Nr. 71. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags: Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Mr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen: tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin: Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Sonntag, den 24. März 1895. Memelis. Berlin, den 23. März. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. löschte vollends, was etwa an Feuer vorhanden war. Es will eben nichts mehr gelingen." Kalt, fast geschäftsmäßig, wie die Verlesung eines Urtheils, wurden die " Noch erhöht wurde die Wirkung der Protest- Erklärungen durch die possenhafte Manier, mit der die LiebesgabenEmpfänger und die Monopolisten der„ nationalen Ehre" die Kardorff, Liebermann von Sonnenberg das Loblied ihres Abgottes sangen und trähten. Zu Beginn eines neuen Quartals richten wir an alle Es war ein Volksgericht, das heute im deutschen Reichsweiteren Erklärungen der Fraktionen abgegeben Freunde und Parteigenossen die dringliche Bitte, für die tag sich vollzog. Und zugleich ein Todtengericht es waren ja auch Urtheile, und Todesurtheile. Erweiterung unseres Abonnentenkreises mit aller Energie thätig zu sein. Gegen die Partei, ihr Urtheil sprach, weilt zwar mit seinem Körper noch unter der Person des denn der, über den die Vertretung des deutschen Volkes Eine Fraktion nach der anderen erhob sich in erlesenen Sprechers. Am schärfsten deren Zentralorgan der„ Borwärts" ist, haben die ver einigten Parteien der Reaktion, denen der den Lebenden, ist aber politisch ein Todter wenn auch war natürlich die Erklärung der Sozialdemokraten, der Partei, die niemals mit Bismarck pattirt, auf Leben und Boden unter den Füßen wankt, jetzt alle ihre Kräfte auf ein widerspenstiger Leichnam". geboten; durch ein neues Knebelgeset soll die zahl- Vor Gericht stand der Mann, welcher fast 30 Jahre Tod ihn bekriegt, und am meisten unter seinem System zu reichste Partei in Deutschland, mundtodt gemacht, und für lang die Geschicke Preußens und Deutschlands lenkte, und leiden gehabt hat. unsere Feinde und des Volkes Feinde die Ruhe des in dieser Zeit drei Kriege entzündete, die Klinke der GeſetzKirchhofes hergestellt werden, damit sie ungestört gebung rücksichtslos im Interesse der herrschenden und auf ihre gemeinschädliche und gemeingefährliche Arbeit Kosten der arbeitenden Klassen handhabte, die Freiheiten und verrichten können. Die Kämpfe, in denen wir stehen, Rechte des Volks unter die Füße trat, seine politischen Gegner aufs sind von entscheidender Bedeutung; und die Verhand: brutalfte verfolgte und vergewaltigte, ganze Parteien und Bevölkerungsschichten ächtete, die schmachvollste Korruption lungen des Reichstages über die sogenannte um übte, den Kultus der Rohheit und des Parteifanatismus sturz vorlage, die jetzt in der Kommission sich ab- neben dem des goldenen Kalbes pflegte; ihm sollte heute spielen, bald aber im Plenum stattfinden werden, die Huldigung des deutschen Reichstages zu Füßen gelegt find von ganz besonderer Wichtigkeit. Unter diesen werden. Umständen ist es doppelt nothwendig, daß die Partei- Hätte es sich um eine einfache Pflicht der Höflichkeit genossen sich in dem Zentralorgan der Partei über alle Vor- gehandelt das sagten wir schon früher so würde sich tommnisse aufs genaueste unterrichten, und daß sie dafür eine Form wohl gefunden haben. Es handelte sich aber, sorgen, daß der Vorwärts" immer weiter ver nach den lärmenden Erklärungen der Parteien, die Grund breitet wird. Je größer die Verbreitung des Zentral haben, das Bismarck'sche Regiment zurückzuwünschen, um ankündigte: organs, desto größer sein Einfluß und seine Wirksamkeit, eine persönliche nicht blos, sondern auch eine politische und desto größer die Macht der Partei. Huldigung mit anderen Worten, um eine Demonstration für die Bismarck'sche Raub- und Blut- und Eisenpolitik. " " Die Redaktion des Vorwärts" wird bemüht sein, ihre Pflicht zu thun, und das Zentralorgan der Partei würdig zu machen! Mit dem 1. April eröffnen wir ein neues Abonnement auf den ,, Vorwärts" mit der illustrirten Sonntags- Beilage Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Hans. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 M. für das Quartal entgegen.( Eingetragen in die Post- Zeitungsliste für 1895 unter Nummer 7128.) ge = Das konnten die Parteien, die diese Politik bekämpft haben und bekämpfen, unmöglich mitmachen, wenn sie sich nicht bis zur Ehrlosigkeit demüthigen, nicht sich selbst ins Gesicht schlagen wollten. Nein! wechseln ab. Anfangs ist es schwer, zu sagen, wohin Namentliche Abstimmung. Die Ja! und das Bünglein der Wage sich neigt. Bald jedoch ist ersichtlich, daß die Schaale der Nein! sinkt. Der Namensaufruf mit der Auszählung dauert eine gute halbe Stunde. Ueber das Resultat herrscht keine Ungewißheit mehr. Die Rechte hatte einen dröhnenden Ausbruch patriotischer Entrüstung geplant. Die Umstände waren zu abkühlend. und als Präsident v. Levezom einige Minuten vor 2 Uhr 146 Mitglieder haben mit Ja, 163 mit Nein gestimmt da war das Haus still wie ein Grab. Die Geschlagenen fühlten sich geschlagen. Und die Opposition hatte keinen Grund zu geräuschvollem Jubel sie hatte gefiegt. Es war ein feierlicher Moment. Ein Akt der Justiz hatte sich erfüllt. Die Nemesis hatte ihres Amtes gewaltet. Das deutsche Man tam überein, daß die Oppositionsparteien Er- Bolk hatte durch den Mund seiner Vertreter den Mann klärungen gegen den Präsidentenvorschlag abgeben sollten. gerichtet, der mehr Unrecht gethan, und mehr Glend Daß diese Parteien zusammen eine Majorität bilden, das über die Welt gebracht hat, als irgend ein anderer seit stand von vornherein fest zweifelhaft war der Ausgang dem Tode des ersten Napoleon, und der nicht wie dieser blos deshalb, weil unter den Mitgliedern der Oppositions seinem belasteten Schuldkonto große Kulturthaten gegenüber parteien verschiedene nicht ganz sichere Kantonisten sind. zu stellen hat. Wie werden die Bänke des Reichstags heute besetzt sein? Der deutsche Reichstag hat heute zum erstenmal RückEin Blick gab die Antwort. Die Besetzung war eine grat gezeigt, hat den mächtigen Einflüssen der vereinigten gute und zwar auf beiden Seiten des Hauses gleichmäßig. reaktionären Parteien erfolgreich getroßt, und, indem er dem Damit war das Schicksal des Präsidentenantrags ent- Urheber der Blut- und Eisenpolitik das Urtheil sprach, die schieden; denn gegen seine Frattion founte fein Mitglied Ehre des deutschen Volkes gewahrt und sich selbst für dieses eine Mal des Namens einer Volksvertretung würdig bewiesen. Die Rechte, aus deren Mitte begeisterte" Rundgebungen angekündigt waren, fühlte sich offenbar geduckt. In unserem Feuilleton beginnen wir in der nächsten Nummer mit Veröffentlichung der Novelle: Zu Tode stimmen. hetzt, eine Erzählung aus dem Leben, von Franz Held. Diese Erzählung beruht durchweg auf gerichtlichen Akten, die von uns dem Verfasser zur Verfügung gestellt worden sind, und sie zeigt, wie heute der, welcher von seinem Rechte nicht weicht, in Form Rechtens" zu Grunde gerichtet werden kann. " Nach Schluß dieser kurzen Novelle beginnt der Abdruck der geschichtlichen Erzählung: „ Berliner Märztage" von Michel Teutsch, auf welches Werk wir unsere Leser besonders aufmerksam machen. Redaktion und Expedition des Vorwärts". Feuilleton. [ Nachdruck verboten.] 39 Unter lautlosem Schweigen des Hauses und vor überfüllten Tribünen eröffnete Herr v. Levezow 14 nach 1 Uhr die Sizung und stellte sofort seinen Antrag. Ehe noch Zeit war für die Abbrennung einer nationalen Hurrahfalve", meldete sich im Namen des Zentrums Graf Hompesch zum Wort und verlas eine streng ablehnende Erklärung. Versuche der Rechten, durch einige der bekannten Elementarlaute die Verlesung zu stören, scheiterten am Ernst der Situation und an der gedrückten Stimmung der Radaubrüder selbst. Herr v. Bennigsen, der mit den so oft abgeleierten Phrasen nationale" Flammen anfachen! wollte, redete nur das übliche lauwarme Wasser und Skizzen aus dem südamerikanischen Hinterlande. voraussehen kann." ( Schluß.) Und sollten- wie von manchen geglaubt wirdBismarck's Freunde und unsere Feinde die Verwegenheit haben, von dem Reichstag an die Wählerschaft zu appelliren, so wird deß sind wir gewiß das deutsche Volk da3 Verdikt der deutschen Volksvertretung bestätigen. Bismarck ist von dem Reichstage gerichtet. das Und daß die Nemesis den Schuldigen so grausam traf, dankt er seinen Freunden. Auch das gehört zu jener Gerechtigkeit, welche das Weltgericht ist. Sie sind ein Finanzgenie ersten Ranges, Pancho..., wenn das nicht der Oberst Meza ist, der sich dort an der aber wann wird das werden Ecke umhertreibt, trotz allem Regen. Hat sich zwar gut „ Bald... ich habe nicht Neigung, diesen dummen genug in seinen Pancho vermummt, kenne ihn aber doch Rivarola bis ins neue Jahr hinein leben zu lassen... es genau, den alten Sünder, läuft jedenfalls wieder einem giebt ja, Gott sei Dant, immer Ereignisse, die einem das Mädchen nach bei dem Hundewetter und zu dieser TagesLeben so plötzlich rauben können, daß man sie gar nicht zeit." Damit fägte und hieb er ruhig weiter auf sein Fleisch ein. Es war just der Abend, mit dem das alte Jahr zur" Scheint doch nicht auf ein Mädchen abgesehen zu sein, Neige ging, als Rivarola von dem Präsidenten einen Brief es sammeln sich mehrere an. Was geht's mich schließlich au, empfing, ihm heute die Ehre zu geben, die Sylvesternacht was sie machen; will doch aber aus Neugier zuschauen.." mit ihm zu feiern; er hätte auch mancherlei mit ihm zu sprechen. Cirilo ging hin. Es näherte sich das neue Jahr. Francisco Guanes pflegte um die Zeit seine Rechnung zu ordnen, seine Bilanz zu machen und neue Bücher anzulegen. Er war sehr heiter gestimmt, rechnete vor sich hin und hatte ewig eine große Ich bin noch sehr beschäftigt, lieber Freund," empfing Karte von Paraguay in der Hand. " Was wollen Sie denn immer mit der Karte, Pancho?" fragte ihn der General. ihn dieser, habe einen langen, wichtigen Brief zu vollenden, und da ich Sie für den ganzen Abend hier zu behalten beabsichtige, wäre es mir lieb, wenn Sie eine halbe Stunde verziehen möchten, bis ich fertig bin..." Gegenüber im Schuß der Säulenhallen, die die Ge bäude gegenüber der Halle haben, standen die beiden Befehlshaber der Reiterei, der Oberst Meza und der Oberst Cristaldo, ein langer hagerer aber fräftiger Mann. Dabei zwei Lieutenants, von denen der eine uns schon bei der Szene in dem Kerker bekannt geworden ist. Abseits davon befand sich ein kleiner Trupp gewöhnlicher Soldaten. Der Oberst Meza schien der Kognatflasche weidlich zugesprochen zu haben. „ Es ist eine nichtsnutzige Karte die von Du Graty," sagte dieser, aber es giebt leider keine andere... Was Sehr gerne; ich will mich unterdessen zu dem ich mache, verehrter General... sehr einfach... den brasilianischen Gesandten begeben, mit dem ich ein kleines Finanzplan für Ihre Regierung lege ich zurecht. Englische Geschäft vorhabe... auf Wiedersehen... ich bin bald" Lassen Sie mich in Ruhe, meine Herren; heute will Anleihen giebt es definitiv nicht mehr... Gold, Silber, wieder bei Ihnen." ich die Sache selber übernehmen. Abgesehen davon, daß er Kupfer, Blei giebt's auch nicht in Paraguay... Kaffee, Und er ging davon. Mittlerweile war es neun Uhr ein Staatsverräther ist, habe ich eine kleine Privatrechuang Vanille, Korn, Weizen wächst nicht... und wenn so etwas geworden, und es begann ein feiner durchdringender Regen mit ihm abzumachen. Sie wissen, er hat mich einmal bewachsen möchte, wäre das hiesige Gesindel zu faul dazu, vom Himmel zu fallen. Das Haus des brasilianischen schuldigt, Hühner gestohlen zu haben um es anzubauen. Ich habe es mir darum in diesen Tagen Gesandten lag nicht weit von dem Hause des Apothekers Aber überlassen Sie es doch den Soldaten, Oberst," angelegen sein lassen, nach dieser schlechten Karte natürlich, und unweit von der städtischen Markthalle, wo eben der sagte nur annähernd auszurechnen, wieviel das Vaterland, d. h. Fleischer Mathias Echröder damit beschäftigt war, das Sie und ich, verdienen werden, wenn Sie in Ihrer Regierungs- Fleisch in Stücke zu zerhauen, was er am anderen Tage zu zeit die fiskalischen Ländereien an die dummen Fremden ver verkaufen gedachte. taufen werden.. „ Mich soll der Teufel plagen," sagte er zu sich selbst, " Cristaldo. ,, Schweigen Sie gefälligst, ich habe hier zu befehlen..." Da kommt er übrigens... aufgepaßt..." sagte der eine Lieutenant. Jm Dunkel sah man, wie Rivarola eben aus dem Dolifilthe Iteberlicht. Berlin, 23. März. Aus dem Reichstage. So überfüllte Tribünen wie heute, hat das neue Reichstagsgebäude noch nie gesehen seit seiner Einweihung. Dabei zeigten nicht nur die Tribünen für das gewöhnliche Publikum diese starke Besetzung, auch die Hof und die Diplomatenlogen waren bis auf den letzten Platz besetzt. genosse, Vizepräsident Bürklin, der sich im Süden von feinen Arbeiten und Nichtarbeiten erholt, voraussichtlich" in die Fußtapfen Levehow's treten und gleichfalls abgehen würde, war so wunderbar albern und komisch, daß sogar die in die feierlichsten Falten gelegten Patrioten gesichter sich höchst unfeierlich glätteten. Bur Niederlage tam noch der Fluch der Dächerlichkeit. Und wenn die Herren nachdenken, werden sie entdecken, das sie sehr unklug gehandelt haben. Durch ihre Bismarck Aber nicht nur die Tribünen waren überfüllt, auch die Posse haben sie nicht nur sich und ihren Gözen vor aller Abgeordneten rüdten in einer Stärke in den Sizungsjaal Welt blamirt, fie haben auch das Zentrum in einem Augen ein, wie sie in dieser Zahl nur bei außergewöhnlichen Anblick, wo sie es für den Umsturzgesetz Schacher nothwendig Lässen zu erscheinen pflegen. Und ein außergewöhnlicher brauchten, dermaßen vor den Kopf gestoßen, daß für einige Roup war ja auch vorbereitet und sollte in Szene gesetzt Beit ein Rompagniegeschäft nicht zu denken ist. Der Kaifer hat nach dem heutigen Reichstags- Beschluß Unsere Leser finden darüber an anderer Stelle das an den Fürsten Bismarck nachstehendes Telegramm abHier wollen wir nur die Thatsache konstatiren, daß, gesandt: nachdem sich die Wogen der Aufregung über die abgelehnte Bismarck Ovation gelegt hatten, der Reichstag in holder Eintracht eine von den Sozialdemokraten eingebrachte Res folution mit an Einigkeit grenzender Majorität- annahm. werden. nähere. Die Resolution verlangt, daß auch in der Norddeutschen Brausteuergemeinschaft, wie in Bayern, zur Bereitung von Bier nur Wasser, Malz, Hopfen und Hefe verwandt werden dürfe, und die Lebensmittel- Berfälschung auf diesem Gebiete endlich aufhöre. Ueber Wahlbeeinflussungen im Kreise Eschwege- Schmal. falden wird dem Berliner Tageblatt" noch folgendes aus dem Wahlkreis mitgetheilt: Da stand in einem Dorfe ein einflußreicher Fabrikant von früh" 10 bis abends 6 Uhr vor dem Wahllokale, riß den Kommenden die Stimmzettel aus der Hand und gab ihnen früh 10 bis abends 6 Uhr vor dem Wahllokale, riß den KomJstraut'sche mit dem Befehl, diesen und feinen andern in die urne zu legen! Und die Bauern, zum theil verblüfft darüber, zum theil abhängig als Arbeiter, zum theil als Mitglieder des Militärvereins, ängfilich gemacht, mußten! Ginige andere Fabrikanten drohten mit Entlassung berjenigen Arbeiter, welche sozialistisch wählen, und ein Fabrikant bot sogar zehn tart Belohnung demjenigen, welcher ihn einen Arbeiter nennt, der fozialistisch gewählt hat! Im Kreisblatt wurden die Arbeitgeber öffentlich aufgefordert, ihre Arbeiter kräftigst zu beeinflussen, daß sie nicht sozialistisch wählen. Jn. den Kirchen wurde Sonntags von der Kanzel gepredigt, wer zit wählen sei, und ein Pfarrer namens Quentel in Dünzebach war sogar so frei, feine Ranzel ganz und gar Sonntags Herrn Jstraut zu räumen, so daß also von der Kanzel herab der Antisemitenkandidat Jstrant zur andächtigen Gemeinde sprach! Danach scheinen bei dieser Mahl die Wahlbeeinflussungen Eurer Durchlaucht spreche ich den Ausdruck tiefster denn doch so skandalös gewesen zu sein, daß sich eine sehr genaue Prüfung des Iskraut'schen Mandats in der WahlprüfungsEntrüstung über den eben gefaßten Beschluß des Reichs- Kommission des Reichstages empfehlen dürfte. tags aus. Derselbe steht im vollsten Gegensatz zu den Gefühlen aller deutschen Fürsten und ihrer Völker. 28ilhelm I. R." An den Fürsten v. Bismarck Herzog von Lauenburg. Friedrichsruh. Friedrichsruh, 23. März..7 Uhr 15 Min. Nachm. Geiner Majestät dem Kaifer und Könige, Berlin. Nunmehr wird der Antrag Ranih seinen Weg in den Der Antrag Kanik. Die„ Kreuz- Zeitung" schreibt: Das Berliner Tageblatt" verbreitet die unrichtige Nachricht, daß im Staatsrath die Ablehnung des Antrages Ranig mit Daß der heutige Reichstagsbeschluß den Gefühlen der allen gegen vier Stimmen erfolgt sei. Thatsächlich haben an Fürsten widerspricht, mag sein. Fürsten haben schon der Abstimmung 43 Mitglieder theilgenommen, von denen 27 Als wie wenn nie ein Bierboykott existirt hätte, pflichtete häufig anders empfunden, wie das Volt. Die Behauptung gegen, 16 für die den Antrag Ranig betreffende Resolution gestimmt haben. heute Herr Roesicke den Ausführungen unseres Genossen aber, daß die heutigen Vorgänge im Reichstag auch im Die Unterzeichner des Antrags Ranib beabsichtigen übrigens, Wurm bei und schließlich stimmten alle Parteien für den Gegensatz zu den Gefühlen des deutschen Wolfes" wie es heißt, die Berathung deffelben im Reichstage möglichst zu Antrag. ständen( von dem ja in der obigen Depesche unter dem beschleunigen. Sie werden voraussichtlich beantragen, den GegenHerr von Levehow ist nicht mehr Präsident des Ausdruck ihrer Völker" die Rede zu sein scheint), halten stand am Mittwoch der fünftigen Woche auf die TagesReichstags. Es kam dies nicht unvermuthet. Bei Ver- wir entschieden für einen Irrthum des Kaisers. Das ordnung zu setzen und hierbei auf das Entgegenkommen einer handlung des Bismarckrummels im Seniorentonvent deutete deutsche Volt, abgesehen von den oberen Zehntausend, schuldet fehr großen Mehrheit rechnen dürfen, da der Wunsch, jene AnHerr von Levehow an, daß er, wenn sein Vorschlag vom dem Fürsten Bismarck feinen Dank; denn dieser Mann hat gelegenheit noch vor der Osterpause der parlamentarischen ErReichstag nicht angenommen würde, das Präsidium nieder das Bolt Jahrzehnte lang getreten, politisch gefnebelt, der ledigung zuzuführen, ein weit verbreiteter ist. Allerdings ist mindestens ebenso verbreitet der Wunsch, den Antrag im zulegen entschlossen sei. Zu Anfang der Session hätte wirthschaftlichen Ausbeutung preisgegeben und immer ver- dieichstag durch fallen zu lassen. Die Deutsche Tageszeitung", die am heftigsten für den Antrag gefochten hat, stimmt diese Rücktrittsdrohung einen starken Druck ausgeübt. achtet. Eine Treue um die andere! Jetzt war das Und diesen Gefühlen der Mehrheit des deutschen Volkes" ihr Fanfarengeschmetter bereits etwas herab. Sie schreibt heute aber nicht mehr der Fall. Die hysterische Nervosität, welche die neueste Aera tenn hat die Mehrheit des deutschen Reichstags heute Ausdruck etwas refignirter: zeichnet, hat auch Herrn von Levehow ergriffen und ihm gegeben. jene unparteiische Festigkeit geraubt, die ihn zum Liebling Auf das Telegramm des Raisers ist von Bismard Reichstag zu machen haben. Bei dem heute weit verbreiteten Mangel an Charakterfestigkeit ist anzunehmen, daß viele, die im aller Parteien gemacht hatte. Sein Auftreten bei Erfolgende Antwort eingelaufen: Stillen die Ueberzeugung von der Nothwendigkeit der Durchs öffnung des neuen Reichstages machte schon manchen führung des Antrages Raniz haben, sich scheuen werden, dieser stubig. Bei dem Pfui Skandal, den die Konservativen im Ueberzeugung Ausdruck zu geben; aber wir möchten diese Herren Dezember als Reklame für die Umsturzvorlage aufführten, denn doch darauf aufmerksam machen, daß die Zeiten, in denen Gure Majestät bitte ich den ehrfurchtsvollen Ausdruck der Bauer geduldig zusah, wie man Gesetze im Interesse des bewies er, daß eine Wandlung in ihm vorgegangen war. meiner Dankbarkeit für die Allerhöchste Rundgebung ent- Großhandels, der Großindustrie, des Spekulantenthums und der Und seitdem hat er bei verschiedenen Gelegenheiten, namentlich bei dem letzten Ahlwardt Radau, gegenzunehmen, durch welche Euere Majestät jede mir jüdischen Jobberei machte, vergangen sind, daß die Landwirthnicht die nöthige Objektivität, und dem Wind von Rechts noch unbekannte Unerfreulichkeit meiner alten politischen schaft beute durch die ihr von trefflichen Männern geworbene gegenüber nicht die erforderliche Widerstandsfähigkeit Gegner zum Anlaß einer erfreulichen Genugthuung für eine unbarmherzige Abrechnung mit den Feinden der Landwirth. Aufklärung sehr genau weiß, was sie zu verlangen hat, und daß gezeigt. Man ist schon seit Wochen in weiten Kreisen mit mich umwandeln. v. Bismarck. schaft erfolgen wird, welcher Partei sie auch angehören mögen." dem Gedanken eines Präsidentenwechsels vertraut geworden, Die schnurrige Etiquettenfrage ist gelöst. Die für Auch das Abgeordnetenhaus hatte heute seinen Bismardund in Herrn Spahn, der von Influenza- Gnaden neulich tag. Aber das Abgeordnetenhaus hat sich von„ befferer Ge- das Gedeihen des Staates höchst wichtige Frage, ob der aweitägiger Bizepräsident war, glauben viele den richtigen finnung" gezeigt als der Reichstag: Es hat seinen Präsidenten, Ober- Präsident oder der kommandirende General in der Mann gefunden zu haben, falls der jetzige Vizepräsident Herrn von Röller( aber nicht zu verwechseln mit dem von Broving an erster Stelle rangirt, ift gütlich beigelegt Buol nicht das Präsidium übernimmt. der Berliner Korrespondenz"), beauftragt, nach Friedrichsruh zu worden. Der bisherige Rommandirende des VI. Armees Herr Spahn ist Jurist, durch und durch bürgerlich, fahren. Der arme Leveßow! Der glückliche Röller! forps in Breslau ist zurückgetreten und an seine Stelle ist und hat als langjähriges Mitglied der Wahlprüfungs- Die Parteien gaben ähnliche Erklärungen ab, wie im forps in Breslau ist zurückgetreten und an seine Stelle ist in Kommission sich die Achtung aller Parteien erworben. Reichstage; nur daß im Abgeordnetenhause die„ gutgesinnten" der Erbprinz Bernhard von Sachsen- Meiningen gekommen. Da jedermann im Reichstag darauf vorbereitet war, Parteien stärker vertreten sind und die Sozialdemokraten ganz Nun ist die altpreußische Tradition gewahrt, wonach der so ging die Niederlegung des Präsidiums recht ruhig von fehlen. Grbeiternd war, wie Herr Nickert seiner freifinnigen kommandirende General über dem Ober- Präsidenten rangirt, statten. Das demonstrative Bravo, das die nationalliberalen Mannesbrust die Erklärung abrang, daß auch er und seine und die Regierungs- und Militärgeschäfte können nun Hurrahbrüder dem scheidenden Herrn von Levezow an den näheren Freunde dem großen Otto ihren Glückwunsch entfenden wieder in hergebrachter, altehrwürdiger Weise erledigt wollen. Das heißt noch ein Mann von Gesinnung und von werden. Kopf warfen, war so geschmacklos und so unanständig, Erinnerung. Am nächsten Montag ist keine Sigung, daß die Hurrahbrüder es selbst merkten. Und die Mit weil Herr v. Köller nach Friedrichsruh muß. Die nächste Sizung Mir Sachsen sein helle! Eine Anzahl von hellen theilung Bennigsen's, daß sein verschnupfter Fraktions- ist Dienstag. Dann wird er wohl seine Reisegeschichte erzählen.töniglichen Sächfern hat sich zu löblichem Thun vereinigt schrägüberliegenden Hause des brasilianischen Ministers zu wollen. Endlich nach langem Warten öffnete sich die eine merkliche Beklommenheit und Unruhe. Sie zogen sich heraustrat, der ihn bis zur Schwelle begleitete, sich verabmit langen Gesichtern in das Berathungszimmer zurück und schiedete und die Thüre schloß. Er kreuzte die Straße und blieben in langer Gigung beieinander. befand sich an der Ecke, wo die erwähnten Personen sich befanden, um dann seinen Weg unter dem Schuße der Säulenhalle fortzusetzen, als Wieza auf ihn losstürzte, ihn am Rocke faßte und ihm mit seiner Reitpeitsche so gewaltig über den Kopf schlug, daß diese, obwohl von zäher Tapir haut gefertigt, in Stücke brach. Thür leise, soweit es die an ihr angebrachte Sicherheitskette erlaubte und Herr Guanes in Person, nur mit einem Hemde bekleidet, erschien in der Spalte und fragte unwirsch, ob man ein Rezept bringe. „ Deffnen Sie Don Francisco... man hat soeben Rivarola erstochen... er liegt hier. " Man thut dann am besten, sofort nach einem Arzte zu schicken," entgegnete der Apotheker kaltblütig und schloß in selben Augenblick die Thür. " Ich will Dich lehren mich Hühnerdieb zu schellten..." Rivarola ließ seinen Stock in des Obersten Händen, Ihr seid der größte Epißbube, den ich je in meinem sein Hut war bei dem Hiebe auf die Straße gefallen und Leben gesehen habe!" rief voller Entrüstung Herr Schroeder entfloh in der Richtung nach der Apotheke zu, vom Oberst ihm nach, und ich will neunundneunzig mal verdammt gefolgt, der ihm mit langen Sprüngen nach sein, wenn ich noch einmal in Eurer Apotheke für einen setzte. Dicht vor der Thür der Apotheke, die eine einzigen Centavo kaufen sollte..." Ecke bildete, an der das Wasser des Regens in starkem Falle vorbeischoß, ereilte er ihn zum zweiten Male, und es entspann sich zwischen den beiden Männern ein wortlos geführter Kampf, der ungleich über alle Maßen war, weil Rivarola keine Waffen bei sich führte. Dem Oberst gelang es, Rivarola am Barte zu fassen, er zog seinen Dolch und versuchte ihm denselben ins Herz zu stoßen, doch glitt derselbe am Brustbein ab und machte nur eine Fleischwunde. Diese geschäftliche Absage schien aber auf Francisco Guanes gar keinen Eindruck zu machen, denn die Thür blieb geschlossen. Der Polizist, der den Soldaten gefangen genommen, machte so belastende Aussagen gegen die oben erwähnten Personen, daß der benachrichtigte Kriminalrichter die Ver haftung aller Betheiligten anordnete, und so kam es, daß schon am anderen Tage der brave Oberst mit den übrigen im Gefängniß saß. Er ging aber ganz heiter hinein und schien sich über die Abwechselung augenscheinlich außer gewöhnlich zu freuen. Nur der Oberst blieb wie immer höchft faltblütig und war augenscheinlich heiterer gestimmt, als das Richterpersonal und die Geschworenen zusammen. Als die Berathung noch immer nicht zu Ende ging, zog er eine goldene Uhr aus seiner Westentasche, die merkwürdig an die erinnerte, die früher der Advokat Machain getragen hatte, und sagte so laut vor sich hin, daß es jedermann im Saale hören fonnte: Es ist wirklich verdammt spät geworden, man muß sich beeilen, wenn man noch zur gewohnten Stunde seine Suppe warm zu Hause antreffen will." Bald darauf traten die Geschworenen ein und vers So war der fündeten die Nichtschuld aller Angeklagten. letzte der Unzufriedenen aus dem Wege geräumt. Schon am 4. September 1880 starb der Präsident Barreiro ebenfalls sehr plötzlich und Franzisko Guanes hielt es jetzt für angebracht, seinen Schützling, den General Caballero, zur Präsidentur gelangen zu laffen. Während der Bizepräsident sich eben in Bereitschaft sette, auf dem Regierungsgebäude, wie es die Konstitution vorschreibt, an stelle des Verstorbenen das „ Versluchte Bestie..." feuchte der Oberst. Und mit Amt zu übernehmen, trat der General Caballero zu ihm hin Auswendung aller Kraft, die dem starken Mann zu Gebote und erklärte ihm, daß er ihn dringend zu sprechen habe. stand, warf er den Unglücklichen zu Boden, so daß" Wir befinden uns außergewöhnlich gut hier, meine Während der Vizepräsident erstaunt ausblickte, erscholl auf er mit dem Gesicht nach unten zu liegen kam, und Herren," sagte er zu seinen Mitgefangenen. Ich möchte einmal von draußen ein lautes" Viva Caballero", aus versetzte ihm von hinten drei Stiche in den Rücken, die nur nicht in der Haut dieses nichtsnuzigen Polizisten gestoßen von dem ganzen vor dem Gebäude versammelten or dem Geb sofort tödtlich waren. Der dritte war so heftig geführt, stecken, der uns hier hineingebracht hat... das wird eine Militär. daß die lange Klinge sich verbog, und der Mörder sich auf böse Sache werden für den Idioten..." „ Das Volk erleichtert mir meinen delikaten Auftrag," sein Opfer knieen mußte, um dieselbe aus der Leiche her- In der That erkrankte dieser sehr bald, wurde nach sagte der General zu dem blaß werdenden Vizepräsidenten. auszureißen. Im nächsten Augenblick stob die Gesellschaft dem Militärbospital geschafft und starb am selben Tage" Sie sehen selber, daß man mich geradezu zwingt, an Ihre nach allen Richtungen auseinander. Der erschreckte Herr noch. Herr Matias Schröder, der nach dem Morde Stelle zu treten, was ich tief bedauere; aber Sie sehen Matias Echroeder, der die ganze Scene, die sich in wenigen auffällig viel räfonnirt und aller Welt erzählt hatte, wie ein, daß man sich dem Willen des souveränen Augenblicken abgespielt hatte, mit angesehen, gewann erst er dem Morde mit seinen Augen zugeschaut, und wer die Volkes fügen muß. Wenn Sie allerdings anderer Meinung jegt die Geistesgegenwart wieder, sprang aus seinem Markt Mörder gewesen wären, wurde auf die Nachricht von dem sein sollten, so will ich für meine Person absolut nicht stand hinaus, Räuber und Mörder schreiend. Er war auch raschen Tode dieses Polizisten ungemein fleinlaut und wenig weiter dringen..." der erste, der Rivarola, der in den Regengießbach gesprächig. Und als ihm nach einigen Tagen, er trant an der Apotheke gefallen war, aufhob und mit gerade in einer Kneipe einen Schnaps, zwei Soldaten mit Hilfe einiger anderer hinzulaufenden Leute ihn unter die theilten, er würde morgen vor das Gericht geholt werden, Säulenhalle hinaufzog. Auch ein Polizist tam eilends ge- um auszusagen, was er von dem Morde wüßte, laufen und machte sich an die Verfolgung der Mörder. wobei sie ihn äußerst pfiffig ansahen und am Ende noch Es gelang ihm richtig, einen derselben, einen gewöhnlichen die Worte hinzusetzten:„ pero cuidado amigo..." Soldaten, einzuholen, den er gewissenhaft auf der Polizei fing er an zu zetern, wie man von ihm verlangen ablieferte. Herr Matias Schroeder holte unter der Säulen- tönnte, daß er in finsterer Nacht jemand genau erkennen halle ein Schächtelchen Wachszündhölzchen aus seiner Tasche könnte, das sei ein Ding der Unmöglichkeit, und außerdem und es gelang ihm nach einigen vergeblichen Versuchen leide er an schwachen Augen. an auch für einen Augenblick Licht zu machen, wobei er zu be- Go fagte er auch am anderen Tage vor Gericht aus. merken glaubte, daß Rivarola noch schwache Lebenszeichen Trotzdem gelangte der Prozeß vor das Schwurgericht. von sich gab. Man beeilte sich deshalb, der Es fanden sich einige Personen, die den Mördererkannt Thür der Apotheke zu flopfen und da man hatten, und der Oberst hatte sich zum Ueberfluß seiner lange Zeit nicht öffnete, erklärte Herr Schroeder, That unumwunden gerühmt. diese mit feinen starken Fäusten einschlagen Bei der Verhandlung zeigten die Herren Geschworenen Der Vizepräsident warf noch einen Blick durch das Fenster und bemerkte, daß einige Soldaten eben die Absicht zeigten, mit ihren Waffen einzudringen, was ihn sofort zu der Ansicht des Generals bekehrte. Er verzichtete auf die Fortführung der Präsidentur zu gunsten des Generals, der sich nach Ablauf der Periode noch einmal strikte gegen die Berfassung, welche besagt, daß niemand früher als nach Ablauf zweier ganzer Legislaturperioden zum zweiten Male Präsident werden darf, wiederwählen ließ. Paraguay geht seitdem den Gang, den alle füd. amerikanischen Staaten mit Kreolenbevölkerung gehen, den Niedergang. Efelhafter als früher noch sind Schacher und öffent licher Diebstahl die Merkzeichen der dortigen Berufss politiker. und der erfchrecke nicht, lieber Leser hat beim Reichstag| Vertretung des Hauses gegründet ist, die Freiheit der Wähler- Aufgaben und für die Arbeit eines langen, aufopfernden, im petitionirt, doch ja um Himmels willen die Umsturzvorlage schaft bei der Auswahl der Vertreter des Hauses beschränkt, Dienst des Vaterlandes zugebrachten Lebens, da war neben andern und noch einiges mehr anzunehmen. Wir glauben, es dem so spricht das Haus die Ansicht aus, daß eine angemessene Eigenschaften des Charakters auch eine überaus große Masse von Erbeiterungsbedürfniß unserer Leser schuldig zu sein, aus Zuwendung von nun ab allen Palamentsmitgliedern gewährt Willenstraft und Leidenschaften erforderlich. Diese Eigenschaften, dieser Petition einiges wiederzugeben. werden folle. die das Gelingen der großen nationalen Arbeit bedingten, waren Die internationale vaterlandslose Umsturzpartei Und siehe da! Der englische Schazkanzler, Sir William allerdings vielfach auch Veranlassung zu scharfen Gegensätzen und Sozialdemokraten, beißt es da, ist mit ihrem verheßenden abweichende Meinung gehabt zu haben; keine Frage habe ich land. Aber, meine Herren, es wäre doch ein bedauerliches Zeichen für Harcourt, gab zu, vor 20 Jahren eine von seiner jetzigen Kämpfen auf dem Gebiet der inneren Politit in Preußen und DeutschTreiben bei stetigem Vordringen innerhalb der Bevölkerungsschichten aber so schnell entwickelt, wie die vorliegende, und das wäre die Bertretung einer großen Nation( lebhafte Zustimmung), wenn auch in unserem Vaterlande leider zu einer Macht geworden, welche eine Folge der Ausdehnung des Wahlrechts. Das Unterhaus fie in dem Moment einer so seltenen Feier, des achtzigsten den bestehenden Staat in seinen Grundveſten zu erschüttern droht. beruhe zu sehr auf einer Klasse. Er sähe nicht ein, wie das Geburtstages eines Mannes, welcher seit Jahren aus der aktiven Mit unbegreiflicher Milde hat man es jahrelang geduldet, Haus die Achtung und das Vertrauen des Landes verlieren politischen Thätigkeit ausgeschieden und mit keiner der Parteien daß die Sozialdemokratie die Ausrottung der christlichen und fönnte, wenn es fich aus mehr Vertretern verschiedener in parlamentarischen Kämpfen mehr begriffen ist, wenn sie in vaterländischen Gesinnung, die Herabwürdigung und Untergrabung Klaffen zusammensetzen würde. Die in der Resolution ent- einem solchen Augenblick nicht unbefangen genug sein sollte, die alles dessen, was dem deutschen Volke von jeher heilig und theuer haltenen Vorschläge wären flug und angebracht. Die Frage Erinnerungen an die politischen Kämpfe und Gegensätze zurückleider nicht ohne Erfolg zielbewußt betreiben konnte! wäre eine solche der Zeit und des Geldes. Was das Geld be- treten zu lassen gegenüber der unbefangenen historischen Die dreiste Verhöhnung von Religion, Monarchie und Staats- treffe, so werde er bald eingehendere Erklärungen abgeben tönnen, Wirkung einer großen Persönlichkeit, welcher Jahrhunderte gewalt hat dazu geführt, das Gefühl für Recht und Autorität in als er jegt in der Lage sei. Was die Zeit anbetreffe, so sei das unserer deutschen Geschichte teine ähnlichen Männer an die weiten Kreisen der Bevölkerung zu verwirren. Haus da mehr Herr, als er. Er würde jedenfalls, wenn er sähe, Seite zu stellen im stande sind.( Lebhafter Beifall bei den " Die jüngsten ruchlosen Attentate in Italien und daß es angebracht sei, alles thun, was er tönne, um die Nationalliberalen und rechts, Unruhe und Lachen im Zentrum Frankreich, deren innerer Zusammenhang nicht zu bestreiten Sache zu fördern. Die Resolution wurde darauf mit 176 und links.) ist, lehren uns mit erschreckender Klarheit die Ziele fennen, welche der Anarchismus mit feinen hirnverbrannten Auswüchsen sich gegen 158 Stimmen angenommen. gesteckt hat und mit rücksichtsloser Energie vor dem Schlimmsten nicht zurückschreckend zu erreichen sucht. war Soweit will ja angeblich die Sozialdemokratie nicht gehen fie pflegt die anarchistischen Verbrechen Ausflüsse des Wahnsinns zu nennen, deren Urheber nicht bestraft werden könnten, sondern ins Frrenhaus gehörten, oder sie stellt die Attentate als bestellte Arbeit" hin, wie fich eines der ersten sozialdemokratischen Blätter nicht entblödet hat, das Attentat auf den Minister Grispi eine Komödie zu nennen. würde. " Bei Einsichtigen besteht darüber kein Zweifel, daß ohne die internationale Sozialdemokratie eine nennenswerthe anarchistische Bewegung nicht vorhanden sein Deswegen gerade ist es aber die allerhöchste Zeit, endlich Schritte zu thun, um der Sozialdemokratie und damit auch dem Anarchismus Halt zu gebieten! Vielleicht ist es noch nicht zu spät! " So werden zweifellos schon in dem nächsten Etat Summen für Abgeordnetendiäten eingestellt werden. England ist eben ein richtiger: die deutsche Regierung.Land, das modern sein will; anders wie Deutschland, oder Abg. Richter( frf. Vp.): Namens der freisinnigen Volks partei und zugleich der deutschen Volkspartei habe ich folgendes zu erklären: Die angeregte Beglückwünschung als einfache Bekundung menschlicher Theilnahme für den hochbetagten Staatsmann aufzufassen, verhindert uns schon die Art, In Spanien sind die Liberalen, die sich den Bedingungen wie eine Anzahl der Anhänger des Fürsten Bismarck beslissen des herrschenden Generals nicht unterwerfen wollten, unterlegen. sind, die Geburtstagfeier zu einem politischen Huldigungsatt für Gin konservativer Mann, der zu dieser Unterwerfung bereit ist, denselben auszugestalten( Zustimmung links), und zu einem politritt an die Spige der Regierung. Es wird vom Sonnabend tischen Zweck für sich selbst auszunuhen.( Lebhafter Widerspruch aus Madrid gemeldet: rechts und bei den Nationalliberalen.) Canovas del Castillo ist mit der Bildung des neuen Auch wir verkennen nicht die großen Verdienste des Fürsten Rabinets beschäftigt. Höchst wahrscheinlich wird dasselbe wie Bismarc( Lachen) um das deutsche Einigungswerk( Lachen und folgt zusammengesetzt werden: Canovas Vorsitz, von Tetuan, Auswärtige Angelegenheiten, Castaneda, Justiz, politische Ausbeutung und um die auswärtige Politik unſeres Herzog Unterbrechungen) Ihre Unterbrechungen bekunden ja diese General Azearraga, Krieg, Admiral Beranger, Marine, Navarro Vaterlandes. Aber die Persönlichkeit des Fürsten Bismarck fann Reverter, Finanzen, Bidal, öffentliche Arbeiten, Romero, Kolonien, und muß beanspruchen, als ein Ganzes und Ungetheiltes beurtheilt zu werden.( Fortgesette Unruhe.) Fürst Bismarck ist zugleich Cosgayau, Inneres. Ein weiteres Telegramm meldet aus Madrid: der Träger eines Systems der inneren Politik, das wir als dem Die geheime Wühlarbeit der Sozialdemokratie einerseits, Infolge einer Versammlung von Offizieren und Journalisten Syftem des Liberalismus und des parlamentarischen Wesens entihre maßlose und brutale öffentliche Machtentfaltung anderer- ist jedes zwischen denselben bestehende Mißverständniß aus- gegengesetzt ansehen müssen, und deshalb im Interesse von Volk und Baterland zu bekämpfen stets für unsere patriotische Pflicht feits, die ganz besonders in neuester Zeit zum Ruin der Klein- geglichen. gewerbetreibenden, des Mittelstandes überhaupt Doch nicht wieder mit dem Säbel? Dem Anschein nach erachtet haben.( Gelächter rechts und bei den Nationalliberalen.) Jnsbesondere hat Fürst Bismarck in dem letzten Abschnitt seiner amtlichen ja eingestandener Hauptzweck der sozialdemokratischen Agitation ist die Lage in Spanien noch ganz unsicher. - durch den Boykott hervorgekehrt worden ist, lassen Beamtenforruption in Nord- Amerika. Nachdem bereits Wirksamkeit jene die Bolfseinheit zersetzenden Interessen. kämpfe entzündet und geschirt, welche auf weite eine Anzahl von Maßregeln auf dem Gebiete des gemeinen in voriger Woche 25 höhere Polizeibeamte in New- York verhaftet Boltstreife politisch demoralifirend einwirkten( Lebhafter WiderRechts dringend geboten erscheinen, welche die ehr wurden, wird heute noch aus New- York vom 22. März gemeldet: spruch), welche die Gegenwart schwer belaften und die Zukunft erbietigft Unterzeichneten in Nachstehendem zusammengestellt haben Die Spezial- Anklagejury erhob Anklage gegen weitere 11 hervor- für unsere nationale Entwickelung mit Besorgnissen erfüllen. und bezüglich welcher sie den hohen deutschen Reichstag ehr- ragende Beamte der städtischen Polizei- Abtheilung. Die Jury( Erneuter lebhafter Widerspruch.) Auch nachdem der amtlichen furchtsvoll bitten, dahin zu wirken, daß dieselben gefeßliche Kraft untersucht gegenwärtig noch die Anschuldigungen bezüglich anderer Thätigkeit des Fürsten Bismarck ein Ziel gesetzt worden ist erhalten. Städtischer Verwaltungs- Abtheilungen und hat dem Gerichtshof sucht derselbe mit der ganzen Autorität seiner Person auf die mitgetheilt, daß ihr noch weitere erhebliche Arbeit bevorstehe. öffentliche Meinung einzuwirken in einer Richtung, welche die Zur Revolution in Peru. Nach einer Meldung aus Einlentung der inneren Politik in gesundere Bahnen verhindert Lima vom 22. d. M. hat Dr. del Solar, Vizepräsident unter oder erschwert. Wir bedauern daher, dem Ersuchen des Herrn Borgono, die provisorische Regierung anerkannt. Die Stadt Präsidenten keine Folge geben zu können.( Lebhafter Beifall wache patrouillirt in Lima. Die noch unter Waffen befindlichen links; Widerspruch rechts; Rufe Psui!) Truppen von Caceres find auf die ihnen durch den Waffenstillstand angewiesenen Stellungen abgegangen. Die in Callao befindlichen Truppenabtheilungen von Caceres haben sich noch nicht unterworfen, jedoch herrscht dort völlige Ruhe. Caceres' Frau und Tochter haben in der englischen Gesandtschaft Aufnahme gefunden, wahrscheinlich werden dieselben in Callao an Bord eines englischen Kriegsschiffes gebracht werden. das ist Diese erflehten Maßregeln werden am Schluß des Schriftstücks fummarisch folgendermaßen aufgezählt: 1. Die Verrufserklärung( Boykott), die Aufforderung und den Verfuch dazu als Vergehen unter Strafe zu stellen; 2. das Strafgesetz zu ändern bez. zu ergänzen, um wirksamer als bisher die Aufreizung zum Klassenhaß, die gegen Monarchie und Religion gerichtete Agitation und die durch Wort und Schrift erfolgende Verbreitung erdichteter oder entstellter Thatsachen zu treffen, 3. die Forderungen zum Schuße des Handwerks und des Mittelstandes der Verwirklichung entgegenzuführen, 4. das Preßgefeß einer Revision zu unterziehen. Parlamentsberichte. Zu diesem letzteren Punkte halten die sächsischen PeNach einer späteren Depesche aus Lima hat die provisorische tenten unter vielem anderen z. B. auch eine Bestimmung Regierung eine Proklamation erlassen, in welcher In- und im Preßgesetze erforderlich, durch welche in öffentlichen Ausländer aufgefordert werden, zur Aufrechterhaltung der Interesse auch eine inländische Druckschrift dann wenigstens Verfassung mitzuwirken. auf Beit verboten werden kann, wenn ihr Verleger, Redakteur, Drucker oder Verbreiter wegen ihres Inhalts innerhalb des letzten Jahres auf grund eines Reichs- oder Landes Gesezes mindestens zweimal bestraft worden ist. Einer Begründung dieser letzteren Forderung glauben die Betenten, wie sie sagen, mit dem Hinweise auf die heutige sozialdemokratische und anarchistische Presse ohne weiteres enthoben zu sein. g Wir haben aus dieser hellen" Petition einige Stellen wiedergegeben; dies aber lediglich zu dem Zweck, um unsern Lesern ein Sonntagsvergnügen zu verschaffen. Darum sei auch jeder Tropfen bitterer Kritik gespart. " Deutscher Reichstag. Beide Abg. v. Manteuffel( dt.): Ich bitte Sie im Namen meiner politischen Freunde, dem Wunsch, dem der Herr Präsident Ausbruck gegeben hat, Folge geben zu wollen. Ich meine, das deutsche Volk würde es nicht verstehen, wenn der deutsche Reichstag an dem Tage, an welchem Fürst Bismarck sein achtzigstes Lebensjahr vollendet, unter den Gratulanten fehlen würde. Der Reichstag verdankt seine Entstehung doch im wesentlichen dem Fürsten Bismard. Dem Vater des deutschen Reichstages will das Kind seine Ovation versagen!( Lachen links.) Ich will auf die Ausführungen des Abg. Richter und des Abg. Graf Hompesch nicht eingehen, nur eines möchte ich hervorheben. Herren sind übereinstimmend darin gewesen, daß die Persönlichkeit des Fürsten Bismarck sich nicht theilen ließe. Den Versuch, ihn zu theilen, haben Sie gar nicht gemacht. Das spricht für die Größe dieser Persönlichkeit. Da meine ich, daß Sie gegenüber der Größe dieser Persönlichkeit die kleineren Be68. Sigung vom 28. März 1895, 1 hr. denken wegen dieser oder jener That, mit der er diese oder jene Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, Graf Partei beleidigt hat, vollständig in den Hintergrund treten lassen of adowsty, Thielen, v. Röller und zahlreiche müssen. Und welche Konsequenz gegenüber dem Jahre 1885! Kommissarien. Da haben die Glückwünsche, die Ihnen der Präsident, Herr von Die Bänke des Hauses und die Tribünen sind sehr stark Wedell Piesdorf, damals vorschlug, nicht den geringstent bei Ihnen gefunden. Was hat fich denn besetzt. In der kaiserlichen Loge hat der Großherzog von Widerstand seit dem bei dem Fürsten Bismarck geändert? Gerade Präsident v. Levehow: Am bevorstehenden 1. April voll- das Zentrum müßte der Meinung sein, daß vieles ge= endet der frühere Reichskanzler Fürst Bismarck sein achtzigstes schehen ist, was das Verhältniß gebeffert hat. Nur so ein Lebensjahr. Es erscheint mir geboten, daß der Reichstag Aus- Staatsmann wie er fonnte die Wege geben, die er gegangen bruck giebt seiner Theilnahme an diesem Tage, der den letzten ist, ohne sich selbst etwas zu vergeben; deshalb sollten wir dem unter den hervorragenden Begründern des Deutschen Reiches Fürsten Bismarck unsere Glückwünsche darbringen.( Lebhafter ein wenigen Sterblichen beschiedenes Alter erreichen läßt. Des Beifall rechts.) halb erbitte ich die Ermächtigung, dem Fürsten Bismarck die Geburtstags- Glückwünsche des Reichstages ausdrücken zu dürfen. ( Lebhafter Beifall.) Baden Platz genommen. Abg. Singer( Soz.):( Ah! bei den Konservativen und Nationalliberalen); Im Auftrage meiner Freunde habe ich die Erklärung abzugeben, daß wir dem Vorschlage des Präsidenten Wir haben keine Veranlassung, uns an Die durch den Fürsten Bei der Thronfolge" in Lippe- Detmold scheint nicht alles fo glatt zu geben. Die Lippesche Landeszeitung" meldet: Graf Georg von Rittberg und der Kammerjunker von Both, welche gestern hier eingetroffen sind, begaben sich heute Abend zu dem Präsidenten des Landtages, von Lengerke, um demselben ein Protestschreiben des zur Zeit in Berlin weilenden Grafen Ernst zur Lippe- Biesterfeld gegen die Regentschaft zu überreichen. baß der Herr Präsident den eben gehörten Vorschlag dem Reichs- einer Kundgebung zu betheiligen. Abg. Graf Hompesch( 3.): Meine Herren! In der Voraussicht, nicht zustimmen. Der Protest soll auch an den Bundesrath geleitet werden. Die armen, unglücklichen Lippe- Detmold'schen Landeskinder! tage unterbreiten würde, habe ich im Namen meiner politischen Bismarck zum ausschließlichen Vortheil der besitzenden Klasse verfich so ohne Landesvater behelfen zu müssen! Und nun auch Freunde folgende Erflärung abzugeben: Die beantragte Beglück- folgte Boll- und Steuerpolitik hat schwere Schädigungen über noch nicht einmal einen unangefochtenen Regenten!- Traurig, wünschung des Fürsten Bismarck feitens des Reichstages gilt der das deutsche Volt gebracht und in ihren unheilvollen Wirkungen traurig.politischen Persönlichkeit, ist ein politischer Akt, um so mehr, als der Arbeiterklasse die nothwendigsten Lebensmittel Konfiszirt! Konfiszirt wurde die Wochenausgabe der schon seit Wochen einem desfallsigen Schritt des Reichstages die vertheuert.( Buftimmung links.) Fürst Bismarck hat stets Wiener Arbeiter Beitung" unferes österreichischen Bruderorgans, folchen beigemessen wird. Eigenschaft ganz besonderer Ehrung des Staatsmannes als nur die Politik der Sonderinteressen und der nationalen und Das Zentrum fann sich an einer internationalen Gegensäglichkeit betrieben; er hat seine Gegner, vom 21. d. M. Konfiszirt wurden neun Artikel an zwölf unterschiedslosen Billigung der Grundsäge, nach denen Fürst insbesondere die sozialdemokratische Partei bis Stellen. Der Inhalt von fünf dieser Auffäße war eine Bismarck die deutsche und preußische Politik geleitet hat und heute aur Aechtung mit Ausnahmegefeßen verfolgt objektive Darstellung der Katastrophe von Karwin und eine maß noch zu beeinflussen bestrebt scheint, und an einer unterschiedslosen und vergewaltigt.( Große Unruhe rechts.) Er besigt volle Kritik des Verhaltens des Parlaments und insbesondere des Billigung zahlreicher der wichtigen Angelegenheiten und Hand- daher keinen Anspruch auf den Dank und die Grafen Falkenhayn zu den Bergarbeiter- Schutzmaßregeln. Zweilungen, in denen diese Grundsäße Ausdruck fanden, nicht betheiligen. Anerkennung( Unterbrechungen rechts.) des gerade von Auffäße erörterten die Behandlung politischer Gefangener in Das Zentrum könnte ebenso wenig dem Verdacht einer solchen ihm so oft mit Hohn behandelten Reichstages.( Unruhe rechts.) böhmischen Gefängnissen. 3wei andere konstatirten das un- Billigung entgehen, wenn es den Vorschlag eines Reichstags- Als Vertreter der stärksten politischen Partei bedingte Vertrauen des Königs Humbert zu Crispi. Die Nummer, die nun ohne die konfiszirten Artikelerschien, mard ist ein untheilbares Ganzes.( Gelächter rechts; Rufe Herrn Präsidenten ab. Ich habe die Bitte an den Herrn Die Nummer, die nun ohne die tonfiszirten Artifelerschien, Glückwunsches ohne allen Widerspruch ließe, denn Fürst Bis- Deutschlands( Lachen rechts) lehnen wir den Vorschlag des macht einen sehr scheckigen Eindruck, indem eine ganze Reihe von rechts: sehr richtig! Beifall rechts; stürmisches Gelächter.) Die Präsidenten hinzuzufügen, über seinen Vorschlag den Beschluß Spalten große weiße Löcher zeigen, in die das Wort Konfiszirt!" Rücksichten und Möglichkeiten, welche vor 10 Jahren waren, des Hauses herbeizuführen.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) hineingebaut ist. Zwischen den einzelnen weißen Stellen ist in fallen augenblicklich, da Fürst Bismarck nicht mehr im Amte ist, Abg. Rickert( frs. Vg.): Ich möchte nur eine kurze Erfehr amüsanter Weise wiederholt der Artikel XIII des österreichi gänzlich fort.( Abg. Werner: So! Lachen rechts.) Nicht minder flärung abgeben: Meine politischen Freunde und ich sind nahezu schen Staatsgrundgeseges eingefireut, welcher lautet: Jedermann hat das Recht, durch Wort, Echrift, Druck fönnen Ehrenbezeugungen, welche attiven Reichstagsmitgliedern einmüthig einverstanden, daß der Reichstag dem Herrn Präsidenten erwiesen wurden, hier in betracht kommen.( Sehr wahr im die Ermächtigung ertheilt, dem Fürsten Bismarck die Glückoder durch bildliche Darstellung seine Meinung innerhalb der gesetz- Zentrum.) So find wir zu unserm Bedauern außer stande, einem wünsche des Reichstages darzubringen.( Andauernder lebhafter Glückwunsch von seiten des Reichstages zuzustimmen; wir ver- Beifall rechts.) Die Preffe darf weder unter Zensur gestellt, noch durch zichten jedoch auf die Anführung derjenigen Gründe, die es uns Abg. Fürst Nadziwill( Pole): Ich habe im Namen meiner das Konzessionssystem beschränkt werden. Administrative Post- im einzelnen unmöglich machen, in die vielseitigen Rundgebungen Fraktion folgende Erklärung abzugeben: Der gestellte Antrag verbote finden auf inländische Druckschriften feine Anwendung. einzustimmen, um nicht durch Streiten über Persönlichkeiten die ist eine hochpolitische Rundgebung, bestimmt, der Begeisterung Ob die österreichischen Behörden die beißende Ironie, große Echwierigkeit der allgemeinen Lage zu erhöhen. Dies ist für das politische Wirken des Fürsten v. Bismard im nein, den Peitschenhieb fühlen werden? unsere Erklärung; ich habe nichts weiter hinzuzufügen.( Leb- Staate und im Reiche einen prägnanteren Ausdruck zu geben. hafter Beifall im Zentrum und links.) An einer derartigen Kundgebung theilzunehmen, verbietet uns, lichen Schranken frei zu äußern. Gefetz über die freie Religionsübung in Ungarn. Das Magnatenhaus nahm in dritter Lesung mit 126 Stimmen gegen Abg. v. Benuigsen( utl.): Meine politischen Freunde er als einer politischen Partei, die Rücksicht darauf, daß sich sowohl 112 Stimmen das Gesetz über die freie Religionsübung an, nach achten es als eine Ehrenpflicht, dem Fürsten Bismarck, welchem das amtliche als das außeramtliche Wirken des ersten Reichsben die Liberalen vereinbart hatten, die Vorlage felbft ver- Deutschland seine nationale Einheit und seine Machtitellung in fanzlers zu den Rechten, welche wir auf nationalem und kirchftümmelt anzunehmen, damit bei einer nochmaligen Verhandlung der Welt in erster Linie verdankt( Lebhafte Zustimmung bei den lichem Gebiete zu wahren haben, in schroffen Gegensatz gestellt nur der streitige Abschnitt über die Konfessionslosigkeit, Nationalliberalen und rechts), zu seinem Geburtstage durch den und diese natürlichen und verbrieften Rechte verletzt hat. Wir nicht aber die ganze Vorlage den Gegenstand der Debatte bilde. Herrn Präsidenten die Glückwünsche des Reichstages auszusprechen. find daher nicht in der Lage, uns den Herren Antragstellern anDiäten im englischen Parlament. Wenn bisher im( Beifall.) Viele tausende von Deutschen aller Berufsklassen und zuschließen und werden gegen den gestellten Antrag stimmen. deutschen Reichstag die Gewährung von Diäten beantragt wurde, der verschiedensten politischen Anschauungen rüsten sich jetzt in( Beifall links und im Zentrum.) Abg. v. Kardorff( Rp.): Ich glaube den Widerspruch, so wies man stets bin auf das altbewährte englische der Heimath und in der Ferne, den 80. Geburtstag des großen Parlament, das auch bisher den Abgeordneten teine Tages Staatsmannes in würdiger Weise zu feiern. Nicht begreifen welchen der Abg. Singer namens der sozialdemokratischen Partei gelber zahlte. Man vergaß dabei freilich der Freiheiten des würde man es und unverständlich würde es bleiben in erhoben hat, wird der Fürst Bismarck verschmerzen können. Vaterlande und außerhalb deffelben( Lebhafte( Beifall rechts, Lachen links.) Wenn die Abgg. Singer und englischen Parlaments zu erwähnen, Freiheiten, wie sie der unserem wenn der deutsche Reichstag welcher Richter den Versuch gemacht haben, das Votum des Reichsdeutsche Reichstag sich wohl niemals erringen wird. Doch auch Zustimmung). nicht eristiren würde( Erneute lebhafte Zustimmung), tages in diefer Angelegenheit auf das Niveau der Berliner die Diätenfrage wird in England jetzt geregelt werden. herabzudrücken., so finde Im Unterhaus beantragte gestern William Allen eine ohne die erfolgreiche politische Thätigkeit des Fürsten Bismard Sta dtverordneten Versammlung kann nicht Resolution, in welcher erflärt wird, da das Prinzip der gewiffermaßen allein an diesem Tage unthätig und grollend zur ich das außerordentlich erklärlich, aber ich ab= unentgeltlichen parlamentarischen Thätigkeit, auf welchem die Seite stände. Ich weiß wohl für die großen und umfassenden onders als das sagen: Wenn dieses Votum so gegeben wird wird von der Majorität des deutschen Reichstages, diese Einnahmepoften um 3 Millionen erhöht hat. Auch das Darauf wird ein Vertagungsantrag angenommen. wie es der Abg. Singer, wie es der Abg. Richter, wie es der preußische Abgeordnetenhaus hat es seinerzeit ausdrücklich an- Vizepräsident v. Buol schlägt für Dienstag u. a. auch die Abg. Graf Hompesch hier beantragt haben, dann, meine Herren, erkannt, daß es nicht parlamentarischer Brauch sei, die Neuwahl des Präsidenten vor. fage ich mir, daß nicht nur gegenüber unserem gesammten deutschen Einnahmen, welche die Regierung in den Etat eingestellt hat, Abg. Lieber schlägt vor, die Präsidentenwahl wegen der Baterlande, sondern gegenüber auch von ganz Europa, und nicht zu erhöhen. Ich halte mich verpflichtet, im Namen der Reichs- nothwendigen Vorbesprechung der Parteien erst am Mittwoch blos gegenüber von ganz Europa, sondern auch gegenüber der regierung festzustellen, daß gegen eine solche Erhöhung staats- vorzunehmen. ganzen Welt( Lebhafter Beifall rechts), und zwar nicht blos der rechtliche Bedenken bestehen. Vizepräsident v. Buol ist damit einverstanden. Gegenwart( Erneuter Beifall), sondern auch für alle Zukunft Abg. Richter( frs. Vp.): Eine Bezugnahme auf Preußen Abg. Richter hält es für nothwendig, den Etat rechtzeitig ( Beifall) sich der Reichstag unsterblich lächerlich ist nicht zutreffend, denn in Preußen werden die bestehenden fertig zu stellen, man könnte am Dienstag erst um 2 Uhr bein a cht. Steuern weiter erhoben; es besteht formell fein Einnahme- ginnen, bis dahin können die erforderlichen Vorbesprechungen Abg. v. Hodenberg( Welfe): Im Auftrage meiner politi- Bewilligungsrecht. Dieses liegt im Reiche in den Matrikular- beendet sein. schen Freunde aus Hannover bitte ich den Herrn Präsidenten, beiträgen, die in höherem Betrage erhoben werden müssen, wenn bei der Beglückwünschung des Fürsten Bismarck uns ausdrücklich man nicht die Steuern dem wirklichen Ertrage entsprechend ervon den Gratulanten auszunehmen. Es würde höhte. Weiter eingehen will ich auf die Frage nicht, denn es einem Hannoveraner schlecht anstehen, an der Ehrung eines besteht allgemein der Wunsch, die zweite Berathung des Etats Mannes theilzunehmen, welcher unter Mißachtung und schwerer heute abzuschließen. Verlegung des Rechtes deutscher Fürsten und Volksstämme Hannover zu einer preußischen Provinz machte.( Unruhe und Lachen. Ruf rechts: Gott sei dant, daß er es gethan hat!) Abg. v. Kardorff hält es für besser, erst am Mittwoch wieder eine Sigung abzuhalten, außerdem müsse aus fonftitutionellen Rücksichten das Präsidium des Hauses erst konstituirt werden, bevor die Etatsberathung fortgefeßt würde. Der Etat würde ohnehin rechtzeitig fertig werden, da die dritte Lesung voraussichtlich nur Die Zuckersteuer wird in dem höheren Betrage bewilligt, einen Tag erfordern würde. ebenso ohne Debatte die Tabak, Salz- und Branntweinsteuer. Abg. Nichter bestreitet dies, es bestehe fein tonstitutionelles Bei der Brau steuer beantragen die Sozialdemokraten Bedenken, eine Sigung unter einem einzigen Präsidenten abAuer und Genossen:„ Die verbündeten Regierungen zu erzuhalten. suchen, dem Reichstage einen Gefeßentwurf vorzulegen, durch den das Gesetz wegen Erhebung der Brausteuer vom 31. Mai 1872 dahin abgeändert wird, daß bei der Bierbereitung nur Waffer, Malz, Hopfen und Hefe verwendet werden darf." V Abg. v. Manteuffel erinnert daran, daß die Konservativen den dringenden Wunsch haben, den Antrag Kanit zwischen der zweiten und dritten Etatsberathung zur Verhandlung zu bringen; fie hoffen auf das Entgegenkommen der anderen Parteien. Abg. Lieber: Ueber diesen Antrag werden wir uns später unterhalten. Der zweite Präsident hat bis jetzt sein Amt nicht niedergelegt. Amtlich ist davon nichts bekannt geworden. Für den Vorschlag des Abg. Kardorff stimmen nur die Parteien der Rechten; die Neuwahl des ersten Präsidenten wird am Mittwoch erfolgen. Schluß gegen 5 Uhr. Nächste Sigung Dienstag 1 Uhr ( Etat und Zolltarifnovelle). Parteinachrichten. " Abg Graf zu Jun- und Knyphansen( f.): Meine Herren! Ich habe das Gefühl, daß die Worte, die mein verehrter Landsmann soeben gesprochen hat, nicht auf alle Hannove raner passen.( Beifall rechts.) Ich für meine Person habe das Gefühl, daß ich hier size auf grund des Artifel 29 der Reichsverfassung, nach dem bin ich gewählt als Vertreter einer Abg. Wurm( Soz.): Trotz wiederholter Anregungen des Nation. Als solcher habe ich nach meiner Ueberzeugung die Reichstages ist leider bis jetzt von seiten der Reichsregierung Verpflichtung, eine Ehrung für einen Mann mit auszusprechen, nichts geschehen, um dem Verbot der Biersurrogate näher zu der nach meiner Ueberzeugung das Verdienst hat, daß er uns treten. Bayern ist uns in dieser Beziehung voraus, und es beüberhaupt die Möglichkeit gegeben hat, in diesem Reichstag zu steht der Verdacht, daß in Preußen das Bier nicht aus fizzen.( Beifall rechts.) Hopfen und Malz allein, sondern auch aus anderen Abg. Liebermann von Sonnenberg( Antisemit): Ich Substanzen zubereitet wird. Mögen auch die Befürchtungen habe im Namen meiner politischen Freunde die Erklärung ab- in diesem tetracht zum theil übertrieben sein, so steht doch die That gegeben, daß wir freudigen Herzens unsere Zustimmung fache fest, daß jetzt Surrogate zum Bier verwendet werden dürfen. zu der Absicht des Herrn Präsidenten ertheilen, dem Fürsten Wir müssen dafür sorgen, daß überall die Surrogate nicht mehr Bismarck zu seinem achtzigsten Geburtstage die Glückwünsche verwendet werden. Man sollte meinen, daß Surrogate nur noch des Reichstages zu überbringen. Wir halten diesen Glückwunsch in verschwindendem Maße gebraucht werden. Thatsächlich find Von der Agitation. Am letzten Sonntag tagte in für eine einfache Pflicht der Dankbarkeit( Beifall rechts), die 1874 nur 1 pt. der gesammten zur Bierbereitung benugten Rheinsberg die erste sozialdemokratische Boltsversammlung, alle Deutschen ohne Unterschied des Glaubens und der Surrogate gewefen. 1893/94 waren es zwar 14/10 pet. Das ist in welcher Genosse Kiesel Berlin über die Umsturz- und politischen Meinung dem großen Baumeister des Steiches schulden, aber immer noch eine verhältnismäßig geringe Summe. Es Tabaksteuer- Vorlage sprach. Die Versammlung war sehr gut und wir sind fest davon überzeugt, daß eine Unterlassung dieser giebt eine große Zahl norddeutscher Brauereien, die gutes Bier besucht und nahm einen für uns günstigen Verlauf. Eine ProtestPflicht das Vertrauen und das Ansehen des Reichstages im brauen und nicht daran denken, Surrogate zu verwenden. Eine deutschen Volk schwer schädigen und den Spott des Auslandes bedeutende Anzahl anderer verwendet aber die Surrogate und eine An- resolution wurde gegen die Stimme eines Rittmeisters, der auch in der Diskussion gesprochen, angenommen.- In Erfurt fand am herausfordern wird. Soweit die Erklärung! Wenn von den zahl obergähriger Brauereien macht es sich zum Prinzip, Surrogate 16. März und in Weißenfels am 18. März je eine große Protest großen Parteien nicht der Begründung, die den Erklärungen der zu verwenden, während andere dieser Brauereien den Beweis versammlung gegen den geplanten Zoll auf Quebracho und andere Herren von der Linfen beigegeben wurde, widersprochen ist, so liefern, daß auch ohne Surrogate ein gutes obergähriges Bier auswärtige Gerbstoffe statt, die zahlreich besucht waren. Die Referate darf ich als Vertreter einer fleinen Partei das nicht besonders gebraut werden kann. Eine obergährige Brauerei rühmt sich in beiden Versammlungen hatte Genosse Millarg aus Berlin überfür mich in Anspruch nehmen, ich meine aber, der Humor der sogar, jährlich 25 000 hektoliter schweres Saccharinbier abzusetzen. nommen, der seine Aufgabe in bester Weise erledigte. Weltgeschichte wird es einmal fügen, daß, wenn der Name des Es wird behauptet, daß viele Brauereien Glycerin verwenden; Gegner meldeten sich in beiden Versammlungen nicht zum Wort. Fürsten Bismarck noch die ganze Welt erfüllt, man die Herren, ich weiß nicht, ob damit das aus Theer gewonnene Saccharin Die Diskussion, die in beiden Versammlungen sehr lebhaft war, die heute dagegen demonstriren, nur deshalb noch mit Namen gemeint ist, in den Brauereien wird aber das Glycerin als kennen wird, weil man sagen wird: Ach, das sind die sonder- Saccharin bezeichnet. Die Verwendung von Surrogaten fann zeigte, daß die Arbeiter in der Lederindustrie sich bewußt sind, baren Leute, die dem großen Deutschen einst die Ehrung zu auch vom Reichs- Gesundheitsamt als für menschliche Nahrungs- wurde die Nothwendigkeit der Organisation der betreffenden was eine Ausdehnung derartiger Schutzölle zu bedeuten hat, und feinem achtzigsten Geburtstage versagen wollten.( Lehafter mittel nicht geeignet angesehen werden. Wir stehen hier vor Arbeiter energisch betont. Die eingelaufenen Protestrefolutionen Beifall rechts.) einem Unifum in der ganzen Gesetzgebung, daß auf der einen wurden alsdann einstimmig angenommen. Präsident v. Levehow theilt mit, daß von zwei Seiten die Seite gefezlich der Verbrauch von Surroguten erlaubt ist, während Vom 16. bis 20. März hielt Genosse Dr. Quark von Franknamentliche Abstimmung über seinen Vorschlag beantragt worden andererseits das Reichs- Gesundheitsamt aus Surrogaten bereitetes furt a. M. in verschiedenen Orten des 10. badischen Reichstags= ist; nachdem dieselbe vollzogen ist, fährt er fort: Das Resultat Bier nicht als zulässiges Nahrungsmittel anerkennt. Wahlkreises( Karlsruhe- Bruchsal) gut besuchte Versammlungen der Abstimmung, an der 309 Mitglieder theilgenommen haben, Das Reichs Gesundheitsamt hat danach das Recht, An- ab, wobei er über die„ Lage der Landwirthschaft" referirte. Leider ist folgendes: Mit Ja haben gestimmt 146 mit Nein 163 Mit lagen zu erheben und die Gerichte müssen verurtheilen. mußten einzelne Versammlungen ausfallen, da uns die Gegner glieder, und demnach ist mein Vorschlag abgelehnt.( Vereinzelter 3 ist gut, wenn der Glaube, daß Bier aus Hopfen und Malz die Lokale abtrieben. In sämmtlichen Versammlungen war der Beifall links); für den Vorschlag des Präsidenten stimmen ge- besteht, im Bolte erhalten bleibt. Redner giebt eine Statistit Amtmann von Bruchsal in höchst eigener Person erschienen. schlossen die Deutschkonservativen, die Reichspartei, die National über die Verwendung der Surrogate in verschiedenen deutschen Trotzdem uns alle möglichen Hindernisse in den Weg gelegt liberalen, die deutsche Reformpartei und die freisinnige Ver- Staaten, bleibt aber bei der andauernden Unruhe im Hause auf Trotzdem uns alle möglichen Hindernisse in den Weg gelegt einigung mit Ausnahme von Barth, ferner der bayerische der Tribüne unverständlich. Im Jahre 1875 find rund wurden, können wir mit den Erfolgen sehr zufrieden sein. Die Ausführungen des Genossen Dr. Quart wurden überall mit Bauernvereinler Hilpert; Abg. Hahn ruft: 3weimal Ja!" 8 Millionen Hektoliter obergähriges Bier produzirt worden, zu unter großer Heiterkeit des Hauses; gegen den Vorschlag dem man 10 Millionen Kilogramm Surrogate verwendet hat. großem Beifall aufgenommen. stimmen die Sozialdemokraten, die süddeutsche und die freisinnige 10 Jahre später wurden nur 31/2 Millionen Hektoliter oberDie drei Hamburger fozialdemokratischen Wahlvereine Volkspartei, das Zentrum, die Polen, die Welfen und die gähriges Bier gebraut, zu denen nur 4 Millionen Kilogramm haben gegenwärtig 12 625 Mitglieder. Davon entfallen auf den Elfaß- Lothringer.) Surrogate hätten verbraucht werden müssen. Statt dessen zeigt Dieses Resultat veranlaßt mich, zugleich mein Amt als die Statistik, daß 9 Millionen Kilogramm verwendet worden ersten 2659, dazu kommen 52 Frauen; der zweite Kreis zählt 3016, der dritte 6950 Mitglieder. Dazu kommen für den zweiten Präsident niederzulegen.( Stürmischer, lange an find. Daraus geht hervor, daß Surrogate nicht allein für ober: Kreis 176, für den dritten Reis 211 Frauen. dauernder Beifall und Händeklatschen rechts, bei den National- gähriges Bier verwendet werden. 1874 wurden 12 Millionen liberalen und auf sämmtlichen Zuschauertribünen; Lärm auf der Settoliter untergähriges Bier gebraut. 10 Jahre später Genosse Hermann Sachse, der Vorsitzende des Verbandes Linken, Zwischenrufe. Ruf rechts: Pfui über solche Volts: 27 Millionen Hektoliter. Nach dem Verbrauch der Surrogate 1874 vertretung! Ruf eines Sozialdemokraten: Ruhe in der Minder- hätten hierfür 920 Millionen Kilogr. Surrogate verbraucht werden der sächsischen Berg- und Hüttenarbeiter, der gegenwärtig eine heit! Abg. v. Leve how verabschiedet sich kurz von seinen müssen, es sind aber nur 653 Millionen Kilogr, verwendet worden. einjährige Gefängnißstrafe verbüßt, leidet, wie wir in sächsischen Kollegen im Präsidium und verläßt den Saal.) Das zeigt, daß unser norddeutsches Bier die Tendenz hat, dünner Parteiblättern lesen, schwer unter dem Gefängnißleben, und es Vizepräsident v. Buol: Ich werde auf diese Entschließung zu werden; je mehr die Dividenden gestiegen sind, desto dünner ist nicht ausgeschlossen, daß er das Ende seiner Strafe überhaupt unferes bisherigen Herrn Präsidenten, die ich sehr bedauere, am wurde das Bier. Es fragt sich nun, wer die Surrogate ver- nicht erlebt.- Macht nichts, die Gerechtigkeit muß ihren Schluß der Sizung gelegentlich der Feststellung der Tagesordnung braucht hat; der Herr Staatssekretär weiß es aus den Steuer- Lauf nehmen und ginge darüber die Welt zu Grunde. für die nächste Sigung zurückkommen. Wir treten in die Tages- listen. In den letzten Jahren wurden von 8240 Brauereien in Auläßlich des Kongresses der belgischen Arbeiterpartet, ordnung ein.( Beifall links.) der Brausteuergemeinschaft in 2933 Surrogate verwendet. Es Abg. v. Bennigsen( zur Geschäftsordnung): Mein politischer ist aber in der Statistit nicht gefagt, ob das obergährige oder der zu Ostern in Antwerpen zusammentritt, ist eine große Freund, der zweite Vizepräsident Dr. Bürklin, ist zur Zeit nicht untergährige Brauereien sind. Auf den Brauertagen erklären Rundgebung geplant zu Ehren der bei Bergerhout gefallenen in Berlin anwesend und kann sich also nicht darüber erklären, charakteristisch erweise die mittleren und fleineren Brauereien: Polizeiliches, Gerichtliches 2c. wie er sich gegenüber dem Beschluß des Hauses und gegenüber Wir verbrauchen feine Surrogate, denn wir stehen in den kleinen In Reichenbach i. V. wurde eine Volksversammlung dem Rücktritt des Herrn Präsidenten verhalten wird. Wir werden Orten unter der Kontrolle des Publikums, denn die Bahnarbeiter mit ihm in Verbindung treten, und eine Entscheidung von ihm würden uns verrathen, wenn Surrogate zu uns kämen; wir mit dem Thema:" Die deutsche Revolution", verboten, wegen wird, wie ich annehme, binnen kürzester Frist aus der Schweiz fleinen Brauer sind es also nicht. Auf den Verbandstagen der des Einberufers, eines Genossen, der, wie das„ Sächs. Volkserfolgen. Ich darf aber schon jetzt in Uebereinstimmung mit der großen Brauer hört man aber wieder: Wir großen Brauer haben blatt" berichtet, seit 10 Jahren unbeanstandet Bersammlungen Auffassung meiner politischen Freunde sagen, daß ich nicht den es garnicht nöthig, Surrogate zu nehmen, wir haben so großen Absatz, - Die Beschlagnahme der Nr. 11 der in Gelsen. geringsten Zweifel daran habe, daß er dem Beispiel des Herrn daß wir darauf verzichten können; wir Großen sind es also nicht. firchen erscheinenden Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung" ist Präsidenten v. Levehow folgen wird.( Lebhafter Beifall und Ich glaube, es wird auf beiden Seiten gesündigt, bei einigen firchen erscheinenden Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung" ist Händeklatschen im Hause und auf den Tribünen.) großen und bei einigen kleinen. In letzter Zeit wird das ganz gerichtlich bestätigt worden. Abg. Richter: Ich glaube, daß diese Erklärung im Augen- helle Bier Mode, wozu Reis gebraucht werden kann. Wir blick feine praktische Bedeutung hat.( Zustimmung links, große wünschen also eine Abänderung des Brausteuer- Gesetzes dahin, Unruhe rechts.) Wir dürfen das Vertrauen haben, daß das daß die Surrogate verboten werden. Wir hoffen aber, daß mit Präsidium des Reichstages auch ohne die beiden Herren dieser nicht etwaige Biersteuern verknüpft werden. Wir halten geführt werden wird und daß sich Herren finden werden, die Brausteuer nicht für gerecht, sondern wünschen im Gegen welche es zu führen im stande sind.( Bustimmung lints; leb theil dringend, daß sie beseitigt wird, damit dem Volk ein billiges hafter Widerspruch rechts; große Unruhe.) Getränt geboten wird, sonst wird die Schnapspest immer größeren Umfang annehmen. Ich glaube, daß der Antrag auf allen Seiten des Hauses seine Zustimmung finden wird. Auf konfervativer Seite war man früher im Interesse der Stärkefabrikation dagegen, heute aber ist die Stärke ein überwundener Standpunkt; denn es find im letzten Jahre nur noch 2000 Kilogramm Stärke für diesen Zweck verbraucht worden. Darum wird man sich rechts nicht mehr darüber aufregen. Wir wünschen, daß die Regierung recht bald zu unserem Antrag Stellung nimmt, damit das Wort wieder Geltung bekommt: Unter großer Unruhe des Hauses wird dann die Berathung des Reichshaushalts Etats fortgesetzt beim Etat der Reichs Eisenbahnen, dessen unveränderte Genehmigung die Budgetkommission beantragt. = Bei den Ausgaben tritt Abg. Lingens( 8) für eine größere Sonntagsruhe der Beamten ein; nicht blos im moralischen Intereffe, sondern auch im Interesse der Betriebssicherheit liege es, den Beamten nach dem anstrengenden Wochendienst eine ausgiebige Sonntagsruhe zu gewähren. Arbeiter. einberuft. " * * * Depeschen. Wolff's Telegraphen- Bureau. Wien, 23. März. Das Neue Wiener Tageblatt" melde aus Sofia: Wegen ernster Unruhen an der hiesigen Universität wurde die juristische Fakultät geschlossen. Rom, 23. März. Jn Mirabella Jmbaccari wurden durch den Einsturz einer an die Kirche angebauten Bastei eine Anzahl Personen verschüttet. Bis jetzt sind sechs Todte unter den Trümmern hervorgezogen worden. Petersburg, 23. März. Heute wurde ein Gesetz verkündet betreffend die Einführung einer Kronsteuer von 1/4 bezip. 1/2 und 1 Kopeten pro Bud von allen in den Petersburger Hafen einzuführenden und aus demselben auszuführenden Waaren, rohe Pflastersteine ausgenommen. Der Etat wird genehmigt. Eine Reihe von Petitionen wird Bum guten Tropfen gehört auch Malz und Hopfen. Calcutta, 22. März. Lieutenant Roß, welcher mit 60 Sikhs nach den Anttägen der Kommission erledigt. Abg. Rösicke( wild) erklärt sich im Prinzip für das Verbot abgesandt war, um den englischen Posten in Refchun zu verEs folgt der Etat der Zölle und Verbrauch 3- der Surrogate, da die banerischen Biere dem norddeutschen stärken, wurde auf dem Wege dorthin bei Karaph vom Feinde, steuern. Die Budgetkommission beantragt, die Einnahmen Biere so große Konkurrenz machen, daß an der bayerischen der hinter Brustwehren stehend feuerte, angegriffen. Nach aus den Zöllen von 347 612 000 m. auf 348 572 000 m. Grenze Brauereien in Norddeutschland nicht mehr entstehen furzem Kampfe ordnete Roß den Rückzug an, als er sah, daß von fönnen. Die Regierung solle endlich sich bereit finden lassen, das er zu erhöhen. etwa 1000 Feinden umringt war. Er suchte sich Abg Jebsen( ntl.) weist darauf hin, daß infolge des russischen Verbot der Surrogate auch ohne eine Steuererhöhung dem Hause einen Weg durch die Feinde zu bahnen, da er aber einem 3ollfrieges die Rhederei durch die erhöhten Hafengebühren ge- vorzulegen. mörderischen Feuer von allen Seiten ausgesetzt war, entfam nur schädigt sei; namentlich die kleinen Rheder feien benachtheiligt Staatssekretär Graf Posadowsky: Ich bin gegen ein fleiner Theil der Truppe. Roß selbst, 46 Sikhs und ernsten und man verlange, daß aus den Erträgen der Kampfzölle die Surrogate ebenso wie die Herren; die Bierfurrogate find 8 Marketender wurden getödtet. Infolge dieser Rheder entschädigt werden. aber ebenso schwer zu definiren wie die Kunstwein- Fabritate. Nachricht werden die Vorbereitungen zum Entsah der englischen Wir wissen genau, welche Brauereien Surrogate verwenden. Truppen in Tschitral auf das Aeußerste beschleunigt. Es ist wiederholt versichert worden, daß für gewisse obergährige Biere der Reis, für die Exportbiere der Zucker unentbehrlich ist. Eine Durchführung des Surrogatverbots ist nur möglich in Verbindung mit einer Aenderung des Brausteuer- Gesetzes wegen der Kontrollvorschriften u. s. w. Ich habe die Ueberzeugung, daß die Biersteuer immer wieder drohend ihr Haupt erheben wird. Abg. Richter: Bange machen gilt nicht. Wenn die Bier stener sich wieder erhebt, so wird ihr auf den Kopf geschlagen werden. Staatssekretär Graf Posadowsky: Das Reich kann darauf leider nicht eingehen. Es handelt sich hier nicht um einen Verzicht auf eigene Einnahmen des Deutschen Reiches, sondern um einen Ersatz von Abgaben, welche ein fremder Staat von deutschen Unterthanen erheben darf. Gehen wir auf diesen Vorschlag ein, so geben wir damit den anderen Staaten eine sehr leichte Handhabe, ihrerseits die Gebühren zu erhöhen in der Hoffnung, daß dieselben ja doch aus der deutschen Reichstasse ersetzt werden. Die Erhöhung der Zolleinnahmen wird genehmigt. Die Einnahme aus der Zuckersteuer soll von 77 097 000 Die Brausteuer wird bewilligt; der Antrag Auer angenommen. Mart auf 80 Millionen Mark erhöht werden. Bei den Reich 3- Stempelabgaben beantragt die Staatssekretär Graf Posadowsky: Auf die Frage der Budgetkommission, die Einnahmen aus dem Stempel für RaufZuckersteuer selbst will ich nicht eingehen, da wir uns doch in und sonstige Anschaffungsgeschäfte( Börsensteuer) von 13 867 000 absehbarer Zeit mit der Zuckersteuer- Novelle zu beschäftigen auf 17 084 000 m.; aus dem Stempel für Lotterieloose von haben werden. Ich möchte nur darauf hinweisen, daß die Reichs- 1911 000. auf 2 322 000 M. zu erhöhen. regierung es für bedenklich hält, wenn die Budgetkommission Das Haus tritt dem Antrage bei. ( Depeschen- Bureau Herold.) Wien, 23. März. Die„ Pol. Korr." meldet aus Rom, daß die italienische Regierung an die Schweiz das Ersuchen ge richtet habe, die in Lugano weilenden Anarchisten wegen ihrer nach Italien gerichteten Agitation auszuweisen. Junsbruck, 23. März. Heute Abend findet im großen Stadtsaale ein von den deutschnationalen Studenten veranstalteter Bismarck- Kommers statt, welcher in feinem Zusammenhange mit der Bismarckadresse steht. Es werden Ruhestörungen befürchtet. Die bereits angesetzt gewesene große Uebung der Garnison ist deshalb abgesagt worden. Rom, 23. März. In der Nähe der Gemeinde Bueltis auf Sardinien griff eine Räuberbande eine von Hirten bewohnte Häusergruppe an und plünderte alle Wohnungen. Auch das Vieh wurde geraubt. Auch bei Syrakus schleppten Briganten einen reichen Gutsbesitzer in die Berge und beraubten ihn. Hierzu drei Beilagen. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 71. Tokales. = Sonntag, den 24. März 1895. 12. Jahrg. Millionärzüchter und geriebenen Geschäftspolitiker Bismard| lag unter dem Schutzblech eines eisernen Ofens versteckt und gleich Bleichröder Freund und Bruder zu heißen. wurde durch einen reinen Zufall entdeckt. Jetzt fällt es für Parteigenossen im 4. Berliner Reichstags- Wahl- Die Wahlen der Ausschußmitglieder für die zur Durch bereits aufgewendete und noch aufzuwendende Kosten dem Stadtkreise. Da die Diskussion über den Bericht der Fünf- führung der Invaliditäts- und Altersversicherung errichtete Ver- fäckel zu, während nothleidende Verwandte, in diesem Falle zehner Kommission in der am Freitag stattgefundenen sicherungsanstalt des Stadtkreises Berlin, Wahlbezirk Nr. VI aus nichts weniger als„ lachende Erben", das Nachsehen haben. Boltsversammlung nicht zu Ende geführt werden konnte, findet der Zahl derjenigen Versicherten, welche einer wahlberechtigten am heutigen Tage statt die Fortsegung der Versamm Krankenkasse zc. nicht angehören, fand gestern im Stadtausschuß daten des Alexander- Regiments in Berlin berichten einige Blätter, Zu dem Fall von Gehorsamsverweigerung eines Sols Iung, vormittags 10 Uhr, in Reller's Fest statt. Die Wahlen ergaben folgendes Resultat. Von den Vor- daß der betreffende Rekrut Thröner nicht Mennonit sei, sondern fälen, Koppen str. 29. In derselben soll zu gleicher Zeit die sicherten wurden folgende Arbeitnehmer gewählt: Nene Mitglied einer in diesem Jahrhundert in der Schweiz ents Wahl der Spediteure vorgenommen werden und es ist daher um und Gnotet, als erste Ersatzmännner Delenschte und Schüler, als standenen und dort sowie im Elsaß verbreiteten Sefte, welche möglichst zahlreiche Betheiligung erwünscht.( Siehe Inserat zweite Erfaßmänner Malakowski und Ebert, als Vertreter der von einem gewissen Fröhlich gegründet wurde und deren Mit in heutiger Nummer.) Arbeitgeber Rösicke, Brauereidirektor, Louis Ravené, Kaufmann, glieder sich den Namen„ evangelische Taufgesinnte" beigelegt haben. Die Fünfzehner- Kommission. als erste Ersatzmänner Spindler, Konumerzienrath, A. v. Siemens, Uebrigens hat Thröner selbst zugestanden, daß er nicht Mennonit Achtung, Parteigenossen des 6. Berliner Reichstage. Fabrikbesitzer, Isidor Löwe, Kaufmann, Dr. Kastel. sei. Mit Rücksicht hierauf ist bei Thröner auch nicht die sonst den Wahlkreises. Diejenigen Genossen, welche den Vorwärts" von den Parteispediteuren erhalten und am 1. April d. J. ihre Wohnung wechseln, werden ersucht, recht bald ihre neue, genaue Adresse an einen der unten bezeichneten Spediteure, von welchem fie den Vorwärts" jezt zugestellt bekommen, gelangen zu lassen, damit in der Weiterbestellung keine Störung eintritt. Die Adressen der Spediteure sind: Für Moabit: Hempel, Lübeckerstr. 16, H. p. " Witterungsübersicht vom 23. März 1895. Stationen. Barometertand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke Wetter Temperatur ( nach Celsius Die 9. städtische Fortbildungsschule für Jünglinge, Mennoniten zugestandene Verwendung als Bureauschreiber u. dgl. Fruchtstr. 38, eröffnet das Sommer- Halbjahr am 1. April. Das in Anwendung gekommen. Programm enthält folgende Lehrfächer: Körperzeichnen, Ornamentzeichnen, Figürl. Zeichnen nach Gips und nach dem Leben, Naturstudien und Blumenmalen, Zirkel- und Projektionszeichnen, darstellende Geometrie, Fachzeichnen, Modelliren( Ornament und Figürliches nach Gips und nach dem Leben). Deutsch, Rundschrift, Gesetzestunde, Rechnen, faufmännisches Rechnen, Algebra, Geometrie, Trigonometrie, Phyfit, Chemie, einfache und doppelte Buchführung, Stenographie, Französisch und Englisch. Für Gesundbrunnen: Gaßmann, Grünthalerstr. 67, H. p. ältere( über 18jährige) Theilnehmer sind besondere Kurse des Rosenthaler Vorstadt: Rosenthal, Swinemünderstr. 79, S. III Sonntags vormittags im Zeichnen, Aquarelliren und im Akt" Schönhauser Vorstadt: Mars, Rastanien- Allee 96 p. Modelliren eingerichtet. Anmeldungen nimmt der Dirigent im Der Vertrauensmann. Schulhause entgegen am 25. bis 30. März abends von 7 bis 8 Uhr, am Sonntag, den 31. März, von 11 bis 12 Uhr vor- München mittags. " " Wedding und Oranienburger Vorstadt: Stolzenburg, Wiesenstraße 14, p. " Wir hätten daher im Verein mit der Arbeiterschaft Berlins gern etwas näheres über den Ursprung und den Umfang der Deputationen gewußt, die der werkthätige Norden zu der höfischen Zeremonie angeblich entsendet haben soll. Vielleicht weiß das eine oder andere Blatt reichstreuer Rouleur die Neugierde des werkthätigen Nordens über die von ihm ohne sein Wissen entfendeten Deputationen zu stillen. Swinemünde. Hamburg Berlin 758 GSD 760 NW 758 NW Wiesbaden. 764 763 933 760 756 N 744 NNW 755 SW 753 G • . 765 2 Wien Gegen die Stadtrechtverleihung hat sich gestern sehr Haparanda entschieden der Haus- und Grundbefizerverein zu Schöneberg Petersburg ausgesprochen. Nur für den Fall, daß sich die Verhandlungen Cork. mit Berlin wegen der Einverleibung zerschlagen sollten, sei die Aberdin. Verleihung der Städte- Ordnung anzustreben. " Zum Bismarckradau. Ter Bund der Berliner Grundbefizer- Vereine hat beschlossen, Bismarck die Ehrenmitgliedschaft zu verleihen. B. hat mittheilen lassen, daß er sich durch diese Ernennung geehrt fühle und sich freuen würde, im Laufe des April eine Deputation des Bundes behufs Ueberreichung einer Adresse zu empfangen." Paris • (-) T43244215BB ( 6 of Dog LIBB4589966 moltig 1 bedeckt bedeckt bedeckt 1 3 heiter Regen wolfig -18. bedeckt -9 Regen wolkig bedeckt Gerichts- Bettung. An die Parteigenossen von Mariendorf, Tempelhof 2c. In der am 10. d. M. in Marienfelde stattgehabten Versammlung wurde beschlossen, für die Orte Lankwiz, Mariendorf, Marienfelde, Tempelhof den Vertrieb unserer Presse und Literatur in eigene Regie zu übernehmen und übertrug man die vorläufigen Schritte einer Kommission, welche am 17. d. zusammentrat. Sie glaubte, den Termin, an welchem mit dem Vertrieb begonnen werden soll, auf den 1. Juni festsetzen zu dürfen, da sie hofft, bis dahin mit ihren Vorarbeiten zu Ende zu Allgemeine Berliner Omnibusgesellschaft eine neue Linie Nene Omnibuslinie. Mit dem heutigen Tage hat die Wetter Prognose für Sonntag, 24. März 1895. fein. Da das Unternehmen im Interesse der Partei und nur Nachts etwas tälteres, am Tage wärmeres, zunächst vielfach durch starke Betheiligung der Arbeiter möglich ist, hofft die Kom- Königsthor- Anhalter Bahnhof eröffnet. Die Wagen durch heiteres Wetter mit mäßigen südwestlichen Winden; nachher neue mission, daß sich keiner der Parteigenossen davon ausschließen fahren die Neue Königstraße, Königstraße, Schloßplay, Jäger, Trübung und etwas Regen. wird. Die Parteigenossen der oben genannten Orte werden da- Oberwall, Jerufalemer, Leipziger, Friedrich- und Kochstraße Berliner Wetterbureau. her ersucht, so bald wie möglich die Bedürfnisse in Presse 2c. bis zum Anhalter Bahnhofe. der Kommission mit genauer Angabe von Namen, Wohnung Polizeibericht. Am 22. d. Mts., morgens, wurde ein Mann in seiner Wohnung in der Schwedenstraße erhängt vorund der zu bezeichnenden Schrist( in wieviel Exemplaren) mit gefunden. zutheilen.( Der Vertrieb des Vormittags stürzte sich eine gemüthstranke Frau Volksblatt" wird in aus dem dritten Stock eines Hauses in der Hornstraße auf den Marienfelde schon vom 1. April ab vom Genossen Hof hinab und fand sofort den Tod. Abends versuchte ein Trebus besorgt.) Bestellungen nehmen entgegen: In Marien Zimmermann in seiner Wohnung in der Fürstenwalderstraße sich dorf: Fahner, Rochstr. 5; Hollinach, Ackerstr. 14. In Marienfelde:" Falkenhagen, Billenkolonie; durch Zerschneiden der Pulsadern zu tödten, und brachte sich be= Die vielseitige Bereitwilligkeit Bismarck's zur Annahme deutende Verletzungen an den Handgelenken bei. In der Nacht Schmidt, Großbeerenstr. 78; Trebus, Dorfstr. 25. diefer Ehrenbezeugungen macht den Eindruck, als ob er selbst zum 22. d. Mts. gerieth in der Straße An der Stadtbahn ein Die Kommission. über seine dem Volke erwiesenen Wohlthaten im Laufe der Zeit Arbeiter unter die Räder einer führerlosen Droschte, deren Komisch. Unter dem Personal, das am Freitag Morgen ebenso zweifelhaft geworden ist, wie viele andere es immer Pferd durchgegangen war, und erlitt einen Bruch des Unterbei Einweihung der Gnadenkirche Spalier zu bilden hatte, waren, und daß er das Bedürfniß hat, sich diese Zweifel vom schenkels.- Im Laufe des Tages fanden sechs kleine Brände statt. werden in servilen Blättern auch Arbeiter- Deputa: Halse zu schaffen, indem er sich seine Vorzüge" durch möglichst tionen aus dem wertthätigen Norden Berlin 8" viele Zeugnisse noch schriftlich bescheinigen läßt. Das Zeugniß aufgezählt. So weit wir aus der Statistik der Reichstagswahlen der Grundbesitzer- Bereine finden wir aber gar zu wohlfeil! und anderweitig unterrichtet sind, ist der werkthätige Norden In der Urania wird Dienstag, den 26. d, M., abends Berlins von Kopf bis zu Füßen sozialdemokratisch und daher 73/4 Uhr, Herr Professor Dr. G. Koppe aus Braunschweig einen nicht befähigt, dem Militär- Christenthum zu dienen. Projektionsvortrag über„ Die großartigsten Alpen- und Hoch Wegen Beleidigung des Erb- und Burggrafen gebirgsbahnen vornehmlich der Schweiz" halten. Prof. Koppe, zu Dohna- Lauck standen gestern die Redakteure des Vorwäris" der bekanntlich die Absteckungsarbeiten am St. Gotthardtunnel und des Berliner Tageblatt", die Herren Pötsch und geleitet hat, wird neben den älteren Durchstichen des Mont- Cenis Grüttefien, vor der sechsten Straftammer des Land. und Gotthard auch das Projekt der Simplondurchbohrung gerichts 1. Der Vorwärts" hatte seinerzeit einen Artikel ge besprechen, und die in Aussicht genommenen Zahn- und Draht- bracht, in welchem das Verfahren gegeißelt wurde, das der Graf seilbahnen im Anschluß an bereits ausgeführte näher erörtern.| Dohna bei der Entlassung eines auf seinem Gute fast 30 Jahre Eine Reihe charakteristischer Hochlandsbahnen wird den Vortrag dienenden Försters Marquardt beobachtet hatte. Es wurde be Die Kellner des Herrn Hoflieferanten Schulze. Wir illuftriren. hauptet, der Förster, welcher stets in dem Wahne gelebt habe, haben folgende Zuschrift erhalten:" In einer Ihrer letzten Nummern brachten Sie eine Notiz, wonach die Kellner des Hof was die Reptiliensammlung anbetrifft, neben anderen ein paar eines Wilddiebes das Unglück gehabt habe, sich durch sein Unter den Bereicherungen des Berliner Aquarium ist, auf Lebenszeit angestellt zu sein, sei mit ganz färglicher Pension entlassen worden, nachdem er bei der Verfolgung lieferanten Schulze im Reichstags- Restaurant frei sehr großer, starter Kreuzottern zu erwähnen, die in der vorigen willig" eine Erklärung unterschrieben hätten, daß sich dieselben Woche an einem als Wohnstätte dieses giftigen Gezüchts bekannten eigenes Gewehr schwer am Fuße zu verlegen, so daß er seinen im Geschäft des Herrn Schulze sehr wohl befinden, täglich durch- Orte der Mark außerhalb des Schlupfloches erbeutet wurden: Dienst nicht mehr im alten Umfange ausüben konnte. schnittlich 5 Mark verdienen und folgedessen kein Gehalt bean- sie bestätigen die Thatsache, daß die Kreuzotter unter allen Vorwärts" hatte denn auch die brieflichen Antworten mitspruchen. Diese Behauptung ist unwahr! Allerdings haben deutschen Striechthieren zu denjenigen zählt, welche am ersten ihre getheilt, welche der Graf D. dem Förster M., der seine Dienstfich leider einige der armen Teufel herbeigelassen, die ihnen vom Winterherberge verlassen, zu welchem Schritt sie diesmal noch wohnung plöglich räumen mußte, auf verschiedene Gesuche, seine Geschäftsführer Schumann vorgelegte Erklärung zu unter- besonders durch das in ihr Quartier eindringende Eis- und Lage zu verbessern, ertheilt hatte. Der Petent wird darin sehr schreiben, um eben ihr bischen Brot nicht ganz zu verlieren. Die Schneewasser mögen veranlaßt worden sein. Auch andere Er- kurz und abweisend behandelt und wiederholt auf den Orts jenigen Kellner aber, welche sich weigerten, ihre Unterschrift zu scheinungen im Aquarium tündigen den Frühling an; die zarten armen- Verband verwiesen. In einem der Bescheide heißt es dem Machwerk zu geben, find entlassen worden, so unter Knospen und Keime der Pflanzen in den Süßwasserbecken haben u. a." Sonst tommt er als Tagelöhner in die Nachbarschaft anderem der langjährige Oberkellner Sch. und der Kellner sich ausgebildet und treiben und zahlreiche frischgrüne Blätter und seine Frau als Melkerin in den Kuhstall", und in einem Friedrich Sch., beide Mitglieder des deutschen Kellnerbundes, und Zweige erfüllen fchon die Wasserschichten; die gefiederten andern: ist er ganz arbeitsunfähig, so spaziert er ins Hospital!" welcher auch das Placement in dem Reichstags- Restaurant und Säuger fonzertiren und glänzen im Hochzeitskleide, auch viele Der thatsächliche Inhalt dieses Artikels ist vom Berliner Abgeordnetenhause( ohne Gehalt) besorgt. Das Schöffengericht hatte in Außerdem ist die Fische prangen jetzt in prächtigen und zu anderen Zeiten ver- Tagebl." übernommen worden. Behauptung des Hoflieferanten Schulze, daß seine Kelluer gar mißten Farbentönen, die trägen Kriechthiere und Zurche zeigen beiden Artikeln eine Beleidigung des Grafen zu Dohna erblickt fein Gehalt haben wollen, schon an sich eine so turiose, daß lebhaftere Bewegung und häuten sich. und die Angeklagten zu je 100 art Geldstrafe verurtheilt. ein vernünftiger Mensch dazu nur lächeln fann. Hiergegen war Berufung eingelegt worden und die Angeklagten Ein nenes Sommertheater soll dem Norden Berlins hatten den Wahrheitsbeweis angetreten. Aus den kommissarischen zu Dohna erklärte: Als er die Besizung von einem entfernten Das Etablissement Weimann's Vernehmungen ergab sich folgendes. Friedrich Erbgraf Ontel erbte, habe er den Förster M., der schon Jahre lang bei dem Vorbesitzer diente, mit übernommen und einen neuen Vertrag mit ihm geschlossen, welcher feinerlei Bestimmung über die Dauer der Anstellung enthielt. Daß M. bei der Verfolgung eines Wilddiebes zum Krüppel geworden, sei ihm absolut unbekannt gewesen. Er habe nur gehört, daß derselbe sich einmal in trunkenem Zustande selbst verwundet habe und habe ihn entlassen, weil er feinen Dienst nicht mehr gut versah und namentlich nicht genug abend Morgen um 5 Uhr ein Personenzug der Ostbahn auf dem scheide hat der Graf zugegeben. Ein Leichenfund im Eisenbahn- Zuge. Als am Sonn- Raubzeug tödtete. Form und Inhalt seiner mitgetheilten Be Der Förster Marquardt Schlesischen Bahnhofe einlief, wurde in einem Wagen vierter hat ausgesagt, daß er im Jahre 1864 in den Dienst der Grafen Klasse die Leiche eines etwa 40 Jahre alten Mannes auf D. zu Reichardswalde eingetreten sei. Es sei bis dahin nie vorgefunden, der eine lederne Umhängetasche und einen Raften mit gekommen, daß ein Förster aufgekündigt oder entlassen wurde Sachen bei sich führte. Nach den Aussagen von Mitreisenden und deshalb habe er, als der neue Besitzer mit ihm einen neuen handelt es sich um den Arbeiter Franz Stibowski, der aus Vertrag machte, angenommen, daß derselbe für die Jwiczno stammt und über Bremen nach Emden zu reisen Lebenszeit bestimmt ſei. Am 27. Februar 1880 habe er beabsichtigte, um bei dem Kanalbau Beschäftigung zu finden. Die die Spuren eines Wilddiebes verfolgt, sei ausgeglitten Todesursache hat noch nicht festgestellt werden können. und hingefallen und habe sich durch Entladen seines Ge= In der Untersuchungsfache gegen die Gräfin Emilie wehres eine schwere Verlegung am Fuß zugezogen. Drei Jahre später sei er unter den angegebenen Umständen entlassen worden, 2. Der Lokomotivführer a. D. Schäling hat im Jahre 1898 Perponcher hat jezt eine umfangreiche Zeugenvernehmung weil er infolge des Zustandes seines Fußes nicht mehr so wie früher berg gegen 5 pŒt. Zinsen auf dringende Bitten hinter 1200 mmrichter mit dem Protokollführer nach Hegermühle bei Eberswalde bezeugt, daß er seinen Dienst zufriedenstellend versehen habe..begeben, woselbst außer der Vernehmung der Hauptbelastungs. Soweit die Zuschrift. Die von uns angestellten Recherchen nächstdem befcheert werden. bestätigen die obigen Angaben voll und ganz. Vier von den im Volksgarten, Badstraße 52, wird nämlich, nachdem es längere Reichstags- Restaurant beschäftigten Kellner unterzeichneten, sagen Beit gefchloffen gewesen, demnächst wieder unter der Direttion wir freiwillig, die anderen weigerten sich und diese sind sämmt- May Samst eröffnet werden. Die Festsäle stehen schon von heute lich heute nicht mehr in der glücklichen Lage, sich bei Herrn Schulze ab dem Publikum offen. bei täglich 5 M. Bettelgeldern wohl zu befinden". Um einer eventuellen Berichtigung seitens des Herrn Schulze zuvorzukommen, Ben- Ali- Bey, der Zauberer, veranstaltet Unter den Linden 21 sei ausdrücklich betont, daß die betreffenden allerdings heute wiederum zwei Vorstellungen, von denen die eine, zu der bei Leibe nicht wegen ihrer Weigerung entlassen worden sind. Die Kaffenpreise auf die Hälfte ermäßigt sind, um 4 Uhr nach Herr Schulze war als moderner Unternehmer vorsichtig genug, mittags beginnt. durch Kontrakt zu bestimmen, daß er jederzeit sofort das Verhältniß zu seinen unbezahlten Arbeitern zu löfen berechtigt sei. Damit ist der freiwilligen" Erklärung der vom Trinkgeldbettel lebenden dienstbaren Geister der„ Fraktion Schulze" jeglicher folide Schimmer genommen und das Machwerk erscheint als ein ganz gewöhnlicher Unternehmertrict. Auch eine Berichtigung. Dem„ Berliner Tageblatt", das die Nachricht von den Wucherpraktiken des in heroischer Bismarck trauer gegangenen Dr. Hentig brachte, ist von diesem Herrn folgende Berichtigung" zugestellt worden: ,, 1. Mir ist von einer Untersuchung gegen mich nichts betannt. Ob jemand mich denunzirt hat, weiß ich nicht. von Dantbarkeit 250 Mart meiner Frau als Ge schent gegeben. Diese 3000 M. hat er von niemand anders bekommen können, auch gegen höheres Damno nicht. " Der des Termins war derartig, daß eine Haftentlassung der Gräfin, quardt von einer Begegnung mit Wilddieben s. 3. nichts gesagt, sowie des mitinhaftirten Dr. med. Voigt nicht erfolgen kann. Die Verwundung in der Trunkenheit zugezogen habe. Er habe man sei vielmehr allgemein der Meinung gewesen, daß er sich Sämmtliche Anträge auf Haftentlaffung seitens des Vertheidigers, öfter zu Rügen Anlaß gegeben, weil er häufig angetrunken war. 3. Den Verschönerungsverein in Hangelsberg habe ich selbst Rechtsanwalt Dr. Schwindt, werden daber abgewiesen, obwohl Dagegen hat der Oberjäger Behr, unter welchem M. mehr gestiftet und war drei Jahre lang Borsigender desselben; was der Graf Perponcher sich bereit erklärt hat, eine namhafte als 20 Jahre gestanden, demselben bezeugt, daß derselbe ein am Sonntag vorging, weiß ich nicht." Der Herr Oberlehrer Dr. Hentig giebt also zu, daß ihm Raution zu stellen. Die Ablehnung erfolgt hauptsächlich aus fehr erfahrener, ausgezeichneter, pflichttreuer in früheren und seiner Frau zusammen in einem Fall aus Dankbarkeit" nicht weniger als 131/3 pCt. jährliche Zinsen auf ein Darlehn Jahren schon einmal in Amerika gewesen ist. gegeben worden sind. Damit hat der urteutsche Antisemiterich Bei einem Almofenempfänger, der in einem entfeßlichen zweierlei dargethan: Erstens, daß er in Geldangelegenheiten ein Rellerloche eines Hauses der Rosenthalerstraße seit Jahren wohnte ganz vorzüglicher Geschäftsmann ist, und in weiterer Folge, daß und vor einigen Tagen plößlich von Frrsinn befallen wurde, find er ein volles Recht hat, seinen beleidigten Abgott den smarten 2650 M. in Gold und Scheinen gefunden worden. Das Geld der sich im Dienſt nie betrunken gezeigt habe. Rechtsanwalt eine hielt biernach die Wahrheit der in dem Artikel behaupteten Thatsachen für erwiesen und eine Beleidigung des Grafen zu Dohna nicht für vorliegend. Die geschilderten Vorgänge ständen in der That gar sehr im Widerspruch mit dem " -es pratischen Christenthum", welches manche Leute jetzt so gern| Amusement hätten, um so zahlreicher nach der Versammlung Kollegen! Es liegt an Euch zu verhindern, daß Euch der im Munde führen. Beim alten ostpreußischen Adel sei es bisher strömen würden. Von dieser Erwägung zu der Annahme und Maximalarbeitstag länger vorenthalten wird. Wir müssen für doch wohl nicht üblich gewesen, einen Angestellten, der fast dreißig Befürchtung, daß gerade an solchen Tagen und unter diese unsere Forderung eine rege Agitation entfalten, und den Jahre treu gedient, mit einer Bettelpension zu entlassen, d. h. in solchen Umständen leicht leicht eine Störung der öffentlichen Verband zu der einer guten Organisation nöthigen Macht vers einem Alter, wo er eine andere Anstellung kaum mehr finden kann. Ordnung und Sicherheit eintreten fönnte, an der Zeit ist, fet nur helfen. Ferner glauben wir, daß Das entspreche nicht den vielgerühmten patriarchalischen Zu- ein Schritt, um so mehr, als die Versammlung ja das veraltete System der Naturalverpflegung zu beseitigen, ständen auf dem Lande. Solche Vorgänge öffentlich zur Sprache ausdrücklich als eine große öffentliche Volks und die Gewährung eines Minimallohnes zu fordern, der zu bringen, fei geradezu ein Verdienst und wenn darin eine Be- versammlung angekündigt gewesen sei. Aber auch noch in je nach den örtlichen Verhältnissen zu bemessen ist. In anbetracht leidigung liegt, würde überhaupt kein Unrecht mehr, feine anderer Hinsicht hätte Tumult und Lärm befürchtet werden diefer Forderungen ist es nothwendig, den Kongreß recht zahlSchlechtigkeit, feine Unmoralität durch Thatsachen festgestellt tönnen, denn in Luckenwalde ständen die radikaleren( unreich zu beschicken. Kollegen! Wählt deshalb Männer, die unsere werden können. Die Bescheide des Grafen an feinen Förfter abhängigen) und gemäßigteren Sozialisten sich gegenüber. Das Interessen nach dieser Richtung vertreten. An Orten, wo wir enthalten doch einen bitteren, mit Absicht hervorgesuchten Kammergericht stellte nun vorläufig das Verfahren ein, gab aber feine Verbindung haben, werden die Gewerkschaftskartelle ersucht, Hohn. So dürfe ein Graf Dohna nicht an seinen der Meinung Ausdruck, daß der Konflikt der Regierung nicht be- Versammlungen einzuberufen und die Beschickung des Kongresses alten Förster schreiben und wenn eine Beleidigung gründet sei. Auf dem Oberverwaltungsgericht, welches den Konflikt zu veranlaffen. Alle Zuſchriften find an R. Hohlfeldt, vorliege, so habe sie sich der sie sich der Graf durch sein Ver- auszutragen hatte, machte Trautsch geltend, daß dem Bürgermeister Berlin O., Große Frankfurterstraße 75, part., zu richten. Ebenda halten felbft zugefügt. Er beantrage die Freisprechung. Der hinsichtlich des Versammlungsverbotes feine gesetzliche Bestimmung find Mandatsformulare zu fordern. Delegirte wollen sich vorher Staatsanwalt bestritt, daß der Inhalt der Artikel sich zur Seite stände und daß somit die Ueberschreitung seiner Amts: an obige Adresse wenden. Auch werden die örtlichen Kartelle Das Komitee. genau mit den Thatsachen decke. Der Artikel im Vorwärts" befugnisse klar zu Tage liege. Der 1. Senat des Gerichts erklärte ersucht, über ihre ev. Erfolge zu berichten. entspreche vielmehr ganz der„ verhehenden Tendenz" dieses unter dem Vorsitz des Präsidenten Persius den Konflikt für Die Parteipresse wird um Abdruck gebeten. Blattes. Er beantrage die Verwerfung der Berufung. Der unbegründet. Der Vorsitzende führte aus: Die Verordnung Achtung, Schneider! Nachdem das Ober- VerwaltungsGerichtshof war der Ansicht, daß in dem Artikel in nicht ganz aus dem Jahrt 1879 fönnte nicht Anwendung finden, gericht entschieden hat, daß sämmtliche Heim- und Plazarbeiter zutreffender Weise Vorgänge so gruppirt feien, daß Graf Dohna aus ihr( die sich mit Tanzluftbarkeiten und Sonstigen einer Krankenkasse angehören müffen, geben wir hiermit bekannt, dadurch beleidigt werde, zumal dieser ohne Verpflichtung dem rauschenden Vergnügungen befaßt) laffe sich das Ver- daß unsere Kasse, der Kranken- Unterstüßungsbund der Schneider, Förster M. eine Pension bewilligt habe. Die junterlichen Stil- fammlungsverbot nicht herleiten. Es müsse angenommen blüthen des chriftlichen Grafen, die der Vertheidiger einer beißen- werden, daß sich der Bürgermeister Suchsland geirrt hätte. Db den§ 75 des Krankenkassen- Gesezes entspricht und diejenigen, den Kritik unterzog, fchienen auf den Gerichtshof feinerlei Gin- das Verbot der Versammlung entschuldbar sei und ob Suchsland welche unsere Kasse angehören nicht gezwungen werden können einer Orts- oder Junungskasse beizutreten. druck gemacht zu haben, sie wurden in der Urtheilsverkündung im guten Glauben gehandelt habe, fei ganz gleich giltig. Das Beitrittsgeld beträgt bis zum 40 Jahre 1 M., vom nicht erwähnt. Dagegen wurde hervorgehoben, daß der Graf Nach§ 11 des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungs 40 bis 50 Jahre 3 M. Wöchentlicher Beitrag 1. Klasse 35 Pf., juristisch gar nicht verpflichtet war, dem Förster M. eine Gefeß habe das Oberverwaltungsgericht einfach zu prüfen Unterstützung 9,10 M.; 2. Klasse 40 Pf., Unterstützung 10,85 M.; Pension zu gewähren, eine Thatsache, die von der Vertheidigung gehabt, ob Suchsland seine Amtsbefugnisse überschritten 3. Klasse 45 Bf., Unterstützung 12,60 m. auch gar nicht behauptet worden war. Bei der gegen den Vor- habe oder nicht. Da ein Ueberschreiten der Amtsbefugnisse des wärts" verhängten Strafe von 100 Mart sei es angesichts der Bürgermeisters unbedingt vorliege, habe der Konflikt für nicht Gesammthaltung des Blattes" zu belassen. Die begründet erklärt werden müssen. Das Verfahren auf SchadenBerufung des Angeklagten Pötzsch wurde deshalb verworfen, ersatz habe demnach seinen Fortgang zu nehmen. die Strafe gegen den Angeklagten Grüttefien aber auf Was wird jetzt Herr von Köller sagen, dem das Ober50 Mart herabgesetzt, da die Beweisaufnahme ergab, daß er vor verwaltungsgericht und sein Präsident ja ganz besonders ans der Veröffentlichung des Artikels feine Kenntniß von demselben Herz gewachsen sind? erhalten hatte, mithin nur Fahrlässigkeit vorlag. " dem vor " Die Kasse gewährt frei Arzt und Arznei. Das Rassenbureau befindet sich Schüßenstr. 18-19, vorn im Restaurant Frengang, geöffnet von 8 bis 1 Uhr mittags. Zahlstellen sind: Neue Friedrichsir. 44 bei Rölling, geöffnet jeden Montag von 8 bis 10 Uhr abends; Annenstr. 9 bei Prot, Mittwoch, abends von 8-10 Uhr; Calvinstr. 11 bei Köhler, Mittwoch, abends Die Lotalverwaltung. von 8-10 Uhr. 18 Ziegelei- Arbeiter und vier weibliche haben in einer einige Tage umsonst arbeiten sollten. Ziegelei in Haynau i. Schl. die Arbeit niedergelegt, weil sie einige Tage umsonst arbeiten sollten. " 20 Opfer des Glasarbeiter- Ansstandes in Oldenburg liegen noch immer ohne Arbeit auf der Straße. Sie sind von den Unternehmern auf die Hungerlifte gefeßt und haben noch nirgends Arbeit finden können. Der Bergarbeiter- Streit im Kohlenbecken von Lüttich nimmt an Ausdehnung zu. Ein neuer Diamantarbeiterstreit ist in Amsterdam ausgebrochen. Etwa 1000 Mann sind daran betheiligt. Die Diamanthändler haben einen Ring gebildet, Dermischkes. Vor dem Secamte Bremerhaven begann am Sonnabend Die Frage, was unter dem Begriff einer geschlossenen Vormittag 9 Uhr die Verhandlung betreffend die Kollision und Gesellschaft" zu verstehen ist, hat fürzlich das Gericht in allen den Untergang des Schnelldampfers„ Elbe". Der Gerichtshof Instanzen beschäftigt. Die Inhaberin einer Gastwirthschaft in besteht aus dem Amtmann Dr. Dommes als Vorsitzenden, dem Zuzug von Schneidern nach Wilhelmshaven ist Der Nähe von Königs- Wusterhausen hatte im Sommer 1894 ein Navigationsschuldirektor Jungklaus, dem Oberlootsen Minßen, polizeiliches Strafmandat erhalten, weil sie in ihrem Lokal Gäste dem Hafenmeister Gerlach und dem Schiffsbesichtiger Heinds fernzuhalten. Bergarbeiter- Ausstand. Gestern legten 50 Arbeiter der über die auf 11 Uhr festgesetzte Polizeistunde hinaus geduldet als Beisitzenden. Als Reichskommissar fungirt NavigationsschulAls Zeugen find geladen: Ober- Braunkohlen und Briquettfabrit Grube Sibylla" in Benzelrath hatte. Hiergegen hat dieselbe Widerspruch erhoben, weil an dem direktor Dr. Romberg. fraglichen Tage ihr Lokal von den Arbeitern der Jeserich'schen inspektor Berdrow, Schiffsbau- Ingenieur Walter, Lade- Unter- bei Tretschen wegen zu geringer Löhne die Arbeit nieder. Die Asphaltfabrik bis 3 Uhr des nächsten Morgens gemiethet worden nehmer Hinsch, der Lloyd- Agent v. Riegen, die dreizehn Ge- benachbarte Wertschaft Glück auf" wurde, wie der offiziöse sei und die nach 11 Uhr anwesenden Gäste nur aus diesen Ar- retteten von der Mannschaft der„ Glbe", der gerettete Weser- Telegraph meldet, demolirt. Der Gendarm, welcher gegen die beitern bestanden hätten. Sie war der Meinung, daß auf lootse de Harde und der gerettete Paffagier Schiffs toch Bothen. wüthende Menge blank zog, erlitt ziemlich erhebliche Verlegungen folche geschlossene Gesellschaft die Festsetzung der Polizeistunde zur Verlesung sollen kommen die Aussagen des geretteten Fräu- am Kopfe. Das Mert liegt still. sich nicht beziehe. Das Schöffengericht zu Königs Wusterhausen lein Böker, des geretteten englischen Lootsen Greenham und die verwarf dagegen den Einspruch, weil das Personal einer Fabrik vor dem deutschen Generalkonsul in Newyork gemachten eidlichen nicht als geschloffene Gesellschaft" angesehen werden lönne, Aussagen des Passagiers Schlegel. Die Aussagen der Besatzung hierzu vielmehr erforderlich sei eine Vereinigung von Personen, der" Crathie" sind nicht zu erlangen gewesen. welche dauernd ein allen Mitgliedern gemeinsames Ziel verfolgt die Verhandlung heute nicht zu Ende geführt wird. Es schweben( 170 Mann der Velosipedfabrik von Carl Marschütz u. Co. in Der Vorsitzende theilt nach Eröffnung der Sigung mit, daß Lohnreduktionen halber sind seit heute sämmtliche Arbeiter und zu diesem Zwecke regelmäßige Zusammenkünfte veranstaltet. Die hiergegen eingelegte Berufung wurde vom Landgericht II noch drei Prozesse, einer vor dem Zivilgericht in Rotterdam, Nürnberg im Ausstand. Zuzug streng fernzuhalten. Alle Berlin verworfen, indem das Berufungsgericht der Rechts- einer vor dem Board of Trade in London, der dritte in Lowestoft Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Das Streitkomitee. ausführung des Schöffengerichts beitrat. Nun wurde die letzte der Bemühung des deutschen Konfuls nicht zu erlangen. Die Aussagen der Besatzung der" Grathie" waren trot Die Hirsch Dunckerschen Gewerkvereine werden mehr Instanz, das Kammergericht, in Anspruch genommen. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Th. Marcuse, führte aus, daß der Vorsitzende verliest die von der überlebenden Mann- und mehr zu Streitbrecher Organisationen. In Güstrow fonnten wir sie bereits als solche beobachten, gegens am 7. Februar in Bremerhaven ge die Borderrichter offenbar die Begriffe geschlossene Gesellschaft der Elbe" die Verklarung der Crathie" wärtig bewähren sie sich wieder als solche in Schmölln. Der schaft" und Verein" verwechselt hätten. Gine geschlossene Ge- machte Verklarung, Kantonrichter in Rotterdam. A113 letzterer Vorsitzende der Tischler- Gewerkschaft, Herr B a bike von Berlin, sellschaft erfordere keineswegs die dauernde Verfolgung eines gemeinsamen Biels" und die Veranstaltung regelmäßiger Zu- geht hervor, daß ein Theil der Mannschaft der" Grathie" die reifte eigens nach Schmölln und fommandirte feine„ zielfammenfünfte zu diesem Zwecke, sondern nur eine Vereinigung Aussagen verweigert. Kapitän Gordon von der" Grathie" giebt bewußten" Gewerfvereinler zur Arbeit, ohne daß die Fabrikanten von Personen, welche in irgend einer dauernden Verbindung zu, daß nach der Kollision durch Peilungen auf" der" Grathie" irgend welche Zugeständnisse gemacht hätten. miteinander stehen und sich zu einem bestimmten Zwecke festgestellt wurde, daß der Dampfer kein Wasser machte. Bei der zusammenthun, gleichgiltig, ob einmal oder häufig. Wenn eine Zeugenvernehmung belundet Oberinspektor Berdrow vom Nordsolche Gesellschaft ein Lolal deutschen Lloyd", daß die„ Glbe" bei der Abfahrt sich in durchwenn auch sonst öffentliches für sich miethe, werde das Lokal für den vorliegenden Fall ein aus feetüchtigem Zustand befunden habe. Das Echiff besaß zehn privates und falle schon deshalb nicht unter die Polizeistunde. Rettungsboote und 2 Rettungsflöße; im ganzen war in den Booten Das Rammergericht trat diesen Ausführungen bei, hob die Plaz für 384 Personen, während sich nur 332 an Bord besanden. Die Vorentscheidungen auf und erkannte auf tostenlose Freisprechung Gee nicht gemacht, wohl aber im Hafen. Die Schotten waren Böte besaßen Luftkasten und Korfringe. Bootsmanöver werden auf der Angeklagten. intakt. Ueber die Schließung der Schotten besteht keine Dienst Oberverwaltungsgericht. Interessaut und für vorschrift. Dieselbe bleibt dem Kapitän überlassen. Regel ist, die Arbeiterschaft von großer Bedeutung ist daß alle Thüren in den Schotten, die geschlossen bleiben können, eine Entscheidung, mit welcher der erste Senat am 22. März gefchloffen bleiben. Zeuge giebt Auskunft über die Ladung der unter des bösen Persius Borfiß in den Kampf eines Um- Elbe", ebenso die Zeugen Hinsch und v. Niegen. Es folgt die ftürzlers gegen einen berufemäßigen Bekämpfer des Umsturzes Bernehmung des dritten Offiziers der Elbe" Stolberg, des einzugreifen hatte. Am 21, November 1898 erließ der Bürgermeister Obermaschinisten Neußel und des Matrofen Siebers. Letzterer Suchsland in Luckenwalde an den Tuchmacher Trauisch eine befand sich zur Zeit der Kollision auf dem Ausguck. Um 12 Uhr polizeiliche Verfügung, daß die für den 22. November, wird die Sigung auf zwei Stunden vertagt. dem Buß- und Bettage, angekündigte große öffentliche Volksversammlung nicht stattfinden dürse. Trautsch beschwerte sich beim Regierungspräsidenten, der auch anerkannte, daß der Bürgermeister sich geirrt habe und im Unrecht sei. Indem er den Weg des Zivilprozesses beschritt, machte Trautsch An die in Buchbindereien beschäftigten Arbeiter und nun einen Schadenersatzanspruch gegen den Bürgermeister Suchs Arbeiterinnen! Kolleginnen und Kollegen! In der öffentlichen land geltend. Er verlangte vor allem 9 M. Insertionskosten Versammlung, die am Donnerstag tagte, wurde über die Werkund außerdem 15 M., die er für den gemietheten Saal zahlen tube von J. P. Ha man u. K o., Beuthstr. 5, die Sperre ver: follte. Das Landgericht in Potsdam verurtheilte den Beklagten bängt. Grund zu dieser Maßregel ist das aller Sittlichkeit hohnzur Zahlung der 9 Mart, welche Trautsch für Inserate sprechende Verhalten des Herrn Haman gegenüber seinen gezahlt hatte. Mit der Mehrforderung wurde der Kläger ab- Arbeiterinnen. Wir warnen hiermit alle Kollegen und Kolleginnen, gewiesen, nicht, weil das Gericht Suchsland zu weiterem Schaden- insbesondere aber die letzteren in ihrem eigenen Interesse, in jener ersah nicht verpflichtet hielt, sondern weil der Kläger seinen Wertstätte Arbeit zu nehmen. Die Kolleginnen aber, die noch bei Mehr anspruch nicht genügend substanziirte, nicht genügend nach Haman arbeiten, laufen bei längerem Verbleiben Gefahr, als wies. Das Gericht nahm an, das Bersammlungsverbot fei zu willige Dienerinnen der Neigungen des Herrn Haman angesehen Unrecht erlassen worden. Es ließe sich weder durch das Vereins zu werden. Für diese ist die Parole:" Heraus aus dieser Besthöhle!" gesetz von 1850, noch durch das Allgemeine preußische Landrecht, Die Eltern junger Mädchen, sowie die Ehemänner ersuchen wir, Theil 2, Titel 17§ 10( betrifft Erhaltung der öffentlichen Nube, ihre Töchter resp. ihre Frauen vor jener Wertstube zu warnen. Der Vorstand Sicherheit und Ordnung) und auch nicht durch die Polizeiverordnung vom 11. Dezember 1879 rechtfertigen, welche besonders der Mitgliedschaft Berlin des Verbandes der in Buchbindereien mit bezug auf Tanzluftbarkeiten und sonstige rauschende Verbeschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. gnügungen erlaffen wurde. Der Berurtheilte legte Berufung ein An die Gehilfen in Konditoreien, sowie an sämmt beim Kammergericht. Jetzt erhob die Regierung in Potsdam liche Arbeiter und Arbeiterinnen der Zucker den Konflikt, indem sie eine ganze Musterkarte von Gründen waaren, Chokoladen, Cakes, Biscuits und dafür beibrachte, daß Suchsland seine amtlichen Befugnisse nicht Honig tuchen Fabriken! Nachdem der Unterzeichnete auf überschritten habe. Der Bürgermeister, dessen Aufgabe die von ihm angeregte Kongreßfrage in dem Fachorgan ,, Die Biene" der Schutz der öffentlichen Ordnung und Sicherheit sei, von vielen Seiten Zustimmung erhalten hat, ist nunmehr von ( Landrecht Theil 2, Titel 17, Paragraph 10), hätte dem Komitee die Einberufung des Kongresses beschlossen. Der im guten Glauben gehandelt, als er die Versammlung Rongreß findet am 4. und 5. Juni 1895 in Nürnberg statt. Auf verbot. Jns Gewicht falle, daß die Bevölkerung Luckenwalde's die Tagesordnung sind folgende Punkte gesetzt: zum großen Theile aus Elementen bestehe, welche die Staats- 1. Der Marimalarbeitstag in Ronditoreien. 2. Unsere wirthordnung bekämpfen und sie umftürzen wollen. Zu erwägen gefchaftliche Lage. 3. Die Gestaltung unserer Agitation. 4. Abwesen sei, daß die Arbeiter an einem hohen Festtage, an dem schaffung der Naturalverpflegung, Festsetzung eines Minimalfie alle zu Hause seien, und keine andere Gelegenheit zum lohnes. Von der Reise zurück. Dr. Sussmann, Spezialarzt für Augenkrankheiten, Charlottenburg, Berlinerstr. 102, und Berlin, Landsbergerstr. 55. Allen Genossen, Bekannten und dem Gefangverein Waldesgrün, die meiner Frau die letzte Ehre erwiesen haben, 181b meinen tiefgefühltesten Dank. H Gewerkschaftliches. = Unserem Freunde und Genossen, den Verband aller in der MetallSchankwirth Wilh. Merker zu seinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes industrie beschäftigt. Arbeiter Berlins und Umgegend. Hoch. 1996 P. C. F. H. M. G. Unserem Freunde und Genossen, dem Geschäftsführer Ludwig Meisinger ( nicht mehr Molch) zu seinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch, daß die ganze Waldstraße wackelt und Marie in der Kloppstockstraße vor 256b Freude zappelt. Lulu laß gießen. Der Wahlbezirk 569. Bettstelle mit Matraße, Kleiderspind, Musikautomat, neu, Brunnenstr. 90, Spiegel mit Muschelauffaz, Hängelampe 1 Zr. r. 193b verkauft Dresdenerstr. 35, v. 4 Tr. I. A. Zick, Koblenhändler. Möbel auf Theilzahlung Prinzenstr. 62 bei Teichmann.[ 1786 Todes- Anzeige. Am Donnerstag, den 21. März, verstarb unser Mitglied, der SchraubenDreher Robert Scharsich. Das heilige Roth und die Germania. Am Morgen des 18. März prangte in der Hand der Germania in Staßfurt, die das Siegesdenkmal für den Krieg 1870-71 darstellt, eine rothe Fahne.- Chocking! " Der Unfreiwillige Komik im Orthographie- Jammer. Lehrer N. in Ostpreußen hatte, wie die Br. Lehrer- 8tg." berichtet, in einer Eingabe das Wort„ Abtheilung" nach der alten Orthographie geschrieben. In dem darauf ergangenen Bescheid wurde diefer grobe Verstoß gerügt; darunter aber stand zu lefen:„ Rönigliche Regierung, Abtheilung für Kirchen- und Schulwefen." Die Donau ist bei Mohacs( Ungarn) am Freitag bis auf 110 Bentimeter über Null gestiegen. Im Laufe des Tages staute ich das Eis oberhalb Mohacs, wodurch die Stadt in große Gefahr gerieth. Nach letzten Meldungen aus Mohacs ist nun das Eis in Bewegung gekommen und damit die Gefahr ge schwunden. Bei einem in dem Kohlenbergwerk bei Fiestang stattgefundenen Grubenunglück wurden, wie aus Charleroi vom Sonnabend berichtet wird, drei Arbeiter durch niederfallendes Gestein getödtet. leber die Pulverexplosion in Herenthals wird weiter aus Brüssel berichtet, daß nur ein Theil der Pulverfabrik zerstört wurde. Werlufte an Menschenleben sind nicht zu beklagen. Der durch die Explosion angerichtete Schaden scheint, soweit sich bis jetzt übersehen läßt, nicht sehr erheblich zu sein. Eine Erdrutschung, welche sich über eine Fläche von einem Quadratkilometer erstreckte, zerstörte nach einem Bericht aus Biarenza vom Freitag das Dorf Bollara vollständig, sämmtliche Häuser sind vernichtet. Briefkaffen der Redaktion. mir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Zwei Buchstaben oder eine Batt) ist anzugeben unter der die Antwort ertheilt werden soll. H. R. 625. Wird Verwendung finden. 95. F. B. Robert Wengels, Fruchtstr. 30, Quergeb. II, Vertrauensmann des 4. Reichstags- Wahlkreises. Fr. B. 172. Die Sprechstunde des Rechtsanwaltes ist, wie bekannt, von 1/ 28-1/ 29 Uhr. Elmshorn. R. Bestellung erhalten. Allen Freunden und Bekannten, die meiner lieben Schwester durch Kranzspenden und Betheiligung am Begräb niß die legte Ehre erwiesen haben, sowie den Arbeiterinnen der Elektrizitätswerke, fagen wir unseren innigsten Dant. [ 9176] Friedrich Neumann u. Fau. Danksagung. 257b Den Genossen des 6. Wahlkreises, sowie dem Gesangverein vereinte Sangesbrüder Moabits für die zahlreiche Betheiligung bei der Beerdigung unferes Sohnes und Bruders des Maurers August Siegert fagen wir hiermit unseren innigsten Dant. Der Vornand. Die trauernden Hinterbliebenen. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Sonntag nachmittag 14 Uhr, vom Trauerhause, Riydorf, Hermannstr. 84, aus statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht 193/20 Privat Theatergesellschaft Minerva Herren und Damen, welche Lust haben, in Kürze mitzuwirken, fönnen fich melden jeden Montag Abend 9 Uhr Maybach- Ufer 3, im Restaurant. 1986 Betten sof. 2 schöne Stand billig zu vert. Reichenbergerstr. 6, v. 1£ r. I. Seidenstoffe Sammete, Plüsche, Velvets, Cravattenstoffe. Alles in größter Auswahl. Billiger als in jedem Laden. Stralauerstr. 44, 1 Tr.( Rein Laden.) Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum Adolph Ernst- Theater Bum zweiten Male: gegenüber keinerlei Verantwortung Madame Suzette. Theater. Sonntag, den 24. März. Freie Volksbühne. National. Theater: 1. Abtheilung. Nach mittags 22 Uhr: Pelikan. Opernhaus. Hänsel und Gretel. Carneval. Montag: Rienzi, der letzte der Tribunen.. Schauspielhaus. Die Jungfrau von Orleans. Montag: Wie die Alten sungen. Deutsches Theater. Blau. Dann: Drohnen. Montag: Die Weber. Leffing- Theater. Marcel.- Mariensommer. 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März, abends 8 Uhr: Die Journalisten. Mittwady. 27. März, abends 8 Uhr: Die Journalisten. Donneritag, 28. März, abends 8 Uhr: Gracchus, der Volkstribun. Freitag, 29. März, abends 8 Uhr: Die Journalisten. Sonnabend, 30. März, abds. 8 Uhr: Zum 1. Male: Die Karolinger. Trauerspiel in 4 Aften von Ernst von Wildenbruch. National- Theater. Große Frankfurteritraße 182. Direktion: Mar Samst. Sensationelle Novität! Gastspiel der amerikanischen Gesellschaft William Calder Die lebende Brücke. Großes Sensationsschauspiel mit Musik in 4 Atten( 11 Bildern), nach dem Englischen von Sutton Vane, übersetzt von H. Schwab. Dirigent: Adolph Wiedecke. Elektr. Beleuchtungseffekte v. Lakowsky. Regie: Max Samst. Gastspiele des einzig lebenden Kolossalmenschen Emil Naucke. Einen immenfen Lacherfolg haben allabendlich 9 Uhr: Die Kneipgenies Ercentric Burlesque- Aft von Emil Naucke& A. Fränkel. Musik von D. Blume. Naucke als Cascadeur! Wa Hansen als Baby! Bum Schießen! 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Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fri 3ubeil. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste willkommen. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 26. März, abends 8½ Uhr, im Eiskeller, Chausseestraße. Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Der Bimetallismus und die Folgen desselben für die Arbeiter. Ref. Reichstags- Abgeordneter W. Liebknecht. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Fragekasten. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung sämmtlicher Möbelpolirer Berlins und Umgegend. Montag, den 25. März, abends 8 Uhr, im Lotal des Herrn Ulrich, Waldemar- Straße Nr. 75. Tagesordnung: 2086 1. Stellungnahme zum 1. Mai. 2. Machinationen der Frau Dräsel und die von ihr beschäftigten Bolirer. 3. Bericht über die Sperre bei Hrn. Jericke ( in Firma Rückwart u. Riegel). 4. Bericht des Delegirten zur Gewerkschaftstommission. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Volksgarten, früh. 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Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthjtraße 2. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 71. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 48. Sigung vom 23. März, 11 Uhr. Am Ministertische: Kommissarien. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Berathung des Antrages der Abgg. Achenbach und Genossen auf Beglück wünschung des Fürsten Bismarck anläßlich seines bevorstehenden Geburtsfestes. Der Antrag lautet: Sonntag, den 24. März 1895. 12. Jahrg. Der Fürst Bismarck hat nur eine Situation aufgenommen, wie Abg. Motty( Pole): Ich habe im Namen meiner Landsleute sie war und wie sie gekommen wäre, ob er da war oder nicht. folgende Erklärung abzugeben: der gestellte Antrag ist eine hoch( Widerspruch im Zentrum; Zustimmung rechts und bei den politische Kundgebung bestimmt, der Begeisterung für das politische Nationalliberalen.) Das Gemeinschaftliche aber, welches wir mit Wirken des Fürsten v. Bismarck im Staate und im Reich einen einander haben und von dem ich weiß, daß es auch viele Katho- prägnanten Ausdruck zu geben. An einer derartigen Kundliken und treue Katholiken im Lande und auch in diesem Hause gebung theilzunehmen verbietet uns, als einer politischen Partei, mit uns haben, ist die Freude an dem neu geschaffenen die Rücksicht darauf, daß sich sowohl das amtliche als das außerDeutschen Reich und die Freude an der Stellung, die den amtliche Wirken des ersten Reichskanzlers zu den Rechten, welche Deutschen im Auslande geschaffen worden ist.( Zustimmung.) wir auf nationalem und kirchlichem Gebiete zu wahren haben, Und darum, meine Herren, glaube ich, können wir unbesorgt den in schroffen Gegensatz gestellt und diese natürlichen und verDas Haus der Abgeordneten wolle beschließen: Der Antrag annehmen, den wir gestellt haben, und der Ueberzeugung brieften Rechte verlegt hat. Wir sind daher nicht in der Lage, Herr Präsident wird beauftragt, dem Fürsten v. Bismarck sein, daß sich den Glückwünschen, die unser Herr Präsident uns den Herren Antragstellern anzuschließen und werden gegen anläßlich seines bevorstehenden Geburtsfestes die Glück namens des Hauses aussprechen wird, viele Katholiken, treue den gestellten Antrag stimmen.( Buruf rechts: habeat sibi!) wünsche des Hauses der Abgeordneten darzubringen. Söhne ihrer Kirche, anschließen werden.( Lebhafte Zustimmung Der Antragsteller verzichtet auf das Schlußwort. Zur Begründung des Antrages nimmt zunächst niemand rechts und bei den Nationalliberalen.) Was hat sich denn in Der Antrag wird mit großer Majorität angenommen. das Wort. den letzten 10 Jahren verändert, daß die Herren zu einer so Präsident v. Köller: Ich übernehme den Auftrag, den wir Abg. v. Heereman( 3.): Meine Herren! Im Namen veränderten Stellung kommen? Am 28. März 1885 sagte das Haus ertheilt hat und werde am Montag diesen Auftrag meiner politischen Freunde gebe ich folgende Erklärung ab: der Präsident dieses Hauses: Meine Herren, der Herr ausführen.( Beifall. An der politischen Rundgebung zur allgemeinen Ehrung Präsident des Staatsministeriums Fürst 1. Bismarck, und Anerkennung des früheren Ministerpräsidenten und feiert in den nächsten Tagen seinen siebzigsten Geburts Reichskanzlers zum Geburtstage theilzunehmen, find wir tag. Ich glaube, das Haus wird es sich nicht ver zu unserem Bedauern außer stande. Derselbe ist bei sagen wollen auch seinerseits auf grund dieses Anlasses den der mit den Rechten aller Staatsbürger vielfach nicht zu verein- Fürsten Bismarck zu beglückwünschen, und ich sehe Ihr Einbarenden, in die firchlichen Verhältnisse störend eingreifenden verständniß dahin voraus, daß solches durch den Präsidenten zu Richtung seiner Thätigkeit, insbesondere der katholischen Kirche geschehen haben wird. Es erfolgt kein Widerspruch.( Hört! hört!) Preußens und Deutschlands in so schroffer Weise und mit einer Der Vorschlag ist angenommen." Ja, meine Herren! Dem gegen so schädlichen Wirkung entgegen getreten, daß die dadurch herbei- über habe ich nichts weiter hinzuzufügen; ich habe nur das Ge geführten großen Nachtheile sich noch neuerdings in hohem Maße fühl des aufrichtigsten Bedauerns.( Zustimmung.) Ich bedauere, fühlbar machen, und die auch durch die anerkennenswerthe Ein- daß die Herren, die troß dem was sie gesagt haben, im wesentleitung friedlicherer Verhältnisse nicht beseitigt worden sind. Da lichen in den patriotischen. Gefühlen sich mit uns eins fühlen, es wir eine nähere Erörterung über diese Frage zur Zeit nicht für ablehnen, an der Ovation für einen Mann, wie ihn Deutschland wünschenswerth erachten, werden wir uns an der weiteren Be- lange nicht gehabt und lange nicht haben wird, sich zu be= sprechung, falls sie beliebt werden sollte, nicht betheiligen.( Vertheiligen.( Lebhafter Beifall rechts und bei den Nationaleinzelter Beifall im Zentrum und links.) liberalen.) Sonntagsplauderet. Abg. Virchow( dfr. Wp.): Die Mitglieder der freisinnigen Volkspartei haben geglaubt, daß bei dieser Gelegenheit zu einer Diskussion eigentlich kein Platz sei.( Rufe: Lauter) Wir haben geglaubt, daß Sie bei dieser Gelegenheit eine Diskussion über den Fürsten Bismarck nicht hervorrufen werden.( 3wischenrufe rechts.) Ja, ich bin daher nicht beauftragt, in diese Disfussion einzutreten, habe auch persönlich keine besondere Beranlaffung dazu. Ich bin der Meinung, es ist viel einfacher und natürlicher, daß wir bei anderer Gelegenheit diese allgemeinen Fragen austragen, da das eine praktische Bedeutung heute nicht hat. Daher beschränke ich mich darauf, die Erklärung zu verlesen, welche die Mitglieder der freifinnigen Volkspartei vor Ihnen und vor dem Lande abgeben: In dritter Berathung genehmigt das Haus den Gefeßentwurf betreffend die unentgeltliche Uebereignung zweier Abschnitte des großen Thiergartens in Berlin an das Reich, in zweiter Berathung den Gesetzentwurf zur Ausführung des Vertrages mit Luxemburg wegen der Lachsfischerei und in erster und zweiter Berathung den Gefeßentwurf betreffend Aufhebung älterer in der Provinz Schleswig- Holstein und um Regierungsbezirk Kassel geltender feuerpolizeilicher Bestimmungen ohne Debatte. Echluß 113/4 Uhr. Nächste Sigung Dienstag 12 Uhr. ( Kleinere Vorlagen und zweite Lesung der Sekundärbahuvorlage. Derlaminlungen. Seinen zweiten Vortrag hielt Stadtv. Genosse Gehr aus Bremerhafen am 21. d. M. in einer im 6. Wahlkreise statt Graf Limburg- Stirum( f.): Auf allen Seiten Deutschlands gehabten Versammlung. Das Thema des Vortrages lautete: bereitet man sich vor, dem Fürsten Bismarck zur Vollendung des Der deutsche Seemann und die Seemanns- Ordnung". Ganz so, 80. Lebensjahres die Kundgebungen und Glückwünsche der Nation wie es mit den heutigen Ordnungen" der Dinge, ist es auch darzubringen in einer Weise, wie sie bis dahin noch nie statt mit der Seemanns- Ordnung bestellt, welche heute noch in kraft gefunden haben. Meine Herren! Die Geschichte wird es als ist, trotzdem die Entwicklung der Schifffahrt gänzlich andere Ber einen schönen Zug des deutschen Volkscharakters bezeichnen, daß hältnisse geschaffen habe als vordem bestanden. es dankbar gewesen ist für solche große Leistungen, wie sie der früher Schiffseigenthümer, Kapitän und Bemannung gemeinsame Fürst Bismarck hinter sich hat.( Lebhafter Beifall rechts und bei Interessen und konnte ein gewisses patriarchalisches Verhältniß den Nationalliberalen), daß das deutsche Volk dankbar dafür bestehen, so ist das heute, wo das ausbeutende Kapital allein ist, daß er nach jahrhundertelanger Uneinigkeit der Deutschen seine Interessen vertritt ,. von dem alles abhängig ist, gänzlich das Deutsche Reich begründet hat, daß er den Deutschen anders. Dem profitsüchtigen Kapital kommt die Seemanns- Ordnung, im Julande und Auslande Ansehen und Selbstbewußtsein welche noch weit hinter der Gesinde- Ordnung zurück ist, mit ihren wiedergegeben hat.( Großer Beifall rechts und bei den National ungeheuerlichen Bestimmungen, denen die Seeleute unterworfen sind, liberalen). Unter diesen Umständen würde es befremden, wenn Es bedarf feiner Erinnerung daran, daß die Abgeordneten vortrefflich zu statten, weshalb auch die großen Rhedereien eine nicht dieses Haus sich diesen Kundgebungen in erster Linie au- der Freifinnigen Voltspartei wie früher die der deutschen Fort: Abänderung der Seemanns- Ordnung lediglich nach der Richtung schlösse.( Bustimmung.) Denn, meine Herren, in diesen Räumen schrittspartei die großen Verdienste des Fürsten Bismarck um hin wünschen, daß ihnen noch mehr Rechte eingeräumt werden, hat der Fürst Bismard in heißem Kampfe die Grundlagen zu die Aufrichtung des Deutschen Reiches offen anerkannt haben. als dies bereits der Fall ist. Unter den Seefahrern eine Orga der großen politischen Stellung gelegt, die er gehabt hat. Durch Die Verhandlungen dieses Hauses geben Beugniß davon. Wir nisation zu schaffen ist angesichts der ganz eigenartigen Berufs diefe politische Stellung hat er sich erbitterte Feinde zu be wiederholen für uns dieses Anerkenntniß.( Gelächter rechts.) thätigkeit erklärlicherweise ungeheuer schwierig. Dennoch ist es geisterten Freunden und vertrauensvollen Anhängern gemacht. Wenn wir trotzdem( Gelächter rechts) an der Feier, welche man gelungen, den Verband der Heizer und Kohlenzieher bereits auf ( Erneuter Beifall.) Er hat sich die Stellung erobert, jest plant, nicht theilnehmen können, so darf niemand erstaunt eine Mitgliederzahl von 1500 zu bringen und vermöge dieser daß im Auslande sein Name mit Hochachtung und sein( Höhnisches Lachen rechts. Rufe: Nein, nein!) niemand er Organisation einige Besserung zu schaffen, die anschaulich in die von den Deutschen mit Stolz genannt wird. Meine staunt fein( Wiederholte Rufe: Nein, nein!), daß eine Partei, Erscheinung tritt in der Abnahme der Selbstmorde von 17 im Herren! Da meine ich, muß es uns mit Bedauern er welche Jahrzehnte hindurch im prinzipiellen Gegensatz zu der Jahre 1890/91 auf 5 im vorigen Jahre. Allerdings will das füllen, wenn dem Antrage widersprochen wird, dem Fürsten Bis- inneren Politik des Fürsten Bismarck gestanden hat, diesen noch wenig bedeuten gegenüber den fürchterlichen bestehenden Mißmard zur Vollendung feines achtzigsten Lebensjahres amtlich zu Gegenfaß nicht in einem Augenblick verschleiern darf, wo die ständen, welche der Vortragende in anschaulicher Weise den Anbeglückwünschen. Die Auffassung, die aus den Worten des Herrn Verwirrung des öffentlichen Geistes( Höhnisches Gelächter rechts) wesenden vorführte. Derselbe schilderte das Seemannsleben in Vorredners hervorgeht, ist meiner Ansicht nach keine historische, durch diese Politik hervorgerufen und allgemein geworden ist. seiner wahren Gestalt, frei von aller falschen Romantik, wie er denn ich meine, in einem Moment wie dem jetzigen, da sollte Die Enthebung des Fürsten Bismarck von den höchsten Reichs es zum theil schon in seinem ersten Vortrage gethan hatte. So man dasjenige hervorheben, was vereint( Lebhafte Zustimmung), und Staatsämtern war die Borbedingung für die Genesung des Volls bestimmt die Seemanns- Ordnung z. B., daß die Anmusterung für nicht dasjenige, was trennt( Beifall). Ich glaube auch, die Ge- geistes( Gelächter rechts). Wenn die Freifinnige Volkspartei sich an die Dauer einer bestimmten Zeit oder einer bestimmten Reise schichte wird nicht verzeichnen, daß der Fürst Bismarck die dieser Demonstation betheiligen würde, würde nur von neuem Ver- zu erfolgen habe, sofern nicht andere Abmachungen" getroffen Ursache der firchenpolitischen Wirren und Konflikte gewesen wirrung eintreten. Die Mitglieder der freisinnigen Volkspartei werden. Dies letztere ist nun selbstverständlich der Fall und die ist, die wir gehabt haben, sondern die Geschichte werden daher gegen den Antrag Achenbach stimmen.( Höhnisches freie Vereinbarung" besteht darin, daß der Seemann nur alle wird fagen, daß daß diese Kirchenpolitischen Konflikte be- Gelächter rechts.) 6 Monate feine Stellung kündigen darf, während er gründet lagen in den Verhältnissen, wie fie in Abg. Rickert( frs. Vgg.): Jch beschränke mich auf die Er vom Rheder alle vier Wochen entlassen werden kann. Deutschland nun einmal geworden sind( oho! im Zentrum, flärung, daß meine näheren Freunde und ich für den Antrag Hat der Seemann erst angeheuert, so darf er ohne Zustimmung rechts und bei den Nationalliberalen) und in den stimmen werden.( Stürmischer Beifall rechts und bei den Erlaubniß das Schiff nicht verlassen. Aus dem Grunde nie genau zu definirenden Grenzen zwischen Staat und Kirche. Nationalliberalen.) ist es für die Seeleute so schwer, in eine Lohnbewegung ein. dein Bild, angesichts der ungeheuerlichen Schmach, niit der land sagt, und laßt uns nicht in Lächerlichkeit verfallen. So Deutschlands Volksvertreter sich nach Ansicht dieser einzig jammern dieselben Leute, die für ihr Theil tapfer und Was sind wir für Träumer, was für unverbesserliche wahren, echten Volksgenossen befleckten. Noch sehe ich Herrn rüftig in jüngster Zeit mitfechten, die geistige Entwickelung Phantasten! Wenn man von weltgeschichtlichen Ereignissen v. Kardorff vor mir, wie der Aufruhr, der in seinem Innern Deutschlands niederzuschlagen und die zunächst dem Gespött reden gehört hat, wie war man da von Jugend an ge- tobte, ihm Worte des schneidensten Hohnes eingab. Wenn aller human fortgeschrittenen Elemente verfallen sind. Diewöhnt, sich diese Vorgänge vorzustellen! Wie tief bewegt, die Sozialdemokratie, so flagte er, stumpf wie sie ist, an selben Leute predigen Duldsamkeit, die selbst während der erfüllt von innerlicher Macht, von äußerlichem Ansehen! der Heroengestalt Bismarc's mürrisch vorübergeht Bis- feierlich inszenirten Bismarck- Debatte jeden Anlaß mußten, Und nun darf man Zeuge eines welthistorischen Moments mard wird es verschmerzen; wenn aber die übrigen um gegnerische Anschauungen brutal niederzuschreien. Wie sein und alle Einbildungen sind zerstoben. Von verschiedenen Parteien, die der Gewaltige in überquellendem Gefühl von gröhlten sie, als Graf Hompesch vom Zentrum, der darlegen Seiten her tönt lantes, ja lärmendes Pathos an das Dhr, Lebenskraft hier und da einmal geknufft hat, heute wollte, man könne Bismarck's Politik nicht willkürlich in eine aber das Pathos klingt hohl. bei seite stehen, wie soll die Weltgeschichte darüber ur- Politik dem Ausland gegenüber und in eine innere Politik Soll das am besonderen Wesen der pathetischen theilen? Europa blickt auf uns! Aber keine Weihe- trennen, das nicht besonders glücklich gewählte Wort fand: Deklamatoren liegen, oder war am Ende der weltgeschicht- ftimmung wollte trotz aller herzbeweglichen Klagen Kardorff's Bismarck ist ein untheilbares Ganzes! Wie lärmten sie, als liche Moment" nur eine falsche Größe? Haben die Gerne- und trotzdem man ganz Europa auf sich gerichtet sah, auf- Singer doch die unzweifelhafte Thatsache vorbrachte, die sozialgroßen eine sensationelle Komödie aufgeführt oder hat ein kommen und Herr Liebermann von Sonnenberg donnerte demokratische Partei, als stärkste im Reiche, habe gewiß lebendiger Drang fie geleitet? Wenn die Gernegroßen in den Saal und mit dem breiten Selbstbewußtsein, das feinen Grund, dem Fürsten Bismarck dankbar zu sein. irgend ein Spektakelstück aufführen, dann sind sie ja dem starken Mann so wohl steht, stellte er sich trotzig hin Wie riefen sie höhnisch dazwischen: Gott sei dant. Sie von jeher gern bereit gewesen, auszurufen: Seht, als wollte er sagen: Ich bin der Simson, der die Philister geben sich als rücksichtslose Hasser und toben dennoch, wenn unser Vaterland blickt auf uns in dieser Feier- zu Paaren treibt und ich will's der Mitwelt verkünden: man in ihrem Reich sich nicht selig fühlt und seine Meistunde; nein, nicht blos unser Vaterland, ganz Die Weltgeschichte ist das Weltgericht. Das Weltgericht nung unverholen ausdrückt. Europa blickt auf uns! Und um das rednerische wird aburtheilen über uns, die wir die Vertreter. Die Entrüstungskomödie wird weiter gespielt werden. Uebermaß voll zu machen, klopft man zum Schluß noch ein einer höheren Intelligenz find, und über euch, über Das wird ein Gezeter geben in den nächsten Tagen. Wo drittes Mal an die treue Männerbrust und jubelt: nein, uns Lichtmenschen und über euch Finsterlinge. irgend im Ausland eine Zeugenschaft wird aufgetrieben nicht blos Europa, das Universum schaut auf uns. Aller Aufwand dieser großen Worte aber war umsonst werden, und wäre es die verdächtigste, sie wird herhalten So war es, als am Sonnabend im Sigungssaal des gethan. Die blöden Finsterlinge siegten und die Re- müssen als Beweis für den Schimpf, den die Mehrheit von Reichstages das vaterländische Rumoren um Bismarck's präsentanten der Lichtgeister, deren Würdigster Herr Deutschlands Volksvertretern am deutschen Namen und am achtzigsten Geburtstag ein Ende nahm. Die Tribünen sind Liebermann von Sonnenberg, unterlagen und Herr Schöpfer des Reichs" geübt hat. Im Schwulst wird man übervoll; die Hof- und Diplomatenlogen dicht besetzt. Man v. Levehow wurde zum grollenden Achill; er legte sein die schlichte Wahrheit ersticken wollen. Selber hat man harrt mit Epannung der Dinge, die da kommen sollen. Amt nieder. demonstrirt, man hat die Volksvertreter, in deren Seele Aber in dieser unruhvollen Spannung, die über dem Hause Ju einer Possenszene tritt eine Mutter auf, die ihrer das Andenken an Bismard's Gewaltherrschaft noch lag, war nicht der großzügige Athem zu verspüren, der von Tochter zu einer guten Partie verhelfen möchte. Die leuchtet und brennt, herausgefordert, muthwillig und aus warmblütiger Theilnahme an mächtig bewegten Begebnissen Tochter stößt sich an dem Bräutigam; sie will sich selber politisch- egoistischen Gründen; und der politische Tartüffe ans geht; wie sensationslüsterne Neugier war es, nicht, wie ihr Glück schmieden. Da ruft die Mutter wüthend vor ihut nun wunder wie entrüstet, daß man dem Ergriffenheit. Und da kamen die Akteure, einer nach dem Born: Und ich werde Dich dennoch glücklich machen, und versöhnlichen Haffer nicht gerührt in die Arme fällt. Man andern, die für den Tag die Anbeter des Genies und die wenn ich Dich bei den Haaren zu Deinem Glück schleifen soll. kann Bismard's Gestalt sehr wohl begreifen; man kann be fliffenften Träger der Bismarckbegeisterung geworden und So war es auch, als die braven Musikanten auf der rechten ihn aus seinem Temperament, den Umständen, unter denen sagten ihre Sprüchlein her und einer wollte den andern Seite des Parlamentes, die nun auf einmal ihr Bismarck er emporgewachsen, erklären; man kann zu dem Sprichwort übertrumpfen. Armer weltgeschichtlicher Humor, was herz entdeckt hatten, das vor vier Jahren noch so stille sich befennen: Todte Löwen treten, ist nicht fein. Aber mußtest du im Parlament zu Berlin am 23. März über stand, die widerborstigen Elemente auf der Linken zum man kann von jenen, denen man Wunden, schmerzhafte dich ergehen lassen? Welthistorische Fronie, wie wurde es Glück der Heroenanbetung zwingen wollten. Ihr wollt nicht, Wunden zu schlagen versuchte, nicht verlangen, daß sie dir, als die Ritter vom Geiste sich nach einander erhoben, ihr Racker, wütheten sie, und wir wollen doch Euer Bestes, gerührt auf die Knie fallen, oder wie gepeitschte Hunde zu der weitausschauende Manteuffel, dessen adlige Stirn flöteten sie gleich darauf, und sie, die in junkerlicher Selbst- Kreuze kriechen. Der Bismarck- Tag im Parlament hat von Zornesröthe gefärbt war, Herr v. Kardorff, der wie herrlichkeit mit der famosen Schneid, die Borussiens Herren Offenheit gebracht, auch dem Ausland gegenüber, das die vom bitteren Weltekel erfaßt ein Hohngelächter über zu den erklärten Lieblingen der zivilisirten Welt gemacht hat, Manteuffel und Kardorff auf einmal mit so sorgsamer irdische Niedrigkeit ausstieß, und der ergrimmte nationale so oft zu prahlen wußten. Was fümmert uns das Ausland, Scheu betrachten. Mit der Astetenmoral ist es nichts mehr Trompeter Liebermann v. Sonnenberg? Gie alle riefen was scheert uns Europa, winselten sie heute vor dem Zentrum in unserer Welt; und ein Narr segnet die, die ihm fluchen. Alpha. dich an, jeglicher nach seiner Weise. Sie alle beschworen und dem Freisinn: Bedenkt, was ihr thut, bedenkt, was das Aus zutreten. Sie können nicht, wie die Landarbeiter, die Arbeit an belassen werden, den übrigen bleibt die Chance, eventuell| das möglichste leistet, so waren alle Redner und Rednerinnen einem bestimmten Tage nieder- und dadurch die Schifffahrt lahm- als Austräger oder Hilfsspediteur beschäftigt zu werden. Die darin einig, daß Herr Haman in feiner Weise geschont werden legen. Sie können nur die Arbeit nicht aufnehmen, d. h. nicht Kommission ließ nunmehr durch den Referenten der Versammlung dürfe und es nur zu begrüßen wäre, wenn er gezwungen würde, zu Schiffe gehen, nicht anheuern. Und hier kommt die große folgende Vorschläge, das Resultat ihrer Verhandlungen, unter seine Fabrik zu schließen. Folgende Resolution fand einstimmige Annahme: Die 2c. Versammlung hat mit Entrüstung Kenntniß Refervearmee in Frage. Nach der Seemanns- Ordnung hat die breiten: Mannschaft, die zur Rettung eines Schiffes und Bergung der I. Zur Zeitung der Parteispedition für den 4. Berliner genommen von dem unsittlichen Verhalten des Buchbindermeisters Ladung ihre Leistungsfähigkeit aufs übermenschliche anspannt und Reichstags- Wahlkreis sind für den Osten, sowie für den Süd- Haman. Sie brandmarkt dasselbe als einen schamlosen Angriff ihr Leben aufs Spiel feßt, einen Anspruch auf Entschädigung. often je ein Spediteur zu wählen. Tritt infolge einer Ge- auf die Ehre der Arbeiterinnen und giebt Herrn Haman der Der profitfüchtige Rheder vereinbart" aber in der Musterrolle, schäftsvergrößerung eine Arbeitsüberbürdung der Spediteure Verachtung aller anständigen Menschen preis. Die Bersammlung daß die Mannschaft feinerlei Anspruch auf Entschädigung habe. ein, so ist die Kommission berechtigt, weitere Spediteure oder erfieht nur in der Organisation das einzige Mittel, derartigen Ferner Borschrift ist auch, daß bei der Anmusterung dem betreffenden Silfsspediteure anzustellen. Das Gehalt der letteren fezt die Schändlichkeiten der Fabrikanten entgegenzutreten." wurde einstimmig beschlossen: die Kollegen und Kolleginnen bei Kenntniß von dem Inhalte der Musterrolle zu geben ist, was aller Kommission fest. dings in den seltensten Fällen oder doch so oberflächlich geschieht, daß II. Zur Einrichtung, Ueberwachung und Revision der Partei- Haman u. Komp. aufzufordern, dort sofort die Arbeit niederder Angemusterte völlig in Unfenntniß bleibt. Für" Notharbeit" spedition, sowie zur Anstellung und Entlassung der Zeitungszulegen. Ueber das betreffende Geschäft wurde die Sperre vergiebt es ebenfalls feine Entschädigung und was alles als Noth boten, hält die Kommission im Partei- Interesse es für dringend hängt und der Vorstand der Organisation mit deren Durcharbeit" passirt, wieviel der Seemann dem Rheder umsonst arbeiten nöthig, die in der am 15. Februar d. I. stattgefundenen Partei führung beauftragt. Unter Berschiedenes" theilte Frederich muß, ist ungeheuer. Widerspruch giebt es nicht und barbarische versammlung bei R eller gewählte Fünfzehner- Kommission bis mit, daß sich in nächster Zeit eine Versammlung mit den Zu ständen bei der Firma Behrend, Wafferthorstr. 50, ber Strafen werden verhängt im Interesse der Disziplin. Sein Recht zur nächsten Parteiversammlung bestehen zu lassen. zu suchen ist für den Seemann mit so vielen wirthschaftlichen III. Beschwerden wegen unpünktlicher Lieferung des Vor- schäftigen wird und Philippert gab bekannt, daß der WerkNachtheilen verbunden, daß er lieber darauf verzichtet und wärts" und anderer Schriften, sowie Vorkommnisse aller Art, führer von Probst seine Klage gegen eine Arbeiterin, zu der schreiendes Unrecht erduldet. Die Unfallverhütungs- Vorschriften wenn sie die Parteispedition betreffen, find der Kommission zur ihn der Fabrikausschuß seinerzeit zwang, zurückgezogen habe; tommen auf den Schiffen noch weniger zur Anwendung als in Regelung zu überweisen. Die Eintheilung der zum Beitungs- fomit fei fo gut wie erwiesen, daß ihn die Arbeiterin nicht zu Fabriken auf dem Lande. Was die Seefahrer verlangen, ist ein Austragen bestimmten Bezirke ist Aufgabe der Kommission. In Unrecht gemeiner Handlungen bezichtet hätte. Seemannsgericht nach Art der Gewerbegerichte, was allerdings der Regel find jedem Zeitungsboten 80 bis 100 Exemplare Oeffentliche Versammlung aller in der Schirm- und Stockbranche nicht im Intereffe der Rheder liegt, ebenso wie jede Aenderung zum Vertrieb zu übergeben; der Lohnfah hierfür beträgt monat- beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Sonntag, den 24. März, abends der Seemanns- Ordnung zu gunsten der Mannschaft. Trotz aller lich 20 M. Das Zeitungs- Austragen durch schulpflichtige Kinder 6% Uhr, in Cohn's Festfälen, Beuthstr. 20, 1 Tr. Allgemeine KrankenSterbekaffe der Metallarbeiter. Hindernisse, so schloß Gehr seinen mit größter Anerkennung ist unter allen Umständen zu vermeiden. ( E. S. 29, Hamburg.) Filiale Berlin 6. Mitgliederversammlung Sonntag, aufgenommenen Vortrag, wollen wir aber in unseren Bestrebungen, IV. Das Gehalt der Partei Spediteure beträgt monatlich den 24. März, vormittags 10% Uhr, Ackerstr. 123 bei Stümte( Gartenfaal). bessere Berhältnisse zu schaffen, nicht Sterbekaffe von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- Aktienir 150 M.; die Kündigungsfrist 4 Wochen. Der Kommission in Gefellfchaft. Beute Sahitag: Aderfir. 123 bei Stümte und Stallschreibernicht erlahmen. wollen schreien, schreien, schreien wie die Landwirthe, bis wir Gemeinschaft mit den Vertrauenspersonen steht das Recht zu, ftraße 58 bei mitte. endlich menschliche Zustände, menschliche Behandlung, Ernährung, diejenigen Spediteure, denen Unehrlichkeit, grobe und wiederholte Geselliger Verein Hertha". Heute Sonntag, den 24. März: Gefella Arbeit und angemessene Löhnung erhalten. Die Regierung müsse Vernachlässigung ihrer geschäftlichen Angelegenheiten, sowie ehr- chafts Abend verbunden mit Tanz und Vorträgen in Roll's Festfälen, gezwungen werden durch den Druck der öffentlichen Meinung. lose Handlungen nachgewiesen werden, auf grund eines gegen: Adalbertstr. 21, oberer Gaal. Anfang 5 Uhr. Ein Schrei der Entrüstung müsse durch ganz Deutschland gehen. feitig vereinbarten Rontraktes zu entlaffen. Allerwärts würden Versammlungen abgehalten und das grenzenlose Glend der Seefahrer klar gelegt werden. Zu diesem Zwecke sei auch er nach Berlin gekommen, um den hiesigen Arbeitern flaren Wein einzuschänken über die Verhältnisse im Seemannsberufe. Das Proletariat zu Lande müsse dem Proletariate auf See helfend zur Seite steheit. An den gediegenen Vortrag schloß sich eine längere Diskussion, in der verschiedene ehemalige Wasserratten" das von Gehr Gesagte vollauf bestätigten. " V. Diejenigen Spediteure, melche als Parteigenoffen anerkannt und durch ihre Körperbeschaffenheit verhindert sind, einen anderen Erwerb zu ergreifen, wird die Zahl ihrer bisherigen Abonnenten belaffen, fie sind aber verpflichtet, jeden nach dem 1. April d. J. neu hinzutretenden Abonnenten des Vorwärts" der Partei- Spedition zu überweisen. Als Spediteur für den Südosten bringt die Kommission den bisherigen Beitungsspediteur Genossen Thiel, Reichenberger: straße, und für den Osten den Genossen Robert Wengels in Vorschlag. Bezüglich Anstellung von Zeitungsfrauen wird die Kommission in den nächsten Tagen einige Adressen veröffentlichen, wo sich diese melden können. " und Humoristischer Verein Waldesrauschen". Heute Sonntag, den 24. März: Gesellschaftsabend verbunden mit Tanz und Vortragen bet Brüchner, Bellealliancestr. 87. Anfang 6 Uhr. Fritillaria." Sigung bei Dreßler, Barnimstr. 16. Anfang 6 Uhr. nach berselben: Gesellschaftsabend und Tanz. Damen und Herren als Mitglieder erwünscht. Arbeiter-Bildungsjahule. Sonntag, 10-12 Uhr: Nord- Schule, gefallene Unterrichtsstunde); Südost- Schule, Waldemarstr. 14; Lektüre( unent= geltlich). Montag, abends 7%-8% Uhr: Leftüre. 8-10% Uhr: Nord- Schule, Bei allen Unterrichtsfächern werden neue TheilMüllerstraße 179a: Naturertenntniß. Südost- Schule, Waldemarſtv. 14: Boltsthümliche Medizin. nehmer, Damen und Herren, jeder Seit aufgenommen. Im Unterricht in der Naturerfenntniß in der Nord- Schule wird zur Bett in poltsthümlicher Weise die Darwin'sche Theorie behandelt, worauf wir besonders aufmerksam machen. Müllerstr. 179a: Naturertenntniß( für die am Montag, den 25. Februar ausAllee 46 bei Söhne. Loot, Bürgergarten. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Borsitzender: Alle Aenderungen im Vereinskalender Ad. Neumann, Pafewalterstr. 3. D. 2 Tr. Montag, Abends 9-11, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstraße 49, Siebertafel ber Maler, Annenstraße 6, bei Ehrenberg. wieder ball, Stöpenterfir' 191 bet Toge. But unft. 6, bel Dubolf. Bruderherz, Krautftr. rate 15a, Schelhoſe's Gambrinus. Arbeiter- Gesangverein Vorwärts III, Lichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzens allee 6 bei Karl Schulz. Lieberzweig, Waidmannsluft Berlinerſtraße bet Berbe. Siebesfreiheit II, Strausberg, Wrießenerstraße bet Glodenrein( gemischter Chor) Schönhauser Rosalia, Lebuserstraße 5, bei A. Nemig. Arbeiter GesangSyrene, Echönhauser Allee 28 bet Stelle. verein wacht auf II, Woltersdorf bei Grtner, Restaurant Sillmann Wilhelmshöhe". Arbeiter- Gesangverein der Enterbten, Swinemünder firaße 49. Soffnung II, Deutsch- Wilmersdorf, Günzelfir. 39.- Zon= blüthe, Beughofstr. 8, Restaur. Behlendorf. Gesangverein Siberte: Wrangelfir, 84 bet Redanz. Männerchor Sangeslust II, Pafewalterstr. 8 bei Ab. Neumann. Gesangverein Freiheit 3, gemischter Chor, Bernau Harmonie 2", Weinstr. 11, Restaurant Suffitenstraße Elysium". Gesang" Freie Feldblum e", Admiralfir. 38 bei Tubauer. verein larta, Blumenftr. 46 bei Tomatscheck. Klingmüller'sches Doppelquartett, Neu- Weißensee, Langhansstraße bet w. Busch. Alpenveilchen, gea Sub- Oft 11, Faltensteinftr. 7 bei Trittelwiß. mischter Chor, Sindowerfir. 26 bei Sachfe.- Solidarität, OrantenFeindt. firaße 109 bet Gretser. -Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Mar Rapfer, jeden Sonntag Vormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16.Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ( Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu Sonntag: Vergnügungsverein richten an P. Gent, Adalbertstraße 95.) Bergnügungsflub Ostend, Selgoland II", Langeftr. 66 bei Tempel. Bergnügungsverein Seerose, Krautstraße 6 bei Rudolf von 5-6 Uhr. Krautstraße 6 bei Rudolf. Vergnügungsverein Iüdstern 2, Fennstr. 2, Montag: Pfeifentub Felsenfest, Andreasstraße 26 bei bei Wiesner. Bergnügungsverein Felsen fest, Rirdorf, Hermannstraße 21 bet wilfe. Hornburg. Kartentlub Lustige Brüder, krautfraße 48 bet Rattte. Ge= unbharmonifaverein Vorwärts, Belleallianceftr. 74 bei Kiging. felliger Verein Fridolin, Brunnenſtr. 35 bet Wolf. 4. Wahlkreis. Im Konzerthaus Sanssouci" fand am 21. März eine öffentliche Parteiversammlung statt zur Entgegen nahme des Berichtes der am 15. Februar bei Keller in der Ueber diese Vorschläge eröffnete hierauf der Vorsitzende Koppenstr. 29 gewählten Fünfzehner- Kommission, deren Aufgabe es war, die Uebernahme der Spedition des Vorwärts" und des P. Böhm die Generaldiskussion, welche sich bis gegen Mitternacht ausdehnte. Albert Müller erklärte fich gegen die Regie Vertriebes der sonstigen Barteiliteratur nach dem Vorbilde des und speziell deshalb, weil 2 engels im Often Spediteur werden 6. Wahlkreises in eigene Megie in die Wege zu leiten. Eingangs foll. Er wurde von verschiedenen Genossen widerlegt. Für die feines Referats legte der Berichterstatter der Kommission, Franz Kommissionsvorschläge sprachen Möser, Händel, Baum Schulz, nochmals die Gründe dar, welche für Zustandekommen Wengels und Kaiser, den garten, Neumann, des Beschlusses ausschlaggebend waren. Redner setzte zunächst Standpunkt der Spediteure vertrat Genosse Rhein( Spediteur). das erfreuliche Wachsthum des Wahlvereins im 6. Berliner Reichs- Nach Ablehnung eines Antrages, die Redezeit zu beschränken, tags- Wahlkreis auf Konto der Reorganisation und der bald dar- wurden die Verhandlungen abgebrochen und soll die Diskussion auf folgenden Uebernahme der Spedition des Vorwärts" in eigene Begie und verspricht sich im 4. Wahlfreis, wo die am Sonntag, den 24. März, vormittags, im großen Saale von arbeitende Klasse in derselben Weise dicht gedrängt zusammen Keller, Koppenstr. 29, fortgesetzt werden. wohnt, bei denselben Maßnahmen die nämlichen Erfolge. Einer gutbesuchten öffentlichen Versammlung der in ( Von den 15 000 Vorwärts"-Lesern, welche der 4. Kreis Buchbindereien beschäftigten Arbeiter und ausweise, gehören bisher nur etwa 3000 dem Wahlverein an.) Arbeiterinnen, die am 21. März in Deigmüller's Saal, Ein weiterer Grund ergebe sich aus der Nothwendigkeit, der un- Alte Jakobstr. 48a, tagte, unterbreitete Kollege Sailer die erhörten Kinder- und Frauenausbeutung im Zeitungswesen ein standalösen Zustände bei der Firma J. P. Haman u. Ko., Ende zu machen und schließlich sei auch bei geregeltem Betriebe Beuthstr. 5. Schon in früheren Versammlungen war berichtet die Gewähr vorhanden, daß ungeachtet befferer Bezahlung der und festgestellt worden, daß diese Fabrik eine der schlechtesten Botenfrauen immer noch nennenswerthe Ueberschüsse bleiben und sei. Herr Haman verbindet mit seiner Buchbinderei ein so eine gewisse, feste Geldquelle für Agitationszwecke geschaffen Lehrinstitut für Falzerinnen", wobei ihm jedoch mehr die Auswerde. Nachdem die Parteiversammlung am 15. Februar alle nübung als die Ausbildung der Lehrmädchen am Herzen liegt. diese Gründe als stichhaltig anerkannt und dem Projekt die Zu Er verspricht den Mädchen zunächst 3 M. Wochenlohn und nach ftimmung ertheilt hatte, konnte es sich in der Kommission nur 4 bis 6 Wochen 7 bis 8 W.; doch selten wird der Lohn am darum handeln, demselben greisbare Gestalt zu geben. Die Kom Sonnabend ausbezahlt und selten auch bleibt eine Falzerin nach mission hat unter Hinzuziehung der Kreis- Vertrauenspersonen die absolvirter Lehrzeit bei ihm. Er entläßt sie, um neue LehrSache in 6 Sigungen durch berathen; über die Verhandlungen mädchen einzustellen und die Entlassenen erhalten ihren Lohn" wurde ein genaues Protokoll geführt, dessen Einsichtnahme den meist erst mit Hilfe des Gewerbegerichts, wo Herr Haman Wiederholt soll Herr Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag: Turnverein Genossen freistehe. Nach einer vorläufigen Raleine sehr bekannte Persönlichkeit ist. Fichte( Mitglied des deutschen Arbeiter- Turnerbundes). Die IV. Männer= tulation ist das Unternehmen gesichert. Vier Haman, wie Sailer ausführte, Arbeiterinnen unfittliche Privat- Theatergesellschaft Mitglieder der Kommission haben im 6. Kreise sich den Betrieb Anträge gestellt haben; in letzter Beit habe sich aber ein Fall er Satur" Abends 349 Uhr, Sigung bet Specht, Martgrafenjir. 83.und auch die Bücher angesehen und hierbei festgestellt, daß in eignet, der all seinen Liebenswürdigkeiten" die Krone aufjetzt Privat- Theatergesellschaft Moabit innerhalb eines halben Jahres bei nur 1200 Abonnenten und darum auch nicht verschwiegen bleiben dürfe. Vor einigen Theatergesellschaft Immer 2uftig jeden Sonntag Abends 5 Uhr, bei Rubl Andree, Chorineifir. 53: Sigung mit Damen. 500 M. Ueberschuß erzielt wurden; im Stadttheil Wedding ist Wochen schickte er ein noch nicht 16 Jahre altes Mädchen mit Minerva. Alle Montag Zusammenkunft Maibach- Ufer s bei Schmock. das Resultat noch besser, dabei ist aber das Austragen der einem Auftrage nach Weißensee, wartete nach Beendigung der Privat- Theater- und Vergnügungsverein Morgenstern. Gizung jeden Zeitung durch Kinder vollständig beseitigt. Die Kommission hat Arbeitszeit auf dessen Heimkehr und schloß sich dann mit dem Sonntag 5 Uhr; alle vierzehn Tage Fidelitas im Martthallen- Reſtaurant, auch eine Verständigung mit denjenigen Zeitungsspediteuren zu Mädchen ein, um es zu vergewaltigen. Die Verschwiegenheit jeden Montag 9-11 Uhr bei Pauts, Schlesischestraße 38.- Rauchtlub erzielen versucht, welche unserer Partei angehören. Aus dem Süd- des Mädchens suchte sich der saubere Herr mit 80 Pf. zu er Eldorado alle Montage, abbs. 8% Uhr, bei Geter, Ballifadenstr. 66.- GefangBerlinerstraße. Theater- und Vergnügungsverein Waldemar. Jeden often erschienen 10, aus dem Often 4 derselben in den Sigungen. taufen, doch gelang ihm dieses nicht. Zwei Vorstandsmitglieder verein Ginigkeit Montag, Abends 9 Uhr, Sigung bei Ebert in Langwiz Die Kommission bot für jeden Vorwärts"-Abonnenten 50 Pf. des Verbandes ergriffen die weitere Verfolgung der Angelegenheit Conntag Staligerstr. 54 bet Hente. Anfang 6% Uhr.- Arbeiter- Stenographie Entschädigung, worauf die Spediteure nicht eingehen wollten. und nahmen zunächst Rücksprache mit Herrn Haman. Berrein„ Eintracht", Unterricht und Uebungsfiunde Montag abends 8% Uhr Privat- Theaterverein FreiheitsSie machten den Vorschlag: der Vorwärts" solle für sie( statt Dieser gestand das Verbrechen zu und erklärte sich zu allem bet Nothes, Buttmannstraße 17. hoffnung. Sigung mit Damen jeden Sonntag um 5 Uhr nachmittags bei jetzt 75 f.) 80 Pf. kosten, wodurch der Berlag refp. die Partei bereit, was die Organisation von ihm verlange, nur solle man Baumann, Lychnerstr. 2-8( Straße XV). Nach der Sizung Fidelitas. doch auch einen bedeutenden Ueberschuß erzielen würde; im ihn und sein Geschäft schonen und mit der heiflen Sache nicht Privat- Theatergesellschaft Minerva. Alle Montag Zuſammentunft MatbachKlub Freya. Jeden Conntag von 5 Uhr nachübrigen sollte alles beim Alten bleiben, d. h. man sollte ihnen vor die Deffentlichkeit treten; der Vorstand habe es aber für üfer s bei Schnock. mittags an Gigung mit Fidelitas im Saale des Resaurants Riefelbahn, die Spedition überlassen und sie würden auch thunlichst die seine Pflicht gehalten, Vergnügungsverein Flora. Jeden Sonntag 4 Uhr die Angelegenheit nicht zu vertuschen. Dresdenerstr. 68. Kinderbeschäftigung einstellen und nicht die Frauen den( Bravo.) In der Diskussion erfuhr die Handlungsweise dieses Sigung, nachdem Fidelitas im Restaurant Miethe, Mendelssohnftr. 9. Ausfall in ihrem Verdienst entgelten lassen. Sich hierauf ein- christlichen Fabrikanten die schärfste Verurtheilung. Da er Gefelliger Verein rob sinn, Sonntag, nachmittags 4 Uhr, bei Hirte, zulassen, lag außerhalb der Befugnisse der Kommission. Nach auch außerdem zu denjenigen Unternehmern gehört, welche ihren Elifabethtirchstr. 14: Sigung mit Fidelitas. Geselliger Verein Frohsinn. träglich haben 8 Spediteure im Südosten und einer im Osten Arbeitern wohl Beiträge für Krankenkassen und Alters- und Sonntag, nachm. 6 Uhr, bei E. Hiezig, Falckenſteinfir. 41, Sigung, nachdem sich zur Ablösung bereit erklärt. Den invaliden Spediteuren, Invalidenversicherung in Abzug bringen, diese aber unterderen 4 im Kreise wohnen, soll der jetzige Abonnentenstand schlagen und da er auch sonst in der Schmutkonkurrenz " Abtheilung turnt jeben Montag und Donnerstag von 8-10 Uhr in der Gemeindeschul- Turnhalle Stephanfir. 3( Moabit). Wörtherstraße 45, bet F. Tarey. Fidelitas. Privat Rauchklub Brüderlichteit Berein zur Wahrung geistiger und materieller Interessen aller Schuhmacher- rts- Krankenkasse Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Diten Berlins. in der Hutbrauche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Dienstag, den 26. März, abends 8½ 1hr, im Lokal des Herrn Kelle, Schönhauser Allee Nr. 28: Mitglieder- Versammlung. 13 Zages Ordnung: " 1. Vortrag über: Die technische Umwälzung und die Frauen". Referentin Fräul. Baader. 2. Diskussion. 3. Bericht der Kommission. 4. Verschiedenes und Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste haben Zutritt. Rahlreiches Erscheinen ist erwünscht. 151/5 Der Vorstand. Steinsetzer und Berufsgen. Berlins und Umgegend, Am Dienstag, den 26. März, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Buske( früher Seefeld), Grenadierstraße 33: Gr. öffentliche Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Millarg über: Die technische Revolution". 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zur Maifeier. 4. Bericht des Delegirten zur Gewerkschaftskommission. 5. Wahl von zwei Revisoren. 6. Verschiedenes. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Steinsetzers und Berufsgenossen, in der Versammlung zu erscheinen. 228/5 Der Vertrauensmann. Haus- und Küchengeräthe Way billigst. Ten Blumenstr. 69, Ecke Marsiliusstr. Zum Umzug! Sämmtliche Elsaaren! Hermann Schröder und verwandten Gewerbe zu Berlin. Dienstag, den 26. März cr., abends 8 Uhr, findet Kommandantenstraße 20, Arminhallen, eine ordentliche General- Versammlung der Vertreter statt. 203b Sonntag, den 21. März, abends 6½ Uhr, im Lokale des Herrn Albrecht, Memelerstraße Nr. 67: Groje öffentliche Versammlung für Männer u. Frauen. Lages Drdnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Joël über: Wenn Menschen schweigen, Tagesordnung: 1. Beschlußfassung werden Steine reden. 2. Diskussion. Entree 10 Pf. über die Abnahme der Jahresrechnung Nach der Versammlung: Gemüthliches Beifammensein und Tanz. 1894 und Decharge- Ertheilung. 2. Beschlußfassung über Liquidation laut§ 53. 3. Verschiedenes. Als Legitimation Vertreterkarte für 1895/96 vorzuzeigen. J. A.: C. Lange, Vorsitzender. M Tuch Versand- Geschäft P. Dressler jetzt: Nene Schönhauserstraße Nr. 1, Ecke Weinmeisterstraße. 349 Charlottenburg. Freunden und Parteigenossen zur Nachricht, daß ich am heutigen Tage Bismarck str. 108 ein Kolonial- u. Materialwaaren Geschäft mit Mühlenfabrikat, Hülsenfrucht, Obst- und GemüseVerkauf, verbunden mit einer Bierniederlage eröffnet habe. Große öffentliche Versammlung aller in der Kürschnerbranche besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen Montag, den 25. März, abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Buske( früher Seefeld), Grenadierstr. 33; Lages Ordnung: 1. Vortrag über:" Die Umsturzvorlage und ihre Bedeutung für die Gewerkschafts- Bewegung. Referent: Kollege A. Begge. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. 4. Wie betreiben wir in diesem Jahre am besten unsere Agitation? 5. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung halber werden die Kollegen u. Kolleginnen Die Vertrauenspersonen. ersucht, zahlreich zu erscheinen. Zu dieser Versammlung sind die Arbeiter und Arbeiterinnen der S. Gärtner, Heilbrunn, Böhm, Werkstätten von L. Thorner, Borkowsky, A. Meffer und Hoffmann, Sebastianstr. 14, ganz besonders eingeladen. Von 8 Mark. 5 M. an 202b Max Paletzki. 155/15 Billight. Detailverkauff. deutsche u. engl. eis. Bettstellen. Patent- Matrahen- Fabr. mit Dampfbetrieb.( Preistourant gratis.) Detailvert. n. KöpnickerE. Sass, Strasse 127,§. pr. Berlin. Institut Gelegenheitskäufe Central- Leihhaus- Ausverkauf, einzig in seiner Art in Berlin. 72 Jägerstrasse 72( 3nischen Kanonier- n. Mauerstraße, parterre). 10 000 moderne Frühjahr und Sommer- Paletots und Anzüge, Mode 1895, nen und wenig getragen, in besten Stoffen und neuesten Mustern von Mt. 8, 10, 12, 15, 20-30( Pracht- Exemplare). 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Die Beiträge werden nur angenommen in der Zeit: Sonntag Vormittag von 9-12 Uhr Montag Abend 8-912 " Dienstag 8-91/ 2 Sonnabend 8-91/ 2 " " " " " " Meine Wohnung befindet sich vom 1. April 1895 Naunynstr. 84, v. 2 Tr. 295/14 Wilh. Zepke. Partei- Versammlung Bekanntmadung in Keller's Festsälen, Koppenstraße Nr. 29. Tages- Ordnung: 1. Fortsetzung der Diskussion über die Berichterstattung der Fünfzehner- Kommission, die Zeitungsfrage betreffend. 2. Wahl der Spediteure. Parteigenossen! Bei der Wichtigkeit der heute fassenden Beschlüsse ist das Erscheinen einer möglichst großen Anzahl Eurerseits unbedingt nothwendig, darum folgt der vorstehenden Aufforderung. Die Fünfzehner- Kommission. zu Ortskrankenkasse der 158b Handschuhmacher und verw. Gewerbe zu Berlin. Nach dem Entſcheid vom 29. Jan. find nach den Beſtimmungen des§ 2 d. J. des hiesigen Bezirks- Ausschusses unferes Raffenftatuts auch diejenigen Personen versicherungspflichtig, welche außerhalb der Betriebswerkstätten in dem Betriebe beschäftigt werden. Es sind somit die Arbeitgeber verpflichtet, alle derartig von ihnen beschäftigten Personen bei der Kaffe als zumelden. Im Unterlassungsfalle haben Kur- und Verpflegungskosten für die versicherungspflichtige Mitglieder andie Arbeitgeber für etwaige entstandene nicht angemeldete Person aufzukommen 268/9 und außerdem zieht die Versäumniß der Meldepflicht, vom dritten Tage nach dem Beginn der Beschäftigung gerechnet, eine Geldstrafe bis zu 20 Mt. nach sich.( Bestg. des§ 10 d. KassenVerband deutscher Gold- und Silberarbeiter und verwandter Statuts). Berufsgenossen( Zahlstelle Berlin). Es wird hiermit jeder Arbeitgeber auf obiges aufmerksam gemacht und aufgefordert, jede von ihm außer dem Montag, den 25. März, abends 8%, Uhr, im Lokal Annen ftr. 16: Hause beschäftigte Person bei der Kasse Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Sassenbach:" Der christlich- soziale Staat der Jesuiten in Paraguay." 2. Diskussion. 3. Wahl des ersten Schriftführers. 4. Verschiedenes.- Gäste, sowie unsere Berufsgenossinnen, stets willkommen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 131/17 Der Vorstand. Maler, Ladirer und Anstreicher! Dienstag, 26. März, abends 8½½ Uhr: Combinirte Versammlung sämmtlicher Filialen bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tagesordnung: 1. Der Provinzialtag und seine Bedeutung event. Wahl von Delegirten. 2. Abrechnung der Fachschule. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 181/7 Der Einberufer. Joh. Plum, Bergmannstr. 99. Agtung! Holz- u. Bretterträger tung! Berlins und Umgegend. Große öffentliche Versammlung am Mittwoch, den 27. März, abends 81/2 Uhr, bei Herrn Ullrich, Waldemarstraße 75. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Distussion. 3. Wahl eines Delegirten zur GewerkschaftsRommission. 4. Aufnahme neuer Mitglieder und Verschiedenes. 146/12 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Achtung! Der Einberufer. W. Kuhn. Achtung! anzumelden. Berlin, den 24. März 1895. Melde- u. Kassenstelle: Der Vorstand. Mulackstr. 29/30. J. A.: Hollubarsch Werner, Rendant. Vorsitzender. Tuche, Cheviots, Cachemire, Sammete, Seidenstoffe, Besätze, Gardinen, Tischdecken, Portieren bill. Resterh. Zimmerstr. 65. Herren- Hüte 1,25 Einsegnungs- Hüte 85 Pf. neueste Façons verkauft das Fabriktomptoir, jetzt Barnimstr. 4 u. 5 I. mais Gold gestempelt Mark 4,75. EinsegnungsGeschenke taufen Sie am billigsten direkt von der GoldwaarenIndustrie von Belmonte& Co., Hauptgeschäft und Fabrik König- Straße Nr. 22, Hof parterre. Filiale: Frankfurter Allee 95, gegenüber der Königsbergerstraße. ( Altes Gold und Silber wird zu Kurspreisen gekauft und in Zahlung genommen.) Bruchbänder fowie alle Artikel zur Krankenpflege offerire in bester Arbeit zu mäßigen Preisen. Den Angehörigen von Krankenfaffen- Mitgliedern berechne ich die mit den Kassen vereinbarten Preise. Fachverein der Bilderrahmenmacher A. Nicolai, in C, str. 10. Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 30. März, abends 8 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstr. 20( Industrie- Gebände): Zur Feier des II. Stiftungsfestes Großer hypnotischer Vortrag nebst Experimenten des Herrn Gerling. Nachdem: Tanz. Großartige Verloosung. Festrede gehalten vom Genossen O. Antrick. Das Comiter. Hierzu ladet ein Billets find zu haben im Cigarrengeschäft von Gottfr. Schulz, Rottbuser Thor; Krafft, Admiralstraße 26; Peters, Georgenfirchstraße 62; Peterreit, Steinmezftr. 44; Grauer, Oranienftr. 121 und im Arbeitsnachweis bei Pultz, Wafferthorstr. 5. Achtung! Achtung! 188b Schneider u. Schneiderinnen! Montag, den 25. März, abends 8%, Uhr, in Cohn's Fettsälen, 炸 Beuthstraße 20, 1 Treppe: Grosse öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Tarifverhältnisse und Mißstände in den einzelnen Geschäften. Referent: Kollege Timmr. 2. Diskussion. 3. Beschlußfassung über die Feier des 1. Mai. Die Kollegen und Kolleginnen aller Branchen sind aufgefordert, in dieser Versammlung zahireich zu erscheinen. Die Kollegen von M. Lewin, Friedrichstraße; Hennig, Friedrichuvaße; Gerson, Werder'scher Martt, und Bär Sohn, Brückenstraße und Chausseestraße, sind hierdurch ganz besonders eingeladen. 220/9 Die Agitationskommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Berlin Neue Schönhauserstr. Lieferant für Krankenkassen. Große Resterhandlung M. Corin, Büschingstr. 17, 1. Et. Alle Arten Stoffrefte zu Mänteln, Jackets und Kindersachen. Käufer erhalten jede Façon gratis zugeschnitten. Achtung! Achtung! Parteigenossen! Da ich in Hennigsdorf eine Landbrot- Bäckerei errichtet habe und mein Geschäit im Norden Berlins betreibe, bitte ich die Parteigenossen, die mich unterstützen wollen, ihre werthen Adressen in der Niederlage abzugeben, oder mir selbst zukommen zu lassen. Niederlage: Herr Madausch, Chausseestr. 74. Achtungsvoll 155b Ed. Behrendt inn., Vertrauensmann in Hennigsdorf. Kranzbinderei und Blumen- Handlung Berlin SO., J. Meyer, wienerstr. 1 ( nur dort). Guirlanden à Mtr. von 15 Pf. an. Cotillon- Bouquets, Did. v. 1 M. an. Telephon: Amt IV, 9482. Arzt Dr. Hösch, LinienDamenschneiderei. Schnittmusterzeichnen Somöopath. traße 149, 8-10, 5 bis ( 10 M.) lehrt Frau E. Hoffmann, Cuvrystr. 48. Auch Abend- u. Sonntagskurse. 17, Sonntags 8-10 Uhr. 1375L* Billige Unterhaltungs- Literatur. Um den vielfachen Wünschen nach guten und preiswerthen Romanen zu entsprechen, haben wir eine Reihe empfehlenswerther Romane der besten Autoren erworben, die wir zu herabgesetzten Preisen empfehlen. Wir machen namentlich die Vereins- Vorstände auf diesen Gelegenheitskauf aufmerksam und bemerken, daß einzelne der unten aufgeführten Romane nur noch in beschränkter Anzahl vorhanden sind. Die in Klammern beigefügten Preise sind die Original- Ladenpreise. 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B Graf von Monte Christo, Die drei Musketiere, Das Halsband der Königin) sind auch einzeln zu herabgesetzten Preifen zu beziehen( Man verlange unseren Katalog.) Der Werth der Dumas'schen Romane liegt in threm historischem Hintergrunde, der treffenden Charakterisirung u. spannend. Handlung. Erdmann, Chatrian, Ausgewählte Werke. Autorisirte Uebersehung, eingeleitet und zusammengestellt von Ludw. Pfau. 12 elegante Leinwandbände.( Mt. 28,-) Mt. 14, Auch diese Novellen sind einzeln zu herabgefeßten Preifen zu beziehen.( Siehe Katalog.) Diese historischen Erzählungen, die in der Beit der französischen Revolution und Napoleonischen Feldzüge spielen, gehören zu den beften deutschen Literaturerzeugnissen und die Pfau'sche Ausgabe ist eine nach allen Seiten vorzügliche. Glaser, Ud., Erzählungen aus dem Holländischen. 11 Bände. ( Mt. 45,-) Mt. 10, Auch diese Erzählungen sind einzeln zu herabgefeßten Preisen zu beziehen.( Siehe Katalog.) Groffe, 3., Das Bürgerweib von Tena. 2 Bde.( Mt. 9,-) Mt. 2,50 Gutkow, K., Die Serapionsbrüder. 3 Bde.( Mt. 16,-) m. 4, In bunter Reihe. ( Mt. 3,50) Mt. 1,50 Jensen, W., Jahreszeiten. Roman. 2Bde.( Mt. 10,-) Mt. 2, Aus meiner Vaterstadt. ( Mt. 4,50) Mt. 1,50 -Metamorphosen. ( Mt. 3,-) Mt. 1,50 Tagebuch aus Grönland. Roman. 3Bde.( Mt. 12,-) Mt. 3, 3okay, Maurus, Kleine Könige. 5 Bde.( Mt. 12,-) Mt. 4, Der Bigeunerbaron. ( Mt. 3,-) Mt. 1,50 Kretzer, Mar, Der Millionenbauer. 2 Bde.( Mt. 6,-) Mt 3, Die Buchhalterin. Meister Timpe. ( Mt. 5,-) Mt. 3,50 ( Mt. 3,-) Mt. 2, Schildert in meisterhafter, spannender Form den verzweiflungsvollen Kampf des kleinen Sandwerkers gegen das auftommende Großkapital und den schließlichen Untergang des ersteren. Land, Hans, Der neue Gott. Roman.( Mt. 3,-) Mt. 2, Die am Wege sterben. ( Mt. 1,56) Mt. 1,10 ( Mt. 2,-) Mt. 1,50 Stiefkinder der Gesellschaft. Linke, Osk., Leukothea. Roman. 3 Bde.( Mt. 10,-) Mt. 2, Lorm, H., Auf dem eisernen Schloffe.( Mt. 4,50) Mt. 1,50 Das Leben kein Traum. ( Mt. 4,50) Mt. 1,50 Maupassant, G. de, Bur linken Hand.( Mt. 3,-) Mt. 2, Meißner, A., Die Prinzessin von Portugal.( Mt 4,-) Mt. 1,50 Meyr, M., Dorfgeschichten aus dem Ries.( M. 6,-). 1,50 Orzes ko, Elise, Verlorene Seelen.( Mt. 4,50) Mt. 1,50 Pfau, Ludw., Gedichte. Mit Porträt. Gebd.( Mt. 4,50) Mt. 2,40 Prölf, Rob., Heinrich Heine, sein Lebensgang und seine Schriften. Juustrirter Prachtband.( Mt. 5,60) Mt. 3,50 Rosegger, Aus meinem Handwerkerleben.( Mt. 5,-) Mt. 2,50 Rovetta, Mater dolorosa. Roman. 2 Bde.( Mt. 6,-) Mt. 2, Schweichel, Robert, Italienische Blätter.( Mt. 3,-) Mt.-, 75 Schweichel, Elife, Vom Stamm gerissen.( Mt. 1,-) Mt.-, 50 Schranka, Der neue Demokrit. 2 Bde.( Mt. 6,60) Mt. 2, Shelley, Entfesselter Prometheus.( Mt. 3,-) Mt. 1,50 Silberstein, Dorfschwalben aus Oesterreich.( Mk. 6,-) Mt. 3,50 Suttner, B. v., Die Waffen nieder! 2 Bde.( Mt. 6,-) Mt. 4,50 Der Roman ist das Hauptwerk der Verfasserin und zugleich ein meisterhafter flammender Proteft gegen die Greuel des Krieges und deffen unbeilvolle Folgen für die Völker. Der Roman wurde seinerzeit im Vorwärts" nachgedruckt und hat allgemeinen Beifall gefunden. Sollte in feiner Vereinsbibliothet fehlen. Telman, K., Lebensfragmente.( Mt. 6,-) Mt. 1,50 Temme, 3.H.D., Gleich und Ungleich. 3 Bde. Mt. 10,-( Mt. 4, Tillier, Claude, Mein Onkel Benjamin.( Mt. 3,-) Mt. 1, Ontel Benjamin" gehört zu den Perlen der neueren humoristischen Literatur Frankreichs. Tschernischewsky, G. N., Was thun? Erzählungen von neuen Menschen. Roman. 3 Theile. Brosch.( Wit. 15,-) Mt. 4, Voß, R., Frauengestalten. ( Mt. 3,-) Mt. 1,50 Waldenradt, 3. v., Der Böllner von Klausen. Historischer Roman aus der Zeit des Bauerntrieges.( Mt. 7,-) Mt. 2, Behandelt in durchaus volksthümlichem Tone und demokratischer Auffassung den falzburgischen Bauerntrieg und den Zug des Bauernführers Gaismeier nach) Benetten. Waldmüller, R.( E. Duboc), Die Verlobte. 4 Bde. ( Mt. 18,-) Mt. 5, Wengraf, E., Armer Leute Bind.( Mt. 3,-) Mt. 2, Für Bibliotheken besonders passend: Romanzeitung, Deutsche. Jahrgang 1879, 80, 82-85, 87-90. Jeder Jahrgang umfaßt 4 Bände von je 927 Seiten Großquart. ( Mt. 140,-) Mt. 30, Diefelbe. Einzeln pro Jahrg. à 4 Bde.( Mt. 14,-) Mt. 3,50 Soeben ist erschienen: Tolstoi, E., Herr und Diener. Erzählung aus dem russischen Voltsleben. Mt. 1, Auch aus dem Gebiete der Geschichte, Völkerkunde, Naturwissenschaft 2c. haben wir eine Reihe vorzüglicher Werke zu bedeutend herabgesekten Preisen erworben und verweisen wir auf unseren neu erschienenen Katalog, den Bei wir auf Verlangen gratis und franko versenden. Bestellungen von auswärts bitten wir den Betrag in Briefmarken oder durch Anweisung gleich mitzusenden. Porto zu Lasten der Bestellung. Buchhandlung des Vorwärts" Berlin SW., Beuth- Straße 2. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin, Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. 3. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 71. Arbeiter- Sanitätskommission. " Sonntag, den 24. März 1895. 12. Jahrg. Der Eigenthümer von Swinemünderstr. 49 a fühlt sich durch unsere Mittheilung von der ungefunden Beschaffenheit der daselbst früher gelegenen Gemüsehandlung und Wohnung gekränkt und verlangt Widerruf. Wir kommen seinem Wunsche hiermit nach und konstatiren, daß die inzwischen geräumte Wohnung gleich nach unserer Kontrolle mit Kotsförben ausgetrocknet und renovirt( neu tapezirt) worden ist. Wir fügen hinzu, daß im 2. und 3. Stock rechts sich ebenfalls feuchte und schimmlige Wohnungen befinden. Für die Arbeiter Sanitäts- Kommission gingen ferner ein: Vom Textilarbeiter Verband, Filiale I, 3 M. Gerichts- Beitung. hauptung von dem schubweisen Einlaß nicht nur aufrecht, sondern| Südfrucht- Handlung( insbesondere Sauerkohl) überfüllt ist und fügen noch hinzu, daß in der Zeit von 1/ 26-7 Uhr, wenn die den dahinterliegenden Keller und seine Bewohner belästigt. In ihrer Nr. 108 bringt die Bossische Zeitung", Besucher der Wärmehallen ins Obdach kommen, fich bis zu Rigdorf, Schinkestr. 14, rechter Seitenflügel, 2 Tr., anscheinend offiziös, folgende Erwiderung auf unsere leyte 500 Mann im Hofraum ansammeln, welche im Gänsemarsch in Wohnung naß und verstodt, Möbel verschimmelt, die Gesundheit Publikation über das städtische Obdach: die Baracken eingelassen werden. Nachdem eine Barade mit der Bewohner sehr angegriffen. Das Kloset auf dem Korridor Der Vorwärts" brachte in seiner Nr. 37 vom 13. Februar 70 Mann gefüllt ist, tritt eine Pause ein, so daß wieder unsauber. ( 2. Beilage) einen Artikel über das städtische Obdach, der, wie holt die schlecht gekleideten Besucher 3/4 bis uns von zuständiger Seite mitgetheilt wird, der Berichtigung 1 Stunde bei tältester Witterung auf dem Hofe bedarf. Die Aufnahme der obdachlosen Personen erfolgt täglich warten mußten. Die Voss. 3tg." behauptet ferner, daß von nachmittags 4 bis nachts um 11 Uhr. Von störenden An- die Ueberwachung mit der Polizei nichts zu thun habe, unser ſammlungen auf dem Hofe der Anstalt ist bisher nichts bekannt Gewährsmann erklärte, daß bei dem Einmarsch der einzelnen in geworden. Bei größerem Andrange, der nur nach Schluß der die. Baracken die Aufsicht durch einen Schuhmann geschieht, daß Wärmhallen gegen 7 Uhr abends eintreten kann, werden immer ferner bei der Aufnahme des Nationale fast regelmäßig ein 70 Personen( soviel Platz bietet eine Barade) in wohldurchwärten, Schuhmann neben dem protokollirenden Beamten zu finden ist. gut ventilirten und peinlich sauber gehaltenen Barackenfälen, deren Auch die Aeußerungen über die Baderäume bedürfen der 3. 3. 36 zur Verfügung stehen, untergebracht. Die Aufnahme Berichtigung. In dem Auskleideraum muß der Obdachlose bis eines Nationale der Obdachlosen, welche Formalität zuni Zweck zu 1/2 Stunde nackt warten, bis er zum Baden kommt. Die wirk der Ueberwachung nothwendig ist, geschieht durch städtische Beamte, lich vorhandenen Veränderungen stellen feine genügende Ver die Polizei hat damit garrichts zu thun. Bei dem Baden ist es befferung dar. Die falte Treppe zum Baderaum ist in einen Grundsay, jedem der Obdachlosen ein warmes Bad und Seife kühlen Korridor verändert worden, der in der gleichen Weise zu verabfolgen, und wird hieran, soweit es sich bei den Ein- wie früher die Treppe nadt passirt werden muß. Daß richtungen der Anstalt durchführen läßt, genau festgehalten. Die 10 Pf. für ein Wannenbad nicht mehr erhoben Etiva 75 v. H. aller Aufgenommenen erhalten Bad und Seife. werden, ist sehr liebenswürdig von der Verwaltung. Die Bäder, sowohl Brause- als Wannenbäder, n den kostenfrei Daß die Baracken zur Zeit nicht überfüllt sind, liegt an den Wie Denunziationen zu stande kommen, das lehrte eine verabfolgt, die Behauptung des„ Vorwärts", daß für ein Wannen- sozialpolitischen" Maßnahmen der städtischen Behörden dem Verhandlung gegen den Schankwirth Franz Hübler, welche bad 10 Pf. zu entrichten sind, ist unwahr. Die letztere Art Bäder herrschenden Nothstande gegenüber, verändert aber an der That am Donnerstag vor dem Rixdorfer Schöffengericht stattfand. ist für alte, franke oder mit Gebrechen behaftete Leute bestimmt. fache der Ueberfüllung im vergangenen Winter nichts. Was das Hübler war beschuldigt, am 28. Oktober v. J. in seinem Lokal Die Bäder sind nicht, wie der„ Vorwärts" angiebt, mit Innere der Baracken selbst anbetrifft, so ist es unwahr, daß für Biethenstr. 42 in Rixdorf das Verweilen von Gästen über die Brettern abgeschlagen, sondern befinden sich, massiv gebaut, in Handtücher in ausreichender Weise gesorgt ist, denn keine gebotene Polizeistunde hinaus geduldet zu haben, was der unmittelbarer Nähe der Baracke Nr. 1. Eine Treppe, die von Spur von denselben ist vorhanden. Die Drilldecken Angeklagte entschieden bestritt. In der Sache hatte bereits den Badenden angeblich paffirt werden muß, ist überhaupt nicht werden, da Handtücher nicht vorhanden sind, als solche benutzt und kürzlich ein Termin angestanden, weil aber der Fußvorhanden. Sowohl der Auskleideraum als der Verbindungs- mit ihrer Sauberkeit ist es dann eben zu Ende. Außerdem sei be- gendarm Biesecke, welcher die Anzeige erstattet hatte, aus gang nach dem Baderaum find wohl durchwärmt. Das Baden merkt, daß fie allmälig zum zudecken viel zu kurz geworden sind. eigener Wahrnehmung nichts zu bekunden vermocht, sondern und die Desinfektion der Kleidungsstücke dauert etwa zwanzig Die Existenz der Wanzen und Läuse ist dem Gewährsmann der angab, der Nachtwächter Zutter habe ihm von der Sache MitMinuten. Bis zur Beendigung der Desinfektion stehen den Boss. 3tg." entschieden nur entgangen, weil er nicht so gründlich theilung gemacht, wurde damals der Termin aufgehoben. Zuun Badenden wollene Decken zum Ueberhängen zur Verfügung. zu Werke gegangen ist, wie unser Beauftragter. Ungeziefer ist zweiten Termin war nun Nachtwächter Lutter als Zeuge geladenKlagen über die Bade- und Desinfektionseinrichtungen sind bisher derartig start vorhanden, daß unserem Freunde ganz bedenklich und dieser bekundete folgendes: Er sei an dem fraglichen Abend nie erhoben worden. Da 36 Barackensäle zur Belegung mit je zu Muthe geworden ist. au dein bereits geschlossenen Hübler'schen Lokal vorübergekommen 70 Personen zur Verfügung stehen, so fönnten 2520 Personen Die Verbreitung des Ungeziefers würde wohl verhütet werden und habe in demselben sprechen, sowie Gläsergeklapper bequem placirt werden. Der höchste diesjährige Besuch betrug fönnen, wenn die Badeeinrichtungen vollständiger gehört. weiter gegangen sei, habe er den aber nur etwa 2100. Die Angaben des Vorw." über angebliche wären. Es können garnicht, wie die Voss. 3tg." angiebt, etwa Gendarm Biesecke, getroffen und auf dessen Frage, ob im Ueberfüllung sind daher vollständig aus der Luft gegriffen. Viel 75 pCt. baden, da durch das lange Warten, die Desinfektion 2c. in Ordnung sei," geäußert, daß mehr wird jedem einzelnen Obdachlosen eine durchaus saubere, der Einzelne etwa 11/2 Stunden zum Baden braucht und so Hübler noch Gäfte sein müßten, obwohl obwohl die Polizei. desinfizirte Pritsche, sowie eine ebensolche Drelldecke zur Ver- überhaupt nur ca. 2 Baracken am Tage zum Abbaden kommen. ſtunde längst eingetreten war. Er habe geglaubt, daß Biesecke fügung gestellt. Daß grauer Drell durch die Desinfektion nach Was die Beschaffenheit der Speisen betrifft, so ist sich hiervon überzeugen werde, was jedoch nicht geschehen sei; dunkelt, ist bekannt, das dunkle Aussehen hat aber mit der das Brot gut, die Suppe weniger gut. Einen Löffel be- Biesecke habe vielmehr ohne weiteres die Anzeige gegen Hübler Sauberkeit der Decken nichts zu thun. In jeder Baracke befinden kommt der Obdachlose nicht in Händen, er ist ge- erstattet. Er( Lutter) könne nicht sagen, ob das Gläsergeklapper fich sechs Waschtoiletten; für Handtücher ist in ausreichender nöthigt, den Napf auszutrinken und, da sich der dicke Mehlbrei vielleicht nur davon hergerührt habe, daß man im Lokal nach Weise gesorgt. Ungeziefer ist nicht vorhanden, da zu Boden sentt, mit den Fingern nachzuhelfen. erfolgtem Schluß die Gläser gereinigt habe oder ob wirklich Gäste die Baraden, Pritschen und Decken täglich gründlich des Zum Schluß halten wir unsere Behauptung aufrecht, daß sich im Lokal befanden. Der Angeklagte wurde natürlich frei infizirt werden. Jeder Obdachlose erhält abends um 82 sowie Obdachlose im Sommer durch die Langwierigkeiten der proto- gesprochen, dem Nachtwächter aber der Rath gegeben, künftig mit morgens um 53/4 Uhr eine Roggenmehlfuppe und 200 tollarischen Aufnahme nicht nur bis acht Uhr, sondern noch seinen Anzeigen vorsichtiger zu sein. Gramm gutes, in eigener Bäckerei hergestelltes Roggenbrot. länger aufgehalten worden sind. Wir werden im kommenden Als eine Art Naturwunder kann der Schankwirth Jede Portion Suppe 0,9 Liter) ist mit fünf Gramm Butter zu- Sommer Gelegenheit nehmen, das Weiterbestehen dieser treff Frischmann gelten, der gestern wegen Duldens von Glücksbereitet. Die gute Beschaffenheit der Speise- Ingredienzien wird lichen Einrichtung zu kontrolliren, wie wir überhaupt der Boss. spielen vor der 131. Abtheilung des hiesigen Schöffengerichts scharf überwacht. Die Entlassung der Obdachlosen erfolgt Sommer 3tg." und ihren Hintermännern versprechen, trog aller Ab- stand. In dem Lokale des Angeklagten ergößten sich eines wie Winter morgens in der Zeit von 62 bis 63/ Uhr. Daß leugnungsversuche nach wie vor auf dem Posten zu sein. Obdachlose im Sommer bis um 8 Uhr früh zurückgehalten werden, ist unwahr. Die Personen, die Arbeit haben oder sich nach solcher bemühen wollen, werden auf Wunsch noch früher als oben angegeben entlassen. Die meisten begeben sich erfahrungsmäßig zur Winterszeit vom städtischen Obdach direkt nach der Wärmehalle und kehren des Abends zum Obdach zurück. Nur die sich beharrlich und der Verwarnung ungeachtet nicht nach Arbeit und Unterkommen bemühen, werden durch die Polizei dem Polizeirichter zur Bestrafung vorgeführt. " ❤ 11 A13 er Revier alles " bei Sonntags mehrere Bäckergesellen an dem bekannten Glücksspiel Meine Tante Deine Lante". Ein Gast nahm hieran Anstoß, lief unbemerkt zur Revierwache und bewirkte, daß zur UeberNaunynstr. 4, rechter Seitenflügel im Keller, die Woh- raschung des Wirths und seiner Gäste plöglich Kriminalbeamte nung vernachlässigt und trotz Heizung sehr falt, im Sommer das Lokal betraten, die auf dem Tische liegenden Gelder feucht, foll sie Schnecken enthalten. Jm linken Seitenflügel des Bankhalters in Höhe von 14 M. mit Beschlag 1 Kloset für die etwa 18 Haushaltungen der Seitenflügel, im belegten und die Personalien der Spieler feststellten. Die Hof rechts 3 Klosets für die etwa 22 Haushaltungen des Vorder- weitere Folge war die Anklage gegen den Wirth. In hauses. der schöffengerichtlichen Verhandlung stellte nun Rechtsanwalt Brüderstr. 2, im Restaurant zur Wartburg"( Martin Leop. Meyer unter Beweis und dieser Beweis gelang auch Diese Erwiderung bedarf der Berichtigung. Daß die Einlaß Luther) befindet sich der Hängeboden des Dienstmädchens hoch im allgemeinen- daß der Angeklagte troß seiner Eigenschaft zeit um 4 Uhr beginnt, enthielt auch unsere Mittheilung. Von über der Küche; derselbe hat ein Fen ster von 50 X 60 3entials Gastwirth gar keine Karten tennt und sich hatte vorreden störenden Ansammlungen" haben wir nicht gesprochen; dagegen meter. In diesen Raum strömt der ganze Küchendunst und die lassen, daß das Spiel Schlesisches Sechsundsechzig" genannt halten wir, nachdem einer unserer Kontrolleure Feuchtigkeit von der in der Küche zum Trocknen aufgehängten Wäsche werde. Der Staatsanwalt hielt es für ganz undenkbar, daß ein in dem bekannten sozialdemokratischen Opfer- Das noch nicht 16 Jahre alte Dienstmädchen schläft bereits seit alter Berliner Gastwirth das bekannteste aller Glücksspiele nicht muth am Donnerstag, den 7. März, sich wieder einem halben Jahre in diesem ungefunden, niedrigen Raum. fennen sollte, der Gerichtshof hielt jedoch auf grund der Be einmal den Annehmlichkeiten einer im Asyl Falkenstein str. 29 auf dem zweiten Hof befindet sich weisaufnahme den Angeklagten nicht für überführt, das Spiel verbrachten Nacht unterzogen hatte, unsere Be die Dunggrube, welche durch die Abfälle der Gemüse und als Glücksspiel erkannt zu haben und sprach ihn deshalb frei. Literarischjes. Volkslexikon von Emanuel Wurm. Der erste Band, 1052 Seiten Text und 61 Seiten Stichwort- Register liegt jetzt, schön gebunden zu dem billigen Preis von 5,40 m. in Leinwand, ( 6 M. in Leder) vor uns, und wir sind im stande, ein abschließendes Urtheil zu fällen. Wir sagen: abschließend, denn ist auch erst der dritte Theil des Werkes veröffentlicht, so sind doch Plan und Mittel der Ausführung nun so deutlich zu erkennen, daß wir das fertige Wert bereits in festen Umrissen vor uns haben, und daß Zweifel an der Vollendung nicht mehr aufkommen tönnen. Das Werf nennt sich auf dem Titel: ein Nachschlagebuch für sämmtliche Wissenszweige mit besonderer Berücksichtigung der Arbeitergesetzgebung, Gesund heitspflege, Handelswissenschaften, Sozialpolitit". Es ist viel, was hier versprochen wird, aber was versprochen ist, wird auch gehalten. Die Erwartungen, denen in der Nummer des Vorwärts" vom 11. August des vorigen Jahres Ausdruck gegeben ward, baben fich erfüllt, und manches, was damals noch zweifelhaft war, ist inzwischen durch die Praxis erledigt worden. 27 W. L. in ausgedehnterem Maße, als dies gegenwärtig der Fall ist, Hiernach ermesse man die Schwierigeiten des Unternehmens, durchgeführt werden. Ist es auch aus technischen Gründen nicht dem wir den verdienten Erfolg wünschen., möglich, bei jedem einzelnen Stichwort die Seitenzahl anzugeben, wo es vorkommt, so ist es in allen Fällen doch möglich, die Gratulationsgedichte und Vorträge zu allen feftlichen iu brit anzugeben, unter welcher das Stichwort und die Erklärung sich findet. Was vor allem, in höherem Grad noch als die Methode, das Volks- Lexikon auszeichnet und ihm seinen Werth für die Arbeiter sichert, das ist der Inhalt. Es bringt selbstverständlich in der durch den Umfang des Werks gebotenen Kürze-alles was die alten Encyklopädien bringen; es bringt aber außerdem eine Fülle von Material, welches in feiner anderen Encyklopädie, auch der umfassendsten, nicht zu finden ist: darunter alles, was für die Arbeiter auf ökonomischem, politischem und gesetzgeberischem Felde von speziellem Interesse ist. Und dazu kommt noch, daß die Mitarbeiter des Volts- Lexikons durchweg auf dem Boden der modernen Weltanschauung stehen, und Geschichte, Politik und Naturwissenschaften von dem Gesichtspunkte der materialistischen Kritik aus behandeln und be urtheilen. Gelegenheiten. Stammbuch- und Gedenkverse. Für die Kinder des Proletariats. 74 Seiten. Preis 60( sechzig) Pfennig. Verlag von Hans Baake, Berlin S., City- Passage. Einen Sprung hat ja auch die Gesellschaft bekommen, Einen tüchtigen Niß, da ist rechts das Kapital Und links der Proletarier unendliche Zahl, Der wohnt im Balast, der in schlechter Hütte. Für solchen Riß, da giebt's feine Sitte, Den verpflastert und verklebt man sicherlich nie, Da hilft nur die Sozialdemokratie. Doch die wird die Sache schon gründlich besorgen, Auf jede Nacht folgt eben ein Morgen. Das ist nicht wahr. Ich muß dem Dichter entschieden widersprechen. Es giebt poetische Nächte, denen kein Morgen folgt. Im übrigen aber enthält das Buch manches Schäßens Die Methode, nach welcher die Herausgeber des Volts- Das sind Vorzüge, die schwer ins Gewicht fallen und dem werthe. Wer eine Tante hat, kann ihr in Zukunft in Versen lexifons verfahren, und die im Anfang etwas unklar war, hat Volte- Lexikon ein gutes Recht auf die kräftigste Unterstüßung gratuliren. Im Hinblick auf die Qualität der letzteren ist das wesentlich die Probe bestanden. Sie hat vor der alten Methode aus den Arbeiterkreisen nicht blos, sondern auch aus den Kreisen Verfahren aber nur bei durchaus gutmüthig veranlagten Perden großen Vorzug, daß die einzelnen Gegenstände organisch in des weiteren, einer gefunden geistigen Nahrung bedürftigen fonen zu empfehlen. Auch für den„ lieben Ontel" ist poetisch ihrer Ganzheit behandelt werden, so daß alle zum Gegenstand Publikums geben. gesorgt. Für Bater, Mutter, Großmama und Großpapa gleich gehörigen Stichwörter nicht besonders, sondern im Zusammen- Sehr glücklich ist die Einrichtung, daß bei den Fremd- falls. Nur die Schwiegermütter fehlen. Das finde ich unrecht. hang behandelt und gewürdigt werden. Ein Dichter, ein wörtern die betonte Silbe durch fette Schrift ausgezeichnet wird. Warum einzelne Familienmitglieder auf Kosten der Gesammtheit Mann der Wissenschaft, steht nicht losgelöst da; der Dadurch werden viele der Leser, die mit den Akzenten nicht bevorzugen? Did ter findet sich an seinem richtigen Platz in der Geschichte vertraut sind, vor irrthümlicher Aussprache bewahrt. der Literatur, der Mann der Wissenschaft in der Rubrik seiner Disziplin der Chemiker in der Chemie, der Nationalökonom in der Nationalökonomie Mary, der Nationalökonom und Gründer des Sozialismus, fommt unter die Rubriken: National ökonomie und Sozialismus. jenen Mängeln. Gewiß fehlt es bei dem Volts- Lexikon nicht an diesen und In unserer ersten Besprechung baben wir auf verschiedene hingewiesen; und heute möchten wir noch den Wunsch nach sorgfältigerer Korrektur äußern. " Ein hohes Ideal über sich, Ueberstandene Kämpfe hinter sich, Ein sicheres Gelingen vor sich, Und treue Genossen um sich, Schließt alle Glückseligkeit in sich. Sonstiger Ausstellungen enthalten wir uns, weil das Werk Das gefiel mir anfangs sehr gut. Ich hielt es für Personen, Städte, Landestheile u. s. w. werden überhaupt in der Fertigstellung begriffen ist, und weil wir, während des einen Memorirvers für Präpositionen. Aber dann jah nicht besonders aufgeführt, und sind unter der geschichtlichen, Fortschreitens der Arbeit uns von dem ernsten Streben, allen ich aus der Kapitelüberschrift, daß der Verfasser es wissenschaftlichen, geographischen u. f. w. Rubrik zu suchen, in Wünschen und Bedürfnissen Rechnung zu tragen, überzeugt haben. für einen Gedenkvers" gehalten wissen will. Ich bin ein welche sie gehören. Und wir wissen, daß die Herausgeber, die auf die Unter- Gemüthsmensch und thue ihm den Gefallen; aber ich fürchte, La nun der Leser nicht immer die richtige Rubrik von selbst fügung und auf die Mitwirkung des Publikums rechnen müssen, seine Arbeit leidet darunter. Das Buch enthält auch noch einige findet, so soll jeder Name, wie auch sonst jedes Wort, dessen Er- Rath und Hilfe dankbar entgegennehmen. Bolterabendscherze, die ich im Verdacht habe, daß sie humoristisch flärung verlangt werden kann, in einem Register, das voraus- Wir erachten es um so mehr für unsere Pflicht, das Volts sein wollen. Ich bin ein glücklich veranlagter Mensch, der sich fichtlich etwa 50 000 verschiedene Namen und Wörter umfassen Lexikon zu empfehlen, als es sich um ein gemeinnüßiges Unter- feine Heiterkeit konserviren will, und habe sie also überschlagen. wird, am Schlusse des Werts in alphabetischer Ordnung ver- nehmen handelt, dessen Ausführung unmöglich ist, wenn ihm Das ist vielleicht nicht hübsch; aber schließlich ist ein Rezensent zeichnet werden, mit Angabe der Seitenzahl und des Bandes, nicht die kräftigste Unterstützung zu theil wird. In den vor- pardon auch ein Mensch. Um übrigens auf die Schwiegerder betreffende Name 2C. im Zusammenhang vorhandenen Werken dieser Art( dem Brockhaus'schen, Meyer'schen mütter zurückzukommen. Warum eine Menschengattung, die nach fommt. Da das Werk in Lieferungen erscheint und es und Pierer'schen Konversations Lexikon) stecken Millione a dem allgemeinen Urtheil durchaus keine besonderen Verdienste für die Besizer zu lange dauern würde, wenn fie von Kapital. Und als 1878, nach Jukrafttreten des Sozialisten- aufzuweisen hat, in übertriebener Humanität ausschließen„ Für bis zum Schluß des ganzes Werkes auf den Schlüssel zu warten gefezes die Frage an uns herantrat, die außer Thätigkeit gesezten die Schwiegermütter des Proletariats" flingt doch ganz gut und hätten, so ist dem jetzt vollendeten ersten Bande schon ein, alle in Parteischriftsteller und Journalisten anderweitig in einer, der wenn das Büchlein wieder mit 60 sechzig) Pfennig verdemselben vorkommenden Namen und Stichwörter an der Zahl Partei fördersamen Weise zu beschäftigen, wurde von Bruno Geiser fauft werden kann, betheilige ich mich an dem Geschäft. 15 000 enthaltendes Band- Regifter beigegeben. etwas Aehnliches: eine sozialdemokratische Encyklopädie vor Rezensiren foll's aber ein anderer. Ich habe nichts Unrechtes Wir glauben, daß diese Aenderung sich vereinfachen ließe. geschlagen. Der Partei erschien das Wagniß zu groß, und das gethau und will nicht immer das Kreuz meiner Kollegen auf Erich Schlailjer. Unseres Erachtens könnte die alphabetische Reihenfolge im Text/ o nützliche Werk unterblieb damals. סט -D mich nehmen. Die Waaren- Restbestände Restbestände aus der D. Kirschner'schen Konkursmasse 101. Bellealliancestraße 101. 101. Bellealliancestraße 101. bestehend in Damenkleiderstoffen besseren Genres, Sammet- und Seidenwaaren werden nur noch kurze Zeit, werktäglich vormittags von 9-1 Uhr, nachmittags von 2-7 Uhr zu fest taxirten Preisen gegen Baarzahlung ausverkauft. Cheviot, reine Wolle, doppelt breit, Meter jetzt 65 Pf. Schwarze Cachemire, doppelt breit, Meter jett 53 Pf. Mouseline, reine Wolle, Meter jett 52 Pf. Kleider- Bardhend, Meter jekt 33 Pf. Schwarz, reinseidene Merveilleur, Meter jetzt 1,20 m, Schwarz. reinreiden, Damaft, Meter jett 1.80. G. Superczynski, tünstliche Zähne, Invalidenstr. 105, II. 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März 1895: Abend Unterhaltung im Lokale von Zubeil, Lindenstrasse 106. Um 7 Uhr: Vortrag des Genossen F. Hansen über„ Recht und Moral". 40/5 Der Vorstand. Achtung, Holzarbeiter! w. Tischler, Drechsler, Bürstenmacher u. f.W. Montag, den 25. März, abends 8 Uhr, im Böhmischen Brauhaus, Landsberger Allee 11-13: findet die 8 Uhr, Versammlung des Vereins aller in der Filzschuhund Pantoffel- Brauche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen statt. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. med. Böhm über Bedeutung und Werth der NaturHeilmethode. 2. Fragestellung. 3. Vereins Angelegenheiten. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht der Kollegen, dafür zu sorgen, daß die Versammlung gut besucht wird. 125/16 Der Vorstand. Mittwoch, den 27. März, abends 8 Uhr: 1. in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29 und 2. in Sanssouci, Rottbuserstr. 4a: Große Volks- Versammlungen. Tages Ordnung: 1. Wie stellen sich die Arbeiterinnen zu der Auflösung der FrauenAgitationskommission und wie gedenken wir uns jetzt zu organisiren. 2. Die Bedeutung der Gewerkschaftsbewegung für die Frauen und 33/1 Mädchen des arbeitenden Boltes. Referenten: Reichstags- Abgeordneten Legien und v. Elm. Die Einberuferin. Große öffentliche Versammlung. Sentral- Kranken- u. Sterbekasse Ethische Gesellschaft. Zages Ordnung: 1. Stellungnahme zum 1. Mai. Referent: Genosse Pfannkuch. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Alle Holzarbeiter sind zu dieser Versammlung eingeladen. Der wichtigen Tagesordnung wegen erwartet eine rege Betheiligung 203/12 Der Vertrauensmann: E. Wiedemann. Personendampfer der Tischler u. s. w. Dertliche Verwaltung Berlin H. Montag, den 25. März 1895, abends 81/2 Uhr: Sonntag, den 24. März, abends 7 1hr, im Saale der Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20: Versammlung. Vortrag des Herrn Gerling über:" Hypnotismus und Magnetismus." Mitgliederversammlung Nachbem: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. im Lofale des Herrn Tolksdorf, Görlitzerstr. 58. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über Naturheilkunde. 2. Diskussion. werden schon jetzt an Vereine, Gesellschaften, Schulen 2c. 3. Erfahwahl für die Ortsverwaltung. Wochentags und Sonntags billig vermiethet. Telephon: Moabit 1256. Berliner Krahn- Gesellschaft. Kronprinzen- Ufer 8. Empfehle mein reichhaltiges Lager selbst gefertigter Schuhwaaren zu ausnahmsweise billigen Preisen, sowie orößte Auswahl in allen Sorten Herren-, Damen- und Kinder- Strandschuhen mit Leder- und Gummisohlen. Hauptgeschäft: Zur schlanken beim lieben Gustav, Oranienstr. 2. Geschäft: Alte Jakobstraße 78. 3. Geschäft: Rigdorf, Bergstraße 23. 115/7 Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Nach dem Vortrage haben Gäfte teinen Zutritt. Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule Versammlung Zu dieser Versammlung haben die am Sonntag, 24. März, ab. 7 Uhr, in den Oranienhallen, 4. Verschiedenes. Mitglieder der Frauen Sterbekasse Zutritt. 237/15 Mitgliedsbuch legitimirt. Es ist nothwendig, daß alle Mit glieder am Blaze find. Die Ortsverwaltung. Achtung, Wilmersdorf! Klingenberg's Volksgarten. Grosser Frühlingsanfangs- Ball bei besetztem Orchester. 205b Neue Kapelle. Entree frei. Schmiedel's Festsäle Alte Jakobstr. 32. Empfehle meine hocheleganten Säle ( elekt. Bel.) auch mit Bühne zur Abhalt. von Vereins- u. Privatfestlichkeiten. 14042* Ww. E. Schmiedel. Damen- und Mädchen- Mäntel- Fabrik Gesellschaftshaus Don Alb. Hartmann, Weinbergsweg 5, dicht am Rosenthaler Thor Parterre, krin Laden. Stets großes Lager in allen Neuheiten der Konfektion zu den billigsten Preisen. Oranienstr. 51 am( Moritzplatz). Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Pinn über: Der schwarze Tod. 2. Diskussion. 183b Gäste, Damen und Herren, willkommen. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Klempner! Große öffentliche Versammlung am Dienstag, 26. März, abends 8 Uhr, in Kohn's Festsaal, Benthstraße 22. Tage Ordnung: 1. Wahl eines Vertrauensmannes. 2. Wie stellen sich die Klempner zur Feier des 1. Mai. Referent Genosse Wagner. 3. Diskussion. Alle organisirten Kollegen vom Deutschen und Berliner Verband, sowie die Kollegen vom Fachverein sind zu dieser Versammlung eingeladen. Die Vertrauensmänner der Metallarbeiter sind zu dieser Ver= sammlung ganz besonders eingeladen. 153/9 Der Einberufer: R. Köhler, Ratiborftr. 19. Achtung! Puzzer. Achtung! Montag, den 25. März, nachmittags 5 Uhr: Große öffentliche 35. Swinemünderstr. 35, Dersammlung der Pußer Berlins u. Umg. 147b empfiehlt Säle zu Versammlungen, FestKünstl. Zähne, vorzügl. u. Garantie, ſchmerzl., Zahnschmerz beseitigt, schmerz gotten bei 250 Berſonen mit Mufit in im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37. loses Zahnziehen. Theilzahlung. Goldstein, Oranienstr. 123. Wochentagen Kur- Bade- Anstalt und Massage Armin- Hallen von H. Mania, Brunnenstr. 16. 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Da die Innungsmeister zu dieser Versammlung schriftlich eingeladen sind, ersuchen wir Euch pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Der Vertrauensmann: Gustav Melzer. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Vertrauensmänner- Versammlung: Norden: Schönhauser und Rosenthaler Vorstadt, * am Mittwoch, 27. März, abends 8½ Uhr, bei Mörschel, Schönhauser Allee 28. Hierzu sind eingeladen die Kollegen der Werkstellen Neumann, Brunnenftraße 98; Kohler& Heimburger, Brunnenste. 98; Brüsch, Brunnenstr. 100; Rachfall, Rastanien- Allee 10. Fenlichkeiten und Verſammlungen. Achtung! Sonnabende und Sonntage noch zu vergeben. 77 Prinzenstrasse 77. 3um gemüthlichen Biket! Billiger Einkauf für Arbeiter in Herren- u. Kuabeugarderobe, wenig getragen und neu. Billig fräftige Speisen Bergftr. 74a. Empfehle allen Freunden und Genossen des Südostens meinen reichh. *] Leipziger Sänger. Gntree 50 Pf. Kinder 10 Pi. Frühstück, Mittag= u. Abendtisch Kinder unter 4 Jahren haben feinen Zutritt. 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