Nr.169 41.Jahrgang Ausgabe A nr. 84 Bezugspreis: Böchentlich 70 Goldpfennig voraus zahlbar. Unter Areuzband für Deutschland. Danzig, Saar- u. Memelgebiet, Defterreich, Litauen, Luxemburg 4,50 Goldmart, für das übrige Ausland 5,50 Goldmari pro Monat Der., Borwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und 8eit" mit..Gied. lung und Kleingarten". fowie der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Frauenbeilage ,, Frauenwelt" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adreffe: Sozialdemotrat Berlin Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 10 Goldpfennig 100 Milliarden Anzeigenpreise: Die eini paltige Nonpareille. zeile 0,70 Goldmart, Retlamezeile 4.- Goldmart. Kleine Anzeigen" das fettgedrudte Wort 0,20 Gold mart( auläffig awei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 0,10 Goldmart. Stellengesuche das erfte Wort 0,10 Goldmark, jedes weitere Wort 0.05 Goldmart. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familienanzeigen für Abonnenten Reile 0,30 Goldmart. Eine Goldmark- ein Dollar geteilt durch 4,20. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW 68, Lindenftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr frith bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Donhoff 292-295 Berlag: Dönhoff 2506-2507 Mittwoch, den 9. April 1924 Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Postscheckkonto: Berlin 375 36- Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft. Devontentaie Lindenstraße 3 Unser Landesverrat. Was stand in dem Göz- Brief?- Kommandiert Kahr die Reichsjustiz? Das republikanische Wizzblatt Lachen links" bringt in feiner neuesten Nummer ein Bild, auf dem man sieht, wie ein Zivilist unter schweren Mißhandlungen von einer bewaffneten Bande weggeschleppt wird. Eine Justitia mit Schiefer Woge und einem tätowierten Hakenkreuz auf dem Arm tritt auf den Anführer zu und fragt ihn, was der Mann verbrechen habe. Der Anführer, der einen noch rauchenden Revolver in der Hand hält, anwortet:„ Er hat Landes verrat begangen, er hat behauptet, mir wären bewaffnet." schützen usw. Und mun laffen wir ihn von seinem Bürgerbräuabenteuer wieder selbst erzählen: Wie ich durch ein Nebenzimmer gehen will, treffe ich auf Boften, die nur Offiziere Sort einließen. Ich ging hinein und wollte nich halt totlachen, wer war da drin? 58 Juden, größtenteils in Unterhosen und Soden, wie sie aus dem Bett geholt wurden, fein Kleidungsstüd durften die Hunde mitnehmen! Ein Geschrei huben sie an sondersgleichen! Als sie teine Ruhe gaben, 30g ich scherzeshalber die Pistole, worauf Grabesruhe herrschte und nur Herr Josefssohn vom meiner Frau, daß es mer geht nicht schlecht und daß ich lebe." Beilen gut erhalten haben. Berbreifen Sie nach Möglichkeit die Tatsachen und halten auch Sie da oben Ihre Leute zusammen. Göz hat bei seiner Vernehmung behauptet, er hätte in feinem Brief mit Absicht die Inwahrheit gesagt, um Kragte als Spitzel zu entlarven, und dieser sei auch richtig in die Falle gegangen. Das ist eine sehr dumme Ausrede. Wenn man einen Spigel entlarven will, schreibt man ihm: ,, halten Sie meinen Brief streng geheim," und wird der Brief dann doch veröffentlicht, so ist die Entlarpung gelungen. Möglichkeit bekannt zu machen". Das hat Herr Kragte auch getreulich getan, indem er den Brief zirkulieren Hände" gelangte. lieb, bis er, ganz ohne seine Schuld, eben in unrechte Borgestern schien das noch ein greller Wig, seit gestern Hotel Königshof ächzte:„ Bitte, Herr Major, lassen Se mitteilen öz fordert aber Kragte auf, die Tatsachen nach ist es platte Wirklichkeit. Die Hitlergarden hatten in der gesegneten Aera Kahr ihre Schießprügel fonntäglich spazieren getragen und Felddien tübungen abgehalten. Das geschah unter den Augen der gesamten Münchener Bevölkerung, unter den Augen der fonfularischen Auslandsvertreter, unter den Augen der aus ländischen Berichterstatter, die darüber fleißig ihren Zeitungen telegraphierten. Im Herbst 1923 sammelten sich EhrhartTruppen an der banerisch- thüringischen Grenze, auch sie trugen ihre Waffen am hellen Tage mit sich herum und machten die ganze Welt zum Beugen eines sich vorbereitenden deu chen Bürgerkriegs. Am 8. November trat schließlich in Mün hen der Ernstfall ein, die„ nationale Revolution" wurde in Szene ge'etzt und ganz München flirrte von Waffen. In zwischen ist diese nationale Revolution gerichtlich erledigt wo den durch den Freispruch Ludendorffs und die Berurteilung einiger seiner Spießgesellen zu lächerlich geringen Festungsstrafen. Das war das Vorspiel. Jetzt kommt die Hauptfache. Jetzt kommt das Landesverratsverfahren gegen den Vorwärts", weil dieser durch Abdruck eines mensch lichen Dokuments im Ausland die Vermutung geweckt hat, daß die in München zur Schau getragenen Waffen auch irgendwo aufgehoben und von irgend jemand ausgegeben worden seien. Am 3. Februar veröffentlichte der„ Borwärts" einen Brief, den der Hitler- Offizier Göz in München an seinen Freund und Kameraden Kragte in Perleberg geschrieben hatte. Die Veröffentlichung diefes Briefes bildet den Gegenstand des eingeleiteten Berfahrens. Es lohnt sich daher, seinen Inhalt der Welt ins Gedächtnis zurückzurufen, damit sie sich über diesen Fall ihr eigenes Urteil bilden kann. Für Mißtravische sei bemerkt, daß die„ inkriminier'en Stellen" feines wegs unterdrückt, sondern ganz besonders hervorgehoben werden sollen. 1 Co schreibt an rapte am 26. November unter dem stärksten Eindruck eigenen Erlebens in tiefer Enttäuschung und Erbitterung. Nicht Heldenstreiche" habe er erlebt, iondern den gemeinsten Schleim von Verrat und Hinterhältigkeit". Er erzählt und nun kommen die„ inkriminierten Stellen" wie er Ordre belam aus den Kellern des St. Annen- Klosters Gewehre zu holen. Er begibt sich dahin, wird vom Prior begeistert empfangen und an den vermauerten Eingang des Waffenlagers geführt. Und nun hören wir weiter feine mörtliche Schilderung: Ich lachte ihm ins Gesicht und fagte im Weggehen, daß ich das nicht könne, denn soviel ich und fagte im Weggehen, daß ich das nicht könne, denn soviel ich wüße, begännen die Erichi zurg: n in einigen Minuten. Nach diesem Intermezzo trat alles zum Löhnungsappell an, toobei jeder Mann 2 Billionen erhielt. Göz ist noch immer im Glauben, daß dies alles in dauerndem Einverständnis mit Kahr und Lossow geschehe. Die erste Enttäuschung erlebt err am 9. November 12 Uhr mittags, wie 60 Mann Sipo an der Ludwigsbrücke ihm und seinen Leuten den Weg versperren. Die Sipo wird überrannt und entwaffnet. Brügel betamen fie auch," erzählt Göt. Ich bekam einen Unteroffizier am Hals zu faffen, bog ihn etwas über das Brückengeländer, daß sein Helm in die Jfar flog und riß ihm mit der freien Hand feine Koppel mit Pistole herunter." Rach so friedlichem Verhalten ist die Göz- Mannschaft höchlichst erstaunt, am Mar- Josef- Plaz in ein wahnsinniges Brasseln von Geschossen“ zu geraten. Das war der berühmte Berrat. Der Brief flingt in ein wahnsinniges Geschimpfe auf die Bluthunde Kahrs" aus und endet mit den Worten: Jedoch wenn Göß bei seiner Bernehmung gelogen hat, so ist das natürlich kein Beweis dafür, daß er in seinem Brief die Wahrheit sagte. Für die Glaubwürdigkeit und die sonstigen moralischen Qualitäten des Herrn Göz möchten wir uns in feiner Weise einsehen. Wir haben im Gegenteil fein Schreiben zum Abdruck gebracht, um unseren Lesern Einblick zu gewähren in den Abgrund sittlicher Verworfenheit, der sich in München aufgetan hat. Der Göy- Brief ist ein psychologisches Dokument der„ nationalen Revolution" und als solches geradezu klassisch. Der Mann, der sich rühmt, wehrlofe Gefangene geradezu beftialisch mißhandelt zu haben, der seinen Angriff auf die Sicher heitspolizei als Heldentat schildert, tobt sich ein paar Zeilen weiter in wüsten Schimpfereien aus, weil sein Unternehmen fchließlich doch auf bewaffneten Widerstand gestoßen war. Dieser Göz hat aber wahrhaftig feinen Anlaß, andere„ Bluthunde" zu nennen, er ist selber einer und renommiert noch damit in der widerlichsten Weise. Daß gegen diesen Göz, der sich selber des Hochverrats Und nun laffen Sie mich schließen, wenn auch erst ein Bruchteil und des bewaffneten Angriffs auf die Staatsgewalt beschui erzählt ist. Geben Sie mir bitte umgehend Bescheid, ob Sie diese| digt, ein Verfahren eingeleitet worden wäre, davon hat man Abschluß des Reichsbahnkonflikts. schaften hat sich die Reichsregierung im letzten Augenblid dazu stand aus dem freigewertschaftlichen Deutschen Angesichts der geschlossenen Front der Eisenbahnergewerk| fo müffen wir eine Einschränkung machen. Die Front beverstanden, dem Lohnabkommen ihre Zustimmung zu geben. Eisenbahnerverband und den christlichen und Hirsch Stünde die Reichsregierung nicht unter dem Druck der Unter- Dunderschen Organisationen. Es gibt daneben aber noch nehmer, dann hätte sie niemals ihre Zustimmung zu einem eine fommunistische Organisation, den sogenannten mühsam zustandegelommenen Abkommen das den so schlecht bezahlten Eisenbahnarbeitern die bescheidene Abschluß fam, veröffentlichte diese Organisation einen Aufverweigert, Freien Eisenbahnerverband. Als der Kampf zum Zulage von 6 Pf. die Stunde bringt. Es dürfte die Autorität ruf, in dem sie die Eisenbahner aufforderte,„ Vorbereitungen" dieser Oberbürgermeisterregierung gewiß nicht heben, wenn sie zum Kampf zu treffen und den Anweisungen des DEV. nicht nunmehr sich gezwungen jah, dem getroffenen Abkommen doch Folge zu leisten... ihre Bustinimung zu geben. den kann, können wir gewisse Tatsachen mitteilen, die wir Nachdem nun der Rampf als abgeschlossen betrachtet weröffentlichen uns scheuten. aus begreiflichen Gründen während des Kampfes zu verEs ist ungeheuerlich, daß man die Oeffentlichkeit mit an geblichen währungspolitischen Gründen zu täuschen versuchte, während es sich in Wirklichkeit nur um eine Lappalie handelte. Ich laffe meine Leute mit Pidel und Schaufel kommen, breche Die Eisenbahner betrachten dieses Lohnabfommen nur als eine eine 1% Meter starte Mauer auf und habe vor mir ein Riesen- Abschlagzahlung. Nur die große Arbeitslosigkeit, der Diese angeblich so revolutionäre Organisation, die mit den gewölbe mit, wie sich später ergat, 8570 tadellosen Gevorgenommene Abbau und die Rücksicht auf die ganz allgemein Methoden und auf Befehl von Moskau den deutschen Eisenwehren. Sie wegzutransportieren war zunächst unmöglich, da noch so niedrigen Löhne der Industriearbeiter hat sie dazu be- bahnern die Freiheit und sonstige schöne Dinge zu bringen mir trog meiner 420 Mann keine genügende Anzahl dazu übrig mogen, sich mit dieser Abschlagszahlung zufrieden zu geben versprach, hat während der langen Monate, die dem Kampf blieb. Auf Anforderung bekam ich 3 Kompagnien von„ Oberland" Aber sie werden sich am 4. Mai erinnern, daß es eine vorhergingen, nicht nur nichts getan, als der Kampf ausunterstellt und 14 Lostwagen mit Anhängern. Nun gab es ein bürgerliche Reichsregierung, gestützt und getrieben von brach, hat sie den Streifbruch betrieben. Während herrliches Bild! Durch endlose Gänge und zwei Stockwerte( unter den Unternehmerorganisationen war, die ihnen der DEB. 10 000 Mitglieder im Ausstand hatte, haben die der Erdei) wurden num die Gewehre durch Ketten von Mann zu auch diese bescheidene Forderung zu verweigern versucht hat. Mitglieder des Freien Eisenbahnerverbandes z. B. im ElberMann gereicht, durch Gänge und Treppen bis auf die Straße zu Sachlich sei noch hinzugefügt, daß in den gestern statt- felder Bezirk erklärt, daß sie an dieser Bewegung nicht den Lastwagen. Lautlos ging alles! Am Loch, aus dem die Ge- gefundenen Verhandlungen im Reichsverkehrsministerium eine teilnehmen. In Opladen und in Schwerte( Ruhr) wehre geholt wurden, standen Finigung in der Arbeitszeit dahin erzielt wurde, daß haben die Mitglieder dieser kommunistischen Organisation offen grundsäglich der Achtstundentag anerkannt wurde, aber erklärt, daß diese Bewegung des DER. taputtgemacht in Rücksicht auf die allgemeine wirtschaftliche Lage Ueber werden müsse. In Karlsruhe i. B. hat der Führer stunden angeordnet werden können. Für die neunte Stunde des Freien Eisenbahnerverbandes, Bührle, die Eisenbahner wird der übliche Stundenlohn bezahlt, für die zehnte erfolgt aufgefordert, wieder in den Betrieb zu gehen.der tarifliche Zuschlag. Für die Oberbauarbeiter, d. h. die Stredenarbeiter, die Saisonarbeiter find, erfolgt für die im Sommer geleistete zehnte Arbeitsstunde, die im Jahresdurch schnitt durch Freizeit ausgeglichen mird, ein Zuschlag von 5 Pfennig. Alle Arbeiter, die sich im Ausstand befinden, oder ausgesperrt worden sind, werden wieder eingestellt. Die weiteren Verhandlungen, die Detailfragen betreffen, beginnen Donnerstag. Kapuzinermönde mit Pedhjadein und drinnen arbeiteten schweißüberströmt im magischen Licht meine Leute. Es war ein unvergeßliches Bild! Von wem nun waren die Gewehre? Von der EW., und der schriftliche Befehl, diese Gewehre zu holen, war unterzeichnet: Dr. von Kahr!! Also er hat uns zuerst noch bewaffnet! Böß erzählt dann weiter, wie er aus den Stahlfam mern der Dresdener Bant 3200 Riften Munition abbolte. Um 8 Uhr morgens hat er seine Mission erledigt, trifft an der Stätte der historischen Begebenheiten, im Bürgerbräufeller, wieder ein, er erlebt wie Teile der Reichswehr aufmarschieren und sieht, wie sich ein riesiges Heerlager" bildet mit Minenwerfern, GeJedoch, wenn wir sagten, daß eine gefchloffene Front der Eisenbahnergewerkschaften diesen Erfolg errungen hat, Wenn es wahr wäre, was die KPD. heute. erzählt, daß die KPD. die alleinige Partei sei, die einen wirtlichen Kampf gegen das Kapital führt, wo war denn die KPD. die ganzen Monate gewesen? Und wo mar fie insbesondere in diesem Kampf? Sie hat sich diesmal, wie früher, gedrückt, ja sie ist diesmal, teils aus Feig heit, teils in der Hoffnung, die Bewegung und damit den DEB. taputtzumachen und die Trümmer zu erben, zu m Streitbrecher geworden. Damit ist der Stab über fie gebrochen. bisher kein Sterbenswort gehört. Aber gegen den Vorwärts" und seinen verantwortlichen Redakteur, unseren Kol legen Ernst Reuter, wird ein Landesverratsverfahren angestrengt, weil in dem Göz- Brief Angaben über die Her funft der nationalsozialistischen Waffenrichtige oder falsche- enthalten waren. Recht haben, ihre Verteidigung fo einzurichten, daß fie vor Angriffen sicher sind, aber die Worte des Innenministers lassen den gewagtesten Kombinationen Spielraum und können nur die eine Wirkung haben, den Scharfmachern auf der anderen Seite ein neues Schlagwort zu liefern. Es wird Zeit, daß der Minister, der die Wirkung seiner Worte und Gesten offenbar nicht abzuschätzen versteht, verschwindet, ehe er noch größeres Unheil anrichtet. * An zuständiger Stelle wird die Richtigkeit der offiziösen fran. zöfifchen Darstellung der Gnadenmaßnahmen für Dreyer besta. tigt, ebenso die Tatsache, daß Hoesch und Stresemann der französischen Regierung ihren Dank für die Freilassung des inzwischen Berstorbenen ausgesprochen hatten. Bon einem Abrüden von der Rede des Herrn Jarres hört man hingegen natürlich nichts: Das Schick. fal der Ruhrgefangenen und Ausgewiesenen ist auch nicht so wichtig, wie eine schöne nationale" Agitationsparole für die von der äußersten Rechten so start bedrohten Deutschen Volkspartei.... Am Tage nach der Veröffentlichung, am 4. Februar, erflärte die bayerische Regierung, der Vorwärts" habe„ durch die Bekanntgabe der Mitteilungen über die geheimen Gewehr- und Munitionsbestände einen glatten Landesverrat begangen, der nicht ungeahndet bleiben fönne". Die bayerischen Regierungsstellen setzten sich dieser halb sofort mit der Reichsregierung ins Benehmen. Was tat die Reichsregierung? Hatte sie nur eine Spur von polis tischem Fingergefühl und von Selbstachtung, dann antwortete fie der bayerischen Regierung mit Göß, das heißt nicht mit dem neuen, sondern dem alten, dem von Berlichingen. Was tat die Reichsregierung, Emminger u. Co.? Sie leitete den Münchener Auftrag weiter, und so tommt es, daß heute im Auftrag des ausgerissenen Hochverräters Kahr gegen den„ Vorwärts" wegen Landesverrats prozessiert wird. Gegen das Zentralorgan der deutschen Sozialdemokratie Die Hausburschen der Juden und die Deutsche Zeitung". wird der schmutzige und entehrende Vorwurf des Landesverrats erhoben. Wir weisen diesen Vorwurf mit Berdigere Formen an. Die Deutsche Zeitung" stellt neuerdings Der deutschvölkische Antisemitismus nimmt immer merkwür achtung zurüd. Eine Berurteilung des Vorwärts" den Grundfaß auf:„ Erst müssen die Hausburschen der wegen dieses ehrlosen Verbrechens würde nur diejenigen Juden fort, dann fommt der Parlamentarismus ganz von treffen, die fie etwa aussprechen sollten. Attace nur gegen die" Marristen" und Demokraten wendet. Die selber. Aber man geht fehl, wenn man annimmt, daß sich die Deutsche Zeitung" stellt ausdrücklich feft: Aber vielleicht hat die juristische Hirnseuche, die Best der Landesverratsprozesse, die kulturgeschichtlich allenfalls nur noch mit der Pest der Herenprozesse verglichen werden kann, mit diesem Fall doch ihren Höhepunkt überschritten. Das Fieberthermometer zeigt 40 Grad, lange ist diese Temperatur nicht auszuhalten. Möge die Krise die Gesundung beschleunigen. Möge fie uns dem Tag näherbringen, an dem eine deutsche Schande gutgemacht und Fechenbach aus dem Buchthaus befreit wird! Aber das wird nur dann der Fall sein, wenn sich zeigt, daß es in Deutschland noch Menschen gibt, die sich ein ge fundes Gefühl für das Recht bewahrt haben und die für das Recht zu kämpfen bereit sind. Jarres redet weiter! Reichsinnenminister Dr. Jarres hat in Hildesheim eine Rede gehalten, in der er einer TU.- Meldung zufolge u. a. ausführte: Der Hitler- Prozeß mar unferem Ansehen fehr abträglich; aber Beröffentlichungen, wie die des Professors Quidde, müssen geradezu als Baterlandsverrat bezeichnet werden. Wir haben die Verpflichtungen, den Gedanken der Wahrhaftig. teit aufrech zuerhalten. Die deutsche Jugend müsse für alle Eventuali. täten der Zukunft serbereitet werden. Es fönne die Zeit kommen, mo das zerbrochene Edywert wieder zusammengeschweißt werden muß. Dieser Augenblid ist mit Klugheit abzuwarten. Indem Herr Jarres die Veröffentlichungen Quiddes als Landesverrat bezeichnet, greift er als Chef der Verwaltung in ein schwebendes Verfahren ein. Er beeinflußt die Richter in einem dem Angeklagten ungünstigen Sinne. Das ist rechtswidrig und läßt auf eine Gesinnung schließen, für die ein parlamentarischer Ausdruck fehlt. Glaubt Herr Jarres vielleicht, eine derartige Haltung eines Reichs ministers sei dem Ansehen des Reiches weniger abträglich als der Hitler- Prozeß? Völkisches, Allzuvölkisches. Der schlimmste Feind sind die Jüdischverfippten, die mit jüdischem Golf verzierten, Adelswappen, und die Leute, die aus Ichsucht, Mißtrauen und Trägheit ohne hofjuden nicht glauben auskommen zu können. Wer zählt die Bölkischen, die nach dieser Eröffnung die Flucht aus dem Hakenkreuzlager ergreifen müssen! Selbst Wulle dürfte ein wenig bänglich zumute werden. Ein völkischer Führer". Am 2. April veranstalteten die Böltischen in einer demo fratischen Bersammlung in Charlottenburg einen ihrer üblichen Krachs. Ein demokratischer Teilnehmer, der den Führer der ran. dalierenden Horde, Rosen, zur Rede stellte und von ihm darauf um Namen und Adresse gebeten" wurde, erzählt feine weiteren Erlebnisse mit dem völlischen Helden in der Bossischen Beitung" folgendermaßen: Die Lügenhetze fängt wieder an. Falschmeldungen über Sachsen. Lotal- Anzeiger"," Tag" und wie die G. m. b. H. sonst noch hieß, die feinerzeit die Schauermärchen über Sachsen und Thüringen verbreitete, hat sich zu einem neuen Kreuzzug gegen Sachsen zufammengefunden. Sie lanciert diesmal die Nachricht in die Deffentlichkeit, der fächsische Innenminister habe ohne Vorwissen des Kabinetts die vom Militärbefehlshaber aufgestellte Hilfspolizei beseitigt und die verabschiedeten republitanischen Polizeibeamten wieder eingestellt. Die Nachricht war darauf zugeschnitten, eine Minister frise in Sachsen zu provozieren. Demgegenüber stellt die fächsische Regierung fest: Die betreffenden Beamten beziehen seit Monaten ohne Tätigkeit ihr volles Diensteintommen vom Staat. Es ist daher notwendig, daß die gegenwärtige Regierung über ihre weitere Berwendung Entschließung faßt. Unrichtig ist, daß die Entschließung der Regierung bereits in der non der Presse gemeldeten Weise getroffen worden sei. Richtig ist nur, daß geplant wird, der Polizeimajor Rnetsch und die Polizeihauptleute Reizel und Hoffart bei dem Polizeipräsidium Dresden wiederum zu verwenden. Es sollen aber diese drei Polizeioffiziere nicht im Exekutivdienst, sondern lediglich im Innendienst Berwendung finden. Was den Polizeioberst Schükinger anfangt, so ist zwar dessen Versehung nach Leipzig ins Auge gefaßt, aber auch dieser Offizier soll nicht im Exekutivdienst tätig sein. Ueber Bolizeihauptmann Schneidenbach und Oberpolizeikommiffar Schmidt endlich ist noch keinerlei Verfügung getroffen. Ihre Wiederverwendung bei der Polizei ist nicht in Aussicht genommen. Im übrigen wird die Gesamtregierung noch zu dieser Angelegen heit Stellung nehmen. Un wahr ist, daß eine Verfügung über die Aufhebung der Hilfspolizei ergangen ist. Richtig ist nur, daß vorläufig Richtlinien für die Ueberleitung der Hilfspolizei in die Landespolizei aufgestellt sind, die den von der Reichsregierung aufgestellten Grundsägen nicht nur entsprechen, sondern über diese noch hinausgehen. Bei dieser Sachlage liegt nach Auffaffung der sächsischen Regierung für die Reichsregie rung feinerlei Grund zur Beschwerde vor. Auch entbehren die von einem Teil der Presse an diese Falschmeldungen geknüpften Rombinationen jeder Begründung. Es ist zu erwarten, daß die Lügen- G.m.b.. mmmehr in Entrüftung über die Wiederverwendung der republikanischen Beamten machen und, wenn nötig, auch versuchen wird, die Reichsregierung gegen die sächsische Regierung scharf zu machen. Die sächsische Regierung wird demgegenüber zu beweisen haben, daß sie sich durch pöllische Schandmäuler nicht in ihrer wirklichen Aufbauarbeit ftören läßt. Die deutsche Schmach. Am nächsten Tage rief bei mir ein angeblicher Rechtsanwalt Brandt an und erklärte:„ Herr Rojen jei bereit, die Angelegenheit gütlich beizulegen, wenn ich den Lügner" bedauernd schriftlich zurüdnehme, gleichzeitig 10 mart einsende, die er( der Rechtsanwalt) für seine Bemühungen beanspruche. Sonst würde getlagt. Ich lehnte ab, worauf. es hieß, Herr Rofen wolle mir noch weiter entgegentommen. Er begnüge sich mit der Zurücknahme ohne ausdrüdliches Bebauern unter Einsendung der 10 Mart, und zwar bäte er um Erledi gung bis Ende der Woche. Am Sonnabend, den 5. April, bestellte mich ein mir bis dahin Unbekannter in ein Café, stellte sich als Angestellter der Technischen Hochschule vor und erzählte, daß diefer angebliche Rechtsanwalt Herr Rosen felbft gereichsanwalt erstattet wurde, anhängig gemacht worden. Die Be wesen sei, der mich in Gegenwart von drei Ohrenzeugen angerufen habe. Herr Rolen fei Führer im Jungbismardbund und als Leiter der flandalierenden Jungens oder wenigstens eines Teiles derfelben in der Versammlung gewefen. Er habe dem Jun bis mardbund die Spike zu einer Fahnenstange geftiftet, die an diesem Sonnabend fiberreicht werden foll, und die 10 mart oftet. So sehen die Führer der Böllischen, bei Tageslicht be. fehen, aus! Verboten! Herr Jarres hat sich in letzter Zeit öfters fo gebärdet, als ob er und nicht Dr. Stresemann Außenminister sei, und dabei erheblichen Schaden angerichtet. Eeine Hildesheimer Rede zeigt, daß er mit Wilhelm II, nicht nur die Vorliebe für ge Hamburg, 8. April.( WTB.) Die Hamburger Boltswiffe pompöse Gesten gemein hat. Wir haben gegen den Gezeitung" ift neuerdings wegen eines Artikels, der fich gegen die danken einer gefunden Wehrkraft des Boltes nicht das geringste Technische Rothilfe und den Polizeijenator richtete, für drei einzuwenden und sind der Ansicht, daß alle Völker dasselbe Tage verboten worden. Eugen d'Albert. Bon Dr. Kurt, Singer. Der 60jährige Eugen d'Albert kann auf eine 45jährige fünft lerische Tätigkeit zurückbliden. In Glasgow fam er zur Welt, und der kompofitorisch begabte Bater vererbte den Drang nach Mufit auf den Knaben, der die Fundamente feines pianistischen Weltruhms bei Bauer in London und Richter in Wien legte. Die Entscheidung aber fiel in Weimar. Hier, wo alle großen Klaviertalente der Weit fich in der Hofgärtnerei um Franz Liszt fcharten, errang sich der bettefarme 16jährige Jüngling das Vertrauen, die Liebe und För berung des großen Meisters. Er galt fehr bald als das Génie unter den Pianisten. Liszt segnete seine Laufbahn, die an feiner Kultur stadt heimischen und fremden Bodens ohne Sieg Halt machte. Wer d'Albert vor 20 Jahren gehört hat, der weiß, daß er unter den elementar Wirkenden, durch das Feuer der Persönlichkeit zündenden Birtuosen keinen Nebenbuhler hatte. Sein Spiel war ein eben mäßiger Ausgleich von zartem Gefühl und loderndem Temperament, und im konstruktiven Bau der Beethovenschen Sonate, der Bachschen chromatischen Phantasie zeigte er die gleiche unerreichte Meisterschaft wie in den delikaten Tönungen Chopinscher Walzer und im großen Wurf der Lisztschen H- Moll- Sonate, Schumannschen Phantasien. Er war ein ganz universeller Musiker am Flügel. Sein Mitgefühl, ehern und musikantisch, abhold allem Tüfteln, war mitbestimmend für die Auffassung der Klavierkonzerte von Beethoven, Brahms, Liszt. nierenden d'Albert nicht aus. 3war neigbo er mit zarten und füßen Der Einfluß seines Lehrers Liszt blieb auch auf den tompo Einfällen in Liedern und Salonstücken zuerst den Romantikern und Brahms zu. Aber diese Gelegenheitswerke blieben unbeachtet in der Welt, erregten bei Liszt sogar ablehnendes Kopfschütteln. Auch die im Wagnerschen Fahrwasser segelnden Musikbramen der neunziger Jahre, deren Namen( Ghismonda",„ Gernot") schon auf die Welt ftimmung spekulierten, gingen geräuschlos unter. So wandte er fich vom epigonenhaften Pathos ab und zeigte 1898 in der Ab. reife", welch einen delikaten, kammermusikalischen Unterton er einer mondän- luftigen Episode geben konnte. Die gesangliche Klein arbeit war so eigenartig wie erfinderisch, so intim wie vornehm, und nur ein Ballast an Orchester bekam dem leichten Stoff nicht. In Flauto solo"( 1905) beschritt d'Albert später den gleichen Weg; ohne dem auflauernden Operettenton zu verfallen, entlockte er mit zarter Hand dem Wolzogenschen Sujet reizende Wirkungen. Der Gegensatz zwischen deutscher und italienischer Musit wurde mit Spielerischer Gewandtheit musikalisch ausgenugt. Auch diese Feinarbeit brachte nicht den ersehnten Erfolg. Liesland" aber machte 1903 aus dem weltberühmten Bianisten über Nacht den weltberühmten Operntomponisten. Ohne Italiens, ohne Buccinis Einfluß, ohne die" Tosca"( 1900) wäre dieses Wert nicht denkbar. Hier fand d'Albert den wirkungsvollen, aufregenden, brutalen Stoff, der feiner Begabung lag. Hier fonnte er Zeugnis ablegen für seine melodische Erfindung, die ohne Größe, aber immer charakteristisch und eingängig blieb. Die Themen haben Prägnanz und scheinen wie gemeißelt, ihre Wiederkehr ist leitmotivisch aus genußt. Zwischen die dramatische, psychologisch oft oberflächliche, immer aber wirkungssichere orchestrale Untermalung stellt der Tondichter gern einfachere, volksliederartige Nummern. Das alles schlägt ein, und ebenso cine den finnlich- erregten Szenen sich heißblütig anfettende Gefamtorchestermelodie. Bei diefer glänzenden musikalischen Berebfamkett fragt man nicht rasch nach der Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit des Gefühls. Die Sinnlichkeit und Erregtheit des Spiels läßt schnell den Mangel an Plastik, Tiefe, Ethos vergessen, und selbst Operntrids nimmt man im Moment padender Wirkung gern als höhere Eingebungen hin. Dresden, 8. April.( Eigener Drahtbericht.) Am Montagabenb fanden in Dresden vier start besuchte Versammlungen de: BSPD. gegen die Justizschmach statt. Die Redner entwarfen übereinstimmend das Bild einer Justiz, die der Welt dauernd zu beweisen sucht, daß es in Deutschland feine Rechtsprechung gibt. Rechts anwalt Gen. Graf Leipzig bestätigte, daß er die Verteidigung in dem Landesverratsverfahren gegen Zeigner übernommen habe. Das Berfahren fei auf Grund einer Anzeige, die Ende Oktober beim Ober bauptung der bürgerlichen Bresse, daß in der Zwischenzeit das Material gesammelt worden sei, bezeichnete er als unwahr. Er selbst habe am Sonntag dem Untersuchungsrichter fagen müssen, wo die feien. Obwohl also der Untersuchungsrichter den beiden Reden Zeigners, auf die sich die Antiage ftüßt, zu finden Inhalt der Reden heute noch nicht Lenne, habe er eine Untersuchung wegen Landesverrats bean. tragt Auf Befehl des Oberreichsanwalts ift dem Genossen Graf am Sonnabend vom Untersuchungsrichter erklärt worden, daß er auch als Verteidiger mit 3eigner nicht unter vier Augen sprechen dürfe. Man mies dem Genoffen Graf sogar ein Schreiben vor, in bem ihm das Berbot mitgeteilt wurde. Schließlich mußte man aber doch dem§ 147 der Strafprozeßordnung Rechnung tragen. Dem Justizminister Bünger warf Genoffe Graf vor, daß er einseitig versucht hat, Zeigner belastende Zeugen heranzuziehen. Bolivien im Kunstgewerbemuseum. Gestern wurde im alten Runstgewerbemuseum eine Ausstellung eröffnet, deren Ziel die Wieder aufnahme und Förderung der fulturellen und fommerziellen Bealten reichen Kultur wie eines neuen fräftig aufstrebenden Staatsziehungen zwischen Südamerika und Deutschland ist. Bilder einer lebens bot die reichhaltige Zusammenstellung von Naturprodukten und Kunstarbeiten jeder Art, die Professor Bosnansky im Auftrage feiner Regierung geschaffen hat. Neben den Bodenreichtümern, wie Silber, Zinn, Wismut und Antimon, die feit undentlichen Zeiten in den Bergwerfen von Botofi gewonnen werden, und deren Er zeugnisse die spanischen Silberflotten befrachteten, galt das besondere Intereffe den funstgewerblichen Gegenständen der eingeborenen Be die mit primitiven Webstühlen gearbeitet werden, eine hochstehende völkerung. Webwaren in bunten Farben und von feinster Arbeit, Keramit von origineller Wirkung in ihren phantastischen Tier und Menschenformen, fein ziselierte goldene und silberne Amulette, Musikinstrumente, Hodermumien, Federschmud und. Lederarbeiten, alles das zeugt von der ursprünglichen und hohen Kultur der Intas" bis durch die conquista der Spanier alles zerstört wurde und ein langes Hindämmern unter einer politisch wie religiös gleich unduldfultureller Eigenart vernichtete. Erst mit der Befreiung vom spani fchen Joch am Anfang des 19. Jahrhunderts begann eine allmähliche Regeneration, die dann in unserer Zeit zu einer vollen Erschließung des reichen Landes und zu feiner Einreihung in die Weltwirtschaft Dieser Tiefland"-Triumph ist der einzige in d'Alberts Opern fchaften geblieben. In seinem sich sonst so schnell wandelnden Geschmad vergaß er, daß der Naturalismus und der Berismus aus gelebt hatten, daß dieser füdliche Stil in Buccini seinen Großmeister gefunden hatte. So blieben Die toten Augen"," Biebes fetten". Stier von Olivera" in einer festen Manier steden, die feine fünstlerische Offenbarung mehr bedeuten fonnte. Es rächte sich der Mangel einer original- eigenen Sprache, es rächte sich das völlige Berfagen eines geraden, zielbewußten, wie auch immer geführte. richteten künstlerischen Willens. In diesen zwei Jahrzehnten ſpielte Die Welt ist uns heute noch verschlossen. Um so bantbarer be d'Albert nur nebenbei Klavier. Er wurde flach, flüchtig, gleich grüßen wir jede Möglichkeit einer Verständigung und ideellen Be gültig. Erst jetzt wieder sammelte er sich zu überlegender, über- reicherung über alle hemmenden Ländergrenzen hinweg. Bolivien Sechziger- Herz, als daß er den Weg zurückfände zu bem Pianiften legener Runst. Kein schönerer Wunsch bringe an sein junges hat uns mit dieser Ausstellung die Hand gereicht. d'Albert vom Jahre 1900. 3m Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater stand die verfloffene Woche unter feinem günstigen Stern, und die neue Woche hat auch nicht gerade glücklich begonnen. Die Bühne in der Chauffeestraße hat Direktor Meinede gepachtet, der Berlin mit einem Chriftus drama, Der Rabbi von Nazareth" von Frido Grelle, be. tanntmachen wollte. Indessen den Aufführungen stellten sich so piele technische Schwierigkeiten und sonstige Hemmungen in den Weg, daß die Direktion zu den ersten Abenden die Presse nicht einlud, um ihr nicht unfertiges zu zeigen. Inzwischen lehnte aber das Publikum das Stüd ab, der Saal blieb leer, und die Leitung beschloß gestern zwischen Nachmittag und Abend, das Chriftusdroma abzusehen und in jähem Wechsel des Genres" der Schwant„ Junggesellen. bämmerung" von Impefoven und Mathern zu spielen. Das harmlose Stück, das früher bereits auf einer anderen Berliner Bühne gezeigt worden ist, mag gewiß auf die Lachmuskeln bescheidener Menschen wirken. Diese Vorstellung aber, bei der die Souffleuse die Hauptrolle spielte und die Dekorationen von einer beleidigenden Primitivität waren, mirtie bringen die nächsten Abende ein befferes Zusammenspiel, so daß Hoffentlich fehr unerfreulich. wenigstens die, die lachen wollen um jeden Preis, auf ihre Kosten tommen, R. E ift ein Gaft eingezogen und hat ein Stück von Anno dazumal mit. Ein Schwant von ehemals. Im Theater Folies Caprice" gebracht, dessen Hauptrolle er einft treiert hat. Mar Samst heißt der Gaft und„ Dntel Cohn" fein Schwant. Zuerst ist man baff über die Harmlosigkeit und Naivität; aber dann sieht man über die altmodische Art hinweg und freut sich am Bik und Humor dieses Dnfels, der der Mittelpunkt der Handlung ist, alle Verlobungen zu wege bringt und den Mitgiftspekulanten, den Grafen Schnitzelwiz aus Ostrowo, entlarot. Mar Samst beherrscht den jüdischen Wit wie den trockenen Humor und zeigt unter der schnurrigen Außenfeite soviet Menschenfreundlichkeit, daß er aller Herzen gewinnt. Auch die übrigen Rollen waren angemessen befeht: man hatte den Mut zur Schmiere, weil es der Stil des Stückes ist d Bühnenchronit. Zum Nachfolger Felir D. Weingartners wurde Dr. Friz Stiedry von der Berliner Staatsoper an die Wiener Boltsoper berufen. Schußverband Deutscher Schriftsteller fowie die Direktion Berger haben an Für Toller! Die Genossenschaft deutscher Bühnenangehöriger, der bas Baberliche Juftizminifterium ein Gesuch um die Beurlaubung des Dichters Zoller zur Berliner Aufführung seines Stüdes Dinlemann" ein gereicht. Die Unterzeichner hoffen auf die Genehmigung, da die haft Rollers am 16. Juli abläuft. ausstellung mit Beichnungen von Mar Biebermann und einer Die Galerie 3. Casper, Kurfürstendamm 288, eröffnet ble Frühjahrs Rollettion neuer Bilder von H. Croissant Die Manöatsverteilung in Dapern. ZNünchea, 8. April.(Eigener Drahtbericht.) Vom Ministerium des Innern wird nunmehr halbamtlich folgende Aufstellung über das Wahlergebnis gegeben: Die bereits bekanntgegebenen Zahlen über das Ergebnis der Landtagswahlen geben noch kein genaues Bild über die künftige Zusammensetzung des Landtages. Eine Be- rechnunH auf Grund des vorläufigen Ergebnisses führt zu folgen- dem Bild: Bayerische Volkspartei 3S Sitze, Völkischer Block 17, So- zialdemokraten 14, Bayerischer Bauernbund 8, Nationale Rechte 4, Kommunisten S, zusammen also 79 Sitze. Alle übrigen Parteien kommen bei dieser Aufzählung noch zu keinem Sitz. Es bleiben von dem rechtsrheinischen Bayern abgesehen, von den Land- tagsabgeordneten und durch Wahl zu besetzenden IM Sitzen noch 21 Restsitze. Diese werden mit den IS Sitzen der Landtagsabgeord- neten erst bei der Auszählung der Ergebnisse beim Landes-Wahl- ausschuh erhoben. Eine vorläufige Berechnung hierüber läßt sich noch nicht anstellen. Zunächst ist die Frage noch in der Schwebe, in welcher Weise die Ergebnisse der Landtagswahl in der Pfalz am 4. Mai in das Ergebnis aus dem rechtsrheinischen Bayern ein- gegliedert werden sollen. Hierüber wird sich am 19. April der Ständige Ausschuß des Landtags schlüssig werden. Vorstoß öes völkischen Stocks. Antrag auf Freilassung der Putschisten. München. 8. April.(Eigener Drahtbericht.) Eine Abordnung des Völkischen Blocks ist bereits am Montag beim Minister- Präsidenten vorstellig geworden, um einen Beschluß des Ministerrats herbeizuführen, der den Verurteilten Hitler, Weber, Poeh- n e r und Kriebel sofortigen Strafaufschub gewähren und die Begnadigung in Aussicht stellen soll. An Stelle des Mi- nisterpräsidenten, der sich zurzeit auf einer Dienstreise befindet, empfing sein Vertreter, Kultusminister Matt, die Abordnung und erklärte, daß der Ministerrat keine Veranlassung hätte, sich mit dieser Angelegenheit zu befassen, da bisher ein entsprechender Antrag von keiner Seite vorgelegen habe. Der Minister erklärte sich aber de- reit, die Forderung der Abordnung an den Iustizminister weiterzuleiten. Eine Entscheidung sei aber erst möglich nach der Rückkehr des Ministerpräsidenten. Demgegenüber sei festgestellt, daß dem Ministerrat lediglich die Befugnis zusteht, einen einzelnen Verurteilten zu begnadigen. Die Begnadigung einer Gruppe von Verurteilten ist verfafsungsmähig ausschließlich Sache des Landtags. Dem Hochverräter Frick, der als Oberamtmann der Polizei- birektion im Polizeigebäude eine Dienstwohnung innehatte. wurde diese gekündigt, nachdem die Regierung von Oberbayern gegen ihn bekanntlich ein Disziplinarverfahren eingeleitet hat. Die Reaktion in Thüringen. Ein Anschlag gegen die Volkshochschule Tinz. Aus Gero wird uns geschrieben: Die Thüringer Ordnungsregierung, die unter der Fuchiel der Deutsch« älkischen steht, beeilt sich, Thüringen von ollen kulturfort- schritllichen Institutionen zu„säubern*. Alles, was die fozialistische Regierung an segensreichen Kulturgütern geschaffen hat, soll in Trümmer gehen. Hier das staatliche Bauhaus in Weimar, die fortgeschrittenste Kunstschule Europas, dort das V o i k s h o ch< fchulheim Dreißigacker— beides gewiß politisch vollkommen unverdächtige Anstalten—, und soeben holt die Reaktion zum ent- scheidenden Schlag Lcgxn da» Zentrum der Arbeiterbitdung in Thü- ringen und weit darüber hinaus, gegen die Boll» Hochschule Reuß und Tinz au». Das kleine Reuß war nach dem Zusammenbruch der alten Fürstenherrlichkeit da» einzige Land gewesen, dessen Arbeiterschaft den kühnen Entschluß faßte, da» vom Fürsten abgetretene Vermögen den Zwecken einer breit angelegten, tiefschürfenden Arbeiterbildung zu widmen. Es entstand die mit gpoßcm Sachvermögen ausge- stattete Stiftung„Volkshochschule Reuß*. die drei Arbeitsgebiete umfaßte: die Heimvoltshochschule Tinz, die sich sehr bald zu einer der bedeutendsten Arbeiterhochschulen Deutschlands ent- wickelte, die Volkshochschule in Gera und Reuß, die all- mählich zu einer umfassenden Arberterbildungszentrale für Thüringen heranwuchs, und eine mustergültige Volksbücherei in der Stadt Gera. Mit der endgültigen Konsolidierung Thüringens ging die Stif- tung an den Staat über, der sich zu ihrer Erhaltung im bisherigen Umfange und Geist gesetzlich verpflichte. Was kümmert aber die Reaktion Gesetz und Recht, was kümmert die van nationalen und völkischen Phrasen triefenden reaktionären Parteien der geistige Auf- stieg, die kulturelle Höherentwicklung des deutschen Volkes, der beut- fchen Arbeiterschaft? Es gehört zu den eisten Taten der reaktionären Regierung, die Volkshochschule Reuß(das Zentrum der örtlichen Arbeiterbildung in Thüringen) vollständig zu zerchlozen und in der Heimoolkshochschule Tinz einen solchen Abbau vorzu- nehmen, vor allem die Rechtslage der Lehrer und übrigen Ange- stellten jo zu verschlechtern, daß der Weiterbestand der Schule aufs äußerste bedroht ist. Diesem Versuch, eine der bedeu« tendsten Kultureinrichtungen der deutsch«, Arbeiterschaft auf kaltem Wege zu beseitigen, muß der ollerenergischeste Widerstand entgegen- gesetzt werden, nicht nur der thüringischen, sondern der gesamt- deutschen Arbeiterschaft, die seit Jahren aus allen Teilen des Reiche» ihre jungen aufstrebenden Elemente noch Tinz entsendet und in Tinz ein unentbehrliches Element ihres kulturellen Aufstieges erblickt._ Die Wahlen im besetzten Gebiet. Die französische Regierung hat der deutschen Regierung in der trage der Wahlfreiheit im besetzten Gebiet ein chreiben überreichen lasten, das sachlich folgende» besagt: 1. Betresfs der Wahlversammm I u n g e n scheint es mög- lich, die jetzt durch die Verordnungen der Ryeinlandkommission aus 48 Stunden k-tt.-letzte Anmeldungsfrist zu verkürzen. 2. Betreffs de» Verkehrs zwischen den besetzten Se- bieten und dem übrigen Deutschland ist der Reichsregierung be- kannt, daß er für alle im Rheinland wohnhailen Personen völlig frei ist. Den Personen, die dort nicht ihren Wohnsitz haben, könnte ein lür die ganze Wahlperiode gültiger Passierschein� ausgestellt werden, falls es sich um Kandidaten oder um Parteisekretare handelt, und deren Namen nebst Nachweis ihrer Persönlichkeit der Rhein- landkommission mitgeteilt wird.__ 3. Betreffs der Pressefreiheit scheint keine Maßregel zu �greifen zu sein. 4- Betreffs der Stimmabgabe der au» den besetzten Gebieten fjj�flemiesenen Personen scheint es nicht M ö g l i ch. den. lelücn durch eine allgemeine Maßregel das Recht zu geben, am Wohl- wg nach ihrem Wohnsitz zurückzukehren, um In ihrem Wahlbezirk ihre .°b»ugeben. Nichtsdestoweniger behält der französische Ober- komm, ssar im Geiste besonderen Wohlwollen», doch ohne sich in dieser H.nücht zu binden, sich vor. die Rückkehr derAusgewie- � Anwesenheit im besetzten Gebiet nicht mehr un- erwünsasi sein sollte, nach Möglichkelt zu erleichtern._ �' v L Vorschlag der Reichsregierung betrifft, einen Der- fester de» deutschen Miuistertnm» de» Innern zweck»»a- mittelbarer Verhandlung mit der Rheinlandkommission über Wünsche, die durch die Wahlen etwa entstehen könnten, nach Koblenz zu entsenden, so ficht die französische Regierung die Not- Wenigkeit davon nicht ein._ verhanülungen mit üer Micum. Bisher kein Ergebnis. Düsseldorf, 8. April.(WTB.) In den heutigem Verhandlungen, die von 3 bis 554 Uhr kauerten, erklärte die Sechser? ommis. fion, daß die durch das Abkommen mit der Micum übernommenen Verpflichtungen weiterhin nicht getragen werden könnten. Der Ruhrbergbau verkenne aber nicht die große Bedeu- tung der Frage, daß die Arbeit im Ruhrgebiet noch dem 15. April möglichst störungslos weitergeführt werde. Die Sechserkommission erklärte sich deshalb für die Zechen bereit, die Sach- leiftungen auch über den 15. April hinaus fortzusetzen, wenn die finanzielle Möglichkeit hierfür geschaffen wende. Die Der- Handlungen führten zu keinem Ergebnis, es soll am Freitag erneut verhandelt werden. presselob für üie Experten. Ju Paris. Parks, 8. April.(Eigener Drohtbericht.) Der„Matin* erklärte sich am Dienstagmvrqen in der Lage, eine authentische Zusammen- stellung der von den Sachverstäntytge'n am Mittwoch der Reparations- kommiffion überreichten Vorschläge zu veröffentlichen. Bei näherem Zusehen zeigte sich jedoch, daß es sich um nichts anderes handelt, als um eine geschickt« Zusammenstellung der bisber bekannt- gewordenen Einzelheiten. Sie enthält nichts Wesentliche«, was wir nicht bereits in der vergangenen Woche zu melden in der Lage gewesen wären. Unbekannt waren bisher nur die vom„Matin* mitgeteilten Ziffern der vo«, Deutschland während der ersten vier Zuhre aufzubringenden Leistungen. Ihre Richtigkeit vorausgesetzt, würde Deutschland zu bezahlen haben: im ersten Jahre 1999 Millionen, von denen 899 Millionen Deutsch- land aus dem Ergebnis der nationalen Anleihe zur Verfügung gestellt werden, die restlichen 299 Millionen sollen durch Transport» steuern aufgebracht werden, im zweiten und dritten Jahre je 1259 Millionen, im vierten Jahre 1759 Millionen. Neu. aber ebenfalls mibeftätigt, ist auch die Mitteilung des Blattes, wonach die drei Kategorien von Einnahmen, aus denen die Reparationen zu be- streiten sind, gegenseitig füreinander haften sollen der- ort, daß. wenn etwa die Eisenbahnen die von den Sachverständigen vorgesehenen Einnahmen nicht errbingen sollten. das Defizit an» den Verbrauchssteuern gedeckt werden solle und umgekehrt. Wieweit diese Einzelheiten zutreffen, wird man abzuwarten haben. Der authentisch« Text de» Bericht» und der Borschläge wird jedenfalls erst am Mittwoch der Pariser Presse übergeben werden. Soweit die hiesigen Blätter da» Werk der Sachverständigen aus Grund der bisher bekanntgewordenen Details besprechen, geschieht es mit fast vorbehaltloser Zustimmung. Der„Temps* äußert, das Gutachten der Sachverständigen werde im Prinzip sowohl dem französischen als auch dem deutschen Standpunkt gerecht, dem fron» zösilchen insofern, als es darlege, daß Deutschland zahlen könne, dem deutschen, indem es die Wiederherstellung der wirkschaslllcheu Einheit de» Reichs r unerläßlich erkläre. Offen bleib« nur die Frage, wieweit das von ihnen empfohlene Softem zur Einireibuna der Reparationen praktisch verwirklicht werden könne. Sein Urteil darüber laßt das Blatt �ohin zusammen, daß es mehr Bertrai-eu bab- in eine von den Einzelinteressen getragene individuelle Im- tiotive als in einen großen Verwaltungsmechanism"s. der eine ganze Legion von Kontrolleuren erfordere und dessen Funktionieren von dem permanenten Einvernehmen aller Beteiligten bedingt sei. Der„Intransigeant* unterstreicht die Gediegenheit und die technische Vollkommenheit der von den Sachverständigen geleisteten Arbeit. Ihr Plan unterscheide sich von den früheren au» den ver- schiedenen Interalliierten Konferenzen hervorgegangenen Proargm- men vor allem dadurch, dass e» in allen Einzelheiten aus die pro t- tische Durchführbarkeit Rücksicht nehme und zeige, daß aus diesem Gebiet die Politiker und Diplomaten mit den teufen vom Jach nicht zu konkurrieren vermöchkeu. Besonders anzuerkeimen fei. daß die Sachverständigen sich bemüht hätten, die technische und die positifche Seite des Problems von- einander zu trennen, wenn ihnen das auch nicht immer ge- lunaen lei. Das zeige vor allem die Betonung der von ihnen als unerläßlich erklärten Wiederherstellung der wirtschaftlichen Ein- beit des Reichs. Auf der anderen Seite allerdings hätten sie die Ratwendigkelt der militärischen Okkupation nicht bestritten und durch die varoesebene lleberwachuna der Rbein- imd Rubrbohnen auch der Sicherheit der französisch-belgischen Truppen Rechnung getrogen. Varls, 8. April.(Hcwas.) Es wird bestätigt, baß die Berichte der Sachverständigen morgen vormittag 19 Uhr ofsiziell der Reparationskomm'siion übergeben werden. Das Komitee Dowe» ist heute mittag 1254 Uhr noch einmal zusammengetreten, um Kenntnis van den Dri'ckabzüaen feines Berichts zu nehmen. Die meisten Ziffern des Dokument» fallen erst heute endoültig einoesetzt werden, nachdem ihre Einfügung bis jetzt vorbehalten worden ist. Sowjet-Justiz. Bor einem neuen Justizmord? Zu den vielen inneren Widersprüchen der konnmniistischen Politik gehört die Frage der Klassenjustiz. Einerseits bezeich- nen sie die Klassenjustiz der Bourgeoisie gegen die Arbeiterschaft als verbrecherisch, andererseits bekennen sie sich selbst zum Prinzip der proletarischen Klassenjustiz. Sie müssen es tun— obwohl sie damit nur Argumente der deutschen Klassenjustiz gegen die eigenen Genossen liefern—, weil die Sowfttregierung bei der Verfolgung aller ihrer politischen Gegner die Klassenjustiz zum Staatsprinzip erhoben hat. Sie geht sogar noch weiter, indem sie diese Klassonjustiz zu einer reinen Parteijustiz gegen Führer der Arbeiterklasse eiiftchränkt, wie es u. o. bei dem Prozeß gegen die Sozialrevolutionäre im Mai/Juni 1922 geschehen ist. Nun droht ein neues bolschewistische, Iusiizoerbrechen. In Kiew findet gegenwärtig ein politischer Massenprozeß gegen 18 Intellektuelle statt, darunter die Universstätsprofessoren Wassilenko und Smirnow, den Rechtsanwalt Tschol- g a n s k I usw. Ihnen wird Propaganda für die Abschaffung der kommunistischen Diktatur, für die Schaffung einer demokratifchen Republik zur Last gelegt, außerdem die Unterhaltimg von Geheimen Beziehungen zu demokratischen Kreisen de» Auslandes und endlich Spionage zugimsten Polens. Die ganze Anklage ist so brüchig, daß der Prozeh bereits dreimal vertagt werden mußte. Ferner, wie beim Verfahren gegen die Sozialrevolutionäre vor zwei Jahren, beruht die Anklage auf den Denunziationen einiger Spitzel. Ueber den Gong des Prozesse, erfährt man fast nichts Es verlautet nur. daß die meisten Angeklagten Gefahr laufen, zum Tode verurteilt zu werden, da dl« kommumstische Presse dies verlangt. Wie vor zwei Iahren, gilt es für die gesamte gesittete Welt, vor allem für dos internationale sozialistische Proletariat, sich zu- sammvnzu schließen und einmütig der Sowjetreglerung zum Ausdruck zu bringen, daß sie sich mit solchen Prozessen nicht uurmitSchaad» bedeckt, sondern daß sie dadurch nur die Geschäfte der inter- nationalen Reaktion und der internationalen Klassenjustiz, besonders in Deutschland, Italien und Spanien besorgt. -» Außerdem hat die Sowjetregierung mit diesem Prozeß auch er- reicht, daß Herr P o i n c a r e eine willkommene Gelegenheit er- hielt und ausnützte, sich als Hüter der Menfch'ichkeit aufzufpieien, als der er sich im deutschen Ruhr gebiet wahrboftig nicht er- wiesen hat. Parts, 8. April.(Eigener Drahtbericht.) In einem am den russischen Volkskommissar Tschits che rin gerichteten Telegramm appelliert Poincor« im Namen der öffentlichen Meinung und der Wissenschaft Frankreichs an di« russische Regierung zugunsten der 18 Intellektuellen, die gegenwärtig wegen„antirevolutionärer Um- triebe* nor_ dem Gericht in Kiew stehen. In dem Telegramm heißt es-'„Die öffentliche Meinung Frankreichs verfolgt mit großer Besorgnis den Verlauf dieses Prozesses. Sie fürchtet, daß er mit einem Todesurteil enden könne, das die Wissenschaft der ganzen Welt auf das Schwerste treffen würde. Im Namen der Wissenschaft und der Menschenrechte bitten die Mitglieder sämtlicher sranzösiicher Universitäten, daß ihren russischen Kollegen ein Urteil ersvart bleibe, das sie nicht verdient hätten. mi> im Namen der Zivilisation und der Menschlichkeit vereinigt die französische Regierung ihre Bitte mit denen der Intellektuellen der ganwm Welt.*— Die französische Regierung hat zu gleicher Zeit die Kabinette von London und Rom, die in Moskau offizielle Vertretungen hoben, gebeten, mit allen Ihnen zu Gebote stehenden Mitteln zugunster der russischen Professoren und Schriftsteller zu intervenieren: Hungerstreik in MoSkan? Aus Nachrichten, die in Berlin eingetroffen sind, geht hervor daß in den letzten Tagen ein schwerer Konflikt zwischen den politischen Gefangenen des Butirki-Gefänanisses in Moskau und der Gefängnis- Verwaltung ausgebrochen Ist. Die Gefangenen sollen daraufhin, um sich ihr Recht zu erzwingen, in den H u n g e r st r e i k eingetreten sein. Es handelt sich hauptsächlich um gefangene Sozialisten. französische Kammerverlängerung? Ein merkwürdiger Kabinettsbeschlust. WTV. meldet aus Paris: Der franzäsische Isiinisterrat, der gestern vormittag unter dem Vorsitz von ZN Uerand tagte, sprach sich zugunsten des Gesetzentwurf» aus, durch welchen die Dauer der Legislalurperiode aus sechs 3ahre verlängert wird. Em Drittel ihrer Milglleder ist alle zwei Tahre neu zu wählen. was den Entwurf der Einteilung der Wahlkreise anlangt, so wird sich die Regierung den Beschlüssen der Sammer anschließen. * Die Meldung ist in dies«: Form reichlich unklar. Bor allem geht au» ihr nicht hervor, ob dieser Gesetzentwurf noch in der gegenwärtigen Legislaturperiode eingebracht oder erst dee nächsten Kammer vorgelegt werden soll. Bekanntlich wird in Frankreich am 11. Mai gewählt, die jetzig» Kammer soll noch im Laufe dieser Woche ausgelöst werden. Einer Verlängerung ihres eigenen Mandates würde die stark gefährdete jetzig« Mehrheit ohne weiteres zustimmen, obwohl dies in dem jetzigen Stadium beinahe einem Staatsstreich gleichkäme. Aber eine Zustimmung des Senats ist im höchsten Grade unwahrfcheinllch. Wenn hingegen dieser Gesetzentwurf erst die nächste Kammer beschäftigen soll, dann begreift man nicht recht, warum der Minister» rat kurz vor Toresschluß diesem Aufsehen erregenden G�e--�utwurf zugestimmt hat. Mussolinis feste Mehrhe-i Rom. 8. April.(Elgener vcahlberlchl.) Die Zajchisteu haben durch die Parlamentswahl dank dem auf ihre Parteibedürfaisie zugefchnitteneu Wahlrecht ei« feste Mehrheit von IIS Stimmen in der Sammer. Rom. 8. April.(WTB.) Von den 15 Wahlkreisen(legen bisher Mc Ergebnisse aus 13 vor. Rur Piemonl und Sizilleu fehlen noch. Gewählt haben 6 199 625 Personen, was einer wahlbeteill- gvug von 64 Prozent entfpr.cht. Gültig sind 5 915 469 Stimmen. Auf die Rationale Liste entfallen 3599324 Slimmen, auf die Rationale Ergänzungsliste 351 179 Stimmen. Die 144 Rcstmandakt für die erwähalen 13 Wahlkreise verteilen sich folgendermaßen: 19 Faschisten der Ergänzungsliste. 11 Liberale. S Vcrlretcr der ver- fassungsmäßlgen Opposilion. 1 vemokrai, 3 Demofozialistcn. 1 difsi- dealer Faschist, 33 Vertreter der katholischen Volksparlei, 7 Republikaner. 2 Sarder, 21 Sozlaldemokralea. 19 Maxima- llsteu(halbe Kommunisten Serratifchcr Färbung). 15 Sommu- nisten und 4 Vertreter der nationalen Minderheiten. Die ge- wählten Liberalen haben sich ausdrücklich für die faschistische Regie- rang erklärt. die vorgänae im Unterhaus. London, 8. April.(Eigener Drahtbericht. In Kreisen der La- bour Party wird zu den beiden Abstimmungsniederlagen der Re. gierung am Montag bemerkt, daß eine Anzahl von Labour-Abgeord- neten von Derfam ml ungsr eisen, die sie in üblicher Weise über Sonntag in ihre Wahlkreise unternahmen, noch nicht zu. rückgekehrt waren und erst kurz nach der Abstimmung ein- trafen. Dieser parlamentarische Zwischenfall enthüllt jedenfalls weit weniger die Schwäche der Regierung als der liberalen Partei, die vormittags in ihrer Klubsitzung beschlossen hatte, das von der Regierung vorgelegte Gesetz zu unterstützen, aber am Nach- mittag dann in drei Gruppen gespalten abstimmte, wobei 42 Liberale für, 25 gegen die Vorlage stimmten und der Rest sich enthielt. Keine Regierungskrise. London. 8. April.(WTB.) Unterhaus. Baldwln fragte den Premierminister, welches Verfahren die Regierung angesichts ihrer gestrigen Niederlage einzusch'agen gedenke. Macdonald erwiderte, es werde keine neue Vorlage über die Frage der Wohnungsmiete eingebracht werden. Dagegen lägen Abänderung»- anträze des Abg. Simons vor, die im Ausschuß behandelt werden würden. Der Premierminister fügte hinzu, feiner Ansicht nach würden alle zusammenwirken, um die Frage besriebigcnd zu gestalten und mit möglichst geringer Verzögerung zu erledigen. Erhöhung der ArbeitSloseuuntersiützung. London, 8. April.(Eigener Drahtbericht.) Ein Gesetzentwurf. der im Unterhaus eingebracht wurde, erhöhte die Arbeitslösemmter. stützung für Männer von 15 auf 18 Schilling, für Frauen von 12 auf 15 und den Zuschuß für jedes Kind von 1 auf 2 Schilling: ferner verbessert er die Bestimmungen für di« Jugendlichen. Was die bürgerliche Presse wissen will. London. 8. April.(WTB.) Wie di« Blätter melden, wurde auf einer heute abgehaltenen Sitzung der parlamentarifchen Ar- beiterpartei geltend gemacht, daß zahlreiche Schwierigkeiten der Regierung darauf zurückzuführen seien, daß st« d!« Arbeiterpartei nicht ins Vertrauen zieht, über deren Ansichten in wichtigen Fragen die Regierung also nicht voll unterrichtet sei. Der württembergtsche Landtag wählte Staatsrat Rau. den bisherigen Berweier de» Arbeits« und Ernährungsministeriums zum Staatspräsidenten. Dieser nahm die Wahl an. Er übernimmt zugleich das Arbeits- und ErnäbrungS- sowie da» Kultusministerium. Staatspräsident Rau berief den bisherigen Minister Bolz als Finanzminister und den bisherige» Justiz« minister veverl« al» Justizminister. Gewerkschaftsbewegung arbeiter ausnahmsweise einmal aus der Roten Jahme" bie Bahr Die Krise im Buchdruckgewerbe. Die Berhandlungen ergebnislos verlaufen. Im Reichsarbeitsministerium fanden gestern Berhandlungen unter dem Borsiz des Oberregierungsrats Dr. Mewes statt, die den im Buchdrudgewerbe ausgebrochenen Lohnstreit beenden sollten. Es tam jedoch wiederum zu feiner Einigung. Die Unternehmer lehnten nach längeren Beratungen ab, an dem Schiedsspruch eine materielle Berbesserung vorzunehmen. Sie verlangten vielmehr, daß der Schiedsspruch für rechtsverbindlich erklärt werden follte! Dieser Frage fonnte gestern noch nicht nähergetreten werden, da der Reichsarbeitsminister, dem die Entscheidung über die Ver bindlicherflärung obliegt, von Berlin abwesend ist. Mit der Ent scheidung ist deshalb vor Donnerstag, nicht zu rechnen. Die Arbeitervertretung wird alles versuchen, den Reichsarbeits. minister davon zu überzeugen, daß diesem für sie völlig un tragbaren Schiedsspruch die Verbindlichkeit versagt merden muß. Im übrigen ist der Schiedsspruch durch die Tatsachen bereits überholt. Bei den Organisationsleitungen laufen fortgesetz: Mel. bungen ein, daß einfichtige Unternehmer die Forderungen der Behilfen bewilligen. Auf der anderen Seite mehren sich die Anzeichen, daß die ausgebrochenen Konflikte sich ausdehnen und an Schärfe gewinnen, wenn die Unternehmer nicht doch noch Bernunft walten lassen und ihre aufreizende Lohnpolitik einer Aenderung unterziehen. Görlig, 8. April.( WTB.) Wegen Lohndifferenzen ist heute vormittag das technische Personal der brei hiesigen bürgerlichen Zeltungen in den Streit getreten, so daß diese heute nicht erscheinen fonnten. Den Verlegern wurde heute vormittag ein einstündiges Ultimatum mit der Forderung eines Spitzenwochenlohnes von 35 M. gestellt, was von ihnen abgelehnt wurde, worauf das Personal die Arbeitsstätten verließ. Mainz, 8. April.( WTB.) Die Buchdruder haben heute vor mittag megen Lobndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Die bürgerlichen Zeitungen erscheinen nicht. Hinter Polen! Genf, 8. April.( Einener Drahtbericht.) Der Berwaltungsrat As Internationalen Arbeitsamtes hat am Dienstag feine 28. Sigung begonnen. Zur Behandlung stehen in der Hauptsache Budgetfragen für das Jahr 1925. Auch die Arbeitsverhältnisse an der Saar werden von neuem besprochen werden. Gelegentlich einer Aussprache über die bisher eingegangenen Ratifitationen wurde von Arbeiterfeite auf die Arbeitsverhältnisse in Deutsch und Polnisch- Oberfchlesien hingewiesen und betont, daß die polnischen Arbeiter bedeutend günstigere Arbeitsverhältniffe hätten als die deutsch oberschle fifchen. Die polnische Regierung fei nach Krieasende verpflichtet worden. die Arbeitsver. hältnisse auf derselben Höhe zu halten wie in Deutschland. Jetzt er. acbe fich aber, daß die polnisch- eberschlesischen Arbeiter nur acht Stunden zu arbeiten haben, während die deutsch- oberschlesischen Ar. beiter eine sehnstündige Arbeitszeit ertragen müßten! Der deutsche Recierungsvertreter erflärte, er habe für die Angelegenheit teine Instruktionen erhalten. Leipart erflärte für die deutschen Gewerkschaften, daß sie sich start genug füh'ten, den Rampf um den Achtstundentag zu führen und fie hofften, ihm wiederum für die deutsche Arbeiterschaft zurüder. obern zu können. Ein Beschluß wurde nicht gefaßt, doch wurde allgemein der Wunsch geäußert, die deutsche Regierung möge für die Rüdtehr normaler Arbeitsverhältniffe, forgen. Die Ahnungslosen. Bom Berband der Gemeinde- und Staatsarbeiter wird uns geschrieben: In der Roten Fahne" Nr. 29 vom 3. April wird etwas vom Hungerlohntarifabfchluß für ftaatliche Arbeiter gefafelt. Der Schreiber hatte offenbar teine Ahnung von der Materie, über die zu schreiben er sich anmaßte. Jedenfalls war dem Schreiber nicht darum zu tun, den staatlichen Arbeitern in ihrem Existenzkampf, über den an dieser Stelle in der legten Zeit so viel gefchrieben wurde, zu helfen, sondern lediglich darum, die durch die Moskauer Brille betrachtete„ Gewerffchaftsbureaukratie" herunterzureißen. In dem Artikel der„ Roten Fahne" wird z. B. gefagt: " Dem Tarifvertrag fommt deshalb noch eine große Bebeu. tung zu, als er gleichzeitig automatisch für viele Hun derttausende von Gemeindearbeitern Anwendung findet; denn er wird durch Reichsverordnung von den Rommunalverwaltungen übernommen. Auch wird der Bertrag sicher als„ Muster" für die kommenden Tarifverträge der Arbeiter bei der Post und Eisenbahn herangezogen werden. Dazu haben wir zu bemerken, daß es in Deutschland noch nicht „ piele Hunderttausende von Gemeindearbeitern" gibt, weil die Kom. munalisierung der Betriebe noch nicht in dem Maße fortgeschritten ift, wie wir als Arbeiter das wünschen müssen. Des weiteren gibt es auch eine Reichsverordnung, die die Kommunen dazu zwingt, diesen Vertrag für ihre Arbeiter zu übernehmen. Das letz tere ist schon rein pratftisch nicht mehr möglich, meil die Arbeitszeit in den Gemeindebetrieben schon längst vor Abschluß des staat lichen Berwaltungsarbeitertarifs, und zwar in einem für die Arbeit. nehmer günstigeren Sinne entschieden wurde, als dies augen blicklich mit der gegenwärtigen Reichsregierung möglich war. Der von der Roten Fahne" kritisierte Bertrag fann aber auch nicht als Muster" für die Poft und Eisenbahn herangezogen wer. ben, obwohl es uns außerordentlich angenehm wäre, wenn dies gefchehen würde, wenigftens in feinen sozialen Teilen, weil diefer Tarifvertrag nämlich um ein Bedeutendes beffer ist als derjenige der vorgenannten Betriebe. Gerade aus diefem Bergleich der Roten Fahne" geht mit aller Deutlichkeit hervor, daß die Leutchen feine blaffe Ahnung von den Dingen haben, sich aber zum Schaden der Arbeiterklasse immer wieder anmaßen, die Gewert. fchaften zu verunglimpfen. heit erfahren. Wenn wir der Notiz in ber Roten Fahne" überhaupt eine Erwiderung zukommen laffen, fo deshalb, weil die nächsten Tage, vielleicht schon Stunden, die gesamte Reichs- und Staatsarbeiterschaft vor ungeheuer schwere Aufgaben stellen dürfte, und daß dieser Rampf, wenn er uns aufgezwungen werden sollte, auch mit allen gewertschaftlichen Mitteln geführt wird. Auf Bundesgenossen, die von den Dingen selbst nichts verstehen, sondern lediglich den Zweck den wir in diefem Rampf verzichten. verfolgen, neinigteit unter die Arbeiterschaft zu tragen, werDie Kämpfe in der Metallindustrie. ble e erringt. Die Veranstaltung der sogenannten Opposition oder fagen mir auf gut deutsch, der kommunistischen Gewerkschafts zerstörer am 7. April war ein gründlicher Reinfall In der nächsten Bersammlung wird Herr Kasper wiederum berichten fönnen: die Situation ist unverändert. der Die„ Teno" berichtigt. Technischen Nothilfe folgende Berichtigung: Unter Berufung auf das Preßgesetz schickt uns der Vorstand Es ist nicht richtig, daß in Hamburg am 5. April 50 Mitglieder der Lechnischen Nothilfe wegen Bandendiebstahls auf den Güterböden verhaftet werden mußten". Richtig ist vielmehr, daß eine geringe Anzahl von neu in die Technische Nothilfe eingetretenen Personen aus zerbrochenen Kiften Apfelsinen und Schokolade zum alebaldigen Berzehr ver wendet haben und nach dieser Feststellung sofort aus der Tech. nischen Nothilfe entlassen worden sind. bandes teilt mit: Die Drisverwaltung Berlin des Deutschen Metallarbeiterver. Die Arbeiterschaft der Firma H. Hartmann, A.-G., Neufölln, befindet sich seit dem 1. April in einem Abwehrstreit. Die Firma versuchte, von den bisherigen Lohn- und Affordverdiensten Wozu wir zu bemerken haben, daß uns die Nachricht nicht einen Abzug von 20-30 Broz vorzunehmen. Die Verhandlungen tur von unserem Sonderforrespondenten, sondern übereinstimmend des Betriebsrats im Beisein eines Organisationsvertreters scheiterten auch von bürgerlichen Nachrichtenbureaus zuging. Es fehlte Entitellung der Tatsachen nicht bloß Arbeitswillige für ihren Belaffen worden wären Im übrigen erübrigt sich jeder Kommentar an der Harmädigkeit des Unternehmers. Die Firma sucht durch übrigens gerade noch, daß die erwischten Nothelfer" nicht enttrieb zu merben, sondern auch durch Artikel in bürgerlichen Blättern ( fiehe Artife im Neuföllner Tageblatt" Nr. 83 Sonntag, 6. April wäre mehr gewesen. zu der Bemühung, die Tat der Erwischten zu beschönigen. Weniger Ein Ueberfall auf Arbeitswillige") die Streifenden ins Unrecht zu fehen. Da die'er Artikel von Anfang bis Ende nur unwahrheiten enthält. sind mir gezwungen, von den Boaränger bei der Firma Harts mann der Deffentlichkeit die Auren zu öffnen. Bir appellieren an das Solidaritätsgefühl der Arbeiterschaft, diesen Betrieb zu meiden. Zum Streit in der Lederwarenindustrie. Durch die Vermittlung des Eliters für Groß- Berlin fam Barteien. Durch ein Verfeben der Behörde war den Arbeitgebern es Ende voriger Woche au einer Besprechung der ftreitenden die Verhandlungsbereitschaft der Streifenden nicht befannt ae worden, fo daß zu der Besprechuna nur der Sunditus der Arbeit gebervereinigung erfdbienen war. Sein Hinweis, daß die Unterstehen, konnte von der Streifleitung nicht als Verhandlungsgrund. nehmer noch zu ihrem Angebot, eine Zulage von 5 Bf zu gewähren. lage anerkannt werden, da die Erringung eines über die wiederum Arbeitseinstellung ift. Die Zusammenkunft verlief baber refultatios. angebotenen 60 f. Binausgebenden Lohnes der Grund der Eine qeftern vormittag afgehaltene Streifverfammlung billigte bas Verhalten der Etreilleitung. Der Etreit geht in unver minderter Schärfe weiter. Streit bei der Wach- und Schließgefellschaft. Die Wächter der Berliner Bach- und Schließgesellschaft haben gestern den Streit beschlossen, und zwar einmal wegen der ablehnenden Haltung der Direktion und zweitens wegen der Bezah lung der Ueberstunden nach dem Stundenlohn, wie er in dem jewei ligen Lohnabkommen vorgefehen ist; bisher werden 50 Proz. weniger, als der reguläre Stundenlohn ausmacht, bezahlt. Außerdem ist eine Verlängerung der Arbeitszeit vorgesehen, die die Beschäftigten unter allen Umständen ablehnen. Die Sicherheit Berlins dürfte durch den Streif nicht gewinnen. Die Wächter find aber durch das ablehnende Berhalten der Direktion der Berliner Wach- und Schließgesellschaft gezwungen, ben Kampf aufzunehmen. Konflikt im Hotel Erelfior. Haffigen" Hotel befassen müssen. Nun schreibt uns der ZentralWiederholt haben wir uns mit den Zuständen in diesem erst verband der Hotelangestellten, daß die Angestellten feit Menaten in der niederträchtigsten Weise schifaniert und ausgebeutet werden. Böllig einseitig werden Arbeitsverträge von der Direktion gebrochen und die Angestellten zu Arbeiten verpflichtet, die sie nichts angehen. Herr Elichner als Unternehmer et fich über alle tarif lichen und gefeßlichen Bestimmungen hinweg Seit einigen Tagen verlangt er z. B. von einem großen Teil des Perfonals nachts 4 Uhr Dienstantritt. Da die Angestellten außer Haus und meift in den Vororten wohnen muß jeder objektiv denkende Mensch das Unmögliche eines folchen Berlangens einsehen. auch entzieht man Angestellten den wöchentlichen Ruhetag und zwingt sie an folchen Tagen zu arbeiten. Ganz willtürlich erfolgten Entlaffungen wegen der geringsten Versehen. Man scheut sich auch nich, dem Personal Prügel anzubieten. Sahlreichen Angestellten wird ohne Grund gekündigt, trop bem für alle genügend Arbeit vorhanden ist. nicht; jeder Versuch des Personals, eine solche zu bilden, wird unterEine gefeßliche Betriebsvertretung duldet Herr Elschner ebenfalls brüdt und mit fofortiger Entlaffung bestraft Als vor einigen Tagen der Wahlvorstand ein Wahlausschreiben zum Aushana brachte, wurde es in furzer Zeit auf Anweisung der Direktion entfernt resp. vom Brett geriffen. Die Direktion provoziert die Gewerkschaft der Hote'angestellen in derselben Beise. Ein an fte gerichtetes Schreiben ließ fie einfach ftellung fieß fie fich verleugnen. Alles hat aber feine Grenzen. mit Annahme verweigert" zurückgehen. Auf persönliche VorHeute, Mittwoch, mittags 12 Uhr und nachmittags 3½ Uhr, werden die Angestellten in Bersammlungen vor die Frage eines Streits geftellt werden. Bon der Teilnahme an diesen Versammlungen und dem Geiste der Angestellten wird es abhängen, ob diese Zu stände fich noch mehr verschlechtern oder bessere Arbeitsbedingungen geschaffen werden fönnen. Die Situation ist unverändert. Die sogenannte Opposition im Zentralverband der Angestellten hatte für den 7. April eine Funktionärtonferenz" einberufen. Der Versammlungsbefuch war genau so schlecht wie bisher in allen anderen Veranstaltungen der RPD.- Leute. Wenn man freilich der Roten Fahne glauben würde, wären alle Amsterdamer Gewert fchaften längst von der KPD.- Zentrale aufgefreffen. Die Drahtzieher der Funktionärversammlung waren die bekannten Leute um Kasper, und das, was geredet wurde, entsprach durchaus der„ Tradition" der tommunistischen Spaltungszentrale oder besser gesagt, dem Diktat van Mostau. Der Referent des Abends, Herr Kasper, konnte über die Kampflage" nichts weiter berichten als das, was wir schon in der Ueberschrift festgehalten haben: die Situation ist unverändert. Man fann es den Leuten um Kasper nachfühlen, daß sie jetzt mit aller Gewalt versuchen, aus der Situation, die sie selbst geschaffen haben, herauszukommen. Kein Angestellter wird sich für ihre Ideen begeistern, noch weniger aber werden diefe Leute die Angestellten in ihre vielgepriesenen Industrie- Organisationen" hineinbekommen. Das eine möge, fich die sogenannte Oppofition merken: Für Leute, die systematisch auf die Zerstörung der Gewerkschaften hinarbeiten, ist im 3d2, fein Blah. Daß die in der Roten Fahne" zum Abbruck gebrachten Löhne zahlenmäßig nicht stimmen, fet nur nebenbei erwähnt. Daß ferner von ihr verschwiegen wurde, daß ein Lohnabschluß ab 1. April überhaupt noch nicht erfolgt ist, sondern die ganze Angelegenheit von den Organisationen, weil eine Einigung mit dem Reichsfinanzminifterium nicht erzielt werden fonnte, im Schlich tungsverfahren weiter betrieben wird, braucht der Schreiber der erwähnten Notiz nicht zu wissen, sonst hätten fa die Staats- Diei Rote Fahne" fann sich nicht genug tun über die Siege, MIT 28 Zur Werbewoche des Verkehrbundes. Als Auftakt für die Groß- Perliner Werbewoche des Deutschen Berkehrsbundes fand am Montagabend eine allgemeine Funktionär versammlung der Sektion 1( Handelsarbeiter) und Sektion 2( Transportarbeiter) statt, in der Reißner und Ortmann über die gegenwärtige Lage und die Aufgaben der Gewerkschaften sprachen. ausgabe des Vorwärts" in gedrängten Zügen flargelegt wurden. Sie legten die Richtlinien dar, die bereits in der DienstagmorgenAlle Vertrauensleute haben die Pflicht, Gruppen- und Betriebsversammlungen einzuberufen und die Kollegen auf die neuen Anstürme der Unternehmer gegen die tariflichen Rechte und gegen das 1. Mai soll, entsprechend des Aufrufes des ADGB. auch von den Mitbestimmungsrecht der Arbeitnehmer aufmerksam zu machen Am Transportarbeitern geschlossen die Arbeitsruhe durch. geführt werden. Die Aussprache bewegte sich im Sinne der Referenten. Verbandstag des Zentralverbandes der Angestellteu. Der Zentralverband der Angestellten hat seinen zweiten ordent lichen Verbandstag für den 22. Juni nach Raffel einberufen. Bor furzem hat der Verbandsbeirat getagt und sich mit innerorganisatorischen Fragen sowie mit der wirtschaftlichen Lage der Angestellten beschäftigt. Die an der Tagung teilgenommenen Geschäftsführer der großen Ortsgruppen fonnten im allgemeinen Fortschritte aus der Bewegung berichten. Der Mitgliederbestand und die Kassenverhält nisse der Ortsgruppen sind gut. Es ist ein Stamm von tüchtigen Mitarbeitern in fast allen Ortsgruppen vorhanden. innerhalb der Gewerffchaftsarbeit, die in den verflossenen Jahren fast nur mit Tarifarbeit beschäftigt wurden, fonnten nach Eintreten der Markstabilisierung fich wieder ihren ureigensten Aufgaben zuwenden. Der tommende Verbandstag wird sich ebenfalls mit inner organisatorischen und wirtschaftlichen Fragen beschäftigen. Achtung, VSPD.- Metallarbeiter! Die Kräfte ftraße 17/18, Bersammlung aller BSVD.- Metallarbeiter. LagesDonnerstag, abends 7 Uhr, in den Sophienfälen, Sophienordnung: 1. Bortrag des Genoffen Artur Crifpien über:„ Die Reichstagswahlen und die Sozialdemokratie". 2. Ausgabe von Wahlmaterial. Alle Betricbe, befonders feine und Mittelbetriebe müssen vertreten sein. Parteiausweis legitimiert. Der Fraktionsvorstand. Achtung, Bauarbeiter! Die Barfettbodenleger befinden sich im Streit. Jeder Arbeitende muß einen Ausweis von seiner Deutscher Holzarbeiterverband. Organisation haben. In Budapest find infolge der Ausiperrung im Zeitungsgewebe gestern teine Zeitungen eridienen. Die Regierung ließ eine Notzettung, die vier Seiten umfaßt, drucken Im Laufe des Tages begannen Verhandlungen zwischen Vertretern der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer. mitglieder! Donnerstag, abends 7 Uhr, in der Schulaula Plantagenstr. 16/17, Deutscher Verkehrsbund, Agitationsbezirke 18 und 19 Webbing! Verbands. große Bezirksmitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Die Reichstagswahlen und die Gewerkschaften. Referent: Reichstagsabgeordneter Franz Künstler, 2. Distuffion. Jedes Mitglied hat zu dieser Versammlung bestimmt zu er fcheinen. 8ur Berschönerung der Berfammlungsftimmung wird der Meinediche Männerchor mit einigen guten Liedern beitragen. Reiner fehle! Die Frauen der Mitglieder find mitzubringen. Mit tollegialem Gruß! Die Bezirksagitationsleitungen. 3. A. Herm. Müller, Herm. Kaifer. Buchführungsfurfus für die Mitglieder des gentralverbandes der Angestellten. nach Dftern beginnt ein neuer Bud führungsturfus. Der Kurfus findet aweimal in der Woche, und zwar Dienstags und Freitags, in den Abendstunden statt. Die Dauer des Rurfus beträgt 3 Monate. Anträge zur Aufnahme in ben Rurfus müffen bis spätestens 15. April in den Bureaus unseres Verbandes, Belle- Alliance- Str. 7/10 obe. Rommandantenstr. 63/64, eingereicht werden. Nähere Mitteilungen über Beginn und Rosten gehen dann den Antragftellern zu. Berantwortlich für Bolitik: Craft Reuter; Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton: Dr. John Schikowski; Lotales und Sonstiges: Frig Karstadt; Anzeigen: Th. Glode; sämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts.Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei und Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co.. Berlin SW. 68. Lindenstraße 3. Sieran zwei Beilagen und Die Wählerin". Madenwürmer Springwürmer, Spulwürmer werden bejeitigt d. Wurm mittel., Leolade", wohlschmed. Areta schokolade. Mit genauer Anweisung. Schachtel 80 Pt. Nur echt vom Laboratorium Leo, Dresden- N. In allen Apotheken und Drogerien. Rajanol Haulcreme Die Creme der eleganten Welt, einzigartig pariümiert. Zu haben in einschlägigen Geschäften. Rajanol G.m.b.H., B.- Oberschöneweide, Frischenstr. 35 Telephon: Oberschöneweide 355 u 744 Sophienstraße 18 Sophien- Sale Sale frei Nrd. 9296 echt sind sie mißtrauisch Res gegen jeden Luxus* Kleine Massary- Zigarette in schlichter Hülle! URTEILEN SIE SELBST! Nr. 169+ 41. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Unter der Erde. Die harte Wohnungsnot, die schon in der Kriegszeit| um das Ungeziefer fernzuhalten, teilweise mit Brettern bebedt find. start hervortrat, befommt man erst richtig zu spüren, wenn Von den zwei vorhandenen Fenstern läßt sich nur das eine öffnen. man einzelne Mietsfasernen durchstreift und einen Einblick tun darf Die Wände find ohne Tapete, dafür aber reichlich mit Löchern bein das, was sich oft Wohnung" nennt. Niederdrückende Bilder deckt. Kalk und Buz fallen herab, so daß das bloße Mauerwerk ziehen dabei vorüber und die Frage bleibt offen: Wie können sichtbar wird. Eine andere Kellerwohnung auf dem gleichen Flur. derartige Räume als Wohnungen benugt werden? zurecht. Die Dielen find feucht und geben unter den Fußtritten nach. In der Küche herrscht Halbdunkel. Nur mühsam findet man fich Das trifft in besonderem Maße in jenen Häusern zu, deren Keller Nur die oberen Flügel des Fensters sind verglast, während die unteaus Gründen der Wohnungsnot zu Wohnzweden Verwendung ren Hauptflügel Rift en holz als Füllung" aufweifen. finden. Im Folgenden werden Berliner Kellerwohnungen in ihrer Kochmaschine und Dien find nicht mehr heizbar und stehen vor dem heutigen Berfassung geschildert, wobei man sich die Verfall. An Mobiliar ist nur weniges vorhanden. In der Stube Frage vorhalten darf, wie lange in dem Kulturstaat Preußen der- herrscht dumpf- stickige Luft Ein kranker liegt im feuchten Bett auf artige Gelaffe noch als Wohnungen für Menschen" offiziell geführt schimmeliger Matratze. Hier in diefem mehr als unfreundlichen und geduldet werden. Raume, wo längst feine Tapete mehr an den Wänden zu entbeden ift, und der in feiner Gesamtheit so beängstigend und troftlos mirtt, fchlafen zwei erwachsene Söhne mit der Mutter. Auf dem gleichen Flur liegt noch eine andere Wohnung, die des Besuches wert erscheint. Die Stube macht einen freundlichen Eindruck; sie ist ver= mietet an einen Schauspieler. Die Schlummermutter schläft des Nachts auf einem alten, baufälligen Sofa in der Küche. Auch diese Wohnung birgt den Schwamm in sich, und der Untermieter hat nur einen Wunsch, nämlich den, eine andere Wohnung zu erhalten. Die Fenster müssen hler fortwährend offengehalten werden, um die von den Schwammausdünstungen stidige Luft zu erneuern. Fünf Minuten die Fenster zu," erklärt die Bermieterin, und es riecht hier wie die Pest." Die Fenster sind zum Teil ohne Riegel. Gehe ich einmal weg," so erzählt die Frau, dann vernagele ich die Fenster, damit niemand hineinsteigt Einige Häuser weiter. Wieder genügen zwei fleine Schritte, um den Raum, der sonst die Bezeichnung Küche für fich beansprucht, in seiner Breite zu durchmessen. Entsetzt schaut sich das Auge des Im Reiche des Hausschwamms. In der Wolgaffer Straße beginnt unsere Wanderung. Wir überschreiten den schmalen Hof und steigen eine Kellertreppe hinunter. In der Küche sieht es wenig anheimelnd aus. Sie ist etwa 4½ bis 5 Meter lang und hat eine Breite von 1½ Meter. An der Wasserleitung starren dem Besucher große Löcher entgegen, während Die Diele am Ausguß im Laufe der Zeit vom Wasser durchfault ist. Reine Gardinen an den Fensterlöchern. Die Wände sind verräuchert. Im übrigen fällt hier das Troftlose weniger auf, weil die Wohnungsinhaberin bemüht ist, größte Reinlichkeit walten zu laffen nur eine andere Wohnung," fagt fie, und wir wären glücklich und zufrieden." Die Stube hat dieselbe Länge wie die Rüche und mißt in der Breite 2½ bis 3 Meter. Bei unserem Eintritt gibt der Fußboden nach der Schwamm zeigt feine Macht. Beim Besichtigen der Dielen bemerkt man große Löcher, die, 72] ( Nachbruc burch Malit- Verlag, Berlin.) Der Bürger. Von Leonhard Frank. Setzte sich in den Sessel. Plötzlich sah er, wie damals, Jürgen mit Elisabeth in der Halle eines Pariser Hotels stehen. " Das bin ja gar nicht ich. Das ist ein ganz anderer. Nicht der, den ich suche. Wennn ich wenigstens nur den finden würde, der hier in diesem Zimmer gesessen hatte. Denn auch der wußte, daß der in Paris herumlebende Schuft nicht Jürgen war. Aber mo, wo ist er, der dies wußte? Wo?" Hier ist er also nicht? In diesem Zimmer wohnt er nicht?" " Dieses Zimmer ist frei, Herr." „ Aber es war doch nicht immer frei! Sagen Sie mir aber denten Sie scharf nach-; ist Herr Jürgen Kolbenreiher nicht doch hier gewesen in der letzten Zeit? Dieser selbe Herr Rolbenreiher nämlich, der vor vierzehn Jahren einige Tage in diesem Zimmer gewohnt hat mit seiner Frau! Mit einem Fisch! Sie erinnern fich! Unveränderlich in ihrem Wesen. Kühl! Kühl! Nur in der Nacht, in der Nacht, wenn die Liebe erwacht... Er bezahlte damals ich erinnere mich ge nau, da er anderes Geld nicht hatte, Ihnen persönlich die Rechnung in Mart." „ Eine blonde Dame? Mark! Ah, Mart!... Der Herr ist damals gleich abgereift und seither nicht mehr hier gewefen." Abgereift?" Jürgen fuhr sofort zum Bahnhof und reiste ab. Mit dem ersten Zuge, der ausgerufen wurde. Endstation Berlin. Burde achtzehn Stunden später von den haftig und ziel bewußt Auseinanderstrebenden mitgeriffen durch die Berliner Bahnhofshalle und hinausgestellt auf den Platz, zwischen brüllende Zeitungsverkäufer, schnelle Radler, brüllende Autos, hegende Fußgänger, und verharrte reglos: eine Achse, um die herum das Leben der flachen Stadt sauste. Auf dem Potsdamer Platz, dem Mittelstüd verkehrsreichfter Straßen, stand der Schutzmann, das Blasinstrument am Munde, die Hand dirigierend erhoben. 11 RK. Die Richtung! Bitte! Ich bitte. Die Richtung! Welche Richtung führt zu mir?" fragte er den Schuhmann. Der antwortete:" Nicht stehen bleiben! Borwärts!" " Im Gegenteil! Das Ganze halt! Ich sage Ihnen, auf diese Weise nähern die Menschen sich, auch wenn sie ihr ganzes Leben lang so weiter rasen, nicht um einen Millimeter dem Ziele, während vielleicht ich, ah, glauben Sie mir. die Hand erhoben, fenfte sie: Beitbesessene Menschengruppen, Der Schutzmann hielt, als schwöre er zu Jürgens Borten, Straßenbahnen, überfüllte. dunkelbrüllende Riesenautobusse, springende Häuser, nahmen das Rennen wieder auf, die Leipziger Straße hinauf, schwemmten Jürgen mit, der, ein Lächeln unbegreiflicher Zuversicht im Antlig, mitten auf dem Fahrdamm schritt. auf ihn zu und, sekündlich ausweichend, in unvermindertem Autos, von rüdwärts und von vorne tommend, sausten Tempo vorbei, fnapp, daß nicht handbreit Zwischenraum ge= blieben war. Chauffeure glozten wütend, schimpften, waren weg. Baffanten staunten. bar? Luft? Nicht vorhanden? Autos fahren durch mich Das Lächeln der Zuversicht verschwand.„ Unverwunddurch!" Beide Handflächen schnellten zu den Schläfen, fanden feinen Kopf. Das graue Entsetzen stieß ihn weiter. feinen Kopf. Das graue Entsetzen stieß ihn weiter. rannten, von der Straße weg, eine Treppe hinunter, riffen Menschen, einer flüchtenden, schwarzen Tierherde gleich, Jürgen mit, hinab in das mit Reklamebildern austapezierte Erdmaul, hinein in die verhalten bebende Maschine. Gedanken schon bei ihrer Zielstation angelangt waren, fauste Eingeflemmt zwischen Passagiere, die, vorausblickend, in Jürgen unter der Stadt durch, flüsterte, die Hand am Munde, in ein Menschenohr: Alles rennt und hezt, hin und her, freuz und quer, Tag und Jahr. Komisch und bedeutsam! Denn denn die Banken schießen auf. Neue Stockwerte werden auf fage Ihnen, dies ist das Beichen." Er hob, wie vorhin der gesetzt, Rutschertneipen umgebaut zu Wechselstuben. Dies, ich Schuhmann, die Hand, warnend, als wolle er aufmerksam machen auf eine heranrollende ungeheure Katastrophe. Die Bahn fauste empor, über eine gespreizte Eisenbrüde. Jürgen wurde auf den Asphalt gestellt, blickte umher. Trambahnen, Hoch- und Stadtbahnzüge freuzten einander, spien Menschenmaffen aus, nahmen andere auf. Bum beschäftigten Hotelportier sagte er in falscher Gleich gültigteit, er fei und heiße Jürgen Rolbenreiher. Hier, mein Mittwoch, 9. April 1924 Besuchers um. Wohnen hier Menschen oder haben Tiere in dieser Höhle ihren Unterschlupf gefunden? Das Küchenmobiliar besteht aus einem einzigen Stuhl und einem kleinen Spind, worauf etwas Geschirr steht. Schmuh ist überall und vergebens sucht man einen sauberen Winkel. Auch die Fenster sind zerbrochen, und wieber beginnt sofort ein Klagelied anzustimmen und verlangt, daß fie haben Bretter als Erfah für Glas herhalten müssen. Die Mieterin endlich eine andere Wohnung zugewiesen erhält. Sie beschwert sich darüber, daß ihre Uebermieter so oft Holz in der Wohnung zerkleinern, was zur Folge hat, daß der Puh von der Decke in ihren Kochtopf fällt. Nun die Stube. War schon die Küche ein Schmutzloch, so ist hier wohl der Gipfelpunkt des Grauens erreicht. Eine Holz- und eine Feldbeitstelle, beide schon arg mitgenommen, machen die Einrichtung aus. Lumpen bilden das Unter- und Oberbett. Irgendwo dehnt sich Stroh. Ein Fenster spendet etwas Licht, wähverhängt ist. Gardinenfeßen flattern im Winde hin und her rend das andere mit einem großen Padpapierbogen Die wenigen Kleidungsstücke, die noch vorhanden sind, hängen auf Bügeln an der fahlen Wand. Sterben.- Weiter. Ruppiner Straße. Bom Hof aus führt eine Kochmaschine und Ofen liegen im altersschwache Rellertreppe zur Wohnung" hinunter. Türschlösser eriffieren nicht und sind hier auch gänzlich überflüssig, denn zu stehlen gibt es nichts. So gelangen wir gleich in die Küche. Die Wasserleitung fonnte wohl einmal von sich behaupten, daß sie dem Durstigen edles Naß gespendet habe, heute ist sie a. D. wie auch die Kochmaschine, auf der altes Gerümpel lagert Der Fußboden weist In der Stube: Die schadhaften Fenster fallen zuerst auf. Eine die üblichen Löcher auf. Kein Möbelstüd ist zu bemerken. dürftige Einrichtung ist vorhanden, so daß der Raum noch einen ziemlich freundlichen Eindruck macht. Ein kleiner Kachelofen hält zur Bereitung der notwendigsten Mahlzeiten her. Hier fällt es auf, baß die Mieter trotz ihrer großen Armut bemüht find, die Räume sauberzuhalten. Neben der Küche zieht sich eine zweite Stube hin. Sie kann nicht bewohnt werden und muß als Rumpelfammer dienen, aber an der Wand hängt der freundliche Spruch:„ Grüß Gott, tritt ein, bring Glück herein... " Das alles ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Leben jener Großstadt- Höhlenbewohner, von deren Eristenz die große Menge faum eine Ahnung hat. Das Elend, in tausend Formen ausgeprägt, findet hier einen Ausdruck von so niederdrückender Kraft, daß man meinen müßte, es bedürfe nur des Hinweises auf diese Dinge, um fie für immer aus der Welt zu schaffen. Aber das soziale Gewissen hat heute ein Fell von der Dide einer Ochsenhaut, die so leicht teine Peitsche durchdringt. Ein Autobus umgestürzt. Zusammenstoß eines Wagens der Linie E mit einem Privatauto.- Fünf Verlegte. Ein im Berliner Berkehrsleben sehr seltener linfall ereignete sich gestern nachmittag am Lützowufer. Ein Autobus der Linie E( Hasensee- Unter den Linden) stieß dort mit einem Geschäftsauto, das in wilder Fahrt an dem Autobus vorbei wollie, zusammen und brachte den Autobus zum Umstürzen. Verlegt wurden dabei vier Fahrgäste des Autobus und ein Kind. das an der Unfallstelle gespielt hatte. Ueber die Einzelheiten des Unglüd's gehen uns die folgenden Meldungen zu: Als furz nach 1 Uhr der Wagen IA. 12883 der Autobus Linie E( Halensee- Zeughaus) vom Lügowplay her das Lüzowufer entlang fuhr, versuchte vor dem Hause Nr. 1a ein noch nicht festgestelltes Gefchäftsauto ihn zu überholen. Obwoh der mit etwa 40 Personen besetzte Autoomnibus ziemlich dicht an der Bordschwelle fuhr, mißlang der Versuch in der nicht allzu breiten Straße, in der ein ziemlich starker Verkehr herrschte. Als der Führer des Privatautos eine scharfe Wendung machte, um die an Dere Straßenseite zu gewinnen, faßte er mit seinem Rad das linke Vorderrad des Omnibus mit so großer Wucht daß er den ganzen Omnibus auf den Bürgersteig drückte. Hier wars der schwere Wagen, dessen Führer zwar die Bremse zog, aber doch die Gewalt über sein Fuhrwerk verloren hatte, zunächst einen Laternenpfahl um. Tann rannte er noch weiter und brachte eine Litfaßfäule zu FallI. Darauf stürzte der Wagen selbs: um. In der allgemeinen Aufregung verfchwand das Ge= faäftsauto, das das Unheil angerichtet hatte, ohne sich um die Fahrgäste zu kümmern. Die Polizei des 33. Reviers rief die Feuerwehr zu Hilfe, die mit einem Rettungswagen erschien und die Fahrgäste aus den Trümmern befreite. Vier von diesen, die erhebliche Berlegungen hatten, außerdem ein 6 Jahre altes Kind Ehrentraut aus der Genthiner Straße, das an der Litfaßsäule Paß! lleberzeugen Sie sich!"" Git schon!" Füllte den Meldezettel aus. Und hüpfte in feinem Zimmer vor Bergnügen, den Portier getäuscht zu haben. Was die anderen fönnen, fann auch ich. Auch ich kann ein Vorhandensein vortäuschen, das feines ift. Muß mich nur auch selbstbewußt benehmen, darf niemand merken lassen, daß ich nicht bin. Denn jemandem, der nicht ist, werde lange nach mir suchen müffen, ehe ich mich finde. gibt niemand Auskunft. Und ich werde viele nach mir fragen, das Bellen von Millionen vor Hunger irrfinnig gewordener Er horchte auf das Brausen der Stadt. Das klang wie Hunde. 4 Plötzlich sah er deutlich, wie Jürgen langsam durch eine Straße ging, vorbei an einem Hutgeschäft, und im Gewühle dieses Hutgeschäft in Paris, Berlin oder Rom gesehen hatte. verschwand. Konnte nicht ermitteln, ob er diese Straße und " Es gibt so viele, ach, so viele Straßen und so viele Hutgeschäfte auf der Welt." Mutlos ließ er sich in den Seifel finten. Sekunde?" Jürgen zog die Uhr. Wenn ich ihn gefunden Was mag er jetzt denken? Was fühlt er in dieser habe, frage ich ihn, was er in diesem Augenblid, um dreiviertel fechs, gedacht hat. Ach, wie wunderbar wäre es zu wissen, was greifliches Wunder ist das Denken!... ich gegenwärtig dente... Der Mensch denkt. Welch unbeDaß er aber auch gleich wieder verschwunden ist! Bird schwer zu finden sein. Ich muß mir ein System ausdenken. Ein Schema. Ich muß systematisch vorgehen." Mit Bedacht fetzte er die Maske der Gleichgültigkeit und Sicherheit auf, schritt zur Klingel. Und framte dann doch, das Gesicht abgewendet, im Koffer, als er zum Keliner sagte: auch ein Schinkenbrot mitbringen, wenn Sie wollen." Bitte, bringen Sie mir einen Stadtplan... Sie können mir Denn ein Mensch, der ein Schinkenbrot verzehren fann, ist „ Ausgezeichnet! Das habe ich ausgezeichnet gemacht. vorhanden. Das ist flar. Sie fönnen mir auch ein Schinkenbrot mitbringen, wenn Sie wollen." Großartig! Dieses„ Wenn Sie wollen" war sehr gut." Und als der Kellner den Stadtplan brachte und ein Brot mit Wurst, da Schinken nicht im Hause sei, tat Jürgen verdrießlich. Ich hätte lieber Schinten gegessen. Nun, es tann auch Burst fein. Der Rellner wollte gehen. ( Fortlegung folgt.) gespielt hatte und unter deren Trümmern begraben Die Blondgelockte mit den Nelken. zu dieser Zeit heimtehrte und die Polizei benachrichtigte. Die Tofe worden war, wurden mit dem Rettungswagen nach dem Elisabeth 500 Goldmart Belohnung zur Aufklärung des Frauenmordes. Tag nicht, wie es zuerst hieß, auf dem Rücken, sondern auf dem frankenhaus gebracht. Drei Verlegte konnten wieder entlassen wer. den, nachdem sie verbunden worden waren. Ein Kaufmann Bruno Balzer aus Charlottenburg und das Kind Ehrentraut, an deffen Aufkommen gezweifelt wird, mußten im Krankenhause bleiben. Fünf Fahrgäste fuchten die Rettungswache in der Eichhornstraße auf, um sich verbinden zu lassen. Sie hatten Verlegungen am Kopf. an den Händen und den Füßen erlitten, fonnten aber nach ihren Wohnungen entlassen werden. Die Feststellungen, die die Kriminalpolizei des 33. Reviers sofort vornahm, ergaben, daß den Führer des Geschäftsautos allein die Schuld trifft. Der Führer und der Schaffner des Omnibus fanien ohne Berlegungen davon. Eine Darstellung der Omnibusgesellschaft. Auf Erkundigungeen erfahren wir weiter folgendes: Der Autobus befand sich auf der Fahrt vom Lüßowplaß nach der Potsdamer Brüde. Unmittelbar vor der Einmündung der Genthiner Straße murde er von einem Geschäftsauto in schneller Fahrt, und, wie durch Zeugerausfagen bereits festgestellt ist, in ganz geringem Abstand überholt. Schließlich fuhr das Geschäftsauto mit der rechten Hinterachstappe gegen die linke Border. achstappe des Autobus und schlug dadurch dem Autobusführer das Lenkrad aus der Hand, so daß der Autobus mit einem Rud nach rechts abgelenkt wurde. Er geriet auf den Bürgersteig, brach mit der rechten Seitenwand einen Laternenpfahl um und fuhr mit dem rechten Vorderrade auf die an der Ede stehende Litfaßsäule auf und warf sie um. rechte Borderrad blieb auf den Trümmern des Unterteils der Litfaßfäule stehen, und dadurch kam der Wagen in eine starte Schräglage nach links, zumal die linten Räder inzwischen wieder über die Bordfanterede hinaus auf die tiefer liegende Asphaltfläche gelangt waren. Die Fahrgäste verließen eiligst den Wagen. Infolge diefer Entlastung wurde das immer noch auf dem zusammengepreßten Blech manter der Litfaßsäule liegende Vorderrad emporgehoben, so daß der Wagen fich allmählich auf die linke Seite legte. An dem Autobus selbst find lediglich einige Scheiben auf ber linten Seite zerbrochen. Der Abtransporti des Wagens geschah durch Werkstattpersonal der Omnibusgesellschaft. Zu diesem Zwed mußte allerdings der Ausbau vorübergehend vom Ufer gelöst wer den, wodurch bei einem Teil der später hinzugekommenen Zuschauer Der Eindruck entstanden zu sein scheint, als ob der Wagen schwere Beschädigungen erlitten hätte. Wie uns ferner von der Direktion der ABDAG. mitgeteilt wird, hat ein zufällig des Weges kommender Radfahrer die Verfolgung des Gefchäftsautos aufgenommen, das den Unfall durch Anfahren des Auto tus verschuldet hatte und sich seiner Feststellung durch Weiter. fahren zu entziehen fuchte. Der Radfahrer wird gebeten, der Allgemeinen Berliner Omnibus- Aftiengesellschaft möglichst bald über den Erfolg seiner Bemühungen Mitteilung zukommen zu laffen. Die Berletzten. Von den insgesamt verlegten 11 Bersonen sind der Kaufmann Bruno Balzer aus Lichterfelde, Straße Nr. 4, und das fechs. jährige Mädchen Lucie Ehrenbach, aus der Genthiner Str. 7, fchwer verletzt. Balzer hat einen Oberarmbruch, die Kleine Lucie Ehrenbach schwere innere Verlegungen davongetragen. Beide befinden sich im Elifabeth- Krankenhause. Mit leichteren Verlegungen find davongekommen: 1. der 36 Jahre alte Raufmann Alexander Wassermann aus Charlottenburg, Kantstr. 54- im Gesicht und cm Oberschenkel; 2. der 55 Jahre alte Ingenieur Gustav Labifchin, Uhlandstr. 146 Kopfverlegung; 3. der 39 Jahre alte Arbeiter Karl Wilte, Blumentafstr. 17- Fußperfeßung; 4. der 22 Jahre alte Schweizer Alfred Kloster, ebenfalls BlumentalStraße 17- Fußverlegung; 5 der 36 Jahre alte Hotelbefizer Heinrich Hoiste, Friedrichstr. 165 Unterarmverfehung; 6. der 30 Jahre alte Georg Boigt, Prinzenstr. 90 Kopfverlegung; 7. deffen 36jährige Ehefrau Elisabeth Gefichtsverlegung: 8 die 29 Jahre alte Buchhalterin Gertrud Rōpenit, Tilsiter Straße 68 Berlegungen am rechten Unterschenkel; 9. der 27 Jahre alte Raufmann Arthur Ruß, Boßstr. 12 Nervenfchod. 10 Das Berbrechen in der Alvenslebenstraße und die Ermittlung zu seiner Aufklärung beleuchten wieder einmal die nächtlichen Zuftände in der Gegend des Bülow- Bogens. Man glaubte zunächst, daß die Ermordete jene Frauensperson gewesen sei, deren Hilferufe von nächtlichen Gästen eines Lotals gehört wurden. Nach den weiteren Ermittlungen handelt es sich hierbei um einen anderen Worfall. Wie die Mordkommission jetzt festgestellt hat, war die ermordete Händlerin Schakys bis 1 Uhr nachts in dem Café„ Dlala" an der Ecke der Steinmetz- und Alvenslebenstraße zusammen mit einer Deffentliche Wählerversammlungen heute, Mittwoch, den 9. April, abends 7% Uhr: Friedrichshain( 33. Abt.): Schulaula Naglerstr. 3. Referent: Charlottenburg: Aula Wiebestraße, Eingang Neues Ufer. ReLandtagsabgeordneter Bartels. ferent: Landtagsabgeordneter Lüdemann. Dahlem: Lokal Schilling, Königin- Luife- Str. 42. Referent: Schriftsteller Robert Breuer. Lichterfelde: Aula Oberrealschule, Ringstraße 2/3. Referent: Reichstagsabgeordneter Franz Künffler. Donerstag, den 10. April, abends 7% Whe: Wilmersdorf: Hindenburg- Oberrealschule am Seepart. Referent: Legationsrat Dr. Zechlin. Tempelhof: Aula Gemeindeschule, Friedrich- Wilhelm- Straße Ede Werderstraße. Referent: Reichstagsabgeordneter Franz Künstler. Budow- Brig: Turnhalle in Buckow, Dorfstr. 6. Referent: Bezirksverordneter Cempert. Panfor: Lokal Linder, Breite Str. 34. Referent: Landtags abgeordneter Erich Kuttner. Blankenburg: Lokal Klug, Dorfstraße. Referent: Bürgermeister Karl Leid, M. d. L. Tagesordnung in allen Bersammlungen: Der Kampf um den neuen Reichstag! Prenzlauer Berg( 26. und 28. Abt.): Lotal Büttner, Schwebter Straße. Tagesordnung: Die internationale Bedeutung der Reichstagswahlen. Referent: Redakteur Biftor Schiff. Freundin Charlotte Friße, mit der sie den Beginn ihres Geburtstages gefeiert hatte. Um 1 Uhr trennte sie fich von der Freundin und ging mit ihrem Geburtstagsgeschent, einem Relfenstrauß, in der Hand nach der Gegend des Bülow- Bogens. Zulegt wurde fie von einem Burstmag" gefehen, mit dem sie sich ein Beilchen unterhielt und bei dem sie auch eine Burst verzehrte. Zu dieser Zeit soll sie noch etwa 100 Rentenmart bei sich gehabt haben. Seit dem Abschied von dem Wurstmag fehlt jede Spur von ihr. Die jimge Händlerin, die in der Gegend bekannt war, wohnte unange meldet bei einer Freundin in der Schwerinstraße 7. Sie betrieb num zwar ihren Handel, verschmähte es aber auch nicht, Männerbekanntschaften zu machen. Das ist ihr vermutlich zum Verhängnis geworden. Für die Kriminalpolizei fommt es zunächst darauf an, zu ermitteln, wo sich die Händlerin nach 1 Uhr nachts aufgehalten hat. Aufgefunden wurde sie etwas nach Gesicht. Der Tatort und der Fundort stimmen sicher nicht überein. Die Ermordete ist nach dem Befund aus einiger Entfernung nach der Alvenslebenstraße 23 geschafft und dort so in die Haustürnische hingelegt worden, wie sie herangeschleift worden Zu ihren Füßen lagen ihr Hut, ihre Tasche und ihr NelkenStrauß. Weit entfernt wird also der Tatort taum gewesen sein, weil Mädchen mit blonden Loden und dem Nelkenstrauß die Leiche noch warm war. Alle diejenigen, die die Händlerin, ein sucht, sich unverzüglich bei den Kriminalfommissaren Trettin und in der han d, in der Nacht gesehen haben, werden dringend erQuoß im Zimmer 103 des Polizeipräsidiums zu melden. Für zweddienliche Mitteilungen aus dem Bublifum hat die Kriminalpolizei eine Belohnung von 500 Goldmart ausgefeßt. Urteil im Giftmischer- Prozeß. In dem Prozeß gegen die Giftmischerin Rose Gentschow is gestern abend das Urteil gefällt worden. Das Gericht sprach die Angeklagte Rose Gentschow in den beiden Fällen M. und Sch. frei und nahm im Falle Hempel, der infolge der Bergiftung gestorben erkannte auf 2 Jahre 6 Monate Gefängnis unter Anrechnung von war, Körperverlegung mit tödlichem Ausgang an. Das Gericht 2 Monaten Untersuchungshaft. Ein Jurist schreibt uns: Es wollte fast scheinen, die Sachverständigen brauchten ihr Guts achten mcht abzugeben, die Parteien ihre Plädoyers nicht zu halten: die Angeflagte müßte freigesprochen werden. So wohlwollend und mitfühlend flang die Stimme des Borsitzenden. Der Schein erwies fich als trügerisch. Die erste Sigung des sogenannten„ Schwurgerichts" hat ein Resultat gezeitigt, das das wahre Schwurgericht schwerlich aufgewiefen hätte: die notorisch trante, abfolut haftunfähige Frau die Angeklagte war deshalb auf freien Fuß gefest ist zu 2% Jahren Gefängnis verurteilt worden. Was stellt nun die Giftmischerin Genschow vor, und wie ist sie zu ihren Berbrechen gekommen? Man ist fast versucht zu sagen: nicht so sehr die Genschow hat selber anderen Gift gemischt, sondern das glauben, sie habe den lleberfluß an Giften in ihrem eigenen Orgas Schicksal hat seine Gifte in die Genschow gemischt. Man könnte faft ihr. Ihr erstes Kindheitserlebnis war das von der nismus anderen abgegeben, jo Doll Gifte ist Körper und Seele bei Amme vergiftete Schwesterlein; das zweite, als sie zehn Jahre alt war, der an progreffiver Paralyfe infolge einer Syphilis gestorbene Bater; das dritte das syphilitische Gift eines Japaners in ihrem eigenen, faum 16jährigen Körper; das vierte die erste ihr von ihrer morphinistischen Mutter verabreichte Dosis von Morphium. Die Großpäter beiderseits Trinter, Onfel und Tanten Trinter, Geiftestrante und Selbstmorder, Cousins und Cousinen Idioten, die Mutter vom Vater der Angeklagten syphilitisch infiziert, eben an der Rüdenmartschwindfucht frant, im 3rrenhaus. Die erblich schwer alkoholisch, panebisch und fyphilitisch schwer belastete Biychopathin, Lochter des Rittergutsbesizers, erhält zwar eine höhere Schulbildung, wird aber, willensschwach und haltlos, wie fie ift, von den Giften in ihrem Rörper früh auf feruelle Abwege getrieben. Die Morphiumfucht ihrer Mutter teilt sich auch ihr mit. Bals zerstört sie ihre törperlichen und feelischen Kräfte durch ungeheure Dofen von Morphium, Opium, Rofain und Beronal, bald versucht sie sich dest Biften durch wiederholte Heilturen und Selbstmordversuche zu ent ziehen. Böllig im Banne ihrer Sucht, muß fie unter allen Um ständen, tofte es, was es wolle, die Mittel zu deren Befriedigung auftreiben. Sie begeht Betrügereien, fälscht Rezepte, verfällt auf Diebstähle, gibt sich Männern hin, betäubt ihre Schlafgenossen um ihnen Bertgegenstände und Geld entwenden zu können. So fällt Weiße Zähne ergielen Sie Ihon burd 1-2 maliges Buzen mit ber Herrl, erfrischend schmedenben Bahnpajte Chlorodont Gegen fiblen Mundgeruch 3 Uhr von einem Manne aus dem Hause Alvenslebenstraße 23, der wird auch mitt Erfolg Chlorodont- Mundwaller verwendel Zum Frühjahrs Hausputz PERSIL für alle Wäsche HENKO für Wasch- und Scheuerzwecke ATA zum Putzen Verkaufspreis 45 Pf. das Paket 11 Überall erhältlich. Nur in Originalpackung, niemals lose! auch Hempel threr Sucht zum Opfer. Sie, die ungeheure Mengen von Giften in fich aufnehmen fonnte, hat das Maß für die Dinge verloren, hat sich nicht denken können, daß Hempel an der verhältnis mäßig fo geringen Dosis von Gift das Leben verlieren würde. Medizinalrat Dr. Thiele, der sie als Psychopathin schilderte, und Prof. Dr. Strauch, der dem Gericht die Gefährlichkeit ihrer Abstinenzstadien darlegte, gaben beide ihr Gutachten dahin ab, daß es nicht ausgeschlossen erscheine, daß die Genschow sich in einer frankhaften Störung der Geistestätigteit be funden habe und zu einer freien Willensbestimmung nicht fähig gewesen fei. Denn unter dem Einfluß des Morphinismus wäre eine vollständige Umwandlung ihrer Persönlichkeit vor sich ge gangen, die als eine Lähmung des Gewissens bezeichnet werden fönne. Sie fei einfach nicht imftande gewesen, bie Willenskraft auf zubringen, die nötig gewesen war, um ihren Trieben und Wallungen entgegentreten zu tönnen. Das Gericht hat den§ 51 in bezug auf die Genschom nicht an. wenden wollen. Die herzfranke, schwer tuberkulose, feelisch und physisch vollständig erschöpfte Frau wird im Gefängnis nun ihr Schicksal büßen müssen. Sie war gemeingefährlich, solange fie Morphinistin war. Ift es bereits Dr. Thiele gelungen, fie vom Morphium zu entwöhnen, so hätte sie ein Aufenthalt in einer Anftalt vielleicht in fürzester Zeit ungefährlich gemacht. Das Gefängnis wird jedenfalls ihr Grab sein. Der Fall der„ Giftmischerin Genschow wird unter den berühmten" Kriminalfällen ein Schulbeispiel dafür sein, wie gehäufte erbliche Belaftung unter gewissen Umständen naturnotwendig zum Berbrechen treibt. Die Brüder und Schwestern der Verurteilten haben sich trotzdem im Leben zurechtgefunden. Wäre nicht in der Entwicklung der Genschow eine Reihe besonders unglüdlicher Umstände zusammengetroffen, hätte ihre Mutter ihr nicht die erste Morphiumsprige gereicht, so wäre sie viel leicht doch nicht zur Berbrecherin geworden. Die Einkommensteuer. Bei welcher kaffe geschieht die Vorauszahlung? Früher murde die Reichseinkommensteuer bekanntlich von den Städtischen Steuerfaffen für das Reich eingezogen. Seit über einem Jahr ist dagegen die Reichsfinanzverwaltung bemüht, die Einziehung auf die eigenen Finanztassen zu übernehmen. Die Ueber. nahme konnte jedoch insbesondere wegen der Raumfrage nur allmählich durchgeführt werden, so daß auch heute noch zum Teil städtische Steuerfaffen für die Einziehung der Reichsein fommensteuer zuständig sind. Mit Rücksicht auf die am 10. April fällig werdende allgemeine Einfommensteuervorauszahlung wird Deshalb auf folgendes hingewiesen: In den Berwaltungsbezirken Charlottenburg, Bantom und Reinickendorf find nur die städtischen Steuerfaffen für die Einkommensteuerzahlungen zuständig, in den Bezirken Webbing, Friedrichshain, Schöneberg, Steglitz, Zehlendorf, Spandau, Lempelhof, Treptow, Röpenid, Reutölln und Weißensee ur bie Simanglaffen. Lediglich in den Berwaltungsbezirken Witte, Tiergarten, Brenzlauer Berg, Kreuzberg, Lichtenberg und Wilmersdorf ist die Uebernahme nur teilweise durchge. führt, und zmar ist bei diefen Bezirken die Einkommensteuer an die Finanzlaffen zu zahlen, menn der Steuerpflichtige zu einem der Finanzamter Mitie, Rofenthaler Tor, Humboldthafen, Lichtenberg oder Bilmersdorf- Nord gehört, andernfalls an die städtische Steuer taffe Aus der sozialdemokratischen Stadtverordnetenfraffion. Semofie Rugenbeder bat fein Stadtverordnetenmandat niedergelegt. Datir tritt Genoffin Ottilie Gernot in die Stadt verordnetenversammlung ein. Sie hat ihr schon früher( 1919-20) angehört. Die Hanszins feuer( Wietzinssteuer) ist vielfach von ben aus befizern bereits in ber Weise erhoben worden, daß von den Mietern 16 Pro3. der Friedensmiete, über die gesetzliche hinaus, eingezogen haben. Dieses Verfahren ist unzulässig und führt nur zu Schwierigkeiten, denn der preußische Wohlfahrtsminister wird voraussichtlich die Umlage der Hauszinssteuer auf die Mieter anordnen, wobei sich in den meisten Fällen geringere Prozentfäße als 16 Proz. der Friedensmiete ergeben werden. Die Mieter tun also gut daran, die Anordnung des Wohlfahrtsministers abzuwarten und zunächst die Hauszinssteuer noch nicht zu zahlen, zumal auch die Hausbefizer die Steuer erst nach dem 15. April zu zahlen haben. Der falsche Ghandi. Zu unserer Notiz über den Bortrag eines indischen Sozialisten teilt uns die Abt. Ia des Polizeipräsidiums mit, daß es sich hier um einen Schwindler namens Gantert handelt, der aus Baden stammt und seit dem Jahre 1901 die Gerichte wegen verschiedener och st a peleien beschäftigt hat. Die Frist zur Abgabe der Bermögenssteuererklärung ist bis zum 30. April verlängert worden. Schließung des Bahnhofs Hohenneuendorf. Der Bahnhof Hohenneuendorf an der Nordbahn wird vom 15. April ab vor übergehend für den öffentlichen Verkehr gefchloffen. Die Reisenden müssen nach und von Stolpe( Kreis Niederbarnim) fahren. Sprechchor für proletarische Feierffunden. Morgen, Donnerstag, abends 7, Ubr: Uebungsstunde im Gesangssaal der Sophienschule, Beinmeisterftr. 16/17. Bezirksbildungsausschuß Groß- Berlin. Begen technischer Schwierig. feiten wird die Beer Gynt- Aufführung vom 20. April auf den 11. Mai Dafür am 20. April berlegt Die für den 20. April ausgegebenen Starten behalten thre Gültigkeit. Für Zaifo von Goethe. die Aufführung am 11. Mai werden wir neue Starten herausgeben. Automobilunfall deutscher Journalisten. Wie die Magdebur gische Zeitung meldet, ist bei der 3uverlässigteitsfahrt für Kleintrafträder um den großen Gradepreis 1924 auf der Strede Magdeburg- Hannover- Magdeburg eim Wagen Derunt= glüdt, in dem sich Pressevertreter befanden. Die fünf Infassen wurden zum Teil schwer verlegt. Die Namen der Berunglückten sind noch nicht bekannt. Ueberschwemmungen in Südslawien. Aus ganz Südslamien werden große Ueberschwemmungen mit ausgedehnten Sachschäden gemeldet. Die Flüsse der fruchtbarsten Gegenden sind über die Ufer getreten und haben weite Streden unter Wasser gefeßt. Bei Belgrad ist die Donau und die Save über die Ufer getreten. Es wurde ein umfangreiches Rettungswert organisiert. Geschäftliche Mitteilungen. Jugendveranstaltungen. Werbewoche der sozialist. Arbeiterjugend Gr- Berlin. Achtung, Abteilungsleiter! Wir erinnern daran, daß fite Ostern die Fahrauf den Kopfbahnhöfen und auf den Stadtbahnhöfen Charlottenburg und preisermäßigungsanträge bis Dienstag, den 15. d. M., der Eisenbahndirektion Alexanderplay eingereicht sein müffen. Bon anderen Bahnhöfen wird Fahr. preisermäßigung nicht erteilt. Achtung, Abteilungstaffierer! Comeit die Beitragsmarten füte März noch nicht abgerechnet sind, bitten wir, biefes heute, Mittwod), zu erledigen. Ferner find die Beitragsmarken für April, unfere Jugend voran" und die Arbeiter. Jugenb- Zeitung abzuholen. Heute, Mittwoch, den 9. April, 7½ Uhr: Faltenberg/ Alt- Glienice: Jugendheim, Am Faltenberg 117, Bortrag: Schulreform." Friedrichshagen: Jugendheim. Scharnweberstr. 105, Sugend Feier. Luisenstabt: Schule Stallschreiberstr. 54, Einführungsabend, Bortrag: Bas will die SAJ.?" Reinidendorf- Best: Kinderhort, Augufte- Bittoriotee, Sauptmitgliederversammlung. Tempelhof: Engeum, Germaniaftr. 4/6, Rinderhort, Bortrag: Der Stammbaum des Menschen, 8. Zeil. Webbing: Katholische Schule, Ruheplay E, Antonstr., Bortrag:„ Gemeinschaftserziehung. Werbebezirk Osten und Offbahn. Film- Abend: Ich fahr in die Welt" in der Schulaula Petersburger Str. 4. Saaleinlag 7 Uhr. Untoftenbeitrag 40 Pf. Vorträge, Vereine und Versammlungen. abends 8 Uhr, in der Schulaula, Friedrichstr. 128, Rahe Bahnhof FriedrichGesellschaft für Segnalreform. Bortrag aut Donnerstag, ben 10. April, straße, Oranienburger Tor. Justiavat Dr. Berthauer spricht ber Segualität und Strafrecht." Freie Aussprache. feine Mitglieber und bie Mieterschaft zu einer öffentlichen Versammlung auf, Der Rieterverein des Groß- Berlince Bestens( Babelsberger Str. 3a) ruft bie am 11. April im großen Saale des Bittoria- Gartens, Berlin. Bilmersdorf, Wilhelmsaue 114/115, abends 8 Uhr, stattfindet. Der 1. Borfißende Dr. Goegel wird ben Mietern barber Aufflärung geben, wie fich fämtliche politische Parteien bisher zu den Mieterichuzinteressen, insbesondere dem Reichsmietengefes, dem Mieterichuggefes, dem Wohnungsmangelgesen und dessen Aufrechterhaltung sowie der Aufrechterhaltung ber Swangswirtschaft im Wohnungswesen überhaupt geftellt haben. Gemeinschaft prol. Freibenter Steglig. Mitgliederversammlung Donners tag, ben 10. April, abends 8 Uhr, im Arbeiteriugendheim, Rniephof, Ede Jeverstraße, Bortrag des Genoffen Krische. Gäste willkommen. Brig. Freifag, den 11. April, abends 18 Uhr, findet eine öffentliche Bersammlung in Gen. Dr. Löwenstein. Gefang: Neuköllner Sängerchor. Reaktion." Ref.: Beders Festfälen, Chauffeestraße, statt. Thema: Rultur Sei sparsam!!! Nimm: Baty Arnheim und Marga Lindt befinden sich momentan in der Sädtchen Someis auf der Baftei, wo für den Film Barry Sills Jagb auf ben Zob fiber eine 25 Meter breite und 100 Meter hohe Schlucht eine Brilde gebaut murde, die mit zwei lebenden Berfonen, einem Pferd und einem Bagen zum Cintura gelangte. Es foil bie größte Senfation fein, bie bisher in Deutfc NIVODONT- ZAHNPASTA land ausgeführt wurde. Das Rundfunkprogramm. Mittwoch, den 9. April. Tageseinteilung Vormittags 10 Uhr: Nachrichtendienst. Bekanntgabe der Kleinhandelspreise der wichtigsten Lebensmittel in der Zentralmarkthalle. Nachm. 12.15 Uhr: Vorbörse. Nachm. 12.55 Uhr: Uebermittelung des Zeitzeichens. Nachm. 1.05 Uhr: Nachrichtendienst. Nachm. 2.15 Uhr: Börsenbericht. 4-4.30 Uhr: Jugendvertrag: Erfinder und Erfindungen. 4.30-6 Uhr: Unterhaltungsmusik, 7.30 Uhr: Vortrag des Stadtbaumeisters Messinger: Das Gas als wirtschaftlicher Kraftstoff für Industrie und Gewerbe". 8.30 Uhr: Erster Berliner Operettenabend: Aus Werken von Viktor Holländer. Mitwirkende: Charlotte Freyer, Bernhard Boetel, Eduard Kandl, Trio Jost- Hopf- Werner. Viktor Holländer. als billigstes und bestes Zahnpflegemittel, um wcisse und gesunde Zähne zu erhalten CALCIFORM- TABLETTEN als Schutz gegen Erkältung, Grippe und gegen Mundgeruch CAMPHOLINT als beste Hautcreme zur Behandlung von Frost- and Hautwunden und gegen rauhe und rote Haut CAVALIN als sicher und schnell wirkendes Streupulver gegen Fuss- und Achselschweiss. schädliche Nebenwirkung. Ohne Am Flügel: QUALITATSMARKS RABE WENESTI ORANGE zelew one für 9164990A- 18120 402 S unübertrefflich! Groß- Berliner Parteinachrichten. Alle Abteilungen verbreiten am Freitag, den 11. April, den Borwärts" als Wählerzeitung. Die Genoffinnen und Genossen werden zur Beteiligung aufgefordert. Ausgabe in den bekannten Stellen. * Der Bezirksvorstand. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde! Seute Filmvortrag Ich fahre in die Welt" in der Schulaula Petersburger Str. 4. Cinlaß 7 Uhr. Untoftenbeitrag für Kinder 20 Bf. 7. Kreis Charlottenburg. Donnerstag, den 10 April, 7% Uhr, Schillerftr. 26, Vortrags- und Diskutierabend der freien Schulgemeinde. Vortrag von Serrn Repmeifel über: Der Wert der Nacktilbungen für das schulpflichtige Alter." Schulangelegenheiten. Beamtenversammlung! Donnerstag, den 10. April, abends 7 Uhr, bei Brettschneider, Plößensee, Rönigsdamm ( Olympic- Rennbahn). Tagesordnung: Beamtenbesoldung und Reichstagswahl." Ref.: Landgerichtsrat Ruben. Beamte! Behördenangestellte! Erscheint zahlreich mit Euren Frauen! Beitungskommission. Donnerstag, den 10. April, abends 7 Uhr, Sigung in der Vorwärtsspedition Gefenheimer Str. 1. 8. Areis Wilmersdorf. Der Saalschuß für die Wählerversammlung am Donnerstag muß püntklich um 7 Uhr zur Stelle fein. 17. Kreis Sichtenberg. Donnerstag, den 10. April, 7 Uhr, beim Gen. Geipte, Kronprinzenstr. 47, Bersammlung der Ordner des Kreifes. Die Ab. teilungsleiter sind verpflichtet, dafür zu forgen, daß jede Abteilung ver treten ist. Armbinden mitbringen. 18. Kreis Weißensee. Eintrittsprogramme zure Martom- Gebentfeter in der Stadthalle zu 50 Pf. zur, Roten Robe" am 27. April im Theater am 800, Preis 80 Bf., find beim Obmann des Bildungsausschusses, Gen. Seinl, Gäblerstr. 7, zu haben. Heute, Mittwoch, den 9. April: 1. st. 7% Uhr Schulaula Auguftstr. 68, Mitgliederversammlung. Tages. ordnung: Reichstagswahlen." Ref.: Genoffe Saar. 8. Abt. 7 Uhr Mitgliederversammlung mit Vortrag bei Gründer, Schwerinfte. 13. 33. Abt. Die Genossen werden gebeten, die heute abend 7 Uhr in der Schulaula Naglerstr. 3 stattfindende öffentliche Wählerversammlung zu besuchen. Ref.: Landtagsabgeordneter Bartels, Mitglied des Parteiporstandes. 36. Abt. 7 Uhr Zahlabende: Busch, Tilfiter Str. 27, Biebermann, Borndorfer Str. 8, Wittschuß, Petersburger Str. 5. Wichtige Tagesordnung. 46. Abt. 7% Uhr Zahlabend in der Schulaula Wrangelfir. 85. Unfere Wahlarbeit." 73. Abt. Schmargendorf. 8 Uhr Zahlabend in der Gemeindeschule in der Friedrichshaller Straße, Vortrag des Gen. Karl Fischer: Bisherige Erfahrungen und Erfolge im Wahlkampf." Erscheinen Pflicht. 88. Abt. Lichtenrabe. 7½ Uhr 8ahlabend in der Schule Roonstraße. Wichtige Besprechungen. Neukölln. 90. Abt. 7 Uhr Zahlabende: 13., 17. und 24. Bezirk: Gemeindeschule Rütliftr. 15, 26. Bezirk bei Jahn( früher Prüfert), Fuldastr. 45, 22. Bezirk bei Gog, Mainzer Str. 4, 23. und 36. Bezirk bei Podbielski, Weichselftr. 2, 25. Bezirk bei Riechmann, Weichselstr. 59, 34. und 43. Bezirk bei Groß, Münchener Str. 53, 35. Bezirk bei Schittler, Donauftr. 118. Donnerstag, den 10. April, 16. Bezirk bei Frid. Weserstr. 31. 91. Abt. Zahlabende in folgenden Lotalen: 20., 21., 39. und 50. Bezirk bei Röster, Karlsgartenstr. 4, 37. und 42. Bezirk bei Berndt, Reuterstr. 80, 41., 48., 49. und 38. Bezirk bei Mischke, Münchener Str. 23, 40. Bezirk bei Lüddeke, Karlsgartenstr. 12. 99. Abt. Brig. 7 Uhr Sahlabende in allen Bezirken: 1. Bezirk bei Regel, 2. und 4. Bezirk im Buschkrug, 3. Bezirk bei Beuthner, Chauffeeftr. 66, 5. und 6. Bezirk bei Bahr, Werder Str. 37. Tagesordnung: Aussprache über die Reichstagswahlen. 102. Abt. Baumschulenweg. Pünktlich 7 Uhr Mitgliederversammlung im Seichenfaal der Gemeindeschule, Riefholzstraße. Tagesordnung: Borbe reitung für die Reichstagswahl und Maifeier. 114. t. Sichtenberg. The Funktionärkonferens bei Schwarzer, Gabriel Mag- Str. 17. { 115. Abt. Lichtenberg. 7 Uhr Rahlabende: 1. Gruppe bei D. Ariehe, Jungftr. 10, 2. Gruppe bei Stöber, Jungftr. 29, 8. Gruppe bei Radtke, Milggel, Edte Scharnweberstr. 4. Gruppe bei Geipte, Kronprinzenstraße, Ede Scharn weberstraße. 125. Abt. Weißensee. 7% Uhr Bezirksversammlungen: 1. Bezirk bei Minge, 2. Bezirk bei Gallas( Prälaten), 3. Bezirk bei Mag Rohlmann, Langhans straße 102, 4. Bezirk bei Stärke, Charlottenburger Str. 3, 5. Bezirk: ,, Grüner Baum". 127. Abt. Hohenschönhausen. Pünktlich 7 Uhr Mitgliederversammlung in der Schule Freienwalder Str. 6. 140. bt. Bittenau. 7% Uhr zahlabend im Lokal Richard Schulze, am Bahnhof. Morgen, Donnerstag, den 10. April: Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde, Bezirksstelle Prenzlauer Berg. Selfer figung im Jugendheim, Danziger Str. 23, Simmer 19, 7 Uhr. 86. Abt. Mariendorf. 7½ Uhr Mitgliederversammlung in der Schulaule Rönigstraße. 128./130. Abt. Bankow. Sämtliche Funktionäre der 3 Abteilungen treffen sich 6½ Uhr zur Sigung bei Lindner, Breitestr. 34. Reiner darf fehlen. * 101. Abt. Treptow. In der Vorwärtsspedition Riefholzstr. 18b liegen bis aunt 13. April wochentags bis 7 Uhr die Reichstagswählerlisten aus. Die Genoffen werden aufgefordert, Einsicht zu nehmen und jedermann darauf hinzuweisen. Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation 33. Abt. Der feit 33 Jahren der Partei angehörende Genoffe Glosarbeiter. Ferdinand Philipp, Strahlau, Bahrfeldftr. 12, ist verstorben. Einäscherung Freitag, den 11. April, nachm. 4 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg. 83. Abt. Lichterfelbe. Gen. Gustav Klook, Berliner Str. 123, ist verstorben. Einäscherung Donnerstag, den 10. April, nachm. 2% Uhr, im Krematorium Wilmersdorf, Berliner Str. 101. Achtung! Funktionäre des Deutschen Eisenbahner- Verbandes! Heute, Mittwoch, den 9. April 1924, abends 7 Uhr, in Schmidts Gesellschaftshaus, Fruchtstraße 36a: Funktionär- Konferenz Tages- Ordnung: Der Beschluß der Spitzenorganisationen. Jeder Funktionär muß erscheinen. Die Mitglieder der Ortsverwaltung haben um 5 Uhr Sitzung im selben Lokal. Theater, Lichtspiele usw. Volksbühne Täglich Rammer- 6per Lützow 8 Uhr: str. 112 Regie: Dr. Georg Droescher- Mus. Leit.: Dr. Ludwig Mis. Täglich wechselnder Spielplan! Staats- Theater ger Große Volksoper Opernhaus 71: König Hunger im Theater des Westens Mine 7% Uhr: Barbier Lessing- Th. 7%, Uhr: Carmen( sanden) von Sevilla Opernhaus Allabendi 8: am Königsplatz Kolportage Central- Theater Ca 72: Gianni Schicchi Schauspielhaus Deut. Künstler- Th. 7 U.: Peer Gynt Allabendl. 8: Schiller Theater Eine flor. Tragödie 72 Uhr: Faust. I. Varieté Eine musikal. Kur Deutsch. Theater Kleines Theater 72 Uhr: Tägl.% Uhr: Der lebende Die Gegenkandidaten Leichnam Kammerspiele 8 Uhr: Vom andern Ufer 71 Uhr: Komödie v. L. Fulda Alte Jakobstr, 30/32 Carl- Heinz Wolff Nähe Spittelmarkt Donhoff 2048 Am 12. April, 7 Uhr, Premiere Donhoff 2047 von ,, Onkel Nastopschil" Musik. Volksstück in 3 Akten von C. H. Wolff u. Theo Halton Musik von Rudolf Jonass- mit Anton Herrnfeld als Gast Metropol- Varietél Behrenstr. 54 8 Uhr Teubers Marionetten 8 Uhr Jansen Jackobs& Lo Castini Herm. Funke jr. und die übrigen Attraktionen. 10% Uhr 102 Uhr Radrennen um den Osterpreis U. a.: Willy Lorenz Golle, Schrage, Arend, Stellbrink, Techmer, Hahn Kleine Preise Reichshallen Theater Sonnt nachm. 3 Uhr TAUBEN- Stettiner Trianon- Theater URANIA TARA, Tägl. 8 Uhr: Die nackte Tänzerin Gr. Schauspielhaus Lustsp. v. R. Lothar Boccaccio STR. 48/49 Im Theater: Am 9 April( 5 u. 7 Uhr), am 10. April um 5, 7 und 9 Uhr auf vielfachen Wunsch: Residenz- Th. NANUK Tägl. 8 Uhr: Theater i. d. Die junge Welt. KöniggrätzerStr. Ab Freitag, d. 11 cr. 8 Uhr: Wenn der neue Wein blühtinkemann Komödienhaus Tragöd. in 3 Akt.von SU.: Zwei um eine Ernst Toller Berliner Theater Friedr.- Wilhelmst. Th. 7.30 U.: Das Weib Untergr. Stettin.Bhi im Purpur Heute 8 Uhr Der große Theater am Lustspiel Erfolg Nollendorfplatz JunggesellenPerlen d. Cleopatra Schw v. Impekoven Walhalla 7.30: Die Th. im Admiralspalast Allabendlich 75% U.: Drunter u.drüber Die Weltsensation: D. Wund. d. Schatten Deutsch.Opernhaus .: Tristan u. Isolde Lassmann, Fortner, Anday, Bader, Schmidt, Heyer, Werner, Spering Intimes Theater 8: Crêpe Georgette usw. dämmerung Theater Weinbergsweg 15 Welt. attraktionen Theater Ein Natur- und Kulturdokument aus dem Eskimolande. Einleit. Vortrag: Dr. v. Leszel, Dir. der Urania Der Film wird von klassisch. Musik begleitet. Jugendliche zugelassen Amtliche Wettannahme des Union- Klubs Berlin NW. 7, Schadowstraße 8. Annahme von Wetten für alle BerSchadowstr. 8, in alien Filialen iner Rennen in der Zentrale, und bei den größeren Renn- Vereinen im Reiche. Auszahlung der vollen Totalisatorquoten ohne jeden Abzug. Schriftliche Aufträge und Aufträge auf Konto- Einrichtung sind nur an die Zentrale zu richten. Casino- Theater Theater a. Kottbus. Tor Lothringer Str. 37. nnr Kottbuser Str.6 Tägl. 8 Uhr Folies Caprice Trotz d. gr. Erfolges Täglich 8 Uhr Onkel Cohn nur noch b. 17. April Die Mali vom Steinhof Oster- Sonnabend zum 1.Male: Pummels Martha Schw. v Reiflingen Berl. Volksstück in 4 Aufzügen Hente& Uhr u Sonntage nachmittags 3 U.: EliteSänger In neuer Besetzung Lustspielhaus mi Max Samst Rose- Theater Dazu: Gastspiel Donnerst., 10. April Eröffnung der 7% Uhr: Alex Stamer Lustspiel- Saison CR Robert and Bertram der urkom. Sachse Der scharfe Lowe elka Burlesker Schwank in 3 Akten von Heinz Ullstein Friedrichstr. 60 Ecke Leipziger Str. WIRTEN Quittings- Marken Seit 40 Jahren Spezialität Metropol- Theater Varieté/ Kabarett Varieté- Spielplan Conrad Müller, 7 Uhr: Karneval im gr. Konzertsaal Rauchen gestattet!! Schkeuditz- Leipzig. der Liebe und Margaretensaal von Walt. Bromme Täl.pünk 1.73/ 4U. Neues Theat. a. Zoo Das neue gr. Progr. 71 Uhr: LILLY FLOHR in der Ereignisse Meine Tochter Otto Paul Beckers Theateri.d.Kommandantenstr U. Fr. Sylvaré Das Radiomädel Jean Moreau Kurt Vespermann Edith Karin Tägl. 4 Uhr G lla teppdecken preiswert, direkt Fabrik Bernhard Strohmandel, 72Wallst.72Ft.Spittelmarkt. E.Gendelft.u Nikolsburg.Pl.2 AlteSteppbed.werd aufgearb. Wurmex Wallner- Theater Große Nachmittags- rmer M. 1,75, Kinder M. 1,40. Speziell SU.: Mad. Pharao Vorstellung Ermäßigte Preise! SCALA Tägiten& Uhr SchattenWunder und AuslandSensationen Große Billardsale Nr13 Internation. Varieté Nr.6 vertreibt restlos alle fchädlichen Eingeweibe gegen Maben-( After-) Würmer noch nötige Wurmex- Salbem.0,75inDrogerien, fonft be Otto Reichel, Berlin 43, SO, Etfenoahnstr. 4 Ein passendes Ostergeschenk! 475 d.Sta. Elegante Schreibtisch- Standuhren la Messingwerk u. Gehäuse, mod Form, gut reg Nr. 6 GM. 6.25 farbig emailliert Nr. 13 GM. 7.25 und graviert weiß vernickelt, Nr. 13 M. 5.75, Nr. 6 M. schwarz vernick.5.- u.6.-. portofr, Nachn 0.50 Teilzahlung gestattet, 10% mehr, 1/2 Anzahlung, Raten 1.-. Nur Posiversand. Umtausch gestattet. Postscheck Berlin 56 228 Berlin W 62 d J.Gdanicc Bayreuther Straße 7. Sänger Kund Bis auf weiteres gebe ich meiner werten aft auf Zigaretten, Zigarren, Tabake haft auf Zigaretten, Zigarren, Tabake bei Barzahlung 2% Rabatt Alle bekannten Marken wieder am Lager Zigarren von 3-30 Pf. pro Stüd Zabate bebeutend billiger geworden. ZabalwarenArno Geßner, Groß- Handlung. Frage: Wo kaufe ich billig Schokoladen? Antwort Nur bei Eisen& Diamant Kaiserstraße 4. Abteilung II: Zigaretten- Engros- Vertrieb Andreasstr. 13( Schles. Bahnh.) Tuchfabrik- Niederlage H. Lamprecht Komponisten im Olymp Berlin NW, Werftftr.21 am Kriminalgericht Dönhoff- Brettl wirksam sind die! Besonders Berlin- Treptow, Bouchéstr. 17. Kleinen Anzeigen liefert Stoffe für Damen und Herren Fabritpreifen. Große Auswahl in Anfang 8 Uhr Programm! des Vorwärts und trotzdem Jeden 1. u. 16. neues in der Gesamt. Auflage billigen modernit. Farben f. Anzüge u. Baletots SCHUTZ- MARKE DETHOMPSON'S SEPER SCHUTZ- MARK Dr. Thompson's Seifenpulver Für stärkste Figuren Passendes. macht die Wasche blendend weiss. Bei 4 Anzahlung wird Gewähltes reserviert. 7 spottbillige Oster- Angebote 28.50 32. 42. Donegalu. reinw. Kostüme Reinw.Tuehmänt. auf haltb. Futter Bindeform 13.50 b. 29.Covercoaimänt. Sommer- a. Regenmänt. Bindef.m Biesen fachartigen u. engl. Charakters 69.99.115.Gabardinekostüme Modellkostüme a Mäntel Frauenkostüme in blau u. schwarz modernste Formen auf reiner Seide für allerstärkste Figuren Größte Auswahl zu Osterpreisen in Rips-, Tuch-, Covercoat-, Regen- und Gummimänteln( auch für Herren). Kleidern, Röcken, Lodenkostümen mit und ohne Breeches, Astrachan, Moirée-, Krimmer, Wollplüsch- und Biberplüschmäntein. Preisausnahmen für Pelz- und Plüschmäntel 99.Pelzjacken la Felle 110.Plüschmäntel 152.Seal- Plüschmäntel glatt und gepreßt auf prima Damassée 365.- bis 495.Seal- Elektriemäntei beste Verarbeitung Extra- Abtellung: Trauer- Magazin Große Auswahl in Trauerkostümen, Mänteln, Strickjacken, Jumpera, Blusen, Röcken, Hüten, Schleiern und Floren in allen Preislagen Westmann 1. Geschäft: Berlin W8, Mohrenstr. 37a 2. Geschäft: Berlin NO. Gr. Frankforter Str.115 BAD- NAUHEIM HESSISCHES STAATSBAD I Am Taunus bei Frankfurt a. Main GANZJÄHRIGE KURZEIT Die Ortsverwaltung. Verband der Gemeinde- u. Staatsarbeiter Ortsverwaltung Berlin Verband der Gärtner u. Gärtnereiarbeiter Orteverwaltung Berlin Donnerstag, ben 10. April 1924, abends 6 Uhr, im Saal des Berbandes der Gemeinde- u. Staatsarbeiter, Johannesstr. 14/15, Seitenflügel, 1 Treppe: Konferenz aller Funktionäre der Kämmereibetriebe. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zu den Cohnverhandlungen. 2. Stellungnahme zum Manteltarif. Die Ortsverwaltungen. 37/13 Verlangen Sie stets Spratt's Hundekuchen Geflügelfutter -Niederlagen durch Schilder kenntlichsonst durch Spratt's A- G, BERLIN- RUMMELSBURG A 2 Selaholans THEHO Für Vereine, Gesellschaften, Kantinen Wirtschaftsverbände beste Bezugsquelle bei Theho " Schokoladengroßhdig. GmbH Jnh. Theodor Hoppe Bln. Schöneberg Sponholzstr.27 Telefon: Rheingau 7879 Konfitüren Schokolade Kakao Schokolad THEHO Garderobe Prima Stoife auf Teilzahlung tür bei bequemer Anund Abzahlung Damen Herren Anzüge, Cutaways Taillenmäntel, Hosen Regenmäntel Barschen- Anzüge Seidenjumper Kostüme, Kleider Röcke, Mäntel Bei genügender Legitimation kann die Ware gleich mitgenommen werden. Heinrich Georg Andreasstrasse 28, 1. Etage Grosse Auswahl Hervorragende Hellerfolge bei Herzkrankheiten, beginnender Arterienverkalkung, Muskel- u. Gelenkrheumatismus, Gicht, Rückenmarks-, Frauen- u. Nervenleiden. Vorzügliche Konzerte, Theater, Tennis, Golf, Wurftauben- Schießstand. Herrliche Park- und Waldspaziergänge. Schöner angenehmer Erholungsaufenthalt. Sämtliche neuzeitliche Kurmittel. Zimmer mit Verpflegung v. Mk.5.- bis Mk.12.-. Man fordere die neueste Auskunftsschrift F. 122 von der Bad- und Kurverwaltung Bad- Nauheim. Neueste Machart Nr. 169+41. Jahrgang Wirtschaft 2. Beilage des Vorwärts Dom Arbeitsmarkt. Bandesarbeitsamt Berlin. Mittwoch, 9. April 1924 Brandenburgisches Landesarbeitsamt. Die Gesamtlage des Arbeitsmarktes in der Provinz Branden= burg hat sich in der Berichtswoche allgemein weiter günstig entwickelt. In allen Bezirken ist ein Rüdgang der Erwerbslosen ziffern festzustellen. Im Bergbau madyt fich eine wesentliche Befferung bemer! bar. Die Metallindustrie hat sich auch in der Berichtswoche weiter günstig entwickelt. Die Optit verlangt noch immer tüchtige Die Reichsbank am Vierteljahresende. Die Beobachtung der Borgänge am Geldmarkt ist gegenwärtig von ganz besonderer Wichtigkeit. Der Kreditverkehr, der in der Inflationszeit vollkommen zusammengebrochen war, beginnt sich Teilweise trifft das auch auf die in der Besserung fortschreitende Facharbeiter, die nicht immer gestellt werden konnten. Seine Er Die Besserung der Arbeitsmarttlage ist anhaltend. Gie greift jetzt auch teilweise auf Berufe über. Die bisher von der günstigen Gestaltung der Lage nicht berührt wurden. Kapitalmangel und Kreditnot stehen jedoch der weiteren Entwicklung noch immer hindernd entgegen. Handel und Industrie zeigen daher noch eine gewisse Zurückhaltung in der Anforderung von Arbeitskräften. Metallindustrie zu. Andererseits behindern hier auch Wirt schaftstämpfe die günstige Entwicklung. Das Baugewerbe, welches bisher nur zögernd der allgemeinen Aufwärtsbewegung folgte, weift eine Befferung auf. Hervorzuheben ist, daß die Arbeitsmartilage im Maler gewerbe weit günstiger liegt, wie im allgemeinen in den übrigen Gruppen des Baugewerbes. flärung dürfte das darin finden, daß die Renovierungsarbeiten, die jahrelang zurüdgestellt wurden, jeßt wieder in Angriff, genommen werden. Auch auf das Tapezierer gewerbe ift dieses zutref fend. Gleichzeitig wirkt diefer Umstand befruchtend auf den Absatz der Möbelindustrie und andererseits auf das Reinigungsgewerbe. fänger hat weiter abgenommen. Die Zahl der Arbeitsuchenden und UnterstützungsempEs maren 139 461 Personen bei den Arbeitsnachweisen eingetragen gegen 151 810 der Borwoche. Darunter befanden sich 110 771( 120 209) männliche und 28 690 ( 31 601) weibliche Berfonen. Unterstützung bezogen 60 362( 71 633) männliche und 10 361( 12 935) weibliche, insgesamt 70 723( 84 568) Berfonen. Die Zahl der zu gemeinnügigen Bflichtarbeiten Ueberwiesenen betrug 3208 gegen 5182 der Borwoche. Bei lebhafter Vermittlungstätigkeit für die Landwirtschaft besteht der Mangel an Mädchen weiter fort. Für die Industrie der Steine und Erben macht sich eine weitere Belebung bemertMarmorfteinmetzen, Schleifern, Fräsern und, Hoblern auf Nippes und Nachttoiletten fonnten gute Beschäftigungen nachgewiesen werden. Die Metallindustrie zeigte im allgemeinen zunehmende Aufnahmefähigkeit. Die Nachfrage nach Rühlerklempnern, Löterinnen, Widlerinnen und jugendlichen Metallarbeiterinnen fonnte nicht in vollem Umfang gedeckt werden. Im Spinnstoffgewerbe Beschäftigungsmöglichkeiten. bieten jetzt bei allgemein günstiger Lage auch die Färbereien günstige mit Hilfe der Rentenmart wieder durchzusetzen. Ein Zuviel an Krediten, die sich nicht an eine absolut mertebeständige und auch im Ausland anerkannte Währung anlehnen die Rentenmart ist be fanntlich nur Inlandszahlungsmittel zieht die Gefahr einer neuen Inflation nach sich. So sind die Vorgänge im Kreditverkehr geradezu entscheidend für das Schicksal der deutschen Währung. Es tommt hinzu, daß die deutsche Wirtschaft die eigentliche Stabili fierungstrife noch nicht überstanden hat. Längst ehe eine Reinigung der Produktion und der Warenverteilung von all den Elementen erfolgen kannte, die erst in der Kriegs- und Nachkriegszeit, also mit Hilfe der Geldentwertung sich in ihr festgesetzt haben, den Beweis ihrer Eristenzberechtigung in hartem Konkurrenzkampf aber erst zu erbringen haben, beginnen bereits die Warenpreise wieder zu steigen, die industrielle Ronjunktur belebt fich, und zwar offenbar unter der Nachwirkung der großen Kredite, welche durch die Rentenbank in die Wirtschaft hineingepumpt worden find, also durch eine tünstliche Kauffraft gleicher Art, wie fie den Ausgangspunkt der Bernichtung der Papiermark bildete. Jetzt ist der entscheidende Moment eingetreten, wo es darauf antommt, durch sorgfältige Berteilung der Kredite an die produktions- bar. wichtigen Stellen, die künstlich geschaffene Kaufkraft unschädlich zu machen, den Kurs der Papiermart so zu halten. Es darf nicht wieder vorkommen, daß große Geldbeträge für Frankenspekulationen, für Auslandsreisen und für die Einfuhr von Lurusgütern zur Ber fügung stehen, während lebenswichtige Industriezweige über Kreditnot flagen und angeblich außerstande sind, die zum Bestehen der ausländischen Ronkurrenz notwendige Umstellung und Rationaliste. rung der Berte vorzunehmen. Es scheint, daß die Reichsbant diese Aufgabe erkannt hat, jedenfalls laffen die neuen Kreditbeschrän fungen, die jetzt wieder eingetreten sind, darauf schließen, daß die Reichsbankleitung sich der drohenden Schwierigkeiten bewußt ist. Benn es noch eines besonderen Warnungszeichens bedurft hätte, fo wäre dieses in dem Reichsbantausweis vom 31. März, also vom Ende des ersten Bierteljahres dieses Jahres zu erblicken. In einer einzigen Woche mußte die Reichsbant ihre Schulb bei der Rentenbant um 300 Millionen Goldmart erhöhen und sie hat somit zwei Drittel des für bie Privatwirtschaft bereitgestellten Rentenmarttrebites in Anspruch genommen. Unmittelbar vor Quartalsende hat die Reichsbant ihren Best and an Papiermart wechseln um 74,6 auf 671,2 Millionen Goldmart gesteigert, gleichzeitig finbußenarbeiten, fo daß ein merklicher Aufschwung der Vermittlungsdie hauptsächlich an die Landwirtschaft vergebenen Renten mart. trebite um 118,7 auf 1006,3 Millionen Rentenmart ange machsen. Der Erhöhung diefer Kreditkonten steht lediglich bei den gegen Bombard vergebenen Rentenmartfrebiten eine tieine Bermeister schreitet weiter fort. minderung um 13,5 Millionen Mart gegenüber. So notwendig die fandwirtschaftlichen Kredi insbesondere zur Düngemittelbeschaffung find, so wenig liegt ein Anlaß vor, die der übrigen Wirtschaft zur Berfügung gestellten Krebite in einem Ausmaß zu vergeben, das die Zurüdhaltung der Waren und damit die Breissteigerung erleichtert. Andernfalls wird hier, nämlich auf der Seite der Warenpreise eine Teuerungsquelle und ein Anlaß zu neuer Geldschöpfung geschaffen. Die Notwendigkeit von Goldfrebiten für die Wirtschaft besteht fraglos für weite Teile nach wie vor. Diese Kredite zu beschaffen, wird Aufgabe der neuen Golddiskontbant sein. Aber darüber fann es feine Täuschung geben, daß mit allen Mitteln versucht merden muß, die Strebite an diejenigen Stellen zu leiten, vo fie für die Gesamtwirtschaft am wichtigsten find. Wie verlautet, foil fünftig, insbesondere dem Exporthandel besondere Aufmerkſamfeit bei der Kreditgewährung zugewandt werden. Auch hier wäre zu wünschen, daß die Kreditgewährung in weitem Umfange davon ab hängig gemacht wird, daß die Devisengegenwerte der Reichs bant zufließen. Nur auf diese Weise wird der Bedarf an Devisen zur Einfuhr lebenswichtiger Waren befriedigt werden können. Aus dem Ausweis der Reichsbank ist ferner hervorzuheben, daß der Umlauf von Papiermart infolge der Zunahme der Kre dite in der letzten Quartalswoche um 83,35 auf 689,9 Millionen Goldmart angewachsen ist. Der Goldbestand hat gleichzeitig um einen fleinen Betrag, nämlich um 33 000 m. aus Eingängen der Desifenabgabe eine Bermehrung erfahren. In der Textilindustrie ist der Geschäftsgang aflgemein ein sehr guter, nur in der Streichgarnfabrikation ift die Bage weniger günstig. Im 3iegeleigemerbe ist die Aufnahmefähigkeit für Facharbeiter besonders günstig. Auch der Geschäftsgang der Ofenindustrie beffert sich täglich. In den Zementfabriten wurden weitere Einstellungen von Arbeitskräften getätigt. Eine leichte Besserung des Arbeitsmarktes zeigte fich auch in der Glasindustrie größten Teil wieder aufgenommen werden. Durch den eingetretener: Infolge der milden Bitterung fonnte die Schiffahrt zum hohen Wasserstand wurde die Betriebsfähigkeit etwas beschränkt. Stabilisierungsfeffe in Polen. Am Rande des Abgrundes mußte Bolen mit der Inflation haltmachen. Die Mißwirtschaft im Steuerwefen, die dort jahrelang herrschte, mußte aufhören, der Notenbrud eingestellt werden. Damit ist aber Polen ebenfalls in die Stabili fierungstrife hineingeraten, deren Leiden von den Arbeitern und Angestellten ebenso getragen werden müssen, wie diese bisher unter der Inflation gelitten haben. Die Stabilisierung hat die Preise auf den Weltmortistand gebracht und dadurch eine große Teuerung und In der Metall und chemiArbeitslosigkeit hervorgerufen en Industrie find 40 Broz der Arbeiter beschäftigungslos, in der Lertilindustrie in Lodz ist aber die Krise noch schärfer. In dieser Stadt waren im Februar murr 8 Broz ber Arbeiter voll beschäftigt, mährend 77 Broz nur 2 bis 3 Lage in der Woche Arbeit hatten In der Glasindustrie find 21 Fabriken, in der Zementindustrie 9 Betriebe gesperrt. In den Bergwerfen Oberschlesiens wird nur mit Einschränkungen gearbeitet. Die Arbeitslosigkeit erreichte in Bolen am 8. März mit 118 000 Erwerbs: lofen ihren Höhepunkt, um dann langsam zurückzugehen. Das Privaftapital in der russischen Wirtschaft. Das RevolutioAuch die Zellstoff- und Bapierherstellung anb verarbeitung, sowie die Lederindustrie und 3ndu Moskau meldet, festgestellt, daß der Anteil des Privatkapitals an näre Zentralfomitee für Staatskontrolle hat, wie man uns aus strie le berartiger Stoffe weifen einen guten Beschäfti- den Handelsumfägen 64 Proz., der des Staatsfapitals 26 Broz, der gungsgrad auf. Weiterhin günftig entwickelte fich der Arbeitsmarkt des Genossenschaftsfapitals 10 Prog. beträgt. Die frühere dominie im Holz und Schnißftoff und im Nahrungs- und rende Stellung des Staates im Bereiche des Handels erscheint also Genußmittelgewerbe, in diesem neuerdings in gefteigertemats untergraben. Die Ursache dieser Erscheinung erbliden die SowjetMaße für Brauer. behörden in der Banten, welche dem Privattapital mehr Förderung erweisen als Kreditgebarung der russischen dem Staatsfapital. So hat die Commerzbant an Privatunterneh mungen 60 Broz. ihres ganzen Wechselkredites, an staatliche 37 Proz... an genossenschaftliche 3 Broz. erteilt. Die Warentredite an Private betragen 81 Broz., an staatliche Unternehmungen 18 Broz, an ge noffenschaftliche I Broz. Da die Sowjetbehörden in diefer Bank politit einen Widerspruch mit den staatlichen Brinzipien erbliden, werden Maßnahmen zur neuerlichen Stärkung des staatlichen Einfluffes im Wirtschaftsleben geplant. Das Bekleidungsgewerbe blieb burchweg gut befchäf tigt. Tüchtige Kräfte find fast reftios untergebracht, so daß die Nachfrage in vielen Fällen nicht gebedt werden konnte. Im Bau- und Bervielfältigungsgewerbe macht bie Befferung weitere Fortschritte. Für Lohnarbeit med fein der Art gestattet die günftigere Bitterung die Aufnahme vieler tätigkeit zu verzeichnen ift. Im Handelsgewerbe blieben die Beschäftigungsmöglich feiten nach wie vor noch verhältnismäßig ungenügend. Die langfame Befferung für Ingenieure, Techniter und Wert Preisnotierungen für Nahrungsmittel. Durchschnittseinkaufspreise in Goldmark des Lebensmittel- Einzelhandels je Linsen, mittel Zentner frei Haus Berlin. 23,00 25,00 16.50-18,00 100,00-125,00 130,00-153,00 46,00-48,00 36,00 40,00 49,00 33,00- 35,00 108,00-120,00 40,00-48,00 45,00-48,00 3,20-3,80 4,004,60 67,00 Gerstengraupen, lose.. 16,00-17,25| Malzkaffee, gepackt Gerstengrütze, fose... 16,00-17,00 Röstgetreide, lose.... Haferflocken, lose 15,75-16,00 Kakao. fettarm Hafergrütze, lose.... 16,00- 16,50 Kakao, leicht entölt Roggenmehl 0/1 12,75 14,0 Tee, Souchon, gepackt. 350,00-420,00 Weizengrieß 18,00-19,00 Tee, indischer, gepackt. 425,00-500,00 Hartgrieß 22,00-25,80 Inlandszucker basis mel. 40, 42,50 7, Weizenmehl 14,50-16, Inlandszucker Raffinade 42,50-44 50 Weizen- Auszugmehl 17,001,00 Zucker Würfel.. Speiseerbsen, Viktoria 19,00-22,75 Kunsthonig Speiseerbsen, kleine.. 14,00-17,00 Zuckersirup hell in Eim Bohnen, weiße, Ierl 20,25-24,50 Speisesirup dunk. in Eim. Langbohnen, handverles. 30,00- 32,50 Marmelade Eintr. Erdb. 26,00-35,00 Marmelade Vierfrucht Linsen, kleine 36,50 42,00 Pflaumenmus in Elmern Linsen, große 43,00-49 50 Steinsalz, lose. 16,0 17,75 Siedesalz. lose... 40,00 45,00 Bratenschmalz in Tierces 36,00 37,50 Bratenschmalz in Kübeln 20,00-24,50 Purelard in Tierces 15,25-17,50 Purelard in Kisten... 17,00 1,25 Speisetalg in Packung. 27,00- 31,00 Speisetalg in Kübeln 31,00-36,00 Margarine, Handelsm. I 56,00 .. 100,00-105,00 desgl II. 48,00-52,00 Getr Plaumen 90/100 43,00-48,00 Margarine, Spezialm. I. 76,00 Pflaumen, entsteint 55,00 60,00 desgl. II 60,00-65,00 Cal. Pflaumen 40/50 80,00-85,00 Molkereibutter i. Fässern 175,00 Rosinen in Kisten, Candia 75,00-95,00 Molkerelbutter in Pack. 18.00 Sultaninen Caraburnu 80,00-100,00 Landbutter... 150,00-158,00 Korinthen, choice 80,00-85,00 Auslandbutter in Fässern 175,00 Mandeln, süße Barl 14,00-160,00 Auslandbutter in Packg 180,00 Mandeln, bittere Barl 135,00-150,00 Corned beef 12/6 lbs p. K. 35,00-36,00 Zimt( Cassia) 110,00-120,00 Speck, gesalzen, fett. 62,00-67,00 Kümmel, holländischer. 155,00-165,00 Quadratkäse 30,00-40,00 Kartoffelmehl Makkaroni Makkaronimehl Bruchreis Schnittnudein, lose... Rangoon Reis..... Tafelreis, glasiert, Patna Tafelreis, Java Ringäpfel, amerik. • Nene Ausdehnung beim Otto- Wolff- Konzern. Der Maschinen Schwarzer Pfeffer Singap. 103,00-111,00 Quarkkäse fongern der Firma Otto Wolff in Köln trat unter Führung der Firma de Fries u. Co. A.-G., Düsseldorf, in ein engeres Berhältnis mit dem hommel Ronzern bzw. der H. Hommel 3. m. b. S., Mainz. Der Hommel- Konzern hat die Werkzeugfabrik Köln- Ehrenfeld A.-G., bisher de Fries, erworben. B FRILL Pfg 68,00- 68,50 66,50 67,50-68,00 46,00-50,00 46,00-48,00 In einer fünstlerisch vollendeten Ausstattung, mie man Re Bei hohen Drudauflagen bisher wohl faum jemals zuvor gefehen hat, Regt ber foeben von der Firma N. Jfrael, Berlin C, herausgegebene Sommer Katalog vor uns. Ein von Künstlerhand gezeichneter, in fesfarbigen Offfetbrud auf feinstem blütenweißen Starton hergestellter Umschlag gibt diefem Statalog ein febr gefälliges, farbenprächtiges Aussehen. Die Borber feite zeigt in einer reizvollen Kompofition dret Sommerkleider, die nicht mur durch ihre einfachen, febr fleibfamen Formen, sondern auch durch die wundervollen, zarten Farbentöne und nicht zuletzt durch die erstaunlich billigen Preise ins Auge fallen. Die Rüdseite veranschaulicht in einer Strandizene die neuesten Moden in Bademänteln, Anzügen und StrandPyjamas. Der Innenteil, der ebenfalls in einer ganz neuartigen Aufmachung zusammengeftelt ist, enthält die neuesten Modelle in Damen, Herren, Kinder fleidung und Wäsche sowie Tisch- und Hauswäsche, Boll, Wirk- und Stridwaren, Garten- und Ballommöbel, elektrische Artifel, Radio apparate, Gardinen, Möbelstoffe und Zeppiche. Auf Wunsch wird dieser Katalog von der Firma N. Firael loftenfrei zugefandt. hervorragend bewährt bei: Jogal Rheuma, Hexenschuß, Jschias, Nervenschmerzen. Togal stillt die Schmerzen und scheidet die Harnsäure aus. Ausgezeichnet bei Schlaflosigkeit. In allen Apotheken erhältlich. Best. 64,3% Acid. aeet. salic., 0406% Chinin, 12.6% Lithium ad 100 Amylum MEF- STOFFE durch Güte und Preiswürdigkeit seit Jahren bekannt. Besonders große Auswahl, erlesene Musterungen, beste Qualitäten zu den billigsten Preisen 120,00-125,00 in Gabardine Mantel- und Anzugstoffen Weißer Pfeffer 138,00-148,00 Tilsiter Käse, vollfett Rohkaffee Brasil 180,00-215,00 Ausl. ungezuck.CondensRohkaffee Zentralamerika240,00-300,00 milch 48/16. 22,30-25,00 Röstkaffee Brasil... 240.00-280,00 Inländische desgl. 48/12 18,00-19,00 Röstkaffee Zentralam. 320,00-400,00 Inl. gez. Condensm. 48/14 28,00-29,00 Heutige Umrechnungszahl 1000 Milliarden. finden Sie stets im Molken markt Tuchhaus M. E. Freitag 14 Bitte auf Eingang Nr. 14 zu achten Diva Zigaretten zu den besten i Ligarette gehört mit zu der deutschen Eine Konsum gleichbleibe von Industrie... guissen Qualität hervorragender Веда SEIFEN PULVER Selbst CnVel Fritz aus Keuruppin, Pauft Scta Rodic in Lerlin Bei Anwendung von Bega Jeifenpulver wird Ihre Wäsche SO rein! Garantiert ohne Chlor. Begal Bega DOTA Radio CHEMIS E WERKE BAD LIPPE BES 28 Prozent Fettgehalt Verlangen Sie nur Bega, wo nicht erhältlich erfrage man Bezugsquellen beim BEGA- VERTRIEB Berlin S. 14 Merkur 8191 Alte Jakobstraße 93 Merkur 8191 Vertreter gesucht! rfolg haben Inserate Vorwärts Am Sonntag, den 6. April, verstarb nach langem, ichwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein über alles geliebter Mann, der Ballschuhmacher Karl Krohm im 54. Lebensjahre. 73/ 2a Die trauernde Gattin Anna Krohm, Friedrichsberger Str. 6. Die Einäscherung ft det am Freitag ,. den 11. D. M, abends 6 Uhr, im Krema orium Gerichtstr. 37 ftatt: Deutscher Metallarbeiter Verband Achtung! Bautlempner Achtung! Donnerstag, den 10. April, abends 6 Uhr, im Berbandshause( Gigungsfaal), Linienstraße 83/85: Versammlung aller in den Jnnungsbetrieben beschäftigten Kollegen. Tagesordnung: 1. Bericht über die Lohnverhandlungen. 2. Diskussion. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Achtung! Bauanfchläger Achtung! Donnerstag, den 10. April, nachmittags 5% Uhr, im Berbandshause ( Arbeitslosenfaal), Linienstraße 83/85: Kombinierte Versammlung. Das Erscheinen aller Kollegen ist Pflicht. Die Kommissionsmitglieder treffen fich eine Stunde frither. Achtung! Rohrleger Achtung! Donnerstag, den 10. April, abends 6 Uhr, im Verbandshause( Jugendheim), Linienstraße 83/85: Branchentommiffionsfigung Sigarettenmaschinenführer! Donnerstag, den 10. April, nachmittags 5 Uhr, im Verbandshanse ( 8immer 10), Linienstraße 83/85: Bertrauensmänner- Konferenz der Zigarettenmaschinenführer und Betriebshandwerker. Bir verpflichten die Betriebe, aus wichtigen Gründen zu dieser Konferenz einen Vertreter zu entfenden, und ersuchen die Kollegen pünktlich 5 Uhr zu erscheinen und verweisen nochmals barauf, daß alle Betriebe vertreten sein müssen, besonders dle Nordenbetriebe. Die Tagesordnung wird in ber Ronferenz bekanntgegeben. Die Ortsverwaltung. Ortskrankenkasse für das Maurergewerbe zu Berlin. Die 23. Sagungsänderung ist vom Oberbersicherungsamt genehmigt worden und tritt vom 14. April 1924 an in Rraft. Ge ändert ist der§ 47, der bestimmt, daß die Beiträge auf 6%, Hundertstel des Grundlohns bemessen werden. Drudftücke der Abänderung sind vom 14. April 1924 an im Raffenlofal zu haben. Der Borstand. Emil Thöns, Borsigender. Ich habe mich als R. Freund, Schriftführer. Facharzt für Hant, Haar. n. Segualleiden niedergelaffen und die Pragis meines Baters, libernommen. Dr. med. Martin Friedlaender, Berlin NW 6, Karlstr. 19, norm Prof. Laffarsche Klinit. 滨 ARBER KOPPE 253 N 175 3 Olitzki Maertens 質 din 2+ Zigarette. S.Weißenberówie G.m. b.H. Berlin N.0.18 Gr. Frankfurferstr.126 Ecke Koppenstr Fabelhaft billiges Osier- Angebot! Ueberzeugen Sie sich ohne Kaufzwang. Tuchmantel Frotté, herrliche 45.- 36.in allen Farben Covercoat- Mantel gezwirnte Ware 45.- 37.50 Kostüm DonegalHerrenstoff 33.- 28.Gabardine- Kostüm 29.75 25.20.reine Wolle, in allen 39.50 Farben, 46.50. ******** 3.95 3.45 Streifen, 250 Woll- Mousseline, neueste Muster, reine Wolle 4.25, 8,90 Donegal Mr Ange für u Mantel, gestreift and kariert, 4.90 8,50... Herrenstoffe, de dine, Kammgarn prima Qualitat, 16.50 12.50 2.90 80 Berleib Don Gesellschafts- Anzügen Möbel- Lechner, Brunnenstraße 7, am Brunnenstraße 4. Rofenthaler Blak. Möbel feber Art fehr Verschiedenes • Leihhaus Brunnenstraße 5, Rofen- preiswert. Große Auswahl. Auf Wunsch thaler Tor, bekannt durch erstklassige Bahlungserleichterung. Lieferung franto Bertrauensvolle Auskunft Frauen, Waren in prima Selbstverarbeitung. Saus. Mädchen, langjährige Erfahrung, ärzt Anzüge 36, Ulster 28, Taillenmäntel 86, Bichert, Elfafferstraße 20, empfiehlt lich geprüft. Wolff. Wiener Straße 20, Cutamans 35 Mart. Kreuzfilchfe aller gutgearbeitete Speisezimmer, Herren- drittes Bortal. II. Art, Sportpelae, Gehpelge, Belamäntel, zimmer, Schlafzimmer, Einzelmöbel. Ge Belziaden auffallend billig. Reine Lom- fchäftsprinzip: Großer Umfag, aller- auskunftei Friedrichstraße 127, Unter 136 000 Ratsuchende! Die große Rechtsbardware. billigste Breife. grundbahn Oranienburger. Prozeß Monatsanzüge, getragene, neue Billige Möbel finden Sie bei mir. zentrale. Ununterbrochene Sprech Gummimäntel. Taillenpaletots, Jadett- Größte Auswahl: Schlafzimmer, Herren- ftunden. anglige, Gehrodanzüge verkauft gegen zimmer, Speisezimmer, Wohnzimmer, Bertrauensvolle Auskunft. Frau Hafen Auszahlung fpoftbillig Alexander- meiße und lafierte Küchen bei billigster gier, Hebamme a. D., Neue Rönig Straße 28a, hochparterre. Gesellschafts- Preisstellung und erleichterter Bahlstraße 41( Alleganderplag).. anzüge leihweise. • weise. Besuchen Sie meine Ausstellung Monatsanzüge, Commerpaletots, Ge. und prilfen Sie meine Preise. Möbelfellfchaftsanzüge, torpulente Figuren, Frefe, Weinbergsweg 1, am Rosenthalerftaunend billig. Rag, Gormannfte. 25/26, plag.( Firma- beachten.) früher Muladftraße. Geloverkehr Gelb burch Bilgner, Große Franfurter Möbelfabrik Georg Tennigkeit, Dra- Str. 141( Schlesischer Bahnhof). $ Arbeitsmarkt Stellengesuche im Weingartens Pfandlethe Derbauft nienstraße 172/173. Bevor Sie Möbel fpottbillig eritilaffige Monatsgarderobe, faufen, befichtigen Sie mein großes Jadettanzug, Gehrodanzug, Taillen Lager und überzeugen Sie fich von den paletot, Regenmäntel, Baletot, Sofen. billigen Breifen. Jest Sonderangebot Brinzenstraße 88 II. in Nußbaum- Einrichtungen, Eichen. Lowidis Herrengarderobe wieber er gimmern, Ruhebetten, Schlafzimmern, Speisezimmern, Serrenöffnet. Anzilge, Baletots von 25. an, möbeln, farbigen Rüchen. Gofas, Rlub. Taillenmäntel 85, Cutaways 82, Sport. Buchhaltung stundenweise und pelze, Gehpelze, Füchse aller Art 12.- Du ftaunft, mein lieber Gemahl, über Abonnement, Bilanzen. R. Stein bie gewaltige Auswahl! an. Leihhaus Prinzenstraße 105. Romm, wir Charlottenburg, Grolmanstraße 63. taufen nur im Möbelhaus Ramerling, Modelllleiber, Gabardine, Rips. Rastanienallee 56. Herrenzimmer, tomSchottenfleider 10.73, entaüdende Seiden- plett, 495, Rlubsofas 110 Golbmart. Stellenangebote blufen, Boilebubiblusen 4.90, aparte Boilekleiber, ftaunenerregend Bichtig! für jedermann. Täglich wer billig, Steinbrud- Maschinenmeister für feinste dirett Werkstatt Menzelstraße 2, hoch 22 Goldmart Bettstellen, tomplett, 16. Sermann Wolff, Boppstraße 7. ben verlauft: Aleiderschrant, Bertito chromolithographische Arbeiten gesucht. parterre, tein Laden, Wannseebahnhof Friebenau. 36985 Metallbettstellen 22, Flurschränke, BaschJüngere Berkäuferin für toiletten 18, Chaiselongues 18, Rom- Mufitabteilung aus der Branche ver moden 15, Bücherspinde, Schreibtische 36, langt Jonaß u. Co., Belle- Alliance Bülfetts 75, Tische 6, Kücheneinrichtung • B 36976 unfere 36955 Möbel 36945 Rundfunk! Kleiderschrank 15.-, Ber- 48, Speifezimmer, Serrenzimmer. Schlaf- Straße 7/10. tifo 14.50, Gofa 15.-, Schreibtisch 28.-. simmer 225, Rlubgarnituren mit Rauch- Jüngere, branchekundige Berkäuferin Büfett 35.-, Küchen 22-, Bettstellen, tisch 148, Bebertlubfeffel 95, Riefenaus- für unsere Wäsche- Abteilung verlangt fomplett 15.-, Waschtoiletten 12.50. wahl über 500 Rimmer. Alles spottbillig. Jonak u. Co., Belle Alliance Riefenauswahl in Einzelstüden fomie Stargardts Möbel- und Lombardfpeicher, Straße 7/10. Schlafzimmer. Speisezimmer, Serren- Brenzlauer Straße fechs. Geschäftszeit zimmer, fomplette Einrichtungen vom bis 6. Einfachsten bis zum Aparteften. 8ahTungserleichterung. Gottlieb, Rügener straße 13, Bahnhof Gesundbrunnen. Freilieferung. Musikinstrumente, Pianos preiswert. Klaviermacher Spottbillige Stable, Küchenstühle 2.50, Link Brunnenstraße 35. birlene Rohrstühle 6.50, eichene Stühle Pianos, prächtige Instrumente, be7.50. Wichert, Elfafferstraße 20. -> queme Rahlweise. Sachler, Oranien. Meifingbetten, Doppelbetten, Metall- burgerstraße 42. betten mit Auflage 29.50 Rinderbetten Biano, Harmonium mit Zahlungsmit Auflage 25. Chaiselongues 12.- Erleichterung, Gendler, Piano, Sar Deden 15- Teilzahlung. Lieferung moniumfabrif, Dresdenerstraße 21. fofort. Meide Auguftstraße 82a. Schlafzimmer, dreiteiliger AnKleider Blusen Röcke Helbricant, aparte Ausführung, fomin grosser Auswahl. BLUTARMEN. KRANKEN FEURIC SUSSER StärkungsWein ärztlich empfohlen Santa Lucia Käuflich. In Apotheken, Droguen und Delikateßgeschäften. Verkäufe Fahrräder plett. fur 450.-, Speisezimmer, Eiche, Tourenfahrräber 70.-, Fahrradhänd mit Standuhr, tomplett nur 525.- ler Ermäßigung. Schlawe, WeinmeisterGelten günstige Angebote. Nur einmal ftrake vier. Dorrätig. Möbelausstattungen Drimmer u. Halpern Brunnenstraße 33, Elfaffer traße 87, am Oranienburger Tor. Metalbetten, Auflegmatraken, Batentmatrahen, Chaiselongues Walter. Star: aarberitraße achtzehn Kaufgesuche 182/1 Rose, Gollnowstraße 16. Pistolen, Jaghgewehre. höchftzahlend, Fahrräber tauft Linienstraße 19. Rd. Tüchtige Metalldrücker gegen höchsten Lohn suchen Rheinische Metallwerke Aktienges. Köln- Hönenberg. Adalbertstr. 9 Maschinenmeister für Flachdrud und Offfet ( feinfter chromolithographischer Dr. d) gesucht Federhandwagen, Leiterwagen, Roll- richtefilchen 98, gebrauchte Rüchen 30. Rehfelb, Babftraße 84, moberne Antarren, Einzelteile. Fabrit. Dresdener ftraße 55. Nebfelb, Babftraße 34, Diplomaten, peniderstraße 183a. Bianos dringend gesucht. Biano Raumann- Rähmaschinen für Sausge- Eiche 75. Tische, Rohrsfühle, neu, 4.95. brauch und Gewerbe. Teilzahlung. Re Rollen Rehfeld, Baditraße 84, große Aus- magazin, Barbaroffaplag 2. paratur- Werkstatt für alle Softeme. wahl gebrauchter Einzelmöbel. Bersand bork 5397. 1154. Emil Halbarth, G. m. b. S., Friedrich auch außerhalb. ftraße 55a. Merkur 6268. Schallplatten kauft höchftzahlenb Sehmann u. Schmidt Rebfelb, Babftraße 84, Ankleide Rähmaschinen extra billige Breife. fchränke, Eiche, Rußbaum, mit Spiegel 93. Fabrit neuer Maschinen erstklassiger Fabritate. Rehfeld, Babftrake 34, Schlafzimmer Gelegenheitstäufe wenig gebrauchter Maschinen mit voller Ga- 350 Speifezimmer 495 Herrenzimmer 475. rantie. Eigene Reparaturwerkstatt. Fischer, Botsdamerstraße 103. Kapitän- Kaufabak ben unerreicht im Wohlgeschmack. Nur echt mit Firmenzettel! In den meisten Geschäften käuflich. Für Wiederverkäufer Sprechftunden: 10-6. Sonntags: 10-12 durch C.Röcker, Berlin, Lichtenbergerstr. 22( Kst.3861) Drum prüfe, wer sich ewig bindet Trauringe 1 Ring Dukatengold von 9,00 Goldmk. an 1 Ring 585 estemp. von 6.00 Goldmk. an 1 Ring 333 gestemp. von 2,90 Goldmk, an ges. gesch Einfache Ringe 1,80 Goldmark Hermann Wiese, Juwelier, Berlin N, Artilleriestr.30 5 Minuten vom Bhf. Friedrichstraße, Untergrundbhf, Oranienbg. Tor Berlin W, Passauer Str. 12, Untergrundbahnhof Wittenbergplatz Garantieschein für gesetzlichen Goldinhalt. Telegr.- Adr: Trauringkanone Berlin- Versand nach auswärts Fabrgeldvergütung Preisliste gratis Klubgarnituren, Tischdecken 7.90, Diwandeden 9,50, Rorbieffel 7,50 LäuferAutozubehör Rugellager, Autozubehör kauft Golu bew Schönhaufer Allee 127. Unterricht Teppichverlauf, Brüden, Diwandeden, stoffe 1.75, Teppiche, Brüden. Sieberi, Tauzunterricht, Anfänger- und Modeäußerst billiger. Stein, Anflamerstr. 20. Große Frankfurterstraße 88. tänze jederzeit. Privatunterricht- SchnellSandwagen, Leiterwagen, Raften Teilzahlung. Berkaufe bet fleinster turfe. Stellmacher, Tempelhofer Ufer la, wagen preiswert. Auswahl. Wagner, An Sallefches Tor. und Abzahlung au billigsten Röpeniderstraße nur 71, Sof. Rein Preisen Schlafzimmer, Speisezimmer, Serrenzimmer, Rlubgarnituren, Rüchen. Einzelmöbel, Rorbmöbel. Ferner Teppiche, Bortieren, Gardinen, Stores, Bekleidungsstücke, Wäsche usw. Tischbeden, Steppbeden, Ruhebett deden. Möbel- Cohn, im Often: Große Belzwaren- Teilzahlung liefert Bela Frankfurter Straße 58( 5 Minuten warenfabrit Rallis, Zile- Wardenberg vom Aleranderntek): im Norden: Bad. Straße 11 1 Rabe, Bahnhof Tiergarten: ftraße 47/48( 5 Minuten vom Bahnhof 9-7 geöffnet. Gesundbrunnen). Beihhaus Spiegel, Chauffeeftr. 7, verRänmungs- Bezlauf wegen Umbau, tauft erftriaffige Anzüge und Ulster von elegantes Guelfezimmer. Eiche, fomsett 25.-, Taillenmäntel 35.-, Füchse aller 750 Mart. elegantes Serrenaimer, Eiche, Art 12., Belziaden 50. Belamäntel tomplett, 750 Mart, 50 Complefte 130.-, Sportpelze 60.-, Gehpelae 150.- Bimmer zu weit herabgefekten Breifen an. Reine Lombardware. Möbelgefchäft Sutfchnecker. nur Nürn Dauerwäsche, Reparaturen. Reichenbergeritraße 24a. bergerstraße 7. Direkt ab Fabrik Ruchen in ieder Maulwurfschals, Biberetteschals, Belg Breislage, rob und gestrichen. Schlafmäntel, prima Ausführung, jekt 150.- immer, Speisezimmer, Herrenzimmer, 250. Belajace 75. Weißfüchfe, Sil- Rußbaummöbel an Händler und privat berwölfe, Sportpeize, Gehpelze Breise be- billig und gut. Rahlungserleichterung. beutend reduziert. Goldmann, Rottbuser Reutud), Bionskirchplat zehn, Ede Tor, Eingans Dresdenerstraße 18 Sminemünderstraße, Berlin N., Schönhauser Allee 164. Elektromonteur B mittleren Alters, von bedeutendem Betriebe in füdwestlichem Borort Berl ne für Kraft- u. Lichtinstallation. DrehFrom Motoren Reparatur gesucht. Bewerber muß ein geienter, umfichtioer, ruhig denkender Mensch sein und über gute Auffassungsgabe verfügen. Offert mit selbstgeschr Lebenslauf, Reugnis abschriften unter A. 31 an die Hauptegbedition des Vorwärts". Lackierer- Lehrlinge für Karosseriebau Wir stellen per sofort Lehrlinge für unsere Abteilung Lackiererei ein. Persönliche Bewerbungen in Anwesenheit des Vaters oder Vormundes in unserem Werk Tempelhof, Industriestraße 1/23, täglich in der Zeit von 9 Uhr vorm. bis 4 Uhr nachm. erbeten. CAROSSERIEWERKE SCHEBERA A.-G. Fernsprecher: Amt Südring 1116-1118.