Nr.141.Jahrgang Ausgabe A nr. 1 Bezugspreis: Bom 30. Dezbr. 1925 bis 5. Janume 1924 1 Billion oder 1 Goldmart vot aus zahlbar. Unter Kreuzband vont 30. Desbr. 1923 bis 5. Januar 1924 für Deutschland, Danzig, Saar- 11. Memels gebiet, Defterreich, Litauen, ngent burg 1,35 Goldmart, für das fibrige Ausland 1,60 Goldmart. Kreuzband jenbungen nur gegen wertbeständige Zahlung. Postbezugspreis freibleibend. Der ,, Borwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und geit" u. Giedlung und Kleingarten", fowie der Inter haltungsbeilage Heimwelt" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Maerenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 130 Milliarden Anzeigenpreise: Die einfpaltige Ronparet geile 0,70 Goldmart, Nettame 8.50 Goldmart. Kleine Mucions bas fettgebrudte Mort 0,20685 mart( zuläffig gwel fettgebruitte Borte), jebes weitere t 0.10 Goldmart. Stellenasfuche bea erfte Wort 0,10 Gofbmert, tebra meitere Wort 0:05 Golbreast. Borte über 15 Budtoben hie für zwei Worte. Familienanzeigen für Abonnenten Reile 0.30 Goldmark Eine Golbmart- ein Doflat getett burch 4,20. Anzeigen für die nächste Summe müffen bis 4½ Uhr nadadtings, thi Sauptgeschäft, Berlin SW 8, Linbe Braße 3, abgegeben werben. Geöffnet von 9 Uhr früb bis 5 Uhr nadm Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SM 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Revaltion: Dinhoff 292-295 Verlag: Donboff 2506-2507 Dienstag, den 1. Januar 1924 Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Postschecktonto: Berlin 375 36- Banttonto: Direktion ber Diskonto- Gesellschaft, Depofitentasje Lindenstraße Wahljahr 1924. Wähler und Wählerinnen! Sozialdemokraten! Entscheidungsschwer naht das Jahr! Benige Monate, vielleicht| Metallarbeiterverband, 60 Proz. der Textilarbeiter und gar 75 Broz. nur einige Wochen, und in den Reichstagswahlen werdet der Schuharbeiterverband als Kurzarbeiter. Bon den 15 Millionen Ihr über die Politit der Zukunft zu bestimmen haben. erwerbstätiger Arbeiter und Angestellten mußte etwa ein Drittel Früher noch werden in mehreren Einzelstaaten die Wahlen über Unterstüßung in Anspruch nehmen. Zugleich reduzierte die Geld. den sozialdemokratischen Einfluß auf Berwaltung und Politik der entwertung Löhne und Unterstügung auf Säße, nicht hinreichend, Länder entscheiden. Zurüddrängung der Sozialdemokratie, Aus- um mit dem Wochenlohn ein Pfund Margarine zu kaufen. schaltung ihres Einflusses ist die Parole der Realtion. In Thü Es ist diese schwere frise und nicht die eine oder die andere ringen haben sich alle bürgerlichen Barteien 3utaffifche Maßnahme, die die politischen Ereignisse der letzten Zeit fammengeschlossen, um die Wiederkehr einer sozialistischen erklärt. Sie Regierung zu hindern. In Sachfen verfolgen fie dasselbe Ziel, in beiden Ländern unterstügt durch die Spaltungsarbeit und Ratastrophenpolitik der Kommunisten. Bon den Reichstagswahlen aber erhofft die Reaktion die Krönung ihres Werfes. Um Großes geht der Kampf! Im alten Syfte.n stand eine starre Regierungsgewalt dem ohnmächtigen Parlament gegenüber. In der Republik bestimmt der Reichstag, bestimmen die Landtage die Zusammenlegung der Regierungen. Die Wahlen entschelden unmittelbar die polisit, das Volt regiert sich selbst, von seiner Einsicht, von seinem politischen Bewußtfein hängt sein Schidjal ab. Furchtbar hart und grausam laften die Zeiten auf Euch, Arbeiter, Unrestellte und Beamte! Je schwerer aber der ökonomische Druck, Sesto wichtiger wird Euer politischer Widerstand! Der Krieg und die Friedensschlüsse, die den Krieg mit anderen Mitteln fortgeführt haben, haben mit riesiger Zerstörung von Produktionskräften, mit der Vernichtung der Konsumfähigkeit Mittelund Osteuropas, mit ungeheuren Vermögensübertragungen und der Zerrüttung der Weltwirtschaft geendet. Das stets durch Krisen gestörte Bleichgewicht der tapitalistischen Produktion ist in schmere, langdauernde Unordnung geraten. In bisher unerhörtem Maße wurde die Produktion brachgelegt und Arbeitskräfte freigefeßt, zur felben Zeit, da die Wiedergut machung der Kriegsverwüstungen die höchste Anspannung der Produktion erfordert hätte. Für Deutschland bedeutete die Offupation der Ruhr die Zerschneidung feines Wirtschaftsgebietes, die Abtrennung von dem wichtigsten Rohstoff- und Industriegebiet, die Stillegung seines wichtigsten und ertragreichsten Eisenbahnnehes. Eine furchtbare krije mußte die Folge der franzöfifchen Annegionspolifit fein. Solange der passive Biderstand dauerte, trug das Reich die Kosten. Biel zu lange feßte die bürgerliche Regierung Cuno trotz der Warnungen der Sozialdemokratie den Widerstand fort. Sie verschüttete die anfangs vorerschütterte die ökonomische Widerstandskraft der Arbeiterklasse und schwächte damit ihren politischen Einfluß. Denn der parlamentarische Einfluß ist nur die Widerspiegelung der realen sozialen Machtverhältnisse der Klaffen außerhalb des Barlaments. Die Krife aber bedeutet eine momentane Machtverschiebung zuungunsten der Arbeiterschaft. ben. Dazu kommt, daß durch die geplante Steigerung der Dohnungsmieten auf Friedenshöhe eine außerordentliche Belastung berd breiten Massen droht, die neben der Arbeiterschaft auch ben Mittelstand auf das härteste treffen wird. Inerbittliche Oppofition. der Sozialdemokratie muß erst rech das Bestreben der kapitalistischen Schichten hervorrufen, die Beit der Krise zur Zerstörung der sozialpolitischen Errungenschaften der Arbeiterschaft auszubeuten und die Berlängerung der Arbeit rücksichtslos durchzusehen, während Millionen feine Arbeit finben fönnen, Mit der fozialpolitijchen Reaktion geht die politische Hand in Hand. Der Ausnahmezustand, der als Abwehrmaßnahme gen Rahr- Bayern ins Leben trat, ist ausschließlich als Waffe gegen bi Arbeiterklasse angewandt worden. Mit feiner Dauer steigert sich die Gefahr der Militärdiktatur, wachsen an Zahl und Bedeutung die Mit großer Bucht gingen jetzt die großfapitalistischen und groß Eingriffe der Generale in die Zivilverwaltung, wird die verfassungs agrarischen Kreise zum Angriff. über. Eben noch hatte alles die mäßige Freiheit und Gelbstbestimmung des deutschen Bolkes felb Opferfähigkeit und die Hingabe der Arbeiter, Angestellten und Bemäßige Freiheit und Selbstbestimmung des deutschen Boltes felbl zur Ausnahme. Der Beseitigung des Ausnahmezustandes widers amten gepriesen, die die Stüben des Abwehrkampfes gewesen, an ftreben die bürgerlichen Barteien und die Reichsregierung. br deren Reichstreue alle Lockungen abgeprallt waren. Jetzt follten Weigerung bedeutet eine ernste Berschärfung der politisch- parlamen fie die Opfer jener Cuno- Bolik werden, deren Hauptträger Deutsch barischen Situation, deren Ergebnis die Auflösung des Rei nationale und Deutsche Bolkspartei gewesen waren. Schwerindustrie tags, die Befragung der Wähler sein wird. und Agrariertum gingen jetzt aufs Ganze: Abbau der Löhne, Berlängerung der Arbeitszeit, Beseitigung der Demobilmachungsvorschriften, äußerste Einschränkung jeder Sozialpolitit, Beseitigung der sozialdemokratichen Minifter, gewaltsame Niederhaltung der Arbeitermassen, Preisgabe von Rhein und Ruhr, Beseitigung des Parlaments und Dittatur das waren die Parolen! Die Deutsche Boltspartei, unterstügt von den Deutschnationalen und einem Teil des Zentrums, war das politische Werkzeug des tapitalistisch agrarischen Borstoßes. Er erschütterte zuerst und sprengte schließlich die Roalitionsregierung Stresemann. Nicht an der Bolkspartei, sondern nur an den maßlofen Forderungen der Deutfájnationalen hat es gelegen, daß diese Feinde der Republik und der Demokratie, die Befürworter der Gewaltdiktatur, die Organijatoren der illegalen Berbände und des Bürgerkrieges, die intellettuellen Mitschuldigen der tonterrevoulfionären Morde, nicht Teilhaber der Regierungsmacht im Reiche und in Preußen wurden! Aber auch ohne parteimäßig abgestempelte Deutschnationale stellt die sozialistenreine, bürgerliche Regierung Marg eine Bedrohung für die arbeitenden Maffen Auf den Wahlkampf gilt es deshalb unsere Organisationen, die, Arbelt der Partei ein zustellen! Früher als sonst müffen diesmal die Vorbereitungen be ginnen. Geldentwertung und Krise haben die Zahl der Befer unferer Barteipreffe, zum Teil die Mitglieder unserer Organisationen pers mindert. Durch intensivere Arbeit, durch emfigere mündliche al tation, besonders auch in den ländlichen Streifen, muß diefer Rad beil wettgemacht werden. Jene Kleinarbeit, die eben in Desterre und in England den Sieg gebracht hat, muß auch von uns me größtem Eifer gepflegt werden. Zugleich müssen für die Presse neue Leser, für die Organisation neue Mitglieder gewonnen werden. Mit Genugtuung fönnen wir darauf verweisen, daß die letzten Wochen mit ihren stabileren Geldverhältnissen in vielen Teilen des Reiches unsere Organisation an Einnahmen un Mitgliederzahl, unsere Bresse an Abonnenten gestärkt haben. handene Möglichkeit, zu außenpolitischen Verhandlungen zu gelangen. bar; denn sie ist eine Regierung, die nur allzu start in die Ab- tische Dittatur errichten. Sie wollen die Laften des lleben Sie unterließ jede energische Finanzpolitif. Auf Euch, Arbeiter, Angestellte und Beamte, wurden durch die verderbliche Inflation die Kosten abgewälzt, auf Euch, die Ihr im befetten Gebiet die Hauptträger des Widerstandes gewesen seid! Der Verlust einer halben Milliarde Reichsbankgold, das Anwachfen der schwebenden Schuld auf 192 Trillionen Papiermart, die Maffenverelendung infolge der Währungszerrüffung, das ist die Bilanz der bürgerlichen, von den Deutschnationalen unterstützten Regierung Cuno! Die Politik des passiven Widerstandes mußte liquidiert werden. Die bürgerlichen Mittelparteien allein erklärten sich dazu außerstande, sie forderten die Mitwirkung der Sozialdemokratie. Um dem politischen und wirtschaftlichen Elend Einhalt zu tun, um eine energijche Finanzpolitik durchzufezen, entschloß sich die Sozialdemokratie, die mitverantwortung zu übernehmen. Der passive Widerstand wurde beendet, eine Währungs- und Finanzreform in Angriff genommen. Aber der Starrfinn des franzöfifchen Ministerpräsidenten verhinderte jede Verhandlung über die Wiederherstellung des Wirtschaftslebens im befehlen Gebiet. Er steiger'e das wirtschaftliche Chaos und die politische Erregung. Mit furchtbarer Wucht brach die Krise über die arbeitenden Massen herein. Zwei Millionen Arbeiter wurden im besetzten Gebiet arbeitslos, gegen 1½ millionen im unbesetzten, zu denen die gleiche Zahl von Kurzarbeitern fam. 58 Prozent feiner Mitglieder zählte der hängigkeit von den großlapitalistischen Interessen geraten ist. Diefe Hoffnung muß zufchanden werden! Die Gegner werden diesmal ihre ganze Finanz- und schaftskraft einsetzen. Sie gehen aufs Ganze. Gle fordernobie Alleinherrschaft zuriid, die sie vor dem Kriege ausgeütt haben. Sie wollen aufs neue thre wirtschaftliche und poli ganges, bie Laften des Ausgleichs mit der Entente auf die breiten Maffen abwälzen. Niedrige Löhne, lange Arbeitszett, Herrenmedit Die Sozialdemokratie hat Don jeher die Inflation in der Fabrit, auf dem Gutshof, im Staate is ihr Programm. Gie bekämpft, fie ist mit äußerster Energie für eine energische erhoffen feine Berwirklichung, wenn in den Wahlen die Arbeiterk Finanzpolitit eingetreten. Biel zu spät haben die bürgerlichen Bar fchaft, zermürbt durch das Elend des Krieges und der Nachkriegs teien, die jahrelang einen Blod der Steuerverweigerer gebildet haben, zeit, entmuligt durch die Krise sich politisch zurückdrängen fäßt, men diefe Notwendigkeiten erkannt. Erst als die fortschreitende Zerbie Sozialdemokratie geschwächt wird. rüttung auch die fapitalistischen Privatwirtschaf ten bedrohte, haben sie eingelenft. Jeht wendet sich die ganze Energie der bürgerlichen Regierung in erster Linie gegen die breiten nicht auf Hungerföhne und Ueberarbeit basierter Export wird be Maffen. Rücksichtslos vollzieht sie die Entlassung der Angestellten und den Abbau der Beamten ohne irgendeine Garantie gegen reaktionäre Willkür. Sie werden zur Zeit der schwersten Strise auf die Straße gesetzt. Die Löhne und Gehälter der Staatsarbelter und Beamten werden zum Tell unter das Eristeriz. minimum gedrückt, die sozialen Unterstügungen auf einen Bettel reduziert. Die neuen Steuerordnungen bringen eine Herauffezung aller bisherigen Berbrauchsabgaben auf Friedenshöhe in Gold die Erhöhung der Umfassteuer auf 2½ Broz. In einer Zeit, wo infolge der Praxis der Berbände und der Erschwerung der auswärtigen Konkurrenz die deutschen Preise über Weltmarktshöhe sind, müssen die Konjumenten für alle Waren, die sie faufen, 10 bis 15 Broz. des Preises als Steuer zahlen. Dagegen sind Landabgabe und Befriebssteuer zwei Monate vor ihrem Ablauf bereits beseitigt, find die Säge der Erbschaftssteuer ermäßigt worden, während die Einfommen- und Bermögenssteuer in ihren Erträgen schon wegen der Unsicherheit der Bewertung diese Ausfälle nicht kompensieren werKrife überwinden, sondern Erweiterung des inneren Marites burch Steigerung der Kauffraft der breiten Tassen unb Derbesserte Technik und Organisation, wozu der Acht st un bentag 3mingt! nicht zurüld in wirtschaftliche und politische Untertanenfchaft, sondern vorwärts zu freier Selbstregierung in der demolin fischen Republik, vorwärts zur Sicherung und Erweiterung des Mitbestimmungsrechts in den Betrieben und den Kontors, Für reaktionäre Diftatur und somit Reaktion oder für die Repue blif, für den Aufstieg der arbeitenden Klassen, fo fit bei den Wahlen die Entscheidung gestellt. Deshalb, Barteigenossen und Genoffinmen, an die Arbeit mit ganzer Straft und sozialistischer Zuversichtlichkeit! Gorgt dafür, daß nach dem österreichischen und englischen der deutsche Wahltag zu einem Ehrentag der internttionalen Arbeiterbewegung werte! Der Vorstand der Bereinigten Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Zum Jahresanfang. Bon Theodor Leipart märe zwedlos, leugnen zu wollen, daß die Gewer t. Ichaften mun auch in Deutsc and sehr hart in die Verteidigurgestellung gedrängt worden sind. In den übrigen Ländern Europas war dieser Zustand ängst eingetreten. In einigen Ländern, wie Italien, tann so gar von einer Berteidigungstelusta, gar nicht mehr gefprod en merden, weil die Reaktion fajon lange vollständig gesiegt hat. führen und Besserung schaffen, auch wenn oder gerade meil, liegen, daß die vorgesehenen Ausnahmen nicht etwa zur Regel die Behörden und die politischen Parteien, die Regierung und werden. der Reichstag es troß aller Bemühungen nicht vermochten. # Hier wird fich für die Betriebsräte in nächster Zeit eine gute Gelegenheit bieten, ihre Tüchtigkeit zu erweisen. Sie werden vielfach in die Gefahr fominen, von den Unternehmern zu Sonderabmachungen an Stelle von Tarifverträgen mißbraucht zu werden. Die große Mehrzahl der Betriebsräte wird gewiß auf dem Bosten sein und ihre Pflicht tun. Diese Zumutung an die Gewerkschaften und diese große Soffnung auf ihr Können und ihre Macht, die weit über die Kreise der Arbeiterschaft geteilt wurde, find ein ehrendes Beugnis für das, was fie tatsächlich in diefen Jahren der schweren Not des Volkes geleistet haben. Denn wären die Gewertschaften, wie es im Unmut und in böswilliger Absicht niet- Die größte Sorge liegt auch für die Gewerkschaften in der fach behauptet wird, immer in dieser Zeit mit ihren Be bangen Frage, ob die endlich herbeigeführte Stabilität mühungen und mit ihren Vorschlägen wirklich erfolglos ge der Währung von Bestand sein wird. Ihr Kampf gegen Die hauptsächlichsten Ursachen für den Rückgang der wesen, so hätten diese Hoffnungen und dies Vertrauen ja nicht die Teuerung und gegen den Bucher mußte so lange SisyphusStarte und des Einflusses der Glewertschaften waren in allen auftommen fönnen. Ich habe daher auch feinen Sweifel, daß arbeit bleiben, als die Geldentwertung fich in den tollen Ländern die große Arbeitsigfigteit nebst den übrigen die Masse der Arbeiterschaft in ruhiger Zeit erkennen wird. Sprüngen vollzog, die dem wilden Aufbäumen eines aufs Folgen der allgemeinen Birtschaftstrije. Für daß die Gewerkschaften gegenüber der Riesenaufgabe, die zu äußerste gesteigerten Fiebers vergleichbar waren. Aus den Folgen der allgemeinen Birtschaftstrije. Für Deutschland fam als noch schlimi peres llebel hinzu bie völlige bewältigen war, mit den verfügbaren Kräften wirklich ihre wiederholten Rundgebungen der Gewerkschaften ist bekannt, schlimineres ẞflicht erfüllt haben. Zerstörung der Finanzkraft der Gemertschaften infolge der daß sie sehr frühzeitig, als noch die Regierung Wirth am Ruder Im Augenblid find für diese ruhige Ueberlegung die mar, schon Borschläge für die Stabilisierung der Währung getatastrophalen Geldentwertung. Früher als der Staat Gorgen, die Not und das Elend zu groß. Arbeitstelig macht und feildem diese Forderung ununterbrochen und bei maren die Gewerkschaften zu weitgehenden Ersparnismaz teit und Hunger haben sich furchtbar ausgebreitet. Troh jeder Gelegenheit von neuem erhoben haben. Ich erinnere nahmen, zur Einschränkung aller Ausgaben und deshalb auch aller gebotenen Rücksicht auf die troftlose Finanzlage des ebenso an die so oft erhobenen und wohlbegründeten Steuer zu einem rigorosen Beamtenabban gezwungen. Daß dies ge- Reiches haben die Bertreter der Gewerkschaften mit Nachdrud forderungen der Gewerkschaften, deren rechirade in der Zeit der Krise und des allgemeinen Ansturms der gegen die Kürzung der Erwerbslafenunter zeitige Durchführung die jeßige große Finanznot des Reiches Reaktion geschehen mußte, in her die entlaffenen Kräfte am itügung Stellung genommen. Ich richte auch hier noch verhindert hätte. Auch dem ganzen Bolte wäre dann viele notwendigsten gebraucht worden wären, läßt diefes Schicksal einen Appell an die Regierungen des Reichs und der Länder. Not erspart geblieben. Die jebige Regierung hätte in ihrer ben deutschen Gemertschaften um jo tragischer erscheinen. Man fann nicht Millionen Menschen, deren Lage mit der Weihnachtstundgebung vielleicht nicht die traurige Tatsache Die geschwächte Stellung der Gewerkschaften ist den Dauer ihrer Arbeitslosigkeit immer bedrohlicher wird, denen von den 123 Berhungerten allein in Berlin verkünden brauchen. Unternehmern viel früher flargeworden als der Mehrzahl der kaum die Hoffnung winft, in naher Zukunft Arbeit zu finden, und diese 123 find doch nur ein fleiner Bruchteil von den vielen eigenen Mitglieder. Deshalb ist in der Arbeiterschaft selbst die dem Berderben zutreiben. Es müssen die Mittel beschafft wer- Tausenden, die im ganzen Lande feit Monaten hungern und Entiouschung und die Unzufriedenheit über die mangelnde ben, die die Arbeitslosen vor dem Aeußersten bewahren. Diesem verhungern. Attivität der Gewerkschaften groß und weitverbreitet. Im Verlangen wirken allerdings starte Kräfte entgegen, denen Manche Borschläge der Gewerkschaften auf diesen Gebieten Lager der Unternehmer aber wächst demzufolge die Angriffs die große Reservearmee" erwünscht ist, weil sie ihr Bundes- find endlich angenommen und, allerdings viel zu spät, auch luft gegen die Gewerkschaften und ihre Errungenschaften in genosse zur Erzwingung niedriger Löhne und langer Arbeits durchgeführt worden. Daß die Gewerkschaften nicht, um ihre gefteigertem Maße. Die gefchulten alten Gemertschaftsmitglie- eit fein soll. Nur eine festgeschlossene Gewerk Forderungen mit Gewalt durchzusehen, das ihnen so häufig Die gefchulten alten Gemertschaftsmitglie fchaftsbewegung fann dies verhindern. Deshalb darf anempfohlene Mittel des Generalstreifs angewendet haben, der lassen sich durch diese Entwicklung nicht entmutigen. Sie auch der Arbeitslose nicht aus dem Kreis seiner Gewerkschaft dafür wird ihnen selbst die radikalste Arbeiterschaft gewiß noch wiffen, daß es auch früher schon schmere Krisenzeiten gegeben gerissen werden, wie es diejenigen wollen, die die Schaffung danten. Mit tiefem Schmerz muß es jeden wahren Freund hat, die oft unter schwierigeren Verhältnissen immer wieder besonderer Erwerbslosenvertretungen fordern. und Anhänger der Arbeiterbewegung erfüllen, wie die kommuüberwunden werden konnten. Friedrich Engels hat beDaß es für die Gewerkschaften nicht leicht ist, den Kampf nistische Parteipropaganda die planmäßige Gewerkschaftsfanntlich einmal ausgesprochen, daß die Geschichte der Arbei um Bohn und Arbeitszeit auch in der jetzigen Zeit arbeit andauernd zu stören und zu behindern versucht. Die Erterbewegung im ganzen fich darstele als eine fortlaufende immer erfolgreich zu führen, wird jeder einsehen. So wenig richtung einer eigenen Gewerkschaftszentrale der kommunistiReihe von Niederlagen, unterfrachen von wenigen Sie aber die Unternehmer daran glauben, daß sie jest schrankenlos fchen Bartei mit der Aufgabe, die auf Moskauer Befehl in gen. In den letzten Jahren habens mir gar nicht soviel Nie- biftieren könnten, ebenso wenig liegt für die Gewerkschafts- allen Gewerkschaften einzurichtenden tommunistischen berlagen mehr erlitten, wir sind viel erfolgreicher gewefen als mitglieder Veranlassung vor, etwa muflos den Kopf hängen 3ellen einheitlich zu beeinflussen, fennzeichnet deutlich die in früheren Zeiten, obwohl der Bruderstreit in der deut zu lassen. Krisenzeiten erfordern natürlich eine andere Taftif Situation. Seit dem unglücklichen Berbot ihrer Partei tonfchen Arbeiterbewegung den Kampf oft recht erschwert und der Gewerkschaften und eine noch strengere Disziplin der Mit- zentriert die ganze Energie der Kommunisten sich noch mehr manchen Erfolg vereitelt oder mieder vernichtet hat. glieder als normale Zeiten. Jegt muß das Vertrauen zu den als vorher auf die Gewerkschaften. Auch sonst schädigt Die in der Arbeiterschaft vorhandene Unzufriedenheit mit Berbandsleitungen, den örtlichen wie den zentralen, besonders übrigens die Aufrechterhaltung des Ausben Gewerkschaften ist zum Teil gevoiß darauf zurückzuführen, zutage treten. Dann wird der Uebermut im Unternehmerlager, nahmezustandes die Gewerkschaftsbewegung daß manche Erfolge der letzten Jahre zu leicht errungen worder gar nicht etwa bei allen vorhanden ist, sich bald wieder in solchem Maße, daß seine Aufhebung immer ben sind. Einzelne Fortschritte find insbesondere den neuge- legen. dringender gefordert merden muß. monenen jungen Mitgliedern geradezu in den Schoß gefallen. Dann sind aber auch die Befürchtungen unbegründet, daß Diefe Mitglieder haben nicht teilgenommen an den harten der Acht stundentag in Deutschland verloren wäre. Er Kämpfen der Vergangenheit, die erst die Bahn frei und die Berhältnisse reif gemacht haben für die späteren Siege. Sie fahen nur die eingetretenen Erfolge und wußten nicht oder vergaßen es, daß sie das Ergebnis vieler opferreichen Borbe reitungsfämpfe waren. Sie schätzten die Macht der GemertIchaften in der neuen Zeit viel höher ein, als sie wirklich war und fein fonnte und fühlen sich deshalb nun enttäuscht, weil nicht alle Hoffnungen fo rafd, wie es gewünscht, in Erfüllung gingen. Die Zerstörungsluft der Kommunisten hat einen gewissen Erfolg insofern zu verzeichnen, als in einem Teil der noch ungeschulten Massen das Vertrauen auf die zähe Gewerkschaftsarbeit systematisch untergraben worden ist. Das ist zurzeit ein Nachteil für die Bewegung, seine Wirkung wird aber nur eine vorübergehende sein. Ich hoffe bestimmt, daß die finanzielle und damit auch die moralische Kraft der Gewerkschaften bald wieder so gestärkt sein wird, daß fie auch ihre Aufträrungsarbeit unter den Arbeitermassen mit Erfolg wieder aufnehmen fönnen. Dann wird es ficher gelingen, die Macht der Gewerkschaften zu erhalten und, geftüßt auf sie, die jezige elende Lage der Arbeiter allmählich wieder zu bessern. Es wird sich zeigen, daß die deutschen Arbeiter an der Erkenntnis festgehalten haben, daß nur in einer geschlossenen und ziel flaren Gewerkschaftsbewegung die Wurzeln der Kraft und des Aufstiegs ihren Nährboden finden. wird bestehen bleiben, folange die Mitglieder der Gewerkschaften und die gesamte Arbeiterschaft ihn hochhalten. Der Wille hierzu muß nur start genug sein. Ich fürchte, daß gerade diejenigen, die mit vielen Worten die Gewerkschaftsleitungen fchmähen, daß fie den Achtstundentag preisgegeben hätten, diesen starten Willen vermissen laffen fönnten, wenn es gilt, in der Werkstatt dem eigenen Unternehmer Ueberstunden zu verweigern. Denn nur um Ueberstunden fann es fich auch nach Infraftteten der neuen Arbeitszeitverordnung handeln. Daneben wird auch die ganze Schmere der Aufgaben, Der entscheibende Inhalt der neuen Berordnung ist deren Lösung den Gewerkschaften zugemutet und von ihnen die Vorschrift in§ 1, wonach die, regelmäßige werftägliche erhofft wurde, von der großen Masse gar nicht voll erkannt. Arbeitszeit, ausschließlich der Pausen, die Dauer von acht Selbst in normalen Zeiten ist die Macht der Gewerkschaften be- Stunden nicht überschreiten darf. Hiermit ist der Achtstunden grenzt, und zwar auch innerhalb ihres eigentlichen Aufgaben tag erneut mit Gefegestraft gesichert worden. Es find jedoch gebiets. In den annormalen Zeiten aber, in denen das deutsche in Zukunft mehr Ausnahmen zugelassen und die Ber Bolt jezt lebt, mußten die Gewerkschaften ihre Tätigkeit noch ordnung enthält auch sonst manche häßliche Bestimmung, die Aus der Zentrumspartei in Buer find vier Stadtverordnete aus. ngeit über ihr eigenes Aufgabengebiet hinaus erstrecken. Es von den Gewerkschaften vergeblich bekämpft worden ist. Aber getreten und haben eine chriftlich foziale Arbeiterpartei wurde eine riesenhafte Anspannung ihrer Kräfte in allen An- alle Ausnahmebestimmungen ändern nichts an der Tatsache, gebilbet. gelegenheiten des öffentlichen Lebens von ihnen verlangt. Sie daß der Achtstundentag in Deutschland nach wie vor gefeßlich Aus Luremburg find die lehten franzöfifchen Truppen abgezogen follten den Rampf gegen alle Nöte des Boltes festgelegt ist. An den Arbeitern in den Betrieben wird es ein bißchen spät nach Kriegsende vielleicht. Kalender- Zahlender. Bon Paul Gutmann. schieben. Tot war der 1. April 1923, dein Hochzeitstag, denn an diesem Tag ist der Kalender leer, tam feine Notierung zustande. Du fahst nichts als Zahlen, Zahlen, Zahlen, drei lange Jahre hindurch. Alle Tage nur Sahlen, jeber Mensch eine Bahl, jedes Gefühl, jede Handlung ein Jonglieren mit zahlen. Und so werden vom ersten Tage im Sahlender bis zum letzten die Zahlen immer frecher und frecher, blähen fich, nehmen immer mehr Platz ein, bis eines Tages ja, der ganze Sput verflogen ist und zu lesen steht: viereinfünftel Goldmark! www daß der Februar einst der letzte Monat war, ist heute noch zu er fchließen, denn darum werden an seinem Ende die Schaltungen vorgenommen. Aber marum haben die Römer ihren fünften bis zehnten Monat nur mit Nummern gezählt und dafür den 11. und 12. In den Gegenden des größten Verkehrs, auf dem Potsdamer mieder richtige Namen wie Januarius und Februarius gegeben? Blah, in der Friedrichstraße, bieten fliegende Händler eine reizende fanden sie die Geschichte, das ursprüngliche Jahr habe nur 10 Monate Das ist den antiken Gelehrten schon selbst aufgefallen, und so erNeuheit an, ben Dollarbolender, der die Dollarnotierungen an der gehabt, und erst König Numa hätte den Januar und Februar hinBerliner Börse feit dem Januar 1919 angibt. Dieser Kalender be zugefügt. Das ist völlig abfurb; ein Jahr von 10 Monaten hat es steht aus langen Reihen von Zahlen, die neben die Monatstage nie gegeben. Eine plausible Lösung der Probleme, die der Monat gefeht find, weshalb er mit gutem Recht auch Zahlender genannt Aber das Traurigfte, du Rarr, der du andere übers Dhr zu Januar der Wissenschaft stellt, ist noch nicht gefunden, und es wird Berben fann. Er beginnt mit 7,95 und endigt mit 4200 milliarden. hauen glaubtest- du selber bift ein Bettler des Herzens geworden, uns auch faum einmal möglich sein, über diese Dinge Klarheit zu Der Kalender bietet nach den Worten eines der Bertäufer, eine Null unter Rullen, ein Betrogener. Nimm ihn, den Kalender bekommen. eines ehemaligen Schauspielers, den ich von besseren Tagen her der Berdammnis und schreibe auf die noch leeren Seiten des tenne, eine Fülle von Anregungen für fluge Kaufleute, anschlägige Jahres 1924: Ropje, Melancholiter, lachende Philosophen. Er ist geeignet, die Langeweile an den endlosen Winierabenden zu vertreiben, gewährt eine flingende Schelle." mierschöpflichen Gesprächsstoff im Familientreise und Belehrung für angehende Kapitalisten. Ein jeder kann daraus ersehen, wie bunum oder mie gefcheit er gewesen ist und wie er's zu machen hat, um feine Mitmenschen in Zufunft übers Ohr zu hauen. Eatsächlich erscheint der Kalender einem tiefgefühlten Bedürfnis abzuhelfen. Mein Freund Peter zum Beispiel, dem seine Frau den Zahlender zu Weihnachten schenkte, ist halb verrückt vor Glüd feligreit und verbringt viele Stunden am Tage über dem Studium der Zahlentolonnen. Gestern traf ich ihn wieder, am Schreibtisch fizend, über den Zahlender gebeugt, während er mit seiner Linken in einem Haufen alter Rechnungen wühlte. . ,, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz und Die Rätsel des Neujahrstages. Hahaha," lachte er, bas war eine meiner glücklichsten Spe fulationen, die Bestellung meines Anzugs am 25. Februar 1921 bei einem Dollarkurs von 62. Mein Schneider müßte sich heute blau ärgern, wenn er wüßte, wie billig er für mich gearbeitet hat." gelegenheit für so wichtig, daß man sich entschloß, fofort die Konsuln „ Ja, die Schadenfreude ist die reinste Freude," anwortete ich. " Oder hier, der Kauf eines Landhäuschens am 5. Oftober 1922 beim Dollarstande von 2140. Einfach geschenkt." So sitt er nun, vergleicht Datum für Datum mit den Ziffern feiner Rechnungen und glucht vor Freude, wie er den oder jenen Die VermandViel Lärm um nichts" im Staatstheater. Nach dem Leffing- Theater hat nun auch die Staatsbühne ein Shakespare- Luftfpiel in den Spielplan aufgenommen. 8mei grundverschiedene Auffassungen, die beide das Recht auf ihrer Seite haben. Barnowski spielt für die Seele, der Regisseur des Staatstheaters, Jürgen Fehling, für die Sinne. Unter Gepo'ter, lauter Luftig feit im Farbenfpiel greller Scheinwerfer tollt auf der Stilbühne ein buntes Kasperle- Theater mit farikaturenhaften Figuren vorüber. Die Stilbühne, zu nüchtern für das heitere Spiel, sieht aus wie die Schaufensterdekoration eines Skulpturengeschäfts. fungen gehen auf offener Bühne unter Mufitbegleitung vor sich, so daß ab und zu der Eindruck eines Kinos erwedt wird. Die Stilbeden, hinter denen fich die Darsteller verbergen und die doch vom Bubli tum genau so gut gefehen werden, wie von den Darstellern, denen fie verborgen bleiben müßten, find denn doch zu harmlos, els daß ie nicht unfreiwillige Romit erregten. Das Bublifum liek fich in bes durch die von Emil Birchan erbadte Ausstattung nur wenig in ber heiterfeit stören, bie das fobolbartige Abrollen der mirbeligen Handlung auslöfte. Bor affem wor es Ames Straub für ihre Beatrice dankbar, die ihre Männerfeindschaft in leier Altföngferlichkeit gern in Liebe zu dem ehemaligen Weiberfeind Benebift eintauschte. Start Ebert war ein luftiger, auch tiefere feelifche Süne verrotender bramabarfierender Edelmann, Nur der Don Bedro des Robert Taube machte den Brinzen nicht alaubhaft. In feiner berben Manier ähnelte er eher einem batuparischen Bauernburschen. Ernst Legal dagegen, der teuffische Bruder des Prinzen Don Juan stellte eine prächtine, in der Erinnerung haftende Finur hin, eine Berförnerung des höfen Gewiffens, flatterich, nefvenftisch und brobend. Auch Albert lorath als törichter Gerichtsbiener brachte ohne Uebertreibung die clownhaften Späße feiner Roffe mit reifem Können an den Mann. Dgr. Kleine Ursachen, große Folgen! Ein weltgeschichtlich herzlich bedeutungsloser Aufstand der Spanier gegen die römische Herr. fchaft im Jahre 154 vor Christus hat die immerhin wichtige Ron. fequenz nach fich gezogen, daß wir heute den 1. Januar als Neujahr betrachten. Der Zusammenhang ist dabei der folgende: Unser Monatssystem beruht bekanntlich auf dem römischen, und das rö mische Jahr begann am 1. März und endigte am letzten Februar. Demzufolge traten auch die Ronfuln, die Präsidenten der Republik, die ftets auf nur ein Jahr gewählt wurden, ihr Amt anfangs März an. Freilich zeigte dieses Amtsjahr schon früh die Neigung, von dem bürgerlichen abzuweichen. Der endgültige Bruch zwischen den beiden Enftemen erfolgte jedoch erst im Jahre 154. Im Dezember traf nämlich in Rom die Nachricht von einem sehr ernsten Aufstand der Spanier Genen die Fremdherrschaft ein, und man hielt die An felbft auf den Kriegsschauplak zu senden. Natürlich famen dafür die neu gewählten Konsuln in Betracht. Nach der Verfassung durften diefe freilich erst am 1. März ihre Tätigkeit beginnen. Aber bei der Größe der Gefahr für die spanische Kolonie änderte der Senat diefe Bestimmung ab und setzte fest, daß von jest ab die Konsuln ihr Amt bereits am 1. Januar anzutreten hätten. Dabei ist es dann geblieben. Bald richteten sich nach dem konfularischen Amtsjahr auch die übrigen Behörden, das Geschäftsleben gewöhnte sich an diesen Termin und nach einiger Zeit war das alte bürgerliche Neujahr vom „ Jeder Tag war ein Berbluten aus tausend Wunden. Jeder 1 März talfächlich vergeffen. Cafar hat dann bei feiner Kalender Tag war Lift, Betrug, Treulofigkeit. Jeder Tag entfernte dich reform natürlich den 1. Januar als Jahresanfang beibehalten, und beinen Freunden, deinen Mitmenschen, bir selber. Jeder Tag raubte auf feinem Kolender beruht der infrice. bir das Höchfte, nämlich Liebe und Bertrauen. So einfach und leicht verständlich diese Entwicklung auch ift. Am 1. Mai, wo alle Rnofpen sprongen", nein, wo der Dollar fo viele Schwierigkeiten bereitet doch die Erffärung der römischen 281,64 stand, im Jahre 1922, was tateft. bu? Barst but felig über und damit auch unserer Monate der Wissenschaft. Daß das Jahr den Tert diefer luftlosen schmalzigen, altbedenen Handlung ge. bie zu erwartende Fülle der Natur, beglückte dich, die Bartheit auftatfäich einmal em 1. März begonnen hat, fant fit, noch aus den fchrieben hat. Die fromme Hefene, die von den Rochtöpfen fort in heutigen Monotsnamen erkennen. Der Dezember" heißt der das Pensionat tommt und ausgerechnet mit den berühmten Lebe Sprießender Knospen? Nein, du dachtest, es ist höchste Zeit, jetzt zehnte" Monat, der November der neunte", der Oktober ter männern linasberg zusammengerät das hätte in der Ber muß ich von Müller einen Boften Schweineschmalz faufen, um ihn achte" und der September der siebente". Alle diese Monate find flechtung alter Borlagen ganz luftig werden fönnen. Der Silvester. an Schulze mit einem Gewinn von dreihundert Prozent weiterzu- also nicht vom 1. Januar, sondern vom 1. März an gezählt. Auch punsch des anonymen Herrn Sylvester aber war ein Schlummer. übervorteilt hat. Ich nehme den Zahlender in die Hand und spreche zu mir in Gedanken: Großes Schauspielhaus:„ Die fromme Helene". Der Himmel und der böse Geist des Jahres 1923 wiffen, wer Beschwerderecht unterm Ausnahmezustand. Dienst ermiesen. Es wäre allerdings notwendig, daß das Abänderung der Ausnahme- Verordnung. Der Reichspräsident erläßt folgende vom 23. Dezember 1923 datierte Berordnung über Abänderung des bestehenden Ausnahme zustandes: Auf Grund des Artikels 48 der Reichsverfassung wird folgendes verordnet: Arfitel 1. Hinter den§ 5 der Verordnung des Reichspräsidenten auf Grund des Artifels 48 Abs. 2 der Reichsverfaffung, betreffend die zur Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung für das Reichsgebiet nötigen Maßnahmen, vom 26. September 1923( Reichsgefehblatt I S. 905) werden folgende§§ 5a und 5 b eingeschaltet: Schußgefez in allen seinen Teilen auch in Bayern an gewandt würde, gegen deffen Butschorganisationen ja der militärische Ausnahmezustand zunächst verhängt worden ist. . England greift ein! Schritte wegen der Rüftungsanleihen der Kleinen Entente Condon, 31. Dezember.( WIB.) Reuter erfährt: Die britische Regierung ftellt nachforschungen Die reaktionäre Berliner Preffe überschlägt sich in Aus bei den Regierungen der Kleinen Entente an, um festzustell, brüchen der Erregung, meil der„ Bormärts" feinen politischen wieweit die Berpflichtungen, welche Bolen, Jugound publizistischen Pflichten genügte, indem er die Deffentlich wien und Rumänien als Nachfolgeftaaten gemäß den feit auf die Gefahren hinmies, die durch die Maffen Friedensverträgen obliegen, durch die jüngst abgeschlossenen anklagen megen Landesverrats und durch die Anleiheverträge mit der französischen Regierung vor neueren Berbote ernster 3eitungen für das öffent aussichtlich berührt werden. liche Leben entstehen. Die Kreuz- Zeitung", bas Organ der alt- Diese Nachricht wird in allen betroffenen Ländern, vor tonservativen Sunterpartei, ist sich mit ihren rechtsstehenden allem aber in Frankreich, ein ebenso startes mie unliebſames Geschwistern darin einig, daß. unsere Forderung nach Bieder- Aufsehen erregen. Die franzöfifche öffentliche Meinung ist herstellung des demokratischen Rechts nichts anderes als ein nämlich von der Regierung und von der Boulevardpresse wahltaftisches Agitationsmanöver barstelle. Die pöllig darüber im unflaren gehalten worden, daß diese Gegen das Verbot regelmäßig erscheinender Drudschriften ist die Beschwerde an den Staatsgerichtshof zum Deutschnationalen haben bisher jede Reichsregierung, die Rüstungsanleihen, die insgesamt nahezu eine Milliarde Frant Souheder Republik zulässig. Die Beschwerde hat keine nicht unter ihrem direkten Einfluß stand, auf das betragen, in der ganzen Welt, besonders aber in England und aufschiebende Wirkung. Der Staatsgerichtshof entscheidet in der Befehung von 3 Mitgliedern, von denen mindestens eins dem Reichsgericht nicht angehört. Auf das Verfahren finden die Bestimmungen der Ziffern II und III der Verordnung über das Verfahren nor dem Staatsgerichsthofe zum Schuhe der Republik in Verwaltungsfachen vom 1. August 1923( Reidsgefehblatt I S. 675) Anwendung. Die Entscheidungen des Staatsgerichtshofs find schriftlich zu begründen und den Beteiligten zuzustellen. § 5b. § 5a. Auf Beschränkungen der persönlichen Freiheit findet das Geseh. betreffend die Berhaftung und Aufenthaltsbeschräntung auf Grund des Kriegszustandes und des Belagerungszustandes, vom 4, Dezember 1916( Reichsgefehblatt S. 1329) entsprechende Anwendung. An Stelle des Reichsmilitärgerichts triff der Staatsgerichtshof zum Schuhe der Republit. Für die Befehung und das Verfahren gelten die Bestimmungen des§ 5a. Artikel 2. A Gebt zur Brotspende! Gedenket zum Jahreswechsel unferer vielen hungernden Parteigenossen! Einzahlungen auf poftfcheckkonto Deutsche UnionBank A.-G., Berlin NW. 7. Konto Nr. 4396. in Amerita, Erstaunen und Empörung hervorgerufen haben, da man den Widerspruch zwischen der Behaup fung der Franzosen, fie fönnten die Zinsen ihrer Schulden an die angelsächsischen Länder gar nicht bezahlen, und ihrer Freigebigkeit bei der Bewaffnung der fleineren osteuropäi fchen Staaten sofort erkannt hat. " Kürzlich wurde gemeldet, daß die Rede, die der pazififtische Senator d'Estournelles de Constant im Genat gegen diese Anleihepläne gehalten hat, vom Senat mit eifigem Schweigen aufgenommen wurde. Jezt enthüllt aber die Bariser Zeitschrift Progrès Civique" die merkwürdige Tatsache, daß nahezu 100 Senatoren also etwa ein Drittel bes Genats entschlossen waren, gegen diese Kredite zu stimmen. Um aber den peinlichen Eindruck einer solchen Oppofition zu vermeiden, habe Poincaré mit dem Senats präsidenten Doumergue verabredet, daß dieser BudgetBosten überhaupt nicht zur Abstimmung gebracht wer den würde mit der Begründung, es handle sich nicht um die Genehmigung eines Kredits, sondern um eine diplomatische Aktion! Als die oppositionellen Senatoren dahinter tamen, war es zu spät. welche Bertragsbestimmungen England Bezug nehmen wi Aus der Reuter- Meldung geht nicht flar hervor, auf Offenbar handelt es sich um die öfferbunds und 2 brüstungsbestimmungen der einzelnen Friedens verträge. heftigste und mit den demagogischsten Mitteln bekämpft. Sie haben je de Gelegenheit wahrgenommen, um ihre Anhänger gegen die demokratische Regierungsform aufzuheßen. Sie fönnen sich deshalb gar nicht vorstellen, daß die Sozial Diese Verordnung fritt mit dem Tage ihrer Verfündung in Kraft. Demokratie aus anderen Motiven Mißstände zur Sprache Sie findet auch Anwendung, soweit an diesem Tage auf bringt, als fie bei den Deutschnationalen vorzuliegen pflegen. Grund der Berordnung des Reichspräsidenten vom 26. September Wir haben schon im Abendblatt darauf hingewiesen, daß feiner1923 regelmäßig erscheinende Drudschriften verboten oder lei Neigung zu irgendeinem Borkampf uns veranlaßt, Dinge Personen in ihrer persönlichen Freiheit beschränkt sind. Personen, zur Sprache zu bringen, die nach Abhilfe geradezu schreien. die sich am Tage der Verfündung dieser Verordnung auf Grund der Auch die offene Aufforderung der Rechtsblätter an den General Berordnung des Reichspräsidenten vom 26. September 1923 in. Seedt, mit feinen Machtmitteln gegen den Borwärts" einSaft befinden, find alsbald darüber zu belehren, zuschreiten, fann uns nicht veranlassen, von der geraden Linie daß ihnen gegen die Berhaftung jederzeit das Rechtsmittel der abzuweichen, die uns durch die Umstände vorgezeichnet ist. Beschwerde an den Staatsgerichtshof zum Schuße der Republi? Jeder, der den ernsten Artikel gelesen hat, den wir aus der Königsberger Bolfszeitung" abbrudten, wird unfere Haltung begreifen. Es ist aber bezeichnend, daß diejenigen Blätter, die ein Einschreiten des Militärbefehlshabers gegen den„ BorWIB. meldet: Die Agence S) a vas hat am 29. Dezember wärts" verlangen, den ruhigen und verständigen Auffah nicht folgende Meldung veröffentlicht: abzudruden wagen, dafür aber desto aufgeregter ihn als haberfülltes" und" heherisches" Machwerk bezeichnen. Staatsverständnis mit der deutschen Regierung es für zwedmäßig gehalten Während die Regierungen von Frankreich und Belgien im Einanwaltsgelüfte find freilich bei der reaktionären Presse so hatten, das am Montag überreichte Memorandum der Deffenthäufig, daß sie uns ebensowenig überraschen wie imponieren fichkeit nicht zu übergeben, um jo die angebahnten Verhandlungen tönnen. zusteht Das Attentat auf Noske. Bon der KPD. bestellt? Scharfe Polemik Havas- Wolff. Eine Indiskretion über das deutsche Memorandum als Vorwand. Der Reichspräsident gez. Ebert Der Reichskanzler gez. Marg. Der Reichsminister des Innern gez. Dr. Jarres. Diese Verordnung versucht den gröbsten Mängeln des bestehenden Ausnahmezustandes abzuhelfen. Gie führt das Befch werberecht wieder ein, das das Gefeß zum Schuße der Republik den verbotenen Zeitungen gewährt, möglichst zu erleichtern, ist heute erstaunlicherweise der Wart und erfüllt endlich das Verlangen der Sozialdemokratie, daß lauf des Memorandums in der englischen Presse.zu lesen. Ob den Schuzha ft gefangenen wenigstens dieselben Rechtsgleich die Note sich den Charakter eines im mefentlichen technischen ficherungen geboten werden, die während des Krieges den Opfern der Schuzhaft zuteil wurden. Wie die Dinge augen. Schriftftüdes gibt, zeigt fie viel deuflicher, als man annehmen tonule, blicklich in Deutschland liegen, tann diese Abänderungsverord Hannoner, 31. Dezember.( WTB.) Jn bezug auf die vor das wahre 3iel, das viel weniger darin besteht, an Ruhr und nung nur als eine bilagszahlung auf die Forde einiger Zeit erfolgte Sprengstofferplosion vor den Toren Rhein einau wieischaftlichen modus vivendi ju fchaffen, als rung bewertet werden, daß der militärische Ausnahmezustand der Stadt und das furz darauf gegen das Regierungspräsidium ver- darin, die politische und administrative Souveränität Berlins gana verschwindet. So begrüßenswert es ist, daß die Ber übte Bombenattentat teilt das Polizeipräsidium mit: Die Bomben- miederherzustellen. Auf allen Gebieten verlangt Berlin einfach die ordnung auch denjenigen Schußhäftlingen, bie vor dem 23. De attentate find von Mitgliedern der kommunistischen Partei Rädteht zum Status vor dem 11. Januar. Kurz, für Berlin zember in Haft genommen wurden, eine Beschwerdemöglichkeit ausgeführt worden. Die Zentralfeitung der Partei in ist der Augenblid noch nicht da, die Bedingungen für die Erneuerung eröffnet, fo menig fann die Berordnung im ganzen befriedigen. Berlin und die Bezirksleifung der Partel in Hannover haben die der Micum- Berträge zu erörtern, noch weniger der Augenblid dafür, Tatsächlich genügt das Gefeß zum Schuge der Renmeifung ergehen lassen, Sprengstoffe und Sprengförper zu eine allgemeine Regelung der Reparationen zu besprechen. So hanpublit, um Anschläge auf bie republitanische Staatsform beschaffen, besondere kommandos zu bilden, um die Be- delf es fich für das Reich nicht darum, eine Unpaffung au die durch die abzuwehren. Die dafür zuständigen Behörden und Reichsein- völferung und die Behörden sowie mißliebige Personen und Beamte Befahung geschaffene neue Lage zu finden. Es zielf einzig und allein richtungen brauchten nur ihre Autorität einzusetzen. Es wäre zu beunruhigen. Es ist gelungen, einen Teil Sprengstoffe zu erfaffen darauf ab, die franzöfifchen und belgischen Behörden jeder Handbann nicht nötig, daß unpolitische Generäle fich mit politischen, und eine 2 uzahl Perionen festzunehmen, die als mit Tungsfreiheit im befekten Gebiet zu berauben und die Eraußerhalb ihres eigentlichen Aufgabentreifes liegenden An- fäter in Frage kommen. Gestern abend ist ein Mann festgenommen greifung des rheinisch- westfälischen Pfandes illuforisch und ergebnis los zu machen. Es ist leicht begreiflich, daß unter diejen Umständen gelegenheiten beschäftigten und sich selbst damit den schlechtesten worden, der im Besitz einer fertigen Bombe war. Uns liegen die Unterlagen, die zu dieser Meldung geführt die ersten von den franzöfifchen Bertretern an Ort und Stelle elagepunsch, und die fleinen Wischen nicht nur für ein Bublifum be. haben, nicht vor. Sie find offenfundig polizeilicher gangenen Gutachten sich über die Gesamtheit der von Berlin ins stimmt, das durch die Schule Adalberts, Waßmanns, Ballenbergs ge- Natur. Wir möchten, bevor uns nicht das Gegenteil unwider uge gefaßten Maßnahmen ungünstig aussprechen, Die leitenden gangen ist. Beifall wurde entweder als Ausdruck der Ironie nder leglich nachgewiefen werden fann, die Angabe, daß das deutschen Persönlichkeiten irren fich und fehen ihre Landsleute als Rompliment für den Solistenmut gespendet. Immerhin mar Attentat gegen den Oberpräsidenten Noste von ber om weren Enttäuschungen aus, wenn fie fich einbilden, daß dabei eine Räthe Doris, die größeren Respett verdiente und die munistischen Partei organisiert und befohlen worden sei, man in Paris wie in Brüffel so leicht eine Beeinträchtigung der Erfeine Thellmann, die der Situation schnell gerecht wurde und bezweifeln. Es ist natürlich durchaus möglich, daß einzelne gebuiffe binnehmen wird, die durch die französisch- belgische Pollit den hellenden Hunden ihrerseits ironische Signale gab. Auch die illegale Organisationen der Kommunisten einen solch vergezeigt worden find." Herren Hofbauer, Lichtenstein, Groß und Röder per brecherischen Blödsinn, wie ihn ein Bombenattentat dar Zu dieser Meldung wird von unterrichteter Seite folgen fuchten angestrengt, Sumor in ein humorlofes Stüd zu bringen. ftellt, unternommen haben. Daß die Bartei leitung dazu des mitgeteilt: Das mißlang, und das ablehnende Bublifum hatte nicht so unrecht. In diefer Stimmung ging nieles verloren, was an Mufit Talent aber die Hand geboten habe, glauben mir beswegen nicht, meil verriet. Einige Tänze hätten sicher in einem literarischen Stabarett mir fie für so dumm doch nicht halten können. Es ist zwar Erfolg gehabt. Die Diskretion des Orchesters muß gerühmt werden, bei den Kommunisten vieles, fehr pieles möglich, mas bei nor ebenso der Bersuch, am Klichee verbeizutomponieren. Aber damit malen Menschen unterbleibt, daß sie aber zu Bomben allein ist es eben nicht getan. Das Futuristische war gänzlich be. attentaten im politischen Kampf greifen sollten, möchten plaziert und das leidlich schlagerhaft Ungelegte mirbelte, tanzte nicht wir vorläufig nicht annehmen. in die Hörer hinein. O, hätte doch der junge holländer von dem often diesen unmittelbaren Mufittontatt mit froh sein mollenden Menschen gelernt oder geerbt! In einer Operette foll gelacht werden, man foll nicht. Zeit haben, auf die Uhr zu sehen. Man lachte meist mur über die tolle Art, wie das Publikum sich selbst amüsierte und war froh, daß die Operette nicht noch in das neue Jahr hineinglitt. Holländer verlege fich auf das Groteske. Da wird vielleicht fein guter Wille und feine Begabung stärkeren Eindrud machen. K. S. Thüringen und das Reich. Eine mysteriöse, Meldung. MTB. verbreitet folgende Meldung: 4 Die vorzeitige Veröffentlichung des deutschen Memorandums, die der bei den Besprechungen in Baris und Brüssel getroffenen Ver abrebung zuwiderläuft, wird auch deutscherseits be dauert, zumal ha fie einen Teil der französischen Breffe zu Aeußerungen veranlaßt hat, die taum geeignet sind, den im Gange befind lichen Austausch zwischen den Regierungen zu fördern. Zu einem gebeihlichen Verlauf dieses Gedankenaustausches dürfte allerdings auch die vorstehende Havas- Meldung nicht beitragen. Der Deutschen Regierung wird darin vorgeworfen, daß es ihr nicht auf einen modus vivendi in den besetzten Gebieten, sondern darauf ankomme, bort die politische und administrative Souveränität des Reiches und Auf Grund der Feststellungen der zu den thüringischen Bandes schlechthin den Zustand vor dem 11. Januar wiederherzustellen. zentralbehörden entfandten Reichsbeauftragten, die zu einer An. Dieser Bormurf ist nicht recht verständlich. Die Reichsregierung hat zeige an die Staatsanwaltschaft in Weimar geführt haben. ist, wie bei ben von ihr eingeleiteten Besprechungen nicht bie endgül uns aus Weimar mitgeteilt wird, von der dortigen Staatsanwalt tige& ösung der Ruhr- und Rheinfrage zur Distuffion gestellt. Die amerikanische Polarexpedition durch die Luft. Die ein gehenden Pläne für die Fahrt nach dem Nordpolargebiet mit dem schaft der Regierungsaffeffor Kunze vom thüringisch n Sie hat ihre Anregungen vielmehr ganz unzweideutig auf eine Marireluft chiff Shenandoah" der Bereinigten Staaten im nächsten Minifterium des Innern wegen dringenden Berdachts der provisorische Regelung abgestellt, die es ermöglichen würde, Der schon vor der endgültigen Lösung das Wirtschaftsleben in Sommer find fett von dem amerikanischen Marinefefretariat per Urtunbenfälschung und Attenbeseitigung öffentlicht worden. Die Expedition wird als durchaus durchführbar haftet morden. Kunze, mit Vorbildung für den mittleren Ge- den befeßten Gebieten wieder in Gang zu bringen und für und ohne besondere Gefahren geschildert. Die ständige nördliche meindebeamtendienst, wurde im April 1922 als Affiftent im Ministe- die Bevölkerung einigermaßen erträgliche Lebensbedingungen zu Bafis wird in Rome( Alaska)-eingerichtet; außerdem aber werten rium des Innern eingestellt und am 10. April 1923 zum Regie- fchaffen. Gerade nach französischer Auffassung sollen die Formen, noch zwei Hiffsstationen in Boint Barra und Spizbergen eingerichtet. rungsaffeffor ernannt. die das Besagungsregime im Laufe des letzten Jahres an Als bewegliche Stationen für die Shenandoah" und die 6 ug Es ist selbstverständlich, daß diese furze Mitteilung einer Ergenommen hat, lediglich das Mittel sein, den paffiven Widerstand der zeuge find zwei besonders eingerichtete Schiffe pergesehen. Die Flugzeuge fallen hauptsächlich die Beobachtung der Luftströmungen gänzung bedarf. Bevor nicht flacliegt, um mas es fich handelt, Bevölkerung zu brechen. Wenn die franzöfifche Regierung ihre turführen, aber auch sonst dem Luftschiff bei der Auffpürung von ift es nicht möglich, zu dem Fall Stellung zu nehmen. Es muß wiederholten früheren Erflärungen in dieser Hinsicht nicht verleugnen Land usw. Hilfe leiften. Der nädyfte Sommer wird zunächst der bedauert werden, daß es die offiziöfe Meldung vermeidet, RI arwill, wird sie jest nach völliger Beseitigung dieses Widerstandes 2uftlärungsarbeit gemtomet fein, wobei man befonders die Möglich heit in diese reichlich mysteriöse Angelegenheit zu bringen. " Marx und Margerie. gegen eine Aenderung des Regimes, mie fie in dem deutschen Me feit eines Luftweges nach dem Often erforschen will. Der Weg non morandum vorgeschlagen mird, nichts mehr einmenden tönnen. In England nach Japan über Spizbergen und den Nordpol ist faum ber Tat ist es ohne eine Regelung der in dem deu'schen Memoran halb so lang, als der durch die gemäßigten Bonen. Die Chenandum angeschnittenen Berwaltungs, Berkehrs- und Finanzfragen doah" wird vom Hursisee in New Jersey nach Fort Worth in Teras Wie wir erfahren, hat gestern nachmittag eine längere Be- undentbar, in den befeßten Gebieten auch nur provisorisch zu halt fliegen und von dort nach San Diego, tann nach dem Bugetsund sprechung zwischen dem Reichskanzler und dem fran- baren Zuständen zu kommen. Dem Memorandum liegt aber nicht, und nach Nome. Die Expedition felbft foll im Juli angetreten wer- öfifchen Botschafter stattgefunden, wobei die schme- wie die Havas- Meldung anzubeuten scheint, irgendeine verſtedte benden politischen Fragen erörtert worden sind. Dabei hat der Absicht, sondern lediglich die offen ausgefprochene Abficht zu ben, wenn die„ Shenandoah" Nome erreicht hat. einftubiert in zeite. Im Jeuen Volkstheater geht allabendlich 26Bars Rustige Bitte nen Reichskanzler vor allem auf das Düsseldorfer Urteil grunde, einen modus vivendi zu fchaffen. Diejenigen Kreife in hingewiesen, beffen Ungerechtigkeit im ganzen deutschen Bolte Frankreich, die zur Beurtellung der deutschen Vorschläge ficht auf Die Genoffenfchaft bildender Künffler Wiens hat ihren notleibenden eine außerordentliche Erregung, hervorgerufen die Bondoner Indiskretion angewiefen find, fondern das Kollegen in Deutschland eine Dreimillionenipende gewidmet, welche durch habe, und das um so mehr bebauert werden müsse, als die deutsche Memorandum fennen, werden deshalb nicht im Zweifel ben reutschen Gesandten persönlich dem Reichswirtschaftsverbond bildender deutsche Regierung durch ihre letzten Schritte in Paris und darüber sein, daß die Auslegung der Agence Havas den Kern ber Künfiler Deutschlands in Berlin übergeben wurde. Die Benoffenthalt Brüssel ihren aufrichtigen Willen zu einer Berständigung über deutschen Anregung nicht trifft und deren Absichten nicht gerecht bofft, in allernächster Zeit wieder einen namhaften Betrag zur Verfüguna die reife in den befehten Gebieten fundgegeben habe. I mird. ftellen su tönnen. Die Gewerkschaften an der Jahreswende bergbau ist in det ungekündigten Arbeitsorbnung unzweifelhaft rechtsgültig festgelegt und fann burch Schiedsspruch nicht abgeändert werden. 2. Die im Schiedsspruch festgelegte Arbeitszeit geht, weit über die Arbeitszett hinaus, die vor dem Kriege in großen Das Jahr 1923 schließt für die Gewerkschaften, wie es bes| liche Kabinett Marg hat eine Arbeitszeitverordnung erlassen, die Braunkohlenrevieren üblich war. Der Achtgonnen hatte: mit einer entscheidenden Rampfprobe. die Wünsche der Schwerindustrie fast restlos erfüllt. 3. Der Schiedsspruch jetzt eine Arbeitszelt fest, die im vielfachen Das Jahr begann mit der Besetzung des Ruhrgebiets. ftundentag foll zwar grundsätzlich aufrechterhalten, tatsäch- widerspruch mit be: Berordnung über die Arbeitszeit erscheint, welche am 1. Januar 1924 in Kraft tritt. Diese Für die Arbeiterschaft des Ruhrgebiets und für die hinter ihr stehen- lich aber beseitigt werden. Stellungnahme fann auch nicht dadurch erschüttert werden, daß auf ben deutschen Gewertschaftsorganisationen fonnte es angesichts des In der Metallindufirie, im Buchdrucgewerbe, im Zeitungsge den Werken zahlreiche Unterschriften der Arbeiter für Bersuches, die Arbeiter unter dem Zwang. der Bajonette zur werbe, in der Holzindustrie sind die Tarifverträge von den Unter- längere Arbeitszeit vorhanden sind. Diese Unterschriften find wider3wangsarbeit für den fremden Eindringling herabzuwürdigen, nehmern zum 1. Januar gekündigt worden. Im mitteldeutschen rechtlich unter Husnuzung der furchtbaren Notlage teine andere Antwort geben, als das des entschlossenen Nein. Die Braunkohlenbergbau hat man mit Hilfe eines Gelben und eines der Arbeiter in den Werten erzwungen worden. Die Konferenz Annäherungsversuche an die Arbeiterschaft wir erinnern nur an Kommunisten einen standalösen Schiedsspruch gefällt, der die Ar- erwartet von den Behörden dringend, daß sie unverzüglich das von uns veröffentlichte Protokoll unseres Genossen Huse- beiterschaft zu Stiaven machen soll. In der Schwerindustrie und alle Maßnahmen treffen, um den Rechten der Arbeiter mann, Vorsitzenden des Bergarbeiterverbandes sind ebenso im Steinfohlenbergbau des Ruhrgebiets führen die Unternehmer Geltung zu verschaffen. entschieden abgelehnt worden, wie alle Gewaltmittel, Erschießungen, einen hartnädigen Kampf um die Wiedereinführung des Zehn Recht zu einem solchen Spruch, weil erstens dia Arbeitszeit Nach wie vor bestreitet die Konferenz dem Schiedsgericht das Gefängnisstrafen, Ausweisungen wirfungslos geblieben sind. stundentages. Die Arbeitszeit der Beamten ist auf mindestens 54 Stunden wöchentlich dekretiert worden. Damit nicht genug, soll rechtlich unstreitig ist, und zweitens weil jede Stelle an bestehende Rechte gebunden ist und nur über Streitigkeiten auf der ganzen Linie mit dem Abbau der sozialen Eraus diesem bestehenden Recht entscheiden fann. Der Schiedsspruch rungenschaften ein Abbau der völlig unzureichenden Löhne perläßt aber den Boden des bestehenden Rechts und vorsichgehen. schafft unter Verlegung bestehenden Rechts neues Recht. Wird dem Nach den Inderzahlen von Kuczynski, die bekanntlich aufgebaut bestehenden Recht der Arbeiter feine Geltung verschafft, so lehnt die sind auf den billigsten Lebensmitteln, foftete das Eristenzminimum Ronferenz die Berantwortung dafür ab, wenn die der Wirtschaft in Berlin für ein Ehepaar mit zwei Kindern in der Vorfriegszeit dienende Bindung gefährdet und eine Steigerung der Arbeitsleistung 28,80 m., in der ersten Dezemberhälfte foftete dieses Existenzmini- nicht erreicht wird." mum 33,04 m., also 18 Proz. mehr. Der Rohn der Buchdrucker Schiedsspruch im Mansfelder Kupferschieferban. fant in der gleichen Zeit von 34,38. auf 27 M. oder um 21,5 Mangels Berständigung der Tarifparteien hat das Reichs= Prozent, während er vor dem Kriege um 19 Braz. höher war als arbeitsministerium zur Regelung der Arbeitszeitfrage für den Mansdas Existenzminimum, war er in der ersten Dezemberhälfte 18 Proz. felder Kupferschieferbau einen Schlichtungsausschuß eingesetzt, der unter dem Egiftenzminimum. Der Lohn der Berliner Maurer jant einen Schiedsspruch gefällt hat. Danach soll angesichts der schwie in derselben Zeit von 41,82 m. auf 32,44 m., d. h. er sanf um rigen Wirtschaftslage der Mansfelder Werke und um die Arbeits22,4 Proz, während die Lebenshaltungskosten um 18 Proz. ge von der Mansfelder Aktiengesellschaft eingeführten Arbeitszeitver gelegenheit der Arbeitnehmer zu sichern, unter Aufhebung der stiegen sind. Aehnlich liegen die Dinge in den anderen Berufen. längerung die Bortriegsarbeitszeit eingeführt werden. In dieser Situation bedarf es der entschlossenen Kraftentfal- Ueber verschiedene Manteltarifftreitigkeiten werden die Parteien tung der Gewerkschaften, um das beispiellofe Attentat der Unter- noch im Bezirk verhandeln. Im übrigen soll der zum 31. Dezember nehmer abzuwehren. Die Gewerkschaften beginnen sich wieder, von gefündigte Manteltarifvertrag noch weiter laufen. Arbeiterden furchtbaren Schlägen der Geldentwertung zu erholen. Die durch entlassungen sollen nach Möglichkeit vermieden werden. Geldentwertung und Arbeitslosigkeit mut os gewordenen Arbeiter Arbeitslose des Berbandes der Buchbinder und Papierverarbeiter! Se u te beginnen jetzt einzusehen, daß sie ohne starke Gewerkschaften hilflos fcheinen für Soffandpakete der JAH. Bir ersuchen, pünktlich zwischen 9½ Uhr und schutzlos der Willfür eines rückständigen, von furzsichtigen Pro- und 9% Uhr in der Bothalle zu fein und sich mit Kontrollkarten bei dem fitintereffen geleiteten Unternehmertums ausgeliefert sind. Dieses Kollegen Kaspar zu melden. Die Ortsverwaltung. Zentralverband der Maschinisten und seizer, Geschäftsstelle Groß- Berlin Unternehmertum, das nichts gelernt hat, meder wirtschaftlich noch Donnerstag, abends 6 h, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 24/25, Gaal I. politisch, geht jetzt zum Generalongriff über. Die Gewerkschaften Branchenversammlung aller in den Elektrizitätswerten beschäftigten, bei uns organisierten Kollegen. Tagesordnung: d. Bericht von der Iegten haben die Lehre des Ruhrkampfes und der Inflation nicht ver- ohnverhandlung und Beschlukfaffung. 2. Wahl der Branchenleitung, sowie geffen. Sie werden jetzt auch den letzten Mann aufrufen, um die der Verhandlungs- und Tariftommiſſion.". 3. Verſchiedenes. Wir bitten wir aahlreiches Erscheinen! Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt! Tarifverträge für Versklavung der Arbeiterschaft abzuwehren und im geeigneten bie gewerblichen Arbeitnehmer der Berliner Elektrizitätswerke AktiengesellAugenblid zum Angriff überzugehen. fchaft liegen gedrudt vor und find für Nichtvertrauensleute zum Preise von 15 Pf. pro Stüd bei au erhalten. Am Freitag, abends 6 Uhr, findet im Saal IV des Gewerkschaftshauses, Engelufer 24/25, unfere Generalversammlung ftatt. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht. 2. Diskussion. 3. Wahlen. 4. Ber fchiedenes. Pflicht eines jeden sienilfreien Kollegen ist es, pünktlich zu erSaverlands Festfälen, Neve Friedrichstr. 35, aberbs 7 Uhr. Tagesordnung: fcheinen. Ohne Mitgliedsbuch fein Butritt! Die Ortsverwaltung. AFA- Funktionär Metallindustrie! Freitag Funktionärverfammlung Stellungnahme zu dem Bergleichsvorschlag des NAM." Wenn die organisierte Arbeiterschaft durch ihre Haltung die Bewunderung der gesamten Kulturwelt und die Solidarität der Arbeiterinternationale hervorgerufen hat, so fann man nicht dasselbe von der Kampfesführung des bürgerlichen Kabinetts Cuno fagen. Troß aller Warnungen der Gewerkschaften und der Bereinigten Sozialdemokratie wurde der Kampf ausschließlich mit der Noten preffe finanziert. Unter diesen Umständen mußte er zusammen brechen. Der passive Widerstand war noch nicht aufgehoben, als schon die Industriellen zum General Degoutte pil gerten, um ihm ein schamloses Anerbieten zu machen. Wie der Rampf mit der Notenpresse auf Kosten der Verbrauchermassen geführt wurde, sollte der Frieden auf Kosten der Arbeitermassen mit dem Zehnstundentag abgeschlossen werden. Bon dem französischen General heimgeschickt, ruhten und rafteten die Schwerindustriellen nicht, um die Folgen der Inflation und der Niederlage im Ruhr fampf auf die Arbeiterschaft abzuwälzen. Bergeffen sind alle Be teuerungen von der Bolfsgemeinschaft", vergessen sind die tönenden Reden, in denen die Arbeiterschaft gefeiert worden ist. Heute steht das gesamte Unternehmertum im Kampf gegen die Arbeiterschaft. Die Inflation hat durch die Aushöhlung der Kauffraft der Ber brauchermassen eine beispiellose fatastrophale Wirtschaftskrise her vorgerufen. Während die Industrie spekulierte und die Spetulanten maßlose Gewinne einheimften, ist die Arbeiterschaft ausgeplündert worden. Dadurch und durch die Wirtschaftsfrise sind die Gewerfschaften in Mitleidenschaft gezogen worden. Diese durch den turzfichtigen Egoismus des Bürgertums geschaffene Wirtschaftslage des deutschen Volkes wollen die Unternehmer jetzt rücksichtslos ausbeuten. Das Programm, das die Stinnes und Klöckner dem General De goutte unterbreitet haben, soll durchgeführt werden. Das bürgerAbwehrfront der Transportarbeiter. Die Funktionäre der Berliner Berwaltungsstelle des Deutschen Berkehrsbundes fezten am Sonntag die am 17. Dezember vertagte Diskussion über das Referat von Klose„ Der Achtstundentag in Gefahr" fort. Bon allen Rednern wurde die Notwendigkeit anerkannt, in der gegenwärtigen Zeit, wo unsere Gegner am Wert sind, auch bie letzten fozialpolitischen Gesetze und Berordnungen zu beseitigen, alle Kräfte zusammenzufassen, um auch den letzten Mann zum Kampf gegen Kapitalismus und Reaktion zu gewinnen. Die Zeit bes Bruderstreites in den Gewerkschaften, die die Gegner zum Ausbau ihrer Organisationen benugt haben, muß vorbei sein; die Arbeiterorganisationen müssen wieder zu reinen Klaffenkampfor ganen werden. Die Auffassung der Funktionäre zu den von Klose behandelten der Resolution: Sie find ferner gewillt, die gleiche Entschiedenheit in der Abwehr tische Errungenschaften anzutaften. Um den Kampf, wenn notanzuwenden, falls versucht werden sollte, anderweitige sozialpoliwendig, durch Einfeßung aller erlaubten Mittel zum Austrag zu bringen, wird die sofortige Aufhebung des verschärf ten Belagerungszustandes versanat, damit sich uneinge schränkt die wirtschaftlichen Kampfmittel betätigen fönnen. Dormittag 10 Uhr in der Stadthalle, Klosterstr. 59, Ausgabe von Gutin Zentralverband bez Annestellten, Ortsgrupre Groß- Berlin. Für die Ver. Interefferte Witalieber wollen fich umgehend zur Teilnahme melben im Ber bandsmitglieder beginnt Anfang Januar ein neuer Buchführungskursus. bandsbureau, Belle- Alliance- Str. 7/10, und im Zweigbureau des Verbandes, Den Teilnehmern geht Benachrichtigung über den Kommandantenstr. 63/64. Beginn des Aurfus zu. hörige in den Betrieben erheben die Funktionäre die Forderung, An die Verbandsmitglieder und alle Berufsangediesen Kampf mit aller Eneraie taifräftig zu unterstützen und alles Berantwortlich für Politik: Craft Reuter: Wirtschaft: Artur Satenus; au tun, das geeignet ist, um den Ausgang des Kampfes zu sichern. Gewerkschaftsbewegung: J. Steiner: Feuilleton: Dr. John Schikowski: Lokales und Conftiges: Frip Raritädt; Anzeigen: Th. Glode; fämtlich in Berlin. starte und fampfbereite Organisation der Arbeitnehmer entgegenzu und Beslagsanstalt Baul Singer u. Co. Berlin SW. 68. Lindenkrake.§. Der kapitalfräftigen, Organisation der Arbeitgeber ist eine millens- Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S. Berlin. Drud: Vorwärts- Buchbruckerel stellen, die fest entichloffen ist, ihre Rechte bis zum Aeußersten zu verteidigen. Die Funktionäre fordern daher alle außerhalb der Sierzu 4 Beilagen. Fragen fand ihren Ausdruck in der einstimmigen Annahme folgen. Organisation stehenden Berufsangehörigen auf unverzüglich Die beste avlenis Die beste Sparsamkeit bleibt verständige Körperpflege, denn Gesundheit ist Reichtum, Deshalb ibre Vernachlässigung zeitigt kostspielige Folgen. macht sich zum Beispiel eine hygienisch vollkommene Zahnpflege vielfältig bezahlt, wird auch jedermann ermöglicht durch die maßvolle Preisgestaltung der verblüffend wirkenden Ebenso tragen Aufwendungen für vorbeugenden Schutz gegen die Ansteckungskrankheiten der rauhen Jahreszeit: Grippe, Diphtherie usw. hohen Nutzen. Solchen Schutz gewähren zuverlässig die auch gegen üblen Mundgeruch sicher wirkenden " Die am Sonntag, den 30. Dezember 1923, tagende start bedie Kampfreiben zu stärken und Mitglieder des Berbandes fuchte Funktionär konferenz des Deutschen Verkehrsbundes, Bezirk zur Beseitigung des Achtstundentages zu unterſtüken und die Gezu merden, um nicht ungewollt die Arbeitgeber in ihrem Kampfe Groß- Berlin, stellt die Tatsache fest, daß in allen Unternehmerfreifen famtarbeiterschaft durch ihr passives Verhalten in ihren Grundrechten bie ernstlichen Anstrengungen unternommen werden, um den beaufs ernstlichste zu schädigen. ftehenden achtstündigen Arbeitstag zu beseitigen. Grnstes der Situation völlig bewußt und erwarten daher, daß ihr Die Versammelten sind sich des Eine derartige Maßnahme soll ihre Durchführung finden, ohne daß Sammelruf in allen Betrieben das erforderliche Echo findet und dabei die bestehenden Tarifverträge und ihre Bestimmungen ge- jeder den Willen zeigt, sein Teil zur Abwehrbereitschaft mit bei ZAHN PASTA NIVODONT nügende Beachtung finden, ja, es besteht fogar in jenen Kreisen die tragen zu helfen." Absicht, vor Vertragsbrüchen nicht zurüczufchreden. Darüber hinaus bestehen Bestrebungen, die darauf schließen laffen, Ablehnung des Schiedsspruchs im Braunkohlenbergbau. nun auch die letzten Reste der Errungenschaften der Revolution auf fozialipolitischem Gebiete endgültig abzubauen. Die bisherigen bau in Cöthen am Sonntag wurde nach Referaten von) use mann In der Revierkonferenz für den mitteldeutschen BraunkohlenbergAnstrengungen beweisen, daß die Unternehmer alle Mittel einsehen Bochum und Behrend Halle und nach ausgiebiger Aussprache CALCIFORM- TABLETTEN und vor feiner Brutalität zurückschrecken werden, um zu ihrem Ziele zu gelangen. Die Funktionäre der im Handel, Transport, Berkehr folgende Entschließung einstimmig angenommen: und der Industrie beschäftigten Arbeitnehmer erkennen die dadurch Die am 30. Dezember in Cöthen tagende Konferenz der Organi- rote Hände, Frostbeulen erweist sich als wahre Wohltat geschaffenen drohenden Gefahren und erheben gegen jene Absichten fation und Betriebsvertretung des mitteldeutschen Braunkohlenbergden allerschärfsten Proteft. Die Funktionäre lehnen eine generelle baues ist nicht in der Lage, den Schiedsspruch vom 22. Dezember 1923 Arbeitszeitverlängerung, über acht Stunden täglich hinausgehend, über die Arbeitszeit anzunehmen. Die Annahme kann aus folgenden arundfählich ab und werden jedes Mittel anwenden, um beabsichtigte Gründen nicht erfolgen: Angriffe auf den Achtstundentag mit Nachdruck abzumehren. 1. Die Arbeitszeit für den mitteldeutschen BraunkohlenGegen andere unangenehme Kälteübel wie rissige Haut, die rasch und sicher helfende Frost-, Haut- und Wundsalbe( ca. 32 Proz. Cerussa, ca. 5 Proz. Camphor, synth., Man bestehe in allen einschlägigen Geschäften aut ca. 63 Proz. Vas. flav.) NIVODONT, CALCIFORM und CAMPHOLINT! Und man achte überall auf den Raben! QUALITATSMARKS RABE Inventum Ausverkauf vom 2.- 15. Januar Damenwäsche Damen- Kleidung Kleiderstoffe Herren- Kleidung | Taschentücher Taghemd mit Hohl saumLangette u. Trägern.... m. 2.25 Bluse after 2.90 aus farbig gestreiftem Zephir aus Taghemd Stick 3.00 Kleid bedr. Voll: 11.50 Beinkleid Ansatz mit Voile od. 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Politisierung und Radikalisierung der Beamten find men, nicht mit jener Schärfe geführt zu werden brauchte, die ich aften. Sie aber fönnen nur dort die parlamentarische sowohl durch die Art als auch den Inhalt der Regierungs- der Erbitterung der Betroffenen erst die politische Note ver- Bertretung ihrer Forderungen erwarten, wo die gleiche politik der letzten Monate mesentlich gefördert worden. Ber liehen hat. Nicht der Beamten abbau an fich ist Anlaß Grundeinstellung in bezug auf das Wirtschaftssystem vorhanbas nicht wahr haben will, soll sich in den zahlreichen Proteft zu der Protestbewegung der Staatsbediensteten( Arbeiter, den ist, und das ist nun einmal auf feiten der sozialistisch versammlungen der Beamten belehren lassen. Er wird er- Angestellten und Beamten) geworden, sondern die mit Rüd- orientierten Parteien der Fall. Diese Logit zu benutzen, um fennen müssen, daß auch in ihnen die kommenden Reichstags: fichtslosigkeit und unter Anwendung schrofffter Willtür geübte mit ihrer Hilfe die Berlegung der parteipolitischen Neutraliwahlen ihre Schatten vorauswerfen. Die Stimmung der Red- Handhabung dieser unseligen Abbauverordnung. Bie! tät" durch die freien Gewerkschaften festzustellen, ist abwegig, ner und Hörer ist politisch gefärbt. Was in jahrzehnte- mehr als das Eingeständnis, der Staat sei am Ende seiner solange nicht der Nachweis erbracht wird, daß die Zugehöriglanger Aufklärungsarbeit nicht erreicht werden konnte, be- finanziellen Kräfte und könne darum teine höheren feit zu einer politischen Partei entscheidend ist für die Aufginnt sich unter dem Druck beamtenpolitischer Regierungs- Löhne und Gehälter zahlen, hat die in öffentlichen nahme in die freie Gewerkschaft. Tatsachen werden steis här praris durchzusehen: die Erkenntnis, daß ohne Politisierung Diensten stehenden Arbeitnehmer die Tatsache in Erregung ter sein als theoretische Zwangsbestimmungen. Es ist nicht der Beamtenschaft ihr beamtenpolitische Erfolge versagt versetzt, daß oben und unten mit zweierlei Maß Aufgabe der freien Gewerkschaften, irgendeinen Parteizwang bleiben werden. Diese Erkenntnis fann zu einem politischen gemeffen wurde. Auch die Forderung einer Erauszuüben. Aber die heute in den freien Gewerkschaften orGewinn werden, und zwar nicht nur für die Beamten, sondern höhung der Mindestarbeitszeit von 48 auf ganisierten, nicht sozialdemokratifd) orientierten Mitglieder auch für die Allgemeinheit, wenn sie als Auftakt für den be- 54 Stunden hätte niemals die Ablehnung der Beamten wissen, von weicher Partei die parlamentarische Vertretung vorstehenden Wahlkampf benügt wird und bis zu seiner Aus- organisationen erfahren, wenn sie allein in der Sache begrün- ihrer grundsäglichen wirtschaftspolitischen Forderungen betragung die erforderliche Bertiefung erfährt. det gewesen wäre. Die Zustimmung der Beamtenvertreter sorgt wird, nicht, um dadurch die Gewerkschaft unter das Nicht übersehen werden darf in diesem Zusammenhang aber sollte die Plattform für das Auftreten der Regierung Joch" der Partei zu zwingen, sondern aus fachlichen Gründie Tatsache, daß sowohl prominenten Stellen der Reichs- gegenüber Arbeitern und Angestellten bei der Beseitigung des den, um gewerkschaftliche Erfolge zu erzielen. regierung als auch gewissen politischen Parteien die seit der Achtstundentages festigen das fonnten die Vertreter der Wenn die Beamten den, Mut aufbringen, sich auch unter. politischen Umwälzung der Novembertage des Jahres 1918 Beamtenorganisationen nicht mitmachen. Ueberdies würden einer seit 1920 geänderten politischen Kursrichtung als Ar auch von den Beamten angestrebte gewertschaftliche sie mit ihrer Zustimmung zum Neunstundentag die von ihnen beitnehmer zu fühlen, wenn sie erkannt haben, daß Berhandlungsmethode ein Dorn im Auge war. befämpfte Abbauverordnung mittelbar gefördert haben. das geltende Wirtschaftssystem lediglich als Ausdruck der Trok mancher Zugeständnisse haben sich diese Instanzen zu Diese Regierungsmaßnahmen lassen sich ergänzen durch politischen Machtverhältnisse zu werten ist, dann der grundsätzlichen Anerkennung der aus der politischen Um- zahllose Handlungen der Militärgemalt, von denen werden fie die politische Abwehr des gegen sie unternommestellung zwangsläufig sich ergebenden Methoden nicht bereit in den meisten Fällen neben den Gewerkschaften die politisch nen Generalfturms nur mit dem Ziel einer Aenderung dieser finden lassen. Daß die Zersplitterung der gewerkschaftlichen links orientierten Kreise- und unter ihnen wiederum nicht an Machtverhältnisse führen können. Borbedingung für diese geBeamtenfront die Ablehnung dieser Stellen erleichtert hat, soll legter Stelle die Beamten( siehe Thüringen)-betroffen werden. fchloffene Kampfführung in diesem Sinne ist die Revolu nicht geleugnet werden. Die Beseitigung der auf dem Boden der gekennzeichneten| tionierung der Köpfe, Um diese Aufgabe durchführen Typisch für die Stellungnahme der bürger- Maßnahmen sich entwickelnden Zustände ist nur im Wege des zu können; bedarf es feiner Neugründung von Parteien, sonlichen Parteien zu dieser Frage find u. a. die Ausfüh- politischen Abwehrkampfes möglich. Der schlagende Beweis dern lediglich der stärkeren Aktivität der Menschen in der rungen des Vertreters der Deutschen Volkspartei in der für die Richtigkeit dieser Behauptung läßt sich an einem Bei- Partei, die durch sie Erfolge erzielen wollen. Sigung des Haushaltsausschusses des Reichstages vom 7. Sep- ipiel erbringen. Schon im Sommer dieses Jahres hat die tember 1923, die sich mit der derzeitigen Neuregelung der Sozialdemokratie ein Steuerprogramm verBeamtenbezüge beschäftigte. Er bezeichnete den Reichstag treten, das unter dem Druck der nahenden Wirtchaftskatastrophe bzw. den Haushaltsausschuß als eine Jasagemaschine", da zwar auch von den bürgerlichen Parteien angenommen, fehr diesen Instanzen„ das Ergebnis der Berhandlungen zwischen bald aber der Berwirklichung entzogen wurde. Statt die Steuern Finanzministerium und Bersonalvertretung, die hinter ge- in mertbeständigem Gelde dort zu erheben, wo sie allein gezahlt Schloffenen Türen geführt würden, als fertige Tatsache vor werden konnten, in devisen- und substanzkräftigen Kreisen, Berfallserscheinungen und grenzenloser sozialer Not. Bir Das abgelaufene Jahr ist umschattet von wirtschaftlichen gelegt würde".„ Es sei höchste Zeit dafür, daß man in die wurde das Rentenbanksystem vorbereitet, deſſen zweifelhafte weinen ihm feine Träne nach, und man tönnte geneigt sein, Bahnen einer geordneten Finanzwirtschaft einzulenten menig Erfolge mir zurzeit genießen. Jedenfalls hat dieses System stens versuche." Diesen Ausführungen schloß sich der Vertreter nicht hindern können, daß die Finanzlage des Reiches sich diese schwarze Zeit des Niederganges zu vergessen, um jich der Deutschnationalen Partei an. weiter verschlechterte, so daß den Staatsbediensteten der lediglich mit dem Werdenden, der Zukunft, zu beschäftigen. Wer hinderte Reichstag bzw. Haushaltsausschuß daran, Wirklichkeit angepaßte Löhne und Gehälter nicht zugestanden Und doch sollte es heute mehr denn je die Aufgabe aller denkenfich aus einer„ Jasagemaschine" zu einem Nachprüfungs werden konnten. Auch der vorstehend geschilderte Borgang den Angestellten sein, gestützt auf genaue Kenntnis von Ber= instrument im positiven Sinne zu entwideln? Den Beamten fann mur als Ausschnitt eines Wirtschaftsgangenheit und Gegenwart die Wahrheit zu suchen wie den übrigen Arbeitnehmern wäre es durchaus erwünscht ystems verstanden werden, das im Interesse einer Minder- und daraus Schlüffe für ihre fünftige soziale Bewegung zu gewesen, wenn die ihrerseits im Reichsfinanzministerium be- heit Befigender geschützt wird, über die Interessen der Ar- ziehen. Stellen wir uns mit beiden Füßen auf den Boden des fundete Ablehnung der ihnen zugefertigten Hungerlöhne und beitnehmer aber zur Tagesordnung übergeht. Solange die wissenschaftlichen Sozialismus, indem wir Tatsachen und Zu-gehälter auf Grund objektiver Nachprüfung durch das Barla- Rentenbankgläubiger des Reiches mit ihren Trabanten die sammenhänge von 1923 sehen und erkennen, um so für 1924 ment auf dieser Seite Zustimmung gefunden hätte. Der Ton politische Macht perkörpern, wird feine Aenderung des den Weg ins Freie zu finden. macht die Musir. Die Beamten find hellhörig genug, um zu Systems eintreten. Darum hat es auch feinen Bert, über zu Bei folch rückschauender Betrachtung zeigt sich, daß es verstehen, was die bürgerlichen Parteien vorhaben: sie sollen niedrige Löhne und Gehälter immer nur zu flagen oder sich dem Kapitalismus in fünf Jahren nicht möglich war, und nicht nur in den Fragen der Besoldungspolitit hinter negativer Stritit zu verschanzen. Diese Methode ist die aus den Fugen geratene Weltwirtschaft ins Gleichgewicht wieder zurückgeworfen werden auf das obrigkeitliche Niveau. denen gerade" recht, die ihre Politie auf die Berteidigung des zu bringen. Alle Gewaltmaßnahmen gegen die Arbeiterklaffe Diese Herausforderung kann nur durch eine politische Antwort Profitsystems einstellen. Und das tun grundsätzlich alle bür- fönnen nicht darüber hinwegtäuschen, daß auch in Deutschgerlichen Parteien, weil sie die am Profitwirtschaftssystem land das Bersagen der fapitalistischen Birtschaftsmethoden Sie wird in unzweideutiger Form um so mehr erfolgen Interessierten in ihren Reihen haben. immer deutlicher und furchtbarer zutage getreten ist, die inneren müssen, als gerade die neuesten beamtenpolitischen Maß- Die Tatsache, daß auch in den Kreisen der Beamten die Widersprüche eines überholten Systems bloßgelegt sind. Die nahmen der Regierung ihr politisches System mit brutaler Erfenntnis wächst, daß die Lösung von Fragen der Welt- Angestellten und die übrigen Befißglosen sind dabei die LeidOffenheit flargelegt haben. Die im System begründeten anschauung erst mit der Entscheidung über das tragenden; sie sollten aber dennoch nicht vergessen, daß sie bei Schritte fonnte sie nur wagen unter dem Ermächti- Wirtschaftsfystem erfolgen wird, ist ein Lichtblick in aller Not die historische Mission haben, aus dem heutigen kapigungsgesetz und im Zeichen des Ausnahme- den Irrungen und Wirrungen der Beamtenbewegung. Die talistischen Chaos heraus an einem gemeinwirtschaftzustandes. Die Art, wie die Regierung von ihren in ihrem Rahmen gemachten Anstrengungen, das Los der lichen Aufbau tätig zu sein. Es mag gewiß angenehmer Bollmachten Gebrauch macht, wird von der gesamten Beamten zu verbessern, müssen erfolglos bleiben, solange die fein, Geschichte zu lesen, als selbst als Beitgenosse großen Arbeitnehmerschaft, und nicht zuletzt von den Beamten, politische Einstellung der Beamten unflar und unsicher ist. geschichtlichen Werdens inmitten einer solchen wirtschaftlichen abgelehnt. Auch die Geschichte des Beamtentums der Schon heute würde sich zeigen, daß tie Beamtenschaft in ihrer Umwälzung zu stehen. Die kommenden Geschlechter werden rüdliegenden Jahrzehnte weist Einzelfälle auf, in denen überwältigenden Mehrheit sich für die Umstellung der aber von uns erwarten, daß wir die Zeichen der Zeit erkennend Rechte der Beamten aus irgendwelchen Gründen, die, Wirtschaft im Sinne eines gemeinwirtschaftlichen Systems sozialistische Erfüllungspolitik zu treiben bereit waren. wie immer, durch staatspolitische Notwendigkeiten" gedeckt entscheiden müßte, wenn sie die Ursachen der in ihren eigenen Hier erwachsen den Angestellten besondere Aufwurden, abgebaut" worden sind. Der Vorstoß, der dies- Reihen fortschreitenden Proletarisierung richtig erfennen gaben. Ihre berufliche Funktion schafft die Voraussetzungen, quittiert werden. " Angestellte und Politik. Bon S. Aufhäuser. Yerlockend billige Preise Jedes Angebot ein Schlager 225 Kinder Schnallenstiefel aus fest. 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Angebot 2175 Stiller gestellten steht den Unternehmern an Aktivität auf dem politifchen Gebiet noch nach und versäumt damit auch gewerkschaftliche Erfolgsmöglichkeiten. So notwendig die Unabhängigfeit der Gewerkschaften gegenüber allen Parteien ist, wie sie in der parteipolitischen Neutralität der Berufsverbände ihren Ausbruck findet, so schädlich muß eine politische Neutralität der Gewerkschafts mitglieder wirken. von denen aus der Arbeiterklasse im ganzen Wirtschaftsführer Wenn Sozialismus und Gemeinwirtschaft im neuen Jahr ermachsen können. Die Entwicklung der deutschen Revolution aber mehr als Programme bleiben sollen, dann müßten gerade hat erkennen laffen, daß politische Machtpositionen nur zu hal die Angestellten als die berufenste Gruppe bereit sein, ihre geien sind, wenn die Arbeitnehmer vorbereitet sind, auch selbst werkschaftliche Arbeit durch genossenschaftliche BetätiTräger der Wirtschaft zu werden. Hier müssen die faufmänni- gung zu ergänzen. Die Techniker fönnen stolz darauf sein, daß schen und technischen Angestellten die noch recht sichtbaren es ihre Berufsgenossen waren, die z. B. auf dem Gebiet des Lücken in der deutschen Arbeiterbewegung auszufüllen suchen. Bauwesens durch die Gründung der Sozialen Bauhütten" Wenn man von den reinen Angestelltenbetrieben im Handel wirkliche Anfänge zur Sozialisierung geschaffen haben. Der und im Bankgewerbe absieht, aus denen bereits viel Kenntnis Genossenschaftsgedante sollte sich fünftig in der Warenvertei- Deutschland befinden, fann nur zugunsten der Arbeitnehmer Der verschärfte Klassenfampf, in dem wir uns heute in über die wirtschaftlichen Zusammenhänge vermittelt werden lung der Konsumvereine nicht erschöpfen. Es gilt vielmehr die ausgetragen werden, menn sich die wirtschaftlichen Kräfte auch tönnte, so braucht nur auf die Industrieangestellten verwiesen Brücken zu finden zur Produktion, das ist wirtschaftlicher So- politisch in den Parteien wiberspiegeln. Das Erstarten der zu werden, die einmal als Zeichner oder Ingenieur den Bro- zialismus. Hier eröffnet sich den Angestellten, frei von allen Arbeiterpartei im englischen Parlament zeigt die Berwirk duktionsprozeß Dorbereiten, zum anderen als Betriebs- Utopien, im neuen Jahr eine neue Welt. führer, Werkmeister den Produktionsprozeß organisieren, lichung dieses Gedankens. Die Entscheidung liegt hier, mehr um die Bedeutung der Angestellten für die Gesamtwirtschaft zu erkennen. Der fapitalistische Unternehmer hat den Angestellten eine foziale Stellung zwischen den klassen zugemutet. Die politische und wirtschaftliche Situation von 1923 hat indes mohl völlige Klarheit über die reinliche Scheidung der Besitzer von Produktionsmitteln, Grund und Boden und Finanztapital einerseits, der Besitzlofen andererseits geschaffen. Die Angestellten haben auch gewerffchaftlich die Konsequenz aus der Erkenntnis ihrer Klaffenlage gezogen. Die im Af Bund vereinigten Organisationen konnten den Mitbestimmungsrecht im Frühjahr 1919 behalten auch für die gesamte Arbeiterklasse Bedeutung. Die Anerkennung als Tarifkontrahenten fonnte den Angestellten trog aller Rückschläge der letzten Zeit nicht mehr geraubt werden. Auch das junge Jahr wird die Af- Bewegung auf dem Blane finden. ラ Der Erfolg alles gewerkschaftlichen und genossenschaftlichen als viele es annehmen, bei den Angestellten. Berschärfte ArSchaffens wird schließlich auch in Zukunft von den politischen beitsteilung und Konzentration des Kapitals in der Industrie Machtverhältnissen entscheidend beeinflußt werden. Im poli- bedeutet Bermehrung der Zahl von Angestellten und relative tischen Abwehrkampf gegen die Reaktion gehören die Berminderung der Zahl der Handarbeiter. Mögen die AnAngestellten in Reih und Glied mit den übrigen Klassengenossen gestellten die hier auf ihnen ruhende große politische Berantin die Arbeiterpartei, in die Bereinigte Sozialdemo- wortung erkennen und das ihrige tun, um die Sozialfratische Partei Deutschlands. Der Klassengegner demokratie zum herrschenden Fattorim polider Angestellten, das kapitalistische Unternehmertum, hat bei tischen Leben Deutschlands zu machen. den zurüdliegenden scharfen Kämpfen eine nachahmenswerte Intensität wirtschaftlicher und politischer Betätigung bewiesen, außerhalb des Barlaments in den großen WirtschaftsverbänBetrachten mir z. B. den Reichsverband der Deutschen Industrie und die Deutsche Bolkspartei, zwei organisatorisch voneinander völlig unabhängige Organisationen, so finden wir bestätigt, daß sich wirtschaftlicher und politischer Klassen Itampf gegenseitig ergänzen müssen. Die Masse der Ane Gegründet 1893. Stürmen des Jahres 1923 ſtandhalten. Ihre Kämpfe um das ben, innerhalb des Reichstags in den bürgerlichen Barteien. Großer Preisffurz unferer Fabrikate! Teppiche fauferstoffe Decken in nur erprobten Marken, Perser- u. moderne Muster in allen Größen bis 6x8 m. Ovale Teppiche, Brücken u. Vorleger, Perser Teppiche Auslegeware in Tournay, Smyrna- Velour, Bouclé, Kokos und Jute in den Breiten: 70, 90, 100 und 120 cm Divandecken bis zu 180 cm breit, Tischdecken in eckig und rund, Flügeldecken, Steppdecken, Daunendecken, Reisedecken SP Herren- Anzug- und Paletotstoffe m. M. 6, 8,- 32,15, Damen- Kostüm- und Ulsterstoffe= 5,- 7,- 10, Gabardine, Homespun, Velour de laine M. 4, 6, 8, Beste Fabrikate, Große Auswahl, Verkauf meterweise. Koch& Seeland G. m. b. H.. Gertraudtenstra Be 20-21, Gegründet 1893 Möbelstoffe Gardinen Bezugstoffe in Seide, Moquette, Gobelin, Rips Dekorationsstoffe in Seide, Kunstseide und Baumwolle Wollfriese für Tür u. 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Frau Riber wird wegen Diebstahls im Rüdfall zu flagten Heppner, Maslow, Roch und Baftian zu je einem Am 5. wird Franz Morvilius auf Roften ber Staatstaffe frei. Angeflagte Steinide wird zu 6 Monaten Gefängnis, die Angeangenheit, um fo mehr entschwinden fie tem Gebächtnis. Die Er fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Am 18. fand auf dem Friedhof Jahr, Buch zu 10 Monaten Gefängnis, zwei weitere Annet agte imerung formt fie um, und schließlich find selbst trübe Seiten zur der Märzgefallenen eine feierliche Krangniederlegung statt. Am 25. zu acht Monaten, zwei weitere Angeflagte zu je vier Monaten auten alten Zeit" geworden. Man hat die Zeitung ben Gefunden wurde der 300 nach fechsmonatiger Schließung wieder eröffnet. Gefängnis verurteilt. Am 15. brannten im Hamburger Gebiet in siger der Weltge'chichte genannt. Das ist nur bedingt richtig. Ueber 12 000 Besucher wurden an diesem Tage gezählt. Gegen Ende Scholenfleth bei Hasseldorf 24 Häufer nieder. Am 16. richtete ein luch bie Zeitung bringt aus der unendlichen Fülle ter Greignisse bes Monats wurden die ersten 100 000- Mart- Scheine ausgegeben. Ungewitter in Berlin großen Schaden an. Zahlreiche Bootsunglücke, bes Tages nur einen einen Ausschnitt, das was am allerwich Am 26. wurde in 3 widau der frühere Oberleutnant Köhn zu Higschläge und Todesfälle infolge Blizich'ages ereigneten sich. Am gften erscheint, unb menn fie jegt einen Ueberblid über bie Ge- 6% Jahren Gefängnis wegen Ermordung seiner Geliebten und 29. war in Berlin ein Sonntag ber Demonstrationen. Unter an Unterschlagung Derurteilt. hehniffe bes vergangenen Jahres gibt, so wird aus dem Abstand derem fand die große Rundgebung Jie wieber Krieg" statt. Am Preise: Die Eisenbahntarife wurden am 1. wieber um 100 Bros. 24. war die Ueberlandtelegraphenlinie Condon- Berlin- Teheran eraus, ber nun zu ten Ereignisfen gewonnen wird, noch vieles un erhöht: 4. Klaffe 16 M., 3. Klaffe. 24 M., 2. Stieffe 48 M., 1. Klaffe eröffnet worden. Die größte Eisenbahntatastrophe des Jahres eremähnt bleiben, was pielleicht einen Tag lang die Gemüter feffelte. 96 m. Straßenbahn am 1.: 250 M., Umsteiger 350 M. Martenbrot eignete fich am 31. bei reienjen. Infolge Ueberfahrens des Halte is werben im folgenden gleichfam nur Stichproben aus der großen am 9.: 900 R. Gas 700 M., Elefirizität 1200 M., Waffer 400 m. fignals fuhr ein D- Bug auf einen anderen Zug auf. Das Unglüd Renge aller Geschehnisse, die während eines Jahres mitgeteilt Dollarsfand im Monatsmittel: 21 190 m. forberte 47 Lote aurten, gegeben, und doch dürften fie genügen, um vieles non bem Ibentig merben zu laffen, mas in bunten Bilbern an uns vor berzog Januar. In ber Silvesternacht wurde der Snelber Misbah burch offänger ermordet, die er in feine Wohnung aufgenommen htte. In ben ersten Tagen bes neuen Jahres wurde Berlin burch len Streit der Markthallenhändler überrascht, der auch den Ma. Shrverluft verurteilt. iftrat zu Maßnahmen zwang, um die Lebensmittelver orgung ber Einwohner zu sichern. Auch über den Gegensatz zwischen Wer ten mo Krantenfaffen war zu berichten. Diefer Gegenjak hat während es ganzen Jahres die Deffentlichkeit beunruhigt. Am 6. wurde Mag Alante, einer der erfolgreichsten Wettfonzernbegründer, zu irei Jahren Gefängnis und 105 000 mt. Geldstrafe verurteilt. Am 3. wird Bernofat wegen schweren Diebstahls in 16 Fällen und fort. resetzten einfachen Diebstahls zu 10 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Am 14. ereignet sich in Chile ein großes Erdbeben, das ungeheuren Schaden anrichtete. Am 18. wurde Berlin nit ber 11- Uh- Bolizeiftunde und dem Verbot aller Tan luffbartelten Seglückt. Am 23. werben tie Angeklagten Paffarne und Selzer zu a 5 Jahren Zuchthaus und Frau Spanier zu 3 Jahren Buchthaus serurteilt. Men drei Angeflagben werben weiter die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren aberkannt. Am Bor. mittag bes 2. ftitrate bei dem Umban des Moff- Haufes in der Jerufalemer, Ede Schüßenstraße, eine Decfe ein. Sämtliche Stod. werke wurden durchschlagen, 13 Menschen fanden den Tod. 10 wur ben mehr cbe minder schwer verletzt. Am 29. wurde die Nord- Süd eröffnet. De erfte Zug für den allgemeinen Berfehr verließ am 30. m 5 45 noraens den Bahnhof. Brelse: Straßenbahn: 17. Januar 100 m., 30. Januar 150 m. Hochbahn: 22 Jannar britte Klasse 40 unt 60 m., zweite Klaffe 60 urs 80 m. Der Brofpreis steigt von 450 m. am 6. Januar auf 1000 m. am 1. Januar. Dollarstad im Monatsmittel: 17 972,40 m. Februar. 2m 2. erfanften über 200 Derionen in Freienwalbe an Fleischvergiftung. An 5 murbe ein großes Erdbeben im Stillen Dean gemeldet, bei bm die berühmte Ofterinfel gugrunde gegangen fein fofte. Um 7. burde von Bubenhänden der Friedhof der Märzgretalleren gefchabet. Um 9. war bie Berpaturg der Berliner Säfen befchloffem 23. begann das große Sechstagerennen im Sportpalast ufende pilgerten zu biefer Beranstaltung. Am 25. fand der erste Besirtsparfeitag der Berliner Organisation nach ber Einigung ftatt Geneffe els referierte über tie politische Lage. Die Gen. Siegel, Rünstler und einig wurden zu Borligenden ewählt. Gegen En'e bes Monats murbe eine leb. hafte Bropaanda für einen Mieterstreit eröffnet. Die Hauptorgani fahon ber Jieter lehnte biefen Streit ab. Bom 25. Februar bis 3. März fap in Berlin der Reichsfiedlungsfag statt. Brei'e: Am 1. Februar wurden die Eisenbahnfahrpreise um 100 Broz. rhöht. Bierte Kaffe 8 M., britte Klaffe 12 m., zweite Riaffe 24 und erfte Stiofie 48 M. Martenfreies Brot am 3. Februar 220 Gas 420 M.. Waffer 200 m. Dolloffand im Monatsmittel: 27 917,71 m. 61] Copyright Georg Müller, Mülachen. Die Lofolfischer. Roman von Johan Bojer. Ee fegelten noch immer. Aber Lars hatte bas Gefühl, baß nicht mehr über das Meer hinfuhren, sondern durch eine Jefpenfterwelt, wo Bafferrauch und Bogen ihnen wie April. Um 7. ftarb ber frühere Bürgermeister Reide. Am 10. wurden nach langen Rämnfen fleben weltliche Schulen in Berlin eröffnet. Am 14. ereignete fich auf dem Tempelhofer Felde anläßlich ber Des monstration des Blanes, einen Flughafen zu eröffnen, eine Flugzeugfatastrophe, die brei Tobesopfer, unter ihnen Genoffe Stadtrat Bößer, forderte. Preise: Martenfreies Brot am 30. 2000 m., Vollmilch am 2. 860 D., am 30. 960 M. Brifefis am 3. 6130 M. Gas 650 M., Waffer 350 M., Elektrizität 1050 M. Straßenbahn am 1. 300 m. Dollarfland im Monatsmittel: 24 456,56 m. adal 6 Mai. Der 1. Mai wurde von der Arbeiterschaft in gewohnter Weise feftlich begangen. Am 4. wurde die Freizügigkeit der Kohlenfarie eingeführt. Am 6. fand der Maijugendtag statt. An eine Demonftration im Luftgarten schloß fich frohes Spiel im Walde von Sadowa. Am 14. starb Genosse Walded Manasse zu Pfingsten am 20., begann in Hamburg der Kongres zur Schaffung einer einigen fozialistischen Internationale. Am 24. wird Franz Wojak wegen Be fruges in ficben Fällen, Bestechung und Bergehens gegen das Gejek über den unlauteren Wettbewerb zu einer Gefamiftrafe von vier Jahren Gefängnis, 50 Millionen Geldstrafe und fünf Jahren Ehr verluft verurteilt. Preise: Straßenbahn ab 25. 400 M. Bollmilch 960 M. Martenbrot 956 M. Martenfreies Brot 2200 m. Gas 650 M. Waffer 360 m. Elektrizität 1050 mt. Dollarfland im Monatsmittel: 47 760 m. Juni. Preise: Martenfreies Brot am 16. Juli 21 000 m., am 26. Juft 31 000 0. Martenbrot am 2. Juli 11 000 m. Britetis ab Lager am 3. Juli 26 830 M. je Zentner, am 11. Juli 39 600 D. Straßen. bahn am 2. Juli 1500 M., am 25. Juli 6000 M. Einfacher Fernbrief ab 1. Juli 540 m. Dollarfland im Monatsmittel: 353 412 m. Auguft. Deutsche Bolt litt, die schon mehrfach zu Leuerungsunruhen geführt Die ftändig fortschreitende Gelbentwertung, unter ber bas hatte, macht sich in diesem Monat durch ein unerhörtes un izhen der Preife bemerkbar. Diese Entwicklung fürbt dazu, daß Deutch land zum teuersten Cand der Welt wird. ein Land, in dem die Ardentlich fief steht. So entstehen in der Mitte des Monats Tene. beitslofigfelt wächst und in dem die Kauffraft der Löhne aukerorrungsunruhen in Berlin und anderen Städten Deutschlands. Arbeitslose fordern in den Geschäften Lebensmittel. Gegen diese Mot treten die Feier des Verfassungstages am 11. und selbst die zur Umorganisierung des Berkehrsunternehmens am Sonntag, den 19., erfolate Stillegung der Straßenbahn, bei der zahlreiche Angestellte entlassen wurden, in den Hintergrund. Am 16. wurde die sehnte Wiederkehr des Todestages unferes unvergeßlichen Auguff Bebel im Reichstage würdevoll cefeiert. Am 20. nahm die Straßenbahn den Berkehr wieder auf. Der Kahroreis, der am 1. noch 10 000 m. betrug, war jetzt auf 100 000 m. feftgelegt. Breife: Boittarife: Amm 1. Auguft ein einfacher Fernbrief 1000 Mart, am 20. Auguft bereits das 3manziofae aleich 20 000 m. Gifenhahntarif: Am 1. August in der 4. Stoffe 330 m., 3. Klaffe 500 M., 2. Kaffe 1600 M. und 1. Riaffe 3200 M. Am 20. Auguft Erhöhung diefer Kilometerpreise um 900 Prog. Martenbrot: m 1. August 12 000 m., am 27. Auguft 330 000 m. Martenfreies Brof: Am 1. Auguft 580 000 m., am 30. uouft 560 000 m. Bol! milch am 20. 2ft 120 000 M. Cas und Wafer am 19. August 206 000 m. Britetis am 20. August 1691 000 9. Hochbahn am 3. Auguft in der 3. Klasse 5000 und 7000 m., 2. Klaffe 7000 unb 9000 m., ma 29. Auguft in der 3. Klaffe 60 000 und 80 000 22., Dollarfland im Monatsmitter 4 620 500 Zit. Am 2. ereignete fich auf dem Lehrter Bahnhof ein fchweres Eisenbahnunglüd. Ein Stellwert wurde von einer Lokomotipe in folge falscher Weichenstellung zerstört. Smei Tote, vier Schwer. perlegte blieben auf dem Blake. Am 3. wurde im Sportpalast eine Mittelstandsausstellung eröffnet. Am 17. erfolgte die Uebergabe bes Bolfsparts in der Schönholzer Heide an die Deffentlichkeit. Am 2.' affe 80 000 und 100 000 m. 19. begrub die Cava des Aetna die Ortschaften Biccioli, Bal. Iamolete und Ferro. Das Städtchen Linguagloffa war ihrer bedroht. Am 20. murde die Walter- Rathenau- Stiftung der Deffentlichkeit übergeben. Am 25. murde Häußner wegen Ermorbung der Verkäuferin Anna Deliner zum Tode verurteilt. Am 30. wurde der Berliner Gemeinbeetat abgelehnt. Breife: Martenfreies Brot am 2. 4500 m., am 30. 10 000 mt. 1 Liter Milch 1300 M. Straßenbahn am 11. 600 m., Hochbahn am 26.: 3. Klaffe 600 und 800 m, 2. Klaffe 800 und 1000 m. Dollarfland im Monatsmittel: 109 996 2. Juli. September. m Am 1. ftellen die Broffommiffionen ihre Tätieteit ein, 2. vernichtete ein Erdbeben in Javan die Stäble Jokohama and Tolio. Hunderttaufende verloren ihr Leben. Am 3. wurde der Berliner Westhafen dem Verkehr übergeben. Am 6. ereignete fids zwischen Wunsdorf und Seelze bei Hannover ein Eisenbahnungid Zwei D- Züge waren aufeinander gefahren. 18 Tote, 8 Schmerund 11 Leichtverlette waren zu beflagen. Am 9. begann ber Betfiner Bezirksparteltag, der an drei weiteren Sonntagen fortgefekt, am 21. Ottober fein Ende fand. An Stelle des bisherigen Bor Am 6. wurbe der zweite große Wefftonzerngründer Köhn zu ftandes wurden die Genossen Künstler, Lible und Nieder4 Jahren Gefängnis, 5 Jahren Ghrverluft und 100 000 m. Getbola gewählt. Am 15 schieb unfer alter Cenoffe Wilhelm Pfann ftrafe verurteilt. Am 7. ereignete fich auf der Ringbahn zwischen fuch aus dem Leben. Am 16. nahmen Plünderungen von KartoffelGeneral- pape- Straße und Schöneberg ein folgenschwerer 3ufam fefbern in der Nähe von Berlin, insbesondere in Brik. einen großeit menftoft. 2 Berfonen wurden schwer, 60 feicht verlegt. 1 Lokomotive Umfang an. Am 20. wurde der junge v. Kachne auf Bekom wegent und 5 Wagen wurden aus den Schienen geworfen. Am 8. bestand Mißhandlung und Beleidigung au 9 Moraten Gefängnis unb bie Berliner Straßenbahn 30 Jahre. Am 9. und 11. fanden in No. 600 000 m. Geldstrafe verurteilt. Am 22. starb der Stadtverordnete loren, aber jest fißen fie rittlings auf dem Riel und flammern| nächsten Augenblic schoß der Maft aus der Tiefe empor. fich feft, um nicht weggespült zu werden. Aber diesmal hatte Kristaver einen schlimmen Fehler be Kristaver merkt, daß Lars hochgekommen ist, und doch gangen. Er hatte die Wanten leewärts getappt. Der Mait entringt sich ihm ein Schrei:„ Bist du da, Lars?" Ja, Bater." Halte bich gut feft." Ja, Bater. Aber es fehlte ein Mann, unb jekt fekt wird ein grün und weiße Ungeheuer nachjagten. Sie heulten und Wafferstiefel gegen ben Bootsrand geschleudert. Kristaver fchluen nach ihnen, schwangen sich in wildem Todesreigen, padt ihn und fällt dabei fast vom Riel herunter. Aber es ist ftüren fich auf das Boot, von hinten, von oben, von der Raneles Gomon, den er heraufzieht, und der Bursche regt sich Seit sie tauchten aus der Tiefe auf und tanzten mit schau- nicht, er muß gegen das Boot geschleudert sein, so daß er bemenen Fragen umher, fie umringten das Boot, fie waren wußtlos ist, er macht teine Anstalten, fich festzuhalten. Aber übell. Und der Bater stand am Steuer und hielt fie fich es fiel Kriftaver nicht ein, ihn loszulassen, er flammerte sich immer noch vom Leibe. Wie langs würde er das fertig mit der einen Hand an den Riel, wenn auch die anderen brigen? Die'e Nacht ist lang. genug damit zu tun hatten, sich mit beiden festzuhalten. Rriftaver Spülten immer wieder die Bogen über den Ro: meg und fie stürzten sich über ihn, daß er fast ins Wanfentam. Jezt aber begann er das Boot zu lieben. Es gab fo seich nach, es nahm die unglaublichsten Wellen, und er hat es am liebsten gestreichelt wie ein gutes Pferd oder geruh: But fo, Robbe"!" Ein gefentertes Boot auf dem Lofotmeer, das ist etwas ganz alltägliches, und das wußten sie. Sie wurden weiter geschleudert, hoch empor auf die Rämme und tief hinein in die Wellentäler. Es war fo alltäglich, in einer folchen Nacht umzutommen, und das wußten sie. Und doch flammerten fie fich fest, weil jede Sefunde eine Sefunde mehr zu leben war, und sie schrien um Hilfe, wild, jammernd, und bei allen war es der gleiche Schrei: Herr Gott, hilf! Hilf!" Konnte der Sturm noch schlimmer merben? Es war, als bete der rauchende Himmel in großen Rissen, aus denen Fer hervorzungelte. Die langen, gelben Unwetterlichter am Jede neue Woge, die ihnen enigegenschäumte, war viel Simel warfen feltfame Flammenftreifen auf das rauchende leicht der Tod, und unwillkürlich beugten fie Kopf und OberMer. Wenn sie auf einen Wellenkamm hinaufpflügten und förper, um den Anprall abzufchwächen. Sie schrien wieder, sie De der rafenden Fahrt der Bogen mitgeriffen wurden, dann wußten, an Rettung war nicht zu benten, aber fie schrien aus fan das Boot felber fich aus dem Meere emporzuheben und cinem Entfehen heraus, das die Vernunft übertäubt, fie schrien inver Luft zu fliegen, es war, als verliere logar der Riel bie mie Tiere, bie fühlen, wie das Messer sich in den Leib bohrt, Blung mit dem Meer, als verliere das Boot den Halt, an fie übertönten einen Augenblick den Sturm, aber niemand bi es fich anflammern mußte. Und in einem solchen Augen antwortete. bt geschah es, daß bie Robbe" vornüber in ein Wellental hunterfuhr fich bann gegen den Wind drückte und fentre. Die Wellen chlugen darüber hin, aber jetzt war der Sl nach oben gefehrt. mts mehr. Es ertönte ein Aufschrei von fünf Männern, als fie um fargen. Sturm und Meer verschlang ihn, dann war O bod, ba bingen schon zwei in den Wanten. Die See rft das Boot vor fich her, und zwei, bie barunter gewesen rren, schießen vor und hängen sich an der anderen Seite an Schote. Wo ist ber fünfte? Halb bewußtios werden fie auf das Boot hinaufgeworfen. haben Waffer gefchludt, find mit dem Kopf gegen Wellen Boot geprallt, fie haben Fäustlinge und Südwester Der schoß an der Windseite empor, und jetzt wurde er tatsächlich von einer Welle auf das Boot geschleudert traf der Mast einen von ihnen, so war es der Tod. Er fonnte mit einem einzigen Schlage fie alle fünf in die Tiefe fegen. Nein, der Schlag traf das Boot, daß der Rumpf dröhnte, aber jetzt glitt er zurüd, um auf einer neuen Welle Straft zu sammeln.„ Hait mich fest!" rief Kristaver, und wieder stand er mit dem Kopf nach unten in einer Welle und fappte die Banten auch auf der anderen Seite. Jest war der Mast frei. Er schlug noch einmal gegen das Boot, ohne aber einen von ihnen zu treffen, mich von neuem zurüd und glitt, das eine Ende in der Luft, in die Wellen hinein; bann verschwand er im Gischt, und Kri staver fah ihn niemals wieder. Jezt wurde das Boot ruhiger, die vier Männer ritten auf dem Riel und hielten den fünften zwischen sich. Erst jetzt fühlten fie, daß fie vom Seewasser durchnäßt waren, daß ihnen vor Frost die Zähne flapperten, und daß Gi'cht und Wasser fie blind machten, faum fonnte einer ben anderen sehen. 30. Sie wußten nicht, wie lange sie hier umhergetrieben waren, als sie im Dunkeln einen Ruf zu hören glaubten. Gie fchrien zurüd, sie heuften um Hilfe. Und in dem gelben linwetterlicht, in dem die Boote dahinschäumten, fahen fie etwas, was fein gefentertes Boot war, es war ein Stüd Segel, ein Boot, das auf sie zugejagt fam, Rettung! Sie schrien wieder wie Menschen, die um ihr Leben flehen. Jetzt wurde das Un wetterleuchten stärker um fie, und in diefem gelben Flammen schein flog das Boot dicht vorbei, es war ein Kamerab, es war Und noch immer faßen fie hier alle fünf, die Waffermaffen Per Suzanfa. Er hatte wohl ret'en wollen, fie fehen ihn brachen sich unausgefekt über ihnen und schleuderten sie hier wenige Rlafter entfernt am Steuer stehen, er starrte zu ihnen hin und dorthin in der Finsternis. Aber jetzt fiel Kristaver ein, hinüber, er fchrie, aber bei diesem Seegang würde ja fein daß das Boot ruhiger gehen würde, wenn er die Wanten an Boot an dem gefenterten Schiff zerschellen, das sah der Alte der einen Seite tappen tönnte, so daß der Mast oben schwamm. ein, und deshalb mußte er sich in Sicherheit bringen und Halt ihn fest!" rief er Henrit Rabfen zu und schob ihm Ra meiterfahren. Und als er nun die Rameraden dem gewissen neles Gomon hinüber. Henrik padte den halbtoten Rameraden Untergang überlassen mußte, brehte er ben Kopf und fah fie. und hielt ihn. Halt mich am Stie el fest!" rief Rriftaver Arnt an, und es entrang sich ihm ein Schrei, in den alle bei ihm ajan zu, der fofort die eine Hand losließ und den Boots an Bord einstimmten,- als bäten fie um Bergebung, das führer beim Fuß padte. Nun zog Kristaver das Dolchmesser fie doch zunächst sich selber retten müßten. Und die auf dem und ließ fich an der Seite heruntergleiten. Er glitt topfüber Bootstiel verstanden das, und sie schrien weh und fam in eine oge und hörte Lars noch rufen: Bater, gib acht!" mernb. Jm nächsten Augenblick war Ber Suzanja mit seinen Aber jegt fam er wieder auf den Kiel herauf, das Meffer Leuten in Nacht und Bogen verschwunden. zwischen ben Zähnen, bie Banten waren gelappt, und im ( Fortfehung folgt:) befunden worden. Diefer Wahrspruch wurde tassiert. Am 19. er. 29 Genoffe Subfe, der sich auf bem Gebiet ber Hinterbliebenenfürforgeordnung ben Bahrspruch der Geschworenen, bie fich zuungunften zehnts, bie in der Gründung des Deutschen Reiches gipfelten, und verdient gemacht hatte. Am 27. wird über ganz Deutschland der eines Angeklagten geirrt hatten. Es handelte fich um die Ermordung die sozial- hygienischen Reformgedanken, die in dem für ganz Detfó Belagerungszustand verhängt. Am gleichen Tage wird die große der Portierfcau Raeckling durch die Bitwe Stabernad und den land vorbildlichen Riesenunternehmen der Kanalisation ihren ichtAutoausstellung in der Halle am Kaiserdamm und im Sportpalaft Rohlenbrenner Juft. Frau Stabernad erhielt 4 Jahre 1 Woche barsten Ausdrud fanden, ließen bald das Wert von 1860 als un cröffnet. Am 28. teilt die Reichsversicherungsanftoft die Einstellung Buchthaus, Juft war von den Geschworenen des Mordes schuldig genügend erscheinen. Doch der Plan des Oberbürgermeters aller Heilverfahren mit. Am 29. erläßt das preußische Staatsmini fterium einen Aufruf zur Durchführung einer Boltsjpeijungsaffion. einete fich in Kolumbien ein schweres Erdbeben, das mehrere Ort Hobrecht, burch die lofere Form einer Broving Berlin mit finer Am gleichen Tage murde der Angeklagte Paul Radom megen Er- fchaften zerstörte. Am 20. wurden drei Berliner Zeitungen weiteren Umgebung zusammenzufügen, scheiterte an persönlhen mordung jeiner Ehefrau im Grunewald zum Tode und zu 9 Mona Tageblatt", Bolfszeitung"," Morgenpoftw- gen Beleidigung und fachlichen Widerständen. So schien denn wieder nichts antres ten Gefängnis verurteilt. des alten v. Kachne zu je 500 Goldmart verurteilt. Am 1. Weih- als eine Eingemeindung übrig zu bleiben, weniger im Intesse nachtsfeiertag überfuhr bei Oranienburg ein Zug infolge dichten ber reichen Innenstadt als in dem der Bororte, die damals größer. Schmeetreibens das Haltefignal. Er fuhr auf einen anderen Zug teils den an sie gestellten großstädtischen Aufgaben nicht gewagen auf. Die Katastrophe forderte einen Toten und vier Schwerver- maren. Dies waren die Motive für den Eingemeindungsvorsdag letzte. In den letzten Tagen des Monats wurde die Krolloper, Deutschlands größtes Opernhaus, in Berlin fertiggestellt. Am 24. des Ministers v. Herfurth vom Jahre 1891; der Borschlag begegebe wurde das ehemalige deutsche an Frankreich abgelieferte 3eppelin- in Berlin natürlich nicht einer begeisterten, aber anfangs eier luftschiff Digmulden" abgetrieben. Es ging mit 50 Mann Befagung großzügigen und opferbereiten Stimmung, die bei der Stadingverloren. ordnetenversammlung auch nie erloschen ist. Dagegen wollte r Die Preise unterlagen im Berhältnis zu den früheren Monaten Magistrat unter seinem neuen Oberhaupt Belle das finanzielle nur geringen Schwantungen. Sie haben die Vortriegspreise bei filo der Einverleibung des umfangreichen Gebietes nicht übe weitem überschritten, die Löhne haben dagegen im allgemeinen die nehmen. Gleichzeitig fiegte auch die schon früher aufgetauchte Jde, Borfriegshöhe nicht erreicht. Die Goldmarfrechnung wurde allge. Berlin nicht weiter wachsen zu lassen, sondern es mit einem„ Krage ntein. So foftete ein Zentner Britetis am 10. 1,73 Goldmart, der blühender Bororte" zu umgeben. Daß diefe Idee an einem innem Brotpreis fant am 19. auf 64 Goldpfennige. Ein kleiner Weihnachtsbaum foftete 2,60 Mart. Zahlreichere Hilfsorganisationen im Ausland, insbesondere in Amerita, Dänemart, Schweden, Holland und Dfterreich sinderten die infolge der Inflation und Arbeitslofigkeit oft ins Grenzenlose gestiegene Not. Dollarfiand: Stabil 4,2 Billionen. Preise: Martenfteles Brot am 1. September 900 000 D., am 28. September 10 millionen Mart. Martenbrot am 3. September 520 000 m., am 30. September 18 Millionen Mart. Bollmilch am 3. September 400 000 m. am 80. September 8 Millionen Mart. Gas und Waffer am 30 September 11 Millionen Mart, Eleficigität 22 Millionen Mark. Straßenbahn am 10. September 350 000 m, am 30. September 4 Millionen Mart. Hochbahn am 4. September 3. Alaffe 90 000 und 120 000 m., 2. Klasse 120 000 und 150 000 m., am 23. September 3. Klaffe 2 und 3 Millionen, 2. Klasse 3 und 4 Millionen Mart. Dollarsfand im Monatsmittel 98 860 000 21. Oktober. Am 4. wurde v. Starehne Jen. von der Anklage, den Lehrling Laafe erfchoffen zu haben, freigesprochen. Am 13. wurde der Arbeiter Mischke, der feinen elfjährigen Sohn in den Tellowtanal geffoßen hatte, gu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Am gleichen Tage führen die Banten die T- Mart ein, sie vermindern dadurch die Zahl her Rullen bei jeder Celbfumme um brei. Am 15. wurde die freie Brofwirtschaft eingeführt. Am 16. fanden vor dem Berliner Rathaus Demonftrationen statt, gegen die die Polizei einschritt. Die Preisentwidlung geht in rafenber Cile aufwärts. Die Preise werden täglich erhöht. Der Gang dieser Entwicklung möge bei dem martenfreien Brof gezeigt werden: Am 3. 24 Millionen, 4. 30 Millionen, 5. 37 Millionen, 6. 44 Millionen, 10. 76 millio ment, 11. 110 Millionen, 12. 250 Millionen, 13. 340 Millionen, 19. 620 Millionen, 20. 1 Milliarde, 22. 2.5 Milliarden, 23. 5,5 mil liarden, 24. 7,5 Milliorben, 25. 10 milliarden. Gas und Waffer am 8. 30 Milliarden, am 29. 2,9 Milliarden. Elektrizität am 8. 60 Millionen, am 29. 5,8 Milliarden. Brifetts am 3. 142.630.000 Mart, am 29. 26,52 Milliarden. Straßenbahn am 8. 10 MillioBiberspruch tranfte, bewies die Regierung felbst, als fie 1911 in Swedverband ins Leben rief, ein Kompromiß zwischen ihren pu tischen Tendenzen und den wirtschaftlichen Bedürfnissen. Für de Aufgaben, die der Weltkrieg an das gewaltige Menschenzentrum m Herzen des preußischen Staates ftellte, war der Berband nicht je eignet. Die Stadt Berlin und die ihren Spuren folgenden Borete mußten einzeln mit fofibarem Kraft und Zeitverlust die friegsm fchaftlichen Aufgaben lösen, so gut es eben ging. So bedeutete ie Schaffung gen; nur die Form der Zusammenfügung von Innenstadt ud Funktionär- Versammlung foffung des größeren Berlin eine Konfequenz der Striegserfahrm. nen, am 27. 1% Milliarden. Hochbahn am 10. in ber 3. Klaffe Tagesordnung:„ Goldmieten und Wohnungswirtschaft. 6 unb 9 Millionen, 2. Klaffe 9 und 12 Millionen, am 27. in der 3. Klaffe 1 und 1% Milliarden, 2. Klasse 1% und 2 Milliarden. Einfacher Fernbrief am 20. 10 Millionen. Dollarjiand Im Monatsmittel 25 260 200 000 m. November. das die Reichshauptstadt barstellt. Gewaltige wirtschaftliche, fozide aller Partei- und Gewerkschaftsfunktionäre, Abteilungs. Außengemeinden war bis zulegt umstritten. mietervertreter, Wieterbeifiter u. fonftiger im Mieter- u. Das Gesetz vom 27. April 1920, on deffen Grundgedanken hete Wohnungswesen tätig. Mitglieder d. VSPD. Gr.- Berlins höchstens vereinzelte Bezirke an der Peripherie aus felbfüchtign am Donnerstag, den 3. Januar, abends 7, Uhr, in Motiven rütteln wollen, bedeutet den Abschluß eines langn den Germaniafälen"( großer Saal), Chauffeeftr. 110 Rampfes um bie beste Organisationsform des einzigartigen Gebilds, und fulturelle Aufgaben harren des neuen Berlin. Es ist zu hoffe, daß auch im neuen Schr bei allen maßgebenden Stellen stets de Gabanfe lebendig sein wird, daß es sich bei den Fregen nach den Umfange Berlins nicht um Conderinteressen irgendwader fleinere Kreise handelt, fondern darum, wie am besten eine 4Millionen- B Dölferung gefund, träftig und leistungsfähig erhalten wird. Dr. Ernst Kaeber, Archivar der Stadt Berlin. Die Maßnahmen der Reichsregierung. Referenten: Genossen Dzient, Vorsitzender des deutschen Mieter bundes, und Stadtrat Rofin, Wohnungsbezeinent. Anschließend Aussprache. Dhne Funktionärfarte und Mitgliedsbuch fein Eintritt! Der Bezirfsvorstand. Berlins Werden. Das mittelalterliche Berlin, ganz auf Selbstbehauptung im der führenden Bürgerschicht Handel und Landwirtschaft. Denn im Besige der Patrizier, deren Hauptberuf der Handel war, stand auch das reiche Aderland, das neben Wiesen, Weiden und Wald in einem breiten Gürtel das Stadtgebiet umgab und es unabhängig von der landwirtschaftlichen Produktion der Nachbardörfer machte. Gegen Ende des Mittelalters und im Beginn der Neuzeit verschob sich der Charakter Berlins im Zusammenhang mit den Wandlungen des Berkehrs, Am 1. wurde bie Zahl der Personenzüge um ein Fünftel vermindert. Am 3. ftarb unsere Genoffin Gertrud Zuder. Sie war Stadtverordnete und hatte sich um den Ausbau des Arbeitsnachmeis mefens verdient gemacht. Am 5., 6., 7. und 8. große Teuerungsunruhen in Berlin, die zu einer antisemitischen Bewegung aus. arten und auch in den folgenden Tagen fich noch bemerkbar machen. 2m 12. starb Genosse Offo Heinrich, Mitglied des Parteivorstandes. Am 13. wurde der Engländer Jellin und feine Beliebte Mariansti, eben erst erschlossenen Kolonialland gestellt, vereinte in der Hand die angeflagt waren, den Amerikaner Nomal ermordet zu haben, wegen Hehlerei zu 1 Jahr bzw. 3 Monaten Gefängnis verurteilt. 2m 15. pelangte die Rentenmart zur Ausgabe. Die Aufwärtsbewegung der Preise wird etwas langsamer, die Milliarden- und Billionenziffern verschwinden allmählich. Die Goldmarfrechnung feht sich durch. Am Broforels möge wieder ber Tanz Der Preise gezeigt werden. Ein Brot foftete am 3. 25 Milliarden, am 5. 140 Milliarden, am 6. 80 Milliarden, am 8. 100 Milliarden, cm 10. 120 Milliarden, am 13. ein weißes Brot 130 Milliarden, ein buntles 115 Willicrben, em 14. meißes 170 Milliarden, dunkles 140 Milliarden, am 21. weißes 84 Goldpfennige, dunfies 77 Gold pfennige, am 29. weißes 100 Goldpfennige, duntles 84 Goldpfennige. Gas und Waffer am 2. 6,5 Milliarben, am 22. 210 Milliarden. Elektrizität am 2. 13 milliard, am 22. 420 Milliarden. Straßenbahn am 1. 2 Willarden, feit dem 22. Movember 150 Milliarden. hochbahn am 1. in der 3. Klaffe 1% und 2 Milliarden, 2. Klaffe 2 und 2% Milliarden. Seit dem 22. in der 3. Klaffe 100 und 150 Milliarden, 2. Klaffe 150 und 200 Milliarden. Ein einfacher Jernbrief am 1. 100 Millionen, am 26. 80 Milliarden. Briketts: am 2. 82,610 Milliarden, am 21. 1,911 Billionen. Dollarsfand im Monatsmittel 2 193 600 000 000 Mart, Janala Groß- Berliner Parteinachrichten. 8. Kreis Webbing. Freitag, ben 4. Januar, 7 Uh, Mitglieder. Derfammlung im Gigungsfaal der Bezirksverfammlung, Labigenheim, am Brunnenplay. Bortrag des Gen. Sandgerichtsvat Dr. Rubén: ,, Reichsmietengefes und Goldmieten." Bei der Wichtigle der Tagesordnung ist das Erscheinen aller in ber Mieterbewegun tätigen Ge noffen bringend notwendig. 5. Kreis Friedrichshain. Mittwoch, den 2. Januar, abends? Uhr, bei Nojin, Gubener Str. 19, erweiterte Kreisvorstandssigung. 11. Schöneberg- Friebenau. Mittwoch, den 2. Sanuar, 6 1, veranstaltet der Areis gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Riberfreunde in ber Räumen der Echloßbrauerei, Sauptstraße, eine Beiladjisfeier für die Rinder bebilrftiger Genoffen. Einlag 6 Uhr. Morgen, Mittwoch, den 2. Januar: 43. Abt. Die Bezirksführer werden ersucht, umgehend t dem Abteilungs Laffterer abzurechnen, gleichzeitig find bie Mitgliedelisten mit Angche der Erwerbslofen und Kurzarbeiter abzugeben. Charlottenburg. 56. bt. 7% Uhr Funktionärverfammlun, bei Lierfch, Rant Straße 62. Erscheinen Pflicht.- 58. Abt. 7% Uhr bin Genoffen Fugin, Joachimsthaler Str. 7/8, Grth. IV, Funktionärsigung. ber Knabenfchule, Rubomer Straße. 184. b. Rieberfdöneweibe. 7½ Uhr Torstandsfihung in Konferenzzimmer Jungfoglalisten Gruppe Charlotter barg. 7% Uhr Sugendhen, Rofinenfte.. Arbeitsgemeinschaft. Referentin: Frau Dr. Sadebrand, Uebermorgen, Donnerstag, den 3. Janar: Jetzt bildete der Raum innerhalb der Mauern, die im 18. Jahr. hundert über den Bereich der mittelalterlichen Befestigung hinaus. perlegt murden, die alleinige Krafiquelle der Stadt. Der Gewerbe. fleiß, belebt durch das beweglichere und einer reicheren Kultur entstammende Element der französischen Kolonie, wurde der Hebel für eine neue Blüte Berlins. Der Landbesitz blieb zwar bestehen, trat aber an Bedeutung völlig zurüd. Das 19. Jahrhundert zog daher nur die Konsequenz der bisherigen Entwicklung, wenn es in Anlehnung an die Bestimmungen der Städteordnung von 1808 bas Weichbild Berlins enger zog als es das Mittelalter getan hatte. Das große Gebiet der alten Stadtheide, auf dem fich die Kolonien Wedding, Gesundbrunnen und Moabit erhoben, und ebenso bie Am 1. brach der Damm einer Talsperre in den Bergamaster Rölnische Heide gehörten jeht nicht mehr zum Stadtbezirt. Doch Alpen. Drei Dörfer wurden vernichtet, Hunderte von Menschen ver. die Entfesselung der gebundenen Boltsträfte durch die Reformgesetz foren bas Beben. Am 11. tötete der Lokomotivheizer Häußler in gebung Steins und Hardenbergs führte balb einen neuen AufBankow, der wegen Mitnahme von faft ½ Bentner Blet vom Eisen- fchwung ber bürgerlichen Verhältnisse herbei. Die auf dem Boden bahndienst dispensiert worden war, feine Frau, Tochter und Sohn, der ehemaligen Stadtheide entstandenen Ansiedelungen nahmen schließlich sich selbst. Am 12. starb Genosse Mag Bading, in dessen bald Tausende von Einwohnern auf, und auf dem linken Flußufer 25. Abt. Die Funktionärftigung findet nicht am Donnerstag, fadern Mon. Druderei der Vorläufer des Borwärts", das Berliner Boltsblatt", drängte die Stadt über die Tore und den Landwehrgraben hinaus. gedruckt wurde. Um 15. fanden 2 Mordprozesse statt: die 20jähriger Erft burch die große Eingemeindung des Jahres 1860 wurden Jahnke und Golobed murden wegen Ermordung des Schupowacht- Moabit und Wedding und die mit Berlin baulich zusammenge meifters Steiner zum Tode verurteilt. In der gesamten Deffentlichkeit wurde dieses Urteil als verfehlt bezeichnet. In dem zweiten wachsenen Teile von Schöneberg und Tempelhof mit dem Stabi Brozeß tassierten die Richter auf Grund des§ 317 der Strafprozeß gebiet vereinigt. Die politischen Umwälzungen des folgenden Jahrlich verstorben. Die Beerdigung hat bereits stattgefunden. Dezember.. WENESTI RUND 3619 hed and WENESTI ORANGE no 78. ht. Söneberg. 8. 101. 8 Uhr erweiterte Borstandsfitung beim Genoffent Rönig. Feurig, Ede Bring- Georg- Straße. st. Sempelhof. 7% Uhr Funtionätigung in der„ Side", Werder, Ede Friedrich- Karl- Straße. 16. Sreptow. 7 Uhr Borstandssigung Schule Bildenbruchraße. Abt. Epenid. Straße 5. 7 Uhr Funktionärkonferens im Jugendhen, Grfinduer tag, den 7. Januar, bei Drellfe, Schreinerstr. 48, um 7 Uhr att. Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organation 53. Abt. Unfer Genosse, Bezirksflihrer Rawald, Simplonftt. it pishகது T 530 He mad 1900 d asblusi sia trod poit mischt Y 70 dra alo ere bon mo MD 19 iar sid R 110 o end do Hist clas sadies an id mo him i Tan Isus mahl manic Die beiden feinen Consum- Zigaretten 23 Safir 25 od C and in Arbeitersport. Soden Athletit- Sport- Club e. Leichtathletik Sandbal Stubern. Freitag, den 4. Januar, abends 48 Uhr, General-( Jahres-) Berfammlung im Sobal por Linjener, Mühlenftr. 58. Echriftführer ber Hoden- Abteilung: Hans Jogszat, Berlin D. 17, Capriniftr. 4. Geschäftsstelle: Alfred Behrends, Berlin B. 87, Bingendorfftt. 7. Freie Turnerschaft Groß- Berlin. Donnerstag, 7 Uhr, Geselligkeitsausfäuß bel Möller, Mendelssohnc. 14. Sonntag, 9 Uhr norm., Beginn des Handball- Schiedsrichterturfus auf dem Spielplag Reinidendorf, Scharnweberstraße. Dazu die Spielwarte Regelhefte mitbringen. Freie Ranufahrer Berlin( FAB.). Laut Beschluß der Generalversammlung nom 21. Dezember 1823 finben bie regelmäßigen Bersammlungen vom 1. März bis 31. Oftober jeben Freitag nach dem 1. und 15. jeben Monats und vom 1. Rovember bis Cnte Februar jeben Freitag nach bem 1. jeden Monats statt. Tagungslotal: bealliauſe", Reukölln, Mareschfir. 14. Dortſelbſt wieder Aufnahme Mitglieder. zonriften- Bereinie Staturfreunde, 26t. Norboll. Donnerstag, den 8. Januar, Mitgliederversammlung. Mitgliedsbarten find mitzubringen. über den Vorträge, Vereine und Verfammlungen. Typographia. Donerstag, 3. Januar, ftatt Uebungsstunde wichtige Gängerbefpredjung. Alle Gangesbrilber haben zu erscheinen. Als erste Beranstaltung bes Republikanischen Reichsbandes im neuen Jahre findet am Mittwoch, den 2. Jannar, abends 7 Uhr, im Herrenhaus, Leipziger Straße, im Plenarsoal eine Rundgebung statt mit dem Thema:„ Das geistige Deutschland und die Republi." Redner: der erste Borsigende des Republika. nifchen Reichsbundes, Genoffe Saenis, und Reichsminifter a. D. Breuß. Geschäftliche Mitteilungen. übergehen, um bem merten Bublifum ben Rauf von täglichen Bebarfsartiteln Das Raufhaus Bilhelm Jejesh in Echöneberg lagt teine Gelegenheit vor. zu erleichtern. Der Inventur- Ausverkauf ber Firma beginnt am Mittwoch, ben 2. Januar. Wir verweisen auf die heutige Anzeige. Beichen ftärkter Preisherabfegung. Der Ausverkauf Beginnt am Mittwoch, den 2. Januar, und endigt am Gonnabend, den 12. Januar, abends 7 Uhr. Exist ba, der langerfehnte Beginn des Inventurausverkaufs der Firme getter. ab 8. Sanuar eröffnen fich die Leiferschen Riefenläger in Schuhwaren, Strümpfen, Kleidern, Blusen, Geibenmaren ber bekannten 1 Filialen wie immer, werden nur Qualitätswaren, und zwar in überraschender Viel feitigkeit, geboten werden. Siehe Inferat in der morgigen Ausgabe. Firma Teppich- Bursch, Spandauer Str. 82. Wir vermeisen auf das heutige Eine besondere Raufgelegenheit bietet der achttägige Inventurverkauf der Inferat. In der Konfektion ist der Preisabbau infolge der geftiegenen Weltmarkt. preise für Wolle. Baumwolle wesentlich schwieriger, als z. B. bei den Lebensmitteln. Daß man trogbem jest wieder fehr günstig laufen kann, beweisen. mie aus ber heutigen Annonce ersichtlich, die billigen Preise der bekannten Herrenkonfektionsfirma Heilinger u. Co., Berlin, Dresdener Straße 20. Raffary Bigarettenfabril. Der Sert der Ankündigung ist aus den FliegenWir vermeilen in unserer heutigen Ausgabe auf die Ankündigung der den Blättern aus dem Jahre 1858. Die Marke ,, Maffarn" spricht für fich felbst. Wie alljährlich bietet auch diesmal der Snventurausverkauf vom 2. bis 16. Januar der Firma Max Mosezyk, Landsberger Str. 59, 1 Treppe, eine Der biesjährige Inventurausverkauf der Kleiderwerke Baer Sohn Aftien gefellschaft, alleinige Berkaufsstelle in Berlin, Chauffeestraße 29/30, fteht im ganz besondere Raufgelegenheit. Bir verweisen auf die heutige Anzeige. billigen er saib Alles staunt Jnventur.Ausverkauf Beginn Mittwoch den 2. Januar, 10 Uhr Herren- Anzüge Herren- Paletots für Winter und Sommer für Winter und Sommer aus Serie I zierlah. Buckskin- 24 qualit., früh. bis 48 M., jetzt Serie II in lebhaft gemusterten Cheviot- u. Homespun stoffen darunter auch Sportanzüge mit Breeches- Hosen in Loden und Manchester, früher bis 65 M. jetzt O 35 Scrie III sehr schön gemusterte Cheviots, auch blau und flotte Streifen 54 früher bis 86 M... jetzt Serie IV Gabard.Kammurbinzelne Modelle garn.reinw.Chev.a.in blau 75 1- u.2- rhg fr.b. 150 M., jetzt Einsegnungs- Anzüge blau and farbig aus haltbar.StrapaSerie I sierstoff. in versch Formen, früh.bis52M., jetzt 26 Serie dunkle Paletots, 1- und 2- rhg.. m. Samtkragen für Winter, imprägn. Gabardinemäntel für Sommer 36 frither bis 68 M... jetzt Serie Satinella, f.d. Sommer n. Schlüpfer u. Raglans m. angewebt. 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Januar 1924: Bezirks- Veranensmännerkonferenzen in folgenben Botalen: 1. Bezirk: 3um Prälaten, Weißenfee, Lehderstr. 22. nachmittags 4 Uhr. 2. Bezirk: Rofin, Gubener Straße 19, nachmittag 4%, Uhr. 2. Bezirk: Solimann, Rigaer Str. 67, nachmittags 5 Uhr 4. Bezirk: Baer, Stralauer Straße 47,) nachmittag 4 Uhr. 3. und 7. Bezirk: Reichenberger of. Reichenberger Straße 147, nachm. 5 Uhr 6. Bezirk: indi- Brauerei, Reuföln, Sermann. Ge Jägerstraße, nachm. 5 Uhr. 8. Bezirk: Gwertschaftshaus, Engel ufer 24/25( Gaal 1), nachmittags 5 Uhr Sa Bezirk: Gwertschaftshaus, Engel ufer 24/25( Gal 2), nachmittags 5 Uhr. 9. Bezirk: Overtschaftshaus, Engel nier 24-25( Gal 3), nachmittags 5 Uhr 10.Bezirk: Gewerkschaftshaus, Engel ufer 24/25( Stal 6), nachmittags 5 Uhr. 11. Bezirk: Rofenthal, Schöneberg, Cbersfte 66, Tachmittags 5 Uhr. 22. Bezirk: Wende, Sieglig, Berlinide ftraße, Ede Rigeftraße, nadm. 5 Uhr. 13. Bezirk: Grimms Biethallen, Charlottenbury, Raiser- Friedrich- Straße, nachmittags 5 Uhr. 14. Bezirk: Soulania, Rostoder Str. 32, nachmittags 4 Uhr. 13. Bezirk: Derbandshaus( Sigungs jaal), Linienit 8/8), abends 6 Uhr. 16. Bezirk: Alinge, N 65, Utrechter Straße 21, nahmittags 4 Uhr. 17. Bezirk: Regenberg, Gartenstr. 75, abends 6 Uhr 18. Bez rk: Berbandshaus( Jugendfaal), Linienfiraße 88/85, 1. patat, 2 Sr., abends 6 Uhr. 19 Bezirk: Berbandshaus( immer 14), Sinienstraße 88/85, abends 6 hr. 20. Bezirk: gilper, Jülicher Straße 2 nachmittags 5 Uhr. 21. Bezirk: Gemeindeschule, Nieber- 3 Ichöneweide, Berliner Str., nadm 4%, Uhr 22. u. 23. Bezirk: Die Smferenzen finden erst am Mittwoch, 9. Sasuar, ftatt A.E. G. Schulaula. Berlin N, Biejen ftraße 85. nachmittags 8, Uhe Siemens: Lange, Glemensftabt Nonnenbammallee, Ede Reistraße, nadm.4 Uhr. Tagesordnung für alle Storferengen 1. 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Die Reporationskommifsion Hön deutsche Vertreter. Internationale sozialistische Tagung in Köln. Protest gegen die Ruhrbesetzung. Einberufung des Hamburger Kon- gresses der Internationale. g. Die Reparationskommission stellt mit den Stimmen Frank- reichs, Italiens und Belgiens auf Grund des§ 17 des Friedensvertrages gegen die Stimme Engtands deutsche.Verfehlungen" fest. Frankreich beginnt mit dem militärischen Vorbereitungen des Ruhr- einmarsches. Aufruf des Reichspräsidenten gegen den drohenden Vormarsch. 10. Das Kohlensyndikat oerlegt seinen Sitz von Essen nach Hamburg. Der französische Botschaster überreicht In Ber- ltn die Einmarschnote. Die deutschen Botschafter werden aus Paris und Brüssel abberufen. 11. Beginn des Einmarsches ins Ruhrgebiet. Essen wird besetzt. Die französisch« Kammer billigt gegen 86 Stim- men die Politik der Regierung und die Ruhrbesetzung. 1Z. Der Reichstag protestiert gegen die Ruhrbesetzung. Besetzung wird weiter ausgedehnt. 14. Besetzung Lochums 15. Besetzung Dortmunds. Memel wird von Litauern besetzt. 16. Düsseldorfer Verhandlungen zwischen den Franzosen und den Zechenbesitzern scheitern. Di« Reparationskommission stellt neue Verfehlungen Deutschlands fest. IS. Die Franzosen beginnen mit Beschlagnahmen von Reichsbankbeständen und Kohlensteuern. Direktoren von Zechen werden verhaftet. Die französische Kammer hebt die Immunität des Abg. Cachin auf. 22. Abwehraufrnf der«ewerkschasisverbände. Beginn des passiven Widerstandes, Einstellung der Rhcin-Kohlenschifsahrt. 24. Deutschland erklärt sich lu Verhandlungen bereit, wenn das Ruhrgebiet geräumt wird. Schweres Einsturzunglück im Gebäude des»Berliner Tageblatts". Mainzer Kriegsgerichtsver» h a n d l u>; i gegen die verhafteten Zechendirektoren. � 25. Erlte Kriegsgerichtsurteil«: Geldstrafen und Gefängnis. 25. Aoschnürung des besetzten Ruhrgebiete» vom übrigen Deutschland. 26. Derhängung des Belagerungszu stände» in Bayern. 27. Deutschvölkischer Parteitag in Münechn. Zusammenstöße zwischen Deutschvölkischen und der Landespolizei. 29. Eröffnung des kommunistischen Parteitages in Leipzig. 31. Milirarisierung der Ruhreisenbahnen.— Rücktritt der sächsischen Regierung Buck-Lipinski nach Annahme eines kommunistischen Mißtrauensantrages.— Unterbrechung der Lpusanner Konferenz. Stürmische Dollarhaufse. Anziehen des Dollars auf 59 000 IN. Februar. 1. Ratifizierung des russisch-deutschen Rapallvvertroge». 2. Lillcr Parteitag der französischen Sozialdemokratie. An- spräche Dr. Hilserdings 4. Französischer Einbruch in Baden. 5. Abbruch der Lausanner Konferenz. 8. Beginn der Cunoschen M a r k st ü tz u n g s a k t i o n. Der Dollar geht auf 33 000 M. zurück. Er erreicht am 14. den Stand von 23 000 M. 10. Deutschen M i n i st« r n wird das Betreten des Ruhrgebietes verboten. Manifest der englischen Arbeiter- partei gegen die Ruhrbesetzung. Besuch des Reichspräsidenten in Boden. 12. Ausfuhrsperre für dos Ruhrgebiet. 13. Besetzung von Wesel und Emmerich. Eröffnung des eng- tischen Unterhauses. Bonar Law gegen die französische Politik. 16. Tiefster Vollarstand von 16 000 M. 19. Ausweisung des Regierungspräsidenten Grützner. Der tschechische Finanzmintster Rasch in stirbt an den Folgen eines Attentats. 22. Tod des früheren französischen Außenministers D e l c a f s e. 26. Ausdehnung der Besetzung auf Caub, Bacharach. Limburg. März. 2. Ordonnanz über die Errichtung der Eisenbahnregie im besetzten Gebiet. Widerstand der Eisenbahner. Verhaftung von Ge- werkscha'lsss'hrern durch die Franzosen. 3. Besetzung des Mannheimer Hafens und der 'e bei K' 8. Besetzung Remscheids. Verwüstung des Herner Vottshauies fen. Monarchistenverschwörung in München. Per. brücke Karlsruhe. Rhein- 4. Reise des Reichskanzlers Cuno nach München. 5. Sachs ifcherLandesparteitag. Ablehnung der Koa- lition mit den Demokraten 6. Reichstagstogung Cuno-Rede gegen die Besetzung. 7. Schwere Wahlniederlagen der englischen Re- g i e r ü n g bei Nachwahlen Erfolge der Arbeiterpartei. ------»i,------- durch die Franzosen. Haftung von Fuchs und Machhaus. 12. Ermordung zweier französischer Offiziere in Buer. Schwer« Repressalien. 13. Abg. G e i s l« r tritt aus der Dolkspartei aus. Brüsseler Konferenz zwischen Poincare und Theunis über die Ruhrbesetzung. 15. Rüstungsdebotte im englischen Unterhaus. 16. England wünsch:, daß Deutschland mit Frankreich und Bel- gien verhandle 18. Der Reichspräsident in Hamm. Kundgebung an di« Ruhrbeoölkerung.— Der kommunistische Abg. H ö l l c i n in Pgris verhaftet. 20. Roßbach oerhaftet. Dr. Zeigner zum sächsischen Ministerpräsidenten vorgeschlagen. Interalliierte Sozialistenkonserenz in Paris Entsendung einer Delegation nach Berlin. 21. Der bayerische Landtag lehnt den sozialdemokratischen An- trag aus Auslösung der Hitlcr-Vanden ab. Bildung der sächsischen Regierung Z e ig n er- L i e b m an n. 22. Derhaflungen deutschvölkischer Führer in zahlreichen Städten Preußens. Seoering deckt eine Kechisverfchwörung aus. 23. Auslösung der Völkischen Freiheitspartei in Preußen. 26. International« Sozialistenzusammenkunft in Verlin. 29. Fortsetzung der Pariser Sozialistenkonserenz, Beratung über die Verhandlungen in Derlin. 31. Blutiger Zusammenstoß bei den Srupp-Werken. 11 Tote, 32 verwundete. April. 3. Protestgeneralstreik bei Krupp. 4. Tod L. Markows, des Führers der russischen Tozialdemo. kratie. Konferenz der Arbeiterpartei in London. 6. Rücktritt des Ministeriums B r a n t i n g in Schweden. Reise Louchcurs nach London. 10. Begräbnis der Essener Opfer, Trauerfeier im Reichstag. 12. Ausweisungskrieg der Franzosen gegen deutsche Eisenbahner. Beseitigung der Getreideumlage durch die bürgerliche Mehrheit des Reichstags. Belgisch-französische Konferenz in Paris. 16. Ruhrdebatte im Reichstag. Die Sozialdemokratie fordert deutsche Vorschläge. Auflösung des Reichskommissariats für die be> besetzten Gebiet« durch di« Rheinlandkommission. 18. Schwarzer Tag an der Börse. Stinnes durchbricht die Stützungsaktion. Der Dollar steigt auf 30 000., 19. Unruhen in Mülheim. 20. Lord Curzon verlangt im Oberhaus ein deutsche« Angebot. 23. Die Regierung Cuno kündigt ein deutsches Angebot an. Der deutsche Botschafter Sthamer bei Eurzon. 27. Der Staatsgerichtshof bestätigt die Auflösung» der Deutsch. völkischen Freiheilspartei. 28. Vorbereitung eines Hitler-Putsches in München, Der. bot der Maifeier. 29. Verbot des„Vorwärts" durch di« Franzosen und Belgler. 30. Ueberreichung de» ersten Deutschen Angebots der Regierung Cuno. Mal. 1. Krupp v. Bohlen-Hollbach verhaftet. 2. Ablehnung des deutschen Angebots in Paris. 3. Französischer Ministerratsbeschluß gegen das deutsche Angebot. 4. Krupp-Prozeß in Werden. Ausschluß des Kam- munisten Katz aus d?m Preußischen Landtage auf 15 Tage. 6. Ueberreichung einer ablehnenden gemeinsamen sranko bel- gischen Antwort: Erst Zahlung, dann Räumung! 8. Hart« Urteile im Krupp-Prozeß. Schceckcnsurteile gegen deutsche Elsenbahner in Mainz. 9. Englisches Ultimatum an Rußland. Proteststreik bei Krupp. 10. Faschistisches Attentat in der Schweiz: Ermordung des russischen Bevollmächtigten Worowski. 11. Rücktritt des Münchener Polizeipräsidenten Rotz wegen der Vorgänge anläßlich des Hitlerschen Putschversuches am 1. Mai. Dauernde Dollar st eigerung. 13. Ueberreichung der englischen und italienischen Anttvort auf das deutsche Angebot. Aiifforderung an Deutschland,«in neues Angebot zu machen. 14. Verhaftungen Deutschvölkischer in Hamburg. 15. Ruhland lenkt auf das englische Ultimatum ein. 16. Türkisch-polnische Verständigung in Lausanne 18. Beginn der Lorberatungen des Hamburger W e l t k o n» gresses der Internationale. Frankfurter Gedenkfeier des 75. Jahrestages der Ger Revolution. Anwesend: Ebert, Löbe u. a. 20. Hamburger Äor.-rcß. Rücktritt Bonar Laws.• 22. Baldwin engiistfvcr Premierminister. 24. Annahme des Statuts der Internationale in Hamburg. Unruhen im Ruhrgebiet. Rückttitt Poincares vom französischen Präfidenten nicht angenommen. Der Senal lehnt es ab, über Cachin zu urteilen. Beilegung' des englisch-russischen Konflikts. 26. Rcglerungstris« in Polen, Rücktritt Sikorikis. 27. Sogenanntes Angebot der deutschen Industrie. 29. Vertrauensvotum für Poincare gegen 67 Stimmen. Juni. 1. Denkschrift der Gewerkschaften gegen das sage» nannte Industrieangebol. 2. Austritt der Soziaidemokraten aus der wärt» tembergifchen Regierung. Witos polnischer Ministerpräsident. 4. Selbstmord Machhaus' in München. Beginn des Hochverrats- Prozesses Fuchs-Machhaus. 5. Untersuchungsausschuß über die Ursache des Marksturzcs. Sozialdemokrattsche Interpellation über die Teuerung. 6. Zusammenstöße in Leipzig. 8. Neues deutsches Angebot m Form eines Memoran- dums. Garantieleistung der Reichsbahn, der Industrie und Land» ivirtschast. Meinungsaustausch'London— Paris, lieber dieses Me- j morandum vorläufig keine Antwort. 9. Umsturz in Bulgarien. Verhaftung der Stambulijski- Minister. 10. Landtagswahlen in Oldenburg mit ziemlich un- veränderten Ergebnissen. 13. Der Dollar 100 000! 14. Rücktritt der belgischen Regierung. Ermordung Stambu- ltsskis in Bulgarien. Der Kommunist Höllein aus Frankreich abgeschoben. 15. Vertrauensvotum für Poincares Innenpolitik mit 372 gegen 207 Stimmen. 20. Annahm« des Brotversorgungsgesetzes im Reichstag. 24. völkisches Dynamitatlenlat auf das sozialdemokraklsche Zei» tonxsqebäude in TNünster. 26. Am'deckung eines Roßbach-Mordes in Parchim (Meckenburit). Berhafiuna des Mumhener Studenten Zwengauer wegen Ermordung des Studenten Baur aus Wismar. R a d e k feiert in Moskau Schlaget er! 27. Friedensinteroention des Papstes. Mißglücktes Atten 1 t auf den serbischen Minsterprästdenten Paschitsch. 28. Tbeunis' übernimmt die belgische Kabinettsbildung. 29. Ablehnung des Berliner Gemeindsetats. 7 Tods. urteile gegen Deutsche in Mainz. 30. Bcmbenattentat auf einen fianzästschen Urlauberzug. Di« Parchimer Mordafsäre wird dem Leipziger Staats- g e r i ch t s h o f überwiesen. Juli. 2. Fechenbach. Debatte im Reichstag. zehntägige Derkehrssperre im Ruhrgebiet. die Sprengattentat«. 4. Nuntius Pacelli in Btriin. Regierungserklärung gegen die Attentoie. 5. Gewerkschaft? aktion für Inderlöhne. Streikbeschluß der Berliner Metallarbeiter. Endgültiges Scheitern des Berliner Etats. Rücktritt des polnischen Präsidenten Pilsudski. 7. Amtliche Regierungserklärung über die Sabotageakte. 9. Beil'gung des Berliner Mctallarbeiterstreiks durch En- führung von Indexlohn. 13. Ehrhardt entweicht aus dem Leipziger Untersuchung> gefängnis. 15. Verlängerung der Verkehrsfp'rre um 10 Tage. 17. Der Dollar übersteigt in Berlin 200 000 Mark. 26. Aufhebung der Verkehrssperre im Ruhrgebiet. 28. Wachsende Teuerung, Marksturz, Steuerankündigung der Regierung. 29. Der Dollar übersteigt eine Million! 31. Die Sozialdemokratie fordert ver schärst« Steuererhebung. Einberufung der Reichstagsfraktion. For- derung auf Zusammentritt des Reichstags. August. 2. Ankündigung einer deutschen Goldanleih«. 3. Der amerikanische Präsident Harding gestorben. Eal- vin Eoolidge fein Nachfolger. 7. Streik'n der Metallindustrie in Berlin. Der Dollar 3,3 Millionen. Der Reichs'ag tritt zusammen., 8. ver Dollar 6,5 Millionen. Der Reichstag berät neue Steuer» Besetze. 10. Buchdruckerstreit in Berlin. 11. Annahm« der Stetiergesesze im Reichstag. Sozialdemokra- tisch« Reichstaasfraktion wendet sich gegen die Regierung Euno. 12. Cuno s Sfücktritt. Stresemann Reichskanzler. 13. Bildung der Großen Koalition: Stresemann— Robert Schmidt— Hilferding. 14. Abdruck des kommunistischen Streiks in Berlin. Vor» trauensvotum für die neu« Regierung mit 270 gegen 76 Stimmen. 25 Enthaltungen, darunter Stmnis und der Rechtsflügel der Dolkspartei. Erstmalige vier« Der Papst gegen T auentzienstrasse Leipziger Strasse ARNOLD MDLLER . Grösstes Spezialhaus Kinderbekleidung Inventur-Ausverkauf vom 2, Januar bis 16, januar Sämtliche Artikel sind im"Preise ermässigt 15. Dollarfentung auf etwa 2,5 millionen. 21. Neuer Martsturz. Der Dollar springt auf 7 millionen! lleberreichung einer französischen Antwort an England. 23. Anfündigung der Depijengwangsabgabe. 24. Stresemanns neues Angebot an Poincaré. 26. Ablehnende Antwort Poincarés: Bahlt oder mir bleiben!" 27. Todesurteil im Münchener fememordprozeß gegen den Studenten Zwengauer. 29. Belgische Antwort an England. nischen Kommission in Albanien. Ermordung einer italieUltimatum an 31. Mcbilisierung der italienischen Flotte. Griechenland. Ablehnung durch die griechische Regierung. Belegung Korfus. Der Dollar über 10 Millionen! September. 10. Deutscher Schritt in Paris zur Regelung der Arbeitsauf- T 14. Ginberufung bes Reichstags. Rart Geig Bürgermeis nahme im Ruhrgebiet. Poincaré lehnt zentrale Berhandlungen ab. fter pon Wien. 11. Gefährdung des Ermächtigungsgefezes. Drohung mit Reichs, 15. Anschlag der Ruhrindustriellen gegen die Ar tagsauflösung. Beriagung der Abstimmung auf den 13. Oftober. beiterschaft. Maffenfündigungen. Boldrin fündigt eu mahlen Neubildung der sächsi chen Regierung. Eintritt der Kommunisten in Engand an. Ausgabe der Rentenmart nach Stillegung der Heckert, Böttcher und Brandler. Notenpreffen. 13. Annahme des Ermächtigungsnefetes mit 316 18. Botschafterfonferenz in Paris megen Militärfontrolle und gegen 24 Stimmen bei 7 Enthaltungen. Roßbaus der Haft ent- Kronprinzenrüdtehr. Dr. 3eigner legt sein Mandat laffen! Bereidigung der fommunistisen Minister nieber. Bertrauensvotum für Stresemann im Zentralausschuß in Sachsen auf die Verfassung! der Boltspartei. 15. Einstellung der Martenbrotpersorgung. Kabinettsbeschluß 19. Sozia demokratische Reichstagsfraftion gegen Stresemann. über die Rentenmart. Altierte Noten über Kronprinzenrüdfehr urb Militärkontrolle. havenstein gestorben. Höchster Dollatfurs 4,2 Billionen. 21. Berhaftung Dr. Zeigners. 16. Regierungserflärung gegen Sachfen. Die Rommunisten treten in die thüringische Regierung ein. 17. General Müller forbert Ertlärungen der fächsi 2. Neue Verständigungsrebe Stresemanns in Stuttgart. Erb fchen Regierung über eine Rede des tommunistischen Ministers bebenfatastrophe in Japan. Böttcher. Roßbach tritt in München auf. 7. Einſegung eines Devisenerfaffungstommiffars. 22. Sozialdemokratischer Mißtrauensantrag Stic emann. gegen 23. Stresemann ftellt die Bertrauensfrage. General D. Seedt löst die Deutschpöltischen, Nationalsoz alifien und Kommunisten auf. Rüdtritt der Regierung Stresemann. Ablehnung Bertrages mit der Micum und ben Ruhrindustriellen 18, General v. Loffom meigert sich, den Befehl auf Belegung 1. Rüdtritt der thüringischen Regierung wegen bes Böttischen Beobachters" durchzuführen. eines fommunistischen Mißtrauensantrages. 19. Abberufung des Generals v. Bossom. Bayern forbes Bertrauensvotums mit 230 geçen 155 Stimmen. Abschluß eines bert den Rüdtritt Geßlers. 12. Der Dollar über 100 millionen. Einfegung eines Diret 13. Militärrenolution in Spanien. * foriums. 14. Bilhelm Pfannfuch geftorben. 18. Blutige Unruhen in Bulgarien. 20. Einberufung des Reichstags. 22. Erste Beröffentlichung des Entwurfs für die Renten. bent. 23. Böttische Umfturzbrohungen. Reichsregierung. Erffärung der 25. Regierungserflärung über den Abbau des paffiven wider. flandes. Konferenz der Länderministerpräsidenten. 26. Aufruf des Reichspräsidenten und der Regierung über ben Abbruch des Widerstandes im Ruhrgebiet. 27. Ausnahmezustand in Bayern. Rahr zum General. #aatstammiffar ernannt Gefahr eines Hitlerputsches. Ausnahmezustand über ganz Deutschland. Die vollziehende Gemalt beim Reichswehrminifter. 29 Auflösung der sozialdemokratischen Sicherheitsabteilungen in München. Aufhebung des Republitschußgefeges für Banern. 30. Bölfischer Butschverfuch in Kustrin. Oftober. 1. Rieberwerfung des Rüftriner Butches. 2. Borstoß der Deutschen Volkspartei gegen die große Roalition. In Sachsen bieten die Kommunisten den Eintritt in die Regie. rung an. 3. Rüdiritt des Reichswirtschaftsministers v. Raumer. Das : Gesamtergebnis der Golbanleihe beträgt 164.2 millionen Goldmart. Befehl des Reichswehrministers, den Böllischen Be obachter zu Derbieten, 4. Rüdritt der Reichsregierung. Sprengung der großen Koalition. 5. Stresemann sucht ein Kabinett ohne Sozialdemokraten zu bilden. Der Bölkische Beobachter" in München von v. Kahr ver. boten. 6. Berhandlungen zwischen den bürgerlichen Barteien unb ber Sozialdemokratie über Arbeitszeitgesez und Neubildung ber Regierung. Die RPD.- Zentrale beschließt den Eintritt der Rommunisten in die sächsische und thüringi che Regierung. Die fozialdemokratische Reichstagsfraktion beschließt den Wie. bereintritt in die Regierung. 8. Annahme des ersten Ermächtigungsgefeßes im Reichsrat, eines Bertrauensvotums für die neue Regierung im Reichstag. 9. Stinnes verhandelt mit den franzöfifchen Generälen über Ur. beitsaufnahme im Ruhrgebiet. Rampf um den Achtstundentag. Dr Dollar überschreitet eine Milliarde! 20 Bayern rebelliert gegen das Reich und vereidigt die Reichs. wehr für Bayern. 21. Separatisten unruhen im Rheinland. Ausrufung ber rheinischen Republit in Aachen. Dr. Brauns als Bermittler in Münden. 22. Coffow verjendet Juntsprüche gegen die margiftifche Reidsregierung. Wahlerfolg der österreichischen Sp zialbe motratie Ausbreitung des Separatistenputsches. Rom. munistenputsch in Hamburg. 23. Separatifienputschversuche in Duisburg. 24. 2oslofurgsperfuche der Pfalz von Bayern. 25. Rundgebung der Reichsregierung in Hagen, 26. Rommunistische Generalstreitpropaganda 24. Rarborff mit der Regierungsbilbung betraut. Seine Miffion scheitert. 25. Albert erhält Auftrag zur Bildung eines überparteilichen Reichsfabinetts 27. Alberts Mission gescheitert. Bersuche der Bildung eines Bürgerbiods. 28. Siegerwald. Ranglerkandidat für den Bürgerblod. 29. Stegerwald gescheitert. Wenderung der Preußenfoalition ab gelehnt. Gemeinsamer Aufruf der sozialdemokratischen Parteien Dänemarks und Deutschlands über die Nordschleswigsche Frage 30. Zentrumsabgeordneter Marg bildet eine Regierung der in Mitte. Sachsen. 27. Berurteilung ber Ruftriner Butschisten. Berschärfter Konflikt der Reichsregierung mit Eachfen und Bayern. 29. Dr. Heinze Reichstommiffar für Sachfen. Abfetzung der fächsischen Regierung. Militärherrschaft in Dresden. Bayerische Rüstungen in Roburg. 30. Profeft ftreit in Sachsen. Berhandlungen über Neubildung der Regierung. Bonar 2am gestorben. 31. Sozialdemokratische Regierung in Sachsen bemofratische Urterſtügung. Bayern lehnt Berhandlungen mit dem Reiche ab. Reidswehraufmarsch in Thüringen. Sozialdemokratische Reichs tagsfraktion verlangt Aufhebung des Ausnahmezustandes. November. Dezember. 2. Das Reichstabinett beantragi ein neues Ermächtigungsgese 3. Regierungsfrise in München. Die Die 6. Reichstagsberatung über das Ermächtigungsgefeg. Sozialdemokratische Fration beschließt Zustimmung. Englische Entscheidende Niederlage der Ronservativen. ahlen. Labour Party behält die Führung der Opposition mit 200 Sigen im Unterhaus. 8. Annahm: des zweiten Ermächtigungsgefeges. 10. Schließung der Kammerfeffion in Italien. Starfe erab segung der Beamtengehälter. 14. Rücktritt der fächsischen Regierung. 15. Neuer deutscher Schritt in Paris. Auflösung des thüringischen Landtages. Neuwahlen am 10. Februar. 16. Poincaré verhandlungsb: reit. 18. Deutsch- französischer Notenwechsel. 1. Reichstommiffar Heinze verläßt Dresden. Berhandlungen der Sozialbemetratie mit dem Reichstanzler. Neuer Dollarsfurz. Am licher Kurs 320 milliarden. New Yorker Parität 1,4 Billionen. 2. Ende der Großen Roalition. Austritt der forat zialdemokratischen Minister aus der Reichsregierung. 4. Butschistenaufmarsch an der bayerischen Grenze. 6. Aufruf der Reichsregierung gegen drohenden Rechts. putih. Separatistenputsch in der Pfalz. 8. Beimar von der Reichswehr befeßt. Siffler- Cubendorff- Putfch in München. Knilling gestürzt. 9. Kahr wirft den Ludendorff- Putsch nieder. Ludendorff in Schußhaft. General Don Scedt Oberfommandierender. 10. Ludendorff ent'affen. Heftige Auseinandersetzungen zwi schen den Deutschvölkischen. Kahr zum Verräter gestempelt. Rüdtehr des Erfronprinzen nach Deutschland.. 12. Hiller verhaftet. Auch Stresemann rebet über Margismus. Austritt der Ron: munisten aus der thüringischen Regierung. 19. Rahr warnt vor neuen Unruhen. Der Reichsfchlägt Dr. Schacht zum Reichsbankpräsidenten vor. Der bayerische Landtag lehnt das Ermächtigungsgefeß ab. Spren gung der bayerischen Koalition. Neue Butschgerüchte. 21. Bombenattentat auf Roste in Hannover. Annahme eines Ermächtigungsgesets in Württemberg. Ministerium Grabski in Bolen. 22. Berschärftes Vorgehen gegen Ludendorff und feine Anhänger in Bayern. Schacht zum Reichsbantpräsidenten ernannt 24. Neue Verhandlungen mit Poincaré in Paris. 27. Starter Frantensturz in Frankreich. 29. Berfahren gegen die Frankfurter Volksstimme" wegen Landesverrais". Der Neunstundentag für Beamte angeordnet. Die Bayerische Bollsparici bejdjießt Balfsent cheid für Verfassungsrevision. Paul Hankes Brotbäckereien Paul Hanke bringen hierdurch Ihren werten Kunden herzliche Glückwünsche zum neuen Jahre Dem jungen Jahre. Jabr 24", du der Zukunft Kind, Voll froher Hoffnung sehn wir dir entgegen. Sag, ob uns Zeiten nun bescheret sind, Die bringen uns den langentbehrten Segen? 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Zwar kennt niemand Deinen Ursprung und man weiß nichts von Dei ner Vergangenheit, aber niemand bezweifelt Deine Legitimitat. Jeder wünscht, hofft, vertraut. Die Putzhandler und Gartenbesitzer bitten dringend um schönes Schuhmacher, Droschkenkutscher, Regenschirmfabrikanten verlangen schlechtes Wetter, die armen Leute bitten um milden- die Pelz und Holzhandler um strengen Winter, die Restaurants und Weinhändler wúnschen ihren Gästen Gesundheit und regen Appetit, die Arzte und Apotheker Magenverderbnis und Grippe Künstler und Handwerker bitten um Frieden, Advokaten um Streit. 10. Jn dem großen Momente Deines Antriffs schmelzen die Wünsche dennoch gewissermaßen in Eins zusammen, es ist das Wohl des Ganzen, wovon jeder das Seinige hofft. Es ist die allgemeine Sehnsucht nach Sicherheit, Gerechtigkeit und Frieden, besonders aber ist es das Aufblühen des Nationalwohlstandes, indem sich jeder einzelne Wunsch verliert. Nei ein Jahr voll Licht und Wärme, trockne von jeder Stirn den sauren Schweiß des Ernstes, aus jedem Aufe die herbe Tráne des Kummers und lasse lachen alle Menschen. Mache das Bier so stark, wie unsern Durst und alle Zigaretten so gut wie die Massary- Zigaretten. Bringe den Mádchen Ehemánner und nimm den Ehemännern dafür die Mádchen. Nimm den Ehefrauen ihr letztes Wort und erinnere dagegen die Ehemanner an ihr erstes. Vermindere die Prozesse, aber nicht das Recht. Beseitige den allgemeinen Geldmangel Deiner Unslag tertanen, aber lasse sie nicht bloße Unferfanen des Geldes sein. Lasse die Leute kein falsches Geld machen, aber auch das Geld keine falschen Leufe. Lasse alle Lumpen zu Papier werden, aber nicht durch laufer Papier so viele Lumpen. Schaffe keine neuen Kreditbanken, sondern schaffe den alten Banken Kredit. Gib uns heitere Tage und ruhige Nachfe, ruhige Tage und heitere Nachfe lustige Gesellen und gesellige Lust. OF Isdenn Du Jahr 1024 wirst Du gesegnet sein, und Aman man wird Dich preisen allerorten. Moge, wenn Du dies euid erhabene Ziel erreicht hast, Dein Name mit goldenen Lettern eingetragen werden in das Buch der Geschichte und zur Unsterblichkeit wandeln. Dzuruf als Leifgedanken sowie als zeichen ihrer ie gute Massary Zigarette, welche diesen Huldigung an den Stufen Deines Thrones niederlegt, nuneon ruff Dir zu: So sei mir willkommen! Delft EDEL WIE DERNAME KON LINON Auslegende Blätter/ Babrgang 1858. is A Str. 141. Jahrgang Wirtschaft Neues Jahr neuer Kampf. 4. Beilage des Vorwärts Hatte das vergangene Jehr den vollkommenen Zusammenbruch der Markwährung und eine Wirtschaftskrise von unerhörter Schärfe gebracht,( o beginnt das neue Jahr mit einer Fülle ungelöster Probleme. Das Unternehmertum sucht sie in seinem Sinne zu entscheiden. Neue Entrechung der Arbeiterschaft, gänzliche Befeitigung aller gemeinwirtschaftlichen Fesseln und aller sozialen Einrichtungen, Ertötung des gemeinwirtschaftlichen Geistes und Aus Tieferung des der Gemeinfchaft gehörigen Befizes von Produktionssmitteln an das Privatkapitel das ist der Sinn der Forderungen, wie sie im Unternehmerlager immer wieder erhoben werden. Die Schwächung der Arbeiterschaft durch die Wirtschaftskrise soll zum ent= scheidenden Schlage genen alle Ideale aussenutzt werden, die auf dem Boden der sozialistischen Welt- und Wirtschaftsauffaffung entstanden. Dienstag 1. Januar 1924 liche Zinsfuß 10 Prog. beträgt, kann ein Goldrentenpapiergeld, dessen drohte infolge der Schmidimann- Amerifa- Berträge das Kalifyndikat Dedung, die Rentenbricfe, nur mit 5 Brez. verzinslich ist, nicht auseinar derzufallen. In der entscheidenden Sigung des Safi dauernd feinen Kurs halten. Der Weg zu echtem Goldgelb fyndifats am 30. Juni 1909 verhinderten, die Opponenten der Son ' muß daher zu Ende gegangen werden. Die Nuznießer der Mark- difatsleitung tatsächlich das Zustandekommen des Ralifynbitals. Die wenigen Tage des Nichtbestehens des Ennditats nüßte bie zerstörung sind bereits wieder am Werke, das zu hintertreiben. Schmidtmann- Gruppe aus, um weitgehende Lieferungsverträge mit Roch ist die Sanierung der Reichsfinanzen nicht vollendet. Auch den Amerikanern zu Preisen, welche um zirta zwei Drittel hier gilt es, die Versuche des Bürgertums, das Proletariat mit unter den Syndifatspreisen lagen, abzuschließen. neuen Lasten zu belegen, abzuwehren. Innerhalb der Industrie erhob sich ein mächtiger Sturm. Die in ihrer Eristenz bedrohten weniger rationellen Werke. die Sauer Gruppe voran, schelen nach dem Gefeßber. Der preußische Fiskus und die damalige Reichsregierung gaben bem Drängen nach. So crtand das am 25. Mai 1910 verabschiedete Gefeß über den Leuren, welche einmal dem istus die Führung entreißen wollten, Absah von Kalisalzen. Gräßner aber wurde von denselb n das anderemal nur mit hohen Kalipreisen eristieren weilten, ge stürzt. Schließlich werden, wenn die Stabilität der Rentenmark anhält, oder wenn die Goldwährung durchgesetzt wird, alle die schweren Brobleme wieder auf den Plan terten, die in der Vorkriegszeit das Feld beherrschten: Schutzoll oder Freihandel, Protectio nismus oder internationaler Warenaustausch, Handelsverträge, da zu die mächtigen aus der gewaltigen Zusammenballung der Betriebe sich ergebenden Fragen. Man glaube nicht, daß das Kapital auf den Lorbeeren seiner Inflationserfolge ausruhen wird. Der Kampf wird infolge der Arbeitskrise schwerer sein als früher, er wird, gerade auf wirtschaftlichem Gebiet, zu allererst mit geistigen Waffen geführt werden müssen. Es gilt, die Arbeiterschaft dazu zu rüsten. Dabei ist die Wirtschaft weit entfernt davon, selbst unter fapi- Doch darüber darf es keinen Zweifel geben: Gelingen wird talistischen Gesichtspunkten in Ordnung zu sein. Bergebens bemüht er nur, wenn die gesamte organisierte Arbeiterschaft zu ihm steht, man sich, für die Folgen der vom Bürgertum geduldeten immer neue Freunde wirbt und nichts versäumt, um das Verund geförderten Inflations- und Spekulationswirt ftändnis für unser Ziel und unsere Aufgaben zu erweden. Dann s'chaft die Arbeiterschaft und ihre Vertreter verantwortlich zu werden wir in den neuen Kampf, den das neue Jahr uns bringt, machen. Sicherlich gibt es genug Ahnungslose, die auf diese Agi- mit dem notwendigen Selbstvertrauen und dem Willen zum tation hereinfallen. Der 3med der Irreführungen ist es, über die Siege hineingehen. wahren Absichten des Unternehmertums hinwegzutäuschen, die auf fapitalistische Dittatur hinauslaufen. Um so mehr ist es erforderlich, daß die Arbeiterschaft auf dem Bosten ist. Und das gilt doppelt für alle Organe in Parlament, Gemeinde, wirtschaftlicher Selbstverwaltung und in den Betrieben, die die wirtschaftlichen Interessen der Arbeiterschaft wahrzunehmen haben. Hier fommt es felten darauf an, wer die stärkere Lunge hat die Kenntnis der Tatsachen und der gesetzlichen Möglichkeiten ist entscheidend und die straffe Disziplin aller, die sich um die gemein'ame Fahne scharen, ist entscheidend. Längst ist der Preis abbau nicht in dem Maße durchgeführt, das eine Linderung der Wirtschaftskrise durch Belcbung des inländischen Warenabsages versprechen würde. Anstatt einer wirt Ichaftlichen Gestaltung der Produktion, die dem Preisabbau dienen würde, verfolgt man die Berfchärfung der fozialen Krise durch die Berlängerung der Arbeitszeit. Anstatt einer Hebung der inländischen Kauftraft, die zu einer Belebung der Produktion führen fönnte, übt man einen unerhörten Druck auf die Löhne und beschneidet die Kofumkraft des Volkes obendrein durch gewaltige Belastung des Verbrauches. Anarchie und Willkür überall anstatt des Geistes der * Solidarität, den ein in Not gesunkenes Bolt braucht. Die Inflationshyänen, um ihren Gewinn besorgt, suchen die Kosten der Währungsfanierung auf die Opfer der Notenpresse abzuwälzen. Dabei ist die Währungsreform erst auf halbem Wege. Noch steht die Rentenart. Aber ihre stärkste Stüße, der Hunger. des Bolles nach wertbeständigem. Geld, wird auf die Dauer bedroht sein durch die Verfassung des Geldmarktes Wenn der amtSturz des Generaldirektors des kalifyndifats. Der Generaldirektor des Kalifynditats Wilhelm Forth mann, welcher seit zirka 17 Zahren die Geschäfte des Kalifonditats führt, ist zurüdgetreten. Eein Rüdtritt gibt zu einer furzen Betrachtung der Geschäftsführung des Kalisynditats Verarloffung. Meinungsverichiederheiten Seht widerfährt Wilhelm Forthmann dasselbe Schiffal. Auch er war nicht imftante, dem fändigen Drängen einer Anzahl Kaliwerksbesizer auf Hochhaltung der Kallpreise Wider and zu leisten. Wohl war es ihm bekannt, daß damit der Ueberaründungse Spefulation in der Kaliindustrie oder, wie die„ Deutsche Bergwarts. zeitung" damals sagte, der„ laninchenhaften Fortpflanzung" Bor schub geleistet wurde. Dennoch fonnte auch er eine Gefundung der Faliindustrie nicht herbeiführen. Das Inzwischen haben sich die Verhältnisse in der Kalitrduftrie aufs schärffte zu gefpißt. Das Kalisyndikat wird von der elsässi. fchen Kaliindustrie auf allen außerdeutschen Märkten bedroht. Die elfäffischen Kaliwerke sind in der Lage, ihre Preise im Verhältnis zur vollen Ausnügung ihrer Betriebe fesijeten zu können. kann die deutsche Kaliindustrie nicht. Sie fann ihre Betriebe in folge der ungeheuerlichen 1- bergründungswirtschaft nur zirka u cinem Drittel ausnügen. Es wird ihr nichts weiter übrig bleiben als eine Anzahl unrationeller Betriebe stillzulegen, um so die bessere Ausnühung einer rofwendioen Anzahl Kaliwerte bes triben zu können oder der elsässischen Konkurrenz zu unterliegen. Daran ändert auch das Befireben der Kelimertebesiger, die Arbeitszeit zu verlängern und die Löhne niedrig zu halten, nichts. Diele Maßnahmen das wird auch von objektiven Beurteilern der Ins dustrie ohne weiteres anerkannt- find nicht geeignet, die& tsche Kaliindustrie vor dem vollständigen Verfall zu retten. Zweifellos Ueber Forthmann selbst ist nicht viel zu sagen. war er ein tüchtiger und fluger Geschäftsmann. In sozialpolitischer Bezi hung war er einer der reaktionärsten Männer der Kaliindustrie. Ueber feinen Nachfolger besteht noch Ungewißheit. Wenn man jedoch bedenkt, daß das Kalisyndikat eine über die ganze Welt verzweigte Organisation ist, so wird zugegeben werden müssen, daß es nicht leicht sein wird, den richtigen Mann an die richtige Stelle zu setzen, Schon bei der Gründung der Kalifonvention im Jahre 1878 bestanden inrerhalb der damals geringen Arzahl von Kaliwerten über die einzusd legende Preis: politit. Vor der Gründung der Konrention haben sich die einzelnen Werfe mit den Preisen auf den Märten unterboten. Diesem Bus and sollte die Konvention ein Ende bereiten. Es murs den einheitliche für alle Werte verbindliche Preise beschlossen, Die Kalimerfe, welche tamals ohne Konkurrenz waren, erzielten glänzende Gewinne Tas Bestreben der Spekulation, an diefen Gewinnen teilzunehmen, wurde immer stärker, und die Kaliwerke schossen wie Pilze ous der Erde. Alle verlangten Auf nahme in die Konvention und eiren möglichst hohen Anteil am fonnte die Kelindustrie auch nicht annähernd frviel Kali Raliab'ay. Schon in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts Die wirtschaftlichen Ergebnisse des ersten Sanierungs ahres in absehen wie sie zu fördern vermochte. Tas Verhältnis ver Desterreich find in einer unter diefem Titel erichienen, von Er. schlechterte sich zuurgunen der Vrsnügura dr Leistungsfährteit Otto Deutich berfasten Broschüre dargestellt und mit reichhaltigem der einzelnen Werte von Fahr 1 Jahr. Mitte der achtziger Jahre statistischen Material fowie mit gravhischen Tarstellungen veran wurde dann das Ralifyrbitat rerürdet. Der preußische ichaulicht. Die wichtinen Folgen der internationalen Finans Fistus dachte in demselben darech die Führung zu b fommen und fontrolle auf die Zunenpolitif, insbesondere der Abbau der fo ialen zu behalten. Auf seinen Verschlag wurde der tamalige jung: Berg- Echutzbestimmungen, werden in der Schrift, die ein Loblicd auf aff: ffor, spätere Geheime Oberregierungsrat Gräßner, als Syn- den gegenwärtigen Wirtschafte zustand in Desterreich ist, faum ges dikatsdirektor gewählt. Tatfädlich ist es Gräßrer gelungen, den ftreift. Gleichwohl enthält sie viel Material, deffen Kenntnie auch Kaliabsak ganz bedeutend zu steigern. Den anderen Schwierin für die Beurteilung der deutschen Finanareform von Wichtigkeit keiten aber fonnte auch er nicht Herr werden. Im Jahre 1909 ist. Die Broschüre ist im Berlag Steiermühl in Wien erschienen Inventur- Verkauf vom 2. bis 12. Januar zu außerordentlich billigen Preisen Herren- Sacco- Anzüge in modern. Stoffen 200 und Formen, ein- und zweireihig 42.- 30.Blaue Sacco- Anzüge KammgarnCheviotstoffe, reine Wolle... 90.- 69.2800 59⁰⁰ 00 Lodenmäntel für Damen und Herren, im- 400 Herren, 2400 prägnierte prima Strichloden. Gabardine- Mäntel für Damen a. 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