Nr. 66. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vor: mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mieder mik den Umstürzlern! Dienstag, den 19. März 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Hätte das Volk sich nicht gerührt, so würde die Tabaks- Jjagt im Namen der Ordnung die Wähler auseinander und ver vorlage Gesetz. Und rührt das Volk sich nicht, so wird die Umsturz vorlage Gesez. So steht es. Berlasse man sich nur nicht auf die Kundgebungen, von denen die Zeitungen jetzt voll sind. Sie sind von sehr verschiedenem Werthe, und es ist nur ein kleiner Kreis von Personen, von dem sie ausgehen. Blos dann werden diese Kundgebungen Bedeutung gewinnen, wenn das Volk in seiner Gesammtheit hinter ihnen steht. tagt die Handlung. Stoiloff, der im allgemeinen große Aergernisse zu vermeiden weiß, hat folgendes treffliche Mittel erdacht. Wenn beim Auszählen sich zeigt, daß der feindliche Kandidat die Mehrheit Alle die Männer und Parteien in Deutschland, welche gewinnt, schnell die Lichter ausgeblafen", stand in einer seiner im Interesse des Kapitals das Eigenthum, im Interesse Geheimdepeschen an den Präfetten von Wraza, welche, in die Sand einer Redaktion gefallen, nun durch die Presse wandert. der Herrschergewalt das Recht, die Freiheit und die Wahr Natürlich nehmen sich sofort nach Erlöschen des Lichtes einige heit umzustürzen bestrebt sind, glaubten vorigen Sommer, Herren der Urnen an, und mit dem Verschwinden derselben ist als das Publikum durch die direkt oder indirekt vom der Attus zweifellos unterbrochen. Solche Tricks famen in Bala französischen Polizei- Anarchismus im Interesse des Kapitals Slatina zur Verwendung, wo die nordbulgarischen Russenfreunde verübten Attentate und Mordthaten aufgeregt war, der ihren„ Chef" Dragan Zantow aufgestellt hatten. Und er wäre Augenblick zur vollen Verwirklichung ihrer Umsturzideale Die Reichstags- Majorität ist ungewiß und schwankend. ohne diese Anstalten der Regierung sicher durchgekommen. sei gekommen, und sie erhoben ein Höllengeschrei gegen die Das Volk muß sich regen! Das Volk muß auf ihrerseits tüchtig mit ganz ähnlichen Schlichen arbeitet. Die Ruffen Freilich ist zu bemerken, daß die bürgerliche Opposition auch Feinde ihres Umsturzes, welchen sie mit der bekannten Wort die Abgeordneten wirken! falschmünzerei und nach bekannter Diebspraxis den ihnen selbst freunde schufen ebenfalls Banden und vertheilten außerdem abnorme Das ist das einzige Mittel, die Umstur3- Summen unter das Landvolk; das Geld stammte zweifellos aus allein zukommenden Namen der Umsturzparteien beilegten. vorlage sicher in den Papierkorb zu beden Dispositionsfonds der russischen Gesandtschaft in Belgrad Jeder der Herren Umsturzpatrone wollte für sich im Trüben fördern. oder Wien. Wir kommen noch auf die politischen Charlatans fischen und den anderen übers Ohr hauen. Und so konnte Es ist noch Zeit. Vor den Dsterferien Tann die komödien unserer bürgerlichen Opposition zurück. es denn nicht ausbleiben, daß die saubere Gesellschaft unter Umsturzvorlage nicht mehr in's Plenum fonimen; die zweite Indessen wäre es eine verhängnißvolle Täuschung, zu fich in heftigen Streit gerieth; und heute jammern die und entscheidende Lesung wird erst Ende April oder anfangs glauben, der immerhin bedeutende Erfolg des Ruſſophilenthums Nationalliberalen, die weiland den meisten Umsturzspektakel mai beginnen. Wir haben also anderthalb Mochichten des Bauernstandes, namentlich unter der Generation beruhte einfach auf äußeren Betriebsmitteln. In den gemacht, fie feien von den Junkern schnöde betrogen und nate vor uns. Diese sind zu benützen. Und sie reichen von 1878/80, finden die Ruffenfreunde guten Boden vor. Die mißbraucht worden. aus, die Umsturzvorlage umzustürzen. Mehrheit unserer ländlichen Bevölkerung sind jetzt kleine Mögen die Herren Umstürzler ihre Rechnung gegen- Verlassen wir uns nur nicht auf den Neichstag allein. Befizer, während sie vor dem russisch- türkischen Kriege. seitig begleichen und das Wort Goethe's von den Bieder- Die Majorität der Volksvertretung ist schwach und 1877-78 bloße Proletarier waren, welche dem großen männern, die einander abthun, nach bestem Können erfüllen! biegsam. Sie wird entweder von der Regierung türkischen oder bulgarischen Grundbefizern Arbeiterdienste Von der skandalösen Geschichte des Umsturzskandals, gebeugt werden, oder von dem VoIf. thaten. Dann mußten die Grundherren sämmtlich ihre von dem tragikomischen Geschick der Umsturzvorlage und Das Bolt hat die größere Kraft. Wenn es den Güter räumen oder zu geringfügigen Preisen losschlagen. Das ihrer Urheber und Vertreter wollen wir hier nicht reden. Willen hat und seinen Willen bethätigt, so ist das bulgarische Kofsäth in den Nachlaß des türkischen Vorgängers tam dem niederen Landmann zu Hilfe, denn nun zog eben der Nur dies: wir erinnern uns in der ganzen modernen Ge- Schicksal der Umsturzvorlage besiegelt. ein. Daß er es dem Freiheitstriege" dankt, wenn er heute selb schichte keines einzigen Falles, wo vor und hinter den In der Hand des Volkes liegt die Entständiger Besizer ist, obgleich häufig nur dem Scheine nach, weil Kouliffen eine gleiche Summe von Ungeschick und Skrupel- scheidung. losigkeit sich breit machte, um eine gleich schlechte Sache gleich gründlich der Verachtung und Lächerlichkeit preiszugeben. Die Parteien in Bulgarien. von Schulden fast erdrückt, das vergißt unser Bauer feineswegs. Wie die Ruffen dazu kommen, den Krieg überhaupt zu erklären, tümmert ihn nicht. Un was schiert es sie gar, daß wir heute unseren unabhängigen Staat haben, statt ,, Gouvernement südlich der Allein leider tödtet der geistige und sittliche Bankrott Donau" Zu heißen, blos weil die europäischen Großebenso wenig wie die Lächerlichkeit. Und die Umsturz- Situationsbild aus Bulgarien: Von einem bulgarischen Genossen erhalten wir das folgende mächte in ihrem Antagonismus eine solche Entwickelung vorlage ist noch nicht todt, wie von vielen angenommen der Balkanstaaten beförderten und bewachen? Die Absicht der wird. In Gestalt der Regierungsvorlage, die den juristi- gespielt, wie es mit ihnen in Ländern zu gehen pflegt nicht geprägt, daß er von ihnen aus der Macht des türkischen GroßDie letzten Kammerwahlen haben sich bei uns genau so ab- Rosacen war eine ganz andere. Aber der Bauer hat sich ein. schen Formen und dem juristischen Schein denn doch gar nur am Balkan, sondern auch in Italien und Spanien, wo grundbesitzers befreit und seinerseits Inhaber eines Gütchens gezu arg ins Gesicht schlug, kann das Ding freilich nicht die Verwaltung Herrin der Lage ist. Die Regierung bleibt ihres worden ist. Ein solcher Gedankengang unseres Landvolkes kann Gesetz werden, aber die Regierung ist froh, wenn sie auch Vorsprunges beim Wettlauf immer gewiß, oder fie legt die um so weniger befremden, als er sich mit dem allgemein- bäuernur einen Theil durchbringt, und die Möglichkeit, Thätigkeit der Opposition lahm, und da geschieht besonders am lichen Charakter deckt. Rußland verstand allerdings sehr gut für daß ihr das gelinge, ist teineswegs aus Wahltage ein übriges, um den gegnerischen Kandidaten zu er spätere Ernüchterung zu forgen. Das Geschlecht, welches am geschlossen. drücken. Zu solchem Zwecke wendet der Verwaltungsapparat zahl- ferbisch- bulgarischen Kriege theilnahm und sehen mußte, wie fich reiche Mittel an: bewaffnete Banden erscheinen plößlich und jenes Land gegen uns benahm, wie es uns im gefährlichsten stimmen wagen, oder die Polizei greift ein u. dergl. m. Scheint Besiegte zum Schemel feiner Machtausdehnung zu machen, machen sich nach Kräften lästig, damit Andersgesinnte nicht zu Augenblicke der Offiziere beraubte und seinen Wunsch, uns als der oppositionelle Kandidat trotz alledem Erfolg zu haben, so durchaus nicht verhehlte, dieses Geschlecht ist ungemein russengiebt es noch andere Mittelchen. Zunächst wird alles daran- feindlich. Allerdings mehr gegen die offiziellen Kreise. gesetzt, um die Wahl auf später hinauszuschieben, die auf- Ferner sind wir mit handeltreibenden Bourgeois gesegnet, gebotenen Schaaren greifen den Wahlvorstand an und die Polizei welche die russischen Heere in Bulgarien froh begrüßen würden. Mit der Umsturzvorlage verhält es sich genau wie mit dem Tabaksteuer- Gesetz. Wenn dieses abgelehnt wird, so ist das nicht dem Reichstage zu verdanken, sondern der Agitation außerhalb des Reichstages dem Druck von außen, der pressure from without, wie die Engländer es nennen. Feuilleton. Die übrigen, drei fielen in die Hände der Reiter. Diese Muster aller Bürgertugenden entdeckten. Das Muster führten, da die Karabiner in ihren Händen ziemlich unsichere eines Ehemannes. Man sehe den Beweis in dem Waffen waren, lange rindslederne Lassos bei sich, mit denen tiefen Schmerz, in den die in Thränen zerflossene [ Nachdruck verboten.] sie die drei Verfolgten nach langer Jagd fingen und von ihren Gattin des so freventlich auf offener Straße ErPferden rissen. Man führte sie gebunden nach Asuncion mordeten versenkt sei. Sie hätte geschworen, sich an den zurück. Aber auch Molas sollte schließlich seinem Schicksal feigen Mördern persönlich zu rächen, wenn gegen alles Ernoch zu schwach gewesen, warten die Justiz sich angesichts dieses graufigen Verbrechens sich in der Nacht zu retten und retten und so sahen denn nur um ein Atom gelinder zeigen sollte, als sie es sein am anderen Tage zufällig vorüberfahrende Karretenführer mußte. Skizzen aus dem südamerikanischen Hinterlande. nicht entgehen. Er war Ein Blatt südamerikanischer Geschichte. eine Menge Aasgeier über einer Waldinsel schweben. Man Das Muster eines Staatsmannes, der stets eifrig bes Zum Abschied, meine Freunde," sagte Godoy, unser sah nach, weil man dort ein Stück verendetes Vieh ver- strebt gewesen sei, das seit dem Kriege in Asche und Trümmern Wert ist gelungen; verkaufe übrigens jetzt jeder sein Leben muthete, über dem sich sofort die geflügelten paraguayischen liegende Vaterland durch andauernde und vielversprechende so theuer wie möglich... und sollte es uns gelingen, uns Todtengräber zu versammeln pflegen, und entdeckte einen Arbeit zu der Höhe zu führen, die ihm nach seiner Tradition durchzuschlagen, so treffen wir uns in der Misiones. Wenn bewußtlosen Menschen, der eine tiefe Wunde über dem gebührte. Nie seien die Beziehungen zu den fremden wir fallen, so haben wir unsere Pflicht gethan bei Schädel hatte. Die Karretenführer, die ihn nicht kannten, Mächten so innige und herzliche gewesen, wie unter der Gott, da sind sie..." Damit drückte er seinem Braunen säuberten seine Wunde mit Branntwein, und da er Regierung des in der Ausübung seiner Pflicht Gefallenen; tief die langen Sporen in die Weichen, daß das Thier einen nicht zum Bewußtsein kam, beschlossen sie, ihn niemals das Gedeihen der Nation in die Augen fallender, erschreckten Satz nahm und mit ihm wie unsinnig davon der Obhut der Polizei von Asuncion anzuvertrauen. Hier als an dem Tage, da er unter dem Schusse des Mörders jagte. Eine zeitlang hielt sich noch. Mathias Goiburu an erkannte man ihn natürlich auf der Stelle, und wenige zusammenstürzte, und der paraguayische Boden mit einem seiner Seite... er hörte Geschrei, Tumult... Ergebt Augenblicke nach seiner Einlieferung schlossen sich hinter Flecken besudelt wurde, den selbst tausendfache Reuethränen Euch!" Eine Kugel riß ihm den Hut vom Kopfe, aber ihm die Pforten des Asuncioner Gefängnisses, wo ebenfalls niemals auslöschen würden. immer weiter trug ihn sein Pferd im sausenden Ritt. Hinter seine drei Genossen hingebracht worden waren. Der einzige, Mit diesem einfachen Bürger, der aus kleinsten Anihm knallten noch einige Kugeln, das Geschrei wurde schwächer, der von den sechs Verschworenen wirklich mit dem Leben fängen nur durch seine Ehrenhaftigkeit und seine Ausdauer und als die Sonne sant, sprang eben sein abgehetzter und davonkam, war der eigentliche Thäter Nicanor Godoy, der und emsige persönliche Arbeit zur höchsten Magistratur in Schaum gebadeter Gaul in das Dornendickicht, das den nach langen Frrfahrten wohlbehalten nach Argentien ent- gelangt sei, habe der Staat wieder eine der wenigen Säulen Waldfaum begrenzte und blieb dann, am ganzen Körper kam und noch heute mit seinem Bruder dort lebt. verloren, auf denen sein Bestehen gebaut sei. Er wante zitternd stehen. Godoy war gerettet. Er schaute sich nach Vorläufig trat für den Rest der Regierungszeit, die und zittre bis in seine tiefsten Fundamente Man tönne der weiten Grasebene um, die hinter ihm lag, sie erschien noch über ein Jahr dauerte, der Vizepräsident Higinio kühn sagen, der Staat habe seinen besten Bürger verloren. still und einsam... er sah nur ein paar Aasgeier wie Uriarte ein. Man sehe aus der erschreckenden That, wes Geistes die dunkle Punkte in der Ferne schweben. Die Sonne schwand Wenn die Verschworenen übrigens geglaubt hatten, daß Männer seien, die sich nicht scheuten, das Blut des friedlich unter den Horizont, und tief aufathmend lenkte Godoy ihre That auf die Geschicke des Landes von günstigem Gin- schaffenden ersten Beamten und Bürgers zu vergießen, Langsam sein Pferd weiter in das Geftrüpp hinein, in dem fluß sein würde, so sollten sie bald bitter getäuscht werden. weil sie von Neid und Haß gegen ihn erfüllt gewesen seien. er kaum die Hand vor den Augen sehen konnte. Bu sehr war die Nation in den Jahren an die Betrügereien Keine Stimme erhob sich dagegen. Paraguay schlief den Auch an der Waldinsel, in der man Molas gebettet der Regierung gewöhnt worden und zu energielos dar Todesschlaf weiter. Die heroische That, das Vaterland von hatte, waren die berittenen Verfolger vorbeigesetzt, ohne unter geworden, sich jetzt aufzuraffen. Sie ließ es über sich seinem ärgsten Ausbeuter befreit zu haben, erregte im daß man ihn entdeckt hätte. Ebenso entkam Goiburu, ergehen, daß fremde Beitungsschreiber, die überall in diesen großen ganzen nichts weiter als das Interesse der Neugier. der ein kühner Reiter war und ein gutes Pferd hatte. Er Ländern, wenn sie einigermaßen gewandt mit der Feder Mit der Handvoll Leute, die im Kerter in Ketten lagen, gelangte nach den Misiones, starb aber dort im Hause sind, klingenden Lohn für ihre Feilheit finden, in war auch die Hoffnung für eine bessere Zukunft für immer eines Bruders an der erlittenen Verlegung des Armes. der Folgezeit in bent ermordeten Präsidenten das begraben. " Das Vermögen sehr vieler unserer Geschäftsleute und Unter- 1 Bourgeois am Ruder und die in der Opposition sind eben ein- Dhne Zweifel wird der russische Einfluß später trotz allebem nehmer leitet sich ebenfalls auf das Kriegsjahr 1877-78 zurück. ander werth. siegen, aber bis dahin werden sich seine Ansprüche auch schon Dank der russischen Intendantur und ihrer Beamten sind diese Ganz gewiß tritt das politische Marktschreierthum nirgends gemildert haben. Die Gefahr einer russischen Verwaltung wird Leute durch Spekulationen reich geworden, welche sie mit dem schamlofer zu tage als in Bulgarien. Von den zwei bürger- geschwunden sein und dafür beherrscht die russische Tendenz Brot des russischen Soldaten, mit der Fourage und allem, was lichen Frattionen will also die russophile, auf die Macht sowohl unsere innere wie äußere Politik. Serbien, Griechenland und die Verpflegung anging, entriren fonnten. Im fleineren Maß- jenseits des Pruth gestützt, alle Regierungsgewalt erobern, Rumänien bieten schon jetzt die Vorbilder, und zweifellos ent stabe setzt sich das noch heute beim bulgarischen Heerwesen fort. Die andere sucht beim Dreibund und namentlich bei spricht das dem Fatum dieser kleineren Staatsgebilde. Die So fühlen sich diese Herren auch verpflichtet, die Agenten Desterreich ihren Halt. Ist es nöthig, holen sich die Volksmassen aber stehen der Politik immerhin fern genug, um Rußlands, d. h. die ruffophilen Parteihäupter, überall zu Russenfreunde Rath bei der russischen Regierung und Geld jede Regierung im Nothfalle sich mehr auf ihre Armee und unterstützen. aus deren Kaffen. Nicht anders die Gegner, so beispielsweise Polizei ftüßen zu laffen, als selbst den Rückhalt für sie zu Eine wesentliche Verantwortung für die gegenwärtige Be- beim letzten Streite zwischen Desterreich und Bulgarien wegen bilden. Die breiten Maffen zum politischen Bewußtsein zu fiebtheit der Bankow und Genossen trägt jenes Regiment, das der Zölle auf Verbrauchsgegenständen. Die bulgarische Rammer erwecken ist allein den Sozialisten vorbehalten. Von der Arbeiter mit offenem und heimlichem Mord operirt, das Stambulow'sche. hätte dieselben beschlossen, aber die österreichischen Kaufleute im flaffe ausgehend, werden sie, nach Eroberung immer weiterer Gerade weil dieser Mann die Russenfreunde verfolgt, hat er ihnen Lande weigerten sich, sie zu tragen. Da erwarteten Radoslawow Kreise zur Macht gelangt, genügende Hilfequellen in sich selbst in den Augen unseres Volkes eine Märtyrerkrone für die Freiheit und Stambulon nicht nur bestimmt, Desterreich werde jetzt in finden, um weder von außen noch von oben Stüßen entlehnen zu des Landes verschafft. Stambulow brachte ihnen die schönste die inneren Verhältnisse Bulgariens eingreifen, sondern sie er- müssen. Glorie zu wege; elende Taschenspieler und Söldlinge seiner suchten geradezu darum, blos um an die Regierung zu gelangen. Ueber das, was die bulgarischen Genossen in diesem Winter Majestät des Bevölkerers von Sachalin sind auf diese Art zu Während sich also der Russenfeind Radoslawow vor die Kor- bereits für Belehrung und politische Erziehung der Arbeiter Rittern der politischen und bürgerlichen Rechte Bulgariens refpondenten Wiener Blätter stellt stellt und meint, nur gethan haben, ist sehr erfreuliches zu berichten. Zunächst stifteten emporgediehen. Die Aehnlichkeit der Resultate mit denen des Desterreich begreift Bulgariens ökonomische Interessen" die Sofiotischen Seher eine Vertretung ihrer Interessen, der schon Bismard'schen ,, Kulturkampfes" fallen auf. Andererseits und möge je eher je lieber sich einmischen,- rufen am ersten Tage 300 Mitglieder sich anschlossen. Zum Beweis fangen Viele an zu glauben, daß die bulgarischen Wirren derweil die Russophilen, daß unsere wirthschaftliche Noth ihrer Stärke mag dienen, daß schon drei Ausstände mit bestem allein schuld an dem schlechten Verhältnisse mit Rußland seien. nur auf das Mißverhältniß mit Rußland zurückgeht. Ja, bei Erfolge durchgefochten wurden. Diese gewerkschaftliche Organisation Wie seine Partisane betheuern, würde die Einigung wieder der Wahlkampagne hieß es sogar daß der gesunkene Preis für in Sofia hat ferner seine dazu passendsten Theilnehmer ins Land ausFrieden und Freiheit in Bulgarien einziehen lassen. Wein und Korn die Folge unseres Zerwürfnisses mit dem Schuh- geschickt, um dort gleiche Verbände zu organisiren, welche sich Aus diesen hergezählten Thatsachen ersieht man noch schärfer, geiste" Rußland sei. Man kann sagen, daß es statt einheimischer dann um die Bentrale gruppiren sollen. In Barna, Jamboli, wie die Grundlagen einer Popularität Bankow's und Karawelow's Barteien nur bulgarische Anhänger der Ruffen und der Defter- Philippopel und anderen Orten haben diese Bestrebungen auch beschaffen sind. Schauen wir uns den Erstgenannten zum Bei reicher giebt. So wird es in einem Lande gleich dem unfrigen Früchte getragen. In Sliwen hatten sich die Metallarbeiter und spiel an. Persönliche Würde oder Vorzüge fehlen ihm durchaus zur Aufgabe der vaterlandslofen" Sozialisten, den Bourgeois- die Holzfäller selbständig vereinigt. Außer diesen GewerkschaftsOrganisationen sind aber die Arbeiterklubs" wichtig, wie sie sich Als Politiker ist seine Bahn hinüber und herüber gegangen, wie's parteien ihre Pflichten gegen die Heimath ins Ohr zu rufen. Eigentlich haben wir politische Parteien im wahren Sinne über zu allgemeinpolitischen Zwecken besonders in Trin, Sistow und fiel. Sowohl Bantow als Karawelow waren einst grimme Russen haupt nicht. Zurückgebliebene wirthschaftliche Zustände und der ge- Kafanlik gebildet haben. Nunmehr giebt es kaum eine bedeutendere freffer. Aus dem englischen Blaubuche für 1882/83 mag sich die ringe sozialeUnterschied zwischen unseren Bevölkerungsklaffen spiegeln Stadt Bulgariens ohne ihren Arbeiterklub. Seine Einrichtung hat Neugier über das belehren, was Bankow dem diplomatischen sich in dem politischen Mischmasch unserer Parteien wieder. Bor- den Zweck, der politischen Schulung überall aufzuhelfen. Und of Agenten Rußlands in Sofia nach einem griechischen Philosophen dem besaß Bulgarien eine fonservative und eine liberale Partei. gleich hier Zusammenkünfte behufs freien Meinungsaustausches etwas an den Kopf warf: Ihr könnt sowohl euren Honig als euren Wirklich aufrecht erhalten hat sich nur die erstere, von der man ungewohntes find, am meisten für die arbeitenden Klaffen, fo Stachel behalten." Achtzehn Monate später leitete derselbe Bankow im Verein mit demselben russischen Herrn den Angriff gestehen muß, daß sie nicht nur ihr Programm hochhielt, sondern werden doch unsere sogenannten„ literarischen Abende" vorzüglich gegen Alexander von Battenberg ein, welcher dem Ueberfalle vom Ronservativ waren jene namentlich in ihrer Unverföhnlichkeit Grörterungen wechseln hier ab, und unsere Genossen finden hier daß sie bisweilen freiheitlicher war, als die sogenannten Liberalen. besucht. Lektüre, Vorträge, Lieder, musikalische Unterhaltung und 9./21. August 1886, wo der Battenberger aus dem Bette gefangen Rußland gegenüber, ein Erbe aus der ihnen allein günstig ge- das beste Feld für die erforderliche Propaganda. In der That nach Rußland geführt ward, ungemein die Wege ebnete. Während wefenen Türkenzeit. Jedenfalls hat die fonservative Partei, wie sie tann man feine schöneren Erfolge verlangen. Unsere literarischen er selbst dort weilte, war 3ankow der wüthendste Feind des er selbst dort weilte, war Zankow der wüthendste Feind des Fürsten Ferdinand, heut erklärt er sich für seinen treuesten Unter- heut an der Regierung ist und das repräsentirt, was man unsere Sonnabende vertreten die Volksversammlungen anderer Länder, Fürsten Ferdinand, heut erklärt er sich für feinen treuesten Unter- Finanz- und Grundbesig- Aristokratie nennen mag, eine Zukunft. und erfüllen den bulgarischen Arbeiter mit einer Menge ihm than! Am niedlichsten machen sich aber diese russophilen Sie ist bestimmt, mit dem Wachsen der sozialen Gegensatze alle ganz neuer Begriffe und Vorstellungen. In Sliwen allein haben Herrschaften, und wieder Bankow voran, wenn sie gleich Elemente zusammenzuziehen, welche es mit dem Bestehenden wir es in dieser Saison auf 16 solcher Veranstaltungen gebracht, fam oberpriesterlich ein Stückchen Gesangbuch oder etliche balten. Die alte liberale Bartei ist gespalten, in Russophile und wonach sich ihre Anziehungskraft von selbst ergiebt. Auch für Bibelverse in ihre Redeblumen flicken. Es ist ihnen Gegner des Russenthums. Von den zwei Führern der letzteren das flache Land bewährt sich diese Institution vorzüglich und ja sehr ernst, daß alles Heil und die ganze Bubat Radoslawow außer seinem Generalstabe wenig Soldaten, hat gerade dort schon viele Anhänger geworben. Die Beitungen funft des bulgarischen Voltes nur im festen Antergrunde Stambulow aber fehlen sowohl Difiziere als Mannschaften. Die haben sich theilweise schon gewöhnt, die bei Zusammenkünften der griechisch- orthodoxen Konfession haftet( das heißt des Russenfreunde gruppiren sich, wie schon bemerkt, um Karawelow gefaßten Refolutionen zu veröffentlichen, worin die Landleute russischen Bekenntnisses). Und da ist es denn auch höchst noth- und Bankow. Noch eine dritte Gruppe giebt es, deren Haltung Aufhebung des stehenden Heeres, progressive Steuern und ähn wendig, daß der Erbpring Boris vom römischen Katholizismus Rußland gegenüber unentschieden ist. Es sind die Unionisten liches verlangen. übertrete, sonst ist Rußland nicht zu gewinnen. Aber man stutt beffer Pseudo- Unionisten welche der Partei entsprechen, die in Sehr nüßlich, und zwar noch mehr beim Bauernstande als doch unwillkürlich bei der Nachricht, daß Zankow vor etwa Dstrumelien am Ruder war, als das Land mit dem Fürstenthum selbst unter den Arbeitern, hat sich unser Volkstalender" er zwanzig Jahren wiederum, in Gesellschaft eines Priesters Bulgarien vereinigt wurde. Immerhin befinden sich zwei ihrer wiesen, der nach dem Muster Ihres„ Märkischen Landboten" Sokolski, zu Rom den Pantoffel Pius IX. gefüßt hat und den Papst außerdem bat, das bulgarische Volt zu segnen, weil es Mitglieder im gegenwärtigen Kabinet. So oft hingegen die verfaßt ist. In wenigen Tagen war die erste Auflage schon vers an den Busen der römischen Kirche sich zu legen trachte". Liberalen zur Macht kommen, pflegen sie sich viel reaktionärer griffen, so daß wir sofort eine zweite herstellen mußten. zu beweisen als die Konservativen. Ohne politisches Rückgrat Noch verständlicher wird dieses Ereignis dadurch, daß Zankom oder gemeinsame Interessen, fielen ihre Ministerien von selbst aus zweimal wöchentlich in Sofia erscheint und vom Zentral Als Zentralorgan unserer Presse dient der Sozialist", der damals der orientalischen Jesuitenmission in Konstantinopel einander: Karawelow stürzte Zankow, um wieder von Nados- fomitee der wird. Partei herausgegeben E3 baar verpflichtet gewesen ist, gerade so wie jetzt der russischen lawow verdrängt zu werden, den Stambulow erseßte. Ginigte den alten Arbeiter"( Robotnik). Daneben eristirt noch Regierung. fich auch die Partei, was sehr dahinsteht, so wäre es eben nur in Sliwen der„ Rabotnischesty Drugar"( Arbeitergenosse). Seine Wahl in Biala Slatina wäre dem bulgarischen Regime auf turze Zeit. Letztere Stadt ist Bulgariens erstes Industriezentrum; arbeiten faum allzu gefährlich geworden. Daß man sie aber mit allen Die Ruffenfreunde halten sich für stark, weil sie das Heil- daselbst doch allein 2500-3000 Mann in der Textilbranche. Waffen verhinderte, geschah, um einen Wint nach Petersburg zu mittel unserer internationalen Schwierigkeiten in der Tasche zu Diese beiden Zeitschriften haben in Verbindung mit der Monatsrichten. Auf deutsch: wenn sich das offizielle Rußland mit haben meinen. Sie treten sowohl vor dem Fürsten, wie in revue" Djen", welche bald in ihren vierten Jahrgang eintritt, Bulgarien auszugleichen wünscht, so wolle es sich ohne Um- der Presse mit fortwährender Agitation auf, und zwar sollen auf ihrem Wege das zu unterstützen, was sich in Bereinigungen schweife an das dortige Ministerium wenden. Besonders der nicht nur Schritte gethan werden um Rußland zu versöhnen, und mündlich nicht hat erledigen lassen. Fürst mag von Bankow nichts wissen. Beruft sich dieser nun sondern es soll gleich mit Ronzessionen begonnen werden. Auf jeden Tag auf seine Beglaubigung von feiten Rußlands, so hat diese Art muß dasjenige, was die Stärke des Ruffophilenthums biese Formel erst recht teine Wirkung. Die Ruffen sollen einen ausmacht, nothwendig zugleich einen Anlaß bilden, seine Veranderen dazu nehmen. Ziemlich klar erhellt diese Meinung in treter von der Regierung fernzuhalten. Sofia durch den Umstand, daß man in Rasgrad die Rußlands Wünsche sind an sich bekannt. Zunächst und beiden Oppositionsmänner ruhig wählen ließ, und ebenso hauptsächlich erstrebt es die Militär- Union, so daß mindestens " " ersett Was sich also auch bei uns ereignet hat und weiter ereignen mag, und gleichviel, ob zunächst das Gelüft nach der russischen oder der schwarzgelben Reaktion fiegt, der Bau für eine beffere Zukunft steigt langsam aber sicher empor. gingen die entsprechenden Wahlen in Elena, Lavetit alle wichtigen Boften im bulgarischen Heere an ruffische Dolitische Lieberlicht. Berlin, 18. März. und anderen Orten ziemlich in Frieden vor sich. Nicht Offiziere fämen. Das läßt sich nun aber nicht durchzu vergessen, daß die Hinderung von Bankow's Wahl eine Höf- führen. Die Armee will von einer Ersetzung ihrer Landsleute lichkeit gegen Desterreich bedeutete. durch Russen nichts hören. Auch der Fürst hat begreiflicher- Jm Reichstage begann heute eine General. Karawelow, der andere Vertreter bürgerlicher Opposition, ist weise teine Luft, seine Absetzung vorzubereiten, und ebensowenig de batte über den Kolonialetat. Der Chef des Kolonial der frühere Gefangene aus der schwarzen Moschee"( Tschernata die Regierung ihren Sturz. So wird also ein Einvernehmen amts Kayser hatte einen schweren Stand, er fonnte das Djamia) in Sofia. Ihn zu fürchten hat die Regierung schon zwischen beiden Staaten heute zur unmöglichkeit. Das bulgarische schwerwiegende und reichliche Anklagematerial der Abgg. mehr Anlaß, weil er als Demagoge nichts scheut, um die Macht Kabinet, den Fürsten und die Kraft des Heeres gleichermaßen zu Eugen Richter und v. Bollmar nicht widerlegen. zu erlangen. Den Kleinbauern sichert er Steuerreformen, den entfernen, das ist wirklich gar zu gut gemeint. Wenn am größeren Besitzern Protektion jeder Art zu; für die Industrie Ministerium auch nicht viel liegen mag, das übrige verbietet sich noch unglücklicher waren die Kolonialenthusiasten im stellt er schöne Privilegien in Aussicht. Großartig ist die Gin von selbst; und ein abermaliger Streich, wie am 9. August 1886, Hause, Prinz Arenberg und Herr v. Salisch. Was fachheit seines Borgehens. So empfiehlt er als das beste Mittel zur wäre ganz thöricht und aussichtslos. Darum ristiren ihn die sie vorbrachten, waren Gemeinplätze oder alte Wizchen. in ist Hebung der Fabritthätigkeit, die Kohlen aus den Staatsschachten zu Russophilen auch feineswegs, weil sogleich eine Militärdittatur Neue Freunde für die kolonialpolitischen Abenteuer wurden Moschino und Pernik den Industriellen gratis abzugeben. Steht er nachfolgen und in ihnen selbst die ersten Opfer finden heute sicherlich nicht gewonnen. Die Debatte über den endlich am Biel feiner Wünsche, wird er sich schon hüten, etwas anderes würde. Endlich besitzt auch die Maffe der Wähler in Kolonialetat wird morgen fortgesetzt werden. zu thun als seine Vorgänger für das Bolt thaten. Und das derartigen Fällen politisches Tattgefühl. Wie unsere friedlichen war immer gleich Null. Seine Devise lautet wörtlich:" In der Bauern und das Bürgerthum über solche Anschläge denken, haben Politit ift Gewalt verpönt, weil Lügen erlaubt sind." Die fie 1886/87 bewiesen. " Im Abgeordnetenhause stand heute das Sekundär bahn Gesetz zur Berathung. Es handelt sich dabei um Theater. Wer bei all dem seine Rechnung suchte und fand, war schlagenden Bittern im Hause, der seine Wirkung nicht wie immer unser guter Bekannter, der Apotheker, der am verfehlen wird.. Sie werden mich doch begleiten Todestage selber sofort einen Universalabschluß über die Man trank in der Apotheke diesen berühmten nieder- Soziale Satiren. Zwei junge dramatische Autoren, Rudolf Ergebnisse der Geschäfte, die er mit dem Ermordeten geschlagenden Bittern, und er schien auf das Gemüth der Stray in Berlin und Hermann Faber( Goldschmied) kamen macht, zusammenstellte, und mit großer Befriedigung sah, beiden Personen in der That einen sehr schnellen und Theater zu Wort. Beide verfielen auf ein soziales Stoffgebiet in den jüngsten Tagen im Deutschen wie im Neuen daß er, obwohl er oftmals große Summenim politischen radikalen Einfluß zu haben; denn man besprach bald nicht und beide sahen es in satirischer Beleuchtung." Drohnen", heißt Spiele mit ihm gewagt, doch stets noch viel größere ein- mehr den Todesfall, sondern redete von Geschäften. das Schauspiel von Rudolf Strab. Es wurde am Sonnabend gestrichen habe. Jezt hatte der Tod seine Geschäfts- Der General blieb etten ganzen Nachmittag bei zum ersten Male im Deutschen Theater aufgeführt und amusirte verbindungen mit diesem Manne gelöst; aber Francisco feinen guten Freunde und man einigte sich dabei über die sein Publikum, ohne tiefere Wirkung zu üben. Literarisch will Guanes war nicht der Mann, sein Pfund und seine Pfunde Grundsätze der Politik, die man für die Zukunft zu befolgen das Drama nicht viel bebeuten. Eines aber ist nicht uninteressant im Kasten vermodern zu lassen, ohne daß sie echt süd- gedachte. an ihm. Es lehrt, wie befangen doch die Schriftsteller sind, wenn amerikanische Zinsen trügen; deshalb begann er mit allem Sie werden einsehen, General," sagte der Apotheker te Satiren gegen soziale Bustände schreiben und dennoch die Heilmittel gegen die sozialen Schäden innerhalb der bestehenden Eifer der neuen aufsteigenden Größe, ganz wie er früher am Schluß einer langen Auseinandersetzung, daß wir heute Gesellschaft aufsuchen. Als wollten sie sagen, das ist freilich eine schon in seinem Programme sich zurechtgelegt hatte, seinen nicht mehr in den Zeiten leben, daß wir barfuß in den böse Wunde, die wir hier erblicken, aber derlei heilt von selber. Einfluß zu widmen, dem General Caballero. Straßen umherlaufen können, wie wir früher es wohl Die Idee des Stückes trägt nach Art der Stücke von Dumas und Nach wenigen Tagen machte er der trauernden Wittwe gethan haben. Stiefel und Schuhe kosten aber ein anderer Franzosen ein Raisonneur vor. Es giebt, wie im Bieneneinen Beileidsbesuch. Er fand sie ganz in eine Wolke Heidengeld, und wenn Sie gute Stiefel haben wollen, staat, so in der menschlichen Gesellschaft Drohnen. Die werden schwarzen Krepps und schwarzen Spigen gehüllt; aber wie müssen Sie gutes Geld haben. Es ist für lange Zeit eine zeitlang von den Arbeitsbienen geduldet, dann aber, wenn fast immer auch jetzt in ihrer Hängematte. Ihr fteter Ver- unmöglich, von den dummen Engländern Anlehen aufzu- der Herbst naht, von ihnen niedergestochen. Zu hunderten bedecken trauter und Tröffer, der General, war an ihrer Seite. Die treiben. Aber Sie werden sehen, daß es doch noch Wege ihre Leichen den Boden. Einer solchen Drohne vergleichbar ift Graf Greiff, Wittwe schnaubte Rache, wie eine Tigerin, der man ihre giebt, zwar indirekte, aber doch ganz sichere, diesen der letzte Sprosse eines altabligen Geschlechtes. Der Graf Jungen geraubt. Die feigen Mörder, die ihren Schutz und albernen Gringos das Geld aus der Tasche zu locken, hat sein Erbe verthan, im Kartenspiel, bei Pferderennen ihr Haupt so nieberträchtig auf offener Straße ermordet, ohne daß wir uns zu verpflichten brauchen, es ihnen einmal und bei den Weibern. Er ist ruinirt und lacht wie ein blafirier sollten der Strafe nicht entgehen, das schwur sie; und wenn wieder zu geben; aber dazu muß man fein sein und ein Byniker zu seinem Ruin. Aber er spielt ruhig weiter, macht unsie selber sie umbringen sollte. perfetter Kavalier mit Zylinder und Kravatte, bas macht befümmert Schulden und jagt nach Liebesabenteuern. Auch Frau Der Apotheker hatte alle Hände voll zu thun, um einen guten Eindruck. Darum halte ich es für das nächste Witt, die junge Gattin des steinreichen Herrn Witt, ist in seine fie einigermaßen zu beruhigen, und erklärte theilnahms- und für Sie als durchaus zweckdienlich, wenn Sie, wie ja Nezze gegangen. Witt entstammt der Bourgeoisie; woher feine voll und voller Salbung, daß das nicht zu fürchten sei, da vielleicht schon ohnehin Ihre Absicht ist, sich mit Frau wie sie ist, fragt sie nicht danach. Herr Witt hat sie ererbt, sein Millionen gekommen sind, das weiß die Welt nicht; und diskret diese Mordthat auch die Gemüther der theilnahmlosesten Concepcion vermählen. Gill hinterläßt einen ganz an- Bater vielleicht ergaunert. Aber Witt ist ein Mann, der auf Paraguayer aus dem Schlummer geweckt habe. ständigen Geldbeutel; ich weiß es, weil ich immer sein äußerliche Respektabilität Respektabilität unendlichen Werth legt. Er Er ging dann mit dem General aus dem Hause, und Bankier gewesen bin. Sie werden dadurch der uns nöthige fieht nun die Gefahr, die seiner Hausehre droht, als beide auf der Straße standen, sagte er zu diesem: Kavalier, und wo noch eine Kleinigkeit fehlen sollte... su wissen, daß Graf Greiff bereits ber glückliche Allerdings wirken derartige Sachen etwas aufregend Sie wissen, wo Francisco Guanes wohnt. Diese dummen Liebhaber der schönen Frau Witt ist, und darum führt er einen auf mein Gemüth und auf mein Gehirn und ich Teufel, die Wunder was zu thun glaubten, als sie unseren Rampf auf Tod und Leben mit dem Grafen, seinem Gegner. weiß, daß, wenn ich nicht sofort etwas Niederschlagendes braven Bantiste erschoffen, haben uns einen großen Gefallen Am Spieltisch wird dieser Kampf ausgefochten. Herr Witt ge genieße, ich womöglich einen Schlaganfall auf offener damit gethan... und ich sollte mich sehr täuschen, wenn winnt vom Grafen Greiff so große Summen, daß der Aristokrat und ich sollte mich sehr täuschen, wenn die Ehrenscheine, die er ausgestellt, nicht einlösen kann. Nun Straße bekomme, der meiner Gesundheit schaden würde Frau Concepcion in ihrer Trauer nicht noch reizender er- meint Herr Witt, der seine Rechnung auf das empfindliche Ehr... Bei Ihnen, General, muß das noch mehr aufregend scheint, als fie je gewesen ist... ja ja, wenn ich jünger gefühl des Kavaliers hin aufbaut, den Grafen in seiner Gewalt wirken, da sie dem Verblichenen und seiner Gemahlin so und nicht ein so verstockter Junggeselle wäre zu haben. Greiff wird sich tödten oder sich vor Frau Witt aufs nahe standen... ich habe einen ausgezeichneten nieder ( Fortsetzung folgt.) iefste demüthigen laffen. " die Erweiterung und Vervollständigung des Staats-Eiseu- bahnnetzes und die Betheiligung des Staates an dem Bau von Kleinbahnen. Die Vorlage wurde vom Eisenbahn- minister Thielen empfohlen, woraus aus dem Hause eine lange Reihe von Wünschen vorgebracht wurde bezüglich des BaneS von Eisenbahnen in den verschiedensten Theilen Deutschlands. Im übrigen war die Debatte sehr trocken. Fortsetzung am Dienstag.— Tchorlenicr-Zllst, vor anderthalb Jahrzehnten noch der Nebenbuhler W i n d t h o r st' s, dem er vielem als geistig glcichwerthig galt, was aber ein gar arger Jrrthum, ist gestern g e st o r b e n, nachdem er schon seit 7 bis 8 Jahren ein politisch todter Mann war. Er hatte bc- deutende Fähigkeiten; als Redner in der Polemik oft glän- zend, allein in seinem Denken ein beschränkter Junker, konnte er sich nicht zu höheren Gesichtspunkten aufschwingen, wie Windthorst, der den Ueberblick des Staatsmannes hatte. Obgleich er früher erklärt hatte, daß er niemals ein- willigen würde, das Brot zu vertheuern, wurde er nachher einer der ärgsten Schutzzöllncr. Burgherr Freiherr v. Schorlemer-Nlst wurde am 21. Oktober 1825 im Schloß Heringhausen bei Lippstadt geboren, trat 1845 in ein Ulanenregiment, ans welchem er nach 12 Jahren als Premierlieutenant wieder ausschied, um sich ganz der Bewirth- schastung seines Gutes Alst bei Burgsteinfurt zu widmen. Er wurde 1863 auch Mitglied des Laudesvkonomie- Kollegiums und widmete sich dann politischer Thätigkeit im ultramontanen Interesse, wofür er zum Gcheimkämmerer des Papstes ernannt wurde. Seit 1870 war er Mitglied des Abgeordnetenhauses, seit 1375 des Reichstages. Seil dem Jahre 1885 war er Mitglied des Staatsrathes als Belohnung für seine Verdienste um den von ihm gegründeten westfälischen Bauernverein. Im Jahre 1335 legte er sein Mandat nieder.— Im Wahlkreise Eschivege-Schmalkalde» findet heute die Stichwahl zwischen unserem Kandidaten Huhn und dem Vertreter der bürgerlichen Ordnung, dem Knüppelpastor Jskrailt statt. Selbst freisinnige und liberale Blätter berichten von unerhörten Wahlbeeinflussungen zu gunsten Jskrant's. Ob dieselben Herrn Jskrant zu einem Mandate verholfen haben, das freilich nach kurzer Zeit von der Wahlprüfnngs- kommission und dem Reichstage für nngiltig erklärt werden müßte, wird der morgige Tag lehren. Unter den Depeschen finden unsere Leser die bis Mitternacht bekannt gewordenen Resultate.— Noch eine Nachwahl zum Reichstage. Nach einer Meldung der„Münchener Neuesten Nachrichten" ist der Reichstags-Abgeordnete fürlAschaffenbnrg Pfarrer Haus iu Wörth a. M. gestorben. Pfarrer Haus, der der Zentrums- Partei angehörte, wurde mit 8694 gegen 12S6 nationalliberale, 2706 demokratische und 1811 sozialdemokratische Stimmen gewählt. Die Wiederwahl eines Zentrumsmannes ist zu erwarten.— Ter agrarische Staatsrath. Nach dem Bericht des „Reichs-Anzeigers" wurden in der Sitzung des Staatsraths am Sonnabend, den 16. d. M., nach der Pause die Verhandlungen über Eisenbahnfrachten und Schiffahrtsgebühren fortgesetzt. Hierbei wurde zum Zweck der Verbilligung der landwirthschafllichen ?5roduktion und zur Beförderung des Absatzes landwirtyschafl- icher Erzeugnisse eine möglichst niedrige Gestallung der Eisen- bahn-Tarife für landwirthschaftliche Rohstoffe und Erzeugnisse empfohlen, lieber das Maß der Frachtherabsetzung ist ein Votum nicht abgegeben, wie auch die Frage, ob für bestimmte landwirthschaftliche Artikel außergewöhnliche Ermäßigungen für weitere Entfernungen einzutreten haben, besonderer Erwägung im Einzelfalle vorbehalten ist. Im übrigen ist die Einführung allgemeiner Tarife nach dem Prinzip der fallenden Skala— unter Berücksichtigung etwa entgegenstehender berechtigter lokaler Interessen— der Staatsregicrung zur Erwägung gestellt und im besonderen die baldige Ausdehnung der in den östlichen Provinzen bestehenden Vieh- Staffeltarife auf alle Landestheile befürwortet.— Die Einführung staatlicher Schiff- fahrts-Gebühren auf denjenigen natürlichen Wasserstraßen, welche vorzugsweise für die Einfuhr landwirthschafilicher Erzeugnisse des Auslnndes dienen, ist dagegen von dem Staatsrath nach Lage der Bestimmungen der Reichsverfassung und der inter- nationalen Schifffahrts-Karten als zur Zeit nicht spruchreif und ohne wesentliche Wirkung auf die Preisbildung des Getreides bezeichnet worden.— Die nächste Sitzung findet am Dienstag statt, da der Montag für die Berathungen der Kommission freigelassen worden ist. Aber_ die Rechnung des Finanzaristokraten stimmt nicht. Graf Greiss hat sich entwickelt; er ist nun vollständig reif ge- worden für unsere Gesellschaft. Er scheut vor nichts mehr zurück, auch nicht davor, sich zu prostituiren und verkauft sich gegen eine Million an die Tochter eines Bürgers, der seinen Reichthnm eben auch auf anrüchige Weis« gewonnen hat. Witt ist der Betrogene. Warum Rudolf Stratz den Grafen gerade als das Muster- beispiel für die Drohnenwirthschaft hinstellt? Soll Herr Witt, der Großkapitalist, die Arbeitsbiene vorstellen, die der Drohne nach dem Leben trachtet? Ist das Drohnendasein Witt's nicht noch bedenklicher, als das des leichtfertigen Schuldenmachers Ereiff, trotzdem Witt, bürgerlich höchst respektabel, von den Zinsen seines Kapitals sich nährt? Und wo vor allen Dingen bleibt die Lehre des Exempels? Es wird keine Drohne ans dem Bienenstock geworfen. Graf Greiff hat sich eine Million erheiralhet. Daß er dabei innerlich verkommen, er fühlt's nicht mehr, und die liebe, liebe Gesellschaft wird es ihn sicher nicht fühlen lassen. Nein, die satirische Absicht des Autors wird nicht ersüllt. In der Gesellschaft, die Stratz im Auge hat, gedeihen die Hallunken und leben prächtig aus Koste» der Arbeitsbienen. Mau sticht sie nicht nieder und darum bleibt die Satire von Stratz stumpf.— Schauspielerisch schufen Herr Reicher(Greifs) und Herr Nissen(Witt) Gestalten in voller, lebendiger Deutlichkeit. Hermann Zaber will in seiner Komödie„Hans, der Träumer", die im Neuen Theater aufgeführt wurde, Schwärmer und Schwindler, die mit dem Sozialismus aufgetaucht sind, treffen. Aber eine gar matte, fast kindliche Hand schwingt die Geißel. Daß es Heuchler giebt oder geben kann, die die sozia- listische Mitleidsphrase im Munde führen und als ausgemachte Spitzbuben ein Drohnendasein auf Kosten anderer führen, das wird niemand bestreiten. Wo hat Faber aber seinen unseligen Helden her und was bat der mit dem modernen Sozialismus zu schaffen? So wie der sozialistisch denkt, so denkt kaum in irgend einem Krähwinkel ein bürgerlicher Hansnarr vom Sozialismus, und gewiß nicht ein edler Schwärmgeist, ein idealistischer Träumer. Ein Mann, der sich an die Bleichröder, an die Roth. schild und an— den Freiherrn Stumm wendet, um seinen Plan durchzusetzen, dem Volk das geistige Brot zu reichen, der ist doch kindischer, als es selbst kindische Theatermanier erlaubt. Natür- lich fällt Hans, der Träumer, Schwindlern in die Hände, die ihm ein verkrachtes Theater, sein Volksbühnenhaus, zuschanzen. Aber seine gute Hausfrau, das Werb mit dem bekannten gesunden Menschenverstand, rettet ihre» dummen Hans aus den Händen der Gauner. Er ist von seinem Irrwahn genesen. Es ist möglich, daß ein rückständiges Publikum zu solchen Späßen lacht, in der geheimen Freude, nun hat der Sozialismus mit seinen weltbeglückenden Prospekten eins weg. Aber dann muß Aller Voraussicht nach werden die Verathungen jetzt bald zu Ende sein. Ueber den Hergang bei den Berathungen dieses Staatsraths wird erzählt, daß der Kaiser jeden Tag den Sitzungen, die von 10 bis 1 Uhr vormittags und von 1l-ß Uhr bis über 6 Uhr abends hinaus dauerten, ununterbrochen an- gewohnt und die Geschäfte geleitet hat. Von 1 Uhr bis LVz fand jedesmal in der Wohnung des Ministers v. Bötticher, die an den Sitzungssaal anstößt, ein gemeinschaftliches Frühstück statt.— Auch ein größeres Festmahl beim Reichskanzler hat bereits für die Mitglieder des Slaatsraths stattgefunden.— Nach Bill— Herbert. Nachdem Bill Bismarck Ober- Präsident von Ostpreußen geworden ist, soll nun Herbert Botschafter in St. Petersburg werden. General Werder, der langjährige Botschafter, ist abberufen worden, um am 1. April Herbert Platz zu machen. Zur Freude des einstmals boykottirten Vaters erhalten die Söhne jetzt die höchsten Aemter. Würde die Karriere der Söhne Bismarcks lediglich von ihren Ver- diensten abhängen, so hätten sie vielleicht den Rath vierter Klasse erreicht, vielleicht wären sie überhaupt aus dem Staatsdienste geschieden.— Ter Antrag Kanitz. Die Zahl der Unterschriften unter dem Antrag Kanitz hat sich um sechs vermindert. Der jetzt zur Vertheilung im Reichstag gelangte Antrag zählt nicht 103, sondern 97 Unterschristen. Sechs Polen haben ihre Unterschrift zurückgezogen. Uebrig geblieben sind aus den Reihen der Polen nur die Unterschriften von Dr. v. Komierowski und GrafKwilecki. Nicht ganz ein Viertel des Reichstages hat also den Antrag unterzeichnet. Unter- zeichnet haben jetzt sämmtliche Konservative mit Ausnahme der Herren v. Levetzow und Graf Schlieffen, sodann sämmt- liche Antisemiten mit Ausnahme von Bockel und Ahlwardt, die Hälfte der Freikonservativen, zwei Polen, acht konser- vative und zum bayerischen Bauernbund gehörige Wilde, ein einziger Nationallibcralcr, der Abg. Schwerdtfeger (2. Brannschwcig). Bon denjenigen Abgeordneten, welche im April 1894 gegen den Antrag stimmten, haben denselben zwei unterzeichnet.— Ei» neuer Kanitz. Dem Abgeordnete»hause ist ein Antrag des Abgeordneten v. Mendel-Steinfels zugegangen, die Staaleregieruug aufzufordern, einen Betrag bis zu zwanzig Millionen Mark zur Verfügung zu stellen zwecks Befriedigung des Kreditbedürfnisses landwirthschafilicher Genossenschaften(besonders ländlicher Darlehnskassen) und zwar zu einem entsprechend niedrigen, 2Vs Prozent nicht übersteigenden Zinsfüße.— Daß andere Gewerbetreibende an den Staat schon ein so unverschämtes Verlangen gestellt haben, ihnen zu LVs pCt. Geld zu pumpen, haben wir doch noch nicht gehört. Bescheiden sind die Agrarier nicht. Aber aufs Geschäft verstehen sie sich, das muß man sagen.— Eine„Mission des Friedens." Die Reklameblätter der 1. April-Gesellschaft veröffentlichen folgende Notiz: Als Präsident v. Wedell-Piesdorf im Jahre 1885 dem Fürsten Bismarck die Glückwünsche des Reichstags zum 70. Geburtstage überbrachte, antwortete der Fürst:„Es ist mir eine hohe Ehre, die Glückwünsche des Reichstages zu erhalten, und ich danke Ihnen für diese Mission des Friedens." Um eine Mission des Friedens handelt es sich auch jetzt. Und wer diese Mission des Friedens nicht billigt, ist ein Landesverräther, ein Feind der nationalen Größe und was nicht alles sonst noch. Gassenbnben-Geschimpfe und „Mission des Friedens"— das paßt nicht zusammen. Die Grattilation des Reichstägspräsidenten im Jahre 1885 wurde beiläufig als bloße geschäftsmäßige Förmlichkeit behandelt— wie das Aufstehen vom Platz bei der Ankündigung eines Todesfalls. Jetzt ist's aber anders. Jetzt soll's eine Manifestation zu gunsten der Blut- und Eisenpolitik, der Millionär- z ü ch t e r e i und des gemeinsten Streberthums sein. Und da kann kein anständiger Mensch mitmachen.— Sonntagsruhe in der Binnenschifffahrt. In der Kommission des Reichstags zur Berathnng des Binnen. schifffahrts- und Flößerei-Gesctzes ist der Antrag auf Ein- f tt h r u n g der Sonntagsruhe in der Binnen« schifsfahrt abgelehnt worden, und es sollen nun Erhebungen in Schisffahrtskreisen darüber angestellt werden, welche Gründe für und wider die Einführung der Sonntagsruhe sprechen. Möge man dabei auch eine von rheinischen Privatschiffern dem Reichstag vorgelegte Petition recht ein- gehend prüfen und— beherzigen. es schon sehr rückständig sein und sehr bescheiden im Maß der Kenntuiß vom sozialistischen Wesen. Im Lessing-Theater gab es am Sonnabend einen alten Gast in der guten Bedeutung des Wortes und ein neues Stück, von dem nicht ganz soviel des Lobes zu sagen ist. Da aber Gast und Stück für einander lebten, so drückte das Publikum gnädig ein Auge zu und spendete von den Ehren, die dem Künstler vollauf galten, in Bausch und Bogen auch dem Stück ein Theil, um das es sonst auf jeden Fall gekommen wäre. Herr Friedrich Hanse, der Gast, ist weltbekannt, und wer dem nunmehr 67 jährigen Künstler noch besonders neue Worte spenden wollte, der müßte das Lexikon der Lüge zur Hand nehmen. Die Vorzüge dieses in seiner Art wohl kaum erreichten Schauspielers waren von unfern Vätern bereits gerühmt. Wenn heute mit gutem Gewissen kon- statirt werden kann, daß Friedrich Haase im besten Sinne des Wortes der alte gevlieben ist, so ist das eine Anerkennung, die einem zweiten zu erringen wohl nicht so leicht fallen dürfte. Es ist nicht bekannt, ob und in welchen Beziehungen Herr Klau! Arsen, der Verfasser der Neuheit, zu dem Künstler steht, aber daß das Schauspiel„Am Spieltisch des Lebens" bedenkliche Aehnlichkeit mit jenen Stücken hatte, die einem bedeutenden Sfünstler auf den Leib geschrieben werden, war auch dem Unbefangensten klar. Es handelt von dem armen Mädchen, das von seinem leichtfertigen Kavalier verlassen wird, sobald diesem Braven eine Geldbeirath winkt. Das arme Mädchen heirathel aus Acrger und Noth einen alten Gecken. Beide Ehepaare werden GutSnachbarn, die ganz leidlich auf guten Fuß miteinander geblieben wären, wenn rnchtein aller Bekannter des jungen Glückspilzes, der von diesem durchs Spiel moralisch und materiell ruinirr worden, aus Amerika zurückgekehrt wäre und im heillosen Skandal dem Alten einen Floh ins Ohr gesetzt hätte. Glücklicherweise kann das Wappen eines Mannes vom Adel nur dann beschimpft werden, wenn pikante Beziehungen in sein Eheglück eingreifen; was vor der Trauung geschehen, geniert im gründe nicht. Das bedenkt der sechszigjährige Edelmann und daher löst er den ärgerlichen Zwist, so gut es geht, in Wohl- gefallen auf. Geckenlhum. Bonhommie, Gebrochenheit— diese ganze Skala konnte in den vier Akten des Stückes von unserem Gast in allen Tonarten meisterhaft variirt werden. Wenn sein alter Kavalier vielleicht im Anfang zu giggerlhast war, so ,vird der verständige Zuschauer das einer kleinen, gewiß verzeihlichen Kaprice des Künstlers zu gute halten. Von den sonst im Schau- spiel Mitwirkenden verdienen die Damen Reiche» dach und Riska, welchen die beiden weiblichen Hauptrollen deS Stückes zugefallen waren, besonders ehrend erwähnt zu werden. Es wird in dieser Petition bemerkt, daß die Bekanntwerdung der im Reichstage laut gewordenen Absicht, die gesetzliche Sonn- tagsruhe auch auf das Binnenschifffahrts-Gewerbe auszudehnen, in den Kreisen der holländisch-rheinischen Schiffs- und Dampf- schiffsbesitzer großes Interesse verursacht habe und daß es nach der bereits auf dem allgemeinen deutschen Binnen- schifffahrts-Kongreß zu Berlin zum Ausdruck gekommenen Zu- stimmung der großen Mehrheit der Privatschiffer wohl nicht nothwendig sein würde, nochmals die Zustimmung zu erkennen zw geben, wenn nicht inzwischen von feiten einer Anzahl rheinischer Rbedereien gegen die Einführung der Sonntagsruhe agitirt würde, wodurch die Reichstags-Kommission leicht in den irrthüm- lichen Glauben gerathen könnte, daß der rheinische Schifferstand gegen die Sonntagsruhe und Sonntagsheiligung sei. Es haben sich bereits Vereinigungen von Privatschiffern und Kapitänen ge- bildet, die Sonntagsruhe auf holländischem Gebiete, wo auch kein gesetzlicher Zwang besteht, freiwillig durchzuführen. Der von den Gegnern der Sonntagsruhe gemachte Einwand bezüglich der Einbuße an Verdienst sei nicht st i ch h a l t i g; dieselbe würde um so leichter überwunden werden, wenn die gesetzliche, allgemeine Sonntagsheiligung durchgeführt werden sollte. Auch sei der Einwand, daß die Natur der Schifffahrt genügend Ruhe- pausen auserlege, kaum zutreffend; bei niedrigem Wasserstande ruhe die Schifffahrt höchst selten, im Gegentheil würden die Privatschiffer dann gerade besonders stark beschäftigt. Beim Laden und Löschen sowie in der Fahrt bestehe kaum noch eine Nachtruhe bei den Schiffern. Trotz dem bestehenden Gesetze der Sonntagsruhe würde das Laden und Löschen auch jetzt noch immer an Sonntagen in großem Umfange betrieben, da die Erlaubniß dazu nur selten versagt wird. Eine Winterruhe trete auch nicht in jedem Jahre ein. Eine Gefährdung der Fahrzeuge, Güter und Personen können die Privatschiffer in der Sonntagsruhe nicht erblicken, da für die Fälle von Roth und Gefahr kein Verbot gemacht werden soll, und sie wünschen daher als christlich gesittete Männer, der Segnungen der staatlichen Fürsorge für das geistige und leibliche Wohl der Bevölkerung ebenso gut theilhaftig zu werden« wie jeder andere Stand im deutschen Lande. Es ist allerdings bitter für die Mehrheit der betreffenden Kommission, sich von diesen Schiffern über die einfachsten „christlichen" Grundsätze unterrichten lassen zu müssen. Agitation gegen die Tabaksteuer. Wie berichtet wird, hat auch die Karlsruher Handelsk am m e r an den Reichstag eine Petition wegen Ablehnung der Tabak- Fabrikat st euer gerichtet.— Morgen am Dienstag findet in Berlin eine große Protestkundgebung der Tabaks- intcressenten gegen die Miquel'schen Tabaksteuerpläne statt.— Die Genossenschafte» und die Sozialdemokratie. An dem mageren Knochen des Vortrages des Genossen Dr. Arons über das Genossenschaftswesen delektiren sich „Berl. Tagebl." und„Volks-Ztg." Letzteres Blatt will einen Gegensatz zwischen den Abgg. Herbert und Robert Schmidt konstruiren, weil Genosse Herbert letzter Tage den Stettiner Konsum- und Sparvcrein erobert hat und Genoffe Robert Schmidt sich gegen die Gründung von Konsum» vereinen ausgesprochen hat. Daß es etwas anderes ist, den Gegnern eine für diese werthvolle Position abzunehmen und selbst derartige Organisationen zu gründen, liegt auf der Hand. Die„Bolks-Ztg." knüpft an die Erörterung dieser Sache die Bemerkung, daß Genosse Robert Schmidt sich vor seiner Rede gegen Genossen Dr. Arons mit der Parteileitung in's Einver- nehmen gesetzt haben dürfte. Dazu hatte Genosse Schmidt eben- sowenig wie irgend ein anderer Redner in den Versammlungen über das Genossenschaftswesen auch nur die mindeste Veran- lassung. Wir können übrigens noch versichern, daß niemand in der Partei, selbst Genosse Arons eingeschlossen, der von der liberalen Presse erörterten Frage irgend eine Bedeutung für die Partei beimißt.— Der Dreibund zwischen Deutschland, Oesterreich und Italien ist jetzt auf's neue fest begründet worden: Die „Weber", das Hauptmann'sche Schauspiel, sind jetzt glücklich in allen drei Staaten verboten. Deutschland, das ja überhaupt mehr und mehr seinen Stolz darein zu setzen scheint, an der Spitze der internationalen Reaktion zu marschiren, ging mit diesem Verbot voran; Oesterreich folgte,— und nun ist auch in Italien die Aufführung des staatsgefährlichen Stückes verhindert worden. Wie uns aus Venedig gemeldet wird, hat die dortige politische Behörde die schon angekündigte Aufführung der„Weber" aus Rücksicht auf die„öffentliche Ordnung" und Sicherheit zu verbieten beschloffen. Nun ist der europäische Fried« gesichert.--» Die Wahlreform in Oesterreich, an der nun schon so lange herumgedoktort wird, scheint jetzt etwas mehr in Fluß zu kommen und es scheint sich jetzt auch etwas Licht über den Regierungs- Vorschlag zu verbreiten, der dem Wahlreform-Ausschuß gemacht worden ist. Unter den Einwendungen, die dem vorjährigen Regierungsentwurf seitens des Grafen Hohenwart und seiner Gesinnungshenoffen gemacht wurden, war die wichtigste und am hartnäckigsten festgehaltene gerade diejenige, welche sich gegen die Errichtung einer fünften Kurie deswegen kehrte, weil hierdurch die weniger als fünf Gulden zahlenden direkten Steuerträger mit den keinerlei direkte Steuer zahlenden neuen Wahl- berechtigten zusammengeworfen, proletarisirt und der wohl» disziplinirten sozialdemokratischen Organ i» ation ausgeliefert würden. Auf die Beseltigung äeser Einwendung scheint die Regierung nun Haupt- sächlich bedacht gewesen zu sein, und so ist der neue Vorschlag entstanden, welcher dem Subkomitee des Wahlreform- Ausschusses unterbreitet wurde und der gegenwärtig die Grund« läge seiner Berathungen bildet. — Die„Neue freie Presse" theilt als Grundzüge dieses Re« gierungsentwurfs folgendes mit: 1. Das bestehende, auf der Jnteressen-Ver« tretung aufgebaute Wahlsystem wird aufrechterhalten und zu den bestehenden vier Wäylerklaffen: Großgrundbesitz, Handelskammer, Stadt- und Landgemeinden, tritt eine fünfte Wählerklnffe der neuen Wahlberechtigten hinzu. 2. Diese Wählerklaffe besteht jedoch au? zwei Wahlkörpern, von denen jeder für sich wählt. 3. Dem ersten dieser Wahlkörper gehören alle Wähler an, welche eine direkte Steuer zahlen und nicht schon nach dem bestehenden Gesetze einer der vier ersten Wählerklaffen angehören, also im allgemeinen diejenigen, welche eine direkte Steuer zahlen, die weniger ali fünf Gulden beträgt. 4. Dem zweiten Wahlkörper gehören an die q u a l i f i« zirten Jndustrie-Arbeiter. insbesondere die Mit- glieder der Krankenkassen, und dann die übrigen, keine direkten Steuern zahlenden Personen, welchen etwa außerdem noch das Wahlrecht ertheilt werden soll. 5. Auf jeden Wahlkörper der neuen Wählerklaffe zu« sammen sollen ungefähr 70 neue Mandate entfalle», um welche die Gesammtzahl der Abgeordneten zu vermehren ist. 6. Die Regierung wird für die neue Wählerklaffe eine Wahlkreis- Eintheilung ausarbeiten derartig, daß in jeden Wahlkreis immer die beiden genannten Wahlkörper und iu keinem derselben nur ein Wahlkörper wählen wird. Die„Neue Freie Presse", der diese Informationen zugehen, die trotz eines offiziösen Dementis wohl richtig sein dürften, bemerkt dazu, daß— nachdem seit der Einbringung dieses Vor- 'chlages über ein ständiges Fortschreiten der Arbeilen des Sub- komitees berichtet wird— angenommen werden müsse, daß das vorstehend skizzirte Projekt die Zustimmung aller im Subkomitee vertretenen Parteien wenigstens grundjätzlich erhalten hat. und * es sei damit eine ganze Reihe anderer Projekte, wie namentlich hiesigen Beitungen versammelten fich gestern, ump Bei der Gemeinderathswahl in Gera unterlag ber Dasjenige der mit Wahlrecht auszustattenden die Lage zu besprechen, und faßten einen Beschluß, worin Genosse Betterlein mit 256 gegen 411 Stimmen, welche der Arbeiterkammern ausgeschlossen worden. der Regierung mitgetheilt wird, daß, falls nicht für die fortschrittliche Kandidat auf sich vereinigte. Es zeigt sich, daß man jezt in Desterreich von dem all. Sicherheit des Lebens und Eigenthums der Journalisten Gewähr gemeinen und gleichen Wahlrecht weiter entfernt ist wie geleistet wird, alle Zeitungen von heute ab zu erscheinen auf- Maifeier. Eine Parteiversammlung in Leipzig beauf je. Bewunderungswerth an dem neuen Entwurf ist nur, mit hören. Da die Regimentskommandeure mit der Offiziersabordnung tragte ein Komitee von 17 Mann mit den Vorarbeiten zur Maiwelchem Raffinement man es verstanden hat, die Arbeiter an den in dieser Angelegenheit gleiche Stellung genommen haben, so feier. In derselben Versammlung berichtete das Agitations Wahlen zum öfterreichischen Parlament nur im denkbar geringsten besuchte der Journalisten- Ausschuß den Ministerpräsidenten tomitee über das negative Resultat eines Birkulars, das es in Umfang theilnehmen zu lassen. Daß die österreichischen Arbeiter Sagasta, der erklärte, die Frage sei eine sehr ernste, er werde Gemäßheit eines früher gefaßten Parteibeschlusses an diejenigen mit diesem Linsengerichte nicht zufrieden sein werden, versteht sich jedoch nach einer Berathung mit dem Kriegsminister und dem Saalinhaber gerichtet hatte, die bisher der sozialdemokratischen von selbst. Die österreichischen Machthaber wollen den Kampf Generalfapitän endgiltige Zusicherung geben. In einer zweiten Partei ihre Lokale zu Versammlungen verweigerten. mit dem organisirten Proletariat. Er wird ihnen nicht erspart Unterredung gab Sagasta den Journalisten die gewünschte bleiben. Bürgschaft. Die Zeitungsbureaus wurden sofort durch Polizei- Die Landes Versammlung der Sozialdemokraten schuhwachen besetzt. Hierauf versammelten sich gegen tausend Württembergs findet am Sonntag, den 14. April, und event. Die Molochanbeter haben sich aus der Schweiz Offiziere, unter ihnen kommandiren de Generale, im am Montag, den 15. April, in Stuttgart statt. Als vorläufige einen Eideshelfer geholt, der für ihren Mordgößen zeugen Militärklub. Es wurde durchs Loos entschieden, welche Offiziere Tagesordnung ist in Aussicht genommen: 1. Thätigkeits- und soll gegen das Milizsystem. Sie führen in ihren Beitungen die Journalisten, deren Blätter die beleidigenden Artikel ver- Raffenbericht des Landesvorstandes und Bericht der Revisoren. den Artikel eines unzweifelhaft schweizerischen Blattes spa- öffentlichten, zum 3 weikampf fordern sollten, und es wurde 2. Bericht über das Partei- Organ. 3. Parlamentarisches. zieren. Ob aber der Verfasser des Artikels ebenso un- die sofortige Unterdrückung solcher Blätter verlangt, die ehren- 4. Beschwerden. 5. Organisations- und Agitations Anträge. zweifelhaft schweizerisch ist, wie wenigstens topographisch rührige Artikel veröffentlicht haben. Hierauf nahm das ge- 6. Neuwahl des Landesvorstandes. 7. Berschiedenes.. das Blatt, das ist allerdings einigermaßen fraglich; das fammte Ministerium seine Entlassung. Marschall betreffende Blatt ist die sattsam bekannte ,, Neue Züricher renden der Madrider Garnison ernannt wurde, stellte die meindevertretungen. Unsere Genossen in Mähren Martinez Campos, der sofort zum Oberstkommandi Sozialdemokratische Wahlsiege in mährischen Ges Beitung". Die Neue Züricher Beitung" ist, feit Bis- Ruhe wieder her und drohte, gegen die Beitungen, welche die haben in letzter Beit sich fleißig an den Gemeinderathswahlen be march in Deutschland ans Ruder kam, bismarckisch- junkerlich Armee beschimpfen, das Kriegsrecht in Anwendung zu theiligt und haben dem Brünner Volksfreund" zufolge in wie die Norddeutsche Allgemeine Beitung", so daß sie bei bringen.verschiedenen Orten ihre Kandidaten durchgebracht. So siegten den demokratischen Schweizern in den Verdacht gekommen Spanische Kolonialschmerzen. Nach einer amtlichen in Hullein unsere Genossen im dritten Wahlkörper mit einer ist, aus dem deutschen Reptilienfonds gespeist zu werden. nach Madrid gerichteten Depesche aus Manilla( auf den Majorität von 63 Stimmen gegen die klerikalen Kandidaten, Das ist nun sicherlich nicht wahr und der Reptilienfonds Philippinen der spanischen Kolonien in Ostasien) hat am 10. d. m. während bei den Wahlen in Jezer, Bosorik und Sumiz besteht ja auch seit einigen Jahren nicht mehr, ein entscheidendes, für die Regierungstruppen fiegreiches Gefecht die Gemeindevertretung ganz in sozialdemokratische aber die republikanische" Schweiz enthält zahlreiche Real bei Marahuit auf Mindanao stattgefunden. Die Aufständischen Hände übergegangen ist. Die Kleritalen, welche die äußersten tionäre, die der Demokratie gerade so feindlich sind und hatten 108 Todte, darunter den Sultan und dessen Sohn, sie Anstrengungen machten, um die Wahl der Sozialdemokraten zu ein demokratisches Wehrsystem ebenso hassen, wie unsere verloren ferner 4 Ranonen. Die spanischen Truppen verloren hindern, wurden in allen Orten geschlagen. Ein Bravo der 2 Offiziere und 15 Mann. wackeren Arbeit unserer Genossen! Reaktionäre im taiserlichen Deutschland. Und aus denselben Gründen reaktionär. Der eidgenössische Eideshelfer bringt protestirt wird. Infolge der gegen die beiden schwedischen Wie in Schweden gegen Majestätsbeleidigungsprozesse nämlich nichts anderes vor, als was unsere deutschen Moloch Arbeiterblätter Arbetet" und Moloch- proteſtirt ,, Socialdemocraten" erhobenen anbeter gegen unseren Milizantrag im Reichstag vorgebracht Anklage auf Majestätsbeleidigung wegen eines Referates über haben. Ja doch etwas anderes bringt er vor, allein die Arbeiterversammlung in Malmö, von der wir neulich ber es ist auch nichts Neues, sondern nur etwas, was die richteten, wurde in Stockholm eine von etwa 8000 Menschen bedeutschen Molochanbeter zu vorsichtig waren auszu suchte Protest versammlung abgehalten. Der Redakteur sprechen: nämlich, daß das stehende Heer gegen des Socialdemocrat" Carleson hob hervor, daß es das Recht Die Sozialdemokratie, also gegen das eigene welche die Zukunft der Union in das Abenteuerliche hinein polizeilich verboten wurden, haben, wie die Neue Wurzener der Presse und der Demokratie sei, eine Politik zu tadeln, die Vorstandssitzungen des Wahl und des Volksbildungsvereins -Während am letzten sächsischen Bußtage in Wurzen Bolk nothwendig ist. Das haben wir ja stets gesagt, daß das stehende Heer und forderte schließlich alle Demokraten auf, für das Recht des Zurnvereine getagt, um sich über die Form der Bismardtreibe", er vertheidigte Norwegens Recht auf Selbständigkeit Beitung" mittheilt, die Vorstände verschiedener patriotischer dem inneren Feind" gilt. freien Wortes einzustehen. Es sprachen dann noch zwei andere Wir danken dem eidgenössischen Eideshelfer, daß er Redner, welche es als das größte Majestätsverbrechen verherrlichung zu einigen. Wenn zwei dasselbe thun uns dies bestätigt und so hübsch aus der hule bezeichneten, den König in Unwissenheit über geschwatt hat. die wahre Voltsstimmung zu halten und die gegen die bruderkriegerischen Neiguncen der chauvinistischen Kreise protestirten. Es wurde schließlich beschlossen, ein Telegramm nach Christiania an den Arbeiterbund zu senden und die Sympathien der schwedischen Arbeiter für das norwegische Volt auszudrücken. Fortschritte der Demokratie in der Schweiz. Die Revision der Verfassung des Kantons Solothurn, umfassend die Berfaffungsinitiative, Wahlen nach Proportionalsystem und die Finanzreform, ist am letzten Sonntag mit 8342 gegen 2777 Stimmen angenommen worden. Amnestie in Italien. Wie römische Blätter mit theilen, wird die Amnestie sich auf 655 Verurtheilte erstrecken. Für 480 derselben ist eine Verminderung der Strafe um ein Drittel eingetreten; die übrigen 175 werden durch die Amnestie straffrei. Crispi als Komödiant. In Rom wird heute zum Garibaldi Denkmal der Grundstein gelegt. Es findet eine große Boltsfeier statt. Der König und die Königin nehmen theil daran und die Festrede hält Crispi. Neuwahlen in Serbien. Durch einen Utas des Königs vom gestrigen Tage werden die Neuwahlen zur Stuptschina auf den 19. April angeordnet. Polizeiliches, Gerichtliches ze. -Würzburg, den 18. März.( Privattelegramm des Borwärts".) Der Genosse Ga Im wurde wegen Offiziersbeleidigung zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt. wurde Genosse R. Rautsty, Redakteur der Neuen Zeit" in -Wegen Beleidigung eines Dr. Zuns aus Frankfurt a. M. Stuttgart, zu 20 M. Geldstrafe verurtheilt. Stuttgart, zu 20 M. Geldstrafe verurtheilt. Soziale Uebersicht. Eidel u. Glinice, Wasserthorstr. 50, und Otto Lundershausen, Achtung, Metallarbeiter! Die Streits bei den Firmen Brinzenstr. 99, dauern unverändert fort. dauern unverändert fort. Wir bitten auch weiterhin um strengste Fernhaltung des Zuzuges. Der Vorstand des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Aus Russisch- Polen wird die Nachricht verbreitet, es hätten während der letzten Tage in Lodz und in Das Grubenunglück in dem Hohenegger- Schacht bei Ralisch zahlreiche Verhaftungen, angeblich infolge der Troppau erweist sich als viel schrecklicher als anfangs an Entdeckung eines nihilistischen Geheimbundes, genommen wurde. Bis zum Sonnabend Abend waren 50 Todte stattgefunden. Sämmtliche Verhaftete, auch die aus Lodz zu Tage gefördert. Eine Depesche vom Sonntag meldete: und Kalisch, sollen in der Warschauer Zitadelle internirt Aus dem Hohenegger Schacht wurden 43 Leichen worden sein. Sie sollen fast ausschließlich den intelligenten geborgen; 6 Arbeiter werden noch vermißt, 11 Schwer verwundete befinden sich in Hospitalpflege. Auf AnKreisen angehören. ordnung des Erzherzogs Friedrich wurden den Wittwen der Opfer der Katastrophe fofort je 100 Gulden ausgezahlt. Erz herzog Friedrich hat ferner angeordnet, daß jeder Wittwe und jeder Waise aus den Mitteln des Bergwerks jährlich ein gleicher Betrag, wie die aus der Bruderlade zu bewilligende Pension, ausauf Kosten des Werfes. Der Landespräsident ist hier eingetroffen gezahlt wird. Die Beisetzung der Verunglückten erfolgt ebenfalls und hat den Schacht und die Leichen besichtigt und die Berwundeten besucht. Clovis Hugues, ein Mann, den niemand ernst nimmt, der alles eher ist, als ein Mann, der im Namen der französischen Vom oftasiatischen Kriegsschauplatz. Nach den Sozialdemokratie zu sprechen nicht das Recht hat, sprach sich bei der Gedächtnißfeier der Pariser Kommune gegen einen Antrag auf neuesten Nachrichten haben die Japaner wieder Erfolge Aufhebung der stehenden Heere, sowie gegen die„ Germanifirung gehabt. Wie aus Shanghai gemeldet wird, nahmen die der sozialen Jdee" aus, so lange Deutschland Elsaß im Besitze Japaner in der Nähe von Niutschwang die auf drei habe. Dem orleanistischen„ Soleil" zufolge fügte Hugues hinzu, er habe mit den deutschen Sozialisten, welche eine schändliche Romödie spielten, endgiltig gebrochen. Wenn auch unsere Gegner diesseits und jenseits der Vogesen diefe Aeußerungen mit Wohlgefallen registriren, so werden sie an den freundschaftlichen Beziehungen zwischen der deutschen und französischen Sozialdemokratie nicht das geringste ändern. Zum Kampf unserer belgischen Genossen für das allgemeine Wahlrecht bei den Gemeindewahlen liegt folgende Depesche aus Brüssel vor: Brüffeler Blätter theilen mit, daß die Androhung des Generalausstandes im Lande bereits ungeheuren Schaden verursacht hat. Es sind bisher für mehrere Millionen Frants Bestellungen bei den Rohlen- Bergwerfen zurückgezogen worden und deutschen Kohlen- Bergwerken überwiesen. Ein Staatsstreich in Spanien- das ist das neueste. Und was für uns das interessanteste ein Staats Streich gemacht über den Kopf der Regierung hinweg, gegen den Willen des Ministeriums Sagasta, von den Prätorianern der Armee. Die Armee, angeblich die Hauptstütze der Ordnung und des Gesetzes, hat sich über das Gesez, und einen Militärdiktator an die Spige der Regierung gestellt. $ Monate berechneten Borräthe der chinesischen Truppen in der Mandschurei fort. Die Chinesen müßten sich daher ergeben oder nach Peking zurückziehen. Die dritte japanische Armee, welche Weihaiwei nahm, ist nunmehr für den bevorstehenden Feldzug in der Provinz Petschili bestimmt. Aus Petersburg wird noch telegraphirt, der Vertreter China's habe Auftrag erhalten, die Intervention Rußlands zu gunsten der unveränderten Aufrechterhaltung des Länderbesizes China's auf dem Kontinente für den Fall nachzusuchen, daß Japan auf Gebietsabtretungen auf dem Festlande bestehen würde. Parteinachrichten. Depeschen: ( Privattelegramme des Vorwärts.") Leipzig, 18. März, 6 Uhr abends. Das Reichsgericht hat heute die Revision des Urtheils gegen Genossen Eichhorn, verantwortlichen Redakteur der Sächsischen Arbeiter- Beitung", verworfen. " " Dresden, 18. März, 7 Uhr 30 Min. Gegen den früheren Zum Frauen- Wahlrecht. Um die Nothwendigkeit der verantwortlichen Redakteur der Sächsischen Arbeiter- Zeitung" Forderung des Frauen- Wahlrechts auch in solchen Orten zur Besprechung zu bringen, in denen aus irgend welchen Genossen Reichardt wurde wegen Militär- und anderer Be Gründen Versammlungen nicht stattfinden tönnen, soll ein Flug- leidigungen auf 1 Jahr und 3 Monate Gefängniß erkannt. blatt zur Verbreitung fommen. Es werden daher die Kreis. Vertrauenspersonen ersucht, im Laufe dieser Woche der Unterzeichneten mitzutheilen, wie viel Flugblätter sie für ihren Streis zu haben wünschen. Ottilie Gerudt, Berlin O., Blumenstr. 26. " Eschwege, den 18. März 1895, abends 11 Uhr 33 Min. Bei der heutigen Stichwahl erhielt Huhn( Sozialdemokrat) 6117 Stimmen, Pastor Jskraut 9864 Stimmen. Wolff's Telegraphen- Bureau. " Der eigentliche Anlaß zu der Ministerkrisis, die für Spanien Um gegen die Tabakstener Protest einzulegen, hatten Berlin, 18. März. Der Berliner Korrespondenz zufolge sehr verhängnißvoll werden kann, ist in dem Unfug der spani- sich am Montag Abend gegen 2000 Personen aller Stände im genehmigte der Bundesrath die Novelle zum Branntweinsteuerfchen Soldatesta zu sehen, über den wir in der letzten Nummer be Saale des„ Odeon" in Halberstadt versammelt. Das Referat geset mit einigen Abänderungen. richteten, und der darin bestand, daß in Madrid eine Gesellschaft von hielt der Reichstagsabgeordnete Genosse Förster. In der Berlin, 18. März. Die Berliner Rorrespondenz" meldet: 300 Offizieren in die Geschäftsräume der Zeitung, Globo" Diskussion theilte Genofje Adler mit, daß die Halberstädter Nach Bestimmung des Kaisers werden am 1. April zur drang, dort alles durcheinander warf, den Direktor und zwei Fabrikanten bereits allen ihren Arbeitern gekündigt hätten. Feier des achtzigsten Geburtstages des Fürsten Bismarc Redakteure verwundete und ähnliche Rohheiten dann in der Folgende zwei Resolutionen, von denen die eine dem Reichstag, die Reichs- und Staatsgebäude beflaggt. Dieselbe Kor Zeitung, Resumen" wiederholte. die andere dem Magistrat zugestellt werden soll, fanden einstimmige respondenz" meldet: Der Entwurf eines Börsengesetzes nebst Da sich die Generäle und die übrigen Offiziere der Garnison Annahme: Die am 11. März 1895 im Saale des Odeums der Begründung wird zufolge Allerhöchster Ermächtigung mit den 300 Standalmachern solidarisch erklärten, ist der zu Halberstadt tagende öffentliche Volksversammlung, welche nunmehr vom Reichskanzler dem Bundesrathe vorgelegt werden. Ministerrath, mit Ausnahme des Kriegsministers überein- von 2000 Personen besucht ist, erklärt, daß sie von der Bayonne, 18. März. Nach brieflichen Mittheilungen aus gefommen, seine Entlassung zu nehmen. Der Ministerpräsident Annahme der Tabakfabrikat- Steuer den Ruin einer blühenden Madrid von gestern dauert die Erregung der Offiziere gegen die Sagasta begab sich nach dem Palais, um der Königin Industrie, das Elend von 4000 Arbeiterfamilien, den Unter Presse fort. Während der vergangenen Nacht ließen mehrere Regentin die Entlassungsgesuche des gesammten Rabinets zu gang zahlreicher Kleinfabrikanten, Sinken der Löhne aller Ar- Blätter ihre Arbeitsräume durch bewaffnete Leute bewachen, um überreichen, welche angenommen wurden. beiter, Schädigung zahlreicher Händler und Kaufleute und eine etwaige Angriffe abwehren zu fönnen. Im Laufe des Tages Ueber die Vorgänge nach jenem durch die Offiziere verübten riesige Verschärfung des schon vorhandenen Nothstandes er wurden die Bureau's durch Polizisten bewacht. Es fand jedoch Standal und die unmittelbare Ursache zur Ministerkrisis wird wartet. teinerlei Zwischenfall statt. unterm Datum des 18. März noch folgendes gemeldet: Nach Die Versammlung steht auf dem Standpunkte, daß ein dem Militär Strafgesetzbuch gehören Verleumdungsvergehen, jeder Reichstags Abgeordneter, der dieser Vorlage in irgend die von der Presse gegen die Armee begangen werden, vor einer Form zustimmt, am Wohle des deutschen Volkes frevelt das Kriegsgericht, während das bürgerliche Gefeß fie vor und begt die feste Zuversicht, daß ein derartiger Schlag gegen die Geschworenen verweist. Der oberste Gerichtshof hat sich zu die Wohlfahrt des Volkes von feiner Reichstags- Mehrheit geführt gunsten dieses letteren Verfahrens ausgesprochen. Als trotzdem werden darf." der Kriegsminister, in Uebereinstimmung mit dem Wunsche der Die heutige von 2000 Personen besuchte öffentliche BoltsOffiziere der Garnison, dem Ministerrathe den Erlaß einer Ver- versammlung ersucht den Magistrat und die Stadtverordneten ordnung vorschlug, durch welche die fraglichen Vergehen den von Halberstadt zur Abwehr eines für die Mehrbeit aller Halber- Nio de Janeiro, 18. März. Vor einigen Tagen brach in Kriegsgerichten überwiesen werden, betämpften die meisten der städter, unheilvollen Schlages sofort eine Petition gegen die der hiesigen Militärschule eine Me uterei aus, die aber dem bürgerlichen Element angehörenden Minister diese Forderung, Tabakfabrifat- Steuer an den Reichstag zu senden." bald durch herbeigerufenes Militär unterdrückt wurde. Die und Sag a sta erklärte, es sei ihm unter diesen Bedingungen Schule, welche gegen 800 Kadetten und Studenten zählt, wurde nicht möglich, die Regierung weiter zu führen. Gemeindevertreter- Wahl. Bei der am 13. März ftatt- bis zum Mai geschloffen. Viele der Zöglinge sind entlassen, Am Sonntag Abend hat darauf der Marschall Martinez gehabten Wahl der Gemeindevertreter in Langenfelde andere gänzlich aus den Reihen der Armee gestrichen worden, Campos das Kommando über die Madrider Garnison Stellingen( Holstein) wurde in der dritten Klasse der von ein Theil derselben befindet sich in Festungshaft. Die übernommen, und gleichzeitig wird dieser General wahrscheinlich den Sozialdemokraten aufgestellte Genoffe W. Scheffler mit Meuterei soll sich gegen den Kommandeur der Schule gerichtet Ministerpräsident werden, dann also gleichzeitig 104 Stimmen gewählt, der Kandidat des Bürger und des haben. die politische und die militärische Macht in seiner Grundeigenthümer- Vereins erhielt 60 Stimmen. Im zu sehen, ( Depeschen- Bureau Herold.) Hand vereinigen. ob in der ersten und zweiten Klaffe auch Gemeindemitglieder Sofia, 18. März. Einer Meldung der Swoboda" zufolge Die höchft tritische Lage in Spanien wird auch durch vorhanden wären, die einem Sozialdemokraten ihre Stimme ist Stambulow neuerdings unter Antlage gestellt worden, weil folgende Depesche der„ Centr. News" aus Madrid vom geben, waren auch für diese Klassen zwei Genossen aufgestellt; er sich weigerte, in seinem Hause eine polizeiliche Haussuchung 18. März grell beleuchtet: Die Redakteure der dieselben erhielten aber keine Stimmen. stattfinden zu lassen. Berantwortlicher Redakteur: J. Dier!( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. " Madrid, 18. März. Die gesammte Breffe giebt der Hoffnung Ausdruck, Martirez Campos werde die genügende Autorität besigen, um eine Erneuerung solcher Zwischenfälle, wie sie in jüngster Zeit vorgekommen sind, zu verhindern. Campos hatte, wie verlautet, noch bevor ihm die Absicht Sagastas, sein Amt niederzulegen, bekannt war, demselben seine Dienste als Soldat angeboten. Heute hatte Campos eine lange Unterredung mit den Generalen der hiesigen Garnison. 11 Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 66. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. " # : Dienstag, den 19. März 1895. 12. Jahrg. ihrer Thätigkeit können sie faum erwarten. Der Beamte wird also ihnen verdanken wir die Erwerbung und die Erhaltung der fich bemühen, nach der Schablone zu arbeiten, um bei den vor- Kolonien. Wir werden auch der wissenschaftlichen Thätigkeit in gesetzten Behörden nicht anzustoßen. Diese Schablonenhaftigkeit den Koloniengebieten nicht entbehren fönnen. Der Sammel- und ist auch nicht vortheilhaft für die Verwaltung. Nun soll Herr Forschungseifer unserer Beamten wird allseitig von der Wissen= 63. Sigung vom 18. März 1895, 1 Uhr. v. Wißmann und Herr Peters die Verwaltung übernehmen. Diese schaft anerkannt. Wir haben Ergebnisse aufzuweisen, wie andere Am Bundesrathetische: von Marschall, Rayser. Die zweite Berathung des Reichshaushalts Etats wirthschaftlichen Unternehmungen verstehen sie doch nichts. Ats außerordentlich viel geschehen, um dem Sklavenhandel und den Herren verstehen Expeditionen schneidig zu führen, aber von Kolonien in Jahrzehnten nicht erzielt haben. Es ist in Ostafrika wird fortgesetzt beim Etat der Schuhgebiete. Fürst Bismarck die Rolonialpolitik inszenirte, sprach man davon, Stlavenjagden ein Ende zu machen. Am Vittoriasee hat der SklavenBeim Etat des ostafrikanischen Schuhgebietes daß die Handelsgesellschaften die Hoheitsrechte und zwar bei den Ausgaben ausüben raub aufgehört. Wir werden nicht nachlassen, auf diesem Wege für die Zivil- follten; verwaltung berichtet zunächst der Referent Prinz Arenin Kamerun wollten davon nichts wissen, aber Janzen und Thormählen und Wörmann weiter fortzuschreiten, mag Herr Richter unsere Verwaltungen berg über die Kommissionsverhandlungen; über welche die blos für Neuguinea das Privatunternehmen übrig geblieben. Die( Bustimmung rechte.) und so ist mit schweren Angriffen oder mit Hohn und Spott überhäufen. Tagespresse bereits ausführlich berichtet hat. Zolleinnahmen sind zurückgegangen; die Elfenbeinausfuhr hat abAbg. Richter( frs. Vp.): Der Ehrbare Kaufmann" in genommen; durch die Heuschreckennoth ist eine Hungersnoth ent- wären, würden wir auch schon größere Erfolge aufzuweisen Abg. Graf Arnim( Rp.): Wenn wir 5 Jahre weiter Hamburg hat in seinem Jahresberichte bemerkt, daß in den standen. Jetzt setzt man alle Hoffnungen cuf die Eisenbahn. haben. An Rolonialwaaren beziehen wir nach Deutschland für Rolonien ein zu bureaukratischer und zu militärischer Geist vor- Was soll dabei aber herauskommen, da kein Verkehr vorhanden 380 Millionen Mark, wovon 300 Millionen in's Ausland fließen. herrsche; die Leistungen der Verwaltungen ständen mit ist. Vom Personenverkehr kann doch keine Rede sein; die Be- Herr Richter sollte das Buch von Peters lesen, der die Wichtig= den gemachten Aufwendungen nicht im richtigen Verhältniß. völkerung im Innern hat kein Bedürfniß nach europäischen Pro- feit der Kolonien schildert. Herr Richter meint allerdings, wir Die Urtheilsfähigkeit des Ehrbaren Raufmanns" in Kolonial- dutten. Nun taucht noch gar der Plan einer afritanischen Deutschen hätten feinen Beruf zur Kolonialpolitik. Herr Richter sachen wird niemand bestreiten können; denn aus diesen Kreisen Bentralbahn auf, die doch ohne Reichsgarantie nicht gebaut meint, daß man feinen Zivilgouverneur finden könne. Die Herren, find die ersten Anregungen zu kolonialen Unternehmungen hervor werden fann. Also von wirthschaftlichen gegangen und man ist dort immer mit besonderem Interesse für teine Rede. Dingen ift die in Indien u. s. w. als Konsuln gelebt haben, haben doch Da tam die Wandlung durch den foloniale Dinge eingetreten. Im übrigen freilich wächst der dinal Lavigerie. Die Bekämpfung des Stlavenhandels wurde schreitungen liegt nicht in den Beziehungen zwischen dem Marine Kar Erfahrungen in solchen Dingen. Der Grund zu den UeberRolonialpatriotismus mit der Entfernung von der Küste. In die Parole. Aber heute spricht man gar nicht mehr davon. Amt und dem Kolonialamt, sondern in dem Dualismus in Afrika der That wird die Kolonialpolitik immer unerfreulicher und kost- Man hat plößlich immer ein großes Interesse für Missionen und selbst. spieliger. Die gemachten Aufwendungen werden uns besonders die Unterdrückung des Stlavenhandels, wenn man merit, daß die verhältnisse der Offiziere, die Gefechtsberichte u. s. w. geprüft. Es werden im Reichs- Marine- Amt die Avancements durch den gegenwärtigen Kolonialetat., der die Zuschüsse um Herren vom Zentrum bedenklich zu werden anfangen. In ganz Aber die Offiziere und Beamten unterstehen dem Rolonialamt. 1 500 000 m. erhöht, vor Augen geführt. Unter Herrn v. Wiß- Ostafrika ist nur eine Schule und zwar ohne Religionsunterricht. Auf den Stationen müssen die Beamten eine vielseitige Thätig mann find etwa 10 000 000 m. aus der Reichskasse gezahlt worden, Ja die Kolonialverwaltung erwägt ganz ernsthaft, ob es nicht feit entwickeln. Die Stationen sind feine Zwingsuris, wie es in den späteren Jahren sind 14 Mill. Mark ausgegeben worden. zweckmäßig sei, mohamedanischen Religionsunterricht einzu- Herr Richter darzustellen beliebte. Um die Stationen herum Dazu kommen die Kosten der Marinestationen und die Auf- richten.( Heiterfeit.) Die Holländer schrecken davor nicht zurück; bilden sich Ansiedelungen der Eingeborenen. Jetzt werden wendungen für die Post und die Telegramme nach Ostafrika. sie bauen auf Java heidnische Tempel, um die Eingeborenen in die Löhne an die in Schußtruppen baarem Gelde Aus Privatmitteln hat man 10 Millionen aufgebracht. Also ist guter Stimmung zu erhalten. Die friegerischen Unternehmungen ausgezahlt; damit wächst die Begehrlichkeit und das Bees gering angeschlagen, wenn man sagt, daß die ganze Leistung wirken natürlich auch auf das Missionswesen zurück und dürfniß bei den Leuten und damit wird auch unsere Einfich auf 40-30 Millionen Mark beläuft. Und was ist damit stören es sehr bedenklich, weil sie das Verhältniß zwischen fuhr dorthin wachsen. Der Gouverneur steht in gewissem Gegens erreicht? Der Reichskanzler Fürst Hohenlohe hat als Zweck der den Eingeborenen und den Missionären stören. Die fatz zur Zivilverwaltung. Er will verhindern, daß gewisse Rolonialpolitik hingestellt, die überschießenden Kräfte der Heimath Freigebigkeit, die in diesem Etat wieder bewiesen wird, Spekulationstäufe gemacht werden, große Terrains festgelegt und in überseeischen Unternehmungen zu verwenden. 750 Europäer steht in drastischem Widerspruch zu den sonstigen Maßregeln. Um erst viel später verkauft werden; die Eisenbahn- Gesellschaft hatte leben in Oftafrika und darunter etwa 400-500 Deutsche: 1 600 000 m. werden die Zuschüsse gesteigert, die Ausgaben be- das Recht, das Land zur Seite der Eisenbahn für sich zu be= Offiziere, Unteroffiziere, Beamte, Geschäftsleute, die den Truppen tragen also schließlich 9 bis 10 Millionen Mark jährlich. Man halten und für jeden Kilometer Bahn eine bestimmte ihre Millionen verzehren helfen. Also jeder Deutsche toftet uns durch findet aber bei uns nicht einmal die 159 000 M. zur Erhöhung Menge Landes sich auszuwählen. Dadurch ist ein Monopol der schnittlich 10 000 m. Davon tann man in Deutsch des Gehalts der Lehrer( Sehr richtig! links); man flagt über Eisenbahn Gesellschaft entstanden, welches der Staat nachher land ein Duhend Arbeiterfamilien unter Lehrer- und Richtermangel.( Sehr richtig! links.) unter Lehrer- und Richtermangel.( Sehr richtig! links.) Die Er- bekämpfen mußte. Auch in Ostafrika scheinen Privatfonzeffionen halten. Es tommen zwar neue Deutsche hin, aber sie gehen schließung China's und Japans hat zwanzigmal mehr Werth, als ausgestellt zu sein, welche nicht zu rechtfertigen sein dürften. auch bald wieder fort und nehmen ihr Geld, was sie nicht ver- die Erschließung Afrika's. Ich bleibe dabei, was der frühere Richtiger gewesen wäre es, eine Kleinbahn von 150 bis 200 Kilos nraucht haben, mit nach Europa, ohne daß es den Kolonien Reichskanzler Graf Caprivi fagte: Je weniger Afrika, desto metern zu bauen. Das große Projekt hat manches Bedenken bauernd zu gute tommt. Ueberfeeische Absatzgebiete follten ge- beffer für Deutschland!( Zustimmung links, Widerspruch rechts.) gegen fich. schaffen werden. Die Statistik giebt darüber Auskunft. Der Direktor der Kolonialabtheilung Kayfer: Wir stimmen mit Direktor Kayser: Der Sultan von Witu ist mit seinem legte Bericht von 1893 ergiebt eine Ausfuhr von Deutschland der Hamburger Handelskammer darin überein, daß wir uns die Protektor, dem Sultan von Sansibar in Streit gerathen und nach Oftafrika von 2 Millionen Mart, also taum den vierzigften größte Mühe geben müssen, in unseren Schußgebieten friedliche nach Sansibar übergeführt worden. Ich bin überzeugt, daß die Theil des Ausfuhrwerthes nach Argentinien. Der Haupt- Zustände aufrecht zu erhalten und wirthschaftliche Unter- englische Regierung nicht berechtigt ist, von der Hoheit des artikel im Werthe von 290 000 m. find allerlei Zünder, dann nehmungen zu fördern. Ueber die Kosten, welche Ostafrika dem Sultans von Witu abzugehen und diese etwa auf den Sultan 190 000 M. Munition, 113 000 M. Gewehre. Das sind die Reiche verursacht, hat Herr Richter hier eine Apothekerrechnung von Sansibar zu übertragen, ohne vorher mit Deutschs Mittel, mittels deren wir die Kultur nach Afrika tragen. aufgemacht. An den Kabelkosten nehmen die Kolonien nur einen land darüber 31 verhandeln. Die Gebrüder Denhardt Ferner werden eingeführt für 157 000 M. Silbermünze und für geringen Antheil, die Kabel dienen vielmehr dem gesammten Berfehr find die deutschen Pioniere in Witu gewesen. Sie 103 000 M. Flaschenbier.( Heiterfeit.) Das ist ein erfreuliches des Reiches. Herr Richter hat auch die Dampferfubvention auf haben große Verluste erlitten und haben ihre Schadens Moment. Die Ausfuhr aus Ostafrika beträgt 329 000 M., Rechnung der Rolonialverwaltung gestellt, obwohl zweifellos die rechnungen mit Unterstützung der deutschen Regierung in England darunter 244 000 M. Kautschuk. Im Jahresbericht des Ehr Kolonien in ihrem ersten Stadium der Entwickelung nur zu geltend gemacht. Da die Verhandlungen noch schweben, kann ich baren Kaufmann" wird der militärische Geist angeflagt für einem ganz geringen Theil einen Vortheil von den Linien haben. Darauf nicht weiter eingehen. Bei der Hungersnoth in Ostafrita Mißerfolge. Der militärische Geist mag die Hindernisse Der Norddeutsche Lloyd erhält z. B. für die ostasiatische Linie hat der Gouverneuer vom Reichskanzler einen außerordentlichen und Schwierigkeiten erhöht und vermehrt haben. Aber ich bin 4 Millionen Mart. Davon tommt kaum die Linie von Singapore Kredit verlangt und auch erhalten. Die Befürchtungen, daß das weit davon entfernt, den militärischen Geist allein verantwortlich nach Neu- Guinea für die Kolonien in betracht, weil diese Linie Aufkommen monopolistischer Gesellschaften gefördert werde, sind zu machen. Früher hatte nur eine Abtheilung in Ostafrita zu ver fast ausschließlich Handelszwecken dient. Auch die deutsch- ost unbegründet. Es find Normen zur Zeit in Borberathung, welche fügen; jetzt entscheidet die Kolonialabtheilung und das Reichs- afrikanische Linie bringt den größten Theil ihrer Fracht und Passagiere hindern sollen, daß ungeheure Ländermassen in einer Hand Marine- Amt. Dabei ist noch die sog. Kommandogewalt in Thätigkeit nach Orten, die nicht in unseren Kolonien gelegen sind. sich ansammeln. Es wird vorgeschrieben werden, daß getreten, die man noch nicht hat recht definiren können. Es Auch die Kosten der Marine infolge der Indiensthaltung der diese Ländereien in bestimmter Zeit in Kultur genommen wurden Offiziere fommandirt zur Schuytruppe u. f. w., ohne daß Stationäre an der afrikanischen Küste dürfen nicht der Kolonial werden müssen. Der Eisenbahnbau- Gesellschaft ist die Pflicht eine Gegenzeichnung der verantwortlichen Stelle stattfindet. verwaltung auf Rechnung gesetzt werden. Diese Stationäre find auferlegt, jederzeit der Regierung Ländereien, die ihr gehören, Dieser Jdealismus der zwei Berliner Instanzen feßt sich in Ost- ohnehin dort erforderlich zum Schuß unserer überseeischen wieder abzutreten. Bezüglich der Plantagen müssen erst tost afrita naturgemäß fort. Die Schutztruppe ist dem Reichsmarine Interessen. Die Stationäre in Sansibar z. B. haben ein sehr spielige Versuche gemacht werden, die muß der große Kapitalis Amt untergeordnet. Es entwickelt sich daraus das, was man weites Feld ihrer Thätigkeit und die westafrikanischen Stationäre mus machen, erst später können fleinere Unternehmer sich dabei in Deutschland kennt in dem Verhältniß zwischen Gendarmerie find nicht blos für Kamerun da, sondern für die gesammte betheiligen, und damit diese vorwärts tommen, müssen Verkehrsund Zivilverwaltung. Der Landrath ist nicht der Vorgesetzte westafrikanische Küfte. Der Abg. Richter hat auch auf die be- gelegenheiten geschaffen werden. Der Schluß der Ausführungen des Gendarmen, aber er kann doch Befehle ertheilen. In Ost fannte Rede des jetzigen Herrn Reichskanzlers bezug genommen. Des Direktors Kayser ist unverständlich, da er nach rechts ges afrika zeigt sich der Idealismus zwischen Militär- und Zivil- Es hieße dem Geiste dieser Rede Gewalt anthun, wenn wendet spricht. verwaltung auf jeder Station. Neben dem militärischen Befehls man annähme, die Aeußerung, es sei erforderlich, die über- Abg. v. Vollmar: Wer Kulturaufgaben lösen, das physische haber steht ein Zivilbeamter. Es ergiebt sich daraus ein Verhältniß schießenden Kräfte der Heimath in unsere Kolonien überzusiedeln, und moralische Glend, Unbildung, Knechtung ausrotten will, hat wie zwischen Oberpräsident und kommandirenden General. um sie nicht dem Deutschthum entfremden zu laffen, bezöge sich im eigenen Lande alle Hände voll zu thun und braucht nicht nach Wenn ein Zivilkommissarius, und wäre es selbst Herr Peters, auf ein ganz bestimmtes Gebiet in diesem Augenblick. Jene Afrika zu gehen. Unsere Reichsfinanzen sind so zerrüttet und eine Patrouille mit 6 Mann unternehmen will, so kann er das Aeußerung enthielt vielmehr ein Programm, und zwar nicht von unser Bolt ist so mit Steuern geplagt, daß wir uns heute am nicht selbständig machen, sondern muß sich erst an den beute auf morgen, sondern für die Zukunft. Der Abgeordnete menigsten den Luxus überseeischer Abenteuer gestatten sollten. militärischen Befehlshaber wenden. Mit den militärischen Vor- Richter hat für seine Beweisführung nur die deutsche Statistik Solche Anschauungen hat man seiner Zeit als uns stellungen sind alle militärischen Reglements nach Ostafrika ge angeführt, um mit geringeren Zahlen operiren zu können. nationale hingestellt, wir haben aber den Kolonial wandert. Es sollen sogar besondere Vorschriften über die Wasch- Natürlich kann unser junger Verkehr mit Ostafrika bis jetzt schwärmern gegenüber recht behalten. Nachdem nun aber einmal toiletten bestehen; der Hauptmann soll sie von Marmor haben, fein erheblicher sein. Immerhin weisen auch die von Herrn die Kolonien existiren, fann es nicht gleich sein, wie dort ges der Lieutenant von Schiefer.( Heiterkeit.) In dem Reglement Richter über unsere Aus- und Einfuhr angeführten Zahlen wirthschaftet wird, wir müssen vielmehr darauf hinwirken, daß über Zollerhebungen werden die Europäer in drei Klassen ge- einen erfreulichen Anfschwung unseres Handelsverkehrs nach. eine möglichst gute Rolonialpolitik getrieben, daß möglichst wirth theilt: Bessere Europäer, gewöhnliche Europäer und Wir sind erst im Beginn der wirthschaftlichen Entwickelung. Es schaftlich und zivilisatorisch verfahren wird. Die Rolonialpolitik Gouvernementsschreiber.( Heiterkeit.) Die jungen Offiziere, find Plantagen in Aussicht genommen und schon zum theil ein- läßt aber nahezu alles zu wünschen übrig. Zu den Kolonial die dorthin gehen, wollen sich des Dienstes gleichgestellter gerichtet für Baumwolle, Tabat, Kaffee u. f. 1. Es ist ein aufgaben gehört es, das Land zu erschließen, die VerkehrsUhr, dem ewigen Einerlei des Garnisonlebens entziehen;| Eisenbahnbau in Aussicht genommen. 24 Kilometer sind schon verhältnisse zu verbessern, den materiellen und moralischen fie wollen ihre Bravour, Schneidigkeit und Tapferkeit zeigen, fie fertig. Es ist eine Bentral Eisenbahn in Aussicht genommen. Stand der Bevölkerung und Handel und wirthschaftliche Untere wollen den rothen Adlerorden mit Schwertern zurücfbringen. Das sind doch alles Erfolge, die selbst ein englischer Diplomat, nehmungen zu fördern, aber nicht im ausbeuterisch groß Das ist erklärlich, aber es bringt Zustände hervor in Ostafrifa der sehr vertraut mit den kolonialen Verhältnissen ist, als sehr fapitalistischen Interesse zum Schaden der Einwohner und felbft, die allseitig beklagt werden. Es werden Expeditionen ver- anerkennenswerth bezeichnet hat. schließlich des Reiches; Sicherheit und Recht müssen allerdings anlaßt, bald nach der, bald nach jener Richtung mit mehr oder Es kommt nicht auf den Militär oder den Bureaukraten an, geschützt werden, aber je weniger verwaltet, hineinregiert und weniger Erfolg. Der Mißerfolg giebt Veranlassung, eine Straf sondern nur darauf, die richtigen Männer für die Stelle zu dreingeschlagen wird um so besser. Statt dessen wird die expedition folgen zu lassen, um die deutsche Herrschaft zu sichern. finden. Diese Männer zu finden ist sehr schwierig; darunter Berwaltungsmaschinerie immer fomplizirter, die Beamten Es kommt doch weniger darauf an, ob irgend ein Stamm die leiden nicht nur die staatlichen Verwaltungen, sondern wissen nicht was fie thun sollen, soviel sind ihrer Hoheit des Reiches anerkennt, als vielmehr darauf, daß auch die Kaufleute. Das unterliegt teinem Zweifel, und es wird nach heimischer Weise organisirt und wirthschaftlich etwas unternommen wird. Aber die ewigen daß wir eine gut organisirte Truppe dort haben müssen, um den reglementirt. Jeder Wechsel des Gouverneurs bringt einen Expeditionen hindern die wirthschaftliche Entwickelung. Unter Frieden zu bewahren. Diese Truppe ist ein werthvolles Kultur- Systemwechsel mit sich. Stetig ist nur der ausschlaggebende arabischer Herrschaft hat viel mehr Ruhe geherrscht als heute. Element; denn ohne eine solche würde dort niemand im stande Militarismus. " Die Schußtruppen müssen immer mehr vermehrt, es müssen immer sein, der Kulturarbeit nachzugehen. Das Reichs- Marine- Amt hat = Das Regiment des jetzt abgegangenen Gouverneurs von mehr Stationen angelegt werden und damit wird das militärische bei unserer Organisation nur die Funktion übernommen, welche Scheele war eines der allerunheilvollsten, die wir dort gehabt Element desto stärker, die Zivilverwaltung wird immer mehr in eine Kommandobehörde zu übernehmen verpflichtet ist. Das haben. Anstatt zu verwalten, hat er den Gouvernements den Hintergrund gedrängt. Es ist natürlich, daß Offiziere an Marine- Amt hat sich lediglich auf das Kommando beschränkt und palast offenbar als eine Art von Absteigequartier an Die Epiße der Berwaltung treten, welche die Verwaltungs- fich nicht in die Verwaltung eingemischt. In der Kommission gesehen, von wo er seine Kriegszüge großen Stils geschäfte so gut besorgen wie sie es verstehen. Herr v. Wrochem habe ich bereits erklärt, daß ein Reglement über die Wasch- unternahm. Zu der Wahehe Expedition hat der Oberst wollte aus Dar- es- Salam ein tleines Potsdam machen. Herr toiletten nicht besteht. Es ist bedauerlich, daß Herr Richter über v. Scheele allerdings die Zustimmung des Reichstanzlers erhalten, v. Scheele führte einen Kriegszug gegen einen einzelnen Stamm die Thätigkeit der Beamten und Offiziere nur die Tonart des zu anderen hat er eine Genehmigung nicht eingeholt. Ginige seiner persönlich, war also monatelang vom Size der Verwaltung ab: Spottes angeschlagen hat. Ich bin doch der Meinung, daß wir Unternehmungen waren von langer Hand vorbereitet, von denen wesend. Es wird von der Expedition des Herrn v. Scheele noch den Beamten und Militärs großen Dank schuldig sind. wir feine Mittheilung, sondern nur die Rechnung erhalten haben. manches ans Tagelicht kommen Die Expedition gegen die Wahehe Ueber die Wahehe- Expedition möchte ich fein Wort weiter ver- Diese Etatsüberschreitungen sind aber noch nicht das schlimmste. ist unternommen worden nach Genehmigung des Militärkabinets lieren; sie hat dazu gedient, das Prestige des Deutschen Reiches Ohne Waffengewalt lassen sich eroberte Kolonien nicht halten. mit Umgebung der Kolonialverwaltung. Der Zug hat eine wieder herzustellen, welches 1891 unter dem Untergang Belemsti's Aber die Abwehr der Angriffe der Eingeborenen muß Etatsüberschreitung von 500 000 m. zur Folge gehabt und troß- erheblich gelitten hatte. Der Vorwurf des Bureaukratismus follte sich auf das nothwendigste beschränken. Jeder derartige dem find die Wahehe heute noch so mächtig wie früher. Man doch nicht gegen alle Beamten in Ostafrika gerichtet werden, weil Kriegszug schadet dem Kulturzweck und erregt Unruhe. Die hat früher von dem Tropentoller gesprochen. Bei den höheren der eine oder andere der Beamten sich nach dieser Richtung bin Waheher sind nach glaubwürdigen Berichten teineswegs ent Beamten zeigt sich ein eigenthümliches Größenbewußtsein; Herr vergangen hat. Die Rathschläge des Herrn Richter in bezug auf muthigt. Sie sind durch die Expedition zu weiteren Angriffen v. Scheele will nichts mehr mit Herrn Kayfer von der die Missionen lehne ich hiermit feierlichst ab. Die kaiserliche geradezu gezwungen; es sind ihnen die Lebensmittel abgenommen Rolonialverwaltung, sondern er will mit dem wirklichen Kaiser, Regierung hat in den letzten Jahren alles gethan, um worden und nun sind sie ihrer Nahrung wegen zum Raube_ges mit dem Monarchen allein zu thun haben.( Heiterkeit.) Aller- die friedliche Entwickelung der Schutzgebiete zu fördern. zwungen. Die Sache fann also nächstens wieder losgehen. dings ist eine besondere Kabinentsordre erlassen worden, wonach Was nußen die Erfahrungen, die wir gemacht haben? Wir Diese Beunruhigungen haben einen rapiden Rückgang des die ganze Kolonialverwaltung dem Kolonialamt unterstellt wird. werden aber gewisse Eigenthümlichkeiten haben müffen, die ein Rarawanenhandels zu Folge gehabt. Der Schutz der Das ist eigentlich selbstverständlich. Man sagt auch, man wollte nur mal der deutschen Nation angehören. In einem Lande der all Stationen foftet uns jährlich 24 Millionen und unsere Gindem Größenbewußtsein des Herrn v. Scheele eine goldene Brücke gemeinen Wehrpflicht werden wir niemals der Mitwirkung der nahme beträgt 1/2 Million. Allerdings wurde von dem Zollamt bauen. Die Zivilbeamten bleiben nur wenige Jahre dort; Früchte Offiziere des Heeres und der Marine entbehren können; denn im Jahre 1892 gegenüber dem Jahre 1891 ein Mehrumsaß von Parlamentarisches. " " B " " " Wie Eis 125 000 Dollars herausgerechnet. Das ist aber eine Fiktion, die an irgend einer Meßtafel aus Renommage erzählt worden sind.| Rosengarten und bot einen entzückenden Anblick. Erreichte auch denn jede Einfuhrwaare wird doppelt oder mehrfach gezählt, Wenn der Redner mir weitere Mittheilungen machen will, werde die Zahl der Kränze nicht diejenige des vorigen Jahres wohl einmal bei der Einfuhr und dann bei der Aus- ich gern darauf eingehen. Daß ein mohamedanischer Schwarzer infolge der gegebenen Anregung, die Kranzspenden im Interesse fuhr und sofort. baare Geld wird als Handels- gezwungen sein soll, Schweinefleisch zu effen, ist faum glaublich. Der Lebenden nach Möglichkeit zu beschränken, so ist sie immerhin artikel in die Kolonien nach demselben Grundsatz in Schweinefleisch ist dort so selten, daß es als Leckerbissen be auf 300 zu schäzen. In bezug auf Schönheit hielten sie den Rechnung gesetzt. Die Abnahme der Kaufkraft der Gin- trachtet wird, und ein Europäer wird nicht daran denken, seine Vergleich mit denen des vorigen Jahres zweifellos aus. Den geborenen ist zurückzuführen auf den Rückgang der landwirth- schwarzen Diener zu zwingen, das Fleisch zu effen und wird es Reigen eröffnete in großartigster Weise am Eingange zum Friedschaftlichen Produktion der Eingeborenen. Ob der Nachfolger felber effen.( Seiterfeit.) In Tanga find wegen der Vor- hofe ein prachtvoller Riesenkranz des Arbeiter- Sängerbundes in des Herrn v. Scheele trotz des besten Willens und der besten gänge Bestrafungen Bestrafungen erfolgt. Durch die Prüfung Prüfung der rothen und weißen Rosen, einen Palmenzweig in der Mitte, Kenntnisse etwas hierin bessern wird, ist mir sehr zweifelhaft, so Akten sind wir überhaupt zu der Meinung gekommen, gekrönt von einer Lyra aus weißen Blumen. Die mächtige rothe lange der reine Militarismus besteht. daß die Gerichtsbarkeit in Ordnung ist. Die Vorfälle bei Schleife trug die Widmung: Der Freiheit unser Lied". In langer Der ausschlaggebende Faktor in Ostafrika ist das Offizierkorps der Kilima- ndjaro- Expedition find untersucht worden, trotzdem Reihe schloffen sich diesem die anderen nicht minder prachtvollen unferer Schußtruppe. Für unsere Offiziere ist der dortige Dienst die Berichte aus nicht lauterer englischer Quelle stammten. Die Kranzspenden an, die im Laufe des Tages unausgesetzt noch eingewissermaßen ein sportlicher Ausflug in jenes große Jagd- und Station war damals in großer Gefahr; das Mädchen, welches trafen. Nur andeutungsweise tönnen wir hier registriren und Ererziergebiet, von dem sie nach einigen Jahren mit einem Orden hingerichtet worden ist, sollte Verbindungen mit den feindlichen es möge niemand sich zurückgesetzt fühlen, wenn er nicht besonders zurückkehren. Den meisten fehlt die Vorbereitung für den Häuptlingen unterhalten haben und deshalb wurde ein Erempel namentlich angeführt wird. Vertreten waren wie immer durch speziellen Dienst. Biele Widerwärtigkeiten und Grausamkeiten ftatuirt. So gern die kaiserliche Regierung Klagen zu unter- Kranzspenden der Parteivorstand und die Parteigenossen Berlins, find einfach zurückzuführen auf die große Unkenntniß suchen geneigt ist, würde sie doch Bedenken tragen, die Mit die Wahlvereine, die Parteipreffe Vorwärts" und Sozialdemo der Landessprache. Die Offiziere tönnen sich mit den theilungen eines französischen Reisenden einfach hinzunehmen und trat", sowie auch der Sozialistische Akademiker". Vertreten Eingeborenen nicht verständigen und suchen fich mit darauf hin Untersuchungen anzustellen. Wollte ich auf waren ferner die nie fehlenden Gewerkschaften, welche einzeln Der Peitsche oder ähnlichen zivilisatorischen Instrumenten alle vorgebrachten Dinge eingehen, so würde ich dazu noch einige aufzuführen zu weit gehen würde; die ebenfalls nie fehlenden größeren Gehorsam zu erzwingen. Wenn der Graf Caprivi seinerzeit ge- Stunden brauchen. Ich bitte aber aus meinem Schweigen über Fabriken, wie Ludwig Löwe, Siemens und Halste, Elektrizitätssagt hat, man könne es den jungen Offizieren nicht verübeln, daß diesen oder jenen Gegenstand nicht zu schließen, daß ich das werke u. s. w. Vertreten waren ferner diverse Gefangvereine, fie lieber an einer Expedition theilnehmen als die Straßenpolizei Vorgebrachte als richtig gelten lasse. Herr v. Bollmar verlangt: Klubs u. dgl. n. Gewissermaßen als Besonderheiten möchten in Tanga ausüben, so ist es kein Wunder, wenn alle Offiziere, Schuh der wirthschaftlichen Interessen und zivilisatorisches Vor- wir anführen als Kranzspender: Arbeiter- Radfahrer- Verein", die dorthin kommandirt werden, es ähnlich machen und daß sie, gehen. Das ist kein neues Programm, denn es ist das Programm Pflanzer- Verein Südost"," Rothe Ruderer"," Dänische Brüder wenn Expeditionen nicht vorhanden sind, etwas nachhelfen. der taiserlichen Regierung.( Heiterkeit und Beifall rechts). in Berlin"," Freie Turner Berlins"," Alle Kutscher Berlins", Diese Thatsache des Herbeiführens, des Frischdrauflosgehens Abg. v. Salisch( dk.): Wenn die Schilderungen des Herrn Sozialistische Studenten". Als Geber find ferner bemerkens wird so lange nicht aufhören, bis nicht das militärische Element v. Vollmar richtig wären, dann müßte ja Deutsch- Ostafrika die werth: Freie Vereinigung der Händler und Händlerinnen", auf das allernothwendigste beschränkt wird. Es ist daher die wahre Hölle sein. Diese Schilderung ist nicht zutreffend. Wo" Verein der Arbeiter für Abbrüche",„ Englische Gasanstalt", Pflicht des Reichstages, wenn dieser sich nicht zum Mitschuldigen Menschen verwalten, geht es menschlich zu. Wir befinden uns" Arbeiter des Zentral- Vieh- und Schlachthofes"," Polnische einer falschen Kolonialpolitit machen will, auf eine gründliche noch im Uebergangsstadium, und wenn wir erst zum Sozialisten Berlins"," Organisirte Frauen Berlins und Umgegend", Beseitigung des militärischen Zopfes zu bringen. Einer be sozialdemokratischen Zukunftsstaat kommen werden, wird Arbeiter- Bildungsschule" u. a. Einiges Aufsehen erregte eine sonderen Erwähnung bedarf noch die Behandlung, welche den der Zustand noch viel ungemüthlicher sein. Nach Herrn in den Mittagsstunden eintreffende Kranzdeputation jugendfrischer Eingeborenen von unserer Seite zu theil wird. Man kann da v. Vollmar müßte man annehmen, daß die Wahehe Mädchen, Abgesandte der Zielbewußten Fädlerinnen der mechas Urtheile hören: der Neger ist ein Mensch; er ist friedliche Leute seien, während sie doch nur vom Raub leben und nischen Stickerei". Aus der Umgegend und von weiter her waren ein Thier. Wenn man glaubt, daß die Fälle Leist und immerwährend fremde Stämme überfallen. Die Herren Richter ebenfalls zahlreich Kränze zur Stelle, so von Grünau, AdlersWehlau eine Ausnahme bilden, so ist das ein gründ- und v. Bollmar sprechen immer von der Schneidigkeit der Offiziere hof, Pankow, Friedrichsfelde, Stralau, Marienfelde 2c., Nieders licher Irrthum. Vielleicht erinnert sich einer von Ihnen an und dabei gehen sie doch selbst gegenüber den feindlichen Parteien Barnim und West Priegnig. Alle diese Kränze hatten die Veröffentlichungen des Hauptmann Herold, der da erzählt, sehr schneidig vor. rothe Schleifen. Schwarze Schleifen dagegen hatten ges die Peitsche sei bei jungen Offizieren und Verwaltungsbeamten Der Präsident v. Levehow macht dem Sause Mit wählt: Die Anarchisten Berlins"," Die Anarchisten Nixdorfs", nicht nur ein Hoheitszeichen, sie werde auch zur Privatjust i theilung von dem gestern erfolgten Tode des Abg. Haus( 3.); Die Anarchisten Rummelsburgs", die Freie Vereinigung der verivandt. Ein französischer Forschungsreisender, der sich im das Haus ehrt das Andenken des Verstorbenen in der üblichen Metallschleifer Berlins und Umgegend" und" Die organisirten übrigen sehr sympathisch über die deutschen Offiziere Weise. Plätterinnen Berlins". Der Kranz der Schuhfabrik von Malick und Beamten ausgesprochen hat, weiß gleichwohl die Schluß 5½½ Uhr. Nächste Sigung Dienstag 1 Uhr.( Fort hatte eine halb schwarze, halb rothe Schleife. Die meisten empörendsten Dinge über die Mißhandlungen zu berichten. Sehung der Berathung des Kolonial- Etats.) Widmungen der Kranzschleifen variirten die Themata:" Den Er berichtet u. a., daß, als ihn sein Weg nach dem Zambesi Todten zur Ehre, den Lebenden zur Lehre" und" Nun schlaft führte, die ganze Bevölkerung vor seiner Karavane ausgeriffen in Ruh, Ihr tapfern Streiter! Ihr habt gekämpft, wir fämpfen fei, und zwar weil sie sie für eine böse Menschen- Karavane" weiter!" Daß die obrigkeitliche Zensur und die Polizeischeere hielten und böse Menschen" ist der Ausdruck für ans Deutsch e. Er habe Dinge gesehen, nach welchen es ihm Sigung vom 18. cr.§ 61 der Novelle zur Strafprozeßordnung in einige verstümmelte Kranzschleifen, in einem Falle sogar der In der Justizkommission des Reichstages wurde in der auch ihres Amtes gewaltet haben, davon legten Beugniß ab wahrscheinlich geworden sei, daß an den Brutalitäten der Deutschen, folgender Fassung angenommen:„ Der von dem Zeugen zu takonische Vermerk„ konfiszirt"! Ginige der nicht beanstandeten yon welchen berichtet wird, allerdings etwas wahres sein müßte. Teiftende Gio lautet: Daß Zeuge nach bestem Wissen und Ge- Kranzividmungen wollen wir hier folgen laffen. Die Frauen wurden öffentlich gepeitscht, weil Eine derselben lautet: Für's Bolt gelebt, für's Volt gesie nicht ein wahres Zeugniß ablegen wollten. wissen die reine Wahrheit gesagt, nichts verschwiegen und nichts stritten, Habt selbst für's Volk den Zob erlitten. Was Euch einst Die beiden Worte Ich erinnere auch an die mysteriöse Geschichte von der Kom- binzugefügt habe." und Gewissen" sind auf Antrag pagnie Fromme. Es wäre sehr wünschenswerth, wenn über diese gefügt worden. des Abgeordneten Wolszlegier einfonnte nicht gelingen, Das hoffen wir noch zu erringen. Sache eine Erklärung von der Regierung gegeben würde. Der gefügt worden. S63 An diesem Tage mit dem alten Schwur. Des Volkes Recht, 63 wurde in folgender neuen Fassung Ein andere lautet: Und jedes Jahr erscheinen wir aufs neue, genannte Forscher hat sich seinerzeit öffentlich anheischig gemacht, oder Ablesens der angenommen: Der Eid wird mittels Nachsprechens die Gidesnorm enthaltenden Eides- wir halten's fest in Treue, Der Freiheit Sieg alsdann ist Friede daß er für das Treiben namentlich der Beamten und Unter formel geleistet. Bei gleichzeitiger Beeidigung mehrerer Zeugen nur. Ferner andere: Such nachzueifern unsere Pflicht, Bis offiziere von Tabora der Regierung Mittheilung machen wolle, sowie dieselbe das wünschte. Hat die Regierung von diesem hat der Richter den zu Beeidigenden die Gidesnorm mit der daß es gänzlich werde Licht. Die Ihr hier ruht an diesem Gingangsformel:„ Sie schwören bei Gott dem Allmächtigen und Ort, Seib uns entrissen durch den Krieg. Wir denken an Euch Kenntniß gehabt und Gebrauch gemacht? Ein Herr aus der Schußtruppe hat öffentlich in Oft- jeder einzeln die Worte, spricht: ich schwöre es bei Gott dem und Schnee ruht Reaktion jetzt schwer auf Deutschlands Erden, Ge Allwissenden" vorzusprechen. Die Zeugen leisten den Eid, indem fort und fort und glauben an der Freiheit Sieg. afrika folgendes Heldenstück von sich erzählt. Er hatte einen Diener und einen Koch, zwei Gingeborene; diese Schwörende soll bei der Gidesleistung die rechte Hand erheben. Gestritten, Gelitten, Ums tägliche Brot Bis in den Tod. einen Koch, zwei Eingeborene; diese Allmächtigen und Allwissenden, so wahr mir Gott helfe." Der trost, o Volt, verzage nicht, es muß doch Frühling werden. burften als Mohamedaner kein Schweinefleisch eſſen. Der Herr Dagegen wurde für§ 65, welcher von der Beeidigung des Beugen Im Kampfe für des Volkes Freiheit sterben, So heißt das hat ein Vergnügen daran gefunden, ihnen zu befehlen, das Fleisch im Vorverfahren handelt, die in der Novelle vorgeschlagene neue parteivorstandes lautete: Ihr hemmt uns, doch Ihr Teftament, nach dem wir erben. Der Wahlspruch des zu essen, und als sie es nicht thaten, wurden sie so lange gefchlagen, bis sie es hinuntergewürgt hatten. Gin Negermädchen, Fassung abgelehnt und das bisherige Gesetz beibehalten. zwingt uns nicht. Unser ist die Welt trotz alledem! Ein Fabrikkranz trug bezeichnenderweise folgende Widmung: Wenn es heißt, unsern Vorkämpfern ein Andenken weih'n, Und mögen Andere sagen, es soll nicht sein und schlüge gleich der Teufel drein Auch wir wollen dabei vertreten sein.Nicht vergessen soll sein ein bescheidenes Kränzchen mit weißer Atlasschleife, die folgende Widmung aufwies: Das Auge füllt mit Thränen sich, Steh' ich an deinem Grabe, Denn es erinnert schmerzlich mich, Was ich verloren habe. Lebenden, die gekommen waren, das Andenken an die Todten zu Wir glauben unseren Bericht nicht besser schließen zu fönnen, erneuern, sie selber zu ehren. Ja, sie waren gefommen, als indem wir die Widmung hinten ansetzen: Besser als in Stein die Lebenden", in ungezählten Tausenden, der größten und Erz- Lebt Ihr in des Volkes Herz. Mehrzahl nach Proletarier, um den Märzgefallenen ihren Tribut zu zollen, welche für die Freiheit gekämpft haben und gestorben sind zum größten Theile für ihre Ueberzeugung, ihre deale. Auch in diesem Jahre wurde das Wort zur Wahrheit, welches prophetisch ausgesprochen wurde in einem Flugblatte, Bur Lokallifte. Der Arbeiterschaft steht unter den bekannten verbreitet am 22. März 1848, am Tage nach der denkwürdigen Bedingungen das Lofal von 3immermann, Gesundbrunnen, Beisehung der Märzopfer, und das da lautet:" Der Friedrichs- Badstr. 52, zur Verfügung. hain wird ein zahlreich besuchter Wallfahrtsort werden, ein Die nächste Lotalliste für Berlin und UmTempel der Andacht, wo wir uns das Gelübde gaben und er- gegend erscheint am 5. April. Richtigstellungen 2c. neuern werden: Gut und Blut für die Freiheit zu opfern." find spätestens bis zum 2. April an den Unterzeichneten Alles redete eine, wenn auch stille, doch verständliche und ver- einzusenden. nehmbare Sprache im Angesichte der Polizeiaussicht", die unter großer Machtentfaltung ausgeübt wurde und die nur dazu beitrug, die Gegensätze noch schärfer hervortreten zu lassen. Ja, Die Beamten des Herrn v. Köller. Unter einer eigendie Zeiten sind andere geworden, die Freiheit, um welche jene artigen Begründung hat die liebe Polizei bei einigen Zeitungsstarben, ist nicht errungen worden; nicht paßt auch heute mehr händlern nunmehr auch die rothe Märznummer konfiszirt, die der Schlußsah jenes Bitates aus dem Flugblatte vom 22. März 1848, vor zwei Jahren vom„ Boltsblatt" herausgegeben wurde, welcher lautet: aber auch einträchtig unter einander und treu dann der üblichen Beschlagnahme verfiel, jedoch später durch unserem Könige zu bleiben, denn Eintracht und Treue find die festesten richterliches Urtheil wieder freigegeben war. Säulen und Stüßen des Staates." Bourgeoisie und Proletariat den betreffenden Händlern mitgetheilt wurde, ist polizeilicherseits fämpfen heute nicht mit, sondern gegeneinander, die Demokratie ist auf bei dieser abermaligen Konfistation dem Gedanken Ausdruck gegeben Die Regelung der Sklavenfrage ist beschränkt gegangen in die Sozialdemokratie und diese wandelt andere worden, daß der nunmehr erfolgte Berkauf der vor zwei Jahren gegeblieben auf den Silavenhandel und Raub. Man stellt es so Wege. Zur Wahrheit wurde aber wiederum, wie gesagt, der druckten Märznummer einen Betrug bedeute. Hiernach scheint sich bar, als ob eigentlich gar nichts Arges mehr vor erste Theil des Zitats zum Wallfahrtsort wurde auch an die Polizei der an sich ja nicht so üblen Ansicht zuzuneigen, daß handen sei in dieser Beziehung. Ju dem Bericht diesem 18. März der Friedrichshain, der Friedhof der März- man auf diesem Gebiet dem Publikum nur das neueste bieten von Krause heißt es aber, daß in Togo nach wie vor gefallenen. Begünstigt durch das herrliche Frühlingswetter, ge- dürfe. der Sklavenhandel blüht und nach meinen Informationen ftaltete sich bereits der Sonntag Nachmittag zu einer imposanten ift bisher auch ein in deutschen Diensten stehender politischer Borfeier. Der Andrang des Publikums war bereits an diefem wird, zeigt folgender Fall. Am Sonntag Abend gegen 7 Uhr Mit wie wenig Intelligenz die Spigelei betrieben Agent bei diesem Handel betheiligt.( Hört! bei den Sozial- Tage ganz gewaltig und, auch die Gräber der Märzdemokraten.) Es giebt in Tanganika noch zwei Sklavenfirmen. gefallenen deckten sich bereits an diesem Tage mit einer fand sich bei Genosse Dr. Lux eine Person von ca. 35-40 Jahren Also auch hier giebt's noch viel zu thun. Wenn man Geld stattlichen Anzahl von Kränzen. Der 18. März felber ein, die sich als Student vorstellte und Genossen Lux fragte, um übrig hat, fann man es sehr viel besser verwenden; wenn man brach trüb und unfreundlich über Berlin herein. Graue Nebel- welche Zeit von den sozialistischen Studenten am 18. März ein aber mal Kolonien haben will, sollte man sie besser verwalten. maffen ballten sich am Firmamente zufammen und suchten dem Kranz auf den Gräbern der Märzgefallenen niedergelegt werden Referent Prinz Arenberg erklärt, daß in der Kommiffion belebenden Sonnenlichte den Durchblick zu verwehren. würde; er wolle sich mit drei„ Kollegen" daran betheiligen. die Meuterei in der Kompagnie Fromme zur Sprache ge harten Kampf kämpfte das Licht mit den finsteren Dämonen der Das ganze Auftreten des Mannes, ein paar derbe Fäuste in kommen sei; weder die Offiziere noch die Unteroffiziere treffe Dunkelheit, bis endlich nachmittags der goldene Sonnenschein die prätenziösen Glaceehandschuhen, die submisse Art, mit Genossen eine Schuld. Herrschaft errang und glänzend sich ergoß über die frühlingsjunge Lux in der dritten Person Pluralis zu sprechen: Wollen Herr Direktor Kayser: Trotz der späten Stunde will ich doch den Natur, das erste tnospende Grün der Bäume und Sträucher mit Dottor mir vielleicht freundlichst sagen," die Bezeichnung der Mittheilungen des Herrn v. Bollmar widersprechen. In Pangani warmem Kuß umfassend, die Herzen der Proletarier mit frischer ohne Mühe erkennen, daß der angebliche Student nichts Rommilitonen als„ Kollegen", das alles ließ sofort und sollen Sklavenhändler vorhanden sein. 3 ist nicht die froher Hoffnung belebend. Es war ein beständiges Kommen und ohne Mühe erkennen, daß der angebliche Student nichts Hausstlaverei ganz zu vernichten und auch der Gehen gleich einem schwärmenden Bienenvolk. Nicht achtend der weniger als ein Student, daß er sogar nicht einmal ein gebildeter Stlavenhandel nicht ganz. Die Leute, welche als aufgeweichten Wege, standen die Arbeiter und Arbeiterinnen in langer Mann sei. Die einzige Frage nach der Fakultät bewies dies auch Sklavenhändler bezeichnet waren, find Sklavenbesitzer und Kette in bekannter Weise zeitweise bis zur Landsberger Allee hinunter. sofort," Ich studire Guriſt", in der That Gurist mit einem G, es ist etwas ganz gewöhnliches, daß Sklavenbefizer ihre Die Frühlingssonne beschien mit ihrem Glanze hier ein gutes um zu beweisen, daß der Herr ein gebildeter Mensch sei und nicht Stlaven weiter verdingen an andere Unternehmer. Aber Stück Arbeiterelend. Die meisten in verschliffener, armseliger etwa im gemeinen Berliner Dialekt Jurist" spreche. Genosse unmöglich ist es, daß Sklaven aus dem Innern gekauft werden. Kleidung, unter denen die beffer Situirten um so schärfer ab- ur ertheilte dem Herrn deshalb auch sofort den freundlichen Redner beruft sich auf eine Aeußerung eines Engländers über stachen. Viele waren auch von vergeblicher Suche nach Arbeit Rath, sich etwas schleunigst zu empfehlen und betreffenden Orts die Thätigkeit der Deutschen auf diesem Gebiete; die Stlaven gekommen; das bekannte Bündel unter dem Arme pilgerten fie auszurichten, daß man in Zukunft mit derartigen Missionen doch würden nicht bloß befreit, sondern möglichst auch in ihre Heimath zum Friedhose hinaus. Einen erfreulichen Eindruck machte das etwas intelligentere Personen betrauen möge. Wir glauben sehr zurückbefördert. Die deutsche Küste von Ostafrika würde auch fast gänzliche Fehlen der früher ebenso beliebten wie geschmack gern, daß man den Wunsch hegen mag, über den Umfang der den Sklavenhändlern gemieden. Auch die Vertreter lofen außerlichen Abzeichen. Rothe Kravatten, rothe Blumen sozialistischen Bewegung in den Kreisen der Akademiker informirt der Missionsgesellschaften äußern sich ebenso. Die Berichte und dergleichen waren nur vereinzelt vertreten. Die Händler 8 fein, aber ist jemand wirklich der Meinung, durch so plumpe Spigeleien jemanden aushorchen zu können? Es stehen doch nicht Afritareisenden Krause find mehrfach In den Vormittagsstunden Gegenstand machten schlechte Geschäfte. der Verhandlungen des Reichstages gewesen; die Regierung dauerte es wohl eine Stunde, ehe man langfam bis auf alle Leute auf dem geistigen Niveau von Kriegervereins Mitgliedern? hat mehrfach Gelegenheit gehabt, Die Uebertreibungen den Friedhof vorrückte. War der Weg auch ein beschwerlicher und Unrichtigkeiten dieser Berichte nachzuweisen. Die Einzelfälle, niemand, der ihn zurückgelegt, wird ihn bereuen; der fleine Gottesfrieden in der Dankeskirche. Der geftrige Sonn. die Herr v. Bollmar angeführt hat, seien wohl Räubergeschichten, Friedhof war wiederum umgewandelt in einen blühenden tag, ein erster Frühlingstag voll Sonnenschein, war ein wirk Der 18. März. welches er sich beim Stlavereihändler für 150 Rupien gekauft hatte es scheint hübscher gewesen zu fein, als es sonst gewöhnlich der Fall ist, hatte hatte außerdem die Augen eines Eingeborenen auf auf sich gezogen; dafür Durch das laublose Geäst der Freiheitslinde" auf dem hat er diesem zwei Rippen eingeschlagen. fleinen Friedhofe der Märzgefallenen im Friedrichshain ging ein Nach dem Bericht des stellvertretenden Bezirksamtsmanns von leises Flüstern, belebende Frühlingslüfte rauschten durch die Tanga ift der Arbeitermangel durch die unvernünftige Be- Kränze, welche die Gräber der Vorkämpfer der Freiheit deckten, handlung der Leute hervorgerufen. Ein geistestranter Bahn- es war, als ob die Todten Dank und Gruß entböten den arbeiter wurde aufgefunden mit Wunden, die bis auf die Knochenheit gingen, und sein Leib war vollständig mit Striemen bedeckt. Es war nur nicht festzustellen, ob er die Hiebe von dem Bahndirektor selbst oder von einem andern auf dessen Befehl erhalten hatte. In dem Bericht des Bezirkshauptmannes heißt es: Derartigem Vorgehen gegenüber befinde ich mich in einer schwierigen Lage. Während ich als Richter dasselbe verfolgen foll, muß ich als stellvertretender Bezirksamtmann sehen, daß die Sache der Plantage teinen Nachtheil erleide. In diesem Konflikt scheint nicht selten die letztere obzusiegen. Bor verhältnißmäßig furzer Zeit war bei der Expedition des Gustav Dehnhardt die Rede von schweren Uebergriffen, die bei der Emin Pafcha- Expedition von Peters vorgegangen seien. Bei der Kilima Ndjaro- Expedition sollen ganz ähnliche Dinge vorgekommen sein. Es wird sogar ein Fall angeführt, daß ein Mädchen, das das Unglück hatte, zugleich einem Schwarzen und einem Weißen zu gefallen( Abgeordneter Hahn: das zweite Mal), hingerichtet wurde und daß der Schwarze ebenfalls getödtet wurde. Es ist eine ganze Reihe von Beugen dafür angegeben, und es wird weiter behauptet, daß in Mwoa speziell auch ein Deutscher vor handen sein soll, der die Sache selbst gesehen haben soll. Wenn ein solches Gerücht über einen hohen Beamten verbreitet ist, so hat die Regierung alle Veranlassung, dafür zu sorgen, daß die eingehendste Untersuchung stattfindet. Don des Einen Tokales. Die Lokalfommission. Karl Scholz, Wrangelstraße 32. " Wie von licher Festtag für die empfindende Menschheit. Wessen Brust dunkelgefärbte Indierin eine Anzahl grauweißschaliger, 10 bis 1 Auch den Kasten, den das Geld enthielt, hatte der Einbrecher noch nicht ganz verhärtet war, der spürte den Hauch des Früh- 12 Centimeter lange, gänfeei- ähnlicher Eier abgefest, deren mitgenommen. Seitdem ist W. weder an seinen Beschäftigungslings, man zog fefttägliche Kleider an und promenirte im Freien; Bebrütung" sie sich mit Gifer hingeben zu wollen scheint. Wir ort zurückgekehrt, noch auch in der mütterlichen Wohnung in der es war ja Sonntag, Sonntagsruhe. Wie von ungefähr tam ein haben hier einen Aft der Brutpflege vor uns, wie man ihn bei Petristraße zu ermitteln gewesen. Mann, zur Zeit als die Glocken läuteten, und die solchen faltblütigen oder richtiger wechselwarmen" Geschöpfen " " erschlagenen Frau Grasnid hat nach dem Befunde der GerichtsDie Obduktion der durch ihren Enfel Max Zimmermann ärzte Medizinalrath Dr. Long und Sanitätsrath Dr. Mittenzweig ergeben, daß der Tod der alten Frau die Folge einer durch die erlittenen Schläge auf den Kopf herbeigeführten Gehirnblutung gewesen ist. Gläubigen zur Kirche eilten, die Invalidenstraße entlang. nicht vermuthet und wie er thatsächlich auch eine Ausnahme die 35 Jahre alte Jrre Gertrud Bernstein, die bei den PütelIm Wahnsinn hat sich am Sonnabend Morgen um 73/4 Uhr Vor dem Invalidenpark blieb er stehen. In der Mitte bildet, denn weder die nächsten noch die ferneren Verwandten der des Plazes wird auf Veranlassung hoher und höchster Pythons verfahren demgemäß, kümmern sich vielmehr um die schen Eheleuten, Beuffelstraße 8, in Pflege war, aus dem Fenster Kreise eine Kirche aufgerichtet, Danteskirche benannt. Das Brut garnicht. Vei dem Brüten" der Riesenschlangen wird geftürzt. Sie starb unter den Händen des Arztes. Interesse für architektonische Schönheiten veranlaßten den Wanderer entsprechend dem Brutgeschäft der Vögel eine höhere Wärme ent- Sehr von Dieben heimgesucht sind die Berliner Lesehallen. näher zu treten und mit aufmerksamem Auge verfolgte er die Kunst wickelt. Es ist zu hoffen, daß der vorliegende Fall zu einem Dem Band Afrika" von Siewers Weltkunde, der vor einigen des Baumeisters. günstigen Ergebniß führen wird, und das wäre um so beachtens: Wochen verschwand, ist jetzt der Band„ Asien" nachgefolgt. Es Da dringt plötzlich Geräusch an sein Ohr; es scheint aus werther, als ja das" brütende" Weibchen nicht im trächtigen Zu- wird nicht lange dauern, bis trotz der schärfften Kontrolle alle bem Innern der Kirche zu kommen. Durch die friedliche Stille, stande gefangen, sondern seit 1/2 Jahr hier im Aquarium ist und Erdtheile estamotirt sind. Ein Langfinger hat aus der Halle die auf dem Park lagert, flingt deutlich vernehmbar der Ton fich hier gepaart hat. am Alexanderplatz in letzter Woche Neumann's Ortslexikon des von Hämmern und Sägen und ähnlichen Werkzeugen. Durch Allerhand Militaria. Wegen Soldaten- Miß- Deutschen Reiches ausgeführt. Trotz der hohen Belohnungen, eine nur angelehnte Seitenthüre tritt er hinein in das handlungen ist der Sergeant Weder von der 6. Kompagnie die ausgesetzt sind, gelingt es nicht, die Bücherdiebe dingfest zu Schiff des sogenannten Gotteshauses, und was erblickt des Garde Füfilierregiments durch friegsgerichtliches Erkenntniß machen. sein Auge? Männer in Arbeitskleidung wohl gegen vom 14. März zu 14 Tagen Mittelarreft verurtheilt worden. breißig an der Bahl: Bildhauer, Maler, Anschläger, Er hatte verschiedenen Leuten seiner Korporalschaft Ertra Bodenleger und andere Arbeiter hämmern, fägen, sugaben" in Form von Ohrfeigen ertheilt, worauf ihn einer der meißeln mit beängstigender Schnelligkeit; dazwischen, bald Gemißhandelten meldete. Zu Anfang der Untersuchung sollten hier und dort anfeuernd, der Herr Baumeister und der Herr über 100 Fälle von Mißhandlung vorliegen, es tonnten ihn aber Bauführer. Das ist die Sonntagsruhe in ber nur vier" nachgewiesen werden. Danteskirche! Die mahnenden Glockenzeichen der in der Das Schicksal der Oberfeuerwerter Schüler, Nähe belegenen Kirchen werden übertönt von dem Geräusch der deren Verhalten zu der Massenverhaftung führte, gestaltet sich Nichtswürdige Streiche werden seit längerer Zeit bereits Werkzeuge; nicht ein Augenblick bleibt den in diesem geheiligten sehr ungünstig. Vier von ihnen, die einem hiesigen Garde- dadurch ausgeführt, daß ein Unbekannter die Toiletten von Damen Raume Arbeitenden, um nachzudenken, daß draußen Sonntag Artillerie- Regiment angehörten, sind nach Berbüßung der etwa mit Tinte begießt. Der Bursche, der sein Unwesen in der Gegend und Frühling zugleich ist- Arbeiten heißt die Parole! Und warum das? fechswöchigen Strafe zu dem Truppentheil zurückgekehrt und der Großen Frankfurterstraße, Waßmann- und Weberstraße bea Es liegt in der Absicht sehr hoher wurden in der vorigen Woche zu dem Kommandeur befohlen. treibt, hat innerhalb der letzten 14 Tage nach bei der hiesigen Kreise die Einweihung dieses Hauses, das die sprichwörtlich Dort wurde ihnen eröffnet, daß das Regiment bestrafte Unter- Bolizei eingelaufenen Meldungen mindestens 17 Damen gewordene Berliner Kirchennoth und in weiterer Folge die offiziere nicht gebrauchen könne, und daß sie aus dem aktiven Roben und Mäntel ruinirt. Herr Schneidermeister Kadetzky, Gottes und menschliches Gebot mißachtende Militärverbande entlassen seien. Ob diese Maßregel auf den Gollnowstr. 31, dessen beide Töchter auf dem Wege zwischen der Sozialdemokratie zu beseitigen helfen foll, am 22. März eigenen Entschluß des Regimentskommandeurs oder auf höhere Großen Frankfurterstraße nach der Gollnowstraße von dem Tinten mit der Entfaltung des üblichen hösischen und militärischen Ge- Weisung zurückzuführen ist, kann noch nicht beurtheilt werden. Attentäter angegriffen wurden und deren Schaden an Toiletten pränges vorzunehmen. Der 22. März ist der Geburtstag Wil- Trifft der letztere Fall zu, so dürften solche Entlassungen auch sich auf ca. 150 m. beziffert, bietet demjenigen eine Belohnung helms I., des Erften, der bekanntlich in seinen letzten Jahren das bei den übrigen in Frage kommenden Regimentern stattfinden. von 20 M., der den rohen Patron ermittelt, so daß derselbe der Wort sprach, daß dem Volfe die Religion erhalten Polizei übergeben werden kann. werden müsse. müsse. Damit an diesem Tage die Ein- Ueber eine Preißermäßigung des neuerdings wieder recht weihung möglich werde, mußten die Arbeiter in den Betrieben, zweifelnd betrachteten Heilserums wird das folgende be welche irgend etwas an Requisiten für die Kirche zu liefern richtet: Das Kultusministerium hat eine von der Fabrik in hatten, abends nacharbeiten und Sonntagsarbeit verrichten. Höchst eingereichte Berringerung des Preises genehmigt. HierDarum mußten die Maler an verschiedenen Sonntagen in nach werden hundert Immunifirungs- Einheiten einschließlich der dem neuen Gotteshaufe" thätig sein; darum mußten die Kontrollfosten für die Apotheken in Deutschland für höchstens Polizeibericht. Am 16. d. M. wurden Vormittags eine Arbeiter am 17. März ihre Sonntagsruhe, auf die 75 Pfennig geliefert. Die Berliner Charitee erhält das Serum Frau in ihrer Wohnung, in der Büschingstraße, und Nachmittags fie gefeßlichen Anspruch haben, ein büßen! antidiphtericum mit fünfzig Prozent Ermäßigung zur Abgabe ein Mann in dem Pferdestall eines Grundstücks in der FrankDie Bildhauer sollen, wie man uns weiter mittheilt, bis an die Apotheken Berlins, sofern das Mittel nachweislich furter Allee erhängt aufgefunden. Vormittags stürzte sich ein 2 Uhr, ein Theil der anderen Arbeiter noch bis in die späten behufs Verwendung in den Universitätskliniken und Polikliniken geiftestrantes Mädchen aus dem 4. Stock eines Hauses auf den Nachmittagstunden hinein gearbeitet haben, ohne und dies ist der Reichshauptstadt, für die übrigen öffentlichen Krantenanstalten of hinab und verletzte sich so schwer, daß es furze Zeit darauf auch bezeichnend daß sie für die Sonntagsarbeit mit höherem oder für Personen im Stadtgebiete Berlins verlangt wird, deren starb. Nachmittags stürzte auf dem Dombauplage ein ZimmerLohn entschädigt worden sind. Rezepte aus Staats- und Gemeindemitteln, sowie von Kranken- mann von der Höhe des aufgestellten Gerüftes herunter und Einige fromme Herren und Damen, wie man faffen im Sinne des Krankenkassengesezes oder von Vereinigungen blieb auf der Stelle todt. Abends wurde ein Monteur in der behauptete, Mitglieder des Kirchenraths, mit Gesang- gezahlt werden, die die öffentliche Armenpflege zu ersezen oder elterlichen Wohnung in der Lankwigstraße von seinem Vater ins büchern in den Händen, besichtigten das Junere der Kirche um zu erleichtern bezwecken. Die Kontrollstation für Berlin hat am folge eines Streites durch einen Revolverschuß so schwer die Mittagszeit; die Herrschaften, die sich doch auf grund ihres 20. v. M. ihre Thätigkeit aufgenommen, und den Zeitpunkt, von verlegt, daß er nach dem Krankenhaufe gebracht werden chriftlichen Bekenntniffes über die Sonntagsentheiligung eigentlich dem ab nur noch staatlich kontrollirtes Serum an die Apotheken mußte. Am 17. b. M. Morgens versuchte auf dem Flur entrüften müßten, fanden tein Wort des Tadels! abgegeben werden darf, ist auf den ersten April dieses Jahres eines Hauses in der Brunnenstraße ein Arbeiter sich zu ers Mit Rücksicht auf den Umstand, daß unser Blatt in letzter festgesetzt. Für die Ausübung der örtlichen Kontrolle der Serum- schießen. Er verletzte sich jedoch nur unbedeutend an der Brust. Zeit recht häufig mit überflüssigen Berichtigungen beim gewinnung zu Höchst ist der Marine- Stabsarzt a. D. Dr. Sander Vormittags wurden eine Schneiderin aus der Hagenauergesucht worden ist, sehen wir uns genöthigt, zwei Herren namhaft zu Kuräne in Posen von dem Ministerium bestimmt worden. Straße und ein Tischler aus der Falckensteinstraße in ihren zu machen, die wir, wenn auch wider ihren Willen, als zeugen Frau Mewers, die in der Ulmenstraße zu Westend von Wohnungen erhängt vorgefunden. Nachmittags wurde im reklamiren dürfen. Herr Regierungsrath Spitta, dem Schlächter Müller überfallene Dame, ist am Sonntag früh Humboldthafen die Leiche einer Frau angeschwemmt. Abends Rankestr. 15 und Herr Baumeister Kimpel, Haideftr. 45, ihren schweren Verlegungen erlegen. Die Kriminalpolizei richtet wurde in der Mendelssohnstraße ein Mann von mehreren Perwaren zu gleicher Beit anwesend und werden bestätigen, daß der ihr Augenmert jetzt auf Grmittelung von Thatsachen, durch welche sonen überfallen und durch Messerstiche am Kopfe verletzt.17. März in der Dankeskirche so verlaufen ist, wie wir zur Er- erwiesen werden soll, daß die That eine vorher geplante ge- In einer Bude bei der im Bau befindlichen Fennbrücke warde bauung für alle, die den Glauben an den christlichen Staat" wefen ist. der Bauwächter mit einer schweren Verlegung am Kopfe aufnoch nicht überwunden haben, mitzutheilen uns erlaubten. Die Leiche der Frau Mewers ist am Montag Nachmittag in gefunden und nach der Charitee gebracht. Er ist angeblich überIn der Umgebung der Kirche sieht es noch sehr wüst aus; Charlottenburg gerichtsärztlich geöffnet worden. Als Aerzte fallen worden. Ein Mädchen vergiftete sich in seiner Wohnung wir wissen nicht, aus welchem Grunde man davon Abstand ge- waren zugegen der Kreisphysikus Dr. Klein und Dr. Steder, in der Dennewigstraße. In der Nacht zum 18. d. M. fand in nommen hat, auch die Planirungsarbeiten am Sonntag fort vom Gericht war Assessor Schreiber Schreiber erschienen, und der Poſenerstraße eine Schlägerei statt, bei der ein Schlächter aufezen. Die Gläubigen, die an den Arbeiten innerhalb von der Polizei wohnten der Geheime der Kirche feinen Anstoß nahmen, haben tein Recht, rath Regierungs: durch Messerstiche am Kopfe und am Rücken sehr schwer verletzt und wurde, daß er nach dem Krankenhause gebracht werden mußte. Saldern, Kriminal Kommissar Krause die Sonntagsruhe außerhalb derselben zu reklamiren. Man mehrere Beamte Dem Afte bei. Als Todesurfache Außerdem erlitten eine Frau und ein Mann leichtere Verlegungen. hatte einen Wächter vor dem Eingang zur Kirche postirt, der ist Zertrümmerung des Schädels festgestellt worden. Außerdem Am 16. und 17. d. M. fanden vier unbedeutende Feuer statt. alle Neugierigen tonsequent zurückwies, von denen er befürchten aber zeigen die beiden Arme der Ermordeten große Schnittvon T Straßensperrung. Das Holsteiner und das Schleswiger Ufer werden von der Claudius bis zur Cuxhavenerstraße behufs Umpflasterung vom 18. ds. Mts. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. mußte, daß fie etwas in die Zeitungen bringen". Wenn der wunden, so daß angenommen wird, Frau Mewers habe sich gegen 2itterungsübersicht vom 18. März 1895. " Vorwärts" troßdem genaue Informationen erhalten hat, den Angreifer zur Wehr gefeht und dabei die Verlegungen davonso mögen die, welche es angeht, daraus entnehmen, daß auch getragen. Der jugendliche Verbrecher Otto Müller wurde von andere Leute, als böswillige Zeitungsschreiber, diese Art der zwei Kriminalbeamten geschlossen aus dem Untersuchungsgefängniß Stationen. Sonntagsheiligung, wenn auch vielleicht vom„ chriftlichen", so abgeholt und an sein Opfer geführt. Er refognoszirte die Todte doch nimmermehr vom menschlichen Standpunkt aus, für und gab zu Protokoll, daß er in Prettin an der Elbe ein Ver gerechtfertigt halten können. mögen von 12 000 m. befize, sein Vormund heiße Gerber. Er habe die Greisin niedergeschlagen und dann auf einem Spind hinter einer Hutschachtel nach Geld gesucht. Dabei sei ihm der Granatschmuck in die Hände gefallen, den er zwecks Verkaufes mitgenommen habe. Neue zeigte Müller auch jetzt nicht. NB. Bolt"," Reichsbote" " Kreuz- Beitung" und andere, auf das Christenthum geaichte Blätter werden um gefl. Bezugnahme auf diese Mittheilungen gebeten. Auch die Berliner Rorrespondenz" des Herrn v. Röller würde uns, wie oft, so auch durch eine Auslaffung über diesen gottesfürchtigen Fall, recht viel Freude bereiten. " " Swinemünde. Hamburg Berlin Barometerftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( Stala 1-12) 4231324211 etter bedeckt 764 WNW . 767 766 WNW WNW 3 Wiesbaden. 768 768 SW • 767 M woltig bedeckt wolkenlos wolkenlos bedeckt 745 NNW 4 heiter 746 SI bedeckt 769 N halb bedeckt 765 767 WSM NO 1 1 heiter wolkenlos Temperatur ( nach Celsius 111 ( 6 of Dog 224LAAT1341 Wetter Brognose für Dienstag, 19. März 1895. fchlägen, schwachen südwestlichen Winden und langsam steigender Theils heiteres, theils woltiges Wetter mit geringen Nieder Temperatur. Berliner Wetterbureau Gerichts- Beitung. " Der Domban hat am Sonnabend in der Person des München 29 jährigen Zimmermanns Friedrich Köhler aus Posen, der in Wien Wie man Droschkenkutscher wird, darüber werden der der Rheinsbergerstraße 62 wohnte, sein Opfer gefordert. Köhler Haparanda Allgem. Fabr- 8tg." einige interessante Mittheilungen gemacht, verlor in der fünften Nachmittagsstunde beim Aufbau der Rüstung Petersburg aus denen sich folgendes Bild ergiebt: Veranlaßt durch ein das Gleichgewicht, und stürzte aus einer Höhe von 29 Metern Cort.. Zeitungsinserat, daß noch immer Tarameterkutscher verlangt vom Bau herab. Ein Kollege des Verletzten eilte sofort in Aberdin. werden, hatte sich jemand bewogen gefühlt, durch seine Persön die nächste Unfallstation, wo bekanntlich Tag und Nacht Paris lichkeit die Zahl der Droschtentutscher um einen zu vermehren. ärztliche Hilfe zu haben ist. Dort mußte der Arzt jedoch erst Er meldete sich in dem Bureau in der Grenadierstraße. Auf aus seiner Privatwohnung geholt werden, und als die Nothdem Bureau wurde ihm bedeutet, sich in die Krankenkasse der helfer endlich mit der Tragbahre der ersten Sanitätswache an Fuhrherren und Kutscher Eintracht" aufnehmen zu lassen, um der Unglücksstätte angelangt waren, war der Zimmerer, der dann einem Fuhrherrn als Rutscher zugewiesen zu werden. Im einen schweren Schädelbruch erlitten hatte, längst verschieden. Bureau hatte er zwar geltend gemacht, daß er keine Livree habe, doch sagte man ihm, dies bedeute nichts, die werde er schon bei Auf seinen Sohn geschoffen hat im Delirium der frühere dem Fuhrherrn erhalten. Wie gesagt, so geschehen. Der betreffende Telegraphenfabrikant Richard Lehmann aus der Lankwigstr. 10. Fuhrherr war auch so großmüthig, ihm die nothwendigsten Requisiten Lebmann wird wegen seiner durch Trunksucht entstandenen Erzu überlassen auf Abzahlung. Offenbar waren dieselben noch ganz werbsunfähigkeit von seinen Verwandten erhalten. Sonnabend Mit besonderer Schärfe wollte der Staatsanwalt ein neu, denn es wurden dem Kutscher für den Mantel 60 M., für Abend gerieth er mit seinem 19 Jahre alten Sohn, dem Monteur Bergehen gegen§ 150 der Gewerbe- Ordnung befiraft den Weißlackirten" 5 M. und für die Tasche ebenfalls 5 M., Paul Lehmann, in Streit und wurde dabei so aufgebracht, daß wissen, wegen dessen derzeit der Töpfer Gustav Topf zu einem im Summa 70 M. angerechnet. Zur Deckung dieser Schuld er aus einem verschlossenen Schreibtisch einen Revolver heraus- Monat und der Redakteur des Vorwärts", Joseph Dierl, zu werden ihm täglich 50 Pf. von seinem Tagesverdienste in Abzug holte und einen Schuß auf den Sohn abgab. Dieser wurde an drei Tagen Gefängniß verurtheilt worden waren. Am 7. Nogebracht. Derselbe besteht in 1 M. Tagelohn und 25 pet. der der linken Brustseite schwer verletzt. Lehmann hat bei seiner vember v. J. hatte der erste Angeklagte eine Bekanntmachung mit Lageseinnahme. Nimmt der Kutscher wirklich täglich 10 m. ein, Vernehmung ausgesagt, er wisse von dem Vorgange gar der Ueberschrift: Achtung, Töpfer!" in den Vorwärts" einso hat er einen Verdienst von 3,50 M. täglich. 50 Pf. ab bleiben nichts und müsse sich im Zustande des Deliriums befunden rücken lassen, wonach er mittheilte, daß der größte Theil der bei 3 M. täglich, wovon er sich seine sonstigen Requisiten beschaffen haben. Die Angehörigen bestätigen auch, daß er häufig Anfälle dem Töpfermeister Kohlrepp beschäftigten Gesellen die Arbeit infolge und seinen Lebensunterhalt bestreiten soll. 5 Monate würde er von Tobsucht hat. Lehmann ist verhaftet worden und wird Lohnreduktion niedergelegt hätten. Nur fünf namhaft gemachte gebrauchen zur Bezahlung der ihm geliehenen Sachen, die bis vorläufig einer Untersuchung auf den Geisteszustand hin unter Gesellen hätten sich an dem Streit nicht betheiligt. In der dahin Eigenthum des Fuhrherrn bleiben. Wird der Kutscher worfen werden. Namhaftmachung dieser fünf Gesellen hatten die Anklagebehörde vor dieser Zeit entlassen, so fann er bei einem anderen Fuhrherrn Von seinem Hauswirth wurde in der Nacht zum Sonn- und das Schöffengericht eine Verrufserklärung erblickt. von vorne anfangen. Außerdem mußte der Kutscher noch 20 m. tag der Schriftsteller Kemptner überfallen, der bei dem Photo- Staatsanwalt hielt die erkannten Strafen für zu niedrig, er legte Kaution stellen. Wofür, ist nicht ersichtlich. Um dies zu ermög- graphen Klinck zu Groß- Lichterfelde in dem Hause Mittelstr. 22 Berufung ein und beantragte im gestrigen Termine vor der lichen, mußte er seinen Zivilanzug versehen. Man fönnte ein wohnte. Nach einem vorausgegangenen Wortstreit schlug der zweiten Instanz gegen Topf eine Gefängnißstrafe von drei, gegen wenden, daß der Kutscher dies alles nicht nöthig batte, er Photograph die Thürfüllung des Schriftstellers ein, drag bei Angeklagten hatten Berufung eingelegt und es plädirte der Dierl eine solche von einem Monate. Aber auch die brauchte ja nicht dort anzuspannen. Jedoch der Ertrinkende ihm ein und drohte ihm, daß er ihn todtschlagen werde. Der Bertheidiger, Rechts- Anwalt Heine, für Freisprechung, indem er flammert sich an einen Strohhalm. Um nur Beschäftigung Schriftsteller rief um Hilfe, und die Nube wurde alsbald wieder Bertheidiger, Rechts- Anwalt Heine, für Freisprechung, indem er zu erhalten, opferte er sein Leytes und wurde Droschten hergestellt. Gegen den Hauswirth ist ein Strafverfahren bei der mit der einfachen Namensnennung derjenigen Gefellen, welche geltend machte, daß der Begriff der Verrufserklärung sich tutscher. Ortspolizei anhängig gemacht worden, das noch nicht bis an die sich der Mehrzahl ihrer Fachgenossen nicht anschlossen, feineswegs Für die ausgesperrten Brauer sind bei der unterzeichneten Staatsanwaltschaft gelangt ist. decke. Es müsse ja denn auch eine Verrufserklärung sein, wenn, Rommission eingegangen: Ueberschuß der am 17. Februar von Wegen des Verfuchs der Brandstiftung ist der Kauf- wie es zu geschehen pflege, die Namen derjenigen Börsenbesucher, den Gesangvereinen Alpenglocke, Frisch auf, Deutsche Eiche, Korn- mann Lühr, Michaeltirchstr. 42, mit seinem Gehilfen T. ver- welche ihre Differenzen nicht beglichen hätten, an der Börse blume, Loreley, Vorwärts III und dem Zitherklub Freiheitsklänge haftet worden. Als besonders verwerflich muß es bezeichnet öffentlich bekannt gemacht würden. Der Gerichtshof verwarf die abgehaltenen Matinee 122,50 M. Die Kommission der werden, daß er den erst 18 Jahre alten Gehilfen zur Beihilfe Berufung des Staatsanwalts und folgte der Berufung der AnBrauer und Brauerei Silfsarbeiter. verleitet hat. getlagten insoweit, als die gegen Topf erkannte Strafe auf eine bei dem ersten Erkenntnisse. Der Das Berliner Aquarium bietet jegt etwas ganz Un- Ausgeplündert wurde in der vergangenen Woche die Tages- Woche ermäßigt wurde. In betreff des Preßsünders Dier! blieb gewöhnliches, indem es seit einigen Tagen eine brütende fasse einer hiesigen Zeitung. Dort war der 18 Jahre alte LaufSchlange aufzuweisen hat. In dem gewaltigen, durch Ver- bursche Wellnih feit etwa zwei Monaten beschäftigt und Der Nachtwächter Albert Hildebrandt aus Rigdorf, der einigung von vier großen Abtheilungen der Reptilien- Galerie fannte daher den Aufbewahrungsort des Geldes. In der Abend- wegen seiner außerordentlichen Schneidigkeit" im Dienst, bezw. gefchaffenen Wohnraum der altweltlichen Riesenschlangen, welchen stunde zwischen 7 und 8 Uhr hatte sich der Expedient auf furze wegen grober Ausschreitungen im Amte bereits zweimal mit nahezu ein Dutzend dieser Bythons in verschiedener Stärte be- Beit entfernt. Bei der Rückkehr bemerkte er, daß die Staffe brei Monaten und neun Monaten Gefängniß vorbeſtraſt iſt, völkert, hat vor wenig Tagen eine mehrere Meter lange mittels Nachschlüssels geöffnet und um 128 M. erleichtert war. wurde heute aus dem Gefängniß Plößenfee der zweiten ad paid nf goin bits( anolo in) Nat Straffammer am Landgericht II vorgeführt, um fich Roppenstraße 29, eine öffentliche Metallarbeiter Versammlung| ersuchen wir Euch, nicht zu versäumen, einen Vertrauensmann wiederum wegen Amts vergehens zu verantworten. statt. Die Kollegen werden gebeten, überall wo sie zusammen aus Eurer Mitte zu wählen. Zur Zeit verbüßt er die neunmonatige Strafe, von den treffen, auf diese Versammlung hinzuweisen, ganz besonders aber Kollegen! Es handelt sich hierbei darum, den Zusammens ersten drei Monaten ist er durch die bekannte Geburtstags- die Arbeiterinnen, denen der Anschluß an die lokale schluß der Kollegen mehr zu befestigen; kommt also dieser Aufbegnadigung befreit worden. Der heutigen Verhandlung lag Organisation Berliner Metallarbeiterverband" leider versperrt forderung nach und sendet die von Euch ernannten Kollegen jeden ein Vorfall zu grunde, der sich früher als die bereits ist, zum Besuch der Versammlung einzuladen. Das letztere ist Sonnabend nach der Gipsstr. 16, damit sie dort Bericht erstatten. abgeurtheilten zugetragen hat. In der Nacht vom 1. zum 2. März umsomehr nöthig, als in unserem Gewerbe die denkbar unMit tollegialem Gruß! vorigen Jahres war Hildebrandt start angetrunken und verhaftete günstigsten Verhältnisse für die weiblichen Arbeiter herrschen, bein diesem Zustande ohne ausreichenden Grund den Arbeiter sonders die gesundheitlichen Zustände dringend der Besserung Ruchel, den er nach dem Amtsbureau brachte und dort mit dem bedürfen. Die Arbeiterinnen müssen deshalb unsere Kampfes Säbel trattirte. Der Arrestant hat etwa 10-12 Säbelhiebe genossinnen werden, zur Erringung befferer Lohn- und Arbeitserhalten, schwere Verletzungen jedoch nicht erlitten. Da wegen bedingungen. Darum auf, Kollegen, werbt für den Verband der Zeit der That die erst später erwirkten Borstrafen wegen und agitirt für diese Versammlung. Näheres über die Bergleicher Bergehen nicht strafschärfend in betracht gezogen werden sammlung im Inseratentheil. Mit follegialischem Gruß: Der konnten, so erkannte der Gerichtshof auf eine Zusatzstrafe von Einberufer. vier Monaten, während der Staatsanwalt acht Monate beantragt hatte. Gewerkschaftliches. Au die Töpfer und Berufsgenossen Berlins und Umgegend! G. Melzer. Achtung, Schöneberg! Den Gewerkschaften wird hiermit bekannt gemacht, daß sich die auf Beschluß der Versammlung vom 18. November 1894 gegründete Gewerkschaftskommission für Schöneberg und Umgegend konstituirt hat. Diese Kommission betrachtet es als ihre Aufgabe: 1. Durch Abhaltung von öffentlichen Gewerkschaftsversammlungen sowohl in Schöneberg, als auch in der Umgegend eine lebhafte Agitation für die Gewerk schaften zu entfalten. 2. Bei etwa eintretenden Lohnstreitigkeiten die Vermittelung zu übernehmen. 3. Bei eintretenden Streits so viel als möglich die Unterstüßungsfrage zu regeln. Außerdem wird die Kommission allen an sie herantretenden gewerkschaftlichen Angelegenheiten gerecht zu werden suchen. Damit aber dieses Programm ausgeführt werden tann, ersucht die Kommission sämmtliche Gewerkschaften um thatkräftige Unterſtüßung. Ge schieht dies, so wird der erwartete Erfolg auch nicht ausbleiben. Sämmtliche Briefe und Anfragen sind zu richten an Albert Butry, Schöneberg, Afazienstr. 13, Querg. 2 Tr. I. In der öffentlichen Versammlung im April 1894 wurde der Beschluß gefaßt, daß die Kollegen auf jedem Bau aus ihrer An die Metallarbeiter Berlins. Wie nothwendig der Mitte einen Kollegen wählen sollen, welcher alle Angelegen Zusammenschluß der Arbeiter ist, kann heute wohl keinem denkenden heiten gewerkschaftlicher Natur im Interesse unserer Bewegung zu Kollegen mehr unklar sein. Soll aber der Zusammenschluß etwas regeln hat. leisten, den Mitgliedern Vortheile bringen, so muß die Organisation Er soll darüber wachen, daß jeden Sonnabend regeleine fest geschlossene sein. In dem großen Berlin muß der mäßig jedem Kollegen vom Bau die Gelegenheit geboten Anschluß an die Organisation nach Möglichkeit erleichtert werden. wird, seine Beiträge zum Verein, wie auch zum GeneralIn allen Stadttheilen muß die Organisation ihren Siß aufschlagen. fonds abführen zu können, und daß dieses auch geschieht. Auch Sattler und Riemer wegen schlechter Lohnverhältnisse. Die Ar Der Deutsche Metallarbeiter- Verband, eine Organisation, die jetzt foll er über jeden etwa geplanten Lohnabzug oder schon mehr als 30 000 Mitglieder hat und daher zu den leistungs- über sonstige Maßregelungen, unseren ständigen Arbeits- beiter verdienen im Akkord bei zwölfftündiger Arbeitszeit höchstens 1,5 fl. Sie verlangen eine 50 proz. Lohnerhöhung, Um Fern fähigsten zählt, beabsichtigt auch im Osten Berlins eine Ver- vermittler rechtzeitig unterrichten, damit sobald wie möglich die waltungsstelle zu errichten und findet zu diesem Zweck am Mitt- ganze Kollegenschaft dazu Stellung nehmen kann. Kollegen! Da haltung des Zuzuges wird gebeten. woch, den 20. März, abends 82 Uhr, in Keller's Festsälen, nun in kürzester Zeit verschiedene Bauten angefangen werden, Der Kutscherstreik in Athen ist beendet. Dem Genossen H. Nachfahl ein dreimal donnerndes Hoch zu seinem heutigen Wiegenfeste. Deine Stammgäste. Todes- Anzeige. 906 Den Mitgliedern des Vereins der Zimmerer Berlins und Umgegend zur Nachricht, daß das Mitglied Friedrich Köhler am 16. b. M. auf dem hiesigen Dombau durch Absturz vom Gerüst vom Tode ereilt wurde. Er wurde das Opfer seines schweren Berufs. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 20., nachm. 3 Uhr, vom Leichenschauhaus, Hannoverschestraße 19, aus nach NeuWeißensee( Bionskirchhof) statt. Nachruf. Nach kurzem, aber schwerem Krantenlager verschied am Sonnabend, den 16. d. M., unser lieber Kollege, der 1016 & In der Maschinenfabrik Zarnoczy in Best streiken die in gutgeh. Materialwaaren- Geschäft| Gekauft werden stets: jede Anzahl viel Schnaps- und Bierverkauf, ist tauben, Brieftauben, Flugtauben, KropfFamilienverhältnisse halber billig zu tauben, Meerschweine, Kanienchen, Eich verkaufen. Näheres beim Restaurateur hörnchen, Vögel. Auch Verkauf von Beyer, Charlottenburg, Wallstr. 96. Vogelleim, Schlagneße, Goldfische, frisches Futter.[ 1] Redtmann. Jetzt: Berlin, Grüner Weg 65. Spazierftock- Drechsler, auf Dampf geübt, und Naturstock Bieger verlangt Grüner 995 mit Porzellan, Milch u. Backwaare, weißer Tanzmäuſe, Mehlwürmer, Bach Färbereid chemische Medanifer A. Weege Destillation Ehre seinem Angedenken. Die Beerdigung findet am Mitts woch Nachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des Dom- Kirchhofes in der Müllerstraße aus statt. Die Kollegen der Firma C. P. Görtz. Die Mitglieder werden ersucht, zahl- Kranzbinderei u. Blumenhdlg. Robert Meyer, reich an der Beerdigung theilzunehmen. Der Vorstand. Todesanzeige. Am Sonntag, den 17. März 1895, morgens 2 Uhr, starb unser Mitglied, der Zeitungsspediteur Ernst Roick. 108/3 Die Beerdigung findet am Mittwoch, Den 20. März, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Skaliterftr. 54a, aus nach dem Emmaus- Kirchhof statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand der Freien Vereinigung der ZeitungsSpediteure und Verkäufer. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine innigftgeliebte Frau 87b Henriette Stephan, geb. Serding, am 16. März 1895 nach schwerem Leiden, im Alter von 52 Jahren, sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet heute Nachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des Emmaus Kirchhofes, Brig, aus, statt. = Wilhelm Stephan, Reichenbergerstr. 51. Am 17. d. M., morgens 121/2 Uhr, entschlief nach kurzem Rrantenlager mein innig geliebter Mann, unfer guter Vater und Schwiegervater, der Gastwirth Heinrich Theess 986 im 72. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Wilhelmine Theess, geb. Stof. Otto Theess. Martha Theess, geb. Littmann. Die Beerdigung findet amMittwoch, den 20. März, nachm. 2 Uhr, vom Trauerhause, Münchebergerstraße 16, nach dem Georgentirchhof, Landsb. Allee, aus statt. Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu ver meiden, bitte ich meine Freunde und Genossen, genau auf meine Adresse zu achten. Blumenhandlung P. Abromeit, Blücherstraße 69, Berlin SW. 55472* Kränze, Bouquets, Topfgewächse, Guirlanden u. s. w. Billigste( Markthallen-) Preise bei ge schmackvoller Ausführung. Extrafeines Kuchenmehl 00 in Leinen- Beuteln à 10 Pfd., à 1/4 Ctr., à 1/2 Ctr. Mt. 1,20 2,85 5,60 Von 1/4 Ctr. ab frei in's Haus. mit Nebenräumen und großem Vereinszimmer, existenzfähig, an einen Parteigenossen zu verf. Swinemünderstr. 45. = Stodfabrit, eg 118. Große Max Dennhardt Möbel- Auktion. Bier- Export- Geschäft NW. Berlin NW. Hannoverschestr. 18a zur beginnenden Saison empfehle meine so vorzüglich eingeführten Würzburger und Am Mittwoch, den 20. März, vorm. 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März 1895. die ungefeßlichkeit des Sozialismus nachgewiesen, und bitte daher Ich habe mit Ruhe und Objektivität die Anklage begründet, den hohen Gerichtshof, dieser Gegend die Ruhe wiederzugeben. Seien Sie gerecht.( Beifall.) 12. Jahrg. Ernte, die 6 Wochen dauert, 60-80 fl. verdienen und daß der versammlung des 3. Wahlkreises wieder aufgenommen werden. Tagelohn außer der Ernte zwischen 30 Kr. bis 1 fl. variirt. Nur Zum Schluß theilte Rrater mit, daß der Borstand beschlossen infolge des Sozialismus wollen die Arbeiter nicht arbeiten und darum habe, am 18. März auf dem Friedhof der Freiheitskämpfer von müssen fremde Arbeiter geholt werden. Wer arbeiten will, fann immer 1848 einen Kranz niederzulegen. noch anständig leben. Es muß dahin getrachtet werden, die Arbeiter aus den Händen der sozialdemokratischen Schwindler zu Die Volksversammlung, welche zum Beften der ArbeiterAuf der Tagesordnung steht die erste Berathung der befreien. Der Sozialismus ist ungesetzlich und seine An- Bildungsschule am 11. März im großen Reller'schen Festsaat hänger gehören entweder in's Gefängniß oder in's Narren- stattfand, war überaus start besucht, gegen 3000 Personen hatten, Minister der öffentlichen Arbeiten Thielen: Trotz der un haus. Sz. Kovacs hat mit vollem Bewußtsein diese Lehren sich eingefunden. In anderthalbstündigem Vortrage behandelte günstigen Finanzlage hat die Staatsregierung mit Rücksicht auf verbreitet und sogar den gewaltsamen Weg anempfohlen, er hat, Genoffe Vogtherr das Thema:" Wahrheit, Recht und Sitte". die ungünstigen Verhältnisse in der Landwirthschaft und In- nachdem die Bücher konfiszirt waren, am Marktplag die Leute auf Die Berfammlung nahm den Vortrag, der eine Kritik des modernen dustrie sich veranlaßt gesehen, über den Rahmen der vorjährigen gefordert, mit ihm die Bücher holen zu gehen, und wenn die Angeklagten sozialen, wie Rechts- und Geistesleben enthielt, mit stürmischem Beifall Borlage hinaus zu gehen. Es sind im laufenden Etat außerdem das während der Verhandlung nicht bestätigt haben, so ist das nur auf. Gs sprach dann Herr v. Egidy, der einer Einladung zur noch 9 Millionen zur Beschaffung von Ergänzungen von Betriebsmitteln vorgesehen, die sonst in einer solchen Vorlage ihre Stelle auf ein sozialistisches Kommandowort erfolgt. Kovacs hat, ich Betheiligung an der Debatte gefolgt war. Derselbe gab in sehr gefunden haben. Nun bin ich mir darüber vollständig klar, gefordert, und seine Intelligenz bitte ich deshalb als erschweren hervor: nicht Klaffenkampf, sondern Versöhnung; Erziehung„ der gefunden haben. Nun bin ich mir darüber vollständig klar, behaupte es, die Leute zum Angriff auf das Rathhaus auf vielen Punkten dem Referenten recht, tehrte aber bei jeder der diskutirten Anschauungen besonders seinen bekannten Standpunkt daß selbst mit den hier geforderten 51 Millionen bes Moment in betracht zu ziehen. Ich beantrage außerdem die nur ein verhältnißmäßig geringer Bruchtheil aller im großen und ganzen auch berechtigter Wünsche befriedigt ganze sozialistische Literatur im Lande zu verbieten und da oben", auf daß sie mit allen ehrlichen Volksmännern ges werden kann. Die Auswahl der vorhandenen Wünsche hinsichtlich 8 tonfisziren, und diesen Beschluß allen Staatsanwälten meinsam für das Wohl des gesammten Voltes eintreten. Genoffe mitzutheilen. Hansen trat dem entgegen; hauptsächlich zeigte er, daß der ihrer Dringlichkeit ist gewiß eine sehr schwere. Die Regierung giebt sich der Hoffnung hin, daß sie mit möglichster Vorurtheils ei. Nach kurzen Schlußausführungen Vogtherr's und v. Egidy's Weg, auf dem v. Egidy sein Ziel erreichen will, ein ganz falscher losigkeit und mit möglichst gewissenhafter Abwägung aller VerSchloß der Vorsitzende Wagner mit einem warmen Appell, hältnisse bei dieser Auswahl zu Werte gegangen ist. Auf eine feine Gelegenheit zur Bildung ungenutzt vorübergehen zu lassen, gewisse Rentabilität der Eisenbahnen muß dabei gerechnet werden. Die jährlich hinzukommende Anzahl von Eisenbahn- Kilometern England war ein großer Richter, dessen Sohn dieselbe Karriere Vertheidiger Dr. Jules Pollak: Hoher Gerichtshof! In die Versammlung. in den Nebenbahnen find bezüglich ihres Ertrages fast sämmtlich einschlug. Zu diesem pflegte er zu sagen:" Ehe Du ein Urtheil Berliner Reichstags- Wahlkreis fand unter sehr Eine öffentliche Parteiversammlung für den sechsten minderwerthig; die Eisenbahn- und Finanzverwaltung hat sprichst, schlage immer in der Geschichte nach, die Dir einen Fingerzeig geringer Betheiligung seitens der Parteigenoffen am 11. d. M. im deshalb die Sorge, daß durch diese minderwerthigen geben wird, wie Du urtheilen sollft." Dieser Spruch gehört heute hierher." Kolberger Salon" statt. Diefelbe hatte verschiedene Partei Linien die Rente des Staatseisenbahn- Netzes zurückgeht. Im Interesse der allgemeinen Hebung der wirthschaftlichen Ber- Ich kenne die Schwere meiner Pflicht, indem ich hier stehe, eine Kolberger Salon" statt. Dieselbe hatte verschiedene Parteiangelegenheiten zu erledigen. Die an sich schon umfangreiche hältnisse des Landes, welche von dem Ausbau der Verkehrs- ganze Klaffe, die Klaffe der Armen und Verlassenen zu ver- Tagesordnung wurde auf Antrag Augustin noch vermehrt durch hältnisse des Landes, welche von dem Ausbau der Verkehrs- theidigen. Aber eben dieser Umstand ist es, der mir den Muth Einfügung des Punktes:" Stellungnahme zur Maifeier". Zunächst Straßen wesentlich abhängt, hat die Eisenbahnverwaltung giebt, den Vorurtheilen und der Engherzigkeit innerhalb und erfolgte der Bericht und die Abrechnung der Vertrauenspersonen. geglaubt, mit weiteren Vorschlägen nicht zurückhalten zu außerhalb dieses Saales zu trogen. Gestützt auf die Entwickelung Nachdem August in einen furzere allgemeinen Ueberblick über sollen. Anderseits ist es seit dem Erlaß des Kleinbahngesetzes alles dessen, was wir heute sehen, gestützt auf die geschichtliche Ent die Thätigkeit der Vertrauenspersonen gegeben, legten die Ver nicht mehr der Staat allein, welcher die Ergänzung des Schienen- wickelung der Menschen, wage ich es, diese vom Staatsanwalt trauenspersonen Augustin für die Schönhauser Vorstadt, weges als seine Aufgabe betrachtet; seit dem Erlaß des Klein bahngefeßes ſind die kommunalen Korporationen und Privat- so sehr verpönten neuen Ideen zu vertheidigen. unternehmungen rührig ans Werk gegangen und haben nicht den schwächeren nicht immer unterdrückt? Die Egypter ließen Borstadt und Pfarr für Moabit eine eingehende Geld Helbig für die Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen, War es nicht immer so? Hat der stärkere Theil der Menschen was chow 3 ti für den Wedding und die Oranienburger nur Kleinbahnen ins Leben gerufen, sondern auch Nebenbahnen, ihre Pyramiden bauen und eine Legende erzählt uns, die armen die in den letzten Jahrzehnten fast ausschließlich vom Staate ge- Gflaven, die am Tage bauten, gingen des Nachts an einen be- die lettverflossenen vier Monate und wurde und Materialabrechnung vor. Dieselbe erstreckt sich auf baut wurden. Dieses Zusammenwirken von Staat und kom- stimmten Ort, wo sie ihre Thränen aufeinanderhäuften. Sehen keit derselben die Richtigs munalen Rorporationen und Privat- Unternehmungen findet einen Sie sich die Lieder der unterdrückten Völker an, wie sie alle Antrag die einstimmige Entlastung der Vertrauenspersonen Don den Revisoren bestätigt, auf deren wirksamen Ausdruck in dieser Vorlage insofern, als die Staats- weinen und jammern, regierung fich entschlossen hat, in ihnen ist das ganze Leid, erfolgte. Den allgemeinen Bericht der Vertrauenspersonen hätte empfehlen, der Ihnen zu der ganze Echmerz des Volkes niedergelegt. Und auch einen Betrag von 5 Millionen der Regierung zur Unterdie Thränen des Volkes nicht, Monitum durch den Hinweis darauf, daß eine spezialisirte BeThieme eingehender gewünscht, doch erledigte sich dieses heute noch, wohl singen stützung von Kleinbahnen zur Verfügung zu stellen. Abg. v. Richthofen- Jauer( f.): Meine Fraktion erkennt macht, um die wirthschaftlich Schwachen zu unterdrücken. Sehen trauenspersonen erfolge. Von den amtirenden Revisoren schied ist dieselbe Regel, auch heute benutzt die besitzende Klaffe ihre richterstattung gemeinhin bei der Amtsniederlegung der Ver dankbar an, daß der Minister troß der Finanzlage mit produk: Sie sich die Angeklagten an, sie sind nur ein Abklatsch von 2öwenstein aus, an seine Stelle wurde Bingau gewählt. tiven Anlagen nicht still steht. Abg. Eckels( natl.) spricht seine Freude aus, daß die Re- Menschen, und wer hat sie zu dem gemacht, was sie sind? Die Es folgte nunmehr die Berichterstattung des Mitgliedes der Re- Gesellschaft in der wir leben. Was den Sozialismus anbetrifft, gierung trotz der Finanzlage mit dem Bau von Sekundärbahnen so will ich mit dem Staatsanwalt darüber nicht streiten, weil agitationskommission, Rie z. Aus derselben ist zu entnehmen, fortfährt, empfiehlt aber die unterzeichnete Verwendung der in- es vergebene Mühe wäre. Ueberall finden wir es in der Ge- besondere auch unter den Schiffern, entfaltet hat. Der Kalender. daß die Kommission eine rege und erfolgreiche Thätigkeit, insländischen Holzschwellen statt der ausländischen. schichte, daß man eine neue Idee gewaltsam zu unterdrücken fand in 130 000 Exemplaren gegen 100 000 im Vorjahre Ver Abg. v. Wohna( frt.) bedauert, daß an dem System der versucht. Ist die Idee aber gesund, so ist das eine vergebene breitung. Die Organisationen zeigen ein erfreuliches Wachsen, freien Hergabe der Grunderwerbskosten festgehalten werde, weil Mühe, und daß der Sozialismus eine gesunde Idee ist, beweist Vertrauensleute finden sich aller Orten, welche die Agitation die Baubehörden dadurch veranlaßt werden, die Bahnen rücksichtsseine Lebenskraft, beweist der Umstand, daß sich die zivilisirte los zu traziren, und weil dieses System ganz ungleichmäßig die Welt mit ihm befassen muß. Man hat ja auch Chriftus nach Kräften fördern und nur der Unterstützung durch Material zc. einzelnen Landestheile belastet. In Westpreußen betragen z. B. deshalb gekreuzigt, weil bedürfen. Sehr bewährt hat sich die beim Genossen Rasch te er eine neue Idee verkündete, etablirte Sammelstelle für Zeitungen und Broschüren, deren fernere die Grunderwerbskosten 11 pCt., in Hannover 21 pCt., im und hat Rheinland 17 pet. des gesammten Anlagekapitals. Man sollte durch verhindert? man das Fortschreiten des Christenthums da thatfräftlige Unterstützung den Parteigenoffen nahe gelegt wurde. hier das Beispiel der hannoverschen Wegeordnung befolgen, wo- gerichtet und darum ist das Christenthum doch entstanden, richt. Was zunächst die materielle Seite betrifft, so balanzirten Auch damals hat man die Apostel hin- Namens der Lokalkommission erstattete sodann Tauschel Be nach die am Wegebau betheiligten Gemeinden vorweg einen ge- die Herren haben sich seiner erst dann angenommen, als feine die Einnahmen und Ausgaben dieser Kommission mit der Summe wissen Prozentsaz der direkten Staatssteuern zu leisten haben. Nach 3/4 Uhr vertagt das Haus die weitere Berathung auf hält es sich mit dem Sozialismus. In geradezu meisterhafter austausch. Wie Tauschel mittheilte, haben die Dekonomen Gefahr mehr vorhanden war, ein Christ zu sein. Genau so ver von 2406,88 M. Die Lokalfrage zeitigte einen längeren MeinungsDienstag 12 Uhr. Weise erörtert Redner nun unser heutiges Wirthschaftssystem und des„ Eisfeller" und der Norddeutschen Brauerei", welche beiden Schritt für Schritt zeigt er, wie die Lokale besonders für die Genossen des Wedding hinsichtlich der endProzch. 3ehnter Tag. " Hodmezä- Vasarhelyer Sozialisten- heutige Geſellſchaft zugrunde gehen muß, um benn en Maifeier in betracht fämen, unter Anerkennung der bekannten Punkt zergliedert er dieselbe und weift nach, wie haltlos Bedingungen ihre Lokalitäten wieder zur Verfügung gestellt, dieselbe ist. Man hat hier, sagt er, den Sozialismus auf die ebenso neben der Brauerei Königstadt auch Nagel( Schwedterstraße). Antlagebant geschleppt und glaubt dadurch denselben aus der daß es nicht angebracht sei, die Angebote der Saalbefizer so ohne In der Diskussion wurde verschiedentlich die Meinung ertreten, Welt zu schaffen. Große Ideen haben sich noch nie unterdrücken weiteres wieder anzunehmen. Wäre man so lange ohne dies lassen, man fann sie durch Gewaltmittel niederhalten, aber selben fertig geworden, so ginge es auch fernerhin ohne diefelben. niemals tödten. Ich setze mein Vertrauen in den Gerichtshof, Demgegenüber erklärte Sießte es für Pflicht der Lokalkommission, fann aber dennoch nicht umhin, darauf aufmerksam zu jetzt, nachdem der Friede geschlossen sei, für Gäle zu sorgen. Die machen, daß dies ein politischer Prozeß ist, und will dem Benutzung derselben sei Sache der Parteigenossen. Auch müsse Gerichtshof nur eins mit auf den Weg geben. Wenn Sie das den thatsächlichen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung Urtheil bemessen, laffen Sie sich nicht von Ihrer politischen Gefinnung dabei leiten, sondern urtheilen Sie über Menschen, die hier angeklagt sind. Freitag, 15. März 1895. Nach Eröffnung des heutigen Verhandlungstages stellt der Vertheidiger den Antrag, die Kugel, mit welcher Vineze getödtet wurde, herbeizuschaffen, weil es üblich ist, die Corpora delicti den Atten beizuschließen, ist der Gerichtshof dazu aber nicht in der Lage, dann bittet er den Untersuchungsrichter zu Untersuchungsrichter Molnar bestätigt, daß die Art der Rugel festgestellt wurde. Dieselbe war wie eine Kugel, wie sie in den Gendarmerie- Revolvern gebraucht werden. vernehmen. Die Entlastungszeugen, welche vorgeladen wurden, wiffen nichts Wesentliches auszusagen. Hierauf wird ein Drohbrief verlesen, welcher aus Budapest an den Staatsanwalt tam. Nunmehr erhält der Staatsanwalt das Wort: " flatschen einzelner Anwesenden begleitet. Die 21stündige Rede des Bertheidigers war von HändeNach einer heftigen Replit des Staatsanwalts und einer schneidigen Duplit des Vertheidigers war die Sigung beendet. Letter Tag. Sonnabend, 16. März 1895. Der Hauptangeklagte Sz. Kovac 3 wurde zu fünf Jahren Gefängniß, 10 Jahren Amtsverlust und 500 fl. Geldstrafe event. andere 3 Monate Gefängniß verurtheilt. 10 Monate wurden von der Untersuchunshaft eingerechnet. Der Verurtheilte bleibt weiter in Gefangenschaft. getragen werden. Bezüglich der Maifeier stimmte die Versammlung gegen den Widerspruch der Moabiter Genossen dem Antrage Gies hoit au, welcher dahin ging, um der Maifeier den erforderlichen demonstrativen Charakter zu wahren, von der im vorigen Jahre, eine freiwillige Tellersammlung zu veranstalten, Verausgabung von Billets Abstand zu nehmen, vielmehr, wie welche Einrichtung sich sehr gut bewährt habe. Die Vorarbeiten zur Maifeier wurden den Vertrauenspersonen übertragen. Anschließend hieran erfolgte Berichterstattung der Vertrauenspersonen. Für den Wedding fonnte Gies hoit ein durchaus zufriedens stellendes Resultat verkünden. Die Parteispedition funttionire in bester Weise, die Abonnentenzahl sei im Steigen begriffen, auch alle sonstigen erhofften Verbesserungen, Beseitigung der Rinderarbeit, Entlastung und Besserstellung der Zeitungsfrauen 2c., seien in den zwei Monaten des Bestehens der Parteispedition in bester Weise zu tage getreten, das Verhältniß zwischen allen Interessenten sei ein durchaus befriedigendes und auch die ers warteten Neberschüsse seien nicht ausgeblieben. Bei einem längeren Einleben der neuen Einrichtung würden die Verhältnisse sich noch weit günstiger gestalten. Da diese in den anderen Bezirken ebenso liegen, so wurde von einer weiteren Berichterstattung Abstand genommen. In der folgenden Diskussion fehlte es nicht an Stimmen, welche dem neuen Unternehmen nicht sympathisch gegenüberstanden oder die der Meinung waren, daß es noch beffer, als geschehen, hätte gemacht werden können. So war z. B. die Meinung vertreten, daß die Zeitungsfrauen 25 Pf. statt 20 Pf. pro Abonnent erhalten. Diese Meinung wurde ent schieden bekämpft und die praktische Durchführung derselben für nicht angängig erklärt. So wie der heutige Tag der Jahrestag der errungenen ungarischen Freiheit ist, so hoffe ich mit meiner heutigen Rede Bei großem Andrang des Publikums wurde heute um 1 Uhr die Frrlehren der Sozialdemokratie zu zer Nachmittag das Urtheil verkündet. Ganz entsprechend dem Gang stören. Den Sozialismus und zwar den internationalen der Verhandlung fiel dasselbe auch aus. Das Publikum nahm Sozialismus tann heute niemand mehr bestreiten, aber einen folgendes Urtheil mit befriedigendem Lächeln zur Kenntniß und Troft haben wir, daß er nur eine aus dem Auslande importirte ich hörte fogar Stimmen, die das Strafmaß für zu gering Frucht ist. Die Parteileitung ist nichts weiter, als eine Bande hielten. von Dunkelmännern, und aus dieser Dunkelheit entstand auch dieser Prozeß. Daß die Anklage auf festen Füßen steht, das haben die Aussagen einer Anzahl intelligenter Zeugen bestätigt. Bor zwei Jahren noch habe ich gelacht, als man mir vom Sozialismus in Ungarn sprach, und jezt muß ich mit Bedauern gestehen, daß ich damals unrecht hatte. Denn in der reichsten Gegend Franz 3sarts 2 Jahre, Alexander Beni 1/2 Jahre, unseres schönen Vaterlandes hat er feste Wurzel gefaßt. Johann Nagy 1/2 Jahre, Alexander Borsos 2 Jahre 2c. zc. Die„ Nepszava" und die Voltsstimme", dieses elende Außerdem wurden die Angeklagten in die Kosten von 488 fl. Geschwisterpaar hat herausgefunden, daß im Alföld eine für den verursachten Schaden verurtheilt. reiche Einkunftsquelle sei, und sie haben es verstanden, diesen Von den 63 Angeklagten wurden 26 verurtheilt, 35 freiUmstand geschickt auszunüßen. Ein Blick in ihr Geschreibsel gesprochen, einer ist gestorben und einer flüchtig. beweist, daß ihre Existenz nur Geschäft ist. In jeder Nummer Die tonfiszirten Schriften dagegen sind den Eigenthümern werden die Arbeiter aufgefordert, zu zehnerlei Fonds zu sammeln, zurückzugeben. aber für die Arbeiter hat die Sozialdemokratie nichts gethan, im Alle Verurtheilten mit Ausnahme von Baron und Gegentheil, fie lockt ihnen das Geld heraus, um ihren ohnehin targen Päp haben die Appellation angemeldet; dieselben wurden sofort Die Freie Vereinigung der Bureau Angestellten hielt Lohn noch zu verkürzen, und als Dank dafür hat sie diese verhaftet. am 5. d. M. ihre letzte außerordentliche Generalversammlung ab. unglücklichen Angeflagten ins Malheur gestürzt. Durch die BeweisKollege Bauer begründete den seitens des Vorstandes gestellten führung ist die Unmoral der Sozialdemokratie erwiesen, ebenso durch Antrag auf Auflösung des Vereins und Uebertritt sämmtlicher die Drohbriefe, die ich erhielt, als auch durch den legten Leitartikel Mitglieder zum Zentralverein der Bureau Angestellten Deutschdes Nepszava". Als Beweis der Richtigkeit der Anklage dient lands. Nach kurzer Diskussion wurde der Antrag mit dem Zufah die ruhige, gewissenhafte, und ehrliche Aussage der Beugen, die angenommen, daß der Zentralverein sämmtliche Aktiva und Passiva gewiß über jeden Zweifel erhaben dastehen. Nunmehr begründet er mitzuübernehmen hat. Hierauf erfolgte Schluß der Versammlung. die Anklage der einzelnen Angeklagten, hierbei giebt er bekannt, daß er die Anklage gegen 14 Angeklagte fallen läßt, dann fährt er fort: Der Zentralverein der Bureau Angestellten hielt im Die Noth tennt man hier nur dem Namen nach, denn die BeAnschluß an die auflösende Generalversammlung der Freien Verfizzenden waren immer bereit, dort, wo Noth war, derselben abzu- Im Wahlverein für den 3. Berliner Reichstags- einigung der Bureau- Angestellten Berlins und der Umgegend seine helfen. Die Wege und Straßen sind jetzt ausgebaut, ferner die Wahlkreis, der am 13. März in den Oranienballen, Oranien- konstituirende Generalversammlung ab, in welcher der vom proMaschinen und die vorjährige schlechte Ernte tragen straße 51, tagte, hielt Genoffe Mausolf einen beifällig aufs visorischen Vorstand vorgelegte, in der letzten Nummer und wirthschaftlichen Niedergang Unzugenommenen Vortrag über den Bauernfrieg. An der Diskussion des Bureau Angestellten" veröffentlichte Statutenentwurf friedenheit bei. Gewissenlose Agitatoren riefen nun bie betheiligten sich Kahlen und Jahn. Unter Vereinsangelegen- nach längeren Debatten mit mehreren Aenderungen und ZuNoth aus. Ich will nicht behaupten, daß es feinen Noth- heiten entspann sich eine längere Debatte über die Annoncen im fäßen angenommen wurde. Hierauf wählte die Versammlung stand giebt. Die Ursache ist aber nicht die Arbeitslosigkeit, Borwärts". Von einigen Rednern wurde auch über das späte die Kollegen Bauer als Vorsitzenden, Danziger als Schriftsondern die schlechte Ernte des Vorjahres. Drei anständige Erscheinen der Versammlungsberichte geklagt. Die Debatte über führer, Schulz als Kassirer und Gasper, Gichelhardt, Bürger haben hier als Zeugen bewiesen, daß die Arbeiter in der I die Angelegenheit soll eventuell in einer öffentlichen Partei- kempf und Schade als Beisitzer in den Vorstand. Die zu dem zur Der Vertheidiger hat im Namen sämmtlicher Verurtheilten appellirt. Der Staatsanwalt appellirte gegen das freisprechende Urtheil. Insgesammt sind 31 Jahre 6 Monate und 22 Tage Gefängniß ausgesprochen worden. Versammlungen. " 10 -O -OVO Kollegen Behrend, Bertram, Ohse, Plesner und Arbeiter hatte sich aber trotz der üblen Lage, in der er sich be-| brecher zur Verfügung stellten, wurde die Durchführung der 3addach bilden den Ausschuß des Zentralvereins. Bum fand, dennoch gegen diese Zumuthung gewandt. Redner beider Hauptforderung: Wiedereinstellung der 3 Wochen vor Weihnachten Schluffe ermahnte Kollege Casper die Versammelten, nicht zu er- Richtungen fagten vollkommen einmüthiges Zusammenstehen zu Gemaßregelten, zur Unmöglichkeit. Von den zirka 80 Ausmüden in dem Bestreben, die Kollegen aus ihrem Indifferentis- im Falle eines Abwehrstreits. Die Versammlung beschloß, unter ständigen sind nur noch 7 unterzubringen. Der Streit mus aufzurütteln, sondern jetzt nach Gründung des Zentral- keinen Umständen von dem alten Lohntarif abzustehen, alle dies- hat nach den Angaben des Vertrauensmannes bereits vereins nur noch eifriger an deren Aufklärung zu arbeiten, damit bezüglichen Mißstände und Zumuthungen der Unternehmer dem 12 000 m. getoftet; feine Fortsetzung sei zwecklos und auch ihr Klassenbewußtsein geweckt werde und sie einsehen lernen, daß Vertrauensmanne der Töpfer zu unterbreiten, damit dieser die insofern schwierig, da der Opfermuth der eigenen Gewerks sie nur durch Anschluß an die Organisation zur Verbesserung ihrer nöthigen Schritte zur Abwehr einleitet. Zum Schluß wurde ein kollegen sehr bald nachließ, als wohl etwa 2000 M. Schulden, erbärmlichen Lage beitragen können. Antrag eingebracht, der angesichts der Arbeitslosigkeit die Auf- aber wenig Baarmittel vorhanden sind. Diese Schulden den Der Verband aller im Handels- und Transport. hebung der Fensterfrage schon jetzt befürwortet. Die Bersamm anderen Gewerkschaften wieder zurückzuerstatten, sei Ehrenpflicht, und deshalb ersuchte er, die Listensammlung in den Wertstätten gewerbe beschäftigten Silfsarbeiter hielt am 5. b. M. lung beschloß dem Antrage gemäß. feine Monatsversammlung ab, in der Genosse Moltenbuhr über die Sozialreform im Lichte der Umfturzvorlage" sprach. Arbeiter, welche am 14. März bei Deigmüller, Alte Jakob- und dann aber noch so lange im Amte bleiben werde, bis die In einer öffentlichen Versammlung der Brauerei- fortzusetzen. Die Lohnkommission ließ durch ein Mitglied erklären, daß sie in der nächsten Versammlung genaue Rechnung legen Redner schilderte die Geschichte der Sozialreform feit ihrer Straße 48a, stattfand, erstattete der Delegirte Schneider den Schulden getilgt sind. Auch von den Streifenden plädirten einige Entstehung, und wies daraus und an der Hand der gegen Bericht über die Thätigkeit der Gewerkschaftskommission. Im Schulden getilgt find. Auch von den Streikenden plädirten einige wärtigen Gesetzesvorlagen nach, daß die bestehende Gesell- Anschluß hieran erfolgte Stellungnahme zu dem bekannten„ An- für Aufhebung des Streiks, jedoch mit der Einschränkung, daß schaft unfähig fei, etwas vernünftiges zur Befferung der trag Maffini's". Sämmtliche Redner erklärten sich für" Bei- es den früheren Arbeitern von Görs und Kallmann zur Pflicht Lage der Arbeiter zu schaffen. Der Referent erntete reichen behaltung der Sammelliften und wurden schließlich die Delegirten foll verhintert werden, daß die Fabrikanten ihre alten guten gemacht wirde, dort nicht wieder in Arbeit zu treten. Dadurch Beifall für feine lehreichen Ausführungen. In der Schneider und Gärtner beauftragt, in der Gewerkschafts- Sträfte wieder erlangen. Gegen 15 Stimmen wurde alsdann die Diskussion sprachen die Kollegen Stave, Polis, Puzer tommiffion gegen den Antrag Massini zu stimmen. Die Beendigung des Streits beschlossen. Der 2. Punkt der Tagesund Grauer. Letzterer gab ein anschauliches Bild über weitere Debatte betraf das Verhalten der Ringbrauereien den Beendigung des Streits beschlossen, die Vernehmungen der Handels- Silfsarbeiter vor der Ausgesperrten gegenüber, fowie Klagen über die sonderbare ordnung betraf die Feier des 1. Mai. Gine Anzahl Kollegen Reichskommission für Arbeiterstatistit. Die Zustände der Geschäftsführung des Arbeitsnachweises( Reibelstraße.) Gärtner Sprachen sich für strikte Arbeitsruhe aus und fand schließlich ein Arbeiter im Handelsgewerbe, wie sie bei diesen Bernehmungen behauptete, daß die Brauereien sich bei Bedarf eines Arbeiters Antrag Annahme: wie im Vorjahre, am 1. Mai vormittags im aufgedeckt wurden, seien geradezu erschreckend. Die Kollegen gleich deren 4 bis 6 zur Auswahl zusenden lassen, ohne Rücksichtliche Versammlung einzuberufen. Das Bureau wurde beauftragt, ein Vereinshaus Südost" für die Musikinstrumentenarbeiter eine öffenthätten nunmehr die Pflicht, rührig weiter zu arbeiten, und auf darauf, daß den Nichteingestellten bei größerer Entfernung doch Flugblatt auszuarbeiten und verbreiten zu laffen, worin aufgefordert grund dieser Erhebungen eine Befferung ihrer traurigen Lage bedeutende Untoften erwachsen. Auch sonst werden nach Meinung wird, mit allen Kräften dafür zu sorgen, daß am 1. Mai in von der Gesetzgebung zu verlangen. Hierauf tritifirte der Vor- Gärtner's feitens der Brauereien die von ihnen bei Be- fämmtlichen Werkstätten die Arbeit ruht und die Betheiligung fitende das Verhalten einiger Kollegen, die sich weigerten, die endigung des Boykotts akzeptirten Bedingungen nicht erAgitationsmarken zu bezahlen. Er machte darauf aufmertfam, füllt. Sowohl das Böhmische Brauhaus, die Moabiter an der Versammlung eine möglichst imposante werde.- Den Daß diese Marken so gut wie die Beitragsmarten bezahlt werden Kronenbrauerei, die Adlerbrauerei und weitere Brauereien Anträgen der Lehnkommission: die Sperre über die Pianofabrik müßten, da dies ein Generalversammlungs- Beschluß sei. Des hätten Leute mit Umgehung des Arbeitsnachweises eingestellt; von Kunze u. Sohn, Blumenstr. 70, aufzuheben, sowie einige weiteren theilte er mit, daß seit der letzten Bersammlung wieder gewöhnlich übernehme in solchen Fällen ein y- beliebiger Budifer Kollegen, welche infolge ihres Gintretens für die Arbeiterintereffen 39 Kollegen aufgenommen seien. die Rolle des Vermittlers, der, falls man ihm nicht zu willen entlassen wurden, als Gemaßregelte zu betrachten und demgemäß Entlassung famen: In der außerordentlichen Generalversammlung der ist, der Brauerei mit Entziehung seiner Rundschaft droht. Bon 8 unterstützen, gab die Versammlung ihre Zustimmung. Bur in der Genossenschafts- Klaviaturfabrik Genossenschafts- Bäckerei für Berlin und Umgegend mehreren Rednern wurden die Behauptungen Gärtner's vollü ßner u. Wernicke, Boechstraße, 1 Kollege, bei Kunze am Mai vorigen Jahres ( E. G. m. b. H.), die am 7. d. M. in den Arminhallen, Kom Ausgesperrten sind noch 83 Brauer und ebensoviel Böttcher( mit u. Sohn 2 Kollegen und in der Pianofabrik von Fiedler u. abgehalten Geschäftsbericht dahin lautend, daß nach den ftatutenmäßigen aufammen 206 Rindern) unterzubringen. Bezüglich der Geschäfts- Rönig, Staligerstraße, 3 Kollegen. Rigdorf. Jm Verband der Möbelpolirer sprach am 4. März Abschreibungen eine fleine Berzinsung des Anlagekapitals in führung im Arbeitsnachweis der Ningbrauereien soll eine RückAussicht stände. Aus der Wahl ging der bisherige Geschäfts- sprache mit Herrn Dr. Freund, dem Vorsitzenden des Genosse Rob. Weber über die Arbeitsverhältnisse in der NähKuratoriums, nach gesucht werden, und hoffte die Versammlung, maschinenbranche. Die Bedeutung, die der Referent der führer Freytag in gleicher Eigenschaft und Schweiger als daß dieser für Hemedur sorgen werde. In die Kommission, Organisation beimaß, wurden auch in der Diskussion von Kassirer hervor. Der Antrag der Geschäftsleitung, denjenigen Mitgliedern, die seinerzeit gefündigt haben und deren Austritt welche mit Herrn Dr. Freund unterhandeln soll, wurden mehreren Rednern getheilt und die Nachlässigkeit der Berufsfollegen scharf gegeißelt. bereits rechtsverbindlich ist, den Eintritt ohne Nachzahlung zu ge- chappach.; Gliemann und Bauer gewählt. statten, wurde ohne Widerspruch genehmigt. " der Redner Gauverein Berliner Bildhauer. Stehe Jnferat. Deutscher Senefelder Sund. Mitgliedschaft Berlin. Heute, Dienstag, den 19. März, abends 8 Uhr, im Restaurant Röllig, Neue Friedrichstr. 44: Mitglieder- Bersammlung und Borstandssitzung, Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe.( E. S. 71.) Dienstag, den 19. März, abends 8 Uhr, tm Restaurant Stühler, Neue GrünBentscher Schneider- und Schneiderinnen- Verband. Dienstag, den Nr. 33 Ihn'scher Die Barbier und Friseurgehilfen hielten am 14. d. M. im Norden Berlins, im Kolberger Salon, eine öffentliche VerDie Vereinigung der Militär- Mühenmacher hielt am fammlung ab. Bur Tagesordnung stand als erster Punkt:„ Der 9. März eine Mitgliederversammlung ab. Auf der Tagesordnung Boykott und die Schließung der Geschäfte an Wochentagen um stand die Frage: Wie stellen wir uns gegen die Kollegen, die 9 Uhr abends." Der Referent Simson schilderte die mannigftraße 38: Borstandssigung. gegen die Beschlüsse des Vereins gehandelt haben?" Es wurde fachen Nachtheile, welche die jetzige lange Arbeitszeit, 16 Stunden 19. März, abends 8% Uhr, große Versammlung in den Arminhallen, Kommanbeschlossen, die Kollegen Hayn, Häusler, Müller, täglich, in Verbindung mit der ausgedehnten Lehrlingszüchterei, bantenfir. 20. Tagesordnung: Bortrag des Kollegen Täterom über„ GewertGlodemann, Spangenberg, Schmiedt, Schönams für die Gehilfenschaft bedingen und hielt die Forderung, daß die schaften der Neuzeit". gruber, Winkelmann, Triebe, Kracker, Schieberle, Prinzipale wochentags nur von morgens 7 Uhr bis abends Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Jeden Wittholz aus unserer Vereinigung für die Dauer von einem 9 Uhr( mit Ausnahme der Sonnabende) ihre Geschäfte geöffnet bantenstr. 10-11. Landsleute, auch Damen, sind stets willkommen. Mittwoch, abends 8% Uhr, im Restaurant, Kommandanten- Garten", Rominan Jahre auszuschließen und die Sperre über die Rückert'sche Wert- halten sollen, für durchaus bescheiden und gerechtfertigt, und gab stelle zu verhängen. Friedrichsberg. Arbeiter- Bildungsverein. Jeden Dienstag nach 18. März einen Kranz auf die Gräber der Märzgefallenen nieder- schäfte in Anspruch nehmen werde, welche die obige Forderung 8-10% Uhr: Nordschule, Müllerstraße 179a: Boltsthümliche Medisin Im weiteren wurde beschlossen, am fich der Hoffnung hin, daß die Arbeiterschaft nur solche Ge- dem 15. im Monat, abends 8½ Uhr, Versammlung bei Fuchs, Dorfstraße. Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 7%-8% Uhr: Beftüre zulegen. erfüllen. Gleichzeitig wies derselbe darauf hin, daß diese erste Silfe bei unglüdsfällen). Südostschule, Waldemarstraße 14: Die wahren Ursachen der schlechten Zeiten." Gine Geschäfte zur Anerkennung der Kontrollmarke und des Nationalötonomie. Bet allen unterrichtsfächern werben neue Theilnehmer, Lese- und Diskutirklub gut besuchte Versammlung der Uhrmacher, zu der sich auch die Arbeitsnachweises werden Damen und Herren, jeber Beit aufgenommen. Gehilfenschaft veranlaßt Reimer, Abends 8% Uhr bet Neumann, Pafewalferstr. 8. Unternehmer in größerer Zahl eingefunden hatten, verhandelte müßten. Die Berliner Berliner Agitationstommission sei seinerArbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender: Ab. Neuam Sonnabend Abend über die Broschüre des Herausgebers der zeit beauftragt worden, diese Bewegung in Fluß zu bringen mann, Basewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender find zu richten Uhrmacher- Zeitung", die obigen Titel führt. Die Veranlassung und sei diesem Auftrage nachgekommen. stellte an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Dienstag, Abends 9-11 Uhr: Uebungsfiunde und Aufnahme neuer Mitglieder, Gesangverein Steineiche zu der Veröffentlichung des Büchelchens, das nichts enthält, was es den Prinzipalen anheim, höhere Preise zu fordern, um den ( Böttcher), Neue Friedrichstr. 20 bei Keller. Senefelber, Rosenthaler Straße 57 bei Wernau. Gerechtigtett Westen, Bülowstraße 59 bet nicht Henry George und Flürscheim vordem schon beffer gesagt Gehilfen höhere Löhne zahlen zu können. Letzteres wurde in Werner. Sängergruß, Friedrichshagen, Friedrichstr. 58. cho II, haben, bildet der Umstand, so schreibt Herr Merfeld in seinem Rücksicht auf die wirthschaftliche Lage der Arbeiter von Helbig Echönhauser Allee 28 bet elle. Schildhorn, Swinemünder Vorwort,... daß ein flares, furz gefaßtes, aus dem Leben entschieden bekämpft, die Echließung der Geschäfte an Wochenstraße 35 bet Hübner. Freiheit II, Adlershof, Wöllstein's Lufts Myrthenblätter, Belforterstr. 15 bei Schneider. schöpfendes Werkchen zur Erklärung der sozialen Frage mit ihren tagen um 9 Uhr abends wurde dagegen auch von ihm aufs garten. Hauptmerkmalen: der Arbeitslosigkeit und Ueberproduktion wärmste befürwortet und erwartete er hiervon auch eine Stärkung umor, Blumenstraße 32 bet teich.- Eintracht I, Nieber Schöns weide, Grünauerstraße bet Strecker. Männer- Gefangv. 2orbeertrans II bei gleichzeitigem Bestehen von Mangel und Elend, und der Organisation. In der weiteren Diskussion wurde betont,( 79), Waldemarfir. 75„ Süd- Ost" bei Carl Ulrich. Gesangverein Einig. der herrschenden Armuth beispiellofen daß bei einem allgemeinen Geschäftsschlusse die Prinzipale feinen tett III, Gr. Lichterfelde, Berlinerstraße bei Ebert. unverzagt II, angesichts einer Produktionskraft nicht vorhanden war."(!) Der Referent Nachtheil haben würden. Betont wurde ferner, daß durch die effingfir. 28 bei Rietmann.- Sängerchor der 2öpfer, Neue Friedrichstr. 44 b. Rönig. Arbeiter- Gefangverein Arbetter- Maibund, Nowawes b. Pots Räther kritisirte die Broschüre mit dem verlockenden Titel in ein- Organisation allein die Forderungen nicht durchzusehen seien, dam, Wallfir. 55 b. Gärtner.- Freies Sted, Friedrichsberg, Friedrich- Karlgehender Weise und wurde darin unterstützt von Wagner und daß hierzu vielmehr die Hilfe der Arbeiterschaft nöthig sei. Wie ftraße 11 bet Heinecke.- Männerchor Nord- Ost, Landsberger Allee 152 bet Jahn. Für den Autor, der lieber im engeren Kreise" seine mitgetheilt wurde, stehe die Freie Vereinigung und die Altdeutsche Göbel. Gefangverein Rothe Nel te II, Ruppiner- u. Schönholzerstraßen. Gcte. Alte Linde, Admiralstr. 21 bei Schnieber. Arbeiter- Gesangp. Theorien vertheidigen will, trat der Redakteur Echulz und der Innung den Forderungen solidarisch gegenüber, während die Borwärts III, Rathenow, Restaurant" Zur Erholung" bet Friefecte. Kaufmann Mannes ein. Alpenglode, Große Frankfurterstraße bet Gold. Der letztere versucht mit Hinweis Wollschläger'sche Innung die Agitationsfommission nicht anauf Neu- Seeland die Trefflichkeit der Ideen der Bodenreformer erkenne. Sache der Gehilfenschaft und der hinter ihr stehen- Gich entranz, Brenzlau, Prinzenstraße Nr. 633-34 Bum grünen Baum". Einig tett II, Weinstr. 11 bet Feind. Weddinger Hars darzuthun. Er fiellte einen baldigen Sieg der Sozialdemokratie den Arbeiterfchaft müsse es daher sein, diefer Innung monie, Müllerfir 7 bei Reichert. Vorwärts VIII, Marwig i. d. Mart, -Wach' auf, Pantow, Wollantstr. 113 bei Lehmann. in Aussicht, wenn diese ihr weitergehendes Programm vorläufig eine andere Meinung beizubringen. Andererseits wurde eine Er bei W. Rölte. Frete Sänger III, Seegerin die Tasche stecken würde.( Lachen.) Die anwesenden Unter- höhung der Tagen wohl für durchführbar erklärt, womit schließ- Concordia, Simeonftr. 23 bei A. Flick mühle bei Eberswalde. Arbeiter- Gesangverein Ginig, Andreasftr. 26 bei nehmer verhielten sich passiv. In nächster Versammlung wird die lich auch Helbig einverstanden war, nur war dieser der Meinung, ilte. Gesangverein Acacie( gemischter Chor), Beughofftr. 8 bei Diskussion über das Thema fortgesetzt. daß dies die Gehilfen gar nicht berühre, sondern lediglich Sache Behlendorf. Wilmersdorfer Stebertafel, Deutsch- WilmersGefangverein Arion, Wittenberge, Thurmstraße 23, der Prinzipale sei. Nach einer lebhaften Erörterung der borf, Bad. Die Freie Vereinigung der Bau Arbeiter hielt am herrschenden Verhältnisse im Barbier und Friseurgewerbe, bei Bentralhalle. Wacht auf I, Wörther und Nytestraßen Ede. Sarmonie III, Rigdorf, Bergftr. 142 bei Schimfäse. Gangesluft, 10. März ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Der Re- welcher Gelegenheit auch Herrn Wollschläger ob seiner Stimm- Butbuferfir. 30 bei Reimann. Alpenglühen, Manteuffelftr. 9 bel ferent Karl Trittelwit sprach in einem sehr beifällig auf abgabe im Ausschuß der Berliner Gewerbegerichts- Beisitzer gegen Admiralfir. 38 bet Zuzauer. - Edelweiß I, Manteuffelstr. 9 bei Nomad.- Walbtapelle, genommenen Vortrag über das Thema:" Die Geschichte der den Antrag, betreffend die Verlegung des Lohnzahltages der iebertafel, Rummelsburg, Sauptitraße 83 bei 28. Bowinkel( Orchester). Gefang und Orchesterverein Stralauer Elektrizität und die Elektrizität im Dienste der Menschheit." Arbeiter auf den Freitag, die gebührende Würdigung zu theil Gesangverein Kreuzberg, Schönleinstr. 6 bei traag. Gesangverein Darauf beschloß die Versammlung, am 18. März einen Kranz wurde, erhob die Versammlung folgende Resolution zum Be- Der Enterbte'n, Swinemünderfir. 55, bet Franz Schmidt, hengerein auf die Begräbnißftätte der Märzgefallenen niederzulegen. Die schluffe:" Die heutige Versammlung beschließt: In Erwägung. Gefangverein Frohsinn I, Rummelsburg, Göthestraße, Ecke Kantpraße Neue Beit, Wollinerstr. 86 im Restaurant Sperling( Sperlingsluft"). nächste Versammlung findet am 7. April statt. daß die Arbeitszeit in unserem Gewerbe eine so ungemein lange bei Mertens. Befangverein metallarbeiter Often, Blumenftr. 40 Arbeiter Gefangverein Olimpia, Adalbertstr. 8 bet Der Arbeiter- Sängerbund hielt am 10. März im Neben- ist und nothwendig einer Abkürzung bedarf; in fernerer bet Tomaschat. Sauermann. Gefangverein Abendroth, Deutsch Wilmersdorf, Bera faale der Brauerei Friedrichshain eine außerordentliche Ausschuß- Erwägung, daß es durchaus nothwendig ist, daß der bet Klingenberg. linerstraße, Wilmersdorfer Siebertafel, bei Stabinsty. sigung ab mit der Tagesordnung: Stellungnahme zu einem Arbeitsnachweis in den Händen der Gehilfen sich befindet, Badenschefir. 18 Deutscher Männerfang, BelLiederabend. Beschlossen wurde, einen Liederabend im Saale der beauftragt die heutige Versammlung die Agitationstommiffion, forterftr. 15 bei Schneider. gund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Brauerei Friedrichshain zu veranstalten am 18. März. Jedes sobald wie möglich Schritte zu thun, um unsere Forderungen ane Buschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an B. Gent, Mitglied und deffen Dame haben je 10 Pfg. Eintritt zu zahlen. betreffend Festsetzung der Geschäftszeit an Wochentagen( außer Adalbertstraße 95. Dienstag. Mufitverein Hoffnung, Görligerfir.63 bet Meter. Mufitverein Münstermann, Hochftr. 32a bei Wilfe. Bergnügungs 12 Vereine sind ausgelooft, welche sich programmmäßig gefanglich Sonnabend) von morgens 7 Uhr bis abends 9 Uhr, Freigabe Privat betheiligen. Lotteries Ferner ist beschlossen, am Morgen des 18. März eines Nachmittags in der Woche von 1 Uhr ab, Anerkennung verein Nord wacht, Perlebergerfir. 28 bei Sermerschmidt. Theatergesellschaft 8ielbewußt, Frankfurterstr. 133 bei Gold. Verein für voltsthüm. einen Kranz seitens des Bundes auf die Gräber der März: des Arbeitsnachweises und der Kontrollkarte der Gehilfen, zum flub Fortuna, Görligerstr. 50 bet Siewert. Geselliger Verein Hertha, gefallenen niederzulegen. Seitens einiger Ausschußmitglieder Austrag zu bringen. Die Versammlung erfennt an, daß diefe liche Kunst, Breslauerfir. 27 bei Schmidt. Adalbertstr. 21 bei Moll. Spezialitätenverein Normannta, Graudenzers wurde getadelt, daß kurz nach Aufhebung des Boykotts wiederum Forderungen nur mit Hilfe der Arbeiterschaft durchzuführen sind straße 11 bei Fiege. die Arrangements des Bundes in der Brauerei Friedrichshain und hofft auf grund des Solidaritätsgefühls derselben auf deren Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Männer- Gefang verein Sangestreue jeden Dienstag von 8%-10% Uhr bet Prog, Annen stattfänden. Vom Vorstande wurde jedoch schriftlich nachgewiesen, Unterſtügung." ftraße 9. Musikverein Frisch auf", Reichenbergerstr. 24 bet Tauschte. daß die Dekonomie der Brauerei den Arbeitern gegenüber auch) Arbeiter Bithertlub Freiheitstlänge. Jeden Dienstag Abends von während des Boykotts foulant gewesen sei. Bithers bis 11 Uhr bei W. Stichter, Bülowftr. 65 am Dennewitz- Blas. flub Ipengruß, Abenbs 9% Uhr in den Drantenhallen, Oranienftr. 51.Bergnügungsverein Gemüthlichteit, Sigung, Dienstag, Uhr, Lange Berliner Dilettantenftraße 24, Safiwirth Jeratsch. Gäste willkommen. bühne Rheingold I., Sigung, Dienstag, 10 Uhr im Vorstädtischen Kafino, Acterstr. 144, nebft Fidelitas. Geselliger Verein Brüderfchaft Bertin Nord- West, Perlebergerstr. 9, Restaurant Dittmann, tagt Tambourverein Dienstags abends 9 Uhr mit darauf folgender Fibelitas. reti eg, gegründet 1890. Uebungsstunde Dienstag bet W. Rabday, A = Nowad. Elsasserstr. 11. Zurnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von Berliner Turngenossenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeben Turnverein 8-10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstraße 9-10.Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenftr. 63 a. Fichte( Mitglied des Deutschen Arbeiter Turnerbundes) turnt heute: Männer- Abtheilung Staligerfir. 65-56, 1. Lehrlings- Abth. Friebenſtr. 37. Zurnhalle, Bringen Aben Turnverein Norden, jeden Dienstag Abends von 8% bis 10 Uhr in der Theatervereine: Dilettanten- Bühne ,, t hein Die Agitations Kommiffion der Droschkenkutscher Berlins und der Umgegend hatte für den 15. März nach dem Die Kürschner hielten am 11. März eine Mitglieder Kolberger Salon eine öffentliche Versammlung einberufen, die sich versammlung ab. Zur Besprechung gelangten mehrere Bereins- eines zahlreichen Besuches erfreute. In derselben behandelte angelegenheiten, u. a. wurde von mehreren Rednern eine rege W. Schütte den ablehnenden Bescheid des Polizeipräsidenten Agitation empfohlen, um die Organisation zu stärken. Sodann auf das eingereichte Gesuch betreffs Aufhebung der bekannten stand die Wahl eines Vertrauensmannes zur Erledigung, mit Verordnung vom 10. November 1893( Weißlacirte), die Einwelchem Amt das Mitglied Kubin betraut wurde. führung einer einheitlichen Livree für Kutscher beider Klassen Eine öffentliche Versammlung aller Töpfer, die am und Aushebung der Sonder- Haltepläge für Taxameterdroschten. 13. März tagte, beschäftigte sich mit der Maifeier, dem Antrage In der Ablehnung wird die augenschädliche Wirkung der Weißlackirten in Abrede gestellt, zudem den Kutschern gestattet, sich die Massini, betreffend das Sammelwesen, und dem Antrage Broth- untere Hutkrempe schwarz zu färben. Auch seien die Weißmann, Abgabe eines Drittel des Tagesverdienstes am 1. Mai an lactirten" in Paris schon lange Mode. An die zweierlei Uniform die Gewerkschaftskommission. Der Kollege Hagen unterbreitete den zahlreich Versammelten das Resultat der Besprechung dieser sei das Publikum nun einmal gewöhnt und würde eine Aenderung Fragen in der Gewerkschaftskommission und verlangte von der nur Berwirrung anrichten. Ebensowenig liege eine Veränderung gold II 9% Uhr präz. bet Dambeck, Wollinerstr. 62: Sigung und Fidelitas. der Haltepläge im Interesse des Publikums. Die Ver Theaterverein Freter Wille tagt jeben Dienstag Abend 8 Uhr, im Bersammlung eine Direktive, wie er sich im Auftrage der Märkischen Hof, Admiralstr. 18c.- Rauchtiub Sorgenfret tagt bet Bartel, sammlung beschloß, von neuem petitionirend vorzugehen. Stollegen zu den einzelnen Fragen zu stellen habe. Nach der folgende Vortrag des Genossen Hoffmann über Ballisadenftr. 22, um 9 Uhr. Rauchklub Deutsche Flagge jeben Rauchtlub Grüne Quaste erschöpfender Debatte beschlossen die Anwesenden, am 1. Mai die Die modernen Bildungsstätten der Arbeiter" fand lebhaften Mitgl. des Bundes) jeben Dienstag Abend 9 Uhr, bet Aft, Dftbahnhof 7.Arbeit ruhen zu lassen und für den Vormittag eine Bersammlung Beifall. Hermann Schulz als Delegirter zur Gewerkschafts- Mauchlub sd mote's Bette leben Dienstag benda Uhr bei riitel abzuhalten. Der Antrag Massini wurde abgelehnt. Ebenso er fommission erstattete sodann Bericht und legte alle seine öffent- Behrend, Gräfeftraße 5: Sizung. wih, Faldenfteinftr. 7. Rauchflub Ruhiga Dienstag bend sy Uhr bet klärte sich die Versammlung gegen den Antrag Brothmann. lichen Aemter nieder. In die Gewerkschaftskommiffion wurde Hiernach eröffnete der Kollege Thieme eine rege Debatte durch Brie delegirt. Beschlossen wurde ferner noch, am 18. März Beleuchtung der Machinationen einiger Jnnungsmeister. Unter einen Kranz auf die Gräber der Märzgefallenen niederzulegen. anderem wurde mitgetheilt, daß der Herr Innungsmeister Bruks die jahrelang bei ihm beschäftigten Arbeiter vor Antritt Die Musikinstrumenten- Arbeiter hielten am 17. März der diesjährigen Saison einen Revers unterschreiben ließ, in im Vereinshaus Südost" eine nur schwach besuchte öffentliche welchem eine Lohnreduktion von 10 pt. angegeben ist und weiter Versammlung ab. Als erster Punkt stand der Streit in der eine Verlängerung der Arbeitszeit in Aussicht steht. Ferner sind Pianofabrik von Görs u. Kallmann zur Debatte. Die LohnLohnreduktionen und Zumuthungen ganz rigorosrr Art bet Herrn fommission stellte den Antrag, den Streit für been det Unfug in der Kaiserstraße vorgekommen. Der betreffende zu erklären. Da sich den Fabrikanten genügend Streit- Street. Dienstag Abend 8 Uhr Wrangelfir. 32. Rauchtlub Gutgeftante Freunde feden Dienstag Abend Uhr bet Spät, Georgenkirchstr. 65. Bergnügungs rüne Giche, bet Serrath, Blan- ufer 92 a. Derein Jm Brand, Dienstag, bet Stapidi, Barnimstr. 22. Rauchtlub Arbeiter Stenographen Verein Eintracht, unterricht und Uebungsstunde Dienstag abends 3 Uhr bet Wählisch, Adalbertstr. 4. Briefkaffen der Redaktion. wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( gwei Buchstaben oder eine Batt) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Posen 3. Arbeiter- Zeitung New- York( NY) 91 Delancey Für den Juhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Opernhaus. Dienstag, den 19. März. Cavalleria rusticana. Der Waffen( Bauern- Ehre.) = schmied. Schauspielhaus. Wie die Alten sungen. Deutsches Theater. Drohnen. Dann: Blau. Leffing- Theater. Am Spieltisch des Adolph Ernst- Theater Passage- Panopticum. Auftreten der ersten Pirouetteu. Courbette- Tänzerin Englands vom Prince of Wales- Theater in London. Ein fideles Corps. Große Gesangsposse mit Tanz. Nach dem englischen Original ,, A Gaiety Girl" von Jones Sidney, frei bearbeitet von Eduard Jacobson und Jean Kren. Vorher: Gendeball. Schwant in 1 Aft von Ed. Jacobson und Jean Kren. Anfang 72 Uhr. 27 Gitanos Gauverein Berliner Bildhauer. Dienstag, den 19. Märy, abends 8 Uhr: Außerordentliche General- Versammlung im Lokale des Herrn Schneider, Annenstraße 16. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Aufstellung der Kandidaten zur diesjährigen General- Versammlung. 3. Fortsetzung der Generaldiskussion - In Anbetracht ( andalusische bezw. Statutenänderung vom 12. März. 4. Verschiedenes. der wichtigen Tagesordnung wird um rege Betheiligung ersucht. Sänger, Tänzer Achtung! Die Stellenvermittelung findet jeht vormittags von 10 bis Der Vorstand. u. Tänzerinnen) 11 Uhr statt. Vorstellung um 4, 5, 6, 7, 8 u. 9 Uhr. Der Cirque Variété Lebens. den 21. Berliner Theater. Der Hypochonber. Unter den Linden 21. Residenz- Theater. Fernand's Chefontraft. Nenes Theater. Liebe von heut. Schiller- Theater. Die Journalisten. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Täglich Der Obersteiger. Theater Unter den Linden. Der abends Probetuß. Central- Theater. Unsere Rentiers. Adolph Ernst- Theater. Ein fideles Korps. Vorher: Gesindeball. Bellenlliance Theater. Verliebte Mädchen. Alexanderplat- Theater. Durch gegangene Weiber. Vorher: Ale fünf Barrisons. National Theater. Die lebende Brücke. Reichshallentheater. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitätens Vorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Einzig in seiner Ben- Ali- Bey 1/8 Uhr Oriental. Magie. Preise: 3, 2 und Art. Heute zum S ( früher Circus G. Schumann). Grosse Elite- Vorstellung Dienstag, 19. März, abds. 71/2 Uhr: des gesammten aus nur allerersten Künstlern bestehenden Personals. U. a. Gr. Ballet und Auftreten des Kanonenkönigs 190, Mr. Holtum aus Chicago. Male. 1 M. Sitzplatz. Jeden Sonntag Nachmittag 4 Uhr: Familien- Vorstellung zu halben Preisen. Feon- Palast Burgstr. 22, neben der Börse. Neu! Spezialitäten Neu! Sum 1. Mal in Berlin. Clown Petroff Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Dienstag, 19. März, abends 8 Uhr: Die Journalisten. Mittwoch, 20. März, abends 8 Uhr: Kabale und Liebe. Donnerstag, 21. März, abends 8 Uhr: Die Journalisten. Freitag, 22. März, abends 8 Uhr: Die Journalisten. Sonnabend, 23. März, nachmittags und seine originell dressirten Esel, Schweine, Ferkel, Katzen, Hunde, Hühner u. f. w. Blondin junior. Der beste Tanzkünstler d. Gegenwart. Mr. Albino. ????? Das Räthsel.????? Wilhelm Fröbel mit einer ganzen Waggonladung neuer zündender Couplets. Mittwoch, 20. März, nachm. 4 Uhr: Amüsement für Kinder. Grosse Komiker- u. ClownVorstellung. 342M U. a.: Pantomime ,, Der Dorfbarbier!" Abends 71/2 Uhr: 2. KonkurrenzVorstellung d. Mr. Holtum a. Chicago. MöbelKaufgelegenheit 17218* 72/13 Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins nnd Umgegend. Heute, Dienstag, den 19. März 1895, abends 81/2 Uhr: Diens Branchen- Versammlung aller in der Beleuchtungs- Industrie beschäft. Arbeiter im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genossen J. Türk über: „ Klaffenkämpfe". 2. Diskussion. 3. Die Streits bei den Firmen Eckel 1. Glinicke und Otto Lundershausen. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. 193| 17 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Achtung! Der Vorstand. Achtung! Brauerei- Hilfsarbeiter. Mittwoch, den 20. März, abends 8½ Uhr, bei Gründel, Brunnenstr. 188: Vereins- Versammlung. Zages Ordnung: 92/3 1. Bortrag des Genoffen Jahn über: Arbeitslohn u. Arbeitszeit". bietet sich Brautleuten zc. im Möbel- 2. Diskussion. 3. Maifeier. 4. Innere Vereinsangelegenheiten. In anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder erforderlich. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, find willtommen. Der Vorstand. fpeicher, Rosenthaler Strasse 13, 1. Daselbst stehen täglich zum Verkauf: neue gediegene Möbel zu außergewöhn lich billigen Preisen, gebrauchte und verliehen gewesene Möbel zu wahrhaften Spottpreisen. Theilzahlung gestattet. Achtung! Manrer! Achtung! Kleiderschränke 15, Küchen- Donnerstag, den 21. März 1895, abends 8 Uhr: spinde, Kommoden 12, Sophas 15, Bettſtellen mit Matragen 18 MaOeffentl. Mitglieder- Versammlung Nußbaum- Kleiderschränke, Vertifows Berlins und Umgegend. Stühle 3, Muschelspinden 40, Tru des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer meaug 65, Paneelfophas 75, Plüsch- SA garnituren 60 Mart. Herren- Schreibtische, Schreibsekretäre, Buffets, Rouliffentifche, Spiegel, alles staunend billig. in Wilke's Lokal, Andreasstraße 26. Zages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Behrend über: Die 3 Uhr: Gracchus, der Volks!! Grosses Programm!! Gekaufte Möbel tönnen auf meinem Nothwendigkeit der Verkürzung der Arbeitszeit. 2. Diskussion. 3. Vereinstribun. Abends 8 Uhr: Die Journalisten. Sonntag, 24. März, nachm. 3 Uhr: Gracchus, der Volkstribun. Abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Anfang: Wochent. 71/2, Sonntags 61/2 Uhr. Kaffenöffn. 1 Stde. vorher. Urania National- Theater. Anstalt für volksthümliche Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Mar Samst. Sensationelle Novität! Gastspiel der amerikanischen Gesellschaft William Calder Die lebende Brücke. 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März, abends 8 Uhr, in der Kronen Brauerei, Alt Moabit 47-49. Tages Ordnung: Vortrag des Herrn Dr. Weyl über, Frauenleiden". Tellersammlung findet statt. Alle Genossen und Genossinnen werden zu dieser Versammlung eingeladen. Der Vorstand des Frauen- u. Mädchen- Bildungsvereins. ( Filiale Moabit.) 126/9 Sanitätsverein f. Arbeiter beiderlei Geschlechts. ( Cingeschriebene Hilfskasse 85.) Sonntag, den 24. März, nachmittags 4 Uhr, in den Armin- Hallen, Kommandantenstraße Nr. 20: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und des Kassirers. 2. Die Gröffnung des Oberpräsidiums der Provinz Brandenburg betr. des§ 4 Abs. 5, 6, 7 des Statuts. 3. Wahl des Vorstandes und des Ausschusses. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. 211/1 J. A.: P. Hundt, Lothringerftr. 48. ophastoff- Verein der Lithographen, Steindrucker S Reste in Rips, Damast, Crêpe, Phantasie, Gobelin und Plüsch spottbillig! Proben franko! 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