Abendausgabe Nr. 19141. Jahrgang Ausgabe B Nr. 96 Bezugsbedingungen und Anzeigenprete find in der Morgenausgabe angegeben Redoffion: S. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-295 Tel- Adresse: Sozialdemokrat Berlin 4 strainid si Vorwärts Berliner Volksblatt 5 Goldpfennig 50 Milliarden Mittwoch 23. April 1924 Berlag und Angetgenabteilung Geschäftszeit 9-5 Uhr Berleger: Borwärts- Berlag GmbH. Berlin$ m. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 2506-2507 Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutfchlands Maiaufruf der Internationale. Arbeiter und Arbeiterinnen aller Länder! Vor fünfunddreißig Jahren hat der internationale Sozialisten fangreß in Paris die Maifeier eingesetzt, um für die Eroberung des fangreß in Paris die Maifeier eingesetzt, um für die Eroberung des Achtstundentages zu demonstrieren. Während eines Menschen. alters find wir in harten und zähen Kämpfen Schritt für Schritt diefem Ziele nähergekommen. Die Reifeprüfung am 4. Mai. Bon Paul Löbe. traffe, des Selbstbestimmungsrechts der Völker haben ihre Schuldigkeit Der 4. Mai entscheidet nicht nur das außenpolitische Geals Propagandamittel im Kriege getan und find nun zum alten. Eisen geworfen. Gegenüber der unheilvollen Verblendung der ImperiaImperia- chick listen wird die Arbeiterklasse in diesem Gedenfjahr immer wieder den Ruf erfchallen laffen: Nie wieder kriegt Bor sechzig Jahren wurde in London die Internationale des Wel proletariats gegründet. Zweimal ift fie gefchlagen worden: dem Heute geht der Kampf darum, das Eroberte zu verteidigen und Deutsch- Französischen Krieg von 1870 fiel der erste Versuch, dem den Uchisi un dentag international gefeßlich festzulegen. In den nächsten Monaten wird die Entscheidung in vielen Weltkrieg der zweite Versuch der internationalen Organisation des Ländern fallen. Daher ist der 1. Mai in so hohem Maße wie aur je unwiderstehlicher Gewalt die Notwendigkeit der internatioLändern fallen. Daher ist der 1. Mai in so hohem Maße wie nur je Proletariats zum Opfer. Aber immer von neuem drängt sich mit gewidmet der Demonstration für den Achtstundentag Zehn Jahre find vergangen, feit das Unheil des Weltkrieges naten Gefchloffenheit der Arbeitertlaffe auf. Der Sozialistischen Arbeiterinternationale ist es in zum Ausbruch fam. Zehn Jahre- aber der Frieden ist noch dem Jahre seit ihrer Gründung in Hamburg gelungen, die großen immer nicht da. Nod) bluten die Bunden, die der Krieg geschlagen, Masien der sozialistischen Urbeiterschaft in ihren Reihen zu sammeln noch find die zerstörten Wohnstälten nicht wiederaufgebaut, noch ist und den Boden zu schaffen, von dem aus gemeinsame internatiodie Produktion nicht in vollem Gang, noch sieht die Welt unter dem die Produktion nicht in vollem Gang, noch fieht die Welt unter dem uale Artionen des Weltproletariats möglich werden. unmittelbaren Eindrud, daß außer den zwölf Millionen Toten, die als erste große Heerschau des fich wieder einigenden Weltdem Krieg zum Opfer gefallen find, Millionen von Krüppeln, MifloMilllos nen von Hungernden und Darbenden, Millionen von Arbeitslofen als proletariats rufen wir Euch auf zur traftvollen Demonstration am lebendige 3eugengegen den wahnsinn des Krieges in unserer Mitte sind. Und trotz alledem wagt sich der Gedanke an neue Kriege fchon wieder hervor. Poincarés Ruhrbefehung und Ludendorffs Revanchephantasien beweisen, wie wenig die Imperialisten auf beiden Seiten der Front gelernt haben. Und noch viel offener erörtert man die Möglichkeit eines Krieges auf dem Baltan, der schon einmal das Vorspiel der Weltkatastrophe gewesen 1. Mai. Für die internationale Festlegung des Achtstundentags! Gegen Kriegshehe und Kriegsgefahr! Für die internationale Aktion des sozialistischen Weltproletariats! Die Friedensdiftate der imperialistischen Sie. Für die Geschäftskommiffion der Sozialistischen Arbeiterinternationale ger haben die Probleme nicht gelöst. Die Prinzipien der DemoDie dänische Arbeiterregierung. openhagen, 23. April.( Eigener Drahtbericht.) Genoffe Th. Stauning hat heute vormittag dem König die Minifterlifte vorgelegt, die gemäß der dänischen Berjaffung vom Staatsobethaupt gutgeheißen werden muß. Die Ciffe hat folgende Zusammenlegung: Sh. Stauning. Staats- und Handelsminister; Graf Cart Molite, Außenminister; 3. 3. Borgbjerg, Arbeitsmialfier; Hauge, Junenminifter;& Steinde. Justisminifier; C. Bramsuaes, Finanzminifter; Frau Nina Bang, Unterrichtsminister; Paftor Dahl, Kirchenminister: Bording. Cand wirtschaftsminister; C. Rasmussen, Kriegsminister; FriisStotte, Verkehrsminifler. Sämtliche Minifter, mit Ausnahme des Außenministers, find langjährige Mitarbeiter und affive Mitglieder auferer dänischen Bruderpartel; jeder hat auf seinem Gebiete eine große und füchtige Arbeit ausgeführt. Das neue Ministerium ist in hervorragendem Grade ein Minifterium von Ceuten, die aus der Arbeiterklasse hervorgegangen find. Hauge war Holzarbeiter, Bording ist ein kleiner Landwirt, Rasmussen und Bramsnaes waren Buchdruder, FriisStotte ist Eisenbahnbeamter. Steinde gilt als einer der hervorragendsten Juriffen des Landes. Es ist fein leichter Entschluß für unsere Bruderpartei gewesen, ohne eine Mehrheit im Reichstage die Regierungsmacht zu über nehmen. Das dänische Fellefing hat betenntlich 149 Mitglieder, wovon die Sozialdemokraten 55, die Radikalen( Demokraten) 20 ftellen. Dieser Block hat demnach nur eine Stimme Mehrheit gegenüber den Konfervativen und der Bauernlinken. Zwischen beiden Gruppen steht die eine Stimme des deutschen Vertreters. Unsere Parteigenoffen find jedoch alle gefchulte Parlamentarier und mit der polifischen Praris gut vrtraut, fo daß man Grund zu der Annahme hat, daß fie fich trotz aller Schwierigkeiten behaupten werden. Der Reichspräsident hat an den zum dänischen Minister bes Aeußern ernannten bisherigen dänischen Gesandten in Berlin, Grafen Moltte, folgendes Telegramm gesandt: Bu Ihrer Ernennung als Außenminister bitte ich Sie und Ihr Baterland, meine besten BWünsche entgegenzunehmen. Ich bebauere aufrichtig, Sie von Ihrem hiesigen Boften scheiden zu sehen, auf dem Sie so lange Jahre im Interesse der deutsch- dänischen Be ziehungen gewirkt haben. gez. Reichspräsident Ebert." Beratung der Reparationskommission. Paris, 23. April.( WTB.) Dem„ Matin" zufolge wird die Repa rationstommiffion erst am Freitag eine Sihung abhalten und über das allgemeine Problem beraten. Nach dem Betit Barifien" libers fogar ma ist es sogar wahrscheinlich, daß sich die Raparationsfommission in diefer Woche überhaupt nicht versammelt und die nächste Sizung erft am Dienstag fommender Woche abhält, Englischer Druck auf Frankreich. Condon, 23. April.( WTB.)„ Daily News" mißt der Ertlä rung Coolibges über feine Bereitwilligkeit, eine neue Welt abrüstungskonferenz einzuberufen, größte Bedeutung bei. Das Blatt betont, daß in der Zustimmung zu dem Dawes- Bericht nur ein mistlang vorhanden sei, die Stimme Boincarés. Aber allzu große Bedeutung dürfe ben Aeußerungen eines Staatsmannes, der versuche, seine Politik am Borabend von Neumahlen zu rech fertigen, nicht beigemessen werden. Wenn jedoch ein ernstlicher Verſuch von der französischen Regierung unternommen werden sollte, tiese neue Friedensanstrengung zu torpedieren, so werde die Jfo fierung Frankreichs endgültig und vollständig sein. Der diplomatische Berichterstatter der„ Daily News" erklärt, es Friedrich Adler. bestehe in London feine Neigung, die Differenzen zwischen Frankreich und Großbritannien über die Methoden zur Durchführung des Sachverständigenberichts zu verschärfen. Monate schwieriger Berhandlungen feien zu erwarten. Daily Hera d"( bas Blatt der Arbeiterpartei) schreibt, es müsse offen festgestellt werden, daß Boincaré Schwierigteiten verfuche. Er stele auf dem Standpunkt. Den er inner vertreten habe, er glaube meiterhin an die Politit, Deutschland die Bistole vor ben Stopf zu halten und er ersuche England, sich ihm bei dieser Politik anzuschließen. Es er cheine allzu beutlich, daß die beiden Re. nierungen volIfom men verschiedener Ansicht sind. Eine folche Berfchiedenheit fönne fchließ ich zu einem Bunfte führen, wo fich ein Zusammenwirten als unmöglich erweise, aber im gegen wärtigen Augenb'id fei dies noch nicht Gewißheit geworden. Die französischen Wahlen fönnten eine Geistesänderung in Paris hervorbringen. Erklärung Troskis. Rukland sucht das Vertrauen der Kapitaliften. Mostau, 22. April.( Eigener Drahtbericht.) Tropfi, der wieder in bas attive politische Leben zurüdgefehrt ift, bestreitet in einer in bas attive politische Leben zurückgekehrt ist, bestreitet in einer Unterredung mit amerikanischen Journalisten die Behauptung von einer Mobilmachung der Roten Armee. In Wirklichkeit fei der Jahrgang 1901 entlaffen und dafür der Jahrgang 1902 einberufen worden. Das Gegenteil einer Mobilisierung habe man damit durch. geführt, indem man einen Teil der Felbdivisionen in territoriale Truppen überführte und die Misiz auf Kosten der Feld. armee ausbaute. Das ruffifche Milizfystem, das in feiner Art noch in feinem Lande eingeführt ist, fei lediglich auf Defenfive und nicht auf Offensive eingestellt. Die Sowjetunion fei nach wie por bereit, an jedem internationalen Abkommen auf tatsächliche Abrüstung und Verminderung der Kriegsgefahr sich zu beteiligen. Die Rote Armee verdante ihr Dasein lediglich der Gefahr, die die imperialistische Politik anderer Länder für die Sowjetrepubliten bedeute. Trogli nahm in dieser Unterredung auch Stellung zu dem Borwurf bolichemistischer Propaganda in den anderen Ländern. Wie fich die Sowjetregierung das Recht wahre, tt.amunistisch zu blei ben, so fordere sie auch nicht von den bürgerlichen Regierun gen anderer Bänder, kommunistisch zu werden. Uebernommene Verpflichtungen halte Sowjetrukland schon deswegen ganz besonders pünktlich ein, weil es eine ft a bile Regierung befikt und weil diese Regierung an der Wiederherstellung des Bertrauens der fapitalistischen Geschäftswelt der anderen Länder und des normalen Wirtschaftsverkehrs mit ihr unmittelbar intereffiert sei. Dauernder Kursrückgang. chick des deutschen Volkes auf viele Jahre hinaus, er beſtimmt nicht nur die innenpolitischen Richtlinien während der kommenden Legislaturperiode er bildet auch eine folgenschwere Reifeprüfung der deutschen Wählerschaft. Die Weimarer Verfassung hat den mündigen Bürgern und Bürgerinnen die Entscheidung über ihr Schicksal in die eigenen Hände gelegt, nicht nur die Bolksvertretung, auch die zukünj. Raifer oder König von Gottes Gnaden sezt die neue Regietige Regierung hängt von dieser Entscheidung ab- fein rung ein, sondern das Bolt selbst. Ob es dazu reif ist, das gebenfen jene Parteigruppen aufs neue zu erproben, die mit ber ausbrücklichen Parole:„ Gegen den Barlamentarismus" in den Wahlkampf und in das Parlament eintreten. Deutschpöllische und Kommunisten haben den Schlachtruf ausgegeben:" Nieder mit dem Parlamentarismus- feht die Wählerlisten ein!" und sie gedenken diesen Widerspruch damit zu lösen, daß sie im Parlament das Parlament an der Arbeit verhindern, durch Radau, Kunststücke, Obstruktion es am Abschluß internatio naler Berträge, am Erlaß von Gesehen, an der Bildung von Regierungen verhindern wollen. Wenn das Werf gelungen ist, wenn das Parlament zum Narrenhaus entwürdigt, im Ansehen des In- und Auslandes erniedrigt, zur Lösung seiner Aufgaben unfähig gemacht ist dann folgt das Rezept aus der eigenen Hausapotheke: das Direktorium der Rechtsputschiften oder die Diktatur der Linksputschisten oder beide in schönster Abwechslung. In jedem Falle aber der Bürgerfrieg! -W Die Rechtsradikalen haben die Herren Hitler, Ludendorff, Minour, Wiedtfeld, v. Gant als Direttoren" auf Lager, daß die übrigen 85-90 Broz. der Wähler sich die Herrschaft dieser bewährten politischen Führer nicht widerstandslos gefallen fallen, ist felbstverständlich, ebenin felhftnerständlich also her innere Krieg, der im Gefolge diefer Antiparlamentarier einherzieht. Nicht minder ficher wäre die gleiche Entwicklung, wenn die Anhänger der Räteherrschaft mit ihrer Berhinderung ber parlamentarischen Arbeit Erfolg hätten. Die Kommunisten beziffern den Anteil der profetarischen Schichten unseres Boltes auf etwa 90 Proz. der Gesamtbevölkerung und haben felbst bei den für sie günstigsten Wahlen etwa den achten Teil der Wahlberechtigten diefes Boitsteils auf ihre Seite gebracht. Sie verbehlen sich aber selbst nicht, daß von diesen fommunistischen Wählern nicht der vierte Teil die volle Erfenntnis und den flaren Millen für has fommunistische Staatsideal befigt die Zahl der Mitläufer aus Verzweiflung und Erbitterung erdrückt auch hier den winzig fleinen Teil theoretisch flarer und praktisch überzeugter Anüber das Proletariat und über den Staat ausüben, auch ihr hänger. Diese winzige Minderheit müßte also die Diktatur begeistertster Anhänger wird nicht annehmen, daß dies ohne bie blutigsten Kämpfe möglich wäre. Behinderung, die Zerstörung des Barla. Es bliebe also nur die Herabwürdigung, die Behinderung, die erstörung des Parlaments, wenn Rak- Scholem auf der einen Seite, GräfeLudendorff auf der anderen fih zur Verwirklichung ihrer Abfichten anfchiaten was an feine Stelle tritt, ist feine neue, feftere Gewalt, sondern das Chaos, die Rerfleischung, eine neue Trümmerstätte der Wirtschaft, abermals Tote, Witwen und Waisen. Ein deutsches Volf, das seine parlamentarische Staatsform zerschlagen läßt, liefert fich ebenso unrettbar der schlimmsten Bepormundung des Auslandes aus. Bölkische Anstreicher haben das Regierungsviertel mit der Inschrift:„ Die nationale Freiheit fommt!" schablonisiert. Bie diese nationale Freiheit ausleben würde, wenn auch nur nach deutschnationalem Rezept der Versuch der Regelung der Reparationen nach dem Sachverständigengutachten von uns abgelehnt würde, darüber bleibt die bittere Erfahrung uns hoffentlich erspart. Aber daß der Sturz der demokratischen Regierungsform, die Behinderung ihres Vollzugsorgans, des Barlaments, und damit die Unfähigkeit nicht nur zu Leistun= Wie zu erwarten war, haben die starten Rursrüdgänge der gen, sondern schon zu verantwortlichen Berhandlungen mit legten Zeit weitere Bofitionen am Effektenmarkt ins Schwanken ge- unseren Gläubigerstaaten die fraffesten Bevormunbracht, so daß die Abwärtsbewegung, die sich bisher im langfamendungen, bie fchroffiten Repreffalien, die Tempo vollzog, jetzt in einer allgemeinen Deroute ausartet. schlimmsten Demütigungen von außen zur Folge Seute famen wieber aus schwachen Händen größere Effettenposten haben müßte, darüber kann nur frivoler Leichtsinn sich hinauf den Markt, die bei dem Fehlen jeglicher Raufneigung naturgemäß megfeken. Und daß diese Bevormundung von außen nicht einen weiteren starten Drud auf die Kurse ausübten. Die Stim- von Rußland her ausgeübt werden würde, dürfte unseren mung an der Börse ist außerordentlich bedrückt und besorgt. Man kommunisten nicht zweifelhaft sein. fürchtet weitere Komplitationen. Unter diesen Umständen bleiben so ziemlich alle politischen und wirtschaftlichen Vorgänge außerhalb der Börse völlig unberücksichtigt. Die Banten zeigen wenig Neigung, bie Ratastrophe aufzuhalten, da sie in anbetracht der fritischen Lage zahlreicher Bant- und Handelsunternehmungen genötigt finb, in ber Hauptfache auf ihre eigene Liquidität bebacht zu sein. Zu befonderen Befürchtungen gab die weitere starte 2ufwärts be. wegung bes Fran! Anlaß. Man hande'te heute bei Beginn der Berliner Börse das Pfund mit 64% Frank Die Gefomartilage ist unverändert. Im am lichen Devisenverkehr tommt einiges Angebot an den Markt, das offenbar auch nur Netverkäufen entstammt. Im großen und gangen waren die Zuteilungen die gleichen wie gestern. Die Parole Wider den Parlamentarismus“ von ben Extremen im Reichstag pratftisch geübt, bedeutet deshalb nicht nur die Herableßung unseres Ansehens in der ganzen zivilifierten Welt, die zerschlagung der zurzeit einzig möglichen Regierungsform in Deutschland, fie bedeutet innere Serfleischung und Verschärfung der äußeren Knechtschaft. Wer den Deutschen Reichstag zur Würde. Io figfeit erniedrigen, wer die Staatsbürgerrechte preisgeben oder lächerlich machen, toer unfer Bolt nad außen entmündigen will, ber muß jene Barteien wählen, die den Parlamentarismus im Parlament selbst zerschlagen und infamieren wollen. Die blamierte KPD. Mar Hölz preisgegeben. Noch heute morgen hat die Rote Fahne" die Stirn, ihren Lesern etwas von einer Reichstagstandida tur des Genossen Mag Hölz" zu erzählen. Sie hütet sich sehr wohl, ihren Gläubigen mitzuteilen, daß gestern der Reichs wahlausschuß die Reichslisten der Parteien, festgestellt hat. Dabei hat die Kommunistische Partei eine Liste eingereicht, an deren Spize nicht Mar Hölz, sondern der Hamburger Ernst Thälmann steht. Sie hat nicht einmal den Ber such gemacht, die Kandidatur von Hölz an der Spike der Reichsliste durchzusetzen. Die frühere Nachricht der Roten Fahne", daß die Zentrale der KPD. Mar Hölz als Spigen kandidat aufgestellt habe, ist also nichts weiter gewesen, als eine ganz gewöhnliche freche Wahllüge. Auch in Chemniß ist Hölz nicht aufgestellt worden. Dort marschiert en der Spize der fommunistischen Liste der tapfere Führer des„ Sumpfes" in der KPD., Friz Heckert. Preisgabe Mar Hölz gegen die erschienenen Beschuldigten wegen eines gemeinschaftlich erübten Verbrechens der Beihilfe zum Verbrechen des och verrates, gegen Feiftmeyer außerdem wegen Verbrechens des schweren Diebstahls. Die Begründung der Anklage, die der Staatsanwelt dann verlieft, ist im wesentligen bereits ge= meldet worten. Vor Eintritt in das Verhör der Angeklagten fam es zu einem Zwischenfall. innerhalb der Deutschen Volkspartei, wie innerhalb der Deutsch] der Strafliften erhob Staatsanwalt Wintersberger bie Anfloge nationalen Volkspartei Abgeordnete zu haben, die der Nationalliberalen Vereinigung entweder angehören oder ihren Anschauun gen befonders naheftehen. Die Nationalliberale Vereinigung sieht darin eine wesentliche Förderung ihres Gedankens der Bildung cines großen politischen Rechtsblods. Außerdem wird von der Nationalliberalen Vereinigung in Rücksicht gezogen, daß das deutsche Parteiicben noch immer in Gärung und in Entwic lung begriffen, ist, und daß auch aus diesem Grunde das Hin übergreifen der Nationalliberalen Vereinigung in die rechtsstehenden Kreise der Deutschen Bolt spartei und in die ihr nahestehenden Kreise der Deutschnationalen von großer Bedeutung ist. Wenn auch Dr. Luaaz und Dr. Klönne also durchaus im Einvernehmen mit der Nationalliberalen Bereinigung das Angebot eines Mandais auf der Reichs wahlliste der Deutschnationalen Bolispartei angenommen haben und deswegen ihre Mitgliedschaft, in der Nationalliberalen Ber einigung ohne weiteres bestehen bleibt, so werden sie doch aus nahe liegenden Gründen der Organisation ihre Vorstandsämter in der Justizrat kohl stellte den Antrag, die Verhandlung auszusetzen, bis die Unabhängigkeit der bayerischen Rechtspflege und die bayerische Justizhoheit in vollem Umfange wieder hergestellt sei. Die banerische Regierung habe die Justizhoheit dadurch preisgegeben, daß fie auf Intervention der Entente das Berfahren Der Staatsanwalt widersprach dem Antrag, der vollkommen gegengegen Professor Quidde wegen Landesverrats eingestellt habe. Der Staatsanwalt widersprach dem Antrag, der vollkommen gegen standsfos sei und darauf abziele, das Verfahren zu verzögern. Für die Angeklagten erklärte der in Offiziersuniform mit Ehrenzeichen ur Degen erschienene Angeklagte Maurer, ein früherer Leiter des Beobachters": Wenn die nde. Das Schreiben Hölz an den Amneſtieausidhus marionalliberalen Bereinigung nieberlegen( sanwalts, das Berlairen jolle bunch ben Antrag verzögert werden, Gründe. eine einzige Anflage gegen die Taktik der KPD., die jetzt ihren Butschismus in Reinfultur entwickeln will. Einen felchen Mann fönnen die Kommunisten natürlich nicht als Reichskandidaten aufstellen. Deswegen schweigt die Rote Fahne" in ihrer verlegenen Polemit gegen den„ Borwärts" fich über diese für die neue Bentrale so peinliche Seite der Angelegenheit vollständig aus. Die Schuldigen am mitteldeutschen Aufstand erheben nur das übliche Geschrei über die Justiz, für die die Sozialdemokratie verantwortlich) fein soll, und behaupten, daß nur ein kommunistischer Erfolg Mar Hölz befreien werde. Die Kommunisten können wirklich beruhigt sein. Wenn sich für Max Hölz, wie wir hoffen, die Gefängnistore einmal wieder öffnen sollten, damn wird es ganz bestimmt nicht die Kommunistische Partei sein, die das durchsetzt. Sie hat mit dem Namen Hölz lediglich versucht, einen frechen Wahlschwindel zu treiben, nur hat sie dabei diesmal einen selbst für ihre Verhältnisse ungewöhnlichen Reinfall erlebt. Wenn das die neue patentrevolutionäre Führung der KPD. ist, dann können wir nur gratulieren. Die übliche Wahllüge. In der unvermeidlich marttschreierischen Aufmachung: ohne die In der unvermeidlich marktschreierischen Aufmachung, ohne die es im Wahlkampf nun einmal nicht geht, bringt die Rote Fahne" einen Bericht über angebliche Verhandlungen des preußischen Innenministers Severing mit dem Kommissar der Reichsregierung Rünzer über ein generelles Verbot der fommunistischen Preffe. Der ganze Bericht ist von Anfang bis zu Ende der übliche erlogene Wahlschwindel. Minister Severing befindet sich seit über zwei Wochen in Urlaub und auch der Reichskommiffar Künzer ist an feinerlei Berhandlungen über fommunistische Breffeverbote beteiligt gewesen. Selbst die" Rote Fahne" fönnte wissen, daß für Preffeverbote der Reichsinnenminister Dr. Jarres zuständig ist. Im übrigen weiß die Redaktion der Roten Fahne" offenbar sehr genau, wie man Presseverbote vermeidet. Jede Nummer beweist, daß die Rommunisten felbft unter ihrer linken" Führung wenigstens im Wahlkampf vernünftig genug find, Verbote nicht geradezu zu provo zieren. Die Umgestaltung der Reichsbahn. aufrecht erhalten wird, ziehe ich den Antrag zurück. Gegen diese Unterſtellung müsse er energisch Berwahrung einlegen. Durch eine Verordnung des Reichskanzlers vom Das Gericht beschloß nach kurzer Beratung, den Ausschungsantrag. 3. April d. I. ist der Reichsverkehrsminister zum dem sich auch die übrigen Berteidiger anges hossen haben, als vollGeneraldirektor der deutschen Reichsbahn bestellt und ihm zur fommen unbegründet abzulehnen. Daraufhin beantragte StaatsUnterstützung und Leitung des Unternehmens ein vor anwalt Wintersberger, zur Erörterung einzelner Punkte der Anläufiges Direktorium zur Seite gestellt worden, das flage wegen Gefährdung der Staatssicherheit die Oeffentlichkeit auf aber lediglich begutachtende Tätigkeit ausüben foll. Das furze Zeit auszufchließen. Die Verteidigung stimmte dem Antrage Direktorium ist unter Uebernahme der vorhandenen Gliede- des Staatsanwalts zu. worauf das Gericht ohne vorherige Beratung rung des Reichsverkehrsministeriums aus den Staatssetre- dem Anfrage stattgab. Die Anwesenheit wurde, wie im Haupttären als gefchäftsführenden Mitgliedern und den Abteilungsprozeß, den Vertretern der Reichs- und Staatsbehörden gestattet. leitern als weiteren Mitgliedern gebildet, wobei eine stärkere Der Saal murde daraufhin geräumt. Die öffentliche Verhandlung Selbständigkeit der Abteilungsleiter vorgesehen ist. Das wird am Nachmittag um 3 Uhr wieder aufgenommen werden. Direktorium hat im übrigen naturgemäß nur eine vor übergehende Bedeutung und wird endgültig nach Deutsche und tschechische Sozialdemokraten. der Umstellung des Unternehmens unter Berücksichtigung der neuen Erfordernisse gebildet werden. 40 milioatt on Vorbereitung der Goldmark- Anleihe? Paris, 23. April.( WTB.) We" Matin" berichtet, soll der Teilhaber des Hauses Morgan D. W. Morrow demnächst mit einer wichtigen Mission, nämlich der Vorbereitung der im Sachverständigenplan vorgesehenen Anleihe von 200 Millionen Dollar, betraut werden.. Die Hitler- Banditen vor Gericht. Hölzmethoden von rechts. ib heute vermittag der Prozeß gegen 40 Mitglieder des Stoßirupps München, 23. April.( BS.) Vor dem Volksgericht München I begann Hitler wegen der im Zusammenhang mit tem Novemberputsch ausgeführten Gewaltakte. Der Aufruf der Angeflagten ergibt die An wcfenheit von 35 der 40 Beschuldigten. Der Stoßiruppführer Berchtold und die Angeklagten Tieler und Schub sind noch Flüchtig. Die Angeklagten Stien binder und der Polizeiaffiftent a. D. Lindner sind troy ordnungsgemäßer Ladung nicht erschienen. Der Angeklagte Ofto Feiffmeyer, dem die Anlage schweren Diebstahl zur Last legt, da er in einem der Räume der Münchener Bost" einen Anzug, ein Reißzeug und eine Lupe ermendet hat, wurde aus der Untersuchungsbaft vorgeführt. Cr ist, wie die Beilefung der Straflifte ergibt, einmal wegen einfachen und einmal wegen schweren Diebstahis vorbestraft. Die brigen Ang lagten haben zum Teil leichtere Borfirafen in den Die Nationailiberale Bereinigung hat bei ihrer Gründung Etrafliften eifzuweisen. Maurice ist wegen verbotenen Waffen und insbesondere feit ihrer Abtrennung von der Deutschen Volts befiges feinerzeit mit dem Handgranatenanschlag auf die Mann. parfet fiets den Standpunkt vertreten, daß es notwendig fei, en geheimer Börse vorbestraff. Von den sechs Verteidigern ist R.-A. Fühlung sowohl mit den auf dem rechten Flügel der Deut- oder ebenfalls nicht anwesend. schen Volkspartei stehenden Kreisen aufrecht zu erhalten, als Die Anflagebant reicht nicht aus, um die 35 Beschuldigten auf auch mit den gleichdenkenden Kreisen der Deutschnationalen zunehmen, so daß noch eine sonst für die Zeugen bestimmte Sihreihe Boltspartei enge Verbindung herzustellen. Die Nationalliberale in Echwurgerichtsfacl für einen Teil der Angeklagten vorbehalten Vereinigung fegt daher auch den größten Wert darauf, sowohl Fleiten mußte. Rach Feststellung der Personalien urd Verlesung Auf dem Wege zum Rechtsblock. Ueber die Stellungnahme der Nationalliberalen Vereinigung zu der Aufstellung von Dr. Quaa imb Dr. Klönne auf den Reichswahlvorschlag der Deutschnationalen Bolfspartei wird von der Sotionalen Bereinigung gefchrieben: st Londoner Straßenkultur. Bon Baul Chr. Plottte( zurzeit London). ,, Ladies und Gentlemen! Es war mir nicht möglich, an einem Theater eine Anstellung zu bekommen Geſtatten Sie saher, as ich Ihnen hier eine Probe des Talentes gebe, das ich zu haben glaube. Ich spreche eine Szene aus„ Julius Cäsar"!" Begleitet von herübertönenden Lärm der Häuptstraße flangen diese Worte an mein Ohr, als ich gerade im Vorbeigehen die G fichter der Menschen betrachtete, die in einer langen Reihe am Eingang zur Galerie des berühmten Londoner Varieté standen und auf die Deffnung der Abendkasse warteten. Ich hatte auch den Neger etwas abseits, neben dem Bananenwagen, stehen sehen und ihn für den Fruchthändler geholten. Es mar auch kaum denkbar, daß er cben diese Worte gesprochen hatte. Und doch: Er legt jetzt seine Müge auf die schmußige Rante des Fußweges, geht etwas zurüd auf den Fahrweg und beginnt, Marc Antons grandiose Rede an der Leiche Cäsars zu sprechen! " Die Gefichter der Wartenden wenden sich ihm zu. Klein: Jungens, die sich eben noch, gebalgt hatten, stellen sich dicht vor ihn hin und blicken mit Mienen, die findliches. Unverständnis spiegel, in das bewegte Geficht des fremdraffigen Künstlers, der ganz in feiner Rolle aufgeht. Ein Schuhmann pendelt vorbei doch der Bobby nimmt faum durch einen Seitenblick von diefer Szene Kenntnis. Brutus ist ein ehrenwerter Mann!" Ein Automobil lenkt in die Nebenstraße ein, hupt, damit der dose Neger ihm Plah mache doch da steht ja Marc Anton, der zum römischen Bolle spricht! Es muß in großem Bogen vorbeifahren! Brutus ist ein ehrenwerter Mann!" Das Rattern des Motors ersticht fast die bebende Stimme, die vor schmerzlichem Schluchzen um den Tod des väterlichen Freundes fast unhörbar ist... Die Rede ist beendet. Der dunkelhäutige Künstler geht einige Schritte weiter nach der Mitte der Straße und beginnt ein Szene aus„ Othello" zu sprechen. Sein ganzer Körper frümmt sich vor Eifersucht. Jeden Augenblick glaubt man, sie werde ihn auf das schmuzig- nasse Pflaster werfen Menschen, die eben herbei fommen, schütteln. verständnislos den Kopf und gehen weiter. Ein Schokoladenhändler geht an der Menschenschlange vorbei unb preist fein Süßigkeiten an." Othello" frach die letzten Worte, und ein armseliger, hungernder Reger, eben noch vom Glutodem der Kunst des großen Briten angebaucht, fommt zurück zum Fußweg, hebt ſeine Mühe auf und geht geldsammelnd vom Anfang der Barieté. polonaise bis zum Ende. Noch ehe er dort ankommt, hat sich schon ein Straßenmusikant auf das imaginäre Podium gefchwungen und verkündet, seine schnarrende Singstimme auf einem eigenartigen Bupfinstrument begleitend:" We have no bananes to- day!" Der Mann am Bananenwagen widerspricht nicht. Es ist ein höflich- fühler Engländer und wartet ab, bis die Reihe, Geschäfte zu machen, on ihmist. Es ist eine Viertelstunde Zeit bis zur Kaffenöffnung, und noch manch einer der Wartenden wird dem Anblick der edlen Südirüchte nicht so lange widerstehen können. Gebannt stand ich da Wie ein Schwarm Heuschrecken war all das auf mich eingestürmt Wenige Schritte. Autobusie, Straßenbahnwagen, die den Anhänger nicht hinterherziehen, sondern auf ihrem Dache aufgeftilpt tragen, raffelten vorüber. Das grelle Blizen der elektrischen Lichtreklame blendete mich fast. Der Mond, der eben noch am dunklen Firmament sichtbar war, ertrank in diesem aufschäumenden Meer von Licht, das in einem hohen Grade von künstlerischer Vollendung über die Millionenstadt gegossen wird, um die Menschen zum Kaufe von hunderterlei Dingen zu veranlassen. Ich stürzte weiter. aimele ich noch?... Schlug mein Herz noch in der Brust? Ich weiß es nicht. In einem Maffenlift, der mich mehrere Stockwerte unter die Erde zur Untergrundbahn brachte, fand ich mich wieder. Ein Frösteln lief über meinen Rücken mein Gefühl war ein Eisklumpen. ,, Das ist eine Welt das heißt eine Welt!" *** Leitfäße Kants Zum ewigen Frieden". ,, Es foll fein Friedensschluß für einen solchen gelten, der mit dem geheimen Borbehalt des Stoffs zu einem fünftigen Kriege gemacht morden." Stehende Heere sollen mit der Zeit ganz aufhören, denn sie bedrohen andere Staaten unaufhörlich mit Krieg durch die Bereit shaft, immer dazu gerüstet zu erscheinen, reizen diese an, sich einander in Menge der Gerüsteten, die feine Grenzen fennt, zu übertreffen, und, indem durch die darauf verwandten Kosten der Friede endlich noch drüdender wird als ein kurzer Krieg, so sind sie selbst Ursache von Angriffstriegen, um diefe Last loszuwerden." „ Die bürgerliche Verfassung in jedem Slaai foll republikanisch sein. Die erstlich nach Prinzipien der Freiheit der Glieder einer Gesellschaft( als Menschen), zweitens nach Grundfäßen der. Abhängigkeit aller von einer einzigen gemeinsamen Gesekgebung( als Untertanen), und drittens, die nach dem Gesez der Gleichheit der felben( als Staatsbürger) geftiftete Verfassung die einzige, welche aus der Idee des ursprünglichen Vertrages hervorgeht, auf der alle rechtliche Gejekgebung eines Bolts gegründet sein muß ist die republikanische." „ Das Völkerrecht soll auf einen Föderalismus freier Staaten gegründet sein." Der Philofoph des Friedens und der Marichalf des Kriegs. Von der Königsberger Kant- Feier läßt sich der Tag" begeistert telegraphieren: Dann kommt zum Schluß ein großer Moment. Die Versamm fung erhebt fich impulfio von den Blägen. Ein fanatischer Beifallssturm erhebt sich, wie ihn dies Haus vielleicht noch nie erlebt, hat. Die Studenten[ chwingen ihre Soläger. Das ift, als Seine Magnijizenz Udelen die Gedächtnisfeier am 200. Geburtstage Immanuel Kants mit der Verlefung eines Telegrammes schließt, das als einziges aus der großen Reihe herausgeriffen wird: Es ist aus Hannover von Dr. h. c. von Hindenburg. Die vielen Ausländer im Hause fühlen den Atem des deut. chen Geistes, in dem der heutige Festag austlingt." Wenn sich bei einer Kent- Feier der deutsche eift" in Hindenburg- Jubel und dem Schwingen langer Messer manifestiert, mögen die Ausländer dozu wohl ersteunte Gefichter machen. Sie Parteitagsreden in Mährisch- Ostrau. Prag, 22. April.( Eigener Drahtbericht.) In Mährisch- Ostran begann in den Osterfeiertagen der Parteitag der fchechoslomalischea Arbeiterpartei. She olter Borkämpfer Anton Nje m'ez wurde zum Ehrenpräsidenten der Partei gewählt. Aus den erstatteten Berichten geht hervor, daß die Bartei in den letzten Jahren an Mit halt hat die Partei in den Arbeiterturnern, die rund 100 006 gliedern beträchtlich zugenommen hat. Einen starten Rüde Mitglieder zählen. Der Parteitag wurde von zahlreichen Bertreterit der Bruderparteien begrüßt. Für die deutsche fozialdemokratische Arbeiterpartei in der Tschechoslowakei sprach Schäfer Reichen berg, der ausführte, daß der Weg zum gemeinsamen Handeln gesucht und gefunden werden müsse. Die deutschen Sozialdemo fraten der Tschechoslowakei seien bereit, die vorhanden Schwierig nationale gebiete, unausgefeßt und beharri ch an der Herstellung der feiten unter Beachtung der sozial stischen Grundfähe überwinden zu helfen. Schon die Zugehörigkeit beider Parteien zur Arbeiterinter innerhalb des Staates zu wirken. In einem Referat über die Taftit internationalen Kampfgemeinschaft für den Soz alismus der Partei bezeichnete. Dr. Meißner die deutsche Sozialdemokratie als natürliche Bundesgenossin der tschechischen Partei. Er betonte, daß sich das Verhältnis zwischen den beiden Parteien gebeffert habe. verlangt, daß die Parteileitung die Mittel suche, durch die unter In einer vom Parteitag angenommenen Resolution mirb den gegebenen Verhältnissen eine wenn auch nur teilweise zufammenarbeit ermöglicht werde. Eine andere Entschlic ung befaßt sich mit der Frage der Reparationen. Sie wendet sich gegen die Sabotage der Wiedergutmachung durch das deutsche Großfapital und gegen die Besetzung der Hauptfiße der deutschen Induſtr'e durch die franzöfifche Armee. Der deutschen und französischen So, zialdemokratie wurden Telegramme gesandt, in denen beiden Barteien zum bevorstehenden Wahlkampf Erfolg gewünscht wird. In der politischen Debatte, wurden heftige Angr ffe genen die Parteis leitung gerichtet, die sich allzu sehr der Koalitions. politif ergeben habe. Die oppofitionellen Redner fanden starken Befall, an dem sich fast die Hälfte des Parteitags beteiligte. Begnadigt wurden in Spanien am Karfreitag zehn zum Tode Verurteilte. mögen sich daran erinnert haben, daß Rant den Krieg als einen Rest der Menschenfresserei betrachtete, und sich gesagt haben, daß solche feuerländische Festbräuche zu Ehren eines großen Denfers in teinem anderen zivilisierten Land der Welt denkbar sind. Italien ehrt seine größte Schauspielerin. Auf ein Telegramm D'Annunzios, in dem dieser verlangt hatte, daß die sterblichen Ueberreste der Dufe vom Staat nach Italien heimgeholt würden, erwiderie Mussolini: Er habe der Duſe vor einem Jahre ein Ehrengehalt angeboten, damit sie Italien nicht verlasse. Jetzt habe er sofort, nachdem er von ihrem Tode erfahren habe, den italienischen Botschafter in Washington angewiesen, in Pittsburg die Regic rung zu vertreten und für die Ueberführung der sterblichen Hülle auf Staatstoften Sorge zu tragen. Gestern abend waren die Theater in Rom und in mehreren Städten Italiens geschlossen. Der Kulturwille", Mitteilungsblatt des ABI.- des Allgemeinen Bildungsinftituts Leipzig. Erster Jahrgang Nrn. 1-3. Das ABI. das geistige Zentrum des Leipziger Proletariats, das unter rühriger und zielbewußter Führung des Genossen W. Hartia fcine Arbeit leistet, hat sich ein eigenes Organ für die kulturellen Zestrebungen der Arbeiterschaft geschaffen. Nach Inhalt und Zwedjehung verdient es Berbreitung meit über die Grenzen seines Erscheinungs ortes hinaus. Die erste Nummer ist dieser Kulturzeitschrift zum C leit gegeben. Die Aufgaben des Bildungsinstituts und die Ause drudsformen der aufstrebenden proletarischen Kultur Bommen hier zu Worte. Die zweite Nummer dient dem Thema Arbei raft und Theater", deutet dem Leipziger Arbeiter das API. Klassisches Drama, Laien denn was dem Berliner die Volfsbühne ist, be= theater, Jugend und Theater, das proletarische Theater, das moderne Drama, Arbeiter und Theater bilden den Inhalt der lesenswerten Aufsätze. Ist die zweite Nummer der Erziehung des Arbeiters zum der Heffnung des Sozialismus. Die verschiedenen Gebiete der sozia Verständnis fürs Theater gewidmet, so gehört die dritte dem Kinde, listischen Erziehung sind von Löwenstein, Hartig, Behold, von den Desterreiáern Afritsch und Kanik, von Hodann, Scharrelmann, Bräuner besprochen. Jedes Heft fojtet nur 10 Bf., bei dem mannizfachen Inhalt mehr als preiswert. Die Ausstattung ist gut, das sollen jedes für sich ein geschlaffenes. Ganzes bilden. Titelbild entspricht dem Gesamtinhalt der Hefte. Auch die weiteren Die Große Berliner Kunstausstellung wird in diesem Jahre bei starfer räumlicher Beschränkung sich in einem neuen Gawande zeigen. Ihre Räume werden durchgreifend erneuert. Die Säle erhalten gedämpftes Oberlicht. Die Kuppelhalle wird nach den Plänen von Proj. Heinrich Straumer zu einem Empfangsraum umgestaltet. Der Scal dahinter, als Repräsentationsraum gedacht, erhält Museums. harafter. Die größte Veränderung wird aber der große Plastikfaal aufweisen. Der Raum wird aanz im Sinne einer modernen Ausstellung umgebildet; um die Mitte werden sich Ausstellungs fojen gruppieren. Anton wild gans wird, einer Einladung des. Desterreichisch- Deutschen Unton Wildgans in Berlin. Der österreichische Dramatiker und Shriker Bolfsbundes Folge leitend. eigene Dichtungen am Sonnabend 8 Uhr im gerrenganje, Leipziger Straße, vorlesen. Die Bedeutung des Achtstundentags. Erklärungen des Genossen Albert Thomas. Genf, 22. April.( Eigener Drahtbericht.) Nach Beendigung der letzten Verwaltungsratsfigung des Internationalen Arbeitsamts hatte der Vertreter ics„ Scz. Parlamentsdienstes" in Genf Gelegenheit, mit Albert Thomas, tem Direktor des Amtes, zu Sprechen. Albert Thomas stellt zuerst mit Genugtuung fest, daß die öffentliche Meinung in vielen Ländern zugunsten des Bölferbundes und der Ausbreitung seines Arbeitsfeldes start im Wachsen sei. Die Vorurteile, gegen welche die internationalen Organisationen zu fämpfen hetten, sind im Beariffe zu verschwinden. Das Vertrauen in die neuen Institutionen wächst von Tag zu Tag, die Völker beginnen mehr und mehr die Solidarität ihrer Interessen zu begreifen und rfennen gleichzeitig die Notwendigkeit, ihre Streitigkeiten friedlich zu schlichten. " Die Entwicklung, die sich in bezug auf den Bölferbund in Frankreich zeigt," fante Albert Thomas, ist typisch. Dieselber. Berte, die eben noch die Einmischung ds Völkerbundes in internatiorele Angelegenheiten fürchteten und ihn lediglich als eine zweite Bot schafterkonferenz betrachteten, erkennen, daß er auf allen Gebieten der Bürge des internationalen Friedens werden kann. Und ich stelle alle Tane jest. daß der Gedanke, Deutsch and müsse notwendig und bald in den Völkerbund eintreten, nicht mehr die Mehrheit der französischen Deffentfcit beunruhigt." Ich fann mich nur freuen." fuhr fert Themes fort, andererfeits zu sehen wie auch Deutschland sich lebhafter als früher für en Völkerbund interessiert. Sie verstehen, mit welcher Aufinertiam. feit wir täglich allen diesen Snmptomen der deutschen öffentlichen Meinung folgen Nicht nur bedeutende Führer der deutschen So sialdemokratie, mie Kautsky und Hermann Müller, haben in ihren fürzlich erschienenen Artikeln zugunsten der Beteiligung Deutschfunds am Bölkerbund gesprochen, auch Reichskanzler Marr und Minister Strejemann erkennen die 3medmäßigkeit für Deutsch ind, feinen Eintritt in den. Völkerbund vorzubereiten. Als Direktor einer internationalen Einrichtung. die einen Teil des Närferbundes bildet, kann ich nur den Wunsch haben, daß das ganze Problem in ben nächsten Wochen genau und klar vor der deutschen Deffent. lichkeit ftehe. rid Andererseits hat 3 = De land schon indirekt mit dem Bölferbund Fühlung genommen, nur in den Kommissionen, an denen eine Sachverständigen fi men, sondern durch das Internationale Arbeitsamt selbst. Jit das nicht der gerebene Wen? 1919 in Washington wurde Deutsch lant in tie internationale Arbeiterorganisation aufgenommen. Es rahm dann eil an den Rechien der acht großen Industriestaaten, Teren eine jete ständigen Sitz im Berhaltunasrat innehat. Deutsch land in die internationale Arbeitsorganisation aufgenommen. Es weder durch die Bertreter feiner Arbeiter oder Unternehmer oder durch die Renierungsnertre'er. Dies bedeutet zweifelsohne das Vorspiel für die endgültige Mitarbeit, die sich sehr bald einstellen forn. menn, wie zu hoffen ist, die großen internationalen Konflift ihrer Lösung nahen " Thoiras wies sodann auf die infernationale Bedeutung der Frage des Achtffundentages hin:„ Die Berlängerung der Arbeitszeit in Deutschland hat notwenhiermeile Rüd wir fungen auf die Broduktion und soziale 4 Gitation der anderen Länder. Nach den Bestimmungen des Frisonsvertrages fonnte das Arbeitsami nur dann offiziell bei der tchen Regierung intervenieren, wenn die Konvention) von afsinston von Deutschland ratifiziert wäre. Aber da es die Aufgabe hat, die Einrichtung einer internationalen Soief hoebum aut versuchen, so ist es natürlich verpflichtet, mit aller Aufmertfam eit die Situation zu unterfuchen, die durch die Berränge run des Achtstundentages in Deutschland allgemein geschaffen murhe. Schweres Eisenbahnunglück auf der Gotthardtbahn. Zwei Schnellzüge aufeinandergeraft. Bisher 17 Tote, 51 Verletzte. Opfer über Opfer fordert der moderne Berkehr. Kein Tag vergeht, an dem nicht über fleine Unfälle berichtet wird, fein Monas, in dem nicht schwere Katastrophen zu verzeichnen sind. In der vergangenen Nacht ist das am Ticino idyllisch gelegene schweizerische Städtchen Bellinzona der Schauplatz eines furchtbaren Eisenbahnungiüds geworden. Heute morgen um 2,30 Uhr fließen der Mailänder und der Züricher Expreßzug bei der Einfahrt in den Bahnhof Bellinzona aufeinander. Die 3 ahl der Toten und Berlegten, die sehr groß ist, fonnte bis zur Stunde noch nicht festgestellt werden. Man spricht von mindestens fünfzehn Toten. Auch die Ursache des Unglücs ist bisher noch nicht geklärt. Der Zusammenstoß erfo'gie auf der Nordseite des Bahnhofs von Bellinzona, wo sich die großen Reparaturwertstätten von San Paolo für die elektrischen Maschinen befinden. Es handelt sich um die in beiden Richtungen verkehrenden Nachtschnellzüge. Jeder Zug hatte zwei elektrische Maschinen, die in voller Fahrt aufeinanderrasten und zertrümmmert wurden. Drei Maun des Maschinenpersonals find tot, das übrige Personal wurde verlegt. 3 mei personenwagen gingen infolge des Zusammen. stoßes fofort in Flammen auf. Es fällt daher sehr schwer, die genaue Zahl der Toten feftft llen zu können und die Leichen zu erfennen. Das Unglüd ist darauf zurückzuführen, daß der von uzern kommende Nachschnellzug das geschloffene Einfahrt ignalder Station überfuhr. Ein mit Gas beleuchteter Wagen geriet in Brand. Die Rettungsaffion ist im Gange. Auf der Fahrt nach der Unglücksstelle in Bellinzona vernimmt man die ersten Einzelheiten von dem furchtbaren Eisenbahnunglüc. Es bestät gt sich, daß die beiden ersten Personenwagen von jedem Zug sofort in Brand gerieten und bis auf die Eisenteile verbrannten. An der Spize des Buges aus Italien befand sich ein durchgehender Wagen nach Berlin, der vollständig verbrannt ist. Aus diesem Wagen soll nur ein einziger Reijender gerettet worden jein. Beide Züge waren sehr start besetzt. Der Nachtschnellzug aus dem Süden führte besonders viele internationale Durchreisende mit sich. Nach der italienischen Bakkontrolle war dieser Zug von 45 Deutschen, 15 Schweizern, 52 Italienern, 4 Amerikanern, 2 Norwegern, 2 Tschechen, 2 Franzosen und 2 Engländern besetzt, die über Bellinzona hinausfahren wollten. Unter den Italienern befand sich auch der italienische Gefantte in Kopenhagen, Graf della Torre, mit feinem Sekretär, der Zug führte von Mailand an fünf internatio. den. Sittliche Verwilderung. nale Personenwagen mit sich sowie den Schlafwagen Genua- Basel In legterem befanden sich von Mailand aus 8 Deutsche und 4 Amerifaner. Ein Heizwagen fuhr auf einen Wagen 1. und 2. Klasse auf, wodurch die Gasleitung explodierte. Die Insassen dieses Bagens find mit wenigen Ausnahmen verbrannt. Eine weitere Meloung befagt, daß nach den bisherigen Feststellungen 7 Berfonen schwer und eine große Anzahl leicht verlezi wurden. Die Zahl der getöteten Reisenden fonnte noch nicht festgestellt werden. Bom Zugpersonal wurden 2 Lokomotivführer und 3 Heizer getötet, 2 Lokomotivführer und 4 Heizer verwundet. Ein Heizer und ein Führer lagen um 9 Uhr morgens noch unter den Trümmern. Die Kreisbahndirektion Luzern gibt als Ursache des Unglücks an. daß der von Luzern abgefahrene Bug das Haltefignal vor dem Bahnhof von Bellinzona überfuhr und auf den entgegenkommenden Zug raste. Durch den ftarten Reifererkehr, der nicht nur aus Deutschland, sondern namentlich aus England, Holland und Frankreich nach Italien eingesetzt hat, hat die Gotthardt- Linie zurzeit eine Frequenz aufzuweisen, die fast um die Hälfte stärker ist als vor dem Kriege. Kurz vor Redaktionsschluß wird gemeldet, daß bisher 17 Tote geborgen wurden. Die Zahl der Verletzten beträgt bis 11 Uhr 51. Von den tcten Reifenden fonnte bis jetzt erst ein einziger identifiziert werden. Es ist ein Herr aus Basel. Unter den verletzten Reisenden befinden die Angehörigen einer Berliner Familie Fortmann namens Bilhelm. Frieda, Werner, Albert, Hans und Hilda, ferner ein Herr Dito Karl aus Bremen. * Bellinzona, die Hauptstadt des schweizerischen Kantons Teffin, liegt am Ausgang der Gotthardtbahn, unweit der italienischen Grenze. Hier endet auch die berühmte Stroße über den Gotthardtpaß, die in alten Zeiten den Durchgangsverkehr von Deutschland nach Italien vermittelte. Die Gegend hat hier schon südländischen Charakter. Im malerischen Kranz der Berge, die von Ruinen getrönt werden, liegt Bellinzona am Ufer des Ticino, der hier seinen Weg in die lombardische Tiefebene nimmt. Die Stadt selber hat ganz das Aussehen der typischen Kleinen italienischen Provinzstadt mit hohen, engen Gaffen, verwitterten Palästen und einer schönen alten Kirche. Die Reisenden kannten den kleinen Ort als Ausgangsstation für Ausflüge nach Locarno und dem Gardasee, aber zu den eigentlichen„ Sehenswürdigkeiten" gehörte das Städtchen nicht. erreicht, daß auch dem Motoryacht- Club vom Kaiser die Erlaubnis gegeben wurde, sich„ kaiserlich" zu nennen und im Stander die Kaiserfrone zu führen. Die nach der Revolution vorgenommene Umwandlung von Namen und Stander war nur eine Rückkehr zu dem ursprünglichen Zustand, denn als schlichter Motoryacht- Club mit dem bescheidenen Stern im Stander hatte man angefangen. In der wiederholten Aenderung des Namens und des Standers spiegelt fich ein Stüd Geschichte wider, Geschichte nicht nur des Motoryacht Clubs. Ach ja, wir sind tolerant geworden, sehr tolerant, wir deutschen„ Republikaner"! Die Hauszinssteuer. 400 Proz. der staatlichen Grundsteuer. Der blutige Zusammenstoß in Budow zwischen völlischen und kommunistischen Jugendwanderern hat bereits zwei Menschen leben gefoflet. Der Zustand eines schwer verwundeten jungen Kommunisten soll besorgniserregend sein. Wieviele mit leichten Verletzungen davongefommen find, ist noch nicht befannt geworMan tönnte jagen: Wer Wind fät, erntet Sturm. Es ist vollständig zwecklos, eine Feststellung zu versuchen, welche von den beiden Gruppen der Jugendlichen in diesem Falle die größere Schuld trägt. Die Erwachsenen innerhalb dieser beiden politischen Richtungen trifft in gleicher Weise die Berantwortung für die Erzeffe ger jungen Menschen. Denn nur ihrer menschenfeindlichen Hezze ist es zuzuschreiben, daß die Jugend, anstatt sich für die ihrer Das Städtische Zentralamt für Wohnungswesen teilt mit: Die im Leben harrenden Aufgaben vorzubereiten, sich nicht nur für bereits durch den amtlichen Preußischen Pressedienst ihrem Inhalt befugt hält,„ aftiv" in das politische Leben einzugreifen, sondern auch nach bekanntgegebene Anordnung des Preußischen Ministers für - was noch schlimmer ist glaubt, mit Fäusten, Knüppeln, Bolkswohlfahrt über die Umlegung der Hauszinssteuer wird am Mittwoch, den 23. April, in einer Sonderausgabe Mir fällt bei diesem Punt mancherlei auf: So ernft auch die Messern und Pistolen bei jeder Gelegenheit die politischen Meides Gemeindeblattes veröffentlicht und tritt mit dem Antre euncen cenommen werden müßen, die auf eine Bernungsverschiedenheiten austragen zu dürfen. Es ist aber nicht Tage diefer Beröffentlichung in Kraft. Es wird be fänderung des Achtstundentnees in Deutschland hinzielen, fo ist abzusehen, woh n es führen muß, wenn felbft an fonn lichen fonders darauf hingewiesen, daß die Mieter nicht einen bestimmten on Foch in Deutschland elbst und ganz besonders im Ausland Ausflügen und Wanderungen, die mit politischen Kämpfen nichts Hundertsatz der Friedensmiete, fondern einen Anteil an der Hausfucht die Größe der Gefahr zu übertreiben. Bei der letzten zu tun haben, die politisch extreme Jugend gegenseitig fich anzinssteuer zu zahlen haben, der dem Verhältnis ihrer Friedensmiete Normalt nosroislikuma börten mir, wie Leipart die Gründe rempelt und sich blutige Schlachten Refert. Das würde zur Folge zur Gesamt- Friedensmiete des Hauses entspricht. Die Hauszinscuinandersetzte, die ihn nicht nur hoffen ließen. Das Prinzip des haben, daß die Wandervögel in Zukunft nicht nur mit Rudsad fteuer beträgt nicht, wie vielfach angenommen wird, allgemein timdentares aufrechterhalten zu können, das in vielen und Klampfen, sondern auch mit Totschlägern, Gummifnüppeln 16 Proz. der Friedensmiete, sondern 400 Proz. der staat. Sotivvertränen veranker: ift.' ondern auch eine Berminderung der und Klampfen, sondern auch mit Totschlägern, Gummifnüppeln Uftunden zu erreichen. Die Arbeiter erflärten, wie sehr fie und Feuerwaffen Meffer trägt man ja ohnehin zum Brot lichen Grundsteuer. schneiden bei sich sich auf Fahrten begeben werden. Und da die Schutzpolizei nicht auch an allen märkischen Geen und Wäldern Wache halten kann, so würden die blutigen Zusammenföße mit Bache halten kann, so würden die blutigen Zusammenf.öße mit tödlichem Ausgang zur Alltäglichkeit werden. So wird es zur unbedingten Notwendigkeit, daß Eltern und Erzieher die Jugend aufs entschiedenste vor Exzessen jeglicher Art warnen, und daß die wüchse beim Wandern Protest erhebt. Es ist zu hoffen, daß der wandernde Jugend selbst in ihren Bünden energisch gegen die Aus: blutige Zusammenstoß in Buckow die Extremen aller Richtungen zur Besinnung führt. init einer Wiedererifarkung der deutschen Gewerkschaften redme'en, damit diese Hoffnung verwirklicht werden könnte. Es Es idein mir jedoch auf jeden Fall notwendig. genaue Statistiken auf zustellen, die auf Grund unparteiifaer Untersuchungen den augen blicklichen Stand der Frage sicher angeben. Man fennt sie noch zu menig: Andererseits erscheint es mir zweifelhaft. ob die Verlängerung der Arbeitszeit die Vermehrung der Broduktion sichert, die die deu sae Regierung zur Bezahlung der Reparationen für notwendig häft. Die Arbeitervertreter haben gegen die Tatsache schärfsten Brotest erhoben, dok die Arbeiterklasse ollein die Kosten und Lasten Der ausgiebigeren Produktion tragen solle. Aber was mir heute besonders schwerwiegend erscheint, das sind die Anstrengungen, die man in der Metallindustrie macht, um endaültig das System der drei Ach stundenschichten durch das non zwei Zwölf stundenschichten zu ersehen. Das Gelingen dieses Manes würde einen solchen Schleg gegen das Prinzip des Acht Stundentages bedeuten, daß die Felgen äußerst gefährlich werden könnten. Ich füae hinzu, daß ein Angriff in diesem Bunft mir um so bedauernswerter erscheinen würde, als cerade im selben ugenblick in den Bereinigten Staaten fast die gesamte metallindustrie die Einführung des Systems der drei Achtstunden schichten beichlossen hat. Die deutschen Gewerkschaften werden sich uf die es Beispiel ftützen tönnen und fa die außerordentlich große Gefahr zu beschwören vermöcen, die von dieser Seite dem " Rum Schluß wies Thomas darauf hin, daß die letzte Verwaltunasrotsfiguma neiracen war von dem Geiste einer volltomme. nen Versöhnlichkeit er fagte:„ Man hat im Ber trauen gearbeitet und zum Beiten der Interessen eines jeden. So nn's man ohne die geringsten Schwierigkeiten sich über die Lösung efenders delifater Fragen, wie über die eventuelle Vertretung des Saargebiets in der Arbeitsorganisation, jeh: gut einig merden. Und das ist für die Zukunft der internationalen Zu fammenarbeit eine gute Borbedeutung." Wiener Ofterschwindel. Das„ Neue Wiener Journal" hot zum Aufputz seiner Ofter. nummer behauptet, daß Genosse Dr. Otto Bauer in der deutsch österreichischen Sozialdemokratie faltgcj.ut worden fei, weil er bei Verhandlungen mit dem Bundeskanzler Dr. Seipel Entgegenkommen gezeigt habe, chr dafür ausreichende Gegenleistungen zu erhalten. Ein besonderes Parteigericht soll, nach dem„ N. W. J.", Bauer ver urteilt haben, und noch weiterer Sensationsschmuck war aufgeboten Wir erhalten hierzu folgende Meldung: " Wien, 22. April.( Eigener Drahtbericht.) Die Arteiler- Zeitung" antwortet heute auf die Behauptungen des„ Neuen Wiener Journal", indem sie diese Behauptungen als vom Anfang bis zum Ende erlagen erflärt. Die Arbeiter- Zeitung" fügt hinzu, daß weber ein„ Parteirat" abgehalten wurde, noch irgendeine andere Barte instanz irgend etwas über oder gegen Dito Bauer beschlossen hot. Otto Bauer ist, wie das sezia demokratische Zentralorgan beIcnt, noch wie vor zweiter Vorsitzender der Partei, und wenn er mit der Regierung verhandelt se geschieht das durchaus und wie früher im Einverständnis mit den zuständigen Parteiinſtanzen. " 27 Man wird wieder„ kaiserlich"! Ein aus der Rumpelfammer zurüdgeholter Klubtitel. Nach der Revolution haben wir Republikaner über jene Leute gelacht, die ungeachtet des Zusammenbruchs der Monarchie zunächst nicht davon lassen wollten, ihren mehr oder minder flangvollen Titeln immer noch die erledigten Bezeichnungen kaiserlich, öniglich"," großherzoglich" usw. beizufügen. Wer hätte damals sich träumen lassen, daß fünf Jahre nachher ein ehemals Kaiserlicher" es fertig bringen fönnte, die in der Revolutionszeit abgelegte Kaiserlichkeit wieder hervorzuholen und aufs neue mit ihr feinen Titel zu schmücken, wie wenn nicht die Monarchie, sondern die Republik erledigt wäre! Der Motoryacht Club von Deutschland" ist es, der sich jetzt dieses dreifte Stüdlein leiftet derfelbe Club, der sehr bald nach der Revolution aus feinem damaligen Namen„ Kaiserlicher Motoryacht- Club" das Wort„ Kaiserlich" wegstrich. Daß er nunmehr die Zeit für gekommen hält, den vor fünf Jahren in die Rumpelfammer geworfenen Titel wieder herauszuframen, ersehen wir aus der Yacht", einer Zeitschrift für Wassersport, die in Nr. 14 auf Seite 349 in den Amiliaen Bekanntmachungen des Deutschen Motoryacht Verbandes die folgende scheinbar harmlose Mitteilung bringt:„ Die crdentliche Mitgliederversammlung vom 22. März hat einstimmig beschlossen, daß alle Boote über 6 Meter Länge die Hed flagge des Deutschen Motoryacht- Verbandes zu führen haben. Als Stander führt der Club den Stander mit der Kaiserfrone im linten oberen Felde." Darüber steht Motoryacht Club von Deutsch I and( Kaiserl. Motoryacht. Club)". und daneben fahen wir eine Abbildung des Standers, der dreieckigen Flagge, die noch in Nr. 13 einen fimplen Stern zeigte, aber jgt in Nr. 14 die Kaiserfrone zeigt. Schon vor einiger Zeit hatt man in dem Club den ersten Schritt zur Wiederherstellung des früheren Clubnamens getan, indem man dem Namen„ Motoryacht- Club von Deutschland" den Zufaz früher Keiserl. Motornacht- Club" in Klammern anhänate. Jetzt aber wird der zweite Schritt getan und das Börtchen früher" weggelassen. Nun fehit nur noch der dritte Schritt, daß man tie einstweilen in Klammern beigefügte Bezeichnung„ Kaisert. Motoryacht- Club" zur Hauptfache macht und da Motoryacht- Club von Deutschland" streicht. Armer Clubpräsident Aschenborn, der du nach der Revolution aus deinem Kaiserl. Motoryacht Club" ent rüstet aussch ebest, weil er damals, unbekümmert um deinen Einspruch, die Kaiserlichkeit" abzulegen beschloß. Auch du hättest dir die schnöde perleugnete Raiserlichkeit" in dem wohl nicht träumen lassen, daß man fo bald dazu gelangen fönnie, Clubnamen wiederherzustellen. Bizeadmiral Aschenborn hatte als Clubpräfitent, ang pornt durch das Barbild des Railer. Automobil Tlubs", mit him Bemühen erstrebt und glücklich " " " Die polnische Gesandtschat in Berlin fieht fich veranlaßt, die Deffentlichkeit vor einem Betrüger und hochtapler zu marnen, melcher sich als der, der polnischen Gesandtschaft zugeteilte Legationsrat Dr. Barneß ausgibt und seit längerer Zeit in Berlin fein Unwesen treibt. Der Genannte ist nie und in feiner Form in polnischen Staatsdiensten beschäftigt merksamkeit der zuständigen Instanzen ist auf dieses Individuum gewesen; er ist nicht zu verwechseln mit dem Breffeattaché der polnischen Geſandſchaft in Wien, Herrn Dr. Barneß. Die Aufbereits gelenkt worden. Die Borschriften über die staatliche Prüfung von Wohlfahrtspflegerinnen find durch einen neuen Erlaß des Ministers tür Bolkswohlfahrt dabin, abgeändert, daß der einjährige Beiuch einer staatlichen oder staatlich anerkannten liche Berufsvorbildung für das Hauptfach GesundheitsSäuglingspflegefoule als ausreichende fach fürforge" anerkannt wird. Voraussetzung bierfür ist, wie der Amtliche Preußische Presiedienst schreibt, der Nachweis, daß die Be werberinnen während dieses Jahres ein festgefestes Maß von braktischen und theoretischen Renntnissen in der Säuglingsfürforge erlangt haben. In Weißenfee fand gestern eine öffentliche Wählerver fammlung statt, in der Genoffe Horlik an Hand von Lichtbildern die Entwicklung und die Tätigkeit der Partei bis zum letzten Reichstag schilderte. Er zeigte in Wort und Bid die grauenerregenden Vermüstungen des Weitfrieges und die schädlichen Wirhungen der Inflation, die den Armen das letzte genommen und dem Reichen die Schränie gefüllt hat. Wenn die Sozialdemokratie als Bartei der Proletarier ihre Forderungen und Ziele nicht durchdrücken fonnte, wie sie wollte, so lag es an denen, die damals mitha fen, dem Reichstag eine bürgerliche Mehrheit zu geben. Wer 1920 diese Schuld auf sich geladen hat, der mache sie wieder qut und wähle am 4. Mai sozialdemokratisch. Reicher Beifall lohnte die Ausführungen des Vortragenden und ohne Distuffion fonnte die Versammlung geschlossen werden. Die erfte Ameritafahrt des„ Columbus". Der Lloyd- Dampfer Columbus", gegenwärtig das arößte Schiff der deutsch Handelsflotte, iſt Dienstag mittaa 14 Uhr vom Hoherweg- Leuchtturm über Southampton nach New York abgefahren. ist Der neue Luftverkehrsdienst Kopenhagen- Hamburg- Rotterdam am heutigen Tage eröffnet worden. Groß- Berliner Parteinachrichten. 5. Kreis. Friedrichshain. Bildungskommission, Donnerstag. 6 Uhr abends. 36. 34. Abteilung Schulaula, Hohenloheftr. 10. 22 u. 38. Abteilung: Schmidts Gefellichaftshaus Frutitr. 36a. 35. 11. 36. Abteilung: Ehemalige Germania Brauerei Frantsuiter Allee. 10. Abt. Die Mitgliederversammluna am 23. fällt aus. Die Funktionär versammlung findet am Sonnabend, 7, Uhr, bei Trümper, Flensburger Gtr 3, ftatt. 23. Abt. Donnerstag, den 24 April, 7 Uhr: Schulaula, Millerstr. 48: Mitgliederverfammling mit Gästen Vortrag. 39. Abt. Seute. 7 Uhr, Juristische Sprechstunde. Sindenste 3: Mitglieder. veriammlung. Bortrag des Gen. Litke.-6 Uhr: Hunttionärkung. 108. bt. Röpenid. Heure. Mittwoch, abends 7 Uhr: Funktionärsigung im JugendSunglozialtiten. Die Gruppen werden ersucht, sofort Flugblätter und Handzettel heim, Grünaner Str. 5, Rimmer 4. vom Büro, Lindenstr, 3, 2. Hof, 2 Trp, Zimmer 11, abzuholen und zu verteilen. Bei den letzten 2shnverhandlungen ist von den Arbeit| in einzelnen Orten die Nachfrage nach Maurern usw. geradezu Gewerkschaftsbewegung gebern die Forderung auf Bewilligung des Friedensnominallohnes explosio, so daß bereits ein empfindlicher Mangel an diesen SpezialArbeiter, seht euch eure Führer an! Diesen von den Kommunisten so oft gesprochenen Worten ift ur bejzupflichten. Sie haben ihre besondere Bedeutung, wenn man Personen vor sich hot, die sich als die arbeiterfreundlichsten Menschen gebärden, deren Vergangenheit aber recht dunkel und zweifelhaft erscheint. Eine solche Person ist Herr Joseph Baumann, wohlbestallter brandenburgischer Gauleiter des neugegründeten tommunistischen Verbandes der Land- und Waldarbeiter". Was die'er Mann hinter sich hat, muß das Licht der Beit scheuen! Einen interessanten Einblid in dieses Dunkel gewinnen wir durch einen Artifel, der im Organ des Allgemeinen Schweizerbundes vom Geptember 1911 zu finden ist. Wir lesen hier: 17 In Nr. 33 vom 12. August lese ich den Artikel über deutsche Berufsgenossen. Ich staunte, daß schon wieder ein neuer Verein gegründet werben follie, mußte aber nicht, mer da die Finger im Spiel haben follte, bis der Bundesvorsitzende Camenzind zu unserer Berlammlung am 21. August tam. In seinem Vortrag fam auch das Thema Drganisation vor, und da hörte ich den Namen Ignaz Bofeph Baumann. Es durchzudte sofort meine Glieder. Ich er innerte mich an den Kautionsschwindel im August 1907. 39 mar in Börin bei Wurzen und wollte zum 1. Oftober meine Stelle aufgeben. Ich lefe in der Blauenfchen Zeitung" ungefähr folgende Annonce: Oberschweizer- Gesuch. Nach Böhmen wird ein tüchtiger Oberschweizer gesucht, bei einem Bichbestand von 150 Michfühen und dementsprechenden Jungvieh. Gebalt pro Kopf 38 M. und Dier fette Schweine Solche, die im Ein- und Berlauf erfahren find, werden bevorzugt. Zeugnisabschriften nebst Lebenslauf zu richten unter Nr. 100 poftlagernd Dresten- N." Ich bewarb mich fofort um diese Stelle, fchickte das Gewünschte unter dieser Nummer ein und erhielt darauf den Kontraft nebst einer Mitteilung, unterzeichnet Schmidt, Güterdirektor auf Cöthen, Kreis Jungbunziau in Böhmen. Er teilte mir mut, daß er gegenwärtig in Dresser zur Erholung wohne und ich nach dem Hctel„ Stadt Altenburg", Dresden Neustadt, zur Abmachung tommen sollte. 1000 m. müßten Raution gestellt werden, und zwar 500 M. fofort beim Unterschreiben bes Rontratts. Ich sage euch, Kollegen, der Rontraft war jo aus. so gefertigt, daß nichts zu bezweifeln war. Zu meiner Sicherheit jedech fuhr ich nach Wurzen und gab folgendes Telegramm auf: An die Güterverwaltung Cöthen, Kreis Jungbungiau in Böhmen. Wie heißt dort der Güterbirefior? Wird dort zum 1. Oftober ein Obe' chweizer gesucht?" Die Depesche tam unbefb: lbar" zurüid, tein Cöthen im ganzen Kreis Jungbunzlau. Nun war der Schwindel aufgedeci ch fuhr aber trok allem nach Dresden zur bestimmten Beit, um ibn felbft beim Stragen zu faffen. Aber leider, eine Stunde Dor meiner Ankunft wurde er schon verhaftet, und ich mußte sofort auf tie Striminalpolizei am Birnai chen Biaz tommen, und da erfuhr ich, wer ter Güterdirektor war Er entpuppte sich als der Shweizer Ignaz Joseph Baumann aus Württemberg. Tags zuvor hatte er schon 300 m. erschwindelt; er faufte sich einen goldenen Klemmer, Glacéhandschuhe und Mantel, um einen Güterdirektor wirklich vorzustellen. Gleich nach feiner Bezhaftung lief noch ein Geldbrief mit 1200 Kronen von einem Kollegen aus Böhmen ein. Die Polizei hatte aber fajon sämtliche Postfachen beschlagnahmi, so daß sie nicht mehr in feine Hände kamen. Auf der Kriminalpolizei wurde er vorgeführt und mir gegenübergestellt. Auf die Frage des Kriminalteamten, ob er mich fenne, erwiderte er:„ Mein". Saben Sie an einen Haas in Börin- Burzen geschrieben?"" Ja", sagte er. Ich wollte ihm bis hand reichen, aber nicht etwa zum Gruße, nein, an die Bade, aber der Beamte verhinderte es. Er wurde dann sofort wieder hinter schwedische Gardinen geführt, wo er herfam. Also, dies ist der Ignaz Joseph Baumann, der einen Berband gründen und die Beiträge gleich für ein ganzes Jahr einrafficren mill. Derjenige Kollege, ter so einen Unternehmer Blouben fchentt, erscheint mir nicht zurechnungsfähig. Also noch mols, Rollegen, ich marne euch. Joseph Haas, Mitgl. 68. Den unter der Maste eines Güterbirektors Schmidt arbeiten den Jofeph Baumann lernen wir durch diese Darstellung als einen der ausgefcimteffen und rüdsichtstofeflen Schwindler fennen. Er enthüllt sich uns als ein Mensch, dem es gleichgültig war, ob Menschen und Familienglück zerstört wurde, wenn hierbei nur feine Begierde noch prohenhaftem Auftreten und dem Mammon geflillt werben fonnte. Ein solcher Mensch nimmt sich heute die Frechhelt heraus, fich als Landarbeiterführer aufzuspielen und Bersonen als Berräter zu verdächtigen, die schon zu einer Zeit für das Vandproletariat arbeiteten, als Baumann noch der Güterdirektor Schmidt war. Es machte ihm auch nichts aus, sich 1923 auf dem tommunistischen Landarbeiterkongreß in Mostau als Bertreter der revolutionären Landarbeiter Deutschlands fetern zu laffen und hierbei zu erklären, die Landarbeiter ständen geschlossen hinter ihm. Es sei allen Landarbeitern überlassen, über diese Art von Arbeiter. führern ihr Urteil zu fällen. Tariffragen der Töpfer. In einer Töpferversammlung sprach gestern abend Remniß pom Baugewerfsbund über den Stand der Manteltarifverhandlungen. Nachem der alte Tarif am 1. Oftober vorigen Jahres abgelaufen war, behalf man sich zunächst mit der Berlängerung von Monat zu Monat. Die Berhandlungen über einen Neuabschluß gehen nur langsam vor sich, doch kann festgestellt werden, daß es gelungen ist, das Alte zu halten und baneben noch wesentliche Ber befferungen zu erreichen. So foll der neue Tarif nicht nur für Berlin, fondern auch für die Provinz Brandenburg Geltung haben, was für die Freizügigkeit der Arbeitnehmer von Borteil ist. Die Arbeiter in den vielen handwerksmäßig betriebenen Werkstätten der Provinz werden in Zukunft die Vorteile eines Tarifs haben. Bei der Festsetzung der Arbeitszeit wollten einige Arbeitgeber burchaus dem Zuge der Zeit" folgen und eine längere als die achtstündige Tagesarbeit festgelegt missen. Sie meinten, daß es den Bauunternehmern gelingen werde, die anderen Bauberuf'er zu einer längeren Arbeitszeit zu verpflichten, und fonnten sich nicht mit dem Gebanten befreunden, daß dann die Töpfer des Abends als erste die Baustelle verlassen würden. Der Verhandlungsfommission der Töpfer gelang es aber, die Arbeitgeber davon zu überzeugen, daß der seit 1887 bestehende Achtstundentag nicht gut auf Wunsch der Töpfermeister abgebaut werden könne. Er gelang ferner noch durchzusehen, daß der neue Tarif nach seinem Abschluß nur für Mitglieder der Vertragsparteien Gültigkeit haben soll. AusDerliner Elektriker- schneiden! Genossenschaft angeschl, dem Verb, sozialer Baubetriebe Berlin N24, Elsässer Str. 86-88 Fernsprecher: Norden 1198 Herstellung elektr. Licht-, Kraftund Signalanlagen Verkauf aller elektrischer Bedarfsartikel Ausführung sämtl. Reparaturen • Preiswerte, gediegene Arbeit. 0000000 nah- Twist Sternzwirne, garne Sosenträger, Gummiband, Kämme, Gentel u. f. Rurzwaren, weit unter Tagespreis. $ dusler, Beuthstraße 15. Mertur 6889 von 1 M. abgelehnt worden. Sie wollten lediglich den bestehenden Stundenlohn von 75 Bf. auf 85 Pf. erhöhen. Die Lohnfommission fonnte dem nicht zustimmen, sondern überließ die Entscheid ag der Bersammlung. Diese bezeichnete den Lohn von 85 Pf. als zu niedrig und beauftragte die Kommiffion, in sofortigen Verhandlungen eine Berbefferung diefes Saßes durchzudrücken. Achtung! Mitglieder des Bau- Gewerksbundes! Unter Bezugnahme der Notiz der Roten Fahne" vom 23. April 1924 an alle Bauarbeiter Groß- Berlins", unterzeichnet die Zentralbund", haben wir mitzuteilen, daß wir mit diesem Aufruf nichts ftreitleitung", gezeichnet u. a von Willi Schwarz, Baugewerkszu tun haben. Es sei noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, daß vom Baugemertsbund fein Streitbeschluß vorliegt. Sämtliche Kollegen des Baugemertsbundes haben nur die von ihrer Drisverwaltung herausgegebenen Weisungen zu befolgen. Der Vorstand. Keine Arbeitsaufnahme in den Werften. Hamburg, 23. April.( WTB.) Gemäß den Beschlüssen der gestrigen Werftarbeiterversammlung, welche die Fortführung bes Streifs beschloß, find heute früh an den Abfahristellen am Safen und bei den Werfen auf dem anderen Ufer verstärkte Streif. poften aufgestellt worden, die den Berkehr nach den Werften fontrollieren, Sur Arbeit ist nur ein sehr geringer Bruchteil der Arbeiterschaft erschienen, schäzurgsweise bei der Werft Blohm u. Bok 500, tei den Werften Reiherstieg und Bulkan je 100 Mann. Auch Polizei ist in verstärktem Aufgebot am Hafen erschienen. Zu Ruheftörungen ist es bisher nicht gefommen, Norwegen schließt sich an Moskau nicht an. Der letzte im Jahre 1923 abgehaltene norwegische Gewerf fchaftstongreß beschloß bekanntlich, unter den Mitgliedern eine Ur abstimmung über die Frage des Anschluffes an Mostau einzuleiten. Diese Abstimmung ist nunmehr beendigt, und der Mehr heitsantrag des Borstandes des Gewerkschaftsbundes, sich der Roten Gewerkschaftsinternationale nicht anzuschließen, sondern nur die freundschaftlichen Beziehungen mit dieser Internationale aufrecht zuerhalten, wurde mit 15 602 gegen 7504 Stimmen, die für den Anschluß abgegeben wurden, angenommen. im Nach dem Beschluß des Gewerkschaftstongresses hätte diese Abftimmung schon vor dem 1. Oftober 1923 ftattfinden sollen. Die Berzögerung ist dadurch entstanden, daß es nicht möglich war, von der RG3 Angaben über die Zahl der angeschlossenen Landeszentralen, Mitglieder, die durch einen Anschluß dem Gewertschaftsbund entstehenden finanziellen Berpflichtungen usw. zu erhalten. Erst im Januar 1924 lief die Antwort der RGI. auf das Schreiben vom 23. Auguft 1923 des norwegischen Vorstandes ein. In dem Antwort schreiben der RGI. wird die Berzögerung mit den unruhigen Berhältnissen in. Deutschland entschuldigt, die die ganze Aufmerksamkeit der Erefutive beanspruchte. Die Zahl der der RG3. angeschlossenen Mitglieder wird mit 12 Millionen ange geben, darunter Italien, das nie angeschlossen war, mit 3 Mil lionen und Norwegen, d. h. das Land, das um Angaben wegen eines eventuellen Anschlusses erfuchte, mit 116 000 Mitgliedern. Es ist zu verstehen, daß diese Angaben den Norwegern das richtige Berständnis für die Zuverlässigkeit der übrigen im Schreiben gemachten Angaben gab. Da der norwegische Gemertschaftsbund bekanntlich zirfa 86 000 Mitglieder umfaßt, scheint das Intereffe für diese Frage nicht gar zu groß gewesen zu sein. Gegenseitige Arbeitslosenfürsorge mit Oesterreich. Die österreichische Regierung hat mit der Regierung des Deutfchen Reiches ein Gegenseitigkeitsübereinkommen getroffen, wo nach sowohl die in Deutschland lebenden Defterreicher, fofern sie arbeitslos geworben find, als auch die in Desterreich lebenden erwerbslofen Reichsbentfchen, falls die in Betracht kommenden gefeßlichen Bedingungen erfüllt find, den geiezlichen Anspruch auf die itaatliche Arbeitslosenunterfügung haben. Das Abkommen ist am 3. d. 3 in Araft getreten. Bettwäschehof Gewerbehygiene. arbeitern eingetreten ist. Der Bedarf an Facharbeitern wird auf eine lebhafte induftrielle Bautätigkeit zurüdgeführt. Man nimmt an, daß es sich um die Ausführung von Bauprogrammen handelt, die der Rationalifierung der Arbeit und der Verbesserung der Produktionsmethoden dienen. Außerdem wirken die besonderen Verhältnisse im Rheinlande günstig auf einzelne Produktionszweige ein. So haben 3. B. die Schwierigkeiten, denen die Verfpachtung auf der Regiebahn ausgefeßt ist, der Automobilindustrie einen nicht unerheblichen Antrieb gegeben. Fabriken, die Autolaftwagen herstellen, find im Geschäftslage an die Konkurrenzfähigkeit der Werke im allgemeinen gut beschäftigt. Im allgemeinen stellt das Ende der Inflation und die ungünstige belegten Gebiet besondere Ansprüche. In vielen Fällen zeigt es fich, daß die Werke diesen Wettbewerb nur unter Anspannung aller Mittel aushalten können. Hier rächen sich die Inflationsfünden, und es ist unschwer zu unterscheiden, wo die Werke ihre Inflations. gewinne zur Verbesserung der Produktionsmethoden, z. B. Anschaffung moderner Maschinen, benutzt haben und wo die Gewinne nicht der Produktion zugute gekommen find. Frankschwankungen und Saargebiet. Die Schwankungen des französischen Frant haben das wirtschaftliche Leben im Saargebiet zweimal heftigsten Erschütterungen ausgesezt. Als vor gut Jahren die Minderung der französischen Währung um 30 Proz. einsetzte, war im Saarrevier die Umstellung auf den Frant allgemein. Nuhnießer der fintenden Währung wurde insbesondere der Großhandel. Er stellte seine Kallulation auf Edeloaluta, besonders auf Dollar, und dedie sich in Frankreich angesichts der billigeren Preise gut ein. Die Laft der Frankbaisse trug der Kleinhandel und die Arbeiterschaft, für die der Frank von diesem Jahr immer gleich dem Frank im vorigen Jahr blieb. Go bezahlte im Saarrevier jeder, der französische Werte in der Hand hielt, eine oft nicht unbeträchtliche Inflationssteuer. Auch die eintretende Frank hausse brachte teine Erleichterung für die verbrauchenden Schichten. Wohl mußte der Großhandel, der auf großen, meistens treditierten Warenvorräten. feftfaß, Breis abschläge vornehmen, weil er Geld zur Dedung seiner spekulativen Berpflichtungen brauchte. Doch wurde die Preisbildung im Einzelhandel wenig davon berührt, da die Preise dem sich bessernden Frankfurs nur zögernd folgten. Während also zur Zeit des Franksturzes der Großhandel die Gewinne einftrich, ist jetzt vor. läufig der Detailhandel im Vorteil. Das Saarrepier ist das älteste Industriegebiet Deutschlands. Tausend Fäden verbinden es auch jezt noch mit dem großen Verbrauchergebiet der deutschen Wirtschaft. Die Frank bewegung hat diese Beziehungen nicht erheblich beeinflußt. Als der Frant seinen tiefsten Stand erreichte, wurde die Goldmark mit 6-7 Frant bewertet. Die Folge war deutsche Nachfrage nach Frankware, die der Saarindustrie gerade wie der französischen nicht unbedeutenden Antrieb gab. So nahm u. a. die Eisen- und Stahlerzeugung Erweiterungen vor. Das Bild hat sich nun geändert. Die Goldmart gilt fnapp 4 Frant. Dieser Kurs dämmite nicht nur die deutsche Nachfrage ein, sondern führte auch zur KaufIust im Saarrevier für deutsche Fabrikate ständlich sind die Rückwirkungen auf den Arbeitsmarkt nicht günstig. Bielfach ergab sich bereits die Notwendigkeit, die Erzeugung einzuschränken, so daß der Wunsch nach einer mäßigen Inflation in Kreisen der Industrie und der Exporteure begreiflich ist. Selbftner ,, Industrie- und Handelskammern." Die Handelskammern haben durch Verordnung vom 1. April 1924 den Namen Industrie. und Handelskammern" befommen. Austunfiserteilung für den Handel mit dem Auslande. Das Reichswirtschaftsministerium erteilt auf Ansuchen inländischer Han delstammern, Bereinen, Berbände und Interessenten schriftliche Aus. fünfte in Angelegenheiten des Zoll-. Steuer und Abgabenwesens des Auslandes, insbesondere über die Zollbehandlung von Waren, die 8clliarifierung, Abfertigungsgebühren und dergleichen, sowie über die Ein, Aus- und Durchfuhrverbote und beschrän fungen. Die Auskünfte sind mit Rücksicht auf die allerorten in regem Fluß befindliche Gefeßgebung unverbindlich. Es wird vorläufig und bis zur allgemeinen Regelung der Frage der Erhebung von Ber maltungsgebühren als Entschädigung für die erwachsenen UnAuskunft erhoben. Nur schriftliche Anfragen find zu richten an das fosten eine Vergütung von fosten eine Vergütung von 1 bis 3 M. je nach Umfang der einzelnen Reichswirtschaftsministerium( 3ollbureau) in Berlin W. 10, BiktoriaIn der Sammlung Göschen( Berlag Walter de Grunier u. Co., Berlin . 10) ist als Band 350 eine Uebersicht über das Gebiet der Gewerbehygiene von Dr. med. Sans Bette erschienen. Preis 1,25 m. 2. Abschnitt die ber besonderen Industriezweige; in einem furzen 3. Abschnitt Sm 1. Abfonitt wird die Gewerbehngiene im allgemeinen dargestellt, im pertritt ber Berfaffer feine Auffassungen über Gewerbehygiene und Boltswohl. fahrt. Der Sachlichkeit der Darstellung, die im allgemeinen zu verzeichnen ist. find einzelne Ausführungen nicht bienlich. Beispielsweise ist im 3. Abstraße 34. schnitt folgender Satz zu finden: Der hohe Berdienft der Jugendlichen, der in fehr vielen Fällen für überflüffigen Buk. Sigaretten und den Besuch von Bergnügungsorten ausgegeben mirb, fann gut angelegt werden, wenn durch freiwillige Spareinlagen eine Raffe für Möbelanfchaffung zur Ausstattung eines eigenen Seims gegründet wird." Dazu fei bemerkt, daß zu ber Zeit, wo der Verdienst der Jugendlichen beffer war, infolge ber Inflation teine Ersparniffe gemacht werden tonnten, jekt aber, wo folche möglich wä n, der Verdienst der Jugenblichen nur sehr gering ift und Ersparniffe taum zuläßt. Den frappen Ausführungen über Arbeitsintensität, Arbeitsbauer und gefeg. liche Regelung wurde ber Sah angehängt: Die Gefahr des einheitlich durch geführten Achtſtundentages liegt in der Berkennung des Umftanbes, bag ber Achtfunbentag aus dem Gebiet bes Arbeiterschußes herausgenommen wird und su parteipolitischen Aweden als Schlagwort benugt wurde. Das Inhalts und das Schlagwortverzeichnis erleichtern die Benugung des Schriftchens für die Angehörigen der einzelnen Berufe. Ein ausführliches Literaturverzeichnis gibt die Quellen zu befonderen Informationen an. Gewert fchaftsfunktionären und Betriebsräten leistet das Schriftchen gute Dienste. e. Bagen- und Rarofferie- Branche. Bersammlung aller Angeftellten am Donnerstag abend, 7%, Uhr, in Haberlands Festfälen, Neue Friedrichstraße 35. 3. A: Deutscher Bertmeister- Berband. Wirtschaft Micumverträge und Arbeitsmarkt. der Die Arbeitsämter im befeßten Gebiet wiffen von einer zu nehmenden Nachfrage nach Arbeitskräften zu berichten. Die günstigere Wendung datiert seit Erneuerung Micumberträge, und zwar unterscheidet sich die Nachfrage nach Arbeitsfräften im belegten Gebiet mesentlich von der im unbefeßten Teile Deutschlands. Im unbesetzten Gebiet sind es besonders die Berbrauchsindustrien, die einen erhöhten Beschäftigungsgrad aufzumeisen haben. Im Rheinland und in Westfalen tritt dagegen mehr ein Bedarf an Bauarbeitern, Monteuren usw. hervor. So ist de Aufbewahren! Spezialverkauf von Bettwäsche. Nur prima Ware, enorm billige Preise Kein Laden! Münzstraße 2, 1. Hof, parterre rechts Strickjacketts, Strandjacken, Sportwesten, Sportjacken aus reiner Wolle in allen Farben, sowie Blusen kaufen Sie am besten und billigsten direkt vom Fabrikanten Wiederverkäufer u. 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Unter den von Rußland an Aus länder gewährten Ronzeffionen stehen die Deutschen an erster Stelle. Im ganzen wurden 16 Ronzeffionsverträge, und zwar im reiche der Landwirtschaft, der Industrie und des Eisenbahnwesens, mit deutschen Firmen abgeschlossen. Die amerikanische Roheisenerzeugung im Jahre 1923 erreichte mit 40 361 146 Tons einen neuen Höchst si and, der sogar über die erhöhte Produktion einzelner Kriegsjahre hinausgeht. Die Pro buftion von 1922 belief sich demgegenüber auf nur 27 219 904 Tons, die Höchstproduktion während des Krieges( 1916) auf 39 434 797 Tons. Bon der Roheisenerzeugung des letzten Jahres wurden nach den Angaben des amerikanischen Eisen- und Stahltrusts 29 838 680 Tons( 74 Proz.) von den Erzeugern in eigenen Betrieben weiter verbraucht und 10 522 466 Tons( 26 Broz.) an anderweitige Konsu menten abgegeben; für 1922 mar das entsprechende 76,2 Proz. bam. 23,8 Proz. Am 30. Juni waren von insgesamt 432: 355 Hochöfen in Betrieb, am 31. Dezember des gleichen Jahres jedoch nur mehr 239 oder 55,4 Proz. gegen 58 Proz. zu Ende des 1922. Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton: Dr. John Schilowski; Lokales und Sonstiges: Frig Karstädt; Anzeigen: Th. Glode; sämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei und Berlagsanftalt Baul Singer u. Co.. Berlin SW. 68.. Lindenstraße 3. Berantwortlich für Politik: Ernst Reuter; Wirtschaft: Artur Saternus; Transportgeräte aller Art- Wagen aller Art Schlechterwerke Peter Schlechter, Berlin SW 68 3 Markgrafenstraße 27. Alle Artikel zum Selbstrasieren Kopp& Joseph Berlin W 37 in vorzügl. Qualität u. groß. Auswahl Potsdamer Str. 122 Kinderland 1924 Ein Buch für unsere Jungen und Mädel Mit reichem Bilderichmud bersehene Kalender eiten. auch be Erzählungen lehrenden Inhalts, schöne Gedichte machen das Buch gu einem immer wieder gern in die hand genom menen Geichent Dreis 1. 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