ZTE.1241.Jahrgang Ausgabe A nr. 1a Bezugsvrets: Bom 30. Desbr. 1923 bis 5. Jamner 1924 1 Billion oder 1 Goldmari vor aus zahlbar. Unter Kreuzband vom 30. Dezbr. 1923 bis 5. Januar 1924 für Deutschland. Danzig, Gaar. u. Memel gebiet, Defterreich. Litauen, Luzem burg 1,35 Goldmart, ür das übrige Musland 1,60 Goldmart. Rreu band Sendungen nur gegen wertbeständige Bahlung. Boftbezugspreis treibleibend. Der Borwäris mit der Sonntags beilage Bolt und Zeit" u. Giedlung and Kleingarten", sowie der Unter haltungsbeilage Heimwelt" erscheint wochentäglich meimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Abreffe: Sozialbemotrat Berlin Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 70 Milliarden Anzeigenpreise: Die eini paltige Ronpareille. geile 0.70 Goldmart. Retlame cile 3.50 Goldmart.., Kleine Anzeigen" bas fettgedruckte Bort 0,20 Golde mart( zulässig zwei fettgedruckte Worte), iebes weitere Wort 0.10 Goldmart. Stellengesuche das erfte Wort 0.10 Goldmar! jedes weitere Wort 0,05 Goldmark. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familienanzeigen für Abonnenten Reile 0.30 Goldmark. Eine Goldmart ein Dollar geteilt burch 4,20. BREEK Anzeigen für die nächste Summer müffen bis 4 Uhr nachmittags im Hauptgeschäft. Berlin SW 68, Linden itraße 3. abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nahm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutfchlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Ferniprecher: Redaktion: Douboff 292-293 Verlag: Tönhoff 2306-2507 Mittwoch, den 2. Januar 1924 Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Voitscheckkonto: Berlin 375 36- Bankkonto: Direktion der Tiskonto- Gesellschaft, Depoütenfase Lindenstraße 3 Neujahrsempfänge beim Reichspräsidenten. Wo steckt der Mann? Beim Reichspräsidenten fand am Neujahrstage der übliche liebtes teutfches Vaterland im tommenden Jahre aus seinem tiefen Empfang des diplomatischen Korps statt, zu dem sich die Botschafter, Verfall herauszuführen und die wirtschaftlichen und finanziellen völkischen Presse stehen in auffallendem Gegensatz zu jenem Gesandten und Geschäftsträger sämtlicher in Deutschlant vertretenen Verhältnisse nach Möglichkeit zu gesunder Entwicklung zu bringen. Eine Regierung, die fest in sich vereint und entschloffen auf das gemeinsame Ziel, das deut dhe Baberland zu retten, ihre Kraft und Ihnen. Herr Reichspräsident, eine Gewähr tafür bieten, daß das Anstrengung einfeßt, wird in einnütigem Zusammenwirten mit Jahr 1924 ein erfolgreiches fein wird für den Wiederaufftieg unferes Boltes und Reichs!" Der Reichpräsident fremden Mächte eingefunden hatten und bei dem auch der Reichs. tangler zugegen war. Als Doyen des diplomatischen Korps hielt der Apoftolische Nunius Monsignore Bacelli eine Glückwunschansprache, in der er u. a. fagte: Das foeben verflossene Jahr ist nicht ohne schmere Schmerzen und Leiden für die Menschhe' t dahingegangen. Aber besonders an Diesem Tage, den man gewöhnlich mit Freude und Fröhlichkeit feiert, richten fich un'ere Blide mit einer um so innigeren Teil. nahme auf gemiffe unglüdliche Klaffen des Boltes, in dessen Mitte toir leben. Das sind die werkläägen Stände ebenso wie die Geiftes arbeiter, das ist der Mittelstand, das sind Krante, Greise, Frauen und Kinder, denen oft das Allernötigste zum Leben fehlt. Bir fprechen ben eblen Herzen unseren Beifall aus, die sich bemühen, ein fo erschütterndes Elend zu lindern, und wir wünschen glühent, daß alle Nationen fich jener gefunden und ruhigen Wohlfahrt erfreuen mögen, die auf Gerechtigkeit, auf friedlicher Arbeit und auf brüder, fider Liebe beruht. erwiderte hierauf: Reichspräsident Ebert „ Es ist mir wieder eine ganz besontere Freude, wieder aus Ihrem Munde die Glückwünsche entgegenzunehmen, die Sie mir und dem deut hen Volle aus Anlaß des heutigen Tages im Namen bes Diplomatischen Korps auszusprechen die Güte hatten. ermiberte u. a.: Völkisch dentschnationale Neujahrsbetrachtungen. Die Neujahrsbetrachtungen der deutschnationalen und temperamentvollen und haßerfüllten Kampf, den man bis in die letzte Zeit hinein gegen Barlamentarismus und Demobindungsmann zu den Deutschvölkischen, hält zwar in der fratie führte. Graf eft arp, der deutschnationale BerKreuzzeitung" wie er selbst gesteht, um des zusammenfaffenden Schlagwortes willen an der Parole der nationalen Diftatur feft, im übrigen redet er aber seiner Wählerschaft wie einem franken Kinde zu, die Medizin des parlamentarischen bem deutschen Bolte schwere Opfer auferlegt hat; insbesondere die von den Deutschnationalen gewollte umgestaltung der Re Mit Recht wiefen Sie darauf hin, daß bas abgelaufene Jahr Systems und des Parteiwefens recht brav zu schlucken. Um bliden um ere Brüder an Rhein und Ruhr auf ein Jahr harter Begierungsverhältnisse zu erreichen, müsse jedes Mittel erdrängnis zurüd. Dankbar erinnern wir uns aber auch heute des Opfermuts, mit dem alle Schichten der Bevölkerung das harte Los Gebiclen eine Erleichterung ihres schweren Schickfos dadurch aetragen und weiter tragen. Möge das Neue Jahr diesen deutsche bringen, daß es gefinat, auf der Grundlage des wahren Friedens und des Rechts der Bölfer die Lebensmöglichkeiten und die wirt fchaftlichen Kräfte ihrer Bewohner wieder zu entfalten. Groß ist die wirtschaftliche Not in weiten Schichten ur.feres Boltes. Die Reichsregierung mußte zu tiefeinschneidenden Maz nahmen greifen, 81: Mahnahmen, die den einzelnen schmer treffen. aber doch notwendig fimb. um die Lebensfähigkeit des Landes zu erhalten. Bei allen Anstrengungen des Reiches ist dem schlimmsten Glend aber nur zu steuern, wenn jeder einzelne nach besten Kräften mithilft. Mit Befriedigung tonn man feststellen, daß bei uns wie im Auslande sich viele menschenfreundliche Herzen und Hände regen. Aber noch sind unfer uns viele, die unberührt von der of des Volfes abjelts stehen! Dankbaren Herzens begrüße ich die Worte des Mitgefühls, mit denen Sie der Not des deutschen Volkes und derjeni en unserer Wolfsgenossen gedacht haben, die in diefem schweren Winter unter bitterer Bebrängnis leiden. Mit aufrichtiger Genugtuung ftellen wir teft, tak meife Kreise der fremden Nationen sich der In Deutschland herrschenden Not bewust ocworden fint und, Dom Gete wahrer Menschlichkeit be eelt, uns Hilfe und Beistand geleistet in fie richtet sich unser bringender Appell zur Menschenpflicht! brben; mondjes Leid ist dadurch gemilbert, und vielen ist auf diesem Auch die Zukunft wird von uns allen schwere Opfer Fortern, Bege wirksam gehelfen worden. Mit Recht haben Sie auf diesen wenn wir unsere nationale Gristenz erhalten und sichern wollen. Geift allgemeiner Menschenliebe hingewiesen, der zusammen mit dem zur Erreichung diefes' eles ist mehr dern je gerode heute der Wille Gefühl der Gerechtigkeit gegenüber den anderen Nationen die stärkste des ganzen bent'chen Belfes zur Zufammengehörigkeit notwendig. Bewähr für den Fertschrift und das gedeihliche Zusammenarbeiten der Völker bietet. Es ist bei Beginn des neuen Jahres ter fehn. Nicht in dem Widerstreit der Interessen und Ideen, nicht in dem tichste Wunsch des deutschen Boltes in seinem harten und bul. täglichen Betonen her bestehenden Gegen'äge ficat ber Weg zur denden Ringen um sein Leben und feine Zukunft, Bukunft unseres Belles, sondern im Hervorheben des Gemeinschaft. ba'z auch ihm bald das hohe Gut ruhiger Arbeit und fried ichen gemeinschaft ist. Daß dieser Miffe und dieser Geift der Sammlung friedlichen lichen, im Willen zur Bolkszugehörigkeit, die unferer aller Schidals: das deutsche Not im Neun Jahre mehr als bisher leiten möge, ist mein fehnlichster Wunich am heuticen Tane, hierzu nach besten Kräften beizutragen, die aufrichtige Bitte, die ich an Sie, meine Herren, richte!" Lebens im Kreise der Bölfer beschieden sei. Mit der Hoffnung, daß der von Ihnen fo marmen Herzens gewürdigte Geist ter wahren Menschlichkeit im neuen Jahre sich weiter ausbreiten und immer tiefere Wurzeln faffen möge, ver binde ich, Herr Nuntius, meine Herren, die Bitte, Thren Staatsober. häuptern. Regierungen und Wölfern meine herzlichsten und aufrich figften Wün'che für ein glüdliches und friedliches neues Jahr zu übermitteln." Beim Empfang des Reichstabinetts mies der Reichstanzler auf die traurige Entwicklung des verflossenen Jahres, besonders bie Ruhrbefehung und ihre Folgen, hin und fuhr fort: " Es gehört der ganze Startmut ter deutschen Nation dazu, bem Jahre 1924 und der politischen Entwidlung in ihm getroft entgegenzusehen. Aber die edlen Eigenschaften des deutschen Boltes, die in der Zeit der Not besonders hell zutage treten, laffen uns Hoffnung Schöpfen, daß es uns trek oller entsegerstehenden Hinder. nie möglich sein wird, deutsches Volk und Baterland einer besseren Zukunft entgegenzuführen. Die Regierung fühlt sich heute ganz besonders von dem ernsten und heiligen Pflichtgefühl durchdrungen, von neuem feierlichst zu erklären, daß sie ihre ganze Kraft daransezen wird, um unser ge Belgien und die Reparationen. Hiernach empfing der Reihspräsident den Reichstagspräsidenten 25be und den Bizepräsidenten Dr. Rieber', welche ihm die Glüdwünsche des Reichstages übermittelten und die Hoffnung aus Sprachen, daß das Neue Jahr durch Erleichterung der außenpoli tischen Lage mie durch innere Sanierung dem deutschen Bolle fegensreich werden möge. Der Reichspräsident erwiderte mit Borten des Dontes und gab der Erwartung Ausdruck, deß der Reichstag, deffen Tätig feit durch die dringende Not der finanziellen Lage zurzeit etwas in den Hintergrundb getreten fei, bald wieder in seine pollen Rechte und seine ganze Arbeit eincesetzt werde. Anschließend sprach eine Abordnung des Reichsrats wünsche aus. id Später übermittelten Bertreter der Heeres und Marine leitung bem Reichspräsidenten die Wünsche des Reichsheeres und der Reichsmarine zum Neuen Jahre. hoffen, bald die Morgenröte der Berföhnung und bes enb. gültigen Friedens begrüßen zu tönnen. Frankreich, das noch nie Brüffel, 1. Januar.( WTB.) Bei den Neujahrsempfängen im Dem Geifte des Hoffes und der Zwietrecht fo entfernt gewefen ift föniglichen Schloß fagte der König in Erwiberung auf eine Analübend, töniglichen Schloß sagte der König in Erwiberung auf eine An- wie heute, wünscht dies von ganzer Seele herbei. Es wünscht sprache des Präsidenten der Deputiertenkammer, die Regelung glühend, daß kein neuer Zwischenfall die Berföhnung und den end. gültigen Frieden noch weiter hinausschiebe. Es verbindet in feinem der Reparationsfrage fei für die Wiederherstellung des Gireben die Wiederherstellung der allgemeinen wirtschaftlichen wirtschaftlichen Gleichgewichts Belgiens unerläglich. Die Berechti- Orbnurg mit seiner eigeren Blüte. Es verlangt seinen Blag in der gung der Reparationen sei, wie von der ganzen Welt, so auch von ersten Reihe der Arbeiter von gutem Willen. Deutschland anerkannt worden. Dem Präsidenten des Senats er. miderte der König auf dessen Ansprache ,, die Haltung Belgiens sei burch seine politische und geographische Lage bestimmt und giele darauf ab, die bestehenden Freundschaften aufrechtzuerhalten und die unerläßlichen Stüßen zu bewahren. Millerands Neujahrsrede. Ein Prawda- Konflikt. Die Krise der russischen Kommunistenpartei. Mostau, 31 Dezember.( DE) Aus der Redaktion des tommu nistischen Zentralcroans Brawda" find der Leiter der bteilung für Parteifragen Ronstantinow und fein Gehilfe igil janiti unter Breteft ausgetreten. Sie hatten in der Dis griffen werden, das Erfolg verspricht. Reine Abneigung gegen das parlamentarische System und das Barteiwesen, mag sie noch so berechtigt sein und noch so sehr von uns verstanden und geteilt werden." so heißt es in der Betrachtung wörtlich, darf also dazu führen, daß die Kraft der Bewegung, die fich auf die Erzwingung der Wahlen und den nationalen Erfolg bei ihnen richtet, gelähmt wird. So richtig es ist, daß wir von dem Demokratischen System der Regierungsbildung durch die Bahlen loskommen müssen, so bleibt doch bestehen, daß, wie die Dinge liegen, zurzeit Reichspräsident und Reichstag die Ge schäfte führen, und daß das Wahlergebnis auf Jahre hinaus für die Geschicke des Vaterlandes von entscheidender Be deutung ist. Deshalb darf, auch wer sich bewußt bleibt, daß mit der Wahlarbeit allein vielleicht das letzte Wort nicht gesprochen werden fann, fich ihr gleichwohl nicht entziehen.... Zudem hat ble Agitation, die für die Wahlen und bei ihnen entfaltet wird, haben tie praktisch vorwiegend auf die Wahl eingestellte Organisation und erbearbeit der Partei eine Bedeutung, die noch weit über das Damit zu erstrebende Ergebnis der einzelnen Bahlen hinausgeht. Denn sie bieten die Plattform, von der aus wirksam zum deutschen Bolte gesprochen und auf die Erneuerung des politischen Denkens und vaterländischen Wollens hingearbeitet werden kann... Aus den Zeilen spricht deutlich genug die Berlegen. beit um eine geeignete Blattform für die Wahlen. Lange genug hat man die Wählerschaft mit den Phrasen von der nationalen Dittatur zu verblenden versucht. Nun muß man gestehen, daß nicht die so oft versprochene nationale Dittatur, sondern der ebenso oft in Grund und Boden kritisierte Bar I amentarismus auf Jahre hinaus" die Gefchide Deutschlands bestimmen wird. Immerhin eine heifle Sache. So heitel, daß man darüber ganz sein monarchistisches erg vergißt. Nur schattenhaft schattenhafter noch als die nationale Diftaturhuscht der starke monarchistische Staatsgedante" in den Neujahrsbetrachtungen des Grafen vorüber. Nimmt man die Neujahrsnummer der Deutschen Tagesgeitung" zur Hand, so traut man feinen Augen nicht. Der ftramme Monarchist und Deutschnationale Bau! Baeder läßt sich so vernehmen: Wir werden immer an der Ueberzeugung festhalten, daß für Deutschland und das deutsche Volf eine starke Monarchie die natürlichste und zweckmäßiofte Staatsform ist. Wir fennen die befonderen Gefahren eines Wahlrechts, das die Wählerschaft in Atome und Nummern zerlegt, gerade für das deutsche Bolt; und wir wissen, daß es noch niemals ohne irgendwie dittatorische Maßnahmen gelungen ist, nach einer Revolution wieder eine neue fefte Ordnung zu schaffen. Auf der anderen Seite aber wissen wir wenigstens seit dem Welitriege, daß auch die besten Einrichtungen ein Bolt nicht vor dem Unglüd bewahren, wenn die menschlichen Träger dieser Einrichtungen verlagen; man dente nur an Herrn von Beihmann Hollweg. Wir wissen ferner, daß wirklich politisch dentende Völker aus dem Parlamentarismus eine Quelle besonderer Kraft machen fönnen; und wir haben ja gerade in diefen Tagen erfebt, daß auch souveräne Parlamente einer tatsächlichen Diktatur nicht im Wege zu stehen brauchen; wobei die Frage immer wieder nur dahin geht, ob die nötigen Bollmachten auch in die Hände der richtigen Männer gelegt werden." Wo bleibt da die deutschnationale Achtung vor dem kaiser. lichen Herrn, wo bleibt die Dolchstoklegende und wo die Le gende von der Schädlichkeit des Parlamentarismus? Ja, Herr Baeder geht in seinem Eifer für den Parlamentarismus fo weit, daß er sich furchtbar über den Gedanken aufregt, die 3ahl der Abgeordneten tönne verringert werden. Qu'ammenlegung der parlamentarischen Ausschüsse, sie sei ein Paris, 1. Januar.( Eca.) Bi dem heutigen Neujahrsempfang fuffion über die Krise der Partei und die damit neu aufgetauchten Eine Berringerung der Mandate gefährde die sachgemäße per Tiplometen im Elysée, an dem auch der deutsche Gebas Zentralfomitee der Bortei aufgetretene Opposition zu fchäftsträger v. Hoesch teilnahm, forach der väpfiliche Wort tommen lassen. Als Bucharin und Sinomjem den Abbrud startes hindernis für die Rufuhr frischen Blutes. Stuntius dem Präsidenten feine Neujahrswünsche aus. Mille einiger anders gerichteter Artikel ver'onaten und durchsetzten, schieden Dabei ist die zu erzielende Ersparnis fo geringfügig, daß sie rand antwortete hierauf u. a.: Vor einem Jahre haben Sie ge- bie beiden Redakteure aus Diefe Tatsache ist in Barteiverfamm. Im Gesamtrahmen der Staatsausgaben faum ins Gewicht fällt; wowünscht, daß Frankreich endlich die Früchte feiner Anstren. gungen 3 feinem eigenen Wohl und dem der Welt ern'en lungen mehrfach gegen das Zentralfomitee ausgenukt worden, als bei immer noch zu beachten bleibt, daß ein fachgemäß arbeitendes möge. Ihr Bunsch hat begonnen. fich zu erfüllen. Urfer Bemühen nicht gibt, da nur KPD Blätter geduldet werden! Red. des...) teiligen Falle freilich auch die geringsten Ausgaben für das Parla. hätte diefes die Breffefreiheit( die es befenrich überbount Parlament fich reichlich bezahlt machen würde, während im gegenift amar auf großen Widerstand gestoßen, der die Resultare Derzögert und verringert und neues Unglüd mit sich geführt hat. nung, bak die beiden Genannten fichtlich bestrebt waren, hate wohl unrichtig gestaltet, aber dem verringerten Bolkseinbeeinträch'int. Die Bentre fommiffion danecen ift der Mei- ment noch zu groß find. Das gilt auch von den Diäten, die an sich in ber Bramba" das Parteileben einseitig zu be leuchten, daß aber dos Blott ols Drgen des Rertroffomitees fommen doch wesentlich angepaßt sind." nur bie eine bestimmte Linie, eben des Zentralfomitees, marmer perteibigen? Raum aber, der so über die ver Rann man in wenigen Zeilen den Parlamentarismus einhalten dürfte. I wärmer Aber die Ausdauer unserer Politit, die mit einer unbeugfamen Mäßigung durdgeführt murte, hat schließlich doch ihre Früchte getragen. Man barf legt ". 21 PR. gegen Seedt noch immer als beichswehe" firmieren? Gift Dant und Anerkennung für die musterhafte Disziplin auch für fia. die noch immer aus den leeren Rassen des Reichs be zahlt werden? ringerten Diäten schreibt, ist felbst Abgeordneter. Man muß mus fchließt sich in der Deutschen Zeitung" ber böllische Düerfinanzfchon an die Prinzipienlo greit der Deutschnationalen bei der rat a. D. Bang würdig an. Er erflärt von seinem eigenen beut legten Rabinettstrise zurückdenten, wenn man daran glauben schen Volfe: soll, daß sich derartige Gedankengänge in einem deutschEin Bolt, das um Berständigung mit den nationalen Biatt finden. Männer, nicht Ein- Stlavenhaltern, mit dem Halunfentum dieser Erde winselt, ein folches Bolt ist weder des Rheins noch der Ruhr wert! Man müßte richtungen!" ruft Baul Baeder in seiner Neujahrsbetrach Kritik in der bayerischen Volkspartei. an Gottes Gerechtigkeit zweifeln, wenn es anders wäre, tung. Es ist eine merkwürdige Sache: Jeder hält sich für und wenn dieses Balt... nicht noch viel härter beffraft würde." München, 1. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Es ist be den Mann, aber alle zusammen fönnen fie feine Männer" Die Baterlandsliebe der Deutschnationalen richtet sich also ein merkenswert, daß der Beschluß des Landesausschusses der Bane. finden! mal nach der Summe an ererbten Devisen oder sonstiger Sachrischen Boltspartei auf Herbeiführung, einer neuen bayegüter, zum anderen nach dem Maß, in dem Gottes Gerechtigkeit" rischen Berfaffung nicht einstimmig oder mit großer Mehrheit das deutsche Bolt züchtigt. Noch ist dieses deutsche Bolt durch gefaßt wurde, sondern daß er nur glatt zwei Drittel der deutschnationale Kriegsführer und ebensolche Kriegsfinanzminister Stimmen auf sich vereinigte. Die Opposition mar nun nicht etwa immer noch nicht tief genug in das Elend geraten. Es muß doch viel gegen eine Landtagsauflösung oder gegen den Bolfsentscheid, sondern tiefer finten. Borher aber fann Rhein und Ruhr verschwinden fie meigerte fich nur, für eine grundsägliche Neuregelung des ver Denn ein solches Bolt ist weder des Rheines noch der Ruhr wert!"( faffungsrechtlichen Lebens in Bayern einzutreteft, während sie für Brachtvolle Kerle dieser Bang und diefe Barnewiß, diese eine Berfassungsrefarm durch Aenderung des bewußten§ 92 der bayerischen Berfassung sehr wohl zu haben ist. An diesem innerDeutsche" und diese Kreuzzeitung"! parteilichen Gegensaz ist die ganze Tragweite des Beschlusses zu er tennen, von dem auch die obfiegende Mehrheit sich sehr wohl bewußt war, baß es ein großes minus nicht nur für die Partei, Belche Gebantengänge maßgebend waren, tommt in einem sehr be jondern auch für die gesamte deutsche Politit bedeutet. Diese deutschnationalen Männer"! Mar Mauren brecher rechnet mit ihnen in der Deutschen Zeitung" gründlich ab. Gott fchüße uns vor unseren Führern!" ist das Leit motiv feiner Betrachtungen. Er sagt: „ Es ist gerade in nationalen Kreisen viel Infug mit den Borten Führer"," Treue zum Führer", unbedingte Gefolgschaft gegenüber dem Führer" und Aehnlichem mehr getrieben worden. Das flingt so wunderbar deutsch und wedt so heidenhafte Erinne rungen an die altgermanischen Häuptlinge, von denen Tacitus er. zählt. Und doch muß es flar fein, daß man einen politischen Rampf um die Macht in einem Achtzigmillionenvolf nicht mit dene selben Mitteln führen fann, mit denen einftmals germanische Helden auf Streifzüge gegeneinander oder gegen die Ro nerprovinzen gezogen sind. Der Führergedanke hat Fah geradezu zu einem Unheil in der völkischen Bewegung entwidelt. Gäbe es einen einzelnen Führer, der so überragende Eigenschaften und Fähigkeiten befäße, daß er Bismard, Molite, Roon und König Wilhelm I. in einer Berson in sich vereinigte, so fännte man ihm unbedingten Gehorsam schwören und sich seiner Einsicht und Entschlußtraft blind über laffen. 21ber folchen Führer haben wir nicht. Sprechen roir chrlich aus, was jahrelange stille Beobachtung uns geleht: hat: der eine überragende Mann, in deffen stillen Entschlüssen und geheimen Mänen das ganze zufünftige Heil des Vaterlandes beschloffen jei, ift nicht vorhanden! 4 Der abgeänderte Ausnahmezustand. In deutschnationalen Blättern ist große Erregung, weil die Reichsregierung, dem Wunsche des Reichstages folgend, den Opfern der Schuzhaft wenigstens Beschwerdemöglichkeit gegeben und außer dem gegen Zeitungsverbote einen Appell an den Staatsgerichtshof achtenswerten Artikel des Regensburger Anzeigers" flar zugelassen hat. zum Ausdrud. Der Artifel ist auch insofern bemerkenswert, als er In der Deutschen Zeitung wird diese Abänderungsverordnung eine in der banerischen Bolitik immerhin ungewöhnliche große Linic präsident dafür folgendermaßen angelümmelt: als " ein Gieg der Sozialdemokratie gepriesen und der Reichs- einzuhalten bestrebt ist... „ Das höchste Ziel der bayerischen Bolitit, so heißt es in dem aus Die Sozialdemokratie hat alfo wieder einmal ge- Artikel, ist die Biederherstellung einer wirklichen bayerischen Staats fiegt und empfängt diese Berordnung dankend von ihrem lichkeit im Rahmen eines großen deutschen Reiches. Wir stehen in Reichspräsidenten als Neujahrsgeschent. Man braucht, einem fritischen Augenblick der deutschen innerstaatlichen Entwicklung, wenn man Sozial- oder auch nur" anderer Demokrat ift, ledig, wo die historische Struktur des deutschen Staates zugunsten der lich das nötige Breffeqeschrei anzustimmen, und alsbald Einheits idee überwunden scheint. Es ist heute so weit, daß Darum bleibt uns nichts anderes möglich, als aus der großen hat man den gewünschten Erfcig. die Einheitsstaatstendenzen der Reichspolitit wenigstens äußerlich Zahl stärkerer und mittelstarter Talente gewissermaßen Rum macht zwar gleichzeitig ein linfsstehendes bürgerliches zum Stillstand gebracht sind und daß sich allmählich eine rückläufige ein Direktorium der nationalen Bewegung zu bilden, das Blatt darauf aufmerksam, daß die Verordnung schon vom 23. De- Bewegung zugunsten der Länder bereits anzubahnen scheint. Etjedem die Möglichfeit gibt, auf seinem Gebiete, entsprechend seiner gember datiert, also schon beschlossen sei, bevor die fozialdemofra zwungen allerdings durch die Not, in der das Reich sich befindet, meniger infolge einer inneren geistigen Begabung, schöpferisch vorwärtszudringen, und doch alle gemeinsam fifchen Bertreter beim Reichstanzler vorsprachen. Seboch fann diese und unter gemeinsam ermogene Pläne und gemeinsam erstrebte Biele Unftimmigkeit auf sich beruhen. Wir registrieren hier nur die Tat wandlung. Deshalb hat die bayerische Politit allen Anlaß, auf beugt. Wir können nicht warten, bis wunderbare Begabungen uns sache, daß die Deutschnationalen es entrüftet als einen Erfolg der der Hut und noch mehr tätig zu sein.... Wenn aber Bayern noch nom Himinel fallen. Wir müssen rechnen mit dem Material, das Sozialdemokraten buchen, wenn verbotene Zeitungen fich wenigstens jemals eine Rolle in der deutschen Geschichte spielen, wenn es nod) in den letzten Jahren sichtbar geworden ist, und müssen versuchen, beschweren dürfen und wenn das gleiche Beschwerderecht auch denen jemals einen Staatsmann großen Formats hervorbringen soll, dann ehrlich und befcheiben eine Ramerabschaft durchschnitt. 3uteil wird, die von unpolitischem Militär ohne Richterspruch in muß feine Bolitik und dieser Mann herauswachsen dem Borstellungstreis einer deutschen Bolitik, die alt= licher. pflichttreuer und in sich einheitlich gerichteter Führer zu haft nefeht wurden! die die große deutsche Sehnsucht, an Bis. Mas fann und mard nicht erfüllen tonnie.... foll Bayern in dem Prozeß der kommenden deutschen Entwicklung tum? Die politischen und geistigen Kräfte, über die Bayern verfügt, fegen dem gefunden Streben jeder bayerischen Bolitik natürliche Grenzen. Das muß immer bedacht werden. Je mehr die bayerische Bolitit in einer gewissen Beschränkung Meister sein wird, desto einflußreicher wird sie sein in dem geistigen Umstellungsprozeß, der sich in Deutschland vollzieht. Bayern soll zu einem Hort der Pflege des deutschen Gedankens werden und dieser Hort soll der bayerischen Bolitit die Fittich verleihen und ihr das große Ziel und die große Richtung geben. So wird die bayerische Politit auch am besten aus der Beengung mehr oder weniger rein partifulärer und lokaler Interessen herausgeführt und zu dem merden, was die bayerische Bolitit anstrebt, zu einem achtunggebietenden Faftor der gesamt deutschen Politif." bilden." Bitteter und pessimistischer ist über die deutschnationale Bewegung taum je geurteilt worden. Die Partei, die an die Spize ihres Programms den Ruf nach dem Diktator gestellt hat, muß zugeben, daß sie nicht in der Lage ist, biefen Diktator aus den eigenen Reihen zu stellen, die Bartei, die den Barlamentarismus ftets als le bel bekämpft hat, endet mit dem Geständnis, daß sie ohne eine Umwandlung der eigenen Bartei auf parlamenta rischer Grundlage nicht weiter lebensfähig ist. Nicht ohne innere Teilnahme liest man, daß das völlisch- deutsch- tnupti nationale Blatt die Abänderungsverordnung unter der aufresenden Ueberschrift bringt:" Teilweise Ausschaltung ber Mili färgerichtsbarkeit!" Weil nämlich in der Berordnung vor gefchrieben wird, daß an Stelle des Reichsmilitärgerichts der Staatsgerichtshof zum Schuß der Republik als Beschwerdeinstanz in Schuß baftfachen trete! Die fuperflugen Leute in der Maurenbrecher Bang- Redaktion haben ganz die Tatsache verschlafen, daß das Reichs militärgericht ebenso wie die ganze Militärgerichtsbarkeit feit mehreren Jahren beseitigt ist! Sie follten schleunigst staatsbürger lichen Unterricht nehmen, bevor sie wieder den Reichspräsidenten für Regierungshandlungen verantwortlich machen, die der Kangler und der Innenminister verantwortlich zeichnen. Die Deutschnationalen fenten die Fahnen. Sie beginnen hen Wahlkampf mit dem offenen Eingeständnis, daß ihr Generalappell an das Bolt unter dem Schlagwort Für die nationale Diftatur- gegen den Barlamentarismus" ein Generalunjinn mar! Sie eröffnen den Wahlkampf mit dem Bekenntnis, daß in ihren eigenen Reihen jene Mittelmäßigkeit zu Hause ist, die sie den anderen Par- famte teien tagtäglich zu unterschieben pflegten! Deutschnationaler Patriotismus. Weffen das deutsche Volk nicht wert ist. In der deutschnationalen Streuzzeitung" durfte die deutschnationale Madame Barnemis, weil das Reich ihr nicht ihre Franfenerbschaft besorgt hat, von Deutschland in feiner unfauberen Raublust" schreiben, Deutschland als das Land der Rechtlosigkeit" beschimpfen und von dem„ brutalen Raub des eigenen jogenannten Bateriandes" an seinen Landestindern wehtlagen. 99 Tiefer deutschynationalon Befundung. des reinrassigen Patriotis Rückblick aus dem Jahr 1930. Bon Hans Klabautermann. so Ein Dank und eine Frage! In Reichswehr einen Neujahrsgruß gerichtet, in dem es u, a heißt: Der Chef der Heeresleitung, General v. Seedt, hat an die gearme Anerkennung gilt allen Teilen, den Romman Die Partikularisten gegen die Ausländer". München, 1. Januar.( BTB.) Wie die Augsburger deuren und den Truppen, die für die Aufrechterhaltung ber bendzeitung" fchreibt, werde augenblicklich aus Streifen der bane. Ruhe und Ordnung im Reich eingefekt maren und sind. musterhafter Disiplin haben fie, oft unter schwierigsten rijden Boltspartei gegen land frembe Studentone Berhältniffen, ihre Schuldigkeit getan und bewiesen, daß in der an der Münchener Universität, mit denen preußische oder jungen Wehrmacht die alten Golbaten eigenschaften deutschösterreichische Studenten gemeint feien, plan. lebendig find. mäßig Stimmung gemacht. Bandtagsabgeordneter Rothmeier An diesen Dant merden viele Leser, die ihn zu Gesicht be- habe auf den unbayerischen Geift" hingewiesen, der jetzt in München fommen, die Frage tnüpfen: Gilt die Aner? ennung und was fein Unmejen treibe. Eine unverhältnismäßig große Anzahl nicht. dazu gehört, auch für den General, v. Loffow in München, feinen bayerischer Studenten studiere auf Rosten der bayerischen SteuerOffizieren und Truppen, die fió) als bayerische Landeswehr ver- zahler. Das Blatt erwartet vom Senat der Universität, daß er die pflichten ließen und trotz der offenen Meuteres Loffows Studentenschaft gegen derartige Angriffe flar in Schutz nehme. beständige Eisenbahn- Monarchie mit dem Motto„ Hugo macht alles", gestellt hat, über die aber bis zum heutigen Tage noch längst teine und der Klempner Spielede die fonftitutionelle Monarchie Spiesecke Slarheit herrscht. Auf der nördlichen Halbtugel wird die Gelegen. des Kreises Niederbarnim. Der Reichswehrminifter wurde zum heit zur Marsbeobachtung weniger günftig fein als auf der füdlichen, Ehrenunterian ernannt. Das der alten Regierung vom Reichstag aufgedrängte Ermächtigungsgefes gab ihr im letzten Moment die Möglichkeit, fich verfaffungsgemäß für abgesezt zu erklären. landet. Die Natur im neuen Jahr. bildern des Steinbods und Waffermanns, also in nur geringer Höhe weil der Planet zurzeit feiner Opposition zwischen den Lierkreis. über dem Südhorizont steht. Die besten Ergebnisse für die Marsforschung werden demgemäß von den Sternwarten in den Tropon und auf der füdlichen Halbfugel zu erwarten fein. Die Berechnung der firchlichen efte des Kalenderjahres geht vom Offertermin aus, der diesmal recht spät ist. Ostersonntag fällt auf den 20. 2pri; übrigens wird auch während der folgenden vier Jahre das Osterfest stets in den April, und zwar auf mittlere Termine fallen. Demgemäß werden auch die übrigen beweglichen Feste in den Jahren von 1925-1928 meber ungewöhnlich früh noch ungewöhnlich spät fallen. 1924 dagegen fallen dem sväten Ostertermine entsprechend auch die übrigen Feste auf einen späten Termin; so ist Himmelfahrt am 29. Mai, und das Pfingstfest föllt in den B ginn der zweiten Juniwoche, auf den 8. und 9. des Monais. Wenn wir heute fo glücklich find, in unserer Lehmhütte beim gemütlich schwelenden Kienspan zu fizen, so verdanken wir diese Rückkehr zur Natur vor allem dem Jahr 1923. Die angestrengten Auf dieser Bahn wandelten wir weiter nach der Devise: Jeder Bemühungen weiter Kreise, die Zivilisation auf ein vernünftiges Mah zurückzuschrauben, hatten allerdings schon früher zu ertled macht sich feinen Dred alleene", und so find wir jetzt, foweit wir lichen Erfolg geführt. 1923 ericholl aber zum ersten Male der noch nicht verhungert sind, in der mittelalterlichen Lehmhütte gemutige Schlachtruf Rationierung der Vernunft" und heil den Edelsten der Nation! Bayern alleweg voran! rüstete man sich, entschlossen auch mit dem Abbau der Kultur zu beginnen. Es lohnt sich daher auf das glückhafte Jahr 1923 einen beschaulichen Rückblid mit Danftränenträufelndem Augapfel zu werfen. Int August dieses gesegneten Jahres brachten die Zeitungen die Nachricht: In dem Ermittlungsverfahren gegen Leutnant a. D. rull megen Teilnahme an der Ermordung der Frau Rosa Luxemburg ist die Boruntersuchung abgeschlossen worden, und die Aften sind zur Erhebung der Anklage an die Staatsanwaltschaft des Landgerichts II gegeben." Da der Morb 3 Jahre varher be. gangen war und zur Voruntersuchung ein ansehnlicherer Beamten apparat zur Verfügung stand, als man sich zur Betriebsführung der auswärtigen Bolitik leisten konnte, so wird man verständlich finden, daß die Reichsregierung mit 5000 Telegraphenstangen im Rüdftand blieb, die sie Frankreich zu liefern hatte. Poincaré, ebenfalls auf schleunigen Abbau der Kultur bedacht, ließ daraufhin das Rubr. gebiet besetzen, augenscheinlich, um in den dortigen Gruben die aus gebliebenen Holzlieferungen mit Tants und Kanonen zu schürfen. Inzwischen beschäftigte sich der damalige Reichskanzler Cuno damit, die Dentweise der Staatsmänner der Welt auf neue Grundlagen zu stellen. Er wollte die Machtfrage ausschalten und nur die Moral werden können. als Richtlinie anerkannt miffen. Merkwürdigerweise erreichte er Ein interessantes Phänomen wird in diesem Jahre, und zwar feine Absicht nicht, da zufällig Deutschland nicht die Macht besaß, am 8. Mai Merfur, der sonnennächste der Planeten, barbieten der Moral zum Siege zu verhelfen. Infolge des plöblich ausge. An diesem Tace, an dem er in unterer Konjunktion zur Sonne steht, brochenen Burgfriedens war nicht einmal in Deutschland Einigkeit zieht er in Gestalt eines winzigen Büntichens, vor der Sonnenscheibe inzerhalb der Parteien zu erreichen, und so gaben er und feine porüber. Diese sogenannten Merkurdurchgänge sind freilich nicht so Rachfolger Stresemann I, Strefemann II ihre Bläne mieber auf. felten wie die Benusdurchgänge, deren lehter im Jahre 1882 mar, Die Mart hatte durch die Stügungsaktionen der on dem genialen und deren nächsten die heutige Generation nicht mehr erleben wird. In Europa ist nur der Austritt des Mertur aus der Sonnenscheibe Habenstein geleiteten Reichsbank ihren legten Halt verloren, und um 636 Uhr vormitions zu beobachten. bie Republik betam davon einen so erheblichen Anag, daß man ihr Bebeutsam in wissenschaftlicher Hinsicht ist das Jahr 1924 auch Die beliebteffen Studienfächer. Diejenigen Fäher an den bent Ansehen nur durch Import des deutschen Kronprinzen heben zu in bezug auf den Pictaten Mars. Am 23. quft wird Mars in ichen Schiu'en, die die größte Sunahme des Studiums in der fönnen glaubte, eine mutige Tat, die im gesamten Ausland dröh- Opposition zur Sonne gelangen und dabei gleichzeitig die geringfte fekten Zeit aufweilen, maten Boltsmirtschaftslehre und Entfernung von der Erde erreichen. die überhaupt mörlich ist. Diese lettrotecnit. Mie mir einer Rufemmenstellung des im mendes Cho ermedte. Als ban Ehrhardt aus dem Gefängnis entfloh und zum Distanz beträgt bei der Opposition des kommenden Jahres 58 Millio. Bertaa file tit und Wirtschaft erscheinenden Statilden hy Musgleich obechy entlassen wurde, war der republikanische Genen Kilometer und wird im ganzen 20. Jahrhundert nicht mehr vor buches für 1925" entnehmen, fant in der Be't von 1913-1923 dás Dante soweit gestärkt, daß man an die Ausschaltung jeglicher Re- lommen. Die Marsforschung erwartet von diefer befonders aiiniti. Shubium het. evanga lischen Theologie an den beuischen Urinar" täten gen Gelegenheit wichtige Auffchlüffe fiber bie Natur der Oberfläche von 3872 Studenten auf 2544 herob; gerincer mor her Rügent gierungstätigkeit gehen fonnte, wozu der Ausnahmezustand eine bes Blaneten und vielleicht die endgültige Klärung des Broblems in der fethelifen Theologie. nämlich von 1958 auf 1824. n ber treffliche Handhabe bot. Hitler, udendorff und Coffom der Marstanoic, eine Theorie, die rund vor einen halben Jahr medizinischen Fatultät aina die Bahl der Studenten ron 13 121 auf gründeten die Monarchie Löwenbräufeller, Stinnes eine wett hundert ter berühmte Haltentsche Marsforscher Schiaparelli auf 12 476 zurüd, in der philologisch- historijojen pon 13 692 auf 10 495, Welche Geschide uns das jezt beginnende neue Jahr bringen wird, wissen wir heute noch nicht, und es ist sicherlich weise vom Schicksal, daß es uns feinen Blid in die Büchse der Bandora ver ftattet.. Wohl aber wissen wir dank unserer wissenschaftlichen Erkennt nis, welche Naturereignisse uns im tommenden Jahre bevorstehen. Auch hier sind es natürlich nur die Ereignisse tosmischer Natur, die ,, Das Tänzchen" im Theater am Kurfürstendamm. Soll silvester wir verauszuberechnen imftande sind; die Borgänge in dem indischerlich Bingen, ist aber schon sehr schimmelig, wie Bjannfuchenmarines Zufimeer, diejem überaus schwankenden Element, die die Witterung fade, die allzu lange im Topf gestanden hat. Die armen Beute bebingen, fönnen wir auf längere Zeit taum andeutungsweise vor holen zum neuen Jahre ihre alten eingemotteten Bratenröde heraus aussehen und müffen abwarten, mas uns das fommende Jahr bringt. Die Theaterdirektoren, die sich plunderig stellen, entfauben dieses clie Die beiden großen Geftiene des Tages und der Nachi erleben Stückchen von Hermann Bahr. Der Tanz geht zwischen Herrn im Jahre 1924 nicht weniger als fünf Berfinsterungen, von Biest und Herrn Binder. Herr Bieft bidbauchiger Agrarier, Früh denen drei Sonnenfinsternisse und zwei Mondfinsternisse sind. Bon stücksmagnat, held von der Landwirtswoche im Zirkus Buf. die, den Sonnenfinfterniffen, die auf den 5. März, den 31. Juli und den wie jeder gelehrte Politiker weiß, die Nachilobale in der överstraße 30. Auguſt fallen, ist in Mitteleuropa Beine sichtbar; sie sind alle drei bevölkert. Bindel Inferatenagent, fcmieria, mit dem Stich ins partiell, und die beiden ersten sind nur unbedeutende Erscheinungen. Kumpiae, mit einem Fuß im Zuchthaus. Bindel veranlakt feine Dagegen werden wir Gelegenheit haben, die beiden totalen Mond. Frau Gemahlin, daß fie den liebesbedürftigen Herrn Biest in eine finsternisse wahrzunehmen. Die erste ist am 20. Februar, die zweite Falle fodt. Nun soll der prächtige Ler- Heinz- Mann an die am 14. Auguft, und namentlich diese wird bei uns während des Deffentlichkeit im geknipten Bild, wie er auf den Knien vor Frou anzen Berlaufs, der sich über die Abendstunden erstreckt, gesehen Windel schmachtet. Berwicklung, Standal, alänzende Löfuns. Früh stück bei Adlon, ein mauschelnder Generaldirektor. der die richtinen Tips liefert, Champagner aus der dicken Bulle, Berlobung, Merol famänzchen, Gelächter. Alles schon denemelen, ranzia, manchmal doch pitant, aber Jakob Liedtke! Diefer Safiteri, diefer Kraft fert! Herrgott, hat es Tiebte in fich an Behöbiakeit und fouckender Droliofeit und zundlicher Derbheit! Er schnaust, er schnaist, er urgelt, er ift her prächtite Komödiant für das Korvulerie und Kurzatmine. Als er den Bronken farinnen fieß, da schme man setundenlang den Silvester. Brofit Neujahr! 2 M. 5. Wilhelms Deutschland und Abrüftung. Eine Entschließung des parlamentarischen Untersuchungsausschusses. Der erste Unterausschuß des parlamentarischen Untersuchungs ausschusses hat sein Urteil über die Haltung der beutschen Regierung auf den Haager Konferenzen von 1899 und 1907 in einer längeren Entschließung niedergelegt, in der er die Ueberzeugung ausfpricht, daß die Ententenate vom 16. Juni 1919 der geschichtlichen Wahrheit nicht entspricht. Die Gegenüberstellung, als sei die deutsche Politif, von Streitfucht und dem Streben nach autotralisder Gewalt getragen, darauf aus. gegangen, ihren Raghbarn unter Bedrchung mit Krieg eine tyran nische Herrschaft aufzuerlegen, während die westlichen Mächte fich ernstlich für Rüftungsbeschränkungen und eine neue Mera internatio, naler Freundschaft bemüht hätten, tennzeichnet weder die deutsche noch die Politit der Westmöchte von 1914 in zutreffender Weise, Nicht nur Deutschland, sondern nicht minder auch die anderen Groß mächte hätten an dem Gedanken ber nationalen Souveränität und an dem Recht, Lebensfragen mit den Waffen zu entscheiden, ftets festgehalten. Prattisch genügende Borschläge zur Beseitigung des internationalen Gefahrenzustandes habe eine der Regierungen gemacht. Die Borschläge Rußlands von 1899 feien so beschaf fen gewesen, daß die vorausfidylichen Gegner Deutschlands mit ihren Rüstungen gegenüber Deutschland und seinen Verbündeten in Borteil gekommen wären. Angesichts des schon 1899 an Boltsfraft überlegenen, feit 1907 durch England verstärkten russisch franzöfifchen Bundes, in dessen Gefolgschaft sich auch Italien be wegte, habe sich die deutsche Regierung auf Abrüftungsvorschläge nidt einlaffen wollen, die zur cinseitigen Schwächung der deutschen Bosition hätte führen müssen. Insbesondere habe fie die zur Erörterung stehenden Borschläge deshalb für sehr bedenklich gehalten, Kolonialtruppen in die brüstung nicht einbezogen werden sollten, wodurch es fowohl für Rußland wie für Frankreich ein leichtes gewesen wäre, unter dem Vorwand der Ausbildung von Rolonialiruppen eine sehr weitgehende militärische Ueberlegen heit zu erzielen. Dennoch verfennt der Untersuchungsausschuß nicht, daß es im Intereffe her Friebensbewegung erwünscht gewesen wäre, auch den Schein zu vermeiden, als stehe die deutsche Regie rung dem Gedanken der Rüftungsbeschränkungen an fich feindlich gegenüber, Die Behauptungen der oben erwähnten Ententenote, Deutschland habe, nachdem Rußland durch feine Niederlage im fer nen Osten militärisch gelähmt war, feine Bemühungen verbop. pelt, um feine Rüstungen zu vergrößern, feien aber aus der Luft griffen. In den Jahren 1903-1907 habe Deutschland sein Heer febiglich non 622.000 auf 629 000, Defterreich- Ungarn bas feine überhaupt nicht vermehrt. Deutschland habe auch feine vorteilhafte Page damals nicht dazu benutzt, um andenen Mächten demütigende Forderungen zu stellen. In der Frage der internationalen Schieds gerichtsbarkeit stellt der Ausfouß fest, daß die deutsche Regierung in der Ablehnung des Beltschiedsvertrages vom Jahre 1907 mit zahlreichen Großmächten einig gewesen sei. weil die Die Silvesternacht. * Der legte Tag des alten Jahres und die Silvesternacht liegen hinter uns. Wie immer war niel. Bolt auf der Straße und die legten Züge der Eisenbahn, der Hochbahn und Straßenbahn waren überfüllt und mancher hat es vorgezogen, außerhalb seiner Wohnung, sei es bei guten Freunden, sei es unter dem falten Winterhimmel zu verbringen. Trog des üblichen Silvesterirubels, mit dem das neue Jahr willkommen geheißen und dem alten heimgeleuchtet purde, mor das Treiben bei weitem nicht so lebhaft wie in den Bor friegsjahren. Außer einigen blutigen Schlägereien ist die erfte Nacht des neuen Jahres ohne befondere Zwischenfälle verlaufen. Der Bolizeibericht meiß folgendes zu melden: 530 Der Mord an der Schauspielerin Erna Klemm. Nach mehr als brei Jahren wird nummehr endlich ter Mord. dem die Schauspielerin Erna Klemm am 26. September 1920 zum Opfer gefallen ist, eine gerichtliche Sühne finden, nachdem ber mutmaßliche Täter, ber 1898 in Szerpa bei Odessa in Rußland geborene Kaufmann Siepman Pomozny aus Brüffe an die deutschen Behörden ausgeliefert worden ist. lebenden Erna Klemm. Am Nachmittag des 25. September hatte Pomozny war der Liebhaber ter von ihrem Manne getrennt die Klemm mit Pomozny in ihrem Zimmer in der Bülowstr. 31 eine erregte Auseinandersetzung. Sie verließ mit ihm gegen 6% Uhr abends die Wohnung und traf sich gleich darauf am Rollendorfplat mit einem Herrn Stein, mit dem sie das Theater und nachher das Als die beiden das Lotal verließen, Am Bormittags viurde der 22jährige Kaufmann Erwin RisAdmirals- Kasino besuchte. waldt aus Lichterfelde an der Ede der Albrecht und Botsdamer trat ihnen Pomozny mit zwei Männern entgegen und machte Stein Straße in Zehlendorf in hilflosem Zustande aufgefunden. eine heftige Szene. Bomózny rief eine Droichte herbei, stieß grau Man brachte ihn nach der nächsten Polizeiwache, wo er angab, non Klemm froß ihres Sträubens hinein und stieg mit seinen beiden ihm unbefannien Männern ausgeplündert und zu Boden Begleitern ebenfalls in den Wagen. Aber auch Stein ließ sich nicht geschlagen zu sein. Er war nur noch mit Hemd, Hose und abmeisen und nahm auch in der Droschke Plaz. In der Nähe des Schuhen bekleidet, die übrigen Kleidungsstüde und seine Wertsachen Potsdamer Plazes wurde er von Pomoznn jedoch genötigt, wieder hatten ihm die Straßenräuber entwendet. Um 6% Uhr abends auszusteigen, und der Wagen fuhr mit den übrigen Insaffen weiter. fand man die 79 Jahre alte Witme Henriette Ritz in ihrer mit Was nun geschehen ist, darüber herrscht völliges Dunkel. Gas angefüllten Küche ihrer Wohnung im Hause Walde nächsten Tage murde Frau Klemm in ihrer Wohnung auf her marstraße 44 bewußtlos auf. Samariber der Feuerwehr riefen fie Chaiselongue liegend tot aufgefunden. Am Hafe zeigten fich ins Leben zurüd und brachten sie nach dem Urbantranfenhause. Es würge eindrüde. Die Smudiachen fehlten. Bofcheint lediglich ein Unglüdsfall vorzuliegen. In der Tempel mozny war feit diesem Lage verschwunden und wurde erst vor hofer Straße fand man nachts um 1 Uhr den Kaufmann Gödide einem halben Jahre in Brüffel ermittelt, von wo er dann auf aus der Bülowftr. 55 als Reiche auf. Man schaffte den Toten Antrag der Berliner Staatsanwaltschaft unter Mordver nach der Friedhofallee in der Germaniastraße zu Tempelhof. Die dachi ausgeliefert und in bas Moabiter Untersuchungs Todesursache fonnte bisher nicht ermittelt werden. Gegen gefängnis übergeführt worden war. Die Wirtin der Ermordeten 9 Uhr abends wurde der Polizeimachtmeister F. bei der Festnahme hatte nachts un drei Uhr in dem Zimmer der Klemm lautes einer Dirne an der Ede der Breslauer und Koppenstraße von Sprechen gehört. Bomozny, der durch Rechtsanwalt Dr. Puppe mehreren Zuhöltern überfallen und zu Boden ges verteidigt wird, bestreitet, der Täter zu fein; er behauptet, daß er worfen. Er trug erhebliche Berlegungen im Gesicht und am den Bagen furz nach Stein ebenfalls verlassen habe und daß Frau Unterleib davon und mußte nach dem Staatstrantenhause Klemm mit einem fremden Manne nach Hause gegangen sei. lleber transportiert werden. Einer der Täter, der 28 Jahre afie Arbeits. den Verbleib der Schmudfachen will er auch nichts wissen. Bomozim lofe Robert Brendel, fonnte non herbeigerufenen Bolizeibeamten wird sich voraussichtlich schon im Januar vor den Geschworenen festgenommen werden. Um 1% Uhr nachts griff der Kriminal- wegen Mordes zu verantworten haben. affiftent S. vor dem Lokal Hiramar, Augsburger Str. 72, in eine Genoffin Emilie Berger, wohl nur den älteren Parteigenossen Schlägerei ein, wobei er selbst mit einem Totschläger be befannt, ist nach langem Beiden im 62. Lebensjahre verstorben. arbeitet wurde. In der Notwehr feuerte er 7 Schüsse ab, durch Sie war eine van den wenigen Frauen, die in der schweren Zeit die einer der Täter allem Anschein nach verlegt worden ist. Troz unter dem Sozialistengefeh den Mut besaßen, unter großen Gefahren feiner Berlegung ist er aber entkommen. zu weiteren Schlägeber Bartei zu dienen. Die Einäscherung findet am Freitag, den reien famt es vor dem Hause Rottbuser Damm 79, in dem 2otal 4. Januar, 2 Uhr nachmittags, im Krematorium in Baumschulenweg, von Lehmann, Staliker Str. 51, und in dem Lokal von Diefenbach, Riefholzstraße, statt. Libauer Str. 10. In allen Fällen bonnte die Bolizei die Kampf. hähne auseinander bringen. Das Ueberfalltommand p Der Schnellzug Paris- Brüffel verunglüct. Am 31. Dezember Wedding wurde während der Silvesternacht 13 maí alar. nachts gegen 11 Uhr ereignete sich bei der Einfahrt in den Nordmiert. Es handelte sich meist um Schlägereien zwischen betrunte, bahnhof ein 3ufammentos. Der Brüsseler Schnell. nen Männern, die jedesmal ohne Anwendung von Waffengemalt& ug fuhr infolge falscher Weichenstellung in einen in gleicher Rich beendet werden konnte. Gegen 6% Uhr früh wurde der Polizei- tung fahrenden Borortzug. Etma 9 Personen murden leicht, unterwachtmeister B. an der Ede der Arndt- und Schenkendorff- 3 schwer verletzt. straße von mehreren Männern angefallen und feuerte in der NotDer Abbrud des vorstehenden Auszugs tann und soll naturwehr einen Schuß ab, durch den der 54 Jahre alte Arbeiter Karl lich nicht bedeuten, daß wir durchaus auf dem gleichen Standpuntt 3e hmte schwer verlegt wurde. Die Kugel drang ihm in ständen. ben Unterleib. Behmte mußte noch dem Urbantrantenhause ge= schafft werden. Nach Angabe des Arztes besteht feine Lebensnefahr. Gegen 4% Uhr früh fom es in dem Lotal Bromelia, Limien ftraße 107, zwischen dem Wirt und mehreren Gästen zu Ausein anderlekunnen, die fchließlich in Tätlichteiten ousorteten. Einer der Anaveifer, der 34 Jahre olte Korrespondent Josef Wolff aus der Linienftr. 144, verfekte dem Wirt des Lokales Hermann Tonel zwei Messerstiche in den Unterleib, fo bak er fhmer verletzt zusammen brach. Während man Lopel nach der Klinik in der Rieselstrate schaffte, wo er fofort operiert werden mußte, fonnte der Täter feft genommen und dent Bolizeirevier 5 zubeführt werden. Abgekürztes Zeitungsverbot. Görlik, 1. Januar.( WTB.) Das auf acht Tage aus gesprochene Verbot der Görliger Boltszeitung durch den Kommandeur des Behrfreises III hat eine bffirzung erfahren. Die Zeitung durfte statt am 4. Januar bereits geffern wieder erscheinen. Herabfehuna der Ruhrarmee? Paris, 1 Januar,( WTB) Ere Nouvelle bringt als ein siges Morgenblatt die Nachricht, die Besatzungsträfte im Ruhrgebiet würden binnen turzem jo herabgefegt werden, baß nur etwa ein Armeetorps dort verbleibt. Eine Befehlsstelle werke in Düsseldorf verbleiben, und zwar über brei Divisionen, von denen eine in der Gegend von Düsseldorf selbst, die zweite in der von Essen und die dritte in der von Dortmund untergebracht würden. Kahr hat eine Verordnung erfassen, wonach Sammlungen der Internationalen Arbeiterhilfe unter allen mitänden zu verhindern find, da sie letzten Endes nur verbotenen politischen Zweden bienten. in den mathematisch naturwissenschaftlichen Fächern von 7276 auf 5746. Dagegen steigerte sich die Frequenz bei den Rechts- und Staatswissenschaften von 10 265 auf 22 863 und ging in der Volks wirtschaftslehre sogar von 2212 auf 15 216 hinauf. aljo um meit mehr als das Siebenfache. In ähnlicher Weise hat sich in den tech rifen dy zahl cer Sudierenden der Elektrotechnik von 753 auf 3794 erhöht. Kalendertunft aus alter und neuer Zeit." Unter diesem Titel hat die städtische Kunsthalle in Mannheim zum Jahteswech el eine umfassende Ausstellung von neuartigem Charafier und mehr als örtlicher Bedeutung eröffnet. Der Beranstalter, Dr. G. F. Hartlaub, hat durch ein Rundschreiben an die führen den Gebrauchsgraphifer und Kunstschulen Deutschlands eine große Reihe von neuen Entwürfen aller Arten von Kalendern zusammen gebracht, die geeignet fcheinen, das fünsterisch und typographisch herabgekommene zeitgenössische Kalenderwesen wieder im Anschluß en die alten Bildmotive und Schriftgestaltungen, sowie unter Berüdsichtigung der eigentlich finngemäßen falendarischen Ueberliefe rungen in neue Bahnen zu leiten. Mit der Ausstellung moderner Ralenderentwürfe verbunden ist eine umfassende retroj pettine Abteilung, bie zum erstenmal die Entwicklung der talendarischen Bild- und Schriftmotive( mit Einschluß der merkwürdigen aftro. Icgischen Sinnbilder) vom frühen Mittelelter bis zur Romaniir anschaulich macht. Die Ausstellung bleibt bis Mitte Februar zu gänglich. Die Feuerwehr ist in der verflossenen Silvesternacht in 49 Natten alarmiert worben. In 11 en handelte es fich um Kleinfever, in 10 im Mittelfener unb in 5 Fräffen in affer rohrbruche: in 23 Fällen fan febiafidh blinder Feuer arm vor. Ein erhebliches Schadenfeuer entstond peoen 64 Uhr bends im Hause kopenider Str. 51. Hier wer in einem Lagerraum der Kartonfabrik von Zemin Nocht aus noch nicht er mittelter Ursache ein Brand ausgebrochen. Die lommen zerstörten hie Kartonporräte in dem Paum poftändia. außerdem brannte der Fußboden durch und die Räume der darunterliegenden Pionofabrit von Road u. Co. wurden stort in Mitleidenschaft gezonen. Der sehr erhebliche Shaben ist zum Teil durch Versicherung gededi. Der Mann in der Kiste, Ein seltsames Frachtgut".. Oesterreichs Hilfe für Berliner Kinder! Die Hilfe eines Freundes, ber selbst mit schwerer Not gerungen, darf man nur im äußersten Notfalle anrufen. Sie wiegt dann aber doppelt, noch dazu, menn sie mit einer solchen Schnelligkeit einfegt, wie has Hilfsmert unserer österreichischen Freunde für unsere Kinder. Der erst vor furzem ergangene Aufruf des Hauptausschusses für Arbeitermohlfahrt und der Reichs arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde veranlaßte die Wohlfahrts.. organisationen der österreichschen Arbeiterschaft, den Berbant Spcietas in Wien, einen Aufruf an die österreichische A1beiterschaft und ihre Freunde ergehen zu laffen, mit der Bitte, Deutsche Kinder in Pflege zu nehmen. Dieser Aufruf hatten einen außerordentlichen Erfolg. Jeder Arbeiter und Angestellte, der ein ficheres Einkommen hat, fühlte fich verpflichtet, ein Kind in feina Obhut zu nehmen. Mehr als 100 Rinder würden schon zu Weihnachten angefordert. Am Donnerstag, den 13. Dezember, waren unsere Wiener Freunde in Berlin, um mit uns die Einzelheiten des Transportes zu be sprechen. Am Donnerstag, den 20. Dezember, ging der Transport schon hinaus mit 124 Berliner Kindern, denen sich in Leipzig etwa 50 sächsische Kinder anschlossen. Diesem Transport war bereits ein anderer Transport aus dem Ruhrgebiet vorausgegangen. Um 8. Januar gehen weitere 100 Berliner Kinder( Blähe find bereits alle besetzt) und 170 Kinder aus Sachsen nach Wien bzw. in Wiener Kinderheime, die in der Nähe von Wien liegen. Ein weiterer Transport folgt am 20. Januar, dessen Umfang Zu einer überraschenden Enthüllung führte eine Berhafnoch nicht feststeht, der aber hauptsächlich Kinder außerhalb Berlins tung auf dem Bahnhofe in Gera. Dort erregte ein Mann mit erfaffen wird. Diese tnappe Darstellung gibt einen Beweis für die einem Ballen Tuch Verdacht. Als man ihn stellen wollte, ließ er Opferfreudigkeit unserer österreichischen Genoffen. den Ballen im Stich, entfloh in einen Zug hinein, auf der anderen Bir aber, die wir die Kinder am 20. Dezember nach Bien bea Seite wieder hinaus und über eine Mauer und einen Zaun hin- gleiteten, haben sie sich von Mensch zu Mensch offenbaren sehen. weg, bis er dann doch noch ergriffen wurde. Unsere Kinder sind mit einer Liebe empfangen worden, wie fie unter Blutsverwandten nicht stärker sein kann. Wenn der Biener Manches unserer Kinder ein Kind meinen sieht, meint er mit. meinte auf dem Bahnhof Tränen der Müdigkeit und des ersten Heimwehs. Aber so leicht wie der Wiener weint, so leicht lacht er auch. Unter allerhand Scherzen nahmen die Pflegeeſtern ihre Rinder in Empfang, die, angestedt von der Fröhlichkeit, mutig mit ihnen zogen. Unsere Kinder haben sich auf der ganzen Fahrt gut ge hatten. Je näher wir der Grenze tamen, desto origineller waren ihre Fragen über Band und Leute. Ein Kleines Mädel orientierte ich politisch, indem fie uns die Frage vorlegte, ob Desterreich ein Raiserreich oder ein Königreich oder so etwas wie Deutschland jei., Andere waren ein wenig erstaunt, an der Grenze nicht eine hohe Mauer zu sehen. Bieber andere wollten am nächsten Tage gleich schlittern, rodeln oder was, es fonft an Winterfreuden gibt. Un manchen Kindern wurden wir gewahr, daß sie trog ihrer, Jugend schon an den Sorgen der Großen Anteil nehmen. mube gewordenes 8jähriges Mädchen flagte uns meinenb:" Meine Mutti bekommt feinen Beihnachtsbaum, der Bater ist schon so lange arbeitslos." Ein Knabe gleichen Alters flagte uns von der Krant heit seiner Mutter. Es mar ein Kaufmann Erich Wegener aus Berlin, der vor der Geraer Kriminalpolizei zugab, daß er Diebesfahrten emacht habe, wie er fagte, gemeinsam mit einem Arbeiter Kart Müller aus Berlin. Die Kriminalpolizei ermittelte nun hier, bak dieser angebliche Karl Müller in Wirklichkeit ein Arbeiter Erich Schlonies aus der Ebersstrake in Schöneberg ist. Als fie ihn feftnehmen wollten, war er verschwunden. Schlonies und Wegener befaßen, wie biefer in Gera einräumte, eine große Reife tiste, in der sich ein Mann leidlich bequem aufhalten fonnte. Sie war auch für den Fall eingerichtet, daß der Infaffe fich helfen fonnte, wenn sie einmal auf den Kopf gestellt werden sollte, und hatte Blaß genug, für eine gewiffe Zeit auch Nahrungsmittel und andere Sachen für menschliche Bedürfnisse aufzunehmen. Diese Rifte bezog in der Regel Schlonies, und Wegener und dessen Frau sandten ibn dann nach irrendeinem Biel auf die Reife. Unterwegs öffnete Schonies feine Wohnung von innen und beftahl die Fracht güter oder zeichnete mit den Schablonen eines Sianiestoftens, mit dem er ausgerüftet war, ganze Risten jo um, daß fie schließlich Die Boffsfinfoniekonzerte des Berliner Sinfonie-( Blüthner-) Orchesters ihm und Wegener in die Hände fielen. Schlonies faß in Gera in terben mit Beginn des neuen Jahres wieder aufgenommen Die Ronzerte bem naabteil, burch das hindurch Wegener flüchtete. Er blieb merten vom 2. Januar ab wieder viermal wöchentlich in vier verschiedenen ruhig figen, als ob ihm die Geschichte nichts anginge, fuhr nach Stadtteilen geboten: Dienstag im Saalbau am Friedrichshain, Mittwochs in Orpheum( Happoldt, Hafenbeide), Donnerstag im Blüthner: Saal und Berlin und benachrichtigte Frau Wegener, um dann das Weite Freilans in den Germaniaiälen( Chauffeeſtrage). Das Brogramm ift som fuchen. Frau Wegener blieb in Berlin, weil fie hoffte, daß ihr 2. bis 5. Januar: Sinfonie Nr. 5 Aus der Neuen Bell, son Dworal; Mann, der ihr einen Koffiber mit einem Fluchtplan hatte zukommen Saluntala", von Goldmart; Rondo capriccioso, bon leffen, bold die Freiheit wieder erlangen merde. Sie murde eben Saint- Saëns: Duvertüre 1812", von Schaikowity. Dirigent Camillo folls festgenommen. Schlonies, ein Mann von 35 Jahren, Hillebrand. Beginn 8 Uhr. ift noch nicht ermittelt. Mitteilungen zu feiner Ergreifung Die Melos- Gemeinschaft bringt in ihrer ersten Veranstaltung am Sonn- nimmt Kriminalkommiffar Dr. Koch entgegen. abrud im Saale der Singakademie Arnold Schoenbergs„ Pierrot urato" unter Zeitung von Fris Stiebrh zur Aufführung Dubertüre zu ,, Kakaofabrikanten". " Ein Nur gut, daß es der Jugend gegeben ist, schnell über die Dinge hinwegzukommen, sobald die Unbehaglichkeit des Augenblids vorüber ist. Eins aber möchte ich für tommende Fälle auf diesent Bege allen Eltern sagen: Gebt Euren Kindern feine Süßigkeiten auf die Reise mit." Ich habe manchem Vater und mancher Mutter Dor Weihnachten angesehen, daß sie zugunsten ihrer Kinder das Einen tieinen Nebenverdienst wollten sich im April d. 9. die meise mitgegebenen Süßigkeiten auch nur auf diese Weise beschafft Existenzminimum weit unterschreiten. Sicherlich waren die teil schienener ngenten behandelt, ben, bie Leijing oile in ihrem Arbeiter Friedrich, zwei Brüder, verschaffen, indem sie zutter worden. Sie haben regelmäßig die verderbliche Wirkung, daß die Führende Werte unferer Epoche werden in einem Bortragsablius vers focben erscheinenden neuen Borlesungenprogramm anfündigt; an der fatao, ben sie bei einem Geflügelfutterhändler T. für 250 m. bas Spize fleht abierlings Reisetagebuch eines Philosophen, über das Pfund eingekauft und durch Zermahlen der in dem Futterfuchen be. Rinder feetrant werden. Die Opfer sind also ganz zwedios g Brof. Artur Liebert spricht, danach folgt Bro. Kurt Bregg über findlichen Kotaoschalen pulverifiert hatten, als echten Rafan bracht. Wir bitten herzlich, in Zukunft davon abzusehen. Spenglers Untergang bes Abendlandes. Die Ferner: unbolfs Goethe( Dr. Marie Kranner), Bölfflins unitasichichtliche Grund für 2500 m. je Pfund in den Handel brachten. Die Folge war merben an Stationen, auf denen längerer Aufenthalt ist, mit begriffe( Dr. Dito Grautoff, reubs Bihoanalhie"( Dr. med. Hein eine Anlage wegen Bergehens gegen das Nahrungsmarmer Suppe verpflegt, und holen in den kommenden Wochen tid Stoerber), Gin fte in 3 Relativitätstheorie"( Dr. Paul Günther). mittelgefe und Rettenhandel gegen die Brüder Fried- taufenbfach, nach, mas fie am Reisetage an Ernährung entbehrent Das Konjumgenossenschaftswesen in der Bolkshochschule. An den rich und wegen unerlaubten Großhandels gegen I. vor dem müssen. Das eine ist sicher, daß die Verpflegung in Desterreic Bellstochschulen werden jest auch mehr und mehr unterrichtsturie fiber Buchergericht 1. Rechtsanwalt Dr. Thiele wies als Verteidiger eine äußerst hochwertige ift. das Nonfumgeroffenschaftswesen eingeführt und zumeist durch rege Teil des T. nach, daß der Händler den Kakaofutterkuchen im regulären fonderer Genuß für Kinder. Wenn wir in einigen Wochen unsere Das österreichische Gebäd ist ein bea nat me Lerneiniger und Wissensburftiger ausgezeichnet. Wenn in diefen Kleinhandelsvertrieb als Futtermittel an Verbraucher verkauft habe. Kinder zurückholen werden, werden sie sicher pausbadig und runa Fällen ein ordentlicher Renner des Genossenschaftswesens und womöglich Er habe nicht damit rechnen tönnen, daß dieses Futtermittel von auch der Genossenschaftsprogis als Boutragender auftritt, wird der Erfolg gewissenlosen Räufern als Nahrungsmittel in den Handel gebracht feint. Hoffentlich haben wir dann auch die wirtschaftlichen Schwie. senoffenschaftlicher Erkenntnisverbreitung um so höher anzuflagen sein. merben würde. Das Gericht fprach den angeflagten Händler frei, rigteiten fomeit überwunden, daß die in Desterreich gelegte Grunde In Sowno ericheint jeit furzem eine ilustrierte Futuristen Beit Dagegen wurden die Brüder Friedrich zu je einem Monat lage erhalten bleiben tann. Das wünschen wir allen Glitern unb jgrift unter dem Titel Die vier Binde". Gefängnis verurteilt. Rindern zum neuen Jahr! M. Todenhagen. Gewerkschaftsbewegung Abschied vom, Korrespondenzblatt". In der am Sonnabend erschienenen letzten Ausgabe Nr. 51/52 des 33. Jahrganges vom„ Korrespondenzblatt des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes" brachte Baul Umbreit, der das Don Karl Legien begründete Zentralorgan der freien Gewertschaften feit etwa 20 Jahren geleitet hat, einen Artikel: Zum Ab schied. Nach einem Ueberblick über die En'wicklung des Blätt chens" feit 1891 und seine Ausgestaltung fagt Umbreit von der Zeit nach der Ablösung der Generalfommission durch den ADGB.: dem Bureau mitzuteilen. Die Ortsverwaltung. Aus der Partei. Die polnische folalistische Sejmfraffion wählte den Genossen Barlidi, der fürzlich den Borsiz niedergelegt hatte, zum Borfizzenden wieder. ftändliche Schiebsfprudh, ber gang einseitig für ble 3eit vom 3. bis| Das Lohnabkommen im Berliner Holzgewerbe gekündigt! 23. Dezember die von der Mitropa in der freien Verhandlung mit Die Bereinigten Berbände der Berliner Holzindustrie haben dem der Lohntommiffion angeboteren Löhne feftfeßte und für die Deutschen Holzarbeiterverband bas feit bem 2. Dezember 1923 Bodye vom 24. bis 30. Dezember fogar noch wesentlich unter den geltende Lohnabkommen gefündigt. Demnach ist seit dem 30. Des angebotenen unzufärglichen Löhnen zurückblieb, die nach dem zember 1923 ein vertraglofer Zustand zwischen den Bar Schiedsspruch z. B. für einen Lagerarbeiter über 20 Jahre sage und feien eingetreten. Es ist nunmehr Aufgabe der in den Betrieben be schreibe 20 M., und für einen Koch 16,45 M. für die letztgenannte schäftigten Mitglieder des Verbandes, Lohnvereinbarungen Bodye betragen. betriebsweise festzulegen, die aber nicht unter den bisDie Versammelten lehnen diesen, von wenig fozialem Berständnis für die Noilage der Arbeitnehmer zeugenden Schiedsspruch ab herigen Säßen liegen dürfen. Sich etwa ergebende Schwierig und erheben gegen die in letzter Zeit vom RAM. beli bte einseitige feiten sind dem zuständigen Bezirksobmann, in bringenden Fällen Einstellung zugunsten der Arbeitgeber energisch Protest. Sie sprechen der Lohntommiffion ihr Lertrauen aus und beauftragen lung nehmen und die zu treffenden Maßnahmen, die den Betriebs Die Berwaltung wird zu der jchigen Situation umgehend Stel fie, bei den nädfen Lohnverhandlungen mit allen Mitteln dahin Un die Stelle der kleinen Gemertschaften waren Riefenverbände zu wirken, daß diese ungenügenden Löhne in entsprechender Beise funktionären bekanntgegeben werden, vorbereiten. getreten, die bis zu 1,7 millionen Mitglieder zählten. Unternehmer, aufgebeffert werden. um und Arbeitnehmerschaft schlossen sich zu Spitzenverbänden zuDie Bersammelten stellen sich restlos hinter ihre Organisatio fammen, die in ihren Spigen in der Zentralarbeitsgemeinschaft nen und verpflichten sich, um auf die tommenden Rämpfe gerüstet zufammentraten, um die großen Wirtschaftsfracen gemeinsam zu zu fein, für die Berbreitung des Organisationsgebantens Gorge beraten. Achtstundentag, Tarifrecht, Erwerbslosenunterstüßung, zu tragen" Bandarbeitsordnung und Betriebsrätegeleb leiteten das neue Arbeitsrecht ein, beffen Abschluß ein einheitliches Gesetzbuch der Arbeit bilben soll. Und wie eine glänzende Gloriole lag das Ziel des Sozialismus erreichbar nahe vor uns. Bernichtender Feindes brud und Bruderkampf in den eigenen Reihen haben es uns wieder entrissen. In dem Sisyphustampfe des deutschen Boltes um das nadie Dasein lag die schwerste Laft auf den Gewerkschaften. Sie murden auch von seinem Ausgang am schwersten betreffen. Abbau auf allen Gebieten des Verwaltungsapparates, des Unterstützungsmelens, der Agitation, der Konareffe und Konferenzen und nicht zum menigsten der Bresse war die Folge. Wie die Pflanze in trockenen Jahreszeiten einen Teil ihres äußerlichen Organismus abftößt und fich auf die inneren Quellen ihrer Lebenskraft zurückzieht, fo mußten auch die Gewerkschaf en alles nur irgendwie Entbehrliche fallen laffen, um die Organisation selbst, das Arsenal für die fommenden Rämpfe, zu erhalten und in beffere 3eiten hinüberzubringen. Statt einer aufblütenden Wirtschaft fehen wir eine von Krieg und Kriegsfolgen zerrüttete Wirtschaft vor uns, statt einer von ein heitlichem Geiſt belebten Arbeiterbewegung ein von innerem Krampf und Rampf geschütteltes Chaos, das ständig auseinanderzufallen broht. Ein Troft, daß wenigstens die Gewertschaften noch bie einheitliche Blattform des Breletariats darstellen, obwohl auch hier zerstörende Einflüsse unausgesetzt tätig sind. Miklingen der Spaltung im Buchbinderverband. Die Gruppe der aus dem Berband der Buchbinder und Papier. verarbeiter Ausgeschloffenen macht die trampfbafteften Bemühungen, die gewertschaftliche Arbeit zu stören, die Organisation zu schwächen und die Aufbauarbeit zu erschweren. Ihre versuchten Sonder bestrebungen brechen jedoch schmählich zufammen. In den in den Borwochen stattgefundenen wilden BranchenversammIungen gaben sie die Parole der Beitragssperre aus; es folle wohl der möchentliche Beitrag tassiert, das Geld aber auf einer Bant hinterlegt werden. Der Name der Bank ist nicht genannt. ob nicht eine Wirtshausbant in Frage tommt? 2üdide ist ein schlechter Sachverwalter! Eine Kontrolle und Sicherheit für die dort hinterlegten Gelder ist nicht gegeben. Das erkennen auch die Kollegen immer mehr und rechnen bei der Ortsverwaltung ab. Wenn sich Lüdice und Konsorten selbständin machen wollen, so wünschen wir ihnen persönlich viel Glüd. Wir warnen aber unsere Mitglieder, solchen Phrasenhelden und Quertreibern zu folgen. Ten Borteil hätten die Unternehmer, den Schaden bei Berluft der Mitgliedschaft hätte jedes einzelne Milied. Die von der Ortsverwaltung nicht anerkannten Branchenleitungen zeigen jgt ihr Dasein, indem sie zu einer allgemeinen Mitgliederversammlung" am 3. Januar einladen. Bersonen, welche So müffen mir wieder von vorn anfangen. wie vor 25 Jahren, für die Besserstellung der Kollegenschaft nichts getan haben und mit den Mitteln befcheidenfter Reinarbeit im Rahmen der nichts haben tun tönnen, machen in ihrer Hilflosigkeit der Ortsvergefchichtlichen Erfahrung von Riesenorganisationen, Gewerf waltung den Vorwurf, gegen die Verschlechterungsverfuche der fchaftlicher Biederaufbau muß fyftematisch geleistet mer Unternehmer nichts unternommen zu haben. Die Streifhelden ben, in der Notation in Betrieb und Beruf, in der Verwaltung, in follten wissen, daß die gerade im graphischen Gewerbe von den Unterher Lohnpolitik und nicht auleht in der Breffe. Unser neues Zentral nehmern versuchten Verschlechterungen nicht von einer Organifa moan wird fich mit allen Kräften tiefer Wiederaufbauarbeit widmen tion allein abgewehrt werden fönnen. Die Möglichkeit der Ab. und die Gemerfichoften darin unterſtüken, damit die schlimme Zeit mehr wäre gegeben in der geschlossenen Front der Arbeit fo bald als mörlich hinter uns liegt und überwunden werde. Genehmer und durch starte gemertichaftliche Organisa. feftinter denn je wird dann die Gewerkschaftsbewegung erstehen und tionen, nicht aber durch die Zira en der Organisationszerstörer. in Rämpfen georn das l'nternehmertum eine neue Schukwehr für In der Donnerstagperfammlung mögen die Einberufer und ihr bie Arbeiter aufrichten. Das Korrespondenzblat hat eine ganze Anhang unter fich bleiben. Generation von Gemertfchoftsfämpfern schulen helfen, einen outen Die Ortsverwaltung und die rechtmäßigen Branchenleitungen aften Stamm von Gemertschaftsfunktionären aufrezogen. Möge werden sich in ihrer begonrenen Aufbauarbeit nicht stören laffen. fein Rochfolger, die Gewertschaftszeitung", das Werk Nach den stattgefundenen Werkstubenversammlungen und den in bieler Generation fortsetzen zum Wohle der gesamten Arbeiter diefen vorgenommenen Wahlen werden wir zu Funktionär und bewegung." Mitgliederversammlungen aufrufen. Diese werden in Bälde ftatt finden und wird hierbei eine Kontrolle der Mitgliedschaft vorge In derfelben Nummer des„ Korrespondenzblattes" wird mitgenommen werden. Nur Mitalieber, welche mit ihren Beiträgen auf tett, daß aus dem Bureau des Bundesvorstandes des ADGB. drei dem Laufenden find und ihre Marken im Mitaliedsbuch geklebt altbewährte Cenoffen ausgefchieden sind. Rudolf Wissell, der haben, werden Einlaß zu den Bersammlungen bekommen. am 1. Dezember 1908 in bas Zentralarbeiterfefretariat der General Unser Mitteilungsblatt Nr. 5 ist erschienen. Wir erinnern noch fommission eingetreten war und zuletzt die Sozialpolitische Abteilung einmal an das Zeitungsabonnement für die Buchbinder- Zeitung Die Ortsverwaltung. bes Bundes geleitet hat, will fich gänzlich dem öffentlichen Leben vom 1. Januar ab. mibmen. Adolf. Cohen, der der Generalfommiffion feit 1903 angehörte und 1918 in ihren Dienst trat, hat feine Gefundheit im Dienste der Berliner Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbeiter verbandes aufgerieben, so daß er mit noch nicht 54 Altersjahren jet in den Ruhestand getreten ist. Auch der 73jährige Gustav Seinte tritt in den wohlverdienten Ruhestand. Seit 1899 war er Sekretär her Zentralfommission für Bauarbeiterschuß und übte feit 1910 hie gleiche Tätigkeit im Rahmen der Sozialpolitischen Abteilung her Generalfommission bzw. des ADGB. mit voller Hingabe aus. Den drei Cenoffen, die den Umzug des Bundesvorstandes in das neue Bundeshaus nicht mi'machen, widmet der Borstand des ADGB.| Roggenmehl 0/1 freundliche Worte der Anerkennung. Zur Spruchpraxis im Reichsarbeite min sterium. Proteft der Mitropa"-Belegschajt. In zwei Bersammlungen, am Freitag, den 28., und Sonnabend, den 29. Dezember, nahmen die gewerblichen Arbeiter und Angestellben der Mitropa( Mitteleuropäische Schlafragen und Speisewagen- A.- G.) Stellung zu den letzten gescheiterten Lohnver handlungen mit der Direktion und dem im Reichsarbeitsministerium am 20. Dezember 1923 gefällten Schiedsspruch. Der Bericht der Funktionäre löfte eine lebhafte Debatte aus, die ihren Niederschlag in nachstehender einstimmig beschloffener Entfd ließung fand: Die am 28. und 29. Dezember im Rosenthaler Hof" ver fammelten im Zentralverband der Hotels, Restaurants und Cafés angestellten und im Deutschen Verkehrsbund organisierten gewerblichen Arbeiter und Anrestellten der Mitropa, Abteilung Berlin, haben von dem Bericht ihrer Organisationsvertreter über die letzten Lohnbehandlungen Kenntnis genommen. Großes Befremden und Empörung erregte insbesondere der Bom Reichsarbeitsministerium am 20. Dezember gefällte unver Theater Lidifpicie NEW. Staats- Theater Opernhaus Volksbühne 7 Uhr: Figaros Hochzeit Theater 1. d. Königgrätzer Str. U. Trianon- Th. 9 Richtpreise in Berlin im Nahrungsmittel- Großhandel und im Verkehr mit dem Einzelhandel in Originalpackung offiziell festgestellt durch den Landesverband Berlin und Brandenburg des vom Montag, den 31. Dezember Reichsverbands des Deutschen Nahrungsmittel- Großhandels E. V. Berlin, Die Preise verstehen sich in Gold- M. für 50 kg in Originalpackung ab Lager Berlin. Gerstengraupen, lose 21.65 22,05| Mandeln, bittere Bari 105,70 Gerstengrütze, lose 161,50 ... 21,65 22,05 Mandeln, süße Avola Ha'erflocken, lose 22,10-22,50 Kaneel ....... 190.41 22,35-22,50 Kassia Vera 130,18 20,65-20,95 Kümmel. holländischer. 153.50 24,50 24,75 Nelken Zanzibar 266,47 16,50-16,80 Schwarzer Pfeffer Singap. 114,19 21.00- 22,45 Weißer Pfeffer. 17,00-19,00 Piment Jamaica. .... 84,68 21,50-22,15 Kaffee Prime roh..... 196,0 36.75-38,05 Kaffee Superior Maisgrieß | Hafergrütze, lose..... Maispuder, lose Weizengrie 30,00-31.70 Röstkaffee Brasil 70% Weizenmehl Weizen- Auszugmehl Speisee bsen, Viktoria Speiseerbsen, kleine Bohnen, weiße, Perl Langbohnen. handveries. Linsen. kleine Linsen, mittel Linsen, große Kartoffe mehl .. 23,10 42,20 Makkaroni, lose...... Schnittnude n. lose... 32,50 Burma Il unglasiert 23,50 Siam Patna I glasiert. 79,90 Grober Bruchreis. Reisgrieß u.-mehl, lose 14,25 Ringapfel, amerik. extra choice 105.55 144,24 178,00 254,00 30,00 22,00 1111 29,45-31,15 Röstkafiee Zentralam... 350,00 34.45-35,15 Malzkaffee. lo- e.. 27,75-33,95 Röstgetreide, lose 34,65-44,40 Ersatzmischung mit 20% 44 55-51,70 Kaifee, gepackt. 90,00 Kakaopu v. lose. fettarm 180,00 Tee in Kisten Souchon. 360,00 Marmelade Einir. Erdb. 111,50 Marmelade Vierirucht 61,00-64,00 Bratenschmalz in Tierces 88,00 Bratenschma z in Kübeln 89,00 Pure'ard in Tierces 86,0 Purelard in Kisten... 88,00 Mar arine, Handelsmark. 59,00- 62.50 Margari e, Spezialmarke 66,00-76,50 19,15 Getr Aprikosen, cal fancy 134,73 Getr. Birnen. ca. fancy. 10,50 88,52 54,45 Getr. Pfirsiche, cal extra choice. Korinthen in Kist. choice 88,50 Rosinen in Kisten 72,20 Getr Pflaumen. Sultaninen in Kisten.. 104,25 Erika Glassmer in Große Volksoper Joujou Heute 4 U. kl. Pr. 7%, Uhr: Julius Rotkäppchen 3: Die Dame mit d. 8 U. Kleines Th. Scheidungsgrund Eine galante Nacht Y Komödienhaus 7% U: Mona Lisa U: Opernhaus am Königsplatz Heute 4 U. kl. Pr. Mexiko- Gold Schneewittchen Berliner Theater 7 U.: Langenfte 7.30: Dolly Schauspielhaus 7 Uhr. Kandida Lessing- Th. Schilier Theater Allabendl. 71 8 U. Residenz- Th. Ein idealer Gatte dier Lore Hänsel u. Gretel SU. Central- Th. 7: D. Stiftungsfest Was ihr wollt Der fidele Bauer Deutsch. Theater 7 Uhr: Deut. Künstler- Th. Scherz. Satire, Ironie und tiefere Bedeutung Allaber di 72: Operette v Leo Fal mit Bernhard Böte. Metropol- Theater Señora Uhr: Marietta Opere te v. Kollo Kammerspiele Th.I.Admiralspalast Neues Theat. a. Zoo 8 Uhr: Allabendlich 73 U. 73 Ingeborg Orunter and drüber Die Luxusirau SCALA Tägi 8 Unr: Internat. VARIETE ud DeutschOpernhaus 7% UD. Freischütz Zo'tmayr h Neues Volkstheat. + U.: Hänsel u Gretel Uhr Die lust. Witwe Intimes Theater Rose- Theater MUTTER Der Schrei u w. Mittw., Sonuab. a. Sosatags 3.30 zu halb. 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Verwandten mit Leo Peukert HIMBRIEN Casino- Theater 3: Dienstmann Nr. 7 Theater i.d.Kommandantenstr. Varieté- Spielplan Berl. Volksstück in 3 Aktes 7 Rauchen gestattet. Vorher: Bunter Tell! Lustspielhaus Unr. Die Post- Geschlossen wegen Vorbereitung meisterin zur Premiere Lawsir. 76 Korf. 6159 8 Uhr: Emigranten valetti, Schroth. Schott, Ihle, Ehser Neues Operetten- Theater Der Kense eusche Guido 7 Uhr Thielscher ebemann Komisele 6per Schwank 1.3A t.v. Fr.Arnoldt.E.Bach Allabendlich 7 Die größte Revue des Kontinents: Die Welt ohne Schleier ReichshallenTh. Tägl. U. 1.Sonnt. 3U. Stettiner Sänger Th.a. Kottb. Tor Täglich 7'/, Uh 8.Sonatag nach mittag 3 Uhr: ELITE. Sänger U. a. Dec Traum des Guido Thielscher, Else Bäck, Herta Bartz, Hedda Neuhoff, Julius Brandt Fritz Del us, Richard Ludwig Filmscha. Tavid Copperfield. Rann man Didens verfilmen? Der Zuschnitt feiner Breifangelegten, ebilodereichen, bom ed testen Humor antigehellten, das Evangel um tvett tätiger Liebe prebigen en und tend nzerfüllten Romane ift nicht derart, dag fie tazu reizen. Was rer um braucht: Brägnant, dramatische Spannung und zielft ebige Stompofition das alles jeblt dem grozen Meister. I of dem hat sich der Nordis! Film an David Copperfield berangewaat Uraufführung im Uniontheater Nollendorfplat). Die an Wechseltällen reiche Entwicklungsgeschichte des jungen David, in die Didens so viel aus seinent eigenen Leben bineingen oben bat, von der Geburt bis zum Tode der eriteuz rau, blieb matt und ohne Buls. Die feelischen Röte des Halbwaifen, der bald auch seine zärtliche junge Mutter verliest unb tem Understand des Etiefvaters ausgeliefert word, griffen nicht ans Herz. Beffer pelargen die Liebes zenen, die zwar nicht ganz ber Gefahr des Süßlichen und Senfationellen entgingen, aber bildlich vortrefflich gebieben. Die tote Mutter und die Eter beigene der erien Frau waren Kabinettfiüde der Aufnabme. Die Mutter( Marg. Schlegel und die elfiche erfte au waren echt Didens che, liebenswürdige Frauengestalten. Am besten aber famen die originellen Figuren des verbummelten Micawber und der schrulligen Tante Betſch beraus, die beide das Herz auf dem rechten led baben. Kann mant also Didens nicht für den Film gebrauchen? Doch, die phantallichen, märchenbatten Weihnachtsgeschichten mit ihren Geistererscheinungen find geradezu eine ideale Borlage. JNRJ d. die alten Die Darstellung des Chriftus- Broblems im Film war immerbin eine Aufgabe, die einen tüchtigen Regiffeur reizen fonnte. Es gab zwei Wege: zunäcft, was nahegelegen bätte der Chriftuslegenbe einen ganz neuen bilbbaften ausdrud zu geben, fie in ihrer Grundtendenz bestehen zu laſſen, weiter, was bequemer war aber vem zeitlichen losgulöfen, Bilder der biblischen Geschichte beizubehalten und Ihnen im Stil des Historien films bas sogenannte Leben einzuhauchen. Robert Biene hat den zweiten Weg beschritten und diefen i'm so gemacht, wie der gläubige Durchschnitts chrift die Vegende von alterê ber vor Augen bat. Die Rahmenhandlung ist einem Roman von Rofeager schlecht und recht entnommen. Sie handelt von dem durch das Chriftusleiden in sich befebrten Sträfling und schließt mit der Apotheo'e: Cbriftus führt den reuigen Sünder in den Himmel ein. Mehrere Darsteller von Rang und Klaffe balfen das Wert stügen. Henny Borten versuchte die Maria, brachte es aber nur zu den obligaten Ecclenschmerz bortäuschenden Gefichtsverzeitungen. Es ist eine eigene Sache mit diesen Stars, fie verlagen im menschlichen mit wenig Ausnahmen häufig, wenn es sich um Einordnung in ein vorgezeichnetes Bild ban elt. Etwas besser die Nielsen in der Episode der Maria von Magdala. Den närtnen Eindiud, auch in der Maste, erzielte noch Berner Strauß als Bontius Bilatus. Dr Christus Gregor Camaras blieb ganz im Cliché, wobei ihm zugute gehalten werden 101, daß es schwer, wenn n cht unmöglich ift, einen so berwaschenen Typ mit Leben zu erfüllen. Die Szene begnügte fich mit den einfachsten Muteln, was lein Boripu f fein foll, und munte fgene bennoch Bilder von hobem fünstlerischen Reiz auch in der Streuzigungs zu geben. Gut war der vetbensmeg, florenb nur die romiige Coldatenfomparserie, die ihr Muster von der Berliner Schupa entlehnt zu haben jien Bolodrom- Kalferdamm. Sport. 9 9 ant Das 3 Stunden Mannschaftsremmen Sonnabend wurde mit recht flottem Tempo gefahren. Die Refultate ergaben: 1. Lewanom Schrage, 26 Bunite, 117 Kilometer gefahren. 2. Caldow Kuptat, 24 Puntte. 3. Huichte, Richard Kohl, 22 Vinile. 4. Abrabam Duo Tieb. 15 Punkte. Viererlambf über 5 Runden: Gesamttlaffement: 1 Stabe, 5 Punkte. 2. Gottfried, 5 Bunkle. 8. Arend, 8 Puntie 4. Winter, 16 unite. Tandemfahrer über 20 Hunden. 1. Schulz Reinas. 2. Terlaff Dabnie. 8. Rädlig Strahmer. 9 9 Die Eröffnungsradrennen im Sportpalaft gingen am Eonntag vor guts gefülltem cau'e vor sich. Im Vordergrund des Programms stand das 3nternationale Bierertreffen, bas bon Bauer, ahn, Kaufmann( Schweiz) und Schrage beitritten wurde. Der Klaffe fahrer Kaufmann war ausgezeichnet in Form. Folgendes Resultat lieferte das sportiich sehr interessante Rennen: Raufmann 10, gabn 8, Bauci 6 und Schrage 4 Punkte. Im Eröffnungs Malfahren flegte im Endlauf Biepel in 3 Min. 16,4 Ect. vor Hoffmann. Der Endlauf A brachte den Sieg Bay( Italien) in 2 Min. 43 Set vor Dslar Tiez. Auch das 50 Runden Brämienfabren batte feine lpo: tlichen Reize, Den endgültigen Sieg stedte Kruger in 22 Min. 25 el. por Karl Müller ein. Das Stunden Mannschaftsfabren nach Bunit meitung wurde von 14 Baaren ausgefahren. Als Sieger ging die Manne ichait Saldom ausler mit 17 Buntten durchs Ziel. Den zweiten Play belegte die Mannschaft Gebr. Ties; dann folgte Sawal Bay und Hormann Bawle. S $ Berantwortlich für Boliti!: Ernst Reuter; Birtschaft: Artur Saternus; Gewerffchaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton: Dr. John Schilomsti: Lotales und Conftiges: Frig Raritäbt: Anzeigen: Th. Glode: fämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag 6. m. b. 8. Berlin. Drud: Borwärts- Budbruderei Berlaasanftalt Baul Singer u. Co. Berlin GB. 68. Lindenstraße 3. und Verkäufe Kaufgesuche Fahrräber Lauft Linienstraße 19. Werkzeuge u.Maschinen Rugellager, Autozubehör fauft Golu Bekleidungsstücke, Wäsche usw. Leihhaus Friedrichstraße 2( Sallesch Tor) verkauft elegante Serrenanzuge Uliter. Baletots. 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