Abendausgabe Nr. 219+ 41. Jahrgang Ausgabe B Nr. 111 Bezugsbedingungen und Anzeigenpreife find in der Morgenausgabe angegeben Redallion: SW. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-295 Tel.- Hoceffe: Sozialdemofrat Berlin Vorwärts Berliner Volksblatt 5 Goldpfennig 5 50 Milliarden Sonnabend 10. Mai 1924 Berlag und Anzeigenabteilung Geschäftszeit 9-5 Uhr Berleger: Borwarts- Berlag Gmb. Berlin S. 88, Cinbenfitaße 3 geenlyrecher: Dönhoff 2506-2507 Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Solidarität mit den Bergarbeitern! Die Aftion des ADGB. Der Aufruf des ADBG. und des AfA- Bundes zu Geldsammlungen, um die ausgesperrten Bergarbeiter zu unterftüßen, dürfte die Hoffnung der Bechenbefizer, daß die Berg arbeiter innerhalb weniger Tage zu Kreuze friechen müßten, vereiteln. Die deutsche Arbeiterschaft, die in einem harten Rampfe um die Aufrechterhaltung des Achtstundentages steht, weiß, daß im Ruhrgebiet eine Entscheidungs. schlacht geschlagen wird. Sie wird ihren erprobten Opfermut auch diesmal durch schnelle und gründliche Hilfe bemeifen. Die Sympathien für die Ruhrbergarbeiter, denen durch die Besetzung und durch das brutale Berhalten der Zechenbefizer feit 17 Monaten die schwersten Entbehrungen auferlegt werden, gehen weit über die Kreise der organisierten Arbeiterschaft hinaus. Es gilt jetzt zu zeigen, daß wir die Ruhrbergarbeiter, die für uns gelitten aben, nicht im Stich laffen, es gilt die 500 000 Bergarbeiter des Ruhrgebiets davor zu bewahren, sich der rücksichtslosen Ausbeutung der Zechenbefizer auf Gnade und Ungnade ausliefern zu müffen. Sogar die schwerindustrielle Deutsche Allgemeine Zeitung" schreibt in ihrer heutigen Morgenausgabe, daß das Vorgehen der Arbeitgeberverbände übereilt gewesen sei und zur Entspannung der sozialen Lage nicht beigetragen habe. In der Rechtspresse wird ein altes, von uns feiner zeit veröffentlichtes Rundschreiben der KPD. zu den Betriebsrätewahlen ausgegraben, um damit zu beweisen, daß der angebliche Bergarbeiter, streit" politisch fei. Es genügt, wenn wir feststellen, daß die Versuche der Kommunisten, vor den Wahlen einen Streit im Ruhrgebiet und in Mitteldeutsch land zu entfesseln, fläglich zusammengebrochen find. Für die Haltung der KPD. ist es bezeichnend, daß das tommunistische Ruhrecho" in seiner gestrigen Ausgabe den fchwersten Ram nicht etwa den Zechenbesitzern, sonbern den Führern der Bergarbeiterverbände anfagt. Aber auch dieser Dolchitok der Kommunisten wird feine Wirkung haben. Wie die Ruhrbergarbeiter fe ft hinter ihren Berbänden stehen, wird die Arbeiterschaft Deutschlands den Ruhrbergarbeitern ihre Solidarität beweisen. Das Mülheimer Revier stillgelegt. Mülheim, 10. Mai.( TU.) Nachdem gestern noch auf fechs Ruhr. gedhen eine unbedeutende Förderung stattgefunden hat, ist seit gestern abend die Förderung auf fämtlichen Schächten des Reviers völlig zum Stillstand gekommen. Wenn auch aus dem Reiche Meldungen von vorerst noch ausreichendem Bestand wiffen wollen, fo machen sich doch schon bereits im Revier die ersten Folgen bemerkbar. So hat die Regie laut Antrag auf dem Effener Hauptbahnhof bereits 13 3üge heute wegen Rohlenmangels einstellen laffen müffen. Bei Krupp wird wahrscheinlich in näch fter Woche die Sechsstundenschicht eingeführt werden müssen. Effen, 10. Mai.( Tul.) In der gesamten Gruppe Nordwest der Eisenindustrie wird es voraussichtlich Anfang nächster Woche. wenn bis dahin eine Einigung im Bergbauftreif nid, t erfolgt ift zu Feierfchichten mit Lohndusfall tommen, da im Mantel tarif ausdrücklich vorgesehen worden ist, daß bei eintretendem Mangel an Kohlen Feier- und Kurzschichten mit Lohnausfall erfolgen. Durch die Micum- Berträge ist es der Industrie nicht möglich, Rohlenbestände anzufammeln. Die vorhandenen Borräte werden in fürzester Zeit verbraucht sein. mit 21 Broz und Caftellengo- Grube mit 31 Broz., ferner die Beuthener und Friedrichsgrube wie gestern mit voller Belegschaft. Bon den Eisenhütten hat heute morgen bie Gleimiger Hütte die Arbeit wieder aufgenommen. Es streifen noch Julien- Hütte, Rofswerke mit Redenhütte und die Rütgers- Werke. Die Donnersmard- Hütte arbeitet mit über 70 Broz. An die Ortsausschüsse des ADG8. Die Wahlen in Frankreich. V. Sch. Paris, 10. Mai. Das Schicksal Deutschlands in den nächsten Jahren ist nur zum Teil am 4. Mai durch das eigene Bolt entschieden worden. Zum anderen Teil wird am 11. Mai das fronzösische Bolt darüber entscheiden. Diejenigen, die am letzten Sonntag geglaubt haben, sich an dem Regierungsblod, an den Sozialdemokraten für alle Enttäuschungen und Bitternisse der Bergangenheit dadurch rächen zu können, daß sie für die Rechtsparteien oder für die Kommunisten stimmten, hatten vergessen oder nicht begriffen oder wollten nicht begreifen, daß seit dem Jahre 1919 das Schicksal Deutschlands leider zum guten, Teil in der Hand der Franzosen lag, daß die Beschlüsse und Ein Kampf von einer Ausdehnung, wie er in Deutsch- Abstimmungen des Reichstages mitunter geringeren Einfluß land bisher nicht durchzuführen war, ist in den Kohlen auf den Gang der politischen Ereignisse und auf die Entwic gebieten entbrannt. Millionen find in mit- lung der wirtschaftlichen Verhältnisse hatten, als die Willensleidenfchaft gezogen, Opfer der schwersten Art find fundgebungen des Palais Bourbon. Sie hatten nicht begriffen, daß die zahlenmäßige Stärfe der deutschen Linten durch die von ihnen zu tragen. zahlenmäßige Schwäche der entsprechenden Parteien in Frankreich vollständig aufgehoben wurde. Sie glaubten Poincaré dadurch zu bestrafen", daß sie deutschnational, deutschvölkisch oder kommunistisch stimmten. Jit Wahrheit haben sie dem Nationalen Blod den besten Wahldienst ge= leiftet. Der Kampf, den die Bergarbeiter führen, ist gerecht. Alle Arbeiter sind davon überzeugt und ihre Herzen schlagen für die gute Sache, um die gefämpft wird. Aber Sympathien allein genügen nicht. Die Bergleute müffen unterstützt werden; fo gewaltig die Mittel auch sind, die dieser Kampf erfordert, das menschenmögliche, fie heranzuschaffen, muß gefan werden. Die Borstände des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbandes und des Allgemeinen freien Angestelltenbundes haben in ihren gemeinsamen Aufrufen zur Einleitung von 5 a mmlungen aufgefordert und die Ortsausschüsse beauftragt, das Erforderliche zu tun. Hierbei ist teine Zeit zu verlieren. Sofort müffen die Ortsausschüffe Sammellisten herausgeben und überall ift dafür zu sorgen, daß die Mittel reichlich fließen. Schon in den Aufrufen ist als gemeinsame Zentraljammelstelle die kaffe des Allgemeinen Deutschen Gemertfchaftsbundes genannt. Darauf ist bei der Ablieferung befonders zu achten. Sammelt rasch und liefert jofort den Ertrag ab! Wer raidh gibt, gibt zwar nicht doppelt, er forgt aber dafür, daß die Kämpfenden nicht ohne Der Bundesvorstand Mittel bleiben. des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes. Poincaré bei Macdonald. Es ist in den letzten Tagen allerdings vielfach behauptet worden, das deutsche Wahlergebnis habe die französischen Nationalisten enttäuscht. Das ist insofern richtig, als man die hiesige öffentliche Meinung auf die Wiederholung der bayerischen Landtagswahlen im ganzen Reiche vorbereitet hatte, also auf einen durchschlagenden Sieg der Deutschvölkischen, der Ludendorff Partei. So sind hier die Deutschnationalen zu der Bezeichnung als„ gemäßigte Rationalisten" gekommen. Diese Bezeichnung würden wahrscheinlich die meisten von ihnen als schimpfliche Unterstellung zurückweifen. Wir haben natürlich im Augenblick feinen Anlaß, diese Bezeichnung ausführlich richtig zu stellen und wollen uns auf die Feststellung beschränken, daß zum ersten Male seit fünf Jahren eine deutsche Partei sich eines besseren Rufes erfreut, als jie verdient. Daß es ausgerechnet der Partei des Grafen Bestarp paffiert, entbehrt nicht eines tragifomischen Beigeschmacks. Jedenfalls war die franzöfifche Deffentlichkeit auf einen ungeheuren Erfolg der Deutschvöltischen gefaßt, und es war für diesen Fall, wie von gut unterrichteter Seite verfichert wird, ein großzügiges Wahimanöver der lezten Stunde vorbereitet: das Gespenst des fofortigen Revanchefrieges follte pon den großen Boulevard- Blättern an die and gemalt werden unter dem Motto: Ludendorff vor den Toren! Wählt den Nationalen Block wieder!" Da nun statt der Ultranationalisten nur die sogenannten wurde diese Aktion erheblich geftört. Es fehlt zwar in der Breffe nicht an Hinweisen darauf, daß die Deutschnationalen menn nicht den sofortigen, so doch den späteren Revanchefrieg erstreben. Der Kehrreim bleibt derselbe: Wählt den Nationalen Block! Die deutschen Wahlen beweisen, wie notwendig es ist, die Politik des Ruhrkampfes fortzufezen." London, 10. Mai.( Eigener Drahtbericht.) Wie nunmehr fest zustehen scheint, wird die Zusammenkunft Macdonalds mit Boin, care vor der neuen allierten Konferenz am 20. Mai in Chequers stattfinden. Die Besprechung der beiden Staatsgemäßigten Nationalisten" den Sieg errungen haben, männer, die von feinem ihrer Minister begleitet sein werden, foll tebiglich informatorischen Charakter" tragen. Condon, 10. Mai.( WIB.) Der politische Berichterstatter der Daily Mail" schreibt, die Konferenz zwischen Macdonald und Boincaré in Chequers am 20. Mai fei nur das Vorspiel für eine Bolltonferenz der europäischen Mächte, die zweifellos eine Bollfonferenz der europäischen Mächte, die zweifellos in England stattfinden werde. Der Pariser Berichterstatter bes Blattes melbet, in Baris hoffe man, daß die Erörterung zwischen Macdonald und Poincaré eine allgemeine Mitte Juni stattfindende Konferenz schaffen werde. Die französische Haltung auf der Konferenz in Chequers werde, wie verlaute, sich auf folgende Hauptgrundfäße stüßen: 1. Der Dawes Bericht muß so bald wie möglich unversehrt zur Anwendung gebracht werden. 2. Deutschland muß die erforderlichen Gefeße annehmen und den Plan zur Durchführung bringen, bevor die französisch- belgische Berwaltung und Kontrolle übergeben werden fann. 3. Die Beendigung der französisch- belgischen Regieverwaltung im Ruhrgebiet bedeutet nicht eine militärische Räumung, die nur cntsprechend den tatsächlichen deutschen Zahlungen durchgeführt werden wird. 4. Die Räumung des Rheinlandes hängt nicht nur von den jährlichen Reparationszahlungen ab, sondern auch von der mili tärischen Entwaffnung Deutschlands, die eine sehr Ungünstige Lage der Metallindustrie. Wanne, 10. Mai.( Ill.) Auf den Schächten der Gelsen. firchener Bergwerke. G. ist die Lage unverändert. Das Ergebnis der gestrigen Tagung in Essen bleibt abzuwarten. Die ersten Folgen zeigen sich bereits. Einige Hochöfen mußten sti11 gelegt werden. In der Metallindustrie wird eine Lohnerhöhung con 20 Broz. verlangt. Die Verhandlungen wurden jedoch angebringende Frage bleibt. fichts der augenblicklichen Lage um 8 Tage verschoben. Borläufig ist fein Schiedsspruch zu erwarten. Wenn durch die Aussperrung im Bergbau die Kohlenversorgung weiterhin unterbleibt, ift in 8 Tagen eine allgemeine Stillegung der Betriebe zu erwarten. Die Aus fichten in der Metallindustrie sind äußerst ungünstig. Unruhen in Albanien. Belgrab, 10. Mai.( WTB.) Dem Blatt Politica" wird aus Tirana berichtet, in Albanien seien Unruhen ausgebrochen. Der Führer der albanischen nationalistischen Extremisten habe vorgestern mit den irregulären Truppen nach heftigem Kampf die Stadt Krufa genommen. Das Blatt" Novosti" meldet, daß die regierungstruppen in Tirana und Umgebung die Ordnung wiederhergestellt hätten. Hilfsaktion für die Mansfelder AG. Eisleben, 10. Mai.( Tul.) Auf einer Bersammlung der Kreisund städtischen Behörden im Mansfelder Lande teilte der Landrat von Mettenheim mit, daß ihm der Regierungspräfident in Merseburg belegraphisch mitgeteilt habe, daß fein persönlicher Schritt in Berlin Enflaffung der verhafteten Miffionsangestellten. Wie wir er. Erfolg gehabt habe. Für die Mansfeld A. G. folle für drei bis sechs fahren, ist die Untersuchung gegen die am 3. Mai in ber ruffifchen Monate eine staatliche Hilfsaktion eingeleitet werden. In Handelsvertretung festgenommenen Personen nunmehr soweit durch Dieser Zeit wird die Rentabilität der Mansfeld A G. nachgeführt, daß die Gefangenen gestern aus der Haft entlaffen werden geprüft. Dapon sollen weitere Schritte abhängig gemacht werden. Eine Stillegung der Mansfeld A. G. soll nicht in Frage kommen. Damit wäre die drohende Existenzgefährdung von weit über 100 000 Menschen vorerst beseitigt. Die Streiklage in Oberschlesien. Beuthen, 10. Mai.( T.) Die Streiflage im oberschlesischen In duftriegebiet hat sich seit gestern vormittag etwas gebeffert. Es ar beiter: Königin Luife- Grube mit 70 Broz, Delbrüd Schächte mit 57 Broz., Hedwigs- Bunsch- Grube mit 80 Broz., Ludwigsglüd- Grube fonnten. Revision des Kiewer Professorenprozesses. In dem großen Proze gegen die Riemer Profefforen, der durch die Einmischung Boincarés noch besonderes Aufsehen erregte, ist eine nochmalige Ber hanblung am 10. Mai anberaumt worden. Diese findet vor dem Raffationshof des Obersten Gerichtes der Ukraine statt. Selbstmord eines Sowjetpolififers. Aus unbekannten Gründen hat Butominom Selbstmord begangen. Er war Mitglied des Bräfidiums im Zentraleretutinfomitee des Sowjetbundes, ferner Mitglied des Präsidirns hea Allrussischen Zentraleretutiotomitees und des Zentralrates ber Gewerkschaften. Es gibt indes ein Argument, von dem die Regierungsblätter bezeichnenderweise feinen Gebrauch machen. Šie fönnten nämlich auch darauf hinweisen, daß die Wahlerfolge der kommunisten, besonders im Ruhrgebiet, nicht zuletzt mit nationalbolfchemistischen Agitationsmitteln errungen wurden, da sie deren Parole der Ablehnung des Sachverständigenprogramms durch die andere des proletarischen Befreiungsfrieges" am Rhein Schulter an Schulter mit Sowjetrußland ergänzt. Obwohl den ausgezeichnet über diese Dinge unterrichteten französischen Journalisten alles dies wohlbekannt ist, wird es doch verschwiegen, denn diese Baffe könnte sich als weischneidig erweisen. Wenn nämlich der französische Durchs schnittsleser erfährt, daß man auch Teile der deutschen Arbeiterschaft, besonders in den besetzten Gebieten, dadurch ein fangen fann, daß man die Revolutionsagitation init natiostuzzig werden und fragen: Ist das nicht eine Folge der Ruhrnalistischen Zielen vermengt, dann würde er vielleicht doch politik?" Und daher läßt man dieses kizlige Thema lieber beifeite. 17 Man verzichtet sogar auf die naheliegende Wahlpolemik gegen die französischen Kommunisten, die sich daraus ableiten ließe, denn der Nationale Block hat fein Interesse daran, den Kommunisten zu nahe zu treten. Sie sind für ihn fein gefährlicher Gegner, vielmehr werden sie als heimliche Bundesgen offen betrachtet und geschont. Und das mit Recht. Denn ihre Listen des Arbeiter- und Bauernblocks" werden hauptsächlich eine Zersplitterung der Stimmen im Lager der Linksopposition erreichen, und zwar auf Kosten des fozialistisch linksbürgerlichen Blocks der Linken". Bei dem grotesten französischen Wahlsystem, das mit den Verhältniswahlen nicht die entfernteste Aehnlichkeit besitzt, bedeutet das aber einen ungeheuren Vorteil für den Nationalen Block. Die Kommunisten, deren Agitation übrigens sehr geschickt und rückfichtslos ist, revanchieren sich, indem sie ihre Hauptfraft gegen den Linksblock richten, besonders in Paris. Sie haben es fast ausschließlich auf die Sprengung sozialistischer Versammlungen durch die persönlichen Berunglimpfungen der fozialistischen Führer abgesehen. Ueberall also dasselbe jäm merliche und dennoch in seiner Art logische Mittel: denn die Anhänger Mostaus miffen ja, dah thr Wahlgeschäft ledig= lich auf Kosten der Sozialisten blühen Pann. Auch hier offenbart fig die tieje Bebeutung der Schmähung Lo fomstis auf dem Spaltungsparteitag der USP. in Halle: bie Sozialdemokraten, die Amsterdamer Gewerkschaften seien schlimmer als die Weißgardisten. Voraussagen über den Ausgang sind bei der französischen Boltsbefragung unmöglicher als bei englischen und deutschen Wahlen, denn das französische Wahlgesetz ist das reinste Lotteriespiel und ein Statut mit einer nur für Eingeweihte verständlichen Terminologie. Es dreht sich vor allem darum, ob es dem Nationalen Blod vom November 1919 oder umgekehrt dem Lints blod gelingen wird, in ben einzelnen Departements die absolute Mehrheit zu erhalten resp. fo und Soviele Quotienten" oder den stärksten Durchschnitt. Die Bedeutung diafar Worte dem Leser einigermaßen verständlich zu machen, würde zu weit führen. Auch die meisten Franzosen fapieren es nur zum Teil. Es genügt zu wissen, daß die So zialisten in der Hauptstadt auf einige" Quotienten" rechnen, möglicherweise auf den stärksten Durchschnitt", und daß in ganzen Departements, besonders im Süden, der Binksblod die , abfolute Mehrheit" erhofft. totalen Zusammenbruch des Nationalen Blods. Die FrankenAlles in allem glaubt man jest nicht mehr an einen erholung des Spätwinters hat diese Gefahr gebannt, vor allem sind auch die deutschen Reichstagswahlergebnisse Boincaré zugute gekommen. Immerhin rechnet man mit einer Schwächung der Regierungsmehrheit, vor allem in Südfrant reich. Ob diese Schwächung so start sein wird, daß Poincaré abtreten müßte, ist ungewiß. Je nachdem wäre mit der Mög ligkeit einer Regierung Briand oder noch weiter links einer Regierung Herriot zu rechnen. Aber alles Rätsel raten ist müßig. Es muß zunächst abgewartet merben, was aus dem Glücksrab des famosen französischen Wahlrechts her. austommt! Paris, 9. Mai.( Eigener Drahtbericht.) Der Wahlkampf näheri fich dem Ende. In weniger als 48 Stunden wird das französische Bolt über die Zusammensetzung feines Barlaments entscheiden. Nach Jer Physiognomie dieses Wahlkampfes zu schließen, dürfte die Wahlbeteiligung diesmal noch geringer merden als 1919, mo in Baris 25 Broz. und in der Proving teilweise bis zu 41 Proz. ber Mähler der Urne ferngeblieben find. Die große Masse ist jedenfalls von einer an Apathie grenzenden Teilnahmslosigkeit, die fich vor allem in auffällig schlechtem Besuch der Wahlversamm lungen fundgibt. An dieser Lethargie des Bublifums scheinen alle Anstrengungen der Baricien abzuprallen, beren Agitation feit 24 Stunden ihren Höhepunkt erreicht hat. Insbesondere die Rom munisten, die eine Sondernummer der Humanité" in 11 Millionen Eremplaren haben verbreiten laffen, entfalten eine ungewöhnlich intensive nonfie Tätigkeit. Sehr zahlreich find die Manöver der fegien Etunden. In zahlreichen Wahlkreisen hat der Nationale Blod versucht, die Wähler des Kartells der Linfen durch Berteilung ge fälschter Lift en frrezuführen. Die nationalistischen Leiden. schaften werden aufgepciffcht durch Verbreitung falscher Nach. richten, wie der, daß Deutschland bei englischen(!) Firmen eine Million Infanteriegewehre und eine Milliarde Ba tronen bestellt habe. Ausgesuchtes Bech hat der Nationale Blod mit dem Frank gehabt. Nachdem man, um die Unzufriedenheit über die Zeuerung zu beschwichtigen, den Kurs der Bandeswährung unter schweren finanz ellen Opfern fünftlich in die Höhe getrieben hat, ist gerabe jest, unmittelbar vor den Wahlen, ein neuer Einbruch erfolgt, der das Pfund in wenigen Tagen von 64 auf 74 hat empor. fdhnellen laffen. Das voraussichtliche Ergebnis der Bahtan entzieht fich Jeber Beurteilung, da die Ungeheuerlichkeiten des franzöfifchen Wahl gefezes jede Vermutung über den Haufen werfen müssen. 1919 hat her Rationale Blod auf etma 7000 bis 8000, die Barteien der Binten bagegen erit auf 25 000 Stimmen ein Mandat erhalten. Das Spiel der Brämien für die absolute und relative Majorität gibt in sehr vielen Fällen den Ausschlag, und wenn es auch außer Zweifel steht, daß die Parteien der Linken den Nationalen Blod ziffernmäßig gemaltig überflügeln werden, so läßt sich doch keineswegs mit Be timmtheit sagen, ob dies auch in der Zusammensetzung der neuen Rammer zum Ausdrud fommen wird. Ausstellung der Akademie. Die Atademie der Rünfte hat heute mittag in ihren Räumen am Bariser Bloh ihre Frühjahrsausstellung er öffnet. Die Gdau umfaßt Arbeiten der Malerei und Blaftit und ihre Jury hat an dem Grundfab festgehalten, daß nur Gefichtspuntie ber fünstlerischen Qualität, nicht Rüdficht auf Richtungen und Gruppen, für die Aufnahme des einzelnen Wertes maßgebend find. So trägt diese Frühjahrsschau ben vornehmen Charakter einer Elite. ausstellung. Genfationen bietet sie nicht, Volksentscheid und Presse. Ueberraschung der einen- Wut der anderen. beiterschaft nicht nur bei den Rommunisten geltend macht. Und wenn die Kommunisten ihm auch durch ihre provofatorische Sprache, durch ihr Aufschneiden geradezu in die Hände In einem Teil der Bresse wird noch immer die irrige Auf arbeitenes bleibt dabei, daß Jarres die republikanische faffung vertreten, als ob die Einleitung des Boltsentscheids Bevölkerung ganz Deutschlands durch die Genehmigung des den Reichstagsparteien die eigene Berantwortung abnehmen Ludendorff- Tages aufs schlimmste herausforderte, und daß auf würde. Daß dies nicht der Fall ist, haben wir schon heute sein Haupt alle Folgen kommen, die sich bei Zusammenstößen morgen nachgewiesen. Der Beschluß des Parteivorstandes in Halle ereignen fönnen. Daß es ohne solche Zusammenist der Preffe überraschend gekommen und hat manches| ftöße abgehe, ist unser Wunsch. Aber wer die Stimmung der übereilte Urteil zutage gefördert. So ist es zu erklären, wenn Arbeiterschaft tennt, weiß, daß die dreiste Herausforderung das Berf. Tageblatt" den Beschluß fehr menig glücklich" durch Jarres, Ludendorff und Genossen auch sehr fühles Blut findet, und wenn ihn die Germania" einen übereilten zum Sieben bringen kann. Schritt" nennt, der nicht genügend durchdacht worden sei. Wendet sich die Kritik der demokratischen und der Zentrumspreffe gegen die fozialdemokratische Taftit, to tobt ble nationalistisch- kommunistische PrBelse gegen ben Plan und seine Absicht selbst. Die Deutsche Tageszeitung" spricht von einem neuen Dolchstoß in den Rüden der beut schen Abwehrfront" und verdächtigt bie Sozialdemokratie, fie Aehnlich die„ Kreuzzeitung". Als dritte im Bunde schimpft wolle mit Ententehilfe fich mieber in ben Sattel schwingen. die Rote Fahne" über demokratischen Stimm zettelfchwindel". Sie bestätigt damit das Urteil, das die Kreuzzeitung" in anderem Zusammenhange fällt, indem fie frohlockend auf die Zerrissenheit der Arbeiterklasse hinweist und sagt: Die Bolschewiften find genau so scharfe Gegner der demofenfchen Republik, der Sozialdemofrafle und der demokratisch- sozial. demokratischen Parlamentswirtschaft, oder beffer Mißwirtschaft, wie die Deutschnaflonaten; natürlich aus entgegengesetzten Gründen. Diese Bundesgenossen hätten sich also zusammengefunden, unb fie werden auch beim Bolfsentscheid fest und treu zusammenstehen müssen aus entgegengesetzten Gründen". Die Wut dieser Bundesgenossen beweist, daß sie der Beschluß des Parteiorstanides an einer sehr empfindlichen Stelle getroffen hat. Die Militaristen- Parade in Halle. Ludendorff unter Stahlhelmschuh.- Mackensen in der Schule. Satte a. S., 10. Mai.( Eigener Drahtbericht.) Reichstagsabgeordneter Ludendorff ift gestern nachmittag in Halle zu der am Sonntag, den 11. Mai, flattfindenden Motte- Denkmalsfeier eingetroffen. Die hiesige Detsgruppe des Stahlhelm bundes" ftellte ihm in fe'nem Quartier dem Gute Gimrih bei Halle- eine Ehrentompagnie! Heute vormittag traf aus Glah die Tradition stompagnie des früheren Füfiderregimeals t. 38( G: neralfeldmarschall Graf von Molite) in Halle ein. Sie besteht aus 3 Offizieren, 4 Unteroffizieren und 32 Mann. Sie wurde mit flingendem Spiel durch die Stadt geführt. Franteschen Stiftungen bejudjen. Sämfiche Schüler und Am Dienfttag wird Generalfeldmarschall Madensen die Schülerinnen der staatlichen Frauleshule werden dazu am Bormittag Spaller bilden. Am Montagmitag 12 Uhr ist für fämt. liche Schüler und Schülerinnen große Generalprobe. Wenn Jarres etwa nicht gewußt haben sollte, um was es sich in Halle handelt, so sollte ihn der Aufruf darüber aufttären, ben bie„ Baterländischen" u. a. in der„ Kreuzzeitung" veröffentlichen. Darin heißt es: Hunderttausende von Mitgliedern der pater. ländischen Berbände aus allen Gauez Deutschlands werden am Sonntag, den 11. Mai, im roten Herzen Mitteldeutschlands, in Bubenhand in der Neujahrsnacht gestürzte Standbild Moltkes wird Halle a. d. G., zusammenströmen, um an einer gewaltigen nationalen Rundgebung teilzunehmen. Das durch freche Bubenhand in der Neujahrsnacht gestürzte Standbild Molttes wird wieder aufgerichtet. Es ergeht nochmais an alle nationalen Berbände die bringende Aufforderung, an diesem Tage in Massen nach Halle 3u ftrömen. Der Vorbereitungsausschuß der Baterländischen Berbände Mitteldeutschlands hat umfassende und gründliche Maßnahmen zum Empfang der auswärtigen Gäste getroffen. Hunderte von valerländischen Bertänden, Taufende von Fahren werden erscheinen, über udendorff wird auf den Rennbahnwicfen bel Bassendorf statt. hundert Mufitforps werden spielen. Der Borbeimarsh an finden und wird beshalb eine große Menge Menschen anziehen. Die legten Vorbereitungen sind getroffen, die Vaterländischen Verbände rufen allen Kameraden nochmals zu: 2m 11. Mai heißt die arole Halle a. d. Saale." einer Veröffentlichung durch den„ Amtlichen Preußischen Die preußische Staatsregierung hat barauf fofort mit Pressedienst" geantwortet, in der sie darauf hinweist, daß die Veranstaltung nur mit folgenden Einschränkungen ge nehmigt sei: Sämtliche Umzüge haben zu unterbleiben. Es dürfen nur Fahnen, die entweder die alten, die neuen Rethe. farben, bie preußischen Farben oder politisch indifferente Bereinsfarben tragen, bei der Feierlichkeit in Erscheinung treten. Die Feier felbst ist in zwei Teilen genehmigt: eine Feier am Dentmai selbst mit 1500 bis 2000 Teilnehmern und eine Feier aus der über diese 3aht hinaus erschienenen Teilnehmer außerhalb des Weichbiides der Stadt auf der Rennbahn. Die Gestellung von Sonder. 3ügen für auswärtige Teilnehmer war von vornherein aus. gefchloffen. eine lokale Feier handle, die zu schüßen sie gewillt ſei. Die Staatsregierung habe angenommen, daß es sich um Sollte die Veranstaltung barüber hinausgehen, so sei mit einem Berbot in legter Stunde zu rechnen. daß Der Aufruf der„ Baterländischen" zeigt, daß sie auf die Einschränkung der Genehmigung pfeifen, bas des ihnen barauf antommt, eine antirepublikanische Kundgebung großen Stils zu veranstalten. Die Militaristen mit allen ihren möglichen Folgen trägt allein der bulben Sie follte, wenn Jarres nicht einsichtig genug ist, Für diese Parade der Monarchisten, Hafenkreuzler und preußische Staatsregierung sollte diefe Herausforderung nicht Reichsinnenminister Jarres die Berantwortung wirklich blese Hafenkreuzler- Rundgebung mit staatlichen Es ist offenes Geheimnis, daß die preußilchen Behörden Machtmitteln perhindern. Benn es schließlich in Halle wieber ihn sehr eindringlich auf die Gefahren aufmertfam gemacht zu Blutvergießen fommt, wird alle Schuld auf Seve. haben, bie aus der Genehmigung des Rummels in Hallering geschoben werden, mährend seine Warnungen in den im Gegensatz zum Verbot ber Maifeier tönnen. Aber bei feiner Vorliebe für die Hafenkreuzfahne, der er als Inhaber der zivilen Ausnahmegemalt den Monarchistenfich entwideln Wind geschlagen werden. Wir fordern von Jarres, daž er schon am Anhalter Bahnhof in Berlin die Reverenz ermies, Spuf Derbietet. Gonft muß Preußen aus eigenem hat dieser Minister der Republit alle Warnungen in den Mind handeln, ehe es zu spät ist. geschlagen. Er allein ist Inhaber der Gewalt, die ihm der zivile Ausnahmezustand" überwies, er allein tann Hafenfreuzparaben genehmigen und Malfeiern verbieten. Er allein fann auch die Landespolizeibehörden anweisen, mit zweierlei Maß zu messen. Er allein trägt die Verantwortung für die Erbitterung, die sich in der mitteldeutschen Ar" Corinth, ter in den überhigten Farbenwirbeln feines„ Bittualien" genannten Delbides( 19) zu feiner Bildgestaltung fommt, während Bettentrückte, feelenkündende Bisionen Kotojahtas: zwei Land bas große Blumenstid( 18) alle Vorzüge des Weiſters offenbart. afben( 111 und 113) und ein Frauenporträt( 112). Eine vornehme, aber etwas langweilige Bitnisbüfte Bodes von Klimsch( 294) und ein effettoolfer und in der Mache geistreicher Bronzetopf Hemrich Bölfflins( 386) von Edwin Scharff fallen unter den Blaftiten auf. Saat 5 ift bem Gebächtnis Wilhelm Steinhausens gewidmet, des stillen Frankfurter Jonuiters, in deffen Schaffen ber Einfluß Thomas mit nazatenifchen Reminiszenzen fich mischt. Nur Thr besonderes Gepräge erhält sie durch eine Reihe von Rol die Märchenbilder Cinäuglein, 3weiäuglein, Dreiäuglein"( 220) teftio ausstellungen: dem Bildhauer Georg Kolbe, ben und die Gän emago"( 223) sowie das Märchen im grünen Reid" Melern Mar Bechstein und Schmidt- Rottluff find eigene Säle ein.( 222) zeigen persönliche Gestaltung. Im Gaal 6 eine Stoltellion geräumt, der Bildhauer Mar Kruse wird zu feinem 70. Geburtstag von Blaftifen Georg Solbes, ber, wahllos im Stil, neuerdings burch eine umfassende Ausstellung geehrt, die einen fast lückenlofen burch Modeftrömungen hin und her geworfen, nur in wenigen Arbeiten, Ueberblick über sein Schaffen gibt. Die Gebächtnisausstellung für wie ter 5o3plaftit tonne"( 307) und der Bronze Affunta"( 308) bas im vorigen Jahre verstorbene Arabemiemitglied Wilhelm Stein. zu startem und eigenartigem Formausbrud gelangt Gaal 7 hausen zeigt mehrere, bisher nicht bekannte Arbeiten des Künstlers. zeigt ziet vortreffliche Arbeiterbilder( 1 und 2) von Hans Balu. Den Borraum und den 1. Sa al füllt die Sonderausstellung het, ein an Stotojchta allzu start antlingendes Doppelbildnis( 108) Mar rufe. Sie sagt uns wenig. Der Rünfiler gehört mit von Rohlhoff und ben mit technischer Bituofitat pruntenden feinem Schaffen einer Belt an, bie uns heute ferner liegt als mandje Marmor Babenbe Frau"( 884) von Scharff.- Den Glangpunti längst verftofferen Jahrhunderte. Wir erinnern uns des Auffehens, bes 8. Gaales bildet Rotoitas Sommer"( 110), ein bas bie farbig getönten Holzporträts rufes bei ihrem ersten Er malerisches Bunderwert von überfinnlicher Boesie und farten fcheinen machten, und wir verstehen die Freude an diefen naturalifti bekorativen Reizen. Daneben ein schlichtes, feines Interieur( 102) schen Spielereien heute ebenso wenig wie den Enthusiasmus, mit dem die theatrali che Bofe einer Nietzsche- Büste( 1,347) als Erfüllung Arbeiten Dettmanns( 31 bis 33). Im Saal 9 ein italienisches Don Kerschbaumer und drei gut gemalte, aber nicht sonderlich tiefe moderner Stilfehnsucht begrüßt wurde. Saal 2 zeigt an auf Stadtbild( 191) und zwei Stifleben( 192 unb 195) von ifheim fallender Stelle tas große Gemälde Krieg"( 34) von Dito Dig, mib, feuchtend flar in der Farbe und von sicherer rhythmuscher aus starker Leidenschaft geboren, aber fünstlerisch formlos, un Flächenaufteilung; graziöse dekorative Arbeiten von Partitel malerisch und verworren. Unruhig, namentlich in der Farbe, wirft( 143 und 144) und in der Bitrine eine ausgezeichnete Bronze auch Blonttes Anbetung ber Könige"( 170). Willy Jaedel ift mit einer etwas dünnen Baldlandschaft( 93) und einem vortreff Entfaltung ihrer gefchloffenen monumentalen wirtung nur ein Betenbe"( 288) von Heinric Salze, ber man zur nollen lichen Frauenbildnis( 94) vertreten, deffen feelischer Gehalt auch in größeres Format wünschen möchte. Im Saal 10 zwei folide, der suggestiven Farbensprache wirksamen Ausdrud findet. Mündener Seewald Tripindhon„ Der träumende Strabe"( 196) ein allzu start unter Actoschtas Einfluß stehender Borfrühling" etwas trodene Bildniffe( 177 und 179) von Klaus Richter und mirti wie ein vergröberter Rouffeau: feine Raivität ist nicht echt( 115) von raustopf. Saal 11 enthält bie SonderausTie Bronzebfifte bes Staatssekretär's Heinrich Schulz( 267) som ftellung edit e in. Sie bitbet einen Glanzpunkt der Schau. Bech, Breslauer Plaftifer Robert Bednorz, auf Bordersicht beftein ist naturnäher als Schmidt- Rottluff, das Gegenständliche fpicit rechnet, bewahrt bet aller reizvollen Detallfülle einen monumentalen Zug. Auch der Bronzekopf des Reichspräsidenten( 266), in der bei ihm eine größere Rolle. Trotzdem ist der rhythmische Linien Mitte bes Saales 3, ebenfalls Don Bebnorg, hat gute Qualitäten. und Farbenaufbau die Grundlage feines Schaffens. Wunderbar Es ist fein überragendes Meisterwert, aber eine fofibe und gefchidte wieder ist die Leuchtkraft der Farben, unter denen ein benbenbes Arbeit, echt plastisch empfunden, wuchtig im Aufbau der Flächen, Formen verschwommene. aber beforativ gut wirkende Tänzerin Goldgelb vorherrscht. 3m Saal 12 eine etwas füßliche, in den von allen Seiten faratteristische Konturen zeigend. Ob er gerade für Bronze gedacht ist läßt sich bei der wenigstens im Bormittags( 289) bes Worpsweder Piaftifers Hoetger. Des icht ungünftigen Aufstellung nicht entscheiden; doch scheint mir faft, er würde in weißem Marmor no flarer und träfliger minten. Im übrigen enthält diefer Raum die Sonderausstellung Smibt. Rottluff, burchimeg Meisterwerfe von fomplizierter Rhythmik, große, majige, meist in grell- difterer Farbenglut Icbernde Flächen, die durch scharfe, an die primitive Starrheit erotischer Stulpturen erinnernde Linienabgrenzungen zusammengehalten werden. Saal 4, der„ Ehrenfaal, mit mehreren Arbeiten von Lieber mann, darunter einem brillanten Selbstbilonis( 122), und | Blagojen gestorben. Wie aus Sofia gemeltet wird, ist dort der Führer Ser bulgarischen Kommunisten Blazejem gestorben. Blago bie sich vor einigen Schren der Kommunistischen Internationale jem war einer der bedeutendsten Theoretiter der engen" Sozialisten, anschiessen. Er hat für die Popularisierung des Margismus in Bulgarien viel geleistet. verschieben verhalten fann, nahm fürzlich ein Forscher- Lehmann eingehende Untersuchungen por, wobei er zu dem Ergebnis fam, daß Coffeingehalt wirken und folglich die Wirkung jeweils von der Menge sowohl der Kaffee wie auch der Tee cinzig und allein durch ihren des in dem Getränt enthaltenen Coffeins abhängt. Es find somit zustände, wie Schlaflosigkeit, Herz und Muskelunruhe usw. nur auf alle auf den Genuß von Kaffee oder Tee erfolgenden Erregungsdie mit dem Getränt genoffene Coffeinmenge zurüdzuführen. Raffes nur deshalb nicht vertragen, weil er ihn zu start trinkt, d. h. Wer sich also als empfindlich gegen Kaffee glaubt, tann den den er leichter au vertragen meint, eben schwächer, b. h. mit einem mit den Kaffee zuviel Coffein zu sich nimm, wogegen er den Tee, geringeren Coffeingehalt trinkt. Bei starter Ermüdung wirkt der Raffee weniger intensiv, wird dagegen in Erregungszuständen schlechter vertragen. Am schwächsten zeigt sich die Wirkung des Coffeins auf den Körper bei Alkoholvergiftung, in welchem Fall der Mensch verhältnismäßig große Mengen von Coffein zu sich nehmen tann, ohne Schaden davon zu tragen. Der Zirkus Marimus in Rom wird ausgegraben. Die römischen Architekten unter Führung des Architekten Boni, des Leiters ber Forumsbauten, wollen eine Ausgrabung von ungeheuren Dimensio nen vornehmen; fie wollen nämlich den Sirkus Magimus, die Rennbahn des alten Roms, ausgraben. Genaue Untersuchungen über das Gelände sind bereits vorgenommen. Die Rennbahn lag Ausdehnung von 800 Meter Länge. in der Tallentung zwischen Balatin und Aventin und hatte eine faßte der Birtus mehr als 100000 Sufchauer. Die legten Zu Beginn der Kaiferzeit Spiele, Bagenrennen, wurden von den Gotentönigen abgeha ten. Amählich verödete und versumpfte die Gegend und biechmeren Marmorbauten fanten in die Erde ein. Die Untersuchungen haben hofft bet der fyftematischen Ausgrabung foftbare Kunst merte an ergeben. daß ein großer Teil des Mauerwerks noch in att ist. Man das Tageslicht zu fördern. Erflaufführungen der Woche. Milf. Theater 1. b Röniggräßer Str.: Ginalterabend". Echloßpart- buf der Sonneniette". Fret. Etaatstheater: We bea". Aünfilertheater: Die betlne Une tren e". Stammeripiele:„ Dnfelden haigeträumt Sonnab Deutsches Tb.: Prometheus". Schiller Sb.:„ Storallen tilin Uraniavorträge Theater. onnt. 11 u. 4: Die Besteigung des Mount Everest. 2: Probe poltfieter". 6%, u 9: Alt- Berlin in der Biedermeierzeit". Mont. 5 t. 7: Mit ber Hapag von Hamburg nach New Yort", 9:„ Die Beitelgung des Mount Everest". Dienst. 5. 7: witt. 5 u. 7: Mit der Kapag 9: Alt- Berlin in der BiedermeierMit der Hapag von Hamburg nach New York. 9: Mount Everest. zeit. Donnerst. 3: Spim. Saal. 5, 7. 9: Mount Everest". Freit. 5 t. 7: Mount Everest". 9: Alt- Berlin". John Shitomsti. Sonnab. 4: Das Coffein im Kaffee und Tee. Neue Untersuchungen. Biele Menschen, besonders Nervose, glauben, daß der Genuß von Kaffee und Tee verschieden auf sie wirte, insofern, als fie Kaffee schlechter zu vertragen meinen als Tee. Um nun festzustellen, ob die Wirkung der beiden Getränke auf das Nervensystem sich tatsächlich Mount Everest"." 6: Biedermeier". 9: 11fa, Reise nach dem Rheinund Beinland". Sonnt, 11: Mount Evercit. 2: Schulausführung, Tanz. 4: Mount Everest". 6%, 9: Alt- Berlin". Hetfact. Sonnt 6: Das Land der Mitternachtsionne" 7: Rabio". Mont. 6: Mount Everest". 8: Von der Zugipize anm Basmann". Dienst. 9: Berden der Landschaft". Mitt. 6: 7: Mount Everest", Mount Enereft". 8: Thüringen". Donnerst 8: Vierwaldstätter See und der St. Gotthard". Freit. 8: Biol. Geol. Bilder aus der Mark Brandenburg. Gonnab. 5: Befelb. 8: Helgoland in Bandel ber Beit". Sonnt. 6: Mount Everest". 8: Der Harz". Das Zentrum in Bayern. Die Bayerische Boltspartei ist in Bayern die maßgebende Partei. Sie hat drei Wesenszüge, Sie ist die Partei der Katholiken und ist start von monarchistischen und partikularistischen Tendenzen durchsegt. Diele Zusammen hänge machen sie zu einer Gefahr für Deutschland, diese zu fammenhänge find aber auch der Grund dafür, daß die Völ Pifchen das Märchen verbreiten fönnen, die katholischen Barteien in Deutschland und die fatholische Geistlichkeit feien nicht deutsch, sondern ultramontan, b. h. politis Dom Papst abhängig. Oedland und Naturschuh. Im Augenblick hödster Not ist das Nächstliegende die Rettung des nadien Lebens. So wird and in dieser Zeit allgemeinen Mangels, der das deutsche Bolt drückt, von der Sorge um ban notwendigsten Lebensunterhalt alles beherrscht. Unser Besiz an geistigen Gütern ieidet barunter, baß wir zuerst an das tägliche Brot tenten müssen. Die Wissenschaft führt einen ver zweifelten Kempf gegen den Hunger, der fein Recht geltend macht und Befriedigung fordert. Ein Gegenfag dieser Art besteht jetzt auch zwischen den der Wissenschaft erwünschten Naturschutzbestrebungen und dem Verlangen nach der Kultivierung des Deblandes, das uns bie Nahrungsmittel mehren könnte. Mit der Frage, wie beide Forderungen in Eintang zu bringen find, beschäftigte sich gestern die Konferenz für Raturdenk. malpflege, die von der„ Staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege in Breufen" nach Berlin einberufen worden war. Profeffor Dr. Bopp, ber Borsteher der Landwirtschaftlichen Versuchsstation in Oldenburg, zeigte in feinem Hauptportrag, was die Deblan de fultur für Deutschland bedeutet und was von ihr bie Naturbentmalpflege zu erwarten hat. Wenn 3% Millionen Hettar schäht) schon fultuiert wäre, fönnte der Bobenmitgliedes vorgenommen und nicht in die Bücher Ser Gesellschaft eingetragen. Da die Berwaltung nach bisheriger Brü fung der Ansicht ist, daß abgesehen von den bedeutenden taftenfreien Attiven der Gesellschaft das Privatvermögen des betreffenden Vorbietet, fegt sie fich mit den Gläubigern in Berbindung, um durch standsmitgliedes Deckung für die eingegangenen Berpflichtungen ruhige twielung der Berpflichtungen volle Be friedigung der Glaubiger zu erreichen. Die Vertretungs befugnis des Borstandsmitgades Bruno Baer, des Broturi en Babt und eine zu Unrecht erteilte Bollmacht für Herrn Ostar Simon find erloschen. Der reguiäre Geschäftsbetrieb der Gefellfchaft wird durch diese Borkommnisse nicht gestört. Der Kampf um Paulsen. Gegnerische Stimmen. Das Farliner Taget fatt veröffentlicht eine 3uschrift aus reifen demokratischer Soulmanner, die bemerkens wert von dar Shehe abfiicht, die aus rein politischen, zum Teil auch rein persönlichen Gründen gegen den Berliner Stadtschultat, Genoffen Baulsen, beirieben wird: Das Berfiner höhere Schulmesen ift fiber die Zeit des Das 3entrum hat dem schädlichen Treiben feiner Bruderpartei in Bayern lange mit verschränkten Armen zu gesehen. Es ließ sich dabei von dem Gedanken leiten, daß bie Bayerische Bolkspartei die rechtmäßige Nachfolgerin des 3en trums in Bayern ist. Erst furz vor den Wahlen, als felbft ben Katholiken in Bayern bie partitularistischen Quertreibereien der Bayerischen Boltspartet zuviel wurden und sich die Christlichsoziale Bartei unter namhafter Führung dem Treiben entgegenstemmte, befann sich auch das Zentrum auf seine Pflicht. Es trat während des Wahltampjes in alles in Deutschland noch vorhandene Dedland( das Bopp auf etwa Glends hinübergerettet; es besteht, abgesehen von einen Bayern als eigene Bartei gegen die Bayerische Boltspartei auf. Der Erfolg war, da es an der nötigen Organisation und an einer selbständigen Bresse fehlte, gering. # Aber das Zentrum wird, wie die Germania" meldet, ben Kampf nicht aufgeben. Es beabsichtigt, seine Partei organisation planmäßig aufzubauen und fich eine Tagespreise zu schaffen und erwartet, daß die Christlichsoziale Partei im Zentrum aufgchen wird und daß auch einflußreiche Persönlichkeiten der Bane rischen Bolkspartet bie Bewegung begünstigen werden. Die Entwidlung wird zeigen, ob es dem Zentrum gelingt, bie partikularistisch- monarchistischen Tendenzen in Bayern zu überwinden. " Unerlaubte Wahrheiten. Zum Verbot des Bölkischen Kuriers". Der Böltische Kurier" in Münden wurde wegen eines Artikels Bayerns historische Stunde Ein Rüdblid und ein Aus. blid" auf acht Tage Desboten. Das Terbot wurde zwar ingwifdyen mister aufgehoben, aber es ist so bezeichnend, baß es sich verlohnt, noch einmal darauf einzugehen. T ertrag noch etwa ein sehntel vom Nahrungsbedarf des deutschen Veränderungen, in seinem früheren Umfang. Schon diese Wolfes fein. Wenn aber bie Kultivierung dieses Deblandes fo lang. Taifade muß als eine tommunale Eat angefehen fam wie bisher fortschreitet, fann fie erst in hundert Jahren bewerben. Der Danf dafür gebührt in erster Linie cndet fein. Zurzeit wird durch die Dedlandtultivierung bie Nah dem Stadtfulrat Bauffen. Dieses Mement allein schon rungsmittelmenge jährlich nur um ein Taufendstel gesteigert. Da fet follte das Gerede von dem mangelnden Interesse Bauffens an den es, meint Bepp, fehr wohl durchführbar, wenigstens einzelne höheren Schulen widerlegen. Someit es die finanzielle Notlage der Gebiete unserer an Schönheit unvergleidlichen und als Natur. Stadt zuließ, find aber auch Reformen auf dem Gebiete des denkmäler unerfehlichen Heide- und Moorländereien noch für lange höheren Schulmefens unter Bauffens Leitung durchgeführt worden. Go stellt bas Seffing Gymnasium jest ein bewegliches Zeit und wahrscheinlich auf die Dauer als Debland zu er= halten. Man solle gunächst unter Echonung alles Dedlandes, das System verschiedener Echulrerfassungen bar; es find dort neben dem Naturdenkmalwert hat, die für die Naturdenkmalpflege men.ger mert Gymnasium eine deutsche Oberschule, eine Realschule, eine Aufbau. vollen Gebiete zur Kultivierung heranziehen. Prof. Dr. Diels, schule vorhanden. Das Köllnische Gnmnasium ist jetzt mit ber Direttor bes Berliner Botanischen Gartens, erörterte die Beber Raempf- Realschule in einem Gebäude, unter einer Let beutung des Deblandes für die Biologische Bissenschaft tung und einem Lehrerfollegium eng verbunden; bie'e Doppe'anstalt Bewahrt bleiben foll die Bielseitigteit unferer Pflanzen bietet begabten und füchtigen Schülern ber Bolfsschule nach be. und Tierwelt, die gerede auf den Debländereien sehr eigenstandener Prüfung Gelegenheit zu verfürzter weiterer Fortbildung artig ist. Einzelne Moorgebiete sind ja bereits als Naturdenkmäler bis zum Abiturienteneramen. Die erfte Studienanstalt ist als gym. ertiärt und unter Schuß gestellt worden, aber die Wissenschaft fordert nafialer und realgymnasialer Zweig mit einer Aufbauschule ver. mehr. Ungestörte Naturbeobachtung ist für die Forscher bunden. Das Buther 2n3eum hat eine grundständige deutsche eigentlich nur noch in solchen Gebieten möglich, die für die große Cberschule erhalten, außerdem fanden an versch edenen höheren BehrMasse öde" find. Borträge von Dr. Mansfeld und Dr. He onstalten Groß- Eertins mehr oder minder geringe Wenderungen der bide zeigten ben Wert des Debandes für Botanik und 300. Lehrverfassung statt, zum Beispiel unter anderen in Marienbort Ingi te. Die Rultivierung der Debländereien wird ihrer eigenartigen und in Ropenid, wo deutsche Oberschulen gegründet find.... Baulsens Berbienst ist es, gegen alle Widerstände von ver Pflanzen und Tierme't verhängnisvoll und führt durc) Entziehung Der Artitel, um beffentwillen bas Berbot erfolgte, be- Der Lebensbedingungen zur Berrichtung. Weit über die Hälfte aller fchiebenen Eeiten und troß schimmster finanzieller Nollare der Stadt Käferarten Deutschlands leben auf Deblend und wären bei Rutti. die Anerkennung und Unterstühung der Scharfen. faßt sich in durchaus fachlicher Weise mit dem Gegensatz pierung für uns verloren. Audy die Borirarenden famen zu dem bergfchule durchgeführt zu haben. Als wichtig muß auch die zwischen den Zielen der großdeutsch- boltischen Be- Schluß, daß bie Erhaltung einer Anzahl von Deblandpar finanzielle Unterstügung von zwanzig Privatingeen in Berlin be wegung und ben ben legten Absichten der Bayerischenzellen, die auch bei stultivierung faum etwas für die Landwirt seichnet werden. Diese Echulen wurden von Staat und Stadt zu Bolkspartei. Er geht von dem Leitfah aus: Tat fdjaft bedeuten, für die Wissenschaft eine unerläßliche Forderung ift. gleichen Teilen gemeinsam unterstüßt, und dadurch in der Zeit dar fchafje Macht und fegt zunächst, Preußen hate fich als Schlimmsten Notlage vor dem Zusammenbruch bewahrt. Die Untertüßung der Privatingeen hat Paulsen übrigens gegen den heftigen Borfümpfer für die deutsche Freiheit im Jahre 1813 und als Bor 23 Serstand feiner sezieldemokratifchen Parteifreunde durchgesetz. tämpfer für die Einheit Deutschlands im Jahre 1871 einen 2 n. Dicfe Tatsache mag als Beweis dafür dienen, daß Baulsen in feiner spruch auf die 2ormachtstellung erwerben, während sich Amtsführung feineswegs parteipofitifa eingestellt ist" bas katholisch- konservative Bayern auch nach 1871 nur von dem Gedenten leiten ließ, sein Verhältnis zum Reich auf Resten der fratischen Rathausfraktion Herr Merten, zu dieser fachlichen Würdi Wir sind neugierig zu erfahren, was der Spredjer der demogung der Verdienste Paulsens um das Berliner Schulwefen fagen wird. Bib man auch nach solchen Stimmen noch weiler den Mut haben, den Stampf gegen Paulsen damit zu verteidigen, daß man von einer ongebliden mangelnden, fachlichen Qualifitation mider ciner ongebliden mangelnden, fachlich Qualifitation befferes Biffen spricht? Einheit zu lodern. Der Deckeneinsturz im Mosse- Haus. Strefantrag: 9 Monete Gefängnis für Lazarus. Nach Eröffnung der heutigen Eizung erteilte Amtsgerichtsrat Feldhahn Oberbaurat Graef nochmals das Wort zu einer Er flärung. Der Sachverständige sprach zugleich für die Gutachter Kübler Bayern habe diese Politik auch nach dem Zusammenbruch fort- und Brauer sich dahin aus, daß sie entgegen den Gutachten von Geh. gefcht, als Preußen und Bayern der gleichen Ohnmacht verfielen, Rat Professor Müller die Anschauung vertreten, daß die Minister.al und habe sich sogar eine Beitlang mit dem Gebanten getragen, auf verordnung über den Eisenbetondeckenbau zu den allgemeinen Regeln Kosten Deutschlands eine Donaumonarchie zu gründen Dieter Baukunft gehöre. In ihren Gutachten glauben sie nadrzemiesen großdeutsch volfische Bewegung habe zwar im Ab. zu heben, daß verschiedentlich gegen die Berordnung verstoßen worden wehrkampf gegen das jüdisch- role Interregnum Schulter an Schulter fei. Er selbst sei der Ueberzeugung, daß der Unglüdsfall mit der großbarerischen Bewegung geftanben, aber zwischen den nicht hätte gefehen tönnen, wenn die Bestimmu Derbündeten habe in der Stunde ber Entscheidung der Kampf gen streng befolgt worden waren. um bie Macht beginnen müssen. Es sei falsch, zu behaupten, die Großbeutschen um Hitler seien bie Verteidiger der preußischen Bor. machtstellung. Bayern wäre Don felbst die deutse üh. rung zugefallen, wenn es sich im November vorigen Jahres an Die Spige bes Befreiuungstempfes gestellt hätte. Bayern habe infolge feiner partitulariftifden Gesinnung felne historische Stunde versäumt. In den Necembertagen habe es aber auch endgültig Die Donaumonarchre erledigt. Es merde dank der Bayerischen Boltspartei immer nur ein stänkerndes Anhängsel Preußens bleiben. Die pöltischen Bayern aber würden nunmehr, da Layern seine Miffion nicht begriffe, ihre Kräfte dem Norden zur Verfügung stellen, wenn bon dort aus die Lösung der großbeutschen Frage in Angriff genommen werden sollte. Nur Tat schaffe Macht. 24 Eine neue Kraftpersoner post wird mit dem 15. Mai eingerichtet, und zwar zwischen Bernau umb ante legborf. Außer Per fonen merden auch Stüdgüter zu mäßigen Breifen befördert. Die Wagen vertehren ab Bernau mochentags 8,30 früh und 7.15 abends, cm Sonntag 8,05, 10,10, 2,05, 4.35 und 6,35. Rüdfahrt von Bante 9,15 und 8,10 modentags und 9,15, 11,40, 3,40, 5,40, 810 Sonntags. Nach und von legdorf fahren die Wagen nur Sonntags. Alle Wagen haben Anschluß zu den Borortzügen von und nach Berlin. Bon einem Eficubahuzug überfahren wurde heute morgen auf der Strede Adlershof- Johannisthal etwa 500 meter von der Station Adlershof en ferni ein 26 Jahre al'er Fischer Friedrich Hermann. Man fand feine Leiche zerftüdet auf dem Geise liegen. Darauf nahm Staatsanwaltschaftsrat Bolzin das Wort zur Ber. tretung der Anflage. Es sei zu beachten, daß alle neun Angeklagten fich der allgemeinen Ayung erfreuen, nid vorbestraft feien und angefagt wären wegen eines Deifts, bas fle nie gewollt haben. Die alleinige Ursache des Unfalles war die leber. faftung ber Dede. Berantwortlich dafür ist derjenige, ter biefe Ela Ueberfall auf ein Mädchen beschäftigt die Kriminalpolizei. Ueberlastung angeordnet hat. Baumeister Lazarus bestreitet nicht. Auf der Spielwiese in der Jungfernheibe murde gestern abend die Anordnung gegeben zu haben, den Ries hinaufzuschaffen. Er in junges Mädchen besinnungslos aufgefunden. Im Krankenhause hat ja auch objeftio ertiär, daß er die Berantwortung dafür irage. Der Bolier Butte führte diesen Befehl aus. Nun fommi tas Beroabit, wo es wieder zu sich fam, gab es an, daß es von mehreren hängnisvell, daß 2azarus fich nicht weiter um die Burschen überfallen und vergewaltigt worden sei. Dinge fümmerte. Im Gegenteil, er gab fogar die Anregung zur Aus chalung tes eingestürzten Dedenfelbes. Bugte beiratete es als Befehl des Bau eiters. Lazarus hätte sich aber vorher mit Jacobowicz und Raebel, oder dessen Leute in Berbindung fehen Soweit der Artikel Er ist, wie gesagt, streng sachlich gehalten müffen. Hierin fiert eine Fahrläffigteit im Sinne des und vertritt Anschauungen, wie fie noch legthin auch von bem§ 222. Er mußte fich die Möglichkeit der Felgen einer Ueberlaftung vor Augen halten. Außer Lazarus trage Bugte ein Ber führenden Blatt des Zentrums, der Germania", vertreten fchulden an der Ueberlastung als erfahrener Bolter mußte er Zu dem bereits gemeldeten Brand im Hamburger Hafen berigten wurden. Eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit tann in tem aber wissen, daß Materialten auf eine unfertige Dede nur zu vor. Die Hamburger Morgenblätter noch: Der Brand brach nach Schuß der Arbeitszeit um 6 Uhr aus. As die Feuerwehr ein'raf, stand der mit Artitel also nicht erblickt werden. Die Maßnahme der bayerischen übergerenden Bweden hinauffdafft werden dürfen. Bei den Arbeitszeit um 6 Uhr aus. Als die Feuerwehr ein'raf, stand der mit Behörden stellt einen tollen Eingriff in die Freiheit der Bresse anderen Angeflagten hält der Startsanwalt eine Schuld nicht für Gülern der deutsch ruffifchen Transportgesellschaft, und in die Gebantenfreiheit schlechthin bar. Er ist beermi fen. Das Ergebnis feiner Ausführungen faßt der Staatsanwalt Hanf, Hede, Flachs, Chemikalien und Drogen, gefüllte Spicher in famend für Deutschland. bahin zufammen, baß er Freisprechung aller übrigen Anhellen Flammen. Infolge günstiger Windrichtung wurde das Feuer getlagten beantrage, gegen Baumeister Lazarus 9 Monate Ge. fängnis, gegen Maurerpolier Buzte 6 Monate Gefängnis. Nun haben die Deutschbölfischen allerdings den geringsten Anlaß, fich über eine Bergewaltigung su beklagen. Sie sind Anhänger eben dieser Gewaltmethoden, sie sind Anhänger der Dittatur in ihrer rohesten Form. Das Borgehen der bayerischen Regierung, führt ihnen am eigenen Leibe vor Augen, zu welchen Konsequenzen die Dittatur bereits in ihrer mildesten Form unter dem Ausnahme. zustand führen tann. Im übrigen spielt fich das Blatt der Bölfischen in dem Artikel als den Hort der großbeutschen Bewegung gegen ben Barli fu'arismus auf. Ein ſtartes einheitliches Reich ist ned feinen Ausführungen bas Ziel der nailona sozialistischen Bewegung. Dieses Ziel wurde aber in Weimar von ben Sozialbemo fraten und Demotraten angestrebt. Es wurde von eben jenen Kreifen bekämpft, denen bie Nationalsozialistische Partei auch heute noch nahe steht. Die Berfaffung von Weimar it ein Schrittweiter auf dem Wege zur deutschen Einheit Indem sich die Nationalsozialisten mit den ausgesprochensten Parti tulariften zufammentaten, begingen fie eine Grb imbe gerade gegen den großdeutschen Gedanken. Ihr Stampf gegen das jüdisch- rote Interregnumm" ist ein Phantom. Mit der Republit steht unb fällt ble beutsche Einheit, das müßten die Hitlerianer, wenn fie ehrlich wären, um so eher zugeben, als sie sich selbst am bayerischen Bartitularismus Don Rupprechts Gnaden die Zähne ausgebissen haben. Wäre die volfische Bewegung das, was sie zu sein vorgibt, wirklich großdeutsch, so müßte sie die Weimarer Verfassung nicht befämpfen, sondern ausbauen helfen. Frankenschwund. Am heutigen Börsenruhetag war das Geschäft von Bureau zu Bureau durchaus schwach. Immerhin erscheint die Lage des Geldmarties mit nur bis% Bromille etwas leichter, so daß sich. fo. weit Abschlüsse zustande tamen, die Kurse etwas erhöhten. Die Lage bes Devisen marties bleibt unverändert. Die Anforderungen haben sich wieder um etwas vermindert. Der französische Frant bleibt weiter rüdgängig und wurde heute im Ufancebureauvertely mit 73 bis 73% gegen London gehandelt. Auch in Paris setzte eine erncute Abschwächung der französischen Boluta ein. Tiebesbente im Sandkasten. Ein Beamier Der Speicherbrand in Hamburg. pon ten übrigen Schuppenanlagen abgewandt. Eine einstürzende Schuppenmauer bebedie cinen Hafenfährdampfer mit Schutt, beren Drud der Dampfer jedoch nich aushielt. 3wei Schuten wurden unter Waffer gebrüdi. Um 2 Uhr morgens mütete der Brand noch in vollem Umfange. Die Löscharbeiten bauerten die ganze Nacht an. Die Entstehungsurfache des Brandes ist nicht betannt. Selbstentzündung ist nicht ausgeschlossen. Schweres Mincnunglück in Kurland. wurden Ein fel'enes Glud hatte ein von Einbrechern heimgefuchter Willenbefizer in der Margaret enstraße im Grunewald. Bei ihm maren Einbreder in der Nacht mittels einer Leiter in die Wohnung eingestiegen und hatten außer 6 Berjerteppichen auch noch toft bares Geschirr und Silber erbeutet Ter Bestohlene Im Baffagierhafen von Bernau in Sturland, in dem felt dem merte am nächsten Morgen scfort den Ver uit und benachrich'igte vorigen Jahre zwei bisher nicht unschädlich gemachte Minen lagen, burch den Fernfprecher das nächste Bozeirerier. ein Feuer anmachen, eine furchtbare Explosion. 3wet machte fich auf den Weg, um ben Tatort zu besichtigen. In ber erelanete fich, mahrscheinlich a's eine Anzahl Knaben bei ben Minen Nähe des betreffenden Haufes fah er mi e fich mehrere Männer Knaben wurban fofort getötet, jieben an einem Sandtafen zu fchaffen machten, etwas auf fchwer verfest ins Krantenhaus gebracht, davon ist einer be ein bereitstehentes Fuhrwert padten und abfuhren. Der Beam'ereits gestorben und mehrere andere schweben in Lebensgefahr. Die fab sich den Sandkasten penauer an und entdecke Souren. bie barauf umharfliegenden Minenstücke riffen in die Hafenbrüde ein großes fcht: ßen ließen, daß bort Teppiche gelegen hatten. Schnellstens folgte Loch und schlugen einen cifernen Brahm led. An den angrenzenden er jegt den Davonfahrenden und fonnte fie nach einer längeren Jagd och und schlugen einen cifernen Brahm led. Un den angrenzenden in der Nachobstraße in Wilmersdorf als fie bas Fuhrmerf in ein Baulichfelten wurde gleichfalls größerer Schaden angerichtet. Bei Haus fahren wollten. ftellen. Der Fahrer namens Kühl und die Be Wrangelsholm wurde eine Mine angetrieben, die mit starter Detrees aleiter Manel und Feibler mit Namen wurden festgenommen. Rüht tion explodierte, jedoch keinen Schaben anrichtete. bat'e, mie fich bel der Vernehmung der Einbrecher herausstellte, bie Einbrecher in bem Auto feines Dienfiherren an den Tatort ocfahren, wartete auf sie und wollte bann auch gleich bas gestohlene Gut fort fchaffen. Da die Arbeit der Einbrecher aber nicht so schnell von. ftat en ging, wie man angenommen hatte, mußte er, um feinen Ber dacht zu erregen. das Auto in die Garage zurücbringen. Er eilte nun zu feinem Bater, um mit beffen Fuhrwert bas Erbeutete, bas feine Genoffen folange in den Ganbfaften gepadt hatten, abzuholen. Das gestohlene Gut fonnte alles zurüderstattet werden. 3wei Rompizen find noch füchtig. Zu den Unregelmäßigkeiten bei Baer& Stein. Baer u. Stein, Bing, Darnhern-.- B., teile folgendes mit: Die Berwaltung der Metallon, Bereinigte Nielwarenfabriken ftanden, daß ein Borstandsmitglieb für seine Brinatges Bei der Gesellschaft find größere Berpflichtung n Sadurch ent fchäfte in erheblichem Umfange Berpflichtungen auf den Namen ber Frma eingegangen ist. Diefe gesamten Geschäfte find ohne Wiffen irgendeines anderen Berwaltungs. Die ungarischen Sozialdemokraten balten um Sonntag vorm. 10 Ubr eine Versammlung im Lokal Echulze, Elifabethfix. 80, ab. Es ist Bilicht aller Genossen zu erscheinen. Ref.: Gen. Ab. Buschid. Gäfte mitlommen. Wetter für morgen. Berlin und Umgegend: Bel füdlichen Winden am Sonntag bedeutend wärmer und zunächt heiter, später wieder Trübung. Welter für Deutich land. In ganz Deutschland wärmer, in Bendeutschland Regenfäde, in Dite und Süddeutschland trocken und heiter. Groß- Berliner Parteinachrichten. sbt. Rum Maijugentag in Cabowa am Sonntag, den 11 Mat, feffen fich ble Parteigentoffen 11% Uhr vorm. am Bahnhof Großgörfchenfit. Abfahrt 12 Whe Bahnhof Schöneberg. 92. Abt Neukölln. Morgen, Sonntag vormittag, 10% Uhr. Furze wichtige Bow standsbesprechung bei Bolt, Rai er- Friedrich- Str. 173. We Borstandsmitglieder muffen erscheinen. 106. Abt. Johannisthat. Beteiligung aller Genossen mit Angehörigen morgen, Sonntag, am Jugendtag in Gabowa. Sewerkschaftsbewegung Amerikanische Löhne. Die Lohnverhältnisse in der amerikanischen Fabrifinduftrie im erften Quartal dieses Jahres laffen fich in Kürze folgendermaßen charakterisieren: das allgemeine Lohnniveau ist mehr als dop pelt so hoch als vor dem Kriege, höher auch als vor einem Jahre, bleibt aber unter dem im Sommer 1920 erreichten Höchst fiand. In der zweiten Hälfte 1923 war bei langfamem Abstoppen der industriellen Beschäftigung die Lohnfurve etwas im Absteigen begriffen, um im Laufe des Februar 1924 langfam wieder anzusteigen; bei der Unsicherheit der Wirtschaftslage fegten jedoch im März bereits wieder fleine Füdgänge ein. Diese Feststellungen, die wir dem Foreigne Breß- Service entnehmen, gründen sich zum Teil auf Berichte von Industriellenperbänden, zum Teil auch auf amiliche Mitteilungen; die letzteren, wenn sie auch prompter in der Berichterstattung sind, lassen nur die Tarifsäge und nicht die Reallöhne erkennen und sagen deshalb wenig aus über die eigentliche Lage des Industriearbeiters. Die amerikanische Industrie. aber hat von sich aus Statistiken veranlaßt, die außer den Tarifen ouch die Arbeitszeit und den Stand des Arbeitsmarktes erfennen lassen. Die letzte Statistik dieser Art erfaßt nahezu 700 000 Arbeiter in 1678 Etablissements von 23 der wichtigsten Industriezweige; dies entspricht etwa 16 Broz. der bei dem Industriezenfus von 1919 ge zählten Beschäftigten in diesen Industrien. Sie gibt den Durch schnittsstundenlohn eines Industriearbeiters zu Anfang Januar mit 55,8 Cents( 2,35 Goldmarf) an; das sind um 128 Pro3. mehr als im Juli 1914, um 11,4 Broz. mehr nis im Januar 1923; jedoch um 8,7 Broz. weniger als im Sommer 1920. Die Durchschnittswochenlöhne beliefen sich für Januar d. J. auf 26,94 Dollar( 113 Goldmart) und waren domit um 115 Broz über dem Borkriegsniveau und um 74 Broz. über dem Stand vom Januar 1923; gegenüber dem Höchsistand von 1920 bedeutet der Stand vom Januar 1924 cinen Rückgang um 11,6 Proz. In den von diefer Statistik erfaßten Industrien war der Lohnempfänger im Monat Januar im Durch= nitt 48,2 Stunden pro Woche beschäftigt, das heißt um fast zwei Stunden weniger als im Januar 1923. Der Tatbestand, Faß trog geringerer möchentlicher Arbeitszeit die Wochenlöhne ge= stiegen find, weist auf die Befferung in den Stundenlöhnen hin. Bergleicht man jedoch diese Verhältnisse in den Nominallöhnen mit den Schwankungen der Lebenstoften in der gleichen Zeit, fo stellt die Verbesserung der Lage der Industriearbeiterschaft sich nicht als so bedeutend heraus, wie es erst scheinen möchte. In der aweiten Hälfte 1923 haben die Reallöhne infolge des ftärferen Stei gens der Lebenskosten jogar eine Senfung erfahren. Nach seinen Realwochenlöhnen war der Durchschnittsarbeiter im Januar 1924 nur um 3 Broz. besser gestellt als im Januar 1923. Nehmen wir die Realwochenlöhne ais Maßstab für die wirtschaftliche Lage des Arbeiters, so ergibt sich eine Steigerung von 31 Broz. in den zehn Jahren von 1914 ab. Dabei darf man nicht außer acht lassen, daß die hier beschriebene Lage durchaus nicht für sämtliche Industriezweige gilt. In dreizehn von den 23 Industrien blieben die Durchschnittswochenlöhne unter dem Mittel von 27 Dollar, wogegen in anderen Industrien höhere Löhne gezahlt wurden. Die höchsten Löhne zahlten die Eisen und Stahlindustrie, das Buchdrudgemerbe und die Automobi! merte. Es bestanden innerhalb der einzelnen Industrien auch große Unterschiede zwischen den einzelnen Klassen von Arbeitern. Die Durchschnittsstundenlöhne für gelernte Arbeiter betrugen im Januar 1924 632 Cents( 2.65 Goldmart), die der ungelernten 46,8 Cents( 1,97 Goldmart) und die der weiblichen Arbeiter 40 Cents( 1,68 Goldmark). Hinsichtlich der Wochenlöhne ist Der Unterschied noch auffälliger: die der gelernten Arbeiter stellen fidh auf 30,38 Dollar, die der ungelernten auf 23,09 Dollar und die Der Arbeiterinnen auf 17,38 Dollar. Troy des niedrigen Standes der Löhne für weibliche Arbeiter haben diese ihre Position seit 1914 perhältnismäßig mehr verbeffert als die übrigen Arbeiter und haben aud) feit dem Höchststand von 1920 nicht den gleichen RüdIchlag wie die übrigen erfahren. Bum Streif der Dachdecker. Am Freitagvormittag hielten die streifenden Dachdecker ihre erste Versammlung während des Streits in den Sophien- Sälen ab. Die Versammlung war sehr gut besucht, der große Saal war vollständig besetzt. Der Vorsitzende Stolzenhain mies darauf hin, beß über besondere Begebenheiten nicht zu berichten ist. Es war das Verlangen der streifenden Kollegen, in einer Versammlung zu den Ereignissen Stellung zu nehmen. Die Arbeitgeber hatten gestern eine Versammlung, über ihre Beschlüsse oder über ihre weitere Stellungnahme ist nichts bekannt geworden. Er verwies ausdrück lich darauf, daß der Kampf so ein mütig und geschlossen weitergeführt wird, wie er begonnen hat. Die Kollegen haben die Betriebe geschlossen verlassen und ebenso geschlossen sollen und müffen sie auch wieder hineingehen. Zurzeit hat niemand ein Recht zum Arbeiten. Der Aussperrungsbeschluß der Arbeitgeber hat wenig oder gar feine Wirkung gehabt. Als ausgesperrt haben sich nur einzelne Kollegen gemeldet. Zur Aussprache verlangte niemand das Wort. Durch die Hal. tung und Ruhe der Streifenden tam zweifellos der Wille zum Aus. drud, daß sie die Maßnahmen des Borstandes gutheißen. Generalversammlung der Sattler. In der Quartalsgeneralversammlung des Sattler, Tapezierer. und Portefeuillerverbandes gab Bevollmächtigter Blume den Gefchäftsbericht, dem zu entnehmen ist, daß die Tarifberatungen mit den Unternehmern nicht zum Abschluß gelangt find. Die Arbeitgeber verlangten eine bedeutende, vom Verband unannehmbare Zarifverschlechterung. Für Tapezierer murde eine län gere Arbeitszeit gefordert, als fie selbst in der Vorkriegszeit üblich mar. Die Berhandlungen scheiterten also, so daß nun ohne Tarif gearbeitet wird. Die Bersammlung billigte die Handlungsweise der Verbandsvertreter. Der Kassenbericht des Raffierers Beyher zeigte, daß der Summe von 22 270 m. Einnahmen 20 880 M. Ausgaben gegen überstehen. Auch der Mitgliederstand zeigte einen erfreulichen Auf stieg. Zurzeit zählt der Berband in Berlin rund 5300 vollzahlende Mitglieder. Der Kommunist Joh. Demte wurde aus der Organisation ausgeschlossen wegen systematischer Ueberschreitung des Achtstundentages. 2. ist inzwischen bei den Syndikalisten gelandet. Ein Antrag, Sammelliften zur Unterstützung der fämpfenden Anilinarbeiter in Ludwigshafen auszugeben, fand Annahme. Neue Lohnvereinbarungen im Schuhmachergewerbe. Maßschuhmacher: Mindeſtſtundenlohn für Zeitlohnarbeiter und als Atfordbasis für neue Arbeiten für die Woche vom 22. bis 26. April 80 Bf., vom 28. April bis 3. Mai 85 Bf. Zeitlohn arbeiterinnen und Affordbasis für Reparaturen 5 Proz. weniger. Für die folgenden Lohnwochen erhöht sich der Lohn von 85 Pf. um das gleiche prozentuale Verhältnis der Steigerung der Reichsinder differ für die Lebenshaltung. M Schoß und Reparaturbranche: Mit dem Verband ber selbständigen Schuhmacher des Stadtkreises Berlin ist vereinbart, Erhöhung des Mindeststundenlohnes für Zeitlohnarbeiter und als Alfordbasis für neue Arbeiten auf 65 Bf., für Zeitlohnarbeiterinnen und als Affordbasis für Reparaturen auf 60 Bf. mit Birfung ab 5. Mai. Für orthopädische und mechanische Betriebe erfolgt ein 3uschlag von 10 Broz. Hansangestellte in Geschäfts- und Industriehäusern. Für die Zeit vom 27. April bis zum 31. Mat wurden am 7. Mai Dor dem Schlichtungsausschuß Groß- Berlin neue Lohnfäße für die Hausangestellten in Geschäfts- und Industriehäusern vereinbart. nach der neuen Regelung betragen die Lohmfäße für männliche ausangestellte 26,40 bis 36 M., für Fahrstuhlführerinnen 22 Mr. pro Woche. Die neuen Lohnregelungen find gegen Borzeigung des Mitglieds. ausweises im Bureau des Deutschen Portierverbandes, Berlin W. 62, Bayreuther Str. 31, oder Engelufer 24/25( Verkehrsbund) zu haben. Auskunfterteilung des Internationalen Arbeitsamtes. Die Mit diesen Löhnen vergleiche man die elenden Löhne der deut Das Internationale Arbeitsamt leistet mit der Beschaffung sozial. fchen Arbeiter. Während die amerikanischen Arbeiter ihre politischer Auskünfte wertvolle Dienste. Im Jahre 1923 wurden Nominaliöhne feit 1914 um 128 Proz. die Stunde und( infolge Ber- 323 Anfragen ausführlich beantwortet, wobei vielfach Erhebungen Unter den Ausfürzung der Arbeitszeit) um 175 Broz. die Woche, die Realiöhne über mehr als eine Frage erforderlich waren. ( infolge der Steigerung der Lebenshaltungskosten) um 31 Broz. funftsuchern waren Regierungen, Unternehmerverbände, Gewerk steigerten, versucht das Unternehmertum in Deutschland den schaften, Universitäten, Bibliotheken, philantropische und andere Arbeitern gegenüber ihren Borkriegslöhnen einen Entbehrungs- Snftitute folgender Länder: Australien, Belgien, Kanada, China, fattor" aufzuzmingen. Dabei muß noch berücksichtigt werden, daß Deutschland, Estland, Frankreich, Großbritannien, Holland Indien, die Löhne in Deutschland vielfach nicht nur nicht den Nominal Italien, Japan, Lateinamerika, Lettland, Litauen, Neuseeland, Nor. stand, geschweige denn den Realstand der Borfriegslöhne er- wegen, Desterreich, Bolen, Rumänien, Schweden, Schweiz, Spanien, reichen, sondern noch durch erhöhte Abzüge für Steuern ufw. Tschechoslowakei, Ungarn, Bereinigte Staaten, Jugoslawien. verfürzt werden. Und doch ist die amerikanische Industrie heute der größte Zahl von Anfragen um Auskunft famen aus Großbritannien deutschen weit überlegen, besonders auch in der Industrie, wo( 50), der Schweiz( 37), Belgien( 34), Frankreich( 33), Deutsch mit die höchsten Löhne gezahlt werden, nämlich in der Autoland(( 20), Italien( 20) und der Tschechoslowakei( 16). Die Gegen mobilindustrie. Gerade meil die amerikanische Industrie hohe stände, welche die Anfragen betrafen, waren Arbeitsverhältnisse( einLöhne zahlt, hat sie leistungsfähige Arbeiter und ist daher selbst schließlich Arbeitszeit und Löhne). Berufsbildung, Lehrlingsmesen, Berufsberatung, Sozialversicherung( einschließlich Arbeitslosenverleistungsfähig. ficherung), Arbeitshygiene und Gefahrversicherung, Beteiligung der Arbeiter an der Betriebsführung sowie Auswanderung. Die Erteis lung von Auskünften an Regierungen ist von besonderer Bedeutung, denn diese Angaben werden vielfach für Zwecke der sozialen Gefeß gebung und Berwaltung gebraucht. Verhandlungen im Baugewerbe. Wie wir erfahren, hat der Schlichter beide Barteien des Baugewerbes zu einer Aussprache am Montag vorgeladen. Ob es jedoch gelingen wird, in dieser Aussprache zu einer Beilegung der AusSperrung zu fommen, erscheint uns bei der scharfmacherischen Einftellung der Unternehmer sehr zweifelhaft. Die Gegensätze bestehen nicht nur in der Lohnfrage, sondern auch in der Frage der Arbeitszeit. Die Unternehmer wollen betanntlich den Achtstundentag beseitigen, ein Anfinnen, auf das die Arbeiter auf feinen Fall eingehen werden. Die Zunahme der Anzahl der Arbeiter, die mit der alten Arbeitszeit und den neuen Lohn bedingungen arbeiten, läßt jedoch den Schluß zu, daß die Führer Der Arbeitgeber sich schließlich gezwungen sehen werden, den Latfachen Rechnung zu tragen. Wenn flug wären, würden sie es beizeiten tun. Berlin Bauarbeiteraussperrung in Offpreußen. Die von den ostpreußifchen Arbeitgeberverbänden angefündigte Aussper.ng der Bauarbeiter ist am Freitag erfolgt, nachdem eine Verständigung über die Arbeitszeitfrage nicht erzielt werden konnte. Achtung, Buchdruder! Eine endgültige Stellungnahme zu ber Ferienfrage ift ift in der Zusammenfunit der Ferien reunde am Sonntag vorm. 9, Uhr in Niederschöneweibe, Brüdenftr. 15, Restaurant Räthel( 5 Min vom Bahnhof Niederschöne meide, zu erwarten. Wer zur Förderung der Ferienfrage beitragen will, ist hiermit eingeladen. Baugewerksbund, Baugewerkschaft Berlin, Fachgruppe Schornstein. and Feuerungsbau. Bufammen unft aller Mitglieder des Baugewerksbundes am Sonntag, vormittags 10 Uhr, bet Reller, Madaiste. 9. Die Fachgruppenleitung. Derliner Elektriker- Strickjacketts, Strandjacken, Sportwesten, Sportjacken Genossenschaft angeschl. dem Verb, sozialer Baubetriebe Berlin N24, Elsässer Str.86-88 Fernsprecher: Norden 1198 Herstellung elektr. Licht-, Kraftund Signalanlagen Verkauf aller elektrischer Bedarfsartikel. aus reiner Wolle in allen Farben, sowie Blusen kaufen Sie am besten und billigsten direkt vom Fabrikanten Wiederverkäufer u. Sportvereine erhalten besondere Preise. Kein Ladenverkauf Ausführung sämtl. 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Herren- Garderobe liefere fertig und nach Maß Garantie für tadellosen Sitz u. Verarbeitung Maßchneiderei J. Kurzberg Cranienstraße 160, 1. Wirtschaft Währungsfrage und Textilindustrie. Ungeachtet der Tatsache, daß unsere Währung, betrachtet an den amilichen deutschen Devisentursen, nunmehr schon seit Monaten stabil ist, dauert das Bestreben von Industrie und Großhandel vornehmlich im Textilgewerbe fort, sich durch Vorbehalte zu sichern, welche auf die Erlangung des Gegenwertes für den Verkaufspreis in effeftiver fremder Baluta gerichtet sind. Dieses Bestreben gewinnt fogar neuerdings immer mehr an Boden und führt zu einer ständigen Verschärfung der Lieferbedingungen. Dahin gehört zunächst der soge nannte Repartierungsvorbehalt, d. h. die Bestimmung, daß Zahlungen des Abnehmers mit deutschem Gelde nur insoweit zur Gutschrift gelangen, als sie unter Berücksichtigung der amtlichen 3uteilungsquoten zur Umwandlung in die begehrte fremde Währung Verwendung finden fönnen. Da auf diese Weise Monate verstrichen, bis der Rechnungsbetrag abgedeckt ist, gehen aber die Lieferantenkreise mehr und mehr dazu über, sich die Beschaffung der Auslandsvaluta, auf welche die Rechnung von vornherein ausgestellt mird, im Freiverfehr auszubedingen und den auf inländische Zahlungsmittel angewiesenen Käufer mit allen Rosten und Spesen dafür zu belasten. Diese Konditionen hat, wie die Textil- Woche" erfährt, der Reichsbund des Textileinzelhandels fürzlich in seinem Ausschuß zum Gegenstand eingehender Erörterungen gemacht. Dabei sind nicht nur die schweren Mißstände, die sich aus der Anwendung derartiger Borbehalte für den Einzelhandel ergeben, zur Sprache gekommen, sondern der Ausschuß war sich auch einig darüber, daß bas gelennzeichnete Geschäftsgebaren eine Diskreditierung unserer Währung und eine ernste Gefahr für ihren Bestand bedeutet. Bom volkswirtschaftlichen Standpunkt aus muß in dieser Hin sicht der Vorbehalt der Eindeckung mit Freiverkehrsdevisen, der überdies einen offenkundigen Verstoß gegen gefehliche Bestimmungen darstellt, als das größte Uebel angesehen werden. Andererseits ist aber der Repartierungsvorbehalt, der die Abwicklung des Zahlungsgeschäfts über Monate hinzieht und während dieser ganzen Zeit den Abnehmer mit den jezigen ungeheuren Verzugs zinsen belastet, pripatwirtschaftlich noch weniger tragbar. Nach Auffaffung des Reichsbundes spricht ein erhebliches öffentliches Interesse dafür, auch den rechtlich ebenfalls start umstrittenen Repartierungsvorbehalt durch behördliche oder gesetzliche Maßnahmen zu unterdrücken, damit der Einzelhandel nicht gezwungen wird, sich mit seinen Lieferanten über Abrechnungsmethoden zu verständigen, die den gefchlichen Bestimmungen Hohn sprechen und sich auf die Dauer für die Boltsgesamtheit in der ruinöfesten Weise auswirken müssen. Weitere Kreditbeschränkungen der Reichsbant. In dem Bemühen, die Währung durch Einschränkung von Krediten zu stüken, Sie hat den Ankauf von Inlandsscheds mit Wirkung vom hat die Reichsbant eine neue einschneidende Maßnahme getroffen, 15. Mai ab auf Beträge von 1000 Bill Mart( Rentenmark) und darunter beschränkt, da sie wiederholt die Beobachtung gemacht hat, daß der Scheck entgegen seiner Bestimmung in weitem Die Mißstände der Umfange als Kreditmittel benutzt wird. Inflationszeit hatten dazu geführt, daß der Verkehr sich anstelle der leberweisung für die Fernzahlung des Schecks bediente, der dann in der Regel vom Schedempfänger bistontiert wurde. Hieran ist von weiten Kreisen festgehalten worden, obwohl die Hemmungen der Inflationsperiode schon seit langen Monaten behoben sind und der Ueberweisungsverkehr dies ist der für die Fernzahlung ge. gebene und auch billigere Weg wieder einwandfrei arbeitet. Der bant nicht getroffen; es soll lediglich der Ausschreibung unge= legate Berfehr wird mithin durch die Maßnahme der Reichsbedter Sheds und sonstiger mißbräuchlicher Verwenbung von Scheds entgegengewirkt werden. Theater der Woche. Bom 11. bis 19. Mai 1924. Boltsbühne: Bafantasena. Opernhaus: 11. Götterdämmerung. 12. Figaros Hochzeit. 13. Mastenball. 14. Soffmanns Erzählungen. 15. Die tote 19. Die Stabt. 16. Die Zauberflöte. 17. Die Schaggräber. 18. Bioletta. Kroll- Oper: 1. und 17. Barbier von Sevilla. 12. unb 14. Derbaufte Braut. 13. Tosca. 15. Tiefland. 16. Rigoletto. 18. Bohème. Waffenschmied. 19. Fledermaus. Schauspielhaus: 11. Alt- Berliner Boffenabend. 12. und 15. Peer Gynt. 13., 17. unb 19. Candiba. 14. Nibelungen, 2. Teil. 16. und 18. Schiller Theater: 11. Fauft. 12. Nora. 13., 15. ( Neu einstudiert) Mebea. und 19. Rönig Ritola. 14. Maria Stuart. 16. Das Stiftungsfeft. 17. 8um Deutsches Theater: 11. Fauft, 1. Male: Rorallentettlin. 18. Rorallenkettlin. Bernard Shaw. 1 1. Teil. 12. und 15. Der lebende Leichnam. 13. Paracelsus. Er ist an allem 17. bis 19. Prometheus. Rammer fchuld. 14. Samlet. 16. Tanzabend. 12. Wetterleuchten. Ab 16. piele: 11., 18. bis 15. Romödie der Borte. Onkelchen hat geträumt. Leffing- Theater: 11. bis 15., 17. und 18. Der Theater in der Königgräger G'wiffenswurm. 16. und 19. Rolportage. Ist es fo? Ab 14. Cinalterabend von 12. Die Straße: 11. bis 13. So ift es! Dentfches Opernhaus: 11. und 17. Lohengrin. berfote. 13. Balfive. 14. Rigoletto. 15. Carmen. 16. Tosca. 18. Die Großes Schauspielhaus: Meistersinger von Nürnberg. 19. Margarete. Große Bollsoper im Theater des Westens: 11., 13. und 17. La Gasparone. Traviata. 12. und 18. Boris Godunow. 14. Rodelinde. 15. Der Wildfaith. Renaissance- Theater: 11., 14. bis 18. Die Die Tribüne: Der Reihertote Stabt. 12. und 13. Anarchie in Gillian. 16. Fidelio. 19. Die Walküre. Deutsches Künfiler- Theater: 11. bis 15. Rolportage. Ab 16. Die heilige bufch. Untreue. Trianon- Theater: Berliner Theater: Das Weib im Purpur.Theater in der Komman Refibenz- Theater: Sinkemann. Rapfenstreich. bantenstraße: Das Radiomäbel. Komische Oper: Die tanzende Prinzessin. Metropol- Theater: Rarneval der Liebe. Luftspielhaus: Der scharfe Löwe. Thalia Theater: Frasquita. Renes Operetten- Theater: Die vertagte Nacht. Ab 12. FilmTheater am Rollendorfplay: 11. Die Perlen der Kleopatra. gaftspiel. Theater am Aurfürstendamm: Der Störenfried. Walhalla- Theater: Varieté- Borstellung. heater: Eine galante Nacht. Rose- Theater: Familie Raffte. Rafino Theater: Pummels Martha. times Theater: Crepe Georgette. Hotelabenteuer. Wotans Abschied. Schloßpart Theater Steglig: 11. bis 13., Serr mit der grünen Krawatte. Folies 16. und 19. Mein Baby. 14., 15., 17. und 18. Auf der Sonnenseite. Caprice: Liebes- Reigen. Theater im Admiralspalast: Drunter und drüber. Apollo- Theater: Die Abenteuerin. Kleines Ju Der Rahmittagsvorstellungen. Bolfsbühne: 11. Eine Abrechnung. Deut Der Heiratsantrag. 18. Oftern. Schiller- Theater: 11. Peer Gynt. fches Theater: 11. und 18. Alt- Heidelberg. Rammerspiele: 11. und 18. Der Deutsches Rünftler. gerbrochene Rrug. Beffing- Theater: 11. Was ihr mollt. Theater: 11. Der Biberpelz. Berliner Theater: 11. Der Troubadour. 18. Die Iuftigen Beiber von Windsor. Rofe Theater: 11. Die Pfarrhauskomödie. Berantwortlich für Bolitif: Ernst Reuter; Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: Friebr. Egtorn; Feuilleton: Dr. John Schitowski, Lokales und Gonftiges: Frig Karstädt; Anzeigen: Th. Glode; sämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts Berlag 6. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei und Berlagsanftalt Baul Ginger u. Co., Berlin SW. 68.. Lindenstraße 3. Ständiges Lager von über 150 Standuhren in allen Holz- und Stilarten Schrittl. Garantie Büro- u.Ladenuhren Wand- u.Küchenuhr. Stopp- u. Autouhren Glash. Lange- Uhren 14 Karat Gold- Armband- Uhren sow.e Herren- Uhren Gold. Trauringe Juwelen. 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