Nr. 167 41.Jahrgang Ausgabe A nr. 83 Bezugspreis: Böchentlich 70 Goldpjennig voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutsch land. Danzig, Gaar- u. Memelgebiet, Defterreich, Litauen, Luxemburg 4,50 Goldmart, für das übrige Ausland 5,50 Goldmar: pro Monat. Der..Borwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und Zeit" mit..Gied lung und Kleingarten" fowie der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Frauenbeilage ,, Frauenwelt erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialbemotrat Berlin Morgenansgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 10 Goldpfennig 100 Milliarden Anzeigenpreise: Die einipaltige Nonpareille. geile 0,70 Goldmart, Reklamezeile 4.- Goldmark. Kleine Anzeigen" bas fettgedruckte Bort 0,20 Gold. mart( aulässig awet fettgedruckte Worte), tebes weitere Wort 0,10 Goldmart. Stellengesuche das erste Wort 0,10 Goldmart, jedes weitere Wort 0,05 Golemart. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familienanzeigen für Abonnenten Reile 0.30 Goldmark. Eine Goldmart- ein Dollar geteilt durch 4,20. Anzeigen für die nächste Nummer milffen bis 42 Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin GW 68, Lindentraße 3, abgegeben werden. Geöffnet Don 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutfchlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion. Donhoff 292–295 Verlag: Tönboff 2506 2507 Dienstag, den 8. April 1924 Vor dem Eisenbahnerstreik! Der Beirat des Deutschen Eisenbahnerverbandes hat nach zweitägiger Beratung folgende Entschließung einstimmig an genommen: Die gemeinschaftliche Sigung des Beirates und Borstandes des Deutschen Eisenbahnerverbandes vom 7. April 1924 lehnt das Angebot des Reichsverkehrsministeriums ab. Eine Ausdehnung der ausgebrochenen Teilaffionen fann nur verhindert werden unter folgenden Boraussetzungen: Der Cohn ab 30. März ist um 6 Pf. für alle Cohngruppen und Wirtschaftsklassen zu erhöhen. Der Acht stundentag ist grundfäßlich für das gesamte Eisenbahnpersonal zu gewährleisten. Der Verbandsbeirat und der Vorstand ist bereit, zur Ueberwindung der gegenwärtigen wirtschaftlichen Notlage der Reichsbahn unter vorübergehenden Abweichungen von der achtstündigen Arbelts eit einer Berlängerung bis 9 Stunden täglich zuzustimmen Die Mehrarbeit ist mit einem Ausschlag zu bezahlen. Die aus. ftändigen Eisenbahner find ausnahmslos wieder ein ustellen. Alle weiteren unerledigten Fragen und Streitpunkte sind Gegenstand der Berhandlung zwischen Reichsverkehrsministerium und den Tariffontrahenten. In Anerkennung der außerordentlich schwierigen, wirtschaftlichen die legten Berhandlungen statt. Bis dahin müffe mit der Streiferflärung gewartet werden. Selbst, Der Deutsche" des Herrn Stegerwald geht mit der Regierung sehr scharf ins Gericht. Auch er ist überzeugt, daß die Regierung allein die Schuld an diesem Konflikt trägt, der unvermeidlich innerhalb von 24 Stunden in offenem Rampf sich zuspigen müffe, wenn die Regierung sich weiter auf ihren Standpunkt versteift. Stimme, aber die Regierung Marr- Luther- Jarres befindet sich Seit einer Woche erheben wir täglich unsere warnende Offenbar in fo vollkommener Abhängigkeit vom Reichsverband der Deutschen Industrie, daß fie es nicht magt, gegen dessen Diftat den überaus bescheidenen Forderungen der Eisenbahner, ja nicht einmal der Vereinbarung, die zwischen dem Reichswurde, ihre Zustimmung zu geben. Sie scheint offenbar vor verfehrsminister und den Eisenbahnergewerkschaften getroffen zuziehen, einen Eisenbahnerstreif heraufzubeschwören, auch wenn sie nachher, wie es uns zweifellos erscheint, höhere Löhne zahlen muß, als heute nach der Lohnvereinbarung im Reichsverkehrsministerium. Berhandlungsmöglichkeiten erschöpft, sie haben alle nur bent baren Konzeffionen gemacht, sie sind von ihren ursprünglichen bescheidenen Forderungen abgegangen und haben fich fchließlich mit dem Reichsverfehrsminister auf eine Lohn erhöhung von 6 und 7 Bf die Stunde geeinigt Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Posticheckkonto: Berlin 375 36 Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft. Depoitentaje Lindenstraße 3 Was lehrt Bayern? Das Ergebnis der Landtagswahlen. wurde folgendes amtliche Ergebnis aus 159 Bezirken feftMünchen, 7. April.( Eigener Drahtbericht.) Abends geftellt( es fehlen jeht noch 38 in der Hauptsache fränkische Bezirke, wie Hof und Bamberg): Bayerische Volkspartei 752 398, Sozialdemokratie 355 956, Kommunisten 179 323, Bölkischer B'od 405 865, Deutscher Block( Dem.) 61 568, Chriftlich- Soziale 18 555, Nationale Rechte 167 115, Nationalliberale 25 179, Deutsche Volkspartei 50 087, Beamtengruppe 18 105, Bauernbund 184 362. Die Ziffern der übrigen fünf Wahlvorschläge sind derart gering, daß jeht schon mit Sicherheit feststeht, daß fie tein Mandat erringen werden. Bolfsentscheid: 986 978 3a, 1012 305 Nein. Das endgültige Gesamtergebnis ist vor Dienstag abend nicht zu erwarten. * Der Hauptrorstand der christlichen Gewerkschaft Deutscher dieser Eisenbahnerstreif, im Gegensatz zu dem Streif ron 1922, Man darf sich keinem Zweifel darüber hingeben, daß Eisenbahner hatte folgende Entschließung angenommen: die volle Sympathie der Bevölkerung finden und finanziellen Lage des Reiches und der Reichsbahn find die Ber- wird. Denn die Eisenbahner haben diesmal wirklich alle treter der Organisationen in den vorausgegangenen Berhandlurgen bis an die äußerste Grenze des Tragbaren entgegengekommen. Unter Berücksichtigung der geradezu gänglich unzureichenden Löhne der Arbeiter der Reichsbahn ist der Hauptvorstand der Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner nicht in der Lage, Wir haben die Löhne der Eisenbahner, die bei dem Ronein weiteres Enfgcgeniommen zu zeigen. Der am Donnerstag. fiift in Betracht kommen, veröffentlicht. Niemand wird beden 4. April, mit dem Herrn Reichsverkehrsminister gefundene Eini- haupten können, daß diese Löhne, selbst mit der vereinbarten gungsvorschlag ist an und für sich schon eine große Belastungs- Bulage, hohe oder auch nur ausreichende Löhne wären. Der probe und findet bei der mi gliedschaft einen erheblichen Wider- Streif, in den die Reichsregierung die Eisenbahner hinein fland. Der Hauptvorstand ist der Auffassung, daß das Reichskabi treibt, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Hunger- mische Bordringen der Bölkischen. Diese werden im Landnelt bei auch nur einigermaßen gutem Willen diejem Borschlag hätte zustimmen können. In Erwartung des gleichen Borgehens der auderen, an den Verhandlungen beteiligten Eisenbahnerverbänden ist der Hauptvorstand der Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner nach reiflicher Ueberlegung zu dem Schluß gekommen, gemeinsam mit den anderen Eisenbahnerverbänden für die gerechte Forderung der Eisenbahnarbeiterschaft den Kampf auf3unehmen und durchzuführen. Mit Genugtuung begrüßt der Hauptvorstand die Bereitwilligkeit der Deutschen Postgewerkschaft, die GDE. in diesem Kampf finanziell zu unterstützen. Ueber die Stellungnahme der Hirsch- Dunderschen Allgemeinen Eisenbahngewerkschaft haben wir bereits berichtet. Es fann somit fein Zweifel mehr darüber bestehen, daß der Streit unvermeidlich ist, wenn heute die Reichsregierung der Lohnvereinbarung, die zwischen dem Reichsverkehrsminister und den Eisenbahnergewerkschaften getroffen ist, weiter ihre Zustimmung versagt. In einer allgemeinen Funktionärversammlung des DEB. Bezirk Berlin, die gestern abend stattfand, präzisierte Dressel die Stellung des Beirates und erklärte, daß die Formulierung der Arbeitszeitbestimmungen, wie sie die Regierung vorschlägt, praktisch die Beseitigung des Achtstunden tages bedeutet. Dreffel fügte hinzu, daß der Berliner Bezirk Dom DEV. volle handlungsfreiheit für die Erflärung des Streits habe. Heute vormittag 10 Uhr fänden Bürgerblock gegen Arbeiterregierung. Der Arbeitslosenschuh gegen Ermittierung verworfen. London, 7. April.( Eigener Drahtbericht.) Im Unterhaus hat am Montagabend die Regierung bei der zweiten Lesung des Gesetzes zugunsten der Arbeitslosen, die die Hausmiete nicht bezahlen fönnen, eine Niederlage erliften. Dieses Gefeh fieht vor, daß die Gerichte fein Urteil erlassen dürfen, durch das Mieter, die ihre Miete nicht bezahlen, auf die Straße gefeht werden dürfen, wenn die Zahlungsunfähigkeit der Mieter durch Arbeitslosigkeit entstanden ist. Schon bei der letzten Debatte haben die Führer der Konserva. fiven und der Liberaien erklärt, daß sie es für eine Ungerechtigkeit halten, den Hausbesihern solche Casten aufzuerlegen und fie deshalb gegen das Gesetz stimmen würden. Am Montag hat die Regierung eine Ergänzung zu diesem Gele vorgelegt, wonach die Gemeinde behörden für die Miete der Arbeitslojen aufzukommen haben. Die Liberalen und Konservativen erklärien jedoch, daß auch mit diejem Amendement das Gesetz für sie un annehmbar bleibe. Sie verlangten, daß die Klausel, die die Erefufion fäumiger arbeitsloser Mietezahler verbietet, gestrichen werde. Der Kolonialminister Thomas teilte dann im Namen der Regierung mit, daß das Kabinett dieje Klausel nicht fallen lassen tönne. Die darauf auf Antrag Chamberlains folgende Abstimmung ergab, daß der Gejehentwurf der Regierung mit 221 Stimmen gegen 112 Stimmen verworfen war. streit. B Das Ergebnis der bayerischen Landtagswahlen, das nunmehr flarer zutage liegt, tann zusammenfassend nicht anders bezeichnet werden denn als eine große Konfusion. Die Bayerische Volkspartei hat sich, wie zu erwarten war, auf dem platten Lande beffer gehalten als in den Städten, so daß sie immer noch als die größte Partei des Landes aufmarschieren kann. Aber es bleibt dabei, daß sie ihre beherrschende Stellung verloren hat. Da auch ihr after Bundesgenosse zur Rechten, die in verschiedene Gruppen aufgelöste Mittelpartei, sehr schwere Einbußen erlitten hat, ist eine Mehrheitsbildung auf der alten Grundlage nicht möglich. Kann die Sozialdemokratie mit anderen Parteien zusammen eine Mehrheit bilden? Der Einschlag des bürgerlichen Liberalismus ist im bayerischen Parteigemenge mit freiem Auge überhaupt nicht mehr sichtbar, sondern höchstens nur noch mikroskopisch nachweisbar. Das ehemalige Baye rische Zentrum, die Bayerische Volkspartei, lebt von der Marristenheze und ist blauweiß- partikularistisch, Vorfämperin der Wittelsbacher Monarchie geworden. Die Sozialdemo fratie fann nur mit Parteien foalieren, die zur Reichseinheit und zur Republik stehen. Besprengt worden ist die alte Mehrheit durch das stürInzwischen hat die Regierung die Deffentlichkeit wissen tag die zweitstärkste oder drittstärkste Bartei sein. Aber für lassen, daß sie alle Vorbereitungen zur Aufrechterhaltung des die Regierungsbildung scheiden sie aus, da sie sich vollkommen Güterverkehrs im Falle eines Streifes getroffen habe. Be risoliert halten und weder mit der Partei des Herrn v. Kahr, suche sind hierzu gemacht worden, aber es ist eine Täu noch gar mit den Marristen" zusammengehen können, die ichung der Deffentlich feit, wenn die Regierung be- fich natürlich auch ihrerseits dafür bedanken würden. hauptet, daß diese Versuche zu dem von ihr angegebenen Tatbeftand führten. Cewiß scheut man fein Geld, die Technische Nothilfe in den Dienst der Eisenbahn zu stellen; aber wieviel das fostet und unter welchen Umständen diese Kosten auf gebracht werden, sagt die Regierung nicht. Sie verschweigt 3. B., daß allein in Hamburg am 5. April 50 Mitglieder der Technischen Nothilfe wegen Bandendiebstahls auf den Güterböden verhaftet werden muß ten und unterdrückt die Veröffentlichung der für die Tech nische Rothilfe bisher ausgegebenen Kosten sowie die Tat sache, daß mit der Nothilfe im jezigen Umfang ein befriedigen= der Eisenbahnverkehr nicht herzustellen ist. Wieviel Berhaftungen werden erst in den übrigen Eisenbahnbezirken vorgenommen worden sein? Stimmt es, was böse Bungen behaupten, daß die Beträge an gestohlenen Gütern, die vom Staate er fegt werden müssen, addiert zu den bisherigen Ausgaben für die Technische Nothilfe, faum im Verhältnis stehen zu den Mehraufwendungen in einem Monat, die von der Regierung gemacht werden müßten, wenn sie die bescheidenen Forderungen der Eisenbahner bewilligt? London, 7. April, mitternachts.( WTB.) Unterhaus. Macdonald teilte mit, daß die Regierung infolge ihrer Niederlage nicht zurüdtreten, fondern die Frage von neuem erwägen werde. Labour- Wahlfiege in Australien. Und in Londoner Außenbezirken. Condon, 7. April.( Eigener Drahtbericht.) Bei den Gemeindewahlen in den Außenbezirken Groß- Londons hatte die Labour Party bemerkenswerte Erfolge. Nach den weftaustralischen haben nunmehr auch die füd auftralischen Wahlen große Erfolge für die Arbeiterpartei gebracht. Sie erhielt bisher 26 Mandafe gegen 19 Liberale und 2 Farmer. Das Endrefultat steht noch aus, doch ist sehr wahrscheinlich, daß die Arbeiterpartei die mehr heit der Site erreicht und eine Arbeiterregierung zustande fommt. Regierungsniederlage in Südafrika. Der Gewählte erlangte die London, 7. April.( EP.) Nach einer Meldung aus Johannisburg ist bei einer Abgeordnetenerfahwahl in Watterstown der nationa liftische( burische) Kandidat mit 1420 gegen 1207 Stimmen des Reglerungskandidaten gewählt worden. Bolksgunst besonders durch den Hinweis darauf, daß er im Buren frieg verwundet worden sei. Da die Stellung des Generals Smuts durch diese Niederiage eine neue Erschütterung erfahren hat, rednet man mit der Auflösung der Kammer und Neuwahlen im Dezember. Die Regierung ist zurüdgetreten. Die bayerischen Wähler haben in ihrer Mehrheit überhaupt nicht begriffen, zu welchem 3 wed gewählt wird. Sie sind ihren Liebhabereien nachgegangen wie in den alten Reiten der halbabsolutistischen Obrigkeitsstaaten, in denen der Monarch seine Regierung ernannte, ganz gleichgültig, wie die Wahlen ausgefallen waren. Heutzutage hängt aber die Bildung der Regierung einzig und allein von dem Ausfall der Wahlen ab; das Volk entscheidet selbst über fie. Der Landtag, den das bayerische Volf gewählt hat, wird nicht imftande sein, in einer auch nur relativ vernünftigen Weise eine Regierung zu bilden. Er wird ein Narrenhaus und fein Barlament sein. Dieses Resultat ist in erster Linie verschuldet von der Bayerischen Bolkspartei, in zweiter aber auch von der Reichsregierung und den hinter ihr stehenden Mittelparteien. Indem die Reichsregierung die offensten Verfaffungsbrüche, die trasfesten Gesetzesverletzungen duldete, bereitete sie der Anarchie den Boden, die Bayern erfaßt hat und die sich auf das ganze Reich auszudehnen droht. Schwäche und Feigheit erfanden zu ihrem Schutz die staatsmännische Theorie, man müsse Bayern sich selbst überlassen, das sei das beste Mittel, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen. Diese Politik der Schwäche und der Feigheit hat bei den bayerischen Wahlen bankrott gemacht. Volkspartei und Demokraten haben dabei ihre gesamte Habe verloren, und auch die Partei, die in der Reichsregierung durch Herrn Emmin= ger vertreten wird, ist gründlich abgebrannt. So haben sie ihren Lohn dahin. Hätte sich vom Reich aus ein fester republikanischer Wille geltend gemacht, so wäre es in Bayern anders gekommen. Die Auch dem Reichszentrum fann der Vorwurf nicht erspart bleiben, daß es der verhängnisvollen Entwicklung in Bayern vielzulange untätig gegenübergestanden hat. Folge davon ist, daß die von ihm vertretene Politit, ebenso wie die des bürgerlichen Liberalismus in Bayern überhaupt feine nachweisbare Anhängerschaft befigt. Erst bei den Reichstagswahlen soll der Versuch unternommen werden, biese Politit auch in Bayern wieder zur Geltung zu bringen. TTnb b?« Lehre der ganzen anttmarxistischen Kasperle- komödie? Deutschland kann ohne Sozialdemo. kraten Nicht mehr regiert werden! Das heißt, Deutschland lann nicht mehr regiert werden ohne und gegen den sozialdemokratischen G e i st. Sozialdemokratischer Geist ist Geist der Reichseinheit, der republikanischen Serfassungs- treue, Geist der sozialen Gerechtigkeit. Man vergesse nicht, daß der Scherbenhaufen, der in Bayern angerichtet worden ist und der im ganzen Reich dr-'ht. nicht möglich gewesen wäre, wenn nicht bevorzugteKapitalistencliquen den ganzen Spektakel bezahlt hätten! Man zwinge diese Herr- schasten, ihr Geld vernünftiger zu verwenden, indem man sie tüchtig Steuern zahlen läßt. Ohne eine starke Sozialdemokratie geht das Reich zugrunde und dieser Trümmerfall verschüstet der Arbeiterklasse alle Wege des Aufstiegs. Von der Stärk«, in der die S o z i a l d e m o k r a t i e in den Reichstag wieder- kehrt, hängt die Zukunft Deutschlands und seines schaffenden BolPps ab. Das lehrt Bayern! Nüraberg. 7. Aprll.(WIV.) Das endgültige Wahl- ergebnis der 6 Tklmmbezirke Ist folgendes: Es erhielten 5 o z l a. listen«014«. Völkische 56gb2. Kommunisten 35 795, Deutscher Vlock 9213, Bauern- und Millelstandsbnnd 11744, Valionalliberole 13 055, Bayerische Volksparlei 14 226. Bcamlengruppe Sratofiel 966. Votionale Rechte 42S9. II SPD. 917, Beamtenpartei 100 Stimmen. Volksentscheid? 3a 60 767. Nein 139 Hl- öaperiscber Export. Munition für Poincart. Paris, 7. April.(Eigener Drahtbericht.) Poincar� hat am Montag den französischen Geschäftsträger in München zu einer läu- geren Besprechung empfangen. Gegenstand der Besprechung war der Hitler-Prozeß und die völkische Bewegung lu Bayern. Pari». 7. April.(MTB.) Der Präfldent der Republik hat heule vormittag den stanzös, scheu Geschäftsträger in München. P o z z l. empfangen. Zu der bezeichnenden Tatsache des Poincar�schen Inter- esses an den bayerischen Vorgängen ist nichts weiter hinzuzu- fügen als die Londoner Meldung, daß PoincarH der b r i t i- f ch« n Regienmg umfangreiche Akten über nationalistische und militaristischen Veranstaltungen in Deutschland hat über» reichen lassen. Die betreffenden Patentdeutschen brauchen also auf Bayern nicht neidisch zu sein: auch ihrer ist das Verdienst. Herrn PoincarS Noten-, Stimmungs- und Wahlmunition gegen Deutschland zu liefern. Völkisch-nationale Sachleistung! Zentrumspartei öer Pfalz. Mannheim, 7. April.(Mtb.) Die Gründung einer Zentrum». Partei der Pfalz ist in einer Konferenz von pfälzischen An- hängern der Zentrumspartei nunmehr vollzogen worden, nachdem die Bayerische Volkspartei den Reichstagsabgeordneten h o f m a n n- Ludwigshafen, der nach dem Anschluß der Z-ntrums. partei der Pfalz an die Bayerische Volkspartei nach den Wahlen . 1920 in der Zentrumsfryttion des Reichstages geblieben ist, als Kandidaten abgelehnt und«inen eigenen Kandidaten aufgestellt hat Der Zall Dreper. In persönlicher Beleuchtnag. Wir haben das Verhalten de» Reichsinnenministers I a r r e s bei den Vorbereitungen zur Trauerfeier für Willi Dreyer bereits gekennzeichnet: auch die Red« selbst, die er am Anhalter Bahnhof gehalten hat, konnte nur densemgen imponieren, denen die Aufpeitschung der nationalistischen Leidenschaften als die wichtigste Aufgab« des Augenblickes erscheint. Aus verschiedenen Andeutungen ist zu entnehmen, daß diese Rede zu blploinaiischen Vorstellungen der fram zö fischen Regierung in Berlin geführt hat. Ist dies der Fall. dann hat Herr Iarres sein Ziel erreicht, denn es ist ganz offen- bar, daß er es darauf abgesehen hatte, durch sein Auftreten das Vertrauen der Deut'chnatioiralen zu erwerben, gleichviel welchen außenpolitischen Schaden dem Reich daraus erwachsen würde. Aber dieser Schaden dürfte sich leider nicht auf eine höchst überflüssige Belastung der außenpolitischen Stellung Deutsch« lands in einem kritischen Augenblick beschränken. Es steht zu befürchten, daß die unmittelbaren Leidtragenden der redne- rischen Provokationen des Herrn Iarres die Gefangenen und Ausgewiesenen aus der Zeit des Ruhrkampfes sein werden. Die französische Presie veröffentlicht nämsich im Zu» sammenhang mit den Berliner Dreyer-Kundgebungen eine offiziöse Mitteilung, die durch ihren nüchternen und sachlichen Ton auffällt. Darin heißt es: Am 29. Juni 1923 wurde Dreyer zum Tode wegen Sabotageakte verurteilt, seine Strafe jedoch in Zwangsarbeit umgewandelt. Am 29. Oktober 1923 wurde er nach St. Martin-de-Re gebracht. Da er erkrankte, erhielt er im Lazarett des dorngen Gefängnisses alle nötige Pflege. Als im Februar d. I. Dreyers Eltern um die Erlaubnis baten, sich zu ihrem Sohn« zu begeben, wurde ihnen die G e n e h- migung hierzu sofort erteilt. Bei ihrer Rückkehr richteten die Eltern an den Präsidenten der Republik ein Gnadengesuch. während der deutsch« Botschafter in Paris das gleich« tat. Daraufhin hob die französische Regierung unverzüglich die Strasoerdüßung auf und setzte Dreyer am 9. März wieder auf freien Fuß. Die deutsche Botschaft wurde hiervon sogleich verständigt. Durch Schreiben vom 10. März sprach Herr von hoesch dem Ministerpräsidenten Poincare seinen Dunk für sein Eingreifen aus und am 17. März drückte Herr Strefemauu gelegentlich einer Unter- redung mit dem französischen Botschafter in Berlin g'eichfall» seinen Dank für die Dreyer zuleil gewordene Gnadenmaßnahme an»/ Wir richten hiermit die Frage an die Reichsregierung: 1. Sind dies« Angaben der französischen Regierung zutreffend? 2. Wenn nicht, welche Punkt« entsprechen nicht den Tatsachen? S. Ist es insbesondere richtig, daß so» wohl Botschafter von Hoesch, wie auch Außenmini st er Stresemann der fran» zösischen Regierung ihren Dank aus» gesprochen haben? Wenn die französische Darstellung zutrifft, dann kann über das Verhalten des Herrn Iarres kein Urteil zu scharf fein. Denn als er feine Rede am Anhalte? Bahnhof hielt, die die schwersten Anklagen gegen die französische Regierung, insbesondere wegen der Behand» lung Dreyers. enthielt, mußte ihm selbstverständlich die Tatsache des bereits ausgesprochenen offiziellen Dankes be» kannt sein, zumal er nicht in seinem Namen, sondern im Namen der gesamten Reichsregierung sprach Dann äst ober sein Vorgehen— von der innerpolitische» Seite gar nicht zu sprechen � außenpolitisch einfach unqualifizierbar. Darüber, daß die Franzosen angesichts der ganzen Rechts- Widrigkeit des Rubreinbruches nicht berechtigt waren, Kriegs- gerichtsurteile im Ruhrgcblet zu fällen, kann es keinen Streit geben, zumal die Dinge formell-juristisch einwandfrei gegen die französische These sprechen. Das haben wir de- reits anläßlich des Falles Schlaget«? zum Ausdruck gebracht und in d i e s e m Sinn« beklagen wir auch das Schicksal seines Gefährten Dreyer. Daß anderersetts jede B«saßu.igsmacht infolge der törichten Sabotageakte ein solches Vergestungs- recht für sich in Anspruch nehmen würde, ist nicht zweifelhaft. Aber gleichviel: jetzt sollte es die Ehrenpflicht und Haupt» aufgäbe der Reichsregierung fein, für die f ch l e u n i g e B e- gnodigungallernocheingefperrtenundaus- Insoweit ist es auch ein Stück Selbstanklage, wenn die»Ger« mänia" jetzt schreibt: Das Ergebnis der bayerischen Wahl... hat in diesem über- wiegend katholischen Lande den Einfluß des Katholizis- m u s im politischen Leben nicht nur zurückgedrängt, sondern auch noch starke antikatholische Kräfte hochgebracht. Immer wieder muß man sich fragen, wie so etwas möglich ist in einem überwiegend katholischen Lande, in dem bis jetzt«in« starke christliche Volkspartei die Möglichkeit hatte, maßgebenden Einfluß auf die Politik des Landes auszuüben. Auf diese Frage kann man kaum eine Antwort geben, ohne bitter zu werden. Wir sagen leider nicht zuviel, wenn wir feststellen, daß dieses Wahlresultat mitoerschuldet worden ist durch die Politik der Bayerischen Volks parte t. Unter Ihrer Duldung konnte München der Herd aller verfassungs- feindlichen Umtriebe werden, unter ihren Augen ist die deutsch- völkische Giftpfanz« großgeworden. Die Radikalisierung des poli- tischen Lebens Bayerns ist mit«in Erggebms der Poli'ik der Boye- rischen Voltspartei. Es hat sich erneut gezeigt, daß- die Taktik der nationalistischen und völkischen Bewegung durch noch stärker« Worte . und Gesten oder durch schwächliches Nachgeben den Wind aus den Segeln zu nehmen, nicht zum Ziele führt.-Hätte die Bayerische Voltspartei von Anfang an energisch den Kampf gegen diese Be» strebungen aufgenommen, hätten sie oder ihre Vertrauensleute in der Regierung nicht durch immer größere Konzeflionen den Mut derer um Hitler und Ludendorff gestärkt, dann wäre sicher manches anders gekommen. Di« entsetzlich« Verwirrung im baye- rischen volitischen Leben wäre nichl möglich gewesen, wenn die Baye- rische Volkspartei lich nicht immer weiter von dem Programm und dsr Politik des Zentrums entfernt hätte. Sie war Erbin der Zentrumspartsi in Bayern. Sie hak dieses Erbe schmählich vertan. Man begreift die Trauer und das Entsetzen de» Zentrums» blattes. Denn in Bayern hat das Hakenkreuz über das Kreuz gesiegt. Roch ein Wort auch über die Kommunisten. Sie haben der Sozialdemokratie etwa ein Drittel der Wähler weggenommen, die ohne das Vorhandensein jener Partei zweifellos für sie gestimmt haben würden. Das heißt, etwa ein Drittel der sozialistisch gesinnten! Arbeiterwähler erwartet sich etwas von den putschistischen Methoden der KPD., wäh- rend zwei Drittel einsichtsvoll genug sind, sie zu verwerfen. Aber die sozialistischen Arbeiterwähler sind leider nur eine Minderheit der bayerischen Wähler überhaupt, und von dieser Mmderheit bilden die Kommunisten wiederum nur eine kleine Minderheit. Wären die Kommunisten eine parlamentarische Partei, so wäre für sie eine gewisse bescheidene Freud« über ihren Fortschritt vielleicht am Platze. Aber sie gebärden sich sa als die Partei der Weltrevolution, und als solche stehen sie vor dem Zusammenbruch ihrer Illusionen. Im ? westgrößten deutschen Staat bilden sie nur ein kleines Svlitterchen, dort und überall ist nicht nur die unaebenre Mehrheit der Wählerstimmen, sondern auch die tatsächsiche Macht ihrer Gegner ihnen unendlich überlegen. Selbst ein kommunistischer Optimist konn nur innerhalb longer Zeit- räume auf einen Umschwung hoffen. Und was soll bis dahin aus den Arbeiterinteressen werden, auf deren Der- tretung die KPD. grundsätzlich verzichtet, da sie ja erklärter- maßen in das Parlament nur zu dem einzigen Zweck geht. die„Weltrevolution" vorzubereiten! Arbeiterstimmen der KPD. geben heißt Arb eiterstimmen wegwerfen. Nach der bayerischen Probe ist die Stimmabgabe stlr die Kommunisten die größte politische Eselei, die sich überhaupt denken läßt. Bauern hat seit Iahren in einer Aw von Rausch qelebt, fetzt ist die Katerstimmung da, nicht nur für Bayern, sondern für ganz Deutschland. Die nationalistisch-antisemitische De» magogie, von der Bayerischen Bolkspartei auf eigene Kosten aufgepäppelt, durch die Schwäche der regierenden Mittel- Parteien im Reiche großgeworden, bedroht Deutschland mit dem Cbaos im Innern, mit den schwersten Nackensckstägen von außen.» öronnen in öer Jungen Sühne. Di« Junge Bühne ist besorgter um das Schicksal der kämpfenden Dramatiker als das ganz« Heer der gänzlich mutlosen Berliner Theaterdirektvren. Di« Herren, die nur ihre Kassen berechnen müssen, spekulieren nur noch auf den mündelsicheren Allwgserfolg. Z)i« weniger zaghaften Außenseiter werden von ihren bilanzsicheren Finanzier? gewaltsam zum Abschwenken von de? Liebe zur Jugend gezwungen. Die Junge Bühne, die allein überlebend« Protektorin der gärenden Talente, läßt sich nicht ausrotten und führt zum zweiten Male Arnold Bronnen auf. Bronnen ist aus Talenten zusammengesetzt und aus Trieben. Er überwindet noch nicht den Wirrwarr, der m ihm tobt, um aus feinen Visionen ein begrenztes, klares Theaterwerk zu gestalten. Seine erste Tragödie„Batermord" entrollt« die entsetzlich« Der- dammnis der jungen Leute, die mit Sinnen und Träumen gegen die Versteinerung des Baterherzens revolutionieren. Ein« schmutzige, doch erschütternde Tragödie stürmte aus der Pubertät des Sohnes, dessen Inbrunst zur Mutter begehrt und den Vater vernichte:. Geil- heit und Melancholie, böseste Triebe, wurden erhöht und begriffen, weil der Dichter, der sie nach Tausenden wieder entlarvte, mit un- gewöhnlicher Energie aus sich redet«. Schwermut und Vlutbesessen- heit, das waren auch die Laster, die Bronnen episch faßte. Seine riesig gespannte, in einem durchaus bannenden Wort sich erlösend« Aufmerksamkeit blieb auf dies« dunkelsten Regungen beschränkt. Als Bronnen die„Anarchie in S i l l i a n" dramatisierte, lag der Horizont noch immer gleich dicht vor ihm. Sein Weltbild gewinnt nur durch das Begrübeln des Geschlecht. lichen Inhalt. Was geschieht, geht zwar im Ingenieursbureau eines Elektrizitätswerkes vor sich, aber alles szenische Gerät, dl« kompli. zierten Telephone, die Lichtsignal« und geheimnisvollen Schalter, bildet nur«inen oberflächlich zusammenhaltenden Rahmen für die Geschlechtstragödi«, die er erfindet: Der Ingenieur, einmal Zuhälter, weih sich durch Betrug zum Herrn des Kraftwerks zu machen. Jetzt ist er nur fjerr. DI« streitenden Arbeiter jagt sein« Berachtung als Pack hinaus. Der Werkmeister, letzt« zurückbleibende Hilfskraft, ist sein Feind. Doch nicht um das Sozial« wird gestritten, nur um das Geschlecht- liche, um das Weib, dem er sich entreißen will, um vollständig In- genieurskraft fein zu dürfen. Lieb«, Schläfrigkeit. Genuß. Schön- heit, einen Augenblick kann er d« m verfallen. Dann Ist er imstande, die Geliebte an den Fetnd fortzuwerfen, wetl diese Tat der Befrei- ung die Erfüllung der geistigen Lebensaufgabe bringen könnte. Das ist die Theorie. Sie ist in geschraubten Dialog und chao- tische Psychologie«ingewickelt. Sie ist aber nicht aus der Dunkelheit erklügelt, sondern von dem Sturm des Gefühl« beseelt. Sie drückt sich wortreich aus, weil das Empfinden und die Vision jedes natür. liche Maß sprengen. Das Problem ist Krafst-Ebing, d. h. Irren- hausstudi««ine» mit vieler Hellsichtlgkett begabten Krankenwärter». Da der Irrsinn nicht auf moralischen Grundlagen, sondern nur auf klinischen beruht, kann Bronnen nur die Neugier seiner Freunde befriedigen. Er kitzelt tragisch, aber er klärt nichts. Was m der Tragödie«in« Zeitlang reizt, ermüdet bald. Naturalismus, der nur spitzfindig ist, martert, sofern nicht über den traurigen Zufall das tragische Gesetz regiert. Noch ist das Chaos Arnolt Bronnens nicht Harmonie geworden. Man spielt« ihn aber untertänigst, begeistert, ernsthaft. T w a r- d o w s k I, der Deklamation huldigend, neigt von Natur zur starren Ueberbetonung des Trockenen. Sein Temperament traf sich mit seiner Roll«. Walter F r a n ck soll einmal die Kraft de» berußten Arbeitsmannes gegen den bürgerlichen Weichling und die verzärtelt« Frau hervorbrechen lassen. Ein massiger Schauspieler, der nicht Maske zu machen braucht, um den imposanten Mann des Volkes zu spielen. Zn7i auserlesene junge Künstlerinnen. Mario Eis und Franziska Rinz, wurden von Heinz Hilpert, dem Regisseur, sehr klug auserwählt und über die Gefahren dieses wirklich armr- chischen Dramas geleistet. Ueberall Jugend, es kochte, und da» war die tröstssche Feststellung des Beobachters. MaxHochdorf. Die Raöio-Ehe. Don Max Eck-Troll. Ein gut funktionierender Radioapparat ist ohne Zweifel ein guter Pädagoge! Besondes für Eheleute! Bin ab und zu Gast bei einem jungen Ehepaar. Mann und Frau sind nervös. Ueberreizt. Nicht ein« Diertelstunde vergeht, ohne daß nicht wegen einer Lappalie nadelspitze Bemerkungen hinüber und herüber fliegen. Oft muß ich Haager Schiedsgericht oder gar Genfer Völkerbund spielen. Daun gehl es wieder eine Zeitlang stiedllch zu. Bis zur nächsten Explosion, die wiederum nicht länger als ein« DIertesstunde auf sich warten läßt. Gestern abend war ich von dem jungen Ehemann zum„Radio- k o n z e r t" eingeladen. Der Ehemann hatte sich nämlich tags zuvor eine kunstgerechte Antenne im Wohnzimmer gebaut und«inen kleinen Dedekrorapparat mit 3 Kopfhörern angeschlossen. Um ein halb acht Uhr war ein Vortrag über„Radiofunk" und von halb neun bis zehn Uhr Rodiokonzert und Rezitationen von Dichtungen Goethes und Heimich Heines. In der langen Zeit von zweieinhalb Stunden saßen wir alle drei in der„gemütlichen Ecke", still und schweigsam. Rur in den kurzen Pausen flüsterten wir uns über den runden Tisch ein„famos" oder ein„glänzend" zu Um zehn Uhr war da» Programm zu Ende. „Er" konnte sich die Bosheit nicht verkneifen.„Ihr* zuzurufen: „Else, so lange host Du in unserer Ehe noch nie den Mund ge» halten wie heute obendl" „Fängst Du schon wieder an?" war die keineswegs freundliche Antwort. Hätte ich nicht schnell aus da, gute Radiotonzeri hingewiesen. es wäre vielleicht zu neuen„diplomatischen Konflikten" gekommen. Und dabei haben sich die beiden Leutchen wirklich lieb. Eine Lehre habe ich von dem Radioabend mit nach Hause ge- nommen: „Bielen Eheleuten wird e, nützlich sein, wenn sie sich einen Radioapparat zulegen!" Aber nur einen kleinen bescheidenen Dedektorapparat und nur mit Kopfhörer. Um Gotteswillen kemen großen mit Lautsprecher! Denn beim Lautsprecher kann man doch„in Konoersation machen" und dennoch das Radiokonzert mitanhören. Das hat groß« Gefahren für den ehelichen Frieden und die große Ethik de» Radio für das eheliche Zusammenleben, denn beim Lauthörer können die nadelspitzen Bemerkungen wieder wie ohne Radio über den Tisch hinüber und herüber fliegen. Absolute Stille. Mundhaltemüssen kann Lieb« nur«r. stärken. Ehen werden hastbarer. Schcidungsgründ« werden oermieden. da manches mrbedachte Wort unausgesprochen bleibt. Mundhalten ist Herzbotterie der Lieb«, gib ihr, ohne daß es etwas kostet(also„drahtlos"), neue Funken. ,1)0 st Du Radio im Haus. Bricht kein Ehekrieg mehr aus!" Ein Erfolg deutscher Wissenschaft. Zu einem wissenschaftlichen Ereignis gestattete sich die Sitzung der Berliner Mikrobiologischen Gesellschaft, die am Montag im Hygienischen Institut der Berliner Tierärztlichen Hochschule tagte. Prof. Dr. P. Frosch, der Direktor des Instituts, und fein Mitarbeiter, Prof. Dr. H. D a h m e n. berich. tcten über«ine Entdeckung, die geeignet ist. das b-sher dunkelste Feld der Forschung nach den Erregern epidemischer Krankheiten aufzu- hellen und neue präzisere Maßnahmen zu ihrer Bekämvfrma Zu treffen. Außer den Bakterien und den Protozoen, deren Anteil als Krankheitsursache seit Robert Koch in immer vergrößertem Umfang die Forschung beschäftigte und deren Feststellung so wesentlich an der Hebung unserer Bolksgesundheit wirkte, mußte es noch Krank- heitscrreger von ungeheurer Kleinheit aeben. Denn sie trotzten dem Darstellungsvermögen der krästiastcn Mikroskope und man bczeich» nete sie daher als ultravisibel, also jenseits unserer Sehkraft liegend. Nach mehrjähriger ausdauernder Arbett ist es nun Geh.-Rat Dr. Frosch, nachdem Prof. Dr. Dahmen. vom gleichen Institut, die sehr schwierige Züchtung des Erregers der Maul- und Klauenseuche auf festen Nährboden geglückt war, gelungen, nicht nur diese.: Erreger, sondern auch den der Lunqenseuche der Rinder für die Beobachtung und Untersuchung darzustellen. Als CrregerderLungsnfeuch« «gab sich ein Sproßpil� als Erreger der Maul- und gewiesenen Ruhrtämpfer zu wirken. Glaubt sie aber, daß fie diesem Ziel näherkommt, wenn sie ihren Jarres vorfchidt, um solche Reden zu halten, die immer rorausgesetzt, daß die französische Darstellung richtig ist gerade im Falle Dreyer im höchsten Maße un angebracht war? Steht nicht vielmehr zu befürchten, daß die französische Regierung sich ein zweites Mal nicht so beeilen wird, Gnaden- und sonstige Gesuche günstig zu erledigen? Und will es die Reichsregierung verantworten, daß Ausgewiesene und Gefangene des Ruhrkampfes für die nationalisti. fchen Redeegzesse des Herrn Jarres büßen müffen, lediglich weil sich dieser Herr bei den Baterländi schen" und hakenkreuzlerischen Berbänden Lieblind machen will? Saargendarmerie und Ruhrverhaftungen. Erklärungen Macdonalds. Ministerkrise in Thüringen. Der Finanzminister zurückgetreten. Die Bölkischen wühlen weiter. Weimar, 7. April.( Eigener Drahtbericht.) Der vom Thuringischen Ordnungsbund erst vor wenigen Wochen zum Finanzminister berufene Dr. Stolze hat am Montagnachmittag feinen Rüdfritt erklärt, nachdem die völfische Landtagsfraffion in ultimativer Form von der Regierung eine Herabsehung des vom Präsidenten der Thüringischen Staatsbant, Loeb, gewährten Gehalts verlangten. Seit Wochen tämpfen fie gdegen den thüringischen Staatsbantpräsidenten und übergehen mit Absicht die Erfolge, die er bereits im ersten Jahre für die Staatsbant aufzuweisen hat. Die am 10. April 1923 mit 20 000 Goldmart Grundvermögen geschaffene Thüringische Staatsbant hat 3. B. in ihrem ersten Geschäftsjahr nicht nur ihre gesamten Einrichfungstoffen van fich aus bestritten, sondern noch einen Nettogewinn Deshalb hat es selbst der ordnungsbündlerische Finanzminifter nicht von 2,6 Millionen Goldmark erzielt, der dem Lande zugute kommt. gewagt, dem Druck der Bölkischen nachzugeben. Es ist damit zu rechnen, daß die Krise in der Thüringer Ordnungsregierung noch weitere Kreise treffen wird. Bereits am Sonnabend hat der völkische Bölfische" unter der Ueberschrift Antwort, Herr Minister Sattler!" Beherrscher Thüringens Dr. Dinter in seiner Zeitung Der Bölfische" unter der Ueberschrift Antwort, Herr Minister Sattler!" Juden Friedländer als Oberstaatsanwalt von Altenvom 3nnenminister Auskunft verlangt über die Berjehung des burg nach Weimar und über die Waffenfunde in der LandesDeffentlichkeit, der an den Berband nationalbeutscher Juden ge richtet ist und eine halbe Zurücknahme des ersten Briefes enthält. Unter vielen Berbeugungen wird da u. a. erklärt: " Wer meinen Brief an den„ Stahlhelm" usw. unvoreingenommen lieft, und durchdenkt, tann meines Erachtens un= möglich geheime Pläne gegen die national dentenden Juden daraus folgern oder die Absicht, ich wollte sie gewiffermaßen auf den Beim locken, für meine politischen Ziele benußen und dann mit Spott und Berachtung abstoßen." stübung des Berlandes von deutscher Seite für not. Im Gegenteil, er halte die Billigung und Unterwendig, weil er sich revolutionär im nationalen Sinne betätige. zu Berge stehen, wenn er derartige Sprüche aus der Feder eines Wir befürchten, manchem Deutschvölkischen werden die Haare feiner Brominenten lieft. Aber auch die deutschvölkisch orientierten Juden dürften an dem Schreiben ihres Freundes und Gönners feine ungeteilte Freude haben Beruft sich doch der so eifrig im Borzellan laden der Politik tätige ehemalige Offizier auf die Aeußerung Gneirecht! Das ist natürlich nicht so gemeint, wie ja überhaupt der fenaus, felbft Narren wären ihm als mittämpfer schreib. and redselige Offizier versichert, er habe die Gepflogenheit, mit Juden anders zu reden als mit seinen Leuten. Worauf man fich dann ohne weiteres als geschlagen erklären muß.... London, 7. April.( WTB.) Unterhaus. Auf die Anfrage eines Mitglieds, ob die Regierung ihren Vertreter auf der nächsten Sigung des Bölkerbundrats anweisen werde, vorzuschlagen, daß die deutsche Regierung eingeladen werden solle, zu ben Rosten der örtlichen Gendarmerie im Gaargebiet bei zusteuern, erwiderte Macdonald, es würde taum ange. messen sein, Deutschland einzuladen, zu dem Budget eines Gebietes beizusteuern, das sich nicht unter deutscher Jurisdiktion, sondern unter der Jurisdiktion des Bölkerbundes befinde. Auf die Anfrage Kenworthys, ob die in haftungen, wie die des Oberbürgermeisters von Dortmund und polizeifaserne in Weimar. Dinter berief sich dabei auf Bereinbarun hat am Montag zwei lange Sizungen abgehalten und wird am anderer deutscher Beamten im Ruhrgebiet, zu Rate gezogen worden sei, erwiderte: Nein, wir werden nicht zu Rate gezogen. Es ist eine heille und schwierige Frage, und die Regierung tut ihr Bestes. Die Haussuchungen im Ruhrgebiet. Effen, 7. April.( Eigener Drahtbericht.) Die Sicherheitsorgane der Besatzungsbehörden sehen ihre Untersuchungsattion gegen Geheimorganisationen fort. In Essen, Gelsenkirchen und Bechum sind am Sonntag und Montag zahlreiche Haussuchun. gen bei Mitgliedern sogenannter nationaler Parteien und Bünde durchgeführt worden. In Gelsenkirchen und Bochum wurden am Montag zwölf Personen unter dem Verdacht verhaftet, Mitglieder geheimer, verbotener Organisationen zu sein. Bochum, 7. April.( WTB.) Heute nachmittag wurde der Landrat des Kreises Bochum, Stühdever. von den Fran. 30fen verhaftet, nach Dortmund transportiert und von dort ins unbefeßte Gebiet abgeschoben. Er befindet sich zurzeit in Asseln; außerdem sind noch verschiedene Bochumer Bürger verhaftet worden. Reichsgesetze im besetzten Gebiet. Koblenz, 7. April.( WIB.) Nach Mitteilungen des Präfidenten der Reichsvermögensverwaltung für die besetzten rheinischen Gebiete in Roblenz hat die Interalliierte Rheinlandkom. miffion u. a. folgende Gefeße des Reiches zugelassen: die Berordnung vom 1. Dezember 1923 zur Aenberung der Telegraphenordnung, die Verordnung vom 8. Dezember 1923 zur Aenderung der Postordnung, die Berordnung vom 7. März 1924 zur Genehmigung des Aufrufs und der Einziehung der Reichsbanf. noten zu 5 Billionen Mart, die Bekanntmachung vom 6. März 1924 der neuen Fassung des Reichswahlgesetes über die Wahl des Reichspräsidenten, das Gesetz vom 13. März 1924 zur Aende rung des Reichswahlgefehes, die Berordnung vom 14. März 1924 über die Reichswahl und Reichsstimmordnung, bie Berordnung vom 20. März 1924 über Auslegung der Stimmliften, die Verordnung vom 12. Februar 1924 über wertbeständige Bahlungsmittel, die Berordnung vom 6. Februar 1924 über Gold. mart und Goldmarknotenwechsel und-Schets. gen und Zusagen der Ordnungsregierung, die offensichtlich einen Ber. fassungsbruch darstellen, da kein Minister solche Zusagen machen kann, ohne den Landtag zu befragen. Die Landtagsfraktion der BSPD. hat im Landtag Anträge eingebracht, die dem Notgefeh über die Berschmelzung von Gemeinden vom 18. März und den im Steuernotgejet vom 27. März enthaltenen Bestimmungen die nach der Berfaffung erforderliche Bestätigung verfagen. Micumverträge und Schwerindustrie. Der Sachverständigenbericht. Kabelreservierung für Mittwoch. Dienstag früh erneut zusammentreten. Offiziös wird versichert, daß die neue Berzögerung in der Fertigstellung des Berichts lediglich auf den Wunsch der Sachverständigen, einigen Teilen des Entwurfs eine präzisere Fassung zu geben, verursacht sei, und es sich babei um formale Aenderungen handle. In unterrichteten Kreisen stößt diese Begründung auf starte Stepfis, weil verschiedene der in den letzten Tagen gefaßten Beschlüsse nicht nur zu neuen lebhaften Diskussionen zwischen den Sachverständigen, sondern auch zu Ein. wirtungsversuchen von außen her Anlaß gegeben haben. Immerhin wurden am Montag die Ueberreichung des Berichts und der Vorschläge für Mittwoch pormittag in ziemlich bestimmter Form angedeutet. Für diesen Tag sind, wie offiziös mitgeteilt wird, Paris, 7. April.( Eigener Drahtbericht.) Nach Mitteilungen der alle Borbereitungen zur schnellsten telegraphischen Uebermittlung hiesigen Blätter sollen am Dienstag in Düsseldorf die Berhand. nach London, Brüssel und Washington getroffen. Mehrere trans. lungen zwischen den belgisch- französischen Ottupations. atlantische Kabel sind für Mittwoch für die Uebermittlung der Be. behörden und der rheinisch- westfälischen Schwerindustrie richte reserviert. Die Berichte sind so umfangreich, daß die Rabel wegen der Berlängerung der Micumverträge beginnen. Die Ausfünf Stunden lang nur für die Berichtsübermittlung nach Amerita benötigt werden. fichten der Berhandlungen werden hier optimistisch beurteilt. Aus der Haltung einzelner Industriemagnaten glaubt man mit Be stimmtheit annehmen zu dürfen, daß wenigstens ein Beil der Industrie, unbefümmert um die Absichten von Berlin, zur Erneue rung der Verträge bereit ist. Die Reichsregierung verweist demgegenüber darauf, daß die Verlängerung der Micumberträge vollkommen ausgeschlossen ist und sowohl das Reich wie die Industrie die Lasten der Berträge nicht tragen fönne. Sie gibt zu, daß etwa 10 bis 15 Proz. der deutschen Zechen vielleicht zu einer Verlängerung auf turze Zeit bereit seien, betont aber, daß die berufenen Bertreter der deutschen Industrie der Reichsregierung wiederholt ertlärten, einer Berlängerung der Micumverträge nicht zustimmen zu tönnen. Außerdem wird von deutscher Seite darauf verwiesen, daß englische Banten der theinischen Industrie gegenüber erklärten, teine Kredite mehr geben zu fönnen, wenn sie die Micumverträge verlängern. Paris, 7. April.( TU) Ueber das Ergebnis der Zollverwaltung im Rheinlande und Ruhrgebiet werden folgende Angaben ver öffentlicht: Frankreichs Spionagenest Basel. Der Schweizer Bundesrat will reden. Bern, 7. April.( WTB) Im Nationalrat brachte, wie bereits gemeldet, der sozialistische Vertreter Graubündens Canova eine Interpellation über den Spionagefall d'Armont ein, nachdem eine frühere fleine Anfrage" seitens des Katholisch- Konservativen Duft in der gleichen Angelegenheit von diesem selbst wieder zurüd. gezogen werden war. Die Basler Nachrichten" bringen diese Interpellation in Su fammenhang mit einem Artikel in der Basler Arbeiter. 8eitung", worin u. a. gesagt wurde: Aus den Aften des Boll fifchen Departements ist ersichtlich, daß der Bundesrat längst Kennt Ministers Dintchert vor, die einwandfrei nach weisen, daß das nis von diesen Berhältnissen hatte. Es liegen u. a. auch Berichte des franzöfifche Konsulat in Basel selbst eine Spionagezentrale war. Die Basler Nachrichten" wenden sich aus diesem Anlaß gegen die Version, daß Duft seine Anfrage offenbar auf Beireiben Mottas mieber zurückgezogen habe. Das stimme nicht, vielmehr 1. 3olleinnahmen im engeren Sinne. Das Ergebnis im fei Herr Motta fofort nach Einreichung der Kleinen Anfrage" Dufts ersten Drittel des Monats März belief sich auf 9581 473 Goldmart zur Bearbeitung ber Frage gefchritten. Die unglüdliche gegenüber 7 525 148 Goldmart in der voraufgegangenen Detabe. Idee, die Anfrage wieder zurüdzuziehen, nachdem fie den Blättern Der Monat März hat im ganzen 24 096 305 Goldmart ergeben. bereits mitgeteilt war, fei auf einen Frattionsfollegen Dufts zurüd 2. Ausnahmebewilligungen haben im Rheinland zuführen. Bom Politischen Departement habe niemand die Ab allein während der dritten Defade des Monats März 3 428 032 Galbficht gehabt, der Auskunfterteilung auszuweichen Die italienisch- füdslavischen Berträge find im Sekretariat bes mart gegenüber 2 113 825 Goldmart in der voraufgegangenen Bölferbundes niedergelegt worden. Defade ergeben. Im ganzen haben die Einnahmen aus diesem Ar. tifel im März 7145 457 Goldmar? ergeben gegen 7 182 652 Gold mart im Februar. Klauenseuche ein Stäbchen von Bruchteilen eines TausendstelMillimeters. Nur die scharfsinnige Anwendung neuer wissenschaft licher photographischer Methoden führte zu diesem überraschenden Erfolg. Der Ausblick auf die Erforschung der vielen anderen wich tigen Krankheiten ähnlicher Art leitet damit ein neues Rapitel der Seuchenbelämpfung ein. „ Der Frühling" und" Der Rhein" beherrschte das Programm, welches der Männerchor Fichte Georginia 1879 in feinem Ronzert im großen und bis auf den letzten Blah gefüllten Festsaal der Philharmonie zugrunde legte. Dieser Männerchor wird von feinem vortrefflichen Dirigenten Wilhelm Knöchel zu Berdienst und Bedeutung erhoben, einerseits weil ihm die lleberwindung sonst üblicher Dilettantismen vorbildlich am Herzen liegt, andererseits weil er beweist, daß straffe Schulung und Unterordnung unter den Willen feines Führers höchftes Ziel ist. Und diefer Wille ist nicht unbeträchtlich, trägt vor allem die Kennzeichen einer reifen Künstlerper fönlichkeit, die bei vorsichtigster Zurüdhaltung Unbeholfenheit und lebertreibung mit sicherer Hand umschreitet und sich nicht durch äußerliche Wirkungsmittel von feinem fünstlerischen Glaubens bekenntnis abloden läßt. Das zeigt sich auch bei seinen eigenen Schöpfungen, von denen es eine Reihe wertvoller Uraufführungen gab und unter denen besonders das liebliche Lieb Seelchen am Abend" glaubhafte Selbstinnerlichkeit dartat. Ellen Ham Burger, die mit Liebvorträgen das Programm ichmüdte, versteht ihre Berfönlichkeit zur Geltung zu bringen, wobei sie vorteilhaften Nugen aus einer ausgiebigen, in der Höhe leuchtenden, in der Mittellage noch zu erfüllenden Stimme, und aus einer bemerkenswerten Bor. tragsfunst zieht. Beniger glüdlich waren die Bioloncellovorträge von Hans Knöchel, der seine tonichen Borzüge durch unaus geglichene Technit verdunfelte. Die Begleitung der Soliften hatte Bilhelm Knöchel am Flügel übernommen und zeigte fich dabei als Mufifer feinfinnigster Brägung. B -S. Die ält: fte Schreibfeder. Unter den Funden der neuesten Aus grabungen an der Stätte der altbabylonischen Stadt Kisch befindet fich ein großer Schat: nämlich das älteste uns bekannte Schreib. merkzeug. Der Leiter der Grabungen, Profeffor Langdon, hat hier, wie er in der„ Times" mitteilt, einen Griffel gefunden, mit dem die Reilschrift niedergeschrieben wurde. Bergeblich haben bisher die Gelehrten versucht, dieses Werkzeug zu konstruieren und haben dabei die verschiedenartigsten Anschauungen geäußert. Der Griffel hat aber nichts mit diesen fomplizierten Refonftruttionen zu tun, fondern er ist das denkbar einfachste Werkzeug, ein 6 Roll langes Knochenftud mit einem breiedigen Mittelteil und zugespitzten Enden. Langdon mar es mit Si'fe dieſes Schreibgriffels bald möglich, Buchstaben der Keilsdrift ganz leicht und rasch auf Tontäfelchen zu schreiben. 3. Lizenzen erbrachten im Rheinlande im März 1 480 828 Goldmart gegenüber 1710 654 Goldmart im Februar. 4. Die gesamten 3olieinnahmen im Rheinlande und Ruhrgebiet sowie die Ausnahme. und Lizenzerträgnisse im Rheinlande allein haben im März 32723388 Goldmart ergeben. Stinnes macht alles. Und die KPD. auch. Die kommunistische Internationale Presse- Korrespondeng( Inprefor) veröffentlicht eine Sondernummer über die Lage in der deut schen tommunistischen Partei. Darin unterhalten sich die Geiftes heroen der KPD. über allerhand wie sie 1923 beinahe die Sowjet. macht erobert hätten und Ruth Fischer zum deutschen Sowjetpräst benten gemacht hätten, wenn die tommunistische Rechte nicht zu feige gewesen wäre, wie man am besten den stinkenden Leichnam der Sozialdemokratie aus dem Wege schafft, und wie man am besten deutsche Proletarier vor die Maschinengewehre treibt. Unter diesen Erzeugnissen franker Gehirne steht die Drudfirma: Stinnes! Stinnes, der durch diesen Papier- und Drudkonzern Elbemühl, Wien." Was ist„ Elbemühl, Bien?" Das ist in Desterreich feinen Einfluß ausüßt. Stinnes macht alles. Er brudt seine Preſſe gegen die Arbeiter, er druckt auch die kommunistische Korrespondenz. Großzügig in der Tat! Aber die Kommunisten laffen fich nicht übertrumpfen in Großzügigkeit. Sie laffen ihre Schlachtpläne und ihre Kriegsratspalaver von Stinnes bruden. So ergibt sich ein feines Produkt: Kriegspläne zur politischen Berfegung und Schwächung der deutschen Arbeiter, geschrieben von Kommunisten, gebrudt von Stinnes. Stinnes macht alles- bie RPD, aber auch! Anker- Arier und Anker- Juden. Juden als Narrenersatz für die Bölkischen. Der ehemalige Adjutant des Kronprinzen, Major a. D. Anter, heute im Hauptberuf deutschvölkischer Agitator, hatte vor einiger Beit den fagen wir einmal- Mut, fich in einer öffentlichen Ber. fammlung an den Berband Nationaldeutscher Juden heranzupirschen. Das rief natürlich im deutschvölkischen Lager leb hafte Empörung hervor. Anfer ließ darauf auf seine Freunde Stahlhe'm usw. einen großen Schreibebrief los, in dem er plausibel Die Wahlen in Jtalien. Expreßter Faschistensieg. Rom, 7. April.( WTB.) Nach der bis heute mittag aus 51 Provinzen vorliegenden Wahlergebnissen sind 64 Prozent der Stimmen für die Regierung abgegeben worden. 1437 252 Stimmen. Von den Minderheitsparteien erhielten die Sie erhielt Ratholische Boltspartei 242 973 Stimmen, die vereinigten Sozialiften 158 642, die magimalistischen Sozialisten 150 055, die Kommunisten 87 381 und die Republikaner 39 610 Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 62 Prozent und überstieg damit bie Beteiligung bei allen früheren Wahlen. Deutsche Wahlerfolge in Südtirol. tirofs ist weit größer, als der des Jahres 1921. Die Wahlbeteili Bozen, 7. April.( TU.) Der Wahlerfolg der Deutschen Südgung war sehr groß, die Wahldisziplin eine mustergültige. 25 Proz. der Stimmen Kammermehrheit. Rom, 7. April.( Eigener Drahtbericht.) Halboffiziell wird über den Ausgang der italienischen Wahlen mitgeteilt, daß die im Wahl. gefeß vorgesehenen 25 Proz. der Stimmen, auf Grund deren die Re gierungsliste die Mehrheit der Abgeordneten stellen fann, erreicht 356 von 535 Abgeordneten. In der Tat hat der faschistische Blod worden sind. Diefe Stimmenzahl genügt nach dem italienischen Wahlgesetz zum Anspruch auf die absolute Mehrheit der Kammer, b. h. als einziger einen Wahlvorschlag, der insgesamt die Zahl von 356 Kandidaten enthält, zusammengebracht. Die Wahlvorschläge der anderen Parteien haben diese Zahl von Kandidaten nicht erreichen tönnen, weil ihnen durch endlose Schifanen der Behörden Kandidaten abgetrieben und gestrichen wurden. Damit schieden diese Wahlvorschläge, felbst wenn fie 25 Broz, der abgegebenen Stimmen erreicht hätten, ohne weiteres aus der vorteilhaften Situation aus, mit einer bescheidenen rela tiven Stimmenmehrheit die überwiegende Mehrheit der Parlaments fize zu erhalten. Bon den 177 Sizen, die durch das Wahlrecht der Oppofition offenbleiben, haben die Sozialisten und kommunisten 60 erobert. Trotzkis Rückkehr nach Moskau. Mostau, 6. April.( DE.) Amtlich wird mitgeteilt, daß Tropki von seiner Krankheit nunmehr genesen sei: er werde in den nächsten Tagen nach Moskau zurückkehren, um dann sogleich die Ausübung seiner amtlichen Funktionen wieder übernehmen. Da Trozti vor seiner Urlaubsreise trok wiederholt an ihn ergangener Spielplanänderung. In ben Rammeripielen geben ab Dienstag Bu machen versuchte, was für ein patenter Keri er im Grunde ge Aufforderungen des Zentralfomitees der Rommunistischen Partei die 8 Uhr) mit Albert Bassermann in Szene. Der Hintemann fleigt! Das Ministerium bes Innern bat, wie wir erfabren, feine Veranlassung gefunden, das von den Bereinigten Bater. ländischen Berbänden beantragte Berbot des Tollerschen Dramas Der Hintemann vorzunehmen. Es wird also am Freitag im Residenz- Theater zum ersten Male aufgeführt werben. Das ber patriotilche Sanbagel nicht wie in Dresden feine Standale in Szene jeten lann, dafür ist gesorgt. nommen sei. Habe er es den Juden nicht ordentlich gegeben? Durch sein Auftreten habe er das Sprengpulver in bas jübife ager geworfen. Die Juden seien sich gegenseitig in die Haare geraten und die Bölkischen hätten als die lachenden Dritten ben Borteil bei der Affäre. ber Major a. D. plöglich mit einem zweiten Sgreiben an die Soweit ist die Geschichte ganz in der Drbmung. Aber nun tritt flittes mit der Parteileitung verweigert hatte, fo bürfte diese offiziöse Mitteilung zum Ausdrud bringen, daß in dieser Hinsicht eine Entspannung eingetreten ist. London, 7. April.( Eca.) Einem Rigaer Bericht der Times" Frunt. zum Chef des Generalstabes ernannt, zufolge wurde ber Bertreter Tropfis im Kriegstommiffariat, Gewerkschaftsbewegung Die englischen Streiks. ( Bon unserem Londoner Rorrespondenten.) tommen. mung unb fann erft in ber nächsten Session wieder eingebracht werden. Auf das Drängen der Bergarbeiterabgeordneten hat dann die Re. gierung versprochen, fobald die Budgetberatung zu Ende sei, selbst einen ähnlichen Gefeßentwurf einzubringen, und eine Bollverfamm. lung der parlamentarischen Fraktion der Labour Party hat erst fürzlich die Einhaltung dieser Zusage gutgeheißen. Dennoch ist es äußerst zweifelhaft, ob sie in dieser Form wird durchgeführt werden tönnen. Denn es hat sich herausgestellt, daß die Stimmung bei den Liberalen und damit die parlamentarischen Aussichten für ein solches Gefeß feineswegs günstig sind, und das bedeutet, daß die Arbeiter. regierung, wenn sie den Bergarbeitern helfen will, auch bereit sein müßte, über diesen Versuch O. P. Condon, Anfang April. Eine Welle großer Wirtschaftsfämpfe hat England erfaßt. Schon haben nacheinander die Eisen bahner, die Hafenarbeiter, die Londoner Straßenbahner gestreift. Der Kollektivvertrag der Bergarbeiter, der am 17. April abläuft, ist gekündigt und alle Berhandlungen find bisher ergebnislos geblieben. Im Schiffbau ist seit zu fallen. Wochen ein wilder Streit in Southampton im Gange, wo die Ar Dieses Beispiel zeigt die praktische Verknüpfung der wirtschaft beitsbedingungen am schlechtesten waren; jetzt wollen ihn die Unterlichen Kämpfe der englischen Arbeiterklasse mit dem Schicksal der eng nehmer zum Bormand einer allgemeinen Aussper- lischen Arbeiterregierung fehr flar. Es wird fein Wunder und feine rung nehmen, um einer allgemeinen Lohnforderung zu vorzu Schande, vielmehr der natürliche Lauf der Dinge sein, wenn die 700 000 Bauarbeiter verlangen eine Erhöhung Arbeiterregierung eines Tages über eine Forderung der Arbeiter. des Stundenlohnes um zwei Bence, während ihnen die Unternehmer schaft, sei es auch nur eine wichtige gewertschaftliche Forde. nur einen halben Bence bieten wollen. 500 000 metallarbeiter, rung, stürzt, weil sie diese nicht ablehnen, sie gegen den Widerstand 200 000 Tertilarbeiter fordern gleichfalls höhere Wochen der Bourgeoisie aber auch nicht durchsetzen kann. lõhna. 250 000 Gasarbeiter bereiten sich ebenfalls auf eine Lohnbewegung vor. In der Töpfereiindustrie und in den Londoner Kühllagerhäusern drohen Streifs. In den Eisenbahnwerkstätten und unter den taufmännischen Angestellten sind ge werkschaftliche Rämpfe im Gange. Die Arbeiten an der britischen Weltreich- Ausstellung, die unbedingt Ende April eröffnet werden soll, sind durch Ausstände lahmgelegt worden, und sogar der erste Streifin der Luft unter den Flugzeugpiloten und Mechanifern der privaten Luftfahrgesellschaften ist ausgebrochen. Insgesamt sind mehr als zwei Millionen Arbeiter, mit ihren Angehörigen ein Fünftel der Bevölkerung Englands, Don einer Bewegung erfaßt, die nach besseren Arbeitsbedingungen, beffe. ren Lebensbedingungen drängt. Es ist unmöglich, jeder einzelnen diefer Lohnstreitigkeiten in das Gewirr der Forderungen, Berhandlungen und Berwicklungen zu folgen. Um so notwendiger ist es, die Bewegung in ihrer Gesamtheit, in ihren Ursachen und Zu fammenhängen zu überblicken. Ein Vergleich. Die„ Berkehrstechnik veröffentlicht amerikanisce Jnderzahlen für Berkebrsunternehmungen für den Januar 1924 nach dem „ Electric Railway Journal". Diefe Jnderzahlen sprechen Bände. Wie anders arbeitet der hochgezüchtete amerikanische Kapitalismus gegenüber dem primitiv gewordenen beutichen Unternehmertum. das mit Sungei löhnen glaubt wieder hochkommen au fönnen. Die Inderzahlen betragen für den Januar 1924 ( Under 1913= 100) Straßenbahnbau und Betriebsstoffe 156 Bautosten Großhandelspreis Lebensmittel- Kleinbandel 217,9 151 150 Gesamte Lebenshaltung. 165 Löhne und Gehälter 219 Die Gegenüberstellung der Steigerung der Löhne zu der Steigerung Betriebskosten, Baukosten und der Lebenshaltung zeigt, daß in Amerita die 2öbne beute bedeutend mehr gestiegen find, als die übrigen Kosten. Man hat noch nichts da bon gehört, daß der amerikanische Kapitalismus baran zugrunde gegangen oder die Stabilität des Dollars gefährdet ist. Es gibt fogar Leute, die behaupten, der überwältigende Aufstieg der Ber einigten Staaten fei nur möglich geweien durch Heranziehung eines Stammes boqualifizierter und bodbe zablter Arbeitsträfte. Db das deutiche Unternehmertum an fangen wird, fich diese Binsenwahrheit endlich zueigen zu machen? Die englische Arbeiterschaft hat böse 3eiten hinter sich. Seit dem Ausbruch der großen Wirtschaftskrise im Jahre 1921, die mit der Arbeitslosigkeit von Millionen einherging, bis zum zweiten Drittel des Jahres 1923 beträgt der durchschnittliche Lohnverlust pro Woche( ohne Berücksichtigung der Kurzarbeit) 10,4 Millionen Pfund, wobei große Gruppen der Arbeiterschaft, so die land- und hauswirtschaftlichen Arbeiter, die Beamten und Handelsangestellten nicht eingerechnet sind. In dieser Zeit der Massen arbeitslosigkeit, des Lohnbruds und der niedergehen den Lebenshaltung ging faum ein Kampf für die Arbeiter günstig aus. Deprimiert und geschwächt, wurde die gewerkschaftliche Bewegung durch die Angriffe des Unternehmertums in die Berteidigung gezwungen. Die Mitgliederzahl der Gewerkschaften, die im Jahre 1920 mit 8,3 Millionen ihren höchsten Stand erreicht hatte, ging bis 1923 auf 4,4 millionen zurüd. Es war eine Zeit der geEpiße der Deutsche Eisenbahnerverband, einen zähen Kampf Seit Bochen führen die Eisenbahnergewerkschaften, an der werkschaftlichen Niederlagen und der politischen Siege. für die Aufbesserung der Löhne der Eisenbahner Die Kommunisten, In der gleichen Zeit hat sich der politische Aufstieg der Arbeiter die jeßt nach Sinowjewschem Rezept deutsche" Politik zu machen die jetzt nach Sinowjewschem Rezept deutsche" Politit zu machen parteien vollzogen. Diefelben Ursachen, die die Löhne sinken machten, haben, waren weit und breit nicht zu sehen. Nun sind die Massen haben die Massen nach lints gedrängt, die Arbeitslosen den in Bewegung, und fiehe da, die Scholem und Ruth Fischer erwachen Dank und den„ Sieg" des Baterlandes und den Segen der kapitalisti Bartei Deutschlands, Geftion der Kommunistischen Internationale" aus ihrem revolutionären Schlaf. Die Zentrale der Kommunistischen fchen Ordnung fühlen lassen. Diese Umstände trieben der Arbeiter erläßt am Sonntag in der Roten Fahne einen Aufruf an die partei die, Maffen der englischen Wähler zu Heute nach zwei fiagdeutschen Eisenbahner, 199 reichen Wahlen hält fie, wenn noch als Minderheit, die Re gierung des Landes in Händen. Die Jahre, die die großen Lohnreduktionen fahen, haben zugleich die Arbeiterregierung vor bereitet. " Sie wachen auf! dem die Kommunisten eine vorherrschende Stellung haben, tritt mit Auch der Bezirtsbetriebsrat der Reichsbahndirektion Berlin, in einer„ Resolution" an die Deffentlichkeit. Am 6. April wurde sie in der Roten Fahne" veröffentlicht. Mit einem vom 7. datierten Begleitschreiben wird sie uns zugeschickt. Warum schickt man uns nicht die„ Rote Fahne" einfach zu, wir follten die Resolution nach druden? In alle, Erfurt usw. find die Berfonale wegen Nichtbewilli gung der Forderung in den Streit getreten. Bielfach ist aber bereits eine Einigung zwischen Arbeitern und Unternehmern erzielt worden, da zum Teil die gestellten Forderungen be milligt und sogar noch darüber hinaus. Schiedsstelle für abgebaute Reichsbeamte. Zur Personal- Abbau Berordnung sind nunmehr G. 93, bekanntgegeben. Nach ihnen werden Ausschüsse gebildet, die die Ausführungsbestimmungen III im Reichsbesoldungsblatt Nr. 20, versetzten Beamten entscheiden, sofern der Einfo ch damit bearfindet über Einsprüche der entlassenen oder in den einstweiligen Ruhestand wird, daß der Beamte wegen feiner politischen, tonfeffio. nellen oder gewertschaftlichen Betätigung oder feiner Zu gehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zu einer politischen Partei und zu einem politischen, fonfessionellen oder Berufsverein cb gebaut worden sei. Der Einspruch ist binnen einer Ausschlußfrist von 2 Wochen beginnend mit dem Tage der Bekanntgabe der die Entlassung oder Bersetzung in den einstweiligen Ruhestand aushörde einzulegen, welche die Entlastung usw. verfügt hat. Die Einsprechenden Verfügung zulässig und schriftlich bei der Bespruchsfrist muß die Tatsachen enthalten, mit denen der Verstoß be gründet wird, und muß die Beweismittel bezeichnen. Der Einspruch fann nur von der obersten Reichsbehörde zurüd. jo hat sie vor der Entscheidung den zuständigen Auss zu hören gewiesen werden. Will diese dem Einspruch nicht stattgeben, und darf von dessen Gutachten nur mit Billigung der Reichsregierung abweichen. Hervorzuheben ist, daß diese Bestimmungen sich auch auf Beamte erstrecken, denen die Entlassung oder Versehung in den einstweiligen Ruhestand schon vor dem Lage der Verkündung der Ausführungsbestimmungen III befannt gemacht worden ist. Für sie beginnt die Ausschlußfrist von 2 Wochen mit dem Tage der Bertündung, dem 2. April 1924. Werbewoche des Verkehrsbundes. Mit Rücksicht auf die immer schwerer werdenden Kämpfe, die. der Deutsche Verkehrsbund mit seinen Arbeitgebergruppen zu führen hat, und in Anbetracht dessen, daß diese Kämpfe täglich an Umfang und Schärfe zunehmen, ist vom Bundesvorstand des Deutschen Ver fehrsbundes eine Werbewoche für die Tage vom 6. bis 13. April veranstaltet worden. Die Einleitung hierzu gibt die Bundeszeitung, der„ Deutsche Berkehrsbund", in mehreren der Agitation dienenden Artikeln. Die Bezirksverwaltung Groß- Berlin begleitet den Aufruf des Bundesvorstandes mit einem Geleitwort, das in Flugblat form an die Funktionäre und Mitglieder gerichtet ist hierin wird ausgeführt, daß der erste Unternehmeransturm, die wirtschaftliche Lage der Handels, Transport und Berkehrsarbeiter zu verfchlechtern. als vorläufig abgewehrt gelten fann. Reine Tarifpofition ist freiwillig und ohne Rampf preisgegeben worden. Im großen und ganzen haben die Handels, Transport- und Berkehrsarbeiter trog ungünstiger Umstände ihre Gesamtstellung zu behaupten vermocht, und die Unternehmer haben Erfolge nicht erringen fönnen. Doch damit werden sich, so sagt das Geleitwort der Bezirksverwaltung, die Unternehmer nicht abfinden wollen, son Glüd zu haben. Da weitere Unternehmerangriffe nicht lange auf dern sie werden weiter rüsten, um bei neuen Anstürmen mehr sich warten lassen werden, sondern bei sich bietender Gelegenheit mit aller Wucht einschen dürfen, so verlangt der Aufruf daß die gefamten Berufskollegen umgehend Heerschau halten müssen, um in ihren Reihen festzustellen. ob noch Lüden in der gewerkschaftlichen werden müſſen. Geschlossenheit vorhanden sind, die so schnell wie möglich beseitigt Das Diktat der Schwerindustrie. London, 7. April.( Eigener Drabtbericht.) Der Manchester Guardian" veröffentlicht einen Bericht seines Berliner Korre Reichsverbandes der deutschen Industrie vorausgegangen iei, in spondenten über eine gebeime Sigung, die der Tagung des welcher der Borfißende Sorge fagte: Die politische Macht der Gewerkschaften müsse verschwinden. Die Regierung dürfe in feinem Fall mit den Gewerfiaften ber bandeln. Der Achtstundentag müsse aus der Ge sesgebung berschwinden." Der Werberuf verlangt, daß alle Betriebe in der Werbewoche Vere fammlungen zu veranstalten haben, in denen die Organisations. Es geht sie zwar nichts an, aber vielleicht wollte die KPD. die frage eingehend zu prüfen ist. An alle außerhalb der Organisation Eisenbahner nachträglich ihrer unverbrüchlichen Solidarität verstehenden Handels, Transport und Verkehrsarbeiter ergeht der sichern? Bewahre! Dieser Aufruf, wenn man ihn ernst nehmen dringende Ruf, sich unverzüglich dem Verbande anzu wollte, ist weiter nichts als ein hinterhältiger Dolch stoß. fchließen, damit durch die immer größer werdende Umfajung Mitten im Kampfe versucht die KPD. die Eisenbahner zu verwirren, aller Berufsangehörigen in der Organisation die Bundeskampftraft Insofern ist es vollkommen richtig, daß die Ursachen, ja vielfach Mißtrauen und uneinigkeit zu jäen und die Führer der Eisenbahner größere Störtung erfährt, die den Unternehmern mit Erfolg entauch der Beginn der gegenwärtigen Lohnfämpfe, die nur ein Wieder als Verräter" Bande Kapitalistenlataien" usw. zu verdächtigen. gegengestellt werden kann. erringen des Verlorenen sind, in die Zeit vor dem Amtsantritt der Ueber diese Niedertracht braucht man sich wirklich nicht mehr auf Arbeiterregierung zurüdreichen. Diese Feststellung ist not- zuregen. Die Eisenbahner haben erkannt, wo ihre wahren Freunde wendig, weil es den bürgerlichen Parteien in England beliebt, die fen und welche Helden" die Kommunisten sind. Darüber wird noch Arbeiterregierung für die Lohnbewegungen verantwortlich zu einiges zu sagen sein. machen, die früher oder später die Antwort auf die kapitalistischen Lohnfürzungen unter rein bürgerlichen Regierungen sein mußten Die Stellung einer Arbeiterregierung, die noch dazu nicht über eine Majorität verfügt, ist gegenüber Arbeitskonflikten eine äußerst schwierige; insbesondere dort, wo diese die Lebenswich tigen" Stellen des empfindlichen englischen Wirtschaftsförpers berühren, deren ein Land mit hochorganisierter Industrie, das seinen ganzen Nahrungsbedarf ein führen muß, nicht wenige hat. An Beispielen dieser Schwierigkeiten hat es beim Eisenbahnerstreif, beim Dockerstreit, beim Londoner Verkehrsstreit nicht gefehlt. Eine besondere Situation ist in der Krise im englischen Bergbau entstanden: Hier hat bekanntlich nach monatelangen Verhandlungen, die immer mieder aufgeschoben und immer wieder von neuem aufgenommen wurden, eine Delegiertenkonferenz der Bergarbeiter schließlich das letzte Angebot der Unternehmer abgelehnt und die Regierung auf gefordert, die Lohnverhältnisse im Bergbau durch eine öffentliche Untersuchung flarzustellen; über diese Entscheidung findet am 8. April cine Urabstimmung in den Revieren statt. Die Krise im Buchdruckgewerbe. In der gestrigen Generalversammlung der Berliner Buchdrucker führte der Redner aus, ihre Maßnahmen treffen müssen, um dem erstattete Braun eingehend Bericht. Die Organisation hat, so Herrenstandpunkt der Unternehmer entgegenzutreten. Die Buch bruder feien nicht gewillt, von ihrer Forderung abzugehen. Heute vormittag finden im Reichsarbeitsministerium Verhandlungen über die von den Unternehmern beantragte Berbindlichkeitserklärung des Schiedsfpruches statt. Braun schloß seine Ausführungen mit den Worten: Unsere heutige Versammlung muß ein flammender Protest fein gegen die furzsichtige, unsoziale Einstellung unserer Unternehmer und gegen die arbeiterfeindlichen Schiedssprüche der Vertreter des Reichsarbeitsministeriums! Die start besuchte Bersammlung, welche die Empörung der Berliner Kollegenschaft über das Verhalten der Unternehmer dokumentierte, sprach sich ein mütig im Sinne der Ausführungen des Referenten aus. Eine Resolution, welche den sofortigen allgemeinen Streit forderte, wurde zunächst abgelehnt, we'l man sich nicht auf eine ftarre Tattit festlegen wollte. fammlung gemeinsam mit den anderen freien Gewerkschaften durch Die Maifeier begehen die Buchdrucker auf Beschluß der Ber Arbeitsruhe. Der Verbandsbeitrag bleibt bis auf weiteres in der bisherigen Höhe bestehen. Bugleich aber hatte der Vertreter der Bergarbeiter im Parlament einen Gefeßentwurf als Initiatioantrag eingebracht, der ent gegen den tomplizierten Vertragsbestimmungen, um die fich der Streit bei den Verhandlungen dreht, eine einfache Bestimmung vertrat: Die Feftfeßung des Reallohns von 1914 als gefeßlichen Mindestlohn der Bergarbeiter. Dieser Gesezentwurf, auf den die Bergarbeiter große Hoffnungen setten, hatte ein merkwürdiges Schid fal. Er stand bereits auf der Tagesordnung, als der Rückstand in der Budgetberatung, verursacht durch die schleichende Obstruktion der Kon servativen, die Regierung zwang, von dem ihr zustehenden Recht Ge brauch zu machen und die sonst für die Verhandlung der Initiativ. Im Reiche hat die durch den Verbandsvorstand erfolgte Abanträge bestimmte Zeit für die Erledigung des Budgets in Anspruch lehnung des Schiedsspruches die ein mütige Zustimmung zu nehmen. Dadurch verschwand nach der Geschäftsordnung des der Buchdrucker gefunden. In vielen Drten, auch teilweise in Berlin, englischen Parlaments der Gegnftand überhaupt von der Tagesordist von den Arbeitern das Arbeitsverhältnis gefündigt worden. Achtung, Autowerk GSW.( Karosserieban). Die Arbeit wird heute frith zur üblichen Zeit in vollem Umfang, wieder aufgenommen. Der Arbeiterrat. Achtung, BSPD..Metallarb iter! Donnerstag, abends 7 Uhr, in den Sophienfälen, Sophienstr. 17/18, große Versammlung aller BSPD.- Metall arbeiter. Tagesordnung: 1. Bortrao des Gen. Arthur Crifpien über: Die Reichstagswahlen und die Sozialdemokratie." 2. Ausgabe von Wahlmaterial. Alle Betriebe, besonders Klein- und Mittelbetriebe, milfsen vertreten fein. Der Fraktionsvorstand. Berantwortlich für Politif: Ernst Reuter; Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton: Dr. John Schilowski: Lokales und Sonstiges: Fris Karstädt: Anzeigen: Th. Glode; sämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts. Berlag G. m. b. S.. Berlin. Drud: Borwärts- Buchbruceret und Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co.. Berlin GB. 68., Lindenstraße 8. Hierzu 2 Beilagen. Koch& Peeland Stets im Zeichen der Mode Herrenstoffe„ Das Neueste" Gabardine, Cord und Ripsgewebe. Mtr. Damenstottereine Wolle" für Kleider, Kostüme, Röcke • 12550 Mtr. Sertraudtenstr. 20/21 Segr. 1893 Sophienstraße 18 Sophien- Sale Sale frei Nrd. 9296 Problem Cigaretten garantieren erfte Qualität JACOBY BOY 7. Seilage öes vorwärts Dienstag, 8. ftprkl 1924 Nr. 167*41. Jahrgang ~*n�iT�grrntrFmM,*�ffr,wwir Lorbeer auf vorsthuß. Im Anschluß an den Artikel„Berliner Theatersitten" aus ver- ganzenen Iohrhmidertcn wird uns geschrieben, daß es schon damals die sogenannten Claqueur« gab. nämlich gefällige Leute ohne Ge- wissensbeschwerung, denen gegen Bezahlung die Aufgabe zufiel, einem Theaterstück bei der Erstaufführung mit bestelltem Beifall zum Erfolge zu verhelfen, wenn es auch häufig nur ein Augenblickserfolg war, durch den sich die ernst« Kritik nicht beeinflussen ließ, oder um- gekehrt«in an sich gutes Stück und gute schauspielerische Leistungen mit organisiertem Lärm herunterzureißen. Mit der Zeit hat sich das fohrhunderte alte Institut der mit Freibilletts ausgerüsteten Cloque wohl etwas verfeinert, aber noch lange nicht ist es ganz ver- schwunden. Noch um 1910 herum gab es im Berliner Zentrum eine unscheinbar« kleine Kneipe, in der die Claqueure ebenso auf En- gagement warteten, wie die Statistiken in der Filmbörse oder beschäf- tigungslose Artisten in Artistenkneipen. Die Theaterleiter, nicht alle, standen natürlich mit den Beifallmachern in fester Geschäftsoer- bindung, aber nach jener Kneipe pilgerten auch Schauspieler zweiter und dritter Garnitur, um sich Lorbeer auf Vorschuß zu bestellen. und selbst Autoren haben diesen Weg nicht gescheut, wenn Sein oder Nichtsein eines neuen Stückes auf dem Spiel stand. Muse, verhülle dein Haupt vor dem Claqucngeneral, der damals hier das Ober- kommando führte. Mit seinen unförmig großen Tatzen, die zum Beifallklatschen wie geboren schienen, tonnte er den berühmtesten Boxern Konkurrenz machen. Diele Dutzende von Theaterstücken haben diese Riesenhände au» dem Zweifel des Erfolges heraus- geboxt. Mit einem Geschick, da» einer besieren Sache würdig war, vertellte er seine Leute über die Theaterplätz« hinweg und dressierte sie nach feingesponnenem System zu einem Beifall, den er„Klatschen mit Iefiehl und mit die Seele" nannte. Das gab ihm in den eigenen Augen«ine Bedeutung, die er gar nicht hatte, und recht kleinlaut konnte er werden, wenn man ihm vorhielt, wieviel wahres Können und echte, künstlerisches Streben di« gleichen Riesenpatschen für ein paar Iudasgoldstück« zu untergraben bemüht gewesen waren. Ein« viel harmlosere, geradezu sympathische Claquenummer als Einspänner war„Lach-Schulze", den nun wohl schon an zwanzig Jahre der grüne Rasen deckt. Der machte Theaterreklame mit dem Mund, mit einem so herzhasten, ansteckenden Lachen, daß olles mitlachen mußte. Seine Domäne waren Siegspielhallen und ähnlich« Stötten • der heiteren Muse, doch auch bessere Lustspielbühnen haben ihn häufig herangeholt, um ogn seinem goldenen Lachen zu profitieren. Theaterleiter der Gegenwart haben sich von dem Claqueübel noch immer nicht zu lösen vermocht. Es gehört vorläufig noch zur Welt des Scheins, wie bei einer Film- oder Zirkuspremier« der Aufmarsch bestellter Riesenkränze. Das gibt dann gelegentlich gewisienlosen Subjekten den traurigen Mut, aus niedrigen Instinkten und selbst- verständlich ohne Wissen de, Theaterleiters die Claque zu benutzen. Sie möglichst ganz zu beseitigen, wäre Sache eines kunstverständigen oder wenigstens selbstkritischen Publikums, das jede Suggestion ab- lehnt und sich auf sein«Igen«», gesunde» Urteil verläßt. Der Mensch- heit Würde ist in eure Hand gegeben... bewahret sie, mit euch wird sie sich heben! „Schiffer Kr«mses Kaffeegeschäfte". Ein Schrecken für di« Aerzt« war seit längerer Zeit ein angeb- lüber Schissseigner Krause, der mit seinem Kahn bald die., bald da in Berlin liegen wollte. Kraus« kam in allen Stadtvierteln, die w der Röhe von Wasserstraßen Legen, wöchentlich«in paarmal zu diesem oder jenem Arzt gelaufen und bat chn, scheinbar in größter Aufregung, doch sofort mit ihm zu kommen, da auf seinem Kahn jemand verunglückt sei und dringend ärztlicher Hilfe bedürfe. Mit- unter sollte auch sein« Frau plötzlich erkrankt sein oder in Geburts- wehen lieaen. Mit dem Arzte unterwegs, erinnerte sich der Schiffs- eigner plötzlich, noch dieses oder jenes rasch besorgen zu müssen. Er zeigt« dann dem Arzte den Weg„zu seinem Kahn", dessen Lage er genau beschrieb, und bat ihn. schon vorauszugehen, da es sehr eilig sei. Cr selbst wollt« gleich nachkommen. In Wirklichkeit aber hotte er nichts zu besorgen, lief vielmehr nach der Wohnung des Arztes zurück und erschwindelte von dessen Frau 2 ö b i s S 0 M a r k. Er spiegelt« ihr vor, daß er unterwegs mit ihrem Mann« von Kaffee gesprochen habe, den er vom Kahne aus billig verkaufen könne. Der Arzt habe ihn deshalb zurückgeschickt, um sich von seiner Frau da- Kaufgeld undeinenSackfürdenKaffee aeben zu lassen. fD-cki druck durch Malit-Berlag, Berlin.) Der Bürger. von reonhorö Krank. Phwchen ließ die Arme sinken, war bereit. „Aber mit wem denn? Ich bin ja nicht. Hab ja keine Arme zum Umarmen... Weißt du. Phinchen, die Hauptsache ist daß ich wieder ein Feßchen Gefühl bekomme. Gefülst! Dann suche ich ihn. Dann finde ich ihn auch. Geh. Phinchen. Sef)! Bis zum Morgen lag er mit offenen Augen im dunklen ��Der�Kolonialwarenhändler von nebenan und der Anti- auitätenhändler, der in der Hauptstraße des Villenviertels eine Filiole hatte, sahen Jürgens Zettel zuerst. Arbeiter und Weiber Kinder auf dem Wege in die Schule. Milch, und Semme'lausträger sammelten sich an. Der Antiquitätenhändler machte einen Witz über die neue Konkurrenz. Das Gelachter ?°md-n»-n.M. d°, I-in-«!. fühle nicht verkaufen, sondern sie nur gegen andere Gefühle eintauschen wollte..., v „Aber ich besitze ja keine---- Hor-n Sie. er faßte den Fremden bei der Schulter,„ich gebe Nnen mein gesamtes Vermögen gegen etwas Gefühl, gegen em Bruchftuckchen Be- geisterung, gegen den leisesten Hinweis auf ein Ziel. Nur c»n bißchen Bewußtsein! Ich bitte Sie!".... „Geht nicht! Gefühl hin— Gefühl her! Hmgabe gegen Hingabe! Jürgen warf die Hände vor:„Meine Villa, die drei Miet- kasernen. meinen ganzen Aktienbesitz, meine Stellung und Macht, mein Geachtetsein, alles will ich Ihnen geben und will dafür nur mich."_„ Vor dem Hause ertönte stürmisches Gelächter. Das klang wie fernes Möwengeschrei. Der Antiquitätenhändler witzelle: »«"'auf guterkaltener Ideale. Stil Louis XVI." Auch der Nachbar war hinzugetreten, las den Zettel.„Da fft etwas nicht in Ordnung." saute er und klinkte die Garten- tür auf. . horchte auf das vielfüßige Getrappel, nahm seinen Koffer, stürzte die Vordertreppe hinunter und davon. Im Auto fuhr er— Oberkörper vorgebeugt, als gelle es, Jedesmal erhielt er beides und verschwand damit. Nur in tin«m einzigen Falle ließ chn die Frau eines Arztes erst qar nicht vor. Nach den übereinstinurenden Beschreibungen, die die Betrogenen von ihm gaben, kam die Kriminalpolizei dem Schwindler, der natürlich gar keinen Kahn hatte, und die hilfsbereiten Aerzt« vergeblich suchen ließ, jetzt endlich auf die Spur und verhaftete chn. Der Der- haftete ist ein 3g Jahre alter Slbister August Krause aus Ko- blenz. der sich feit längerer Zeit wohnungslos in Berlin umhertrieb. Der Verhaftet« ist wegen ähnlicher Schwindeleien schon vorbestraft. Der proHtff örr Hkffmistherkn Gentschow. Die Opiumsucht der AngeNagkea. In dem weiteren Verlaus des Prozesses gegen die des Gift- mordes beschuldigte Rose Gentschow kam der Lebenslauf der Angeklagten zur Sprache. Sie hat eine gute Schulbildung erhalten und war dann als Kontoristin und Buchhalterin tätig. Si« wurde aber info'ge ihres Morphiumgenusses überall bald wieder entlassen. Ohne Stellung wurde sie, wie sie angibt, von ihrem Freund« unterhalten. Um ihrer Morphiumsucht zu genügen, hat sie noch andere Männerbekanntschaften gesucht. Ihre Familie hat sie zwar unterstützt, jedoch reichten dies« Zuwendungen nicht für ihre Bedürfnisse. Dann wurde auf die einzelnen Stroffälle«ngeganaen. Der erste betraf den Kriegsgerichtsrat Sch. Die Angek'oate kannte ihn schon seit längerer Zeit und traf ihn eines Abends in der Linkstraße. Sie bot Ihn nach Haufe begleitet. An jedem Tage habe sie sich vier Morphium'pritzen gegeben und viermal Opium eingenommen. In diesem Zustand habe sie ihm in der Wohnung einig« Sachen weg- genommen, aber sie wisie nicht, wie es geschah. Am nächsten Tag« Hab« sie die Sachen, eine Uhr, eine Schlipsnadel und ein« Brieftasche wieder zurückgeschickt. Sie haben aber auch ihren Bräutigam Kla- nowik! eingelassen, der eine Reihe weiterer Sachen gestohlen und verkauft habe, da sie beide in Not gewesen seien. Sie gab an, daß Klanowski sie dazu angehalten Hab«, Männerbekanntschaften zu machon und zu stehlen! Sie liebe ihn trotzdem noch- Der Zeuge Sch. schildert« sein Zusammensein mit der Angeklagten. Si« hätten Kognak aus einem gemeinsamen Glase zuerst lm Wohnzimmer ge- trunken, und dann Hobe die Anqeklagte im Schlafzimmer gesagt, daß noch ein Restkoanak da sei. Da das Glas nicht voll war, habe sie noch etwas Wasser hinzugeschüttet und dann aus ihrer Hand- tasche ein Fläschchen genommen, von dem sie auch etwas hin- eingoß. Es fei ihm dos nicht aufgefallen, weil er die Angeklaate immer als einen harmlosen, gutmütigen Menschen gekannt habe. Der Koanak habe sehr bitter qeschmeckt. Gleich daraus wurd« ihm schlecht. Er mußte sich zu Bett legen und sei zeitweise ein- geschlafen und wieder aufgewacht. Nachher habe er die Angeklagte hinausgelassen und ihr den Hausschlüssel gegeben, den si« zurück- bringen sollte. Das fei aber nicht geschehen und am nächsten Tage habe er Erbrechen gehobt und bis zum übernächsten Tag noch an Uebelbefinden und Stichen gelitten. Als er am nächsten Tag« entdeckte, daß seine ganze Wäsche verschwunden war und andere Sachen fehlten, habe er Anzeige erstattet Er Hab« d?r Eindruck gehabt, daß die Gentschow den Diebstahl nicht allein ver- übt habe, denn als er sie aus der Wohnung hinausließ, habe sie v-eVr den Stock, noch ein Paket mit Sachen bei sich gehabt. Es müsie also jemand in der Wohnung oder auf dem Flur gewesen sein. Der zweit« Anklaaepunkt betrifft die Beraubung de» Oberingenieurs M. Die Angeklagte äußerte sich dazu wie folgt: Sie Hab« diesen Herrn am Potsdamer Platz kennengelernt. Er war schon angetrunken und sie habe ihn im Auto bi» zu einer Likörstub« begleitet. Nachher hätten sie auf dem Maybach-Platz gesessen. Hier habe sie dem Herrn ihre Not gekloat und er habe ihr tausend Mark au» der Brieftasche gegeben. Dann habe er die Brieftasche oorbeigesteckt und sie habe sie an sich ge- nommen.. Sie habe ihm kein Opium geqeben. Der Zeuge M.. der hierüber befragt wurde, erklärt«, daß«r sich infolg« feiner damaligen Trunkenheit an die Gnzelheidm nicht erinnern kann. Dan« wurde ein weiterer Fall erörtert. Ein Vertreter K. sagt« als Zeug« aus, wie er die Angesagte in einem Lokal kennengelernt habe. Er Hobe an dem Abend nur sehr wenig getrunken, doch sei ihm Plötz- lich schlecht geworden und ein« unerklärliche Mat- ti g ke i t Hab« ihn befallen. Er wisie sich aber noch genau zu er- inner«, daß die Gentschow den Hausschlüssel von ihm verlangt habe, well sie, wie sie sagte, mal schnell»zu ihrer Mutter" gehen wollte. Am nächsten Morgen, als er au» tiefem Schlaf erwachte, stellt« der Zeuge fest, daß fein« Weste nebst Uhr und Kette v«r- schwunden war. Die Angeklagte bestritt diese Darstellung. Da» Gericht ging hierauf zu dem schwersten Fall der Anklag« ein Rennen zu gewinnen— zum Bahnhof.„Was kostet die Fahrkarte nach Paris?" Der Schalterbeamte nannte di« Summ«, griff in das Billettregal. „Und nach Rom?... Nach Odessa?" „Wohin also?" „Zu mir!... Berzeihung— es könnte ja fein wissen Sie vielleicht zufällig, ob Jürgen Kolbenreiher momentan in Berlin oder in Wien ist?" „Wie meinen?" „In London oder Madrid?" „Was? Wer? Was wollen Sie?" „Um Himmels willen in New Der Schalterbeamte starrte wütend. Und Jürgen sagte:„Sie wundem sich? Tun Sie das nicht! Auch Sie können nicht wissen, wo und was Si« sind, in Rom oder in Chikago, Matrose in der südlichen Hafenstadt oder Schreiber in einer Beamtenstube Norddeutschlands, die Sie nie betreten haben. Oder sitzen Sie in hunderttausend Sckalterkästen gleichzeitig? Keine Ahnung haben Sie. Kommen Sie mit! Denn hier in diesem Schalterkasten werden Sie sich nie finden. Oder glauben Si« gar. Sie seien Sie?... Bruder, oerwandt mit mir durch dein Schicksal, steige heraus aus deinem Kasten. Denn hier kannst du dich bis an dos Ende deines Lebens niemals finden. Suche dich... Suchet, so werdet Ihr finden... Aber dir, ich weih es, dir Armen ist nicht einmal das Suchen verstattet." Ellige Reisende drängten Jürgen vom Schalter weg. Die Abfahrt eines Zuges wurde ausgemfen. Jürgen sprang in ein Abteil dritter Klasse. Zu der alten, verhärmten Lrbeiterftau. di« ihm gegen- über saß, sagte er noch, er suche, was jeder Mensch auf dieser Erde lebenslang suche. Und schlief ein. Seine Gesichtsmuskeln zuckten, als streite er heftig mit jemand. Die Frau glaubte. Jürgen friere, betrachtete erst eine Weile mitleidig und unschlüssig das zerklüftete Gesicht. Dann wagte sie es doch, ihre Wolldecke vorsichtig über seine Knie zu breiten. 8. Wochenlang wußte niemand, wo er war. Phinchen. von neugierigen Rachbam befragt über das scheue Verhalten Jür- gens in der letzten Zeit, verweigerte jede Auskunst. Und Herr Wagner, bestrebt, unliebsame Gerüchte, die das Ansehen der Bank schädigen könnten, nicht aufkommen zu lassen, sprach von 1 über. Der Händler H e in p e l, den hie Gentschow kennengelernt bette, war an den Folgen des Opiums gestorben. Die Angeklogte schilderte, wie sie Hempsl in einer Likörstub« kennen- gelernt habe. Sie habe sich in ihren Likör Opiumtinktur gegossen, und daß Hempel von dieser„Mischung" mehrmals getrunken habe. Als Hempel bezahlen wollte, sei er plötzlich zu- sammengebrochen. Die Mrtin habe gelaubt. daß er von Herz- krompfen befallen worden sei.— Vors.: Bon dem Geld« Hempelz fcblfc hinterher ein erheblicher Teil.— A n g« t l.: Ich habe damit mchts zu schaffen.— D« als Zeugin vernommene Gastwirtin W eymer belastet die Angeklagt« außerordentlich schwer und bekundet auch, daß die Genschow Hempel oevanloßt habe, mit ihr in ein kleines Zimmer zu gehen. Bei dieser belastenden Aussag« brach Rose Gentschow infolge von Herzkrämpfen zusammen, so daß die Verhandlung auf Dienstag oertagt werden mußt«. Niffstänüe im Serliver verkehr. Zukunsksmusik im PosizeiprSsidlum, Das Polizeipräsidium hatte gestern Vertreter der Presse geladen, um sie über Maßnahmen zur Behebung der Miß stände Straßenverkehr zu unterrichten. Polizei- Präsident Richter begrüßte di« Erschienenen und wies«inleitend auf die gegenwärtige Lage im Berliner Verkehrsleben hin. Beson- der» schwierige Verhältnisse müssen bei Beurteilung dieses Themas in Betracht gezogen werden. Da ist u. a. di« schlecht« Straßen- beleuchtung. deren baldmöglichste Behebung der Polizeipräsident in Aussicht stellte. Luch die Straßenbahn muß als ver- kehrshindernd bezeichnet werden. Das Verhalten des Publi- kums sowie da« der Motorradfahrer und aucb der gewöhnlichen Rad- fahrer trögt oft schuld, wenn der Verkehr sU nicht einwandfrei ab- wickelt. Nicht weniger als 50 Prozent der Straßen- Unfälle sind aus die«igen« Schuld der Fußgänger zurückzuführen. Es müssen Maßnahmen getroffen werden, di« im Berkehrsmteress« liegen. Regierungsdirettor M oßl« vom Polizei. Präsidium verbrettet« sich über die Frage dahingehend, daß di« Be- Hörden wiederHoll mit den zuständigen Organisationen mit dem Er- gebni- verhandelt haben, daß sich olle beteiligten Kreise über das. was geschehen muß, einig sind. Zu den Maßnahmen, die aus Grund der heutigen Gesetzgebung getroffen werden können, um das Fahrtempo der Automobile zu prüfen, gehört an erster Stelle die St o pp kon trolle. Sie hat sich aber nicht sonderlich gut be- währt, und ein andere« Kontrollmittel soll in Kraft treten, das. wenn es zur Durchführung gelangt, äußerst wirksam sein wird. In Zu- kunft sollen Automobile, die sich nicht im geringsten von Pnvatkrast- wage« unterscheiden, verkehrsreiche Siraßen durchfahren. Di« darin sitzenden Polizeibeamten in Zivil können so, ohne Aussehen zu er- vegen, die Nummern jenes Automobils feststellen, dos die oorge- schrieben« Fahrxe?schwindigte!t nicht beachtet. Di« Bestrafung kann dann leicht herbeigeführt werden. Nicht immer der Führer des Kraft- wagens, sondern auch der Besitzer selbst tragt oft schuld daran, daß die Fahrgeschwindigkeit überschritten wird. Er wird in Zukunft ebenfalls mit einer Strafe zu rechnen haben. Als moralisches Druck- mittel soll in der Folge der Name des rücksichtslosen Automobilisten in den Zeitungen veröffentlicht werden.. Ein besonderes Kapitel bei dieser Besprechung bildete di« bestehend« ..Autowocht" In München, die von den in Frage kommenden Verbänden zum Zwecke der Selbstkontrolle der Fahrer eingerichtet ist und in engster Verbindung mll den Behörden arbeitet Di« Erfolge dieser Institution sind gut, und auch aus Berliner Automobilkreisen ist bereits der Borschlag gemacht worden,«ine der- artige„A u t o w a ch t" hier einzurichten. Dann wurde weller die Frage der Scheinwerfer und Hupen behandelt. Auch hier sollen di« Auswüchse durch verhängung von fühlbaren Strafen ein- gedämmt werden. Man ist sich darüber einig, daß die Sth?inwerf«r und das übermäßig laute und auffällige Hupen für eme Weltstadt wie Berlin nicht angebracht sind. Jedoch können diese beiden Dinge auf der Landstraße ganz besonder« brauchbar sein. Bei der sich.anschließenden Besprechung wurden noch zahft-ich» neue Vorschläge gemacht, die zu einer größeren Sicherhett des Per» kehrs führen sollen. Besonders wurde verlangt eine Stillegung, nötigenfalls sogar eine endgültige Einziehung der Autos zugunsten des Fiskus, sofern die Tatsachen die Annahme rechtfertigen. daß die Eigentümer die für den Kraftfahrzeugverkehr erforderliche Zuverlässigkeit nicht besitzen und ihr« Chauffeure nicht an dem üb«» mäßig schnellen Fahren verhindert haben. Weiter wurd« ri» schnelleres Verfahren beider Aburteilung verlangt, wie es schon seit.langem bei den englischen Polizeigerichten besteht Auch für kleinere Krafträder fordert« man die Einführung einer Ertennungsnummer. einer wichtigen Geschäftsreise so vorsichtig und wortkarg, als würde schon ein einziges schlechtgewähltes Wort Riesenverluste für die Bank bedeuten. Endlich erzählte ein Kunde, er habe Jürgen in Rom ge- sehen— nannte Tag und Stunde— und zwei Tage später noch einmal in der Holle desselben Hotels, leider nur sehr flüchtig, da Jürgen, offenbar in besonders dringenden Ge- schäften, in größter Eile auf das wartende Auto zugeschritten sei. Herr Wagner machte«in wissendes Gesicht. Und schwieg auch dann noch, leise zwinkernd, als ein Pariser Geschästs- freund ruhig lächelnd behauptete, das sei nicht gut möglich, denn an dem dazwischenliegenden Tage habe er selbst in Parts im Direktionsbureau sich mit Jürgen unterhalten und perfön- lich ihm eine arohe Summe gegen einen Scheck des Hauses Wagner und Kolbenreiher ausbezahlt.„Das war am.. „Stimmt!" unterbrach Herr Wagner.„Beides stimmt. Es gibt Fäll«, meine Herren, wo die Geschäftskonstellation unsereinen zwingt, schneller als«ine Schwalbe zu sein." Der Zeigefinger sank. Was aber, wenn jetzt noch einer kommt und behauptet, er habe chn um dieselbe Zeit in London gesehen? dachte Herr Wagner, während Jürgen, in der Droschke ungeduldig vorgebeugt. überdacht von einem rot- und weißgestreiften Riesensonnen- schirm, vom Bahnhof der südlichen Hafenstadt in das Hotel fuhr, in dem er vor vierzehn Jahren als Neuvermählter mit Elisabeth gewohnt hatte. Ein Servierkellner verscheuchte mit der Serviette Fliegen von den blumengeschmückten, weißgedeckten Tischchen. Gegen- über schliefen zwei braungebrtrnnte Männer auf den breften Steinstufen im Schatten des Palastes. „Sagen Si« mir, aber aufrichtig: ist Herr Jürgen Kolben- reiher im Haufe?" Zurückweichend drehte der Kellner sich um sich selbst und schlug dabei mit der Serviette heftig in die Lust nach einer großen Bremse.„Ich werde sofort nachsehen." Der dicke, beftackte Oberkellner blieb, den Zahnstocher noch im Munde, im kühlen Hausflur stehen, zeigte Jürgen, der draußen im Sonnenbrande stand, fragend und verneinend beide Handflächen und deutete plötzlich und schwungvoll mst beiden Händen einladend slurwärts. .Nicht dagewesen?... Ist das Zimmer Nummero 7. mst Aussicht auf den Hafen frei?... Dieses Zimmer nämlich hätte er genommen," sagte er beim Hinaufgehen. Und er er» kennt« sofort den geblümten Ueberzug der Ottomane wieder. lFortjetzung folgt.) Aufklärung eines Mordes. Zwei ehemalige Fürsorgezoglinge als Täfet. Gin Kapitalperbrechen, das in der Nacht vom 16. zum 17. Auguft 1922 in der Gegend von Jüterbog verübt wurbe, ist jetzt nach 1½ Jahren von der Berliner Kriminalpolizei aufgeflärt • worben. Der Bierfutscher Ernst Haufe, der am Oberhag 37 zu Jüterbog wohnte, fuhr am 16. August mit einem Wagen der Schultheiz Brauerei aus, um die Kundschaft in Kloster 3inna und Umgegend zu versorgen. Am anderen Morgen fand man den Kutscher zwischen Langer- Liepsdorf und Hohenahlsdorf totim Chauffee graben liegen. Eine Kugel war ihm hinter dem linten Ohr in Sen Ropf geschoffen, worden und war an der Schläfe wieder herausgetreten. Das Geld, das er auf feiner Rundfahrt bei der Rund. schaft eingezogen hatte, war geraubt. Die Leiche war mit Garben von einem benachbarten Gelde zugedect. Das Fuhrwert stand ab feits der Chauffee hinter Hohenahlsdorf in der Richtung nach Jüterbog in einer Vertiefung, dem sogenannten Schinderloch, in dem es zunächst nicht zu sehen war. Jezt endlich ist es dem Kriminalfommiffar Dr. Berndorff, der fich ununterbrochen mit der Angelegenheit beschäftigt hat, gelungen, volle Aufklärung in die dunkle Sache zu bringen. Als Täter hat er jetzt zwei junge Leute, ehemalige Fürforgezöglinge, ermittelt und zwar einen jegt 18jährigen Hans Lönning und einen 22jährigen Rar! Simon. Die beiden hatten sich in jener Zeit in der Gegend von Luckenwalde arbeitslos herumgetrieben. Den Kutscher Haufe hatten fie in Zellendorf getroffen und ihn gebeten, fie auf seinem Wagen mitzunehmen, was der gutmütige Mann auch tat. Die schändliche Tat war jedoch zwischen den beiden entarteten Burschen verabredet wor ben und an der geschilderten Stelle fchoß Lönning den. Kutscher nieder. Mit dem erbeuteten Gelbe trieben sich die jungen Berbreder zunächst in Berlin herum. Dann fuhren sie nach Luckenwalde, und nachdem fie fich hier neu eingefleidet hatten, trennten fie fich. Lönning wurde wieder aufgegriffen und der Fürsorgeanstalt wieder zugeführt. Simon wandte fich nach Oberschlesien, wurde dort feft. genommen und ebenfalls nach Berlin gebracht. Auch er ist der Tat geftändig, feugnet aber den Einbruch in Ludenwalde. Die Verhafteten, die von den Beamten wiederholt auch an den Tatort geführt wurden, haben nach den bisherigen Ermittelungen ficher noch mehr auf dem Kerbholz Weitere Mitteilungen über ihr Treiben nimmt Rriminalfommiffar Berndorff im Baltzeipräsidium entgegen. Schwedischer Zirkus in Berlin. In dem Holzbau des Zirtus Tarafetti am Hermannplaz aus Stocholm ein Ensemble- Gastspiel. Wer des fragwürdigen ( Urbanstraße) eröffnete gestern der schwedische Zirkus Adolfi Pompes der Manegefájauspiele überdrüffig ist, wird an den DarEietungen dieses Unternehmens feine Freude haben. Der Eröff nungsabend war reich an tüchtigen Leistungen echter Birtus. funft, so daß er als ein glüdverheißender Erfolg gebucht werden fann. Direttor Abolfi mit feinen Pferdebreffuren, Miz Arri. goni und Safcha mit ihren Reitertunststüden, die Luftgymnaſtiker Vier Andys" mit ihren halsbrecherischen Probuftionen und bie Schleuderafrobaten Bier Benno's, die wie Gummibälle in die Höhe schnellen, wurden von dem vollen Haus durch den stärksten Beifall ausgezeichnet. Amüsant wirkte die Drolligkeit der tanzenden Hunde Jansly- Jansens, Bachstürme wurden, entfesselt durch bie berbe Komit der ruffijchen Clowns Theodor und Kolo und besonders durch die Tollheiten der luftigen Schweden Bric, Georg und Giggi Bon Herrn Sonora, dem Bräsidenten der Internationalen Artiftenloge, wurde der schwedische Gast in der Manege mit einer Ansprache begrüßt. Reichskredit von 1, Millionen Mart für Berlin. Der Magiftrat bat in der Sigung am 2 d. Mts. der Annabme, eines Reid 8 frebits in Höhe von 1800000 mart aus Mitteln der vro bultiven Erwerbslosenfürsorge zugeftimmt. Mit Silfe diefes Dar lebns follen die wegen mangelnder Mittel stilgelegten obnung8. baten gemeinnügiger Bauvereinigungen bollendet und neue, Leinwohnungen erstellt werden. Der Urbelter- Radiotlub bittet uns folgendes mitzuteilen: Am Donnerstag, den 10. April, abends 7 Uhr, findet im Gewer to fchaftshaus am Engelufer die erfie Mitgliederversamm tung ftaft. Alle auf dem Gebiete der Rabiotechmit tätigen In genieure und Technifer, die mit der Arbeiterschaft zusam men arbeiten wollen, werden gebeten, sich zur Verfügung zu tellen und zu einer Borbesprechung am Donnerstag eine halbe Stunde früher im Versammlungslokal zu erscheinen. Gründer im Reiche Ortsgruppen und schließt euch dem Arbeiter- Radioklub on. Die Geschäftsstelle befindet sich im Berliner Gewert. fchaftshaus. Die Borwärts"-Ausgabestelle in Johannisthat befindet sich jeht beim Genossen Otto Lehmann, Otto Lehmann, Raiser Wilhelm. Straße& Der indifche Sozialist Ell Gandhi spricht am tommenden Mittwoch im großen Saal Sophienstr. 18.( Siebe Inserat.) In der Gesellschaft für Serualreform forist am Donnerstag, den 10. April, abends 8 Uhr, in der Schulaula, Friedriftt. 126( Bahnhof Friedrichstraße- Dranienburger Tor) Justizrat Dr. Berthauer über Segualität und Strafrecht Freie Aussprache. Eintritt 50 Bf. Gäfte haben Zutritt: LP Brände auf dem Lande Bon einem ausgebehnten Bremb wurbe bas pommeriche Dorf Löttom heimgesucht. Mehrere Personen, die aus den brennenden Häusern geholt werden mußten, haben Brandwunden erlitten. 3ahlreiches Vieh verbrannte Das Feuer foll durch einen schadhaften Schornstein entstanden sein, vielleicht aber auch durch Brandstiftung. Zwei verdächtige Bersonen find verhaftet worden.- Ein großes Schaden. feuer wütete auf dem Gute Groß- Reiheningten bei abia u. Sechs Wirtschaftsgebäude und ein Insthaus fielen den Flammen zum Opfer. Das gesamte Inventar ift pernichtet. Man vermutet Brandstiftung. Ein englisches U- Bot serung'üdt. Bei der Shinglebant am Eingang zu den„ Nadeln" im Kanal ist ein englisches Interjee boot, wahrscheinlich 2 25. auf Grund gestoßen. 3wei Zerstörer und ein Wafferfiugzeug befinden sich an Ort und Stelle. Das Schiff ist nicht ganz gefunten, sondern ragt noch mit einem Teile aus der Wasseroberfläche. Deffentliche Wählerversammlungen heute, Dienstag, den 8. April, abends 7 Uhr: Berlin- Mitte: Sophienfäle, Sophienftr. 17/18. Referent: Reichstagsabgeordneter Aufhäuser. 7 Schöneberg: Aula der Hohenzollernschule, Martin- LutherStraße 22/23. Referent: Reichstagsabgeordneter Dr. Löwenstein... Friedenau: Aula des Helmholz- Gymnasiums, Rubens. Ede Begasstraße Referent: Reichstagsabgeordneter Franz Künffler. Marienfelde: Lotal Haseloff, Berliner Straße 114. Referent: Legationsrat Dr. Walter Zechlin. Johannisthal: Bürgergarten, Parfitr. 26. Referent: Landtagsabgeordneter Bartels. Rofenthal: Lotal Schneider, Hauptstr. 3. Referent: Schrift. fteller Robert Breuer Mittwoch, den 9. April, abends 7 Uhr: Friedrichshain( 33. Abt.): Schulaula Naglerstr. 3. Referent: Landiagsabgeordneter Bartels. Charlottenburg: Aula Wiebestraße, Eingang Neues Ufer. Neferent: Landtagsabgeordneter Lüdemann. Dahlem: Lokal Schilling, Königin- Luise- Str. 42. Referent: Lichterfelde: Au'a Oberrealschule, Ringstraße 2/3. Referent: Reichstagsabgeordneter Franz Künstler. Schriftsteller Robert Breuer Tagesordnung in allen Versammlungen: Der Kampf um den neuen Reichstag! Deffentliche Wähletinnenverſammlung 17.75 Soulamiz. Tegeler Ch. 18. Beeleng Ses Gensen tes Stichter, M. b. 8. Shupathifierenbe find singulaben. 18. t. 7 Uhr Sablabenbe: Bezirle 743, 744, 745 bei Gable, Binbotses Straße 26; 798, 799 unb 802 bet Gabe, Rösliner Str. 9; 800, 807 Bet Schmidt, Rolberger Str. 24; 801, 803, 804 unb 808 bei Bierbaum, Baftianstr. 2, uitb 824, 825 bei er, Uferfir. 12. 20. Abt. 7 Uhr gemeinsamer Sablabend bet enbe, Solonieft. 147. 21. Abt. 7 Uhr gemeinfamer Bahlabenb Soulaula, Plantagenftr. 15/17 Referent: Genoffe reusiger, 22, Abt. 7 Uhr gemeinsamer Bablabens ule, Butter Str. 47/48, Thema: Der Reichstagswahllampf und unfere Maßnahmen." Ergane zungswahlen am Abteilungsvorstand. 23. 26 7 Uhr. Bablabenbe bei Grunewvalb, Rameruner Gr. 19, uns Sanbe, Müllerstr. 62a. 24./25. 6. 7% Uhr Schulaula Batteurftr. 40/41. Bortrag bes Genoffen Miefisch über: Gostalbemotratie unb Reichstagswahl" Gate Baben Sutritt. 27. Apt. 7.Uhr Soulaula Schönfließer Str. 7. Bortrag bes Genoffen giste Wirtschafts- unb bolitische Tagesfragen. 7 Uhr Soulgula Sonnenburger Str. 20. bteilungsberfammlung. 30. Abt. 7 Uhr Schulaula Bappelallee 40/41. Bortrag bes Genoffen Fris Koch. 31. Abt. sher: 32. t. 7 Uhr Gruppenzahlabende: Grubbe Ringe- Weifter: Schmiffe, Strautft 44, Ging. Grüner Beg; Grubbe Zenert- Ball: Bimmer 55 ber Schule, Lange Str. 81; Grubbe Wartmann: Soule, Ronferenssintues, Silber& borfer Str. 3. 34. 6 7 Mitglieberberfammuung Turnbabe, Sitauer Str. 18. 35. 6. 7 br Bahiabenbe: Zobber, Rigger Str. 85; Selfriegel, Sigaer Straße 54; Bombe, Boigtstr. 25; Dreife, Greinerf. 18; Gemeindefcule Samariterfir. 20. 4 37.961. 7% Ube Bablabenbe: 1. Begir! röste, Eberthfir. 6; 2. b S. Bes el: Jerafa, Eberthstr. 10; 4. bis 6. Bezirk: Schönfeld, Watternftr. 19. 38, 6, 7 Uhr Bezirksversammlungen: 156 unb 157. Beairt: Kothala, Fürstenwalder Str. 12; 158. Begirt; Bartufo, Sriebenftr. 88; 160. Be Birt bei. Wachs, Friedens, Ede Robbenstraße; 189. Beais bei bredt, helm- Stolje. Ede Straßmannstraße. 39. Abt. 7 Uhr Jugendheim, Binbenftr. 3., Bortrag 40. 6. 7 Uhr bef Reufner, bagelberger Str. 20a, Bortrag des Genoffes Stabttat Rofint Aber: Wohnungsnot Goldmieten und Reichstagswahl. 1. Abt. 7% Uhr Zahlabenbe: 1. Gruppe bei Schmidt, Seltower Str. 18; 2. Gruppe: Simon, Belle- Alliance- Str. 31; 3. und 4. Grubbe: Schuster, Bilibald- Maria- Straße 17; 5. und 6. Gruppe: Buge, Bergmannft. 93; 7., and 8. Gruppe: Stenbe, Gneisenauftr. 6. 42. 6. 73 Uhr Sahlabenbe in ben befanten Betalen. 43. bt. 7 Uhr Mitglieberberfammlung bei Rabe, Sichtest, 29. Stefererde Genoffe Stadtrat Emil Dittmer über: Die gegenwärtigen Wirtschaftsfämpfe unb bie Netstagswahl. 44. At 7% Uhr Seidenberger Sof, Reichenberger Str. 147, Bortrag bes Genoffen Dr. Weerendorf über: Welche Aufgaben bat ber. Lommende Reichstag?" 45. Abt. 7 Uhr Sahlabende: Minnig. Baufiger Str. 44: Sebeftceit, Reichens berger Str. 123; Biebig, Wiener Str. 57; Studenberg, Glogauer Str. 17. 1. Die Reichstagswahlen, 2. Materialausgabe. 46. Apt. 7 Uhr Soulaula Wrangelfir. 85. Bichtige Zufammenkunft. 47. Kat. 7 Uhr gemeinsamer Bablabenb bei Behrendt, Manteuffelite. 95. 48. Abt. 7.Uhr bei Gliefing. Baffertorftr. 68, Bortrag des Genoffen Sorlik fiber: Die beborstehenden Seistagswahlen. Charlottenburg. 51. 6. 7 Uhr Bablaberb: 1. Gruppe: Schelbad. Roni gin- Elifabeth- Str. 6; 2. Gruppe: Botal Dandelmannstr. 1; 3. Gruppe: Botal Dandelmannst. 18. Gäfte und Borwärts Refer; vifontmen. 52. st. Die Abteilungsberfammlung fällt aus. Die Abteilung beteis ligt fich an bez öffentlichen Berfammlung 7 Uhr iebefchule, Neues Ufer. 55. Abt. 7 Uhr Bablabanbe: 8. unb 9. Grubbe: Reimer, Wilmers borfer. Str. 21; 1. Grippe bei Bobne, Schloßftr. 48, 56. t. 7% be Abteilungsberfemmlung Soulquia, Teftalossift: 40/41. Bortrag bes Ge offen Saltenberg über: Gogialdemokratie and Reichstagswahlen." Gäfte burch Mitglieder eingeführt. 57. 6. 1. Gruppe: 7- Uhr bei Bendź, Ranist. 51, Bortrag bes Genoffen Dr. Graag über: Erziehung zur Freiheit und Rampffrenbigfeit burch Stadt- und Körperkultur." Gäfte willfommen. 2. Gruppe: 7% Uhr bei Shunad, Wielandstr. 4. Vortrag bes Genoffen Dzieht. Gafte tollfoutmen. 58. Abt. 7% Uhr Sigunge faal, Rantefiz. 4. 6. 4 Erb. Referent: Landgerichtsrat Genoffe Stubez über: Die Mieter, bie Miete und die Reichstagswahl 67. 261. Grunewald. 7% Uhr Bahlabens Rest Burzbacher, Bahnhof Grunewald. 68. Abt. Halenfee. 7 Uhr bei Sandmann, eftfälife G. 42. Bortnag ber Genoffin Wachenbeim Wilmersdorf.. 69. t. 7 Uhr Sablabanb bei Andreas, Pfalzburgftr. 55. Beiterer benb." Gäfte mitbringen. Ansprache. 70. Abt. 7% Whe Bei Pieper, Solfteinifde Str. 60, 8ablabend. Wichtige Besprechung. 71. und 72 Abt. 7 Uhr Beichenfaal bez 4. Gemeindefcule, Roblenzer Straße 22/24. Wichtige Besprechungen. heute, Dienstag, den 8. April, abends 7½ Uhr: Weißenfee: Realgymnasium, Boeldpromenade. Tagesordnung: Die Frauen und die Reichstagswahl." Referentin: Schöneberg. 78. Abt. 8 Uhr gemeinfamer Bablabend beim Genoffen Rofenthal, Stadtverordnete Minna Todenhagen. Groß- Berliner Parteinachrichten. 7. Rreis Charlottenburg, Seute, Dienstag, abends pintlich T6 Uhr, Sigung bes Jugendausiouffes im Jugendheim, Rosinenfi. 4. Seufe, Dienstag, abends 6 he ,, Sigung famflicher Drones bes reises bei Relmer, Bil mersdorfer Str. 21. Mittwoch, den 9. Aprit, 7 Uhr, bei Reimer, Bilmersdorfer Str.. Gigung des Maifeftausichuffes. Alle Abteilungen. müffen vertreten fein.. arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. Heute filmuotitag: 3 fahre in bie Belt" in der Aula des Redigyninafiums, Friedenau, Somuthfir. Gaol einlaß 7 Uhr, Beginn 8 1hr, Untoftenbetttag für Kinder a 20 Bf. 17. Kreis Sichtenberg. Dienstag, den 8. April, pilaftlich 7 Uhr, in der Biblio thet, Beichfelt. 28, Sigung aller Genoffen, die sich an der Sanbagitation beteiligen. 3. Kreis Webbing, Bilbungsausschuh! Die Döleute werben gebeten, bie Ratten für die Maifeier möglichst bald abzuholen. 4. Kreis Prenzlauer Berg. Ordner der 24., 25., 26. und 28. bt: Donners tag, abends 6% Uhr, bei Büttner, Schwedter Str. Die Droner der 27., 29., 30. und 31. bt. nehmen. am Donnerstag an der Funktionärligung des Kreises Banton pünktlich 7 Uhr bei Lindner, Breite Str. 84, teil. Mit gliedsbuch legitimiert. 5. Kreis Friedrichshain. Donnerstag, den 10. April, 7 Uhr, Rreisvorstands fitzung bei Rofin, Gubener Str. 19. Abteilungsmieterobleute müffen auch anmesend fein. 14. Regis Reutöllu. Die Abteilunastaffierer werden erfucht, heute, Dienstag, im Baricibureau wichtiges Material in Empfang zu nehmen. Heute, Dienstag, den 8. April: 13. Abt. Die feftaefente Funktionärsung findet 7 Uhr bei Bausch, Bredow., Ede Wiclefftraße statt. 88. ht. Mariendorf. Die Genolien betelligen fich an der öffentlichen Bersammlung in Marienfelde. Abmarsch 7 Uhr Mariendorf, Dorf, Ede Großbeerenstraße. 163. Abt. Cberschöneweide. Der, Zahlabend findet bereits heute 7 Uhr in den einzelnen Besitzen statt. Besprechung mit den Funktionären unt 6 Uhr Edisonftr. 42 . 118. Abt. Lichtenberg. Alle Mitglieber befuchen die gemeinfame Berfammlung der 114. bis 117. Abt. im Gymnasium Marktstraße. Die moogige Mit gliederperfammlung fällt aus. Jungfozialisten, Gruppe Süden: Lindenstr. 3, 4. Sof links. Gen. Dr. Friebländer fpricht über feine Reise burd Frankreid). Grappe Lichtenberg. Teilnahme an der Lanbagitationsgung. Gruppe Tempelhof- Mariendorf: Die Werbewoche des Vereins Sozialistische Arbeiterjugend GroßBerlin. In dieser Boche veranstaltet der genannte Berein feine Berbe moche, berbunden mit Sulentlaffungsfeiern. Sierbei wird ber prächtige Bander und Jugendherbergsfilm& fabr in die elt gezeigt. Der Film läuft vom 6. bis 12. April an verschiedenen Stellen und wird am heutigen Dienstag, abenb3,8 br, Die Beranstaltung fällt aus. Beteiligung an der öffentlichen Verfamm. in riebenau, omutb str. 1 Tung der Battei in Marienfelde, Lofal Safeloff. ( Realgymnasium) zur Aufführung gelangen. Beranstalter ist der Verein Sozialtitie 109. bt. Friedrichshagen. 8 Uhr bei Otto, Kirchstr. 28, wichtige Gigung des Arbeiterfugend, Groß Berlin, Berbebezirke e ft en und Zeltomfanal Bollstänge und ein gans. Sachs Spiel füllen u. a. bas. Brogramm aus. Karten zu 40 Bf find noch am Saaleingang zut haben. Weidet den Kinoshund und besucht die Veranstaltungen der arbeitenden Jugend. Unterstügt durch euren Besuch die Bestrebungen der fozialistischen Arbeiterjugend und helft am Aufbau des Jugendherbergs. wejens. SP Dr. Rurt Hiller lieft feine neue Schrift Poltti? bet Syn.. thefe am Dienstag, den 8., Freitag, den 11., Sonnabend, ben 12. april, in der Aula des Gymnasiums, Stochstr. 13, abends 8 1hr Zur Berufsausbildung von jungen Mädchen mit Volksschulabschluß eröffner der Berliner Fröbel- Berein( Sorp.) einen neuen Ausbildungsturfus für Fröbelsche Kinderpflegerinnen, und zwar im Norden der Stadt, Bornholmer Stt. 91. Der einjährige Kursus umfaßt Einführung in Kinderpflege und beschäftigung und Hauswirtschaft und gibt neben theoretischer Unterweisung Gelegenheit zu praktischer Betätigung in: Kindergarten, Säuglingsheim und Familie. Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Kinderpflegerinnen übersteigt bei weitem das Angebot. Aufnahme neuer Schülerinnen täglich 9-4 Uhr( bis 12. April, dann nach Sen Osterferien). Londoner Brände. Bei einem Brande in einem Bagerhaus im Südosten Londons, am Strande der Themfe, wurden. Tausende pon Zonnen Zee vernichtet. Im Südwesten Londons brannte eine& artenfabrit ab, wodurch ein Schaden von einer halben Million Pfund Sterling angerichtet ist und 600 Arbeiter befchäftigungslos geworden sind. Das größte Schwimmdod der Welt mit einem Fassungs. vermogen von 60 000 Tonnen ist auf der Werft von Arm ftrong, Whitworth und Co. für Southampton fertiggestellt worden. Malariaepidemie in Sibirien. Den Blättermeldungen aus Romonifolajem zufolge hat die Malaria sich in Sibirien bedrohlich ausgebreitet. Während im vorigen Jahre bei 260 000 Fallen 10 Broz. ber Bevölkerung ertranft war, ist diese Zahl jegt längst überfdyrithen. Es herrscht Mangel an Chinin. In den größeren Städten find Malariastationen errichtet worden. Abteilungsvorstandes mit den funttionären. Mitgliederversammlungen und Zahlabende in Groß- Berlia am Mittwoch, den 9, April: 2. hi. 7 Uhr bei Ohngemach, Rommandantenfit. 88. 8. bt. 7 Uhr Sahlabend Bobal Schulz, Stallschreiberstr. 29. Ref.: Gext. Engelmann. Lofal Krüger. Engelufer 23. Ref.: Gen. Fr. Schmidt 4. 6. 7 Uhr im Gärtnerneim", Stralauer Str. 58. Wichtige Tages orbnung. Abt. Uhr Saverlands: Festsale, Neue Friedrichstr. 85 Thema: Die Reichstagswahlen. Ref.: Gen. Sesfolb. Gäfte haben Sutritt. 6. Abt. 7 Uhr Zahlabenber Döblik, Schwester Str. 227, Dobrohlaw, Gwine inber Str. ti, Gdiklomsti, Raftanien- Wee, Ede Fehrbelliner Straße 7. 8. 7 Uhr Bahlabende: Rube, Streliger Str. 55, Doll, Bergstr. 7, Dahms, Schlegelitz. 9, Benrau, Bflugftr. 1, Diete, Bopenfte. 19. Die Be sirisführer Taben hierzu ein. 9. Abt. 7½ Uhr Artushof. Perleberger Str. 26, Bortrag des Gen. Dr. Caffau. Thema: Währungs- und Inflationsfragen." 10. abt. 7 Uhr. Gemeindeschule Alt- Moabit 23, Bortrag des Gen. Göring fiber: Wirtschaft Staat Cozialismus." 11. bt. 7% Uhr bei Berger, Levehow ftr. 21. Bottrag des Gen. Dr. Rorach. Die Bezirksführer erscheinen 1 Stunde frülber. 12. Apt. 7½ Uhr Abteilungsversammlung bei Zhielemann, Waldenferstr. 19. 13. t. 7 Uhr in den Arminiushallen, Bremer Str. 73. Bortrag und Wahlangelegenheiten. Das Rundfunkprogramm. Dienstag, den 8. April. Tageseinteilung Vormittags 10 Uhr: Nachrichten dienst. Bekanntgabe der Kleinhandelspreise der wichtigsten Lebensmittel in der Zentralmarkthalle. Nachm. 12.15 Uhr: Vorbörse. Nachm 12.55 Uhr: Uebermittelung des Zeitzeichens. Nachm. 1.05 Uhr: Nachrichtendienst. Nachm. 2.15 Uhr: Börsenbericht. 4.30 Uhr: Unterhaltungsmusik. 7-7.30 Uhr: Vortrag von Margarete Caemmerer: Wie verwende ich meine Kinder im Haushalt? 8.30 Uhr: 1. Arie aus Oberon, von Weber( Kammersänger Hans Tänzler). 2. Adagio, von Bruch( Violine, Georg Kniestädt). 3. Arie aus Don Carlos, von Verdi( Else Jörn). 4. O komm im Traum. Der. Fischer, von Liszt( Hans Tänzler). 5. Gebet, Abschiedsgruß, In meiner Heimat, von Trunk( Else Jörn). 6. Ständchen, von Schubert- Elman, Slavischer Tanz, von Dvorák( Violine, Georg Kniestädt). Am Flügel: E. Ph. Hofmann. Ebersstr. 66. Wistige Tagesordnung. 79. Abt. 7½ Uhr Bablabende: Infelbeattle Gesamtsabtabenb Schule Kolonnenftr. 23/24; Begir! Sadfene damm Lofal Botticus, Sachfenbamm- Ede Reichardtstraße, unb Bezirkse ftedlung Lindenhof, Botal Adxenhagen In allen Zahlabenden äußet it iristige Aussprachen. 85. st. Temperoof: Why Sablasenbe in ben befannien Lofalen. Rentaln. 9. Abt. 1 bis 6, Beacts Stahl, Sanberfir. Lt. Beferent: Ge noffe Rebefttlow 6. 11. unb 12. Besirt: Glafer, Bannierstre 24; und 8 Beairt: Arüge Senault 16: 8, 10, 18. un 19. Besirf Schulz, Sobrechtitz 64 Referent: Genaffe Felgentren 92 bt. 7 Uhr Sabl abende: Bezirte 14, 29 mb 30 Bei Ernst Fifer, beibelberger Str. 31: Besirte 27/32 und 28733 Saule Ceftraße. Bontrag bes Genoffen 2. Löwenftein über: Die teichstagswahlen"; Besicle 31, 44, 45 und 55 bei Wolf, Kaiser- Friedrich- Straße 173. Bortrag bes Genoflen Res dafteur Reuter; Besirle 46/49 unb 72/73 bei Dabfè, Richardftr. 108. Rein Erinkawang. Wichtige Witteilungen, 93 61. 71 Uhr Sabl abenbe: Besicle 68, 81 unb 83 bei Sörfter, Serabergftr. 12; 57. Besi bei Belger, Treptower Str. 23; 56. Begir! bet Bubbelt, Kaifer- Friedrich Etraße 171; 82. Begirt Bet Reuter, Raifer Friebrich- Str. 143: 99. Besi bet Marnstest, Thüringer Str. 22; 84. Besirf bei Günzel, tarefafir 1; 95. Bezir bei Bristow, Richarbftr. 63 Siedlung im Lotal Barwinkel. 94. Abt. 716 Uhr Sablabenbe: Bezirke 51/52 bei March. Schillerbrome tabe 39; Bezirke 65/66 im Laden bes Genoffen Müller, Herrfurtbftr. 19: Besicle 64, 67, 68, 76 bei Günther, Schillerpromenabe 11. 95. Abt. 7 Uhr bei Grieger, Beffingftr. 9, Abteilungsverfammlung Am Freis ben. 11 April, abends 6 Uhr, holen die Besirtsführer beim bteilungs horshenden Material ab aur Borwärts gitation. 97. 2001, 7% br Bablabende für die Bezirke 79, 89, 90 und 91 bet Stubli, Beineftr. 1; für die Bezirle 92, 104, 105 unb 106 Bei Merlich, Siegfried. Ede Meißestraße. 101. bt. Treptow Sur Borbereitung der Reichstagswahlarbeit finden Einzelzablabende ftatt, Betreffend Botale die Einladungsgettel beachten. 108, Abt. Köpenid. 7 Uhr Bablabende: für die Daminborstadt Bet Souls, Bahnhofftz. 34; für bie Rich und Mitstabt Bei Brigli, Magelheimer Straße 42; für die Mountfche Vorftadt im Jugendheim, Grünauer Str. 5. 109. Abt. Friedrichshagen. Die Mitglieberberfammlung fällt aus; fie findet am 16. April ftatt. 111. Wot Wohnsdorf. 7 Uhr Sablabenb bei Seimann, Waltersdorfer Straße. Lichtenberg. 117. Abt. 716 Uhr gemeinfamer Bahiabenb in ber Schule Lüdstr 60. Bortrag des Genoffen Kiegmann: Die Lehren von Karl Marr". 118. 6. 7 Ubr Bablabenbe in allen Gruppent: bet Sirsch, Bürgerheimstraße; Lempel, Gudrunstraße; Weir, Margaretbenstraße; Begiat, Wilhelmftraße. Wichtige Besprechung wegen ber, Wahlarbeiten. Freitag, den 11. April, orwärts"-Agitation Empang ber Seitungen: Freitag, ben 11, April, abends 6 Uhr, bet Zempel, Gubrunft. 7 119, p. 7 Uhr: gemeinsamer Sablabenb im Gefangfaci bes Ceciftens Thseums, Rathausstraße. Bortrag des Genoffen Snow: Staatsfosialis mus. Alaffentantpf und Reichstagswahlen". 27 123. Apt. Gaulsdorf. 7% or in bez Goulania, Wolfftraße. Bortrag bes Genoffen Reimann: Die Reidstagswahlen". 128. bis 130. st. Bankow. 7% Uhr Sahlabend ist folgenben Grubben Lofalen: 1. Gruppe bei Majeromiffo, Berliner Gde Railer- Griebrid Straße; 2. Gruppe Set Meß Berliner Straße Ede Bindenbromenade; 3. Gruppe Bei Ried; Bingfir. 44; 4. Gruppe bel Beier, Breite Sir. 14; 3. Gruppe bei Water, Mühlenstr. 13; 6. Grubbe bei Neumann, Mendel fizaße 32; 7. Gruppe Bei Soritfowali, Floraftr. 73; 8. und 9. Gruppe Bet Dohnte, Mollanfitr, St. 121. Abt. Rarishorft 7. Uhr Mitglieberberfantmlung in total estette bap". Vortrag des Genoffen Dr. Deitere. Shinpathifterende und Bor warts- Refer fins eingeladen. 131. bt. Rieberschönhausen. 7 Uhr gemeinfamer Sablabenb fin.Sales Schönhaufen", Sindenfiz 11. Lopesordnung: Die Justissimais Babern und unfere nthoort om 4. Sorai". 133. Abt. Buchholz. 7½ Ur Sablabenb bei Stoppert, Sauptstr. 71. 134. Abi Bud. 7 hr Steffpunkt aur Babnhof Buch shoede Keilnahme an der Wahlberfamming in Röntgental bei Mars. Donnerstag, bex 10. 8 Uhr, gablabend bet Bobung. 136. Abt. Heinidendorf- CH. 7% Uhr Begirtsabenbe in folgenden Bokalen: 1. bis 3. Bezirk im Botal bon Rofad, Brodinsfix: 61; 4. Besir! in ber Wohnung des Genoffen, Grob, Brobinsstr. 101; 5. unb 6. Bezir? im Botal von Kunze, Geeftt. 23; 7.. 8. unb 9. Beatrf im Jugendheim Seebad, Reflbensftr. 49; 10. und 11. Besirt in ber Konditorei Steinbach. Schillerpromenade 49; 14. bis 16. Beairt im Lotal Bürgergarten", Saupifir. 51. Erscheinen Pflicht, da wichtige Bablarbeiten zu erledigen find. 137. Abt. Reinickendorf- Weft. Geute, Dienstag, 7 1hr Gigung der Funk tionäre im Bollshaus, Scharnweberfir. 114. Die Bezirksführer bringen bas Wahlmaterial mit. Morgen, Mittwoch, 7 Upr Ballabend aller Beairie im( Bolshaus, Scharniveberfir. 114. Bortrag: Unfere Wahl 138. Abt. Sermsdorf- Frohnan. 74 Uhr im Lobal Fröhlich, Noonstr. Bortrag des Genoffen Marquardt. arbeit". 140. Abt. Borfigwalde. 7 Uhr Rahlabend im Lotal Woitfchach, Ernststr. 1. Tagesordnung: Jubiläumsfeier des Genoffen Mestath. pünktlich eine Stunde früher. Borstandshikung 143. Abt. Weidmannsluft. 7 Uhr Abteilungsversammlung im Lokal Pusch, Oraniendamm 10.. 140. Abt. Reichsbruderei. Nam. 3½ Uhr bei bennig, Meganbrinenstr. 44. Mitgliederversammlung. Bortrag des Genoffen Lemvert. Sterbetatel der Groß- Berliner Partei- Organisation. 48. st. Genoffin. Stieba oblide, Gitschinet Str 62, ift berstorben. Ginäfcherung Mittwoch, den 9. April, nam.. 3 Uhr, im Krematorium Baun faulenweg. 93. bt. Neukölln. Genoffe Karl Greb Werrafir 36, ift berstorbent, Etnafcherung Rittwoch, ben 9. april, nadju 3½ 1hr, in Prematoriunt Baumfulenweg. 60 Arbeiter- Sport Das Fest der Bundesschule. 27 Offer- und Pfingstfahrten. tft töftlich vor sich gehen soll, erfährt feder sofort, wenn er weiter Am Sonntag traten die Schüler der Bundesschuifiliale Berlin left: laß alle tommunistischen Sportler sich zu festen, straff zentralisierten Organisationen zusammenschließen in der Zentralturnhalle Brinzenstraße zum erstenmal vor die Deffent müffen"; daß die neue Bezirksleitung beauftragt wird, in Zukunft lichkeit. 32 Mädchen, 26 Anaben, 32 Turnerinnen und 44 Männer die Arbeit den fommunistischen Sportfraftionen ständig zu konund Jugendliche, insgesamt 134 Schüler und Schülerinnen von den trollieren"; und daß endlich durch ein Rotes Sportfartell" den tom. verschiedenen Arbeiterturnvereinen Groß- Berlins, maridierten mit munistischen Sportfraftioren laufend politifches Informa bem Glodenschlag pünktlich ein. Dann erläuterte der erste Beiter tionsmaterial zugehen foll und die propagandistichen Sträfte der Schule Zwed und Ziel des noch jungen Unternehmens: Die in den Sportfraktionen an den politischen Informationsabenden der Klaffen der Knaben und Mädchen sind erst seit 2 bzw. 3 Monaten in Bartei teilzunehmen haben, damit sie ständig in der Lage find, bie Tätigkeit, während die Männer, Turnerinnen und Jugendlichen feit politischen 2ofungen der Partei in ihre Organi2 Jahren planmäßigen Unterricht genießen. Das Ziel der Schule iftation hineinzutragen und durchzuführen. Die nicht die Erreichung von Gipfelleistungne, sondern die Durchschnitts ganze Arbeit soll geleitet werden von einem bei der Parteizentroie leiftung der Maffe, wie es den Tendenzen des Bundes entspricht zu schaffenben Sportfefretariat. Es erübrigt fich, allzuviel zu tiefer Darüber hinaus darf man sagen: Es sollen Vorbilder für eine ideale Epistel zu sagen. Ehrlich erstaun darf man nur über den Größen. Körperkultur ausgebildet werden, die das Gelernte bann in die Ver- wahn sein, der sich in den ersten Zeilen ausdrüdt, er überschreitet bald eine übertragen. Run begannen 32 Mädchen den Reigen der Vor alle erträglichen Grenzen. Ueber die Auswirkung dieses Beschlusses führungen mit Grundfreiübungen nach Mufit- faft alles an diefem in der Arbeitersportbewegung wird sich sehr bald auch der toleran Abend wurde nach den Klängen der Musik gezeigt die fich wie Spiel tefte Gegner berartiger Tendenzen nicht mehr im unflaren sein. Der und Lanz der Glieder im Rhythmus der Tone ausnahmen. Jungburschen Aufbau der fommunistischen Sportfraktionen zeigt, daß man absolat zeigten Laufübungen am Ort, eine Schönheit des neuen Zur- gemilli ist, in den einzelnen Sportverbänden eine besondere, nens: Stillauf, Start, Wettlauf, Zielsprung, auch Rugelstoßen, straff zentralisierte Organisationsform zu schaffen, die feinerlei Speer und Distuswerfen ohne Gerätschaften, nur die Körperarbeit Rüdsicht nimmt auf die Interessen der gesamten Arbeitersports bei diesen lebungen demonstrierend. Der nadte Körper nur turze bewegung, sondern deren Arbeit einzig bittiert wird von schwarze Hose- ficß die Arbeit der Brust, Arm- und Beinmustulatur ben engen Interessen der Kommunistischen Par. recht deutlich ertennen. Num tamen Turnerinnen flott herein, das tei. Wie lange wollen die Arbeiter portier hier noch. passiv beiseite Werbelicd fingend: Frisch auf, ihr Schwestern, fommt herbei!" Bor stehen? Die Resolution des Berliner Bezirksparteitags der KBD. züglich wirkten die rhythmischen Schriftübungen auf dem Schwebe beweist, daß die sozialistischen Arbeitersportler aller Parteirichtungen, baum: Tanzschritte und graziöse Beweglichkeit sind weibliches die mit einem derartigen, Treiben nicht einverstanden sind, alle Ur. Element, dagegen ist die Kraft demonstrierende schwedische Gymnastit fache haben, wachsam zu sein, um die Einheit der Arbeitersport noch ein zu erstrebendes Ziel, denn auch bei den Turnerinnen soll bewegung zu erhalten zum Wohle des Gesamtproletariats! fich Kraft. mit Anmut paaren. Aus der Männerflaske zeigten nun 24 Teilnehmer Stüßhantel- und Atmungsübungenn in guter Aus führung, ihnen folgten Knaben mit Stabschwingübungen, und dann Turnerinnen am Doppelgerät Pferd- Borren; die lautlose Stille der Zuschauer Beifall war auf diesem Fest grundfäßlich verbeten zeigte das Intereffe am Gebotenen. Eine fröhliche Stimmung wedten die Spiele der Mädchen, besonders der Reiterball, wo ein Mädchen das Bierd, das andere den Reiter barstellt: bei den stürmischeren Jung burschen hätte die Romit dieses Spiels wohl die Halle vom Lachen der Zuschauer erdröhnen lassen. Richt minder luftig wirften bie Spiele der Knaben: Rattenjagd und Burgball, wobei ungewollt auch die Zuschauer den Ball befamen. Als Glanzpunkt darf das Hammerschwingen der Jungburschen bezeichnet werden, das hier in geschlossener Halle noch schöner wirfte als auf dem freien Blak des Leipziger Bundesfestes und des Berliner Stadions. Das Hammerschwingen stellt die Arbeit dar, fröhlich und spielend verrichtet, und fo wirkt es als Symbol für die Zukunftsarbeit, gern und freudig von allen geleistet. In der Folge fam dann bas Ge. rafeturnen zur Borführung: Uebungen der Männer am Pferd und Red, Jungburschen am Barren- Red, bie recht gute Leistungen, aber auch eine schwache Stelle der Bundesschule zeigten. Hier fehlt noch die Schulung und Disziplin. Statt der Kürübungen. Einzel funft wäre eine einheitliche Gruppe, von allen beherrscht, mirfungsvoller gewefen. Auch die Haltung ließ zu wünschen übrig. Die Ursache liegt in dem allgemeinen gegenwärtigen Tiefstand des Geräteturnens. Bei der Propagierung des neuen Turnsports Musitturnen, Lauf- und Freiübunasformen als Hauptziel muß doch noch Zeit für fyftematisches Geräteturnen bleiben, und dieser Aufgabe muß die Bundesschule ebenfalls ihre Aufmerffamteit zuwenden. Borzügliches und Neues zeigten die Männer det den Iportlichen Freiübungent, auch die Springreifenübungen der Mädchen waren nett. Im Badefrikot zeigten die Turnerinnen zum Schluß wirtungsr le Freiübungen. Benn bei verschiedenen Borführungen der Gedante der Nadtkultur auftauchte wodurch erst die wirkliche Körperarbelt voll erkenntlich würde, so begrüßen wir boch, daß zurzeit noch davon Abstand genommen wurde, da nur Schritt für Schritt diefem Ziele zugeftrebt werden kann. Aber die Mädchen ( Rinder) hätten wohl den Sweater entbehren tönnen, wie ja auch Männer, Jugendliche und Knaben nur mit furzen Hosen bekleidet waren. Die Veranstaltung als Ganzes fann trog mancher Mängel der Erstlingsarbeit als ein ästhetischer Genuß bezeichnet werden, frei von nervenspanne der Sensation und Kraftmeierci, ein Fest innerer Freude am schönen menschlichen Körper, und in diesem Sinne darf Der Bundesschule ein guter. Erfolg für die Zukunft gewünscht werden. 16 1 Eröffnung der Leichtathletiksaison. mit dem Waldlauf in Sirsagarten eröffneten am Sonntag die Leichtathleten ihre diesjährigen Wettkämpfe unter einer Beteiligung, die die ber Borjahre bedeutend überregte. Rund 300 Bottläufer hatten sich eingefunden, dazu tamen aber die vielen Propaganda'äufe der Vereine, die die ganze Waldlandschaft zum Schau play fröhlichen Treibens machten. Dicht am Bahnhof befand sich der Start, von dem die Mannschafts- und Einzelläufe ihren Ausgang nahmen Durch Kiefernwald, an Heden und Gräben vorbei ging es in harziger Luft in schnellem Fluge dem Ziele zu. Diese Waidiäufe find die schönsten Uebungen, führen fie uns doch hinaus in die Natur und loffen die Lungen die herrliche Waldluft einatmen, frei vom Staub der Großstadt und vielfach auch der Sportplätze und der Turnhallen. Zum Austrog tamen Mannschafts- und Einzelläufe. Ob die legteren beim Arbeitersport nicht entbehrt werden fönnen? Der. Arbeiter port foll doch die Durchschnittsleistung der Masse auf ein möglichst hohes Riveau heben, wozu die Mannschaftsläufe ein vorzügliches Mittel sind. In der Turnbewegung ist bekanntlich die Einzeltonfurrenz durch das Zusammenwirten von Mannfchaften zum großen Teil ausgeschaltet, was auch bei der Leichtathletit erstrebt werden sollte. Dadurch wird mehr als mancher denftein starker ideeller Drud auf die Arbeitersportler ausgeübt. Resultate: Mannigft Iufe Männer, 5000 meter: 1. Wichte- Südit 20: 30.6, 2. Rausdorf, 8. Fichte 8, 4. Moabit Männer, 3000 Meter: 1. Fichte- Best 12: 20,5, 2 Fire Suboft, 3. Groß- Berlin- Torben II,& Ober fpree. Sug nb, 8000 Dieter: 1. Fichte- Suboft: 57,4. 2. Klausdorf, 8. Fichte Sib, 4. Revlon, 5. Groß- Berlin- Webbing, 6. Groß- Berlin- Gülben. Cinzel läufe: Männer, 10.000 eter: Liefe- Fichte- eft 39: 10,2, 2. Blanten burg- Moabit- 39:$ 2,2, 3. Sadt- Potsdam, ref- Schöneberg 3. SonnenbergMoabit, 6. Heinrich- Groß- Berlin Rorden L Männer 3000 meter: 1. Bange Bilmersdorf 10: 234, 2. Plaser- Schönow, 3. Anofve- Moabit, 4. Rraufe- FichteWeft, 5. Friedrich- Brandenburg.. Jugend 3000 meter: 1. Bebin- Germendorf 11: 2.3, 2. Rafoius- Groß- Berlin- Wedding. 3. Schula- Nowawes, 4. BaugalupoWilmersdorf, 5. Rubeil- Fichte 3, 6. Lehmann und 7. Paasche- Groß- Berlin- Often. -Stafetten: Rnaben: 1. Ciche- Röpenid, 2. Fichte 1, 3. Fichte 8, 4. Fichte 10. Mädchen: 1. Fichte 3a, 2. Fichte 5. Die Kommunisten im Arbeitersport! Gemäß der Feststellung in einer Resolution, die auf dem letzten Berliner Bezirksparteitag der KPD. angenommen wurde, haben viele Rommunisten ihre Arbeit in der Arbeitersportbewegung als Entschul. gunasgrund berugt, um sich der Parteiarbeit zu entziehen. Diesem Misstand foll nun durch eine von der fommunistischen Frat. tion im IB.„ Die Naturfreunde formulierte und vom Bezirkspartitag einstimmig angenommene Resolution abgeholfen werden, deren Inha't und Tendenz zweifellos auch weitere Streife der Arbeitersportbewegung interessiert und angeht. Wir wollen des. halb hier nicht versäumen, die marfantesten Stellen hier festzuhalten. Nachdem festg stellt ist, daß die Arbeitersport- und Ku'tur. organisationen noch unerschütterte Bofitionen der So. gialdemokratie find, heißt es weiter: Die Entwidlung ber SPD. zum Fascismus. bedeutet hier bei den profetari'chen Sport und Kulturorganisationen eine Gefahr, weil die Arbeitersportler unter den reformistischen Einflüssen zu Organen der Gegenrevolution werden können, wenn die Kommunisten in die en Organisationen nicht planmäßige Resolutions. erbeit betreiben. Wie biele Renolutionsarbeit diefes Deutsch bieles Deutsch Die Eisenbahndireft on macht befannt, baß alle Anträge für die Dfter und Pfingstausflüge auf Grund der Jahr preisermäßigung für die Jugendpflege bis Dienstag, ben 15. April bzw. 3. Juni 1924, eingereicht werden müffen. Später eingehende Anträge fönnen feine Berücksichtigung finden. Die Bahn hafsvorstände haben Anweifung befommen, sofern den Fahrien teine Bebenten entgegenstehen, bie Anträge mit dem Genehmigungsvermett zu versehen. Die Fahrkartenauseabestellen find angewiesen, die Be förderungsscheine nur auf Grund ter vom Bahnhofsvorstand ge nehmigten Ausweise auszuhändinen. Für die Anträge tommen nur die Berliner Fernbahnhöfe in Frage( Anhalter, Stettiner, Görliper, Hamburg- Lehrter, Botsdamer Bahnhof) fowie die Stadt- und Fern bahnhöfe Charlottenburg und Schefischer Bahnhof. Alle übrigen Bahnhöfe nehmen Anträge für den Fernverkehr nicht entgegen. Stadt, Ring- und Borortverfehr bleibt es bei den üblichen Bestim. mungen. Städtekampf im Ringen Berlin- Steffin des AABD. m Wirtschaft Ausweis der Rentenbank am 31. März 1924. Ultiva Belastung der Wirtschaft zugunsten der Rentenbant Bestand on Rentenbriefen am 29. 2. 24 2 399 821 500, am 31. 3. 24 2 399.770 000, unverzinslich berzinsli Darlehen für die Wirtschaft an die Reichsbant an die Notenbanken Borübergeh. bei d. Reichsban! für Ingangbring. b. Giroverkehrs Kaffe, Giro, Boſtfched- und Bantguthaben. Mobilien und Bureauutenfiliest Sonstige Altiva 0 9 . 29.2.24 31.8.24 8 200 000 000,- 3 200 000 000, 200 000 000, 900 000 000, 400 000 000, 64 970 000, 200 000 000, Paffiva Grundkapital Grundrüdiage. Umlaufende Rentenbanffcheine. Umlaufende Rentenbriefe. Sonstige Baifiva. 200 000 000, 900 000 000, 600.000.000, 70 005 282,84 200 000 000, 4.156 489,20 62 480,66 5404 559,2 68 728,1 2 400 000 000,-2 400 000 000, 800 000 000, 800 000 000, 1579 371 740,- 1785 673 791, 178 500, 230 000, Bon berufener Seite wird dazu geschrieben: unverändert geblieben; dem Reiche fiehen also noch 100 Mil Das an das Reich gegebene Darlehen ist im letzten Mono lionen verzinslides Darlehen zur Verfügung. vom 22. März geht hervor, daß die Reichsbant an diesem Tage Aus dem bisher bekannt gewordenen Ausweis der Reichsban? an Rentenmart- Krediten bereits rund 1105 milliarden aus. geliehen hat. Inzwischen find meitere 100 Millionen durch die Reichsbant abgerufen, so daß etma 1200 millionen Rentenmark Kredite durch die Reichsbant gewährt find. Die Reichsbant ha fonach erheblich mehr Rentenmart- Krebite gegeben, als fie felbft bei der Rentenbant entnommen hat. Diese Möglichkeit der Mehr ausleihung erklärt sich dadurch, daß en starter Rüdfluß der ursprünglich an das Reich gegebenen Rentenntartbeträge zur Reichsb mt erfolgt ist. Darin, daß die Reichsbant und auch bie anderen Banten ihre verfügbaren Rentenmartbestände als mert beständige Kredite ausgeliehen haben, liegt eine gewiffe Rursficherung für die Rentenmart. Bon den der Reichsbant von der Rentenbant bisher insgesamt zur Verfügung gestellten 900 Millionen bleiben der Reidystant nocy 100 Millionen, sowie die ursprünglich zur Ingangbringung bes Giroverkehrs zur Berfügung gestellten 200 millionen zum Abru für 3med der Kreditgewährung an die Wirtschaft frei. Schließlich ift ein weiterer Spielraum für die Darlehnshingabe an die deutsche Wirtschaft insofern vorhanden, als der ganze, der Reichsbant, im Bedarfsfalle zuzuführende Rentenmart- Kreditanteil 1,128 Milliarden beträgt. Die Noten banten der Länder haben das ihnen zugebilligte Ronfingent von 72 Millionen Mark inzwischen nahezu voll in Anfpruch genommen. Unter den Bessioen erscheinen in dem Ausmeis þer Rentena bant die umlaufenden Rentenmartscheine mit einem Betrage von 1785 Millionen( gegen vorher 1579). Der Umlauf hat sich in Ser Hauptfache durch die feitens der- Reichsbant und der Notenbontex in höherem Maße abgerufenen Kredite erhöht Bei dem ty Moabiter Gesellschaftshaus ftatteefundenen Städtekampf gelana es ber Berliner Mannf& aft, Stettin 5: 1 zu fchlagen und den Banderpreis bamit endgültig in ihren Befis au bringen. Sm Bantamgewicht fämpfte E. Drvos degen Riagge- Stettin. Nach überwiegendem Bodenkampf fiegte D. durch) Sommerlof mit Einbrüden ber Brüde in 6.15 Minuten. Der Febergewichtler Sommer- Steffin was: feinem Feaner Schinkowski nicht ge machfen und fiel nach 58 Sekunden durch Suftschwung. Die Leichtgewichte mittelgewicht trat fire ben erkrankten Seelenbinder. Raul denen Roblik. Beuber- Stettin und S. Nomat tämpften 10 Minuten unentschieden. Im Leicht. Stettin au um dieser Kampf endete unentschishen. Sm Schiper- Mittelgewicht wie von maßgebender Seite versichert wird, fft Bei Ber Be gelang es dem Bertinez Bertester Ropkomst schon nac, 40 Setunben, feiner gebung der Kredite en Industrie und Landwirtschaft gerade die Gegner Sofiewis- Stettin burch einen prachtvollen Ueberwurf ouf beide Sul tern an befördern 3 Gamernewicht teat Rien gegen Gbelt- Stettin an und Landwirtschaft befonders berüdfichtigt morden. Eine statistisch fonnte er trobem thm der Stettiner en Gemit überlegen wat, na 4.40 genaue Erfaffung, inwieweit fid) bie Stresite auf Industrie und Landuten buth Kopfgriff din giden flegen. Bei Sen Ginfeitungstämpfen bewirtschaft vertellen wird immer nur schwer möglich sein, denn ein Abends rang eine Mannschaft hes Vereins Concordia gegen die AthletikSportvereiniaung Neuton unentschieden, wobei befonbers der Federgewichtsampf Päkolb( C.) gegen Miller( N.) gefallen tonnie. Der Abend war für ben 4. Areis bes Arbeiter Ath Iten- Bundes ein voller Erfolg und zeigte, das ta ber Schweratheltit die Arbeiterfportvereine führend find. Der Bettstreit des Sportfimbs Giegfried in Ringen und Seben fand im Moabiter Gefellſchaftshaus. Wiclefitt. 24, ftatt. Tron der guten Leiftungen Seben. imeifter M. aut fonnte einarmia 20 Bfb. reiken und 220%. war die Beranstaltung nur mäkia besucht. Nachstehend die Ergebnisse im beibarmia stoken. Mitmeifter D. 63rik, Sp.-B. Nord- Beft, eratelte un Reiken 110 Bfd. und im Stoken 210 Vib. B. Wulfow, Kraftsportverein Spandau, tonnte als leichtes Mittelgewicht 130 Bfd. einarmig teißen und 210 Bib. beibarmig froßen. Am Ringen gewann E. Engelhardt, Nord. Beft, gegen R. Schulz, Siegfried 09. Sebergewicht gingen B. Goran, Zurich 02, gegen R. Thrim, Siegfried 09, und im Leichtgewicht$. Neste, Zurich 02, gegen B. Buffe, Siegfried 09, mit einem Unentschieben auseinander. Im schweren Mittelgewicht fleate B. intel, Siegfried 09, gegen E. Bleffien, Zurich 02, in 15 Gefunden burch Süftaug aus dem Stand. Sm lekten Rompf bes Schwergewichts Rander, orb- eft, gegen. Buffe, Gieafrieb 09, fiegte Sender in der Reit von 9.15 Minuten bant feiner 20 Bfb. Uebergewicht. Bereins- Schauschwimmen in Charlottenburg. herrliche Frühlingsmetter des Laten Sonntags bei ihrem Bereins- Schau Den Freien Schwimmern in Charlottenburg Lonnie bas fowimmen teinen Abbruch tun. Bei vollbefektem Saufe wurde das 17 Rum mern umfaffende Brogramm flott abgewidelt. Neben fportlichen Rämpfen. wurben sehr gute volkstümliche Darbietungen gezeigt. Bon den sportlichen Rämpfen feien folgende Cingelergebnifie genannt: Erftfowimmen ber Schwimmfier: a) Mädchen: 1. E. Michler 55.3 Set. Suaenb. 14-17: G. Rillan 57% Set. Damen: M Rumsf 57 Get. Knaben: 1 Rramer 47%, 2. R. Dolt 49, 8. Auft. Jugend: 1. R. Eifermann 45%, 2. A. Lindner 48 Get. Männer: 1. Griebener 50% Get., 2. S. Mer 56% Get. Sagenfrfette, 2 Län gen: 1. Gruppe Weften: 2 Min. 33% Set. Damenbrustschwimmen, 2 Längen: L 6. Trommer 49 Get., 2. M. Klele 51 Get. Knabenschwimmen beliebig, 2 Längen: 1. F. Grün 37 Set., 2. Grilhn 46 Sez Dreifampf file Baſier. ballspieler: a) Jugenb: 1. S.. Rutfalau 20 Punkte, Männer: L. 8. Reblich 22 Buntte. Kürspringen. 8 Sprit qe: 1. G. Bandt 20% Buntte, 2. t. Thiel beer 18 Bunfte. Riidenfchwimmen, 2 Lännen: 1. Lehmann 40% Set. 2. Step pat 40% Gel. b) Männer: L. D. Safob 39% Get.. 2. S. Rönig Gel., Brust fchwimmen. 4 Längen: 1. Reumann 1 min. 27 Gel 2. S. Someling 1 Min. 33 Sel Manner: 1, 2. Gerngroß 1 Min. 26 Sel. Damen- Jugendfchwimmen: 1. 2. Ruhn 48% Gel fich jetzt Bülowftr. 29 III. Die Zentralfommiffion für Sport- und Körperpflege befindet Turnen. Sport- Berein Moabit. Beichtathletik- Soden- Sandball Fußbal Männer, Frauen, Jugend and Somer- Abt. Hebungsabende: Jeden Montag, Mittwoch, und freitag von 810 Uhr, Schüler- Wot feden Mitt woch und freitag von 6-8 Uhr in der Turnhalle Roitoder Gtt. 82 Seben Donnerstag 8 Uhr Giguna her Fußball- bt. bei Bils, Moftoder Str. 27. Bertreter: Balter Start, R. 5, Rathenower Str. 21. Am Donnerstag, den 10. April, 7% Uhr, findet die Bierteljahresverfammlung bes Bereins bei Bila. Roffoder Str. 27( Moabit 2478) ftatt. Rünktliches Erscheinen aller Mitglieder Pflicht. Gefäftsstelle: Grich Richter, N. 21, Wiclefftt. 20. Arete Tunerschaft Groß- Berlin. 9. April, 7 Uhr, erweiterte technische Ausschußlikuna in der Schule Beinmeisterftaße. Dazu alle Abteilungsturn. warte. Ausgabe der Rinberlieberbilder usw. Arbeiter- Snort rnb Aultur- Rartell Reutölln. Die näofte Rattelverfamm. Yung findet erit on Montoa, den 14. April, in ber Alause, Marefcttraße, statt. Turnhalle Gieselerstraße, öffentliches Schauturnen der 1. Turnabteilung. Eltern einsplak in der Bitttembergischen Straße Bereinsgeneralversammlung. Conn. Freie Turnerfoeft Wilmersdorf. Freitag, ben 11. April, 7 Uhr, in der und Gäste willkommen. Sonnabenb, ben 12. b. M., um 7 Uhr auf dem Ver tag vormittags ab 8 Uhr Arbeitsdienst auf dem Turnplag. Ruber- Berein Collegin Charlottenburg( Bootshaus a. b. Haven nimmt noch fottenburg, Wielandair. 4. einige Mitglieder auf.. Siguna jeben Freitag 8% Uhr im Lola! Thunat, Char Anrubern: Sonntag, den 6. April. Berliner Schwimm- Union 1913. Am Donnerstag, den 10. April, abends 8 Uhr, im Bereiuslofal von Earno, GO. 16, Michaelfirchfit. 28, Biertel. fahresveriammlung. Das pünktliche Erfcheinen fämtlicher Mitglieder über 17 Jahren ist unbedinate Pflicht. Die näofie Jugendligung in Sonntag, ben 13. b. R., vorin. 10 Uhr im Bereinslotal: Am 1. Osterfeiertag findet eine Gesellschaftspartie ftatt. Treffpunkt und siel werden in den Sigungen bekannt gegeben. Die Uebungsftunden find file fämtliche Abteilungen refer. viert. Gie finden fatt: Jeben Mittwoch im Stadtbab Kreuzberg( Bärwald. Straße) don 7-9 Uhr und leben Freitag von 47-9 Uhr im Stadtbad Touristen- Berein Die Naturf ennbe", wbt. Webbing, veranstaltet Friebrichshain( an der Sch Timesbrüde). am Dienstag, ben&. April, eine Werb veranstaltung mit gid bilbervortrag: Wanderungen eines Arbeiters in der Lüneburger Heibe. Referent: Gen. Schuppa. Chorgefang unb Resitationen. Ginlas 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Gin tritt 30 f. Berliner Arbeiter- Schedlinb. Alle Sugendgenpffen, bie auf Fahrpreis ermäßigung nach Samburg fahren wollen, müffen am Sonntag, ben 18. April, vorm. 10 Uhr, im Gemertschaftshaus fein und das Fahrqalb hinterlegen, be bis aum 15. Sipril bie Anmeldung bei ber Gisenbahn erfolgt feiz mrt. Später Armebungen innen aint mebr baridintig werben. an die Bandwirtschaft beispielsweise zur Beschaffung von Maschinen gegebener Stredit fann auch als industrieller Kredit gewertet werden. Bei Krediten, die& B. an die 3u der industrie gegeben werden, wird eine Entscheidung, ob die Landwirtschaft oder die verarbeitende Industrie hierbei den größeren Vorteil hat, schwer zu entscheiden sein. Letzten Endes sind alle diese Kredite der gesamten Volkswirts schaft zugute gefommen, wobei eine genaue Prüfung nach Dringlicha feit und Bedarf stattgefunden hat. Zum Ausweis der Deutschen Rentenbant with rachträglich berichtet, daß die Reichsbant noch 200 mil. lionen art abgerufen hat, so daß sich der an die Reichs bant gegebene Darlehnsbetrag auf insgesamt 800 Millionen Mart beläuft und dementsprechend der Betrag der umlaufenden Rentenbankscheine sich auf 1985 675 791 erhöht. Brandenburgische Girozentrale. Der Berband Brandenburgischer Rommunal. verbände für das tommunale Spar, Bant. und Rassenwesen( Brandenburgischer Sparkassen- und Giroverband) in Berlin veröffentlicht foeben seinen zehnten Geschäfts. bericht für das Jahr 1923. Die Girozentrale begann ihre Tätigkeit am 23. März 1914, wo der Berband von 12 Kommunalverbänden gegründet wurde, die Geschäfte wurden zunächst von der Spartaffe in Forst versehen. Am 1. September 1916 fam die Girezentrale nach Berlin. Aus der Tätigkeit der legten zehn Jahre verdient die im Jahre 1922 durchgeführte erschmelzung des Brandenburgischen Spartaffenverbandes mit dem Branden burgischen Giroverband besonders hervorgehoben zu mera den; fie war ein Borläufer der vor einigen Wochen durchgeführten ganisation: Des Deutschen Sparfaffenverbandes, des Deutschen Zens ganisation: Des Deutschen Sparkaffenverbandes, de. Deutschen Zen tralgiroverbandes und bes Deutschen Kommunalbantenverbandes. Zu erwähnen ist ferner das Ausscheiden der Berliner Bororte aus dem Brandenburgischen Giroverbande und der mit Berlin aus biefem Anlaß gefchloffene Geschäftsvertrag fowie die Webernahme der Treuhanbrevifionen von der Brandenburgischen Provinzialverwaltung. Die Bankanstalt bes Berbandes, bie Brandenburgische Girozentrale, hat sich trotz aller Schwierigkeiten, die der Krieg mit sich brachte, gut entwidelt, zuweilen sogar in einem zu schnellen Tempo, das nicht immer eine einwandfreie Arbeit der Betriebs. organisation ermöglichte. Die hierbei zutage tretenden Hemmungen wurden durch die Inflation und die ihr folgende Börsenhauffe noch gesteigert Personal- und Raummangel waren die weiteren Folgen, fie ließen weder Geschäftsordnung noch Ruhe aufkommen. Einen Umschwung hierin brachten im November 1923 die Einführung der Rentenmart und im Januar 1924 der Erwerb eines Geschäftss grundstüdes. Der Verband hat sich aus feinsten Anfängen mit 5 Arbeitsfräften zu einem cumfangreichen Unternehmen mit zeitweilig 750 Köpfen Berfonal zu einem beachtlichen Güied in der Kette der großen Sparkassen-, Giro- und fommunalen Bantenorganisation und damit auch der ganzen Bolkswirtschaft entwidelt Eine Besichtigung des gesamten Betriebes des Verbandes und der Girozentrale in den Räumen des Bankgebäudes Alte Jatob straße 130/32 machte die Bertreter der Presse mit dem neuen Bant haus bekannt. Borher auf fünf räumlich weit auseinanderliegende Grundstücke verteilt, stellt sich die Bereinigung des neuzeitlich ein gerichteten Betriebes mit feiner hohen technischen Organisation vor. feilhaft geschlossen bar. In allen Abteilungen arbeiten zur Berein fachung, Ersparnis von Berjonal, gur Steigerung der Schnelligkei und Sicherheit Maschinen. Das Börjengefchäft hatte mit der im pergangenen Jahre gefchaffenen felbständigen Devisenabteilung eine so große Bedeutung erlangt, daß zur Umstellung eine längere Sperrung in der Erlebis gung der Aufträge vorgenommen werden mußte. Rach Einrichtung ber neuen Räume ist der Betrieb wieder in vollem Umfange aufgenommen worden. Das Krebit, Anleihe und Emissionsgeschäft ist besonders gepflegt worden. " P " Die Zeitschrift verspricht, ein Zentralorgan für die Behnungspolitik| Genossenschaftstunde. Alle Teilnehmer waren mermüdlich tätig, ih der Stäbte, Gemeinden, Baugenossenschaften, Cieblungsgesellschaften Biffen angesichts der in der Wirtschaft sich aufhäufenden Schwierige und Mietervereine zu werden und das Broblem des Wohnungswesens feiten zu bereichern. Alle Teilnehmer waren sich des Zwanges be vom gemeinwirtschaftlichen Standpunkt aus zu behandeln. In der wußt, der zur Ertennung der Wirtschaftsbedingun Wohnungswirtschaft" sollen in erster Linie die Bioniere der gungen fo bringend auffordert. Auch die Borträge eines ge Bon der wirtschaftlichen Bedeutung der Girozentrale, die feit der zu Worte foramen. Das erfte Heft enthält Artikel über: Wie schäftsführenden Borstandsmitgliedes des Zentralverbandes deutscher letzten Sazungsänderung nom 4. Mai 1923 die Bezeichnung: Bran müffen Städte, Gemeinden, Kreise und Provinzialnerwaltungen ben Ronfumpereine über Tarifverträge und des Leiters feiner juristischen benburgische Girozentrale Brandenburgische Wohnungsbau für die minderbemittelten Boltstreife fördern?- Abteilung über Rechtsfragen wurden mit gebotenem Berständnis Rommunalbant- führt, gibt der überreichte Geschäftsbericht Der Wohnungsbau in Klein und Großstäbten. Boltswirtschaft aufgenommen. Die Aufsichtsräte unterhielten sich darüber, wie die für 1923 Aufschluß. Aus der diesem Berichte beigefügten statistischen und Wohnungsnot. Die Bogil der behördlichen Mietzinsbildung. gemeinwirtschaftlichen Betriebe der Ronfumvereine zur Uebersicht geht hervor, daß der Mitgliederbestand der dem- Das Rataloghaus. Ferner befinden sich in dem heft Teil- höchsten Wirtschaftlichkeit zu bringen sind. Berbande angehörenden Brandenburgischen Kommunalverbände am abbildungen von einem großzügig durchgeführten Siebiungswert für Die Fortbildungsfommission veranstaltet nunmehr zunächst für 31. Dezember 1915-23, dagegen am 31. Dezember 1922-201 be. Beamte, Angestellte und Arbeiter in Berlin- Schöneberg. Mittelbeutschland in Magdeburg und Caffel und später audy brug. Der eberichu B. der am 31. Dezember 1915 fich auf Der von gründlicher Sachfenntnis erfüllte Inhalt der ersten in anderen Teilen des Reiches Kurse für Lagerhalter und Konferenzen 10 000 m. bezifferte, ist in der Bilang nom 31. Dezember 1923 mit Nummer der Wohnungswirtschaft" wird von allen im Wohnungs- der Badmeister und Borstandsmitglieder solcher Genossenschaften, die 332000 Goldmart ausgewiesen. Bebentt man ben gemein. wefen tätigen Gemeindevertretern, Beamten, Gewerkschaftern sowie Bädereibetriebe unterhalten. nügigen Charakter der Bant, die den Kommunalverbänden hohe von den Borständen der Baugenossenschaften, Sieblungsgesellschaften Binfen für Depofiten zahlt, andererseits für ihnen gegebene Strebite und Mietervereine mit der Genugtuung gelefen merden, daß ber niebrige Binsen berechnet, so ist das Ergebnis günstig. Die Reserven fozialen Wohnungspolitit entlich ein Sentralorgan entstanden ist, und das Betriebsfapital find allerdings durch die Geldentwertung, bas dem Wohnungselend und der Wohnungsnet ernsthaft und tat gemeffen am Goldwert, so gut wie hinweggefegt morden. Aber träftig entgegentreten wird. Der Bezug der am 1. unb 15 eines überraschend schnell ist die Umstellung auf die Galbrechnung ge jeten Monats erscheinenden Wohnungswirtschaft ist daher zu fungen. Tro reicher Abschreibungen foll ein leberschuß für das empfehlen. Der Bezugspreis beträgt monatlich 50 Bf. oder viertel Jahr 1923 von 832 000 Goldmart als neue Reserve auf das jährlich 1,50 M. Bestellungen auf die Zeitschrift nimmt jedes Poft. Jahr 1924 voll vorgetragen und außerdem an die Mitgliedsverbände amt entgegen. Gegen vorherige Einsendung des Quartaisbetrages ein Gewinnanteil von 124 764 m. verteilt werden. tann die Zeitschrift auch von der Reichswohnungsfürsorge A.-G. für Beamte, Angestellte und Arbeiter, Berlin S. 14, Inselstr. 6, bezogen werden. Das Bertrauen zu den Spartassen fehrt, wie bie Branben. burgische Girozentrale feststellen fann, mit der Stetigkeit der Bäh. rung wieder zurüd. Damit strömen auch wieder die Quellen, die bas große Ausgleichbeden der Girozentrale füllen. Das Geld fließt in die Kommunen, die Industrie und die Landwirtschaft. Immer mehr bedient sich auch die Privatkundschaft aus der Mittel- und Großinduftrie der modernen Bant für ihre Geschäfte. Wohnungswirtschaft.* Die Reichswohnungsfürsorgeattiengesellschaft für Beamte, Angestellte und Arbeiter hat am 1. April d. 3. eine neue Zeitschrift, betitelt: Wohnungswirtschaft heraus gegeben. Das erfte Seft ift als illuftriertes Doppe'heft erschienen. Auch farbige Wolle und sonstige Stoffe können Sie unbe schadet mit LUX Seifenflocken reinigen, es sei denn, daß die Farben unecht sind. LUX SEIFENFLOCKEN Die genoffenschaftliche Bildungsarbeit. Die Fortbildungstommiffion bes 3entralver. Schwierigkeiten wegen die in früheren Jahren voraufgegangenen bandes deutscher Konsumvereine hat ber wirtschaftlichen Halbjahrsturse für Genoffenfchafter im legtvergangenen Winter nicht Einzelvorträgen und Tagesfurfen bie mögliche Bildungsarbeit fort fortführen fönnen. Dafür haben die hauptamilich tätigen Lehrer in gefeßt und alsdann für den Berband nordwestdeutscher Ronfumbereine wiederum einen vier Wochen währenden Kursus für Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder in übed abgehalten. Die Arbeiten des Rurfus erftredten sich auf Buchführung, Bilanzwesen, Betriebslehre, Ralfulationswefen und VEIFENFLOCKEN DER SUNLICHT GESELLSCHAFT A- G- MANNHEIM- RHEINAU Tell Aakeo befißt das reine Naturaroma der Kakaobohne und wird daher nie zum Überdruß getrunken HARTWIG& VOGEL AG DRESDEN Gen.- Vertr: Besser& Müller, Berlin S 61, Bärwaldstr. 69. Feraruf: Moritzpl.9651 HALPAUS RARITÄT ochherde für Kohle u.Gas Transportable Kachelofen Eiserne Ofen R.Zechlin Berlin C.25, Alexanderpl. 49 Bad Landeck In Schlesien eröffnet die stark radioaktive Georgen- Quelle am 14. April 1924 das Moorbad am 1. Mai. Nervenchwäche, Schlap Ruhe betten 20. Klubtofigteit, nervöje garnit. 170 Gerz- und Wagen, Chaiselong. 12 beschwerden Bflanzenprobutt, decken ..Baldrament", Neukölln, -Gabardine ärztlich empfohlen Anzengruberstr. Die natürlichste MeDisin sur Nerven beruhigung und Stärkung. Große Erfolge feit 883ah FL. 2.50 M Jn Dro gerten upothe ten, fonft bet Otto Reichel, Berlin43 SO Eilenbahnftr 4 Tabakwaren Hecht wareZigarren Zigaretten, Tabak billig Städtische Badeverwaltung Lindenstr. 81 130 br.. r Wolle sowelt M. m. M. 2 Vorrat 6.75,9.10 Kostüm-, Klelder, Futterstoffe bedeutend unt.Preis. Haarpuder Schöneberg, Goltzstr, 2 a d.Grunewaldstr. Herrenkleiderfabrik Jakobowicz& Levy G. m. b. H., Berlin C2, Neue Friedrichstr. 65/66 II Verkauf an Private zu Engros- Preisen von Herren- Anzügen, Gabardine- Mänteln, Covericoats, Gummi- Mänteln, Sport- Anzügen. Verkaufszell an Wochentagen von 2-7 Uhr am Sonnabend 1-5 99 Die QualitätsCigaretten gem. Ortskrankenkaffe für Siermit laden wir die Mitalieber bes Bus Schloß- Reftaurant( 3) benen ichuffes ein zu der am Mittwoch, den 16. April d. 3., abends 7 Uhr, im Copenid, Berliner Ste. 1. ftattfindenden ordentl. Ausschußigung ein. Tagesordnung 1 Jahresbericht f. 1923. 2 Abnahme der Jah esrech. für 923. 3. Gagungsänderungen:$$ 19, 33, 48, 53, 72 und 116. 4. Anträge. 5. Gefchäftliches. Die Ausschußmitglieber erhalten noch be fondere. Einladungen. Berlin- Copenid, ben 5 April 1924. Der Borstand. Otto Sidel, Borsigender. 108/18 Fr. Murden, Schriftführer. Für zwei Halbwallen( Anabin, 12 u. 83). Mutter i d. Lungenheilstatte. m. fir ein hal es Jahr a gen Entgelt Som meraufenthalt nach au erhalb eindt, wenn möglich, bai Genoffen Bielle cht fann auch Leiterwagen an Gen ſolchen Aufenthalt nachweif u alle ander. Trans- entl, getz uteru portreräte liefert bringen) Buſchri iem billiest. umgehend an Frau Großer Vorrat. Anna Richter, Berl Georg Wagner Cantwis, Kaiser- Bil Köpenicker Str. 71. helm- Str. 35 III. Rein Ladengeschäft. Schokoladen In großer Auswahl! Billige Bezugsquelle für Kantinen und wiederverkäufer.= Paul Grindel, Dircksenstr. 47, nahe Bahnhof Börse. . Buchführungsarbeiten, Beratung in sadetagarnitur, Oberfekunba, Bant unb Steuerfachen, Jahresab. Ichiffe. Buchetrepifor Runze, Neu Lölln, Innstraße 10 II. Berbands prüfung, Bormittagsfobule, benblchule. Lothringer Str.48 Borbereitungsanftalt, Direktor Dan Norben 4661 laiger, Alte Salobftrage 124. 90/6 Besonders preiswerte Angebote! Kleiderstoffe Damen- Konfektion Seidenstoffe Kleid sus relawollenem Cheviot, neueste Volantgarnierung.. se 1250 1250 Crepe de chine bom Farbensortiment, 100 cm 790 Blusenstoffe große Auswahl........ Motor 2.98, 2.78 165 Rockstoffe karieri z. gestreift, doppeltbreit. Matar 4.75, 2.50 265 Donegal tus Kosttime und Mäntel....... Maiar&.30, 188 395 Popeline u. Serge in groß. Farbensortimt. Metar 8.98, 1.50 475 Cheviot erprobte Qualität, ca. 110-130 cm brett. Meter&.35, 8.80 295 Gabardine far Kleider Kostüme, ca. 130 em br. Met. 12.58, 8.30 750 breit cm .. Meter 9.00 Farben, 100 cm breit, Meter 7eichnungen, 90 cm breit, Meter 85 cm breit • Meter Meter Auswahl, Kleid aus Gabardine, jugendliche fesche Form 2950 Crepe Marocain- Seide Wolle, alle modernes 1000 Kostüme is Sportform, auf Halbreide gefüttert. 2950 Gemusterte Seide Jumper u. Besätze, neue aparte 950 Mäntel aus Donegalstoffen, fesche Bindeform.. 1475 Seiden- Frotté parte Strel en, für Jumper and Kleider. 650 Mäntel aus Covercoat& Shallohon Stoffen, moderne Macherten 1650 Seiden- Damast elegantes Futter für Jacketts und Mäntel, 6⁰⁰ Mäntel as Tuchstoffen, reich bekurbelt and Biosengarnierung 2950 sus Tuchstoffen, reich bekurbelt und Biosengarnierung 2950 Brokats, Chines, Gem. Crepe, Marocains in groe Herren- Artikel Herren- Hüte Schirme Korsette Oberhemden modernen Streifen 750 in Korsette gran Drell, gutsitzende Form is Weiche Kragen Formen 45 PL Hüfthalter weiss, rosa, vorn zum Knöpfen, 225 Halbschnürschuhe Boxcalf.randgen. für Damen, braun 975 Selbstbinderschmackvolle 150 Damen, Halbschnürschuhe Papier 1425 Strickbinder Kunstside..., 78 45 ri Herren- Halbschuhe band 1475 Hosenträger Gma75 PL Schuhwaren Halbschnürschuhe 775 für Damen, Chevr., br. Form Br Damen, braun Halbschnürschuhe herr 925 Chevreau braun, Boxcall, randgen mit 2 Kragen 9.50, 8.75 in des neuesten 78, 68 • 2.00 1.90, Jünglingsstiefel la Rindbox, Gr. 38/39 1090 Garnituren Serviteur mit Kragen 2.80 175 Safian • Herren Hüte mit eingefaßtam Rand 590 modern. Formen und Farben " 8.75 7.25 Jachtklub, Sport- und Matrosenmützen in grosser Auswahl. Herren- und Damenschirme 4 Halter • • 525 Hüfthalter weiss, mit Gummiteilen, zwei 3.00 Halter.... Büstenhalter gut aitzend..... 1.25( 85 Büstenhalter weiss und rosa, Trikot, 185 Rundhaken Damen- Schirme Damen- Schirme moderne Ausführung .5.00 8.75 490 675 Rückenschluss Lederwaren Ledersorten. Koffer Handtaschen got extra grob echt m.Zelluloid- Büg 975| Damen- Perl- Handtaschen For 650| Damen- Besuchs- Taschen Ledene gute 175| Leder- Koffertaschen Mittags von 12%, bis 3 Uhr geschlossen z. Aus 295 suchen Mitags von 12%, bis 3 Uhr geschlossen H.Joseph& Co., Neukölln, Serie 51-55 Berliner Straße fir. 167 41.Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts Seht die Stimmlisten ein! Die Gefahr für Deutschland. Eine englische Warnung an das deutsche Volk. In seinem Leitartikel vom 4. April schreibt der„ Manchester Guardian" unter der Ueberschrift:„ Die Gefahr für DeutschLand": Eine tragische Gefahr schwebt über Deutschland. Allem Anschein nach gleitet es der Reattion entgegen, und zwar gerade in dem Augenblid, in dem ihm hilfe zuteil werden soll und in dem es am meisten Veranlassung hätte, sich zusammenzunehmen. Wir sagen, daß Deutschland Hilfe zuteil werden soll, weil ohne Frage die Politik der jetzigen englischen Regierung, die zweifellos auch die Anschauungen jeder anderen Partei wider. spiegelt, darauf gerichtet ist, das äußerste zu unternehmen, um Deutschlands Genesung zu fördern und dafür zu sorgen, daß ihm Gerechtigkeit widerfahre. Biele Deutschen werden nun in ihrer Erbitterung und Berzweif Lung fagen:„ Das ist alles schön und gut, aber Ihr habt reichlich viel Zeit dazu gebraucht, und es will uns scheinen, daß wir ähnliches bereits früher zu hören bekommen haben. Sind wir nicht gebuldig in unseren Leiden fünf lange Jahre hindurch gewesen? Und mas hat uns diese Geduld genugt? Ist es nicht jetzt an der Zeit, daß wir eine andere Methode anwenden und daß wir zeigen, daß noch immer in uns ein Rest des alten Geistes lebt und daß unsere Feinde nicht ewig auf uns herumtrampeln fönnen, ohne daß zumindest von unserer Seite der Bersuch einer Gegenwehr geschieht?" Diese Sprache ist zweifellos durchaus natürlich, aber was würden die Folgen davon sein? Die öffentliche Meinung Englands ist jetzt, von wenigen Ausnahmen abgesehen, in ihrer Gesamtheit für Deutschland günstig. Die Invasion des Ruhrgebietes wird scharf verurteilt; die Versuche, die Reichsregierung im Rheinland durch künstliche separatistische Bewegungen zu ersetzen, werden wegen ihrer Heuchelei womöglich noch schärfer verurteilt. Diese Dinge zusammen mit der fast völligen Ignorierung der briti schen Interessen durch Frankreich haben in England ein Gefühl der Abneigung gegenüber Frankreich erzeugt, das lediglich durch das Be wußtsein gedämpft wird, daß die Aufrechterhaltung eines Zusammenwirkens mit Frankreich von der größten Bedeutung ist und im allgemeinen Interesse liegt; gedämpft auch durch die nicht unbegründete Hoffnung, daß die besseren und flügeren Elemente im französischen politischen Leben sich wieder einmal zusammenraffen werden, daß der vergiftende Kriegsgeist vorübergehen werde und daß ein wirt liches und ehrenvolles Einvernehmen mit Frankreich doch noch und in nicht allzu ferner Zufumit möglich werde. Und das ist der Augenblid, als gerade die Wolfen sich zu verziehen beginnen, als die Hoffnung erneut zu leuchten anfängt und wo nur ein wenig politischer gesunder Menschenverstand und ein wenig polififche Vorsicht benötigt werden um Deutschland über seine schlimmsten Schwierigkeiten hinwegzuhelfen, das ist der Augenblid, wo Deutschland felbft Gefahr läuft, diese Gelegenheit zu verfcherzen, feine Freunde vor den Kopf zu stoßen und direkt in die Hände seiner Feinde zu arbeiten. Das ist die Gefahr, aber sollte es nicht genügen, daß man sie erfenne, um ihr zu entgehen? Freilich, das deutsche Volk hat tiefe und berechtigte Gründe, sich zu beklagen, und zwar nicht nur über Frankreich, sondern auch über England. Immer und immer wieder wurde ihm versichert vor und nach dem Waffenstillstand, daß die Alliierten und insbesondere Großbritannien feinen Streit mit dem deutschen Bolt, sondern nur mit seiner autokratischen und militärischen Regierung hätten. Die autokratische Regierung ver schwand aber mit welchem Ergebnis? Das deutsche Bolt wurde für alle Sünden dieser Regierung verant wortlich gemacht und jetzt, zehn Jahre nach dem Ausbruch des Krieges, werden diejenigen, die damals noch Kinder waren, gezwungen, zu leiden, als wären sie selbst die Schuldigen am Kriege gewefen. Ist es ein Wunder, wenn diese Kinder von einst, die die jungen Männer und Frauen von heute sind, ihrerseits nun die Lehren des Krieges vergessen und ihre Augen wieder einmal auf die Autokratie und auf den Militarismus richten, die zumindest in früherer Zeit ihr Baterland geachtet und start gemacht hatten! Bir mögen diese Versuchung begreifen, wir mögen sogar eine gewiffe Sympathie für diesen Instinkt aufbringen aber wir müffen uns dennoch in aller nüchternheit die Frage stellen: würde ihnen damit gedient fein? Deutschland wird feine Stärke und seinen Platz unter den Bölkern wiedererobern nicht durch eine Rückkehr zu dem Geist oder zu der Form jener Regierung, die feinen Niedergang verurfacht hat, sondern durch den Fleiß und durch die Standhaftigkeit, die zu den besten Eigenschaften seines Boltes zählen. Man mag entgegnen: das alles sind nur Redensarten. Borauf können wir in Wirklichkeit hoffen? Wann wird Hilfe wirklich eintreffen? Es wäre falsch, wenn irgendein Freund Deutschlands zu sehr zuversichtlich reden würde; aber in einer schwierigen und zuweilen anscheinend verzweifelten Lage ist es ein Gebot der Bernunft, wirt. liche Hoffnungsgründe aufzuzeigen: Zunächst ist es doch immerhin etwas, daß Deutschland in England einen sicheren Freund zählt, den es ein Wahn finn wäre, fich zu entfremden. Es ist nicht nur die gegen. wärtige englische Regierung, die Deutschland freundlich gesinnt ist, jede englische Regierung, die der gegenwärtigen folgen würde, wäre daran gebunden, die gleiche Politik einzuhalten. Die Schwächlichkeit Bonar Laws und seines nur aus halbem Herzen gefommenen Protestes gegen das Rapitalunglück der Ruhrinvasion, die Biellofigkeit und Unsicherheit der Regierungszeit von Baldwin und Curzon, die werden heute als Fehlschläge allgemein erkannt. Keine englische Regierung würde sich dazu hergeben, diese Irrtümer zu wiederholen. Gewiß, auch Macdonald magscheitern. In solchen Dingen gibt es fein absolut ficheres Rezept für den Erfolg. Aber Macdonald hat zumindest eine starfe und flare Politit, und zwar eine Politik, die bereits manchen Erfolg gebucht hat. Er steht auf gutem Fuß mit Frankreich, obwohl er eine recht deutliche Sprache geführt hat deren Bedeutung man in Deutschland anscheinend nicht erfaßt hat, sowohl in seinem letzten veröffentlichten Schreiben an den französischen Ministerpräsidenten. wie auch in der Rede, die er vor wenigen Tagen im Unterhaus in Beantwortung der Anfragen von Asquith gehalten hat. Und diese Bolitif fann auch Ergebnisse verzeichnen: die Pfalz ift wenigstens von ihren schlimmsten Freibeutern gesäubert, manche Fortschritte auf dem Wege eines besseren Regimes im Saar gebiet sind erzielt worden und die Lage der britischen Offupations truppen in der Rölner Sone ist wenigstens erträglich geworden. V.S.P.D. K.P.D. ROLE Moskau REP.PARTEI Dienstag, 8. April 1924 REAKTION U.S.P live DZ Der Proletarier sagt: Wären wir einig, so wäre es besser! Sozialist BUND D.AR. PARTEI Das find vielleicht nicht große Ergebnisse, aber es ist immerhin etwas. Jezt sind wir am Vorabend weit wichtigerer Zersplitterung als Kampfmittel. Ereignisse. In ein paar Tagen werden die Berichte der zwei Einigkeit die beste Waffe gegen die Reaktion! Unterausschüsse der Reparationsfommission veröffentlicht Die Bölkischen stellen zur Reichstagswahl 26 verschiebene merden, und auf ihrer Grundlage wird Macdonald sofort seine Politit vöifische Listen auf. Die Untlarheit und Ziellosigkeit der völ entwickeln. Freilich wird es ihm vielleicht nicht gelingen, die An- tischen Bewegung tommt darin zum Ausdrud. Diese Zersplitterung nahme dieser Beschlüsse durch Frankreich durchzufegen oder zumindest aber ist nicht nur politische Hilflosigkeit. Sie ist eine Methode des nicht sofort. Aber seine Politik wird getragen fein vom Kampfes gegen die Arbeiterschaft. Die Reaktion tritt in mannig Intereffe des europäischen Friedens und daher unverfacher Gestalt auf, um die Arbeiter zu täuschen und einzufangen, meidlich auch vom Interesse Deutschlands. Sie wird um vor allen Dingen die Arbeiterbewegung zu zersplitfern., vor aller Welt und in aller Deffentlichkeit entwickelt werden und ihr Zu diesem Zwede haben die Deutschnationalen ihre down Erfolg wird in weitem Maße davon abhängen, inwieweit sie die Deutschnationalen Arbeitervereinigungen Sympathie und die Unterstützung der anderen Länder zu gewinnen gegründet. Mit den plumpsten Mitteln betreiben diese Bereinigun vermag und vor allem von dem Eindruck, den sie auf die gegen Simmenjang unter den Arbeitern. Die Deutschnationalen mäßigten Elemente in Frankreich machen wird. Könnte es etwas Unglüdlicheres geben, als wenn Deutschland gerade diesen Augenblid wählen würde, um sich in einen reaktionären Kurs zu stürzen, der unvermeidlich dazu führen würde, ihm die Sympathien der öffentlichen Meinung zu entfremden, und zwar sowohl in England wie in den anderen Ländern? Vor allem in Frankreich würde die Wirkung ganz besonders verhängnisvoll sein. Die deutschen Wahlen sollen wenige Tage vor den französischen stattfinden. Wer zweifelt daran, daß die demokratische Bewegung in Frankreich, die gegen wärtig eine sehr reale Tatsache ist, einen schweren Schlag erleiden würde, wenn die französische Regierung auf den Erfolg der deutschen Reaktion und wieder einmal auf die Gefahr für die Sicher heit und für die Interessen des eigenen Landes hinweisen fönnte? Es wäre in der Tat ein Verhängnis, wenn das Schidial unfere Hoffnungen gerade in dem Augenblid zerstören würde, in dem fie Ausficht haben, endlich in Erfüllung zu gehen!" Möge das deutsche Bolt diese warnende Stimme eines in der ganzen Welt hochangesehenen demokratisch- pazifistischen Blattes beherzigen, das sich sogar in der Kriegszeit durch eine besonders objektive Sprache Deutschland gegenüber auszeichnete und seit dem Waffenstillstand unermüdlich dafür eingetreten ist, daß dem deutschen Bolle Gerechtigkeit zuteil werde. Die Offenheit, mit der das Blatt alle Seiten der Tragödie Deutschlands behandelt und sogar in mancher Hinsicht das weit gehende Berständnis für die Gefühle und Barolen der deutschen Reaktion an den Tag legt, beweist zur Genüge, daß nur die ehrliche Sorge um die Zukunft des deutschen Bolles und um das Schicksal Europas diesen Auffaz inspiriert hat. Sollte am 4. Mai das deutsche Bolt diese Warnungen dennoch in den Wind schlagen, dann würde es nur allzu balb die Wahrheit des lateinischen Sprichwortes zu spüren bekommen: Ben die Götter verderben wollen, ben schlagen sie mit Blindheit!" Wer ist wahlberechtigt? Wahlberechtigt ist jeder Reichsangehörige, der am 4. Mai 3 wa nDas Wahlrecht beginnt mit dem volt. 3ig Jahre alt ist endeten 20. Lebensjahre. Wer am 4. mai 1904 geboren ist, ist wahlberechtigt. Ausgeschloffen vom Stimmredt ist: 1. Wer entmündigt ist oder unter vorläufiger Bormundschaft oder wegen geistigen Gebrechens unter Pflegschaft steht; 2. wer rechtsträftig durch Richterspruch die bürgerlichen Ehrenrechte verloren hat. Das Wahlrecht kann nur ausüben, wer in die Stimmliste eingetragen ist. Die Stimmliste liegt an den durch Plakate bekanntgegebenen Orten, werktags von 12 bis 7 Uhr, und am Sonntag, den 13. April, von 10 bis 5 Uhr aus. haben versprochen, auf jede Liste an ficherer Stelle Arbeiter zu stellen was sie natürlich nicht getan haben. Neben diesen gelben deutschnationalen Arbeitervereinigungen geht nuppel- Runze mit seiner deutschsozialen Partei auf den Stimmenfang. Diese Partei spekuliert auf die plumpften Instinkte. Ihr einziger Daseinszwed ist, der Reaktion Arbeiter. Stimmen zuzutreiben. Zu diesem Zwed bettelte feinerzeit knüp pei Runge bei Stinnes um Geld. Bon dieser Partei" löste sich die OP des Herrn Albert Scheibler los, die in ständiger Fehde mit deutsch- soziale Arbeitsgemeinschaft der Kunzegruppe liegt, im Grunde aber dieselbe Marte darstellt. Im Dezember 1922 spaltete fich von der Deutschnationalen Bolkspartet ein befonders radikalvölkischer Teil ab und bildete die deutschsoziale Arbeitsgemeinschaft Wie fie felbft fagt, geht sie ins Parlament, um die Macht der Novemberverbrecher zu stürzen und nicht, um praktische Arbeit zu leisten. Den Willen der Gesamtheit erkennen wir nicht in unseren heutigen Barlamenten... Der Wille der Gesamtheit hat Ausdruck gefunden in strahlenden Führerpersönlichkeiten, die ihrem Bolte in Nacht und Dunkel zu hellscheinendem Lichte wurden und in denen sich die Kraft, der Wille, die Hoffnung und der Glauben aller Ehrlich- Deutschen verkörpert", so schrieb der völkische Ber burger Freiheitstampf. Unter den strahlenden Führerpersönlich teiten verstehen sie Ludendorff und Genossen. Das von der Deutschwölkischen Freiheitspartei Gefagte gilt ebent. falls für die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartel. für Norddeutschland find, bedeuten die Nationalsozialisten für Mittel Beide stehen in engster Berbindung. Was die Deutschvölkischen und Süddeutschland. Der Hitlerprozeß hat in das Wesen der, Nationalsozialisten Einblid gegeben. An verschiedenen Stellen des Reiches stellt auch die Deutsche Partei, die die Fortsetzung der verbotenen Nationalsozialistischen deutschen Arbeiterpartei" mar und jetzt unter dem neuen Namen auftritt, Kandidaten für die Reichstagswahl auf. In Berlin waren vor einigen Tagen gelbe Plakate geklebt:„ Die nationale Freiheit fommt!" Diese Blatate stammen von der Nationalen Freiheitspartei. Was für ein Gebilde diese Partei überhaupt ist, weiß man nicht recht. Sie gibt an, aus dem„ Reichsbund für Siedlung und Bachtung" hervorgegangen zu sein. Sie will angeblich das Wohl und Wehe der gesamten Arbeiterschaft. All diefen Parteien ist eins gemeinsam: fie wollen die Sozialdemokratie schwächen, sie wollen die Arbeiter von der geschlos Wer nicht in die Stimmlifte eingefragen ist, obgleich er wahl- senen Bertretung ihrer politischen Ziele abhalten. Die 3er. berechtigt ist, muß die Eintragung schriftlich beim Begiets. iplitterung der Arbeiterschaft ist die große Hoff. amt verlangen, oder das Verlangen mündlich zur Nieder- nung der Reattion! ich rift geben. Es empfiehlt sich, beim Nachsehen in der Stimmliste Ausweispapiere( Wohnungsmeldeschein, Geburtsurkunde) mitzunehmen, um fofort Einspruch erheben zu tönnen, falls die Stimmlifte unrichtig ist. Und die Arbeiterschaft? Gerade jetzt, wo die Reaktion wächst und sich stark fühlt, wäre Einigkeit am Blaze! Aber Befferwiffen und Eigenbrötelei, Berärgerung und maßlofer politischer Ehrgeiz, politische Unreife und Berantwortungslosigkeit führen zu einer Schwächung der Arbeiterschaft im eigenen Lager. Kommn» nisten� Unabhängige, Sozialistischer Bund, Republikanische Parte! und Deutsche Arbeitnehmerpartei betreiben systematisch die Zer- splitterung und Zerrüttung der Arbeiterbewegung. Wirtschaftliche Not und Verzweiflung führen ihnen manchen Arbeiter zu, der viel- bricht meint, der Arbeiterfache bei ihnen besser zu dienen— während er in Wahrheit nur das tut, was die Reaktion gern möchte! Auch auf die Zersplitterer der Arbeiterschaft im Lager der Arbeiter selbst setzt die Reaktion ihre Hoffnungen! Soll die Arbeiterschaft sich heillos zersplittern und damit das Spiel der Reaktion spielen? Dos darf nicht sein! Der schwere Kamps gegen die Reaktion erfordert die geschlossen« Front aller Arbeiter in der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei. fluch eine Hungerblockade. Ter Reichslandbund gegen die s�leischvrrbraucher. Di« Reichsbahn trägt sich mit der Absicht, die Frachtsätze für Gefrierfleisch zu ermäßigen und so eine Senkung der Preise für Gefrierfleisch herbeizuführen. Gegen diese Absicht, die die Fletsch. Versorgung der minderbemittelten Bevölkerung verbessern will, hat der Reichslandbund, die Interessenvertretung der Agrarier, schärfsten Protest erhoben. In einer Entschließung vom 4. April sagt er: .Es muß daher verlangt werden, daß jede weitere Er- leichterung der Gesriersleischeinsuhr. insbesondere von amtlicher Seite, wozu die seht in Aussicht genommene her- absehung der larise gehört, unter allen Umständen unterbleibt t" Die Agrarier fürchten, daß sie zu einer Herabsetzung und dau- ernden NIevrighaltung der Biehpreise gezwungen sein werden, wenn die Gefrierfleischeinfuhr erleichtert wird. Gewissenlos suchen sie die minderbemittelte Bevölkerung vom Genuß von Gefrierfleisch abzu- schrecken durch das alte Märchen, daß nur das deutsche Vieh gesund, das ausländische aber krank sei: .Gerade für die V ol k s ge s u n dhe i t ist da» Gefrier. fleisch auch insofern im höchsten Grade bedenklich, da es ohne die inneren Teile eingeführt wird(weil anders der Gefrierprozeß nicht möglich ist) und Infolgedessen«ine korrekte Untersuchung in Deutschland nicht möglich ist. Wissenschaftliche Untersuchungen in den letzten Jahren hoben einwandfrei ergeben, daß durch das Gefrierfleisch Krankheiten sowohl für Menschen wie für Tiere ein- geschleppt werden können/ Bei dieser großen Sorge um die Volksgesundheit wäre es die Pflicht der Agrarier, durch niedrige Preis st ellung der minderbemittelten Bevölkerung den Kauf von Fleisch einheimischen Viehs zu ermöglichen, wenn sie selber an ihr Märchen glaubten. Aber das wollen sie gerade nicht! Sie wollen die Bevölkerung zwingen, entweder hohe Fleischpreise zu zahlen oder aus Fleischkost zu verzichten. Die Gesundheit der Massen ist ibnen gleichgültig. Sie wollen sie gewissenlos aushungern, um ihren Prcfit zu stärken. Stimmt am 4. Mai gegen die Agrarier, die eine neue Hunger- blockade über Euch verhängen wollen! die parte! üer Dauerkrise. Jedem Leser der.Roten Fahne"' muß es auffallen, wie matt und unzulänglich das.revolutionär«'' Organ seit seinem Wieder- rrscheinen redigiert wird. Di« KPD steckt seit Monaten in einer schweren Krise, die zu Mosscncntlassungen uns Maßregelun» gen von Redakteuren, leitenden Funktionären usw. führt und die Partei auf Schritt und Tritt hemmt. Bor uns liegt ein« neue Sondernummer der.Internationalen Pressekorrespondenz", die sich auf 24 doppelspaltigen, eng bedruckten Seiten mit der Krise in der deutschen Kommunistischen Partei beschäftigt. Selbst Spezialkenner, die dazu verurteilt sind, diese endlosen Spalten durchzulesen und alle Kombinationen, Schattierungen� Nuancen, Abweichungen, Richtun. gen Fraktionen in der Kommunistischen Partei zu verdauen, sind nicht imstande diese Arbeit im Handumdrehen zu bewältigen. Um sich in der KPD. heute zurechtzufinden, muß man ein Spezialstudium betreiben. Wir nehmen heute nur einen einzigen Satz heraus, mit dem Edwin Hörnle einen Artikel einleitet, der oergeblich gegen die Gefahren des Putschismus in der KPD. ankämpft. Er schreibt: .Es wäre naiv, zu erklären, daß die schwere und tief« Krise in der KPD. durch die Oktoberniederlage allein verursacht sei. Dagegen spricht schon die Tatsache daß die wichtigsten Fehler. quellen,' die zu der politischen Katastrophe im Oktober führten, viel älteren Datums sind, und zwar letzten Endes so alt wie die KPD. selber. Im Oktober ist eine in der Partei seit langem latente Krise in eine akute umgeschlagen. Um den Charakter der jetzigen Parteitrise genauer zu deflnieren, müssen wir feststellen, daß die Krise keineswegs auf die KPD. Deutschlands beschränkt, sondern mehr rder weniger eine all- gemeine Krise der Komintern ist. Sie setzte auch nicht ein in Deutschland, sondern ttcu beretts im Jahre 1922 in Frankreich, Italien, Rumänien, der Tschechoslowakei usw., ferner im Sommer 1923 in äußerst zugespitzter Form in Bulgarien zutage, sie führte im Herbst 192:) zur Spaltung der norwegischen Partei. Krisenhafte Erscheinungen haben fast jede Sitzung der Erweiterleu Exekutive und Tagungen der Weltkongresse beschästigt." Haben beschäftigt und werden beschäftigen. Denn, so sagt Walter Stoecker:.Die Lage in der deutschen Partei ist überaus ernst" Die Kommunisten bemühen sich, ihre Differenzen mehr oder weniger zunächst im Kreise ihrer Funktionäre auszu- tragen. Sie werden s e hr bald gezwungen sein, mit ihrer neuen Führung zu zeigen, was sie wollen und zw zeigen, was sie können. Ihre eigenen Erzeugnisse beweisen, wie wenig wohl ihnen bei ihren.Fortschritten" und.Siegen" ist. Im Kampf gegen den Reformismus siegt auch bei ihnen, genau wie beim Bürgertum der Flügel, der zu praktischer Politik überhaupt nicht be- f ä h i g t ist, der sie bald genug, mit Thalheimer zu reden,.in den Sumpf oder auf die Klippen" setzen wird. Mbaul Ork der Handlung: Großindustrie. l. Zwei Direktoren, die schon lange abgebaut haben, und ihr schweres Gehalt mühsam ersitzen müssen, entdecken plötzlich ein neues Arbei'sgebiet— den Abbau. Flugs gründen sie die Abbaukommission. Und stellten ein: einen Bureauvorsteher, einen Registtatok, einen Laufjungen und für sich je«ine Sekretärin. Bestellten ferner Briefbogen, Stempel und Schilder mit ihrer Firma.Abbaukommission der Kleinlichwerke G. m. b. H." So ausgerüstet begannen sie ihre Tätigkeit. II. .Was machen Sie?" .Ich führe die Bestelliste" .Schön.— Außerdem find Sie BeUiebsutk?* .Jawohl." .Da haben Sie wohl viel zu tun." »Jawohl." .Sehr viele Sitzungen?" .Jawohl." .Entlassen." .-?-?-' .Ihre Tätigkeit als Betriebsrat können Sie auch draußen ausüben." IIL .Was machen Sie?" .Bureaugänge." .Keine Schreibarbeiten?" .Nein, mein« rechte Hand ist steif." .Entlassen!" „Herr! Ich habe vier kleine Kinder." .E n t l a s s e n l' .Verzeihen Sie," mischt sich der Bureaiworsteher ein,„der Man» wurde von einem Direktionsouto———' .Egal!— Entlassen!" IV. .Was sind sie?" .Propagandaingenienr." .Jude?" .Ja. .Entlassen!" .Verzeihen Sie," mischt sich wieder der Bureauvorsteher ein. .ein wirklich tüchtiger---* .Egal!— Entlassen l" Vl .Wo» machen Sie?" „Ich arbeite." .Was?" „Was mir der Chef gibt." »Sie haben ja den.Vorwärts" in der Tasche." .Wie bitte?" .Sie sind wohl Sozialist?" „Gott sei Dank." .Entlassen!" Keß. Kanüiöaturen. Im 12. Reichstagswahltreis Thüringen(Erfurt«Schmalkalden) haben sich die DeutschnationaleVolkspartei, der Land» bundbezirk Erfurt und die Vaterländischen Der» bände zu einer Vaterländisch-völtischen Vereint- g u n g zusammengeschlossen. Ihr gemeinsamer Kreiswahlvorschlag trägt an der Spitze die Namen' 1. Rittergutsbesitzer von Gold- a ck e r- Weberstedt, 2. Amtsgerichtsrat G r ä f- Eisen ach, 3. G.wert- schaftsftkretär Roth- Berlin. Für den Wahlkreis Hannover-Süd sind als deutschnationale Spitzenkandidaten aufgestellt: 1. Handwerkskammersekretär Dr Erich W i e n b e ck- Hannover(bisheriger Reichstagsvertreter für Hannover» Süd), 2. Hofbesitzer Diederich Logemann-Rathlosen(M.d.L.), 3. Volkswirt Benno Manns- Braunschweig. Der vorliegende Wahlvorschlag der Deutschen Volks- parte! für den Wahlkreis Groß-Hamburg enthält folgende Spitzenkandidaten: 1. Walter Bauch, M. d. R., 2. Ernst Richter, Gauoorsteher im Dcutschnattonalen Handlungsgehilfenverband. wethenden Ktätte des Herstellers wirKlich guter SUgarelten sind be, gnensd. Der Veredl ungsprozess des reinen Orten iie b shs liegi in der Kunsi seiner Verar- heiiung. Wir seiscen das hoch sie fachmännische Können ein in der Auswahl der labake und ihrer Mischungen An zweite Stelle seixen wir die schlichte Hülle, die Ausstattung, in die wir unsere Erzeugnisse ver- pecKen. Dieses sind die werbenden Kräfte unserer, der guten MASSAR V- Zigaretten. Nicht die Hülle, derJnh entscheidet Sie selbst f noM ITMaat Kleine Mass Aus der Partei. = stods Vorträge. Vereine und Verfammlungen. Bolls- Feuerbestattungs- Berein Groß- Berlin( 16. Distrikt). Filmvortrag über die moderne Feuerbestattung am Donnerstag, den 10. April, 7% Uhr, in der Schulaula des Realgymnasiums, Tempelhof, Raiserin- Augusta- Str. 20. Preisnotierungen für Nahrungsmittel. Unsere Kandidatenlifte in der Pfalz. Kaiserslautern, 7. April. Der Bezirksparteitag der Sozialdemo fratie hat gestern nach einem Referat des Genossen Hoffmann den bisherigen Reichstagsabgeordneten Hoffmann Kaiserslautern als Durchschnittseinkaufspreise in Goldmark des Lebensmittel- Einzelhandels je Spizenkandidaten für die Reichstagswahlen einstimmig aufgestellt. Zentner frei Haus Berlin. Ferner wurden nominiert Der Abgeordnete Bruno Körner, Land- Gerstengraupen, lose.. 16,00-17,25| Malzkaffee, gepackt tegsabgeordneter Eduard Clemens- Kaiserslautern und Landtags. Gerstengrütze, lose... 16,00 17,00 Röstgetreide, lose abgeordneter Leonhard Kaiserslautern. Jugendveranstaltungen. Haferflocken, lose Hafergrütze, lose..... Roggenmehl 0/1..... Weizengrieẞ Hartgrieß 70% Weizenmehl Weizen- Auszugmehl Speiseerbsen, Viktoria Werbewoche der sozialist. Arbeiterjugend Gr.- Berlin. Speiseerbsen, kleine.. Heute, Dienstag, den 8. April, abends 71 Uhr: Buchholz: Lokal von Roffad, Hauptstr. 51. Distuffion: Wie ist unfere Frühlingsfeier ausgefallen?" Gesundbrunnen: Gemeindeschule, Bank, Ede Wiesenstraße, Bortrag: ,, Ethit des Sozialismus." Köpenid: Städt. Jugendheim, Grünauer Str. 5, Diskussion: Unsere Wanderfahrten." Mariendorf: Alte Schule, Dorfstr., Vortrag: ,, Demokratie oder Diktatur?" Neukölln III: Jugendheim, Rogatst. 53, Mitgliederversammlung mit Bortrag: Goz. Kultur arbeit." Reukölln VI: Schule Kaiser- Friedrich- Str. 4, Bortrag: Geschichte ber SAJ." Nordost I: Schule Georgenkirchstr. 2, Bortrag: Was erwarte ich Norboft II: Schule Danziger Str., Bortrag: Ginn der JugendDom Leben?" bewegung." Prenzlauer Vorstadt: Badeanstalt Oberberger Str. 57, Hauptpersammlung. Wannsee: Schule Charlottenstraße, Bortrag: ,, Warum bin ich in der SAJ.?" Wilmersdorf: Jugendheim Hildegardstr. 4, Bortrag: Bie der Weltkrieg entstand?" " Abt. Stegli I: Jugendheim, Albrechtstr. 46, Einführungs- Abend für die Schulentlassenen mit besonderem Brogramm. Abt. Westen. Baugewerksschule, Kurfürstenstr. 141( Schiller- und Erfrischungsraum), Eltern- Abend. Programm: Mufit, Rezitationen, Boltstänze, Hans- Sachs- Spiel. Werbebezirk Westen und Teltowkanal. Filmabend: 3h fahr in die Belt", in der Aula des Realgymnasiums, Friedenau, Homuthstraße. Saaleinlaß 7 Uhr. Unkostenbeitrag 40 Pf. Werbebezirk Teltow. Alle Abteilungsleiter werden gebeten, das Fahrgeld Für die Teilnehmer am Jugendtag in Gransee bis zum Sonnabend, den 12. b. M., einzukassieren. Theater, Lichtspiele usw. Volksbühne Staats- Theater, Uhr: OSTERN 7%, Uhr: Ariadne Lessing- Th. Opernhaus auf Naxos Opernhaus Allabend! 8: am Königsplatz Kolportage 72 Uhr: Tiefland Schauspielhaus Deut. Künstler- Th. 6 U.: Nibelungen Allabend! 72: Schiller Theater Eine flor. Tragödie 72 Uhr: Nora Varieté Eine musikal. Kur Deutsch. Theater Th. im Admiralspalast 712 Uhr: HAMLET Kammerspiele 8 Uhr. Allabendlich 73% U. Drunter u drüber Die Weltsensation D. Wund. d. Schatten Vom andern Ufer Deutsch. Opernhaus Gr. Schauspielhaus Uhr: Carmen 72 Uhr: Boccaccio Theater i. d. KöniggrätzerStr. 8 Uhr Wenn der neue Wein blüht Pattiera, Andey, Seinemeyer, Schützendort Intimes Theater 3: Crêpe Georgette usw. Lustspielhaus Donnerst., 10. April Komödienhaus Eröffnung der 8U.: Zwei um eine Lustspiel- Saison Der scharfe Löwe Burlesker Schwank in 3 Akten von Heinz Ullstein Metropol- Theater Berliner Theater 7.30 U.: Das Weib im Purpur Theater am 734 Uhr: Karneval Nollendorfplatz 7.30: Die der Liebe von Walt, Bromme Perlen d. Cleopatra Neues Theat. a. Zoo SCALA Täglich 8 Uhr: SchattenWunder und Ausland712 Uhr: LILLY FLOHR in Meine Tochter Otto iheaters.d.Kommandantenstr U. Das Radiomädel Kurt Vespermann Edith Karin Wallner- Theater SU.: Mad. Pharao Ermäßigte Preise! Sensationen Rose- Theater Internation. Varieté 73 Uhr: Robert und Bertram Täglich 8 Bohnen, weiße, Ierl Langbohnen. handverles. Linsen, kleine Linsen, mittel Linsen, große Kartoffe mehl Makkaroni. .. *** .. 23,00-25,00 16.50-15,00 15,75-16,00 Kakao. fettarm 100,00-125,00 16,00-16,50 Kakao, leicht entölt 139,00-153,00 12,75 14,00 Tee, Souchon, gepackt. 350,00-420,00 18,00-19,00 Tee, indischer, gepackt. 425,00-500,00 22,00-25,50 Inlandszucker basis mel. 40, 42,50 14,50-16,- Inlandszucker Raffinade 42,50-44 50 17,60 21,00 Zucker Würfel. 46,00-48.00 19,00-22,75 Kunsthonig 36,040,00 14,00-17,00 Zuckersirup hell in Eim. 49,00 20,25-24,50 Speisesirup dunk. in Eim. 33,00-35,00 3,00- 32,5 Marmelade Eintr. Erdb. 108,00-120,00 26,00-35,00 Marmelade Vierfrucht 40,00-48,00 36,50-42,00 Pflaumenmus in Eimern 45,00-48,00 43,00-49.50 Steinsalz, lose.. 3,20-3,80 16,0-18,00 Siedesalz. lose 4.00- 4,60 40,00-45,00 Bratenschmalz in Tierces 67,00 36,00-37,50 Bratenschmalz in Kübeln 68,00- 68,50 ... 66,50 67,50-68,00 46,00-50,00 46,00-48,00 56,00 48,00-52,00 76,00 Makkaronimehl Schnittnude.n, lose. 20,00-25,00 Purelard in Tierces Bruchreis 15,25-17,50 Purelard in Kisten Rangoon Reis 17,00 20,00 Speisetalg in Packung Tafelreis, glasiert, Patna 27,00- 31,00 Speisetalg in Kübeln Tafelreis, java 31,00-36,60 Margarine, Handelsm. 1 Ringäpfel, amerik..... 100,00-105,00 desgl. Il Getr Pilaumen 90/100 43,00-48,00 Margarine, Spezialm. I.. Pflaumen, entsteint 55,00-60,00 desgl. II. 60,00-65,00 Cal. Pflaumen 40/50 80,00-85,00 Molkereibutter i. Fässern 170,00 Rosinen in Kisten, Candia 75,00-95,00 Molkereibutter in Pack. 170,01-175,00 Sultaninen Caraburnu.. 80,00-100,00 Landbutter 145,00-154,00 Korinthen, choice 80,00-85,00 Auslandbutter in Fässern 170,00-175,00 Mandeln, süße Bari 14,00-160,00 Auslandbutter in Packg. 175,00-180,00 Mandeln, bittere Bari.. 135,00-150,00 Corned beef 12/6 lbs p. K. 35,00-36,00 Zimt( Cassia) 110,00-120,00 Speck, gesalzen, fett... 62,00-67,00 Kümmel, holländischer. 155,00-165,00 Quadratkäse... 30,00-40,00 Schwarzer Pfeffer singap. 103,00-111,00 Quarkkäse 35,00-50,00 Weißer Pfeffer 138,00-148,00 Tilsiter Käse, vollfett 120,00-125,00 Rohkaffee Brasil 180,00-250,00 Aus!. ungezuck.CondensRohkaffee Zentralamerika240,00-300,00 milch 48/16. 22,50-25,00 Röstkaffee Brasil 240,00-280,00 Inländische desgl. 48/12 18,00-19,00 Röstkaffee Zentralam... 320,00-400,00| Inl. gez. Condensm. 48/14 28,00-29,00 Heutige Umrechnungszahl 1000 Milliarden. Uhr: Kammer- 6per Lützow| Kleines Theater str. 112 Tägl.< Uhr: Regie: Dr. Georg Droescher- Mus. Leit.: Dr. Ludwig Mis. Die Gegenkandidaten Täglich wechselnder Spielplan! Komödie v. L. Fulda im Theater Trianon- Theater Tägl. 8 Uhr: Große Volksoper des Westens 7/, Uhr: Ein Maskenball Lustsp. v. R. Lothar Die nackte Tänzerin . Central- Theater Direktion: Karl Heinz Wolff Alte Jakobstr. 30-32( nahe Spittelmarkt) Täglich 8 Uhr Der dumme August Musik von Rud. Gfaller Der wahre Wert elnes Gelfenpulvers liegt in feiner fachgemäßen 3ufammenfeßung. Gelfenpulber und Geifenpulver in ein großer Unterschied! Es liegt auf der Hand daß minderwertige Erzeugnisse der Wäsche nicht nüblich find Dirin Dentel's bellebtes Gelfenpulber if ein Gelfenpulber von großer Erglebigkeit u. bervorragender Waschwirkung. Geine Berwendung fichert forgfältige Behandlung der Wäsche und 9 billiges Waschen Snight sin uns Топедиивейв Jun Kufs kson fält sin Sete DOT SOTA Radio Radio DOTA OR BARETTEN COMPANY frpt. DOTA- Radi din 24 Zigentn Residenz- Th. Tägi. 8 Uhr: Die junge Welt. Ab Fre tag. d 11 cr. Hinkemann Tragöd. in 3 Akt.von Ernst Toller Friedr.- Wilhelmst. Th. Untergr. Stettin.Bhf Heute 8 Uhr Der große Lustspiel Erfolg Junggesellendämmerung Schw v. Impekoven Casino- Theater Lothringer Str. 37. Tagl. 8 Uhr Trotz d. gr. Erfolges nur noch b. 17. April Die Mali vom Steinhof Oster- Sonnabend zum 1.Male: Pummels Martha Berl. Volksstück in 4 Aufzügen Ctablisse Zielka Friedrichstr. 60 Ecke Leipziger Str. Varieté/ Kabarett im gr. Konzertsaal und Margaretensaal Täl.pünk.1.70. Das neue gr. Progr. der Ereignisse Paul Beckers Fr. Sylvaré Jean Morean Tägl. 4, Uhr Große NachmittagsVorstellung Große Billardsäle WINDORTEN Varieté- Spielplan Rauchen gestattet! 4 Olitzki Maertens gerten Sport. Rennen zu Mariendorf am Monfag, den 7. April. 1. Rennen: 1. Johannistäfer( W. Krauß), 2. Federnelle( F. Schmidt), 3. Karneval( J. Mills). Toto: 18: 10. Platz: 10, 10: 10. Ferner liefen: Niagara I, Herztönig. 2. Rennen. 1. Crassus( G. Lautenberger), 2. Manzenaros( Großmann), 3. Imperialist( I. P. Allen). Toto: 18:10. Plat: 11, 15, 12: 10. Ferner liefen: Calome, Goudster, Corona Mc. Kinny, Almart, Copal, Lindenhofer. 3. Rennen. 1. Durchbruch(( 3. Lautenberger), 2. Verdun( H. Vaade), 3. Kufertrud( W. Lemzer). Toto: 191: 10. Blag: 62, 18, 31: 10. Ferner liefen: True For, Willy I, Cobra, Josef, Albatros, Jung Bergfried. 4. Renne it. 1. Alpenser( J. Mills), 2. Koronna( F. Schmidt), 8. Margot I( H. Schleusner). Toto: 18: 10. Blat: 11, 20, 21: 10. Ferner liesen: Pontresina, Simpel, als 3. disqualifiziert, 80 Prozent der Blatwetten zurüd, Clärchen M, Lady Petaurist, Fred Wilkes jr. 5. Rennen. 1. Pez( Großmann), 2. Erbse( Absmeier), 3. Barones Ly( J. Mills). Toto: 23: 10. Plat: 10, 10, 11: 10. Ferner liesen: Interpellant, Florian( disqu.), Homer, Olloy B, Klud, Princeß B, Cadia Agwortby, Interessent, Cleo Watts, Frantenstein. 6. Rennen. 1. Allenstein( Köpfe), 2. Nebel( Behns), 3. Jadon jr. ( Bert). Toto: 98: 10. Plat: 18, 18, 20: 10. Ferner liefen: Heideprinz I, clips, Barometer, Mädel, Sybill, als 3. disqualifiziert, 80 Prozent der Blazwetten zurüd, Edinbard, Jallus. 7. Nennen. 1. Edeltochter( L. Weiß), 2. Feuerwehr( J. P. Allen), 3. Sitthicher( 3. Mills). Toto: 11:10. Platz: 11, 18: 10. Ferner lief: Gaffenmädel. 8. Rennen. 1. Baron Arworthy( 3. Lichtenfeld), 2. Paul B.( J. Mills), 3. Barde( Hs. Schleusner). Toto: 25: 10. Blag: 23, 19: 10. Ferner lief: Bechfadel. ei spröder Haut rauhen, roten, aufgesprungenen Händen verblüfft KOMBELLA- CREME durch die schnelle, wohltuende, heilende. verjüngende Wirkung. Es gibt nichts Wirksameres als KOMBELLA KOMBFLLA CREME DM 11(@ KOMBELLA- SEIFE JOE LOE 24 Aus Herra and Fran Batter's Flitterwochen Meine lieben Freunde! Auch ich möchte nicht dieses Familienfest vorüber gehen lassen, ohne Ihnen von meiner Tochter Jo sephine, genannt Fifi, geb. Frischmilch, nunmehe Frau Butter, eine kleine Charakterstudie zu geben. Ich will Ihnen in kurzen Worten sagen, daß ich zwar anfangs gegen diese Ehe war, dab aber meine ganzen Einwände über den Haufen geworfen wurden, nachdem ich erfahren hatte, dab meine kleine Fi heimlich einen Haushaltungskursus genommen hat Denn bekanntlich geht die Liebe durch den Magen, und von der Liebe allein kann ja der Mensch nicht leben. Und nun bin ich vollkommen beruhig nachdem mein lieber Schwiegersohn Eduard mig gesagt hat, seine junge Frau habe ihm hoch und heilig versprochen, in ihrer Küche nur den Großes Stern, Original Haselhorster Margarine zu verwenden. Sie ist in allen einschlägigen Geschäften zu haben. Mit Frischmilch eus eigener Meierei verbuttert. In Buttergeschmack und Nährwert unübertrefflich Luisen- Theater Theater a. Kottbus. Tor Reichenberger Straße 34. Ab 1. Apri 1924 1ägl. 712 Uhr Sonntag 3 Uhr nachmittags Die OriginalElite- Sänger Horst, Ruselll, Gröning, Schubert, Rieß, Fanther und Bobby Walden Dr Kottbuser Str.6 Heute 8 Uhr u Sonntags nachmittags 3 U.: EllicSänger in neuer Besetzung! Dazu: Gastspiel in ihrem neuen vollständig. Programm Alex Stamer Walhalla Reichshallen- Theater Theater der urkom. Sachse Täglich& Unr. Quittungs- Marken Weinbergsweg Sonni. nachm. 3 Uhr Seit 45 Jahren Spezialität 15 Weltattraktionen Theater Folies Caprice Täglich 8 Uhr Stettiner Sänger Consad Müller, Schkeuditz- Leipzig. A Komponisten im Olymp Dönhoff- Brettl Anfang 8 Uhr KLEINE ANZEIGEN Jeden 1. u. 16. neues in der Gesamtauflage Programm! des Vorwärts" sind Onkel Cohn PATENTE Schw y Reiflingen Dr. Bogdahn, Geschäfts d. Treuh.- Verein berat. besonders wirksam und trotzdem mi: Max sehr billig! WIEN BERLIN Jägerstr.63 AMFANG 8 Uhr Das größte Programm! 10 Schlager Sonnabendu Sonntag at Nachmittags- Vorstellung Die bekannte warme und Falte Küche. Verkauf nur soweit Vorrat Besonders preiswerte Angebote in Mengenabgabe vorbehalten Sport- Geräten und-Bekleidung Tennis- Artikel alle bekannten Markenschläger wie Hammer, Rogge, Gordon und Rolthner sind vorrätig ohne Tennisbälle olme Jahreszahl... Stück 95Pf. Tennisbälle Harburg- Wien, Dutzend 2000 Tennisbälle Continental..... Dutzend 2000 Tennisnetzeltä, mit 3300 33⁰⁰ 36⁰⁰ # 526NIF Wandersport Trikotst., Schillerkrag: 495 2000 Wanderhemden inke Aussentasche... Gr. 8 Zeltsahnen in Friedensqualität..... Stack Wander- od. Zeitlaterne sammenleg 200 bar.... Stück Rucksäcke starkes, grünes Segeltuch, mit Rindiedertragriemen und Vortasche... kräft. Jagd lein., Rucksäcke Regenklappe, Vortasche, echte Vollrindledertragriemen isolierflaschen 1 Inhalt, mit Alum.- Becher u.Oberteil 375 575 95P Pf. Original- Thermos 145 11. mit Aluminiumgarnitur, schwarz lack. Für den Rudersport Gr. Gr. Gr. 250 Gr. 265 280 6.295 Gr. 2 Rudertrikot glatt, weiss,% Arm, prima Qualität.... 2 Ruderhosen blau, mit doppeltem Sitz....... 950 Ruder- Satinhose für Damen, BreechesBlaue Yachtklubmütze...... 575 690 Rudertaschen Ange 42 cm. zusammenlegbar, Bügel- 1050 form. tesche Austthrang reine Wolle Klubjacke Oelmantel gelb Oeljacke Oelhose 3 260 Gr. 275 Gr. 290 Gr. 300 3 5 mit Kapokfüllung, runde Form, mit Fußball- Artikel prima Rindleder... Grösse 5 51150 Fussbälle ohne Blase Fussbälle ohre Blase, mit Biese, Grösse 5 1250 Grösse 5 85P Fussballblasen.......... Grösse 5 Hockey- Artikel sliber: 1250 Sp 1250 Greif 1025 Rettungssitzkissen braun Begeltuch. 720 Rettungssitzkissen Kapkoll 1100 squ Kapokfüllung... Rettungsringe! Durchmess. 800 Durchmess 900 Doppelpaddeln fear... pro Paddel 1050 Stechpaddeln.......... TO von 2750 2400 & n 1750 1050 Oelschlüpfer für die Strasse branchbar.. schwarz, Raglanschnitt, auch Hermann Leipziger Str. Alexanderplatz Frankfurter Allee Gardinen u. Decken zum Osterfest besonders billig! Künstler- Gardine Tourewebe kräftiges 3 teilig Tüll 550 Bettdecke für 2 Betten Tallu. 12.50, 8.50 Etamine- Garding mit EinEtam, sehr apart, Stück 18, 14,50 Sätzen 875 Bettdecke für 1 Rett verschied. eleg Ausf, 3 teilig, 14, 11.50 Madras- Garding in verschied. 3 teilig. 16 50, 13, rungen. Muster Stück 9, 7.50 950 550 Farben, 50 Diwandecken, Phantasiegew. 1250 1050 325 Steppdecken, doppelseitiger Etamine- Halbstores mit EinVolant. sätzen u Stück 750, 6, Gardinenstoffe Breite 95 Pf. Mtr.1 40,1 15 verschied. Farb. Stck 17.50 Satin, Handarbeit, la Qualität. Stück 24ºº 00 Halbstores it Filet- Gipure- Fries and 1850 br.Spitze, z- Anssuchen Stck. Nur wenn Sie dieses Inserat mitbringen, erhalten Sie 5% Extra- Rabatt Gardinen Herzig Dresdener Straße 124, 1. Etage, am Kottbuser Tor Aufpassen! Man irrt sich, mein Geschäft befindet sich nur 124, kein Laden Siermit allen Freunden und Bekannten die tranrige Nachricht, daß unser lieber Bater, Schwieger- und Großvater, der Glasmacher Ferdinand Philipp am Gonntag, den 6. April, im Alter von 60 Jahren nach langem fchweren Leiden sanft entschlafen ist. In tiefer Trauer Louis Philipp und Familie Ernst Philipp und Frau Louise Philipp Klara Philipp Die Eindscherung findet am Freitag, den 11. April, nachm. 8 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg statt Danksagung. Für die vielen Bewerfe herzlicher Teilnahme anläßlich des Hinscheidens meines lieben Mannes sage ich im Namen der Hinterbliebenen allen Genoffinnen und Genossen meinen herz lichen Dant. Insbesondere banke ich dem Genoffen Crispin für die warmen Freundschaftsworte am Garge des Entfchlafenen Fau Elise Günther. 66666 MarkenZigaretten 30 40 federleicht zusammen500 Rudertische mit Rollplatte, zusammen- 1050 legbar Hängematten prima Hanfschnur, mit Stab 750 Wasserflaschenir.3 Ltr.3 Ltr. 3 Ltr. 4 3005330749010450 Tiefz 34 Leipziger Str. Alexanderplatz Frankfurter Allee Rogge schi zial land Hammersion 775Deutsch- 1050 Spe- 1250 Brustausdehner mits ( Expander) Stahl. Fahrräder 3 4 5 6 Ringen 4.90 600 750 895 Segelkajaks Klinkerbau 5 Quadratmeter Besegelung, Rumpf Elche, 1. Gang Bowie Deck Mahagoni, mit Besegelung 00 450⁰⁰ Arbeitsmarkt Stellengesuche 36926 Johannes Dietz hat die nachträgliche Leihhaus Rofenthalertor, Linien- Piano, Harmonium mit ZahlungsGenehmigung der auf dem Grundstücke ftraße 203/204, Ede Rosenthalerstraße, Erleichterung, Sendler, Piano, Har Berlin, Klosterstr. 44 bereits in Betrieb verkauft: Kreuzfüchse 8.-, Wolfsgiegen moniumfabrik, Dresdenerstraße 21. befindlichen Geirenfabrik beantragt 12- Sämtliche Belzarten. Spottbillige Pianos 420.-, Oranienstraße 63. Etwaige Einwendungen gegen diefe An- Sommerpreise. Damenmäntel, Anzüge lage find bei dem unterzeichneten Stadt- 17- Taillenmäntel, Schlüpfer, GummiAbgebauter Parteigenosse, Kriegsbe ausschuß binnen 14 Tagen, vom Tage mäntel sensationell billig. Neuwaren. fchädigter, 40 Broz., Berufswechsel, fucht nach der Veröffentlichung ab gerechnet. Kreuzfüchse 10, 8iegen 18, Belz- Rennmaschinen! Straßenrenner, bild- eine neue Existenz. Angebote Z. 30 schriftlich in doppelter Ausfertigung oder jaden 60, Eportpelze 65, Gehpelse 135, schöne Göricerenner, Brennaborrenner, Saupterpedition Borwärts. Au Prototoll anzubringen. Nach Ablauf Damen- Belzmäntel aller Art. Ferner Bittoriarenner, Waffenradrenner. Breisdiefer Frift können Einwendungen nicht anzüge 18 bis 35, Schlüpfer 17 bis 38. abbau. Schlawe, Weinmeisterftr. vier. mehr erhoben werden Beschreibung und Gardinen. Teppiche. Wäsche, BettgarniReichnungen der geplanten Anlage liegen turen enorm billig im Gelegenheits Ter in unserem Bureau, Berlin C 2, Baisen taufhaus Morigplatz 58a. ftraße 27, 1 Tr, Zimmer Nr 25, an den auf Serrengarderobe Geschäf.stagen in der Zeit von 9 bis Teilzahlung. 2 Uhr während der oben be eichneten Teilzahlung, fertig und nach Maß, lie- 0.85. Frist zur Einsicht aus. fert Busewen, Kantstraße 5. Stellenangebote Gürtler auf Rohrarbeit( Bettstellen) verlangt Eisenmöbelfabrik S 73/1 182/11 Reinhold, Südufer 24/25. Damenfahrräder 75.- FahrradhändErmäßigung. Schlawe, Wein- fofort meisterstraße vier. Fahrradmäntel! 2.95, Luftschläuche Schlawe, Weinmeisterstraße vier. Kaufgesuche Fahrräder fauft Linienstraße 19 10 Bur mündlichen Erörterung der recht- Elegonte Herrengarberobe fauft ieber. zet ig erhobenen Einwendungen wird mann noch zu billigsten Grundpreifen. vor unserem Kommissar, Stadtinspektor Anzüge, Cutawans, Ulfter. Sportpelze. Kunde, auf Mittwoch, den 23. April Gummimäntel, Sofen. Joppen arößte 1924, vormittags 9 Uhr ebendaselbst, ein Auswahl. Fahrgeld wird vergütet. Termin anberaumt, zu dem der Unter- Bindel, Invalidenstraße 20, am Stet. Rahngebiffe, Gilberfachen. Zinn, Blei, nehmer sowie die Widersprechenden unter tiner Bahnhof. Quecksilber, Goldschmelze Christionat, der Eröffning geladen werden, daß auch Köpenickerstraße 39( Adalbertstraße). Der Stadtausichuh Berlin, bf. 1 Leihhaus Brunnenstraße 5, Rosenbei ihrem Ausbleiben mit der Erörterung thaler Tor, bekannt durch erstklassige Fahrradanlauf, Freilaufräder, höchft. der Einwendungen vorgegangen wird. Berlin. den 29 März 1921. Waren in prima Selbstverarbeitung. zahlend Brückner Gitschinerstraße 78.* Anzüge 36, Ulster 28, Taillenmäntel 36, Drahtsaitige und freuzfaitige Bianos Cutaways 35 Mart. Kreuzfüchse aller fucht Morigplatz 16 224. Art, Sportpelze, Gehpelze, Belzmäntel. Billarbbälle, Elfenbein, lauft Dinger, Belziaden auffallend billig. Reine Lom Prinzenstraße 75. bardware. Schneider. Die Firma Gornitzky, Geifenfabrit. Gm.b S., beabsichtigt de Errichtung einer Geifenfabrit in Berlin- Pankow auf dem Bfanbleibhaus Schönhauser Allee 115 Grundstücke Bollantitraße Nr. 95. Möbel Autozubehör Unterricht ( Nordring)! Spottbilliger RiefenverEtwaige Einwenbungen gegen biese Antauf! Herrenanzüge 25.- Belzwaren, Rugellager, Autozubehör auft Golu lage find bei dem unterzeichneten Stadt- Gardinen, Federbetten halbumsonst! bew. Schönhauser Allee 127. ausichuß binnen 14 Tagen nach der Ber- Neuwaren! öffentlichung ab gerechnet, schriftlich in billight bei doppelter Ausfertiguna ober zu Brotofoll Herschdörfer anzubringen. Nach Ablauf dieser Frift Rosenthaler Str. 50. tönnen Einwendungen nicht mehr erhoben Credit Rath. Schlafzimmer, Speise werden. Beschreibung und Zeichnungen simmer, Einzelmöbel, Bolsterwaren. Technische Privatschule Dr. Werner, Marken- der geplanten Anlage liegen in un rem Bequemite Teilzahlung. Elfaffer Bureau, Berlin C. 2, Boifenftr 27, 1 Tr, ftraße 44 I, Oranienburger Tor. Schokoladen Bimmer Nr. 25, an den Geschäftstagen in Rehfeld, Badstraße 34, moderne AnBrocken, Osterartk. ber 8eit von 9 bis 2 Uhr während der richtetüchen 98, gebrauchte Rüchen 30. Negerküsse, Kakao etc. oben bezeichneten Frist zur Einsicht aus Rehfeld, Badftraße 34, Diplomaten, Großhandig. Streeker Bur mündlichen Erörterung der rechtRegierungs- Baumeister a. D., Bert Neanderstraße 3. Maschinenbau, Elet. trotechnit. Abendlehrkurse. EINRICHTER für Schraubenautomaten, Gystem„ Offen bach" und Buttig", tüchtig und zuver läifig, geiucht. Angebote unter 0. S. 8934 Rudolf Moffe, Frankfurter Straße 101.Tüchtige Metalldrücker gegen höchsten Lohn suchen Rheinische Metallwerke Aktienges. Köln- Hönenberg, Adalbertstr. 9 Redakteur gesucht! Die Frankfurter ,, Volksstimme" sucht ür die Zeit von Anfang Mai bis September eine tuchtige Kraft, diewährend der Ferienzeit der Redakteure, sowohl in der politischen, wie in der lokalen. Redaktion aushelfen soll. Flotte Sienographen bevorzugt. Offerten nebst Gehaltsansprüchen sind bis 20. April zu richten an de Stralauer Str. 32 Beitig erhobenen Einwendungen wird vor Eiche 75, Tiſche, Rohrſtühle, neu, 4.95. Verschiedenes Vorsitzenden der Pressekommission am Molkenmarkt 99999 Unseren treuen und allzeitbewährten Funktionären Ida und Gustav Gehrke zur Silberhochzeit die herzlichsten Glückwünsche Die Funttionäre der 94. Abteilg. Deffentlicher Vortrag des indifch. Sozialisten u. Freiheitskämpfers Eli Gandhi Allerheiligenstr. 57. 180/6 unserem Rommissar. Stadtinfpettor Kunde, Rehfeld, Badftraße 34, aroße Ausaut Mittwoch, den 23. April 1924, vormittags wahl gebrauchter Einzelmöbel. Berfand auskunftei Friedrichstraße 127. Unter 136 000 Ratsuchende! Die große Rechts. Konrad Broßwitz, Frankfurt a. M., 10 Uhr ebendafelbft, ein Termin anberaumt, auch außerhalb. Oranienburger. grundbahn Ununterbrochene zentrale. zu dem die Unternehmerin sowie die Wider Rehfeld, Babitraße 34, Ankleide fprechenden unter der Eröffnung ge'aben schränte, Eiche. Nußbaum, mit tunden. werden, daß auch bei ihrem Ausbleiben Spiegel 95. mit der Erörterung der Einwendungen vorgegangen wird. Berlin, den 3 April 1924. Der Stadtausschuß Berlin, Abt. I Schneider. Verkäufe Всолев Sprech Auskunft, Untersuchungen. Sebamme Rehfeld, Badstraße 34, Shlefsimmer Bottig, Ede Dieffenbachstraße 54, 850 Speifezimmer 495 Herrenzimmer 475. Gräfeftraße. Rottbufer Bride. Meffingbetten, Doppelbetten, Metall. Gewiffenhafte Untersuchung. betten mit Auflage 29.50 Rinderbetten fahrene Hebamme Sildesheim, Bülow mit Auflage 25.- Chaifelongues 12.- ftraße 62. Deden 15.- Teilzahlung. Lieferung fofort. Meide Auguststraße 82a. Schlafzimmer, Eiche, breiteiliger An Vermietungen Mietgesuche Er. fleideschrank, aparte Ausführung, tomDeutscher Metallarbeiter- Verband plett. nur 450.-, Speiſezimmer, Eiche. Höhenwagen durch Plattenaufbau auf mit Standuhr, komplett nur 525.meine großen prima Leiter- und Rasten- Gelten aünftige Angebote. Nur einmal Junger Mann fucht Schlafstelle oder Nie vorrätig. Möbelausstattungen Drimmer möbliertes Rimmer Achtung! Metallschleifer Achtung am Mittwoch, 9. April, abbs. 8 Uhr, wagen felbit leicht herſtellbar. Nähe Wedoing. Die Sperre über die Firma Steiner, im großen Saal Sophienftr. 18, über niderstraße 71, Sof. Rein Laden. brigite Preise nur bei Tagner, Röpeu Salpern Brunnenstraße 33. Elfaffer. Breisangabe erbeten unter 100 Bor ftraße 37. am Oranienburger Tor. das Thema:„ Der Arbeiter am wärtsspedition Müllerstraße 34a. 72/20 Naumann- Rähmaschinen für Sausge- Klubgarnituren, Tischdecken 7.90, Wir suchen Werde niemand zum Arbeitswilligen! Scheideweg u. Wege zur Rettung". brauch und Gewerbe. Teilzahlung. Re- Diwandeden 9,50, Rorbieffel 7.50. Läufer eine Anzahl tüchtige Allen Ständen, die dem deutschen Bolte an- paratur- Berkstatt für alle Systeme. ftoffe 1.75, Teppiche, Brülden. Siebert, Oranienstr. 6, besteht weiter. 164/20 Die Ortsverwaltung. gehören und allen Berufen, die nach Licht Emil Salbarth, G. m. b. S.. Friedrich Große Frankfurterstraße 33. Bootsbauer Roftenbeitrag. Achtung! Achtung! Die Situng der engeren Ver- und Wahrheit ftreben, werden Wege ge- ftraße 55a. Merkur 6268. Möbel- Lechner, Brunnenstraße 7, am geigt, wie bas Bolt wieder durch eigene waltung fällt heute, Dienstag, Kraft den Aufstieg in die Wege leiten tann. Fabrit neuer Maschinen erittlaffiger preiswert. Große Auswahl. Auf Wunsch lohn. Gute, billige Nähmaschinen extra billige Breife. Rosenthaler Plak. Möbel jeder Art fehr geg. hohen Stundenumständehalber aus. Es wird dringend um recht zahlreichen Fabritate. Gelegenheitstäufe Besuch gebeten wenia Rahlungserleichterung. Lieferung franto Unterfunftsmöglicht. gebrauchter Maschinen mit voller Ga- Haus. u Verpfleg. vorhand. rantie. Eigene Reparaturwertftatt. Fischer, Botsdamerstraße 103. Wichert, Elfafferstraße 20, empfiehlt Fahrtoften 11. Slaffe gutgearbeitete Speisezimmer, Herren- werden bei Arbeits Geglermügen taufen Sie vorteilhaft aimmer, Schlafzimmer. Einzelmöbel. Gentritt rüdvergütet. im Engroslager Naunynstraße 35, par- fchäftsprinzip: Großer Umfag, aller- Kölner Holzbauwerke, terre( Oranienplag). billigste Preise. G. m. b. S., Spottbillige Stühle, Rüchenstühle 2.50, Abtlg. Bootsban. Bekleidungsstücke, Wäsche usw. birkene Rohrstühle 6.50, eichene Stühle Bureaus u Fabriken 7 50. Bichert, Elfafferstraße 20. in Köln- Kalfcheuren. Credit- Rath, Herrengarderobe, Künst Metallbetten, Auflegmatrahen, Batent- Berften in Gürth bei Köln. Tergardinen, Madras, Stores, Tisch- matragen, Chaiselongues Walter. Star und Diwandeden, Bettwäsche, Teppiche, aarberitrake achtzehn. Läuferstoffe. Bequemste Teilzahlung. Metallbetten Wenger, Doppelbetten, Elfafferstraße 44 I Dranienburger Tor.Kinderbetten. Rüchen billig. Auguft Maulwurfschals, Biberetteschals, Pelz- Straße 63. Teilzahlung bei kleinster Anzahlung Möbel- Teppiche in gediegener Qualität Schlaf-, Speiseund Herrenzimmer Küchen Kiubgarnituren Einzelmöbel Brücken, Läufer, Linoleum- Läufer und-Teppiche Gardinen Halbstores Bettdecken Diwandecken Steppdecken Fertige Betten Meine Preise sind so billig und die An. zahlung so klein, dass jeder kaufen kann BEISER Lothringer Strasse 67 mäntel, prima Ausführung, fent 150.-, Windhorst Möbeltischlerei, Brunnen250.- Belgjade 75.- Weißfüchfe, Sil- traße 162, verkauft bireft an Brivate berwölfe, Sportpelae, Gebpelze Breife be- möbel. Großläger in Speifezimmern, beutend reduziert. Goldmann, Rottbuser Serrenaimmern. Schlafzimmern, Rüchen, Tor, Eingang Dresdenerstraße 136. Einzelmöbeln. Qualitätsarbeit. aller Monatsanzüge, getragene, billigft. Besuch unbedingt lohnend. Gummimäntel, Taillenpaletots, Jadett- Erzähle schön Deinem Mann, was anzüge, Gehrodanzüge verkauft gegen das Möbelhaus Kamerling. RastanienAuszahlung spottbillig Alerander- allee 56, alles bieten Bann. Eweife ftraße 28a, hochparterre. Gesellschafts- zimmer, fomplett, 475, Gobelinsofas 85, anzüge leihweise. neue Leihhaus Spiegel, Chauffeeftr. 7, vertauft erstklassige Anzüge und Ulster von Klubfeffel 68 Goldmark. Musikinstrumente 25., Taillenmäntel 35., Füchse aller Bianos preiswert. Alaviermacher Art 12., Belajaden 50. Belamäntel Sint Brunnenstraße 35. 130.-, Sportpelze 60.-, Gehpelze 150.Schrankapparate, Tiſchapparate, erftan. Reine Lombardware. Flaffigste Tischlerarbeit mit LugusausDauerwäsche, Reparaturen. Reichenstattung, 30 Prozent unter Ladenpreis. bergerstraße 7. Grüßmann, Markgrafenstraße 16, III Tr.* Leihhaus Brangelstraße 92. Billiger Pianos. Bahlungserleichterungen. Berkauf von Betten, Gardinen, wäsche Affer, Flensburgerstraße 1, Bahnhof und Kleidungsstücken. 36796 Bellevue. Berleih Don Gesellschafts- Analgen Flügel, Pianos, Harmoniums ftändig Brunnenstraße 4. * Gelegenheiten. Rabenstein. Münaftr. 10° Anzüge 17, Gummimäntel 12, Kreuz- Bianofabrik gibt Pianos. Flügel, füchse 8, Wolfsziegen 12, Federbetten 10, Harmonium auch an Brivate unter Bettwäsche, Neuwaren. Leihhaus günstigen Rahlungsbedingungen ab. Reinidenberferitraße 105, Stettelbedplay. Steinmeyer, Branienstraße 166 II > tellenangebote finden im Vorwärts besteBeachtung Zum möglichst sofortigen Eintritt perfekte Schwachstrom- Monteure gefucht, die in Zentralbatterie- u. Reihenschaltungsanlag. firm find Tariflohn 72 Pf. Bewerbungsschreiben möglichst mit Zeugnisabschriften unter Angabe der bisherigen Tätigkeit an Privat- Telephon- Gesellsch. Hamburg, G. m. b 5. Hamburg, Hohe Bleichen 31/32. Tüchtige branchekundige Verkäufer für die Abteilungen Kleiderstoffe Leinen- und Baumwollwaren Teppiche Möbe stoffe Gardinen sofort gesucht. Meldungen von 12-2 und 5-7 Uhr. Jandorf& Co. Kottbuser Damm 1