Nr. 77 ♦ 41. Jahrgang Ausgabe A Nr. SS BezunSpretS: WZchentlich 85 0)t>i!>p?ennlg ror«»» zahivar� Un«l krnlzdand iür Deutsch- loni. Dinxlg. Scac* u Melneizebi«, Oeüerceld), Litauen.£u;sjnbiii\'«ö- chenlllch 1,20 Soldmart, für das tidnx» Ausland I.tS Soldmar pro Woche. Areulband enduugen nur gegen wert» destäudige Zahlung. Post5«,ugspr«i» likr Februar 4,— Saldmark Der..varmlirts' mit der Konnrag». ieilage„Boll und �eit� mit„Eied» iung und Sleinoarten'. sowie der Uutorhaltungzhrilaz�„Heimwelt� und der FranenbeNaze„Fra uenwelt� arscheiüt wocheniözlich iweimaZ, Sonntag, und Montag» einmal, Morsten ansstabo Telegramnr- Adresse: �De»ioldcmokett«erl!»' läili 139 NiUiarse« D Sin, sei«» fn»«i|er Die«tnipaltlge St»n»»,M»> feite d.tv Doldmarl Äellam-eeiie M Oiolbmar!..Klein» anleite*" das fettgedruckt» Wort 0d!v Soldmarl leuldssig»wei fettgedruckte Worte! iede»»eitere Sort #.19 Soldmarl. Stellengesuch« da» erste Wort 9.19«oldmarl iede« weitere Wort 9.95 Eoldinark. Worte llder t5 Suchstaden» tidler für zwei Worte. Familienon.zeigen für Abonnenten sseile ULZ Doldmark. Gin« Soldmerl-»i« Solar getelk» durch«ülll. vrrliilrr Vollisblatt Zentralorgan der"Vereinigten Sozialdemokrat! feben Partei DeutCchlandd Anzeigen fllt die nllchste 9im!niwt müssen bis 4't- l'br nachmittag« i« Hauolgesch äst. Berlin SW W. Linden. ftrastsZ abgegeben werden. GeöfsnM von» Ikhr ftllS d!» 5 Ilde it-ckne. NeSaktion unS Verlag: EW 98. LlnöenstraKe Z dt-erntvt-cktiiee"«edakllo»» Toakioft Si»» ,> cn-iymiKr.«,, j„ a; xu«boH«»«a Sö(rt ESü Freitag» den 15. Februar Sl)44 /lrbeiterregierung und Landesverteidigung. Eine mne Rede Maedonalds. Cotibon, 14. Febrv«?. sMsZei-.tt vraMckrichk.) Die Unter» hausdcbatte üb er dt» Prs-rrimmrede Maedvnald« letzte heute der frühsre. konserrnitive Minister Austen Chainberioin fort. Er sorderte den Ministerpräsidenten dringend aus, falls es fsin Ziel fei, das Vertrauen im Lande zu festigen, sein« Haltung gegen- über der Frage der Kapitalabgabe zu präzisieren, und«unsckste ferner, die Stellung der Regierung zum Schutz dtt naiidNalen Industrie kmNenzukernen. Chambrrlain hob weiter die Wichtig- kelt der Meistbegünstig�mg innerhalb des Britischen Reiche» hervor. Es gäbe nur eine Art von Absatzmärkten, aus denen Hnglaich hnffen könne, nicht«stein seine Stellung zu behaupten, sondern seinen Hart» del sogar innerhalb eine» genügenden Zeitramnes, um seinen setziaen Reiten abzuhelfen, zu entwickeln. Da» seien die Absatzmärkte in den überseeischen Besitzungen und Protektoraten England».— Nachdem verschiedene andere Redner gesprochen hatten, ergrifs ZRotdona'd das Wort zur Bealltwort-ng verschiedener Fragen: Bezüglich der nationalen Berteldigung hätte die Regierung sich mit dieser Frone desatzt und prüfe sie in einem viel weitherzigeren Ma�e. als dies bisher geschehen sei. E» gäbe keine Ration,!*e den Wunsch habe, in einen stenen Weltkrieg einzutreten. Butzerdnn bestehe eine sehr starke moralische und Menschliche EtimMung gegen scde Art von mlliläeischen Abentenern, die letzten Endes in Kriegszustände ausorten würden In den �Zolks» msfsen oll�'r Länder sei der Wunsch noch Vereinbarungen vorhanden, dir die Rüstungen zwar nicht buchstäblich überflüssig machen, ober sie wenigstens äus ein geeignetes Mah beschränken würden. Die Regierung habe daher dieses Problem nieftf vom militärischen Standpunkt, sondern vom Standpunkt der zivilen auswärtigen und inlerllasioMrlSn Politik au» betrachtet. Sie sei dabei, dies« beiden 6 sfchtsp'.mide in Ei cklaug zu bringest. Der Staatssekretär de« Aus- wärfi nM �Muedonaldä werbt sich bei feinen Derhandlunyei» mit sremdvn Mächten nicht vsa der miNtärtschch, ZNacht, sondern von ein« ver- nüvstigcn PoliM leiien lassen. Die Regierung wünsche darüber voll« Klarheit zu schaffen, best sie nicht eine Regierung sei, die dos Problem der nationalen Pericidi- gunq vernachlässigen würbe, aber, sie beabsichtige zugleich, den Roch- weis tzu führen, dasi dieses Problem Nicht c''ein eine Frage Militärischen Ehärakters sei. Mnedvnald bestätigte im w-iieren Per- tauf feiner Erklariin-zrn, dost ei die Absicht der Regierung sei, S p ä r- n' atz nahmen durchzuführen. Die Voranschläge hierzu«iikdrst in der strengfien Form anszeeucheitet. Die Frag«, welche Art von Ricderlaie er als ein Mitztrauensvot im betrachten würde, beant- »ortete Moedonald dahin, daß eine Riedertaie in einer pr'üzi» piellen Frage sm ihn gleichbedrusimd wäre Mit einem Mist- traaensvol'.im:„Ich kann dem Haufe die Persicherung geben, dost die Regierung nicht d Minuten nach einer AbstiwmutP, in der da« Porlament ihr Ehrgefühl vertttzt, NN Amte bleiben wird" Bs» täglich der Kopitoladgabe erklärte der Mmisterprösttant, biks« Maßnahme wütk>e nicht in diesem Parlament zur Durch- führimg gelangen. Kekn Wechsel dieser Art Und Tragweite könnte vorgenommen werden, solange nlcht die Mehrheit dt» Landes sich boSür ou«'esprockien baben würde. Auf eine Anfrage teilte Schnsl?atrlrtl Stiswde« mit. daß Mastnahmen ergriffen feien, um echten SachverftSndigest. aussthuß zu ernennen, der nach den besten Mitteln für eine Lioul» dierung der schwebenden uatsonalcn Schuld suchen fpst, wie da» der Miniftcr?rSsie«nt»«rsprochrn habe. Dieser Ausschuß werde wahr- scheinlich nur aus S bi, 10 Personen bestehen, von denen kein» Mit- g ied des Parlawent» sein würt?e. NecSvn�lKs London. 14. Frbriar. lEP.) �Datlh cherach� schoelsit, daß die E-'rüchte von der EmberufiMg einer neuen europäischen Kon» fereNz über die Abrüstnug»-. Reparation?- und Kriepsschuldenfroa? v k r f r ü h> seien?« sei Nock) viel zu iun, bevor man an die Ein- berufong einer solchen Konferenz bthfert könne. Mardonoid werke den Feh'dr von Ä e n U a nicht wiederholen. Pst englische RegleruNg ha'�e'war die Absicht, eine lösche Konferenz einzuberufen, werke aber l s it g s a m und schrittweise vorgehen. Außerdem könne sie allein gor nichts tun. Zum minbesteu wüste der Bericht der Sgverstöndiaen oboewartet werden und woh scheinlich Such dor Auogoutz der französischen Kammerwahlen., ?»i«c Nebe P-enderson». eondou. 14 Februar.(Eigener Drohtbericht.)«eitern abend hielt der Innenminister AriUr chenders'oN in Purnleq,«o er sich zur Wohl stellt,«in? Rede, in der er sagte: Die Regierung ist der Ansicht do'z die Wiederherstellvng dtNer stabilen iNternötibNolen Ordnung eine kkr dr'ngends'er VnfIabeN de» Augciiblick» sei D«r ZusdmmeNbruch der Finanzen dkr In- dichtrie und de, Hönde', Europa» Hot sich ausgewirkt in Mosirn. arbeitslosizkeit, Lvhnhwabsestuith und steinende Sebenstosten. Wa» wirtlich nottick ist eine im,« instrnotirnot« Ordnung, in der alle we'rn lichen M mente eines dauerhvsten Frieden»»vr- hatiben lein würden. Ich bin äberzevgt. dost im ge�nmärtigen xwdiitM tkr Dinge ein osi»mfast'Nder und verständiger«dlker- d ii rt d astein fcieffm Bedürfnis der Welt Rechnusih tragen kann. Zum lülück ist der Völkerbund setzt nicht mehr eine Frage abstrakter Pelitik. vielmehr ist er zu einem lebendigen Organismus geworden. E» müßt« s?de erdenkliche Anstrengung gemacht werken, internotioralewirischckstlicheZüsgMmestckrdeiiju fördern und die Wiederbelebung der vollen wietschafitlchett Beziehungen zwischen den Nationen zu erleichter«. Die Ar» beiterschaft wird als Partei jede Politik bekämpfen, die den inter- nationalen chand«! beschränken würde; sie wird im Gegenteil für eine Politik der Förderung des inrernotionalen Handels eintreten. Da, ist einer der Gründe, der die Arbeitern gi er img bestimmt hat, die diplomatische Anerkennung Gowjet-Rußlanv» zu vollziehen. �nglanö S DeulsÄslar.ö � vöikerbonS. London, t4. Fsbruar. lNeuier.) Maßgebcnre Kieis« in London delin'.lgen nickt die Mrlbimgen, wonach die diiiil»? Negiening in- olfiitiö» all die deui'cke Regierung bfranqenetfn'et, itni ibre Pal« tutig'esizusiellen iür den Foll. daß Broßbriiannien Dent'chlandS tsu aslan i zum Pölletbiiav voticklag« Es müli« jedoch der'ckließ- iicke Veitrtti DtuiichiandS mm iiölterbnud iieis im Aug» behalten werlbn, und unter dielen limltänoen komme eS nickt überraschend, wenn gewisse irtoifiiesii Senvierungen während der letzten t2 Ronaie-N Londän wie in Berlin statt« gtlunven kälten, u:N den Boden'ür d>e steck vorzubereiten, wo eine enZgÜliigt Ent'ckeidung getiosten werden Müsse. Der Premierminister heil ronnel4iag votmiiiag den deutschen Bot schaltet tNt Sit wt'tigen Stint eniv'angen. Z'ie Hetze lebt noch k ton den, 14 Februar.(Etgeftet Ttofnt rrffck.) Hn der Ätabt �aib sWale«) wurde eine ösfentl cke Pet'ammlung zum Besten der tzungeineen deuilcken Bevölkerung am Mittwockabend von Naiionaitsti'chen Elementen gesprengt. Die Redner mußten unter dem Eckuh der Polizei durch Hin'.eitÜren flüchten und konnten Nut auf diese Art gewslttätige» Lngktsten entgehe». Der SonöerausAäuß für Sie Pfalz. London. 14. Februar.(Eigener Drahtbericht.) chalbamtkich wird gemeldet: Die kinterallnctte Rhetniandkommifsidn m Koblenz entsendet«im Donnerstag einen Sonderausschuß von dret Mitgliedern nach der bayerischen Pfalz. Dieser Ausschuß wird an den Kreistag herantreten, damit dieser sofort die notwendigen Maßnahmen ergreift, um den Berwaltungsdienst«ährritv der Uebergangszeit bi» zur Wiederhetfkllung des Normalen Per- waltUngsapporaies in Gang zu halten. Der Ausschuß ist ermächtigt, dem Kreistag In jeder Form bei der Durchführuitg dieser Ausgabe behilflich zu se'n Mo« hofft, baß diese Rission einen beruhigenden Einsluß aus die Lage in der Pfalz attsüben wird. Zrsnkte'cks Jinonzlage. stieuar �ranklüdgnnq. Londo«. 14. Februar.(Eigener Drahibrrtcht.) Aachdrm tu den lehlen Togen der sramzöst che Frank sich langsam aber sielig verschlechleel Halle, kam es ans der Heu ixe» Börse zu einem neue«, fühlbaren Frankrückzang, indem man 99,70 Frank pro englisches DI und gegen SS am vor.agc»sfist.ll notierte. Auch Poincares Mehrheit sieht zurück. Paris, 14. Februar.(Eca.) In der Nachmitlagssitzutig der Kammer sprach Finanzminister de Lasteyrir gegen die Zurück- stellung de» Artikels ö(der TleuenerhöhiMgt. Das ordentliche Budget VSn 1924 schließe atisgeglichen ab. Dasselbe sei für 1924 zu erivar:en. Dir zu«rworlendeu Meyrtinnahmen betritaen 1 Milliarde Für Jkiniwr hätten sie beneits tzllv Millionen überstiegen. Die Schwierigkeiten lackn mir an dem Budget der von Deutsch- lund zu veckenksn Ausgaben. Die einzige Frage sei: Wann, wie und wieviel wird Devlschland bezahle«? De öästeyrie verteidigt die Anieihtpvliiik zur Bestreitung dieser AUS- oöben. Er erinnert an die im August 1S23 in Belgien eingetleiene WähruNgslrise, ju deren BeileguNa Frankreich damals Belgien seine Unterstützung astgevoten Hobe.(Beisall.) Daitn habe man eine moralische Ofsenlive gegen Franlrtich«ösfn« und behauptet» das Ruhrunternehmen rveri* Frankreich ruinieren. 1923 Hobe Die Htstamtbeit der Belatzungskosten tzStz Millivnen Fr. betragen, davon SS4 Millionen sür die Armee im Rhein- und Ruhr- g-b!et. Dit Tirniahiuen dagegen hätten mehr ald eine Milliarde an SachlielerungeN befragen umb noch mehr als Söll Millionen sichere Sinnahmen dlleben zu erheben. Mali haöe also isir?9ZS einen uebtrschusi vvn eiwo Zvl> Millionen zu ver, zeichnen.aß für die Verordnungen, die von der Regierung erlassen werden, nur die Regierung die Verantwortung trägt", und hat weiter ausdrücklich festge- stellt:„2>ie Fraktion kann keine Mitoerant- Wartung für die Beschlüsse eines Kabinetts übernehmen, d c m s i e nicht angehört." Im Gegensatz zu den bürgerlichen Mittelparteien. auf die sich die bürgerliche Marx-Regierung stützt, ist daher die sozial- demokratische Reichstagssraktion in ihrer kritischen Stellung- nähme vollkommen frei, und es ist vorauszusehen, daß sie von dieser Freiheit nachdrücklich Gebrauch machen wird. Schlußtagung öes Zün�ehnerausjchußes. Der Fünfzehn er aus schuh des Reichstags sprach sich gestern zunächst stir ein« Verordnung aus, noch der die zur Räu- mutig verurteilten Mieter, die in öffentlichen.Gebäuden wohnen, dieselben Vorteile wie die übrigen Mieter genießen. Es folgte die Beratung einer Verordnung gegen Mißstände im Luswanderungswefen. Hierzu führte die Reichsregierung aus, daß im Jahrs 1923 die Auswanderungsziffer rapide g e« stiegen sei; sie habe nach zuverlässiger Schätzung die Zahl 120 000 erreicht, das fei das Viersoche der Zahl, die im letzten Jahrzehnt vor dem Kriege durchs chnilllich jährlich zu verzeichnen gewesen ist. Aufgab« der Gesetzgebung über das Ausrvanderungswefen fei das Gebiet der fürsorglichen Leitung und Ordnung der Auswanderungsbewegung. Für Mißstände im Au-wanderungswefen fehle es bisher an einer ausreichenden gesetzlichen Regelung. Die Regierungsvorlage schlage in der Hauptsache vor: Das Verbot aller gewerbsmäßigen Unternehmungen für die Ertellung von Auskunft oder Rat über die Aussichten der Auswanderung. Die Beratungsstellen von Körper» schaften oder Anstalten des öffentlichen Rechts oder von Bereini» gungen zur Fürjorge für Auswanderer sollen der Erlaubnis nicht bedörfen, sofern sie von den beteiligten Reichsressorts im Benehmen mit der Landesregierung als gemeinnützig anerkannt sind. Der Ausschuß beschloß, daß der w der Ziegierungsvorloge vor- gesehene sachverständige Beirat nicht nur mit der Be» ratung, sondern mit der Mitwirkung aus dem Gebiet« des Auswan. derungswesens betraut werden möge. Zu einer Verordnung über die Ergänzung des§ 67 des Retchsoiehseuchengesetze» beschloß der Ausschuß, die Reichsregierung zu ersuchen, die Regelun« der Materie der o r d« n t- lichen Gesetzgebung zu überlassen. Im weiteren Verlauf der Sitzung stimmte der Ausschuß einer Vorlage zu, wonach mit Rücksicht aus die.augenblickliche Finanzlage des Reichs die Zulassung«Ines Volksbegehrens von der Leistung einer Pauschsumme. für die Kosten abhängig r macht wird. Die Gültigkeitsdauer der Vkrocdnung soll bis zum Oktober befristet werden. Schließlich wurde eine Verordnung über das Inkrafttreten des Reichsgesetzes für IügendwohlfaHrt behandelt. Wie die Reichsrsgierung ausführte, bezweckt die Vprlage, die in dem Iuqendwohlfahrtsgesetze vorgesehene Organ isatwH der Jugendwohl- fohrt allmählich nach Maßgabe der vorhandenen Möglichkeiten auszubauen. Der Ausschuß ersuchte die Reichsregiervng. den im Ver- vrdnungstext befindlichen Hinweis zu streichen, wonach Reich und Länder nicht verpflichte: seien, solche Bestimmungen des Iugendwohl- fohrtsgesetzes durchzuführen, die neue Aufgaben ccher eine wefent- liche Erweiterung bestehender Aufgaben, für die Träper der Jugend- Wohlfahrt enthalten. Weiter beschloß der Ausschuß, daß die Reichs» regier img Artikel l Nr. S der Verordnung streichen möge, nach dem dir oberste J&mdesbehörde die Altersgrenze, bis zu der Pflege- linder beaufsichtigt werden müssen, herabsetzen kann. Auch wünschte der Ausschuß nicht, daß die oberste Landesbehörd« Gemeinden und Gemeindeoerhänden poj» der Durchführung der Bestimmungen über die gesetzliche Amtsvormundschaft befreien kann. Damit hatte der Fünfzehnerausschuß fein Aufgabengebiet«r» ledigt und schloß seine Tagung._ Krach in der dolkspartei. Der Stiimes-Flügel droht. Der rechtsgerichteteFlügelder Deutschen BoEs» Partei ist eifrig bemüht, die Parteileitung zu einem Wahl» bündnis mit den Deutschnationalen zu bewegen. Tatsächlich besteht zwischen dem deutschnationalen Hugenberg- Flügel innerhalb der Schwerindustrie und dem Stinnes- Vogler-Flügel der Deutschen Bolkspartei schon seit längerer gegangen.— Schultheiß ist Arzt in Wollwirstädt, weiter weiß ich nichts von ihm. Bolchen ist Lehrer m Stralsund, noch immer Jung- gesell und sehr gesund, er läßt sich weder körperlich noch geistig etwas anfechten und spielt noch immer auf der Flöte die Ouvertüre zur weißen Dame. Wachstnuth ist Kreisgerichts oath, irre ich nicht, in Crossen: Wuthenow, mit dem ich oft zusammengekommen bin, ist dasselbe zu Greifswald, er hat ein großes häusliches Unglück, da feine Frau schon seit Jahren in einer Irrenanstalt' sich befindet. Der alte frtr« Braun scheint die beste Nummer gezogen zu hoben, er ist Gutsbesitzer, nur leider im hintersten Hinterpommern, zuweilen sehr« cht er an mich und scheint mit seinem Lose sehr zufrieden zu sein. Das wäre von unseren Freunden, nun, wenn es Dich in- tereffiert, von mir.— Als ich von der Festung entlassen wurde, wußte kein Mensch— ich am allerwenigsten—» w« mit mir an- zufangen sei: mein guter alter Vater bestand, jedoch darauf, ich sollte Iura weiter studieren, ich mußte nach Heidelberg gehen— und siehe da!— es ward nichts daraus, nach einem halben Jahre kehrte ich zurück und wurde Londmonn, dos bin ich bis zum Tode meine» Vaters(1842) und drüber hinaus bis zum Jahre öv gewesen: aber ohne Hoffnung, jemals mein eigener Herr werden zu können. Mein Bater, der e'm ganz gutes Vermögen hinterließ, setzt« voraus, daß mein« ältere Schwester und ich uns beide nie yerheirathen würden, und begünstigte meine jünger«, schon damals verheirathete Schwester dergestalt in seinem Testamente, daß sie mindestens das 6fache von dem erhielt, was uns zufiel. So kam denn auf mein Teil so wenig, daß ich nie daran denken konnte, mir als Landmann«ine eigene Hütt« zu bauen, und das wollte ich doch gerne, weil ich damit stark umging, meine jetzige Frau, eine Pastor-Tochter ohne Vermögen. zu heirathen. Aus Freundes-Rath wanderte ich aus, ward Preuße und in der kleinen Stadt Treptow an den Tollense ein Schulmeister: das Jahr darauf, 1861. heirathete ich flux drauf los. Aber, wie sauer ich mich auch werden ließ, ich kam mit meinen Privatstunden nicht weit, da erbarmten sich der liebe Gott und die lieb« Roth über mich und machten mich zum Dichter— Ich schrieb im Selbstverläge, denn kein Buchhändler wollt« ihn kaufen, einen Band' heiterer erzählender Gedichte(1863) unter dem Titel„Läuschen und Rimels'(platt- deutsch, wie fast olles, was ich geschrieben). Das Ding macht« Glück und die Einnahme schmeckte noch mehr. 1854 gab ich ein Heft Polter- abendschwänke unter dem Titel„Iulllapp!" heraus. 1866„D' Reit' na Belliacn", eine lustig« poetische Erzählung. Ebenfalls 1866 gab ich ein Unterhaltungsblatt heraus, mit dessen Erttag mein sauberer Verleger nach Amerika ausknisf. 1866 siedelte ich nach dem nahe» gelegenen mecklenburgischen Neubrandenoura über, wo ich bis vor einem balben Jahre gewohnt habe In diesem Jahre gab ich mein letztes'Buch heraus„Kein Hüsung", welches die abscheulichen Tage» löhner-Derhältnifse in Mecklenburg behandelt. 1868 folgt« der 2te Thetl von„Lauschen und Rimels, 1869 der Ist« TheU„Olle Kamellen", den Du jetzt studierst, 1866„Hanne Rute". 1861„Schurr- Murr", in welchem allein etwa» Hochdeutsches vorkommt, 1862 der Zte Theil der„Ollen Komellen".„Ut min« Festitngstid" und der Sie Thell„Ut min« Stromtid", 1863 der 4te Theil Fortsetzung von„Ut mm» Stromtid", und jetzt arbeit« ich am Lten„Schluß von der Ettomtld".— Du siehst, ich bin ein»ollständtger. handwerksmäßiger deutscher Schriftsteller geworden, d. h.«in plattdeutscher: aber ich vw sehr damit zufrieden: alle«ei««per» habe» neu« Auflage»«liebt, Zelt eine enge Fühlungnahme, die, fowetst�>as Ruhrgektiet? In Betracht kommt, zurzeit zu einer f ch ap i e n Aus t�jn- anderfetzung mnerhalb der Deutschen'Bolkspartei AtHatz gibt. In den Wahloorbereitungsausschüsse», dw bereits zstzt ihre Arbeit mit aller Energie betreiben, hobst die Detztreter des schwerindustriellen Flügels der Deufickfcn Bolkspartei offen erklärt, das) der kommende Wahlkmnpf nur das Ziel der Zerschlagung der So z i a l d e m v kg: a t i e kennen dürfe. Die Deutschnationale Bolkssiarlet soll zur Erlcmgung dieses Zieles im Wahlkampf gewissermaßen als Brudgfrpartei behandelt und von der Deutschen Bolkspqrtei nicht ip. einer Form bekämpft werden, die für spätere Zchten ein ensjes Ar» bcits Verhältnis unmöglich macht. Da die offizielle Leitung der Deutfchchi Bolkspofctei i« Ruhrgebiet, vor allem aber die dort angefmllten Parjeifekre» täre dem Stresemann-Flügel nahchtehen, de, bereit ist, im Eventualfall eine Koalition mit der Sozialdemokratie zu bilden, ist es der Schmerinduftrie nicht ga»z leicht, stire Ab- ficht ohne weiteres zu verwirklichen. Wie überall, zeigen sich Stinnes und Konsorten deshalb auch /n dieser? Falle wieder rücksichtslos von ihrer starken Sckte, indiem sie drohen, ihre Z u f ch'ü f f e nicht nur zu redu�sren, hzndem ganz einzustellen. Herr Bögler hat z. B. in einler Beo- trauensmännerkonferenz in Bochum durch einan Deauftraglen erklären lassen, daß für den Fall der Ablehnung der»chs�r- industriellen Forderungen die finanziellen Beihilfe*! der Schwerindustrie in nicht so erheblichem ssHaße fießen ipürden als im umgekehrten Falle. Eingeweihte Ereise erklären, daß die Haltung der Schwerindustrie zwar große Entrüstung hervorrufe, sie aber schließlich ihr Ziel erreichen werde» weil es ums Geld geht. Was sagt Herr Stresemann.dazuS Golünoten� als Neparatkansbcmk. Die Sachoerständigenausschüsse haben dA Notwendigkeit, eine Soldnotenbank für Deutschland einzurichten, anerkannt. Sie gingen in ihrer Entschließung von der allein richtigen Auffassung aus» daß Deutschland sei»« Schuld nur durch Ausfuhr bezahlen kann und deshalb vor eilen Dingen erst Mittel und Wege gegen die Inflation gefundsen werden müs» sen, die infolge der Dumping- und Schleuderpreise etwaige Ueberschüsse der deutschen Industrie illusorisch macht. Die hinter uns liegende Inflationsperiode und die Substanz- Verringerung der deutschen Wirtschaft beweift die Richtigkeit dieser Auffassung. Die von den Sachverstandigenausschüssen propagierte Goldnotenbank wird deshalb in erster Linie Währungsbank fem müssen, durch die man die Stabiii- sierung des deutschen Wechselkurses zu erreichen gStenkt. Da- mit sind aber die Funktionen des neuen Geldinstitutes keines- wegs erschöpft. Wie wir erfahren, betont dvs Sachverltän- digenprojekt besonders den Charakter der deutschen Gold- Notenbank als Reparationsbank. Dieser Charakter der Bgnt kommt im Projekt als eine Spezialabteilung für Reparationszahlungen zum Ausdruck. Die Deckung der Notenemis'on ficht der Plan der Tachoerstän- digen durch Gold und Devisen vor. An der Aufbringung de, Eigenkapitals gedenkt man neben Deutschland das Ausland zu beteiligen, dem die H S l f t e der Sitze tm Aufsichtsrat vor- behalten werden, wobei das Recht Deutschlands auf eigene Geldpolitik aber nicht angetastet werden soll. Die Bank wird zunächst Noten in Höhe von 3 Mi ll i qr d« n herausgeben. die jeoerzeit einlosbar und bis zu 59 Pwz. gedeckt sind. Nach Einführung der Goldnoten gedenkt man die Deckung bis auf 33 Proz. zu reduzieren, um eine Steigerung der Notenemission auf 4% Milliarden Mark zu ermöglichen. Der preußische Goldwarkhaushalkspla» kür 1924 bürste, wie DBZ. etfäbrt, in der ersten Hälfte des März fertiggestellt sein. Voraussichtlich wird er bi« zum 16. Mär, zunächst dem Staatsrat zugeben und diesen etwa zeön Tage beschäftigen. Vor dem 26. März wird also der Landtag nicht mit der ElatSberalung beginnen können. eins sogar schon bi« 6!e, und dl« Auflagen sind nicht klein. Mein letztes Buch wurde„in erster Auflage zu 6996 Ex" vergriffen. Da fehlt denn auch die Einnahm« nicht, und wenn ich auch— Gott sei Dank!— niemals ein reicher Mann werde, so hoffe ich doch mit meiner Feder mich und meine gute Frau— Kinder haben wir nicht— bis ans Lebensende durchzubringen.— Räch Eistnach bin ich der schönen Gegend wegen hergezogen: und es chut wirklich Roth, daß man sich, um nicht ganz zu oerkotnnten, an die tobte Natur wendet, depn das Leben, zumal das öffentlich«, ist geradezu scheuß- sich. Da sitze ich nun schon an die dreißig Jahr, bis mir das Haar gnau geworden ist, und warte auf ein« tüchtige Revolution, in der sich der Volkswille einmal energssch dokumentieren soll; aber was hilft's. Sogar diese Bewegung, die durch Zufall, durch Recht und alles Mögliche gestärkt wird, droht in den jämmerlichsten Sand zu verlaufen. Du sollst sehn, Schleswig-Holstein ist für un» verloren: Preußen und Oesterreich werden die Truppen der Kleinstaaten aus dem Land« heraus maßregeln und optima(orma. den Dänen ein deutsches Erbeigsttthum einsetzen.— Wenn doch da, preußische Volk zur Steuerverweigerung griffe, es ist da» einzige Mittel, den Bis» marck et Comp, los zu werden und den allen König todt zu ärgern. — England blämieri sich in dieser Frage gründlich, und der Haß gegen dasselbe wächst in Deutschland mit seinen Insulten und In- veetiven.— Ich bin jetzt daran und schreib« plattdeutsch« Kriegs» lieder für Schleswig-Lzolftein: jeder muß thun nach feiner Art, und wenn die Dinger gut« Melodien finden, können sie das Feuer schon schüren helfen.— Hoffmann-Fallersleben hat 6 hochdeutsche Lieder zu demselben Zweck in die Well geschickt, die aber wohl nicht so leicht iitfs Volk dringen werden: ich habe meine für die Drehorgeln bestimmt:'aber nur gute Melodien!— Es gefällt uns übrigens hier in Eifenach sehr gut, wir haben freilich wenig Verdshr in der Stadt selbst, aber mein Haus ist den Sommer über ein wahrer Tauben- schlag kür Fremde, und da fehlt's denn nicht an Unterhaltung: einen alten Leldensgenossen aus England der sich jedoch der Haft durch die Flucht entzogen hat, Schlutter, Lehrer zu Woolwich, hoben wir diesen Sommer hie? bei uns gehabt, �und ich denke, daß Du auch einmal bei uns einkehrst wem: die Sehnsucht nach Deutschland in Dir erwacht und die Sturmglocken Dich rufen. Meine Frau grüßt Dich freundlichst, und ich bitte Dich, gelegent- llch einmal wieder zu fchreiben, wie's Dir geht. Mll treuem Freunde? grüß Dein Charles Douz«. Cisenach-Thüringen, 12. Jan 1864. Jolandas letztes Abenteuer. Nicht die Fähigkeit, Effekte zu produzieren, kennzeichnet den Dramatiker von Gottes Gnaden, sondern die Kraft, jene Gebiet«, Abschnitt«, Etappen de« Leben» zu gestalten, in denen es s i ch s e l h st zu Effekten steigert und m ihnen entlädt. Norbert Karat aber, der Autor der Komödie„Iolandes letzte« Abenteuer'(Erst- gossührung im K o m ö d j e n h o u s), ein Dramatiker von Budapest« Gnaden, jener Stadt, in der die Säuglinge bereit» Sketche dichten und die Aatsenknetben Kabarett» gründen, dieser Norden Tara« produzlen zuerst Effekt« und schneidet dann, gleichsam mit der Scher«, Personen und Hondiungen dazu am seinem popierne» Bilderdogen. dar seine Wellt ist. schwerer flbstbieö. ' Grabgesäuge auf den Ausnahmezustand. Wie zu erwarten war, ist die Rechtspresse durch den Fries des Generals o. S e« ck t und die darin angekündigte Aufhebung des Ausnahmezustandes zum 1. Marz sehr�u nangenehm berührt. Sie bemüht sich über- einstimmend nachzuweisen, daß„das ununterbrochene Bohren der Linksparteien", wie der„Lokal-An- anzeiger" sagt, zum Ziel geführt habe. Die„Kreuz-Zeituna" versichert, es hanÄe sich bei der gqnzen Angelegenheit um cm „Kuhhandelsgeschaft der Parteien": „2>ie Soziatdewokrati« hat damit wiederum einen großen Erfolg errungen. Sie hat es durchgesetzt, daß ihre chetzarbcit, die sie Schulter an Schulter mit den Kommunisten führt, unbeanstandet weiter vor sich gehen kann.... Es ist im höchsten Grade bedauerlich, daß General von Seeckt dem Andrängen der Plwte-en und nicht zuletzt dem des Reichspräsidenten, der sich ja in«rster Linie als Proponent seiner Partei gezeigt Hot, ohne weiteres nachgeben konnte.... Die Verantwortung, die der Reichspräsident Cbert mit der Aufhebung des Belagcrungs- zustand es übernimmt, und die des Reichskanzlers ist also riesengroß. Aber auch dem General von Seeckt kann nicht der Vorwurf «? s p�a r t werden, daß er in Dertennung der Lage nicht einen größeren Widerstand, diesen Anforderungen entgegengesetzt hat, die ja nichts anderes bzdeiltcn als ein« vollkommene Kapl- tulation vor der Sozialdemokratie und ihrer chemo- kratischen Gefolgschaft." Im Gegensatz dazu hält das Stresemann-Dlatt„Die Zeit" für notrocrtbig zu versichern: .Es ist selbstverständlich, daß dos sozialdemokratische Verlangen und Schreien nach dem Abzug des Militärs nicht als Druckmittel gewirkt hat. Wenn etwa der.Vorwärts" oder die sozial- demokratische Presse die Dinge so darstellen sollte, so wäre das ledig- ßch«in untauglicher Versuch, den stark verblaßten Parteiglanz wieder etwas zu polieren." Nun hat zwar nicht der„Vorwärts"„die Dinge so dar- gestellt", sondern die„fireuz-Zeitung" und die gesamte Rechtspresse. Woraus dann Strefemanns Leiborgan den not- * wendigen Schluß ziehen muß, daß die Deutschnationalen die Absicht hätten, den„Parteiglanz" der Sozialdemokratie wie- der etwas zu polieren. Ein Unsinn, der sich selbst verurteilt I In einer Reihe von bürgerlichen Blättern wird der Nach- weis zu führen gesucht, daß der Ausnahmezustand sogar das Kunststück fertiggebracht habe, die Währung zu st a b i l i- sieren!. Nun ist zpvar der Ausnahmezustand im Sep- tember verhängt worden, nachdem die ersten Nachrichten über die Unruhen in Bauern und die Verhänaung des Kohr- Zustandes in Berlin einliefen. Noch dem 30. September aber fetzte die galoppierende Währungsverschlechtemng ein, der endlich durch Gründung der Rcntenbank und Stillegung der Notenprefie Einhalt geboten werden konnte. Daß an diesen rein wirtschaftlichen Maßnahmen der Ausnahmezustand und die Reichswehr auch nur im geringsten beteiligt gewesen seien, war bisher niemandem aufgefallen. Erst jetzt kommen bei ihren Grabgesängen die Lvbredner des Ausnahmezustandes mit der Entdeckung, daß schließlich General Seeckt auch der Bater der Rentcnmark sei, eine Entdeckung, die ihn seibst am meisten überraschen wird. Warum der Ausnahmezustand auch im Interesse de: Reichswehr verschwinden m u ß, das sagt ganz klar und nüchtern das Organ Stegerwälds/„Der Deutsche": .Der Ausnahmezustand hat sich, se länger er dauerte, als desto weniger wünschenswert für ine Reichswehr selbst er- wiesen. Jede? Zsitungsverbvt,' das von irgendeinem Ressort ge- wünscht wurde, jede Hemmung politischer Auswüchse, die im Inler- esse des Staates notwendig schien, wurden zur Durchführung der Reichswehr überfragen. Damit wurde die Trupp«, ohne in de? Tat politische Entscheidungen treffen zu können, mit den politischen Rück- Wirkungen dieser Entscheidung belastet. Das mußte auf die Dauer Die alternd« groß« Schaufpislerin, vor 20 Jahren von einem Leutnant verführt und betrogen, kehrt in eben diese Stadt ihrer Jugend und Lieb« zurück, wo der inzwischen zum Oberst avancierte und bereuende Liebhaber(mit einer Dilta) die Jugendgeliebte er- wartet. Ein Referent schrieb nach der Premiere, die Schauspielerin fange an, alt zu werden. Ein Leutnant dagegen, weniger kritisch, sendet 150 000 Lire(übrigens aus der Regimentskasse geswhlene) in einem Brief und biete! diese Summ« für ein« Nacht. Die Schau- spielerin, die genau so Sinn für die pikanten Verwicklungen. im Leben Hai, als wäre sie ein Autor aus Budapest, beschließt, nur noch eine Pacht mit jenem Leutnant jung zu sew, ünt dann endqü'tig bei ihrem Obersten gewissennaße» abendlich unterzugehen. In dieser Nacht spielt sie dem Leutnant, um den Ali zu dehnen, noch drei Bühnenrollen vor, die de? Zuschauer sofort durchschaut, der doofe Leutnant natürlich nicht. Der Torhang fällt, um nach 12 Stunden wieder auszugehen. Der Leutnant hat die ganze Nacht für ein« Stunde ge- halten. Den Scherz der Frau, die anscheinend die 150 000 Lire ge- nommen und den Obersten von der Defraudation� verständigt hat, ernst genommen. Der Leutnant erwartet die anscheinend vom Obersten tclephonisch für 12 Uhr angekündigte Patrouille. Welch ein naiver Leutnants Er kennt dl« ungarischen Lustspieldichter nicht.— Alles war Scherz. Der Leutnant geht— nicht ohne fein Geld wieder «halten zu haben. Und die Zofe meldet den Obersten. Was die Schauspielerin den naheliegenden Vergleich zu sprechen bestimmt: Die Jugend geht, das Alter kann kommen. Die Roll« der Schauspielerin gab Ida Wüst, deren robuste tlrb-'hümmertheit den süßlichen Kitsch mindern half. Wer selbst sie sa'i stellenweise dem Sarai aus und gab Herzentsön«. wo schmalzige Kehle gerügt hätte. Den jungen Dummkops von Leutnan: gab der hübsche Ernst K a r ch o w. den Oberst Robert Scholz, der sich mit einem tödlichen Ernst durch seine Roll«, last hätte ich Ederre gesagt, durchspielt«. Paul Marx ist«in Regisseur, der keine Miß- Verständnisse liebt. Er stellt riesenaresi« Koffer in die Zimmer der Diva, toenn er sagen will, daß es Hotelzimmer sind. Er bleibt dem Sarai nichts lchilldig. Di« Drastik der Szenerie entiprilt t der oapter- nen Hardareislickckeit dieses Lebens, das. von Sentenzen fi'�errnä-'-'ifch umrankt, dennoch in der Wehmut einer Zigeunerkapelle verklingt. —-tlx. .Da, hurra-gabinckk". das Erich W«in ert in der heute erschienenen Nummer 6 von„La ch e n' li n ks" verösfenllicht, ist ein Meisterwerk funkelnder Satire. Illustrativ und textlich bietet das rasch populär gewordene Wtzblat- wieder Bestes Herm. Abeting nimmt tu der.Titckzeichnung h-n bayerischen Zellkern unter die mitroskopisch« Lupe, Belsen b m.delt�.Dos Aufbou-Panama in Frankreich", Karl Holst in gen-ohnt messterhafter Zeichnung den bevorstehenden Ludendarff-Hiller-Prozeß. Hervor''agend ist �as dem Elend der Geistigen aewid-m-te Blatt„Ehret Eure de'llsthen Mristcr". „Lachen links" ist durch alle Buchhandlungen, Ko'porte m» und Postanstalten zum Preise von 25 Pf. pro Exemplar zu beziehen. »roh«, Schavwlelh«». Dt« Crflmttffibcting vo» ,B»cc«Cfl»" de. ginnt deute pünktlich 7 ll d e. Clf« BritniW). die Stenn bin«»r Klinge»«,(0 gel stet traut g«. Wae den uu» muht« tat tuu Jrreuao stall gebracht axetos. Die öritte Steve Nunmehr liegt im„Reichsggsetzblatt" vom 14. Februar die dritte Steuern.otverordnung im Text vor. Auf ihren Inhalt ist an anderer Stelle des Blattes schon eingegangen. Wir heben deswegen hier nur noch diejenigen Stellen des Gesetzes hervor, die durch ihre Berände» rung gegenüber dem kürzlich bekanntgewordenen Entwurf besonders beachtlich sind. Der Z 2 setzt den Aufwertungssatz auf 15 v. H. des Goldmartbetrages fest. Liegt in der Höhe dieses Satzes eine unbillig« Härte, dann kann bei der Aufwertungsstelle Einspruch er- hoben werden. Die Gebühren für gerichtliche Entscheidungen, wenn die der Aufwertungsstelle nicht angenommen wird, sollen so hoch ge- setzt werden, daß die streitenden Parteien in der Regel wohl dt« Ent- scheidung der Aufwertungsstelle vorziehen werden! Bei den Pfandbriefen erfolgt nicht mehr, wie ursprünglich beabsichtigt, eine bevorzugte Aufwertung der mündelsicher angelegten Beträge, sondern ein« ollgemein« Aufwertung, soweit sich aus der Hypothekenaufwertung für die Pfandbriefinftitute Einnahmen ergeben. Entscheidend ist, daß der neue Z 5 dort, wo wirklich eine Auf- Wertung stattfindet, die Zahlung.dieser ausgewerteten Kapllalbeträge nicht vor dem 1. Januar 1922 zuläßt. Die aufgewerteten Ansprüche sind bis 1924 unverzinslich, dann de» ginnt die Verzinsung mit 2 v. H. Di« Aufwertung der Spartassenguthaben hat im § 7«ine neue, recht geschickte wahlagitatorisch« Verkleidung gefunden. Sparkassenguthaben, die ausgewertet werden sollen, müssen bis Ende 1924 bei der Aufwertungsstelle angemeldet worden sein. Soweit die Sparkassen aus der Aufwertung der Hypotheken usw. Einnahmen er- zielen, kommen diese in ein«-Teilungsmafle. Diese Teilungs- mafle soll dann zuerst auf die mündelsicher angelegten Sparkassen» tonten, dann auf die durch Vorschriften der Satzungen, Statuten usw.. auf Sparkassenkonten festgelegten Kapitalien und zuletzt auf die sonstigen Sparkassenguthaben verteilt werden. Dos klingt sehr schön, bedeutet aber, daß praktisch bei der Aufwertung für die Hunderttausende, die kleine Sparkassenguthaben besitzen, nichts her- ausspringen wird. Entscheidend ist weiter, daß jetzt im§ 11 die ursprüngliche Bestimmung wiederkehrt, daß derjenige Gläubiger, der bisher schon in die Tilgung einer Schuld eingewilligt hat, von jeder Auf wer. t u n g o u s g e s ch l d s s'e n i st. Die öfsentl.ichen Anleihen bleiben auch nach der neuen Steuernotoerordnung unaufgewertet; nur soll in Zukunft durch Reichsgesetz etwa für Gemeinden und Gemeindeoerbänd« und deren Anleihen eine Ausnahme gemacht werden können! Die Obligationen st e u e r ist bestehen geblieben. Der§ 21 besagt daß die Steuer 2 v. H. des um den Aufwertungsdetrag ver- minderten Goldmarkbetrages ausmacht. Soweit die Schuldver- schreiimngen bereits getilgt sind, erhöht- sich die Steuer um den Be- mit den e, g e n t l i ch« n Aufgaben der Reichswehr in Wider- s p r u ch geraten." Auch hie„Germania" versichert, daß die lange Dauer der Herrschast des Ausnahmezustandes in weiten Kreisen be- stimmte politische Sorgen wachgerufen hat. und einzelne nich t in leugnende M lß griffe der MilitärberollmSchtigtetBober ihrer Stellvertreter nicht geeignet waren, diese Besorgnis zu verscheuchen. Freilich glaubt die „Germania" behaupten zu können, daß„die übergroße Mehr- heit des deutschen Volkes von dem Belagerungs- zustand nichts anderes gemerkt hat, als seine guten Folgen". Aber das war schon von jeher so: der be- rühmte„ruhige Bürger" hat weder vom Despotismus noch vom Zarismus etwas„gemerkt". Er hat immer nur ver- dienen und seine Eeschäste machen wollen, ohne sich um die Angelegenheiten des Staates zu bekümmern. Aber diese Spezies„ruhiger Bürge?" ist heute nicht mehr allein maß- gebend. Dielmehr hat die Industrialisierung der Wirtschaft ein großes Heer solcher Personen geschaffen, auf die der altfränkische Begriff des„ruhigen Bürgers" nicht mehr zu- trifft. Sie, die kein Besitztum ihr eigen nennen, die von ihrer Hände oder ihres Kopfes Arbeit allein zu leben ge- nötigt sind, haben ein großes Interesse daran, daß der Staat nicht nur im Sinne des behäbigen Spießbürgers regiert wird und sie empfinden daher den militärischen Ausnahme- zustand als eine auf die Dauer unerträgliche Be- s ch r ä u k u n g ihrer staatsbürgerlichen Rechte, von den be- rühmten„Mißgriffen' ganz abgesehen Deshalb entspricht die Beseitigung der Militärherrschast im besten Sinne den Interessen der Republik selbst, so sehr auch die Nutznießer des Ausnahmezustandes darüber schelten mögen. Reue Mastnahmen? Gewissermaßen zur Beruhigung der deutschnationalen Kritiker wird durch WTB. diese Beruhiguugsnotiz veröffentlicht: Der Reichskanzler hat, wie WTB, meldet, nach erzieltem Einverständnis über die demtiächslige Aushebung des militä- risciien Ausnahmezustandes bei den beteiligten Rcichsministerien eine Prüfung der Frage veranlaßt, in welcher Weise durch besondere Mahnahmen umstürzlerischen Be- strebungen in Zukunft wirksam entgegenzutreten ist. Wir sind neugierig, zu erfahren, welcher Art diese „besonderen Maßnahmen" sein sollen! wirü ffasse abgebaut! Weimar. 14.5ebrucr. tEigruer rrchibericht.)ung.. die dem E> a b l h e l m loie angegliedert ist, ver- da'irt. Hau»i»»nfle» bei den Mitglieder» diiiei Orgamiaiio» törderte» zwei ient»» Maiatn»»grweb«e, ffebzeb» öiewebre, eine «nzadi Handgranate» und»ine größer» Anzobl Pnirnnen«»tage. Die Verbatteten wuiden i» da« Vraunlchwetger Unter juchnng«- gesingnl« übergeführt. trag, um den der Goldwert des für die Tilgung aufgewendeten De» träges hinter dem Aufwertungsbetrag« zurübleibt. Die Geldentwertungsgewinne, die aus den Papier- markkrediten der Reichsbant usw. erwachsen sind, werden nicht be» steuert Das Reich behält sich im§ 24, der sehr schön klingt, nur das Recht vor, Borbereitungsarbeiten zur Durchführung einer solchen Steuer einzuleiten. Die Entwertungsgewinne aus Notgeld zu be» steuern, wird der Reichsfinonzminister„ermächtigt". Diese Steuer darf bis zu 80 Prozent des durch die Ausgabe von Notgeld gemachten Goldgewinnes gesteigert werden. Dabei wird man wahrscheinlich auch die Kommunen mit unter die Zange nehmen. Die M i e t z i n s st e u« r ist, wie der„Vorwärts" schon in seiner gestrigen Abendausgabe berichtet hat, ebenfalls Gesetz geworden. AI» Leruhigungsmütel soll dabei dienen, daß die Länder 10 Prozent au» dem Aufkommen der Mietzinssteuer für Bauzwecke zu verwenden hoben. Die Mietzinssteuer soll End« März 1926 ablaufen: sie gilt „so long«, als ein« gesetzliche Miete festgesetzt ist", jedoch nicht über den März 1926 hinausl Die tiefer« Bedeutung dieser Bestimmung des§ 82 werden unsere Leser rasch erfaßt haben. Die Landwirtschast wird in ihren Geldentwertimgs» gewinnen vor dem November 1925 nicht erfaßt. Holzverkäuf« aus Staatsforsten, soweit sie auf Kredit er» folgt sind, werden mit einem Entwertungsgewinn von 20 Prozent belegt. Beim Finanzausgleich ist es im wesentlichen so geblieben, wie der Entwurf ursprüng'ich vorsah, im besonderen die Kommunen erhakten in Zukunft vom Reich noch weniger, als ihnen bisher ge» geben wurde. Sie werden dadurch zwangsweise zur Sparsamkeit, wie sie der Reichssinanzminister aufsaßt, erzogen. Die allgemein« Zerschlagung der Erzbergerschen Reichsfinanzeinheit wird durch di« dritte Steuernotoerordnung endgültig Tatsache. Den Gemeindebe» Hörden werden wieder, wie ehedem, Steuereinschötzung»- funktionen in weitem Ausmaß« übertragen, die Steuer» rechtspfleg- wird im Sinne der Eimningerschen Iustizsparmaß- nahmen vereinfacht. Das ist der wesentliche Inhalt der dritten Steuernotoerordnung, wie sie jetzt Gesetz geworden ist. Die Umgestaltung öer sozialen Fürsorge. Der Sparausschuß de» Reichsta.,» beichäitiate sich gester» in längerer Aussprache mit de» Vorschlägen de« Mniistelialdiretlor« Dr. Ruierie.n.de " 20 com Hundert ge�n 49 9 im Dezember 1S28. Die gönsttfle W'tsdnng z.rr ÄefstruaZ wird stdsch durch bst» Bv rgeh en der Unternehmer, der Texiila.leilerfchaft ene längere Ar- deitszeit a's S S'unden t'glich a n f zu r w in g e n. grwvltig o»k»drt-Tim Ab« i«i« ntz und in anderen B�irfw Dentich'nnh» fiich c h ntnn sr n de von Te rt i1a rb e itern durch die D'ternr�mr anvnesoerrt»der tn den Ab mehr streik n«. kr'«et morden. Tn Wests ochsen heh«, t*e ll�tennrhener der Artwi'erlch-üt di? SLndj?»»« wvfhr®'.. Sie rerkar-nen dsn tVr-f-Ks«-ine über c«M Ctrmdra täglich hi»a«Zgeh«z»e Ar�cilszest. Durch dietze S'inrs'«e de, der dee'fchen TmtilwI-is höh Wenden g"kchlmrn. bi« mrf Ctchre binvv» nick' mir der outzumnkb-n stnh und die auch durch«ine rer'tw"«!!« Arb>?it>"«it nicht auseeÄjch' n werden f6"nsn.> Bmn'-i'i'b-st dabei dast der klussnerron-'belch'utz der ioestl"chstsch-n l''-tr-ne'-rner nur mit«iner schwachen Dd-hrhrit oes-stt wv-den ist. Di n Minv«rbctf der it nternebnier oertnot die ganz richtige?'»sfas?tinn. dost e'-w? M—i-Zmer,«« der Arbeit, keine M�hrlei�'-m» und keine Berbilligung der Produktion stede-te?. Durch hie Av«sp rrun-nrbksch'üfie d�r vntenm'me? wird. w'vg die?l'«lo.'rrmr-z zur Tat wird, der volkowt" ickastliche Gewirm ejtf der Lesserusg der Konjunktur wieder orrnichtet. ■ 6na nr«cr„Vorba nd»kS>ri q-. Ein dishektge? An-'estellt-'r de» Perba nde, der Maschinisten and cheizer. Herr Emil Dgrrlich, fühlt stch zv.fiSherem g«he>rcn und will daher«inen eigenen Laden aufmachen. Dazu ge- braucht er vor allen Dingen Geld. Deshalb verschickt er Eamm rl. listen für den Deutschen Geworksckaiisring. Bund deutscher Be» rufsverAnlaunqe«, den er gründen will„o's E!nheitee>rv«isation, wch frry'en In Berufsrrichslckiionen gegliedert'. Die Sammellifte ist zwstrich Prv-mamm. Damit di? an seine psrsönllche Adresse zu sendende» SammelWenvelder rech: zahlreich eingehen, oerspricht D'irrs'ch oll denen, die nicht alle werden, die neu« Vrvanisativn wird a's Kampi'-r-anilation im wahrsten Sinne des Worter die Jnter- essen ihrer MiM'wder mit Roehchuck wahrnehmen'. Das könnt« si« nicht einmal wenn sie schon fertl' gegründet märe. Der den chirsch- Dumkechchen entlehnt? Gewerksckniitrrinq soll aufaebout werden unter ei�er neinra'en Führung als Sinheitsverband fiir all«, mit einer zenira'en Kafse. Die Kasse ist die Lzmiptsache.Trotzdem erhalten all« Beruf? ihr« besonderen Brrnfsfetstvnen im Rahmen des Bundes. um nach wie vof euch in der Einheitsorgamsalion den besonderen Fedh und Bernsetragen größte Beachtung zu geben.' Mlt einem Sck'aee schafft Drzrrlich damit.den fahvesangen Streit, ob Beruf»- or'anisaiivn oder Industrieverbond aus der Welt', macht»einig« Sst Berbandskönige überflüssig' und setzt sich a!« neuen alleinh-'rrschkn- den Verbnndsköniq an deren Stell«. Die dazu nötigen Untertanen will er au» den„vier Millionen von den freien stk.oerkichasten weg- gelazK'nen Mitgliedern' rekrutieren, ferner aus all den anderen, die kein Verlra'.-en zu dem alten Softem haben. Das neu? Softem besteht zunächst in dem Aufruf zu.energischenSa mm l u n g e n". um den Aufbau ralch durchzuführen..Zeitungen, FluahlStlvr fi'd vorbereitet und ericheinen in den nächste« Tagen.' Wir warten darauf Inzwischen aber mästen wir an» die verkannte Größe mit der Samme'lsste näher ansehen. Schon im Jahre 191Ö wallte Dnrrlich «inen etoenen Laden aufmachen, w�zu er unter den Dinmmlchffsern Kundschaft sucht«. Er erreichte auch ein, vorübergehende Lähmung der O>"'anisl>tion der Binnenschiffer und ein» Schädigung deren Jntereflcn. AI» der Unfug beendet war, kam Dyrrlich wieder vird bat de- und u-ehmütiq um Wicderetnttellung bei der von ihm qe- schädiqlen Organisation. Da sein Treiben in den Wirren der Ne- ooknflonszett mildernd; UmstZol» fand und Dyrrlich Besterung ver- sprach, wurde seinem Wunsche entsprochen. Noch vierjähriger Ge- werkschafisarbeii im„alten System'", die in der Billionenzeit aller- dings auch persönliche Opfer erfwfcerie.»ersuchl dt* Dyrrlich da» «Ii« Spiel von«eueH«. Für km- Berbrecherische seiner Abstcht gegen di« Ge- werkf f chv fl z hew e g un g, bä« genenwnriig Ti>�f)r denn je der Geschlossenheit bedarf, scheint D. nicht das nStiae Berständnis z« haben; sonst tonnt« er immöntKä) enft solchen Unsinn verfall«,!. C- sei denn, er spcknlterte auf die Ansboniung d??er, die ihr? begreif. llche Erregung über die Widerwärtigkeit de« heutigen Z-ständ» fv menig zu meistern verstehen, daß st« entweder der alten Gleichgü'ti keit verfallen oder dem erstbesten Schmaher ins Garn laufen.>l?n fv mehr werden alle vernünstig denkenden Arbeiter scden Zcr'p'ii. terun.gsveriuch gehörig abweise«, anstatt auf Dyrrlich» Scmrmellistcn hereinzufallen. All dirf» trüben Erfchcinun-wn find nur möglich in einer fe üblen?°ivdktionwvriode. die unklar« Kövk vollends verwirrt. Di« freien Gewertlchofien werden auch diese Periode Llxcwinden und g« st 8 r k t daraus he, vorgeben. SoziatöemokrktiBseSkaSenteNverLMjßung M«»!'»--?«-» l<.!WS«. a'iw'/s e Ave. In d«? ««><-»«>-«««,»« vn«,n»klan>g»,laIiMk«ki» zve«••» �,�i'kCTii«f*«mt»l!«»«>!«, T. tn•S�ftTten etd. i II BIMIIIWIi illlUWiUpillUI lliiMilliWIlllllillilllilllllMlilllllllllililiiiaiilllllllllBlllilllllllll Bavorskehrnder Kumps im'Lc-ngelyerde. Am Vsttwoch wzte im Gewerkschaftshaus di» Berfammkung der Bca, delegierten dc« Vo»g«werksbllnd«? Der.fiewvtpunkt der T NIevordn'.Nrg war das Referat des Genost rn Tön« kider die B'än? der Arbeftfieber die Aufgoden der G werkfchnften. Dcr Arbeitgvberverbvnd ffh des Bwifi« werbe mrb die Arbeitsgemein'chaft der denrlchtn tnduftrlellen Bvuunterwhmungeg Hoden die U Z '.i«d S, Arbelmzet�e-uer und Zeiilohn. de« Reichviarlfs zum IS. F-?- drvvr gekündigt. Die Unternehmer berulen fich auf der ß l2 der Arbeiiszeiwernrdnur.g. vi« Berf�ndlungen-uu 31. Januar brochton kein Ergebnis. Die Unternehmer erklarten hier wörtlich: „Das Baupewerd» braucht don zehnstündigen Arbeiieisg und hie«ei i??e Herahfetzunfi der L8hn;i Da» laste stch nicht chcheri' denn di? Arbeiter find so die Mehornden und müßten in ihrerGesamthei timmerdiegrößteLast trogen,' Bl?! den Berhöndlunffen erklärte der Bvrfi�.'tche des Baugmrerk- blmd.s. Eenofst Paevlow, daß er auf eine Berütogerung der Slebe-tsgatt fl»r nicht eingeht. Auch die verftner«rdeitzeherver» bände Hab«,«uf Gruod der B?rordnung d« A>-beft»ze!i vom lS. Fe- br,mr on gekündigt. Di« Beramcktungen finden«bor erst nach Er- lediIüng irr zentralen Erflebniffe statt. Tön««res nrfer Z stim- mung der Versammlung baooiif hin, dost die Berliner Pouarbeiter «ar nicht daran donken. kampslos d n Ackstt-mdentog preiSzugtb-n. Pflicht r-rr Kollegen ist nun. streng» Disziplin zu wahren ind die Finvnzkrvfi her Vrgnnisaiion zu stärken. Mit Leuten, die R?« b i lh n g« n vs« Vrne-isationen Inner- hol b der bcft.henden GewertsSXlften frflcmattsck betreib?«, können wir nicht» gemein haben, weit durch ihre Taktik di« Aktions- kraft der Gewerkschaften untergraben wird. Di« viskusflo« ergab allg meine Zustimmung z« den Aussührungcn. Dzurnebmend auf die naie Schlichtungsordnung wurden dl« Bat, sich mtt dem Ergebnis der LohnverhandlUngon. Purfürst führte folge, des aus: Die Der- handlunzen-im Dknstag find gescheitert, weil die Arbeitgeber neben einer Kürz, mg der Löhne vor alten Dingt? die 84 stündige Arbeitswoche eingeführt«rflen wollten. Der Geschlossenheit der Organisation ist e» zu danken, daß dieses Ditloi der U, icrneh. wer abgewehrt werben konnte.' Es bleibt wie bisher bei de? 47stündig«n Arbeitswoche. In den am Sonnaberd vor dem Schlichtu»s«au«schuß geführten Berhandlunzen kam es zu einer Vereinbarung Danach dleftei- die bisherigen Lohn- und Arbeitsdedimpmgen deste'hen. Ueber beide Fragen soll der Sch!i!l4lmg«»»sschuß in einer Sitzung der Beisitzer entscheiden. Di? Zechlung de» Lohne« von 68 Pf. pro Stunde«folgt höchstens lis zum 28. Februar, falls b:s dahir eine Entscheidung noch nicht gefallen ist. Der Beschlutz der letzten Versammlung, der stch gegen eine Verlängerung der Arbeitszeit und gegen jede Verkürzung des Lohnes r-ch et. gilt nach tri« vor. Für den Kampf, dem wahrscheln. tick, trotz der orrleiufchen Regelung nicht ctisgeallcheT«erden kenn. müssen Vorbereitungen getroffen werden. Auch der letzte Mann mutz der Organiianen zugefülin werden, dmn emor starken Or- gan�ation gefleuiiter sind die Unteri�hmer gezwungen. Konzesfionen zu mach?,. Die Diski'fstcn beweg?« stch im Sinn« der Ausführung?« des Referenten. Von einem Minlied der Tarifcomm>sston wurde de- sonders zum Aus'-ruck gebrocht, dotz einer Berlönflerung der Ar- bei szeit unier keinen Umstände, zugestimmt würde; auch mü't« ein v!«sbsz-ig! cher Schiedsspruch cdg'lehnt werden. Die Abstim- muna ergab die Annahm« der os» dem Schlichtung sausschuß gitrosfenen Vereinbarungen._ Die ft?bestgedervffenftve w Nsnoezen. Am vorigen Mittwoch Hai der Arbeitgeberverbemd in Norwegen durch seinen Haup:vorstand Zllllvv Mann ausgesperrt, und zwar umfaß: dir AuSfperrukie! das Baufach, Kristiania MörtelBerk. Schuhfabriken, Te�tikfabriden, Tabakfobrsken, Bergwerke, Sägewerke» MAbelttschlpr. Schncid.r. Sprenglloffmduskrie Die Ausspev- rung we!l«r«> 24 vvl) Arbeiter war angekündigt. fall»' vi« Arbri erzew.'ttkfchiften nicht di« Bedkngurqe» der Urbeistzebe? annehmen. Za den An«---sperrten kommen die Hofen» «rbeiter, die seit drei Wochen streiken, und die Arbeiter der Papierindustrie, di? von der norwegischen Gewerkschafts- zentrale in den Sympathiestreik für die Zlusae'perrtSn gerufen wur- den. so daß der Kampf insgesamt öllOOll Arbeiter umfaßt bzw. bedroht. Seinen Ausgang nahm der Kampf von dem Streik de? fsafenorbeiter. Um diesen zu beendigen, hatten dt« Gewer?. fchaften die gesetzlich tn Norwegen vorgeschriebenen Verhandlungen mit den Arbettgebern ausgenommen und wurden, da diese eine gene.- relle Regelung der Streiklag? wünschten, von chouptootstand der Arbeitnehmer zu chouvtvorstand der Arbeftgebe? ve?hande;t. Bei dieser Verhandlung verfangt» der Arbeitgeb ervvr stand plö'ttich«im. allgemein geltend? Verpflichtung dahin, daß so» wohl von Arbeitgebern wie von der Gewcrksehaftszentrole«ine Summe Geldes deponiert werde, die bei unnötigen und wilden Streiks von den Arbeitgebern als Strafgeld eingezogen werden könne. Und zwar sollten die Gewerkschaften stnanzioll nicht nur für ihr? Mitolieder. sondern sogä? für di« Streiks U n vr q a n i si ert« r haftenl Dftsrn Vorschlag sehnten di« Gttverk'chnftsvertreier natürlich cd, die Antwort war die Aus- fperrungl Wenn auch die Arbeitgeber die nicht zu leugnenden Zwischenfälle, die durch die Meskouer A'itaiivn verhetzte Belegschaften begingen. als Verwand nehmen können, so liegt der tiefere Grund natürlich darin, da'? di? Arbekt�eber hoffen, die kn Rorwvzen besonder; in diesen Wintermo-alen herrschende WttischaftSfiaute lllllüll Arbeitslos? dos 2% Millionen Gesamteinwohuer— zv einem großen Schlag gegen die Gewerkschaften benutzen zu können. Die«rbetterprefse aller Rtchttmgen— darunter die trotz der zeit- wm'ttwn völlvwn Lahm'egano durch die Kommunisten wieder auf- b ühende sozialdemekretistbe Presse— ist aber kamoientschlofsen und will mit allen gewerk'chaftlichen und politischen Mitteln den chicb der Arbeitsgeber parieren. Die Erkstsrimd des Snmpaihiestreiks in der Papierindustrie trifft gerade die am besten florierende Enduflr,«. Der norwegische Ar'celtgeherverband versendet fein? zweite AussperruNpserkiärung, die tl7llll Arbeitern gilt. Die Aussperrung ttiti am 28. Februar in Knast. Li« um- fetzt die Brauereien, die Schoko'adeninduftrie, die e'ektro-chemische Grs'tndrst'.s« and die Bnchdrnckennen Mit Aueschlntz der Zekiungen. Au�env'stklich finden unter Lei'uvg de, staatlichen Schi ich run�s- tommifsars Einigungsotrhandtungen flott. AchtU"� ZNelallarbeNe« I In Bremen bestehen««r:«;«?*««! tz.«•«mtz«eiltet- lät-Dtrffii-cfläStSitftittrei: z.«cinttt tze'.tltzeioit! O. K.«»tch-l! LokttltS t-nS Kons'tfie»!«ttfi««nsta»»t»«ei««! t%.«»«et sSvittt» st»«ettin. «erls«: S»kwttl«1«°?, u. C°.«ein»«fe. elodeit!lt.az« s. _ Pitt;», A'»,»e. 3 WM 6 ßaconta rund, dick, ohne Mundstück, LiZs neue Avramikos ..jz.?,>;■?). Zigarette für den verwöhntesten Raucher Kr. 77 ♦ 4t. �ahrgtntg Vellage öes Vorwärts Lrektag, IS.Lebruar 1424 Straßenbahn X /lerztestreik. Eine Stadtverorduetensttzung ohne Stinkbomben. Die St«!>tverordnet«nv irsammkung gisiecn Sajfinunung üb«? den R«!i des unertedigi«» Erwerbs- losenontrages zustande Nur für«inen geringen TeU davon fand sich noch«ine Mehrheit: Lwei sehr wichtig« Best im« »unge» wurden von der Gesarntheii der Bürgerlichen«dg«» lehnt. Stincbombenwerfer trat«: nicht in Tätigkeit, woh.' deshalb nicht, weil man diesmal vergeikm hatte, sie mobil zu maxien. Tie �tintbvmbenwerfer, die vor vierzehn Tagen die Abstimmung unter« brachen, können sich einen.Erfolg" buchen. Damals waren die Bürgerlichen schwach vertreten, so datz Sozialdemokr-ien und Kam« munisten zusammen die Mehrheit hatten. Liese Mehrheit erhob den ersten Teil des Antnme« zum Beschluß und hatte dasselbe mit den anderen Teilen tun kömmt, wenn nicht di« Stinkbombenwers« dazwischeitgetreten wären,©cftctn waren die Bürgerlichen zahl- reicher zur Stelle. Und da kam's, wie es kommen mußte: sie ent- schieden nach ihrem Belieben. Diesen« Mehrheit entschied bttnn auch in der Frage der Nacklüdungen und stimmt« dem auf iugilatwn und Wahlmache berechnete« Antrag der Deutschnationalen zu.— Die Debatten der gestrigen Sitzung galten bouptsächlich dem St�ßenbahnwefezi und dem Äerztestreit D«r soziaidemo- t r a t i f ch e Antrag, der sich gegen die unerträginh« G t r a ß e n» bahnüberfüllung wendet«nd schlemtigste Abhilfe fordert, wurde muh der vom(Genossen Klos« gegebenen auvinhrlichen und «indringliche:! Begründung angenommen. Die Bundesbrüdc?- jchast zwischen Deutsch nationalen und Kommunisten zeigt«, sich in ihren Antrügen wegen drs A e r z t e st r e i t s. Ihnen antwortete Stadtmedizinalrat RabeNvw, dag der Magistrat da nicht eingreisen kann. Als Magistratskonuniisar sprach auch Oderma- giftrotsrat Meyer, dem die Lcrzte offenbar die Verfügung des Vers i che?» ngsa mtes gegen die Krankenkassen zu danken haben. Mit saurer Miene gab er bekannt, daß sie inzwischen durch das Oberversicherungsamt aufgehoben ist. Belichtung oertilort fein Bekenntnis, daß die Ambulatorien der Krankenkassen m t t allem Erforderlichen ausgerüstet sind. Die Ledatte wurde schließlich wegen vorgerückter Zeit abgebrochen. Der sozial- demokratisch« Redner wird erst in der nächsten Sitzung zu Wolle kommen. « Die gestrige Sitzung begann mit der Verhandlung der deutsch- nationalen Anfrage, die an di« Behauotung onknüpst, daß der kommunistische Stadivrrordnete, Direktor veo Köllnischen Einmna- fiums Goß, sich öffcn'llch gerühmt babe, überflüssig« Gips- Küsten zerschlagen zu halnn, um der Kreidenot in feiner Anstalt abzuhelfen. Der Begründer der Anfrage, Pastor Koch(Dnat. Bp.) muhte selbst zugeben, daß dies« aus einen Spitzelbrrich: zurück- gebende Behauptung absolut unbegründet ist. daß die detreffenden Gissbüsten wohlerholten sind, und Stadtschnlrat Paulsen erklärte aus die Zlnfrage«in« Antwort für überflüsiig. In der Besprechung fetzten sich Goß und Koch noch weiter auseinander.— Hieraus kamen Sirastenbastnfragea zur Erörterung. AM%i. Januar haben die Kommunisten die.lchain- ofe Ausbeutung" der Arbeiter und Angestellten der stödrisü)«n E'raß-nbahn zum Gegenswnd«in« Anfrag« gemocht:«» wird darin behauplet, daß da» Verlonal bis zu 00 Stunden wöchentlich Di nstzeit Hot t-otz aber nur für s Stunden täglich bezahl: wird, daß der Wcchenlchn im Januar nur 11 bzw. 1.8 M. betrug, und es wird verlangt, daß Löhne und GehA'er entsprechend der Cr- HSHvng des Fchrpraj« mn 60 Proz. heraufgesetzt werden und der Streßendahnverkehr endlich ans«inen Stand gebracht wird, der den Bedürfnissen einer Großstadt entsvrichi.— Am S. Januar bereit, bot» v unser« G-nosien in einem Drin glich keitsantrag den Magistra' ersuchen wollen, die geradezu unerträglich ge- wordenen Zustände im Berliner S'raßenbahnvertehr ichleunigst«ner Besserung«ntgeaenzuführen.— Vom Ö. Januar datiert«in analoger Antrag der Mrtschastepartei Nachdem Schumacher die tvmmunistischr Anfrag« begründet. V J gab Genosse ttlose zur Ellauterunz sttr umeren Dringltchkeito- ;«nbrvg«im, anschauliche Schilderung der Berliner Strabenbah:»«- i kehrsmissre, die sich natürlich lwch der»Umwandlung des Bs« j trtebes immer elendi? und!!N«rträgl!il)«c gestaltet hat, obwohl man . oon gewisser Seile nicht müde wird, dem Publitum allerlei von Brr- desserungen und Erweiterungen vorzureden. Ais ein wahrer Hohn auf die latsächlichen SertzSl'nifie stoLeu sich die in dem neuerdings wieder aufgelebten Orglll:„Dst Svaßenbah:." abgedruckten „Zehn Gebote für den Schaffner" dar. Ein wahres Wunder fei, daß de, der zeitweise uvglaubtichen II t b e r f ü l l u n g der Wax�n noch nicht ein« viel größer» Zahl von Unglückefüllen zu oerzeichnen sei. Dir Verantwortung üir olle Folgen eine» solche» Letrieb«» solle aus die Diret'ion: schieunigst müsi« Ordnung, aber auch wirtliche Ordnung geschaffen werden. Herr Schumacher, der sein Herz für die Straßenbahner tmdectt habe, sei ja Mitglied des Aufsichten»» der Straßenbahn-G. ni. b. H, olänz« ab«? daselbst meist durch Abwasercheil, im Jntöresso der Stra�nbahnbeLiensteten lzab««r nur einmal einen Dmrag gestellt-, die Anfrage sollte wohl nur einem agitoiorischen Bedürsnis«nt- sprechen. Die Dienstzeit der Fahrer und Schaisner überschreie zfem Teil 13 Stunden: der ganze Dienstplan sei dringend reformbedürftig Infolge so ü bemieden« Anspannuim stsige die Krankenzisier des Personal, ganz unverhalinismäßig.. In der Tarif, und Loynsrage habe die B«irieb»-G. m. b. H. dem Personal die gräßien Schwierig- ksite» bereitet.— Müller-Franken sWinsch. P.) osrvrei'eie sich ebensull» autsühriich über di«„Migwirtschast" in der»Betriebs- G. m. b. H." Der Magistratsoerirzter, Stadirat Genosi« S ch ii n i n g, führte aus, daß die Festlegung der Lohn» und Gehaltssätze nicht Sache des Aufsickstsodt», sondern lediglich dar Direktion und der Aroeitneh.ner- Organisation sei.-und gab über die Höhe dieser Sätze, die seit der Begründung der Ö. in. b H bis vor wenige» Tag»» gegrlwn haben, renaue Auskunft. Bor«iniaen Tagen seit mir den betreffin, den Organisationen«in»euer Vertrag abgeschlossen worden. An der neuen Ä. m. b. H. sei eine sehr scharfe Antik«übt worden, die die gewaltigen, in vier Muntren erreichten Bervesierungen so gut wi» ganz außer acht gekossen habe. Bis zur„Umsiellung" fei di« Straßenbahn ein« Zuschußoerwaltung gewesen, fttzt sei sie a«i dem Weg« de? Gesundung. D«n AerkehcSdeiürsnijsen werde nach oller MSglichkei» Rechnung gs- t vagen.— An der Diskussion bet-ili-'lrn sich B u ch w i tz(Dnat. Bp.) und Streiter(Di. Bp>. die sich im wesentlichen aus den Stand- punkt der Antrag- und Amrapesteller stellten und deingemätz mit den Darlegungen de» Stadtrats Schsining nienig zukriede» waren. Weiter sprachen Dr. Michaeli»(Dem.), Schumacher(Komm.) und Lange(Ztr.). Der Antrag Hei mann iand Annahm«: der Antrag der Wirtschastsporiei war damit«riedigt.— Zur Abstimmung kamen dann di« UusschufzaalrSze zur Enverbsloscnsrage: 1. Aufhebung der Sperrung von Unterstütziingszahlnneen, die«rfol-'t ist well Erwerbslose die Einnahme nicht larifmnßig de. zähster Arbeiten verweigert h-rben, aus Grund von St a ch p r ü s u n- g«n� di« die in Betracht kommend«« behördlichen Stellen und Körperschnsten sofort vorzunehmen haben— abgelehnt mit ktll gegen 92 Stimmen: 2. Aufhebung der unterstützun rslosen Karenz- zest, auch für alle Erwsro-lrfen. die bei Lohntämpfsn arbeitslos werden abgelehnt mit derselben Mehrheit; S. sofortig« Zur- versügungstellung geheizter Räume?"m Auftntlialt der Cr- werbslofen— angenommen— Mit den Stimmen der Börner- lichen angenommen wuide auch d«r Antrag der Deutlch- nationalen betr. di« gemeinsamen r h y tb m i s ch- g y m n a st i- schen UebuN�n eines Völkisch, tstehrers mit nackten Knaben und Mädchen, sowi» der Antrag i�r Demokraten betr die Tur'-auffichto» beamton.— Alsdann überwies die Verlammlung eine Reihe von Vorlagen, darunter auch diestnig» weaen Wiederbeietzung der zweiten Bürgermeisterstelle, an Ausschüsse und ging darauf zur Beratung der Anträge betr. über. die ärztliche Versorgung der verfinee Levölkervns Die veutschnertonaken und die Deutsche Voltspartei fordern vom Magistrat sorgfältige Prüfung und baldige Auskunft, ob diese V«r- sorgung hinreichend gesichert ist. Der Antrag»erweist am den neu- gegxilnoc:»,, Berliner Kasienärzteverem des Krantenkosien verbände» und erwähnt, daß von den Kionkenkassen sogen. Behsndlungsft'.ile« «ingerichlt, sein sollen, wo Kranke beider«, Gr schlechte mit ei, stecken* den und schweren Krankheiten behandelt werden. Di» Beritn«' Aerzie haben sich amzebllch bereit erklärt, die Deisicherten wie früh« zu behandeln: die Aafien sollen inbeß dies Angebot umgehen und ZUM Schaden der Beriiä.erter die Bezahlung der Arzthvnorore nach ?:,« vor bestanden.— vez Antrag datiert vom 24. Januar. Am ?). Januar haben di« Äommunisten unter 5? in weis auf den Criaß de» �Re tchsardei ismin isters vorn SO. Oktober zur Regelung l es Kranlentaifenwefens und auf das dadurch hervorgerufene Chaos die» selb« Frage an den Magistrat gerichtet. In dem letzteren Antrag wird behauplet, daß der neue..Bertiner Kassenärzteoercin" eine Slreikboecherurbeit vrgantzierl habe, die völlig unzureichend sei.—- Zum Antrag dor vereinten Rechten gab Dr. Kirchner(Dnat.) ein« umfangreiche Begründung, rn der natürlich die Krankenkassen nicht sehr glimpflich davonkamen.— Schwenck(Komm.) erblickte in d-m reichsmintsteriellen Erlaß, der die Krankenkasienorzte anweist, eine nicht erforderliche DeHandlung abzulehnen usw.. eine unerfiörte Pro- roralion der Aerzte zur Nichterfüllung ihrer Wicht.— Stadtmedt- z-.na'rat R a b n o w stelste fest, daß m dem erbitterten Kampse zwischen Aerzten und Kossen die Stadtmediztnalverwaltung strikte Neutralität bewahrt hat. Das Borgehen des Reichsarbeilsministe- rtums bezeichnete auch er als durchaus radelnswert. Der dadurch h-roorgerufenc traurige Kom'iikt werde aus dem Rücken der Krankcu ouvZefochien. Bcm einem ergeni'icbe.n Streik fei so keine Rede, dte Aerzte behandeln jeden, aber sreiiich unter Bedingungen, dl« nicht jeder erfüllen kann. Der Magistrat habe Keinerlei Machtmittel in d e r H a n d. um vermittelnd einzirnreifen.— Obermagistra ort M e n e r als Vertreter des Bersicherunasamis be- merkt«, daß dieses Amt zu einer vermittelnden Tätigkeit direkt nicht befvgr ist. Das Oderversicherunqsamt und die anderen Behörden hätten sich tn dieser Beziehung bemüht: di« Kasten hatten sich aber auf nichts einglasten, vielmehr Bedmffungen gestellt, die fast auf Sabotage hinausliefen Die Ambulatorien seien anscheinend durch» aus annemesten ausgestattet.(Hört, hört!)— Koch(Dnat.) bean- tragt« hiernach Vertagung des Gegenstandes drang aber damit nickst durch.— Frau Deutsch(Dem.) vertrat den Standpunkt, daß nur die freie Arztwahl geeignet sei. die Interessen der Versicherten zu wahren. Um der Dersichertrn willen müsse dem heutigen Chaos ein End» gemacht werden. An dem Stteikbrecherver»in der Kasien-Zrz'e HSiten übrige», romhafte Korx'zitäte». wie Dr. Mag« nus Hirschfeld, jede T ei'nahtre abgelohnt. Die Behandlung in den Ambulalorien lasse fast olles zu wünschen üb'ta.— Koch (Dnat.) beantragte lebt wiederum Vertagung, da dse Bnrsrnnmb'ng rächt mehr armahmefühn fri. Diesmal erhielt der Antrag eln« Mehrheit.- Schluß �10 Uhr., Das tänenöe sterz. Di« drahtlose Telegrarhie ist nicht nur ein Mittel zur Vach» richtenübertrozung im gewöhnlichen Sinne. Sie vermag viel mehr. Sie ist imsiand«, de» Herzschlag eines Menschen über die Erde zu ferden, so daß ein Arzt, der beispi.lswelse in Berlin wohnt, einem Herz» krankm, der im Feuirland« lebt, die Diagnose stellen könnt«. Die drahtlose Telegrophle ermöglicht«», BeHörprüfungen mit einer slsther unbekannten Exaktheit durchzuführen, mit ihrer Hilf« vrr- mag man dir Intensität der Röntgenstrahlen zu messen. Leber diese neuesten Anwerdungsmöglichk iten der drahllofrn Technik sprach Dr. L« a Ja c o b s o h n kürzlich im Ins ltut für Sri- liche Fortbildung in der Luissastraste 2/1 Sehr«ingeh nd b» bändelt« er de» Aufbau und d!e Berstärkerwirkong der Kathoden röhren, wcbei cr nicht verfehlte, auf das neurs!« Modekl« i n« r wk n z i g kleinen Röhr« hinzuweisen, d'e fast unbegrenzt baltbar ist, die nur geringen Strom erfordert und bei der der Faden nur zu schwacher Rotglut erhitzt zu a erben braucht, um g-niigend SIet!ron«n zu erzeugen. Die Endlautsiörke, die durch die Aatbrdenröbre erzeugt wird, erhält sich räch einem bezeichnenden Ausspruch Graf Are o s zur Anfangslautstärte. den. die gcrtngsn Energien, die dm Emvfcnaer treffen, erzsuaen kö"n- tan, wie die Gescknv'fdiakeit der Schnecke zu der d e Lichtes das den Raum mit ZOOOOO Kilomrtrr In dar Sekunde durcheilt. Dr. Iacob'ahn zeigte wie bei M us k e l z u sa m m en z ie h u n. gen Aktion oft rem« enisirhen, die durch Anwendung der RaNotechni? hörbar gemacht werden können. Er leok" einen „Mtnenhör«r", w'c n im Kri ge.ur Ermittakung feindlicher Mnier» tätigk'it benutzt wurde, aus das Herz eines. Mannes, verstärkte den kRaübruck dar» SiaNk-Serl«», SerNo.) Ast Der Vürger. von SeonharS Krank.' Schon stand das Bier vor ihin. Und die Hand des Kellners verlangt« das Geld. Niemand wunderte sich über den sorgfältig gekleideten Gast: es kam öfters vor. daß elegant« Bummler, Frackderren. oft sogar mit ihren Damen, nach Ball» oder Barschlutz als letzte Sensation diese Kneipe desuchten. Aus den erregten, gespannten und gierigen Gesichtern, aus den Gesprachsseßen und wilden Gesten, aus dem ganzen Gebaren stach vor ollem andern deutlich das ein; hervor: Alles ist erlaubt, nur darf man sich nicht fassen lassen. Hier saßen ausschließlich Existenzen, dir das Grundgesetz der bürgerlichen Ordnung.„Das Eigentum ist heilig", oerletzt hotten, für immer außerhalb jeder Ordnung des Geschehens standen und, d»e drohende Katastrophe unausgesetzt vor Augen, gierig und eiern bestrebt waren, da» Legtmöglich« noch au» dem Leben herauszusetzen, bevor sie von der Faust der Krankheit oder des Gesetzes gepackt werden würden. Jeder war über jeden orientiert. Mancher konnte manchen ins Zuchthaus bringen. Keiner tat es. Neben manchem stand das Schafott. Es handelte sich nur darum, das Schafott nicht besteigen zu müssen. �Polizeispitzel. auch in der echtesten Derkleidung von den Gästen erkannt. konnten es nicht wagen, sich hier sehen zu lassen, es iei denn in graßer Anzahl bei einer Razzia. Entsicherte Revolver. Hände hoch. So wurden von Zeit zu Zeit die Lokalbesuchcr auzgekämmt. Der..Platzwirt" war Lieferant de» Schart- richters und der Zuchthäuser. In die Privatangelegenheiten setner Gäste mischte er sich nicht hinein. Die Grenze des Er- laubten war in seinem Lokal sehr weit gezogen und durste nicht um einen Millimeter überschritten werden. Er hielt aus Ordnung im stürmischen Aufruhr. Jürgen war betäubt. Der„Hlnausschnwißer". ein scheinbar ganz unbeschäftigt neben dem Schanktisch«mporrageicher achle'ischer Brustkasten. machte Zwei Schritte auf einen eben eingetretenen ölten Mann zu. vackte i�n"an Unten und wortlos beim Rockkronen"Nd zwischen den Beinen und trug ihn schweigend vor sich her, bis zur Tür, stieß ihn hinaus. Und stand sofort wieder reglos am Schanktisch, den Tumult im Blick: Dem Hinausnsworsencn war da» Lokal verboten. Er hatte einmal die Wurst nicht bezahlt und damit die Grenze des Erlaubten überschritten. Der Hinoiiswurf war von vielen gesehen, van keinem beachtet worden. Das Tosen hatte nicht ausgeätzt. Jürgen gegenüber saß neben einem Mann ein junge» Straßenmädchen, den grünen Hühnirflüsteihut schief aus dem Kovfe. Beide hatten sich noch nicht gerührt. Beide stützten beide Ellbogen auf die tierverschmierte Tischplatte, an der die Eßbestecke angekettet waren. An dem gleichartigen, böse» Schweigen erkannte Jürgen, daß die beiden zusammen- gehörten. Rechts neben dem Schweigenden hockte lnännsich breit ein« Frau, deren ganzes Gesicht— auch die Stirn— schwarzblau war wie eine Gewitterwolke,«nd erzählte, ohne sich an jemand besonderen zu wenden, unaufhörlich, daß sie arbeitslos sei, und weshalb sie arbeitslos geworden sei. Ein arbeitsloser, schwindsüchtig aussehender junger Mensch verzog die Lippen, kaum bemerkbar, als habe er schon keine Lust und kein« Krrft mehr, noch verächtlich zu lächeln, richtet« laugsam den Oberköroer auf, sah Jürgen an. der sich erst jetzt dieses fahlen Gcsicytes und des haßerfüllten Blickes, dem er kurz vorher in der Lrbeiterveriammwng mehrere Mate ausgesetzt gewesen war. wieder entsann. Ein erst vor wenigen Tagen nach langjährigem Ausenihalt« in Amenko zurückgekehrter, heruntergekommener Aristokrat sagte über die blauschwarze Frau weg ohne je�en Uebcrgang zu Jürgen:„Da gehe ich gestern die große Allee hinunter. Was wollen Sie, ich geh einfach spazieren. Aus einmal sehe ich eine elegante Equipage stehen. Davor zwei Pferde. Pfere! Ich versteh mich darauf. Für Pferde interessiere ich mich. Auch setzt noch.. Und wer, denken Sie. sitzt darin?... Meine Mutter. Mächtig elegant? Ich Habs sie erst gar nicht erkannt. Run, ich trete zu ihr an den Wagen. Da« ist doch klar. Ist das nicht menschlich? „Woher kommst du?" fragt sie mich. Gerade, als ob ich eben vom Waldbaus vor der Stadt gekommen sein könnte. „Aus Amerika? Am Montag?" „Hast du denn Gelb. Pon mir kriegst du keines." „Ich Hab doch kein Geld." „So." sagt sie und gibt dem Lakai das Zeichen. Fort ist stl... Das lft doch gemein. Ist das nicht gemein?... Fünf Jahre I" Er wand!« sich sofort zu einer anderen Gruppe. Der Schweigende richtete sich aus, holte wortlos itnb weit aus und knallte dem Straßenmädchen nchen sich die Faust auf den Mund. Dann stützte er beide Ellbogen wieder auf den Tisch. Auch das Mädchen, das beinahe rückwärts von der Dank gestürzt wäre, stützt« wieder die Ellbogen auf den Tisch. Beide saßen genau wie vorher. Schweigen genau wie vorh-r. Kein Wart war gefallen. Der Streit log weiter zurück. Ihre Obcrltppc war sekündlich zu einer schiefen Geschwulst geworden. daß die Zähne heroorsahen. „Da gehe ich gestern die große Mee hinunter... Ele» gante Equipage stehen.. „Equipage stehen," hörte Jürgen den Aristokraten am Nebentisch erzählen. Krachendes Äntwortgelächter übertönte für«inen Moment den Tumult. Der Aristokrat lachte mit.„Gerade, als ob ich eben vom Waldbaus zurückgekehrt wäre.... Aber ist das nicht ge» mein?" „Schlag sie tot! Hau sie nieder?" Roch leichenblaß, sah Jürgen die zwei Schweigenden an. Die Frau mit dem blauschworzen Gesicht rief:„Seit zwanzig Jahren trag ich Backstein. Und jetzt bin ich arbeitslos. Und weshalb? Was meinst du wohl, wesbalb?" Der Schwind» süchtige verzog die Lippen. Sie bekam keine Antwort. Biels waren arbeitslos und wußten, weshalb.„Jetzt passen Sie auf. setzt kommt unser Fotz-Hobel-Quartett." riet sie Jürgen zu. Und der sah die viel Männer an, die ihre M'mdharmoni» kos auf die Handfläche stauchten. Der eine Spieler, ein stark schielender, kleiner, ungewöhnlich breitschulteriger Mann mit kantiger Stirn, mochte mit der linken Faust anfeuernde Be- wegungen. Das Getöse im Lokal verminderte sich nicht. Der Schielende hetzte sich und die drei anderen Spieler in das immer wilder werdende Tempo blneln. Die vier Oberköroer, die eingezogenen Köpfe spielten hingerissen mit. Die Gesichter flammten. Drei zwischen Krücken baumelnde Krüppelkörpe? zogen longsam vorüber an Jürgen und am Quartett. Das Tempo stieg unter des Schielenden Führung rasend an. Sie finden nicht mehr Zeit, die Oberkörper muzuschaukeln: nur die Ge» sichier zuckten noch knapp im Rhmhmus. Der Schielends stampfte hetzend mit dem Absatz den Takt. Der Borttaq endete wie abgehauen. Der Orkan stand wie vorher im Lokal. (Fortsetzung folgt.) kchwachm Herzton durch AathodenrShren, und derLautsprech«? füllte den Hörsaal mit den rhythmischen Schlä- aen eines Menschenherzen, dessen Arbeiten nun«inmand- frei untersucht werden kann. Zur Gshörprüfung ließ der Vortragende hochfrequenre salso nicht hörbare) ödjtmngungen aufeinander einwirken, so daß die hierdurch hervorgerufenen Inter- ferenzen zu laut vernehmlichen Tonschwingungen werden, wenn man sie durch Kathodenröhren verstärkt. Die. Schwingungszahl l«des Tones und auch feine öautstärte, die man durch Verändern des Widerstandes bzw. Betätigen des Drehkondensators erzeugt, ist genau festgelegt und damit wurde«ine unübertreffliche Methode für GeHörprüfungen gewonnen. Die Radio- technit gestattet weiter durch Anwendung der Kathodenröhren dos Wachstum von Pflanzen in jeder Sekunde zu beobachten, weil jetzt Größen von«irrem Millionstel Millimeter ineßbar werden. Ein Diagrannn.zeigte, wie das Wachsen einer Pflanze vor sich geht: nicht allmählich, sondern stoß- weise vollzieht sich das Größerwerden. Auf jeden Wachstuwsstoh folgt ein geringes Zurückgehen, so daß«in« ansteigende, aber wellen- förmig« Kurve entsteht. Der Vortraaende wies endlich auf die Per- wendung des Rundfunks in Krankenhäusern hin, zu dessen Einführung er an das Entgegen kommen der Postbehörde appellierte und schließlich sprach er den Gedanken aus, daß in Deutschland drahtloser Fortbikdungsunterricht für Aerzt« erteilt twerden möge, der insbesondere für den Landarzt von größtem Werte sein könnt». Dies« Ausführungen lasten er- kennen, daß der drahtlosen Kunst in der ärztlichen Wissenschaft noch »in weites Betätigungsfeld erwachsen kann. . Oer Geheimnisvolle. Zum Zreuenmord in der Lynarstrujje. Zu dem sadistischen Perbrechen in der Synarstraße erfahren wir weitere Einzelheiten, die den Stand der Ermittlungen der Mordkom- Mission wiedergeben. Frau L i e b a u erhielt am Sonnabend, den 9. d. M., in den Nachmittagsstunden eine Flasche Likör, die sie einem Schankwirt in der Göbenstraß« überbringen sollte. Auf diesem Wege begleitete sie ibr langjähriger Freund. Dieser überbrachte auch dem?J)irt den Likör, während sie selbst mit der Stadt- und Ringbahn nach dem Wedding fuhr. Auf dem Woge von dort noch ihrer Wohnung was sie einen Bekannten. Sie'agie ihm. daß sie ein ZLnnner zu oermieten habe, und bat ihn, ihr einen Mieter zu schicken. 5n diesem Augenblick muß der Mörder hi der Näh« gestanden und das Ge° sprach gehört haben. A's Frau Licbau einige Schritte weiter ge- gcngen war. begegnete sie ihrer früheren Waschfrau und geriet mit ihr wegen eir es vertauschten Hemdes in einen Wortstreit, den der un- bekannte Mörder, der auf der Bordschwell« neben den beiden Frauen stand, gehört haben muß. Er folgte der Waschfrau nach der Müller- straße zu. und erfuhr von ihr Namen und Wohnung der Frau Lioba u. Nach Milteilungen, die die Ermordete ihrem Freunde mach«?, sprach er sie an. fragte sie. ob sie ein Zimmer zu vermieten bob« und äußert« die Absicht es gleich zu besichtigen. Frau Licbau lehnte das ob. Kurz darauf ging sie nach de? Weddinghalle. Am folgende» Sonntag? erschien der Unbekannte nachmittags gegen 3 Ubr in der Wohnung und ließ sich das Zimmer zeigen, während der Freund im Wohnzimmer war. Jetzt machte sie ihm auch allerlei Mitteilungen über ihre persönlichen Derhältniste. Der Unbekannte erzählte ihr dabei, daß er in der Zwischenzeit in Hamburg gewesen sei und erklärt» endlich, daß er dos Zimmer auf jeden Fall nehmen und jeden Preis zahlen wem. Er gab zu verstehen, daß er am nächsten Montag wiederkommen. werde. Nach Schstdermtgen von Zeugen muß der Mann aus Frau L. einen suggestiven Ein- druck gemacht haben. Er muß sie innerlich sehr befchästigt haben. denn sie erwähnte das Zusommentressen mit ihm sehr oft. Der Ge- danke an ihn soll sie io erregt haben, daß sie sogar Schws'ndel- o n s ä l l e bekam. Der Mörder muß dann am Montag sehr rrüh bei Frau L. erschienen sein und verübte dann den bereits mehrfach «eschi'derten Mord.. Nach der Betchreibunq. die man bisher von ihm hat. ist er etwa 35— 30 Jahre alt. Er hat ein blasses, abgelebtes, fonges Gesicht mit stellenden Augen itnd scharfen ZQnftt und zeigt« ein scheues Wesen. Er trug einen enganliegenden grauen Mantel. Für zweckdienlich« Angaben ist«in« Belohnung von SOll G oldm ork ausgesetzt worden. Ein»äcktlicher Raububerfall. Ein oustehenerregender Raubüberfall wurde in der Nacht zum 53. November vorigen Jahres in der Wohnung des Kunsthänd'ers Leda in der Lictzanburger Swaße verübt. An jenem Abend be- fand sich Leda in einem Klub, während feine Frau im fest«: Schlaf lag. aus dem sie durch ein Geräusch in der Wohnung aufgeweckt wurde. Plötzlich sah sie sich drei Personen gegenüber, die sie ober in der Dunkelheit nicht erkennen tonnte. Es entspann sich ein er- bitterter Kamps zwischen der Frau, der die Eindring- singe mit einem Sondsack einen Schlag über den Kops verletzten. Frau L. wehrtc sich jedoch und biß bei dem Kamps einem der Täter einen Finger ab. Durch das Geräusch waren Hausbewohner auf- merksam geworden und hatten das llebersallkommando benachrichtig r. Zur allgemeinen lleberraschung entpuppt« sich einer de? Täter als der bei Leda im Dienst stehende 2Ziührige Diener Ernst Kästner. Dir beiden anderen Täter waren entkommen, wurden ober bald darauf ergriffen. Es waren dos die lllljährige Schwester Kästners und ihr gemeinsamer Freund, der 22jähriqe Kauimann Willi H a r b r i ch t. Sie hatten bereits Teppiche und. Wertsachen zusammengepackt, als sie entdeckt wurden. Bar Gericht waren die drei Verhafteten geständig. Ernst Kostner gab al« Motiv an, daß er von seiner Herrschast fürchterlich schikaniert worden sei und daß man ihm sogar mit Prügel gedroht habe, so daß in ihm der Plan gereist sei, sich' durch einen Raub zu rächen. Lotte Kastner. ein kleines, zierliches Persönchen, behauptete, daß sw mit L. in intimen Beziehungen gestanden hätte. Der drist« Angeklagte gestand, daß rosser I man Frau. Leda und auch dos Dienstmädchen, wenn dieses aus dem Schlaf geweckt worden wäre, mit Aether betäuben wollte. Man Hab« auch Knebel und Stricke zum Fesseln bereitgehalten. Der Prozeh wurde schließlich auf heute, Freitag, vonnittag vertagt. Eine Wendung im fierztestreik. Der Streik der Kosienörzte hat nunmehr eine Wendung zu, gunsten der Krankenkasten genommen. Das Bersicherungs- o m t der Stadt Berlin hatte am 1, Februar eine Verfügung gegen die Krankenkassen erlassen, wonach sie bis zum 3. Februar mitteilen sollten, ob sie der Wirtschaftlichen Abteilung des Groh- Berliner Aerztcbundes die ärztliche Versorgung der Versicherte» zu den alten Bedingungen wieder iibsrirazen wollen. Im Weigerungsfalle würde das Versicherungsazm.t durch einen Kommissar die alten Arztvcrträa« auf Kosten der Kassen herstellen lassen. Gegen diese Verordnung hatten die Kronkenkassen bei der obersten Auffichts- behörde, dem Oberversicherungsamt, Beschwerde erhoben. Am S. Februar ist über diese Beschwerde vor der Beschlußkamm«? des Obcrverficherunasamts verhandelt worden. Dos jetzt vor- liegende Urteil lautet! ..Die Berfügung des Versicherungsamtz Berlin vom 1. 2. 24 wird aufgehoben. Der Vollzug der angefochtenen Verfügung wird ausgesetzt." In der Begründung wird darauf hingewiesen, daß die A e r z t e den Vertrag fristlos gekündigt und tomit zum Ausdruck oebrocht haben, daß sie das Vertrazsoerhältnis lösen wollen. Dieser Zustand hat wochenlang gedauert.„Die Beschlußkonnmer hält es für eine unzulässige, in ihrer Tragweite unübersehbare und die Freiheit der Vertragsteil? in einer aus keinem Rechtsgebiet« wiederkehrenden Weise beschränkende Auslegung, daß nach einer der- artigen völligen Lösung die eine Partei die erneut« weitere Fortsetzung des Vertrages verfangen kann." Die Ausfetzuna des Vollzuges der angefochtenen Verfüaung ist nach § 1794 der RVO. erganaen. weil ibre Durchsühruno für die Kossen mit besonderen wirtschaftlichen Schädigungen verknüpft sei. Durch diesen Entscheid haben die Berliner Kranken- kasscn freie Hand bekommen, die ärztliche Versorgung ihrer Mitglieder selbst zu reget'», ohne durch die Aussichis« bekörd« hierin gestört zu werden. Der Aniang hierzu ist durch die Eröffnung von 20 Ambulatorien und durch den Veztrag mit dem Berliner Kassenärzte oerein gemocht. Die nun zur Anstellung kommenden Acrzte erhalten ein ausreichendes Honorar, so daß die ärztliche Versorgung der Versicherten heller werden wird al? bei dem Evstem der unbeschränkten freien Arztwahl. Hiermit hätte der lange und erbitterte Kampf zwischen Aerzten und Krankenkassen sein Ende erreicht. Zu wünschen wäre nur ein gutes Resultat für di« Versicherten, damit sie für alle Unbill während der Zeit des Kampfes entschädigt werden. Lichtbildzwang auf der Reichsbahn. Um die vielen Betrügereien durch mißbräuchliche Verw-ndung der Zeitkarten und die dadurch verursachten sinanziellen Schäd? gungen der Reichsbahn zu unterbinden, bat der ReichevertehrS» minister allgemein die Einführung des L i ch t b i ld ra hinen- .zwange-Z für alle Zeitkarten zum l. April d. an« geordnet. Diese Motznabme liegt auch im Interesse der Rettenden leibst, da nur hierdurch die wettgehende Vergünstigung der Zeit« karten ousrechterbalten weiden kann. AIS Entgelt für die Ueber» lasiung der Rahmen witd von den Zeitkarteninbabern eine Ptand« gebühr von 30 P s. erhoben werden, die bei Rückgabe dcS itn- Versehrten, weiter verwendungS'ähigen RahmenS zurückgezahlt wird. Die Einlösung des Notgeldes. In der Oeffentlichkeit bestehen vielfach noch immer Zweit«! über die Gültigkeit des Notgeldes des Freistaates Preußen. Zur Klarstellung werden dekbalb nochmals die Termine tnitgeteilt. bis zu denen die bisher aufgerufenen Schein« zt: 4,20 und 2.10 Goldmark bei der Notgeldstelle des Preußisch»» Finanzmini st erinmS Berlin, Oranienstr. 100/109, Dienstsiunden von S— lUhr. einaelöst werden. Tie über 4,Ze»Gold- mark gleich 1 Dollar nordamerikauischer Währung lautenden Scheine werden bis 17? Februar 1924 einschließlich, die über 2,10 Gold« mark gleich'/, Dollar nordamerikanischcr Währung lautenden Scheine bis 25. Februar einschließlich gegen Gvldschgtzanmeisungen oder Goldanlethe eingelöst. ES wird nochmals betont, daß die Gültigkeir und der Üctilaus der übrigen noch nicht anfaeruienen rreußilchen Notgeld'cheine(Stücke über 0,42. 1.05 und 5 Goldmarff iervon nicht berührt werden und daß diel« Scheine nach wie vor in Zahlung genommen werden müssen. Auch iei. um Verzögerungen in der Abfertigung z» vermeiden, daraus hingewiesen. daß von der Notgeldsielle'nur da« von dem Freistaat Preußen ausgegebene wertbeständige Notgeld eingelöst wird. 39 einer Sffeuksichen MIekerversamwluuz im yausaviertel, die von dem Deutschen Mietrrbuud einberufen wurde, referierte Ge- noste Rüben über die Zukunft unterer WohnungSpolitik. Er trat iür die G e m e i n w i r t s ch a f t auf dem Gebiete deZ Wohnungsbaues sowie dafür ein. daß die MietSzuschläge nur dem Wohnung?- bau und der WohnungScrhaltung dienen sollen. In der Diskussion trat der Vertreter de? Bunde? deutscher Mietervcreine Urban für die Aussiellung besonderer Wahllisten der Mietcrorganffationen ein. Genosse Rüben wie? auf die Sinnlosigkeit solchen VorgedenS bin und stellte unter dem Beifall der Mehrheit der Versammlung die Fordetung, daß die Mieter in den politischen Parteien ihre Vertretung suchen müssen. Rudow. Da seit dem 1. Februar für Rudow eine.Bor» «ärls'-AuSgabe stelle beim Genossen Otto Kaiser, WolterSdorf'cr Chaussee, besteht, werden unsere Post» bezieh er gebeten, ihre Adresse dort abzugeben. Zur Zuzeudweihe wkrd daraus hingewiesen, daß äffe Kinder, die bis heute, Freitag, noch keine Einladung zum Lebenslunde- Unterricht erhalten haben, in den ersten Tagen de? nächsten Woche best im mr noch eingeladen werden. Nachfragen beim Jugendsekrelariat oder bei den Anmeldestellen sind daher nicht notwendig. ver Kelchsverbcwd deutle, er Sarteuboubetrlebe verannaltet gemelutom mit dem Rel-p-bund tür Db-l- tmd Oanu'ebau und dem Bund te>Usih-r Boum'chulendeützer am IS..'fcdruor, vemtltazS 11 llhr, im Kaiieriaat de? Weinhaub'Z.Rheingold» eine groß» K u u d g e d u n g. tn der auf die Notlag- des deutschen GortcnbaueS für die Bol.'Scnnährung hinzewieicn werden soll. Vle.Grielsschmt der Zremide de» Betten Ruhland' veranüaUct am h�;-? 1/» iWhzttftf 71' Uhr tn hrr ÄtrthffirtÜft Älnftertiröni» Freitag, den 15 iiedtuar, abends 7'/, Uhr. in der Stadthalle Klottersiraße einen Lor!?aa»nhind. an dem der bevollmächtigte AuSIandSoerlreter dt» BollSbitdangSkommiisariats der Ukraine Ctto Sussem und der Lehrer ssritz lange aus eigener Anichauung Über da?.Erziedung?-� und tSitdunqSwejen in der Ukraine" ltrrcöen werden. Karten zu 0.50 1t in der Malik-Lnch- bandlung. Nöthener Str. SS, im Buch- und llmsslhetm Twardh, Potsdamer Straße 12 und an der Der RordweMahnhof in Mrn soll grichlossert werden. Er ist in Norddeutschland vielen bekannt, weil früher die beste Verbindung Berlin— Wien über Dresden diesen Bahnhof benutzte. Heut« fährt man zumeist über Passait, schon um Visum und Grenzkontrolle der Tschechoslowakei zu sparen. Wien liegt von der Nordgrenze Deutschösterrcichs kaum 80 Ktloin«t«r enffernt, es fiihren aber drei Bahnlinien noch Norden und man will wenigstens ihr« Wiener Auggangs, und Endpunkt« nereinheitlichen. Aawrtter in England und Schottland. Der seit 48 Stunden über dem englischen Inselrciäz wütende Oststurm bat mit un- verminderter Kra'i fortgedauert. Verschiedene S cb i f f s d i e n st e im K« n a l mußten aufgehoben werden t in Dover kam ein Passagierschiff an, mußte aber wegen des Sturmes und Hobe» Seeganges draußen bleiben und konnte erst ftnb in den Hafen einläuten. Soweit bis jegt bekannt ist. sind auf bober See nur einige wenige llntälle vorgekommen, lleber Schottland und den Grattchaiien Eumberland, Derbln'bire. Cheshire und Leicestershire ist ein schwere» Schneewehen hermedergegangen. Schwere Stürme an der spanischen Küste. An sämtlichen lvani- lchen Küsten haben suis neue heftige Stürme gewütet. Zahlreiche Unfälle werden gemeldet. Groß-öerliner partelnachrichten. Wohnungsbeschaffung für parteZtaasSelegierte. Parteigenossen, die gewillt sind, während der Tagung d«s Partei- laaeg einem oder mehreren Delegierten Logis lu gewähren, werden qebete«, ihre Adressen mit Angadc de» Preises an da» Berirfs- jeUefariai slh. Fischer). Sw. b«. Lindenstraße Z. einzusenden. «- r an, Eiirzang. heule. Freitag, den 15. Februar-. 74.»dt. ZehIeBdort. 8 Ubr pijnkUich bei MiSky. Po:»dainkr Strage, TÜtun, >Sm'Ii. lZehruar, ao»«ds �.5 Uhr, an. Achtung, Aht»llu»g»l-ite»! Tte Progwinm« für da» MSrj.Mrc. teilungoblotr rnüffon fpotrtttne bellte. Freitag, den IS. Februar, im AUgendselretaiiat abxrgedc» wcrdrn. «cht»»-,«bteil-naaleiter! tzr.r Tdeaiernorslellung am Sonniog, de, Z. Mä?.. n»..Reucn Thcatrr an, Zoo" rierden schon jrfit die Marten eusae- »den. Für d!» AbonnrnteN betrog: der Srundprci» 75 Pf. Sin�rtd-rti» tojien 1 M. Sitz■Safföhtang ß«!an«i„Maria Swatt" von F. v. Schrllcr. heule, Jrcilag, den 15. März. 7% Uhr: Adkernhof! tzogendheim. Wsmarckllr. 1?. Bartragt...Unter« Arbelt in den Borlrng Sörtragt"..Wir und Sen-kÜlchaft�iiigend."— Moabit t: Zugendbrim. Waldenleril:. � lSchuli), Tortragc„Barsch« und Möbel in der SÄ?/' Moabit II: Zugenddeim, Schule am Sierhansvlolc, Vortnagt„Beginn den lieber.» und K-rdcoang brä' Men-ch-n."— Zlordoften Ni Iugrndhkini, Don.>'.ger Str. tä..Lolsivi-Abenb."— Riedeeschöndaase«! Jugendheim. Siotttenbinerr Str. 60 70, Vortrag:..Soßjalitmuo— Snannuiiiomiio."— Bot« a. thaler Vorst ndl: Sugendheim, Soghicnltr ÜZ. Äussprachc„Moutegorllnstem und Cr. zirliung."— Süb-vst. stögrnie.r Bi--t«l:?»g«ndkr!m. Mariannennfrr Ii. Bortrog:..Bflich». und Berutotchulen." Ittpb«; Zugcnbhrim, Csienitt. 8. Sortdflfi: und Sewertschaft." g0Z(Z > r>°»»errU« I eaa •-mwmki•'=5':.0.>;• i" r9«.? Damenhalbschuh 675 R.M. schwan.. Spitze moderne Form, echt 1 0 Rahmenarbeit....... IL 00 R.M. Damen-Stiefel irbeitssliefel!£.. 8" R.-ChevTeaux Rindbox 815 RJR. 18?? Berrenstiefel in bester Ans- fühnmg ekieidungswerkstätte der Berliner Gewerkschaften O* SU« fi* ü. Verkaulssteilem Zimmerstr. 68/ Muser Damm 88/83/ Sebastianstr. 37/38/ Engter 30 ❖ Verkaufszeit! 972-6 Ubr Wirtschaft Eine infemofionale Großbank. 5n den holländischen Zeilmigen befindet sich gestern-abend die nachfolgende Veröffentlichung: Die bei der Gründung der Nederlondschen Acrept Mootschappy bereits oerlautbarte Ztbsichr,«in weiteres Kreditinstitut auf breüer internationaler Basis mit dem Sitz Amsterdam ins Leben zu rufen. hat mit der Konstituierung der Internationalen Credit Compagnie mit einem Grundkapital von 20 Millionen hollän- dischen Gulden, von denen 11 Millionen Gulden voll«ingezahlt sind, ihre Verwirklichung gefunden. Unter Führung der Nederland- scheu chandel-Maaffchappy, Amsterdam, beteiligen sich an dieser Gründung nachfolgende Firmen? Kleinwort, Sons u. Co., London, die Weftniinster Bank, Ltd., London, die Nederiandsche Handel- Maaffchappy, Amsterdam, die Rotterdamsch« Bankoereenignng, Amsterdam, Pierson u. Co., Amsterdam, Mendelssohn u. Co., Amsterdam in Amsterdam. Deutsche Bank Filiale Amsterdam (als Bevollmächtigte der Demfchen Bank, Berlin) in Amsterdam. Handelmaatschappy H. Albert de Bary u. Co., Amsterdam(als Bevollmächtigte der Direktion der D i sc onto» G« s e l ls ch a f t, Berlin), Proehl u. Gutmann, Amsterdam(als Bevollmächtigte der Dresdner Bank, Berlin), dir Schweizerische Bankverein, Basel, und die Skandinaoiska Kredi'aktiebolaget, Stockholm. Jede der beteillgten Finnen wird im Direktorium vertreten fein. Zweck des Unternehmens ist die Finanzierung von Handelsgeschäkien und die Gewährung von Krediten auf internationaler Basis, die Atzep- tterung und Diskontierung von Wechseln und die Durchführung aller damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte. Man verträgt sich also erfreulicherweise wieder und macht eine gemeinsam geleitete Bank auf. Wahrscheinlich ist mit der Gründung der Internationalen Credit Ccmpagnie der Zusammenschluß der großen Dankintereffen noch nicht abgeschlossen. Die Entwicklung der Auslandsfilialen der Großbanken drängt in jener Richtung. Die Jelthausie. In den letzten Tagen haben die Preise auf den Feitmärkten nicht unerheblich angezogen. Einen besonders großen Sprung nach oben machten z. B. die Butter preise, die sich von 1.S auf 13 M. für z? Kilogramm steigern tonnten. Eine Ursache für diese Preis- steigerung liegt nicht vor, da dos Angebot vom Inlands und auch aus den ausländischen Dutterländern, u. a. aus Dänemark, Schweden und den Randstaaten, äußerst reichlich und ohne Prcisaufichlag erfolgte. Lediglich Dänemark erhöhte seine Forderung auf s,7ö Kronen per Kilogramm. Diese geringfügige Steigerung kommt aber für die deutsch« Preisbildung gor nicht in Frage. Entscheidend ist unseres Erachtens bei diesen Preisbewegungen die Absicht der Höndlerschast, auf jeden Fall die Preis« heraufzusetzen. Dos Bestreben kommt ja an und für sich in den übersetzten Butterpreisen zum Ausdruck. Roch den Feststellungen der Preußischen Hauprlandwirtschaft-kaminer nahm die Preisbildung für Butter in der Zeit von 1913 bis zum Februar 192� folgenden Verkauf: 1913 1. Febr. 1924 Erzeugerpreis Hz kg... 1.28=- 190 1,60=125 Kleinhandelipreis V« kg.. 1,40= 100 2,10= 160 Di« Spanne zwischen dem Erzeuger- und Kleinhandelspreis be- trug 1913 rund 12 Pf., 1921 aber SO Pf. Durch die letzte Notierung von 130 231. pro Ii Kilogramm wird dos Verhältnis abermals zu» Ungunsten der Konsumenten verändert. ...Wenn die Notienmgskommisiionen in Homburg, Berlin und. Köln dennoch die Butterpreis« auf 1,90 Goldmark fesffetzten, hau- delten sie völlig willkürlich. Bei der Preisfestsetzung berief sich z. B. Homburg darauf, daß Berlin bereits einen Preis von 130 Vi. notierte, was in Wirklichkeit gor nicht der Fall war. Als nun Ham- bürg erst den Preis auf 1,80 M. festgesetzt hatte, nahmen auch Köln und Berlin die Erhöhung vor, eben weil Hamburg die Butter mit 130 2R. notierte. Der Skandal veranlaßt« die Vertreter der Preisprüfungskommisiionen, sich nickit mehr weiter an den Notie- rungen zu beteiligen, weil sie taisächlich gar keinen Einfluß auf die Notierungskommission haben. Es erscheint also unbedingt notwendig, daß der Ernährungsminister die Notierungen vereinheit- licht und durch«in« Stotierungskommission, in der die Preis- prüfungsltclle ausschlaggebendes Mitwirkungsrecht hat, einen g ü l- tigen Preisregulotor für ganz Deutschland schafft. Diese Maßnahme wäre fürs erste ein Mittel, den Schiebungen auf den Großmärkten ein Ende zu machen. Dabei darf nicht verkannt werden, daß die Borgänge auf dem Buttermarkt im Zusammenhang mit der allgemeinen Preissteigerimg für landwirtschaftliche Produkt« stehen Sie kommt besonders in den Notierungen der Berliner Produktenbörse zum Ausdruck. Es wurden notiert: Weizen Roggen S. Februar..:. 147-1S0 127—129 4. r.... 150—155 129-138 14...... 159-162 128-134 Der Vorstoß der Landwirffchaft kommt nach Regelung der Kali- kredit« doppelt überraschend. Ihm muß Einhalt geboten werden, weil die sich bemerkbar mackende Tendenz in der Preisbildung nicht im Einklang mit der in Deutschland üblichen Lohnhöhe steht und deshalb die eben erreichte Stabilität illusorisch machen muß. Sorg- faltig« Beobachtung verdient auch die Preisbildung im Schmalz- und Speckhandel. Auf beiden Märkten zogen die Pvcise in den letzten Tagen beträchtlich an. D!« Händler erklären die Bewegung durch die erschöpften Vorräte in Berlin und Hamburg und die ge» ringen amerikanischen Zufuhren. Da sich aber das Preisangebot von Amerika kaum verändert hat, erscheint die Slraumentation der Hand- ler wenig geeignet, die neu« Hausse zu rechtfertigen. Der volkswirkschasttiche Austen der ArbeitsgeikverlSngerung. Man bat uns diesen ausgerechnet, ziffernmäßig, pünktlich an- gegeben. Im„Arbeitgeber", dem Organ der deutschen Arbeitgeber» verbände, lesen wir: Eine Mehrstund« gleich 50 Pf. Reinertrag. 20 Millionen Arbeiter können daher der Volkswirtschaft im Jahr (dos Ialjr zu 300 Tagen gerechnet) 3 Milliarden G o l dm a r k mebr zur Verfügung stellen. Nun gut, die Herren sollen an der sche- maiischen Ausrechnung des Mchrertraoes durch Arbeitszeitverlänqe- runq ihr Vergnügen haben und glauben, durch ähnliche primitive Rechnungen den Stein der Weilen gefunden zu hoben. Wir möchten den Unternehmern nur folgendes oorichlagen: Im vorläufigen Bud- get für 1924/25 sind sämtliche Steuern auf Besitz Einkommen upd Verkehr mit 4 Milliarden Goldmart angeschlagen. Sämtliche Staatseinnahmen außer Zöllen und Verbrauchssteuern. die eine Milliarde Goldmark bringen, sollen 4 Milliarden betragen. Aus den Erträgen der achtstündigen Arbeit kann der schiffbrüchige Staat für sich n u r 4 Milliarden in Anspruch nehmen. Die Ur ter. nehmer wollen die Arbeitszeitverlängerung aus patriotischen Gründen, aus Vaterlandsliebe. Sie können also nichts dagegen haben. daß die 3 Milliarden Goldmark, die ihnen durch die Verlängerung der Arbeitszeit um eine Stund« zufließen, zur Sanierung der Staatsfinanzen verwendet werden. Sie werden hoffentlich nickts da- gegen einwenden, daß die Steuern um 3 Milliarden Gold- mark iyi Jahr erhöht werden.__ Was wird durch den VeamienaSbaa erspart? Der vorläufige Goldetat des Reiches für 1924 sieht für Ausgabe« im ordentlichen und außerordentlichen Hauslialt 6700 Millionen Goldmark vor. Die eigentlichen Reparationszahlungen sind in diesem Betrag nicht einbegriffen: hierfür rechnet man mit einem Moratorium der Reparationsgläubiger: es werden nur die Be- satzungskosten und kleinere Ausgaben auf Reparationskonto berück«. sichtigt. Unter den Ausgaben werden die allgemeinen Verwaltung»- ausgaben außer der Fmonzoerwaltung und polizeilich« Ausgaben mit 250 Million en Goldmark veranschlagt. Der gesamte fach« liche und persönliche Aufwand für die Ziviloerwaltunq des Reiche» beträgt also nur 434 Prozent der Gesamtausgaben. Wenn wir an- nehmen, daß durch den Beamtenabban und die Herabsetzung der Be- amtengehälter 50 Prozent der diesbezüglichen sachlichen und persön« lichen Ausgaben erspart würden, das heißt 125 Millionen Goldmark, so beläuft sich die ganze Ersparnis bei diesem Posten auf 2 Prozent der Gesamtausgaben. Ohne die Notwendigkeit des Sparens aus den Augen zu verlieren, zeigt es sich angesichts dieser Ziffern, daß das Prob'em der Balancierung des Staatsbudgets mit den Gehältern der Beamten uick» mit dem Beamtenobbau nur wenig zu tun hat. Arbeitersport. MchtiSI räblmiM; Gichtt 10). Dombach, if« Allee, tenbery 1 K »tciibera 2 II Sharlattew» Hockey. Sertenspiele an Sonirta«, den 17. gebruar.«eupv» s st gegen Wiunersdorf I, Schönhauser Allee. lO�— 12. Merwer-Pvihe Lichtenberg 1 1— Fichte 12 l. Lichtenberg, 2H— 1, Biesner-Tompagn ffieuDP« W e st: Lichtenberg 2 I— BSC. I, Lichtenberg, 6—5.0)4, Albrecht(Sichte lt.»rnupr Stib- Sichte 1 II— AST. II. Schön 1— L'6. Strouch.Brllnschwig(Fichte-Ost). Gruppe Rarb: Li> g«g«n Etaaleu. Lichtenberg, 1— Lenj-Sebenbroel(Fichte 12): in gegen Roland II, Lichtenberg. 10)6— 12, Kuib-sii.Iogzot(AST.): bürg II— Schönhol» II, Westend. 2Vft— 4, Bleate-Vteth(Fichtr-Öst). Sandball»roß-Rerlkt Srnpp» SSd! Durch den Austritt pon Fichte-Vft macht sich folgende Bendcrung nottorndig: Plag Mariendorf, 2.80. Jugend. ffichti-Slld— Reutölln. Reu«nge'ebt. Schiebarichter: Adolf stelsch— Schmarz. Ficht«. 10, Blast Solienschönboulen, fällt an», da« für Plast Moriendorf: i.30 3BtIMa— Klcht»-«U»(Eleshan-Kahle), Plag Relnickeuborf: 124tO Reutölln 4 II— Wedbing N(Spandau).— Resultate»orn 10. Februar. Istrup) e Rrrb. Mstnnert Groß. Berlin.» Wedding 1— Weißenfee I 0:0:!> Ubr finden in der Turnball« Wranqelstr. 128 die Ausscheibungs-Ringkämpf« in der Leicht- gewichtsklalTe fllr die in nächster Zeit In Planist in Sachsen(am 16. Mär») und in Leipzig(am 18. bis 20. April) auszutragenden Städtetäinpf« des Vereins statt. Sc, sind äußerst spannende Kämpfe»u erwarte». Srlefkasten üer Neüaktion« Junger Partripotitiker. Dos Snmb«! stammt au, dem vertag Z.*. W. Diest in Stuttgart v. I. und befindet stch nebst erläuterndem Text im Barle> archiv. Umfang wegen läßt sich Keikunft und Aufbau des Baumes hier nicht darstellen. .............................■■i'i iiio—wbo—w— fn rö Tialka Varletf-Kibarett, Friedrichs, raCe dd. Ecke Leipziger StraSe. valC iilCIKA Nachmittags ft/, Uhr, abends T!l Uhr eroßes Programm. Kaufhaus ANDERS Be™-. OanBE-, Gardercben Rl-sigeAuswahl Aus T-tlzahtuug «öde! D.l>D!!keMM eigenes Fabrikat. SpeztallikU: I- u. 2.Ztmmer. Sinrichtunasn o einzelne«ö- delftLcke tpwi« farbig« kdüchea- Giurichtuugen Riesen-Auswahl Ertehtoti UhljBgsla.sgno?«. Kredit Haas „/INDERS" GrSBies Haas direkt am N'ettelbeckpiatz SeioileniiorteT IMi 16. ItanetMen jeder Art fiefert preiswert Msril Solletw. vormals 8-wi llqu. izarlaunensir..!. TrlerMonstpl l 0808. «ellustleb In tipotbaken. Orogusn und OdikateOgeschänen. ' Garderobe■ in gu'en Qualitäten . Ersatz für Maßarbeit auf Teilzahlung zu billigen Preisen bei kleinster An- und Abzahlung HtmB-inzflgB, Paletod, Cotairijs, gestreifte Bosen Cohn. GnBe Frankfurter StraBe 18 (5 Min ▼. Alexanoerpl> Seiterwagen ».alleander.rians »ortperäte liefert billigst Oroöer Vorrat 6eo g Vagner Kipenicker str. 71. Üb iatasjesdiiO. Bei bequetner Zahlungsweise liefere Ich da. Neueste In moderner Herren- u. Damen-Garderooe ULSTER PALETOTS Jackett- u Rock-AnzOe« Daraenmäntel, Kostüme, ROcke, Strickjacken u. Westen Ii hi. 4 ftq-ll:(«Btnl-iTmMtinfCT. A. DAMIT! Rosenthalcr Str. 46/47 Aofs«h«n*rr«gend» Angebot# zur Weissen Wociae DJ« ▼on on»«ngebot«n»n ArtJk«!«Jnd trota der koJossaleu Billigkeit not goto Qatnuteii, keine sogenannt« fieklams- wire. B«vor Sie daher Ihr« Eirkänfe tätigen. k3na«» wir Ihnen unr dringend raten!«i«h ▼en der GOte nnserer Ware tu tiherceagea Sie aparen hlerdoreb enonnsa G«Id! "* Gwehifbprchztp OkoSis vlnutt- Heim Notzen Bettwasch« l>.ckb.ttb.cas»u» kraft WaacliMadt 120X200 4.90 Klts.n,»> Hab« ich dem Sauimann Adolf»chath in Paatos, Brede Str 8, durch Berillgung oom 17. Dezdr.>933 den Kandel mit Gegen- ständen des täaltchen Bedarf» wegen lln» zuperläkstgteit in de,ug auf diesen vandela- deineb untersagt iK.«r S S2l0. V 23) Berltn, den 7. Februar 1024 vre Poltzeipraflden« Vteilm>«V. i%.: Dr. VtadtL Rariiäf-Speclal 5P& Rarifäf-Dellkat 7P& Haipaus- Privat 10 Pö NEUE PREISE Rarllal Nr. 200= 4 PQ, Rarlfäf-Exfra OR& RorifSf-Luxus 6PÖ Halpaus-Medoc 1ÖP& Trotz Preisermäßigung unverändert in ihrer unubertrofTenen Qualiiaf! ®?U/g6 Verkauf soweit Vorrat kelpclQer Strasse Alasanderplats Frisches Fleisch u. Liesen....� SS� £chwQ�Gbauc§iu. Blatt PI*.« BOrt ��csi. tu icafs�ro ,»»»»,»»»»»,»«»»,,,» pivsü �albskeuBen...................... p�a I30 ScStmorffiaBscho�Ksoeb«,.....�« I30 Gefrierfleisch OshsesmippaaffleSscft �'"5 50». Os�fenfchmor�sisch��GOpt. Camembert.....!9 Harzerkäse orKt�iEtn« i10 Edamer................ p�SZ» Quadratkäse...... �45» Sardinen.............. ix»« 40» Spreiten.............. �45» Sclileibackliuge""pfi SO» Laiidleberwnrst».-.KSp Rotwnrst Sdizwnrst..........«*�75» Bauernmettwnrst ml20 Jagdwnrst..........**>9 120 MettwarslÄÄ l25 Teewurst............ pid°i 13B Fr«!fle nhne Fle-ehe. Aaf Weine 2S*f>» StecwwiscWair 1i21er Monlasnel Natur-Rotwalfi a 1i0 R.12:o1 >922« EdsnKoaencf Bowlenwein 400 QOO I io pl aT !'i,» iS»ndBr«An3ebot!i Verkauf eowelt Vor»« Feines Tafelsais..... s«°°- 25p.. Zucker.............................».-o 36» Margarine....................... 4Sp Haferflocken...........tOe�« 75?. Kar�offesmahS........ 5«� 70» ySerfruckt-Marmslsfile°ULs eaokergartsst...................... SS-Printl-Elner« omü'.ssf KelnSrani.7z«W- Bot* Still, toh!ikL Cjabriest>a*L K.*|10fl«U W.SM« liMrl» ts« vorKUpUrher 3>rai.-*;hcr Edoüikör iOTi�yü mu? »eMtkkÄ? vorcQglxb«« KateTReTractie] ICMLPoyjeüiK! Berdnm:- lalelircia 7,n 2sV24#l,i;i3I5fl30i# Staate-Thsaltr Opernlmns t Uhr: QÄaler- dömmerunK Opernhaus an KOnlseplatt T/tU� Fledet man« ücb a aap! e I Ii n as 71/, U r Nathan Oer Welse Schiller• rtiratcr VI, U zum l. Mete. _ Columbtis_ Dcolscb. Tbealer 7'/« Uhr; Oa sollst nicht _ löten_ Kemmc-rsplsls 71 ilitir: Der Ncbblcb Theater 1. d. K&nisxräuerStr 130 Unr: Sommer. nacbtstiaow Kom6dienh«as 8: Jolnodse letztes Abccueacr tk«si. Hinte»,!A,ti Berliner Theater Nur noch drei Vurstäiiuniien 7.30 Uhr DOLLY 1 h. i.Odniirutspalasi Allaoendlicl)'i'i, U.Ii. unter u drüber Etc. S'/j U. bei Ii i Prc Ein Wauertrau fcaiitschbpernteaus IVjLTrr; Tosca Wilhelm Rod« "intimes tfcoator 8; Der Hlnduprlnz Der Schrei unr. -apoi- Theater ühr: Marlella re tc v K o I I o Volhsbühne 7 Uhr Don Korlog lessing- Tb. I 7 Lhr; PAUST 3onn°b. bis Montag Oy Was Ihr wellt Gent. HiBstitr-n. i Ailabei.di 7%: S ra Untral-Tlnür Alts Jakobstr. 3 Tasl.» Uhr: Die N' o v i tBt: 6er änniine AßQQSt Operette In 3 gktei Dresdener StraSe 72/1» Bat Enlsii!: N racticb 'I-S Thalia-Theater Fernspr. Mpl 44W, 2778 BcTlHigatsr-ajsai!! ..Frasquita" " Operette von Frans Lehör• Reff.: Ka(1PUtl.41,44.47,48 S4,M.74.76 87 Ol 4 U. Tbeeler 4 U. Tolles Caprice Runti um den Weddtns von Leo Heller Pauimiiiier Resi Langer u. a. GrcSeVolksoper�w""." v/s Uhr: Rodelinde Walhalla I Theater j Wembergiwcg| 15 TVe«. | attraktloccn I Th.a.Kottbns.Tni Tügllcn t'/cLtu u Sonne, nachmittag J Lhr Ei.t«. SSnsar Dn nass Febr.- Prs riDic «wKcneWeit A.SC.10L» Hastcheltlt ias-114 Beddriorfcsl la doli bayer. Alpen I hpelier. i S&bäbaiui/ Sonntag;, den 17. Pcbr t EroJsr AlpevbsN CinL wochent. A Uhr, Sonnt. 3 Uhr Antenfl. V 0 4. Neues Thea! a. Zoo V, Uhr; LILLY PI. OUR In XeiR IGM ßttO Pr edrichsii. TtenesVolksttaeat. 8 Uhr; Der Gru« von Luxemburg; Renaissance-Tiieat. 7 U. Erstauffilh x. KeTiHtnionshoeitzeli Tnaiia-theater 7'/t U.; PrasqnlU Kom-S. Jadiov/ker, _\1 srtha Serat Tust«'.Mibm�IkIi 7«/, Unr Ol« Post- melstsrl« DB VolkstOml. Preise I Walloar-Theator Bä Pharao Operette in 3 Akten v. ß r. Hardt- Wr.rden Wiis.y.A' ton proJes Lustspieliiaus 8 Uh': Der Held des Wcstcrlnndea Residenz» Theat, Tigl. 8 Uhr: Androklus u. der L 8 w e von Sern». Shaw VORANZEIGE« Dienstag, den 19 Febr.: Prümilcruns; der krfililKStcn Dame III ZSZ Predr ichaii« 60 Ek kc Leipziger Str. Varietd/ Kabareii fiachm 41'., abdsT*/. 4 sfr. Blllardx.lfe DOM Variete- Spielplan Rauchen gestattet. viSubaDetlb. 13 ZI. l'hÜ. u.Sonnt. Jtl. Stettiner SAngcr_ nferate im Vorwärts sichern Erfolg! rür alie Sonnabende im Februar sind stimtnene Ein- trlttskarten ansvtrkaafi 1 1 MsLiielM«'T Sütiü* VI, Uhf. OuicfoyhieiSefi ar lligen. 6iMt3bI»�s» ftr Srssii-LezÄi Vekniiutmachuiis. $ie«Izrlretet Ott ättbetlfieber mtfc Slrv Rdirrtcn hn SttsichitH toerbvr. Hiertnii zu der ein ZueHag.ben 22. Aebenee 192*. r benb«» 7t H« int Sirtkfcatie..übtxtftts. HeF« Albtechtitz. I z. Inee. fiattfinbeitben Slusschubsitzung eitqieiaden.' 1027? TageserbnuttS! k. SrAallunq vre Rnffenber chts für tSTt. IL Abnahme der Zahreerechnunn 19:8. 3 Eczungcü»� de;an». 4 Verschiedenes. Bvrüjt�zteplitz. den IA Februar 1M4. CceBoTRaob.» e e ti e i,«srlchesber v'erfäjj/ej «MIüI SkilWi dil lZ! 0sisi8e4tsitae 8 Pf«n «kätos Z Vi«n. Fip et u Koaitn<,' raefit' echtsaittLSint» frtasArss» aLreslBst». tite 8 Sc*- ClsiraGt taner- tUitftSaaisn Camilla Ipirs— Twy T»ttlj«- Utitr rtz BAfo»- Lee peukert- Baitkoid BUSi» erti»«)«estesto ante« Koaneoacoss, fmcrwsrli n. Enfisahl A. Man» A SRarfarafea. (trabe tu. neb au Jtrdaa gegr. 189h tu— L Uhr. Trauringe 333 gestempelt v. 3 flau a» 333.» A, n IM.« T.9,„ I MmdgaMM Inkbof Brtrsnleo-. Csid-. Silotr-, Pldii-Bruek, Zahngcblsst. �"'e�-jJlHLHJlMted,, statt am Zoo, Kurturalendamm 148. 194/14 Metall betten Staklmatratt� Klsderbttteo dir an Prlv Kat.30A fiel Elsenmöbeliabr Suhl Thür feinster Verschnitt Jamaika-Bum Weinbrand-VerscbniU Mcntireaux| € fl 2.95 Fi. 2*55 französischer) 1 AC . Rotwein j Fl. I«lPÄ7 Sämtliche Preise mit Flasche und Steuer WledrPYerk&utern billlssto Ehsrost- Preis« J. F. RAUCH A« Zentrale: Bergstraße 34 Norden 8214,4938 Niederlagen: InvalldeBstraCe tM, Gealardatrate 4, DorotbeenstreBc 09. SchSohnn.er Allee 178, PrlcdrlchalmCe II Petadamer StraBc 84. Hot, Bi-nnocnatiaiia 174, Grote Pranklarter SltaBe III Triaooo• Tbeater TZl-I. 7 Uhr UaMIZiM Lustsp v. kv Lothar 8 u Heines th. Devisen Komöd v L. Schmidt i jtMMteii. üot.r« Base-Theater 7», Unr ß.Glücksniäilel tomisehe 6psr 4>iaiendlich7»/c Die rröEteRerut; des Kontinents: Die Welt ohne Schleier C?aslfio«Th9 8 U. Der neve Schlager: Die Mali vo m Sleinhof läg< k Unr. 12 ?ÄR!ETE- KUNSTKRAFTE Sonntag 8.30 zu iialb Preisen das voll« Programm rllemm Enseh Landsberger Str. 85, 88, 87. Heute Freitag naiclAmftta�ls von 4 bis 7 Vlur Extra-Angebot Elegante Covertcoat-Sfiantel>»-"en weiien(4*93 Remwollene Cheviolkieider Äla?. 9.75 Reinwollene Herren« und llanaen« Sporlwesten................ 11.50 Weisse Sporlbiuse»«- u Psaam«....... 4.90 Schickes Kopsett nrit Ö HaHera.......... 2. 9 Feinste Bielefelder Schlafa.nzuge.. 18.50 arsficr extra bUHier Verkaal Teppichen. Onrülncn, Läofersioifen Künstler-Gardinen, � Perser Muster- Voeleger»i» 878 Oiwandecke, Perser Muster iso/soo... 13.50 Teilzahlung ii Anzüge Paletots la greller Answakl moderne Austübrang ■ ehr preiswert Stolzmann ■ ff neben ioreift, Aleran- Strftrnkz 3St, badipablcrtt. ©cfc3 CSrc-jfäSfe. SäicttfaCbie SSIit na er.artn Hniam jälrnfftt. ftrine ectr.bathniare ff!a»nlsau,ii«e. �nettr Fopptft. ZtKke.'i- anzBpe oeefaufs." berftrafc 38t. �—— Mtafltsor.Jiflot.'-Litveiii. «eftheus CraanenKtaiN 9. Orbker B«ieit, such! «um mag i-hft sowrligen Antritt istr ihr« modern eingerichtei« gwidrrei lluHcr? illchttge» eneeaiichru Zwickmeister. Ferner cnergifchen. tielbrwust'e» Znfchueidcmeister egw. ersten Jnschnelvee, welcher dil Slevprret mit leiten kann und pervlM« Mob nruttst S» Handell stch nm dauernde. ngenehtnr Stelle— Angrdoie unter Bei- illgung von'-.eugnisabichnften u. Angab». a mn Umtritf et'olgen(nun. unter T 17. m die SrfchaiS' stell» bt«.BortoLrt»'. uw ZBlänUDSU�IIU unb kLAits Icmt« feüWSüM f Ir dam-i nb» Befchllst lizung geiucht Kedi'. pest�ins, Hcfpianosvriesabrii. Sckwe in 1. M MW MMW für Brber-- un» Fauioilr- Hüte »er I»l»ri gesucht 171 il Hentt»& C»., Ltndeastr. 35. Tüchtige branchekundige Verkäufer Verkäuferinnen tOr dt« AbtcilungBii Gardinen u. Möbelstoffe sotort gesucht. Meidungen zwischen 5— 7 Uhr JandorfaCo Wiimersdorfer Str. tQr dm Abteilungen Gardinen u. Möbelstoffe soion gesucht. Meidungen zwischen 5—7 Uhr JancEorl&C© Wiimersdorfer Str.