Abendausgabe Nr. 8841. Jahrgang Ausgabe B Nr. 44 Bezugsbedingungen und Anzeigenvrelle fnb in ber Morgenausgabe angegeben Redation: 52. 68, Cindenstraße 3 Ferafpredjer: Dönhof 292-295 Sel.- Udresse: Sozialdemetrot Berlin Vorwärts Berliner Volksblatt 7 Goldpfennig 70 Milliarden Donnerstag 21. Februar 1924 Berlag und anzeigenabteilung Geschäftszett 9-5 Ubz Berleger: Borwärts- Berlag Gmb Berlin S. 68. Cindenstraße 3 Jerniprecher: Dönhof 2500-250% Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Bereitet die Wahlen vor! Der Sieg in der Schweiz. Das Bolt für den Achtstundentag. das Schweizer Bolf nach einem mit außerordentlich großer Er Die Ablehnung der sogenannten Leg Schultheß durch bitterung geführten Kampf ist von einer Bedeutung, die weit über die Grenzen der Schweiz hinausreicht. Die Schweiz be figt zwar erst seit dem Juni 1919 den gesetzlichen Achtstunden tag für die Fabritbetriebe, der übrigens eine gewiffe Ein schränkung dadurch erfährt, daß im§ 41 der Bundesrat er mächtigt wird, für einzelne Industrien, wenn und folange zwingende Gründe es rechtfertigen..., eine möchentlime Ar beitszeit von 52 Stunden zuzulassen," aber man fann auch fagen, daß der Kampf gegen den Achtstundentag praktisch in Der Reichsminister des Innern, Herr Jarres, hat, wie| Die Sozialdemokratie verlangt, daß ber Reichstag von biefem wir schon in der heutigen Morgenausgabe unferes Blattes feinem Recht auch einen Gebrauch macht, der den Interessen melbeten, bie Borbereitung der Wählerlisten für die Reichs der breiten Boltsmaffen ent pricht. Glaubt die Regierung tagswahlen angeordnet, mit der Maßgabe, daß die Listen am beswegen den Reichstag auflösen zu sollen, o mag fie es tun! 23. März auslegungsferlig fein follen. Die Reichsregierung Die Frage ist also nicht, ob die Sozialbemofratie rechnet also mit der Möglichkeit, daß die Wahlen schon in der die Auflösung will, fie geht vielmehr dahin, ob bie Regie ersten Hälfte des April vorgenommen werden. rung den Reichstag auflösen will, weil dieser sich etwa nicht dazu herbeilaffen mill, auf seine ver effungsmäßigen Rechte als gefeggebende Körperschaft zu verzichten. Selbstverständlich wird sich die sozialdemokratische Reichs tagsfraktion für die Annahme ihrer Anträge einsehen. Werber Schweiz eröffnet worden ist. ben sie angenommen, so steht es bei der Regierung, welche Folgerungen fie daraus ziehen will Die Sozialdemokratische Bartei ist daher auch nicht in der Lage, ihren Anhängern und Bartei ist daher auch nicht in der Lage, ihren Anhängern und der übrigen Belt fagen zu können, ob es zur Auflösung tommen wird oder nicht. Die Entscheidung berüber wird im Die Sozialdemokratische Partei muß sich daher gleichfalls auf diesen Wahltermin einrichten und alle organisatoriIchen Borbereitungen fo rechtzeitig treffen, daß ihr Apparat tadellos flappt. In der bürgerlichen Breffe wird viel über bie Frage prafelt, ob die Sozialdemokratische Partei die Reichstagsauf Lösung will. Darauf ist zu antworten, daß fie weder auf die Auflösung hinarbeitet, noh ihre fachliche Einstellung gegenüber ben Berordnungen der Regierung von der Absicht beinflussen laffen wird, die Auflösung zu vermeiden. Die bestehenden verfassungsrechtlichen und ge'eglichen Borschriften geben dem Reichstag das Recht, die von der Regierung erlassenen Verordnungen aufzuheben oder auf dem ordentlichen Weg ber Gefehgebung abzuändern. Diefes Recht des Reichstags bildet das Gegengewicht gegen die verstärkten Bollmachten, die der Regierung durch das Ermächtigungsgefeß augestanden worden sind. Das Ermächtigungsgefeß ist der Regierung bewilligt worden unter der ausbrüdlichen, im Ge Jeg felbst festgelegten, Boraussetzung, daß der Reichstag die Berordnungen der Regierung aufheben oder abändern darf Das Schicksal der Pfalz. Speyer, 21. Februar.( WIB.) In einer halbamtlichen, von der franzöfifchen Preffe veröffentlichten Meldung aus Roblenz über die zwischen dem Kreisausichuß und den Bertretern der ver. faffungsmäßigen Regierung der Pfalz einerseits und bem interalliierten Sonderausschuß andererseits getroffenen Berein barung ist von einem durch den Kreistag eingelegten Regie rungsfomitee die Rebe Der Ausbrud Regierungsfomitee" fleht, wie wir hören, im Widerspruch zu dem flaren Wortlaut der getroffenen Bereint arung. Sebes einzelne Mitglied tes interalliferten Sonderaus chuffes hat ferner bei den Berhandlungen mit bem Bischof von Speyer und tem proteftantischen Kirchenpräsidenten Dr. Feischmann die bestimmte Buficherung gereben, daß an den staatsrechtlichen Berhält Reichstabinett fallen. Im Reichsfabinett rechnet man mit ber Wahrscheinlich feit einer Auflösung. Daher das Rundschreiben des Reichs ministers des Innern. Wenn die Auflösung in der nächsten oder der übernächsten Woche tommen sollte, wird sie nicht als Ueberraschung fommen. Der Bahlausfall wird aber nicht zum geringsten Teil davon abhängen, in welchem Zustand der Beginn des Wahlkampfes die verschiedenen politischen Organisationen finden wird. Für den großen Wahltampf von 1924 ist der 21. Februar erster Tag der Mobilmachung. Der Stand der Sachverständigenarbeit. Poincaré noch unentschieden. Paris, 21. Februar.( TU.) Echo de Baris" veröffentlicht zu den Be prechungen, die am Dienstag am Quai d'Orsay zwi den der franzöfifchen Regierung und den französischen Mitgliedern der beiden Sachverständigenausschüsse abgehalten wurden, nachstehende, scheinbar offiziöse Mitteilung: 1. 3m Berlaufe der Dienstag erfolgien Sufammenkunft ist feln neuer Beschluß erfolgt. Dem franzöfifchen Delegierten Parmentier mar lediglich Gelegenheit gegeben, bie mitglieder der franzöfifchen Regierung von den Arbeiten des ersten Sachverständigenausschusses zu unterrichten. den Achtstundentag wurde die er ausgedehnt auf die Bo it und Ein Jahr nach der Verabschiedung des Fabrikgesetzes über die Eisenbahn. Damals schon nahm das Unternehmertum offen ben Kampf auf und verfuchte das zweite Gesetz durch eine Boltsabstimmung zu Fall zu bringen. Da es sich um Angestell'e und Beamte im öffentlichen Dienfte handelte, ging man mit den befarnten demagogischen Mitteln vor, um die Bevölke Gesetz mit einer Mehrheit von 100 000 Stimmen feine Berung gegen das Gefek aufzuputfchen. Trokdem erhielt bas ftätigung. 3m Ferbst 1970 fegte gleichzeitig mit der fünstlichen und ungefunden Hochkoni nktur in Deutschfend, als eine Folge der ein. Diese Wirtschaftsfrife, die in der Schweiz eine ungeheure Gelbentwerting, in der Shweiz die Wirtschaftstrife Arbeitslosigkeit zur Folge hatte, wurde von ren 11nternehmern ausgefchlachtet, um die Notwendigkeit der Verlängerung der Arbeitszeit nachzuweisen. Das geftah in der Schweiz genau fo wie im Herbit hes Boriahres in Deutschland. Das Resultat 19. mai 1022 der Bundesverfemmlung eine Revision des§ 41 her Internehmerfampagne war, daß der Bundesrat am des Fabritnefehes por frg, in der es heißt: Die Unternehmer gaben fich damit aber nicht zufrieden. Bie Arbeit im einschichtigen Betrieb für den einzelnen Arbeiter In Beiten einer allgemeinen fameren Wirtschaftstrife barf. whentlich bis auf vierundfünfzig Stunden ausgebehnt werden. Man darf indessen die tägliche Arbeitszeit von aehn Stunden im Tag nich: übersteigen. Der Bundesrat ent fcheidet nach Anhörung der zentralen Arbeitgeber- und Arbeiter. verbonde barüber, ob die Voraussetzung für die Anwendung biefer Bestimmung verbanden sei er erstattet über diese Beschlüsse Bericht an die Bundesverfammfune. In Seiten, in denen diefe Borauslegung nicht zutrifft fann niffen der Pfalz zu Banern und dem Reich nichts geändert einreichen. Gegenwärtig ftubieren fie die Etatu'en ber Goldber Bmbesrat ranjen Industrien ober einzelnen Fabriken rungen der gegenwärtigen Form der Ruhrbefegung zur Anpassung an ein all emeines Reparationssystem erörtert werden. Darauf be. stehen fich auch die verschiedenen Anleiepläne, die in den Blättern aufgetaucht waren. 2 Die Sachverständigen haben ihren Bericht noch nicht abge. faßt und dürften ihn erst nach Ablauf von zwei Wochen merbe. Daraus ergibt sich, daß die rechtmäßige Behörde der Pfaiz noten bant, die unter der Beauffid ti ung eines neutralen nur die bayerische Regierung fein fann. Da ber Regierungs. Generaldirektors nach dem Ausland verlegt werden foll. Man be. präsident der Pfalz von der Rheinlandtommi fion während des hauptet, fie auf diese Weise einer diret'en Beeinfluffung ber BerRhein- und Ruhrkampfes ausgewiesen wurde und bie Erlaub. liner Regierung am besten zu ertzichen. Der betreffende Teil des nis zur Rückkehr in die Pfalz noch nicht erhalten hat, werden die Sachverständigenplanes wird gleichzeitig mit dem anderen Teil in Regierungsgeschäfte zurzeit rrn dem dienstältesten Beamten ter Gütigkeit treten. bayerischen Regierung in der Pfalz, Regierurgsdirettor Stäbler. 8. Die Hauptfrage, die noch einer Löfung barr', bezieht sich auf a.s stellvertretenden Regierungspräsidenten geführt. Der Kreisaus.bie Naturalleistungen, die Deutschland während der Dauer Schuh hat dem Sonderaus'ch gegenüber lediglich die Bermittlerrolle des Moratoriums zu fi fern hat. Für diese finnen einige Abände. zwischen der Lenerischen Regierung, ber teutschen Regierung unt bem Sonderausschuß zur Ingang fegung ber rechtmäßigen deutschen Berwaltung in ber folg. und außerdem ble Berantwortung für die Aufrechterheffung der Ruhe und Ortnung übernommen, bis die von der Separatisten ausgewiesenen und ver. triebenen Beamter zurückkehren und ihren Dienst wieder aufnehmen. Die Wiedereinrichtung der ordentlichen beut chen Berwaltung in der Pfalz ist turch tie franzöfifche Bezirkedelegation dabur fehr erschwert, bah sie sich auf ten Standpunft stellt, daß auch biejenigen pfälzischen Beamten, die von den Separatisten an der Ausübung ihres Dienftes mit Gewalt perbinbert, jedoch von biefen nicht ausgewiesen worden fint, erst dann ihren Dienst wieder ausnehmen dürfen, wenn ihr Antrag zur iedereinstellung won ber Rheinlandtommiffion genehmigt worden ist. Die'er Standpunkt widerspricht der getroffenen Bereinbarung, nach ber nur die von den Separatiften auszewiesenen pfälzi'chen Beamten erst im Benehmen mit der französischen Brovingdelegation thre dienstliche Tätigkeit wieder aufnehmen dürfen. Beunruhigung in England. Condon, 21. februar.( BTB.) Der Sonderberichterstatter der Times" in Ludwigshafen schreibt, neucre Berichte aus verschie denen Teilen der Pfalz bestätigten ben Argwohn, baß ber Crunb jaz:: ine Repreffallen" von den Franzosen durchaus nicht unparteiisch gehandhabt werde. Den feparatistischen Angreifern werde Unverleglichkeit verbürgt, während die Deutschen, welche Separatisten angriffen, verhaftet würden. Ein Geisel In tem fei eingeführt, und so fei jekt jeber Bürger von Bedeutung im Fall individueller Rachealte einer Berhaftung ausgelegt. privaten Schulben Deutschfonds, die durch die Entwertung der Mart 4. Für eine erentuelle Wiederherft- lung der öffentlichen und fertrefellen mar, müllen beftimmte Garantien ergriffen merben, bie eine Aussicht auf die Bezahlung der Reparationen nach Ablauf bes Moratoriums bieten. 3. Zwischen den Sachverständigen ift in biefer Frame die einent fiche Musfprache noch nicht eröffnet worden. Es haben höchstens efficiofe Urterhaltungen darüber stattgefunden. Poincaré ift einer beftimmben Lösung noch nicht beigetreten. Für die Autonomie Jndiens. Eine Forderung der unabhängigen Arbeiterpartei. Condon, 21. Jebruar.( Eca.) Das Reuterbureau veröffentficht fo'gende m- tourg: Der Nafiendfrat der unabhängigen Arbsterpartei forbert die Regierung auf. Indien die volkommene infenomie a gewähren. Diese dürfe nach Ansicht der unabhängigen Arbeiterpartei richt enburch ver gert werden, daß England sin Souveränitätsrecht aber Jnblen ausübe. eine Berlönerung ber wöchentlichen Arbeitszeit bis auf vier. unbfünfzig Stunden geftatten, wenn und folange wichtige Gründe es rechtfertiren. Benn man sich diesen Tert, dessen Gültigkeit für drei Jahre beschränkt mar, näher ansieht, dann stellt man bie Uebereinstimmung, die manchmal fast wörtlich ist, mit der Arbeitszeitnerordnund des Herrn Dr. Brauns fest. Obwohl sämtliche bürgerlichen Barteien her Schweiz für die Ler Schultheß sich ins Zeug legten, hat es doch selbst im bürgerlichen Bager nicht an Stimmen gefehlt, die sich für die Antfrechterhaltung des Achtstundentages ausfprachen. So ver öffentlichten 41 Geistliche Zürichs einen Aufruf an die Angehörigen der evangelischen Landeskirche", in dem es heißt: und ihre Arbeitsfreude lähmen... Man barf nicht vergessen, ba Die Annahme dieser Borlage würde die Arbeiterschaft erbittern bie Berkürzung der Arbeisacit auf acht Stunden erst nach langen Rämpfen errunen wurde. Ein von der Arbeiterbevölkerung I ang erfehntes 3iel war bomit erreicht. Endlich war der Arbeiter den Bureauengestellten und Beam'en gleichgestellt, die für ihre doch meniger schwere, weni er gefährdete oder ungefunde Tätigkeit längst bie furze Arbeitszeit hatten. Endlich war dem Arbeiter zugestanden, baß er nicht nur Arbeiter, sondern Mensch sei und wenig ftens über den Werftagabend und Samstagnachmittag freie Ver fügung habe... An diesem endlich erreichten Ziel follte man grund Tag'ich nicht mehr rütteln. Es war trok allem, was man dafür ant führen fann, fein g'üdlider Gebante, den Achtftumbentag wieber in Frage zu stellen, und wir sollten alle groß genug benten, um bem Arbriter nicht wieber nehmen zu wollen, was ihm gehört Es gab fogar vereinzelte Fabrikanten, die sich gegen bie gefekliche Berlängerung der Arbeitszeit ausfprachen. Die für die Schweiz aukerordentlich hohe Beteiligung an der Abstimmung von 72 Broz aller Stimmberech tigten zeigt, mie leidenschaftlich das Gefeß umstritten worden ift und mie Gegner und Befürworter der Berlängerung ber Arbeitszeit alle Kräfte angespannt haben, um eine Entschei dung in ihrem Sinne herbeizuführen. Die große Mehrheit von 120 000 Stimmen. Die chirie ernerinn der Beg Schultheß erklärte, ift der Beweis einer hohen sozialen Ein sicht des Schweizer Boltes. Die Reaktion in Spanien. Mabeld, 21 Februar.( Era) Das Direktorium hat grftern bie Schließung bes literarischen und wissenschaftlichen Bereins Athenea" befchloffen, deren Geschichte mit allen politischen Erei niffen und mit der geiftigen Entwicklung Spaniens verbunden ist. In einer Mete, bie bes Direktorium zur Rechtfertigung bie'er Mah. nahme veröffentlicht, wird erklärt, dah die Schließung infolge der Hartnädigkeit verfügt worden fei, mit der bie Athenea" felt einiger Angesichts dieser Abstimmung fühlt man fich etwas be Beit eine umftürgferische Politik(!) betreibe. Tukrbem hot das fchämt, festzustellen, bak in der beutschen Republik, fünf Direktorium die Ausweifung des befannten Schriftstellers UnaJahre nach der Revolution, ein Arbeitsminister, der sich auf mune. ber zugleich feines Amtes als Brefeffor der Univerfitat feine foziale Einstellung etwas zugute tut, sich bereit finden Salemanta enthoben wird, da er sich ebenfalls in umfturg'erischer fonnte, burh eine Berordnung nicht allein den AchtstundenBrapazanda betätist haben fel, serfügt. s temfelben Grunde tag in den Fabritbetrieben zu durchlöchern, sondern sogar das wurde ber ehemalige abgeortnete Soriano ausgewiesen. Die Gefeß über die Arbeitszeit im Steintohlenberg. Note des Direktoriums droht schließlich scharfe Maßnahmen gegen bau mit einem Federstrich zu beseitigen. jeben an, der eine feindliche Haltung gegen die gegenwärtige Recie Der biplomatische Berichterstatter des Daily Telegraph" fagt, in London fei eine gewisse Be unruhigung hervorgerufen worden durch die Meldungen von zahlreichen Verhaftungen und Berurteilungen von Beamten und enderen logofen Bürgern in der Pfalz lediglich unter der Befuldigung, den Separatisten Biber stand geleistet zu haben. Diese Angelegenheit werde ficher unterfutterben als bei ben legten interalliierten Berhandlungen bem Grbanten einer allgemeinen meftie zu gestimmt worden fei, fei barunter in Bonbon nicht verstanden wor ben, daß eine solche allein auf die Separatisten Anwen dung finden follte. Es werde natürlich erwartet daß be weitere auswärtige Unterftügung der Separatisten nunmehr aufhören würde.rung einnehme. Wir wissen nicht, ob dieser Reichstag mit seiner ins reaftionäre Lager abrutschenden bürgerlichen Mehrheit die Zeit geben: finden wird, um die Arbeitszeitverordnung des Herrn Dr.| Magdeburger Boltsftimme" eine sehr interessante GegenBrauns einer Rachprüfung zu unterziehen. Die Reichsregie- iberstellung, von der wir einige Stellen hier wieders gung hat bereits mitteilen lassen, daß sie sich einer Abänderung der wirtschaftlich wichtigen Verordnungen, die auf Grund des Ermächtigungsgefeges erlaffen worden find, widersehen werde. Das bebeutet nichts anderes als die Drohung mit der Auflösung des Reichstages. Aber ob bei einer eventuellen Abänderung der Arbeitszeitverordnung der Reichstag in wenigen Wochen aufgelöft mird oder ob er eintes natürlichen Todes ftirbt, jedenfalls wird das deutsche Boif in wenigen Wochen oder Monaten Gelegen heit haben, darüber zu entscheiden, ob es fich an die Spize ber internationalen fozialen Reattion stellen mill. Wie man in der Schweiz mit der Wirtschaftsfrise und der ausländischen, d. h. der deutschen Ronturrenz treblen ging, um die Notwendigkeit der Verlängerung der Arbeitszeit nach zuweisen, fo führen in Deutschland die Unternehmer mit Bor liebe die Reparationen ins Feld, die die Notwendigkeit einer Verlängerung der Arbeitszeit ergäben. Dieser Grund oder vielmehr diefer Vorwand wäre vielleicht berechtigt, wenn die Unternehmer verpflichtet würden, den Ertrag der Mehr arbeit an das Deutsche. Reich abzuliefern. Davon ist aber weber in der Arbeitszeitverordnung noch in einer anderen Berordnung der Reichsregierung die Rede. 2n Weizen Bei Weizen wird die Ge wurde ge fanternte der wichtigsten Bro- erntet 940 Millionen Dopp buftionsländer der Welt auf 940 zentner gegen 570 mill. Dz. im Millionen Doppelzenter verans Borjahr. Bon der Zunahme von fchlagt gegen 870 mill. Dzim 70 mill. D3. fallen allein auf Berjahr... Von der Zunahme Europa 66 Mill, D3, das mit ... ven 70 mill, entfällt dies 844 mill. Dz den Duchicht mal ber Hauptanteil auf Europe, der Vorfriegszeit nahezu wieber das feine Weizenernte... euf erreicht hat. 344,3 Dill Dz. fteigern fonnte. Der Ausfall von 22 20. Cm Ausfall in der Union Dz. in den Bereinigten Staaten mit 22 ill. Dz. wird durch wird fast ganz durch die größere Ranada und Argentinien Ernie Ranadas weffgemacht, weltgemacht. bazu tommt noch eine Steige rung der argentinien Ernie um 32 von Hundert. Der Neto: 2 - Einfuhrbedarf 3 Ser diesjährige Einfuhrvon Europa wird mit 115 5 Mill., bedarf Europas with mit 115 Da, für die übrigen Import- Mill. Dz. eingeschätzt. Der Cins aller Impor länder länder mit 41 mi. Dz., zu fuhrbedarf fammen also mit 156,5 gegen 190 mit 155 ill. Dz. gegen 190 im im Berjahr geschätzt. Bei der Un- Borjahr. Der erportfähige Weber nahme eines fichtbaren Borrats fuß aus dem laufenden Ernie BOM 32,3 mill. Dz. zu Beginn jahr einschließlich des fichtbaren Bie fich die Verhandlungen, die fich als Folge der Unter- des Erntejahrs 1923( 1 August), Borrats am 1. August 1923 suchung der Sachverständigen ergeben werden, noch gestalter zu dem 235,4 Mill Dz. export-( 52 till. D3.) wird auf 287 fönnen, fann heute niemand voraussehen. Es ist zweifellos, fähigen Ueberschuß aus dem lau- mill Dz tariert, so daß vor daß sie eine Belastung Deutschlands bringen werden. Die fenden Erntejahr traten, würde aussichtlich am 1. August 1923 fich ein Berbrauchstontingent für ein fichtbarer Beltüberschuß an deutsche Arbeiterschaft hat niemals einen Zweifel darüber gebe Importländer in Höhe von Weizen von 181 Mill. D. verTaffen, daß fie bereit ist, alles zu tun, was in ihren Kräften 287,7 mil. Dz., banach ein bleibt. Das Ergebnis ist einſieht, um durch eine Wiederguimachung die Ausjöhnung der Ueberschuß von 181,2 mill. D. deutig. Die reichliche Versorgung Wölfer, insbesondere Deutschlands und Frankreichs, herbeizu zum 1. Auguit 1924 ergeben. des Wellbedarfs im laufenden Erntejahr ist gesichert. führen. Sie muß es aber ablehnen, daß die Wiedergutmachungen zum Vorwand genommen werden, um den Achtfiundertag nicht allein in Deutsland, fonbern inber ganzen elt zu beseitigen. Denn es ift für jeden Einsichtigen flar, daß eine Beseitigung des Achtftundentages in Deutschland unweigerlich die Beseitigung des Achtstunden tages in den anderen Industrieländern zur Frige haben muß, sofern diese es nicht etme vorziehen, sich gegen das deut dhe Dumping durch 3 ölle zu schüßen und der deutschen Industrie die Märkte zu sperren. Damit wäre aber auch der illusorische Neue Teuerung? Die in ben legten beiden Wochen erfolgie Steigerung der Preise für michtige Lebensbedürfnisse hot mun auch in der amtlichen Statistik über die Kosten der Lebenshaltung feinen Niederschlag gefunden. Gegenüber der Borwoche ist eine Steigerung um 1 Broz. eingetreten. Wenn auch diese Steigerung an und für sich gering ist, so ist sie doch als Gymptom für die dem größten Teile der deutschen Boltsmaffen drohenden Gefahren außerordentlich wichtig. Geit dem 8. Dezember find die Kosten der Lebenshaltung bauernd gefunten, insgesamt um 37,8 Proz. Diese Sentung der Kosten der Lebenshaltung ist in erster Linie auf das Sinten Industrie der Preise für Rahrungsmittel zurüdzuführen. erzeugniffe find lange nicht in demselben Umfang im Breife gejunten. Benn fich aber jetzt ein erneutes Steigen der Preise zeigt, fo ist das von außerordentlichen Gefahren für die Bevölkerung. Söhne, Gehälter und Renten befinden sich weit unter dem Friedensstand. Um Erhöhungen müffen heftige Rämpfe ausgefochten werden; diese sind sogar not wendig, um eine Genfung der Löhne zu verhindern, die von den Unternehmern bauernd angestrebt wird. Erwägt man ferner, daß das Steigen der Preise für Nahrungsmittel einen neuen Anreiz für die Industrie zur Erhöhung der Preise darftellt, so ertennt man, daß wir uns an einem neuen ende puntt für die Arbeiterklasse befinden. Beit aber fällt gerade die Absicht der Reichsregierung, Länder und Gemeinden zur zwangsweifen Erhöhung der Miete zu treiben. Jede Erhöhung der Mietpreise aber geht feht auf Kosten des Arbeitslohnes und ist eine Berminderung der Kauf raft der Maffen und wird die Wirtschaftskrise mit ihrer Er. werbslosigkeit nur noch verschärfen. In diese Die Forderungen der Sozialdemokratischen Reichstags frattion nach Bekämpfung der Arbeitslosigteit, nach Beseitigung der Mietsteuer und ihre Erlegung durch eine Bermögenszumachssteuer sind daher wichtige Boraussetzungen für die neuen Berelendungspro Berhinderung eines deffes für die Massen der Bevölkerung. ( Folgt eine andre Schügung.) Das Ergebnis ist auf jeden Zu Beginn des neuen Ernte. Fall eindeutig. Die reichliche fahrs werden die Vorrate größer De forgung des Welibebaris in fin als je in den Nachkriegslaufenden Erntejahr ist gesichert; jahren. simolojego jahrs werden die borrale größered all som jum Beginn des neuen Grnie. izin als je in den Nachtriegsjahren. ist es die Rivalität der Die Union imb Ramaba, bie Tereinigten Staaten und Ranc miteinander fcharf rivalisieren, Unsere Anträge. sid do stan paulal ät Borteil der deutschen Industrie wieder weitgemacht, ja in fein baben felf dem Kriege gemein- mit Argentinien den Ausfall frattion am Mittwoch im Reichstag eingebrachten Anträge, Gegenteil verwandelt. Eine Steigerung der Broduktion ist gewik notwendig. Sie ist aber burdyeus möglich auch ohne die Berlängerung ber Arbeitszeit. Es ist das hohe Berdienst des Schweizer Boltes, das durch seine Abstimmung am letzten Sonnt g ausdrücklich beträftigt zu haben. Schiele von Schollene. Geißige„ Anleihen eines Agrarierführers. fam mit Argentinien den 2us- auf dem Weltmarkt, der durch fab auf dem Weimarli gedeci das Ursiceiben Rukiends und der durch das Ausjajeiden Rua Rumäniens aus der Reihe der lands, Rumäniens und Off- Exportländer entstanden war, indiens aus der Reihe der Ez gedect. porfländer sowie durch die Bera minberung der europayásen Ernien entstanden war. So geht es fort mit Grazie! Nun ist intereffant, daß die Zitate auf der linten Seite einem Artikel„ Die Welternte 1923" im Wirtschaftsdienst" tr. 49 vom 7. Dezember 1923 entnommen find, bie 3itete rechts dem Artifel Schieles in der„ Deutschen Tageszeitung" Nr. 43 vom 26. Januar 1924! einige Zahlen, sondern ganze Absage wortlich abge Herr Martin Schiele von Schollene hat fo nicht nur chrieben, ohne auch nur in einer Silbe mitzuteilen, bas fie 2 efefrüchte aus einem mit dem Namen des Berfoffers bes Felbbiebstahls, von der moralischen Bezeichnung folcher gezeichneten Artikel darstellen. Schiele fennt sicher den Begriff Die von der Sozialbempfratischen Reichstags. die wir in unserer heutigen Morgenausgabe inhaltlich bereits wiedergaben, beziehen sich im einzelnen auf folgende Gebiete: I. Für Sozialpolitit find folgende Anträge geftellt: 1. Abände rung der Verordnung über die Arbeitszeit vom 22. Dezember 1923. 2. Abänderung der Berordnung über ble Erwerbslofenfürsorge com 13. Februar 1924. 3. Mendrrung der Berordnung über die Für forgepflit nom 18. Februar 1924. 4. Tenderung der Grunb betrage in dem Bersorgungsgeleg vom 14. Dezember 1923. 5. Aufhebung der Berordnung über Krantenversicherung vom 18. Februar 1924. 6. Kenderung der Berordnung über Aerzte und tranfenfaffen vom 30. Oftober 1928. 7. Aufhebung der Berordnung über Jugendwohlfahrt vom 18. Februar 1924 über Bachtschutz vom 18. Februar 1924 8. Aufhebung der Berordnung 1. Antrag auf Aenderung der Berfonalabbauverordnung durch ein II. Zu den Beamtenfragen find folgende Anträge gestellt: Gejes. 2. Antrag auf Erhöhung der Bezüge der Beamten. 8. Za trag auf Aufhebung des Reunstundantiages. Der Rittergurtspächter und Fabrikbesizer Martin Schiele auf Neu- Scholene bei Rethenow ist die wissenschaft fiche Leuchte des neuen Agrariertums. Erft auf dem Brandenburger Landburdtag hat er eine Rede gehalten, die von reufchendem Beifall begleitet wurde. Borher hatte er erst in vier longen Artikeln in der Deutschen Tageszeitung nachrieben, vier langen Artikeln in der Deutschen Tageszeitung nach gewiefen", ohne die 3 wangswirtschaft des Schuz3011s fei Deutschlands Untergang besiegelt. Früher hatte er und hie Getreideumlage die Landwirtschaft bettelarin geworden neignung" geiftigen Eigentums hat er augenscheinlich und Strafrechtspflege vom 4 Januar 1924. 2. Antrag auf Eindaß fei, daß nur die freie Wirtschaft. fie retten tönne. Jegi„ bemeist er, daß die freie Wirtschaft die Landwirtschaft zugrunde richtet. Schiele tritt da in der Rolle des großen Nationalofo. nomen vor die Deffentlichkeit, der nicht nur die Berhältnisse der deutschen Landwirtschaft fennt, fondern auch die der gesamten deutschen und der Weltwirtschaft. Run bringt die Der Mann mit dem Piston. Bon Karl Fisher. Btan findet in der Stadtbahn manchmal merkwürdige Reisegefährten, Menschen, die einen gewiffermaßen mit Gewalt ablenten von der Lektüre eines Buches oder einer Zeitung, die den Leer lauf der Gebanten bes Reisenden unterbrechen, fie aufammenballen und ihnen Bege weisen wollen in ein Band, zu dem man doch niemals ben Zutritt erlangt. Es ist so, als ob das Schifffal eines Menschen fish ganz biet en das Herz bes erschreckten Besbochters schiebe, als ob unierirbische Löne, die irgenbms tief in der Brust faum vernommen fchweben, nun mit einmal ganz laut anfchlagen. Steiftens find es Menschen, bie nichts Brägnantes eber gar Brovozierendes en fish haben, die still find, ergeben in thr Schidfol und ruhig, und die doch die Gedanken aufrühren. Man sieht jet fo häufig in der Stadtbahn Gestalten des Elends mit ein paar Bumper un ausgemergelie Glieber auf der Fahrt nach Arbeit und Berdienst, und doch regt und rührt sich nichts Be fonderes in einem und reißt am Gewiffen. Mein Gnit, bie meisten haben eben die ftets hilfsbereite Nebensart bei ber Hand: Ja, bas Elens ift groß! Uns man fleht baneben jemanden im Befa prunten, ober max hatt andere lachenden Gefichts alle Lieblichkeiten des gestrigen Bod bierfeftes loben, und das alles läßt falt, denn fcfort fommt der Troft, von dem viele gar nicht mehr riffen, wie traurig er ist: Ja, das ist haft jo in der Welt! Aber dann steigt eines Morgens um ein halb et lhr in das Abteil des Stabibahnwagens, bas voll ist von Menschen, die in Bureau und Beruf eifen, ein after Mann mit schütterem weißen Haar, schleppenden Schritts und mit gittrigen Bewegungen der Beine und der Arme. Inter bein Winterüberzieher, der grser nach nicht schäbig und schadhaft, aber abgeschabt ist, schaut ein schwarzer Mazug hervor, ter blank gescheuert ist. In ber Hand hält er ein Bisten in einem schwarzen Ueberzug, der so dünn und durchsichtig ist, daß man das Instrument mit allen feinen Rlappen beutlich erfennen tann. Gofort iſt jemand aufgesprungen und hat ihm seinen Blag angebeten. Die jungen Leute in der Ede, die eben noch laut und luftig breufles geplappert haben, fchweigen plöglich, und alle Scharten den alten Mann mit der Trompete an, von dem eine wert. würdige Trauer ausgeht. Der alte Mann hat fich fhnell gelegt, fiben feft, bie Mirgen. lider sinken ihm nan fanm leicht erkennen, baß er die Nacht nicht geschlafen hat aber er sagt fhe immer woteber auf und chaut sich um, und das ist, als ob er fich fämt. Ciu Muffer, ber die Nacht zum Tanz aufgespielt hat bei einer Hochgeit oder in einem Berein, nab beffen Gesicht erzählt, boh er viele Nächte fo verbringt. feine rechte Borstellung! Un der bayerischen Greuze wurde der Handlungsgehilfe Fris Doehmel verhaftet, ber unter dem Berbachi eines in Chien begangenen Landesverrats von der Oberreichsanwaltschaft gesucht wird und in dem Budapester Brozeß gegen Ullain und Ge noffen als Spigel eine Rolle gespielt hat, Dochmel ist bereits nach Leipzig übergeführt worden. Ein Beruf wie tausexb andere auch! Anträge zur Menderung der Berordnung über Gerichtsverfassung III. Zu den Rechtsfragen find folgende Anträge gestellt: 1. 3wri schränkung des Begriffs Landesverrat". 3. Antrag auf Aufhebung ber Berordnung über durch innere Unruhen verursachte Schäden. 4. Antrag auf Aufhebung der Berordnung sur Chilaffung tes Reichsgerichts. 5. Anireg über die Reislage der Beamter als uneheliche Mütter. 6. Antrag auf Borlegung eines Geset entwurfes über die Ausführung des Artikels 48. IV. nag auf Tenderung der britten Steuernoisererbung. Der Verband ter Berliner Theatertritifer", en ben fich bie Und doch brängt sich einem da etwas auf, das sich nicht ab. Schauspielerin mandie, fand feinen Grund zur Intervention. Das wehren und beschwichtigen läßt, ein Dumpfes, Drohendes. Gerichtsurieil aber wurde nicht abgewartet. then wollte Talen fehen. Nachtarbeit gibt es in vielen Betrieben, aber das hier ist doch och etwas anderes, etwas Brutaleres, Grausameres. Damit andere fie amifieren, tangen und toben tönnen, ist dieser alte Mann dazu verdammt, den Schlaf, den seine alten Ruschen so notwendig brauchen, beiseile zu fchieben. Und mun fikt er inmittex einer Belt, die mit neuen Kräften zur Arbeit will, unb fommt sich so fremd und überflüssig vor. Unwillkürlich glaubt man, wenn er eines Tages die Trompeie ax ben und sehe und flatt Tanzmelsdien und femmelblonder Lieber, die grellen Töne uremiger Berzweiflung und die hellen Lotte vor den fegien Rampf herausschmetterte, daß diefe eft der Lüge nab Scheinheiligkeit in Scherben geschlagen wird! Aber er fist ftill und hat scheinbar nur die eine Sehnsucht: fchlafen, folafen... Eine wissenschaftliche Boltsbibliothek. Weber bie immer waciende Notwendigkeit und Bedeutung des öffentlichen nafistam lichen Büchereiwefens fönnen wichtige Folgerungen aus Angaben gewonnen werden, die fich in einem foeben veröffentlichten Berichte Ser Bandes bibliothet Gotha finden. Die Gothaer Landes bücherei ist eine der besien und angesehenjten wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands 20s eine der ersten Landesbüdjercien der ehemaligen thüringer Residensstädie hat bie Pendesbücherei in Bothe jedoch auch unter ihrem Direttor Brof. L. Krüger ihre Tätig serangestellt:„ 1. Bir müffen ben elten Weltruf unserer wiffenfeit bemußt ermeitert und ihrer Arbeit ein doppelfes Programa fchaftlich bedeutsamen Bibliothet unbedingt erhalten. 2. ir miffen Bie Bildungsmöglichteisen unferer reichen Bücherschäze möglichst wetten reifen der Gothaischen und thüringischen Bevölkerung er fchließen. le rasch bieje Erweiterung der Tätigteit gelungen ist, seigen folgende Zahlen über die Benugung: Verliehen wurden: 1915: 4367 Bände an 1635 Berfonen, 1921: 8779 Bände an 3475 Bersonen, 1923: 14 409 Banbe an 6549 Berfonen, Im Dezember 1923 wurden. 1200 Bänke an 470 Enleiher, im Januar 1924 2000. Bände an 800 Entleiher ausgegeben. Eine weitere Aufgabe übernimmi bie Gothaer Landesbücherei Anfang April 1924. wo die bisherige Stadtbücherei( öffentliche Boltsbücherei) von ihr mit übernommen wird, so baß fie nunmehr außer ihren alten rein wiffer fchaftlichen Leistungen die Bedeutung einer umfassenden Bildungseinrichtung für Stadt- und Landfreis Gotha empfängt. Die von der Beffekte engefubigte Boylangfeitsmafinee, die am fommenden Sonntag im Großen Saaufpielhaus ftattfinden folle, muk cits technischen Gründen serieben werben. Kartenbefizer tönnen die Karten in den Berkaufssteden umtaufen oder zurückgeben. Ein Haupttreffer. Das„ Denise Theater hot mit dem Hauptteil der Darsteller von dem ehemaligen Schauspieler- Theater nun auch ins feiner erfolgreichten Repertoireftüde fibernommen. Uno fo fah mau benn ftatt im Friedrich Wilhelmftäblijgen jegt im ehemaligen Reinhardt- Theater die rufft ch- jüdische Komödie: Son tix und der Haupttreffer" son Suschtemits. Die alte Fröhlichfeit, ja Ausgelassenheit geht weiter von dem Milieu tile, das im übrigen etwas bunn ist und auch feinen Sch findet, wirtfam aus. Der Sontin ist in der Tat eine famoje Figur, und Die Art, wie ihn Rarl Etlinger mit all feinem jüdischen Humor Dorführt, ist übermätigend. Die Romötianterei, bte fich bas SchauSpielertheater zum Ziel gefeht hatte, feiert barin Triumphe. Ellinger steht darin wirklich Ropf! Über er rundet auch das Bild des armen ausgebeuteten Bureauaigeftellten, der ein sawärmendes Herz und die Liebe zu ellem hat, ber von dem plöglichen Reichtum nur die Borfreute genießt und im Grund bleibt, was er mar. Shabe, daß der Berfasser diesem Charetter ten Schuß nicht besser anpaßit. Im Milieubilde, bas durchaus jüdisch sein muß, nahm Ellinger einige die Stobra wa mit entzüdender Heiterfeit gab, war eine blonde ummptiverte Menberungen vor. Die junge Lebenslustige Frau, tie Germanin. Und tie Heiligenbilder gehörten auch nicht baher. Die brastischite Romit falus in Helene Weigels Battina Burzelbäume. bernehm to folde dramatise Berke zum Bühnensert is bringen und Brachtig waren auch Margarethe Albrecht als Sonfins Mutter und Feig Rasp als Mieter. -T. Bühneuren. Dr. Martin Ride! hat bes Theater i. b. Romman bentenftrage writ Begime ber näiten Spiel eil aut mearere Sabre gepastel, da Direktor Belmez fi gang femer tombofiterilen und Stap I meistertätigkeit an widmen beadfitist Serr Dr. Ziel Beteiligt fie bereits est an ber fünfilerissen Zellung des Theaters. Ein neuer Berieg und Bühnenvertrieb wurde unter runs bes Bra bandes der deuten Bolissilexenstreme ins Reben gerufen, Die Belle Bühnen Berlags- und Bertriebs- mb.( Berlin NW., tonigsplat) mil birch billige Buchausgaben ver Breilen, die in ihrem geitigen Gehalt unb ihrer fünfterifchen Bedeutung bie theaterkulturellen Bestrebungen der Bo.. Bühnenbewegung zu fördern geeignet find. Sewin f 31. ne imgefeat it mit ben oreffen zu ehrent full sterilen 8m Selgäftigt, is befen Mittelpan Lenin ficht. Bas Pharaonengrab in Eappfifcher Regie ir aus Saire gemolbet Die Theaterfeilff alg fenfafsurfache. Ser merfmürtige Bienfall den Alfred Kerr ausgefcht war, wurde veranlagt durch jetne Kritit über die Michae- Kramer- Auffährung im Beffingtheater. Reer frieb demets im„ Berliner Bageblatt: Für die Restaura wird, wat ber Minister at be losten sard Carter ble Lizenz für die Austeurtochter Sise Lansch war, befremdlich genug, eine Borkadischar spielerin, gba Rilsson, auf dem Zettel angezeigt. Statt threr tom, erfreulichereseife, Marianne Bengel: fie gab fo met Rollen: Loch manis Unglüd holds Unglüd. Beibes... mit Glüd." grabungen am Bharaonengrab endaAllig zu entaiesen. Die Regierung wird bie Regyptologan einladen, fi ax ben weiteren Ausgrabungen zu beteiligen. Die besonderen Gründe für biefen Brüsten Gitti fiez mit be fanxt. es feint sich dabei um ben Bertrag Carters mit berus gir handeln, der dieser die erste Beröffentlichung garantiert Generalversammlung der Metallarbeiter Raffel, 21. februar.( gener Drahibericht.) Die heuflge Bormitíagsfizung. Versagten nur die Bremsen? igsporführungen zwei Abendvorführungen mit furzen einbeiten. toufende gibt, verwendet. Sn biefer Woche finden außer ben Mach ben Borträgen statt. und zwar am Donnerstag und Sonn abend, abends 7% Uhr, in der Schulaula Edertstr. 16. nachmittags 20 Pfennig, Rinder entristen nachmittags 10 Beg abends 20 Pfennig. Der Schnellbahn- Ausbau. Zunächst teine neuen Streden. Beber- Solingen( RBD.): Die Rommunisten feien bereit, mit ben Anhängern ber BSBD. zufammenzuarbeiten, wenn diese gewillt felen, mit den kommunisten politisch auf eine gemeinfame Mattform zu treten. Die Kommunifien hätten johon 1914(?) bie Gemertidajten zur Aufnahme des Klaffentampfes aufgefordert, ebenjo 1918, unb als die Maffen gefolgt feien, waren fie nieberg: flagen worden auf Veranlassung ber reaftionären rechten Führer. Febner verstieg sich zu der Aeußerung, daß heute die Rommunisien ellein den Kampf gegen ben Rapitalismus führien. In dem Roten tomplizierten Eisenbahnbetrieb nicht ausschalten. Berminderung bes ungeftrede vom Gleisbreted aum Bittenbergplas Startell wollten bie Stommunifien auch die Unionisten und Syndi. falisten gufamenfaffen, angeblich zu bem 3med, fie den 3entral gewertschaften wieder zuzuführen. Der Kampf fönne mur bann erfolgreich sein, wenn die affen auf der Straße er fareinen. Den Anhängern ber Amsterdamer Gewerffchaften fprach Beber den guten Willen ab, ben Kampf aufzunehmen. Den eg Der Demotrafie lehnten die Rommunisien ab. Sie forderten die proletarische Resolution unb Dittatur bes Bro letariats. Il rich- Zer in( BSBD): Schumann habe nichts Bofitives bringen fönnen und auch feinen anderen Meg gezeigt als der Borstand. Die neue Tatlit, die Eidert empfohlen habe, hätte durch ihn bei den Terhandlungen im Metallarbeiterftreit eingeldhagen werden fönnen, aber da habe sie sollfommen verjagt und Gidert habe auch nichts en deres tum tönnen, als bie reformistischen" Führer. Genau fo fieht es in allen oppositionell geleiteten Berwaltungsftellen aus. In der Frage der Erwerbslosenfürsorge habe gerade Diamann im Reichstag mit aller Energie gearbeitet. Die Kommuniften aber hätten fich in langen Refolutionen erschöpft und bei der 2bftimmung fel die Mehrzahl der Kommunisten nicht einmal enmelend gewefen. Einige Mißerfolge und der allgemeine Ridgang liegen an den schädlichen Bruderkampf in den eigenen Reihen. Mit allen Mitteln müsse der Bruderswift beieitigt werden. Die Amsterdamer unterschribe sich von der Mostaner Richtung da burch, daß fie fich ihren Beg nigt vorfchreiben lasse von frenbeiner politischen Partei, sondern felbständig ihre Tattik und Bolitit einrichtet. Rebner tritifiert dann die Refolutionen der Rommunisten, die die Tätieteit der Gewerkschaften als gelb" be. zeichnen. Diejenigen, bie folche Borwürfe erheben, famen aus ben Reihen, die immer als relb bezeichnet worden waren. Großmann( BSPD.) geht auf den Vorwurf Schumanns ein, als habe der Bundesporttend an der Berhängung des Aus. nahanezuftandes mitgearbeitet. Diefen Bormurf lehnt er als un bilin und unbeweisbar ab. Er weist auf die Rebe Sinomiems In Mostau hin.( Der Berliner Delegierte Kawrodi unterstreicht Gi Kowjews Heußerungen durch ein fehr lautes Sehr richtig!) Graß ann begeichnet und unterfireicht die bedingungstole Unterwerfung ber Kommunisten unter den Befehl Mostaus. Die Tatsache, daß fie nicht frei in ihren Entschlüffen feien, werde eine Einigung nicht zulaffen. Treffend verglich er die Mostauer mit der früheren päpft ichen Diftetur, Die deutschen Rommunisten feien abhängig von den Beschlüffen von Beuten, die bie deutschen Ber hältnisse nicht fennen, fie feien nur Schachfiguren für die Herrschaften im Often. Unter stürmischer Rustimmung her Delenierten führte Graßmann aus, baß alle Führer des DGB. mit aangem Herzen die Einheitsfront wollen. Die Einigung hit möglich, wenn alle diejenigen. die guten Willens find, ihre flight tun.( Stürmischer Beifall.) Der Anschlag gegen Kerr. Nach einer Mitteilung der preußischen Staatsregierung hat das polizeifiche Ermittlungsverfahren wegen des gegen Alfred Kerr ge p'anten Andlags bisher nicht ergeben, daß ein höherer pre Bilcher Staatsbeamter mit der Sache etwas zu tun habe. Die englisch russische Konferenz. Bondon, 21. februar.( Eigener Drahtbericht.) Der Beginn ter english russischen Ronferenz wurde auf die letzte März moch: festgelegt. 3u englischen Delegierten wurden ernannt: Gir Sydney Chapman, der permanente nierstaatssetretär int Handelsministerium, 3. Gregory, Leiter der ruffifchen Gefüion des Auswärtigen Umies, und möglicherweise ein Vertreter des Fi nanzminifteriums. Das schwere Eisenbahnungfüid bei Bubmigstabt wird auf ein Bersagen der automatischen Bremsen zurüidgeführt. Seit dem Be. stehen der Eisenbahnen hat die Frage ihrer Betriebssicherheit die größte Rolle gespielt. Zuweilen glaubte man, den Menschen durch nie verfagenbe" mechanische Sicherheitseinrichtungen ersehen zu fönnen. Aber immer wieder war das Mißtrauen gegen die Zuver lässigkeit der automatischen Bächter mach an zog es vor, mensch liche Bachfamfeit und mechanische Sicherheitsvorrichtungen zu ver einen, um Unfälle zu verhindern. Der Dienich ließ sich aus dem Die Sobabngefellimaft dementiert eine sex anderer bereit sei, ihre ErgünPersonals, ueberarbeit und nicht zuletzt schlechte Ernährungsmög ich fertigauftellen, wenn ihr augleie bie Möglichkeit gegeben würde, feiten mußten den Bert des Menschen als Unfallverhütungsfubie e ft ftrede über den Bahnhof Uhlandstraße hinaus durch erheblich herabmindern. Das Unglüd von Ludwigftadt scheint eben den Kurfürstendamun bis na baleniee burchzuführen. Die folls eine Folge von Sparmaßnahmen zu fein, die schabinnenmäßig Gefelifebaft teilt hierau mit, daß diefe Stachricht niet autrifft; angewandt zu noch schwereren Ratastrophen führen müffen. Su fie ist vielmehr darauf angewiesen, alle verfügbaren tittel bazu fchriften aus Fachkreisen, die nach dem Unglüd von Ludwigstadt an zu verwenden, um ihre Anlagen wieder in den normalen 3uuns gelangten, zeigen, daß die Möglichkeit von Ratastrophen nach fand zu bringen insbesondere aber ber Ueberfüllung zu bem Einfegen der Sparmaßnahmen mehr denn je gefürchtet wirb. begegnen, die auf ihren eigenen Linien und in noch höherem Wir geben eine dieser Zuschriften, die völlig fachlich gehalten ist, in wurde die Inbetriebnahme befanntlich nur mit der beschräntien im Grade auf der Nordfüdbahn herrscht. Bei der Nordfüdbahn Folgenden wieder. Berfügung stellen fonnte, ermöglicht; hier wird in furzer Zeit b Wagenzahl, die die Hochbahngesellschaft aus ihrem Bestande zur hilfe geschaffen werden durch Neueinstellung einer grö geren Anzahl von 3ügen, die breite Wagen mit größtem Faffungsraum bieten. Die Hochbahngesellschaft ihrerseits hot be reits mit der Bergrößerung ihres Wagenparts begonnen und jetzt fie ebenso wie den Ausbau ihrer Kraftwerke in starkem Maße fort, um den berechtigten Ansprüchen der Fahrgäste Genüge zu leisten. Bas die Verlängerung der Untergrundbahn von der Uhlandstraße nach Halensee anlangt, so bestand schon vor dem Kriege bei den Stadtgemeinden Bilmersdorf und Charlottenburg die beftimmte 21bficht, alsbald an die Ausführung heranzutreten; es handelte sich nur noch um die Verständigung der beiden Gemeinden über die Rostenverteilung. Indes wird auch hier bei den heutigen wirtschaft lichen Berhältnissen die Berwizflichung des Gebankens wohl noch verschoben merden müssen. Das schwere Eisenbahnunalüd bei Ludwigftadt wird auf ein Berfagen der Bremsen zurüdgeführt. Ich möchte darauf hin weisen, baß es angebracht ist, bei der Nachforschung nach der Ursache Achtung, Genofsinnen! Große Funktionärinnenkonferenz Freitag, den 22. Jebruar, abends 6 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenftr. 58/59( oberer Saal). Tagesordnung: 1. Bezitistage( Sonntag, den 2. März) und Reichs. frauentag( Sonntag, den 30. März) in Berlin, Landtagsgebäude. Referentin: Genoffin Burm. 2. Wahl der Delegierten zum Reichsfrauentag. 3. Ausgeftaltung des Reichsfrauentages. 4. Berschiedenes. Erfcheinen aller Funktionärinnen Pflicht! Mitgliedsbuch und Funfliondi tarte oder Mitgliedsbuch und Einladung legitimieren. Auch wir balten es für bie erste Pflicht der Hoch- und Unter grundbahn, zunächst dafür Sorge zu tragen, daß die unhaltbaren, bereus die periönlice Siderheit gefährdenben Zustände im heutigen Schnellbahnverfehr durch einigermaßen geregelte Verhältnisse eriezt werden, was aber nur durch Einstellung neuer Bagenzüge allen Streden geschehen fann. Invalidenrente für Hausgewerbetreibende. auf dieses Unglüds nicht bei ben versagenden Bremien stehen zu bleiben. Collie nicht vielmehr die Eisenbahnverwaltung felbft burch ihre 2 b bausucht die Schuld an diesem Unglid tragen? In diefer Beträge zur Invalidenversicherung leisten, dürfte ben wenigsten be Bon den Hausgewerbetreibenben, bie feit 1. Januar 1923 Bet siehung herrschten bei der Eisenbahn jest fast unmögliche 3u fannt fein, baß fie ion mit 40 Beitragsmarten( Pflicht. fan de Für eine bestimmte Achfenzahl, auf die früher fünf bis marten) eine Kranten oder Jnnalidenrente beanspruchen tönnen. fieben Sandbremjen tamen, wird jezt nur ein Handbremser Berlangt wird neben der Invalidität, taß Rentenbewerber in den eingestellt. enn einmal die Luftbrudbremse verfünf Jahren vor Eintritt der Invalidität mindestens in 200 fagt, ist ein großes Unglüd besonders auch infolge der vereisten Wochen eine entsprechende hausgewerbliche Tä Schienen " unvermeidlich. tigteit ausgeübt oder Marten verwendet hat. Auch darf er in der Zeit, in ber obige 40 Marten eingeklebt find, nicht schon invalide gewefen fein. Sollte die Ausstellung einer Quittungskarte feinerzeit unterblieben oder zu unrecht verweigert worden sein, so fann beim Versicherungsamt, Klosterstraße 65-67, bet Stellung des Rentenantrags die nachträgliche Einziehung der Marten beantragt werden. Es spricht für den hohen technischen Stanb der automatischen Bremsen und ber übrigen Gicherheitseinrichtungen, wenn die Zahl der Ratastrophen nicht noch größer ist. Die Eisenbahnverwaltung aber hat die Pflicht, danach zu streben, jebe Ratastrophe unmöglich zu machen. Sie verstößt gegen diefe Pflicht auf bas schwerfte, wenn fie ben Menschen, mehr als zuläffig, als einen der wesentlichsten Sicherheitsfattoren ausschaltet, weil sie badurch glaubt, fparen zu tönnen. Die Berte, die bei solchen Unglüdsfällen vernichtet werden, find aber ummiberbringlich perloren, und zu den Entfchätigungen, die der Staat aufzubringen hat, gefellt sich auch noch eine Minderung bes Bertrauens und des An'ehens. Sparen ist gut, sparen auff falfchem Fled aber ift ärgite Berschwendung. Das Großfeuer bei Ropp u. Joseph. Bier Feuerwehrleute verunglückt. Das Großfeuer, das wir wir im Morrenblatt titteilten, gettern abenb in der zehnten Stunde aus noch nicht ermittelter Ure fahe, in der Barfümeriefabrit von Ropp u. Joseph in der sügott. 107 ausbrauch, serurfachte der Berliner Feuerwehr viel Arbeit. Bon mehreren Seiten allarmiert, waren um 10 Uhr der 9. Löschzug aus der Schöneberger Straße, der 1. Zug aus der Bindenstraße fowie andere aus Schöneberg und Charlottenburg Ber fammelten und setzten unverzüglich mit ihren Motorsprigen ein. Es brannten auf dem dritten Hofe das Quergebäude mit dem angran genden Seitenflliqel Der Brandherd lag im britten Stadwert. Die Flommen hatten in den Fabrikräumen an Fetten, Delen, Säuren, Badmaterialien, der Einrichtung und Chemikalien reiche Nahrung gefunden und schlugen aus dem Dache heraus. Durch Blazen von Ballons, die mit Aether unb Säuren eefüllt waren, entwidelten fich giftine Dämpfe, die sehr bald wirften und bie 2öschung erschwerten. Es fonnte nicht verhinhert merden, bak ber Oberfeuermann Rartife von der Haupt Elisabethkrankenhaus gebracht werden mußte Auch die Feuer. sehrmänner Dornbusch, Regler unb Bawiowifi er. frantien en Bergiftungserfayeinungen durch Säurebämpfe. Sie mußten fich sofort in ärztliche Behandlung begeben. Die Züge hatten ftundenlang zu löschen, bevor alle Gefahren beseitigt waren. Heute sormittag erit fonnte mit den Aufräumungsarbeiten begonnen werden. Der Sajaben soll erheblich sein, es find außer VerbandOpfer der Flammen geworben. Diefer Brand und die zahlreichen fioffen Drogen, Parfümerien ufm., cud ärztliche Bedarfsartitel ein anderen in den lekten Mochen haben den besten Beweis ge liefert, daß der Abbau ber Feuerwehr nicht meiter aus gedehnt werden darf, falls man die Feuersicherheit von Berlin nicht Attentat auf einen Faschistenführer. Paris, 2. Februar.( Eca.) Gefiern abend um 11 hr wurde auf den Führer der italienfchen Faschisten in Baris und Direftor bes hiesigen faschistischen Organs L'Italie Nouvelle und Bariser Forrespondenten des Popolo d'Italia" Bonfervizi ein Atten tat verübt. Bonfervizi hatte in dem italienischen Restaurant Savoie fein Abendeffen beendet, als ein Kellner des Restaurants, ein junger 21jähriger Jtaliener, der erst seit einigen Tagen zur Aush' Ife bort angestellt war, auf ihn zutrat, einen Revolver aus der Tasche geg und zwei Schüsse auf ihn abgab. Ein Schuk ging fehl, während der andere hinder dem rechten Ohr in den Schädel des Faschistenführers eindrang. Zahlreiche Gäste und das Bersonal stürzten sie fofort aufwache schwer an Rauchvergiftung ertranite und sofort nach dem den Italiener und entwaffneten ihn. Diefer erflärte, er habe nicht den Menschen töten wollen, sondern die Idee. Bonfervizi wurde in schwer verlegtem Zustand in bas Krantenhaus gebracht, während ber Attentäter der Bolizei übergeben wurde. Dort erflärte er, Ernest Bonemini zu heißen und Anarchist au sein. Er gehöre feiner Bartei ex, fondern habe aus eigenem Antrieb gehandelt. Um die Maßnahmen der Regierung Mussolini regen die Kommunisten ind Anarchisten zu fühnen, habe er beschlossen, den Führer der Fa schiften in Baris zu töten Um feine Tat beffer ausführen zu Lormen, habe er fich als Sellner in bem Restaurant anstellen laffen. Türtliche Bluffuffiz. Aus Ronstantinopel with gemeldet, bag 20 griechische Untertanen, barunter zwei Lehrerinnen, von den Li fen auf Grund ihrer antitürtisyen Haltung während der verbünbeten Otfupation hingerichtet worden find. Die Börse und die Wahlen. Un ber heutigen Börse begrüßte man die in Ser Sigung des Reichseisenbahnrates angeregte Ermäßigung ber Güter. tarife und verspricht sich davon eine gewisse Anregung für die Industrie, doch fürchtet man, daß die Berwaltung aus finanziellen Gründen einstwei en von einer weitgehenden Herabfegung der Säge wird abgehen müffen. Der Erlaß Ses Reichsministers des Innern zur Wahlvorbereitung für alle Fälle verftimmte in 3örien Preifen(!). da man durch die neuen ahitampfe eine farte Beunruhigung der Wirtfaft befürchtet, Die Bertaufe bes Auslandes haten offenbar etwas nachgelaffen. Stan nimmt an, daß die internationale Spefulation allerdings auch in ben allernächsten Lagen größere Effettenposten auf den Martt werfen wird, um sich der französischen Börse zuzuwenden, wo man fich fcelere Gewinne verspricht. Unter der Einwirtung dieser Berfäufe war es auch ber hiesigen Spetulation nicht möglich, ihre meift auf Rrebite eingegangenen Engagements burchzuhalten, zumal fich das Bubffum in äußerst Hartem Maße zurüchielt. Diese zurückhaltung hat nun an ber heutigen Börse etwas nachgelaffen. Duch der Brarft. ber in ben legten Tagen nicht immer gang flig war, da der anhaltende Desifenmarkt hier eindämmend hirile, if heute wieder etwas leidhier geworben. So war ble Tendenz am Effettenmartte im allgnreinen etwas belebter. Die Anforderungen am heutigen Devilenmerite letten e ungefähr im Rahmen der geftrigen, und auch bis Reporfierum gen waren mit fleinen, smeigungen ziemlich unpesänberk noch mehr gefährden will. Der„ Neffe des Reichsbankpräsidenten". Ein Schwindler, ber unter dem Namen eines Kaufmanns Walter Ofir smsti aus Königsberg in der neuen Winterfeld ftrahe 45 wohnte und Schiebergeschäfte aller Art betrieb, murhe in Mailand verhaftet. Er hatte unter anderem einen Raufmann Solomon Ganz aus Lodz, ber 8000 ameritanishe Dollar unb 6425 hollänbische Gulben in Rentenmart umgetauscht haben wollte, vorgerebet, baß er bas Geschäft um so umgetauscht haben wollte, sorgerebet, daß er das Geschäft um so vorteilhafter vermitteln tönne, als er ein effe bes neuen Reichsbantpräsidenten Dr. Schacht" sei. Nachdem Gang ihm vertrauensselig feine Devisen übergeben hatte, nahm er unter dem Borrande, eine Reise nach der Heimat machen zu müssen, fchleunigst Abschied von seiner Geliebten und fuhte bas eite. Die Ermittlungen ber Rriminalpolizei ergaben, daß Oftromsti mit einem zweiten Manne, der auch an dem Geschäft beteiligt war, nicht rach Königsberg, sondern nach Leipzig gefahren war. Sein Geschäftsteilhaber wurde dort auch ermittelt und festgenommen. Oftromsti hotte ihn serfekt und war felbft bereits nach Wien gereift. Bon dort führte feine Spur nach Italien. Hier wurde er bann auch in Mailand ausfindig gemacht und ebenfalls verhaftet. Madis im D'enfte der Kinderspel'ung. Das Sugenbami Friebrie hain hat in der Schulaula dertftr. 16 eine permanente Padio- Empfangsstation mit einem Blerröhren- Apperat eingerichtet. Täglich 4 Uhr nedymittags finben Borführungen flatt. Schultinder und Erwachsene fönnen sich hier Don ben ungeheuren Fortschritten der Technis auf diesem Gebiete überzeugen. Eindommende Gelder werden refilos zur Speifung bedürftiger Rixbes, bere es im Berliner Den Befm: Bitmen und Baisenrente beanspruchen, wenn der Verstorbens Die Hinterbliebenen verstorbener Hausgemerbetreibender fönnen neben den forftigen Bedingungen die Wartezeit von 40 Beitrags wochen erfüllt hatte. Eine Einbürgerungsurkunde 500 Mart. Für gebührenpflichtige Einbürgerungsurlunden werben jest gewiefener oder offenfundiger Bedürftigkeit auf Antrag bie out 10 Goldmart ermäßigt werden. Gebührenfrei find: Eine bürgerungsun funden für frühere Deutice, die durch den Friedensvertrag von Berfailles bie Reichs angehörigteit berloren und inzwischen feine andere als die tonen burds jenen Vertrag aufgezwungene frembe Staatsangehörigkeit erworben haben, und für ftaaten lofe Striegs. teilnehmer und ibre Angebörigen oder Sinterbliebenen, die zur Erlangung einer Rente oder fonitiner Beriorgungsgebübrnisie ibre Einburnerung beantragen. Bescheide von Urfunden, die auf Grund des Vertrages von Berfailles oder au feiner Ausführung berfahren erteilt werden, fowie gwifchenbefcheibe in Einbürgerungs ergangenen oder noch ergebenden Bestimmungen im Optione faden. Neben den Gebühren wird eine Stempelgebübs nicht erhoben. Stempelfrei find ferner bie gebührenfrei erteilter Bescheide und Urkunden. Landfreisverband und Berwaltungsreform. In Hannover tagt am 23. Februar der Gesamtvorstand des Berban des der Breußischen Landkreise. Die auñerordentliche Bersammlung ist einberufen worden, um über die Stellung der Rreisfommunalverbände zur Berwaltungsreform in Breußen zu be raten und zu beschließen. Es ist enzunehmen, daßb er Berfonal abbau und die Vereinfachung der Berwaltung, die die allgemeine Finanznot in Reich, Ländern, Gemeindeverbänden und Gemeinden uns aufgezwungen haben, nun auch Beranlassung geben, das Bre blem der Verwaltungsorganisation endlich zu lösen und in die Praxis umzusetzen. Zahlungsanweisungen an unbetannte Empfänger war bis. Neber die Aushändigung von Werfbriefen. Defeten, Poft- und her bestimmt, daß sich der Empfänger burch genügende Ausweis. papiere und burch das heuanis einer befonnten, vertrauenswürdi gen und gehlungsfähigen Berfon auszuweisen hatte. Bei Ein'chreib. fendungen und bei Bertfendungen, Boft und Sahlungsanweisungen bis 200 Rentenmart genügte es, wenn ber Empfänger ein Ausmeis papier vorzeigen oder einen Zeugen ftellen Bonnte. Diese Vorv fchriften find dahin geändert worden, boß allgemein, also auch bei erifendungen, Boft und Zahlungsanwellungen über höhere Beträge, nur noch einer von den beiden Ausweisen gefordert wird, also entweder ein vollgültiges Ausweispapier ober das Zeumis einer bekannten, vertrauenswürdigen und zahlungsfähinen Perfon. Als vollqültige Ausweispapiere oelten außer der Boftausweistarie nur solche von Behörden für bestimmte Bersonen ausaeftellte Papiere, bie eine Berfonbeschreibung, ein beglaubigtes Lichtbild und die eigenhändige Unterschrift des Inhabers tragan. Weffliche Schule Weißenfee. Die Anmeldung der Ditern schulbflichtig werdenden Kinder findet am Freitag, ben 22 Februar, vormittaas zwischere 10-1 br fm miszimmer der weltlichen Shule, Borthstraße( sberer Gitte gang) ftati Sport. Der geftige Propagauba- Bogabend im Sportpaleft, ber eine Steffe no bifcher Kampfer ber nuten beutiden Bogertlaffe gegenüberftete, brachte ein entfchiedenes lus für die Deutschen. Der Stampf des banischen Smera getsichtsmeifters Andreaien gegen nubiagener enbete übers Talebenb bereits in der ersten Runde durch Lv.- Sieg Wageners. und die Celundanten bes Dünen zogen es vor, bas Handtuch in ben Ring zu weifen. Das gleiche Steluritat Bafte in ber sweiten Stunde der Rampf Dieber(@deben) gegen len. Der Gewebe, unterlag dem überlegenen Begner stae reht gum Ungri gefanten su feln. Boxfted ( Rezegen gegen Sief umb Chic eifen( Denmar) gegen empa famoften uxentichieben. rensel und Erie Milenium ad sites, sex 18. Statz, Der Kampf um die deutsche Mitfelgewichtmeisterschaft wishes t ist Sporttalajt feftgelegt arbe Die Gewerkschaften und die Kommunisten. Maßnahmen der Berliner Gewerkschaftskommission. Die Zerstörungsarbeit der Rommunisten in den Gewerkschaften| Roten Kartell" nicht beitreten und, fofern das bereits geschehen it, beschäftigte die am Mittwoch abcnb abgehaltene Plenarversammlung aus demfelben austreten. der Berliner Gewerkschaftstommission. Der Referent Sabath führte unter anderem aus: Es ist notmendig, taz wir darüber Klarheit schaffen, ob wir die einheitliche Drganisation der freien Gemertfchaften aufred terhalten wollen oder ntat Hier gilt das Wort: Wer nicht mit uns ist, ber in miber uns, und der mag außerhalb unserer Reihen feinen eige. nen Weg gehen. Wer aber in unseren Reihn mitarbeiten will, don bem verlangen wir, daß er sich den Grundsägen und den Beschlüssen vnserer Organisation und ihrer Körperfdaff n fügt. Das find der Internationale Gemerfichaftsbund in Amsterdam, der Allgemeine Deutsche Bewertfchaftsbund. feine Ortsausschüffe und die ihm angefa loff nen Berbände. Befluff, die an Stellen gefaßt werden, die außerhalb diefer Organisationen fehen, fönnen für uns nicht maßgeb nd fein er fich verpflichtet fühlt, ben Beschliffen folcher Stellen Folge zu leisten. ber stellt sich im Gegenfaz zu uns unb fann nicht mit uns zufammerarbeiten. Wir fümmern uns nicht um ble politische Stellung unserer Rollegen und maden feinem einen Torwurf daraus, daß er der kommunistischen Bartt ange hört. Eber wir haben es uns stets verbeten und erbitten es uns auch fest, das irgendeine Bartei uns Direttinen erteilt oder daß reftisch eingeftelte Sörperfdaften. bie fich auberhalb unserer Reihen gebildet haben, Beschlüffe faffen, nach kenen wir uns richter fellen. Fit etwa zwei Jahren belt neben ber Berliner Ges erfichaftstommiffion( bem Ortrausschuß des DCB.). ein fogenanntes totes Gemertschaftsfartell. Für uns gibi es nur eine Berlirer Spikerorganisation. Bir tönnen nicht bulbon, daß unsere Rollegen zwei Spikenorganisationen angehören. han tann niet gleichzeitig ber mflertamer urb der Mos fauer Omertschaf'sinternationale angehören, denn tas find zwe: fich grurbfätlh gesenüberstehende Fichiunocn. Golange bie M- hrheit urferer Mitolleber auf dem Boden der Amsterdamer Inter ratiorale fiert, fern teiner, der fich zu uns rechnet, der Roten Inter- atiore angchören. Die Arhanger ber Rotex Internationale haben für Ihre Berföringsarbeit in den Cemertidaften eine befonbere Drga kifefion bilbet. die fich Mitteleurorät des Bureau nerrt. Dies Bureau wird von 18-fretären geleitet, ihm gilbern fich tommurififche eichs urb Basirtsleitungen der Gewerfida'ien famie Die gemertidoff& ex 2btrilunen der KPD. an. us bem Mitteleuronäilen Bureau ist ein Reichsarb itsausius b'fbet, ber die Berbintura zwifchen ben revolutionären Ferorrtschafts gruppen, den onvoſitionellen Gruppen in ben Gewerkschaften und ben fommunififchen Frattionen herf en foll. In jebem Ort foll ein Rotes Sartell pebildet merben. Der Reichsarbeitsausschus ift auch die Terbindingsstelle mit dem Bollzugsbureau der Roten Mestaver Cewertidaftsinterratisrale, und er hat beren Beich füiffe burchzuführen. Dicle nte Croanifction arbitet affo nah ben Direlt pen, die Fe Do Mostau erhält. Di Finansierura bieler Organisation erfolgt durch Peiträge, die im Umaneverfahren von Den annefelten Grunnen erhoben werben. effo mit einer geftofferen Orrani'ation zu tun, die egen die Wir haben es hier Amfterdamer Gewerffchaften arb itet' r firb deshalb verpflichtet gegen ble'e Zerstörungsarbeit gefexoffen aufzutreten. Wir werden von den Kommunisten a's Arbeiterverräter, als Rapi. felstnechte uft. be'dhimpft. Wir mollen die Einheit der Gemert fchaften aufrechterholten, um den Arbeitern etre Baffe im Rampf für ihre Rechte zu fichern. Bene aber, ble die Einheit der Gewer? chaften noch Mostauer Renten zerftören wollen, die beformen die Geschäfte des Repe's, fie find die Rapitaisinegie und Urbeiterners rüter.( Bebhofter Beifelt.) Der Meforent empfahl fofrende efolution: " Das Unternehmertum geht auf der ganzen Linie zum gefchief fenen Antriff gegen die Errungenschaften der Gemerflchaften über. tur fraffite Pentrefifation, gelch offenes Handeln und strengfte Digip'in der Mit lieber ber Gewerkschaften und aller ihrer Drgane fann tiefen organisierten Borltog abwehren.# Die Gewertigefts tommiffion als Ortsausschuß bes ifrereinen Deutschen Gemertichaftsbundes ist bie örtliche Spiken or anisation der freigemertschaftlich organifierten Arbeiter und Are beiterinnen Berlins. Wenn die Gemertschaftsfommiffion alle Dr ganisationen der Arbeiter zu einheitlichen und geschlossenem Handeln Bufemmenfeffen foll. fann und darf es neben ihr feine gleiche ober örtliche Rörperschaft der freigemertschaftlich organi fierten Arbeiterscheit in Ber'in geben. Delegierten, die eine felche lohriftliche Erklärung ablehnen, ift das Mandat zur Gewerkschaftstommiffion zu entziehen und an deren Stelle andere Bertreter zu entsenden. Gegen Ortsverwaltungen, die es ablehnen, diesen Beschluß der Blenorversammlung auszuführen, wird der Ausschuß beauftragt, im Benehmen mit dem Bundesvorstand die erforderlichen Maßnahmen au ergreifen." arbeiter, bie imferer Partei in die Hände fielen, geben benterfense werte Aufschüsse für die Berfegungserscheinungen bei der Union. In bem Rundschreiben teilt die fommunistische Bezirtsleitung mit, bas infolge der Weigerung der Mitgfieber ber Union- Centrale, mit den Bertretern der Roten Gewerkschafteninternationale su tagen, ber fommunistische Reichswirtschaftsrat beschloffen hat, die Zentrale der Union im Ruhrgebiet au faulöfen unb von Grund auf zu re organisieren. Die Hauptursache der Differenzen zwischen Bezirts leitung der Union und Zentrale der D. liegt in der Dittatur ber fommunistischen Zeitung in allen fechlichen Fragen, die zu offener Auflebnuns der unionistischen Gewertschaftshäupt inge geführt hat Bon der KBD. wird gegen bie ngestellten der Union der Borwurf erhoben, mit Bropagandageldern, und zwar 450 Dollar im Monat Oftober und 2200 Dollar im Monat Novem ber, die zum Drud von Flugblättern und Zeitungen verwendet wer In ber Distaffis gingen die fommunistischen den sollten, Mißbrauch getrieben zu haben. Ebenso wird DOR Rebner zwel an der Zahi nicht auf den Krn der Sache den Rommunisien den Unionisten vorgewerfen, während und nach die Sonderorganisation ein, sondern fie taten fo, als ob ihnen der Muhraftion in unverantwortlicher Bassivität Ber bas Recht abgefprochen werben felle, Opposition gegen die Gemert- barrt au haben. Die unionistische Leitung rechtfertigt sich mit ber fchaftsleitungen zu machen und ihre abweichenden Meinungen in fchaftsleitungen zu machen und ihre abweichenden Meinungen in Crtiärun, daß die kommunistische Barteileitung Ende Oftober voll nerhalb der Gewerkschaften zu verircten und zu propagieren. Dieser fommene Baffinität von ihr verlangt habe, ba bie RD.- Zentrale ben falfen Darstellung traten die Rebner der Amsterdamer lleberzeugung gewe en fei, daß fie bis zum 15. november bis poli Richtung entgegen, indem fie beienten, niemand hindere bie Romtife Macht Im unbelegten Gebiet in ander muniften an einer fachlichen, son tollegialem Empfinden getragenen hätte(!). Im Anschluß an diese Borgänge werden nou ber RD. Oppofition. Rur bagegen müsse man fa mit aller Entschiedenheit bie leitenden Funktionäre der Union aus der Rommunistischen Bars wenden, baß eine nicht von geworffchaftlichen, sondern von politi tei ausgefchloffen. Die fommunistischen Barteimitglieder were fen Gefichtspunkten ausgehende, von außen her beeinflußte und den aufgefordert, den Versuchen dieser Funktionäre, eine Anzahl von geleitete Organisation innerhalb der Gemertja aften Bersammlungen einzuberufen und dort eine Spaltung der Union aufgemacht worden sei in der Absicht, die geschlossene Kampffront herbeizuführen, mit allen Mitteln aftie entgegenzutreten. der Gemertschaften zu zerschlagen. Wo eine nicht politisch- tommu niftifche, fonbern ria gemertschaftlich eingeftelte Opposition be trieben werde, ba fet auch ein gebeihliches Zusammenarbeiten möglich. Im Schlußwort sagte ber Referent Sabath: Menn ble fom munistischen Rebrce behaupten, die Gewerkschaftsfemmiffion habe ihnen jegt ben Fehdehanbjhuh hingeworfen, fo ist das falsch. 3 wei Jahre hat bie Gewerkschaftstemmiffion die organisierte fehen. Jegt aber ist es die höchste Zeit, den Fehdelandfchuh, den 3erstörungsarbeit ber Rommunisten mit ange. uns die Remmunisten hingeworfen haben, aufzuheben und uns gegen ihre Treiberelen zu wehren. Wenn die Rommunisten es für nötig halten, eine Organisation gegen die Gwertschaften zu bilden, und aus ben Gewerkschaften hinausgehen. was sie tatsächlich boch getan haben, dann follen fie fo ehrlich fein Eine Sonderorganisation, bie uns betämpft, tönnen wir uns nicht gefallen laffen. Stimmen ber Rammunisien angenommen. Die Refolution des Referenten wurde mit allen gegen zehn Die Feme in der Metallindustrie. Nicht nur in ber Tabatindustrie wie wir in Nr. 83 bes Bor wärts" an der Hand eines Einze falles zeigten, sondern auch in der Metallindustrie verfolgt die Feme der Unternehmer Materialbiebstähte, die von Arbeitern begangen werden, mit Hungerstrafen von unbegrenzter Dauer. Fo.genber wurde, beweist das. Fall, der vor der Kammer 8 des Gewerbegerichts Berlin verhandelt arbetet und feinen nla B zur Unzufriedenheit gegeben halte, Ein Drejer, der faft zwei Jahre bei der Firma Flohr ge wurde plöglich entlaffen Er flagte auf Grund des Be triebsrät gefches, weil die Entlassung eine unbillige Härte barfalle. laffun an: Die Firma ergielt einen anongmen Brief, morin Der Bertreter der Firma führte zur Begründung der Ent eine Reihe von Arbeitern namhaft gemacht murbe, die nach Ancabe bes anonymen Briefschreibers fortgefeßt Diebstähle begehen sollten. Wehrere ber angeführten Namen waren mit einem Kreuz perfehen zum Zeichen, daß die betreffenden Arbeiter ganz besonders gefähre ohne daß diefe es merfien. Bei einigen foll sich, wie der Vertreter Die Firma ließ nun die anonym Denunzierten scharf beobachten, Der Firma angab, die infchuldigung als begründet erwiefen haben. Beobachtung nichts entbedt. Die Firma Fohr fragte Aber gegen den Kläger wurde frog eingehender nun bei der Firma Bergmann, wo der Kläger vorher beschäftigt Beobachtung nichts entbedt. Die Firma Flohr fragte gewesen war, an und erhielt die Auskunft, daß der Kläger bort feinerzeit wegen Diebstahls entlaffen und auch vom Schöffengericht berurkilt worden ist. Daraufhin wurde der Kläger auch von der Firma Flohr entiaffen. Kommunistische Niederlage bei den Buchdrudern. Gausorstand besor. Die Rommunisien hatten mit großem Tamiami: Diebe sein. Auch der Name des Klägers war angefreut. Bei den Berliner Buchbruckern standen die Teuwahlen zum verfündet, daß bie Quittung für die Berrätereien und Unfähigtelts beweife" bes bisherigen Cauvorftande nicht a sbleiben würde. Alles, was nicht lemmunistisch eingeschworen ist, glaubte man nieder. surennen. Benn khon bie Beraufosgangenen Delegierten bamer Richtung ben Rominunistex zu denken gegeben hatten, woahlen mit ihrer überwältigenden Mehrheit für die Amster. fe haben tie ahlen zum Gauvorstand vollends ten BeBudybrudern rundweg ablehnt. meis dafür erbracht, daß man fommunistische Methoden bei den zur In ter Generalverlammlung em Dienstag im Damit ist also, der Kläger wie fein Bertreter betonte Gemert haftshaufe gab Braun den Bericht über bas verfioffene Geschäftsjahr. Der Rebner führte folgentes aus: Unter der 2ict bauernden Arbeitslosigkeit verurteilt, tenn wenn, wie hafismifere hatte auch unsere gut fundament erte Drganisation zu es in folchen Fällen geschieht, im Entlaffungsschein fein Ent. eiten. Der Ritgliederbestand verringerte si burd die ungünstigen Laffungsgrund angegeben ist, fo zieht die Firma, wa Berhältniffe etwas. Infolge ber beispiellojen Gelbentwertung und der Entlassene eingestellt werben tönnte, erft Austunft bei dadurch eingetretener schlechter Ronjunktur wuds die Zahl der finem leg'en Arbeitgeber ein, erfährt auf diese Weise den Ent rbeitslosen unb Rurzarbeiter erfahreden b. Belaffungsgrund und lehnt die Einstellung ab. fonberen Schaden hat die Organisation durch ten letzten verlorenen So wird also eine einmalige Berfehlung, bie be Streit ert tien. Auch die Tarifverhandlungen verzöge ten fich badurch, reits vom Strafgericht gefühnt worden ist, von den Unternehmern und das Unternehmert m fühte fich immer mehr Herr der Lage. noch mit bauernder Bernichtung der Eristenz bes Die verlängerte Arbeitszeit ist nicht generell einftraft. Selbst durch feire spätere tadelloje Führung fann ein fo geführt, fenbern nur in Ausnahmefällen und vorübergehent Getennzeichneter der bauernden Bretiosmachung nicht entgehen, geftattet. In vielen Betrieben ist es möglich gewesen, die 48 ftün. Eine anonyme Angeberei, bie tros idharfer Beobachtung bes Be bige Arbeitswne beizubehalten, Trogbem bis Ende schuldigten nicht erwiesen werben fonnte, genügt, um ein längst be tai laufende Bereinbarungen mit den Unternehmern getroffen find, ftraftes Bergehen aufs neue schwer zu beftrafen. besteht audy jest nach bein Friede zwi chen Brirzipalen und Gehilfen. Bei ber jegi allmählich eintretenden befferen Ronjuntiur wire auch die neue Ortsverwaltung ihr größtes Augenmerk den Arbeitslofen zuwenden müssen. Unter 3ufammenfassung aller Kräfte maß an der Wiedererftarfung der Organisation gearbeitet werden. Dann lönnen die Buchtruder getrost der Zukunft entgegen/ ehen. Das Gericht erkannte die Entlassung als unbillige Härte an und verurteilte die Firma, den Kläger wiebereinzu ftellen oder ihm eine Entschädigung von 200 Goldmart zu zahlen. Lohnfieg der englischen Dockarbeiter. Aus London wird offiziell berichtet, baß der Dodarbeiterstreif beigelegt ist. Die Todarbeiter haben in allen Buntten ihre Forderungen durchgesetzt. 1 Das von der RBD. Bentrole im Rahmen einer mitteleuropäischen Sn ber Distuffion murbe die geleistete Arbeit bes Gau Draanilation arichaffene fogenannte Rote Kartell" a's örtliche Ben perftandes son ten Rommunisten scharf fritisiert. Ein Redner tam trole ist eine Organi ation gegen die Gemertfchaftstom fogar auf den raditalen Einfall, den Ausschluß der Genossen miffion, die jeder organisierte Arbeiter oblehnen muß und bescheidemann, Das Ergebnis der ersten öffentlichen Sigung tes mit der Unter Lobe, Hildenbrand unb um so mehr, als in demselben nicht nur die den freien Gewert Fischer aus der Buchbrucerorganisation zu beantragen, weil sie hofes verlief für die Unternehmer so ungünstig, daß sie am Richard fuchung der Irjagen bes Dodarbeiterfireits betrauten Gerichts fchaften feinblicken Organi ationen Untonen ufm. zufammen bem Ermächtigungsgefes sugestimmt haben. Dieser Anirag mußte bend in der City zu'ammentraten, um ben Streifenben neue Bor efert werten, fondern mit biefen auch die Dopofitionsgruppen und als statutenwierig zurüdgem.efen werden. bie tommunistischen Frationen in ben der Geertschaftsfommiffion fchläge zu machen. Es wurde nachgewiefen, daß die Unter engefchicfferen Organisationenen. Bei den bann vorgenommenen Wahlen zum Gaupornehmer bex Streit provoziert haben. Die Bienatveriammlung der Gemertidhoftstommiffion it and fanden die in Barschlag gebrachten tommunistischen Randidaten nur eine sehr geringe Untertügung. Die fann es nicht bulben, bak ihre Delegierten gucleich Mitglieder des bisherigen beiben Borfizenden Braun und Die Differen en mit der Siera.-. find beigelegt mit Roten Arrtells" find. Sie lehnt ein Busammenarbeiten mit Rollbrecht wurden mit großer majorität mieber der Gesellschaft ist es noch gestern nacht zu einem Vertragsabschluß Tenen und Stolleginnen ab, die Mitg teber ober Delegierte des Roten gewählt. Der Raffierer sowie die Schriftführer werten durchgefommen, der die bestandenen Differengen befriedigend beilegt Sartells Find und den Befehlen und ber Disiplin ihrer Bariei Urwahl bestimmt. Die Sperre ift bamit aufgehoben. unterstehen. Die Ortsverwaltungen find berum verpflichtet, von ihren Delegierten zur Gewerkschaftstommiffion die schriftliche Ertlärung zu fordern, daß fie auf dem Boden der Gagimgen und Grundfäße des Allgemeinen Deuilchen Gemertschaftsbundes und bes Internationalen Gewerkschaftsbundes Amfterdam stehen, dem Deutscher Metallarbeiter- Verband Orthopädische Gruppe Feelfag, ben 22. Februar, 8 Uhr abbs. wigtige Gruppenverfammlung Im Sigungsfeal, Berbazdehans, SintexStrate. Die Delsverwaltung. Leder- billig! Rein eichensegerble Bache- u. Sohil.- Croupons Rote Ober.eder; Cad. Berthold Kuttner Reichenbergerite. 14.( 1-3 gefchl Mö Sbel üller Berlin C., Alexanderstr. 31 Tel. Kgst. 1737. 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