Abendausgabe Nr. 60240. Jahrgang Ausgabe B Nr. 303 Bezugsbedingungen und Anzeigenpreise find in der Morgenausgabe angegeben Redation: Sw. 68. Cindenstraße 3 Feeniprecer: Dönhoff 292-295 Tel.- Udreffe: Sozialbemotrat Berlin 70 Milliarden M. Vorwärts Berliner Volksblatt Donnerstag 27. Dezember 1923 Berlag und Anzeigenabteilung Geschäftszeit 9-5 Uhr Berleger: Borwärts- Berlag GmbH. Berlin S. 68, Lindenstrate 3 Fernsprecher: Dönhoff 2506-250% Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Luthers Weihnachtsgeschenk. Goldmieten ab 1. Januar.- Aufwertungsverbot für Hypotheken.- Goldgeschenke an Hausbesitz, Industrie und Landwirtschaft. Lehren des Ruhrkrieges. Es sind nun schon drei Monate verflossen, seitdem die Regierung Stresemann den passiven Widerstand im Ruhrgebiet einstellen mußte, ohne daß es in dieser Zeit zu einer völligen Wiederaufnahme der Arbeit in diesem wich tigsten Industriegebiet gekommen ist. Wenn auch ein Teil Der Betriebe nach dem Abschluß des Micum- Bertrages allmählich in Gang gesetzt worden ist, so steht heute noch ein großer Teil der Ruhrindustrie still; die Arbeitslosigkeit ist drohender das Haupt als in jedem anderen Teile des indus Am 22. November hat der Reichsfinanzminister Dr. 4 Bros. am 1. Februar 1924 und in Höhe von je 2 Broz. am 1. Dt. Luther im Reichstage zum erstenmal die beabsichtigte Erhebung tober 1924, 1. April 1925 und 1. Oftober 1925. Die übrigen Be. einer Mietsteuer durch das Reich angekündigt. Er er ftimmungen des Gesezes beziehen sich auf ten Finanza userschredend groß, und Not und Berzweiflung erheben hier flärte damals, daß es bei der troftlosen Finanzlage des Reichs gleich zwischen Reich, Ländern und Gemeinden. unumgänglich notwendig sei, den durch die zu niedrigen Raum jemals ist eine so folgenschwere Maßnahme, wie die striellen Deutschland. Mieten im Wirtschaftsleben geschaffenen Hohlraum zu erfassen. mit diesem Gesetz beabsichtigte, so unter Ausschluß der KonDie Aufwertung der Hypothefen müsse daher verboten werden. trolle der Deffentlichkeit durchgepeitscht worden, wie es jetzt Es muß loyalerweise festgestellt werden, daß diese Die Mietsteuer folle aber durchaus nicht allein steuerlichen geschehen ist. Die gewaltigste soziale Revolution der Welt frisenhaften Erscheinungen zu einem Teil auf das Verhalten Zweden dienen. So bedauerlich die völlige Enteignung der geschichte, die durch die Geldentwertung hervorgerufen worden der französisch- belgischen Befagungsbehörden zurückzuführen Hypothekengläubiger sei, so bleibe doch nichts anderes übrig, ist, foll nun mit einem Schlage ihre gesetzliche Rechtfertigung sind, die wochenlang die Wiederaufnahme der Produktion und als das, was doch einma: verloren ist, wenigstens für das finden. Es muß einer späteren Betrachtung überlassen bleiben, des Berkehrs fabetierten. Zu einem beträchtlichen Teil sind Boltsganze zu verwerten". Die Regierung gedente das die vielen Probleme, die mit den wenigen Bestimmungen des jedoch die jeßigen Shwierig? eiten im Ruhrgebiet, unter nach folgenden vier Gesichtspunkten zu tun: erstens folle ba- Gesetzes aufgeworfen werden, kritisch zu durchleuchten. Für denen vor allen Dingen die Arbeiterschaft leidet, auf das für gesorgt werden, daß die Häuser wieder ordnungsgemäß beute müssen wir uns mit wenigen Bemerkungen begnügen, Berhalten der Schwerindustrie zurückzuführen. Was unterhalten werden. Zweitens solle durch Gewährung von die vor allen Dingen dem 3wed dienen sollen, die gesamte sich hier, im Herzen der deutschen Industrie abspielt, ist eines Hypotheken das Bauwesen belebt werden. Drittens solle ein Deffentlichkeit darüber zu unterrichten, was denn die Regie- der lehrreichsten Kapitel aus der Geschichte des KlassenTeil der Aufwertung der Miete als Mitsicherung für die rung in Wirklichkeit beabsichtigt. tampfes in Deutschland. Wenn von sozialistischer Seite schon Rentenbant und für sonstige allgemeine Belastungen dienen. Der Inhalt des Gesezes läßt feinen Zweifel daran, daß bei Beginn des Ruhrkamp es darauf hingewiesen wurde, daß Biertens müsse der Rest dazu dienen, daß Länder und Ge- es sich nicht mehr darum handelt, die durch das generelle Auf die Unternehmer bestrebt sein würden, die Kosten des Ruhrmeinden ihre einfachsten Lebensbedürfnisse befriedigen können. wertungsverbot zu gewinenden Geldbeträge für die Allgemein tampfes auf die Schultern der Arbeiterklasse abzuwälzen, fo So lautete das Programm des Herrn Dr. Luther am heit nutzbar zu macher. Die Gläubiger werden völlig ent- findet diese Voraussage ihre Bestätigung nicht nur in der Art 22. November. Es erweckte damals bereits sehr große Be eignet, die Mieter mit ungeheuer schweren Lasten belegt. Das und Weise. wie die Unternehmertlaffe neun Monate lang den denten. Immerhin hätte man sie teilweise zurüdstellen geschieht aber nicht, wie angefündigt, damit die Häuser vor Ruhrtieg vom Staat finanzieren ließ und sich selbst maßlos an fönnen, wenn Luthers Ankündigung, der Ertrag der Auf dem Verfall bewahrt werden, Neubauten finanziert werden den Ruhrkrediten bereicherte, sondern auch darin, daß sie nach mertung der Mieten werde lediglich im Interesse des Bolts fönnen, das Wirtschaftsleben die Krise überwindet, sondern der Niederlage im Ruhrkriege alles daran fegt, um die unverganzen Verwendung finden, auf Wahrheit beruhte. Die vor zu einem sehr erheblichen Teil, um den Haus befizern meidlich gewordenen Opjer bei der Liquidation des Ruhreiniger Zeit veröffentlichten Einzelheiten über die Lutherschen ein Leben ohne Arbeit zu ermöglichen, benin fampfes dem Staat und der Arbeiterschaft aufzu Pläne ließen aber zweifelsfrei erkennen, daß das nicht der bustriellen Schuldnern und vor allem der bürden. Fall sein würde. Aus ihnen ersah man vielmehr, daß der den Landwirtschaft die fast 20 Milliarden GoldHypothefergläubigern geraubte und den Mietern noch zu mart, die sie vor dem Kriege an Schulden auf raubende Betrag nur zur Hälfte dem Reich, der Rest jedoch genommen hatten, zu schenken. Der Regierungs den Hausbesitzern zufließen folle. Der neuerdings dem entwurf bestimmt ausdrücklich, daß erst die Hausbefizer bis Reichsrat vorgelegte und bisher sorgfältig geheimgehaltene zu 50 Pro3. der Friedensmiete erhalten müssen, che der ent Entwurf der dritten Steuernotverordnung sprechende Anteil der Steuer wirksam wird. Schuldverschreis übertrifft alle Befürchtungen. Von Herrn Luthers Siche bungen werden einer Steuer von fage und fchreibe 10 Pro rungen für das Boltsganze" ist darin nichts mehr enthalten, unterworfen, deren Gesamtbetrag erst in 21 Monaten gezahlt so daß das Bestreben der Regierung, diesen Entwurf geim zu werden baucht! Die Landwirtschaft geht völlig frei aus. zuhalten, zusammenfällt mit der Abficht, die damit aufs emp- Bon ihr ist in diefem Entwurf überhaupt nicht die Rede. findlichste geschädigte Bevölkerung einfach vor rollendete Tat fachen zu stellen. weitesten Kreisen der deutschen Arbeiterschaft geteilt, sie wird Die hier wiedergegebene Auffassung wird nicht nur in den auch bestätigt durch die Darstellung obieft'v den ender bürger. licher Beobachter, die Gelegenheit hatten, die wichtigsten Etappen des Ruhrfrieges an Ort und Stelle zu studieren und Einhlid zu gewinnen in den inneren Mechanismus des Klaffentamples, der jeßt mit besonderer Schärfe im Ruhrgebiet tobt. Einer dieser Beobachter, der Sonderberichterstatter Der Frankfurter Zeitung", Dr. Kurt Lachmann, hat jekt in einer von her Frankfurter Societäts- Druckerei heraus Aber so wie den Hypothefengläubigern den Hausbesitzern, gegebenen fleinen Schrift„ Das Schicksal des Ruhrgebietes" die den Großindustriellen und den Landwirten opfern müssen, fo Eindrüde wiedergegeben, die er nach wochenlangem Studium Der Entwurf enthält in feinem§ 1 ein generelles Berbot soll auch dos Reich alle seine Rechte an die Länder im Ruhrgebiet gewonnen hat. Dr. Lachmann stellt fest, daß für Gläubiger von Forderungen, die auf Reichsmart lauten, mit abtreten. Der Ertrag der Stever soll Ländern und Gemeinden man bei der Beurteilung der Lage im Ruhrgebiet nicht nur Rücksicht auf die Geldentwertung nachträglich eine Erhöhung zu ver zugute fommen. Welchen Gebrauch sie von diesem Rechte die jetzigen Schwierigkeiten der Industrie, sondern auch die Langen.§ 2 berechtigt die Län d'er bzw. die Gemeinden im Hin machen, bleibt völlig ihnen überlassen. Die alte Buntfchedigkeit Bergangenheit beridfichtigen müffe. Die Schwerindustrie habe blid auf die mit der Neuregelung des Mietwefens eintretende Stei des Steuerwesens vor dem Kriege fehrt wieder zurüd. Das an der Inflation und Markzerrüttung, die im Gefolge des gerung der Mieten von dem bebauten Grundbesitz vom 1. Januar Reichsmietengesetz wird aufgehoben, der Mieter schutzlos. Wie Rubrkrieges einsetzten, star? verdient, und zwar in einem 1924 ab eine besondere Steuer zu erheben.§ 3 ermächtigt die Län- das Reich die durch die Einführung der Goldmieten sich er- Maße. wie faum je in bester Friedenszeit. Wie aber find der, zu die'em 3wed vom Reichsmieten gefeß und von der gebende Belastung, durch Preissteigerung, Steigerung der diese Gewinne angelegt? Wohnungsbauabgabe abweichende Bestimmungen zu erlassen. Löhne und Gehälter aufbringen soll, wird ebenfalls nicht be-Nach§ 4 muß die Steuer so hoch bemessen werden, daß dem rührt. Böllig im Dunkeln bleibt auch das Schicksal der Mit- Zum allergeringsten Teile dürften sie sich heute in liquider Form Eigentümer vom 1. April 1924 ab mindestens 20 Broz, vom lionen Rentner und Rentenempfänger, die Goldmieten nicht befinden. Man hat gebaut, viel gebaut im Ruhrrevier. Man hat sich modernste und beste Maschinen angeschafft wie taum eine andere 1. Juli 1924 ab mindestens 40 Brez. und vom 1. Ottober 1924 ab zahlen fönnen. mindestens 50 Proz. der Friedensmiete verbleiben. Die Länder Welche Gefahren mit der Durchführung der Abfichten der Industrie in der Welt. Man hat Auslandsbeteiligungen fönnen für Eigenhäuser und Eigenwohnungen, bei denen eine Regierung für die deutsche Volkswirtschaft und die Masse der geschaffen, verlorene Poften an fernen Küften wieder aufgerichtet, bingliche privatrechtliche Laft am 1. Januar 1919 oder bei späterer Bevölkerung entstehen, fann man sich danach leicht vorstellen. man hat Barteien und Beitungen finanziert, man Fertigstellung des Gebäudes im Zeitpunkt ter Fertiostellung nicht Aber das alles scheint die Regierung nicht zu fümmern. Un hat Rohftofflager angesammelt, teils beim Wert selbst, bestanden hat, eine Ermäßigung der Steuer oder Befreiung gehindert von sozialistischen Einflüffen präsentiert das rein teils in den Hafenstädten. eintreten lassen. bürgerliche Kabinett Marr- Luther den minderbemittelten Mit anderen Worten: Auch von unabhängiger bürger. Der zweite Teil des Gefeßentwurfes sieht eine Besteuerung Schichten der deutschen Bevölkerung die Rechnung für seine licher Seite wird ausdrücklich zugegeben, daß die rheinischder Schuldverschreibungen vor, die ron natürlichen Ber. Leichtgläubigkeit. Die Organisationen der Arbeiter, Ange- westfälische Schwerindustrie dank einer Finanzpolitif, die gefonen, Bersonenvereinigungen und juristischen Personen tes Privat stellten und Beamten müssen den Absichten der Regierung bührend zu fennzeichnen taum ein Wort scharf genug ist, in rechts ausgegeben find. Grundfretitanstalten, Schiffsbeleihungs. den denkbar schärfsten Widerstand leisten. Die Sozialdemo- der Lage gewesen ist, aus der ungeheuren Notlage des Reiches, banten sind davon befreit, ebenfalls solche Schuldverschreibungen, bie tratie wird dasselbe tun. Es gilt, die Masse der Bevölkerung für die ießt das ganze Bolt blu'en muß, enorme Gewinne zu feit dem 1. Januar 1923 begeben find. Die Steuer beträgt insgesamt über die ihr drohende Gefahr aufzuklären und die Absichten ziehen, die die Macht des deutschen Finanzkapitals im Aus 10 Broz des Goldmartbetrages. Sie ist zahlbar in Höhe von der Regierung zu verhindern. lande und feinen politischen Einfluß im Inlande ungeheuer verstärkt haben. Die französische Finanzkrise. Bie strupellos die deutsche Schwerindustrie handelte, geht Die Sachverständigen Ausschüsse. aus den einzelnen Etappen ihrer Politik in den letzten Monaten Paris, 27. Dezember.( WTB.) Der französische Finanz- hervor. Unmittelbar nach der Einstellung des passiven Wider Offisielle Mitteilung der Reparationskommission. minister de Casteyrie hat heute im Senai bei der Beratung ftandes versuchten die prominenten Führer der Ruhrindustrie Paris, 27. Dezember.( WTB.) Nach offiziellen Mitteilungen der zweier Budgetzrölftet für das Budget der von Deutschland zurüd- die Unterstügung der franzöfifchen BefagungsReparationsfommission seßt sich der erste Sachverständigen zu erstattenden Ausgaben das Wort ergriffen, um sich über die behörden zu gewinnen, um mit ihrer Hilfe den Achtausschuß, der die Währungs- und Budgetfragen zu behandeln frise des französischen Franten aus usprechen und im Stundentag zu beseitigen. Genosse els hat in feiner Reichs hat, wie folgt zusammen: Großbritannien: Sir Robert Kinders allgemeinen über die Finanzlage, die auf den Wechselkurs brüde. tagsrede vom 20. November die Tatsache enthüllt, daß die ley, Tiref'or ter Eant von England, und Sir Sofua Charles was auf Frankreich und der gesamten Welt lafte, fel die nicht- Delegierten der Schwerindustrie am 5. Oktober verfucht haben, Stamp, Sekretär der Nobelgesellschaft; Frankreich: Barmen ausführung des Friedensvertrages von Bersailles die Unterstützung General Degouttes bei der Wiedereinfüh tier, Berwaltungsrat des Crédit foncier von Frankreich, und durch Deutschland. Es sei bedauerilch, daß man dies nicht bereits rung der Borkriegsarbeitszeit zu gewinnen. Nachdem sie als Brofeffor Alig von der Rechtsfakultät in Paris; Jalien: Indu früher begriffen habe. Es fei aber auch bedauerlich, daß im Augen. Antwort auf dieses unglaubliche Anfinnen vom französischen ftrieller Dr. Alberto Pirelli und Brefeffor Flora, Brofeffor bl'd der Unterzeid nung des Friedensvertrages die Frage der inter- General nur einen verächtlichen Fußtritt erhielten, gingen die der Finanzwissenschafen an der Universität Bologna; Belgien: alllierten Schulden aus Mangel an Solidarität nicht geregelt Ruhrindustriellen zu einer anderen Taftit über. In ihrem Baron Maurice Hout art, Mitglied der Kammer, und Banfier worden sei, was in manchen Ländern eine Krise des Wechseifurses, Brogramm von Unna, das om 15. November bekannt. Emile Francqui, Etootsminister und Bizegouverneur der So in anderen eine Arbeitslosentrije hervorgerufen habe. Der Finanz- gegeben wurde, eröffneten fie die Generaloffensive genen die ciété générale; 2merita: Dawes von der Central Trust Company, minister ist der Ansicht, daß sich die poffische cage felt einem Jahr Arbeiterschaft, die nun mit allen Mitteln unter die Diktatur Chikago, und Oven Young, Borsitzender des Aufsichtsrates ter beffere. Frankreich fifche im Ruhrg biet, und der passive wider- des Unternehmerfapitals gebeugt werden soll. Dr. Lahmann fland habe ein Ende erreicht. Amerika werde in den Sachverstän- fennzeichnet die psychologi'che Einstellung der Ruhrindudigenausfcüffen wieder Fühlung mit den Alliierten nehmen. Das ftriellen, die zu diesem Vorgehen geführt hat: Fort mit den Der Ausschuß für bletapitalflucht feht sich folgender- fcien Gründe, die zu der Annajane berechilgien, daz die Schwierig- fogenannten fozialen Errungenschaften der Revolution! Beg maßen zusammen: Großbritanrien: Reginald McKenna, eteiten, denen Frankreich augenblidich gegenübersiche. nur vor- mit der Nebenregierung der Gewerfs n! Der Marrismus maliger Schablonzer; Frankreich: Laurent Atthalin, Direttor übergehend feien. Mit Festigkeit, alibi: igfelt und durch muß sterben!" In stets gleichen Went ingen hörte man diefe der Banque de Paris et des Pays bas; Italien: Dr. Alberti, Arbeit werde man die Krise in Frankreich überwinden. Bizedirektor des Credito italiano; Belgien: Janssen, Direttor Electric Company. der Belgischen Nationalbant; Amerita: Henry Robinson, Bräfident der Nationalbant von Los Angelos. Kurse unverändert. Barolen aus dem Munde der meisten Industrieführer. Sie sahen die Arbeiterschaft gefchwächt, die Kassen der Gewerk schaften leer, die Widerstandskraft in der arbeitenden Masse gelähmt. Aus dieser Situation heraus zogen sie es vor, das lungen zu beschreiten. Die Folge war eine weitere Still. legung der Betriebe. Diese Stillegung wurde, wie Dr. Lachmann versichert, auch auf Werte ausgedehnt, die voll mit Aufträgen versehen waren. zent der Arbeiterschaft aus dem Ruhrgebiet. Dr. Lachmann fchreibt über dieses Programm der Unternehmer: Die schönen Worte vom Anfang des passiven Widerstandes find serklungen. Das, was flarfehende Menschen damals bald befürch verflungen. Das, was klarsehende Menschen damals bald befürch teten, ist eingetreten. Die Spannung zwischen Unternehmern und Arbeitern ist zum offenen Rampf geworden. Nur vielleicht in umgefehrter Bewegungsrichtung als zuvor angenommen wurde; benn die Offensive ging von den Unternehmern aus. denn die Offensive ging von den Unternehmern aus. Es ist eine stille unbarmherzige Schlacht. Ihre Anmarschstraßen find die verschlungenen Pfade der Psyche, die Generalstäbe bilden die beruflichen Organisationen, ihr Feldgeschrei sind kurze Programme von Schlagworten, die an unsichtbarer Stelle von wenigen Röpfen ausgedacht sind, und vorne an der Front stehen der Bolizist und der Arbeitslose. Cine traurige Aufgabe als Deutscher über An anderer Stelle schreibt Dr. Lachmann über das Kräfteverhältnis bei diesem Kampf, nachdem er. die Argumente der Arbeiterschaft gegen die Aushungerungspolitik der Unternehmer wiedergegeben hat: Aus Jena wird uns geschrieben: Dittat von Unna zu erfassen, statt den Weg der Berhand- Reichsbildungskommissar für Thüringen? ber Gerechtigkeit öffnen. Dies war auch der Weg zur Einheit des Lehrerstandes. Die Schaffung einer pädagogischen Abtei. lung an der Universität Jena foll dem gleichen Zmed Die Meldung des„ Berliner Tageblattes" über die bevorstehende dienen. Hier sollte der Philologe genötigt sein, sich diejenige VorEinsetzung eines( deutschnationalen!) Reichskommissars wird zwar bildung zu verschaffen, die ihm bisher, wie allgemein zugestanden von der Reichsregierung dementiert. In dem amtlichen Dementi wird, nur in ganz ungenügendem Maße zuteil wurde, nämlich die Dieses provokatorische Vorgehen der Schwerindustriellen heißt es aber:„ Es ist vielmehr zu hoffen, daß gewisse Fragen, die pädagogische. Andererseits soll da der fünftige Boltsschullehrer löste naturgemäß in der Arbeiterschaft die heftigste Empörung die ernste Besorgnis der Reichsregierung erwedt haben, durch Ber- auch in die wissenschaftlichen Arbeitsmethoden eingeführt werden, aus. Sämtliche Organisationen jahen flar, daß die Unter- handlungen mit der thüringischen Regierung eine befriedigende Re- teils indem die Pädagogik wirklich wissenschaftlich betrieben wird, nehmer jetzt die Absicht hatten, die Notlage der Ruhrarbeiter gelung finden werden." teils indem auch der fünftige Bolfsschullehrer ein bestimmtes Fachauszunuzen, um sie unter das Joch der Vorfriegsarbeitszeit Es ist schade, daß sich das Dementi über den Charakter und die gebiet seinen Neigungen und Anlagen entsprechend regelrecht foll zu beugen und die letzten Refte der sozialpolitischen Errungenschaften der Revolution zu beseitigen. Ging es nicht mit Hilfe Herkunft dieser ernsten Besorgnisse" ausschweigt. In Thüringen studieren fönnen. In Kreis. und Gebietsseminaren der Bajonette General Degouttes, so mußte es gehen mit tennt man den besorgniserregenden Bazillus aber recht gut und weiß sollte dann diese Universitätsbildung weitergeführt werden, und Es ist eine zwar auch wieder im Geifte der Einheitsschule, gemeinsam Hilfe der Stillegung der Betriebe, der Sabotage der Arbeits- auch, wer ihn der Reichsregierung eingeimpft hat. lo'enunterstützung, der zwangsweisen Abschiebung von 30 Pro- Dentschrift", die die vereinigten bürgerlichen Parfür Lehramtskandidaten und Studienreferendare. feien am 21. Dezember an die Reichsregierung gerichtet haben. Mit dieser Art von Schulreform war ein Teil der Philologen Diese tendenziös„ antimarxistisch" gefärbte„ Denkschrift", die von Un- nicht zufrieden. Das ist insofern begreiflich, als sich diese Schulrichtigkeiten stroßt und auch vor unwahrheiten nicht zurückschreckt, politik gegen die einsei ige Vorherrschaft des Philologentums in unrichtet sich hauptsächlich gegen das thüringische Boltsbil- fcren höheren Lehranstalten richtet; aber freilich nur derjenige ungsministerium. Dieses Ministerium hat die Kühnheit be Philologe fann hier zufrieden sein, der außer für sein Fach für feffen, eine Anzahl sozialistischer Lehrer als Schulleiter und Schul- fcnft nichts in der Welt den rechten Blick hat, denn alle pädagogi räte anzustellen und an die Universität Jena einige bekannte Schul schen, staatspolitischen und sozialen Gründe sprechen gegen das ber bürgerlichen Parteien in Thüringen erregt, die jene herrlichen höheren Schulen eingeräumt haben. Niemand kann die Bedeutung reformer und sogar zwei Sozialisten zu berufen. Das hat den 3orn Uebergewicht, welches wir den sprachlichen Fächern in unseren Zeiten zurückwünschen, in denen nicht einmal die Nachtwächter So- von Sprachstudien so leicht überschäzen. Sie haben in der Tat den aialisten sein durften. Unter Führung der stockreaktionären je größten idealen wie proftischen Wert. Aber trotzdem war es ein nenfer Universitätsprofessoren begannen sie einen Fehler, daß wir bisher die Begabung unserer Schüler lediglich an dungsministerium. Da ihre geistigen und politischen Mittel nicht sich allein schon entscheidend waren für den Aufstieg in unferen ebenso eifrigen wie verleumderischen Kampf gegen das Volksbil- der Sprachbegabung maßen; daß die Noten in den Sprachen für ausreichten, in diesem Stampfe einen Erfolg zu erzielen, wollen sie Slaffen. So tamen nur die Sprachtüchtigen in die Höhe, während jetzt, getreu den Traditionen der deutschen Demokratie, mit Hilfe olle anderen Tüchtigen unterschätzt wurden und dadurch die Schulvon Ausnahmezustand und Reichswehr, die sozialistische Kulturarbeit verdroffenheit in ihnen hochkommen mußte. Ob es am Gymnasium in Thüringen verhindern. Da die Reichsregierung ihre Rufe nach war oder am Realgymncfium oder an der Oberrealschule: Wer in einem Reichskommissar für Thüringen scheinbar nicht erhören will, den Sprachen feine genügende Note aufmies, der blieb eben siken. wollen sie nun wenigstens das verhaßte Boltsbildungs- Man muß wissen, was Männer wie Liebig und Helmhola ministerium beseitigen. Zu diesem Zwed haben sie sich einen und so viele andere unter dieser Einseitigkeit gelitten hoben, um zu ganz neuen Bosten ausgedacht, eine Art von Reichsbildungsbegreifen, welcher ungeheure Schaden dadurch angerichtet wurde. Der Schaden wurde aber dadurch noch verhängnisroller, daß er fommissar, den die Reichsregierung an die Stelle des sozialistifchen Kultusministers setzen soll. Ihr Kandidat für diesen Bildungs- mit dem erstgenannten Fehler unseres Schulfystems zusammenwirfte. diktator ist der Erfinder dieses neuen Bostens, der Auch- Demokrat Das zusammenhanglose Nebeneinander der Bildungswege schlcß ja 99 Prozent der Boltsschüler auch bereits mechanisch ohne Dr. Gerland. So sehen die Fragen" aus, die die ernste Besorgnis der Rücksicht auf Begabung und Neigung von der höheren BilReichsregierung" erweckt haben. Wir möchten die Reichsregierung dung aus. Das hat dann schließlich dahin geführt, daß zwar einige dringend warnen, sich vor den Wagen reattionärer Universitätspro große Sprachbegabungen bei uns in Deutschland gezüchtet wurden fefforen spannen zu laffen. Sie würde damit dem Reichsgedanken und für die philologische Wissenschaft Hervorragendes leisteten, bas einen Bärendienst erweisen. Denn wenn sich schon die Einfegung neben ihnen aber auch Hunderttausend aufstiegen, die nur notdürftig eines Reichskommiffars für Thüringen durch nichts rechtfertigen ließe, fich soviel Sprachkenntnisse aneigneten, als eben zum Bestehen des sozialistischen Kultusministers würde einen gerabezu ungeheuerlichen Gebieten fehlte ihnen. Gerade auf denjenigen Gebieten, auf deney, die willkürliche Beseitigung eines bei den Bürgerlichen unbeliebten Examens erforderlich war. Eine tiefergehende Bildung auf anderen Gingriff des Reiches in die Rechte und inneren Angelegenheiten eines der Mensch für das Verständnis der Ideen seiner Zeit gebildet wird, Bandes barstellen. Sie wäre ein glatter Rechtsbruch. Nicht die auf denen sein Verständnis für die na'ionale Gemeinschaft und für Reichsregierung hat das Urteil über die Thüringer Kulturpolitik zu den Zusammenhang seiner Nation mit der Weltkultur erwächst, var bie Bählerschaft Thüringens. Dieses Urteil wird am vollständig verblendet sein, um an diesen Mängeln, die auch nur fällen, auch nicht die jenenser Professoren; sondern einzig und allein fagten unsere höheren Lehranstalten. Man muß schon parteipolitisch 12. Februar erfolgen. Und die Reichsregierung hat weder das Recht unser deutsches Schulwesen charakterisieren, vorbeizusehen, ezten noch Ursache, ihm vorzugreifen. diesen Kampf zu berichten. Die Arbeiter haben nur Argumente, die Unternehmer aber haben ein Programm die ökonomische Macht. Sie wiffen: der Hunger ist entsetzlich und eine notwendige Folge der franzöfifchen Politit, aber er wirkt auch in dem Ginne, den sie erstreben und für den sie ihre Auffassung von dem deutschen Wiederaufbau geltend machen. Sie meinen, der Hunger und die Apathie der Massen werden die Gewerkschaften zertrümmern. Der Hunger wird die Widerspenstigen zähmen und jene abfolute Autori tät wieder aufrichten helfen, die dem diftatorischen Geifte als Rettung und Glück erscheint... Es stedt viel Kurzsichtigkeit in dieser Boliti? der starten Hand. Diese Kennzeichnung von bürgerlicher Seite trifft ins Schwarze, denn die„ Bolitik der starken Hand" ist tatsächlich das Hauptziel, dem die Schwerindustrie ebenso wie der junkerliche Großgrundbesig zustrebt. Militärbitta tur als Hauptbestandteil der inneren Politit, Unternehmer diftatur als wichtigster Teil der Wirti haftspolilit- das ist das Brogramm der vereinigten fapitalistischen und agrarischen Reaktion in Deutschland. Dieses Pro gramm hat sich nicht nur bei allen Regierungskrifen der letzten Zeit offenbart, es äußert sich in noch viel stärterem Maße auf allen Gebieten der Wirtschaftspolitik, der Finanzpolitif, der Sozialpolitik. Ueberall fieht sich die oße arbeitende Maffe, Die Schulpolitik des Ministeriums Greil. die durch Währungszerfall und Arbeitslosigkeit erschöpft ist, Gen. Reinhard Streder, Oberschulrat und Profeffor an in die Defensive gedrängt, während die fapitalträftigen Schich- der Universität Jena, schreibt uns: Es waren vor allem zwei Fehler ten in Stadt und Land mit einer beispiellosen Brutalität die in unserem bisherigen Schulsystem, die aus einer großzügigen und Notlage des Boltes auszunuzen fuchen, um ihre politischen in Wahrheit nationalen Auffassung der Lage heraus hätten abg Herrschaftsgelüfte zu befriedigen. stellt werden müssen. Der eine Fehler nit der, daß uniere Bolfs. bation des Ruhrkrieges, und es wird noch der führt, während die höhere Bildung unabhängig davon schon Endes würden fozar unsere Philclogen und Sprachgelehrten selbst gewinnen, wenn die besonderen Werte ihres Faches nicht zivangs= mäßig auch an die Ungeeigneten, und Unfähiaften herangebracht würden, sondern wenn sich der Sprachunterricht mit der Gleich berechtigung neben den anderen Fächern begnü- te, dafür dann aber auch Arbeitsgemeinschaften geschaffen werden könnten, die mit wirklicher Luft und innerer Berufenheit die betreffende Sprache, und ihren Kulturkreis studierten. Unter diesem Leitmotiv vollzieht sich auch die Liqui Iule die Kinder bis zum 14. 3 ahr in eine Cadgasse hinein Parteitag der thüringischen Demokraten. größten Anstrengungen der politischen und gewerkschaftlichen com 10. oder 9. oder gar 6. Lebensjahre an neben der Bolksschule Jena, 27. Dezember:( Tul.) Die thüringischen Demokraten Organisationen des Proletariats bedürfen, um die Anfchläge aufgebaut wurde. So gehen die beiden Bildungswege aneinander halten am tommenden Sonntag einen außerordentlichen Parteitag abzumehren, die in Berbindung mit dem Ruhrkampf gegen berbei. So ist es dem Kinde aus der Boltsschule unfäglich schwer, in Jena ab, um zur Aufstellung einer Einheitsliste mit den Arbeiterschaft und Republik von der Schwerindustrie geplant ja beinahe unmöglich gemacht, den Weg zur höheren Bildung zu übrigen politischen Parteien und Wirtschaftsgruppen Etellung zu werden. Die genaueste Kenntnis der einzelnen Etappen des finden. Es war der tiefste Sinn der Greilschen Schul- nehmen. Professor Dr. Slotty, der Borsigende des Landesver Ruhriampfes ist deshalb erforderlich, damit die Arbeiterklasse, politit in Thüringen, hier Gerechtigkeit zu schaffen. Die Neubandes Thüringen der Deutschen Demokratischen Partei, hat sich in einheitlich und geschlossen die politischen und wirtschaftlichen gestaltung der Mittelschule sollte die Bohn von der einem Artikel im Jenaer Boltsblatt" entschieden für das Zustande Konsequenzen aus diesem Kampfe zu ziehen vermag. Elementarbildung zur höheren Bildung für jedes Kind im Geifte tommen einer Einheitslifte ausgesprochen. Musikbücher. Bon Kurt Singer. In die Tiefe des Hondwerks wie in die Seele des Spielers| Borräte von Haselnüssen und Buchedern, die es sich vorsorglich dringt Carl Flesch, der berühmte Geiger, mit seinem Werf Die aufgespeichert hat. Runst des Violinspiels"( Ries u. Erler). Ein besseres, Den Vögeln geht es am schlechtesten, wenn der Boden festverständlicheres, gleichzeitig wissenschaftlich begründetes und praf gefroren ist, und so mancher von ihnen, der sich sonst nur an In Reue Musit", das ist der Titel des legten Buches von tisch erprobtes Lehrwert des Geigens existiert nicht, und wohl auch fetten und Würmern gütlich tut, muß dann notgedrungen zum Baul Better( Deutsche Berlagsanstalt). Den gleichen Titel fönnte feins, das selbst spröden Kapiteln der zu erlernenden Kunstfertig. Begetarier werden und Ten Boden nach Gräsern und Wurzen auf jebes Bert Betters tragen, ob es sich nun um Beethoven- Analysen, feit so interessante, lebendige Seiten abgewinnt. Flesch schreibt, hacken. Der englische Zoologe Richard Kearton hat einmal genau foziale oder ästhetische Brobleme handelt. Immer flingi Neues aus wie er spielt: einen flaren, freien, bewußt- reinen Stil. Das macht untersucht, was den Bögein in so schweren Zeiten an Nahrung zur ben Seiten, flingt Mufit aus Darstellung und Stil heraus. Die die Lektüre bequem, wenn es auch durchaus teine Anfängertektüre Berfügung steht. Er nahm einen typischen Fled von 2 Quadrat Auffahreihe führt innerlich von Mahler. bis zur jüngsten Gegenwart, ist. Er verweilt mit der gleichen gründlichen Anteilnahme bei den metern Boden sorgfältig in Augenschein und fand nur einen fleinen. in der Schreber den dramatischen Mittelpunkt bildet. Wir fannten Reizen des Geigenflongs, der Darm- und Stahlseiten, der Frage Wurm, eine Haselnuß, eine winzige Schnede und ein einziges alle diese Arbeiten schon; und doch wirken sie, mag sich immer das nach der besten Art des Stimmens, der Haltung, des Lebens, wie Körnchen. Bei der Durchforschung weiterer 6 Quadratmeter fiel ihm persönliche Werturteil anders gestalten, elementar und überzeugend, er feine große Erfahrung für die Probleme des Fingerscges, der nur eine einzige Hasenuß auf. Der Tish, ter den Bögeln in harter Daumenhaltung, des Lagenwechsels, Portamento, Staccato, der Winterszeit von der Natur gedeckt wird, ist also mehr als spärlich, neu und anregsam." Tonerzeugung, des Vibrato, der Hygiene des lebens, der frankMan wird diesen Bekkerschen Eigenton besonders lieben, wenn haften Störungen des Gedächtnisses, der Armbewegung einsetzt und sich von dem Fett nährt, das er sich in warmen Sommertagen But geht es dem Dachs, der behaglich in seinem Bau liegt man in dem reichhaltigen Deutschen Musitjahrbuch" ( Schlinghoff, Essen, Herausgeber R. Cunz) etwa die Stimme Bfizners Ueberraschend bei einem Fachmusiker solche Fülle auch von pycho- angemastet hat. Auch sein Better Fuchs ist zu Weihnachten guter aur Frage des Deutschseins vernimmt. Da ist nur noch nationale logischen und prognostischen Ueberlegungen zu finden. Auch der beste Dinge. Schnee und Frost fönnen ihm nichts anhaben; sie sind ihm Schimpferei und Heizerei zu erkennen. Ueberhaupt scheint jeder der Renner wird bei manchen bligartigen Einfällen Neues, ganz neues vielmehr sehr willkommen, da sie ihn vor Jäger und Hund schützen. ( und naheliegendes) erfahren. Wenn manche Haltungsfrage zu Er selbst ist immer noch imstande. Die Spur eines Hasen oder KaMitarbeiter im allgemeinen Teil des Buches einen unbändigen start systematisiert erscheint, so ist doch der Hinweis auf das Indi- ninchens im Schnee zu verfolgen, die ihm dann zur sicheren Beute Ausländerhaß und eine But auf die futuristische Linie zu haben. Das ist, etwa bei Moser, der eine sehr fluge Feder führt, motiviert piduelle im Spiel immer deu'lich. Die Urstudien"( lebungen der werden. Auch an Bögeln, die in der Kälte steif gefroren sind und linken Hand ohne Begenstrich) scheinen mir noch wie vor gefährlich fich weniger leicht fluchten fönnen, findet er reiche Mahlzeiten. und gedämpft zu hören. Oftmals( bei eini en rheinischen Herren) oder überflüssig, ebenso wie Uebungen mit fünftlich firierter Geige. Ratten und Mäuse verlassen die Felder und suchen Unterflingt es nur wie ein Bellen gegen Paul Better. Was über das Mufilleben der großen Städte, besonders auch des Rhein- und Ruhr- 3ur Fehlerdiagnoftit aber fann diese wie jede Methodik verwandt schlupf in den Häusern und Scheunen der Menschen. Ja, sogar auch gebietes, fritisch gesagt wird, intereffiert uns alle. Für Berlin gibt werden. Hart ist das Urteil gegen Steinhausen, den Vater der fehr viel scheuere Tiere werden durch die Kälte nach den menschDiefe fummarijere Uebersicht treffsicher und gut formuliert Lothar Physiologischen Bogenhaitung, härter noch das tomplette Verschwei- ichen Niederlassungen getrieben. Fasane und Bildhühner gen aller Eberhard schen Ideen, mögen fie gebilligt oder abgelehnt machen mit den Bewohnern des Hühnerhofes Bekanntschaft und Band, der auch einen warmen Hinweis auf den Komponisten werden. Wo ein Barmas zitiert wird, darf ein Siegfried Eberha dt nehmen an ihren Mahlzeiten teil; fogar Möwen verfliegen siá Scheunemann beibringt. Unter den ca. 50 Artikeln feien hier be nicht als Scharlatan behandelt fein. Davon abaefehen, ist Fleschs in dieser Zeit bis in die Herzen der Großstädte. Eine nähere Unterfonders hervorgehoben: Arbeitermusfitoflege( Kreifer), Tanztheater werk berufen und geeignet, aufs gewissenhaftefte und beste den fuchung der Baumrinden oder Mauerspalten enthüllt aber selbst im ( Zaban), Die Entwicklung des Nationalbewußtseins in der deutschen Weg zur Höhenfunst des Geigens zu bereiten. Winter eine erstaunliche Mannigfaltigkeit des Tierlebens, wennMufitgeschichte( Mofer), Bom Wesen der Kritit( Leichtentritt), Mugleich der füchtige Blick der Borübereilenden nichts davon ahnt. fitus redivivus( Tießen). Eine Unmenge Belehrung, eine Unmenge Hier findet man, eng zufammengedrückt, Schmetterlinge, die Unterhaltung. auf wärmere Tage warten, Wespentöniginnen, die allein aus ihrem Geschlecht den Frost überleben, und die Stommbaiter all der unzähligen Insektenarten, die im Frühling wieder eine reiche Fruchtbarkeit entfalten. Weihnachten in der Tierwelt. Walter Dahms legt in feiner Musik des Südens" Weihnachten ist für die Tiere durchaus nicht dasselbe schöne und ( Deutsche Berlagsanstalt) ein Glaubensbekenntnis ab, ein optimis gemütliche Fest, das sich die Menschen in der tältesten und dunkelsten flisches dazu. ein in Mieksches Geist schwebendes, bochgestimmtes Beit des Jahres durch ihre Kultur geschaffen haben. Die Weihnachts und beglüdtes. Er deckt Defadenz und Schwächen auf, denkt über zei: bedeutet für viele Tiere Hunger und Entbehrung, und am besten Form und Ausdrud, über Seelenhaftes und Mystisches der Musik haben es noch die Liere, die sich bereits zum Winterschlaf zurücknady, improvifiert über Kultur füblicher Mufif, über Künstler, Men. gezogen haben. fren und Gelehrte. über Lebensträfte und Blutimpulse im mufitalischen Schaffen. Alles das in einer Feiertagssprache, wie sie nur ein vom Wesen der Kunst Durchbrungener, ein berauschter, dionyFischer Tänzer handhabt. Ein Buch des tiefen Nachdenkens, un initematisch, nhne historische Bewertung, der deutschen Romantit, dem italienigen Bel canto verfchrieben, mit deutlicher Ablehnung neuer, jungireibender Musikbewegung. Adolf Aber schreibt eine Feine Instrumentenfunde in der Bellenbüherei( Dürr u. Weber), flott, anregend. wiffend, nie an her tredenen änseren Moterie haftend, fondern sie geistig zum Er Tennen der feelischen Ausdrudstunft verfolgend. Ein qutes, auch out illuftriertes Nachschlagebüchlein, ein Badenetum für Bernende und für reifere, nachbenfjame Konzertbesucher. Zu diesen Winterschläfern gehört z. B. der Frosch, tem man zur Weihnachtszeit niemals in der Natur begegnet. Um ihn zu finden, muß man schon den Schlamm auf dem Grunde eines Weihers aufrühren, denn dori hot er sich eingegraben und liegt hier unbemeglich, nur durch die Tätigkeit des Herzens am Leben, die das Blut in ben Abern in dem notwendinen Kre s'auf erhält. Hält man im Walde Ilmschau, so wird man die sonst so beweglichen und luftigen Eichhörnchen vermiffen; man mß schon scharf hin schauen, um hier und da ein runtes Nest aus Rweigen und Blättern zu entdecken, in der das Eichhörnchen im tiefen Schlummer Ciegt den buschigen Schwanz wie eine Eiberdaundece über sich gebreitet. Das Zierchen schläft nicht den ganzen inter ununterbrochen durch, fontern an freundin Tagen verläßt es sein Bett und besucht die Dinosaurus- Eier. Bei den Ausgrabungen, welche jetzt die ameritanischen Geo'ogen mit großem Erfolge in der Wüste Gobi betreiben, hat man auch Gier von den Ricienreptilien gefunden, die in der, Jurazeit die Erde bevölkerten. Es war fein Zweifel, daß diefe Tiere, wie ihre heutigen Berwandten, sich durch Eier fortgepflanzt haben, aber man hatte bisher noch feine gefunden. Eier sind ja Gegenstände, die sich zur Konservierung über Jahrmillionen wenig einen. Eie bestehen zu mehr als neunzig Prozent aus Wasser. Man hatte schon aus früheren 3eiten foffie Boeleier, wenn die Schale zerbrochen und der Inhelt ausgelarfen wer, oder wenn eine mineralische Substanz die Eierschale verstärkt hatte. Der Dingfaurus fam in Asien und in Amerika vor, aber in Amerika hatte. man unter seinen Resten bisher keine Eierschalen aufgefunden. Die Gelerie Flechtheim, Rukowufer 13, geigt ueue Landschaften box Balter Bondy und Kompositionen von Robert Genin Fritz Thyssens Weihnachtswunsch. " Das Fest der Stabilität. werben Umtehrschleifen angelegt und hier wird man vom gleichen Bahnsteig, auf bent au Rartenverlaufsstellen sind und ohne Der rheinische Schwerindustrielle Frig Thyssen, der vor So war Weihnachten von unverbefferlichen Optimisten benamjei. Treppenfteigen in die Fernbahnzüge nach Westen und Nordeiniger Zeit seine gesamte Belegschaft von 70 000 Mann aufs Pflaster Die überwiegende Boltsmehrheit war innerlich ganz und gar nicht westen und von ihnen in die Stadtbahn umsteigen. Einige Hauptmarf, angeblich, weil die nötigen Barmittel für ihre Weiterbeschäfti- zum Festefeiern aufgelegt, haite von der neuen Herrlichkeit papiernen bahnlinien fstehen allerdings mit der Stadtbahn nicht in Verbindung. in zwei Stellen, wo die Stadtbahn ungefähr im Straßenniveau gung fehlten, spricht in der Berliner Börsenzeitung" Weihnachts- Geldes verteufelt wenig im eigenen Beutel. Nur der Alb, allſtünd fährt, wird ein birefter lobergang der Züge Straßenbahn- Stadtwünsche aus. Elwa, daß die Folgen der von den rheinisch- west- lich in neue Preissteigerungen gejagt zu werden und der Spielbail bahn erfolgen. fälischen Eisenmagnaten nicht ganz unverschuldete Ruhrbesetzung wüstester Spekulation zu fein, war feit vier Wochen von der Men möglichst bald überwunden werden? Oder, daß die Zehntausende schenbrust genommen, fand seinen Niederschlag auch in der WeihDer Goldmieten- Skandal. von Gefangenen und Ausgewiesenen, die nicht wie er mit einer nachtsstimmung. Nicht mehr ganz so trostos sah es aus, wenn Daß die von der Reichsregierung geplante Wiedereinführung Moßen Geldstrafe davongekommen sind, amnestiert werden? Beit auch von einer starten Kauftraft, von der Talmibeobachter fafelten, der Friedensmieten von den breiten Schichten der Bevölkerung gefeht! Sein sehnlichster Wunsch ist, daß das deutsche Bolk die noch lange keine Rede sein konnte. Das zeigten schon die Schlächter- nicht getragen werden tann, steht außer allem Zweifel. Leistungen der Novemberrepublit nach Gebühr wür läden, deren Inhaber nach alter Weise die Hochkonjunktur durch Aber auch in den Streifen der Gewerbetreibenden erhebt sich stärkster bigen mird". Magenfilaverei ausnutzen wollten, ihre Preise ohne jeden anderen Widerspruch gegen diese ungeheure Belastung. Der Schutzverband Derselbe Herr hat es aber im Frühjahr 1919 nicht verschmäht, Grund um mehr als die Hälfte hochschraubien, aber mit großer der Arbeits- und Geschäftsraummieter hat an die fid) auf Kosten des Staates als Sekretär eines Ministers jener No- Feisch- und Wurstbeständen sigen blieben. Es war wohl etwas maßgebenden Reichs- und Staatsbehörden und an den Berliner vermberrepublik", des Reichspestministers Giesberts, nach Ver mehr im Topf als sonst, von dem weihnachtlichen Schlaraffenleben Magistrat eine Eingabe gerichtet, der wir folgendes entnehmen: failles mit der deutschen Friedensdelegation schiden zu lassen. Seine der Friebensjahre war in den meisten Familien nichts zu spüren. Magistrat eine Eingabe gerichtet, der wir folgendes entnehmen: Bei der Frage der Mietszahlungen hat in den legten Monaten dortige Tätigkeit bestand vornehmlich darin, gute Ratschläge für die wo die goldenen Gänse geblieben sind, mögen die Götter wissen. bei den Bestrebungen der Hausbesikerorganisationen für die möglichst Erhaltung der Thyssenschen Erzbefizungen im Saargebiet und in Der Durchschnittsmensch mußte einen Wochenlohn opfern, um einen weitgehende Herauffezung der Mieten ein eigenartiges Argument Lothringen zu erteilen; das sind seine Leistungen für die No- lederen Gansbraten auf den Tisch zu sehen, und das zwang zu dem eine Hauptrolle gespielt. Dieses Argument, welches zum Beweise vemberrepublik". hübschen Schlagwort: Wir fönnen uns beherrschen! Zu alledem der Tragbarbeit sehr hoher Mieten ftets in den Vordergrund gestellt fehlte auf sehr vielen Weihnachtstischen ter Tannenbaum. Da hätte wurde, war, daß die gewerblichen Kreise sich bereits seit längerer es bei bescheideneren Preisen zu mehr Kauftraft gelangt. Die Groß- Beit auf Goldrechnung umgestellt hätten, ihre Erzeugnisse zu Preisen händler waren mit dem Risito äußerst vorsichtig, die Kleinhändler abseiten, die der früheren Goldpreisen oder noch darüber hinaushatten fein Anlagefapital. Der Montag sah eine Situation mie gehenden entsprächen und daher völlig in der Lage feien, auch die früheren Mieten in Goldmarthöhe aufzubringen. Diese feitens des zuletzt im Jahre 1904. Seine Spekulanten machten sich in letzter Hausbefizes herangezogene Begründung ihres für die Angleichung Stunde auf die Socken und holten in Bäumen aus den Förstereien, der Mieten wesentlichsten Argumentes beruht auf einem großen was fie auf den Schultern schleppen fonnten. Man umschwärmte poltswirtschaftlichen Rechenfehler. Es wird optisie auf den Berliner Bahnhöfen und überbot sich in hohen Gold- mistisch beurteilt sein, wenn man annimmt, daß einige Monate nach preifen fogar für Strippen" und einzelne Zweige. Stabilität sieht Ueberwindung der gegenwärtigen Ablaßkrisis sich die deutsche Broduktionsleistung durchschnittlich auf einem Stande von zirka 25 Proanders aus. Weiße Weihnachten. zent gegenüber der Vorfriegsleistung befinden wird. Unter Zu grundelegung dieses Wirtschaftsstandes läßt sich und zwar nicht für jeht, wie nochmals betont sei, sondern für eine erst tommende Periode die Belastung eines fleineren fabrizierenden Unternehmens durch den Mietzins gegenüber dem Borkriegszustande auf Grund angestellter Ermittlungen berechnen Deutsche Intellektuelle. Im Lotal- Anzeiger" hat wieder wie das Blatt sagt „ Deutschlands hervorragende Gelehrten-, Dichter- und Künstlerwelt" allerhand Weihnachtssprüche aufgefagt. Darunter finden wir aud) einen, den der Berliner Maler Mar Bechstein niedergeschrieben hat. Er beginnt so: „ Deutsches Volt, sei frei und würdig in dir selbst. Kommt eine Neuwahl zum Reichstag, so enthalte dich ge. flossen der Stimme für jeglichen Kandidaten. Zwinge hierdurch die Barteien, mehr an dich zu denten und nicht an ihre dir schädliche Machtgelüfte Das ist die ganze politische Weisheit, wie sie sich in manchen Röpfen der deutschen Intelligenz vorfindet! Aus allem lebet weiß fie feinen anderen Ausmeg, als sich rechtzeitig ins Bett zu legen und nicht zur Wahl zu gehen! Es würde aber noch etwas fehlen, wenn Herr Bechstein nicht hinzufügte, daß er für zufünftige Wahlen, an denen niemand teilnehmen soll, nur zwei Parteien und auch diese nur mit möglichst wenigen und jüngeren Bertretern" bestehen laffen möchte! Dietrich Eckart gestorben. " München, 27. Dezember.( WTB.) In Berchtesgaden ist gestern abend der Schriftsteller und Herausgeber des Bölfischen Beobachters, Dietrich Edart gestorben. Edari mar im Zusammenhang mit den Ereignissen des 8. November in Schußhaft genommen, am Freitag aber wieder freigelassen worden. 40 Rücktritt Wuzzelhofers. Eine Seltenheit in Berlin, fast schon eine Sehenswürdigkeit. Das für Berlin ungewohnte Schauspiel war auf den Feldern und in den Wäldern von uebeschreiblicher Schönheit und hatte viele zu schauer aus der Stadt mit Stiern und Schlitten hinaus in tie winterliche Luft gelockt. An manchen Stellen war der Wirbelwind, der im Wald Bäume gespalten und zersplittert und die höchsten Kronen respeitlos heruntergeholt hat, so start, daß es unmöglich Schneelawinen famen so plötzlich, daß man manchmal nicht wußte. war, gegen Wind und Wetter fiegreich anzufämpfen. Und die ob sie vom Himmel herabstürzten oder von den nächsten Häusern, oder ob sie der Wirbelwind auf der Erde gegriffen, hochgehoben und in die Luft geschleudert habe. Am ersten Feiertag waren noch fünf Grad Kälte, und der Wind und die Schneewirbel biffen empfindlich in das Gesicht. Unwillkürlich dachte man an die vielen, die feine warme Stube und feinen weichen Mantel haben. Es ist für die Mieterschaft jeglicher Art, die einen verzweifelten Kampf um ihren Arbeitsraum und somit um ihre Existenz zu führen gezwungen ist, ein nicht fakbarer Gebante, baß der Staat durch Sähe zum Ziele haben, die gesamte felbständige und entMaßnahmen, die die Herauffehung des Mietzins auf unerträgliche lohnte Bevölkerung vor bie schwersten Erschütte rungen stellen und die zur Erhaltung des Staates so dringend benötigte Steuerkraft vernichten könnte. Es soll daher dovon ab gesehen werden, die Auswirkungen etwaiger derortiger Maßnahmen auf die soziale und politische Gestaltung in Deutschland und auf die deutsche Währung einer Betrachtung zu unterziehen. Berbrannte Zeitungen. Bei dem Eisenbahnunglüd in der Nähe von Oranienburg, über das wir im hentigen Morgenblatt berichten, ist auch die Gesamtlieferung des„ Bor wärts für unsere Abonnenten in Dranienburg und Umgegend vernichtet worden. Störungen im Eisenbahnverkehr. Verwüstungen des Schneeffurms auf allen Streden. Dietrich Edart machte seinerzeit von sich reden, als er der AufDer Eisenbahnverkehr innerhalb des ganzen Reiches hat in forderung des Reichsgerichts zum Schuße der Republit, sich zu stellen, diesen Tagen unter außerordentlich großen Störungen zu nicht Folge leistete. Damals stellte sich die Münchener Regierung leiden, wie sie in den letzten Jahren taum je zu verzeichnen waren. schüßend vor ihn, indem sie ihm attestierte, sein Gesundheits- Selbst die Hauptftreden, die start befahren sind, liegen zum Teil Todessturz eines Artiften. Während der Vorführungen im zustand erlaube es nicht, haft über ihn zu verhängen. unter so starten Schneewehen, daß die Aufräumungs. Barieté und Kino Filmed in der Stalizer Str. 94. stürzte am Heute, wo es sich nicht um die Wahrnehmung von Reichsinter arbeiten, die schon am Morgen des ersten Feiertages einfesten 1. Feiertag der 40jährige Artist Mar Göze aus der Linienstr. 97 effen, sondern um den Kampf der partitularistischen und die überall mit starken Kräften durchgeführt werden, noch keinen bei seinen akrobatischen Verführungen von einem etwa vier Meter banerischen Regierung gegen die großdeutschen National Bandel zu schaffen vermochten. Besonders hinderlich ist die starte hohen Maft auf die Bühne herab. Ein zufällig anwesender Arzt eine Gehirn frzialisten handelt, ist sie weniger zartfühlend gewesen. Auch das zu einer Eistruste hat erstarren lassen. Selbst auf ben haupt erschütterung fest. Der Berunglückte wurde nach dem Krankenfrzialisten handelt, ist sie weniger zertfühlend gewesen. Auch das Kälte, die den Schnee in den Weichen und Signaleinrichtungen stellte einen Schlüffelbeinbruch und ist eine Illustration zur Politit der Rahr und Knilling. finien, wie z. B. nach Hannover, Altona und alle, st hause Bethanien gebracht, wo er gestern abend feinen Ver der Zugverkehr nur unter großen Schwierigteiten möglich. Berlegungen erlag. spätungen von vier bis sechs Stunden waren in beiden Richtungen Cin jugendlicher Durchbrenner wird von der Kriminalpolizet während der Weihnachtsfeiertage unvermeidlich und auch die heutigesucht. Ein 17 Jahre after Bureaubursche Rudolf Müller mar gen Nachtschnellzüge find mit ähnlichen Verspätungen in Berlin bei einer Bank im Zen'rum der Stadt angestellt und wurde mit eingetroffen. Besonders empfindlich ist der gesamte Berkehr durch Botengängen betreut. Nachdem er zum 1. Januar die Kündigung die Störungen im Bahnielegraphenne behindert. Durch erhalten hatte, war der junge Müller eifriner als vorher und den ungeheuren Schneefall find die Zeitungen oft auf viele brängte fi zu Eesorgungen geradezu auf. Als man ein größeres Kilometer zerrissen, die Masten umgestürzt, und es wird Patet, bas 200 Dollar Geldanleihe, für 24 000 M. Schultheiß einer Arbeit von mehreren Tagen bedürfen, um hier wieder einen Aktien und andere Aftien im ganzen für 4% Billiarden Popiera ordnungsmäßigen Betrieb einrichten zu Bönnen. Durch den Ausmart enthielt, zur Besorgung an einen Kassenverein ihm annerfall der telephonischen und telegraphischen Berständigungsmöglich- traute, behielt er es für sich und verschwand damit. Die Nach feiten mußten sämtliche Büge zum Teil burch Meldezettel abge fcrichungen der Kriminalpolizei des ersten Reviers ergaben, daß fertigt werden und verloren bei den to notwendig werdenden Auf- er fich schon einige Toge vorher bei feiner Mutter in der Wohenthalten auf den Stationen oft 20-30 Minuten. Der Güter. verfehr, der in den Feicrtanen fast ganz wuhte, der aber heute ung in ber Dameromstraße zu Pankow nicht mehr hatte chen verstärkt einfekt, wird voraussichtlich den Verkehr noch weiter be- und ein gebräutes Gesicht und trägt ein Sportjadett mit PelzDer Flüchtine ist 1,60 Meter groß. hat schwarzes Har lasten, doch hoffen die Reichsbahndircttionen, wenn nicht neue starte fragen. Schmeestürme einfehen sollten, in zwei bis brei Tagen die Linien wieder ordnungsmäßig in Gang bringen zu fönnen. Auch der Fernsprechperfehr im Reich hat durch die Schneestürme erheblich gelitten. Besonders nach dem Often find eine Anzahl Linien schwer beschädigt und nach dem Riesengebirge wer die Verbindung gestern nur auf aroßen Ilmwegen möglich. Aber auch im Schmerzwald und am Bodensee ebenso wie an der Küste find fchmere Störungen gemeldet, deren Behebung einige Tage in Anspruch nehmen wird. München, 27. Dezember.( TB.) Auf das Gesuch des Land wirtschaftsministers Buzelhofer um Enthebung von feinem Amte antwortete Ministerpräsident Dr. v. Knilling, daß die Amts cnihebung mit fofortiger Birkung vollzogen sei. Gleichzeitig bantle Dr. D. Knilling ihm für seine langjährige mit arbeit. Mit der Führung der Geschäfte des Staatsministeriums für Landwirtschaft wurde bis auf weiteres Staatsrat 2ang betraut. Die Finanzmaßnahmen des Reiches. Infolge der stabilen Geldverhältnisse wirt, wie die Eca mit. teilt, die Auszahlung der Beamtengehälter von nun an wieder möglichst regelmäßig an bestimmten Zahlungsterminen erfolgen. Von einer monatlichen oder gar vierteljährlichen Voraus zahlung der Beamtengehälter muß aber vorläufig noch Abstand genommen werden. Die den Beamten, Staatsangestellten und Ruhegehaltsempfängern für den Monat Jonuar zustehenden Bezüge sollen in zwei Raten ausgezahlt werden. Die erste Hälfte des Gehaltes wird am 31. Dezember zur Auszahlung fommen. Auch bei den Behörden, die am 31. Dezember feinen Dienstbetrieb haben, soll die Auszahlung nicht vor dem 31. Dezember erfolgen. Für die Auszahlun der zweiten Rate ist der 14. Januar in Aussicht genommen. Bom 1. Januar ab erfolgt der Steuerabzug vom Arbeitslohn bei den Behörden grundsätzlich in derselben Weise wie bei den privaten Arbeitgebern. Insbesondere bestehen hinsicht Die Münchener Bolizei ist einer großen Geldfälschungs lich der Fristen für die Abführung der Steuerbeträge zwischen Be- affäre auf die Sour octommens Die Polizei nahm bei einem hörten und privaten Arbeitgebern feinerlei Unterschiede mehr. Auch Häntb rehepaar in der Linprunstrafe eine Haussuchung vor und die Behörden haben fünftig die vom 1. bis zum 10. eines Monats fond dort einen aften wertbeständiger Notgeld einbehaltenen Beträge spätestens bis zum 15., die in der Zeit vom cheine der Bayerischen Einkaufsstelle Nürnberg. Die Verfolgung 11. bis 20. eines Monats einbehaltenen Beträge spätestens bis zum diefer Spur führte zur Festnahme von 11 Bersonen in 25. d. M. und die in der Zeit vom 21. bis zum Schluß eines Monats München und einer auswärtig wohnenden Prfon, die ber Ausgabe einbetaltenen Beträge bis zum 5. des folgenden Monats abzuführen. derartiger Echeire überführt wurden. Als Fälscher wurde ein Die Folgen der Friftverfäumnis treffen die Behörden in gleicher mann festgestellt. Dieser hatte eine Beichnung angefertigt, auf Grund 30jähriger, aus München ausgewiesener schwervorbestrafter RaufWeise wie den Arbeitgeber. Wenn die Frist nur um einen Tag denen es ihm unter unwahren Angaben gelana, bei einem Buchüberschritten wird, werden für jeden angefangenen Mo- bruder für rurb 9000 Goldwarf berartige Scheine zu bestellen. nat Busch äge in Höhe von 5 Prozent des Rüdstandes Für eine weitere Lieferung sollte jetzt ein Auftrag erschen. Ein erhoben. Der Steuerabzur von den Ende Desember für den Monat schwer vorbestrafter Kontorist und ein gleichfalls vorbe rafter ehe Januar 1924 zur Auszahlung gelangenden Gehälern wird bereits nach den neuen Bestimmungen vorgenommen werden. Im Gegen fatz zu den privaten Dienstaufwandeentschädigungen, die vom ersten Januar ab dem Steuerabzug unterliegen, sind die öffentlichen Aufwandsentschädigungen nach wie vor steuerfrei Goldmark" auf eigene Fauft. malt er Bhotograph. fowie der Händler von der Linvrunstraße waren an der Sache beteiligt. Mit dem Folschgeld find große Mengen Lebensmittel, Kleiburg gegenfärbe, Echreibmafciren, Belze usw. erworben worden, vielfach von Leuten, die diese Gegenstände nur aus größter Not penen vermeintlich wertbeständiges Geld hergegeben haben. In der Falsch gelbabteilung der Münchener Polizeibirettion befinden sich zurzeit befchlannahmte Gegenstände, deren Eammlung einem fleinen Raufhaus gleicht. Die Falsch scheine wurden außer in Münden auch in Augsburn und in rri fing an Privatpersonen und Kaufleute verausgabt. Von den Fest genommenen befinden sich gegenwärtig noch fieben in Haft. Die anderen sind vorläufig auf freien Fuß gesetzt. Eine Rente für Smeets! Die neueste Zumutung der Rheinlandkommission. Die Rheinlandtommiffion hat, offenbar unter Umgebung ihres britischen Mitgliedes, dem Oberpräsidium in Roblenz die Forderung zugehen lassen, daß das Deutsche Reich dem Landesverräter Smeets, der angeblich an den Folgen des auf ihn verübten An. flages noch leidet, eine lebenslängliche Rente aus eße. Anders als in Berlin wird sich in Wien das Umsteigen Unser Kölner Parteiblatt, die Rheinische Zeitung", greift aus diesem Anlaß heftig den Oberpräsidiafrat v. Sybell an, weil er dieses unglaubliche Verlangen in großer Diensteifrigkeit sofort an den Regierungspräsidenten von Köln weitergegeben und dadurch eine weibre Behandlung dieser Sache gefördert hat. Gegen Herrn v. Snbell ist schon früher einmal der Vorwurf überflüssiger Dienstbereitschaft für die Rheinlandtommi fion erhoben worden. Stresemann geht nicht nach Paris. Die vom Pariser Eclair" perbreitete. Meldung, wonach der deutsche Außenminister felber ben Barifer Botschafterposten übernehmen würde, wird deutscherseits entschieden dementiert. lassen. Falsche Goldanleihe- Zwischenfcheine. Bon den durch die Reichsa bant ausgegebenen Zwischenscheinen zum Nennwert von 4 Dollar, die ihren Schutz in einem natürlichen Wasserzeichen und in den im Panierstoff eingebetteten Pflanzenfafern tragen, find Fälschungen aufgetaucht, die als solche an der mangelhaf en Nachal mung oder den fehlen der Echtheitsmerkmale Wasserzeichen und Pflanzenfafern fowie an der schlechten Druckausführung unfchwer zu erfennen find. Gleichzeitig wird auf den Umlauf perfälschter echter 3 mifchenfcheine gleicher Schazanmeisungen zum Nennwert von 0,42 M. Gold= 1/10 Dollar vom 23. Oftober 1923 aufmerksam nemacht. bei denen die ursprüngliche Wertangobe durch geschickte Rafur in 42 M. 10 Dollar geändert worden ist. " der Kriegsgefangenschaft, polizeiliche Anmeldung, verschiedene Quittungen Eine gelblederne Brieftasche verloren, enthaltend Entlassungsschein aus von der Baubütte, Komiumgenoffenfchaft und vom Vorwärts"-Berlan, fowie etwa 70 Goldmart. an der Ede der Choriner und Schredter Straße. Der ehrlice, Finder wird gebeten, fie bei Mar übner, Berlin N 58, Torforer Str. 20, rechter Seitenf, part., abzugeben. Schweres Fährunglück bei Würzburg. 6 Personen erfrunten. In Dettelbach ereignete fich ein schmerer Unglüdsfall. Die den Berfehr über den Main vermittelnde Fähre fant In. folge Heberlastung. Sechs von den dreizehn Insassen fanden den Tod in den Wellen. Nach dem Fränkischen Sturier trug sich der Unfall in der Dunkelheit zu, wodurch die Rettungsarbeiten sehr erschwert wurden. Das verschwundene Luftschiff. Das französische Marineministerium veröffentlicht über das Schicksal des ehemaligen Zeppelin- Luftschiffes und und jetzigen Digmuiden" eine Mitteilung, aus der hervorgeht, dah das Luftschiff zum letzten Male am 21. Dezember, 3 Uhr vormittags, mit der franzöfifchen Rodiostation Sidi Absalla in Berbindung gestanden hat. Man nahm damals an. daß es sich etwa 300 Kilometer von Biserta befinde. Nach den Berechnungen mußte das Luftschif seinen Benzinvorrat am 23. Dezember verbraucht haben. Die Nachforschungen werden besonders in Südalerien betrieben, und zwar sowohl durch Kapofferie als auch durch Mannschaften des franzöfifchen Mittelmeergeschwaders. An Bord des Luftschiffes befanden sich 50 Personen. Die Wiederbelebung der Wiener Stadtbahn. zwischen Stadtbahn und Fernbahn vollziehen. Die seit Jahren still. liegende staatliche Wiener Stadtbahn wird im nächsten Sommer von der sozialdemokratischen Stadtverwaltung auf 30 Jahre über nemmen, wieder in Betrieb gesetzt, und zwar gleich in elettri. fchen. Statt der alten Dampflokomotiven, die die Tunnelstrecken Cawinengefahren in den Schweizer Alpen. Infolge der großen im Sommer zur Hölle marten und die anhängenden Eisenbahnwogen Schneefälle der letzten Tage sind in den Berngegenden der verschmukten, werten auf der Stadtbahn Strakenbahnzüge Schweiz zchlreiche Laminen niedergeganger befonders in den mit Ober'eitung fahren. aber nur auf den offen Stadtbahnstationen Beodt'änder Alpen. In Séchen wurde ein Wohnhaus vers haten. Jedoch werden nur die neuen Strahenbahnmagen mit ichüttet, wobei zwei Personen ums Leben famen. breiter Plattform. famt je zmci Anhängern, dem Stadtbahnverkehr Bei Diablerets murben acht Ställe und ein Wohnhaus von dienen. Dozu müssen die Schienenpaare verenpert. näher an die Lawinen meggeriffen, wobei einen Toten gab. Bahlreiches Bahnsteine gerückt und gehoben werden. In der füdwestlichen End Bieh wurde verschüttet Im Neuenburner Jura und im Waadtstation Hütteldorf- hading und in der nordwestlichen Heiligenstadt länder Jura erreichte die Schneehöhe 2,50 Meier. $ Gewerkschaftsbewegung Kampfbedingungen. Das geschichtliche Werden gleicht dem Wellenschlag des Meeres. Dem triumphierenden Aufschäumen zum blinkenden Wellenfamm folgt das hinabgleiten, das aber nur der Anlauf zu neuem Aufschwung ist. Belle auf Belle zerrinnt und erhebt sich immer wieder in ewiger Bewegung. am 22. Dezember im Reichsarbeitsministerium ftattfanden, aber refultatios verliefen. Wirtschaft Auf verschiedene Vermittlungsversuche des Borsigenden, Ober. regierungsrats Dr., Mewes, erklärten sich schließlich die Brinzipale Ein Weg zu besserer und billigerer Brotversorgung. bereit, auf die grundsägliche Fesilegung der 48stündigen Arbeitzeit einzugehen unter der Bedingung, tas auf die Dauer Die staatlich anerkannte Konsumententammer in eines Jahres täglich eine leberstunde ohne Auf. Hamburg hat an das Reichsministerium für Ernährung und Band. Ihlag geleistet wird und unter der weiteren Bebingung, daß die wirtschaft eine Eingabe gerichtet, mit ber eine bessere und bil. im Schiedssprud) für die Lehrlinge festgesetzten Entlohnungs- und Ligere Brotherstellung angestrebt wird. Es wird mit Urlaubsbestimmungen in Begfall tommen. Das wäre nicht nur Rüdficht auf die unnatürlich hohen Preise des Brotes, entstanden Die lezten Monate waren für die Arbeiterbewegung, bie Beibehaltung des ffardalösen Schiedsspruches, sondern darüber durch die Berechnungen der wirtschaftlich unrationellen insbesondere aber für die Gewerkschaftsbewegung, vergleich hinaus noch eine Berschlechterung. Schließlich zeigte sich auch noch Kleinbetriebe im Bädereigewerbe, darum ersucht, die lei. bar dem Zurückfluten des Meeres. Schlag auf Schlag fausten Bereitwilligkeit, auf zentrale Regelung der Lohnfrage unter der stungsfähigen Bäckerei großbetriebe wieder voll arbeitsfähig zu die zerstörenden Wirkungen der Geldentwertung und der von dieser wesentlich erzeugten Wirtschaftskrise auf die deutsche Vorauslegung einzugehen, daß das Orisklaffenverzeichnis einer Re- machen. Dadurch würden die Brotpreise sich wieder nach den Be Arbeiterschaft hernieder. Die Arbeiterorganisationen, als Ge- vision unterzogen und außerdem für einige Kreise Abschläge zu trieben richten, die am rationellsten zu wirtschaften verstehen und famtvertretung der Lohnarbeiterschaft, mußten in ebenso star gelanden würden. Im Streitfall follte nach dem Borschlage des fo bie Berbraucher auch wieder zu besserem und billigerem Brot tem Ausmaße wie die Arbeiter als einzelne unter der Geld Borsitzenden ein vom Reichsarbeitsministerium einzusehender Schlich fommen. entwertung und der Wirtschaftskrise leiben. In wachsendem tungsausschuß entscheiden. Der Etunderlohn sollte bestehen bleiben, Maße entfernten fich die Löhne von den Breisen, und da die besgleichen tie im Schiedsspruch vorgefchene Regelung der Feier Beiträge ben Löhnen angepaßt, aber erst nach der Lohn- tags- und Urlaubsfrage; die Kündigung sollte einheitlich auf eine zahlung entrichtet werden und mit oft nicht unerheblicher Ber Woche bemeffen werden und nur am Bahltage ausgesprochen werden pätung einliefen, befamen die Gewerkschaften, wie alle Ein- fönnen. Tie Cehilfenvertretung erklärte sich aber außerstande, unter richtungen der Arbeiterschaft, die verheerenden Folgen der solchen Bedingungen den Schiedsspruch anzuerkennen. Die Ber Geldentwertung besonders schwer zu fühlen. handlungen murben bemgemäß abgebrochen. Dazu famen Arbeitslosigteit und Rurz arbeit Benn der Arbeitslose oder der Kurzarbeiter eine wenn auch unzureichende Unterfügung bekommt, für die Ar beiterorganisationen bedeuten Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit verringerte Einnahmen und erhöhte Ausgaben. Dieses ous voltswirtschaftlichen Gründen anzustre bende Riel ist, wie die Eingabe begründend erklärt, mit der Wie dereinführung der durchgehenden Betriebszeit in den Großbäckereien zu erreichen. Dazu ist das im Striege erlassene Berbot der Nadi arbeit für die durchgefend in drei Schichten arbeitenden Bäderei Großbetriebe aufzuheben. Ein billigeres Brot fann auf diese unter voller Aus. Weise deshalb hergestellt werden, meil nugung aller modernen technischen und hygieni Es ist zweifelios, daß der Reichsarbeitsminister die Verbindlich. Ichen Einrichtungen der Bädereigrrßbetriebe, wie viele Ronfum enossenschaften solche besitzen, bis dreimal fopiel Mehl je teitserklärung nicht aussprechen tann. Ueber Modalitäten Bädergeselle und Woche verarbeitet werben fann, wie jest der Preisder Lohn- und Arbeitsbedingungen fann ein Schiebsspruch entberechnung des Brotes zurrunde gelegt wird; hinzu fommt eine be scheiden. Er fann für allgemein verbindlich erklärt mer deutende Ersparung an Brennmeter al burd) Bermeidung der Er ben, auch wenn er nicht einstimmig gefällt wurde. Es ist faltung und Miederanheizung der Defen. Weiterhin wirkt der durch Zu der finanziellen Wirkung der Wirtschaftskrise gefellt aber ganz ausgefchloffen, taß in einer grundsätlichen Frage, wie gehende Dreifchichtenbetrieb rerbificend, weil notwendige Abschlußfich eine der Schärfe der Krise entsprechende geringere ber Achtfitur.dentag, einfach durch Echicds'pruch, d. h. mit den urb Borarbeiten beim nur 3weischichtenfpitem beim durchgehenden Stoßtraft der Organisationen. Es ist eine sehr alte Er Stimmen der Unternehmer allein, gegen die Arbeiter. Betrieb fortfallen. Dadurch wird auch ein befferes Brot erzielt, fahrung, die jeder schon erprobt hat, daß die Unternehmer bei schaft eine Entscheidung gefällt wird. Einen berartigen Schiedsspruch weil die Handhabung der Gärung beffer fein und übersäuertes ne einem Zurüdgehen des Beschäftigungsgrades ihre Ansprüche für allgemeinverbindlich erffären, b. h. ihm Gefeßes, fundheitsschädliches Erot leichter vermieden werden fonn. Die Er nährungswissenschaft hat das schon früher ausführlich und über gegenüber den Arbeitern und Angestellten höher schrauben, traft verleihen, würde bebeuten, daß bie Unternehmer es i derzeit zeugend barge'en. Sozialpolitische Bedenken fönren bei dem Er. während diese die ihren zurückschrauben müssen. Das trifft in der Hand hätten, das Barlament in allen Fragen ber Sozial fuchen nicht in B- tradt femmen, da ja in vielen Industrien mehr oder auch auf die Gesamtvertretung der Arbeiterschaft zu. Wenn gefeßgebung auszufdalien. Tas ist natürlich ausgefchloffen. Die weni- er notwendine Nachtarbeit geleistet wird, die Großbödere en drei Biertel der Arbeiter ganz oder teilweise arbeitslos find, Tatsache jedoch, daß mit den Stimmen der Unternehmer allein, unter aber jeden Arbeitnehmer nur elle drei Wochen einmal zur Nachtfönnen die Gemerfschaften nicht die Arbeitsbedingungen ver. Beihilfe der vom Reichsarbeitsminifer gefiellten Unparteiischen, cin arbeit Feran ieten wellen. Dazu ist jedoch die Aufhebung des beffern. Dieselbe Wirkung macht sich auch fozial und politisch folcher Schicbsspruch überhaupt gefällt werden tonnte, ist ein erwähnten Berbots erforderlich, um bie bas Reichsernährungsmini sterium zum beften der Btsernährung erfucht wird. geltend. In einer solchen Periode sind die Unternehmer be Standal. fonders angriffsluftig. Sie wünschen nichts sehnlicher als große Kämpfe. Wenn von den vorwärtsdrängenden Ele menten der Arbeiterschaft gegenwärtig der Partei und den Der Deutsche Hanbelsbienst verbreitet die Nachricht, Gewerkschaften zum Vorwurf gemacht wird, sie hätten ihren daß am 22. Dezember ein vom Reichsarbeitsministerium eingefehter Rampfcharakter verioren, so fann man wohl fagen, daß die Schlichtungsnisschuß für ben mitteldeutschen Braunkohlenbergbau foziale und politische Reaktion im Grunde der gleichen Ansicht einen Schiedsspruch gefällt habe, wonach vom 1. Januar ab die ift. Sie wünscht jetzt nichts sehnlicher als den Kampf auf Arbeitszeit im mitteldeutschen Braunkohlenbergbau unter Lage breiter Grundlage. auf 8 Stunden, ausschließlich Ein- und Ausfahrt und Barfen, in den Reinrevieren und auf 8% Stunden in den Randrevicren festgesetzt worden sei. Diese Nachricht ist von A bis 3 erfunden. lieber die resultatlos verlaufenen Berhandlungen haben wir in der Sonn tagsnummer berichtet. Zu einem Schiedsspruch ist es in diesen Berhantlungen überhaupt nicht gekommen. Man hat ben Cindrud, daß es sich bei dieser Nachricht um ein Börsenmanöver hardelt. Hat man aber jemals einem militärischen Befehlshaber den Vorwurf der Unfähigkeit gemacht, meil er einem über legenen Feinde gegenüber einer Schlacht auswich und einen geordneten Rüdzug antrat? Die große Ueberlegenheit eines Strategen zeigt ich gerade im tattischen Geschic, einer sicheren Niederlage ausweichen zu tönnen, die feindlichen Kräfte zu spalten und die eigenen zu sammeln, um im geeigneten Augenblid und am geeigneten Ort wieder zum Angriff über. zugehen. Während der letzten Wochen und Monate die von den Scharfmachern immer wieder angebotene Schlacht an nehmen, würde in Wirklichkeit bedeutet haben, die Arbeiterschaft hineinführen in eine vernichtende Niederlage. In diesem Augenblid find wir über den tiefften Buntt ber Wirtschaftstrife wahrscheinlich schon hinweg, wenn auch Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit noch müten, wenn sich auch Die politische Reaktion noch breit macht. Wie mir fcheinbar immer tiefer in Nacht und Kälte versinken, während unsere nördliche Erdhälfte sich wieder der Sonne zu nähern anschidt. Ein Börsenmanöver? Das neue Jahrbuch des JGB. In einigen Bechen wird der JGB. eine wichtige Bublifation herausgeben:„ Das Statistische Jahrbuch 1923 24". Mit diesem Buch, bas einen Umfang von ungefähr 200 Seiten haben wird, soll ein ameifaches Biel verfolgt merben: 1. Beschaffung der Namen und Adressen aller bem 3GB. und ben internationalen Berufssekretariaten angeschlossenen Organi fationen. 2. Beschaffung statistischer Angaben über das Bachstum und die Entwidlung der wichtigsten Gemertschaftsorganisationen der Beft unter Berüdfichtigung ihrer Zahlen an weiblichen Dit gliedern und des Verhältnisses diefer Ziffern zu denjenigen der männlichen Mitglieder. ben In der gleichen brin- lichen wie bedeutiomen Sache hat ouch die Hamburger Konfumenoffenschaft. Brobuftion" an bortiren Senet ein Gutachten rerichtet, bem fich die Handelstammer auf Anfrage der Tenutation für Senbel, Echiffahrt unh Gewerbe volfinhatich angeschloffen hat in diefem Gutachten wird darauf hin- ewiefen. daß ienes Kriegsverbot, das die Einschränkung bes Weißnebäds bezweckte und dann durch, eine Berordnung zum Ge fek gemacht murte, heute zum Schaben der technisch aufs befte eingerichteten Großbetriebe im Bädereiremerte besteht. Die Sam burner Broduktion", diefe großertire beut dhe Ronfumgenoffenfchaft, darf mit veller Berechticuna berartine eftftellungen machen, horn thre mehr els humbert'aufend Mita ieder erfahren dent ich den Schaden der unfinninen Behinderung ihrer technisch bestens eingerichteten genoffenfchaftlichen Grokbäderri. Go erreht es aber rief- n unferer G- noffenfchaften. Rahfenmäßi, un miherruflich meist die Broduktion" die vielen Borteile eines tech nisch auseenten Eigenbetriebs nech: Billiceres rnb tefferes Brot ift in iedem Falle das Erebnis. Und has will für alle Rerbronuher, für die gnoffenfcheft'ich oreeniferten zuerft, riel heißen. Darum foll man durch Aufhebung des Berbets höchfter Leistun der Bäckereigroßbetriebe den Konsumenten auch auf diese Weise helfen. Bir verkennen durchaus nicht die schweren gemerfschaftlichen Bebenfen, die geren die Aufhebung des Nacktbadrerbotes in den B dereigroßbetrieben forechen. Man befürchtet die Rückkehr jener Beit, wo bie Bider Tag und Nacht beschäftigt wurden. Das ist aber ausgefchloffen, wenn die Aufhebung des Berbotes auf Großbetriebe beschränkt bleibt, wie es bie Berbraucherorganisationen fore Die ersten Anzeichen des fommenden Aufstiegs machen bern. Daß das Brot mit einer derartigen Maßnahme mesent ich fich bereits bemerkbar. Eine neue soziale Belle hebt an. Das verbilligt werden fann, geht aus der Tatsache hervor, daß in diefrm miffen die Scharfmacher im Unternehmerlager. Sie fennen Da für fast alle Organisationen die Mitglieberzahlen per 31. De Bunfte ein Teil der l'nternehmer, nämlich die Bertreter der Kleinjehr genau ihre eigenen Schwächen. Sie fennen den Gegen ember 1922 angegeben werden, fann das neue Jahrbuch auf größere betriete, cegen die Aufhebung des Berbots find. Da aber gerade fag zwischen Schwer und Fertigindustrie, der faum noch zu Bollständigkeit Anspruch erheben als die lehte Ausgabe. im Interesse der Aermiten es jetzt darauf antommt, den Brot überbrüden ist. Sie wollen die ihnen noch günstige Periode Es werden barin auch zum erstenmal eine ganze Anzahl Ta preis fo wait als nur möglich zu senten, muß ein Weg gefunden ausnutzen, um diesen Gegensaß auf Kosten der Arbeiterschaft bellen über die Finanzlage der bem 3GB. angeschloffenen Drenis werben, auf dem das möglich ist. Aus diesem Grunde ist zu verauszugleichen. Seit die Spekulation auf die Martentwertung fationen und ber diesen Verbänden angegliederten Gewerkschaften fancen, deß die gewerkschaftlich organisierten Bäder mit den Ge nichts mehr einbringt, fucht man andere Brofitmöglichkeiten. in ben Jahren 1919, 1920 unb 1921 gegeben. Diese tönnen normalerweise nur in der Produktion Es handelt sich bemnadh um ein Wert, bas sich jebe Organinoffenschaften zusammenarbeiten, um ein gedeihliches und liegen. Gesteigerte Produktion sest voraus gesteigerte Kon- fation und alle diejenigen anschaffen sollten, die sich für das soziale Streifen bienliches Ergebnis zu erzielen. fumfähigkeit der Maffen. Diese aber ist unvereinbar mit Beben der Jehtzeit intereffieren. Das bentsch- effnische vorläufige Wirtschaftsabkommen von Lohnbrud und Arbeitslosigkeit. Gesteigerte Produktion befe'ne Bublifationen vertreibenden Buchhandlungen oder bei ber Das Jahrbuch fann in den verschiebenen Ländern bei allen 27. Juni 1923 ist im astnischen Parlament endgültig angenommen beutet aber gesteigerten Einfluß der Arbeiter fchaft, vorausgelegt, diese ist sich ihrer Mittel und Ziele be Berlagsabteilung des JGB., Bondelstraat, Amsterdam, bireft bemußt, vorausgefekt, fe ift entschlossen und geschlossen. Die Borauslegung diefer unerläßlichen Geschlossenheit und Entschloffenheit ist jedoch die Einsicht in unsere Kampfbedingungen. Benn die wirtschaftliche Kurve a bwärts geht, bann muß gebremst werden, soll der Wagen nicht auf abschüssiger Bahn zerschellen. Wenn ringsum gegen die Er rungenschaften der Arbeiterschaft Sturm gelaufen wird, dann heißt es mehr als je, treu zur Fahne zu stehen. Die Aufgabe der Stunde ist die Sammlung der antelmütigen. Wir werden die Folgen der Birtfchaftstrife um so schneller überwinden, die Erfolge der reaktionären Wirtschaftspolitiker um so mehr eindämmen, je stärker und gefchloffener die Arbeiterorganisationen die Krije überminben. Der Wiederaufstieg der Wirtschaftskurve wird nur in tem Maße ein Wiederausstieg der Arbeiterklasse sein, in bem bie Arbeiterklasse selbst gerüstet und gewappnet ist. Der Schiedsspruch im Buchdruckgewerbe. Der unmögliche Schiedsspruch im Buchdrucg werbe, der so nebenbei das Edhiedsverfahren an Etclle der Gefeßgebung über die Regelung der Arbeitszeit zu sehen versucht, soll befanntlich auf Antrag ber Unternehmer für allgemeinverbindlich erklärt werden. Darüber fliegen selbst dem Reichsarbeitsminister allerlei Bebenten auf. Er lub deshalb die Barteien zu neuen Berhandlungen ein, die Willst Du Deinem Mann was kaufcn, mußt zu Hosen- Anders laufen. Berufskleidung Strickwesten Trikotagen Socken Taschent cher A. Anders, Beusselstr. 25 in u nach Berlin Berlin nach auswärts zogen werben. worden. Sport. aller Das spanische Direktorium und die Gewerkschaftten. Sufchte und Kohl Sieger im Stundenmannschaftsfahren. Um zweiten Bis jetzt hat das foenische Direktorium wie alle früheren Re- Feiertag batten sich die Berufsfahrer die Mobebabn Am Kaifer gierun en ben beim 3GB. angeschlossenen Spanischen Gewert.bam m refervert. Fm Ausscheidungsrennen fieat Sabn nad scharfert ihaftsbund als die Bertretung der spanischen Arbeiterklasse Endfburt über Rewano und Schrage. Das 30 Runden Brämienfahren betrachtet. Der Arbeiterbelegierte der Internationalen Arbeiter mu be nur in lauem Tembo gefahren. Raujofat fiegte vor Radomski und Dabnle. Alle drei Fabrer batten an den Prämien einen Löwenanteil. fenferenz wurde benn auch von der Union General de Trabajadores 3n dem 5 Borläufen des Hauptfahrens wurde icharf gefämpft. Im Endbezeichnet. Tauf fam Lemanom um sein en Sieg insofern, als er zum spurt eine Runde zu früb antrat. Cabn fiente lurz vor Wittig und Seldom endete als britter. Der Eleg im Beiähigungslauf war aukler nicht zu nehmen. Nach 81 Runden fiegte die Mannschaft Stoch Stroll Räplis Riemannüber Gleisborf Dolrad Michael Nagel Tezlaff. Der Sieg im Stundenmannschaftsrennen war der Mannschaft Huichle- Stohl nicht zu nehmen. 15 Paare starteten an diefem Rennen. Huschle fonnte vierm. I als eriter burchs Biel gehen. Das Tempo war durchweg scharf, nach Schluß der Stunde waren 40230 stilometer gefahren. Rürzlich erhielt nun diese Organisation vom Direktorium die Einladung, einen Vertreter in eine Kommission zur Prüfung und Aus dem Borbereitung von Handelsübereinkommen zu wählen. frag'ichen Beschluß war zu ersehen, daß auch der Katholische Gewerf. fchaftsbund eine gleich autende Einladung erhalten hatte. Da der Borstand des Spanischen Gemerffchaftsbundes der Anſicht ist, daß die katholischen Gewerkschaften nicht als die Interessen ber Arbeiter vertretende bona fide- Organisationen betrachtet werden fönnen, sondern von der Kirche und den Unternehmern a b. hängig sind und die Attionen der Arbeiterfiaffe immer erschwert haben, hielt er es für angebracht. von seinem Recht zur Anweisung eines Bertreters feinen Gebrauch zu machen. Der Spanisch Gewertschaftsbund hält es nicht mit feiner Würde vereinbar, mit diesen sogenannten Bertretern der Arbeiterbewegung zusammenzuarbeiten. Targewerkstund, Fachgruppe Stud. unb Gipsban. Die bekanntgegebene Mitalleberveriammlung, die am Freitag, den 28 Dez, ftattfinden foute, fällt umstände halber aus Die nächste Berfammlung findet im Januar statt und wiro ben mit g'irdern frühzeitig bekanntgegeben werden. Wohnungstausch wie von wer M. Großam schnellsten durch eine Anzeige im Berfiner Wohnungsanzeiger als einzige Spezialzeitung für möblierte Zimmer, Wohnuncen u. Tauschwohnungen Unter der Rubrik ,, Möblierte Zimmer zu vermieten" werden Meldungen von Vermietern kostenlos veröffentlicht Verbund mit d„ Gr- Berliner Wohnungsanzeizer ist der Anzeiger für Grundstücks- und Geschäftsverkäufe Bei allen Zeitunes ändler und kiosken zu haben. Verlag und Hauptanzei enannahme Zeitungszentrale( ZZ.) Aktiengesellschaft Jerusalemer Str. 5/6: Fernsprecher: Dönhoff 8310-3312 PRAURINGE in jed. Größe u Qualität stets vorrät, nur bill Preisberechn. Lichtenberg, Frankf. Allee 202 Nähe Bahnh. Lichter b. Friedrichst Teleph. 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Soch Kroll 14 Punkte. $ Berantwortlich für Bolitit: Ernst Renter: Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: 3. Efeiner; Feuilleton: Dr. John Echitowski: Lofales und Conftiges: Frig Karstäbt; Anzeigen: Th. Olode: fämtlich in Berlin, Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S. Beriin. Drud: Borwärts- Buchbruceret Berlagsanstalt Baul Singer u. Co. Berlin SB. 68. Lindenstraße 8. und Die Geschichte der Gräfin Firmione von Alfons Petzold und andere ernfte und luftige Erzählungen, ferner intereffante geschichtliche, wirtschafts- technische, naturw.ffenfchaftliche, politische u. a. Auffätze und Schilderungen bringt der mit Tiefdruckilluftrationen reichhaltig gefchmückte Haus- und Familienkalender des werktätigen Volkes Vorwärts- Almanach für das Jahr 1924 Preis 40 Pfennig Buchhandlung J. H. W. Dietz Nachfolger, G. m. b. H. ( vormals Buchhandlung Vorwärts), SW 68, Lindenftr. 2, Laden