Nr.13 41.Jahrgang Ausgabe A nr. 7 Bezugspreis: Bom 6.- 12. Januar 1 Billion oder 1 Goldmart voraus zahlbar.' Unter Areuzband vom 6.- 12. Januar für Deutschland, Danzig, Saar- u. Memela geblet, Defterreich, Litauen, Lugem burg 1,35 Goldmart, für das übrige Ausland 1,60 Goldmark. Kreuzbandfendungen nur gegen wertbeständige Sahlung. Bostbezugspreis freibleibend. Der Borwärts" mit der Gonntags. beilage Bolt und geit" u. Giedlung und Kleingarten", sowie der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Morgenausgabe Vorwärts Berliner Dolksblatt 130 Milliarden Anzeigenpreise: Die einfpaltige Ronpareille. geile 0.70 Goldmart, Reflamezcile 3,50 Goldmart. Kleine Anzeigen Das fettgedruckte Wort 0,20 Gold matt( zulässig zwei fettgedrudte Worte), Wort jedes weitere 0.10 Goldmart. Stellengefuche das erfte Wort 0,10 Goldmart, fedes weitere Wort 0,05 Goldmart. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. 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Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Bosticheckkonto: Berlin 375 36 Banktonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depofitentasse Lindenstraße 3 Die Stellung der Fraktionen. Zum fächsischen Parteistreit. Bon Wilhelm Dittmann. Ludwigshafen, 8. Januar.( WTB.) Die pfälzischen ruhigen und die öffentliche Meinung in England zufriedenstellen tag beschäftigen wird, spielt die Frage eine große Rolle, wer In dem sächsischen Parteikonflikt, der den deutschen Parteis, Blätter, die die inzwischen zurüdgenommene Bekanntmachung des tann." bei Regierungsbildungen letzten Endes, wenn eine Verstän franzöfifchen Bezirksdelegierten von Zweibrüden, Oberffleuinant Defoort, vom 4. Januar veröffentlicht hatten, in der er die se para- Das Verhalten des Zweibrückener Bezirksdelegierten, des digung nicht zu erzielen ist, zu entscheiden hat, die Parlamentsfiffifche Regierung der Pfalz als ungefeßlich ablehnt französischen Oberstleutnants Defoort, und seine Des- fraktionen oder die Organisationsinstanzen. und nur die deutschen Behörden als zu Recht bestehend anerkennt, avouierung durch die ihm vorgesetzte Instanz zeigt das fürchter: Ultimatum an den damaligen sächsischen Ministerpräsidenten Als der Reichskanzler Dr. Stresemann das bekannte sind heute von der Befahungsbehörde gezwungen worden, die liche Durcheinander, das bei den französischen Besatzungsfolgende Berichtigung in Fettdruck an der Spike des behörden herrscht. Die Erklärung Defoorts war die Tat Dr. Zeigner geschickt hatte, trat der neuzusammengesetzte Blattes zu bringen: eines Mannes, der durch seine Rechtschaffenheit der Landesarbeitsausschuß plöglich mit dem Anspruch hervor, daß Pfälzer Bevölkerung längst bekannt ist. Sie war eine bewußte die Entscheidung über die Antwort an den Reichskanzler bei oder auch nur instinktive Auflehnung gegen die ihm liegen müsse und der 40töpfigen Landtagsfraktion bei schmutzige Politik der Pariser Regierung, die sich eines zu der Abstimmung nur eine einzige Stimme einzufammengelaufenen Verbrechergesindels als ihres Werkzeugs räumen sei. Die Landtagsfraktion protestierte gegen eine bedient, um die Pfalz indirekt für Frankreich zu annettieren. solche Ausschaltung auf das Entschiedenste, da bis dahin Der Streit Defoort- de Metz oder Defoort- Poincaré ist Fraktion und Arbeitsausschuß in Gemeinsamkeit entschieden aber mit der Entscheidung der Besatzungsbehörde noch nicht hätten. Nachdem dann der Reichskommissar Heinze einerledigt, wie sich aus der Londoner amtlichen Meldung ergibt. gesetzt worden war und es sich um die Bildung des Kabinetts Die englische Regierung ist genau derselben Meinung ellisch handelte, faßte die Fraktion den Beschluß, daß der wie der französische Oberstleutnant Defoort, das pfälzische Landesarbeitsausschuß sein Botum der Fraktion mitteilen Volk ist derselben Meinung und alle anständigen Menschen in möge und die Fraktion darauf die definitive Ent der ganzen Welt sind derselben Meinung. Alle französischen fcheidung über die Regierungsbildung ihrerseits unter Politiker, denen daran liegt, das Ansehen ihres Landes wieder- eigener Berantwortung treffen werde. Dementsprechend erherzustellen, werden gut tun, dafür zu wirken, daß die fran- tlärte sich damals der Landesarbeitsausschuß mit 15 gegen zösische Regierung ihre Pfalzpolitit schleunigst revidiert. 8 Stimmen gegen und die Landtagsfraktion mit 32 gegen 6 Stimmen für die Bildung des Kabinetts Fellisch. Franzöfifche Taktik. London, 8. Januar.( TU) Amtlich wird gemeldet: Die jeparatistische Tätigkeit in der bayerischen Rheinpfalz hat erneut die besondere Aufmerksamkeit der englischen Regierung auf fich gezogen, die nunmehr in dieser Frage einen diplomatischen Schritt in Paris und Brüffel unternommen hat. Die„ Daily News" schreiben dazu: Bis heute hat die englische Regierung, die Gegner jeder separatistischen Bewegung ist, eine reservierte Haltung diesen Dingen gegenüber eingenommen, die fich oußerhalb der von ihr militärisch besetzten Zone abspielten. Jetzt aber hat das Problem eine äußerst a fute Form angenommen, Ludwigshafen, 8. Januar.( BTB.) Zu der Meldung des da die Separatisten in der Pfalz irgendeine Art offizieller Anerken.„ Temps" über die Bildung einer angeblichen Geheimorgani nung durch die fremden Regierungen nachsuchen. Dies scheint uns fatton„ Treuhand" in der Pfalz wird von unterrichteter Seite doch anzudeuten, daß sie im Begriffe stehen, einen Hauptfchlag mitgeteilt: zu führen. Obwohl die Mehrheit der Bevölkerung sich von ihnen Angesichts der drohenden Gefahr des Separatisteneinmarsches abwendet, so sind sie doch solch gewiffenlose Persönlich in die Pfalz sind aus allen Kreisen der verfassungstreuen pfälzischen teiten, daß sie glauben, sie seien in der Lage, mit Gewalt die Bevölkerung Selbstschusverbände gebildet worden, die den Zügel an sich zu reißen und eine autonome Regierung aufzurichten. Auftrag hatten, mit Genehmigung der französischen Ihr unmittelbarster Wunsch ist der, die Anerkennung der Rheinland. Kreisdelegierten die öffentlichen Gebäude zu schützen. Die Pommission zu erholten, die im befeßten Deutschland die alliierten französischen Kreisdelegierten sind über diese Maßnahmen unterrichtet Regierungen vertritt. Nach Ansicht der englischen Regierung worden und haben sich damit auch einverstanden erklärt. Kurz widerspräche eine solche Anerkennung durch die Rheinland- vor dem Einbruch der Separatisten sind dann aber auf frankommission jedoch voll und ganz den Bestimmungen des Friedensver- zösische Weisung die Personen, die nur zum Schutz der öffentlichen trags von Versailles. Die Times" schreiben über dasselbe Gebäude bestimmt waren, von den Besatzungsbehörden entwaffnet Thema:„ Man hofft trotzdem noch in englischen Kreisen, daß und gefangengesett worden. Etwa 100 Personen befinden Boincaré eine Interpretation der französischen Politik in der Pfalz fich heute noch im Gefängnis. Das ist der Sachverhalt, der vom zu geben imstande sein wird, die die englische Regierung be." Temps" aus begreiflichen Gründen tendenziös entstellt worden ist. Macdonalds Programmrede. London, 8. Januar.( Eca.) Ramsay Macdonald hat heute seine mit großer Spannung erwartete Programmrede in der Albert Hall gehalten. In der Rede, die vielfach von stürmischem Beifall unterbrochen wurde, führte Macdonald etwa aus: fet notwendig, eine großzügige Organisation zu schaffen, die den Stempel der internationalen Gerechtigkeit trägt, und die so beschaffen ist, daß es jeder Großmacht möglich ist, ihr die ftrittigen Fragen zu unterbreifen. Hierzu müsse der Völker bund ausgebaut werden. Er müsse überall Achtung und Vertrauen genießen fönnen. und für sich nicht die geringste Neigung. Minister zu werden. Kein Amerikanische Sachverständige in Paris. Die führenden Persönlichkeiten der Arbeiterpartei haben an Dernünftiger Mensch wünscht eine schlecht verwaltete Rontursmasse zu übernehmen. Troßdem sei die Die Militärkontrolle. Paris, 8. Januar.( EE.) Die beiden amerikanischen Eachper. Arbeiterpartei entschloffen, die Regierung zu übernehmen.. ständigen Young und Dawes sind in Paris eingetroffen Macdonald setzt dann die Gründe für diesen Schritt der Arbeiter und begaben sich heute zu der Reparationstommission, partei auseinander und verteidigt seine Bartei gegen den Vorwurf, wo sie eine Besprechung abhielten. Die erste Sigung des Sachfie wolle zur Regierung gelangen, um Neuwahlen zu vereiteln und verständigenausschusses findet planmäßig am nächsten Montag auf diese Weise den Sieg des Sozialismus in Engiand zu einem ftatt. endgültigen zu gestalten. Derartige Biele hätte die Partei nicht. Die Arbeiterregierung wolle lediglich die Not lindern, die die Zeit mit fich gebracht habe, und daran mit ihren besten Kräften arbeiten. Macdonald führt dann aus, daß die neue sozialistische Organisas tion, die die Arbeiterpartei erstrebe, nicht auf einmal errichtet merden fönne; der Fortschritt fönne nur durch ständige Weiter. entwicklung erreicht werden. Die Arbeiterpartei tue jezt einen wohlüberlegten Schritt vorwärts. Macdonald verlangt Frieden nach außen und Einheit nach innen. Wegen einer Arbeiterregierung, fo fagte Macdonald, brauche kein Mensch in England fein Kapital ins Ausland zu schaffen. Um den Frieden in Europa endgültig herzustellen, beabsichtigt die Arbeiterpartei, sich an alle Männer und Frauen der ganzen Welt zu wenden, die von dem gemeinsamen Geist beseelt feien, daß der Weltkrieg sich nicht wiederholen dürfe. Diese Kräfte wolle die Arbeiterpartei mobil machen. In allen Hauptstädten der Welt sei man noch weit von dem wahren Frieden entfernt. Im weiteren Berlauf seiner Ausführungen legle Ramsay Macdonald dar, daß es gleichgültig sei, ob eine Arbeiterregierung sechs Jahre oder sechs Monate im Amt verbleibe, jedenfalls werde sie fofort versuchen, dieses Programm zu verwirklichen. Als erste Vorausseßung hierfür sieht er das Aufhören des Wettrüstens an. Er meinte, diesem Wettrüsten könne man nur durch eine internationale Berständigung ein Ende bereiten, an der nicht nur England und Frankreich, Belgien und Italien, sondern auch Spanien, Deutschland und die Tschechoflowakei beteiligt sein müßten. Die Militärtontroll! ommission unter Vorsitz des franzöfifchen Generals Nollet wird ihre Tätigkeit, die sie seit dem Ruhreinbruch vor einem Jahre eingestellt hatte, demnächst wieder aufnehmen. Ueber Form und Art der fünftigen Handhabung der interalliierten Militärkontrolle ist im einzelnen noch nichts befannt. Die Reichsregierung wird in den nächsten Tagen zu dieser Frage Stellung nehmen. Auf Ersuchen des Parteivorstandes nahm der am 27. November tagende Parteiausschuß der Gesamt partei zu der strittigen Frage allgemein für alle Landtagsfraktionen der Partei Stellung und faßte folgende Entschließung: Die Stellung der parteigenössischen Landtagsfraktionen und der Landesinstanzen zueinander entspricht der Stellung der Reichstags= fraktion und des Parteiausschusses zueinander. Der Parteiausschuß stellt daher feft: Die Landtagsfrata tionen der Partei haben in den Landesparlamenten auf dem Boden der Landesverfassungen felbständig unte eigener Berantwortung sozialdemokratische Bolitik zu treiben. Beschlüsse von Parteiorganisationen oder Landesinstanzen der Partei haben für die Landtagsfraktionen die Bedeutung parteigenössischer Borschläge und Gutachten, deren Würdigung und Berücksichtigung bei der endgültigen Entscheidung dem pflichtgemäßen freien Ermessen der Landtagsfraktionen unterliegt. Für ihre Politik in den Landtagen sind die Landtagsfraktionen ihren Landesparteitagen und der Gesamtpartei verant wortlich. Der vom sächsischen Landesarbeitsausschuß zum 1. Dezember einberufene sächsische Landesparteitag ignorierte dieses Botum des Parteiausschusses und beschloß. daß fünftig ein Fünftel der Fraktion( bei 40 Abgeordneten also 8) Stimmrecht haben solle. Außerdem beSchloß der Landesparteitag, daß jede Koalition- ob nach rechts oder links der formellen Zustimmung eines neuen Landesparteitages bedürfe. Als dann das Kabinett Fellisch 3urüdgetreten war, weil ihm die Demokraten ihre Unterstützung entzogen hatten und neue Verhandlungen mit den Kommunisten gescheitert waren, trat der Landes= arbeitsausschuß für Landtagsauflösung und Neuwahlen ein. Die Landtagsfraktion dagegen entschied sich in ihrer Mehrheit für eine Roalition mit Demokraten und Bolksparteilern, da die Neuwahlen die Krise nur verschleppen, aber nicht lösen würden. Die Landtagsfraktion stellte an den Arbeitsausschuß den Antrag, einen neuen Landesparteitag über Auflösung oder Koalition entscheiden zu lassen. Der Arbeitsausschuß lehnte das zunächst ab, gab dann jedoch in einer neuen Sigung dem Antrag statt und berief auf den 6. Januar einen neuen Landesparteitag ein. 3wei Tage vor dem Zusammentritt dieses Parteitages, am 4. Januar, sah sich die Fraktion aber schon in die Zwangslage Die Sünden des alten Regimes. versetzt, die Koalition mit Demokraten und Volksparteilern zu Der Schadenersatzprozeß der belgischen Deportierten. beschließen, da andernfalls in der gleichen Sizung die Auflösung des Landtages beschlossen worden wäre. Wie in Paris, 8. Januar.( Eigener Drahtbericht.) In dem Prozeß frischer Erinnerung, hat der Landesparteitag am 6. Januar der ehemaligen belgischen Deportierten gegen das Reich fanden am Dienstagmorgen die Plädoyers statt. Von deutscher sich gegen die Koalitionsregierung Heldt und für die LandtagsSeite wurde, da es sich um eine Angelegenheit völkerrechtlicher auflösung erklärt, die Fraktionsmehrheit die Entschei Natur handle, die Kompetenz des Schiedsgerichts bestritten. Von dung des am 30. März stattfindenden Parteider Gegenseite wurde der Standpunkt eingenommen, daß die tages der Gesamtpartei angerufen. Deportationen in erster Linie erfolgt jeien, um die an der Front benötigten deutichen Arbeitsfräfte au ersetzen. Es habe sich zwischen dem Reich bzw. den deutschen Industriellen und den belgischen Deportierten um einen Arbeitsvertrag gehandelt, der jedoch nur von den belgischen Arbeitern erfüllt worden fei; was diese heute von dem Schiedsgericht verlangten, sei nichts anderes als die Entlohnung für geleistete Arbeit. Franzöfifcher Generalstabschef ist als Nachfolger des verstorbenen Buat General Debeney, der dem Obersten Kriegsrat angehört, Die Zwiffigkeiten zwischen Frankreich und England müßten endlich aufhören. Diese Zwiftigkeiten sind beider Länder durchaus un würdig. Es geworden. Der Berlauf dieses Kompetenzkonfliktes zwischen Landtagsfraktion und Parteiinstanzen zeigt flar, wie richtig die Entscheidung des Parteiausschusses vom 27. November vorigen Jahres iſt. tarische System eine wesentlich andere geworden als sie Die Stellung der Parlamente ist durch das parlamen es vordem war. Nach der Reichsverfassung und den Landesverfassungen obliegt den Barlamenten jetzt die Bildung der Regierungen im Reich und in den Ländern. Die Legislative bestimmt jetzt die Erefutive, die früher von oben" eingesetzt wurde. Die Parlamentsfraktionen der einzelnen Parteien haben dadurch eine Funktion im Staats- und Verfassungs- leben zugewissen erhalten, die notwendig auch, ihre Stellung in der Organisation der Parteien verändern mußte. Diese Veränderung besteht vor allem in einer größeren Selbständig- keit im Handeln auf eigene Verantwortung. Beim Abgang, bei Um- oder Neubildungen von Regierungen muß meist schnell gehandelt werden, so daß die vorherige Zurate- zishung größerer Parteioertretungskörperschaften unmöglich ist. Sslostoerständlich wird jede Parlamentsfraktion sich be- mühen, im Kontakt und Einverständnis mit den zuständigen Instanzen ihrer Partei zu handeln. Wo das nicht möglich ist, oder wo Differenzen mit den Organisationsinstanzen ent- stehen und ein Ausgleich nicht zu erzielen ist, dort müssen die Fraktionen auf eigene Verantwortung handeln und ihr Ver- halten spater rechtfertigen vor dem Forum eines Landes- oder Reichsparteitages. Dieser Zustand hat sich in beiden Flügeln, aus denen unsere jetzige Partei sich vor fünfviertel Jahren bildete, gleich- mäßig herausgebildet, im Reiche wie in den Ländern. In beiden früheren Parteien, SPD. wie USP., hat d i e R e i ch s- tagsfraktion über Vertrauen oder Mißtrauen und damit eventuell über Verbleib oder Abgang einer Regierung, über Beteiligung oder Nichtbeteitigung an einer neuen Re- gierung entschieden. Wie eine vom Dresdener Bezirks- jekretariat veranstaltete Umfrage, die dem sächsischen Dezemder-Parteitage vorgelegt wurde, ergeben hat, sind die Dinge bisher auch in den Einzel st aaten ebenso gehandhabt worden. Eine andere Regelung ist auch p r a k- tisch unmöglich, wie sich gerade in Sachsen gezeigt hat, wo auf Drängen der bürgerlichen Parteien die Entscheidung jetzt zwei Tage vor dem Landesparteitag gefällt werden mußte und in einem Zeitraum von 10 Monaten drei Landesparteitage(!) abgehalten wurden. Aus- nahmsweife kann ich deshalb einmal mit dem„Zwickauer Volksblatt" übereinstimmen, das am 30. Oktober letzten Jahres — allerdings um Wels und mir das Recht zu bestreiten, Partei- genössischen Rot zu geben— sehr treffend schrieb: Das sächsische Volk hat seinen Landtag gewählt, nach der Ver- fassung hat nur dieser Landtag und keine Macht außer und neben ihm die Regierung zu bestimmen, die über Sachsen zu regieren lmt. Jede Einmischung Außenstehender ist als oerfasiungswidrig ab- zulehnm. Aus dieser Auffassung folgt klar, daß die Entscheidung bei den Landtagsfraktionen liegen muß. Der Parteitag der lZesamtpartei wird sich deshalb auch zweifellos den Stand- punkt zueigen machen, den der Parteiausschuß in seiner Ent- schließung vom 27. November vorigen Jahres eingenommen hat. einen Standpunkt, der sich völlig deckt mit der P r a x i s, die sich im Reich wie in den Ländern aus dem Zwang der Verhältnisse herausgebiwet hat. » m m Auf die oben erwähnte Anfrage vom Bezirkssekretariat Dresden an Reich und Länder, wer die Entscheidung bei R«gi«rungs- blldungen hat, sind eine Reihe von Antworten eingegangen, denen wir folgendes entnehmen: Reichstag: Die Entscheidung liegt bei der Reichstagsfraktion, allerdings haben bei Entscheidungen von solcher Bedeutung die Mitglieder des Parteioorftandes, die nicht dem Reichstag angehören, das Recht, an den Perhandlungen teilzu- nehmen. Jedoch geschah das nicht in allen Fällen.. v. Preußen: Di« Bifdung und Umbildung der Regierung ist Sache der Landtagsfr.aktion allein. In keinem Falle ist bisher ein« Mitwirkung irgendwelcher Partei- instanzcn erfolgt. Thüringen: Ueb«r die Regierungsbildung entscheidet in Thüringen die Landtagsfroktion. Der Bezirksvorstand wird gehört. Die eigenlliche Entscheidung liegt «ach der Verfassung nach der bisherigen Uebung bei der Fraktion. Baden: In allen... Fällen h a t die Fraktion jeweils bis für die Wahl der Minister vorzuschlagenden Parteigenossen aus- ' gewählt. Wir haben uns dabei immer kameradschaftlich nät dem Bezirksvorstand, dessen Vorsitzender Mitglied der Fraktion ist, aus- ; gesprochen. Mecklenburg-Schwerin: Die Landtagsfraktion entscheidet bei der Regierungsbildung einzig und allein. Wir haben bei Regierungskrisen ganz felbstver- ; ständlich immer den Bezirksvorstand eingeladen, aber der Bezirks- ; vorstand hat sich nie angemaßt, der Fraktion seinen Willen aufzu- ; zwingen. Braunschweig: Seit der Vereinigung der Partei sind bei uns zweimal Umbildungen der Regierung vorgenommen, beide Male lag die Entscheidung in der Hand der Fraktion. Anhalt: Die Regierungsbildung wurde vor einigen Wochen, als die Kommunisten den Antrag auf Eintritt in die Regierung stellten, akut. In diesem Falle hat die Fraktion gemein- schaftlich mit dem erweiterten La nd« sa u s schu ß entschieden. Württemberg: Die Frage der Regierungs- bildung ist stets von der Landtagsfrattion be- handelt worden. Di« Landesparteileitrmg wurde jeweils zu den Sitzungen der Fraktion, in denen solch« Fragen Gegenstand der Beratung waren, eingeladen. Di« Verhandlungen haben in jedem Falle zu einem vollen Einvernehmen geführt. Wenn das nicht der Fall gewesen wäre, würde die endgültige Entscheidung in den Händen der Fraktion gelegen haben. Bayern: In der Frage der Regierungsbildung ist federführend die Landtagsfraktion, jedoch obliegt die grundsätzliche Stellungnahme und Entscheidung für den Eintritt in die Regierung ober den Austritt au« derselben einer Landeskonferenz, die sich nach unserem Landesstatut wie folgt zu- sammensetzt: Aus den Mitgliedern des Landesausschusses, den Bor- sitzenden der Parteibezirksverbände, den Bezirks- und Untsrbezirts- sekretären, je einem Delegierten der Landtagsstimmkreise, je einem Redakteur und je einem Geschäftsführer sämtlicher bayerischen Partei- Zeitungen, den bayerischen Mitgliedern der sozialdemokratischen Reichs- tagsfraktion und den Mitgliedern der sozialdemokratischen Landtag«- fraklion. Die Auswahl der Genossen, die als Regierungsmitglieder in Betracht kommen, obliegt endgültig der Landtagsfraktion. Wahlkampf in Sapera. LandtagSauflösung bis SO. Januar? Müa che«,«. Januar.(WTS).«uf der Kreisversa»«. lang de« bayerische« Lauerrbundes-o Augsburg wurde«Uge- teilt, daß die LaadlagsauflSsuug bis läugfie»« 2 0. 3annar ausgeführt werde« würde Ter„alte Schwede" und die„Lokuspolitiker". ZNünchen, 8. Januar.(Eigener Drahtbericht.) Mit einer vssent- lichen Versammlung in einer Münchener Dorstadt eröffnete die Bayerische Volkspartei den Wahltampf. Der Verlauf der Versammlung bestätigt« die Vermutung, daß sich die Regierung»- Partei im Wahlkamps hauptsächlich wird gegen die Völkischen zur Wehr setzen müssen. Daher versteht man auch die Haltung der Bayerischen Volkspartei im Landtag bei der Schaffung des Wahl- sicherheiten. Die Versammlung war reichlich durchsetzt von Haken- kreuzlcrn, di« besonder» die Ausführungen des Land.agsabgeordneten R o t h m e i« r, bekannt durch seine ullra-bajuoarische Einstellung, durch stürmische Zwischenruf« unterbrachen. Da» war begreiflich, denn Rothmeier wandt« sich in der Hauptsache gegen die Rational- sozialisten und Ludend ör ff, den er als„allen Schweden� bezeichnete. Die Studenten titulierte er„Lokuspolitiker", weil sie in der Universität alles mit Hakenkreuzen beschmieren. Rühmend hob er hervor, daß Kahr alle Ostjuden, die seit Eisner eingewandert feien, ausgewiesen habe. Die Bayerische Volks- Partei habe sich siinerzeit, als beim Gareis-, Crzberger, und Rathen au-Mord München als Mörderzentrale bezeichnet wurde. heftig gegen dies« Chorakteristerung der bayerischen Hauptstadt ge- wehrt; jetzt müsse er aber zugestehen, daß München nicht mehr ganz rein dastehe. Trotz dieser Feststellung meinte der zweite Referent des Abends, Reichstagsabg. Rauch, daß Deutschland nach wie vor von Bayer» aus gerettet werden müsse. Den Herr» v. Soden bezeichnete dieser Redner als Sabluelischef de» zulünfkige« Trägers der bayerischen Krone. Dabei wehrt sich gleichzeitig Zinil- ling gegen die angebliche Unterstellung, daß man in der jüngsten Denkschrift seiner Regierung u. a. auch monarchistische Tendenzen erkenn«. Die Versammlung schloß zur Unzufriedenheit der vielen Hakenkreuzler ohne Diskussion, die vom Generalstaatskommii- fariat untersagt worden war. Reichstagskanüiöat Luöenöorff. Die Völkischen Bayern» haben Ludendorff ein Mandat für die kommenden Reichstag»wählen angetragen, und auch oölkssche Kreise Norddeutschlands sollen sich mit einer Kandidatur Ludendorffs befreundet haben. Es ist bezeichnend für den ehemaligen Generalquartiermeister, der sich soeben noch von dem politischen Narren Hitler zum„Chef der deutschen Heeresleitung" ausrufe» ließ, daß er nicht abgeneigt ist, auch dieses Pästchen anzunehmen. Wie gemeidet wird, haben in den letzten Tagen mtt Ludendorff wegen der Kandidatur ernste Besprechungen stattgefunden. Aber die Völli- schen müßten nicht sie selbst sein, wenn sie in bieser Frag« einig wären. Ein Teil der Völkischen läßt die Nachricht verbreiten, nach den Münchener Novemberereignissen sei ihnen ein« parlamentarische Tätigkeit des„Generals" nicht angenehm, man brauche ihn„w e n i- ger als Politiker", denn als„d e r e i n st i g e n Führer der deutschen Armee". Es wird abzuwarten bleiben, ob Ludendorff diese liebenswürdig« Auslassung versieht. * München, 8. Januar.(MTB.) Laut Blättermeldung«, nimm: die Untersuchung über denHitler-Ludendorff-Putsch einen sehr großen Umfang an. Bis jetzt ist gegen mehr als hundert Personen Anklage erhoben worden. die Aufgaben öer„Ingenieurkommission". Die Essener Zeitungen haben von dem kommandieren- den General der 77. Diviston mehrfach Befehl erhalten, kostenlos auf der ersten Seite Ankündigungen über französische Bor- stellungen in der Komischen Oper zu veröffentlichen. So sind die Zeitungen u. a. vor einigen Tagen gezwungen worden, bekannt- zugeben, daß ein« französische Schauspielerg esellschast in der Komi- schen Oper„Frou-Frou" aufführen wird.und daß der Kartenver- kauf in einer französischen Buchhandlung erfolgt. Der Fall erinnert an die„Verordnungen der Besatzungsbehörde", die unser Gelsenkirchener Parteiblatt an der Spitze des Blattes ver- öffentlichen mußte. In Gelsenkirchen hatten die„Herren" Offiziere P s e r d« m i st und ein Motorrad zu verhökern, in Essen wird Kulturpropaganda mit„Frou-Frou" getrieben— Gesten eines übermütigen Siegere und ebenso-blöde wie die MUitärstiefelpolitik überall. Poincare hatte bei der Besetzung des Rührgebiets verkündet, es handle sich lediglich um die Tätigkeit«im»„friedlichen" Ingenieur- kommifsion, der zum Schutz ein« Handvoll Soldaten beigegeben werde. Der Satz von der„unsichtbaren" Besatzung wurde geprägt. Es scheint im Wesen des Militarismus zu liegen, daß er sich überall und unter allen Umständen so ausdringlich und plump wie möglich benimmt und sich von keiner übergeordneten Stell« meistern läßt. Immerhin: Besspiele sollten belehren. Erlaubte Demonstrationen. I« besetzte« Gebiet-!' Düffeldorf. 8. Januar.(®P®.) Di« hiesige Arbeiterschaft ver, änstaltetc heute nachmittag ein« Kundgebung auf den Hinden- burgwall fürdenAchtstundentag. Ein U m z u g im Anschluß an die Kundgebung ist von der Besatzungsbehörde unter der Ve- dingung genehmigt worden, daß der Zug den vorgeschriebenen Weg nehm«._ Die sächsische Krise. Die kommunistische Fraktion hat folgenden Antrag im sächsischen Landtag eingebracht: Das Kabinett Heidt hat nicht das Vertrauen des Landtages. (D'Netlls Niggerstück. Von Max Hochdorf. Natürlich ist das kein Theaterstück, wie der Mann im Parkett es sich träumt. Er begreift in Deutschland nicht, daß etwas obne Gemüt, ohne Geschwafel und sentimentalem Leierkasten aufgedreht wird. wenn es tragisch enden soll. Dieses Niggerstück vom„Kaiser Lon« s", der ein Halunke ist und vom schweren Leib» und Alb- drücken gequält wird, entsprickit keiner Durchschnittsregel, und doch ist es etwas Starkes und gleichzeitig etwas Schundiges, ein Pankee- srnig,«ins Niggerballade, ein voltskundiaes Kunststück von ganz eigentümlichem Reiz. Wenn dieser O'Neill mit europäischen Rezepten arbeitet, dann wird er langweilig, blöde- und wassersüppig. Wo er nun die Niggerseele in die Vorstadtmelodramatik hinein- meißelt, kann er entdeckt werden als ein grober, aber kräftiger Kerl. Das ist Theater, das direkt aus der Banjoe- und Leierkasten- und Jazzhandromantik herkommt. Wir kennen solche Nlggerbänkel- sängerei. Sie ist blutrünstig, die armen Schwarzen werden herum- gewälzt von Leidenschaft nach Freiheit, nach Geld, nach dem Vlut der Kehle, die sie ihrem wetßen Peiniger abschneiden wollen. Nun, es spricht für O'Neill, daß er sein Bestes gibt, wenn er sich an das Exotische fvrtwirft, daß er hahnebüchen herunterkommt, wenn er es den europäischen Aorstadtdramatikern nachmachen will. Aber welch ein hochnäsiger, geradezu ausschweifend großmäu- liger Mcralist, dieser. Liebling von New Port, der den Schwarzen wirklich mi! allerjchwärzester Seele ausstattet. Dieser Dichter O'Neill k-nm kaum den Nigger, der aus dem Kraal herauswill, um ein Kulturmensch zu werden. Dieser von amerikanischen Damen ver- wähnte O'Nelli kennt nur den tierischen Nigger, er kennt nur diesen Kaiser Jones, der sich aus dem tiefen Dreck emporwühlte, um «inigen Weißen das Leben zu nehmen, um seinen schwarzen Mit- brüdern als schindender Arbeitgeber die Haut stückweile vom Leib zu ziehen und schließlich unter Oer. Mordwaffen der eigenen Kum- nane zu verrecken. Er weiss nur von diesem Halbtier, dem Kaiser Jones, der abergläubisch und mit tobendem Blut durch die Büsche e lt, um seinen Gewissensbissen und feiner Gefpensterfurcht zu ent. ichküpfen. Dieser Nigger sticht seine Nebenmenschen leichtfertig ob. Er knallt mit dem Revolver, er ist ein Hund, ein Schwein, ein gie- riz-Ä Ungeheuer. Wieder und wieder die Frage: Warum kennt dieser O'Neill nicht die anderen Neger, die emsig in den Schulen und in den Unirersitäten sitzen, die aus der Erinnerung der Mensch- heit die Tatsache wegwischen wollen, daß sie mit einer dunklen Haut gebrandmarkt wurden, und die den edelsten Idealen nachhängen. Hat O'Neill nur seinen New Porter Freunden geschmeichelt, als er diese» Niggcr-Singsang in kurzen, in kreischenden Bildern auf die Bühne brachte, hat ihm nicht da« Herz geschlagen, al« er nur da« Menschenmaterial, das sich der Nichter Lynch an den Galgen holi, den lüsternen Zuschauern vor die Augen warf! O'Neill ist im euro- päischen Stück ein unmoralischer Dramatiker, weil er ein Verlogener ist. Er ist in diesem Nieqerstück noch unmoralischer, weil er nicht ganz objektiv in die Schmerzen des niedrigen Nigger» eindringt, weil er sich über das Opfer seiner Feder stellt und predigt: Ach, was fasse ich da für schmierige Schufte an! Dieser Niggerspuk muß auch so grob und grausig über die Bühne gehetzt werden, w« er im Buche steht. Marionettenhast, ohne gelöst« Worte tanzen die Menschengespenster um den Kaiser Jones herum, der die Visionen seiner Lumpigkeit erlebt. Es muß der Stil gesucht werden, der in Matrosenkneipen gefällt, der aber auch am Platz« ist in alkoholfteien Betsälen und Mormonenkirchen. Nun, diese Einfachheit log dem Regisseur de» L u sts p iel ha u s«», Herrn Viertel, nicht besonders. Es wurde viel Ausgeklügelles ge- zeigt, es wurde in dem Schmierer O'Neill viel zu viel Kullur ver- mutet. Besonders hatte man dem Darsteller des Kaisers Jones, dem Herrn Oskar H o m o l k a, einschärfen sollen, daß die Nigger nicht magyarisch radebrechen. Im Worte versagte Äeser Schauspieler. Aber in der Bewegung war er vortrefflich, ein würdiges Dressurstück seines Regisseurs. Wie er sich wälzte, wie er sich wand, wie«r sich überschlug und an seine Opfer heranschlängelte, da? war das-richtige Dirtuosentum, das den Cowboys und den(Goldgräbern von Alaska gefallen könnte- Man stelle sich vor, wie dieser herrlich« Dorstadt. schund gefallen würde, wenn man«inen richtigen Nigger und keinen geschminkten mit gestricktem Trikot gefunden hätte. Schon das Gut- turale der Niggerstimm«, das manchmal ins Pfeifende übergeht, dieses Musikalische und gleichzeitig wieder höchst Bestialische einer exotischen Kehle fehlt«. Das Stück hätte Niggermusit gebraucht, es bracht« mn ein Schauspiel.__ Unbewußte Sozialisten. Genosse Dr. Erich Witt« schreibt uns: Von den evangelischen Lehrern der höheren Schulen geben bei Wahlen mindestens vier Fünftel ihre Stimm« für die Deutsch« Dolksp artet oder die Deutschnationalen ab. Um so interessanter ist es. daß „D ä s D e u t s ch e Philologcnblatt", dos offiziell« Organ des „akademisch gebildeten Lehrerstandes",«Inen Aufsatz(Nr. 28, 31. Jahrgang) bringt, der den Titel führt:„Kollegen, seid ouf der Hut" und Leitartikel einer sozialistischen Zeitung sein könnte. Der Verfasser Studienrat Dr. Bohlen bekämpft die bis August 1323 last völlige Steuerfreiheit und die seitdem immer noch geringfügige Besteuerung der Erwerbestände. Er meint, viele wall. tcn die Inflation deswegen nicht beseitigen, weil es dann mit dem mühelosen Gewinn vorbei sei, mit dem sie sich auf Kosten des Voltes, auf Kosten der Lohn- und Gehaltsempfänger bereichert hätten. Er wendet sich gegen die volkeparteilichen Blätter,'die„Kölnisch« Zeltung" und die„D-utsche Allgemeine Zeitung" und besonder? gegen den deutschnationalen „Tag". Dieser hätte ausgesprochen, daß der kleine Mann und der Beamte weiterhin mir"der Papiermart selig werden mögen. daß aber die Erwerbenden in Goko rechnen würden. Bohlen be» dauert, daß 90 Proz. der maßgebenden Zeitungen in den Händen des Großkapitals feien. Dieselbe Nummer des Philologenblottes enthalt einen Aufruf de« Preußischen P hi l ol ogen» erb a n de s. der di« so- fori ige Zahlung von Beiträgen fordert. Denn der Verband müßte sonst zusammenbrechen. Also wegen der von der Sozialdemokratie bekämpften Inflation!!! Werden die Philologen hieraus die Folgerun- gen ziehen und bei der nächsten Wahl ihr« Stimm« für die Liste der BSPD. abgeben? Es wäre eine Jllu- sion. dies zu glauben. Denn ihnen ist noch nicht zum Bewußtsein gekommen, wie sozialistisch sie denken. Sie smd wie die meisten anderen„höheren" Beamten noch zu sehr in den Anschauungen der kaiserlichen Regierung und der tönigilch preußischen Regierung besanaen, die«in Bekenntnis zum Sozialismus mit Entlassung bestraften. Sie ahnen noch nicht, wie sehr sie der kapitalistischen Argumentation, die sie als Gehaltsempfänger bekämpfen, selbst zum Opfer gefallen sind. Sie glauben, Gegner der Sozialdemokratie sein zu müssen, weil es auf den Einfluß dieser Part«! zmpckzuiühren sei, daß die Gehaltsunterschiede zwischen den„höheren" Beamisn einer- sells und den„mittleren" und den„unterem andererseits geringer geworden seien. Aber sie bedenken nicht, daß die Derringcrung ihres realen Einkommens im Vergleich zu dem vor 10 Jahren erhaltenen di« Folg« der militaristischen, kaiserlichen Politik ist. Wäre sozial- demokratische Politik getrieben worden, so hät> ten wir keinen Krieg gehabt, so würden die mitt. leren und unteren Beamten sicherlich«in höheres Gehalt alsoor dem Kriege bekommen, die höheren aber mindestens dasselbe wie vor dem Kriege. a l s o m e h r a l s j« tz t. Kollegen, seid auf der Hut! Di« Große BoNpoper. di« ohne den Besitz des Kroll-Hauses mcht auskommen zu können meint« hat nun ein« bleibend«� Ställe gesmv den. Das Theattr des Westens, in dem si« bisher provilo- risch untergebracht war. ist ihr durch einen Pachtvertrag fstr die nächsten 2 0 Jahre«"sichert. Die polizeiliche Konz« ss i onieryng hat sie sür 10 Jahr« erhalten. Es ioll jetzt«in« Renovierung des ganzen Hauses vorgenommen, die Bühne technisch yervollkpmmnet und die Einrichtung des neuen Rundhorizontes vollendet werden. Wege zur Musikkultur. Um Musik-Fortbildungs- kurfe für Laien und Fachleute abzuhalten, hoben sich jeckis bekannt- Berliner Musiker— Prof. Siegfried Ochs. Prof. Dr. Carl Thiel. Dr. Alfted Guttmann,' Arnold Ebel. Pros. Leonid Kreutzer, Charlotte Pf«ss«r— zusammengeschlossen. Jh« Plan ist: denen, die ihr«.Kenntnisse von musikalischen Dingen erweitern und ihre Liebe zur Musik prattifcki betätigen wollen, durch Vortrag und Unterweisung zu Helsen, ihr musikalisches In- nenleben. wie ihr« Fähigkeiten in der Ausübung der Musik zu stei- gern. Die erste Kursusreihe umfaßt sechs. I« 12ftündig« Kurse(Oratorium, z.c-ippell-,-Chormusik, Licdgesang. Klavier- und Kammer- nusik. Orchesterproxis, Gehörsbildung, Stilkunde ulw.) Beginn om 23. Januar, nachmittags v Uhr. Prospekte, Auekünste. Karten bei »er Verwaltungsstelle(Dr. Guttmann. Württembergische Str. 3». Tel. Psalzburg 2557), sowie bei Bot« u. Bock. M j t g l i« b« r b e r Valks'Musik. Organisationen erhalten auf Antrag Er- Mäßigung. Der KdiftsoeAdii» ha veutschea presse(Bezirttverdand Serlirf» ver- anftaltet Sonntag, den SO. Januar, abend» 6 Uhr. in den»esomtranmen de» R« i S« t a g«««inen G- s e I ls ch a s t S a b- n d zuounsten temer Aobliabristassen. Ter Ädend wird durck ein Konzert eingeleitet, sür da» der Berliner Lebrergesangoir ein � sein« Mitwirkung bereit« zugesagt bat. vk*. ftTs � f■ Onrfchrr in fipirf.rrtnftar Q<%M... „ Blut muß es geben". Rechtsprechung in Kahr- Bayern. München, 8. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Wie it Rahr. Der Abbau der Gerechtigkeit. für die Zeit vom 15. Januar bis 31. März d. 3. baß in Straffachen statt des Schöffengerichts der Amisrichter allein entscheidef und staff des Muchergerichts aur deffen richterliche mit glieder; die zur Zuständigkeit der Schwurgerichte gehörenden Straf. fachen werden den Straffammern zugewiesen; das Verfahren bel Brivatt'agejachen ruht. Bei lebertretungen und Bergehen ist die Berufung ausgefchloffen, wenn auf Freisprechung oder ausschließlich auf Geldstrafe erfannt ist Beiter enthält die Berordnung eine zember 1923 aufgehoben werden. F Diese Notverordnungen", die Emminger produziert, he Deuten einen Schlag ins Gesicht des Reichstags. Konnte man des Rechtsverfahrens noch einen Schimmer innerer Berechti für die auf beschränkte Dauer vorgesehenen Beschränkungen gung anerkennen, so überschreiten die Bestimmungen, die für Die Dauer berechnet sind, jede Befugnis des Reichstabinetts und feines Justizministers. Die Strafprozeßreform ist gewiß nötig, aber daß fie so eilig und ohne jede Kontrolle und Mit wirfung des gefeßgebenden Parlaments vorgenommen wird, bas fonnte nur der Kahr Bager Emminger fertig hringen. Die Ausschaltung der Schwurgerichte und der grundlegende Alenderung der Berfaffung der Strafgerichte und eine Reihe von Verfahrensvorschriften. Diese Borschriften find Rechtswesens und eine Umdrehung des bisher geltenden Schöffen bedeutet eine völlige Umgestaltung des ganzen für die Dauer bestimmt; sie werben, soweit fie organisatorischer Rechtswesens und eine Umdrehung des bisher geltenden Natur find, am 1. prif in Kraft treten. Sie sollen der Rechtsprinzips. Gegen diese unter bewußter Ausschaltung des Berwirklichung der Ziele dienen, die fchon seit dem Jahre 1909 durch Reichstags erlassenen diftatorischen Berfügungen erheben wir eine Reihe von Entwürfen zur Neugestaltung des Strafprozesses, in aller Form Einspruch. Wir sind überzeugt, daß der Reichs. zuletzt durch den dem Reichstag im Mai 1923 porgelegten Entwurf tag diese Herausforderung nicht stillschweigend hineines Gefeßes zur Neuordnung der Strafgerichte, angestrebt find. nehmen mird. Nach der Verordnung fallen in Zukunft die Straftammern als Gerichte erster Instanz fort. Das Amtsgericht Rechtsverderbnis. Bayern die Gerechtigkeit gehandhabt wird, dafür lieferte eine BTB. teilt mit: In her legten Thummer des Reichsgefegblattes übergeleitet, fo wird das Berfahren, und zwar in Schmut= Gerichtsverhandlung in of wieder den schlagendfien Bemeis. ist die auf Grund des Ermächtigungsgefehes vom 8. Dezember 1923 gerichtssachen nunmehr auf Grund der Verordnung nom Der verantwortliche Redakteur unseres dortigen Parteiblattes murde erlassene Berordnung über Gerichtsverfassung und Strafrechts- 4. Januar 1924((§ 44) vor der Straffammer, nach den all. pegen Aufreizung zum Klassen haß zu einer Geldstrafe pflege vom 4. Januar 1924 veröffentlicht. Sie enthält in ihrem gemeinen Vorschriften der Strafprozeßardnung durchgeführt. Sonon 100 Goldmart verurteilt, weil er am 15. September eine der 5. Abschnitt eine Reihe von Rotmaßnahmen, die bereits am bald die Behältnisse es gestatten, wird die Berordnung vom 17. DeRedaktion von nationalistischer Seite zugesandte Schmäh pot. 15. Januar d. 3. in Kraft treten. Diese Rotmaßnahmen, SS 44 bis 48, die erforderlich geworten find, weil die finanzielle Rot farbe veröffentlichte mit der Ueberschrift: Blut muß es lage eine alsbalbige erhebliche Einschränkung der Roften ber Strafgeben!" Dieser Saß war dem Inhalt der Razte ent verfahren unbedingt verlangt, bestimmen nommen. Eine Berurteilung des sozialdemokratischen Redakteurs Connte nur dann erfolgen, wenn das Gericht bei ihm das vor handene Bewußtsein feststellte, daß er durch seine Tat eine Stimmung erzeugte, die Gewalttätigkeiten hervorrufen fönne. Der angeflagte Genolje fonnte aber darauf hinweisen, daß in der unmittelbar nor ausgehenden Nummer feiner Zeitung in großer Aufmachung eine Mahnung an die Arbeiterschaft abgedruckt war, zur Bermeidung von irgendwelchen zufammenstößen und Gewalttätigkeiten den am 16. September in Hof stattfindenden Deutschen Tag" streng zu meiben. Andererseits tonnte der Verteidiger, Genosse Saenger. München, das Gericht und den Staatsanwalt darauf verweisen, daß in den auf dem„ Deutschen Tag" gehaltenen Reden unwider in den auf dem„ Deutschen Tag" gehaltenen Reden unwider Jeglich Aufreizung zum Klaffenhaß enthalten war. Einer der von den leglich Aufreizung zum Klaffenhaß enthalten war. Einer der von den nerschiedensten Rednern aufgestellten Brogrammfäßen war 3. B. erst Beseitigung des Marrismus im Innern mit Waffen gewalt und dann den Feldzug gegen die Franzojen. Die Folge Dieser Berhehung war, daß das Gebäude unferes Partei= blattes in Hof damals demoliert wurde. Auf die Frage der Berteidigung, ob der Staatsanwalt es mit seinem menschlichen und juristischen Gewissen verantworten fönne, daß gegen einen wird für sämtliche, bisher zur Zuständigkeit der Schöffengerichte und fozialdemokratischen Redakteur megen Abdrucs einer Schmähkarte der Straffammern gehörenden Sachen und auch für einen Teil der Antlage wegen Aufreizung zum Klaffenhaß erhoben werde, mährend zur Zuständigkeit der Schmurgerichte gehörenden Berbrechen zu gegen die die Arbeiterschaft unerhört provozierenden Reben der ständig(§§ 6 bis 10). Bei lebertretungen und regelmäßig auch bei Gegenfeite von der gleichen Strafbehörde nichts geschehen sei, ant- Bergehen entscheidet der Amtsrichter allein, unter gewiffen mortete der Staatsanwalt wörtlich: Um die Zeit des Deut- fcheidet das Schöffengericht, deffen Zusammenfeßung nicht Berausfegungen auch bei Rüdfallsverbrechen. Im übrigen entZuständigkeit der Schwurgerichte aufgehoben. ichen Tages" in Hof war ich in Urlaub. Genoffe Saenger, der geändert wird. Nur ausnahmsweise bei besonders bedeutenden Die Verordnung hat diese schwersten Strafrechtsfälle grundfäßlich als Abgeordneter in der Montagsfizung des Landtagsausschusses und umfangreichen Sachen wird noch ein zweiter Amtsrichter zu den Strafkammern überwiesen, noch dazu unter Einführung eines über diesen frasen Fall von Rechtsprechung" in Bayern berichtete, gezogen. Gegen sämtliche Urteile des Amtsgerichts gibt es die Be beschleunigten, von Rechtsbürgschaften des Angeklagten start entfchloß feine Ausführungen mit den Worten:„ Ich stehe nicht an, rufung an die mit Berufsrichtern und Schöffen befeßte Straffammer. blößten Berfahrens. Bisher war die große Linie der deutschen im Jntereffe meines Vaterlandes aus fieffter menschlicher und berufFür die schwersten Berbrechen Strafgerichtsentwicklung gerade umgekehrt nach der Richtung ge Richer Ueberzeugung heraus zu sagen: den Glauben an eine Gerech- nerbleibt es bei der Ruständigkeit des Schmurgerichts, das gangen, die Borherrschaft der rechtsgelehrten Straffammern zu be figkeit habe ich verloren!" mit a Richtern und 6 Geschworenen befeht ist. Die Richter und Ge- feitigen und eine durchdringende Laienbeteiligung in der gesamten schworenen entscheiden tünftig über die Schuld- und Straffrage ge- Strafrechtspflege herbeizuführen. Der jähe, durch nichts meinfchaftlich. gerechtfertigte Eingriff der Berordnung in die Die Borbereitung dieser umfangreichen Neuordnung, bei der Laiengerichtsbarkeit erheischt das schleunigste Niemand sieht, namentlich auch die Justizverwaltungen der Länder gehört werden Einschreiten der Boltsvertretung. mußten, hat naturgemäß geraume Zeit in Anspruch genommen. In- daß die Fälle von Mord und Totschlag im Reich letzthin sich besonzwischen hatte sich die Geschäftslage beim Reichsgericht so gestaltet, ders gehäuft und zu einer Gefahr für die Deffentlichkeit gestaltet daß alsbald Abhilfemaßnahmen nowenbig wurden. Die Bahl der hätten. Riemand glaubt, daß die Ersparnis einiger Tagegelder für zur Zuständigkeit des Reichsgerichts in erster Instanz gehörenden die Laienrichter die deutschen Finanzen retten tönne. Sachen( Landesverrat, Berrat militärischer Ge= heimniffe uim.) war derart angeschwollen, daß eine Dollige Lahmlegung der Lätigkeit des Reichsgerichts in erster Instanz brohte. Aus diesem Grunde hat der Reichspräsident auf Grund des Art. 48 der Reichsverfaffung am 12. Dezember 1923 eine Berord nung erlassen, welche die Mißlungene Mohrenwäsche. Rechtsbiätter hatten die Meldung von der Entlassung der letzten berhafteten Mitglieder des Rechtsputi regiments waren zum Anlaß genommen, um frisch- fromm- fröhlich frei zu behaupten, bamit fei die Anlage zusammengebrochen. Die Blätter frohloden zu früh. Die Haftentlaffung erfolgte lediglich, weil eine Werbuntelunge gefahr nicht mehr vorliegt nnd Fluchtgefahr nicht besteht. Das Berfahren bagegen nimmt feinen Fortgang. Nachklang zum Schupoprozeß. Söln, 8. Januar.( IB.) Die Kölnische Zeitung" veröffentlicht ous Düsseldorf noch folgende Nachflänge zum Schupoprozeß: Begen eine Reihe von Beamten, die im Düsseldorfer Schupo. prozeß verurteilt oder freigesprochen worden sind, hat die französische Befagungsbehörde die Ausweisung perfügt. Die der grünen Bolizei angehörenden Freigesprochenen find alle ausgemie fen morden. Beiter wurden ausgamiefen: Oberpolizeiinspettor Höfner, der zu zwei Jahren Gefängnis mit Strafaufschub und zu einer Geldstrofe verurteilt murde, der freigesprochene Stabtfetretär Reunkirchen, ferner der zu drei Monaten Gefängnis mit Straf aufschuß verurteilte Artist König und Die zu je brei Monaten Ge fängnis verurteilten Wachtmeister der grünen Polizei Seffe und Almacher. Der größte Wolfenfrager. Ein neuer 35ftödiger offenfrager, der in New York auf dem Grundstück zwischen der 32, 33. Straße, der Leringston- und Fourth Avenue errichtet werden wird, soll das größte Gebäude feiner Art auf der Welt werden. Der Bau wird 250 000 Quadratfuß mehr bebeden als das Equitable Building und zwischen 18 und 20 Millionen Dollar toften. Rub räume für die Bewohner des Baus werden die ersten 3 Stod merte einnehmen; bort wird auch eine große Turnhalle ein gerichtet, bedeutende Unterhaltungsräumlichkeiten und 75 Schlafzimmer. Im Barterre wird ein großer Saal angelegt, der 850 Personen faßt und für geschäftliche Versammlungen benutzt werben foll wird. Abgabe der Landesverrats- und Spionagefaden an die Oberlandesgerichte ermöglicht. Die Borschriften dieser Berordnung find in die Berard. nung vom 4. Januar übernommen worden, so daß die Berordnung vom 12. Dezember v. 3. in den nächsten Tagen aufgehoben werden Auf Grumb ber Berordnungen des Reichspräfibenten nom 26. September und 10. Oftober 1923 find einige aukerarbent liche Gerichte errichtet morden. Um deren Aufhebung zu er möglichen, ist durch eine Verordnung des Reichspräsidenten nom 17. Dezember 1923 für einen Teil der zur Zuständigkeit der außer ordentlichen Gerichte gehörenden Sachen allgemein ein in beschleunigtes Berfahren vor den ordentlichen Gerichten eingeführt worden. Eine Reihe von Straftaten soll, wenn die Tat die öffentliche Sicherheit und Ordnung in erheblichen Make gestört oder gefährdet hat, und eine beschleunigte Aburteilung möglich ist, einem vereinfachten und beschleunigten Berfahren nor ben Straffammern abgeurteilt werden. Die Straffammern bleiben also für diese Delitte ordentliche Gerichte, es wird nur ihre Zuständigkeit erweitert. Daraus ergibt sich, daß die auf allgemeinen gefeglichen Borschriften beruhende Buständigkeit der Jugendgerichte und des Staatsgerichtshofes zum Schuße der Republif durch die Berordnung vom 17. Dezember nicht berührt wird. Andererseits bleiben Ne Borschriften der Verordnung nom 17. Dezember auch neben den Bestimmungen der Verordnung vom 4. Ja nuar bestehen. Bom 15. Januar d. 3. ab gelten daher nach wie vor für die in der Berordnung nom 17. Dezember 1923 bezeichneten Straftaten in erster Reihe die Borschriften diefer Berordnung. Werden diese Straffachen in das ordentliche Berfahren Parlamentsbeginn in Paris. Der Republikanische Richterbund erläßt folgende Erklärung: Die Dom Reichsjustizministerium veranlaßte Verordnung des Reichspräsidenten vom 17. De: 3ember 1923 hat auf Grund des Artikel 48 der Reichsnerfassung aur Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung für das Reichsgebiet" unter anderem für die Berbrechen des Morbes und des Lotschlags die Freilich sieht die Berordnung in§ 5 als Ausnahme die Mög lichfeit or, die zum summarischen Verfahren gestellten Straffachen wiederum ins ordentliche Berfohren zu verweisen, nämlich dann, menn durch die Straftat die öffentliche Sicherheit und Ordnung. nicht erheblich geftört oder gefährdet oder wenn die schleunige Er. ledigung undurchführbar ist. Diese Möglichkeit fucht die Aus. führungsverfügung Des preußischen Justizministers vom 28. Dezember 1923 in mohimeinender Absicht zur Regel zu erheben, indem sie folgende Auslegung gibt: Dem Sinne der Berordnung entspricht es, wenn non dieser Mög lichkeit meitgehender Gebrauch gemacht wird; nur wo eine Häufung nen Straftaten ber in Frage kommenden Art,&. B. bei Gelegen heit von Unruhen, Aufständen ufm., oder ein einzelnes besonders fchmeres und Auffehen erregendes Berbrechen die öffentliche Sicher. heit und Ordnung in ergeblichem Maße stört oder gefährdet, wird das Berfahren der Verordnung enzuwenden, für den Regelfall aber die Berweisung zum ordentlichen Berfahren angebracht fein." Es ift bezeichnend für ben gegenwärtigen kurs des Reichsjustizmefens, und es ist tief traurig, daß einer Reichsjustizverordnung in dieser Weise zu Hilfe geeift merden muß, → Eine andere Reichsnotnerordnung, Dom 12. Dezember 1923, über die Aburteilung der Landesperrats und Spionagefälle durch die Oberlandesgerichte, bringt den Abbau der einheitlichen Zuständigkeit des Reichsgerichts in erster Instanz. Aus Anlaß diefer Verordnung wurte bekannt, daß etwa 1200 Landesverratsprozesse bei dem Reichsgericht schweben. Es besteht der dringendste Berdacht, daß hier gegen alle Treu und Glauben in staats- und pölferrechtlicher Beziehung diejenigen verfolgt werden, die zum Schuße der reichsrechtlichen Bestimmungen über Entwaffnung der Bürger die geheimen Waffenlager und die geheimen Berbände ner= raten". Hier wird scharf nachzuprüfen sein, ob wirklich eine solche Unzahl von entarteten Mitgliedern der deutschen Boltsgemeinschaft in Betracht kommt oder ob nicht die Maffenantlage wegan Landesnerrats auf einer unnatürlichen Rechtskonstruktion der Strafbehörden beruht. Rafetenpost im 17. Jahrhundert. An einen furipfen Borläufer der Flugzeugpoft erinnert in einer Reminiszenz aus der piamontefischen Geschichte ein italienisches Blatt. Im Jahre 1640 mar Turin zubringen vermag, dem Währungsverfall durch eine energische von den Franzosen hart bedrängt, und die Stadt war durch die Politik finanzieller Sonierung entgegenzumirfen. Statt dessen Belagerungstruppen so vollständig von der Außenwelt abgefchloffent. Paris, 8. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Die beiden Häufer glaubt man nach wie nor ausländische und insbesondere daß sich die Belagerten jedes Mittels beraubt fahen, mit den spani. des Barloments find heute Dienstag zur legten Session der laufen deutsche Machenschaften für die Entwertung der französischen fchen Entsastruppen, die jenseits des Bo auf einem Hügel lagerten, den Legislaturperiode zusammengetreten. Die Sigungen waren aus. Währung verantwortlich machen zu sollen. Auch der Finanzminister in Verbindung zu treten. Bergebens hatte Fürft Tommaso son gefüllt mit den Ansprachen der Alterspräsidenten und der Wahl des de Lesteyrie hat sich in einer der Preffe gegebenen Erklärung dieses Savoyen, an den die Markgraffchaft Turin durch Heirat gefallen Bureaus. In der Rammer wurden Präsident Raoul Beret und Argument neuerdings wieder zu eigen gemacht. Die Anschuldigun war, alles aufgeboten, um eine Berbindung mit den Spantern her: die Bizepräsidenten ohne Gegenfanbideten wiedergewählt. Dem gen richten sich in erster Linie gegen die in den letzten Wochen sehr austellen. Da fam in der höchsten Not fein Feldhauptmann Frugone auf einen originellen Einfall. Er ließ in der fürstlichen Geschüß. Republikanisch- demokratischen Berband der Hauptgruppe des Natio- zahlrei nach Baris gekommenen Tschechoslowaten, Ungarn und gießerei eine hohle Kanonenkugel gießen, in deren Höhlung nalen Blods war in den letzten Tagen die Absicht unterschoben Galizier. Es scheinen Ausweisungen in größerem Umfange burch einen offengelassenen Schlik die für den spanischen General morden, ihren Borfizenden Arago, per fidh im vergangenen Jahr in Aussicht genommen zu sein. bestimmten Briefschaften eingeführt wurden. Dann wurde die Deff durch eine Steuerhinterziehungsaffäre schwer fompromittiert hatte, Paris, 8. Januar.( WTB.) Auf Anreifung des Ministers des nung geschlossen und in das Metall eine Inschrift eingerißt, die über nicht wieder als Bizepräsidenten zu präsentieren. Sie hat jedoch Innern ist der Holländer Dungen, der in Beris eine auslän den Inhalt der Kanonenfugel orientierte. Die Rugel murde dann auf diese Anwandlung moralischen Anstandsgefühls perzichtet.- dische Bant vertritt, ausgemiesen worden mit der Begründung, daß in das Geschütz geladen, und das Ziel so ficher genommen. daß fie Der Senat hat Herrn Doumergue ohne Gegenfandidaten wieder er alarmierende Aeußerungen über das Sinten des Franken getan auch richtig das Lager der Spanier erreichte. Durch die Aufschrift zum Bräsidenten gewählt habe. aufmertfam gemacht, öffneten die Spanier den Schlik, die Brieffchaften murban herausgenommen und dem Befehlshaber übergeben. Dann wurde die Antwort auf demselben Wege mit der Kugel in die belagerte Stadt gefeuert. Bolfsbühne. Bei der Ausführung„ Gelite som Soldaten, turale big ermielen. Irog der angefündigten bratanischen Maß- Paris, 8. Januar.( Cigener Drahtbericht.) Im GewerkschaftsMusik von gor Straminsly. die unter Zeitung von Seimann Sennahmen gegen die Spefulation und troz mehrfacher inzwischen be haus fand am Montagabend eine von vielen Taufenden besuchte en im IX. Stonzert der Boltsbühne am Sonntag, den 18. Jan., mittags 13 Uhr, im beater am Balomplab tattfindet, wirten reits erfolgter Verhaftungen und Ausweisungen zweifelhafter Demonstrationsperfammlung statt, in der gegen das mit: Start Obert, Deinrich Bitte, Ernit Legal( itaatl. Schauspielhaus). Toni Börsenspekulanten ist der Franken am Dienstag mieber beträcht von der spanischen Regierung gegen die beiden Syndikalisten Freeben, famie Mitglieder des Krantfurter Opern- und Museumorchefters. lich gefallen. Die ousländischen Devisen haben bis auf wenige Mateu und nicolau wegen der Ermordung von Dato aus Ein Orgelkonzert von Prof. Walter Fischer ist im Dom am 10. Jan., Bunkte den Refordstand vom vergangenen Wochenenbe wieder er gesprochene Lodesurteil Protest erhoben wurde. Es wurde abends 8 Uhr. Mitwirkende: Eidney Biden( Bariton) und bas Streich. quartett ber Staatsoper. Eintrittsprogramme an der Kaffe. Der Dom reicht. An der Börse schloffen das Pfund mit 88,05, der Dollar mit beschlossen, eine internationale Aftion zugunsten der beiden Verift gebeizt. 20,55. Die Tendenz ist auf Grund der Meldungen von den Aus- urteilten einzuleiten und am nächsten Mittwoch eine Straßen= Gewebe aus Alt- Pern, ausgegraben auf den Zotenfeldern von Lima landsbörsen ausgesprochen fest und läßt ein weiteres Stei demonstration zu veranstalten. und Bachachamac werben auf der Januarausstellung Der Sturm, Boisbamer Str. 134a, gezeigt. Ferner expreffionistische Zeichnungen von gen der Kurse erwarten. In den Kreisen der Regierung wie in Sugs Seiber( Budapest) und expressionistische Gemälde und Aquarelle der Breffe macht sich angesichts des bisherigen Mißerfolges der zur Bekanntlich wurden die beiden Anarchisten feinerzeit von Deutschbon Bela Radar. Ein Konzert auf 13 000 Kilometer. Is ein neuer Triumph ber braht. Ms ein neuer Triumph ber brabt. Cindämmung des Währungsverfalls in Aussicht genommenen Maß- land nur unter dem feierlich ausgesprochenen Borbehalt auss Isten Zelephonie wird bie Zallache bezeichnet, bas ein Rangert, das ponnahmen außerordentliche Reroofität bemerkbar. Die geliefert, daß die Reichsregierung ihrer Erwartung Ausdrud gab, daß Stonzert, Bittsburg in den Bereinigten Staaten brabilos nach London übermittelt Erörterungen über die Gründe für das Fallen des Frankens füllen daß Iade surteile gegen fie nicht gefällt ader jedenfalls nicht wurde, zu gleicher Zeit auch von Milhörern zu Mibbleburg in Staplend ge in den bürgerlichen Zeitungen ganze Spalten, und noch immer sucht vollstrect würden. Das ist unseres Wissens noch vor einigen nojjen toerben fonnte. Das in Amerifa veranstaltete Konzert fonnte über man die Ursache überall, nur nicht da, wo sie in Wirklichkeit ist, Bochen, nach der Bekanntgabe des Todesurteils, der neuen eine Strede von mehr als 13 000 stilometer gehört werden. Dies lit mehr als ein Drittel des Eibumianas am Aquator. Man hofft, diese Leistungen nämlich in der leichtfertigen Finanzgebarung des fran spanischen Regierung von deutscher Seite eindringlich in Erinnerung halb noch sehr berbessern zu tönnen. zöfifchen Fistus, der ebenso wie das Parlament nicht den Mut auf, gebracht worden. Bordis, 8. Sam Neuer Frankenfurs. Die am anten Um das Schicksal von Mateu und Nicolau. Januar.( Eigener Drahtbericht) Montag eingetretene Erholung des Franfens hat fich als nur sehr Pariser Arbeiterprotest. * Gewerkschaftsbewegung Die geplante Aussperrung im Buchdruckgewerbe. Durch den für die Arbeiterschaft unglüdlich verlaufenen Buchdruckerstreit, in den die Berfonale infolge der faum zu ertragenden wirtschaftlichen Verhältnisse und nicht zulegt durch die uneingelöft gebliebenen Bersprechungen der Prinzipale hineinge trieben wurden, fühlt sich das Unternehmertum so recht in seiner Sieger" position. Der mit dem 31. Dezember 1923 abgelaufene Tarif und die bisher noch nie dagewesene Arbeitslosigkeit nehmen ie Prinzipale zum Anlaß, der Arbeiterschaft erst recht den Fuß auf den Maden zu sehen. Der vom Reichsarbeitsministerium nicht für verbindlich erklärte Schiedsspruch soll nummehr mit brutaler Gewalt durchgedrückt werden, sei es auch auf Rosten Laufender von Arbeitereriſtenzen. [ liteitser! lärungen von Schiedssprüchen über Löhne abVerjehlter Schiedsspruch. Der Zeniraloorjizende des Fabritarbeiterverbandes, Genosse lehnt, die man in gleicher Höhe für die benachbarten Industries August Bren, schreibt uns: tags zuvor verbindlich erklärte. Es sei zu bedauern, daß das tungsausschuß in& ffen gefällte Schiebsspruch für Uebertagcarbeit Intereffen der Unternehmer vertrete und jede Unparteilichkeit im „ Der in Nr. 8 des Vorwäris" mitgeteilie, von dem Schlich- eichsarbeitsministerium rigoros und einseitig nur die widerspricht der Berordnung über die Arbeitszeit. Schlichtungswesen fallen gelassen habe. Nach dieser Verordnung(§ 3) fann die Arbeitszeit über die in Eine lange Aussprache verursachte die Werordnung über § 1 Sag 2 und 3 vorgeschriebene Höchstarbeit hinaus an dreißig die Arbeitszeit. Einmütig sprachen sich alle Redner gegen der Wahl des Arbeitgebers überlassenen Tagen im Jahre bis um eine Verlängerung der Arbeitszeit aus. Auch verbiete der gegens zwei Stunden verlängert werden. Eine solche Voraus- wärtige Beschäftigungsgrad im Interesse der vorhandenen Arbeitsfegung lag für den Schlichtungsspruch nicht vor. Hälte sie vor- lofen eine Verlängerung, der Arbeitszeit. Nahezu alle Redner gelegen, dann ginge der Spruh weit über die zulässige stimmten darin überein, daß die Parteipreffe zur Frage der ArbeitsArbeitszeit hinaus. zeit vielmehr hätte bringen müssen. Heute versuchen Unternehmer Die Verordnung über die Arbeitszeit setzt für alle Fälle, auch betriebsweise die Arbeitszeit zu verlängern. Eine einstimmige bei Inanspruchnahme der in den§§ 3 bis 7 bezeichneten Ausnahmen, Entschließung bejagt: die höchstgrenze der Arbeitszeit feft. Die Arbeiter Die Tätigkeit der Gewerkschaften muß darauf gerichtet sein, an den Rofsöfen fallen unter die Schuh bestimmungen die regelmäßige tägliche achtstündige Arbeitszeit unter allen UmAm 3. Januar fuchte die Prinzipalität Berhandlungen anzuknüpfen, des§ 7. Sie sind der Einwirkung von Hize, giftigen Stoffen aus- ftänden zu erhalten. Die etwaige Anwendung der gesetzlichen Ausum durch friedliche" Bereinbaurngen zu einer„ Berständigung zu gefeßt. Für sie eine Ueberschreitung der in§ 1 Sah 2 und 3 fest- nahmebestimmungen darf nur im Einvernehmen mit der tommen. Wie ernst es ihr damit war, fonnte man bald feststellen. gejezten Grenzen würde nur dann zulässig fein, wenn Gründe des Gewertschaftsorganisation erfolgen. Die BetriebsZu Verhandlungen tam es überhaupt nicht, sie scheiterten an Ber- Allgemeinwohls es dringend erfordern, die Arbeit in langjähriger vertretung und die Arbeiterschaft werden dringend gefonenfragen, da die Prinzipale das Recht der Einmischung Uebung sich als unbedenklich erwiesen hat und die tägliche warnt, mit den Unternehmern eine anderweite betriebsweise in die Zusammensetzung der Berhandlungskommission der Gehilfen Berlängerung eine halbe Stunde nicht über- Vereinbarung über die Arbeitszeit zu treffen. Die Verfuche der fchaft für sich geltend machte! Aber noch bevor die Verhandlungschreitet. Unternehmer, in der augenblicklichen Konjunktur der Arbeiterschaft ommiffion in Tätigkeit treten follte, hatte man sich durch geheime den Achtstundentag zu entreißen, bedeuten den Anfang Barole so eingestellt bzw. festgelegt, daß es zu einer Berständigung bauernder Differenzen, die geeignet sind, jede wirtschaftgar nicht fommen fonnte; man wollte sich also nur den liche Gesundung zu verhüten." Anschein hierzu geben, um der Gehilfenschaft die Berantwortung für das Scheitern der Verständigung aufzubürden. 11 3 Der Schiedsspruch läßt eine erhebliche Ueberschreitung der halben Stunde zu. Unmöglich fann er auf der Voraussetzung beruhen, daß die Arbeit an den Koksöfen durch Cangjährige ilebung fich als unbedenklich erwiesen habe. Liegen Gründe des Ge meinwohls vor, dann muß die Arbeitszeit in den in§ 7 gesteckten Beitgrenzen bleiben. Zum Schluffe befaßte fich die Konferenz mit der Frage der Bertretung der Gewerkschaften in den Körperschaften der Landespartei. Das wahre Gesicht tam bald zum Borschein: am selben Tage, alio am 3. Januar, murde den Unternehmern von ihren Führern die Der Schiedsspruch geht über 10 Stunden tägliche Marichroute gegeben, jämtlichen Belegschaften zu fün Arbeitszeit hinaus. Eine folche Ueberschreitung ist für die Die Tarifverhandlungen am 7. Januar mit dem ArbeitgeberAngestellte in der chemischen Industrie. digen zum nächstzuläffigen" Termin. Nur diejenigen, die ihre Rotsofenarbeiter nach der Verordnung unzulässig. Interfchriften gaben unter die in direfier oder zum Teil verschleierter Die Verordnung lehnt sich dem Entwurf eines vor.äufigen verband der chemischen Industrie führten zu feinem Ergebnis, da Form gehaltenen Reverse zur Durchbrechung des Acht Gesetzes über die Arbeitszeit an, der dem Reichstag zur Berab- die Angestelltengewertschaften sich weder mit den vom Arbeitgeber. tundentages, sollten von der Entlassung verschont bleiben. schiebung vorgelegt werden sollte. Durch den Wechsel in der Regie- verband vorgeschlagenen Abbauplänen, noch mit einer Berlängerung fo tie Generalaussperrung auf der ganzen Linie rung unterblieb die Verabschiedung durch den Reichstag. Die Be- der Arbeitszeit einverstanden erklären konnten. Sämtliche am Tariffoll Blak greifen, sofern sich der Widerstand regt. Die Arbeiterschaft gründung jenes Gefeßentwurfes, die Sinn und Absicht flariegie, abichlue beteiligten Verbände: AfA- Verbände, GdA. und Gedag folgte jebody der von den Organisationen gegebenen Parole, nichts gilt auch für die Verordnung. Danach sollte der§ 9 verhüten, haben gemeinsam den Schlichter für Groß- Berlin angerufen, zu unterschreiben. Bie menig jedoch das Unternehmertum einig ist und wie wenig daß die Arbeitszeit durch die in den§§ 3 bis 6 bezeichneten und um furzfristige Anberaumung eines Verhandlungstermins ersucht. Ausnahmen über das aus Rücksichten des Arbeitnehmer- Als nächste Abschlagszahlung erfolgen 20 Broz. des Dezemberdie Unternehmer selbst von der von einigen Scharfmachern betriebe schutzes zulässige Maß hinaus verlängert wird. Diese Begehalts abzüglich Steuern am 12. Januar 1924. en Bolitik überzeugt sind, geht daraus hervor, daß von den vor gründung schloß mit dem Sche:„ Eine Auslegung dieser lediglich handenen rund 800 Betrieben bis zum heutigen Tage nur 122 Bebem Schuße der Arbeitnehmer dienenden Borschrift dahin, als ob triebe gemeldet wurden, die diese Reverse den Personalen vor der Neun- oder Zehnstundentag anerkannt werden soll, würde den gelegt haben. Einer erheblichen Zahl von Bertrauensleuten wurde Sinn des§ 9 völlig verfehlen." non ihren Chefs ganz unverblümt gesagt, daß fie im gegenwärtigen Moment" nicht as Außenseiter erscheinen möchten; fäme es zur Aussperrung, dann machten fie unter feinen Um ständen mit! Auch die Reichsbruckerei hat sich an dieser Attion nicht beteiligt. Biele andere Firmen legten diese Reverse überhaupt nicht vor mit der Begründung, fie müßten ein derartiges frevelhaftes Beginnen rundweg ablehnen! So wie in Berlin steht es auch in der Provinz. Eine große Anzahl der Provinzprinzipale will von den angezettelten Maßnahmen nichts wissen. Führende Personen der Prinzipalität, auch des Zeitungsverlegervereins, lehnen ihre Beteiligung ein. fach ab. Kollegen, Kolleginnen! Seßt tem Machtdünfel der Scharfmacher hes Unternehmertums geschlossenen Widerstand entgegen, Cakt euch den Achtstundentag nicht rauben! Bei der beispiellos großen Zahl der Arbeitslosen wäre es ein nicht gutzumachendes Verbrechen, wollten wir den unglücklichen Opfern des Wirtschaftslebens bas lekte bißchen Hoffnung auf Beschäftigungsmöglichkeit rauben. Die erften Zeichen eines beginnenden Auflebens des Gewerbes müssen den Arbeitslosen zugute fommen und dürfen nicht durch eine Berlängerung der Arbeitszeit illusorisch gemacht werden. Darum, Kollegen und Kolleginnen, bleibt einig und mehrt euch geschloffen gegen das frevechafte Gewerbes skrupellos auf die Straße zu sehen! Dann kann und wird das Unternehmertum es nicht wagen, die Berantwortung zu übernehmen. 3hr führt den kampi, follte er euch aufgezwungen werden, in erster Linie für die Arbeits.ofen, für euch selbst und nicht zuletzt im Interesse der Gesamtarbeiterschaft. Seid euch dieser Berantwortung bewußt! " Der Spruch des Schlichtungsausschusses verfeht nicht nur den Sinn des§ 9, sondern auch jenen des§ 7." Schiedsspruch nur aus der Wiedergabe einer Veröffentlichung in der Anmerkung der Redaktion: Da uns der aufsehenerregende ölnischen Zeitung" durch WTB. vorlag und dabei ausdrücklich vermerkt war, daß die Gewerkschaften vermutlich gegen den ohne die Stimmen der Arbeitnehmervertreter zustande gekommenen Schieds( pruch Stellung nehmen werden, hatten wir uns jeden Kommentars dazu enthalten. Sie kennt sich aus! was Die Berliner Volls- Zeitung" bringt eine Rotig: Das Korrespondenzblatt" geht ein". Sie bemerkt dazu, daß damit in der sozialpolitischen Literatur eine empfindliche Lüde entstehe: Das Verichwinden des Korrespondenzblattes" ist ein Beichen der fweren wirtschaftlichen Not, in der sich heute die Gewerkschaftsbewegung befindet." Zum Troste fönnen wir der Volks- Zeitung" verraten übrigens ichon in dem von ihr erwähnten Abschiedsartikel gesagt daß an Stelle des Rorrespondenblattes als neues Zentralorgan des Allgemeinen Deutschen GewerkschaftsGewerkschafte geitung" heraus bundes fortab die gegeben wird, deren erste Nummer ant 5. Januar erschienen ist. Der Fall zeigt, wie die Arbeiter über gewerkschaftliche Ange legenheiten unterrichtet werden, wenn fie bürgerliche Blätter lefer! toar An die Arbeitslosenfommiffionen! Nachbem bereits am 6. Januar eine Sigung der Arbeitslosenfommissionen gelagt hat, findet am Freitag, den 11. Januar, im Bureau des Sattler, Tapezierer- und Portefeuillet- Verbandes, Engelufer 24, gimmer 28, mittage 1 Uhr, eine neue Sigung statt. Die Arbeitslosentommissionen meinfam mit der Berliner Gewerkschaftskommission die Interessen werden gebeten, wiederum zu erscheinen, um zu ermöglichen, geder Arbeitslosen zu vertreten. Der Kampf um die Arbeitszeit in Oberschlesien. Im Oberichlesischen Eleftrizitätswerk in 8aborze( Streis Hindenburg) vertigerte die Belegschaft die neunstündige Arbeitszeit und trat an Montag in den Streit. Achtung, arbeitslofe BEPD.- Mitglieber! Dienstag, 15. Januar, nachmittags 1 Uhr, im Großen Gaale der Mufiterfäle, Raiser- WilhelmStraße 31, Bersammlung aller arbeitslosen Genossen der Partei. Bortrag des Genossen Dr, Moses, M. d. R., über Menschenöfonomie". Achtung, VSPD.- Holzarbeiter! Am Donnerstag abend 7 Uhr findet in den Andreas- Festfälen, Andreasstr. 21, eine Ronferenz der BSPD.. Generalversammlungsdelegierten des Solzarbeiterverbandes statt. Wich tige Tagesordnung. Mitgliedsausweis der Partei legitimiert. Der Werbeausschuß. Berband der Buchbinder und Papierverarbeiter. Die Bertrauensleute às den Buchdruckereien werden zu Donnerstag, nachmittags 5 Uhr, zu Hennig Graphides Bereinshaus. Alexandrinenftr. 44, geladen. Stellungnahme zu den Ründigungen, Jeder Betrieb muß vertreten sein... Die Ortsverwaltting.. Deutscher Baugewerksbund. Acting, Friesenleger! Donnerstag nachmittan 5½ Uhr im Gewertschaftshaus, Saal 5, gemeinsame Bersammlung der Fliesen. leger und Helfer. Tagesordnung: Bericht von der Schlichtungstommiffion. Fachgruppe Stud- und Gipsbau. Für Betriebsdelegierte und Betriebsräte bre Stud- und Gipsbaugewerbes findet am Donnerstag abend 27 Uhr in Ber bandsbureau, Rimmer 53, eine Gigung statt, zu welcher Mitgliedsbuch legiti miert. Sede Firma muß vertreten sein. Berantwortlich für Politif: Craft Reuter; Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: F. Eglorn; Feuilleton: R. S. Döscher; Lokales und Sonstiges: Frig Raiftäbt; Anzeigen: Th. Glode; fämtlich in Berlin. Berlag: Bormärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Vorwärts- Buchdruckerei Hierzu 1 Beilage. Konferenz sächsischer Gewerkschaftsvertreter. Die fächsischen Gauleiter der Gewerkschaften des ADGB. nahmen in einer Konferenz am 2. Januar in Leipzig Stellung aur gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage. Die in der Lohnpolitit gemachten Erfahrungen wurden bei der Aussprache verwertet. Ein Redner wünschte, daß die gefeßliche Seite der Neuregelung im Schlichtungswesen gellärt werde. Scharf fritisiert wurde, Die graphischen Organisationen. daß das Reichsarbeitsministerium Anträge auf Verbind und Berlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin SW. 68., Lindenstraße 3. Bei jedem Arbeitsangebot find auf den Bureaus der Organifationen Erfundigungen einzuziehen. a.Wertheim Inventur- Verkauf Versand- Abteilung: Berlin W9, Leipziger Str. 132 Kleiderstoffe hübsche, dunkle Muster. 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Das rein sentimentale Argument", man müffe Caspari wiederwählen, weil er nun mal ein braver Mann sei, und die Geschäfte gut geführt habe, wird jedenfalls durch den deuschnationalen Borstoß schwer erschüttert. Ueber die Haltung des 3 entrums hörte man gestern abend im Rathaus, daß das Zentrum für Caspar i stimmen wolle. Die Demofraten hielten Fraktionssigung ab, die Meinungen stehen - wie sich in ihren Reihen sehr scharf gegenüber, Herr Merten ist fönnte er auch anders sein. für Dr. Caspari, ber alte Demofrat Dove für Anerkennung des sozialdemokratischen Anspruchs. Das Ergebnis der Fraktionsberatung fonnten wir bis zum Redaktionsschluß nicht feststellen. Der aufgeregte Regierungsrat. „ Jeht hole ich die Reitpeitsche." Die Maßnahmen zur Verbilligung der Justizverwaltung be- gesprochenes Unschuldig oder durch eine mildere Einschätzung der ginnen sich bereits in Moabit auszuwirken. In sämtlichen Lat forrigieren durften, sind die Berufsrichter in ihrer Urteils Mord- und Raubfachen sind gemäß Verfügung des Justizministers begründung an den toten Buchstaben des Gesezes durch das in der Die Grenzen bie noch schwebenden Boruntersuchungen abzuschließen, zum Teil ist Berhandlung vorgelegte Beweismaterial gebunden. des sogar schon geschehen. Die Staatsonwaltschaft wird nunmehr für ihre beffere Einsicht und ihre Menschlichkeit find hier enger chne weiteres Ermittlungsverfahren in allen Strafhandlungen, durch Die die öffentliche Sicherheit gefährdet wird, entsprechend der neuen Berordnung Anflage erheben und es wird der Termin, ohne daß Und doch wie unvollkommen die materiellen Geseze auch find, mie bisher ein Eröffnungsbeschluß ergangen ist, vor den für diefe so lassen sie dem Berufsrichter einen weiten Spielraum, fein joziales Zwede vorgesehenen ordentlichen Straffammern anberaumt werden. Empfinden ju betätigen. Die Bewährungsfrist in weitestem Eine merkwürdige Anwendung des§ 51 burch das SchöffenBerläufig sind diese Straffammern noch in der often form mit fünf Umfange in Anwendung zu bringen, das Begnadigungsrecht gericht fand in einer Anklagesache gegen den früheren Landrat und Richtern befeßt. Gegen die Urteile gibt es fein Rechtsmittel, son- des Reichspräsidenten anzurufen, find Wege, die er gehen fann. Der jebigen Regierungsrat in einem Minifterium, Dr. Scheuermann, hern sie sind sofort rechtsfräftig. Die Berurteilten fönnen in Bu- neue Erlaß stellt die Geduld des Bürgers auf eine harte Probe. Er wegen Nötigung ihre Berichtigung durch die Berufungsinstanz. der funft nur in einem Wiederaufnahmeverfahren ihre Unschuld zu wird auch eine Feuerprobe für den Berufsrichter bedeuten. beweisen versuchen. Auch die Verteidigung wird erheblich beschränkt Abschreckung leiten laffen oder den Versuch machen, sich dem Volks. er sich vollkommen von den veralteten Ideen der Vergeltung und 4. Straffammer des Landgerichts II. Bei dem Angeflagten wat die Krantenschwester Magdalene Gluth zur Pflege eines Säuglings fain, da die Beweismittel alkin vom Gericht bestimmt werden. Das bewußtsein zu nähern, das im Berbrechen ein unglück beschäftigt. Gericht hat es in der Hand zu erklären, daß die Soche genügend gefieht, für das im großen und ganzen die persönliche Anlage und hart erscheine und es fann weitere Beweiserhebungen und Zeugen die sozialen Berhältniffe, im weitesten Sinne verstanden, schuld find. rernehmungen ablehnen. Dieses Berfahren war schon bisher bei Gerade unter den heutigen Lebensbedingungen, wo in der Nachten Schöffengerichten zuläffig, allerdings gab es hier das einfache friegs- und Nachrevolutionszeit die sozialen Mißstände ungeahnte Mittel der Berufung, so deß die Straffammer die Urteile nachprüfen Dimensionen angenommen haben und so mancher, der unter normußte. Auf Grund des§ 1 der Berordnung kommen vor die malen Berhältnissen ehrlich und achtbar seinen Lebenslauf beschloffen hätte, ein Opfer des Berbrechens wird, ist Menschlich feit mehr Schwurgerichte in Zukunft nur noch die Anklagen wegen Meineids, benn je am Blake Bird nun der Berufsrichter in der Masse den fchwerer Urkundenfälschung, betrügerischen Bankrotts, Abtreibung Beruf und die Eignung zu dieser Menschlichkeit aufbringen? Die imb ähnliche Delifle. An Stelle der Schwurgerichte werden jedoch Deffentlichkeit wird darüber wachen müssen, wie weit das der Fall voraussichtlich die großen Schöffengerichte treten. Neben den Ber sein wird. Sie wird diejenigen Fälle zu brandmarken haben, wo brechen gegen die öffentliche Sicherheit( Raub, Mord, Totschlag, der göttliche Hauch dieser Menschlichkeit, die zwar alles verstehen, fchwerer Landfriedensbruch) fönnen jetzt auch Fälle vor die Straf aber troßdem aus fozialen Gründen der Besserung des Berbrechers fammer gebracht werden, die früher der Aburteilung durch die und der Sicherheit der Gesellschaft strafen muß. fehlen wird. Schöffengerichte unterlegen, wie Hausfriedensbruch, Mißhandlung, Fahrlässigkeit. Laienrichtertum Berufsrichter. Das Sondergericht ist tot."„ Es lebe das Sondergericht!" So wird vielleicht nicht ganz zu Unrecht mancher ausrufen, der dem fraurigen Schauspiel zusehen muß. Es ist doch wirklich fein Zufall, Daß gerode in dem Augenblic, wo die Schwurgerichte und die normale Gerichtsbarkeit der Straftammern außer Funktion treten, cuf die Sondergerichte zugunsten dieser vereinfachten Straftam: nem mit beschleunigtem Justizverfohren verzichtet wird. Birft so schon Die tommende Gerichtsbarkeit ihre tiefen Schatten weit voraus, fo nollenden das sich auszumalende Bild die einfachsten Betrachtungen. Der Kampf der Theorie und der Praxis, der schon seit Jahrzehnten um den Begriff der Caienjustiz tobt, ist je weiter le mehr zugunsten der Erweiterung der Cairnanteilnahme an der Gerichtsbarkeit entchieben. Sie ist gewiffermaßen ein demokratisches Grundrecht geworden. Radbruchs Borschläge gingen fogar so weit, die Richter laufbahn Laien zu erschließen, die durch gemiffe Brüfungen ihre Qualifikation für diefelbe erbracht hätten. So follte der flaffende Riß zwischen Berufsrichtertum und Boltsbewußtsein überbrüdt und der Bersuch gemacht werden, das gut zu machen, was die tote Baras mraphennorbildung und die fonale Unbildung des UniversitäiſtuPiums die Justiz an Bolkstümlichkeit hat einbüßen lassen. Durch alle diele girante Anbahnung des Bertrauers weiter Rollsichten zur Berichtsbarkeit ist durch Emmingers Scarjuftiz, die jedenfalls fehr tener zu stehen tommen wird, ein dider Strih gezogen worden. Man hätte eigentlich annehmen dürfen, daß die Berufs. richter felbft in erster Lirie fich gegen die Kastrierung der Unen: fustig sträuben würden, daß fie fich dagegen wehren würden, beh nun ihnen die ganze Verantwortung für die unzureichende Gefeggebung aufgebürbet wird. Beamte eines bürgerlichen Klaisen Staates, innerlich gebunden durch ihre Stiofferzugehörigkeit, eingeznat Burch bie materielle Gefeßgebung und durch die Unzulänglichkeit bes Strafvollzugs, find fie ohnmächtig, gegen diefes Odium anzu fämpfen. Sie mußten froh sein, daß der Laienrichter wenigftens zum Teil ihr Gewiffen entlasten fonnte. Ihr Wort gegen Emmin. ners Bereinfachung hätte auch schwer gewogen, wenn sie es in die Wegschale für die Baienrichter geworfen hätten. Nichts Der artiges ist geschehen( der Republitanische Richterbund ausgenommen). Nun hat der Berufsrichter zeitweilig das Regiment ganz in der Hand und darf über Wohl und Behe seiner weniger glücklichen itbürger felbständig entscheiden. Dort, wo die geschworenen Rich ter, froh des in der Gerichtsverhandlung festgestellten Tatbestandes, die unnötigen Schärfen und die Unzulänglichkeit des fühnenden Gefetzes und der Strafrechtstheorie durch ein bei freiem Ermeffen aus. $ 7] " Copyright Georg Müller, München. Die Lofotfischer. Roman von Johan Bojer. Der Bürger sollte im fiberheblichen Glauben an feine eigene Tugendhaftigkeit nicht leichtfertig an diesen Dingen vorübergehen. Das Schicksal, straffällig zu werden, hat schon so manchen ereilt, der felbstgefällia auf die Berbrecher" hinabsah. Es mükte für ihn um deine eigene Sache handelt beber heißen: Tua rés agitur es fich. Rathaus- Wirrwarr. Bier Stadtverordnetenvorsteher- Kandidaten. Der Ausgang der Stadtverordnetenvorsteherwahl am Donnerstag ist unsicherer als je zuvor. Zu den beiden bisherigen Kandidaten, dem Volksparteiler Dr. Cafpari und dem sozialdemokratischen Kandidaten Genossen Sa B, gesellen sich jetzt als deutschnationaler Thronenwächter Herr Dr. Steiniger und ein noch nicht nominierter Kandidat der kommunistischen Fraktion. Am 11. März hatte Dr. Scheuermann der Pflegerin die Weisung zukommen laffen, das Kind früher als gewöhnlich zu baden und zur Mutter zu bringen. Als Regierungsrat Scheuermann ins Kinderzimmer fam, fand er, daß seine Weisungen nicht befolgt waron. As er der Pflegerin heftige Borhaltungen machte, erwiderte diefe ihm furz, daß er davon nichts verstehe und daß das ihre Sache sei. Darauf drehte sie ihm den Rücken zu. Darüber geriet ber Angeflagte in große Erregung, fündigte sofort und forderte die krantes. pflegerin auf, auf der Stelle das Haus zu verlaffen. Als fie fich nime gleich dazu anschichte, padte er sie am Arm und wollte sie die Treppe herunterschaffen. Sie flammerte sich aber an Geländer feft und war nicht von der Stelle zu bringen. Der Rgierungsrat rief hierauf: Jegt hole ich die Reitpeitf dye und eilte hinunder. Die Krankenpflegerin war in das Kinderzimmer geeilt und hatte sich hier eingeriegelt. Auf wiederholte Aufforbe rung öffnete fie die Tür nicht. Der Angeklagte rief darauf: Wenn nicht sofort geöffnet wird, schießeich!" Tatsächlich gais er auch alsbald einen Schuß ab, der durch die Tür brang und in die Diele des Kinderzimmers ging. Die Stranfenpflegerin, die sich in einer Ede versteckt hatte, blieb unverlegt, madte dann aber Straf anzeige. Das Schöffengericht in Lichterfelde hatte Regierungsrat Scheuermann freigesprochen, indem es ihm den Schuß des § 51 zubilligte, da er sich im Augenblid der Tat im Bur stande so großer Erregung befunden habe, daß ihm die freie Willensbestimmung gefehlt habe. Gegen das Urteil hatte der Staatsanwalt Berufung eingelegt, die er damit begründete, daß§ 51 nicht dazu da fei, um den Wutausbruch eines Jähzornigen zu decken. Bon einem gebildeten Manne müsse man erwarten, daß er sich nicht derart von seinem Zorn hinreißen laffe, selbst wenn die Schwester ihn durch ihre Biderjäglichkeit gereizt haben follte. Daß er zur Verteidigung angebe, er habe die Schwefter nicht treffen wollen, zeuge überdies davon, daß er mit Ueberlegung gehandelt habe und daß von einer Bewußtlosigkeit teine Die Kommunisten haben ihre Absicht, einen eigenen Kandidaten Rede sein könne. Der Staatsanwalt beantragte, den Angefiagten du nominieren, in einer mefyr als merkwürdigen Art und Weise bewegen verfuchter Nötigung zu 80 Goldmart Strafe zu verurteilen. gründet. Sie unterstellen in einem Sdyreiben an die sozialdemokratische Fraktion, daß im vorigen Jahre ein gemeinsamer Kandidat der beiden Linksparteien aufgestellt gewefen fei. Davon ist natürlich gar feine Rede. Die sozialdemokratische Rathausfraktion hat im vorigen Jahre bei feiner der beiden Kandidaturen, die sie aufstellte- weber bei der Kandidatur Dittmann, noch bei der Kandidatur Dr. Went die Absicht gehabt, damit eine einseitige Randidatur der beiden Linksparteien aufzustellen. Davon ist auch mit feinem Wort die Rede gewesen. Die Kommunisten haben damals sowohl bei Nennung des Namens Dr. Benl wie bei der Kandidatur Ditt mann ihre Unterſtügung ohne jede Einschränkung und ohne jede Erörterung zugefagt. Wenn die Kommunisten also dieses Jahr an fündigen, daß fie bei Aufrechterhaltung der Kandidatur Haß durch unsere Rathausfraktion einen eigenen Borsteherkandidaten präsen tieren werden, so bedarf dieser Schachzug" feiner weiteren Rommentierung. Die Kommunisten wollen damit offenbar Herrn Dr. Caspari au Hilfe Bommen. Anders liegen die Dinge bei den DeutschEin Berliner Mittageblatt brachte die Nachricht, daß durch Ver nationalen. Dr. Caspari aus manchen Gründen groß. Biele sind der Anficht, daß fügung des preußischen Ministeriums des Jnnern die Polizeifiunde Caspari der Sozialdemokratie bei der Führung seiner Geschäfte viel für Berlin am Sonnabend und am Sonntag auf 1 Uhr verlängert zu weit entgegengekommen fei. Außerdem wurmt es die Deutsch werden soll. Wie der Amtlice Breußische Preficdienst bierau mit nationalen, daß nicht fie als stärkste bürgerliche Fraktion die Fühteilt, ift diefe Meldung falsch. Das preußische Ministerium rung des Bürgerblocks, die das ganze Ziel ihres Strebens ist, in die des Innern denkt nichi daran, bon feinem bisherigen Hand bekommen haben. Der Endeffeft ihres Vorgehens ist jeben. Standpunt abzugehen und ist nicht bereit, die Polizeifalls zweifellos eine Erschütterung ber Position stunde zu verlängern. In ihren Reihen ist die Misstimmung gegen Der Berteidiger beantragte die Verwerfung der Berufung des Staatsanwalts; der Angeklagte habe nur in Notwehr gehandelt, nachdem die Schwester fich der Beleidigung und des Hausfiedensbruchs schuldig gemacht habe. Das Gericht hielt ein subjektives Verschulden des Angeklagten für vorliegend. Der Schutz des§ 51 könne dem Angeflagten für seine Erregbarkeit nicht zugebilligt werden, da feine Willensfreiheit feineswegs ausgefchloffen war. Der Angeklagte habe fich der Bedrohung mit einem Berbrechen des Totschlages schuldig gemacht. Das Gericht hat berücksichtigt, daß der Angeklagte sich in einem Erregungszuftande befunden habe, da die Schwester sich den berechtigten Ansprüchen des Dienstherrn miderfette. Andererseits fei aber die Strafausschreitung eine sehr gröbliche gewesen. Der Angefiagte wurde unter Aufhebung des ersten Urteils wegen Be drohung zu einer Geldstrafe von 100 Goldmark verurteilt. Keine Verlängerung der Polizeistunde. und lacht über die weißen Sprißer, die ihm in das Gesicht| Sunde fuhren, durch Holme und Klippen getrennt wurden, sprühen. Sie blickten auf das grüne, siedende Meer, das so daß sie von den anderen mur das Topsegel und den Wimpel gegen den roten Abendhimmel im Westen auf und nieder sehen konnten, und dann wieder hinaus in die offene See mogt. Eine Schar goldgefäumter Bolten steigt auf, das ist steuerten, hin über das freie Meer. Aber immer geringer an ein Baradies, und es ist sehr seltsam, darauf hinzuftarren. 3ahl wurden die Nordlandboote, fie schwenften ab und Und der Wind frischt noch mehr auf, eine brodelnde Mauer waren bei Helgoland daheim. dort war ihre Grenze nach von grünen Belfen und Gischt schäumt zu beiden Seiten des Süden Bootes empor, dies geht wie toll, haha. Sie sehen sich wieder an. Dies ist nicht segeln, dies ist ein Fest! Aber fern im Südosten steigt ein Land aus dem Meere auf, eine Rüfte mit einer langen Reihe von Bergen mit weißen Gipfeln, die unter einem flaren, blanten Himmel rosig erDie Wellen plätschern am Bug. Weiß fprüht es zu beiden Seiten auf, das ist günstiger Wind. Segeln, das bedeutet vielerlei, und jetzt fühlen die Männer wieder den guten Schauer durch den ganzen Körper, sehen sich an und lachen. 11nb Kristaver strahlt über das ganze Gesicht. Jezt ist die Robbe" eine andere! Jezt sind Last und Mast so angebracht, wie die„ Robbe" es mag. Schließlich hat sie ihr Geheimnis glühen. doch preisgeben müffen. Und jekt wird fie alle Segel ver- Jetzt schäumte die" Meerblume" ganz nahe an die tragen, die Kristaver ihr geben will. Nun ist Freundschaft Robbe" heran, und Jakob rief herüber, im Grunde fämen awischen Tafelage, Rumpf und Segel; es ist, als hätten fie fie viel zu früh nach Hause, die zwanzig Meilen übers Meer fich jetzt in Wind und Bogen aufeinander eingefungen, und feien doch nichts bei solchem Winde. Wollten die anderen wie er stebt in dem frischen, streichenden Winde und laufcht auf er, so würden sie abfallen und etwas weiter füdlich steuern, diefen Gefang des Bootes und der Masten. Bisher find noch einige Möwen aus den Fischerplätzen mitgeflogen, jegt machen fie fehrt. Glück auf die Reise und auf Wiebereshen! A- o- a- o! Dann steuern fie zurüd über Die grünblaue See nach einem fernen, weißen Klippenfaum, ber aus dem Meere aufragt. Das ist die Lofotwand, die schon sehr weit hinter ihnen liegt und deren Schneegipfel unter dem goldenen Himmel glühen. Und die Männer bliden zurüd. Leb wohl für dieses Jahr. Irgend etwas haben alle in diefen Wintermonaten er lebt. Leb wohl für dieses Jahr. Aber Ber Suzania wandte mehrmals den Kopf. Er hatte ein halbes Jahrhundert dort gefischt. Jetzt war es vorbei. Er würde nie mehr wiederkommen. " etwa bis Runnia, es sei ja doch eine Lust, bei solchem Wetter zu segeln. Und als Kristaver mit einem zufriedenen Lächeln antwortete, schlug die Meerblume" den neuen Kurs ein, und die anderen folgten ihr. Bleibt das Wetter so, so machen sie bie Hunderte von Meilen in vier Tagen. Heller wurden die Tage, wärmer die Sonne. Bald fuhren die Staväringerboote allein an der grauen Küste füdwärts. Das Meer brandet gegen die langen Bergfetten, die sich zum Himmel erheben, Gletscher lösen fich in der Sonnenwärme und stürzen tofend in die See hinunter, aber diesmal ist alles so offen und licht, die See umbrandet die Klippen, daß sie leuchten, Bogelscharen tauchen und jauchzen in Paarungsluft, bald geht das Weibchen in die Klippen und legt Eier hinter einem paffenden Stein. Die weißen Schneegipfel liegen nicht mehr grüblerisch im Meernebel da, sie baden sich in all diesem Licht, fie erglühen purpurn im Sonnenuntergang im Westen, es ist, als ob Land und Meer sich schon jetzt für den Sommer schmüden mit seinen warmen, endlosen Lagen und den roten, wollenflammenden Nächten. Nahe der Küste streichen die Boote an einem aperen Stüd Land in einer Schlucht vorbei, hier weiden schon die Schafe, der Geruch der Adererbe meht herüber, und die Nüstern der Fischer weiten sich, er ermedt eine Erwartung von vollem Frühling, wenn sie heimfommen, mit Kuckuckruf auf den Halden und Staren auf dem Dach. Aber jetzt winfen die aus dem Aafjord mit dem Südwester. Lebt wohl für heuer! Und sie biegen in ihren Fjord ein, die ersten Staväringer find daheim. Der Schwerenot mit dem Kurzfuß fehnte sich in diesem Jahre so sehr heim, nicht weil irgend jemand am Strande stand und auf ihn wartete, aber sein großer Wohlstand war in den letzten Tagen dort oben im Fischerplay sehr zusammen gefchrumpft. Einen guten Bazen hatte Kaneles mit sich genommen, als er im Westfjord umfam, und viele große Scheine nahm der Blagfönig, weil Jakob für mehrere von denen, die in dem Unwetter umgefommen waren, Bürgschaft geleistet Und in die Hütten längs des Strandes da drinnen tritt hatte. Bas weiter? Es war ja nicht gerade lustig, gestern ein verwitterter Mann in schweren Wasserstiefeln und bringt Im übrigen war es sehr verschieden, was die Bootsführer ein König zu sein und heute eine arme Laus, aber es war einen Geruch von Schweiß, Meerwasser und Teer mit. Willjegt in der Brieftasche trugen. Gefangen hatten fie ja alle doch wenigstens ein Trost, daß es jetzt heimwärts ging. Heim? tommen baheim! Und noch ehe er fich auf einem Stuhl niederungewöhnlich viel, aber nicht wenige hatten Unglüd gehabt Ja gewiß, Jakob fuhr heim, und deshalb stand er hier am läßt, haben sich ihm Kinderarme um den Hals geschlungen. und ein oder mehrmals ihre Gerätschaften verloren, so daß Steuer und strahlte über das ganze verwitterte Gesicht und fchließlich fein großer Gewinn mehr übrigblieb. Und famen fummte dann und wann:„ D du, Maria Ahoi!" fie mit großen und fleinen Banknoten nach Hause, so waren Am Abend fuhren fie an dem Leuchtfeuer von Kunna auch nenug Löcher zuzuftopfen. vorbei. Was tat das? Sie waren auf dem Heimwege. Jeder Und am nächsten Tage ging es weiter mit dem gleichen, steht auf seinem Plaz an Bord, breitbeinig wie ein Seemann, guten Wind. Ein Heer von Rahseglern, die zusammen durch Die Boote aber, die noch weiter füdwärts wollen, sehen ein fliegendes Dreied, das hoch am Himmel nach Norden zieht:" Gad, gad," sagt es dort oben. Jeder hat seinen Geschmad. Die Graugans hat Heimweh bekommen nach öden Küsten oben am Eismeer, ganz hoch tm Norden. ( Fortsetzung folgt.) Die Huftenmedizin". Der Stadt, Ring- und Vorortverkehr. Weitere Verkehrszunahme. Schwindel mit Monatskarten. Eine Mutter hatte eines Tages in einer Apotheke eine Flasche uftenarznei" für ihre beiden Kinder getauft. Nachdem sie ben Rindern, einem Knaben und einem Mädchen, zwei Tage der Borschrift entsprechend dreimal täglich einen Teelöffel von der Mes dizin eingegeben hatte, molten diese am dritten Tage nicht mehr einnehmen, weil die Arznei so bitter schmede. Die Mutter zwang Die in den letzten Jahren beobachtete Zunahme des Berliner auf dem Nordring, stündlich 16 Zügen auf dem öftlichen Teil des fie aber dazu, und die Kinder verfielen gleich darauf in einen Schlaf. Stadt, Ring- und Vorortverfehrs ift in 1923 no fchärfer hervor. Südrings, ftündlich 8 Zügen auf dem mestlichen Teil des Südrings Das erschien der Mutter nicht auffällig, fie murde erst aufmert am, getreten. Ein Abschluß der Berkehrsstatisitt bes eben zu Ende die Höchstleistung erreichte. Die Durchführung des Betriebes als das fleine Mädchen plöglich zu röcheln anfing. Als sie hinzusprang und das Kind aufhob, fant es zu ihrem Schreden wieleb.gegangenen Jahres liegt noch nicht vor. Aber in einer Besprechung unter den geschilderten Verhältnissen ist, wie die Reichsbahndirektion Ios zurüd. Run molte sie ihren Mann schleunigst zum Arzt schiden; der Reichsbahndirettion Berlin mit den Vertretern der Bresse fonnten Berlin anerkennt, nur der Leistungsfähigkeit und Pflichttreue des Personals zu danken. Gründliche Befferung wäre auf der Stadt: biefer betam aber infolge der Aufregung einen Krampfanfall, menigstens für die ersten zehn Monate die Ergebnisse mitgeteilt und Ringbahn von der Einführung elektrischen Betriebes zu so daß sie sich felbft anzog. Che fie aber megging, mußte fie feft werden. erwarten, diese ist aber wegen Geldmangel einstweilen wieder per stellen, daß auch der Knabe bereits das Bewußtsein per Die Zahl der Einzelfahrten( mitgerechnet für jede Seit tagt worden. Uebrigens erfordert der Berliner Ring- und Borortloren hatte. Der herbeigeholte Arzt ließ die Kinder ins Kranten tarte täglich nur zwei Fahrten) mar 1913 350 millionen, aber 1921 betrieb trog aller Tariferhöhungen nach wie vor sehr bedeuhaus schaffen, wo ihnen der Wagen ausgepumpt wurde. Es 559 Millionen, 1922 582 Millionen, 1923 bis Ende Dtober schon tende Zuschüsse, gelang aud schließlich, die Kinder wieder ins Leben zurüfzurufen. 578 Millionen. Das ergibt als Tagesdurchschnitt 1913 0,96 MillioZu den in der legten Zeit vorgefommenen, fehr unangenehm Der Arzt stellte Bergiftungserscheinungen fest, die auf nen, 1921 1,53 Millionen, 1922 1,59 Millionen, 1923 1,90 Millionen. empfundenen Betriebsunregelmäßigkeiten erklärte bie die Hustenmedizin zurüdgeführt wurden. Diese Medizin bestand aus Der Tagesburgiuitt mar in 1923 um 98 Broz Direktion, daß fie teils auf die außerordentliche Beanspruchung des einer Bromoformlösung. Der Apothefer hatte sich nun vor höher als in 1913, alfo fast doppelt jo bo mie gesamten Betriebsapparates und die zum Teil schlechte Beschaffendem Schöffengericht wegen Körperverlegung zu verantworten. Dieses damals. Für den Stadt, Ring- und Bororiverfehr gab die Zeit heit der gelieferten Kohle, zum anderen Teil auf die Witterungsversprach ihn frei. Dagegen legie ber Staatsanwalt Befartenbenußung schon immer den Ausschlag in den legten Jahren hältnisse zurückzuführen feien. Bei 3ugperspätungen ist es rufung ein. In der Berufungsverhandlung bestritt der Apothefer, aber hat sie hier noch ganz außerorden lich zugenommen. Beit auf der Ringbahn nicht gut möglich, 3eitperlufte aus daß die Bergiftungserscheinungen durch dieses Arzneimittel hervor farten wurden benutzt z. B. im Oktober 1913 erft 289.000, aber zugleichen, weil nicht genügend Abstellbahnhöfe vorhanden sind. gerufen fein fönnten. Die Herstellung sei in einer Menge von etwa im Oftober 1922 fchon 621 000 und im Ottober 1923 jogar 811 000. Darum erftredt sich eine einmal eingetretene Berspätung meist über 30 Flaschen erfolgt, und es sei von feiner anderen Seite eine schade Gegenüber dem Oftober 1913 maren im Ottober 1923 um 180 Broz einige Stunden. Geplant ift Vermehrung der Abstellbahnhöfe und fiche Wirkung gemeldet worden. Der Polizeichemiter Dr. Brüning mehr Zeittarten in Benugung, und seine 811 000 Zeitkarten ergaben je einen auf dem Nord- und Südring, sobald die Finanzlage es már der Meinung, daß derartige Migturen im Handverkauf nicht allein über 41 millionen Fahrten. Die Einzelfahrkartenv: raus erlaubt. Borläufig wird Abhilfe erwartet von einer Berbesse. abgegeben werden dürften. Bromoform föfe fich nur in einer der gabung ist seit Ottober etwas zurüdgegangen, pro Monat von rund rung" bes Ringfahrplans, die voraussichtlich im Februar Menge des Brom entsprechenden Altoholmenge. Wenn zu wenig 18 Millionen auf rund 14 Millionen. fommen wird. Die Fahrzeit der Ringzüge soll während des BerufsAlkohol verwendet worden sei, feße sich das überschüssige Brom ab. Zur Aufnahme diefes Berkehrs murden in 1913, 1922, 1923 quf verfehrs um 10 Minuten, in der übrigen Zeit um 5 Minuten verEs sei anzunehmen, daß in diesem Falle die verkaufte Flasche die der Stadt und Ringbahn und den anschließenden Vorortftreden längert werden, damit Berspätungen eingeholt werden können. legten Bestandteile der hergestellten Menge enthalten habe und in- täglich 1057, 1186, 1224 Züge, auf den übrigen Borortstreden täglich zum Ausgleich soll der in der Zeit stärkeren Verkehrs bestehende folgedessen zu start bromhaltig gewesen sei. Als den Kindern 1160, 1135, 1188 3üge, zufammen täglich 2217, 2321, 2412 3üge 20- Minuten- Berlehr in einen 15- Minuten- Berfehr geändert werden. bar Bodenjak der Flasche eingegeben wurde, feien die Vergiftungs: gefahren. Das bedeutet für 1923 gegenüber 1913 in dem Stadt- und Die Reichsbahndirettion Berlin äußerte fich u. a. auch über die erscheinungen aufgetreten. Der Angeklagte hielt es für möglich, daß Stingbahngebiet eine 3 unahme der Süge um nur 15 Broz Einführung von Lichtbildern für Monatstarten. Das in Haushalt selbst mit der Arznei nicht richtig verfahren morden fei Allerdings find die Züge in den legten Jahren un je ein bis zwei fei nötig, um den leider weitverbreiteten Betrügereien einen und berief sich auf das Zeugnis eines Arztes, daß in der ganzen Wagen verlängert morben, aber auch das ergibt nur eine bis Riegel Dorzuschieben. Man habe feftaeftellt, daß manchmal eine Gegend zu jener Zeit teine weiteren Klagen über schädliche Wir- 20 Pro3. gehende Steigerung des Sipplagange ganze Familie, ja jogar ein paar Familien zusammen eine einzige fungen des start im Gebrauch befindlichen Mittels gemeldet worden botes. Trogdem wurde der Verkehr bewältigt". Wir Berliner Monatsfarte gemeinschaftlich benuken. Auch sei es vorgekommen, feien. Das Gericht tam auf Grund der Beweisaufnahme zu einer wissen alle, wie dieses Kunstfiid fertiggebracht worden ist. Die daß ein ganzes Pensionat oder in einem anderen Fall eine Berwerfung der Berufung und damit zur Frei- Ueberfüllung der Stadt, Ring- und Borortzüge ist so fürchter Gruppe Fortbildungsfülerinnen fich eine sprechung des Angeklagten. lich geworden( das Wort fürchterlich" in seiner ganzen Bedeutung meinsame Monat starte hielt und sie abwechselnd benutten. genommen), daß man eine Fahrt nur noch auf Kosten feiner Rleibung und Gefundheit ristieren fann. Die Reichsbahnbirettion Berlin erklärt, daß fie die Züge und die Wagen nicht meiter vermehren fann, und daß mit ber jegigen Zahl von stündlich 24 3ügen auf der Stadtbahn, stündlich 17 bis 18 3ügen Ju Rausch erschlagen. Der Racheoft eines Betrunkenen, bei dem in Januar Dorigen Jahres der Kaufman hI fein Leben verlor, fand nun sein gericht liches Nachspiel Bor dem Schwurgericht des Landgerichts I hatte fich der Händler Heinrich Müller wegen Totschlags und unerlaubten Waffenbefizes zu verantworten. Nach der Anklage ist der Angeflagte, in der Nacht zum 18. Januar in das in der Brunnenstraße 150 gelegene Restaurant von Quofig eingedrungen und VSPD. Betriebs- Vertrauensleute, ge= In Dresden wurde nach Einführung des Monatstarten- Lichtbildes die Erfahrung gemacht, daß auf einer Station die Zahl der Monats tarben fcfort um 20 Bros. stieg. Die Monatstarten Lichtbilder find für das ganze Deufche Reich angeordnet worden. Eine Benderung bes Beschluffes tann nicht in Aussicht gestellt merben, mußte, da er mit verschiedenen Gästen Streit anfing, aus dem Gewerkschaftsfunktionäre, Betriebsräte! als ja durch die bestehenden Beschlüffe Kurzarbeiter und Erwerbslose Lokal gewiesen werden. Da er den Wirt bedrohte, wurde dieser bei der gewaltsamen Entfernung des läftigen Gaffes von dem Kaufmann Ahl unterstützt. Mit den Worten: ,, Dir werde ich ein Ding bemilliaen, an das du denten sollft!" lief der Angeflagte davon. Als furze Zeit darauf Ahl mit seiner Frau und mehreren Bekannten bas Botal verließ, stürzte der Angeklagte, der an der Ede auf ihn gemartet hatte, auf ihn los und streckte ihn, ohne ein Wort zu fagen, durch fünf Schüffe nieber. Der Getroffene wurde sofort ift das Krankenhaus geschafft, wo er noch in der gleichen Nacht ver. starb, da drei Schüsse ihm in den Unterleib gedrungen maren. Die Verhandlung nahm ein vorzeitiges Ende, da sich, nachdem bie Zeugen gehört worden waren, für die Staatsanwaltschaft die Notwendigkeit herausstellte, quf das Zeugnis der Broftituierten Rike, bie trok Badung nicht erschienen war, nicht zu verzichten. Der Staatsanwalt beantragte die Bertagung der Berhandlung, mail to bes großen Beugenaufgebots biefe Jeugin die Hauptzeugin fei, bie ben erfchoffenen Kaufmann Ahl beim Ilmfinfen in ihren Armen aufgefangen hatte und die vorhergegangenen Umstände genau beobachtet habe. Der Gerichtshof beschloß die Bertagung und entfieß den Angeklagten mangels Ffuchtnerdachts aus der Haft. Spuren im Schnee. Durch eine Schneespur wurden ein Einbruch und ein Fuhrwerts Diebstahl rasch aufgeflärt. In dem Konfettions- und Futterstoff geschäft von Markus in der Wallstr. 61 schoben in der vergangenen Nacht Einbrecher den eifernen Rollvorhang hoch, öffneten die Tür und stahlen aus dem Loden raus 40 Ballen Futterstoffe. Der Gefchäftsinhaber nahm mit einem Beamten der Schußpolizei alsbald die Berfolgung auf. Eine Wagenspur führte vom Baben nach der Manteuffelstr. 101, mo ein Händler Franz Dominat aus der Cuncystr. 24 einen Unterstand für sein Pferd und seinen Wagen hat. Die Spur mar richtig. Das Pferd stand wieder im Staff, und auf dem Wagen lagen noch die gestohlenen Ballen. In der Bohnung Dominats fand man nur einen Zettel, daß er flüchtig gemorden fei. Die Kriminalpolizei glaubte baran nicht und ließ den Stall beobachten. Dominat tam benn auch balb, um sich nach feinem Pferde umzusehen und wurde festgenommen. Er fagte jegt, daß er von dem Einbruch nichts miffe. Ihm unbekannte Spibuben feien so frech gewesen, heimlich sein Gespann zu benußen, und hätten es nicht einmal für der Mühe wert gehalten, ihre Beute thenigstens von seinem Wagen herunterzunehmen. In der Chodo wiedystraße, in der Nähe des Asyls, wurde einem Kutscher ein agen mit Rollmopfen gestahlen. Mit einem Schuß beamten der, Radipur folgend fand er das Gespann vor einem Ge fäftin der Roloniestraße wieder. 3mei Männer in abge tiffener Kleidung, die dabei standen, ergriffen die Flucht, als sie ihn mit einem Beamten tommen fahen. Ein dritter Mann, ein moh, mungsloser Arbeiter Friedrich Heiderid), perhandelte unterdessen mit dem Geschäftsinhaber über den Anlauf der Rollmopse und wurde festgenommen. Er mill bei dem Diebstahl nicht beteiligt sein, be hauptet vielmehr, zwei Benner"," Frih und Hans", hätten ihn Beauftragt, die Ladung zu verkaufen, weil sie felbft sich in ihrem Anzug nor Geschäftsleuten nicht fehen faffen fonnten. 17 Am Montag, den 14. Januar 1924, abends 7 Uhr, im Deutschen Hof", Ludauer Straße 15: funktionär- Konferenz aller obengenannter BSPD.- Funktionäre. Tagesordnung: Mitglieder bringend, ebenfalls von der Notwendigkeit dieses mit Schwerem Herzen gefaßten Beschluffes überzeugt zu sein, um fo mehr mit diefer Mafnahme nicht belastet werden brauchen. Die neuen Marten find foeben in unserem Bureau eingetroffen, und werden den Kaffierern durch die Bost zugestellt. 3. A.: Alex Bagels. eve Achtung, Abteilungsleiter! Siz bitten in allen Mitgliederversammlungen auf bie Jugendweihen at 16., 23. anb 30. Mara hinzuweisen. Anmeldungen werden in den belaanten Annahmestellen und im Jugendfekretariat, Sinbenste. 3, angenommen. * Die proletarische Notwehr und die Reichstagswahlen.is Bilmersbarf. Die Karten für bie Uranianozftellang am 18. Sanner Referent: Genoffe Heinrich Ströbel 2. Distuffion. 3. Verschiedenes. Bezirksverband VSPD. Berlin, Betriebssekretariat. Das preußische Notgeld als Zahlungsmittel. Berschiedene Anfragen geben Veranlaffung darauf hinzuweifen, bag wie die anderen Reichsbehörden auch die Reispoft ber waltung bas mertbeständige Notgelb des Freistaates Preußen grundsäglich in 8ahlung nimmt. und die Funktionärtarten füz 1924 find umgehend vom Genoffen Bieprecht, Achenbachstr. 5, abzuholen. 14. Rreis Rentaln. Borstand ber Elternbeiräte und Elternbeiräte! Donners. tag, ben 10. Januar, 7 Uhr, im Barteibureau, Redarftr. 8, michtige Be fprechung. Heute, Mittwoch, den 9. Januar: 13 75 r Abteilungsversammlung in den Erminius- Sallen, Bramer Straße 13. Stellungnahme aut Barftandswahl. Bortrag bes Genoffent Seilmann. M. b. 2. 31. ht 7 Uhr Gruppenschlaßende in ben befannien Botalan. 46.67 or gahlabend in der Schulauia Beangelfir. 85. Tagesordnung: Bolitische Sage"( Metallarbeiterftreil.) Charistienburg. 54. t. 6./7. Gruppe: 7 1hr Sahlahend im Sugenbheim, Die Gruppen Rofinenftr. 4. Tagesordnung: Der Berbende Reichstag". Nur foweit Eingablung in fihrer Taben ein. Jeder Befucher bat i Brifett mitzubringen. 56. bt. Stentenmart ausbrüdlich vorgeschrieben ist, also, im oftiaed 7 Uhr in der Schulaula Bestalozziftraße( an der Raiser- Friedrich- Straße). berfehr und Rentenmaripostanweisungsberlehr, Mitglieberverfammlung. Thema: Die politifone Bage". Referent Genoffe Dr. Serk. M. d. R. wird das Rotgeld nicht angenommen. Zur Erleichterung des allgemeinen Zahlungsverkehrs find jeto alle staatlichen Staffen 77. bt. Edöneberg. 7 Uhr zehlabende. 1. und 2. Bezirk in der Schule angewiefen, soweit dies bie Geldbestände gestatten, jebem An fuchenden auf Wunsch das preußische Notgeld in Rentenmart oder Bapiermart um zutauschen. Ryffhäuferftr. 23. Referent Canoffe Billberg ber Die Bahlen und die Partei" Thenia: 3. Beşir bei Bittiowski, Martin- Luther- Str. 78. Bartelpolitik und bie tommenben Wahlen". 4. Beziri bei Grumb, Mei. zinger Str. 8. Referent Genoffe Alnmitter. 20st. 140. Bittenau. 7 Uhr Mitgliederversammlung beim Genoffen Richard Souls am Bahnhof. 107. t. Alt- Gilenide. 48 Uhr Mitgliederversammlung bei Meier. Straße am Faltenberg. Referent Genoffe Revention. Thema: Bolitische Sage und Ermächtigungsgefeg" 111. Jaffadenfletterer machten in der bergangenen Nacht in alten eften wieder große Beute. Auf dem Grundfiüd Siegmunds 5 of 10 überfliegen fie das Eisengitter des Vorgartens, letterten auf die Veranda des hohen Erdgeschoffes hinauf, schnitten ein Stud aus der Türscheibe, brangen in die Wohnung und Stahlen Bestede, Tee unb Raffeeferbice, Fruätfalen und anderes Silberzeug und auch eine foftbare Briefmarlen jammlung. Auf die Ergreifung der Täter ist eine Belohnung von 500 Goldmart ansgefeßt, für die Bieberbejchaffung bestos. gestohlenen Gutes 10 Broz. des Wertes. " b. Bohnsdorf. 8 Uhr bei Bierbach, Bahnhofftcase, Zadlabend. Morgen, Donnerstag, den 10. Januar: 4. bt. Charlottenburg. 3. Gruppe: 7% Uhr im Rafal Bilhnemann Zahl abend, Thema: Die tommenden Bahlen". Referent Genoffe Ernst Toft. Die Bezirtsführer Laden ein. Rein Getränkezmang. bt. tarienborf. 7% Uhr gemeinsamer zahlabend in der Schulaute 86. Rönigstraße. Thema: Golbmieten und Wohnungswirtschaft". bt. Oberschöneweide und 104. st. Riederschöneweibe. Deffentliche Elternversammlung 7 Uhr in der Schulanta Frischenstraße. Thema: Was will bie Lebensgemeinschaftsschule?" Referent Genosse Schmidtbauer- Reutön. halber nicht stattfinden. Die Genoffen diefer beiden Bezirke besuchen heute, Mittwoch, den Zahlabend des nächstgelegenen Bezirks. Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation 47. bt. Unfere Geneffin Anna Riel( frühere Frauenleiterin) ift im Mier torium Baumschulenweg. von 38 Jahren gestorben. Einäicherung Mittmo rachmittag 1½ Uhr Arema Die republikanische Jugend für Reichseinheit und Achiffundentag. Eine am Sonntag, den 6. Januar, in Berlin im Rheingold" 8. Abt. Tempelhof. Der Sahlabend des 2. und 5. Bezirks tavin umstände. stattgefundene Tagung von Bertretern sämtlicher Ortsgruppen des Republitanischen Jugendbundes Schwarz Rot Bo1b" faßte einstimmig folger den Beschluß: Die Borschläge der banerischen Regierung zur Berfassungsänderung ftellen eine Ber nichtung der in Weimar errungenen Fortschritte dar. Bir Jungrepublikaner menden uns deshalb aufs schärffte gegen diesen Versuch ber Herren Kahr, Knilling und Genoffen, das Reich wieder zum Kost gänger der Länder zu machen, den letzten Reft der Reichseinheit zu zerstören und die Meuterei des bayerischen Teils der Reichswehr zu legalisieren. Ebenfo fordern mir als junge Menschen von der Reichsregierung gefegliche Maßnahmen zum Schuß der jugend. lichen Arbeitnehmer, die heute durch den Neun und Zehnftundentag in threr geistigen und törperlichen Eniwidiung aufs fchwerfte gefährdet find. Wir rufen die deutsche Jugend auf, uns in u Diesem Kampfe zu unterstützen. Sprechchor für Proletar sche Feierffunden. Am Donnerstag, ben 10. b. M., meisterfir. 16/17. abends 7 Uhr, uebungsstunde im Gesangsjaal der Sophiensule, Bein Englischer Sprachlehrfurjus des Genoffen Anifower für den Subaften. Genossen, die baran teilnehmen wollen, erhalten Ausfunft bei Brusle, Baldemarstr. 65a, II. Ein großes Schlüffelbund ist gestern nachi 14, Uhr bor Kliems Feit falen in der Safen beide gefunden woorden. Abzuholen, in der Redaktion des Vorwärts. Die Sonntagsruhe im Friseurgewerbe. Man schreibt uns vom Arbeitnehmerverband des Friseur. und Saargemerbes: In der Abenbausgabe des„ Vorwärts" nom 5. b. M. teilt der Interessenverband der selbständigen Friseure unter ande rem mit, daß im Intereffe der Angeftellten die Friseurgeschäfte des Sonntags geschloffen bleiben sollen, dafür solt aber die Arbeitszeit an den Sonnabenden bis abends 10 Uhr ausgedehnt werden. Dazu geftatten wir uns folgendes zu bemerten: Richtig ist, daß die Arbeit nehmer des Berufes seit Jahren die Einführung der Doll. ständigen Sonntagsruhe verlangen und propagieren. Im Reiche ist dies auch bereits in fast allen größeren Orten eingeführt. Daß aber, menn die Einführung der Sonntagsruhe wirklich erfolgt, auch gleichzeitig die Arbeitszeit, wenn auch nur an einem Tag in der Boche, um drei Stunden verlängert werden muß, dürfte denn doch sehr fraglich sein. Bahrscheinlich ist der Wunsch der Bater des Gedankens. Berhandlungen über die Regelung der Aus Rücksicht auf die große Ueberteuerung aller Bureau. Arbeitszeit haben bisher nicht stattgefunden. Da bedarfsartitel, fowie die noi Parteivor ftond nachträglich erau tariflich eine Regelung der Arbeitszeit nicht besteht, tommt für höhten Anforderungen an die Bezirfe, im weiteren Hinblid auf den alle im Beruf Beschäftinten nur die in der Berordnung angegebene bevorstehenden Parteitag und die Reichstagswahlen hat Arbeitszeit in Frage. Bei dem angeblichen schlechten Geschäftsgang der er peiterte Bezirksvorstand in feiner Sigung vom 22. Dezember büafte fomieso eine Berlängerung der Arbeitszeit überflüffig feln. 1923 befchloffen, den Beitrag pro Januar für Männer auf 20 Bf. und Die Sonntagsruhe wird auch nicht aus Liebe zu den Angestellten für Frauen auf 10 Pf. pro Woche festzulegen. eingeführt, sondern weil in der Hauptsache die Offenhaltung der Be triebe überflüssig geworden ist Groß- Berliner Parteinachrichten. Achtung, Parteigenoffen und Kaffierer! 5. 115. Abt. Sitenberg. Unsere Gennifin Baula Miller, Oberfir. 27, ist am Januar gestorben. Eindferung Donnerstag nachmittag 4 Uhr Arema. torium Baumfäulenweg. 116. Abt. Sichtenberg. Genoffe Bilhelm Schulze, Borhagener Str. 71, ift verstorben. Beerdigung Donnerstag nachmittag 2½ Uhr Städt. Friedhof. Lichtenberg, Bornigstraße. Jugendveranstaltungen. Heute, Mittwoch, den 9. Januar Ratow. Borirag: Entstehung der Jugendbewegung". Lichtenberg- Mitic. Lichtenberg- Norb. Zefeabend: Toller". Bortzag: Arbeiterwohlfahrtsgefes". Bichterfelbe. Bortrag: Jugend und Bartel Buijenitabi. Bortrag: Der moderne Rapitalismus". Storbring. Mitaliederversammlung. Schönhauser Borfight. Bostrag: Die feruelle Frage in der Jugend". Tempelhof. Literaturvotinag. Achtung, Abteilungsleiter! Fir die am 27. Sanuar ftattfindende Kovorführung: Der Reichsjugendtag in Nürnberg", vormittags 10 Uhr, im Brater, 9. 58, Rastanienallee 7-3, milfen die Rarten von ben Abteilungen Blantenburg, Buchholz, Gesundbrunnen, Sermsdorf, Moabit I und II, Rieberfd önhaufen, Norden, Norbost und II, Norbring, Bantow. Prenzlauer Borstadt, Steinidendorf- Oft und eft, Rofenthal, Rofenthaler Vorstadt, Scönhauser Borstadt, Genefelber Biertel, Tegel, Webbing, Beißenfee abgeholt werden. Ferner für die Borftellung am 27. Sanuar, vormittags 11 Uhr, in der Jugendbühne, Bitenberg, Solteiste. 7-9, von den Abteilungen Adlershof, Baumschulenmeg, Copenid, Friedrichsfelde, Friedrichshagen, Karlshorst, Raulsborf, Lichtenbere- Nord unb Mitte. Steu- Lichtenberg, Luisenstadt, Wahlshorf. Mieberfd neweide, Often( Frontforter, Petersburger, StoaTauez Biertel), Süden, Güboft( Görliger, Köpenidez, Reichenberger Biezto), Gomeft, Trepiam, eften. Vorträge. Vereine und Versammlungen. Charlottenburger Männerchor Harmonie". Freitag Uebungsstunde. Bol. Der Bezirksvorstand hofft, init den so festgelegten Beiträgen nunmehr auf längere Zeit austommen zu fönnen. Er bittet alle sähliges Erfteiner notwendig. Wirtschaft Preise, Löhne und Arbeitszeit. NE Der auch von ben bürgerlichen Wirtschaftspolitikern für not. wendig gehaltene Abbau der Preise mirb von den Unterneh mern eingeleitet, indem man zunächst, unter Hinweis auf diesen Preisebbau, die Löhne abzubauen und die Arbeitszeit Wenn man sich ein Urteil darüber biben will, oh ein gezahlter Preis zu hoch ist, dann nimm: man gewöhnlich zum Bergleich entmeber den Friedenspreis oder den Weltmarktpreis Bei dem Preise der Arbeitstraft wird jedoch ganz anders verfahren. Im allgemeinen erflären die Unternehmer, daß bie burch bie stabile Rentenmart stabil gewordenen Böhne als Goldmart 1öhne anzusehen sind, und daß von den feither gezahlten Bapier martlöhnen, in denen ein Entwertungsfaftor eingerechnet morten fei, ein Abschlag zu erfolgen habe. Auf einen Bergleich mit ben Friedenslöhnen aber mit den Weltmartilöhnen per zichten die Unternehmer sehr wohlweislich von vornherein. Nur in den Industrien, wo vor dem Kriege infolge besonderer Umstände außerordentlich niedrige Löhne gezahlt wurden, und zwar weil die gemertschaftliche Organisation zu schwach war, um höhere Löhne zu erzwingen, nur in folchen Industrien befinnen sich die Unternehmer auf die Friedenslöhne und ziehen diese zum Vergleich heran. Briefkasten der Redaktion. ftätigt nur Eingelerfahrungen, bie bereits vor bem Kriege gemacht worben find. Wir weisen in dieser Beziehung nur auf die Mitteis Lungen des befannten Stuttgarter Industriellen Bosch hin. Ob und mit Schlüffel. Berlag Genos in Seibelberg. Preis sirta 9. Unterrichts Brafilien. 1. Gafpen- Otto- Sauer: Neue Boxtug. Ronverfationsgranerotiz wieweit in Deutschland durch den Achtstundentag ein Rückgang der briefe fimb uns nicht befannt; vielleicht bei Langenscheidt, Berlin- Schöne Arbeitsleistung im allgemeinen eintreten müßte und ob nicht im griffen; Saufer soll bei der Thüringischen Berlagsanstalt in Jena nan er berg. Dez Deferieur", Berlag Reclam jun., Reipzig. 8. Toler per Gegenteil eine Steigerung zu erzielen ist, barüber fann heute einen. R. D. 24. Einen Anfprud auf die Bohnung baben Sie night. ein abschließendes Urteil nicht gefällt werden. Erst wenn wir eintreten. Ihre Wirtin tann Ihnen aber die Wohnung dermachen. Zu diefem In den Mietvertrag fönnen Sie nur mit Genehmigung bes Wohnungsamtes wieber normale Produktionsbedingungen haben wed muß fie ein Teftament errichten und in biefem zum Ansorud bringen. werben, erft wenn wieder mit der Stabilisierung der Währung unt bas e Shen das Recht auf die Bohnung als Vermächtnis hinterlegt. mit der Unpaffung der Löhne an das Bettmartt niveau die psychologische und physiologische Voraussetzung für die Richtpreise in Berlin im Nahrungsmittel- Großhandel Anspannung der Arbeitstraft gegeben sein wird, erst wenn die da. and im Verkehr mit dem Einzelhandel in Originalpackung durch mögliche Unturbelung her Wirtschaft die Bollbeschäfti- offiziell festgestellt durch den Landesverband Berlin und Brandenburg des gung der deutschen Arbeiter zur Folge haben wird, ert bann Reichsverbandes des Deutschen Nahrungsmittel- Großhandels E. V. Berim wird man ermessen tönnen, in welchem Maße der Achtstundentag Gerstengraupen, lose auf die Arbeitsleistung zurückwirkt. Gerstengrütze, lose. vom Dienstag, den 8. Jannar Die Preise verstehen sich in Gold- M. for 50 kg in Originalpackung ab Lager Berlin, .. 19,05-19,651 Kassia Vera 108,75 19,65-19,65 Kümmel, holländischer. 146,25 19,80 19,55 Nelken Zanzibar 237,50 19,30-19,55 Schwarzer Pfeffer Singap. 106,70 20,65-20,95 Weißer Pfeffer 136,60 24,05-24,45 Piment Jamaica...... 79,4) 15,65-16,05 Kaffee Prime roh..... 190,00 20,70-21.25 Kaffee Superior. 175,00 23,15- 24,00 Röstkaffee Brasil 244,00 16,75-18,00 Röstkaffee Zentralam... 340,00 20,10-20,95 Malzkaffee, gepackt.. 26,00 32,55-34,05 Röstgetreide, lose 27,25-28.05 Ersatzmischung mit 20% 27,75-28,55 Kaifee, gepackt 20,52 82,00 Hartgrieß Heute aber bereits den Achtstundentag befeitigen und durch eine Haferflocken, lose Arbeitszeit ersetzen wollen, die teilweise sogar noch über die Bor Maisgrieß Hafergrütze, lose triegsarbeitszeit hinausgeht, ist wirtschaftlich nicht zu recht- Maispuder, lose fertigen und außerdem eine Gefahr. Dieser Verfuch, verbunden mit Weizengrieẞ dem Sohnabbau, muß in der Arbeitnehmerschaft die leberzeugung Weizenmehl hervorrufen, daß jede intensive Anspannung der Ar- Welzen- Auszugmehl beitstraft für fie dirett gefährlich sei, weil diese von den Speiseerbsen, Viktoria Arbeitgebern nur benugi merde zu einem Abbau der Löhne, zu Bohnen, weiße, Peri einer Erhöhung der Gewinnrate und zu einer weiteren Berlänge rung der Arbeitszeit. Beit mirffamer für die deutsche Produktion wäre ein Studium der technischen Einrichtungen in den fortgeschrittenen Industrieländern, besonders in Amerifa, und bas herabschrauben ber Gewinnspanne auf das Belte martinineau. Soweit zunächst die Preisbemegung im allgemeinen in Frage fommt, muß bemerkt merben, daß bie einzige vernünftige Bergleichs grundlage in ter Regel die Weltmarktpreise biben. Die Beränderungen in der Barenerzeugung und in der Nachfrage find feit 1914 derartig, daß der Goldpreis im Verhältnis zu den übrigen Barenpreisen auf dem Weltmarkt durchschnittlich um 60 bis 70 Broz. Aleiner Rüdgang ber Getreidepreise. In Chicago tourde am gefunten ist. Es handelt sich jedoch wohlgemertt nur um einen 4. Januar Beizen mit 167 799 beam. 164 906 Milliarden Mart Durchschnitt. Berschiedet.e Baren sind erheblich starter, andere notiert. Die Berliner Pörie feste am 5. Januar den Weizenpreis mieber erheblich weniger im Preise gestiegen, einzelne Baren sogar mit 177 000 begm. 173 000 Milliarden Mart feft. Am Dienstag unter den Friedenspreis gesunken. Wenn man also die Konkurrenz- trat an der Berliner Produktenbörse ein fleiner Breisrüdgang ein. fähigkeit der deutschen Wirtschaft auf dem Weltmarkt erhalten und Weizen wurde mit 162 bezt. 165 gegen 167 бezw. 171 und Roggen fördern will, dann muß tie deutsche Produktion bestrebt sein, auf mit 144 beat. 146 gegen 146 beat. 151 am Vortage notiert. allen ihren Stufen ihr Preisniveau den Weltmartt. Die Steuerverenlagung der freien Berufe. Auf Grund einer Eingabe des Schublartells für die notleidende Kulturschicht preifen anzupaffen. Deutschlands bat der Reichsfinanzminister au§ 3 der Steueroberorbmmg angeordnet, daß eine Beranlagung der Umsäge der freien Berufe im Kalenderjahr 1928 Bet verhältnis. matig geringer be ber Einnahmen unterbleibt. Dies gilt aunächst für die vierteljährliche Borauszahlung im Monat Januar 1924. D6 und in welchem Umfange eine Erieichterung bei der im April des Jahres fälligen Vorauszahlung stattfinden kann, wird von der Entwicklung der Verhältnisse abhängen. Das gilt in erster Linie für die Preise der Schwerindustrie. Wenn auch in den lehten Tagen ein erheblicher Preisabschlag in der Raliindustrie und ein allerdings mefentlich geringerer Abschlag Der Eisenpreise erfolgt ist, fo find doch unfere Materiaipreife hauptsächlich infolge ter Ueberspannung der Gewinne und der Aus: wucherung durch die Banten viel zu hoch. Hier müßte zunächst eingesetzt werden, wenn man ernsthaft an einen Abbau der Preise herangehen will. Soweit die Löhne in Frage kommen, darf schon aus zwei entscheidenden Gründen von einem Abbau nicht gesprochen werden: 1. befinden sich die Löhne der deutschen Arbeiter erheblich unter bem Beltmarfiniveau; 2. fann die Wirtschaft nur dann mieber angefurbelt werden, wenn die Kauftraft auf dem Innen marit fteigt Speiseerbsen, kleine Linsen, kleine Langbohnen, handveries. 32.20 33,15 Kakaopulv. lose, fettarm 155,00 Linsen, mittel..... Linsen, große Makkaroni, lose. Schnittnudein, lose. 27,75-33,95 Tee in Kisten Souchon. 360,00 34,65-44,40 Inlandszucker basis mel. 42,88 Kartoffelmehl 44 55- S1,70 Inlandszucker Raffinade 46,38 Zucker Würtel Burma II unglasiert Siam Patna I glasiert.. 29,70 Grober Bruchreis. 18,70 Reisgrieß u.-mehl, lose 14,25 Ringapfel, amerik. extra :: 114,70 Getr. Birnen. ca, fancy. 114,70 Getr Aprikosen, cal.fancy 136,80 Getr. Pfirsiche, cal. extra choice. choice Getr. Pflaumen. Marmelade Vierfrucht 59,20-62,18 19,20 47,38 38,15 Kunsthonig 27,40 52,30 Marmelade Einfr. Erdb. 108,20 2,00 Siedesalz in Säcken Steinsalz in Säcken Siedesalz in Packung Steinsalz in Packung Bratenschmalz in Tierces Bratenschmalz in Kübela Purelard in Tierces Purelard in Kisten. 7,00-7,35 4,85 5,13 7,708,19 5,40-5,70 84,50 85,50 82,00 84,00 Margarine, Spezialmarke 65,00-76,00 Corned beef 126 lbs p. K. 42,00 68,20 98,70 99,30 Speck, gesalzen, fett... 77,00 Quadratkäse 70,00 Quarkkäse 80,00 155,50 177,90 122,05 55,70 Korinthen in Kist. choice 82,90 Rosinen in Kisten Sultaninen in Kisten... Mandeln, bittere Bari Mandeln, süße Avola Kaneel Marcarine, Handelsmark. 58,00-62,00 Tilsiter Käse, vollfett.. 135,00 Tilsiter Käse. halbfett.. 90,00 Heutige Umrechnungszah! 1000 Milliarden. Die beste Sparsamkeit bleibt verständige Körperpflege, denn Gesundheit ist Reichtum, ibre Vernachlässigung zeitigt kostspielige Folgen. Deshalb macht sich zum Beispiel eine hygienisch vollkommene Zahnpflege vielfältig bezahlt, wird auch jedermann ermöglicht durch die maßvolle Preisgestaltung der verblüffend wirkenden Zur Wieberbelebung der Industrie. Der Jahresbericht der Düsseldorfer Sandelelammer bezeichnet die Senkung der deutschen Breife auf den Beltmarktstand als die wichtigste Vorausfeßung für die Belebung des Exports"." Arbeiter und Arbeitgeber müßten ZAHN PASTA NIVODONT zu diefem Rwede Dpier bringen. Wir fönnen nur fonstatieren, bak gerabe der rheinischen Arbeitern durch Lohnrebusierungen und Arbeitszeitberlängerungen Opfer in Fülle jugemutet worden inb, während Breisreduzierungen in der radikalen Art, wie fie die KaliBbenso tragen Aufwendungen für vorbeugenden Schutz gegen die Ansteckungskrankheiten der rauben Jahreszeit: Grippe, Diphtherie usw. hohen Nutzen. Solchen Schutz gewähren zu verlässig die auch gegen üblen Mundgeruch sicher wirkenden Gegen andere unangenehme Kälteübel wie rissige Haut, rote Hände, Frostbeulen erweist sich als wahre Wohltat die rasch und sicher belfende Frost-, Haut- und Wund salbo( ca. 32 Pras. Cerussa, ca. 5 Proz. Camphor, synth., ca. 63 Proz. Vas. flav.) Man bestehe in allen einschlägigen NIVODONT, CALCIFORM and CAMPHOLINT! In einem Industrielande wie Deutschland hängt die Rauftraft industrie vorgenommen hat, no bereinzelt bastehen. Ein Opfer" ber Berbraucher im allgemeinen von ber& ohn höhe ab. Einima ber rheinisch- meniälischen Ewerinduftrie in der Form einer ge- CALCIFORM- TABLETTEN find die Arbeiter, Angestellten und Beamten als Berbraucher nauen Durchprüfung der Kalkulation ist mehr als angebracht. bas mefentlichste Element für unsere Wirtschaft, und zweitens hängt indirekt von deren Kauftraft die Rauftraft der Mittelschichten Klagen der Ferfiainduftrie Jm Rabresbericht des Verbandes und auch der Landwirtschaft ab. Die Behauptung, daß ein Abban ber Deutschen Fagfabriken heißt es über die Lage der deutiden ber Bohne einen entsprechenden Abbau der Preise im Gefolge Fakinduftrie: Ueber die Anfäten für das Jahr 1924 lägt sich haben müsse, ist handgreiflich falsch. Ein Lohnabbau von etwa heute noch ein treffendes Bild zeichnen. Alles wird babon abhängen, ob bie niebrigen Berlaufepreife gehalten werben tönnen 10 Broz, mürbe in ter Braris nur einen Breisabbau nou 1 Broz, und damit eine Belebung des Abiases fommt. Die Vorans. ermöglichen. Man mürbe also einen einprozentigen Preisabbau mit fenn a Bierfür ift ein entſprechender Ridgang ber ausländischen einem gehnprozentigen Rüdgang der Abfagmöglichkeit erlaufen. und inländifden obftoffpreise, insbesondere muß eine Aehnlich liegen die Dinge bei der Arbeitszeit. Wir haben Berbilligung bes bentimen Mundbolaes eintreten. Industrien, mo troß der Einführung des Adhstundenbages bie Ar- has immer noch wefentlich über Weltmarttoreis, bielfach beitsleistung nicht zurüdgegangen ist. Es gibt sogar Industrien, fogar mit doppelten und höheren Friedenspreifen bezahlt werden muß. wo eine Steigerung der Arbeitsleistung eintrat. Diese Tatsache Berichte aus Plauen ftellen eine Belebuna in der Industrie. ift phyfiologisch wie auch psychologisch durchaus begründet unt be felt, fo bak die Nachfrage nach Arbeitsfräften banernd wächst. Ausschneiden 5%% Rabatt! Es ist Zeit! Gr. Inventur- Ausverkauf! Elegante Herren- Ulster 2250 von ( pa. 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Beichels Husten Strafe von 6- feas Monaten und ferner tropfen zu einer Gelbstrafe von 300 bertfiinf dreihun Goldmart, erfagmetse flir je 5 Goldmark zu einem Tage Ge fängnis und in bie Rotten bes Berfahrens Derurteilt. helfen sicher in Droger. u. Apoth Berlin, ben 20. Dezember 1923. echt nur mit Firma Der Generalftaatsanwalt bei bem Band- Oite Reichel. Berlin 43, 1.3.1391. 23/7. gericht 1. Wohnungstausch Grof Eisenbahnftr. 4 Auber Rentenmark werden auch andere wertbeständige Zahlungsmittel angenoram Und man achte überall auf den Raben! Großer Preisffurz unferer Fabrikafe! Herren- Anz g- und Paletotstoffe m. M. 6, 8, 12, 13, Damen- Kostüm- und Ulsterstoffe.. 5,- 7-10, Gabardine, Homespun, Velour de laine M. 4, 6, 8, Beste Fabrikate. Große Auswahl. Verkauf meterweise. Koch& Seeland G. m. Gegründet 1893. Wertbeständige Preussische Unwiderruflich 18. u. 19. Januar Ziehung Im Dienstgebäude der Preuß. 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Januar, abends 6 Uhr, im Verbandshause( Gigungsfaal), Linienstraße 83/85: Mitgliederversamminng Neues Operetten- Theater Der Guido 72 Uhr Thielscher eusche ebemann KOL Schwank i.3Akt.v. Fr.Arnold a. E.Bach Guido Thielscher, Else Bäck, Herta Bartz, Hedda Neuhoff, Julius Brandt Fritz Delius, Richard Ludwig Apollo- Theater 1 Uhr Dir.James Klein 72 Uhr Das wel nistor Schauspiel: Volk und Krone 1. Teil aus Bismarck- Trilogie Em.Ludwigs Ueber 200 Mitwirkende! Dargestellt v, d. prominentest. Bühnenkünstlern der Bauflempner und aller in Klein- 8 U. Residenz- Th. tetrieben beschäftigten Kollegen. Tagesordnung: 1. Bericht über die Ein idealer Gatte Lohnverkandlungen mit den Arbeit. Heute 4 U. kl. Pr.: gebern 2. Distu" ion. Bflicht eines jeden collegen ist es, in dieser Bersammlung zu erscheinen. Ohne Mitgliedsbuch kein gutritt. Rotkäppchen Central- Theater Tägl. 8 Uhr: Achtung! Werkzeugmacher Achtung! Pottasch u. Perlmutter Dienstag, den 15. 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