Nr. 21 41.Jahrgang Ausgabe A nr. 10 Bezugspreis: Bom 13.- 19 Januar 85 Golbpfennig noraus zahlbar. Unter Kreuzband Dom 13.- 19. Januar für Deutschland, Danzig, Gaar- n. Memelgebiet, Defter reich, Litauen, Luxemburg 1,20 Goldmart, für das übrig Ausland 1,45Goldmart. Kreuzband endungen nur gegen wertbeständige Zahlung. Bostbezugs preis freibleibend. Der., Borwärts" mit der Gonntags. beilage Bolt und Zeit" u.„ Siedlung und K.eingarten", sowie der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal Telegramm Adresse: Sozialbemotrat Berlin* Sonntagsausgabe Vorwärts Berliner Dolksblatt 150 Millarden Anzeigenpreise: Die einfpaltige Ronpareille. geile 0,70 Goldmart, Retlamezeile 3,50 Goldmark. Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 0,20 Goldmart( zulässig zwei fettgedruckte Worte), jebes weitere Wort 0,10 Goldmart. Stellengesuche das erfte Wort 0,10 Goldmart, fedes weitere Wort 0,05 Goldmart. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. 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Wenn das Gesez der Reichsregierung zur Pflicht macht, vor dem Erlazz einer jeden Verordnung einen Ausschuß des Reichstages, den Fünfzehnerausschuß, anzuhören, wenn es dem Reichstag die Befugnis der Aufhebung der Verord= nungen der Regierung vorbehält, so ergibt sich daraus, daß der Reichsreglerung nicht etwa autokratische Rechte haben eingeräumt werden sollen, daß sie vielmehr bei der Ausübung des Verordnungsrechtes auf den mutmaßlichen Willen des Reichstags Rüdficht zu nehmen gehalten ist. Aus der Beschränkung der Ermächtigung zum Erlaß von Berordnungen auf Maßnahmen zur Bekämpfung der Not von Volk und Reich ergibt sich ferner die Unzulässigkeit einer für die Dauer getroffenen gefeßlichen Regelung. Die Erteilung der Ermächtigung an die Reichsregierung endlich schließt ihre Uebertragung an einen einzelnen Minister aus. Gegen alle diese in dem Ermächtigungsgesetz enthaltenen Borbehalte verstößt die Verordnung über Gerichtsverfassung und Strafrechtspflege, mit der die Reichsregierung auf Vorschlag des Reichsjustizministers Emminger am eine neue Gerichtsverfassung und eine neue Strafprozeßordsie für Erhöhung der Tarife, für soziale Abgaben usw. eintrat, nung geschaffen hat. Der Fünfzehnerausschuß hatte bei seiner und daß auf der anderen Seite das Aequivalent der Anhörung sich dahin geäußert, daß ihm der Weg der Verordbesitzenden Kreise ausblieb, bzw. daß zu dem nung zur Herbeiführung einer Justizreform ungeeignet er3wed mübfam erfämpfte Steuererhöhungen durch die In- cheine. Ueber diesen Einspruch hat sich die Reichsregierung flation wirtungslos wurden. Auch jetzt wieder wird versucht. hinweggefeßt. Die augenblickliche Not von Volk und Reich in ganz einseitiger Weise unter alleiniger Anspannung hat die Berordnung zum Anlaß genommen, um für die Dauer Der Berliner Stadtfämmerer Dr. Karding hat in einem der Grundsteuer das Loch der Kaffe zu stopfen. Trotzdem das Laienelement feines Einflusses auf die Strafrechtspflege Appell an die Pressevertreter darauf hingewiesen, daß Berlin heute bereits feststeht, daß auch diese und noch viel schärfere 34 berauben. In§ 43 der Verordnung ist dem Reichsjustizimmer wieder ohne die nötigen Einnahmen geblieben ist, und Erhöhungen dieser Mietsteuer( denn etwas anderes ist die minister die Befugnis erteilt, soweit durch ihre Vorschriften hat besonders start die sofortige Erhöhung der Grundsteuer Grundsteuer heute nicht mehr) nicht ausreichen, um das Defi- eine Aenderung oder Ergänzung des Tertes des Don 33 Bro. auf 100 Proz. als unbedingt notwendig be- zit zu beden, wird immer wieder der Versuch gemacht, eine Gerichtsverfassungsgesetzes und der Strafprozeßordnung bezeichnet. Die Tatsache, daß die Berliner Stadtverordneten gleichmäßige Anspannung auch anderer städtischer dingt sei, diese Aenderung oder Ergänzung vorzunehmen, ver ammlung mit der Bewilligung von Einnahmen für die Steuern zu vermeiden. Der Beschluß des Magistrats, eine sowie ihre Vorschriften den bestehenden staatsrechtlichen Verwelcher Leichtigkeit um nicht zu sagen Leichtfertigkeit Gemeinde stets außerordentlich zögernd gewesen ist, kann Erhöhung der Lohnfummensteuer von 1 auf 2 Broz. durchzu- hältnissen anzupassen. Wenn man fich vergegenwärtigt, mit nicht bestritten werden. Die Mehrheitsverhältnisse im Berliner führen, ist erst ein Anfang. Die sozialdemokratische Fraktion die Reichsregierung unter Führung des Herrn Emminger fich Rathaus sind derartig, daß eine weitschauende, die Gemeinde wird jedenfalls bei den morgen im städtischen Haushaltaus- über die Schranken des Ermächtigungsgesetzes hinweggesezt wirklich sanierende großzügige Finanzpolitik beinahe unmög- schuß beginnenden Beratungen verlangen, daß das gesamte hat, kann man ein Grauen bei dem Gedanken empfinden, wellich wird. Der Bürgerblod, der mit fünf Stimmen Mehr- städtische Steuerwesen einer Nachprüfung unterzogen chen Gebrauch der Herr Reichsjustizminister von der ihm erheit bisher bei den Wahlen des Vorstehers in Er cheinung ge- wird und alle Einnahmequellen, nicht nur die unsozialen, teilten Bollmacht machen wird. treten ist und dabei dieser Tage erst kläglich zusammenbrach, restlos erschöpft werden. Berlin ist eben nicht in der glüd- Welche Maßnahmen hat auf dem Gebiete der Ge hat niemals zu einer soliden Gemeindepoli lichen Lage wie Wien, über eine sozialistische mehr richtsverfassung und der Strafprozeßordnung die tif ausgereicht. Die stärkste bürgerliche Fraktion, die heit zu verfügen, die mit Energie ihren Willen zur Auf- Reichsregierung im Hinblick auf die Not von Volk und Reich Deutschnationalen, hat ihre wichtigste Aufgabe fast rechterhaltung der Gemeinde durchsehen kann. Die bürger- für erforderlich und dringend erachtet? immer in reiner Negation, in Bekämpfung des fozia- lichen Parteien möchten zwar gern herrschen, aber das Für die Zeit vom 15. Januar bis 31. März werden listischen Magistrats und in 2e rmeigerung aller mit 3ahlen hassen sie wie die Best. Schöffen in Straffachen nicht zugezogen. In den vor die tel für die Führung der Gemeindegeschäfte gesehen. Die Schon in den nächsten Tagen muß es fich zeigen, ob es Schöffengerichte gehörenden Sachen entscheidet der AmtsWirtschaftspartei, die allerdings nur über 12 Man- gelingen wird, die bürgerlichen Barteien zu einer wirklich richter allein. Gegen seine Urteile ist, wenn ein Bergehen Date zählt, vertritt mit besonderem Heroismus den Grundsatz, umfassenden Sanierungsarbeit zu bewegen. Einer ein- oder eine Uebertretung in Frage steht, und auf Freisprechung daß ihretwegen die Gemeinde dreimal zugrunde seitigen, den Belik wieder einmal wie immer bisher schonen- oder ausschließlich auf Geldstrafe erkannt ist, die Berufung gehen kann, wenn nur die egoistischen und furzsichtigen den Belastung durch die unsozialfte aller Steuern, die Miet- ausgeschlossen. Schwurgerichte treten in demselben Zeitraum Intereffen einer fleiren, eng begrenzten Wirtschaftsgruppe ne zinssteuer, wird die Sozialdemokratie jedenfalls nicht zu nicht zusammen. Die zu ihrer Zuständigkeit gehörenden wahrt werden. Volkspartei, Demokraten und Zentrum müssen stimmen können. Es handelt sich um mehr als nur um Auf- Sachen werden den Straffammern zugewiesen. In Privatbei allen ernsthaften Entscheidungen die gebührende Rücksicht bringung von ein oder zwei Goldmillionen, es handelt sich um flagefachen ruht das Berfahren bis zum 1. April. auf die Nachbargruppe nehmen. Sie wagen nicht, irgendeine einen lehten Versuch, das Zusammenbrechen der größten deutS'euererhöhung vorzunehmen, ohne nach rechts und' chen Stadt mitten in der Gesundungskrise unter allen Umlinks zu schielen und dem Nachbar tapfer zuzurufen: ständen zu verhindern. Das Nachrichtenamt der Stadt Berlin teilt mit: „ Hannemann, geh du voran!" Auf der Linken ist der zahlenDer Megistrat beschäftigte sich in außerordentlicher Sizung mit mäßige Einfluß der 110 Mandate dadurch empfindlich geder durch die Vorgänge der letzten Tage für die Stadt geschaffenen schwächt, daß die Kommunisten für jede ernsthafte Bage. Der Rämmerer gab ausführliche Darlegung über die Kaffen. Kommunalpolitit von vornherein ausschei lage und die Einnahmen und Ausgaben der nächsten Zeit, sowie den. Und die Sozialdemokratie allein, trotz ihres Einflusses, über die voraussichtliche Entwicklung 1924. Der Magistrat fah teine ist infolgedessen nicht in der Lage, wenigstens mit den kleineMöglichkeit, in den nächsten Tagen ausreichende Mittel verfügbar ren Gruppen des linken Bürgertums eine Mehrheit zu bilden. zu machen und stimmte deshalb der Auszahlung von nur 50 Proj. An diesen Mehrheitsverhältnissen sind mehr als einmal der Gehälter und Bergütungen jämtlicher städtischen Beamten, Leh- im Berliner Rathaus die wichtigsten Borlagen gescheitert. rer und Angestellen zu. Db und wann die Zahlung des Restes mög- Eine Zeitlang gehörte es geradezu zum Sport, längst unlich sein wird, ist völlig ungewiß. Bei der weiteren Berschlechterung vermeidlich gewordene Tariferhöhungen und Steuerbemillider Gesamtlage beschloß der Magistrat ferner, den Versuch zu gungen um Wochen, ja um Monate hinzuschleppen. Die Somachen, auch bei der Gewerbesteuer für das laufende Vierteljahr zialdemokratie hat in diesen Kämpfen stets den Standpunkt noch stärkere Erträge zu gewinnen. Er beschloß daher die Ver- vertreten, daß der Gemeinde zur Einnahme verholfen werden doppelung der Lohnfummensteuer. Man war sich darüber klar, daß muß. Die heftigen Auseinandersetzungen bei der Verabschiedie erhöhle Grundsteuer nur mit großen Ausfällen eingezogen wer- dung des letzten Berliner Etats sind noch in aller Erinnerung. den kann. Da aber weder Reich noch Staat heifen tönnen und Die sozialdemokratischen Versuche, die Einnahmen vor der Anleihen nicht aufzunehmen sind, so war die schärfere Her. Geldentwertung einigermaßen zu schützen, scheiterten an dem anziehung der eigenen Gemeinde steuern das Widerspruch der bürgerlichen Parteien. einzige Mittel, um wieder zurechtzukommen. Es fehlt im Berliner Rathaus an einer festen RonDiese amtliche Mitteilung kommt einer Ankündigung solidierung derjenigen Parteien, die bereit wären, für einer Bahlungsunfähigkeit außerordentlich nahe. Sie beleuch die Aufrechterhaltung der Gemeindewirtschaft die politische tet mit grellem Schlaglicht die verzweifelte Lage, in die fast Verantwortung zu übernehmen. Allzu oft gingen die Dinge alle großen deutschen Städte durch den plötzlichen Uebergang so, daß die Sozialdemokratie im Intereffe der Ge- 4. Januar d. 3. das deutsche Volk beglückt, und die über Nacht zur Goldmährung unter gleichzeitiger rüdsichtsloser Drosselung meinde die Tragung schwerer Lasten übernahm, daß Der Einnahmen aus Reichssteuern geraten sind. Es ist tlar, daß eine Fortentwicklung der Dinge die größten, Gefahren mit ich bringen würde und daß alle Mittel angespannt werden affen, um einen Zusammenbruch der Gemeindewirtschaft zu verhüten, der für die Arbeiterschaft von den verhängnis vollsten Folgen sein müßte. Die Militärkontrolle. Zwischenfall in Stuttgart. Bom 15. Januar an ist für die Dauer bei Bergehen und Uebertretungen das Legalitätsprinzip beseitigt, d. h. der Grundfah preisgegeben, daß die Staatsanwaltschaft bei hinreichendem Berdacht einer strafbaren Handlung zur Anklageerhebung verpflichtet ist. Fortan werden, vorbehaltlich eines öffentlichen Interesses an der Herbeiführung einer gerichtlichen Entscheidung, Uebertretungen nicht verfolgt, wenn die Schuld des Täters gering ist und die Folgen der Tat unbedeutend find. Bei Vergehen kann unter den gleichen Voraussetzungen die Staatsanwaltschaft mit Zustimmung des Amtsrichters von der Erhebung der öffentlichen Klage absehen. Wenn die deutsche Regierung gleichwohl für die für den 10. und 12. Januar in Aussicht genommenen Kontrollbesuche die BorausWIB, meldet: Die Note, die von der Reichsregierung unterm segungen geschaffen hat, so hat sie das getan in der gewiffen Er9. Januar an die Interalliierte Militärfontrolltom- wartung, daß ihre eben dargelegte Rechtsauffaffung auch bei der mission gerich'et worden ist, hat folgenden Wortlaut: Interalliierten Militärkontrollkommission volle Würdigung finden Ich beehre mich, den Empfang Ihrer Note vom 30. v. M.( Etat- und daß von weiteren Kontrollbesuchen abgesehen werden wird. Major Premiere Section Nr. 2526) zu bestätigen, in der Sie angez. Moraht. fündigen, daß am 10. und 12. Januar in Rostod, Berlin, Dresden, Stuttgart, München, Paderborn, Bres. Bom 1. April an ist die Berufung gegen die auf fau und Frankfurt a. M. Kontrollbesuche vorgenommen mer- Stuttgart, 12. Januar.( TU.) Ueber den Zwischenfall beim Freisprechung oder ausschließlich auf Geldstrafe lautenden Urben fellen. Die deutschen Verbindungsstellen und die für die Kon- Ententekontrollbesuch in Stuttgart werden jetzt folgende nähece teile des Amtsrichters in Uebertretungs- und den meisten trolle selbst in Betracht kommenden Behörden sind angewiesen, den Einzelheiten bekannt: Als die Interalliier'e Kontrollkommission fich Privatklagefachen für die Dauer ausgeschlossen; PresseKontrolloffizieren die Durchführung dieser Befuche zu ermöglichen. heute vormittag unter polizeilichem Schutz von der Olgastraße delikte sind von dieser Vorschrift ausgenommen. Am gleichen Die Reichsregierung hat mich indessen beauftragt, Ihnen, Herr Gene- in Stuttgart zur Kraftfahrerfaserne nach Cannstatt begab, tam es Tage treten Bestimmungen in Kraft, die in Uebertretungsral, bei dieser Gelegenheit zu erklären, daß ihrer Ansicht nach die dort zu Proteft fundgebungen, jedoch zu keinen Zwischen Tage treten Bestimmungen in Kraft, die in UebertretungsRontrollkommission ihre Aufgabe, soweit diese sie mit militärischen fällen. Bei der Rückkehr der Kommiffionsmitglieder nach Stuttgart und den meisten Vergehenssachen die alleinige Zuständigkeit Rontrollkommission ihre Aufgabe, soweit diese sie mit militärischen fammelte sich in der Friedrichstraße neuerdings eine zahlreiche des Amisrichters begründen, also die Hinzuziehung von Gtellen in persönlichem Kontakt bringt, beendet hat. Menge lärmender junger Leute an. Es wurde das Schöffen ausschließen, die ferner die meisten jetzt zur Zustän= Diejenigen Aufgaben, welche die Botschafterkonferenz als noch Deutschlandlied und die Wacht am Rhein gesungen. Als die Menge digkeit der Schwurgerichte gehörenden Sachen den Schöffenoffen betrachtet und an deren Durchführung die deutsche Regierung eine bedrohliche Haltuna annahm, wurde zur Berstärkung der soge- gerichten zuweisen und die die Schwurgerichte durch große mitzuwirken durchaus bereit ist, erfordern keine Besuche bei militä- nannten Kleinen Bolizei eine Abteilung Schußpolizei her- Schöffengerichte ersetzen. Denn für den Begriff des Schwurrischen Stellen. Abgesehen von jenen noch offenen fufanben ist alles, angezogen die die Straße freihielt. Unterdeffen begaben sich einige gerichts ist die Entscheidung der Schuldfrage durch die Gemas der Teil 5 des Vertrages von Versailles an Abrüstungsforde. Mitglieder der Ententekommiffion zum Mittagessen in das Hotel schworenen allein wesentlich, und die Berordnung behält zwar rungen enthält. längst erfüllt worden. Der durch diese Abrüstung Continental. Es entstand nun ein Auflauf beim Wilhelmsbau. Ein den Namen Schwurgericht bei, verleiht ihn aber einem aus geschaffene Zustand unterliegt nach Artikel 213 des Bertrages von junger Mann, der Steine zu verteilen fuchte, wurde festgenom brei Richtern und sechs Geschworenen zusammengesetzten Kolmen und zur Polizeiwache in die Breitestraße gebracht. InfolgeVersailles nicht dauernder Kontrolle, sondern lediglich der Möglichkeit deffen dernte fich der Auflauf nach der Breiestraße und Herschstraße legium, das über die Schuld- und Straffrage entscheidet. einer aus besonderen Gründen vom Rate des Völkerbunds anzu- aus, wo sich Neugierige noch in der sechsten Abendstunde aufhielten. Dies sind die hauptsächlichen Bestimmungen der Verord ordnenden Spezialuntersuchung. Andere Weiterungen ergaben sich nicht, nung. Wirkungen des Ausnahmezustandes. Die Presse unter Militärzensur. In der Nr. 4 vom 5. Januar 1924 bringen Sie einen Artitel 3melerlei Maß", in dem Sie der Regierung Ungerechtigkeit vorwerfen. Ferner einen Artikel Die Reaktion in der deutschen Wirtschaft", der geeignet ist, die Reichswehr herabzuwürdigen. Auf Grund dieser beiden Artikel vermarne ich Sie aufs schärffte unter Bezugnahme auf die Berfügung des Reichswehrministers vom 5. November 1923 Nr. 183/11 23. 7. 1. III. Im Wiederholungsfalle werde ich mich genötigt sehen, ein Berbot Ihrer Zeitung zu erlassen." Das Mittel, durch Einstellung ganzer Zweige der Rechts- I legt, vertraut sie den Berufsrichtern a 1tein an, und die Beipflege der Finanznot des Reiches zu steuern, ist von verblüf- behaltung des Namens Schwurgericht für das Gebilde, das fender Einfachheit. Das ist aber das einzige, was zum die Verordnung schafft, ist mit den Begriffen, der Ehrlichkeit Ruhme der Verordnung gejagt werden kann. Ist sich das und Aufrichtigkeit nicht in Einklang zu bringen. Einzelne Militärbefehlshaber setzen die Drangsolierung der Reichsjustizministerium nicht bewußt, daß ein Staat, der seinen Wir fragen die Reichsregierung, welche Erspar. Bresse troß aller Protefte aus den verschiedensten Gegenden des Bürgern den Schutz ihrer Intereffen auch nur zeitweise vernisse sie durch die Preisgabe eines wertvollen Bolfsrechtes Reichs und der Regierungsparteien fort. Unser Parteisagt, den Anspruch auf den Namen eines Rechtsstaates ein- machen zu können hofft. Sie möge die von ihr veranschlagte blatt in Münster hat 3. B. jest wieder eine Berwarnung des Militärbüßt, und daß er die Reigung zur Selbsthilfe anstachelt? Summe nennen! Wir sind überzeugt, daß ihre Niedrigkeit befehlshabers vom Wehrkreiskommando VI erhalten, die folgenden Warum ist man nicht auf den Gedanken verfallen, Klagen in zwerchfellerschütternd wirken wird. Und wir fragen die Wortlaut hat: bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten für einige Monate aus Reichsregierung weiter, woher sie das Recht nimmt, für die zuschließen? Dauer, also über die Zeit der Not von Bolt und Reich hinaus Ist die Ehre, für deren Beriegung bis zum 1. April eine Errungenschaft der modernen Zeit zu beseitigen, zu deren im Wege der Privattlage Sühne nicht verlangt werden kann, Preisgabe kein Kulturvoll sich verstehen kann. Wir sind für ein Rechtsgut von geringerem Werte als eine Geldforderung die Mängel der Schwurgerichte nicht blind, aber sie sind ausvon 10 M.? Man stelle sich vor, daß die Geschlechtsehre einer zumerzen durch eine unparteiische, nicht von Klasseninstinkten verheirateten Frau oder einer Braut von einem gewissenlosen beeinflußte Zusammensetzung und durch eine systematische Berleumder auf das empönendste getränkt worden ist. Die Borbereitung der Volksgenossen auf die Tätigkeit als Laien Folgen der Beleidigung sind unübersehbar. Eine Verzögerung richter. Und den Mängeln stehen unschätzbare Vorzüge gegenDer Artikel 3weierlei Maß", des dem„ Soz. Parlamentsder gerichtlichen Aufklärung des Tatbestandes kann das Glück über. Der Laienrichter ist von jener furchtbaren Abge. Dient" entnommen wurde, besagt nichts anderes als die Wahrheit, einer ganzen Familie für die Dauer zerrütten. Aber das Gestumpftheit des Durchschnittsberufsrichters die scheinbar nach der Auffassung des Generals v. Loßberg nicht geset kümmert sich darum nicht und versagt für einen erheblichen frei, die es diesem im Vertrauen darauf, daß seine Kollegen fagt werden darf. 3. B. hieß es in dem genannten Artikel, daß Zeitraum dem wichtigen Interesse eines bitter gekränkten aufpassen, gestattet, während der Verhandlung der bedeut pflichttreue Beamte auf die Straße geworfen werden, während der Menschen den Schutz, auf den er Anspruch hat. Man komme famsten Straffachen seine Aufmerksamkeit anderen Dingen Meuterer v. 2offow aus Reichsmitteln weiter nicht mit dem Einwande, daß in solchen Fällen die Staats zuzuwenden, z. B. Urteilsreite aufzuarbeiten, und sie sind frei bezahlt wird, daß man nach Thüringen eine Aufklärungsanwaltschaft im öffentlichen Interesse Anklage erheben werde. Don der verhängnisvollen Neigung des Durchschnittsberufs fommission" sende, während man nicht daran dente, eine solche nach Denn dadurch gerade gibt man zu, daß die Verordnung selbst richters, jedem Belastungszeugen Glauben zu schenken und Bayern zu dirigieren. Die Reichsregierung beschwere sich über auf das öffentliche Interesse teine Rücksicht nimmt. Wer sich ihn den Entlastungszeugen zu versagen. Ungerechtigkeiten der französischen Regierung gegenüber Deutschim übrigen daran erinnert, daß die Berliner Staatsanwaltschaft vor einigen Jahren einen sozialdemokratischen Reichs durch die Erfahrungstatsache, daß ein erheblicher Prozentjag fördere. Der große Haufe der Berufsrichter ist zu sehr beeinflußt land, während sie die ungerechtigkeit im eigenen Lande geradezu tagsabgeordneten auf den Weg der Privatilage verwiesen hat, der Angeklagten schuldig ist, und vergißt darüber nur zu leicht, In dem aus gleicher Quelle stammenden Artikel„ Die Reaktion dem der durch nichts begründete Vorwurf der Bestechlichkeit daß auch Unschuldige auf die Anklagebant tommen. Den Ge in der deutschen Wirtschaft", der angeblich geeignet ist, die Reichsgemacht worden war, und wer die Blüten kennt, bie die schworenen ist im Gegensatz dazu größere Unbefangenheit wehr herabzuwürdigen, wird mit keinem einzigen Wort die ReichsKlassenjustiz in einem Herrn Emminger gut bekannten deutschen Gliedstaate täglich treibt, wird aus jenem Einwand eigen. Sie mögen mitunter Schuldige freisprechen. Dies ist wehr auch nur irgendwie erwähnt. Der Artikel befaßte sich mit dem der Grund, weshalb gelehrte Richter ihnen das Vertrauen Berliner Metallarbeiterstreit und warnte die Industrie, teinen Trost schöpfen. Die zum Teil zeitlich beschränkte, zum Teil dauernde Un- porenthalten, auf das sie, die auf unzureichende Beweise hin den Bogen zu überspannen, zumal auch für die Gewerf. anfechtbarkeit freisprechender Urteile wird zur Folge haben, Strafen verhängen, in weit geringerem Maße Anspruch schaften wieder bessere Seiten kommen und dann der Spieß um= daß Richter, die bei der Ausübung ihrer Tätigkeit die Partei- haben. Denn es hat zu allen Zeiten als ein geringeres Uebel gedreht werden könne. Vielleicht erklärt General Loßberg näher, brille tragen, die Ehre eines politischen Gegners werden ver gegolten, einen Schuldigen laufen zu lassen, denn einen Un worin ba die Beleidigung der Reichswehr besteht. Der General Haffe in Weimar hat unser Parteiblatt in Gero nichten können, indem sie den Beweis der Richtigkeit eines schuldigen zu verurteilen. Und nicht vergessen darf auch were mit der Begründung verboten, daß es durch eine Abhandlung„ Das ihn selbständige erachten. Um Geld zu sparen, erschüttert die Berordnung der Laien ein Verantwortlichkeitsgefühl erzeugt, das Beschwerde recht der Bresse und die Schußgefangenen" die Tätig Reichsregierung die Gerechtigkeit, die Grundlage des Staates. der Boltsstaat von seinen Bürgern auf allen Gebieten ver it der Reichswehr in Thüringen mit der Hendlungsweise des Gie zeigt die gleiche aufreizende Unbedenklichkeit wie jene langen und in ihnen wachrufen und erhalten muß. Die durch franzöfifchen Militärs im Ruhrgebiet auf eine Stufe gestellt andere Berordnung vom 17. Dezember D. 3. über die be die Verordnung der Reichsregierung herbeigeführte Zurüd- und dadurch das Ansehen der Reichswehr vorsäglich schleunigte Aburteilung von Straftaten, die unter der Bor drängung des Laienelements in der Strafrechtspflege, namentui abigen versucht" habe. Wir sind allerdings der Meinung, auslegung, daß die begangene Straftat die öffentlich e lich die Vernichtung des Schmurgerichtes läßt erkennen, daß daß, wenn das Ansehen der Reichswehr in Thüringen geschädigt Sicherheit und Ordnung in erheblichem Maße ge das Reichsjustizminifterium von der dünfelhaften Gering wird, dies nicht durch einen Zeitungsartikel hervorgerufen wird, ftört oder gefährdet hat, für die Dauer des Belagerungs- schätzung beherrscht ist, die piele Berufsrichter und unter ihnen fondern durch ganz endere Dinge. Der Militärbefehlshaber in Stettin hat den Stettiner Bolts. zustandes die burteilung der schwersten Berbrechen im gerade die am meisten persauerten, die am Buchstaben fleben- boten" unter Borzenfur gestellt, so daß das Blatt zeitweise mit summarischen Verfahren zuläßt, d. h. unter Ausschluß der den, die dem Leben fremd gegenüberstehenden, gegen das boten unter Borzensur gestellt, so daß das Blatt zeitweise mit Boruntersuchung und jedes Rechtsmittels und unter Beseiti- Schwurgericht hegen. Nur läßt sich diesem Amte, dem die großen weißen Flecken erscheinen muß. Diese Weißheit" fann zwar für das fozialdemokratische Blatt nur agitatorisch wirken, für gung des Rechtes des Angeklagten, auf den Umfang der Be- Hochhaltung der Geseze in Fleisch und Blut übergegangen die Zensurbehörde aber garz sicher nicht. Was da ailes dem Zettweisaufnahme einzuwirken. Das hätte der selige Brause- fein sollte, der Vorwurf nicht machen, daß es am Buchstaben furstift zum Opfer fällt, davon nur ein Beispiel: In der bürgerwetter erleben müssen! festhält. Denn der Streich, den es auf Grund eines Gesetzes, lichen Broomzpreffe war die Nachricht verbreitet, he: Amts. Daß die Beseitigung des Legalitätsprinzips dem Ein das Maßnahmen nur für die Zeit der Not zu treffen gestattet, sekretär des Amtsvorstehers in Uzedel( kr. Demmin) jei plöglich dringen von klaffeninstinkten in die Recht gegen das Schwurgericht ohne eine zeitliche Begrenzung seiner unter Mitnahme des Kassenbestandes verschwunden. Der Mann fprechung eine neue, breite Straße öffnet, fei nur furz er Wirkungen geführt hat, verletzt in gleichem Make den Sinn sei nur zur Aushilfe für den zu einer militärischen wähnt. Uebermütige Studenten, die die Verprügelung eines wie den Wortlaut der der Reichsregierung vom Reichstag er uebung einberufenen" wirtlichen Sefretär beschäftigt geNachtwächters für ihr unveräußerliches Menschenrecht halten, teilten Vollmacht. wefen. Unser Parteiblatt übernahm diefe Provinzmeldung und oder Sprößlinge befißender Eltern, denen der Unterschied fragte an, welche Art militärische Uebung" denn das sein könne, zwischen Mein und Dein noch nicht klar geworden ist, werden da bei der Reichsmehr doch das Syftem der Uebungen nicht bekannt in der Hauptsache die Nutznießer der Bestimmung sein, die fei. Die ganze Nofiz wurde von dem Benfuroffizier geden Grundsaß, daß der Prätor sich um unbedeutende Dinge München, 12. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Der Reichs. nicht fümmert, in die deutsche Strafprozeßordnung einführt. Derfehrsminister hat am Freitag in München geweilt unb trichen! Das ist zwar einfach, aber eine Antwort auf die Nicht nachdrücklich genug fann aber die völlige Unzu mit dem Ministerpräsidenten Knilling und den beteiligten Fach- Frage ist damit nicht erteilt. Bielleicht erfolgt sie noch Die demokratischen Gewertschaften( S).- D.) haben in ihrer ministern über die nächste Zukunft der Reichseisenbahn eine vor läffigkeit der dauernden zurückdrängung minige Rücksprache gepflogen. Die Annahme, bak biefer Besuch Eingabe an die Reichsregierung mit Recht darauf hingewiesen, des Laienelements in der Justiz und der Defers unmittelbar auf die Forderungen der bayerischen Regierung daß der Ausnahmezustand nicht mehr der Beruhigung diene, son hauernden Bernichtung des Schwurgerichtes in threr bekannten Denkschrift zurückzuführen fei, ist umrichtig. Der dern nur erbitternd wirte. Aber bei denen, die es angeht, ist das letont werden. Denn darüber fann es teine Meinungsver- Berkehrsminister hatte schon seit langem eine persönliche Aussprache Organ für die Stimme augenscheinlich eingeschlummert. Ihiedenheit geben: Wer die Entscheidung der Schuldfrage aus mit den süddeutschen Regierungen über eine Ermeiterung der De den Händen der Geschworenen nimmt und in die Hände eines zentralisation in der Verwaltung von Best und Eisenbahn aus Berufsrichtern und Laien zusammengesetzten Kollegiums geplant. Aus meinem Leben. Unter Benutzung des ausgezeichneten Materials meiner ver. ehrten Herren Gegner und diesen hochachtungsvoll gewidmet.*) Don Philipp Scheidemann. Genosse Scheibemann gehört zu den glücklichen Menschen, bie Sumor senug baben, bas berächtliche Treiben gehäffiger Gegner in gebührender Weise zu würdigen; er macht sich lustig über fie. Red. Unmittelbar vor dem drohenden Siege flaute ich mir einen Dolch und stieß ihn der Front in den Rücken, gerade da, wo die Herren Hjergt, Wulle und Westarp später bis zum letzten Blutstropfen zu kämpfen gedachten. Dann setzte ich den Kaiser ab, weil er uns, nach dem zweiten punischen Kriege", in dem er mit Hilfe des Vereins zur raschen Niederwerfung Englands"( München, Schwantalerstraße) Großbritannien auf die Knie zwingen wollte, um uns herrlichen Beiten entgegenzuführen. Bon herrlichen Zeiten wollte ich nichts wissen, weil ich lieber in Schmutz und Elend wate. Dann fetz'e ich mich mit Frike Ebert und Otto Landsberg Fafammen, um ihnen beizubringen, daß nun eine Revolution gemacht werden müsse, sonst werde es dem Bolte zu gut gehen. Mein Vorschlag wurde begeistert aufgenommen. Wir schmissen mit vereinten Kräften alles in Scherben und setzten uns dann oben drauf, weil sich's nirgends schöner fit. Da es mir allezeit ganz gleichgültig gewesen, was aus meinen Freunden geworden ist, fümmerte ich mich nicht weiter um die beiden genannten Kumpane. Ich nehme aber an, daß sie ihre Schäfchen auch in's Trockene gebracht haben. Bunächst sicherte ich mir einen Bosten, von dem aus ich am besten an die Reichstaffe tommen tonnte. Deshalb rief ich eine foge nannte Nationalversammlung ein, der ich mich als Reichsminister präsident auf die Nase feßte. Die da versammelten Boit svertreter roaren so dumm, daß sie mir direkt zujubelten, als ich ihnen am 13. Februar 1919 mein Programm entwidelte. Sie haben gar nicht gemerkt, wie ich fie einfeifte. Ich will baran erinnern. Leider kann ich babei feine Schiebung machen, weil ich an Händen des amtlichen Stenogramms tontrolliert werden tann. Diese Stenogramme sind eine blödsinnige Einrichtung. Ich sagte damals: I. Außenpolitisch. 1. Herbeiführung fofortigen Friedensschlusses. Besthalten an den Grundsätzen des Bräsidenten der Bereinigten Staaten unter Ablehnung jedes Gewaltfriedens 2. Gleichberechtigte Beteiligung am Bölterbund. Gleichzeitige und gegenseitige Abrüstung... *) Nachdrud gestattet gegen Einsendung von mindestens 3 Goldmart an das Wohlfahrtsamt in Raffel für die Erwerbslosen. Geser in München. II. Innerpolitisch. 1. Demokratische Verwaltung 2. Hebung der allgemeinen Boltsbildung durch höchfte Ent wicklung des Schulwesens von unten auf... Ertüchtigung der Jugend. 3. Schaffung eines auf demokratischer Grundlage aufgebauten Boltsheeres zum Schutze des Baterlandes unter wesentlicher Herab segung der Dienstzeit... Fürsorge für die bisherigen attiven Offiziere und Unteroffiziere. Die Geschichte wurde mir aber bald zu langweilig, deshalb machte ich mich gründlich gefund", wie der fachtechnische Ausdruck unter uns lautet. Ich füllte mir die Taschen und überließ das Amt gegen eine angemessene Abfindung einem anderen. Ich reiste nun nach meiner Vaterstadt Kassel, wo ich jedes Haus fenne, und brach dann, wie die Breußen anno 66, in die verschiedenen Schlösser ein, um mir zunächst einmal ein halbwegs standesgemäßes Mobiliar zu flauen. Dann legte ich mich in die faiserlichen Bet'en und schlief mich erst mal gründlich aus von meinen hervorragenden Leistungen der letzten Jahre. " Der Fünfzehnerausschuß des Reichstags, tritt am Dienstag zufammen. Auf der Tagesordnung stehen fleinere Caden. Na schließlich wäre auch das fein Unglüd, bas irreparabel wäre. Die paar Trillionen, die ich aus dem Oberschlesienfonds bekommen habe, damit ich das Ermächtigungsgesetz unter Dach und Fach schob, dürften zur Dedung der Schäben allerdings nicht ausreichen. Aber mit ein bißchen Landesverrat ist immer noch eine Stange Gold zu verdienen. Ich werde also sofort mit meinem lieben Freunde Poincaré in Berbindung treten müssen. Die Geschichte wollen wir schon fingern. Jakob! Jakob!! Jakob!!! Der Kerl hört nicht, der wird wieder an der Caviarbüchse fizen oder an meinen Sekipullen lutschen! Na endlich! Wo bleibst Du denn? Telegraphicre fofort an die Eisenbahndirektion in Raffel, daß mir mein Salonwagen an die Landesgrenze geschicht wird. Aber die beste Loc verstanden? Der Wagen muß morgen früh halb zehn in Warnemünde fein. Dann geht's nach Paris- nach Paris. Alle freundlichen Be merkungen deutschnationaler Zeitungen über mich sofort nachfunken! Das Sommertheater im Winter. Nachdem ich mich erholt hatte, was auf fürstlichen Lagern Benn bei Meinhardt oder Kliem in der Hafenheibe mit Rar toloffal sehnell geht, fujonierte ich die gesamte Bürgerschaft nach Strich toffelpufferbude, Luftschaufel und Gartenbühne die Eaison beginnt, und Faden, denn für mich gibt's gar fein größeres Bergnügen, als bann, mein Freund, ist der Frühling da. Wahrscheinlich infolge endere Menschen zu ärgern. Ich fühle mich bei bem erger der der plößlich ausgebrochenen Milde des Winters ist der Kalender anderen sauwohl. Mein verstorbener Kollege Goethe würde über- der Herren Direktoren Meinhardt und Bernauer in Unordnung geschwänglich sagen: ihm sei fo fannibalisch wohl, als wie fünfhundert raten. Er zeigt im Bureau offenbar bereits den wunderbaren so Monat Mai an, so daß sich die herren entschlossen, schon jetzt im Komödienhaus das Commertheater zu eröffnen, um den geGauen aber dieser Ueberschwang liegt meinem bescheidenen Wesen Monat Mai an, so daß sich die Herren entschloffen, schon jetzt im nicht. Ich sage also nur: mir ist's fauwohl. nannten Kunststätten scharfe Konkurrenz zu machen. Diesem günAllerdings habe ich auch manchmal Verdruß gehabt. Da tele. ftigen Umstand baben wir es zu verdanten. daß bei der gestrigen graphiert mir z. B. der Verwalter eines meiner Schlösser in der Bremiere der kleinen Dom Barieté" Frühlingssehnen und Schweiz, daß in einen Gobelin aus dem 15. Jahrhundert die Motten Kartoffelpufferduft durch unser Herz wehte. Der Berfasser Alfred eingebrochen find. So ein verfluchtes marxistisches Gesindel! Bon Möller hat mit Berständnis für das Erprobte und seit Jahrzehn meinen Besigungen in Holland famen auch wenig erfreuliche Nach- ten Bewährte rings um den alten Boffenstoff vom reichen Onfel, richten. Da verroste'en plötzlich alle eifengeschmiedeten Beschläge der den( natürlich längst verheirateten) Neffen partout mit der Tochter des Geschäftsfreundes verheiraten will, neue Säße zuund Säften und überall gingen die Schrauben los. Wahrscheinlich fammengestellt und so in der heute danieberliegenden Charleys bandelt es sich um einen schäbigen Schabernad von Doorn her. Aber Tante- Poesie eine junge Knofpe erfprießen lassen. Die Gattin tritt ein Aerger fommt ja niemals allein. Als ich fürzlich einige lumpige als Junge auf, dem Onkel wird einger det, er sei die Frucht einer Billionen Rentenmart nach Schweden verschoben hatte und über Heidi- Jugendfünde und allmählich entsteht auf der Bühne ein Dänemart beimfehren wollte, hatte ich faum auf meiner Yacht Ruddelmubbel der unglaublichften Berwechslungen, auf die allein Ludendorff" mein Gut bei Helsingör 5 Minuteri vem Grabe der( vertraglich bazu verpflichtete) Onkel bineinfällt. Das Publikum Hamlets entfernt- erreicht, da wurde mir dies Telegramm aus. lacht und ich gestehe, ich babe auch gelacht. Giellenweise. So wie ich lache, wenn im Barieté der Erzentrit- Clown ins Orchester fällt Was heißt hier Literatur?" fragen geliefert: und die Baute duralöchert. Caffel, Scheidemannsches Meinhardt und Bernauer, Spaß muß find, sonst kommt fecner. Winterschloß in der Wilhelms- und schreiben auf ihre Fahne: Klamottentomit. höher Allee 5, 1. 1. 24. Im Pferdestall Ihrer Frau Gemahlin Geflügeldholera aus gebrochen, beftes Rennpferd Ihrer Töchter bei Hürdenrennen Karlsaue Bein gebrochen. Stallmeister Fisher. Himmeldonnerwetter, fagte ich mir, nun fehlt weiter nichts, als daß meine Chauffeure bas Benzin gefoffen und die drei Automobile verfümmelt haben! Aufgegeben: 12. 27 Bm. Nr. 27 541. 17 In menschenfreundlicher Weise wirbelte der Regiffeur Baut Marr den Schmarren in folchem Tempo herunter, daß man nicht weiter zum Nachdenken fam. Sonst hätte man geweint. Auch Kurt Beipermann, der die Verwechslungen einrührte und fich durch nichts aus der Faffung bringen ließ und ein entzüdend schroddriger lieber frecher Junge war, bewirtte, daß man gute miene zum böjen Spiel machte. Den Onkel gab Hans Herr. mann mit fnalliger Vorstadtkomit. Er wetteiferte mit Erika Sicherung der Wahlfreiheit. Um die Aufhebung des Generalstaatsfommiffariats. München, 12. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Nach den bisherigen Beschlüssen des Verfassungsausschusses ist mit einer Eini gung der Parteien über das neue Wahlgeseb zu rechnen. Die neue Stimmfreiseinteilung wird bereits von den Bahlrechtsreferenten in dem Ministerium des Innern ausgearbeitet. Ihr Robentwurf ist so weit fortgeschritten, daß er am Dienstag dem zuständigen Unterausschuß unterbreitet und dann unverzüglich im Berfassungsausschuß erledigt wird. Darauf folgen die Berhand lungen im Plenum, das voraussichtlich übernächste Woche zu sammentritt und am Ende seiner Beratungen die Die Belgrader Konferenz. an Ranaudel ein rein privater und persönlicher gewesen sei, der feineswegs zur Veröffentlichung bestimmt war, dessen Inhalt aber Die Reparationsfrage.- Frankreich- Jugoslawien Italien pollkommen die Meinung Macdonalds ausdrücke. Belgrad, 12. Januar.( Eca.) Die Besprechungen der drei Sein Wunsch sei es, daß England mit Frankreich in Freundschaft Außenminister der Kleinen Entente gehen heute zu Ende. lebe und daß jedes der beiden Länder fein Möglichstes tue, um dem Der tschechoslowakische Minister Dr. Benesch wird heute abend anderen in schwieriger Lage zu helfen. Belgrad verlassen und nach London reisen, um zu der nächste Boche stattfindenden Tagung des ungarischen Komitees des Bölder Beschleunigung der französischen Neuwahlen bundes rechtzeitig einzutreffen. Nach dem Besuch in England wird er sich nach Paris begeben, um den vorbereiteten Bertrag Paris, 12. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Nach Informatiozwischen der Tschechoslowatei und Frankreich zu nen, für die bisher eine Bestätigung nicht zu erlangen war, soll die unterschreiben. Die Konferenz befaßte sich mit der ungarischen französische Regierung die Absicht haben, die Neuwahlen zur KamEntscheidung über die Landtagsauflösung Frage. die darin besteht, daß in Verbindung mit der Auslands- mer fo früh wie möglich zu legen und zu diesem Swede die lautreffen foll, für die fich bekanntlich eine Mehrheit von 106 Stimmen anleihe, die hauptsächlich in Eng'and aufgebracht werden soll, die fende Legislaturperiode um zwei Monate zu verfürzen. Die Neufinden muß. Diese Mehrheit wird aber taum zustande kommen, Reparationspfandrechte aufgehoben werden sollen. Die einzelnen wahlen dürften dann bereits am zweiten Sonntag im März wenn nicht die Sicherung der Wahlfreiheit" in einer Staaten der Kleinen Entente machen ihre Zustimmung von gewissen stattfinden. Der Hauptgrund für diese Früherlegung soll die von anderen Weise erfolgt, als dies der Berfassungsausschuk gegen die Vorbedingungen abhängig. Die Tschechoslowakei erwartet, daß sie der Regierung empfundene Notwendigkeit sein, der fortschreitenden Stimmen der Sozialdemokraten und Demokraten beschlossen hat, die in der Reparationsfrage nicht schlechter behandelt werde ols Ungarn Entwertung des Franken durch eine attive Finanzpolitit beide für eine Aufhebung des Ausnahmezustandes eingetreten find, entgegenzuwirken. Dazu dürfte sich aber in der gegenwärtigen Kam zum mindesten während des Wahlkampfes. Wenn also eine Landmer, die heute ausschließlich von wahltaftischen Erwägungen tansauflösung erreicht werden soll. und daran haben alle Barteien beherrscht ist, faum eine Mehrheit finden. infofern ein gemeinsames Intereffe, als eine eventuelle Zusammenlegung der Landtagswahlen mit den Reichstagswahlen für alle unporteilhaft ist dann ist dies wohl nur auf dem Wege von Berhandlungen zwischen den Regierungsparteien und der Opposition über die Aufhebung des Generalstaatsfommiffariats möglich. Die Sozialdemokraten und Demokraten haben wenigstens teinen Zweifel darüber gelassen, daß sie die Wahlen unter dem Ausnahmezustand des Herrn v. Kahr grundsäglich als eine Berfäl= schung des Boltswillens ansehen müssen. Es läge jedenfalls im Intereffe einer vernunftgemäßen Ronfolidierung der bayerischen Politit, wenn jetzt ein Abbau des Generalstaatsfommissariats crfolgen und somit endgültig der Weg beschritten würde, um aus dem Fiasko ber beinahe vierjährigen Ordnungszellenpolitik herauszukommen. Auch dem Herrn v. Kahr könnte die augenblickliche Lage hinsichtlich der Neuwahlen eine nicht unwillkommene Gelegenheit fein, das absolut festgefahrene Brad feines Gene ralstaatstommiffariats aufzugeben. Jedenfalls ist damit zu rechnen, daß zunächst für die Zeit der Wahlen durch eine dem Landtag vorzulegende Berordnung des Gesamtministeriums die Befugnißfe des Generalstaatskommissariats in beffimmtem Umfange außer Kurs gesetzt werden, was vom grundsäglichen Standpunkte aus eine Aufhebung der Berordnung vom 26. September 1923 bedeuten würde. Ob dann unter den neuen Berhältnissen nach den Wahlen Herr v. Kahr als Generofftaatskommissar wieder aufleben wird, ist eine Angelegenheit, die sich von selbst entscheiden dürfte. Im Zu fammenhang mit diesen Dingen ist vielleicht ein Besuch bemerkens wert, den am Samstag die Herrn v. Kahr, 2ossow und Seißer beim Ministerpräsidenten abgestattet haben. Dies ist um fo auffallender, als, wie allgemein befannt ist, zwischen Knilling und Kahr schon seit längerer Zeit fein persönlicher Konner mehr stattgefunden hat. Die Zukunft der Abgebauten. Gebt zur Brotspende! Belgien wünscht Weiterverhandlung. Gedenket unserer vielen hungernden Parteigenossen! Einzahlungen auf Postscheckkonto Deutsche UnionBank A.-G., Berlin NW. 7./ Konto Nr. 4396 und bei Alex Pagels, Bezirksverband, Lindenstr. 3 oder Desterreich. Jugoslawien will in der Frage der fachlichen Nes parationsleistungen für den Entgang der ungarischen Reparationen entschädigt werden. Paris, 12. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Da der Quai d'Orsay feinerlei Mitteilungen über den Inhalt ber am Freitag über. reichten Antwort auf das deutsche Memorandum gemacht hat, find die Kommentare der Presse außerordentlich spärlich und zurüd haltend. Die treffendste Charakteristit der französischen Note dürfte in der Haltung des Temps" liegen, der diese als eine Mauer bezeichnet hat, die der Gegenseite, d. h. der deutschen Regierung, den Schall der eigenen Worte mit ironischem Echo zurüd werfe. Trog der von amtlicher Stelle geübten Geheimnisträmerei ift man sich in politischen Kreisen darüber nicht im mindesten im unklaren, daß die französische und ebenso die belgische Antwort in allen Kardinalpunkten rein negativ ist. Troßdem ist man be. fonders in Brüssel darauf bedacht gewesen, die Antwort so tonziliant als möglich in der Form zu halten. In Brüssel, mo Der zweite Bunft des Programms der Belgrader Konferenz be die Regierung gezwungen ist, sehr weitgehende Rücksichten auf die traf die Stellungnahme zu dem Reparationsproblem im allgemeinen. öffentliche Meinung und vor allem auf die sozialdemokra Dr. Benesch ergänzte die von ihm bereits früher gemachten Mitije Barlamentsfraktion zu nehmen, scheint der aus. tellungen über Inhalt und Bedeutung des mit Frankreich abzu schließenden Sondervertrages. Es wurde festgestellt, daß weder Südflawien noch Rumänien einen gleichen Vertrag abschließen werden. Gleichzeitig machte der füdslawische Außenminister Mitteilung von seinen Verhandlungen mit Stalien, bie nicht so weit gehende Ergebnisse geliefert haben, wie heute in einigen Blättern behauptet wird, daß von einem Bin bnis die Rede sein könne; immerhin sei in den strittigen Fragen, insbesondere in der Fiume frage, ein Einvernehmen erzielt. Die Einigung über die Teilung des Fiumaner Gebietes gilt als pollenbete Tatsache. Die Stadt Fiume bleibt italienisch. Der wichtigste Programmpunkt der fleinen Entente fonferenz war die Stellungnahme zu Rußland. Es ist vorauszus Das Reichsfinanzministerium hat die Beamtenorganisationen fehen, daß die britische Regierung Sowjetrußland de Jure anfür Donnerstag, den 17. Januar, zu einer Besprechung eingeladen, erkennen wird. In diesem Fall wird die Tschechoslowakei bald tem Abbau behandelt werden soll. In der Einladung zur Be nachtemme. Die Tschechoslowakei macht die Anerkennung von ge in der die Frage der Eristenzmöglichkeit nach erfolg. folgen, ohne abzuwarten, ob Frankreich dem englischen Beispiel sprechung heißt es, daß zu prüfen fei, wie die zahlreichen abgewissen völkerrechtlichen Bedingungen abhängig. Die Verhandlungen bauten Beamten einer probuftiven Tätigkeit als Reben oder Boll darüber sind im Gange. Sübflawien will trotz der Abneigung bes erwerb zugeführt werden können. Es wird dabei auf die dem Hofes in der Wiederanknüpfung der Beziehungen zu Rußland nicht Reichsfinanzministerium gemachten Borschläge einer Beamten zurückbleiben. Deshalb hat die südslawische Regierung sowohl in [ pitenorganisation verwiesen, in denen neben der Inanspruchnahme Berlin, als auch in Wien und Brag mit den Sowjetvertretern Füh des allgemeinen Arbeitsmarties und der Ergreifung technischer und lung genommen. Immerhin sind diese Verhandlungen hinter den handwerksmäßiger Berufe insbesondere die Siedlungsfrage in den Berhandlungen der tschechoslowakischen Regierung noch etwas zu Bordergrund gefiellt wird. Dabei wird weniger an eine rein rückgeblieben. Rumänien dürfte der letzte ber drei Staaten sein, bäuerliche als gärtnerische Kleinsiedlung auf genossenschaftlicher der die Sowjetregierung anerkennt. Grundlage gedacht. Die Mittel sollen in erster Linie bei gemeinnüßigen Bodentrebitanstalten aufgebracht werden. Ferner ist zur Erleichterung der Kapitalbeschaffung und zur Sicher- Condon, 12. Januar.( Eigener Drabtbericht.) Der für nääften stellung der Berzinsung an die Umwandlung der Bersorgungs- Samstag angekündigten Anfunft des tschechoslowakischen Minister. gebührniffe( Benfionen Wartegelb, Abfindungssummen) in eine präsidenten eneic fieb: man in den hiesigen politischen Streifen Rente gedacht. Des Vorgehen des Reichsfinanzministeriums in Reise die Verhändigung über die von Ungarn nachgefuchte intermit großer Spannung entgegen. Wenn auch als Hauptzwed der dieser Frage ist auf die Initiative des Allgemeinen Deut nationale Anleihe angegeben wird, so glaubt man doch, daß die schen Beamtenbundes zurückzuführen. Aussprache Gelegenheit zu der vom Auswärtigen Amt für nötig erabteteft slärung über die von der Tichechoslowakei mit dem Abschluß eines Bündnisses mit Frankreich verfolgten Biele geben wird. Meingast durch Uebertreibungen in dem heißen Bemühen, den Zuschauern auf die Nerven zu fallen. Es gelang ihm reftios. Den lauten Beifall, der dem famosen Bespermiann und der Frieda Lehndorff gebührie, bezog or irrtümlicherweise auf sich. Die Direktoren Meinhardt und Bernauer haben schon vier Theater und einen Rientopp'aal; wenn sie noch mehr erwerben, dann tönnen wir in puncto Kunst noch allerhand erleben. Ernst Degner. Deutsches Opernhaus: 3auberflöte". Nach den modern miß ratenen Deforationen der Staatsoper hatte es Charlottenburg leicht, eine beforatio würdige Aufführung der Bauberflöte" heraus zubringen. Das gefcah zugunsten der Wohlfahrtseinrichtungen des Bereins Berliner Presse mit allem gesellschaftlichen Bomp. Blech hatte für eine matellofe Orchesterarbeit gesorgt, die nicht hindern fonnte, taß auf der Bühne vieles, besonders im letzten Att, eintönig und gedehnt, also unmozartisch war. Die Terzette der Damen und Knaben waren durchweg fauber und präzis vorbereitet. Bastos und eindrucksvoll flang der Baß Emanuel Sifats, jung und temperamentvoll der schlanke Tenor Dworitis( Pamino). Hanna Bader Siegert ift teine Rönigin ber Nacht, weil sie einen Pramatischen, feinen Koloraturfopran hat und Fräulein Martu rell, die faft nur in Ropftönen fingt, ist felbst für die wenig bemegliche Pamira noch zu sterf. Papageno( 5 eper) fächfelte aller Hlebft, aber er fang auch allerliebst, ebenso Elfriede Dorp( Papa Die Dekorationen nach den Originalentwürfen Schin fels find ehrwürdig geschlossen, von antifem, griechischem Geist burchbrungen. Nichts malerisches, Buntes lenkt ab von der much tigen Bauart. Diese Gefcine find Wahrzeichen von Größe und Einfachheit, wie fie fich für die freimaurerische Symbolit eignen. Sehr originell scheinen fie nicht zu sein. Das Phantastiche des Spiels prallt an ihnen ab. Die Buntheit der diesseitigen Welt ist nicht durch Duft, Blüten, Farbe unterbrechen. Ein bißchen monoton wirfte auch dies; aber gegen das moderre Experiment tauschen wir diefe alte dekorative Einrichtung gern und dankbar ein. R.6. gena). Der Gesundheitszustand Anatole Frances. Die gestern verbreitete alarmierende Nachricht über den Gesundheitszustand Anatole Frances hat sich nicht bewahrheitet. Der Altmeister der franzöfifchen Literatur mußte zwar aus Gesundheitsrücksichten den Aufenthalt auf seinem Landgut bei Tours unterbrechen, fein Rustand aber gibt zu feinerlei ernsten Besorgniffen Anlaß. Benesche Reise nach London. England untersucht den Pfalz- Skandal. gesprochene Wunsch nach einer Forffegung der Aussprache mit Deutschland aufrichtig zu sein. In Paris dagegen dürfte es sich dabei mehr stimmt ist, die Schroffheit der Ablehnung der deutschen Forderungen um ein tattisches Manöver gehandelt haben, das dazu be zu mildern und den Berdacht eines gewollten Scheiternlaffens der Berhandlungen zu vermeiden. Was die französische Regierung will, ist die Konsolidierung des gegenwärtigen Zustandes in den befesten Gebieten und seine formelle Anerkennung durch die deutsche Regierung. Ganz unumwunden kommt diese Auffaffung im„ Echo de Baris" zum Ausdruck, das die Auffassung der zuständigen Stellen wiedergeben dürfte, wenn es schreibt, daß von einer Ausübung der nicht die Rede sein förne. deutschen Souveränitätsrechte in den besezten Gebieten Stinnes Reparator. Condon, 12. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Das von Stinnes feit, um jo mehr, als die Erfahrungen der letzten Jahre gezeigt in einem franzöfifchen Blatt entwidelte Reparationsprogramm stößt hier auf starte Stepfis. Man zweifelt an feiner Durchführbar feit, um jo mehr, als die Erfahrungen der letzten Jahre gezeigt fieferungen sehr beschränkt ist. Der diplomatische Redakteur ber haben, daß die Aufnahmefähigkeit Franfreichs für Natural Westminster Gazette" glaubt, daß dieses Projekt die Zuftimmung weder der deutschen noch der franzöfifchen Regierung finden werde. Verstärkung der Moskauer Garnison. Mostau, 12. Januar.( SPD.) Auf Grund der Berfügungen bes Mobilisationsausschusses bes revolutionären Kriegsrats wurden größere Abteilungen der Roten Armee teils über Sibirien an die est grenze perfeßt, teils zur Berstärkung. der Garnisonen von mosta u verwendet. In Sowjet.. Preisen wird geäußert, daß diefe Transiotationen den Wünschen, beiber kämpfender fommunistischer Gruppen entsprechen, die beibe auf die Unterstützung der Roten Armee rechnen zu fönnen glauben. Die Pariser fommunistische Zeitung 3nternational" hat ihr Erscheinen cingestellt. Der dies ährige Katholikentag foll vom 31. Auguft bis 2. Sepe tember in Hannover tagen. Referat und Korreferat hielten in der Fraktionsfigung tee Denischen Volkspartei Stresemann und Becker- Hessen. Der Streit scheint da munter weiter zu geben. Tausende Paris, 12. Januar.( Eca.) Der Temps" meldet aus London, es fei möglich, daß die Untersuchung über die separatistische Bewegung in der Pfalz( nicht nur darüber, lieber Temps"! Red.) nicht durch den englischen Generalfonful in München sondern durch einen Offizier des Kölner Brüdentopfes vorgenommen wird. Paris. 12. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Die Differenzen neuer Abonnenten jede Woche zu gewinnen, ist jetzt die wichzwischen Baris und London wegen der Borgänge in der Pfalz find tigste Aufgabe jedes Sozialdemokraten. Der noch nicht behoben. Nach Informationen von unterrichteter Seite Vorwärts hält Frankreich seinen Standpunkt aufrecht und will eine Unterfuchung im französisch beletzten Gebiet nur durch die Interalliierte gehört in jede Arbeiter, Beamten- und Angestellten Familie. Rheinlandkommiffion zulaffen. Dagegen besteht die englifche Re Härter denn je brückt jeden einzelnen die wirtschaftliche Krise. gierung darauf, die Zustände an Ort und Stelle durch englische Be- Es gilt die Reihen neu zu schließen. Die Reichstagswahlen obachter prüfen zu lassen. Sie hat bereits den Generalfonful in stehen vor der Tür. In ihnen entscheidet sich auf Jahre das München beauftragt, fidh na Speŋer zu begeben. Dieler Auf Schicksal der Boltsmassen. trag foll am Montag ausgeführt werden. Der in der Regel über die Zum Intentionen des Foreign Office sehr gut unterrichtete diplomatische gemeinsamen Kampf ist die Bresse die unentbehrliche Waffe Mitorbeiter des„ Daily Telegraph schreibt bazu, daß es fich nach des Boltes. Die Zukunft Deutschlands hängt ab von unserem englischer Auffassung nicht etwa um eine gegen die franzöfifche Be. fatzungsbehörde gerichtete Untersuchung handeln solle, sendern die Sieg! englische Regierung lebiglich ein sehr berechtigtes Intereffe daran habe, sich aus eigenem Augenschein über die außer Nachstehender Bestellzettel ist auszufüllen und an die ordentlich wichtigen Bergämne in der Pfalz, die verhängnis. bolle Folgen politischer Natur befürchten lassen, zu unterrichten. Hauptgeschäftsstelle des Borwärts". Berlin S. 68, Linden Da das Gebiet, um das es sich handelt, nicht franzöfifondern straße 3, einzusenden.( In Orten außerhalb Groß- Berlins ist deutsch fei. habe die französische Regierung nicht die Befugnis. Der Borwärts" bei der Post zu bestellen.) England diefes Recht zu wehren. Macdonald an Frankreich. Paris, 12. Januar.( WEB) Nach einer Havasmeldung aus Marseille veröffentlicht das dortige Blatt Le Petit Provençal" einen Brief Ramsay Macdonalds an den franzöfifchen Sozialistenführer Reynaudel, in dem der englische Arbeiterführer dem Wunsche AusUrania Vorträge. Sonnt. Theater 6 und 8%, Uhr: Mit dem Aus- brud gibt, daß das franzöfifche Bolt freundschaftlich mit dem engwanderer fchiff nach u amerita. Coriaal 6 Uhr: Das Wunder des Sonee lischen Bolt zusammenwiefen möge, um aus dem ruinierten Schubs 8. Ubr: Ein Befuch bei der Schwerinduftrie. Mont.: Theater Europa ein neues Europa erstehen zu laffen, das für die gemein7. Uhr: Brot. Leithäuser: Der deutsche Rundfunt. Dienst: Theater 6 Uhr: Der Veluv und Pompeji. 8 llor: Früblingstage an der Riviera. famen Interessen handeln müsse. Macdonald beklagt den Umfang Höriaal 8 Uhr: Dr. A. Moll: Sypnotismus und Bunderglaube Mittw: der militarischen Ausgaben und würde sich freuen, wenn die Theater 6 Uhr: Brof Boerte: Das annptische königsgrab 8 Uhr: Bro na chsten französischen Wahlen einen Anlaß zu der HoffWieb d: Der denische Bald. T. Zell. Filmvortrag. Hörsaal 6 lbt: Dr. Wolf: Aegypten zur Thiamidenzeit. Donner31.: Theater 6 11br: nung güben, daß zwischen England und Frankreich Beziehungen Broilchen Schwarzwald und Ab. 8, Ubr: Dzeanfilm. Söriaal 8 lbr möglich würden, die von fleinlicher Eifersucht frei wären; denn er, Dr. Heilborn: Der nich der Urzeit. reit.: 3heater 6 1hr: Prof. Macdonald, hänge derartigen Getanten nach und werde sich mit aller Goerte: Das doyptische Königsoiab. 81, Ubr: Ozean film. Goriaal 8 Ubr Prof. Dr.. Lampel: Berlins Geichichte. I. Sotab.: Theater 6 und Kraft bemühen, fie in die Wirklichkeit umzusetzen, gerade well er ein 8 Uhr: Dzeanfium oifaal 8 Ubr: Meg- Nat Dr. Roddef: Neue Unter Freund Frankreichs sei. fuchungen über die photographische Blatte. I. Sonnt.: Theater 6 Uhr: Leuchtfeuer ban. 8, Uhr: Dzeanfilm. Hörsaal 8%, Uhr: Das Wunder des Schneeschuhs. Paris, 12. Januar.( Eca. Das Reuterbureau verbreitet eine Meldung, nach der Ramsey Macdonald erklärt habe, daß der Brief 97 Abonniere noch heute den„ Borwärts". Ich abonniere den„ Borwärts" mit der illustrierten Sonntagsbellage Bolt und Beit" und ber Unterhaltungs. beilage Seimwelt" in Groß- Berlin täglich zweimal frei ins Haus. Name " Wohnung: Straße Nr. born Hof- Quergeb. Seit nfl. Ir. lints rechts bet Gewerkschaftsbewegung Jm Trommelfeuer. fber Tat war das Geschäft nicht nur im Weihnachtsmonat, sondern auch während der Inventurverkäufe im Monat Januar fo glänzend, daß es die Resultate des Jahres 1913 zum Teil in den Schat ten ftellte. Troß dieser günstigen Geschäftslage haben die Arbeitgeber des Einzelhandels, offenbar auf höhere AnweiIn Berlin, in Rheinland- Westfalen, in Mitteldeutschland, in lung, den Bersuch unternommen, die Gehälter für Januar empOberschlesien, in Sachfen, in der Schwerindustrie, im Bergbau, in findlich abzubauen. Dieser Versuch ist auf entschiedenen Wider der Metall- und Holzindustrie, im Buchdruckgewerbe, in der Textil- stend der Angestellten und ihrer Organisationen gestoßen und hat und Bekleidungsindustrie, im Baugewerbe, im Handel wie im Bank- daher nicht durchgeführt werden können. Zur Regelung der Gehaltsfrage für den Monat Januar ist zugewerbe, in fast allen Gouen Deutschlands und in fast allen In nächst der Schlichtungsausschuß angerufen worden, der in den nächdustrien geht das Unternehmertum planmäßig gegen die Ar- sten Tagen, nach dem Scheitern der Vorverhandlungen vor dem beiterschaft vor, wenn sein Bergehen auch von engstirniger Kurz-| Gewerberat Körner, einen Spruch zu fällen hat. Unbeschadet dieser fichtigkeit ist. Geleitet und gestützt wird das Kapital debei von der Tatsache haben die Betriebsvertretungen einer Reihe von Häusern Reichsregierung, deren Hörigkeitsverhältnis zur Schwerindu. in Uebereinstimmung bzw. entsprechend den Weisungen ihrer Gestrie so offenkundig ist, daß es Wasser ins Meer gießen hieße, wollte man noch Beweise dafür anführen. Angeblich um zu sparen, het man rein schematisch einen unwirtschaftlichen Beamtenabbau vorgenommen, jedoch nicht daran VSPD.- Betriebs- Vertrauensleute, As Röln und Umgebung werden schwere Ruheftörungen von Arbeitslofen gemeldet, die durch die Arbeitszeitverlängerung, die ihre Aussichten auf Beschäftigung noch weiter einschränkt, zur Verzweiflung getrieben werden. Die Lohnverhandlungen in der Kiffenindustrie haben zu einer Einigung nicht geführt. Die Arbeitgeber machten in ihrem Angebot die weitere Lohnbildung davon abhängig, wenn in eine Berlängerung der Arbeitszeit eingewilligt würde. Außerdem haben die Arbeitgeber einen weiteren Abbau der Löhne im Auge. Die Verhandlungskommission hielt die Forderung von 63 Pf. aufrecht, welches die Arbeitgeber ablehnten. Wir verweisen darauf, daß die Löhne in der Kiſtenindustrie nach wie vor 63 Pf. pro Stunde betragen und ersuchen die Kollegen, bei der Lohnzahlung dieselben zu verlangen. Im übrigen ist diese Lohnstreitigkeit dem Die Ortsverwaltung.. Schlichtungsausschuß übermittelt. diefelben zu verlangen. Im übrigen ist diese Lohnstreitigkeit dem Cohatarife in der Metallindustrie. Die Lohntarife ab 31. Dezember 1923 find im Verbandshause des Deutschen Metallarbeiter. verbandes, Linienſtr. 83/85, Abteilung Tirpiß, fäuflich erdhältlich. Telephonische Auskunft fann nicht gegeben werden. Bei den TarifZahl des Einstellungslohnes. Für Arbeiter über 21 Jahre beträgt der Einstellungslohn 45, 42, 39, 37, 35 Pfennige, für Arbeiter von 18-21 Jahren 35, 33, 31, 29, 27 Pfennige. Hierzu kommen zwei Zuschläge von je 1,5 Pf. gedacht, an einen Abbau der Materialkosten zu gehen. Gewerkschaftsfunktionäre, Betriebsräte! verträgen, welche bisher herausgegeben worden sind, ändert sich die Man hat wohl gleichzeitig die Bezüge der Beamten, Angestellten und Arbeiter abgebaut, den Rartellwucher aber ungestört geleffen. Zugleich will man den Eisenbahnern das KoaIitionsrecht nehmen. Am Montag, den 14. Januar 1924, abends 7 Uhr, im„ Deutschen Hof", Ludauer Straße 15: Nachdem im vorigen Jahre der frühere Reichsverlehrsminister Funktionär- Konferenz aller obengenannten BSPD.- Funktionäre. Tagesordnung: Angestellte im Buchdruck- und Buchbindereigewerbe! Die am Sonnabend vor dem Demobilmachungskommissar stattgefundenen Verhandlungen über die Verbindlichkeitserklärung des am 29. Des zember gefällten Schiedsspruches über die Dezembergehälter führten zu feiner Verständigung. Es ist daher die Entscheidung des DeGröner vergeblich versucht hatte den Eisenbahnern das uneinge schränkte Koalitionsrecht streitig zu machen, fühlt sich jetzt sein Nach. folger, der Demotrat Defer, berufen, seine Macht spielen zu feffen. Der Minister verlangt von den Eisenbahnerverbänden Die proletarische Notwehr und die Reichstagswahlen. mobilmachungskommiffars abzuwarten. Aenderung derjenigen Sagunasbestimmungen, die die Anwen. dung„ aller" gewerkschaftlichen Mittel versehen. In seinem Schreiben droht er wie folgt:„ Sollte eine solche Anderung nicht eintreten, dann behalte ich mir für die Reichsbahnverwaltung vor, die dadurch gemäß der Stellungnahme der Reichsregierung gebotenen Folge rungen zu ziehen" Immer unverhulter tritt also die Reaktion die Herrschaft an. Sie span.t selbst demokratische Minister vor ihren Wagen, um die Arbeitnehmer der Reichsbetriebe gefügig zu machen. P Dabei werden, offenbar auf Anweisung des Reichsarbeitsminiſters„ Schiedssprüche" gefällt, die nichts anderes sind als mit Hilfe der sogenannten Unparteiischen vorgenommene Dittate der Unternehmer, die selbst die durchlöcherte Arbeitszeitverordnung des Reichsarbeitsministers in Fezzen reißen. Und diese von den Arbeitnehmern mit begreifiicher Entrüstung zurückgewiesenen Schiedssprüche" werden vom Reichsarbeitsminister auch noch für verbindlich erklärt. So der mit Hilfe eines Gelben und eines Kommunisten unter Ausschaltung der Arbeitnehmerorganisation zu stande gekommene Schiedsspruch" für den mitteldeutschen Braunkohlenbergbau, jo jetzt der Schiedsspruch für das Bankgewerbe mit einer 54stündigen Arbeitszeit ufw. usw. Die Schlußfolgerung, die daraus für die gesamten Kopf und Handarbeiter zu ziehen ist, ergibt sich von selbst. Die lürgerlichen Parteien, die infoine der Uneinigkeit der sozalistischen Barteien bei den Wahlen im Jahre 1920 einen Erfolg buchen fonnten, glauben jetzt auch die ungünstine wirtschaftliche Lane rü d. fichtslos ausbeuten zu dürfen. In Banern ist die Arbeiterschaft rechtlos gemacht, in Sachsen und Thüringen sucht man fie mit Hilfe des Ausnahmezustardes politisch niederzuzwingen. Im übrigen glaubt man mit der durch die Geldentwertung der letzten Jahre erschöpften Arbeiterschaft ein leichtes Spiel zu haben, zurra man die Gewerkschaften aus demselben Grunde für kampfunfähig hält. Damit zeigt das Kapital felbft der Arbeiterschaft den Weg zur Rettung: reftrofer 3ufammenfluß in den Gewerf schaften und in der Partei, wohl überlegtes und ent fchloffenes Handeln. Ref.: Gen. Heinrich Ströbel.- 2. Disfusion. 3. Verschiedenes. Bezirksverband VSPD. Berlin, Betriebssekretariat. werkschaften Berhandlungen mit den einzelnen Firmenleitungen ge pflogen, die in einer Reihe von Betrieben bereits dazu geführt haben, daß die Dezembergehälter auch für den Januar afz pfiert wurden. In einigen Betrieben hat das Personal am Sonnabend, den 12. Januar 1924, schon die Arbeitsaufnahme verweigert, und nur dem Drängen der Organisationen ist es gelungen, die Angestelltenschaft vom Streit zurückzuhalten, bis der Schlichtungsausschuß gesprochen hat. Darüber aber besteht kein Zweifel, daß die Angestellien se den Spruch, der unterhalb der Gehaltsfäße des Monats Dezember liegt, ablehnen und sich ihr Recht erkämp Die Angestellten des Einzelhandels werden gebeten, streng auf die Beisungen des 3d A. zu achten und im besonderen zu all den Veranstaltungen zu erscheinen, die in den nächsten Tagen durch Anschlag, Zeitung oder direkte Mitteilungen bekanntgegeben werden. fen werden. Angestelltentarif der Berliner Metallindustrie. Zwischen dem BBMI. und den AfA- Gewerkschaften ist folgende Bereinbarung getroffen: Am Freitag, den 18. Januar, erhalten die Tarifangestellten, je= doch nicht die Wochenlöhner, eine Zahlung in Höhe von 30 Broz. des Dezember- Bruttoeinkommens, welches sich aus der vom BBMJ. getroffenen Dezemberregelung ergibt. Bon dieser Zahlung ist der 23 Proz. des Dezember- Bruttoeinfommens betragemde Tel als Borschußzahlung zu betrachten und demgemäß auf die Januarbezüge anzurechnen. Die restlichen 7 Proz. des Dezember- Bruttocinkommens stellen den Mehrbetrag dar, der sich durch Annahme des vom Vertreter des ReichsBetrag ist nicht auf die Januarbezüge anzurechnen. arbeitsministeriums gemachten Bergleichsvorschlages ergibt. Diefer = Achtung Töpfer! Die gestrigen Berhandlungen sind gescheitert, da uns die Unternehmer einen 10prozentigen Abzug zumuten. Dieser Abzug soll am Montag, den 14. Januar, in Kraft treten. Der Generalstreif in Rheinland- Westfalen geht unverändert Bor Arbeitsaufnahme wird gewarnt! Deutscher Baugewerksbund, Fachgruppe der Töpfer. Bom Streif der deutschen Seeleule in englischen Häfen wird aus London berichtet: Eine Versammlung der streifenden Besagungen von neun deutschen Schiffen, die Freitag in Poplar stattfand und an der etwa zweihundert Mann teilnahmen, nahm eine Entschließung an, in der sie es ablehnen, zu fahren, bis sie die gleichen Löhne wie die britismen Seeleute erhalten. Die deutschen Schiffsreeder haben die Einladung des deutschen Konsuls zu einer gemeinschaftlichen Konferenz mit den Seeleuten, die in einigen Tagen in London abgehalten werden soll, angenommen. Der Verband englischer Lokomotivführer und Heizer hat sich in der Urabstimmung mit einem Berhältnis von 6 zu 1 gegen die Annahme der neuen Löhne ausgesprochen. Um das äußerste zu vermeiden, follen neue Verhandlungen mit den Eisenbahngefellschaften eingeleitet werden. Bergmann- Elettrizitätswerte( Berliner Wert). BSPD.- Genoffen, am Dienstag nachmittag 4 Uhr Fraktionsfigung bei Rroll, Utrechter, Ede Hennigsdorfer Straße. Erscheinen aler Hand- und Ropfarbeiter ift Bflicht. Achtung, Fraktionsvorstände der BSPD.- Buchdrucker! Am Dienstag nad mittag 4% Uhr Fraktionssigung bei Henning, Alegandrinenftr. 44. Die politischen Vertrauensleute der Großbetriebe find miteingeladen. Erscheinen unbedingt erforderlich. Parteibuch und Karte mitbringen. Der Fraktionsvorstand. BSPD., Gruppe Banken. Mittwoch abend 7 Uhr Dorotheenstr. 57 Bersemmlung. Thema( mit Rücksicht auf die bevorstehenden Wahlen): Demokratie, Parlamentarismus oder Diktatur?" Referenten: Aufhäuser, M. d. R., und Genosse Meier. Freunde unserer Partei sind eingeladen. Ausgerechnete Gehaltstabellen über die endgültigen Dezember. gehälter sind ab Montagnachmittag in den Ortsbureaus der drei Gewertidaftshaus, Saal 3. Tagesordnung: Stellungnahme zum Lohnabzug im AFA- Berbände erhältlich. Achtung, Bekleidungsarbeiter! Bangewerksbund, Flachglasgruppe. Montag Mitgliederversammlung im Großhandel. Jeder Kollege hat zu erscheinen. Mitgliedsbücher vorzeigen. Achtung, Knorrbremse Lichtenberg! Alle gemaßregelten Kollegen der Knort bremse Lichtenberg treffen fich zur Listeneintragung am 14., 15. oder 16. Januar, vormittags 10-1 Uhr, im Lokal Seipke, Lichtenberg, Kronprinzenstr. 47. Der Obmann. Wie unwirtschaftlich, wie verderblich felbft vom fapiDeutscher Laugewerksbund, Fachgruppe Stud- und Gipsbau. Am DiensBom Deutschen Bekleidungsarbeiter Verband erhalten wir tag abend 6½ Uhr im Dresdener Rafino, Dresdener Str. 96, Mitgliederver talitischen Etondpurft die jetzt betriebene Boiitif gegen folgende Mitteilung: fammlung, welche sich mit dem Lohnobbau und der Kündigung des Tarifver. die Arbeiterschaft ist, haben wir miederholt aufaezeiat. Diefe Von dem entlassenen früheren Beitragskaffierer Grobis trages feitens der Arbeitgeber beschäftigen wird. Ohne Mitgliedsbuch kein Die Gruppenleitung. Politif ist aber auch aussichtslos. Mag hier und da die Ar. werden von unseren Mitgliedern noch Beiträge eintassiert, und Sutritt. BSRD.- Sattler, Tapezierer und Portefeniller. Dienstag abend 7 Uhr im beiterschaft jetzt niedergezwungen werden, entschieden ist damit damit der Anicein erweckt, daß es sich noch um eine ordnungs- Graphischen Bereinshaus. Alegandrinenstr. 44, Bersammlung aller Kollegen der Wir VSPD. Der wichtigen Tagesordnung entsprechend, ist vollzähliges Erscheinen gar nichts. Dis deutsche Arbeiterschaft hat andere Stürme gemäße Beitragsfaifiernng unferer Organisation handelt. unbedingt notwendig. machen ausdrücklich darauf aufmerksam, daß die früheren Beitragss fiegreich überstanden, als sie noch nicht auf acht Millionen faifierer Grobis, Lilienthal und Stalberlab in unierem Namen Obleute, Fetriebsräte und Arbeiterratsvorsitzenden des Deutschen Meigandshaus, Deutscher Metallarbeiterverband, Ortsverwaltung Berlin. Ronferenz aller Organisierter zählen konnte und noch nicht über 150 sozialdemokrateine Beiträge mehr einziehen dürfen. Es achte verbandes am Mittwoch, den 16. Sonuar, abends 6½ Uhr, im Berbandshaus, Das Erscheinen aller ist unbedingt Pflicht. tische Toreszeitungen verfügte. Ihre Widerstandskraft hat sie foeben deshalb jeder darauf, daß er für sein Geld auch Beitrag& Linienstraße, Großer Saal, part. im Berliner Metallarbeiterkampf und im Konflikt im Buchdrudge- marten des Deutschen Belleidungsarbeiter Ver Berantwortlich für Politik: Ernst Reuter; Wirtschaft: Artnr Gaternus; merb bemicfen. bandes und feinen Mitgliedeausweis erhält. Jeder Gewerkschaftsbewegung: F. Chlorn: Feuilleton: R. H. Töcher: Lokales und Sonstiges: Frik Karstädt; Angcicen: Th. Glode; sämtlich in Berlin. Jedenfalls mögen fich die Unternehmer und die ihnen unter- zable nur an den Kaisierer, welcher mit dem Ausweis Berlag: Borwärts- Berlag, G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckeret gebenen bürgerlichen Parteien feiner Täuschung hingeben: die der Organisation versehen ist, mit der Unterschrift und Berlagsanstalt Baul, Ginger u. Co., Berlin SW. 68., Lindenstraße 3. Abrechnung fommt. A. Kotsch. Der Kampf in Rheinland- Westfalen. Versuchter Lohnabbau im Einzelhandel. In Krefeld ist am Freitag der Generalstreit beschlossen Nachdem die Arbeitgeber des Einzelhandels im Monat worden. Infolgedessen haben sich den schon ausständigen Textil- und Dezember den Versuch gemacht haben die Höhe der Gehaltsfäße ein- Metallarbeitern zahlreiche andere Betriebe angeschlossen. Auch die feitin zu bestimmen, gelang es dem Zentralverband der Angestellten Buchoruder der bürgerlichen Zeitungen haben die Arbeit niedergelegt. Gieran 3 Beilagen. Be Kopfschmerz itrovanille Frankfurt/ MS. ärztlich bevorzugt Mining 7 shnorhmary Rheuma Erhältlich in Pulver und Oblaten. in Gemeinschaft mit den übrigen am Tarifvertrag beteiligten An- Die Straßenbahnen und die städtischen Werle müssen auf Anordnung Großer Preisffurz unferer Fabrikatc! gestelltenverbänden, troh gescheiterter Berhandlungen vor dem der Besaßungsbehörden den Betrieb aufrechterhalten. Demobilmachungsfommiffar, eine Gehaltsvereinbarung zu treffen, Der in Bochum gefaßte Generalstreitbeschluß für die Metalldie den berechtigten Wünschen der Angestellten nahe fam. Die Ar- industrie wurde von einer Konferenz der Ortsausschüsse und Bezirksbeitgeber haben dieser Gehaltsvereinbarung offenbar nur zuge- leiter der freien Gewerkschaften Elberfelds abgelehnt. Die Angestimmt, weil sie das aut einsehende Weihnachtsgeschäft legenheit soll jetzt dem am 14. Januar in Berlin tagenden Bundesdurch wirtschaftliche Rämpfe nicht gefährden wollten. In vorstand des ADGB. unterbreitet werden. Nif srael 19 Herren- Anz g- und Paletotstoffe m. M. 6,- 8,- 12,- 15, Damen- Kostüm- und Ulsterstoffe= 5,- 7,- 10, Gabardine, Homespun, Velour de laine M. 4.- 6.- 8.Beste Fabrikate. Große Auswahl.- Verkauf meterwelse. Gegründet 1893 Koch& Seeland G. m. b. H.. Gertraudtenstraße 20-21. 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Was ist besser geworden seit jener Zeit, wo wir einer Reihe unserer Leser die Frage:„W i« kommst du aus?" vorlegten und recht trostlose Antworten erhielten? Ach. wer hätte damals geahnt, wie—„billig" da noch alles war! Wir schrien über die unerträgliche Teuerung, über die wahnsinnig hohen Preis« der Nahrung, der Kleidung und aller anderen Ding«, die zum Not- wendigsten des Lebensunterhaltes gehören. Wenn uns einer gesagt hätte, daß wir nach einem Jahre, nach anderthalb Iahren jene Preise für ganz unglaublich„niedrig", für geradezu märchenhaft„bescheiden" erklären würden! Mitte Nim 1922 kostete z. B. das Brot noch nicht 16 M., das Pfund Margarine t�wa 30 M., Heu!« aber zahlen wir für sin Brot aus dunklem Mehl bei vermindertem Gewicht SSO Milliarden Mark, für das Pfund schlechtester Margarine 870 Milliarden Mark. Jawohl, auch die Einkommen sind seitdem zu einer„Märchen- haften" Höh« hinaufgeklettert und emporgestürmt. Aber— Hand aufs Herz oder vielmehr auf die mit Geldscheinen beschwert« Brust- tasche!— wer will bestvei'en, daß die Einnahmen der drei» ten Mass« der auf Lohn angewiesenen Arbeiter, Angestellten und Beamten In ihrer Steigerung hinterderjenigenderPreiseweitzurückge blieben sind? In dem atemraubenden Wettlauf zwischen Preisen und Löhnen haben die Preis« den ersten Platz behauptet. Und sie be- haup'en ihn noch heut«, behaupten ihn auch nach dem„Preisabbau", den der letzte Monat des Jahres 1323 uns gebracht hat und den wir ausgepowerten Verbraucher hoffnungsfreudig schon als„Crleichte- rung" begrüßen. Buf Sie Straße gervorfea! Was also ist„besser" geworden? Dies« Frage drängte sich uns auf und st« trieb uns hin zu den Genosten und Eenosstnnen, die wir in jener jammervoll schlechten, aber im vergleich zu heute noch sehr viel besseren Zeit gefragt hatten, wie sie auskommen. Unser erster Gang führt« uns zu der Familie des ungelernten Arbeiters, der sich damals bei kargem Lohn mit drei Kindern durchwürnt« und disses Kunststück nur deshalb fertig bracht«, weil er«in« gut wirtschaftend:; Frau hat. Wie viele Familien wären längst in ihrem Elend gänzlich verkommen und untergegangen, wenn nicht die Frauen es verständen, das Unmöglichste noch möglich zu machen! Was maq„bester" geworden sein in der Familie unseres Freundes und Genossen, jenes unaelernten Arbeiters? Wie mag er beute auskommen, nachdem doch auch sein Lohn gewiß längst eine „märchenhafte" Höh« erklommen hat? In der früberen Wohnung finden ww ihn nickt mehr. Um das unzulänglich« Einkommen des Mannes«'was aufzubessern, übernahm die Fvau«ine Portierstelle, so daß sie die Wohnun� wechseln mußte. Doch auch aus der Portier- wobnung ist die Familie schon Wied« ausgezogen, weil sich nur zu bald ergab, daß diese Stcll« zwar«in« drückend« Arbeitslast, aber nur ein« iäi?mcrliche Entlohnung bracht«. Nachdem wir in einem anderen Stadtteil die Familie ermi"elt haben, betreten wir ein« Wohnung, die mit ihrer Ausstattung sogleich auf den ersten Blick den welkeren Forkschrilt des wirlschostsvcrialls erkennen läßt. Den Mann treffen wir nicht zu Haufe an— die uns begrüßende Frau sagt uns: „Der ist in der Kormannstraße, der hat jetzt keine Arbeit." Das hatten wir gefürchtet.„Cr hat keine Arbeit!" Das Schicksal einer ganzen Familie verbirgt sich hinter diesen dürren Worten. Er hat keine Arbeit und ist erwerbslos wie Hunderttausende anderer, die auf die Straß« geworfen wurden. Man darbt, bis es«besser* wird. Sinnlos wäre es. hier zu fragen, was fiir die Familie„besser" geworden ist. Holm wäre es, bei einem Arbeitslosen sich zu er» kundigen, wie er„zetz! auskommt". Aber die Fvau erzählt uns von den Kindern, nach denen wir fragen. Das«in«, mit deutlichen Merkmalen der Unterernährung, spielt m der Stube umher. Ein anderes ist mit nach Dänemark geschickt worden und blüht dort aus unter der liebevollen Fürsorge edler Menschenfreunde. Und , das dritte? Dos leidet an den Folgen der englischen krankheil, an � einer Verkrüppelung, die nur in einem Krüppelheim geheilt werden kann. Schon feit mehreren Monaten ist das Kind in dem Heim . untergebracht. Die Familie muß, well die Anstalt selber in Not ist, zu den Kosten der Berpflegung und Behandlung beitragen, jetzt pro Tag Zl4 Goldmark. Das macht pro Woche 24% Goldmark,«in Vielfaches der Erwerbslofenunterstützung für die ganze Familie! Einst- weilen ist die Schuld gestundet, sie soll in Raten abgezahlt werden, die völlige Tilgung wird Jahr« erfordern, wie mag die Familie leben? Die Frau preist es als«in Glück, daß sie im Herbst mehrere Zentner Kartoffeln taufen tonnte, die noch nicht ganz aufgebraucht find. Sie spricht in Ausdrücken freudigen Dankes von den d ä n i- schcn Menschenfreunden, die auch mal noch Berlin eine Kiste Lebensmittel schicken. Ein Geschäftsmann, bei dem sie das i Nötigste kauft, gibt einiges auf Borg, und Wochen hindurch hat st« bei ihm den Betrag für täglich% Liter Milch schuldig bleiben müssen. Bis auf weitere» sind in der Familie zwei Ester weniger. Auch sie noch hier satt zu machen, wäre ein« Unmöglichkeit. Das bißchen Bargeld, das«inkommt, reicht nicht für Nahrung und Miete. An Ausgaben für Kleidung, Wäsche. Schuhe ist nicht zn denken. Was noch da ist. wird vebraucht, bis es zerfällt. Auf b«. sondere Ausgaben für Erholung hat man längst verzichten müssen. Die Zeitung ist das einzige, was die Familie sich nicht nehmen ließ. Noch wie vor bezieht sie ihren„Vorwär's". Beide Eheleute bleiben auch treue Mitglieder der sozialdemokratischen Parteiorganisation. » Wir werden unsere Wanderung fortsetzen und im» berichten lasten, ob wenigstens bei den Lohn- und Gehaltsempfängern, die Arbeit und Erwerb beholten haben, etwas bester geworden ist. Nur Hehler? „Kaufe jedes Ouankum Zement." Breitspurig, als ob er sagen wollt«:„Mir kann keiner." tritt ein Fuhrhcrr als Angeklagter vor den Richtertisch.' Er ist wegen Hehlerei angtklogt.— Am Bauzaun der Nordsüdbahn hat er Zettel anschlagen lassen des Inhalts, er kaufe jedes Qu an- t u m Z c m e n t. Der Erfolg des Kaufg-suchs blieb nicht aus. Hand- wagen, beladen mit gefüllten Zcmentsäcken. fuhren beim Angeklagten vor. Der fragte nicht, woher die Fahrt, wie Nam' und Art, sondern er kauft« auf diese Weise mehrere hundert Zentner Zcment zusam- men. die er dann in großen Posten weiterverkaufte. Schließlich wurde die Polizei aus den eigenartigen Zementhandel aufmerksam gemacht. Nachforschungen und Haussuchungen ergaben, daß es sich nicht um einwandfreie Geschäfie handeln könne. Aus dem Signum der bei einem Abnehmer de« Ana- klagten gefundenen Säcke tonnte festgestellt werden, daß sämtlicher Zement, den der Ange- klagt« in kleinen Posten von vielen Personen erworben hatte, aus einer großen Lieferung von einer bestimmten Fabrik her- rührt und daß die Nordsüdbahn zur fraglichen Z':t solche Lieferun- gen erhalten hat.— Der Angeklagte, der mit der Miene des Bieder- manne? behauptet, er habe keine Ahnung davon gehabt, daß ihm gestohlener Zement vsrkouft worden fei, wurde vom Gericht als der Hehlerei überführt erachtet und zu vier Monaten Gefängnis unter Zubilligung einer dreijährigen Bewährung?- frist verurteilt. Hier ist die Frage am Platz: Ist der Angeklagte nur Hehler? Ist er nia)t vielmehr intellektueller Urheber zahlreicher Diebstähl«? Hat er nicht durch feine Plakate an der Baustelle der Nordsüdbahn Leute, die dort beschäftigt waren und Gelegenheit hatten, ein paar Sack Zement auf die Seite zu bringen, zum Diebstahl angeregt, indem er ihnen sagte, an mich könnt ihr Zement in jedem Quantum verkaufen? �Slauäuglein, ich muß fiheiöen...* Kleine Destille am Windierfeldtplatz. Voll von jungem Voll, das lärmend im Zigarrenqualm sich, wie man zu sagen pflegt, des Lebens freut. Eine klein« Zwei-Mann-Kapelle setzt ein, Klavier und Cello vereint:„Hakenkreuz am StohlhÄm, schwarzweißrotes Band". Und alles besteigt die Stühle, singt feste mit, all' die schönen Verse durch bis zum schäbigen Rest im Weinglas.... Da steht der Republikaner auf und sagt zu dem Reichswehr- soldaten-Iüngling, der eben noch nachhinkend die letzte Derszelle von der„Brigade Ehrhardt" summt, die„nicht untergeht":„Hören Sie mal, Sie unbekannter Soldat, Ihr« Reichswehr ist doch un- politisch?" Darauf der Krieger mit der schwarzrotgoldenen Adler- kokard«:„Was wollen Sie? Sie denken wohl, wir sind reaktionär? Das ist«ins unserer Marschlieder,„Blauäuglein, ich muß scheiden", das singen wir immer, und einen anderen Text— kennen wir nicht, versteh'» Sie?" Wobei er in nicht mißverstand- licher Weise nach dem Schwert an semer Linken schielte und auf das tronengezierte Gott-mit-uns-Koppelfchloß schlug. Worauf der ledig- lich mit Pfannkuchen bewaffnete Republikaner die Situation und seinen Hut erfaßte. Als er durch die nachtdunNen Straßen heimwärts wallte, dachte er in sich hinein: erstens, wie gut, daß die Republik ihr« Reichs- wehr hat: zweitens, wie schön, daß diese Reichswehr nun endlich entpolitisiert ist und so herzige� Liedchen als Marschgesänge bevor- zugt. Dielleicht werden wir es demnächst noch erleben, daß die Reichswehr stahlhelmbedacht zur Melodie von:„Alle Vögel sind schon da.. Berlin zerniert. Merkwürdige Kapitalflucht. Sin Freispruch in einem unüberlegten Prozeh. Aus welch nichtigen Gründen manchmal die Gerichte zur Eröfs- nung eines kostspieligen und vergeblichen Prozesses veranlaßt werden, zeigte eine Verlzandlung, die gestern gegen den Kaufmann Th. vor der Strafkammer de? Landgerichts III wegen Kapitalflucht zur Der- Handlung anstand. Th. hatte einer schweizerischen Firma Waren geliefert und dafür einen Scheck in Schweizer Franken, der auf eine Züricher Bank laute'«, zugesandt erhalten. Da er das Geld ober für seinen Ge- schäftsbetrieb brauchte, und nicht den zeitraubenden Umweg der Ein- kassierung über Zürich abwarten wollte, schickte er den Scheck mit i einem entsprechenden Begleitbrief zurück und ersuchte um Ueberwei- sung de» Geldes in deulscher Währung. Dieser Brief wurde von der Postüberwachungsstell« geöffnet und das Finanzamt stellt« Strafantrag wegen Kapital- flucht, da nach dem Kapitalfluchtgesetz die Versendung von Zahlun-smitteln ins Ausland nur mit Hilf« einer Dank erfolgen darf. Unter den aufgaführicn Zahlungsmitteln befinden sich jedoch mlch Schecks. Rechtsanwalt Dr. Jakob sprach sein Erstaune» über diese Anklage aus. Aus dem Standpunkt des Finanz- amtes würden sich ganz ungeheuerlich« Konsequenzen ergeben. Demnach müßte ein Geschäftsmann jeden Scheck, auch wenn er wisie, daß er wertlos fei, annehmen und zunächst einmal durch ein Bankhaus einziehen lassen. Das Gericht schloß sich dieser An- schauung an und kam zu einer Freisprechung. Und wer wird die Kosten dieses unüberlegten Prozestes befahlen? Das Finanzamt eder die Beamten des Staates, die den Prozeß anhängig gemocht haben? cornledl Oeorg MQIl«, Münchea. 71] Die Lofolfischer. Roman von Zohan Doser. Höher oben mußten sie den Wagen wieder mit dem Schlitten oertauschen, und nun fuhren sie weiter in der blauen Abenddämmerung die Hänge hinan. Aber der Alle schwatzte immerfort von Kaneles.„Ich will es ihm gleich heute abend sagen," sagte er.„Er muß sich jetzt verheiraten, solange ich noch dazu tauge, die Kinder aufzuzieben. Pscht, paht! O ja, wiegen, dazu sind die Augen noch gut � Das kleine Pferd legte sich ins Geschirr und zog mühsam den Schlitten die Berge hinauf» und dos junge Mädchen faß in ihrer Mutter Mantel da und hielt die Zügel. Sie dachte daran, daß der Falbe und Kaneles so gute Freunde gewesen waren, deshalb wollte sie jetzt dem Pferde«ine Extraratton geben, wenn. sie nach Hause kamen. Und tiefer und immer tiefer lag der Fjord unter ihnen, breit und blau» während die weißen Kämme der Westberge nach Sonnenuntergang immer dunkler und dunkler erglühten. Ueberall in der Bucht lagen, ein �aar Stemwurfe vom Lande. die stattlichen Lofotboote und wiegten sich mit ihren weißen Rändern, der hohen Takelage und den roten Wimpeln. Sie waren von langer Fahrt gekommen und lagen jetzt friedlich wie nach einer Schlacht da... Aber auf der ,. Meerblume" war noch ein Mensch an Bord, und das war der Führer selber, der Jakob. Er kramte m der Kambüse herum und putzte sich. Er wusch sich das Ge- sicyt in einer Bütte Meerwasier. trocknete es an einer Joppe ab und kämmte das dichte Haar und den Bart mit den Fin- gern. Der zottige Seebär wollte sich fein machen, und morgen wurde er vielleicht sogar die Oberlippe rasieren, die dann ganz blau fem würde -. Der Kessel dampfte auf dem kleinen Ofen, und wenn er seine reichlich« Mahlzeit Speck, Brot und Wurst eingenommen hatte, dann wollte er sich«inen Kaffeedoktor und eine Pfeife leisten. Das alles schmeckt nie so gut. als wenn man heim- gekommen ist. Morgen würde er sich hinlegen und«ine Woche lang schlafen, und dann in die Stadt gehen, Leber verkaufen und einen Bummel machen. Und kam er mit heiler Haut wieder heraus, so wurde er wieder hierhergehen, die„Meerblume" an Land holen und sie streichen und pu�en, daß sie wie eine Braut anzusehen wäre. Und dann konnte er in die Kambüse kriechen und wieder bis zum nächsten Winter schlafen, um dann auf die neue Lofotsohrt zu gehen. Dag war sein Leben. Heim? Ja. er war aus Leibeskräften die Hunderte von Meilen gesegelt, aber keine Menschensecle stand am Strande und hieß Jakob willkommen. Nein, nein, aber Heimat ist ein merkwürdiges Ding. Die jetzt in die Hütten gegangen sind zu Weib und Kind, die werden von Frauenhänden gewaschen, : und dann gibt es gutes Essen und ein weiches Bett. Sie haben es auf ihre Weise gut. Aber Jakob hat es auf seine Weise nicht schlechter. Nach dem Esten sitzt er auf seiner Ruderbank mit der Pfeife und dem Kaffeepunsch und blickt zum Lande hinüber. I Hier in der Bucht ist es jetzt so schön. Der Auerhahn balzt auf den Halden, der Mond wirft Silberlichter über die See, und in den Hütten werden Lichter angezündet, die ihm winken. Es ist eine Landzunge zu jeder Seite der Bucht, und die beiden sind seine Freunde gewesen, seit seiner Kindheit. Jetzt kann � er hier s tzen und wieder zu ihnen hinüberschauen. „Heim!" sagen sie,„Willkommen daheim, Jakob," sagen l die beiden Landzungen zu ihm. Jetzt, da auf den Höhen der Schnee schmilzt, bilden sich Bäche oben an den Hängen, und da, da hört er das gleiche : Sickern wie früher so oft. Daheim, sagt es. Und als später alles Dunkelheit und Mond ist, beginnt auch die Welle am , Strand« zu plätschern und zu lullen. l Und er sitzt da und hört zu. Daheim, sagte die Welle und singt ein leises Lied. Ja, es ist seltsam, wie alles gemerkt hat, daß Jakob heute abend endlich heimgekommen ist. 85. Es kam«in Winter, da Lars das Lehrerseminar besuchte und aus Leibeskräften lernte. Es war. als wolle er durch Ar- best die Gedanken übertäuben, die etwas schmerzten. Jetzt war Oluf mit Vater auf dem Lofot, und hier sag er selber trocken und warm. Der Vater und Henrik Robben hatten für ihn bei der Bank Bürgschaft geleistet, so daß er hierher konnte. Die Hilfe der Fischer nahm er an, lief aber von ihnen fort. und der einzige Trost war, daß er ihr Fürsprecher werden würde, wenn er es erst so weit gebracht hätte. Heute hatte er einen Lofotbrief von Oluf bekommen. Biel Sturm, schlechter Fang. Oluf war entschlossen, die Fischerei aufzugeben und schon in diesem Frühling nach Amerika zu gehen. Und Vater, dachte Lars. Vater würde viel zu stolz sein, sich zu widersetzen. Er würde wohl sogar Oluf zu dem Gel» für die Ueberfahrt verhelfen. Aber wie würde ihm zumut sein — in aller Stille? Mutter holt uns an Land, einen nach dem anderen. Und er saß über dem Buch und starrte in diesen merk- würdigen Kampf zwischen den beiden hinein. Der Dater konnte so gebieterisch und stark sein, aber ihr überließ er stet- | den Sieg. Die bleiche, bange Frau, die jeden Winter halb von Sinnen war und doch alles so gut besorgte und vermal- tete, nahm dam Vater einen Sohn nach dem anderen fort, ob- wohl sie wußte, daß er sie so sehr brauchte. Und doch leuchtete sein Gesicht, wenn er mit ihr sprach, und er fand sie unver- Und Lars beugt sich über das Buch und liest wieder. Er muß durch Lesen die Gedanken an den Dater verscheuchen. Aber im nächsten Winter fuhr Kristaver ohne einen Sohn an Bord nach dem Lofot. Oluf war in Zlmerika und Tosten war noch zu klein. Keiner ahnte, daß dieser geschmeidige Mann mst dem leichten Gang und dem frohen Gemüt Stunden hatte, in denen er sich am liebsten verkrochen hätte. Besonders aus der Fahrt nach dem Norden und in der letzten Nacht in Grötöya, wenn sie am Tage darauf auf den Westfjord hinaus mußten, dann konnte er nicht schlafen. Es war nicht das schilmmste, daß er morgen vielleicht— er wie die anderen— vor Gottes Angesicht stehen könnte. Das schlimmste war, daß Kaneles Gomon ihm erscheinen konnte. „Du hast mich losgelassen. Aber dich selber hast du gerettet." „Ja, ja. Haste er nur einmal ergründen können, ob es in menschlicher Macht gestanden hätte, den Kameraden noch eine Minute länger zu halten. Denn dann hätte er wohl noch gelebt. Morgen mußt du über den Westsjord. Manche fanden, er segle noch toller als früher. Sie sag- ten. er segle wie ein Verrückter. Aber gerade im Unwetter sah er Kaneles. Und er dachte: Wenn du schuldig bist— dann kommst du ja doch nicht heil heraus. Er segelte toll, aber er segelte wie ein Mann. Lars war Lehrer im Binnenlande geworden, weit von der See. Er war ein unruhiger, hitziger Bursche, der tausend Eisen im Feuer hatte. Bald hielt er Vorträge, bald wirkte er für die Jugendvereinigungen, bald nahmen ihn die Bibliotheken in Anspruch. Wie die Mutter konnte er nie richtig stillsitzen, aber in WahrheV: fühlte er sich hier so weit von dc>c See nicht wohl. Er ertappte sich oft dabei, daß er sich nach einer richtig tollen Fahrt durch Sturm und Wogen sehnte, besonders wenn der Dater am Steuer stände, wie der Gott auf dem Meere. (Fortfetzung solgt.) Der ersten Gerichtsaffefforin! Frl. Dr. Marie Munt hat am 7. Januar die große juristische Staatsprüfung vor dem Landesprüfungsamt in Berlin abgelegt und ist zur Assessorin ernannt worden. Ein politischer Mordanschlag? Kommuniffen als Täter. 17 Die Weltteuerung. Streut Aiche und Sand. Nach den legten Schneefällen ist zwar von den zur Beseitigung des Schnees und des Eises und zur Bestreuung der Bürgersteige verpflichteten Straßenanliegern der Schnee im allgemeinen weggeräumt, jedoch fast überall unterlassen worden, die Bürgersteige mit abstumpfenden Stoffen, wie sche und Sand, zu bestreuen. Infolgedessen ist vielfach für die Fußgänger die Gefahr, a uszu gleiten und hinzustürzen, jest weit größer als wenn der Schnee liegen geblieben wäre. Das Bestreuen der Bürger steige mit abstumpfendem Material ist wichtiger als die Beseitigung des Schnees und darf niemals unter bieiben. Die Polizeibeamten find angewiesen worden, unnach sichtlich mit Strafanzeigen gegen alle Straßenanlieger vorzugehen, die sich darauf beschränken, den Schnee lediglich wegzufehren und nicht zugleich auch ihrer Streupflicht zu genügen. Raffe, bie 6 Golbmart enthielt, ausgeräumt hatte, fam noch eine Kundin, um einzukaufen. Is fie die Männer mit den Pistolen fah, verfiel fie in Krämpfe. Das ver Ueber einen Mordanschlag, der angeblich auf politische Motive anlaßte wohl die Räuber, von einer weiteren Plünderung abzufehen. Unter Drohungen mit dem Revolver verschwanden sie. MitEin harter Kampf war es, den Jahrzehnte hindurch sozialistische zurückgeführt wird, macht die Polizei folgende Mitteilungen: Am Montag, den 7. Januar, abends gegen 6½ Uhr, wurde im teilung zu ihrer Ergreifung nimmt der Leiter des Raubdezernates, und bürgerliche Frauenrechtlerinnen für die Gleichberechtigung der Hause Oberberger Straße 15 ein burd) 3 mei Schüsse Kriminalkommiffar Berneburg, im Zimmer 80 des Polizeipräsidiums Frau zu führen hatten. Spießbürgerlich- feudale Heuchelei und schwer verlegter Mann von Hausbewohnern aufgefunden. entgegen. Ein nicht minder unerhörter Vorgang, der aber weit niedrige Konkurrenzangst verleiteten die selbstgefälligen Herren der Der Verlegte wurde als der Friseur Johann Rausch festgestellt. schlimmer ausging, spielte sich in der vergangenen Nacht gegen Schöpfung" zu mancher häßlichen Aeußerung ihres Männerstand. Nach den polizeilichen Ermittlungen ist Rausch unter einem Bor- 14 Uhr in Schöneberg ab. Als um die angegebene Zeit der punktes. Ein Beispiel statt vieler. Der deutschnationale Literatur- wand von zwei Personen gus feiner Wohnung herausgefodt 30 Jahre alte Lagerverwalter Georg Fischer aus der Sedanstr. 28 professor Roethe, soeben Rektor an der Berliner Universität, las und im dunklen Hausflur niedergeschossen worden. Die Täter sind in Begleitung zweier Freunde die Kreuzung der Bahn- und Helmtonsequent nicht vor weiblichen Zuhörern. Zwanzig Jahre sind erst nach Abgabe der Schüffe die Oderberger Straße entlang in Rich- ftraße paffierte, gab ein Mann ohne jede Veranlaj. ins Land gegangen, seit dieser teutsche Rede, sobald fein Ablerblid tung Nordbahnhof geflüchtet. Der Mordanschlag ist, wie einwand- fung einen Schuß auf Fisher ab. Die Kugel durchnur eine weibliche Zuhörerin erspähte, schleunigst unter Beifalls. frei feststeht, auf politische Beweggründe zurückzuführen. Rausch, bohrte den rechten Lungenflügel des F, so daß er getrampel der Literaturjünglinge( die Blüte der deutschen Nation, von Barteigenossen erledigt" werden, weil man ihn des Bartei Krankenhaufe geschafft werden. Der Täter ist trok sofortiger Vergetrampel der Literaturjünglinge( die Blüte der deutschen Nation, der selbst der Kommunistischen Partei als Mitglied angehörte, sollte schwer verletzt zu Boden fent. Er mußte nach dem Moabiter jetzige Erzieher höherer Schüler!) den Hörsaal verließ und nicht eher verrats verdächtigte. Als Täter kommen zwei Personen in folgung entkommen, seinen Füß über deffen Schwelle sette, als die gemeingefährliche Stu- Frage, die in kommunistischen Parteikreisen unter dem Namen bentin, begleitet von ebenso wüstem wie geiftvollem Getrampel der Peters" und" Frig" bekannt sind. Peters", dessen Lichtbild angehenden Reserveleutnants, sich aus dem männlichen Heiligtum ent- an den Anschlagfäulen wiedergegeben ist, gilt als Mitglied der ehefernt hatte. Doch: Gottes Mühlen mahlen zwar langsam, aber maligen russischen Tscheka, der sogen. Besonderen Kommission zum sicher. Die Weltgeschichte hat ihr unbarmherziges Gericht abgehalten. Kampfe gegen die Konterrevolution", die allgemein unter der BeSo mancher tönerne Göße liegt gestürzt am Boden... Die Frau zeichnung Mordkommiffion" befannt geworden. ist. Er wird wegen als Lehrerin, Jugendfürsorgerin, Aerztin usm. hat bereits vor dem feiner früheren Tätigkeit Hänge- Peters" genannt. Auf die Ermitte Kriege dem Manne das Felt streitig gemacht. Durch die Weimarer lung der Täter, deren Personalbeschreibung Plakate auf den Anschlagsäulen wiedergeben, ist eine Belohnung von 500 Goldmart Verfassung wurde ihr das passive und das aktive Wahlrecht beschert. ausgefeßt. Auch als Geschworener und Schöffe hat sie vor nicht allzu langer Zeit ihren Einzug im Gerichtssaal gehalten. Nun hat die Frau in ihrem sozialen Aufstieg die höchste Stufe erflommen die des Richter sein dürfens über ihre Mitmenschen. Man möchte In der soeben erschienenen Nr. 8 der vom Statistischen dem Fräulein Cerichtsaffessor„ Ein Glüdauf" zurufen! Ob aber am Amt der Stadt Berlin herausgegebenen ,, WirtschaftsstatistiEnde nicht auch auf dieser ihrer Bahn schon die Forderung des Ehe- fchen Mitteilungen" wird ein bemerkenswerter Berjuch geverzichts liftig lauert oder die Drohung des Beamtenabbaues? macht, dem Begriff der Wetteuerung zahlenmäßig näherzukommen. Es find zu dem Zweck die Kleinhandelspreise der wichNirgends wie vor dem Richtertisch offenbart sich soziales Elend tigsten Lebensmittel in einigen ausländischen Städten, um sie verund Seelennot des einzelnen in seiner ganzen gräßlichen Nacktheit, gleichbar zu machen, für die Vorkriegszeit und für die Gegenwart nirgends wie hier tut mitfühlende Menschlichkeit not. Denn nur durch nach dem jeweiligen Währungsstand in Dollar umgerechnet. Hierdie Liebe kann die Menschheif, kann der sozial franke Mensch ge- nach ist dann die Zu- und Abnahme in Hundertteilen des Vorkriegsfunden. Nirgends wie im Gerichtssaal, mit allzu geringen Aus- standes ermittelt. Das Ergebnis ist folgendes: nahmen, grinft einem die Grimaffe menschenzermalmender Graufam- Lebensfeit entgegen, für die der Richter allein nicht mal verantwortlich zu mittel Brot machen ist. Menschliches Verstehen, mütterliches Mehl Mitempfinden, liebevolles Sichhineinverfenten in ihres Startoffeln gleichen das ist es, was die Frau als Richter in ihre neue Tätigkeit Rindfleisch mitbringen muß. Die Auslegung toter Straforpzeß- und Straf- Butter rechtsnormen möge fie von ihren älteren Kollegen fernen. An Margarine Menschlichkeit möge aber sie ihren männlichen Kollegen ein leuchtendes Buder Beispiel fein. Gerade in diesem Augenblic, wo berufsrichterliche Die Zahlen find in mehrfacher Hinsicht von Interesse. Sie deuten Verblendung sich noch unbeschränktere Vollmachten anmaßt, wird dieses ganz besonders notwendig. Tut fie das nicht, so hat sie ihren Beruf verfehlt. Da wäre sie besser Steinklopferin geworden denn Steine haben keine Herzen, doch aber Menschen. Was die bürgerliche Frau sozial geworden, verdankt sie der Revolution: wofür sie Jahrzehntelang in eigener Ohnmacht gekämpft, fiel ihr als reife Frucht in den Schoß. Mit Arbeiterblut aber war der Boden gedüngt, dem die Saat entsproß. Dem arbeitenden Volfe hat die bürgerliche Frau diese Schuld abzutragen. Das sollte dem Fri. Assessorin ins Stammbuch geschrieben werden. Ihre zukünftigen Kolleginnen fönnen es dann hier nachlesen. Bürgerblockschmerzen. Amfterdam Kristiania Brag End. Sept 23 Mitte Sept.23 Okt.23 +29,1 1,5 +59,2 +46,8 3,4 * Opfer der Glätte. Vor dem Hause Kottbuser Damm 25 tam die 64 Johre alte Witwe Henriette Tiek infolge der Schneeglätte zu Fall und erlitt einen Bruch des linken Beins. Sie fand im Urbanfrankenhaus Aufnahme. Gegen 8% Uhr vormittags glitt vor dem Hause Kaiser- Friedrich- Str. 58a in Charlottenburg die 24 Jahre alte Johanna Warnefroß aus und trug eine Berrenfung des rechten Knies davon. Sie wurde noch ihrer Woh Nov. 23 Ende Juni 23 17. Dez. 23 nung in der Spreestraße gebracht. Gegen den Hausbesizer +10.5 + 33,7ift Strafanzeige erstattet worden, weil er den Bürgersteig 20,0 nicht hatte bestreuen lassen. Diese beiden schweren Unfälle + +14,3 bestätigen die von uns wiederholt gekennzeichneten und ouch 11,1 heute noch nicht behobenen misstände auf diesem 85,2 Gebiet. Wien Berlin 2,7 -25,2 -14,3 -35,7 -32,5 -28,6 -29,4 -38,1 5,3 +5,7-28,9 +70,1+11,4 +44,8+58,4+47,8 +55,6+18,3-19,6-13,2 -20,7+5,7 +56,5+23,7-12,5-15,2-71,1+118,3 Abbau und Wafferhygiene. Wie tief die Abbauabsichten der Regierung in die Tätigkeitsvor allem darauf hin, daß im ganzen tie Teuerung, gemeffen gebiete der Kommunen, der Industrie und der Landwirtſchaft einam Dollar, um jo geringer ist, je schlechter die greifen, zeigte sich gelegentlich einer Versammlung, zu welcher der Baluta, und umgefehrt. So find in Holland, dessen Baluta beseitigung E. B. Berlin hervorragende Vertreter diefer Berein für Wasserverforgung und Abwässer. fich nur unwesentlich verschlechtert hat, die Preise durchweg um die beseitigung E. V. Berlin hervorragende Vertreter dieser Häfte höher als 1913. Auch in Kristiania erscheinen die Breise Kreise ins preußische Wohlfahrtsministerium eingeladen hatte. Nach noch ziemlich erhöht, jedoch nicht im gleichen Maße wie in Amster Landrat a. D. Gerstein und einer daran sich anschließenden auscinem einleitenden Vortrage des Vorsitzenden Polizeipräsident und die Hälfte ihres Bertes gesunken.) In Prag bleiben entsprechend lichen und wirtschaftlichen Bestrebungen auf diesem Gebiete durch dam. Die norwegische Krone ist im Bergleich zum Dollar auf etwa führlichen Darstellung der Wechselbeziehungen zwischen wissenschaft. einer Berschlechterung der tschechischen Krone auf ein Siebentel ihres den Direktor der Anstalt, Geh. Med.- Rat Dr. Beninde, Refe Borkriegswertes die Preise zum größten Teii bereits hinter dem Borfriegsstand zurüd. In gleichem oder noch höherem Maße git rent im Wohlfahrtsministerium, und dem ordentlichen Profeffor an das für Wien, und vor einem halben Jahre waren in Berlin die der Technischen Hochschule Charlottenburg, Stadibaurat Dr. Ing. h. c. Lebensmittelpreise durchweg um ein Viertel bis ein Drittel niedriger Bredffchneider, nahmen zahlreiche Bertreter größe als vor dem Kriege. Für Berlin hat sich dann freilich dieses rer und kleinerer Städte das Wort und betonten, daß sie auch zu Bild infolge der Umstellung auf Goldmartrechnung in den letzten größeren Opfern bereit seien, um die Landesanstalt in ihrem früheMonaten gründlich geändert heute ſtehen die Preiſe in Berlin meiden, wo du erhelten und eine Rüdehr in die Zeiten zu verhinter der prozentualen Erhöhung in Amsterdam zurüd, Friebenstand und bleiben zum Teil faum Abwässer aller Art die Flüffe verunreinigten und ihr Wasser für anstedende Krankheiten vielerorts endemisch waren, Das ist int Grunde nur eine Bestätigung der obigen Regel, and zum Ausdrud gebracht, daß sich auch der Staat feiner Ber hinter der prozentualen Erhöhung in Amsterdam zurüd, die meisten Bwede unbrauchbar machten. Es wurde dabei aber denn durch die Umstellung auf Goldmartrechnung und die Anpassung pflichtungen gegenüber dem öffentlichen Wohle und namentlich der des neuen" wertbeständigen Geldes an den Dollar hat dieses heute öffentlichen Gefundheitspflege, denen die Anstatt mit in erster Linie tatsächlich wie ber das Borfriegsverhältnis zum dient, nicht entziehen dürfe. Die Bersammlung beschloß, eine Re. Dollar, also eine beffere Baluta noch als Holland. Allerdings folution an die Staatsregierung zu richten, in der das zum nur scheinbar, wie wir alle missen; nur die Breise sind leider Ausdruck fommt und die Staatsregierung aufgefordert wird, dafür Wir teilen Ihnen mit, daß es nach wie vor der Wunsch fein Schein, sondern einer„ Edelvaluta" wirdig. Jedenfalls zeigen zu forgen, daß die Landesanstalt ihre ganze Arbeitskraft auch weiter der deutschnationalen Fraktion ist, ein Mitglied der bür die Zahlen, daß die Weltteuerung, mit der man heute gern alles hin auf das Gebiet der Wasser. Boden- und Lufthygiene konzengerlichen Parteien an die Spike der Berjammerklären möchte, nicht zum leeren Schlagwort werden darf, fondern frieren fann, ohne von irgendwelcher Seite unberechtigte und fung zu stellen und, falls bei Erreichung dieses Ziels die einer näheren Untersuchung wert ist. Die Ermittlungen werden vom störende Eingriffe fürchten zu müssen. VSPD. sich vom Vorstand ausschließen sollte, wiederum ein Statistischen Amt der Stadt Berlin auf breiterer Grundlage fortbürgerliches Bureau zu bilden. Dieses Bestreben erscheint wie gesetzt. die Borgänge in der letzten Sigung bewiesen, auch weiterhin gerechtfertigt und geboten. Es wird angezeigt sein, diese Angelegenheit mündlich zu erörtern." Raum haben die Deutschnationalen durch ihren Borstoß gegen die armen Mittelparteien die ganze Herrlichkeit der bürgerlichen Mehrheit im Rathaus ins Wanten gebracht, da versuchen fie auch schon wieder von neuem zu feimen. Offenbar haben sie Angst, daß jetzt nach der Erledigung Casparis der fozialdemokratische Kandidat im ersten Wahlkampf gewählt wird. Sie haben des halb an die übrigen bürgerlichen Fraktionen des Rathauses folgendes Schreiben gerichtet: " P Ausstellung von Qualitätstauben. Zahlreiche Schauluftige hatten sich am Freitagnachmittag in der Brauerei Königstadt versammelt, um die Eröffnung der Ausstellung des Berbandes der Taubenzüchter von Groß- Berlin und der Provinz Brandenburg zu erwarten. Viele der Einlaßbegehrenden tamen von weither und waren fast ausnahmslos Fachleute. Sie hatten wohl mit dem Ankauf billiger mie Dollarstadtkaffenscheine, Goldanleihe ohne Zinsscheine und Tauben, das Paar zu 50 Bf. oder 1 m., und mit ihrer Aufzucht wertbeständiges Notgeld des Freistaats Breußen eingezahlt merden. begonnen, lernten immer mehr zu, wurden durch Leistungen anderer Die mindesteinlage bei den Sparkonten beträgt eine Renten- angesport und brachten schließlich ihre Zucht auf eine bedeutende mart. Für Girofonten beträgt die erste Einzahlung fünf Renten Höhe. Und er sttlasfiges 3uchtmaterial ist in der mart. Die Konten in diesem Berfehr werden provisionsfrei Ausstellung zu sehen. Jeber Züchter und Taubenliebhaber „ Es ist vielleicht ganz nützlich, an dieser Stelle daran zu geführt. Die Rückzahlung erfolgt in wertbeständigen 3ah fommt auf seine Rechnung, denn über 900 Ziere fann man erinnern, daß in dem Wahlkampf um die jetzige Stadtvertretung ungsmitteln. Ueber des Girofonto fann durch Scheck und betrachten. Davon ist jedes einzelne Tier ein Prachtdie Deutsche Bolkspartei fich fehr ernsthaft um das Zustandekom- leberweisungsauftrag verfügt werden. Täglich abrufbare Gin- eremplar feiner Ari, ganz gleich, ob es sich um Huhnscheden, men eines Bürgerblods bemüht hat, daß diese Bemühungen aber lagen werden mit 6 Proz. pro Jahr verzinst; für größere Beträge Malteser, Mönchen, Pfautauben, Stettiner, Berliner, Schönheitsan der unüberbrüdbaren Kluft zwischen Deutschnationalen auf( von 500 Rentenmart aufwärts) werden bei Festlegung auf längere briefer usw. handelt. Die Züchter haben schwere Zeiten hinter sich, der einen, Demokraten und Bentrum auf der anderen Seite ge- Zeit höhere Zinsen vergütet. scheitert sind. Wenn es trobem damals gelungen ist, wenigstens ist es empfehlenswert, von diesen wertbeständigen gutverzinsten gabe an ihre Sache haben sie durchgehalten. Die meniger guten Jm volkswirtschaftlichen Interesse denn das Futter war unerschwinglich teuer. Mit einer großen Hineine bürgerliche Mehrheit zustandezubringen, so ist das zum nicht Anlagemöglichkeiten ben ausgiebigsten Gebrauch zu machen. Die Tiere wanderten in den Kochtopf, und nur die auserlesenen blieben geringen Teil gerade der Deutschen Volkspartei zu verdanken. Spar- und Girofaffen der Stadt Berlin sind zu jeder weiteren Aus- als fefter Stamm zurück. Hieraus fann sich eine ganz vorzügliche Wie Dr. Caspari später in seiner Antrittsrede hervorhob, hat sich funft gern bereit. diefe bürgerliche Mehrheit auch in allen Kulturfragen wenigstens Zucht rekrutieren, wenn nicht gerade der fleine Mann, durch seine bewährt. schlechte Wirtschaftslage veranlaßt, feine Liebhaberei aufgeben muß! Denn nicht nur bei der Taubenzucht, sondern auch bei der KleintierGeld für seine Liebhaberei, wenn es der Allgemeinheit gut geht. zucht spielt der fleine Mann eine Rolle, und er hat natürlich nur Die Sparkasse eröffnet Rentenmarkkonten. Die Sparkasse der Stadt Berlin und ihre Geschäftsstellen er Die Verhandlungen darüber sollen am Montag stattfinden. öffnen auf Antrag Rentenmarffonten. Auf diese Rentenmarktonten Wenngleich ein großer Teil der Presse der Meinung ist, daß haß tönnen außer Rentenmart auch andere wertbeständige Zahlungs jetzt im ersten Wahlgang bereits gewählt werden wird, fann mittel, umgerechnet nach dem amtlich festgestellten Wertverhältnis, man doch auf Ueberraschungen gefaßt sein. Es ist vielleicht nicht unnüz darauf hinzuweisen, daß die 3eit", das Zentralorgan der Bolkspartei, in Abwehr der deutschnationalen Angriffe dieser Tage folgendes schöne Geständnis ablegte: Auch die„ Germania" ist sehr reserviert und versichert, daß das Zentrum mit Absicht feinerlei Erklärungen abgegeben hat. Warten wir also ruhig ab, wie sich die Kulturträger meiter zu blamieren gedenten. Bon Cachen lints" ist, wie der Verlag mitteilt, Nr. 1 infolge Der stürmischen Nachfrage ausverkauft. Ein Nachdruck ist eingeleitet, so daß olle Bezieher die Nr. 1 nachträglich erhalten. Ueberfall in Ost und West. Räubern auf den Inhaber eines Seifengeschäfts in der Hagenstraße Ein ganz frecher Raubüberfall wurde von drei bewaffneten zu Lichtenberg, einen schwer verletzten Kriegsinvaliden, verübt. Die Kerle tamen am Freitagabend furz vor Ladenschluß in Ein Brof 60 Goldpfennige. Gestern vormittag fanden vor der den Laden. Der erste schlug gleich eine Selbstladepiftole auf den Breisprüfungsstelle Berhandlungen statt, die sich mit der Frage der Invaliden an und verlangte das Geld aus der Ladenkasse. Der Herabfezung des Brotpreises befaßten. Es wurde beschlossen, den zweite trat an den Tisch heran, der dritte blieb an der Tür stehen. Brotpreis von 64 Pfennig auf 60 Pf. herabzulegen. Auch diese beiden zogen ihre Pistolen. Als der zweite gerade die Der neue Preis tritt am heutigen Sonntag in Kraft. Zur Aufklärung! Am 15. Januar wird der Inventur- Ausverkauf beendet. Nur bis zu diesem Tage können wir unsere radikal herabgesetzten Räumungs- Preise aufrecht erhalten, denn die Fabrikpreise für Textilwaren sind in dauerndem Steigen begriffen. Wir empfehlen daher dringend, den Montag und Dienstag noch zu billigen Einkäufen zu benutzen. Leipziger Straße 81, am Dönhoffplatz Max Kühl Altes Berliner Spezialhaus für Strümpfe, Grikolagen, Wollenwaren, Berrenwäsche Die Frühjahrsfugendweihen. Unsere Frühjahrsjungendweihen( die für Berlin im Großen Schauspielhaus) finden an den Sonntagen im März, den 16., 23. und 30. statt. Die Anmeldegebühr beträgt 25 Goldpfennige und ist in nachstehenden Verkaufsstellen zu entrichien: Wirtschaft Bessere und billigere Brotversorgung. Jugendfekretariat Groß- Berlin, Lindenstr. 3, 2. Sof, 2 Tr.( Simmer 11, Unter diesem Stichwort äußert sich Genoffe Schumann vom geöffnet von 94 Uhr, Mittwochs und Freitags von 9-7 Uhr); G. Joseph, Bäckerverband zu der im Borwärts" wiederholt behandelten Frage. RM. 21, Wilhelmshavener Str. 48( Laden); A. Sönisch), N. 65, Müller-, Ede Utrechter Straße( Laden); Fischer, N., Bastianstraße( Laden); 5. Mäde, R. 65, Cr fommt bei seiner Darstellung auch auf Berhältnisse in der Kon Barfusstr. 13; Hoffmann, N. 58, Lychener Str. 8( Restaurant); A. Lorena, fumgenossenschaft Berlin und Umgegend zu sprechen. Ich habe mich N. 58, Gleimftr. 56; R. Andersson, N. 31, Stralsunder Str. 19; B. Aroll, R. 65, feither an der Diskussion in der Tagespresse zu dieser Frage nicht Utrechter Str. 21; P. Dölz, NO. 55, Immanueltirchftt. 24( Laden); M. Bartmann, D. 34, Rönigsberger Str. 37( Bader); 2. Wiltshus, D. 34, Petersburger geäußert, muß nunmehr aber einiges bemerfen. Straße 5; B. Güde, NO. 38, Landsberger Allee 45 1; J. Beffe, GO. 36, Glogauer Str. 30. v. IV; B. Lier, SD. 26, Naunynstr. 9( Restaurant); s. Obst, Sack 20,88 bis 21,4 Rilogramm Kohlen verbrauchen und glaubt daSchumann verweift darauf, daß wir in unserer Bäderei, pro R. 39, Aderstr. 174( Baden). Die Anmeldeftellen für die anderen Jugend mit das Argument der Produktion" daß eine größere Kohlenweihen sind nachstehende: Charlottenburg: 3. Hinrichsen, Bayreuther Str. 25a; F. Schmidt, Refinenſtr. 4( Laden); E. Toft. Helmholzftr. 12; A. Birt, Schiller ersparnis durch den Dreifchichtenbetrieb in den Großbädereien Blaz itraße 40. Treptow- Baumschulenweg: W. Gallas, Baumschulenweg, Schrader greifen fönnte, beseitigt zu haben. Sch. verabsäumt festzustellen, ftraße 16 III; B. Bak, ED. 36, Harzerstr. 117, v. III.- Bantow unb 19. Areis: daß wir des Morgens zum Anheizen der Backöfen Kohlen verbrau5. Kluz, Pankow, Lindenpromenade 56; in den Ronfumverkaufsstellen Bankow, Bollantstr. 102 und Berliner Str. 47 und Niederschönhausen, Raiser- Wilhelm- chen, die wir nicht benötigen würden, wenn wir den Dreischichten Straße 79, und Raiserweg 60. Schöneberg, Friebenan und westliche Bor betrieb hätten. Weil die Defen von abends 10 bis morgens 6 Uhr rete: Frau Klawitter, Schöneberg, Apostel Paulus- Str. 7; Betri, Schöneberg, nicht benutzt werden, erfalten sie dermaßen, daß ein besonderer Gbersftr. 70; H. Krüger, Steglis, Siemensstr. 76; 6. Schaubt, Friedenau, Badestr. 9; Frau Ungerer, Wilmersdorf, Hanauer Str. 43( Siedlung); Kohlenverbrauch des Morgens notwendig wird, den wir in unfe: 6. Felgentreu, Lankwig, Charlottenstr. 34. rem Betrieb auf zirka 35 Zentner täglich bemessen müssen. Diese 35 Zentner Rohlen zum Anheizen der Defen könnten im wesent lichen er part werden. Achtung, Mieter! Die Hausbefizer verfuden vielfach für den Monat Ja. nuar bereits einen Gemeinde zuschlag zur Grund. vermögenssteuer von 100 Bros. einzuziehen, obwohl die Erböhung des Zuflages von 33% Broz. auf 100 Broz. von der Stadtverordnetenverfammlung noch nicht befchloffen ist. Die Mieter sind bis zur Beschlußfaffung durch die Stadtverord netenversammlung, die frühestens am Donnerstag diefer Woche erfolgen fann, nur zur Zahlung der staatlichen Grundvermögenssteuer zuzüglich eines Zuschlags von 33% Prqz. verpflichtet. Jeder polizeiliche Bescheid kostet eine Goldmart. Infolge der finanziellen Notlage des Staates ist auch die Polizeibehörde genötigt, so sparsam wie möglich zu wirtschaften. Der Bolizeipräsident hot Deshalb verfügt, daß für jeden Bescheid, der im Privatinter effe auf Gesuche, Anfragen und Anträge von der Polizei erteilt wird, eine Goldmart Gebühren bezahlen ist. Der einfachste Weg, schnell einen Bescheid zu erhalten, ist also der, dem Gesuch an die Polizei gleich 1 m. beizulegen. Hoffentlich hat das auch zur Folge, daß die Auskünfte recht schnell erfolgen. zu Bezirksbildungsausschuß. Seute, 3 Uhr nachmittags, im Renen Theater am 300 Der arme Heinrich, von Gerhart Hauptmann, in befter Befehung. Zuschlag pro Starte 50 Bolbpfennige. Karten noch an Der Kaffe. Sonntag, den 20. Januar, nachmittags 3 Uhr. in der Urania, Taubenitrage, die Märchenfi'me Gänsel und Gretel und Elfenzauber. Karten zum Borzugspretie von 25, 33, 50 und 60 Golb. bfennigen im Bureau des Bildungsausschusses, Lindenstr. 3.- Montag, den 14. Januar, nachmittags 4, Uhr, eigung des engeren Bil dungsausschusses, um 5 or gemeinfame Sigung mit den Db Teuten, um 6 Uhr Beginn der Konferenz. Sämtliche Bildungsausschußmitglieder müssen unbedingt an dieser Sigung teilnehmen. " Es ist beim Zweifschichtenbetrieb nicht möglich, in der zweiten Schicht die gleiche Durchschnittsleistung zu erzielen wie in der ersten, Ein Beispiel: In unserer Bäckerei arbeiten Gruppen von 13 Berfonen, die in der ersten Schicht 42 Defen Brot fertigstellen. Die andere Gruppe stellt in der zweiten, d. h. Nachmittagsschicht, aber nur 39 Defen Brot her. Das tommt daher, weil um 10 Uhr abends in der Bäderei Schluß ist, folglich in den letzten beiden Stunden die Arbeit allmählich abgebaut merden muß. Als dritter, nicht außer acht zu lassender Bunft tommt hinzu, daß der Sauerteig, den man morgens zur Produktion braucht, von abends 10 bis morgens 6 Uhr stehen muß. So tritt ein Berluft von zirfa 1 Broz. ein. heute noch nicht einmal beim Zweifchichtenbetrieb ihre Anlagen Wenn ferner vermerkt wird, daß manche Konsumvereinsleitung poll ausnuten fann und sie infolgedeffen am Dreischichtenbetrieb fein Interesse hätte, so stimmt dies im besonderen für Berlin nicht. Nicht nur in jener Novemberzeit, wo viele Berliner Bäckereien ihren Betrieb einstellten, war die Konsumgenossenschaft froh Anspannung aller Kräfte nicht in der Lage, in der Zeit von morgens bis abends 10 Uhr genügend Brot herzustellen, sondern auch fpäter ging es fo. Sh. müßte auch wissen, daß die Ronsumgenossenschaft Berlin und Umgegend mit Rücksicht barauf, daß fie feit Monaten fast stets an der Höchstrenze ihrer Leistungsfähigkeit ist, von einer befonderen Propaganda für ihr Brot jeglichen Ab stand nimmt, und daß es lediglich eines fleinen Anstoßes be türfte, um dauernd und ständig die dritte Schicht voll in Anspruch nehmen zu können. Gewiß übt auch der hohe Kohlenpreis und die hohe Fracht einen Einfluß auf die Brotpreise aus. Den Abbau in diesen beiden Fällen zu fordern, werden die Konsumvereine genau jo wenta er. lahmen, als fie nachlassen werden, zu verlangen, daß man sie in Für den Notdienst der Berliner Frauen findet beute, Sonntag, abends ihrem Betrieb, genau wie in vielen anderen industriellen Unter8 Ubr, das erste Wohlfahrtskonzert in der Musikhochschule, Charlottenburg, nehmungen, dreimal acht Stunden täglich arbeiten läßt. Bon einer Falanenstr. 1, statt. Mitwirkende: Glifa Kühne( Sopran), Julius Dahlte fiebentägigen Schicht in der Woche hat noch fein Konsumvereins: ( Alavier), Ernst Keppler( Rezitation) vom Schauspielhaus. Eintrittskarten vertreter gesprochen, ebenso auch nicht davon, daß die Nachtarbeit a. 0,60 M. find noch an der Abendkasse zu haben. auf der ganzen Linie eingeführt werden muß; sie wird nur verangi in jenen technisch vollkommenen Betrieben, wo Gewähr ge boten ist, daß die Arbeiter nur alle drei Wochen einmal zur Nachtschicht herangezogen werden. Die Leffing- Hochschule eröffnet ihr neues Borlesungen- Quartal am Sonntag, den 13., mittags 12 Uhr. mit emner Mitglieder veranstaltung, bei der Geb. Reg.- Rat Univ- Prof. Dr. Hans Delbrüd, der ehemalige Herausgeber der Preußischen Jahrbücher, über Bismard sprechen wird. Zu dem Vortrag, der im Plenarsaal des Reichswirtschaftsrats, Bellevuenraße 15, ftattfindet, ist nur eine beschränfte Anzahl Karten für Nichtmitglieder verfügbar. Frofifchäden in deutschen Bergwerken. Nach Meldungen der Rölnischen Zeitung" aus Buer sind auf den Zechen Bergmannsglüd, Scholven und Zweckel sowie auf den Möller und Rheinbaben Schächten und auf den Schachtanlagen Westerholt infolge des Frostes große Betriebsschäden eingetreten. Go find die Gas: maschinen zum Teil zerstört, und der große Gasa: meter der Gaszentrale ist geborsten. Arbeitersport. Eine bescheidene Bilanz. Mirus. Die Rapler Dalhinenfabrit A.-G. Berlin( Mühlen anlagen) befigt unter anderem die folgenden Attiven: Auf was für fdywierige Brobleme er babei gestoßen ist, wird ihm inzwischen aufgegangen sein. Welde damit unlöslich verfettet sind, zeigt der Brief eines verzweifelnden Arbeiters, der uns schreibt: ,, Ende Januar oder Anfang Februar soll im Reichstag oder von der Regierung durch Ermächtigungsgesetz die Aufwertungsfrage geregelt werden. Wenn die Regierung denkt, daß sie die Rechtsprechung zu ihren Gunften beeinflussen kann und die Auf wartungsfrage mit einem Federstrich aus der Welt schaffen will, fo fennt die Regierung die aufgeregte und verzweifelte Stimmung der Gläubiger der Städtischen Sparkasse wie der Staatsschulden nicht Daß ha nur die kleinen Leute um ihr Geld betrogen werden sollen, während die Kriegs- und Invölkerung nicht. Der Städtischen Sparkasse hat doch nur die arbeiflationsgewinnler ihr Geld behalten, versteht die arbeitende Be= tende Bevölkerung ihre Ersparnisse anvertraut. Sie hat ihr Geld vor und während des Krieges eingezahlt. ein sehr großer Prozentsaz sich unter den Arbeitslosen befindet, Da jetzt die arbeitende Bevölkerung in Not gerdten ist und die noch von vor dem Kriege ein Guthaben auf der Sparkasse haben, wäre es angebracht, wenn die Regierung die Aufwertungsfrage beschleunigen würde Die arbeitende Bevölkerung will ihre Spareinlagen zurückerstattet haben, fie läßt sich nicht mehr belügen und betrügen. Die Städtische Sparkasse will ihre Gläubiger noch verhöhnen, indem sie große Platate an ihren Annahmestellen an bringt mit der Bekanntmachung, daß Einzahlungen in Rentenmari gegen 6 Proz. Zinsen angenommen werden. Sie können sich die Stimmung unter den Gläubigern ungefähr vorstellen, welche ihr ganzes Leben lang gespart und sich die Spargroschen vom Munde abgedarbt haben, um im Alter, bei Krankheit und Arbeitslosigkeit einen Notgroschen zu haben, und nun sind sie um ihre Ersparnisse betrogen worden!" Eine kleine Schnapsaffion? Im Nachrichtenblatt der Zentrale des Reichslandbundes finden wir die folgende Aufforderung: An den Reichslandbund sind fortlaufend Beschwerden über die erzwungene Stillegung landwirtschaftlicher Brennereien gelangt. Zu den Verhandlungen mit den zuständigen Reichsbehörden ist es nun für den Reichslandbund von großem Werte, die Gründe zu erfahren, die die einzelnen Mitglieder zur Stilllegung veranlaßt haben. Wir bitten daher die Hauptgeschäftsstellen und Kreisgeschäftsstellen unsere Mitglieder, die Brennereibetriebe haben und genötigt gewesen sind, diese stillzulegen, zu veranlassen, dem Reichslandbunde baldgefl. mitteilen zu wollen, welche Gründe für diese zur Stillegung maßgebend gewesen sind." überall auftauchenden Klagen, daß es der Landwirtschaft an Es wird nicht mehr lange dauern, und wir hören wieder die Schlempe zur Fütterung des Viehes fehle. So schafft man wieder Arbeit für die Schnapsbrennereien. Neuer französischer Bankdiskont. Die Bank von Frankreich hat den Diskont von 5 auf 5% Proz erhöht. " Der Franten seit seine Abwärtsbewegung mit einer von Woche zu Woche sich steigernden Fallgeschwindigkeit fort. Das Pfund, das am Sonnabendmorgen den Kurs von 91 überschritten hatte, wurde an der Börse mit 90,46, der Dollar mit 21,20 notiert. Ruffische Handelspolitik in der Türkei. bekümmern, ob die angewandten Methoden kommunistischen GrundRußland hat in der letzten Zeit, ohne sich sonderlich darum zu fäßen entsprachen, große Anstrengungen gemacht, um seinen Erport nach dem Auslande zu steigern. So ist es z. B. im Laufe des Jahres 1923 zum größten Getreideimporteur für Deutschland ge worden. Biel Aufmerksamkeit schenkte die russische Ausfuhr feit langem dem türkischen Markt, der ebenfalls wie Deutschland für die Den Grundbefiz der Gesellschaft bildet das Grundstüd Aufnahme ruffischen Getreides in Frage femmt. Das Bestreben Berlin N., Prinzenallee 75/76, das eine Größe von rund 8000 Qua- Rußlands zielte dahin, den internationalen Zwischenhandel auszudratmetern mit rund 4300 Quadratmetern bebauter Fläche hat. Das schalten und mit den Großabnehmern in der Türkei in unmittelbare Grundstüd grenzt an drei Straßen mit einer Gesamtfront von fchen Konkurrenz zu brechen, nahm der russische Export wesentliche Handelsbeziehungen zu fommen. Um den Widerstand der ausländi 192 Metern. Die Baulichkeiten bestehen aus einem viergeschossigen Preissenfungen für seine Baren vor. Tennoch erzielte er infolge Hauptgebäude und einem fünfgeschossigen Seitenflügel, welche massiv politischer Widerstände keinen nennenswerten Erfolg. Jetzt scheint und mit fester Bedachung versehen sind. Die übrigen Bauten find endlich eine Benderung eingetreten zu sein. Wie wir aus unterrich teils flache Hollen, teils Shebbauten. teten russischen Kreisen erfahren, sind diese störenden Momente als Das Wert befigt eine eigene Kraftstation, bestehend aus einer erledigt zu betrachten, so daß noch in diesem Monat russische Wa 120 PS- Berbund- Dampfmaschine mit Kondensation und einem ren unmittelbar auf dem türkischen Markt erscheinen werden. Die Seber- und Ringer- Wettstreit des Arbeiter- Athleten- Bundes. 40 PS- Dieselmotor, beide mit eigenem efeftrischen Generator. Die Bedingungen Rußlands für den Handel nach der Türkei sind von Dampfmaschine wird von zwei Reffein gespeist, von denen einer Natur aus sehr günstig. Rußland kann 3. B. Getreide schon acht dauernd in Reserve gehalten wird. Ferner befigt die Gesellschaft Tage nach erfolgter Bestellung liefern. Die Billigkeit der russischen ausgedehnte mechanische Werkstätten für Holz- und Eisenbearbeitung. treides haben selbst Kreise in der Türkei, die den werdenden Han Frachtgebühren und die geringe Verunreinigung des russischen Ge Diese Objekte stehen wie folgt zu Buche: Grundstücke 400 000.belsbeziehungen zwischen den beiden Ländern nicht günstig gesinnt ( Stand vom 30. Juni 1923!), Gebäude 1 M., Maschinen usw. 1 M., find, von dem Nuzen des Güteraustausches mit Rußland überzeugt. Betriebseinrichtungen 1 M., Mobiliar 1 M. Neue elettrische Kraft. Am Freitag abend wurde im WalchenseeAm heutigen Sonntag findet im Moabiter Gefellfchaftshaus, Wiclefftraße 24, der diesjährige Bettstreit im Seben und Ringen, vom Bantam bis zur Schwergewichtsklasse, statt. Da über 200 Meldungen eingelaufen find, und die besten Heber und Ringer Berlins daran teilnehmen, fo ift ben reun den der Schwerathletik ein guter Sport geboten. Bon den bekannten Hebern find zu nennen: Belling( Nordwest), Scheurig( Nordwest), Rehe( Lichtenberg), SBalfom( Spandau), Batschouter( Tegel), Steindor( Siegfried). Ringern erwarten wir folgende in Front: Droas( Berolina), Seelenbinber Bon den ( Berolina), Shintowsti, Novad Ragtowski( Nordwest), Will Baul( Siegfrieb 09), Werth( Lurich 02), Henschel und Alen( Berolina). Die Rämpfe nehmen um 9 Uhr vormittags ihren Anfang. MSB., Hockey. Schiedsrichter- Ausbildungskursus am Montag, den 14. Ja eine werden gebeten, dafür Sorge zu tragen, daß fämiliche in der Ausbildung nuar, abends 8 Uhr, bei Berner, Senefelberfir. 32. Die Hoden( pielenden Ber begriffenen Sportgenoffen erscheinen. Wir haben nichts gegen gesunde Reserven. Heuchelei ist es aber, wenn angesichts solcher Bilanzen der Arbeiter zum Hungern Wert der Probebetrieb der ersten Turbine( 24 000 PS) im Anschluß verurteilt wird, weil die Unternehmer angeblich seinen Lohn nicht an die Füllung der Druckrohre aufgenommen. Damit ist ein wichdie Industrie Opfer bringen wolle. mehr zu tragen vermögen. Es wird doch immer behauptet, daß auch tiger Abschnitt im Entstehen des in seiner Größe und Eigenart auf dem Kontinent einzigartig dastehenden Werkes erreicht Die Versuche An den Bilanzen, die diese Be- erfolgten bis jetzt ohne Störung. Ale Teile der Hochdruckanlagen lastung doch ausweisen müßten, ist merkwürdigerweise davon nichts funktionieren fachgemäß. Nach der Durchführung weiterer Ber zu erkennen. fuche wird die Kraftabgabe an das Bayernwert beninnen. Das Bayernwert felbft, die über ganz Bayern fertiggestellte. HochspanDie Not der alten Sparer. nungsleitung, hat in der Nacht zum 11. Januar mit seinen schon seit Geschäftliche Mitteilungen. Vor einer neuen Forderung? Während alle Welt auf weiteren Preisabbau Der Herr Reichsfinanzminister beschäftigt sich seit Wochen mit Mitte Dezember betriebsfähigen 100 000- Bolt- Anlagen die Uebermartet, steigen die Fabrikpreise für Tertilwaren in erfchredendem Maße. Das der dritten Steuernotverordnung, die der Schlußstein ber gold- tragung der bei den Lech- Elektrizitätswerken in Augsburg überPublikum sollte daher die beiden legten Tage des Inventurausverkaufs bei der betannten Firma Mar Aühl, Leipziger Str. 81, am Dönhoffplay, noch benutzen. papiernen Steuerreform des Kabinetts Marg werden soll. Dabei schüssigen Wasserkraftenergie mit einer Leiſtung von 3000 KiioStehe heutiges Inserat. hat er auch die Frage der Hypothefen aufwertung angeführt. watt zum Großkraftmert Franken bei Nürnberg aufgenommen. Den Rodler freut nach Eisu Schnee Stets aus Quieta ein Kaffee! Quieta Köstliche Mischungen mit Bohnenkaffee Marken- Zigaretten Saba Moslem, Zuban, Blaukopf. Reemisma. Pteo, Batscharl, Wenesti, Privat, Klasse usw. Zigarren Rauchtabake Waterküken, 100 Gr. 60 Pl kaufen Sie am billigsten bei Heus Schönhauser Straße 9 Paul Lehmann, an der Rosenthaler Strate Spezial. lehand. Orientalische Zigaretten! zu 12, 15, 18 pro Mille Zigarettenvertrieb L. 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Mit Stolz betonten wir, daß die Sozialdemofratie die Trägerin der Arbeiterwohlfahrt sei, und wir haben uns nie beleidigt gefühlt, wenn man von der„ Sozialdemokratischen Arbeiterwohlfahrt" sprach. Sonntag, 13. Januar 1924 ratungsstelle der Arbeiterwohlfahrt" oder zur Vertrauens verstand uns nicht überall, witterte eine Ueberorganisation, genoffin des Bezirks, sie weiß, daß es nicht vergebens ist, weiß meinte mit einem gewissen Recht, daß es doch wie bisher ohne auch, daß ihr die Hilfe in kameradschaftlichem Geist zuteil wird Organisation auch ginge. Es war keine Ablehnung der soziaund daß fie Gelegenheit findet, diese Hilfe einmal zur ge- len Arbeit an sich, die tat man ja längst. Wir konnten ab gebenen Stunde durch eine Leistung für die Schicksalsgenofjin warten, weil wir wußten, daß unser Streben der Idee des und ihre Kinder wieder abzutragen. Sozialismus diente und weil der Organisationsgedanke reif Die Arbeiterwohlfahrt" ist in starkem Maße auf die war. Still und fachlich haben wir die Arbeit getan, haben Selbsthilfe eingestellt. Wieviel Wohlfahrtsstunden haben die unsere Kräfte auf dem Gebiet in den Dienst der Allgemeinheit Bergarbeiter im Ruhrgebiet und in Schlesien gefahren, um gestellt. Und sind gut dabei gefahren. Jetzt aber ist es Zeit, den Kindern der Arbeiterschaft Gutes zu tun. Selbstlos, nicht daß wir unseren Anhängern und Freunden, daß wir dem auf eigenen Ruhm bedacht, haben sie das Geld den Stadtver Land etwas von uns erzählen. In der tiefsten Not richtet sich waltungen zur Verfügung gestellt, wenn sie nur die Sicher der Blick des arbeitslosen Familienvaters, der nicht Brot heit hatten, daß es den gewollten Zweck erfüllte. Wie könnten schaffen kann für seine Kinder, unwillkürlich hilfesuchend und bestimmte Industriekreise wie Waldenburg, Spremberg, vertrauend auf diejenigen seiner Klaffengenossen, denen es Sprottau, Kalau, Luckau, viele Landkreise Westfalens ihre noch leidlich geht. Und wenn er auch aus eigener Erfahrung Kinderheime und andere Einrichtungen erhalten und aus weiß, daß diese Hilfe nur gering, niemals ausreichend sein daran genommen hätte! Was hier in einer vierjährigen heuer viel, wenn ihm bewiesen wird, daß er von den Freunden bauen, wenn nicht die Arbeiterschaft so regen Anteil fann, so bedeutet es für den Verzweifelnden doch schon ungeBlatt zusammendrängen. Ein starker Fleiß und ein großes Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde, an die Deffentlichkeit intensiven Arbeit geleistet wurde, läßt sich nicht auf einem nicht vergessen wurde. Deshalb sind wir, zusammen mit der Verständnis für die sozialen Nöte der eigenen Klasse und getreten, um gemeinsam mit der Vertretung des besetzten Gemer gehört nicht zur Arbeiterschaft?- find nötig, um diese bietes alle Kreise des In- und Auslandes zur Hilfe aufzurufen, Opferfähigkeit in materieller und ideeller Hinsicht zu be die unser Streben unterstützen wollen. weisen. Wie wären wir zur Anerkennung und zu einem fo guten Zusammenarbeiten mit den Gemeinden ge fommen, wenn wir nicht neben dem guten Willen auch Kennt nisse mitgebracht hätten! Die Ideologie, daß zur sozialen Arbeit nur das gute Herz und die Zugehörigkeit zur besiglosen Klaffe gehört, hat nur noch ganz wenige Vertreter in der Die Erwartung, die wir bei der Gründung der Arbeiter- Arbeiterschaft. Das ist uns allen hart genug eingehämmert wohlfahrt hegten, hat uns nicht getäuscht. Ein Heer von Ge- worden, daß zur Ausführung jeder Arbeit die entsprechenden noffen und Genofsinnen steht heute über das ganze Reich ver- Kenntnisse nötig sind. Bogegen wir uns immer wehren, streut im Dienst der Arbeiterwohlfahrt". Wir ist nur, daß alles schulmäßig geschehen und abgestempelt mer zählen neben den 32 Bezirksausschüssen 1200 Ortsausschüsse. den muß. Heute, in der ganz furchtbaren akuten. Not des Lebendige Arbeit von Mensch zu Mensch wird da Volkes, stehen wir mit unserer Idee von der Selbsthilfe des geleistet. Jede Genossin, die in der Arbeiterwohlfahrt tätig Wolfes, mit dem Grundsaß, daß die Arbeiterklasse nicht nur ist, fennt ihre Straße, ihren Wohnbezirk oder ihren Wohnort Objekt, fonden auch Subjekt der Wohlfahrtspflege und Fürund die darin wohnenden Menschen, oder sie lernt sie durch sorge sein will, mitten im Strom einer Gedankenrichtung. die Arbeit kennen. Nachbarschaftshilfe, wir haben sie geleistet und propagiert, wenn wir auch andere Namen dafür hatten. Wer aber sind die, denen die Hilfe zugute kommen foll? Sehr einfach, es ist der notleidende Mensch, der Mann, die Frau, vor allem das Kind, das sich nicht wehren kann gegen Die Not des Lebens. Nur den Arbeitern? Gilt Ihre Sympathie und Hilfe auch dem Mittelstand, den Geistesarbeitern? wurden wir oft gefragt. Ach, daß man sich über den Begriff des Mittelstandes erst verständigen muß. Wir tun die felbft gewählte Arbeit um der Sache willen und dienen damit den Geistesarbeitern und dem verarmten Handwerksmeister und Rentner so gut wie den arbeitslosen Industriearbeitern. Was haben wir jetzt? Durch die Inflation des letzten Jahres hat sich die Berarmung weiter Boltsschichten rapid weiter entwickelt, die Verstärkung der Unterernährung, besonders der Kinder, ist eine unbestrittene Tatsache. So trifft der harte Winter und die Arbeitslosigkeit schon zermürbte Menschen und vergrößert ein schon vorhandenes Massenelend, gegen das die Jahre hindurch mit unglaublicher Zähigkeit an gefämpft worden ist. Aus der Partei. Es geht dennoch vorwärts! Biele Leute reden von der Arbeiterbewegung nur noch als von einer erledigten Macht. Wie widersinnig diese Auffassung ist, beweist am trefflichsten die Entwicklung, die die sozialistische Ar. beiterpreffe in den legten Monaten auf dem flachen Lande genommen hat. Es fönnen hier nicht weniger als fieben zum größten Teil erst fürzlich gegründete Zeitungsorgane genannt werden. So ist in Spandau die Brandenburgische Land poſt" erschienen, während in Magdeburg Die Landpost", in Halle„ Der Land. bofe" und in Erfurt Wald und Feld" gegründet wurden. In Süddeutschland ist man zu der Herausgabe der Süddeutschen Landpost übergegangen. Diesen Organen gefellt sich„ Der Landbote" in Liegniß und„ Der Eilbote" in München zy. " 1 bestimmt und werden im engsten Einvernehmen mit den GeschäftsAlle diese Organe sind ausschließlich für die Landbevölkerung stellen des Deutschen Landarbeiter- Verbandes herausgegeben. In einigen Fällen wird die Gemeinschaftlichkeit des politischen und gewerkschaftlichen Wirkens dadurch hervorgehoben, daß man den Untertitel„ Mitteilungsblatt des Deutschen Landarbeiter- Berbandes" eingefügt hat. Die Helferinnen tragen der Leiterin die Kunde zu, wenn in einer Familie materielle oder seelische Not eingefehrt ist. Hier ist ein tuberkulöjes Kind, die Eltern erkennen die Gefahr nicht oder sind hilflos, dort quält sich eine alleinstehende Frau, die Kinder zu versorgen hat, erfolglos ab. In einer anderen Familie herrscht die graue Not ums tägliche Brot, dazu tut der Bube nicht wie er soll, ist schwer erziehbar, er war vielleicht den Gefahren der Großstadt nicht gewachsen und soll nun in Für forgeerziehung. Man fommt in Familien und erschricht vor der Größe der Berarmung. Sehr viel stille und emfige Arbeit ist Die hilfsbereiten Schichten des Auslandes, denen do nötig. Die Genoffinnen fennen die Wohlfahrtsgefeße, die wir als Bolt nun seit Jahren für die Hilfe zu Dank verpflichtet Hilfseinrichtungen der Stadt und sind auf dem Wohlfahrts find, fragen immer wieder: Was tut Deutschland und Jugendamt zu Hause. Wissen fie in einem Fall feinen felbft? Run, wir tönnen ihnen fagen, soweit die organiRat, ist immer jemand da, mit dem sie darüber sprechen fierte Arbeiterschaft felbft in Frage tommt, arbeitet sie mit fönnen. Ganz besonders schwierige Fälle werden in den Zu- j 3ähigkeit und Opfermut gegen ihren eigenen Untergang. zu bringen, sie dienen vor allem dazu, ein Gegengewicht gegen die fammenfünften durchgesprochen. Die Arbeiterfrau, die in Gewiß, die Arbeiterwohlfahrt" hatte zu Anfang auch ihrer Bedrängnis nicht ein und aus weiß, geht gern zur Be- gegen Mißtrauen in den eigenen Reihen zu kämpfen. Man zu sein. Die genannten Drgane, die einige Male in der Woche erscheinen, zeichnen sich durch einen niedrigen Abonnementspreis und eine flare, volkstümliche Schreibweise aus. Sie sind somit nicht nur ein ge eignetes Mittel, um die Landbevölkerung den Tagesereignissen näher fast ausschließlich im reaktionären Sinne arbeitende Kreisblattpresse In der Morgenstunde 529 gus gesch Hemdflanelle gestreift .p. Met. 65 Pl. 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Ueberall, wo man die Lichtquelle nahe an die Arbeitsstätte h ranbringen kann, wie bei Schreibtischlampen, Zugampeln uff. genügen 50terzige Brenner dem Zwecke vollauf. Begnügt man sich doch ber Petroleumlampen und elektrischem Licht häufig mit weniger als der Hälfte der Lichtstärke In Schlafzimmern, Küchen, Badezimmern. Fluren usw, wo der Lichtbedarf geringer ist als in Arbeitsräumen, reichen 30terzige Brenner auch für Räume von größeren Abmessungen vollkommen aus. Nur wo in Wohnräumen abends sich die Familie um den gemeinsamen Tisch versammelt um sich mit Sandarbeiten, Lesen, Schreibarbeiten usw. zu beschäftigen, und wo nur eine einzige über dem Tische verhältnismäßig hochbängende Lampe zur Verfügung steht, die womöglich noch mit einem Stoffbehang ausgerüstet ist und störende Schatten auf die Arbeitsstellen wirft, sollte man bei den hochterzigen Gasbrennern bleiben. In allen übrigen genannten Fällen ist aber eine Auswechselung der größeren Brenner gegen kleinere Typen, oder ihre Umänderung in solche, dringend anzuraten. Die Ausgaben dafür sind verschwindend gegenüber der Ersparnis an Gasverbrauch. Die Gasbetriebsgesellschaft ist gern bereit, ihre Kundichaft mit fachmännischem Rate zu unterstützen. Sie verkauft in ihren Laden und Geschäftsstellen die erforderlichen Teile und ändert ihren Abnehmern die Gasbrenner in geeigneter Weise gegen Ersatz der Selbstkosten um. Stehende Brenner sind zu dem Zwecke am besten mitzubringen. Gasbetriebsgesellschaft, Aktiengesellschaft Berlin S 42, Git ciner Straße 19 Geschäftsstellen: Gitschiner Straße 19 Ho zmarttstraße 25-30 Scharrenstraße 11-13 Gleditschstraße 47 Schönebg., Torgauer Str. u. 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Neukölln. 7 Uhr bei Wolf, Raiser- Friedrich- Str. 173, Sigung der Funktionäre. Erscheinen aller, auch der Gruppenführer, unbedingt er. forderlich. Jadie, der fleine tapfere Held", einer dieser hübsch aufgemachten amerikanischen Filme, in deren Mittelpunkt der Allerweltsliebling Jadie Googan steht, erlebte im 1.2. Nollendorf unter starkem Beifall seine Uraufführung. Man hat es mal wieder ganz hervorragend verstanden, das Kind mit der großen schauspielerischen Begabung in das richtige Licht zu setzen. Das Manuskript handelt von den Erlebnissen eines Waijentindes. die Benuzung literarisch wertvoller Stoffe, die Schlichtheit und Bornehm schwarzer Gegenspieler auch sehr für sich einzunehmen weiß, erlebt in dem Die Größe und Unberührtheit der Natur, die Echtheit der Menschen, Man sieht eine tönlich beobachtete Waisenhaus zene, bei der Jadies fleiner 108. Abt. Köpenid. 7 Uhr im Jugendheim, Grünauer Str. 4, Vortrag der heit der Darstellung und nicht zuletzt eine meisterhafte Regie und Photo- wenig friedlichen Heim, in das Sadie gerät, die übliche Steilerei und dann graphie find immer noch die Vorzüge der Schwedenfilme. Die Herren den beglüdenden Abschluß. Ohne Keilerei und ohne einen wirklich guten hoisage von Maurig Stiller nach dem bekannten Lagerlöf Schluß tun es die Amerikaner bekanntlich nicht, und beides wurde schon Roman bearbeitet( Uraufführung im Marmorhaus), befräftigt alle diese ofterprobten Eindrüde. Der Stoff ist für die Filmbearbeitung außer nachgerade ebenso deutscher Geschmad Jaaie zu sehen, ist eine wahre ordentlich geeignet, da er Sagen- und Märchenhaftes in die realen Vor- Freude, dieses interessante Mienenspiel, diese schönen Augen und dieses Anziehende in den Bewegungen. Desgleichen macht ein vorzüglich dressierter gänge mischt, die ans Wunderbare grenzende Erlöserrolle eines jungen Hund seine Sache über alles Lob erhaben. Unsere Leute vom Bau tönnen Mädchens bietet, die den jungen Erben des Herrenboies aus seinen Birr niffen befreit und den Konflift mit der Mutter überbrüdt, und eine Mischung von der geschidien Aufmachung dieser Filme lernen, denn sie wirken unter von Tragik und Humor enthält. Die große schwedische Natur im Nordenhaltend und belustigend, und gegen fie verblagt alles, was in der deutschen mit dem phantastischen Zug einer Riesenrenntierherbe, die unter Führung tags fabrikation irgendwie belustigend wirken soll. des Leittiers durch die winterliche Landschaft raft, ist bezwingend und fortreißend. Das Schicksal der Menschen ist in die Landschaft nicht hinein Tomponiert, sondern aus ihr herausgestaltet. Mensch und Landschaft bilden wirklich noch eine Einheit. Marie Johnson entzüďte als das reine Mädchen, das durch seine Liebe und strablende Anmut alles bezwingt. Einpräglam auch der junge Erbe des Einar Hannson. Der Erfolg war hervorragend, man flatschte bei offener Szene und mit Recht. Weit ist der Weg von einem solchen Svenska- Film zu dem spannenden Luſtipiel, das gleichfalls nach einem nordischen Stoff bearbeitet ist. Grant Heller, der unvergleichliche Detektiv- Humorist, hat die Borlage geliefert zu den Finanzen des Großherzogs"( Ufa- Palast am 300). Diefer Großherzog ist natürlich ein reizender junger Mann, der aus seinen drückenden Schulden und der von fremden Kapitalisten angezettelten Berschwörung seiner Untertanen er wäre beinabe gebenkt worden durch die toll in ihn verliebte russische Großfürstin befreit wird. Das Ganze ist ein Ult, aber es ist so charmant und wikig gemacht, daß man dabei die Unmöglichkeiten der Voraussetzung vergißt, um so mehr da Alfred Abel alle seine Reize als Amateurdetektiv spielen laffen und seine ganze Liebenswürdigkeit und Pfiffigkeit aufbieten fann. Ihm zur Seite Harry Liedtke ( Großherzog), Mady Christians( die unternehmungsluftige Großfürstin), Hermann Ballentin und der fürzlich verstorbene Guido berzfeld( als Großschieber). Rauter prachtvolle Leistungen. Das Ganze spielt im sonnigen Süden irgendwo an der Küste der Riviera, der Zauber einer mittelländischen Insel mit ihren teils echten, teils gefchickt angelegten Bauten tut sich auf und gibt der Operette einen entzüdenden Rahmen. In Richard Oswalds Lichtspielen wurde eine Bearbeitung des Don Juan vorgeführt. Trotz der Mozartschen Mufit und trop einzelner guter darstellerischer Leistungen und dem guten Herausarbeiten spanischen Milieus ließ der Film ziemlich fall, die Dämonie eines Büfilings fam nicht heraus und die als Bision behandelten Bilder, die symbolisch Don Juans Rolle als Frauenverbraucher andeuten, und die in gleicher Art an gelegten Szenen mit dem toten Komtur hatten nichts Dämonisches. d. „ Das närrische Paradies". Es ist etwas Geigenes mit diesen amerika. nischen Filmen; es ist unmöglich, ihnen nur fritisch zu naben. Entwaff nend sehr oft das primitiv fitschige der Jdee, das Grotest- Kindliche in der Führung der Handlung. Der Baramount- Film Das närrische Paradies", den die Deulig in der Alhambra, Surfürstendamm vorführt, gehört zu dieser Art. Trotzdem wird man von den Dingen, die sich da zwingend vor einem abwideln, nicht losgelassen. Fabelhaft, wie diese Handlung, von dem Blinden, der die Nichtgeliebte als das Jdeal seiner Träume heiratet, fie perläßt und nun als Geliebte fucht, bis m ihre legten Konsequenzen durch geführt wird, wie bis in fleinfte Einzelbeiten alles mit einer Sauberfeit gearbeitet ist, die mit vielem aussöhnt, was uns sonst Mißvergnügen bereitet. Das Technische ist über alles Lob erhaben, gibt starfe Bilder und phantastisch Zauberhaftes, wie es Leute verlangen mögen, die eben nichts als„ fehen" wollen. Vorher läuit in der Alhambra ein Forfium Das berliebte Seebad⭑ luftiger Blödsinn, zur Augenhaz auf die Epige getrieben. " K. Groß- Berliner Parteinachrichten. Vorständekonferenz e. b. Jungsozialisten. Gruppe Weißenfee: 7½ Uhr im Lehrerzimmer der weltlichen Schule, Wörthstr. 23, Bortvag: Pestalozzi und die neue Erziehung". Refe rent Genosse Oberlehrer Griesch. Gäste willkommen. Frauenveranstaltungen am Dienstag, den 15. Januar: 2. Areis Tiergarten. 7½ Uhr Funktionärinnensitung bei Eisfelder, LeffingStraße 33. 14. Areis Neukölln. Frauenkonferenz 7 Uhr in der Vorwärts"-Spedition, Nedarstr. 2. Erscheinen aller Funktionärinnen des Kreises Pflicht. 20. Abt. 7 Uhr bei Nuelius, Drontheimer Str. 21( Baden). Thema: Die Frau und der Sozialismus". 33. st. 7 Uhr im Konferenzzimmer der Schule Hohenlohestraße, Bortrag: ,, Die Frauen und die Reichstagswahlen". * am Mittwoch, den 16. Januar, abends 7 Uhr, in den Musikerfälen, Kaifer- Wilhelm- Str. 31. In dieser Konferenz muß jede Abteilung 121. Abt. Karlshort. Mittwoch, den 16. Januar, 7 Uhr, Mitgliederversamm vertreten sein. Die Kreisvorsitzenden treffen sich eine Stunde früher an derfelben Stelle. * 9. Kreis Wilmersdorf. Die Uraniavorstellung findet heute, Sonntag, nach. mittags 3 Uhr, statt. 18. Kreis Weißenfce. Karten für die Borstellung im Neuen Theater am 800 für Sonntag, den 13. Januar. find beim Genossen Heiml, Gäblerstr. 7, zu haben. 1. Kreis Mitte. Montag abend 7 Uhr im Bezirksamt, Klosterftr. 68, wichtige Gigung der Stadt und Bezirksverordneten. 13. Kreis Tempelhof- Mariendorf. Montag, den 14. Januar, 7% Uhr, Fraktionsfigung mit der Kommunalen Kommission im Rathaus, Zimmer 26. Mittwoch, den 16. b. M., Bezirksversammlung. 14. Streis Neukölln. Kommunale Rommiffion, Arbeiterwohlfahrts- und Kinder. schngkommission: Montag, den 14. d. M., 7 Uhr, Bollversammlung im Sigungsfaal der Bezirksversammlung, Ledigenheim am Brunnenplag. Referent Genosse Stadtarzt Dr. Druder: Die Gesundheitszustände in unferem Bezirk". 19. Arcis Pantow. Montag, den 14. Januar, im Rathaus, 8immer 17, erweiterte Fraktionssigung. Rein Genosse darf fehlen. 12. Kreis Steglig, Lichterfelbe, Lankwig. Dienstag, den 15. Januar, 7½ Uhr, im Rathaus Stegliz, Fraktionssigung. Sämtliche Stadt- und Bezirks. verordneten und Bürgerdeputierten müssen erscheinen.( Etatsberatung.) 11. Kreis Echöneberg- Friedenau. Der Bildungsausschuß der Abteilung Frie Denau veranstaltet am Sonnabend, den 19. Januar, 7% Uhr, in der gut geheizten Aula der Gemeindeschule, Friedenau, Offenbacher Straße, unter fünstlerischer Leitung von Dr. Ernst Joll einen Luftigen Musitabend". Eintrittspreis 1 M. Rarten find zu haben bei Rudbeck, Odenwaldstr. 26, und Knobloch, Schöneberg, Gothenstr. 23. Heute, Sonntag, den 13. Januar: Jungsozialisten. Gruppen Treptow, Süben und Friedrichshain: 7 Uhr in der Sozialen Arbeitsgemeinschaft, Am Ostbahnhof 47, Seimabend. Morgen, Montag, den 14. Januar: 22. Abt. Kommunale Kommiffion: 7 Uhr Sigung im Ledigenheim, Schönstedtftraße 1, Gigungsfaal. Teilzunehmen haben alle Genossinnen und Ge. noffen, die in städtischen Ehrenämtern tätig sind, sowie die Stadt- und Bezirksverordneten. 44. Abt. Die Funktionärtarten für 1924 tönnen gegen Rüdgabe der alten abgeholt werden, ebenso die bestellten Bücher Kinderland" bei Eichberg, Oranienftr. 179, Quergebäude 8 Tr. 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Januar, vormittags 9½ Uhr, im Krematorium Gerichtstraße. 82. Abt. Steglig. Die Genossin Helene Below, Albrechtstr. 67, ist verstorben. Beerdigung Dienstag, den 15. Januar, nachmittags 2½ Uhr, Friedhof Bergstraße in Steglig. Jugendveranstaltungen. Heute, Sonntag, den 13. Januar: Buchholz: Besuch des Museums für Meereskunde. Treffpunkt 29 Uhr Bhf. Blankenburg. Friedrichshagen: Nachmittagsausflug. Treffpunkt 1 Uhr Bahnhof. Karlshorst: Besuch der Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt. Treffpunkt 9 Uhr Bhf. Karlshorst. Steglig I und II: Arbeitsgemeinschaft von 3-6 Uhr im Heim, Albrechtstr. 46. Werbebezirk Kreuzberg: Nachmittags 5 Uhr im Jugendheim, Lindenstraße 3, Lilieneron- Abend. Werbebezirk Neukölln: Vormittags 10 Uhr im Jugendheim, Rogatftraße 53, Funktionärsigung. Bortrag: Was ist Sozialismus?" Werbezirk Ostbahn: Besuch der Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt. Treffpunkt 210 Uhr Bhf. Stralau- Rummelsburg. Ernst- Toller- Abend um 6 Uhr im Jugendheim, Barkaue 10. Ortsausschuß für Jugendpflege Neukölln. Sonntag, ben 13. Januar, Besichtigung des Museums für Völkerkunde. Treffpunkt vormittags 49 Uhr vor dem Museum, Berlin SB., Prinz- AlbrechtStraße, Ede Königgräger Str. 120. Morgen, Montag, den 14. Januar, 72 Uhr: Norben: Schule Putbuser Str. 3, Vortrag: ,, Entstehung des Handels". Ortsausschuß für Jugendpflege Neulöln: 8 Uhr in der Rathenau- Schule, Boddinſtr. 34, Liederabend bes Altmeisters für Lautentunst Robert Rothe München und Lies Engelhardt. Eintrittskarten für Jugendliche von 30 Pf. und für Erwachsene von 1 M. find am Saaleingang zu haben. Damen- Spangenschuhe Ia R'Chevreaux, moderne Formen, mit hohem und niedrigem Absatz, ganz besonders bill. 875 Damen Halbschuhe prima Chevreaux, neueste spitze Formen, mit hohem Absatz, extra billig, soweit Vorrat 950 2006 Damen Halbschuhe prima schwarz Chevreaux u. Boxcalf, zum Schnüren, schöne mod. Form., mit eleg. Absätz. 100 Damen- Schnürstiefel prima echt Boxcalf, mit und ohne Derbyschnitt, echt. 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