Nr. 73. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Numiner 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit Hluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. = Vorwärts 12. Jahrg. Sufertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 ẞfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnand Fefitagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, tr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Mittwoch, den 27. März 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Im Namen der Gerechtigkeit. abgenommen hat, haben sich Betrug und verwandte Delikte ungefähr verdoppelt. Zu Beginn eines neuen Quartals richten wir an alle Unter diesem Schlachtruf tritt ein bekannter deutscher Wenn troßdem die Regierung die Aufforderung zun Freunde und Parteigenossen die dringliche Bitte, für die Professor der Ethik, der sich hinter dem Namen Meineid u. f. w. also bloße Worte! mit weit schwereren Erweiterung unseres Abonnentenkreises Normannus" perbirgt, in den Kampf gegen die Umsturz- Strafen belegt wissen will als selbst die Aufforderung zum mit aller Energie thätig zu sein. Gegen die Partei, vorlage mit einer Broschüre*) ein, die nach der langen och verrath, so ist es, sagt Normannus, eine kindliche deren Zentralorgan der Vorwärts" ist, haben die ver Reihe von lendenlahmen, matten und farblosen Protesten" Auffassung, wenn man meint, fie wolle dadurch etwa warnen einigten Parteien der Realtion, denen der aus dem Reiche der Dichter und Denker" erfrischend be- und vorbeugen- nein, es tann keinem Zweifel unterliegen, Boden unter den Füßen wankt, jetzt alle ihre Kräfte auf- rührt und zeigt, daß der Mehlthau der Bismarckanbetung, daß die gauze Novelle nur dazu dienen soll, die Zugeboten; durch ein neues nebelgesez soll die zahl des Nationalliberalismus und des Servilismus unter dem gehörigkeit zur sozialdemokratischen Barreichste Partei in Deutschland mundtodt gemacht, und für deutschen Gelehrtenthum doch noch nicht alles freiere tei zum Verbrechen zu stempeln, ihre Mitunsere Feinde und des Volkes Feinde die Ruhe des Denten zerstört hat. Wir finden hier nicht die dumpfe glieder für vogelfrei zu erklären! or Kirchhofes hergestellt werden, damit sie ungestört Luft der weltfremden Studierstube, sondern den frischen Wenn die bestehende Gesellschaftsordnung schon jett ihre gemeinschädliche und gemeingefährliche Arbeit Hauch des fräftigen Mitstreitens in Luft und Sonne en durch 74 Paragraphen, durch eine unerhörte Militärmacht verrichten können. Die Kämpfe, in denen wir stehen, der Seite des werkthätigen Volkes. geschützt und jede Auflehnung gegen dieselbe, ja jeder Versuch sind von entscheidender Bedeutung; und die Verhand In der Form eines Briefes an einen Freund, welcher einer solchen durch die schwersten Strafen bedroht ist, und lungen des Reichstages über die sogenannte U mim freien England lebt und deshalb kein Verständniß haben die Regierung bringt dann noch Gesetzesvorschläge sturz vorlage, die jetzt in der Kommission sich ab- kann für eine solche Vorlage und unsere Aufregung", und ein, welche das als erlaubt Darstellen" von Bergehen, ja spielen, bald aber im Plenum stattfinden werden, mit einem feinen Seitenhiebe auf die von deutschen Pro- die Absicht", den Entschluß", irgend welche„ Bestrebungen find von ganz besonderer Wichtigkeit. Je größer aber die fessoren unterzeichneten Erklärungen, aus denen auch nicht zur schließlichen Vergewaltigung der bestehenden Berbreitung des Zentralorgans, desto größer sein Einfluß flar hervorgehe, was im Werte sei", legt er zunächst dar, Staatsordnung" die Vereinigung mehrerer" zu ähnlichen, und seine Wirksamkeit, und desto größer die Macht daß es sich nach dem Willen der Reichsregierung darum ihnen leicht zu unterschiebenden Zwecken, ja schließlich jede der Partei. handle, die Agitation der sozialdemokratisch en öffentliche Vertretung des von 1800 000 Wählern an Die Redaktion des Vorwärts" wird bemüht sein, ihre Partei, nebenher auch die der unabhängigen Sozialisten erkannten sozialdemokratischen Programms mit Zuchthaus Pflicht zu thun, und das Zentralorgan der Partei würdig und Anarchisten, durch Androhung staatlicher Strafen zu be- bedrohen; wenn man in so fünftlicher, raffinirter Weise tämpfent. Nicht die Durchführbarkeit, sondern Fallstricke dreht, denen der unschuldige Mann, der gewisse die Gerechtigkeit eines solchen Vorhabens soll ge- Meinungen, Ueberzeugungen, Gesinnungen hegt, schwerlich prüft werden. Diese Frage ist noch nicht aufgeworfen mehr entrinnen wird so kann dies nur als worden. Es scheint wirklich, daß man meint, beliebige öffentliche Anreizung zum Bürgerkriege Dinge unter Strafe stellen zu dürfen, ohne der Ge- verstanden werden. rechtigkeit ins Gesicht zu schlagen, wenn nur die formale Bedingung des gemeinen Rechtes erfüllt ist!" zu machen! -Mit dem 1. April eröffnen wir ein neues Abonnement auf den Vorwärts" mit der illustrirten Sonntags- Beilage ,, Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Beitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 M. für das Quartal entgegen.( Eingetragen in die Post- Zeitungsliste für 1895 unter Nummer 7128.) In unserem Feuilleton beginnt nach Schluß der eben begonnenen furzen Erzählung: Zu Tode gehetzt", der Abdruck der geschichtlichen Erzählung: " Berliner Märztage" von Michel Deutsch, " " o Warum soll die Aufforderung zu strafbaren Handlungen unter die dreifache Strafe gestellt werden? Weil der Herr Staatssekretär Nieberding erlebt hat, daß in der Presse und in Bersammlungen man gewagt hat auf zufordern zum Meineid, ja zu Meuchelmord und Brandftiftung"! Das ist, sagt Normannus, eine sehr schlechte, eine klägliche Begründung! Warum wird denn die Strafe nicht verschärft gegen Betrug und ähnliche Delikte, worunter in dieser sogenannten" Gesellschaftsordnung, welche durch die Vorlage heilig gesprochen werden soll, jedermann fast täglich zu leiden hat? Während die ohnehin geringe Bahl der Anklagen wegen der durch die Vorlage bezeichneten Ver" " " Wenn ich als Privatmann mir einen Menschen fern halte, weil ich ihn nicht leiden mag, so habe ich das ( fittlich verstandene) Recht dazu; wenn ich aber als Gesetzgeber Gesetze mache, um Menschen, deren Namen ich vorher auf die Liste der Geächteten gesezt habe, unter dem Vorwande des Rechtes zu verderben, so begehe ich im moralischen Sinne ein Verbrechen, und ich beschwöre die Rache des Mißhandelten auf mein Haupt!" Und wie reimen sich, fragt Normannus mit schneidender Ironie, diese Vorschläge zu den Forderungen der christlichen Religion, welche die Regierenden immer im Munde führen? Wie kann man die als erlaubt Darstellung" eines Vergehens oder Verbrechens mit Strafe bedrohen- wenn im achten Gebote des lutherischen Katechismus verlangt wird: wir sollen unseren Nächsten Besten kehren!?" Wenn eine an fich harmlose, ja gute Denkungsart sich hüten muß, dem Munde Worte entschlüpfen zu lassen, weil die Gefahr besteht, mit jenen Verauf welches Wert wir unsere Leser besonders aufmerksam gehen seit dem Wegfall des Sozialistengesetzes um 22 pt. entschuldigen, gutes von ihm reden und alles zum machen. Redaktion und Expedition des ,, Vorwärts". Feuilleton. [ Nachdruck verboten.) Zu Tode gehetzt! 2 *) Berlin, Rich. Taendler. Pr. 50 Pf. " entgegnete es in energischem Ton. Wollen Sie vielleicht was von mir?" " wesenheit des Herrn Amtsvorstehers eine Prügelei in seinem Lokal entstehen lassen?! Und die Thür zum Herrenzimmer stand ja weit offen! " Jawohl, Dich mein' ich! polterte Schwarz; auf unseren preußischen Staat schimpfen, das kann jeder grüne Die drinnen hörten den Setzer noch eine Weile draußen Junge. Der hat noch nicht für Gott, König und Bater- wettern und Einlaß begehren. Dann wurde es still. Er land geblutet wie ich!( Er wies auf die Schleife des hatte offenbar des Klügeren Theil erwählt. eisernen Kreuzes 2. Klasse, das er sich, weil er vor Gericht ging, ins Knopfloch gesteckt hatte.) Ausbeuterstaat". Hat man je so was gehört? Wer ein Lump wird, der ist selbst schuld dran. Der will nichts arbeiten." Herr!!" Jetzt wollen wir aber auch gehen," sagte die Frau. Du hast gerade genug getrunken, Mann." Und zu Kendelmann halblaut:„ Er ist sonst so nüchtern. Ich glaub, es ist die Freude, daß wir nun endlich zu Haus und Hof gekommen sind." Eine Erzählung nach dem Leben von Franz Held. Am Nebentisch saß über das Kreisblatt gebeugt ein ziemlich schäbig aussehender, vergrämter junger Mensch, ein Setzer seines Zeichens. Der war augenblicklich ohne Stellung - eine große Druckerei in der nächsten Bezirksstadt hatte ihn mit einer erklecklichen Anzahl von Kollegen wegen Ver- Der Arbeitslose trat in entschlossener Haltung vor" Ta kann man sich aber auch schon einmal eins über ringerung des Betriebes entlassen und es wollte sich nichts Schwartz hin. den Durst leisten!" schmunzelte der Mühlenbefizer. Neues finden. So lebte er denn seit ein paar Wochen hier bei seinen Ich will mich nicht mit Ihnen herumschlagen," raunte er, Kommen Sie mit, Kendelmann?" fragte Schwark, Eltern, fleinen Häuslern. Er schlug sich mit allerlei Ver- heiser vor Erregung, denn ich bin ein Sozialist. Wissen indem er etwas schwankend aufstand. Seine Zunge war richtungen auf den Bauernhöfen so eben durch, denn er Sie, was das heißt? Kein Mann der gewaltthätigen Faust, schiver. " In unserem Wagen war ein anftelliger Kopf, schrieb den Leuten Briefe und sondern des Re ch ts. So? Wie sagten Sie doch gleich? wäre noch ein Plaz- ein Eingaben an die Steuerbehörden 2c., rechnete ihre Bücher Jeder, dem's schlecht geht, der verdient es auch" famoser Plazz!!" nach und half den Kindern auf einsamen Gütern beim Hahaha! Kommen Sie erst mal in eine große Stadt! Man hörte die Pferde des Korbwagens, den der Knecht Lesen und Schreibenlernen. So legte er sich, weil er bei Sie haben gut reden! Eie haben jedenfalls Haus und inzwischen angespannt hatte, draußen im frischen Schnee seinen Eltern frei wohnte, sogar noch ein paar Groschen Hof. Aber wenn Sie erst mal unschuldig verurtheilt wären scharren. !" wöchentlich zurück und hoffte, nach einigen Monaten so viel und Haus und Hof verlassen müßten Danke! Ich komme dann zu Fuß nach." erübrigt zu haben, um nach Berlin fahren zu können, wo der Tarif die Segerlöhne bedeutend höher macht und wo er deshalb mit der Zeit auf einen grünen Zweig zu kommen dachte. Er zeigte jetzt dem hereintretenden Wirth mit dem Finger eine Stelle im Zeitungsblatt. " Ich?! Wie sollt i ch wie kann ein Mann, wie ich, überhaupt je was mit dem Gericht zu thun friegen?!" Das kann jedem passiren. Man braucht blos ver leumdet zu werden. Und wenn man feinen tüchtigen Anwalt bezahlen kann und die Geschworenen grad' ihr Mittagsessen verdauen müssen-" Da sieht man's wieder einmal! Ein unschuldig Verurtheilter durch die lange Haft ruinirt und bekommt Quaf'le feinen solchen Unsinn oder ich schlage Dir feinen Pfennig Entschädigung! Das ist unser moderner mein Grogtglas auf's Maul!" Ausbeuterstaat! Recht und Gerechtigkeit giebt's nicht für Hab' ich mit Dir die Schweine gehütet, Du?! den armen Teufel. Das ist nur ein Lurus für die Reichen! Wenn Du durchaus Streit willst, olles Kameel na, denn Für Kanonen haben sie Millionen, aber für so einen von man los!" der Juristenblindheit Erwürgten--!" Der Sezer umfaßte den Fuß seines Bierglases und " Hör' auf mit Deinem Quatsch, Du verdammter stellte sich in Kampfpofitur. Sezer, oder ich schlag' Dir alle Knochen im Leib kaput!" Schwarz schrie es, außer sich. Mit hochgeröthetem Gesicht war er in die Höhe gesprungen. Sei doch nicht wieder so jähzornig!" mahnte seine Frau ängstlich. Meinen Sie mich oder mir?" Der junge Mann " Sei nur nicht gleich so!" beschwichtigte Frau Schwarz ihren Mann. ,, Er hat ja gar nichts gegen Sie gesagt," suchte auch Kendelmann ihn zu beruhigen. Auch der Wirth legte sich ins Mittel. Er drängelte den entrüsteten Arbeiter sanft hinaus. Sollte er in AnKaum war das Schwartz'sche Ehepaar eingestiegen, da polterte der Amtsvorsteher aus dem Herrenzimmer herein. Er hatte mit mehreren Stühlen beträchtliche Karambolagen. Offenbar hatte auch er dem Grogt eifrig zugesprochen. " Setzen Sie sich zu uns, Rendelmänneken? Vierter Mann zum Stat! Heut' Abend werden Sie sicher schwarz"- was?" Große Ehre, Herr Amtsvorsteher!" In devoter Haltung folgte er dem Stolpernden in's Herrenzimmer. Schwarz faß neben seiner Frau auf dem Bock des leichten Gefährts. Er futschirte selbst. Die kräftigen Braunen zogen das Wägelchen hurtig über die hell mondüberschienene beschneite Straße dahin. Zu beiden Seiten tief eingeschneite bläulich- weiße Felder, hier und da einige schneeverbrämte Strohdächer mit umgebenden massigen Baumkronen zwischen all der helldunkeln Winterverlassenheit. dächtigen verwechselt zu werden.... dann leben wir nicht mehr in einem Gemeinwesen, sondern in einer Staats verbindung, die nothdürftig den Kriegszustand ver hüllt, wir leben dann mitten im Umsturz und Terrorismus!" 0 Politische Politische Iteberlicht. Jm 100 man um M " eschäftetut wie 1 „ die die feinen namentliche Abstimmung. Die Agrarier wollen den Antrag Ranih noch zwischen der zweiten und dritten Berlin, 26. März. Lesung auf die Tagesordnung gesetzt haben, angeb Aus dem Reichstage. Die Schlußberathuaglich weil man nicht wissen kann, ob der Reichsdes Etats in zweiter Lesung brachte heute noch einige tag nach Feststellung des Etats nicht aufgelöst wird. Die Die Gesinnung, die nichts verbindliches fennt, als den recht interessante Zwischenfälle. Zunächst tam beim Enat Majorität ist aber nicht gesonnen, den Junkern diesen Ge augenblicklichen scheinbaren Vortheil der mächtigeren Partei des Reichs- Schatzsekretärs die Konvertirungsfrage zur Sprache, fallen zu thun und so wurde ihr Antrag bei 205 Aboder der Regierung, erhebt sich hier zu einer fürchterlichen und da es sich hier auch um eine Liebesgabe zwar stimmenden mit 149 gegen 56 Stimmen abgelehnt. Morgen Größe, um das Recht zu einem Werkzeuge der nackten Ge- nicht an die Agrarier, sondern an die Kapitalisten handelt, Präsidentenwahl, Berufszählung und Wahlprüfungen. walt zu machen, sie ist die eigentlich und im übelsten Sinne so brachte diese Frage eine recht eingehende Debatte. Im Abgeordnetenhause gab es heute nur rein ge revolutionäre Gesinnung, da sie das Unterste zu Die Thatsache, daß das Reich und der preußische Staat schäftsmäßige, kurze Debatten. Zuerst wurden kleinere oberst fehrt, die Gerechtigkeit unter die Füße tritt und nicht noch 3½½ und 4 pet. Zinsen zahlen, während sogar Rußland Gesetze erledigt, und dann folgte die zweite Berathung der mehr straft um des Verbrechens willen, sondern Verseine Reichsschuld in dreiprozentige Darlehen umgewandelt Sekundärbahn- Borlage. Die zur Förderung des Baues pon brechen konstruirt, um strafen zu können! hat, und fast alle gut fundirten Privatinstitute nur mehr kleinbahnen verlangten 5 Millionen Mark wurden nach Eine Klaffen- Gesetzgebung und dadurch erzwungene 3 pct. für ihre Darlehen zahlen, hat die Frage der Um einigen Bemerkungen, wobei auch der Finanzminister das Klassen Justiz untergräbt alle Grundsätze der Ord- wandlung der Reichs- und Staats- Anlehen naturgemäß Wort nahm, bewilligt. Nächste Sigung Mittwoch: Dritte mung und Moral. Der Gebrauch revolutionärer auch angeregt, aber der Finanzminister Miquel in Preußen Berathung der Sekundärbahn- Vorlage. Phrasen fönne gerechterweise nur als Ueber und der Reichs- Finanzsekretär Graf v. Posadowsky wollen Der Zweck des Bismard- Rummels liegt jetzt zu tretung, niemals aber als Verbrechen als Verbrechen angesehen von einer solchen Aktion nichts wissen. werden; thue man dies dennoch, so verrathe man damit, Jm Reichstag wurde nun heute die Frage vom tage. In ihrer alkoholisch gesteigerten Aufregung haben daß es sich allein eben um Klaffen- Justiz handele. Denn Abgeordneten Meyer( Danzig) angeschnitten, der von einem die Veranstalter der Radaukomödie ihr Geheimniß ausdaß in einigen Versammlungen und Beitungen leiden- Herabgehen des Binsfußes bei den Staatsanlehen auch geplaudert, das freilich, gleich dem Geheimniß des Haus schaftliche Worte fallen, ist bei einer großen, ringenden eine Senkung des Binsfußes für den landwirthschaftlichen wursts", von allen Dächern herunter gepfiffen wurde. Das 80jährige Geburtstagskind ist den Spektakulanten höchst gleichVolkspartei, die nichts als Uebelwollen sich gegenüber sieht, Kredit erwartet. wahrscheinlich; es ist keineswegs der sozialdemokratischen Unser Genosse Bebel trat ebenfalls für die giltig. Haben sie es nicht schnöde verleugnet, als die allerGerofie Bebet teat ebenfalls für die Partei eigenthümlich, es bezeichnet überhaupt die populäre Konvertirung ein, indem er besonders auf die Thatsache höchste Gunst sich von ihm abwandte? Ja, haben sie den Bartei eigenthümlich, Agitation, zumal in volfreichen Städten. Was für hinwies, daß man in in einer Zeit, , polternden, hinter dem Reichswagen herlaufenden Nörgler" Worte lassen die Antisemiten fallen, was für Worte 30 Millionen neuer Steuern willen eine ganze Industrie nicht grausam verspottet? Für die Parteien der Schienenflicker der Bund ber Landwirthe, der doch aus( Tabal) au den Rand des Bankrotts treiben und zehn- und Brotvertheurer giebt es teine Sentimentalitäten für Leuten besteht die größerer Bildung theilhaftig tausende von Arbeitern brotlos machen will, durch den sie ist die Politik ein Geschäfte und auch der Bismarckwerden konnten, laut werden lassen! Wenn den unmotivirt hohen Zinsfuß den Staatspapierbesitzern im Rummel ist ihnen nur eine fie das Bedürfniß fühlen, die Ursachen aufzuheben, ſchenkt. setben Sinne sprach auch Dr. Barth von Herren diese Erscheinungen unerträglich find, so müssen Reiche 8 und in Preußen gar ca. 35 Millionen pro Jahr Hinter dem Geschimpf auf den Reichstag verbirgt sich der Haß gegen das allgemeine Wahlvon der Frei- recht, nämlich die heutige Produktionsweise und bas man beseitigen möchte, Partei der ehrlichen die gesellschaftlichen Zustände mit anderen Worten: sie sinnigen Vereinigung. This rotull müssen gerade das wollen, was die sozialdemoGegen die Konvertirung sprachen Rintelen( 3.), Brotwucher und keine Schienenflickereien dulden, von der politischen Bühne zu entfernen. In diesem Bestreben find tratische Partei will. Aber von Ursachen und Dr. v. Frege, Graf v. Arnim und Dr. Hahn. Letztere politischen Bühne zu entfernen. In diesem Bestreben find die Nationalliberalen eins mit den Junkern, die außerdem Wirkungen nichts zu wissen, das scheint jetzt für das Redner wollen die Binsherabsetzung besonders nicht vor der die Nationalliberalen eins mit den Junkern, die außerdem Mertmal eines guten Staatsmannes gehalten zu werden. Börsenreform, weil man sonst das deutsche Kapital der Ge- noch mit ihrem Kaniz Antrag einen recht fetten Freilich folle nach der Erklärung des Fürsten Hohenlohe fahr aussetze, zum Ankauf minderwerthiger ausländischer Fischzug im Trüben erhoffen. Sie denken sich unentbehrlich nur die Form getroffen werden, nicht der Inhalt. Papiere verführt zu werden, während der Zentrumsredner zu machen, und in den Wahlkampf oder noch lieber in Aber im Widerspruch mit dieser Erklärung vercathen es die Kirchen- und Stiftungsgelder vor Zinsverlust schützen will. ben Staatsstreich einzutreten mit dem allerdings die Motive", daß nicht die Form, sondern die Absicht, Ein Resultat konnte die Dedatte natürlich nicht haben, nicht geschrieenen" demi altschweizerischen Landsknechtsgestraft werden solle. und selbst da, wo sich die so viel aber zeigte sich heute schon, daß diese Frage Schlachtruf: Kein Kanig fein Junter! spruch: Kein Kreuzer fein Schweizer" nachgebildeten Strafbestimmungen nur gegen die Form richten, nicht mehr von der Tagesordnung verschwinden wird, bis Schlachtruf: Kein Kanit- kein Junker! ftehen die drakonischen Strafen in keinem Verhältniß sie ihre Lösung und zwar im Sinne der Zinsherabsetzung Auf den Keulenschlag, der ihnen von der Mehrheit zu anderen Vergehen und Verbrechen. Eo sollen gefunden hat. tour sins des Reichstages versetzt worden ist, antworten die nationalen öffentliche Angriffe auf Ehe, Monarchie und Eigenthum" Bei einem späteren Etatposten brachte von Kardorff Radaubrüder mit Rothwurfen und Giftbissen. Wie auch mit Gefängniß bis zu 2 Jahren bestraft werden. Ein eine gegen ihn von dem Abgeordneten Ahlwardt in einer anders? Und wo ihrer drei beisammen sind drei Beamter aber, der für eine in sein Amt einschlagende Mannheimer Versammlung ausgestreute Verleumdung zur Kommerzienräthe, Brotwucherer, Schienenflicker oder derHandlung Geschenke annimmt, kommt mit sechs Monaten, Sprache, und forderte er Ahlwardt, der behauptet hatte, gleichenda find sie das deutsche Volt". Aber das iver einen anderen durch Gewalt oder durch Bedrohung einen Kardorff belastenden Brief zu besitzen, auf, diesen Brief deutsche Volt" genügt ihnen nicht. Auch das Ausland mit einem Verbrechen nöthigt, mit höchstens einem auf den Tisch des Hauses niederzulegen. Ahlwardt, muß herangeschleppt werden als Kronzeuge für ihre Jahr Gefängniß davon.- Man merke wohl: wer der vorher im Saale anwesend war, hatte sich nationale Gesinnung. Das Ausland ist nationaler als die emen anderen nöthigt, mit Gefängniß bis zu während der Rede kardorff's gedrückt. Eine Reichstags- Majorität,- hat mehr Achtung vor dem einem Jahre, wer aber druden läßt, was etwa echt teutsche That. d bin sadusdem deutschen Nationalheros!" freischt der Chorus der ProzentSpinoza über die Monarchie, Kant und Wilhelm Bn einer recht scharfen Kontroverse tam es noch und Hurrah- Patrioten. Und allerhand französische und v. Humboldt über die Ehe, Voltaire und zwischen Kardorff und dem Grafen Mirbach einer englische Zeitungen werden uns zitirt. Friedrich der Große" über die Religion ge und dem Direktor der Reichsbank v. K och andererseits. Nun giebt es etwa nicht auch im Ausland schrieben haben, mit Gefängniß bis zu zwei Jahren! Letzterer scheint den Agrariern im Staatsrath und an Reptilien? Ist der Bismarck'sche Reptilthaler nicht mit -Es dürften eben nur noch Worte des Herrn Nieber anderen Stellen die bimetallistischen Schleich wege gekreuzt besonderer Vorliebe nach England, Frankreich, Amerika ge= ding, oder des Herrn von Köller, oder des Herrn zu haben, und deshalb wurde er heute von den genannten rollt? Und viel mehr noch als der Reptilthaler hat zur v. Stumm und anderer guter Geister angeführt Borkämpfern des Bimetallismus in schroffster Form an- Täuschung des Auslands in bezug auf deutsche Verhältnisse werden, freilich auch diese nur mit Weglaffung der Zitate, gegriffen.. five outgoing puissalom die Unwissenheit ausländischer Zeitungskorrespondenten beidie sie mit so viel Eifer als Geschmack von der Gaffe auf Herr Koch scheint es aber mit dem Sprichwort vom getragen, die zum theil in Deutschland unter geistige Vorgelesen haben! Klotz und Keil zu halten, denn er erwiderte die Angriffe mit mundschaft kommen nud viele ohne es zu wiffen zit Was aber die sogenannte anarchistische Gefahr angehe, einer so herzerfrischenden Grobheit, daß der Süßholzraspler Mundstücken und Kolporteuren der politischen Reptil so diene diese nur zum Vorwande, um die den Fabrikanten Graf Mirbach sich nachher gemüßigt sah, Protest dagegen weisheit gemacht werden. Indeß ist das doch nur ein vers und Spießbürgern unbequeme gesegliche Arbeiter einzulegen, wie ein Reichsbeamter Abgeordnete zu behandeln hältnißmäßig fleiner Theil-die Mehrzahl der ans bewegung zu unterdrücken. Man solle den Teufel nicht sich herausnimmt. Man fann dem Herrn Grafen ländischen Korrespondenten hält sich von derartigen Einan die Wand malen. Je mehr man rede von Gewalt, je darin zustimmen, nur schade, daß regelmäßig die Freunde flüssen frei, und da man auch vom Auslande aus deutsche mehr man durch ungerechte Gesetzgebung, Maßregelung, des Herrn Grafen Beifall johlen, wenn einer der Herren Personen und Dinge beurtheilen kann, so ist, das durch Drangfalirung Menschen verlege und zu Staatsfeinden vom Bundesrathstische der Linken gegenüber über die fein Breßgesetz verkümmerte Urtheil des Auslands über stempele desto mehr agitire man für die Gewalt. Schuur haut. die " mimmunol, Deutschland im allgemeinen seit Ende der 70er b. h. Wer Wind säet, wird Sturm ernten! Die Feststellung der Tagesordnung brachte noch eine feit die Thatsachen nicht mehr durch patriotischen Dunst diesseits und jenseits des Rheins getrübt Das Anwesen wurde sichtbar im klaren Mondschein. werden, ein ziemlich richtiges geworden vielleicht sogar Das behäbige Herrenhaus vorn, mit den gestäbten Jalousien in weiteren Kreisen richtiger, als in Dentschland selbst. Jalousienheit des Auslandes über die neueſten und dem Ziegeldach, dessen Regelmäßigkeit noch durch die ist Schneedecke sich abzeichnete, dann der weite Hof, von niedrigeren strohgedeckten Wirthschaftsgebänden zu drei Seiten umgeben, die mit dem Wohnhaus ein Biered bil- Preßzuständen es gar nicht wiederzugeben vermögen Und auch der Reichstagsbeschluß des 23. März wird deten. Die der Rückseite des herrschaftlichen Gebäudes von der englischen und französischen Presse im ganzen richtig gegenüberliegende Seite des Vierecks wurde vom Schuppen aufgefaßt. Was unsere nationalen" Blätter als Zeugniß und der schindelngedeckten, aus Brettern gezimmerten des Auslandes zitiren, entstammt entweder erzreaktionären Scheune eingenommen. " In der Ferne krochen träge Pappelzüge, zwar schncebedeckt, aber in der grünlichen Halbdunkelheit doch wie Manchmal schneite es leicht. Dann schmolzen die dünnen Flocken sofort auf den dampfenden Schnauzen der Pferde und sie schlugen sich mit dem peitschenden Schwanz die juckend kalte Berührung vom Bug ab. Reihen schwarzer Pfähle anzusehen. Schwark hatte seine Knie in eine Pferdedecke gehüllt und paffte behaglich aus einer kurzen Maserpfeife. " Wenn er nur nicht mit den Kartoffeln gelogen hat, der Kendelmann!" unterbrach Frau Schwarz ein längeres Echweigen. Es kommt mir gar nicht so vor, als ob wirt lich zweihundert Scheffel darauf ständen auf den Felde. ( So hoch hatte Rendelmann die nächste Kartoffelernte eingefchäßt.) Ach was!" Ihr Mann knallte ärgerlich mit der Peitsche. ,, Es ist so ein reicher Mensch. Wie sollte er denn um ein paar lumpige Scheffel Kartoffeln! Und es ist auch ein ehrlicher Kerl." " fajet 4 Phasen der fate Dorte bei unseren jämmerlichen H zeigte auf die Felder ringsum und drückte seiner Frau den unsere Hurrahschreier ins Feld führen, fritisirt " Das ist nun für unser Kind!" sagte Schwarz. Er mud fäuflichen Blättern, oder es ist falsch sitirt. Zum Beispiel der Artikel des Pariser Temps", die Hand. Sie schläft sicher schon, uns're Anna" erwiderte die Wiedergabe für uns einfach unmöglich ist. Der Beschluß das Telegramm des Kaisers in Ausdrücken, deren Mutter. des 23. März ist von der öffentlichen Meinung Frankreichs Sie lächelte beim Gedanken, an ihr Töchterchen in seiner ganzen Wichtigkeit und Tragweite begriffen worden; träumerisch vor sich hin. Aber was ist das da?" schrat sie jetzt empor. Das sozialistische Presse begrüßt den Beschluß als eine„ rettende und die gesammte unabhängige, d. h. die demokratische und ist ja Qualm! Herrje!" Auch dem Mann wollte es scheinen, als ob ein leiser That", als die„ Erlösung Deutschlands aus dem Bann der Rauch aus der Scheune emporstiege. Erschreckt ließ er die Blut- und Eisenpolitik", als wie die Petite Republique" Bügel nach, daß das Pferd lebhaft zu traben begann, mus," und das Wiedererwachen des Volkes es bezeichnet als das Ende des Korporalislegte die Hand über die Augen und spähte eifrig nach der der Denker." Wie kannst Du nur so was sagen, Frau! Mit Hinterseite des Gehöfts, wo ein leiser, blauer Hauch sich bloßen 2600 Thalern Anzahlung- Das große Gut! Und schwach von dem dunkleren Nachthimmel abzeichnete. nur sechzig Prozent Hypothet, wenn ich's parzellire-" Aber wer weiß, was Du noch hineinstecken mußt, wie" Gift nur Nebel" ſagte die Frau endlich bestimmt, All das in Stand zu sehen! Na, beten wir zu Gott- Jetzt waren sie auf hundert Schritt an den Hof herandann wird hoffentlich alles gut gehen. Ach ja!" So? Ich halt' ihn für einen Erzspizbuben. Und wenn Du mir gefolgt wärst, hättest Du sein Gut überhaupt nicht gekauft. Wir hätten Kläfing's Besitzung nehmen sollen die war viel preiswerther." ihre Angst nicht aufkommen zu lassen. gekommen. Da kam ein kleines Mädchen eilig die Straße herauf gelaufen. Sie erkannten ihr Töchterchen und waren ganz erstaunt, das Kind um 11 Uhr abends noch aufzuDer Mann war weniger fromm: Rühren wir unfre Hände tüchtig! Dann wird's gut gehen. Meinst Du, wenn ich mich nicht so sauer geplakt hätte finden. wo wären dann die 2600 Thaler je hergekommen?! Natürlich, Gottes Gegen bleibt trotzdem die Hauptsache," bereute er. Na, ich hab' Dir schon ein Gümmchen mitgebracht. Und Du hast auch die letzten neun Jahre über ein ganz schönes Gehalt gekriegt auf der Brennerei." " Was giebt's denn nur, Aunchen?" rief die Mutter, vorgebeugt, schon von weitem. be medredodamo doggi Auch der Großherzog von Sachsen- Weimar hat seine Entrüstung über den Reichstag ausgedrückt." Vermuthlich ist das noch seitens anderer Fürsten geschehen. Nun, jedermann hat das Recht seiner Meinung; ob es aber dem Ansehen der deutschen Fürsten sehr förderlich ist, wenn sie es der Welt verkünden, daß die Mehrheit des deutschen Volkes nicht hinter ihnen steht, das dürfte stark zu bezweifeln feint. Parlamentarische Streifbrüder und Boykotter. Am vorigen Sommabend machte die Hurrah Minorität des Reichstages bekanntlich den Versuch, einen parla. mentarischen Streit in Szene zu setzen und die Arbeiten des Reichstages ins Stocken zu bringen. An der Festigkeit des Bizepräsidenten Buol, der auf der Höhe des Moments stand, und an der Heiterkeit der Majorität scheiterte dieser spaßhafte Streifversuch. Schnell! Schnell!" schrie und winkte das Kind. Und wie sie nun hastig abgestiegen waren, erzählte es ihnen mit tödtlich erschrecktem Gesichtchen, häufig dazwischen athmend und mit den gestikulirenden Händen nach Worten Schwarz paffte ärgerlich. Ja gewiß, mit meinem suchend, daß der kleine Blondzopf nur so flog: Lohn als Brenngehilfe wär's beim Teufel nicht ge- Thr hättet es hier bald gut gefunden! Wie Ihr gegangen. Aber auch als Verwalter hab' ich mich fort waret, da ging ich mit Neumann's Lieschen die ganz gehörig plagen müssen. Und Deine Mitgift? Kaninchen füttern. Und wie ich dann zurück tam, da hat Das waren auch man nur lumpige 800 Thaler. Hätt es in der Scheune schrecklich gebrannt schrecklich!" ich nicht durch den Trebernhandel ein so schönes Stück Aber wie kann es denn da? Die ist doch ver- Sie boy tottiren das Bureau des Reichstages, indem Geld dazu verdient- na, jetzt hab' ich ja auch meine schlossen!" Freude davon. Sieh nur: es ist doch ein prächtiger Hof!" " ( Fortsehung folgt.) Aber die Arbeitseinstellung ist nicht die einzige Waffe dieser patriotischen Streitbrüder. Sie greifen auch zu dem Boytott, den sie bei den Arbeitern so heftig verurtheilen. ste fich fich weigern, einen Präsidenten und Vize Präsidenten zu erwählen. So hoffen sie, dem Reichs330 Der Kaiser war heut auch in Friedrichsruh. Er führte dem Fürsten Bismarck einige Schwadronen Ravallerie und einige Bataillone Infanterie vor, überreichte ihm einen gol denen Pallasch und sagte dabei u. a. folgendes: tage die Führung der Geschäfte unmöglich zu machen und Bismarck zu seinem achtzigsten Geburtstag seinen Glückwunsch| revolutionären Reden. Hauptsächlich der Paffus betreffend die die Mehrheit zur Kapitulation vor der Minderheit zu auszusprechen. Das sind grundverschiedene Beschlüsse, aber die Pariser Kommune, bei welchen 30 000 Arbeiter gefallen seien, zwingen. Natürlich wird das nicht glücken, und der Boykott 3n ihnen führenden und von ihnen ausgehenden Fäden berühren fowie die Aufforderung an die Arbeiter, sie sollten sich auf ernste der Hurrah Minorität wird ebenso fruchtlos sein, wie ihr und verschlingen sich vielfach in seltsamer Weise; man bedenke Tage gefaßt machen, beunruhigen sehr. . Streit, und denselben Heiterkeits- Erfolg haben. nur, daß die Gegner des Antrages Kanitz im Reichstage zum über- Brüssel, 26. März. Anläßlich der heutigen Berathung wiegenden Theile identisch sind mit dem Parteienkonglomerat, des Gemeinde- Wahlgesetes in den Kammern sind seit Mittag die Graf Hompesch hat nämlich im Auftrage des Zen das dem ersten Kanzler des Deutschen Reiches die Huldigung Truppen in den Kasernen fonsignirt. Es soll sogar Befehl, trums an die Fraktionen der Minderheit vom Sonnabend verweigert, daß aber die Regierung, die, den Kaiser an der mehrere Reserveklassen einzuberufen, unterzeichnet worden sein. die schriftliche Anfrage gerichtet: welche Wünsche sie für die Spike, dem Fürsten Bismard im Verein mit der Nation Schöne Redensarten versteht der Ministerpräsident Ribot Neuwahl des Präsidenten und des zweiten Vize- den Dank für seine unsterblichen Thaten bringt, sich auf eben in Frankreich zu machen. Bei dem heutigen Festmahl anläßlich präsidenten hätten. Es ist darauf die Erwiderung diese Parteien im Parlamente bei der Be der Einweihung des Musée social" hielt er eine Rede, in der erfolgt, daß dieselben sich an der Neubildung des Präsidiums tämpfung des Antrages Ranig stüzen muß. Die er ausführte, es werde der Regierung der Republik eine Ehre nicht zu betheiligen beabsichtigten. Sie werden bei der Wahl ganze Bertlüftung und Verwirrung im Innern sein, die Sozialgefeße durchzuführen; neben der Gerechtig= weiße Zettel abgeben. fritt in diesem Zwiespalt in die grellste Beleuchfeit sei ein Gefühl der menschlichen Solidarität tung, und man versteht es, wenn angesichts der Unthat des nothwendig, welches Gewaltthätigkeit und Haß aus der Welt Nun, dann müssen sich die Majoritätsparteien in das Reichstages der entrüstete Ruf nach einer Auflösung eines Parla schaffe. Die Zukunft," sagte der Minifter, gehört demjenigen, Unvermeidliche fügen und müssen sich ihr Bureau allein ments laut wird, das den Namen einer Voltsvertretung zu un- welcher Frankreich das edelste und erhabenste Ideal wählen. recht führt. Aber mit dem Herzen allein macht man aufstellen wird. Aber wir müssen entschlossen sein, für die Getühle Verstand fragt: cui bono( wem zu Nug) wären Auflösung Sophismen der Sozialisten zu lämpfen."-Aha! teine Politik- ohne das Herz freilich auch nicht. Der rechtigkeit, die Menschlichkeit und Brüderlichkeit gegen die des Reichstages und Neuwahl? Und die Antwort tann nur aweifelnd und sorgend lauten. Zur Lage in Spanien. Das vom Ministerium Canova3 aufgestellte Programm wird allgemein als ein reaktionäres Wenn wir von dem chauvinistischen Blech, über Un- bezeichnet. Gin Theil der Konservativen wird der Regie thaten des Reichstags" zc. absehen, genau, was wir gestern rung nur ihren Beistand für die nothwendigsten Geschäfte beEw. Durchlaucht mögen im Geiste hinter dieser Schaar sagten. weighted Alwilligen. das gesammte kampfgerüstete Heer aller germanischen der Antrag Kanitz ist wie die„ Norddeutsche Allg. Der bisherige Ministerpräsident Gagasta foll Canovas Stämme sehen. Im Anblick dieser Schaar überreiche ich Beitung" gegenüber der„ Krenz- Zeitung" mittheilt- thatsächlich seine Unterstützung angeboten haben, um das Budget in der Ew. Durchlaucht eine Gabe. Ich kann ein besseres mit einer Majorität von 39 gegen 4 Stimmen abgelehnt worden. Kammer zur Annahme zu bringen. Indeß wird befürchtet, daß Geschenk finden als ein Schwert, die vornehmste Um so schlimmer für die Agrarier, wenn ihr Antrag sogar die Obstruktion seitens der Karlisten und Republikaner die BeWaffe der Germanen. Das Schwert ist ein in einer so agrarierfreundlichen Körperschaft, wie es der willigung verhindern wird. Instrument, das in der Hand von Königen und agrarische" Staatsrath war, nur 4 Freunde gefunden hat. Die Cortes werden Mittwoch, den 27. b. M. zusammens Fürsten nie verjagt, wenn's noth thut auch der waren noch versteckte Freunde vorhanden, die sich nicht treten.d gegen den inneren Feind. trauten, es auch öffentlich zu sein, weil der Kaiser Vom oftafiatischen Kriegsschauplatz liegen heute dabei saß? folgende Mittheilungen vor: Aus dem Wahlkreise Lennep Remscheid- Mettmann Zum sächsischen Vereinsrecht. In Sachsen sind in den Hiroshima, 25. März. Dem Vernehmen nach sind die wird gefchrieben: Durch die von seiten der deutsch- sozialen Reformpartei aufgestellte Kandidatur des Prof. Dr. Wend legten Monaten Vereine aufgelöst wegen Dingen, in denen nur Friedensverhandlungen noch nicht auf einem Punkte eine eine funstvolle Gesetzesauslegung Verletzung landt zu Remscheid ist die Zahl der Bewerber um das Reichsder angelangt, der ein Urtheil über das Gelingen oder Mißlingen tagsmandat unseres Wahlkreises nunmehr auf sechs gestiegen. Verbindungs- Paragraphen entdecken kann. Unsere Partei der Verhandlungen gestatten könnte. Die Berathungen sind noch die in Chemnitz, Die nationalliberale und die deutsch- konservative Partei haben von äußerer Vereins- präliminarischer Natur. sich vereinigt und als gemeinsamen Kandidaten den Fabrikanten form zeigte, wurde trotzdem als solche betrachtet und auf Beetheidigungsmaßnahmen gegen etwa erfolgende Angriffe auf Hongkong, 26. März. Die Chinesen treffen besondere gelöst. Den Gewerkschaften wurden durch kunstvolle Wulfing in Bohwinkel aufgestellt; derfelbe wird im Falle Gesetzesdeutung die Beschäftigung mit öffentlichen An- Futschau, Amoy oder Swatow. Der Aufstand in Muiluk ist rein feiner Wahl der freitonservativen Partei beitreten. Die konservative Partei, welche im Verein mit dem Bunde der Landwirthe gelegenheiten unterstellt und sie dann aufgelöst. Unsere örtlicher Art und breitet sich nicht weiter aus. In Hongkong ist ein Kulist reit ausgebrochen; infolge den Gutspächter Kemmann zu Katers bei Mettmann als Turn- und Gesangvereine werden dem Gesetz unterstellt, ihren Kandidaten außersehen hat, wird bis zum Tage der Wahl weil sie Freiheitslieder fingen, und dann aufgelöst, wenn dessen löschen die Schiffe mit Hilfe von Sträflingen und eine Wahl- Korrespondeng" herausgeben. Sie will dadurch die sie ein gemeinschaftliches Fest abhalten. Die Frauenorganisation Soldaten. Tientsin, 25. März. Die chinesischen Behörden theilten den von ihr vertretenen Jdeen der großen Masse der Wähler näher in Leipzig ist aufgelöst worden, weil sie ein paar Mark Geld an fremden Konsuln ihre Absicht, mit, beim Herannahen japanischer bringen und den Angehörigen des Mittelstandes Gelegenheit die Organisation in Berlin geschickt hat. geben, ihre Ansichten selbst auszusprechen", Kandidat der frei Kriegsschiffe den Fluß unpafsirbar zu machen. finnigen Volfspartei ist der Handelskammer- Sekretär Fischbeck aus Bielefeld, Kandidat der Zentrumspartei der Landtags Abgeordnete Dr. Stöbel, und Kandidat der Sozialdemokratie selbstverständlich unser bisheriger Vertreter Mei st. teine Spur Ueber den Aufstand auf Cuba meldet heute ein spanisches amtliches Telegramm aus Cuba, daß der Aufstand auf Santiago lokalisirt worden sei, und daß zwölf Bataillone die Rebellen verfolgen. Da berührt es denn sehr merkwürdig, wenn sich in einer Anzahl Amtsblätter des sechsten Reichstags- Wahlkreises ein Inserat findet, das zur Wahl des Ordnungsparteilers Andra auffordert und folgendermaßen unterschrieben ist:" Der Wahlausschuß für die Kandidatur Andrä: Im Auftrage: v. Nostiz, Konservativer Verein. Bramsch, Bund der Landwirthe. Dietel, Auch ein über New York kommendes Telegramm aus Nationalliberaler Verein." Havanna meldet, daß eine Abtheilung von 300 Mann Regierungstruppen bei Havanna de Juruguana 500 Mann aufständischer Kavallerie schlugen. Fünfzehn Insurgenten wurden getödtet, eine große Anzahl derselben verwundet. Auf der Seite der Regierungstruppen wurden zwei Offiziere getödtet und zwei Mann verwundet. 10 " Nachwahl im Kreise Erstein- Molsheim. Im reichs Tändischen Wahlkreise Erstein- Molsheim steht eine Neuwahl bevor, Hier find also politische Vereine mit einander in Verbindung da Baron Zorn von Bulach wegen seiner Ernennung zum getreten. Das ist eine offene Verlegung der§§ 24 und 25 des Unterstaatssekretär im Ministerium für Elsaß- Lothringen sein sächsischen Vereinsgesetzes. Ob dies auch in diesem Falle bestraft Mandat niederlegen mußte. Die Neuwahl findet am 3. April werden wird, und auch hier die Vereine aufgelöst werden, ist statt. Baron Zorn v. Bulach bewirbt sich abermals um das nach den bisherigen Erfahrungen zu bezweifeln. Die herrschende Mandat. Klasse ist ja bemüht, alles zu thun, was das Rechtsbewußtsein Aus Amerika. New York, 15. März. Der verblichene madun Die beschäftigtste Kommission des Reichstages wird im Wolfe befestigt. 53. Bundes Rongreß hat in seiner letzten Session in beiden demnächst die Geschäftsordnungs- Kommission sein. Bei der Neue Lotterie im„ Staate Lübeck". Die Lübecker Bürger- Häusern nur einen einzigen Tag der Berathung von Arbeiterbekannten Unparteilichkeit unserer Staatsanwälte ist nämlich schaft nahm mit erdrückender Majorität den Antrag des Bürger- Angelegenheiten gewidmet, abgesehen von dem Fall der gar nicht davon zu zweifeln, daß dieselben die ungezählten ausschusses auf Errichtung einer Staatslotterie behufs Aufhebung des Aneblungsgesetzes für die Küsten- Seeleute, welche und maßlosen Beschimpfungen und Lästerungen des Reichs- Deckung des Defizits des Staatebudgets an. Der Senat ist, wie aber in aller Stille und ohne Debatte vor sich gegangen ist. An obigem Tage Tag im Repräsentanten Haus als Hauptpunkt das tags, von denen jetzt die Blätter der sogenannten Ordnungs- bekannt, gegen die Einführung der Lotterie. Gesetz zur Regelung des Verhältnisses zwischen den Transportparteien förmlich strozen, alle verfolgen und den Reichstag Der Agrarfozialismus im ungarischen Abgeordneten Gesellschaften( mit Ausnahme der Schifffahrt, doch inkl. der Fähren) um die Einwilligung zur Verfolgung angehen werden. Da haus. Unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Banffy und deren Angestellten vor, welches, ohne daß in der Dis num letzterer alle derartige Anträge seiner Geschäfts- fand heute eine Ronferenz statt, die über die agrar- tuffion wesentliche Einwürfe gemacht worden wären, Annahme gelangte, und ordnungs- Kommission zur Prüfung überweist, so wird es fozialistische Bewegung im Alföld berieth, die durch zur zwar in der Form, dort Arbeit in Hülle und Fülle geben.d den Monftreprozeß von voriger Woche in Erinnerung gebracht die ihm nach einer Konferenz des betreffenden Komitee's worden war. Zunächst wurde an die Versammelten die mit Vertretern von Eisenbahnarbeiter- Organisationen( b. h. nur der Der Zentrums- Abgeordnete Spahn, der die meiste Aus. Frage gerichtet, was die Ursache des Umfich- alten loyalen" Brüderschaften, mit Uebergehung der Ameri ficht hat, erster Präsident des Reichstages zu werden, vollendet greifens des Agrarfozialismus fei. Die große Mehrheit der fanischen Railway- Union") gegeben worden war. Gleich darauf demnächst das 51. Lebensjahr. Er wurde zu Winkel im Rhein- Anwesenden antwortete, daß der Agrarfozialismus infolge der tam das Gefeh im Senat zur Verhandlung, doch ist bis heute gau geboren und ist Ober- Landesgerichtsrath in Bonn. Von außerordentlichen Agitation um fich greife. Nur zu sehr noch nicht klargestellt, ob derselbe es in der vorgeschlagenen 1882-88 und dann wieder seit 1898 gehörte er dem Abgeordneten- geringem Theile seien die schlechte Ernte und die Form angenommen oder verworfen hat. Es handelt sich da be= hause an als Vertreter des Wahlkreises Aachen- Eupen, seit 1891 niedrigen Getreidepreise daran schuld. Als Beweis führten fonders um ein gestelltes Amendement, welches besagt, daß dem Reichstag als Vertreter für Bonn- Rheinbach. mehrere Redner an, daß Gutsbesitzer aus entlegenen niemand wegen Nichtbeachtung der schiedsrichterlichen Entscheidung Der wegen Bismarck- Fanatismus abgegangene Reichstags- Gegenden Ernte Arbeiter kommen lassen müssen, da die ein- als der Mißachtung des Gerichts schuldig bestraft werden solle. Präsident v. Leve how war der sechste in der Reihe der heimischen aufgewiegelten Arbeiter überhaupt nicht arbeiten Ward dieses Amendement angenommen, so wäre der ganze Zweck Präsidenten des Reichstages. Auf Simson war im Jahre 1874 wollen. Die zweite Frage bezog sich darauf, wie den Uebel- des Gesezes vereitelt. Und dieser Zweck ist im Grunde ge= b. Fordenbed gefolgt, der sein Amt am 20. Mai 1879 ständen abzuhelfen wäre. Die Erörterung dieser Frage wurde nommen der, das Streifen von Arbeitern an öffentlichen niederlegte. An feiner Stelle wurde durch ein Bündniß der einer später abzuhaltenden Konferenz vorbehalten. Verkehrsanstalten überhaupt unmöglich zu machen. Es ist nicht Konservativen mit dem Zentrum Herr v. Seydewiß gewählt. Es ist ja nicht zu verwundern, daß der Ministerpräsident anzunehmen, daß der Antragsteller aus" ArbeiterfreundlichAm 18. Februar 1880 übernahm das Präsidium Graf Arnim- Bauffy und die übrigen Konferenzinitglieder in sozialen Ange- feit" handelte, sondern es werden da" Anti- EisenbahnBoizenburg. Schon am 17. Februar 1881 folgte ihm Herr gelegenheiten ebenso furzsichtig sind, wie der Staatsanwalt im monopol Interessen im Spiele sein; doch hat von den v. Goßler, der wiederum am 19. November 1881 durch Herrn Hodmező- Basarhely- Prozeß, über den wir in voriger Woche populistischen Abgeordneten feiner sich an der Diskussion be Levehow ersetzt wurde. Der Präsident verdankte seine mit ausführlich berichteten. Diese Leute wissen nicht, oder wollen theiligt. Motivirt wurde das Amendement mit der bekannten 193 Stimmen erfolgte Wahl dem Bündniß der Konservativen es nicht sehen, daß in dem von der Natur reich gesegneten Phrase von der persönlichen Freiheit". mit dem Zentrum, während 148 Stimmen auf den Freiherrn Banat der Latifundienbesitz den Kleinbauern längst verdrängt Die Legislatur von Colorado hat eine Untersuchung an v. Stauffenberg fielen. Da Herr v. Levetom 1884 aus hat, daß die letteren zu Proletariern geworden sind, die aber geordnet infolge des Selbstmordes eines früheren Rondem Reichstage ausschied, wurde am 22. November jenes Jahres troß der Bescheidenheit ihrer Lebensansprüche den Groß- butteur 3 einer der am Bullman- Streif" betheiligt geweſenen Herr v. Wedel Piesdorf zum ersten Präsidenten gewählt. grundbesigern als Arbeiter immer noch immer noch zu anspruchs Bahnen; aus Papieren, welche bei dem Todten gefunden wurden, Auf Herrn v. Wedel folgte im Jahre 1888 abermals der voll und theuer sind, sodaß sie sich aus den ober- ging hervor, daß er seit jener Zeit an feiner Bahn Beschäftigung wieder in den Reichstag eingetretene Herr v. Levehow, um ungarischen Slovakendörfern billige Saisonarbeiter fommen finden fonnte, da er in deren schwarzen Liften" stand. Man die Geschäfte des Präsidiums bis jetzt, seit Jahren mit Unterlassen, die mit der erbärmlichsten, menschenunwürdigsten Nahrung thut, als ob man nicht an die Existenz solcher Liften glaube( in ftügung eines ultramontanen und eines nationalliberalen Vize- zufrieden sind. diesem freien Lande"!), während doch jedermann weiß, daß präsidenten, zu führen. In der Konferenz aber heißt es natürlich: die einheimischen tausende von den damaligen Streitern durch das Vorhandensein Arbeiter wollen nicht arbeiten. Bei einem so geringen VerPreisfrage. Eine Schmach und Schande fonder ständniß für die Ursachen des Sozialismus in Ungarn büste derfelben gezwungen waren, einen anderen Beruf zu ergreifen. dürfte In Brooklyn ist der Polizeirichter Quigley vom gleichen soll es sein, daß die Majorität des Reichstages es den Herren freilich sehr schwer werden, in der späteren Kon- Richter- Kollegium abgesetzt worden, weil er den wegen Verfich geweigert hat, dem Alt- Reichstanzler, als Mitbegründer ferenz die Frage zu lösen, wie diesen Uebelständen" abgeholfen gehen beim Straßenbahn- Streit Verhafteten gegenüber„ parteiisch" des Reiches zu seinem achtzigsten Geburtstag zu gratuliren. werden kann. gehandelt, d. h. in der Regel zu deren gunsten entschieden habe! Wollen uns die„ Entrüfteten" nun nicht die Frage beant Schulansgaben in der Schweiz. Jm Kanton BaselDie Bahngesellschaften fahren dagegen unbehindert fort, die worten, wie sie über die Thatsache denken, daß in dem stadt wird für das Unterrichtswesen der vierte Theil Gefeße zu mißachten, indem sie einestheils das Zehnstundengeset allerdings schon vor mehreren Jahren hergestellten Ent- der Staatseinnahmen, nämlich 1 650 000 Frts. ausgegeben, was vor wie nach verlegen, anderntheils dasjenige bezügl. des Fahrwurfe für das National Dentmal Kaiser auf den Kopf der Bevölkerung 24 Frts. ausmacht. Der gesammte geschwindigkeit- Maximums umgehen, indem sie den Motormen Wilhelms I. von Begas, welcher Entwurf bekannt- Unterricht, mit Einschluß der Lehrmittel, Schreib- und Zeichen( Wagenführern) die Verantwortlichkeit aufbürden, denen aber lich ausgeführt werden soll, weder die Statue Bismards materialien, ist bis zur Universität unentgeltlich. In die Entlassung droht, wenn sie nicht die verlangte Anzahl Touren selbst, noch irgend ein Hinweis auf ihn Platz gefunden hat? Deutschland giebt es Leute von Besitz und Bildung", welche der machen. Ist es schon ein so großes Verbrechen, Bismarck nicht zu artige unentgeltlichkeit unfittlich nennen. gratuliren, wie denken dann die Entrüfteten über die Ver. Die schweizerische Bundesversammlung ist am Montag geßlichkeit am Nationaldenkmal. U. A. w. g. in Bern zu einer außerordentlichen Frühjahrssession zusammengetreten. D. Im Zeichen der Verwirrtheit. Von einer Seite, auf der wir es nicht erwartet hätten, wird das neueste Tohuwabohu des Zickzackkurses bis zu einem gewissen Punkt ebenso beurtheilt wie von uns. Der Hamburger Korrespondent", ein aus der Mitte der Reichsregierung bedientes Blatt, sagt über die gegenwärtige Lage: M 91009 Parlamentarisches. Die sozialdemokratische Fraktion beschloß in ihrer gestrigen Sigung, bei der heute stattfindenden Präsidentenwahl für die Zum Kampf ums Gemeindewahlrecht in Belgien gehen Kandidaten des Zentrums und der Freisinnigen Voltspartei zu ftimmen. In der Frattion herrschte Uebereinstimmung uns in später Abendstunde folgende Telegramme zu: Brüssel, 26. März. In der heutigen Kammerfißung darüber, daß mit diesem Beschluß für die Zukunft auf keines wurde die Gemeindewahl Gesezvorlage berathen. Minifter der Rechte verzichtet werde, welche der sozialdemo präsident de Burlet begründete die Vorlage in etwa einstündiger tratischen Frattion in Rücksicht auf ihre Zahl zustehen. Rede und erntete damit den Beifall der Rechten. Der Radikale Die letzten Tage haben uns in Deutschland zwei Ent- Magnette sprach in energischer Weise gegen das Gejet, während Die Justizkommission lehnte in ihrer Dienstags- Sigung scheidungen gebracht, in denen fruchtbare Keime für die politische der Deputirte Schollart( ultramontan) für dasselbe eintrat. Als den Antrag der Regierung auf Aufhebung des§ 199 St.-P.-D. Entwickelung im Innern liegen; ob sie zur Entfaltung kommen Redner auf die Pariser Kommune zu sprechen kam und dieselbe einstimmig ab. Einem Antrag des Abg. Lenzmann entsprechend und ob diese Entfaltung zum Heil oder zum Unſegen unseres abfällig fritisirte, erhoben die Sozialisten heftigsten Widerspruch. beschloß die Kommission zu dem bestehenden Gesetz noch den Zusatz, Vaterlandes gereicht, wer will das heute entscheiden, wo Hoffnungen Kammerpräsident Beernaert ermahnte zur Ruhe und drohte mit daß für den Fall wenn ein Angeschuldigter verhaftet ist, der und Besorgnisse, Befriedigung und ein brennendes Gefühl der Auflösung der Sigung. Der Sozialist Vandervelde Borsigende des Gerichts die Antlageschrift dem zu den Scham mit einander streiten? Nur in einem Stück gleichen nahm hierauf das Wort, um die Ausführungen des Deputirten Aften legitimirten Vertheidiger" mitzutheilen hat. Aus der sich diese beiden Entscheidungen: mit ihnen ist eine Ablehnung Schollart zu widerlegen.- Voraussichtlich wird die Sigung heute Debatte über die vorgeschlagene neue Form des§ 140 gegeben, fie tragen beide negativen Charakter. Der lange währen, da man beabsichtigt, die Vorlage möglichst rasch Str. Pr.-D. ist als wesentlich hervorzuheben die Annahme eines Antrages Mundel, welcher die gesetzlich festgestellte Berpreußische Staatsrath hat den Antrag Ranih als unaus zu verabschieden. Die Tribünen waren heute überfüllt. Brüssel, 26. März. In Regierungstreifen ist man sehr theidigungsnothwendigkeit bis zum 18. Lebensjahr ausdehnt, führbar und gefährlich von der Hand gewiesen, und der Reichstag hat sich in seiner Mehrheit geweigert, dem Fürsten erregt über die von den Sozialistenführern gehaltenen äußerst während sie sich bisher nur bis zum 16. Lebensjahre erstreckte. polisi Parteinachrichten. Schlesien, die Sitte, daß bei Taufen und Trauungen eine Samm- Jarbeit aller Art in und außer dem Hause; in 84 Fällen durch lung für arme Schüler" veranstaltet wird. Von dieser Samm Handel, Kommissionsgeschäfte und Stellenvermittlung, in Die Wahlagitation im Kreise Lennep- Remscheid- Mettmann lung wurde in früherer Zeit das Schulgeld für solche armen 27 Fällen durch Zeitungstragen, Botendienst 2c.; 34 beschäftigen Tommt jetzt in ein lebhaftes Tempo. Am Sonntag haben von Schüler bezahlt. Durch das Schullastengesetz von 1888 wird sich durch Landwirthschaft und Gartenbau, 17 find Krankenfeiten unserer Parteigenossen vier Versammlungen stattgefunden. jedoch das Schulgeld nicht nur der armen, sondern auch der wärterinnen oder Hebammen und der Reft vertheilt sich auf verreichen Kinder vom Staate bestritten. Der Kandidat Genosse Meist sprach Aber trotzdem besteht schiedene Hantirungen. Nur 1 steht im Genuß von Kapitalzins. am Nachmittag in Blambach, am Abend in Vohwinkel. In Hückes: die alte Sitte der„ Sammlung für arme Schüler" immer Der Erwerb der Kinder über 14 Jahren besteht in 128 Fällen wagen sprach Genosse Eberle, in Burg a. d. M. noch, nur mit dem Unterschied, daß das Geld nicht mehr den armen in der Baarentschädigung der Lehrlinge; in 98 Fällen werden Genosse Haberland. Aber da unsere Parteigenossen Schülern, sondern den Schulfaffen überwiesen wird. Wer wird dieselben als Fabritarbeiter und Arbeiterinnen, als Laufburschen nicht in allen Orten Versammlungen abhalten fönnen, also durch diese Sammlungen für die Armen jegt unterstützt? und Laufmädchen verwendet; 66 beschäftigen sich mit Näherei nehmen sie auch an den gegnerischen Versammlungen theil und Nun, das ist doch ganz klar: zunächst die, welche Beiträge für die und Handarbeit aller Art; 14 sind im Handels- und Schreibfach suchen dort zum Wort zu kommen. Interessant gestaltete sich Schulkasse, aus der Lehrergehalt 2c. bestritten wird, zu zahlen thätig. Der Rest leistet häusliche Dienste. Von den Kindern eine Versammlung in Mettmann, allwo der Freiherr v. d. Leyden haben. Auf den reichsten Besizer, der die größten Beiträge zu unter 14 Jahren sind 4 als Lehrlinge, 16 sonst industriell thätig; als Redner auftrat und die sehr gut besucht war. Reftor Linde- geben hat, entfällt somit der größte Theil des Armengeldes, 13 verrichten Laufdienste und 10 werden verwendet als Zeitungsmann von Mettmann übte die Präsidialgewalt in ziemlich selbst das ihn auf diese Weise entlastet. Nur auf ganz vereinzelten träger, Kegeljungen u. s. w. Stellen wird das Geld weiterhin seinem Zwecke gemäß ver- An Unfällen werden im ganzen 1488 gemeldet und zwar herrlicher Weise, doch gelang es unserem Genossen Grimpe, zwei- wandt, indem Lernmittel u. a. für arme Schüler davon gekauft 989 solche an Maschinen 2c., also auf je 28 Arbeiter in mal zum Worte zu kommen, sogar verlängerte Redezeit zu erreichen und in wirksamſter Weise für die Kandidatur Meist zu werden. Die hiesige Regierung hat allen Lehrern durch Ver- maschinellen Betrieben ein Unfall, und 499 andere Unfälle im fügung dringend an's Herz gelegt, überall Schüler Gewerbe; bei zusammen 45 082 Arbeitern auf je 90 Arbeiter ein wirken. Der Kandidat Kemmann, sowie Freiherr v. d. Leyden spielten sich als" Retter des Mittelstandes" auf und Grimpe ihr für dergleichen Zwecke kein Geld zur Verfügung stehe. Sie Unfalles war in 792 Fällen unter 4 Wochen; in 444 Fällen von spielten sich als" Retter des Mittelstandes" auf und Grimpe bibliotheken zu gründen, hat aber gleichzeitig erklärt, daß Unfall dieser Art. Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit infolge des fonnte mit Recht das Beispiel von den Kälbern, die ihre eigenen Megger selber wählen sollen, anführen. Der Amtsrichter Bange hat jedoch den Lehrern anheimgestellt, sich in geeigneter Weise 4-13 Wochen und in 106 Fällen über 13 Wochen, während spielte sich als wüthender Vertheidiger der Umsturzvorlage aus, an reichere Besitzer zu wenden, um diese für die genannten Be 5 Fälle einen tödtlichen Ausgang hatten. Die Frage über das strebungen zu erwerben.- Nach dem Obigen würde dieses Vorhandensein von Schußvorrichtungen an Maschinen wird von die ihm noch gar nicht scharf genug erschien. Nachdem Sozial- Betteln garnichts nüßen, da die Reichsten unter den Reichen 841 Geschäften mit" Ja", von 82 Geschäften mit„ Nein“ und demokraten wiederholt zum Wort gekommen waren, schlossen die selbst Bettelpfennige nehmen. von einigen mit Ungenügend" beantwortet. Herren schleunigst die Versammlung, ohne Abstimmung vorgenommen zu haben. Die Delegirtenkonferenz der sozialdemokratischen Partei des 11. badischen Reichstags. Wahlkreises, die am Sonntag in Mannheim tagte, war von 22 Delegirten aus 18 Orten beschickt. Nach mehrstündiger Debatte wurde mit 18 gegen 4 Stimmen beschlossen, sich an den Landtagswahlen zu betheiligen und mit aller Energie in die Agitation einzutreten. V Eine Wahlkreis Konferenz findet am ersten Ostertag in Görlig statt. Als vorläufige Tagesordnung ist festgesetzt: 1. Agitation. 2. Organisation. 3. Parteipresse. Anträge fönnen auf der Konferenz gestellt oder vorher dem Vertrauensmann überwiesen werden. Für die Theilnehmer der Konferenz wird, vor behaltlich des Beschlusses derselben, folgendes festgesetzt: Jede Ortschaft ist berechtigt, auf je tausend bei der Reichstags- Wahl für unsere Partei abgegebene Stimmen je einen Delegirten zu entsenden. Ein Zugeständnis. Der diesjährige Geschäftsbericht der Stadt Dessau erwähnt auch die Errichtung des hiesigen Gewerbegerichts und stellt der Thätigkeit der Beisitzer folgendes schmeichel hafte Zeugniß aus: Wir können nicht umhin, hervorzuheben, daß die Befürchtungen, welche bei dessen Errichtung geäußert wurden, als würden sich in den Beschlußfassungen der Beisitzer weniger fachliche Rücksicht, als vielmehr Parteiinteressen bemerkbar machen, fich in feiner Weise bestätigt haben. Diese Befürch tungen aber richteten sich natürlich nur gegen die Arbeitnehmer Beijizer, und das sind Sozialdemokraten. Agitation für die Parteipresse. In Hamburg verbreiteten die Genoffen am Sonntag Morgen das Boltsblatt" in 8000 Exemplaren, am Freitag soll eine noch größere Auflage Verbreitung finden. Außerdem soll eine Probenummer des Boltsblatt" in Lüneburg in 5000 Exemplaren zur Vertheilung tommen. Für Lüneburg und Umgegend soll demnächst das Lüneburger Volksblatt" als Sonderausgabe des Harburger er scheinen. " Brauchbare Antworten über die Anzahl der Zimmer, Kammern 2c., und die Zahl der Bewohner derselben gingen 7016 ein, wovon jedoch nur 6456 Angabe über die Lage der Wohnung machten. Diese 7016 Familien bewohnten zusammen 9421 Bimmer, 5825 Kammern und 5838 Küchen. Bewohnt werden die Räume von 16 214 Erwachsenen und 13 389 Kindern unter 14 Jahren. Demnach entfallen auf jede Familie im Durchschnitt 2,3 Er wachsene und 1,9 Rinder und diese bewohnen im Durchschnitt 1,3 Simmer, 0,8 Kammern und 0,8 Küchen. Zwanzig Prozent aller Hausfrauen sind somit mit allen häuslichen beziehungsweise wirthschaftlichen Verrichtungen auf das Wohnzimmer ange wiesen. Natürlich enthält die Schrift eine interessante Zusammenstellung über die Arbeitszeit und die Löhne. Wir können das verdienstvolle Werk den Gewerkschaften nur als ein Muster und den Berufsangehörigen zum fleißigen Studium empfehlen. Londoner Postbedienstete. Mr. Morley beantwortete eine Anfrage Keir Hardie's im Parlament, indem er mittheilte, daß in London 9646 fest angestellte Postbeamte vorhanden seien mit einem Minimal- Wochenlohne von 18-20 sh., der durch jähr auf 34 sh. bei Briefträgern, bei liche Zulagen bis Sortirern bis auf 56 sh. steigt; doch erhalten 4937 von Der hohe Prozentjazz diesen Beamten 24 sh. oder weniger. der in den niedrigen Lohnklassen befindlichen Beamten fommt nach der Aussage des Generalpostmeisters daher, weil in den letzten Jahren viele neue Beamte angestellt wurden, um die Arbeitszeit möglichst auf 8 Stunden einschränken und die Ueber zeit möglichst beseitigen zu tönnen. Dazu kommen etwa 1000 voll beschäftigte, aber nicht systemisirte Postbedienstete, die meist etwa 18 Echilling Wochenlohn erhalten: von diesen ist ein Viertel zu jung für eine systemisirte Anstellung; die übrigen, meist zwischen 18 bis 20 Jahre alt, werden allmälig in systemisirte Stellen eingeschoben. Zu den vollbeschäftigten Bediensteten kommen mehr geschoben. Der Gewerkverein chriftlicher Bergleute geberdet sich als 2400 Hilfspersonen, die 2-6 Stunden am Tage arbeiten und die immer reaktionärer. Am 31. März hält er zu Essen seine erste pro Stunde mit 6-9 Pence bezahlt werden.- Der Lohn der Generalversammlung ab. Die sozialistische Presse hat hierzu systemisirten Beamten wird auch während des jährlichen Urlaubes feinen BZutritt.- Wird diese sich aber ärgern! und im Krankheitsfalle( nebst freier ärzlicher Pflege) ausgezahlt. Die Briefträger befommen ihre Uniform und Schuhgeld. Dazu Die Reservekasse des schweizerischen Gewerkschaftsfommt die Pensionsfähigkeit. Ein Uebelstand ist die Beschäftigung bundes hatte im Jahre 1894 eine Einnahme von 79 751,89 Frants von 29 pet. der Sortirer am frühen Morgen und in später Nacht und eine Ausgabe von 70 881,34 Franke, worunter 60 640,10 Frants im General- Post- Office. Der Generalpostmeister hat die Be- für Streifunterſtüßung, 2005,10 Frants für Maßregelungen, 2c. Diensteten selbst aufgefordert, Borschläge zur Abhilfe zu machen, 1053,95 Franks für Agitations- und Delegationstosten 2c. Das Vermögen der Reservetasse betrug Ende 1894 8870,55 Franks glaubt aber an teinen Erfolg. gegen 82 754,24 Frants Ende 1893. Die Züricher Streitbewegung des Vorjahres hat die Reservekaffe start geschwächt. Gewerkschaftliches. Achtung, Metallarbeiter! Die Streits bei den Firmen Eckel u. Glinicke, Wasserthorstr. 50, und Otto Lundershausen, Prinzenftr. 99, danern fort. Wir ersuchen alle Kollegen um weitere Fernhaltung des Zuzuges. Die Züricher Meisterschaft, Maler und Schreiner, hat mit der gleichen Progigkeit, wie voriges Jabr, alle For derungen der Arbeiter zurückgewiesen und auch jede Unterhandlung mit denselben abgelehnt. Der schweizerische Schloffers meister Verband hat die Gründung einer Streiftaffe beschloffen und den Jahresbeitrag an dieselbe auf 5 Frants feft gefcht. Ferner werden die Mitglieder verpflichtet, bei Streits den davon betroffenen Meistern mit der Leistung von Arbeiten auszuhelfen, wozu sich die Arbeiter aber nicht mißbrauchen lassen sollten. Den Arbeitern der französischen Zündholz- Fabriken Der Vorstand des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Zum Streit in Schmöllu. Berichtigung. Von Herrn Bahlte, Vorsitzenden des„ Gewerkvereins der deutschen Tischler und verwandter Berufsgenossen" geht uns nachstehende Be- find 7 p& t. Lohnerhöhung zugesichert worden, die Arbeiter ver richtigung zu: Ueber eine Versammlungsauflösung in Mühlhausen schreibt man: Sächsische Zustände scheint man nun auch in Ersuche hiermit, die in den Nrn. 70 und 71 vom 23. bezw. langen aber 15 pet. Sie behaupten, die Anwendung frans Preußen immer mehr einführen zu wollen. Als am letzten Sonnabend Genosse Güldenberg- Erfurt in Mühlhausen i. Th. unter 24. März dieser Zeitung veröffentlichte Notiz, den in Schmölln zöfifchen Holzes bei der Fabritation beeinträchtige den Lohn und lebhaftem Beifall der Anwesenden über den Umsturz und die ausgebrochenen Ausstand betreffend, dahin richtig zu stellen, daß verlangen, daß nur das aus Riga eingeführte Holz zur Ver Sozialdemokratie" referirte, fam er auch auf den Emser Depeschen- meinerseits, nach Rücksprache mit den Fabrikanten wie der Streit wendung komme. Der französische Bergarbeiter Kongreß, der foeben zu redakteur zu sprechen. Dabei fritisirte G. in gebührender Weise kommission, die ziel und lassenbewußten" Gewerkvereinler das Verhalten dieses Mannes der Sozialdemokratie gegenüber nicht zur Arbeit fommandirt worden sind, sondern durch die Ende gegangen, hat außer der Resolution zu gunsten des Achtund machte die Bemerkung, daß Bismarck durch Einführung des wesentlichen Zugeständnisse der Fabrikanten, auch die nicht dem stundentags noch eine Reihe Beschlüsse von großer Bedeutung gefallenen Sozialistengesetzes 12 Jahre lang das arbeitende Gewerkverein zugehörenden Arbeiter die Thätigkeit aufnehmen zu gefaßt. Bei den Berathungen über die Unterstüßungs- und Volk unterdrückt und getnechtet habe. Dem wollen erklärten. Unter Berufung auf§ 11 des Reichs Pensionstafsen lehnte man sich an die von der sozialistischen Wort Preßgesetzes ersuche um Aufnahme vorstehender Richtigstellung, Gruppe in der Kammer aufgestellten Forderungen an. An überwachenden Polizeikommissar schien indeß das Rnechtschaft" nicht zu gefallen, er sprang auf, und indem anderntheils( soll wohl heißen: andern fa IIs) mir weitere Schritte genommen wurde ein Artikel, der es den Unternehmern unterer mit der Auflösung drohte, verbat er sich derartige vorbehalte. Hochachtungsvoll ergebenst R. Bahlke, C. Linien- fagt, irgendwelche Abzüge vom Lohn zu machen zu gunsten der genannten Kaffen.( Diese Kassen sind meist von den Unternehmern Aeußerungen vom Referenten. Während zur Diskussion fich straße 161a." Nicht die überflüssige Berufung auf den viel mißbrauchten abhängige, von ihnen geleitete Rassen.) Ein zweiter Artifel bedrei Genossen im Sinne des Referenten geäußert, richtete der Vorsitzende noch einige Worte an die Anwesenden und als er sich§ 11 des Preßgesetzes veranlaßt uns, die Berichtigung" zu stimmt, daß die Grubenbefizer verpflichtet sein sollen, 6 pt. des auch mit Bismard beschäftigte, soll jemand aus der Verfamm- bringen, sondern es soll unser Schmöllner Berichterstatter Gesammtlohnes der Arbeiter ihres Betriebes der Penfionstaffe lung eine das Mißfallen des Kommissars erregende Aeußerung vielmehr dadurch veranlaßt werden, die angeblich wesentlichen zuzuführen. Den Unterstützungstassen haben die Unternehmer ebenfalls eine Summe zuzuzahlen, die nicht unter 4 pet. des in gemacht haben, denn sofort erfolgte die Auflösung, weil, wie er 3ugeständnisse" näher zu beleuchten. sich ausdrückte, er die„ aufreizenden Reden nicht länger mehr anhören wollte. Ob der Ueberwachende ein großer Freund und Anhänger Bismarc's ist, fonnten wir nicht erfahren. Interessant ist es allerdings, daß ihm die Kritik dieses Mannes nicht gefiel und er dem Referenten ins Wort fiel und mit Auflösung drohte. Troßdem in Mühlhausen Verbote und Auflösungen von Versammlungen nicht zu den Seltenheiten gehören, werden die Genossen doch Beschwerde einlegen. Polizeiliches, Gerichtliches c. -Majestätsbeleidigung. Genosse Gustav Wegner, früher in Wolgast, jezt in Stralsund, war im vorigen Jahre megen Majestätsbeleidigung, die er auf einem Vergnügen des Wolgaster Arbeitervereins beim Hinausschaffen eines Standalmachers begangen haben sollte, zu vier Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Auf die von ihm eingelegte Revision hob das Reichsgericht das Urtheil auf und wies die Sache an das Landgericht in Greifswald zurück. Am 19. d. M. wurde die Sache nochmals verhandelt. Genosse Wegner wurde wiederum verurtheilt, diesmal aber nur zu drei Monaten Gefängniß. Soziale Ueberlicht. Auf die Lage der königlichen Forstarbeiter im Often der Monarchie wirft nachstehende Stelle, die wir einem von dort ge schriebenen Briefe, der uns von dem Empfänger zur Einsicht vorEs heißt in dem gelegt wurde, ein charakteristisches Licht. Briefe, der von der Wahlagitation im Wahlkreise Lyck- OlegkowJohannisburg handelt, wie folgt: Der Deutsche Holzarbeiter Verband giebt soeben in einer ihren Betrieben gezahlten Lohnes betragen darf. Außerdem sehr umfangreichen Broschüre eine eingehende Bearbeitung der soll der Staat zu einer Subvention herangezogen werden; von der Organisation im Jahre 1893 aufgenommenen Statistit auch alle über die Arbeiter verhängten Strafen sollen diesen bekannt. Wenn auch die Statistiken, die von unseren Gewert- Rassen zu gute kommen. Dieser lettere Zuschuß hört auf, sobald schaften aufgenommen werden, fein gänzlich erschöpfendes Bild ein Gesetz erlassen sein wird, wonach es den Besitzern verboten der Lage der Arbeiter geben, so ginge man doch weit fehl, wollte sein wird, irgend welche Strafen zu verhängen. Den Frauen soll man ihre Bedeutung unterschätzen. Die Aufnahme wäre gewiß ebenfalls eine Pension zugesprochen werden, welche die Hälfte der leichter zu stande gefommen, wenn man sich in der Zahl der jenigen des Mannes betragen soll. Durch eine weitere Resolution Fragen etwas beschränkt hätte, die Arbeit würde an Bedeutung fordert der Kongreß die Regierung auf zur Einbringung eines Gesetzes zu gunsten der durch Unfall betroffenen Arbeiter. Durch nichts eingebüßt haben. Die Statistit erstreckt sich über 348 Orte. Es sind drei den Deputirten 2a mendin, der, gleich dem ebenfalls auf dem Fragebogen zur Ausgabe gelangt. Ein Lenser Kongreß anwesenden Deputirten Galvaignac den Kategorien von vorjährigen internationalen BergOrts Fragebogen, ein Werkstatt- Fragebogen, der 17 Fragen Berliner Arbeitern vom enthielt, und ein Personen- Fragebogen, der ein Personen- Fragebogen, der 25 Fragen arbeiter- Rongreß bekannt sein dürfte, läßt der Kongreß den Wir können aus der inter sozialistischen Abgeordneten in der Kammer ihre Anerkennung zur Beantwortung fiellt. essanten Echrift unseren Lesern nur einige Details unterbreiten. aussprechen für ihr Eintreten für die Intereffen der Bergleute. In Geschäften mit Maschinenbetrieb find 27.421 Arbeiter be Die Resolution zu gunsten des Generalstreiks wird mit 76 gegen schäftigt. Die Betriebe ohne Maschinen weisen 17 661 Arbeiter 30 Stimmen verworfen. Damit ist die Tagesordnung erledigt auf. Ueber das Eindringen der weiblichen Arbeitsfräfte enthält und der Kongreß wird geschlossen. die Statistik eine beachtenswerthe Angabe. Die Zahl der weib Der befürchtete Glasarbeiter- Streit in Charleroi lichen Arbeiter beträgt nur 5,4 pt. der Gesammtarbeiterzahl, wird infolge Verständigung zwischen Arbeitgebern und Arbeit oder annähernd den zehnten Theil der gelernten Arbeiter. Bei nehmern unterbleiben. den Bürstenmachern kommen auf 1420 gelernte männliche Arbeiter 1100 Arbeiterinnen und bei den Drechslern auf 1540 männliche Arbeiter 503 weibliche, während bei den Tischlern auf 27 257 gelernte männliche Arbeiter erst 796 Arbeiterinnen fommen. Bei dem Fortschreiten der maschinellen Entwickelung und der damit verbundenen Arbeitstheilung werden daher auch die Tischler nicht mehr allzu lange auf ihre Muskelkraft und auf ihre erlernte Gefchicklichfeit pochen dürfen, die Maschine macht beides zum theil überflüssig. Depelchen. Wolff's Telegraphen- Bureau. Breslau, 26. März. Nach Meldungen der Blätter aus Rawitsch ist der im vergangenen Herbst aufgeführte Damm bei Bartschdorf von Wassermassen durchbrochen worden. Bern, 26. März. Der Nationalrath stimmte in nament " Ich habe dem noch hinzuzufügen, daß meine Leute mir er zählten, als sie in der föniglichen Forst unter den Arbeitern Einen recht eigenthümlichen Kommentar zu dem Kapitel von licher Abstimmung mit 68 gegen 56 Stimmen dem Beschlusse des agitirten, hätten ihnen diese gesagt, daß sie, also die föniglichen der Heiligkeit der Ehe bieten diese Zusammenstellungen. Von Ständerathes, betreffend die Einführung des Zündholzmonopols, zu. Budapest, 26. März. In ein gestern abgehaltenen von preußischen Forstarbeiter, bei angestrengter Arbeit im 2436 Arbeiterinnen sind 806, also der dritte Theil, verheirathet. Akkordlohn 50 Pfennige pro Tag verdienten, Diese 806 Frauen sind also ihrem Haushalt, ihren Kindern ent- Vertretern sämmtlicher oppositionellen Parteien besuchten Konferenz wobei sie oft eine halbe Meile im fnietiefen Echnee bis zur zogen. Sie müssen den Tag über dem Kapital Frohndienste wurde beschlossen, im Abgeordnetenhause eine Untersuchung gegen Arbeitsstätte hin und zurückwaten müßten und daß ihnen nur leisten, um dann abends bei ihrer Heimkehr, unter Aufwendung den Präsidenten der Neutraer Wahlkommission und gegen mehrere die Wahl bliebe, auszuwandern oder zu verhungern. Der Bericht des letzten Restes ihrer Kraft, all' jene Arbeiten zu verrichten, Beamte wegen angeblicher Verlegung der Inmunität der Abschien mir so unglaublich, daß ich nach der Wahl noch zwei welche nothwendig sind, um den äußeren Schein eines geordneten geordneten sowie ferner die Einsetzung einer Kommission zur Prüfung der angeblichen Wahlmißbräuche zu beantragen. Genossen zur Ausforschung der Verhältnisse hinschickte. Diese be- Hauswesens zu wahren. stätigten die Angaben der ersteren mit der Beschränkung, daß die ( Depeschen- Bureau Herold.) jenigen, welche 50 Pf. pro Tag verdienen, sich noch glücklich Antwerpen, 26. März. In 11 Gruben wird seit gestern schäßen tönnen; denn es sind eben nur die Arbeiter, die auch Morgen nicht gearbeitet. Die Gendarmen halten die Gruben im Sommer beim, Förster arbeiten. Dabei dürfen die Leute besetzt, um die Aufständischen von etwaigen Ausschreitungen tein Knüppelchen Holz nach Hause tragen, müssen dieses stets zurückzuhalten. taufen und haben auch sonst von der Forstverwaltung feine Vergünstigung. Die Orte, aus denen meine Leute mir die Berichte brachten, heißen Piskorzewen und Uszanny. Da der Verdienst des verheiratheten Arbeiters sehr oft zum unterhalt der Familie nicht ausreicht, so wird zu einem Nebenerwerb gegriffen. Brüffel, 26. März. Die Drucker und die Seher halten heute eine Versammlung ab, um den Ausstand zu beschließen. Verviers, 26. März. Der Streifausschuß theilte bereits große Summen an die Ausständischen aus. Es haben 570 Männer einen Nebenerwerb mit einem jährlichen Durchschnittsertrag von 126 M.; 2575 Frauen erwerben durchschnittlich pro Jahr je 189 M.; in 524 Fällen erwerben die Kinder über 14 Jahren pro. Haushaltung und Jahr 330 M., und in 70 Fällen die Kinder unter 14 Jahren jährlich 68 M. Die Frauen finden ihren Nebenerwerb in 490 Fällen durch Wie reiche Gutsbesitzer Armenunterstützungen für sich verwenden. Unter dieser Spitmarke wird der Preußischen industrielle bezw. Fabrikarbeit, in 544 Fällen durch Waschen, Lehrerztg." aus Liegnig geschrieben: Seit Alters her besteht im Bügeln, Puhen, Monatsdienst, Kochen, Kinderwarten und Handgrößten Theile Schlesiens, besonders in Mittel- und Nieder- arbeit aller Art, in 624 Fällen durch Kleidermachen und NähBerantwortlicher Redakteur: I. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. " Madrid, 26. März. Die vom Generalgouverneur von Guba eingereichte Demission wurde angenommen. Der Posten soll sofort neu besetzt werden. Hierzu zwei Beilageu 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 73. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. " Mittwoch, den 27. März 1895. 12. Jahrg. werden. hier ganz mit dem Vorre dner überein. Allerdings ist der materielle eingerichtet, sondern man sagt sich allgemein, daß in den vierNutzen, den das Reich aus einer Konvertirung seiner 4 und prozentigen Bapieren ein gewisses Risiko liegt. Wenn erst die 31/2 prozentigen Schuldverschreibungen ziehen würde, vergleichs- Privatunternehmungen in ihrem Zinsfuße zurückgehen, dann 69. Sigung vom 26. März 1895, 1 Uhr. weise ein geringer. Es wäre im ganzen eine Zinsersparniß von muß der Staat zur Ronvertirung schreiten. Gewisse Ans dafür Am Bundesrathstische: Graf Posadowsky, Reichs- 8. Millionen. Dieser Betrag würde aber vollständig ausreichen, zeichen liegen vor; wenn Privatinstitute die bantpräsident Roch und Kommissarien. um die Spannung zu beseitigen, welche gegenwärtig zwischen den niedrigen Zinsobligationen absehen können, so ist darin Der Abg. Bürklin hat sein Amt als Bizepräsident nieder- ueberweisungen aus den Zöllen und indirekten Steuern und den ein Zeichen der Dauer des niedrigen Zinsfußes zu sehen. Bei gelegt. Matrikularumlagen besteht. Sie beläuft sich augenblicklich auf dieser wichtigen Frage muß die Regierung sich selbst ihr Urtheil Auf der Tagesordnung steht zunächst der Rest der zweiten etwas über 6 Millionen. Der Nuzen würde aber noch ein bilden; ich würde es bedenklich finden, einen Druck auf die ReBerathung des Reichshaushalts Etats für 1895/96. größerer sein, wenn, wie nicht anders zu erwarten, gierung auszuüben. Wir würden also wohl nicht für die anOhne Debatte erledigt das Haus den Etat des Rechnungs- die Einzelstaaten dem Beispiel des Reiches folgen würden. gekündigte Resolution des Herrn Bebel stimmen; ohne daß ich hofes. Preußen, Bayern, Baden, Württemberg und Hessen be- damit das letzte Wort gesprochen haben will. Beim Etat des Reichsschaamtes begründet Abg. figen zusammen. 5 583 000 000 vierprozentige Schuldver Staatssekretär Graf Posadowsky: Die Behauptung des Bachem( 3) den von seinem Fraktionsgenossen Pichler, fchreibungen. Sie würden bei einer Konvertirung jährlich Abg. Meyer, daß unsere 31/ 2- prozentige Reichsanleihe fast dessen Mandat für ungiltig erklärt ist, beim Etat des 55 Millionen Zinsen ersparen. Preußen wäre daran mit 35 bis ununterbrochen über pari gestanden habe, und die Behauptung Bankwesens gestellten Antrag: Die verbündeten Regierungen 36 Millionen, Bayern mit 12 und die übrigen Staaten mit des Abg. Bebel bezüglich des Standes der französischen Rente zu ersuchen, die Mittel der Reichsbank in weiterem dem Rest betheiligt. Die Sache würde sich noch weit günstiger sind thatsächlich unrichtig. Seit Oktober 1890 bis 93, worüber ich eine Umfange als bisher dem landwirthschaftlichen Kreditbedürfniß gestalten, wenn man sich auch zu einer Konvertirung Aufstellung habe, hat unsere Reichsanleihe nicht über pari gestanden. zugänglich zu machen." Bisher seien die Wünsche nach dieser der 31/ 2prozentigen Echuldverschreibungen entschlösse. Preußen Die französische Rente hat vom Ottober 1890 bis April 1893 Richtung hin, troydem sie wohl begründet sind, stets auf den würde dabei 10 Millionen ersparen. Die Börse rechnet schon seit stets unter pari gestanden. Ich will nicht hoffen, daß dem größten Widerstand gestoßen. Die Reichsbant könnte das Geld langer Zeit mit einer Konvertirung, wie ein Blick auf den Kurs- Abg. Bebel der Irrthum passirt ist, daß er die Stückzinsen, die leicht an der Börse bekommen oder auch von den Invaliden- zettel lehrt; daß eine Konvertirung auch den privaten Hypotheken man bei den Kursen der englischen wie der französischen Rente Versicherungsanstalten, welche für diesen Zweck das Geld gern zins herabdrücken würde, ist unzweifelhaft, aber wir haben das abrechnen muß, mitgezählt hat.( Heiterkeit.) Deutschlands Kredit hergeben würden. Interesse dieser Kreise hier, nicht zu wahren. Der kleine Hand- ist allerdings ebenso sicher wie der anderer Staaten und ich Reichsbank- Präsident Koch: In Versammlungen und Zei werker und Bauer ist an der Zinsreduktion nicht sonderlich empfand es bei meinem Amtsantritt schmerzlich, daß zwischen tungen ist der Reichsbank- Berwaltung der Borwurf gemacht worden, interessirt. Seine an sich traurige und unhaltbar gewordene dem Kurse unserer Staatspapiere und dem der Papiere anderer daß sie sich nur in den Dienst der Industrie, aber nicht der Land- soziale Position ist durch solche Mittel nicht zu verbessern. Staaten eine so erhebliche Differenz vorhanden war.( Hört!) wirthschaft gestellt habe. Es ist aber hervorzuheben, daß Beschwerden Im Vordergrund unserer Erwägung steht die Thatsache, Glücklicherweise hat sich in den letzten Jahren diese Spannung aus landwirthschaftlichen Kreisen in erheblicher Anzahl weder daß dasjenige, was nicht an Reichs- und Staatszinsen wesentlich verringert.( Sehr wahr! rechts.) Auf die an die Reichsbank Direktion noch an den Reichskanzler gelangt gespart werden kann, durch Steuern, in erster Linie Kurse der englischen und französischen Staatspapiere wirken find. Die Reichsbant, wie die preußische Bank, sind immer be- indirekte aufzubringen ist, welche den arbeitenden allerdings einige Fattoren ein, die bei uns fehlen. Frankreich strebt gewesen, alle Berufsstände in der Kreditgewährung gleich- I assen aufgebürdet werden. Die Konversion und England sind immer noch kapitalreichere Länder als wir, mäßig zu berücksichtigen. Die landwirthschaftlichen Produkte soll und wird uns vor neuen Steuern bewahren. Schon taucht und in diesen Ländern besteht theilweise die obligatorische Vorwerden bis zu zwei Drittel des Werthes beliehen; es wird aber neben der Tabaksteuer das Gespenst der Biersteuer schrift, daß öffentliche Rassen ihre Bestände in Staatspapieren von dieser Befugniß fein großer Gebrauch gemacht. Da die wieder auf, welche großentheils von den Arbeitern getragen anzulegen haben, und auch gewohnheitsmäßig legt man dort aktiven Raffengeschäfte bei der Reichsbant schnell abgewickelt werden müßte. Ich will garnicht bestreiten, daß manche fleine vielmehr sein Geld in Staatspapieren an, als es in Deutsch werden müssen, und die Wechsel meistens in drei Monaten Leute, welche Spareinlagen machen, durch die Konversion ge- land leider der Fall ist. In Holland dürfen z. B. MündelTitres des Staates angelegt fällig find, so ist es begreiflich, daß der Bankverkehr schädigt werden könnten. Die Echädigung durch neue Steuerr würde gelder der Industrie schärfer hervortritt, als der der Landwirth- aber eine größere sein, und es handelt sich um eine so kleine Zahl, daß Man darf also den Kurs fremder Staatspapiere mit schaft, deren Umsatz fich viel langfamer vollzieht, auf sie nicht Rücksicht zu nehmen ist. Die allgemeinen Interessen demjenigen der unserigen nicht mechanisch parallel behandeln. nämlich in Jahresfrist, von Ernte zu Ernte. Nichts- müssen voranstehen. Um diese Frage zu klären und die Regierung Die Frage der Konvertirung lediglich vom privatrechtlichen destoweniger ist die Bahl derjenigen Landwirthe, welche bei der zu einer Meinungsäußerung zu zwingen, werden wir in der Standpunkte zu beurtheilen, wäre falsch.( Sehr richtig! rechts.) Reichsbank zugelassen sind, keine geringe; fie beträgt allein in britten Lesung eine Resolution einbringen, und haben wir Vergeffen Sie nicht, daß Deutschland daran denken muß: Du den 4 östlichen Provinzen 31 pet. Die Reichsbank ist der Land- feinen Erfolg, so werden wir in der nächsten Cession die Sache mußt noch öfter borgen, wie Du schon so oft geborgt. Bei einer wirthschaft auch in anderer Weise, z. B. bei der Konvertirung abermals zur Sprache bringen. Konversion würde wahrscheinlich die Neigung, unsere Staatss der Pfandbriefe der Landschaften, zu Hilfe gekommen, und bei Abg. v. Frege( dk.): Es ist merkwürdig, daß Herr Meyer- papiere zu kaufen, wesentlich abnehmen; eine voreilige Konversion Kreditgewährung haben die landwirthschaftlichen Genossenschaften Danzig dieselbe Joce befürwortet hat, wie der Abg. Bebel, der würde also auf den Emissionskurs bei neuen Anleihen drücken. alle nur mögliche Berücksichtigung erfahren. Der Vorwurf ist die Revolution auf gefeßmäßigem Wege herbeiführen möchte. Als ich im April 1894 die Rühnheit hatte, die Anleihe zu 87,70 durchaus unbegründet, daß die Landwirthschaft in der Kredit Herr Meyer- Danzig hat namentlich auf die Steuerzahler ver der Börse zu offeriren, rief die gesammte Presse: Das gewährung von der Reichsbank zurückgesezt worden sei. Ich wiesen. Der gegenwärtige Stand der Frage ist vom Reichs- ist unmöglich. Und die Folge dieses hohen Rurses war, bitte Sie deshalb den Antrag Pichler abzulehnen. schatsekretär so flar und erschöpfend präzisirt worden, daß wenig daß die Anleihe mit Mühe und Noth noch zweiAbg. Meyer- Halle( frf. Vg.): Es ist mir mitgetheilt worden, hinzuzufügen ist. Aber ich meine, daß aus dem Reichstage einhalbmal überzeichnet wurde. Was hat sich seitdem wesentlich daß die Zuckerfabrikanten Kredit nachgesucht haben für Zucker, heraus der Standpunkt des Reichsschaßsekretärs gebilligt werden geändert? Die Geldflüssigkeit wird abnehmen, abnehmen, sobald der unter Steuerverschluß liegt. Es ist bisher keine Entscheidung muß. Wenn die gegenwärtige Geldflüssigkeit eine dauernde ist, die Depression in der Landwirthschaft, in Handel und Wandel getroffen worden. Ich glaube, daß Zucker unter Steuerverschluß dann müßte die Konvertirung erfolgen. Aber ich bezweifle, aufhört; dann kann der Zinsfuß wieder steigen. Und hätten wir ebenso ficher liegt, als unter Bankverschluß. Die Kreditmittel daß die Geldflüssigkeit von Dauer ist; fie ist nur voreilig fonvertirt, so wären unsere Gläubiger doppelt ge find doch jetzt vorhanden. Es scheint also eine gewisse Schwer- vorübergehend infolge der wirthschaftlichen Depression. schlagen. Zuerst verlieren sie bei der Konversion und dann fälligkeit vorzuliegen; ich möchte doch um etwas mehr Ent- Die Konvertirung der Reichsanleihen allein ist nicht erheblich, wieder an dem Kapital der 81%, prozentigen Papiere, die sie gegegenkommen bitten. aber es folgt darauf die Konvertirung der Papiere der Einzel- tauft haben. Unsere Papiere befinden sich auch im Befih wohl Reichsbant- Präsident Koch: Der Wunsch des Vorrebners ist staaten, ferner die Konvertirung der Hypotheken, und dadurch thätiger Anstalten, öffentlicher Korporationen, von Schul- und bereits erfüllt worden. Es müßte nur erst der preußische Finanz- werden tausende und abertausende geschädigt. Wir müssen eine Kirchengemeinden.( Sehr richtig! rechts). Spart also der Staat ausminister ersucht werden, ebenso wie das beim Spiritus bereits Bertheilung der nationalen Papiere in möglichst weite Kreise an Binsen durch die Konversion, so mnß der geschieht, den Pfandbesitz der Reichsbank bei den unter Steuer- wünschen; diese weiten Kreise fleiner Kapitalisten würden schwer fallende Betrag von den Steuerzahlern in den Kommunen verschluß liegenden Zuckervorräthen durch die Steuerbeamten getroffen werden. Bei der Konversion würden die großen und so weiter durch Steuern wieder aufgebracht werden. wahren zu lassen. Kapitalisten den Schaden nicht leiden; sie würden diese Ten erwarteten großen Effekt für die Gesammtheit hat die Maß. Der Etat des Reichsschazamts wird genehmigt. Papiere abstoßen, und die fleineren Sparer regel nicht. Ein niedrigerer Binsfuß ist allerdings für alle die, Beim Etat der Reichsschuld weist Abg. Meyer- würden geschädigt werden. Der Sparfinn unserer Be- welche Zinsen zu zahlen haben, erwünscht, und eine Ermäßigung Danzig( Rp.) darauf hin, daß der jetzige Binsfuß ein so niedriger völkerung ist doch ausgebildet. Die Steuerzahler werden der Zinsenlast des Staates ist eine Verbesserung seiner Finanzen, ist, daß man wohl daran denken fönne, den Binsfuß der Reichs vorgeführt. Aber was haben denn die kleinen Leute, die aber zweifelhaft ist mir, ob eine erzwungene Herabsehung des anleihe herabzusehen. Im Interesse der Steuerzahler müsse die Wittwen und ähnliche Personen, für eine Belaftung durch die Binsfußes der Landwirthschaft wirklich nützt. Wenn bei dem Herabfehung des Binsfages erfolgen, sonst wird es dem großen Bier- und Tabatsteuer zu tragen! Wird die Konversion durch leider so starken Nothstand der Landwirthschaft, daß die Sichere Rapital gelingen, die vierprozentigen Papiere auf die kleinen geführt, so müßte nicht eine Steuererleichterung erfolgen, sondern heit der Hypotheken der mittleren Landwirthe zweifelhaft ist, die Leute abzuschieben, die den Schaden der Konvertirung zu tragen haben. eine Schuldentilgung eingerichtet werden. Agrarische Tendenzen Gläubiger auch noch niedrigere Zinsen nehmen sollen, so ist die Die Erflärung des Reichsschatsekretärs in der Budgetkommission tommen hierbei nicht in Frage. Deshalb bitte ich, auf den Gefahr sehr nahe, daß die Gläubiger ihr Geld zurückziehen und scheint darauf zu deuten, daß die Regierung die Konvertirung Standpunkt des Reichsschaßsekretärs zu treten. Denn wenn ausländische Staatspapiere kaufen. Ich verstehe es, wenn das eigentlich als ein Uebel ansieht. Dieser Ansicht ist Redner nicht. wir dem Kleinkapitalisten nicht 4 pCt. gewähren, fo Haus die Sache besprechen will, aber es wäre vollkommen unDie 3/2 prozentigen Papiere stehen über pari, die Pfandbriefe geht er mit seinem Gelde ins Ausland. Die An- verständlich, wenn ich urbi et orbi verkündete, was die Reund die Kommunalobligationen verzinsen sich mit 3/2 Prozent. lage des Geldes in einheimischen Papieren schüßt den gierung zu thun gedenkt.( Sehr richtig! rechts.) Ich würde dadurch Daraus geht hervor, daß dieses der Normalzinsfuß ist. Die Nationalfinn und vermehrt das Interesse Staat. der allerwüftesten und unlautersten Spekulation Thür und Thor Einbuße am Bins ist für die kleinen Sparer nicht so erheblich, Ich bitte Sie deshalb, dem etwaigen Antrage des Herrn Bebel öffnen. Beeinflussen lassen wir uns auf diesem Gebiete nicht, ich wie man annimmt; ein Mann, der jährlich 50 M. spart, und nicht stattzugeben. Was Herr Bebel vorbringt, das hat meiner möchte den Mann sehen, der mir hierbei unberütfen Rath zu ertheilen das wird noch nicht der kleinste Sparer sein, verliert dadurch bescheidenen Auffassung nach immer die größten Bedenken gegen den Muth hätte. Wir entscheiden nur nach fachlichen Gründen. jährlich 25 Pfennig. Die Steuerzahler werden gezwungen, sich( Zustimmung rechts). ( Beifall rechts.) Der sachliche Grund für die Konversion fann 50 Millionen Mart durch Steuern mehr aufzubringen, um die Abg. Barth( frs. Wg.): Die Konversion wird erfolgen; es nur der sein, daß der Zinsfuß sich dauernd niedriger stabilirt Taschen der ausländischen und der großkapitalistischen Besitzer ist nur die Frage, ob sie etwas früher oder später tommt. Gine hat. Wenn man dagegen das Interesse der Steuerzahler ins von Reichspapieren zu füllen. Selbst die fleinen Besitzer Beruhigung fann also nicht anders herbeigeführt werden als das Feld führt, so ist das gerade ein sehr fiskalischer Standpunkt. von Reichsanleihen werden immer noch stenerfräftiger sein, als durch, daß die Konvertirung möglichst schnell erfolgt. Daß Eine voreilige Konversion lediglich zu gunsten der Landwirthdie meisten Steuerzahler, welche die Zinsen aufbringen müssen. Damit eine Schuldentilgung verknüpft müßte, ist schaft würde die ganze Maßregel unpopulär machen; Bei der Berathung des Etats des Auswärtigen Amits hat man durchaus nicht nothwendig. Die Steuerzahler im Reich Gläubiger würden das Gefühl haben, daß ihnen vorzeitig eine das den Einzelstaaten haben davon gesprochen, wenn Preußen oder das Reich Konvertirungen und in größte Interesse Einnahme genommen wird, um einer anderen Gruppe zu helfen. machen würden, so wäre das ebenso, als wenn Griechenland daran, daß der Binsfuß herabgesetzt wird und zwar In einem Zeitpunkt, wo der Staat jeden Augenblick wieder an seine Zinsen schuldig bliebe. Ein solcher Vergleich ist sehr be die des Reichs besonders, weil sie die Steuern aufbringen den Kredit des Landes appelliren kann, ist solcher Schritt un= dauerlich. Zur Konvertirung wird ja niemand gezwungen; er in der Form der indirekten Steuern; denn die Steuerzahler des möglich. Nur die Ueberzeugung, daß der Zinsfuß dauernd tann fein Geld nehmen und sich andere Papiere faufen. Die Reiches schenken den Gläubigern alljährlich 8 Millionen M. niedriger stabilirt ist, kann maßgebend sein. Ich bitte den ganze Misere, in der wir uns jetzt befinden, ist eine Freilich die ganze Wirthschaftspolitik des Reichs, die Schuh- Baum nicht zu schütteln, ehe das Obst wirklich reif ist. Folge der Nothlage der Werthe schaffenden Stände. Zu deren zölle und die Liebesgaben, ist ein Geschent an Abg. Graf Arnim( Rp.): Der Regierung muß der Beit Entlastung ist die Konvertirung der Reichsschulden nothwendig. einzelne Klassen der Bevölkerung. Bei der Reichs- punkt der Konversion völlig allein überlassen werden. Ich lege Hält der Staat seinen Binsfuß fünftig hoch, so macht er der schuld find die Interessenten, denen etwas geschenkt wird, sogar großen Werth darauf, daß dieselbe nicht früher erfolgt, als bis Industrie für ihren Rapitalbedarf Konkurrenz. Ehe der Staat Fremde. Die anderen Liebesgaben bleiben wenigstens in der die Börsenreform durchgeführt sein wird.( Sehr richtig! rechts.) feinen Binsfuß nicht herabsetzt, wird man zu einem mäßigen Familie. Wir wollen dem mobilen Kapital nichts schenken; Denn wir haben gefehen, welchen Schaden die kleinen Bantiers Zinssu ß für die Landwirthschaft nicht kommen. Was ist denn jede solche Interessenpolitik ist für uns verwerflich. angerichtet haben, als sie an die Stelle der russischen Anleihen für die Landwirthschaft geschehen? Bisher nichts!( Sehr richtig! Der Gedante ist aber ganz falsch, daß durch eine Konversion eine dem Publikum die Argentinier und die Griechen aufhingen. Erst rechts.) Das Zucker und Spiritussteuer Gesetz hilft einem allgemeine Herabsehung des Binsfußes herbeigeführt werden muß den Bankiers klar gemacht werden, daß sie eine gewisse fleinen Theile der Landwirthschaft, während die Binsermäßigung fönnte, wenn sie nicht in der Tendenz des Geldmarktes liegt. Verantwortung auf sich nehmen durch die Einführung folcher der gesammten Landwirthschaft zu gute fommt. Wenn man Für die wirthschaftliche Entwickelung ist es besser, wenn ein fremden Papiere. Wenn Einrichtungen getroffen werden, daß der durch die Hochhaltung des Zinssußes die Millionäre stärkt, so niedriger Zinsfuß vorhanden ist. Denn der Zinsfuß für das kleine Mann Staatspapiere direkt kaufen kann, dann wird er züchtet man auf der andern Seite ein Proletariat. Echädliche Rapital ist ein bedeutender Faktor für die Industrie und auch nicht erst zum Bankier gehen. Also erst Börsenreform und dann Wirkungen der Konvertirung haben sich bis jetzt nicht heraus- für die Landwirthschaft. Bei schlechter wirthschaftlicher Lage ist Konvertirung. Aber wenn die Konvertirung eintritt, dann halte gestellt, trotzdem England schon bis auf 21/2 pCt. herunter- es verkehrt, den Binsfuß künstlich hoch zu halten. Damit wird ich die Konvertirung auf 3 pet. für gerechtfertigter als die auf gegangen ist. Wenn die Regierung nicht auf 3 pet. herunter- teine Verbesserung der wirthschaftlichen Verhältnisse herbei 31/2 pet. gehen will, dann müßte sie schleunigst auf 32 pet. herunter- geführt werden. Der Regierung ist nur dringend zu empfehlen, Abg. Bebel( Soz.): Es hat mir vollständig ferngelegen, dem gehen, denn seit fieben Jahren stehen die 31/ 2prozentigen Papiere möglichst schnell die Konversion auf 3 pCt. durchzuführen. Schaßsekretär persönlich zu insinuiren, als wenn er sich durch über pari, Die Regierung hat gesagt, wir sollten unsere Wünsche Abg. Friedberg( natl.): Meine politischen Freunde stehen irgend welche Rathschläge privater Natur, durch irgend welche nicht in agitatorischer Weise vorbringen. Die Konvertirung ist auf dem Boden der Erklärungen, welche der Staatssekretär im private Interessen in dieser Frage habe beeinflussen lassen. G3 nicht agitatorisch behandelt worden; das geschieht erst, wenn in Reichsschazamt in der Kommission abgegeben hat. Ich möchte ist aber kein Zweifel, daß in dieser Frage große und mächtige weiten Kreisen die Erkenntniß auftaucht, daß auf gewissen Ge- auf eine Klasse von Personen hinweisen, die durch die Konvertirung Interessen, die auf dem Spiele stehen, alle Ursache haben, mit bieten nichts geschehen ist. Wenn die Konvertirung nicht erfolgen geschädigt wurden, nämlich auf die Beamten, welche durch die äußerster Energie ihren Einfluß geltend zu machen in der sollte, dann erst würde man in weiten Wolfskreisen sich näher staatliche Gesetzgebung gezwungen worden sind, für die Gestellung Konvertirungsfrage. Daß dieser Einfluß vorhanden ist, kann mit dieser Frage beschäftigen und sie lebhafter als bisher erörtern. von Kautionen Konsols zu kaufen. Bei einer Konversion find immer niemand bestreiten. Andeutungen hierüber find seit Monaten in Referent Abg. Hammacher verweist furz auf die darüber Personen vorhanden, die sich mit der geringen Rente nicht begnügen der Preffe gemacht worden. Die Gründe, welche gegen die Konstattgehabten Verhandlungen der Budgetkommission und auf die fönnen. Sie wenden sich dann ausländischen Anlagewerthen oder vertirung geltend gemacht sind, konnten bei jeder anderen KonDie Interessen, die Rückdort abgegebene Erklärung des Reichs- Schatzfekretärs; einen be- einheimischen zweifelhaften Unternehmungen zu. Und wenn ihre vertirung geltend gemacht werden. ftimmten Standpunkt hat die Rommission nicht eingenommen. Hoffnungen nicht in Erfüllung gehen, dann entsteht eine Krisis, fichten gegen die Privaten, die Kommunen und die öffent Anstalten müffen zurücktreten hinter Abg. Bebel( Soz.): Die Erklärung des Schatsekretärs in der wie wir sie schon öfter gehabt haben. Auf diese Weise kann die lichen Wohlthätigkeits und die Intereffen der Budgetto mmission bezüglich der Konvertirung der 4 und 31/2 proz. Konversion nur Anlaß zu einer wirthschaftlichen Krisis werden, die allgemeinen Reichsinteressen Jede Maßregel, fie mag noch fo Schuldverschreibungen, welche darauf hinauslief: wir wissen im und daran haben auch die Arbeiter ein gewisses Interesse. Der Reichssteuerzahler. Augenblick nicht was wir thun sollen und müssen abwarten was Binsfuß der alten Anleihen hat nichts zu thun mit dem gegen- nüßlich, zweckmäßig und vernünftig, wird unter allen Umständen die Zukunft und bringt, tann uns nicht befriedigen. Ich stimme wärtigen Binsfuße. Nicht die Börse ist auf die Konvertirung gewisse Privatinteressen mehr oder weniger verlegen. A werden am # die 0 ttttt Tokales. Der Schatzsekretär meint, rein fiskalische Gesichtspunkte dürften Tagesordnung die Frage der staatlichen Kreditgewährung zu für den Reichstag nicht maßgebend sein. Handelt es sich aber gunsten der Landwirthschaft. Im übrigen darf ich das Urtheil um die Tabaksteuer, von welcher tausende von Ar- über die Anzapfungen der beiden Herren wohl dem Reichstage beitern betroffen werden, dann tommt es Ihnen nicht darauf überlassen. au, die fiskalischen Interessen in den Vordergrund zu Staatssekretär des Reichschahamts Graf v. Pojadowsky: Die am vorigen Sonntag stattgehabte Boltsversammlung hat stellen.( Sehr gut! lints.) Zu meiner Ueberraschung ist der Reichsbant- Präsident mit dem endgiltig allen Vorschlägen der Zeitungskommission zugestimmt. Da die Reorganisation des Vorwärtsvertriebes mit dem Was braucht der Schatzsekretär nach dem Stande des Geld- Reichs- Schatzsekretär in Verbindung gebracht worden. Diese 1. April in fraft treten soll, ersuchen wir alle Inhaber von marktes zu fragen? Glauben Sie, daß sich der Zinsfuß in ab. Berbindung beſteht nur dan telliet als Abonnements Sammellisten dieselben umgehend, sehbarer Zeit heben wird? Die großtapitalistische Be- auptkaffe die Zahlungen des Reiches leistet und die Gelder des wegung hat den Zinsfuß herabgedrückt, und der Staat kann nicht Reiches im Depot hat, daß der Reichs Schatzfekretär die Rein- spätestens aber bis Donnerstag Abend, an diejenigen Bartei anders, als im Intereſſe aller das Geld so billig zu verschaffen, einnahme der Bank in seinen Etat einstellt und daß auf Wunsch genossen, von denen fie die Listen erhalten, abliefern zu wollen. Die Fünfzehner- Kommission. wie er fann. In der Brust der Herren von der des Reichskanzlers der Reichs Schatsekretär den monatlichen Rechten wohnen zwei Seelen: eine agrarische und eine Sitzungen des Kuratoriums der Reichsbank beiwohnt. Zur Sonntagsruhe erläßt der Polizeipräsident folgende tapitalistisch e. Die landwirthschaftliche Nothlage mag Abg. Richter: Herr v. Kardorff und Graf Mirbach geben Bekanntmachung: noch so groß sein oder so hingestellt werden, viele der Herren nur ihrem Verdruß darüber Ausdruck, daß der Reichsbant- Präsident Mit dem 1. April 1895 treten die Bestimmungen der§§ 105a haben neben ihren schönen Gütern, schöne Staats- als Sachverständiger nicht ihren Währungsanschauungen folgt. bis 105 f, 105 h und 105 i der Reichs- Gewerbe- Ordnung, soweit papiere.( Sehr richtig! lints.) Was hat die Börsenreform Herr v. Kardorff war früher Gegner der Verstaatlichung, weil diefelben nicht bereits für die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe mit dieser Frage zu thun? In dieser Session tommt sie auf Herr v. Dechend seiner Ansicht näher gestanden hat. Jezt ist er in Geltung sind, in kraft. Auf grund des§ 105 d der Reichsfeinen Fall zu stande. Oder erwartet man etwa eine günstigere Freund der Verstaatlichung, weil Präsident Koch entgegengesetzter Gewerbe- Ordnung hat der Bundesrath über die von dem Verbot Ronvertirung unter der neuen Börsenreform? Herr Rintelen Ansicht ist. Kommt an stelle dessen wieder ein anderer Präsident, der Sonntagsarbeit im Gewerbebetriebe zuzulassenden Aus scheint uns für sehr naiv zu halten, daß er uns den Plan unter- der wieder Herrn v. Stardorff's Ansichten näher steht, so müßte nahmen Beschluß gefaßt. Diese Ausnahmen sind durch Bekanntschiebt, durch die Konvertirung die kleinen Leute erst zu ruiniren, dieser wieder sich zu seinen früheren Ansichten bekehren; das machung des Herrn Reichskanzlers vom 5. Februar 1895 um sie dann für uns zu gewinnen. Was uns veranlaßt, uns heißt doch wirthschaftliche Grundsätze und Ansichten von einzelnen in Nr. 4 des Reichs- Gesetzblattes, ausgegeben am 7. Februar 1895 für die Konvertirung auszusprechen, habe ich schon gesagt. Einen Personen in den Aemtern abhängig machen. Es kommt über veröffentlicht. Die interessirten Gewerbetreibenden werden auf bestimmten Termin zur Konvertirung habe ich nicht vorgeschlagen. baupt nicht auf die Ansicht des Reichsbank- Präsidenten zur diese Veröffentlichung, welche zugleich die Bedingungen enthält, Die Reichsregierung wird schon den richtigen Moment ergreifen, Währungsfrage an. Die Reichsbank ist einfach nach dem Reichs- unter welchen die Arbeiten gestattet werden, hierdurch hingewiesen. uns genügt es, die Sache angeregt zu haben. Budian bankgesetz zu verwalten und niemand kann eine tendenziöse Bezüglich der unter II der genannten Bekanntmachung bezeich Staatssekretär Graf Posadowsky erklärt, daß niemand Richtung der Verwaltung behaupten. Eine überaus kleine neten Gewerbe, nämlich: 1. Herstellung von Chokoladen und einen Einfluß in bezug auf die Konvertirungsfrage ausgeübt hat; Auffassung ist es, wenn man die Reichsbant verstaatlichen will, Buckerwaaren, Honiglichen und Bisquit, 2. Anfertigung von die Entscheidung wird lediglich nach fachlichen Gründen erfolgen. um ein paar Millionen Mark mehr an die Reichskasse abführen Spielwaaren, 3. Schneiderei im handwerksmäßigen Betriebe, Hätten wir früher schon auf 3 pet. fonvertirt, so würde das zu können. Das mag in den letzten Jahren möglich gewesen 4. Schuhmacherei im handwerksmäßigen Betriebe, 5. Bukmacherei, Geld, was jetzt in unseren Staatspapieren angelegt ist, in russi- sein. Bei sinkendem Zinsfuß kann auch das Gegentheil der Fall 6. Kürschnerei, 7. Herstellung von Strohhüten nehme ich von schen Papieren angelegt worden sein. Würden unsere Gläubiger sein. Bei unserer Opposition gegen die Verstaatlichung war nur einer Festsetzung der 6, bez. 4 Sonntage, an denen eine Beden Verdacht haben, daß wir die Konvertirung nicht aus eigener die Besorgniß maßgebend, daß dann die Reichsbank nicht vom schäftigung von Arbeitern ganz oder theilweise zugelaſſen iſt, bis Erkenntniß, sondern unter dem Druck eines Beschlusses des Reichs- Gesetz sondern von der jeweiligen Verwaltung abhängig sei, wo- auf weiteres Abstand. the Indiak tages herbeigeführt haben, so würden unsere Papiere weniger durch Nachtheile für den Geldumlauf entstehen könnten, und daß 1. Die betreffenden Gewerbetreibenden haben daher jedesgetauft werden. das ganze Kreditwesen und auch die Politik im allgemeinen be- mal, wenn sie Arbeiter an einem Sonn- oder Festtage beschäf Der Etat der Reichsschuld wird genehmigt und zwar nachtheiligt werden könnte, weil dann jede Maßregel der tigen wollen, vorher dem zuständigen Polizeirevier hiervon entsprechend dem Antrage der Budgetkommission unter Streichung Reichsbank aus wirthschaftlichen Rücksichten verantwort: Anzeige zu erstatten. II. Am Weihnachts, Neujahrs-, Oster-, von 1196 000 M. zur Verzinsung der 3prozentigen Reichsschuld lich der Leitung des Reiches zugerechnet würde. Himmelfahrts- und Pfingstfest darf eine Beschäftigung von und von 300 000 M. zur Berzinsung von Schahzanweisungen. Abg. v. Kardorff: Wenn Herr Richter meint, ich verstände Arbeitern in diesen Gewerbebetrieben nicht stattfinden. III. In Beim Etat des Bankwesens tommt von der Währungsfrage nicht so viel wie der mit der Praxis Betrieben, in welchen Arbeiter an Sonn- und Festtagen bes vertraute Herr Reichsbant- Präsident, so verweise ich darauf, daß schäftigt werden, hat der Arbeitgeber innerhalb der Betriebsder Vorgänger des jetzigen Präsidenten anderer Meinung war. ftätte an geeigneter, den Arbeitern zugänglicher Stelle, Herr v. Dechend hat gesagt, es wäre ein Segen für uns, wenn eine Tafel auszuhängen, welche in deutlicher Schrift den das Silber remonefirt würde, weil es beim Ausbruch eines Inhalt der oben bezeichneten Bekanntmachung des Herrn Krieges bedenklich wäre, so wenig Baarmittel zur Verfügung zu Reichskanzlers Biffer I und II, sowie die aus der Zusammen haben. Zwei Direktoren der englischen Bank, die doch auch eine ftellung der Ausnahmen zu entnehmenden, auf seinen Betrieb gewisse Bedeutung hat, sind enragirte Bimetallisten geworden. bezüglichen besonderen Vorschriften enthält. ajung zum Pariser Kongreß Kongreß zur Feststellung eines inter- Nach der Verordnung ad II ist es auch nicht mehr zulässig, nationalen Metermaßes hat man teine Schneider, sondern daß im königlichen Schloß der Weihnachtstag durch Handwerks wissenschaftlich gebildete Männer einberufen; und Bantiers, welche arbeit entweiht wird. Im vorigen Jahre geschah dies bes mit der Geldelle messen, brauchen deshalb noch keine Kenntniß tanntlich in dem vornehmsten und frömmsten Gebäude des der Währungsfrage zu befizen. Ich glaube doch, daß der Herr frommen, christlichen Musterstaates Preußen. Unerörtert läßt Reichsbank- Präsident zur Währungsfrage eine andere Stellung der Polizeipräsident die Frage, ob die Ruhe des Bußtages, einnehmen würde, wenn er reiner Staatsbeamter wäre. In wie es voriges Jahr gleichfalls im töniglichen Schloß geschehen, seinem jetzigen Verhältniß steht er zu sehr im Verkehr mit der den Arbeitern- nach den Worten des Hofpredigers Bauer haute finance, welche auf Tod und Leben für die Goldwährung gestohlen werden darf. здр tämpft und fämpfen wird.( Zustimmung rechts.) Persönlich bemerkt idg ein von einer Seite bist Abg. v. Kardorff( Rp.) auf den Vorwurf zurück, den ihm der Abg. Ahlwardt gemacht hätte, daß er Juden tributär sei, denn die Konservativen hätten die Verstaatlichung der Reichsbant herbeiführen können, aber Herr v. Kardorff habe gefehlt, weil ihm gedroht worden sei, daß ihm ein Kapital gekündigt werden solle. Das sei alles freie Erfindung; denn die Verstaat lichung sei damals mit großer Majorität abgelehnt worden. Die zweimalige namentliche Abstimmung erweist, daß er, Redner, nicht gefehlt habe; er habe dafür gestimmt, daß den BankantheilsEignern weniger an Dividende gewährt werden solle als bisher. Von der Sache hätte ich keine Kenntniß bekommen, wenn nicht ein Vertreter der Firma Mohr und Speyer mich darauf auf merffam gemacht und mich um die Grilärung gebeten hätte, daß ich mit dieser Firma niemals in Geschäftsverbindung gestanden hätte. Das habe ich dem Herrn bestätigt. Herr Ahlwardt hat aber trotzdem erklärt, daß er einen Brief dieser Firma an mich in Händen hätte. Ich bitte Herru Ahlwardt, den Brief auf den Tisch des Hauses niederzulegen. Ich hatte den Verdacht, daß Abg. Graf Mirbach: Herr Richter meinte, es komme hier Haus v. Hopfen, der wohlgefiunte Korpsbruder, Schriftein Namensvetter von mir vielleicht mit der Firma in Ver- auf ein paar Millionen mehr oder weniger für das Reich nicht ſteller und Verehrer des nationalliberalen Dichters Emanuel bindung gestanden hat; aber die Bücher der Firma ergaben da- an. Das sagt einer, der die Sparsamkeit im Interesse der Steuer- Geibel ach ein bayerisches Guldenstück ist tein preußischer für keinen Anhalt. Ich wollte dieser Behauptung widersprechen, zahler auf seine Fahne geschrieben hat! Der Herr Reichsbank Thaler!- Hans v. Hopfen also ist in einer Erklärung, weil ich das Verfahren kenne, daß eine solche Behauptung, wenn ihr Präsident hat mir in der Diktion, die er inne hat, volle wirth- die er einer Reihe reaktionärer Blätter zuschickt, deh- und wehnicht von vornherein widersprochen wird, als erwiesen gilt. Ich schaftliche Unkenntniß vorgeworfen. Wenn ich ihn dem Reichs- müthig zu Kreuze gefrochen. Der edle Ritter war nämlich verwünsche nur, daß die Arier, von denen nach Herrn Ahlwardt's fanzler gegenübergestellt und ausgeführt habe, die Entscheidung dächtigt worden, gegen die Umsturzvorlage und namentlich gegen Wünschen Deutschland allein bevölkert sein soll, ihm möglichst über wirthschaftliche Fragen lege nicht in seiner Saud, so war den berühmten Paragraphen 130 in neuer Auflage gewühlt zu haben. In seinem Schreibebriefe nennt er diese Vers wenig ähnlich sehen( Heiterkeit). Der Frage der Verstaatlichung das vollkommen richtig. Ich habe nur eine neutralere Stellung dächtigung bedauerliches Mißverständniß und er der Reichsbank stehe ich jest etwas anders gegenüber als früher, in der Währungsfrage von ihm verlangt. flärt sich durch und durch zufrieden wegen der veränderten Stellung des Reichsbant- Präsidenten zur Die Diskussion wird geschlossen.co zufrieden mit der beabfichtigten Knebelung Währungsfrage. Herr von Dechend stand meinen Ansichten der Wissenschaft, die gar keine näher, er wollte sich nur nicht in Widerspruch setzen gegen seinen Abg. Nichter: Ich habe nur gesagt: wenn dem Reich in Knebelung sei, da weder David Strauß noch Charles Darwin Chef den Reichs- Schatzsekretär Echoltz. Ich glaube, c3 wird folge der Verstaatlichung der Reichsbank auch einige Millionen von dem§ 130 berührt werde. Gefahren drohen der freien nothwendig sein, daß man bei der nächsten Wahl jeden Kandi- mehr als Einnahmen zufließen, so würde das nicht im Verhält. Forschung und den schönen Künsten nach Herrn v. Hopfen nur daten fragt, wie er zur Verstaatlichung der Reich 3 niß stehen zu der großen wirthschaftlichen Frage der Sicherheit wo man sich ins Fäustchen lacht, wenn die bant steht.( Sehr richtig! rechts.) des Geldumlaufes. Graf Mirbach hat von einem Muth ge- Häckel und die Brentano, die Jensen und die Haushofer, die Während dieser Rede übernimmt der Abg. Spahn den sprochen. Ich habe zu allen Zeiten den Muth besessen, meine Menzel und die Knaus der Sozialdemokratie die Wiese mähen." Vorfik. politischen Ansichten frant und Dies lieb Kind spielen verzeihen wir Herrn Hans v. Hopfen ohne frei zu vertreten Abg. Graf Mirbach( dt): Ich hätte erwartet, daß der Rücksicht auf persönlichen Vortheil oder Nachtheil. Graf von ganzem Herzen. Unverzeihlich ist aber bei einem Manne, Reichsbank- Präfident auf die Bemerkung des Herrn v. Kardorff Mirbach verwechselte offenbar Muth mit der Dreiftigkeit der trotz alledem ein Geistesheld sein will, die erschreckende etwas erwidert hätte; ich muß jetzt annehmen, daß er mit ihm im Aufstellen von Behauptungen, ohne daß das erforderliche literarische Unbildung, die sich in folgendem Sage bekundet: einverstanden ist.( Heiterkeit.) Die einzelnen Ausführungen des Wiffen dahintersteckt. Darin ist er mir über.( Große Heiter die schamlosen Schimpfereien des genialen Aristophanes Herrn Reichsbank- Präsidenten am Anfange der Sizung scheinen feit links.) mir eine Indiskretion zu sein, die ich glaube schon früher einmal Abg. Graf Mirbach: Wenn das Eintreten für eine Ansicht im Baum zu halten, just in dieser Zeit unbeschränkter Meinungsgehört zu haben. Der Herr Bankpräsident sirozt von Wohl- eine Dreistigkeit ist, dann nehme ich sie allerdings für mich in äußerung ward der Mann der freien Forschung, ward Sokrates wollen für die Landwirthschaft und es sieht beinahe so aus, als Anspruch. gezwungen, seiner Ueberzeugungen halber den Schierlingsbecher ob wir nur mit einem Blanfo- Afzept zu kommen brauchen, um Der Etat des Bankwesens wird genehmigt; der Antrag zu leeren." Geld zu holen. Aber freilich kommt nachher das Zurückzahlen. Pichler wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten, Freifennt, weiß, daß der große Aristophanes nicht nur ein durch Ein jeder, der auch nur halbwegs die griechische Geschichte ( Große Heiterfeit links.) Wenn in solchen Gegenden, wo fast nur sinnigen und Nationalliberalen angenommen. Landwirthe wohnen, die Bank auch Landwirthe als Kunden hat, sondern auch ein vollauf Darauf erledigt das Haus ohne weitere Debatte den Rest und durch sittlicher Charakter, so ist das nicht weiter wunderbar. Der Staatssekretär hat er des Etats: Bayerische Quote sowie die besonderen Titel: Zur fonservativer Mann war, dessen furchtbarer Spott die Reinheit welches die Landwirthschaft großes Gewicht legen müsse. Im mitteln aufgewendeten Kasernenbaukosten, Vervollständigung der flüssen zu vertheidigen suchte. klärt, daß die Währungsfrage eine schwerwiegende sei, auf Durchführung des Altersstufensystems, Erstattung auf aus Landes- des Hellenenthums in tragischem Kampf vor fremdartigen EinGegensatz dazu stehen die Ausführungen des Reichsbank Eisenbahn im Interesse der Landesvertheidigung, Beitrag Elsaß- Da mußte natürlich im Jahre 1895 ein Hans v. Hopfen Präsidenten im preußischen Herrenhaus. Bei aller Anerkennung Lothringens, Zinsen aus erlegten Reichsgeldern, Matrifular fommen, um den Mann zu besudeln, an dessen genialer Größe und Hochachtung vor den Leistungen des Präsidenten, möchte ich beiträge und außerordentliche Deckungsmittel. Darauf werden sich erst über zwei Jahrtausende später ein deutscher Dichter, ihn bitten, im Interesse der Landwirthschaft eine wohlwollendere noch das Etats- und das Anleihegefeß genehmigt. unfer großer Heinrich Heine, messen Bonnte! und neutrale Stellung einzunehmen. Ich habe stets auf die Damit ist die zweite Berathung des Etats beendet. Der trene Diener des Herrn v. Levehow. Im erfreulichen Geschäfte der Reichsbank und die dadurch dem Reiche Abg. Graf Kanit beantragt, die Berathung seines politischen Theil der Staatsblirger- Beitung" finden wir entstehenden Verluste hingewiesen. Sie betrugen 1891/92 Antrages wegen der Berstaatlichung der die folgende rührende Geschichte: 8/2 Millionen Mart, die dem Reiche zu gute gekommen wären, Getreide Einfuhr morgen als zweiten Gegenstand nach Welch große Erregung die Vorgänge im Reichstage vom wenn die Bank verstaatlicht wäre. Ich bedauere es, daß das der Wahl des Präsidenten und des zweiten Vizepräsidenten auf letzten Sonnabend hervorgerufen haben, dürfte unter anderem nicht geschehen ist, vom Standpunkt der Sparsamkeit aus. die Tagesordnung der Sigung zu sehen, weil in der nächsten daraus hervorgehen, daß noch im Laufe des Sonnabend- Nach Woche fein volles Haus mehr vorhanden sein werde. mittag nicht weniger als 40 Telegramane in der Wohnung des Präsidenten v. Leve Bow eintrafen, die sämmlich der Genugs aung darüber Ausdruck gaben, daß Herr v. Levehow es ab gelehnt habe, diesem Reichstage noch weiter zu präsidiren. its der Expräsident am Abende feine Wohnung betrat, tam ihm fein Diener, der von den Vorgängen im Reichstage noch nichts erfahren hatte, bestürzt mit der großen Bahl von Depeschen ent gegen und blickte ihn fragend an. Herr v. Levehow theilte feinem treuen Diener mit, daß er nicht mehr präsident sei, worauf dieser verständnißvoll victte; er mußte, was = 1520 Als der Staat der Athener nicht mehr die Kraft besaß, und Strebende Pädagogen sollten nicht verfehlen, diese start auf die Thränendrüsen wirkende Geschichte den Lesebüchern für die proletarische Jugend einzuverleiben. Reichsbank- Präsident Koch: Die Reden dieser Herren laufen immer auf dasselbe hinaus. Ich könnte den beiden Herren ja Abg. Bachem( 3.): Die Erledigung des Antrages vor feinen größeren Gefallen thun, als wenn ich meine Demission Ostern wird vielfach gewünscht, aber erst müssen wir den Etat einreichte. Das werde ich aber nicht thun, sondern ich werde erledigen. Der Antrag Kanis wird mehrere Tage in Anspruch auf meinem Blaß ausharren und meine Pflicht erfüllen. Graf nehmen; der Etat würde erst in der nächsten Woche, also nach Mirbach hat gesagt, der Bankpräsident hätte sich nicht um die dem 1. April erledigt werden können, wo fein volles Haus mehr wirthschaftliche Lage zu fümmern; das sei eine Pflichtvergessenheit. vorhanden sein wird. Das läßt bei ihm eben auf den stärksten Mangel jeglicher Abg. Rickert( frf. Bg.) schließt sich dem Vorreduer an und Kenntniß wirthschaftlicher Berhältnisse schließen. Herr v. Kardorff bittet, erst den Etat fertig zu stellen; unmittelbar nach der sucht mich zu meinem Amtsvorgänger, dessen Grundsätze mir doch Etatsberathung könne der Antrag Kanit zur Erledigung kommen. in jedem Punkt werthvoll sind, in Gegensatz zu bringen. Herr Warum haben denn die Konservativen den Antrag mindestens das Gintreffen so vieler Telegramme 3 bedeuten habe. Als v. Dechend ist meines Wissens niemals Bimetallist gewesen. sechs Wochen falt gestellt und ihn nicht früher eingebracht? er dann den Grund dieses plötzlichen Rücktritts erfuhr, ballte Er hat stets die Besuche solcher Ausländer, von welchen er an Abg. Richter( frs. p.): Erst das Geschäft der pflichter zuerst grimmig die Fäuste, blickte dann aber mit nehmen mußte, daß sie für den Bimetallismus agitiren wollten, mäßigen Feststellung des Etats und dann das Vergnügen Stolz auf seinen Herrn: auch er war mit seinem Verhalten abgelehnt. Ich selbst habe über die Währungsfrage im Reichstag der Ablehnung des Antrages Kanig.( Heiterkeit.) dros só aj durchaus zufrieden." nur 1891 gesprochen, als die bimetallistische Bewegung noch nicht Abg. v. Manteuffel( dk.): Vor Abschluß der Berathung des so start war und als sie noch nicht in der Lage war, fich die Staatsrathes tonnten wir den Antrag Kaniß nicht einbringen; am nothleidende Landwirthschaft zur Gefolgschaft zu Mittwoch, Donnerstag und Freitag kann der Antrag Kaniß er machen. Damals wurde sogar von einem Redner der Rechten, ledigt werden und es bleibt der Etat für Sonnabend, eventuell ich glaube, es war Herr v. Frege, anerkannt, daß mein Stand- mit einer Abendfiguing.( Widerspruch.) Sie wissen ja gar nicht, punkt der richtige sein könnte. Im vorigen Jahre habe ich mich ob die verbündeten Regierungen uns noch länger hier lassen, als Haupttugend des Deutschen, die Bedientenhaftigkeit, im Gegensatz zum Staatssekretär v Posadowskyder übrigens bis zur dritten Lesung des Etats. Deshalb muß der Antrag nicht mein Chef ist nur auf die Frage beschränkt, ob die Kanitz zwischen zweiter und dritter Lesung erledigt werden. Ausprägung von Scheidemünzen wohl gerechtfertigt werden könnte; Abg. Singer( Soz.) hält es namentlich für nothwendig, die ich habe nur gewarnt vor zu fanguinischen Hoffnungen. Auch Wahlprüfungen zu erledigen, damit Abgeordnete, deren Mandat für Herr von Kardorff ging auf die Berstaatlichungsfrage ungiltig erklärt ist, nicht mehr an den Abstimmungen des Hauses ein. Ich kann nicht verstehen, wie dies mit der Person des theilnehmen. Reichsbank- Präsidenten zusammenhängt.( Abg. Richter: Sehr ( Abg. Richter: Sehr In namentlicher Abstimmung wird der Antrag, den Antrag richtig!) Der Bentpräsident hat die Währung zu vertheidigen Ranih morgen zu berathen, mit 149 gegen 56 Stimmen a b. und zu schüßen, seine Person hat nichts zu thun mit der Ver- gelehnt. id od staatlichungsfrage. Ich bin fein Bimetallist im Sinne des Herrn Schluß 6 Uhr. Nächste Eikung Mittwoch 1 Uhr. v. Kardorff, und daran denke ich festzuhalten. Soweit es die( Präsidentenwahl, Wahlprüfungen.) Bestimmung der Bank und ihre Aufgabe zuläßt, wird man der Landwirthschaft gern zu Hilfe kommen. Meine Ausführungen waren auch nicht indiskret, denn im Staatsrath stand auf der R -POO om die 1990 Es geschieht so wenig für's Gemüth in der unruhigen Gegenwart, und nach diesem Beispiel kann das Kind sich so schön die einprägen. Ein qualifizirter Bismarckschwärmer. Ueber eine Wucheraffäre, die durch die Person des hilfsbereiten Kapitalisten" ein besonderes Interesse erhält, berichtet das Berliner Tageblatt" das folgende: Ein Angestellter eines hiesigen bekannten industriellen Etablissements beschäftigt sich in seinen Maußestunden mit dem Verfauf von Zigarren an Private und Restaurateure. Zu seinen geschäftlichen Operationen brauchte er nun vor etwa einem halben Jahre 500 m., die er sich auf dem nicht mehr un gewöhnlichen Wege" des Zeitungsinserats zu verschaffen suchte. Es meldeten sich verschiedene Personen, die sich bereit erklärten, big gitu ibu das Darlehn gegen entsprechende Binsen zu gewähren. nehmen." " her Gerichts- Beitung. " " Bu einem dieser Hilfsbereiten Tenkte nun der der Geld 25 Mart. Unter diesem Preise dürfen sie nicht mehr spielen. Wetter Prognose für Mittwoch, 27. März 1895. bedürftige seine Schritte. Er wurde zunächst nach Für jede kleinere Mufitaufführung von 8-15 Mann Beseßung Ziemlich warmes, zunächst meistens trübes, regnerisches, nachder Sicherheit gefragt, die er bieten tönne, und be- erhalten die Musiker die obigen Säge, der mitwirkende Dirigent auftlärendes Wetter mit frischen westlichen Winden. zeichnete als solche seine Wirthschaftseinrichtung. Der Geld- der Kapelle dagegen nur 15 Mart. Lange genug hat es ge Berliner Wetterbureau. mann aber zuckte die Achseln und meinte, damit sei ihm nicht dauert, bis der Preisunterbietung, die sich die von den Steuer- Polizeibericht. Am 25. d. M. wurden vormittags in der gedient; ob er nichts Besseres zu bieten vermöge? Der Darlehns- zahlern unterhaltenen Militärmusikern den Zivilmusikern gegen- Ackerstraße ein Knabe, und nachmittags in der Gräfe- und Faldenfucher verwies nun, um seine Bonität darzuthun, auf das feste über leisten konnten, ein leiner Riegel vorgeschoben ist. steinstraße zwei Mädchen durch Arbeitswagen überfahren und Einkommen, das er aus seiner Stelle beziehe. Das wäre etwas anderes, meinte der Geldverleiher, darüber ließe sich reden. Wenn Zur Freiheit der Wissenschaft in Preußen meldet das zum theil schwer verletzt. Im Hause Bellealliancestr. 84 fiel der Geldsucher bereit sei, aus seinem Gehalt für das Darlehen schaftlichen Studenten- Bereinigung hat, wie wir mitheilten, die wurde durch die Bohle derartig gegen den Kopf geschlagen, daß Bolt": Die jüngst beschlossene Gründung einer Sozialwiffen ein Tischler beim Tragen einer schweren Holzbohle hin, und monatlich 50 M. zu verpfänden, so könne er das Geld erhalten. Billigung der akademischen Behörden nicht gefunden. Hingegen er bald darauf starb. Im Laufe des Tages fanden zwei kleine Der Darlehnssucher erfundigte sich nun nach dem Zinssuß und ist ein neuer Staatswissenschaftlicher Verein, dem meist Seminar- Brände statt. bemerkte zugleich, daß er Wucherzinsen nicht bezahlen fönne. Das mitglieder angehören, vom Rektor genehmigt worden. sei auch nicht nothwendig, meinte der Geldverleiher, er verlange Zu dem unter der Spinmarke„ Lumpenthum" in nur 15 pet. Gegen diesen Binsfuß ständen 1000 M. zur Ver- Nr. 67 des Blattes gebrachten Bericht über die königstreuen fügung. Aber ich brauche ja nur 500 Mart," bemerkte der Geld- Anarchistenversammlung schreibt uns Herr Karl Wiesenthal: wald stand heute der verantwortliche Redakteur des Vorwärts", Aeußerungen einiger Redner in der am 18. d. M. abgehaltenen Wegen Beleidigung der Polizeibeamten in Greifs. fucher. " Ja, mein Bester, auf solch fleine Geschäfte kann ich mich volution garnicht mehr erwarten zu können, und doch wird heute Es handelte sich um einen Artikel, welchen der Vorwärts" der Unter anderem führte ich aus, die Vorredner scheinen die Re- Dierl, vor der II. Straftammer des hiesigen Landgerichts I. nicht einlaffen," entgegnete der Geldverleiher, wenn Sie über jede Auflehnung gegen die Unterdrückten anders aufgefaßt, und Leipziger Boltezeitung" entnommen hatte. Eine in Greifswald haupt Geld haben wollen, so müssen Sie schon tausend Mark es giebt für jedes Auffordern zur Gewalt eine längere Freiheits- wohnende Frau Dr. Hänisch hat einen Sohn Konrad, welcher Da der Geldsuchende aber nur fünfhundert Mark anzulegen strafe. Bor 75 Jahren, als Friedrich Wilhelm III. ſein Volk als Gymnastast von der Schule und vom Abiturienten- Gramen vermochte, so hätten sich für ihn bei einer Entnahme von tausend aufforderte, Gewalt zu brauchen gegen den korsischen Tyrannen, zurückgewiesen wurde, weil er fozialdemokratische Gesinnungen Mark die Zinsen auf dreißig Prozent berechnet, und da er soviel sieht man diese Aufforderung mit ganz anderen Augen an. Doch bethätigte. Durch Zeugenaussagen ist festgestellt worden, daß der ist nur der Unterschied, dieser Herrscher wollte seinen Nebenbuhler nicht zu opfern vermochte, so verzichtete er auf den Abschluß des beseitigen, um selbst zu herrschen, und die Anhänger der Meinung, die Junge alsdann in Konflikt mit seiner Familie gekommen ist, sich oftmals in hoher Aufregung befand und feine Mutter Der freundliche Kapitalist aber, der sich so gründlich mit den heutige Gesellschaft sei nur durch Gewalt zu beseitigen, wollen wiederholt ernstlich bedrohte. Gine Verwandte der Mutter, die Mucherpraktiken vertraut zeigte, war kein anderer als... der nach Beseitigung derselben alle frei sein und nicht herrschen. Frau Justizrath A., wandte sich deshalb eines Tages an den Nun erklärte ich, daß ich als Anarchist nicht der Meinung sei, Dbeitebrer Herr Dr. Hentig, über dessen Hangelsberger Affäre mein Ideal gehe durch Gewalt zu verwirklichen, sondern ich setzte Polizeidirektor mit der Bitte, den jungen Mann wegen feiner auseinander, daß dies nur durch sittliche Veredelung der Charaktere hochgradigen Erregtheit einer Anstalt zuzuführen. Der PolizeiEs ist nicht ein besonderer Vorzug, unbescholten zu und geistige Vervollkommnung der einzelnen Individuen möglich Direktor lehnte die Erfüllung dieser Bitte als gesetzlich unzulässig fein: das bedeutet keineswegs, daß man ein guter Mensch ist, sei. Weiter sagte ich, daß ich nicht mehr ausschließlich für das an den Polizeidirektor herantrat, sie vor den Bedrohungen ihres ab, als aber die Mutter abermals mit der dringenden Bitte sondern lediglich, daß man noch nicht bestraft ist! So hat sich Proletariat kämpfe, sondern für alle Menschen, denn es gebe im Sohnes zu schüßen, hielt es der Beamte für seine Pflicht, ihr gestern der Präsident des Echwurgerichts am Landgericht II, vierten Stand so viele Heuchler und Schmaroher, die nicht werth diesen Schutz angedeihen zu lassen und schickte ihr einen Landgerichtsrath Meyer bei Gelegenheit der Rechtsbelehrung gefeien, daß ein Wort für sie gesprochen werde. Zum Schluß sagte Bolizeibeamten ins Haus, der sich äußert. Wir wissen nicht, ob dieser Herr sich hierbei vor Augen ich, wir beklagen uns mit Recht über die heutigen Klaffengegen nicht benutzten Zimmer aufhielt. in einem sonst gehalten hat, daß in der heutigen Gesellschaft so mancher Lump fäße, diese sind aber nur durch gegenseitige Belehrung und nicht in dem mit der Ueberschrift Ein Gewaltatt" versehenen Diese Vorgänge wurden als Biedermann herumläuft, während ehrliche Leute, die das durch Haß zu beseitigen. Dies sind die Grundzüge der Rede, Artikel abfällig besprochen und es ging durch den letzteren die Lumpenthum ihrer Ueberzeugung nach beim rechten Namen welche ich in der Königsbank gehalten habe." nennen, für diese Missethat von Rechtswegen mit schweren Tendenz, den Konrad Hänisch als Opfer seiner sozialdemokratischen Der Theaterdirektor Charles Maurice ist unter der Gesinnung hinzustellen. Es wurden die Schicksale deffelben ausStrafen belegt werden. 9 geliefert worden. Maurice stellt jede Schuld in Abrede und be- Hänisch, die Bemühungen, denselben in eine Nervenanstalt zu Anfchuldigung des Betrugs in das Untersuchungsgefängniß ein führlich geschildert, ebenso die Maßnahmen des Vormundes gegen hauptet, das Opfer einer Personenverwechselung geworden zu bringen und schließlich der Versuch, ihn der Anstalt Bethel bei sein. Bei ihm aber hat die Natur eine Verwechselung mit an- Bielefeld zu überweisen. Dabei wurde auch des Eingreifens der fennen. Maurice hat sich übrigens selbst auf einen längeren Abend sogar ein Polizeibeamter unter dem Tannenbaum geseffen fehr wohlbeleibt und auch das Gesicht ist mit Leichtigkeit zu erfich die Polizisten in der Ueberwachung ablösten und am heiligen Aufenthalt vorbereitet, denn er hat an Kleingeld nicht weniger als habe. Durch Beweisaufnahme ist festgestellt, daß der überwachende 3000 M. mitgenommen, damit er sich besser verpflegen tönne. Polizeibeamte nicht am Bette des jungen Mannes gesessen Geschäftes. wir jüngst berichtet haben. während der " wahrzunehmen wesenheit des Kaisers den Sicherheitsdienst deren Personen sehr erschwert, denn er ist von„ furzer" Figur, Polizei gedacht und gesagt, daß am Bette des jungen Mannes Sind das Das wird dem Pflichten und sei es auch nur die, eine arme Echacherseele zu denunziren. Pfui Teufel! Der Die lieben, alten Wohlbekannten. Eine starke AbtheiIung von Berliner Echuylenten ist Montag Abend 11 Uhr 25 Minuten von hier nach Friedrichsruh abgefahren, um dort ängstlichen Mann in Friedrichsruh, der früher bekanntlich nie ohne eine Schaar Geheimer sein Haus verließ, in dem heutigen Wirrwarr eine Beruhigung und angenehme Erinnerung zugleich sein. brachten fürzlich Helden! Die„ Kreuz- Zeitung" schreibt:„ Wir brachten fürzlich die Notiz:" Von verschiedenen Seiten gehen uns Die Judianerspiele, die aus dem Zirkus auf die Straße und am heiligen Abend ein solcher Beamter allerdings nicht wieter lebhafte Klagen zu über jüdische Lotterie- Kollefteure aus verpflanzt sind, haben schon wieder einen Unfall herbeigeführt, unter" den Weihnachtsbaum, aber doch in dem Zimmer sich aufMecklenburg, die an hochgestellte Herren vom Militär und Zivil todtgefahren worden ist. Am Dienstag Nachmittag gegen 1 Uhr steht fest, daß der Konrad Hänisch nach Gutachten des Kreisnachdem erst neulich dadurch ein Mädchen in der Ackerstraße gehalten habe, in welchem der Weihnachtsbaum stand. Ferner ihre zudringlichen Briefe, selbst mit Originallooſen, einsenden. beluftigten sich Echüler an der Jerusalemer Kirche mit Lasso- physikus von dem behauptet wurde, daß er mit 5 Polizisten Wir können nur wiederholt rathen, alle derartigen Briefe zer- werfen. Die Echlingen führten sie in den Schulmappen bei sich, ins Haus gedrungen sei geistig völlig gesund ist, die riffen dem Papierkorbe zu übergeben; Unannehmlichkeiten können die legteren waren auf einen Sandhaufen niedergelegt Mutter aber inzwischen wegen unheilbarer Geisteskrankheit durchaus nicht entstehen." Hierzu schreibt man uns von aus worden. Ein etwa zehnjähriger Knabe fing einen jüngeren dem Irrenhause überwiesen worden und die angebliche Bedrohung wärts: Der Hath mag wohl ganz gut sein; doch ist es weit mit sem gafio sehr geſchidt ein, batte aber die Schlinge wohl ein Ausfluß ihrer Geisteskrankheit gewesen ist. besser, wenn die Empfänger folcher Sendungen lettere, aber mit dem Umschlage, damit der Abgangsort ersichtlich ist, mit fest zugezogen, daß dem eingefangenen Kind die Kehle fest zu Verfasser des Artikels ist seinerzeit in Leipzig zu 150 M. Geldturzem Anschreibungen der Polizeibehörde ihres Wohn- Kirchenplatz hinstürzte. Gine blutige Wunde an der rechten hier gegen den Angeklagten 3 Monate Gefängniß, da geschnürt wurde, und daß es nach Luft schnappend auf dem strafe verurtheilt worden. Staatsanwalt Diet beantragte ortes oder derjenigen königlichen Staatsanwaltschaft, in deren Kopffeite war die Folge davon. Borübergehende Personen mußten die Polizei in durchaus korrekter Weise lediglich ihre Schuldigkeit Bezirt sie wohnen, zur weiteren Veranlassung übersenden. Eines den ahnungslos eingefangenen Knaben aus der festen Echlinge gethan habe und der Artikel wieder nur die Tendenz verfolge, Bezirk sie wohnen, zur weiteren Veranlassung übersenden. Eines Strafantrages bedarf es hierzu nicht. Ich habe bereits in allen befreien, die der schnell entfliehende Lassowerfer bei dem Opfer gegen die Polizei aufzuheben und die Autorität zu untergraben. ikel wieder nur die Tendenz verfolge, solchen Fällen Bestrafungen der betreffenden Kolletteure, im Stiche gelassen hatte. Unter dem Publikum rief der Vorfall R.-A. Heine beantragte dagegen die Freisprechung, da der bis zu fünfzig Mart, erzielt." Noblesse oblige! Adel legt großen Unwillen hervor. auf. Artikel fich offenbar nur gegen eine vermeintliche Vergewaltigung Der Tod eines Almofenempfängers wird in einem der eines jungen Mannes durch seine Familie Bezw. den Vormund Die Genossenschaftsidee des Herrn Wiese findet, nachdem Almosenempfänger R. Müller, Sorauerstr. 10, wohnte bei einer hof war auch der Meinung, daß in dem Artikel weniger das Der GerichtsBreffe zugegangenen Bericht wie folgt beschrieben: Der 60jährige richte und die Polizei in feiner Weise beleidige. die Arbeiterschaft mehr als unzweideutig abgelehnt hat, sich für alleinstehenden Wittwe Grbs mit ein. Diese fand vor zirka Verfahren der Polizei, als vielmehr das der Familie gegeißelt diese Pläne zu engagiren, Gnade vor den Augen anderer Leute. 6 Wochen Aufnahme in einem hiesigen Krankenhause. Als sie werden sollte und erkannte deshalb auf Freisprechung. Am Montag Abend fand eine Versammlung des Vereins Frei nun dieser Tage als geheilt entlassen sich in ihre Wohnung land statt die in breitester Weise sich mit diefen Theorien be- begeben wollte, wurde ihr trok wiederholten Klopfens nicht ge- Barnim hatte sich heute der Agent Emil Gerstenberger Wegen Beleidigung des Landrathes von Nieders fchäftigte und in lebhafte Duationen für den anwesenden Eröffnet und ein herbeigeholter Schloffer mußte ihr Eingang ver aus Weißensee vor dem Schöffengericht am Amtsgericht II zu finder" austlang. Die Freiländer haben nach mehrfachen Ber ver- um 15. September v. 3. fand in Weißensee eine ficherungen die Absicht, da ihren Plänen der fremdländische bar, denn unter dem Tische wurde die bereits völlig erstarrte sozialdemokratische Voltsversammlung statt, in welcher Genoffe schaffen. Den Eintretenden bot sich nun ein schrecklicher Anblick verantworten. Am 15. September v. 3. fand in Weißensee eine en een bot Boden ungünstig ist, in Deutschland selbst mit der Verwirklichung Leiche des Müller vorgefunden. Wie lange dieselbe schon am Stadthagen einen Vortrag über„ Die geheimen Erlaffe der Landihrer Projekte vorzugehen, naturgemäß niuß ihnen dann Herr Fundort lag, war nicht zu ermitteln, auch konnte die Todesurfache räthe" hielt. Nach diesem Vortrage tam es zu einer Diskussion, Tajele recht willkommen sein. Wiese recht willkommen sein. Es hat aber den Anburch den von der Polizei schleunigst requirirten Arzt nicht feft- in welcher der Angeklagte fagte, auf derselben Stufe wie die fchein, als ob sich auf diesem Boden noch mehr zusammen finden wollte. Man sprach davon, daß die gestellt werden, weshalb die Reiche beschlagnahmt und nach dem geheimen, ständen auch die öffentlichen Erlaffe, er erinnere Kreise der Bodenreformer und die Verfechter des Egydianismus stunde Schauhauſe überführt wurde. In der Umgebung des mysteriösen nur an den Erlaß des gaie fäme derselbe dazu, dem Gesetz wegen Festseßung der Polizei. der Idee sehr sympathisch gegenüber ständen. Die Zukunft vor Hunger gestorben. wurde in glühenden Farben gemalt. Glück und Wohlergehen Durch einen eigenartigen Unfall ist am Montag Abend trächtig, wie gesetzwidrig. Wegen dieser Aeußerungen erstatteten zuwider derartige Erlasse herauszugeben, dies sei ebenso nieder wird anbrechen für alle, insbesondere aber für die Herren Kapitalisten, die zu diesen Gründungen den schnöden Mammon um 63/4 Uhr der 45 Jahre alte Arbeiter Robert Wagner aus die überwachenden Gendarmen Opitz und Jakob Anzeige. Der gewähren wenn die Massen auf den Köder anbeißen. Damit der Bergmannstr. 90 um das Leben gekommen. Er war dabei Landrath stellte darauf Strafantrag. Der Angeklagte behauptete hat's freilich gute Wege. Hidegaguulbae to gems behilflich, eine sieben Fast keine Woche vergeht, ohne daß nicht ein Bahn Ende angefaßt. Er fiel über eine Schwelle, die ihm im Wege so spät in seine Hände gekommen, daß es ihm nicht möglich ge83 fortzutragen und hatte an dem hinteren wie die Gendarmen behaupteten. Zudem sei auch die Anklage arbeiter auf der Stadtbahn sein Leben einbüßen müßte lage; die Bohle entglitt ihm und traf ihn auf den Kopf. G Am Dienstag Morgen gegen 8 Uhr hat sich abermals ein Schädelzertrünmerung führte in wenigen Augenblicken den Tod Gendarmen bekundeten Gine wesen fei, Entlastungszeugen laden zu lassen. Die beiden schwerer Unglücksfall zwischen den Haltestellen Zoologischer herbei. ganz bestimmter Form, daß Garten und Charlottenburg zugetragen. der Angeklagte die betreffenden Aeußerungen gebraucht führung der Leibnizstraße war Aus der Haft ist gestern der Kutscher Emil Schmidt ent- der beiden Gendarmen die Beleidigung für erwiesen und lehnte babe. Der Gerichtshof hielt auf grund der Aussagen arbeitern auf dem Bahnkörper beschäftigt. Der bejahrte Arbeiter lassen worden, der am Abend des 21. März in der Köpenicker den Antrag des Angeklagten ab, die Sache behuss Ladung Megner aus Moabit wurde dabei von einem heranfahrenden Straße ein fünfjähriges Mädchen todtgefahren hatte. Echmidt hat weiterer Zeugen zu vertagen. Es wurde darauf gegen GerstenStadtbahnzuge erfaßt und büßte beide Beine ein. Gewurde nachweisen können, daß ihn keinerlei Schuld an dem traurigen berger auf zwei Wochen Gefängniß und Publikationsnach dem Krankenhause in Charlottenburg gebracht, wo bis jekt Vorfall trifft. befugniß an der Amtsstelle zu Weißensee erkannt. Erwähnens wenig Hoffnung auf seine Wiederherstellung besteht. Alles für Sittenverbrechen. Wegen eines schändlichen Verbrechens, werth ist die Begründung des Urtheils, in der es heißt: Es sei 2 Mart und 30 Pfennige Tagelohn! Giebt es denn wirklich das gegen ein 4jähriges Mädchen in Moabit verübt wurde, ift dem Angeklagten zu glauben, daß er sich für berechtigt gehalten Tein Mittel, die neuerdings mit entfeßlicher Häufigkeit auf am geftrigen Tage ein 19jähriger Bursche festgenommen. habe, daß, wenn der frühere Rechtsanwalt Stadthagen solche tretenden Unglücksfälle zu verringern? Unter dem dringenden Verdachte der Blutschande wurde gestern beleidigende Aeußerungen geäußert habe, auch er solche Worte der Arbeiter R., Berlinerstr. 112 au Rigdorf, verhaftet und in gebrauchen konnte. Die bisherige Unbescholtenheit des Angeklagten das Amtsgerichtsgefängniß eingeliefert. Die Frau deffelben be- fei ihm zu gute gerechnet worden. findet sich seit Ende v. Js. in der Frrenanstalt, und K. soll seit biefer Beit mit seiner 17jährigen Tochter verbrecherischen Um geführt, welche gestern vor ber vierten Straftammer des Land. Ein Sittenbild wurde, in der Verhandlung vor Augen otgerichte I. gegen die Wittwe Augufte Horn stattfand. Die 1. Vermißt wird schon seit vorlegten Dienstag der in einem Verhandlung wurde bei verschlossenen Thüren geführt, aus der Kohlengeschäft der Köthenerstraße in Berlin angestellte Reifende Urtheilsverkündigung ging indessen der Sachverhalt zur Genüge Amandus Harmuth aus Echöneberg. Er war nach Angabe feines Prinzipals am Dienstag voriger Woche mit der Eins ziehung von Geldern, ungefähr tausend Mart, beauftragt worden und ist seitdem verschwunden. Der Prinzipal befürchtet, daß dem in geregelten Verhältnissen lebenden Reisenden ein Unglücksfall Unweit der Uebereine Kolonne von Streckenstück Bellealliancestreter lange, schwere Bohle auf dem Grund- in der Verhandlung, daß er die Worte nicht so gebraucht habe, O, welche Lust, Soldat zu sein! Unter der Beschuldigung, ausgewandert zu sein, ohne davon der Militärbehörde Anzeige erstattet zu haben, werden vom Amtsgericht I, Moabit, nicht weniger als 352 Wehrmänner der Landwehr 2. Aufgebots, welche sämmtlich ihren letzten bekannten Wohnsiz in Berlin gang gepflogen haben. hatten, durch öffentliche Vorladung auf den 2. Mai d. J. zur Hauptverhandlung geladen. Die 7. städtische Fortbildungsschule für Mädchen und Frauen beginnt ihr Sommersemester am 1. April. Die Unterridtsfächer find: Deutsch inkl. Schönschreiben, praktisches Rechnen, Bichführung, gewerbliches Zeichnen, Gesang, Turnen, alle Arten weiblicher Handarbeiten, Maschinenähen, Blätten, Schneidern und Puhmachen. Auch im mündlichen und schriftlichen Gebrauch des zugestoßen sei. Französischen und Englischen sowie in der Stenographie wird unterrichtet. Das Schulgeld beträgt monatlich 50 Pf. Anmeldungen neuer Echülerinnen werden entgegengenommen nachmittags von 6 Uhr ab im Amtszimmer der 42. Gemeindeschule, Naunynstraße 63, nahe der Adalbertstraße, beim Rektor Zander. Stationen. Das Kuratorium. Prof. Dr. Angerstein. Berlin Witterungsübersicht vom 26. März 1895. Eine für den Konkurrenzstreit zwischen Zivil- und Militärmusikern bemerkenswerthe Verfügung hat der Kriegsminister an die Kommandeure der Garde- Infanterie-, Kavallerie- und Artillerie, Regimenter, sowie der Schüßen-, Jäger, Pionnier- Bataillone Hamburg und des Kadettentorps erlassen. Demnach dürfen vom 1. April ab die Militär- Kapellen der Regimenter, Bataillone u. f. w. nur Wiesbaden. nach folgenden Tariffäßen in den öffentlichen Lokalen tonzertiren: München. An den Wochentagen dürfen die Spielleute( Hautboisten, Horien ninen zc.) pro Kopf bei einer vierstündigen Thätigkeit nicht unter Haparanda 4 M.( für jede Ueberftunde 50 Pf. mehr), an den Sonn- und Festtagen bei sechsstündiger Thätigkeit nicht unter 7 M.( für jede Cork. Die Dirigenten der Aberdin. Ueberstunde 50 Pf. mehr) tonzertiren. Militärkapellen erhalten, wenn die ganzen Chöre spielen, sowohl Baris an den Wochentagen, wie auch an den Sonn- und Festtagen l Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. BUG Windrichtung Windstärke (- 142443 Wetter Temperatur ( nach Celfins CG of Do BBB556848 Swinemünde 748 660 3 heiter 741 GGD 2 743 GD 3 743 SM 5 B bedeckt bedeckt Regen 3 8 747 747 28 746 DGD Petersburg 746 GO 748 WNW 737 746 SW halb bedeckt bedeckt woltig Schnee heiter bedeckt Regen -5 -6 in hervor. Die Angeklagte war der Kuppelei für schuldig befunden worden. Sie war Inhaberin eines fleinen Zigarrenladens mit einem Hinterstübchen. Bald wurde es ruchbar, daß die Angeklagte den Nebenraum ihren Kunden zu Zusammenfünften zur Berfügung stellte und auch solche vermittelte. In einem Falle hatte sie sogar eine unbescholtene Frau zu überreden versucht, an bem unſittlichen Treiben theilzunehmen. Der Gerichtshof verurtheilte die Angeklagte zu einem Monat Gefängniß. 28 Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wet Buchstaben oder eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Eine Unbekannte, Mariannenstraße. Kommen Sie zu uns oder bringen Sie den Fall in der Fachorganisation vor. Frau Ebert. Einen so umfangreichen Aufruf können wir nicht aufnehmen. Wir müssen Sie auf den Annoncentheil ver weisen. Maurer. Bei den vielen Krankenkassen in Berlin ist es uns nicht möglich, alle Berichte aufzunehmen. Gärtner. Wir ersuchen Sie un eine persönliche Rücksprache abends von 7-8 Uhr. Briefkaffen der Expedition. A. 2. 00. Eine deutsche Uebersetzung ist nicht erschienen; die franzöfifche Ausgabe tönnen Sie durch die Buchhandlung des Vorwärts" beziehen. Central- Theater Cirque Variété Für den Inhalt der Juferate über Alte Jakobstraße Nr. 30.( früher Circus G. Schumann). nimmt die Redaktion dem Publikum Emil Thomas a. G. gegenüber keinerlei Verantwortung Novität! 3um 40. Male: Novität! Theater. Mittwoch, den 27. März. Opernhaus. Rienzi, der letzte der Tribunen. Schauspielhaus. Das Leben ein Traum. Deutsches Theater. Die Weber. Lessing Theater. Der Königs " lieutenant. Berliner Theater. Der Herr Senator. Residenz- Theater. Fernand's Ehefontraft. Unsere Rentiers. Große Posse mit Gesang und Tanz in 4 Atten von Wilhelm Mannstädt und Julius Freund. Musit von Julius Einödshofer. In Szene gesetzt vom Dir. R. Schulz. Anfang 1/28 Uhr. Unter den Linden 21. Einzig in seiner Täglich Neues Theater. Der selige Toupinel. abends Schiller- Theater. Die Journalisten. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 28 Uhr Der Obersteiger. Theater Unter den Linden. Nanon. Art. Heute Ben- Ali- Bey. Oriental. Central- Theater. Unsere Rentiers. Magie. Adolph Ernst- Theater. Madame Suzette. Bellealliance Theater. Mädchen. Verliebte Ruth. Die lebende Alexanderplat- Theater. Hierauf Der wunde Punkt. National Theater. Brücke. Reichshallen Theater. Spezialitäten- Vorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Preise: 3, 2 und 1 M. Sitzplatz. zum 198. Male. Jeden Sonntag Nachmittag 4 Uhr: Familien- Vorstellung zu halben Preisen. Bock- Brauerei Brauerei Kaufmann's Variété. Spezialitäten- Tempelhofer Berg. Vorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten 57. Bock- Saison. Täglich: Schiller- Theater. Militär- Konzert. Gr. Mittwoch, den 27. März 1895, nachm. 4 Uhr: Nachruf! Für die herzliche Theilnahme bei Buchhandlung des Borwärts" dem Begräbniß meiner lieben Braut, Fraulein Anna Beator, sage ich allen Freunden, Bekannten und Ver Kinder- Vorstellung. wandten, insbesondere den Arbeitern U. a.:,,Der lustige Dorfbarbier", und Arbeiterinnen der Firmen Lerow Pantomime.!! Riesiger Lacherfolg!! und Langner meinen herzlichsten Dank. Kleine Preise. Bons haben Giltigkeit. 2956 Kinder auf allen Plätzen 20 Pf. Abends 71/2 Uhr: Extra- Gala- Vorstellung. U. a. Erstes Auftreten A. Gerting's fliegendes Luft- Trio. Hier noch nie gesehen. Die Künstler fangen sich u. a. mit den Füssen an den Füssen. Kassenpreise, Bons giltig. Donnerstag: Gr. Volks- Vorstellung zu kleinen Preisen. Sozialistischer Lese- und Diskutirklub. Donnerstag, 28. März, abends 8 Uhr, im Louiseustädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37: Vortrag des Magnetiseurs Herrn Gerling über„ Hypnotismus mit Experimenten". 287b Billets 20 Pf. Orts- Krankenkassen Der Hutmacher, Hut fournituren- und FilzwaarenVerfertiger zu Berlin. Ordentl. Generalversammlung am Sonntag, den 7. April 1835, fournituren- und vormittags 10 Uhr, im Rest.des Herrn A. Feind, Weinstr. 11, wozu die Delegirten hiermit eingeladen werden. 301b Tagesordnung: ( Wallner- Theater.) Anfang 5 Uhr. Sonntags 4 Uhr. richt der Kassenrevisoren pro 1894 und Mittwoch, 27. März, abends 8 Uhr: Die Journalisten. Donnerttag, 28. März, abends 8 Uhr: Gracchus, der Volkstribun. Freitag, 29. März, abends 8 Uhr: Die Journalisten. Sonnabend, 30. März, abds. 8 Uhr: Zum 1. Male: Die Karolinger. Trauerspiel in 4 Atten von Ernst von Wildenbruch. Sonntag, 31. März, nachm. 3 Uhr: Gracchus, der Volkstribun. Abends 8 Uhr: Die Journalisten. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Direktion: Mary Samst. Sensationelle Novität! Gaftspiel der amerikanischen Gesellschaft William Calder Die lebende Brücke. Großes Sensationsschauspiel mit Musik in 4 Aften( 11 Bildern), nach dem Englischen von Sutton Vane, übersetzt von H. Schwab. Dirigent: Adolph Wiedecke. Elektr. Beleuchtungseffekte v. Lakowsky. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 61/2 Uhr.- Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Bum fünften Male: Passage- Panopticum. 27 1. Jahres- und Kassenbericht. 2. BeAntrag auf Ertheilung der Decharge. 3. Besprechung wegen Einführung der freien Arztwahl. 4. Verschiedenes. Eintritt nur gegen Vorzeigung der Postkarte gestattet. Der Vorft and. gez. H. Rieck, Vorf., Anhaltstraße 14. Fritz Karl. Aug. Krause so. Wienerstr. 13, Blumen- Geschäft it. Kranzbinderei. Vereinskränze mit Widmung in bester Ausführung zu billigsten Preisen. Monatl. v. 10 M. an Theilzahlung. liefert elegante Anzüge nach Maass Temporowski, Schneidermeister, Berlin C, Jüden str. 37 I. Achtung! Berlin SW., Beuth- Straße 2. Die Emser Depesche oder Wie Kriege gemacht werden. Von W. Liebknecht. Sechste vermehrte Auflage. 41/2 Bogen Oktav. Preis 30 Pf. Porto 5 Pf. Vorstehende Schrift verdient Angesichts des von den BismardSchwärmern zu dessen 80. Geburtstag geplanten Rummels die weiteste Verbreitung, da sie den ,, Heros des Jahrhunderts" in die richtige Beleuchtung rückt. Achtung! Genossinnen und Genossen! Mittwoch, den 27. März, abends 8 Uhr: 1. in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29 und 2. in Sanssouci, Rottbuserstr. 4a: Große Volfs- Versammlungen. Tages Ordnung: 1. Wie stellen sich die Arbeiterinnen zu der Auflösung der Frauen Agitationstommission und wie gedenken wir uns jetzt zu organisiren? 2. Die Bedeutung der Gewerkschaftsbewegung für die Frauen und Mädchen des arbeitenden Volkes. 3. Distusfion. 33/1 Referenten: Reichstags- Abgeordneter Legien und v. Elm. Der wichtigen Tagesordnung wegen bittet um zahlreichen Besuch Die Einberuferin. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes für Berlin und Umgegend( Filiale Norden). Donnerstag, 28. März, abends 8 Uhr, in Schneider's Gesellschaftshaus, Belforterstraße 15: 2. Wander- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Waldeck Manasse über: Krieg im Frieden." 118/2 Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Gitanos Ruderverein Vorwärts. Graveure und Ciseleure Die Sigungen finden jezt Donners: ( andalusische tags in den„ Oranienhallen", OranienSänger, Tänzer ftraße 51, abends 9 Uhr, statt. Zur Einweihung des neuen Lokales u. Tänzerinnen) den 28. März: Vorstellung um 4, 5, 6, 7, 8 u. 9 Uhr. Castan's Panoptikum. 124/5 Gemüthl. Gesellschafts- Abend mit Tanz etc. Berlins und Umgegend. Hente, Mittwoch, den 27. März, abends 8%, Uhr, in den Armin hallen, Kommandantenstraße 20: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Schöpflin über: Die historische Entwickelung Genossen und Freunde als Gäste will- der Gewerkschaftsbewegung." 2. Distusfion. 8. Fragetaften. 4. Verschiedenes. fommen. Eintritt frei. Neue MitNoch nie dagewesen! glieder werden in jeder Sigung auf von Arad& Markus, Schäffer& Walker, Lind, Schulz, Gericke, Volgold& Sohn, Die Riesen des dunkeln Erdtheils: genommen und ist es bei den ermäßigten Die Dinka, 40 Männer, Frauen u. Kinder. Das scheckige Mädchen Marietta. ,, Präsident Faure" Feen- Palast Burgar. 22, neben der Börſe. Men 13um 1. Mal in Berlin. Men!! Clown Petroff Adolph Ernst- Theater Madame Suzette. Nen! 0 Vaudeville Bosse in 3 Atten von Ordonneau. Musik von Edmond Audran.( Novität.) In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété. Gastspiele des einzig lebenden Kolossalmenschen Emil Naucke. Einen immensen Lacherfolg haben allabendlich 9 Uhr: Die Kneipgenies Excentrics Burlesque Aft Don Emil Naucke& A. Fränkel. Musik von D. Blume. Naucke als Cascadeur! F Hausen als Baby! Zum Schießen! Naucke& Fränkel als Rixdorfer Sandtyrolerinnen! Anfang des Konzerts: Sonntags 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr. Anfang der Vorstellung: Sonntags 7 Uhr; Wochentags 71/2 Uhr. Parodie- Theater Oranien- Straße 52( am Morigpl.). Die Weber. Madame Sans- Gêne. Vorher: Zum Schluß: Heimath. Rasseneröffnung 612 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. und seine originell dressirten Esel, Schweine, Ferkel, Kaizen, Hunde, Hühner u. s. 1. Blondin junior. Der beste Tanzkünstler d. Gegenwart. Mr. Albino. ????? Das Räthsel.????? Wilhelm Fröbel mit einer ganzen Waggonladung neuer zündender Couplets. !! Grosses Programm!! Anfang: Wochent. 71/2, Sonntags 61/2 Uhr. Kassenöffn. 1 Stde. vorher. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Louis Keller's Beiträgen jedem Arbeiter möglich, das für Geist und Körper so gesunde Rudern auszuüben. Der Vorstand. Maifestzeichen!! Neues Muster, zweckmäßiges Demonstrationsmittel empfiehlt B. E. Buchwald, Altenburg, S.-A. Möbel- Auftion. Nur Donnerstag, den 28. März, ich wegen Vorm. 11-2 Uhr, werde 2976 vollständiger Auflösung und Abriß des Hauses zum 1. April Hierzu sind besonders eingeladen die Kollegen in den Gravirwerkstätten Brause, Schultze, Tauchert, Auerbach, Tissmar und den Eiselirwerkstätten Körner& Proll. Achtung! 293b Der Vertrauensmann. Handlungsgehilfen. Achtung! Heute, Mittwoch, den 27. März, abends 81/2 Uhr, im großen Saale der Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Große öffentliche Versammlung für Handlungsgehilfen und Gehilfinnen. Tages Ordnung:" Unsere Forderungen an den Reichstag und Bundesrath. 154/19 Referent: Kollege Aug. Hintze. Kollegen, erscheint Mann für Mann in der Versammlung. Die Rom mission für Ausarbeitung der Gewerbe- Ordnung ist eingeladen. Der Vertrauensmann der Handlungsgehilfen: Aug. Penn, Friebenstr. 46. 2 Seydelstr. 4 bie noch vorhandenen Künstl.Zähne M. Vollst. schmerzl. Zahnziehen 1M. Plomben 1,50 M. Rep Restbestände der Firma A. Holz Möbeltischlerei, seit 24 Jahren dasof. Theilz Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 8-7 Uhr. ſelbſt, beſtehend in Möbeln aller Art Muschelmöbel, ſpottbillig verk. In: Dresdenerstr. 18vorn 8 Tr.1. 2fenſt.möbl. als Buffets, Paneelsophas, Spiegeln, Trumeaux, Spinden, Verticows, Spiegels garderob., Garnituren, Bettstell., Waschtoiletten, Tischen, Dekorationen, Büchervalidenstr. 157, II I. Aufpolsterung Sopha 6, Matratzen 5 M. Hoteltapezier Weinbergsweg 6. spinden, Kronen, ganze Zimmereinricht. Hosen, Anzüge, Paletots, meistbiet. gegen Baarz. versteigern. Ge- nach Maah bestellt, nicht abgeholt, faufte Möbeln können kostenfrei lagern. Hälfte Kostenpreis. Münzstr. 4. Sigm. Joseph, Auftionator, Grüner Weg 121. Achtung! Zahnersatz, auch Theilzahl., wöchentl. 1 Mart, Gudel, Laufiger Play 2, Elsasserstr. 12. einzelne, wie ganze Achtung! Achtung! Allen Bekannten und Kollegen zur Nachricht, daß ich das Lokal Dresdenerstr. 28 eröffnet habe. Es wird mein Bestreben sein, stets gute tauft Kaim, Friedrichstr. 236. Speisen und Getränke สิน Lokal Briefmarken, Sammlungen, führen, um mir das Wohlwollen der Grosse Resterhandlung mich Besuchenden dauernd zu erhalten. Um recht regen Zuspruch bittet Otto Wendt, Dresdenerstr. 28. Wickelformen, immer in einigen 100 verschiedenen modernen Façons. Stetes Lager zirka Riesen- Festsäle. 20 000 Stück Formenpressen, sowie 29, Koppenstrasse 29. Mittwoch, den 27. März: Humoristische Soirée der beliebten Norddeutschen Sänger ( Dir. Steinmetz).: Neu! Hr. Alex. Hohenberg Neu! als Balleteuse u. Spigentänzerin. Anf. 8 Uhr. Bons giltig. Entree 30 Pf. Nachdem: Tanzkränzchen. Louis Keller. NB. Diese Soireen finden jeden Mittwoch statt. von Blum, Gr. Frankfurterstr. 124. Alle Arten Stoffrefte zu Jackets, Mänteln und Kindersachen. 124 Große Frankfurtertr. 124. Refterhandlung v. C. Weigel, Krautstr. 50. Fertige Damen- und Kinderkonfektion. Herrenstoffez. Anzügen. sämmtliche Maschinen und Utensilien Herren- Hüte 1,25 zur Zigarrenfabrik und Läden. Einsegnungs- Hüte 85 Pf. L. Cohn& Co., Georgenkirchstr. 64. neueste Façons verkauft das Fabrik. tomptoir, jetzt Barnimstr. 4 u. 5 I. [ 2916 Knaben- Garderoben Schulftr. 50 von den einfachsten bis zu den besten Genres in größter Auswahl zu den sof. u. später: Wohnungen 1 St. 1 R. billigsten Preisen. J. Lorkoska, 90. Friedenstr. 90 am Landsbergerplay. Wolgasterstr. 3-4 fof. u. später: Wohnungen 2 u. 1 St. 1 R Maybach- Ufer 2 Milchgeschäfts- Mothertigeräthe, 1 Laden m. Wohn. evil. m. Berwaltg Utensilien und Jordan, Kleine Markusstr. 28. am Dranien- plak Stube f. 2 Hrn. à 10. Füsilierstr. 18 bill. Wohnungen 1 und 3 Tr. 26466 Vord., Gart., Hofwohn. 7-86 M. monatl. Hennigsdorferstr. 26. Friedrichsberg, Jungstr. 46, mehrere Borderwohnungen von 63 Thlr. an fofort. 277b Gen. m. Bett s. Schlafstelle 1. April. F. Bary, Reichenbergerstr. 5, Querg. I. Eine saub. Schlafstelle Picklerfir. 7' Hof 3 Tr. bei Wr. Kosch e. 302b Schlafftelle 5 M. Friedrichbergerfir. 9, 296b v. 2 Tr. b. Thiede. Schlafstelle bei Wwe. Mener, Naunynftr. 84, 3 Tr. Schlafft. b. Meyer, Lausitzerstr. 40, H.I. J. Mann sucht Schlafft. m. Mittagstisch( nähe Alexanderplay). Adr. unt. M. 12 an die Exp. d. 3. Arbeitsmarkt. Bifeleurlehrling wird Brinzenſtr. 20, 3 r. 2895 verlangt, 290b Lehrling verl. für Schildermalerei Kiessling& Zweibart, Wasserthor str. 42. 2886 Ein Tapeziergehilfe( tücht. Bolsterer), 1 St. 1 K. Hinterhaus 1, 2 u. 3 Tr verl. A. Herold, Oranienstr. 83/84. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 73. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. d Pos 49. Gigung vom 26. März, 12 Uhr. Am Regierungstische: Miquel, Thielen. Das Andenken des verstorbenen Abg. v. Langendorff rt.) ehrt das Haus in der üblichen Weise. Auf der Tagesordnung steht zunächst die erste Berathung des Gefehentwurfs, betreffend die Eingemeindung der Stadt Bodenheim in den Bezirk der Stadt Frant furt a. M. und die Aufhebung des Amtsgerichts zu Bockenheim. Abg. Zimmermann( frk.) fragt an, ob die Regierung in der nächsten Session einen Entwurf einer Städte und Landgemeinde Ordnung für die Provinz Hessen- Nassau vorzulegen gedenke. Geb. Rath Halweg erklärt, daß die Regierung eine solche Vorlage allerdings beabsichtigt; eine bindende Erklärung jedoch, ob die Vorlage in der nächsten Seffion dem Landtage zugehen werde, tönne er nicht abgeben. Die Vorlage wird darauf in zweiter Lesung angenommen. In dritter Berathung wird der Gesezentwurf zur Ausführung des preußisch- luxemburgischen Vertrages über den Beitritt Luxemburgs zum Vertrage, betreffend die Regelung der Lachsfischerei im Stromgebiet des Rheins, und der Gefeßentwurf, betreffend die Aufhebung älterer, in der Provinz Schleswig Holstein und im Regierungsbezirk Kaffel geltender feuerpolizeilicher Bestimmungen, ohne Debatte angenommen. Es folgt die zweite Berathung der SekundärbahnBorlage. Die Budgetkommission beantragt hierzu folgende Resolution: Die Regierung zu ersuchen, ohne erst eine Revision des Enteignungsgefeßes abzuwarten, bei späteren Vorlagen eine Aenderung des bisherigen Verfahrens bei der Heranziehung der Betheiligten zu den Grunderwerbskosten bei dem Ausbau von Nebenbahnen in Anwendung zu bringen und dabei zu erwägen, ob nicht den Interessenten die Wahl zwischen Hergabe des Grund und Bodens und einer Pauschalsumme freizustellen ist. = Für die Linie Angerburg- Goldap werden 3740 000 Mart bewilligt. Bei der Linie Jablonowo- Riefenburg mit Abzweigung nach Marienwerder, 5 960 000 M., beantragt die Kommission die Petiton des Magistrats vou& eſſen durch die Annahme dieser Summe Die Linie wird bewilligt, die Petition für erledigt erklärt. Die Linien Rheda- Buzig, 1070 000 m., und Ströbel Schweidnik, 1853 000 m., werden bewilligt.Te Bei der Linie Bolkenhain- Merzdorf, 2 000 000 m., beantragt die Kommiffion die Petitionen des Magistrats und der Stadtverordneten Versammlung von Hirschberg, sowie der Handels. fammer daselbst für erledigt zu erklären, die Petitionen des Provinzial- Ausschusses von Schlesien und der Handelskammer zu Breslau bezüglich des Ausbaues der Linie als wollbahn fir et ledigt zu erklären, bezüglich des Ausbaues der Linie StriegauBolkenhain zur Vollbahn der Regierung als Material zu über weisen, die Petition des Kreisausschusses von Bolkenhain um Erlaß des Beitrages von 70 000 M. Kilometergeldern für bern für erledigt Die Linie wird bewilligt, die Kommissionsanträge über die Petitionen werden angenommen. ju erfiðrer... wird bewilligt. Die übrigen neuen Linien werden ohne Debatte bewilligt. Zur Förderung des Baues von Kleinbahnen werden 5 000 000 M. gefordert. Die Kommission beantragt folgenden Zusatz: Ueber die Verwendung dieser Fonds wird dem Landtag alljährlich Rechenschaft abgelegt werden. Abg. v. Riepenhausen Grangen( t) wünscht, daß dieser Fonds vorzugsweise den Provinzen zu gute kommt, die bisher bei den Eisenbahnbauten vernachlässigt seien, wie Pommern, Westpreußen, ein Theil von Ostpreußen, und daß daraus auch folche Bahnen unterſtügt werden, welche auf Verlangen der ReDet ist. gierung als Sefundärbahnen gebaut werden. Minister Thielen: Bei der ersten Lesung habe ich bereits gesagt, daß sich feste Grundsäße für die Vertheilung noch nicht aufflellen lassen. Ich habe mich aber zur Rechnungslegung im nächsten Jahre dem Landtage gegenüber bereit erklärt. Gs werden die Provinzen zu bedenken sein, wo die Kleinbahnen zur wirthschaftlichen Hebung nöthig sind. Das werden auch hauptfächlich die ostelbischen Provinzen sein. Mittwoch, den 27. März 1895. 12. Jahrg. Mitarbeiter der Ansicht, er wäre vor dem Unfall geistig voll Töpfer und Berufsgenossen, die sich mit Besprechung der heutigen ständig intatt gewesen. Hervorgehoben wurde noch, daß jetzt zwei wirthschaftlichen Lage beschäftigte. Daudert berichtete, daß von Arbeiter die Arbeiten ausführten, welche B. seinerzeit hätte allein feiten einiger Innungshelden ein Vorstoß gegen den Lohntarij bewältigen müssen. Ein vom Reichs- Versicherungsamt zu geplant fei, er ermahnt deshalb die Kollegen zusammen zu halten, Rathe gezogener Jrrenarzt befundete, Geisteskrankheiten( Irrsinn) und alle Abzüge zur Kenntniß des Bureaus zu bringen. Die in pflegten fich langsam zu entwickeln, wenn B. bald nach dem Fall nächster Zeit stattfindende Versammlung wird dann zu einem frank geworden, so sei anzunehmen, daß die Krankheit bei ihm Abwehrstreik Stellung nehmen. Die Maifeier wird, wie selbstschon vor dem Unfall sich zu entwickeln begonnen hatte. Aller- verständlich, auch in diesem Jahre durch absolute Arbeitsruhe Dings fönnte auch ein Fall wie der B.'s die Grundlage für und Vormittagsversammlung begangen. Es wird noch mit Geistesgestörtheit abgeben, lektere trete aber nicht sofort ein, getheilt, daß Kollege Topf in zweiter Instanz wegen VerrufsSondern braucht Zeit zur Entwickelung. Indem es sich auf erklärung eine Herabsehung der Strafe auf 1 Woche erzielte. Refurs mit der Begründung zurück, es müffe angenommen Mittwoch, abends 8% Uhr, im Restaurant, Kommandanten- Garten", Romman Dieses Gutachten stützte, wies das Reichs- Bersicherungsamt den Landsmannschaft der Schleswig Holsteiner zu Berlin. Jeben werden, daß die Geistestrankheit B.'s nicht durch den Unfall dantenstr. 10-11. Sandsleute, auch Damen, find stets willkommen. Schmiede Berlins. Abends 8% Uhr bet Hoffmann, Oranienstraße 180: verursacht wurde. Mitglieder- Versammlung. Referent: Stadtv. Th. Megner. 起 Versammlungen. Theaterverein Freundeskreis". Sigung alle Dienstag 9 Uhr, im Restaurant Raporte, Golmsstr. 1. Gäfte willkommen. Roller'scher Stenographenverein Pionir. Mittwoch, den 27. März, abends 834 Uhr, im Restaurant Rausch, Hussitenstr. 9, Unterricht und Fort bildung. Gäste mitommen. Salon, Alte Jatobfir. 48a: Große Versammlung. Achtung! 3. Wahlkreis! Mittwoch, den 27. März, in Deigmüller's Vergnügungsverein Italia. Mittwoch, den 27. März, abends 9 Uhr, im restaurant Thiesen, Zionstirch- Plaz 1: Sigung. Gäfte willkommen. 1 Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 27. März, abends 8% Uhr, Waldemarstr. 75: Große öffentliche Versammlung Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 7-8% Uhr: Lektüre. 8-10% br; Nordschule, Müllerstr. 179 a: Naturerfenntniß( Die Darwin'sche Theorie Waldemarfir. 14: Geschichte( neueste seit 1848). Vererbung und Anpassung). Südost- Schule, fächern werden Bei allen Unterrichtsneue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit auf= genommen. siegte, Echwedterfiraße 38. Lese- und Diskutirklubs. Mi Mittwed. Johann Jacoby, bet Fris Saferland, Bellermannftr. 87. Gesundbrunnen, Abends 8% Uhr, bei Gleichhett, Abends 8% Uhr bei Stramm, Mittersiraße 123.- Seine, Rirdorf Abends 8 Uhr, Prinz- Sandjeryfir. 60, und Lefeklub Morgenroth, Abens 9 Uhr, im Restaur. Diefe, Lothringerparterre. Einigkeit, Abends 8 Uhr bei Beige, Triftstr. 1.- Theater straße 67. Neumann, Pafewalterfir. 3. Alle Henderungen im Bereinstalender find zu Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsigender Adolf richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Mittwoch. Uebungs funde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Siedesfreiheit 1, bet Stark. Andreasstr. 26, bei Wilte. Norddeutsche Schleife, Schönleinstr. 6 ( Gemischter Chor), Rosenthalerstraße Nr. 67 bet Wernau. Unverzagt 1, Manteuffelstraße 9 bei Nomadt. Freya I, franz 1, Lichtenbergerstraße Nr. 21 bei Seife. Lorbeer Große Frankfurterſtraße Nr. 183 bet Gold. – Eco 1, Bantow, BoulantGide 1. Für die Genossen im zweiten Wahlkreis fand sam Für die Genossen im zweiten Wahlkreis fand am 21. März eine Wahlvereins- Versammlung bei Zubeil in der Lindenstraße statt, in welcher der Reichstags- Abgeordnete Genosse Klees einen interessanten Vortrag hielt über die Entwickelung der Rechtsbegriffe. In fünfviertelstündiger Darlegung veranschaulichte Redner in gemeinverständlicher Weise, wie sich der Rechtsbegriff von seinen ureigenen Erscheinungen: vollständiger Gleichberechtigung an, stets der fortschreitenden wirthschaftlichen und politischen Entwickelungsphase anpaßte. Alle vom Bortragenden beleuchteten Erscheinungen im wirthschaftlichen und politischen Leben bewiesen denn auch, daß stets die Macht das Recht war; mit Recht sagte daher Lassalle: erringt die Macht, dann habt Ihr das Recht. In der Diskussion streifte Genosse Schöpflin die Ausmuzung des Rechtes durch das Christenthum und warnte vor zweifelhafter Lektüre, die oft dazu angethan sci, den wahren Rechtsbegriff zu verwirren. Zur weiteren Tagesordnung richtete der Vorstand an die Versammlung die Frage, wie diese sich zu der ihm durch 88 Unterschriften befürworteten Ginberufung einer außerordentlichen Generalversammlung stelle, zwecks Statutenänderung für eine Reorganisation des Wahlvereins. Nach ausführlicher Begründung seitens der Befürworter der Reorganisationsfrage wurden von seiten derjenigen Genoffen, die diefer Grage paffiv, gegenüber ſteheit des Schidials erhoben, in anbetracht gänzlichen Ungewißheit 138 der Umsturzvorlage die Sache hinauszuschieben. Nach einer gegenseitigen Verständigung verzichteten die Befürworter auf die fannt gegeben, daß noch Uraniabillets für den Besuch am ersten Einberufung einer Generalversammlung. Zum Schluß wurde beOsterfeiertage zu haben sind. Eine Versammlung der Drechsler und Berufsgenoffen, einberufen von dem Vertrauensmann der Holzarbeiter, tagte bei leider sehr mäßiger Betheiligung am Sonntag. Der Referent, Stadtverordneter Mehner, legte in seinem recht ausführlichen Vortrage über„ Die wirthschaftlichen Srisen und die Arbeitslosigkeit" dar, wie unter der Entwickelung der gegen bedeutenden Umfang angenommen hat. wärtigen Produktionsverhältnisse die Arbeitslosigkeit einen so straße 113 bei Lehmann. 1 Gr. Brantfurterfit, iss bet Golb.Gefangverein Arion III, Rirdorf, HerrmannFreundestreue( gemisch. Chor), Ginigteit 1( Sutmacher), Neue Friedrichstr, 44 bet Nöllig. Allegro, walkerstraße 3 bei A. Neumann. Freiheit 1, Bülowstraße 65 bei Nichter. Steinnelle, Pase= Süd- Ost, Faldensteinftr. 7 bet TrittelSiemensfiraßen Ede 14.- Kupferschmiede, Weinstraße 11 bei Feind. wig.- Liedeslust, Fürstenwalde an der Spree, Schloßtelleret. Freier Männerchor Nord West( früher Klempner) Moabit, Emdener- und Rothe Nelte 1, Schöneberg, Golastr. 48 bei Klauke. Appolonia, Rosenthalerstr. 57 bei Wernau. Freiheitsgruß, Cremmenerstr. 1 bei Wathies. Schneeglöckchen 1, Rirdorf, Hermann- und Karlsgartenfraßen- Gde bet Silpert. Schneeglöck chen 2, Potsdam, Brandenburger Shomunitation 16 bet Glaser.- Dia tengruß 3, Friedrichshagen, RundFelsenburg, Krautstraße 6 bet Rudolph. Rütli, Friedenau, im Kurhaus, Ring- und Rheinstraßen- Ecke. Borwärts 7, Rummels= burg, Göthe und Kantstraße Gde bet Greinert Hoffnung 3, Freiheits= Brandenburg a. D., Kontordia", Wilhelmsdorferstraße. 11änge 1 Stallchretberfir. 20 Sum etchenen Stabbet echöning Arbeitergefangverein ron Brig in Priz, Bürgerstr. 4 Seeger'scher Männerchor, Landsberger Allee 156 bet Göbel. Glüh= licht( cem. Chor) Perlebergerfiraße 28 bei Sermerschmidt. Matengruß 2, Referat an und betonten, wie nothwendig die Verkürzung der Charlottenburg, Pestalozzifir. 83 bei A. Gaffe.- Dämmerlicht, ZorndorferDie Diskussionsredner lehnten sich in ihren Ausführungen hem Arbeitszeit ist, um der Arbeitslosigkeit etwas zu steuern. All- fraße 17 bei Hoffmann. Edelweiß 2, Potsdam. Brandenburger Kom gemein bedauerte man die Theilnahmlosigkeit unter den Kollegen. bei Treppens. Männer- Gefangverein Gebulb, Gesundbrunnen, Buttmunitation 16 bei Glaser. Heimathflänge, Rcpenid, Rosenstr. 101 Die Zustände in der Drechslerei seien wirklich dazu angethan, ma Gesangverein Freiheitst länge II, daß eine Besserung geschaffen werden müsse. Bei Arbeitslöhnen Ghorinerfir. 55 bet Sobed. Männer- Gefangverein Ba Ime, Belten in der von 12 bis 14 M. wöchentlich sei nicht zu existiren. Wie in anderen firaße 18 bet Liebsch.. Mart, bei gemlin. Männer Gesangverein Georginia, Wieners Myrthe, Alte Jakobstr. 68 bei Diefenbach. Industriebetrieben hat auch in der Drechslerei die Maschine Eingang Weiße Rose, Reinickendorf, Resibenzſt 101 bei Malchin. Männers gefunden. Ueberstundenarbeit ist an der Tagesordnung, indem zu Gesangverein ieder Inst, Admiralstraße 38 bei Tubauer. Gangess Haus nach Feierabend mitgenommene Arbeit fertiggestellt wird. In allee 185 bei Ramlow. Iüthen, Stralauer Play 10-11 bet Boppe. Gleichheit, Schönhauser Gesangverein Frohsinn II, Friedrichsberg, vielen Fällen stellen sich Arbeiter im Hause in der Küche eine Dreh- Wartenbergstr. 67, bet Lange.- Gangerchor ber Maler, Unnenſtr. 9 bank auf, wodurch sich auch hier das sogenannte„ Zwischentrauter- bei Prob. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Bus Cuſter" herausgebildet hat. Dieſe unterbieten sich und er driften find, au richten an 8. Gent, Sibalbertraße 96 tomint vor, daß z. B. Treppentraillin fig und fertig polirt, für Sumorinis der Rauchttub, Görligerstraße 42 bei Picht.- Ge= 15 bis 20 Pf. geliefert werden, eine Leistung, mit der nicht ein elliger Verein Brüderlich teit Georgentirchfiraße Nr. 65 bet Spät. Verein Rhetorit, Naunynsir. 86 bei gubeil Abends 8% Uhr. Geselliger mel Maschinenarbeit konkurriren kann. Angesichts all dieser unBerein Hoffnung, Lebuserstraße Nr. 5 bei Nemiz( alle vierzehn gebeuren Mißstände ist allein ein festes Zusammenhalten er age). Theaterverein Proletariat, Naunynfir. 83 bei Köhn. forderlich, um diese Echäden zu beseitigen. Es erging deshalb edatstopftlub Spar- Agnes, Krautstr. 36 bei Infinger. Geselliger die ernste Mahnung an die Anwesenden, sich dem Holzarbeiter Rometta, Bucklerstr. 2 bet Müller.( Außerdem alle 14 Tage SonnVerein Alpenrose, Brizerstraße 22 bei Graf.- Privattheater- Gesellschaft Verband anzuschließen. tags.) Vergnügungsverein Amor 2, Prinzen- Allee 10 bei Bergemann. Geselliger Verein Freundschaft, Bimmerftr. 89 bei Engel. Rauch tub Rothe Fahne, Guvryfir. 48 bei Liehs.- Geselliger Verein Deutsche Gich e, Fürbringerstr. 7 bet Grothe. einen Abg. v. Riepenhausen tritt nochmals für die dringende Ju der Freien Vereinigung der Zivil- Verufsmusiker Nothwendigkeit, dem Often auch durch dieses Mittel zu helfen, ein. hielt am 19. März Genoffe Sassenbach einen recht beifällig Finanzminister Miquel: Wir haben uns zu diesem Fonds aufgenommenen Vortrag über die Bedeutung der gewerkschaft mit schweren Bedenken entschlossen, da dadurch die Privat lichen Organisation. Zur Erledigung stand hierauf die Wahl thätigkeit erlahmen könnte. Es handelt sich nicht darum, des Geschäftsführers, mit welchem Amt der Kollege Mathes denjenigen, benen diese Laft für Bahnbauten zuerst einstimmig betraut wurde. Die Erjahwahl eines Revisors fiel obliegt, einfach Echenkungen zu machen, sondern nur auf den Kollegen Lindenberg. darum, die Leistungen des Staates gerecht zu vertheilen. Wenn infolge dieser Summe wieder die alte Neigung eintreten Die Töpfer erörterten in ihrer Versammlung am 21. März sollte, ohne Rücksicht auf die Finanzen des Staats die eigene die Stellung zu dem Vorgehen einzelner Innungsmeister. Ter Thätigkeit der Nächstbetheiligten, Kreise, Provinzen, Privatinter- Vorsitzende Manthe gab das einleitende Referat. Redner nahm effenten, in den Hintergrund treten zu lassen und alle Hoffnung entschieden abweichenden Standpunkt zu dem Vorauf die Zuschüsse aus der Staatstaffe zu sehen, so würden diese wesenden auf, entschieden jeden Versuch, an dem Lohntarif gehen der Innungsmeister ein und fordert die An5 Millionen den größten Schaden anrichten. Trotzdem machen wir diesen Versuch unter bestimmten Voraussetzungen. Die zu rütteln, abzuweisen. Nachdem mehrere Redner sich im gleichen Summe wird nur da zu verwenden sein, wo tros des besten Sinne geäußert hatten, gelangte eine Resolution zur Annahme, Willens die Nächstbetheiligten das erforderliche Kapital nicht welche die Berufsgenossen auffordert, sich zu einer Abwehr gegen aufbringen können, durch solche Kleinbahnen eine diese Bumuthung zu rüsten. Am 12. Mai ist von den wesentliche Landesinelioration eintreten tann und wo zentralisirten" Töpfern eine Konferenz für die Provinz BrandenDie Versammlung wählte zum eine mäßige Rentabilität in Aussicht sieht. Bei besonderen burg nach Berlin einberufen. Nothständen wird allerdings in Ausnahmefällen auch über die Delegirten für diese Konferenz den Kollegen Jabuke. Die AbRentabilität himwegzusehen sein. Es wird ein großer Ansturm rechnung des Vertrauensmannes, die hierauf zur Verlesung von Betenten um diese Summe eintreten, und für viele Wünsche kommt, weist eine Einnahme von 287,25 M. und eine Ausgabe wird die Summe nicht genügend sein. Ich hoffe aber, daß damit von 197,30 M. auf. Das Aunt eines Revisors wurde dem nicht die Privatthätigkeit erlahmen wird. Kollegen Mar Müller übertragen und in die Kommission für Mit dem Kommissionszusage wird der Fonds von 5 Millionen den Arbeitsnachweis wählte die Versammlung die Kollegen bewilligt. Der Rest der Vorlage und die Resolution der Kom- Schubert, Möwes, Kühn und Hesse. Beschwerden mission werden ohne Debatte angenommen. über die Leitung des Arbeitsnachweises werden des Abends von Schluß 134 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 11 Uhr. 6-81/ 2 Uhr entgegen genommen. ( Kleinere Vorlagen, dritte Berathung der Sekundärbahn- Vorlage; Anträge; Petitionen.) 100 1381 Gerichts- Beitung: Mittwoch: Gesang Verein Hoffnung, Friedrichsberg. Uebungsfiunde Abends uhr, Restaurant O. Echulze, Friedrich Karifiraße 34. Privat- Theater gesellschaft seimathi ust, 9 Uhr Sigung i. Vereinslot. b. Lange, Stromftr. 28 uhr, Beughofstraße 8 bei Behlendorf. Aufnahme neuer Mitglieder. Privat- Theater Gesellschaft Bhilharmonie, Sigung mit Damen, Abends Theaterverein unitum, jeden Mittwoch Abends 9 Uhr bei Ruppin, Blumenstraße Nr. 49: Gigung mit Damen. Berliner Turns Gesong-, Turn- und gefellige Vereine. Mittwoch. ArbeiterTouristenverein genossenschaft. Die 3. Wänner- Abthettung turnt jeden Mittwoch und Connabend Abend von 8-11 Uhr, Chorinerfir. 74. Freiheit Mittwoch, Abends 8 Uhr, Bersammlung bei Wuttte, Blumenstr. 54. Geselliger Verein Unter uns, bet Sigung 8 Uhr Fischer, Beusselsir. 66. Musildilettanten- Verein Preciosa Abends 8% Uhr bet Meu er, Eminemünder firaße 45, Nebungsfiunt es von 8 bis 11 Uhr. Geisler, Jenn- und Tegelerstraßen- Ecke, uebungsstunde, Aufnahmen. Musit- Dilettanten- Verein Nordische länge. Jeden Mittwoch bet Schwimmverein Nord. Jeden Mittwoch Abend 7 Uhr Admiralgartenbad, Friedrichstraße, Uebungsflunde.- Geselliger Verein Anna- Marie, Abends 9 Uhr, im Restaurant Roll, Adalbertstraße 21, Sigung. gufiige 8wölf, im Restaurant Ruhl- Andree, Chorinerfir. 63. klub 50 jeden Mittwoch 8% Uhr Sigung bei Fechner, Wienerftr. 50. und Artistenklub„,& i che". Mittwochs von 9-11 und Sonntags von 11 bis 1 Uhr, bei Augustin, Kastanien Allee 11. geden Mittwoch, abends 8 Uhr, Sigung im Lofale Schulz, Weberstr. 10. Bergnügungsverein Fortuna. Theaterverein initum, jeben Mittwoch, abends 9 Uhr, bei Wiersboff, Alte Jakobfir. 96/97, Sizung mit Damen. Chem. Schüler der 18. Gemeindeschule 9% Uhr, Gr. Frankfurterstr. 30. 5. Nachdem Probe. Stattlub Dte Stat KraftVerein Ehemalige Schüler und Gäste willkommen. Rauchfluh Grüne Quaste, Mittwoch Abends 9 Uhr, bei Gorn, Kleine Markussir. 10. Rauchklub Granate, Forsterstr. 40 bet Zuguntte, Rauchtlub Artona, Abends 8 Uhr bet Herrn Brand, Reichen bergerfir. 122. Orientalischer Rauchtlub, Abends 9 Uhr, Reichens bergerstraße 24 bei Tauschte.- diauchtlub Frisch gewagt, abends 9 ihr bei F. Rockendorf, Bofenerstraße Sauchklub Roochloch, Admiralstr. 33 im Restaurant Abends 9 Uhr. Rauchklub Messa Iina, jeden Mittwoch bet H. Wuttte, Graubenzerstr. 2.-- Stat- Klub Treffs rantfurter- Allee so. bei D. Babel. Rauchtlub Ohne Zwang, Wein straße 28 bet Späth. Rauchtlub Die Dampfenden, Bangestr. 24 bet Seratsch. Rauchklub Virginia. Jeben Mittwoch Abend 9 Uhr bei Schnieber, Admiralstraße 21. Rauchttub Humoristische Pfeifen Sumatra Süd- Ost Abends 8% Uhr bei Müller, Siegnigerſiv. 18. brüder, Mittwoch Abends 9 Uhr bei Salzwedel, Klosterstr. 83. Rauchklub Rauchtlub Gemüthrich feit II, Gtzung jeden Mittwoch Abend 9 Uhr im Lokal Echmidt, Köpnickerstr. 171. Busammenkunft im Restaurant Specht, Martgrafenſtr. 83( Nähe Kochstraße). Freie Bereinigung der Kaufleute, jeden Mittwoch gemüthliche Arbeiter- Stenographenverein Eintracht, Unterricht und Uebungsstunden abends 8 Uhr in den Restaurants Owczaret, Langeftr. 65 und Geidler, 16.- Roller'scher Stenographenverein Pionir, Hussitenstr. 9. - Verein ehem. Schüler der 18. Gemeindeschule, jeden Mittwoch 9% Uhr Gr. Frankfurterfir. 30. German- American Klub Uncle Sam Club" Every Wednesday> Friedrichsfelde. Nachdem die am 11. März einberufene Versammlung der Korbmacher polizeilich verboten wurde, hatte man am 15. März eine andere Versammlung arrangirt. Das Referat übernahm der Kollege Voigt, der in treffender Weise den Werth und die Bedeutung der Organisation der Korbmacher darlegte. Zum Schluß forderte der Redner auf, am Ort eine Vom Reichs: Versicherungsamt. Die Angehörigen des Bahlstelle zu gründen. Dieser Aufforderung wurde von feiten Arbeiters und Schreibers Bornhüter, vertreten durch den der Versammlung entsprochen und meldeten sich sogleich 17 Kollegen Abgeordneten Harm, machten auf dem Rekurswege einen zur Aufnahme. Den provisorischen Vorstand bilden die Kollegen Rentenanspruch geltend, den die rheinisch- westfälische Textil- Be-. Däumichen, Bennemann, Kummer, W. DäuRestaurant Rausch, Abends 8 uhr, unterricht und Fortbildung. rufsgenossenschaft und deren Echiedsgericht zurückgewiesen hatten. mi chen, Bräuer und Reichert. B. war eines Morgens schon gegen 4 Uhr in die Fabrik geRigdorf. Die Freie Vereinigung der Bau- und gewerb gangen, in der er beschäftigt war, um eine dringende Arbeit zu lichen Hilfsarbeiter hielt am 17. März eine Versammlung ab. o'clock p. m. Frieboes Restaurant, Münzftr. 17. erledigen. Er hatte in der Dunkelheit, es war im Winter, Der zweite Borsitzende Heinemann sprach zu Eingang der das Malheur, die Treppe hinabzustürzen. Bald darauf war Verhandlungen feine Mißbilligung darüber aus, daß von den er geistestrant geworden, was die Kläger auf jenen Fall zurück Vorstandsmitgliedern die Sigungen so oft verfäumt worden. führten, wohingegen Berufsgenossenschaft und Schiedsgericht der Er erwartet, daß für die Zukunft in der Beziehung eine Meinung waren, es fehle der direkte ursächliche Zusammenhang. Befferung eintritt. Die Versammlung beschäftigte sich sodann Harm betonte vor dem Reichs- Versicherungsamt, daß doch wohl mit der Regelung einer Reihe interner Vereinsangelegenheiten. die Beule, welche B. nach dem Fall aufzuweifen hatte, auf ein Charlottenburg. Am 19. März tagte hier eine Versamm tüchtiges Aufschlagen mit dem Kopf hindeute, was sehr wohl die Hirnthätigkeit B.'s beeinträchtigt haben könne. Auch feien dessen lung des Vereins zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der we led Betefhaffen der Redaktion. orientalische Sprachen, Am Zeughause 1. A. S. Wenden Sie sich an Herrn Schalsejew, Seminar für orientalische Sprachen, Am Zeughause 1. $. C. E. Sprechen Sie, wenn es Ihnen gefällt, au der Redaktion vor. Soweit es möglich ist, wird Ihnen dann Bescheid werden. Gegen die Schwindel- und Maffen- Ansverkäufe! " Dem immer üppiger wuchernden Unwesen der Schwindel- Ausverkäufe, jene unsaubere Ronkurrenz, welche es versteht, durch allerlei Machinationen und Schleuderpreise große Kreise von Konsumenten an sich zu locken, muß endlich Einhalt geschehen. Namentlich weist solche Auswüchse die Herren- und Knabengarderoben- Branche auf, und ganz speziell ist es der Südosten Berlins, in welchem die Schwindel- Ausverkäufe floriren. Riesige Plakate in den Schaufenstern, welche den reellen" oder„ gerichtlichen" Ausverkauf 50 pet. unter dem eigentlichen Werth" verfünden, locken das Publikum an.„ Ganze Anzüge aus feinstem Stoff" werden mit marktschreierischer Reklame für nur 20 M." angepriesen und leider finden sich immer und immer wieder Räufer, die einen Versuch machen, um nach kurzer Zeit bereits das erstandene Kleidungsstück, als werthlos und mit dem sehr billig erscheinenden Schleuderpreis noch viel zu theuer bezahlt, fortzuwerfen. Unsere im Südosten der Stadt wohlbekannte Firma Köpnickerstraße 121, Carl Zobel, Herren- u. Knaben- Garderoben- Geschäft, Ecke der Michaelkirchstrasse, unternimmt es, den Kampf gegen diese Schleudergeschäfte auszufechten und dem Publikum die Augen zu öffnen. Reelle Waaren kosten auch reelles Geld. Wir zeigen in unseren 5 großen Schaufenstern den Passanten reelle Waaren zu reellen Preisen. Auf jedem Stück in der Auslage befindet sich der fefte Preis deutlich in Bahlen vermerkt, wodurch sich jedes Feilschen erübrigt. Die zu verkaufenden Garderobenstücke sind genau auskalkulirt und ist der Nutzen dem großen Umsatz entsprechend ein nur mäßiger. Die in den 5 Schaufenstern ausgestellten Kleidungsstücke sind in jeder Größe am Lager vorhanden. Ebenso bedeutend wie das Lager in fertigen Kleidungsstücken, ebenso reichhaltig ist auch unser Lager in in- und ausländischen Stoffen, aus welchem heraus der Kunde, welcher nach Maaß arbeiten lassen will, seine Auswahl treffen kann. Jeder Auftrag wird in kürzester Beit, wenn nöthig schon 12 Stunden nach der Bestellung, erledigt. Zur Bequemlichkeit der Kunden sind Ankleidekabinets vorhanden, ebenso befindet sich die Konfektion im Hause. Zu den toulanten Zahlungsbedingungen, welche wir dem kaufenden Publikum bewilligen, gehört u. a. auch die Annehmlichkeit, daß bei Einkäufen über 20 M. die Sendungen nach auswärts franko verschickt werden. Die gerechte Bedienung, die vorzügliche Waare und tadelloser Sih der Kleidungsstücke sollen unserer Firma zum Siege über die unreelle Schleuderkonkurrenz in dieser Gegend verhelfen und werden hoffentlich unferem altrenommirten Geschäft massenhaft neue Kunden zuführen. Zur Besichtigung der Geschäftsräume und ausgestellten Waaren ladet ein: Hochachtungsvoll Carl Zobel, Herren- u. Knaben- Garderoben- Geschäft, Berlin So., Köpnickerstraße 121, Möbel, Billigster u. bester Einkauf in Ostereiern Spiegel u. Polsterwaaren. Gr. Auswahl in Nußbaum und Mahagoni, billigste Preise| nur per Kaffe, im Speicher 0. Schmidt, Berlin N., Gartenstrasse 52 u. 56 Billigster u. Hurrah! Ostern! bester Einkauf in Ostereiern Dampfchokoladen- u. Marzipanfabrik, ( Telephon IV, 1296.) G. Cyliax, Hauptgeschäft u. Fabrik: Dresdenerstr. 24. Verkaufsstellen: Friedrichstr. 227. Königstr. 12. 1910L* Kommandantenstr. 67. schmerzlos eingesetzt, festsigend. Reparaturen sofort. Wenigre Künstl. Zähne Bemittelte Ermäßigung. Kreslawski, Spittelmarkt 13. Wegen Abriß des alten Eckhauses verlege mein seit 18 Jahren von mir betriebenes Gold-, Silber- u. Alfenidewaaren- Geschäft nebit Trauring- Fabrik u. Reparaturwerkstatt zum 1. April 1895 nach Rosenthaleritr. 20/21 nahe der Gipsstr. Bis dahin großer Ausverkauf im alten Eckhause bedeutend unter dem Auszeichnungspreis!! Bedienung, wie seit 18 Jahren, streng reell. E Carl Lützow, Juwelier und Goldschmiedemstr. Brunnenstrasse 198 am Rosenthaler- Thor. Möbel: auf Theilzahlung Lothringerstr. 76. Ecke Michaelkirchstrasse. Bekanntmachung. Hausgewerbetreibenden der Textilindustrie und der Hugo Lewent's Ww.Tabahindustrie wird vielfach die vorgeschriebene Entwerthung der für Schwarze( 1000) Damen! Die unterzeichnete Behörde nimmt hieraus Veranlassung, nachfolgend Frühjahrs- Jaquets 5,50-12,50, mit die auf die Entwerthung der Beitragsmarken bezüglichen Bestimmungen aus Seide gefüttert 13,50-20,00. Farbige der Bekanntmachung des Herrn Reichskanzlers vom 1. März 1894 und vom Modell- Jaquets 5-15,00. Eleg. Kragent- 16. Dezember 1891 auszugsweise in Erinnerung zu bringen: Capes( Pariser Neuheiten) Wolle, Seide, Sammet 2,50-30,00. Enorme Auswahl wirklich aparter Regenmäntel 6,50 bis 25,00. 44,7 Landsbergerstr. 48, 1 Treppe. sich und ihr Hilfspersonal verwendeten Beitragsmarten unterlassen. S phaplüschReste in glatt, gepreht und gewebten Qualitäten, auch echt Frisé und Moquet, enthaltend 6 bis 22 Meter, spottbillig! Muster franko! Abgepaßte hochelegante Satteltaschen fehr billig. Emil Lefèvre, Berlin S., Oranienstr. 158. Gelegenheitskauf für Brautleute: Im Möbelspeicher Neue Königstr. 59, vorn I., sollen über 100 Wirthschaftseinrichtungen, furze Zeit verliehen gewesene u. neue Möbel spottbillig verkauft werden. Ganze Einrichtungen 100, 150, 200-1000 M. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Damenschneiderei: Schnittmusterzeichnen ahlung. Kleiderſpinden 15, Küchenu. ( 10 M.) lehrt Frau E. Hoffmann, Cuvryftr. 48. Auch Abends u. Sonntagskurse. GESETZL MACHT HT STARK GESCH. ABRIK ERFURT Arbeiter Berlins! Die Fabrikate der ausgesperrten Schuhmacher in Erfurt werden jeßt, außer in den bekannten Verkaufsstellen, in den eigenen Niederlagen Bellealliancestr. 98/99 und Rosenthalerstr. 6364 Betten, Coulissentische, alles spottin vorzüglichster Beschaffenheit zu den billigsten Preisen verkauft. Wir bitten uns durch reichliche Einkäufe zu unterstützen. 1537L Deutsche Schuhfabrik G. Markus& Co. Einsegnungs- Anzüge spinden, Kommoden 12, Sophas 15 M., Bettstellen mit Sprungfeder- Matraßen 18, Nußbaum- Kleiderspinden 30, Stühle 3 Mart, hochfeine Muschelkeiderspinden 40, Plüschgarnituren 60 Mart, Herrenschreibtische, Damenschreibtische 30, Cylinderbureaus, Schreibsekretäre 15 Mart, Garderobenspinden, Paneelsophas 75, Buffets, Trumeaus 65 M., billig. Auch einzelne Gegenstände werden zu Engrospreisen verkauft. Empfehle allen Herrschaften, mein größtes Möbellager Berlins zu tesichtigen u. sich von den staunend billigen Breifen zu überzeugen. Gekaufte Möbel fönnen bis April kostenfrei stehen bleiben und werden durch eigene Gein blau und schwarz Kammgarn und Cheviot zu sehr billigen, aber spanne transportirt und aufgestellt. fetten Preisen. J. Lindenbaum, Gr. Frankfurterstr. 139. 16942* Feste Preeis. Spezial.: Anfertigung nach Maass. Feste Preise. Nur zu WerkStatt Preise: Möbel Spiegel and statt- Preisen. Polsterwaaren. Billige und solid gearbeitete Wohnungs- Einrichtungen empfiehlt G. A. Noack, Tischlermtr. Fabrik: Fruchtfr. 31. Berkaufsmagazin: Luisen- Ufer 22, Ede Dresdenerfir.. Kataloge franko. am Oranien- Play. Damen- und Mädchen- Mäntel- Fabrik Don Alb. Hartmann, Weinbergsweg 5, dicht am Rosenthaler Thor Parterre, kein Laden. Stets großes Lager in allen Neuheiten der Konfektion zu den billigsten Preisen. 147b 1. Die von den Hausgewerbetreibenden der Textilindustrie und der Tabakindustrie für sich und ihr Hilfspersonal verwendeten Beitragsa marten find sofort nach erfolgter Einklebung dadurch zu ent werthen, daß auf denselben handschriftlich oder mittels eines Stempels der Entwerthungstag in Zahlen z. B. 16. 8. 95 angegeben wird. 2. Die Verpflichtung zur Entwerthung der Marken ist von demjenigen zu erfüllen, der die Marken einzukleben hat. 3. Wer dieser Anordnung zuwiderhandelt, kann für jeden Fall von der unteren Verwaltungsbehörde mit einer Ordnungsstrafe bis zu einhundert Mark belegt werden. 366M Kein Laden. Berlin, den 19. März 1895. Invaliditäts- und Alters- Versicherungsanstalt Berlin. Der Vorstand. Dr. Freund. Dr. Sträter. öbel und Kinderwagen beſchafft Fabrik. Polsterwaaren tauft jeder reell u. billig bei F. Kernien, Berlin C., Seydelstr. 8. F. Nahrstedt 45 Wrangel- Straße 45 empfiehlt sein reichhaltiges Lager in Kleiderstoffen v. den billigsten bis zu den feinsten. Gardinen, Teppiche aller Sorten; Tisch- 11. Bettdecken; Wollé u. Trikotagen; sämmtliche Leib- u. Bettwäsche, sowie blaue Arbeiter Blousen und Jackets. Neu! Herren- Garderobe. Neu! Gardinen- Fabrik Großes Lager gestickter und engl.[ Tüllgardinen, Stores, weiß und creme. Große Auswahl in Sopha-, Tisch und Bettdecken, auch im Einz. z. den billigst. Fabrikpreisen. E. Knape aus Eutsch i.Sachsen Max Mannheim Berlin N., Brunnenſtr. 21, pt. Frankfurter Allee 89 empfiehlt sein reichhaltiges Lager: Neuheiten in Kleiderstoffen, Wäsche, Leinen und Bettfedern; besonders zum Umzuge Mk. 1,50--9,00 Gardinen Fenster von Portièren in rein. Wolle M. 1,50-9,00 v. Läuferstoffe 17 bis Zurückgesetzte 75 Pf. ( wenig fehlerh.) Teppiche für halben Preis! MöbelGelegenheitskanf 1 V angestellter Privatleuten zu Engrospreisen. Näheres Linienstraße 16, 1 Tr. Bettfedern, reine Gänsefedern á Pfd. v. 50 Pfg. an, Grüner Weg 41, 1 Tr. Frau Glaser. Herm. Ramlow's Weiss- u. Bairisch- Bierlokal. Zimmer( 60-80 Person.) für Vereine 135 u. Feſtlichkeiten. 135. Schönhauser Allee Armin- Hallen Kommandantenstraße Nr. 20 Säle und Vereinszimmer von 20-600 Personen. 77 Prinzenstrasse 77. Zum gemüthlichen Piket! Billiger Einkauf für Arbeiter in Herren- u. Knabengarderobe, wenig getragen und neu. Etablissement ,, Süd- Ost" Waldemarstr. 75. Empfehle meinen Saal( 500 Berfonen fassend) und Restaurant zu Versamm lungen und Festlichkeiten jeder Art. Sonnabende u. Sonntage sind noch frei. C. Ulrich. 18652* Trinket In Volks- Kraft- Kaffee allen Kolonialwaarenhandlungen. Packet 200 Gr., 35 Tassen 10 Pi. Arbeitsmarkt. zu außergewöhnlich billigen Preisen. Für Brautlente ganze Einrichtungen von 200-1000 M. Theilzahlung ge stattet. Elegante Nußbaum- u.MahagoniKleiderspinden und Vertikows 30 M., einfache 15 M., Sophas, Bettstellen mit Matraßen 20 M., Waschtoiletten, Küchenspinden, Kommoden 12 M., Stühle 3 M., Sophatische 6 M., Säulen Trumeaux 65 M., Plüschgarnitur 60 u. 100 M., Muschelspinden 40 M., Paneelfophas 80 M. Buffets, Kinderwagen- Silberschränke, Herren Schreibtische, Schreibsekretäre, Bylinder Bureaug, Spiegel. Wenig gebrauchte Möbel zit Für Wiederverkäufer! halben Preisen und sollte es niemand Ger. Schinken 6-12 Pfund schiver, à Pfd. 65-80-86 Pf. am Dönhoffplatz und versäumen, der gut und reell kaufen Brunnenstraße 6. will, mein großes Lager zu besichtigen. Ger. Speck, von 5 Pfd. an, à Pfd. 56-60-63 Pf. Salami-, Großartig. Auswahl Getaujte Möbel werden bis 1. April werke und Graveure auf Schwarzvon Kinderwagen, tostenfrei aufbewahrt, transportirt bruck verlangt f. Leber- u. Schlackwurst, 5 Pfd. gemischt, à Pfd. 75 Pf. 16842* R. Auerbach, Grünauerfir. 17. Buppenwag., Sport- und aufgestellt. Geübte Dessinsstepper, welche in Roth-, Zwiebel- u. Mettwurst, 5 ẞfd. gemischt, à Pfd. 48 Pf. wagen billigt. Viele Anerkennungen, Schützenstr. 2, Möbelfabrik. mechanischen Steppdecken- Fabriken in beites Fabrikat. Musterbuch gratis. Pökelkamm, ohne Knochen, à Pfd. 60 Pf. Deutschland bereits thätig waren, wers 861 Jeht kommt's 1861 ben per fofort zu engagieren gesucht. J. A. Partenheimer, Kaiser Wilhelmftr. 19a, n. b, Markth., a. d. Münzitr. heilzahlung gestattet. d, LINOLEUM- RESTE, fehlerhafte, sehr billig. Grüner Weg 102. Herren- u. Damenstoffe, Reste Stoff- u. Sammi- Refte zu Herren- u. dieses Blattes unter" Tüchtig und Wachstuchreste, Gummitischdecken, auch 14 Resterhandlung 14 darauf an, wo kauft man billig gute Referenzen sind an die Expedition Offerten mit Gehaltsansprüchen und 18068* Bazar Max Brinner, Jerufalemerstr. 42 Tüchtige Mechaniker auf ZiffernSpiegel u. Polsterwaaren. Reelie Waare für Kinderanzüge v. 1 M. an. C. Joch, Knaben- Anzügen. Refte zu Damen- flint Nr. 65" zu richten. Pallisadenstr. 14 part. 16302. Mädchen- Jaquets. P. Kochmann, in Nußbaum u. Mahagoni. Küchenmöbel. SW., 86 Alte Jakob- Straße 86, part. Möbel, Franz Tutzauer, Bischerstr. 14. Nußbaum- Möbel Möbelpolirer! 137b 2726 66. Resterhandlung. 66 Wegen Differenzen ist der Zuzug Ebel's Caféhalle, 101, 17, 3, Bier 10 p. 20. vert. Schleunigst Kleiderschrank, Wäsche- Billig Reste zu Knaben- Anzügen von von Polirern bei Feriche, in Firma Seydelstr. Ede Alte bett, 2 Kopf 201/20 weiteres fernzuhalten. Die Kommission. schrank, Spiegel 19, Ausziehtisch, 1. M. Große Anzüge von 7 M. an Rückwarth& Riegel, Wienerstr. 50, großer Stand, Sophatisch 9, Delgemälde, prachtvolle bis zum feinsten Rammgarn, auch pass. und Dräsel, Admiralfir. 7, bis auf Möbel, Fertige Betten, berbett, unter Röpfe 4,50, Bettgestelle 12, Plüschgarn, zu Ginfegnungs- Anzügen. Große AusSpiegel und Polsterwaaren fiffen, mit gereinigten neuen Gedern, von Schlagregul., Teppiche, Gardinen spott. wahl in Paletotstoffen, sowie zu FrühBildhauer- Lehrling verlangt Fritsche, fowie ganze Ausstattungen empfiehlt 12 Mark an, fertige Inletts, Bettwäsche, billig Landwehrstr. 5/6, I.( Nähe jahrs- und Sommermänteln, Jaquets, Plüsch, Atlas, Seide, Sammt u. Spizen. Reichenbergerstr. 107, 1. Querg. 3 Tr. Matraßen jeder Art, Stepp, Schlaf, Bett Alexanderplatz). Auf Wunsch alles zugeschnitten, auch H. Strelow, Tischlermstr. deden und Bolster- Bettstellen empfiehlt billigſt angefertigt. Fertige Knaben- Anzüge. Tüchtiger Drechsler wird verlangt 3 Rixdorf, streng reell gegründete Klagen, Berlinerstr. 40, petal- Geschäft von S. Pollack, Oranien: Unfallsachen, Putzger, Stegligerjir.65 66. Karle, Waldemarstrasse 66. Brieß, Mathiasstr. 8( Landsb. Allee). am Denkmal. Braße 61, am Morigplay. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beutbjtraße 2.