Str. 11 41.Jahrgang Ausgabe A nr. 6 Bezugspreis: Bom 6.- 12. Januar 1 Billion oder 1 Goldmark voraus zahlbar. Unter Kreuzband vom 6-12. Januar für Deutschland, Danzig, Saar- u. Memeigebiet, Desterreich, Litauen, Lugemburg 1,35 Goldmart, für das übrige Ausland 1,60 Goldmart. Kreuzbandsendungen nur gegen wertbeständige Zahlung. Postbezugspreis freibleibend. Der Borwärts" mit der Gonntags. bellage Bolt und Zeit" u.„ Siedlung und Kleingarten", sowie der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" erscheint woghentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Morgenausgabe Vorwürts Berliner Volksblatt 130 Milliarden Anzeigenpreise: Die einspaltige Nonpareille. zeile 0,70 Goldmart, Reftamezeise 3.50 Goldmart. Kleine Anzeigen" bas fettgedruckte Wort 0.20 Gold mark( zulässig zwei fettgedruckte Sorte). jedes meitere Wort 0.10 Goldmart. Stellengesuche das erite Wort 0,10 Goldmart, jedes weitere Wort 0.05 Goldmart. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. 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Lebendig aber wird auch die Erinnerung daran, daß es revolutionäre Kräfte waren, die zur deutschen war der deutsche Patriot nicht minder polizeiverdächtig als später der Sozialdemokrat. Die Erhebung von 1848 brachte die ersten Ansätze zur Wiederherstellung eines Deutschen Reichs, sie wurden von der Konterrevolution wieder zerschlagen. Die freiheitlich gesinnten Elemente des deutschen Bolles aber gaben die Idee nicht auf, und aus dem Boden der großdeutschen Demokratie entwickelte sich die sozialdemokratische Arbeiterbewegung. Bismarck schuf eine Verbindung zwischen Ideal und Wirklichkeit, indem er der Demokratie einen ein= flußlosen Reichstag des gleichen Wahlrechts konzedierte, die tatsächlche Macht aber auf das hohenzollernsche Kaisertum übertrug. Das Reich wurde aus dem Sieg einer dynastischen Hausmacht. Main3, 7. Januar.( WTB.) C'Edo du Rhin", das offi- ist, daß eine Anzahl von Radikalen, die sich bei den letzten Wahlen siöse Blatt des französischen Oberkommissariats in Coblenz, teilt unter demokratischer Flagge in den Senat eingeschmuggelt hatten, über die Umgruppierung und Verminderung der fran- um dann mit fliegenden Fahnen in das Lager des Nationalen Blocks zöfifchen Besatzungsarmee mit: überzugehen, diesmal nicht wiedergewählt worden sind. Daß die „ Die franzöfifche Rheinarmee wird zurzeit einer Umgruppierung Kommunisten bei mehreren Stichwahlen durch die Enthaltung der unterzogen. Zahlreiche Truppeneinheiten sind im Begriff, zu Fuß Kandidaten der Rechten gegenüber den überzeugten Republikanern oder mit der Eisenbahn in ihre Garnisonen zurüdzutehren, zum Siege verholfen haben, nimmt nach der ganzen Haltung dieser Einigung drängten. In der Zeit der Karlsbader Beschlüsse von denen sie am 9. Januar 1923 zur Besehung des Ruhrgebiets Partei nicht Wunder. Ganz allgemein tann gesagt werden, daß die weggezogen worden waren. Der Kampf hat nunmehr sein Ende Senatswahlen den Führern der Demokraten Recht gegeben haben, erreicht. Die Einstellung des paffiven Widerstandes, die mit den die den Zusammenschluß aller wirklich demokratischen Gruppen mit Industriellen des rheinisch- westfälischen Industriegebiets getroffenen den Sozialisten zu einem Block der Linken als unerläßliche VorausAbkommen, die Wiederaufnahme des Eisenbahnverfehrs gestatten sehung für den Erfolg der Wahlen zur Kammer forderten. Nur in die verminderung der im Ruhrgebiet angesetzten Truppen- geschlossener Kampffront, die von den Sozialisten bis zu den wirklich bestände. Dememäß werden die aus dem Innern des Landes ftam- demokratischen Republikanern reicht, fann im Frühjahr d. 3. die menden Einheiten: die Jäger- und Maschinengewehrbataillone, die Herrschaft des Nationalen Blods gebrochen werden. Infanterie- und Schützenregimenter, Kavalleriebrigaben, Tanks und Maschinengeschüße nach Frankreich zurüdtransportiert. Zufolge der Reorganisation der französischen Rheinarmee bilden Die französische Schuld an Amerika. gewisse bisher im Rheinland stationierte Regimenter zurzeit Teile Paris, 7. Januar.( Eigener Drahthericht). Nach Angaben, der Divisionen im Innern des Landes und werden deshalb ihre die der amerikanische Staatssekretär Mellon auf eine parlamentas derzeitigen Garnisonen verlassen. Das Hauptquar- rische Anfrage im amerikanischen Senat gemacht hat, beträgt die fier der Rheinarmee wird am 12. Januar in Mainz wieder ein- französische Schuld an Amerika 2,9 Milliarden Dollar, zu der noch treffen. an rädständigen ginien 650 Millionen Dollar lommen, sowie der Kaufpreis der von Amerika in Frankreich zurüdgelassenen KriegsDie Lehren der französischen Senatswahlen. vorräte in Höhe von 407 Millionen Dollar. Die Gesamtschuld Paris, 7. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Die ziffernmäßige beläuft sich danach auf 3990 Millionen Dollar, das sind zum Berschiebung durch die am Sonntag erfolgten Erjazwahlen zum gegenwärtigen Kurs 80 Milliarden Frant Senat in der Zusammensetzung der Ersten Kammer des französischen Parlaments ist nur sehr gering und wird in der Bratis überhaupt nicht ins Gewicht fallen. Rechte und nationaler Block haben einige Eige verloren, von denen zwei den Sozialisten zugefallen Paris, 6. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Nach dem offifind, ein Beweis dafür, daß selbst ein auf eine fleine Elite be- ziöfen Kommuniqué soll die Botschafterkonferenz, die am heutigen chränktes Wahlrecht das Bordringen des Sozialismus nicht aufzus Samstagmorgen eine Sigung abgehalten hat, fich lediglich mit der halten vermag. Wenn auch die Wahlen vom Sonntag der politischen Erledigung laufender Angelegenheiten beschäftigt haben. Es besteht Auswertung nur geringe Anhaltspunkte geten und sie insbesondere Grund zur Annahme, daß sich darunter auch die Frage der auf die Stimmung im Lande keine Rückschlüsse zulassen, so laffen alliierten Militärtontrolle über Deutschland befunden fich doch andererseits sehr wertvolle Lehren aus ihnen ziehen. Es hat sich in erster Linie gezeigt, daß überall da, wo Sozialisten und entschiedene Bürgerliche sich im Kampf gegen den nationalen Bled zusammenfanden, den Kandidaten der Linken der Sieg beschieden war; daß dagegen in Wahlkreisen, wo der eine oder andere Partner aus doftrinären Bedenken ein Zusammengehen ablehnen zu müssen glaubte, die Reaktion leichtes Spiel hatte. Nicht minder interessant Fort mit dem Ausnahmezustand! Die Militärkontrolle. hat. Die Botschafterkonferenz ist damit durch einen Bericht des Generals Nollet befaßt worden, der der deutschen Regierung zum Borwurf macht, daß sie bisher feinerlei Anstalten getroffen habe, den ihr in der Note der Botschafterkonferenz vom 18. November auferlegten Verpflichtungen nachzukommen. Nach der Mitteilung eines Morgenblattes soll über diese Frage bereits seit einigen Tagen zwischen London und Paris ein Meinungsaustausch im Gange sein. Reichspräsident Ebert an Bayern. Diese Bismardsche Improvisation ist im Kriege entstan= den, sie ist aber im ersten Krieg danach wieder zusammengebrochen. Sie hat ihre weltgeschichtliche Probe nicht bes standen. Das muß ausgesprochen werden in dem Augenblic, in dem die bayerische Regierung nach der Rückkehr zur Bismardschen Verfassung ruft. Mit der Dolchstoß- Legende tommt man gegen diese Feststellung nicht auf. Denn wäre der Panzer feft gewesen, dann hätte der angebliche Dolchstoßz eben nicht glüden fönnen. Es muß in diesem Zusammenhang aber auch noch art etwas anderes erinnert werden. Der bayerischen Regierung erscheint bei der Wiederaufrichtung des Bismarckschen Reichsgebäudes als frönender Schlußstein" die Rückkehr des„ ana gestammten Herrscherhauses". Dieses angestammte Herrscherhaus war aber nicht nur in dem gleichen Maß reichsfeindlich wie die übrigen um ihre Kronen besorgten Dynastien, sonbern hatte ihnen darin noch einiges voraus. Für die Verdienste, die es sich an Frankreich gegen Deutschland erworben. hatte, erhielt es von Frankreich die Königskrone, und der Einigung fügte es sich erst, nachdem seine Truppen von Bismards Truppen im Felde geschlagen worden waren. Man mag über Bismard denken, wie man will: daß er gerade vor den Triumphwagen gespannt werden soll, mit dem ein Wittelsbacher zur neuen Krönung auffahren will, hat er am wenigsten verdient. Nicht bei ihnen war die reichs erhaltende Kraft, Die Einigung Deutschlands, selbst in der unvollkommenen Sagt Hieber; aber Gefler sagt Nein! München, 7. Januar.( WIB.) Eine größere Anzahl hervor. Form, wie fie von Bismard vollzogen wurde, war nicht Als der„ Borwärts" vor einiger Zeit erneut eindringlich ragender Persönlichkeiten verschiedener Parteirichtungen und Berufe möglich gewesen, ohne daß ein paar Dynastien ge= die Aufhebung des Ausnahmezustandes, der in Deutschland Barerns, darunter die Professoren Lujo Brentano, Dr. schlagen und einige von ihnen davongejagt wurden. Aber finn- und zwecklos geworden ist, verlangte, meinte das„ Ber- Lersch, die Professoren Kerschensteiner, die Abg. E. Auer, auch dieses geeinte Deutschland ging dann wieder zugrunde liner Tageblatt", es müsse dafür Sorge getragen werden, daß Graf Pestalozzi, Thomas Mann, Bürgermeister von an seinen ihm verbliebenen Dynastien. Welche Figur der die Forderung nach Aufhebung des Ausnahmezustandes feine München Eduard Schmid, haben vor einigen Wochen an den britte und letzte Inhaber des neuen deutschen Kaiserthrons sozialdemokratische Parteisache werde. Auch Reichspräsidenten ein Schreiben gerichtet, in dem sie die Notwendig gemacht hat, darüber braucht kein Wort mehr verloren wer andere als sozialdemokratische Kreise müßten sich für diese feit innerer Einigung und Geschlossenheit betonten. Darauf ist jetzt den wenigstens in diesem Bunft besteht heute mehr oder durchaus berechtigte Forderung einsetzen. Jetzt hat nach einem vom Reichspräsidenten folgende Antwort eingegangen: weniger vollständige Einigkeit. Aber war unter den 21 übri Bericht desselben Tageblattes auf dem schwäbischen Demo- Ich begrüße es mit großer Freude, daß in dieser schwersten gen regierenden Fürsten Deutschlands auch nur ein einziger fratentag der württembergische Staatspräsident Dr. Hieber Zeit unferes Boltes angesehene Männer verschiedener Parteirich- Mann, der die Einsicht und den Mut besessen hätte, diesem in seinem Hauptreferat ebenfalls die Frage des Ausnahme- tungen und Berufe mit warnender Stimme auf die unserem politi Unheil entgegenzutreten? Sie alle faßen warm auf ihrem zustandes gestreift. Ganz im Gegensatz zu den bayerischen schen Leben drohende Gefahr der Zersetzung hingewiesen haben. Ich Thrönlein und dachten nicht an das Wohl des Reiches. Als Politikern trat Hieber warm für die Einheit des ftimme dem Grundgedanken des Schreibens, daß das Bewußtsein der es zu Ende war, liefen sie davon. Reiches ein und lehnte die Forderungen der bayerischen Schidfalsgemeinschaft erhalten und gefördert werden muß, Denkschrift auf Revision der Weimarer Berfassung deutlich in voller Ueberzeugung zu. Die Geschichte, die große Lehrmeisterin, ab. Er meinte, daß der Reichswehrminister den Belagerungss zeigt, daß, solange die Deutschen sich gegen diesen Gedanken ver. Sie war beim Volke. Aus den Trümmern wurde die zustand für Württemberg schon heute oder morgen schlossen haben, unser Baterland ohnmächtig blieb, und daß immer deutsche Republik aufgebaut, die leider noch viel zu aufheben fönne, ohne damit irgendwelche Gefahr her erst ein Zusammenfassen aller Kräfte, die Einigung aller fehr Rücksicht nahm auf" historische Individualitäten", die oufzubeschwören. Nach ihm sprach der Reichswehrminister Stämme und Bevölkerungsschichten und das tatbereite Bewußt. piel zu wenig mit der Kleinstaaterei aufräumte, die alle JahrDr. Geßler. Er scheint wesentlich anderer Meinung zu sein. sein, daß wir ein einiges Bolt sind und bleiben müssen, hunderte hindurch das Elend Deutschlands gewesen war. Seine Behauptung, daß der Putsch in Sachsen viel ziel Deutschland zur Blüte gebracht und zur Erfüllung seiner Aufgaben 3weiundzwanzig Dynastien sind verschwunden, aber in neunzehn Ländern und Ländchen ist man auf Erhaltung der histobewußter organisiert gewesen sei als in München, muß selbst befähigt hat. com Berliner Tageblatt" mit einem Fragezeichen versehen Nach dem verlorenen Krieg leben wir in einer Zeit des Nieder- rischen Eigenart bedacht und spielt dort parlamentarisches werden. Der Ausnahmezustand fann nach Dr. Geßler noch gangs, den abzuwenden nicht ganz in unserer Macht liegt. Aber System. Bolkreiche Städte und Provinzen können von Magistranicht aufgehoben werden, nicht einmal in Württemberg. Er, gerade deshalb haben wir uns und unseren Kindern gegenüber die der Reichswehrminister, müsse„ vorläufig noch beobachten!" Bflicht, alle Kräfte im Bolt zu weden, sie zusammenzufassen und ten oder Oberpräsidenten verwaltet werden. Neunzehn Länder Geßler stellt sich damit in Gegensatz nicht nur zu der Meinung vereint den Weg zur Freiheit zu suchen. Mit Ihnen bin ich und Ländchen müssen eine parlamentarische Regierung haben feines parteigenössischen Mitredners auf der schwäbischen der festen Ueberzeugung, daß wir zu einer Gesundung und Wieder aus dem einzigen Grunde, weil sie bis vor fünf Jahren von Demofratentagung. Es ist bekannt, daß viel weiter rechts erftartung nur fommen, wenn die einigenden Faktoren über die irgendeinem Sereniffimus patriarchalisch regiert worden sind. stehende Politiker, nicht nur aus den Reihen der Demokraten auseinanderstrebenden siegen, wenn wir unbeschadet der Welt- Aus dieser Nichtübereinstimmung der überkommenen Verhält und des Zentrums, sondern auch aus den Reihen der Volks- anschauung und der politischen Grundidee mehr als bisher uns in nisse mit den Notwendigkeiten der Gegenwart erklärt sich eir partei der Ueberzeugung sind, daß der Ausnahmezustand allen Lebensfragen der Nation zusammenfinden, denn wir nicht geringer Teil der staatlichen Wirren, die wir in der letzten nicht als dealzustand, sondern als Ausnahme zustand find in erster Linie auf uns selbst gestellt und müssen daher auf uns 3eit erleben mußten. angesehen werden muß, und daß er mindestens, nachdem selbst und aufeinander vertrauen. Die Verfassung von Weimar hat gleichwohl und das einigermaßen eine Stabilisierung erfolgt ist, aufgehoben Die Forderung, daß Gemeinsame über das Trennende zu setzen, muß ihr als das größte Verdienst angerechnet werden werden kann. Auch die Regelung der sächsischen Ver- mag von den Parteien wie von den einzelnen ein gewisses Maß die Reichsgewalt gestärkt. Wer diesen Fortschritt hältnisse hat die Anhänger dieser Auffassung in den bürger- der Selbstverleugnung verlangen; aber die Zeiten sind ernst, wieder rückgängig machen mill, mag er noch so sehr mit natio lichen Mittelparteien verstärkt. Die Isolierung, in die sich und es müssen Opfer gebracht werden. Wir alle erstreben ja das- nalen Phrasen herumwerfen, er handelt in Wahrheit antiHerr Dr. Geßler mit seiner Begeisterung für ein militärisches felbe Ziel, die Wiederaufrichtung des Vaterlandes. Darum begrüße national. Denn Deutschlands Einheit ist, wie die Geschichte Dauerregiment hineinmanövriert, ist nicht gerade glänzend. ich Ihr Schreiben und verbinde mich mit Ihnen gern zu dem Ruf lehrt, im Gegensatz zur Einheit Frankreichs, ein zerbrechliches Die Sozialdemokratie wird jedenfalls nicht müde werden, die an alle, die auf diesem Boden stehen, fräftig für den Gedanken der Gebilde, das starte Klammern braucht. Wer diese Klammern Beseitigung des Ausnahme unrechts solange zu verlangen, Schid falsgemeinschaft und der Bolkseinheit einzu-| zu lockern versucht, handelt im Dienste von Interessen, die " treten. Leider— und das droht zum Verhängnis zu werden— fehlt dem Reich die Exekutive. Will es sie sich verschaffen, fo ist es genötigt, zur Reichswehr zu greifen. Die Reichs- mehr aber ist in ihrem Wesen eine verkleinerte Fortsetzung der alten Armee, vom Geist der neuen Zeit hat sie kaum einen Hauch verspürt. Daraus erklärt es sich, datz sie sich in Sachsen und Thüringen mit schädlichem Uebcrsifer auf die Aufgabe stürzte, zwei im vornovemberlichen Sinn„staats- feindlichen" Regierungen den Garaus zu machen, dag sie aber zugleich in Bayern für eine reaktionäre Landesregierung meuterte. Was wir in Sachsen und Thüringen erlebt haben, ist ein misitaristisch betonter Exzeß des Unitarismus. Und da er- gibt sich ein neuer merkwürdiger Gegensatz: Während die Unitaristen diesen Exzeß verurteilen, sind es die„Föderalisten", die ihn bejubeln, ja. die ihn geradezu angestiftet haben. Klarer kann gar nicht der Beweis dafür erbracht werden, daß es diesen Föderalisten gar nicht darauf ankommt, be- stimmte Grundsätze staatlicher Gliederung in der Reichsver- fassung zur Geltung zu bringen, sondern daß von ihnen das föderalistische Prinzip nur vorgeschoben wird zur Förderung ihrer Machtbestrebungen und Sonderinteressen., Indem die gegenwärtigen Machthaber Bayerns dem Reich den Gehorsam aufsagten und die bayerischen Reichs- wehrteile zur Gehorsamsverweigerung verleiteten, taten sie einen ersten Schlag giegen das Reich. In chrer Denkschrift entwickeln sie den Plan, wie die'es Aerstörungswerk vollendet werden kann. Mögen sie noch so sehr mit ihrer angeb- lichen Reichstreue prunken, auch für sie gilt, was emlt Chlod- wig Hohenlohe von den preußischen Granden gesagt hat: .. Diese Herren pfeifen auf das Reich." Das Reich wäre verloren, wenn nicht die breiten arbei- tenden Massen, die internationalen, die vaterlandslosen� r e i ch s t r s u bis au f die Knochen wären. Sie bleiben es. obwohl man den unverzeihlichen Fehler begangen hat, ihnen in Sachsen und Thüringen den Reichsgedanken auf der Spitze der Bajonette entgegenzubringen, aber sie stellen sich die Verwirklichung des Reichsgedankens allerdings anders vor. Sie wünschen, sie zu entmilitarisieren und zu demokrati» sicren. Der Pflege der Stammeseigenart und der Selbstver- waltung, der demokratischen Gliederung des Reiches steht eine wohlverstandene Reichseinheit keineswegs im Wege. Aber diese Reichseinheit ist notwendig, wenn Deutschland seine ar- beitenden Menschen ernähren und als Bolk unter den Böllern der West bestehen soll. Wir Sozialisten sind nicht nur im guten Sinne des Wortes national, sondern auch i n t e r national. Wir wollen ein einiges Europa. Dieses aber ist nicht.möglich ohne ein einiges Deutschland! Gegen Saperns Zööeralismus. Müuchen, 7. Januar.(Eigener Drahtbericht.) Im Der- fassungsausschuß des Landtags gab Abg. Dr. D i r r(Dem.) im Auf- trag« seiner Fraktion folgende Erklärung ab:„Die bayerische Regie- rung hat in einer ausführlich:» Denkschrift die Forderung auf- gestellt, daß die Reichsverfassung und damit die Landesoerfassung grundlegend geändert werden sollen. Die Denkschrift ist veröffent- hcht, ohne daß der Landtag von ihr Kenntnis bekommen hatte, und gleichzeitig auch dem Reichskabinett übergeben, also zum Gegen- stand eines amtlichen diplomatischen Schrittes bei.der Reichsregie, rung gemacht worden. Wie verlautet, wird diese bald mit den Forderungen und Vorschlägen der- bayerischen Regierung sich befassen. Es erscheint bedauerlich, daß die schwerwiegende politische Aktion, welche dl« Grundlagen des bayerischen und deutschen Staats. lebens nach, innen und außen aufs stärkst« berührt, unternommen wurde, ohne dnß der Landtag davon rechtzeitig in Kenntnis gesetzt wurde. Wir müssen verlangen, daß die Staatsregiekung schnellstens mit der Volksvertretung in ein« Aussprache über diesen Schritt und den Inhalt der Denkschrift eintritt." Reichspräflöent Ebert. Die Bahn eines Arbeiterführers. lieber einen Mitlebenden Geschichte schreiben, ist«in«igen Ding. Besonders wenn dir Gegenstand der Betrachtung noch mitten im fließenden Leben steht, noch handelnd in die Geschehnisse ein- greift und deshalb mehrfachen Anlaß gibt, das einmal gewonnen« Urteil wieder zu überprüfen. Ein solcher Mann ist Fritz Ebert, der erste Präsident der Deutschen Reoublit. ein im Parteileben aufgewachsenes und Loch selbst gestaltetes Glied der großen sozialistischen Gemeinde. Die Reaktionärs haben anfangs ihre dümmsten Kläffer auf ihn gehetzt. Und was an Niedertracht und Bosheit erfunden werden konnte, das hat diese Gesellschaft an dem ersten Repräsentanten des neuen Staates verspritzt. In den letzten Jahren ist der elende Klatsch ein wenig verstummt, der unmittelbar nach der Revolution üblich ge- worden war. Die bürgerlichen Parteiführer, die dem Reichspräsi- denien näher traten, haben sein« hohe politische Begabung, seine unbeirrbare Sachlichkeit kennen gelernt. Und mit der näheren Fühlungnahme stieg ihre Achtung vor dem Manne, der aus dem Proletariat gekommen und in schwersten Zeiten an die Spitz« des Staates gestellt worden war. Was aber wissen sein« Klassengenossm von Fritz Ebert? Die Menge der Parteifreunde, der ehemaligen Berufstameraden und das große fyir-: der Jugendlichen, deren Führer Ebert einst gewesen? Im Sattleroerband hat man schon zum zweiten Male versucht, den „Kollegen Fritz Ebert, Mitgliedsnummer so und so" aus de? Kampf- gemeinfchaft auszuschließen. In der Sozialdemokratischen Partei find ähnlich- Regungen schon aufgetaucht. Aber dies« Anträge sind nur möglich bei solchen, denen Eberls Wirken in den proletarischen Reihen schon so fern liegt, daß sie von ihm nicht mehr wissen, als der neue Pharao vom alten Joseph. Nun hat Genosse Paul Äampsfmeyer den dankenswerten Versuch unternommen, der sozialistischen und der bürgerlichen Welt ein Lebensbild van Fritz Ebert zu vermitteln. Die Schrift, im Verlag für Sozialwissenschaft vor wenigen Tagen erschienen, ist nur 84 Seiten stark. Aber sie ist in mehr als einer Hinsicht des Lesens und der tieferen Betrachtung wert. Ist dieser kurze biogra- phische Abriß doch unversehens zu einem Stück Kultur- gefchichte der sozialistischen Arbeiterbewegung in Deutschlmid geworden. Denn Fritz Ebert, der junge Sattler aus Heidelberg, geriet in die Arbeiterbewegung, in ihr wuchs er und aus ihr zog er die beste politische nnd organisatorische Erfahrung. Seine Arbeit und sein Wirken zu schildern, heißt gleichzeitig die guellende Kraft der sozialistischen Bewegung selber darstellen, ihre Zusammenhänge mit den übrigen Erscheinungen des öffentlichen Lebens, aber auch ihre Besonderheiten, die nur den wenigsten unter ihren Gegnern bekannt sind. Wer wird nicht mit hohem Interesse diese Schilderung Kampffmeyers aus dem Frankfurter Arbeiter- s e t r e t a r i a t lesen, in dem«r selbst lange Jahre gewirkt hat: „Friedrich Ebert wurde im März 1900 in Bremen auf den Posten eines Arbettersekretärz gestellt. Es spricht für die Gründlichkeit dieses Mannes, daß er sich sofort persönlich auf einer St�enreis: durch Deutschland in die weitverzweigten und schwieri- gen Geschäfte eines Arbei tersetretärs einführen ließ. So verweilte Reaktionäre Enttäufihung. Uebcr Sachsen. Wie sehr die Kommunisten und ihre verblendeten Nach- läufcr die Geschäfte der Reaktion betreiben, zeigt die Ent- täuschung der deutschnatlönal-reaktionären Presse über die Entwicklung in Sachsen. Die ganze Hoffnung aller Nestau- rationspolitiker ging dahin, daß es gelingen werde, auf dem Umweg über kommunistische Radikalisierung die Sozial« d e m o k r a t i e aus der sächsischen Regierung hinaus- z u d r ä n g e n. Die Neuwahlen in Sachsen, die Bildung eines Bürgerblocks gegen die Arbeiterschaft wären dazu nur eine Etappe gewesen. Gelang der Plan für' Sachsen, dann stiegen die Aussichten für Preußen, denn in der Beherrschung des preußischen Innenministeriums konzentriert sich für die deutschnationalen Machtpolitiker das ganze Ziel ihrer Sehnsucht. Eine maßlose Wut spricht aus der Kommentierung der Ergebnisse des sächsischen Landesparteitages und der Hal- tung der sächsischen Landtagsfraktion. Die Loslösung der sächsischen Politik vom kommunistischen Einfluß ist unter dem Gesichtspunkt der Reichepolitik gesehen, ein schwerer Schlag für die Hoffnungen der Reaktion. „Kreuz-Zeitung".„Deutsche Zeitung",„Deutsche Tages- zeitung",„Lokal-Anzeiger" sind sich ausgesprochen und unausgesprochen darüber vollkommen einig: der Feind, den sie bekämpfen, das ist der verfassungsmäßige Einfluß der Arbeiterschaft auf die Berwaltung, ihre Beteiligung an der Regierung, ihre wirtschaftliche, soziale und positische�Gleichberechtigung im neuen Deutschland. Die Cr- regung der Massen über die Wirtschaftskatostrophe hofften sie für ihre Zwecke ausnützen zu können. Gegen die Arbeiter- fchaft, die auf dem Boden der Verfassung kämpft, sind sie— wie sie sehr genau wissen— ohnmächtig. Gegen kommunistisch beeinflußte Massen gibt es Reichswehr und Polizei genug. Am größten ist die Wut der Reaktionäre natürlich über die bürgerlichen Mittelparteien, die durch ihre Taktik angeblich den sozialdemokratischen Einfluß aufrechterhalten haben sollen. Die„Kreuz-Zeitung" liest der Deutschen Volkspartei sehr kräftig die Leviten und gibt ihr zu verstehen, daß sie bei den Wahlen ihren Berrat am deutschnationalen Prinzip des Bürgerblocks werde büßen müssen. In Sachsen bereitet sich also eine ähnliche Konstellation wie in Preußen vor. Der gemäßigte Teil des Bürgertums wird in K a m p f- stellung gegen die Deutschnationalen gedrängt, die ihre Hoffnung auf Wiederkehr wilhelminischer Berhältnisse nicht aufgeben wollen und können. Warum Held bleiben muft. Dresden, 7. Januar.(Eigener Drahibericht.) Der Parteitag der sächsischen Sozialdemokratie hat bekanntlich beschlossen, daß der am 4. Januar vom Landtag gewählte Ministerpräsident Held zurück- treten soll. Ministerpräsident Held ist. wie amtlich mitgeteilt wird. nicht in der Lage, diesem Beschluß Rechnung zu tragen. Nach Artikel 27 der Berfassunz hat lediglich der Landtag über das Derbleiben eines Ministers im Amte zu bestimmen. Wollte Minister- Präsident Held von sich aus zurücktreten, noch ehe die neue Regierung vollständig gebild:t worden ist. so würde eine Unterbrechung der Regicrungsgeschäfte eintreten, für die er nicht die Verantwortung tragen kann. Hierzu erfahren wir von besonderer Seit« noch folgendes: „Die Durchführung des Parteitagsbrschlusse», der den Rücktritt des Ministerpräsidenten forderst ist ein« Unmöglichkeit. Nach der Der- fassung würde bis zur Neuwahl einer Regierung die bisherig« Re- gierung die Aegierungsg?schäfte als geschSstsföhrendes Kabinett weiterführen." Mü Käbmett ist aber noch"gär nicht vorhanden, son- dern lediglich der Ministerpräsident. Würde der Ministerpräsident zurücktreten, so wäre überhaupt keine Regierung in Sachsen vor, Händen. Es müßte, wenn notwendig, das Reich für die Bildung einer verantwortlichen Regierung besorgt fein oder, da wir den Belage- rungszustand haben, mühte die Militärbehörde die Regierung über- nehmen. Daß die beiden vorgenannten Wege aber ungangbar sind er mehrere Tag« im Arbeitersekretariat Frankfurt a. M... Das Stück hochbewegten sozialen Dramas, das sich alltäglich in einem deutschen Arbeitersekretariat— mitunter direkt seelisch erschütternd— abspielt, sprach da zu seinem stark sozial empfindenden Herzen. Rechtsuchende gingen in ununter- brochener Folge durch das Arb-nterfekretariat Frankfurt a. M. Wie »terefsierten den jungen werdenden Arbeitersekretär Ebert die«in» lnen Typen des Klientels des Frankfurter Sekretariats! Don dem Lumpenproletariat an, dessen Sprossen oft in den dunklen Gassen Ält-Frankfurts eine- ganz verkommene Zuhälterexistenz führten, bis zu den im behaglichen Wohlstand lebenden Mittel- klossen waren olle sozialen Gruppen unier den Schutzbefohlenen des Sekretariats vertreten. Wie schwierig war es oft, aus den zu- fammenhanglofen Angaben verunglückter Arbeiter ein klares Bild von ihren Betriebsunfällen zu gewinnen! Neben den zaghaft und bescheiden austretenden Unfallverletzten trat mitunter der auf- begehrende Simulant, der bestimmte' Nervenleiden erfand oder vor- Händen« grob übertrieb. Es gereicht der deutschen Arbeiterklasse zur Ehre, daß die Simulanten unter ihr selten sind. Es bedarf aber eines hohen Maßes von Menschen- und Sachkenntnis, um d«n Prozeß eine» Unfallverletzten mit Auesicht auf Erfolg vor den recht- sprechenden Instanzen zu führen. Hatte ein Unfallverletzter das Sekretariat verlassen, so folgt« ihm vielleicht«in« Ehefrau auf dem Fuße, die ihr Recht gegen den pflichtvergessenen Ehemann sucht, der sie betrogen hat und sie daheim hungern und darben läßt. In völliger Nacktheit entfaltet sich im Sekretariat oft der nieder- drückend« Jammer proletarischer Ehen, das«rschüt- ternde 5)erzrl«id verlassener, geschwängerter Mädchen, die grausig« Not der unehelichen Kinder.... Das Arbeitersekretariat Bremen wurde für Ebert ein« treft- liche Schule für seinen politischen Beruf. Hier im Sekretariat fielen alle Hüllen vom Menschen ab und ganz nackt stand dieser da im hellen Tageslicht. Wie oft wird der Proletarier künstlich von Leuten konstruiert, die ihr» ganze Kenntnis vom proletarischen Hinterhause aus einigen grauckheoretischen Werken, einigen statisti- schen trockenen Tabellen und einigen verstiegenen Romanen ge» zogen hoben?... Das Arbeiterfekretoriat erzieht trefflich zur klaren Prüfung der tatsächlichen Verhältnisse, da es mitten in das bewegte Leben selbst gestellt ist. Tausend« von Hilfesuchenden öffnen "ihre Herzen den Arbcilersekretären, und diese blicken in das viel- verschlungene Netz menschlicher Beweggründe. Sie sehen die engen Zusammenhänge von Not und Berbrcchen. von Elend und Entartung, und sie haben greifbar die Ursachen der sozialen Massen- erscheinungen vor Augen, die unser« Gesetzgebung zu gesetzlichen Eingriffen drängt. Kein Wunder, daß der erprobte, vom sozialen Leben erzogene Arbeitersekretär zum Gesetzgeber be- rufen ist." Friedrich Ebert hat das Proletariat nicht erst im Arbeiterfetre- tariat entdeckt. Er halte ja schon jahrelang mitten im proletarischen Existenz- und Emanzipationskampf gestarchen, bevor er das Ar- beiterfekretariat betrat. Aber für die Beurteilung der Arbeiterfragen in ihrer Gesamtheit bot seine Arbeit in der Auskunfts- und Be- ratungssklle reichlichen Stoff. Kritisch« Sachlichkeit, die doch von warmem Mitfühlen getragen ist, kann sich in solcher Schule voll ent- falten. Daß sie in hervorragendem Maße unserem Ebert eignet. daß sie ihm und unserer ganzen Bewegung in oft oerzweifelten 1 und zu einer furchtbaren Zerklüttunz de» gesamten Dockes führ«» würden, dürfte ohne weiteres klar fein. Zu dem kommt, daß der Ministerpräsident vom Land-ag gewählt und vereidigt worden ist, demzufolge nach der Verfassung auch bestimmte Pflichten hat, die durch einen Parieitagsbeschlutz nicht außer Kraft gesetzt werden können." Der ehemalige Ministerpräsident Fellisch hat dem Minister- präsideirten Held am Montagnachmittag mitgeteilt, daß er nicht in der Lage sei, dos Wirlschastsministerium in dem neuen Kabinett zu übernehmen._ Der organisierte verrat. Di« ehemaligen Gewerkschaftsgenossen, die sich in den Dienst Moskaus gestellt haben, missen ebenso gut wie wir. daß die Unter- grabung der Einheitlichkeit der steige werkschaftlichen Gewerkschaftsbewegung einfach ein Verbrechen an der deutschen Arbeiterschaft ist. Der romantischen Generalstreik- und Welt. revolulionsschwärmerci, dem Parteifanatismus seiner eifernden Apostel in der KPD. mag man allerlei zugute halten. Doch um die Tatsache, daß ehemalige Gewerkschastsleiter systematisch Zwietracht in den Reihen der Gewerkschaftsmitglieder säen und das wuchernde Unkraut als Erfolg ihres gemein schmählichen Treibens preisen, kommen wir nicht herum. Di« bewußt die Z e r st ö- rung der Gewerkschaften betreibenden Moskauer An- gestellten haben jetzt die Organisation ihres Verrats an den Ge- werkschaflen abgeschlossen. Dos ganz« Gebilde wurde in der Nummer Sl/S2 des Korrespondenzblatles des ADGB. aufgedeckr. In Berlin ist ein Mitteleuropäisches Bureau(HIEB.) eingerichtet, in dem 18 hauptamtlich tätige Sekretäre (Bonzen!) als Jndujtriegruvpenleiter die künftige„Einheits- organisation" unter kommunistischem Protektorat vorbereiten. Außer- dem ist bei der Reichsparteileitung und den Bezirksleitungen je eine „Abteilung Gewerkschaften" angegliedert, die allesamt den Austrog haben, in den Gewerkschaften Zellen und Fraktionen zu bilden, diese zusammenzufassen und ihre Handlungen zu kontrollieren. Dieses Gremium hat einen Reichsarbeitsausschuß der revolutionären Ge- werkschofter gebildet, in dem die ausgeschlossenen Derbänd« der Bau- arbeite? und Eisenbahner, die Union der Hand- und Kopfarbeiter, der Schifsahrtsbund und die oppositionellen Minderheiten(Fraklio- neu) der Gewerkschaften vereinigt sind. Das Präsidium des Reichs- arbeitsausschusses(RAA) ist vertreten durch Walcher. Heckert, Bachmann(Bauarbeiter), Weyer(Union), Sobottla (Bergarbeiter). Das Organifationsprogramm dieses.Reichsarbeitsausschusses" enthält folgende Bestimmungen: 1. All« revolutionären Gewerkschafter Deutschlands, die oppo- sitionellen Minderheiten in den resormistischen Gewerkschaften und t>i« selbständigen revolutoinären Der- bände, die sich zu den Prinzipien der RGJ. bekennen, bilden ein gemeinsames Arbeitstomite«: Reichsarbeitsausschuß der revolutio- nären Gewerkschafter(RAA.). 2. Der RZlÄ. ist die Gesamtoertretung der Anhänger der RGJ. m Deutschland und die organisatorische Verbindungsstelle aller revolutionären Minderheiten und selbständigen Organisationen mit dem Dollzugsbureau der RGJ. in Moskau. 3. Die Aufgaben des Reichsarbeitsausschusses bestehen in der einheitlichen Prcpoganda der Prinzipien und in der Durchführung der Beschlüsse der RGJ.(Roten Gewerkschafts-Jnternatio- r.al«) in der deutschen gewerkschaftlichen Arbeiter- bew«gung. 4. Alle dem RAA. angeschlossenen Minderheiten und Oc- gantsationen sind verpflichtet, ihre gesamte Tätigkeit miteinander in Einklang zu bringen. Nach außen müssen alle reoolutionä. ren Gewerkschafter einheitlich auftreten. Um dieses Auftreten zu ermöglichcn. rnuß der RAA.»u ollen wichtigen Fragen der ihm angehörenden Organ« Stellung nehmen, alle Aktionen gründlich vorbereiten und deren Durchführung dauernd überwachen. S. Dem Arbeitsausschuß siegt es auch ob. die inner« Berwal. tung, die Propaganda und sonstige Arbeit der ihm angeschlossenen Verbände ständig zu kontrollieren. S. Der RAA. ist di« Sammel. und Uebernsittelungssselle der an die RGJ., an den Internationalen Kampffond, und an die JPK. zu Lagen die besten Dienst« geleistet, das ist in dem Lebensbild Ebert? von Kampffmeyer liebevoll und doch nicht unkritisch in scharfen Kon- iuren umrissen._ Franz K l ü h »Lachen links!* Die erste Nummer des neuen sozialistisch- repubsikanischen Witzblattes„Lochen links" erscheint in dieser Woche. Sie bringt u. a. künstlerische, literarische und satirische Beiträge von H. B a> Cuscheck. H. Zille. Karl Holtz, H. Abeking. Arno 5lolz, Paul Zech, Friedrich Wendel, Mich, von Lindenhecken usw. Das Programm des neuen Blatte» hat der leitende Redakteur. Genosse Erich Kuttner. in folgenden Versen zu klarem Ausdruck gebracht. Wir konnten einmal lachen,«in verschollener Klang... Dennoch: Trübsal blasen ist aller Laster Anfang! Wenn dazumal au, dem rechten Reichs tazscck Schnurrbartgesträubt ein monokliger G«ck Auischnarrte, um mit Junkerallüren Seinen Hohlkopf nach außen zu projizieren,— Als Echo las dann das Volk cm Bericht« Schmunzelnd rings: (Lachen links). Auch dies Lachen machte Geschichte I Wirtlich, Freunde, wir wären verreckt Bei alleruntertänigstem Respekt Vor Majestäten, Altar und Thron Ohne die zwerchfellerschütternde Abreaktion. Wir hätten im Ekel ersticken müssen. Uns verzweiselnd di« Finger zerknicken muffen, War als Erleichterung nicht aufgestiegen — Selten verging'»'— Lachen links! Auch dies Lachen half uns siegen! Da» Lachen tötet heut nicht mehr— gewiß-. Sonst säßen sie längst im tiefsten Berichiß, Die Hitleriche, die Heifferiche. Die Wilhelms und Eitel-Schiebenche. Doch wir wollen deshalb nicht stumm fem, In jeder Antwort soll Witz und Mumm sein: Ein stöhliche» Glucksen der Geisreskaraff« Hellauf spring'», Lachen links! Auch dies Lachen ist eine Waffe. Eine Waffe. Die erste, doch nicht die letzt«. Wer sich genießend nur hier«rgetzte, Hat nicht den Sinn unsres Tuns begriffen, Lippen gespitzt heißt hier: gepfiffen! Heiterkeit soll dir die SeeCe reinigen. Doch mit des Wollens Ernst sich vereinigen. Schleif dein Schwert bei des Lachens Musik, Doch dann schwing, l Hieb« links! In Staub die Feind« der Repubsit! Bestellungen auf„Lachen links" können bei ollen Zettungs- stauen und Vorwärtsausgabestellen aufgegeben werden. tsMinknitr. Zi eitrig« Nll««n die Snflwjtn de> KÄ? gerichtete» Anträge werden durch den RAA. weiterg-leitet. 7. Der RAA. het die zentrale Leitung aller gemein. iamen Aktionen der revolutionären Gewerkschafter. 3. Die revolutionären Gewerkschafter haben sich in ollen Or- ganisotionen zu festen miteinander arbeitenden Fraktionen(rote Fraktionen) zusommenzuschlieben. Diese Fraktionen werden im Rahmen der Verbände bzw. Jndustrieoruppen im Reichsmaßstabe vereinigt. Neben dir Zusammenfaffung in Reichsfraktionen noch Verbänden und Jndustrieoruppen sind olle revolutionären Gewerkschaften örtlich und be.zirklich in rot« Kar- tekle zu vereinigen. 9. Der RAA. wird gebildet aus den D e l e o i« r t e n der un- abhängigen Organisationen und der Opposition in den reformistischen Gewerkschaften. (Folgt Regelung des'Vertretungsrechts.) Ziffer 10 regelt die Sitzungen des RAA., die all« vier Wochen abgehalten werden. Ziffer 11 die Leitung des RAA., der feinen«itz in Berlin hat und Ziffer 12 fein« Mitleihmgen und Publikationen. 13. Zur Finanzierung des RAA. werden von allen Organisationen und Gruppen Beiträge im Umlagcverfohren erhoben, deren chöhe von Monat zu Monat sc st gelegt wird. „Di«„oppositionellen" Gewerkschaftsmitglieder— meint das „Aorrespondenzblott"— werden nicht wenig erstaunt sein, wenn sie erfahren, daß sie doppelt organisiert und nach zwei grundverschie- denen gewerkschaftlichen Programmen dirigiert werden. Der Reichs- ardeitsausschuß untersteht den Weisungen der Parteizentrale. So nimmt es durchaus nicht Wunder, wenn in den gewerkschaftlichen Zusammenkünften die kommnistischen Parteiparolen mit praktischer Gewerkschaftsarbeit einen ständigen Kampf führen. Die zahlreichen, von Moskau ausgehaltenen Sekretäre müssen nun für die Herstellung der„Einheitsfront", wie sie sie auffassen, arbeiten. Dos geschieht in der Weise, daß allerlei Konferenzen der freigewerkschaftlichen Ortsausschüsse sowie der kommunistischen Frak- tionsoorstände m den Gewerkschaften«inberufen werden, in denen dann Bericht erstattet wird über die„erfolgreiche Spaltungsarbeit" und die Berderbtheit der reformistischen Gewerkschaftsbureaukratie „gegeißelt" wird. „Eine solche Bewegung, die an die Stelle des gegenseitigen Vertrauens schärfstes Mißtrauen fetzt, List und Lüg« als Kampfmittel fordert zur gegenseitigen Bekämpsung der Arbeiter, muß die Arbeiter von Niederlag« zu Niederlag« führen, sie hat in Frankreich und Italien die Organffationen und damit die Macht der Arbeiter bewußt zerschlagen. Die Moskauer Geldgeber drängen auf größer« Erfolg« ihr« Berliner Lakaien, und deshalb ließ man die Konferenz der Ortsous- schüsse nach Weimar bzw. Erfurt einberufen, wozu die Einladungen, mit gefälschten Unterschriften nichtkommunistischer Gewerkschafts- funktionäre versehen, versiihickt wurden. Das Parteizentrum der KPD. wird, wie bereits angekündigt, di« Einberufung eines beut- schen Gewerkschaftskongresses verfügen und auch dafür die ersorder. bchen Rubel zur Verfügung stellen, lediglich um die Gewerkschaften sturmreif zu machen und die neu« sogenannt« revollionär« Gew«k- schaftsbewegung aus der Täuf« zu heben." Den Gewerkschaften wird schließlich nichts weit« übrig bleiben, als di« Eiterbeule, die an ihrem Körper schwärt und an ihren Kräs- ten zehrt, gründlich zu beseitigen. Zumal in den gegenwärtigen Abwehrkämpfen gegen die Verlängerung der Arbeitszeit und die Verkürzung der Löhne muß die Arbeitr.ehmerschoft einig zusammenstehen. Die Gewerkschaf sspaller sind Feinde der Gewerk- s ch a f t e n und muffen als solche erkannt und behandelt werden. Zu der Stuttgarter Sommunistenoffäre wird Mitgeteilt, daß der Reichstagsabgeordnet« B o r tz dem Amtsgericht zugeführt würde. weil« als Kurier d« illegalen KPD.- Zentral« k»e» lastendes Material mit sich führte. Nach Abschluß der notwendigen Erhebungen wurde er jedoch im Laufe des Montags Wied« auf freien Fuß gesetzt, da ein« Verdunkelungsgesahr nicht mehr al, vor» liegend«achtet wurde. Da» Gerichtsverfahren nimmt seinen Fort» gnn�. Optische Täuschungen im arNischen' Nebel. Heber merkwürdige Iagdabenteuer. die er bei seinen Pirschsohrten aus Spitzbergen er- lebte, weiß ein italienisch« Jäger zu berichten.„An einem schönen Augusttag", erzählt er.„landeten wir in ein« verlorenen Bai und betraten eine schneebedeckte Ebene, die eine d«r besten Weideplätze von Spitzbergen, das best« Terrain für die Renntieriagd, darstellt. Don der Höhe eines die Gegend beherrschenden Hügels aus suchten wir den Horizont ab. wo die mich begleitenden Rud«er denn auch bald zwei schwarze Punkte entdeckten. Es waren Renntiere, die auf uns zukamen, was uns bestimmte, zu Steinen zu erstarren, d. h. uns so zu arrangieren, daß wir den Eindruck einer Fslsgruppe machten. Kaum hotten die Renntiere di« unbeweglich schwarze Masse gesichtet, als sie direkt auf un» zutrabten. Sie find außer. ordentlich neugierig und nähern sich beim Anblick eine? Menschen vertrauensselig, um das sanderbar« Ding, das sich ihren Augen bietet, näher in Augenschein zu nehmen. Al» die Renntiere in Schußweite herangekommen waren, eröffneten wir da» Feuer und setzten unseren Weg nach der Stelle fort, wo die Tiere gefallen waren. Plötzlich zog der Nebel einen kalten und undurchdringlichen Schleier über die Sonn« einen Schlei«, durch den hindurch das Schreckbild ein« gewaltioen Mafle sichtbar wurde. Ein Bär! Im Handumdrehen Nnd die Flinten wieder geladen, aber die Best!« die zweifellos Witterung bekommen hatte, flüchreie mit gewaltigen Sprüngen, die bei einem Sohlengänger überraschen mußten. Da zerreißt ein leicht« Windstoß den Nebelschlei«, und der Bär ver- wandelt sich wieder zum Renntier. Sind wir denn Im Zauberlond«? Wir nehmen da« Ti« auf; Korn und geben Feu«, aber statt des Renntiues. aus das wir gezielt hatten, fällt ein« große Möwe! D« Nebel bringt eben in den Po arlandern di« m«twürdigst«n Augentäuschungen hervor._ Der Koos«mes schwimmenden See» Hundes, der auf der Oberflach« des Meeres auftaucht, gewinnt den Anblick einer b«qigen Insel und em weiß« Stein inmitten der öden Fläch« täuscht dem Aug« eine unendliche Schneeschicht vor." Fottsfefifme. Di- beute. Di-nNag, m der Boireviibne. Tbeater am BMowpIatz, ilallslndende Erstaufführung von»~ o n Carlos» beginnt b-r�iie um«>/. Uhr.„ , Op« am»inlgsplah. Für die Rü ckb« f S r d er u n g der B«. "ch-r der Oper-m Königsvla» wie di» Kroll-Wirt» 16 a i t s b. t r I- b-« werden ab heute di» aul»«>«-» vom S ch I u ß »er Bo» ftell un g ab S on d er- A n t o d u si« ,ur Fahrt nach i ee.Cbarlottendurg. Schönederg.Friedeaau und R eukölln b-reitoAt-M. «W?.""*1" volks�hor verlegt sein Uebungslokal b!S auf weiteres in ,flt Meereskunde.(Scorgtnflr. 34/36, dicht bew» Bahnhof grieorichfhofce. Die Proben finden jeden Freitag von&-10 llfit«alt. über.Spanische Malerei» bält Dr. O Graul off aus Ä h«, mc? 0 1'« 6 ü fi n c EP. am Sonnabend, den IS. und Tonn. »ri im"rosten HSriaai der K u n it g e w e r b- s ch u l e. Prbi?< AI or eckt. �otr. 7�. Sinlaglart-n sür jeden Vortrag 30 U - m« i �i fn fl'r Müller. Potsdamer Str. iNa. zeigt M- rt« l � VJ? Ixit u V L ltn �"uar neue(Acmälde und Aquarelle aus Italien. «- ooN Musttp siege», dem vom Kuliulwiniiler der „»a.ni H°6'6ule sür Pusit iür«ine Anzahl von Konzerten zur ��agung geiiell.«nrde. veranstaltet cm t«. stanuar sein eritc« St 0 n, e rt m der Hoch ich u I.. gelangen auSichliestlich Kompofitionen von Ludwig Wib-r.�Lr-nb-rg zur Nusführung. Die Werte»erden durch den Reuen Eboiverel-i aus Nürnberg unter Leiiung ieincS Dirigenten � Mchrue�Mu'°ude.d-m wrrlen d-S �avevrann. Quartett Fensur-Erinnerungen. Was hat es genützt? Dielleicht ist folgende Erinnerung zeitgemäß: Während des Krieges gab einmal— zu Beginn des Jahres 1917— die Oberzensurftells des K r i c g s p r e s s e a m t e s«in Sam- melbuch über die erlassenen Zensurverfügungen heraus. Beim Durchblättern dieser etwas über Gebühr in Ver- gcssenheit geratenen Schrift findet man Texte wie die fol- genden: Befürchtungen: Alles vermeiden, was im Inland unbegründet« B«- fürchtungen oder Niedergeschlagenheit erwecken könnte. Also Befürchtungen dursten nicht erweckt werden, und wer etwa sich an das Wort„unbegründete" klammert, den könnte der nachstehende Absatz aus dem Zensurbuch über den wahren Sinn der Anordnung belehren: Medizinische Fragen: Medizmische Abhandlungen, welche die Bevölkerung b e u n» ruhigen, dürfen nicht veröffentlicht werden. Das bezog sich natürlich in erster Linie auf Deröffent- lichungen über die verheerenden gesundheitlichen Folgen der Hungerblockade.— Aber noch aktueller mutet ein ver- traulicher Erlaß des Kriegspresseamts an die Presse an, der diesen Wortlaut hat: Im Auftrag des Reichsbankdirektorimns wird dringend«sucht, den heut« beginnenden Veröffentlichungen der Devisenkurse keine früheren Itolierungen aus der Zeit vor dem Kriege zu Vergleichs- zwecken hinzuzufügen. Niemand wird behaupten wollen, daß durch diese weise Anordnung der Bevölkerung das Sinken des Markkurses un- bekannt geblieben ist oder daß diese Geheimhaltung überhaupt das Sinken hat verhindern können. Als Ende 1918 die Kata- strophe eintrat und. wie der Admiral von Schee? es einmal ausgedrückt hat.„bei dem unerwarteten Eingeständnis der Niederlage das Volk aus allen Himmeln stürzte", da war sich freilich alles darüber einig, daß man besser beizeiten die Wahrheit zugelassen und dem Volk den Ernst der Lage klar- gemacht hätte. Warum erinnern wir heute daran? Wir glauben, daß die Verwarnung an den Finanzschriftsteller Calwer wegen seiner ungünstigen Beurteilung der Rmtenmarkentwicklung auch heute die Frage nahelegt, ob eine Negierung klug daran tut, eine freimütige Kritik an der Lage und an ihren Maß- nahmen zu unterbinden und es wiederum darauf ankommen zu lassen, daß bei irgendeiner Gelegenheit neuerdings„das' Volk aus allen Himmeln stürzt". Das Vorbild der Kriegs- zensur sollte bier als Warnung dienen lind immer wieder den verantwortlichen Stellen zum Bewußtsein bringen, daß weise Regierungskunst nicht in der Unterdrückung aller ungünsti- gen Nachrichten besteht, sondern in der rechtzeitigen Vorbereitung des Volks'auf schwere Situationen, selbst wenn diese glücklicherweise später nicht eintreten soNen. So wie die englische Regierung während des ganzen Krieges ihre Bevölkerung immer nur auf den Ernst der Lage hingewiesen — und dann den Krieg gewonnen hat. Nlilitäeistbe Versammlungsverbote. . �iue Berichtigung. Wir«halten folgende Berichtigung: Auf Grund des§ 11 des Pressegesetze»«such« ich Sie um Auf. nähme fplgend« Erklärung: Die Behauptung der Meldung„Sozialdemokraten rechtlo»?" in Nr. 603, da» Wehrkreiskommando w Münster„unterdrücke nun auch Mitgliederversammlungen" d« sozialdemokratischen Partei, ist unwahr. Der Sachverhalt ist folgender: Der Befehlshaber in Münst« hat lediglich mehrere öffentliche Versammlungen der VSPD. nicht genehmigt, und zwar weil« im Einvernehmen mit dem Regierungskommiffar und den Zivil- l-ehörden grundsätzlich die Abhaltung all« parteipolitischen öffent. lichen Versammlungen verboten hat. Dies«? V«bot ist ebenso auf die bücg«lichen Parteien wie aus di« Sozialdemokratie angewendet worden. Ein Verbot geschlossener Mitgliederversammlungen kam um so wenig« in Betracht, als dies« nicht anmeldepflichtig sind und dem Befehlshaber gar nicht bekannt werden. Auch die dem Reichs. wehrministerium vorliegend« Beschwerde de» Abgeordneten Syst- mann bezieht sich nur auf das Verbot öffentlicher Versammlungen. _ gez.: Seeckt. Sicherung öer Wahlfreiheit. Beschlüffe.. München, 7. Januar.(Eigen« Drahtbericht.) Di« am Freitag im Ausschuß des Landtags begonnene Aussprach« über die Schaffung von Garantien für die kommenden Neuwahlen wurden am Montag zu End« geführt. In der Abstimmung fand der Antrag der Sozialdemokratie auf sofortige Aufhebung des Au». nahmezu stand«» nur die Unterstützung der Demotraten und wurde abgelehnt: desgleichen der Antrag der Demokraten auf Auf- Hebung des Ausnahmezustandes während der Wahlzeit. Durch Are- rahme einer Reihe von Anträgen wurde die S i ch e r u ng der Wa hl f r e lh« it in Bayern im Rahmen des Ausnahmezustandes in folgender Weis« festgelegt: .1. Das Gesamtministerium übernimmt die Sicherung der Wahl- steihoit und der verfassungsmäßigen Rechte sowie die Aufrecht. «Haltung von Ruhe und Ordnung mit allen staatlichen Mitteln: die Freiheit der Wahl ist in vollem Umfange zu sichern. 2. Dom Tage der Ausschreibung d« Neuwal)! zum Landtag bis zur erfolgten Wahl dürfen Druckschriften, insbesondere Zeitungen und Flugblätter, nur oerbot«, werden, wenn ihr Inhalt auf den gewaltsamen Umsturz d« Verfassung und auf die gewaltsam« Störung der öffentlichen Ruh« und Ordnung abzielt. 3. Verbote von Zeitungen und Druckschriften können während dieser Zeit nur unter Angabe der Gründe des Verbotes verhängt werden. 4. Die Presse-, Rede- und Versamm- lungsfreiheit ist im gleichen Zeitraum« im Rahmen von Gesetz und Verfassung wieder her- zustellen: die S taat s r c g i er u n g übernimmt mit allen staalichen Machtmitteln den Schutz dieser Rechte und der Wahlfreiheit gegenüber allen gewaltsamen Störungen. 5. Den An- gehörigen der aufgelösten Parteien ist bei Auflösung des Landtags die gleiche Versammlungsfreiheit wie den übrigen Par- teien zu gewähren" Der Wahlkampf begiunt. München, 7. Januar.(Eigener Drahtbericht.) Di« beginnende Wahlagitation zeitigr bereits«ine wüste Hetze gegen die Sozialdemokratie, die schon bis in die Räum« des Landtags dringt. Mit am eiligsten hat es die Deutschnationale Mittel- partei, deren Fraktionsführer Dr. Hilpert bei jeder ihm passenden Gelegenheit der Sozialdemokratie mit dzn Lo�ommnissen in Sachsen und Thüringen eins auszuwischen sucht. Die.Münchener Post" weist nun den deulschnationolen Schreihals mit einem Hinweis in feine Schranken zurück, dessen Inhalt nur den ganz Eingeweihten bisher bekannt war. Der berüchtigte Lanbwirt Heinz Orbis, der Führer jener terroristischen Lauernorganisation„Freie Bauernschaft" in der Pfalz, der zurzeit Präsident der separatistischen Re- gierung in Speyer ist und sich als solcher d,c abscheulichsten Schikanen und Unterdrückungen der anti-separalistischen Bevölkerung zuschulden kommen läßt, hat nämlich die merkwürdige Eigenschaft. Ersatz- abgeordneter sür den bayerischen Landlag zu sein, gewählt auf der Liste der Deutschen Volkspartei in der Pfalz im Walzl- kreis 11, Kirchheimbolanden mit 0034 Stimmen. Der Französling Heinz Orbis, der 1920 noch auf den Namen Heinz Franz Joseph hört«, ist also sozusagen Franktionsmitglied der deutsch- nationalen Mittelpartei im bayerischen Landtag und somit der politischen Führung des Dr. Hilpert unterstelli. Völkischer Wahlblock. München, 7. Januar.(WTB.) Die Vertreter aller rein völki- schen Verbände und Gruppen Bayerns schloffen sich nack der „München-AugSburger Abendzeitung" auf einer Tagimg in Bam- berg zu einem völlisckc» Block zusammen, der demnäckst bei den Wahlen hervortreten wird. An General Ludendorfs wurde ein Begrüßungstelegramm gerichtet. tzitler-Leute in Oesterreich. München, 7. Januar.(Eigener Drahtbericht.) Der führend am Kapp-Pussch beteiligte Hauptmann Pabst ist seinerzeit vor dem gegen ihn erlassenen Steckbrief nach Tirol geflüchtet und ist seit- dem in dem dortigen B un d der Heimatwehre n tätig, einer schwarzgelben Organisation unter Führung der Ehristlich'ozialen. Im vorigen Jahr hat Pabst als deutschösterreichischer Bürger Tirols in Mieming(im Inntol) das Heimatrecht auf den Namen Peters-Pabst erworben. Dieser Tage fand nun in Wörgel ein« Ter- sammlung der Gruppenführer der Tiroler Heimatwehren statt, di« unter Vorsitz eines Feldpaters einstimmig folgende Entschließung annahm: 1. Wir dulden nicht, daß ein preußisch-protestanti- scher Offizier ein Kommando über das katholische Tiroler Volk zu führen sich anmaßt; 2. wir dulden nicht, daß ein preußischer Offizier, der beim preußisch-alldeutschen Kapp-. Putsch Generalstabschef des Putschleiters war, sich in führen- der Stellung bei einer gänzlich unpolitischen österreichisch-tirolischen Selbschchutzörganisation befindet; 3. wir dulden nicht, daß dieser preußische Revanchepolitiker in Tirol angeblich nur sei- nem Broterwerb nachgeht, in der Tat ab« alldeutftch-preußisch- protestantische Politik treibt und, wie die Tatsachen beweisen, s«i- nen einflußrchchen Posten in der Tiroler Heimatwebr ausnutzt, gegebenenfalls das Tiroler Volk und Land und Oesterreich ins Unglück zu bringen zugunsten seines preußi'chen Vaterlandes; 4. wir dulden nicht, daß Hauptmann Petets-Pobst als politischer Flüchtling noch weiter bei der Tiroler Heimat festgehalten werde und fordern seine sofortig« En tlasfung von der Landes- leitlmg. Dazu ist zu bemerken, daß der eigentliche Führer der Tirol« Heimatwehr der Innsbruck« Rechtsanwalt und ch r i st l! ch f 0- zials Abgeordnete D r. Steidle ist, der aber die prak- tische Führung des Bundes völlig in die Hände von Pabst gegeben hat. Durch den Beschluß der Tiroler werden übrigens die Eni- hüllungen der„Münchener Post" über die Umtriebe der Lu- dendorff, Bauer, Pabst in Oesterreich, we�en dem un'er Münchener Parteiblatt seinerzeit von dem Putfchgeneral Lu< dendorff vor den Kadi geladen wurde, in weitestem Umfang« be- stätigt. Eine neue Partei. Die„Berliner Volkszeitung" schreibt in ihrer gestrigen Abendausgabe: „Am Sonntag tagt« im„Rheingold" eine neue Konferenz des Ausschusses von Republikanern all« Parteien, die eine B«- w e g u n g zur Erneuerung des politifcken Leben» in d« deutschen Republik einzuleiten bestrebt sind. Die aus allen Teilen des Reiches üb«aus zahlreich beschickte Kundgebung nahm zu den Programmentwürfcn des Ausschusses Stellung. Die lebhafte Diskussion erbrocht« den Leweis, daß die Notwendigkeit der Schaffung einer neuen, auf parteimäßige Grundlag« gestellten Organisation zur Sammlung aller heute heimatlosen Republikaner vorliege. In den ersten Richtlinien wird jedes Kompromiß nm Gegnern d« republikanischen Stoatsform abgelehnt. Sie fordern unbedingte Ueberordnung des Staates in Politik und Wirtschaft, Nied-rringyng des Imperialismus der Industriekapitäne und Schutz der von d« Trustherrschaft gefährdeten Bevölkerung gegen die Stinnesterung Deutschlands. Zu d«n weiteren Programmforderungen gehören die Neugliederung des Reiches in konsequent unitarischem Sinn«, die Ablösung des Söldnerheeres durch ein Bolkshe«, Durchführung der in der Weimarer Derfassung den Hand» und Kopfarbeitern zuge- sicherten Recht« und ein« moderne, die Einzelmeinung tolerierend« Kulturpolitik. In der lebhaften Aussprache wurden die Ziele d« neuen Partei von zahlreichen P 0 l i t i k e>r n begrüßt, die scht im Lag« des Zentrums, du Demokratischen Partei und der Sozialdemokratie stehen. Die Konferenz beauftragte schließ- lich einen Ausschuß mit der Durchführung der notwendigen orgoni- satorischen Maßnahmen." Wir sind neugierig, die Namen der Politiker zu erfahren. die nach Angabe der„Berliner Volkszeitung" aus dem Lager der S 0 z i 0 l d e m 0 k r a t i« die Bildung einer neuen Parte! begrüßt haben sollen. Wir nehmen an. daß, eye sie sich an der Bildung einer neuen Partei beteiligten, sie ihren Aus- tritt aus der Sozialdemokratie erklärt hoben. Müller-Brandenburg aus der Sozialdemokratie ausgeschieden. Weimar, 7. Januar.(TU.) Der bekannte Polizeioberst Müll«. Brandenburg ist nach einer Meldung der„Weimarischen Zeitung" au» der Sozialdemokratischen Partei ausgeschieden. Schutz öer Immunität. Der GeschäftSordnungSauSschuß d«S Reichstags beschäftigte sich am Montag mit den Beschwerden der kommunistisebev und deutscbvöllischen Abgeordnete» über die Schließung ihrer Bureau- räum«. Der Ausschuß erklärte die Besckwetdcn für begründet, da der Schutz eines Arbeitszimmers der Abgeordneten durch den Artikel 67 U der Reichsverfassung als Bestandteil der Immunität gesichert ist.__ D« preußische Muiskerpröfldeni Braun hat am Montagabend zu Ehreig d« Apostalischen Nuntius, Monsignore Pacelli. zu einem Abendessen eingeladen, an dem der Reichskanzler Marx. Reichsaußenmimst« Dr. Stresemann und die preußischen Staatsmmist« teilnahmen. Gewerkschaftsbewegung Einheitliche Abwehrfront! Aus Beamtenfreifen wird uns geschrieben: fellschaft notwendig find. Sind jene nicht zu gewinnen, fo müffen andere Kräfte geschult werden, wozu wertvolle Borarbeit geleistet worden ist. Aber weitere fortgesetzte Anspannung aller Kräfte ist notwendig, deshalb helfe jeder nach seinem beften Rönnen daran mit, die gewerkschaftliche und politische Front der Arbeitnehmerschaft zu stärken. Das ist die beste Anwort auf die brutalen Angriffe der tapitalistischen und reaktionären Mächte, die in der Privatwirtschaft und bei den Reichs- und Staatsbehörden„ Abbauarbeit" verrichten. Lohnabbau auf Anordnung der Regierung? Lohnfonflikte im Transportgewerbe. = Am Freitag Befchäftigten fish Salichtungskommission und Bor stand sowie auch die Bezirksführer mit dem Echiedsspruch, der eine ohukürzung von 7 Pf. vornimmt. Die Funktionäre stellten sich einmütig auf den Standpunkt der Verhandlungskommission, desgleichen die Mitglieder in den Bezirksversammlungen am 5. bzw. 6. d. M. Verband der Lithographen, Steindrucker u. verw. Berufe. Der Personalabbau in allen Reichs- und Staatsbetrieben nimmt seinen mehr oder minder brutalen Berlauf. Der KapitalisDie Situation im Buchdruckgewerbe hat sich dadurch verschärit, mus hat seine wirtschaftliche und politische Macht über die Privatdaß der Arbeitgeberverband an seine Mitglieder die Parole herauswirtschaft hinaus ausgedehnt auf Reichs- und Staats= gab, daß allen vom Buchdruderreichstaris erfaßten gewerblichen betriebe und Behörden und damit den Kreis der ProleArbeitern in den Drudereien und Zeitungsbetrieben das Arbeitsverhältnis gekündigt werden soll. Diefer Parole entsprechend babeit tarier, der seiner mittel- oder unmittelbaren Ausbeutung preisBom Deutschen Verkehrsbund wird uns geschrieben: gegeben ist, erweitert. Rüdsichtslos diftieren diese Kräfte dem Reich Die Arbeitgeber der Speditions-, Möbeltransport-, Schwer- und die Arbeitgeber überall bereits Massenfündigungen ausa und den Staaten ihren Willen durch eine brutale Preispolitik. Die Beichtfuhrwerksgewerbe haben, um die große Mode des Lohn gesprochen. In den gemischten Betrieben wird versucht, auch unsere Materialunkosten zur Aufrechterhaltung der Betriebe und Verwal- a b baues mitzumachen, dem Deutschen Verkehrsbund das für vor- Kollegen in diese Maßnahmen mit einaubeziehen. Wir machen mit tungen verschlingen Summen, die weit über das Borkriegs- genannte Gruppen bestehende Lohnabkommen zum 4. Januar 1924 allem Nachdruck darauf aufmerksam, daß unsere Mitglieder folche maß hinausgehen. Die Riefengewinne des Industrie- und Finanz- gefündigt. In einer zwischen den Tariftontrahenten stattge Ründigungen zurüdauweifen und sich auf unfere rectsfapitals, fomie des Handels und der Landwirtschaft, sind zum nicht fundenen Verhandlung stellten die Arbeitgeber an die Arbeitnehmer berbindlichen Tarife zu berufen haben. Sollten die Argeringen Teil aus den Etats der Reichs- und Staatsbe: das Anfinnen, einen Lohnabbau von 25 Pro3. hinzunehmen. beitgeber bereits ausgesprochene Kündigungen trotz dieses Protestes Diese Zumutung lehnten die Arbeitnehmervertreter entschieden aufrecht erhalten, io haben die Kollegen sofort dem Orts. triebe entnommen worden. Gleichzeitig aber haben sich jene Kreise jeder ausreichenden steuerlichen Erfassung zu entziehen ab. Als Erklärung für den Lohnabbau gaben die Unternehmer an, bureau Mitteilung, au machen, damit der Klageweg bei von ihren Auftraggebern sowie vom Finanz- und Reichsarbeits- den Tarisschiedsgerichten beschritten wird. Wir werden von dieser gewußt und die Inflationsgewinne zum Teil der deutschen Wirtschaft ministerium hierzu veranlaßt zu sein. Daraus geht hervor, daß eine Stelle aus alle notwendigen weiteren Informationen ergehen laffen. Der Ortsvorstand. durch Kapitalflucht ins Ausland entzogen. zwingende Notwendigkeit infolge der Geschäftslage dieses Gewerbes nicht gegeben ist, haben doch die Arbeitgeber ihre Fuhrpreise bzw. Rollgebühren gegenüber 1914 um 100 bis 366 Pro3. erhöht, während der Nominallohn noch um 12,5 Pro3. unter dem Friedensstand liegt. W Eine alte Geschichte. Lohuregelung im Bergban. Die Rentenbant in den Händen der Bertreter der fapitalistischen Interessententreifen beeinflußt die Verwendung der dem Reich und In seinen im Jahre 1776 erschienenen Untersuchungen über die ben Staaten gnädigst überlassenen Kredite, an denen durch entNatur und die Ursachen des Volkswohlstandes sagt Adom Smith: fprechende Berzinsung wiederum Riefengewinnne erzielt werden. Da die Arbeitgeber auf eine Reduzierung der Löhne beharrten, Unsere Kaufleute und Fabritherren flagen sehr über die schlechUnd der Staat...?, das Reich..? Diese werden repräsentiert sind die Verhandlungen als gescheitert abgebrochen worden. ten Wirkungen des hohen Lohnes, der den Preis ihrer Güzer durch jene Bolksvertreter, die in ihrer Mehrheit den bürger Bis zur endgültigen Regelung der Differenzen durch den von den hinauftreibt und dadurch den Berkauf derselben im In- und Auslichen Parteien angehören und unter Mithilfe der Ar Unternehmern angerufenen Schlichtungsausschuß erklärten sich diese land verringert; sie sagen aber nichts von den schlechten beiter, Angestellten und Beamten gewählt wurden und bereit, den bisherigen Wochenlohn von 32 M. a conto weiterzuzahlen. Wirkungen des hohen Gewinnes, indem sie von den durch eine Verwaltungsbureaufratie, die zum Teil im Eine überfüllte Versammlung der Arbeitnehmer beschäftigte sich verder bitchen Folgen des Vorteils, den sie selbst ziehen, schweigen, Geifte der wilhelminischen Epoche ihre Funktionen ausübt. mit dem geplanten Lohnabbau. Mit Entrüstung wiefen die Ver- tagen fie desto lauter über die Vorteile anderer Leute. So oft die Die Entwürfe und Erlasse zur Verminderung der Bersammelten diefe Provokation zurück. Der Lohnfommission wurde zu Gesetzgebung sich dazu herläßt, die Differenzen zwischen fonalausgaben des Reiches sind Produkte dieser Kreise. Die der am Dienstag, den 8. Januar, unter Borsiz des Gewerberats den Seilern und ihren Arbeitern auszugleichen, sind immer die Resonanz innerhalb der Bevölkerung wurde rechtzeitig durch einen Körner anberaumten Schlichtungsverhandlung mit auf den Weg Meister ihre Ratgeber. Fällt die Bestimmung zugunsten wüsten Pressefeldzug in den bürgerlichen Blät gegeben, unter feinen Umständen in einen Lohnabbau einzuwilligen. Der Arbeiter aus, so ist sie immer gerecht und billig; wird fie aber fern geschaffen. Das Ergebnis war, daß in weiten Streifen der Die Arbeitnehmeer sind fest entschlossen, durch Hilfe ihrer Organizugunsten der Meister gegeben, so ist sie das manchmal nicht." sation jede Verschlechterung ihrer Lage mit allen ihnen zu Gebote indifferenten, privaten Arbeitnehmerschaft und des Mittelstandes eine stehenden Mitteln abzuwehren. Glauben die Herren, sei es durch faft feindliche Einstellung dem Personal der Reichs- und Staats- Dittat oder Schiedsspruch ihr Vorhaben verwirklichen zu müssen, Die Löbue im Steinfoblenbergbau des unbefehlen Gebietes betriebe gegenüber entstand. Die gewerkschaftlichen Organisationen dann tragen sie die Verantwortung für die eintretende Stodung im fotie im bayeriichen Kohlenbergbau für die Zeit vom 1. bis 14. Januar 1924 find im Schlichtungsverfobren im Reidsarbeite der Beamten, Angestellten und Arbeiter sind derartigen Strömungen Wirtschaftsleben Berlins. Soweit die Zufchrift. Die Mitteilung der Unternehmer, daß ministerium festgelegt worden. Der Echiedsspruch sieht eine Erstets und nicht ohne Erfolg entgegengetreten. Brößer aber wäre dieser Erfolg gewesen, wenn die Beamten, Angestellten und Arbeiter ihre Forderung auf Abbau der 12½ Proz. unter dem Friedens höhung des Goldlobnanteiles an den bestehenden fchon früher gewerkschaftliche Solidarität geübt nominallohn und somit 20 Proz. unter dem Friedensreallohn liegen Löhnen um 10 Proz. vor. Darüber hinaus wird für jede in hätten und wenn durch engste organisatorische Bereini. den Löhne vom Reichsfinanz- und Reichsarbeitsministerium verander vorgenannten Zeit verfahrene Edict eine Bapiermarl aulage in dem Ausmaße gewährt, daß der Gesamtbetrag an gung das gegenseitige Verstehenlernen gefördert worden wäre. Der laßt worden ist, bedarf drindend der Aufklärung. Daß die Preise abgebaut werden müssen und daß sich die Gold- und Papierlohn gleich dem bis zum 31. Dezember in Geltung Egoismus der einzelnen Gruppen hat das leider verhindert. Reichsregierung für den Preisabbau einsehen muß, haben auch geweienen Gesamtlohn ist. Für den mitteldeutschen Brauns Es hilft nichts, darüber zu jammern, daß nunmehr auch der wir stets gefordert. Wenn die Rollgebühren also das Doppelte bis foblenbergbau wurde zwischen den Parteien eine Vereinbarung Beamte durch frühzeitige Pensionierung als Wartegeldempfänger Dreieinhalbfache des Friedenspreises betragen, dann ist nachzu erzielt, wonach in den Kernrevieren der Durchschnittslohn einbzw. durch rücksichtslose Entlassung dem grauesten Elend preisge- prüfen, wie weit diese Kartellpreise, denn es handelt sich schließlich der sozialen Zulagen 3,12 Rentenmart je Echicht beträgt. geben wird und gleichzeitig zu fordern, daß man doch zuerst die dabei um Kartellpreise, durch Erhöhung der Gewinn ( panne und durch die Berteuerung der Materialtosten Underen" preisgeben möchte, wie es bedauerlicherweise in den berechtigt find und wie weit wieder die Berteuerung der MaterialOrganen der reinen neutralen" Beamtenorganisationen geschieht fosten gerechtfertigt erscheint. Wenn man für die Preislage den und wie es auch Hauptausschüsse der Beamten bei den Ministerien Friedenspreis zur Grundlage nimmt, dann ist der Lohn der fordern. Das Problem fann nicht gelöst werden, indem man in den Schwerarbeiter, wie es die Arbeiter dieser Berufe meist sind, Gedankengängen von Anno dazumal fortfährt, um sich selbst eine nicht herabzusehen, sondern zu erhöhen. Es wäre jedoch eine Mauer errichtet, und der Welt dann erzählt, daß die hinter dieser skandalöse Parteinahme zur Aufrechterhaltung Das der überteuerten Kartellpreise, wenn die ReichsMauer lebenden Zeitgenossen besonders arme Luder find. Personal der Reichs- und Staatsbetriebe und vor allen Dingen die regierung von den Unternehmern den Abbau der bereits um 20 Broz. abgebauten Löhne verlangt haben würde. Wir erwarten, Beamten, müssen sich daran gewöhnen, daß auch sie ein Teil der daß die hier von den Unternehmern bloßgestellten Behörden sich gesamten deutschen Arbeitnehmerschaft find und dazu äußern. daß ihr Schicksal abhängig ist von dem Schicksal des gesamten Bolkes, im besonderen aber der arbeitenden Klasse. bers Zum Lohnabban im Baugewerbe. Bom Vorstand der Zahlstelle Berlin des Zentralverbandes der Heute werden die Auswirkungen der wirtschaftlichen und politischen Fehler der Vergangenheit fast restlos auf die Schultern der gimmerer wird uns geschrieben: Bis zum Jahresschluß stand für das Hoch. Beton und TiefArbeiter, Angestellten und Beamten abgewälzt. Die reaktionäre In der am Bureaukratie geht brutaler und rücksichtsloser vor, als der schimmste Baugewerbe der Stundenlohn auf 70 Bf. Brivatunternehmer, wahrscheinlich um den unbedingten Nachweis 2. Januar stattgefundenen Verhandlung der Tariffommission wurde ihrer absoluten„ republikanischen" Zuverlässigkeit zu erbringen. Sie von den Arbeitgebern ein Lohnabbau von 10 Pf. pro Stunde beantragt. Den Nachweis, daß in den letzten Tagen die Verhältnisse fäen Samen, dessen Früchte bei der Ernte erschreden werden. Wir haben die Aufgabe, die augenblickliche Zeit zum Samsich zugunsten der Arbeiterschaft verbessert haben, wurde nicht erbracht. Der Vorsitzende erklärte:„ Wir müssen meln zu nutzen. Bisher waren es Geschente, die wir zu ver- stummte dann eine Weile und sagte dann weiter:„ auf Grund der In Wirklichkeit sollte es wohl teidigen versuchten, die uns allzuleicht in den Schoß gefallen waren. Verhältnisse den Abbau fordern". Darum wurden diese wenig geachtet und erst jetzt, wo sie verloren heißen, wir müssen auf Befehl der Schwerindustrie und Regierung gehen sollen, wird der Wert erkannt. Leider faft zu spät. Es den Abbau fordern. Auch vor dem Bezirkslobnamt fonnte von den Arbeitgebern nicht hätte die Abwehrfront der Arbeiter, Angestellten und Beamten eine unüberwindliche Mauer bilden können, wenn nicht Nachwirkungen der geringste Nachweis erbracht werden, um den Lohnabbau für einer üblen Vergangenheit: falsch verstandenes Standesbewußtsein, Groß- Berlin zu rechtfertigen, dagegen wurde auch hier von den falscher Egoismus des einzelnen und ganzer Gruppen, politischer und Arbeitnehmern festgestellt, daß die Arbeitseinstellungen der Arbeiten von den Behörden nicht aus wirtschaftlichen, sondern aus gewerkschaftlicher Indifferentismus und leberradifalismus u. a. m. politischen Gründen vorgenommen feien, im Einverständnis mit den Arbeitgebern. Des weiteren wurde hervorgehoben, daß das bie arbeitenden Klassen getrennt hätte. schwache Interesse der Arbeitnehmer am Tarifverhältnis durch das Vorgehen der Arbeitgeber noch weiter erschüttert werde. Dazu gesellt sich das Abseitsstehen jener geistigen Kräfte, die besonders für die wirtschaftliche Umgestaltung unserer heutigen GeTh. im Admiralspalast Große Volksoper im Theater Rose- Theater Casino- Theater Allabendlich 73 U. Theater, Lichtspiele usw. unter and drüber 7%, Uhr: Volksbühne DeutschOpernhaus Staats- Theater, Uhr zum 1.Male! 7, U.: Rigoletto Opernhaus Don Karlos Rode 7Uhr: Zauberflöte Lessing- Th. Intimes Theater Opernhaus am Königsplatz 7: Michael Kramer 8: Der Hinduprinz 7U.: Hänsel u.Gretel Mittw. u Donnerst Der Schrei usw. Die. Puppenfee 7 Was ihr wollt Schauspielhaus Metropol- Theater 7/2 7% Uhr: Candida Deut. Künstler- Th. Marietta Allabend! 7: Operette v. Kollo Schiller Theater 7: D. Stlitungsfest Señora Neues Theat. a. Zoo Deutsch. Theater Theater i. d. KöniggrätzerStr. 7/ Die Luxusiran 72 Uhr: Scherz, Satire, 8: Die Dame mit d. NeuesVolkstheat. Ironie und tiefere Scheidungsgrund Die lost. Witwe Bedeutung Uhr Komödienhaus Mittw, 4 Uhr: Rnedit Rupprecht Kammerspiele 8 U.: Mexiko- Gold 8 Uhr: Ingeborg WINTO BRIEN Varleté- Spielplan Rauchen gestattet. Sonnab. Premiere: Renaissance- Theat. Die Kleine v. Varieté 8 Uhr: Die zärt Berliner Theater lich. Verwandten 7.30 Uhr: DOLLY 8 U. Trianon- Th. 7 Erika Glässner in Joujou Theater i.d.Kommandantenstr. Uhr: Die Postmeisterin Wallner- Theater in die Ehe Joujou Uhr Der Sprung mit Leo Peukert SCALA Kleines Th. Tägi 8 Unr: Internat. VARIETE und MUTTER Mittw., Sendab. n. Sonntags 3.30 zu halb. Preisen das volle Abendprogramm Jugendliche 8. Uhr: Eine galante Nacht Residenz- Th. 8 Uhr: Ein idealer Gatte Central- Theater Tägl. 8 Uhr: haben Zutritt Pottasch u. Perimutter Lustspielhaus U.: Uraufführung Kaiser Jones Th.a. Kottb. Tor Taglich 7'/ 2 Uhr a. Sonntag nach mittag 3 Uhr: ELITESänger U.a. Dec Traum des Rapellmeisters des Westens ( Gastspiel) Gutheil- Schoder Carmen Carmen 734: Die verschwun- 8: Dienstmann Nr. 7 denen Zwillinge Berl. Volksstück in 3 Akten Vorher: Bunter Teil Neue Welt A. Scholz Hasenheide 108/114 Dienstag, 8. Januar 1924: Elitetag Bockbierfest in den bayr.Alpen Prämiierung des Schönsten Brokat- Hutes 3 bare Geldpreise: 50.-, 30.-, 20.- Goldmark 8 Kapellen Bayr. Madl Rutschbahn Einlaẞ 6 Uhr Anfang 7 Uhr Anmeldung.z.Prämiierun .0 Uhr an der Kasse!!!! Hierzu tritt eine durchschnittliche Teuerungszulage von 0,93 Rentenmark je Schicht.. Der Kampf in der Kaliindustrie. Der gefamte Betrieb des Kaliwertes Desdemona" bei Alfeld ist stillgelegt worden, weil die Abstimmung der Belegschaft über eine verlängerte Arbeitszeit ein ablehnen des Ergebnis hatte. Die Werkleitung begründet die Stillegung auch noch mit dem Mangel an Betriebsmitteln. Die Raliwerke„ Bernterode"( Eichfeld) haben große Entlassungen vorgenommen. Auch die Gewerkschaft Dismardshall" hat der ges famten Belegschaft gekündigt. Die Gewerkschaftsleitung erflärt, daß der Betrieb wieder aufgenommen werden wird, wenn die Arbeiter sich dazu bereit finden, fiber Tage 10 und unter Eage neun Stunden zu arbeiten. Achtung, Buchdrucker! Die Versammlung der Fraktionsvorstände der VSPD.- Buchdrucker findet nicht, wie irrtümlich angegeben, im Alegandriner", sondern bei Hennig, Alexandrinenstr. 44, ftatt. Die politischen Bertrauensleute der Großbetriebe find mit eingeladen. Der Fraktionsvorstand. BSPD.- Buchdruder, 2. Bezirk. Wichtige Zusammenkunft am Donnerstag, 7 Uhr, bei Bierbaum, Bastianstr. 2. Maffei Schwarzkopff- Werke, Bilban. Heute vormittag 9 Uhr bei Wedhorn erforderlich. Der Betriebsrat. ( tes Schüßenhaus) Betriebsverfammlung. Bollzähliges Erscheinen unbedingt Achtung, Zimmerer! Am Mittwoch nachmittag 3 Uhr findet im Gaat des Gewerkschaftshauses eine Bersammlung fämtlicher Bertrauensmänner und Betriebsräte für das hoch, Beton- und Tiefbaugewerbe statt. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zum Lohnabbau. 2. Bericht über Fahr- und Laufzeit. Deutscher Holzarbeiterverband. Taubstumme! Am Mittwoch, dem 9. Januar, abends 7 Uhr: Ordentliche Generalversammlung im Verbandshaus Rungestr. 30( Arbeitslofenfaal) Tagesordnung in der Bersammlung. Bilaktliches Erscheinen aller Kollegen ist Pflicht! Der Obmann. Berantwortlich für Politik: Ernst Renter; Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: F. Eplorn; Feuilleton: K. 3. Döscher: Lotales und Sonstiges: Kris Karstädt; Anzeigen: Th. Glode; fämtlich in Berlin. Verlag: Vorwärts- Berlag 6. m. b. H., Berlin. Drud: Vorwärts- Buchdruderei und Verlagsanstalt Paul Ginger u. Co., Berlin SB. 68., Lindenstraße 3. Hierzu 1 Beilage. Neues Operetten- Theater Guido K Der eusche 72 Uhr Thielscher ebemann Schwank i.3Akt.v.Fr.Arnold u.E.Bach Guido Thielscher, Else Bäck, Herta Bartz, Hedda Neuhoff, Julius Brandt Fritz Delius, Richard Ludwig Komische Oper Metropol- Varieté All abendlich 7/2 Die größte Rexue des Kontinents: Die Welt ohne Schleier 84 Behrenstr. 54 84 Der gr.NeujahrsVarieté- Spielpl. Claire Waidoff mit Jenny Schäck u. Siegm. Flatow 3 Arions Walhalla Frieda Weber- Flessburg Theater Weinbergs weg 15 Weltattraktionen 2 Georg Flowers Max Marzelli G.T.Neer u. Delar Réka:: W.Picard Bogart& Barley Vorzügl.Küche Gutgepflegte Biere a.Weine ReichshallenTh. Tägi. u.Sonnt. 3 U. Alexanderplatz 2,1½ U. Dessen, Zigaretten, Stettiner Zigarren Tabake. Sänger Apollo- Theater 1½ Uhr Dir.James Klein 7 Uhr Das wel ristor Schauspiel: Volk und Krone 1. Teil aus Em.Ludwigs Bismarck- Trilogie Ueber.00 Mitwirkende! Dargsslelif v. d. prominentest. Bühnenkünstlern Das von uns eingeleitete Liebeswert hatte einen sehr erfreulichen Erfolg. Wir haben Mark 18935 875 000 000 000.an die Deutsche Altershilfe abführen tönnen. Kur. Crier Affiengesellschaft Schwerthof Köln Wenesti..20 Metallbetten Russen.. 7 Stahlmatratz., Kinderbetten dir an Priv. Zigarren. 60 Kat. 30A frei. Eisenmöbelfabr. Suhl Thür. Tabak Pfd. 2,85 Bfb. 45. Marienburg, Helle, reine Kernseife, 5 Bf. 35 Gut eingeführte Bertreter gesucht. Bozenerstr 9. Stefan 939 Seifenfab. Dirdjenstr. 20, Bhf. Alexanderpl Schöneberg. Nr. 11 41. Jahrgang Beilage des Vorwärts Beim Schneeschippen. Zwangsarbeit. Aus den Erfahrungen eines Erwerbslosen. Dienstag, 8. Januar 1924 und schleunigst abgebaut werden müssen. Dabei wurden die Breise der Borkriegszeit als geeigneter Anhalt zur Beurteilung der reinen Goldmarkpreise bezeichnet und veröffentlicht. Bekannt ist auch die einheitliche Preisschilderverordnung in Preußen. die im wesentlichen auf einem Entwurf des Landespolizeiamts beruhte und später unter feiner Mitwirkung zur Grundlage über Preisvorschriften und Preisverzeichnisse gemacht worden ist. Neben seiner eigenen Tätigkeit hat das Landespolizeiamt auch „ Die schlimmste Arbeit ist Arbeit suchen!" Ein Wort voller follegen" bemerken seine Verlegenheit. Sie spötteln und wiheln die der Wucherstellen des Landes einer Kontrolle unterzogen. Die Wahrheit. Jede Nachfrage nach Arbeit ist vergebens. Viele Ar- über die Befangenheit des Armen. Arbeit schändet nicht! fagen die statistische Uebersicht über die Tätigkeit der Polizeiverwaltungen im beiter sind nun schon länger als 26 Wochen arbeitslos und gehen wieder. Sie schippen luftig drauflos, vergnügt und wie in bester abgelaufenen Jahre gestattet zugleich einen Ueberblick über den ebenso lange schon„ stempeln". Der große Kaum der Erwerbs- Stimmung ein Lied pfeifend. Doppelt leicht würde die Arbeit für sie umfang der den Polizeiverwaltungen durch die Bucherbekämpfung lofenfürsorge ist schon überfüllt. Dicht gedrängt, kopi an Ropi etwas bezahlt gäbe. Leider gibt es keine Ertrabezahlung. Arbeits- anfallenden Arbeit. Danach haben die preußischen Polizeiverwal stehen die Wartenden, die Ausgestoßenen der Gesellschaft. Heute pflicht ohne Bezahlung! Originell sehen ja solche Schneeschipp- tungen in 11 Monaten des Jahres 1923( Januar bis November) geht es hier besonders lebhaft zu. Ein geheimnisvolles Naunen folonnen aus. Der Fremde, der nach Berlin kommt und diese insgesamt 136 431 Anzeigen bearbeitet und an die Staatsanwalt. geht durch den Raum. Man hört so etwas wie:„ Es jibt Arbeet" Schneeschipper fieht, wird im ersten Augenblick etwas verwundert schaften abgegeben und 2548 Handelsuntersagungen flüstern. Aber was für welche! Einer nach dem andern wird ab- sein. Er wird sich sagen, die Berliner Straßenarbeiter werden ja ausgesprochen. Berlin ist an diesen Zahlen mit 27 225 Anzeigen tommandiert zum Schneeschippen( außer den Arbeitsunfähigen). immer nobler Denn die Leute, die da Schnee fegen, schippen und und 377 Handelsuntersagungen beteiligt. So mancher, der ahnungslos feine Karte zum„ Stempeln" abgibt, schieben, haben natürlich feine Berufskleidung an, sondern sind se erhält sie nicht wieder. Dafür aber zu seinem Erstaunen ein nach Bermögen gekleidet. Der eine hat einen modernen Boletot an. Andere arbeiten mit Schlips und Kragen. Als Kopfbedeckung Zettelchen wie folgt: tragen fie Hüte, moderne und unmoderne, Glocken und Kalabreser. Einige haben es sich nicht nehmen laffen, mit richtigen Bügelfalten zu erscheinen. Es ist ein außergewöhnliches Straßenbild. Herr am Drt und Stelle erscheint zur Pflichtarbeit " Sträuben, Bitten oder Drohen ist zwecklos. Wer das Anfinnen ablehnt, erhält kurz und bündig die Antwort: Wenn Sie die Pflichtarbeit nicht annehmen, wird Ihnen die Unterstützung ent zogen!" Das hilft, wohl oder übel sieht er sich gezwungen, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Die Arbeitsverteilung. In den ersten Tagen nach Infrafttreten des Regierungserlaffes weigerten sich z. B. auf der Erwerbslosenfürsorge in Weikensee zirka 33 Brez. aller Arbeitslosen die Pflichtarbeit zu leisten. Zum aller größten Teil waren es Jugendliche, darunter besonders ungelernte Arbeiter. Heute tommt eine Arbeitsverweigerung so oft nicht mehr vor. Als Pflichtarbeit sieht die Regierungsvorlage zunächst 24 Stunden Schneekehren oder ähnliche Arbeit vor. Bunft 7 Uhr am frühen Morgen, wenn es noch fast dunker ist, müssen die zum Schneeschippen Abfommandierten sich schon auf einer Zentral- oder Nebenstelle der Gemeindedepots einfinden. Es treffen sich hier so 100 Mann. Gleich nach 7 Uhr wird die Liste verlesen. Dieser und jener fehlt noch. Die Bescheinigungen zur Pflichtarbeit müssen nun abgegeben merden, und dann gehts offiziell los. Die Wartenden werden in Gruppen von je 10 bis 20 Mann eingeteilt. Dede Ko lonne erhält nun ein bestimmtes Straßenviertel zugewiefen. Aeußerst lebhaft schmunzelnd und grinsend verteilen die Straßenfeger die Gerätschaften: Besen, Schippen, Schneeſchieber, Korren ufm. Jeder ift für den übergegebenen Gegenstand hoftbor. Ein städtischer Arbeiter übernimmt die Leitung und Beaufsichtigung. Kolonnenweise, Bide, Besen, Schippe auf der Schulter, gehts los. Schipp! Schipp! Hurra! Der Kolonnenarbeiter felbft arbeitet auch tüchtig mit. Er will ein gutes Beispiel geben. Hin and wieder reißt er einen saftigen Biz und mahnt einen Nachlässigen zur Arbeit. Alles geschieht im größten freundschaftlichsten Ton. Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, daß er selbst wünscht, wieder die Sonne hervorkommen zu sehen, die dem Schneeschippen ein Ende macht. Gegen den Wucher.. Ein Tätigkeitsbericht des Landespolizeiamts. Der Präsident des Landespolizeiamts beim Ministerium des Innern, Genosse Grzesinsti, hat an den Minister einen Bericht über die Tätigkeit des Landespolizeiamts im abgelaufenen Jahre erstattet, der auch für die weitere Deffentlichkeit von Interesse ist, nicht nur weil das Landespolizeiamt in erster Linie mit der Wucher bekämpfung sich zu beschäftigen hat, sondern auch weil die Einheit. lichkeit der Wucherbekämpfung und ihre zentrale Leitung in seiner Hand vereinigt liegen. Seine Tätigkeit hat sich nicht darauf beschränkt, Gutachten zu erstatten, Anweisungen zu erteilen, felbft Bucherfälle zu verfolgen, sondern es hat seine Hauptaufgabe darin erblickt, vorbeugend zu wirken und auch durch Anregungen und Vorschläge bei den Zentralstellen auf Misstände und Unzuträglichkeiten hinzuweisen und Vorschläge für ihre Abstellung zu machen. Ein Kampf um den Mann. Das Salzsäureattentat einer Eifersüchtigen. Der Kampf um den Mann hat eine liebestolle Frau zu einem Salzsäure attentat auf ihre vermeintliche Nebenschlerin veranlaßt. Die schon in vorgerüdtem Alter stehende Arbeiterin Berta Sch., die ebenso wie ihre Neben buherin, eine Frau M., die gleichfalls nicht mehr ganz jung ist, von ihrem Mann gefchicden ist, hatte einen 24 jährigen jungen Mann, der eben aus dem Zuchthaus entlassen worden war, bei sich aufgenommen und mit ihm ein Liebesverhältnis an gefangen. Sie hatte selbst faum ihr Austommen und mußte Aufwartedienste tun. Seit Jahren war sie mit Frau M. befreundet, die in besseren Verhältnissen lebte. Dem jugendlichen Geliebten" schien es bei Frau M. besser zu gefallen, und das mißfiel Frau Sch. sehr. " Sie erging fich in tuntien Andeutungen, was fie alles maten würde, wenn die M. ihr den Liebhaber abfpenftig machen würde. Eines Tages trafen die beiden Rebenbuhlerinnen sich in einem Produktenfeller, und hier gerieten die Damen sich um den„ Velgeliebten" buchstäblich in die Haare. Frau Sch. warf der„ FretinDin" vor, daß sie nach einem Buchthäuser" angle, und diese pa rierte den fürchterlichen Angriff mit der Argumentation, daß fie fo etwas gar nicht nötig habe, weil sie einen festen" Freund brochenen Auseinandersehung goß Frau Sch. der Gegnerin eine befäße. Im Verlauf der von Handgreiflichkeiten angenehm unter. Flasche Salzsäure über die Rückenpartien. Immerhin trang die äßende Lauge durch das Kleid hindurch, und Frau M. erlitt grö here Brandwunten. Das Schöffengericht hatte Frau Sch. wegen ge fährlicher Körperverletzung zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Bor der Berufungskammer des Landgerichts I, die die Berurteilte daß sie in Notwehr gehandelt habe, da fie angegriffen worden sei. als Berufungsinstanz hatte anrufen lassen, behauptete Frau Sch., gegeben habe. Ihre Gegnerin habe gerufen, daß fie das Weib Die Zeugin M. beftritt mit Entrüstung, daß fie Anlaß zur Eifersucht 3eitlebens blind machen wolle. Frau Sch. habe sogar mit der Salzfäureflasche blind wütig eingefla gen und ihr Verletzungen durch Glasfplitter am Stopf und an den Armen beigebracht. Eine Augenzeugin schilderte den Kampf der Amazonen" in sehr realistischer Weise. Beide hätten sich mit den ägein das Geficht bearbeitet und die haare bu chel weise ausgeriffen, gebort und fich eng umschlunges auf dem Boden gewälzt, wobei fie fich in nicht wiederzuge bender Weise beschimpft hätten, Der Verteidiger war der Meinung, daß es sich hier um einen Stampf Ciebesrasender Frauen gehandelt habe und daß die Schuld fich auf beide Parteien perteile. Unter Berücksichtigung dieser Gesichtspunfte ermäßigte die Straffammer das Urteil auf 5 Monate Gefängnis unter Anrechnung von einem Monat der Unter fuchungshaft. Für die Reststrafe erhielt sie eine Bewährungsfrift gegen Zahlung einer Buße von 10 Godmart. schaft und der Preisbildung, und zwar vornehmlich auf In erster Linie waren es Fragen der Ernährungswirt. des Landespolizeiamts in Anspruch nahmen, hier besonders Früh dem Gebiete der landwirtschaftlichen Produkte, die das Intereffe obst und Frühgemüse und infolge der Knappheit des Vorjahres Sartoffeln, die sämtlich eine starte Tendenz zur Preissteigerung zeigten. Ebenso hatten Bieh- und Fleischpreise das ganze Jahr hinAn Ort und Stelle angelangt, weist der Leiter jedem einen durch eine außergewöhnliche Höhe, wobei die in den Preisen liegenArbeitsplay an. Die Arbeitslofen beginnen nun ihre Arbeit als den Verdienstspannen der einzelnen Verteilungsstufen derart verSchnecschipper. Schipp! Schipp! Hurra! Cine rosige Arbeit ist es schleiert wurden, dak ohne eine genaue Unterfuchun nicht erkennbar nicht. Bis zum Knöchel und noch tiefer stehen die Leute im war, an welchen Stellen im eigentlichen Sinne Wucher betrieben fomuhigen Schnee. Das Schuhwert ist bei vielen ausgetreten und wurde. Das Landespolizeiamt ist deshalb für die Einrichtung der hadhaff. Es gibt naffe Füße. Aber des morgens ist der Schnee leberwachungskommissionen auf sämtlichen Dom Rechtfrost fo hart und so fest aefroren, daß mancher bei der un- Biehmärften durch Reichsverordnung eingetreten. In der gewohnten Arbeit Blut und Wasser schwitzt. Harte Stellen und Sorge um die Preisbildung für Milch, Butter, Käse und Eier geeBlasen gibt es an den Händen. Berfrorene Finger gibt es lang es ihm durchzusehen, daß der Ankauf von Eiern beim such noch zu. Nicht jedem macht diese Arbeit Vergnügen. Einer Erzeuger erlaubnispflichtig gemacht werden fann. macht 3. B. ein unheimlich brummiges Gesicht, er focht vor But tiger noch ist die von ihm im Bufammenhang mit der Entwicklung und beißt die Zähne zusammen. Das hätte er sich doch nie träumen der Geldverhältnisse eingeführte Einrichtung der Preisnotie loffen, daß er bei Wetter und Wind, Eis und Schnee als Straßen- rungen für eine große Reihe von Lebensmitteln des Mahrungsreininer tätig fein muß. Gewiß hat wieder die gottverfluchte Re- mittelgroßhandels. Nach Einführung der wertbeständigen 3ahpublik schuld. Ein anderer wieder, der etwas auf sich gibt", ficht lungsmittel hat das Landespolizeiamt als erste behördliche Stelle mit 70 000 Goldmart durchgebrannt ist ein 25 Jahre alter, Bekannte auf der Straße. Schnell sieht er bei seiner Arbeit" öffentlich darauf hingewiefen, daß nunmehr die durch die künstlich aus Rußland gebürtiger Kaufmann Mandel Chaikin, der gi ängstlich und verschämt zur Seite. Was sollen denn bloß die Leute niedrig gehaltenen amtlichen Berliner Dollernotierungen vielfach Dresden in der Fürstenstr. 1 wohnte. Wie festgestellt wurde, von ihm denken. Hol der Teufel diese Arbeit. Seine Arbeits- überhöhten Grundpreise keine Berechtigung mehr haben ist er mit dem Zuge nach Berlin abgefahren. Man vermutet, 68] " Copyright Georg Müller, München. Die Lofotfischer. Roman von Johan Bojer. Da bemerkte einer ein Staväringerboot mit Topsegel, das allein hinter den anderen Booten herfuhr, quer über den Westfjord. 1 Wer mag das sein?" fragten einige und starrten hinüber. „ Schwerenot, dos ist Andreas Efra!" rief Jakob. Also auch dies Jahr ist er uns heimlich davongefahren." Die Südländer blidten einen Augenblick diesem Kameraden nach, der ihnen wieder so einen Poffen gespielt hatte. Nein, dieser Andreas, dieser Andreas! Aber jetzt eilte man sich. Die Nezze wurden eingezogen, die Ruder ausgelegt, und nun ruderten Hunderte von Booten um die Wette, die alle an Land und zuerst die Heimreise antreten wollten. Der alte Elias Flata verdrehte die Augen und legte sich ins Zeug. Hatte er Krankheiten, so mußte er sich jetzt gefund rudern. Es wurde bis spät in die Nacht hinein gearbeitet. Es war viel zu ordnen. Aber am nächsten Morgen waren die meisten fertig, die Kambüse stand im Hinterschiff, der hohe last war errichtet.„ Lebt wohl und habt Dank für dieses Jahr!" Nordländer und Südländer winkten sich mit den Südroestern zu und strömten aufs Meer hinaus. WichFahrzeuge die Segel hissen, überall Segel, Segel, und alle hasteten davon nach Küsten, die weit, weit entfernt lagen. 33. So blau fonn der Westfjord sein. So gutmütig können die Wellen sich in Sonne und Wind tummeln, wie fröhliche Kinder, die Purzelbaum schlagen und vor Lust jauchzen. So warm fann der Wind wehen, obwohl es noch Zipril ist und in Fjorden und Tälern der Schnee mannshoch liegt. in einer schrägen Linie gerade auf einen sonnenfarbenen Schneegipfel zu, der am Horizont im Südosten gerade noch fichtbar war, das war der Landegode, und dorthin wollten fie die zwanzig Meilen über das Meer bis zum Abend kommen. Segel waren vor ihnen und hinter ihnen und zu allen Seiten, und sie schaufelten auf diefer breiten Fläche von blauen, sanften Wellen. Die braunen Boote mit den geschwellten Segeln ritten auf den Bogen und ließen sich in Licht und Schaum mittragen, das war eine Lust für alle, aber schließlich Dieses Heer von Segeln zerstreute sich nach allen Seiten, hatte die Belle teine Zeit mehr, fie rollte weiter und ließ das durch die Sunde nach den Vesteraal- Inseln, andere nach Nord- Boot auf der nächsten nachkommen, hui, wie das sprühte! often, wo sie an Harstad und Ibbestad vorbei durch die Schären Die Nordlandboote flogen so leicht dahin mit den feinen Linien freuzten und weiter nordwärts an der unendlich langen Fin- und den großen, lohfarbenen Segeln; es war, als fönnten marktüste entlang fuhren. Die aber nach Osten wollten, nach fie fich jeden Augenblick aus dem Meere emporheben und dem Festlande oder weiter füdlich, die flogen bei günstigem Schwingen bekommen. Der Bootsführer faß mit der Binne inde dahin, so wie es sich gehört, wenn man um die Wette luvwärts und war gut Freund mit Wind und Wetter. Und fegeln will. Die Staväringerboote fonnte man heraustennen, mitten in dem Schwarm der Boote eine schwere Jacht mit weil sie über dem hohen Rahegel auch ein Topsegel hatten flachem Hintersteven; sie blies die Baden auf und feuchte und ganz oben am Mast einen roten Wimpel, der im Winde dahin wie eine schwerbeladene Torffrau, wartet doch, ihr guten zitterte. Leute, puh! Seit Hunderten von Jahren tragen diese Jachten einen schwarzen Wimpel am Segel zur Erinnerung an den Dichter) der Nordländer, und noch heute ist es, als trügen fie Trauer an Bord. Aber weiter meg furcht ein spikes Lifterboot die Wellen, erbittert, daß es den anderen nicht voran ist, und ein Stük leewärts stampft eine schwere Galeaffe mit einer Unmenge non grauen, dreieckigen Segeln. Und westwärts an der weißen Lofotwand, die im Sonnengolde sich immer weiter in das Meer hineinschob, fah man weiße Gegel, die immer fleiner anzusehen waren, je weiter entfernt die Fischerpläge maren, aus denen sie ausfuhren, von Balstad, Sörvaagen und Gloppen: man fonnte sie als fleine Bunkte imter dem gelben, lichtzitternden Himmel wahr nehmen. Der Nordwind frischte auf, und es war leicht zu beweisen, Ueber den blauen Westfjord ging es, ein Schwarm fliegen mer auf Gee zu Hause war. Sturm und offene See, das ist der Segel, die alle von Heimweh gefchmellt wurden. Ganz für manche, aber nicht für alle. Es gehört etwas dazu, bis Es wurde still zwischen den Klippen, so leer an Booten, plöklich war in allen Gemütern diese Sehnsucht erwacht, dem der Führer eines Staväringerbootes das Top'egel streicht, die Stille so hörbar zwischen den Ladefpeichern. Jetzt hielt die Frühling und der Sonne entgegenzufahren, dieses Verlangen wenn er auf der Fahrt füdwärts ist: das Boot ist schwer und Möwe hier ihren Einzug. Sie schwang fich über die Felsen nach grünen Hängen und Wäldern mit springenden Kneipen, behäbig, weil es so lange in der See gelegen hat, und im auf weißen, sonnenglizernden Flügeln, ließ sich auf die nach kleinen Hütten auf Landzungen und drinnen in Fjorden, Schiffsraum find etliche Tonnen mit Leber, das Boot verlangt blauen Sunde nieder und begann nach Abfällen zu tauchen. Dort im Süden, ganz weit im Süden, hundert Meilen von Und es wurde so tot zwischen den Fischerhütten, wo es hier, ganz, ganz weit im Süden. noch vor kurzem von Männern gewimmelt hatte. Jetzt starrten Die befreundeten Mannschaften versuchten auch jetzt bei die Fenster, grau vom Seetreiben, aus leeren Stuben, in denen fammen zu bleiben. Wohl war Andreas Etra heimlich vorausman in der Eile vergessen hatte, den Fußboden aufzuwaschen, gefahren, aber die„ Meerblume" durchschnitt ganz in der und wo ein rußiger Kaffeeteffel und ein schwarzer Topf mit Nähe der„ Robbe" in Lee die Wellen und Ber Suzansa Resten darin stehengeblieben waren. Sie mußten Dreiviertel- fchäumte ein paar Bootslängen luvwärts dahin. Und die drei jahr warten, bis wieder Leute ins Haus famen. Bootsführer blickten weltwärts über das Meer nach einem Draußen auf einer Klippe stand ein Mädel, die Hände auten Kameraden mit geftängtem Segel, der im Winter von in den Seiten, und starrte einem bestimmten Boot nach. Der Stamsund ausgerudert war. Wind zauste in ihrem Haar und sie atmete schwer, vielleicht weil ihr Kleid so eng geworden war. Sie sab die Dampfer hinausfteuern, sah Jachten und Jetzt nahmen sie nicht den fürzesten Weg über den Westfjord, um sich in der Nähe des Festlandes in Sicherheit zu bringen, nein, jetzt ist der Tag fo lane und fo bell fubre Segel. Und der Führer steht da und schwingt die Binne über dem Südwester, und die warme Sonne scheint ihm ins Gesicht. Heute ist er fanft, er ist wieder auf der großen Reife, unterwegs zu irgendeinem Glück, das ihn dort hinter den roten Boffen, die er am Horizont fieht, erwartet. Und jeht hat er günstigen Bind, jetzt kommt er! Und das Boot oiel mehr als ein Boot, es hat sich aus graufernen Zeiten herangelegelt. einftmals war es ein Langschiff, und noch heute steht der Führer hier und ist kein Fischer, sondern ein Häuptling. *) Better Daß, 1647-1708. ( fectfegung folgt.) baß er bier verfuchen wird, eine Anzahl Scheds anf den Namen Walter Jung zu Gelb zu machen. Chaikin ift 1,70 Meter groß und hat schwarzes Haar und ein hageres Geficht. Er wird wohl einen falschen Ramen führen. In seiner Begleitung befindet fich eine Frau Dora Klein, die ihr dunkelblondes Haar fura gekhnitten trägt. Mitteilungen über das Auftauchen des Bärchene an Kriminalfommisar Bender, Dienststelle AI im Zimmer 106 Ses Bolizeipräfibiums. Zahlen der Not. GU Arbeiter- Sport. Zur weiblichen Gymnastik. rhnthmischen Gymnastif führen. Und die rhythmischen Uebungen müssen einen geistigen Inhalt haben, nicht planlos eine Illustration zur Musik sein. Wenn wir zu dieser Erfenntnis fommen, wird auch das jebige Uebermaß an Rhythmus", das den älteren Turnerinnen nicht zusagt, verschwinden. Jeder Meister muß erst durch die Lehre gehen und fich mit elementoren llebungen begnügen. Wer zunt Führer auf dem Gebiete des Frauenturnens berufen ist, wird vieles durch die Bigman- Tänze lernen. Arbeiterfegler! werder( Berliner Bafferwerke). Segelflub 1919 Stralau, e. B. Geschäftsstelle: Witte, Berlin 2. 17. Bobiderstr. 3. Bootsplag: Strotau- Rummelsburg. Barallelweg. Berein Berliner Jollenſegler, e. B. Geſchäftsstelle: B. Grund, Berlin D. 112, Solteiftr. 18a. Bootsplak: Reſtaurant Bw. Schonert, Stralau. Waffersportverein Nerbfern, e. B. Gefäftsstelle: E. Delfin, Svanhau, Schülerbergür. 8. Eeglervereiniorna Rieberschönemeibe, e. B. Bootsvlak: Restaurant Reptunshain, Niederschöneweibe. Geschäftsstelle: Bruno Golasse, Berlin St. 37, Rastanienallee 30. Man schreibt uns: Die weibliche Gymnastik ist besonders in der Nachkriegszeit in einer vollen Umwandlung begriffen. In seinen Anfängen lehnte fich das meibliche Turnen start an den llebungs Jaff ein Bierfel der Berliner Bevölkerung ist unterstützungs- ftoff der Männer an, ergänzt durch Reigen und Boltstänze Bad bedürftig. aber zeigte sich, daß das auf einen starten Oberförper und Kraft Die städtischen Nothilfsmaßnahmen brüden fich in ihrem Um. ber Armmustulatur basierende Männerturnen für Mädchen und Frauen nicht geeignet war, daß vielmehr aus anatomischen Grünjange in einbrudsvollen Zahlen aus, die das Statistische Amt der ben ein ganz neuer Ulebungsstoff notwendig erscheint. So ents Stadt Berlin foeben veröffentlicht. Allein zur Behebung der Ar- standen an den Geräten eine große Anzahl neuer Uebungsformen, beitslosigkeit hat der Magistrat vom 1. Oftober bis 30. November die dem weiblichen Körper vorzüglich angepakt sind und um deren Dem Berliner Bettsegelverband find folgende Bereine ange Ausgaben für Rotstandsarbeiten der Hochbau- und Propagierung sich der Arbeiter- Turn- und Sportbund sehr ver schloffen: Tufbauverwaltung bewilligt, die nicht meniger als rund 690 000 bient gemacht hat. Die seit einigen Jahren bestehende Bundes Schendel, D. 34, Ridthafenstr. 7. Bootsplag: Comödmis, neben Baldidyll. Freie Bereinigung des Tourensegler Grünan, e. B. Geschäftsstelle: B. Boldmart ausmachen. Außerdem find Anfang November für den schule des Arbeiter- Turn- und Sportbundes in Leipzig wie die Segelflub Fraternitas, e. B. Geschäftsstelle: G. Bock, Berlin D., MarkgrafenInfauf von 8000 ubitmeter Brennhola 12 000 Filialen in ben großen Städten, so auch in Berlin, haben neben bamm 5. Bootsplag: Abpenic, Wendenschloß, Marienſtr. 60. Segelflub 1898, Dollar bemilligt. Hieraufhin fonnten verteilt merben: an 64000 bem mweiblichen Geräteturnen einen neuen Zweig in ihr Programm plas: Grünau, Röpenider Str. 28-25. Segelfinb Wenbenschloß, e. V. Ge. c. B. Geschäftsstelle: D. Röhler, Berlin- Oberschöneweide, Glabyftr. 24. Boots. arme und notleidende Rentner 15 000 Rubikmeter Holz, 4500 3ent aufgenommen, die rhythmische Gymnastit, die unter Mufitafistelle: F. Mener, Berlin, Weißenburger Str. 9. Bootsplak: Rövenia, ner Braunkohlen und 1750 3entner Brifetts. Die städtischen begleitung Tanz und Freiübung in harmonischer Form verbindet. Wendenfchloß, Benbenftraße. Tourenſegler.Bereinigung, e. B., Tegel. Geschäfts. Boitsfüchen Speiſten am 30. November zirka 32 000 Berfonen, Gelegentlich des Bundesfestes in Leipzig wie auch bei Werbefestent ſtelle: B. Gidhorst, Berlin N. 65, Brüffeler Str. 37. Bootsplay: Tegel, Am Gänse havon faft ein Drittel unentgeltlich, faft zwei Drittel zum vollen der Turnerinnen in Berlin haben wir bereits die ersten Erfolge Breile( damals 25 Bf.), den kleinen Reft zum Biertel- und halben mefehen. Diese rhythmische Gymnafiit befindet sich noch in ihren Breise. Fast ein Biertel der Berliner Bevölfe. Anfängen und tastet nach Begen zum Ziele der fyftematischen weib rung, nämlich 960000 Berfonen, gehören zum lichen Körperfutur. Einiges Charatteristische auf diesem Gebiete Rreise ber Unterstüßungsbedürftigen. Hierbei zu martieren, fei 3med der nachfolgenden Reilen.- Mary ftehen an der Spike am 8. Dezember ungefähr 350 000 unterſtügte i am an, die fürzlich mit ihrer Truppe im Theater am Stollen Erwerbslose und Kurzarbeiter, fomie etwa 130 000 ihrer unter: borffplak gaftierte, läßt ihre Tänze und Bewegungen nicht Selbststützten Angehörigen. Hierzu tamen zirka 255 000 Striegsbeschädigte zwed fein, fondern fie illustrieren uns das Leben, find nur Mittel und Kriegshinterbliebene und 60 000 Sozialrentner mit 40 000 An zum 3wed. Der Turner will die llebungskunft als folche wirten gehörigen, 25 000 laufend Unterſtüßte mit 37 000 unterhaltungs- faffen, bier wird all die Körperschönheit und bewundernswerte berechtigten Angehörigen; 9200 Kleinrentner mit 4000 Angehörigen, Geschmeidigkeit der Glieder zur dramatischen Dorstellung einer 14 500 Mitersheim, Siechen, und Irrénanstalteninfassen, 5000 Db Sache, zum Erleben! Aufruf!" In Gruppen gehen die Körper bachinfaffen, 3000 Stiftsinfaffen. elastisch auf den Fußipizen aneinander vorbei, vorwärts und riid. märts, unhorbar, traftvoll stampfen die Füße. streden und stoßen bie Arme, um wieder unhörbar die Beweglichkeit aller Glieder zu Generalpetfammlung ftatt. Das Erscheinen fämtlicher Mitglieder zeigen. Aber das Marfante und Starke übermiegt, es ruft zum Wir Bewußtsein der Kraft der Menschen auf. Wanderung." erleben fie. Nicht im Haften und Jagen über Kilometer. Still und beschaulich als maturbetrachtung, ein Gehen und Betrachten, ein Ermüden und Weiterziehen. Rum Drama werden„ Chaos" und Bision", ergreifendes Schauspiel ohne Worte. Im Gruk und Finale" bietet sich uns ber Frnhfinn und das Heitere des Bebens. Antlänge an unfere Reigen. Fröhliches Borbeiziehen der Reihen, Hüpfen und Gehen in wohliger Wärme, und in Sonne sehen wir die Menschen in Stunden des Glüds und der Freude. Beachtenswert ist die zum Ausdrud tommende Kraft, die der Ueberfeinerung der jezigen weiblichen Erziehung Trok bietet. Was mir sehen, ist aber nur dos Resultat! Diefe Beweglichkeit der Füße, Hände und Finger, die Biegfamkeit der Körper, fehen eine große Vorarbeit voraus. Und dies ist wohl für die weibliche Rörpererziehung die Lehre: Die rhnthmifd Gymnastik darf nicht Tonesarbeit fein, sondern nur Resultat! Die Lagesarbeit foll im Formen der Körper und Glieder, in der Gewinnung von Kraft beftehen. Freiübungen und das neue Geräteturnen müffen bie Basis bilben, die bann in ihrer Bervollkommnung zur Die Schießerei in der Solbiner Straße. Das Feuergefecht in der Soldiner Straße, über das wir be richteten, beschäftigt noch weiter die Abteilung 1A des Bolizeipräst. blums. Es unterliegt mohl feinem 3meifel mehr, daß ber uns befannie Mann, der in der Brinzenallee 62 tot aufgefunden wurde, bei diesem Zusammenstoß die tödliche Kugel erhalten hat. Der Botzeiwadtmeister überraschte 4 Mann er, die dabei waren, ein befannies Münchener Platat mit einer Germanenfigur und ber Auffchrift Siegfried Hitlers an die Häufer zu leben. Bon Als der diesen Blataten besaßen die Leute eine große Menge. Beambe die Herausgabe verlangte, hielten zwei Männer fie hinter fich mit den Worten: So was gibt es nicht!" Die beiden anderen schoffen" sofort auf den Wachtmeister und trafen ihn an den Armen und an der Brust. Der auf die Brust gerichtete Schuß wäre tödlich geworden, wenn nicht die Kugel gerade auf die Brief afche des Angeschossenen aufgeschlagen und so aus der Richtung gelenkt worden märe. Der verlekte Beamte fonnte nur mit groei Schüffen erwidern, weil eine Ladehemmung seine Bistole für den Augenblick unbrauchbar machte. Er ging nach der Flucht der Angreifer nach der Wache des 49. Reviers und dann ins Kranten baus. Eine halbe Stunde später, furz vor 7% Uhr, meldete ein Mann auf der Wache, daß auf dem Flur des Hauses Brinzenallee 62 jemand anscheinend in den legten Zügen liege. Das sind nur 200 bis 300 Meter bis zum Orte des Zusammenstoßes. Als ein Beamter des Reviers hintam, mar der Mann an den Folgen eines Bauchschuffes bereits gestorben. Man fand bei ihm eine Bistole 0,8 mit noch trei Schuß, aus der frisch geschossen war. Die Kugel, bie der Wachtmeister erhalten hat, zeigt ein anderes. Saliber. Der Tote befaß außerdem 2 Dietriche und drei Schlüffel. Seine Beriönlichtett fonnte noch nicht festgestellt werden, weil er feinerlei Bapiere bei fich hatte. Mitteilungen zur Feststellung ber Bersönlichkeit unb zur weiteren Aufflärung merben bei der bteilung 1 A, im Zimmer 339, hausanruf 21 298. im Polizei profidium entgegengenommen. Groß- Berliner Parteinachrichten. Achtung, Parteigenossen und Kassierer! Aus Rücksicht auf die große Ueberteuerung aller Bureau. bebarfsartifel, fowie die vom Barteivorstand nachträglich er. höhten Anforderungen an die Bezirte, im weiteren Hinblick auf den benorftehenden Barteitag und die Reichstagswahlen hat her erweiterte Bezirksvorstand in feiner Sigung vom 22. Dezember 1923 beschlossen, den Beitrag pro Januar für Männer auf 20 Pf. und für Frauen auf 10 Bf. pro Woche festzusehen. Der Bezirtsvorstand hofft, mit den so festgesetzten Beiträgen nunmehr auf längere Zeit austommen zu können. Er bittet alle Mitglieder bringend, ebenfalls von der Notwendigkeit dieles mit fchwerem Herzen gefaßten Befchluffes überzeugt zu fein, um fo mehr als ja durch die bestehenden Beschlüsse Kurzarbeiter und Ermerbslose mit tiefer Maßnahme nicht belastet werden brauchen. Die neuen Marten find foeben in unferem Birreau eingetroffen, unb merben ben Kaffierern durch die Bost zugestellt.. J. A.: Aler Pagels Kreis- und Abteilungsvorstände! Jue Befprechung der Vorarbeifen für die Reichstagswahl findet am Freitag, ben 18. Januar, abends 7 2hr, in den Mufiter. faleu, alfer- Wilhelm- Ste. 31, eine Vorständekonferenz Hati. Na biefer Sonferens find verpflichtet teilzunehmen der Begietsvorftand. ein weiterer Bertreter der Kreisvorstände, der Abteilungsleiter, beffen Stellvertreter und der Abteilungstaffierer. Bei den zu treffenden Bartelveranstaltungen ist auf diese Konferens Rädlicht zu nehmen. Die ferisporfigenben treffen fich eine Stunde vor der Konferenz an derfelben Stelle. Funktionärausweise 1924. Die Answeise für bie Barteifunktionäre stehen ben Abteilungen aur Ber fügung. Gültigkeit haben bie Ausweise nur, wenn fie mit bem Stempel ber Abteilung und mit ber Unterschrift des Abteilungsleiters verfchen find. Alle fammlungen stattfinden, barf mit der Ausgabe nicht gesagert werden. 17 6. st. 7 Uhr Rahlabende in folgenden totalen: Teplis, Rheinsberger, Ede Schmabter Straße; Schistowsin, fehrbelliner Straße, Ede Raftanien allee. Der Rahlabenb bei Dobrohlam findet Donnerstag 7% Uhr statt. 7. Abt. 7 Uhr bei Dahms, Schlegelftt. 9. Thema: Die außenpolitische Lage Deutfc lands". Referent Genoffe Müller- Hannover, M. b. 2. 8. bt. 7% Uhr in der Schulaula Winterfeldtstr. 16. 9. bt, 7 Uhr bei Sufenbach. Bezleberger Str. 64. Thema: Die Bolitik ber Partei" Referentin Genofin Habwig Wachenheim. 10. 6. 7 Uhr in der Gemeinbeschule M- Moabit 23 ortrag 11. Bot. 7 Uhr bei Berger, Levetofte. 21, Stellungnahure su ben Bor flanbswahlen. 12. abt. 7hr Bahlabenb in bar Cute Stofoder Gts. 82. Stellungnahme Aur Borstandswet. 14. t. 7 Uhr zahlabend in ben bezannten totalen. 15. t. 7 Uhr Sahlabend bei Runge, Aderstr. 49, und bei Obiglo, Steal Tumber Str. 11. Sin Jugendschwimmfeft veranstaltet am Sonntag, den 20. Januar, der 6. Beairt bes 1. Kreises in ber Badeanstalt Friebrishain. Cintrittstarten find schon jest im Vorverkauf im Sporthaus Fichie, Röpenider Str. 108, und Reuton, Raiser- friebrid- Gr. 6, au haben. Eintrittspringsbetin Arbeiter- Sport, unb Rulturfartell Neukölln, 14. Berwaltungsbezirk. Ant Freitag, ben 18. Sanuar, findet in der Walter- Rathenon- Schule, Boddinſtraße, unser 1. Aunabend statt. Konsert, Cefana, Resitation, eber zur Saufe. les Nähere beim Sportgenoffen B. Bolff, Reutöln, Riethenste. 80. Berliner Schwimm- Union 1913. Am Donnerstag, ben 10. b. M., finbet abends 7% Uhr, im Bereinslokal von Torno, GO. 16, Micellirchstr. 28. unfere 1 über 7 Sehre ist unbedingt erforderlich. Am Sonnabend, den 12. d. M., abends 8 Uhr, im Poradiescarten zu Treptow, Großer Wiener Maskenball Erstklassige Ballmufit, Brämiierung usw. Die Uebrnosftunden finden ieben Mittwoch von 7 bis 149 Uhr in der Badeanstalt Bärwaldstraße und jeden Freitag von 47 Uhr bis 9 Uhr im Stadthab Friedrichshain( an der Schillingsbrüde) für fämtliche Abteilungen reserviert ftatt. Das Mitgliedsbuch ist vorauzeigen. Die Uebungsstunden und Gikungen find fleißiger zu befuren. Am Sonntan, den 20. b. M., Dormittags 91 r. im Pereinslotel Don Torno, SO. 16. Jugendfisung; nadmittags Jusendfchwimmfeft. toitsrusiouffes het Moffet, Mendelssohnitt. 14.- Sonntag normittag 11 Uhr Freie Turnerfcheft Groß- Merlin. Donnerstag 7 1hr Sigung des Gesellig. reffuntt im Bontshaus bes Sudervereins Bormäris in Stralau. Sonn tag nachmittag 3 Uhr Turnbelle Straßmannftr. 6, Zusammenturnen der Frauen abteilungen. Brobe am Werbefest. 9thletik- Sport- Club, e. B. Leichtathletik. Soden, Sandball, Rubern. Männers, Frauen, Augendabteiluna. Sehen Dienstag, abends 7 Uhr, Badeabend in her Städtischen Badeanstalt Schillingsbrüde. Reben Freitag, abends 17 Uhr. Sellentraining her männlichen Jugend in der Furnbelle der 115. und er meiblichen Sueens in ber Turnhalle ber 46. Gemeindeferle. 287. Gemeinbeschule, Stoliger Str. 55-56: abends 148 Uhr. Sallentraining ek 9. Die Reumehlen erceben folgenden Porfend: 1. Forkerter: Milli Timer. Berlin D. 84. Grbenter Ete. 89: 2. Berfikender: Artur Seldt: Ge ftsführer: freb Behrenbs. Berlin 9993. 87. Rinaendorfftr. 7: 1. Raferer: Tter Preck. Parmi vienweg. Barmiuerf. 84-85: 2. Raffierer: Franz Steel Sporimeri: Georg Prein. Berlin..-emer Str. 49: Sucend Teiter: Willi Epftube, Berlin GO., Manteuffelfte. 64; 8eugwart: Frig Borchert. 83. bt. Lichterfelbe. 7% Uhr in den Lichterfelber Festfalen( Sochzeitsfaal), Behlendorfer Straße, spricht Genoffe Chufter über„ Die Gemeinschafts fchule". 82. bt. Steglik. Bahlabenb in bekannten Lofalen( Mitgliederversammlung Mittwoch, 16. Januar), für Sübende im total Stomaffer, Sübende, Stefanftraße 1, um 8 Uhr. Bortrag des Fenoffen Landrichter Ruben über„ Dic gefegliche Entrechtung der Arbeiterschaft 25 16. t. 7 Uhr bei Carns, Boltaft, 37, Bortzag bes Genoffen Cmil radji. 18. bt. 7 Uhr Zahlabenb bei Sochheim, Bantifz. 82. 19. t. 7 1hr 3ahlabenb in der Mula ber Grauen Schule, Gothenburger Strage 20. 61 7 Uhr gemteinfamer Bahiabenb bei Benbe, Roloniestr. 147. 21. st. 7 Uhr Rahlabende im Zotel Abolfftr. 12, Bortrag bes Genoffer Mufchid, und im Sdyoader- Haus, Malplaquette. 14-16, Bortrag bes Genoffen Roc. 22. bt. Die Mitgliederversammlung findet am 4. Mittwoch, am 25. b.., tatt. 23. bt. 7 Uhr Sahlabende bei Semandowski, Seeftr. 104, und bei Taube, Müllerftr. 62a. 24. bt. 5% Uhr Munitionärßigung bei Binger, Bins., Ede Chriffburger Straße; 7 Uhr Mitolicherversemmirna in bar Schule Chrißburger Str. 14. Bortrag des Genossen Breuer: Die Bilana ber lekten Peit". Dom Kreisooritanb. 25. 6. 745 Uhr in der Brauerei Friedrichshain, feiner Sacr. Bertrag des Genoffen Schichord über 3 Rohre deutsche Republik". Der Seal ift geheist. 26. t. 7 Uhr im Mustefifchen Fuchs, Softnite. 7, Bortong des Ge noffen Dr. Rorach über Die mirifchaftliche Lage". 27. abt. 7 Uhr in der Grufaula Sonnenburger Str. 20. Bichtige Tages. prdnung. Erscheinen Blicht. 28. 6t. 7 Uhr bei Büttner, Swedter Str. 28. Tagesordnung: Bericht 29. Ft. Die Mitalieberzerfammlung fällt aus und wird verlegt. 30. st. Die Mitgliederversammlung findet umständehalber 8 Tage später statt. 32. 95t. 7 2hr Grunpengah bende: Gruppe Tevert- Gell bei Rromphatbt. Grüner Beg 49: Grrrpe Bartmann in her Soule ershorfer Str. 5 ( Ronferensaimmer). Sonntag, den 13. Januar, 10 hr, in folgenden Lololen: Gruppe Pluge, in ber-hnung des Genoffen Aluge. Araut ftroke 47; Gruppe Meister in der Wohnung des Genoffen Meister, Blumen. fraße 64. Freunde und Betonnte einleben! 85. 6. 7 Uhr Schlebende: Topper, Rigaer Ste. 83: Bellriegel, Rigaer Straße 54: Dreffe, Edreinerir. 18; Bombe, Boigtstr. 25, unb in der Gemeinheschule Samariterftr. 20. 37. 96t. 74 Uhr in ber Schulaula Sausburgfiz. 20, Bozitag des Genoffen Dr. Seligfohn. 38. 96t. 714 Uhr Rahlabenbe: Beairte 184-189 und 198 bei Mopmik, Barnim. ftraße 18. Die anderen Bahiabenbe in ben bekannten Botalen. Besittsführer Taben ein. Die 39. t. 75 Uhr im Sugendheim, Lindenstr. 3. Bortrag bes Genoffen Bande über Religion, Chriftentum und Sozialismus". 40. 6. 735 Uhr bei Reufnet, Sagelberger Str. 20a, Bottoag bes Ganoffen Rienau über Der bevorstehenbe Barteitag". 41. 6. 7 Uhr bei Schult, Marfendorfer Str. 5. Thema: Die Tegten Gr elaniffe und die tommenden Bahlen". Referent Genoffe 2itte. 43. 96. 7 Uhr bei Nabe, Fichteftr. 29, Borirog bes Genossen Edardt über Dia legten Creigniffe unb ber bevorstehenbe Bartetteg 44. 9bt. Uhr im Reid anberger Sof, Reichenberger Str. 147. Thema: Die bevorstehenden Reichstagswahlen". Ref. Gen. Bohm- Schuch, M. b. R. 47. bt. 7% Uhr Distuties und Rablabanbe bei Lier, Staunynftr. 3; Sieben topf, Mustaner Str. 35, und Pflug. Mustauer Str. 1. 85. bt. Tempelhof. Die Rahlabenbe finden in den bekannten Sofalen ftatt. Rentaln. 89. t. 7 Uhr in ber Chule Raiser- Friedrich- Str. 4, Bortrag bes Genoffen Rast Schneider über Der Parteitag und die bendzstehenden Wahlen 00. bt. 7% Uhr im Zeichen faal ber Schule Donauftr. 120. Bortrag über Die Testen politischen Ereignisse und die bevorstehenden Balen Referent Dr. Zavi, M. 5 991. bt. 7½ Uhr im Sarls razten( fleiner Gaal), Karlsgartenstraße. Thema: Die bevorstehender Reid stagswahlen". Referent Genoffe Rebatteur Schiff. 92. bt. 7.Uhr Balabenbe: Besirte 27, 28, 32 unb 88 in Schule Clbeftraße; Besire 81, 44, 45 unb 55 bei Räderik, Innstr. 8; Besizfe 46, 59, 72 und 78 bei Soneiber, Rosenftr. 7. Rein rintamang. 93. st. 8 Uhr in Wolfs Gefellschaftshaus, Bipper, Ede Rird hofftraße, Bortrag des Genoffen Aufhäuser, M. 6. R., über Der Barteitag und die legten Ereignisfe". 94. 6. 71 Uhr 8chlabenbe: 51./53. Bea. im total arch, Schiller promenade 39; 65./66. Bez. reim Genoffen Müller, Laden, Herrfurth ftr. 19; 64., 67., 68., 76., 77. unb 78. Bea. im Lokal Günther, Schillerpromenade 11. 95. 6. 7 Uhr im Sofal Grieger, Leffinafte. 9, Bortrag bes Genoffen Dr. Löwenlein, M. b. R., über Der Parteitag und bie tommenden Steichstagsmahlen-96. 6. 7 Uhr in der Schule Thomas ftraße 20. Thema: Die politische Sage". Referent Genoffe Groger. 97. Abt. 7 Uhr im Reichenfaal ber Gaule Sonasftraße, Eingang Thomas traße 20, Bortrag ber Genoffin Sanna, M. b. 2. Die Fragebogen find ausgefüllt mitzubringen. 401. 1 bt. Treptow. 7 Uhr im Reichenfaat ber Schule Wildenbruchstraße, Bor trag bes Genoffen Stadtarat Dr. Roeder über Moberne Schulgefund heitspflege". Der Bortrag beginnt pünfflich. 102. Abt. Baumsulenweg. 7 Uhr im Reichensaal der Gemeindeschule Rief. holzstraße. Thema: Die Politit der Partei". Referent Genosse Robert 103. Breuer. Seichenfoal bes Realgymnasiums. Reppelinstraße. bt. Oberschöneweibe. 7% Uhr Rahlabend und Mitgliederversammlung im 104. b. Rieberid Bneweibe. 7 Uhr" Bierteljahresgeneralversammlung im Reid en faal der Anabenfchule, Rubower Straße. Thema: Die engliſche Arbeiterbewegung". Referent Genoffe Lindemann, M. 5. 105. 106. 6. Ablershof, 7 hr bei Siege, Bismardir. 29. Thema: Reues Jahr neue Ramole. Die bevorstehenden Reichstagswahlen". Refe. rent Genoffe Briniger, Abt. Johannisthal 1½ Whr bei Schreiner, Friedrichstr. 6. Thema:„ Die bevorstehenben Reichstagswahlen und unfere Partei". Referent Genoffe Frig Zubeil, M. b. R. 107. st. tienide. 7 Uhr bei Meier, Straße ani Faltenberg, Bortrag über Die Testen politischen Ereigniffe" 113. bt. Schmödwig. 8 Uhr bei Baronsti, Berliner Str. 19, 8ahlabend. Lichtenberg. 114. t. 7 Uhr in der Schule Scharnweberstraße, Simmer 79, Bortrag des Cenoffen Senifert über Der bevorstehende Reichsparteitag und unsere Bartei" 415. bt. 714 Uhr in der Schulaula Kronpringen ftraße 10. Thema: Das Ermächtigungsgefes und feine Auswirkungen". Referent Genoffe Thurau. 116. ht. 7% Uhr in der Mittelfoule, Marktstr. 10-11 Referent Genoffe Ebert. 117. bt. 7 Uhr in der Schule üldfte. 60. Thema: Die Gosialbemokratie und die tommende 118. Abi Reidstagswahl Referent Cenoffe Emil Klobi, M. d. 2. 1 Referent Geroffe Al'maier. Bon 7-8 Uhr Behlabend. Um 8 Uhr Abteilungsversammlung bei Tempel, Gudrunftr. 7. Vortrag des Genpien Rietisch über Banern und bas Reich" 119. 6. 71 Uhr im enaeum, Rathausstraße. Thema:„ Die Auswirkungen bes Ermächtigungsgefehes. 122, Abt. Biesbott. 7% Uhr bei Borath, Mara hner Str. 81. Thema:„ Steuer und Finansfragen der Restzelt". Referent Genoffe Kurt Seinig. 123. bt. Weißenfes. 7 in Realgymnasium, Moeldpromenade, Bor. übrigen Ausweise finb ungültig. Da in nädfier Reit wichtige Funktionärver Charlottenburg. 31. t. 2. Gruppe: 7 Uhr bei Baffner, Dandelmann. Pantom. 128. 96t. 7 Uhr Rahlabende: 1. Gruppe bei Mejerowicz, Berliner, Berichtigung! Die unter Begirtsverband gestern cbenb an dieser Stelle erfchienene Roti betrifft nu tie 6. bt. Diefe hat heute abend 7 Dobrohlaw, Gwinemünder Str. 11, Funktionärsigung. * Uhr bei 11. Areis Schöneberg. Saute, Dienstag, abends 7% Uhr, Seitungskommiffions figung. Hente, Dienstag, den 8. Januar: 6. st. 7 hr Funktionärtigung bei Dobroblaw, Swinemünder Str. 11. 74. bt. 8 Uhr bei midten. Rusammenkunft aller Funktionäre. 187. Abi. Reinickendorf- Beft: 7½ Uhr Funktionärstzung im Boltshaus, Gharn. weberftr. 114. Junglonialisten. 8 Uhr in ber Juristischen Sprechstunde, Bindenftz. 3, Aufftellung bes neuen Arbeitsprogramms. Lefeabend. Mitaliederversammlungen und Zahlabende am Mittwoch: 1. t. 7 1hr in der Edule Auguftstr. 68, Bortrag bes Genoffen Reuter fiber Breffe und Bolitit". 2. 6. 7 Uhr bel Ohngemach, Stommanbantenftr. 88. Thema: Neues aus der Politik Referent Ganoffe Silbenbrandt, M. b. M. 3. B 7% Uhr Sahlabenbe bei Ge. f). Dresbener Str. 107-108, Steferent Genoffe Fr. Gronwald, unb im total Krüger, Engelufer 23, Referent Genoffe Schönherr. 1. u. 7 Uhr im Lofal Deutsches Gärtnerheim, Stralauer Str. 53. Borirag des Genossen Ruitner, M. b. 2., über Die Tommenden Wahlen". 3. Abt. 7 Uhr in Severlands feftfalen. Reue Friedrichftr. 35, Bortrag bes Gensen Künstler, M. b. S., über ,, Die tommenden Wahlen".( Der Gaal ift geheist.) 4 it. 48. 96t. 7 Uhr bei Gliefing. Baffertoritt. 68. Referent Genoffe Rista. ftraße 1. Thema: Die Yommenben Wahlen". Referent Genoffe bung. 52. 6. 7 Uhr bei Büttner, Raiferin Augufta- ice 31. Thema: Die politifche Lane und der heusrftehende Tarieltag. Referent Genoffe Franten, M. B. 2. 53. 96.7% Uhr Rahl- und Distufftonsebender L. Beair bei Schweitert. 2. unb 3. Beairt bei Samer,- 85. 96t. 74 Uhr 181. Rahlabenbe: 8. unb 9. Gruppe bei Reimer. Wilmersdorfer Str. 21; 10. Gruppe bei Bohne. Schloßit. 45.57. 6. 7% Uhr: 1. Gruppe bei 183. Arndt, Rantftr. 51. Borttag bes Genoffen Dr. Druder: Atobolismus". 2. Gruppe hei Thunad. Wielendstr. 4. 58. 6. 746 Uhr im Sigunas Buch. Thema: Die faal bes Deutschen Eisenbahnerperbandes, Ronleftr. 4. Rhein und Rubrirone Referent Genoffe Bras- Remscheid, M. b. 9. 67. Wbt. Grunewald. 7% Uhr im eftaurant Lindened, Hubertusbaber Straße, Portrag über Die rolitische Bege". 68. st. Falenfee. 714 Uhr bei andmann, Westfälische Str. 42, Bortrag des Genoffen Dr. Cafiau über Währunnselend und Stabilisierungsfrise. Bilmersdorf. 69. bt. 7 Uh bei Wolter, Uhrlandfir. 108. Thema: Die kommen ag des Geofen Soffmann, M. b. R.: Die legten Ereignisfe". Ede Raffer- Friedric- Straße, Bortrog; 2. unb 3. Grupne bei ek, Ber liner Straße, Ede Lindenpromenade, Bortvac. 129. unb 130. t. 7% Uhr gemeinsamer Pabl bend bei Bater, Mühlenftr. 12. Bortrag des Genoffen Stadtrat Rolin über„ Mieterpolitit und Wohnungswefen". ( Seal ift echelzt.) L. Niederschönhausen. 74 Uhr Rahlabend bei Schönherr, Lindenstr. 10. ht. But hela. 7 Uhr Sahlabend bei staehne, Berliner Str. 29. Vor ftan swehlen. 134. 6. 76 Uhr bei Bobung. Sur Sanne Thema: Die Lommen 133. 06t. 7 Uhr Bul den Wahlen". Refarent Fenoffe Scuglez. abend im Restaurant&. Alig. 130. st. Reinidenborf- Oft. 7 Uhr in der Jugendballe Seebab. Resibenz ſtraße 49, Forifekung der steifungsgeneralversammlung. Jedes Mitalieb muk caffeinen. Sitaliehaudh Tegitimiert, 746 Uhr im Boltshaus, Scharnweberstr. 114, 137. 61. Reinidenborf- Weft. Bericht der Beatrfs- und Stadtverordneten. ben Reichstensmehlen". Referent Genoffe Dr. Rerlin. 70. t. Uhr 138. Wbt. Sermsdorf- Frohnan 7 h h zeum, Hermsdorf, SumboldtReferent Genoffe Dr. Mofes, 9. 8. St. Rahlabend het Riener, Solfteinische Str. 60. Bortrag des Genoffen Udo. fizake, vizag bes Genoffen A. Richter, M. 5. 2., über Die Testen 71. unb 72. 6t. 7 Uhr im Peteufmot ber 4. Gemeindeshule, Ereigniffe". Rohlenaer Str. 22-24. Theme: Die Sungerkatastrophe in Deutschland". 139, bt, ecel. 7 Uhr im Jugendheim. Behnhoffte. 15, Borte- a hes Be neffen Dreffel fiber Der fommente Parteitag und hie Testen Freianiffe". 73. bt. Go margendorf. 8 The Fablabend in der Gemeindeschule Friedrichs. 140. b. Marfionethe. 716 Uhr Bahlabend im Lokal Woitschach, Cenftit. 1. Schönebera. 78. wbt. 8 1hr gemeinsamer A- habens im Robot hes Genoffen141. gr. Pofenthal. The im efTet, Rieberstraße, Rahlchend. Rofenthal. Frerstr. 66. Partei und Tiebsbiter mithrinnen. haffer Straße. Wichtine Taresorhnung. 79. 6. Bunich 7% Uhr aemeinsamer Rhehenh in her hand.Sale, Thema: Kommunalpolitik". Rolonnenitt. 22-23. 9eferent Genoffe Cheminsti. Der 7. Besirt Eachfenbomm nimmt boran teil. 81, 96t. rieheran. 7 Uhr Bezirkschenbe: 1.- 3. Peairt hei RY- be. Hand. jetofte. 60-61. Referent Genoile enht. 4.- 6. Besirf bet Schulz. Bies. Gricheinen macht. Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation 42. t. Unfet langjähriger Genoffe Mar Ditterwald ist am 3. Novem babener, Ede Borbacher Straße. Referent Genoffe Buchholz. Thema: ber v. S. auf der Ueberfahrt nach Baltimore in Bremen verstorben und dort Der wirtschaftliche und politische, Rampf". eingeäfchert worden. 2 Zusammengefaßt: Die Volksschule wird zentrale Bildungs-| Ausgleich herbeigeführt werden, der umfängliche Entlassungen Nicht Abbau, sondern Aufbau. anstalt, die Fürsorge um fie muß mit ihrer Bedeutung wachsen. unnötig macht und die Schule vor schwerer Schädigung Ein schulgeschichtlicher Augenblick.*) Bon Wilhelm Baulfen. Die übrigen Schulen verlieren ihren ständischen Charakter bewahrt. " P und werden Schulen für Begabungen( nicht für Begabte). Mit der organischen Zusammenfassung aller Schulen Ihr Umfang wird lediglich durch das fachliche Bedürfnis und schließt sich der historische Kreis. Der Unterrichtsgesehentwurf Die wissenschaftliche Berufsschule hat in der Serta, Quinta die Zahl der in den breiten Massen tatsächlich vorhandenen von Staatsrat Süvern: Allgemeines Gefeß über die Ber und Quarta einen gemeinsamen einsprachigen Unterbau( Fran- Begabungen bestimmt. faffung des Schulwesens im preußischen Staat" versuchte, sozösisch und Englisch), der durch Hinzutritt einer weiteren Was die höhere Schule an Breite verliert, gewinnt sie an zialen Entwicklungen voraneilend, bereits 1819 eine einheit Gegenwartssprache geradlinig zur Oberrealschule, durch Hinzu. Tiefe. Sie ist fein privilegierter Schuhwinkel für Untaugliche, liche Zusammenfassung aller Schularten. Er wurde aber ein tritt des Lateinischen zum gemeinsamen Unterbau des Gym- sondern, vornehmlich auf der Oberstufe, wissenschaftliche Be- paar Jahre nach seinem Entstehen von der politischen Reaktion nafiums und darüber hinaus durch Griechisch oder Englisch rufsschule. Als folche fann fie von einer neunstufigen Anstalt turzerhand zu den Aften geschrieben". Die Frankfurter Rezur selbständigen gymnasialen oder realgymnafialen Oberstufe auf eine achtstufige zurückgeführt werden. formpläne vereinigten die unteren Stufen der höheren Lehrhinansteigt. Die Fachgruppierung könnte auch anders vorge Die Oberstufen der Lehranstalten werden aus praktischen anstalten unter Einschluß der Realschulen. Der taiserliche Ernommen werden. Ein oder zwei grundständige Gymnasien und fdeellen Gründen vereinigt. Bei höchster Sparsamfeit laß von 1900 fchloß diefe Entwicklung ab. Die harten sozialen tönnten als altehrwürdige Bildungs- und Kulturstätten ba werden erhöhte Mittel für den wissenschaftlichen Unterrichts- und ökonomischen Tatsachen fordern gebieterisch, daß nunmehr, neben bestehen bleiben, wenn nicht schließlich auch sie durch die betrieb flüssig. Bugleich muß die Zusammenfassung aus 100 Jahre nach Süvern und nach mehr als zwei Jahrzehnten Leistungsfähigkeit des modernen Gymnasiums überholt und sozialen und pädagogischen Gründen( ungeteilte Jugend, Ge- schulreformerischer und organisatorischer Versuche, der Schluß trog der ihnen bewahrten Pietät abgebaut werden müssen. meinsamkeit, Wechselwirkung) gefordert werden. ftein gefügt werde. Die Boltsschule als die allgemeine BilDie allgemeine Schule steigt ohne besondere Betonung Bei Erwägungen über Berminderung der Wochenstunden- dungsanstalt der ungeheuren Mehrheit unseres Boltes muß bes Berufszwedes im eigenen Bildungsgange in vier bzw. zahl, Herauffegung der Klassenbesuchsziffer, Erhöhung der der Grundbau werden, die wissenschaftlichen und technischen fünf Jahrgängen zu den Berufsschulen empor. Wahl- Pflichtstundenzahl, bleibt wie in allen produktiven Betrieben Berufsschulen Auf- und Nebenbauten der Schule. Hätte die freier Unterricht in einer Fremdsprache und in Sonder die Leistungsfähigkeit der Schule ausschlaggebend. Finanzielle Revolution ein solches Reichsschulgefeh gebracht, sie hätte eine fächern gibt ihr den Charakter einer Mittelschule. Am Ende Ersparnisse müssen Ergebnisse veredelter Organisation, ergreifende soziale Tat begangen. Eine Kraft wäre von ihr ausgegangen, die stärker und unüberwindlicher gewesen wäre, des fechsten Schuljahres entläßt sie die nunmehr sprachlich zur nicht entscheidendes Motiv sein. Entwicklung gelangten Schüler in eine vertürzte Realschule( in als alle Schuhmaßnahmen für die bedrohte Verfassung unseres Berlin Bertram- Realschule), am Ende des siebenten Schuljungen freiheitlichen Volkes. jahres in die Aufbauschule mit sechsjährigem Unterrichtsgang. Darüber hinaus wird das Bedürfnis entstehen, für junge Menschen, die bereits im wirtschaftlichen Leben stehen, Kurse einzurichten, in denen neben beruflicher Beschäftigung das Abitur erarbeitet werden kann. Gegenwärtig werden mit solchen Die Gefahr einer Verzögerung der Goldnote. Werkschülern" in Neukölln die ersten bedeutsamen Er fahrungen gesammelt. Trotz der äußeren Beschränkung der Die Berzögerung der Ausgabe der goldgebedten Note, bie der höheren Schulen wird es der Universität also nicht an Stu- Rentenmart nach den Absichten der sozialdemokratischen Vorschläge benten fehlen. Eine vernünftige Schulorganisation bürgt da- unmittelbar folgen follte, bringt für die Fortentwickelung der Wähfür, daß ihr die letzte Begabung zugeführt wird, die im un- rungsreform manche Gefahren. Wertvolle Hinweise dafür bietet unterbrochenen, ihrer Entwicklung angepakten Arbeitsgang die Geschichte der Goldnote in einzelnen Fret der stolzen akademischen Höhe zustrebt. Nicht müde, gequälte it a aten, die mehr Initiative in dieser Frage zeigten als das unter Geister, sondern attive Menschen werden in Zukunft die Hör dem Einfluß Helfferichs und Havensteins stehende Reichsbankdiretfäle füllen, die ihre Arbeit um so erfolgreicher gestalten torium. So fchreibt die Bremer handelstammer in ihrem fönnen, wenn sich die Oberstufe zugunsten einer vertiefenden Bericht über das letzte Jahr: wissenschaftlichen Arbeit vom Stoff befreit und durch Beweg lichkeit und Wahlfreiheit in den Fächern den persönlichsten Neigungen und Kräften der Schüler Rechnung trägt- menn die Oberstufe den Charakter der reinen Unterrichtsanstalt ablegt und Borbereitungsstätte der Hochschule wird. Unter Berzicht auf zufünftige Neueinstellungen und bei Bermendung der Lehrer in allen Schulgattungen wird ein Wirtschaft diese imposant erscheinen zu laffen, für sämtliche Konfumbädereien angeführt wurde, würde bedeutend zusammenschrumpfen, und was übrig bleibt, durch den Lichtverbrauch aufgezehrt werden. Rechnet man aber noch hinzu, daß viele Konsumgenossenschaften zufrieden waren, wenn sie ihren Betrieb in zwei Schichten ausnügen fönnten, b.§. wenn sie den Umjag hätten, um zwei Schichten mit der Brot herstellung einzustellen, fo fann man erst recht würdigen, wie die Berechnung des Mehrkohlenverbrauchs zur Stimmungsmache herangezogen worden ist. Mehrproduktion pro Arbeitstraft ist möglich, wenn der Leerlauf vermieden wird, ist die zweite Begründung. Mit der Behauptung, daß pro Schicht 2½ Stunden verloren gehen, will ich mich nicht befaffen, da sie zu grob ift. Wie hoch ist die Produktion heute in der Konsumbäderei Berlin pro Arbeitstraft? Sie ist 27% Sad pro Mann. Man erstrebt 28 bis 30 Sad pro Mann. Ist dies aber durch die Nachtarbeit möglich? Auch bas muß verneint werden, da von einem Leerlauf bei richtiger Einteilung nicht gesprochen werden und auch bei brei Schichten ein gewiffer Leerlauf nicht ver mieben werden kann, ba ja Reinigung des Betriebes jeben Log auch zur Ordnung gehört. Wenn man nun noch angibt, daß heute bie Raltulation auf neun bis zehn Sac pro Arbeitskraft aufgebaut ift, jo stimmt dies, bedeutet aber feine Berteuerung des Brotes, da bei den Großbetrieben wohl pro Mann das dreifache Quantum an Mehl ver arbeitet wird, was aber durch den Transport, Maschineninstandhaltung und deren Betriebsstoff somie Berzinsung des durch die Maschine investierten Kapitals aufgewogen wird. Die Konzentration der Produktion hat eben bei der Brotherstellung an einem bestimmten Buntte seine Grenze. In den Tagen des schlimmsten Berfalls der Papiermart, noch ehe Golbanleihegelb und Rentenmark im Berkehr waren, zeigten sich Arisenerscheinungen, die in den beiden Hansestadten an der Nordsee dazu zwangen, auf eigene Faust mit der Schaffung eines wert beständigen Geldes voranzugehen, ohne auf das Reich zu warten. Nach mehrfachen Beratungen mit der Handelskammer über die anBraktisch wird eine folche Umftellung die Zusammen- gesichts des Zusammenbruches der Papiermark zu ergreifenden Maß legung sämtlicher Oberstufen der höheren Lehranstalten zu nahmen gab der bremische Staat Schaganweisungen aus, die sich einer selbständigen Anstalt unter einheitlicher Leitung zur inzwischen unter dem Namen Bremer Dollar" eingebürgert Folge haben. Schwach besuchte unwirtschaftliche obere Syfteme haben, und die die Dienste eines voll durch Devisen geded. verschwinden auf diese Weise mit einem Schlag. Den Kernten Notgeldes leisten. Hamburger Kaufmannstreise gründeten unterricht erhalten Gymnafiasten, Realgymnasiasten und Ober: die Hamburgische Bant von 1923, die auf Grund der bei ihr in realschüler gemeinsam, in den charakteristischen, Wahl- und Dollarwährung unterhaltenen Giroguthaben Verrechnungsanweisun gen ausgibt, melche ebenfalls ein vollwertiges Goldgeld darstellen. Es ließe fich in dieser Sache noch vieles anführen, doch so as Ergänzungsfächern werden sie sich trennen. Laboratorien und Neuerdings ist die Stadt Kiel dem Hamburger Beispiel gefolgt, mit dem Angeführten sein Bewenden haben. Ich faffe alfo zuHörsäle( Physit, Chemie, Biologie), Bibliotheken, Sammlungen auch haben Baden und, wenn auch nicht in völliger Begründung fammen: Die in Aussicht gestellte Kohlenersparnis wird durch die und Lehrmittel werden gemeinsam benut. Selbst bei erheb auf Gold, die Stadt Stuttgart bzw. die dortige Handelskammer ein Nachtarbeit nicht erreicht, was durch die Probeheizungen nach licher Mehraufwendung für die gemeinsamen Einrichtungen ähnliches Goldgeld wie Bremen geschaffen, und im besetzten Gebiet gewiesen ist. Der Mehrverbrauch bei der ersten Anheizung wird mird durch diese Busommenfassung eine ungeheure Ersparnis wird, wie erwähnt, die Errichtung einer eigenen Goldnotenbank vor- durch den Lichtverbrauch reichlich aufgewogen. Eine Mehrproduktion herbeigeführt. Die Mittelstufen der höheren Lehranstalten bereitet. In einem nicht unerheblichen Teile Dutschlands ist daher findet ebenfalls nicht statt, da die Leistung von 28 Sad pro Arbeits tönnten ebenfalls wirtschaftlich zusammengefaßt werden. Nur in furzem mit einem Umlauf goldwertigen Geldes zu rechnen. Die fraft im Großbetrieb schon heute erreicht wird und fogar über durch ähnliche großzügige organisatorische Maßnahmen( die im November erfolgte Berufung eines Reichswährungskommissars schritten werden fann. Um aber für einige wenige Ronfumbädereien, mit dem Programm, für das Reich als ganzes auf Grund der frei melche schließlich aus Mangel an genügender Anzahl von Defen feit Jahren gefordert, in Berlin durch Bilmar vertreten willigen Hilfe und unter Führung der Wirtschaftstreise eine Gold zeitweise der Ronjum nicht beden fonnten, wieder für alle Beter werden) lassen sich die schwierigen Planwirtschaftsfragen, vor bant zu errichten, eröffnet eine Aussicht auf eine allgemeine Rüd- bie Nachtarbeit und die fiebentägige Arbeitswoje zur Regel zu denen insbesondere vas zur Größe einer Provinz oder eines tehr zur Goldmährung. Sollte dieser Plan night aber auch machen, das muß von den Bädereiarbeitern abgelehnt werden. 3ft Bandes herangewachsene Berlin steht, lösen; nur von diesen nicht bald zur Durchführung gelangen, so ist allerdings damit zu denen boch noch zu gut das Glend in Erinnerung, was unzertrenn aus wird die Deffentlichkeit die Roheit und die Unamedmäßig rechnen, baß bie Anjake zu lobalen Gotowährungen auf bar an diese Arbeitsmethode gebunden ist. enn nun auch die feit der gegenmärtigen Abbauvorschläge begreifen. Orgaber Grundlage ausländischen Geldes fich fortbilben werden. Forderer der Nachtarbeit nur für Großbetriebe diese verlangen, nische Fort- und Umbildungen unserer Institutionen erhalten fo müßten diese doch auch wiffen, daß die Durchführung einer folchen und steigern ihren Wert bei gleichzeitiger äußerster Rüdicht Einteilung unmöglich ist, da fein Richter fich finden würde, welcher nahme auf die schwierige Finanzlage der Gemeinden. Aufbau einen beklagten Kleinmeister bestrafen würde, wenn dieser sis Nerund Sparsamkeit sind feine Gegensäge, finnloser Abbau da teidigung seiner Tat die Konkurrenz des Großbetrieves ins Treffen führen würde. gegen unerseglicher Berlust. Eigenartig mutet es die Bäckereiarbeiter an, daß über den Brotpreis fich alle Welt ausläßt and feine weisen Ratschläge er teilt. Sind denn die Elemente des Brotes und die dazu benötigten Hilfsmittel, wie z. B. Ke, wirklich im Preise so niedrig, daß für Brot der Friedenspreis verlangt werden fann, während alle anderen Gebrauchs. und Verbrauchsartifel wesentlich über bem Friedens preise stehen? Benn die Dinge fo verlaufen, fo wird es Sache der verschiebenen Stellen, die die Schaffung eines neuen Goldgefdes in die hand genommen haben, sein, die Entwicklung so zu lenten, daß die Er richtung einer neuen Reichswährung auf ihren Fundamenten und durch ihre Tätigkeit angebahnt wird. Als der Bremer Dollar im Oktober geschaffen wurde, gab es noch keine Goldanleiheftücke Bei der Eingliederung unserer Bolfsschule in bas allge- und auch feine Rentenmart. Dant den Bemühungen einzelner meine Schulwesen besteht die große Gefahr, daß fie in größere Industrieller wurde dem Bublifum alsbald die große Kauffraft des Abhängigkeit von der wissenschaftlichen Berufsschule gerät und neuen Godgeldes flargemacht, erstmals dadurch, daß die Brot zur Vorbereitungsstätte der höheren Lehranstalten herabge preise, später auch die Preise für Fleisch und andere Lebens. brückt wird. Mit der Selbständigkeit ihrer Bildungs- und Er mittel ungefähr auf den Stand der Weltmartipreise her abgesetzt ziehungsaufgabe opfert sie ihr Wesen. Das darf nicht geschehen. wurden. Mit dem Erscheinen der Geldanleihe trat insofern eine auch vom Berkehr gleichwertig mit dem Bremer Dollar in Zahlung Weitere Uebernahme von Rentenmartgeschäften durch die Die Erfahrung lehrt, daß gerade sie durch die Unbefangenheit Beränderung ein, als dieses ebenfalls auf Dollar lautende Geld nun und Boraussetzungslosigkeit ihrer Aufgabe berufen erscheint, genommen wurde, ebenso später die Rentenmark. Der Großverkehr Reichsbant. Der Ausweis der Reichsbant vom 7. Desember lägt die Erfahrungstatsachen für die Erziehungswissenschaften zu mit Einfuhrmaren muk indes Goldanleihe und Rentenmart wohl die weitere Uebernahme von Rentenmarkgefchäften durch das Zentral liefern. Von ihr aus erfolgen Anstöße und Antriebe für oder übel nach ihrem Mortimerte geoenüber den Devifen auf dem noteninftitut erkennen. Der fommissionsweise Umtausch von Renten grundlegende Entwicklungen. Von feiner Tradition gebunden, Weltmarkte bewerten: er fann daher diese Zahlungsmittel nur fo- mart gegen Baviermatt für Rechnung des Reiches wurde fortgefekt hält sie sich den gestaltenden Kräften der Wirtschaft und Kultur lange als vollwertig anerkennen, als die amtlichen De- und ein Erlös von 87.1 Trillionen Mart. auf die Schaganweifungs menschlicher Gesellschaft offen und folgt dem Wandel ihrer Disengmangsturie einigemaßen mit den Welt. fuld des Reiches abgeforieben, bie bamit auf 59.7 Tridionen Mark zurüdging. Diefem Rüdgang stebt eine 3 unahme der pri geiftigen und fittlichen Gesamtverfassung schneller als alle martiturfen übereinstimmen." baten Baviermartirebite gegenüber. Die Bechielbeftänbe übrigen Schulgattungen. Sie bleibt in ihrer größeren Lebensnähe Gewissen und Kernstück aller Bildungsveranstaltungen. Ein Weg zur besseren und billigeren Brotversorgung. fliegen un 46,9 auf 894,2, bie Zombarbforderungen um 16,2 auf 23.7 Trillionen Mart. Der Baninotenumlauf zeigt zum Maffenbildung, nicht Sonderbildung ist das Problem. erstenmal feit langer Zeit eine Abnahme, nämlich um 10,8 auf 390 Trillionen Mart. Jm Goldbestand trat ber Gesamthöhe nach teine Aenderung ein. Richtpreise in Berlin im Nahrungsmittel- Großhandel und im Verkehr mit dem Einzelhandel in Originalpackung offiziell festgestellt durch den Landesverband Berlin und Brandenburg des 108,75 vom Montag, den 7. Januar Reichsverbandes des Deutschen Nahrungsmittel- Großhandels E. V. Berlin. Gerstengraupen, lose 19,45 20,05| Kassia Vera 19,45-20,05 Kümmel, holländischer. 146,25 237,50 19,45-20,05 Schwarzer Pfeffer Singap. 106,70 20,65-20,95 Weißer Pfeffer. 130,80 24,05-24,45 Piment jamaica. 79,4 Genosse Schumann, Bevollmächtigter des Zentralverbandes Der breite Unterbau der allgemeinen Schule führt in acht der Bäder, schreibt uns: oder neun Jahren in die gewerblichen und taufmännischen Be- Der Vorwärts brachte in seiner Abendnummer vom 27. De rufsschulen( in deren Zusammenhang die Arbeitertlaffen be- ember unter obiger Ueberschrift eine Besprechung der Eingabe der fondere Bedeutung gewinnen). pon dort in Tagesflaffen oder Hamburger Konsumentenkammer an das Reichs- Landwirtschafts- und in Abendklursen, wieder in organischer Angliederung, in die Ernährungsministerium, welche angeblich zur Steuerung bes un Fachschulen, die Oberstufen ber technischen, faufmännischen natürlich hohen Brotpreises eine beffere und billigere" Brotherstellung anstrebt. Zur Erreichung diefes Zieles wird als einziges und funstgewerblichen Berufsschulen, die in jeder Hinsicht den Mittel die Wiedereinführung ber Nachtarbeit verlangt und die auf Oberstufen der wissenschaftlichen Berufsschulen gleich zu behebung ber bem entgegenstehenden Berordnung vom 23. November Die Preise verstehen sich in Gold- M. für 50 kg in Originalpackung ab Lager Berlin. werten sind. Es ist ein Berhängnis, daß die berechtigte Sorge 1918. Ist dies durch diese Maßnahme möglich, und war dies früher Gerstengrütze, lose... um die höheren Lehranstalten Deffentlichkeit und Gesetzgebung von ihren Aufgaben und Pflichten gegenüber den Berufsschulen der Fall, als doch die Großbetriebe die brei Schichten hatten? Diefe Haterflocken, lose.... 19,502,00 Nelken Zanzibar Hafergrütze, lose ablenten. Die allgemeine Bewertung der praktisch einge Frage muß mit ein beantwortet werden, denn wenn auch 3u- Maisgrie stellten Berufsschule ist rein gefühlsmäßig geringer als die der gegeben werden soll, daß bei einer achtstündigen Betriebspause ber Maispuder, lose wiffenschaftlichen, obwohl alle formale Bissenschaft letzten erfte Ofen etwas mehr Rohle verbraucht, so wird boch durch den Roggenmehl 0/1 Aufwand an Licht, welcher durch die Nachtarbeit bedingt Hartgrieß Grundes praktische Wissenschaft voraussetzt. Handarbeit steht wird. Dieser Kohlenmehrverbrauch" völlig aufgewogen. gegen Kopfarbeit. Diese Gegensäge fann feine äußere, organi- In der Morgennummer des Bormärts" vom Freitag, den fatorische Gleichſegung beider Berufsschulen beseitigen, der 4. Januar, nimmt nun auch Genoffe Stadtrat Schüning bas Bort Bildungsbegriff selbst muß sich gesellschaft zur Brotoerbilligung und tommt ebenfalls zu dem Hauptargument, lich wandeln. Solange es fälschlicherweise doppelte Bilbaß die Nachtarbeit zur Berbilligung des Brotes notwendig fei. Man Lungsziele und doppelte Bildungszwede gibt, solange wird die geht gewiß nicht fehl, wenn man annimmt, daß ihm der Artikel flugft durchdachte Schulordnung die Integrität unseres Schul- der Konsumgenossenschaftlichen Rundschau" vom 22. Dezember 1923 mejens nicht herstellen. die notwendigen Erleuchtungen gebracht hat. Barum tann nach Ansicht der Rundschau" durch die Nacht Aus dieser Erkenntnis erwuchs die neue Bewegung um die arbeit das Brot verbilliat werden? Sie behauptet, daß dadurch Lebensgemeinschaftsschule. Sie will die Erneue Kohleneriparnis erzielt wird und die Probuftion pro Mann größer rung aller Bildungsarbeit nach dem Wesen jugendlichen Seins, wird, da bas An- und Ablaufen der Broduktion, welches ein gewiffes perzichtet auf jedes Bildungsvorrecht und vertraut damit der Leerlaufen darstelle, vermieden würde. immanenten Kraft natürlicher Entwicklung und natürlichen Was ist daran wahr? Folgen wir mal der Rundschau", die Wachstums. Der Kampf um die neue Schule ist der Kampf bei dem Kohlenverbrauch 20 Kilo als Idealverbrauch pro Sack hinum die Renaissance unserer Bildung. Er ist die Kräfteäußerung stellt. In Berlin haben Brobeheizungen, welche verschiebentlich vor einer mieder erstehenden Kultur und zeitlich betrachtet ein verbraucht werden. Wo bleibt da der Mehrverbrauch von 50 Broz., genommen wurden, ergeben, daß pro Sad 20,88 und 21.4 Rito Intervall der geistigen und seelischen Entwicklungsgänge un welche die fehlende Nachtarbeit verschlingt? Wenn also mehr als feres Boltes und der Bölker. gewünscht an Kohle verbraucht wird, so ist der Grund nicht bei der fehlenden Nachtarbeit, sondern bei der mangelnden Beschaffenheit *) Siehe den ersten Artikel in der Sonntagsmorgenausgabe bes ber Defen bzw. beren Feuerung zu suchen. Würde man den Licht Borwärts. Iperbrauch nicht berüdsichtigen, die Rohlenerfparnis, welche, um Welzengrieß 70% Weizenmehl Weizen- Auszugmehl Speiseerbsen, Viktoria Bohnen, weiße, Perl Speiseerbsen. kleine Linsen, kleine 15,65-16,03 Kaffee Prime roh..... 190,00 21,00-21,75 Kaffee Superior.... 170,00 23,00-24,00 Röstkaffee Brasil 16,73-18,70 Röstkaffee Zentralam... 240,00 21,05-21,95 Malzkaffee, gepackt 32,7534,20 Röstgetreide, lose 27,50 28.30 Ersatzmischung mit 20% 27,75-28,55 Kaffee, gepackt. 247,00 27,00 20,32 85,00 Langbohnen, handverles. 32.20-33,15 Kakaopulv. lose, fettarm 155,00 Linsen, mittel Linsen, große 27,75-33,95 Tee in Kisten Souchon. 360,00 34,67-44,40 Inlandszucker basis mel. 42,88 44 5531,70 Inlandszucker Raffinade 46,38 22,50 Zucker Würfel Kunsthonig 42,20 27,85 2,00 29,70 18,70 Kartoffelmehl Makkaroni, lose. Schnittnudein, lose. Burma II ungiasiert Slam Patna i glasiert Reisgrieß u.-mehl, lose 14,25 Grober Bruchreis. Ringäpfel, amerik. extra choice. Getr Aprikosen, choice. Getr. Pflaumen. 114,70 136,80 122,05 55,70 Getr. Birnen, ca.fancy. 114,70 Getr. Pfirsiche, cal. extra Korinthen in Kist. choice 82,90 Rosinen in Kisten Sultaninen In Kisten.. Mandeln, bittere Bari Mandeln, süße Avola Kaneel • 111 111 47,38 $ 2,30 # 111111 11 Marmelade Einfr. Erdb. 108,20 Marmelade Vierfrucht 59,20-62,18 Siedesalz in Säcken... 7,00 7.95 Steinsalz in Säcken 4,85 5,18 1,708,10 5,405,78 Sledesalz in Packung Steinsalz in Packung Bratenschmalz in Tierces 86,00 Bratenschmalz in Kübeln 88,00 Purelard in Tierces .... 84,00 Purelard in Kisten 86,00 68,20 98,70 99,30 Mar arine, Handelsmark. 58,00- 62,00 Margarine, Spezialmarke 65,00 76,00 Corned beef 12/6 lbs p. K. 42.00 Speck, gesalzen, fett... 77,00 Quadratkäse. 70,00 Quarkkäse 80,00 155,50 177,90 Tilsiter Käse, volifett.. 135,00 Tilsiter Käse. halbfett.. 90,00 Heutige Umrechnungszahl 1000 Milliarden. Filmschau. Silvester.. Silvesterabend. Aus dem Dämmer der belebten Straße fteigt die Bolts. Tonditorei auf. edon ist fie dicht besett. Die Silvesterstimmung beginnt bereita. Birt und Wirtin tantieren im Lotal, dann ziehen sie sich in die Wohnstube zurück, die Feier des Aberds wird vorbereitet. Da erscheint am Fenster der datten einer alten Frau. Der junge fräftige Wirt holt die Alte herein, es ist eine Mutter, die mit der Schwiegertochter verfeindet mar. Die Frauen versöhnen sich nach hartem Widerstreben. Die Gemüt lichkeit gemeinsamen Mables segt ein. fpruch, daß der Film nur leichte Soft geben foll, ift langt überholt. Aber 1 Gelmad eingegeben, floft gezeichnet. In der Uthambra um Aurfürftendamm zweifellos wäre der Gindrud fonzentrierter, wenn die sich vielfach wieder holenden Milieuszenen erheblich gefürzt würden. 。 d. zerrig man bei der Uraufführung die lobenswerte, straffe Geschloffenheit des Films, um Harry Piet inmitten einer raffinierten Ausstattung in einer Szene handelnd auf der Bühne zu zeigen. Dieserhalb gab sich das Publikum einem Beifallsrausch hin. e. b. 9 Der Film Deutsche Arbelt! Deufsche Techalf!" den die Bundes. Im Attiengesellschaft bergestellt hat und der am 9. Januar 1924, 81, Uhr abends, feine Uraufführung in der Urania, Tauben firage 48/49, erlebt, bringt u. a.: Wie ein Automobilmotor entsteht? Der Trattor, das technische Mädchen für alles. Eine große Eisenschmelze. Die Technit im Reiche der Hausfrau. Jugendveranstaltungen. „ Der Evangelimann" wurde im Tauenhlen- Palast uraufgeführt. Ein bekanntes Wert zu ve: filmen ist nie ratjam, da der Film in einem folchen Falle immer durch die fich aufdrängenden Vergleiche belastet wird. olger Madsen schnitt das Manuskript filmisch zurecht, und gefügt auf Fuglsands photographisches Können und Hanni Weißes und Paul Hartmanns Darstellerfunft entstand ein Film von bildlichem und fünstlerischem Reiz. Man verwob Natur und Handlung sehr gefchidt, ftellte mit frischen Kindern niedliche Straßenszenen und arbeitete vor allen Dingen So ungefähr beginnt das neue Filmspiel„ Silvester( Uraufführung im die Visionen, die dem Zuchtbausler das Hirn umnebeln und dem Schuldigen Union- Theater, Kurfürstendamm). Das Manuskript wird Karl Maher als Gewissensqualen furchtbar zusehen, tadellos heraus. Im dritten Afi verdankt und liegt im Drud vor.( Verlag Guftab Kiepenheuer, Potsdam). ist es gerade nicht geichmadvoll, die Weihnachtspredigt des Zuchthausgeiste Man fann also einmal die Arbeit des Filmdichters, der in diesem Fall auchlichen durch geftelte Bilder zerreißen zu laffen, und bei der Gerichtsver Achtung, Theaterabonnenten! Die Marken zur Theatervorstellung am über eine sehr prägnante Sprache und einen Stil voll Rhythmus verfügt, bandlung erinnern die eraften, sich stets gleichbleibenden Handbewegungen Sonntag, den 20. d. W., müssen unbedingt bis spätestens am 10. in den Abunabhängig vom Regisseur und Darsteller im einzelnen verfolgen. Start der Menge zu sehr an Opernegie. Was für einen Chor wirksam ist, wirft tellungen bezahlt werden. Einzelfarten zum Preise von 75 Pf. find noch in Maher gibt eine ununterbrochene Handlung ohne Titel. Er will die für den Film zu monoton. Alles in allem aber siebt man Bilder, von beschränkter Anzahl zu haben. Etimmung, die Umwelt, die Atmosphäre der Neujahrsnacht, erweden. In Bucht, die des Beifalls und des Kassenerfolges sicher find. Achtung, Abteilungsleiter! Es milffen unbedingt am Mittwoch, den fie binein dichtet er eine fomprimierte Handlung, die in einer einzigen 8m Bejprogramm läuft einer der gern gesehenen Seel- Thomas- 9. d. M., die Landheim- Matten abgeholt und die Rampffondslisten abgeliefert Etunde fich abipielt. Des Diama von Frau, Mann und Mutter, das auf Film e. Ein Zeidner operiert fed mit ein paar Linien, ein paar Kledsen werden. dem Hintergrund des großen Luftbetriebes sich entwidelt, immer umspielt und legt oft einen wirklichen Sinn hinein. von ten Kontrastbildern, die das Elend des Einzelfaidfais um so stärker empfinden lassen. e. b. Achtung, Abteilungstaffierer! Am Mittwoch, den 9. b. M., müssen un bebingt, soweit das noch nicht geschehen ist, die Beitragsmarken fitr die erste Sälfte des Monats Januar abgeholt werden. Dieselben stellen sich in den Be trägen wie folgt: Für Mitglieder bis 15 Jahre: 5 Goldpfennig, von 15 bis 17 Jahren: 7% Goldpfennig, über 17 Jahre: 10 Goldpfennig. Arbeitslose Go noffen über 17 Jahre zahlen 5 Goldpfennig. " Das unbekannte Morgen"( Uraufführung im Marmorhaus) ist ein Film ohne Ginbeit, voll von laitenden Versuchen und einer undeutlichen Scheidung von Traum und Wirllicfeit. Das Manuitript ist unmöglich und der Zert desgleichen. Es ist nicht angängig, im Film einen Roman zu erzählen, noch dazu in einer Sprache, die der fächerlichkeit verfällt. Der einzige, der genau wußte, was er wollte, war der Photograph Sophus Wangoe. Mitgliederversammlungen am Dienstag, den 8. Januar: hätte der Regiffem die gleiche Bielllarbeit in die Wagichale geworfen, bälte borf- Off, Spanbay, Stegliz I, Sübok( Görliger Biertel), Tegel, Wannsee. Moabit II, Neukölln III, Rieberschöneweibe, Prenzlauer Borstadt, Reiniden. Das unbekannte Morgen nicht solche Inallige Rolbortage zu werden Nordost I: brauchen. Maria Corda, die Hauptdarstellerin, bat eine sehr gute Figuren suffisantoff: Distallion: Demokratie, B und ein ausbrudsvolles Mienenspiel und Werner Kraus als reicher Ber- Republik". Müller- Jahnte. Rarboft II: Beerfassung und Wilmersdorf: Schöneberg II: Bortrag: Arbeiterbewegung". brecher war hervorragend in der Maske. Das Verfallen der Frau in den Bortrag: Heinrich Heine". hypnotischen Zustand und die Aufnahme von der Potsdamer Sternwarte waren intereffant. Das Publikum lehnt den Gesellschaftsfilm mehr und mehr ab, es ist daher nicht flug, wenn man ihn zu retten versucht, indem man ihn mit mysischen Regebenheiten durchzieht. Die Versöhnung der Frauen hält nicht an. Es kommt zum schärfften Stouflift, ja zum Handgemenge der beiden. Die Alte kann nicht vergessen, daß die Junge thie Stelle im Herzen des Sohnes eingenommen hat. Der starle, gemütvolle, lindhaft weiche Wann vermag dem Anprall der beiden nicht zu widerstehen, er erbängt sich im Nebenzimmer, und nun ergießt sich der Schwarm der Silvesterfeternden aus dem Lotal in die Rebenzimmer unter die Verzweiflung der beiden Frauen und vor die Leiche. In der Straße aber, aus der die Konditorei nur als ein Ausidhnitt gezeigt wird, schwillt und wogt die Silvesternacht weiter. Es war der Ehrgeiz des Autors und des Regiffems( ubu Bid). mehr als ein Milieu und mehr als ein Familien trauerspiel zu geben. Die Handlung soll im Zusammentlang mit dem Neben der Eilvesternacht stehen, das die Interjettionen für jene liefert. Darüber hinaus ist noch eine besondere Symbolisierung versucht jporden. Zu Anjang, an den Haupteinschnitten und zum Schluß rauscht in wechselnder Stimmung das Meer auf obne rechten Zusammenhang Menschen und Masken. Dieser Harry- Piel Film gehört zu denen, mit dem Ganzen und auch überflüssig. Die filmische Bildwin fung ist bervor die in ihrer Eigenait wirklich gut find. Man sieht tünstlerisch bedeutende 1egend gelungen. Ein besonderer photographischer Trid, das Drében des Bilder, veribürt in jedem Att ein feines Gefühl für den Film und ist über Apparates, wirft start milieuschildernd und stunmunggebend. Das Leben und die vollendete technische Ausführung erfreut. Geflüßt auf reiche Erfahrungen Daften der bewegten Nacht fommt sinnvoll zum Ausdruck. Die drei verfaßte man ein fehr zufagendes Manuskript, das den Teufelskerl Harrh Menschen werden iraftvoll verkörpert: jugendfroh und beschwingt die Frau Biel äußerst geschidt und nie gewaltiam immer in den Vordergrund aller non Eoith Posca, Gucen se lopfer der Mann stark und groß und doch Begebenheiten stellt. Der Filmichauspieler und ein Emir, ähneln sich wie so leicht zu beeinflussen. Wahrhaft monumental gibt Frieda Richard ein Ei dem anderen, wodurch alle Borbedingungen zu einer bumorvollen. feine Mutter. Sie hat manchmal einen Ausdruck, der Grauen und Ent abwechselungsreichen Filmunterhaltung erfüllt find. Die Handlungen spielen fcben erregt. Die Mufit von Klaus Brings beim gibt dem Filmspielteils in Europa, teils in Asien, und Sitten und Landesgebräuche hat man efgenartige gente. Einem Teil des Publikums war der Film, der von für die Bildwirtung zurechtgeftugt, ohne irgendwie verlegend oder plump ernstestent Streben und können zeugt, offenbar zu gruielig. Sein An- zu sein. Der Text ist oft treffend und die Titel sind, von einem guten e. b. " Achtung, Abteilungsleiter! Für die am 27. Januar ftattfindende Rinovorführung: Der Reichsjngenbtag in Nürnberg", vormittags. 10 Uhr, im Prater, 9. 58, Rafianienallee 7-9, müssen die Karten von den Abteilungen Blantenburg, Buchholz, Gesundbrunnen, Hermsdorf, Moabit I und II, Rieberschönhausen, Norden, Nordost I und II, Nordring, Bantow, Prenzlauer Borstadt, Reinidendorf- Ost und West, Rofenthal, Rosenthaler, Borstadt, Schönhauser Borstadt, Genefelder- Viertel, Tegel. Wedding, Beißensee abgeholt werden. Ferner filr die Borstellung am 27. Januar, vormittags 11 Uhr, in der Jugendbühne, Lichtenberg, Solteiste. 7-9, von den Abteilungen Adlershof, Baumschulenweg. Copenid, Friedrichsfelde, Friedrichshagen, Karlshorst, Raulsdorf, Lichtenberg- Nord und Mitte, Reu- Lichtenberg, Luisenstadt, Mahlsdorf, Niederfchöneweide, Often( Frankfurter, Petersburger, Stralauer Biertel), Gülden, Güdost( Görliger, Röpenider, Reichenberger Biertel), Südwest, Treptow, Westen. T #IN Restbestände, Inventur IN FAST ALLEN ABTEILUNGEN Reste und Abschnitte gelangen sehr billig zum Verkauf Herren Bekleidung Herren- Winterpaletots marengo, Cheviot mit Samtkragen Herren- Sakkoanzüge gemusterte Cheviotstoffe Herren- Gummimäntel in verschiedenen Farben Verkauf soweit Vorrat Mengenabgabe vorbehalten VERKAUF VOM 2. 15. JANUAR Fortfegung des Verkaufs: Glas, Porzellan, Wirtschaftsartikel Ein Posten Schuhwaren Kamelbaarstoff- LaichenEin Posten Kameihaarftoff- Laichen- 90 Filz- Schnallenftiefel für Damen, feste Sohle u. feste Kappe, alle Grössen, durchw. Paar Ein Posten 190 schwarz, 1.Damen, 350 gute Qualität, alle Grössen, durchw. 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Januar, abends 7 Uhr, im Lokal pon Boreleit, Softyftraße 7: Winterqualitäten, alle Grössen, Seris! 10 Serie 75 175 290 27th Serte l 375 5 25 245 3.50 75 Jacke Herren- Garnituren und Beinkleid Banmwolle, tarbig, alle Grössen Damen- Untertaillen ohne Arm, Baumwolle, mit angewebtem Futter, alle Grössen Damen- Schlupfhosen Baumwolle, mit angewebtem Futter, alle Grössen 523 Arbeitsmarkt Arbeiter me Lehrer für Spanisch, möglichst Nähe, Sportblasen mit Vorlage von einer Probearbeit und Rechenbüchern verlangen Cohn& Daniel, Berlin C 19 Leibhaus Morigplak 58a pertauft ton- Metallbetten. Chatfelongues 8 Gold. furrenzios billig Kreuzfüchse, Alasta. mart an. Batentmatragen. Bolfterfitchfe, Silberfüife. Bölfe, Sportpelze, auflagen. Kinderbrahtbett. Meide, Gehpelze, alle Arten Belzmäntel, ferner Auguststraße 32a, Quergebäube. Anzüge, Schlüpfer Bettwäsche, Teppiche, Gardinen, Steppdecken. Hand- den verkauft: Kleiderschrant, Bertilo nid, Borgurennstraße 18. Bichtig! für jedermann. Täglich wer. 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