Nr.35 41.Jahrgang Ausgabe A nr. 17 Bezugspreis: Böchentlich 85 Goldpfennig ootans zahlbar. Unter Kreuzband für Deutsch land, Danzig, Gaar- u. Memelgebiet, Desterreich, Litauen, Luxemburg wochentlich 1,20 Goldmart, für das übrige Ausland 1,45 Goldmart pro Woche. Kreuzband endungen nur gegen werts beständige Rahlung. Boftbezugspreis für Februar 4- Goldmart Der Borwärts" mit der Sonntags. beilage Boll und Zeit" u.„ Siedlung und Kleingarten", sowie der Unter haltungsbeilage Heimwelt" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialbemotrat Berlin Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 130 Milliarden Anzeigenpreise: Die einfpaltige Nonpareille. geile 0,70 Goldmart, Reklamezeile 3,50 Goldmart. Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 0,20 Goldmart( aulässig zwei fettgedruckte Worte), jebes weitere Wort 0,10 Goldmart. Stellengesuche das erfte Wort 0,10 Goldmark, jedes weitere Wort 0.05 Goldmart. Worte über 15 Buchstaben zählen file zwei Worte. 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Er hob hervor, daß er die englisch- amerikanische Schuldenfrage geregelt hätte, er habe ferner während einer Zeit ärgster Schwierigkeiten die Entente mit Frankreich erhalten, den Vertrag mit der Türkei abgeschloffen und die Tangerfrage fruchtbar gelöst. Vorwärts- Verlag 6.m.b.H., SW 68, Lindenstr.3 Postscheckkonto: Berlin 375 36 Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depositenkasse Lindenstraße 3 Brauns gegen Luther. Die Löhne in der Privatindustrie. Der Reichsarbeitsminister hat auf das Schreiben des Reichsfinanzministeriums, das wir im gestrigen Abendblatt es London, 22. Januar, 12 Uhr 5 min. nachts 1 Uhr daß, soweit diese Besorgnisse begründet sind, meine Partei ihr veröffentlichten, folgende Antwort erteilt: Berliner Zeit.( Eigener Drahtbericht.) Die Abstimmung über Bestes fun wird, um sie zu lindern und zu beseifigen. ,, Von dem Inholt Ihres Schreibens vom 14. Januar 1924 den von der Arbeiterpartei eingebrachten und von den Libe- Der Generalstaatsanwalt Sir Douglas Hogg sprach als- I B 1138- habe ich Kenntnis genommen. Ich verkenne feinesralen unterstützten Mißtrauensantrag ergab folgen- lehter Redner und sagte hinsichtlich der auswärtigen Politik: Als wegs die Bedeutung der Lohn- und Gehaltszahlungen des Reichs des Resultat: die Regierung gegen die französische Ruhrinvasion pro- und der Länder für die gesamte Lohngestaltung. Gleichwohl halte testierte, hatte sie die Wahl zwischen der Aufrechterhaltung der ich es nicht für möglich, einen allgemeinen Grundsfag des Inhalts freundschaftlichen Beziehungen mit Frankreich und der Aussicht auf oufzustellen, daß die Löhne und Gehälter der Privatindustrie reich. Indem wir unsere freundschaftlichen Beziehungen zu Frank- gehen dürften. Die Löhn: und Gehälter werden sich, von den Leeine spätere Lösung der Probleme oder einem Bruch mit Frant- über die Zahlungen der öffentlichen Arbeitgeber nicht hinausreich aufrechterhalten haben, haben wir das unmittelbare Ergebnis benshaltungskosten abgesehen, stets in erster Linie nach den besonerzielt, daß wir in die Lage verseht wurden, die Mitarbeit der Ver- deren Verhältnissen und Möglichkeiten der einzelnen Industrie- und einigten Staaten herbeizuführen, so daß die Sachverständigenaus- Gewerbezweige richten müssen. Gerade in der eugenblicklichen Zeit, schüsse eingesetzt werden konnten, die schließlich einen deutlichen wo auch nach Ihren Angoten die Bezüge der Staatsbediensteten Schritt auf dem Wege zur Lösung der Reparationsfrage bedeuten leider unerwünscht niedrig sein müssen, würde es im und Deutschland die Möglichkeit geben werden, feinen Etat ho ch ft en Grade unbillig sein, die Arbeitnehmer solcher wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Erwerbszweige, bei denen derartige Notwendigkeiten nicht beLondon, 21. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Das Unterhaus stehen, schematisch auf diesem Lohn- und Gehalts. Condon, 21. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Das Unterhaus niveau festzuhalten. Ich würde euch ein derartiges Fest setzte heute die Debatte über die Antwort des Parlaments auf die Thronrede fort. Sir John Simon, einer der Führer der Libe- halten in größerem Umfange, als die Lage der einralen, erflärte, das wahre Ergebnis der allgemeinen Wahlen bedeute zelnen Gewerbezweige dringend verlangt, mit Rücksicht auf eine Verwerfung des Protektionismus durch das Land, gleichzeitig Steigerung der Kauftraft und ihrer Auswirkung die Notwendigkeit einer möglich ft großen aber das Verlangen nach einem neuen Geist in der Regierung. Er habe nicht die Absicht, Maßnahmen, die sich mit denen ter liberalen für erwünscht hatten. Ohnehin wird die Lohnhöhe derartig für Die Wiederbelebung der Wirtschaft nicht Bartei deden, lediglich deshalb die Unterstügung zu verweigern, wichtiger Gruppen, wie sie die öffentlichen Arbeitnehmer darstellen, weil sie von einer Arbeiterregierung vorgeschlagen werden. Da schon wegen ihrer starken Rückwirkung auf die Preisgestaltung, nicht gegen würde er sich allen Maßnahmen widersetzen, die der Ciberalen fchon wegen ihrer starken Rückwirkung auf die Preisgestaltung, nicht Politif widersprechen, gleichviel, von wem sie ausgehen. Die Zeit fein. Diese Lohnhöhe tonn aber nur eine der Tatsachen sein, die ohne Einfluß auf das Lohnniveau privater Arbeitnehmergruppen allein werde zeigen, ob die neue Regierung Erfolg haben werde. bei Lohnverhandlungen neben anderen wichtigen Umständen in Ben Sodann hielt Genoffin Maragaret Bondfield ihre erste trocht tommen. Ich möchte annehmen, daß auch Sie Lohnunter Barlamentsrede und besprach hauptsächlich das Problem der Arschiede insoweit als berechtigt anerkennen, als sie durch die tatsäch beitslosigkeit unter den Frauen. Der erste Lord der Admiralität Amery machte darauf Angaben Leistungsfähigkeit der Unternehmer rechne, bedingt liche Verschiedenheit, wozu ich insbesondere auch die finanzielle über das neue Flottenbauprogramm, mit dem die Regierung Bald find. Es tommt hinzu, daß den Arbeitern und Angestellten der zustehen, eine Tetsache, die bei der Lohnbemessung gleichfalls in die anderen Arbeitnehmern regelmäßig nicht in gleichem Umfange Rücksicht gezogen werden muß. „ Wir haben," fuhr er fort, unsere Differenzen mit den Bereinigten Staaten in der Frage des Schmuggels der alkoholischen Getränke in praffischer Weise gelöff, und unsere Beziehungen zu Amerika find jetzt auf beiden Ufern des Ozeans beffer als zuvor. Obwohl niemand beffer weiß als ich, wie viel noch in der Frage der Arbeitslosigkeit zu tun übrig bleibt, haben wir mehr darin getan als jede Regierung vor uns." Sodana rechtfertigte Baldwin sein Vorgehen bei den Neuwahlen, die er mit der Parole der Schutzölle ausgeschrieben habe, und erklärte, daß er und er allein dafür die Verantwortung trage, obwohl er von dem gesamten kabinett unterstützt worden sei, als er damals an das Land appellierte. Bezüglich der Haltung der Konservativen gegenüber der zu erwartenden Arbeiterregierung erklärte Baldwin, daß seine Partei feine unfruchtbare oder gehäffige Opposition freiben werde, sondern als Oppositionspartei eine tritliche Hal. win der Arbeitslosigkeit in den Zentren der Schiffbauindustrie zu öffentlichen Arbeitgeber gewisse soziale Vorteile gewährleistet sind, tung gegenüber der gesetzgeberischen und verwaltungstechnischen Arbeit der Labour- Regierung einnehmen würde. „ Wir stehen auf dem Boden freier Grundfähe, wie immer feit zwei Generationen, in denen wir besonders für die Sicherheit unjeres Landes, die Entwicklung unferes Reiches und die Steigerung der Wohlfahrt unseres Boltes gewirkt haben. Wir passen diese Grundsätze den wechselnden Bedürfnissen jeder Generation an." Nach Baldwin sprach Ramsay Macdonald: Ich hoffe und glaube, daß der Schritt, den das Haus im Begriff fteht, zu unternehmen, als glüdlich in der Geschichte dieses Candes verzeichnet bleiben wird. Hinsichtlich der auswärtigen Politit gebe ich zu, daß fich die Lage gebessert hat, aber ich behaupte, daß die Hauptursache dieser Befferung eben in der Aussicht auf einen Wechsel in der britischen Regierung lag. Was die Sorgen vor dem Sozialismus anbetrifft, so erkläre ich, Datums innerhalb der nächsten zwölf Jahre praktisch veraltet sein steuern gedachte. Er erklärte, daß alle leichten Kreuzer neueren britanniens in einer solchen Stärke zu erhalten, daß fie allen Eventudürften. Um sie zu erseßen, bzw. um die Kreuzerflotte Großalitäten gewachsen wäre, würde es möglich sein, in den nächsten des Ermächtigungsgesezes Für völlig ausgeschlossen erachte ich es, auf Grund 10 Jahren 52 Kreuzer fertigzustellen, d. h. im Durchschnitt etwa Grenzen für die von ihnen vorgeschlagenen Lohnden Schlichtungsbehörden fünf Kreuzer jährlich. Dieses gesamte Programm würde Arbeit für fäße vorzuschreiben. Ich sehe die große Bedeutung der Schlich 32 000 Mann sichern, zugleich aber eine Mehrausgabe von 5 Miltungsbehörden und die stärkste Wurzel ihrer Autorität gerade in der lionen Pfund für den Marine- Voranschlag von 1924 bedeuten. Freiheit und Selbständigkeit ihrer fachlichen StellungAmery schoß mit den Worten: Ich bin mir durchaus teffen be- nahme. Die Echlichtungsbehörden haben meines Erachtens nicht wußt daß dieses Programm von der neuen Regierung geprüft de Aufgabe, eine behördlicherseits als wünschenswert anerkannte werden muß, und ich nehme an, daß die Arbeiterpartei sich zu den Lohngestaltung 3 wangsweise durchzusehen, sondern den BeteiNotwendigkeiten der Sicherheit auf See ebensowenig gleichgültig ligten bei der von diesen selbst unter eigener Berantwortung verhalten wird wie zu der ernften und geradezu verzweifelten Lage vorzunehmenden tariflichen Regelung ihrer Arbeitsbedin in der Schiffbauindustrie. Ich hoffe daher, daß auch die Arbeiter- gungen behilflich zu sein. Daß fie dabei auf eine vernunftregierung unsere Rüstungsvorschläge baldigst und wohlwollend ermäßige und im Interesse des Großen und Ganzen liegende Regelung wägen wird." hinwirten werden, ist selbstverständlich. Die Schiedssprüche tom men im übrigen durch Abstimmung der Beteiligten zu stande und es ist nicht ersichtlich, wie die Beisitzer zu einer den Borschlägen des Reichsfinanzministeriums entsprechenden Stimm. abgabe gebracht werden sollten. Ich werde hiernach zwar nach wie vor bemüht sein, auf eine England und die Pfalz. und Landbürgermeister beschränkt worden. Biele von diesen haben London, 21. Januar.( BTB.) Im Unterhaus verlas der Unter- anfänglich, und zwar ohne Beratung mit den Gemeinderäten, unterUnterzeichnet, nun aber ihre Erklärung zurückgezogen. staatssekretär des Aeußern, Ronald Mc Neill, ein langes Tele- Die Bauern in der Pfalz verhalten sich gegenüber politischen gramm des englischen Generalfonfuls Clive, worin dieser die Er- Angelegenheiten im allgemeinen gleichgültig und wünschen einheitliche, den Intereffen der Gesamtheit Rechnung gebnisse feiner fünftägigen Untersuchungen in der Pfalz mitteilte. nur 9.: Frieden und ohne die Gefahr einer Ausweisung zu leben. tragende Lohnpolitik hinzuwirken und den Schlichtungsbehörden das Das Telegramm hat folgenden Wortlaut: Dieser Teil der Bevölkerung würde, wie ich glaube, je de Erkläerforderliche Material für die richtige Beurteilung der Gesamtlage rung jeder Regierung unterzeichnen, um in Frie- zugehen laffen, halte aber eine Bindung der Schlichtungsbe den leben zu können. Die in einer Menge von Fällen unter hörden durch eine Art Sperrgefez" für unvereinbar mit der Drohungen erlangte Unterzeichnung fönne die Behauptung nicht Freiheit des Tarifvertrags und der Eigenart des Schlichtungsrechtfertigen, daß die Mehrheit der Bauern der autonomen Regie- wefens." rung günstig gesinnt sei. Nachdem ich fünf Tage darauf verwandt hatte, die Ansichten der Bevölkerung jeder Klasse und jeder Partei in der Pfalz zu vernehmen, bin ich zu dem allgemeinen Schluffe gelangt: 1. die über wältigende Mehrheit der Bevölkerung steht der autonomen Regierung feindlich gegenüber; Der Reichsarbeitsminister rückt also jetzt vom Reichs2. diese Regierung hätte niemals ohne französische Unterstützung in Erscheinung treten fönnen und würde sofort vertrieben finanzminister ab. Weniger fonnte er faum tun. Selbst die Der englische Eisenbahnerstreik. werden, sobald die französische Unterstützung aufhörte; 3. nach einem " Deutsche Allgemeine Zeitung" des Herrn Stinnes und der Zugeständnis von Bley, der das nominelle Haupt der Regierung London, 21. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Das Bild des" Tag" des Herrn Hugenberg, sonst doch die lautesten Rufer ist, sind 75 Proz. der Separatisten von außerhalb der Pfalz englischen Eisenbahnverkehrs am ersten Tage des Lokomotivführer- nach dem Lohnabbau, finden, daß der Reichsfinanzminister gekommen; fie umfaffen unzweifelhaft zahlreiche Vorbestrafte und streiks ist durchaus uneinheitlich. Obwohl von einer vollständigen mit seiner Forderung, die Löhne in der Privatindustrie evenMänner, die gänzlich unerfahren sind in den Geschäften einer Re- Lahmlegung des Verkehrs nicht gesprochen werden kann, wird doch tuell durch Zwangsschiedssprüche mit Hilfe des Ermächtigungsgierung: 4. die fatholische und die protestantische Kirche, die amt- nur ein geringer Prozentsatz derjenigen Züge in Gang gehalten, die gefeßes auf das Hungerniveau der Beamten, Angestellten und lichen Kreise und die Mehrheit der Bevölkerung in den großen für den Notverkehr von den Gesellschaften in Aussicht genommen Arbeiter der öffentlichen Betriebe hinabzudrücken, doch das Städten weisen den Gedanken einer Loslösung von waren. Der große Nationalverband der Eisenbahner bezeichnet den Maß des Möglichen überschreite. Bayern zurüd; 5. ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung, ob- Streit als ein vollständiges Fiasto". Dagegen läßt der Gewiß würden die Scharfmacher im Unternehmerlager wohl gleichgültig gegenüber der Frage einer Loslösung von Bayern, Führer des streikenden Lokomotivführerbundes erklären, daß der durchaus nichts dagegen haben, wenn die Löhne der Arbeiter steht einer Abtrennung vom Reich feindlich gegenüber; 6. in be- Blan dahin gehe, viel weniger den Personenverkehr als den Güter- und Angestellten so niedrig bemessen würden, wie die der im stimmten Klassen der Bevölkerung, namentlich unter den Bauern verfehr zu treffen und damit den Eisenbahngesellschaften derartige Reich, den Ländern und Gemeinden Beschäftigten. Versucht und unter den sozialistischen Arbeitern besteht Neigung für die finanzielle Berlufte zuzufügen, daß fie in der Frage der Löhne bald haben sie es und sie versuchen es noch, wie sie es ja sind, Schaffung eines rheinischen Staates unter Einschluß der Pfalz, der nachgeben müßten. J. H. Thomas erklärte, daß bis auf sehr die der Reichsregierung die Marschroute für ihre Lohnpolitit politisch unabhängig, aber wirtschaftlich mit dem Reich verbunden wenige Ausnahmen alle Mitglieder feines Verbandes thren Führern, gaben. fein folle. Dieser Teil der Bevölkerung fürchtet eine militaristische die bekanntlich den Streit befämpfen, treugeblieben feien. Da der Aber die Unternehmer haben inzwischen feststellen müssen, Bolitik von Berlin und von München; 7. unter den Bauern und Eisenbahnverkehr nach den Londoner Borerten größtenteils ruht, daß die Arbeiterschaft feineswegs bereit ist, die Suppe fo heiß Arbeitern herrscht eine starte Kriegsmüdigkeit und der werden die nach den dorthin führenden Untergrund- und Autobus- zu essen, wie sie die Unternehmer gefocht haben. Mit den BeWunsch nach Frieben um jeden Breis; 8. die Loyalitäts finien geftürmt. Zur Sicherung des Postverkehrs mit dem Kontinent amten, die in verschiedenen Gruppen gespalten find, wovon ertiärung ist in allen Teilen zurüdgewiesen wor find besondere Bereinbarungen mit den Flugzeuggesellschaften ge- die Mehrheit noch immer nicht begriffen hat, daß sie mit der ben. Die Erklärung war auf Bauern, andere Grundeigentümer troffen worden. i gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmerschaft eine Ein heitsfront bilden muß, hatte man verhältnismäßig leichtes| fratie gescheitert, die„ infolge ihres Bersagens auf wirtschaft- zu tönnen. Allerdings muß die" Beit" über die Sonntags Spiel. Anders liegen die Dinge bei den Arbeitern und lichem Gebiete, auf Grund ihrer doktrinären Einst el tagung des Zentrums etwas betrübt berichten: Angestellten der Privatbetriebe. Alles kommunistische und lung(!) heute für die Reichsregierung nicht als bündnisfähig ,, nationale" Querulantentum hat ebensowenig wie die Wirt- betrachtet werden könne". Dr. Becker war allerdings von An- Birth an Joos eine Rolle. Von den verschiedensten Seiten, u. a, In den Verhandlungen spielte auch der Brief des Abg. schaftstrije verhindern können, daß die große Mehrheit der fang an ein Gegner der großen Koalition. Er hatte die Zeit vom Abg. Guerard, wurde diese private Meinungsäußerung Arbeiterschaft einen festen gewerkschaftlichen der Lehre", von der er dann spricht, nicht nötig. Er gehörte scharf angegriffen und selbst der Abgeordnete Joos, der Adressat Block bildet, der nicht geneigt und gewillt ist, sich dem Diktat im Gegenteil zu den eifrigsten und geschicktesten Minenlegern, des Briefes, mußte zugeben, daß darin manches unflar und unrichtig der Unternehmer zu fügen. die dem besten Mann" der Volkspartei das Leben so sei. Der Abg. Schofer verteidigte seinen Landsmann Wirth, wobei Außerdem sind die Unternehmer schließlich doch bessere schwer als möglich zu machen suchten und wohl auch noch ihm eine nicht gerade geschickte Formulierung der Forderung der Wirtschaftspolitiker als die verfalkten Bureaukraten des fuchen. Reichsfinanzministeriums, die die Hauptschuldigen am ZuZentrumslandwirte durch den Abg. Kerferink zur Bork einen will. Ausdrücklich versichert Stresemanns Antipode:" Heute fommenen Ausgangspunkt bot. Aus dem Beifall, den er bei der fammenbruch der Mart sind. Jene Bureaukratie, die in der müssen wir das Ziel eines geeinigten Bürger Ehrenrettung des Abg. Wirth erhielt, ließ sich schließen, daß in der bekannten Denkschrift vom September 1922 die Weisheit pro- tums aufstellen." Er bedauert, daß die Deutsch Bersammlung troß mancher Bedenken Dr. Wirth eine größere Anduzierten, daß die Inflation von den hohen Löhnen täme. nationalen diesem Ziele einer Bürgerblockregierung hängerschaft für feine Gedankengänge gewonnen hatte." Die Unternehmer haben einsehen müssen, daß ihr ganzes Ge- Schwierigkeiten gemacht haben und betont, daß der Wahlschäft und damit der Profit durch fortgesetzte Lohn- fampf gegen die sozialistischen Grundsäge" Stinnes alle seine Träume erreicht sieht. Mit Inflations Es wird noch viel Wasser den Rhein herunterfließen, ehe Pämpfe in Frage gestellt werden könnte. gehen müsse. Dr. Becker fand mit feinen Ausführungen offen gewinnen fann man zwar ganz schön Bergwerke, Hotels, ZeiWo aber find die Erfolge der Sparmaßnahmen" des bar die Zustimmung der Versammlung, denn die Zeit" tungen, Wälder, Werften, Banken und was Gott der Herr Reichsfinanzministeriums? Der Abbau der Beamten faßt referierend das Ergebnis der Tagung folgendermaßen sonst noch erschaffen hat, zusammenkaufen, sogar Herrn Lensch!, macht etwa zwei Prozent der Gesamtbetriebsausgaben zusammen: und weniger als ein Prozent des Gesamtbudgets etwas schwieriger ist es doch, ein ganzes Volk unter aus. Was aber geschieht auf der anderen Seite mit den anden Hut des Herrn Stinnes zu bringen. S nähernd 500 000. abgebauten Beamten, Angestellten und Arbeitern. Wieviel fosten die wieder dem Reich, den Ländern Gegen Stinnes. und Gemeinden Arbeitslosen- und Armenunterstützung? und wo find die einzig wirksamen und möglichen Sparmaßnahmen: der Abbau der fachlichen Ausgaben? 1914 betrugen bei der preußisch- hessischen Eisenbahngemein schaft die sachlichen Ausgaben 40, die persönlichen Ausgaben 60 Proz. Jetzt betragen die sachlichen Ausgaben der Reichs 60 Proz. Jezt betragen die fachlichen Ausgaben der Reichs bahn 84, die persönlichen 16 Broz. An diesen 16 Proz. doktert man herum, stürzt 500 000 Beamte, Arbeiter und Angestellte ins Elend, rührt aber nicht an die Preise der Schwerindustrie. = Uebereinstimmung ergab sich ferner in der geschilderten Berurteilung der Sozialdemokratie. Es wurde vom Landesausschuß feftgestellt, daß die Große Koalition im Reich durch die alleinige Schuld der Sozialdemokratie gescheitert sei, und daß mit dieser Partei zusammen zu arbeiten, solange nicht angängig feien, Hirsch- Dunderschen Gemertvereine aus dem Eſſener nach diesen Erfahrungen weitere Versuche, im Reiche oder in Hessen Effen, 21. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Eine Konferenz der als die Sozialdemokratie ihren internationalen Klassenfampfcharakter Bezirt beschäftigte sich am Sonntag mit dem Achtſtundentag und und ihre wirtschaftsschädliche Einstellung beibehalte. Dagegen müsse anderen wichtigen Fragen der Gegenwart. Reichstagsabgeordneter eine Zusammenarbeit aller bürgerlichen Parteien erstrebt werden auf Erkelenz führte als Referent u. a. aus, daß die Geldentwertung Grundlage der unveränderten und unverbrüchlichen Zusammenge- in großem Umfange hätte verhütet werden können, hörigkeit des Deutschen Reiches, der Freiheit der Wirtschaft und der wenn man rechtzeitig mit geeigneten Mitteln, por Steigerung der Gütererzeugung auf allen Gebieten." allen Dingen aber mit einer durchgreifenden Be. Steigerung der Gütererzeugung auf allen Gebieten." Niemand wird behaupten können, daß die uralten Ideen fitsteuer, dagegen eingeschritten wäre. Beim Kampf Daß der Reichsarbeitsminister diese Politit, so wenig wie eines Bürgerblods von besonders schöpferischer Bega- um den Acht stunden tag sei sehr wichtig, gerade jetzt noch einBega- mal festzustellen, daß die Unternehmer, durchführen fann, wissen wir. Die bung und Verständnis für Notwendigkeiten und MögSünden des Reichsarbeitsministeriums find deshalb aber nicht lichkeiten solcher Politik zeugen. Aber das mag Dr. Beckers die Herren der Schwerindustrie nach der Umwälzung selbst weniger Todsünden. Die Arbeitszeitverord. Sorge sein. Diese Herren sind in der Arroganz, mit der fie den Achtstundentag angeboten nung mit ihrer glatten Aufhebung des Gesetzes über die über die Politik ihrer Gegner reden, weil sie sie nicht verhätten. Allerdings sei das in der damaligen Stunde aus Angst vor Arbeitszeit im Steinkohlenbergbau, mit den zahllosen Aus- stehen, unübertrefflich. Wenn die Deutsche Boltspartei Lust dem Bolschewismus geschehen. Der Achtstundentag, so führte Erke nahmen, die fortgesetzten Versuche, durch skandalöse und Neigung hat, solche Pfade zu wandeln, mag sie es tun. lenz wörtlich aus, war ein Regenschirm, unter dem sich Stinnes Schiedssprüche und deren Verbindlichkeitserklärung die wir zweifeln, daß ihr ein solcher Versuch besonders gut be vor den wütenden Hagelschauern der Revolution schüßen wollte. Die Arbeitszeit zwangsweise zu verlängern und gleich- temmen wird. Jeder Versuch, Bürgerblockpolitik zu betreiben, Behauptung sei falsch, daß die Verminderung der Produktion nur zeitig die Löhne weit unter den Vorfriegslöhnen muß in Deutschland scheitern und würde höchstens zu gefährdurch den Achtstundentag herbeigeführt worden sei. Ein Duhend und zu halten, find Tatsachen, die den Reden des Herrn Dr. Brauns lichen Gegenwirkungen führen. mehr Gründe ließen sich gegen diese Behauptung der Schwerindustrie Der Ruf nach dem Bürgerblock. ins Gesicht schlagen. Die Kämpfe in Rheinland- Westfalen, in Im übrigen zeigen die Vorgänge in allen, Mittel- anführen. Ein wirkliches Heilmittel fei nur der gute Wille zur BerOberschlesien, in Mittel- und Süddeutschland sind die Folgen parteien, nicht nur in der Volkspartei, daß die Ursache unserer ständigung auf beiden Seiten und eine bis ins kleinste vervollkomm dieser Politik. Wenn Herr Dr. Brauns jetzt einzulenten be- bauernden Regierungskrisen in der Unfähigkeit der nete Betriebsorganisation. Dann könne nach seiner Ansicht ginnt, dann ist das dem entschlossenen Widerstand der Gewerk- Mittelparteien liegt, sich von dem scharfmacherischen in acht Stunden ganz bestimmt soviel geleistet werden wie vorher in schaften zu danken, die auch die hohe Bureaukratie des Reichs- Elan gewisser prominenter Industrieller nicht über den Haufen zehn Stunden. Allerdings müßten auch tatsächlich acht Stunden finanzministeriums zur Räson bringen werden. rennen zu lassen. Wenn z. B. der Abgeordnete Erkelenz gearbeitet werden. Daß eine menschenwürdige Regelung im Rheinland unter dem Eindruck des Vorgehens der Indu der Lohnfrage eine natürliche Voraussetzung zur Gesundung strie gegen die Arbeiterschaft in der schärfsten Weise gegen der Wirtschaft sei, verstehe sich von selbst. Mit den schärfften Worten Stinnes polemisiert, wenn er als Wurzel unseres Finanzelends geißelte Erkelenz dann noch die die Verweigerung von Besitzsteuern ganz richtig hinstellt, so fritisiert er damit doch nur die Mittelparteien, die diese nationalen Notwendigkeiten aus flaffen egoisti fchen Rücksichten folange unbeachtet ließen, bis der zu sammenbruch der Währung die Quittung für die Steuerscheu des deutschen Besitzes gab. Auch nach den Wahlen werden die gleichen Schwierigkeiten immer wieder auftauchen, folange nicht die bürgerlichen Mittelparteien wirklich mit der Tat und nicht nur mit den Worten entschloffen sind, den Staat über die Wirtschaft zu stellen. Die klassentämpferische Offensive der Industriegewaltigen gegen das Volk findet ihre Auswirkungen in den bürgerlichen Parteien, die alle mehr oder minder unter dem schärfsten Druck der Industriekapitäne stehen. Als fürzlich die Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei zusammen trat, begnügte sie sich damit, über das Ergebnis ihrer Bera tungen die lakonische Mitteilung hinausgehen zu lassen, daß einem Referat Stresemanns ein Rorreferat des früheren Cuno- Ministers Dr. Becker gefolgt sei. Herr Dr. Becker ist sicher besonders geeignet, über das Bersagen anderer Leute sachverständig und fachmännisch ein gediegenes Urteil abzugeben. Auf der Tagung des Landesausschusses der Deutschen Volkspartei für Hessen hat er sich in diesem Sinne betätigt. Nach dem Bericht der Zeit" muß man annehmen, daß seine Rede fast ausschließlich gegen die Sozialdemokratie gerichtet gewesen ist. Die große Koalition sei überhaupt nur an der Schuld der SozialdemoDie wütenden Angriffe der„ DA3." im Auftrage des Herrn Stinnes gegen Dr. Wirth zeigen nur zu deutlich, worum es sich bei diesen Auseinandersehungen innerhalb der bürgerlichen Parteien handelt. Die Stinnesleute haben ihre 3 el len, ihre Verbindungen und Fäden überall. Wer wider ihren Stachel löft, wird in der gemeinsten Weise beschimpft. Die Volkspartei glauben sie gewinnen zu fönnen, und im Bentrum hoffen sie die Rechtsschwenkung doch noch durchsetzen " verderbliche Polifit von Sfinnes, der bei der Eröffnung des passiven Widerstandes immer wieder Einmütigteit predigte, während er sofort nach Abbruch des Kampfes den schärfsten Klassenkampf verkündete und durchsetzte. Zum Schluß ver urteilte der Redner die mangelnde Opferwilligkeit der Schwerindustrie. d Einberufung des Auswärtigen Ausschusses. Auf die Anfrage des Genossen Hermann Müller hat der Reichsaußenminister Dr. Stresemann mitgeteilt, daß er mit der Einberufung des Auswärtigen Ausschusses des Reichstags gern einverstanden sei, zumal er im Reichsratsausschus für auswärtige Angelegenheiten bereits berichtet habe. Als geeignete Beit für die Situng sieht der Reichsaußenminister einen Termin Ende der Woche an. Genosse Hermann Müller hat darauf bei dem Vorsigenden des Auswärtigen Ausschusses, dem Abgeordneten Dr. Ernst Scholz, den Antrag auf Einberufung des Auswärtigen Ausschusses gestellt. und Formen als Ausdrucksmittel dient. Das zeigte ferner als Diese Berbesserung" der Reichsverfassung ist um so weniger Die erste Tanzmatinee der Volksbühne. Gruppenführerin im„ Chor der Betenden die jugendliche Ruth verständlich, als der Minister der Interallierten Rheinlandkommiffion 2int, bei der jede Bewegung scheinbar vorsichtig tastend, prüfend mitgeteilt hat, daß der gesamte Unterricht in Deutsch. Ein bis auf den letzten Platz ausverkauftes Haus, tiefe immere einfegt, um sich dann in sicheren, herben Linien zu entfalten, die land im Geiste der Bölterversöhnung erteilt wird. Wenn Anteilnahme und Ergriffenheit des Publikums und ein Erfolg, der an die Formsprache expressionistischer Maler erinnern. Unter den er dem Ausland gegenüber das Wort Wölferversöhnung ge fich am Schluß in immer wiederholten Beifallsstürmen entlub- Gruppentänzerinnen fiel die fleine Florence Dubois durch schyen Parteien trop der militaristischen Politiker feiner Partei es braucht, dann muß er als Koalitionsgenosse von drei republikanidas war die äußere Signatur der Veranstaltung, mit der die Bolk s toboldartige Berve auf, die allerdings, zu wohlfeilen äußerlichen auch den preußischen Lehrern und deutschen Berlegern gegenüber bühne Sonntag im Theater am Bülowplaß die Reihe Effekten ausgemünzt, sich dem Stil des Ganzen nicht recht einfügte. über die Lippen bringen. ihrer Tanzmatineen einleitete. Jutta Klamt führte die drama- Dieser strenge, abftrafte Stil paßt vor allem zum fultischen tische Tanzfolge„ Der Aufschrei" und Szenen aus einem phan- und zum tragischen Tanz. Alles Heitere, Tändelnde schließt er aus. Alfred Döblin las in der Buchhandlung von Spaeth aus einem tastischen Bühnenspiel" Tänze der Nach t" mit ihrer Gruppe vor. Selbst über dem Reigen der„ Sorglofen" lagerte ein Wöllchen leiser unveröffentlichten Werke Berge Menschen und Allgewalten". Ein Der Bergleich mit der Wigman drängt sich auf. Mit der tech- Schwermut. Aber er paßt auch zur Groteske. Die phantastischen ihren tosmischen Zusammenhängen zu beuten. Losgelöft von allen Die phantastischen großangelegter Versuch, die Zukunftsgeschichte der Menschheit in nischen Durchbildung und künstlerischen Disziplin der Dresdener Tänze der Nacht" hatten äußerlich eine vielleicht noch stärkere überlebten nationalen Engungen ist hier die große neue VölkerMeisterschule kann die relativ junge Klamt- Gruppe heute noch nicht Wirkung als der Aufschrei". Hier ragte neben Jutta Klamt die familie, die den Erdball umfaßt und im Genie ihrer Technit alle fonfurrieren. Daher mag es fommen, daß eine Szene, die fast eigenartige, starte Persönlichkeit Joachim Fischers hervor, Naturfräfte entfeffelt, um sie Is willige Diener für ihr immer ganz auf technische Effekte gestellt ist, wie die in Masten getanzten einer der ganz seltenen wirklich männlichen Tänzer, der sich vor- fühneres Wollen zu gebrauchen. Da wird z. B. das flüssige Feuer Narrengedanken", künstlerisch versagte und daß die Architektonik her in die Gruppenbilder organisch eingefügt hatte, und dann hier in der Islandfrater zum Zauber, der das eiserstarrte Grönland in einen mancher Bilder noch nicht klar und einprägsam zutage tritt. Auch dem Pas de deux Schatten" und in dem Solo„ Narr" zu faszi- neuen paradisischen Erdteil verwandel, aus dem in urplötzlichem find die Wigman- Tänze im Aufbau durchweg primitiver, in den nierender Eigenwirkung kam. Schwalle dann eine ganz neue lebendige Woge von fabelhaften Wirkungen drastischer. Jutta Klamt arbeitet mehr mit Nuancen, ihre Daß die Bolfsbühne sich mit ihrem Entschluß, der neuen Tanz- Lieren und Menschen auf das erschreďte alte Europa losbricht, es Bisionen sind komplizierter und konturenreicher. Das Entscheidende kunst systematische Pflege angedeihen zu lassen, ein Verdienst erwerben schließlich zerschellt. Kulturen einer höchsten Technik, die den am mit Bernichtung bedroht und in gewaltigem dynamischen Kampfe des Eindrucks liegt oft in diskreten Mitteltönen, für deren Aufnahme würde, fonnte nur der bezweifeln, dem die große, folgenschwere Ende fiegreichen Menschen zum Beherrscher von Feuer, Luft, Erde dem Gros unseres Publikums das Organ noch mangelt. Denn Bedeutung dieser heute im Werden begriffenen Kunst noch nicht und Wasser machen, ihm das ganze Weltall zum Spiele in feine unser Sinn ist des rhythmischen Körpergefühls fast vollständig ent- zum Bewußtsein gekommen ist. Zweifelhaft fonnte aber sein, ob der allmächigen Hände legen, im Geschlechte der„ Giganten" ihn zum wöhnt und der moderne Tanz- und gerade der Stil, den die Versuch glüden würde, die Beranstaltungen mit einer so diffizilen bewegenden und Leben gebenden Kern der Materie werden lassen, Klamt- Schule pflegt ist berufen, ihn aufs neue zu wecken und zu Kunst wie der der Jutta Klamt zu beginnen. Der Erfolg der ersten daß er als Wolfe regnet, im Fluge die Erde umfängt und im Pultivieren. Aber wenn auch das Feinste, Tiefste und Wesentlichste Matinee hat bewiesen, daß die Boltsbühne über ein Publikum ver- Feuer schließlich verlobert. Ein neuer größerer Titanenkampf des dieser Tänze sich oft erst nach wiederholtem Schauen entschleiert, so fügt, das auch auf schwierigen Wegen zu folgen willens und be- strebenden Menschengeistes, der unwiderstehlich ins Weite stößt und ist doch die Gesamtwirkung durchweg elementar padend und hin- fähigt ist. John Schitowsti austlingt in einem ergreifenden Bekenntnisse der Liebe zu allem, reißend. Man erlebte seelische Erschütterungen, die in die tiefften Ein wertvolles und reiches Buch, das viele Leser finden wird. Tiefen greifen, Erhebungen und Läuterungen, die über die mehr H. W. ästhetisch feinschmeckerischen Genüsse glänzender Technik hinausführen. Das Entscheidende aber ist der Stil, der hier fultiviert wird. Genosse Dr. Erich Witte schreibt uns: In einer Berfügung Mufitchronit. Der 6. Abend der Novembergruppe findet Dienstag Er bedeutet völliges Neuland und er erscheint berufen, die gesamte über die Umgestaltung der Lesebücher"( Zentralblatt 8 Uhr im Vor- Haus, Potsdamer Straße 4, statt. Stefan Wolpe spielt als szenische Kunst umzugestalten. Von diesem Stil, der alle sinnlich der gesamten Unterrichtsverwaltung, 1924, Nr. 1) fordert der Kul. Uraufführung seine Studien für Sllavier ob. 16, Wilhelm Guttmann fingt tusminister Boelig, daß die neuen Lesebücher zur Erziehung das Roth Quartett gibt als Erstausführung Kurt Weills Streichquartett Lieder op. 15 von Philipp Jarnach unter Begleitung des Komponisten, und dekorativen und ebenso alle pantomimisch- naturalistischen Effekte zu der Jugend im Geiste der Humanität" mitwirken sollen. Das op. 8. vermeiden sucht, der ausschließlich auf dem Ausdruck der reinen liest sich sehr schön. Aber fein Pazifist wird seine Verwunderung 29. Januar, 7, Ubr, im Gaal der Hochschule für Mufit, Beethoven: Die Der Berliner Aerzte bor und Orcheſter fübrt am rhythmisch bewegten Farbformen basiert, fann eine neue, große, unterdrücken, wenn er erfährt, daß der Minister vier Begriffe des Ruinen von Athen, und Brudner: Te Deum, unter Leitung von Dr. volkstümliche Bühnenkunft ausgehen, die, in den Dienst rhythmischer Artikels 148 der Reichsverfassung wörtlich in dem Sturt Singer auf. Massengruppierungen und bewegungen gestellt und verbunden mit felben Sah seiner Verfügung gebraucht:„ Die Erziehung der Jugend( mitted: Brof. Das, 31. Bieffer, Prof. Kreuzer, Freitag: Dr. Guttmann, Wege zur Mufiftultur. Die Fortbildungsfurfe beginnen in dieser Woche Sprechchören, gewaltige Wirkungen auslösen muß. Daß dieser Stil aber auch dem Einzeltanz neue Wege weift, fönlicher Tüchtigkeit", im Geiste des deutschen Volkstums"." In der Herr Ebel, Prof. Thiel. Beit 6-9, Uhr). Die Ermäßigungen für Mitglieder der Boltsmulitorganisationen fönnen nur zeigte in der Matinee der Volksbühne das eindrucksmächtige Pas fünften Forderung Erziehung im Geiste der Bölkerversöhbis bahin gewährt werden( Berwaltungsstelle ist Württembergische Str. 38 de deux, mit dem Jutta Klamt und Leni Riefenstahl nung" erfeßt er das Wort„ Böllerverföhnung" durch Humanität". bei Dr. Guttmann). die Szene„ Lafter" einleiteten: das grell Lockende, brutal Sieges ist schon deswegen nicht anzunehmen, weil er doch weiß, daß das Bortragsabend Menschheitsdämmerung Gedichte von Baul Tut er das aus seiner persönlichen Borliebe für Fremdwörter? Das Karl Vogt spricht am nächsten Mittwoch im Meistersaal an feinem gewisse, prunkend Triumphierende auf der einen Seite, naiv lüfterne Bort Humanität nicht speziell das Verhalten zu anderen Völkern Rech, Ernst Stabler, Armin T. Wegner, Klabund, Elfe Laster- Schüler, Sturt Annäherung, ahnungsvoll ringendes Widerstreben, hilfloses Sich bedeutet. Nach dem großen Brockhaus bedeutet es Menschen bei Ausweis an der Abendkaffe starten zu 50 Pf. Heguide, Franz Wurfel u. a. Boltsbühnenmitglieder erhalten hingeben, ohnmächtiges Zusammenfinden auf der anderen kompli freundlichkeit", die Achtung der Menschheit in der Berson der anderen bei Ausineis an der abendlaffe starten zu 50 3f. Die Galerie 3. Casper, Kurfürstendamm 233, zeigt eine Ausstellung von zierteste psychische Vorgänge in Kunstformen geprägt, die an nichts Menschne oder die Erziehung des einzelnen Menschen zu der Höhe, Baftellen und Aquarellen Mar Liebermanns, zum großen Zeil aus Irdisches erinnern, denen nur die reine Rhythmik bewegter Linien die der Menschheit überhaupt erreichbar ist. Privatbesig. Eröffnung: Mittwoch, den 23. Januar. Eine Verbesserung" der Reichsverfassung. " was atmet und lebt. Neuwahl der Berliner Stadtverordneten. Der Gemeindeausschuß des Preußischen Landtags beriet am Montag über den Urantrag Hirsch( Soz.) betreffend den Entwurf eines Gesetzes über die Festsetzung des Wahltages für die allgemeinen Gemeindewahlen und über die Regelung verschiedener Punkte des Gemeindewahlrechts( Wahltagegelet). Im Dezember hatte das Plenum des Landtags bereits beschlossen, daß die Ge meindewahlen spätestens am 4. Mai 1924 stattfinden sollen. Auf Antrag der Deutschnationalen beichloß der Ausschuß gegen Sozialdemokraten und Demokraten, daß auch die Wahlen in Berlin einschließlich der Bezirksämter und die Wahlen für die unbesoldeten Magistratsmitglieder und Bezirke. amtemitglieder am gleichen Tage vorgenommen werden sollen. Damit fällt die bisherige Ausnahmestellung der Stadt Berlin fort. Das sächsische Volksbegehren. Dresden, 21. Januar.( TU.) Die Nachrichtenstelle der Staatsfanzlei teilt mit: Nach§ 1 Abs. II des Gesetzes über Boltsbegehren und Volksentscheid vom 8. März 1921 fann das Gesamtministerium bei einem Antrag auf Zulassung eines Boltsbegehrens von der Beibringung der Unterschriften von 1000 Stimmberechtigten absehen, wenn der Borstand einer Vereinigung den Antrag stellt und glaubhaft macht, daß 20 000 ihrer stimmberechtigten Mitglieder den Antrag unterfrüßen. Der vom Landesarbeitsausschuß der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei Sachsens am 4. d. M. gestellte Antrag auf Zulassung eines Boltsentscheids über Auflösung des Landtages läßt es zweifelhaft erscheinen, ob dieser Antrag den gefeßlichen Voraussetzungen entspricht. Der Landesarbeitsausschuß ist deshalb aufgefordert worden, den Nachweis zu führen, daß er die Eigenschaft des Borstandes seiner Bereinigung im Sinne des Gefezes besitzt. Der Helfer Thormanns. Fabrikbesitzer Dr. Grandel. Der in Augsburg verhaftete Helfershelfer des in Berbindung mit dem Attentatsplan auf General v. Seedt verhafteten Thormann ist in Berlin eingetroffen und sofort dem Untersuchungs gefängnis Moabit zugeführt worden. Es handelt sich um den Fabrikbesiter Dr. Georg Grandel aus Augsburg, der dort in der deutschvölkischen Bewegung eine große Rolle spielt und deffen Festnahme in Augsburg außerordentliches Aufsehen erregt hat. Grandel ist noch im Laufe des gestrigen Tages dem Untersuchungsrichter vorgeführt und einem Berhör unterzogen worden. Soweit bisher feststeht, ist Dr. Grandel im allgemeinen geständig, an bem Attentatsplan gegen den Oberbefehlshaber beteiligt gewesen zu sein. Welcher Art seine Verbindung mit Thormann gewesen ist und welche Motive bei beiden mitgespielt haben, läßt sich noch nicht über fchen. Insbesondere ist noch Aufklärung über die Frage notwendig, aus welchem(!) der verschiedenen rechtsradikalen Lager Gran bel eigentlich stammt. Sollte es sich bewahrheiten, daß er Natio. nalsozialist, also Anhänger von Hitler ist, dann wäre bei dem bekannten Gegensatz zwischen der Richtung Ehrhardt und den Hitler Leuten kaum noch mit der Annahme zu rechnen, daß es fich bei dem Attentatsplan um das Vorhaben von Angehörigen der Organi fation C. gehandelt hat. Vielmehr dürften dann die Urheber des Blanes in anderen rechtsradikalen Richtungen zu suchen sein, die eher Hitler nahestehen. Es ist zu erwarten, daß die Untersuchung über alle diese Fragen die notwendige Klarheit bringen und auch einiges Licht über die Hintermänner Der Reichsausschuß des Zentrums. einer übertriebenen Schärfe gegenüber der bestegten Minderheit. Preobraschensti drückte die Ueberzeugung aus, daß die Der Reichsausschuß der Deutschen Zentrumspartei feste am Meinungsverschiedenheiten nach der Durchführung der beiden Reso Montag seine Beratungen fort. Zu Beginn der Sizung erstattete lutionen des Zentralfomitees aufhören würden, mit denen die Oppo Prälat Dr. Schofer Bericht über die Aufgaben der Partei. Nach sition grundsäglich einverstanden ist. Die Resolution des Zentralder Aussprache wurde eine Bertrauensfundgebung für die Reichs- fomitees enthält folgende Formel über die Demokratie: Die Arbeiter tagsfraktion angenommen, in der es u. a. heißt: demokratie bedeutet eine freie und offene Behandlung der wichtigsten Durch den Krieg und den Versailler Friedensvertrag ist die Fragen des Parteilebens durch alle Parteimitglieder, Diskussions. deutsche Wirtschaft sehr geschwächt worden. Der große Mangel an freiheit, Wählbarkeit der Funktionäre von unten nach oben, setzt Produktion und Lebensbedarfsartiteln aller Art ist nur auf dem aber feineswegs eine freie Gruppenbildung voraus, welche mit den Wege ciner vermehrten Produktion zu beheben. Neben die Verbesserung der Organisationen, der technischen und wissen- Organisationsgrundsäßen der Kommunistischen Partei unvereinschaf lichen Betriebsführung muß eine erhöhte Arbeits bar ist. leistung treten. Der Reichsausschuß begrüßt, daß weite Arbeitnehmertraife, insbesondere die christlich- nationale Arbeitnehmer. Wahltaktik der französischen Sozialisten. schaft bereit ist, dieser Lebensnotwendigkeit unseres Volkes Rechnung zu tragen. Die Zentrumspartei steht auf dem Boden dér Arbeitsgemeinschaft und verlangt daher die Lösung der Frage der Mehrleistung und der Lohnfestseßung auf dem Wege der Berhandlung aller Beteiligten. Eine opferwillige Mehrarbeit ift auf die Dauer nur zu erreichen, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich im Rahmen der gefeßlichen Bestimmungen über gebrachten Refolutionen eingesetzt. Das Ergebnis der eingehenden die Arbeitszeit und eine ausreichende Entlohnung verständigen. Diesem Gedanken der Verständigung hat auch das staatliche Schlichtungswesen zu dienen. Eine durch die Wettbewerbsverhält niffe nicht gerechtfertigte gedrückte Entlohnung liegt ebensowenig im Interesse der Arbeitgeber wie der Arbeitnehmer. Nur bei einer tauffräftigen Arbeitnehmerschaft tann die nationale Wirt schaft gedeihen. In einer weiteren Entschließung spricht der Reichsausschuß die Erwartung aus, daß die Reichsregierung ein Berbot der hypothetencufwertung erläßt. Paris, 21. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Der Kongreß der sozialistischen Verbände des Seine- Departements, der sich in ter vergangenen Woche mit der Vorbereitung des Bartcitages von Mar. feille und mit der Frage der Wahltaktif beschäftigte, hatte eine Kom mission zur Sichtung und Bearbeitung der für dieses Thema einBeratungen dieser Kommission ist, daß dem am nächsten Sonntag erneut zusammentretenden Kongreß nunmehr zwei Refolutionen unterbreitet werden. Die eine, die die Mehrheit der Kommissions. mitglieder auf sich vereinigt hat, stellt ein Kompromiß zwischen den von Leon Blum, Brace, 3yromski vertretenen Thesen dar. Sie erklären, daß die sozialistische Partei dem nationalen Bloc unter feinen Umständen gestatten dürfe, die Prämien zugunsten der Mehr. heit für sich auszunutzen, und daß deshalb Bündnisse mit anderen Arbeiterparteien oder aber mit Kandidaten anderer Par In einer dritten Resolution werden infolge des eingetretenen teien nicht zu umgehen seien, unter der Bedingung weitgehenden Stillstandes in der Wirtschaft und der dadurch be- jedoch, daß sie sich ausdrücklich verpflichten, auf außenpolitischem Gedingten Arbeitslosigkeit durchgreifende Maßnahmen der biete jebe Gewalt und Zwangspolitit, auf innerpolitischem Gebiete Regierung gefordert. Ein längeres Andauern dieses Zustandes jeden Angriff auf die bürgerlichen Freiheiten und die Rechte der müsse innerpolitisch und dadurch auch außenpolitisch von ten un Arbeiter zu bekämpfen. Die Resolution betont außerdem, daß es heilvollsten Folgen werden. Nachdem durch die Stabilisierung der sich dabei jedoch nur um Ausnahmefälle handeln fönne, die Währung und die verständnisvolle Haltung weiter Kreise der Ar der besonderen Zustimmung der Kontrollkommission der Partei be beiterschaft, insbesondere auch der christlich- nationalen Arbeiter- dürfen, und bestimmt ferner den auf die Dauer des Wahlkampfes bewegung in der Frage der Arbeitslosigkeit wichtige Voraus beschränkten zeitlichen Charakter der Koalitionen. Die Resolution fegungen zur Wiederinstandsetzung der Wirtschaft geschaffen seien, der Minderheit, die den Abgeordneten Maurantes zum Berfasser hat, müßten weitere Hindernisse mit starker Hand ausgeräumt werden. spricht sich im Gegensatz dazu zugunsten eines sehr weitgehenden In erster Linie sei eine Neuregelung des Kreditwesens, Bündnisses mit anderen, auf demokratischer und antifleritaler verbunden mit einer Erleichterung der Zins- und Kreditbedingungen Grundlage stehender Parteien" aus, die evtl. über die Wahl hinaus vonnöten. Für den weiteren Preisabbau und die Hebung der die Basis für ein Zusammengehen bilden könnten. Wirtschaft sei ein durchgreifendes Anpassen der Frachten an die Bedürfnisse der Wirtschaft Vorausfegung. Befontere Fürsorge müsse der Hebung der Bauwirtschaft zugewandt werden. Die erforderlichen Kredite seien evtl. unter Heranziehung des mit größtmöglichster Beschleunigung von der Zwangswirtschaft zu befreienden Hausbesizes zur Rentenmarfbelastung bereitzustellen. Bei Abbau des Wohnungszwanges feien die Lohn- und Gehaltsver. hältnisse entsprechend zu berücksichtigen. Eine weitere Resolution fordert die Bildung einer brei. bis fünfgliedrigen Kommission für außenpolitische Angelegenheiten. Dieser Ausschuß solle sich auch über den Stand der Personalien im Reichsaußendienst auf dem laufenden halten. Ferner wird gefordert, daß die Preise der landwirtschaft. Cichen Bedarfsartikel in Einklang gebracht werden mit den Preisen der landwirtschaftlichen Produkte. Der Reichsausschuß spricht schließlich die Erwartung aus, daß mit Rücksicht auf die bedrängte Lage des Westens, tein Zentrumsmitglied einen Antrag auf Boltsabstimmung nach§ 18 der Reichsverfassung in irgendeinem Landesteile unterstützt. schaffen wird, die die Fäden der ganzen Berschwörung in der Hand Die Regulierung des Art. 48. hatten. In Berlin ist Dr. Grandel übrigens unter dem Namen Günther" aufgetreten, ein Bseudonym, das er auch in den Be Forderung eines Gesetzes über den Ausnahmezustand. sprechungen mit den beiden Herren beibehalten hat, die das Bor- Das Deutsche Friedenstartell hat an den Reichstag den haben Grandels und Thormanns zur Anzeige gebracht haben. In Antrag auf schleunigen Erlaß eines Gefeges über den Aus. diesem Zusammenhang sei die interessante Feststellung gemacht, daßnahmezustand gerichtet. Der Hauptinhalt der Eingabe, zu der gerade diese beiden Persönlichkeiten, die Herren D. und C., in der Senatspräsident Freymuth eine Denkschrift ausarbeitete, ist Mordsache Parchim, die demnächst vor dem Staatsgerichts- folgender: hof zur Verhandlung kommen dürfte, mit unter der Anklage der Begünstigung stehen. . Schachts Pariser Besprechungen. Paris, 21. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Die Besprechung zwischen dem Präsidenten Dr. Schacht und dem Sachverständigenausschuß der Reparationsfommission hat am Montagnachmittag um 3 Uhr begonnen und drei Stunden gedauert. Der Sachverständigen ausschuß hatte dem Reichsbantpräsidenten bereits am Sonntag einen Fragebogen überreicht, der von ihm am Montagnachmittag in einem zweistündigen zusammenhängenden Eposé beantwortet wurde. Die gewünschten Auskünfte bezogen sich auf die in Aussicht genommene Gründung einer Goldnotenbant, auf die augenblickliche finanzielle Lage Deutschlands, die Organisation der Rentenbank und die damit zusammenhängenden Währungsprobleme. An das Exposé schloß fich eine freie Aussprache an, die gleichfalls rein technischen Charakter hatte. Der offiziellen Sigung war von 2 bis 3 Uhr eine unver bindliche Aussprache zwischen einigen der Mitglieder des Ausschusses und Dr. Schacht vorgesehen. Der stellvertretende Vorsitzende der Kriegslastenkommission Dr. Meyer wohnte dieser Besprechung bei. Die Meldung, daß auch der ehemalige Staatssekretär Berg. mann der Sigung beigewohnt habe, ist unrichtig. Herr Bergmann weilt zwar auf ausdrücklichen Wunsch des Sachverständigenausschusses in Paris, feine Anwesenheit steht aber in feinem Zusammenhang mit der offiziellen Mission Dr. Schachts, der übrigens am Dienstag früh um 10 Uhr eine Konferenz mit beiden Sachver ständigenausschüssen haben wird. Der Kampf gegen die Kapitalflucht. In Art. 48 der Reichsverfaffung ist dem Reichspräsidenten und Eröffnung des zweiten Sachverständigenausschusses. in gewissen Fällen den Landesregierungen ein fast schrankenloses Paris, 21. Januar.( Eigener Drahtbericht.) Der zweite Sach Recht zur Erklärung des Ausnahmezustandes gegeben worden. In Abs. 5 des Artikels ist ausdrücklich vorgesehen, daß das Nähere in verständigenausschuß, der die Ermittlung aller ins Ausland ge Abs. 5 des Artikels ist ausdrücklich vorgesehen, daß das Nähere in flüchteten deutschen Rapitalien zur Aufgabe hat, ist Montag mittag Die Organisation des Steuerbetrugs. einem besonderen Reichsgesetz festgelegt werden soll. Die zu einer tonftituierenden Sigung zusammengetreten. Barthou, Die schönen Tage der Inflationsgewinne find dahin, jezt gilt Dringlichkeit dieses Ausführungsgesetzes ist bereits in der verber Borfizende der Reparationsfommission, zollte in seiner Be es Sanierungsgewinne zu machen! Das ist die Devise des fassunggebenden Nationalversammlung 1919 anerkannt worden. grüßungsansprache zunächst der Tätigkeit des ersten Komitees und Schiebertums. In der Inflationszeit war die Baluta die große Das landesrechtliche Ausnahmerecht ist in Bayern in einer Reihe der Energie feines Vorsitzenden rückhaltlose Anerkennung. Die Frage Domäne, in der Sanierungszeit sollten es die Steuern werden. von Fällen in der schwersten Weise mißbraucht und nach der Höhe der heute im Auslande angelegten deutschen KapiDeshalb schießen die Revisions, und Treuhandgesell. gegen das Reich angewandt worden. Der schlimmste Fall ist fchaften, die Buchführungs- und Steuerberatungs- der, in dem Bayern den von der Reichsregierung abgefeßten Gene- talten, führte er weiter aus, fei leichter gestellt als beantwortet, aber stellen wie Bilze aus der Erde, alle nur mit dem einen Bestreben, ral v. 2ossom, als dieser sich dem Befehl nicht fügte, einfach als sie müßte unter allen Umständen in Angriff genommen werden. Die deutsche Regierung habe diese Flucht deutscher aus der großen Steueraktion, die jetzt das Reich für seine Sanierung bayerischer Oberbefehlshaber verpflichtet hat. Der banerische Bermögenswerte ins Ausland zum Schaden der deutschen Finanzen eingeleitet hat, ein Geschäft größten Stils zu machen. Leider hat Ministerpräsident v. Knilling hat in einer öffentlichen Sitzung und der deutschen Währung niemals in Frage gestellt. Sie habe die Regierung diese Buchführungsstellen usw. im Anfang unterstügt. des Bayerischen Landtages bei einer früheren Gelegenheit von dem Sie glaubte auf diesem Wege zu rechnungsmäßigen Unterlagen für Notwehrrecht Bayerns gegenüber dem Reich gesprochen. selbst eine Reihe gefeßlicher und administrativer Maßnahmen da die Steuerveranlagung zu gelangen und erkannte nicht, daß sie damit Auch die Handhabung des Ausnahmezustandes durch den Reichs- gegen getroffen, denen jedoch ein Erfolg nicht beschieden gewesen Leuten die Hand bot, deren Gewinnsucht vor dem ver präsidenten unterliegt den schwersten Bedenken, so namentlich die fei. Mac Kenna, der englische Vertreter in dem Komitee, habe selbst im Dezember 1922 den Gesamtbetrag der im Ausland in Form von werflichsten Mittel nicht zurüdirect. Absetzung von verfassungsgemäß ins Amt gekommenen Ministern Depots angelegten deutschen Bermögenswerte auf eine milliarde Angesichts der Umstellung der Steuern auf Goldmark und der in Sachsen, die Beseitigung von Beamten, das zeitweise Berbot der Dollar geschäßt und deren Rukbarmachung zugunsten der Repa damit verbundenen Aufstellung von Goldmarkbilanzen entwickeln Tagung des Landtages in Sachsen. Dazu kommt, daß der Reichs rationen angeregt. Die deutsche Regierung habe durch den Mund biese Stellen eine besondere Rührigkeit. Wie frech und schamlos fie präsident eine Reihe von Verordnungen rein wirtschaft ihres autorisierten Vertreters zu wiederholten Malen zugesagt, daß babei zu Werke gehen, zeigt ein persönliches" Rundschreiben der licher, steuerlicher und staatsprozeffualer Natur sie alle Bemühungen, diese Kapitalien nach Deutschland zurückzuleiten, hermes" Steuerbearbeitungs, Revisions. und erlassen hat, obwohl diese sich unter den Begriff der Wiederherstellung mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitte'n unterstützen werde. Treuhand. Aktiengesellschaft Chemniß, Kronen- der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, so wie es Art. 48 der Barthou wandte sich zum Schluß an Mac Kenna mit der Bitte, Reichsverfassung vorschreibt, in Wahrheit nicht bringen laffen. Be straße 5 II vom 24. Dezember 1923. Es heißt darin: Weyn bei der Aufstellung der Goldmarkbilang nicht raffi- fonders beschämend ist, daß die im taiserlichen Deutschland durch den Vorsitz des Komitees zu übernehmen. Dieser Bitte wurde entsprochen. niert verfahren wird, so werden dem Steuerpflichtigen für das Gesez vom 4. Dezember 1916 zum Schuße der Berhafteten ein. das tommende Jahr außerordentliche Nachteile erwachsen. Wer geführte Beschwerde noch dem neuen republikanischen Recht des also jetzt den Zeitpunkt versäumt, läuft Gefahr, im Laufe des Art. 48 nicht besteht und erst durch eine Sondervorschrift des Jahres totgesteuert zu werden." Reichspräsidenten vom 23. Dezember 1923, aber auch nur für die „ Es ist Tatsache, daß von 100 Geschäften 99 zuviel verſteuern Dauer des jetzt geltenden Ausnahmezustandes eingeführt worden aber wir sind in der Lage, für unsere gesamte Rundschaft von der Aktiengesellschaft bis zum feinsten Handwerker die Buch ist. Gefordert wird als Grundgedanken für das neue Gesez: Be führung zu übernehmen, um damit schon bei jeder Einzelbuchung feitigung oder mindestens allerſtärkste Einschränkung der steuerliche Vorteile wahrnehmen zu können." Befugnis der Länder zur Erklärung des Aus Das ist eine Steuerverhebung, die an Landes- nahmezustandes, scharfe lmgrenzung der Befug perrat grenzt. Erst jagt man den Leuten den Schreck in die nisse des Reichspräsidenten unter sterker Erhöhung der Glieder, fie tönnten totgesteuert werden, während bei unserer Sicherheiten für den einzelnen sowie für Verbände( Vereine) und bürgerlichen Regierung nicht einmal die„ Gefahr" besteht, daß die Bersammlungen, gesetzliches Berbot der Uebertragung der voll Unternehmer auch nur ebenso belastet werden wie die Arbeiter. ziehenden Gewalt an die Militärbehörde. Dann redet man ihnen vor, alle Geschäfte hätten bisher zuviel Steuern bezahlt, während fie tatsächlich nur einen Teil von dem Der Zwiespalt bei den russischen Kommunisten Blodabe der englischen Befaßungszone. General Maurice äußert zahlten, was sie hätten leiſten müſſen. Und bann preiſt man fich ihnen an, die Buchführung von vornherein auf Steuerhinterziehung Sieg der Parteibureaukratie über die Opposition. in den„ Daily News", daß die betreffenden Erlasse der Regie einzurichten. Das ist organisierter Steuerbetrug, gegen Mostau, 21. Januor( Meldung der Ruff. Telegr.- Agentur.) hoffentlich auf eigene Fauft und nicht mit Zustimmung der den die Regierung unverzüglich vorgehen muß. Die Steuerstreit Gestern wurde die Konferenz der kommunistischen Partei der Sowjet- französischen und belgischen Regierung herausgegeben wurden. verordnung des Reichspräsidenten vom 5. Geptember 1923 gibt ihr union geschlossen. Die in der vierten Gigung forigefeßten Debatten Jedenfalls müsse die englische Regierung auf paritätische Be. bie Möglichkeit dazu. Legt sie diesen schamlosen Steuergewinnlern über Organisationsfragen zeigten nicht mehr jene Leidenschaftlich handlung des Güterverkehrs in allen Zonen drängen. nicht schnell und gründlich das Handwert, so werden diefe ihr bald feit, die bie der Konferenz vorangegangene Distuffion auszeichnete, bie Sorge abgenommen haben, von den Besitzenden Steuern zu da die Opposition Stalins Richtlinien nichts Grundfäßliches gegen. Der finnische Reichstag ist aufgelöst worden. Die Neuwahlen erheben. überzustellen vermochte. Radet warnte die siegreiche Mehrheit vor wurden auf den 1. April festgelegt. Die französische Verkehrsblockade. Condon, 21 Januar.( Eigener Drahtbericht.) Die französische Regie hat gegen die britischen Behörden im besetzten Gebiet eine Blodade verhängt. Diese Tatsache hat in England allgemeine Erbitterung hervorgerufen. Der„ Daily Herald" schreibt, daß die englisch- französischen Beziehungen im Rheinland einen Bunkt erreicht haben, an dem sie von den beiden Regierungen selbst in die Hand genommen werden müssen, wenn man eine wirklich gefähr liche Lage aus der Welt schaffen wolle. Der„ Daily Tele. graph" weist ebenfalls auf den Ernst der Lage hin und unterstreicht das Versagen der französisch belgischen Eisenbahnregie. Die Morgen- und Abendblätter bezeichnen die von der Regie erlaff: nen Maßnahmen als Bersuch einen Gewerkschaftsbewegung arbellen 600 rbetter, ble von ber brittchen Duftüärbehörde requi- mach bem Inder, der vor dem Donnerstag veröffentlicht wird, me riert wurden. der Lohn fällig ist. Die Arbeitgeber dagegen rechneten nad dem am Donnerstag der Borwoche herausgegebenen In de g. Das Gewerbegericht hat die Auffassung der Ge. hilfen als berechtigt anerkannt und mehreren Klägern, die nach der Auffassung der Arbeitgeber entlohnt worden sind, die rüd ständige Lohndifferenz zugesprochen. Die Briten haben bei dieser Requisition ausdrücklich betont, daß fie nicht daran denken, sich in die Streitigkeiten und Verhandlungen Der Reichsverkehrsminister gegen den Achtstundentag. über Lohn- und Arbeitszeit einzumischen, sondern daß sie nur darauf Die Arbeitszett der Eisenbahner ist, soweit die Arbeiter in bedacht sind, die le benswichtigen Bedürfnisse der Allgemein Frage tommen, durch Reichslohntarifvertrag und soweit beit zu sichern und die öffentliche Ruhe und Sicherheit aufrecht das Personal des Betriebs- und Berkehrsdienstes in Be- zu erhalten. tracht tommt, durch die seinerzeit mit den Spizenorganisationen vereinbarten vorläufigen Dienstbauervorschriften vom 5. August 1922 geregelt. Durch die Arbeitszeitverordnung vom 21. Dezember 1923 und dem Kabinet sabschluß über die Dienstzeit der Reichsbahnbeamten vom 14. Dezeniber 1923 hat sich die RechtsDie lage für das Personal außerordentlich verschlechtert. Eisenbahner stehen unter Ausnahmerecht und fämpfen des halb unter erschwerten Bedingungen um die Aufrechter. haltung des Achtstundentages. Das Reichsverfehrsministerium hat mit Schreiben vom 5. Januar die tarifvertraglichen Bestimmungen über die Arbeitszeit gefündigt und unter Berufung auf den Kabinettsbeschluß über die Arbeitszeit der Beamten den Eisenbahnerorganisationen Borschläge für die Aenderung der Dienstbaueroorschriften zu gehen lassen. Die vorgeschlagenen Aenderungen sind im wesentlichen folgende: Die planmäßige Arbeitszeit des Betriebs- und Berkehrspersonals foll in Zukunft im Durchschnitt a) bei ununterbrochener besonders anstrengender Beschäftigung" 8 Stunden täglich, 48 Stun ben wöchentlich und 208 Stunden monatlich nicht überschreiten; b) im übrigen foll bie Arbeitszeit 10 Stunden an einem Arbeitstag", 60 Stunden in der Woche und 260 Stunden im Monat nicht überschreiten. Die Höchstdauer der Dienstschicht foll von 15 auf 16 Stunden am Tage erhöht werden. Blanmäßige Minderleistungen sollen durch planmäßige Mehrleistungen innerhalb des Ralenderjahres ausge glichen werden. Die Mindeftruhezeiten von 8 oder 10 Stunben sollen beim Zugpersonal bis auf fünf, beim übrigen Bersonal bis auf fechs Stunden gefürzt werden. Außerdem soll die planmäßige Fahrzeit auf der Lotomotive von 8 auf 9 Stun den und unter bestimmten Boraussetzungen über 9 Stunden ohne Festlegung der höchstgrenze ausgedehnt werden. Die Mitwirkung der Betriebsvertretungen soll eine wesentliche Berfchlechterung erfahren. POSTABONNENTEN Wer auch im nächsten Monat Wert auf eine regel mäßige Zustellung des Vorwärts legt und eine Unterbrechung der Zustellung vermeiden möchte, muß die Erneuerung des Postbezuges sofort bei seinem zuständigen Postamt vornehmen. Bezugs preis für Februar 4 Goldmark Vorwärts- Verlag G.m.b.H. " Gehilfen, die nach der Berechnung der Arbeitgeber entlohnt worden sind und ihre Mehransprüche bisher nicht geltend gemacht haben es wird viele solcher Fälle geben, tönnen das mit Hin weis auf den Rechtsstandpunkt des Gewerbegerichts tun. Das gilt aber nur für diejenigen Arbeitnehmer, die dem Arbeitnehmer. verband des Friseurgewerbes angehören, denn nur für diese ist der Tarifvertrag verbindlich. 10 Der Herr Inspektor als- Betriebsrat. Eine eigenartige Auffassung von den Aufgaben eines Betriebs rates hat der Herr Inspektor des Bethanien Rranten. hauses. Obgleich dieser Herr das Recht hat, Einstellungen und Entlassungen vorzunehmen, hält er es nicht für notwendig, sein Amt als Betriebsrat niederzulegen. Man stelle sich vor, der Herr Inspektor entläßt einen Arbeitnehmer, verhandelt mit sich selbst darüber und ringt sich dann, natürlich nach heftigen Seelentämpfen, dazu durch, sich selbst die Zustimmung zu geben. Bei den Tarifver Ein Eine Paarung zwischen Kaninchen und Karpfen. Im November des abgelaufenen Jahres unterlagen die Buchhandlungen mit dem Kartell der privaten und gemeinnügigen An bruder in ihrem Lohntampfe. Wie stets nach solchen Kämpfen, touch. ftalten figt Betriebsratsvorfigender Langde auf der ten auch bei dieser Gelegenheit die bekannten Aasgcier auf, um nach Seite der Arbeitgeber und feilscht mit den Organisationsvertretern um über die Löhne, die den Arbeitnehmern, deren gefeßlicher Beute auszuspähen. Es tildete sich sofort eine gelbe„ Organisation" die fich hochtönend Berufsverbend nationaler Buch- Bertreter er ist, gezahlt werden sollen. Von den Gewerkschafts druder" nannte und unter dem Protektorat des fotfam bekannten vertretern wiederholt auf das Unsaubere und Ungefeßliche seines galben Reichstagsabgeordneten Geißler stand. Natürlich fanden sich Berhaltens aufmerffam gemacht, erklärte Inspektor Langte: Ich ouch einige Berufsgenoffen, die entweder am Rampfe fich nicht be- bin nicht bereit, den gefeßlichen Schuh, den ich als Betriebsrat habe, teiligt haften und deshalb ihren Ausschluß aus der Organisation be- preiszugeben. Deshalb lege ich mein Amt nicht nieder." fürchteten, oder aus Feigheit abtrümig murben. Unter fräftiger Idealmensch, der Herr Betriebsratsvorsitzende, Inspektor Langke! Hoffentlich genügt dieser Hinweis in die Deffentlichkeit, die Ar finanzieller Unterſtügung des Unternehmertums gründete man als Krönung des Gebäudes" auch einen gelben Arbeitsnachweis, der den beitnehmer des Bethanien- Krankenhauses vor ihrem IntereffenBerliner Buchbrucereibefizern feine äußerst tüchtigen Kräfte anbot. vertreter" zu schüßen. Wenn nicht, dann wird man andere Wege Das wurde auch gern angenommen, und es ging die Weifung der gehen müssen. Unternehmerleitung heraus, diesen ungefeglichen Nachweis zu benutzen. Eine Anzahl leitender Männer der Berliner BuchdruckBei den Berhandlungen am 7. Januar über die Dienstvorschriften unternehmer gingen auch sofort mit gutem Beispiel voran, so daß es erklärten die Vertreter der Gewerkschaften, daß sie unter leinen in einigen Firmen schon wegen der Einstellung der Gelben zu Umständen ihre Zustimmung zu einer verlängerten Arbeitszeit geben Konflikten fam. Da in Berlin zurzeit rund 5600 Buchwürden. Sie verlangten, daß die Verhandlungen ausgesetzt und druder arbeitslos sind, ist es verständlich, daß sich einige Ge zunächst über die gekündigten Bestimmungen des Tarifverhilfen fanden, die sich gegen Zahlung von 20 Pf. Einschreibegeld trages verhandelt werden müßte. Diefe Forderung wurde jedoch eintragen ließen, um die versprochene feste Stellung zu erhalten mit der Begründung abgelehnt, daß das Ministerium der Auf- Natürlich hat die Organisation alles getan, um auf gefeßlichem Wege faffung fei, daß umgefehrt verfahren werden müsse. Es wurde und mit allen Mitteln diesen ungefeßlichen Arbeitsnachweis zu umber. außerdem betont, daß der Minister zu seinem lebhaftem Bedauern gezwungen fei, auf die erhoffte und wiederholt erbetene mit. wirtung der Gewerkschaften zu verzichten. Er müsse die er forderlichen Maßnahmen zur Durchführung des Rabinetts. beschlusses von sich aus treffen. binden. # " Zum Kapitel Terrorismus". Zu ter mit dieser lleberschrift versehenen Notiz in Nr. 30 bes Borwärts" erhielten wir vom Arbeiter und Angestelltenrat bes Engelhardt- Konzerns folgende Berichtigung: Es ist unrichtig, daß die Engelhardt- Braueret gegen die Schultheiß- Bagenhofer- Brauerei wegen Berlegung des Arbeitgeberstatuts in bezug auf die Belieferung von Lebensmitteln an Arbeiter und Angestellte eine Klage eingereicht oder veranlaßt haben soll. Wir haben festgestellt, daß die Engelhartt- Brauerel bisher einen berartigen Schritt nicht unternommen hat und auch nicht unternehmen wird und müssen im Gegenteil betonen, daß die Direktion der Engelhardt- Brauerei bisher in jeder Weise der Arbeiter und Angestelltenschaft in der Besorgung von Lebensmittelr zur Seite geftanden hat. Ebenso fand die Arbeitnehmervertretung bei ihren dahingehenden Wünschen das beste Berständnis und die vollste Unterstützung bei der Direktion." Das Rurioseste bei der ganzen Sache aber ist die Zusammenfegung der leitenden Berfonen dieses Nachweises" fowie die poli tische Einstellung derselben und der Propagandisten für diese galbe nationale Organisation". Die Leute waren bis zur Vorwoche die Die Eisenbahnerorganisationen haben beschlossen, den Spizen- fchärfften Gegner der Buchdruckerorganisation und ihrer refor. organisationen über den Stand der Verhandlungen Bericht zu er mistischen Gauleitung, der man oft( noch vor 2 Wochen) ftatten und es diesen zu überlassen, die aus der Sachlage gebotenen Schlappheit den Unternehmern gegenüber und geradezu Arbeiter Es wäre überaus bedauerlich, wenn Arbeiter- oder AngestelltenFolgerungen zu ziehen. Die am Tarifvertrag beteiligten Gemert- perrat vorwarf. Man spielte fich aus Raditalinstis auf, verfchaften wurden sodann vom Reichsverkehrsminifterium zum 15. Ja langte Ablehnung aller Lohnabfommen, renommierte ständig mit räte fich irgendwie Konkurrenzzweden ihrer Betriebe dienstbar muar zu Berhandlungen über die gefündigten Bestimmungen des feiner tommunistischer Parteimitgliedschaft, berief machten. Jedenfalls dürften keine Anschuldigungen erhoben werten, Reichslohntarifvertrages eingeladen. Es wurde ihnen eine Borlage fich ftets auf die guten Beziehungen zur Betriebsrätezentrol in der die etwa auf Bermutungen anstatt auf nachweisbare Tatsachen be unterbreitet, wonach die regelmäßige Arbeitszeit ausschließlich Münzstraße, putschte ständig die Arbeitslofen gegen den Bauvor ruhen. der Baufen 10 Stunden an einem Tage oder 60 Stunden in der stand auf und beorderte sie nach den Tribünen der GeneralversammWoche nicht überschreiten darf. lungen, um dort die bei den Lohnverhandlungen tätigen Kollegen Abwehrkampf in den Berliner Darmgeschäften. Am Sonnabend Die Arbeitszeit der Arbeiter der Ausbesserungswerte, und reformistischen" Redner niederbrüllen zu leffen. Und noch am legten die Belegschaften der Darmgeschäfte Groß- Berlins die Haupt- und Nebenwertstätten usw. soll auf 9 Stunden 2. Januar pöbelte der jezige Haupttaffierer" des nationalen Bun. Arbeit geschlossen nieder. Es fommen zirfa 500 Personen, in der Die Unternehmer wollen die an einem Tage oder 54 Stunden in einer Woche erhöht werden. Die des, Fr. Baarz. in der Generalversammlung den Gauvorstand Mehrzahl Frauen, in Betracht. Arbeitszeit der Arbeiter der Bahnunterhaltung und ber an, well er nichts gegen ben gelben Nachweis getan hate sozialen Bestimmungen des§ 616 des BGB.( Lohnschuh infolge von Holztränkungsanstalten soll ebenfalls 9 Stunden an einem Tage( weil unbekannt und eigentlich noch nicht existierte), bei bem jedoch Krankheit usw.) aus dem Tarif entfernt haben. Der Wochenlohn soll oder 54 Stunden in einer Woche betragen. Für die in der eigent pier Tage später derfelbe Herr Bearg als eifrig- in Stundenlohn umgewandelt werden. Es gibt in Deutschland lichen Bahnunterhaltung tätigen Arbeiter soll die Arbeitszeit zur ft er Agitator und wohlbeftallter Angestellter feine Stadt, wo in dieser Branche Stundenlöhne gezahlt werden, oder wo man den Belegschaften die Zumutung macht, die sozialen wirtschaftlichen Ausnüßung des Tageslichtes in den einzelnen Zeiben auftauchte! des Jahres verschieden bemessen werden fönnen, so daß sich im Eine nette Paarung, die kommunistischen" Agitatoren und die Bestimmungen im Tarifvertrag preiszugeben. Jahresdurchschnitt eine tägliche Arbeitszeit von 9 Stunden nationolen" Basallen des gelben Herrn Geißler! Sie sind einergibt. Außerdem sollen den förtnern, Wächtern usw., bei ander wert, und die Arbeiterschaft wird an diesem Beispiel erdenen bloße Arbeitsbereitschaft vorkomme( 1), die Zeiten der Artennen, welchen Wert die Oppositionsreden so mancher radifalen beitsbereitschaft nur bis zur Hälfte der Dauer auf Phrafenhelden haben und wos aus ihnen wird, wenn das von ihnen bie Arbeitszeit angerechnet werden. Die Dauer der so scharf bekämpfte" Rapital ihnen einen Blah an der Futterkrippe Berräter an ihren Klefsengenossen! Schicht darf jedoch nicht mehr als 12 Stunden an einem Tage oder anbietet 72 Stunden in der Woche betragen. Es wurde ferner mitgeteilt, daß nur für die Ausbesserungsmerte, Saupt- und Schiedsspruch in der Holzinduftrie. Achtung! Metallarbeiter! Die Aufstellung der Listen von ben Mitgliedern, welche anläßlich der Bewegung vom Anfang Januar 1924 auf der Strede geblieben find, find geschlossen worden und können Nachzügler nicht mehr berüdüchtigt werden. Alle Anfragen an unier Bureau, die diefe Angelegenheit betreffen, bleiben unbeantwortet. Deutscher Metallarbeiterverband. Deutscher Holzarbeiterverband. Modell- und Fabriktischler: Außerordent liche Bertrauensmännerversammlung aller in der Metallindustrie und in ben Privatbetrieben beschäftigten Rollegen am Mittwoch abend 7 Uhr bei Balb, Nebenwertstätten der Lohn nach Stunden bemessen Am gestrigen Montag wurde vor dem Schlichtungsausschuß Bflugftr. 5. Die Betriebsräte der Metallindustrie werden ersucht, die Modell werden soll, während für die übrigen Arbeiter Schichtlöhne unter Borsiz des Herrn Gewerberats Körner ein Schiedsspruchtischler ihrer Betriebe darauf aufmerksam zu beite.. eingeführt werden sollen, über deren Höhe nähere Mitteilungen gefällt, welcher eine erhebliche Lobnreduzierung bringt. Für die Berband der Buchbinder und Papierverarbeiter. Galanterie- und Sol noch nicht gemacht werden tonnten. Henning, Alexandrinenstr. 44, Branchenversammlung. Wichtige Tagesordnung, Der Vorstand des Deutschen Eisenbahnerverbandes hat be- Beit vom 1. Januar bis 19. Januar foll nach dem Spruch eine rahmenbranche: Donnerstag nachmittag 4½ Uhr im Graphischen Bereinshaus, tarifliche Vereinbarung ausgeschloffen bleiben. Für die Woche vom welche durch zirkular mitgeteilt wurde. In demselben Gaal abends 74 Uhe schlossen, das Verhandlungsergebnis oder, falls ein solches, wie an 20. bis 26. Januar pro Stunde 60 Pf., vom 27. Januar bis Funktionärversammlung der Bertrauensleute aus den Kartonnagenbetrieben. zunehmen ist, nicht zustande kommt, das Dittat des Ministers den 2. Februar 58 Bf., vom 3. bis 9. Februar 56 Pf. Die Kollegen werden Bes Mitgliedsbuches. Die 2. Woche muß geklebt sein. Um vollzähliges und Berbandsmitgliedern zur Entscheidung vorzulegen. Die Eisenbahner werden zu entscheiden haben, ob sie den ersucht, in den Betrieben hierzu Stellung zu nehmen, damit pünktliches Erscheinen ersucht die Ortsverwaltung. Achtstundentag durch Anwendung des letzten gewerkschaftlichen die Funktionäre der heute abend stattfindenden FunktionärberiammMittels verteidigen oder ob fie fich vorläufig beugen und lung bei Kliem, Hafenheide, entsprechende Richtlinien haben. den Kampf um den Achtstundentag unter günstigeren Bedingungen aufnehmen wollen. Es ist zu erwarten, daß die Eisenbahner den Achtstundentag nicht fampflos preisgeben. Der Streik im rheinischen Braunkohlenrevier. Köln, 21. Januar.( Eigener Drah bericht.) Die Grubenarbeiter im rheinischen Brauntohlengebiet haben am Montag früh, einem Beschluß ihrer Betriebsräte folgend, die Arbeit niedergelegt. Es arbeiten vorläufig nur noch zwei Werke. Auch die Notstands arbeiten werden von den Streifenden verweigert. Die Aus ständischen haben bei allen Werken Streifpoften aufgestellt. Zu Zwischenfällen ist es bisher noch nicht gelommen. Die Ortsverwaltung. Achtung, Kiftenmacher! In einer Berhandlung vor Herrn Gewerberat Rörner ift gestern folgende Vereinbarung getroffen worden: Für die Zeit vom 12. Januar bis 1. Februar ist der Lohn für Maschinenarbeiter 60 Bf., für Riftenmacher 58 Pf.: vom 2. bis 15. Februar für Maschinenarbeiter 58 Pf., für Stiftenmacher 56 Bf Für Silfs arbeiter und andere Gruppen gilt bis zum 18. Januar die bisher üblich geweiene Schlüffelberechnung. Für die fernere Beit follen spätestens am 23. Januar die Lobniäge festgelegt werden. Findet eine Einigung nicht statt. so wird am Freitag, den 25. Januar, vor dem Schlichter weiter getagt. In den Betrieben, in denen die Arbeit niedergelegt wurde, wird am 22. Januar, also heute, die leber die Dauer des Ausstandes läßt sich vorläufig noch nichts Arbeit wieder aufgenommen. Maßregelungen fagen. Unsicher ist jedoch die Haltung der Christlichen. Die finden beiderseitig nicht statt. Die Ortsverwaltung. Belegschaften, soweit sie im christlichen Bergarbeiterverband organifiert find, stehen rückhaltlos auf feiten der Streifenden. Sie Streit um den Lohn der Friseurgehilfen. find auch, entgegen den Beisungen ihrer Zentrale, überall mit in den Streit eingetreten. Auf Kraftwert Fortuna, das Für das Berliner Friseurgewerbe besteht ein für verbind. die Stadt Köln mit elektrischer Energie versorgt, wird der Betrieb lich erflärter Tarifvertrag, nach welchem der Wochennotdürftig mit Beamten und von der britischen Militär- lohn 50 Broz. des Frieden slohnes multipliziert mit dem 80fachen behörde requirierten Arbeitern aufrechterhalten, so Inder der Lohnwoche beträgt. Da bis Ende des vorigen Jahres daß die Stadt Köln vorläufig in ihrer Licht- und Kraftversorgung die Lohnwoche der Friseure von Donnerstag bis Donnerstag lief nicht gefährdet erscheint. Auch auf dem Rheinischen Elettri- und der Wochenlohn am Donnerstagabend ausgezahlt wurde, so war zitätswert, bas als größtes Kraftwerk im befeßten Gebiet das Streit darüber entstanden, welcher Inder der Berechnung zugesamte westdeutsche Industriegebiet mit Strom und Licht verforgt, grunde gelegt werden muß. Die Gehilfen verlangben die Berechnung NEUE A B C Butritt zu beiden Bersammlungen nur für unsere Mitglieder unter Vorzeigung Aus der Partei. Hilfsaktion der finnischen Genoffen. Aus Helsingfors wird uns geschrieben: Der fozialdemo fratische Barteirat hat in feiner legten Sigung das Rundschreiben des Internationalen Sozialistischen Sekretariats betreffs Unter stüßung der deutschen Bruderpartei erörtert und den Beschluß ge faßt, die Organisationen aufzufordern, auf jede zmecdienliche Art Gelder zu sammeln und sie durch Vermittlung des Parteivorstandes den deutschen Genossen zu überweisen. Der sozialdemokratische Frauenverband Finnlands hat für diesen 3wed bereits einen besonderen Aufruf veröffentlicht. Berantwortlich für Politik: Craft Reuter; Wirtschaft: Artur Sateruns; Gewerkschaftsbewegung: F. Eplorn; Feuilleton: R. H. Döscher; Lotales und Sonstiges: Frig Karstäbi; Anzeigen: Th. Glode; fämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchbruceret und Berlagsanstalt Paul Singer u. Co.. Berlin SW. 68., Lindenstraße& Sierzu 1 Beilage. WELTBEKANNTE BATSCHARI QUALITÄTSMARKEN Koch& Leeland führon die besten Fabrikate In Herren- und Damen- Stoffen, Kammgarne, Gabardine Mtr. 8,-, 12,-, 16, Gertraudtenstr. 20/21 Segr: 1893 9 Fiat White Star PUNONNY Eden Nr. 35 41. Jahrgang Beilage des Vorwärts Die preußische Goldmiete. der Nachschußpflicht für Betriebskosten Bürgermeister Ritters Bestattung. Dienstag, 22. Januar 1924 Kinderelend und Schulnot. Eine Protestversammlung gegen den Abbau im Schulwefen. Die vom Bund entschiedener Schulreformer am Sonntag in Berlin veranstaltete öffentliche Bersammlung zum Protest gegen den Schulabbau war gut besucht. An der Kundgebung beteiligten fich Eltern, Lehrer und besonders viele Jugendliche; Behörden schienen keine Bertreter entsandt zu haben. Wie bereits furz berichtet, geht Preußen infolge der Berzöge rung der reichsgefeßlichen Mietenregelung zunächst selbständig in der Mietenfestsetzung vor und führt vom 1. Februar ab im wesent- für den Fall, daß der Vermieter in einem Monat mit den lichen die Goldrechnung. auf Grundlage 15 Proz. nicht austommt. Erspart der Vermieter in einem Monat etwas von den 15 Proz., so muß er den Ueberschuß auf seiner Eröffnungsansprache darauf hin, daß im Schulwesen Als Leiter der Versammlung wies Prof. Paul Oestreich in Friedensmiete ein. Borweg fei bemerkt, daß das Reichs den nächsten Monat vortragen. Hat der Bermieter eine Zahlung ber Abbau die verhängnisvollsten Folgen haben mietengesetz bei dieser Neuregelung ebenso unangetastet bleibt, wie für einen größeren Zeitraum zu leisten, fo muß er den Betrag auf muß. Das neue Leben, das die entschiedenen Schulreformer unseren die preußische Ausführungsverordnung zu diesem Gesetz vom die einzelnen Monate, für welche die Zahlung gilt, verteilen und 4. August 1923; jedoch fallen die monatlich wechselnden örtlichen darf in jedem einzelnen Monat nur den entsprechenden Bruchteil Schulen geben wollen, werde durch die Spar- und Abbaumaßnahmen, Mietzinsfestsetzungen im wesentlichen fort. Die Neuregelung gilt anrechnen. Ergibt sich nach Verbrauch der 15 Broz. ein Fehl. unter anderem durch Entlassungen gerade der jungen Lehrer, verzwangsläufig für ganz Preußen; es bedarf zu ihrer betrag, so fann der Vermieter diesen nach dem Berhältnis der nichtet. Lehrerin Räte Feuerst at schilderte die wirtschaft. Wirksamkeit nur der amtlichen Veröffentlichung, die für Berlin kurz Friedensmiete und nur dann, wenn er den Mietern oder der Mieter- not fich ergebende Erschwerung pädagogischer Ein. Grundmieten umlegen, jedoch nur bis zur Höhe von 3 Proz. der liche Bedrängnis vieler Familien und die aus dieser bevorsteht. Eine Beeinflussung der örtlichen Mietzinsfestsetzungen vertretung den Nachweis der Unterbilanz geführt hat. Für die wirkung auf die Jugend. Die Familie fönne nicht durch durch die Vermieter- und Mieterorganisationen ist fünftig nur verwendung des Instandsetzungszuschlages bleibt der Vermieter die bisherige Schule ersetzt werden, sondern nur durch eine neue noch in zwei Punkten möglich: einmal hinsichtlich der Festsetzung gleichfalls nach weispflichtig. In der Zeit vom 1. bis zum Schule, die dem Kind zur Lebensgemeinschaft wird. Diese der gesetzlichen Untermiete, die den Gemeindebehörden auch 10. Februar fann der Mieter oder die Mietervertretung die Borle- Lebensgemeinschaften, die auch die ganze bisher von der Familie für die Zukunft überlassen bleibt, zum anderen hinsichtlich der An- gung der Abrechnung für das Halbjahr Juli/ September verlangen. getragenen wirtschaftlichen Lasten übernehmen sollen, feien bei einem ordnung, ob der Vermieter oder der Mieter die sog. Schön. Die Nachprüfung ist diesmal durch die Geldentwertung allerdings Schulabbau unmöglich. Das Referat des Landgerichtsrats Dr. Ger heitsvorrichtungen zu bewirken hat. Fallen die Kosten außerordentlich erschwert. Die Schlichtungsfammern beim Miets hard Danziger streifte einleitend die unter dem Zeichen des Abdieser Reparaturen( Tapezieren, Anstreichen oder Kallen der Wände einigungsamt bleiben gleichfalls bestehen und fönnen vom Mieter baues durch bloße Verordnung vollzogene neueste„ Justizreform", und Decken, Streichen der Fußböden, Türen und Fenster in den nicht sachgemäß oder nur zum Teil verwendet oder notwendige ein Schulabbau fich in einer Zunahme der Krimi Er fürchtet, daß angerufen werden, wenn der Vermieter die Instandsetzungsgelder die an den Grundlagen des Rechtslebens rüttelt. Mieträumen) dem Mieter zur Last, so ermäßigt sich der Instand- laufende Instandseßungsarbeiten nicht ausgeführt hat. Für große nalität Jugendlicher auswirken werde. Vom Schulfehungszuschlag entsprechend. Inftandfehungsarbeiten fann das Mieteinigungsamt fünftig auf abbau, der die Klassenfrequenz steigert, den Lehrer überlastet. ErAntrag des Vermieters einen Zuschlag von weiteren 3 Broz. der ziehungsarbeit der Schule fast unmöglich macht, führe ein direkter Friedensmiete festsehen, wenn die gefeßlichen Voraussetzungen dafür Weg in die Säle von Moabit und in die Zellen. der Jugendgefäng gegeben sind. nisse. Die Aerztin Dr. Fl a to w zeichnete ein grauenpolles Bild des Kinderelends in Berlin. Manche Schulkinder haben tein Hemd mehr auf dem Leibe, bei vielen muß der untersuchende Arzt einen entsegenerregenden Körperverfall feststellen, den Die Beisetzung auf dem Gemeindefriedhof Friedrichsfelde. die langdauernde Unterernährung verursacht hat, einzelne Kinder Nach der Trauerfundgebung im Stadthaus( über die wir im aber hindert noch Scham, sich zur unentgeltlichen Speisung zu melden. geftrigen Abendblatt berichteten) wurde die Leiche unseres Genoffen Die erschütternde Noteines hoffnungslos verzweifelnAdolf Ritter auf den Gemeindefriedhof Friedrichsfelde hinausgeleitet. den Mädchens wurde erst voll erkannt, als andere Mädchen dem Auf dem Wege durch Berlin- Ost waren die Straßen gesäumt von Lehrer berichteten, diese Schülerin sage so oft, fie möchte sterben. zahlreichen Personen, die den Trauerzug orüßten. Der Männerchor Der Vater war feit sieben Monaten arbeitslos, und das Knid konnte Lypographia", der auch bei der Feier im Stadthaus mit auf Befragen sich nicht erinnern, wann es zum letztenmal warmes gewirkt hatte, empfing auf dem Friedhof den eintreffenden Zug mit Effen erhalten hatte. Es gibt Familien, die ihre dumpfigen WohGesang. Oberbürgermeister Böß geleitete die Gattin des Verftor- nungen nur heizen können, wenn jemand Kohlen schenkt. In der unbenen an die Gruft.„ Ein Sohn des Boltes will ich fein gebeizten Stube bleibt für die Frierenden das Bett der einzige vor und bleiben!" flang es über die Gräber, als der Sarg ein Kälte notdürftig schützende Schlupfwinkel, in den sie schon am Tage gesenkt wurde. Die im Zuge mitgeführten Kränze wurden mit furzen sich verfriechen. Die Folgen dieser Leiden durch Hunger, Kälte und Widmungen niedergelegt. Die Kranzspende des Magistrats über. Schmuh sind Zunahme der Säuglingssterblichkeit, der Tuberkubrachte Oberbürgermeister Bö B. Für den Deutschen Bekleidungslose und anderer Krankheiten bei Schulkindern. Im Zusammenhang arbeiterverband legte Genoffe Blettel einen Stranz nieder. In mit der förperlichen Berfommenheit steht die seelische Abge. Abschiedsworten für Ritter erinnerte er an die Zeit, wo Ritter in die stumpftheit, die sich bei den unglücklichen Kindern bemerkbar emertichaftsbewegung eintrat. Damals erforderte es macht und ihre Entwicklung hemmt. Lehrer Hermann Kölling sehr viel Mut und Opferfreudigkeit, den Kampf für die Rechte schilderte, wie schon jetzt die Schule unter den überall in ihr zutage der Arbeiterflaffe zu führen. Ritter widmete später seine tretenden Mängeln leidet. Kommt dazu noch Erhöhung der Klassen. Arbeitskraft dem Gebiet der Kommunalverwaltung, aber frequenzen, dann fönnen die Schulreformer den Gedanken der seiner Gewerkschaft blieb er ein treuer Berater. In den Reihen, Arbeitsschule zu Grabe tragen. Studienrat Dr. Heinrich aus denen er hervorgegangen ist, wird Ritter nicht vergessen werden. Müller rief auch für die höheren Schulen zum Kampf gegen den fozialdemokratischen Gesamtpartei und des Borstandes der daß der Schule die Junglehrerschaft erhalten fozialdemokratischen Parteiorganisation Groß- Berlin. bleibt. Auch in der Ausschließung der verheirateten Lehrerin Er gedachte der opferfreudigen treuen Arbeit Ritters im Dienft des sieht sie einen Berluft für die Schule. Oberstudiendireftor Dr. Goldaufammen 80 Pro Proletariats. Kranzspenden wurden noch niedergelegt durch Ver- be d erhob Einspruch dagegen, daß über das Wohl der Schule treter der Bewertschaftsfommission und mehrerer Ge- die Rücksicht auf die Finanzen entscheidet. Da aber in Berlin die Schönheitsreparaturen von dem zu werkschaften, des Krankenunterstüßungsbundes der Schneider, des wollen, schloß er, der Jugend einen Tempel bauen und dulden nicht, schlage ausgenommen sind und den Mietern obliegen, so ermäßigt 1. Kreises und der 3. Abteilung der Sozialdemokratischen Partei- daß man jetzt sein Fundament zerstören will. sich der Zuschlag für laufende Instandseßungsarbeiten um 4 Proz auf 6 Proz., so daß in Berlin insgesamt nur 26 Bro. Zuschlag zur neten frattion, des Gesamtbetriebsrates der Stadt, des Werbe- ferate angenommen organisation Groß- Berlin, der sozialdemokratischen Stadtverord Einstimmig wurde enie Entschließung im Sinne der ReSie fordert von Regierung, Behörden und Friedensmiete im voraus zu zahlen find. Bei 20 M. monatlicher Friedensmiete in einem einfachen Hause find demnach 5,20 m. ausschusses der fozialdemokratischen Beamten, der Parteigenoffen bei Barlamenten, zu begreifen, daß die Jugend nicht mit bureaukrati Monatsmiete am 1. Februar zu zahlen. In Häusern mit be. ber Feuerwehr, der Konsumgenossenschaft, des Berlages und der schen Betrieben oder mit Sachgüterwirtschaft gleichgestellt werden Die Grundmiete ( Rapitalzins, Rente) wird wie bisher berechnet und in Papiermark gezahlt, so daß ihr Betrag derart gering ist, daß ihre Einziehung wie in den Bormonaten mangels so fleinen Papiergeldes praktisch nicht möglich ist. Damit fommt die Tatsache zur Geltung, daß der Kapitalzins bei der Miete infolge der Geldentwertung überhaupt nicht mehr in Betracht kommt, solange nicht eine Aufwertung der Hypothekenforderungen erfolgt ist. Ueber diese für die fünftige Mietpreisentwicklung außerordentlich bedeutungsvolle Frage hat das Reichskabinett noch nicht beschlossen. Kommt auch nur eine teilweise Aufwertung zustande, so müssen die Mieter aus ihrem Arbeitsein kommen die entsprechenden Zinsen aufbringen, eine wenig erfreuliche Aussicht in einer Zeit größter Arbeitslosigkeit und start ver minderten Arbeitseinkommens. Ueber diese Frage ist aber noch nicht das letzte Wort gesprochen. Am 1. Februar fommt jedenfalls die tatsächliche Zahlung einer Grundmiete nach dem gegenwärtigen Stand der Dinge nicht in Frage. Die Zuschläge. Die Goldmartrechnung tommt dagegen bei den zu Die Goldmartrechnung fommt dagegen bei den Zu fchlägen voll zur Auswirkung. Die Buschläge finb für ganz Preußen gleichmäßig in Hundertfähen der Friedensmiete auf Goldmartbafis festgesetzt worden. Auch die Betriebstoften, bie bisher ein zeln umgelegt wurden, werden vom 1. februar ab mit einem be. stimmten festen Satz bezahlt. Die Zuschläge betragen: 1. für Verwaltungstoften, Zinssteigerung und Steigerung " der Kosten für die Erneuerung der Grundstücksbelastung 5 Proz. Genosse Künstler überbrachte die Kränze des Vorstandes der zerstörenden Abbau auf. Oberlehrerin Lydia Stöder forderte, 2. für die Kosten der laufenden Instandsetzungsarbeiten einichl. der Schönheitsreparaturen 3. für die Betriebskosten. • . 10 15 " " fonderen Einrichtungen oder mit Nebenleitungen sind von der Friedensmiete vor der Berechnung der Zuschläge in Abzug zu. bringen: 9 Proz. für Sammelheizung, 3 Proz. für Warmwasser versorgung, 2 Broz für Fahrstuhlbenugung, 2 Broz. für Spiegel glasversicherung und 2 Proz. für Lieferung von Wasserkraft, Elektrizität, Dampf, Breßluft u. dgl. Neu eingeführt wird eine எ ( Nach brud durch Malit- Berlag, Berlin.) Der Bürger. Von Leonhard Frank. Mitten in das stürmische Gelächter hinein fragte Jürgen zögernd:„ Drückt dich auch alles so? Ich meine, deinetwegen und auch wegen der anderen. Das ganze Leben, so wie es ist? „ Gebetet, gebetet ham se nicht!" Redaktion des„ Borwärts". Der Ankauf von Reichsfilbermünzen durch die Reichsbant er fogt bis auf weiteres zum 400 milliardenfachen Papier. martbetrage des Nennwertes. Ueber den Ankaufspreis der Reichsbant für Gold erteilen sämtliche Reichsbankanstalten be reitwilligst Auskunft. voller, daß er nur fimulierte. Denn wie muß es ihm ergangen fein. Bestürzt über seine Gedankenlosigkeit, rannte er zurück. Der Platz war leer, die Bogenlampe zischte nicht mehr, leuchtete ruhig und weiß. Jürgen lief umher, suchte vergebens, stand wieder vor dem Banthause und sah die erhabenen Buchstaben an. Deutlich sah er den Bettler liegen. Beim Sang der Nachtigallen Ist Urselchen gefallen. Wohl über große Steine?" ,, Nein über, nein unter Karlchens Beine!" „ Unsinn! Ich bitte dich, was soll denn drücken! Der schallte der Gesang vom Klubzimmer herunter. Kragen, der Schuh drückt!" Er streckte den Fuß vor:: Wirt- ,, und darin geht man vorüber, hinauf in den Klub, und lich, beinahe jeder angemessene Schuh drückt. Aber elegant, fingt so ein Lied. Wie furchtbar!... Nun, und jetzt?" was? Uebrigens, ich spihe einmal hinauf. Barte du hier." fragte Jürgen, ging weiter. Jit wieder etwas dazu gelom Da drehte Jürgen fich elefantenhaft langsam und ging men, zu allem anderen? Man muß unausgefeßt wach tavon, bis zu der Ansammlung waldlaubbehangener Sonn- fein, bis man zu etwas Schlechtem gar nicht mehr fähig ist." tagsausflügler, Kleinbürgerfamilien, Ladenmädchen mit ihren Das war ein Gelübde. Freunden, die, verstaubt, verschwiht und grün, stillgeworden Da hatte er einen Gedanken, der ihn so erleichterte, daß unter der zischenden Bogenlampe standen und den Anblic er, obwohl es Sonntag und zehn Uhr abends war, die Hauseines Mannes auf sich wirken ließen. Der lag, Augen gefchloffen, schwer atmend, Schaum auf glode des Lackierermeisters zog. Gewiß, Sie haben recht. Es hätte selbstverständben Lippen, langgeftredt im Staub, vor einem Bankhause, auf deffen Schaufenster erhabene Goldbuchstaben verkündeten: lich auch bis morgen Zeit gehabt; aber ich ging gerade hier Kapital und Goldreserven 500 Millionen. Der Kleinbürger mit dem Biegenbart sagte energisch: Epileptischer Unfall! Man muß die Daumen herausziehen. Dann vergeht der Anfall." Sofort streifte der Mann mit einem blißschnellen Blid die über ihn gebeugten Gesichter und richtete sich, von zehn Armen unterstüßt, figlings auf, ließ den Kopf hängen:" Das macht alles nur das Elend. Ich wollte mit der Straßenbahn fahren, hatte aber das nötige nicht... Alles nur das Elend! Jürgen wurde von Efel gepact. Er simuliert, dachte er und stieß brutal durch den Kreis. Ein Erlebnis aus seiner frühen Jugend stieg auf. Auch damals lag auf dem Pflaster ein Mann: jung, mit eleganter, blutiger Wäsche, strenggebügelten, großfarierten Hosen, Brillantringe an den Fingern und Schaum auf den Lippen. Die seidene Beste ist aufgerissen, die Brust freigelegt. vorbei Wir tann. Sie verurteilt den Schulabbau, verlangt Neubau des Bildungswesens und nennt als besten Weg zur Aufbringung der Mittel die Einführung einer gerecht gestaffelten Schulsteuer. Am Sonnabend hatte die Berliner Ortsgruppe des Allgemeinen deutschen Lehrerinnenvereins in einer von Lehrerinnen und Eltern stark besuchten Versammlung die Gefahren In Gliedern und Gelenken unbeherrscht wie ein junger Hund, langgeworden und immer so unruhvoller Eile, daß der vorüberhängende Körper einen schlotternden spizen Winfel zum Boden bildete, stolperte Jürgen in die Jünglingstage, in feinen siebzehnten Frühling hinein, fragenden Blickes be= ständig und vergebens in sich selbst und bei der Umwelt fuchend nach der erlösenden Antwort. Maiwind und Spiellust wehten gepflegten, langbeinigen Mädchen, die im öffentlichen Park ihren Reifen nachjagten, die Röcke bis zum Kinn. Seidenblauer Frühlingshimmel war über Tulpen- und Hyazinthenbeete, billardglatte Rasenflächen und knospende Baumkronen gespannt. Alte Gouvernanten sahen rosig aus. Unschlüssig, ob er, wie auf dem Wege hierher, ziellos weiter eilen oder verweilen solle, blickte Jürgen sich um, sog den Blumenduft ein. Wind schüttelte die langen, störrischen Botteln. Einige Male mußte er fie aus der Stirn streichen, um die fünfzehnjährige, in den Schultern noch ecige Ratharina Tochter des Universitätsprofeffors Lenz- betrachten zu können, die, sichtbar vom Leben schon gezeichnet, fremden Blides die jubelnden Kinder beobachtete, bis sie Jürgens unverwandten Blick fühlte. Da sah sie erst in den Teich, wo alte Karpfen und armlange Goldfische aus den Schlinggewächsen langsam zur Wasseroberfläche zogen, langsam wieder in die Tiefe, und las dann weiter in dem Buch. Also, was für eine Tafel foll ich denn schreiben?" Die schenkeldicke Fontäne überholte unaufhörlich sich selbst. erwünscht", geht auch nicht. Schreiben Sie " Betteln gestattet", geht nicht, dachte Jürgen. Betteln Die Himmelsbläue über ihr sprang mit. auf eine Mit gemachtem Interesse betrachtete Jürgen Bäume, Teich, Fontäne und umkreiste dabei in immer kleiner werdendem hübsche Tafel:" Hier wird Armen gegeben"." " Und die willst du wirklich aufhängen? Du wirst dich Abstand die Lefende, deren ganzer Körper, obwohl sie reglos faß, sichtbar spröder wurde, je näher Jürgen fam. wundern, mein Junge." Unvermittelt und aus noch fünf Schritt Entfernung:„ Das. find Karpfen, richtige Karpfen. Man kann sie- effen." heimlich dumm, daß ich das sagte, dachte er und setzte fich. Sie las weiter, das Gesicht interessiert schief gestellt zur Buchseite. ,, Nein, die anderen werden sich wundern." " Das wird wahr sein! Nun, also wie denn?... Weiß auf schwarz? Oder schwarz auf weiß? Man kann auch etwas Farbiges machen. Oder Goldschrift?" " Vielleicht Gold auf schwarz?" Schön. Macht sich gut " " Hier wird Armen gegeben", nicht wahr? Mein Gott, so einen Unsinn hab ich auch noch nie geschrieben, kannst du mir glauben." Mit Hilfe des Dienstmädchens nagelte Jürgen die Tafel am Gartenzaun fest, an der Rückseite des Hauses, wo die Tante selten hinkam, und gab dem Dienstmädchen Geld. Wird das für einen Monat reichen?" 11 Bei dem war der Schaum blutrot. Die offenen Augen starrten gläsern. Das war echt und entsetzlich; der vorhin hat fimuliert.. Aber wie furchtbar muß es ihm ergangen sein, bis er sich entschloß, so schamlos Theater zu spielen, sich der Die goldenen Worte Hier wird Armen gegeben" glänzmaßen zu demütigen vor den vielen Menschen Es wird ten schön. Darunter hatte Jürgen einen Beftel geflebt, auf ja vollkommen gleichgültig, ob feine Krankheit echt oder nur dem stand 3mischen neun und elf Uhr vormittags". Das fimuliert war; im Gegenteil, es ist unendlich viel grauen- l war die Zeit, während der die Tante täglich in der Kirche faß. " UnDa traf sein ratlos bittender Blick zusammen mit ihrem, in dem frühzeitige Bewußtheit noch mit Mädchenschen zu tämpfen hatte. Als ob diese dunkle Last der Bewußtheit, die wie das zukünftige Ich in ihrem Blick stand, losgespalten von der lieb lichen Kindlichkeit, mit der sie den Rock über die Knie hinunterzupfte, in Jürgen das Gefühl erschlossen hätte, ihr schickfalsverwandt zu sein, empfand er das erstemal in seinem Leben ganz plötzlich rückhaltloses Vertrauen. Dies fam mehr in Blid und Ton zum Ausdruck, als in seinen Worten. ( Fortfegung folgt.) B des Schulabbaues für die Mädchenschule erörtert. Die GU Bereinsvorsitzende Lehrerin Bedmann Hamburg wies in ihrem Referat darauf hin, daß dem Abbau besonders die Lehrerinnen zum Opfer fallen werden. Eine sich gegen diesen Plan wendende Entließung fordert, daß in Erziehung und Unterricht der Mädchen ber Frauen einfluß nicht beschränkt werde. Erhöhung der Zeitkartenpreise. Im Stadt, Ring- und Borortverkehr von Berlin und Hamburg- Altona wird der Preis für die Monatstarten der ersten Preisstufe auf 8 M. für die 2. Klasse und 5 M. für die 3. Klasse heraufgefeßt, der sich für die 2. Klasse in den nachfolgenden beiden ersten Breisstufen um je 2 M., von da ab um je 1,50 M. und für die 3. Klasse gleichmäßig um je 1,50 M. in jeder folgenden Preisstufe erhöht. Die Schülermonats tarten, Wochenfarten und Kurzarbeiterwochenfarten dieser beiden Verkehre werden nach den bisherigen Grundsätzen berechnet. Die heute für viele Lohn- und Gehaltsempfänger sehr empfind fiche Erhöhung wird amtlich folgendermaßen motiviert: Als die Personentarife mit dem 1. November 1923 auf Goldmart umgestellt wurden, waren Gehälter und Löhne noch nicht auf Goldmart bafis aufgebaut. Um dem Wirtschaftsleben Zeit zu lassen, sich auf bie Goldrechnung umzustellen, waren die Preise für Zeitkarten, Arbeiter- Rückfahrkarten und Schülerfahrkarten vorübergehend um 50 Pro3. ermäßigt worden. Es sollen daher die Monats farten des Fernverkehrs anstatt nach 20 vom 1. Februar d. J. ab nach 25 Einzelfahrten berechnet werden. Die Schülermonatstarten werden nach wie vor zur Hälfte, die Wochenkarten zum 4. Teil des Monatstartenpreises und die Kurzarbeiterwochenfarten nach 3 Einzelfahrten festgesetzt. Bei einer Mindestbenutzung der Mona starten zu 52 Fahrten im Monat, der Wochenkarte zu 12 Fahrten in der Woche beträgt die Ermäßigung immer noch 52 Broz. und 48 Proz. Die Arbeiter und Schülerrüdfahrtarten genießen wieder wie früher eine Ermäßigung von 50 Proz. gegen über den regelmäßigen Fahrpreisen. Von der Aufhebung der Ber günstigung, daß Kurzarbeiter, die nur an einem Tage in der Woche arbeiten, für die Hin- und Rückfahrt eine einfache Fahrkarte 4. Klasse benutzen dürfen, wird einstweilen abgesehen. Neue Fälschungen des preußischen Dollars. Aufruf zur Einlösung. In den letzten Tagen sind neue Fälschungen der Notgeld fcheine des Freistaates Preußen über 4,20 Goldmark= 1 Dollar nordamerikanischer Währung lautend, aufgetaucht, die teils auf gewöhnlichem Papier ohne Wasserzeichen, teils auf solchem mit uns richtigem Wasserzeichen( in sich verschlungene Quadrate an Stelle des Sternschatten- oder Schlangenlinienmusters) gedruckt sind. Der Kriminalpolizei war es gelungen, die Hersteller der anfangs des Monats aufgetauchten Fälschungen der Preußischen Dollarscheine schon nach wenigen Tagen zu ermitteln und zu verhaften. Auch für die Ermittelung der Hersteller der neuen Fälschungen wird wieder eine Belohnung bis zu 2000 Goldmart ausge. feht. 3weddienliche Angaben nimmt die Falschgeldstelle bei der Reichsbant( Kriminalfommissar von Liebermann) entgegen. Der Preußische Finanzminister hat deshalb durch amtliche Befanntmachung die Notgeldscheine über 4,20 Goldmart= 1 Dollar nordamerikanischer Währung lautend, mit sofortiger Wir fung zur Einlösung aufgerufen. Die Einlösung erfolgt binnen Monatsfrist bei der von der Generalstaatstasse hier. für besonders eingerichteten Umtauschstelle( Notgeldstelle des Breußischen Finanzministeriums bei der Hauptverwaltung der Staatsschulden, Berlin, Oranienstraße 103-106). Die Gültigkeit und der Umlauf des übrigen preußischen Notgeldes bleibt von diesem Aufruf unberührt. Arbeiter- Sport A Jugendschwimmfest. Fichte 25- Spandau( Polte- Hoppe). Frauen: 11-11%, Fichte II- Spandau ( Wedding). Die Resultate find fofort nach dem Spiel durch den Schieds. richter an Genossen M. Richter, Reinideudorf, Sommerstr. 14, zu senden. Die Aniündigungen der Spiele erfolgen Dienstags, die Resultate Freitags im Vorwärts". " Ausschreibung des SV.„ Vorwärts" Berlin 1897. Das am Sonnabend, den 8. März abends 8 Uhr und Sonntag, ben 9. März, nachmittags 3 Uhr, im Stadtbad Neukölln, Ganghoferstraße, statt 5. Jugendlagen kafette, 6. 4X50 Meter; Am letzten Sonntag veranstaltete der 6. Bezirf im 1. Kreis des Arbeiter- Turn- und Sportbundes in der Badeanstalt an der Schillingsbrüde fein erstes Jugendfchwimmfest. Dem Starter stellten sich etwa 200 Teilnehmer, ein Beiden starten NachCharlottenburger, der unter den Klängen des Belle- Orchesters" findende lokale Schwimmfest ficht folgende Konkurrenzen vor: Song wuchses der Groß- Berliner Bereine. Ein netter Kinderreigen der geschwommen wurde, eröffnete das leider nur mäßig besuchte Fest. abend: 1. Eröffnungsstafette, 6 × 50 Meter bel.; 3. Damenbruststafette, 4 × 50 Im flotten Tempo widelten sich dann die Wettkämpfe ab. Bier Meter; 4. Männerrüdenschwimmen, Alaffe B, 100 Meter, Pflichtzeit 1,38; Hauptwettkämpfe für Männer und Rettungsvorführungen, ausges 4 × 50 Meter; 8. Männerfchwimmen bel.' 100 Meter, Pflichtzeit 1,30; 9. Streden weibliche Jugendbruststafette, führt vom S.V. Vorwärts", vervollständigten das Programm. Ins- tauch stafette, 4 × 25 Meter; 10, Goringen, Klasse B, Schraube mit Anlauf, gesamt wurden 23 Konkurrenzen ausgetragen. Der Stil der Vor- Arme hoch 3 Meter, Galio vorwärts, Stand' porlings mit Anlegen der führungen und die errungenen Zeiten zeugten von bestem Wollen. Arme 1 Meier, ½ Fußsprungschraube mit Anlauf und Anlegen der Arme 3 Meter und ein Rürsprung; 11. Männerschwimmen, bel. 200 Meter; Man fah, mit welchem Eifer die Jugend bei der Eache war. Im 12. Männerseitefchwimmen, 100 Meter, Pflichtzeit 1,30; 13. Damenhüh ſtafette Tellertauchen holte der Sieger 16 Teller von 2½ Meter Tiefe 3 × 50 Meter; 14. weibliches Jugendrildenfchwimmen, 100 Meter; 15. Männeran die Oberfläche. Das Männerspringen holte sich Nachtigall bruftsd wellstafette, 50, 100, 200, 100, 50 Meter; 16. Jugendwasserballspiel( EinTabung). Sonntag: u. Männerlagenftafette, 4X50 Meter; 3. Jugendstafette, Vorwärts mit 1% Bunften Vorsprung vor Köhler Neubel, 4x50 Meter; 4. Mädchenrückenschwimmen, 50 Meter; 5. Knabenlagentölln. Hier war bei allen Springern eine leichte Befferung feft- stafette, 4X50 Meter; 6. Springen, Klaffe&( 43), Ropfhechtsprung mit An zustellen. Die lange Strede gewann wiederum Götte- Neukölln legen der Arme aus dem Stand ridlings 3 Meter, Salto vorwärts, Stand rüdlings mit Anlegen der Arme 3 Meter, 2 Pflichtsprünge aus B, 2 Pflichtüberlegen. fprünge aus C und ein Kürsprung; 7. Alte- Herren- Stafette über 35 Jahre, Als sportlich großes Ereignis folgte dann das Männerwasser- 3 × 50 Meter; 8. Demenrüdenschwimmen, 100 Meter;; 9. männliches Jugend ballspiel Vorwärts"( Bundesmeister) gegen Neukölln fhwimmen, bel. 100 Meter: 19. Große Stafette, 50, 100, 150, 200, 150, 100, 50 Meter bel. für Männer; 11. Wafferscherze; 12. Knabenbruststafette, 1. Mannschaft, die sich in letzter Zeit nach erfolgter Umstellung fehr 4 × 50 Meter; 13. weibliche Jugendlagenftafette, 350 Meter, Bruſt, Rücken, gut eingespielt hat. Besonders fiel hier der Torwächter auf. Das Sh: 15. Jugendbrustschwimmen, 50 Meter für Vereine ohne Winterbad; sehr flotte Spiel wurde von Selchow Lichtenberg gut ge- 16. Reigen; 17. Männerbruftfchwimmen, 100 Meter, Alaffe A, Pflichtzeit 1,35; 18. Knabenhühschwimmen, 50 Meter; 19. Jugendbrustschwellstafette, 50, 100, 150, leitet Unentschieden( 2: 2) war bis zur Halbzeit des Resultat. Jetzt 100, 50 Meter; 20. Männerwasserballspiel( Einladung). Allgemeine Bestim holten die Spieler des Vorwärts" auf, so daß fie am Schluß mit mungen: Die aufgeführten Nummern find offen für alle Bundesvereine, während 6: 4 Toren Sieger blieben. Es folgte dann noch ein Jugendspiel, die fehlenden Nummern unserer Gruppe Süden vorbehalten bleiben. Die AWO. des A.-T. u. Sp.-B. ist bestimmend für die Wettkämpfe. Die Bahndas die freisbeste Mannschaft feststellte. Auch hier war Borwärts länge beträgt 25 Meter, die Breite 10 Meter. Start aus der Schwimmlage. Bretter mit 3: 1 Sieger. Abstoßen im Tiefen und Flachen gestattet. Aufstehwende verboten. 1 und 3 Meter hoch. Federung normal. Wassertiefe 3 Meter. Stidtag file Knaben rnd Mädchen 10. März 1910, für Jugend 10. März 1907. Startende haben sich 2 Nummern vor ihrem Wettkampf zu melden, andernfalls das fchluß und Eröffnung am 23. Februar, abends 8 Uhr, bei Masello, Lichten Recht zum Start erlischt. Den Ordnern ist unbedingt Folge zu leisten. Meldeberg, Hauptstr. 6. Kompfrichter bitte mitmelden. Melbungen sind zu richten an den Schwimmgenossen Otto Klemd, Berlin N. 4, Bergstr. 68. F " SP em. Bahnlänge. 21 Meter. Resultate: Männliche Jugendftafette, 4X2 B.: Mädchenbrustschwimmen, 1. Borwärts 1 2,02; 2. Neptun- Lichtenberg 2,05%. 46 Get. Knabentüdenschwimmen, 4 B.: 1. Milfreit- Neukölln 1,24; 2. Güring 2 B.: 1. Schöneberg- Vorwärts 44 Sek.; 2. Roffier- Vorwärts und Schide- Neptun Welle 1,31. Weibliche Jugendftafette, 3X2 B.: 1. Neukölln I 1,54%; 2. Vor märts 1,58%. Männliches Jugendfeiteschwimmen, 4 B.: 1. Jastulsti- Neu tölln 1,18%; 2. Gtaege 1.15. Mädchenrückenschwimmen, 2 B.: 1. Gaeger 44 Get.; 2. Kuphal- Borwärts 47% Get. Saup schwimmen für Männer, 20 B.: 1. Göffe Neuföln 6,19: 2. Dahle- Neukölln 6,52; 3. Sampe- Borwärts 7,01. Männliches Jugendbruftschwimmen, 4 B.: 1. Frant- Vorwärts 1,15%; 2. Neu mann- Charlottenburg 1,15%. Weibliches Jugendichwimmen. 2 B. bel.: 1. Ma. fuhr- Neukölln 33%; 2. Gubisch- Neukölln 84%. Knabenbruffschwimmen, 4 B.: 1. Dietrich- Neuföln 1.30; 2. Teubert- Welle 1,30%. Männliches Jugen fchwimmen, 4 B.: 1. Kommatomsfi- Borwärts 1,07%; 2. Frohn- Neukölln 11.07% Kombinierte Kinderftafette, 6X2 B.: 1. Vorwärts 4 10; 2. Reukölln 4,11%. Gruppenftafette für Männer, 4X2 B.: 1. 1. Gruppe 1.47%; 2. 5. Gruppe 1,52. Sellertauchen: 1. Klein- Neukölln 16 Teller; 2. Steppat- Charlottenburg 14 Teller. Männerforingen( 6 Sprünge):. Rechticall- Bormäris 42% Puntte; 2. Köhler Neukölln 41% Punkte. Beiblich's Suger brustschwimmen. 4 B.: 1. Boer Neukölln 1,22%; 2. Chriftophei- Borwärts 1,20%. Männliche Jugendlagen stafette, 4X2 B.: 1. Borwärts I 2,14; 2. Neukölln 3,16%. Handball Groß- Berlin. Kreislehrstunde file Männer, Frauer- und Jugendturnwarte am Sonntag, den 27. Januar, in Treptow, Bouchestraße. Arbeiter- Turnerbund, 1. Kreis. Nachdem nun allen Bundesgenossen ber Kreistag am 23. März bekannt ist, wird auf die Ablieferung der Kreisbeiträge aufmertfam gemacht; dieselben betragen pro Ropf über 17 Jahre 30 Pf. er nicht bezahlt, fann fein Stimmrecht ausüben. Alle Beiträge find an den Streistaffierer Balter Mertner, NO. 55, Jablonstifte. 28( Poſtſched 153 068) zu richten. Arbeiter- Turn- und Sportbund, 1. Kreis, 5. Bezirk. Am Donnerstag, ben 31. Januar, abends 7 Uhr, findet im Lokal von Hermann Bollenbach, AltGtralan 9-10, eine Sigung aller Bereins refp. Abteilungsspielwarte ftatt. Alle Spielerpässe des vorigen Jahres müssen eingesammelt werden und mit den Mannschaftsmeldungen, die für dieses Jahr für Fauftball, Sandball und Schlagball o. E.( evtl. auch Raffball, menn genügend Mannschaftsmeldungen eintreffen) in Frage kommen, an mich eingefandt werden. Angeführte Spiele gelten für Männer, Frauen und Jugend( für Frauen noch Trommelball). Um Sertlimer zu vermeiden, wird darauf hingewiesen, daß die Groß- Berliner Serienspiele am 27. Januar. Gruppe Cid, Plag Menton, Straße 47 am Handballferie noch vor den Bezirksspielen ausgetragen mird. Meldeschluß Dammweg: Männer: 9-10, Nevtölln 4. Abt. 11- ASC. 11( Krüger- Dehmel); ist am Tage der Eigung. Jede Mannschaft muß einen Schiedsrichter mit10-11, Fichte 22 1- AGC.( Stephan- Kahle). Jugend: 11-12, Neukölln melden. Erwin Storr, Berlin- Stralau, Alt- Stralau 46b I. 1. Abt. I- Fichte- Sub( Möllmer- Eide). Männer: 1-2, Neukölln 1. Abt. I- Arbeiter- Sport- und Kulturfartell, 5. Verwaltungsbezirt( Friebris shain). Fichte- Sub( Grams- Maffenth); 2-3, Neukölln 4. Abt. 1- Fichte- Off( Fahle Sonnabend, den 26. Januar, abends 7 Uhr, Sigung bei Mechler, Boghagener Reiber). Jugend: 3-4, Neutölin 4. Abt. 1- Groß- Berlin- Süden( Neukölln). Straße 114. Seder im 5. Bezirk zuständige Turn, Sport- oder Kulturverein Blas Echoneberg, Dominicusplak: Jugend: 10-11, Schöneberg- Wildau( Groß muß unbedingt einen Vertreter entfenden. Sämtliche Anschriften an den BorBerlin- Süden). Frauen: 1-11%, Groß- Berlin- Süden- Fichte- Süd( Schöne figenden S. Kirdmann, D. 34, Weidenweg 44. berg). Männer: 11%-12%, Groß- Berlin- Gülden I- Wildau I( Neukölln 4. Abt.). Arbeiter- Sport- und Kulturkartell, 1. Bezirk. Am 30. Januar, abends Play Hohenschönhausen, Sommerstrake: Männer: 9-10, Fichte- Oft II- 7 Uhr, findet in der Schule Gipsstraße die aweite KartellbelegiertenverfammWedding II( 22. u. 25. Abt.); 10-11, Fidhte 25 I- Fichte 22 11( Fichte- Oft lung ftatt. Bir bitten elle die in Frage kommenden Bereine, einen Delegierten Wedding). Gruppe Norb. Blak Weißenfee, Rennbahnstraße: Männer: zu entfenden. Wichtige Tagesordnung. 1-2, Weißenfee I- Groß- Berlin- Norden( kelsch- Schwarz); 2-3, Fichte 25 I- Arbeiter Sportartell, 9. Bezirk( Wilmersdorf). Donnerstag 7 Uhr auf dem Fichte 16 1( Dittmann- Becker): 3-4, Heiligensee- Moabit( Dall- Genth). Turnplah der Freien Turnerschaft Wilmersdorf, Württembergische Straße, egenuen: 2-3, Bedding- Spandau( Tegel). Männer: 3-4. Bedding- laffungsfeier, Kartellfeit, Beitragsfestſekung usw. Alle Mitalieber der ange Blas Reinidendorf, Echarnweberstraße: Jugend: 1-2, Wedding- Spandau Kartellgeneralperfammlung. Borstondsneuwahl, Schulent Spandau( Tegel). Gerienspiele am 8. Februar. Gruppe Süd: Plak Marien- fchloffenen Bereine find mit Ausweis( Buch) teilnahmeberechtigt. borf, Fichte- Play an der Rennbahn: Männer: 9-10, Neutollit 1. Abt. 1- GroßEin Schädling der Presse. Berlin- Süden I( Möllmer- Cide); 10-11, AGC. I- Fite- Sild I( Krüger- Dehmel). Jugend: 11-12, Fichte- Süd- Neukölln 4. Abt.( Ewend- Butter): Männer: Zuchthausstrafe von einem Jahr für Arthur Keil. 2-3, Wilmersdorf I- Neukölln 4. Abt. 1( Grams- Maffenth). Jugend: 3-4, Neukölln I- Schöneberg I( Neukölln 4. Abt.). Plaz Hohenschönhansen, Der vielgenannte Herausgeber verschiedener Standalblätter, Sommerstraße: Männer: 9-10. Fichte- Oft i- ase. II( Müller- Fettschlag); Arthur Keil, hatte sich gestern wieder einmal vor Gericht zu vers 10-11, Fichte Oft I- Wildan I( Stephan- Rahle). Jugend: 11-12, Groß- Berlin antworten. Reil befindet sich bereits seit bald zwei Jahren in Haft, Gülben Bildau( AGC.). Männer: 12-1, Neukölln 4. Abt. Il- Fichte 22 II ( Fichte- Off). Grusve Rorden. Play Tegel, Graf- Röbern- Korfo: Männer: ba gegen ihn eine ganze Serie von Strafprozessen anhängig gemacht 9%-10%, Tegel II- Fidhte 25 II( Lorenz- Edlog). Jugend: 10%-11%, Tegelworden ist. Seine lehte Strafe betrug mehr als vier Jahre Zucht- Spandau( Fichte 25). Männer: 1½- 2, Tegel 1- ichte 16( Dittmann- Beder); 2% 3%, Seiligen fce- Weißenfee( Schwarz- Stimming). Blak Reinidendorf, haus. Nachdem er das Zuchthaus verlassen hatte, verlegte er sich Scharnweberstraße: Männer: 9-10, Webbing- Moabit( Dall- Genth); 10-11, auf die Tätigkeit eines Privatdetektivs und die Herausgabe von Bochenblättchen, in denen aller möglicher Personen- und Gesell- Berbesserungen im Straßenbahnbetrieb. Vom 23. d. Mts. ab schaftsstandal zusammengetragen wurde. Aus dieser Tätigkeit stam wird die Straßenbahn Betriebs G. m. b.. folgende Betriebsermen die neuerlichen Anflagen wegen Erpressung und Beweiterungen vornehmen: 1. Wiederinbetriebnahme der Etrede von trug. Friedrichsfelde über Karlshorft und Oberscöneweide bis Bahnhof Niederschöneweide durch Einrichtung einer neuen Linie 70, Friedrichsfelde Bahnhof Niederichöne weide im Anfchluß an die Linie 69 in Friedrichsfelde( 30- Minutenbetrieb) 2. Weiterführung der Linie 54 E, Bentralbiebbof- Dönhoffplat. über Lindenstraße, Belle- Alliance- Play. Belle- Alliance- Straße, nach Tempelhof. Sobenzollerntorio. Die Wagen verlehren nur schaft. Werktags während der Hauptverlehrszeiten, früb und nachmittags. 3. Während der Zeiten des Berufsverkehre Einlegen einer Ein ieslinie 21 E zwischen Knesebeditrage Neukölln und dem ist die Aufnahme einer Anleihe bis zur Höhe von 20 millionen Halleschen Tor. Weitere Verstärkungen folgen in wenigen Tagen! Bestern wurde er der 2. Straftammer des Landgerichts I vor. geführt, um sich wiederum wegen Betruges zu verantworten. Der Banfier Fride hatte im September 1921 erfahren, daß ein von ihm entlassener Angestellter G. Angriffe gegen ihn in Sen fationsblättern plane und hatte vorsorglicherweise sich an verschiedene Beitschriften gewendet mit dem Ersuchen, ihn zu benachrichtigen, falls G. einen Artikel einsenden sollte. Unter den Zeitschriften, an die Fride fich gewendet hatte, befanden sich. auch die Neuesten Nachrichten Arthur Keils. Einige Zeit darauf teilte Keil dem Banfier mit, daß ihm G. telephonisch den fraglichen Artikel ange boten habe. Als nun am nächsten Tage Fride bei Keil erschien, erklärte diefer, daß er zwar den Artikel für sein Blatt abgelehni habe, weil er von der Haltlosigkeit der Angriffe überzeugt worden fei, daß aber die Gefahr bestehe, daß G. mit feinem Artikel an eine andere Redaktion" gehen und ihn dort auch unterbringen würde. Keil deutete seine guten Beziehungen zu den Redaktionen der Blättchen ähnlichen Kalibers an und wollte mit Hilfe von 30 000 M. in der Lage sein, das Erscheinen des Artikels zu verhin bern. Als der Banfier nicht gleich auf die Forderung einging, wurde Keil immer dringender, läutete mehrmals bei dem Banfier cn und verlangte schließlich die hinterlegung der 30 000 m. zur Beschwichtigung" der Redakteure, da sonst der Artifel am nächsten Nachmittag unbedingt erscheinen würde. Fride ging auf diese Zumutungen nicht ein, sondern erstattete An= zeige. Die Untersuchung ergab, daß es sich um ein glattes Schwindelmanöver gehandelt habe. Nicht G. hatte sich an Reil gewendet, sondern dieser umgelehrt an G., und zwar auch erst, nachdem er bereits die erste Unterredung mit Fride gehabt hatte. G. hatte überdies gar nicht die Absicht gehabt, eine Beröffentlichung in einem Standalblatt vorzunehmen, sondern an einen Artikel in dem Handelsteil einer ernsthaften Tageszeitung gedacht. Angesichts des raffinierten Betrugsmanövers beantragte der Staatsanwalt gegen Keil zwei Jahre Zuchthaus, während Rechtsanwalt Arthur Schulz um eine mildere Beurteilung bat. Das Urteil lautete auf ein Jahr 3uchthaus und 100 Goldmart Geld. Strafe. Gegen Arthur Kell schwebt noch ein umfangreiches Strafverfahren wegen Betruges beim Minerva- Berlag. Ein Brot 54 Goldpfennige. Der Bezirksverband Berlin des Reichsverbandes der deutschen Presse hatte zugunsten seiner Wohlfahrtskaffe am gestrigen Sonntag in den Haupträumen des Reichstags einen Gesellschaftsabend veranstaltet, auf dem auch der Reichspräsident und Richtpreise in Berlin im Nahrungsmittel- Großhandel und im Verkehr mit dem Einzelhandel in Originalpackung vom Montag, den 21. Januar offiziell festgestellt durch den Landesverband Berlin und Brandenburg des Reichsverbandes des Deutschen Nahrungsmittel- Großhandels E. V. Berlin Die Preise verstehen sich in Gold- M. für 50 kg in Originalpackung ab Lager Berlin 17,85-18,25 Schwarzer Pfeffer Singap. 106,70 Gerstengraupen, lose Gerstengrütze, lose... 17,85-18,25 Weißer Pfeffer. Haferflocken, lose 18,15-18,30 Piment Jamaica Hafergrütze, lose 18,20-18,30 Rohkaffee Zentralam. 20,65-20,95 Rohkaffee Prime Maisgrieẞ Maispuder, lose Rorgenmehl 0/1.. Weizengrieẞ Hartgrieß .. ..... 141,00 79,4) 288,00 195,00 24,05 24,45 Rohkaffee Superior... 175,00 14,00-14,5 Röstkaffee Zentralam... 385,00 19.20-19,85 Röstkaffee Brasil 260,00 23,60-24,00 Malzkaffee. gepackt 26,00 15.15-15,80 Röstgetreide, lose 19,00 17,95-18,59 Ersatzmischung mit 20% 28,30-29,70 Kaffee, gepackt. 80,00 21,45-22,00 Kakaopulv. lose, fettarm 120,00 25,75-26,50 Tee in Kisten Souchon. 360,00 31.09-31,45 Inlandszucker basis mel. 42,38 70% Weizenmehl Weizen- Auszugmehl Speiseerbsen, Viktoria Speişeerbsen, kleine Bohnen, weiße, Perl Langbohnen. handveries. Linsen, kleine Linsen, mittel Linsen, große Kreis 1, 6. Bezirk( Schwimmer). Die Kampfrichterprüfung fällt am Sonntag, den 27., aus, da ich zu wenig gemeldet haben. Nächste Springübungs Stunden im Stadtbad Neukölln( Borwärts- Neukölln). Die Vereine müssen sofort an meine Adresse C. Fenske, Wilmersdorfer Str. 44, die Termine der Fefte einfenben. Berliner Schwimmverein Freiheit. Schwimmfeft in der Städtischen Boltsbadeanstalt Oberberger Straße am 27. Januar. Am Freitag, den 2. Fe Erscheinen der Mitbruar, Salbjahresgeneralversammlung. glieber Pflicht. Die startenden Vereine müssen Ramnfrichter melben. Ruderverein Collegia" nimmt noch einige Mitglieder auf. Während ber Bintermonate Ausbildung im Ruderbaffin. Sigung ieben Freitag nach dem 1. und 45. des Monats im Restaurant Thunad, Charlottenburg, Wielandtraße 4, abends 8% Uhr. der Reichstanzler anwesend waren. Der Abend wurde ein. geleitet durch ein Konzert, an dem der Berliner Lehrergesangverein, die bekannte Geigerin Carola Zellenta, die Kammerfängerin Agnes v. Bonkowska und Clemens Schmalstich mitwirften. Im Plenarfißungsfaal wurde ein nicht sonderlich unterhaltsamer Städtefilm Dresden" vorgeführt. An die Filmvorführung schloß sich der eigentfiche Gesellschaftsabend. Unter den Anwesenden bemerkte man Führer politischer Parteien Mitglieder der Reichs- und preußischen Staatsregierung und viele Gäste aus Schrifttum, Kunst und Wissene " Genehmigung der städtischen Goldmarfanleihe. Der Stadt Berlin Goldmark ministeriell genehmint worden. Hiervon sollen zu nächst 2 Millionen Goldmart im Wege des freihändigen Berkaufs ausgegeben werden. Verzinsung 6 Broz.. Tilgung mindestens 2 Proz jährlich durch Ankauf, Auslosung oder Kündigung. Bei Auslosung oder Kündigung beträgt der Rückzahlungsfurs 105 Broz. Berkaufs. preis 90 Proz. Bei Einzahlung in wertbeständigem Notgelde der Stadt Berlin 88,20 Pro3. Die Schuldverschreibungen find in Studen on 50 und 100 Goldmark ausgefertigt und mit jährlichen Zins. Börse ist beabsichtigt. scheinen versehen. Die Einführung der Anleihe an der Berliner Die Stadtverordnetenwahlen in Potsdam find jetzt auf den 16. März 1924 festgelegt worden. Nach der neubefchlofenen Ortsfagung, die vom Bezirksausschus bereits bestätigt wurde, soll die Zahl der Stadtverordneten 43 betragen. Wenn aber bis anm 16. März die neue Städteordnung noch nicht in Kraft ge treten ist, werden nach dem alten Stande 60 Stadtverordnete gewählt. Des Teffower Kreisfalender 1924 erscheint im 21. Jahrgang und bringt eine sehr beachtenswerte Zusammenstellung aller in den 20 Jahrgängen bisher erschienenen Beiträge aus der Geschichte des Kreises felbft und seiner einzelnen D: tichaften, der Einrichtungen des Streifes, des Teltowfanals, der Naturgeschichte, der Landwirtschaft, des Obit- und Gartenbaus. Das alles ist Heimatstunde im besten und wünschenswertesten Sinn. Auch der neite Jabrgang ist in der Hauptfache auf Heimatfunde geftellt und dazu liefert der Reidner Wilhelm Reichner ausgezeichnete Bilder. Besonders bedacht ist Mittenwalde. Das Stalendarium, das Verzeichnis der Kreisverwaltungsstellen, der Amtsgerichte, der Antsvorsteher sowie der Märkte Marmelade Vierfrucht 53,00-54,00 macht das hübsche Heft für die Teltower Stretsinfaffen auch in diesem Jahr Siedesalz in Säcken 6.60-7,00 febr brauchbar. Demnächst lönnte man vielleicht ein anderes Titelbild 4,604,80 wählen als den Kaiser- Wilhelms- Turm im Grunewald, der heule weder 7,407,80 zum Reise Teltom gebört, noch jemals ein besonderes heimatliches Stenn zeichen des Streises gewesen ist. 27,75-33,95 Inlandszucker Raffinade 45,88 34,65-44,40 Zucker Würfel....... 46,88 44 55-51,70 Kunsthonig 52,20 Kartoffelmehl Makkaroni, lose. Schnittnude.n, lose. Burma II unglasiert Siam Patna I glasiert Grober Bruchreis. 18,33 40,70 27,40 20,00 27,20 18,70 Rinpäpfel, amerik. extra Der Zweckverband der Bäckermeister teilt mit, daß mit foReisgrieß u.-mehl, lose 14,25 fortiger Wirkung der Brotpreis im alten Gewicht von 60 auf 54 Pfennig und der Preis der Schrippe von 3 auf 2½ Pfennig( bei 8 Pfund Teigeinlage) herabgesetzt worden ist. 133.60 choice.. Getr Aprikosen, cal.fancy 158,40 Getr. Birnen, ca. fancy Getr. Pfirsiche, cal. extra choice Getr. Pflaumen. 136,25 142,00 61,00 68,20 111 11 Marmelade Einfr. Erdb. 108,20 Steinsalz in Säcken Siedesalz in Packung Steinsalz in Packung . 5,10-5,40 Br tenschmalz in Tierces 79,00 Bratenschmalz in Kübeln 81,00 Purelard in Tierces Purelard in Kisten 76,00 78,00 Margarine, Handelsmark. 53,00- 57,00 Margarine, Spezialmarke 60,00 Molkereibutter Speck, gesalzen, fett... 77,00 Quadratkäse Quarkkäse Corned beef 12-6 lbs p. K. 40,00 .. 70,00 80,00 130,00 193,50 116,00 Ausi. ungezuck. Condensmilch 48/16. 139,00 Ermäßigung der Brifettpreise. Die Preisprüfungsstelle teilt folgendes mit: Die Brikettpreise werden mit Wirkung vom 22. Ja Korinthen in Kist. choice 85,20 nuar 1924 um 9 his 10 Pf. pro 3entner ermäßigt. Sie Rosinen in Kisten betragen: bei Selbstabholung vom Lager 1,59 m, bei Sultaninen in Kisten... 98,70 Mandein, bittere Bari Abwerfen auf den Hof 1,67 m., bei Lieferung frei Erdgeschoß Mandeln, süße Avola 162,80 oder Steller 1,69 m. Die Ermäßigung ist eine Folge herabgefegter Kaneel Frachten und Handelsspannen. Die Rotspreise sind gleichfalls Kassia Vera Kümmel, holländischer. 166,0) ermäßigt worden. Sie betragen bei Selbstabholung vom Lager Nelken Zanzibar 2,69 M., bei Lieferung frei Erdgeschoß oder Keller 2,84 m. 244,70 Tilsiter Käse, vollfett. Tilsiter Käse, halbfett.. 80,00 29,00 Inländische desgl. 48/12 25,00 Inl. gez. Condensm. 48/14 35,60 Heutige Umrechnungszahl 1000 Milliarden. 111 Eisenbahnunglück in Darmstadt. 17 Personen verletzt. Gestern vormittag ereignete fich im Hauptbahnhof turz vor der Einfahrt ein Eisenbahnunglüd. Ein von Mainz tommender Regiepersonenzug fuhr auf eine schwere Lotomo. tive des Aschaffenburger Zuges auf, die auf einem Nebengleis hielt. Durch den Anprall wurde die eine Maschine aus dem Gleis geworfen und die andere sehr schwer beschädigt. Drei Berfo. nen wurden schwer und 14 leicht verlegt. Die Schwer. verletzten find Arbeiter, die auf dem ersten Wagen hinter der Lokomotive auf der Plattform standen und zum Teil erst mit auto. genen Schweißapparaten aus den Eisentrümmern heraus. geschnitten werden konnten. Das Unglück wurde dadurch so schwer, weil die französischen Regiezüge nicht wie alle deutschen Züge hinter der Lokomotive einen leeren Schuhwagen haben. Das Unglück dürfte darauf zurückzuführen sein, daß die Aschaffenburger Lokomotive um 1 bis 2 Meter zu weit gefahren war und mit einem Buffer in das Hauptgleis hineinragte. Groß- Berliner Parteinachrichten. Deffentliche Beamtenversammlung Freitag, den 25. Januar, 7 Uhr, in großen Saal dec Sophien- Säle, Sophienstr. 17-18. Genosse Reichs. tagsabgeordneter Lorenz Breunig spricht über ,, Gehälter, Reunstundentag, Abbau". Beamte, erscheint vollzählig zum Protest! Achtung, G. nofsinner! Die für Freitag, den 25. Januar, angefegte Funktionärinnenkonferenz findet aus 8wedmäßigkeitsgründen nach der nächsten Borstandssizung am Dienstag, den 29. Januar, statt. Nähere Mitteilung folgt. Bezirksansschuß für Arbeitsswohlfahrt und Kinderschutz: Beratungsstelle Linden. straße 3, 2. Sof, 2 Tr. Sprechstunden nur Montags, Mittwochs und Frei tags vormittags von 10-1 Uhr. Unsere Jugendgerichtshelfer besuchen die Veranstaltungen des Bundes der Jugendgerichtshelfer Mittwoch, den 23. Januar. Studienrat Hilter: Berwahrlosung bei höheren Schülern". Mittwoch, den 6. Februar, Wenzel Hollet: Jugendliche Banden". Mittwoch, den 5. März, Prof. Dr. Kramer über Charakterveränderungen der Kindheit". Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Lehrer und Lehrerinnen Deutschlands, Ortsgruppe Berlin Mitgliederversammlung Donnerstag, ben 24. Janua abends 6½ Uhr, im Stadthaus, Bimmer 339. Thema: Sozialdemokratie und Staat". Referent Genoffe Landgerichtsrat Ruben. Die Berufsschul Tehrer versammeln sich eine halbe Stunde vorher. 4. Kreis Prenzlauer Berg. Heute, Dienstag, 6% Uhr, in der Schulaula Senefelderftr. 6, Kreisvertreterversammlung. Wahl des Kreisvorstandes. 10. Kreis Zehlendorf, Wannsee, Dahlem. Dienstag, den 22. Januar, abends 8 Uhr, Areisborstandssigung in Dahlem bei Schilling. Sammelpunkt bez Behlendorfer Genoffen zum Abmarsch 7 Uhr an der Ratholischen Kirche in Zehlendorf. 9. Arcis Wilmersdorf. Mittwoch, den 23. Januar, pünktlich 8 Uhr, im Reichensaal der Gemeindeschule Roblenzer Straße, Unterhaltungsabend der 71. und 72. Abt., unter Mitwirkung des Genoffen Dr. Drach und des Doppelquartetts der Liedertafel West. Eintritt frei. Gäste willkommen. 11. Kreis Schön berg. Mittwoch, den 23. Januar, nachmittags 2-4 Uhr, bei Will, Martin- Luther- Str. 69, 8usammenkunft der arbeitslosen Genossen. Heute, Dienstag, den 22. Januar: Sunglozialisten. Gruppe Tempelhof- Mariendorf: 7% Uhr im Jugendheim, Enzeum, Tempelhof, Germaniaftr. 4-6, Vortrag des Genoffen Hille. Gruppe Sliben: 8 Uhr in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstr. 3, Vortrag des Genossen Dr. Schloß: Staat und Wirtschaft". Mitgliederversammlungen und Zahlabende am Mittwoch: 8. bt. 7 Uhr im Gaal 5 des Gewerkschaftshauses, Engelufer 25. Thema: Die bevorstehende Reichstagswahl, Rüdblick und Ausblid". Referent Genoffe Dr. Rechlin. 5. Abt. 7 Uhr wichtige Funktionärtonferenz bei Hebler, Georgenkirchstr. 36. 6. Wbt. 7% Uhr bei Bütiner, Schwedter Str. 23, außerordentlich wichtige Mitgliederversammlung. 7. Abt. 7½ Uhr Rahlabende: Rube, Streliger Str. 55; Döll, Bergstr. 71; Dahms, Schlegelstr. 9; Benrau, Pflugstr. 1; Dieke, Bonenstr. 19. 8. Abt. 7 Uhr in der Schulaula Culmstraße. Bortrag des Genossen Dr. Freund, M. d. 2., über Die fommenden Reichstagswahlen". 9. bt. 7 Uhr Diskussions- und Zahlabend bei Hufenbach, Berleberger Straße 64. 12. Abt. 7 Uhr Abteilungsversammlung in der Schule Rostoder Str. 32. Stellungnahme zur Neuwahl des Abteilungsvorstandes und Referat des Genossen Kurt Heinig über Die politische Lage". 14. st. 7 Uhr Mitgliederversammlung im Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünder Str. 42. Neuwahl der Abteilungsleitung. Ausgabe ber neuen Funktionärtarten, die alten find mitzubringen. 15. Abt. 7 Uhr bei Goldbach, Binetaplag 7, Bortrag des Genoffen Rünst Ier, M. d. R. 18. Abt. 7 Uhr Mitgliederversammlung bei Hochheim, Pantstr. 82. Referent Genosse Schiff. Thema:„ Die bevorstehenden Wahlen". 21. bt. 7% Uhr in der Schulaula Plantagen ftr. 15-17, Bortrag des Ge noffen Dr. Paul Levi über ,, Bolitit und Tattit der Bartei". Dafelbst um 7 Uhr Besprechung mit den Bezirksführern und Raffierung der Beiträge. 22. Abt. 7 Uhr in der Schulaula Lütticher Str. 47-48. Referent, Genosse Dr. Wen!, M. d. 2. 23. Wbt. 7 Uhr in der Schulaula Mullerstr. 48, Bortrag des Genossen Heinrich Schulz, M. d. R., über Politische Tagesfragen". 25. st. 7% Uhr Rahlabende in den bekannten vier Lokalen. 31. Abt. 7 Uhr Mitgliederversammlung in der Schulaula Schönfließer Straße. Vortrag und Erlediguno von Parteiangelegenheiten. 82. st. 7 Uhr Mitgliederversammlung in Schmidts Festfalen( unterer Gaal), Fruchtstr. 36a. Tagesordnung: 1. Referat des Genoffen Adolf Hoffmann, M. d. R. 2. Aussprache. 3. Abteilungsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Einladungszettel berechtigen zum Eintritt. 83. Abt. 7 Uhr in der Schulaula Naglerstr. 3. Thema: Die kommenden Wahlen". Referentin Genoffin Marie Juchacz, M. b. R. 34. bt. 7% Uhr in der Schulaula Litauer Str. 18, Vortrag über Der Bartel tag unb bie tommenden Reichstagswahlen". Referent Genoffe Otto Meier, M. d. 2. 85. Abt. Unsere Mitgliederversammlung findet nicht am 23., fondern erst am 30. Januar statt. 86. bt. 7 Uhr in der Schulaula Petersburger Str. 4. Thema:„ Der Margismus in der Gegenwart". Referent Genosse Crifpien, M. d. R. Die Bezirksführer laden ein. Die Funktionäre treffen sich bereits um 7 Uhr. 37. bt. 7 Uhr Mitgliederversammlung in der Schulaula Hausburgstr. 20. Tagesordnung: Wahlen und wichtige Organisationsfragen. 38. Abt. 7% Uhr bei Schmidt, Fruchtstr. 36a( oberer Saal). Mitgliedsbücher mitbringen. Referent Genosse Breunig, M. d. N. 39. Abt. 7 Uhr in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstr. 3, Bortrag über Berfassungsfragen". Referent Genosse Paul Hirsch, M. d. 2. Daselbst 6 Uhr erweiterte Borstandsßigung. 40. 16t. 7% Uhr Abteilungsversammlung in bet Bodbraueret, Fidicin. ftraße 2-3( fleiner Gaal). Referent Genosse Heilmann, M. b. 2. 42. bt. 7% Uhr Mitgliederversammlung und Zahlabend in der Schule Bergmannstr. 60. Bortrag des Genoffen Frig Rubeil, M. d. R. 11 5. Abt. 7 Uhr in der Schalaula Forster, Ede Reichenberger Straße, Bortrag des Genossen Dr. Cassau über Der bevorstehende Parteitag und bie Reichstagswahlen". Die Beamten der Abteilung treffen sich baselbst eine halbe Stunde früher. 47. Abt. 7% Uhr bei Wollschläger, Adalbertftr. 21, Bortrag des Genoffen Wilhelm Hoffmann, M. d. R., über ,, Die Ursachen der Krisen". Die Be airtsführer treffen sich dafelbft d Stunde vorher. Wirtschaft Berliner Maschinenbau Schwarzkopff. Die Berliner Maschinenbau A.-G. vorm. Schwarzkopff erhöht jetzt noch ihr Aktienkapital von 174 Millionen auf 210 Millionen Mart Nennwert. Die dazu veröffentlichte Bilanz fommt vom 30. Juni 1923, also aus wildefter Inflationszeit. Es sind aus ihr dennoch ganz bemerkenswerte, für das Wert und im besonderen für die Aktionäre erfreuliche Tatsachen herauszulesen: Das Unternehmen hat recht beachtlichen Betrieb und Besib. Die Gesellschaft befaßt sich besonders mit der Herstellung folgender Gegenstände: Dampflokomotiven für jede Spurweite, Untergeftelle für elektrische Lokomotiven, Druckluftlokomotiven, Hochdrucktompressoren für Bergwerfe und chemische Werke, Linotype- Setmaschinen für Buch- und Zeitungsdrud, Owens- Flaschenmaschinen, Einrichtungen für Flaschenfabriken, Eisenguß, Metallguß, Schmiedestücke, Die Grundstüde und Betriebsstätten der Gesellschaft bestehen aus: Die Reichelbrau A. G. zu Kulmbach tennt überhaupt nur Eine Mart Konten. Ihr gesamter Besitz und Betrieb ist aso längst verdient und völlig abgeschrieben. Er ist eine beachtliche stille" Reserve, umfaßt er doch folgende Objekte: Der Brauereibetrieb, der auf eine fährliche Bierproduktion Don zirka 250 000 Heftolitern eingerichtet ist, befindet sich im Westen der Stadt an der Lichtenfe.fer Straße nächst dem Güter. bahnhof, mit dem er durch ein eigenes Gelei'e verbunden ist. Die Mälzerei, in welcher zirka 12 000 3entner Gerste pro Rampagne verarbeitet werden, liegt im Norden der Stadt, Grühnwehr 28-30. Das gesamte, größtenteils zusammenliegende Areal umfaßt einschließlich einer zur Eisgewinnung benutzten Wiese 10% Hektar. Es werden gegenwärtig 24 Angestellte und 93 Arbeiter beschäftigt. In fieben eigenen Häusern wohnen Angestellte. Sudhaus, Maschinenhaus, Kellereien, Böttcherei, Kontor. und Dekonomiegebäude wurden um 1890 in Betrieb genommen; ein neues Subhaus sowie ein großer Eisfeller wurden 1913/14 erbaut. Der Krafterzeugung dienen zwei Dampfmaschinen in Verbinbung mit Kompressoren, System Linde, und 17 Eelektromotoren. Welche Bedeutung haben diese riesenhaften Abschreibungen? Sie machen die Unternehmen in wirtschaftlichen Krisen widerstands. a) einem Grundstück Berlin, Chauffeeftr. 23, von zirka fähig, sie dienen der Erhaltung des Kapitals, das die Aktionäre ein3000 Quadratmeter Grundfläche, auf welchem sich das Ver- mal eingezahlt haben, sie sind aber auch eine Möglichkeit, große waltungsgebäude und einige Dienstwohnungen befinden. Ein Teil Teile des Verdienstes, die nicht als Dividende erscheinen sollen. De r der Räume ist an nahestehende Gesellschaften für Bureauzwede fchwinden zu lassen. Im besonderen muß beachtet werden, vermietet; daß es heute faum eine Bilanz gibt, aus der nicht hervorgeht, daß b) dem diesem Grundstück benachbarten Grundbesih am Bor- neben sämtlichen Reparaturen auch fortlaufend alle Erneuerun plage des Stettiner Bahnhofes zu beiden Seiten der Binnomizer gen, Bergrößerungen, Bauten usw. aus den ordent Straße in Größe von zirka 6800 Quadratmeter. Soweit fich lichen Einnahmen des Jahres gedeckt worden sind. Während den Darauf noch Teile früherer Werkstättengebäude befinden, dienen Arbeitern vorgerechnet wurde, daß die armen Aktionäre bei ihren dieselben als Lagerräume; Bapiermarkbividenden, tie die angebliche Geringfügigkeit des c) einer Fabritanlage Berlin, Scheringstr. 13/28, mit einer Jahresgewinnes aufzeigten, verhungern müßten, ist fortdauernd Grundfläche von zirfa 35 880 Quadratmeter, von denen zirka aus dem nicht als Dividende erscheinenden Reingewinn überall 22 200 Quadratmeter überbaut sind. Hier befinden sich die Gießerei erneuert und vergrößert worden. Die Arbeiter bruchten ja nicht zu und die Werkstätten für den Feinmaschinenbau. Die Anlage hat wissen, daß sie auch diese Riesenausgaben des Wiederaufbaues der Anschluß an die Staatseisenbahngleise und eine eigene Kraft. deutschen Unternehmen mit verdient haben. zentrale mit 2 Dieselmotoren für zufammen 650 PS, 1 Lokomobile für 500 PS und Anschluß an das Städtische Elektrizitätswert für 430 Kilowatt; d) einer Fabritanlage in Bildau, Kreis Teftom. Das eigent fiche Fabrikgrundstück umfaßt zirfa 440 000 Quadratmeter, von denen zirka 101 400 Quadratmeter überbaut find. Weitere Wertstätten und der Bergrößerung des Wertes dienende Bauten sind in der Fertigstellung begriffen. Auf diesem Fabrikgrundstück befinden sich Berwaltungsgebäude, die Lokomotivfabrit und der allgemeine Maschinenbau. Das Grundstück bat Gleisanschluß, eine eigene EisenbahnHaltestelle und ist durch einen eigenen Stich fanal mit modernsten Entladevorrichtungen an den Dahmefluß angeschlossen. Die eigene Kraftzentrale hat Dampfturbiven von 8000 PS. Auf dem sonstigen Grundbesitz in Wildau, welcher in einer Größe von zirka 779 035 Quadratmeter noch eine erhebliche Ausdehnungsmöglichkeit des Werkes bietet, befinden sich unter anderem 26 Wohnhäuser für Beamte, 97 ein- und meistödige Wohnhäuser für Arbeiter und 4 große Arbeiterwohnhäuser, letztere mit ins= gefamt 84 Wohnungen. Ein weiteres großes Beamtenwohnhaus befindet sich in Fertigstellung. Auf dem Grundstück der der Gesellschaft gehörigen Baugesellschaft Wildau m. b. 5. in Größe von zirka 27 754 Quadratmeter befinden sich weiterhin 11 Wohnhäuser für Beamte und 24 Wohnhäuser für Arbeiter der Gesellschaft; e) einem Grundstück in Hörup auf der Insel Alfen( Dänemark), in Größe von zirta 16 000 Quadratmeter, auf welchem sich die Baulichkeiten der ehemaligen Schießplaßanlage befinden. Die Gesellschaft ist an folgenden fremden Unternehmungen beteiligt: 1. Baugesellschaft Wildau m. b. S., 2. Maffei- Schwarzkopff Werke G. m. b. H., 3. Berreries de Russie, Brüssel. Sichtbare Gewinne aus diesen Beteiligungen find bisher nicht ausgeschüttet worden. In der Bilanz sieht der vorstehende Betrieb und Besitz wie folgt aus: Bilanz am 30. Juni 1923. Soll • Grundstüdfonto Berlin, Chausseestraße Gebäudekonto Berlin, Chausseestraße. Grundstüdtonto Berlin, Scheringstraße Gebäudekonto Berlin, Echeringstraße. Grundstüd- u. Gebäudekonto Berlin, Zinnowiger Str. 1, Maschineninbentarienkonto Berlin Allgemeines Inventarienkonto Berlin. Grundstückkonto Wildau Gebäudekonto Wildau Stichkanal Wildau • Eisenbahnanschluß Wildau. Maschinenbauinventarienkonto Bildau Algemeines Inventarienkonto Wildau Grundstücfonto Hörup Batenterwerbs- und Versuchstonto. Konsortiallonto. 1, 1, 49. Abt. Schwerhörigengruppe. Pünktlich 7 Uhr Lindenstr. 3, 2. Sof, 3 T., im Jugendheim, Bersammlung. Charlottenburg. 51. Abt. 7 Uhr bet Schellbach, Königin- Elifabeth- Str. 6, Das Effettenkonto erscheint mit 42 Millionen Mart, Rohmaterial Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Neuwahl des Abteilungsvormit 207, Halbfabritate mit 4610 und in Arbeit befindliche Aufträge ftandes, Delegiertenwahlen und Berschiedenes. 53. Abt. Pünktlich 7 Uhr mit 8938 Millionen Mart. Abteilungsmitgliederversammlung im Reichensaal der 29. Gemeindeschule, Wiebestraße. Wahlen und Borarbeiten zur Reichstagswahl. Erscheinen Schon diese wenigen Angaben zeigen, daß Bilanzen nur dann Pflicht. 55. Abt. 7 hr bei Reimer, Wilmersdorfer Str. 21, Abtei die Wahrheit etwas erkennen lassen, wenn an ihnen aufgezeigt wird, Tungsversammluna. Referent Genoffe Rarrer: Erwerbslosenfürsorge Arbeitszwang". Wichtige Tagesordnung. nicht darin steht. 56. Abt. 72 Uhr Funktionär was versammlung bei Liersch, Rantstr. 62. Die Delegierten zur Rreisvertreter verfammlung find dazu eingeladen. 57. st. 7% Uhr Abteilungsver Die Berordnung über Goldbilanzen, die jüngst ergangen ist, farming in and, Wielandstr. 4. Tagesordnung: Reuwahlen und wird manchen Papierschleier zerreißen. Dafür werden die BilanzStellungnahme au den kommenden Reichstagswahlen. Bilmersdorf. 69. Abt. 8 Uhr erweiterte Borstandssikung bei Wolter, Uhranb. macher auf neue Art ihre Reserven zu versteden wissen. ftraße 108-109. 70. Abt. 7 Uhr bei Pieper, Solsteinische Str. 60, Bor trag über Die politische Sage und bie Gozialdemokratie". 81. 16. Fri benau. 7% Uhr im Friedenauer Ratskeller( Gefellschaftszimmer), * Bortrag des Genoffen Klühs( Redakteur des„ Vorwärts") über Bresse wie der Fachausdrud lautet. So veröffentlicht 3. B. eben das Man versteht nicht nur in Berlin, die Bilanzen zu frisieren", und Bolitik". 84. Abt. Lantwik. 7% Uhr Mitgliederversammlung im Realgymnasium, Raul. Osnabrüder Rupfer und Drahtwert seinen Jahres. bad) firake. Referat des Genoffen Heinrich Ströbel über„ Die Aufgaben abschluß. Er weist für Gebäude, Maschinen und Geräte nur 85. Abt. Tempelhof. 7% Uhr Funktionärsigung in der Linde, Friedrich- Karl-, 30 Bapiermillionen aus. Die Aktiengesellschaft hat aber den fo genden Umfang: Ede Werberstraße. Wichtige Tagesordnung. 99. 96t. Brik. 7% Uhr in der Aula der 2. Gemeindeschule, Bürgerstr. 23, Bortrag des Genoffen Altmater über Den bevorstehenden Parteitag". 101. bt. Niederf önereibe. 7½ Uhr im Ronferenazimmer der Knabenfchule, Rudower Straße. Giguna fämtlicher Funktionäre, Beamten- und Betriebs. vertravensleute. Die neuen Funktionärausweise können gegen Rüdgabe her often in Empfang anommen werden. 110. t. Grinou. 7% Uhr Mitgliederversammlung und Rahlabend bei Werner, änenider Str. 108. Referat hes Genoffen Tolfsdorf. 114. Abt. Litenberg.% 8 Uhr Mitgliederversammlung in der Schule Scharnmeherfraße, Rimmer 49. 136. Abt. Reinidenber- D 7 Uhr in der Jugendhalle Seebab, Residenz freake 49. Funktionärskrng. Bother am felben Ort um 6 Uhr Sigung des engeren Abteilungsvorstandes. Frauenveranstaltungen am Mittwoch, den 23. Januar: Charlottenburg. 52. bt. 74 Uhr bei Bade, Kaiferin- Angusta- Allee 52, Vortrag. Referentin Genoffin Behm- Schuch. 58. bt. 72 Uhr bei ber Genoffin Silmes, Banreuther Str. 7, 1. Stfl., 3£ t. Thema: Die Organi fation des städtischen Gesundheitswesens und der tommunalen Wohlfahrts. pflege". 133, bt. Bud hola. 7 Uhr bei Rähne, Berliner Str. 39, Bortrag ber Genoffin Erna Ares: Die Frau in der Politit". Genossen als Gäste willkommen. 92. 6. Renton. Donnerstag, ben 24. Januar, 7 Uhr, in der Aula ber Rnabenmittelschule, Donaustraße, Abteilungsversammlung. Tagesordnung 1. Bortrag des Genoffen Dr. Levi, M. b. R., über„ Der Reichstag und die Lommenden Wahlen". 2. Freie Aussprache. 3. Ergänzungswahlen aum Abteilungsvorstand. Pünktliches Erscheinen aller ist Pflicht, da die Aula [ pätestens 10% Uhr geräumt werden muß. Der Grundbesig der Gesellschaft beträgt etwa 504 000 Quadratmeter, wovon 72 580 Quadratmeter bebaut sind. Das große Auswertungs- Geschäft. Der Außenstehende kann sich keine Borstellung von dem Empörungssturm machen, den die Regierungsanfündigung einer be. dingten Hypothekenaufwertung unter willkürlicher Ausschaltung aller sonst durch die Geldentwertung Geschädigten ausgelöst hat. uns gehen täglich Unmengen von Schreiben und Anklagen zu, die zum Teil in der Einfachheit ihrer Stellungnahme und der Ehrlichkeit ber Einzelangaben ein erschütterndes Bild von der stillen Not breiter Volksmassen geben. Wir zitieren heute nur zwei dieser Not schreie. Sie treffen aber nahezu sämtlich ins Schwarze, weil sie sich über das Herausnehmen einer Schicht aus den Lasten und Nachteilen der Geldentwertung empören, über eine Maßnahme, die nicht nur unsachlich, sondern in der Auswirkung auch ummoralisch, ja, mie Hohn und Schimpf wirken muß. So schreibt uns ein Arbeiter: Jetzt soll diese Klasse( der Hypothekenschieber. D. Red.) ganz unberechtigtermeife in Schuß genommen werden und in ganz un verblümter Weise wird gesagt, daß die Kommune und das Reich nicht aufwerten fönnen! Ja, wer schützt denn nun den fleinen Sparer, der nie Gelder ausleihen konnte, der froh war, wenn er im Laufe Don Jahren einige hundert Silberlinge mühselig auf die Sparkasse getragen hatte? Wer schüßt denn die Soldaten, die sich 1917 noch, weil das Reich Geld brauchte, ein paar Groschen von der Löhnung abhungerten? Wer schützt die Waisen, die ihr fleines Erbteil ihrer im Kriege gefallenen Bäter in mündelsicherer Kriegsanleihe zu liegen haben? Wer schützt die Kleinkapi. talisten, die ihre Gelder den Banken zur Obhut anvertraut hatten, und die dann, nachdem ihr Kapital angeblich für Verwal tung aufgezehrt war, von den Banken an die Luft gesetzt wurden?" Eine Frau schreibt unter anderem: Halten Sie einmal Umfrage bei Besizern von Sparkassenguthaben, wer hat da wohl groß seine paar tausend Mark abge hoben, um damit, wenn das Glück gut war, sich noch eine Straßenbahnfahrt leisten zu können? Das hat wohl niemand fertig gebracht, dazu war das Geld zu mühsam zusammengetragen in jahre oder jahrzehntelanger Arbeit. Ich selbst habe mir jeden. falls meinen Befiz durch 20jährige angestrengte Bureautätigkeit ermorben; es wäre mir auch nicht schwer gefallen, jeweils mein ganzes Gehalt auszugeben." Selbstverständlich wird auch häufig zur Aufwertungsfrage, mit. unter, ohne daß es zum Bewußtsein tommt, vom Interessentenstandpunkt aus Stellung genommen. Das ist entschuldbar. Der Besitzer einer Hypothek oder einiger Hypothekenpfandbriefe sieht leicht in feinen Glückshoffnungen plöglich das Unrecht nicht mehr, das seinem Nachbar mit dem fleinen Sparkassenguthaben oder den 500 m. Kriegsanleihe geschieht. Hier gilt es, den sachlichen Grund zur Stellungnahme wieder an den ersten Platz zu rücken. Da bleibt es schon so, daß die Regierung nicht an einer beliebig gewählten Stelle 3ugunsten von Privatinteressen die Wirkungen der jahrelangen Inflation zu korrigieren das Recht sich nehmen darf. Wenn der Versuch der Aufwertung gemacht werden soll, dann wäre er nur erträglich, wenn sein Gewinn dem Staat und durch ihn wieder allen Betrogenen zugute fäme. Finanztechnische Fortschritte der Eisenbahn. In Bayern ist die Eisenbahnverwaltung dazu übergegangen, ben Berfrachtern, mit denen sie im Frachtenstundungsverkehr steht, ihre Gutachten auf deren Forderungen direkt anzurechnen. Damit wird ein großer bureaukratischer Umweg erspart. Bisher verlangte die Eisenbahnverwaltung die Bezahlung der Frachten auch von den jenigen, die ihr Lieferungen gemacht hatten, somit bei ihr Forde rungen hatten. Jetzt findet Verrechnung statt. börse fezte sich am Montag die ridläufige Bewegung in der PreisWeitere Senfung der Getreidepreise. Auf der Berliner Getreide bildung für Brotgetreide fort. Es wurden notiert: 18. Januar. 19. 21. • Weizen Roggen Weizenmehl Roggenmehl 158-162 142-144 25,00-27,50 28,00-23,50 153-155 138-140 24,00-27,00 22,00-25,00 Die Bertsanlagen bestehen aus: Kupferraffinerie, 151-155 134-137 23,25-27,00 21,25-25,00 Metall- und Formgießerei, Aluminiumgießerei, Aluminiumwalzwert, Drahtwaizwert, Stangenwalzwert, Rohrwalzwert, Bänder Hilferufe der Mühlen. Der Ausschuß der Reichsmüllerverbände malzwert, Grob- und Feinblechwalzwert, Breßwert, Drahtzieherei, hat nunmehr offiziell den Kampf gegen das ihm zu billige ausländische Feinzieherei, Rohrzieheret, Schmiede, Berzinkerei, Berzinnerei, Mehl durch eine Eingabe an das Reichsernäbrungsministerium er Seilerei, Fechterei, Stacheldrahtfabrit, Stiftfabrit, Rabelwert und öffnet. Der furze Sinn seiner langen Erläuterungen und Aufeiner großen Anzahl von Hilfsbetrieben, in denen alle Arten von flärungen ist, daß er verlangt, das ausländische Mehl müsse höher. Drähten, Blechen, Scheiben, Bändern, Feuerbuchsen und Steh- besteuert werden. Die Antwort auf diesen frommen Wunsch bolzenfupfer, Pfannen, Schalen, Böden, Keffeln, Stangen und braucht wohl nicht erst hier festgehalten zu werden, fie ergibt sich Brofilen, Rohren, Leitungsseilen und Nieten aus Kupfer, Alumi- box felbft. nium und anderen Metallen sowie Kupferlegierungen wie Bronze, Gute Belegung der Messen. Nach Königsberg meldet Messing usw., desgleichen auch Eisen- und Stahldrähte, blant jezt auch Breslau. baß es für die Frühjahrsmesse voll belegt und verzinkt, sowie Stacheldraht, Stifle, Geflechte und Geile, iei. Soweit es sich dabei um etwas abgerundete" Feststellungen ferner isolierte Drähte ufm. hergestellt werden. Als Sonderheit handelt, ist daraus das vermehrte Warenangebot erkennbar. Es fertigt die Gesellschaft Qualitätsmaterial für Schiffszwede fowie tommt nur darauf an, ob der Massenkonsument faufen fann, zumal Qualitätsdrähte für elektrische Zwecke an: namentlich betreibt fie in einer Zeit, da er von Regierungsfeite her offiziell noch mehr in großem Umfang die Erzeugung von Telephon- und Tee als bisher als Konsument durch Lohnbrud laufunfähig gemacht graphendrähten. Die Bertsanlagen sowie Maschinen und sonstigen Ein. richtungen find zum größten Teil in der Kriegs. und Nachkriegszeit neu beschafft worden. werden soll. Bergschloßbrauerel. Nach dem Rechenschaftsbericht hat im Be richtsjahre der Bierabfah eine nicht unwesentliche" Steigerung er fahren. Die Beschäftigung in den Nebenbetrieben war ebenfalls gui. Die Herstellung von Bachefe wurde neueingeführt. Krupp- Unternehmen in Spanien. Krupp übernimmt die spanischen Maschinenwerte La Maquinistra Terrestre V. Maritima, die 1855 gegründet wurden. Man beabsichtigt, den Bau von Dampfern für die Deutsch- Südamerika- Linie, außerdem von Lokomotiven für die spanischen Eisenbahnen. Saut bem getroffenen Abkommen stellen bie Deutschen das technische Personal, die spanischen Banken bringen dagegen das nötige Spital zur Erweiterung der Anlagen auf. Berlin- Neuroder Kaftanstalten. Der Gewinn des abgelaufenen Geschäftsjahres( 148 Milionen Mart am 30. Juni 1923) mar in Wirklichkeit mehr als viermal so hoch, als in der Gewinn- und Berlustrechnung ausgewiesen worden ist, weil das Unternehmen 600 Mill. Mart in ein Werts erhaltungskonto steckte. Die Beschäftigung im laufenden Jahre ist bisher zufriedenstellend gewesen. Theater Volksbühne 7 Uhr: Don Karlos Lichtpiele Lessing- Th. ufw. 7: MichaelKramer Mittw. u Donnerst. Staats- Theater Was ihr wollt Opernhaus Deut. Künstler- Th. 6 Uhr: Walküre Allabendl. 7: Opernhaus Señora am Königsplatz 7 Uhr: Madame Th. 1.Admiralspalast Butterfly Allabendlich 78 U. Schauspielhaus Drunter und drüber 7: D. Fest d. Handgen, Herr Fischer werker/ Guten Mor- Deutsch Opernhaus Schiller Theater Flieg.Holländer 7%: D. Stiftungsfest Deutsch. Theater 712 Uhr: Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung Kammerspiele 8 Uhr: Ingeborg Theater i. d. KöniggrätzerStr. 7/2 Leo Schätzendorf, Zahsel Intimes Theater 8: Der Hinduprinz Der Schrei usw. Metropol- Theater 7 Uhr: Marietta Operette v. Kollo Neues Theat. a. Zoo 72 Uhr: Meine Tochter Otto 8: Die Dame mit d. Operette von Jessel Scheidungsgrund Neues Volkstheat. Komödienhaus 8: Die Kleine 8 Uhr Die keusche Susanne Thalia- Theater vom Varieté 7 U.: Frasquita Operette von Léhar Berliner Theater Kam.-S. Jadlowker, 7.30 Uhr: DOLLY Martha Serak Theater 1.d.Kommandantenstr. Residenz- Th. Uhr: Die Post8 Uhr: Ein idealer Gatte Kleines Th. 8 Uhr: meisterin Volkstüml. Preise Wallner- Theater U Sprung i. d. Ehe mit Leo Peukert Renaissance- Theat. Eine galante Nacht 7 Uhr: Erstaufführg Die kind. Verliebten 8 U. Trianon- Th. Lustspielhaus Erika Glässner in Joujou 8A Uhr Hebeneinander Romische 6per SCALA Allabendlich 72: Die größte Revue des Kontinents: Die Welt 445 ohnee Schleier Central- Theater Tägl. 8 Uhr: Die Siebzehnjährige Tägi 8 Uhr: Internat. VARIETE und ,, Mutter" Mittw., Sonnah..Sonntags 3.30 zu halb. Preisen das volle Abendprogramm Jugendliche haben Zutritt Neues Operetten- Theater Der Kons eusche Guide 7½ Uhr Thlelscher ebemann Jugendveranstaltungen. Achtung, Abteilungsleiter! 8ur Theatervorstellung am 10. Februar Soff nung auf Gegen" von Seijermans werden schon jezt die Zuschlagmarken zum Grundpreis von 60 Pf. ausgegeben; ebenso sind einige Einzelkarten zum Preise von 85 Pf. erhältlich. Es muk möglichst versucht werden, die Marken bei der Abholung fofort zu bezahlen. Wir bitten gleichfalls, die Abrechnung der Rinotarten sofort vorzunehmen. Sewegung. Tegel: Jugenbhelm, Bahnber. M, Torteng: Sug Bartei". Steglig I: Jugendheim, Albrechtstr. 46, Vortrag: Die Jugend in der heutigen Wirtschaftsordnung". Wannsee: Schule Charlottenstraße Vortrag: ,, Arbeiterjugend und Republik". Wilmersdorf: Jugendheim, Hilde gardstraße" 4: Außerordentliche Mitgliederversammlung. Vorträge, Vereine und Versammlungen. " Heute, Dienstag, den 22. Januar, abends 712 Uhr: Junglehrer- Jugendgruppe des Bundes entschiebener Schulreformer. 3. Bo Friedenau: Jm Lokal von Alabe, Handjernstraße, Funktionärversammlung. tragsabend zugunsten der Berliner Boltsspeisung Mittwoch, den 23. Ja Referat: Die Kinderfreundebewegung". Berschiedenes. Interessierte Jugend- nuar, 7% Uhr, Schulaula Waldenserstr. 20-21( Nähe Bhf. Beusselstraße Turm genoffen, Sungfozialisten und Barteigenoffen find hierzu eingeladen. Neustraße). Dr. med. Graaz: Wie erhalte ich mein kind trop der Not der Seit olla 1: Schule Kaifer- Friedrich- Str. 4, Distuffion: Unsere Seitung" Riederschöneweibe: Schule Berliner Str. 31, Distussion: Reichsverfassung. Nordost II: Schule Danziger Str. 23, Distusston: Selbstdisziplin". Reiniden borf- Ost: Seebad Residenzstraße, Diskussion: Arbeiterwohlfahrt". Schöne berg 1: Jugendheim Rubens, Ede Hauptstraße, Bortrag: Der Ausnahmeauftand". Südwest: Jugendheim, Lindenstr. 3, Bortrag: Erziehung zum Gozialismus". Südost( Görliger Biertel): 3. Pflichtfortbildungsschule, Brangelstraße 85( Zimmer 15), Bortrag: Die Geschichte der Arbeiterjugend" DOTA BLAUKROT 35 PEENNIG DOTA PFENNIG ORIENT CIGARETTE COMPANY Schwank 13A.st.v.Fr.Arnolds.E.Bach Große Volksoper Guido Thielscher, Else Bäck, Herta Bartz, Hedda Neuhoff, Julius Brandt Fritz Delius, Richard Ludwig Apollo- Theater 7 Uhr Dir.James Klein 74 Uhr Das weltnistor Schauspiel: Volk und Brenc 1. Teil aus Bismarck- Trilogie Em.Ludwigs Ueber 200 Mitwirkende! Dargestellt v,& prominentest. Bühnenkünstlem Rose- Theater! 78 U. Der Kauf mann v. Venedig Walhalla Theater Weinbergsweg 15 Welt attraktionen Reichshallen Th. Tägl. 7% U. u.Sonnt. 3U. Stettiner Sänger Th.a. 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