Nr. 72.11 abo Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit tllustr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Jufertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Naum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs: Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: ozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Dienstag, den 26. März 1895. Am Beichen der Verworrenheit. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " geprägter Individualität nicht duldet. Wäre dem nicht so, dann hätte Herr v.Caprivi nicht voni Schauplaze verschwinden müssen. Zu Beginn eines neuen Quartals richten wir an alle Nein fein Komödienspiel. Der Kaiser will persönliche Freunde und Parteigenossen die dringliche Bitte, für die Politik treiben, will persönlich regieren, und müßte Der Zickzackkurs hat einen großen Triumph zu ver- logischerweise, nachdem er seine Entrüstung über den ReichsErweiterung unseres Abonnentenkreises mit aller Energie thätig zu sein. Gegen die Partei, und désordre") ist von ihm so erfolgreich verwirklicht worden, und die deutschen Völker" berufen hat, den Reichstag zeichnen die politische Dreieinigkeit des ordre, contre- ordre tag erklärt und sich dabei auf die übrigen deutschen Fürsten deren Zentralorgan der Vorwärts" ist, haben die verwie das niemals vorher der Fall war und namentlich auflösen und an das Volk appelliren. einigten Parteien der Reaktion, denen der Boden unter den Füßen wankt, jcht alle ihre Kräfte auf- niemals bei dem Monarchen, auf welchen das Wort zuerst Er müßte. Doch kann er? angewandt ward dem Bürgertönig Louis Philippe, der geboten; durch ein neues Knebelgesetz soll die zahl- wenigstens immer gewußt hat, was er wollte. Nie hat es weckt haben, sind die Sozialdemokraten, das Zentrum, die Die Parteien, welche die Entrüstung des Kaisers er reichste Partei in Deutschland, mundtodt gemacht, und für mehr Ordres gegeben; nie waren die Contreordres so Freisinnigen und die Deutsche Volkspartei, die Elsässer, unsere Feinde und des Volkes Feinde die Ruhe des unsere Feinde und des Volkes Feinde die Ruhe des häufig, und niemals hat eine solche Desordre geherrscht. Polen und Welfen das heißt die Vertreter von ungefähr Kirchhofes hergestellt werden, damit sie ungestört Ter Zickzackkurs bewegt sich im Zeichen der Verworrenheit. Drei fünfteln der gesammten deutschen Wählerschaft ihre gemeinschädliche und gemeingefährliche Arbeit verrichten können. Die Kämpfe, in denen wir stehen, einer ähnlich verworrenen Lage. Man betrachte nur das teien zählen, über die der Kaiser nicht entrüstet ist. Nun Selbst in der deutschen Geschichte haben wir kein Beispiel -von gut einer Million Wählern mehr, als die Barsind von entscheidender Bedeutung; und die Verhand Bild, welches das Kaleidoskop des Augenblicks bietet: werden aber die Wahlen bekanntlich nicht im Himmel gelungen des Reichstag es über die sogenannte Um Der deutsche Reichstag verwirft, als seiner Ehre zu macht, sondern auf Erden. Und können dabei auch sturz vorlage, die jetzt in der Kommission sich ab- widerlaufend, die ihm gemachte Zumuthung, die Hand des die Herren Landräthe sehr viel thun, namentlich wenn sie spielen, bald aber im Plenum stattfinden werden, Mannes, der so oft nach ihm geschlagen, schweifwedelud zu von einem so verzehrend diensteifrigen Landraths- Minister, sind von ganz besonderer Wichtigkeit. Unter diesen lecken. wie dem Herrn v. Köller, angeführt und angefeuert werden, Umständen ist es doppelt nothwendig, daß die Partei- Der König von Preußen und deutsche Kaiser erklärt, so können sie doch nicht alles thun. Die Regierung muß genossen sich in dem Zentralorgan der Partei über alle Vor- zugleich im Namen anderer deutscher Fürsten und ihrer Parteien haben, an die sie sich anlehnt, auf die sie sich stützt, tommnisse aufs genaueste unterrichten, und daß sie dafür Völker, seine Entrüstung über den Beschluß des Reichstages. vermittelst deren sie arbeitet. Und die einzige Partei, die sorgen, daß der Vorwärts" immer weiter ver Und der preußische Landtag beschließt mit seiner Drei hier ernsthaft in Frage kommt, ist die konservative. breitet wird. Je größer die Verbreitung des Zentral- klaffengesetz- Majorität, also mit einer, nach Fürst Bismarc's Die Reichsparteiler und die Nationalliberalen zählen nicht organs, desto größer sein Einfluß und seine Wirksamkeit, eigenen Worten dem„ elendesten aller Wahlgesete" entelendesten aller Wahlgesete" ent- sie haben nur die Stärke, welche die Regierung ihnen und desto größer die Macht der Partei. sprungenen Majorität, eine Huldigung an denselben Fürst gnädig einbläft. Will die Regierung den Reichstag aufBismarck. lösen und die Mehrheitsparteien zu zersprengen suchen, so Diese Verschiedenartigkeit der Auffassung in den ist sie in erster Linie auf die Konservativen angewiesen. leitenden Kreisen, zu denen der Reichstag, weil dem all- und diese sind durch die Verwerfung des Antrags Ranitz gemeinen Wahlrecht entstammend, jedenfalls mit weit mehr der Regierung mindestens so feindlich gesinnt, wie die Ne Recht gehört, als der preußische Landtag- diese diametrale gierung den Mehrheitsparteien des Reichstages. Gegensäglichkeit der Ansichten ist an sich schon ein arges Will der Zickzackkurs ans Volt appelliren", so muß Tohu Wabohu. Aber die ganze Verworrenheit der Lage er die Klippe des Kaniz'schen Antrages aus dem Weg räumen, offenbart sich erst, wenn wir bedenken, daß die Poltit flugs eine neue Bliz- Zickzack- Wendung machen, vor den des Kaisers, der seine Entrüstung über den Beschluß Junkern, die er gestern stolz abfertigte, demüthig kapitu des Reichstags ausspricht, selber durch Ablehnung des Au- liren und dann? trages Kanig die Entrüstung der Partei hervorgerufen hat, deren Entrüstung in bezug auf den Reichstag er theilt. Wir haben also folgende Situation: " Die Redaktion des Vorwärts" wird bemüht sein, ihre Pflicht zu thun, und das Zentralorgan der Partei würdig zu machen! Mit dem 1. April eröffnen wir ein neues Abonnement auf den ,, Vorwärts" mit der illustrirten Sonntags- Beilage, Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, fowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Hans. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 M. für das Quartal entgegen.( Eingetragen in die Post- Zeitungsliste für 1895 unter Nummer 7128.) Dann entscheidet das deutsche Volt. Die Verworrenheit der Lage bekundet sich auch in den deutschen Parteiverhältnissen. Der Umstand, daß die, nach Der deutsche Kaiser ist entrüstet über den Reichstag. Bahl der Mandate, stärkste Partei des deutschen Reichstages Will er aber dieser seiner Entrüstung thatsächlichen Ausdruck das Zentrum ist, und daß dieses Zentrum, welches das verleihen und den Reichstag auflösen, so muß er sich auf Religionsbekenntniß etwa eines Drittels der Bevölkerung In unserem Feuilleton beginnen wir in der heutigen die Partei stüßen, die über seine Politik genau ebenso entrüstet Deutschlands verficht, die ausschlaggebende Partei im ReichsNummer mit Veröffentlichung der Novelle: Zu Tode ge- ist, wie er selbst über die Mehrheitsparteien des Reichstages. tage bildet, ist an sich schon ein krasses Symptom der hett, eine Erzählung aus dem Leben, von Franz Held. Wir nennen die Person des Kaisers, denn wir haben keine herrschenden Zerfahrenheit und ein wunderbar beredtes Diese Erzählung beruht durchweg auf gerichtlichen Lust, die Komödie mitzuspielen, als hätten wir in den Zeugniß der Unfähigkeit unserer sogenannten Staatsmänner Akten, die von uns dem Verfasser zur Verfügung gestellt Ministern und dem Kanzler eine die Regierungspolitik insbesondere des Fürsten Bismarck. Während es die worden sind, und sie zeigt, wie heute der, welcher von seinem wirklich und selbständig leitende Regierung. Nein-Aufgabe eines Staatsmannes ist, die Parteigegensäge zu Rechte nicht weicht, win Form Rechtens" zu Grunde die Hohenlohe, Köller u. s. w. sind in den meiſten mildern und einen ruhigen Gang der Regierungsmaschine Regierungsakten nur Vollstrecker eines fremden, außer zu ermöglichen, war es Bismarck's vornehmste Aufgabe, die gerichtet werden kann. ihnen liegenden Willens; und die Regierungsmitglieder Parteigegenfäße zuzuspigen, und die allgemeine Verhegung etwas höheren Niveaus können jeden Moment der Politik zum Fischen im Trüben zu benutzen. So sind unsere ab zum Opfer fallen, die ihrer Natur nach Männer von aus normen Parteiverhältnisse wesentlich die Folge der von Bismarck eingeleiteten und systematisch betriebenen Politik *) Das bekannte französische Wortspiel, das dadurch entsteht, einer Politik, die allerdings in der wirthschaftlichen und daß ordre die Doppelbedeutung von Ordnung und Befehl hat- sozialen Auflösung und der durch sie bedingten Schärfe der eigentlich: Befehl, Gegenbefehl, Unordnung, aber auch: Ordnung, Gegensätze ihre Wurzel hat, aber von einer staatsmännischen Gegenordnung, Unordnung. Regierung, die Katastrophen vermeiden und darum auf Nach Schluß dieser kurzen Novelle beginnt der Abdruck der geschichtlichen Erzählung: Berliner Märztage" von Michel Deutsch, auf welches Wert wir unsere Leser besonders aufmerksam machen. Redaktion und Expedition des ,, Vorwärts". Feuilleton. Zu Tode gehetzt! ein Haar auf der Oberlippe des hochmögenden Herrn Zuerst sprang der Dekonom Schwarz auf. Er war Amtsvorstehers Zwiebel. Und das will was sagen; denn nämlich weitaus der Sanguinischere von den beiden, die Herr Zwiebel ist nicht blos ein feingebildeter Mann, eine hier im Begriff standen, einen sehr wichtigen Kontrakt ( Nachdruck verboten.] aromatische Blüthe unserer Kultur, wie sich aus zu schließen. Dann erhob sich schwerfällig, mit schleicherisch seinem Titel: Referendar a. D." schon entnehmen läßt, lauernden Bewegungen der Mann auf dem andern Stuhl. nein, der König hat ihn obendrein noch mit der Würde der Dekonom, Mühlenbesitzer, Schnapsbrenner und GeldEine Erzählung nach dem Leben von Franz Held. eines Amtsvorstehers dieser gesegneten Hohenthalischen Ge- verleiher Kendelmann. filde bekleidet. Außerdem führt er als Juhaber des von Das schneidende Licht eines frostigen Januar- Nach seinen Eltern ererbten Rittergutes den Titel:" Amtmann", mittags drang durch die Fensterscheiben der Amtsstube im vor dem allein schon die Bauern den Hut bis zur Erde er war eine robuste, mächtige Bauerngestalt, während der ostpreußischen Markiflecken Hohenthal. Die Fensterscheiben ziehen. Das alles zusammen bedeutet: Herr Zwiebel ist waren alle ganz gleichmäßig groß und von ganz gleichmäßig die Verkörperung der juristischen Allweisheit und der zurückgefalteten grünen Vorhängen seitlich eingefaßt. Sie gendarmenkommandirenden Allmacht innerhalb unserer Grenzzeugten von der peinlichen Ordnungsliebe des Bureaukratis- steine. 1. Jetzt standen beide vor dem langen Tisch. Schwarz überragte den Kendelmann um einen halben Kopf. Denn andere einen hageren Wuchs hatte, von nervöser Beweglichkeit, die auf eine Mischung seiner Familie mit polnischem Blut schließen ließ. In der That war seine Großmutter eine Bolin gewesen. mus, der in diesen Räumen waltete. Blumen freilich Der Gewaltige fuhr mit der fleischigen Hand über Der Herr Amtsvorsteher öffnete das buschige Gehege wurden hier nicht geduldet; sogar die vordringlichen Eis- seine vom tagtäglichen starken Biergenuß röthlich bepickelte, seiner Zähne und that fund und zu wissen: blumen hatte der Amtsdiener auf höheren Befehl" ab- niedrige Denkerstirn. " Die Kontrahenten Schwarz und Rendelmann haben tragen müssen. Er schaute aus seinen verschwommenen, weißlich den von uns, der kgl. Amtsvorstehung Hohenthal, aufHinter dem langen, mit Echreibmaterial und Atten- wächsernen Säuferaugen ausdruckslos vor sich hin, hustete gefeßten Vertrag verbaliter anzuhören und dann zu unterbündeln überladenen Bureautisch saß, außer einigen( oder besser: grunzte) mit feinem kurzen, trockenen Alkoholiker zeichnen. Also- hm hm( er hustete) der besagte gelangweilt dreinblickenden Schreibern, eine würdebewußter husten, der so unanfechtbar wie ein Bierzipfel an der Uhr Vertrag lautet: Mann zu Anfang der Dreißiger. fette bewies, daß der Referendar a. D. einem studentischen Und er las mit seiner schnarrenden Stimme langsam ab: Zuerst fiel an dem Herrn ein impertinent buschiger, Korps" angehört hatte.( Diese Spigen der deutschen" Zwischen den Dekonomen Schwarz und Kendelmann verschossener rothbräunlicher Schnurrbart auf, der sich unter gebildeten[ saufenden, statspielenden, hurenden] Jugend" wurde heute als rechtsverbindlich vereinbart, was folgt: einer start gerötheten, grobsinnlichen Stülpnase sträubte. haben nämlich für ihr späteres Philisterleben" fast alle Der Besitzer Rendelmann verkauft dem bisherigen Jedes Haar dieses majestätischen Schnauzbartes sprach, einen gelinden Magentlaps" weg, der Asthma verursacht.) Brennerei- Vorsteher Schwarz sein beim Marktflecken Hohenindem es sich unverschämt herauf zwirbelte( es zwirbelte sich und indem er mit seiner ganzen Amts- Majestät die buschigen thal im Dorfe Geuden gelegenes Gut, bestehend aus-im Bewußtsein seiner Wichtigkeit für den Marktflecken Augenbrauen runzelte, raunzte er, gegen zwei Männer ge-( hier folgte eine genaue Aufzählung aller Grundparzellen, Hohenthal und Umgegend ganz von selbst, der glückliche wandt, die auf Holzstühlen an der getünchten Wand saßen: Gebaulichkeiten, Vieh- und Getreidebestände, Kaufpreis und Besizer brauchte gar nicht darum zu sorgen): ich bin Rontrahenten- portreten!" Bahlungsbedingungen.) " " planmäßige Milderung der Gegensätze bedacht sein muß, des Cafimir Perier hatten die Reaktionäre des Senats einen zweifellos nicht betrieben würde. Doch was gehen die Wenn und Aber uns an? Die Verhegung ist, die Verworrenheit ist, der Zickzack- Gesellschaften das Recht des Streikes d. h. das Koalitionsrecht Dolitische Leberlicht. Gesetzesvorschlag eingebracht, der den Arbeitern der Arsenale und der übrigen Staatsbetriebe sowie den Angestellten der EisenbahnBerlin, 25. März. Welchen Zweck hatte das Bismarck- Gefinde, als entziehen sollte. Die Strafen sind unsinnig hoch: Gefängniß von kurs ist, die Nathlosigkeit ist; und eine fefte Grundlage 6 Tagen bis 6 Monaten und Geldbußen von 16 Frants bis es mit Gewalt den Reichstag zwang, ihm einen Fußtritt fann, bei dem absoluten Mangel staatsmännischen Talents 500 Frants für jede Koalition, welche zum Zweck hat, gleich zu geben und seinen Gögen vom Bostament herunterinnerhalb der herrschenden Klassen Deutschlands, erst nach zeitig die Arbeit einzustellen oder zu verhindern"; wenn der Ver- zuwerfen? Das Vergnügen an Fußtritten tann es nicht weiterer Berreibung und Auflösung der alten Parteien und such oder der Anfang der Ausführung vorliegt, so sollen die gewesen sein selbst für diese Gesellschaft sind Fußnach völliger Abwirthschaftung des Kapitalismus durch Führer und Anfiifter mit 2-5 Jahren Gefängniß bestraft tritte, die nicht von vornehmen, Liebesgaben zu verschenken die Sozialdemokratie geschaffen werden, sobald diese die werden; und auf jede Aufforderung zu solchen Bergehen ist eine habenden Gönnern kommen, in der Regel fein Vergnügen. nöthige Macht erlangt hat. Strafe von 3 Monaten bis zu 3 Jahren gesetzt. allen seinen Konsequenzen zu ertragen und fämpfen. zu be= Ob Auflösung oder nicht wir sind bereit, und unser Bulver ist trocken.„ Die Völker", deren das Bismarck Telegramm des Kaisers erwähnt, mögen über den Beschluß des Reichstages ,, entrüftet" sein das glauben wir gern aber die Völker der Fürsten find zum Glück nicht die Mehrheit des Volts. Und das deutsche Volk in seiner erdrückenden Mehrheit wird sich und wird Deutschland von diesen Völkern zu befreien wissen. Bis es so weit fommt, haben wir den Bidzadfurs mit der heiligen Interessen des Vaterlands verlangt, die durch jede finde zu erreichen versucht haben. Vielleicht irren die Diese Unterdrückung des Koalitionsrechtes wird im Namen und die Fußtritte waren ja sicher. Etwas muß das GeArbeitseinstellung der Arsenal- und Eisenbahnarbeiter u. f. w. nicht, welche glauben, der Bismarckrummel sei in Szene bedroht würden; und um die Arbeiter und Arbeiteriunen der gesetzt worden, um einen WahIruf" für die Aufdem Staat gehörigen Tabak- 1) und Zündholzfabriken in derselben lösung zu gewinnen. Für Tabaksteuer und UmsturzWeise zu entrechten, beruft der Gesetzesvorschlag sich auf das gesetz! das war doch gar zu wenig verlockend. Aber Interesse der Finanzen; denn jede Lohnerhöhung und jeder durch wie dann, wenn zwischen diese zwei Forderungen, wie der eine Arbeitseinstellung herbeigeführter Verluft würde eine Ber Heiland zwischen die zwei Schächer, der Heros des Jahrminderung der Staatseinnahmen zur Folge haben was hunderts eingefügt würde? Bismard hoch! Hie Bismard! niemand leugnen kann. Die organisirten Arbeiter sind über dieses Gesetz erbittert. Bismarck mit Umsturzgesetz zur Rechten und Tabaksteuer zur Sie baben begriffen, daß mit den Arbeitern der Arsenale, Eisen- Linken wäre das nicht ganz hübsch? Als den Hussiten bahne und Staatswerkstätten nur der Anfang gemacht werden, ihr siegreicher Führer Biska plöglich wegstarb, da und daß das Ende vom Lied sein soll, alle Arbeiter ihres so meldet, die Sage zogen sie ihm die Haut wichtigsten Rechtes zu berauben. Und es ist richtig: wenn dieses Gefeh ab und spannten sie auf eine Trommel, deren durchginge, so würde sofort ein weiteres vorgeschlagen, welches Wirbel sie wieder zum Sieg führte. Wie wär's, das Streifverbot auch auf die Gas- und Wasserleitungsarbeiter wenn das Bismarck Gesinde seinem Herrn und Meister und auf die Bäcker ausdehnte, deren Arbeitseinstellung die öffentliche Ordnung gefährden würde; auf die Grubenarbeiter, zwar nicht die Haut abzöge- obgleich er das anderen oft die Arbeiter in privaten Werkstätten für die Bekleidung. Aus genug that aber doch irgend ein Kleidungsstück, z. B. rüstung und Bewaffnung der Soldaten, alles Arbeiter, die durch die einen alten Rock und diesen als Reichssturmfahne Forderung erhöhter Löhne und verkürzter Arbeitszeit eine Preis- bei der kommenden Wahl vorantrügen?: oila 62 steigerung der von ihnen angefertigten Waaren verursachen und dadurch die Finanzen des Staates schädigen könnten, der Kohlen, Eisen, Felle, Tuch u. s. w. fauft. Das Recht der Arbeitseinstellung. V Dann hätte das deutsche Bolt einmal Gelegenheit, wenigftens den Rock des Nationalheiligen nach Gebühr auszuklopfen. Duer bent! das Bismard- Gesinde an etwas mehr, einen 2 a hit ampf? Paris, den 22. März 1895. In meinem letzten Briefe sagte ich Ihnen, daß die Stapitalisten nach ihrem mißlungenen Versuch, die Nation mit Gasimir Perier und Charles Dupuy zu terrorisiren, nicht den Muth hatten, Waldeck Rousseau zum Präsidenten zu machen, und daß sie statt feiner Felix Faare wählten, der zu feinem Amts antritt eine Amnestie der politischen und Streit- Bergehen erließ; aber troß alles Geredes von Frieden und Beruhigung,- schrieb ich- Die Senatoren haben ihre Gedanken nicht verheimlicht, denn bereiteten die Reaktionäre sich zum Kriege gegen den Sozialismus fie sagen bei ihren Erwägungen:" Nach einer zehnjährigen Er ror. Heute haben wir den Beweis dafür. Der„ Gaulois" erzählt, fahrung fonnte man nicht verkennen, daß die Syndikate, anstatt als den Tag nach der Wahl Faure's habe das Ministerium Ribot an Mittel( instruments) des Friedens und der Versöhnung zu sein, die Auflösung der Kammer gedacht in der thörichten Hoffnung, in der Hand von Politikern, die keine Bedenken( scrupules) sich auf diese Weise die sozialistischen Abgeordneten vom Halje fennen, Mittel zur Organisirung des Klassenkampfes geworden zu schaffen. Aber bevor es einen Entschluß faßte, befragte Herr sind. Dazu bestimmt, die Konflikte zwischen Arbeitern und ArbeitRibot die Präfetten über die Lage und Stimmung in ihren gebern zu mildern, ja ihnen vorzubeugen, dienen sie nur dazu, Departements; und die Antworten, die er erhielt, furirten ihn dieselben zahlreicher zu machen und zu verschärfen, indem sie die von seinen Auflösungsgelüften. Tie Präfetten erllärten, es sei Arbeitseinstellungen vermehren. Die Arbeitseinstellung ist in der wenig Aussicht vorhanden, daß die Zahl der sozialistischen That die gefährliche, zweischneidige Waffe, über welche die Mit Abgeordneten sich vermindern werde im Gegentheil, es sei glieder der Arbeitersynditate verfügen, um ihre Forderungen bei ziemlich wahrscheinlich, daß das Land die bisherige Zahl den Arbeitgebern durchzusehen." verdoppeln, und bei der nächsten Wahl 120 ja bis 160 fozialistische Abgeordnete in die Kammer entfenden werde. Diese Thatsache, die durch ein konservatives Blatt enthüllt wurde, beweift, welche ungeheuren Fortschritte der Sozialismus seit den Septemberwahlen 1893 in Frankreich gemacht hat. Der Sozialismus, der ein Schreckgespenst war, ist die Hoff nung des Boltes geworden. Die sozialistische Partei, die als eine Sammlung von anarchistischen Verbrechern und lächerlichen Träumern geschildert ward, ist eine Regierungspartei geworden d. b. eine Partei, die auf die Regierung bestimmend einwirkt, und die nach der Meinung der Gegner selbst bald in den Besitz der Staatsmacht gelangen wird. Die ganze Nation fängt an, in der sozialistischen Partei die einzig ehrliche Partei zu erblicken welche im stande ist, Reformen im Interesse der Mehrheit der Bürger durchzuführen. Und jetzt, wo die öffentliche Meinung sich dem Sozialismus zuneigt, werfen die Kapitalisten der ganzen Arbeiterklasse den Handschuh hin, indem sie die Fachorganisationen( Syndikate) zerstören und das Streit- und Koalitionsrecht vernichten wollen, so wie die Bourgeois der Revolution es 1792 gethan haben. Dupuy war der Lieblingsminister der Kapitalisten, weil er die Pariser Arbeitsbörse hatte schließen laffen und den Ausstand der 40 000 Grubenarbeiter des Pas de Calais unterdrückte. Allein das genügte den Herren nicht. Einige Wochen vor der Abdankung Wenn der Herr Amtsvorsteher gütigst erlauben wollen, ich behalte mir 120 Scheffel Roggen und 70 Scheffel Korn vor!" sagte Kendelmann, indem er mit der Hand an die Stelle rückte, wo sonst die Müze saß. Ich möchte bitten-" Das steht schon hier! Wäre gleich gekommen! Unterbrechen Sie mich nicht!" unterbrach ihn der Amtsvorsteher. Dann fuhr er nach Berlesung der von Kendelmann vorweggenommenen Klausel gemessen fort: Dem Verkäufer bleibt bis 1. Mai 189... eine Wohnung in dem verkauften Hause frei vorbehalten, zur Benutzung für sich und seine Familie. Die Benutzung der Waschküche, des Hofes, Brunnens und aller sonstigen zum Haushalt dienenden Räumlichkeiten und Geräthschaften ist während dieser Beit zwischen den Familien des Käufers und Verkäufers gemeinsam." Tauchen Sie die Feder ein!" schnauzte er den einen der Schreiber an. Dann wieder vorlesend: Zum Zeichen der erfolgten Auflassung und Uebergabe haben beide vorgenannten Kontrahenten den Vertrag mit ihrer eigenhändigen Unterschrift versehen. So! Jezt Namen schreiben!" Die Dekonomen unterschrieben das Schriftstück. Es war Abend geworden, wie sie hinaustraten. Gin hartblauschwarzer, mit grell funkelnden Sternen wie mit Stahlftacheln gespickter Winterhimmel wölbte sich über dem Städtchen. Hat es Spanisches im Sinn? Gewisse Leute gewiß. Wie der Herr so der Knecht. Die ganze Rohheit des Fürsten Bismarck und seiner Politik kommt zu abstoßendem Ausdruck in der Rohheit seiner Anhänger. Allenfalls mit Ausnahme der französischen Boulangisten, die eine Sammlung alles dessen waren, was faul im Staate Frankreich kennen wir keine Parteigruppirung, die sich eines so ordinären ja gaffenbubenhaften Tons bee Ribot ist recht ärgerlich. Er sieht ein, daß angesichts der Arbeiterbewegung, die sich mehr und mehr ausbreitet, viele fleißigt, wie diefes Bismarck- Gefinde. Man mußte die Abgeordnete aus Furcht, sich den Zorn des Volkes zuzuziehen, Exemplare betrachten, die am vorigen Sonnabend die Weinfelige nicht für das Gesetz gegen das Koalitionsrecht der Arbeiter Tribünen des Reichstages unsicher machten. stimmen werden. Auf der andern Seite bearbeitet Walded Nothleidende" untermischt mit zweifelhaften Moltenmartt Rousseau, der zum Trost dafür, daß er nicht zum Präsidenten Gestalten, unter denen Herr Theodor Reuß als der der Republik gewählt wurde, Ribot's Stelle als Präsident des Nobelste erschien das war diese Bismarck'sche TribünenMinisteriums einnehmen will, die Reaktionäre, indem er den gesellschaft, die sich zum theil so unanständig benahm, daß Minister Ribot als Eflaven der Radikalen und Sozialisten die Bediensteten des Reichstags einschreiten mußten. denunzirt. Man erwartet auch, daß Ribot, sobald er die Klippe Und jetzt hat diese Gesellschaft mit dem Schmuz, in des Budgets umschifft hat, an diesem Gesetz Schiffbruch leiden wird. Das wäre dann ein neuer Eieg, den die Reaktionäre mit dem sie sich vor ihrem Gözen herumwälzt, ein Bombardement ihrem Gesetz gegen die Eyndikate und die Arbeitseinstellungen eröffnet auf alle, die sich nicht gleich ihnen im Schmuz ben Eozialisten verschafft haben. Heute giebt es teine herumwälzen wollen. eifrigeren Agitatoren für den Sozialismus Wie dieses Bismarck- Gesinde seine ohnmächtige Wuth a 13 die Reaktionäre.2) ob des vorgestrigen Todtengerichts äußert, davon folgendes Bröbchen aus dem Leipziger Tageblatt" old dint Wenn die Mitglieder der Reichstags- Mehrheit, die am 23. März dem großen Kanzler einen Glückwunsch zum achtzigften en Maßabe Geburtstage verweigerten, mit demselben Maßstabe semeffen würden, mit dem fie bie natio nalen Verdienste eines Bismard maßen, so wären sie nicht werth, vor einem deutschen Raiser zu stehen, und müßten am Ende ihrer Tage hinter der Kirchhofsmauer eingescharrt werden ohne Sang und Klang und Klage. Der Stil ist der Mensch." Gallus. 1) Die deutschen Tabalarbeiter mögen sich das merken, wenn nächstens das Tabakmonopol auftaucht. A. d. Uebers. 2) Was von Deutschland in vielleicht noch höherem Maße gilt als von Frankreich. Aum. d. Uebers. t Literarisches. " H 3719 = Wie haben die Peitschenhiebe des 23. März doch ge Sozialpolitisches Zentralblatt". Diese aufangs 1892 gegründete Beitschrift foll jetzt leider eingehen. Der Gründer feffen! i iz spins of lite und Herausgeber des Blattes, Dr. Heinrich Braun, theilt Auch der Vizepräsident ift hinüber! Herr in der legten, am 25. März erschienenen Nummer mit, daß er v. Bennigsen hat recht behalten, auch der zweite Vizeaus verschiedenen Gründen genöthigt sei, die Redaktionsführung niederzulegen und daß damit die Zeitung aufhören werde, in präsident des Reichstages, Dr. Bürklin, hat auf seine der bisherigen Form zu erscheinen. Erklärt wird dieser Entschluß Würde verzichtet. Bei Herrn v. Bennigsen ist, wie die mit Ueberarbeitung des Herausgebers. Er schreibt in der letzten National Zeitung" erfährt, noch Sonnabend Abend ein Nummer: Seit mehr als 7 Jahren redigire ich das Archiv für Telegramm aus Montreux- Territet eingegangen, worin er soziale Gesetzgebung und Statistit" und seit mehr als 3 Jahren das Amt des zweiten Vizepräsidenten des Reichstages niederDer arme Reichstag! Sich nun ohne Herrn das Sozialpolitische Zentralblatt", abgesehen von wenigen legt. Wochen, in denen ich einen Redaktionsfollegen zur Seite hatte, Dr. Bürklin behelfen zu müſſen!- puni, ganz allein ohne jede Unterstützung. Die damit verbundene Anstrengung übersteigt meine Kräfte, und ich trete daher von der Was hätte Windthorst gethan? Die„ Boff. Ztg." schreibt Leitung des Sozialpolitischen Zentralblattes" zurück. Fortan zum Reichstagsbeschluß vom Sonnabend: werde ich meine redaktionelle Arbeit auf das Archiv be- Wenn Herr Windthorst noch lebte, so würde er nach unserer Meinung Mittel gefunden haben, den gegenwärtigen Ausgang schränken." zu verhindern; er würde vielleicht dieselbe Erklärung abgegeben haben wie Graf Hompesch, aber er würde für Abtommandirungen gesorgt haben. " " Die Krenz- Beitung" aber ſett hinzu: Wir wissen, daß viele unferer Leser auch Leser und Freunde des Sozialpolitischen Zentralblattes" waren, und wir übertreiben nicht, wenn wir sagen, daß es die beste sozialpolitische Zeitschrift Deutschlands gewesen ist. Die Redaktion ist von dem Lage der Gründung an mit anerkennenswerther Unparteilichfeit Darin hat die Bossische Beitung" durchaus recht: Wenn Gewiß; denn bemüht gewesen, ein anschauliches Bild von dem Ringen und Dr. Windthorst noch lebte, so würde er Mittel gefunden haben, Werden im sozialen Leben Teutschlands und der anderen den gegenwärtigen usgang zu verhindern!" Kulturländer zu geben. Es sind dabei gewiß oft Meinungen aus dazu war der gewiegte Politiker zu flug, um solche unglaubliche gesprochen worden, die unserer sozialdemokratischen Ansicht scharf politische Thorheit mitzumachen. Nicht daß er, wie die, Boff 3tg." widersprachen. Aber anerkannt muß werden, daß nach Möglich vermuthet, durch Abkommandirung" für ein anderes Resultat Eine Stunde später saß der Amtsvorsteher mit dem feit nur Mitarbeiter herangezogen wurden, deren sozialpolitische der Abstimmung gesorgt hätte. Wein, er würde etwa eine ähnliche Arzt und dem Apotheker im Herrenzimmer der Gastwirth. Ehrlich leit nicht angezweifelt werden darf, und daß die Rede wie der Abg. Graf Hompesch gehalten haben, dann aber schaft von Balinsti. Schwarz und Kendelmann feierten den Gesammttendenz des Blattes unter der bisherigen Redaktion immer mit einem scharf accentuirten Troydem" zu dem entgegen. eine durchaus arbeiterfreundliche und fortschrittsfreudige gewesen gesetzten Schluß gekommen sein." glücklich vollzogenen Vertragsabschluß im nebenan liegenden ist, daß die Zeitung fich reblich bemühte, zum sozialen Vorwärts- Zur Ehre des verstorbenen Zentrumsführers wollen wir Leutezimmer" durch einen dampfenden Grog. Sie durch- schreiten zu mahnen, mitzuarbeiten an dem Aufbau einer frohen, annehmen, daß er weder diplomatis für Abkomman Sprachen die Einzelheiten des Verkaufs und wie sie ihr ge- fonnigen Zukunft für das Volk. So können wir es nur dirungen gesorgt, noch mit einem unmotivirten Trotzdem meinsames Leben unter einem Dach während der nächsten lebhaft bedauern, wenn dieser Kampfgenosse jett infolge widriger sich dem Fürsten Bismarck zu Füßen geworfen bätte, sondern Umstände vom Kampfplatz zurücktreten muß. daß er Mannhaftigkeit und Stolz genug gehabt hätte, dasselbe Monate einrichten würden. 100 zu thun, was jetzt die übrigen von Bismarck getretenen Katholiken gethan haben. Neben Schwart saß seine Frau, eine starke, blühende Und wünschen wollen wir, daß die neue Zeitschrift, die an Blondine. Sie hatte ihn schon mit achtzehn Jahren ge- ftelle der eingegangenen im selben Verlag, aber unter anderer heirathet. Ihr einziges Kind, ein Mädchen, war jetzt drei- Redaktion erscheinen soll, nicht abirrt von der Bahn, die der Vorgänger geschritten ist. zehn Jahre alt. Zwei nachgeborene Kinder waren früh gestorben. Aber der rüftigen, frischen Frau sah man die 32 Jahre nicht an. Kunst und Wissenschaft. M. P. Die fittliche Entrüstung der Unterlegenen im Reichstag wirkt für den ruhigen Zuschauer oder Zuhörer geradezu beängstigend, beängstigend nämlich in Hinsicht auf den Gesundsheitszustand der Redenden und Schreibenden. Wir wollen darauf verzichten, all den Wahnsinn hier wieder zugeben, der die konservative und nationalliberale Breffe in diesen Tagen schmückt. Nur einige ganz bezeichnende Stellen. Nuter den Schauspielern haben die Anträge unserer Frau Kendelmann war zu Hause geblieben. Sie hatte immer so viel zu thun und kam nie aus der Arbeit heraus. Barteigenoffen in der Kommission für die Berathung der Novelle zur Gewerbe- Ordnung eine lebhafte Bewegung hervor" Ja, ja, Sie haben sich gemacht, Echwart, wirklich gerufen. Aus fast allen größeren Städten find an die Antrag gemacht!" sagte Rendelmann mit Gönnermiene. Früher fteller von den Mitgliedern der angesehensten und bedeutendsten Die unp arteiische" Deutsche Warte" dichtet: Verhülle Dein Haupt, Germania! Die große einfacher Ackerknecht es beleidigt Sie ja nicht, im Gegen- Bühnen Zustimmungserklärungen eingetroffen. Die Bahl der theil!- und jetzt so ein schönes Befißthum in die Unterschriften beträgt jetzt nahezu 4000, Gewiß ein Beweis, Beitepoche, in der Du einig und start Dein Volt zu weltHände zu kriegen! Ja, wenn der Mensch nur fleißig ist wie schwer der gegenwärtige rechtlose Zustand von den erlösenden Thaten führteft, ift endgiltig verrauscht. Die Helden Bühnenangehörigen empfunden wird. Leider ist nicht zu erwarten, jener Thaten steigen zu den Vätern hinab in die Grüfte und mit und rechtschaffen!" Und er trant, wohl um seine Neigung zum Fleiß zu daß die Anträge in dieser Session im Reichstag zur Erledigung ihnen der deutsche, alles einigende Geist, der vor 25 Jahren den beweisen, einen rechtschaffenen Zug, daß der Dampf sein tommen. Die Kommiffion hat in der letzten Sigung die Absicht gallischen Gäfarismus in Trümmer schlug.do betunbet, nur einige Paragraphen der Vorlage, die Stellung der Die Berliner Neuesten Nachrichten" schreiben in dem start geröthetes Gesicht umschwälte. Detailreifenden betreffend, dem Plenum zu unterbreiten. Ber- erhabendsten Stil, den sie von sich geben können: schwinden wird damit die Frage nicht, wenn auch leider durch Das Fort mit diesem Reichstage," das heute noch nicht von die Majorität der Kommission die Erledigung der Angelegenheit den Regierungen gesprochen worden ist, wird lawinenartig g room maldulged jur af dibodurch Deutschland rollen und der schönste Ehrenkranz auf ( and thin 100 stchard # Er hat sich aber auch genug gequält früher," und Frau Schwartz warf bei diesen Worten einen Blick bedauernder Liebe auf ihren Mann. ( Fortsetzung folgt.) vereitelt wird. " Wahl in Ungarn. Demnächst findet eine interessante die Gräber der treuen Todten von 1870 wird und vierzig Regentage 1792 in der Champagne die Be- 1 präsident zu werden, erreichte er nicht. Seinem un muß eine andere, den großen Fragen der Zeit und geisterung der französischen Freiwilligen nicht ausgesetzten Streben hat der Tod das Biel gesetzt. der nationalen Ehre mit größerem Pflichtbewußtsein gegen auslöschten, wohl aber das bei Valmy von diesen geschlagene übertreter de Volksvertretung sein. Landgraf, werde hart! Musterheer Friedrichs des Großen voll Reichstags- Wahl in Tapolcza statt, wo gegen Franz tlingt es aus dem heutigen Reichstags- Beschlusse und das Echo Muster heer Friedrichs des Großen voll, aus dem gesammten Vaterlande rust es tausendtönig wieder. ständig auflösten, so daß der von Goethe geschilderte Kossuth der Staatssekretär im Handelsministerium Die Regierungen aber wollen fich vergegenwärtigen, daß das schmähliche Rückzug erfolgen mußte. idual Voeroes kandidiren wird. Erbe einer großen Zeit nur mit dem vollen Einsatz der nationalen Kräfte behauptet werden kann: Und setzet Ihr nicht das Leben näher" ruft ein hessisches Bauernblatt, anläßlich des ,, Der Krach in der Zuckerindustrie rückt immer ein, nie wird Guch das Leben gewonnen sein! bas Bankerotts der Hünfelder Zuckerfabrik. die Und das Münchener Bismarck Reptil, " Münchener Neuesten Nachrichten", stimmt folgenden Jubelgesang an: " Hinter mir Nacht und vor mir Tag!" Das Häßliche, Wider Ja, ja: Die Weltgeschichte ist das Weltgericht!" Das hat sich am Sonnabend im Reichstag gezeigt. Doch damit genug des blühenden Blödsinns. ea. " N dem bezüglichen Gefeßentwurfe des Militärdepartements in Bern dile] bu try insta Der militärische Vorunterricht in der Schweiz. Nach soll der militärische Borunterricht folgendermaßen organisirt Das sind alles Folgen der Handelsvertrags- Politit", meint werden: Die Kantone sorgen dafür, daß die männliche Jugend " Durch die schlechten Fruchtpreise wenden sich viele Kreise vom 10. bis 15. Altersjahr einen Turnunterricht von mindestens dem Zuckerrübenbau zu und es tritt Ueberproduktion, deren Folge 60 Stunden jährlich erhält. Dieser Unterricht wird durch die der Krach ist, ein." wärtige, der deutschen Nation Unwürdige ist mit den Reden HeereLehrer der Volksschulen ertheilt, welche nöthigenfalls in beSo, so! Wir dächten, die ganze Zucker- Exportindustrie sonderen Turnkursen durch den Bund ausgebildet werden. Die mann's und Virchow's, Hompesch's, Singer's und Richter's ab- verdante der Handelsvertrags- Politik ihre Eristenzmöglichkeit, Rantone sorgen dafür, daß allen Jünglingen vom 16. bis gethan. Denn die Feier geht doch trotz alledem und alledem in und eine Handelskriegs- Politik, wie sie die Agrarier heraus- 20. Altersjahre ein zum Militärdienst vorbereitender Turn- und ungeahnter Größe und Herrlichkeit vor sich und die vergifteten Pfeile ihrer Gegner sind nur auf sie selbst zurück- fordern, würde dieselbe mit einem Schlage lahm legen. Schießunterricht von mindestens 60 Stunden jährlich ertheilt werde. geflogen. Die heutige Reichstagsverhandlung wird nicht, und an Ueberproduktion" von Zucker leiden wir! n Für diese zweite Stufe des Vorunterrichts übernimmt der Bund wie unzählige ihrer Vorgänger, dem Staub der Archive allein Millionen von Proletarierfamilien aber wäre noch für können außer für die törperlich oder geistig Untauglichen da dem poletnimi Leben wir die Stoften. Bom regelmäßigen militärischen Borunterzicht überantwortet bleiben; sie ist eine von denen, die nicht vergessen Millionen Zentner Zucker Play. Wie schwer den Herren Ausnahmen gewährt werden, wo die örtlichen oder persönlichen werden und für die des Dichters inhaltsschweres Wort gilt:„ Die der Unterschied zwischen Unterkonsumtion" und Ueber- Verhältnisse besondere Schwierigkeiten bieten. Der Bund ordnet Weltgeschichte ist das Weltgericht!" Nachkurse an in der Dauer von 30 Tagen für diejenigen, welche produktion" eingeht. Ein wunderthätiger Antrag. Ein Mitarbeiter der sich bei der Rekrutirung als tauglich zum Dienst in der FeldKreuz Zeitung", der über„ Brotkorn und Flotte" leit- armee oder im Landsturm erweisen und keinen genügenden VorDer Kaiser sprach von allen deutschen Bölfern", die über von Münchhausen, daß der Antrag Kanik der Reichs- Waadt und Solothurn haben die Regierungen Gefeßartikelt, beweist mit dem Applontb des seligen Freiherrn unterricht genossen haben. Arbeiterinnenschutz in der Schweiz. In den Kantonen den Reichstagsbeschluß ebenfalls tief entrüfter wären. Ein regierung die nöthigen Mittel für die geplante Flotten entwürfe zum Schutze derjenigen Arbeiterinnen ausge Theil der Völker" hat durch einen Beschluß gezeigt, daß dies reform einbringen würde, ohne daß jemand belastet würde. arbeitet, welche nicht unter dem Fabrifgesetz stehen. In beiden doch nicht überall zutrifft. Eine der stärksten Parteien Württem Aus den Ausführungen des Herrn Münchhausen II folgt Entwürfen ist die 11 stündige Arbeitszeit vorgesehen. Der Solobergs, die württembergische Volkspartei, hat am Sonntag ihre Landesversammlung abgehalten und dabei eine mit mathematischer Sicherheit, daß die vom Grafen von thurner Entwurf erstreckt sich nach dem Vorbild des Züricher Resolution angenommen, welche die Anerkennung der Ber- Kanit vorgeschlagene Maßregel unserer Reichsregierung sehr Gesetzes auf alle Geschäfte, in denen eine Arbeiterin oder eine fammlung mit der Haltung der volksparteilichen Ab- bedeutende Summen einbringen würde, wobei das Ausland Lehrtochter thätig sind. Mädchen unter 14 Jahren dürfen nicht geordneten des Reichstages und des Landtages in der dieselben Preise wie bislang erhielte, mithin in feiner Weise beschäftigt werden, ebenso wird die Sonntagsarbeit untersagt. Bismarckfrage ausspricht, eine dem Beifall über den Beschluß des Reichstages betreffend frieden sein würde und müßte. Es litte also uie tragen. In jedem Geschäfte soll eine Arbeitsordnung aufgestellt werden andere Resolution giebt schlechtere Geschäfte machen, deshalb auch völlig damit zu- An Vorabenden von Sonn- und Feiertagen beträgt die Arbeitszeit nur 10 Stunden; die Mittagspause hat wenigstens 11 Stunden zu bes nie- ur die Ablehnung einer Bismarck- Ehrung und dem Widerspruch mand Schaden. Wohl aber hätten viele Industrien über Arbeitszeit, Lohnzahlung, Bußen, Ein- und Austritt. Für gegen das Telegramm des Kaisers Ausdruck. Das indirekten Vortheil und andere tämen wenigstens zur Ruhe, die weiblichen Angestellten in Wirthschaften und Ladengeschäften, Telegramm gelangte zur Verlesung. Die Resolutionen wurden unter minuten langem Beifall einstimmig angenommen, ganz abgesehen von der Stärkung der Landwirthschaft und soweit sie nicht gewerbliche Arbeiten verrichten, enthält der Ents ebenso ein Telegramm an die volksparteilichen Reichstags- Ab Erhöhung der Kauftraft der Landbevölkerung, als Hauptwurf besondere Bestimmungen. Wenn diese beiden Entwürfe geordneten, worin denselben für ihr Votum am Sonnabend speziell abnehmer der Erzeugnisse vieler Industrien." odda Gesetzestraft erlangen, so haben dann folgende Kantone die Zustimmung der Partei ausgedrückt wird. illis d Kurz, die soziale Frage ist gelöst. Die hunderte besondere Arbeiterschuhgefege Bafligende Stantone Auf, nach Friedrichsruh! So hieß es heute bei von Millionen, die für das" Brotforn" mehr gezahlt Bürich, Luzern, Waadt und Solothurn; Bern hat ein solches den„ Gesinnungstüchtigen" unter den deutschen Parlamen- werden müssen, fallen natürlich vom Himmel herunter, 3 die industriellen Kantone Neuenburg, Genf, Appenzell- A- Nh. Gesetz nur zum Schuße des Wirthschaftspersonals. Noch fehlen tariern. Und so gondelten sie denn, 418 Mann start, per dem Münchhausen II sich an seinem Schopf ebenso elegant Extrazug nach dem Sachsenwalde. Von den 146 Getreuen emporheben kann, wie weiland Münchhausen I. des Reichstages waren 36 zu Hause geblieben, die übrigen Der geheime Kampf gegen die Rothen wird von aber waren von der Partie und amüfirten sich prächtig. oben her munter fortbetrieben. Unserem Parteiblatt in Halle Nur Herr v. Levezow, der sich unter ihnen befand, soll ist folgender Erlaß des Ober- Präsidenten der Provinz sehr mißgestimmt gewesen sein, daß er ohne offizielles Patent, Sachsen in die Hände gefallen: nur ganz auf eigene Faust, reisen mußte. Der Ober- Präsident der Provinz Sachsen. Nr. 17. Pr. J. Eigenhändig! Geheim! Magdeburg, den 4. Oftober 1894.03 and inside? Zum Kampf ums Gemeindewahlrecht in Belgien. Aus Aulaß dieses Kampfes hat sich bekanntlich ein Streit entwickelt, dessen Durchführung aber jegt bis auf weiteres aufgeschoben worden ist. Der Ausschuß des Arbeiterbundes hat am Sonntag ein Manifest veröffentlicht, in welchem die Grubenarbeiter aufgefordert werden, die Arbeit wieder aufzunehmen und zu warten, bis ein Einvernehmen zwischen den Arbeitern aller Gegenden des Landes hergestellt ist, um einen allgemeinen Streit zu beginnen, wenn das von der Regierung eingebrachte Kommunalwahl- Gesetz votirt würde. In Friedrichsruh bei Hamburg ging es hoch her, beinahe ebenso hoch, wie in Friedrichshagen bei Berlin, wenn die Berliner Genossen ihr Sommerfest feiern. Das Geburtstagskind hatte sich persönlich auf dem Bahn20d1cm11fcheinen wieder die unerhörtesten Uebergriffe der Polizei gu Bei den Streits, soweit sie sich bereits entwickelt hatten, hof eingefunden, und hieß die Ausflügler in Lauenburg, in zu Der chriftliche Zeitschriftenverein zu Berlin, vertreten durch gunsten der Unternehmer vorgekommen zu sein. Wir geben der Wildniß, willkommen. Alle Mann pilgerten sodann den Prediger Hülle daselbst, hat aus den Mittheilungen über das darüber einige Drahtmeldungen der letzten Tage: nach dem Herrenhaus, der Fürst bestieg die Terrasse, nahm in mehreren Kreifen der Provinz Sachsen wahrnehmbare Unsich Lüttich, 22. März. Den ganzen Tag durchzogen Gruppen die Glückwünsche seiner Gäste entgegen und hielt dann greifen der Sozialdemokratie in der ländlichen Bevölkerung in von Ausständigen singend die Stadt; heute Abend wird in ungefähr eine etwa 20 Minuten währende Ansprache. toy d Dem Jahresbericht des landwirthschaftlichen Zentralvereins der 10 Rohlengruben gefeiert. Auf den nach der Grube Espérance" Er betonte, daß es für ihn eine hohe Auszeichnung sei, weit Provinz Sachsen für 1898 Veranlassung genommen, eine Gegen- führenden Wegen wurde beute Abend der Verkehr untersagt. Eine über seine persönlichen Verdienste und Leistungen, daß er eine so wirkung gegen die sozialdemokratischen Bestrebungen durch die Gruppe Ausständiger, welche dieses Verbot umgehen wollte, wurde vornehme Gesellschaft, wie sie der Sachsenwald noch nie ge- Presse zu versuchen. Er beabsichtigt, zu diesem Zwecke zunächst von der Polizei zurückgetrieben, worauf aus der Gruppe mehrere fehen habe, in Friedrichsruh zu seiner Beglückwünschung ver in den am meisten gefährdeten Bezirken eine unentgeltliche Revolverschüsse fielen.( Natürlich fielen die Schüsse aus der fammelt fehe. Die Anerkennung gelte nicht ihm persönlich( lauter Berbreitung der vom Zeitschriftenverein herausgegebenen Blätter Gruppe. Die Polizei ist ganz unschuldig! Red.) Als die Widerspruch), sondern der Sache, die er vertrete. Er hob sodarn Deutscher Arbeiterfreund und Ländlicher Arbeiterfreund" Bolizei hierauf die beiden Hauptführer verhaftete, griffen die die Verdienste der deutschen Fürsten um die Förderung der einzurichten. Die Agenten des" Zeitschriftenvereins sollen Streifenden die Polizei von neuem(!) an und bewarfen sie mit nationalen Entwickelung im Gegensatz zu den Fraktionen hervor, nach Benehmen mit den Herren Landräthen und Oberbürger- Steinen(), worauf die Polizei von ihren Revolvern Gebrauch welche sich durch politische Verstimmungen, lauteren und un- meistern Persönlichkeiten ausfindig machen, welche die unentgelt machte( Selbstverständlich erst dann! Red.) und mehrere AusIauteren Wettbewerb mit anderen Fraktionen, leiten ließen. liche Verbreitung der Blätter zu übernehmen willens sind und ständige verwundete. Näherer Bericht wird. abzuwarten sein. Der nationale Gedanke müßte ebenso, wie er in den Dynastien sollen die Zusendung der erforderlichen Anzahl Exemplare ver Lüttich, 23. März. In Montegnee tam es zu einem Zufest begründet ist, in den Landtagen der einzelnen Bundes- mitteln. Mit diesem Auftrage des Zeitschriftenvereins bereift fammenstoß zwischen den streifenden Grubenarbeitern und Gentaaten zum Ausdruck kommen. Der Landtag follte jich mehr gegenwärtig der Rektor Bernhard Wenger aus Berlin die Provinz. Die Gendarmen nach entsprechender Aufforderung an die Streidarmen. Die Streifenden gaben Revolverschüsse ab(!), worauf preußische, Indem ich Ew. Hochwohlgeboren hiervon vertrauliche Mit sondern faiserlich deutsche Politik treiben. Zum Schluffe theilung mache, ersuche ich ergebenst, den gedachten Bestrebungen fenden Feuer gaben. Mehrere Streitende wurden vers feiner Rede fagte er, wenn er gesund würde er noch viel zu sagen haben; so aber sei er ein matter, die möglichste Unterstützung und Förderung zu theil werden wo in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag ein blutiger genug wäre, des Zeitschriftenvereins und namentlich dem Nettor Wenger wundet und von ihren Genossen vom Blaze geschafft. Lüttich, 25. März. Aus dem Kohlenbergwerk, Esperance", alter Mann.( Rufe: Nein!) Er danke nochmals für die ihm er zu lassen. wiesene hohe Ehre und bedauere, nicht mehr mitarbeiten zu Busammenstoß stattfand, wird mitgetheilt, daß die Zahl der tönnen. verwundeten Arbeiter noch nicht festgestellt ist und daß mehrere ihren Verlegungen erlegen sind. mit Reichspolitik beschäftigen und nicht Hierauf folgte ein Kaiserhoch, dann das schönste der ganzen Landpartie, ein Frühstück, und um halb vier segelte die ganze Gesellschaft wieder zurück an den grünen Strand der Spree. " Pommer Eiche An sämmtliche Herren Landräthe der Provinz, Den fönigl. Polizeipräsidenten hier, Die Herren Ober- Bürgermeister der Stadtkreise. Merkwürdig, daß von verwundeten und erschossenen Polizisten nichts gemeldet wird, trotzdem doch die Streifenden nach den Berichten immer zuerst geschossen haben und die armen Polizisten gewissermaßen nur in der Nothwehr handelten. Sehr merkwürdig! " gerichtliche Nachforschungen im Gange find, um festzustellen, ob Bum Banka- Romana Standal. G8 bestätigt sich, daß im Bankprozesse eine Be ft e chung von Geschworenen versucht worden ist. Laut Riforma" wird in Richterkreisen erzählt, daß am Schalter der Banca d'Italia einer der doppelt ausgefertigten Tausendfrankscheine der Banca Romana angehalten wurde, der einem Geschworenen gehörte. - Das Kaffationsgericht wird wahrscheinlich am 10. oder 17. April über die Berufung Giolitti's verhandeln. Wahlen in Dänemark. In dem Ministerrathe vom 25, d. M. wurden die Neuwahlen zum Foltething auf den 9. April anberaumt.-laydilla schuß der sozialistischen Arbeiterpartei in Spanien veröffentlicht im Partei- Organ„ El Sozialista" einen Aufruf zur Theilnahme an der internationalen Maifeier. Wir entnehmen diesem Aufruf einige Stellen: Der 1. Mai in Spanien. Der National- AusDie Agitation gegen den Quebrachozoll wird mit unvermindertem Eifer fortgesetzt. Junerhalb der legten Und darum Räuber und Mörder! Darum mußte der Wochen tagten in mehr als 100 Orten Protestversamm arme Levetow ins Gras beißen! Darum flammende Ent- lungen von Angehörigen der dabei interessirten Gewerbe, die riftung bei allen Ordnungsmännern"! Darum soll jetzt sich fast fregelmäßig einstimmig gegen den Boll und gegen der Reichstag aufgelöst werden! die Kündigung des Handelsvertrages mit Argentinien aus Kleine Ursachen, große Wirkungen,-es bleibt dabei. Sprachen. Bei der am 21. v. M. in Frankfurt a. M. ab Und wäre die Ursache auch nur eine Landpartie nach gehaltenen Versammlung der Interessenten der Leder, Friedrichsrah. Farbwaaren- und Textilindustrie wurde von dem Referenten Zur Wahl im Kreise Lennep Remscheid Mett- die nicht unwichtige Thatsache bekannt gegeben, daß die mann. Aus dem Wahlkreise wird geschrieben: Nun Unterzeichner des Antrages Stumm und Genossen, die Herren haben sich die Antisemiten doch noch entschlossen, selbst- v. Stumm und Knebel selbst Gichen- Schälwaldungen ständig in die Wahlbewegung einzutreten. Wahrscheinlich besitzen, aus denen sie eine recht gute Rente ziehen. haben ihnen die zwischen Freisinn und Antisemitismus Der bayerische Kultusminister Dr. von Müller schwankenden Wähler des Wahlkreises Eschwege- Schmalkalden ist gestern Nachmittag gestorben. Er war einer der ge Muth gemacht. Die hiesigen Verhältnisse mit den dortigen schmeidigsten Beamten, der sich in jede Situation Er war einer zu vergleichen, dürfte indeß zu Trugschlüssen führen. Als zu finden verstand. Obgleich nicht frei von demokratischen Kandidat haben die Antisemiten endgiltig den hiesigen Pro- Anschauungen, kam er in jungen Jahren als Sekretär in fessor Dr. Wendlandt aufgestellt. die Umgebung Ludwig II., mit dessen Extravaganzen er es Gesetzentwurf über den unlanteren Wettbewerb. verstand, sich gut abzufinden. Damit war feine rasche Abgesehen davon, daß uns die Solidaritätspflicht gegen Gefetzentwurf über den unlanteren Wettbewerb. Wie die Berl. Pol. Nachr." hören, werden die Arbeiten wurde als Nachfolger eines der tüchtigsten Statistiker zum wir diesmal aus zwei gewichtigen Gründen mit größerem Eifer Wie die Berl. Pol. Nachr." hören, werden die Arbeiten Karriere gesichert. Zuerst mußte die Statistik büßen, er unfere Brüder, die Arbeiter anderer Länder, verpflichtet, müſſen zur Fertigstellung des Gesezentwurfs über die Bekämpfung Chef des statistischen Bureaus befördert. Nachdem unter als früher dafür sorgen, daß die Arbeiterbewegung am 1. Mai des unlauteren Wettbewerbs, dessen erste Redaktion im feiner Leitung der tiefe Niedergang der amtlichen Statistit Gründen ist die standalöse Unthätigkeit, die die republikanische eine außerordentliche Bedeutung gewinne. Einer von diesen Januar d. J. im Reichs- Anzeiger" veröffentlicht wurde, Bayerns begonnen hatte, wurde er zum Chef der Münchener Minderheit im Parlamente eifrig gefördert, damit der Entwurf möglichst noch gegenüber dem wachsenPolizeidirektion ernannt. An seine Amtsführung den Mothstand der Arbeiter zur Schau trägt. in der laufenden Tagung beiden gesetzgebenden Körper- knüpfte sich die schmählichste Verfolgung unserer Partei Die Haltung dieser Männer, auf welche die Arbeiterklasse nicht schaften des Reichs unterbreitet werden kann. Gegen genossen, die Verwendung von Männern wie Fürst und zählen kann, wenn sie ihre Leiden verringern oder gar ganz auswärtig unterliegt die Vorlage noch einer Berathung Michel Gerret, an denen selbst ein Buttkamer seine Freude rotten will, muß allen Proletariern beweisen, daß sie nur auf im preußischen Staatsministerium, jedoch sollen die einzelnen Boten darüber bereits eingegangen sein, so daß gehabt hätte. Er lieferte als Chef der Münchener Polizei ihre eigene Energie, auf ihre eigene Thätigkeit und auf ihre eine baldige Beschlußfaffung im Staatsministerium zu er ihm verdanken viele unserer Genoffen lange Gefängniß das Material zu einer Anzahl von Geheimbund- Prozessen, warten wäre. Dann würde der Entwurf an den Bundes- ftrafen. Nachdem Müller sich so als Stüße der Ordnung rath und von diesem eventuell noch in der laufenden Tagung bewährt hatte, wurde er, wie seine Vorgänger in der an den Reichstag gelangen. Münchener Polizeidirektion, ins Ministerium berufen. Seiner Nationales Blech über das Milizheer schmiedet jetzt Leitung wurde das Kultus- und Unterrichtsministerium die ganze Zunft der patriotischen Blechschmiede. Bon anvertraut. In seiner neuen Stellung zeigte er sich den welcher Qualität diese Waare ist, zeigt folgendes Pröbchen: Ultramontanen recht entgegenkommend. Als er im bes Die Begeisterung der Milizheere reicht nicht fannten Falle des Würzburger Philosophieprofessors Volfelt über drei oder vier Regentage hinaus" die Lehrfreiheit der deutschen Universitäten den klerikalen orafelt die„ National- Zeitung". Go? Die National- Beitung" Angriffen gegenüber vertheidigen sollte, ließ er es an der soll nur ihren Herrn„ v. B." fragen; der kann ihr haarklein er Energie vollkommen fehlen, die er als Polizeidirektor im zählen, wie nicht drei oder vier, sondern dreißig oder Uebermaße bewies. Das Ziel seines Ehrgeizes, MinisterMonarchisten und Republikaner endlich doch zwingen, die Arbeiter eigene Organisation vertrauen dürfen, um das zu erlangen, was ihre Interessen erheischen. Die Agitation am 1. Mai wird forderungen zu berücksichtigen. Der andere Grund dafür, daß die spanischen Arbeiter dieses Mal an der internationalen Maitundgebung sich in großer Anzahl betheiligen müffen, ist das erstaunliche Anwachsen des Sozialismus in den anderen Ländern. Wir können in dem Befreiungsheere, das mit Riesenschritten zur Eroberung der sozialen Gleichheit marschirt, nicht einen ersten Blag einnehmen, vor allem weil wir wirthschaftlich noch weit zurück find; aber wir müssen uns bemühen, diesem Heere eine möglichst große Anzahl von Soldaten zuzuführen. Die Triumphe der deutschen, französischen, belgischen, englischen, österreichischen und italienischen Sozialisten müssen die unter schwerem Joche seufzenden spanischen Arbeiter dadurch vergrößern, daß sie ihre Kräfte gut * Die Diamantschleifer, deren Einwanderung in Amerika beanstandet worden war, haben nur zum theil landen dürfen. Wie man den Times" vom 23. d. M. aus Philadelphia telegraphirt, wird 65 von den in New- York angehaltenen Diamantschleifern die Landung gestattet werden, während 75 Diamantschleifer Anweisung erhalten haben, nach Europa zurückzukehren. Gewerkschaftliches. ür den Kampf vorbereiten und ihre Drganisation nach allen wurde, hinter vergitterten Fenstern, verschlossenen Thüren und hohen] Seiten hin ausdehnen. Es müssen daher am 1. Mai Meetings Mauern einsam und allein Betrachtungen über die Freiheiten in veranstaltet und damit der hauptsächliche Charakter der inter- Deutschland anzustellen, hatte bekanntlich der Direktor des Genationalen Kundgebung befestigt werde muß in Werkstätten, fängnisses das Gesuch abgeschlagen, wenigstens eine Beitung zu Fabriken, Bergwerfen 2c. gefeiert werden." Der Aufruf lesen. Nunmehr erhält die Redaktion des genannten Blattes schließt mit den Worten: Arbeiter! Ausgebeutete! Fehlt nicht von dem inhaftirten Freunde die Mittheilung, daß es ihm er auf Euerem Posten bei der sechsten Mobilmachung des laubt worden jedenfalls als Antwort auf diesbezügliche BeProletariats. Erklärt Euch solidarisch mit allen Arbeitern der schwerde an höherer Stelle ein bürgerliches Blatt zu lesen, Welt, um die Menschheit von dem erniedrigenden Joche zu be- und erhält er jetzt auf seinen Wunsch die„ Barmer Zeitung". freien, das ihr der gehässige Kapitalismus aufzwingt. Hoch der 1. Mai! Hoch der Achtstundentag! Hoch die Vereinigung aller Gegen den Umfturz. Die„ Rhein- Westfäl. Arbeiter- 8tg." Ausgebeuteten!" Achtung, Tischler! Die Kollegen der Werkstatt von veröffentlicht folgendes interessante Schriftstück: Debowsti, Blumenstraße 38, haben wegen außer In Spanien ist die Lage im wesentlichen noch unverändert. Camen, den 18. März 1895. ordentlich niedrige Preise die Arbeit niederlegt. Wir ersuchen Canovas del Castillo empfing am Sonnabend verschiedene Herrn. die Kollegen dies zu beachten. Die Werkstatt- Kontrollkommission politische Persönlichkeiten, die Da uns von der Polizei Mittheilung gemacht worden ist, des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes. endgiltige Kabinetsbildung herbeizuführen. Das Ministerium wird heute Abend den das Sie sozialdemokratische Einrichtungen huldigen und sich Achtung, Textilarbeiter und Arbeiterinnen! In der Eid leiſten und sich am Dienstag den Kammern vorstellen. Es selbst dafür intereſſiren, und einer sind. So erklären mir Baumwollspinnerei von Werndorfer, Benedikt und Mautner in heißt, wenn die Kammern die Budgetbewilligung verweigern, Ihnen hiermit, das Sie im Knappenverein„ Gute Hoffnung" Günselsdorf( Niederösterreich) sind 209 Arbeiter und Arbeiterinnen werde zu deren Auflösung geschritten werden: die Mehrheit soll nicht aufgenommen sind und erhalten hiermit die eingezahlten in den Streit getreten. Die Forderungen find: 30prozentige gewillt sein, das Budget, jedoch kein politisches Gesetz zu be- 3,50 M. zurück. Der Vorstand. J. A.: E. Rolff, Schriftführer. Lohnerhöhung im Durchschnitt bei allen Arbeitertkategorien. Diese willigen, die Republikaner und Karlisten hingegen werden die Be- ist das heitere Bild, das dem deutschen Reichsbürger befcheert Arbeiter eine gerechte, und werden alle Spinnerei- Arbeiter und Von der Wiege bis zum Grabe unter Polizei- Aufsicht, das Forderung ist auf grund der heutigen Lage der Spinnerei willigung bekämpfen. ift. Wir hatten bisher die Aufgaben der Polizei ganz wo Arbeiterinnen ersucht, Zuzug fernzuhalten. Eine mit den UnterVom oftafiatischen Kriegsschauplatz. Bei den gegen- anders gesucht, z. B. in der Auffindung von Raubmördern, nehmern gepflogene Unterhandlung verlief resultatlos. wärtig schwebenden Friedenstundgebungen ist insofern ein Sittlichkeitsverbrechern, entflohenen Bankiers u. f. w.; es scheinen Herren Ausbeuter benahmen sich dabei sehr prozig. Zwischenfall paffirt, als auf den chinesischen Unter- fich aber alle staatlichen Inftitutionen auswachsen zu wollen zu brohten, alle Arbeiter zu entlassen und den Konsumverein zu händler in Japan ein Attentat verübt worden ift. Organisationen gegen die Sozialdemokratie. Als Li- Hung- Tschang von der Konferenz mit den japanischen BeSperren. Ihre Ginschüchterungsversuche hatten jedoch nicht den vollmächtigten nach seiner Wohnung zurückkehrte, schoß ein junger Die Gesetzeskenntniß der Gesetzeswächter ist vielfach geringsten Erfolg. Unterſtüßung iſt nothwendig und zu senden ficht. Man schreibt das Verbrechen irregeleitetem Patriotismus ihrer Wissenschaft ablegen, so ist man geneigt, die Sache humoristisch österreich. Japaner mit einer Bistole auf ihn und verwundete ihn am Ge- nicht weit her, und wenn untergeordnete Polizei- Organe Proben an Josef Reißl, Günfelsdorf Nr. 70, Post Leobersdorf, Niederzu. Der betreffende Japaner wurde unter großer Erregung aufzufaffen, sintemalen die in der Kaserne verzapfte Bildung", Die Maurer und Zimmerer in Jever( Oldenburg) find der Bevölkerung verhaftet. Die japanischen Behörden haben sich welche der ehemalige Unteroffizier in das Zivilleben mitnimmt, in eine Lohnbewegung eingetreten und darüber mit den Unternach Möglichkeit bemüht, dem angegriffenen Botschafter Genug- fattfam bekannt ist. Aber was soll man dazu sagen, wenn ein nehmern in Differenzen gerathen. Sie ersuchen, den Zuzug fern thuung zu verschaffen. Uebrigens soll der chinesische Unterhändler Regierungsaffeffor, ein Doktor, nicht einmal die wesentlichsten zu halten. Li- Hung Tschang bereits alle Hoffnung auf Erfolg der Berhandlungen Bestimmungen des Vereinsgesehes fennt?! Als in einer Ver- Der Bundes- Turnertag des Arbeiter- Turnerbundes findet aufgegeben haben. sammlung zu Höhr( Nassau) Genosse Hoch aus Frankfurt im am 1. und 2. Pfingstfeiertag in Magdeburg statt. Die vor Laufe seiner Ausführungen auch auf eine Verurtheilung der läufig festgesetzte Tagesordnung lautet: 1. Bericht des BundesBismarck'schen Politik kam, forderte der Landrathamts Verweser vorstandes. 2. Die Arbeiter- Turnzeitung und ihre Entfaltung. von Montabaur, Herr Regierungsaffeffor Dr. Schmidt, den 3. Bericht der Kontrolleure. 4. Anträge zum Statut. 5. Die Vorsitzenden auf, Sorge zu tragen, daß der Redner den Fürsten finanzielle Unterstüßung bei Unfällen. 6. Die Stellung des Bundes Bismard nicht mehr beleidige, sonst werde er die Versammlung zum Preisturnen. 7. Neuwahlen. 8. Allgemeine Anträge und auflösen. Der Redner wies nun auf die Ungesetzlichkeit einer 9. Verschiedenes. Die amtlichen Berichte beziffern sich auf die Verluste des japanischen Heeres in der Zeit vom 21. September vorigen Jahres bis zum 8. März dieses Jahres auf 541 Offiziere und Mannschaften, welche im Kampf gefallen, 131 ihren Wunden erlegene, 984 an Krankheit verstorbene; insgesammt auf 1653. Parteinachrichten. Alle Anfragen und Sendungen betreffend die Agitation unter den Frauen sind an Frau v. Hofstetten, Berlin, Louisenufer 46, part., zu richten. Wie den Genoffen bekannt ist, erfolgte vor furzem von der Behörde die Aufhebung der Frauen- Agitationstommission. Wir empfehlen zu machen. " Die solchen Maßregel hin, und als ihm hierfür die Versammlung Der Streif in der Nürnberger Velocipedfabrik von C. Mar lebhaften Beifall spendete, löfte der Herr Assessor sie im Inter- schütz u. Co. nimmt seinen Fortgang, da die Firma sich wohl effe der öffentlichen Ordnung" auf und befahl gleichzeitig, den bereit erklärte, die theilweisen Akkordreduzirungen zurückzunehmen, Saal und die davon getrennt liegenden Wirthschaftsräume zu sich aber ganz entschieden weigerte, die infolge der Lohnräumen. Daß der Landrathsamts Verweser das so wichtige reduzirungen verlangte 15 prozentige Erhöhung der Afkordfäße Vereinsrecht nicht kennt, thut natürlich seiner Qualifikation zum zu gewähren. Die Fabrik steht infolge dessen jetzt vollständig Beamten feinen Abbruch. still und es wird ersucht, den Zuzug streng fernzuhalten. Die Maler, Tüncher, Austreicher und verw. Berufsgenossen Bis zur Beendigung der Differenzen werden die betreffenden Berufsgenossen gebeten, die beiden Städte zu meiden. * deshalb an die Mitglieder dieser Kommission keine Zusendungen 3000 Personen besucht war, fand am 24. de. Mis. anläßlich des von Nürnberg und Fürth stehen in einer Lohnbewegung. S Wahlkreis Konferenz. Am 31. März findet für den Wahlkreis Hagen Schwelm in Sprathövel eine Wahlkreis- Konferenz statt. Als provisorische Tagesordnung ist vorgeschlagen: Agitation und Organisation, die Presse und Kandidatenfrage. Giue große fozialistische Versammlung, die von etwa franzöfifchen Bergarbeiter Rongresses in Lens statt. Mehrere der Deputirten erörterten das sozialistische Programm. Die Ver fammlung nahm einstimmig eine Resolution an, die sich für die Solidarität aller Arbeiter ausspricht. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Todtenliste der Partei. In Sonneberg( Thüringen) wurden am 17. und 18. März zwei brave Genossen, Ernst Der Wahlagitation unserer Parteigenossen im Kreise Blechschmidt und Ernst Löffler begraben. Sie gehörten Mettmann werden große Schwierigkeiten entgegengesetzt. Im beide dem sozialdemokratischen Arbeiterverein an. Ehre ihrem ganzen Kreise ist es ihnen noch nicht gelungen, eine Bersammlung Andenken. abhalten zu fönnen, da ihnen alle Lotale gesperrt bleiben, während im Kreise Lennep und auch in Remscheid ein solcher Terrorismus nicht herrscht. Die Lokalinhaber möchten gerne In Calbe a. S. wurde die Märzfeier verboten, weil ihre Lokale hergeben, weil sie der schlechten Geschäftsverhältnisse das Lokal polizeiwidrig erleuchtet sei. halber auch mal ein gutes Geschäft machen möchten, aber die 3u zwei Wochen Gefängniß wurde der Genosse Besorgniß, um nicht Furcht zu sagen, vor behördlichen Maß Röhre in Wurzen vom Landgericht Leipzig verurtheilt, weil regeln läßt sie nicht dazu kommen. Der Unwille darüber ist im er den Leipziger Stadtrath beleidigt haben sollte. ganzen Kreise groß, der Steuerdruck daneben lastet schwer und Polizeilich verboten wurde der Volksbildungsimmer schwerer auf allen Erwerbszweigen, und wenn dann noch verein zu Steinpleis. Sämmtliche Bücher und Schriften wurden folche Bedrückungen von oben" kommen, verwandelt sich beschlagnahmt. schließlich die Milch der frommsten Denkungsart in gährend Drachengift. Im Eisenacher Wahlkreis sind unsere Genossen bereits tüchtig an der Arbeit. Der Kandidat, Genosse Pä told, hielt vom 18. bis 20. d. M. Wählerversammlungen ab in Kalten sundheim, Kaltenstein, Ostheim und Oberwied. Alle Versammlungen waren sehr gut besucht und herrschte überall große Begeisterung. In Ostheim sprach zum ersten Male ein Sozialdemokrat. " 1 Die Schuhmacher Königsbergs haben beschlossen, den 1. Mai zu feiern. In einer gut besuchten Versammlung fand folgende Resolution einstimmig Annahme: Die heutige im großen Saale der Jubiläumhalle tagende öffentliche Versammlung der Schuhmacher Königsbergs erklärt die Arbeitszeit als eine ohne Grenzen lange und verspricht, um den Arbeitgebern zu zeigen, daß sie mit dieser langen Arbeitszeit nicht einverstanden ist, am 1. Mai den ganzen Tag die Arbeit ruhen zu lassen. Die Wiener Bauarbeiter berufen dieser Tage Versamms beginnen soll mit der Anfangszeit der Arbeit um 7 Uhr früh. lungen ein, um festzuseßen, wann der Zehnstundentag für sie Die Handschuhmacher der Firma Roth in Lichtens ſtadt( Desterreich) haben die Arbeit eingestellt. Sie verlangen eine Aufbesserung des Schnittlohnes. Die sehr bescheidenen Forderungen der Arbeiter wurden vom Unternehmer, der einer der größten Fabrikanten in Böhmen ist und in Prag an 80 Handschuhmacher beschäftigt, in brutalster Weise abgelehnt. Bor Zuzug wird gewarnt. " " Genoffe egter, Redakteur der Sächs. Arb. 3tg.", wurde am 28. d. Mts. vom Dresdner Amtsgericht zu vier Serbische Musterbetriebe". In den serbischen StaatsMonaten Gefängniß verurtheilt. Der Verurtheilung liegt werkstätten zu Belgrad haben die Schuhmacher die Arbeit eine furze Erklärung zu grunde, die Wetzker Mitte Dezember v. J. eingestellt. Ueber die Ursachen des Streits berichtet die Freie gegenüber den Aussagen eines Krin in polizeibeamten im Prozeß Schuhmacher- Zeitung": Da der Staat kein Rohmaterial hatte, gegen Gen. Gradnauer in unserer Zeitung hatte ergehen lassen. mußten die Arbeiter sechs Wochen feiern. Als sie nach dieser Ter Sächs. Arb. 3tg." ift gänzlich unerfindlich, wie das Gericht unfreiwilligen Pause wieder eine Woche gearbeitet hatten, in jener Erklärung etwas irgendwie Beleidigendes erblicken und wurde ihnen bedeutet, daß der Lohn nicht ausbezahlt, sondern eine Verurtheilung aussprechen konnte. als Kaution zurückbehalten werde. Die Arbeiter, zumeist Eine Anzahl 3 widauer Bauhandwerker hatten Familienväter, forderten jedoch energisch ihren Lohn und er am 4. Oftober 1894 die Gründung eines Gesangvereins, Mozart" flärten, früher nicht weiterzuarbeiten, bevor nicht der Lohn ausAus dem 1. weimarischen Reichstags- Wahlkreise( Wei- unter gleichzeitiger Einreichung der Statuten und der Mitglieder bezahlt werde. Die Antwort hierauf war, daß man die alten mar- Apolda) schreibt man uns: Während wir längst schlagfertig liste bei der Polizeibehörde angemeldet, nach vielfachen Weite- Arbeiter durch 400 Schwaben" ersehen werde. Kollege Riftic, zur Wahl bereit stehen und durch die Aufstellung des Landtags: rungen und Ausstellungen wurde dem provisorischen Vorsitzenden der sich an die Spize der Bewegung stellte, wurde sofort ent Abgeordneten Genossen Baudert Apolda ais Reichstags jetzt endlich mitgetheilt, daß der Verein nicht genehmigt" wird, lassen. Am 6. d. fand eine Schuhmacherversammlung statt, in Kandidaten für uns die Kandidatenfrage schon lange erledigt ist, er sei eine Fortseßung des Vereins, Sängerlufi", einige der Neu- welcher folgende Resolution angenommen wurde: Niemand darf herrscht bei den anderen Parteien noch der größte Wirrwar. angemeldeten hätten auch dem aufgelösten Arbeiterverein Stadt die Arbeit früher aufnehmen, bevor der Lohn ausgezahlt und Die freifinnige Boltspartei hat, nachdem der Kaufmann antheil Böhlau" angehört, zudem feien es auch zu wenig Mit- die Entlassung Ristic's rückgängig gemacht wird. Ferner wurden Philipp Samhammer aus geschäftlichen Gründen abgelehnt hat, glieder. Unser Berichterstatter bemerkt hierzu, daß von dem Petitionen an den Direktor und den Kriegsminister beschlossen. eine Schwenfung nach rechts gemacht, und den früheren Land- verbotenen Berein Sängerluft" auch nicht ein Mitglied dem neu Die Haltung der Streifenden ist eine ausgezeichnete. rath von Sonneberg, jezigen Ober- Bürgermeister Dr. Baum angemeldeten Verein angehört, und daß vorläufig 10-12 Mann bach in Danzig, als Kandidaten proflamirt. Lie National- angemeldet waren, die langen doch zu einem Quartett. ES liberalen glaubten in dem Rentier Euble in Weimar, früher wird jedenfalls Rekurs ergriffen. Landwirth, einen auch für den Bund der Landwirthe genehmen Kandidaten gefunden zu haben. Da derselbe jedoch nicht auf den Antrag Kanit schwören wollte, so scheiterte ein Zusammengehen dieser beiden Parteien. Für den Bund der Landwirthe kandidirt nunmehr der Landwirth Robe in Rannstedt, einem Dorfe zwei Stunden von Apolda. Mit diesem werden auch höchst wahrscheinlich die Antisemiten, die im Kreise allerdings nicht in die Wagschale fallen, zufrieden sein. Die Nationalliberalen wollen nunmehr nochmals den Kuhhandel beginnen, um vielleicht einen geeigneten" Kandidaten, gleichsam Mätchen für alles", in Vorschlag bringen zu tönnen. Uns tann's recht sein. " " -Republikanische Abzeichen. Zwei Parteigenossen batten sich bei einer im legten Sommer in Greifenstein ( fächs. Erzgebirge) stattfindenden Parteifeftlichkeit mit rothen Papiermützen gezeigt. Sie wurden wegen Tragens republikanischer Abzeichen angeklagt, vom Schöffengericht zu Stolberg aber frei gesprochen. Das Landgericht Chemnitz jedoch in zweiter Instanz verurtheilte sie zu je 20 M. Geldstrafe." Soziale Leberlicht. Mehreren hundert Tabakarbeitern in Trier ist die Mittheilung gemacht worden, daß bei Annahme der Tabaksteuer die Arbeitszeit bedeutend gekürzt werden müßte. " 1100 Arbeiter einer Weberei in Verviers find arbeitslos geworden, da die Fabrik infolge eines Streits geschlossen wurde. Die Einigungsvorschläge, die der Direktor den Ausständigen machte, konnten von diesen nicht angenommen werden. Der Kongreß der französischen Grubenarbeiter ist be. endet. Der Antrag zu gunsten eines allgemeinen Streits wurde abgelehnt. Der Streit der Kinderjackenmacher in New York wird, den neuesten Meldungen zufolge, noch fortgeführt, weil die Verhandlungen zwischen den Vertretern der KinderjackenmacherUnion und den vereinigten Kontraktoren zur Beilegung des Streifs resultatlos verlaufen sind. In der letzten Sihung, über die uns berichtet wird, und welche am 4. März stattfand, hatten die Streifenden einige Konzessionen gemacht; fie willigten ein, Forderungen selbst stellen und durchsetzen sollten, aber damit daß die Knopflochmacher und die Frauen und Mädchen ihre Parteipreffe. Auf Einladung des Genossen Raden fand waren die Kontraktoren nicht zufrieden; sie verlangten, daß die am 24. d. M. in 3 wid au eine Versammlung sächsischer Ge- Der Erlaß von Köller wirkt. In Lüneburg hat sich Union die Kontraktoren, welche die Forderungen der Arbeiter noffen zur Besprechung von Preßangelegenheiten statt. Nach im Juli 1894 ein Turnverein gebildet. Derfelbe hat nunmehr bewilligten, zwingen sollte, ihrer Assoziation beizutreten, und daß längerer Aussprache fand folgende Resolution Annahme:" Die gleichfalls beschlossen, sich dem Arbeiter- Turnerbund anzuschließen. die Gewerkschaft außerdem einen Bon hinterlege, daß während heute im Belvedere" zu 3 wick au stattfindende Versammlung Der Turnverein Frisch auf!" zu Coswig in Anhalt ist der Dauer des Vertrages fein Streit angeordnet werde. Die zur Besprechung von Preßangelegenheiten der sozialdemokratischen aus der Deutschen Turnerschaft ausgetreten, und hat sich zum Vertreter der Union wollten hiervon nichts wissen, sie theilten Partei beschließt: 1. Die in Faltenstein erscheinende Vogt- Arbeiter- Turnerbund angemeldet. den Bossen mit, daß man den Streit fortführen werde. ländische Volkszeitung" als offizielles Parteiorgan nicht an Die Kehrseite einer sogenannten Wohlfahrtseinrichtung 150 Bosse haben die Forderung bewilligt, 80 Kontraftoren stehen zuerfennen: 2. in den Orten, wo das, Sächs. Boltsblatt" und die bekam der Arbeiter einer Dresdener Glasfabrik zu fosten. noch aus. ,, Vogtl. Voltsztg." verbreitet sind, haben die Genossen für die Der Fachgenoffe" berichtet von einem Fall, wo einem außer weitere Ausbreitung der sozialdemokratischen Preffe mit allen Arbeit getretenen Glasmacher die Fortschaffung seiner Möbel Kräften thätig zu sein, in der Empfehlung der beiden eben be aus dem Fabrikwohnhaus erschwert wurde. Der Portier ließ den zeichneten Zeitungen gleichartig zu verfahren und keinerlei Möbelwagen nicht paffiren, der Inspektor habe es so angeordnet. einseitige Beeinflussung zu gunsten einer derselben auszuüben." Der betreffende Arbeiter hatte ordnungsmäßig aber freiwillig das Wolff's Telegraphen- Bureau. Arbeitsverhältniß gelöst. Er wohnte in einer der Fabrik ge- Flensburg, 25. März. Der Zusammenbruch der„ SonderDie Behandlung politischer Gefangener in Preußen hörigen Wohnung. Die Miethe war bis zu Ende des Mars burger Baut" ist auf große Unterschlagung des verstorbenen Kassirers wurde schon mehrfach und erst fürzlich wieder im lokalen Theil bezahlt, und die Miethsentschädigung auf sogenannten„ Borschuß und des Bankdirektors Jörgensen zurückzuführen. Die Unterunferes Blattes einer Beleuchtung unterworfen, die für einen schon in Abrechnung gebracht. Zirka 20 M. hatte aber die schleife belaufen sich auf 2440 000 M., die in Börsenspekulationen Kulturstaat nichts weniger als schmeichelhaft war. Die denkbar Firma angeblich noch von ihm zu fordern. Dafür hatte aber verloren gingen und seit 1890 datiren. Viele Spareinlagen sind größte Strafe für einen im politischen Leben gestandenen Mann der Arbeiter noch drei Schichten im Ofen, welche also noch un- verloren. Zwei Bankbeamte sind seit Jahren Mitwisser der bedeutet es, ihn gänzlich von der Außenwelt abzuschneiden. Bis verrechnet sind, aber den Betrag von 20 M. decken würden. Defraudationen. zur Unerträglichkeit wird diese Qual gesteigert, wenn derselbe Das schien der Firma noch nicht Deckung" genug und deshalb Kopenhagen, 25. März. Der Inspektor der Sittlichkeitsnicht einmal durch irgend eine Zeitung von den Vorgängen die Verweigerung der Durchfuhr, übrigens ein ganz ungefeßliches polizei Korn hat sich heute vormittag durch einen Revolverschuß außerhalb der Gefängnißmauern sich unterrichten darf. Diese, Verfahren. Denn um ein Einbehaltungsrecht der Firma als das Leben genommen. den Strafzweck überschreitende Härte hatte man auch dem Genoffen Vermiether fonnte es sich hier garnicht handeln, da, wie gesagt, Lingweiler, Redakteur der Elberfelder Freien Presse", die Miethe beglichen war. Der Arbeiter mußte erst die Hilfe der auferlegt. Dem genannten, dem bekanntlich fast ein Jahr Zeit gegeben Behörde in Anspruch nehmen. Berantwortlicher Redakteur: I. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. * " Depeschen. Paris, 24. März. Bei 3 Wahlen zum Senat, welche heute in Frankreich stattfanden, wurden ein Royalist und zwei Republifaner gewählt. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 72. Tokales. für Kinder Volksküchen um T Dienstag, den 26. März 1895. " 12. Jahrg. An der Influenza sind in der Woche vom 10. bis zum gegangenen Woche starben 76 Personen an dieser Krankheit. Infolge der Influenza ist der 28 Jahre alte Pferdebahnschaffner Lehmann, Köpnickerstraße 115, irrsinnig geworden. Er wurde nach der Neuen Charitee gebracht. unaufhaltbar fortschreitende Verarmung gedrängt, immer mehr elbien ihnen die Gnade erweist, fie für 60 Pf. Tagelohn etwa auf die vorbeugende Thätigkeit der dauernden Aufhilfe Ver- neben entlassenen Zuchthäuslern zum Miftfahren anzustellen. Der Etatsausschuß der Stadtverordneten Berarmender hat verzichten müssen und sich immer mehr damit hat Bor solcher Sozialreform muß der Umsturz in der That ins sammlung hat beim Etat der städtischen Gasanstalten gehenden Linderung ihrer Noth Unterstützungen zu gewähren. begnügen müssen, bereits rettungslos Verarmten zur nur vorüber- Maufeloch friechen! folgende ersucht den Magistrat, dafür Sorge zu tragen, daß in betreff der Vielleicht paßt das Geständniß eines so etlatanten Mißerfolges 16. März in Berlin 74 Personen gestorben. In der vorherunentgeltlichen Zuführung der Gasröhren bis zum Gasmesser Geständniß leider auch in Aber wir vermissen dieses bei dem Gebrauch des Gafes zu Koch, Heiz- und Wirthschafts- Geständniß leider auch in anderen Veröffentlichungen des Vereins. Am Echluß der Rede wird gewünscht, daß der oft zwecken, sowie zum Betriebe von Motoren von der Deputation und überzeugungsvoll gethane Ausspruch, daß in Berlin niemand der städtischen Gasanstalten bestimmte Grundsäge aufgestellt werden. Beim Etat für den städtischen Viehmarkt wurde die zu betteln braucht, aber auch niemand hungern darf, sich fort Einnahme aus dem Rummelsburger Viehmarkt im Etat als Vereins ist, wird man, da er es so oft wiederholt, schließlich Kleinen Journal" und anderen christlichen Blättern vom und fort bewahrheite". Daß das wirklich die Ueberzeugung des Eine Erklärung in Sachen der Gnadenkirche ist dem fünftig wegfallend bezeichnet, weil es im Interesse der Verwaltung liege, den Magerschweinemarkt, der eine Gefahr für glauben müssen. Aber dann ist er jedenfalls sehr schnell bereit, Engeren Ausschuß des Evangelisch- kirchlichen Hilfsvereins zusich überzeugen zu lassen. die Verbreitung der Maul- und Klauenfeuche in sich Wer weniger schnell bereit ist, 31 gestellt worden. Wir dachten erst, daß die Zuschrift ein Sündenbirgt, zu beseitigen. Bei dem Schaugebühren- Tarif soll eine Gr- glauben, was er wünscht, der wird sich doch der Einsicht nicht bekenntniß von wegen der Sonntagsentweihungen enthalten mäßigung für Rinder um 10 Pfennige pro Stück eintreten. Zu niemand zu betteln, den Thatsachen ins Gesicht schlägt. Wir auf die Einweihung und entschuldigt die Besetzung der Kirchenverschließen können, daß die Behauptung, in Berlin brauche würde. Dem ist aber nicht so; die Erklärung bezieht sich nur dem Markthallen- Etat empfiehlt der Ausschuß folgende Beschluß- können nur wiederholen, was wir nun oft genug an dieser pläge mit Hofleuten und Generalen 2c. In Sachen des Ruhetags faffung: Der Magistrat wird ersucht, durch die Markthallen Stelle gesagt haben: gerade die Geschichte des Vereins gegen diebstahls ist von offizieller Stelle noch kein Wort der Ent Teputation Ermittelungen darüber anstellen zu lassen, in welcher Verarmung" beweist von Weise eine gerechtere Vermiethung der Standplätze in den absolute Unmöglichkeit, die Anfang bis zu Ende die schuldigung ergangen, man scheint diese Handlung nach alledem die Noth der befitlosen Klasse überhaupt nicht für entschuldbar zu halten. Markthallen herbeigeführt werden kann. In der Sigung vom Sonnabend hat der Etats ausschuß be. durch Privatwohlthätigkeit und dergleichen zu beseitigen. EinEhrliche Leute sollen im Berliner Vorort Verkehr schlossen, die vom Magistrat im Gtat eingesetzten 6000 M. als getroffen iſt, was in der Versammlung vom 2. Oktober 1869, in nicht mehr wegen Betruges bestraft werden. Bekanntlich wurde Beihilfe für den evangelischen Hilfsverein, 500 m. als Beihilfe wurde, von einer Seite warnend und richtig prophezeiend gesagt von 6 M. von jedem Fahrgast erhoben, der ohne giltige Fahr an den Frauenverein zur Unterſtügung verschämter Armen und wurde: es sei unmöglich, den sozialen Krebeschaden" durch eine farte eine Strecke zurückgelegt hatte, ganz gleichgiltig, ob ein ebenfo 3000 m. als einmalige Unterstüßung des Evangelischen freiwillige Thätigkeit ganz zu heben. Und daffelbe gilt von den Frrthum oder ein beabsichtigter Betrug vorlag. Magdalenenstift zu streichen. Ueber eine Petition des Vereins meisten anderen Vereinen dieser oder ähnlicher Art, die gerade nimmung wurde vor einiger Zeit für den Verkehr auf der Diese Be der Berliner Arbeitertolonie um Gewährung eines städtischen Zuschusses von 5000 M. wurde zur Tagesordnung in Berlin entstanden. Wenn man sie, soweit sie heute noch bemündenden Vorortbahnen weiterhin in traft. Wie gemeldet am Ausgang der 60er und Beginn der 70er Jahre sehr zahlreich Stadtbahn fallen gelassen, blieb aber auf den in Berlin ein übergegangen; dagegen wurde eine Petition des Vereins fiehen, bis auf ihre Anfänge zurückverfolgt, so erstaunt man, wie wird, ist jetzt vom Minister eine Verfügung getroffen worden, eines Bewilligung wenig sie von der Stelle gekommen sind. Es muß beinahe schon wonach im Berliner Vorort- Verkehr fünftighin Reisende, welche Beitrags von 10 000 M. dem Magistrat zur Berüdsichtigung als ein Erfolg angesehen werden, wenn sie sich nur auf der absichtlich jedoch nicht in der Absicht einer Fahrgeld- Hinter überwiesen. Ferner wurde folgende Resolution angenommen zuerst eingeschlagenen Bahn zu behaupten vermocht haben und " Die Versammlung ersucht den Magistrat, die Gesellschaft für nicht, wie der Verein gegen Verarmung", immer mehr aus ihrer find, ohne die erforderliche Zuschlagskarte gelöst zu haben, das zuerst eingeschlagenen Bahn zu behaupten vermocht haben und ziehung über die ursprüngliche Bielstation hinausgefahren ethische Kultur zur Herstellung und Erhaltung von Leſehallen mit Bahn herausgedrängt worden sind. entsprechenden Geldmitteln zu unterstüßen." Der übrige Theil erhöhte Fahrgeld von jetzt ab nicht mehr bezahlen sollen, falls des Etatsentwurfs gelangte unverändert zur Annahme. Vor- Für die ausgesperrten Brauerei Arbeiter gingen bei sie sich beim Verlassen des Zuges sofort freiwillig bei dem dienstaussichtlich werden für das Steuerjahr der unterzeichneten Kommission ein: Von der Equitt'schen Möbel- habenden Stationsbeamten oder Zugführer wegen Nachzahlung 1895/96 145 pt. Gewerbesteuer, 145 pt. Grund fabrik 4 M., Bierprozente von den Arbeitern der Löwe'schen des Fahrgeldes melden; in diesem Falle wird fortan nur das Gebäudesteuer und 97 pt. Gemeinde Fabrik 15,75 M. Die Kommission der Brauer und Brauerei- felbe für die zurückgelegte Strecke erhoben werden. Einkommensteuer zur Erhebung gelangen. Die Hilfsarbeiter. Zwischen Seylla und Charybdis. In einer der lehten definitive Fessehung erfolgt in einer Sigung am Donnerstag. Sozialreformatorisches aus dem Militärstaat. Der Sigungen, die der Ausschuß der vereinigten Innungen Sodann hat der Ausschuß beschlossen, folgende vom Stadtv. Regierungspräsident zu Potsdam, Graf Hue de Grais, hat den Berlins abhielt, kam die angesichts des fläglichen Mitglieder Singer eingegangene Resolution der Versammlung zur Annahme vorzuschlagen:„ Den Magistrat zu ersuchen, thunlichst dar- Landräthen folgende Verfügung zugehen lassen: Während der standes einzelner Innungen gewiß aktuelle Frage zur Besprechung, auf Bedacht zu nehmen, daß Ausgabeposten erst dann in den Etat legten Monate mußten infolge der nothwendig gewordenen ob es sich nicht empfehle, durch Herabsehung der Aufnahme eingestellt werden, wenn die bezüglichen Projekte und Kostenanschläge Herabfchung des Betriebes in den militärischen Fabriken aebühren weitere Kreise des Mittelstandes der rechtmäßigen eingestellt werden, wenn die bezüglichen Projekte und Kostenanschläge zu Spandau eine größere Anzahl Arbeiter, und zwar sowohl Organisation", den Innungen, zuzuführen. Lange fannen die von der Stadtverordneten- Bersammlung endgiltig genehmigt sind." handwerksmäßig ausgebildeter als auch ungelernter weisen Obermeister nach; sie redeten vie! und kamen endlich zu dagegen wurde folgende, ebenfalls von Singer vorgeschlagene Arbeiter entlassen werden. Die dadurch hervorgerufene Ar- dem einmüthigen Entschlusse, daß aus zwingenden Gründen von Resolution abgelehnt: beitslosigkeit in Spandau wird noch vergrößert werden, einer solchen Maßregel, die in anderer Beziehung ach so dringend Den Magistrat zu ersuchen, gegenüber dem zeitigen Ber- wenn sich im Frühjahre, wie vorauszusehen ist, Arbeiter nöthig sei, leider Abstand genommen werden müſſe. fahren bei Aufstellung der Etats, wonach Ausgaben, die für den entlassungen in noch erheblich größerem Umfange nöthig zwingende Grund" ist nämlich der Sozialismus, der Betrieb einer Berwaltung erforderlich sind, häufig ihre Deckung machen werden. Um einem hierdurch etwa entstehenden Noth gleich dem steinernen Gaft plöglich in der illustren Versammlung aus anderen Etats finden, dafür Sorge zu tragen, daß jede stande zu steuern, wird sich der Versuch empfehlen, diese Arbeiter, erschien. Vorsicht, um des Himmelswillen, Vorsicht, tönten Ausgabe in dem Spezialetat derjenigen Verwaltung, für welche soweit angängig, insbesondere dem Landwirthschafts- da die mahnenden Stimmen der ehrwürdigen Bopf Des betreffende Ausgabepoften thatsächlich zu leisten ist, in Form betriebe, wo über Arbeitermangel geklagt wird, zuzuführen. träger. Alles andere vertragen die Innungen, nur das im Text der Spezialetats befindlichen Mittheilung zum Zu diesem Behufe ist die Direktion des Feuerwerkslaboratoriums nicht. Tas außerhalb der Innungen stehende Element Leftruck gebracht wird." in Spandau bereit, für sämintliche dortige militärische Fabriken ist, Gott fei's geflagt, Ver ,, Verein gegen Verarmung" verbreitet jetzt einen den Nachweis der entlassenen und noch zu entlassenden Arbeiter durchfeucht. Wenn die Zwangsorganisation play greife, müsse Abdruck der Festrede, mit der aus Anlaß des 25jährigen Be- zu übernehmen und den Landwirthen, welche Arbeiter einzustellen im Gegentheil die Karenzzeit, während welcher jeder Ge stehens die diesjährige Generalversammlung eingeleitet worden beabsichtigen, entsprechende Auskunft zu ertheilen. Die Land- werbetreibende in die Innung aufgenommen werden muß, be ist. Wir haben dieser Rede und dem Bericht über 1894 bereits räthe haben den landwirthschaftlichen Vereinen Kenntniß von schränkt werden. In dem Moment, wo man gezwungen ist, in Nr. 51 einige Zeilen gewidmet. Wenn die Rede jetzt nach der Verfügung des Herrn Regierungspräsidenten mit dem jeden aufzunehmen, werde man mit einem sehr starken träglich als Flugblatt verbreitet wird, so will man dadurch, wie Anheimstellen gegeben, sich gegebenenfalles an die Direktion des sozialdemokratischen Element in den Jnnungen zu aus einer Vorbemerkung ersichtlich ist, das Interesse der Berliner Feuerwerks.Laboratoriums in Epandau um Ueberweisung ge rechnen haben, das niederzuhalten der größten Kraft bedürfen Bürgerschaft für die Privatwohlthätigkeit im allgemeinen und für eigneter Arbeiter zu wenden. Nicht nur Landwirthe, sondern werde." Das schlug durch; die bleiche Furcht siegte. den Verein im befonderen, das seit einiger Zeit abnimmt, neu auch Handwerksmeister, wie Schlosser, Tischler, Stellmacher, Eine verzwickte Situation! Das morfche Fahrzeug des ehre beleben. Für diesen Zweck, dem übrigens schon im vorigen Jahre Schmiede, Dreher, Mechaniker, Klempner und Anstreicher, die samen Handwerks zwischen Rapitalismus und Sozialismus, hins die massenhafte Verbreitung des Jahresberichtes dienen sollte, ist Arbeitskräfte nöthig haben, nögen sich vertrauensvoll an die und hergeworfen, mit der sicheren Aussicht auf den Untergang. die Rede in der That sehr geeignet. Sie preist die organisirte genannte Direktion wenden. Ach die armen Steuerleute; ihre schlotternde Angst stimmt zum vorbeugende Privatwohlthätigkeit als das Alheilmittel gegen Werden die im Feuerwerks Laboratorium zur Entlassung Mitleid! alle Verarmung und stellt die Erfolge des Vereins im günstigsten fommenden Arbeiter sich in unbetracht ihrer technischen Kenntnisse Zwischen der Eisenbahnverwaltung und der Gemeinde Lichte dar. Verschwiegen wird aber, daß der Verein, durch die freuen, wenn der nothleidende Agrarier Graf Schneidig aus Dft- Rigdorf haben die Verhandlungen bezüglich der Ueberlassung und Freie Volksbühne. M Der sozialdemokratischen Ideen gesonnen. Er will einen armen Verwandten, den Grafen außer der Ehe mit einer armen Abeiterin erzeugt. Nachdem er von Outreville, adoptiren und dann mit Fernande ver Mutter und Kind anfangs vernachläffigt und die Mutter schließlich Emile Augier hat in seinem Schauspiel Der heirathen. Um dem Grafen einen Ersatz für Fernandes bürger- im Glend hat verkommen lassen, hat er den Sohn, ohne ihn anzu Pelitan" denjenigen Gesellschaftsschichten, die in Frankreich liche Herkunft zu bieten, soll Maréchal zu einer politischen Be- erkennen, als Waise erzogen und ausbilden lassen. Er wollte aus ihm unter dem zweiten Kaiserreich die vornehme Welt" bildeten oder rühmtheit aufgepufft werden. Auberive gehört zu den Führern das machen, was er selbst, talentvoll, aber arm, nicht hatte bilden wollten, einen Spiegel vorgehalten, aus dem ihnen ein des Adels im Parlament. Maréchal ist einst liberal und An- werden können. Um das zu ermöglichen, hat er auf jede Weise zwar nicht fauberes, aber wohl ziemlich unverfälschtes Bild enthänger der Jdeen Voltaire's gewesen, ist später aber zur Reaktion Geld zu verdienen gesucht, als Pamphletschreiber, als Inhaber gegenblickte. Heute paßt das Schauspiel im ganzen auch auf übergegangen. Seit er reich ist, hat er den Geschmack an Voltaire eines Ammenbureaus, als Ordner bei Leichenfeierlichkeiten u. f. w. Deutschland, und auf die Freie Volksbühne", die es am Sonn- verloren; er fängt an, zu finden, daß, so lange die Jdeen dieses Dabei ist er immer tiefer in Verlumpung gerathen. Er hat an tag Nachmittag im National- Theater"( in der deutschen Be- gefährlichen Aufklärers ſammt denen Rousseaus nicht Maximilian wie der Vogel Pelikan gehandelt, der sich der Sage arbeitung von Heinrich Laube) zu sehen bekam, schien es todt und begraben sind, kein Mensch in Ruhe sein Vermögen nach für seine Brut die Brust aufreißt, um sie mit seinem Blute denn auch wie ein nicht übel getroffenes Konterfei zu wirken. genießen kann. Seitdem er nicht mehr zum Volke gehört, hat er zu nähren. Als er sich, wieder um Maximilians willen, dem Die Idee, eben jetzt den Pelikan" zur Aufführung zu sich auch zu der Ansicht bekehrt, daß das Volt einen Glauben Marquis gegen gute Bezahlung zur Verfügung stellt, hat sein Gebringen, war nicht gerade liebenswürdig gegen die Kämpfer braucht. Der Marquis und seine politischen Freunde dürfen ihn wiffen, wie er sagt, längst fein Recht mehr zur Prüderie. Er ist für die heiligsten Güter", die augenblicklich bei uns wieder an also als einen der Jbrigen betrachten. Auf Betreiben des Mar- bereit, die heiligen Dinge wißig zu vertheidigen", gegen seine bessere der Arbeit sind. Ein Kampf für allerlei heilige" Güter bildet quis haben sie bereits Maréchal's Wahl zum Deputirten für die Ueberzeugung. Aber er fühlt, daß er trotzdem noch über der Ge auch den politischen Hintergrund der Handlung dieses Stückes. Kammer arrangirt. Der Marquis will ihn aber auch zum Wort- sellschaft steht, an die er sich verkaufen muß. Der Marquis will Das macht die Aehnlichkeit des Konterfeis noch größer und auf- führer in dem Feldzuge gegen die Aufklärung machen, den seine Maximilian fördern. Er hat ihn bereits in die Stelle eines fallender, und es fordert geradezu zur Vergleichung heraus. Partei durch Einbringung von Anträgen gegen die Universität Sekretärs bei Maréchal gebracht, dessen zweite Frau aus adliger Dabei fommen dann natürlich unsere Gesellschaftsretter nicht als den Schlupfwinkel der Philofophie eröffnen will. Er weiß Familie stammt, zur Adelspartei hält und, da sie sich für junge eben gut weg. Augier läßt deutlich genug durchblicken, daß der das leitende Komitee der Partei, in dem die verwittwete, Leute interesfirt", Maximilians Vorgänger vermöge ihrer Ber vornehmen" Gesellschaft, dem ehemals liberalen Bürgerthum ebenso aber noch junge und hübsche Baronin Pfeffer's in bindungen sämmtlich gut angebracht hat". So schmußigen wie dem immer noch feudal gesinnten Junkerthum, als das Frömmigkeit und Koketterie ihr Szepter schwingt, zu überzeugen, Mitteln will Giboyer nicht das Glück Maximilians verdanien; heiligste" aller Güter der Geltfack gilt; und es braucht nicht daß gerade das Auftreten seines Günstlinges Maréchal, des alten der Play, den er feinem Sohne zugedacht, finde sich nicht in den eist gefagt zu werden, daß auch bei uns in dem Kampf gegen den Liberalen und Voltairianers, Aussehen erregen müsse. In ihm Kreisen der Auberive's und Maréchals. Maximilian soll " Unglauben", die" Unfittlichkeit", den Umsturz" u. 1. w. die sei das Bürgerthum zum Adel übergegangen, das zwar die Re- einmal für die Ideen eintreten, die Giboyer als schön bange Sorge um den lieben Geldsack das treibende Motiv bildet. volution nur deshalb auf einmal verabscheue, weil es selber nichts und wahr erkannt hat, ohne öffentlich für sie eintreten zu Es ist immer und überall ein und daffelbe, was sich hinter der mehr dabei zu gewinnen habe, das man aber nun sehr gut ins fönnen, die Giboyer gerade jetzt in der für die Partei des modernen Gesellschaftsretterei verbirgt. Auch in der Faden Vordertreffen gegen die Revolution schieben könne. Maréchal Marquis gelieferten, von Maréchal zu haltenden Rede öffentlich fcheinigkeit der sittlichen Eleganz, die die Blößen, nicht schamhaft, ist freilich faum im stande, einen einzigen Satz zusammen bekämpfen muß. sondern heuchlerisch, verdecken soll, geben die Retter von hüben hängend zu sprechen. Aber die Reden sollen ihm ge= Was ich bis hier erzählt habe, ist eigentlich nicht mehr als und drüben einander faum etwas nach. liefert werden, er braucht sie nur abzulesen. Der Marquis das Fundament, auf dem nun erst die Handlung des Dramas Die Handlung des Stückes ist etwas komplizirt und in ihren verspricht sich auch von dem Auftreten des Tropfes aufgebaut werden soll. Aber das Gebäude, das der Dichter Berwicklungen nicht immer leicht zu überschauen. Der Marquis weniger für den Kampf gegen Aufklärung und Umsturz er darüber errichtet hat, steht in einem argen Mißverhältniß zu von Auberive hat keinen legitimen Erben seines Namens zu denkt felber im stillen sehr skeptisch über die Heiligkeit der diesem breiten und kraftvollen Fundament. Man erwartet etwas hinterlassen, aber er hat Grund, sich für den Erzeuger eines Mädchens heiligsten Güter" als für die Förderung seiner privaten besonderes, großes, etwa, daß Giboyer und Maximilian, zu halten, als deffen legitimer Vater ein reicher Bürger- Pläne. Die Kastanien, die Maréchal aus dem Feuer holen soll, ihrer proletarischen Herkunft eingedenk, der Geburts- und licher, der Hammerwerk- Befizer Maréchal, gilt. Der Groß- find kaum mehr als die Einwilligung des Grafen von Outreville der Geldaristokratie, die sich anschicken, ihre alte Feindvater dieses Parvenüs ist noch Pächter beim Großvater des in die von dem Marquis sehnlichst gewünschte Heirath mit der schaft zu vergessen und sich zum Kampfe gegen den Marquis gewesen. Seitdem haben die Maréchal's ebenso an Tochter des reich gewordenen, aber immer noch bürgerlichen von unten drohenden Umsturz zu vereinigen, den Fehdehandschuh Boden gewonnen, wie die Auberive's verloren haben, und die Hammerwerkbefizers. Die erste Kammerrede, die eine Art Mani- hinwerfen werden. Aber die Geschichte endet recht spießbürgerlich Familien find einander nahe gekommen. Der Enkel des alten fest bilden und durch ihre Bedeutung Maréchal mit einem Schlage gemüthlich, fast idyllisch. Fernande heirathet nicht den Grafen Marquis hat die zwischen den beiden Familien bestehenden Be- berühmt machen soll, liefert ein Journalist Giboyer, der sich von Dutreville, den sie vorher akzeptirt hat, nur um aus der ihr ziehungen insofern noch intimer gestaltet, als er sich nicht un- von der Partei des Marquis kaufen läßt und dazu außersehen verhaßten Nähe der Stiefmutter zu kommen, sondern empfindlich für die Reize der Frau des Hammerwerk- Besitzers wird, die Leitung des Parteiorgans zu übernehmen. Dieser milian. Der Marquis von Auberive, der partout feinen Namen gezeigt hat. Nach dem Tode der Frau Maréchal ist Biboyer, den der Marquis schon früher für seine Zwecke benutzt durch Fernande's Kinder fortpflanzen will, wird nun Maximilian Herr von Auberive Vormund ihrer Tochter Fernande ge- hat, ist ein verlumptes Genie, aber er verdankt seine völlige statt Dutreville's adoptiren. Outreville ist in den Neßen der worden, und nachdem seine eigene Frau gestorben ist, Berlumpung zum theil einem edlen Buge feines Charakters. frommen Baronin Pfeffer's hängen geblieben. Den Gegens ohne ihm einen Erben geboren zu haben, wünscht er, durch Giboner verkauft sich für seinen Schüßling, den jungen minen, die die Pfeffer's legt, ist schließlich die ganze unEr will nur ein entfernter Ber: erwartete Wendung zu danken, die den fein ausgesonnenen Fernandes Kinder seinen Namen fortzupflanzen. Zu diesem Zwed Maximilian Gerard. hat er sich einen etwas abenteuerlich aussehenden Plan aus- Iwandter von Maximilian sein, ist aber sein Bater; er hat ihn Plan des Marquis über den Haufen wirst. Um dem Grafen " " 1 Maris = aed Kölnischen Wiesen" zur Anlage einer Eisenbahn nach der baren. Als bezeichnend sei noch angeführt, daß diese Scham- den Zweck ihres Scherzes fundgaben. Die Folge war, daß einige Gewerbe- Ausstellung bereits dahin geführt, daß Rigdorf sich mit losigkeit sich unter der Inseratenrubrit im Tageblatt" Literatur, der empörten Arbeitslosen die jungen Flegel nach Noten mit den der Hergabe der Wiesen" einverstanden erklärt hat. Die ziem- Kunst"(!) findet! Fäusten bearbeiteten. lich große Fläche soll demnächst geebnet werden, und die bisher Große Beunruhigung rufen in Spandau die mit un- Ein Büchermarder, der in den Berliner Lesehallen sein übliche Beacherung des Geländes findet daher schon in diesem heimlicher Häufigkeit stattfindenden Feuers brünste hervor, Unwesen trieb, ist endlich von der Polizei ermittelt worden. Es Frühjahr nicht mehr statt. die ausschließlich das neue Stadtviertel Oranienburger Vor- handelt sich um den 22 jährigen Buchhalter Otto G. aus der Hinsichtlich der Rekrutirung des Heeres für 1895/96 ftadt" heimsuchen. In furzer Zeit ist in diesem Stadtheil ein Rykestraße 6. Schon seit langer Zeit wurde von den Inhabern m Stadtteil ein Sykestraße der Schon feit langer Zeit wurde von den Inhabern ift u. a. folgendes bestimmt worden. Entlassung der Reservisten. volles Dußend großer Brände vorgekommen. Eine Feuer von Leſehallen über Diebstähle geklagt und in der letzten Woche 1. Der späteste Entlassungstag ist der 30. September 1895. Das versicherungs- Gesellschaft fündigte die Verträge in dieser Stadt- sind aus den Berliner Lesehallen am Spittelmarkt nicht weniger nähere beſtimmen die General- Kommandos, für die Fußartillerie gegend. Man ist der Ansicht, daß die Feuersbrünfte auf Brand- als sieben neu angeschaffte Nachschlagewerke entwendet worden. die General Inspektion der Fußartillerie. 2. Bei denjenigen stiftung zurückzuführen sind. Von diesen, wie auch von anderswo abhanden gekommenen Truppentheilen, welche an den Herbstübungen theilnehmen, hat Büchern sind mehrere in der Wohnung des Buchhalters entdeckt Im Schornstein der Kaserne des Kaiser Alexander worden, andere waren bereits in die Hände von Althändlern die Entlassung der zur Reserve zu beurlaubenden Mannschaften, unter Berücksichtigung der in Ziffer 1 getroffenen Festsetzung, in Garde- Grenadier- Regiments ist am Sonnabend der 17jährige übergegangen. Außer den Büchern wurden eine Menge Bismarckunter Berücksichtigung der in Ziffer 1 getroffenen Festsetzung, in Schornsteinfeger- Lehrling Hugo Schreiber gestorben, der bei Bleistifte, wie sie in Lesehallen ausliegen, als gestohlen beschlagder Regel am zweiten ausnahmsweise am ersten oder dritten Tage nach Beendigung derselben, bezw. nach dem Eintreffen in seinem in der Brunnenstraße wohnenden Vater in der Lehre nahmt. Gerig, der seit längerer Zeit stellenlos und auch schon Tage nach Beendigung derfelben, bezw. nach dem Eintreffen in den Standorten stattzufinden. Abweichungen hiervon können das ſtand. Am Sonnabend Vormittag fand auf dem Terrain der mehrfach bestraft ist, war seit mehreren Tagen in seine Wohnung Kriegsministerium und in bezug auf einzelne Mannschaften die oben genannten Kaserne die Gesellenprüfung ftatt, an welcher nicht zurückgekehrt, wurde aber ermittelt und festgenommen. General- Kommandos verfügen. 3. Die zu halbjähriger aktiver auch Sch. betheiligt war. Der junge Mann hatte die Aufgabe, Durch die Entdeckung des Bücherliebhabers, der meistens in General- Kommandos verfügen. 8. Die zu halbjähriger altiver Dienstzeit im Mai bezw. November eingestellten Trainsoldaten sind mit einem Steiger" versehen, von innen zu erklettern und führte waltung als auch von dem Personal der Lesehallen, insonderheit Dienstzeit im Mai bezw. November eingestellten Trainsoldaten sind den Schornstein von dem Gebäude der 8. Kompagnie, welcher Zylinderhut und Handschuhen auftrat, ist sowohl von der Veram 31. Oktober 1895, bezw. am 30. April 1896, die Traingemeinen, dieselbe gegen 11 Uhr Vormittags aus. Als Sch. nach der vor: aber auch von den Besuchern die bereits eingetreten gewesene sowie die Dekonomie- Handwerker am 30. September 1895 zu ent laffen. Die Einstellung zum Dienst mit der Waffe hat nach näherer Schriftsmäßigen Zeit und auch späterhin die Rauchleitung nicht große Beunruhigung genommen worden. Anordnung der Generalfommandos bei der Kavallerie baldmög- verließ, wurde sie von zwei Gesellen untersucht und der Vermißte Durch die Frechheit eines Spizbuben ist ein armer 0 Die verfittlichte Friedrichstraße. Den Damen der Halbwelt", denen durch eine alte Polizeiverfügung" das Betreten eines großen Theiles der Friedrichstraße und der Straße Unter den Linden verboten ist, soll durch eine neuere Verfügung auch nicht mehr gestattet sein, in der Friedrichstraße selbst zu wohnen, und zwar speziell in dem Theil zwischen den Linden und der Puttkamerstraße. Welchen Erfolg wird diese Verfügung haben? lich nach dem 1. Oktober 1895, jedoch grundsätzlich erst nach dem ziemlich am Kopfe des Schornsteins todt aufgefunden. Die Beine Wiedereintreffen in den Standorten von den Herbstübungen, bei hatte Schreiber so fest gegen die Steiger gedrückt, daß der Körper Hausdiener und Bater einer zahlreichen Familie in eine verMit Hilfe von Soldaten mußte der zweifelte Lage versezt worden. Der Hausdiener der Firma den Train- Bataillonen zum Herbst am 2. November 1895 und nicht zu entfernen war. für die Trainsoldaten zum Frühjahr 1896 zu erfolgen. Die Re- Schornstein gesprengt werden, um die Befreiung des Lehrlings Gusowski in der Kaiserstraße hatte am Sonnabend Mittag auf fruten für die Unteroffizierschulen, sowie die als Defonomie- u bewirken. Zwei anwesenden Stabsärzten gelang es nicht, den einem Handwagen ein Faß Butter und ein Faß Schmalz an Handwerker ausgehobenen Refruten find am 1. Oftober 1895 ein- jungen Mann, dessen Pulse sich noch in schwacher Thätigkeit be- einen Kunden feines Chefs zu befördern. Der Weg führte ihn zustellen. Für die Refruten aller übrigen Truppentheile hat das fanden, ins Leben zurückzurufen, der Tod war bereits infolge durch die Elisabethstraße an seiner Wohnung vorbei. Er benutzte diese Gelegenheit, um in der Wohnung schnell sein Mittagbrot Kriegsministerium den näheren Zeitpunkt der im Laufe des Lungenfchlag eingetreten. zu verzehren, doch schickte er sofort seinen Sohn auf die Straße, Monats Oktober 1895 stattfindenden Einstellung festzusetzen. Deutsche Gastfreundschaft. Gegen den Handelsmann um den Wagen zu bewachen. Als der Knabe herab tam, war Das Kriegsministerium hat das hiernach Erforderliche zu ver- saat Robinsohn in Spandau und deffen Ehefrau ist vom der Wagen bereits verschwunden. In den zwei Minuten, welche anlassen. Regierungspräsidenten in Potsdam die Ausweisung aus dem derselbe unbewacht auf der Straße gestanden hatte, war es einem Gebiet des deutschen Reiches verfügt worden. Der Gemaßregelte herumlungernden Kollidiebe gelungen, den Wagen mit der Ladung ist in den sechziger Jahren aus Rußland eingewandert und hat zu stehlen. Der Hausdiener, der infolge feines geringen Ver fich 1869 in Spandau niedergelassen, wo er einen Kleiderhandel dienstes kaum das nöthigste für seine Familie beschaffen kann, betrieb; feines Zeichens ist er Kunstschmied. Er suchte seine soll nun den Schaden mit ca. 200 M. ersehen, denn der Chef Naturalisation nicht nach und blieb daher russischer Staats- Un- macht ihn haftbar. gehöriger. Als sein Sohn Leopold im vorigen Jahre das militär- Polizeibericht. Am 23, d. M. vormittags verunglückte gehoben und da ertauglich ist, für die Infanterie bestimmt. Zum Herbst als er aus dem Schornstein, in den er hineingeschickt worden pflichtige Alter erreicht hatte, wurde der junge Mensch regelrecht aus ein Schornsteinfeger- Lehrling beim Ablegen seiner Gesellenprüfung. wurde er in ein Regiment eingestellt. Der Vater reklamirte war, nicht herauskam, wurde ein Theil desselben eingeriffen und Zur Frage der Gasverbilligung in der Praxis wird jedoch den Sohn und machte geltend, daß er russischer der Bursche todt aufgefunden. Sofort angestellte Wieder geschrieben: Die Hoffnungen, welche man in den weiteren Kreisen Nationalität sei, sein Sohn als der Abfömmling eines Aus belebungsversuche waren fruchtlos. Nachmittags wurden in der Berliner Bevölkerung auf die Verbilligung des Gases zu länders also hier nicht militärdienstpflichtig sein könne. Dieser der Reichenbergerstraße ein dreijähriges Mädchen, in der KruppHeiz- und Kochzwecken gesezt hatte, scheinen nicht in Erfüllung Einwand erwies sich als stichhaltig, und der junge Robinsohn straße ein Mann und auf dem Küstrinerplay ein siebenjähriger gehen zu sollen. Ziemlich zahlreich waren gleich in den ersten wurde wieder aus dem Soldatenstande entlassen. Nunmehr trat Knabe überfahren und sämmtlich erheblich verlegt.- Außer Lagen und Wochen nach dem Bekanntwerden der Gasverbilligung aber die Verwaltungsbehörde in Aktion, und die Folge des ge- dem wurde nachmittags eine Frau in der Lindenstraße die Meldungen bei den Hauswirthen eingelaufen; die Miether schilderten Vorganges ist, daß jetzt gegen die Familie der Aus- durch ein durchgehendes Fuhrwert überfahren und auf und namentlich auch die kleinen Miether, welche drei oder vier weisungsbefehl erlassen worden ist. Der alte Robinsohn befindet der Stelle getödtet. Abends wurde auf dem Flur eines Hauses Treppen hoch wohnen, meldeten sich zum Anschluß an die sich mit seiner Frau noch in Spandau und ist von der dortigen in der Streligerstraße die Leiche eines etwa drei Tage alten Gasleitung, sich mit Heizmaterial auf diese be- Polizeibehörde in Kenntniß gefeßt worden; der Sohn hält sich Kindes vorgefunden. Am 24. b. M. morgens sprang ein Mann queme Weise zu versorgen; Alle und auch die Haus- jetzt in Dresden auf, wohin ihm gleichfalls die Answeisungs- von der Oranienbrücke in den Luisenstädtischen Kanal. Er wurde wirthe waren der Meinung, daß der Anschluß an die ordre gesendet werden wird. noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach dem Krankenhause gebracht. In der Ziegelstraße wurde die Leiche eines neus geborenen, anscheinend erwürgten Kindes aufgefunden.- Vormittags wurden eine Frau in ihrer Wohnung in der Lindenstraße und Nachmittags ein Mann in seiner Wohnung in der Neuen Hochstraße erhängt vorgefunden. Durch das Plazen eines Heizungsrohrs im Keller der Dankeskirche wurde ein Heizer im Gesicht und an den Händen erheblich verletzt. Hinter dem Grundstück Vor dem Stralauer Thor 1 wurde nachmittags die bereits stark verweste Verwendung in den oberen Etagen stattfinden soll, viel stärkere Durch Ueberfahren wurde am Sonnabend Nachmittag in Leiche einer Frau angeschwemmt. Am 23. und 24. d. M. Röhrenleitungen in den Gebäuden erforderlich sind, als der Lindenstraße gegen 5½ Uhr die in der Feilnerstr. 3 wohn- fanden 7 Brände statt, darunter zwei erhebliche am 23. d. M. solche für Beleuchtungszwecke ausreichen. In einem vierhafte 42jährige Ehefrau des Goldarbeiters Hoyer getödtet. Sie Auf dem Grundstücke Oderbergerstr. 2 brannte das Dach ftöckigen Gebäude würde die Röhrenleitung im Erd- wollte in der Nähe des Kammergerichts den Fabrdamm über- Waschküche, und auf dem Grundstücke Ackerstr. 8 der Fuß! geschoß einen Durchmesser von zwei Zoll haben müssen, schreiten, als ein mit zwei Küraffieren besetzter Wagen heran- und die Balkenlage einer Werkstatt im Erdgeschoß und K der fich bei den Röhren der oberen Etagen bis stürmte, dessen vorgespanntes Pferd scheu geworden war. Frau materialien in dem darunter liegenden Keller. auf etwa einen Zoll verringern tönnte. Die Beleuchtungsröhren Hoyer wurde zu Boden geriffen und überfahren. Ein Schußfind gewöhnlich ganz dünne Röhren, in denen der für Heizzwecke erforderliche Druck des Gases nicht erzeugt werden kann. Die Herstellung solcher Rohranlagen erfordert bedeutende Kosten aufwendungen und daß die Gasanstalts- Verwaltungen damit in größerem Umfange vorgehen werden, ist zu bezweifeln. im Hause vorhandene Gasleitung für für die Treppen Eine Explosion entstand am Sonntag Morgen in der beleuchtung bewirkt werden könne. Es scheint fast, als habe die Danteskirche am Wedding. Kurz bevor der Pastor zu predigen Verwaltung der Gasanstalten diese Auffassung anfänglich nicht fiören wollen, denn die Gesuche der Hauswirthe wurden gewöhn- anfangen wollte, ertönte vom Keller der Kirche her ein lauter lich in einer Form abgelehnt, daß man auf die wahre Ursache Strach. Wie sich herausstellte, war eine Heigschlange geplakt lich in einer Form abgelehnt, daß man auf die wahre Ursache und durch den ausströmenden Dampf war der Heizer leider im vorher fannte. Diefe liegt daran, daß für die Gasleitung zur nach dem Augustahospital überführt. der Ablehnung nicht kommen konnte, wenn man sie nicht schon Gesicht und an den Händen arg verbrüht. Der Verletzte wurde Verwendung des Gases für Heizzwecke, namentlich wenn diese d. Witterungsübersicht vom 25. März 1895. mann hob mit Hilfe von Paffanten die verunglückte Frau auf und überführte sie in einer Droschte nach der Unfallstation in der Wilhelmstraße. Die arme Frau hatte jedoch so schwere Verlegungen erlitten, daß sie schon unterwegs verstarb, so daß auf der Station nur noch der bereits eingetretene Tod festgestellt Stationen. werden konnte. Von der bürgerlichen Sittlichkeit findet sich eine weitere Probe in folgendem, der Nr. 146 des Berliner Tageblatts" ent Ueber einen eigenthümlichen Unfug und seine Bestrafung nommenen Juferat:„ Geb. Damen, welche die Werte Sacher wird uns aus faufmännischen Kreisen berichtet: Masochs lieben, werden gebeten, auf diese Annonce zu Mehrere Handlungsgehilfen, welche in einem Pensionat in Swinemünde von der großen Hamburg schreiben. Gef. Offerten unter ze." Bisher standen die Kuppel- der Klosterstraße wohnen, hatten sich, um Anzeigen, aus deren Ertrage die Verleger bürgerlicher Blätter Stellungslosigkeit in ihrem Beruf ein Bild zu bekommen, den Berlin ihre Taschen füllten, wenigstens nicht mit der gesunden mensch- Scherz gemacht, ins Berliner Tageblatt" eine Annonce einzu Wiesbaden. lichen Natur in allzu starkem Widerspruch. Nachdem der Anfang rücken, worin ein junger Mann ohne Branchenkenntniß bei München gemacht worden, wird die bürgerliche Sittlichkeit nun wohl auch 125 M. Monatsgehalt verlangt wurde. Es fanden sich über Wien bald ihre anderen perserven Empfindungen im Annoncentheil offen hundert Personen ein, denen die Witbolde in schnoddriger Manier Haparanda Cort Petersburg Aberdin. reduzirt auf Barometer itand in mm, d. Meeressp. Windrichtung 744 MSM 745 23 747 752 Still 754 . 754 23 744 755D S 740 28 734 752 Soh SSM Windstärke 4444PNAAN( Stala 1-12) etter Regen woltenlos wolfig bedeckt Regen halb bedeckt halb bebedt Schnee 6 Regen 2 Temperatur ( nach Celsius 1999651LLA 50.= 40 R.) 7 8 10 -9 -15 11: 5 7:17 us woltig Regen Weiter Prognose für Dienstag, 26. März 1895. Ziemlich warmes, veränderliches, vorwiegend trübes Wetter Regenfällen und frischen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. DE Gerichts- Beitung. von Dutreville die Maréchals zu verleiden, weiß die geriebene einmal ein Stück gespielt wird, das nicht ganz im Sinne der Intrigantin nicht nur zu bewirken, daß Fernande, die ihre auf- Tradition dieses berühmten Musentempels gehalten ist. Daher teimende Neigung für Maximilian bisher unter Gleichgiltigkeit mußte auch der letzte Sonnabend einen Erfolg bringen. Denn Baris und Kälte verborgen hat, sich mit diesem öffentlich kompro- es wurde an diesem Abend ein Stück gegeben, in dem mittirt", sondern sie fezt es auch bei dem Komitee durch, daß erstens teine Trikots, weder blaue noch rothe, vorkommen, und dem Maréchal sein noch ungeborener Ruhm genommen wird, das außerdem sogar einige Musik enthält, die nichts mit ge mit indem man die Programmrede einem anderen überträgt. ftohlenen Roupletkompositionen gemein hat. Das ist ja immerhin Aber Maréchal ist nicht gewillt, so leicht auf den Ruhm etwas Originelles in der Dresdenerstraße, und ja auch sonst an eines Rammer Redners au verzichten. Er geht auf erkennenswerth. Aber damit hören die Vorzüge des französischen Giboyers Vorschlag, daß Maximilian für ihn eine Gegen Baudeville, Madame Suzette" auch auf. Sowohl das rede aufsetzt, bereitwillig ein. Diese Rede ist verfaßt im Sinne Libretto, wie das Spiel und vor allem die Gesangsleistungen der wahren Ueberzeugungen Giboyer's, zu denen sich auch Maxi- standen ihrer Qualität nach ganz auf der gewohnten Höhe der Der Handelsmanu Sak stand gestern, am 25. d. Mts., milian bekennt, und muß für Maréchal natürlich einen voll in diesem Institut gepflegten Kunst. So unangenehm ist wohl abermals wegen Beleidigung der Berliner Schuhständigen Bruch mit dem Adel und ein Zurückschwenken in das felten jemand auf der Bühne mißhandelt worden, Lager der Liberalen bedeuten. Sie schlägt denn auch dem Faffe wie am Sonnabend die namentlich im ersten Ati mannschaft vor der hiesigen Straftammer. Er sollte nach der Anklage den Schuhleuten den Vorwurf des Meineides in den Boden aus und bewirkt Outreville's Verzicht auf Fernande. prickelnd füße Orchestermusik des Komponisten Audran. einer öffentlichen Rede gemacht haben. Das Schöffengericht hatte Zugleich läßt sie dem ehrgeizig werdenden, nach weiteren Er. Jeder wollte und niemand konnte ſingen, und so gab es einen Saß hiervon freigesprochen, der Staatsanwalt aber Berufung einfolgen verlangenden Maréchal den Verfasser, Maximilian, als Mißklang, der wirklich schon nicht mehr schön war. Aber wie einen ganz annehmbaren Schwiegersohn erscheinen, und schließ die Mittel der Ernestinischen Künstlerschaft nicht ausreichten, um gelegt. Jedoch schon nach den ersten Worten des als Belastungszeugen lich wird sogar nicht nur die uneheliche Abfunft Maximilian's, den Abend auszufüllen, so war auch der Stoff viel zu dürftig vorgeladenen überwachenden Polizeibeamten sab sich der Staatsanwalt zur Zurücknahme der Berufung gezwungen, und auch sondern auch der übel beleunundete Giboyer als Bater für die fast dreistündige Dauer des Stückes.„ Madame Suzette" die außergerichtlichen Kosten des Saß wurden auf Antrag des mit in den Rauf genommen. Statt der Alliance ist eine Hotelierstochter, die in den Unterlieutenant Beauluron, einen awischen der alten und der neuen Aristokratie", zwischen dem mit seiner Frau in Scheidung liegenden Schwerenöther verschoffen Bertheidigers, Rechtsanwalts Heinemann, der Staatstaffe Adel und dem Bürgerthum, wäre also so etwas wie ein Bündniß ist. Ihr Vater will sie aber anderweitig unter die Haube zur Laft gelegt. zwischen Bürgerthum und Proletariat zustande gekommen! bringen, und um dem drohenden Verhängniß zu entgehen, stellt Eine falsche Vorstellung von dem Pflichtgefühl eines Die Aufführung des von Direktor Sam st in Szene gesetzten sie sich verheirathet. Das Töchterlein ist, um englisch zu lernen, Berliner Schumanns hat der Gastwirth entsche zur Schauspiels scheint allgemein befriedigt zu haben. Den Helden nämlich mit ihrem Onkel acht Tage in London gewesen, allwo Schau getragen, als er die Missethat" beging, die ihm eine des Stückes, den Giboyer, spielte Julius Turf gewandt, sich ihr ein junger Mann, Herr Robiqunt, vergeblich zu nähern Anklage wegen versuchter Beste chung zugezogen hat. Der natürlich und mit Wärme. Aus Maximilian wußte Julius versucht hat. Diesen entfernt geglaubten Herrn giebt Suzette Angeklagte hat die Schanterlaubniß nur bis 11 Uhr abends, eines Abends bei Weffels leider nicht viel mehr zu machen als eine für den ihr heimlich angetrauten Gatten aus. Natürlich erscheint der Schuhmann Schulze sand aber Kontrollgange noch um 11 Uhr 50 Minuten flache, schablonenhafte Figur, die wenig intereffiren konnte. Herr Robiqunt plötzlich auf der Bildfläche und eine glückliche einem Während er sich das Datum notirte, Nicht ebenbürtig, sondern weit überlegen war ihm Wendung der Dinge will es, daß er vom Papa Gabillot als Gäste bei ihm vor. Fernande, die von Helene von Rienzi vortreff Millionar entdeckt und in weiterer Folge als Schwiegerfohn trat der Angeklagte an ihn heran und äußerte zu ihm: Das Ende der In der die Lösung bringenden beglückwünscht wird. lich verkörpert wurde. Geschichte ahnt Herr Wachtmeister, machen Sie doch keine Sachen! Darf ich Szene bes legten Attes gefellte sie zu der Herbheit dieses fast man jetzt: Der Unterlieutenant wird von seiner Frau wieder Ihnen ein Glas Bier einschänken?" Der Schußmann war durch männlichen Charakters eine weibliche Zartheit, die, stark und un- eingefangen, des Don Juans überdrüssig ge diefe Sumuthung in seiner Ehre getränkt und erstattete Anzeige. erwartet hervorbrechend, einen tiefen Eindruck hervorrief. Auch wordene Suzette heirathet in allen Ehren ihren Pseudo- Die Straffammer erblidte unter den obwaltenden Umständen in die übrigen Rollen hatten meist tüchtige Vertreter, den besten gatten. Diefe ganz anmuthige Fabel leidet ungemein unter einer dieser Frage den Thatbestand einer versuchten Erpressung und der Marquis von Auberive in May Löwenfeld, der wieder furchtbar ermüdenden Ausdehnung und unter den durchaus uns belehrte den Angeklagten durch Auferlegung einer Geldstrafe in eine sehr charatteristische Gestalt schuf. Der reiche Beifall, der zulänglichen Gesangsleistungen aller Mitwirkenden. Fräulein Höhe von 20 M. darüber, daß man einen Schußmann, der in nach jedem der fünf Atte gespendet wurde, schien ebenso der Gisela Fischer wäre sicher eine tüchtige Suzette gewesen, der Ausübung seines Amtes begriffen ist, niemals nach seinem Darstellung wie der Dichtung zu gelten. wenn ihre Stimme eine auch nur annähernd ihrer Koketterie Durst befragen darf. Wegen Uebertretung der Polizeistunde gleichkommende Ausbildung empfangen hätte. Von den gesang- muß der Angeklagte noch 3 M. Geldstrafe zahlen. Theater. Br. Das Adolph Ernft- Theater hat sein Publikum zu solcher Anspruchslosigkeit erzogen, daß in den Reihen des Parketts schon Staunen und Bewunderung ausbricht, wenn auf der Bühne und die lichen Leistungen des Herrenpersonals, von Tielscher und Weiß Drei luftige Weiber, zwar nicht aus Windsor, aber doch bis zu Herrn Haßkerl herab schweigt man lieber. Alle diese Un- solche, die den Schalt im Nacken zu fizen haben, standen gestern zulänglichkeiten fonnten das Publikum aber nicht in seiner vor dem Schöffengericht, um sich wegen einer beleidigenden Beifallsluft irre machen, und das Ende des Abends war, daß Neujahrsfarte zu verantworten. Die erste von ihnen lebte in der Herr Direktor den Vätern der Madame Suzette von dem grimmiger Fehde mit einer Jungfrau, über deren Scheitel schon mehr als 80 Sommer hinweg gezogen waren und die getrost den Erfolg des Wertes zu berichten versprach. Anspruch auf die Bezeichnung alte Jungfer" erheben konnte.[ in Forst beschäftigten, die Arbeiter gegen die Arbeitgeber erregt wohner fonnten sich noch rechtzeitig retten; über 40 Personen Als sich nun der Sylvester nahte, da berathschlagte die erste An- zu haben. Darin wurde um so mehr ein Gefährdung erblickt, find ihrer sämmtlichen Habe beraubt und obdachlos. getlagte mit der zweiten, wie man diesem späten Mädchen einen als die Einwohner von Forst zumeist nur aus Arbeitgebern und Ein furchtbarer Sturm hat am Sonntag im ganzen und getobt. englischen London " Boſſen ſpielen tönne, die zweite befann fich darauf, bal artern Betwerfung der Reichsaumalt, beantragte, vai die Rüftengebiet der Nordsee bon berichtet wirb, mehrere Schiffe fie eine poetische über die und nach ihrem Diktat ein, da schrieb die dritte auf eine an die Feindin adressirte Forster Fabrikanten hier nicht als Gewerbetreibende einer be gescheitert, wobei eine Anzahl Menschen umtamen. Der auf der Postkarte folgende Worte: Alter Wein welch poch- immten Sategorie, jonbern als Arbeitgeber, no- ale Bewelch' Hoch- ftimmten Kategorie, sondern als Arbeitgeber, also als Be Fahrt von Maracaybo nach Hamburg befindliche Schooner genuß, aber alter Jungfernfuß, brrrrr.... wer den vertragen völkerungsklasse aufzufassen feien, auch ziele die Tendenz der Northstar" scheiterte an der Küste der Insel Wight. In fann, ist ein farbenblinder Mann, wie Ihr Anbeter." Die Artikel offensichtlich auf eine Störung des öffentlichen Fiedens. Whitechapel wurden 3 Personen durch eine umstürzende Mauer Adresfatin war bei Empfang der Postkarte von dem Inhalte Das Reichsgericht verwarf die Revision des Angeklagten. getödtet, auch in der Provinz tamen mehrere Personen durch derselben so wenig erbaut, daß sie dem männlichen oder weib- Man darf den Streikbrecher nicht beim rechten Namen einstürzende Gebäude ums Leben. Im Hamburger lichen Dichterlinge nachforschte. 3 gelang ihr bald festzustellen, nennen! Wenigstens nicht nach einem- natürlich Mau darf den Streitbrecher nicht beim rechten sumen a fen wurde der Dampfer„ Wilhelm" mit einer Ladung daß ser poelische Erguß auf die drei Freundinnen zurückzuführen nennen! Wenigstens nicht nach einem natürlich im schönen Safen wurde der Dampfer Wilhelm", mit einer Ladung daß oer poelische Erguß auf die drei Freundinnen zurückzuführen Sachsen gefällten Urtheil. Wegen Zuwiderhandlung gegen§ 153 Stückgut für Wladivostock, vom Bremer Dampfer Johannisfei und sie veranlaßte gegen diese eine Anklage wegen öffentlicher der Gewerbe- Ordnung hatten sich die Kistenbauer Ernst Alwin berger" angerannt und zum Sinfen gebracht. Die Ladung hatte Beleidigung. Der Staatsanwalt erachtete auch eine solche als vorliegend und beantragte 20 M. bezw. 10 M. Geldstrafe. Der Meyer und Hermann Gerhard Neubert vor dem Schöffengericht bedeutenden Werth. Das Laeiszsche Vollschiff„ Barchim" ris Gerichtshof nahm aber an, daß die Angeklagten weder die Ab- zu eipzig zu verantworten. Anfang Juli 1894 ftellten sieben fich los und trieb von Krahnhoeft nach Baatenhoeft. Die Bark ficht noch das Bewußtsein einer Beleidigung gehabt haben, sondern Arbeiter der Riftenbaufabrit P. Hunger die Arbeit ein, um H. Johann Adolph" trieb vom Kirchengauerquai fort. nur eine Neujahrsfopperei loslassen wollten. Die drei Postkarten- 8t veranlassen, daß er die Löhne nicht mehr nach Willkür, sondern französische Dampfer Antonin" gerieth im Segelschiffhafen Dichterinnen wurden daher freigesprochen. nach festen Tariffazen festseze. Meyer und Neubert sollen den ins Treiben. Das Heck ist ramponirt. Kiſtenbauer Hermann Wagler, der während des Streits bei. berichtet: In der letzten Nacht herrschte hier ein furchtbarer Die unfittliche Sozialdemokratie. Die Schleswig- Hol in Arbeit getreten war, Streitbrecher genannt und ihm gedroht Südweststurm, der großen Schaden anrichtete. Mehrere Menschen steinische Volkszeitung" hatte einen Artikel veröffentlicht, der sich haben, sie werden ihm eins auswischen. Beide bestreiten, die wurden verlegt, ein Mann wurde durch einen Dachziegel geunter Anlehnung an ein ernstes wissenschaftliches Aeußerungen gethan zu haben, doch blieb Wagler bei seiner Be- tödtet. Auf dem Ausstellungsplate wurde ein Gebäude uma Wert über die Beugung des Menschen und andere damit im hauptung stehen. Meyer will damals bereits gearbeitet haben. geweht. Nach den bisher vorliegenden Meldungen aus Zusammenhang stehende Dinge verbreitete. Der verantwortliche Es wurde Meyer zu 6 Tagen, Neubert zu 5 Tagen Gefängniß Bremerhaven scheint der gestrige Sturm dort keinen großen Redakteur des Blattes, Wilhelm Brecour in Kiel, wurde verurtheilt. ob delriedadewa nebilendid her nichts bekannt geworden. Mehrere Kähne sind auf den Strand Schaden angerichtet zu haben. Von ernstlichen Unfällen ist biss wegen Verbreitung einer unzüchtigen(!) Schrift unter Anflage gestellt, aber vom Landgerichte Kiel am 17. Dezember v. J. gerathen. nur wegen groben Unfuges zu 50 M. Geldstrafe verurtheilt. Auf die Revision des Staatsanwaltes und des Angeklagten bob gestern das Reichsgericht das Urtheil auf und verwies die Sache in die Vorinstanz zurück, da nicht der Thatbestand des groben Unfuges, wohl aber der der Verbreitung einer un züchtigen Schrift vorzuliegen scheine. Kürzlich erst hatte ein Staatsanwalt in Süddeutschland einen sozialdemokratischen Redakteur unter Anklage gestellt, weil er die bekannten unfittlichen Annoncen aus bürgerlichen Blättern zu einem der Ordnung, Religion und Sitte geweihten Bouquet zusammengestellt hatte, und nun begeht ein anderer umstürzlerischer Preßsünder Unzüchtigkeiten, indem er ein großes wissenschaftliches Werk bespricht. Vor solcher Frechheit muß die bürgerliche Tugend allerdings durch Umfturzparagraphen geschützt werden. " Reichsgerichtliche Logif. Heinrich 3 appay, Redakteur 3 Vermischkes. Zur Ueberschwemmungsgefahr in Schlesien. Der Oberpräsident von Schlesien theilt zu der Bekanntmachung des Dhlauer Magistrats vom 23. d. M. berichtigend mit: Die verfehlt ange legten Sommerdeiche unterhalb Dhlau sind nicht 17 Fuß, sondern nur etwa 3 Fuß hoch. Wenn solche Deiche bei Gisversehungen nicht brechen, oder die Bruchstellen sich wieder verstopfen, sind sie zu durchstechen. Auch handelt es sich nur um unten offene Niederungen, deren Deiche 1 bis 2 Kilometer unterhalb der Bruchstellen schon endigen. 0 T evitat Der Aus Lübeck wird Bum Untergang der Reina Regente wird aus Madrid gemeldet: Der Marineminister beschloß, zur Aufsuchung der Reina Regente" ein Kriegsschiff, welches das Meer bis Madeira burchforschen soll, auszusenden, eine Untersuchungskommission einzusehen und die ganze Angelegenheit dem obersten Marinerath 22010 Briefkaffen der Redaktion. wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Bahn) zu unterbreiten. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Jufolge eines Bergabeutsches wurde, wie aus Pest beWe. Stammg. Sie schreiben: Im Sonntagsblatt ist die richtet wird, in der Nacht zum Sonntag in Titel ein an der der Meinung, daß diese Majestät todt ist. Dieser Zapfus ift Depesche an Bismarck unterzeichnet Wilhelm I. Wir sind Theiß liegendes start besuchtes Wirthshaus mit zahlreichen Gästen verschüttet und zertrümmert. Bisher sind 12 Leichen her- der Bolts- Beitung" ebenfalls paffirt. Aber können denn die Todten auch noch telegraphiren??? der Märk. Volksstimme" in Frankfurt a. D., wurde am 7. Dezember 1894 vom Landgericht Frankfurt a. D. wegen Ver- Erdrutsch. Nach einer Meldung der Kölnischen Zeitung" gebens gegen§ 130 St.-G.-B. in zwei Fällen zu sechs Wochen aus Mailand fand Sonntag in dem im Süden von Boulogne Gefängniß verurtheilt. Das Urtheil legte ihm zur Last, durch hoch am Monte Freddi gelegenen Dorfe Firenzuola ein großer zwei Artifel in genanntem Blatte, die sich mit den Verhältnissen Grdrutsch statt, bei welchem 10 Häuser einstürzten. Die Be- l Für den Juhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 26. März. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Direktion: Mar Samst. Sensationelle Novität! Gastspiel der amerikanischen Gesellschaft William Calder Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). d Geöffnet von 5-10 Uhr. " Sie fleiner Schäfer! Nein, todte Majestäten können nicht mehr telegraphiren. Aber dieser Lapsus" ist auch noch anderen Beitungen passirt. Die Abkürzung I. R." heißt nämlich Imperator Rex Raifer und König. Grüthe. Die Cimbria ift 1883 untergegangen. Castan's Panoptikum. Noch nie dagewesen! ebber au feinem heutigen Wiegenfete ein breifach bonernes Hoch, daß Unserm Freund Budifer Hermann Die Riesen des dunkeln Erdiheils: Hermann vor Freude zappelt. Die Dinka, O Männer! Die lebende Brücke. Täglich Vorstellung im wissenschaft- 40 Männer, Frauen u. Kinder. Großes Sensationsschauspiel mit Muſit in 4 Aften( 11 Bildern), nach dem Englischen von Sutton Vane, übersetzt von lichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Opernhaus. Cavalleria rusticana.. Schwab. Dirigent: Adolph Wiedecke. Böhmisches Brauhaus, Der Barbier von Sevilla. Schauspielhaus. Die Welt, in der man sich langweilt. Deutsches Theater. Blau. Dann: Drohnen. Leffing- Theater. Am Spieltische des Lebens. Berliner Theater. Der Hypochonder. Rehdens- Theater. Fernand's The fontraft. Neues Theater. Ferréol. Schiller Theater. Die Journalisten. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Obersteiger. Theater Unter den Linden. Nanon. Central- Theater. Unsere Rentiers. Adolph Ernst- Theater. Madame Suzette. Bellealliance Theater. Mädchen. Alexanderplat- Theater. Verliebte Ruth. Elektr. Beleuchtungseffekte v. Lakowsky. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 61/2 Uhr.- Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater V Bum vierten Male: Madame Suzette. a u Vaudeville- Poffe in 3 Atten von Ordonneau. Musik von Edmond Audran.( Novität.) In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. 1te Jakobstraße Nr. 30. Emil Thomas a. 6. Hierauf: Der wunde Punkt. Novität! 3um 39. Male: Novität! National Theater. Die lebende SpezialiBrücke. Reichshallen- Theater. täten- Vorstellung. American- Theater. SpezialitätenBoritellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. 1018012 Apollo Theater. Spezialitäten Borstellung. Schiller- Theater. ( Wallner Theater.) Dienstag, 26. März, abends 8 Uhr Die Journalisten. Mittwoch, 27. März, abends 8 Uhr: Die Journalisten. Donnertag, 28. März, abends 8 Uhr: Gracchus, der Volksivibun. Freitag, 29. März, abends 8 Uhr: Die Journalisten. Unsere Rentiers. Große Boffe mit Gefang und Tanz in 4 Atten von Wilhelm Mannstädt und Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer. In Szene gesetzt vom Dir. R. Schulz. Anfang 1/28 Uhr. Cirque Variété ( früher Circus G. Schumann). Dienstag, den 26. März 1895, Abends 7/2 Uhr: Gr. Volks- Vorstellung zu kleinen Preisen. Bons können an der Abendkasse umgetauscht werden. Mittwoch: 2 Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr für Kinder auf allen Plätzen 20 Pf. Sonnabend, 80. März, abd3. 8 us: Kaufmann's Variété. Uhr: Bum 1. Male: Die Barolinger. Trauerspiel in 4 Aften von Ernst von Wildenbruch. Sonntag, 81. März, nachm. 3 Uhr: Gracchus, der Volkotribun. Abends 3 Uhr: Die Journalisten. Unter den Linden 21. Täglich abends 1/8 Uhr Einzig in seiner Ben- Ali- Bey. Oriental. Magie. Preise: 3, 2 und 1 M. Sitzplatz. Art. Heute zum Gastspiele des einzig lebenden Kolossalmenschen Emil Naucke. Einen immenſen Lacherfolg haben allabendlich 9 Uhr: Die Kneipgenies Excentric Burlesque- Akt Don Emil Nancke& A. Fränkel. Musik von D. Blume. 197. Naucke als Cascadeur! Male. Jeden Sonntag Nachmittag 4 Uhr: Familien- Vorstellung zu halben Preisen. Saufen als Baby! Bum Schießen! Naucke& Fränkel als Rixdorfer Sandtyrolerinnen! Anfang des Konzerts: Sonntags 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr. Anfang der Vorstellung: Soun tags 7 Uhr; Wochentags 71/ a Ubr. Landsberger Allee. Dienstag, den 26. März: Verletzte Soirée der Das scheckige Mädchen Marietta. Präsident Faure Bock- Brauerei Tempelhofer Berg. Stettiner Sänger 57. Bock- Saison. ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Täglich: die ganze Goßkowskistraße wackelt und 283b Seine Stammgäfte. Unserem Bfropfenbruder Frik Schramm 2646 zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch! Der Pfropfenverein Wedding. Alles gut vertitt? Sonnabend nachts 12 Uhr verstarb nach langem, schwerem Leiden mein Mann und unser Vater August Miether. 271b Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 27. b. M., nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Emmaus- Kirchhofes aus statt. Die Hinterbliebenen. Kranzbinderei u. Blumenhdlg. Militär- Konzert. Robert Meyer, Anfang 5 Uhr. Sonntags 4 Uhr. Schrader.) O Anfang& Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf.( Siehe Plakate.) Neu! Zum Schluß: Neu! Der Orchesterverein in Friesack. Urkomisches Ensemble von Mensel. Donnerstag: Sanssouci. Feen- Palast Burgßr. 22, neben der Börse. Men Sum 1. Mal in Berlin. Men! 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Carl Herzog, Maurer, Swine münderstr. 81. 5 285b In Keller's Festsälen ist am Sonn tag, den 24. d. M., ein grüner Plüschzu vermiethen. Näheres daselbst. Füsilierstr. 18 bill. Wohnungen 1 und 8 Tr. 2646b sid dril Bord., Gart., Hofwohn. 7-86 M. monatl. Hennigsdorferstr. 26. Friedrichsberg. Jungstr. 46, mehrere Borderwohnungen von 68 Thlr. an sofort. 2776 Dresdenerfir.18vorn 8r.t. 2fenst.möbl. am Pranien- Plan Stube f. 2 Hrn. à 10m. Möbl. Schlafftelle Holzmarktstr. 73, 4 Dr. I. 362b Möbl. Schlafstelle f. 2 Herren billig Manteuffelftr. 51, v. 1 r. rechts. Möbl. Schlafstelle für Herren bei Borrasch, Reichenbergerstr. 68, 8 Tr. Ein Herr findet möbl. Schlafstelle !! Grosses Programm!! beutel, Inhalt 1 gold. Armband und( sep.) Barwaldstr. 18, Hof links, HochAnfang: Wochent. 71/2, Sonntags 61/2 Uhr. Rassen öffn. 1 Stde. vorher. 1. Brille verl. Gegen hohe Belohnung parterre. abzug. b. Bußiger, Landwehrstr. 42. 276b Frdl. möbl. Schlafstelle, sep. Ging.. 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Säle und Vereinszimmer von 20 bis 15211* ,, Zur Erholung" Vereinszimmer simonftr. 28, Flick, Kalten. warme Speisen. Glas Bier 10 Pro 500 Personen. Freie Volksbühne. Sonnabend, den 30. März, abends 9 Uhr, in den Festsälen von Louis Keller, Koppenstraße Nr. 29: Großes Fest. unter Mitwirkung des 40 Mitglieder starken Berliner Konzert- Orchesters unter Leitung des Herrn Grass, der Sängerin Annie Hindermann, des Geigenvirtuofen F. Borisch, der Schauspielfräfte Helene v. Rienzi und Paul Nollet, sowie des Gesangvereins Typographia. Nach dem Konzert: Tanz. Jm oberen Saale von Beginn des Festes an: Tanz. Billets à 50 Pf. intl. Tanz sind in allen 8ahlstellen zu haben. Um Mißverständnissen vorzubeugen, theilen wir den Theilnehmer an einem englischen p Zirkel für Anfänger u. Vorgeschrittene Ganverein Berliner Bildhauer. ( abends), werden gesucht. Monatlich Dienstag, den 26. März, abends 812 Uhr, Annenstrasse 16: eine Mark. Privatunterricht ertheilt Gertrude Liebknecht, Kantstr. 160. Brotstelle! Eine seit 15 Jahren bestehende nachweislich gutgehende Restauration mit Versammlung. 72/14 Tages- Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Statutenberathung bezw. Menderung zur Generalversammlung. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. großem Garten, im Stadttheil Gefund Achtung! Maurer Berlins und Umgegend. Achtung! Protest- Versammlung. brunnen gelegen, beabsichtige ich wegen Verzug nach Außerhalb sehr billig zu verkaufen. Auskunft im Restaurant Bellermannstr. 6. 2826 Dienstag, den 26. März, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Nieft, Weberstr. 17: Bekanntmachung. Gr.öffentl. Bersammlung der Maurer Mittwoch, den 3. April 1895, abends 81/2 Uhr: Berlins und Umgegend. Tagesordnung: Der Beschluß der Maurer Berlins und Mitgliedern und unsern Freunden mit, daß Eintritts Ordentl. Generalversammlung man som 3. Februar 1895 und das Verhalten des Verbandes farten zu dem Fest nur von den Zahlstellen, nicht von dem Unterzeichneten ausgegeben werden, daß aber auf fämmtl. Zahlstellen noch Eintrittskarten vorhanden find. Der Vorstand der Freien Volksbühne. 300/14 J. A.: Julius Türk, O., Blumenstraße 21. Sozialdemokratischer Wahlverein der Orts- Krankenkasse für den Gewerbebetrieb der Kaufleute und Apotheker im großen Saale der Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20. Tagesordnung: für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. 1. Abnahme der Jahresrechnung für Mittwoch, den 27. März 1895, abends 8½ Uhr: Grosse Versammlung 302/1 bei Deigmüller, Alte Jakobstr. 48 a. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 26. März, abends 8 Uhr, im Eiskeller, Chausseestraße. Versammlung. Zages Ordnung: 1. Der Bimetallismus und die Folgen desselben für die Arbeiter. Ref. Reichstags- Abgeordneter W. Liebfne ch t. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Fragekasten. Der Vorstand. Sanitäts- Verein für Arbeiter beiderlei Geschlechts.( Eing. Hilfskaffe Nr. 85.) Sonntag, den 31. März, nachm. 4 Uhr: General- Versammlung in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Tagesordnung: 1. Auflösung der Kasse des Sanitäts- Bereins und Beschluß über die Verwendung des Vermögens. 211/2 1 Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. J. A.: P. Hundt, Lothringerstr. 48. Achtung! Chirurgische Branche. Achtung! 1894. 2. Diskussion. Berlin, den 25. März 1895. 154/20 Der Vorstand. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Laut Beschluß der GeneralversammIung vom 24. März, werden die jetzt bestehenden Bezirksbibliotheken aufgehoben, um dieselben vereinigt ins E8 Zentrum der Stadt zu verlegen. können daher Bücher nicht mehr ausgegeben werden. Wir ersuchen ausgegeben werden. Wir ersuchen jedoch alle Mitglieder, welche Bücher aus unseren Bibliotheken entnommen haben, dieselben umgehend an den Bibliotheksabenden jedoch bis spätestens Donnerstag, den 18. April, zurück zugeben. Umgegend der Maurer am Sonntag, den 24. März, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. laden wir sämmtliche Verbändler besonders ein. Die Vertrauensmänner der Maurer Berlins u. Umgegend. 189/11 J. A.: Albert Schacht, Weberstr. 49. Oeffentliche Sattler- Versammlung am Mittwoch, den 27. März, abends 9 Uhr, im oberen Saale der Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages- Ordnung: 1. Die Bedeutung der Maifeier und wie begehen wir dieselbe? 2. Bericht der Delegirten der Gewerkschafts- Kommission und eventuell Neuwahl derselben. 214/10 Die Kollegen werden dringend gebeten, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Agitations- Kommission. 4 Cöpenick, Große öffentliche Versammlung aller Arbeiter und Arbeiterinnen Mittwoch, den 27. d. M., abends 7/2 Uhr, in Klein's Hotel. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten J. Seifert über die wirthschaftliche und politische Lage." 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Pflicht aller Arbeiter und Arbeiterinnen ist es, pünktlich zu erscheinen. Zur Deckung der Unkosten Entree 10 Pf. Arbeitslose haben freien Zutritt. Vertrauensmann O. Schüler. errichteten Bibliothet werden wir später 70/1 Die Neueröffnung der im Zentrum bekannt geben. Der Vorstand. Nußbaum- Möbel verk. schleunigst Kleiderschrank, Wäscheschrank, Spiegel 19, Ausziehtisch, Sophatisch 9, Delgemälde, prachtvolle Röpfe 4,50, Bettgestelle 12, Plüschgarn., Schlagregul., Teppiche, Gardinen spottbillig Landwehrstr. 5/6, 1.( Nähe Donnerstag, den 28. März, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Alexanderplatz). Buske( früher Seefeld), Grenadierstr. 33: Große öffentliche Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bortrag. 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. Verschiedenes. Arbeitsmarkt. Ueber die Buchbinderei von In anbetracht dieser wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen aller J. P. Hamann, Beuthstr. 5, Kollegen nothwendig. 99/19 Der Vertrauensmann. Schrauben- und Façondreher. Oeffentliche Versammlung ist infolge der unsittlichen Handlungen des Inhabers die Sperre verhängt. Der Vertrauensmann. Baugt fernzuhalten. der Schrauben-, Façondreher und Berufsgen. Möbelpolirer! am Dienstag, den 26. März, abends 8% Uhr, " im Vereinshaus Süd- Ost", Waldemar- Straße Nr. 75. Zages Ordnung: " 1. Wer sind die Umstürzler?" Referent: Genosse Braunschweig. 2. Diskussion. 3. Rechenschaftsbericht des Vertrauensmannes. 4. Neuwahl des Vertrauensmannes. 5. Verschiedenes. 67/9 78/2 Wegen Differenzen ist der Zuzug von Polirern bei Jericke, in Firma Rückwarth& Riegel, Wienerstr. 50, und Dräsel, Admiralstr. 7, bis auf weiteres fernzuhalten. 201/20 Die Kommission. NB. Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu Ein solides Mädchen, erscheinen. Achtung! Der Vertrauensmann: Wilh. Rothe. Achtung! welches das Vergolden von Glas für Buchstaben 2c. gelernt hat und darin tüchtig ist, wird per sofort bei Mäntelnäherinnen, Bügler, alle in der Damen- und Kinder- dauernder Stellung und gutem Lohn Konfektion beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. 2 große öffentliche Versammlungen. Heute, Dienstag, den 26. März, abends 81/2 Uhr, aufgenommen. Offerten unter J. M. an die Exped. d. Bl. 2636* Züchtige Mechaniker auf Ziffernwerke und Graveure auf Schwarzbruck verlangt 137b R. Auerbach, Grünauerstr. 17. Kartonarbeiterinnen, geübte, verlangt M. Wolff, in der Norddeutschen Brauerei", Chausseestraße Nr. 57. 2676 Referent: Herr Reichstags Abgeordneter Molkenbuhr. Donnerstag, den 28. März, abends 81/2 Uhr, = 14. Brunnenstr. 14. 14. Brunnenstr. 14. Billigste Bezugsquelle für Mehl, Mühlenfabrikate, Hülsenfrüchte u. Kolonialwaaren im Spezial Geschäft 75b Lust& Co. 14. Brunnenstr. 14. Berlin N. Bitie genau auf die Firma n. Nummer zu achten. Möbel, Zum bevorstehenden 14. Brunnenstr. 14. Spiegel u. Polsterwaaren liefert zu billigsten Preisen in reichster Auswahl die Fabrik Frucht Strasse 25, part. empfehle einen großen Posten Umzug Teppiche 800 Paar wollene, gute in allen Größen von M. 3,- an, Portièren Gardinen in allen Farben v. 2,50-6 M. 1. Stores in weiß u. crême v. 1,25 an. 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Brandenburg- u. Alexandrinenstr.), empfiehlt sich den Genossen zur Lieferung R. Auerbach, Grünauerstr. 17. Mustermacher( Buchbinder), der im jämmtlicher Biere für Werkstätten sowie den Hausbedarf. Baumwollenwaaren- Geschäftthätig war und gute Zeugnisse hat, gesucht. Off. unter W. 100 Filialexpedition des ,, Berliner Lokalanz.", Königftr. 50. Butter feinste Tafelbutter à Pfund 110; feinste Tischbutter à Pfd. 100; frische Ekbutter à Pfund 90; Landbutter à Pfund 60, 70 und 80 Pf. Arbeiter auf feine weiche Arbeit und Die größte Butterhandlung; Berlins A. Plewka, Weberstr. 16. hochfeine englische Tresors außer dem Mittwoch, den 27. März 1895, abends 8 Uhr: Sause verlangt Große öffentliche Versammlung für die Arbeiter der Gewehrfabrik von Ludw. Löwe& Co. und der Firma Siemens& Halske, Charlottenburg in der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47/48. Zages Ordnung: Die gegenwärtigen Zustände in den Werkstätten von. Löwe& Co. und Siemens& Halske; insbesondere die übermäßige Ausdehnung der Arbeitszeit. Die Rollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter Otto Naether, Berlin N., Anklamerftr. 44. 67/10 2M. Künstl.Zähne Vollst. schmerzl. Zahnziehen 1M. Plomben 1,50 M. Rep' sof. Theilz Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 8-7 Uhr. Otto Matern, Luckauerstraße Nr. 11. Geübte Deffiusstepper, welche in mechanischen Steppdecken- Fabriken in Deutschland bereits thätig waren, werden per sofort zu engagieren gesucht. Offerten mit Gehaltsansprüchen und Referenzen find an die Expedition dieses Blattes unter" Tüchtig und flint Nr. 65" zu richten. 272b 10 Korbmacher auf Mattarbeit werden verlangt Wrangelstr. 141. Versilberer verl. Göpfert, Markus ftraße 44. 287b 1 Gehilfen auf Silber und Farbig verl. Theodor Jahn, Wasserthorstr. 29. ( ca. 400 Perf.) 3. 1. Osterfeiertag Adhtung! Saal Bühne noch zu vergeben. Auch in Heften a 20 Pfg. mit Buske( früher Seefeldt), Grenadierstr. 33. Zn beziehen durch alle Buchhandlungen. Von der Geschichte des Sozialismus erschien soeben der erste Theil des ersten Bandes Die Vorläufer des neueren Sozialismus. Inbait des ersten Theis Von Plate bis zu den Wiedertäufern, You Karl Kantsky. Muschirt M gehd. in 14. M. 4.00, Hile. M. 5 50 Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. Jeder, Kolporteur liefert! 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 72. Gerichts- Beitung. Dienstag, den 26. März 1895. 12. Jahrg. Dies mit 15-20 M. seinen Verpflichtungen gegen seine Familie nicht nachkommen tönne, wenn er nicht im stande sei, mit etwas weniger wie 100 m. durchzukommen. Nachdem noch die Kollegen Streifenden eingetreten und die Tischler der Firma Rückwardt u. Weber und Lederhause in energischer Weise für die Sache der Riegel ihre solidarische Uebereinstimmung erklärt hatten, wurde eine Resolution angenommen, in der die Versammlung die Fordes rung der Streifendeu für gerechtfertigt hält und ihnen ihre moralische und pekuniäre Hilfe verspricht.. auf seinen Eid, er habe deutlich noch ein Boot gesehen, aus Jericke nachgewiesen ist, 100-120 M. pro Woche verdient zu welchem Hilferufe ertönten. Lehtere hätten wahrscheinlich einem haben. Es wurde daher die Forderung an ihn gestellt, den Zwei Auflagen wegen Aufreizung gelangten gestern vor diesem Boote nahen Fischerfahrzeug gegolten. Diese Aus- Polirern ebenfalls etwas von der besseren Arbeit zu geben. der siebenteur Strafkammer des Landgerichts 1. zur Verhandlung. sage wird von mehreren Personen unterstützt; einige wollen wurde den Arbeitern verweigert mit der Bemerkung, daß er dann Es handelte sich um Ausführungen, welche von den Angeklagten gefehen haben, daß ein gekentertes Boot im Waffer nicht bestehen könne. Herr Jericke war zu dieser Versammlung als Redner in anarchistischen Versammlungen gemacht worden trieb. Die Aussagen über den Ort, 100 dieses Booi eingeladen und auch erschienen. Er vertheidigte in längerer Rede waren. Während der Angeschuldigte Tischler Wilh. Schlächter gesehen wurde, stimmen mit einander überein. Die übrigen seinen Standpunkt und betheuerte, daß er ein sehr warmes Herz sich in Rebensarten aufreizender Natur ergangen haben sollte, Reugenaussagen bestätigen gleichmäßig, daß an Bord Ruhe und für seine Arbeiter habe. Aber die Forderung könne er beim hatte der zweite Angeklagte, Arbeiter Ifidor Przybilla, auf Ordnung walteten, daß in dem geretteten Boote feinerlei besten Willen nicht bewilligen. Dem Herrn wurde von den nachdie Krawalle mit den Arbeitslosen vor zwei Jahren hingewiesen Differenzen entstanden und daß die Aufnahme auf der„ Wild- folgenden Rednern, den Polirern Friedrich und Böhow gehörig und gemeint, daß dergleichen Vorgänge sich wiederholen müßten. flower" vorzüglich war. Gleiches geht auch aus den hiernach heimgeleuchtet und nachgewiesen, daß es ihm nur an dem guten Er hatte ungefähr die gleichen Ansichten geäußert, die der verlesenen, vor dem deutschen Konsul in Portsmouth unter Eid Willen mangele, denn er müßte doch einsehen, daß ein Arbeiter preußische König Friedrich II. in dem bekannten, kürzlich von erstatteten Aussagen des englischen Lootsen Greenham und des uns veröffentlichten Briefe bekundet hat, und gemeint, er würde Fräulein Böcker, sowie der vor dem Konsulat in New- York abficher nicht hungernd auf der Straße umherlaufen, sondern sich gegebenen Bekundung des Passagiers Schlegel hervor. Nachdem nehmen, was sich ihm biete. Der Gerichtshof verurtheilte jeden kommissar Romberg, die Verhandlungen auf unbestimmte Zeit zu hiermit die Beiveisausnahme geschlossen war, beantragte Reichsder Angeklagten zu sechs Monaten Gefängniß. vertagen, da es wünschenswerth sei, daß auch die Vorgänge auf shem Unreeller Geschäftsbetrieb führte gestern den Kohlen- dem Dampfer Grathie" zeugeneidlich festgestellt werden, ehe der händler Ernst Roth unter der Anklage des Betruges vor die Spruch gefällt wird. Das See Amt beschließt dem Antrage 135. Abtheilung des Schöffengerichts. Der Angeschuldigte hat gemäß. Um 82 Uhr abends wurde die Verhandlung gefeit einer Reihe von Jahren Kohlen und Koats für die Klinik schlossen. Die Ursache des Streits bei der Wittwe Dräse! war eine des Professors Dr. Landau geliefert. Seine Konkurrenz machte wesentlich andere; die Polirer, 9 an der Zahl, erklärten der den Professor darauf aufmerksam, daß er betrogen werde. Roth Wittwe Dräsel, daß sie mit dem Polirer Gosebruch nicht zus liefere weit weniger, als er in Rechnung setze. Daß dies bei der sammen arbeiten. Als Grund gaben die Arbeiter das uns legten Lieferung geschehen war, wurde festgestellt. Der Angeklagte an. Im Frauen und Mädchen Bildungsverein( Filiale kollegialische Verhalten des betreffenden Ihr Ver hatte den Koaks direkt von der englischen Gasgesellschaft ab- Moabit) sprach am 20. März Herr Dr. Weyl in einem recht langen wurde abgelehnt, darauf" legten Die die Polirer gefahren, dort jedesmal 40 Hektoliter aufgeladen und dem Bebelehrenden Vortrag über Frauenleiden. In der Diskussion Arbeit nieder und es wurde über die Fabrik die Sperre verhängt. steller 50 Hektoliter angerechnet. Der unrechtmäßige Vortheil, wurde dem Referenten allseitig beigepflichtet und sein Hinweis den der Angeklagte sich dadurch verschafft hatte, war keineswegs auf die Ursachen der Frauenkrankheiten als durchaus zutreffend ein unerheblicher. Der Gerichtshof bezeichnete das Gebahren des Angeklagten als einen so groben Verstoß gegen Treu und Glauben bezeichnet. im gewerblichen Verkehr, daß trotz der bisherigen Unbescholtenheit desselben von einer Geldstrafe keine Rede sein könne. Es wurde auf einen Monat Gefängniß erkannt. " Versammlungen. Die Stock und Schirmarbeiter und Arbeiterinnen zur Sache selbst konnte Lederhause mittheilen, daß die Wittwe Dräsel bei ihm war und ihm mittheilte, daß sie den Polirer Gosebruch gekündigt hätte und bereit wäre, die Streifenden wieder anzunehmen. Augenblicklich ginge das nicht, weil alle In einer öffentlichen Parteiversammlung für den Plätze besetzt seien. Es wurde darauf der Antrag angenommen: die 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis, welche am 24. März in Sperre über die Fabrik weiter zu verhängen, bis die Polirer, Keller's Gaal, Koppenstr. 29, stattfand, erfolgte Fortsetzung soweit sie nicht ardere Arbeit haben, wieder eingestellt sind. Gine Illustration zu der Heiligkeit der bürgerlichen über den Bericht der Fünfzehner- Zeitungskommission. Für die zu gunsten der Streitenden fortzusetzen, fand einstimmige Ander am 22. d. M. im Lokal, Sanssouci" abgebrochenen Diskussion Ein Antrag, nach Echluß der Versammlung die Tellersammlung The lieferte eine Anflage wegen Bedrohung, die gestern Kommissionsvorschläge traten noch Lauschte, Vogt und nahme. gegen den Rentier Schadewald vor der fünften Straffammer des Landgerichts I verhandelt wurde. Die Ehe des An nach seiner Meinung zu geringe Abfindungssumme. Im übrigen Hoffmann ein. Spediteur Heineke wandte sich gegen die geklagten ist nach 31jähriger Dauer in die Brüche geg Der alte Herr behauptet, daß er mit seiner Chefrau Partei das Verlangen stellen zu dürfen, ihm seinen bisherigen Beuthstr. 20-22, eine öffentliche Versammlung ab. Der Vortrag gegangen, glaubte er in Rücksicht auf seine bisherige Thätigkeit für die hielten am 24. März in den Festsälen im Industriegebäude, nicht mehr zusammen leben könne, weil sie die Lüder: Broterwerb zu belassen oder eine Anstellung im Regie- Vertrieb des Genossen Johannes Sassenbach über: Heinrich Heine, lichkeit feines Sohnes unterſtüße und ihm Gelder über des Vorwärts" zu geben. Franz Schulze betonte in seinem fand beifällige Aufnahme. Hieran schloß sich ein gemüthliches Gelder zustecke; außerdem habe sie ihm auch einmal gedroht, Schlußwort, daß die Schädigung einzelner Spediteure faum ins Tanzkränzchen. ihm Oleum in Geficht gießen zu wollen. Die Frau dagegen Gewicht falle gegenüber der verhinderten Ausbeutung der großen versicherte, daß sie triftigen Grund habe, die Gemeinschaft mit Schaar schulpflichtiger Kinder.( Beifall.) Die Vorschläge der ihrem Ehemann aufzuheben, da derselbe- acht unehelidje Kinder habe. Frau Ech. ist eines Abends nach einem häuslichen Kommission( Nr. 71 des" Vorwärts", 2. Beilage unter Verjammlungsbericht 4. Wahlkreis) wurden hierauf im einzelnen 3wist auf und davon gegangen, fie war aber so vorfichtig, bei ihrem Weggarge aus dem Geldschranke ihres zur Debatte gestellt und in dieser Fassung gegen einige Stimmen Ehemannes noch die Summe von 8000 Mark für des angenommen bis auf den Antrag V. Von diesem wurde der Leibes Nothdurft und Nahrung zu sich Passus: sie sind aber verpflichtet, jedem nach dem 1. April d. J. stecken. Der Berlust des Geldes scheint den Angeklagten mehr geschmerzt zu überweisen" auf Antrag des Genossen Wilte gestrichen. neu hinzutretenden Abonnenten des Vorwärts" der Parteifpedition zu haben als der Berlust der Gattin und so schickte er denn am Allen Spediteuren foll übrigens nach wie vor das Recht zustehen. nächsten Tage eine Sendbotin zu ihr, die ihr folgendes zu melden den Vorwärts" zu spediren. Als Partei- Spediteure wurden hatte: Falls sie nicht umgehend die Hälfte des mitgenommenen 6 Personen in Vorschlag gebracht; die Wahl zu solchen fiel mit Geldes herausgebe, würde sie ihr Ehemann erschießen und sich überwältigender Majorität auf den Genossen hiel für Südfelbst an einer Thürklinke aushängen. Das Echöffengericht hat often und Genoffen engels für den Osten. Nach der Aufbietin eine Bedrohung erblickt und den Angeklagten zu 30 M. forderung des Vorsigenden Böhm, sich baldigst in die in beGeldstrafe verurtheilt. Die hiergegen eingelegte Berufung war fannten Lokalen ausliegenden Abonnentenliften einzeichnen zu laffen, erfolgte mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie der Schluß der Versammlung. ohne Erfolg. " zu " Ganverein Berliner Bildhauer. Dienstag( siehe Juferat). Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe. Dienstag, Vorstandssitung. den 26. März, abends 8 Uhr, im Restaurant Stühler, Neue Grünftr. as: Wrangelfr. 13. Rauchklub Alpenveilchen. Mittwoch Abend 9 Uhr, bei Wendt, Friedrichsberg. Arbeiter- Bildungsverein. Jeden Dienstag nach dem 15. im Monat, abends 8½ Uhr, Versammlung bei Fuchs, Dorfstraße. ( erfte Silfe bei unglücksfällen). Südo ft fchute, Waldemarstraße 14: Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 7-8% Uhr: Lektüre 8%-10% Uhr: Nordschule, Müllerstraße 179a: Boltsthümliche Medizin Nationalökonomie. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Reimer, Abends 8% Uhr bei Neumann, Basewalferfir. 3. Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Lese- und Diskutirklub Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender: Ad. Neut mann, Bafewalterfir. 8. Alle Menderungen im Vereinstalender find zu richten uebungsfiunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein Steineiche ( Böttcher), Neue Friedrichfir. 20 bei Keller. Wilfe. 1 = an Friedr. Kortum, Manteuffelitr, 49, v. 2 Tr. Dienstag, Abends 9-11 Uhr: aße 57 bei Wernau. Senefelder, Rosenthaler Gerechtigtett Westen, Bülowstraße 59 bet Sirtenstr. 21, Gasthof zum schwarzen Adler.Schild born, Swinemünder Werner. Sängergruß, Friedrichshagen, Friedrichstr. 68. Echo II, Der Arbeiter Ernst Regener, Arbeiter August Regener, straße 35 bei Hübner. Freiheit II, Adlershof, Wöllstein's LuftKutscher Andreas Regener, waren vor kurzem der Mißhandlung garten.- Myrthenblätter, Belfortersir. 15 bei Schneider. Ihn'scher Der Wahlverein für den fünften Kreis versammelte sich umor, Blumenstraße 32 bei Reich. bezichtigt und hatten sich diesetwegen vor dem Schöffengericht zu am 21. d. M. im Lokale Grenadierstraße 33. Das Andenken des weide, Grünauerfiraße bei Streder, Gintracht I, Nieder SchönRigdorf zu verantworten. Es handelt sich um eine große Männer- Gesango. 2orbeertranz II ( 79), Waldemarstr. 75 Süd- Ost" bei Carl Ulrich). Echlägerei im Noster'schen Lokal in Briz, bei welcher auch das verstorbenen Genossen Alb. Krüger ehrte man wie üblich tett III, Gr. Sichterfelde, Berlinerftraße bei Gbert. Gesangverein Einig Unverzagt II, Messer eine Rolle gespielt hat. Gegner der drei N. sind bei durch Erheben von den Pläßen. Ein Vortrag konnte wegen Be- Leffingfit. 28 bei Roch. Sängerchor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 diefer Affaire die Rowdies von Briz" gewesen, wie die Behinderung des in Aussicht genommenen Referenten nicht gehalten b. Röntg.-Arbeiter- Gefangverein Arbeiter- Maibund, Nowawes b. Bots werden, die Versammlung erörterte deshalb in dieser Eizung straße 11 bei Beirecte.- Männerchor Nord- Ost, Landsberger Allee 152 bet dam, Wallfir. 55 b. Gärtner. Freies Lied, Friedrichsberg, Friedrich- Karllastungszeugen in der Verhandlung vom Vorsitzenden genannt Vereinsangelegenheiten. Von dem Genossen Richter, dem Kassirer Göbel.- Gefangverein Rothe Nette II, Ruppiner- u. Schönholzerstraßenwerten. Die Affäre erschien trotz der umfangreichen Beweis: des Vereins, wurde der Antrag eingebracht, in nächster General- gde. Alte Linde, Admiralftr. 21 bet Echnieber. aufnahme so wenig aufgeklärt, daß der Gerichtshof auf Frei- versammlung den Beitrag von 20 auf 25 Pf. pro Monat zu erArbeiter- Gesango. Borwärts III, Rathenow, Restaurant Zur Erholung" bei Friesecke. fprechung erkannte. Alpenglocke, Große Frankfurterstraße Nr. 33 bet Gold. höhen; der Mehrbetrag sollte zur Anschaffung von Broschüren Eichen trans, Prenzlau, Prinzenstraße Nr. 633-34 Bum grünen Der Untergang der Elbe" vor dem Tee Amte Verwendung finden. Nach eingehender Diskussion lehnte die Baum". Einigkeit II, Weinfir. 11 bei Feind. Weddinger ars Bremerhaven. Von dem weiteren Verlauf der Verhandlung Versammlung den Antrag ab. Die Mehrheit war der Ansicht, bei. Mölte. monie, Wüllcrfir 7 bei Reichert. Vorwärts VIII, Marwig i. d. Mart, Wach' auf. Pankow, Wollantstr. 122 bet Klemens. liegt vom Sonnabend noch folgender telegraphische Bericht vor: daß die gelegentliche Abgabe einer Broschüre nicht die in heu- Concordia, Simeonftr. 23 bei. Flick- Frete Sänger III, SeegerBeuge Stollberg, 3. Offizier der Elbe", befand sich zur Beit der tiger Zeit empfindliche Steigerung des Beitrags rechtfertigen müble bet Eberswalde. Arbetter- Gefangverein Ginig, Andreasftr. 26 bet Kollision auf der Kommandobrücke mit dem 1. Offizier Glamann fönne. Die angesichts des sehr mäßigen Besuchs recht aktuelle Gefangverein Acacie( gemischter Chor), Beughofftr. 8 bei Behlendorf. Wilmersdorfer Stebertafel, Deutsch- Wilmers. Etwa um 51/4 Uhr morgens sichtete Beuge an Steuerbord und Frage: Wie gestaiten wir die Versammlungen dorf, Bad. Gesangverein Arion, Wittenberge, Thurmstraße 28, Backbord viele Toplichter von Fischerfahrzeugen. Der Kurs interessant? wurde von anderer Seite angeschnitten; es Bentralhalle. Wacht auf I, Wörther und Rytestraßen Ede. wurde, weil die Lichter am Steuerbord beffer vertheilt waren, entwickelte sich hieraus eine animirte Debatte, in der die An- Butbuferfir. 30 bet Reimann. Harmonie III, Rigdorf, Bergstr. 142 bet Schimtäse. Ganges Iuft, Alpenglühen, Manteuffelftr. 9 bet von SW. W. auf WSW. gefeht. Bald darauf sichtete Beuge, fichten und die Wünsche der Mitglieder zum Austrag gebracht wurden. Nowad- Edelweiß I, Manteuffelfir. 9 bei Nowact. Walbtapelle, der sich an Steuerbord befand, Toplicht und grünes Seitenlich: Es wurde ausgeführt, daß ein Theil der Genossen des Kreises die Admiralfir. 88 bei Zubauer. Gefang und Orchesterverein Stralauer eines Lampfers und meldete dies dem 1. Offizier, der den leidige Angewohnheit hat, Veranstaltungen anderer Kreise deniedertafel, Rummelsburg, Gauptraße 83 bei W. Bowinkel( Orcheſter). Gesangverein Kreuzberg, Schönleinstr. 6 bei Kraaz. Gesangverein Dampfer aber bereits ebenfalls gesehen hatte. Die„ Elbe" Verzug zu geben. Das Vorurtheil gegen den fünften Wahlkreis Der Gnferbten, Eminemünderftr. 66, bet Franz Schmidt. Gefangverein behielt vorschriftsmäßig ihren Kurs bei. An Steuerbord müsse dadurch überwunden werden, daß jede Versammlung so neue Bett, Wollinerstr. 36 im Restaurant Sperling( Sperlingsluft"). befanden sich dicht dabei mehrere weiße Lichter; furz gestaltet wird, daß sie anregend und belehrend für den einzelnen Gesangverein Frohsinn I, Rummelsburg, Göthefiraße, Ede Kantpraße bei Mertens. Gefangverein Metallarbeiter Osten, Blumenftr. 46 darauf sah Zeuge hinter der Brücke das rothe Licht wirkt. Genosse Drescher versprach im Namen des Vorstandes, bei Tomaschat. Arbetter Gesangverein Olimpia, Adalbertstr. 8 bet des anderen Dampfers und die Kollision erfolgte. Eeit der die geäußerten Wünsche nach Möglichkeit zu berücksichtigen. Das Cauermann. Gefangverein Abendroth, Deutsch- Wilmersdorf, Ber Kursveränderung waren ca. 15 Minuten verflossen; Zeuge wollte Wort nahmen, zum theil wiederholt, Roth, Blanzwirn, Busse, Badenfchefir. 18 bei Stabiněty. linerstraße, bei Klingenberg.- Wilmersdorfer Stebertafel, dem Kapitän Meldung machen und traf derselben schon auf der Wels, Schulz, Hübner und Regge. Die nächste Versammlung sorterstr. 15 bei Schneider. Deutscher Männersang, BelKornblume, Große Frankfurterstraße 133 Treppe zur Bricke. Er erhielt den Befehl, nach der Kollisions ist die regelmäßige Generalversammlung. fielle zu sehen, sah die Regeling abgebrochen und weißen Schein Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend auf dem Waffer, der aus dem Rollisionsloch fam. Nach MetDie Textilarbeiter( Filiale 1) hielten am 16. März eine alle Buschriften, den Bund betreffend, sind au richten an B. Gent, dung beim Kapitän erhielt Stollberg Befehl, die Boote klar zu der in einem interessanten Vortrag über die Klaffenkämpfe des verein Nordwacht, Perlebergerjir. 28 bei Hermerſchmidt. Adalbertfiraße 95. Dienstag. Musikverein Soffnung, Görligerstr.63 bet Meter. Versammlung ab. Das Referat hatte Genosse Jahn übernommen, Musikverein Münstermann, Hochstr. 32a bei Wilte.- Bergnügungss machen. Zeuge hatte selbst die Bootsrolle aufgestellt. Er begab Privats Lotterie fich zunächst nach Boot 3, machte dasselbe flar, baan nach Boot 5. Proletariats sprach. Hierauf unterbreitet der Kassirer der Ver- Theatergesellschaft Biel bewußt, Frankfurterfir. 133 bet Gold. fommlung Die Einnahmen betrugen tiche Kunst, ieslauerfir. 27 bei Echmidt. den Kassenbericht. Ilub ortuna, Görligerstr. 50 bei Giemert. Verein für voltsthüm Während dasselbe flar gemacht wurde, sah Zeuge bereits die Geselliger Verein Hertha, See auf dem Hinterdeckt sich brechen; er hatte nur noch Zeit in's 644,30 W., die Ausgaben 486,86 M. Es wird sodann beschlossen, Adalbertfir. 21 bet Moll.- Spezialitätenverein Normannia, GraubenzerBoot zu springen und abzustoßen; er hat erst am Morgen am 1. Mai die Versammlungen am Vormittag zu besuchen, und ftraße 11 bet Fieße. gesehen wer in Boot war. Drängen von Passagieren und am Nachmittag einen Ausflug zu arrangiren. Unordnung hat Zeuge nicht gesehen, Hilferufe nicht gebört; Der Verein der Bauauschläger beschäftigte sich in seiner Differenzen im Boote zwischen Passagieren un Mannschaft legten Versammlung mit der Besprechung einiger Vereins- Angefind nicht vorgekommen. Zeuge half Fräulein Böcker legenheiten. Unter anderem wurde einer siebengliederigen Komins Boot ziehen und behielt Kommando des Bootes. Dre mission die Berathung der Statuten überwiesen und beschlossen, Stunden wurde gerudert, dann wurde der Mast eingesetzt und eine Neuregelung des Arbeitsnachweises vorzunehmen. Die entgefegelt, bis die Echmack Wildflower" sie aufnahm. Nachdem giltige Regelung dieser Angelegenheit mußte vertagt werden. einige übernommen waren, riß die Leine, nach 15 Minuten ua gefähr wurde der diest übergenommen. Der Maschinist der„ Elbe", Die Freie Vereinigung der Graveure und Ziseleure Neuffel, sagt aus, er sei durch den Stoß aus dem Schlafe erhielt am Dienstag, den 19. März, eine Versammlung ab, in der wacht und sogleich nach dem Maschinenraum gegangen, in den D. Heymann über das„ Baden in gesunden und franken schon Wasser eingedrungen war; er habe sich sodann an Bord Tagen" referirte. Unter Vereinsangelegenheiten theilt der Vor 8-10 Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Banfftraße 9-10.mit, daß die Bibliothek durch die" Neue Zeit" und die Gewerbe- Ordnung erweitert worden ist. Des weiteren wird bekannt Dienfiag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenstr. 28 au gemacht, daß am Mittwoch, den 27. März, vom Vertrauenst te( Mitglied des Deutschen Arbeiter Turnerbundes) turnt peute mann nach den Arminhallen" eine öffentliche Versammlung einberufen wird. Nachdem noch einige Angelegenheiten erörtert worden, erfolgte Schluß der Versammlung. bei Gold. Gefang-. Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Männer- Gesangs verein Sangestreue jeden Dienstag von 8%-10% Uhr bei Proz, Aunens Musikverein Frisch auf" Reichenbergerstr. 24 bei Tauschte. better Arbeiter Bitberklub Freiheitstlänge. Jeden Dienstag Abends von 8% bis 11 Uhr bei W. Nichter, Bülowstr. 65 am Dennewig- Play. Bither tlub Alpengruß, Abends%% Uhr in den Oranienhallen, Oranienftr. 51.straße 24, Gastwirth Jeratsch. Gäste wiütommen. Bergnügungsverein Gemüthlichteit, Gigung, Dienstag, 9 Uhr, Langes Berliner Dilettantens bühne Rheingold ll., Gigung, Dienstag, 10 Uhr im Borstädtischen Kasino, Acterstr. 144, nebst Fidelitas. Geselliger Verein Brüderschaft Berlin Nord West, Perlebergerstr. 9, Restaurant Dittmann, tagt Tambourverein Dienstags abends 9 Uhr mit darauf folgender Fidelitas. Freiweg, gegründet 1890. Uebungsstunde Dienstag bei W. Madday, Elfafferfir. 11. Freier Wille. Jeben Dienstag Übend im cofale des serrn Möhring Admiralstr. 18c. Tuinverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von Turnhalle, Bringen- Allees.- Theatervereine: Dilettanten- Bühne, Rheinelektrischen Beleuchtungsvorrichtungen hätten zu funktioniren aufTurnverein gehört. Neussel bestätigt sodann die Aussagen ocs 3. Offiziers 2. Männer- Abtheilung Staligerstr. 65-56, 1. Lehrlings- Abth. Friedenstr. 37. Stollberg. Auch der Matrose Siebert, der sich auf dem Ausguck Turnverein Norden, jeben Dienstag Abends von 8% bis 10 Uhr in der befand, erklärt, daß er die„ Grathie" nicht gesehen habe. gold Il 9% Uhr präz. bet Dambeck, Wollinerstr. 62: Sigung und Fidelitas. In der um 1/24 Uhr eröneten Nachmittage- Sigung erklärte Theaterverein Freier Wille tagt jeden Dienstag Abend 8% Uhr, im der Zeuge Hammelmann, Juspektor des Norddeutschen Lloyd", Tie Möbelpolirer beschäftigten sich in einer gut besuchten Märkischen Hof, Admiralfir. 18c. Rauchrlub Sorgenfrei tagt bet Bartel, Pallisadenstr. 22, un 9 Uhr. er habe in New- York während fünf Jahre sehr häufig Boots Versammlung am 20. März mit der Arbeitseinstellung bei Nücktenfag Abend's Uhr Wrangelftr. 32. Rauchflub Deutsche Flagge jeden Rauchklub Grüne Quafte manöver, Uebungen im Ein- und Ausschwingen der Boote, Ruder wardt u. Riegel. Aus den Ausführungen des Kollegen Kluge Mitgl. bes Bundes) jeden Dienstag Abend a Uhr, bet uft, Onbahnhof 7. manöver zc. vornehmen sehen. In Bremerhaven werden die Boote war zu entnehmen, daß die streikenden Polirer keine Lohnerhöhung Rauchflub Schmore's Werke, jeden Dienfiag Abend's Uhr bei TrittelRauchflub Ruhiga Dienstag Abend 8% Uhr bet vom Zeugen regelmäßig auf ihr Inventar revidirt. Beuge Babl- oder Verkürzung der Arbeitszeit fordern, sondern nur eine ge- Behrend, Gräfeftraße 5: Sigung. Rauchtlub Gutgefinnte Freunde meiſter Werner, ſagt aus, er babe nach der Ube geſehen, als bie rechtere Gintheilung ber Diretti efter nimmt für jeden Dienstag Abend a live bei Spät, Georgentrchſte. es. Vergnügungs= Rollision erfolgte, es sei 5 Uhr 35 Minuten gewesen. Der Zeuge fich und seine Lehrlinge die ganze bessere Arbeit und läßt die verein Im Brand, Dienstag, bet Stanidi, Barnimstr. 22. Rauchklub bemerkte im Boot Nr. 5 mehrere Frauen; er glaubt, daß die schlecht bezahlte Arbeit den Polirern, die bei der Ein- verein intrácht, unterricht und uerungsstunde Dienstag abends 84 Uhr Grüne iche, bei Serralh, Plan- Ufer 92 a.- Arbeiter Stenographen= Jusassen dieses Bootes ins Wasser fielen. Der Zeuge befundet theilung auf 15-20 M. die Woche kommen, während dem Herrn bei Wählisch, Adalbertstr. 4.— mig. Faldenfteinstr. 7. Cardinen- Reste. Concursmasse H. Rosendorff ir. valid. 161 passend bis Fenster aus der zwischen Invalidenstr. Markthalle u. Brunnenstraße, Teppiche, Läuferstoffe, Leinen, Bettzeuge, Wäsche werden nur noch kurze Zeit an Wochentagen von 9-1 und 3-8 K zu niedrigen Taxpreisen ausverkauft. Volks- Stenographie, praktischstes, von jedem Voltsschüler erlernbares System; das ganze System hat dreimal weniger Regeln als Stolze allein für t. Völlige Ausbildung 5, Lehrbuch 0,50 M. Scheithauer, 216 Simeonstraße 14. 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