Nr.5 41.Jahrgang Ausgabe A nr. 3 Bezugspreis: Bom 30. Dezbr. 1923 bis 5. Januar 1924 1 Billion oder i Goldmart vor aus zahlbar. Unter Kreuzband vom 80. Dezbr. 1923 bis 5. Januar 1924 für Deutschland, Danzig, Saar- u. Memel gebiet, Defterreich, Litauen, Lugemburg 1,35 Goldmart, tür das übrige Ausland 1,60 Goldmart. Kreuzbandfendungen nur gegen wertbeständige Zahlung. Boftbezugspreis freibleibend. Der Borwärts" mit der Sonntags. beilage Bolt und Zeit" u.„ Giedlungund Kleingarten", sowie der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialbemotrat Berlin Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 130 Milliarden Anzeigenpreise: Die einfpaltige Menpareille. geile 0,70 Goldmart, Reklamezeile 8.50 Goldmark. Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 0,20 Goldmart( zulässig zwei fettgedruckte Worte), jebes weitere Wort 0,10 Goldmart. Stellengesuche das erste Wort 0,10 Goldmark, jedes weitere Wort 0,05 Goldmart. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familienanzeigen für Abonnenten Reile 0,30 Goldmart. Eine Goldmart ein Dollar geteilt durch 4,20. Anzeigen für die nächste Rummer müssen bis 4½ Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW 68, Linden ftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Donhoff 292-295 Verlag: Donboff 2506-2507 Freitag, den 4. Januar 1924 Vorwärts- Verlag 6.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Postscheckkonto: Berlin 375 36 Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depositenkasse Lindenstraße 3 Der Kampf in der Metallindustrie. # Gestern nachmittag fanden vor dem vom Reichsarbeitsministe-| feiten diftiert ist und daß die von ihnen einseitig vorge- Die Löhne der Berliner Metallarbeiter, die Löhne der rium gestellten Schlichter Wissell auf dessen Veranlaffung Ber- schriebenen Löhne den Arbeitern und Arbeiterinnen ermög- Mehrheit der Berliner Arbeiter überhaupt, liegen weit unter handlungen zur Beilegung des Kampfes in der Metallindustrie lichten, überhaupt ihre Eristenz zu fristen. Wir haben in dem durch die amtlichen Inderziffern ermittelten Existenzstatt. Diese Verhandlungen waren vertraulich. Wie wir erfahren, unserer geftrigen Morgennummer die seither gezahlten Löhne minimum. Sie liegen weit unter den Vorkriegslöhnen. Es haben die Unternehmer die Unbefangenheit des Schlichters ange- in Bergleich gestellt einerseits mit den Borkriegslöhnen und wird niemand behaupten wollen, daß die deutsche Industrie, 3 weifelt und den Reichsarbeitsminister zur Entscheidung ange- der feit 1914 eingetretenen Teuerung, andererseits mit den insbesondere die Berliner Metallindustrie, vor dem Kriege rufen. Sie haben andererseits versucht, die Verhandlungen vor dem Löhnen der Konkurrenzindustrie in England und den Ber- auf dem Weltmarkt nicht konkurrenzfähig gewesen sei. Den Schlichter noch dadurch zu durchkreuzen, daß sie den Vertretern der einigten Staaten. Wir fügen dem noch eine Bahl hinzu. Siegeszug, den die deutsche Industrie vor dem Kriege Arbeiter dirette Berhandlungen anboten. Nach dem Lohndiktat des Verbandes Berliner Metall- auf dem Weltmarkt genommen hat, dankt sie zum guten Teil Nachdem die direkten Verhandlungen wiederholt ergebnislos ver- industrieller würde eine Arbeiterin, die über 21 Jahre der Leistungsfähigkeit der deutschen Ar= laufen waren und nachdem für die Bertreter der Arbeiter kein Grund alt ist, nach Abzug der Steuern bei vollbeschäftigter beiter. Mit dieser Leistungsfähigkeit ist während des vorlag, an dem guten Willen und der Fähigkeit des amtlichen Schlich- 48 stündiger Arbeitszeit einen Lohn Don Krieges Schindluder getrieben worden. Dieser Politik der fers zu zweifeln, wurde ein Eingehen auf dieses sonderbare Aner- 9,40 m. betommen! Auspowerung der Arbeitskraft ist nach dem Kriege mit Hilfe bieten, das darauf hinausläuft, fofortige Berhandlungen unter dem Rann man sich ein unfittlicheres Anfinnen denten, als die der Martentwertung fortgesetzt worden. Ohne die GewerkVorwande späterer Berhandlungen zu vereiteln, abgelehnt. Es Zumutung, daß eine erwachsene Arbeiterin eine ganze Woche schaften, die es verstanden haben, die verheerenden Folgen ift natürlich ausgeschlossen, daß der Reichsarbeitsminifter den von für 9,40 m. arbeitet? Die Deffentlichkeit hat das Recht, zu der Wirtschaftspolitik der Unternehmer einzudämmen, würde ihm foeben erst ernannten Schlichter fozusagen feines Amtes nuc erfahren, wie sich die Berliner Metallindustriellen die Eristenz- die Leistungsfähigkeit der deutschen Arbeiter so gesunken sein, deshalb enthebt, weil die Unternehmer die Berhandlungen verzögern möglichkeit einer erwachsenen Arbeiterin mit 9,40 m. die daß die deutsche Industrie vom Weltmarkt einfach weg= wollen. Diese wissen sehr genau, daß ihre Sache vor feinem un- Woche vorstellen. Wenn man heute in Berlin er gestrichen wäre. partelischen Schiedsgericht bestehen kann. Sie denten deshalb: Zeit machsenen und verheirateten Arbeitern zu- Was den Unternehmern in den zwei Jahren der Geldgewonnen, alles gewonnen, in der Hoffnung daß die Arbeiterschaft mutet, mit 18 bis 20 m. fich und ihre Familie zu entwertung nicht gelungen ist, wollen sie jetzt nachholen. durch die bittere Not gezwungen sein würde, zu kreuje zu friedhjen ernähren, wenn man einer erwachsenen Arbeiterin zu- Sie wollen die Lebenshaltung der Arbeiter auf ein und daß damit alle Verhandlungen gegenfiendslos würden. Das mutet, mit 9,40 m. leben zu können, dann hat man die Pflicht, menschenunmögliches Minimum reduzieren, ist die Taffit der Unternehmer. Im übrigen hat der Schlichter auch offen darzulegen, wie eine folche Eriftenz geführt wer- ohne dabei zu beachten, daß sie damit auch die Eristenzfeinen Pflichten entsprechend. unbeschadet des Einspruchs der Unter- den tann, ohne mit den Strafgelegen in Konflikt zu kommen. möglichkeit der deutschen Industrie selbst nehmer, Berhandlungen auf heute festgesetzt. Der Vorwärts" hat es in den Kämpfen der letzten Jahre untergraben. im Hinblick auf die außerordentliche Lage, in der sich Deutsch- Wir wiederholen, daß die bis zum 1. Januar gezahlten Die Ortsverwaltung Berlin des Deutschen Metallarbeiterverban land und folglich die deutsche Industrie befindet, ftets ver- Löhne in der Berliner Metallindustrie gut 30 Broz. unter mieden, den oft sehr bitteren Gefühlen der Arbeiterschaft in den Vorkriegslöhnen lagen, während gleichzeitig die Zurzeit sind über 150 000 Arbeiterinnen und Arbeiter durch die allzu fcharfer Weise Ausdruck zu geben. Diese Haltung ist ihm Kosten der Lebenshaltung gestiegen waren, und zwar nach brutalen Gewaltsmaßnahmen der Metallindustriellen auf die Straße von den eigenen Parteianhängern vielfach verargt worden. Der letzten amtlichen Reichsinderziffer um 12 Prozent. Diese gesetzt. Seine von der Sorge um die Republit eingegebene Referve amtliche Reichsinderziffer bleibt hinter der wirklichen Teuerung Arbeiter! Erkennt aus dem Verhalten dieser Arbeitgeber, daß ist nicht immer verstanden und oft mißbilligt worden. Wir nicht unerheblich zurück. Das mindeste, was man also sagen fie euch durch Hunger ihrem Diffat gefügig machen wollen. Der müssen aber heute angesichts des unsittlichen, moralisch fann, ist, daß die Berliner Metallarbeiter vor dem Lohndiktat Kampf ist schwer, aber es ist die Pflicht aller Arbeiter, von jedem anftändigen Menschen zu verwerfenden Vorgehens des Verbandes Berlinen Metallindustrieller 40 bis 50 Proz im kampfgefchloffen zu stehen, um das Diktat der Unter- der Berliner Metallindustriellen erklären, daß wir nicht nur niedrigere als die Vorfriegslöhne befamen. rüdhaltlos auf der Seite der Berliner Me Wenn also die Metallindustriellen vorgeben, daß sie mit Rücknehmer abzu wehren. Wir machen darauf aufmerksam, daß an verschiedenen Steffen tallarbeiter stehen und ihren Kampf, der der Kampf ficht auf die ungünstigeren Absatzbedingungen im Auslande die Sammlungen für die ausgesperrten Metallarbeiter vorgenom- aller gerecht denkenden Menschen sein müßte, mit allen un- Löhne der Vorkriegszeit nicht zu zahlen imstande seien, dann men werden. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, daß nur auf feren Kräften und mit allen uns zur Verfügung stehenden wird man wohl sagen müssen, daß die bis zum 1. Januar geSammelliften gezeichnet werden kann, wenn sie den Stempel Mitteln ohne jeden Vorbehalt unterstützen, sondern daß wir zahlten Löhne bereits so niedrig waren, daß sie das Maß dessen, des Deutschen Metallarbeiterverbandes und entschlossen sind, die Deffentlichkeit aufzurütteln, damit fie was seinerzeit die Berliner Metallindustriellen selbst für nötig die Unterschrift des Vorsitzenden des Metallfartells: Urich, Stellung nimmt gegen das unmoralische Machtgebot der Ber- erklärten, noch unterschritten. Wir erinnern daran, daß es der Direktor der Siemenstragen. Bis heute sind derartige Sammellisten vom Verband nicht liner Metallindustriellen.. herausgegeben worden. dés teilt mit: # Ueber 150 000 Metalarbeiter der Betriebe des Verbandes Berliner Metallindustrieller, sind durch das brutale Vorgehen der Unternehmer seit gestern auf die Straße gesetzt. Zurzeit sind in den Betrieben des Dresden, 3. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Die fozial- Eristenz einer Arbeiterregierung unmöglich machen und die BBMI. insgesamt annähernd 180 000 Arbeiter und Arbeite- demokratische Landtagsfraffion befchäftigte sich am Donnerstag nach- Sozialdemokratie daher vor die Wahl gestellt ist, entweder den rinnen beschäftigt. Etwa 2000 arbeiten zu den alten Be- mittag in fünfftündiger Sihung mit dem vorläufigen Ergebnis der Bürgerlichen die Regierung ganz zu überlassen oder an ihr teildingungen weiter, ungefähr 25 000, und zwar die Arbeiter in Berhandlungen zur Bildung einer neuen Regierung und mit der zunehmen. Von diesen beiden Lösungsmöglichkeiten wird die der Siemensstadt und die bei Bergmann in der Frage der Landtagsauflösung, nachdem der Rechtsausschuß des Land- erste in Sachsen zunächst durch den Umstand erschwert, daß die Seestraße haben sich dem Machtgebot der Unternehmer unter fags den kommunistischen Auflösungsantrag am Vormittag gegen Bürgerlichen im Landtag feine Mehrheit haben. Man müßte worfen. Auf wie lange, muß allerdings dahingestellt bleiben. 5 Stimmen angenommen hatte. Nach eingehender Debatte beschloß also ihnen noch bei Neuwahlen den Sieg zuschieben, damit Ergänzend müssen wir bemerken, daß es sich bei dem Betrieb die Fraffion, ohne die Stellungnahme des Parteitages abzuwarten, eine Regierung ohne Sozialdemokraten möglich würde! Das Bergmann Seestraße um eine raditale Hochburg han- der für den 6. Januar nach Dresden einberufen ist, der Bildung ist ein Verfahren, das von keiner Seite empfohlen wird. delt. Auch in der Siemensstadt waren es die Arbeiter der der großen koalition ihre 3uftimmung zu geben. Der Elmo Berte, die gleichfalls in dem Ruf des Ueber- Ministerpräsident foll von der sozialdemokratischen Fraktion gestellt radikalismus standen, und sich zuerst dem Diktat der Unternehmer unterworfen haben. Wenn man weiß, daß die Arbeiter bei der letzten Lohnzahlung vielfach nur 1 oder 2 M. ausgezahlt erhielten und sich sozusagen dem Nichts gegenüber befinden, dann kann man begreifen, daß die kurzsichtigen und gemertschaftlich nicht gefestigten Arbeiter nicht den Heroismus oufbrachten, um troß dieser Not sich dem Diktat der Unternehmer nicht zu beugen. Große Koalition in Sachsen. werden. * Kam es zu Neuwahlen und behauptete die Sozialdemo fratische Partei ihre Stellung, dann war die Lage genau wie vor den Wahlen. Der objektive Zwang zur Koalitionspolitk bestand dann weiter. Der Beschluß der fächsischen Landtagsfraktion, mit Bolts Es ist ohne weiteres zuzugeben, daß sich die Partei in einer partei' und Demokraten zusammen eine Regierung der bequemeren Lage befand, solange das parlamentarische großen Koalition zu bilden, kommt nach allem Boran- System für Deutschland noch nicht erfunden war. Dieses gegangenen überraschend: dies um so mehr, als er drei Tage System mit seiner fatalen Notwendigkeit, Mehrheiten zu vor dem Landesparteitag zustande fam. Indes steht die Wahl schaffen und Regierungen zu bilden, wird uns noch manche des Ministerpräsidenten schon heute auf der Tagesordnung des Nuß zu fnaden geben. Aus diesen Schmierigkeiten werden Außer diesen 180 000 Arbeitern, die direkt am Konflikt fächsischen Landtags, und so wurde ein rascher Entschluß not wir nicht eher herauskommen, als bis Deutschland eine einzige beteiligt sind, stehen noch etwa 50 000 Metallarbeiter in Berlin wendig. Der sächsische Landtag ist im November 1922 ge- und einige sozialistische Arbeiterpartei besigen wird, deren in Arbeit. Es sind dies Betriebe, die dem BBMI. nicht an- wählt, es find faum 15 Monate vergangen, seit die Kan- Wahlsiege nicht durch kommunistische Absplitterungen entgeschlossen sind, und wo bisher im allgemeinen etwas höhere didatenaufstellung erfolgte, man fann also gegen die Fraktion wertet werden, das heißt, nicht früher als bis die Kommunistische Löhne als in den BBMJ.- Betrieben gezahlt wurden. Diefe faum mit dem Argument fommen, ihre Mitgliedschaft spiegele Partei wieder ein winziges einflußloses Grüppchen geworden 50 000 Arbeiter arbeiten zu den alten Lohn- und Arin ihrer Zusammensetzung nicht mehr die Meinung weiterer ist wie in England, Belgien, Schweden, Desterreich. beitsbedingungen weiter. Es sind dies vornehmlich Parteifreise. Auch kann die fächfifche Fraktion am wenigsten Die Ueberwindung des kommunistischen Arbeiterverrats Betriebe der Schreibmaschinen, Karofferies, Geldschrant als„ opportunistisch verseucht" hingestellt werden. War sie es ist aber nicht dadurch zu erreichen, daß sich die berufene politische industrie, der Industrie optischer Instrumente, der Chirurgie- doch, die das Experiment mit den Kommunisten unternahm Vertretung der Arbeiterklasse, die Sozialdemokratie, in Streitigmechanit, der Autoreparaturenwerkstätten usw. Troß der, und selbst nach dessen völligem Scheitern noch einmal seine feiten über taktische Fragen aufreibt. Die sächsische Landtags= wie schon gefagt, höheren Löhne, sind in diesen Betrieben die Wiederaufnahme versuchte. fraktion hat auf eigene Berantwortung in fritischer Situation Berträge nicht gekündigt worden. Wenn jetzt trotzdem in dieser Fraktion die Meinung ob- gehandelt. Es ist zu wünschen, daß es über diese vollzogene Die Unternehmer, denen es gewiß nicht an Zeitungen fiegte, daß die Bildung einer Regierung der großen Koalition Tatsache zwischen den verschiedenen Instanzen der sächsischen mangelt, die zu ihrer Verfügung stehen, haben bisher noch unvermeidlich geworden sei, so müssen sehr schwerwiegende Landespartei zu einer parteigenössischen Verständigung kommt nicht den Versuch gemacht, öffentlich den Nachweis zu führen, Gründe für diese Meinung gesprochen haben. Tatsächlich und daß die Einigkeit und Geschlossenheit aufrechterhalten wird, daß ihr Borgehen von zwingenden wirtschaftlichen Notwendig. liegen ja die Dinge in Sachsen so, daß die Kommunisten die die wir für den Wahlkampf im Reich dringend brauchen. " T Schuckert- Berfe, Herr Dr. Roettgen war, der vor einigen| Dinge doch ihren Weg nehmen. Es müßt gar nichts, eine Auto- vollen Anregungen ausgesprochen. Das Verbot erfolgte ohne Monaten im Berliner Tageblatt" erklärte, 65 bis 70 Broz. der rität portäuschen zu wollen, die nicht mehr existiert, Fühlungnahme mit der Presseabteilung der Reichsregierung, Borkriegslöhne önne die Berliner Metallindustrie zahlen. Ob- aber es wäre flug, unhaltbare Pofitionen zu räumen und sich auf so daß diese sich bei der Ünbegründetheit des Verbots-wohl die seither gezahlten Löhre unter dem von Herrn Stellungen zurückzuziehen, in denen man sich behaupten kann." zu einer nachträglichen Eingabe an den Reichskanzler verDr. Roettgen als durchaus möglich zugegebenen Satz lagen, Woraus man ersehen kann, wie die Berfechter der unbe- onlaßt sah. Zugestellt wurde das Verbot am siebenten will der Verband Berliner Metallindustrieller ohne weiteres fchränkten Unternehmerautorität mit der Staatsautorität um Tag nach dem Erscheinen jenes Artikels, unmittelbar vor Erdie Löhne der Arbeiter um 20, die der Arbeiterinnen um zuspringen belieben, natürlich nur, wenn sich diese Autorität scheinen der fälligen Nummer und zur Entschuldigung wird 30 Prozent fürzen. Dieses bewußt unehrliche und nicht gegen die Arbeiterschaft wendet. nur angeführt, daß man am sechsten und am Vormittag unfittliche Machtgebot der Unternehmer wird ein- Diese Staats feindschaft findet ihre Ergänzung in der des siebenten Leges in Verlag und Redaktion niemanden angegeben einerseits von einer nicht minder unfittlichen Profit Feindschaft gegen die Gewerkschaften. Diefelben Leute, getroffen habe. Also erst am sechsten Tage nach dem Ergier, andererseits von einem hemmungslosen Macht die für die Arbeitsgemeinschaft" schwärmten, solange fie sich scheinen hatte man den Bogel an seinen staatsgefährlichen gelüft, von dem die Unternehmer gegenwärtig besessen sind. davon Nuzen versprachen, wenden sich heute gegen die Federn erkannt! Borstellungen im Reichswehrministerium Denn das Vorgehen der Berliner Metallindustriellen ist Tarifverträge und fordern die individuelle Refonnten die Aufhebung des Verbots noch vor Fälligkeit der ja teine Einzelerscheinung. In unserem gestrigen Abendblatt gelung innerhalb der Betriebe", d. h. also die nächsten Nummer nicht erreichen, meil General v. Seedt, wie haben wir bereits eingehend von dem Beschluß der Berliner Döllige Ausschaltung der Gemertschaften. Un mitgeteilt wurde, sich in Baden- Baden aufhält und Druckerbeibefizer mit seinen voraussichtlichen Folgen Mittei- perhüllt proflamieren sie wiederum den Standpunkt des Herrn nicht so rasch erreicht werden könne! Inng gegeben. Die Berliner Druckunternehmer, die sich ihrer im eigenen Hause, den Standpunkt ihrer unbeschränkten Dif Verantwortung gegenüber der Deffendlicheit besonders bewußt tatur über ein wehrlos gemachtes Helotentum. Sie proklas Volksvertretung und Reichsjuſtizminiſter. Jein müßten, haben die Massentirdigung ihres gesamten Per- mieren den wildesten Klassenkampf gegen die Arbeiterschaft, fonals beschlossen. Nachdem sie bei mehr als 100 Broz. höheren während sie ihre politische Hehe unter dem Schlagwort gegen Donnerstag nach fürzerer Bertagung wieder zusammen. Er empfahl Der Fünfzehnerausschuß des Reichstags trat Druckpreisen den Arbeitern Löhne aufgezwungen haben, die den flassenfämpferischen Marrismus" führen. mehr als 20 Broz. unter den Nominallöhnen und mehr als Kein Zweifel, daß die Arbeiterschaft allen Grund hat, zunächst der Regierung, den Berordnungsentwurf über Zuschläge zur Umfagfteuer in den besezten Gebieten aus politischen Gründen 30 Broz. unter den Reallöhnen der Borkriegszeit liegen, wollen diesen Borstoß der schwerindustriellen Gruppe, der heute das nicht in Kraft zu sehen. Es folgte die Beratung eines Berordnungssie jetzt die Arbeitszeit verlängern, und zwar noch übrige Unternehmertum gehorsam folgt, ernst zu nehmen. entwurfes zur Abänderung des Gesetzes über die durá innere Unüber die vor dem Kriege tariflich festgelegte Alles wird davon abhängen, daß sie wirtschaftlich durch ruhen verursachten Schäden. Danach soll ein Anspruch auf Arbeitszett hinaus. Aehnliche Bertragskündigungen St är fung der Gewerkschaften und politisch bei den Entschädigung nur gegeben fein, wenn das wirtschaftliche Bestehen und Absichten liegen aus einer ganzen Reihe von Industrien bevorstehenden Wahlen dem Unternehmertum die Grenzen des Betroffenen gefährdet ist. Die Entschädigung darf 75 v. 5. des festgestellten Schadens nicht überschreiten, jedoch soll ein besonderer vor. Die Unternehmer wollen ganz offenbar die ihnen jetzt feiner Macht weist. Härtefonds gebildet werden. Ein Antrag, auch diese Verordnung noch günstige Situation dazu benutzen, um die Arnicht in Kraft treten zu laffen, wurde abgelehnt. Anschließend murde beiter auf ein unmögliches Eristenzniveau hinabzudrücken und dann der§ 25 der Berordnung über Krantenhilfe bei den zugleich die Arbeitszeit derart zu verlängern, daß nicht nur der Die Mitteilung in unserem gestrigen Abendblatt, daß die Krantenfassen vom 30. Oftober 1923 besprochen. Der ge Reichsbank einen sehr mesentlichen Teil ihres Goldbestandes in das Ausland geschafft habe, wird von berufener Geite dementiert. Immerhin zeigt das Aufkommen derartiger Daß bei solchen Arbeitsbedingungen nicht nur die Ar- Gerüchte, wie gespannt die Situation ist. Die Börsenipeku beitsfreude zum Teufel gehen, sondern auch die Leistungslation will sich die schwere Krise, durch die die Reichs fähigkeit in qualitativer und quantitativer Hinsicht zusammen- finanzen in diesem Monat gehen, offenbar wieder zunuze brechen muß, darüber wird jeder Einsichtige fich flar sein. ziehen. Dem muß mit aller Entschiedenheit entgegen Benn die Unternehmer also vorgeben, daß fie im Intereffe getreten werden. Insbesondere muß der Gefahr, daß der Aufrechterhaltung der deutschen Wirtschaft handelten, dann durch allzu große Ausgaben von fleinen Stücken wertbestänfogen fie bewußt oder unbewußt eine flagrante diger Anleihen eine neue Inflation geschaffen wird, unter unwahrheit. In Wirklichkeit sind die Unternehmer ge- allen Umständen gesteuert werden. leitet von uneingestandenen und uneingestehbaren polifi. Geradezu lächerlich ist der Versuch, das Arbeitszeit fchen Machtgedanken. Sie glauben, daß die Arbeiter gesetz oder gar den Lohnfampf in der Metallinduftrie für heute die Niedergerittenen" sind und wollen die am Boden Sie gegenwärtige Spannung am Denilenmarkt verantwortlich Liegenden unbarmherzig mishandeln. zu machen. Die Unternehmer der Metallindustrie haben es Eine solche Siegerpolitik im Innern müßte fich früher oder fa in der Hand, den Lohnkampf zu beenden, indem sie von später furchtbar rächen. Es liegt daher. im Interesse des ihren unsinnigen Forderungen abstehen. Aber fomeit geht Ganzen, dem machtlüsternen Unternehmertum zu zeigen, daß ihre Liebe zur Mark offenfundig nicht. Die Arbeiterschaft feine Bäume nicht in den Himmel wachsen. jedenfalls hat alle Veranlassung, Verfuche, fie zum Brüges Pnaben für Spekulationsmanörer des Belikes an machen, Ein spruch zu erheben. Schulb an der Geldflüssigkeit, die an der Börse herricht und die Spekulation ermöglicht, und der eine ebenfolche Gelbknappheit in den Staatstaffen entspricht, rift vielmehr bie Steuerschen des Besizes, dem die Reichsarbeitsministeriums über Art, Höhe und Dauer der Unter Achtstundentag, der ja doch immer noch, wenigstens grundsä lich, Gesez ist, zur Mythe wird, sondern daß auch die vor dem Kriege übliche Arbeitszeit noch überschritten wird. Ein neuer Stinnes- Vorstoß. Gegen den Achtstundentag. " Finanzpolitik und Börse. Das neueste Zeitungsverbot. Interessante Begleitumstände. 41 nannte Baragraph regelt die Abgabe von Arzneimitteln an Krankenfaffenmitglieder. Die Regierung erklärte sich einverstanden, die im § 25 bestehende Muß vorschrift in eine Rann vorschrift umzuwandeln. Im übrigen wurde die Beratung mit Rücksicht auf die schwebenden Fragen vorläufig zurückgestellt. Bei der dann folgenden Beratung der Verordnung über Betriebsstillegungen und Arbeitsstreckung vom 13. Oftober 1923 wurden alle Abänderungsanträge abgelehnt, Aus der Mitte des Ausschusses wurde dann die Frage aufgeworfen, wie sich der Inhalt der vom Reichs justizminifter auf Grund des§ 48 erlaffenen Berordnungen über bie Aburteilung der Landesverrats und Spionagefälle durch die Oberlandesgerichte und die beschleunigte Aburteilung von Straftaten zu den in der Aussprache des Fünfzehnerausschusses dargelegten Anfichten der Ausschußmitglieder über die damals beratenen Berordnungen über die Vereinfachung der Rechtspflege verhalte und ob durch den Erlaß der beiden Berordnungen vom 13. und 17. De zember 1923 auf Grund des Art. 48 nicht eine Beeinträgtigung der Tätigkeit des Fünfzehnerausschusses zu perzeichnen sei. Der Borsigende betont, daß der Ausschuß nicht befugt fei, fich materiell zu äußern, daß aber die Frage der Beeinträchtigung einer wirksamen Tätigkeit des Aus chuffes durch Erlaß solcher Ber ordnungen wohl diskutiert werden könne. Dieser Auffassung schloß sich auch der Ausschuß an, nahm aber in Beschlußferm zu ber hieraus sich ergebenden ausführlichen Aussprache feine Stellung. Alsdann beschäftigte sich der Ausschuß mit einer Anordnung des ftüßung für die Erwerbslosen und Kurzarbeiter vom 24. Oftober 1923. Angenommen wurde ein Aniras, die Reichsregierung zu ersuchen, im Sinne des seinerzeit im Reichstag gestellten entsprechenden Antrages, der von den weiblichen Mitgliedern fämtlicher Fraktionen befürwortet war, zu verfahren, wonach Jugendliche bis zu 16 Jahren, die den Familienzuschlag der Er werbslosenfürsorge erhalten, in die Verpflichtung zur Uebernahme Don Arbeit, Besuch der Berufsschule ujm. gemäß der Berordnung vom 15. Oftober 1923 einzubeziehen find, und wonach der Familien. zuschlag für Jugendliche bis zu 16 Jahren nicht in bar an die Jugendlichen felbft, sondern an den Haushaltungsvorstand zu zahlen oder in Form von Beföftigung dem Jugendlichen selbst zu gewähren ist. Man weiß, daß die Verordnung über die beitszeit die Möglichkeit zuläßt, sowohl durch Tarifvertrag Regierung in ihren bisherigen Verordnungen und durch die als auch durch behördliche Anordningen den Achtstundentag Verzögerung der dritten Steuernotverordnung nur allzu weit zu verlängern. Namentlich letztere Bestimmung, die schon er- entgegengekommen ist. folgen fann, wenn wichtige allgemeine polfswirtschaftliche Gründe" vorliegen, stellt eine sehr bedenkliche Abschwächung des Prinzips des Achtstundentages dar. Der Schwer. industrie genügt aber auch dieser Erfolg ihres Borstoßes nicht. Das Stinnes- Organ veröffentlicht unter dem höhnisch Das nom Borwärts" fchon besprochene Berbot der gemeinten Titel„ Der unsterbliche Achtstundentag" einen Ar- Welt am Montag" erfdeint bei näherer Erkundung und Befitel, der nichts weniger fordert als die Rüdkehr zu dem be- trachtung noch viel bezeichnender für die gegenwärtigen Aus rüchtigten freien Arbeitsvertrag". Der Staat dürfe sich in nahmezustände des deutschen öffentlichen und Staatsbürgerdie Festsetzung der Arbeitszeit überhaupt nicht einmischen. Der rechts. Das Berbot ist bekanntlich mit einem Artikel hes Zum Schluß wurde ein Antrag angenommen, erneut an die ReGewerbeaufsichtsbeamte, der es wagen würde, einer Berlänge Volkswirtschaftlers Bogel über die von ihm angenommene aierung die Anfrage zu richten, wie sie sich zu den Beschlüssen des rung der Arbeitszeit zu widerstreben, wird von vornherein neue Inflation" begründet; über diesen Artikel hatte der Ver: Fünfzehnerausschusses bezüglich der Personalabbauverord. als wirtschaftsfeindlich" erklärt. In aufgeblähtem Macht- fasser vor dem Erscheinen mit dem Reichsbankpräsidenten nung vom 27. Oftober 1923 zu verhalten gedente, insbesondere, ob bewußtsein verkündet das Blatt: Dr. Schacht gesprochen und dieser hatte ihm trop mancher sie dem zu Artifel 22a, beantragten Ueberwachungsausschuß zuzu „ Es nüht eben nichts, dort Weisungen geben zu wollen, wo die Meinungsverschiedenheit schließlich besten Dank für die wert- ftimmen bereit sei. Mufil- Bilanz 1923. Bon Kurt Singer. Sie scheint mir jo fchlecht wie die wirtschaftliche zu fein. 1924 wird es nicht schwer haben, den Borgänger auszustechen. Was mar? Krise über Krise. Die äußeren, an der Staatsoper und in CharTottenburg, hemmten gewiß eine natürliche Entwicklung. Aber abfolute Stagnation brauchte nicht zu fein. Bis auf Gianni Sicht nur Repertoireauffrischung oder halbe Niete. Man lebte auf Gajispiel. Das von Bohnen und von der Gutheil- Schober waren Lichtblicke, wie etwa der Strauß- 3yklus. Früher traf man als Gäste nur Weltgrößen. 1923 glauble man, Blut durch Wasser aus hundert Kanälen ersetzen zu können. Das trog. Ein Ensemble flog nach dem andern in die Luft. Die Auslandsflucht infizierte Rapellmeister und Personal. Jetzt gastiert alles mögliche, mittleres Gut und Provinz, rot und fett gedruckt. An die erste Kapellmeister stelle Unter den Linden zog ein junger Feuerkopf, der für übliche Repertoireopern noch unendliche Proben braucht, aber in seinem Arbeitsdrang porbildlich ist. Eine Uraufführung von Gehalt tam nicht heraus. Auch der Goldene Hahn" war nur ein Respetiserfolg. In der Voltsoper" stellte der Händelsche Cäsar" alle Ruffenstücke in den Schatten. Kein Wunder, man vergaß ja den„ Boris Gobonnow", ber in allen größeren Reichsstädten polle Häufer macht. Der 25jährige Ferne lang" Schrefers harrt noch der Auferstehung, es gab nirgends ein Wagnis, feinen Bersuch, das Niveau zu erhöhen, feinen fühlbaren Rud nach vorwärts. Welde " " 1 fie aus dem Alten nicht heraus. Das mag an der schwachen Pros buftion liegen. Aber man gebe doch Männern pon fünstlerischer Gestaltungskraft Aufträge zu bestimmten Arbeiten.. Bestellte Kunst fönne nichts wert fein? Bitte, cin gewisser Amadeus fomponierte auf Bestellung das Requiem, das an Schönheit und Seelenreinheit nicht übertroffen wurde. Auch der gemischte Chorgefang lag dar. nieder. Immerhin brachte Ochs den Kominstischen Psalm und steht vor der Aufführung des Tedeums von Braunfels. Die Reise nach dem Monde, Die famose Idee des alten Jules Berne, unseren nächsten Nachbar im Himmelsraume gelegentlich Besuche abzustatten, läßt manche Zeitgenossen noch nicht ruhig schlafen, Neuerdings ist eine Schrift von Hermann Oberth er ichienen, der das Biel mit einem Raletenapparat erreichen will. Beim heutigen Stande der Wissenschaft und der Technik, jagt er, ist der Bau von Maschinen möglich, die höher steigen fönnen, als die Atmosphäre der Erde reicht. Bei weiterer Vervollkommnung Gelegantliche Aufführungen von fleineren Werfen Strawinfins, tönnen diese Maschinen solche Geschwindigkeiten erreichen, daß fie, Schönbergs, Scriabines, der große Mahler- 3yflus, Bringsheims, im Aetherraum fich felbft überlassen, nicht auf die Erde zurüdfallen, die Wiederholungen von Mahlers achter Sinfonie( unner) erhellen ja sogar den Bereich der Erdanziehung verfaffen. Derartige Ma das trüblich fladernde Licht in der foten Musikstube Berlin faumi. schinen tönnen so gebaut werden, daß Menschen mit emperfahren Eine neue Welt, eine neue Stunst, ein neues Bublifum ebensoviel tönnen, und zwar wahrscheinlich ohne gefundheitlichen Nachteil. Hemmungen wie Hoffnungen, ebensowenig Erfüllungen wie Sünden. Unter gewissen wirtschaftlichen Bedingungen kann sich der Bau Hoffentlich besinnen sich die Dirigenten der Bolts und populären solcher Maschinen lohnen; solche Bedingungen tönnen in einigen Konzerte allmählich darauf, daß auch die Arbeiter langsam in der Jahrzehnten eintreten. Mufit ein Spiegelbild ihrer Zeit fehen wollen und daß viele durch die Erziehung einiger Jahre schon längst über das Mendelssohniche Biolinkonzert herausgewachsen sind. Kurz und gut: die Bilanz ist schlecht. Das Jahr 1924 befreie uns von der Kirchhofsruhe, von der ewigen Rückwärtsschau, por jener Tradition, die immer noch Schlamperei heißen muß! Der neue Schlager. Bon Hans Bauer. Oper wäre von Berlin entdeckt, melcher neue Mann gefunden wor- Deutschland hat einen neuen Schlager gelchenft befommen. Bon den. 3ampa" und" Lote Stadt" werden bis auf weiteres der Maas bis an die Memel ist beim Dielen und Tanzfaalpublikum in den Schränken permodern. Gewiß, es fehlte oft an Geld. Aber das Bananenlied stürmisch gefragt. Kein modernes Orchester ist man hätte von sechs Malen mindestens dreimal auf den dekorativen mehr denkbar, das ohne die Komposition auskommen fönnte. Plunder verzichten sollen. Dann wäre Geld für wichtige Musikzwede gespart worden. Die Eröffnung der Kroll- Oper ist das einzig Gute des Opernjahres 1923. Freilich wieder ein Theater mit einem Ensemble! Endlich eine Stätte der Sammlung, in der das Experiment aus prinzipiellen Gründen feinen Eintritt hat, und die beshalb halten fann, was fie versprach: dem Bolt zu volkstümlichem Preis erst rangige Aufführungen ohne Star- Sehnsüchte zu verschaffen, Biebes ein entschiedener Serigrlit gegenüber den entsprechenden Es muß allerdings auch zugestanden werden, daß der Tegt des Fortschritt Tegten früherer Lieder bedeutet. Burzelte deren Bolkstümlichkeit haupesächlich in dem Anschlagen der fentimentalen Saite in der Seele ihres Publikums oder in der mondänen Nonchalance, mit der sie nicht weinte, wenn man auseinanderging, so hat der neue Tert die leberwindung des füßlichen Schäferns und ber bloßen lebemän schen Tuerei durch die handfeste Anspielung für sich. Die Frage, ob und wie die Leute nachher wieder zu uns zurüd Bommen, scheint noch nicht in Angriff genommen zu sein. Ihr Schidial im weiten Weltenraum tönnte fid) fonft unter Umständen und Bedingungen" recht tragisch gestalten. Aber einige Jahrzehnte haben wir ja noch Zeit. Ausgefceffene Chebrecher. Der amerikanische Forschungsreifende Culmer Culberton, ter jetzt von feiner 18 Monate um faffenden Reise im Gebiet des oberen Amazonenstroms zurüc gefehrt ist, machte in einer in New York gehaltenen Vorlesung intereffante Mitteilungen über einen dort angetroffenen Stamm, deffen Geschichte älter fein foll efs die der Asteken. Auch bei die'em Boit ist, wie bei vielen primitiven Wölfern, die Legende von einer die Menschheit verheerenden Siniflut lebendig geblieben. Culmer Culberton schildert die Stämme, die er in der Gegend des Rippo Kuffes traf, insbesondere die ingdbtreibenden Sämme, als Bertreter untereinander; nur laffen fie fich gelegentlich dezu verleiten, tem einer bemerkenswerten Moral. Sie stehlen nicht und achten sich Rannibalismus zu huldigen, Diefer Neigung fallen insbeforbere Männer zum Dufer, die ihren Frauen untreu geworden sind. Man verurteilt fie ohne weiteres zum Tode und richtet sie an Ort und Stelle hin, um sie dann mit Behagen zu perzehren. Eine Maschine zum Aufforffen. Smmer entitiebener lucht man fich in Im Ronzerileben war die Stagnation noch größer. Ein Daß sie ausgerechnet Bananen Bananen von ihm verlangt", Amerita von der Menschenband zu emanzipieren und ihr Wert din paar große Birmosen, ein paar Drchesterkonzerte. Furtwäng- camit hat es ja doch etwas auf sich. Das ist doch einmal etwas, Maschinenarbeit gut eifeben. Sie englische Blätter melden, bedient man ter waren die Hände gebunden; er mußte vom Alten zehren, Wa I. Da tann man doch die Phantofle spielen lassen. Da eröffnen sich doch fich heute zum Aufforiten der Wälder in den Bereinigten Staaten ciner ter fredenzte Spezialitäten. Beide haben Herrliches herrlich geboten Berspektiven. Hier ist doch einmal etwas, das nicht nur an der finnreich fonstruierten Maschine, bie nicht nur die jungen Bäumen auto, und das Konzertgleis mit feinem Zulunftsblick verschoben. Die Oberfläche haften bleibt. Bitte: hier endlich einmal hat die beliebteftematisch in das Erdreich einpflanzt, sondern fie gleichzeitig auch mit dem Dünger und dem Wasser zur Beseitigung der Wurzeln versicht. Die Mainternationale Musikgesellschaft fuchte das zu erfeßen. Doch fand Ideenmasse des einschlägigen Publikums eine graziöse Formulierung fine vermag an einem Tage über 10 000 Bäumchen einzupflanzen. auch fie meder in Deutschland noch im Ausland neue, große Namen, gefunden. faszinierende Werte. Kammermusikalisches lebt schon eher im mo. Erfreulicherweise dürfen Komponist und Zertautor nicht nur mit Das deutsche Schulwesen im Balfifum. Sm Sabre 1923 burden in 45 Schulen mit 7645 Schülern 1919/20), dernen Gewand zu uns hin. Die Melos.Gefellschaft rührt Genugtuung buchen, taß ihr Werk lebt und Anerkennung findet: 2ettland in 96 deutschen Schulen 12170 Echüler unterrichtet( gegen sich mit Erfolg, Krenet, Hindemith, Jarnah, v. Webern das sind sie haben, wie die gelesenste deutsche Zeitschrift mitteilt, auch bis jest 73 Grunbidulen, 1 bädagogisches Institut, ferner Sachschulen, Kindergärten schon Namen, des Aufhorchens wert, und auch der spekulative Haba schon 25 000 Dollar an ihrer Schöpfung verdient, In Eft land beträgt die Zahl der deutschen Schulen 24 mit wird sich durchlehen. Die Wolfsbühn e" versuchte mehrfach, Mit Rücksicht auf den Hungertod, dem Deutschlands Geiftigkeit 4094 Schülern( 14 Mittel und 10 Elementarschulen). den modernen Geist ihren Hörern zu vermitteln, während der Be immer mehr verfällt, erscheint dieser Betrag einigermaßen ausSowjetrußlands flaallides Berlagswesen. Der ruffifche Staatsperlag zirks Bildungsausschuß das Bewährte in bewährter Form reichend, andererseits allerdings haben die beiden Schöpfer eie Ver Gofisdat" verfügt, dem Dft- Exprek zufolge, über 5 polygraphische Betriebe pflegt. Das Niveau der Männerchöre hat sich gefangstechnisch ge- öffentlichung ihrer Bilder in der erwähnten Zeitschrift mit in Kauf mit 3600 Arbeitern. Die Produktion fonzentriert fidh 81 59,8 Proz. in Mostau, 30,3 Proz. in Petersburg und 9,9 Proz. in der Provinz. haben, im Material des Borgetragenen, im Brogramm aber fommen nehmen müssen, was gewiß ein Opfer bedeutet. nim, Darunter find 10 Mittelibulen, Ein franzößith ruffither Rapallo- Vertrag Goldmieten und Wohnungswirtschaft. 688 " 27 " " " " " 13 = 21 Condon, 3. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Das Finanzblatt Financial News" glaubt über den Stand der zwischen 3rantreich und Rusland inoffiziell geführten VerhandlunDie erste Funktionärfonferenz der Berliner Barteljahresbericht des Berliner Statistischen Amtes find in der Zeit von gen die folgenden Mitteilungen machen zu fönnen, die wir jedoch nicht ohne Borbehalt wiedergeben möchten: Die von franzöfifcher organisation im neuen Jahre nahm zu ber Frage der Gold. April bis Dezember 1922 vermittelt worden: Selfe durch den Abg. Franklin- Bouillon geführten Berhant- mieten und der 23 ohnungswirtioeft, fowie zu den hier 18 582 Wohnungen von Stube u. Küche 57 Prog, der Gefamifumme lungen felen bereits foweit gebiehen, daß eine Berständigung über auf bezüglichen Maßnahmen der Regierung Stellung. Re- 6146 die wichtigsten Grundlagen des fünftigen Vertrages als unmittel- ferenten weren die Cenossen Dzient, Borfizender des Deutschen 2991 bar bevorstehend angesehen werden könne, Frankreich fei Mieterbundes, und Rojin, Wohnungsdegernent beim Magiftrat Berlin. bereit, die Sowjeiregierung als rechtmäßige Bertretung des russischen Boltes anzuerkennen, dagegen toerde Mostau der französischen Regierung fehr bedeutende& onzessionen auf finanziellem Gebiet einräumen. Den franzöfifchen Ationären che maliger ruffischer Gesellschaften werde das Recht zugestanden, neue Gesellschaften zu gründen mit der ausdrücklichen Zusicherung, daß diesen entweder die früheren oder gleichwertige Konzeffionen eingeräumt würden. Aehnliche Konzeffionen sollen den Inhabern der russischen Staatsanleihe angeboten werden. Bor Eintritt in die Tagesordnung gedachte Genosse Künfter bes Rampfes der Metallarbeiter und versprach ihnen unter allgemeiner Zustimmung der Funktionäre die volle Unterstützung der Partei in ihrem schweren Ringen. Dann sprach Genosse Dzient. Er führte etma folgendes qus: Mit Stabili fierung der Währung ist auf faft allen Gebieten die Golbrechnung Varis, 3. Jenuar. Der Quai d'Orsay dementiert die wieder zur Einführung gelangt. Dieser Zeitpunkt fchien dem Haus Paris, 3. Januar. Der Quai d'Orsay dementiert die besig geeignet, wieder Goldmieten zu fordern, obwohl er gleich. Meldung der Financial News", das Verhandlungen zwischen Sow- zeitig die Zahlung der Hypothekenzinjen in Geld und damit die jetrußland und Franffin Bouillon im Gange feien, Poincarés Antwort. Aufwertung der Hypotheken ablehnte. Er nahm also nicht nur für das eigene Kapital, fondern aud) für bas Rapital Der hypothefengläubiger ben Aufwertungsge minn in Anspruch. Hiercegen wandten sich die Hypothefen gläubiger, um ihren Anteil am Haufe wieber in Gold umgewandelt au fehen. Und fließlich fam der Steuerfistus dazwischen, der ben Gewinn aus der Gelbentwertung weber den Mietern nach den Haus. ihn für effaemeine Finanzzwede in Anspruch nehmen will. Daß die befizern, noch den Hypothekengläubigern zukommen lassen, sondern fünftige Mietberechnung auf Bolbbafis erfolgen wird, ist außer allem Zweifel. Es fragt sich aber einmai, wie hoch die Miefe gesteigert werden soll, Paris, 3. Januar.( Elgener Drahtbericht.) Cin pon offizieller Selte flammendes und offiziös verbreitetes Resümee über den Inhalt des am Mittwoch am Quai d'Orsay fertiggestellten Antwort: entwurfs auf das jüngste deutsche Memorandum bestätigt die von uns bereits zum Ausdruck gebrachte Stepfis über die Resultate der deutsch- französischen Verhandlungen. Das mert würdigerweise nur im Ausland perbreitete, der französischen Bresse vorenthaltene Rommuniqué befagt, daß die von Herrn Poincaré zu Nate gezogenen Sachverständigen" und zum anderen, welchen 3meden ber Nuken aus der Miet Degoutte und Zirard sich gegen die Gesamtheit der steigerung dienen soll. Für die Höhe des Mietzinses muß der tats Deutschen Vorschläge ausgesprochen hätten, weil sie darin eine fchliche Bedarf der Wohnungswirtschaft maßgebend fein. Bedes Herabdrücken des Mietzinses unter das wirtschaftlich notwendige Wertminderung des Pfandes und der Garantien für die Maß führt früher oder später zum Verfall der Häuser und der Woh Sicherheit Frankreichs fehen, und daß demgemäß die franzönunaen. Damit ist ganz gleidh, ob es sich um Brivatwirt Fische Regierung den von Berlin gewünschten Maßnahmen fistall fchaft oder Gemeinwirtschaft hendelt die untere Grenze für scher, wirtschaftlicher und administrativer Natur keine Folge zu den Mietzins gegeben. Der Mietzins muß bie Kosten der Hausver geben vermöge. Darüber hinaus wird heute( Donnerstag) bekannt, moltuna und des Betriebes ber Hauswirtschaft einfchließlich aller daß die französische Regierung in ihrer Antwort insbesondere je de Instandsetzungstoften deden. Dazu sind durchschnittlich 25 Brez. der minderung der Güter und Verkehrsperre zwischen Griedensmiete, umgerechnet auf Gelbbasis, erforderlich, wenn man besetztem und unbeseztem Gebiet rundweg ablehnt. Blutiger wie vor dem Kriene. Weitere 10 Proz. der Fridensmiete tamen dem ennimmt, daß die Hausbewirtschaftungstoften beute die gleichen sind Hohn aber ist es geradezu, wenn in der offiziöfen Meteilung hinzu Hausbesiker als lleberschuß. Mifitoprämien und Entgelt für Abgefügt wird, daß ein Teil der deutscher Forderungen, insbesondere nuhung zugute. Die fibrinen 65 Bro3. waren der eigentliche Miets foweit fie die Frage der Rüdfehr der ausgewiesenen Beamten, die zins, b. h. Der Bins für das im Grundstüd angelegte eigene und Einstellung der Eisenbahner und die politische und persönliche Frei fremde Kopital. Die lekteren beiden Mietzinsteile von 10 plus 65 heit der Bevölkerung beträfen, bereits im voraus Befriedis oleich 75 Broz. sind durch die Wirkung der Geldentwertung und die gung erfahren hätte! Der Schlußfaß aber, daß man in Paris Miesengefeknebuna in Wegfall gefemmen. Wird die Miete wieder die Tür zu weiteren Verhandlungen nicht zuzuschlagen beabsichtige, einerseits eine entsprechende Mehr belastung ber mieter auf die Friedenshöhe gebracht. b. h. vervierfacht, in entsteht wird charakterisiert durch den Zusak, je nachdem die Umstände fchaft und andererseits eine neue Geldquelle, die wie gefagt dazu Gelegenheit geben würden". Das heißt au Deutsch: die ron nom Foushelik, von den Snpothefengläubigern und vom Steuer Berlin im Dezember eingeleitete Aussprache betrachtet die franzö fistus für fich beansprucht wird. Die Mieter, die vielfach zugleich fische Rogierung als geschlossen, auch die in den Gewerkschaften organisierten Arbeitnehmer find, mehren fich entschieden gegen die Selbst diejenigen politischen Krelse Frankreichs, die von Anfang an dem Erfolg der Verhandlungen sehr peffimiftif gegenübergestanden haben, hatten nicht erwartet, daß Poincarés Antwort so negativ ausfallen würde. -I3C bon 2 Stuben b. 3 u. 4 bon 5 Daraus ergibt sich, daß 85 Proz. der nachgewiesenen Bohnungen nicht den Befizenden, sondern den proletarischen Schichten zugute gekommen sind. Auf dem Gebiet des Wohnungswesens fieht es in Berlin gerade in den profetarischen Gebieten sehr böse aus, Der Redner führte zahlreiche Beispiele der Wohnungsnot an. Aus der großen Fülle der Beispiele sei nur eins wiedergegeben: In der Fürfienwalder Str. 10 wohnen in 2 Stuben und Küche 14 Personen: Mann und Frau mit 12 Kindern von 3-24 Jahren. Dazu wird wieder Familienzumans in der Familie eines Sohnes erwartet. Außerdem soll die Schwiegermutter des Sohnes eu noch aufgenommen werden, so daß alsbalb 16 Personen in einer Wohnung haufen. Dieser furchtbaren Wohnungsnot fann nur durch Neubau gesteuert werben. Geld ift da. Tausende von Billen sind für die neuen Reichen hergestellt worden, lloberflüffiger Lugus fchmüdt" piele diefer Häufer. Auf der anderen Seite peaetieren Tausende. Um 1: Januar find zwei Arbeiter in einer im Bau befindlichen Bedürf nisanfalt erfroren. Da sie wohnungslos waren und feine andere Unterkunft finden konnten, hatten sie dort die Nacht verbracht. Die Zwangswohnungswirtschaft hat mit dem Neubau nichts zu tun. Für die neu errichteten Häuser besteht in Breuken feit dem 2. Nepember 1920, in Bonern feit dem 31. März 1921 feine Wohnungs. zwangswirtschaft me. Und doch wird nicht gebaut. Sq. lange man für tägliches Gelb noch ¼ Broz. tägliche Zinsen erhält, denkt fein Kapitalist daron, fein Gelb in Neubauten zu stecken. Da her haben wir zu verlangen, daß Reich und Steat aus öffentlichen Mitteln eine rege Boutätigkeit entfalten. Doch het es nerabe den Anschein, als ob das Gegenteil gefchehen soll. Mash Außerungen prominenter Baufachmänner geht hervor. daß man niet daran denkt, fonnige, schöne, gefunde Gohnungen für die Minderbemittelten zu erbauen, daß man vielmehr eher daran denft, jene Kreise zu unterstützen, die Mittel genug haben, um Grund und Boden zu befaffen. Mit den Goldmieten soll auch das Mieterichukgefek und das Reichsmietengefes fallen und wahrscheinlich zum 1. Oftober 1924 mieder, Serren im Haufe". Dagenen muß die Sozialdemo auch die Wohnungszwangswirtschaft. Dann sind die Hausheffter frotie anfämpfen. Für die Forderung des Neubaues durch öffentliche Mittel müssen mir burch parfementariihe unb berparlamentarische Mittel fämpfen. Unfere Morale fei: Reine Mietiteuer ohne Wohnungsneubau.( Lebhafter Beifall.) In der Diskussion sprach zunächst Genosse Lüdemann: Das Schlimmste auf dem Gebiet des Wohnungswefens ift die durch die rein bürgerliche Reichsregie. rung geförderte Beseitigung der Anfäße zu einer gemeinnützigen Wirtschaft auf dem Gebiet des Wohnungswesens. Es wäre Auf gabe der öffentlichen Drgane gewesen, bie von der Arbeiterschaft gebildeten jozialen Baubetriebe mit öffentlicher Mitteln zu unters ftüßen. Die öffentlichen Organe haben hierin versagt. Durch die Unterstützung der Gewerkschaften sind etwa 250 foziale Baubetriebe mit über 20 000 Arbeitern entstanten. Die Arbeiterschaft muß diefe Betriebe in jeber Beife unterstützen. Dem wirtschaftlichen Einfluß der Hausbefizer tönnen wir begegnen, wenn wir uns selbst wirtschaftliche Machtpofitior.en erobern, bie uns helfen, politischen Einfluß zu erfämpfen.( Beifall.) Genosse Dr. Herß: Wenn man sagt, daß durch die Annahme des unsoziale Belastung ihrer Arbeitstrait mit einer neuen, womöglich noch start gesteigerten Hausrente; fie lehnen aber ebenso entschieden auch die Dedung Auch Belgien für eine Ablehuung? des Fehlbedarfs der öffentlichen Haushaltung aus der geplanten ungeheuerlichen Mietzins Paris, 3. Januar.( GE.) Der Brüffeler" Temps" Korrespondent steigerung ab Gemertschaften und Mieterorganisationen hoben meldet, Belgien werbe in feiner Antwort auf die Note der deutschen in gemeinsamen Verhandlungen den Standpunkt eingenommen, daß Regierung nicht gestatten, daß die Fundamente der franzöfifche sich die Wohnungswirtschaft zwar felbft tragen muß, daß aus ihr belgischen Pfänderpolitit irgendeinem Angriff ausgefeßt würden. aber nur Mittel für die Bewirtschaftung des alten Wohnungsbeftan Ermächtigungsgefebes bie neue Mietergefeßgebung möglich geworden Man münsche aufrichtig eine Berföhnung und wolle alle Maßnahmen des und für Neubauzmede hinausgezogen werden dürfen. Nachdem fei, so ist das falsch. Es liegt doch so, daß alle bürgerlichen Barteien ins Auge faffen, die eine Wieberbelebung des Wirtschaftslebens imiteuer getragen haben, ist das pon der Reichsregierung geplante der Regierung gebilligt haben. Es muß einmal mit dem der Partei breiten Maffen des Belfes die ungeheure Inflations- von den Deutschnationalen bis zu den Demokraten die Maßnahmen besetzten Gebiet gestatteten. Aber man fönne eine Aenberung an Berbot ber Aufwertung der Hypothefenforderungen nur gerecht- fchädlichen Gerede aufgeräumt merben, als ob das Ermächtigungsder Organisation in ihrer jebigen Form nicht gestatten, um so mehr, fertint. Benn aber ausgerechnet die fo frei gewordenen Sachwerte gefet an allem, fchub fei. Die Pläne der Regierung haben fo oft als immer wertvollere Ergebnisse zeitige. Dagegen feien Ver- des Miethausbesiges steuerlich erfaßt werden sollen, fo ist demgegen wechselt, taß heute noch nicht gelagt werden fann, welche Stel befferungsvorschläge für die Handhabung des Regimes im Ruhr über festzustellen, daß diese Sachwerte erst durch eine Mietsteigerung lung die Regierung zu den Fragen des Mietwesens einnimmt. gebiet zulässig. In Brüffel erfläre man, taß man bei den Ausein entstehen, die über das wirtschaftlich notwendige Maß hinausgehen. Diese Probleme müssen vom Standpunkt der Arbeiterbewegung in andersehungen mit der Reichsregierung ein reiches Maß von Klug. Es handelt sich also beim Miethausbefig nicht um eine Erfassung der ihrer Gesamtheit behandelt werden, denn der Arbeiter ist nicht nur heit werde walten laffen. Sachwerte, sondern um eine Ronfument, fondern auch Produzent. So tommt man zu dem Schluß, daß die Mietsteuer die dentber unsozialste ist. Neubautätigkeit gibt es nur, wenn gemeinnüßig gebaut wird, Otto Wolff in Paris. Paris, 3. Januar.( EE) Otto Wolff ift anläßlich der Bermählung einer nahen Verwandten hier eingetroffen. Man erklärt, daß er eine Besprechung mit dem Direktor für Handelsangelegen heiten im Quai d'Orsay, Seydoux, haben werde. Neuer Frankenfturs. Erfassung des Arbeitseinkommens der Miefer, Genoffe Dr. Glafer bespricht die organisatorische Erfassung der Mieter. Genosse Ruten polemisiert gegen Hertz. Können wir den Arbeitern fegen: Wir sind die Arbeiterpartei? Die Mieterorgani fation hat manchen Edutt wegräumen müffen, ben einentlich die Reichstagsfraftion hätte beseitigen müssen.( Debh. Beifall.) und zwar bergestalt, daß die Belastung gerade bie Aermsten Die Inflation war der befte Bundesgenosse der Reaffion, am härtesten drüdt. Es ist trplich für die Bläne der Reichsregierung, daß sie die durch die geplante Mietzinsiteuer auftommen Keine Steuer ist so verhängnisvell wie die Inflation. Jedes Uebel ben Mittel nur zu einem ganz winzigen Zeile für Neubauzwee vert eine Lappalie dagegen, wenn es dazu dient, eine neue Sn wenden will. Der meitaus größte Teil foll nach den neuesten Plänen flation zu vermeiden. Es darf aber nicht zugegeben werden, daß in die Taschen der Länder und Gemeinden fliehen, indem die Reichs- die Mietsteuer nicht abzulehnen, man muß die Stellungnahme von bie Großgrundbesitzer steuerfrei bleiben. Prinzipiell braucht man regierung gleichzeitig die Bese duneszufchiffe für die Beamten beParis, 3. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Das neue Jahr feitint. Nach Erreichung der ancebohnten Friedensmiete alaubt man ihrer Gestaltung abhängig machen( Beifall.) hat einen neuen Stur; des franzöfifchen Franten gebracht. Diefer auf die Unterstükung der Neubautätigkeit verzichten zu fönnen. Das hatte zu Ende der vergangenen Woche eine beträchtliche Graebnis der Pläne der Meichsregierung wäre alfo eine untrag holung zu verzeichnen. die den Dollar auf nahezu 19 hinab bare Last für die Mieter baro. Arbeitnehmer, ohne daß auf gedrückt hatte. Am Donnerstag ift der Dollar jebech zum ersten biefem Bene der Wohnungsnot wirtiem gesteuert werden würde. Male auf über 20 gestiegen, um an der Börse mit 20,52 34 und damit neue Preissteigerungen nach fich ziehen. d. h. Die Mieterhöhungen müßten neue Gehalts- und Lohnfteigerungen schließen. Die Wirfung des fortdauernden Sintens der Währung eine neue Inflatien hrvorrufen: es sei denn, daß man, glaubt, macht sich in einem starten Anziehen ber Preise und in trotz Mieterhöhungen ohne Ginfemmenftigerung austommen zu einem wachsenden Rüdgang der auftraft weitefter Be- tönnen. Solange nicht Befik und Einfommen in susreichendem Dölferungsfreife, insbesondere der Arbeiter, Angestellten und Be- Make zu Eteverteiftuneen berangezogen find, insbesondere Land amten bemerkbar, denen in der pergangenen Woche die geforderten mirtschaft und Industrie, muß jeder andere Ben der Steverauf, Teuerungszufchläge abgelehnt wurden. bringung abgelehnt werden. Das einzige Gebiet, bes noch der öffent lichen Bewirtschaftung unterliegt, das Gebiet des Wohnungswesens, muß von solchen steuerlichen Experimenten verschont bleiben. Das Reichsmietennefeh mit seinem menn euch nur bescheidenen Kontrollrecht der Mietervertretung muß bestehen bleiben bis zu dem Zeitpunkt, an melchem pie Neuregelung des Wohnungswesens auf gemeinwirifdaftlicher Grundlage erfolgt.( Lebhafter Beifall.) Als zweiter Redner Sprach Die Ruhrausbeute. Baris, 3. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Nach offiziöser Meldung soll vom 17. bis 23. Dezember die Kohlenförderung im Ruhrgebiet 1,2 Millionen Tonnen oder 712 Broz. der normalen Produktion vor der Belegung erreicht haben. Dagegen fei die Kofsproduktion mit 145 000 Tonnen erft bei 34 Proz der normalen Erzeugung angefommen. Genosse Rofin. Geneffe Tischauer: Die Wohnfrage ist eine Frage des Bodenrechts. Alle Zuschußwirtschaft nüht nichts, wenn Brivatleute Bodeneigentümer sind. Die Reichstagsfraktion sollte einen Initiativ antres in bodenreformerischem Sinne einbringen. Genoffe Silberschmidt wendet sich dagenen, daß behauptet wird, bie Reichstagsfratiion habe eine nenative Wohnungspolitit getrieben. Nur der außerordentlich aktiven Arbeit ber fraktion ist die bisherige Mieterschubgefbgebung zu perdanfen. Seit neun Monaten war das Bauprogramm der Regierung in Arbeit. Was die Inflation verfchuldete, foll man nicht der Reichstagsfraktion in die Schuhe fieben, Ich glaube nicht, daß die Mieterorganisation erst durch die negative Politif des Reichstags hervorgerujen fei. Sie ist in Wirklich beit aus den wirtschaftlichen Verhältnissen herausgewachsen. Bereits im Frühjahr hat die Reichstagsfraktion im Verbindung mit dem Baus programm einen hobenreformerischen Entwurf eingebracht der in den Kreifen unferer Gegner großes Aufsehen erregt hat.( Beifall.) Ein Schlußantrag wird angenommen. Nach den Schlußworten der Referenten wurde folgente einstimmia angenommen: Refolution Die Funktionäre der NERD. Groß- Berlins erleben fchäriften Schachts Miffion in London. Die Bohnungsfrage fölen, heikt den wichtigsten Teil der sozialen London, 3. Januar,( Eigener Drahtbericht.) Ueber die Ber- Frage fölen. Daher ist die Wohnungsfrage von jeher einer der handlungen, die der neue Reichsbantpräfident Dr. Schacht in michtigsten Brogrammpunkte der Segieldemotratie gewefen. Schon London führt, meldet die Londoner Presse, daß der Besuch Dr. Friedrich Engels het 1872 cine ribe von fehr beachtlichen AufSchachts feinerlei politischen Charakter trage. Dr. Schacht verfäben über die Wohnungsfrane im Boltsstaat veröffentlicht. Eine hand'e leti lich über finanzielle Fragen, insbesondere über die von fozialistische Arbeiterverkommune in Berlin hat em 24. September Protest gegen die unsozielen Pläne der Reichsregierung, die Mie ihm beabsichtigte Gründung eines neuen beutschen Goldnoten 1871 34 diesen Brenen in falfiftifchem Sinne flar Steffing ge- ten au te erlichen Zweden in die Höhe zu treiben. Sie fordern, Instituts, des er zum Zeil mit ausländischem Rapital, zum endlich im Rahre 1918 zu dem Wohnungsgelek Affe Gemeinden 3weden als denen der Wohnungswirtschaft felbft zu belasten, mit Die ichrelengen är nie der Sozialdemokratie führten bak die Reichstagsfreftion fich jedem Veruch. bis Mieten zu anderen Teil durch Rückführung der ins Ausland geflüchteten Vermögens über 100 000 Circhner wurden pernichtet 98ohnun werte nach Deutschland zu finanzieren gedende. In der City bringe ämter einzurichten Gemeinden über 100 000 Einwohner mußten und Landwirtschaft bis zur Erfassung der dort vorhandenen SachEntschiedenheit widersetzt und tie steuerl: he Belastung von Industrie man den Blänen Schachts großes Interesse entgegen. Man habe Mohnunosredweile schaffen. Rwed mar Wohnungspflege aufwerte zu steigern perfucht. bereits den Gedenken an die Einberufung einer Konfe. Grund erfasserer Wohnungsverordnungen. renz englischer Finanz- und Banfleute erhoben, die die Frage einer Durch die Anleihe an Deutsch and prüfen sollen. nommen. Wohnungsnot nach dem Kriege murde das Wohnungsmaraolaolek. für Berlin das Groh- Berliner Eine neue Danziger Regleruna bilden die bürgerlichen Bartelen Wohnungsnotrecht" nefden. Freimerberbe oder nicht enügend vorbehaltlich der Wahl durch die Bo'fetagsmehrheit, und zwar aus nenugte ohuneen wurden dadurch uner Bwanaswirtschaft ge 10 Deutschnationalen, 3 Zentrums'erten und 3 Liberalen. Sie wird Stefft. Die Bahamasämter erfreuen sich beim Rebifum teiner als Minderheitsregierung im Bolfstage über 58 Stimmen großen Befiebtheit, bennoch haben fie im Intereffe her minder verfügen. bemittelten Bevölkerung fehr fegensreich gewirkt. Nach dem BiertelDas Wohnungswesen bedarf heute mehr denn je ber öffent. fichen Bemirt'chaftung und muß durch Anbahnung der Gemeinwirts schaft dem skrupellosen Gewinnstreben spekulativ eingestellter Kreise entzogen werden. Bon der Regieruna mind eine entschiedene, zielbewußte und praktische Wohnungspolitik. welche die Intereffen der Minterbemit. fefton berücksichtigt, gefordert. Von der Reichstagsfrektion der VSPD. erwarten die Berliner Funktionäre, daß sie alle diesbezüg lichen Maßnahmen ergreift." Bewerkschaftsbewegung Abbau republikanischer Beamten. Aus Beamtentreifen der Eisenbahndirektion Berlin wird uns geschrieben: Nach den Richtlinien des Reichsverkehrsministers be üglich des Beamtenabbaues darf die Auswahl der in den einst weiligen Ruhestand zu Bersetzenden durch ihre politische, fonfeffio. nelle oder gewerkschaftliche Betätigung nicht beeinflußt berben Gerade dieser Punkt ist in den Richtlinien mehrfach viederholt. Zuerst sollen Beamte von 65 Jahren und darüber aus. scheiden, dann solche, welche durch Krankheiten nicht mehr voll dienstfähig sind, und des weiteren dienstunwillige Beamte. Wie wirkt sich der Abbau nun besonders bei der ReichsbahnDirektion Berlin aus? Reaktionäre Oberbeamte, die sich am Rapp Butsch beteiligten, benutzen die Abbauverordnung, um hauptsächlich Beamtenratsmitglieder und Funktio. näre der Gemertschaften, die als solche beim Streif hervor treten mußten, oder sonst fest auf dem Boden der Republik stehen, auf Wartegeld zu sehen. Es tommt hierbei gar nicht darauf an, ob der Beamte feinen Dienst tadellos verrichtete, ob er er noch im besten Lebensalter steht, es tommt vielfach auf seine ge 10 ertschaftliche Lätigkeit und eventuell seine politische Stellung für den Abbau an. Beamte, zwischen 40 und 50 Jahren, welche dienstlich nicht einmal einen Berweis in ihren Aften haben, nüffen zum Opfer reaktionärer Beamten werden. Was helfen hier alle Richtlinien des demokratischen Verkehrsministers Defer, wenn in einer solchen Weise gehandelt werden darf? Die Anordnungen hes Reichsverkehrsministers gehen von der anerkennenswerten Abficht aus, tunlichst nur solche Beamte abzubauen, von denen wegen hohen Alters, Krankheit oder Böswilligkeit eine gesteigerte Leistungsfähigkeit nicht ohne weiteres verlangt werden kann. Wenn überall streng und unparteiifch im Sinne der ministe iellen Richtlinien verfahren würde, dann wäre es unmöglich, daß jezt plötzlich die befremdlichsten Mißgriffe befannt werden und be. onders unter der Beamtenschaft der Eisenbahndirektion Berlin böses Blut erregen. Hier ist mit der Durchführung des Abbaues der aus Den Tagen des Kapp- Butsches bekannte Abteilungsdirektor Oberregierungsrat Ballbaum betraut worden, mit dem damals verfassungstreue Untergebene recht peinliche Zusammenstöße erleben mußten. Die Berwaltung fonnte damals nicht umhin, gegen Wallbaum ein Untersuchungsverfahren einzuleiten. Dieser hohe Beamte ist nun heute durch das Vertrauen feines anscheinend ahnungslosen demokratischen Ministers in die glüdliche Lage versetzt werden, feine schon faft vergessenen unverblümten Drohungen in den Kapp- Tagen gegen aufrechte Republikaner wahrzumachen. Sein Rotstift wütet augenblicklich in den Beamtenlisten, so daß ein großer Teil ber von ihm diftierten Beamtenentfernungen den undertennbaren Stempel von absichtlichen Maßregelungen tragen. Beamte, die ihm einmal als gute Republikaner aufgefallen sind, werden von ihm ohne Federlesens zurüdgestellt, d. h. an die frische Luft gefeßt. Es tommt ihm weiter gar nicht darauf an, in direktem Wider spruch zu den minifteriellen Richtlinien zwischen 40 und 50 Jahre olte Beamte abzubauen, die in den Bersonalaften nicht einmal einen dienstlichen Verweis haben, geschweige denn, daß sie viel frant oder gar dienstunmilliq waren. Der Herr Verkehrsminister sollte die fonderbare Tätigkeit dieses eigenartigen Vertrauensmannes der Eisenbahndirektion Berlin einmal etwas näher ansehen. Er wird alsdann sicher zu der Ansicht kommen, daß dem unmäßigen Maß regelungs- und Rachefeldzuge des schneidigen Herrn Abteilungsdirektors Wallbaum ein schnelles und energisches Ende gemacht werden muß. Mit dem erforderlichen aftenmäßigen Material tann dem Herrn Reichsverkehrsminister jederzeit gedient werden. Austritt aus der Zentralarbeitsgemeinschaft. Der Bundesausschuß des AfA- Bundes hat am 3. Januar getagt und nach eingehender Erörterung folgenden Beschluß gefaßt: Der Bundesausschuß beauftragt den AfA- Borstand, den Austritt des AfA- Bundes aus den Sentralarbeitsgemeinschaften jofort zu vollziehen." ** Damit haben der Af- Bund und der Gewerkschaftsbund der Angestellten nunmehr die Arbeitsgemeinschaft aufgegeben, so daß von Angestellten dort nur noch der Deutschnationale Handlungsgehilfenverband vertreten ist. Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund dürfte voraussichtlich seine endgültige Stellungnahme zur Arbeitsgemeinschaft auf der Mitte Januar stattfindenden Bundesausschußfigung beschließen. Zur Arbeitspflicht der Erwerbslosen. Eine Darstellung des Bezirksamts Kreuzberg. Bom Arbeitsamt des Bezirksamts Kreuzberg erhielten wir eine längere Zuschrift als Erwiderung auf die vom Borwärts" in feinen Nummern 589 und 607 veröffentlichten Beschwerden über die Braris der Arbeitspflicht der unterstüßten Erwerblofen. Stadtrat Gott Schalt beruft sich zunächst auf die geltenden Bestimmungen. Das Bezirksamt sei nur ausführendes Organ und fann unmöglich für Streik der Bauanschläger. Streit getreten. Die Arbeitgeber hatten einen Schiedsspruch Die Bauanschläger find am 31. Dezember v. 3. in der erwirtt, nach dem die Löhne für alle Berufsgruppen um 10 Broz. reduziert werden sollten, und einen weiteren Antrag an den Schlich tungsausschuß eingereicht, um die Arbeitszeit von 46% auf 53 Stunden pro Woche zu verlängern, troßdem die Anschläger seit 23 Jahren den Achtstundentag tariflich ver ein bart hatten. Die Lohnreduzierung war von allen Gruppen abgelehnt worden und eine Vereinbarung bahingehend getrof fen, daß der Schutzverband Berliner Schlossereien und verwandter Berufe zur Beilegung der Differenz den" Demo" anrufen sollte. Dies geschah aber nicht. Zu dem Termin zwecks Regelung der Arbeitszeit, welcher vom ersten Schlichtungsausschuß auf den 28. Dezember 1923 vertagt war, erschienen die Arbeitgeber auch nicht, angeblich weil sie feine Beisiger stellen konnten. ble bem Erwerbstofen burd)§ 5 21. 2 ber Berordnung über bie Schaben en els bleke gonge Arbeli wert ift. Benn irgendwo to t Aufbringung der Mittel für die Erwerbslofenfürsorge entstehenden es hier notwendig, mit den Gewertschaften als den Vers Nachteile verantwortlich gemacht werden". Das ist unbestritten; tretern der Erwerbslosen eine gangbare Regelung zu treffen. worum es fich dreht, ist die Art der Ausführung der Verordnung. Der Erwerbslose hat jede Arbeit anzunehmen, die ihm nach seiner förperlichen Beschaffenheit zugemutet werden fann. Die Auffassungen darüber können recht weit ausein andergehen. Das Bezirksamt versichert:" Es wird jedoch stets in humaner Weise verfahren". Gerade dies haben wir in dem Fall Dittmann vermißt. Dazu gibt das Bezirksamt folgende Erklärung: Auf Grund des plöglichen und unvermuteten Infrafttretens des§ 9 über die Aufbringung der Mittel für die Erwerbslosen fürsorge mußten bei den feinerzeit eintretenden Schneefällen die Erwerbslosen ohne Vorbereitung vermittelt und der städtischen Straßenreinigung zur Verfügung gestellt werden. Hierbei wurden jedoch, wie auch in anderen Fällen, gemäß diesseitiger Anordnung nach den Vorschriften des Arbeitsnachweisgefeges in erster Linie die Jugendlichen unter 20 Jahren, sodann die älteren unverheirateten Bersonen und in letter Linie die Verheirateten beBersonen über 60 Jahre werden grundsäglich nicht vermittelt. Wenn troßdem derartige Personen vermittelt worden find, so ist dies ein Versehen, welches mit Rücksicht auf die da malige außerordentlich schwierige Lage zu entschuldigen fein dürfte, um so mehr, als nach Aussage des zuverlässinen und lange erprobten Bermittlungsbeamten der Schriftfeßer Gustav Ditt mann, 61 Jahre alt, sicher nicht angegeben hat, daß er lungenfrant und infolgedessen nicht mehr voll erwerbsfähig war. Hätte er feine Krankheit dem Vermittler mitgeteilt, dann wäre er, wie alle diese Personen, nicht zur Arbeit, sondern zweds Fest stellung des Gesundheitszustandes zum Stadtarzt geschickt worden." Sehen wir einmal von dem zugegebenen folgenschweren Ber sehen in diesem Falle ab, um auf den springenden Bunkt einzugehen. Beim Schneeschippen fann fich ein älterer, an ständiger Innenarbeit gewöhnter Arbeiter eine schmere Lungenentzündung zuziehen, ohne Achtung, Bauarbeiter! Wie aus obigem Bericht ersichtlich, baß er lungentrant ist. Abgesehen von den allgemeinen förperlichen stehen die Bauanschläger seit dem 31. Dezember im Streit. Des Nachteilen infolge jahrelanger Unterernährung ist ein Innenarbeiter balb bitten wir die gesamten Bauarbeiter, die auf Bauten be auch in seiner Bekleidung nicht auf Außenarbeit eingestellt. Das schäftigten Anschläger auf ihre Pflicht aufmertiam zu machen; nur Kranfmelden wird von jedem Erwerbslosen. der es irgend noch ver. folche Bauanioläger baben die Berechtigung zur meiden kann, vermieden werden, aus der Befürchtung heraus, bei Arbeit, die mit einer Arbeitsberechtigungstarte leberweisung an die Krankenkasse wirtschaftlich noch schlechter ge- der Organisation berieben find. stellt zu sein, als es der Erwerblose ohnehin ist. Diese Einstellung ist zwar falsch, aber doch sehr wohl zu begreifen. Eben deshalb kann nicht einfach nach Schema F verfahren merden. " Daß die Buchdruder von der Vermittlung für Schnee. Schippen und Erdarbeiten zu gemeinnüßigen Zweden befreit sind, darüber besteht keine Berfügung. Da fast ausschließlich das graphische Gewerbe im Bezirksamt Kreuzberg vertreten ist und deshalb einen großen Prozentsaz der Erwerbslofen bildet, fönnen die Buchdruder zum Nachteil anderer derartiger Gewerbe, wie z. B. Schneider, Schreiber usw., nicht besonders außer Betracht gelaffen werden; denn was dem einen recht, ist dem andern billig. 11 daran schuld und können nicht gewissermaßen dafür bestraft werden, Die Buchdrucker, Schneider, Schreiber u. a. find jedenfalls nicht daß dem Bezirksamt Kreuzberg für Winterarbeit im Freien nicht ge nügend Außenarbeiter zur Berfügung stehen. wollen für sich kein Vorrecht, sondern ihre Organisation fordert Die Buchdrucker für sie als Vertreter ihrer Intereffen, daß Innenarbeitern nicht Arbeiten zugemutet werden, die ihnen nicht ohne weiteres zugemutet werden dürfen. Fühlen sich Angehörige anderer Berufsgruppen in ähnlicher Weise beschwert, werden deren Organisationen für fie eintreten. In diesem Falle drängte fich infolge der besonderen Berhältnisse und infolge des Todes eines Mitgliedes dem Verbande der Buchdrucker die Notwendigkeit der Beschwerde direkt auf. Irgendeine Berordnung kann nicht einfach über Leib und Leben verfügen. Zum Schluffe werden noch die Borkommnisse auf dem Sports plaz Preußen in der Zuschrift berührt. Letzterer ist seitens des Landesamts als gemeinnüßiges Unternehmen anerkannt worden auf Grund von Verpflichtungen, welche der Verein vertragsmäßig der Allgemeinheit gegenüber in bezug auf die Benuhung des Sportplages eingegangen ist. Die Firma Hein, Tempelhof, welche die Arbeiten für den Sportplay Preußen ausführt, hat die Annahme der am 15. Dezember 1923 und den folgenden Tagen vermittelten Arbeiter verweigert, weil die Frage der gefeßlichen Haftpflicht bei etwa eintreten den Unglücksfällen nicht geflärt war und jetzt auch noch nicht geregelt ist. Die Arbeiter mußten dort längere Zeit warten und wurden schließlich zurückgeschickt. Daß diefer Tag den vermittelten Erwerbslosen trotzdem als Arbeitstag angerechnet wird, versteht fich von felbft." Es müßte fich aber auch von selbst verstehen, daß, bevor man Erwerbslose irgendwohin schickt, zuvor diese Dinge geregelt werden müssen. Denn schließlich wird doch die Arbeitsluft nicht ge= Alle diese Provokationen genügten den Arbeitgebern aber noch nicht nunmehr gingen fie fazu über, den Rahmenvertrag am 31. Dezember 1923 zu fündigen und weiter eine Lohnredu zierung von 6 f. pro Stunde ab 31. Dezember 1923 zu verfügen. Nach alledem scheint es, daß der Schußverband unter allen Umständen, genau wie in der Berliner Metallindustrie, in seinen Betrieben zur Aussperrung schreiten will, um die Diktatur des Rapitalismus auch für die dem Schußverband angeschlossenen Betriebe zur Durchführung zu bringen. Die gut organisierte Arbeiterschaft, die in den Schlossereien Berlins beschäftigt ist, wird diesen Anschlag der Unternehmer abzwehren wiffen. Die Ortsverwaltung d. D. M.-A.-V. Lohnvereinbarungen im Tapezierergewerbe. Bei den Verbandlungen beim Demobilmachunge fommissar wurden die Löhne für Gruppe II für die Zeit vom 8. bis 21. Dezember auf 65 Pf. festgelegt und für die Zeit vom 22. Dezember bis 18. Januar auf 60 Pf. Die anderen Gruppen im entsprechenden Verhältnis. In allen Betrieben, wo bis zum 21. Dezember über 65 Bi. und von da über 60 Pf. gezahlt worden sind, findet eine Rüdzahlung nicht statt. Achtung, Chirurgiemechanit! Wie uns mitgeteilt wurde, find einige Arbeitgeber mit dem Verlangen, ab 2. Januar 48 Stunden aufmerkiam, daß laut Tarif immer noch die 46, stündige Wochen zu arbeiten, an die Belegschaften berangetreten. Wir machen darauf arbeitszeit besteht. Lohnverhandlungen finden auf Einladung der fizung am Montaa.( Siebe Inferat.) Arbeitgebergruppe am Sonnabend statt. Näheres in der Funktionär Die Ortsverwaltung. C. Lorenz, Tempelhof. Freitag nachmittag 2 Uhr Funtionär. tonferenz im Bürgergarten. Sonnabend vorm. 10 Uhr Betriebsverfammlung im Wilhelmsgarten, Berliner Straße. bei Aliem, Safenheide 14/15, Bertrauensmännerversammlung der dem Reids Deutscher Holzarbeiter- Verband, Berwaltung Berlin. Heute abend 7 ht manteltarif unterstehenden Betriebe. Jeber Betrieb muß einen Bertreter ent fenden. Um 6 Uhr erweiterte Berwaltung ebenda. Die Ortsverwaltung. Firma Goerz, Friebenau und gehlendorf. Freitag, den 4. Januar, nicht um 4% Uhr, fondern um 2 Uhr Betriebsversammlung im Lokal Albrechts. hof, Steglit. Sonntag vorm. 9½ Uhr Transportarbeiterversammlung in den Sophienfälen, Transportarbeiter und-arbeiterinnen in der Berliner Metallindustrie. Sophienstr. 17. Tagesordning: Die bisherige und zukünftige Entlohnung der Transportarbeiter in der Metallindustrie. Diese Bersammlung nimmt Stellung den Ereignissen und zur Aussperrung in der Metallindustrie. Deshalb mus feder einzelne erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Deutscher Berkehrs. bund, Geltion V. Achtung, Bauarbeiter! Wichtige Berfammlung aller Baudelegierten bes nachmittags 5 Uhr, im Saal I des Gewerkschaftshauses. Erscheinen aller BauDeutschen Baugewerksbundes, Baugewerkschaft Berlin, Montag, den 7. Januar, delegierten ist Pflicht! Mitgliedsbuch und Delegiertenkarte find am Gaal eingang vorzuzeigen, ohne dieselben kein Zutritt. Der Borstand. Berantwortlich für Politit: Ernst Renter; Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung:. Chtorn: Feuilleton: Dr. John Schilowski: Lokales und Conftiges: Frik Karstäbt: Anzeigen: Th. Glode: fämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts- Beriag 6. m. b. S. Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruderet und Berlaasanftalt Taul Ginger u. Co. Berlin GB. 68 Lindenstraße 3. Sierzu eine Beilage und Unterhaltungsbeilage Heimwelt". fördert, wenn in den Erwerbslofen der Gindruck aufkommen muß, Großer Preisfturz unferer Fabrikate! " Herren- Anz g- und Paletotstoffe m. M. 6,- 8,- 12,- 15, Damen- Kostüm- und Ulsterstoffe 5,- 7,- 10, Gabardine, Homespun, Velour de laine M. 4.- 6.- 8.Beste Fabrikate. Große Auswahl.- Verkauf meterweise. als wolle man sie zum Narren halten, oder fie schifanieren. Bei der Stimmung, die die Erwerbslofen allgemein und bei der zumal noch recht ungeordneten Arbeitspflicht im besonderen beherrscht, ist eine vorsichtige Behandlung um fo mehr angebracht; nicht nur beim Bezirksamt Kreuzberg. Eine wahl lofe Befolgung der Vorschriften führt zur Willkür und richtet mehr Gerründet 1893. Koch& Seeland G. m. b. H.. Gertraudtenstraße 20-21. Ge ründet 1893 Unerhört billig 195 Damen- Turnschuhe, 225 Damen- Schnürschuhe, sohle, Gr. 86-42 Damen- Seglerschuhe, weiss, weiss angegoss. Damen- Kamelhaar- Um schlagschuhe, Fil- and Led.rsohle, Gr. 36-42 Damen- Kamelhaargraußegeltuch.Chrom- weiss Leinen, aber zogener Absatz, mod. Form, Gr. 86-42. Gummisohle, Gr. 86-42. Damen- Schnürschuhe, weiss Leinen, Derby, Gr. 36-42. Kinder- Schnürstiefel, Schlüpfer, Filz- und schwarz Chevrette, Ledersohle, ohne Fleck, Gr. 18-20. mollig, Gr. 86-42. Zum Aussuchen sehr Soweit Vorrat Ein grosser Posten warme, feine Hausschuhe Steppsatin, Velvetsamt, Atlas, Broché usw. mi Leder- bzw. 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Und wenn man schon troh Goldfahrpreise" noch oft in ungeheiztem oder schlecht geheiztem Abteil mit Rücksicht auf die Rohlennot, schlecht schließende Fenster und Türen, mit Rüdsicht auf die( nach den rigorosen Entlassungen) mangelnden Arbeitskräfte und Materialpreise stillschweigend oder mehr oder weniger laut fnurrend diese Dinge in Kauf nimmt, so übersteigen doch die Zus stände auf dem Vollringbahnhof Stralau Rummels burg jeder Beschreibung, jo taß selbst der geduldigste deutsche Michel die Ruhe, die die erste Bürgerpflicht sein soll, verlieren fan. Der Bahnhof hat den arößten Umsteigeverfehr der Riesenstadt Berlin. Bei der Höhe seiner Anlage über den Gleisen der Ost- und Schle sischen Bahn hängt er sozusagen völlig in der Luft. Dieser Bahnhof besitzt durch die engen Raumverhältnisse für das Publikum eine am nordwestlichen äußersten Ende gelegene und daher taum benugbare Unterkunftshalle und gar teine Schuhmände, tie Wind und Wetter abhalten. Wer das Vergnügen hat, an stürmischen Tagen, etwa den ersten Weihnachtsfeiertag vormittags, bei SchneeSturm von 211 Uhr bis gegen 212 Uhr mittags auf eine Bugverbindung auf diesem Bahnhof ein fnappes Gündchen zu warter, und tabei hinter der dem Sturm entgegengesetzten Band der Stationsvorsteherttause oder der Treppenhallen, die von Hunderten vor Frost bebenden, zähneflappernden Menschen und meinenden Rindern Kopf an Kopf cedrängt belagert werden, feinen Platz mehr findet, fann hier die Freuden eines Schneesturms wie auf einem Gebirgsrüden voll und ganz ausfosten. Wenn die Bahnverwaltung, vielleicht der Herr Eisenbahnminister Defer selbst einmal studienhalter" so ein Stündchen in luftiger demokratischer Freiheit miterlebt, ich wäre überzeugt, daß troh hoher Materialpreise Erzellens fofort anordnen würde, daß dort trotz Raummanget mehr Unterkunftsräume geschaffen, zum mindesten aber, wie cm Bahnhof Jannomikbrüde Glasschuhwände rechts und links außerhalb der Schienen gebaut würden, um das Publi. fum vor Sturm und Wetter wenigstens einigermaßen zu schützen. Wenn die Reichseisenbahnverwaltung für alle Ertältungsfrankheiten finanziell haftbar gemacht würde, fäme auch ihr die Erkenntnis, mie recht das Bublifum hat, wenn sie die en Bahnhof als den Schwindfufts- Bahnhof" bezeichnet. Zumindest sollte aber, um der Ueberloftung des Bahnhofs einerseits und den oben gerügten unerträglichen Uebelſtänden andererseits sofort etwas abzuhelfen, ein Teil ter Züge des Nord- und Südrings wieder über die Stadtbahn geleitet werden, damit wenigstens alte und franke Menschen nicht gezwungen werden, durch die Rücksichtslosigkeit der BahnverBitte also, Herr Minister Defer, beim nächsten Schneesturm den Shumindfuchts- Bahnhof Stralau- Rummelsburg( Bollring) einma: selbst auszuprobieren; jedoch, bitte, ohne Belz, da es immer noch einige Pente, besonders bei den Passagieren dritter Klasse, gibt, die so ein für den Winter dringend notwendiges Kleidungsstück nicht besitzen, sondern in recht fadenscheiniger Garderobe Wind und Wetter usgefeat find. Der Herr Eisenbahnminister würde dann vielleicht wm Schwin fuchs- Bahnhof" den mehr als bescheidenden Ansprüchen des deutschen Reisepublikums entsprechend ändern lassen. waltung fich vollkommen zugrunde zu richten. A. H. Krähwinkelei bei der Treppenbeleuchtung. So verständlich es auch ist, daß die Mieter vieler Häufer bei der So verständlich es auch ist, daß die Mieter vieler Häuser bei der Treppenbeleuchtung zu sparen fuchen und deshalb bereits um 7 Uhr abends die Haustüren verschlossen werden, so geht die radikale Ersparung der Beleuchtung zu weit. An einer großen Anzahl von Mietstaferren zeigen die Haustüren ein Blafat mit der Auffchrift, wonach bei einbrechender Dunkelheit" ge= Schloffen wird Um nur auf eine Seite dieser Unzuträglichkeit hinzuweisen, erwähnen wir die Klagen der im Dienste der Stadi gemeinde ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Wohlfahrtsfommission und der Bezirksvorsteher. In der Regel, und zwar gerade in den Außenvierteln, wo sich die gerügte Uebertreibung dieser Spar. 63] Copyright Georg Müller, München. Die Lofolfischer. Roman von Johan Bojer. Doch der Wind sprang nach Norden um, und sie fuhren an der Küste entlang. Sie hörten das Tosen der Brandung am Ufer, dann und wann fiel ein gelbes Licht durch die Wolken risse und zeigte ihnen schneebedeckte Berge. Sie segelten füdwärts, füdwärts, und dann und wann sahen sie den weißen Gischt der Brandung an den Klippen. Aber jetzt flaute der Wind so weit ab, daß Jakob beschloß dorthin zu fegeln, wohin es ihm felber paßte. Reine Rede davon, an Land zu gehen, das Segel wurde gehißt, und nun steuerte er in schwarzer Nacht auf gut Glück wieder über den Westfjord, zurück nach dem Lofot. Die vier aus dem gefenterten Boot lagen halb bewußtlos im Schiffsraum am Mast, aber es müßten doch fünf sein, nun danach konnte er ja fragen, wenn Zeit dazu war. Es war wohl etwas falt für sie, jeẞt dazuliegen und von den Seen bespritzt zu werden, aber sie fonnten sich ja ein andermal wieder erwärmen. 31. Das geschieht Jahr für Jahr hier im Norden, und hinterher sprechen die Männer ein oder zwei Tage darüber, und dann fahren sie wieder auf dasselbe Meer hinaus und beginnen wieder zu fischen wie vorher. Im Kramla en drängten sich die Leute. Sie schwatzten und erzählten. Einige waren schon auf dem Wege zum Lande gewesen, als das Unwetter losbrach, und konnten sich retten, andere hatte der Rettungsfutter mitgenommen, aber manche waren auch soeben erst zurückgekommen, nachdem sie die ganze Nacht vom Sturm umhergetrieben worden waren. Ein blonder fleiner Bursch in gelbem Südwester schwakte lauter als alle die anderen, und die Leute fahen ihn mit ftanen en Augen an. Er war durch einen reinen Bufall gestern an Land geblieben, aber das Boot, zu dem er gehörte, war ausgefahren, feiner war gerettet, und da sah man, daß es so bestimmt war, er sollte an diesem Tage nicht dabei sein. Gott ist wunderlich. Vorschläge maßnahme am häufigsten bemerkbar macht, sind diese Ehrenbeamten auf die Ausübung einer Erwerbstätigkeit angewiefen. Wollen fie nach Beendigung ihrer Berufstätigkeit ihrer ehrenamtlichen Tätigbeit nachgehen donn femmen sie vor verschlossene Türen. Selbst wenn sie ihre Besuche auf den Sonntag vormittag verlegen wollten, ist auch diese Zeit nicht immer frei. Die Berzögerung ihrer Tätig. feit schädigt jedoch unter Umständen die Hilfsbedürftigen oder auch die Intereffen der Stadtgemeinde. Selbst die wenigen 3eitungen, die noch gehalten werten, fönnen abends in die verschlossenen Häuser nicht gebracht werden. Die gänzliche Einstellung der Treppenbeleuchtung müßte verboten und angeordnet werden, daß vor 7 Uhr abends fein Haus mit mehr als sechs Mietern abgeschlossen werden darf und bis dahin auch die Treppenaufgänge zu beleuchten find. Wer schon ein mal in der Großstadt wohnt, muß sich auch den unumgänglichsten Anforderungen anbequemen, die das Großstadtleben mit sich bringt. Die Großstadtkultur, zu der nun einmal auch die Wohlfahrtspflege und einiges andere gehört, muß uns höher stehen als die monatliche Ersparnis von ein paar Gasgroschen. E. Freitag, 4.Januar 1924 gänger vor. Um diese zu vermeiden, muß recht dringend die Beleuchtung der Fahrräder verlangt werden. Die Unter lassung der Beleuchtung wird wohl wegen der Kosten geschehen. Das darf aber nicht zugebilligt werden Andere Menschen müssen für ihren Verkehr die Kosten für Straßenbahn oder Stiefelfohlen aufbringen, daher muß von den Radfahrern die Beleuchtung der Fahrräder verlangt werden. Das muß möglich sein auch ohne polizeiliche Zwangsmaßnahmen. N. :: Dazu schreibt uns ein Radfahrer: Auf die Beleuchtung der Fahrräder haben die Schutzpolizisten ein befonders fcharfes Auge. Während andere Fuhrwerte noch unbeleuchtet fahren, schreitet man gegen Radfahrer fofort bei eintretender Dunkelheit ein. Der Schreiber scheint aus eigener unvorsichtigkeit gegen einen Rad fahrer gelaufen zu sein, darum schreit er nach der Polizei. Radfahren in einer so verfehrsreichen Stadt mie Berlin erfordert vom Radfahrer die größte Umficht und Aufmerksamkeit, und es ist in den allermeisten Fällen Schuld der Paffanten, wenn fie durch einen Rad fahrer zu Fall kommen. Der Radfahrer gerät selbst jedesmal dabei in die größte Gefahr und paßt deshalb schon genügend auf. F. Nummern- Aufruf der Erwerbslosen. Woche zu Woche. Nach Abgabe der Zahlungsausweise herrscht ein Das Gedränge vor den Zahlstellen für Erwerbslose wächst von Durcheinander, das bie Raffenbeamten stören und nervös machen muß, so daß wiederholt Millionen zuviel ausgezahlt worden find. Es ist dringend wünschenswert, die Zahlschalter freizuhalten, menn gleichzeitig mehrere hundert Personen stundenlang auf Zahlung warten. Zu diesem Zwed follten Nummernfarten aus gegeben werden, die der Raffenbeamte aufruft und zugleich mit der Zahlung wieder an fich nimmt. Wird beispielsweise 87 aufgerufen, so weiß 193, daß es nutzlos ist, sich vor dem Schalter zu drängen. Wer noch lange nicht an der Reihe ist, soll vom Schalter fernbleiben. Eine derartige Ordnung, zu der auch die Erwerbslosen selbst beitragen müssen, erleichtert und beschleunigt die Abfertigung, was bei den sich zuweilen halbstündlich ändernden Breisen im Intereffe jedes Aufgerufene an den Schalter herantreten dürfen, wie das beispielseinzelnen liegt. Aus naheliegenden Gründen sollte immer nur der weise auch beim Postschecamt eingeführt ist. Schulschach. 2t Die unzulängliche Straßenbahn. Nachdem Sie fürzlich die täglichen Betriebsstörungen der Hoch und Untergrundbahn einer eingehenden Kritik unterzogen haben, möchte ich nicht verfehlen Ihr Augenmert auf eine Tatsache zu richten, melche allmählich zu den haarsträubendsten Berhältnissen führt. Meine Beschwerde betrifft die Berliner Straßen. bahn. Während früher& B. durch die Preuzlauer Allee vier Straßenbahnlinien( 59, 61, 72, 73) und durch die Weißenburger Straße zwei Linien( 52, 55) verkehrten und den Verkehr mit der inneren Stadt vermittelten, ist nach der glorreichen Umwandlung der gesamte Verkehr dahin beschränkt worden, daß nur noch die ein zine Linie 72 durch die Prenzlauer Allee bis zum Alexanderplatz fährt. Während also besonders am Morgen zur Zeit der Arbeitsaufnahme sechs Linien im Abstand von 2 bis 3 Minuten einander folgten und den überaus starken Andrang dieser fast reinen Arbeiter. gegend faum mit Mühe bewältigen fonnten, foll heute eine ein. zine Linie, welche überdies nur alle 15-20 Minuten fährt, den Bor über vierzig Jahren schloffen sich eine runde Mandel Berfehr aufrechterhalten. In den ersten Tagen noch der Umwandluna fonnte man noch feststellen, daß weniastens Einsatzwagen und Schüler verschiedener Berliner Lehranstalten zu einem Schachklub Anhänger benutzt wurden, aber auch diese Verbesserung ist den Weg zusammen. Sie trafen sich allwöchentlich einmal in der Wohnung les Jrdifchen nenangen, so daß seit Anfang dieser Woche nur im der Eltern eines von ihnen, niemals in einer Kneipe, und spielten Beftfalle alle 15 Minuten ein einziger Motorwagen verkehrt. Welche gemeinsam drei bis vier Stunden Schach. Die Eltern waren über Bustände sich an den einzelnen Haltestellen herausgestellt haben, habe die geiftige Regfamfeit der Söhne fehr erfreut und zogen häufiger ich nicht nötig Ihnen zu schildern. Jedenfalls wäre es dringend not. nach dem Spiel die jungen Leute zu ernsten Gesprächen in den wendig boß Sie mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln Familienkreis. Da erfuhr von der harmlosen Sache ein Direktor. darauf hinarbeiten, daß fpeziell in dieser Genend eine Verbefferung nach den damaligen sehr strengen und am Gesunden vorbeisehenden des Verkehrs eintritt. Wer nicht die Bahn bereits auf der End Schulgrundsägen wurde dem rein geistigen Vergnügen ein schnelles ftation an der Prenzlauer Promenade oder gar am Antonplak in und ruhmloses Ende bereitet. Es war ja eine nicht amtlich abgeWeißenfee besteiat, hat früh überhaupt feine Chancen, rechtzeitig zur Arbeit zu kommen, felbst wenn er fich eine Stunde und mehr stempelte Schülervereinigung gewesen. Der Schulbureaukratismus Enielraum läßt. Der größte Teil der Einwohner, die überdies mit fiegbe über das Geistige. Heute weht ein anderer Wind. Zu HunMonatstarten gefegnet find, find gezwungen, bis zum Aleranderten bestehen Schülersportvereinigungen, allerdings unter Leitung derplak zu laufen und fo irnendeine andere in die Stadt von Lehrern. Kann da nicht auch der geistige Sport noch mehr orführende Linie zu erwischen. Vielleicht ist es Ihnen möglich, dar ganisiert und das Schachspiel in die Schulen, auch in die Oberauf hinzuwirken, daß entweder eine der Linien, die früher durch klassen der Volksschulen, hineingetragen werden? Wie im humanidie Weißenburger Straße fuhren, wieder dem Verkehr übergeben mir, oder daß zumindest defür Sorge getragen wird, daß die Linie stischen Gymnasium die lateinische Sprache, so ist auch Schach ein 72 sich in schnelleren Zeitabschnitten folgt. gutes Sprungbrett zum logischen Denken, ein vorzügliches Mittel zum geistigen Training. Faft immer ragen Schachspieler auch im praktischen Leben durch fluge Berechnungen und großzügiges, zielAuch über den ganz unzureichenden Bertehr auf den bewußtes Handeln hervor. Was sie beim Schachspiel durchdenken, gipfeln durchwea in der Feststelluna, dak die Berliner Straßenbahn, bestreitbare Tatsache sollte genügen, der Verpflanzung des Schachs anderen Linien lienen eine Reihe von Beschwerden vor. Sie überträgt sich wie von selbst auf ihre ganze Tätigkeit. Diese unals wirkliches Verkehrsmittel in der Weltstadt nicht mehr ernstzu- auf die Schule näherzutreten. Liefer veranlagte Schüler werden nehmen ist. Auch wir fönnen uns aus eigener Anschauung diesem zweifelsohne freudig die Anregung aufgreifen, wenn man auch den Eindruck nicht verschließen. Radfahrer ohne Licht. G. D. Red. geistessportlichen Ehrgeiz wedt durch Tournierspiele von Schule zu Schule, und oberflächlichere Naturen werden mitgerissen. Der Einwand, es müffe der Zeit nach der Schulentlassung vorbehalten bleiben, sich mit dem Schachspiel zu befreunden, ist gerade das Verfehrte. Die Schule muß den Grundstock legen, um das einmal Lieb gewonnene in das fernere Leben hinüberzuleiten. In den Morgen und Abendstunden ist es ein gefährliches Unternehmen, Straßen und Plätze zu überfayreiten. Die Zahl der Radfahrer ist eine sehr große, und unter diesen sind es viele. die ohne Licht fahren, dabei fommen häufig Gefährdungen der FußFischerplätzen sind heute nacht hierher verschlagen, jezt hissen sie| Augen. Er war ganz wirr von einem Traum, den er gehabt die Segel und fahren bei gutem Wetter wieder nach Hause. hatte. Da fielen seine Blicke auf Per, der heute nacht an ihm Im Laufe des Tages aber trifft ein Dampfer mitten auf vorbeigesegelt war und ihn auf dem Kiel hatte sien laffen. dem Westfjord ein wunderliches Boot. Es ist ein Nordland Und einen kurzen Augenblick sahen die beiden Bootsführer Achter, und er hat das Segel gerefft, jetzt bei der Windstille. fich an. Der Dampfer legt an und es zeigt sich, daß der Führer am Da seufzte Kristaver und strich sich über die Stirn.„ Bist Steuer halbtot ist, die anderen drei figen auf der Ruderbank du auch da, fagte er in alltäglichem Ton. und halten sich fest, sie sind erfroren. Der ewige Gischt der Es dauerte eine Weile, bis Per antwortete." Ja, und Wellen ist in Haar und Bart und auf den Delröcken zu Eis du bist auch wieder da, sehe ich." gefroren, und sie starren mit offenen, verglasten Augen vor Wir tamen schon vor einer Weile," sagte Kristaver und sich hin. rieb sich die Augen. Während der Sturmnacht aber hatte Per Suzansa fich nach Hammarön hineingerettet. Und schwer war es für ihn heute, über den Westfjord zurückzufahren. Er wußte nicht, wieviele Bekannte in dieser Nacht umgekommen sein mochten, und an Kristaver Myran und seine Leute vermochte er gar nicht zu denken. Per mühte sich, etwas Trodenes auf den Leib zu befommen. Er wagte nicht zu fragen, auf welche Weise die anderen gerettet worden waren. Aber da auf einmal schwang Kristaver die Beine von der Pritsche, tastete nach den Pantoffeln und hinkte zum Ofen hinüber, riß eine Friesweste vom Hafen und zerrte eine dicke Brieftasche heraus. " Du sollst sehen, daß das Geld hin ist," sagte er. „ Das Geld?" Bei Dämmerung erreichte er den Fischerplatz, der mit brennenden Hafenlichtern dalag. Und da ist die bekannte Hütte, ihr Heim auf dem Lofot, jetzt werden fie viel Platz " Ja, das wird wohl nur noch Grüße sein, denke ich." darin haben. Als Per von der Jolle die glatte LandungsAlle griffen unwillkürlich nach der Brusttasche. Eine treppe hinaufstampfte, sah er Leute in der Nähe, wagte aber Ledertasche mit einem guten Bindfaden zusammengeschnürt, nicht zu fragen. Jedes neue Boot, das hereinkommt, iſt ja hält innen unglaublich trocken, aber etwas anderes war es ja heute ein Ereignis, beshalb wurde auch er von Neugierigen mit den Männern von der„ Robbe", die heute nacht im Waffer umringt. Er antwortete feinem, sondern ging geradeswegs ins Haus. gelegen hatten. In der Tür blieb er stehen. Sah er Gesichte? Auf den Es war Sitte, daß der Bootsführer so eine Ledertasche an einer Kristaver ging an den Tisch und zündete die Lampe an. Schnur um den Hals trug. Darin verwahrte er den Verdienst Pritschen lagen Männer und schliefen.. Er sperrte den Mund auf. Er wendete sich zu den anderen des ganzen Bootes, bis der Fang beendet war. Dann erst Aber in Jesu Namen!" sagte er nur. um. bekam jeder von der Besatzung seinen Anteil. Diesmal waren Triefende Kleider hingen am Ofen, und auf dem Fußes Tausende von Kronen, und jetzt waren sie vielleicht vernichtet. boden lagen Wasserstiefel, die förmlich in Näffe schwammen. Die Männer traten ein. Sie blieben stehen und starrten die Schlafenden an. Sie wären selber um ein Haar faft um gefommen, sie waren durchnäßt und überanstrengt, aber das alles wurde bedeutungslos neben der Tatsache, daß diese Leute von der" Robbe" dort auf den Pritschen lagen und schliefen. Sie zählten nicht, wie viele es waren. Aber endlich befahl Per einem von seinen Leuten, sich rasch umzuziehen und Effen zu fochen. Es war nicht so ganz sicher, daß die Männer, Es ist heute wieder windstill, aber falt, und die Leute die da auf den Pritschen lagen, eine Stärkung zu sich genommen stehen auf den Klippen und starren auf das Meer hinaus nach hatten. Booten, die noch nicht hereingekommen sind. Der Aufsichts- Aber als sie nun die Sachen auszogen und das Wasser chef hat Dampfer ausgeschickt, um nach gefenterten Schiffen aus den Stiefeln auf den Fußboden gossen, da erwachte zu suchen. Eine Menge Boote von meilenweit entfernten Kristaver, er stügte sich auf die Ellbogen und rieb sich die Als er die triefend nasse Tasche aufschnürte, trat ihm der Schweiß auf die Stirn und die Finger zitterten. Die anderen starrten zu ihm hinüber, merkten aber, daß es am besten sei, nicht mit ihm zu sprechen. Die Tasche war auch innen schwarz von Nässe. Und da find die Geldscheine. Not und blau waren sie gewesen, jetzt find sie ein Teig von zusammengeklebtem Papier. " Hm!" ließen sich die anderen vernehmen. Ein Bootsführer zeigt nicht gern feine Brieftasche. Zwei Mannschaften in der gleichen Hütte wissen nicht so genau, was der andere Teil verdient hat. Jetzt runzelte Kristaver die Stirn, weil die anderen ihn anstarrten. Bersuche sie erst zu trocknen," riet Per Suzanja. ( Fortsetzung folgt.) Um den Stadtverordnetenvorsteher. Rein Cepra all in Berlin an. Sie sagte mir, ich sollte mir nur feine Gorgen machen. Ich in der Aufregung mit einem Stoc auf seinen Sohn ein und brachte mußte die Zimmer aufräumen, da alle Augenblicke die Pärchen ihm mehrere Berlegungen bei. Darüber erbost, ergriff der Sohn Aus Rathauskreisen wird uns bestätigt, daß die angebliche tamen und gingen. Die Trinkgelder gab ich ihr. Ich mußte fie ein Küchenmesser und erslach den Bater. Die Leiche wurde mit Absicht der nichtsozioliftischen Bartelen, den gegenwärtigen Stadt Tante nennen. Zum Beweise ihrer Zuneigung gab fie mir aus ihrer Umgebung vom Erkennungsdienst photographiert und nach verordnetenvorsteher Dr. Caspari am nächsten Donnerstag ihrem reichen Vorrat Kleider und Wäsche. Abends gingen wir in dem Schauhaufe gebracht. wiederzuwählen, durchaus noch nicht feststeht. Sehr leb- ein Weinhaus in der Friedrichstraße, wo sie Effen und Sekt bestellte. Vor einigen Wochen wurde die hafte Opposition gegen die Wiederwahl Dr. Cafparis erhebt sich wenn es ihr dann gelungen war, einige Herren zu angeln, zog man 66 Jahre alte Näherin Hedwig Hermann nach der Charité gein die Pension. Dort nötigte Tante Steinmaus mich bei Gelagen, 3 B. auch in der deuschnationolen Fraktion. Ein Teil der Fraktion immer mit zahlungsfähigen Herren ins Nebenzimmer zu gehen und schafft, weil sie nach dem Attest eines Arztes einer Grenzstation ist der Ansicht, daß Dr. Caspari in seiner Geschäftsführung angeb: mich gefällig zu erweisen. Als ich dieses Leben nicht mehr aushalten an Lepra ertrantt fei. Die flinische Beobachtung hat jetzt ergeben, lich viel zu sehr auf die Linke Rücksicht genommen habe. Es soll tonnte, lief ich eines Tages weg. Aber schon am nächsten Tage klopfte daß zweifelsohne ein Fall von Lepra- Erkrankung nicht vorliegt. die Absicht bestehen, entweder den deutschnationalen Stadtverord es in meinem Hotel an der Tür und Frau Steinmaus erschien mit Die ahnärztliche Versorgung der Kaffenmitglieder wird durch neten. Prof. Dr. von der Borgh zum Stadtverordnetenvorsteher einem ihr befreundeten Kriminalbeamten. Die beiden sagten, ich be- den am 1. Dezember eingetretenen vertraglofen Zustand zwischen vorzuschlagen oder aber die Zustimmung zur Wahl Dr. Cajparis täme mindestens zwei Jahre Zuchthaus, weil ich die Sachen unter- Aerzten und Krankenkassen vorläufig nicht betroffen. Die ven Bedingungen abhängig zu machen, die die Deutsche Boltspartei schlagen hätte. Auf den Knien bat ich, mich nicht anzuzeigen. Frau Krantenlassenmitglieder fönnen infolgebefien sich wie bisher ohne schwerlich würde erfüllen können. Jedenfalls haben die Deutsch- Steinmaus nahm mich wieder nach Hause mit. Bald darauf lernte Barzahlung zahnärztlich behandeln lassen. nationelen zur Beratung dieser Frage eigens eine Fraktionsfizung in diesen Tagen angelegt. Man tann also mit Recht behaupten, daß der Ausgang der Stabtoerordnetenvorsteherwahl in diesem Jahre zunächst noch vollkommen ungewiß bleibt. Frostwetter und Preisgestaltung. Seit den Weihnachtsfeiertagen ist bekanntlich auf dem Berainer Lebensmittelmarkt eine Preissteigerung eingetreten, die sich bis jetzt mit geringen Schavankungen erhalten hatte. Im neuen Jahre dürfte sich diese Herauffegung der Preise für Fleisch, Geflügel, Räucherwaren, Sped, sette usw. allerdings nicht durchseßen tönnen, da die zuständigen Behörden alle Vorbereitungen getroffen haben, unt die zum Teil ganz unberechtigten Breisfestsetzungen zu torrigieren. # ich in Alt- Bayern den Juwelier St. fennen, der im Laufe des Ge- Die Zentralfüche der städtischen Bolfsipeifung in der Tresdow sprächs ein wertvolles Brillantenarmband vorzeigte. Ich nahm St. straße, in der täglich für zirka 30 000 Menschen das Mittagessen herin die Pension mit, wo er eine Flasche Malaga bestellte, und sagte straße, in der täglich für zirka 30 000 Menschen das Mittagessen hergestellt wird, muß, um den täglich wachsenden Anforderungen zu ihm nun, er müsse das schöne Armband auch einmal der Tante zeigen. genügen, erweitert werden. Zu diesem Zwecke ist es notwendig, Als Frau Steinmaus es jah, leuchteten ihre Augen und sie fagte: die Speisung, die für zirfa 1000 Personen dort stattfindet. zu Kinder, Ihr müßt noch einen Liför trinken." Ich sah, daß sie aus verlegen. Der große Eaal der Bögo w Brauerei Prenz einer fleinen Flasche etwas in das Glas des Gaftes lauer Berg wird für diese 3wede am Montag, den 7. Januar, träufelte. Dieser wurde nach einigen Minuten schläfrig. Hierauf schichte sie mich nach der Küche zum Effen, tam turz darauf auch eröffnet. Am gleichen Tage wird eine weitere Boltsspeif ausgabestelle im Lagesrestaurant des Lehrervereinshauses, selbst nach und hatte in ihrer Schürze das Armband, eine Brosche, Alexanderstraße 41, eröffnet. Hiermit ist einem dringenden BeRinge und Goldstücke. Die Angeflagte Steinmaus bestritt diese Darstellung, fie will weder St. etwas eingegeben haben, noch den Dieb- dürfnis nach einer großen Boltsspeisung in dieser Gegend Rechnung stahl verübt haben. Im Gegenteil behauptet fie, daß die Hallwachs, die unter den Sittendirnen den Namen Hamburger Peppi" führt, mit den Schmucksachen, die sie dem Juwelier im Schlaf abgenommen hatte, zu ihr in die Küche gekommen sei. Das Gericht war jedoch der Meinung, daß beide Angeflagte an dem Diebstahl beteiligt waren. Die erfannten Strafen seien durchaus angebracht, und das Gericht verwarf daher die Berufung beider Angeklagten. Frau Steinmaus erhielt aber sechs Monate und drei Wochen auf die Untersuchungshaft angerechnet. Salb Mann halb Weib. getragen. Feuer in einem Geschäftshause. Am Donnerstag nachmittag fam im Zentrum in Alt- Berlin, Spandauer Straße 78, an der Heidereutergasse Feuer aus, das bei Ankunft der Züge 4 und 17 schon eine folche Ausdehnung erlangt hatte, daß fofort mit mehreren Schlauchleitungen von Motorsprigen vorgegangen werden mußte. Es brannten dort die Bodenräume des großen Geschäftshauses mit der Dachkonstruktion. Der Dachst uh! stand bald an mehreren Stellen in Flammen, so daß nicht unerheblicher Schaden entstanden ist, der leider nur zum Teil versichert sein soll. Erst nach mehrstündiger Wie wir hören, ist cine vorübergehende Teuerung für Gemüse, Kohl und Kartoffeln forvie für lebende Fische nicht unterechtigt, de das starte Frostwetter ein Oeffnen der Mieten per hindert und da der Transport empfindlicher Ware und lebender Fische erhöhte Vorsichtsmaßnahmen und damit auch erhöhte Untoften notwendig machte. Dagegen ist die Preissteigerung für andere Boren zum allergrößten Teil ungerecht Gin intereffanter Fall beschäftigte gestern das Schöffengericht Tätigkeit konnte die Wehr wieder abrüden. fertigt, und das Landespolizeiamt in Berbindung mit der Bucher. polizei hat die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet, um den Han- Berlin- Mitte. In Männerfleidern wurde aus der Untersuchungshaft Bei lebendigem Leibe begraben. bel zu veranlaffen, Preisfestjehungen dorzunehmen, die den ge- die Dentistin und Pflegerin Dora Hiefe vorgeführt, um sich wegen Seit dem 10. Dezember 1923 wurde in Rheine der fünfgebenen Berhältnissen entsprechen. Besonders die Herobjegung der Unterschlagung und Diebstahl zu verantworten. Die Angeflagte Kehlenpreise, die für die Produzenten eine Berbilligung ihrer Un zeigte in ihrer äußeren Erscheinung sowohl die Körper und zehnjährige Lehrling Berthold Falt vermißt. Jezt endlich ist es fosten bedeutet, soll in fürzester Zeit im Kleinhandelspreis zum Gesichtsbildung eines Mannes als auch einer den Nachforschungen der Kriminalpolizei gelungen, Licht in die Ausdruck kommen. Auch der Abbau der Löhne, der in den letzten Frau, denn es handelte sich nach den Feststellungen von Med.- Rat dunkle Affäre zu bringen, die sich als eine entsegliche MordEin sechzehnjähriger Schlofferlehrling Deiters Wochen an vielen Stellen eingetreten ist, muß bei der Kalkulation Dr. Thiele um einen Zwitter. Als die Angeflagte festgenomment at herausstellt. berücksichtigt werden. Tatsächlich hat sich der Druck der Behörden wurde, war sie in Männerkleidung, aber die Untersuchung ließ fie und ein achtzehnjähriger Krause aus Rheine haben den jungen auf dem Fleischmarkt bereits wohltätig bemerkbar gemacht. Die im Gefängnis als Frau erscheinen, so daß man sie in der Frauen Golf in einen Garten gelockt, überfallen und halbtot geschlagen. Preise für Fleischwaren aller Art sind gestern zurüdgegangen und abteilung unterbrachte. Auf Grund eines Gutachtens von San.- Rat man erwartet, daß der nächste Biehmartt einen weiteren Ab- Dr. Magnus Hirschfeld wurde ihr aber gestattet. Männerkleidung fchlag bringen wird. Bucherpolizei und Breisprüfungsstelle wieder anzulegen. So erschien fie auch vor Gericht in Rod, Hofe, haben übrigens gestern in gemeinsamen Verhandlungen mit den Kragen und gescheiteltem Haar. Die bzw. der Angeklagte war als Bertretern des Nahrungsmittelgroßhandels die Aufi läge er Bflegerin in den Irrenanstalten in Buch und Daildorf beschäftigt neut herabgesetzt. Es wurden u. a. folgende Säge be- gewesen. Hier hatte sie den 3rren die Gebisse aus dem schlossen: Für Mühlenfabrikate 14 ftct 19 Proz, für Mehl und Munde genommen und die Goldteile entfernt. Buder 12 ftatt 19 Proz.. für ausländische Hülsenfrüchte 16 statt Ebenso hatte sie Bekannten Goldfachen, die sie reparieren laffen 22 Proz.. für Gewürze 25 ftatt 33% Broz., für Kaffee, Tee und wollte, abgeschwindelt. Den Erlös hatte sie für ihre kostspieligen Katas 25 statt 30 Broz., für Butter 13 stat 16 Proz., für Mar- Frauenfreundschaften verwendet. Wegen Bergehen der gleichen Art gavine 13 statt 16 Broz., für Käse 10 ftatt 16 Proz., für Original- ist sie bereits vorbestraft. Gerichtsarzt Med.- Rat Dr. Thiele be Ein Stüd von Digmuiden. Nach einer Meldung des„ Echo schmalz 12 statt 17 Pro3., für Sped 18 statt 25 Broz, für Corned- zeichnete ihre unglüdliche Körpertonstitution als den physischen Schlüssel für ihre briminellen de Paris aus Toulon ist am Mittwochabend ein Funtipruch der Beaf 14 statt 21 Proz. Handlungen. Aus dem Elternhause sei sie, da man fein Ver- Seepräfeftur von Biserta aufgenommen worden, demzufolge am ständnis für ihre Beranlagung hatte, verstoßen worden. Das Geld Mittwoch im Meere ein Bensintant gefunden wurde, habe sie für ihre weiblichen Neigungen verbraucht. Jeder Ge- auf dem mit Bleistift mehrere Eäge aufgezeichnet waren. fchlechtstrieb präge sich auch physisch aus. Ihr förnerliches Leiden Tant dürfte von der berloren gegangenen Digmuiten herrühren. bebinge geistige Minderwertiofeit und abnorme Willensschwäche. Der Berichterstatter gibt dieie Nachricht mit allem Vorbehalt wieder. Das Zwittertum hat einen großen Einfluß auf die Geistesverfassung. Nach einer Melbung aus Tunis bestätigt die Admiralität diese NachEs handelt sich um ein absolut frankhaftes Wesen. Während der Amtsanwalt 4% Monate Gefängnis beantrante, bat Dr. Laserstein mit Rücksicht auf das Gutachten von Dr. Thiele um eine mildere Beurteilung. Das Urteil lautete auf drei Monate Gefängnis. Tante Steinmaus und die Hamburger Peppi". Vorgänge in einem Kuppelquartier. Tann stedten sie den Schwerverletzten in ein vorher ausgehobenes Erblod) und begruben ihn bei lebendigem Beibe, so daß Falt erstidte. Nach einigen Tagen ging Krause an das Grab, um dem Getöteten ein Stück des linten Fußes cbzuhacken. Lieses Leichenstüd brachten die Berbreder ben Eltern Falls zu Gesicht, um Erpressungen auszuüben. Sie forderten eine große Summe Geides und drohten, im Weigerungsfalle mit dem jungen Falt ebenso zu verfahren, wie es ber abgeschnittene Fuß erkennen ließ, während in Wahrheit der junge Falt längst getötet wor. Die Verbrecher zeigten bei ihrer Bernehmung feine Spur von Reue. richt. Ter Das berüchtigte Kuppelquartier der Pension Steinmaus in der Seydelstraße beschäftigte gestern von neuem in der Berufungsverhandlung die 3. Strafkammer des Landgerichts I unter Borsik von Das Wetter im Reich. In Köln ist auf das Frostwetter, das Landgerichtsdirektor Maridymer. Angeklagt megen gemeinschaftlichen über Neujahr angehalten hatte, in der tegen Nacht Lauweiter einDiebstahls waren die jezt 21jährige Johanna Hallwachs und Frau getreten, das auf den Straßen starte Glätte verursacht hat. Die Ida Steinmaus. Der Fall hat bereits im Sommer das Schöffendurch den Frost und den starken Schneefall hervorgerufenen Stögericht Berlin- Mitte beschäftigt und erhebliches Aufsehen erregt, da Geringe Ermäßigung der Brikettpreise. rungen auf den Telegraphen- und Fernsprechlinien find wieder bedas Treiben gewiffer Kuppelquartiere ans Tageslicht gefördert wurde. Die Brikettpreise werden mit Wirkung vom 4. d. M. um hoben. Während in Eberfeld in ten Abendstunden des Mittwoch Johanna Hallwachs ist ein junges, sehr hübsches Mädchen und fünf Pfennige je 8entner ermäßigt. fie betragen für ziemlid) milbes Wetter herrschte und später Tauwetter eintrat, ist stammt nach ihren Angaben aus Hamburg; ihr Water soll Oberzoll- Müchen- und Dienbrand bei Selbstabholung 1,68, bei Abwerfen im Laufe der Nacht wieder starter Frost eingetreten, so daß sich in jekretär sein. Im Februar 1922 ist sie aus dem Elternhause ent- auf den of 1.77 und bei Lieferung frei Grögeidok oder Keller der frühen Morgenstunden startes Glatteis gebildet hatte. Begen wichen, weil sie nicht einen ihr von den Eltern zugedachten sehr 1,79 M. Die Ermäßigung hält sich nur in engen Grenzen, da Schneeverwehungen ist nach Mitteilungen der Reichsbahn reichen, aber ültlichen Amerikaner heiraten wollte und weil sie den das Braunkohlenigndikat die Preise für Berlin nur um 5 Bros. Direktion der gesamte Zugverfehr auf folgenden Streden eingestellt Drang zum Film hatte. So tam fie nach Berlin mit 700 M. in der Gerabgefeßt bat und andererseits die Frachten, durch welche der worden: Reisicht- Hannau- Goldberg, Schweibniz- Roberwitz, HeiTasche. Zunächst toohnte jie in einem Hotel am Spittelmarkt, mußte Breis für Briketts frei Berlin mit 60 Broz. belastet wird. eine dersdorf- Strehlen, Neiße- Grottfau, Grottfau- Strehlen, Großdort aber nach einer Woche ausziehen. Der Bortier empfahl ihr die Senfung nicht erfahren haben. Die Kotspreise für Rüben graben- Neumittelwalde. Pension Steinmaus, Gendelstraße 7, und eine gefällige Frau brachte und Dienbrand sind bei einer Ermäßigung von etwa 8 Bros. auf sie dorthin. Hier wurde das gut aussehende junge Mäd- 12,91 bei Selbstabholung vom Lager und auf 3,04 m. bei Lieferung dhen mit offenen Armen aufgenommen; was sich dann frei Erdgeschoß oder eller fefigefekt werden. in der Pension abspielte, bildete den Gegenstand der gegenwärtigen Bei einem Schäferständchen in der Pension wurde ein Anklage. Zu der Tragödie in der Memeler Straße wird mitgeteilt, daß Schweizer Juwelier St. ausgeplündert. Die Anflage wurde darauf der Drogist August Barnide von Kriminalfommissar Qucos eingehend hin gegen beide Frauen erhoben, und das Schöffengericht hatte die verhört und dann wegen Totlchlags dem Untersuchunasrichter Hallwachs zu zehn Monaten Gefängnis, Frau Steinmaus, die vorgeführt wird. Barnide betrieb in dem Hause, in dem die Familie wegen Diebstahls und Ruppelet schon ein erheb wohnt, ein Drogengeschäft für feinen Bater. Dieser glaubte, daß er liches Strafregister aufzuweisen hatte, zu drei Jahren es nicht ordentlich führe und hatte deshalb wiederholt 3wift mit Gefängnis verurteilt. Gegen das Urteil hatte Rechtsanwalt Dr. Mar feinem Sohne Schon vor Neujahr verlangte er von ihm eine InKantorowicz und Dr. Kremm Berufung eingelegt. Ueber die Vor- Dentur. Der Sohn wich aber immer wieder aus. Als er nun gänge in der Pension Steinmaus machte Johanna Hallwachs folgende vorgestern abend von einem Bummel heimfehrte, gab es wieder eine Angaben: Da ich ohne Gepäck war, vertraute ich mich der Steinmaus Auseinandersehung. Der alte Mann, der sehr nervös war, schlug Auber Fentenmark werden auch andere wertbeständige Zahiangsmiitel angenommen i = Wertbeständige Aus der Partei. Eine Funffionartonferenz für Plauen nahm mit 195 gegen 50 Stimmen eine Resolution an, die sich scharf gegen den Artikel des Genoffen Dittmann in der Weihnachtsnummer des„ Borwärts" ausspricht. Als Kandidaten zum Reichstag wurden die Genoffen Graupe und Baul Levi gewählt, letzterer fiegte über den Genossen Jädel mit 110 gegen 100 Stimmen. Bei der Aufstellung der Landtagskandidaten wurden die bisherigen Mandatsinhaber, die Genossen Schurig und Schnirch, durch die Genossen Fritsch und Hartsch erfekt. Die Abstimmung ergab hier 112 gegen 111 Stimmen. Preussische Staats- Lotterie Unwiderruflich 100 000 Lose$ 8000 Gewinne zusammen 450000 Dollar 1890000 18. u. 19. Januar GoldZiehung Im Dienstgebäude der Preuß. General- Lotterie- Direktion Ganze Lose 42.- Rentenmark Halbe Lose 21.- Rentenmark Finitel Lose 8.40 Rentenmark Zekniel Lose 4.20 Rentenmark Zehn Zehntel Lose sonder 42 aus verschled. Tausenden Porto besonders Anleihe= darunter Rentenmark mark 1 mal 50000 Dollar-210000 1 mal 30000 Dollar- 126000 Renten = = mark Renten84000 mark 84000 mark RentenRenten1 mal 20000 Dollar= 2 mal 10000 Dollar= 5000 Dollar= 105000 Preussische General- Lotterie- Direktion Berlin W 8, Markgrafenstr. 39 5 mal mark Lose zu haben bei allen staatlichen Lotterie- Einnehmern mark Natur- Eisbahn, Rummelsburger See" Schönste u. größte Eisbahn Berlins Täglich Konzert Eintritt: Erwachsene: Wochentags 25 Pf. Sonntags 50 Kinder: Wochentags vorm. frei! nachm. 10 Pf. Sonntags 25 Pf. Sonntag: Großes Brillant- Feuerwerk Falken Sieg zu Weihnachten! Einer fagt es dem andern: Fallen- Sholo aden find die besten! Schokoladen Gerson Wechselmann, Großhandlung, Berlin W.. Linkstr. 20. 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Die Hammerbrotmer?-; A.-G., welche dem dortigen Konsumverein nahefteht, beschäftigt rund 1700 Personen und beliefert zirka 25 Broz. der Wiener Bevölkerung, dazu kommen eine Reihe fleinerer Fabriken. nur nis. In Wien gibt es zurzeit 632 Kleinbetriebe, die zum Teil jedoch das Weißfleingebäd herstellen. " Eine andere Zuschrift zu dem von uns gebrachten Artifel erhebt den schweren Borwurf, daß wir mit der Befürwortung der Nochtarbeit in den Bäckerei groß betrieben nur um diese han Ueber die Wirtschaftslage im Dezember des abgelaufenen Jahres berichten die preußischen Handelstammern an delt es sich dem Großfapital Dienste feisten wollen, das die das Handelsministerium zuversichtlicher als in den vergangenen Arbeiter Tag und Nacht ausbeuten wolle. Alle Gründe, die für Monaten. Die Wirtschaftslage läßt nach diesen Meldungen gegenIn Berlin besteht nahezu das umgefehrte Berhält das teure Brot angegeben werden, feien fauler Zauber, der über dem vollkommenen Liefstand des Bormonats eine leichte Broz. Besserung ertennen. Die Stabilisierung des Martturies, bie is. Hier werden faum 40 roz. des Brotbedarfs in Großbe Grund liege wo anders. Die Zuschrift enthält anstatt fachlicher Kriti? Herausgabe genügender Mengen wertbeständiger Zahlungsmittel trieben und 60 Proz. in Kleinbetrieben hergestellt. Die größten soviel ungerech'e Vorwürfe, daß man sich eigentlich nicht mit ihr und der fast überall vollzogene liebergang zur Goldmarfrechnung Betriebe sind hier der Konsum. und der Beamtenwirtschaftsverein. befaffen sollte, stammte sie nicht von einem Barteigenossen, der selbst haben eine genaue Kalkulation erzwungen(?) und damit in das Das Feld beherrschen hier die rund 4000 Kleinbetriebe. Bäckermeister ist, und der nicht erkennen will, daß die Verbilli. genze Geschäftsleben wieber größere Solidität und Ord. Die Berdrängung der Kleinbetriebe in Bien erfolgte, weil das gung des wichtigsten Nahrungsmittels bas brinnung gebracht und auch dem Lohnwesen seine unruhige Gestaltung Fabrikbrot in der Qualität besser war. Ein Breisunterschied be- gendste Gebot für die hungernden breiten Massen ist. Wenn genommen. Vermehrie Arbeitsleistung auf fast allen Gebieten hat steht zurzeit nicht, da der Brotpreis von den Produzenten in Ver- bie Massen aber heute hunger leiden und mir heute von Ge zur Senkung der Preise beigetragen, so daß auch das Auslends. bindung mit der Preisprüfungsstelle festgesetzt wird. Gemessen an offenschaften das Mittel hören, wie man für den Preis eines Brotes geschäft sich etwas bessern fonnte. In der Landwirtschaft ist die Scheu nach Abführung von Getreide und Schlachtvich über den Berliner Verhältnissen ist jedoch das Brot in Wien nicht ein und ein Drittel Brot bekommen fönne, so können wir nicht wunden, was neben der Goldmarkrechnung dem cuf der Land- nur besser, sondern auch billiger. Dies hat seine Ursachen nicht warten, bis der 3utunftsstaat tommt und uns darüber Tauwirtschaft lastenden Steuerdruk zuzuschreiben ist, der zu weit nur darin, daß die Großbetriebe dominieren, sondern weil diefe fende von Hilflofen sterben, die noch zu retten find. Wir erwähnen gehenden Berkäufen zwang. Auch im bejegten Gebiet ist in Wien neben der Bäderei auch einen Mühlenbetrieb be- die Zuschrift nur deshalb, weil sie den Mangel an Beranta ein langfamer Ridgang der ungeheuren Arbeitslosigkeit figen. Wenn diese auch den ganzen Mehlbedarf nicht deden, jo wortung gegenüber der Gesamtheit und damit jenen Geiſt befestzustellen; doch sieht es noch dahin, ob die Micum- Berträge mit body einen erheblichen Teil desselben. Die Mehlhändler, welche fich fundet, der oft genug dazu führt, den„ Borwärts" und die Parteiihren außerordentlichen Lasten eine volle Ingongbringung der in Berlin zwischen die Mühle und die Bäckerei einschieben, scheiden führer als„ Berräter" zu bezeichnen, weil die harten Gebote der Wirtschaft ermöglichen werden. Ueberall zeigt sich die Abhängig bort ganz aus. Dies wirkt naturgemäß nicht nur verbilligend, son- Wirklichkeit mat gerade nicht mit dem bequemen Schlagfeit der Privatwirtschaft von dem Staatsganzen. Geling es, die dern erwirft auch eine schnellere Berarbeitung des Mehles. Das wort und bem privaten Interesse einzelner Berufsgruppen über-. Einnahmen der öffentlichen and so zu steigern und ihre Ausgaben so zu vermindern, daß die Etats, insbesondere der Mehl wird der Spekulation entzogen. Reichsetat, balanciert werden fann, so besteht Hoffnung, über die schwerste Krise die unser Baterland seit dem Winter 1918/19 durch macht, hinwegzukommen Ueber die Wiederaufnahme der Arbeit im Ruhr gebiet wird u. a. berichtet: Die Bechen fonnten auch clsbald mit der Förderung beginnen und die Rotserzeugung sowie den Berfand an Kohlen und Kots aufnehmen. Die Hüttenwerte mußten begegen zunächst sogenannte Paßformulare druffen lassen, die zur Zollfontrolle den Frachtbriefen beizufügen find. einstimmen. Es liegt deshalb im Interesse der gesamten Bevölkerung, wenn Die Großhandelspreise steigen wieder. die Brotversorgung Berlins recht balb auf eine moderne, techDie auf den Stichtag des 2. Januar berechnete Großhandelsnis und hygienisch einwandfreie Grundlage geinderziffer des Statistischen Reichsamts( 1913-100) stellt wird. Wenn die Bevölkerung sich in größerem Umfange als ist gegenüber dem Stande vom 27. Dezember( 120) um 2 Broz. auf bisher über die Herstellungsart ihres Hauptnahrungsmittels unter 122,4 gestiegen, und zwar wurde die Herablegung der Kohlenrichten würde, würde sie sich restlos für die hygienisch einwandfreie preise durch die Steigerung namentlich der Getreidepreife Herstellung im Großbetriebe entscheiden. mehr als ausgeglichen. Bon den Hauptgruppen stiegen die Lebensmittel im Großhandel um 5 Proz. auf 1088, davon die Gruppe Getreide und Kartoffeln um 9,4 Bros. auf 85,4, wogegen die Industrie stoffe um 2 Broz. auf 147,9, davon die Gruppe Kohle und Eifen um 3 Proz. auf 147,1 nachgaben. Das Breisniveau der Einfuhr waren blieb mit 158 nahezu 2,5 Broz. auf 115,3. unverändert, dasjenige der Inlandswaren hob sich um ༡༠6.m # Neue Großbädereien in Verbindung mit Mühlen üßten errichtet werden. Hier bietet sich dem Privat. tapital ein weites Betätigungsfeld, bei dem es nicht nur auf seine Resten tommen würde, sondern auch fegensreich für die Bevölle. rung wirfen fönnte. Sollte der Konsumverein den Weg beschreiten, den man in Wien gegangen ist, und feine Bäckerei von der Genossenschaft loslösen und ihr eine andere Rechtsform geben, welche es ermöglicht, das Brot nicht nur an ihre Mitglieder, son- der Großhandelsinderziffer gegenüber November um 9,2 Proz. auf Im Monatsdurchschnitt Dezember ist der Goldstand dern frei an jedermann abzugeben, so würde ein wei- 125,2 zurückgegangen. Von den Hauptgruppen fanten die Lebensterer Teil der Bevölkerung beliefert werden förnen, vorausgefeßt, mittel um 14,5 Bro3. auf 1112, die Industriestoffe um 1,1 Proz. auf daß das Nachtbadverbot befeiligt wird. Außerdem dürfte 154,1, ferner bie Inlandswaren um 11.9 Broz. auf 119,3, während es dann nicht schwer sein, Kapital zu beschaffen, um weitere Groß- die Einfuhrwaren um 2,2 Proz. auf 180,3 anzogen. bädereien zu errichten. AL Auf den Dortmunder Werten sind die ersten Hochofen am 19. Dezember angeblasen worden und haben inzwischen die ersten Chargen geliefert. Die meiterverarbeitenden Betriebe fönnen erst nach und nach in Gang tommen, da sie von den Hochofenanlagen als Krafiquelle vielfach abhängig sind und diese nur allmählich in geregelten Betrieb tommen. Der Ber sand der Werke erstreckt sich zurzeit naturgemäß auf die vor handenen Vorräte. Er begegnet den größten Schwierigkeiten. Nach dem die auf den Werken vorhandenen leeren Wagen beladen die Werke verlassen haben, hat sich ein empfindlicher Mangel an Wagen, namentlich an Achträdern und sonstigen Spezialwagen, eingestellt. Trotz aller täglichen dringenden Borstellungen bei der Regie in Effen hat eine bessere Wagengestellung nicht herbeigeführt werden fönnen, so daß man schon jetzt von einem Stoden des Bersandes sprechen kann. Sodann begegnet man bei den Zollübergangsstationen Schwierigkeiten. Die Zollstation Scharnhorst ver langt 8. B., daß die Wagen in der Reihenfolge bort eintreffen, in Richtpreise in Berlin im Nahrungsmittel- Großhandel der die sie begleitenden Baßformulare numeriert sind. Diese Forbe und im Verkehr mit dem Einzelhandel in Originalpackung rung zu erfüllen, ist für jedes Wert im Hinblid auf das not. vom Donnerstag, den 3. Jannar wendige Auseinanderrangieren der Züge auf ihren Uebergangs- offiziell festgestellt durch den Landesverband Berlin und Brandenburg des bahnhöfen ein Ding der Unmöglichkeit. Auch ist es vorgekommen, Reichsverbandes, des Deutschen Nahrungsmittel- Großhandels E. V. Berlin. daß die Baßformulare bei Ankunft der Wagen auf der Zollstation Die Preise verstehen sich in Gold- M. für 50 kg in Originalpackung ab Lager Berlin. bei den Begleitpapieren fehlten. Sehr störend für die Werte ist Gerstengrütze, lose. 20,10-20,65 Kümmel, holländischer. 153,50 ferner das Bestehen der vielen Zollstationen. Die Formalitäten sind für das 2bfertigungswefen der Werte außerordentlich hinderlich. Bon deutscher Seite gemachte Borschläge auf Erleichterung und Bereinfachung der Zoüabfertigung find bislang erfolglos geblieben. In den zuständigen Kreisen ist man der lleberzeugung, daß wenn nicht Erleichterungen in den Fracht und Zollabfertigungswesen von der Micum und der Regie geschaffen werden, die Anschlußbahnhöfe und 3oII tationen verstopft sein werden, sobald der Bersand der Werte in einigermaßen größerem Umfange einfegt. Wie fann die Brofversorgung verbilligt werden? Genosse Stadtrat Schüning sendet uns dazu folgende bemerkenswerten Ausführungen: Man kann sicher ohne Uebertreibung die Behauptung auf stellen, daß die Brotversorgung Berlins in jeder Beziehung fehr viel zu wünschen übrig läßt. Die hier obwaltende rüdständige Produktionsmethode belastet die Bevölkerung nicht nur fie nanziell, sondern zwingt sie auch vielfach als Hauptnahrungsmitiel ein minderwertiges Brot zu konsumieren. Der Berliner Magistrat hat einer Einladung des öster reichischen Gesandten folgend, eine Delegation nach Wien gesandt, um die Brotversorgung Wiens an Ort und Stelle fennen zu lernen. Das Resultat ist furz folgendes: Bien mit seinen 1,8 Millionen Einwohnern wird zu 90 Broz mit Brot versorgt, das in Großbetrieben hergestellt wird. Das Ernährungsamt der Stadt Berlin wird diefer AnHafergrütze, lose..... Maisgrieb Maispuder, lose Ro genmehl 0/1 Weizengries Hartgrieß weizen- Auszugmehi Speiseerbsen, Viktoria Speiseerbsen, kleine. 7% Weizenmehl 16, 5-18,8 Röstkaffee Brasil 115,30 Gerstengraupen, lose 20,10-20,65 Kassia Vera Haferflocken, lose 253,90 .... 20,45-21,00 Nelken Zanzibar 20,60-21,00 Schwarzer Pfeffer Singap. 114,20 20,65-20,95 Weißer Pfeffer....... 139,00 24,05-24,45 Piment Jamaica. 84,7 16,00 16,35 Kaffee Prime roh..... 196,0 21.10-22,0 178,00 Kaffee Superior 23,00-24,05 254,00 Röstkafee Zentralam... 350,00 21,05 21,95 Malzkaffee, to e..... 26,00 32,60-34,95 Röstgetreide, lose 22,00 27,55-28.30 Ersatzmischung mit 20% 27,75-28,55 Ka fee, gepackt 90,00 32.20 33,15 Kakaopu v. lose, fettarm 170,00 27,75-33,95 Tee in Kisten Souchon. 360,00 34,65-44,40 Inlandszucker basis met. 45,55 44 55-51,70 Inlandszucker Raffinade 47,53 Zucker Würfel....... 48,55 Kunsthonig 52,30 Marmelade Einfr. Erdb. 108,0 Marmelade Vierfrucht Siedesalz in Säcken Steinsalz in Säcken... Siedesalz in Packung Bohnen, weiße, Perl Langbohnen. handveries. Linsen, kleine Linsen, mitte! Linsen, große ..... 22,50 Kartoffe mehl Makkaroni, lose. Schnittnudein, lose. Burma II unglasiert 42,20 27,85 22,00 29,70 18,70 Siam Patna i glasiert.. Grober Bruchreis. Reisgries u.-mehl, lose 14,25 Rinnäpfel, amerik. extra choice 116,73 Getr Aprikosen, cal.fancy 143,10 Getr. Pfirsiche, cal extra choice. ........... 163,90 54,0 Getr. Birnen, ca. fancy 122,30 Getr. Pflaumen, | Korinthen in Kist. choice 88,50 Rosinen in Kisten 72,20 104,25 103,70 Sultaninen in Kisien.. Mandeln, bittere Bari. Mandeln, süße Avola.. 161,30 Kaneel 190,40 1 11111 schaftsminister wird den Reichseisenbahnrat noch in diesem Monat Bevorstehende Herabsehung der Gütertarife. Der Reichswirt einberufen, um ihn über Art und Umfang einer etwaigen Er. mäßigung der Eisenbahngütertarife gutachtlich zu logen werden zurzeit im Reichsverkehrsministerium vorbereitet. hören. Die für das Gutachten erforderlichen Borlagen und UnterZunahme des Hamburger Schiffsverkehrs. Im Hamburger Hafen find im Jahre 1923 17 324 Seeschiffe angefommen, gegen 14 141 im Borjahr; abgegangen sind 17 213 Seeschiffe gegen 14 134. Jusammenschluß im Getreidegroßhandel. Die Getreide- Kom mission und Import- Attiengesellschaft Berlin ist ein Interessen gemeinschaftsverhältnis mit der Banks und Getreidefirma Reinhold Binner und Co., Berlin und Hamburg, eingegangen. Rußlands Getreideegport, der erst in diesem Jahre aufgenom men wurde, hat, gemessen an den Borfriegsjahren, noch teine große Höhe erreicht, ist aber immerhin als ein aussichtsreicher Anfang zu bewerten. In der Zeit vom 15. Oftober bis zum 1. Dezember 1923 wurden, nach den amtlichen Daten der Getreideabteilung der russischen Handelsvertretung in Berlin, 353934 Zonnen Getreide und landwirtschaftliche Produkte im Gesamtwert von 23,3 Millonen Goldrube ausgeführt, und zwar: nach Deutschland 208 169 Tonnen für 12,9 millionen Gobrubel, nach Holland 123 304 Zonnen für 8.5 Millionen Goldrubel und nach 59,20-62.10 Dänemart 15 361 Sonnen für 1,2 Millionen Golbrubel. Außerdem 7,00-7,35 faufte Frankreich zirfa 1000 Tonnen Weizen und 250 Tonnen Rog4,85-5,10 gen, Italien 4000 Tonnen Weizen, und andere Staaten 850 Tonnen 7,70- 8,10 5.40-8,70 Hafer und 1000 Tonnen Roggen. Das nach Deutschland eingeführte Getreide verteilt sich auf die verschiedenen Getreidearten folgendermaßen: Roggen 165 362 Tonnen, Gerste 21 210 Tonnen, Hirse 10 191 Tonnen, afer 8000 Tonnen, Buchweizen 1525 Tonnen, Deltuchen 8000 Tonren und einige Nebenfrüchte. In der Zeit vom 2. Dezember bis 8. Dezember find in den Häfen Hamburg, Emben, Kiel, Rotterdam, Antwerpen und Havre weitere neun Dampfer mit 56 194 Tomen Getreibe aus Rußland eingetroffen. Hiervon entfallen 4 Dampfer auf Rotterdam, auf die übrigen genannten Häfen je einer. Sieben Dampfer waren mit Roggen, zwei mit Weizen beladen. Steinsalz in Packung Bratenschalz in Tierces 86,00 Bratenschmaz in Kübeln 88,00 Purelard in Tierces 84,00 Purelard in Kisten 86,00 Mar arine, Handelsmark. 57,00-61.00 Margarine, Spezialmarke 64,00-75,00 Corned beef 12 6 lbs p. K. 42,00 Speck, gesalzen, fett... 77,00 Quadratkäse 7.1,00 Quarkkase. 80,00 135,00 Tilsiter Käse. haibfett.. 90,00 Tilsiter Käse, vollfett Heutige Umrechnungszahl 1000 Milliarden. A.Wertheim Inventurverkauf Emaillewaren grau, ohne 80129 Schmortöpfering Schmortöpfe mit Ring 105 bis 160 braun wel Gastöpfe m. Deckel, schwer 210 105 Wasserkessel.... 280 bis 4H pro Stick 125 Eimer grau. Nachtgeschirrewel 90PL.80PL Waschschüsseln 2 cm weiß, 80 Pt. Kehrichtschaufeln wein 70 Pf. 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Pland 40 Pl. Ptand 45 Pt. Hirschficisch( Stückenfleisch) Pfund 65 P. Hasen, gestreift Pfund 130 Jugendveranstaltungen. Heute Freitag, den 4. Januar, 7% Uhr: Webbing. Moabit I: Waldenser Str.( Schule). Bortvag: Der Mensch im Altertum." Moabit II: Katholische Schule am Stephanplag. Vortrag: ,, Die Frau und der Sozialismus." Abteilungs- Mitgliederversammlungen. Prenzlauer Berg. Rorbofen 1: Gaule Georgenkirchstr. 2. Nordosten II: Schule Danziger Str. 23. Weißensee: Realgymnasium Boeldpromenade. Often. Osten P.- B.: Schule Edertstr. 16. Kreuzberg. Luisenstadt u. Süben: Badeanstalt Baerwaldstr. 64/65, gemeinsame Mitgliederversammlung. Südost K.- B.: Jugendheim Mariannenufer la. Westen. Schöne Steglig II: Jugendheim Salensee: Gemeindeschule Joachim- Friebrich- Str. 85/36. berg II: Gemeindeschule Frankenstr. 10. Solsteinische Str. 3. Reukölln. Brig: Jugendheim Chauffeestr. 48. Rogatstr. 53. Oberspree. Ablecshot: Jugendheim Bismardstr. 12. Elfenstr. 3. Reukölln II: Jugendheim Treptow: Jugendheim Reinidendorf. Stofenthal: 2otal son frib. Sinbenallee. Pantow. Blankenburg: Gemeindefäule Triftstraße. Buchholz: total son Roffad, Hauptstr. 51. Mitgliederversammlung und Bortrag: ,, Entstehung der Jugendbewegung." Groß- Berliner Parteinachrichten. 4. Kreis Prenzlauer Berg. Freitag, den 4. Januar, 6 Uhr, gemeinsame Sigung der Beamtenwerbeausschüsse der Abteilungen 24-31 Oderberger Str. 57/59( Barteraum links). 6. Areis Kreuzberg: Sonnabend, den 5. Januar, 7 Uhr, bei Molf, Gräfestraße 26, wichtige Sigung der Abteilungsmieterobleute zusammen mit dem Borftand des Bezirksverbandes Kreuzberg des Berliner Mieterbundes. Unbedingtes Erscheinen Pflicht. 36. bt. Heute, Freitag, den 4. Januar: Kommunale Rommission! 7½ Uhr bei Wittschuk Petersburger Str. 5, Gigung und Vorstandswahl.( Alle Mitglieder der Partei in ber Wohlfahrtspflege, Rindersäugkommission und Jugendfürsorge müssen e scheinen.) 77. Abt. Echöneberg. 7% Uhr Funktionärtonferenz bei Jürgens, Barbaroffa ftraße 5a. 125. bt. Belgenfee. 7 Uhr Zimmer 2 Sigung bes engeren Borstandes unb der Fraktion. Die Mitgliederversammlung findet am Mittwoch, den 9. Januar, im Realgymnasium statt. Die Gruppenführer find verpflichtet einzuladen. Jungsozialisten Schöneberg. 8 Uhr im Kinderhort, Feurigftr. 35, Vortrag des Genoffen Hänfelet: Altertum Griechenlands." Morgen, Sonnabend, den 5. Januar: 5. Abt. 7 Uhr Funktionärkonferenz bei Sabier, Georgenkirchstr. 36. 8. Abt. 7 Uhr Vorstandssigung bei Thannheuser, Steinmegstr. 44 v. 1. St., Stellungnahme zu den Neuwahlen. 37. Abt. 6% Uhr Funktionärsigung beim Genoffen Krause, Rochhann ftraße 12, Quergb. 3 Tr. Charlottenburg. 52. Abt. 8 Uhr Funktionärsizung im Lokal Bade, Raiserin Augufta- Allee 52. Rein Trinkzwang. 54. Abt. 8 Uhr im Jugendheim Funktionärsigung. Alle Funktionäre müssen erscheinen. 86. Abt. Mariendorf. 7% Uhr Funktionärsigung im Zimmer 26. 99. Abt. Brig. 7 Uhr Funktionärsigung an bekannter Stelle. 119. Abt. Sichtenberg. 7 Uhr Funktionär konferenz bei Giefe, Möllendorf, Ede Rittergutstraße. 141. Abt. Rosenthal. 7 Uhr beim Gen. Stahl, Bittoriaftr. 23, Funktionär. fizung. Inventur+ Jandorfs dusverkauf bietet in diesem Jahre etwas ganz außergewöhnliches Batist mercerisiert, viele Farben Meter 0.85| Taschentücher Schürzen- Kreton 0.98 bedruckt, sa: infert..... Schürzenstoff brett, gestrelit, gute Qualität.. .Meter ca. 115 em 1.45 Meter Voll- Voile großes Farben- 1.50 sortiment... Meter Flausch- Ratine Baumwo le für Morgenröcke, in vielen Farben.Meter Foulard hübsche Kieldermuster zum Aussuchen..... Mengen- Abgabe vorbehalten Suben handt" cher Jacquard, Halbleinen....... Küchenhandtücher Reinleinen, gesäumt Knaben- Schürzen verschiedene Längen..... 1.85 Damen- Schürzen Wiener Form, hübsche Muster.... Damen- Schürzen für 5.95 Blusenschoner Damen, 495 0.18 retne Wolle, moderne Farben.... 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