. Ich werde Shnen aber mal etwas fagen. Hier haben stellt. Es wird Borsorge getroffen werden, daß auch bei der monatSie meine Uhr( er zog sie aus der Tasche und legte sie auf den Gelichen Einfassierung ein bestimmter Tag eingehalten wird, doch wird richtstifch). Sehen Sie, jetzt habe ich Sie Ihnen gegeben, nun ist um Nachficht gebeten, menn dies in der Uebergangszeit noch nicht fie doch Ihr Eigentum." Der Borsigende fah ein, daß es nicht mög- überall durchgeführt werden fann. fich fei, mit dem Angeklagten zu verhandeln. Da auch Sanitätsrat Dr. Lehnfen Schön für völlig geiftestrant erflärte, fo tam bas Gericht ohne weiteres zu feiner Freifpregung. Der Berteidiger wird nunmehr auch in all ben anderen Fällen, in denen die Berurteilung Schöns erfolgt ist, die Wiederaufnahme auf Grund bes§ 51 beantragen. Ein Opfer der Nullen. Der Begriffsverwirrung, ie die während der letzten Monate ins ungemessene gewachsene Gelbentwertung mit ihren Rullen. reihen in weiten Kreisen hervorgerufen hat, tragen auch die Straf. gerichte Rechnung. Ein Bofibeamier Gürtler ließ sich sein Gehalt auf die Postbeamtenspartasse überweisen. Die Kaffe beging den Fehler, nicht, wie das Pofischedamt es tut, den Kunden täglich Aus züge zu geben, jo daß fie nicht imftande finb, jederzeit den Stand ihres Rontos festzustellen. Daher mar G. genötigt, felbst die Eine und Auszahlungen zu notieren. Als er nun im Sommer dieses Jahres fein Konto durch Beträge von insgesamt 150 000 m. über. zogen hatte, beanstandete die Staffe von ihm ausgegebene Schecks und es wurde gegen G. Antiage wegen Betruges erhoben. Bom Schöffengericht Neukölln wurde G. auch zu 50 Millionen Mart Geldstrafe verurteilt, indem das Gericht annehm, daß ein Geständnis, das er nach der Entdeckung der Borkommnisse feinem Boftbireftor abgegeben hatte, für die Berurteilung ausreiche. In der Berufungsinstanz machte der Berteidiger geltend, daß der Angeklagte aus Rechtsgründen nicht verurteilt werden fönne, weil die Kenntnis ber Ueberschreitung des Kredits allein zur Bestrafung nicht ausreiche. Der Angeklagte habe als Beamter mit weiteren Einzahlungen auf sein Konto rechnen fönnen. Das Gericht schloß sich diesen Aus. führungen an und war der Ansicht, daß der Angeklagte fo weit. gehende Erwägungen nicht anstellen fonnte, ba bie hohen 3iffern und so viele Rullen zur Irreleitung geeignet waren. Unster Aufhebung des ersten Urtells wurde Gürtler freigesprochen. Dtebesmeister und Schüler. sin Lehrmeister der Taschendiebestunft wurde von der Kriminal Beamte einer ei auf frischer Tat ertappt und festgenommen. berpatrouille beobachteten einen ihnen bekannten Taschendieb sert Bielle, wie er mit zwei jungen Burichen abends sischen 11 und 12 Uhr am Brandenburger Tor einen Straßenbahne jagen der Linie 75 bestieg. Die beiden Begleiter des alten Spezia iften brachten bald einen beleibten Herrn, dessen Urberzieher nicht ganz zugefnöpft war, in ein fünstliches Gedränge auf dem Trittbrett. Bor dem großen Stern sprang die Gesellschaft ab, die Beamten folgten und nahmen sie feft. Die drei hatten eine filberne Uhr mit Rette erbeutet, die der Bestohlene bei Kriminalfommissar Dr. Riemann im Zimmer 87 des Polizeipräsidiums abholen fann. Zielfe, der schon oft festgenommen worden ist, hatte wieder zwei junge Burschen in feiner Kunst ausgebildet. 3 mei Die binnen, Bucie Run ft mann und Flora Raschte, wurden er griffen, nachdem sie auf dem Autobus während der Fahrt von Halen. fee nach dem Wittenbergplatz einer Frau eine Ledertafde mit 70 Goldmart gestohlen hatten. Die Frau mußte wieder ab fteigen, wril fie tein Fahrgeld mehr hatte. Gie fann fich jetzt eben. falls bei Kriminalfommissar Dr. Riemann melden. Diefer fucht auch eine Schwindlerin und Diebin, die die Bahnhöfe unsicher macht. 3hr lehtes Opfer wurde eine Gutsfetretärin im Wortelaal 1. Klaffe hes Anhalter Bahnhofes. Diese wurde von einer fein gefleideten Frau angesprochen. die ihr erzählte, ihr Bruder fei Referendar in Eberswalde und sie selbst wolle nach Granzow fahren. Die Dame flagte über die Rälte im Saal( es mar 6 Uhr morgens) und bat bie Sekretärin, ihr ihren Fuchspelz zu leihen. Das hat diese Freigabe des Weihnachtspatetvertehrs nach dem Ruhrgebiet. Der Weihnachtspafetverkehr der Bost ist, wie das Reichsverkehrs minifterium mitteilt, außer nach dem altbefeßten Gebiet jeßt auch nach dem Ruhrgebiet zugelassen. Der Botanische Garten in Dahlem bleibt am ersten Beibnachtstage, ebenio, am Neujahrstage gefoloffen. Sonst find die Deffnungszeiten von 10 bis 4 Uhr nadmittags. Eine Weihnachtsfeierslunde veranstaltet ber 18. gitations begir! 3 ebbing ber Ortsverwaltung Greg Berlin Dentiger Bertebrsbund( Transportarbeiterverban b) am Diene tag, den 25. Dezbr.( 1. Befbnachtsfeiertag), bormittags 10%, 11br, in ber großen Halle bes rematoriums, Gerichtürage, Mittpirkende: meineteler Männerger( Witgl. b. D. ASS.); Dslar Edert, Orgel; Balter, Violine; Dr. Homsf. Ansprache; Traute Neumann; Otto Bille, Regitation. Breis 0,50 Goldmart. Steinertrag zu: Speifung der Stinber der weltlichen Schule. Billetts find beim Gen. Paul& roll, Utrechter Straße 21( Restaurant), au baben. Die Kasernenbauten auf Helgoland! einer varietétünstlerischen Inzucht dammert bereits beranf. Groß- Berliner Parteinachrichten. Bezirksvorstand. Heute abend 6 Uhr: Sihung im Konferenzzimmer der Vorwärts- Rebatfion, Cindenstraße: 3. Die Borfihenden der äreile treffen fich an derfelben Stelle um 5 Uhr. Heute, Sonnabend, den 22. Dezember: 7. st. Die Seziztsführer werden erfucht, fofort burchzufassieren, so bet die Gruppenführer spätestens bis sum 28. Dezember beim Abteilungs Bafierer abrechnen fönnen. sanglozialister Gruppe Baumschuleuweg Treffpunkt aur Fahrt nach Stiefe 6 Uhr Sahnhof Baumschulenweg. Gruppe Friedrichshain. Treffpunit Hr bie Fahrt nach Briefe 45 Uhr am Bahnhof Sandsberger Allee. Gruppe Rorben. Abends 6% Uhr Abmario nom Bahnhof Bedding zur Beihnachtsfeier in Briefe. Morgen, Sonntag, den 23. Dezember: 46. bl. Borm. 10 Uhr, Forsterschule, Berteilung an Arbeitslofe. Weitere Spenden werben mod angenommen. . Abt. Rentän, Borm. 10 Uhr Funktionärsigung bei Lübbede, Rarlsgarien. l Rarlshath. 5 Uhr Beihnachtsfeier und Beferung ber Kinder im 121. fraße 12. Weihnachtsgaben werden bort entgegengenommen. Botal Belou ,, Räber, Ede Bring balbert- Str. Gäfte willkommen. 37. Abt. Charlottenburg Die Funftinnar und bteilungsverfommlung fält im Dezember aus. Daffir eignad tsfeler am Donnerstag, den 27. De gember, abends 6 Uhr, bet Thunad, Bielandfiz 7. Areis Charlotterburg. Die Weihnachtsbefderung für die Rinder bez arbeitslofen Genoffer findet Montag, ben 24. Dezember, nadim. 3 Uhr, in bez Sula bes Schillerrealgymnafiums, Schillerstraße, ftatt. Jugendveranstaltungen. Ausrüftungsgegenständer füz Spiel, Sport, und Wenderung, it heute, Coun Unsere Weihnachtsausstellung gunter Bücher, Jugendschriften, Reromilen, abenb, nub morgen, Conntag, non mitings 1 Uhr bis abeubs 7 hr geöffnet Die Zustellung ist im Jugendheim, gintenfte. 3, 2. Sot. Rummelsburg. DSB. 22. 2. Binterfonnemmende Thmarfa 6 Uhr Stralan. Rajenthaler Borftabt. 22. n. 23. interfonnenmende in Ben Rauener Bergen. Steffpunkt 6 Uhr Bahnhof Bärfe. Werbebesir Wefter. Sonnenmenpfeier bes Berbebezirks an ber Savel gegenüber Sinbmerber. Die Gruppen müssen um 10 Uhr am Blage fein Friebenau. Treffpunkt 18 Uhr Schiller- Blog. Bilmersdorf. Steffpunkt 49 Uhr Rathaus Wilmersdorf. Arbeitersport. “ Wie aus Helgoland mitgeteilt wird, soll doch im nächsten Jahre der Kinder beim betrieb wesentlich eingeidrantt werden. Die Zabl ber in den Kajernements im vergangenen Jahre untergebrachten Kinder war für die fa wierigen und eigenartigen belgolander Berhältniffe offenbar an groß. Die Erfahrungen, die mit den Kinderkuren im allgemeinen gemacht worden find, baben aber entgegen vielen anderen Anfichten gelebrt, daß Helöoland an fic infolge feiner vorzüglichen limatischen Berbältnifie als tinberheimstätte durchaus geeignet ist. Die Genoffenfdaftsember. 65m 1hr am Stari Kopenhagener Str. 26; am 26. ge Seutsche Boltserholungsbeime, Berlin C. 2, Poft Stadteringlamp Leipzig Berlin. Am Dienstag, den 25. Dezember Beinad tsfeiertag), nad mittags 5 Uhr, findet Tm Treptower Part 27 ( nb. B. Semer) der Städteringlampf Leipzig- Berlin flatt. Die befannte tannfchaft des Sportvereins Abler Seipate tritt der bes GCrid 02 degenüber. Die Rämpfe umfaffen alle Gewichtsflaffen und wer bez Interessanten Sport bringen. ArbeiterRabfahrer- Bunh Solidarität. Touren fr Sonntag, 23. Dee millies Belsammenfein bafelbft 2bt: 25. Beihnachtsfeier in Marien. felde, Seste, Berliner Ett. Start 2 Uhr Sohenstaufenplag. 8. Abt: 23. 5 Uhr im Lofal Grünauer Str. 17, gemütlicher Abend. 11. bt.: 23. Start 23. Generalversammlung, nachmittags 2 Uhr, Boddinstraße, Balewatn; nache ,,. Sportbund, 1. Kreis, 1. Bezirk. SportHub, AGC., Sportverein Moabituen, und Sportverein Fichte", Berlin, am 27. Dezember e fäftstelle Fichte", cbends 7 Uhr, Sigung des Begirisfpielaussouffes, GC. und Moabit je 1 Bertreter, sichte jebe Gruppe 1 Bertretet entfenden. Tagesordnung: Bericht 1923, Bahlen, Serienspiel 1924. 10 The Schultage, 2. Start 10 Uhr ebendo. Ortsgruppe Reutl ben Beifammenfein. vom Freitag, den 21. Dezember .. 21,6522.05] Kaneel 21,65-22,05 Kassia Vera Richtpreise in Berlin im Nahrungsmittel- Großhandel und im Verkehr mit dem Einzelhandel in Originalpackung offiziell festgestellt durch den Landesverband Berifn und Brandenburg des Reichsverbandes des Deutschen Nahrungsmittel- Großhandels E. V. Berlin. Die Preise verstehen sich in Gold- M. für 50 kg in Originalpackung ab Lager Berlin Gerstengraupen, lose Gerstengrütze, lose Haferflocken, lose Haiergrütze, lose:.... Maisgrieß.... Maisouder, lose. Rogenmehl 0/1 Weizengrieß 7% Weizenmehl Weizen- Auszugmeh! Speiseerbsen, Viktoria Bohnen, weiße, Perl Langbohnen, bandveries. Linsen, kleine Linsen, mittel Linsen, große Kartoffelmehl Speiseerbsen, kleine, 190,41 130,18 22.70 22,50 Kümmel, holländischer. 133,58 22,35-22,50 Nelken Zanzibar 266,47 20.65-20,95 Schwarzer Pfeffer Singap. 114,19 24,50 24,75 Weißer Pfeffer 9 16.50-16,80 Plment Jamaica 21,90-22,45 Kaffee Prime roh.... 141,24 84,6% 196, 0 17.00-19.00 Kafie Superior 178,00 21,50 22,15 Röstkaffee Brasil 254,00 36.75-38,05 Röstkaffee Zentralam... 850,00 30,00 31.70 Malzkaffee. lose 29,45-32,15 Röstgetreide, lose 2445-35,15 Ersatzmischung mit 20% 27,75-33,95 34,65 44,40 44 55-51,70 24,00 42,20 32,50 23,52 29,90 19,13 Makkaroni, lose. Schnittnudein, lose. Burma II ungiasiert Siam Patna glasiert. Reisgrieẞ u.-mehi, lose 14,25 Ringäpfel, amerik. extra Grober Bruchreis. choice 103,53 Getr Aprikosen, cal.fancy 137,00 Getr. Birnen, ca. fancy 90,10 Getr. Piirsiche, cal. extra cholce Getr. Pflaumen. 68.52 54,45 Korinthen in Kist. choice 82,30 Rosinen, in Kisten Sultaninen in Kis'en.. Mandeln, bittere Bari Mandeln, süße Avola 34,00 23,00 Kaffee, gepackt. 91,00 Kakaopur. lose, fettarm 180,00 Tee in Kisten Souchon. 360,00 Inlandszucker basis mel. 46, 0 Inlandszucker Raffinade 48,00 Zucker Würfel 49,00 Kunsthonig 53,20 Marmelade Einir. Erdb. 111,50 Marmelade Vierfrucht 61,00-61,00 Bratenschmalz in Tierces 68,00 Bratenschmalz in Kübeln 99,00 Purelard in Tierces Purelard in Kisten Mar arine, Handelsmark. 39,00- 62,00 Margarine, Spezialmarke 66,00- 76,00 Molkereibutter. 86,00 88,00 Corned beet 12 6 lbs p. K. 38,00 Speck, gesalzen, fest. 90,00 70,85 106,00 99,59 216,50 Quadratkäse. 75,00 Quarkkäse Tilsiter Käse, volifett 90,00 141.00 Tilsiter Käse. ha bfett.. 149,00 Heutige Umrechnungszahl 1000 Milliarden, Sport- Beren Moabit. Conntag, 23, Dezember, große Sanbball, Sodes. unb Fußbalmettfviele auf dem Sportplas Tiergarten( Bahnhof Roo). 10 Uhr BOTM. Sanbballspiel ber Jugend. Neukölln- Brik I- Moobit I. 111 Uhe Bodenfpiel ber Männer Girafen I- Moebit I, 12% 2hr Fußballspiele. RüftigBerwärts-Moabit II. 2 1hr Rüftig- Borwarts I- Moabit 1. Jeden Donners tag 8 Uhr Gikung ber Fußball- bt. bet pils, Softener Str. 27( Moabit 2478). Turn- und Sportverein ite", Berlin. 1. Feiertag: Weihnachtsfeier. Saalban Frichrieshain. Beginn 5 Uhr nadm. Freireligiöle Gemeinde. Sonntag sorm, 11 Uhr Bappelaffee 15 Bortrag bes Serrn Dr. 8. Saffe: Die Weihe des meren Lichtes. Am 1. Feiertag Borm. 11 hr Feftnortrag bes Herrn Dr. A. Stofenberg: Bontius Bilatus Gafe milfommen. 91 Freie Schwimmer Reuton G. 8. m 2. Weihnachtsfeiertag vorm. 10 Uhr findet in der Aula bes Raiser- Friedric Realonmnafiums on her fuldafter se unfere Rinberweihnachtsfeier ftatt. Das R- ogramm, beftehend aus Roniert, Cefang fomie Rieber sur Baute ist gut gewählt. Der Eintritt ift frei. Gäfte herzlich willkommen. Briefkasten der Redaktion. B.., n ber Fischerbrüde; Guß. S., Mi- Moabit; Fran E. 2., The mafiusstraße;.., Charl., Tegeler Weg, und andere: mit hatten eigenta lich gemeint, baß nicht nur 1 ober? Cremplare des B." möchentlich art New- Peaber"-Lefer, fondern, menn vielleicht auch nicht alle Nummern der Woche famt Beilage, fo doch eine recht volländige Sammlung gefchldt werden follten. So haben es auch bie meinten Beantworter unferes Aufrufes vere ftonden. Der Unterschieb im Borte fann übrigens bei Drudi men nicht fehe erheblich fein. 3 einmal ber Rontott herpestellt, dann zweifeln mir nicht baran, baf die enolistren Cenoffen erf nich auker dem. L. auch noch andere Blätter fidex witben. Dr. Ft. R., Glenelftt. Bir find leider midt in der Bege, an ermitteln, wer Ihnen den 9. 2. bisher cefcit bit. Bieleicht erfahren Sle es, wenn Sie an die Rebettion des..", London €... 2 Carmeliterftreet, fdhrefben, ble feinerzeit hie Bermittlun befort hat. Wir werben unfererfeits envenen, bag, falls dies no tedni utc führbar. ber Austausch möglich zwischen ben gleichen Abfendern und Bestehera burchgeführt werde Wirtschaft Der Rindpiehbestand hat sich im letzten Jahre von 16 315 541 auf 16 652 831, alfo um 337 290 Stüd vermehrt. Er ラ Die zur Verfügung stellt Der Disfontfas Beträgt für Richtbankiers günstig, Jeboch deuten Anzeichen barauf hin, baß die allgemeine bis auf weiters wie bisher ŏ Broz. jährlich. Gleichzeitig mird wirtschaftliche Depression einer leichten Befferung zu weichen zur Behebung von Zweifeln darauf hingewiefen, daß fowohl beim im Begriffe ift. Einzelne Industriezweige wiefen bereits einen Anlauf wie bei der Rüdzahlung der Sbazanweisungen eine besseren Beschäftigungsgrad auf, der in Neueinstellungen und be Biehhaltungsstatistit. Goldmark Dollar gerechnet wird, unabhängig davon, fonders in dem Rüdgang der Kurzarbeiterziffer zum Ausdrud ge= In derfelben Zeit, wo in den Städten die Lebensmittelzufuhr ob die Zahlung in Papiermart oder in Rentenmart erfolgt. langte. Wegen günstigeren Absahmöglichkeiten erfolgten mehrfach für Menschen immer mehr zurüdgegangen ist, hat die Bichhaltung nicht mehr bereits geplante Betriebsstillegungen und einschränkum Goldmarfbilanzen. Nachdem bereits eine Reihe von Neu- gen. Abgesehen von einigen örtlichen Ausnahmen und geringen ganz erheblich zugenommen. Das ist nicht nur aus dem Bestreben gründungen mit Goldfapital erfolgt find und viele Aftiengefell. Sawantungen in den einzelnen Berufsgruppen blieb die Arbeitsder Landwirtschaft zu erflären, möglichst balb die Bichhaltung der fdaften ihre jungen Altien nur gegen Goldmart ausgegeben haben, lofigkeit dennoch annähernd in dem bisherigen Umfang bestehen. Borfriegszeit zu erreichen. Mitgewirkt haben vielmehr Ursachen, bat fich nun bie Thüringiide Getreide Industrie. Insbesondere hat die Befferung des Geschäftsganges in der Tertil die durch die Geldentwertung bedingt wurden. Für viele Streditban! A.G. als erste deutsche Attiengesellschaft ganz auf industrie angehalten. Die Tuchfabritation arbeitet in der BauLandwirte, die nor der Frage ftanden, ob sie ihre Adererzeugnisse die Goldmark umgestellt. Die Entwicklung wird durch einen siz zum größten Teil wieder voll; auch erfolgten Neueinstellungen. gegen schlechtes, fich entwertendes Geld verkaufen sollten oder nicht, Gefeßentwurf beschleunigt werden, der Inbentarisierung und Ebenfalls hob fich auch der Beschäftigungsgrad anderer Branchen; war die Bichhaltung ein Mittel der Substanzerhaltung. Die knappe Bilanzierung in Goldmark borsieht. Nach dem Gelegentwurf fo stellten mehrfach Teppichym bereien und sonstige Spinnstoff. Fleischzufuhr aber, die zum Teil durch die schlechte Beschickung der müssen alle faufmännischen Unternehmungen zum 1. Januar 1924 betriebe Arbeitsfräfte zum Teil in größerem Umfange ein. Märfte, zum Teil aber auch durch große Räufe der fleischperarbeiten gewiffermaßen eine Eröffnungsbilanz aufstellen, die ein Hutindustrie hat ebenfalls eine Befferung der Geschäftslage er. den Industrien und durch Borenzurückhaltung verursacht war, zwang fomie der Vermögensgegenstände in Goldmart umfaßt. Nach der leichte Befferung der Konjunktur zu verzeichnen hat und demzufolge genaues Verzeichnis der Grundfinde, der Forderungen und Schulden fahren. Im Holzgewerbe ist es die Möbelfabrikation, die eine viele Bauern, Kleingärtner ufm., möglichst Bleh selbst zu ziehen. Die Umstellung mug der Betrag des eigenen Stopitals einer Aftien die Arbeitszeit ausdehnte und geringe Neveinstellungen vorsahm. Ergebnisse der lehten Viehhaltungsstatistik find folgende: gefellicbafi oder einer Kommanditgesellschaft mindestens 5000 Gold. Im Befleibungsgewerbe hielt die Besserung des Geschäftsmarl, ber einer G.m.5.5. mindestens ECO Goltmat! betragen. ganges in Industrie und Handwert an. In vielen Orten ist die Bahl der arbeitsuchenden Schneider und Schuhmacher bebeutend bleibt jedoch noch um 1821 546 hinter dem Friebensstand zurüd. Bei( theinische Versicherungsgruppe A.-G. Köln) hat die Wag de buftion eingestellt hatten, nahmen den Betrieb wieder auf und Erweiterurg bes Gerling- Konzerns. Der Gerling Kongern zurüdgegangen. Weitere Schuhfabriten, melche bisher die ProSchweinen ist eine bedeutend startere Bermehrung von burger gebensberiiderungsgesellschaft, die mit ftellten fämiliche entlassenen Arbeitskräfte wieder ein. 14 678 285 auf 17 225 855 um 2547 570 zu verzeichnen. Trogdem Balutaschulden an lämpfen hatte, übernommen. Damit umfaßt der reicht der Beftand noch nicht wieder an die Zahl non 22 533 393 im Kölner Konsern 22 Berficherungsgesellschaften mit mehreren Riefen. Ein Rut ohlenfyndilatserfah. Die Bereinigung der rheinisch Frieden heran. Die weitere Zunahme des Schafbestandes um rüdberücherungsorganisationen, z. B. in Basel und in Amsterdam. westfälischen chenbefizer zur Umbildung des Ruhrsyndikats 527 773 Stüd von 5566 249 auf 6 094 022 Stüd gegenüber an Das Aftienfapital der Gefellibaften beläuft sich neminell auf 700 find froß angestrengter Bemühungen noch zu temem endgültigen nähernd 5 Millionen im Dezember 1913 tann auf den ersten Blid Millionen Mart und das der Rüdversicherungsgefchlichaften beträgt Abschluß gekommen. Da die Frist, die die Beteiligten sich für die țin als eine Extensivierung der Landwirtschaft erscheinen. Dies Valutamillionen. Von der Größe des Gerling- Konzerns zeugt Umbildung gescht hatten, mit dem 19. Dezember 1923 abgelaufen ist, trifft aber, wie ein Blid auf die Ernte- und Anbauftatistik lehrt, nicht fein Grundbefiß, der allein( nach Friedenéwert) auf 15 Millionen hat fich bie Regierung entschloffen, den Rusammenschluß ter Zechen. zu Der Zuwachs in der Schafhaltung ist ebenso wie bei den Ziegen, Goldmark geidät wird. Er erfährt durch die Angliederung ber beliger auf der bisherigen Grundlage über die Geltungsdauer des beren Bestand sich gegenüber 1922 um 518 408 und gegenüber 1913 agdeburger Gefellschaft eine böbung von gut 2-8 Millionen am 31. Dezember 1923 ablaufenden Vertrags hinaus bis zum Goltmart. Als Berwaltungsstelle des Konzerns für Mittel- 15. Januar 1924 durch Berordnung zu verlängern. um 1 494 799 erhöht hat, zum Teil nicht in den ausgesprochenen und Norddeutschland wurde eine neue Gesellschaft unter dem Namen Hierdurch soll die Weiterführung der Einigungsverhandlungen er Landwirtschaftlichen Betrieben als vielmehr in den kleinen, halb Gerling- Ronzern Berwaltung A.-G." mit dem Eiz in Berlin ge- find hierbei ausbrüdlich nom Bertrieb durch das Syndikat auss möglicht werden. Die mit der Micum vereinbarten Lieferungen Tändlichen Haushaltungen eingetreten. Ueberbies begründet. deutet eine Ausdehnung der Schafzucht nach modernen, rationellen genommen, während im übrigen wie bisher jedes Angebot unt jeder Betriebsgrundsäßen nichts weniger als Ertensivierung des fand über die Schuhpreise in unserer Nr. 385 fendet uns der Berband 15. Januar 1924 untersagt bleibt. Eine Jelffame Auffaffung vom Preisabbau. Zu diefer Notiz Berfauf von Brennstoffen durch die Zechenbefizer selbst bis zum wirtschaftlichen Betriebes. Unter gewiffen Betriebsbedingungen beber Schuh- und Schäftefabritanten eine längere Bu beutet eine ausgedehnte Schafhaltung durchaus intensiven Betrieb. fchrift, in der darauf hingewiesen wird, daß die Herstellervreise für Für Breußen haben wir eine Zunahme an Rindern von Schuhwert gegenüber den vorher vorhandenen Ueberpreisen fart 8871 805 auf 9 101 885, alfo um 230 080 zu verzeichnen. Schweine abgebaut worden sind und nur noch um 10 Proz. über den Sephaben sich um 1931 612( Don 9 576 030 auf 11 507 642), 3iegen um temberpreisen liegen. Diese Steiperung sei bedingt durch die ein 323 468( Don 2 442 042 auf 2 765 570) und Schafe um 369 302( von gangs erwähnten höheren Materialureise, die inzwischen in Kraft 3 647 221 auf 4 016 523) Dermehrt. Die Brauchbarkeit dieser Sablen getretene Arbeitslofenversicherung, Einführung der Goldlöhne, gewird allerdings gemindert durch den verschiedenen Zeitpunkt, an dem fiegene unproduttive Ausgaben, erheblich erhöhte Preise für Glet trizität und Cas, Steigerung der Frachten sowie Borti und der in den beiden Jahren die Zählungen stattgefunden haben. gleichen. Wenn im Auslande deutsche Schuhe billiger angeboten werden sollten als hier, fp tonne es sich nur um Lieferungen aus älteren Berträgen handeln. Unverziusfiche preußische Goldfchakarweisungen. Die preußifde Staatebant( Seebandlung) gibt belaint, tag bie preußische Finanzberwaltung außer den bereite zur Ausgabe gelengten im Januar Geringe Belebung der industriellen Beschäftigung. Nach dem und Februar nächsten Jahres fälligen unverainslichen Goldicas- Bericht bes Brandenburgischen Pandesarbeitsamtes über die Ar. anweisungen nunmehr auch Golbihasanweisungen, die beitsmartflage in der Provinz Brandenburg in der Zeit vom 10. in der Zeit vom 5. bis 31. März 1924 fällig werden, aum Berkauf bis 15. Dezember blieb die Gesamtlage im ganzen genommen unMARKE MAN Starte Zunahme der ruffischen Erzförderung. In dem am 1. Ottober abgelaufenen Geldhäftsjahr 1922/23 förderte man in Ruß land an Eisenerz 10 615 000 Bub gegen 5 883 000 im Borjahre, an Manganerz 5 752 000 Bud gegen 1780 000 im Vorjahre. Er ploitiert wurden nur die brei arößten Gruben. Exportiert wurden 1 500 000 Bud Eisenerz und 4 729 000 Bud Manganerz. Bon dem erportierten Eisenerz entfielen auf Deutschland 95 Proz., auf Bolen 5 Broz.; vom Manganers auf Deutschland 60 Broz, auf England 14 Broz., auf Italien 26 Proz Geschäftliche Mitteilungen. Firma S. 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Mlgemeine Defateantenfaffe fiz den Berwaltungsbezirt XI Berlin Schöneberg- Friedenau Bekanntmachung Im Anschluß an unsere Beröffentlichung em 29 Juni 1928 wirb hiermit betannt gemacht, daß um 18 Nachtrage bie SS 12 bi. 5. 18 bf. 1, 19 bf 4 unb 7, 20 Abf. 1 Riffer 1 unb 58b vom Oberverfichezungsamt Berlin genehmigt worden find Druderemplare vom 24 Dezember 1923 ab in den Raffenlotalen. Der Borffaub 2. Schulbt, Bors 8. Seng. Schriftf. Allgemeine Ortsfrankenkaffe Berlin- Paukow fillslundung! Weihnachts Angebote das ſie Vollskleidung! KOHNEN& JORING Bedeutende Preisermäßigung i- und II reihig Befanntmachung. Die in der Aus- Winter- Ulster. fchußigung vom 28. Stopember 1928 be moderne Gurtform fchloffene 11. Sagungsänderung ber SS 19 103 und 111 i unterm 15 Dezember 1923 Winter- Paletots. pom Oberversicherungsamt genehmigt wor ben und tritt mit dem heutigen Tage in Kraft Drudegemplare tönnen im Kaffenlotal in Emptang aenommen werden. 100/3 Bezitn- Bantom, ben 20. 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