1. 443 t S I 3 t t !! 1907 Nr. 116. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monat lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband; Für Deutschland u.Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post: Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Benth- Straße 2. Kirche und Wissenschaft. Freitag, den 22. Mai 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Also: Sint ut sunt, aut non sint*)! so heißt es bei herrscht. Diejenige Wissenschaft jedoch, welche die menschdiesen Leuten in der Theorie, und in der letzten Instanz liche Vernunft dem Glauben nicht unterordnet, der Praxis desgleichen. ist vom Teufel und macht, ob sie auch Sehen wir zu, wie sich die Vertreter der katholischen genügend Bescheid, um sich durch solche Erklärungen, sie fchen zum Thier. Aber die National- Zeitung" weiß in der Geschichte Himmel und Erde durchforsche, die Men= Kirche gegenüber dem Aufruf zum Bündniß mit der Darum ist es ein Segen für die Menschheit, daß er Bourgeoisie und zu gemeinsamer Arbeit an der Lösung der mögen auch noch so energisch klingen und noch so ihr den unfehlbaren Papst gegeben hat, der ihr sichere Ausfozialen Frage stellen, und was von ihnen zu erwarten energisch gemeint sein, nicht irre machen zu lassen. ift! Betrachten wir zunächst einmal die Germania", Die Vertreter der Kirche haben ihre Lehren starr funft darüber geben kann, was wahre Wissenschaft ist und welche in ihrem Pfingstleitartikel zur Genüge ihren Stand- und unverbrüchlich festgehalten, aber sie haben dennoch, was falsche. Er allein kann sie vor Verderben und Verpunkt kennzeichnet. wenn es ihnen an der Zeit schien, wenn die Umstände es dammniß retten und ihn nur soll sie preisen. erheischten und die Kirche dabei Vortheil hatte, sich äußer- Das ist die Ueberzeugung, die wissenschaftlich menschSie weist klar und entschieden den Verdacht ab, daß lich anderen Anschauungen gefügt, als Maske die herrliche sowohl, als die kirchlich göttliche Ueberzeugung, zu sie sich dem in neuester Zeit mit Vorliebe gepflegten Ge- fchende Meinung angenommen und ruhig abgewartet, bis der der Papst Leo XIII. und mit ihm die vielen Tausende danken an die natürliche, rein menschliche Bedeutung die Stunde der Demaskirung schlug. von Dienern der katholischen Kirche die Menschheit erunserer hohen Feste irgendwie genähert habe. Pius IX. war Ende der vierziger Jahre so liberal, ziehen wollen. Ihr ist das Pfingstfest auch heute noch das Ge- daß sich das junge Italien begeistert unter seine Fahnen Die National- Zeitung" und die gesammte nationalburts- und Stiftungsfest des Christenthums und nichts stellen wollte. Anderthalb Jahrzehnte darauf aber schleu- liberale Bourgeoisie wird sich zu dieser Anschauung beweiter. derte er der modernen Wissenschaft den Syllabus ins An- tehren müssen, dann wird die Kirche sehen, wie sie mit Sie schreibt: geficht, verfluchte sie in Grund und Boden und hob feier- der fromm gewordenen Bourgeoisie die Kastanien theilt, Vom heiligen Geiste erfüllt gingen die Apostel vom lich die in jeder Beziehung ad absurdum geführte, seit die sie aus dem Feuer der sozialen Frage herausholt. Glauben begeistert hinaus in alle Welt, um das Evangelium Jahrhunderten völlig überwundene Scholastik wieder auf Abhandeln aber von diesem Glaubensbekenntniß läßt des Heils allen Menschen zu verkünden. Der heilige Geiſt iſt den Thron der unfehlbaren Wissenschaft. sich die Kirche nicht ein Jota, mag der unfehlbare Papst es, der die Völfer aller Zungen in der Einheit des Glaubens und zur Einheit der Kirche versammelt hat. Das ist der wahre Leo XIII. steht auf demselben Standpunkt wie dieser Leo XIII. heißen oder anders. Sinn, die großartige Bedeutung des Pfingstfestes." sein Vorgänger und wie alle Päpste vor ihnen. Er ist Das leitende Blatt der katholischen Partei denkt nicht ein sehr kluger Mann. Im Jahre 1878, als er noch der daran, modernen Anschauungen gegenüber irgend welche in den Kreiſen der Kirche und ihrer Gläubigen berühmte Politische Itebersicht. nicht Als wenn es in den letzten zwei Jahrtausenden gar teine Kulturentwickelung gegeben hätte, schreibt sie mit dreister Stirn darauf los: " Berlin, 21. Mai. Ronzessionen zu machen. Die katholische Kirche fügt sich Kardinal Pecci war, gab er eine Schrift heraus unter ihr muß man sich fügen, wenn man sich mit dem Titel: Die Kirche und die Zivilisation."**) ihr vereinigen will. Darin versuchte er zu beweisen, daß die Kirche nicht Ueber den Stand der Saaten laufen von allen Nicht der Geist der neuen Zeit ist es, dem sie ent- die Feindin der Zivilisation sei, sondern daß im Gegen- Seiten und aus allen europäischen Ländern ungünstige Begegen kommt, hinweg, ruft sie, hinweg mit der Ver- theil alle Zivilisation von der Kirche ausgegangen ist. Die richte ein. Der außergewöhnlich kalte Winter, während nunft, zurück, herrscht sie die Wissenschaft an, zweitausend Kirche, so führt er mit großem jesuitischen Scharfsinn, der dessen obendrein in einem großen Theile Europas bie Jahre zurück, nicht mehr und nicht weniger. Kulturgeschichte zum Troße aus, habe die Arbeit geheiligt, Schneebedeckung fehlte, hat die Wintersaaten schwer gedie Sklaverei aufgehoben und die christliche Barmherzigkeit schädigt, so daß weite Flächen Landes umgepflügt werden erfüllt, die Aufgabe die Herzen der Menschen einander mußten. Aller Voraussicht nach werden wir also nicht blos näher zu bringen und die Armen zu versöhnen. eine verspätete sondern auch eine spärliche Ernte bekommen. Die christliche Liebe ist ihm die festeste Grundlage genau doppelt so hoch als vor einem Jahr Und die Theuerungspreise, welche jetzt schon herrschen Nur der Geist, der vor zweitausend Jahren in Gestalt aller sozialen Verhältnisse, und die Kirche sei immer nur- lassen eine ungersnoth befürchten, wenn die, feuriger Zungen auf die Apostel herniederstieg und auch heute bestrebt auf dieser Grundlage ihr Gebäude des sozialen ohnehin schlimmen natürlichen Wirkungen des Mißwachses noch in der Kirche schafft, vermag versöhnend und heilend zu wirken, die unselige Kluft zu überbrücken, welche sich aufgethan Lebens aufzuführen. Christus ist ihm das höchste Ideal durch die Kornzölle noch künstlich gesteigert werden. Die hat zwischen den verschiedenen Gesellschaftsklassen. Was iminer wahrer Tugend und die einzige Quelle höchster sittlicher Kornzölle müssen fallen; und unmöglich kann das deutsche auch Staatsweisheit an Gesetzen und Heilmitteln erfinden mag Veredlung, und weil die Kirche nie geduldet habe, daß Volk bis zum nächsten Winter warten, bis zu welcher Zeit als soziale Reform, wird Stückwerk bleiben, wenn nicht gleich dieses höchste Tugendideal in den Staub gezogen werde, der Reichstag fich vertagt hat. Hier gilt es rasches Handeln, zeitig die Herzen der Menschen der Geist befeelt, der am Pfingstfest sichtbar waltet. Mag zynische Frivolität über die ist sie die alleinige Beschützerin der Zivilisation. Die und eine baldige Einberufung des Reichs= Ammenmärchen des Christenthums spotten, mag in Ueberein wahre Wissenschaft aber ist die, welche beweist, daß tags erweist sich als dringende Nothwendigkeit. stimmung mit ihr wissenschaftlicher Stolz es für unfaßlich zwischen Glauben und Vernunft die schönste Harmonie halten, daß ein vernünftiger Mensch behaupten kann, die Bestimmung der Menschen sei, sich für den Himmel vorzubereiten es bleibt doch wahr, Ruhe, Glück und wahre Zufriedenheit vermag nur die beseeligende Gewißheit des Glaubens zu bringen." Feuilleton. Nachdruck verboten.] ( 65 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol von Robert Sa, weichel. In der letzten Sigung des Bundesraths wurde die Novelle zur Gewerbeordnung, das sogenannte Arbeiter*) Sie feien, wie sie sind, oder sie mögen nicht sein. schutzgesetz, in der vom Reichstage beschlossenen Form an **) L'église et la civilisation, par le Cardinal Pecci, genommen. Die Veröffentlichung desselben im„ Reichsaujourd'hui Sa Sainteté le Pape Leo XIII. anzeiger" dürfte in den nächsten Tagen erfolgen. Die deutsche sie Ihre Augen flammten in die feinigen. " Ja, wer das Glück beim Schopf zu packen kriegt, der soll's festhalten," versetzte er." Zum Teixl, es hätte vorhin nicht viel gefehlt, und ich" hätte Dich bei Deinen Böpfen gepackt." Willst Du mir karessiren?" fragte sie mit einem Freilich, wenn's nicht ein Zufall zerschlägt," lachte er. Lachen, welches deutlich genug verrieth, daß sie die Schmeichelei Sie schreckte leicht zusammen; dann aber lachte auch freute. Sie trat ein wenig von ihm weg und begann, den und rief: Kopf neigend, die Flechten wieder aufzustecken. Ambros " Darum soll Einer nicht fragen, was nachher kommt, schaute ihr still zu und ihre, von den kurzen, mit Zwirnspißen wenn er das Glück in der Hand hält." besetzten Hemdärmeln unbedeckten Unterarme dünkten ihm wunderbar weiß und rund. Auch Afra schwieg unterdessen; ihre schwarzen Augen ruhten auf Ambros und um ihre Sie bückte sich, klopfte Lupattino auf den Kopf und vollen Lippen spielte ein leises Lächeln. Sie konnte sich hieß ihn Raum geben, damit der Gast in das Haus treten unmöglich darüber täuschen, daß er sie mit Wohlgefallen Bin ich das Glück?" lachte sie und wurde bis über fönnte, worauf sie selbst Ambros voran in die Stube betrachtete und ein süßes Erschrecken tam über sie. Das die Augen roth. ging. Ihr Spiel mit dem Hunde mußte wohl sehr Schwarz ihrer Augen vertiefte sich. lehhaft gewesen sein, denn ihre Flechten, die sie tief im Als sie ihr Haar wieder befestigt hatte, neckte sie Am" Ja, ich weiß nicht," entgegnete er etwas verNacken zusammengelegt trug, hatten sich von den Nadeln bros, daß er inzwischen so andächtig dagesessen hätte wie legen. Aber ich hab's abgemalt gesehen, als ein schönes befreit und hingen bis über die Hüften herunter. Sie schien in der Kirche. Sie wollte wissen, woran er gedacht hätte? Weibsbild, das auf einer Kugel steht. Warum solltest Du es nicht zu wissen und Ambros kamen die dicken, ins Bläu- Aber sie wartete seine Antwort nicht ab, sondern fuhr fort es nicht sein?" " Liche schimmernden Zöpfe wie zwei lebendige Schlangen vor. zu scherzen und zu plaudern und bald waren Beide mitten Aber ich steh' auf einem Mühlrad," lachte sie noch Wie sie so über die Wölbung des Rückens glitten, schien in den Erinnerungen an den Fastnachtstanz. " sich Asra's schlanke, doch volle Gestalt höher zu heben und Ach, das war schön", seufzte sie, lehnte sich, die elastischer zu werden. Ambros fühlte ein Verlangen, nach weißen Arme unter dem Busen verschränkend, auf ihren den üppigen Flechten zu greifen. Stuhl zurück und schaute ihn aus halbgeschlossenen Augen träumerisch an. Mein Mann wird wohl gleich kommen," sagte Afra in der Stube. Siz doch nieder." " Plöglich lachte sie hell auf. Sie erinnerte sich, wie „ D, ich habe mit dem Müller just nichts zu reden", er- einer Dirne der Schuh vom Fuß geflogen, als ihr Tänzer widerte er." Ich war hier in der Nähe; da bin ich auf sie in die Luft geschwungen hatte und der Schuh war wie einen Augenblick vorgesprochen." eine Bombe zwischen die älteren Männer in der Ecke geSie setzte sich ihm gegenüber und als sie sich zurück- fallen und hatte dem Oberförster, der eben trinken wollte, lehnte, fühlte sie den Druck der heruntergefallenen Flechten. das Glas zerschlagen. Sie erzählte Ambros, der es nicht Mit einem verlegenen„ Ach!" griff sie nach ihnen und warf gesehen hatte, davon, und Beide lachten ausgelassen. sie, aufstehend, über die Brust. Was Du für prächtige Zöpfe hast!" rief Ambros bewundernd. " Ja, Glück und Glas, wie leicht bricht das!" rief sie darauf.„ Aber was thut's? Es muß Einer uur gut in Acht nehmen; dann hält es schon vor. Meinst Du nicht?" " stärker. „ Um so besser," rief er. Die Kugel rollt fort und das Mühlrad dreht sich immer auf derselben Stelle. Da weiß Einer doch, wo er das Glück zu finden hat" wo Sie schlug die Augen nieder und ablenkend sagte sie: " Der Eine sucht's hier, der Andere dort. Weißt Du, Dein Freund, der Jerg, es sucht?" Ambros zuckte mit den Schultern. Was kümmerte es ihn? Auf dem Klosterhof," sagte Afra. " " " Jetzt laß mich aus," rief er ungläubig. Du haft davon schon in Tamers gered't; aber es ist kein Verstand nicht darin." Weißt Du's besser?" fragte fie. Damals hab' ich blos einen Verdacht gehabt; jetzt ist's aber gewiß. Denn or Arbeiterschaft, welche Jahrzehnte lang für einen vernünftigen Arbeiterschutz eingetreten ist, steht dem neuen Gesetze fühl ois ans Herz gegenüber, sie kann es nicht einmal als Abschlagszahlung betrachten, denn den wenigen Verbesserungen stehen nicht weniger Verschlechterungen des früheren Rechtszustandes gegenüber. Auch mit dem Antrage der Abgg. Adelmann und Genossen auf Abänderung des§ 157 des Invaliditätsund Altersversicherungs- Gesetzes beschäftigte sich der Bundesrath in seiner letzten Sigung. Dieser von Vertretern aller Parteien gestellte, vom Hause einstimmig angenommene Antrag, welcher eine entschiedene Verbesserung dieses schwerfälligsten aller Gesetze bezweckte, wurde von den Vertretern der verbündeten Regierungen abgelehnt, was den Werth des deutschen Parlamentarismus wieder ins hellste Licht setzt. Wir finden kein Wort, um diese Ablehnung zu charakterisiren. Es ist ein Unikum in der Parlamentsgeschichte, daß ein von allen Parteien unterstützter, vom Reichstage einstimmig angenommener, von der Presse aller Parteien zustimmend beurtheilter Initiativantrag nicht zum Gesetz werden kann. Noch zu erledigen sind im Abgeordnetenhause 16 Regierungsvorlagen, 3 Anträge und 32 Kommissionsberichte. Von Regierungsvorlagen kommen in Betracht: die Landgemeinde- Ordnung, dritte Etatsberathung, das SperrgelderGesetz, der Gefeßentwurf, betreffend den aufsichtführenden Amtsrichter, der Gesezentwurf, betreffend die außerordentliche Armenlast, die Heranziehung der Fabriken u. s. w. mit Vorausleistungen für den Wegebau in der Provinz Schleswig- Holstein und der Rheinprovinz, das Sekundär bahn- Gesez, das Rentengüter- Gesez, die Rechnungen der Ober- Rechnungskammer pro 1889/90, die Wegeordnung für die Provinz Sachsen( die Kommission wird erst nach den Ferien wegen dieser Vorlage zusammentreten), der Gesetzentwurf, betreffend die Verlegung der Landes- Buß- und Bettage und nochmalige Berathung des aus dem Herrenhause zurückgelangten Wildschaden- Gesezentwurfs. Von den Anträgen sind in zweiter und dritter Berathung zu er ledigen der Antrag Korsch, betreffend das Verbot des Privathandels mit Staatslotterie- Loosen, der Bericht der AgrarKommission über den Antrag Schulz Lupik wegen Vorlegung eines Gesezentwurfs behufs Ergänzung des Waldschutz- Gesetzes vom 6. Juni 1875 und der Antrag Walther betreffend die Beseitigung der durch die Hochwasser 1890 herbeigeführten Verheerungen. D Während es festzustehen schien, daß Präsident Thielen in Hannover Nachfolger des Herrn v. Maybach im Eisenbahn- Ministerium werden würde, hört die B. B.- 3tg." von sonst gut unterrichteter Seite", daß Herr Thielen abgelehnt hat, das Portefeuille zu übernehmen. Infolge dieser Ablehnung soll nunmehr der Geheime OberRegierungsrath Bensen, Vorsitzender des kgl. EisenbahnKommissariats hierselbst, die meisten Chancen haben, der Nachfolger des Herrn v. Maybach zu werden. Der Hamen sitzt fest im Leib, und die übrigens sehr dünn gesäten Vertheidiger der gefälschten Emser Depesche reißen sich ihn, durch ihre krampfhaften Anstrengungen, ihn los zu werden, nur tiefer ins Fleisch. Der Stöckerische Reichsbote", der nicht leugnen kann, daß die gefälschte Depesche mit der echten des Prinzen Radziwill nicht übereinstimmt, erfindet in seiner angeftammten Wahrheitsliebe ganz willkürlich eine zweite echte Depesche aus Ems, nach welcher die gefälschte redigirt" sein soll. Und da das Stöckerblatt offenbar selbst einfieht, daß dies ein lächerliches Beginnen, so flüchtet es sich hinter die alberne Ausrede, die französische Regierung hätte ja die Emser Depesche nicht übel zu nehmen brauchen. Aber da liegt ja der Hase im Pfeffer: die französische Regierung sollte sie übel nehmen das war gerade der Zweck der Fälschung. " Diejenigen Arbeiter, welche etwas besigen, sind die stärksten Bollwerke gegen die Sozialdemokratie. Wenn daher die ver bündeten Regierungen ihren Versuch der Errichtung von Post Sparkassen wiederholen würden, so würde auch das in der päpstlichen Enzyklika betonte Moment zur Förderung des fozialen Friedens, die Sparsamkeit unter den Arbeitern, in Deutschland ebenso wie in anderen Ländern in einer für die Erhaltung der gegenwärtigen Staats- und Gesellschaftsordnung und damit der gesammten Errungenschaften der Kultur förder lichen Weise ausgebildet werden. Geschick der zu solchem 3wed bestimmte Alarm- 1 ruf redigirt, zu welchem die Vorgänge in Ems und die Unterredung Benedetti's mit König Wilhelm die willtommene Unterlage boten. So ist( wie den Eingeweihten schon früher bekannt geworden) jene aus Ems datirte Wolff'sche Depesche( die„ Emser Depesche", wie in einer Note ausdrücklich, unter Mittheilung des Wortlauts, gefagt ist. Red. d. V.) in der Wilhelmstraße in Berlin entstanden und hat in 24 Stunden mit ihrem elektrischen Funken mehr ausgerichtet, als Tausende von schmetternden Alarm trompeten in vielen Tagen im Stande gewesen wären." Nachrichten" vertretenen bismarckischen Politik, den Herren Wir empfehlen den Anhängern der in den ,, Hamburger Mit anderen Worten, der Zweck war, zu, alarmiren", Gruben, Schlot- und Landbaronen, recht viele solcher Bolld. h. die Kriegswuth zu entflammen und um dies zu er- werke gegen die Sozialdemokratie zu schaffen, indem sie reichen, wurden die Thatsachen gefälscht oder, redi- Löhne zahlen, welche ein menschenwürdiges Dasein und girt", wie der neue Kunstausdruck lautet. Hinfort wird außerdem das Sparen ermöglichen. Wir bedauern sehr, das: il faut corriger la fortune des biederen Riccault de daß jeder Streik von Neuem beweist, daß diese Lehren der la Marlinière, korrigirt" werden müssen in: il faut redigerHamb. Nachrichten" vom Unternehmerthum nicht beherzigt la fortune. Man muß das Glück redigiren. werden. Die Post- Sparkassen allein thun es sicher nicht, man Noch deutlicher als der Verfasser des Aussages in der muß auch etwas hineingeben können. Heinrich Braun hat Deutschen Revue" ist der nationalliberale Agitator in seinem Archive für und persönliche Freund Bismarcks, Dr. Hans Blum, Statistit" nachgewiesen, daß bei den österreichischen Postsoziale Gesetzgebung und der 1871 in den damals von ihm redigirten Grenzboten" Sparkassen die Arbeiter fast die an Zahl unbedeutendste folgendes veröffentlichte: Kategorie der Einleger sind. Uebrigens unsertwegen kann Erst am 18. Juli hatte Graf Bismard in den Lauf man die Post- Sparkassen ruhig einführen; wir lachen über der Ereignisse eingegriffen, denn mittelbar oder un diejenigen, welche meinen, daß direkt oder indirekt solche mittelbar von ihm muß jenes Extrablatt der Einrichtungen der Sozialdemokratie den Boden abgraben „ Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" austönnen. gegangen sein, welches am Abend des 13. aus= gegeben wurde, und welches, den Spieß umkehrend, den Franzosen die Alternative stellte: Demüthigung internationales Parlament, zu einer zweiGestern trat in Wien der Weltpost- Kongreß, ein oder Krieg! Die Mittheilung der Norddeutschen Zeitung" bestand nur aus neun Zeilen, weitläufig und recht deutlich monatlichen Tagung zusammen. Der Zweck dieses Kongresses über die Breite des Blattes hinweggedruckt, und aus zwei ist der Ausbau des Weltpostvereins, der aus der ganzent Sätzen, deren erster Benedetti's unverschämte Forderungen mit Erde ein Poftgebiet machen soll. Hier liegt der Keim theilte, und deren zweiter fagte: einer großartigen Entwickelung, welche heute, wo fast Se. Majestät der König hat es darauf abgelehnt, den 17 Jahre seit dem ersten, auf Anregung der schweizer Refranzösischen Botschafter nochmals zu empfangen, und dem gierung in Bern am 15. September 1874 zusammengetretenen felben durch den Adjutanten vom Dienst sagen lassen, daß ersten internationalen Post Rongreß verstrichen sind, schon Se. Majestät dem Botschafter nichts weiter mitzutheilen habe." andere Gebiete, so das Telegraphenwesen, das Eisenbahn" Ich habe dieses Extrablatt, wie ich es damals nach Hause trug, vor mir liegen, und es ruft mir jenen Abend so lebhaft Transportwesen, den Schutz des geistigen Eigenthums und zurück, daß ich für eine Stunde Adolf Menzel sein möchte, um andere Gebiete ergriffen hat. die merkwürdige Szene malen zu können. Es war gegen 9 Uhr, ein schwüler Abend nach einem heißen Tage, deren der Juli 1870 so viele mit sich brachte. Die Linden waren voll von Menschen, die dichteste Ansammlung aber war, wie gewöhnlich, bei Kranzler, wo so etwas wie eine Abendbörse stattfindet. Es waren in den letzten Tagen bekanntlich noch allerlei Schwankungen vorgekommen, einen Augenblick hatte die Friedenshoffnung, einen anderen die Kriegsfurcht die Vorhand: Die beiden entgegengesetzten Anschauungen hielten sich noch immer die Waage. Da tommen um die Ecke der Friedrichstraße herum die ersten Verkäufer mit ihren lauten Rufen: Ein Extrablatt der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung"! Die Industrie der Eytrablätter war damals noch jung und noch nicht in Berruf gekommen, Jeder griff danach, die Nachricht flog wie ein Lauffeuer durch die Menge durch die Stadt, und es gab Niemanden, der nicht bei dem Lesen jener Zeilen gesagt hätte: Das ist der Krieg! Ueber die Entwickelung des Weltpostvereins werden folgende Daten von Interesse sein: Jm Jahre 1874 haben 22 Staaten den Berner Vertrag geschlossen; das Vereinsgebiet umfaßte damals einen Flächeninhalt von 40 Millionen Quadrat- Kilometern mit 345 Millionen Einwohnern; 1884 umfaßte der inzwischen zum Weltpoftvereine ( Union postale universelle) erweiterte Völkerbund ein Gebiet von 80 Millionen Quadrat- Kilometern mit 832 Millionen Seelen. Gegenwärtig, nachdem auch das deutsche Schutzgebiet in Ost- Afrika als jüngstes Vereinsmitglied der Weltpost- Union beigetreten ist, stehen außerhalb des Vereins nur noch die britischen Kolonien in Australien und am Kap, die TransvaalRepublik, der Oranje Freistaat und das Kaiserthum China, welch letteres Reich übrigens durch die in den wichtigsten Hafenplägen eingerichteten fremdländischen Postanstalten dem Verkehr des Weltpostvereins mittelbar gleichfalls erschlossen ist. Wer heute dies Extrablatt wieder liest und sich die Der eben tagende Postkongreß wird noch viele Wünsche, Folgen, die es gehabt, vergegenwärtigt, muß von der tiefften so den nach einem einheitlichen Porto für die ganze Welt, Bewunderung für die Redaktion dieses letzten Satzes erfüllt nicht erfüllen, aber trotzdem wird er, wenn nicht Alles sein. Der Flügeladjutant des Königs, Fürst A. Radziwill, hat trügt, neue Fortschritte auf dem Gebiete des Postwesens zur bekanntlich eine streng offizielle Darstellung der Vorgänge ain Folge haben. 13. in Ems gegeben, nach welcher der König dem Grafen Weit wichtiger aber, als die einzelnen Ergebnisse des Benedetti hat mittheilen lassen, daß, was er ihm am Morgen Kongresses ist die Thatsache, daß sich wirthschaftliche Ver gefagt, fein letztes Wort in dieser Sache gewesen sei, und dabei hältnisse zum Nutzen aller Betheiligten ausgezeichnet auf hat sich Benedetti beruhigt. " Sicherlich wäre der Krieg auch nicht zu vermeiden ge- Wille dazu vorhanden sein, oder entsprechender Zwang. internationalem Wege regeln lassen. Freilich muß guter wesen, wenn auch das Extrablatt vom 13. Juli, 9 Uhr Abends, nicht erschienen wäre, aber daß jeder Gedanke an Dort wo der gute Wille fehlt, wird das international eine weitere Konzession deutscherseits zu geeinigte Proletariat es zur rechten Zeit an der entsprechenden Gunsten des Friedens unmöglich gemacht Nöthigung nicht fehlen lassen. wurde, daß die Franzosen keine Möglichkeit mehr hatten, Beit zu gewinnen, die ihnen zur Vollendung ihrer Rüstungen In Oesterreich, wo man der Frauen Emanzis sehr nothwendig gewesen wäre, das ist das unzweifel- pation alle möglichen Schwierigkeiten macht, wo das hafte, unvergeßliche Verdienst des Verfassers Frauenstudium verboten ist, sieht sich die Regierung ge jenes Extrablattes!" zwungen, weibliche Aerzte, die in der Schweiz ausgebildet Und jenes Extrablatt, die sogenannte„ Emser Depesche", find, demnach keine in Desterreich giltigen Zeugnisse besitzen, ist eine Fälschung! für Staatsanstalten in den okkupirten Provinzen( BosnienErwähnt sei noch, daß der Moniteur des Er- Reichs- Herzegowina) zu engagiren, da die mohamedanischen Frauen Kanglers sich über die Sache aus schweigt. Nun die sich von Männern nicht behandeln lassen wollen. Es ist Zeit des Todtschweigens ist vorbei. nicht ausgeschlossen, daß dieser Zwang zur Zulassung der Die betreffende Stelle lautet dort( S. 149): In einer der nächsten Sigungen des übrigens noch nicht Die Hamburger Nachrichten" schließen eine Be- Frauen an den Universitäten Veranlassung giebt. vollzählig in Berlin versammelten Staatsministeriums wurde sprechung der neuesten päpstlichen Enzyklita mit folgenden ( am 18. Juli) in schneller Geistesgegenwart und mit großem Säßen: Sogar der Verfasser der Artikelreihe:" Aus dem Leben des Grafen Roon" in der Mainummer der erz fonservativen Deutschen Revue" giebt dies ziemlich unver blumt zu. " hat von dem Müller verlangt, und ich bin dabei gewesen, daß er für ihn um Deine Schwester werben sollte. Der Müller hat es ihm aber abgeschlagen." Ambros war plöglich sehr ernst geworden. Eine Reiche hat er immer haben wollen, das weiß ich," murmelte er. Dann fügte er zuversichtlich hinzu: Er hat doch keinen Verstand, denn die Lisei ist treu wie Gold. Und wenn sie es auch vielleicht nicht erlangen kann, daß sie dem Wolf seine Frau wird: ich bitt' Dich, den Jerg nimmt sie nimmer. Die Lisei und der Spaßmacher, ja die stimmten gut zusammen." " Und ich sage Dir wieder: Du kennst ihn nicht", rief Afra eindringlich. Du hältst ihn für ehrlich, weil Du selber ehrlich und offen bist; er hat Dir geschmeichelt und Dir nachgeäfft, darum glaubst Du, daß er Dir gleicht. Aber seine Späße sind nur Verstellung: er ist eine boshafte giftige Kröte, das ist er." ausstrecken", rief fie lebhaft. Glaubst Du, daß wir nicht auch darnach verlangten? Frag' nur Deine Schwester, wenn sie erst ein Jahr mit dem Jerg verheirathet sein wird." " Zum Teufel mit dem Jerg!" brauste er auf. Sie schlug zum Scherze ein Kreuz. " Du bist noch immer der Alte," sagte sie. Gleich schlägt bei Dir das Feuer zum Dach hinaus. Aber ich wollt's schon löschen, wenn ich Deine Frau wäre." " Ja, wie denn?" fragte er, und sie wiederholte die Worte und die Augen Beider begegneten sich und blieben aneinander hängen. " Willst denn schon gehen?" fragte sie, ohne sich sehen, nach einigen Sekunden. Die Spielhölle von Monaco hat in den drei ersten Wochen des Mai nicht weniger als sechs Selbstmorde dem Klosterhofe saß, mit Vornamen Ambros oder anders hieß, war ja gleichgiltig und alles wäre mit einem Feder striche geordnet gewesen. Daß aber der Klosterhof der Tochter folgen und der alte Name erlöschen sollte, daran stieß er fich noch immer, mochten auch durch die Verbindung Lifei's mit Jerg die beiden größten Vermögen zusammen flieren. Der reichste Mann im Thale hieß dann nicht Falkner, sondern Arigaya. ihrem Wesen gegen den Vater sich zu ändern. Sie war ja Lisei ließ die Stürme auf sich einbrausen, ohne in eine im Sturm erwachsene Tanne und das Erdreich, in Afra kehrte das Gesicht nach dem Fenster. Ambros dem sie wurzelte, die Liebe. stand auf. Ihr Trost war Wolfs Brief, den sie auf ihrem Herzen trug. Mit Jerg umzu- verkehrte sie in der alten Weise; sie sah in ihm nur den Freund ihres Bruders. Er war auf sein Schlittenrecht nicht zurückgekommen und wenn er sich verund traulicher an sie anschloß und häufiger als früher auf den Klosterhof zum Besuch kam, so kehrte er ein gesetztes Wesen nicht heraus, das ihr wohl that. Der Klosterbauer meinte, es stecke in dem Burschen mehr gesunder Menschenverstand, als er ihm zugetraut hätte, und wenn er es früher arg getrieben, so wäre er von Ambros dazu verführt worden. Es gab Afra folgte ihm mit den Augen und nachdem die nichts Schlechtes, was er jetzt nicht von Ambros geglaubt Thür hinter ihm zugefallen war, erhob sie beide Arme, flocht hätte. die Hände über ihrem Kopfe zusammen und schaute leuchtenden Blickes zur Balkendecke hinauf, die schwellenden Lippen halb geöffnet. Dann nimmt ihn die Lisei erst recht nicht", ver- stand langsam auf. setzte er. Aber der Klosterbauer wird sie zwingen, wenn sie nicht will," warf Afra ein. " Bu' was Unrechtem läßt sich die Lisei nicht zwingen und überdies ist sie mündig," behauptete Ambros. Afra schüttelte den hübschen Kopf. " Eine Gitsche ist kein Bub'," sagte sie. " Nein, das ist zweierlei," pflichtete er ihr mit einem so trockenen Ernste bei, daß sie lachen mußte. Ja, ich will gehen," antwortete er rauh. Ste strich sich mit den Händen über die Scheitel Meinem Mann wird es leid thun, daß Du auf ihn warten willst," sagte sie.„ Komm wenigstens bald Er nickte. wieder." Kammer den Brief Wolfs vor sich ausgebreitet. Konnte sie Eines Sonntags Nachmittags hatte Lisei in ihrer ihn auch nicht lesen, so war es ihr doch, als ob sie bei dem „ Ach, geh'! Mit Dir ist kein ernstes Wort zu reden. Ambros tam in noch schlechterer Laune nach Hause, Anblick der Schriftzeichen den Juhalt, den David ihr vors Ihr Männer wißt freilich auch nicht, wie so einem armen als er fortgegangen war. Er suchte aber die Ursache in gelesen hatte, von Wolfs eigenen Lippen vernähme. Die Madl zu Muth ist, das Einen heirathen muß, den es nicht Afra's Mittheilungen über Jergs Werbung um Lisei und ungelenten aber handfesten Buchstaben mahnten sie zugleich mag. Und nachher! Ihr Mannsleute könnt thun und murrte, daß er überall nur unangenehmes zu hören be- an seinen ehrlichen und kernigen Charakter. Sie war mit laffen, was Ihr wollt; Ihr geht und kommt, wie es Ench käme; die ganze Welt wäre langweilig und gricsgrämig ihren Gedanken so sehr in den Brief vertieft, daß sie der gefällt, während wir armen Weiber-" Stimmen nicht achtete, die schon seit einiger Zeit in der geworden. Sie verstummte vor dem mitleidigen Blick, den Ambros Niemand war letzteres in allen diesen Tagen mehr als Wohnstube unter ihr laut geworden waren. Erst als sie auf sie richtete, und wandte verlegen das Gesicht ab. Er der Klosterbauer. In dem Entschlusse, alle Verhältnisse auf dem Flur unten sich bei Namen rufen hörte, wurde sie nahm nachdenklich seinen Schnurrbart zwischen die Lippen endlich klar zu stellen, täute er alle den erger und Zorn aufmerksam. Es war die Stimme ihres Vaters, die nach und nach einer Weile sagte er: wieder, die in ihm gegohren hatten, seitdem der Bruch mit ihr rief. Sie steckte den Brief in ihr Mieder und ging hin In der Wohnstube fand sie Befa und Jerg, Freiheit Recht hast Du! Es geht nichts über die Ambros erfolgt war, und Lifei mußte es entgelten. Wenn unter. sie ein Bube gewesen wäre, würde alles einen glatten Ber- und die Muhme begrüßte sie mit ihrem süßesten Mundspizen. D, für Euch; aber wir dürfen nicht die Hand danach| lauf genommen haben. Db der Falkner, der nach ihm auf Jerg reichte ihr mit einem verlegenen Gesicht stumm die riften Ever Post n der des , in r die nung rder: rger erren Boll fie und sehr, der czigt man hat und Boftidste Cann ber olche ben ein weieffes ent Ceim fast Reenen hon hn und den trag henonen reine ebiet onen ebiet ion die aalina, ften Dem ist. che, Belt, les Aut bes Ber aur iter nal den is Das ge det sen, ent tent ift der ten de ers ers ter er ng ent cht in ja int Ifs erg hm ein er Den Ten e3 13 eit, ab bt rer fte em or's Die ich nit Der Der fte sie ach 11 g 11. Die auf dem Gewissen. Dort, wo es fich wirklich um gemein- Iverhaftet. Die Synagogen werden noch von je zwei Solgefährliche Bestrebungen handelt, wie in Monaco, rührt sich daten bewacht. feine Hand. Die Bourgeoisie will sich eben amüsiren und bei der Unterhaltung nicht gestört werden, auf die Paar Duzende Klaffengenoffen, die in Monaco zu Grunde gehen, tommt es ihr nicht an. Thatsächlich wird auch die Welt an diesen Leuten nicht viel verloren haben. In Paris geht das Gerücht, daß der Ministerpräsident und Kriegsminister Freycinet in der letzten Sigung des Ministerraths seine Demission angeboten, sie aber auf Vorstellungen Carnot's zurückgezogen habe. Freycinet hätte als Grund seiner Amtsmüdigkeit Ruhebedürfniß angegeben. Wir glauben eher, daß er mit dem herrschsüchtigen und wohl selbst für seine Kollegen zu gewissenlosen Constans nicht mehr zusammen im Ministerium sitzen wollte. Zahlreiche Ausländer sind aus Paris ausKorrespondenzen und Parteinachrichten. gewiesen worden, weil sie sich an den Maikund Thronfolger lag, ist nun gelüftet. Es war in der That fein von Herrn R. jedoch jedesmal schroff abgewiesen worden war. gebungen betheiligt haben. meldet: = Die Köln. Zeitung meldet aus Petersburg, unterrichtete Kreise bezweifelten, daß das in Vorbereitung Elberfeld. Der Dienstmann August Münnich, der in befindliche, besonders gegen Rothschild sich richtende dem Elberfelder und im Düsseldorfer Geheimbundsprozesse als Petroleumgeseh durchgehen werde, wenigstens soweit Kronzeuge auftrat und dabei als gefährlicher Spizel entlarvt dies vom Finanzminister abhängig sei. Wenn das Gesetz wurde, scheint endlich doch den Weg ins Buchthaus gefunden zu dennoch eingeführt werde, so werde es eine Fassung erhalten, haben. Wie die Elberfelder Fr. Preffe" mittheilt, schweben gegen durch welche gerade Rothschild unberührt bleibe. Man sei ben Münnich mehrere Anklagen wegen schwerer Fälle". Es scheint sich um Stellenvermittelungsschwindel, Urkundenin leitenden russischen Finanzkreisen bemüht, denselben nicht fälschung und Kuppelei zu handeln. Zu diesen Anklagen noch mehr aufzubringen. muß aber auch noch eine Anklage wegen wissentlich falscher AnDie kleinen Juden behandelt man in der grausamsten schuldigung treten, der folgender Thatbestand zu Grunde liegt: Weise, während man vor den Beherrschern der Börse tiefe Gegen einen Herrn R. war eine Anklage wegen MajestätsBücklinge machi, sie adelt und mit Orden behängt, für sie beleidigung erhoben worden und zwar auf Grund einer Debesondere Ausnahmen in den Gesetzen macht. Vor dem nunziation, die von Münnich ausging. Bei der Hauptverhandlung Kapital, dem unbeschnittenen wie dem beschnittenen, beugt wiederholt versucht hatte, den Herrn K., von welchem er gegen wurde durch Zeugen festgestellt, daß dieser Ehren- Münnich" sich heute Alles, Kaiser, Könige und Regierungen. ein Jahr Wohlthaten in jeder Richtung empfangen, in GegenDer Schleier, der über dem Attentat auf den russischen wart von Zeugen in ein Gespräch über den Kaiser zu verwickeln, Außerdem hat M. gegen Herrn K. noch folgende Denunziationen Nihilisten- Streich, sondern die sehr natürliche Folge höchst auf Umwegen vom Stapel gelassen: 1. Wegen Blutschande, Die Lage in Belgien hat durch den die Ver unanständigen und pöbelhaften Benehmens, wenn nicht des 2. wegen Erpressung, 3. wegen Vertrauensbruch, 4. wegen Betrugsfassungs Revision votirenden Beschluß der Zentral- Thronfolgers selbst darüber schweigt des Sängers Höf- versuch, 5. wegen vollendeten Betruges, 6. wegen Majestätssektion der Kammer eine tiefgreifende Aenderung erfahren. lichkeit aber doch seiner Umgebung. Die vornehmen beleidigung, 7. wegen Ruppelei. Von allen Anschuldigungen kam Eine in der Nacht eingetroffene Depesche aus Charleroi jungen Leutchen, sind betrunken, in lüderliche Kneipen nur die wegen Majestätsbeleidigung und diese auch noch entArt verworfenster gegangen, und haben, nach gegen dem Antrage der Staatsanwaltschaft zufolge GerichtsDie Nachricht von dem heutigen Beschluß der Bentral- dem sie den tollsten Radau gemacht, sich zu einer beschlusses zur Verhandlung, denn die Staatsanwaltschaft hatte sektion der Kammer wurde von der Bevölkerung mit großer den Japanesen heiligen Stätte begeben und dort rohesten auch in diesem Falle den Angeschuldigten außer Verfolgung gesetzt und alle anderen Denunziationen als nichtig zurückgewiesen, ja Befriedigung aufgenommen. Gs bildeten sich zahlreiche Gruppen Unfug verübt weit schlimmeren noch als den, für welchen den Angeklagten nicht einmal darüber vernommen. Das Gericht um die Maueranschläge, welche den Beschluß bekannt geben. in Deutschland die neueste Gerichtsordonanz möglichst sprach Herrn K. frei. Münnich aber befindet sich nach wie vor Die Führer der Arbeitervereinigungen beabsichtigen, den hohe Bestrafung verlangt. Und da sind die Folgen nicht auf freiem Fuße. Und auf die Aussagen eines solchen Menschen letzteren die unverzügliche Wiederaufnahme der Arbeit zu ausgeblieben. Die Polizei griff ein und der Herr Groß- hin find Sozialdemokraten verurtheilt worden! Die Elberfelder empfehlen. fürft- Thronfolger, der übrigens nicht erkannt ward- Fr. Pr." verspricht über diese Stüße der Gesellschaft noch weiteres Aus Brüssel meldet ein gestern Nacht aufgegebenes bekam einige Hiebe über den Kopf was thm auch in Material zu bringen. Telegramm: Deutschland unter gleichen Verhältnissen hätte beGeeftemünde. Der Redakteur der Nordd. Boltsstimme", Der Bürgermeister gestattete für heute Abend die Bergegnen fönnen und vielleicht noch viel schlimmer. Genoffe Herm. Watermann, wurde vom Schöffengericht anstaltung aller Rundgebungen unter der Bedingung, daß von Russische Thronfolger und Prinzen auf Reisen sind wegen Beleidigung eines Amtsrichters zu drei Wochen Gefängniß den Arbeitern zur Aufrechterhaltung der Ordnung Vertreter aus durch ihre und ihres Hofstaates russische Manieren verurtheilt. In einer andern Sache, welche die Beleidigung des ihrer Mitte ernannt würden. Ein Aufzug von ungefähr 2000 Arbeitern durchzog schon öfters in unangenehme Konflikte und zu Schaden ge- dortigen Lehrerstandes betraf, wurde W. ebenfalls für schuldig unter dem Absingen der Marseillaise die Hauptstraßen der fommen. Auch in Berlin haben russische Großfürsten befunden und unter Hinzuziehung des ersten Falles in eine GeStadt und zerstreute sich um 10 Uhr, ohne daß ein Zwischen- schon Prügel besehen, und wer da weiß, was Ende der 30er sammtstrafe von fünf Wochen Gefängniß verurtheilt. fall erfolgt wäre. oder Anfangs der 40er Jahre alles geschehen ist, als der Aus der Pfalz. Sonntag, den 7. Juni, findet in Speyer zweite Alexander, ehe er auf den Thron war, sich in -die später unser 2. Parteitag für die Pfalz statt. Schon fam Sonnabend, Darmstadt aufhielt, wo seine Braut wohnte, von ihm so abscheulich behandelte Barin Maria- der wird sich den 6. Juni, Abends, sollen fich die Delegirten, foweit es möglich, - dortselbst zu einer Vorbesprechung zusammenfinden. Sonntag, erinnern, daß die vornehmen Herren Russen sich öfters Morgens 10 Uhr, findet eine geschlossene Sigung ftatt, zu welcher geradezu viehisch- nein, schlimmer wie das Vieh- be- nur Delegirte und Genossen gegen Karten Zutritt haben. nahmen, bei mehr als einer Gelegenheit ebenso fräftige als wohlverdiente Prügel bekamen, und vielleicht todtgeschlagen worden wären, wenn die Polizei sie nicht sehr wachsam be schirmt hätte. Noch heute erzählt man sich in Darmstadt von den unglaublichen Orgien und Bestialitäten jener höchstgeborenen russischen Gäste. richtet: vor. Ein heute abgesandtes Telegramm aus Brüssel beZur Feier der Annahme der Revision durch die Zentralfektion bereiten die Arbeiter für heute imposante Rundgebungen Der Streik ist in Belgien damit beendigt. Wir wünschen unseren belgischen Genossen, daß sie nicht durch die weitere Entwickelung der Dinge enttäuscht werden und daß fie mit Recht nun Feste feiern. B Die Tagesordnung in derselben ist: 1. Bericht über die agitatorische Thätigteit feit der Lambrechter Konferenz. 2. Organisation und Agitation. 3. Unsere Presse. 4. Anträge aus der Mitte bes Parteitages. Nachmittags 3 Uhr soll eine öffentliche Versammlung stattfinden mit der Tagesordnung: = 1. Das Landtags- und Gemeinde Wahlrecht in Bayern. Referent: Genosse Grillenberger. 2. Die Thätigkeit unserer Fraktion im Reichstag. Referent: Genosse Dreesbach. 8. Der Bauernstand und die Sozialdemokratie. Referent: Dr. Rüdt. Soviel bis jetzt wahrzunehmen ist, dürfte dieser zweite In London tagte Anfangs dieser Woche, wie wir der Frankfurter Zeitung" entnehmen, der vierte ArbeitsWahlkongreß, welcher die Gründung einer eng Lischen Arbeiterpartei und die Wahl von Arbeitern „ Es giebt keinen Unternehmergewinn." Der Exploi in Gemeinde- und staatliche Körperschaften erstrebt. Die tationsgrab des Rapitals ist nur gleich dem landesüblichen Bins anwesenden 80 Delegirten vertraten 750 000 Arfuß." Dagegen steigt der Antheil der Arbeit am Ertrage." beiter. Der Vorsitzende George Kelley, Mitglied des Die Arbeit schafft keinen Mehrwerth, sondern sogar nur einen Gewerkrathes von Manchester und Salford, wies auf die Minderwerth." Diese überraschende Entdeckung hat der Rechtsgroßen Fortschritte hin, welche das Selbstbewußtsein der Verein der Liberalen" vorgetragen. Selbstverständlich lautete anwalt Trautmann in Halle gemacht und im dortigen englischen Arbeiter in den letzten 15 Jahren gemacht habe, bie Schlußfolgerung: Der Sozialismus hat also Unrecht. Herr pfälzische Arbeitertag ein impoſanter werden. Es empfiehlt sich aber erst, wenn mehr Arbeiter im Parlament fäßen, würde Trautmann, der übrigens die Entdeckung des Mehrwerths bringend, mit Rücksicht auf das bayerische Vereinsgefeß, daß mehr für die Arbeiterklasse geschehen. Nicht nur seien den Lassalle zuschreibt, hat sein Ergebniß aus den Durch Delegirte nicht in Wahl- oder sonstigen Vereinsversammlungen, Abgeordneten Diäten zu zahlen, sondern es feien ihnen auch schnitts- Dividenden von 318 Attiengesellschaften, aus der fondern in freien öffentlichen Versammlungen gewählt werden, der Konkurse( übrigens nur in Amerita) und und da, wo dies nicht angeht, mögen die Genossen durch unterschrift die Wahlunkosten zurückzuerstatten. Bis jetzt giebt es im 3ahl dem Rückgange des Binsfußes gewonnen. Welche ihre Delegirten bestimmen. ganzen Ver. Königreich etwa 200 Arbeiter als Stadtraths-, aus dem Rückgange des Attiengesellschaften mag Rechtsanwalt Trautmann für seinen Grafschafts, Schulraths- und Armenrathsmitglieder. Aus Bayern, 19. Mai. Die Klerikalen hatten uns bisher Zweck wohl ausgewählt haben? Jedenfalls hat er manche ver In Schweden scheint die Ministerkrise mindestens vergessen, die sich gar nicht so weit von ihm befindet. Die Schluß in den Landstädten dadurch die Agitation zu erschweren gesucht, folgerungen aus den Konkursen und dem Zinssußrückgang sind daß sie so zahlreich, zum Theil unter Zuzug von auswärts, schoben zu sein. Der Ministerpräsident Akerhjelm, naiv. Der Schluß aus dem Rückgang des Binsfußes hatte einen in die öffentlichen Versammlungen derselben kamen, daß die über dessen feindliche Aeußerungen gegen Norwegen wir schon Sinn höchstens bei sich gleichbleibender Kapitalsmenge. Der Sozialdemokraten die Rolle der Minderheit spielen mußten. berichtet haben, hat einen sechsmonatlichen Urlaub angetreten, Rückgang kommt aber daher, daß kein Kapitalmangel mehr vor- Gestern wollten es die Klerikalen in Aibling ebenso machen, aber den er im Auslande verleben wird. Wir bezweifeln, daß handen ist, weil gerade die Mehrwerthe und ferner das mittler- die Sozialdemokraten waren aus weiterer Umgebung gekommen weile der Produktion zugeführte adelige Vermögen das Kapital und besetzten das Versammlungslokal schon einige Stunden vor dies die Aufregung in Norwegen besänftigen wird. ungeheuer vermehrt haben. Ja, wenn Juristen über national- Gröffnung der Sigung fo vollständig, daß die später kommenden ökonomische Dinge reden wollen! Der Vortrag fand im Verein der Liberalen für Halle und den Saalkreis" großen Beifall und Herr Trautmann will ihn drucken lassen. Wenn er sich nicht blamiren will, soll er das bleiben lassen. Trotz der in Corfu eingetretenen Ruhe dauert die Flucht der Juden fort. Weitere 500 Juden wollen im Laufe der Woche Corfu verlassen, obwohl die Behörden ihnen die Aufrechterhaltung der Ordnung garantirten. 50 Griechen, welche sich aufwieglerisch geberdeten, wurden Hand. Der Vater, der auf seinem Lehnstuhle saß, befahl ihr eine Flasche Wein und Gläser zu holen und, als sie damit zurückgekehrt war, einzuschenken. " Und jetzt fredenz' dem Jerg das Glas," fuhr er zu tommandiren fort. Er ist Dein Bräutigam." Lisei wandte sich im jähen Erschrecken dem Vater zu. Alles Blut war aus ihrem Gesicht entwichen. Sie wollte sprechen, vermochte es aber nicht. Bist taub 3" rief der Klosterbauer ungeduldig. Du sollst dem Jerg den Brauttrunk bringen!" Aber Lisei regte sich nicht. Sie starrte den Vater mit weit geöffneten Augen an, während Jerg sich heftig das Rinn rieb. Dem Klosterbauer schwoll die Zornader. Vefa tam dem Ausbruch des Unwetters zuvor. Kleritalen feinen Platz mehr fanden. Stadtpfarrer Gilg von München, der auch gekommen war, gelangte aber( durch das Fenster) in den Saal und nahm das Redetournier mit den Sozialdemokraten auf, bei dem er freilich sehr bald und sehr gründlich von Genossen Wam bsganß auf den Sand gesetzt wurde. Der Vater stieß einen dumpfen Wuthschrei aus und„ Und saget ihr nur, daß sie mir schweres Unrecht ballte die Faust. Nun sprang Vefa rasch dazwischen. Lisei thut von wegen dem Lechner," fügte Jerg hinzu.„ Ich aber rief mit herzzerreißendem Tone: Ja, schlag' mich! will Niemand verdrängen, aber ein Herz hab' ich doch Schlag' mich fodt! Dann ist alles gut. D, Vater, Du auch." Vefa nickte ihm zu, und nach einer Weile folgte fie selbst haft mich mit dem Lechner verlobt; wie kann denn nun der da mein Bräutigam sein? D, Jerg, schäm' ihrer Nichte. Aber sie tam sehr bald wieder. Lisei Dich doch, daß Du den Lechner so hinterlistig verdrängen hatte sich in ihrer Kammer eingeriegelt und weder auf willst! Mein Gott, mein Gott! gilt denn keine Treu' mehr ihr Pochen noch Rufen geöffnet. Der Klosterbauer lachte höhnisch. auf Erden?" ,, Ungerathene Dirn'," knirschte der Klosterbauer mit" Schwäget Ihr mit einander so viel Ihr wollt; verzerrtem Gesicht und stieß seine Schwester gewaltsam bei ich werd' ihren Eigensinn schon brechen," rief er und schlug Seite. Jerg jedoch, einen glücklichen Ausgang aus der mit der Faust auf die Lehne seines Armstuhls. kläglichen Rolle, die er bisher gespielt hatte, erspähend, fiel ihm mit den Worten in den erhobenen Arm: " Damit auch sie aus dem Haus läuft, wie der Ambros", bemerkte Befa schärfer, als es gewöhnlich ihre Weise war. Und was wird nachher aus dem Klosterhof?" " Der Klosterbauer sah sie betroffen an, und sie fuhr mit süßem Mundspizzen fort: Aber, lieber Bruder," flötete sie, wie kannst Du nur Halt, Klosterbauer, das leid' ich nicht! Hab' keine so mit der Thür ins Haus fallen? Dergleichen sagt man Angst, Lisei," wandte er sich zu dieser," er soll Dir nichts doch einem Madl nicht wie ein Straßenräuber, der Einem thun!" Und wieder zu dem Alten, dessen Arm er festhielt: mit der Pistole auf der Brust den Geldbeutel abforbert. Nein, Klosterbauer, wenn die Lisei auch jetzt gar herb gegen„ D, lieber Bruder, verdirb mir doch nicht die einzige Natürlich ist das arme Ding bis zum Tod erschrocken. Laß mich ist, so follet Ihr doch um meinetwillen ihr nichts zu Freude, den Jerg und die Lisei miteinander glücklich zu mich nur machen. Komm, Lisei, set' Dich zu mir und be- Leid thun. Poh Tausend!" machen. Mein Herz sagt mir, daß sie für einander beVefa raunte unterdessen ihrer Nichte zu, sie möchte stimmt find. ruhige Dich, Du wirst Dich in Dein großes Glück schon Aber jetzt muß ich wieder nach meinem jetzt dem Vater aus den Augen gehen und Lisei befolgte Kranken sehen. Ach Gott! Ach Gott! Er löscht aus wie finden." zitternd in ihrer Aufregung den Rath. eine heruntergebrannte Kerze." Sie schüttelte trübselig den " Der Klosterbauer ist zwar weit und breit der klügste Kopf. Dann strich sie ihr blaues Fürtuch glatt und sagte Mann, das weiß Jeder," sagte Befa, aber solche Sachen ver- hastig:" Behüt' Dich Gott, lieber Bruder! Der Jerg kommt wohl mit?" stehen wir Frauen besser anzufassen." Sie winkte Sisei mit einem zärtlichen Blicke zu sich; doch diese wich einen halben Schritt zurück und der Kloster bauer rief grob: " Dummer Weiberschnack! Was sie zu wissen braucht, weiß fie. Die Sach' ist abgemacht und jetzt gehorch', oder" Er erhob sich drohend. Lisei, der das stockende Blut gewaltsam in das Gesicht zurückgeströmt war, stotterte mit einem flehenden Blick auf ihn: Du weißt, daß ich Dir nicht gehorchen kann!" Jerg faßte seinen Muth zusammen, streckte seine Hand Lisei hin und sagte mit dem treuherzigsten Tone, den er aufzubringen vermochte: Komm, Lisei, ich bin Dir so herzlich gut!" Mir?" fragte fie und wandte die Augen mit einem Blick auf ihn, so, daß er die seinigen zu Boden schlagen mußte. Und Du weißt doch, daß ich mit dem Wolf Lechner versprochen bin!" Ihr Bruder, der sich von Jerg losgerissen hatte, griff nach einem der vollgeschenkten Gläfer und stürzte den In halt hinunter, um den Brand seines Zornes zu löschen. Jerg sah ihn verschmitt an und meinte selbstgefällig, daß er mehr bei Lisei gewonnen hätte, indem er sie vertheidigte, als der Vater durch seine Drohungen. Unsinn! Sie soll gehorchen!" schnob der Klosterbauer und warf sich in seinen Lehnstuhl. " Ja, ja, sie wird schon gehorchen," versicherte Vefa. Aber wozu solchen Lärm machen? Soll's von dem Gesind im ganzen Thal herumgeträtscht werden, daß der Klosterbauer seine Tochter mit Gewalt gezwungen hat, den Jerg zu nehmen? Ich hab's Dir gleich vorgestellt, daß Du mich zuerst mit ihr reden lassen solltest." Jerg erhob sich langsam. Mit fragenden Augen reichte er dem Klosterbauer die Hand. Was ich gesagt hab', das hab' ich gesagt," rief dieser, ohne seinen bequemen Stuhl zu verlassen. Das war nun wohl ein tröstlich Wort für den Jerg; allein es verlieh ihm doch nicht jenes Gefühl, mit welchem er nach seiner Werbung um Lisei den Klosterhof zu verLassen sich ausgemalt hatte. Wie hatte er zu triumphiren gemeint, wenn er als des Klosterbauers Eidam heimginge. ( Fortsetzung folgt.) Theater. Freitag, den 22. Mai. Opernhaus. Lohengrin. Schauspielhaus. Der neue Herr. Leffing- Theater. Derby. Berliner Theater. Othello. Deutsches Theater. Die Kinder der Exzellenz. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Nanon. Wallner- Thenter. Miß Helyett. Residenz- Theater. Dr. Jojo. Berliner Hippodrom. Kurfürstendamm u. JoachimsthalerStrassen- Ecke. Größter Vergnügungspark der Residenz. Gr. Vorstellung. Bellealliance- Theater. Tricoche Röm.Konkurrenz- Wettfahren und Cacolet. Thomas- Theater. Der Herr Graf. Vorher: Zum 1. Male: Der liebe Onkel. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Ostend- Theater. Preziosa. Saison- Theater. Vorstellung. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. zwischen Frl. Brillant, Herren Gauthier u. Lacaille. Amerit. Hindernißlaufen ausgeführt von 20 Amateuren. Gr. Postillons- Wettfahrt ausgeführt von 3 Herren mit je 4 Pferden. Sam Lockhart's Concordia. Große Spezialitäten 6. dress. Riesen- Elephanten. Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. ratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert ausgeführt von der Kapelle des MusikDirektor H. Sanftleben unter Mitwirkung des Opernfängers u. Konzertmalers Signor Travieki aus Rom. Empfehle zugleich meinen Frühstücksund reichhaltigen Mittagstisch, sowie Steeple- Chase, Wettrennen, Ponnyrennen. Ferner Auftreten des gr. KünstlerPersonals. Im grossartig neu angelegten Parke vor, während u. nach der Vorstellung Grosse Doppel- Konzerte. ( Militär- Kapelle in Uniform.) Beginn des Konzerts 4 Uhr. Der Vorstellung 7 Uhr. Konzert- Entree 30 Pf., inklusive der Hippodrom- Vorstellung 50 Pf. Borverkauf im Invalidendant. Saisonkarten für die Part- Konzerte 6 M. Für den Sattelplay 30 M. Sonntag: 2 Vorstellungen. 6 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Moabiter Gesellschaftshaus Saal zu Vergnügungen und Verfammlungen. .659 L F. Sodtke, Alt Moabit 80-81. Artistische Leitung Wiihelm Fröbel. Täglich Gr. Konzert. Gtablissement Buggenhagen Spezialitäten- Borstellung. am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Husschant von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 Passage- Panopticum. Unter den Linden 22/23. Knabe Großer Erfolg des neu engagirten sensationellen Künstler- Personals. HEF Roloffaler Jubel des urkomischen Ensembles Unsere Jungen. E Anfang Sonntags 4 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Platz 50 Pf. Raffeeküche ist geöffnet. Voltsbelustungen aller Art. 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Die fidele Nagelkiste" Berlin N., Elsasserstrasse 73, gegenüber der Bergstraße. Ausschant von vorz. Lagerbier à Seidel 10 Pfg. bei guter mufitalischer Unterhaltung u. aufmerksamer Bedienung. Urgemüthliche Kneiperei. H. Schulze( mit'n g). Bestellungen auf Musik für jedes Vorkommniß werden im Lokal entgegengenommen. 565L Evora- Bräu! 30 Flaschen 3 Mark. Berliner Lagerhof 3 und Forsterstraße 45. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Auf nachstehende Berlin SW., Beuthstraße 3. Neue Erscheinungen auf dem Gebiete der sozialistischen Literatur gestatten wir uns die Parteigenossen aufmerksam zu machen und halten wir uns zur Lieferung derselben bestens empfohlen: Geschichte der Kommune von 1871 Bon Lissagaray. Zweite, vom Verfasser durchgesehene Auflage. 466. Seiten. 8. Preis eleg. brosch. 2,50 M., eleg. geb. 8 Mt. Das Werk bildet den zehnten Band der Internationalen Bibliothek und wird in der vorliegenden neuen Form sich des ungetheilten Beifalls erfreuen. Zwanzig Jahre sind seit jenen denkwürdigen Pariser Tagen verflossen, die Erinnerung an fie ist lebendig geblieben bei allen Denen, die jene Zeit mit durchlebt haben. Der inzwischen herangewachsenen Generation sei das Buch dringend zur Anschaffung empfohlen; es ist für sie von Bedeutung, zu erfahren, wie diese große Bewegung entstanden ist, welche Elemente fie gebildet, welche Leidenschaften bei ihr mitgespielt, welche Rolle die doktrinären Republikaner und die Bourgeois gespielt, mit wie viel oder wie wenig Fähigkeit die Aufständischen die öffentliche Gewalt gehandhabt, welchen Muth sie im Kampf und welche Grausamkeit die Sieger gezeigt haben. Möge das Buch, das bei seinem ersten Erscheinen, 1878, der Gegenstand der Besprechungen fo vieler Vertreter des deutschen Sozialismus war, der neuen Generation zeigen, für welch große Sache Paris sich erhoben und bis zum Tod gelitten hat. Der Kaufmann und die Sozialdemokratie. Von Albert Auerbach. Buy 3 Bogen gr. 8. Preis broshirt 50 Pfennig. Inhalts- Uebersicht: 1. Die Lage des selbständigen Kleinkaufmanns. 2. Die Lage der kaufmännischen Arbeiter: a) Gehilfen, b) Gehilfinnen, c) Lehrlinge. 3. Die Forderungen an die Gesetzgebung im Interesse der taufmännischen Angestellten. 4. Der Kaufmannsstand und die Parteien. Die mit großer Sachkenntniß geschriebene Broschüre füllt eine oft bemerkte Lücke der sozialistischen Literatur aus und dürfte geeignet sein, in kaufmännischen Kreisen für den Sozialismus Propaganda zu machen. Wir empfehlen deshalb den Parteigenossen, sich die Verbreitung der Broschüre angelegen sein zu lassen. In Sachen Brentano contra Marx wegen angeblicher Geschichtsfälschung. Geschichtserzählung und Dokumente. Von Friedrich Engels. 4½ Bog. gr. 8. Preis eleg. brosch. 1 Mk. Brentano versucht es seit zwei Dezennien, anonym und nichtanonym, das Ansehen von Mary dadurch zu schädigen, daß er ihn eines falschen Zitats beschuldigt. Engels weist an des Hand der Dokumente das Grundlose der Brentano'schen Verdächtigungen nach und giebt im Uebrigen ein in furzen Zügen entworfenes Bild der englischen Zustände im Anfang der sechsziger Jahre, das, an und für sich lehrreich, eine wichtige Stütze für die so sehr angefochtene Auffassung von Mary wird, wie sie in der Inauguraladresse der Internat. Arbeiter- Assoziation von 1864 zur Geltung kommt. Hochflut. Sozialistische Zeitgedichte. 6. Auflage. Raketen und Leugttageln. Trußnachtigall. in der Nacht des Sozialistengesetzes von S. Kokosky. Preis broschirt 20 Pf. Von Karl Henckell. Preis elegant broschirt 1,50 M., elegant gebunden 2 M. 80. Preis 20 Pf. Die vorstehenden poetischen Erscheinungen unserer Literatur werden bei den Parteigenoffen die beifälligste Aufnahme finden. Sie spiegeln, was besonders bei„ Hochflut" und" Raketen" der Fall ist, getreu unsere Zeit wieder, und namentlich letzteres dürfte wegen seines fatyrischen Inhalts ansprechen. Das in Karl Henckell's Traznachtigall" enthaltene Maifestspiel Glühende Gipfel" wird bei der nächstjährigen Maifeier ersprießliche Dienste leisten. General- Versammlung " Wiederverkäufern gewähren wir Rabatt. E Achtung! Hutmacher. Achtung! der Freien Vereinig. der Bauarbeiter Berlins gsvereins der Hutmacher zur Nachricht, daß die Herberge ſich vom am Sonntag, den 24. Mai, Vorm. 10% Uhr, in ,, Scheffer's Salon", Inselstraße Nr. 10, 2 Tr. Tages Ordnung: Den Mitgliedern der Kranken- und Sterbekasse sowie des Unter23. d. Mts. ab bei H. Kruse, Pappel- Allee 3-4, befindet; auch findet daselbst am 23. d. Mts. die erste Rassenstunde statt. 167/5 J. A.: C. Kempe. Deffentliche Versammlung 1. Organisationsfrage. 2. Antrag Wernau: Aufhebung der obligatorischen Einführung des Fachorgans( Der Arbeiter".) 3. Berschiedenes. Mitglieder werden aufgenommen. Der Wichtigkeit der Tagesordnung halber ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, zu erscheinen. Der Vorstand. Die Protokolle des III. Rongreffes( Halle a. S.) werden in dieser Verfammlung ausgegeben. Reftanten werden aufgefordert, ihren Verpflichtungen am Montag, den 25. Mat, Abends 8½ Uhr, bri Deigmüller, 129/3 nachzukommen. Achtung! D. O. Achtung! aller im Drechslergewerk beschäftigten Arbeiter Alte Jakob- Straße Nr. 48 a. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom Lohnfonds der Holzdrechsler, der Sammlung für die streikenden Drechsler Rathenow's, vom Kammmacherstreit am Rüstriner Vertrauensmannes. 3. Verschiedenes. Große öffentliche General- Versammlung Blay, vom Streit der Berĭmuttarbeiter der Firma Paul Hinge. 2. Wahl eines der Maurer Berlins und Umg. am Sonntag, den 24. Mai, Vormittags 10 Uhr, im Saale der Brauerei Friedrichshain. Zages Ordnung: 235/4 186/18 Fachverein sämmtlicher in der Musikinstrumenten- Industrie beschäftigten Arbeiter. Sonnabend, den 23. Mai, Abends 8 Uhr: Vereins- Versammlung 1. Berichterstattung der Delegirten vom 8. deutschen Maurer- Kongreß. Gebinde von 17 Liter an à Liter 30 Pf. 2. Diskussion. 3. Wie stellen sich die Berliner Maurer zu dem neu gegründeten int Deigmüller's Salon, Alte Jakobstraße 48 a. 7112] Zentral- Verband der Maurer Deutschlands? 4. Gewerkschaftliches..- Bur Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Türk über Sibirien. Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um zahlreiches Erscheinen 2. Distuffion. 3. Abrechnung vom ersten Maskenball. 4. Vereinsangelegen Der Vertrauensmann: Karl Knöpchen.. heiten, Verschiedenes. Der Vorstand. erfucht NB. Der Besuch der Urania findet am 25. d. Mts. statt. Billets sind Allen Parteigenossen empfehle mein Restauzum zum rothen Meer Verband der geselligen Arbeitervereine rant 641L] W. Haugk, Boechstr. 12. großes und kleines, Vereinszimmer, zu vergeben 634L SW., Simeonstr. 23 b. Flick. des königl. preuß. Rechts- Bureau Amtsrichter a. D., Arbeitervereine bei den Kassirern zu haben. Berlins und Umgegend. Sonntag, den 24. Mai, Vormittags 10 hr: F Bundes- Versammlung E in den Arminhallen( großer Saal), Kommandantenstraße 20. Tages- Ordnung: 375/5 314/48 Rixdorf. Deffentliche Versammlung des Fachvereins der Tischler Berlins und Umgegend 1. Welche Vortheile bringt der Bund den geselligen Arbeitervereinen? am Sonnabend, den 23. Mai, Abends 8 Uhr, in Barta's Salon Alte Jakobstr. 102, 11. Gewissenhafter Referent: Herr Wilh. Werner, 2. Diskussion. 3. Aufnahme von Vereinen. ( kleiner Saal), Bergstraße 120 in Rigdorf. Rath, Hilfe in allen Angelegenheiten. 4. Bundesangelegenheiten. Die Billets zum Sommerfest gelangen in dieser Tagesordnung: Vortrag des Herrn Rohrlack über: Welchen Unbemittelten unentgeltlich. 911 b Bersammlung zur Ausgabe. Das Erscheinen sämmtlicher Bundesmitglieder ist Gefahren ist die Arbeiterklasse ausgesetzt? Diskussion. Werkstattangelegenheit. Auch Sonntags. [ 197/1] Der Vorstand. Gäste willkommen. Der Vorstand. J. A.: Mainz. Verantwortlicher Redakteur: N. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Badips in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. erwünscht. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 116. Zum Militär- Strafprozeß. Freitag, den 22. Mai 1891. Lokales. " 3, 8. Jahrg. Nach der„ Berl. 3tg." benüßt die königliche Bibliothek zur Frantirung ihrer Briese die Packetfahrtgesellschaft. Dieses StaatsDie vielbesprochene Mainzer Säbelaffäre hat neuerdings die Arbeiterschule. In einer Konferenz, welche vorige institut scheint der Findigkeit der Post nicht arg zu vertrauen. allgemeine Aufmerksamkeit auf die Militärgerichtsbarkeit und ihre Woche stattfand, wurde ein Lehrausschuß, bestehend aus Zur Prostitutionsfrage liegt eine bemerkenswerthe polizeiSonderrechte gelenkt. Was wird geschehen, um die drei Offiziere fünf Personen, gebildet, welcher, Hand in Hand mit dem Vor- liche Meinungsäußerung vor. Bekanntlich nimmt die Polizeizu bestrafen, die einen Wehrlosen mit blanker Waffe angegriffen behörde der gewerbsmäßigen Prostitution gegenüber eine ganz und verwundet haben, weil er sich nicht zu einem Zweikampf stand, die pädagogische Leitung der sich immer mehr aus- eigenthümliche Stellung ein. Während auf der einen Seite die herbeilassen wollte? Da die„ Kreuz- Zeitung" es rechtfertigt, daß dehnenden Bildungsanstalt zu führen hat. Der Ausschuß, welcher Behörde die Prostitution durch die Unterwerfung unter die die Offiziere im Fall der„ Berweigerung der Satis- wöchentlich eine regelmäßige Sitzung abhält, besteht aus den Aufsicht der Sittenpolizei gewissermaßen konzeſſionirt, erklärt diefaktion" von der blanken Waffe Gebrauch machen, so kann Herren Ledebour, Dr. Heinrich Braun, Dr. Aron selbe Behörde auf der anderen Seite die Prostituirten für vogelman sich vorstellen, mit welchen mittelalterlichen Vorurtheilen in frei, indem sie diejenigen Hauswirthe, welche Prostituirte in ihren gewissen Kreisen man zu thun hat. Wir können uns in dieser Dr. Bruno Wille und W. Liebknecht. Häusern als Miether dulden, der Staatsanwaltschaft zur Anzeige Sache um so freier aussprechen, als wir jedenfalls von der Kreuz- Zeitung" und deren Hintermännern als nicht satis. Den fogenannten Puhlappen", eine Art von aus bringt, welche gegen die betreffenden Wirthe auf Grund des sogenannten Ruppelei- Paragraphen(§ 180 des Strafgesetzbuches) fattionsfähig" betrachtet werden, ein Vorzug, auf den wir gesonderten Lumpen, die sich nach ihrer Beschaffenheit noch zum bas Strafverfahren einleitet. Da das Reichsgericht diesent uns etwas zu Gute thun können. Denn wir haben damit das bei Weitem nicht diejenige Aufmerksamkeit zugewendet, welche Paragraphen eine sehr weite Ausdehnung gegeben hat, fo Reinigen von Maschinentheilen und Werkzeugen eignen, wird das Strafverfahren einleitet. Rugeständniß erreicht, daß wir gegenüber dem Ueberreft des Mittelalters, den das ganze Duellwesen vorstellt, die modernen diese Stoffe verdienen; ja, wir möchten sogar bezweifeln, daß die suchen naturgemäß die Hauswirthe, was man ihnen im Grunde und humanen Anschauungen verfechten. Unfallverhütungsvorschriften für den Fabrikbetrieb mit Maschinen genommen nicht verdenken kann, sich nach Möglichkeit ihrer Um so entschiedener muß aber immer wieder betont werden, eine Bestimmung enthalten, welche die nöthige Sicherheit für die Haut zu wehren, und zwar dadurch, daß sie entweder fein daß das gegenwärtige Militär- Strafverfahren so wenig wie das gefahrlose Verwendung der Puzlappen durch den Arbeiter ge- irgendwie fragwürdiges Miethsverhältniß eingehen oder aber ein Duell mehr in unsere Zeit paßt. Wenn nicht irgend ein auf hin sortiren, ob noch einzelne größere Stücke vorhanden sind, die zu lösen trachten. Daß unter diesen Verhältnissen besonders währt. Der Lumpenhändler läßt nämlich seine Vorräthe darauf solches mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln schleunigst merksamer Reporter, der das Gras wachsen hört, es gelegentlich fich zum Abwischen glatter Eisentheile eigenen; solche Zumpen alleinstehende weibliche Personen schwer zu leiden haben und der aufschnappt, wie das Strafverfahren gegen die drei Mainzer werden von den übrigen minderwerthen ausgesondert und als Denunziation Thür und Thor geöffnet wird, liegt auf der Hand. Offiziere ausgegangen ist, so wird die ganze Affaire auf immer Buglappen verkauft, die in jeder Fabrik und in jedem Maschinen- Um sich aber gänzlich vor der Gefahr, wegen Kuppelei angeklagt mit dem Dunkel des Geheimnisses bedeckt bleiben. Bei der Neugestaltung Deutschlands und der Entstehung der betriebe, wo sich Eisentheile aufeinander bewegen, gebraucht wer- event. bestraft zu werden, zu schüßen, bemühen sich die Hauseinzelnen organischen Gefeße zur Reichsverfassung hätte ohne den, um das gegen Warmlaufen aufgegossene Schmierfett, wo es besitzer, allerdings vergebens, von der Polizei Auskunft über lästig und entbehrlich wird, abzuwischen. ,, verdächtige" Mietherinnen zu erhalten. Nach mehrfachen erfolgZweifel der Versuch mit Erfolg gemacht werden können, der losen Vorstellungen in Sachen der Prostitution hat nun neuerMilitärverwaltung das gänzlich veraltete Privileg ihrer Sonder- Man kann sich danach vorstellen, daß diese Puzlappen für die zur dings ein hiesiger Hausbesitzer- Verein Veranlassung genommen, gerichtsbarkeit zu entreißen und das allgemeine Recht auch auf Bedienung von Maschinen angestellten Personen fast teinen Augen eine Petition an das Staatsministerium zu richten, in welcher den militärischen Strafprozeß auszudehnen, resp. die Deffent- blick entbehrlich sind, von ihnen fortwährend in den Händen gehalten 1. die behördliche Auskunftertheilung über den sittlichen LebensI ich feit für das militärische Strafverfahren herzustellen. Dazu werden und dabei, wie das ja unvermeidlich ist, auch leicht mit wandel verdächtiger Mietherinnen, 2. eine schärfere Beaufhätten allerdings andere Leute gehört, als die Nationalliberalen, dem Gesicht und mit anderen Theilen des Körpers in Berührung sichtigung der von der Straßenprostitution besonders frequendie in ihrem Sieges- und Milliardendusel die Volksrechte völlig tirten Straßen erbeten wurde. Diese Petition ist den Instanzenvergaßen und sich nur damit beschäftigten, ihrem„ Heros" auf Die gesundheitliche Gefahr, die aus der Verwendung solcher weg zurückverwiesen und von dem Chef der Abtheilung IV des dem Altar des Vaterlandes Weihrauch zu streuen. So wurde das Puklappen hervorgehen kann, ist einleuchtend; man braucht nur Polizeipräsidiums, Graf Pückler, beantwortet worden. Uns intermilitärische Strafverfahren wiederum mit dem Schleier des Ge- darüber nachzudenken, auf welche Weise solche Lumpen gesammelt efsirt in dem Antwortschreiben hauptsächlich folgender Passus:„ Den heimnisses bedeckt, mit Ausnahme von Bayern, wo die und dicht bei einander verpackt werden. Wie soll hier die mit zweiten Punkt der Vorstellung anlangend, so wird sich der Vorstand Deffentlichkeit besteht. Die Wirkungen diefer Deffentlichkeit Ansteckungsstoffen durchsetzte Krankenwäsche von anderen nicht in der Erkenntniß nicht verschließen, daß eine gänzliche Ausrottung fönnen nur als vortrefflich bezeichnet werden und sie haben ihr dieser Art verunreinigten Lumpen unterschieden werden? Wenn der Straßenprostitution selbst dann nicht möglich sein würde, redlich Theil dazu beigetragen, eine Reihe von Mißständen zu unsere Krankenhäuser- Verwaltungen bei dem Abgeben ihrer ent- wenn die Exekutivbeamten vermehrt und öffentliche Häuser konbeseitigen oder zu mildern. wertheten Krantenwäsche noch so vorsichtig verfahren und für zessionirt würden. Das Polizeipräsidium muß sich darauf beEine uns vorliegende Schrift aus offenbar militärischer deren genügende vorherige Desinfizirung sorgen mögen, so tann schränken, die auch nach diesseitiger Auffassung besonders verFeder), die sich mit der in Nede stehenden Angelegenheit be- bei dem umfangreichen Zumpenhandel kein Mensch eine Garantie derbliche Straßenprostitution möglichst einzudämmen. In dieser schäftigt, kommt darauf zurück, daß schon zu Ende vorigen dafür übernehmen, daß diese ansteckungsfreien Stücke nicht mit Beziehung ist in den letzten Jahren eine wesentliche Besserung Jahres unter den hohen Militärbehörden Verhandlungen über anderen, infizirten Lumpen in Berührung kommen, später als Buz- eingetreten und würde dieselbe noch merkbarer sein, wenn nicht eine„ Reform" des Militär- Strafprozesses stattgefunden haben, lappen verwendet werden und in den Händen zahlreicher Maschinen- die Wohnungsnoth der Prostituirten dieselben auf das Straßendaß aber diese Reform, wie sie geplant fei, einen außerarbeiter unabsehbares Elend und zahlreiche Erkrankungen herbei gewerbe hinwiese." Hier wird also die Wohnungsnoth, die von ordentlichen Rückschritt gegenüber dem in Bayern führen können. der Behörde selbst verursacht ist, als erschwerendes Moment zur giltigen Verfahren bedeute. Man glaubt nicht, daß der Reichs- 63 ist kaum zu bezweifeln, daß eine auf diesem Wege acqui- Eindämmung der Straßenprostitution in's Feld geführt. Getag sich so bald mit der Sache zu befassen haben werde. Die rirte Krankheit des Arbeiters als ein Betriebsunfall zu betrachten seht aber auch, die fragliche Wohnungsnoth wäre behoben und Deffentlichkeit soll, wie schon früher mitgetheilt worden, im und mithin der Arbeiter für die Folgen solcher Erkrankung voll die Straßenprostitution beseitigt, so wäre damit doch der Kern Prinzip" in die neue Prozeßordnung aufgenommen, die zu entschädigen ist; allein nach solchen Entschädigungen gelüftet des Uebels, die heutige Prostitution in ihrem so überaus traurigen fünftigen Militärgericht: Sigungen aber sollen in der es Niemanden und sie überheben auch die zuständigen Behörden Umfange noch keineswegs getroffen. Dies kann auch feineswegs Kaserne abgehalten werden. Das bedeutet so viel wie Aus- nicht der Verpflichtung, der Erkrankungsgefahr vorzubeugen. durch eine Vermehrung der Polizeimannschaften geschehen, sondern schluß der Deffentlichkeit. lediglich durch eine wesentliche Verbesserung der Lage der Arbeiterinnen, welche heute durch ihre wirthschaftliche Nothlage der Prostitution massenhaft in die Arme getrieben werden. Würde dies geschehen und gleichzeitig, da im heutigen Selassenstaate die Prostitution ein nothwendiges Uebel ist, öffentliche Häuser konsessionirt werden, so würden zweifellos viele Mißstände, welche die heutige Prostitutionsform im Gefolge haben, verschwinden. Nach den maßgebenden Anschauungen, welche das Polizeipräsidium vertritt, ist aber an eine Konzessionirung öffentlicher Häuser ebenso wenig zu denken, wie die heutige kapitalistische Produktionsweise eine Aufbesserung der wirthschaftlichen Lage der Arbeiterinnen zuläßt. " tommen. Dazu kommt, daß solche übertragenen Krankheiten vielleicht in den meisten Fällen auf die Ursache ihrer Entstehung gar nicht mehr zurückgeführt werden können. Der infizirte Lappen ist längst verbraucht und weggeworfen, ehe die Krankheit zum Aus bruch kommt. Das einzig zuverlässige Verfahren, die Arbeiter vor der Ansteckungsgefahr zu schützen, dürfte wohl darin bestehen, daß man an Stelle der heute verwendeten Puzlappen die faum theuerere Buzzbaumwolle oder einen andern, äbnlich hergestellten Stoff verwendet. Damit wäre gar nichts gethan. Der Zug der Zeit, der schließlich auch nicht vor den Schurrbärten der Herren Generale und Obersten Halt machen wird, verlangt gebieterisch eine ganze und gründliche Umwandlung des Militär- Strafprozesses. Das Bolt, das für das Militär so viele Hundert Millionen Mark jährlich Für die Ermittelung von Krankheitsurfachen, namentlich bei aufzubringen hat, will auch wissen, wie die Justiz verfährt, der den Maschinenarbeitern, spielen gegenwärtig die Puglappen eine feine Söhne beim Militär unterstellt sind. Von allen Personen, die beim Militär- Strafprozeß in Fragefehr wichtige Rolle, wichtig genug, um der Angelegenheit die ernsteste Aufmerksamkeit zuzuwenden. fommen, ist der einzige geprüfte Rechtskundige der Auditeur, dessen Gutachten und Rechtsanschauung die Einleitung der Voruntersuchung bewirkt. Derselbe Auditeur nimmt auch das Verhör des Angeklagten vor; er hat die Protokolle über das Verhör zu verfassen. Das ist um so bedeutsamer, als der Auditeur zugleich als Antläger, als Staatsanwalt funttionirt; es wird zu diesen Protokollen ein militärischer Beisiger hinzugezogen, allein man fann sich leicht einen Begriff machen, wie unzuträglich es ist, daß der Untersuchungsrichter und Staatsanwalt ein und die selbe Person sind. Wenn die Voruntersuchung geschlossen ist, so wird auf den Antrag desselben Auditeurs die Anflage erhoben. Wenn sich der Angeklagte einen Vertheidiger nimmt, so muß er mit dem felben in Gegenwart des allmächtigen Auditeurs verhandeln. Der Angeklagte darf seine Vertheidigungsschrift dem Auditeur einreichen und dieser entwirft so hat sich nach der oben erwähnten Schrift die Praxis herausgebildet dann seine Anklage, die er dem Kriegsgericht einreicht. Diese Anklageschrift bekommt so besagt wieder die erwähnte Schrift der Angeklagte nicht zu sehen. Wir lassen dahingestellt, inwieweit dies lettere richtig ist, und lassen uns gern eines Besseren belehren; allein unseres Wissens ist die erwähnte Schrift bis dato nicht offiziell berichtigt worden. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Eine totale Mondfinsterniß, die, falls die Meteorologen für gutes Wetter sorgen, zum Theil auch in Berlin zu beobachten Unsere maschinellen Einrichtungen sind vollkommen genug, fein wird, findet am Sonnabend Abend statt. Diefelbe beginnt um solche Stoffe in großen Massen und ohne erhebliche Preis- um 5 Uhr 35 Minuten mittlerer Berliner Zeit. Um 6 Uhr vertheuerung gegenüber den Kosten des Rohmaterials herzustellen. 48 Minuten beginnt die totale Verfinfierung, deren Mitte um Selbst die heute gebräuchlichen Putlappen würden an ihrer Ge- 7 Uhr 23 Minuten, deren Ende um 8 Uhr 3 Minuten stattfindet, brauchsfähigkeit nichts einbüßen, wenn sie durch einen Reißwolf wogegen um 9 Uhr 11 Minuten der Mond wieder ganz aus zerkleinert, hierbei gründlich desinfizirt und dann zu einem lofen, dem Schattenlegel der Erde heraustritt. Die Finsterniß wird in filzartigen, weichen Stoffe geformt würden, was durch eine Asien, Afrika, Europa, dem westlichen Theile des großen Ozeans, äußerst einfache maschinelle Vorrichtung möglich wäre, wie sie in sowie theilweise in Australien zu sehen sein, je nach der Aufgange zeit des Mondes für einen bestimmten Ort natürlich beschränkt. unserer Textilindustrie zahlreich in Gebrauch ist. In Berlin z. B. geht der Mond erst um 7 Uhr 57 Minuten auf, der Finsterniß. also 34 Minuten nach der Mitte wird also an diesem Abend als schwach rosa oder bräunlich gefärbte Scheibe aufgehen, 6 Minuten nach dem Aufgang wird der erste weiße Lichtstreifen erscheinen, der dann immer mehr an Ausdehnung gewinnen wird, bis schließlich um 9 Uhr 11 Min. der Uebergang zum Vollmond und damit das Ende der Mondfinsterniß vollzogen ist. Diese Art des Putzstoffes, der durch seine äußere Form leicht zu kontrolliren wäre, würde mehr Sicherheit gegen die Verbreitung ansteckender Krankheiten bieten, als etwa behördliche Borschriften und Strafbestimmungen, die den Nachweis eines Verstoßes immer mehr oder weniger schwierig machen. Das Polizeipräsidinm hat in diesen Tagen an sämmt liche Fabritbesitzer und Inhaber gewerblicher Etablissements Er Es ist in der Schrift schließlich noch der Wunsch erhoben, Berlins ein in Quartformat gehaltenes Birkular ergehen lassen, Die wechselnden Witterungserscheinungen seit dem bei der Zusammensetzung der Kriegsgerichte möge man darauf daß nach amtlicher Vorschrift in den Arbeitssälen angeschlagen 12. Mai macht die„ Kölnische Zeitung" zum Gegenstande einer fehen, daß nicht zu junge Leute, ffiziere von 17 oder 18 Jahren, werden soll und den Titel„ Maßregeln gegen Verbreitung der retapitulirenden Betrachtung, die wir hier, bei dem Intereſſe, als Richter zugezogen würden. Wir wissen nicht, ob das vor Schwindsucht" führt. In demselben wird darauf hingewiesen, das alle Welt nun einmal an dem wunderschönen Monat Mai gekommen, wenn es aber der Fall, so können wir uns dem Wunsche das Lungen- und Kehlkopf- Schwindsucht( Tuberkulose) auch die nimmt, folgen lassen: Die„ gestrengen Herren" find als geborene nach einer anderen Zusammenseßung nur anschließen. im Hustenauswurf der Kranken enthaltenen Tuberkelbazillen auf Schweden oder Zappländer zu betrachten, welche in Gestalt von Wir begreifen wohl, daß die Militär- Verwaltung etwas Gesunde übertragen wird, wenn der Auswurf eintrocknet, ver- Gebilden niedrigen Luftdrucks über Oststandinavien, den Bott darein sezt, in diesen Dingen möglichst unnachgiebig zu sein. Stäubt und so eingeathmet wird." Unschädlichmachung jener nischen Meerbusen und die Ostsee herabkommen und ihren weiAndererseits wird sich aber die öffentliche Meinung auch nicht Auswurfstoffe verhindert die Berbreitung der Schwindsucht, schützt teren Weg gegen Süden und Südosten, meist in der Richtung eher beruhigen, als bis hier Wandel geschaffen ist. die Gesunden gegen die Kranken!" Um das Eintrocknen und Ver- auf Ungarn oder Südwestrußland hin nehmen. So war es auch stäuben zu verhüten, soll der Schwindsüchtige, ja jeder Huster im gegenwärtigen Jahre. Am 12. Mai zeigte sich zuerst ein ( Sustentrante wissen oft nicht, daß sie bereits Tuberkelbazillen Gebiet mäßig niedrigen Luftdruckes über Lappland, wäh aushusten) seinen Auswurf in mit wenig Wasser gefüllte rend in Mitteleuropa das Barometer ziemlich hoch Gefäße( Speinäpfe) entleeren; kein Huster darf auf den stand und die Temperatur überstieg. Am folgenden Tage Fußboden oder oder in das Taschentuch speien. Zur Auf nahme des Auswurfes sind in den Wohnungen Husten überall heiter und der Wind schwach, allein die Witterungswar das Wetter bei uns schön und warm, der Himmel fast franker, auf den Treppenabsätzen der Häuſer, in Gast- und depeschen ließen erkennen, daß die Depression über Lappland sich Speisehäusern, Vergnügungslokalen, Versammlungsräumen, Schulanstalten u. f. w. 20 bis 25 Zentimeter im Durchmesser weite, vertieft hatte und gegen Süden hin ausgriff, während gleichzeitig Durchmessebite, 5 Zentimeter hohe Spucknäpse mit glattem, wenig umgebogenem über den britischen Inseln der Luftdruck erheblich stieg, welches. zu dieser Zeit stets ein böses Vorzeichen ist. In der That war Rande, aus startem glatten Glase, Porzellan, Steingut, emaillirtem zu dieser Zeit stets ein böses Vorzeichen ist. am nächsten Tage( 14. Mai) mit dem machtvollen Einsetzen der Aus zuverlässiger Quelle habe ich erfahren, daß Sie bei Gisen u. f. w. ein bis zwei Zentimeter hoch mit Wasser gefüllt, kalten Nordwestwinde die Temperatur im mittleren Guzep be Gelegenheit der fogen. Maifeier die Entfernung der Büste mit der deutlich lesbaren Ueberschrift: heblich herabgegangen; das Gebiet von 20 Gr. G. Wärme um Sr. Majestät des Kaisers aus dem Stein'schen Saale verlangt " Hier Spucknapf für Huster" 8 Uhr Morgens, das am 13. noch Rheinland, Belgien und haben. Dies halte ich für eine Mißachtung meines kaiserlichen aufzustellen.- Der Schlußpassus bezieht sich auf Maßregeln der Nordwestfrankreich Der Schlußpassus bezieht sich auf Maßregeln der Nordwestfrankreich umfaßte, war verschwunden und wurde Kriegsherrn und widerstrebt es meinem Gefühl, einen Menschen, Reinlichkeit, die in den Wohnungen Schwindfüchtiger anzuwenden erst über Sardinien und Mittel- Italien wieder ange der sich solcher Mißachtung schuldig gemacht, ärztlich zu befind; es sollen in denselben möglichst wenig Polstermöbel mit troffen. Auf der Ostsee aber, zwischen dem Mälarsee handeln. waschbaren, leicht abzunehmenden Bezügen( Staubkappen) auf- und dem Finnischen Meerbusen, lag eine wohlausgebildete gestellt werden; federnde eiserne Gartenmöbel mit beweglichen, Depression, die in den nächsten 24 Stunden nach dem Ladogasee waschbaren Polstern sind vorzuziehen. Teppiche und Läufer müssen abzog. Dafür bildete sich jest rechts von ihr zwischen aus folchen Zimmern entfernt werden. Täglich ist der Fuß- Skandinavien und Schottland eine neue, die infolge ihrer Lage boden jener Räume zur Entfernung des Staubes feucht auszu verstärktes Einströmen der kalten nördlichen Luft nach dem westSchiltigheim i. E. Der Wirth des„ Bavarialellers" hat wischen und auch im Winter mindestens eine Stunde zu durch- lichen Mitteleuropa veranlaßte und hier zu Graupel- und Regen= das Militärverbot bekommen, weil er den Straßburger Sozial- lüften. Das amtliche Schriftstück schließt mit den Worten:„ Die schauern Veranlassung gab. Am folgenden Tage war sie bis zum demokraten die Lokalitäten zur Maifeier überließ. Erfüllung dieser Vorschriften macht den Verkehr der Gesunden Skagerat fortgeschritten und die ungünstige Witterung dauerte mit Schwindsuchtstranten unbedenklich und verhütet die Ver- fort, die Temperatur sant bis unter+5 Grad C. Am PfingstAufheiterung Die preußische Militärgerichtsbarkeit, von Otto von Berlin. breitung dieser verheerendsten Volkskrankheit. Möge Jedermann morgen endlich herrschte empfindliche Kälte. nach seinen Verhältnissen dazu mitwirken!" wechselte während dieses Tages mit Regen Schnee- und Staßfurt, 20. Mai. Einem hiesigen Genossen ging folgender charakteristische Brief zu: " Herrn Zigarrenhändler& Sie wollen daher Ihre ärztliche Hilfe anderswo suchen. Staßfurt, den 14. Mai 1891. Dr. Röhrete." Freib. i. B. 1891, Graupelschauern und die Höhen des Rheinganes leuchteten Million Mark geschätzt wurde, vertheilt sich auf mehrere Ber-| Nachmittags gegen fünf Uhr hatte M. wieder einmal den Vor im winterlichen Weiß. Dies war der Höhepunkt des ficherungs gesellschaften. Die Brauerei wird ihre Lieferungen auf schub übernommen, und um denselben schneller bewerkstelligen zu diesjährigen strengen Regiments, denn das skandinavische einige Tage unterbrechen müssen, weil der Fahrstuhl, der in die sönnen, hatte er die auf Schienen gestellten Lowrys verdoppelt Gebiet tiefen Drucks entwich nun rasch nach Litthauen 3-4 Stockwerke unter der Erde liegenden Bierkeller führt, mit und ein Doppelgespann Pferde eingestellt. Als das Signal zur hin. Am Pfingst- Montag hatte sich über dem südwest- verbrannt ist. Die Biervorräthe dürften bei der Tiefe der Keller Abfahrt gegeben war, hatte sich M. unvorsichtiger Weise an das lichen England ein mächtiger Wirbel gebildet, der für kaum durch die Hize gelitten haben, obwohl sie unter dem Brand- Gespann gestellt. Er wurde von der vordersten Lowry an den Westdeutschland starte, fast stürmische südliche und südwestliche herde lagen. Selbstverständlich war eine große Menschenmenge Kleidern erfaßt, und da die Bahn sehr abschüssig ist, die ganze Winde brachte, unter deren Einfluß die Wärme endlich zu steigen herbeigeeilt, die dem schaurig- schönen Ereigniß aus angemessener Strecke hinunter bis nach der Kiesgrube gezogen. Ein Anhalt begann, die Herrschaft der Eismänner war zu Ende, aber freilich Entfernung zusah. Menschenleben sind nicht zu beklagen. blieb die Witterung ungünstig genug. Zu den vielen Hypothesen war unmöglich, und ehe Hilfe herbeikommen konnte, war der über die Ursache der Kälterückfälle gegen Mitte Mai ist in arme Mann thatsächlich zu Tode geschleift. Seine Leiche nur fonnte aus den Lowrys hervorgezogen werden. Der Verstorbene jüngerer Zeit eine neue gekommen, dahin gehend, daß die Enthinterläßt eine Frau mit zwei unmündigen Kindern. wickelung der Pflanzenwelt gegen Mitte Mai die Wärme verbrauche, so daß dadurch Abkühlung der Luft erfolge. Auf Grund dieser Hypothese war in verschiedenen Blättern zu lesen, daß im gegenwärtigen Jahre um die angegebene Zeit fein Kälterückfall zu befürchten sei. Wie wenig also jene Hypothese richtig ist, leuchtet ein. Der Grund, weshalb die oben erwähnten De pressionen in den Tagen der Eismänner von Skandinavien nach Süden ziehen, ist noch völlig unbekannt; wer ihn nachweist, wird feinen Namen mit einer großen wissenschaftlichen Entdeckung verknüpfen. Ein Rechtsanwalt, der sich besuchsweise in Berlin aufhält, ist am 13. d. M. zum Opfer einer Schwindlerin geworden. An dem bezeichneten Tage befand sich der Rechtsanwalt um die Mittagsstunde vor den Kirchhöfen in der Bergmannstraße und Polizeibericht. Am 20. d. M. Nachmittags wurde auf wurde dort von einem jungen Mädchen angesprochen, das eine dem Jerusalems- Kirchhofe, Bellealliancestraße 97, die Leiche eines dunkelgelbe Gesichtsfarbe hat und mit einem gelblichen Regenmantel neugeborenen Kindes, neben einem Grabhügel verscharrt, aufbekleidet war. Diese Person erzählte dem Rechtsanwalt, daß sie die gefunden. In einem Hotel erschoß sich Abends ein Kaufmann Tochter eines Gerichtssekretärs in Guben sei und mit ihrer Mutter von außerhalb mittelst Revolvers. Im Laufe des Tages am Abend vorher in Berlin eingetroffen sei. Ihre Mutter habe fanden drei kleine Brände statt, außerdem wurde die Feuerwehr sie im Gedränge verloren, und da sie von Geldmitteln voll- nach Rixdorf gerufen, wo ein Theil der Vereinsbrauerei in Brand kommen entblößt sei, habe sie die ganze Nacht auf der Straße gerathen war. zugebracht und seit ihrer Ankunft in Berlin nichts genossen. Diese Schilderung schloß das Mädchen mit einer Bitte um Rath und Hilfe. Der Rechtsanwalt schenkte den Worten des Unbe tannten Glauben und beschränkte sich nicht darauf, sie nach dem nächsten Polizeirevier zu weisen, sondern unterstüßte fie auch mit Geld. Später müssen sich in dem Rechtsanwalt Zweifel an der Eine sehr böse Neujahrs- leberraschung, welche die Wahrhaftigkeit der Erzählung des Mädchens gelegt haben. Er beiden Dienstmädchen Klara Schneider und Johanna Auf den Antrag vom 13. Mai, hier eingegangen am 15. Mai cr., fragte in Guben an, ob dort ein Gerichtssekretär des Namens Grünberg in der Sylvesternacht ihrem Dienstherrn bereitet, erhalten Sie zur Nachricht, daß ich die Genehmigung für das lebe, den das Mädchen als den ihres Vaters genannt hatte, mußten diefelben gestern vor der III. Strafkammer hiesigen Landani 2. Pfingstfeiertage im Lokale des Herrn Schensch hierselbst und erhielt eine verneinende Antwort. Es liegt die Ver- gerichts I gegenüber einer Anklage wegen schweren Diebbeabsichtigte Tanzkränzchen versage, weil in diesem Lokale wieder- muthung nahe, daß die Schwindlerin ihr Manöver wieder- it a h Is vertreten. Der in der Zimmerstraße wohnhafte Kaufholt Ungehörigkeiten vorgekommen sind und weil nach dem An- holen wird. mann S. lag in der Sylvesternacht in der zweiten Morgenstunde trage augenscheinlich eine öffentliche Tanzluftbarkeit beabsichtigt im ersten Traum, als an seiner Wohnung plötzlich heftig die Aus Mariendorf theilten wir neulich einige amtliche Schriftstücke mit, die einen Einblick in das Verhältniß des dortigen Amtsvorstehers zu dem Lokalinhaber Schensch gestatteten. Heute können wir unsere Mittheilungen um eine fernere vervollständigen. Vor uns liegt folgendes Schreiben: " Gerichts- Beitung. wird. Der Amtsvorsteher: Dent. An den Vorstand des Be- Der ehemalige Premierlientenant, spätere Bürgermeister Klingel gezogen wurde. Erschreckt sprang er auf, lief zur Thür, erdigungsvereins,&. H. des Schriftführers Herrn Wilh. Schneider und nunmehrige Agent" Friz Götsch, der bereits wegen Doppel- welche er offen stehend vorfand und wurde vor derselben von hierselbst. ehe, Urkundenfälschung und unberechtigter Führung des Adels- einem Hausbewohner begrüßt, welcher ihm erzählte, daß Wir glauben in diesem Falle wirklich, daß der Beerdigungs- fchaft in Frankfurt a. M. steckbrieflich verfolgt wird, ist von der Vorübergehen die Korridorthür offen stehen gesehen und titels bestraft worden ist und zur Zeit von der Staatsanwalt- irgend etwas bei ihm vorgehen müsse. Er habe beim verein nicht richtig gehandelt hat, womit aber feineswegs gefagt sein soll, daß wir das Verhalten des Herrn Amtsvorstehers hiesigen Kriminalpolizei wegen einer Anzahl Schwindeleien ver es für seine Pflicht gehalten, selbst auf die Gefahr hin, vertheidigen wollen. haftet worden, die er in Berlin ausgeführt hat. Götsch hat sich Ueberflüssiges zu thun, den Nachbar in seinem Schlafe Der Verein hatte gar nicht nöthig, ein Tanzvergnügen, soweit bei einer Dame, die an einem Fußübel leidet, als Spezialarzt zu stören. Herr S. erbleichte; er dachte sofort an eine mit bean demselben nur eine bestimmt begrenzte Personenzahl Theil" Freiherr von der Goly" eingeführt, die Behandlung der Kranken deutender Summe gefüllte eiserne Rafette, welche er in seinem nahm, dem Amtsvorsteher anzumelden und diesen durch die An- übernommen, hat sie untersucht und ihr Arzneien verschrieben. Schreibtisch bewahrte, eilte zu dem letteren und überzeugte sich, meldung erst auf die amtliche Vermuthung zu bringen, daß doch Ferner hat Götsch einem Tischler, bei dem er eine Wohnung ge- daß die Kassette verschwunden war. Man durchsuchte die Woh" augenscheinlich eine öffentliche" Tanzluftbarkeit beabsichtigt miethet hatte, vorgeschwindelt, daß er Oberstabsarzt und in der nung für den Fall, daß sich ein Spizbube daselbst noch verborgen werde. Wer viel fragt, dem wird viel geantwortet und unsere Medizinalabtheilung des Kriegsministeriums beschäftigt sei. halten sollte und es zeigte sich dabei, daß die beiden Angeklagten, Amtsvorsteher sind nach Aufhebung des Sozialistengesetzes womögwelche als Köchin bezw. Kindermädchen bei Herrn S. im Dienst lich mit Arbeiten noch mehr überladen als früher. Wozu also der Schleusenbrücke paffirten, hat sich gestern Vormittag an der sofort klar, daß ihr Verschwinden mit dem Verschwinden der Ein Schiffsunglück, ähnlich dem vor einigen Wochen an standen, aus ihrem Schlafzimmer verschwunden waren. Es war die Leute unnütz belästigen? Kein Gendarm und kein Amtsvor- Schloßbrücke zugetragen. Ein sogenannter Schlepper" hatte hier staffette in ursächlichem Zusammenhange stand. Noch am frühen steher hat ein Recht, ein privates Tanzvergnügen, wie es hier Anfer geworfen. Der Anker war aber nach dem Ufer zu zu weit Morgen wurde der Revierpolizei Mittheilung von dem Vorbei dem Vereine vorlag zu verbieten, ja diese Beamten würden ins Wasser gelegt worden und ein zweiter etwa 60 Meter langer, gefallenen gemacht und da es sich um eine Summe von 5200 M. sich sogar eines strafbaren Hausfriedensbruches schuldig machen, mit Biegelsteinen beladener Spreekahn, der zwischen dem erst handelte, nahm die Kriminalpolizei die Sache eifrigst in die wenn sie etwa in dem für den betreffenden Tag an einer bestimmten Berfon gemietheten Tanzsaal sich aufhalten und den bort den Anker nicht vermuthet und fuhr auf denselben mit Kohlenkeller vor. Dieselbe war mittelst Nachschlüssels geöffnet, genannten Fahrzeug und dem Ufer hindurchfahren wollte, hatte Sand. In Laufe des Vormittags fand man die Kassette im selben nach Aufforderung des Miethers nicht verlassen wollten. Unsere Beamten sind viel zu gesetzeskundige Männer, als daß solcher Wucht auf, daß er fofort ein etwa 20 Quadrat- ihres Toftbaren Inhalts beraubt und sorgfältig wieder verschlossen fie dies nicht wüßten. Die Frage der Privat- Tanzvergnügen ist Bentimeter großes Zeck am Vordertheil, auf dem Boden worden. Nachdem sich die beiden Mädchen des Goldes und noch kürzlich in der Ministerialinstanz erörtert und in dem von Wasser brachte den Kahn bald der dort befindlichen Kajüte erhielt. Das einströmende Bapiergeldes bemächtigt hatten, waren sie, ohne auch nur eine uns angedeuteten Sinne entschieden worden. zum Sinfen. Es be- Sekunde Zeit zu verlieren, davon geeilt. Wie sie gingen und " Alles, was den Herrn Amtsvorsteher zu seinem Bescheide Untergang zu verhüten. Außer den beiden auf dem leckgewordenen in demselben Hause belegene Schantwirthschaft hindurch auf die Alles, was den Herrn Amtsvorsteher zu seinem Bescheide durfte der angeſtrengtesten Rettungsarbeiten, um den völligen standen, d. b. barhäuptig und in Pantoffeln waren sie durch eine und zu der darin ausgesprochenen Vermuthung veranlaßte, war Rahn befindlichen Pumpen wurden noch zwei andere, die man Straße gestürmt und da sie sich in so merkwürdiger Verfassung das ganz überflüffige Gesuch des Vereins. Künftig wird es von einer daneben liegenden Zille entliehen hatte, in Thätigkeit befanden, hatte ihnen der Wirth noch scherzhaft nachgerufen:„ Na, besser sein, diese Gesuche ganz zu unterlassen, die nöthigen gesetzt. Eine Anzahl zu Hilfe geeilter Schiffer schöpfte das Wasser, Ihr wollt wohl durchbrennen?" Er hatte das Richtige geFormen für die Veranstaltung privater Tanzvergnügen( Miethen welches schon drei Fuß hoch angestiegen war, mit Eimern und troffen. Die beiden Mädchen, welche Kenntniß davon hatten, des Saales und bestimmte Festsetzung des zur Theilnahme an Rübeln heraus, wieder andere begannen die Ziegelsteine ans Land daß in der Kassette viel Geld aufbewahrt wurde, hatten gemeindem Tanz zugelassenen Kreises von Personen) streng zu beobachten und einem etwaigen unbefugten Verhalten der Exekutiv zu schaffen. Nachdem man die lecke Stelle herausgefunden, machte schaftlich den Plan gefaßt, sich dasselbe anzueignen und nach Amerika beamten mit aller Entschiedenheit entgegen zu treten. Diese Das Unglück war um 1/29 Uhr früh paffirt, dank der Rettungs- Plan ausgeführt und sind auf kürzestem Wege nach Hamburg man sich sofort an die Ausbesserung und Verstopfung des Loches. durchzugehen. Während ihre Herrschaft schlief, haben sie diesen Herren haben in keinem Falle das Recht, ein solches Tanz- arbeit war das Fahrzeug im Verlaufe von 4 Stunden faum einen abgedampft. Dort haben sie in wenigen Tagen mehrere Hundert vergnügen zu inhibiren; sie tönnen höchstens den Veranstalter halben Fuß gesunken und der Eigenthümer, der Schiffer Karl Mark für Kleidungsstücke und Puggegenstände ausgegeben, wurden zur Verantwortung ziehen, dem dann die Rechtfertigung im Mewes aus Damm- Hast bei Zehdenick wird seines Besigthumes dann aber gefaßt und befanden sich schon drei Tage nach VerProzeßwege zusteht. Damit ist dann jedenfalls der Erfolg vernicht verlustig gehen. Die Unglücksstätte umftand fortgesetzt ein übung des Diebstahls hierselbst im Untersuchungsgefängniß. Ihre bunden, daß schneidige und strebsame Beamte nach ihrer fach vielhundertköpfiges Publikum. männischen Tüchtigkeit ihren vorgesehten Beamten besser bekannt werden. . Ein Frauenverein zur Abhilfe der Noth unter den fleinen Fabrikanten und Handwerkern besteht hier in Berlin und wirkt schon in seiner gesellschaftsrettenden Weise 48 Jahre, ohne daß man jedoch bisher etwas von dem großen Wirkungskreise desselben gemerkt hätte. Der Verein" hielt kürzlich seine Generalversammlung ab und da ersehen wir aus den Nachrichten hierüber, daß das ganze Rezept der Gesellschaftsretterei auf einer winzigen Darlehnsmeierei beruht. Der in" Noth" gerathene fleine Fabrikant erhält, wenn er im Stande ist, einen sicheren Bürgen aufzubringen, ein Darlehn bis zur Höhe von 150 m. und damit kann er dann natürlich den Kampf gegen das Großfapital von Neuem aufnehmen. Kein Wunder also, wenn die stets in Gefahr schwebende Gesellschaft in den letzten 43 Jahren ihren Untergang noch nicht gefunden hat! Haft hat somit 41/2 Monate gedauert; fie dehnte sich so lange aus, weil man annahm, daß die Mädchen noch Komplizen haben müßten. Die nach dieser Richtung hin geführten Recherchen waren ohne Ergebniß. Die Angeklagten waren in vollem Umfange geständig und der Staatsanwalt beantragte gegen sie je Geldes wieder erhalten, ließ es der Gerichtshof bei einer Ge2 Jahre Zuchthaus. Da der Bestohlene den größten Theil des fängnißstrafe von 12 Jahren Gefängniß bewenden. Großfener in Nigdorf. Auf viele Meilen weit sichtbar verbreitete sich am Mittwoch Abend ein mächtiger Feuerschein über den südöstlichen Theil des Himmels. In Rixdorf stand seit 9 Uhr die Vereinsbrauerei in der Jägerstraße, zwischen Berliner und Hermannstraße, in Flammen. Das allem Anschein nach in dem mit frischgerichten leeren Fässern angefüllten Schwangteller ausgekommene Feuer verbreitete sich schnell über die mit Dach pappe gedeckten, zum Theil massiven, zum Theil aus Fachwert bestehenden Betriebsgebäude, den Wagenschuppen, das kleine Maschinenhaus und die Eiskellerei. Die Nixdorfer Feuerwehr Durch einen Schwindler werden seit einiger Zeit Pferde- derselbe im Oktober v. J. ein Restaurationsgeschäft mit sehr gewar alsbald zur Stelle, legte vier Leitungen an die Hydranten bahn- und Omnibusschaffner geschädigt. Der Betrüger, ein An- ringen Mitteln eingerichtet hatte. Tros des angeſtrengtesten der Wasserleitung und schützte zunächst das Hinterhaus fangs der zwanziger Jahre stehender Mensch, besteigt als Fleißes wollte es ihm nicht gelingen, vorwärts zu kommen, er Jägerstraße 12. Bald darauf trafen die Sprißen von Briz und Passagier möglichst solche Linien und Wagen, auf denen blieb mit der Miethe im Rückstande und faßte dann den EntTempelhof ein. Inzwischen war nach Berlin die Meldung„ Groß- starter Verkehr herrscht und fordert einen Fahrschein für schluß, sich durch Auswanderung seinen Verpflichtungen zu entfeuer" gegangen und um 3/410 Uhr rückten von dort her drei zehn Pfennig, indem er dem Seine Mobilien, das Billard, sowie verschiedene ziehen. Schaffner ein Nickelstück Dampfsprißenzüge und eine Handdrucksprize an. Bon fünf ver- hinreicht. Sobald der Beamte das Gelbstück in die Tasche ge- Waaren, die er noch kurz vor der beabsichtigten Abreise schiedenen Seiten nahmen die Berliner den Kampf gegen das worfen hat, tritt der Gauner mit der Behauptung hervor, ein auf Kredit entnommen, hatte er verkauft. Der Angeverheerende Element auf. Im Schwangfeller waren Tausende Markstück gegeben zu haben und fordert die Rückzahlung von hier bleiben wollen, um einige Außenstände einzuziehen und damit tlagte behauptete zwar, er habe noch einige Tage Leerer Fäffer aufgestapelt, welche wegen ihrer frischen Verpichung 90 Pf. Durch sein entschiedenes und energisches Auftreten ge- hier bleiben wollen, um einige Außenstände einzuziehen und damit sehr viel Qualm entwickelten. In dem großen Wagenschuppen lingt es dem Schwindler in den meisten Fällen, den Schaffner seine Gläubiger zu befriedigen; er vermochte aber nicht den standen 35 Bierwagen, sowie einige Fuhren Malz. Daß das zu täuschen und zu veranlassen, 90 Pf. heraus zu zahlen. Falls Nachweis der Außenstände zu erbringen. Der Gerichtshof verFeuer unbemerkt so schnell um sich greifen konnte, lag daran, derselbe sich jedoch weigert, springt der Gauner mit der Drohung urtheilte den bis dahin unbescholtenen Angeklagten nur zu drei daß das Personal bereits die Arbeitsstätte verlassen hatte. Mit von dem Wagen, der Polizei und der Direktion des Institutes ochen Gefängniß, die durch die erlittene Untersuchungsder Zeit tamen die freiwilligen Feuerwehren von Schöneberg, Anzeige zu machen, was jedoch nie geschieht. Da in legter Zeit haft für verbüßt erachtet wurde. Friedenau, Groß- Lichterfelde, Köpenick, Johannisthal, Marien- täglich 5 bis 6 folcher Betrugsfälle auf den verschiedenen Linien dorf, Deutsch- Wilmersdorf, Treptow, auf der vorgekommen sind, ivurde die Polizei davon verständigt. Brandstätte an. Auch die neu gegründete Feuerwehr von Adlershof erschien und griff fleißig mit ein. Da von den Durch einen sonderbaren Umftand war vorgestern Vorbrennenden Gebäuden nichts zu retten war, legte man sich haupt- mittag ein von der Jannowißbrücke abgelaffener Stadtbahnzug Roswich auf, eine Weiße zum Besten zu geben, ein Anfinnen, welches zu langsamsten Ablöschen der Trümmer. Doch mußte man dabei vorsichtig zu seinen Weg nach dem Bahnhofe Alexanderplatz fortzusehen be dieser mit den Worten ablehnte: Werke gehen, weil über dem kleinen Maschinenhause ein großer gann, sprang an der Lokomotive bellend eine Dogge empor, für mein Geld quälen, kauft Euch doch selbst was zu trinken." Wasserbehälter stand, der jeden Augenblick herunterzuftürzen welche durch kein Mittel sich aus dem Geleise bringen ließ, so Roswich ging dann sofort hinaus. Auf der Straße wurde er drohte. Um Mitternacht war das Feuer so weit gedämpft, daß daß der Lokomotivführer, wollte er das Thier nicht mit der plöglich von Baron, der ihm gefolgt war, hinterrücs überfallen. ein Dampfspritzenzug abrücken fonnte. Während man vorn mit Maschine zermalmen, sich genöthigt sah, Schritt für Schritt die Der Angreifer umschlang ihn von hinten und faßte in seine vollem Druck Ströme von Wasser in das Feuer schleuderte, ging wurde der Herr des Thieres ausfindig gemacht. Er hatte das sofort von Baron zwei Messerstiche in den Kopf, der hinten liegende Gistellerschuppen nochmals in Flammen auf, Thier in der sicheren Hut seines Bruders, der ihn bis zur er ohnmächtig zu Boden fant. Baron hatte die Frechheit, nachdem er schon einmal abgelöscht worden war. Schnell gingen Station begleitet, geglaubt. Der Hund war aber seinem Herrn die Taschen des die Wehren von Brig, Adlershof und Lichterfelde gegen diesen Wehrlosen zu untersuchen, alle handenen Gegenstände auf auf das Pflaster zu schütten und der größte Theil den Flammen zum Opfer fiel. Erst nach 2 Uhr zu Tode geschleift! Ein entsehlicher Unglücksfall hat sich in der Tasche befand. Mehrere feiner Genossen, die ihm gefolgt neuen Feind vor, fonnten aber nicht verhindern, daß auch hier nachgestürmt. sich ein Fünfzigpfennigstück anzueignen, das sich noch Morgens fuhren die letzten Berliner Mannschaften ab, am Mittwoch Nachmittag in der Köriger Aktienziegelei ereignet. waren, fahen unthätig zu. der Rirdorfer und den anderen Wehren das voll- Dort ist seit einiger Zeit der Arbeiter Karl Matthies aus Neuen- hinzugekommen und um den Verdacht von sich abzulenken, als Aber auch andere Passanten waren ständige Ablöschen zu überlassen. Auch die Vorortsfeuerwehren dorf als Zugführer beschäftigt. Bei dringender Arbeit war ihm fei er der Thäter gewesen, bückte sich Baron und hob das in der verließen nach und nach die Brandstätte. Die Ursache des von der Verwaltung auch gleichzeitig der Vorschub, das Hinauf- Nähe des Gestochenen liegende Meffer mit den Worten auf: Brandes ist noch nicht bekannt. Der Schaden, welcher auf eine schaffen von Thon, übertragen worden. An dem genannten Tage! Haha! Da haben wir den Beweis, daß es ein Mefferheld ist." Die unbekannte schwarze" Dame hat jetzt das Feld ihrer Thätigkeit nach den Vororten verlegt, wo sie ihre Gaunereien ausführt. So erschien sie vor einigen Tagen in dem B.'schen Restaurant in Friedenau, ließ sich Essen und Bier geben und trat dann, nachdem sie sich schließlich noch ein Glas Bier bestellt, auf die Straße hinaus, weil sie, wie sie dem aufwartenden Kellner versicherte, noch Bekannte erwartete. Da die Dame Hut und Umschlagetuch zurückließ, dachte man sich nichts Arges dabei. Als aber der Gast nach längerer Zeit nicht zurückkehrte, wollte Mittheilung zu, daß der Schankwirth Se urt Gustav MintAn einem Januar- Abende d. J. ging der Polizei die der Wirth die zurückgelassenen Gegenstände pfänden; die aber wig noch an demselben Abende mit Weib und Kind vom waren werthlos, der Hut war nur wenige Pfennige werth, das Lehrter Bahnhofe nach Antwerpen abdampfen werde, um von Umschlagetuch bestand nur aus einer Hälfte, die andere Hälfte hatte dort aus die Ueberfahrt nach Australien anzutreten. Da derselbe die Gaunerin mitgenommen, um in einer zweiten Gastwirthschaft noch kurz zu vor von verschiedenen Lieferanten Waare auf Kredit im Westen Friedenaus denselben Schwindel mit gleichem Gr- bezogen und von seinem Besitzthum so viel zu Gelde gemacht folge auszuführen. Dann besuchte die schwarze" Dame ein hatte, wie er fonnte, so sei anzunehmen, daß er seinen Gläubiebenfalls in diesem Vorort belegenes Puzwaaren Geschäft, in bigern das Nachsehen lassen wolle. Die Mittheilung beruhte indem sie zur Auswahl drei Trauerhüte für die in Schöneberg soweit auf Wahrheit, als Minkwig an jenem Abende wenigstens wohnende Frau Baumeister F., eine Kundin dieses Geschäftes, seine Familie nach Antwerpen schicken wollte und für diese wie forderte und erhielt. Natürlich lag auch hier ein Betrug vor, für sich selbst Billets nach Dundee gelöst hatte, von wo aus der denn Frau F. hatte gar keine Veranlassung, Trauerhüte zu Dampfer acht Tage später nach Australien gehen sollte. An baarem taufen. Die schwarze Dame, vor welcher die Berliner Kriminal- Gelde wurde bei der Frau Minkwiz ein Betrag von 300 Mark polizei schon wiederholt gewarnt hat, ist von mittlerer unterſetzter gefunden, die aber aus einer ihr zugefallenen Erbschaft stammen Figur, etwa 25 Jahre alt, hat blondes Haar und ist stets schwarz follte. Mindwi wurde in Haft genommen und gestern der gekleidet. Dieselbe hat sich in letzterer Zeit häufiger als" Rosa 4. Straffammer des Landgerichts I vorgeführt, um sich wegen Seß" ausgegeben. wiederholten Betrugs zu verantworten. Es wurde festgestellt, daß am Rudow Um eine Weiße. Am Abend des 21. März befanden sich mehrere Personen, die bei einem Umzuge geholfen hatten, in einer Destillation in der Admiralstraße. Einer von ihnen, Georg Ach was, ich muß mich auch daß vor= " Arbeiterbewegung. Auch im geftrigen Termine vor der II. Straffammer desp Wie den nach Berlin kommenden Leuten mitunter| Geschichtsbücher, welche die Reformation behandeln. Welch ein Landgerichts I versuchte der Angeklagte es mit der Ausrede, daß schlechte Menschen auflauern, um die Provinzialen zu plündern, Unterschied! Beiderseits nur ein Sehen durch gefärbte Gläser! nicht er, sondern einer der Umstehenden von dem Messer Ge- zeigte sich gestern in einer Verhandlung vor der 90. Abtheilung Wo fleckt die Wahrheit? Was wird über die Kommune gefabelt, brauch gemacht haben müsse. Der Verwundete ist längere Zeit am Amtsgericht I recht drastisch. Ein Bäckergeselle hatte feine wie verschieden nimmt sich sogar die neueste Tagesgeschichte in arbeitsunfähig gewesen. Da die Schuld des Angeklagten durch Heimathsstadt Sommerfeld verlassen, um in der Residenz sein den Blättern der einzelnen der Parteien aus. Voltaire nennt die die Beweisaufnahme außer allen Zweifel gestellt wurde, so hielt Glück zu versuchen. Als der fremde Gefelle hier angekommen Geschichte eine fable convenue, ein Märchen, das die Gebildeten es der Gerichtshof für angezeigt, gegen den mehrfach Vorbestraften war, gefellte sich ein anderer junger Mensch, der Arbeiter" Wilhelm übereingekommen sind, sich lächelnd aufzutischen. Und woraus eine ftrenge Strafe zu verhängen. Das Urtheil lautete auf Lahn, zu ihm. Beide kamen in ein Gespräch und der fremde besteht die Geschichte? Aus einem wirren Erzählungswust von 22 Jahre 3uchthaus. Gefelle erzählte dem neuen Bekannten offenherzig seine Verhält- eroberten und zerstörten Reichen, von Feldherren, Königen, niffe. Lahn war hocherfreut, einen Landsmann gefunden zu haben, Päpsten. Aber ist das Geschichte? Nein! Wenn all dies nicht Unter der Anklage der Urkundenfälschung stand gestern denn er gab an, daß er ebenfalls aus Sommerfeld stamme. Der geschehen, wenn jene Personen nicht gelebt, die Menschheit der Rückkaufshändler Gustav Samuelson vor der vierten Bäckergeselle war um so mehr über das Zusammentreffen sehr würde trotzdem heute genau eben so weit sein. Die wahre Strafkammer des Landgerichts I. Der Beschuldigte hatte im erfreut, als Lahn mit den hiesigen Verhältnissen genau vertraut Geschichte kann nicht das Werk Einzelner, sondern nur der Jahre 1889 mit einer Schauspielerin einen Leihfontratt über ge- war. Es wurde nun schnell der Freundschaftsbund geschlossen; Gesammtheit sein. Was lehrt denn nun die Geschichte? Thre lieferte Sachen abgeschlossen. Wie üblich war in demselben fest- Lahn führte sofort den neuen Freund nach der Bäcker- Herberge schönste Lehre ist die: Niemals lassen sich die eisernen Gesebe, gesetzt, daß erst nach Zahlung des vollen Betrages die Sachen und der Innungsmeister wies auch sofort dem fremden Gesellen nach welchen die Geschichte gelenkt wird, von der Willkür beugen in das Eigenthum der Schauspielerin übergehen sollten. Die Arbeit nach. Der Geselle war aber der Ansicht, daß es teinen einzelner, noch so mächtiger Menschen. Alles, was der Laune lettere verfügte anderweitig über dieselben, bevor sie dazu be guten Eindruck mache, wenn er sich mit seinem vollen Gepack Einzelner entsprungen, alle Riesenreiche des Alterthums und der rechtigt war und Samuelson wollte sie deshalb wegen Unter dem neuen Meister vorstelle, er bat deshalb Lahn, das Packet, Neuzeit sind zerstoben. Was auf das Schwert gegründet war, schlagung zur Verantwortung ziehen. Dabei stellte sich heraus, welches seine ganzen Habfeligkeiten enthielt, einstweilen zu ver- ist stets durch das Schwert untergegangen. Das englische Kolonialdaß der Leihkontrakt, das wichtigste Beweismittel, abhanden ge- wahren. Lahn versprach dies und der Gefelle entfernte sich. Nach wie das russische Weltreich können auch nicht bestehen. Wer ein kommen war. Der Angeklagte half sich dadurch, daß er nach dem etwa einer Stunde fehrte er nach der Herberge zurück, bemerkte Ohr hat, hört den Boden schüttern und das Verhängniß heranGedächtnisse einen neuen Kontraft anfertigte, den er mit dem aber zu seinem Schrecken, daß sowohl der Freund als auch das schreiten. So mußte das waffenstarrende Römerreich einst zerNamen der Schauspielerin unterzeichnete. Diesen Kontrakt Backet verschwunden waren. Erst nach längerer Zeit fonnte Zahn fallen, weil es der damaligen Kultur nicht mehr genügte und es ließ er stempeln, da das Datum mit dem Stempel aber ermittelt werden. Der betrogene Bäckergeselle hat von seinen zerfiel gleich schnell unter guten, wie schlechten Regierungen. Das auch verändert werden mußte, that Samuelson es in der Weise, Sachen nichts zurückerhalten können, denn Lahn hatte zunächst Schwert ist ohnmächtig, nur die Idee ist start. Das sah man daß er aus der Jahreszahl 1890 1889" machte. Mit diesem die Sachen versetzt und dann auch noch den Pfandschein verkauft. am Sieg des gehezten Christenthums im Kampf gegen das furchtKontraft ging er zum Polizeilieutenant und verlangte auf Grund Der Gerichtshof hielt die Handlungsweise des Lahn für eine bare Rom. Doch nicht in der Lehre lag dieser Sieg, sondern in desselben die Bestrafung der Schauspielerin. Als der Letteren ganz perfide und erkannte deshalb auf 1 Monat Gefängniß. ben unhaltbaren wirthschaftlichen Verhältnissen. Staatsreligion der Kontrakt vorgelegt wurde, erklärte sie sofort, daß sie dengeworden, suchte dasselbe Christenthum gewaltsam alle abweichenden felben nicht unterschrieben habe, und somit tam die Fälschung Meinungen zu unterdrücken, allein auf die Dauer vermochte es an den Tag. Der Staatsanwalt beantragte gegen den gestänauch nicht die kleinste Sekte zu unterdrücken. Die Kultur gleicht digen Angeklagten eine Gefängnißstrafe von einem Jahre, wäheinem stets wachsenden, stets mächtiger werdenden Strom, der rend der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Jvers, geltend machte, dann und wann, gleich manchen Gebirgswässern, von der daß es dem Angeklagten nicht darum zu thun gewesen, sich dann aber irgend 100 anders einen rechtswidrigen Bermögensvortheil zu verschaffen und er Wie in der zielte dadurch, daß der Gerichtshof die Strafe auf 6 Monate wieder auftaucht und niemals still steht. Gefängniß ermäßigte. Physik, so geht auch in der menschlichen Entwickelungsgeschichte feine Kraft verloren, keine Idee, d. h. keine aus den vielen Verhältnissen entspringende Forderung oder Lehre kann willkürlich unterdrückt werden. Mit der Staatsmacht ausgerüstet konnte die christliche Kirche die Ketzer ebenso wenig unterdrücken, wie früher das Römerreich die geächteten Christen. Für den Augenblick niedergestampft, erhob sich die unterdrückte Kezerlehre stets wieder, und die in alle Winde zerstreute Asche der verbrannten Reger ward Märtyrersamen und trug tausendfältige Frucht. Ideen find nicht mit Gewalt zu überwinden. Die französische Revolution, obgleich auf der Höhe der Wissenschaft und Weltanschauung ihrer Zeit stehend, konnte die Vendéer nicht niederwerfen. Und in frischem Andenten ist es, wie jämmerlich Fürst Bismarck im Kulturkampfe unterliegen mußte. Gegen die Faust und den Säbel triumphirt stets die Idee, selbst wenn sie falsch ist. Darum ist die wahre Geschichte auch nicht die Geschichte des Krieges, der Gewaltstreiche, sondern die Geschichte der menschlichen Kulturfortschritte, also Kulturgeschichte. Höher als die Eroberung einzelner Reiche steht die Eroberung der Natur. Der Mensch, der sich im Kampf ums Dasein aus der Thierheit emporarbeitete, lernte mehr und mehr die Natur beherrschen. Joh. Jakoby hat Recht, die Gründung des Kleinsten Arbeiter Rönigreiches. Das Individuum ist ohnmächtig gegen die Gesezvereins ist werthvoller für die Kultur, als die Eroberung eines entwickelung. Die Masse ist allmächtig durch die in ihr vorhandene Kraft. Die Willkür ist Nichts, Alles geht nach bestimmten Gesetzen. Die wirthschaftlichen Verhältnisse bedingen die politischen Formen. Die Kultur ist Kollettivarbeit. Die Menschengeschichte ist ein stetes Fortschreiten, sie ist der FortDas ist die große Losung! Und das ist die große Lehre der Ge= schritt in Permanenz. Borwärts also und Aufwärts! fchichte. Unter lebhaftem Beifall schloß der Redner. Auf allgemeinen Wunsch wurde die Diskussion, nachdem ein Redner turz gesprochen, fofort wieder beendet. Liebknecht stellte über dasselbe Thema noch einen zweiten Vortrag in Aussicht. Bei dem„ Verschiedenen" erwähnte Genosse Unger mißbilligend den schlechten Besuch der Geschichtsstunden im Norden der Stadt. Der Vorsitzende er Brüffel, 21. Mat. Sämmtliche Ausständige haben heute innert an die noch ausstehenden Beiträge für die Arbeiter- Bildungsschule und verspricht, daß die bisherigen UnregelmäßigMorgen die Arbeit wieder aufgenommen. teiten fünftig fortfallen würden. Diese seien dadurch entstanden, daß es oft schwer gehalten hätte, Lehrer zu gewinnen. In Zukunft aber würde jeden Freitag Vortrag gehalten. Wer noch nicht Mitglied wäre, folle beitreten. Die Bildungsschule sei ge10.000 Mitglieder zählen. Der Verein der Berliner Buchdrucker und Schrift. Oberfläche verschwindet, gießer hat den ausständigen Wiener Kollegen und Hilfsarbeitern und Arbeiterinnen 5000 m. sofort zur Unterstützung bewilligt und weitere Summen in Aussicht gestellt. Der Hauptvorstand des Unterstützungsvereins hat bereits 5000 m. abgesandt und weitere 5000 m. werden folgen. Leipzig hat ebenfalls 5000 m. gegeben, und andere Gaue Deutschlands werden in ähnlicher Weise nach kommen, so daß der Kampf ganz energisch und entschieden fort gesetzt werden wird, troy aller Machtmittel der Wiener Polizei und aller Lügennachrichten der Depeschenbureaus, welche uns in diesem Falle zeigen, daß sie alle im Dienste des Arbeitgeberthums stehen. Der Unterstüßungsverein deutscher Buchdrucker wird alles aufbieten, um seine Brüder in Wien nicht sinken zu lassen. Daß man unangenehme Erfahrungen sammeln kann, wenn zufällig Jemand über das Nationale einer Person unterrichtet ist, hat eine anständige Frau, Marie L., erfahren. Eines Tages erhielt sie zu ihrem großen Schrecken eine Vorladung, nach welcher sie sich gegen eine Anklage wegen Diebstahls verantworten follte. Die Frau hat wegen dieser räthselhaften Anflage manche schlaflose Nacht gehabt, denn sie war sich nicht der mindesten Schuld bewußt. Als sie sich dann vor Gericht stellte, erfuhr sie erst, daß sie beschuldigt war, ein Stück Leinewand gestohlen zu haben. Die Diebin, welche in flagranti ergriffen wor Die Berliner Buchdruckergehilfenschaft hat für den den war, hatte sich auf der Polizeiwache als Frau Leonhardt Maifonds" über 2650 M. an Marten abgesezt und wird legitimirt, und da das Nationale, welches sie angab, genau mit den Polizeilisten stimmte, wurde sie entlassen, und die der volle Betrag der Gewerkschaftskommission überwiesen zur genau mit den Polizeiliſten ſtimmte, wurde sie entlassen, und die Unterstügung aller Arbeiter, welche gegen den Uebermuth der Leonhardt erhielt die Anklage. Im ersten Termin, welcher in dieser Sache vor der 90. Abtheilung am Landgericht I. anstand, Unternehmer Front machen. betheuerte die Angeklagte hoch und heilig ihre Unschuld, sie gab Köln, 21. Mai. Die Köln. Boltsztg." meldet aus Saaran, daß zweifellos irgend eine Person, die durch Zufall ihre louis: Auf allen Gruben des Saar- Kohlenreviers wird gearbeitet; Personalien tennen müsse, ihren Namen mißbraucht habe. Der nirgends wird gestreift. Termin wurde deshalb vertagt, und zu heute war u. a. auch der nirgends wird gestreift. Kriminalbeamte geladen, welcher die wahre Diebin vernommen Wien, 21. Mai. Wie uns ein Privattelegramm meldet, hatte. Dieser Beamte fonnte heute mit vollster Bestimmtheit beift die Meldung des Depeschen- Bureaus Herold", in Wien funden, daß die Diebin auf keinen Fall mit der Angeklagten identisch sei. Darauf mußte sofort die Freisprechung der Ange- hätten 1000 Gehilfen die Arbeit wieder aufgenommen, total erlogen. Die Streifenden halten fest zusammen. Der Geist ist der tlagten erfolgen. beste. Die deutschen Buchdrucker haben den Ausständigen in Wien bis jetzt ca. 90 000 M. zur Verfügung gestellt, Der Streik der belgischen Kohlenarbeiter ist vom Generalrath der belgischen Arbeiterpartei offiziell für beendet erflärt worden, nachdem die Zentralfektion der belgischen Deputirtenkammer sich einstimmig für das Prinzip der Verfassungs. revision ausgesprochen hat.( Siehe auch unter Politische Uebersicht. Red.) Beim Transport von Petroleum in Fässern auf der Binnenschifffahrt tommt es häufig vor, daß die Fässer durch Gin wirkung der Sonnenstrahlen und der trockenen Luft eintrocknen und daher undicht werden. Es geht dadurch stets ein ziemlich erhebliches Quantum Petroleum verloren. Die Schiffer, welche für die Ladung haftbar sind, bohren in solchen Fällen die Fässer án und lassen soviel Petroleum ab, bis der Stand des Petroleums unter die undichten Stellen gesunken ist, die sich in der Regel am oberen Theile der Fässer befinden. Durch ein solches Ver fahren soll sich der Schiffseigner Gling der Unterschlagung von Petroleum im Werthe von 37 M. schuldig gemacht haben und war daher vom Schöffengericht zu Liebenwalde zu zwei Tagen Gefängniß verurtheilt worden. Eling legte Berufung ein und fand gestern Hauptverhandlung vor der 2. Straftammer des Landgerichts II statt. Von Interesse war dabei, daß die Aeltesten der Hamburger Kaufmannschaft ein Gutachten abgegeben hatten, welches dahin ging, daß der Verlust im vorliegenden Rundgebung gefeiert. Ein Zug von etwa 10 000 Personen durch- wissermaßen die Akademie der Arbeiter und müsse einst noch Falle durch das Undichtwerden der Fässer durchaus fein ungewöhnlicher sei. Der Bertheidiger wies in längerer Rede auch darauf hin, daß das Schiff des Angeklagten leiden würde, wenn er das Petroleum ruhig rauslaufen lassen würde, und er bitte den hohen Gerichtshof, von der landläufigen Redens art, daß Schiffer unreelle Leute seien, sich nicht beeinflussen zu lassen! Gegen diese lettere Aeußerung verwahrt sich der Vorsitzende. Die Berufung wird troß alledem verworfen, weil der Gendarm Heißler bekundet hat, daß eins von den angebohrten Fässern nicht geleckt habe! Charleroi, 21. Mai. Bevor die Streifenden die Arbeit wieder aufnehmen, wird heute noch das gestrige Votum der Bentralfektion zu Gunsten der Verfassungsrevision durch eine zieht die Straßen der festlich geschmückten Stadt unter großem Enthusiasmus der Bevölkerung. Madrid, 20. Mai. In Bilbao sind die Bäckergesellen ausständig. Soziale Uebersicht. " Mit einem dreifachen Hoch auf das Institut ward hierauf die Versammlung geschlossen. Rigdorf. Am 19. Mai fand die erste Monatsversammlung der Mitglieder des Vereins der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter für Riydorf und Umgegend statt, welche gut besucht war. Bevor zur Tagesordnung übergegangen, wurde vom Vorsitzenden, Herrn Steinmar, ein kleiner Vortrag über das Pfingstfest ge= " In der bekannten Lampenfabrik von Holy, Oranien- halten. Zu Vereinsangelegenheiten wurde der Antrag angestraße 23 a, find zwischen der Firma und den dort beschäftigten nommen, im Todesfall eines Mitgliedes den Hinterbliebenen eine Mit Ausschreitungen sogenannter Rowdy8" haben Metalldrückern Lohndifferenzen ausgebrochen. Die Bassins für Unterstüßung zu gewähren, und eine Kommission von sieben sich die Gerichte fast täglich zu beschäftigen. Gestern hatten sich die neuen Wunderlampen" sollen zu einem Preise hergestellt wieder zwei junge Männer, die äußerlich den allerbesten Eindruck werden, der den Arbeitern wunderbar niedrig erscheint. machten, nämlich der Kaufmann Karl Kanich und der Tape- Daß diese Anschauung der Arbeiter begründet ist, erhellt am zirer Hermann 2ange wegen einer außerordentlich rohen That besten aus dem Umstande, daß in einer anderen Fabrit für die vor der dritten Strafkammer des Landgerichts I zu verantworten. zum großen Theile vorgearbeiteten Baffins 4 Pfg. pro Stück geIn der Nacht zum 15. Dezember v. J. fand in einem Schantzahlt wird, während die Arbeiter bei Holy sie für 3/2 Pfg. aus lofal in der Beuffelstraße der übliche Sonntagstang statt, an bem Bollen heraus anfertigen sollen. Ein Borschlag der Arbeiter, welchem sich auch die beiden Angeklagten betheiligten. In dem Lokale den Preis auf 5 Pfg. pro Stück zu normiren, wurde von Seiten verkehren auch viele Soldaten, namentlich Ulanen und es tam an jenem der Firma abgelehnt und den Arbeitern bedeutet, daß das BeAbend zu Zwiftigkeiten zwischen einer Gruppe Soldaten und harren auf ihrer Forderung die Entlassung zur Folge haben Zivilisten, zu welchen die Angeklagten gehörten. Es kam schließ- würde. Sechs der Drücker werden daher nach Fertigstellung ihrer lich zu einem heftigen Zusammenstoß, welchem der Wirth durch Arbeiten der Fabrik den Rücken kehren müssen. Entfernung der beiden Strafehler ein Ende machte. Als bald darauf der am Streite gänzlich unbetheiligte Arbeiter Müller das Tanzlokal verließ, um den Heimweg anzutreten, traten die beiden draußen lauernden Angeklagten mit der drohenden Bemerkung auf ihn zu:„ Da tommt ja so ein Lump, der auch dabei gewesen In Pirmasens, dem pfälzischen Zentrum der Schuhwaaren theiligt ist: man fiel über ihn her und Kanich brachte Fabritation, ist eine Krisis eingetreten. Nicht weniger als 36 ihm einen Messerstich in die Hand bei. Der Angeklagte größere und fleinere Schuhfabriken sind im Laufe der letzten Lange zog ebenfalls ein Messer aus der Tasche und verseite Monate in Gant erklärt, infolge dessen ungefähr 2500 Arbeiter feinen Gegner damit einen Stich in den Kopf, wobei der Hut brotlos wurden. Auch ein Zeichen der Zeit. unter Halle a. d. S. Der Streik der Former bei Heylandt und Ungnade dauert unverändert fort. Zuzug ist fernzuhalten. Streit tommiffion der Former für Halle. Mitgliedern gewählt. Sie besteht aus den Kollegen: Schöneberg, Knesebeckstr. 3; Wagner, Bergftr. 118; Schneegaß, Prinz Handjernstr. 6; Lüben, Richardsplay 15; Bergemann, JuliusStraße 50; Stammwig, Mühlenstr. 18; Schuster, Bergstr. 46. Die Mitglieder wurden vom Vorsitzenden noch ermahnt, recht zahlreich auf den Arbeiter" zu abonniren. Das Sommerfeſt des Vereins findet am Sonnabend, den 11. Juli, im Lokale des Herrn Maue, Hermannstr. 18( Variété- Theater), statt. Gin Festfomitee von sieben Mitgliedern wurde gewählt. Es besteht aus den Kollegen: Streckert, Jägerstr. 10; Werner, Prinz Handjernstraße 68: Gentsch, Knesebeckstr. 64; Wiegand, BiethenStraße 33; Senftleben, Steinmeßftr. 28; Gunert, Jägerstraße 51; Wagner, Bergstraße 113. Anzuführen ist noch, daß Verschiedenem vom Vorsitzenden Steinmar der Volksversammlungsbericht von Brig am 10. Mai verlesen, und der letzte Absatz besprochen wurde, welcher besagt, daß die Versammlung wahrscheinlich deshalb schlecht besucht war, weil die Versammlungs- Bekanntmachungen mit einer Gründlichkeit überklebt waren, die einer besseren Sache würdig gewesen wäre; nnd zwar sollen die Sünder der Verein der Bau- und gewerb lichen Hilfsarbeiter für Rigdorf und Umgegend sein. Hierauf ift folgendes zu erwidern: 1. waren die Plakate nicht vom des Müller zu Boden fiel. Das Opfer einer irregeleiteten Wuth Berein der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter, sondern die rief laut um Hilfe, die Raufbolde ließen sich dadurch aber nicht Versammlung war eine öffentliche Versammlung der Bau- und Don weiteren Rohheiten abschrecken. Als Müller, der mit Blut gewerblichen Hilfsarbeiter für Rigdorf und Umgegend und das vollständig überströmt war, sich nach seinem Hut bückte und dabei ganze Verbrechen bestand darin, daß zwei junge Leute im an die Erde fiel, stürzte Lange noch einmal auf ihn zu und verDunkeln( 10 Uhr Abends) am Lokale wo die Volksversammlung fetzte ihm einen Stich in die Brust. Das Hilfegeschrei hatte Zum Besten der allgemeinen Arbeiter- Bildungsschule stattfinden sollte, 3 wei, fage und schreibe zwei Bettel theilden Schuhmann Neumann und den Wächter Dannehl herbei fand am Mittwoch, den 20. Mai, im Feenpalast" eine große weise überklebt hatten. Es waren aber nach Aussage des geloďt und beiden gelang es, die Messer öffentliche Versammlung statt, wo vor einem tausendköpfigen Kellners, welcher im Hause wohnt, noch 4 Plakate frei. Der helden festzunehmen, ehe sie Gelegenheit zum entfliehen Publikum Wilh. Liebknecht über das Thema„ Die Geschichte als Berein der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter für Rirdorf und fanden. Der Verwundete hat 7 Wochen im städtischen Lehrmeisterin" sprach. Nach Wahl eines Bureaus, welchem die Umgegend weist derartige Unterschiebung ganz energisch zurück. Die nächste Ver Krantenhause Moabit zugebracht und nach dem Gutachten des Genoffen Zubeil, Gumpel und Matz angehörten, wurde dem Hiermit ist die Sache für uns erledigt. Assistenzartes Dr. Hermes ist die Versicherung desselben ganz Referenten das Wort ertheilt. Der hauptsächlichste Inhalt seiner fammlung, mit Frauen, welche eine öffentliche ist, findet am glaubhaft, daß seine Fähigkeit zur Bewältigung schwererer Rede war ungefähr folgender: 31. Mai in Britz bei Rudulph, früher Wittwe Müller, Nach Arbeit noch heute beschränkt ist. Bei der Durchsuchung auf der Wenn auch der heutige Vortrag tein politischer sein soll, so mittags 4 Uhr statt. Vereinslokal Prinz Handjeryfir. 7 bei Herrn Bolizeiwache hat man in der hinteren Rocktasche des Lange ein wird er trotzdem den Gegenbeweis liefern zu der bekannten Be- Weiß. mit Blut gefärbtes Taschenmesser vorgefunden, während der An- hauptung, man brauche nur die Geschichte zu studiren, um die Der Verein für Eisenbahnreform hält am nächsten geflagte Ranich ein solches nicht bei sich führte. Lesterer bestritt Sozialdemokratie widerlegen zu können. Was ist denn Ge benn auch nachdrücklichst, mit einem Messer gestochen zu haben, schichte? Die Erzählung deffen, was geschehen ist. Aber wie Sonntag, den 24. Mai, Vormittags 11 Uhr, im Winter auf Grund der Zeugenvernehmung erachtete der Staatsanwalt schwer ist es nicht, die Wahrheit wahr zu erzählen, wie wenige garten des Zentralhotels eine allgemeine, öffentliche, aber die Schuld beider Angeklagten für erwiesen und beantragte Menschen giebt es, die wahr und wirklich zu sehen vermögen? parteilose Boltsversammlung ab, in welcher Dr. Engel, der wird von zwei Augenje 12 Jahre Gefängniß.- Der Gerichtshof erkannte auf je Der einfachste Straßenvorgang ein Jahr Gefängniß bei fofortiger Verhaftung der An- zeugen schon verschieden erzählt. Und nun erst die Wahrheit da unermüdliche Fürsprech des 3onentarifs, über:„ Die getlagten, welche bei diesem Urtheil laut jammernd zusammen zu entziffern, wo sie Jahrhunderte durch systematisch entstellt Forderungen des Publikums an den neuen Eisenbahnminister" brachen, worden ist! Man vergleiche einmal protestantische und katholische sprechen wird. Beamten Versammlungen. 699921 C t a 1 a { " Herr W. Bölsche: Freidenferthum und Spiritismus. Montag, den 25. Mai, Rande zottig behaart ist. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 24. Mat, Bormittags 10 Uhr: weißen Saft zeigt, von letterem dadurch, daß er am mit dem Vermerk Annahme verweigert!" versehen. Schleunigst Abends 8 Uhr, Rosenthalerstraße 38: Beschließende Versammlung. Auch andere Reister mit mußte der Gerichtsvollzieher dem Postbeamten die 100 M. zurückVergnügungsverein" Carmen Sylva". Sonnabend, Abends 9 Uhr: weißem Milchsafte sind sehr scharf; es dürfen daher geben. Der junge Mann aber entließ die beiden Beamten mit Sigung mit Damen im Reſtaurant von Helfer, Oranienstr. 46. Gäste wil Milchreister nur von ganz zuverlässigen Händlern bezogen werden. einer stolzen Verbeugung. tommen. Kammmacher- Streit am Rüstriner Plas, vom Streit der Perlmutter- Arbeiter, bei Grube, Mariendorferstr. 10. Gäste haben Zutritt. Süden", Abends 8 Uhr bei Schwarzkopf, Staligerstr. 11. Gäste, Damen und Herren, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. ftunde, Aufnahme von Mitgliedern. Männer- Gesangverein„ Collegia", Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend Abends 9 Uhr, UebungsRestaurant Reichenbergerstr. 16. Gesangverein des Fach vereins der Puger Berlins und umgegend"" Gemüthlichkeit", Seydelstraße 30 bei Preußer. ,, Buchbinder- Männerchor" Berlin, Alte Jakobstr. 75 bei Feuerstein. Männer- Gesangverein der Berliner Oeffentliche Versammlung aller im Drechsler- Gewerk beschäftigten Die Frühjahrsmorcheln enthalten einen scharfen Saft, welcher Arbeiter am Montag, den 25. b. M., Abends 8% Uhr, Alte Jatobstraße 48a bei dem Genuß derselben Erkrankungen hervorrufen kann. Dieser Von einem Zollkuriosum wird aus Genf berichtet: Dortbei Deigmüller. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom Lohnfonds der Holz- Stoff wird durch Trocknen in einigen Monaten vollständig zer- hin wurden von Savoyen aus in letzter Zeit massenhaft todte Drechsler, der Sammlung für die streitenden Drechsler Rathenows, vom stört und kann durch heißes Wasser leicht ausgezogen werden. Maitäfer eingeführt, weil die Schweizer Behörden 10 Cts. für der Firma Paul Hinze. 2. Wahl eines Vertrauensmannes. 3. Verschiedenes. Getrocknete oder in heißem Wasser abgebrühte Morcheln, von den Liter bezahlen, die französischen aber nur 6. Die schweizer gele- und Diskutirklubs. Freitag.„ Karl Marr", Abends 9 Uhr, denen das Wasser abgegossen ist, sind daher vollständig unschäd- Zollbeamten wußten nicht, welchen Zoll sie auf diesen Artikel lich. Im Allgemeinen wird noch vor dem Genusse aller Pilze, legen sollten, den die Bundesversammlung bei Feststellung des welche nicht genau als eßbar bekannt sind, gewarnt und darauf Bolltarifs vergessen hatte. In ihrer Rathlosigkeit wandten sich fennung giftiger Pilze falsch sind. aufmerksam gemacht, daß alle volksthümlichen Proben zur Er- die Zollbeamten an das Oberzollamt in Bern und dieses gab zur Antwart: Maitäfer sind als Delikatessen zu behandeln! Es Auf der Weltausstellung in Chicago soll auch ein giebt Leute, fügt die„ Ostschweiz" hinzu, welche dem einen und anderen Würdenträger des Bundes täglich einen Teller voll von elektrisches Haus errichtet werden, das folgende Einrichtungen Schmiede", bei Tempel, Breslauerstr. 27.- Arbeiter- Gesangverein Nord", aufweisen wird: Die Hausglocke wird elektrisch geläutet, die dieser Delikatesse wünschen. Brunnenstr. 38, b. Gnadt.- Gesangv. ,, orbeertranz", Restaur. Weinstr. 11Raiser'scher Männer chor", Schönhauser Allee 28 bei Nürnberg. Lichter in allen Räumen werden von einem bestimmten Punkte, Arbeiter- Gefangverein" offnung", Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 34 sowie von der Thüre eines jeden Zimmers kontrollirt. Eine bei Schulze. Rummel'scher Gesangserein", Elisabethstr. 11 bei Rüth. Gesangverein„ Esmeralda", Koppenstraße 35 bei Keller, Abends 8 Uhr. Alarmglocke gegen Einbrecher wird die Familie im Schlafe Wilhelm Seeger'sche Siebertafel", Abends' 9 Uhr bei Trucks, schüßen und bei unbefugtem Eindringen eines Menschen wird Reichenbergerstraße 83. Gefangverein, Zonblüthe", Görligerstr. 58 bei an der betreffenden Stelle sich ein Licht entzünden. Toltsdorf., Karthanscher" Gesangverein, Große Frankfurterstr. 99 bei Die Räume werden elektrisch erwärmt, ventilirt und ( Depeschen des Bureau Herold.) Krüger, Frankfurter Bierhallen.- Gefangverein Jugendfreuden" bei Reller, Bergstr. 68. Arbeiter- Gesangverein, ai bun d", Nowawes, bei durch Fächer abgekühlt; gekocht wird nur mit Hilfe der Elektrizität Odeffa, 21. Mai. Die Blätter Südrußlands erhielten den Gärtner, Wallstraße. Arbeiter- Gesangverein, Maiglödchen", Hoch- ganz oben im Hause, die Speisen werden durch einen elektrischen Befehl, eine Beit lang teine antisemitischen Artikel mehr zu straße 32a, bei Wilke. Apparat heruntergelassen und die Teller mit einem elektrischen Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Männnerchor WaldesAbends 9 Uhr, in der Berliner Bock- Braueret. bartgrafenſtr. 87 bei Weigt.- Männer- Gesang- Berein ll ni on" Reinwascher gereinigt, mit welchem ein Kind 10 000 Teller an bringen. 800 nothleidende jüdische Familien verweilen in Odessa Musitoilettanten- Berein einem Tage reinigen fann". Dasselbe gilt natürlich auch von ohne Mittel zur Auswanderung. Die russische Regierung fordert Glode" 9-11, Uebungsstunde. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Fichteftr. 29. Nach der Sigung Tanz. Gäste willkommen. Vergnügungsverein Iüd auf", Abends 8% Uhr, Sizung bei Möwes, durch einen elektrischen Zug fortgeschafft. Der Hausherr hat in 15 Rubel zu zahlen sind. Militärpflichtigen Juden wird die Ausverein Beilchen", Sigung init Damen von Bülow. Gäste willkommen. 9 Uhr ab, Admiralſtr. 38 bei seinem Geschäftszimmer ein Telephon und einen Schreibtelegraphen ſtellung eines solchen Scheines verweigert. 300 jüdische Familien Geselliger Verein Abends 9 Uhr, im Restaurant Heinicke, Oranienstr. 36. 3mmergrün" zur Verfügung, ebenso einen tragbaren Phonographen. Im find bereits nach Palästina abgereift. Schüler der 38. Gemeinde Schule, Sigung, Abends 9 Uhr, im Empfangszimmer befindet sich ein musikalischer Telegraph, ein Grand Restaurant Kornblume"( Inh. Dito Noll), Andreasstr, 3. Gäste Phonograph mit berühmt gewordenen Reden berühmter Männer Nancy, 21. Mai. Der Appellhof hat die gegen Clement Rauchflub„ Ohne 3wan q", Abends 8½ Uhr, bei 2. Spaeth, und Gesängen berühmter Frauen. Die Patti foll figürlich dar- wegen Theilnahme an den Unruhen in Charleville am 1. Mai Karl üürich, Wrangelfir. 84. Gäste durch Mitglieder eingeführt willkommen. gestellt werden, und diese Figur wird die Bewegung und das verhängte Strafe von zwei Jahren Gefängniß auf zwei Monate Rauchflub Rothe Quaste". Jeden Freitag köpnicerfir. 130 bei Lächeln der Patti wiedergeben, natürlich mit einem Phonographen Gefängniß ermäßigt. in ihrem Innern. willkommen. " " Vergnügungs Verein ehem. Weinstraße 28. Statflub Tournee", Abends 8% ühr, beim Genossen " Gimecte. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Bund der geselligen Arbeiter- Vereine Berlins und Umgegend. Freitag: Berein" Grüne Tanne" 9 Uhr bei Teßner, Martusstr. 8. Vermischtes. er sich trösten, Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Briefkaffen der Redaktion. Antwort wird nicht ertheilt. Der zerstreute Professor. Herr Professor Dr. Muzelbach ist so zerstreut, daß ihm seine Gattin jedesmal, wenn er eine Reise antritt, auch ein Verzeichniß seiner Kleider und Wäsche mitgiebt. Mit einem solchen Zettelchen in der Tasche tritt er eines Tages fröhlich die Reise zur Philologen- Versammlung an, verlebt dort Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefich heitere Tage und packt dann seinen Koffer, um die Rückreise anzutreten. Er ist sich bewußt, diesmal seine Sachen in besonderer " Feuerbestattung." Das Bureau des Vereins für FeuerWarnung vor giftigen Pilzen. Der Polizeipräsident in Ordnung gehalten zu haben, gleichwohl stimmt beim Einpacken bestattung in Berlin befindet sich Breitestraße 5 bei G. Astel. Breslau veröffentlicht folgende Warnung: Durch den Genuß von der Vorrath mit dem Verzeichniß nicht. Da steht„ 5 Hemden", Dort werden die Meldungen für Feuerbestattungen in Gotha giftigen Bilzen werden häufig Schädigungen der Gesundheit und felbst Todesfälle hervorgerufen, welche durch Beachtung der fol- er hat nur vier, 4 Unterhosen", er hat nur drei, 3 Anzüge", entgegengenommen, und die Ueberführung sowie alles Weitere selbst Todesfälle hervorgerufen, welche durch Beachtung der fol- er tann nur zwei einpacken. Ueber die fehlende Wäsche würde besorgt. Die Mitgliedschaft des Berliner Vereins für Feuergenden Hinweise mit Sicherheit vermieden werden können. Da fast alle Vergiftungsfälle durch Pilze verursacht werden, die von heraber einen ganzen Anzug kann er doch bestattung erwirbt man durch Zahlung eines Jahresbeitrages umziehenden Händlern zum Verkauf angeboten, oder von Untun- nicht ohne Weiteres preisgeben. Er schlägt Lärm, aber Haus von 4 M., das Abonnement der„ Flamme", Internationale Monats= digen, namentlich von Kindern, gesammelt worden waren, so em- necht und Kellner betheuern ihre Unschuld und der Wirth weist schrift für Feuerbestattung kostet ebenfalls 4 M. jährlich. Die pfiehlt es sich vor Allem, niemals Pilze von hausirenden Händlern ihn entrüstet an die Polizei. Zur Polizei mag der Herr Professor Kosten der Bestattung können sich Mitglieder durch Zahlung zu laufen, oder solche zu genießen, die nicht von erfahrenen nicht gehen, weil er von einer Anzeige und Untersuchung eine einer sehr niedrigen Prämie bei einer bestimmten Lebensverlange Verzögerung seiner Abreise befürchtet. So ergiebt er sich sicherungs- Gesellschaft sichern. Pilzkennern gesammelt worden sind. Der gefährlichste Pilz ist denn senszend in sein Schicksal und reist heim. Kleinlaut überder Knollenschwamm, welcher leicht mit dem Champignon verwechselt wird. Er sieht diesem dadurch ähnlich, daß er oft eine giebt er dort der Gattin Koffer und Verzeichniß, ohne des Verweißliche oder gelbliche, häufig auch grünliche Hutoberfläche, auf es entlädt sich nicht, im Gegentheil, die gestrenge Frau belobt luftes zu erwähnen und wartet still das Donnerwetter ab. Aber der Unterseite schmale Blätter und am Stile einen Ring' hat, ihn weil er diesmal Ordnung gehalten. Das erträgt feine unterscheidet sich aber von diesem durch folgende Merkmale: Der Hut ist seidenglänzend, oft mit weißen Fetzen besetzt, die Blätter ehrliche Seele nicht. Aber es liegen ja nur zwei Anzüge im den dritten trägst Du ja am Koffer!"" Freilich nur zwei auf der Unterseite des Hutes sind immer weiß, am Grunde des Leibe!"„ Am Leibe!" rust M., wer hätte dies auch vermuthen Stieles befindet sich ein dicker, oft kuglicher, von einem scharfen sollen? Rande umgebener Knollen, der aber an dem abgeschnittenen Pilze nicht mehr zu finden ist. Der echte Champignon hat immer hellröthliche Ein ergöhliches Geschichtchen wird aus Köln berichtet, bis bräunliche Blätter auf der Hutunterseite. Der giftige wie ein junger Mann, der wohl reich an Schulden, aber arm Knollenschwamm wächst in lichten Waldungen, besonders in an Geld war, einem Gerichtsvollzieher einen Streich spielte. Birkenwäldern, Geruch und Geschmack sind nicht unangenehm. Der Beamte war in der Wohnung des Betreffenden erschienen, Sein Genuß ist fast immer tödtlich. Zu warnen ist auch vor um alle pfändbaren Gegenstände sorgfältig zu notiren; allerdem Genuß der scharfen Täublinge, welche durch lebhaft rothe dings, viel gab's dabei nicht mit den bekannten Zetteln zu beFarbe der Hutoberfläche und durch weiße Blätter an der Unter- fleben. Da plöglich öffnet sich die Thüre, und herein tritt Schnell seite fenntlich sind, sowie der scharfen Milchschwämme, besonders der Geldbriefträger mit einer Anweisung auf 100 m. des sogenannten Giftreisfers. Dieser sieht dem Blutreisker verschwanden die Geldstücke in den weiten Taschen des Vollund dem guten Milchreister etwas ähnlich, unterscheidet ziehungsbeamten. Doch dieser hatte die Rechnung ohne den sich aber vom ersteren dadurch, daß er beim Zerbrechen Empfänger gemacht. Der junge Mann hatte die Postquittung Freie Vereinigung der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter für Schöneberg und Umgegend. Sonnabend, 23. Mai, in der Schloßbrauerei. Hauptstraße 60-63: 1. Stiftungsfest. Die Festrede wird vom Reichstags- Abgeordneten August Bebel gehalten. Anfang 8 Uhr. Wir laden Freunde und Gönner hierzu bestens ein. Billets find beim Vorstand und Komitee zu haben. Allgemeiner deutscher Sattlerverein.( Filiale Berlin.) 121/6 Sonnabend, 23. Mini, Abds. 81/2 Uhr, bei Reyer, Alte Jakobstr. 83: 264/8 Versammlung mit Frauen. " Versammlung A. H., Charlottenburg. Unbrauchbar. Papierkorb. Pr. Eul., Wiesbaden. Berlin, W., Derfflingerstr. 23, pt. H. S., Weißenburgerstraße. Das wissen wir nicht. Magdeburg, den 15. Mai. Die verchrl. Redaktionen von Parteiorganen und Gewerkschaftsblättern werden hierdurch ganz ergebenst ersucht, demi Ünterzeichneten diejenigen Nummern ihrer Blätter zur Verfügung zu stellen, in welchen sich ziffernmäßige Nachweisungen über die Arbeitslosigkeit des vergangenen Winters finden. Mit sozialdemokratischem Gruß Tischler- Verein. der Bananschläger Berlin- Westen Witgliedern zur Nachricht, daß am Sonntag, den 24. d. M., Vorm. siebenes. Mitglied Perzynski, 764L Die 10 Uhr, bei Bemter, Münzstraße 11. Gorauerstr. 12, am 18. Mai im Alter Tagesordnung: von 85 Jahren gestorben ist. 1. Neuwahl des Vorstandes. 2. Ber: Beerdigung findet am Freitag, den Kollegen als Gäste 22. Mai, Abends 6 Uhr, von der haben Zutritt. Aufnahme neuer Mit- Reichenhalle des St. Michael- Kirchhofs glieder daselbst. ( Brizer Chaussee) aus statt. Achtung! 910b Maurer Charlottenburgs. Bentral- Kranken- und Sterbekasse Der Maurer u. s. w. ( Grundstein zur Einigkeit). Sonntag, den 24. Mai, Vorm. Gr. Mitgliederversammlung. Tages Ordnung: Der Vorstand. Danksagung. Dr. H. Dux, Redakteur der Boltsstimme". Spiegel und Möbel, Polsterwaaren eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach lebereinkunft. Betten Theilzahlung. F. R. Retzlaff, Bettfedern Spezialgeschäft, Brückenstraße 5( Jannowißbrücke). 676L Allen Denen, die meinem lieben Dr. Hoesch, homöopath. Arzt Manne die letzte Ehre erwiesen haben, Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. besonders den Herren Kollegen für die Wir nehmen die Beleidigung gegen prachtvolle Kranzspende, den Herren Vertretern der Berliner Bockbrauerei, Frau Schauffert zurück und erklären sie und dem Herrn Prediger Schmidt für für rechtschaffen. Büttner'sche Eheleute. 1. Berichterstattung der Delegirten die trostreichen Worte am Grabe fage von der außerordentlichen Generalver- hiermit meinen tiefgefühltesten Dant. Meyer oder Brockhaus suche zu kaufen fammlung. 2. Kaſſenangelegenheiten. Zagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Sassenbach über: Die 11 Uhr auf Bismarckshöhe: Entwickelung der Verkehrsverhältnisse. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. NB. Die Vereinsbibliothek ist geöffnet. Der Vorstand. Mein Schuh- und Stiefel- Lager für serren, Damen und Kinder bringe hiermit tu empfehlende Erinnerung. 399L Albert Auerbach, Kottbuser Damm Nr. 7, nahe der Kottbuser Brücke. Massen- Ausverkauf von 168M Steingutwaaren ( Porcellan Fayence) aus eigener Fabrik zu außergewöhnl. billigen Preisen. Brückenstr. 8. Chausseestr. 12. Gr. Frankfurterstr. 40. Oranienstr. 179. Bestellungen nach Maaß und Reparaturen werden sauber ausgeführt. Schuh- Fabrik und Lager von 3. Verschiedenes. Wegen der Wichtig- 913b feit der Tagesordnung ersucht um pünktliches Erscheinen. 241/5 Der Vorstand. Arbeitsmarkt. Eine Stepperin auf feine und weiche Hüte wird verlangt 7654 Deutsche Hutfabrik, Bappel- Allee 3/4. Plattenschneider u. 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