Abendausgabe Str. 66+ 41. Jahrgang Ausgabe B Nr. 33 Bezugsbedingungen und Anzeigensrele Find in der Morgenausgabe angegeben Redattion: SW. 68, Lindenstraße 3 Ferniprecher: Dönhoff 282-295 Zel- oreffe: Sozialdemokrat Berlia 7 Goldpfennig 70 Milliarde 8. Februar 1924 Vorwärts= Berliner Volksblatt Berlag und Angetgenabteilung Geschäftszeit 9-5 Uhr Berleger: Borwärts- Berlag Gmb Berlin SW. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 2506-250% Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Um Lloyd Georges Enthüllungen. Eine Erklärung Clemenceaus. wäre. Private Unterredung Wilson Clemencean. Paris, 8. Februar.( WTB.) Clemenceau hat nach dem New York Herald gestern nachmittag erklärt, Bilson habe mährend der Friedensverhandlungen bei den verschiebenen behan belten Gegenständen erfärt, das fann ich nicht machen, darüber entscheidet der Rongreß. Er fragte, welchen Wert ein von ihm im geheimen unterzeichneter Bertrag gehabt haben würde, d. h. ein Bertrag, deffen Borhandensein dem Kongreß unbekannt gewesen Dem New Dorf Herald foll von zuständiger Stelle gestern folgende Aufklärung gegeben worden sein: Der angeb. fiche Geheimvertrag fei nichts anderes als Auszüge aus ben stenographischen Notizen, bie während der Unterredungen in der Wohnung Wilsons in Baris am 19. April 1919 gemacht murten. Es sei tas erftemat, daß die franzöfifche ober eine andere Regierung beabsichtige, diese Notizen amilich zu Deröffentlichen. Conb George sei bei diesen privaten Unter. rebungen dadurch, daß er auf zwei Tage nach London mußte, nicht zugegen gemesen und habe möglicherweise die Protokolle ter Unterredungen zwischen ihm, Clemenceau und Wilson nicht sämt lich gesehen, so daß er erst davon erfahren habe, als ihm die Abzüge des demnächst erscheinenden französischen Gelbbuches gezeigt worden seien. Der Sündenbod. London, 8. Februar.( Eca.) Der Journalist Spencer, ber bas angebliche Interview mit lond George in der New Dort Borld veröffentlicht hatte, hat den Blättern folgende Erklärung gegeben: Ich habe Samstag und Sonntag tas Wochenende bei Lloyd George verbracht. Wir haben mehrere Fragen miteinander besprochen, und Lloyd George wußte nicht, daß ich die Absicht haite, einen Auszug dieser Unterhaltung zu veröffentlichen. Ich beabsichtigte im übrigen, lediglich eine Stizze über das Familienfeben des früheren Bräsidenten zu schreiben, unb wenn ich Tat. fachen wiedergegeben habe, die einen so großen politischen Sturm hervorgerufen haben, so tat ich bies, weil sie das Intereffe an Die Opposition gegen Poincaré. Paris, 8. Februar.( TB.) Die Abgeordneten, bie gegen ben Grundfaz des Ermächtigungsgejeges in der Rammer geftimmt haben, sehen sich wie folgt zufammen: 12 Kommunisten, 50 Sozia listen, 89 Lintsbürgerliche und 52 Bürgerliche aus ben übrigen Bar. teien. Bon befannten Abgeordneten stimmten u. a. dagegen: Bengues, Boucheur, Tardieu, Danielou, Mare Sangnier, Briand, Hennessy, Bainlevé und Forgent Die franzöfifche Inflation. Paris, 8. Februar.( EP.) Der Banknotenumíauf der Bant Don Frankreich betrug am 7. februar 39 174 Millionen Frank oder 340 millionen mehr als in ber Borwoche. Der Goldbestand fei in diefer Zeit auf 5540 Millionen, um 76 000 Frank gestiegen Französische Ruhrausbeute. meinem Artikel für amerikanische Leser erragen sollten. Lloyd George hat mich nicht ermächtigt, diese Dinge zu veröffent lichen. Wenn eine Indiskretion vorgefallen ist, so fällt die Schuld hierfür lediglich auf mich zurüd. Alles in Ordnung fagt Lloyd George. Beamtenabbau und Schule. Bon Dr. Bruno Borchardt. Der Beamtenabbau, der jetzt vor dem drohenden Banterott von Reich, Ländern und Gemeinden unbedingt vorgenommen werden soll, um Ersparnisse zu machen, wäre längst notwendig gewefen, weil wir vor allem in den Verwaltungen und Be trieben des Reichs an einer übergroßen Zahl von Beamten leiden. Wir haben nach dem Kriege eine ungeheure Beamteninflation erlebt, weil viele während des Krieges not als sie nicht mehr notwendig waren. wendig gewordenen Einrichtungen beibehalten wurden, auch London, 8. Februar.( WTB.) In einer Erklärung an den„ Daily Chronicle" stellt Lloyd George in Abrede, der New Vort World die angebliche Unterredung gewährt zu haben. Er er- Bei der Schule haben alle diese Gründe nicht mitgewirkt. flärt, baß bie vom franzöfifchen Auswärtigen Amt veröffentlichte Es sind während des Krieges nicht neue Schuleinrichtungen Mitteilung über die Vorgänge in dem kritischen Augenblick während geschaffen, die vorhandenen vielmehr nur mit Mühe aufrechtlich, das von Wilson und Clemenceau während seiner Abwesenheit fräfte ist nicht eine einzige Lehrerſtelle neu geschaffen worden, ber Friedenstonferenz im wesentlichen richtig sei. Es jei lächer erhalten worden. Durch die Unterbringung vertriebener LehrDon Baris geschlossene Abkommen über die militärische Besetzung des Rheinlandes und über die amerikanischen Garantien für die sie ist vielmehr restlos auf Kosten der Lehramtsanwärter erSicherheit der französischen Grenze gegen deutsche Angriffe als Gefolgt. Die Mehrarbeit, die infolge der Papiergeldwirtschaft heimabtommen darzustellen. Wilson habe vollkommen entstand, ist von den Lehrkräften selbst zum Teil in ihrer freien fonal gehandelt. Blend George bestätigt die Richtigkeit des gestrigen Zeit miterledigt worden, zum Teil in der für den Unterricht beRommuniqués des britischen Auswärtigen Amtes und erklärt, daß stimmten Zeit, wobei dann sehr zum Nachteil der Schule für die Berzögerung feiner Antwort auf den Brief des Auswärtigen ganze Vormittage zwei Klassen von einer Lehrkraft unterAmtes auf die Tatsache zurückzuführen sei, daß der Brief nicht richtet werden mußten, ohne daß auch nur eine einzige Hilfsunterzeichnet war. Die von der französischen Regierung vor celegten Schriftftüde enthielten die Artikel über die Garantien für sollen die Lehrkräfte, weil sie ja„ Beamte" sind, von dem Aboder Bureaukraft für diese Zwecke eingestellt wurde. Trogdem die Ausführung des Vertrages, wie sie von Wilson und Clemenceau sollen die Lehrkräfte, weil sie ja„ Beamte" sind, von dem Abam 20. April 1919 gebilligt wurden" und den Bertran zwischen bau in gleicher Weise betroffen werden wie alle anderen Frankreich und den Vereinigten Staaten, wie er von Wilson und Beamtengruppen, zum mindesten mit 25 Broz. Um diesen Clemenceau am 20. April 1919 gebilligt murde". Zum Schluß 3wed zu erreichen, sollen Klassen zusammengelegt und die beträftigt Lloyd George, daß er, bevor er irgend etwas von der an- Normalzahl der Schüler einer Klasse nicht unbeträchtlich ergeblichen Unterredung gehört habe, dem Auswärtigen Amt mitgeteilt höht werden, mindestens auf 60, man spricht auch von 70 babe, daß er in der Veröffentlichung der Schriftstücke über die und 80. Außerdem soll die sogenannte Pflichtstundenzahl erBariser Konferenz, von denen die meisten bereits in Frankreich oder höht werden. Amerita veröffentlicht seien, nichts Nachteiliges fehen tönne. " Wilsons Papiere bleiben geheim. Washington, 8. Februar.( Eca.) Es wird mitre'eilt, daß Frau Wilson beschloffen haben fell, bie persönlichen Dokumente bes verstorbenen Erpräsidenten, die er für eine Geschichte des Krieges ver. menden wollte, nicht zu veröffentlichen. Ber handelt ehrlofer Redakteure, die pflichtgemäß arbeiten oder Richter, die aus nationalistischem Haß das Recht brechen? Unfer Genoffe antrag Bromberg hat wegen dieser Fälle eine Interpellation in Eejm eingebracht. ** Wie einft in Zarenrußland, so werden jetzt in dem von Bolen neu belegten Ostgalizien die utrainischen Sozialisten ver folgt. In Bemberg wurden der Borsitzende und der Gefretär der utrainischen Sozialistenpartei verhaftet und drei ihrer Organe fiftiert. Die Behörben werfen den Berhafteten und den Redat teuren ber fiftietten Zeitungen vor, daß fie eine antistaattiche Propaganda zugunsten Sowjetrußlands geführt hätten. Mussolini und Moskau. Der italienisch russische Vertrag unterzeichnet. Rom, 8. Februar.( WTB.) Der italienisch- russische Vertrag ist heute abend unterzeichnet worden. Was wäre die Folge eines solchen schematischen Vorgehens für unsere Schule und für unsere Volksbildung? Von unseren Volksschulen sind nicht weniger als zwei Drittel zweiund einklaffig( 35 Broz. eintlasfig, 31 Broz. zweiflasfig). Bei Diefen wird man in nennenswerter Weise nicht abbauen fönnen, obwohl man auch hier versuchen wird, manchem Dorfschullehrer die Berwaltung zweier folcher Schulen in 10 bis 20 Kilometer voneinander entfernten Ortschaften zu übertragen, deren eine am Vormittag, die andere am Nachmittag vielleicht abwechselnd in jeder Woche versorgt werden sollen. Aber das kann, wie gesagt, nicht viel ausmachen. Die ganze Bucht des Abbaues von 25 Broz. wird die Städte treffen, vor allem die mit einem 6, 7- und 8flafsig ausgebauten BoltsSchulwesen, das hierdurch geradezu zertrümmert werden muß. Wenn man leichten Herzens die Klassenfrequenz heraufsetzt, jo bedeutet das eine Abkehr von allen felbstverständlichen Grundfäßen einer gefunden Pädagogif, ein Verzicht auf alle modernen Forderungen auf Selbsttätigkeit der Kinder, auf individuelle Beobachtung und Erziehung durch die Lehrer, benen dadurch allein schon die Lust am Berufe und die für einen Erfolg so notwendige Freude an ihrer Tätigkeit genommen werden muß. Dazu kommt die Ueberlastung durch die Erhöhung der Stundenzahl. In der Deffentlichkeit unterschätzt man die Anstrengungen des Lehrers ganz erheblich, indem man auf die Ferien hinweist, die bei dem Lehrer viel länger sind als bei jebem anderen Beamten. Aber der Lehrer hat sie auch unbe dingt nötig. Ein bekannter Neurologe, der Professor Dr. Rosenfeld an der Rostocker Universität, betont, daß 70 bis 80 Broz. aller Erfranfungen von Lehrern auf Neurasthenie zurückzuführen sind, daß aber die nervöse Erschöpfung die BeParis,& Februar.( EP.) Borgestern hatte der Matin" mit. geteilt, baß die Einnahmen aus dem Ruhrgebiet jährlich 2260 mil lionen Frant betragen würden. Gestern berichtigte er diese Mit Hierzu teilt das Pressebureau mit: Mussolini hat der russischen teilung bahin, baß bas mehr als brei Milliarden Frant Delegation am 31. Januar in der Schlußfizung der Konferenz für jährlich feien.„ Deuvre" fragt, weshalb die Regierung in ihrem einen Handelsvertrag mitgeteilt, daß er, da nunmehr ein Abkommen Finanzprojekt diese Einnahmen nicht aufnehme und an deren erzielt fei, die Frage der de jure- Anerkennung der Sowjetregierung Stelle dem Lande neue Steuern aufbürden wolle. als gelöst betrachte. Die italienische Regierung schritt daher forufstrantheit der Lehrer ist: gleich zur Ernennung eines Botschafters bei der Regierung in Mostau, und infolgedessen find die politischen Beziehungen zwischen den beiden Nationen vom heutigen Tage, den 7. Februar, an end. gültig hergestellt und geregelt. Ja Der amerikanische Petroleumskandal. Egminifter Fall und Wilfons Schwiegersohn beteiligt. Washington, 8. Februar.( TU.) Der Ser at hat die Bollmachten bes mit der Untersuchung über den Betroleumsfandal beauftragten Ausschusses bestätigt und eine Resolution angenommen, in der Bräsident Coolidge aufgefordert wird, sämtliche Rongefftonen der Standard Oil Compary in Ralifornien rüdgängig zu mechen. Erminister Fall, der bei der Angelegenheit die Hauptrolle spielt, aber jede Aussage verweigert, wird von Detektivs Tag und Nacht streng überwacht. Doheny hat an die Untersuchungs. tommission geschrieben, daß Mac Abo o nicht 250 000 Dollar, von benen anfänglich die Rede war, erhalten hobe; der Schwiegerfohn Bilsons habe vielmehr für juristische Ratschläge insgefamt 150 000 Dollar erhalten. Trotz Amnestie eingekerkert. Teutsches Journalistenlos in Neupolen. Mus Danzig wird gemeldet: Seit fast zehn Monaten sitzt ber Chefredakteur Contag der größten deutschen Tageszeitung in Bolen, der„ Bromberger Deutschen Stg.", in Untersuchungshaft wegen mehrerer Auffäße über Minderheitsfragen. Troß der Am nestie im Juni 1923, unter die zweifelsfrei auch dies angebliche Bergehen fällt. hat der Borsigende des Bromberger Landgerichts, Bromilsti, Contags Freilaffung abgelehnt. I neuer BerhandLung gegen Contag am 12. Januar ift diefer nun trok der Amneftte zu fünfzehn Monaten Gefängnis verurteilt worden. Ferner wurde der verantwortliche Redakteur rufe megen ber aleichen Auffäße zu neun Monaten Gefängnis ver. urteilt und sofort in Haft genommen. Als Grund dafür, daß tros ber Amnestie für politische Bergehen diese Berurteilungen erfolgt find, wird vom Gericht angegeben, baß das fragliche angebliche Brefevergehen nicht ein politisches set, sondern aus Geminn. fucht, mit anderen Worten, weil die Rebakteure für die Auffäge bezahlt wurden, erfolgt fet Neue Spekulationsmanöver. Angriffe auf die Mark. An den internationalen Devisenmärften gehen wieder einmal merkwürdige Dinge vor. Es scheint an den euro pischen Börsen ein neues effeltreiben gegen die Mart inszeniert worden zu sein, deren Hauptträger anfcheinend in Holland figen. Der Ausganspunkt der ganzen Idee dürfte allerdings wohl Baris fein. Auffallend ist die Tatsache, daß von Holland und gewiffen ausländischen Banken des belegten Gebietes heute nach der Berliner Börse große Martverkäufe und auch Abgaben deutscher Effekten gelegt wurden. Der Berliner Börse hat sich infolgedeffen eine gewiffe Nervosität bemächtigt. In seriösen Pantreifen beurteilt man jedoch die Lage zuversichtlicher. Man verweist darauf. daß fich in der legten Zeit nichts ereignet habe, was irgendwelchen Grund zur Beunruhigung biete. Man ist sich über die Tendenzen, die bei diesem Reffeltreiben mitwirken, völlig flar. Die aus'ändischen Saboteure arbeiten wie gewöhnlich nicht nur mit börsentechnischen Mitteln, fondern auch burch Lanzieren von Meldungen in die internationale Breffe. Man nimmt in Finanzfreifen an, daß es der Reichsbant, die ja in letzter Zeit im Devisenverkehr taum Abgeben vorzunehmen brauchte, ein Leichtes fein wird, jenen Quertreibereien zu begegnen. Es dürfte allerdings in nächster Zeit mit starten Repartierungen am Devifenmartte zu rechnen fein. Die Nachfrane war heute wieder wesentlich größer, als an den vorangegangenen Tagen. Am Effettenmarkt war die Tendenz uneinheitlich. Die Erörterung der dritten Steuernotverordnung im Reichsrat und vor dem Fünfzehnerausschuß hat die allgemeine Ungewißheit und Sorge eher verstärkt als vermindert. Die Hoffnung der Spekulation auf eine oünftigere Stellung der Befther deutscher Reichsanleihen hat sich allerdings etmas gehrben. Bei Beginn der heutigen Börse handelte man bereits Kriegsanleihe mit 160. " Ohne die Ferien," sagt er, würde die Lehrerschaft psychisch zugrunde gehen." Er fügt hinzu:„ die psychische Anspannung, die der Lehrerberuf erfordert, ist deswegen so groß, weil er als Akteur tätig ist und daneben die Aufsicht über die Kinder ausüben muß. Sie fönnen sich nicht in den Seelenzustand eines Menschen hinein. versehen, der vier Stunden reden muß( er denkt dabei offenbar nur an den Lehrer an höheren Schulen, der Bolts- und Fachschullehrer hat 5 und manchmal sogar 6 Stunden hintereinander zu geben). Bir Universitätslehrer reden ein oder zwei Stunden, dann fühle ich schon eine Aenderung meiner nervösen Spannkraft. Da der Lehrer vier Stunden nacheinander tätig sein muß, ist natürlich eine erheb. lich stärkere Abspannung die Folge." Eine weitere Folge der durch diesen schematischen Abbau erreichten Zertrümmerung der Volksschule wird vor allem eine außerordentliche Flucht vor der Volksschule und vor der nach so schweren Kämpfen erreichten Grundschule sein. Man fann es eben niemandem zumuten, sein Kind in solche vollgestopften Klassen zu schicken, wo es, abgesehen davon, daß es nichts lernen fann, auch außerordentlich starken gefundheitlichen Gefahren ausgesetzt ist. Wer irgend kann, wird versuchen, fein Kind in die höhere Schule zu bringen, von der man, allerdings mit Unrecht, annimmt, daß die Abbaumaßnahmen nicht ebenso verhängnisvoll wirken werden. Wir tönnen schon jetzt aus den verschiedensten Gegenden des Landes feststellen, daß die Zahlen der Anmeldungen für die unterste Klaffe der höheren Schulen aller Art in ganz außer ordentlichem Maße gestiegen sind, sicherlich zu einem Teil aus der Furcht der Eltern, ihre Kinder den abgebauten BolksSchulen anzuvertrauen. Aber der Abbau soll die höhere Schule in gleicher Weise treffen, wie die Volksschule; es ist gar nicht daran zu denken, daß für die zahlreichen Kinder, die neu angemeldet werden, neue Klassen errichtet werden und neue Lehrt äfte eingestellt werden. Man will vielmehr schen bestehende Klaffen nach Möglichkeit zusammenlegen, nicht aber neue errichten, wo eine höhere Schule breits zwet Serten hat, soll eine eingehen, nicht aber eine dritte hinzukommen. Die unvermeidliche Folge wird ein leberhandnehmen des Privatschulwesens sein, der Staat erflärt ja geradezu durch seine Abbaumaßnahmen, daß der Unterricht und die Ers ziehung fortan nicht mehr als eine öffentliche Angelegenheit behandelt werden soll, daß vielmehr die private Tätigkeit auf diesem Gebiet, die man bisher nur in beschränktem Umfange geduldet hat, in Zukunft die Hauptsache leisten soll. Mit anderen Worten, man betrachtet die Erziehung und den Unter richt unseres Volkes, besonders aber die sogenannte höhere Bildung als einen Lurus, als etwas, was man in den schlimmen Zeiten, welche unser Staatswesen augenblicklich durchmacht, auch allenfalls entbehren kann. Ist diese Anschauung denn aber zutreffend? Sind und bedeuten Unterricht und Erziehung wirklich einen Lugus, den man ohne Schaden für die gesamte Volkswirtschaft auch entbehren fann? Die Frage auch nur stellen heißt schon, fie flar und deutlich verneinen, ohne daß weitschweifige Aus führungen notwendig find. Gerade unter wirtschaftlichem Gesichtspunkt ist der Abbau der Schulen das verhäng. nisvollste, was man fich denten fann steht doch das Aufblühen der verschiedensten Zweige unserer Industrie in engstem Zusammenhang mit unserer wissenschaftlichen und techniſchen Leiſtung und nicht zum wenigsten auch mit der Qualität unserer Arbeiter. Die tapitalistische Wirtschaft betrachtet ja den Menschen, den Arbeiter, auch als Ware und verlangt zu ihrem Gedeihen Qualitätsware, also einen fulturell gehobenen Arbeiter. Liefern wir ihr statt dessen menschliche Schundware, einen Arbeiter, der sich nur wenig über den Analphabeten erhebt, so ist damit auch ihr Niedergang betegelt. Abbau der Schule, damit Abbau der Boltsbildung be deutet daher vorwiegend auch Abbau der Volkswirtschaft und Abbau des Volkswohlstandes, ist also gerade vom Standpunkt der Wirtschaft aus töricht und verhängnisvoll. 12. Entwurf einer Berordnung über die Roften eines Boltsbegehens. 13. Entwurf einer Berordnung über die Vereinfachung der Ge. nossenschaftsbildung und die Förderung der Dedlanderfchließung. 14. Entwurf einer Berordnung über das Schantstätten. wefen. 15. Berordnung zur Abänderung der 12. Ergänzung des Be foldungsgesetzes. 16. Entwurf einer Beamten- Siedlungsverordnung. 17. Entwurf einer Berordnung zur Aufhebung ber Berordnung über die Entlohnung und die Errichtung von Fachausschüssen im Bäderei und Konditoreige. werbe 18. Entwurf einer Verordnung zur Aenderung der Berordnungen über Erwerbslosenfürsorge und über die Auf: bringung der Mittel für die Erwerbslosenfürsorge und des Arbeitsnachweisgesetzes. 19. Entwurf einer Berordnung über das Infrafttreten des Reichsgefches für Jugendwohlfahrt. fogenannten Leichtbeschädigten zu ermähnen. Mit aller Entschieden heit muß gegen eine Jereführung der Deffentlichfelt Front gemacht werden. Die Kosten trägt die Staatskaffe... Wieder ein Verbot aufgehoben. Görlih, 8. Februar.( WTB.) Auf die Beschwerde der Görliber Bolkszeitung" wegen des vom 27. Dezember 1923 bis 3. Januar 1924 befristeten Berbotes dieser Zeitung durch den Milifärbefehlshaber in Breslau hat der Staatsgerichtshof jum Schuhe der Republik das Berbot aufgehoben. Die often des Verfahrens trägt die Reichstaffe. In der Begründung wird gejagt, daß der von der Görlizer Volkszeitung" veröffentlichte Arfitel über die Verhältnisse in Sachsen wohl im Wehrkreiskommant> IV, aber nicht im Wehrtreistommando III verboten war. ngen Butter über dem Auslandpreis! Wenn auch einige der vorgelegten Verordnungen von Die neue Teuerung der Butter ist nicht nur für reiche Leute geringer Bedeutung sind, fo find andere doch von sehr großer von Interesse. Jede Hausfrau weiß, um wieviel Butter ausgiebiger Bedeutung. Das gilt insbesondere von den Vorlagen sozial ift als ihre Erfagstoffe, vom Gesch mad guter Butter noch gar politischen Inhalts und der Vorlage über die Schaffung eines ist als ihre Erfagstoffe, vom Geschmac guter Butter noch gar besonderen Unternehmens Deutsche Reichsbahn". Sie sind nicht zu reben. Wir leben jetzt geraume Zeit unter stabilem Geldvon so schwerwiegenden Folgen, daß nicht zu sehen ist. wie durch ihr Borhandensein auf die Löhne brudt, hat diese Zeit noch wert. Aber zu der gewaltigen Arbeitslosigtett, die son der Ermächtigungsausschuß diefe Verordnungen bis zum 15. Februar, dem Ablaufe des Ermächtigungsgesetzes, grund eine enorme Herabjegung der Beamtengehälter und vieler Arbeitsgeintommen gebracht. Zu dem allgemeinen, mohu( ter betienewenn auch noch unge. lich beraten fann. nügenden Preis abbau steht die neue Butterperteue Die Renten der Kriegsopfer.rung in scharfem Gegensatz. Der jezige Butterpreis um 2,30 m. für das Pfund herum Zur Frage der Aufwertung von Renten der Kriegsopfer teilt der„ Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegshinterbliebenen" folgendes mit: Das Reichsarbeitsministerium hat in den letzten Tagen eine Pressenotiz über die Höhe der Renten verbreiten lassen, die ge eignet ist, in der Deffentlichkeit ein vollkommen schiefes Bild zu erweden. Es ist nicht richtig, daß die Renten allgemein nach dem Borfriegsstande aufgewertet worden find, Im Gegenteil ist noch viel mehr als bei den Reichsbeamten eine Kürzung der Ber forgungsgebührnisse vorgenommen worden. In der offiziösen Notiz find Renten und 3 fazrenten( letztere werden nur bei bejonderer Bedürftigkeit gewährt) in einer Summe genannt. Ctn Kriegsbeschädigter mit einfacher Ausgleichszulage, 50 Broz. minderung der Erwerbsfähigkeit, erhält, wenn er verheiratet ft und zwei Kinder hat, in Ortstlaffe B monatlich nicht 31,75 M. fondern 13.75 M.( gegen 37,50 M. zu Kriegsanfang); mit 70 Broz. Minderung der Erwerbsfähigkeit nicht 51,75 M., sondern 21,75 m., mit 90 Broz. Minderung der Erwerbsfähigkeit nicht 76,35 m, fon dern 34,35 m., bei völliger Erwerbsunfähigkeit nicht 87,75 M. fie fondern 45,75 ter Der Reichstag scheint sich dieses Zusammenhanges nur bunkel bewukt gewefen zu fein; denn in einem Antrag der Roalitionsparteien an die Renierung hat er nur gefagt, die Der Pflege der Kultur und Volkswohlfahrt und der gelftigen und förperlichen Jugendpflege dienenden Aufwendungen dür fen erft in lehter Linie den Rücksichten der Ersparnis geopfert werden". Also sollen sie doch immerhin diesen Rüdsichten ge: opfert werden. Welche Ersparnis verspricht man sich aber davon. Sollte man den Abbau der Schule und der Lehrkräfte durchführen, so wird fich bald zeigen, daß durch die Abnukung und häufige Erkrankung der Lehrkräfte die in Mart und Bien nig ausdrückbare Ersparnis leich null fein, wird, im besten übersteigt ganz beträchtlich den Preis hierher gebrachter dänischer Butter, deren Güte in der ganzen Welt bekannt ist und mit der viele in Berlin angebotene Butterforten gar nicht zu vergleichen sind. Cine jtärtere Einfuhr dänischer Butter, die gefchlich zugelassen ist. fönnte also den Preis brüden wie seinerzeit die Einfuhr dänischer Margarine auch die inländische Kunstbutter dem Publikum wesentlich verbilligt hat. Darum eben hat jüngst eine Tagung pommer scher Landwirte das Berbat jeglicher ausländischen Konfurrenz verlangt, und barum die beginnende Apitation für dis Wiedereinführung der Lebensmittelzölle. Deren Aufhebung war befanntlich bei Kriegsbeginn erfolgt, murde aber erst mirffam nach dem Aufhören der Blocade und besonders nach der Erreichung und Ueberschreitung der Betmarktpreise durch die deutschen Erzeuger und Händler. und Händler.id ind Diefelben Egoiften, die das deutsche Bolt nach Bestarp bei vollen Scheunen hungern" Iteßen, beginnen jezt eine neue Breistreiberei. Unter feinen Umständen darf eine pflichtbewußte Regie rung diesem Treiben durch Einfuhrrerbot, 3Zölle usw. Vorschub leisten. Eine Regierung, die zurzeit noch so weitgehende Vollmachten innehat, Bolkswirtschaft gegenüber gar nicht ins Gewicht fallen fann. 68,25 M.; die Witme mit einer Waise in Ortstaffe B nicht 46,90 it mit noch viel größerer Berantwortung belastet. Maffenproduktion an Verordnungen. Dem Fünfzehnerausschuß des Reichstags liegen außer der dritten Steuernotverordnung noch folgende Vorlagen vor: 1. Entwurf einer Verordnung über die Fürsorgepflicht 2. Entwurf einer Verordnung zur Abänderung des BefagungsBersonenschädengesetzes. 3. Entwurf einer Verordnung über Renten- und Rapitalab. findung in der Unfallversicherung. 4. Entwurf einer Berordnung über die statistische Gebühr. 5. Entwurf einer Ausführungsverordnung zum Gejez über bie Beschäftigung Schwerbeschädigter. Reichsverkehrs- und des Reichspoftministers zur Aufnahme von Darlehen. 6. Entwurf einer Berordnung über die Ermächtigung des 7. Entwurf einer Berordnung über Krankenversicherung 8. Berordnung über die Schaffung eines Unternehmens Deutsche Reichsbahn". 9. Entwurf einer Verordnung zur Abänderung des Bein Steuergesetzes. 3ahlungsmittel. 10. Entwurf einer Berordnung über meri beftänbige 11. Entwurf einer Berordnung über wertbeständige Schiffs: pfandrechte. Mart, sondern 22,90 m., die Halbweise nicht 13,65 m., sondern 7,65 M., Die Bollwaise nicht 21,20 M., sondern 12,20 m. Su diefen Sägen wird im Fall einer besonderen Bedürftig werden die vom Reichsarbeitsministerium genannten Säge erreicht. Es erhalten nach unserer Feststellung aber nur etwa 5 Broz. der Kriegsbeläbigten eine Zusatzrente. Die Einfom mensgrenzen zum Bezug der Zusatzrente sinb borart niedrig gefegt, daß der größte Teil der Rentenempfänger für den Bezug ter felben nicht in Frage fommt. Die Zusagrenten und die vom Ministerium genannten Rentensätze werden nur gewährt, wenn( wir bleiben bei dem Beispiel des Reichsarbeitsministeriums) in der Dris. flaffe B das Cinfommen neben der Rente nicht mehr beträgt als: bei einem Schwerkriegsbeschädigten von 50 bis 100 Broz, mit zwei Kindern 34,20 m, bei einer' tme mit einer Wai'e 19,05 m., bei einer Halbwaise und Bollwaise monatlich 14,65 M. Die fcge nannten Leichtbeschädigten mit einer. Minderung der Erwerbsfähig. feit um 30 oder 40 Proz. erhalten fiberhaupt keine Zufahrente. Ein 30proz. Erwerbsbeschränkter( das sind Krieger, die z. B. ein Auae verloren haben) erhalten in der Drisklasse B als Ledige jet 4,60 m. ( unterschenkel amputiert) 6,10 m.( gegen 33 M. vor dem Striege). ( gegen 28,50 m. in der Anfangstriegszett). Ein 40prozentiger 28,50 m. in der Anfangstriegszeit). Das Reichsarbeitsministerium hat es wohl aus naheliegenden Gründen unterlassen, besonders die" gute" Rentenversorgung der Die Stricke des Herrn Grillo. aufgebracht werden, und woher es anders kommen folle? Nacherzählt von Otto Rrille.. " Man gab ihm zur Antwort, das Geld müsse doch nun einmal Woher es fommen soll?" erwiderte jener, daher, wo es einzig und allein zu finden ist: aus den Risten der Reichen und Großen tid, welche die Summe vom 500 000 Lire in Gold und Silber trugen. Run ging er vom Rathause und fam mit einigen Bedienten zu Diese ließ er vor der Versammlung hinwerfen und sagte: So tagiere sich ein jeder nach seinen Bermögensumständen, und die geforderte Gumme wird bald aufgebracht werden. rüd, Gilbert verhaftet. Rorrespondenz Sochazewsti meldet: Wie wir erfahren, ist der im Zusammenhang mit der Affäre Granbel- Thormann in der letzten Zeit viel genarnte Major a. D. Gilbert am geftrigen Donnerstag abend von Beamten der poli tischen Bolizei festgenommen und bem Bolizeipräsidium zugeführt worden. Seine Berkaftung foll im Zu'ammer hang mit Straftaten erfolgt fein, die mit dem Attentats plan gegex General D. Ceedt nicht in Berbindung fiehen. Wir möchten dem hinzufügen, daß die von der Korrespondenz Sochazewski in den lekten Tagen verbreitete Meldung, daß die Person Gilberts bei der rein formalen Beschwerde der preuzi fchen Regierung an die Reidsregierung in der Angelegerhef der Verhaftung Thormanns und Grandels eine Rolle spielt, falfch ist. Der Name Gilberts wird überhaupt nicht erwähnt. Weitere Berurteilungen deutscher Offiziere in contumaciam. Das Kriensgericht Amiens hat folgende Deutschen in contumaciam zu ie 5 Jahren Gefängnis und 500 ant Geldstrafe verurteist: Oberleu'nant Faller vom Pionierbataillon 31 wegen angeblichyn im Jahre 1917, ferner den Ziviliften Rosenberg in Köln Mobillarbiebstahls im Jahre 1918, Oberleutnant en vom Hufaren regiment 5 ebenfalls wegen angeblichen Mobiliardiebstahls in Guise wegen angeblichen Weiterverkaufs von 15 in Baroche gestohlenen Wertpapieren. und seitdem ist er diesem Leben ir äußerster Armut treu geblieben. Gandhis politisches Programm bestand darin, daß er die ges bildeten Klassen und die indische Regierung von dem Stand der Armut in Indien überzeugte Sein Hauptziel ist es, das Volk ous dieser Armut zu befreien. Er bet dem damaligen Bizekönig ber britischen Regierurg, wenn der Bizelönig feinen Feldzug gegen Lord Reading feine Mitarbeit an und die Aufhebung des Boykobis ben Hondel mit Alkohol und Opium und die Bewegung der Heim arbeit im Spinnen und Weben unterstützen würde. Sein Anerbieter wurde nicht angenommen, aber das Land wird von seiner Armut Um Nachdrud wird gebeten Ich liebe die Zahlen nicht, denn sie belaften meinen poetischen Sinn. Und da wir Deutsche alle ein wenig von dieser unpraktischen Schicksalsgabe an uns haben, mag es vielen meiner Zeitgenoffen to gehen. Infolgedessen vermag ich mir nie zu merken, wie groß die man folgte seinem Beispiel; die Großen gaben freiwillige Beerst befreit werden, wern Gandhi diese beiden Forderungen durch. Summe ist, die die Entente als Reparationskosten von uns verträge und retteten dadurch die Republik. langt. Noch weniger blieb die Zahl in meinem Gedächtnis haften, Gludiches Cenua, das folche Bürger und feine nationale die die Zeitungen von dem Reichtum des Herrn Stinnes und den Bresse hatte! übrigen glüdlicheren Republikanern fürzlich nannten Bohl aber machte es einen großen Eindrud auf mein arglojes Gemüt, als die Statistik der Reichsregierung nachwies, daß die weitaus größte Summe der Staatseinnahmen von den Steuern der Gehalts- und Zohnempfänger ftamint, also das Bolt im weitesten und besten Sinn ben Staat, die politische und wirtschaftliche Organisation unferes Baterlandes erhält, obschon erbärmliche Soldschreiber und Tribünen Schreier es gern als die vaterlandslose Masse beschimpfen. Nun machte Herr Arnold Rechberg einen Vorschlag, wie diejenigen unserer begüterten, im Kriege und in der troftlofen Inflationszeit noch reicher gewordenen Landsleute ihren schuldigen Tribut auf dem verödetent Altar des Baterlandes barbringen. fönnten. Darüber erhob fich in den Zeitungen der Trusts und Ronzerne ein gewaltiger Sturm gegen den Frevler, der einige Biffen von„ des Midas harter Kost" für die allgemeine Rot verlangte. Rechberg lege, so schrieben diese geschickten Spinnerinnen der öffentlichen Meinung, im Interesse der Franzosen Fallstricke aus, vor denen sie im Namen des Patriotismus warnen müßien.Stride! Diefes Wort wedte Gedächtnisspuren, und da uns geistigen Arbeitern ohnehin heute der Strick am Halse fizt, so er innerte ich mich an eine fleine Geschichte aus der Kinderzeit, die ich gern zu Ruz und Frommen wiedererzähle. Damals wurde sie uns berichtet. Bielleicht weil man die Grillos nicht brauchte, oder sollte Deutschland an„ wahrer Vaterlandsliebe" ärmer geworden sein? Als die Desterreicher im Jahre 1748, so geht jene Geschichte, im Beftz von Genua maren, mußte diese Republit große Summen aufbringen. Die Herren der Regierung versammelten sich daher, um hierüber au ratschlagen. Kurz vorher ging Herr Grillo, einer der vornehmsten und reichsten Genueser, in das Rathaus und bestreute den Bersaal mit Striden. Als er von den Ratsherren gefragt wurde, was diese fonder. bare Handlung zu bedeuten habe, gab er zur Antwort, daß das Bolt durch die Kriegstoften schon ganz erschöpft sei und es daher mens licher fajiene, ihm Stride zu verschaffen, um sich zu hängen, als es mit neuer Abgaben zu beladen, die es zur Berzweiflung bringen müßten. Gandhi frei! Der Mahatma Gandhi, der Führer der indischen Unabhängig. feitsbewegung, der vor ber indischen Regierung ins Gefängnis geworfen war, ist jetzt, vier Jahre bevor seine Grafe oblief. aus Gesundheitsgründen" freigelassen worden. Die bedrohlichen Berhältnisse in Indien, in denen es mehr denn je gärt, die leiden schaftliche Liebe des Boltes zu seinem Führer, die einzigartige Bedeutung dieses Monnes haben wohl zu dem Entschluß diefer vor eltigen Freilaffurg geführt. Ein vorzüglicher Kenner der indischen Artikel besar chester Guardian" die großartige Persönlichkeit des Boltsbewegung, C. F. Andrews, hat gerade jegt wieder in einem Mahatma geschildert. " Den Anstoß zu Gandhis Befreiung gab eine Resolution, bie im indifchen Barlament eingebracht wurde und die Freilaffung forderte Da selbstverständlich alle ir difchen Mitglieder dafür stimm. ten, war die Mehrheit gesichert. Der Titel Mahatma", den Gandhi in der ganzen Welt führt, stemmt aus der Zeit, da er den passiven Widerstand der Mohammedaner in Südofrita organisierte, und bedeutet ganz einfach große Seele"." Niemals hot es in Indien, soweit meine eiger en Erinnerungen und die Neberlieferungen der Geschichte reichen, einen Mann gegeben, der die Massen so verstand wie Mahatma Gandhi," schreibt Andrews. Er hält das ganze Boll gleichsam in feiner hohlen Hand und auch noch vom Rerfer aus hält er fie in feiner Macht Die Gründe für seinen großen Eir fluß auf die Massen liegen in seiner Heiligkeit und seiner freiwilligen Armut. Nur in einem solchen tiefreligiösen Lar de wie Indien fann ein Heiliger zum politischen Führer werden. Der beste Beweis für den Zauber seiner Bersönlichkeit aber ist die Tatsache, daß er auch fast alle in England erzo jenen Inder, Männer und Frauen, ir feinen Bonn gezegen hat. Und ebenso erstaunlich: die Begeisterung der indischen Mohammedaner für ihn ist ebenso groß mie bie der Hindus. Er ist her einzige, der ganz Indien geeinigt hat. Cinft wor er ein Rechtsanwalt mit glänzenden Einnahmen und regem äußern Einfluß. Aber nachdem er Tolstois Leben gelesen ind mit ihm Briefe gewechselt hatte, tat er alles von fich was er Deja, ficibete ich in dos felbigesponnene Gewand ers Bauern und begann zu pflügen und zu weben. Dos war vor 30 Jahren, gesezt het, denn die Inder fönnen aus ihrer Not nur heraus. fommen, wenn fie nicht mehr die Riefenfummen für fremde Genußmittel und fremde Waren aufbringen müssen. lano Vorschriftew driges Feuer. C For einigen Tagen brach in der Minimar"-abrit Nen ruppin euer aus, das ein 200 Meter langes Lagerg baude mit halbfertigen und fertigen Fabritaten eiuäscherte. ad In Neuruppin steht die Fabrike toder fogenannten Minimar- UG. Belobigt von der Fachkritike Stüßt fie fidh auf ihr Renommet. und jedes Rindvich weiß es schon; In Stadt und Land liest man Blatais, te o Es fagt die Mamme es dem Tate, und diefer ricberum dem Sohn: euer breitet sich nicht aus, hajt du Minimar im Haus!" Tschingbumm! op In Neuruppin ist die Fabr'te ber fogenannten Minimar- AG. fo ziemlich abgebrannt. Cang stiele weint ein Emailleschild im Schnee, um das zwo Männer fich gruppieren, weil dieses Schild sehr interessant ift und bud flabieren- bud)-fia- bieren, was Gott fei Tant nicht abgebrannt ist: " Feuer breitet sich nicht aus. haft du Minimar im Haus!" Tidyingbumm! Grivelin Das Deufdje Op ra aus Taft im Interesse der Theaterbelicher den Rarienverlauf an den Billeskaffen ununterbrochen vo: 10 11 vora mittas bis abends 8 Uhr stattstiden.( Telephonische Bestellungen: Ant Bilbelm Nr. 8640.) Aate Hyans nächter Abend Berlin im Lieb von 1623- zur Zetta eit findet tiefen Sonnabend, 7, Uhr, im Beriiner Rathaus, Bürgeriaal, statt. Eine Gedenktafel für Hoffmann von Jallersleben. Die Stadt Göttingen Belchion, Hoffmann von Fallersleben, den Dichter des Deutschlandliedes, durch And ingung einer Gedenktafel am Hause Johannisstraße 27, in dem goffinann von 1815-1819 gewohnt hat, zu ehren. Asyl im Bahnhof. ihr auf der Straße die Beute und verschwand schleunigst. Un einer verabredeten Stelle traf fich dann das Paar wieder, um gemeinsam.. einen Hehler zu suchen. Frau Piez lebte fich in ihren neuen Beruf" in furzer Zeit so gut ein, daß selbst ihr Mann von ihrer während sie noch verschwinden fonnte. Bei ihm aber fand man einen mal Bech. Bieg wurde überrascht und festgenommen, Beite, aus dem ihre Wohnung zu ersehen war. Go fonnte auch sie bald festgenommen werden. Die Leute, denen sie gegenübergestellt wurde, erkannten sie als die Aufpafferin wieder. Beide legten dann auch ein Beständnis ab und wurden nach Moabit gebracht. Bestohlene, die noch keine Anzeige gemacht haben, werden ersucht, sich bei Kriminalkommisser Dr. Annuschat, Dienststelle B. 1. 2., zu melden. Der Berliner Zentralflughafen. Pläne für die Zukunft. Betritt man den Stettiner Bahnhof von der Invaliden. straße aus, fo liegen auf dem ganzen rechten Flügel des Bahnhofsgbäudes die Warteräume. Im Wartesaal der Reifenten erstereriigkeit überrascht war. Endlich aber hatte sie doch einund zweiter Klasse herrscht am Abend und in der Nacht fein allzu großer Betrieb. Doch das Bild ändert sich, betritt man den Barte saum der dritten und vierten Klasse. Es ist der Bartaraum ber armen Leute und Nachytherberge der Stammgäste. Zer fratie Holztischplatten zeigen zu allererst den Menschenumgang an. Spärlich ist der Raum beleuchtet. Von 9 elettrischen Lampen brennen zwei. Und diefe beiden Flammen leuchten auch nur in joner Hälfte der alle, wo die Besfagiere dritter Klaffe warten, während auf der Seite der vierten Staffe gar fein Lidyt brennt. Beide Refforts" find voneinander durch ein Drahtgitter getrennt. In einer Ede herrscht das Büjett. Hier gibt's Rollmöpfe, Pfann fuchen, Zigaretten, Bier und Kaffee. Nur hin und wieder seht man ben Sellner und einige Leute am Tisch, die eine Taffe Raffee oder ein Clas Bier trinken. Aber auf der dunklen Seite, da liegen die Menschen auf den Bänken lang ausgestreckt und schlafen. Andere fdyrarden mit dem Kopf auf dem Tisch. Einer schneidet sein Brot md würgt die trodenen Schmitten herunter. Zuweilen läßt sich ein Schupomann bliden, macht seine Runde, sieht nach rechts und links, fegt nichts und entfernt sich wieder. Tas geht so in aller Ruhe bis nachts um 12 Uhr. Dann öffnen sich geräuschvoll die Flügel türen und herein treten mehrere Pförtner, Kontrolleure, Schupo und ber Stationsvorsteher. Einer vertünbet mit Donners imme: Wer nicht im Befig einer Fahrkarte ist, verläßt sofort den Ecal!" Ein Calafer nach dem anderen wird unsanft gewect. Schlägt er müde die Augen auf, so herrscht ihn scharf der B.amte an: Bitte die Fahriarte!" Ist diese vorhanden, fo tann der Mann ungehindert meter schlafen und träumen. Aber die meisten find eben nicht im Besitz einer Fahrkarte. Berschlafen tortein diese Gestalten hinaus. M Die bisherigen Anlagen, die im Zentralflughafen auf dem Tempelhofer Feib errichtet wurden, stellen nur ein Provisorium dar. Für die endaültige Ausgestaltung werden zurzeit im Städtebauamt mehrere Pläne ausgearbeitet. Zunächst ist der Bau einer großen Zufahrtsstraße vorgesehen. die im Laufe der Lehniner Straße quer durch die Hasenheide zu dem zufünftigen großen Verwaltungsgebäude führen und den Flughafen mit der nächsten Untergrundbahnstation der Nord- Süd am Kaiser- Friedrich- Blak verbinden soll. Die Bünftigen Gebäude des Hafens, ein großes Berwaltungs- und Empfangsge. Verein Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Berlin. Sonnabend, den 9. Februar 1924, abends 7 Uhr, im Jugendheim, Lindenfiraße 3, 2. Hof 3 Trp.: Nas beenbster Kontrolle wird der günstigste Moment abgerast Vorsitzenden- Konferenz und die grauen Gestalten schleichen wieder in die dunfelste Ede. Am cuffälligsten ist, daß soviel Jugendliche im Alter von 16 bis 30 Jahren unter ihnen sind. Auch an Mädchen fehlt es nicht. Zigaretten raudend promenleven fie auf den dunkelsten Seiten des Eaales. Ihr Anhang sind die bekannten Typen des Lasers: Anzug nach Maß, Lads und Jymmischuhe, aber das Geficht verrät, men man vor fich hat. Aber so ganz sicher find diese hier auch nicht Berfleidete Kriminalbcamte mischen sich unter fie und nehmen an ihren Ge sprächen teil Gegen 12 Uhr, erscheint ein älterer Mann mit einem Cad auf dieser dunklen Szene. Wengstlich ficht er nach allen Selten und fürzt sich auf die Papierförbe, deren Inhalt in feinem Ead verschwindet. Jeden weiteren Winkel durchsucht er. Rein Stüdden Papier bleibt liegen. 1.45 Uhr treffen die letzten Züge ein und die Züden in den Wartefälen füllen sich. Das ist Futter für die Etammgäfte der Wartefäle, die wieder munter wer ten und sich mit regerem Intercffe den Dingen zuwerden, die die Relfenden als ihr Gepäckt mitgebracht haben. Wer des morgens nach dumpfem Echlummer erradht, vermißt den einen oder anderen Gegensand. Dann sind aber die Martesaalstammgäste längst auf und davon. Thema: Die Reichstagswahlen und die arbeitende Jugend. Referent: Geno fin Hedwig Wachenheim. Die Ausweise sind unbedingt mitzubringen! Der Bezirksvorstand. bäude und rechts und fints bacon je brei große Flugzeug. hallen, werden nicht an der Stelle errichtet werden, an der die jebigen Holzbauten stehen, ihr Plag wird weiter nach Often in die Rähe des Garnison- Friedhofes verlegt werden. In un mittelbarer Nähe des Berwaltungsgebäudes wird in ber Hasenheide eine drahtlose Station mit zwei Gittermasten erbaut, die die Berbindung mit den anderen großen Flughäfen des In- und Auslandes aufrechterhalten und unter Umständen auch der Berständigung zwischen dem Hafen und den in Fahrt befindlichen Flugzeugen dienen soll. Für dieses Jahr wird es allerdings noch bei dem Brovisorium bleiben, allenfalls dürften noch die Vorarbeiten für den Straßenbau und für die Errichtung der drahtlosen Station in Angriff genommen werden Die inanzierungsfrage des Unternehmens ist noch nicht ganz gelöst. Es wird die Schaffung einer Flughafenbetriebsgesellschaft mit städtischem Einfluß geplant, in deren Verwaltung dann das Flugfeld über. gehen würde. Von dem 100 Hektar umfassenden Gelände ist bisher etwas mehr als die Hälfte eingeebnet worden, so daß für die endgültige Ausgesta tung noch umfangreiche Erdarbeiten notwendig sein werden. Uebrigens ist auch für später die Errichtung cines Leuchtfeuers in Aussicht genommen, das in der Dunkel heit antemmenden Frgzeugen den Weg weisen soll. jährige Luftverkehr wird Ende Februar oder Anfang März mit den von den Junkerswerken unternommenen Flügen zur Leip ziger Messe eröffnet werden. Etwas später wird dann auch der Luft. verkehr nach dem Ausland, nach Danzig und Süddeutschland wieder einsetzen. Wieder Hochbahn- Betriebsstörung. S Der dies Die Konfumvertreterwahlen. Seine Verkaufsstelle ohne sozialdemokratischen Wahlvorschlag. Die Wahl der Vertreter zur Ronfumgenossenschaftsgeneralver. fammlung findet am Sonntag, den 16. März, statt. An alle fozi al demokratifchen Konfumgenollenschaftsmitglieder ergeht die dringende. Mahnung, unverzüglich die Arbeiten zur Wahl Don fozialdemokratischen Generalversammlungsver tretern in die Wege zu leiten Die Wahlvorschläge müssen ftatutengemäß bis zum 1. März beim Genossenschaftsvorstand in htenberg eingereicht sein; später eingehende Berschläge haben keine Gültigkeit; es empfiehlt sich, die Vorschläge bereits eine Woche vorher( bis zum 23. Februar) an den Borstand gelangen zu faffen. Für die Wahlvorschläge ist folgendes zu beach'en: Jeder Berkaufsstellenbezirt bildet einen Wahlbezirt. Für jeden der 173 Ber faufstellerbezirke ist ein EPD- Wahlvorschlag von den BERD.Beneffenschaftsmitaliedern der einzelnen Bezirte einzureichen( auch the neun Bertaufsstellen des am 1. Februar mit der Ronfumoenossenchaft Berlin verschwrigenen Konsumrereins Merkur- Spandau be- zwischen 8 und 9 Uhr wieder eine Betriebsstörung auf der HochNach einer e'mas lär geren Bause ereignete sich heute früh ii en fich en den Wohlen). Zu wählen sind: 1. im Bezirk ber bahn und zwar auf der Strede Wittenbergplak Mollen. 103. Bertaufsstelle fechs Bertreter rnd fechs Erfakpersonen; 2. in hendorfplatz Cin vcllbefehter Zug wurde schabhaft und blieb auf Bezirken der 7. 9 52, 55., 59, 60., 62., 145. Berkaufsfielle je fünf der Girecte liegen. Die Stromzufuhr mußte ausgesaal. Bartrefer und fünf Grfakperionen; 3. in den Bezirfen der 1., 2. 3., 8., tet werden, um dem Publikim zu ermöglichen, den Zug zu ver. 13., 16., 19., 21. 22. 23, 24, 25, 29., 31., 35, 37., 40, 41., laffen. Es dauerte etwa 40 Minuten, bis sich der Brischenfall 42. 43., 44, 49., 54.. 58., 63, 64.. 67.. 71., 81. 85., 96., 99., erledigen ließ. Während dieser Zeit war der gesamte Ber. 100.. 103 109., 121., 122 123., 124, 127., 133., 154. Werfaufsstelle je tehr zwischen 3oologischer Garten und Bots ein Bertreter und eine Erfakperson; 4. in ellen übrinen je drei Ber- damer Plah unterbrochen. Inzwischen gelang es, den Schaden treler- brei Erfagpersonen. Jeder Wahlvorschlag muß foniel im Rug zu beheben, so daß der Strom wieder eingeschaltet und Scondidaten aufweilen, wie Vertreter und Erfagpersonen für den be. der Betrieb wieder aufgenommen werden konnte. Das Publikum treffenden Verkaufstellenbezirk zu wäh'en find. Die Kandidaten ftaute sich, wie gewöhnlich bei solchen Anlässen, auf den Bahnhöfen find mit Namen, Wohnung und Geneffenfchaftsmitgliedsnummer in und muß'e fich zu spät davon überzeugen, de weiteres Barten heutlich erfennbarer Reihenfolre im Wohlverfale aufzuführen. fruchtlos ar. Die Hochbahr verwaltung follte bei folchen An. Jeder Wahlvorschlag muk bie Nummer der Verkaufsstelle enthalten, läffen es fich toch endlich zur Pflicht machen, die Bahnhöfe fofort Für deren Bezirt er bestimmt ist. Zur Güliateit jit weiterhin er. zu benachrichtigen, daß die Betriebsstörung eine bestimmte Beits forderlich. bak jeder Wahlvorschlag von mindestens gehn Besarten würde dadurch wenigstens vermieden werden. fouer voraussichtlich umfassen wird. Das nuglese, zeitraubende roffenfchaftsmitatiebern umber drieben mird, die in dem betreffenden Bezirt mahlberechtigt find 21s leptes Erfer ernis baharf der Wahlrorimien etres Rennwortes: mie im Rorjahr ist auch bei der hiesjähriven Mehl für die PSD.- Mahimerihane afer 173 Berufs en einheitlich bos Rernmart Beneffericnftsaufbau" zu mählen. Demnach müffen die ERD- Bab'onrichline hten: 1. Die Nummer der Verkaufstelle. für deren Rezirt her Behrorilor ein gereicht wird; 2. das Kernment Genoffenfchaftsaufbau"; 3. hie qe nonen Berlonelien der Randidaten in deutlich erkennbarer Reihen. fole: 4. die Unterschriften von min beftens zehn Genoffenschaftsmitalichern. Die in dem Bezirk mohlberechtigt find. Die Bartei und Bonnffenschaftemitafieher merden drinnend erfcht verzüglich die Arbeiten aur Finrichung auftiner BERD norichläge 2 rodion. Rein Bertausstellen bezirt darf ohne SPD. Wahlvorschlag bleiben. Familie Pich auf Klingelfahrt. Ein Einbrecherchepaar, das feit lännerer Zeit in verschiedenen Stadtvierteln arbeitete", wurde ient festgenommen. Ein früherer mehrfach vorbestrafter Roufmann Wilhelm Bieh wurde feit langem gefucht, weil er noch 16 Monate Gefängnis zu verbüßen hatte. Trotz bem gelang es ihm, sich regelrecht mit einer Schneiderin in ber Stettiner Straße zu verheiraten. Bich, ein Mann von 28 Jahren, hurfte die Wohnung nicht mit ihr teilen, mußte fich vielmehr bald bier, bab da verbornen hatten. Um feire frau aber dennoch mögfichst viel in feiner Nähe zu haben, reranlaßte er fie, ihren Be. ruf aufzugeben und mit ihm auf die Klingeifahrt zu geben. Sie stieg denn auch trenpauf treppab und flingelte an jeder Tür Burde ihr geöffnet, fo fragte sie nach jemandem, ten he fuche, entschubigte sich und ging davon. Deffnete niemand, so hofte fie ihren Mann herauf, der auf der Straße wartete. Diefer rechnete immer noch mit der Möglichkeit, daß jemand in der Woh nung anmefent sein könnte. Er bohrte zunächst mit einem 3en frumsbohrer einige Löcher in die Tür, um hindurchzusehen. Blieb alles still, so öffnete er schnell und pacte alles zusammen, was er für mitnehmenswert hielt. Die Frau paste unterdeffen auf, fing die Leute, die hinaufgehen wollten ab und hiet fie mit unverfäng lichen. Fragen und Gelorächen fo fange auf. bis ihr Mann feine Arbeit beendet hatte. Benn sie noch in einer Unterhaltung begriffen mar, ging er an ihr vorüber, is es er fie gar nicht lenne, übergab Gewerkschaftsbewegung Entlassung von Betriebsratsmitgliedern. Unberechtigt bei teilweiser Betriebsstillegung. Das Betriebsrätegefeßz bestimmt, daß Betriebsratsmitglieder au mit 3uftimmung des Betriebsrats entlassen werden dürfen. Nur in den Fällen, wo der Betrieb still gelegt wird, be darf es nad)§ 96 des BRG. die er Zustimmung nicht. Ein vor der Rammer 7 Des Berliner Gewerb gerichts ausgefochtener Streitfall drehte fich um die Frage, ob der§ 96 BRG. nur auf die völlige oder auch auf die teilmeise Stillegung eines Betriebes zutrifft. Es handelt sich um folgenden Vorgang: Im Oftober v. 3 trat ein Teil der Arbeiter im Kabelwert OberSpree wegen Lohnstreitigkeiten in die passive Resistenz, worauf die Firma den Betrieb stilleg'e, mit Ausnahme des ebenfalls zum Kabelmert gehörenden Kupferwertes und der Tischlerei. In diesen beiden Teilbetrieben wurde weitergearbeitet. Auf diese Taifache fooie darauf, daß auch in dem stillgelegten Teil des Betriebes die Meister, Lehrlinge und Reinmachefrauen weitergearbeitet haben,( tüg'en die als Kläger auftretenden entlassenen Betriebsratsmitglieder ihre Be hauptung, daß nicht eine völlige, sondern nur eine teilweise Stillegung des Betriebes stattgefunden habe, also§ 96 BRG. hier nicht zutreffe. Die beklagte Firma wandre dagegen ein,§ 98 BRG. sei auch bei teilweiser Gillegung des Betriebes anzuwenden. Aber felbft wenn das nicht angenommen werden sollte, müßten die Kläger abgewiefen werden, denn das Kupferwert und die Tischlerei seien nicht Teile des Rabelwertes, fondern selbständige Betriebe. Das Kupferwert fei sogar eine juristische Person. Das Kabelwert aber sei vollitändig ftillgelegt gewesen, es hätte also der Zustimmung des Be triebsrates zur En lassung der Kläger nicht bedurft. Der Bertreter der Klägei verwies darauf, daß die Firma seinerzeit, als es fich um die Wahl des Betriebsrates handelte, die Wahl eines eigenen Betriebsrates für das Kupfermert verhindert habe mit der Begründung, das Kupferwert jei nur ein Teilbetrieb des Rabelwerts. Das Urteil des Gerichts erging dahin: Die Firma hat jedem der Klärer für die Zeit vom 28. Ottober 1923 bis heute( dem Tage ber Urteilsfällung) ben tarifmäßigen 2ohn zu zahlen. $ 96 des BRG. bezieht sich nur auf vollständige Stillegung bes Betriebes. Die ist aber im vorliegenden Falle nicht erfolgt Daß Meifter, Lehrlinge und Reinmadefrauen gearbeitet haben, ist nicht durchgreifend. Aber unstreitig haben die Tischerei und das Rupfermert weitergearbeitet. Diefe Betriebe bilden mindestens wirtschaftlich eine Einheit mit dem tabelwert, lie haben auch einen gemeinsamen Betriebsrat. Also liegt hier Betriebsräte in höherem Maße wie andere Arbeiter vor Entlaffimmen nur eine Teil ftillegung vor. Das Betriebsrätegefez will die Schüßen. Wenn fich& 96 des BRG. auch auf teilweise Stiff. fegun en beziehen sollte, so würde der Gefeßaeber nicht übersehen haben, es ausbrüdlich zu sagen. Da das nicht der Fall ist, fann nur angenommen werden, daß die vollständige Stilgung gemeint ist. 110H Die Lüge als lehte Rettung. Bon einem Berliner Buchdruder erhalten wir die folgende Zufchrift: Die fommunistischen Gewertschaftsb glüder, die sich auch im Gauverein Berliner Buchdrucker ein bescheidenes Plätzchen gesichert haben, fdiden sich nunmehr an. ftolz auf ihre Zerstörungsarbeit in anderen Organisationen, einen General turm auf die Orts verwaltung der Berliner Budbruder zu unternehmen. Als erstes Bombardement lassen die Freunde der„ Einheitsfront" ein zweifeitiges Flugblatt las, tas als lleberschrift trägt:„ Die uge als legte Rettung!" Man erinnere sich, daß die Mostauer Parole lautet: Einem Gegner gegenüber ist alles er. laubt, Lug und Trug, legale und illegale Mittel! Und mit diesem Signum an der Stirn betreten diese Helden die Kampfarena und befunden damit zugleich, wie richtig fie die Ueberschrift für fich felbft gewählt haben.. Zuerst werden dem Gauvorstand ordentlich die Leviten geleien. Er fei schuld daran, daß infolge feiner verfehlen Gewerkschafts politik die wirtschaftliche Lage im Gewerbe eine so troftlofe ift. Hinterher wird jedoch eingestanden:„ Die Arbeitslosigkeit im heutigen Ausmaß wäre auch ohne den Streit entstanden durch die Einstellung des Banknoten für Entlassungen gibt." Mit diesem Eingeständnis strafen druds und die Aenderung der Demobilmachungs bestimmungen, die den Unternehmern freie hand fich die Kommunisten felber Lügen. Beim weiteren Studium des Flugblattes stößt man auf Die Lüge als legte eRttung!" Der von ben Kommunisten jezt endlich abgebalfberte frühere Arbeitslofenrat Fr. Baarh, der ihnen so vicle Dienste geleistet und mit dem fie fo oft den Brudertuß gewechselt, muß auch jetzt noch einmal herhalten. Man lieft:... Dabei hat der Gauvorffand fogar für die Bezirksversammlungen an die Bezirksleiter die Direttive ausge geben, der Wahrheit entsprechend festzustellen, daß der ehemalige Arbeitslosenrat Baarh, der zum Verräter wurde, niemals der PD. angehört hat." Und im darauffolgenden Absah liest man in Verbindung mit dem den Kommunisten so sehr verhaßten Kollegen Hermann zum größten Erfaunen:„ Es muß fehr schlecht stehen leumbungen greifen müssen, um ihre Position zu halten." Danach um die Rechtssozialisten im Gauvorstand, wenn sie zu solchen Verwäre es also eine Verleumduna, baß der Baark fein Kommunist ist? Und nun zieht man weiter genen den Kollegen Hermann zu Felbe, ber bie den Kommunisten höchst unangenehme Feststellung madyte, daß fie, als bie Generalversammlung nach erfolg em Streit Döllig berfagten und nach wenigen Stunden den Kollegen die Mandate wieber zurüdgaben. So sehen diefe Kampfaeifter aus! der heutigen Bostauflage bei Bolt und Zeit, unsere illustrierte Bochenschrift, liegt beschluß im Auguft den Kommunisten die Streifführung überließ, Wozu ist das Ueberfallfommando da? Aus unserem Lesertreise wird uns folgendes mitgeteilt: In der Nacht vom Sonntag zu Mon. tag, gegen 3 Uhr früh, verlangten vier Bolizeibeamte( Ueberfall. fommando) Einlaß bei einem Mieter R. in der Gitschiner Straße. Auf die Frage des Mieters, was benn eigentlich los fei, tam bie Antwort: Herr St.( der der Stiefsohn des R. ift) merde gesucht. Und warum? Herr St. verfehrte bei einem Freunde, der glaubte, Grund zu der Annahme zu haben, daß seine Frau mit St. in zu freund fchaftlichen Beziehungen stehe. Dieser Freund beschloß, die beiden einmal gründlich zu überraschen. Dazu alarmierte er einfach das Ueberfall? ommando, das auch, allerdings ohne Erfolg, eine Durchsuchung bei dem Stiefvater des St. vornahm. Daß ein Ehemann, der sich betrogen fühlt, seine Frau sucht, ist verständlich. Daß er sich dazu aber des Ueberfalltommandos bedient, erscheint doch ein wenig sonderbar. Es möge jedoch dahingestellt bleiben, unter welchem Bormande das Ueberfallfommando alarmiert wurde. Eine jelljame Caswerkstatastrophe. Im städtischen Gaswert von Oberstein a. d, Rahe sprang ein Rotstippmagen aus den Schienen und drüdte eine an der Straße gelegene Mauer ein. Gerade in diesem Augenblid gingen eine Anzahl Schüle. rinnen vorbei. die unter die Trümmer der zusammen stürzenden Mauer gerieten. 3wei Mädchen wurden getötet und drei schwer verlegt. Schneefall und Gewitter in Sachfen. Nach einem Gewitter find in Dresben bei leichtem Frost gewaltige Schnee. massen niedergegangen, die bereits mannigfache Berkehrsstörum. gen verursacht haben. Der Wasserstand der Elbe ist be trächtlich gestiegen, doch besteht zurzeit noch feine Hochwassergefahr. Groß- Berliner Parteinachrichten. Jungfozialisten. Das Februarheft bar Junasozialistischen Blätter ift beim Genoffen Zurk abgil olen. Die Gruppen, die bereits im Befiz des Seftes find, müssen sofort abrechnen. Ich erinnere mich eines metteren Borganges im verflossenen Jahre. Da rüdte eine größere Zahl Arbeitsloser unter kommunistischer Führun im Gemertschaftshause an und verlangte von dem anwesen. den Kollegen ich glaube es war Mussial die Durchführung eines vorgelegen Brogrammpunktes: Einreihung in den Pro buftionsprozeß, auf je 10 Rollegen im Betriebe ein Arbeitsloser. Mussial erklärte damals:„ Ich bin bereit, mich an eure Spize zu stellen; wir fangen bort an, wo die größte Möglichkeit gegeben ist: bei euren Gesinnungsgenossen in der Roten Fahne". Dorthin marschieren wir zuerst!" Die fommunistischen Anführer waren gleich darauf verschwunden und Kollege Muffial blieb mit den Arbeitslosen allein. Und diese Bolfsbeglüder" maßen sich an, die Gewerkschaften umzugestalten". Aus der Not und dem Elend fauren sie die Kraft, um noch größeres Elend herbeizuführen. Diefe Pharifäer sind es, bie so manchen Arbeitslosen auf dem Gewissen haben! Arbeitslose Kollegen, in wie schwerer Bedrängnis thr euch auch befinden möget, lakt euch von den Moskowitern nicht be tören Sie werden mit ruffischem Gelbe bezahlt, genau so wie die in Massen euch in die Hand gebrüdten Flugblätter. Euch Arbeits. lofe will man als Vorspann benügen, eure Rot und euer Elend mißbraucht man, ihr sollt falien Freun ben die Steigbügel halten, um diesen nicht euch! in ben Bonzen" fattel zu helfen! Seid ihr Kommunisten geht mit ihnen. feib ihr es nicht, übt feinen Berraf! Aus der Textilindustrie. Die tommenden Waffen der Delegierten und zum Bauvorstand werden den Prüfftein geben für die Gesinnung der wahren Freunde und Berfechter der Gewerkschaften. Behrt euch gegen die Zerstöreri 32 Am 2. Februar tagte ein vereinbartes Schiedsgericht für die ge famte Nordestbeutsche Tarifaruppe des Textilgewerbes unter der Beitung von bret unparteiifchen Borsitzenden. Der dort gefällte Schiedsspruch erhöhte den Richtlohn von 29 auf 33 Bf. bei einer Mehrarbeitszeit von 3-6 Stunden pro Wota. Nach An der Arbeiterschaft hat diefer Spruch den Wünschen der Unternehmer erftreben. veranlaßt die Herrschende rife gerade den teniss| Arbeitszeit würbe.in München allein minbeftens 600-800 Brauerei mehr Rechnung getragen als denen der Arbei.er. Und meil dieser wertvollsten Teil der Bergarbeiter, die gelermen Hauer, dem Berg arbeiter existenzlos machen. Der Arbeiter hat fich eine starte. Er Spruch teine zeitliche Begrenzung enthielt, ist er von der Arbeiter- bau oder doch wenigstens den am meinen von Feierichichten pegung bemächtigt und die örtlichen Verbände erklären, mit allen fchaft schon wieder refündigt worden, 1. wegen der völlig unge ben offenen Zechen, den Rücken zu lebren. In den Kreisen der Mitteln den Achtstunden'ag verteidigen zu wollen. nügenden Lohnregelung und 2. meil die Bestimmung über diejenigen Zehendirektoren, die dem Vorgehen der Unternehmer abMehrarbeit eine sehr unflare ist und von den Unternehmern ganz anters ausgelegt wird, als es nach Ansicht der Arbeiter geschehen bürfte. In der Bosamentengruppe ist der Ridton 50 Pf. und in der Tapisseriegruppe erhält ein Baufer 54 Pf. Man vergleiche dicse Böhr mit den obigen. Der Streit bei der Firma Feibisch( Teppich fabrit) ist noch nicht beendet. Eine Gefahr für den Bergbau. Bahum, 7. februar.( Eigener Diabtbericht.) Eine neue Gefahr für den Bergbau wird durch die Abwanderung der gelernten Hauer heraufbeschworen. Während die Bergbauunternetmer die 26 febr von 30 Bro. der ungelernten Belegidaft| lehnend gegenüber stehen, sieht man unter diesen Umüänden der Baunft des Rubrbergbaues mu ichweren Sorgen entgegen. Von der Abfehr der Hauer bleiben auch die Staate sechen nich: veridiont. Am 1. Februar sind nach zuverlässiger Mitteilung von einer einzigen Schachtanlage mit weniger als 70 aur ab gegangen, währenb besonders die lintérbenischen Beden, die in vollem Betriebe find, starken Zuzug von Hauern erhalten. Lohntämpfe im bayerischen Brauereigewerbe. Die Wohn- und Tarifverhandlungen im banerijchen Brauereigewerbe find durch das Berhalten der Münchener Großbrauereien gescheitert. Diefe forderten die Einführung der zehnftündigen Arbeitszeit, obwohl 80 Broz. ber Brauereiarbeiter in Kurzarbeit stehen. Eine Verlängerung der Weiße Woche C Achtung! B.SP.D.Holzarbeiter, Bezirk Nordwest! Sonntag porn. 10 Uhr bei Krol, Utrechterstraße 21, 8ujammen unit aller im Bezirk Nord weft wohnenden B.G.P D. Holzarbeiter aller Branchen. Parteiausweis legat miert. Der Werbeausschuß. OF Batang! Stellmacher ber B.G.P.D. Wichtige Zusammenfunft aller in der BSPD organifterien Stellmacher Sonntag bormuttag 10 Uhr bei Hummet. Sophienstraße 5. Pflicht eines jeden Genoffen ist es pinttlich zu erscheinen Der Berbeausschuß. Berantwortlich für Bolitik: Ernst Reuter: Birtfchaft: 3. B.; Craft Reuter; Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton: 2. S. Doscher; Lotales und Sonstiges: Fris Ra: ftadt; Anzeigen: Th. Glode; fämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S.. Berlin. Drud: Borwärts- Budbruderet und Berlagsanstalt Baul Singer u. Co.. Berlin S. 68. Lindenstraße& Ein bedeutender Posten Schluß- Damen- a. Herren Taschentücher Sonnabend 2 SchlußTage!! V Serie I II III IV Stück 14 18 22 24 42 Pf. Der große Erfolg der Weißen Woche veranlaßt uns, für die beiden Schlußtage nochmals gewaltige Warenposten in nur besten Qualitäten in allen Abteilungen zu anerkannt besonders billigen Preisen zum Verkauf zu bringen. Nachstehend einige Preisbeispiele! erkau solane Vorrat. Bamenbeinkleider Kiefason. Renforce, 1.65 breit. Stickereiansatz la feinfäd Renforcé, LochDamenhemden stickerei. ringh Stick. Ang 2.95 Damen- Nachthemden Renforcé, m. breit. 3.95 Stickereiansatz Prinzeb- Rock St, Vange Taille, breiter 5.95 Stickerei- Volant Untertaillen la feint Renforcé, ringsherum Postan breite Stickerei 1.45 Gardinenreste Wilhelm extra breite, gute Qualität, 150-1.70 lang Stück 1.50 Hermann Am 4 b Wits., vormt. 9 Unr, verftaro an schwerem Herzleiben im 63 Bebensj. unser treuiorgenderVater, der Schneider Theodor Jerwin Mitbegründer des Vereins der FreiDenter fir Feuerbestattung". Die Trauer eier findet am Sonn abend, ben 9. Februar 194, nachm 5 Uhr. im Krematorium Gerichtste statt Für die trauernden Hinterbliebenen Arnes Jerwin. neh Gurm Spezial. Bakandi, DOT fr Ischias in Hüffen, Ges& S a. Bein i. 15 T. besalt. Invalidenstr. 106 9-11, 1-4 Sonntags von 10 bis 12 Uhr. Jacoby. Willst Du Deinem Mann was kaufen, mußt zo Mädchenhemden aus gutem, feinfädigem Renforcé 60 65 70 75 45 50 55 Länge 40 80 85 90 95 cm 0.75 1.10 1.25 1.40 1.55 1.70 1.85 2.00 2.25 2.45 2.63 2.85 M. Damenkleider gestreift Zephir, sehr 7.95 haltbar ff. parfümiert, Stück zu Tollettenseifen ca. 100 Gramm, 4 Stück 95 PL. Bills Das beste für die Wäsche 7 PL Baruus Patrone beste Marken- Qualitäten Maschinengarn auf Holzrollen ca 950 Gramm schwer. Schillerkragen Is Pikee, alle Größen 95 PL Schlafdecken 140x200 cm B 2.75 Stickerel- Volant Unterrocke ca. 25 cm breit, für 75 PL 200 4 fach 17 PL.. Mtr 200 14 Pt 1000 58 PL 8 fach 8 fach Mengenabgabe vorbehalten. La Damenschlüpler Make, verstärkt... 1.75 Damenschlüpfer Trikot, anger, Fatter 2.95 Damen- Hemdhosen Is wollgemischt. 1.95 garniert Damen- Untertaillen Spiteri 1.55 Herren- Beinkleiders wollgemischt.. 2.80 Lesser Bern Schöneberg Garderobe sehr preiswert! HerrenBerlinDamenHosen- Anders Anzuge,-Mäntel, Kleider,-Mäntel, laufen. Berufskleidung Strickwesten Trikotagen Socken Taschentücher -Paletots,-Cutaways,-Kostüme-,-Röcke, -Beinkleider -Strickjacken Regenmäntel Teppiche/ Brücken Gardinen/ Stepp- und Ruhebettdecken. De Aeußerst günstige Tellzahlung! A. Anders, Gebr. Kassner, Bülowstr. 6 am Noten Beusselstr. 25 dorf- Platz. 1 und 2 ähne doldmark Gardinen Kronen u. Brückenzähne v. 3 Gold Sonderangebote mark an. Weitgehende 3- Jahre- Garantie Bestellung von Gebiẞ gratis. Vorzelger 10 Proz. Rabatt! Teilzanlung gestattet. Zahnziehen bei ahn- Praxis Hatvani Danziger Straße 1( Ecke Schönhauser Allee). Besonders wirksam sind die KLEINEN ANZEIGEN in der Gesamtauflage des ,, Vorwärts und trotzdem billig! Gelegenh- Käufe in Resten Stores, Bettdecken Madras- und KBastlergardinen. Kolonnenstr. 10-11 an der Sedanstraße ( gegenüber dem Ringbahnhof) Rheumatismus Gicht, Ischias, Nerven- und Erkältungsschmerzen finb.iofort wirt amite ein Nature pite durch Electricum rob nel merantilende Einreibung. Man von rätig ourchgretender Wirtung die nehme nur Electricum" In Droger mothefen erhältlich. mo nicht. Durch Otto Reichel, Berlin 43, SO, Eisenbahnstr, 4 Spezial- Gardinenwerkstatt Sternzwirne, Twift garne Neukölln, Bergstr.67 Sofenträger, Gummiband, Rämme, Gentel f. Kurzwaren, weit unter Sagespreis am Ringbahnho. Säusler, Benthiraße 15. Mertur 6389 Steins Paar Damen- Strümpfe engl lang Damen- Strümpfengl. lang. Seidenflor schwarz, leder, weiß 2 Paar 95PL. ohne Nahi. 95 PL Herren- Socken Mako, 1. schw. 95 Pt. Idf., gestr., 1 P. Herren- Schweiß- Socken gran 2 Paar stke. farbig, 2 Pasr 95PL Herren- Socken Bommw. 95 PL engl. lang, Kinder- Strümpfe Schwarz. 95 PL Kinder- Strümpfe gl. lang. Baumwolle, kl. Größen. 2 Paar 95 P. Damen- Füßlingehwarz Baumwolle, Baumw, große Größen. 1 Paar schwarz. PL .3 Paar ugrau, 100 Gramm 95 PL lederfarbig Eichenbl., schwarz 95 PL Strickwolle Herren- Netzjacken Stck 95 PL. Herren- Taschentücher in Linon, weiß m. Hohls., 2 Stück Herren- Taschentücher Lin.m bunt Kante, pa. Qual, 2 St Herren- u. DamenTaschentücher in Linon, weiß Herren- Taschentücher PL 95 95 PL. 3 Stück 95 PL 95 PL 4 Stück 95 Pt. 95 PL. 95 PL Stück inLinon, mit bunter Kante, 38tück Arabias- Taschentücher groß. Damen- Taschentücher in Batist, mit farbig Rand, 4 Stück Damen- Taschentücher in Linen, mit Hohlsaum, Dam.- Stick.- Taschent. 3 st. 95 PL Damen- Untertaillen aus gut. breitem Stickereiansatz m Stoff, 95Pt Stück Knab.- u. Mädch.- Hemden & fest. Hemdentuch 1. kl Größ.. St. Stickerei- Lätzchen aus weiß. Barchent, mit Stickerei- Garnierung 2 Stück u.Must.Mtr. 95Pt. 95PL Velours- Barchent Qualit 95 PL Zephir Blusen and Hem- 95 PL Kleiderstoff schwarz u weiß f. for den Mtr. Röcke u.Kleid. Mtr 95Pt. Hauskleiderstoffen dunklen 95 PL Farb. Ntr Jaconett warm, grau und 95 PL in schwarz, farbig grau Mtr. Monteurköper und braun 95 PL Mtr Nähgarn 1000 Mtr, 2 Rollen 95 PL Kopfkissenbezug fertig... 95 PL Wandsplegol 95PL weiß a. br. gerahmt 95 PL. weiß ger., 21x27 cm Wandspruch Frühstückskorb 95 PL. mit Nickelrand Obstkorb mit Majolika- Einlage Korbtablett 95 PL m. Majolika- Einlage 95 PL Ausklopfer prima Rohr. Kinderkorb 95PL bell u. dunkel bemalt 95 PL Paar Pf.- Tage 951 Selbstbinder gute Qual, Stuck 95 PL Regattes gate Qualität Stück 95 PL. Strickbinder moderne Streifen 95 PL Hosenträger für Herren, guter 95 PL Strumpfbänd Damen, elegant 95 Pt. Sockenhalter guter Gummi 95 PL Sportkragen wie gestreifte 95 Pt. Sport- Serviteurs mod. Ste 95 PL verarbeit., 2 Paar Streifen Stück feinste Damenhandschuhe Qualität. 95 PL in Schwed.- Imit.. Paar Herrenhandschuhe 95 PL em Hemdentuch 80m br., kräft., 95 Pt. em griff. Ware, Mtr. Renforcé für Leibwäsche Mtr feinfäd Qual, bes 95 PL le Linon 80 cm breit, speziell für 95 PL Hemdenflanelle apart. Streif. Bettwäsche. für Sporthemden Mtr. bes. geeignet 95 PL. Mtr. eintage 95 Pt Unterrockbarchent must.Mir. Nessel Bettwäsche und 95 Pt Hemdentuch, für Laken Post, Abschnitte Linon, Nes sel 95 PL ca. 1-1.50 Meter. Tülldeckchen für Sofa, Bett oder Tischchen 4 Stück 95 PL. behänge mit 95 PL. Etamine- Kanten für QuerVolant Mtr. Gardinen vom Stuck.volleBreite, gute Qualität.. Mtr. 95PL. Scheibengardinen abgepaßt, guies 95 PL Tullgewebe Paar Mull- u. Kongreß- Stoff, far Gardinen geeignet Meter Wachstuch- Wandschoner gutes Material, herri Muster, Stück Küchentischdecke 60x100cm reines Wachstuch, versch. Muster Stück Wasserleitungsschoner, gutes, reines Wachstuch, 2 Stück 95PL 95PL 95PL. 95 PL. Handtuch Gerstenges geb., 95 Pt. m. roter Kante Stück Handtuch Dell, web, ges.ge: 95 Pt. bändert, laQual.Stück Handtuchstoff Gerstenkorn, f. Stub. u. Ku Mtr. 95 Pt Handtuchstoff feste Ware, Mtr. Drell, griffige. 95 Pt : Geschirrtücher or 95 Pf Stickerei gute Qualität, ca. 7cm breit Halblein Stück 8 Mtr Unterröcke. 95 PL Stickereivolantem br.Mir. 95 Pt 1 Haarspange echt 95 PL 1 Bubl- Reifen..95 PL Anhänger. 1 Kellier mit 95 PL 1 Armreifen 95 PL Galalith 1 Zigaretten- Etul 95 PL 1 Feuerzeug Wess 95 PL vernick 2 Fächer..... 95 Pt. 3 große, 3 kleine Teller.95 Pt. 1 Büchse Kaff.o. Zuckereto. 95 PL 1 Blumenkübel bant.... 95 Pt. 1 Nachtgeschirr...... 95 PL .95 PL. 1 Spucknapf ... 95 PL 1 Brotmesser 6 Alum.- EB- u.3 Kaffeelöffel 95 PL 1 Aluminium- Eẞbesteck 95 PL 1 Alumin.- Dessertbesteck 95 PL 1 Teeglashalter mit Glas 95Pt. 1 Kart.- Stampfer, chaum 95 PL 1 Kaffeekanne Emaille... 95 PL 1 Kasserolle Emaille schläger 1 Schmortopf Emaille... Batist 95 PL mit 95PL 1 Maschinentopf Emaille Morgenhauben Spitze.. Ballschal Kunstseide...95 PL 1 Kokosbesen, 1 Handfeger 95 PL 1 Stubenbesen..... 95 PL Scheuerb. 1 Schrubber, Handbürste 95 Pt. 1 Kleiderbürste ... 95Pt 1 Kleiderbürste, 1 Hutbürste 95 Pt. 1 Staubwedel 2 Kopfbürsten. ... 95PL. ... 95 PL 1Stäbch.- Decke,-95 PL blettdecke 1 gr. Decke, 1 Tablettdecke 95 PL 1 Teekanne mit Goldrand.. 1 Fleischplatte. 95 Pt. 95PL 3 Paar Tassen mit Goldrand 95 pt. 3 Paar Tassen Kante... mit bunter 95 PL 6 Kompotte ler ..95 PL 3 Bierseidel.. 95 PL 1 Kaffeekanne groß... 95 PL 95pL 1 Teekanne gros. 95 PL 6 Mokkatassen 5 Stück Toiletten- Seife.95 Pt. 95 PL 95Pt 4 Riegel Kernseife..... 95 PL Schwammhalter zelluloid. 95 Pt 1 Kopfbürste weiß.... 95 PL 1 Kopfbürste mit Kamm... 95 Pt 1 Fensterleder 95Pt 4 Glühstrümpfe. 95PL. 1 Taschenlampe. 95PL 1 Feuerzeug 95Pt 1 Nacht- Tischlampe.... 90 Pt. 4 Aschbecher .95 Pt. 12 Schreibhefte sortiert.. 95 Pt 1 Tuschkasten 10 Farben. 95 PL 1 Briefblock Be ten aus imit Spachtel... 95 PL moderne 95 Pt Schleier abgepast Farben, reich gestickt Wilhelm Stein Seidenpapier 95 PL 1 Kassette/ Leinen mit 93 Pt 2 Scheuertücher, Bank- 95 Pt. 2 Biltz1 Pfd. gefüllte Honigkissen 95 PL 1 Pfd. gefüllte Malzkissen 95 Pt. 4 Taf. Knickebein- Schokol. 95 PL Mittags von 1-3 Uhr geschlossen! Chausseestr. 70-71 BERLIN N Chausseestr. 70-71 Geschäftszeit v. 9-1 u. v. 3-7 Uhr